Pen & Paper - Rollenspiel > Pen & Paper - Rollenspiel- & Weltenbau
Nahezu unverwundbare Plattenrüstung und verwandtes
thestor:
Mal aus Neugier, kann jemand gute Bücher über mittelalterliche Rüstung und vielleicht noch Waffen und Kampfweisen uns so weiter empfehlen?
Lichtschwerttänzer:
--- Zitat von: Samael am 15.06.2016 | 18:28 ---Unter anderem eben Einhandschwerter. Siehe die verlinkte Liste oben, oder mal "Schwert Panzerbrecher" bzw. "Estoc" googeln
--- Ende Zitat ---
Ich weis, Scheibendolch in gros
Weder habe ich jemand unterstellt keine Ahnung zu haben noch versucht Expertentum zu definieren, das habe ich oft genug von mir gewiesen.
Gelenke konnten durch Kette oder Gelenke geschützt werden, Hände durch Handschuhe.
Das Schwert war in der Zeit für (fast?)niemand eine Primärwaffe auf dem Schlachtfeld.
Lanze, Stangenbeil, Äxte, Hämmer Piken, Helmbarten , Armbrüste Langbögen etc.
Die Dose hatte oft ihren eigenen Masserstecher dabei, war ein offizieller Posten in der Lanze des Ritters . Coutelier IIRC.
@thestor
Oakeshott, I 66, Talhofer
www.thehaca.com
Chruschtschow:
@Thestor:
Hah, Teil des Problems ist, dass wir - und damit meine ich nicht nur die Foristen hier - erstaunlich wenig wissen. Tatsächliche Kampfmethoden sind halt nur durch Fechtbücher (wie verbreitet waren die tatsächlich?) übermittelt oder müssen aus Waffen- und Rüstungsform oder der Malerei sowie ein paar teils arg fragmentarischen Texten zu Schlachten abgeleitet werden. Gut erhaltene Rüstungen sind meistens eben nicht die, die der Großteil einer Armee getragen hat, sondern eher das eure Zeug, dass man sich in Angedenk an die Schlacht von Bla hingestellt hat, weil Opa Herzog von und zu dabei gewesen ist.
Und Fechtbücher sind auch so eine Sache. Was soll man aus dem geworfenen Schwertknauf machen (Link weiter oben)? Hat sowas Praxisbezug? Was sagt das über das gesamte Buch? Hat da vielleicht ein Mönch beim Kopieren rumgetrollt? ;)
Hier hast du einen guten Startpunkt ausgehend von einer Ausstellung im Deutschen Historischen Museum in Berlin:
http://www.dhm.de/archiv/ausstellungen/eisenkleider/start.htm
Quaint:
Naja, es stimmt, dass es Schwerter gab, die ein Stück weit auf die starken Panzer des Spätmittelalters und der frühen Neuzeit angepasst waren. Aber durch die Platte durchgestochen hat man damit auch nicht. Die waren darauf ausgerichtet, Schwachstellen mit gezielten Stichen anzugehen, wobei man da teils noch durch Kette und Polsterung durch musste. Aber sowas wie einen Estoc einhändig zu gebrauchen scheint mir doch suboptimal, mein Eindruck war, das sie eher im Halbschwert gebraucht wurden, also die Nebenhand an der Klinge. Was Präzision und Stoßkraft merklich verbessern dürfte. Und auch ein Anderthalbhänder kann, gerade im Halbschwert gegen Schwachstellen geführt, zumindest einigermaßen funktionieren schätze ich.
Hauptsächlich gemeint hatte ich aber tatsächlich eher sowas wie Breitschwerter etc. aus früheren Zeitperioden. Eben das 0815 Fantasy Langeschwert. Offenbar hätte ich mich präziser ausdrücken sollen.
Aber selbst bei solch spezialisierten Schwertern würde ich dennoch sagen, dass andere Waffen sicher besser gegen schwere Rüstung zu gebrauchen waren, etwa entsprechende Stangenwaffen wie der Luzerner Hammer oder die "Mordaxt". Aber ein zum Stich geeignetes Schwert als Rückversicherung zu haben, ist sicher eine gute Sache. Und natürlich noch einen Dolch.
Samael:
--- Zitat von: Lichtschwerttänzer am 15.06.2016 | 18:50 ---
Das Schwert war in der Zeit für (fast?)niemand eine Primärwaffe auf dem Schlachtfeld.
--- Ende Zitat ---
Das gilt aber für das ganze Mittelalter, nicht erst für die Spätphase mit Plattenrüstungen, oder liege ich falsch?
Navigation
[0] Themen-Index
[#] Nächste Seite
[*] Vorherige Sete
Zur normalen Ansicht wechseln