Das Tanelorn spielt > Albtraum in Norwegen

AiN - Off Topic

<< < (133/208) > >>

Joran:
Schöner Post, Puklat.

Für den weiteren Fortgang ist vielleicht zu bedenken, dass wir die Nebengebäude (Stall, Scheune, Klo) schon kurz in Augenschein genommen hatten.

--- Zitat von: Joran am 24.01.2017 | 19:20 ---Clive

Ich sehe mich auf dem Gelände des kleinen Hofs um und suche nach Anzeichen dafür, wo Mrs. Ó Brian sich aufhalten könnte. Der Stall, die Scheune, der Abort. Manche Dinge im Leben müssen weitergehen, ganz gleich was geschieht ...

Mich beschleicht ein ungutes Gefühl. Ich mache mir Sorgen um Mrs. Ó Brian, widerstehe jedoch der Versuchung, durch eines der trüben Butzengläser in die Stube zu schauen.

Ich sehe mich nach Anzeichen der täglichen Arbeit um und lausche auf die Geräusche der Tiere, ob sie gefüttert und getränkt, gemolken und sonst versorgt wurden. Die Tiere melden sich, wenn die Abläufe durcheinander geraten. Die Pony-Zucht hat die Witwe aufgegeben, aber da sind immer noch ein paar Tiere, die ihr Gnadenbrot erhalten. Und natürlich hält auch die Witwe - wie jeder hier - Tiere für den eigenen Bedarf: Hühner, Ziegen, eine Kuh und ein paar Schweine.

Als ich mich in Richtung Scheune und Stall wende, drehe ich nervös den Hut in meinen Händen.
--- Ende Zitat ---


--- Zitat von: Der Läuterer am 24.01.2017 | 20:13 ---Kein Zeichen von der Witwe O'Brian ist irgendwo zu sehen oder zu hören. Nervös und mit einem unguten Gefühl in der Magengegend wendest Du Dich wieder von der Scheune ab und gehst zurück zum Haus.

Eine alte, mitgenommene Holzbank steht unter dem Fenster, das zur Küche gehört. Die grüne Farbe ist bereits an vielen Stellen abgeblättert und gibt den Blick auf graues, verwitterndes Holz frei. Von unten wachsen Gräser und Blumen durch die Latten der Sitzfläche.
Eine Eidechse auf der Rückenlehne blickt zu Dir auf, zuckt kurz mit dem Schwanz und rennt dann über einen dürren, abgestorbenen Ast zur Hauswand und verschwindet sogleich in einer Mauerritze.

Das Fenster oberhalb der Bank hat eine einfache Doppelverglasung. Auf dem Fensterrahmen wachsen kleine, graue Flechten.
Ein Spinnennetz, in dem eine Fliege ihren verzweifelten Todeskampf ausfechtet, schwingt mit dem leichten, warmen Wind, der Euch umspielt.
Das Glas ist matt und stumpf, als sei es von aussen lange nicht gereinigt worden.
--- Ende Zitat ---
Das war sicher keine ausgiebige Durchsuchung, aber etwas ganz auffälliges sollte dort jetzt, wenige Minuten später, nicht zu finden sein, sofern es sich nicht auch gerade erst dorthin bewegt hat. Ich wollte lediglich kurz daran erinnern, weil wir das damals nur in wenigen Sätzen abgehandelt hatten. Ich selbst musste nachlesen, weil ich mir nicht mehr ganz sicher war und habe zuerst an der falschen Stelle gesucht.

EDIT:
Vielleicht war Clive aber auch tatsächlich nicht gründlich genug. Ich habe damals entschieden, dass er nicht alles auf den Kopf stellt. Es sollte mehr ein kurzes hereingehen, sich einmal umschauen und die Witwe rufen sein. Wir haben seinerzeit im OFF über das Ablegen einer Probe gesprochen:

--- Zitat von: Der Läuterer am 24.01.2017 | 20:36 ---BITTE IMMER DARAN DENKEN, DASS DER SL NICHT ZU EINER WÜRFELPROBE AUFFORDERT.
DAS MÜSST IHR IMMER SELBST BESTIMMEN, OB IHR DAS UND WANN IHR DAS TUN WOLLT.
--- Ende Zitat ---

--- Zitat von: Joran am 24.01.2017 | 21:24 ---Diese Regel finde ich sehr gewöhnungsbedürftig ... Ich glaube manche Spieler würfeln dann dauernd, andere nie.

Aber unabhängig davon: Worauf sollte ich jetzt würfeln?

Durch die Fenster spähen will Clive ja nicht. Das wäre ihm zu indiskret.

