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[Beyond the Wall] Deutsche Ausgabe
Luxferre:
--- Zitat von: Dr. Clownerie am 1.08.2016 | 13:05 ---Schreibe ich auf meine To-Do-Liste ;)
--- Ende Zitat ---
Bist 'n Schatz >;D :d
D. M_Athair:
--- Zitat von: Antariuk am 1.08.2016 | 11:26 ---Und hier verlierst du mich komplett.
--- Ende Zitat ---
Satz 1 sagt: Das, was du schriebst. Da geht BtW weiter als viele andere Spiele. Und das macht BtW auch ganz gut.
Satz 2 sagt: "Ich schneide aus einem Netz Teile raus, die ich nicht brauche und vernähe das Ganze hinterher nicht."
Satz 3 sagt: BtW führt Regeln ein, wo keine/kaum welche waren und orientiert sich dabei stur und ohne Not an den Fragmenten, die es gab - obwohl es dafür ohnehin kleinere Anpassungen vornehmen muss.
Satz 4 sagt: BtW nimmt das, was es vorfindet und lässt es so - unabhängig davon ob es zum Rest passt oder nicht.
@roll under: Das hat tatschlich wenig mit meinen Erwartungen zu tun. Es ist vielmehr so, dass die Standard-Regel (im Gegensatz zur Optionalregel) nicht ausgewogen wirkt. Attributswert von 19 und Fertigkeitenbonus von +4 sind von Beginn an theoretisch möglich. Eine unmodifizierte Würfelprobe W20 < 20 (Attributswert + Bonus) ist keine Seltenheit. Wenn man noch einbezieht, dass eine normale Probe so beschrieben ist, wie eine schwere Probe in anderen Rollenspielen, dann sind die Erfolgschancen beinahe absurd hoch.
Und warum ich das als Bestandteil des "Flickwerks", das das Regelwerk für mich darstellt sehe ist, dass die Optionalregeln andere (ausgewogenere) Erfolgschancen hat. Die beiden Varianten passen nicht wirklich zueinander. Und: Die Vorlage der Standard-Regel ist im Wesentlichen alten D&D-Optionalregeln entnommen. Das wirkt auf mich, als wäre die Regel "stehen gelassen worden", um sie "stehen zu lassen". Ohne inhaltliche Begründung.
Das alles ändert nichts daran, dass die Idee hinter BtW toll ist. Nur von der Kohärenz der Ausführung bin ich nicht mehr sonderlich begeistert. Selbst für ein OSR-Spiel.
Luxferre:
Puh, ich habe jetzt zehn Charaktere erwürfelt und erschummelt.
Meistens kamen Werte zwischen 9 und 16 dabei heraus, mit einer grandiosen Tendenz zur 12 ;)
Ein Charakter hat zwei abnorm hohe Werte, der Elfenadelige mit GE 19 und IN 17, der Rest verweilt zwischen 8 und 10. Und der SC ist komplett erschummelt ...
Das Problem wird eher sein, dass man desöfteren wirklich kaum spielbare SC bekommt. Mit 1 oder 2 Werten auf +1 und das wars.
Dabei fiel mir auf, dass die englischen zusätzlichen Playbooks tendentiell besser zu sein scheinen. Ganz subjektiv und ohne das mathematisch geprüft zu haben. Denn der (nicht erschummelte!) Zwergenabenteurer ist auch ziemlich gut mit ST 14, GE 10, KO 17, IN 10, WE 13, CH 7. Den würde ich sofort spielen.
Zu den Fertigkeiten.
Ich finde das mit dem Unterwürfeln ehrlich gesagt verdammt gut. Entspricht meiner Idee von langsam und schwach wachsenden SC, die aber recht kompetent anfangen.
Als SL würde ich alle 4 Stufen einen Attributsbonus spendieren.
Der Nârr:
Unterwürfeln an sich finde ich auch gut. Das ist ein einfacher Generator für Ergebnisse und es ist doch an sich erstmal egal, ob ich mit W20 unter einem Wert bleiben muss, mit W20 über einem Wert oder mit einem beliebigen anderen Würfel einen bestimmten Mindestwurf erreichen muss... Die entscheidende Frage ist doch nicht womit man wie würfelt, sondern ob die Ergebnisse die produziert werden plausibel oder spielbar sind.
Also aus unserer Spielerfahrung auf Level 1 finden wir die Erfolgschancen im Schnitt zu hoch (ich als SL finde sie besonders hoch, aber vielleicht sollte ich öfter gar keinen Wurf erlauben). Attributssteigerungen wo die Charaktere in der Regel sowieso schon keine Schwächen haben finde ich auch übertrieben. Attributssteigerungen würde ich erlauben, wenn die denn auch mal beim Start ein Attribut von 6 haben! Dann ist wenigstens eine Entscheidung da, ob man Schwächen ausgleicht oder Stärken noch weiter in die Höhe bringt.
