Ich habe jetzt den ersten großen Batzen der Hauptstory gespielt. Nachdem wir überfallen wurden, die Banditen unser komplettes Gefolge umgebracht haben und Herr Capon uns schließlich und endlich nach dem Pranger hat "stehen lassen", hab ich mich erst einmal um ein paar Nebenquests gekümmert. Als erstes hab ich Köter geholt und mich dann einfach treiben lassen.
Ich bin erst super spät zur Schmiede und zur Mühle und habe deshalb einige "Hilfen" erst bekommen, als ich sie im Grunde schon gar nicht mehr "wirklich" brauchte. Mein Pferd zum Beispiel hab ich erst gut 6 Stunden nach Spielbeginn gefunden ... weil ich mich in Semin nicht richtig umgesehen habe. Und alles zu Fuß ist echt mühselig. Dann hab ich mich endlich intensiver um die Hauptquest gekümmert. Es hieß also: Ich brauche eine Einladung zur Hochzeit von Herrn Semins Sohn. Ich hab überlegt, welchen Weg ich gehen möchte. Entschieden habe ich mich dafür, eher rechtschaffen zu spielen. Deshalb habe ich den Weg über den Schmied gewählt. Das mit der Rechtschaffenheit sollte sich sehr bald schon als Quark herausstellen.
Ich habe mich also mit Herrn Semin gut gestellt und bin mit ihm auf die Suche nach dem Schmiedekarren gegangen. Schmiedekarren gefunden. Banditen gestellt, bekämpft und besiegt.
Dann wieder zum Schmied, der mir sagt, dass wir noch ein Hochzeitsgeschenk brauchen. Ein krasses Schwert muss her. Eine Questabfolge folgte, die einen Einsiedler, Kreuzritter, verschmähte Liebe und die Exhumierung einer Leiche beinhaltete und an deren Ende ich das Schwert in den Händen hielt.
Schwert also schnell in der Schmiede repariert und schon wollte mich der Schmied jetzt auch mit zur Hochzeit nehmen.
Aber vorher brauch ich noch festliche Kleidung. Ich also zum Schneider ... erst einmal gespeichert. Gott sei dank. Beim ersten Versuch hab ich einfach Kleidung gekauft, die ich ganz hübsch fand und die definitiv edler war, als alles, was ich später auf der Hochzeit sehen würde. Aber ... nein ... hat dem Schneider nicht gefallen. x Groschen verschwendet. Wieder geladen und noch ein Versuch. Dieses mal die Kleidung genauer angeguckt. Wieder x Groschen ausgegeben. Und wieder: Der Schneider findets "okay ... aber ich sollte was anderes nehmen."
Also hatte ich die Schnauze voll (ich finde schon Kleidung kaufen im echten Leben stinklangweilig) ... Google angeschmissen und gefragt, worauf ich hier achten soll. Die Lösung des Rätsels: Charisma 16 muss erreicht sein.
Geladen. Charisma-Boni beachtet. Gekauft. Geklappt. Endlich auf zur Hochzeit.
Auf der Hochzeit dann Party gemacht. Mit Frauen getanzt. Frauen mit meiner Unfähigkeit im Bett "beeindruckt". Saufenden Gästen neuen Schnaps besorgt. Dann wurde uns noch das Schwert geklaut. Das Schwert also wiedergefunden und im Laufe dessen auch Herrn Capon wiedergetroffen. Alle warten auf den Lehnsherren, der sich angekündigt hat. Er kommt aber nicht. Also fangen wir dann mit der Hochzeitszeremonie an. Am Ende stellt sich heraus, dass der Bräutigam kurz nach der Zeremonie schon abgehauen ist, weil der irgendwas vor hat. Die Hochzeit endet in einer fetten Schlägerei, aufgrund der wir dann im Kerker des Lehnsherren landen.
Es passiert so einiges - unter anderem stellt sich heraus, dass der Lehnsherr nur knapp einem Überfall entkommen konnte ... fast forward: Wir finden irgendwann heraus, dass der Bräutigam der Hochzeit die ganze Zeit mit den Banditen zusammengearbeitet hat, die den Lehnsherren und auch uns am Anfang des Spiels überfallen haben. Der Lehnsherr schickt uns also mitsamt einer kleinen Truppe Krieger unter der Führung des Burggrafen nach Semin, um den Sohn zu stellen.
Es kommt wie es kommen musste. Herr Semin will natürlich seinen Sohn nicht rausrücken. Ich komme an einen Punkt, an dem ich überlegen muss: Was ist mir hier jetzt wichtiger? Meine Freundschaft zu Herrn Semin? Oder mein Sinn für Gerechtigkeit. Die Wahl fällt mir nicht schwer. Zwar mag ich Herrn Semin, aber sein Sohn hat dafür gesorgt, dass Freunde getötet wurden. Die Truppe des Lehnsherren droht mit Gewalt. Die Truppe von Semin bleibt unnachgiebig. Es folgt ein krasses Abschlachten aller Bewohner Semins. Jedes Aufbegehren von mir und Herrn Capon, dass man ja die unschuldigen Leute ja nicht anfassen sollte, wird einfach weggewischt (egal welche Option ich wählte, alles war ein Misserfolg).
Ende vom Lied: Der Sohn wird gefunden und vom Burggrafen zum Tode verurteilt. Aber nicht nach einem Prozess ... sondern on the fly. Und der Tod soll durch "verbrennen in der eigenen Burg" passieren. Gesagt getan.
Uff ... hartes Brot. Ich hab den Burggrafen dafür dann nur noch beim Lehnsherren anschwärzen können.