"Früher war ich auch ein Abenteurer, dann habe ich einen Pfeil ins Knie bekommen."Ich selbst habe letztes Jahr einmal einen Pfeil ins Auge bekommen - leicht gepolstert und stumpf zwar, aber aus unmittelbarer Nähe und mit voller Spannkraft des 30-Pfund-Bogens. Einen halben Tag lang dachte ich, ich verliere das Auge - das war ein furioser emotionaler Ritt! ~;D Ich bin nach wie vor ein Abenteurer. Ha!
Und ich muss immer lächeln, wenn Mitspieler nach dem Kampf ansagen, dass sie ihre Pfeile wieder einsammeln....Wieso? Findest du deine nicht mehr? ~;D
Ein Schwertangriff der 10 Punkte Schaden verursacht, kann aus einem gewaltigen Treffer bestehen oder aus 10 kleinen Kratzern, Schnitten, Prellungen und Zerrungen. Aber ein Pfeil der 10 Punkte Schaden verursacht ist nur dieser eine Pfeil. Daher verursacht er auch ziemlich direkt diese 10 Punkte Schaden in einem Treffer.nicht mit. Ich halte aber auch generell keine einzelnen Pfeile nach (ggf. als Hausregel), da mir Ressourcenverwaltung auf den Keks geht.
Ich frage unter anderem, weil Projektile eine ziemliche Problem-Niesche sind. Kampfsysteme können (und tun das auch) nicht selten dutzende Schläge, Stiche, Abwehr- und Ausweichmanöver mit einer Waffe in einem einzigen Angriffswurf (mit keiner, aktiver oder passiver Parade) und einem Schadenswurf (oder Schadenswert) abhandeln. Aber bei einem Bogen oder Wurfpfeil funktioniert das nicht.
Das arme Reh! Gibt's nicht auch die Möglichkeit das mit einem guten Treffer direkt zu legen?
. Dass es zu Infektionen kommen kann, ist keine dedizierte Schusswaffen-Regel.
Nichtsdestotrotz zu meinen eigentlichen Fragen:
1. Welche Systeme kennt ihr, in denen es signifikante (oder irgendeine) Beachtung findet, was für Probleme damit einhergehen, wenn einem ein Pfeil im Leib steckt? Angefangen im laufenden Kampf selbst, bis hin zur Nachsorge und gern auch Langzeitperspektive.
2. Wenn ihr einen Bogenschützen spielt, wie sehr erwartet bzw. vermisst ihr, die Implikationen und Folgen eurer spezifischen Waffengattung?
Ich muss aber gestehen, so den riesigen Bedarf an Details habe ich da nicht bzw. handhabe das dann rein narrativ. Wenn dir einer mit dem Streitkolben nen Knochen zerdeppert würde das ja normalerweise auch weiter Schaden machen, wenn du keine Ruhe gibst.
Natürlich funktioniert das. Gegenbeispiel Dungeon World: der Fernangriffs-Move heißt nicht ganz ohne Grund "Volley", und die Option, trotz eines "bloßen" Teilerfolgs vollen Schaden zu verursachen, indem man mehrere Geschosse verbraucht und dadurch seinen (abstrakt gehaltenen) Munitionsvorrat reduziert, ist ausdrücklich vorgesehen. Es geht also schon, man muß nur wollen. ;)
Pfeile, besonders solche mit Widerhaken, bewirken ja nicht nur ihren unmittelbaren Schadeffekt. Sie sind ein Geschenk, dass fortlaufend weiter "Freude" bereitet. Mit jeder Muskelbewegung neue Schmerzen, mit intensiven Bewegungen mehr und mehr Blutverlust, Einschränkungen der physischen Mobilität, mitunter sogar die hinderliche Fixierung von Rüstung und Kleidung an den Leib.Naja, das tut ein Stich durch den Muskel oder ein (an)gebrochener Knochen mit Sicherheit auch.
Damit will sich ja niemand ZU detailliert befassen. Nicht einmal die meisten Simulationisten.Abgesehen davon, dass wie bereits gesagt wurde die Wundärzte überraschend kompetent waren - ja, warum auch?
Ich frage unter anderem, weil Projektile eine ziemliche Problem-Niesche sind. Kampfsysteme können (und tun das auch) nicht selten dutzende Schläge, Stiche, Abwehr- und Ausweichmanöver mit einer Waffe in einem einzigen Angriffswurf (mit keiner, aktiver oder passiver Parade) und einem Schadenswurf (oder Schadenswert) abhandeln. Aber bei einem Bogen oder Wurfpfeil funktioniert das nicht.