Ob die Tiere sich auffällig verhalten, dürfte keinen Wurf erfordern, oder?

Ich als Spieler fürchte das Schlimmste (Selbstmord, Besuch der toten Tochter, Ermordung durch einen Huldiger), aber Clive hat eigentlich keinen Grund, intensiv nach irgendwelchen Spuren zu suchen. Die Witwe könnte durchaus beim Priester oder bei einer Freundin sein.

Edit:
Ich habe mir noch einmal Clives neue Werte angesehen. Eine spezielle Fertigkeit, die hier hilfreich sein könnte, hat er nicht.

Damit blieben dann wohl die allgemeinen Handlungsalternativen. Aber auch davon scheint mir in dieser Situation nichts hilfreich zu sein.
--- Ende Zitat ---

--- Zitat von: Der Läuterer am 24.01.2017 | 21:41 ---"Diese Regel finde ich sehr gewöhnungsbedürftig ... Ich glaube manche Spieler würfeln dann dauernd, andere nie."
Da gebe ich Dir Recht. Dennoch... Es gibt in den Runden auch immer den Lauten und den Till.
"Aber unabhängig davon: Worauf sollte ich jetzt würfeln?"
Herumstochern müsste passen.
"Ich als Spieler fürchte das Schlimmste (Selbstmord, Besuch der toten Tochter, Ermordung durch einen Huldiger)"
Jaaaaaaaaaaa!
"Die Witwe könnte durchaus beim Priester oder bei einer Freundin sein."
Stimmt.
--- Ende Zitat ---

--- Zitat von: Joran am 24.01.2017 | 22:07 ---Ja, 'Herumstochern' hatte ich auch überlegt. Aber das sieht dann im übertragenen Sinne auch so aus, wie es heißt, unterstelle ich. Und das fände Clive in dieser Situation extrem unangemessen. Die SCs haben keinen Anhaltspunkt, dass (gerade) der Witwe etwas zugestoßen sein könnte. Warum sollte es auch? Das ist bislang nur Spieler-Paranoia und durch Horror-Filme geprägte Erwartungshaltung.
--- Ende Zitat ---
Für eine genauere Untersuchung hätte ich wohl würfeln müssen ... naja, wäre bei meinem Glück wohl im Ergebnis genauso ausgegangen  ;)

Kurz danach folgte dann noch der vorsichtige Hinweis des SL, dass wir unbewaffnet seien und ich berief mich selbstsicher auf Clives massiven Gehstock ... jetzt mag der Stock beweisen, was er wert ist!  :o

Puklat:
Vielen Dank Joran. Die Info war mit tatsächlich entfallen.

Wenn ich die Zeit finde zu schreiben, dann fällt mir zwischendurch auf was ich nicht weiß, aber dann weiß ich oft nicht wo ich suchen soll und mit fehlt die Zeit und diesmal auch die Erinnerung und Übersicht dazu.

Daher ist diese Erinnerung von dir sehr hilfreich, aber ich baue EG darauf, dass der Läuterer hier übernimmt. Ansonsten durchsuche ich auch noch, aber ich bin mir sicher, dass ich und weniger Hinweise zuschreiben würde, als der SL es tun würde oder könnte. ;)

Joran:
Ich glaube, das ist der erste Kampf nach Tremulus-Regeln.

Das hat bei mir eine Menge Fragen ausgelöst:

1) Clive möchte versuchen, die Witwe mit seinem Stock zu entwaffnen oder außer Gefecht zu setzen. Es wäre ihm sicher recht, der Witwe die Messer aus den Händen zu schlagen. Er wird ihr notfalls aber auch die Hände brechen, um größeren Schaden zu verhindern.

Oder wären ihm seine medizinischen Kenntnisse hilfreich? Z.B. um einen gezielten Schlag zu setzen (Schlag an die Schläfe, in den Magen etc.), der die Witwe normalerweise mit möglichst geringem Schaden ausschalten sollte (Bewusstlosigkeit, Atemnot etc.)?

Wie würde ich das regeltechnisch umsetzen?

"Gewalt anwenden" scheint mir jedenfalls nach der dortigen Beschreibung nicht zu passen, denn Clive handelt nicht mit Bosheit und es geht gerade um seine persönliche Sicherheit etc. Er will möglichst wenig Schaden anrichten, um sein Ziel zu erreichen. Bei "Gewalt anwenden" habe ich auch noch nicht wirklich begriffen, wie das Auswählen funktioniert. Ist die Anzahl der ausgewählten Effekte gemeint oder die Stelle des Effekts? Sind das die im Regelthread unmittelbar nachfolgend aufgeführten Wirkungen aus denen ich wähle?

