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Welches System für Frühmittelalterliche Low-Fantasy?
Feuersänger:
--- Zitat ---Welche Spielelemente willst du denn überhaupt betonen? Soll es eher um ein klassisches Abenteuer gehen? Wikinger auf Raubzug? Entdeckung fremder Länder? Handelsreisende die auch mit Diplomatie voran kommen müssen und sich die Gunst der Herrschenden sichern müssen?
--- Ende Zitat ---
Primär eher "Raubzug" und "Entdeckungsfahrten"; aber auch Abenteuer/Questen à la Beowulf / 13. Krieger wären natürlich denkbares Material. Diplomatie etc wird wohl nicht der Schwerpunkt sein, und wenn, dann eher sekundär mechanisch abzuhandeln. Da wäre freilich eine Ruhm-Mechanik cool, womit der berühmte mächtige Kriegerhäuptling sich schon aufgrund seines Rufes bei Verhandlungen gut durchsetzen kann, auch ohne Diplomatieskills gemaxt zu haben.
Zu den Unterscheidungen der Kampfstile etc.: da haben wir halt so bissl das Problem, dass wir gar nicht so furchtbar viel über Kampftechniken dieser Zeit wissen. Ein Schwert war schon eine gute Waffe, aber halt auch nicht zuletzt Statussymbol.
Wäre vllt auch wieder eine Idee für die Diplomatieregeln: ein Schwert - und nur ein Schwert - gibt einen Bonus auf den Status und somit das diplomatische Gewicht des Trägers; je hochwertiger gefertigt und je aufwendiger verziert desto besser. ;)
Was die Eigenarten der Kampfstile angeht, hat da vielleicht wirklich das Ticksystem vom SpliMo etwas für sich -- auch wenn ich derartiges generell meide.
Allerdings haben da meine Mitspieler neulich von ihrer Splimo-Erfahrung erzählt: eigentlich war geplant, dass der eine langsam und tankig sein und die Gegner binden soll, und der andere schnell und mobil die Gegner weggknipst. In der Praxis hat der Mobile die Gegner um die Tickleiste rumgejagt, und alle halbe Umdrehung hat der Tank mit einem Hieb einen Gegner weggemacht.
Daheon:
--- Zitat von: KhornedBeef am 29.06.2016 | 15:41 ---Der Anforderungsbeschreibung nach kommt es darauf an, wieiviel Stunts es wirklich werden sollen. Die sollten ja die Aspekte nicht dominieren. Und man muss auch darauf gucken, dass FATE immer ein auf wiederholtem Konsens a la "ja das passt, das kannst du so machen" basiert. Das kann sich mit der Herangehensweise an Kämpfe beißen.
--- Ende Zitat ---
Deshalb meine einleitende Frage; es gibt halt einige Spieler, die so gar nichts mit Fate anfangen können.
Ich finde halt, dass die Stunts sehr flexibel sind, z.B.:
Das Schwert ist mächtiger als das Wort: Da ich das Schwert meines Vaters trage, kann ich in Verhandlungen Kämpfen statt Charisma verwenden, um Vorteile zu erschaffen.
Grubentroll:
--- Zitat von: Plattfuß am 29.06.2016 | 14:32 ---Ich hatte eigentlich gehofft, in meinem Eröffnungsbeitrag deutlich genug klargestellt zu haben, dass das ganz exakt das ist, was ich NICHT will.
--- Ende Zitat ---
Shit, hast recht, den Teil hatte ich überlesen...
Dann bin ich raus... >;D
Weitermachen!
kleiner add/edit: Doch dein D&D nehmen und bissi hinbiegen ist keine Option für dich (weiß schon, du schreibst das willst du nicht, aber D&D muss man ja nicht immer High Level powergamermäßig spielen) ? Außer der Sache mit dem dezidiert im Kampf herausgestellten Schild müsste das doch mit einem generften Magiesystem zu machen sein. Eventuell gibts da sogar schon nen fertigen Mod im Internet irgendwo.
nobody@home:
--- Zitat von: Daheon am 29.06.2016 | 15:34 ---Steht Fate grundsätzlich außer Frage?
