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Ghost in the Shell-Realverfilmung
6:
--- Zitat von: Wulfhelm am 18.04.2016 | 23:41 ---Hm? Wo das denn? Ich sehe nicht, dass da irgendwo steht, dass Dreamworks Robbie dann abgelehnt hat. Und ganz ehrlich: Wenn es auch nur den Fitzelchen eines Gerüchtes gäbe, dass es so gewesen sein könnte, hätte das auch irgendwer berichtet.
--- Ende Zitat ---
Umgekehrt im Sinne von: Margot Robbie hatte wohl die Rolle des Majors gewollt und nicht DreamWorks wollte (unbedingt) Margot.
--- Zitat ---
Wenn ich meinen Historikerhut aufsetze, und in Betracht ziehe, dass DreamWorks das Angebot an ScarJo am 16.10.2014 unterbreitet hat, und dass Margot Robbie am gleichen Tag für Suicide Squad unterschrieben hatte, dann ziehe ich da bestimmte Schlüsse.
--- Ende Zitat ---
Hat sie am 16.10. das Angebot unterbreitet bekommen? Bist Du Dir da sicher, dass ScarJo das Angebot bekommen hat, einen Tag bevor die Meldung in die Medien verbreitet wurde?
Ehrlich gesagt glaube ich da eher, dass da schon ein wenig mehr Vorarbeit bei ScarJo gelaufen ist.
Denk doch einfach mal drüber nach wieviel Vorlaufzeit Du für einen wichtigen Vertrag brauchen würdest. Das läuft ganz sicher nicht in einer Nacht-und-Nebel-Aktion.
Aber wir beide spekulieren hier.
Nochmal zurück zum Anfang. Das was wir wissen ist: Margot Robbie war wohl in Vorverhandlungen zur Rolle und dann hat ScarJo die Rolle bekommen. Mehr wirklich nicht.
--- Zitat ---Neben der Tatsache, dass die meisten anderen Rollen ebenfalls mit nicht-Asiaten besetzt wurden, die allesamt aus der Kategorie "wer?" stammen. Ich würde sogar ganz bösartig vermuten, dass der einzige Grund, warum sie Takeshi aus dem Sarkophag gezerrt haben, der Shitstorm war, den sie mit ihrem Whitewashing bereits provoziert hatten und dem sie mit einem einzelnen Alibi-Japaner nun entgegenzutreten gedachten.
--- Ende Zitat ---
Sicherlich möglich.
--- Zitat ---Aber ich will ja nicht nur meinem Ruf als Hater gerecht werden: Es kann sogar etwas Positives bei der Sache herauskommen. Wenn der Film nämlich - wie anzunehmen ist - aufgrund der anderen erwähnten Faktoren grottig wird, wurden wenigstens keine talentierten japanischen Schauspieler in einem von seelenlosen und lernunfähigen Studiobossen entworfenen Disaster a la 47 Ronin verbraten. ^-^
--- Ende Zitat ---
Dass der Film gut wird, wage ich momentan auch zu bezweifeln (amerikanisches Remake eines nichtamerikanischen Filmes). Ob der Film dann trotzdem erfolgreich wird, steht dann eh auf einem anderen Blatt. ;)
Wulfhelm:
--- Zitat von: 6 am 19.04.2016 | 08:02 ---Ehrlich gesagt glaube ich da eher, dass da schon ein wenig mehr Vorarbeit bei ScarJo gelaufen ist.
Denk doch einfach mal drüber nach wieviel Vorlaufzeit Du für einen wichtigen Vertrag brauchen würdest.
--- Ende Zitat ---
Exakt. Und darum ist auch die naheliegende Schlussfolgerung aus dem zeitlichen Ablauf: Robbie war in Verhandlungen für Suicide Squad und GitS. Hat sich für ersteres entschieden. Dann kam SJ zum Zuge. (Die natürlich auch schon auf der Liste war.)
Weniger naheliegend ist: Robbie war in Verhandlungen für Suicide Squad und GitS. Das Studio hat sich gegen Robbie entschieden - und zwar freundlicherweise genau zu dem Zeitpunkt, an dem Robbie die Verhandlungen für Suicide Squad in trockenen Tüchern hatte - und SJ genommen.
alexandro:
--- Zitat von: Fantomas am 19.04.2016 | 01:05 ---Übrigens, wenn ein Film durch eine/n Darsteller/in getragen werden muss, ist das schon eine Kapitulation im Vorab.
