Magisches Reisen sehe ich kritisch. Aber ich kenne HD auch nicht.
Wenn du kannst, besuche das Hansemuseum in Lübeck als Inspiration. Es ist sehr gut. Dort gäbe es auch Bücher im Museumsshop ;-)
Ich hätte einen Tipp fürs Bier zum Rollenspiel, aber das war wohl kaum gefragt ... >;D
Jetzt musst du aber!
Um es nicht in Fantasy abgleiten zu lassen, würde ich den Weg des fantastischen Realismus gehen, also eher DSA statt D&D, um es mal so zu formulieren.Wenig bis keine Magie.
Welches Regelsystem nimmst Du denn das Grundlage?
Welches Regelsystem nimmst Du denn das Grundlage? Das kann auch schon eine Menge bewirken. D&D hat ja nun wirklich nur, äh, lose Verbindungen zur Realität. ;) Also ein System zu nehmen, dass die Suspension of Disbelief nicht allzu sehr fordert, ist ein guter erster Schritt, finde ich. Dann stimmt das Gefühl schonmal.
Die Spieler haben ziemlich deutlich gemacht, dass sie keine Handelssimulation wünschenNa dann... aus dem Zeitraum vom Niedergang der Hanse: der dreißigjährige Krieg im allgemeinen, die Zeit vor dem Lübecker Frieden (https://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%BCbecker_Frieden) im besonderen (also der Niedersächsisch-Dänische_Krieg (https://de.wikipedia.org/wiki/Nieders%C3%A4chsisch-D%C3%A4nischer_Krieg)).
Die Spieler haben ziemlich deutlich gemacht, dass sie keine Handelssimulation wünschenAlso auch keine Kaufleute? Was wollen sie denn spielen? Es ist doch müßig, jetzt hier alles mögliche zu raten.
Welches Regelsystem nimmst Du denn das Grundlage? Das kann auch schon eine Menge bewirken.Ich persönlich mag keine komplexen Systeme (daher würde ich auch auf gar keinen Fall Ars Magica als System wählen, selbst wenn ich das vor 30 Jahren mit Begeisterung gespielt habe) und würde entweder die YZE in ein paar Minuten anpassen, PbtA-artig mit 2W6+Bonus würfeln und 6-, 7-9 und 10+ als mögliche Ergebnisse werten ein OSR-System auf niedrigem Level nutzen und wenn die Spieler unbedingt was mit komplexer Charaktererschaffung haben wollen, Savage Worlds akzeptieren, weil ich das nun auch schon seit 20 Jahren spiele. In jedem Fall etwas, wo Charaktere nicht einfach Schaden beliebig lange "tanken" können, den NSCs haushoch überlegen sind, oder 80% des Regelwerks nur Kampf und Magie beschreiben (somit fällt SaWo eigentlich weg).
Wenn Magie dann selten ist und man sich immer die Frage stellen kann, ob das jetzt wirklich Magie war oder es auch andere Erklärungen gibt, fühlt es sich vermutlich nicht nach "0815"-Fantasy an.So würde ich das auch machen: Magie ist normalerweise subtil und dann auch immer mit "dummen Zufall" oder "großem Glück/Pech" erklärbar und vielleicht die Idee von Ars Magica oder Mage übernehmen, dass die Realität selbst gegen rohe Anwendung der Magie ankämpft und die somit entsprechend schwerer ist. Die Effekte können trotzdem groß sein (einen Sturm beschwören).
Jetzt musst du aber!
@alle: Danke, das sind schon tolle Ideen. Die Spieler haben ziemlich deutlich gemacht, dass sie keine Handelssimulation wünschen
[...] die allmächtige böse Kirsche [...]
Bier war einesd der zentralen Export- und Handelsgüter der Hanse. Ca 2 Million Liter wurden pro Jahr gehandelt. (Also im Schnitt etwa 10.000 Fässer oder das Äquivalent von knapp 35 vollbeladenen Koggen.)
Die Störtebecker Braumanufaktur macht zwar gute Biere, aber die meisten haben mit der Hanse nichts zu tun. Die verbreiteten Bierstile waren Grutbiere oder Keutebiere (Biere mit Kräutern anstelle Hopfen) . Bekommt man in den Niederlanden noch häufig, wie z.B. bei Jopen. Diese waren aber aufgrund des fehlenden Hopfens schlecht für den Export geeignet.
Hopfen war zwar bekannt und zur Blütezeit um 14 Hdrt. beliebt, aber noch nicht so verbreitet, wie man gerne glauben mag. Und das sog. Reinheitsgebot kam auch erst Anno 1516 bzw. 1487. Daher wurden dann die gehopften Biere populärer. Meist Sauergehopfte Biere, die keine spezielle / einheitliche Bezeichnung hatten.
Biere wurden i.d.R. nach Ihrer Herkunft oder dem Braumeister benannt (Braunschweiger Mumme oder Gose benannt nach dem Flüsschen Gose in der Nähe von Goslar z.B.)
Daher gilt dort der Sammelbegriff "Stadtbiere"
Dann erst kamen die sog. Exportbiere, die waren wie der Name schon sagt, für den Export vorgesehen. Etwas höherer Alkoholgehalt als ein Stadtbier. Die spätere Hansestadt Dortmund machte sich damit einen Namen.
Dazu noch Einbecker Biere aus der Stadt Einbeck (bzw. aus Bayern), auch Bockbiere genannt. Hat i.d.R. vieeel ALkohol (mehr als Export) = länger Haltbar.
Porter z.b. kam erst um 18 Huntert Piependeckel zur Blüte im Ostseeraum -> Baltic Porter
Das ist in der Tat eine gute Frage. Gerade klassische Fantasysysteme haben ja meist doch auf die eine oder andere Weise recht "handfeste" Magie, und daß die nicht gerade D&D-Ausmaße annehmen mag, sagt nicht unbedingt viel.
Wenn du kannst, besuche das Hansemuseum in Lübeck als Inspiration. Es ist sehr gut. Dort gäbe es auch Bücher im Museumsshop ;-)