Wenn ihr einen Bogenschützen spielt, wie sehr erwartet bzw. vermisst ihr, die Implikationen und Folgen eurer spezifischen Waffengattung?Also wenn es sich um ein System mit Trefferpunkten handelt, dann würde ich mir eine gewisse Spielbalance wünschen, im Sinne von: Der Schaden des Bogens sollte in einem vernünftigen Verhältnis zur Menge der Pfeile stehen, die man in einem typischen Encounter von der Sehne bekommt, bevor einen irgendwas im Nahkampf angreift (das gilt btw auch für alle anderen Fernkampfwaffen).
Jedes Regelsystem ist eine Abstraktion der einen oder anderen Art. Alle Auswirkungen von Kämpfen werden daher mal genauer, mal abstrakter erfasst und auf die unterschiedlichsten Arten repräsentiert. So weit so gut. Doch eine Sache, die ich bislang nur sehr sehr selten erlebt habe, ist das ein System die Konsequenzen von Projektilwaffen in irgendeiner Weise behandelt hat.
So grundsätzlich anders ist dann ein Pfeiltreffer schlichtweg auch wieder nicht, würde ich sagen, und entsprechend braucht er auf demselben Abstraktionsniveau auch nicht zwingend eine Extrawurst.
Ich glaube es wurde noch nicht geschrieben: gerade bei HP in DnD ist ja auch die Idee, dass ein Treffer oft gar keine richtige Wunde ist. Anders wäre es ja auch schwer zu erklären, warum höherstufige Charaktere durch einzelne Treffer gar nicht getötet werden können. Die Abstraktion geht da über bloße physische Verletzungen hinaus.
Wie andere schon geschrieben haben: Wenn man Pfeile so detailliert behandeln möchte, dann muss man auch alle anderen Waffen / Schadensarten entsprechend simulieren.
Die Frage ist halt auch wie weit man mit dem Detailgrad gehen will. Spielt es z.B. eine Rolle ob man saubere, schmutzige oder gar keine Kleidung trägt ? In der Realität ja, denn bei den meisten Verletzungen gelangen Kleidungsfetzen in die Wunde und helfen dabei schöne Entzündungen zu verursachen. Das will aber kein vernünftiger Mensch am Tisch simulieren (hoffe ich jedenfalls). Das sind Detailgrade die man vielleicht in PC-Spiele einbauen kann wenn man das denn unbedingt möchte. Dort kann der Computer dann im Hintergrund komplexe Berechnungen durchführen ohne das es den Spielfluß stört.
1. Welche Systeme kennt ihr, in denen es signifikante (oder irgendeine) Beachtung findet, was für Probleme damit einhergehen, wenn einem ein Pfeil im Leib steckt? Angefangen im laufenden Kampf selbst, bis hin zur Nachsorge und gern auch Langzeitperspektive.
2. Wenn ihr einen Bogenschützen spielt, wie sehr erwartet bzw. vermisst ihr, die Implikationen und Folgen eurer spezifischen Waffengattung?
Ich glaube es wurde noch nicht geschrieben: gerade bei HP in DnD ist ja auch die Idee, dass ein Treffer oft gar keine richtige Wunde ist. Anders wäre es ja auch schwer zu erklären, warum höherstufige Charaktere durch einzelne Treffer gar nicht getötet werden können. Die Abstraktion geht da über bloße physische Verletzungen hinaus.Ja, ich bin mittlerweile auch der Ansicht, dass bei D&D und anderen Systemen mit riesigen Hitpointpools der größte Teil der Trefferpunkte überhaupt keine physische Schadenskapazit darstellt, sondern Ausdauer.
Die Frage ist halt auch wie weit man mit dem Detailgrad gehen will. Spielt es z.B. eine Rolle ob man saubere, schmutzige oder gar keine Kleidung trägt ? In der Realität ja, denn bei den meisten Verletzungen gelangen Kleidungsfetzen in die Wunde und helfen dabei schöne Entzündungen zu verursachen. Das will aber kein vernünftiger Mensch am Tisch simulieren (hoffe ich jedenfalls). Das sind Detailgrade die man vielleicht in PC-Spiele einbauen kann wenn man das denn unbedingt möchte. Dort kann der Computer dann im Hintergrund komplexe Berechnungen durchführen ohne das es den Spielfluß stört.Generell sollte die Frage halt auch immer sein "macht eine solche Mechanik den Kampf interessanter?".
1. Welche Systeme kennt ihr, in denen es signifikante (oder irgendeine) Beachtung findet, was für Probleme damit einhergehen, wenn einem ein Pfeil im Leib steckt? Angefangen im laufenden Kampf selbst, bis hin zur Nachsorge und gern auch Langzeitperspektive.
2. Wenn ihr einen Bogenschützen spielt, wie sehr erwartet bzw. vermisst ihr, die Implikationen und Folgen eurer spezifischen Waffengattung?
Nachklapp:Und jetzt bitte das Ganze nochmal für Schnittwunden.
...
Haste recht.Ich merke mal wieder, dass ich wohl froh sein kann, Rolemaster nur vom Namen her zu kennen. ;D
Rolemaster kann/macht das von Haus aus :D