Die Charaktere starten kompetent.
Die wenigen Waffen bzw. Rüstungen können optional mit Werten versehen werden (was Kämpfe aber gefährlicher machen kann).
"Special Moves" lassen sich durch Stunts nach eigenem Gusto erstellen.
--- Ende Zitat ---
Ich denke, Fate könnte das Genre prinzipiell recht gut handhaben; ich brauche ja für "special moves" nicht mal unbedingt jedesmal einen Stunt, wenn's innerhalb der Handlung Sinn macht, kann ich das auch über "Vorteil erschaffen" abwickeln.
Allerdings könnte ich mir vorstellen, daß es Spieler und SL gibt, für die es Fate (speziell in der aktuellen Version) zu diesem Zweck etwas am "nötigen Crunch" mangelt. Ich meine, Fate Core sagt ja sinngemäß durchaus schon "klar, wenn sich ein römischer Legionär in voller Montur einer- und ein unbewaffneter Sumoringer andererseits gegenüber stehen und beide grundsätzlich gleich gut sind, dann ist das erst mal ein fairer Kampf, weil ja die Charaktere die Stars sind und nicht ihre Ausrüstungslisten". In der Praxis dürfte sich dann im Spiel zwar herausstellen, daß der Legionär doch den einen oder anderen Vorteil hat (beispielsweise sollte offensichtlich sein, daß er sein Pilum nach seinem Gegner werfen kann, ohne erst in dessen Reichweite kommen zu müssen), aber eine formale Ausrüstungstabelle oder fein ausgearbeitete Spezialregeln, die versuchen, besagte Vorteile in ein für alle Mal starr-verbindlichen "Regelcode" zu meißeln, findet man da eher nicht.
(Ich meine, klar, es gibt auch Fate-Versionen, die eher etwas weiter in Richtung Crunch gehen...die sind dann halt in der Regel schon etwas älter als die aktuelle und auch gerade wegen der diversen Extradetails nicht so unbedingt mein persönlicher Fall. Eventuell könnte man etwas "mechanisch anspruchsvollere" Low Fantasy also auch recht gut mit z.B. Legends of Anglerre einzufangen versuchen, wenn man's noch irgendwo findet...)
Chruschtschow:
--- Zitat von: nobody@home am 29.06.2016 | 16:42 ---Ich meine, Fate Core sagt ja sinngemäß durchaus schon "klar, wenn sich ein römischer Legionär in voller Montur einer- und ein unbewaffneter Sumoringer andererseits gegenüber stehen und beide grundsätzlich gleich gut sind, dann ist das erst mal ein fairer Kampf, weil ja die Charaktere die Stars sind und nicht ihre Ausrüstungslisten".
--- Ende Zitat ---
Moooooment mal. Das stimmt nur abhängig vom Genre. Wenn ich als Genrevorgabe "historisierender Pseudorealismus" habe, stellt sich die Frage, ob der Sumoringer überhaupt so ohne weiteres in der Fiktion den Legionär verletzen kann. Ist das nicht der Fall, darf er erst gar keine Angriffsaktion durchführen, um den Legionär zu verwunden.
Die Fiktion muss das hergeben. Das wird halt gerne übersehen und dann heißt es Fate kann nur Pulp und Slapstick. Klar, wenn ich alles laufen lasse und das Genre beliebig ignoriere, passiert das. Hat die Gruppe aber einen entsprechenden Low Fantasy-Ansatz und möchte es gerne realistisch, dann geht das. Die Gruppe muss sich nur an ihre eigene Vorgabe halten und ihren Mitspielern Bescheid geben, die übers Ziel hinaus schießen.
Nur Fate und Feuersänger? Wenn ich mich recht erinnere, hat er schon das ein oder andere Mal erwähnt, dass er's nicht so mag. Drum hat ich es bislang nicht vorgeschlagen. ;)
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