--- Ende Zitat ---
Ich denke das hat mehr damit zu tun, welches Risiko man eingehen möchte. Generell nimmt man da eher Schauspieler, von denen man weiß, dass sie eine verlässliche Leistung abliefern (weil man sie schon in gefühlten hundert Filmen gesehen hat und weiß, dass sie den "range" haben, um das durchzuziehen), als unbekannte Größen, welche dann eine "Sofia Coppola"-Performance abliefern (im Falle asiatischer Schauspieler dürfte der Hemmnisfaktor sein, dass man nicht einschätzen kann, wie sie sich in ihrer nicht-Muttersprache schlagen). Bekannte Schauspieler bekommen mehr Rollenangebote, weil man sie kennt - selbsterfüllende Prophezeiung. Muss man nicht gut finden, ist aber nachvollziehbar.
Naja, auf jeden Fall ist ScarJo noch eine bessere Besetzung, als die "living Barbie doll" Robbie (ohne Schützenhilfe von DC für ihren Partner WB hätte die nicht einmal Harley Quinn hingekriegt).
Wulfhelm:
--- Zitat von: Fantomas am 19.04.2016 | 01:05 ---Übrigens, wenn ein Film durch eine/n Darsteller/in getragen werden muss, ist das schon eine Kapitulation im Vorab. Wenn man's nämlich ordentlich aufzieht, sorgt ein Film dafür, dass unbekannte oder weniger bekannte Darsteller zu Bekanntheit kommen.
--- Ende Zitat ---
Du sagst es.
--- Zitat ---Und mal ehrlich, Manga-/Anime-Realverfilmungen rangieren auf dem westlichen Markt maximal am unteren Ende der Blockbuster-Skala, wenn nicht sogar darunter
--- Ende Zitat ---
Außer Edge of Tomorrow, der ein moderater Erfolg war, waren alle von dem ~ Dutzend westlichen Mangaverfilmungen Flops.
--- Zitat ---"Lucy" lief beispielsweise gerade so lala und ich möchte behaupten, dass auch dort eine andere, halbwegs koitable und weniger bekannte Besetzung die Besucherzahlen nur unwesentlich beeinträchtigt hätte. Gerade in diesem Segment werden Nonames vom Feuilleton und den Nerd-Websites häufig auch sympathisch aufgenommen, was über die wohlwollenden Kritiken mehr Leute ins Kino lockt.
--- Ende Zitat ---
Naja, der war schon insoweit erfolgreich, als dass er ein relativ kleines Budget in ein ordentliches Einspielergebnis verwandelt hat. Gutes ROI halt. Generell ist die Faustregel ja: Einspielergebnis weltweit > 2x Produktionsbudget = Break-Even. Und Lucy hat das 10-fache des Budgets eingespielt.
Ludovico:
@Fantomas
Die Bedeutung der Starbesetzung erscheint mir wichtiger bei der Finanzierung eines Projektes.
Filme sind heutzutage Projekte, deren Kosten sich auf zwei-bis dreistelligen Millionenbedarf belaufen.
Folglich müssen Investoren rangeholt werden, denn nicht jeder hat so viel Geld parat, dass er fest binden kann (vor allem dann nicht, wenn ein Filmstudio mehr als ein Projekt am Laufen hat).
Nun sind Investoren nicht an sonderlich viel interessiert. Sie wollen Geld (sei es durch Product Placement oder direkter Beteiligung).
Bei derartig großen Summen wird auch entsprechend genau kalkuliert (ich bezweifel mal, dass jene, die diesen Bereich schleifen lassen, sich lange halten können). Da können zwar Fehler passieren und es gibt Ungenauigkeiten, aber in der Praxis ist es ein bewährtes Mittel zur Risikoabwägung.
In diese Kalkulation fließt auch der Wert der Schauspieler ein.
Je hochwertiger ein Schauspieler, desto positiver der Einfluss auf die Kalkulation.
Das ist zwar noch lange nicht der einzige Faktor, aber es ist ein Faktor, der zu berücksichtigen ist.
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