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Deutsche Superhelden - A Golden Age Take....

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Waldviech:
Waldviech hat schon sehr lange keine bescheuerten Ideen mehr verbreitet - daher wird´s mal wieder Zeit! Heute: Deutsche Superhelden, die Nächste. Diesmal allerdings mit einem Zusatztwist! Wir alle wissen: In frühen Comics aus den 30ern tauchen Deutsche (aus verdammt verständlichen Gründen) allenfalls als Antagonisten auf. Und das deutsche Superhelden Seltenheitswert haben (oder als Parodie daherkommen) ist auch kein Geheimnis. Interessanterweise beschleicht mich aber das Gefühl, dass eine Kombination aus Beidem ein interessantes Szenario abgeben könnte:

Berlin, irgendwo zwischen 1925 und 1930. Zwischen der Dekadenz der goldenen Zwanziger und der Weltwirtschaftskrise. Die Unterwelt wird von den Ringvereinen beherrscht - Gangsterbanden, die sich hinter den Syndikaten New Yorks und Chicagos nicht zu verstecken brauchen. Politische Extremisten am linken und rechten Rand des politischen Spektrums operieren mit paramilitärischen Schlägertrupps. Die oberen Zehntausend sind verstrickt in einen Sumpf aus Korruption, Sex und Drogen. Die Weimarer Republik ist ein Pulverfass. Und die Stadt sieht ein bisschen mehr nach Gotham City aus als sie es in den frühen 30ern eh schon tat. Wenn eine Stadt Helden braucht, dann dieses Berlin! Und tatsächlich verbergen sich in den Schatten Berlins maskierte Vigilanten, die den Übeln der deutschen Hauptstadt den Kampf angesagt haben....Typen, die "The Shadow", "Mandrake" oder ähnlichen Gestalten früher Superheldencomics ähneln....

Lässt sich daraus was machen? Wie würdet Ihr das Ganze aufziehen?

Lichtschwerttänzer:
Garde du Corps

Rittmeister Junker
Oberwachtmeister Pickelhaube

Mr Grudenko:
Als eine Inspirationsquelle kämen für mich bei dem Thema die Harry Piel Filme vor allem aus den 20er/30er in Frage:

https://de.wikipedia.org/wiki/Harry_Piel
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-45142987.html

Einen möglichen Hintergrund könnte man sich von "The Shadow" klauen: Reicher Playboy macht in den frühen 20er Jahren vor allem mit internationalem Schmuggel sein Geld. Ein "Dr Mabuse"-ähnlicher Superverbrecher ruiniert ihn, er muß erkennen, wie verkommen sein bisheriges Leben war und schwört als Sühne das Böse zu bekämpfen. Über Mittelsmänner in Asien bekommt er Kontakt mit einer chinesischen Vigilanten-Geheimgesellschaft (alternativ ginge natürlich auch eine Superninjagruppe unter Führung eines alten Arabers im Himalaja ;) ), die ihn nach Absolvierung mehrerer Prüfungen aufnimmt. Nach Jahren der Ausbildung (Martial Arts + Mystizismus/Magie) kehrt er nach Deutschland zurück, holt sich sein geraubtes Vermögen zurück (der Schuperschurke entgeht ihm natürlich) und beginnt mit seinem Kreuzzug gegen das Verbrechen, wobei er Gleichgesinnte sowie Helfer um sich scharrt. Zwar macht er sich schnell einen Namen (und viele Feinde) in der Unterwelt, aber die Polizei bestreitet, daß es einen (oder gar mehrere) Vigilanten in der Stadt gibt, während die Nachforschungen einzelner Reporter immer wieder im Sand verlaufen.

Eine andere (allerdings problematischere) Variante wäre etwa der jüdische Weltkriegsveteran, der sich in einer Golem-ähnlichen Verkleidung dem "neuen Kosakentum" entgegen stellt.

nobody@home:
Natürlich denkt man heutzutage bei "Superhelden" meist an die aus dem "Silver Age of Comics" und später. Das paßt hier vom Flair nicht so unbedingt -- "Mutanten" wird's beispielsweise, wenn überhaupt, nur selten geben (und dann wahrscheinlich unter einem anderen Namen; zu dieser Zeit wäre z.B. "Übermensch" wohl noch nicht so negativ belegt wie heute), und natürlich kriegt hier keiner seine Superkräfte mal so eben durch den Biß eines radioaktiven Dackels.