Sprich, ich finde angesichts der Unterwürfeln-Probe müssten die Attribute deutlich niedriger werden (so um die 10 Punkte weniger, wenn man nach Playbook generiert).
Ich hatte irgendwo schon mal geschrieben, ich finde für die hohe Kompetenz am Anfang vermittelt BtW irgendwie ein falsches Bild - vielleicht bin ich dazu aber zu sehr durch typisches deutsches Bauerngaming und Hotzenplotzerei geprägt. Bei uns ist es jedenfalls so, dass die Charaktere in ihren Kern-Kompetenzen praktisch nicht versagen.
Ausgeglichen wird das natürlich mit Skills wie "Weben". Ich will auch immer noch, dass mir BtW erklärt, wie ich Weben oder Ackerbau in typischen BtW-Abenteuern einsetze und warum man sich entschieden hat, solche Dorfbewohner-Kompetenzen als Skill und nicht als Background-Knowledge/Common Knowledge/Klassenwissen/etc. zu handhaben.
Antariuk:
--- Zitat von: Contains Diseases am 1.08.2016 | 13:14 ---@roll under: Das hat tatschlich wenig mit meinen Erwartungen zu tun. Es ist vielmehr so, dass die Standard-Regel (im Gegensatz zur Optionalregel) nicht ausgewogen wirkt. Attributswert von 19 und Fertigkeitenbonus von +4 sind von Beginn an theoretisch möglich. Eine unmodifizierte Würfelprobe W20 < 20 (Attributswert + Bonus) ist keine Seltenheit. Wenn man noch einbezieht, dass eine normale Probe so beschrieben ist, wie eine schwere Probe in anderen Rollenspielen, dann sind die Erfolgschancen beinahe absurd hoch.
--- Ende Zitat ---
Ok, das stimmt natürlich. Ich finde es nicht schlimm das man von Haus aus öfter gewinnt und dann wahrscheinlich anfängt waghalsigere Sachen zu probieren weil man die Abzüge locker in Kauf nehmen mag, aber das ist wohl Geschmackssache. Zum präsentierten Stil von BtW passt es aber allemal besser als die miesen Chancen die Charaktere in anderen Editionen gerade zu Spielbeginn haben.
--- Zitat von: Contains Diseases am 1.08.2016 | 13:14 ---Und warum ich das als Bestandteil des "Flickwerks", das das Regelwerk für mich darstellt sehe ist, dass die Optionalregeln andere (ausgewogenere) Erfolgschancen hat. Die beiden Varianten passen nicht wirklich zueinander. Und: Die Vorlage der Standard-Regel ist im Wesentlichen alten D&D-Optionalregeln entnommen. Das wirkt auf mich, als wäre die Regel "stehen gelassen worden", um sie "stehen zu lassen". Ohne inhaltliche Begründung.
--- Ende Zitat ---
Genau das hier verstehe ich nicht: inwiefern muss BtW das begründen? Der Ansatz erschließt sich mir so gar nicht. Meine Kenntnis von alten D&D Varianten und den gefühlt tausend OSR Titeln hält sich sehr in Grenzen, aber mir fällt echt keine einziges ein Spiel ein wo es für Regelmechaniken eine Erklärung gibt warum das so und nicht anders gelöst wurde. Warum also muss BtW das leisten?
--- Zitat von: Luxferre am 1.08.2016 | 13:24 ---Puh, ich habe jetzt zehn Charaktere erwürfelt und erschummelt.
Meistens kamen Werte zwischen 9 und 16 dabei heraus, mit einer grandiosen Tendenz zur 12 ;)
--- Ende Zitat ---
Mit 4D6DL? Dann wäre es nicht verwunderlich weil der Mittelwert 12.24 ist :D
--- Zitat von: Luxferre am 1.08.2016 | 13:24 ---Dabei fiel mir auf, dass die englischen zusätzlichen Playbooks tendentiell besser zu sein scheinen. Ganz subjektiv und ohne das mathematisch geprüft zu haben. Denn der (nicht erschummelte!) Zwergenabenteurer ist auch ziemlich gut mit ST 14, GE 10, KO 17, IN 10, WE 13, CH 7. Den würde ich sofort spielen.
--- Ende Zitat ---
Ja, die Playbooks sind deutlich stärker als das traditionelle Auswürfeln, aber das finde ich ok, immerhin wäre es schade wenn so ein integraler (für den Rest der Gruppe, wegen den Verknüpfungen) Charakter wegen zu schlechter Werte nach 10 Minuten abnippelt.
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