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Mouseguard - hab ich es nicht kapiert?

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Blechpirat:
Ich habe am letzten Wocheende eine Runde Mouseguard angeboten. Spieler zwischen sehr indie-erfahren und klassisch. Mal abgesehen von dem relativ hohen Verwaltungsaufwand in Bezug auf Checks und den Einsatz von Beliefs/Instincts/Goals und dem sehr differenzierten Skillsystem habe ich mir vor allem das Conflict-System nicht so recht erklären können. Es kam mehrfach zu Einsatz, so dass wir gegen Ende hin nicht mehr aus Regelunkenntnis langsam waren. Trotzdem hat es sich mir nicht erschlossen - viele Regeln, drei Tabellen, aber für was?

Ich sehe die Vorteile, also die Möglichkeit Probleme aller Art mechanisch abzubilden. Das gefällt mir auch.

Aber:
- Wo ist der erzählerische Vorteil, sich an die Conflict-Struktur mit den drei "blind" angesagten Aktionen zu halten?
- Was passiert, wenn eine ungerade Zahl von Teams aufeinander stoßen
- Welchen Vorteil hat es, Spieler in Teams zusammenzufassen
- Wieviel Teamwürfel gibt es, wenn zwei Teams mit je zwei SC die gleiche Handlung ansagen, und deshalb nur ein Team agieren kann?

Ich grüble noch...

JollyOrc:

--- Zitat von: Blechpirat am 24.01.2016 | 19:30 ---Es kam mehrfach zu Einsatz, so dass wir gegen Ende hin nicht mehr aus Regelunkenntnis langsam waren. Trotzdem hat es sich mir nicht erschlossen - viele Regeln, drei Tabellen, aber für was?

--- Ende Zitat ---

Und jetzt weißt Du, warum ich Burning Wheel nur noch zur Deko im Regal stehen habe. Der Crunch von dem System ist für Leute gebaut, die bei bestimmten Dingen gerne (mechanisch und erzählerisch) ins Detail gehen - und dann das Ergebnis vor weiteren Würfen geschützt stehen lassen wollen.

Chiarina:

--- Zitat von: JollyOrc ---... und dann das Ergebnis vor weiteren Würfen geschützt stehen lassen wollen.
--- Ende Zitat ---

Was heißt das? Was kritisierst du hier? Ich würd´s gern verstehen.

Die Falkin:
Die Antworten interessieren mich auch.

JollyOrc:

--- Zitat von: Chiarina am 24.01.2016 | 20:59 ---Was heißt das? Was kritisierst du hier? Ich würd´s gern verstehen.

--- Ende Zitat ---

den zweiten Teil (Ergebnis geschützt stehen lassen) kritisiere ich gar nicht mal. Das "Let it Ride" ist ein Teil vom System, den ich sogar schätze. Mein Problem ist, dass Burning Wheel (und zu einem etwas kleinerem Teil) Mouseguard die Dinge, die mit Regeln behandelt werden, zu gründlich behandelt.

Man soll ja nur würfeln, wenn es wirklich wichtig ist. Und wenn es dann wichtig ist, dann geht das System quasi in die Zeitlupe: Man schaut genau hin, wer was machen will, welche Finten und Manöver ausgeführt werden, und leitet davon das Ergebnis ab.

Das liest sich toll, aber der epische und tolle Kampf wird meiner Ansicht nach dadurch nur langsam konstruiert, anstatt flüssig wegerzählt zu werden. Am Spieltisch sitzen nicht die Zuschauer und schauen den Film, sondern man ist Regisseur, Tricktechniker und Cutter - und das ist eben eher mühsame Arbeit statt Spaß.

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