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Justice League

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Talasha:

--- Zitat von: Bad Horse am 26.11.2017 | 22:04 ---Eigentlich ist er mir nur als Eye Candy im Gedächtnis geblieben ...

--- Ende Zitat ---
Jap, das kommt hin.

tartex:

--- Zitat von: Talasha am 26.11.2017 | 22:00 ---Ich fand ihn einfach nur als einsamen ungemein brustbehaarten Mann.

--- Ende Zitat ---

WTF. Da war doch alles rasiert, oder?

Bad Horse:
Rrrrr.  ^-^


... nur die blauen Augen passen gar nicht. Der sieht aus, als wäre er blind.

nobody@home:

--- Zitat von: Bad Horse am 26.11.2017 | 23:14 ---Rrrrr.  ^-^


... nur die blauen Augen passen gar nicht. Der sieht aus, als wäre er blind.

--- Ende Zitat ---

Na ja, so ab spätestens zweihundert Meter Wassertiefe ist eh dunkel...

alexandro:
Gerade auch gesehen. Als eigenständiger Film ist er weitestgehend OK...

...als Fortschreibung des DCEU ist er allerdings eine mittelschwere Katastrophe. Es wurde nicht mal ansatzweise versucht die Charakterisierungen der Figuren oder die Handlung irgendwie mit MoS, BvS oder auch nur WW in Einklang zu bringen - mit diesem Film beerdigt WB langsam den Gedanken, dass das alles zusammengehört (ist ja auch egal: der Flashpoint-Film ist schon in Vorbereitung und mit dem bekommt das DCEU vermutlich sowieso einen Soft Reboot - das hat ja bei den X-Men schon so "gut" funktioniert /Ironie).

Die einzelnen Szenen sind gut inszeniert, die Charaktere handeln nachvollziehbar und die Autoren wissen endlich mal Superman sinnvoll einzusetzen (als anständigen Typen, der nur versucht das Richtige zu tun - nicht als das mopende Teenie-Klischee, welches er in MoS oder BvS war). Das ist erfrischend und weis zu gefallen.

Leider wurde der Film anscheinend ziemlich kaputtgeschnitten und die Struktur funktioniert überhaupt nicht. Der Film hat mindestens fünf Einstiege, dafür keinen soliden Mittelteil und ein eher unterwältigendes Ende. Ständig werden Szenen komisch geschnitten (Beispiel: Diana kommt in die Bathöhle, fängt an sich mit Bruce zu unterhalten. *Schnitt* Diana und Bruce gehen am See spazieren und setzen ihr Gespräch genau an der Stelle fort, wo sie in der letzten Szene aufgehört haben. Haben sie sich auf dem Weg aus der Höhle also gegenseitig angeschwiegen? Und Szenen dieser Art gibt es haufenweise in diesem Film). Das verlorene Tempo durch die zahlreichen "Fehlstarte" wird dann versucht in extrem hölzernen Expositionsdialogen wiederaufzuholen, was eher mäßig ist.

Ästhetisch ist das auffällige CGI zu bemängeln, sowie Afflecks Batsuit, der mit seinen extremen Schaumstoff-Muskeln und aufgemalten Pectorals schon fast Liefeld-Ausmaße annimmt.

Gadot ist wieder gut aufgelegt. Affleck sieht zumindest nicht mehr aus, als würde er gleich einschlafen (also eine Verbesserung gegenüber BvS). Fischer und Momoa haben zu wenig Szenen und sind in diesen zu sehr unter CGI bzw. Makeup versteckt, als dass ich ihre Leistung sinnvoll beurteilen könnte. Cavill hat sogar noch weniger Screentime, aber seine Darstellung trifft den Kern der Figur. Der strittigste Charakter dürfte wahrscheinlich Ezra Miller als Barry Allen/Flash sein: einerseits spielt er gut und die Rolle ist auch mal was anderes (so wurde der Flash afaik noch in keinem Medium umgesetzt), ist aber trotzdem noch mit der ursprünglichen Charakterisierung kompatibel und versucht nicht (wie bei Superman vor Justice League) dem Charakter eine 180° Drehung zu verpassen. Andererseits weckte die sehr stereotyp-neurotische Art, wie sie Flash hier dargestellt haben für mich Assoziationen an Monk, Sheldon Cooper und ähnliche Charaktere - und das ist ein Archetyp, welcher mir eigentlich ziemlich zum Hals raushängt. Aber vielleicht ist diese oberflächliche Art der Charakterisierung auch nur dem begrenzten Raum für Szenen mit dieser Figur geschuldet und in seinem eigenen Film bekommt der Charakter etwas mehr Profil. Hoffen wir auf das Beste.  ;)

Nebenbei waren die Charaktere in diesem Film näher an den "Superfriends" dran, als an den aktuellen Comics. Obwohl sie sich kaum kennen witzeln sie miteinander herum und machen vertrauliche Anspielungen (bei den Avengers haben sie zumindest bis zum zweiten Film gewartet, bis das Team derart "aufgewärmt" war). Die zweite Nachcreditszene hat diesen Eindruck verfestigt. Gegen etwas Humor habe ich nichts einzuwenden, aber bitte nicht auf Kosten der Glaubwürdigkeit (das gilt übrigens auch in die andere Richtung, denn - egal was die Dark&Gritty-Heulsusen im Internet behaupten - hat die übertrieben dystere und pseudo-kewle Grundstimmung in den Vorgängerfilmen mindestens genauso viele Logiklücken und Glaubwürdigkeitsprobleme erzeugt, wie jetzt der übertrieben heitere Grundtenor - wenigstens in dieser Hinsicht ist das DCEU konsistent  ^-^ ).

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