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Hardcore Henry

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Wulfhelm:
Gerade gesehen.

Zu empfehlen, wenn...

... man schon immer mal wissen wollte, wie ein FPS als Film funktionieren würde.
... man mal wieder einen Cyberpunk-Realfilm sehen möchte.
... man einen schnörkellosen Nonstop-Actionfilm ohne große Pausen zum Nachdenken schätzt.
... man nichts gegen extrem schnelle Schnitte und verwirrende Szenen hat.
... man über gewalttätige Absurditäten gut lachen kann.

Nicht zu empfehlen, wenn...

... man anfällig für motion sickness durch Bildschirmgeschehen ist.
... man Erwartungen hinsichtlich Story und Charakterisierung mitbringt.
... man extreme, wenn auch ziemlich cartoonhaft dargestellte Gewalt nicht verknusen kann.

Alles in allem würde ich sagen: Den Film sollte man gesehen haben. Aber wenn man o.g. Anfälligkeiten mitbringt, vielleich lieber nach Erscheinen auf entsprechenden Medien daheim, wo man ggf. auf Pause drücken kann.

Stagger:
Hardcore habe ich auch im Kino gesehen. Mein Fazit: Hammerhart!

Wer einen Vorgeschmack haben möchte, der sollte sich die beiden Musikvideos "Stampede" und "Bad Motherfucker" von The biting elbows ansehen. Das war der selbe Regisseur. Ob es auch der selbe Stuntman war, weiß ich leider nicht.

Hardcore ist aber auch ein körperlich anstrengender Film. Ich saß oft mit den Händen im Polster des Kinosessels festgekrallt. Für schwache Nerven ist das nichts. Höhenangst ist ebenso ein Problem, das ich während des Films hatte.

Wulfhelm:
Meine Nerven waren nicht das Problem... fand in dem Film nichts erschreckend. Aber Kopfschmerzen hatte ich am Anfang, bis ich mich ein bißchen drauf eingestellt hatte.

Stagger:
Bei mir war es wie gesagt die Höhenangst, die mir zu schaffen machte. Große Höhen kann ich gar nicht gut vertragen.

Die schnellen Schnitte sind anfangs durchaus anstrengend, aber wie du bereits sagtest, sobald man sich eingewöhnt hat und darauf einlässt ist das kein Problem.

Wulfhelm:
In der Rückschau muss ich den Film doch noch etwas deutlicher empfehlen - wenn er denn noch läuft...

Das FPS-Element macht den Streifen durchaus interessant, und es wurde mit der von Copley gut gespielten Nebenfigur in geschickter Weise dem "silent Protagonist" abgeholfen. Und was man noch sagen sollte: Man kann über die Story ablästern soviel man will - bekloppter als die typische Viertelmilliarde-Dollar-Blockbuster-Story ist sie auch nicht, und zumindest ich war während des Films durchaus gespannt, wie es mit bestimmten Elementen weitergeht.

Ich finde es einfach auch beeindruckend, dass man diesen Film mit teilweise wirklich guten Stunts, SF-Elementen und Effekten für 2 Millionen Dollar abgedreht hat.

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