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Pen & Paper - Rollenspiel => Pen & Paper - Allgemein => Thema gestartet von: Arkam am 28.02.2026 | 09:24
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Hallo zusammen,
in "Wie muß ein Abenteuer saein damit es für dich gut ist?" machte Haukrinn die Aussage er brauchte auch direkt noch spielbare Charaktere, https://www.tanelorn.net/index.php/topic,132406.msg135332868.html#msg135332868 (https://www.tanelorn.net/index.php/topic,132406.msg135332868.html#msg135332868)
Wie sieht das bei euch aus? Hättet ihr gerne ein Instant Abenteuer "Nur noch Spielende zugeben und 3-4 Spielrunden zubereiten." oder braucht ihr eher "Abenteuer fix - Schnell was Gutes zaubern - Zur Zubereitung Charaktere zugeben, nach Wunsch abschmecken und dann wie gewohnt zubereiten."
Ich persönlich habe nur ein Mal mitgelieferte Charaktere genutzt und das mit der ausdrücklichen Option später bei Gefallen des Systems auch eigene Charaktere zu schaffen.
Ich könnte mir allerdings vorstellen das man für Cons oder Vorstellungsrunden tatsächlich gerne fertige Charaktere hätte.
Gruß Jochen
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Persönlich (aus Spielleitungssicht) mag ich vorgefertigtes eher weniger, denn ein ganz großer Reiz für mich ist, dass eben jede und jeder seine eigene Spielfigur gestalten und in die Welt schicken kann.
Für die bisherigen fertigen Erlebnisse, die tendenziell 1-Tag Geschichten sind, habe ich Charaktere vorgegeben, da zugegebenermaßen das Bauen eines Charakters in Feenlicht doch ein wenig Zeit braucht (die ich genieße, die aber evtl. knapp ist).
Die Antwort ist also wohl auch hier einmal mehr: Es kommt auf die Umstände an.
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Ich denke, es kommt auf die Verwendung des Abenteuers an. Für einfach bloß mal 'nen One-Shot sind passende (!) Fertigcharaktere (also beispielsweise keine, die eine bestimmte Probe im Abenteuer allesamt garantiert versemmeln...) natürlich Klasse, aber für eins, das nur mal eben schnell in die eigene Kampagne eingebaut und mit bereits vorhandenen Charakteren bespielt werden soll, braucht es die logischerweise nicht.
Allgemein sind beiliegende Fertigcharaktere, die verwendet werden können, aber nicht müssen, zumindest aus Kundensicht wahrscheinlich die beste Wahl für Abenteuer, die sich diesbezüglich alle Optionen offenhalten wollen. Das ist natürlich für den Produzenten mit mehr Aufwand und ggf. Kosten verbunden, insbesondere eventuelle Porträts wollen ja erst mal irgendwo herkommen...
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Ich denke, es kommt auf die Verwendung des Abenteuers an. Für einfach bloß mal 'nen One-Shot sind passende (!) Fertigcharaktere (also beispielsweise keine, die eine bestimmte Probe im Abenteuer allesamt garantiert versemmeln...) natürlich Klasse, aber für eins, das nur mal eben schnell in die eigene Kampagne eingebaut und mit bereits vorhandenen Charakteren bespielt werden soll, braucht es die logischerweise nicht.
So sehe ich es auch. Bei One-/Few-Shots und bei expliziten Einstiegsabenteuern sind vorbereitete Charaktere - gleich als Handout für die Spielenden - sehr hilfreich oder sogar situativ notwendig.
Extrembeispiel: Ab und an im Leben kommt man ja in die Situation zu fragen: „Wollen wir nicht einfach mal so ein Rollenspiel spielen? Jetzt?“ Wie cool, wenn man dann mit Würfelapp, SRD und dem Abenteuer inklusive vorgefertigter SCs gleich loslegen kann.
In weniger seltenen Situationen nehmen ready-to-play Charaktere der SL potenziell einige Arbeit ab - das ist auch viel wert.
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Für ein dediziertes Einsteigerabenteuer ja, aber sonst nicht notwendig.
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Hallo zusammen,
ich schreibe selbst Abenteuer für das Paranoia RPG da ist der Aufwand überschaubar. Das System ist in Deutschland ja ein "Totes Pferd" da möchte ich die Abenteuer ja schon für möglichst viele Spielleiter nutzbar machen.
Gruß Jochen
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Hallo zusammen,
ich schreibe selbst Abenteuer für das Paranoia RPG da ist der Aufwand überschaubar. Das System ist in Deutschland ja ein "Totes Pferd" da möchte ich die Abenteuer ja schon für möglichst viele Spielleiter nutzbar machen.