Wäre in dieser Situation nach der Handlungsbeschreibung eher "unter Druck handeln" passender? Oder gar "Behindern"?

2) Du hast früher mal das hier geschrieben:

--- Zitat von: Der Läuterer am  5.08.2016 | 13:55 ---Puklat, vielleicht magst Du ja 'Todesvisionen'. Dein Char hat ja schon viel erlebt und gelitten... Vielleicht... vielleicht auch nicht. Gib Bescheid.

TODESVISIONEN
Wenn Du Dich in einen Kampf begibst, würfele +INSTINKT.
Bei einer 10+ bestimmst Du, wer schwer verletzt wird oder stirbt und wer die überlebt.
Bei 7-9 bestimmst Du entweder jemanden, der verletzt wird oder jemanden der unverletzt bleibt. Der SL versucht Deine Vision wahr werden zu lassen.
Bei einem Misserfolg siehst Du Deinen eigenen Tod voraus, was dazu führt, dass Du während des Kampfes einen Malus auf alle Attribute von -2 erhältst.

--- Ende Zitat ---
Funktioniert Gewalt anwenden ähnlich? Könnte ich bei einer 7-9 bestimmen, dass die Witwe unverletzt bleibt ... aber entwaffnet wird? Vermutlich nicht, oder? Dann wäre diese Sonderfertigkeit ja sinnlos.
Hätte Ove sich hiermit eigentlich selbst durch einen nachträglichen Wurf vor dem Schrot retten können? Wie hätte man das im Storytelling ausgespielt? Hätte man dann die Vision geschildert und ein paar Beiträge zurück editiert?

3) Nebenbei: Ist es gleichgültig, ob Clive eine Waffe (der Gehstock) zur Verfügung steht oder ob er mit bloßen Händen agiert? Hat das ggf. nur Bedeutung für die Wirkungen eines Treffers?


Gewürfelt habe ich schon mal:
2W6 = 5 + 1 = 6

Jetzt käme es darauf an, ob Clive einen Bonus/Malus erhält. Nur mit einem Bonus kann er überhaupt einen mäßigen Erfolg verzeichnen.

Also kommt es im Ergebnis auf die vorstehenden Fragen in dieser Situation vielleicht nicht mehr an. Trotzdem wäre es gut, das zu wissen.

Falls Du es schon einmal erklärt haben solltest und ich es nur vergessen habe, gib mir bitte einen Link.

Der Läuterer:
Das Konstrukt ist nur dazu da, um das Erzählspiel zu stützen und zu unterstützen.
Mach Dir deshalb keinen Kopf. Es geht um die Story, nicht um die Regeln.

Joran:
Ja, aber ich kann mir die Wirkung meiner Verteidigung doch nicht selbst aussuchen?!

Ich sehe es teilweise wie Du: Die Regeln sind nicht unbedingt so wichtig. Wenn Du willst, können wir sie auch ganz weglassen. Aber das ändert letztendlich nichts an der Rollenverteilung zwischen Spieler und Spielleiter ... wie ich sie jedenfalls (auch beim Storytelling) bisher verstehe. Ich finde, wir Spieler übernehmen hier schon seeehr viel. Im Rahmen von Fluff ist das für mich absolut in Ordnung, in der Kernstory des Abenteuers mindert es meinen Spaß, weil es für mich der Spannung abträglich ist. Spannung resultiert aus dem Unerwarteten, dem Überraschenden, dem Unvorhersehbaren. Je mehr ich selbst entscheiden kann, wie die Geschichte weitergeht, desto weniger Spannung kann entstehen. Nach meinem Gefühl verstärkt sich diese Tendenz weg vom SL hin zum Spieler immer mehr. Ich finde das schade und würde mich freuen, wenn wir die Richtung wieder wechseln könnten. Ich hoffe, Du nimmst mir das nicht übel, Läuterer. Aber es bringt ja nichts, wenn man es nicht ausspricht.

Die Entscheidung, ob ein NSC meinen SC erfolgreich oder erfolglos angreift, kann jedenfalls nicht mehr in meiner Entscheidungsfreiheit als Spieler liegen, finde ich.

Ich warte daher mal, was Du aus meinem Wurf bzw. der Situation machst ...

Edit: Deine PN habe ich erst nach der Überarbeitung dieses Posts gesehen. Ich warte dann mal, bis die Technik nicht mehr rumzickt!

Navigation

[0] Themen-Index

[#] Nächste Seite

[*] Vorherige Sete

Zur normalen Ansicht wechseln