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Titel: [Alien] TLW - Akt I – Neuen Horizonten entgegen
Beitrag von: Outsider am 12.03.2026 | 21:19
ALIEN

The Lost Worlds

Akt I

Neuen Horizonten entgegen

2180 gab es erste Gerüchte das die vereinten Nationen aufgrund der aufkeimenden Spannungen zwischen den Staaten den Vorschlag machen würden die „Große Mutter“ Mission zu starten. Ein gewagter Versuch die Kolonien des äußeren Wirbels zu erreichen und herauszufinden was mit ihnen passiert war. In den 2050 führte das ungebremste Wachstum der Megakonzerne die Menschheit weg von der Erde und zu den Kolonien in den Sternen. Die britische Weyland Corporation drang am weitesten vor und Gründete Kolonien im äußeren Wirbel und unterstellte sie dem Three Worlds Empire. 18 Kolonien wurden gegründet welche von Millionen von hoffnungsvollen Pionieren besiedelt wurden welche aus allen Teilen der Welt kamen, nicht nur aus dem 3WE. Doch vor 75 Jahre kam es zur Katastrophe. Gewaltige Sonnenauswürfe, Gammaausbrüche und Strahlungswellen verwüsteten den Raum zwischen dem äußeren Rand und den Kolonien in den äußeren Wirbeln. Interstellare Reisen waren in dem Bereich nicht länger möglich und es kam zur Isolation der Kolonien, die Kommunikation brach abrupt ab. Die Kolonien wurden abgeschrieben und gerieten in Vergessenheit, die größte Katastrophe der Kolonialisierung ging in die Geschichtsbücher ein. Den Wohlstand und die wirtschaftliche Macht der Kolonien im äußeren Wirbel wiederzuentdecken war ein geeignetes Projekt um die Staaten zusammenzuführen. Gemeinsam an einem Strang zu ziehen. Das ist der Kerngedanke der Mission.

2183

Still gleitet euer Magellan-SEV die USCSS Solovetsky Island an dem Hauptschiff der Mission vorbei. Gänsehaut überzieht euren Körper, Auswahlgespräche, Tests und wieder Auswahlgespräche, all das habt ihr hinter euch gelassen und das womit keiner gerechnet hat ist eingetreten ihr zwei, Brüder, wurdet ausgewählt das Kommando über die USCSS Solovetzky Island zu übernehmen. Ein eigenes Schiff auf der „Großen Muttermission“, neue alte Welten entdecken, herausfinden was den Kolonien im äußeren Wirbel zugestoßen war und die Chance auf einen Neuanfang. Allein der Zeitrahmen der Mission war gigantisch. Euer Vertrag lief auf 8 Jahre, 3 Jahre Hinflug, 2 Jahre Forschung und Rekolonialisierung und 3 Jahre Rückflug, außer ihr würdet euch dazu verpflichten in den Kolonien des äußeren Wirbels zu bleiben. Dann endete euer Vertrag mit der Übernahme eines Amtes in den Kolonien. Tausende von W-Y Dolllar reicher, schon nach dem Hinflug.

Das Kolonieschiff, die UNCSS Iyanla war ein Koloss 2550m Lang, 450m Breit und 300m tief. Vier extern getragene Atmosphärenwandler Anlagen, vier Dockingstationen für Magellan-SEV´s, Abwurfschiffe und Unterstützungs- und Bodenfahrzeuge. Neben der Besatzung der Ilaynia und den SEV´s gab es noch 10.000 Kolonisten im Kryoschlaf und 12.000 Embryonen in Kryokonservierung als Startpersonal für die neuen alten Kolonien. Dazu Vorräte für Jahre, Samen und Nutztiere.

Die Missionsparameter lauteten wir folgt:

1.   Kontakt mit den Kolonien der Äußeren Welten herstellen und bei Bedarf sofortige humanitäre Hilfe leisten.
2.   Erkundung des Sektors und Gründung neuer Kolonien unter UN-Verwaltung.
3.   Beschaffung aller Aufzeichnungen der gefundenen Kolonien die in den lokalen Long Data Discs (aka Blackbox) gespeichert sind.
4.   Aushandlung der Bedingungen, unter denen die überlebenden Kolonien in die UNISC-Verwaltung zurückkehren sollen.
5.   Evaluierung des technologischen, industriellen und finanziellen Potenzials.
6.   Einhaltung aller Protokolle und Vorschriften der Interstellaren Handelskommission und Zusammenarbeit im Sinne des Allgemeinwohls.

