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Lest ihr eigentlich Superhelden-Comics?

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alexandro:
Ich habe schon immer gerne Superhelden-Geschichten gelesen.

Früher waren die leider (im Deutschen) beschissen aufbereitet und englische Comics waren damals einfach unerschwinglich. Seit etwa Mitte der 2000er liefert Panini aber gute Arbeit ab (wem die Hefte zu teuer sind, der greift - wie ich - zu den Paperbacks) und auch die englischen Sachen sind günstiger zu haben.

Lyonesse:
Hab lange Jahre Superhelden-Comics, vor allem von DC und Marvel, im Original gelesen, aber im Laufe der Zeit bin ich nach und nach aus allen Serien ausgestiegen.
War einerseits eine Kostenfrage, aber vor allem einem geänderten Interesse geschuldet. Obwohl das Niveau der Geschichten im ganzen sicher gestiegen ist, haben sie mir einfach nichts mehr gegeben. Das ging nicht von heute auf morgen, sondern war eine Entwicklung, die dadurch markiert war, dass es immer länger dauerte bis ich die neuen Hefte mal gelesen habe - teilweise kamen schon die nächsten (oder übernächsten) Ausgaben ins Haus geflattert. 
Blättere zwar immer noch gerne jeden Monat im Previews und schau mir da die Cover an, aber inzwischen lese ich schon seit einer Weile nur noch ''Knights of the Dinner Table'' was amerikanische Comics angeht.
Was Superheldenverfilmungen anbelangt, so sind die halt die Blockbuster für eine neue Generation von Kinogängern, die umheimlich viel kosten, aber eben auch wahnsinnig viel einspielen. Die Filme funktionieren ja auch problemlos ohne das man die Hefte als Grundlage kennen muß, wobei die in Amerika halt jedes Kind kennt. Was nicht heißen soll, dass da jeder ein absoluter Comicnerd ist, dagegen sprechen die seit vielen Jahren sinkenden Auflagenzahlen, aber jeder kann da zumindest etwas mit anfangen, bzw versteht Superhelden als Teil der amerikanischen Kultur. 

Daheon:
Als Kind in den 70ern gab es deutsche Spiderman-Hefte. Gottseidank hatte ich einen Klassenkameraden, der sich das leisten konnte und die Hefte auch verliehen hat, daher habe ich als Kind regelmäßig gelesen. Später gab's dann diese fürchterlichen Alben bzw. Taschenbücher, den Verlag weiß ich gar nicht mehr, war aber alles ziemlich zusammenhanglos aufbereitet.
In der zweiten Hälfte der 80er kamen dann die Graphic Novels "Die Rückkehr des Dunklen Ritters" und "Watchmen", damit auch das Interesse an anderen anspruchsvolleren Comics, und Superhelden verschwanden aus meinem Lesestapel.
Interessanterweise hat die Vermarktung von Superhelden in Kino und Fernsehen mein Interesse wieder geweckt und ich lese sporadisch Titel, die mich ansprechen.

Space Pirate Hondo:
Als Kind der 90er kannte ich schon die ganzen Zeichentrickserien von Marvel und DC, die zu der Zeit erschienen. Richtig angefangen habe ich erst 2012 als das Marvel Heroic RPG rauskam. (wobei ich vorher aber schon Star Wars Comics* gelesen hatte).  Ich fing dann beim 2009er Event "Breakout" an. Ich beschränke mich aber meistens auf die Jahres-Events und dessen Tie-Ins, aber von z.B. von Moon Knight und den kosmischen Events hatte ich ein wenig mehr gelesen. Ich hatte auch versucht beim DC Reboot von 2012 reinzukommen, aber das hab ich irgendwann wieder gelassen, da ich die Übersicht verloren hatte.

*Fun Fact: Mit Star Wars hatte ich mich auch erst richtig weitgehend beschäftigt, als 2007 die Saga Edition von WotC rauskam.

Kowalski:

--- Zitat von: Wulfhelm am  8.08.2016 | 12:01 ---(Ist mit Bedacht im Bereich "Sehen", wie man gleich... äh... sehen wird.)

Ich hab's mal kurz überschlagen: Wenn ich die nicht-gepinnten, nicht-allgemeinen (Smalltalk o.ä.) Threads in der ersten gezeigten Seite dieses Subforums nehme, dann dreht sich ungefähr die Hälfte aller Unterhaltungen, gemessen nach Threadseiten, um Superheldenverfilmungen. Das gibt auch relativ gut den allgemeinen Eindruck wieder, den ich von der Filmindustrie Hollywoodscher Ausprägung momentan habe.

Mich interessiert, warum das so ist. Für mich waren Superhelden in meiner Kindheit ziemlich unwichtig (und sind das auch immer noch), so dass der Anknüpfungspunkt "Das ist die ABC-Man-Verfilmung" für mich gar keinen zusätzlichen Anreiz bietet, mir einen SFX-Krachbumm-Blockbuster anzuschauen (ohne dass ich per se etwas gegen SFX-Krachbumm-Blockbuster hätte.) Thematisch interessieren mich eigentlich nur Batman und die X-Men (und Watchmen, aber die laufen außer Konkurrenz), aber auch da habe ich kaum welche der Comics gelesen. Gab auch noch ein paar andere Superheldenfilme, die ich ganz gut fand, aber das war jeweils eher Zufall. Ich frage mich daher, ob mir einfach der Zugang fehlt, weil ich nicht durch Comics angefixt wurde, und ob das wohl bei anderen anders ist.

P.S.: Ich selber ordne mich mit ~10 Heften oder Graphic Novels aus diesem Bereich, die ich in meinem Leben gelesen habe, mal bei "sporadisch" ein.

--- Ende Zitat ---

Mickey Maus: Check
Donald Duck: Check
LTB allgemein: Check
Asterix und Obelix: Check
Valerian und Veronique: Check
Superman: ein wenig
Batman: ein wenig
DC Universe: ein wenig
Fantastic Four/Marvel: Ein wenig
Lucky Luke: ein wenig
Star Wars Comix: CHECK
Akira: CHECK
John Difool: QUISKY CHECK
Der Blutrote Lotos: Check
Die Türme von Bos-Maury: CHECK
Auf der Suche nach dem Vogel der Zeit: Check
Snarfquest: CHECK

An Comix interessieren mich nicht so sehr die Superhelden, eher phantastische und surreale Geschichten wo Normalos mit dem ungewöhlichen fertig werden müssen.
Bei Superhelden Comix ist das LANGWEILIGE das die Lösung auf die eine oder andere Weise durch die POWERZ stattfindet.
Das macht den Ausgang oft so vorhersehbar.

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