Gruß Jochen
Wenn ich ein neues System mit einem zugehörigen Einstiegsabenteuer ausprobiere, brauche ich entweder fertige Charaktere und/oder einen Charaktergenerator. Andernfalls ist der Zeitaufwand für die "Einarbeitung" mir einfach zu hoch.
Gerade wenn es wenig Aufwand ist, würde ich an deiner Stelle also unbedingt deinen Einstiegsabenteuern passende Charaktere "beilegen", um so die Einstiegshürde zu verringern.
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Für One-Shots habe ich ganz gerne 'vorgefertigte Charaktere', sowohl als SL als auch als Spieler. Damit ist sichergestellt, das jeder irgendwo was zu tun hat.
Für alles, was länger als 2-3 Spielabende läuft ist mir 'individualisiert' aber schon lieber, solange sich da nichts allzu großartig überschneidet. (Zwei Meisterdiebe in der gleichen Gruppe sind OK, wenn sie ansonsten einen andere Fokus haben. Also, ein sympathischer Schmuggler-Schurke und ein 'Special Agent High-Profile Einbrecher' gehen problemlos zusammen, aber zweimal Han Solo ist mindestens frustrierend.)
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Ich behaupte, dass heutzutage wesentlich mehr Systemhopping* betrieben wird als früher(TM). Dadurch werden pregens in Abenteuern hilfreicher. Man denke allein an die ganzen Startersets.
Gerade dafür, also eher unbekanntes System und Setting, nehme ich gerne pregens oder habe sie zur Inspiration zum Nachschauen.
*Nicht zu verwechseln, aber artverwandt zu Systemshopping ~;D
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Da ich praktisch nur noch in festen Runden spiele, brauche ich sie für mich eher nicht. Dazu kommt, dass ich oft Abenteuer auf "mein" System umbaue, ich einen Beispielcharakter also eh nicht direkt nutzen könnte.
Ist jetzt aber auch nicht so, als ob es mich stören würde, wenn irgendwo welche dabei wären.
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Hallo zusammen,
ich habe noch eine Zusatzfrage.
Die fertigen Charaktere soll.en einfach nur einen schnellen Spielstart ermöglichen? Oder sollen sie tatsächlich direkt mit der Story und untereinander verbunden sein?
Gruß Jochen
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Hallo zusammen,
ich habe noch eine Zusatzfrage.
Die fertigen Charaktere soll.en einfach nur einen schnellen Spielstart ermöglichen? Oder sollen sie tatsächlich direkt mit der Story und untereinander verbunden sein?
Gruß Jochen
Die Einstiegshürde ist natürlich noch niedriger, wenn du zumindest eine Empfehlung gibst, wie die Verknüpfung untereinander und ins Abenteuer ausschaut. Also z.B. "Die Charaktere sind Agenten der Organisation x und haben den Auftrag...".
Man muss sich ja nicht an die Empfehlung halten.
Essentiell für Pregens finde ich allerdings:
Ich denke, es kommt auf die Verwendung des Abenteuers an. Für einfach bloß mal 'nen One-Shot sind passende (!) Fertigcharaktere (also beispielsweise keine, die eine bestimmte Probe im Abenteuer allesamt garantiert versemmeln...) natürlich Klasse [...]
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Hallo zusammen,
ich habe noch eine Zusatzfrage.
Die fertigen Charaktere soll.en einfach nur einen schnellen Spielstart ermöglichen? Oder sollen sie tatsächlich direkt mit der Story und untereinander verbunden sein?
Gruß Jochen
Kommt aufs genaue Abenteuer an. Ein potentielles Problem mit enger Anbindung wäre beispielsweise, daß man nicht sicher sein kann, daß diese Charaktere dann tatsächlich alle auch gespielt werden -- wenn zum Beispiel vier Leute sich an ein Abenteuer mit sechs Pregens setzen, dann bleiben logischerweise zwei übrig und fallen also entweder ersatzlos weg oder müssen, falls zu "notwendig", von irgendwem am Tisch (Spieler oder SL) zusätzlich zu dessen sonstigen Aufgaben mitgespielt werden, damit alles funzt.
Insofern würde ich für die meisten Abenteuer etwas darauf achten, daß die Fertigcharaktere nicht gar zu fest miteinander und/oder dem Szenario verbandelt sind. Thematisch passen dürfen sie natürlich -- ein Wildniserkundungsabenteuer einer- und eins um kriminelle Intrigen in der Unterwelt von Plotstadt andererseits schreien nicht unbedingt beide gleichermaßen nach einem fertig mitgelieferten Tarzan-Verschnitt.