Die Besatzungen der SEV´s blieben auf ihren Schiffen, das Andockmanöver bildete den letzten offiziellen Anlass. Ein letzter Bericht an den Captain der Iaynla, ein letztes gemeinsames Essen in der Messe, ein letzter Schluck aus der Whiskeyflasche dann hieß es für drei Jahre in den Kryoschlaf zu wechseln. Nach und nach wurden die Systeme der Solovetsky Island heruntergefahren, wie auch ihre menschliche Fracht ging das Raumschiff in den Standby-Modus über. Die Glaskuppeln der Kammern fingen an sich summen zu schließen. Von außen stand euer Working Joe James an euren Kapseln. Emotionslos, kalt, kein Zwinkern, kein Anzeichen von Anteilnahme, Freude oder Bedauern die Gummihaut dieser Kerle ließ einfach keinen Einblick zu. Was hatte sich Seegson bloß dabei gedacht stumpf dreinschauende Kaufhauspuppen für angenehmer als die WeYu Modelle zu halten. Es fing an schwarz um euch rum zu werden, die Krykapsel tat das was sie tun sollte. Fuhr eure Körperfunktionen auf eine Minimum herunter damit die Sprünge für Körper und Psyche erträglich wurden. Ob ihr wohl träumen würde. Das letzte was ihr hört ist ein „Schlafen sie gut!“ von dem Working Joe.

Ein Hohn von einer Maschine die nicht wusste was Schlaf überhaupt war und zu was er diente. Aber sie würden über euch wachen in den nächsten Monaten und Jahren.
Titel: Re: [Alien] TLW - Akt I – Neuen Horizonten entgegen
Beitrag von: Outsider am 12.03.2026 | 21:34
2186

157 Wochen und 5 Tage später. Ein Surren, blendend grelles Licht. Ein Körper der sich eher tot als lebendig anfühlte. Der Geruch nach altem muffigen Körper, irgendwie chemisch, Kopfschmerzen und Eingeweide die einfach nur alles rauschmeißen wollen was der Magen so hergab. Im Mund der Geschmack nach toter Katze. Drei verdammte Jahre eingefroren, drei Jahre zwischen dem jetzigen Zustand und dem letzten Essen in der Messe. Drei Jahre in denen sich alles weiterdreht nur für euch nicht, in diesen winzigen, weißen Särgen wie aus einem Märchen. Stechendes Kribbeln in den Zehen und Fingern als langsam das Gefühl zurückkam und da war nur Kälte, beißende, schneidende Kälte die bis tief in den Körper reichte.

Durch den Schleier aus Trägheit, Schlaf und Übelkeit dringt eine Lautsprecheransage von MU/TH/ER an euer Ohr.

"Willkommen zurück. Wir schreiben das Jahr 2186, es ist der 4. September. Ich wünsche einen angenehmen Aufenthalt an Bord der USCSS Solovetsky Island. Sie werden in 80 Minuten zu einem ersten Briefing an Bord der USCSS Iyanla erwartet."

Die Durchsage wiederholte sich noch einmal dann verstummte die Schiffs-KI und um euch herum nahmen die Geräusche der aufwachenden Besatzungsmitglieder zu. Das Stöhnen und Würgen, das Zähneklappern und der Ruf nach Kaffee oder einer heißen Duschen. Nur Davis und Brown waren bereits dabei zu testen wer mehr Liegestützen hinbekommen wurde. Die zwei Soldaten der Coldstream Guards hatten keine Zeit sich ihrer Leiden hinzugeben. Ihre Vorgesetzte Hamidan Amir saß mit vor der Brust verschränkten Armen auf ihrer Kryokapsel und schüttelt nur den Kopf. Ihr konntet hören wie sie die zwei anfrötzelte „Wenn einer von euch beiden sich was zerrt oder reißt bezahlt er die Autodoc-Behandlung selbst!“

Wie aus einem Munde kam ein „Jawohl Ma´m“ vom Boden. Was Amir zu nur noch mehr Kopfschütteln anregte.
Titel: Re: [Alien] TLW - Akt I – Neuen Horizonten entgegen
Beitrag von: darkeye am 16.03.2026 | 18:55
John

John liegt noch im Tank, wären er die Soldaten hört. Er hat seine Aufwach-Routine durchlaufen, ein Autogenes Training, das die Übelkeit und die Desorientierung vertreibt, gleichzeitig die Fokussierung auf seine Aufgabe stärkt.

Er erhebt sich, nimmt seine Umgebung war, 10 Minuten wach, schon ist ein Chaos ausgebrochen. Egal, nicht sein Problem. Arthur wird sich darum kümmern, da ist er sich sicher.

Er geht Duschen, dann zieht er sich denn Overal an. Datenpad, Stifte, Block. Alles am Ort, gesichert. Das kleine Messgerät, Baterie ausreichend geladen.

Zügig geht er in die Kantine, bereitet sich das Frühstück zu, Müslie, 2BE, Kaffe, 200ml, Orangen-Konzentrat, 200ml mit Multi-Dose-Vitaminetabletten, 2 Stück. 2 Scheiben Synth-Schwarzbrot mit Industriekäse, Magerstufe II. Ein gesunder Start.

Unter der kühlen und stoischen Oberfläche regt sich doch Aufregung, nur durch die jahrelange Routine unterdrückt. Wo bleibt Arthur?