Aber da geht immer noch so einiges. In den 20ern waren Spiritismus und andere esoterische Bewegungen noch einigermaßen gang und gäbe -- ein Charakter mit besonderen mentalen Kräften oder einer, der mit richtigen Geistern verkehrt (oder sogar selbst einer ist) paßt also schnell mal ins Milieu. Und der Supererfinder und -ingenieur, der seiner Zeit Jahre oder Jahrzehnte voraus ist, ist fast schon "archetypisch deutsch", müßte sich allerdings, wenn er zu offen auftritt, irgendwie mit der Obrigkeit arrangieren -- eine Gestalt in einer mit Uran angetriebenen Dampfrüstung kann gerade in Deutschland nicht mal eben so durch die Stadt stapfen, ohne daß ein Polizist ihren Ausweis sehen will, und der Raketenmann, der nachts seine Feuerspur durch den Himmel zieht, wird zwangsläufig früher oder später von interessierten Militärkreisen (oder von um die Reaktionen ausländischer Mächte besorgten Politikern) zu hören bekommen. Also auf dem Gebiet dann vielleicht doch etwas diskreter. (Doktor Polonius entwickelt eine Formel, die einen Menschen einmal am Tag für achtundvierzig Minuten unsichtbar machen kann. Natürlich kann er die nicht einfach in die Wildnis entlassen, da könnten die Leute ja sonstwas mit anstellen. Hmmm, was könnte man damit bloß machen...? ;))

KhornedBeef:

--- Zitat von: nobody@home am 18.03.2016 | 08:36 ---Natürlich denkt man heutzutage bei "Superhelden" meist an die aus dem "Silver Age of Comics" und später. Das paßt hier vom Flair nicht so unbedingt -- "Mutanten" wird's beispielsweise, wenn überhaupt, nur selten geben (und dann wahrscheinlich unter einem anderen Namen; zu dieser Zeit wäre z.B. "Übermensch" wohl noch nicht so negativ belegt wie heute), und natürlich kriegt hier keiner seine Superkräfte mal so eben durch den Biß eines radioaktiven Dackels.

Aber da geht immer noch so einiges. In den 20ern waren Spiritismus und andere esoterische Bewegungen noch einigermaßen gang und gäbe -- ein Charakter mit besonderen mentalen Kräften oder einer, der mit richtigen Geistern verkehrt (oder sogar selbst einer ist) paßt also schnell mal ins Milieu. Und der Supererfinder und -ingenieur, der seiner Zeit Jahre oder Jahrzehnte voraus ist, ist fast schon "archetypisch deutsch", müßte sich allerdings, wenn er zu offen auftritt, irgendwie mit der Obrigkeit arrangieren -- eine Gestalt in einer mit Uran angetriebenen Dampfrüstung kann gerade in Deutschland nicht mal eben so durch die Stadt stapfen, ohne daß ein Polizist ihren Ausweis sehen will, und der Raketenmann, der nachts seine Feuerspur durch den Himmel zieht, wird zwangsläufig früher oder später von interessierten Militärkreisen (oder von um die Reaktionen ausländischer Mächte besorgten Politikern) zu hören bekommen. Also auf dem Gebiet dann vielleicht doch etwas diskreter. (Doktor Polonius entwickelt eine Formel, die einen Menschen einmal am Tag für achtundvierzig Minuten unsichtbar machen kann. Natürlich kann er die nicht einfach in die Wildnis entlassen, da könnten die Leute ja sonstwas mit anstellen. Hmmm, was könnte man damit bloß machen...? ;))

--- Ende Zitat ---
Finde ich gute Ideen.
Aber von wegen keine Mutanten: Du kannst das ganz durchaus an Themen anlehnen, die bei den X-Men behandelt werden. Z.B. ein geheimes Supersoldatenprogramm, nicht Captain America - Style, sondern eher a la Waffe X (aus dem auch Wolverine hervorging). Die Helden könnten also fahnenflüchtige der Werwolfstaffel sein oder whatever.

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