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Cypher-System - leichte Ernüchterung
Achamanian:
--- Zitat von: Antariuk am 3.02.2016 | 17:02 ---EDIT: Das "Problem" (ich finde es nach wie vor eher ein Feature als einen Bug) mit dem CS ist wahrscheinlich dass auf diese klare Aufteilung gewollt verzichtet wurde um das Spiel nicht zu sehr aus der Storytelling-Ecke zu ziehen? Jetzt mal außen vor wie gut vorhandenen Storytelling-Mechaniken sind und ob das CS dahingehend überhaupt wirklich funktioniert, mein Eindruck war - beginnend mit Numenera - dass Monte Cook ganz bewusst drauf verzichtet hat die Sache von A bis Z durchzukodifizieren. Aber vielleicht liege ich da auch falsch.
--- Ende Zitat ---
Das mit dem Feature leuchtet mir ein - bei Numenera ist genau dieses etwas wild zusammengewürfelte für mich auch ein Feature, weil es das Setting unterstützt; bei einem Universalsystem finde ich das dagegen zu unübersichtlich ...
Kann sein, dass das Regelwerk nicht zu mechanistisch daherkommen und den Nehmt-unsere-wilden-ideen-und-spielt-drauflos-Charme der bisherigen Spielelinien (Numenera, The Strange) bewahren sollte. Charmant ist das wie gesagt auch auf eine Art, aber richtig praktisch finde ich es in diesem Fall nicht.
EDIT: Ach ja, zu dem FantasyAge-Vergleich: ich finde tatsächlich das FA da übersichtlicher sortiert ist; dafür hat es aber totale Betonklassen. Ich bin allerdings der Meinung, dass das kein Entweder-Oder ist und man durchaus ein etwas strukturierteres Cypher-System hätte liefern können, das an dem D-T-F-Schema festhält und die Fülle an möglichen Kombinationen/Charakterkonzepten erhält bzw. sogar erweitert.
bobibob bobsen:
Ich habe jetzt die bücher nicht zur hand aber aus dem Gedächnis kam es mir immer so vor als ob alles was Int kostet eher der Magie zugesprochen wird. Der Rest ist mundan.
Es mag da aber auch Abweichungen geben.
Wisdom-of-Wombats:
--- Zitat von: Rumpel am 29.01.2016 | 15:24 ---Ich blättere jetzt schon seit einer Weile immer wieder etwas eklektisch im Cypher-System-Regelbuch rum und stelle fest, dass ich das ganze als Universalsystem gar nicht besonders reizvoll finde.
...
So würde ich das System wohl immer noch empfehlen, wenn es darum geht, einfach einen Haufen bunter Bausteine zu bekommen und auf der Basis was Spaßiges zusammenzuwerfen. Aber ein eigenes Setting würde ich damit nicht umsetzen, dafür erscheint mir so was wie Fate, Savage Worlds viel brauchbarer (sogar Fantasy Age, das zwar auch völlig starr ist, bei dem die Einzelteile aber zumindest so leicht erkennbar sind, dass man damit basteln kann ...).
--- Ende Zitat ---
Da gebe ich Dir Recht. Die Systembausteine sind für ein "Universalsystem" hinreichend starr, um nicht für alle Settings brauchbar zu sein. Ich denke, die im GRW angesprochenen Genre kann man umsetzen, muss sich aber bewusst sein, dass das Cypher System cinematische, larger than life Charaktere unterstützt, die eher auf Action angelegt sind. Oder als Beispiel: "Into the Badlands", "Shadowhunters" geht, "Dawsons Creek" oder "Denver Clan" eher nicht. Ein Setting zu erschaffen braucht auf jeden Fall eine Beschäftigung damit, welche Foci und welche Deskriptoren passend sind und welche nicht.
Insgesamt denke, dass Cypher System Rulebook war dazu da den Wunsch der Fans nach einem generischen System zu befriedigen, damit man nicht ständig neue Spielsysteme alla Numenera und The Strange unterstützen muss. Für Numenera ist das System top geeignet, für alles andere braucht es Arbeit. Selbst The Strange überzeugt mich nicht.
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