Was hast du konkret denn für Vorgaben gemacht?
Wir haben uns darauf verständigt, dass es ein optimistisch und buntes Setting sein wird; das es eher märchenhaft und etwas kindlich naiv zugehen soll anstatt dark, grim und gritty [snip]
Copypaste Dein Geschriebenes hier und schicke es ihm. Oder den Link zu diesem Thread (kann man ja auch als Gast lesen).
Klare Worte, Bedenken äußern, Grenzen ziehen. Ist ja auch ein bisschen Dein "Job" als SL.
Habt ihr euch wirklich alle darauf verständigt oder hast du das gesagt? Klingt mir nicht so als wäre der Verständigungsprozess abgeschlossen.
Ich habe bereits mit ihm gesprochen. Ebenso offen, wie hier kommuniziert. Er scheint das Problem nicht verstehen zu können oder zu wollen.
In der Folge wird das nächste Gespräch zwangsläufig deutlich verbindlicher und ernsthafter ausfallen (müssen). Im Idealfall will ich es gar nicht so weit kommen lassen, dass das notwendig wird.
Ich habe schon mit ihm persönlich gesprochen; er scheint das Problem aber nicht zu verstehen (oder verstehen zu wollen).
Optimistisch buntes Setting ist kein Widerspruch zu einer irgendwo bösen Person, sei es als Gegner oder eben als einer der SC. Bisher sind das ja Warnflags (nicht unbegründet), aber umgekehrt ist das auch nicht ohne mediale Vorbilder.
Ist irgendwas dazu gesagt worden, was die Gruppe sein oder machen soll?
Ich verstehe nur noch nicht ganz, was dein Charakter in einer Gruppe macht.
Geltungsdrang, Narzissmus, und Machtgeilheit - eine Person mit solch einem pathologischen Befund wird sich eher nicht bemüßigt fühlen, sich konstruktive in eine Heldengruppe einzubringen.
Ist deine Idee dann, dass dein Hochstapler einen Läuterungsprozess durchläuft? Oder soll er der klassische Antiheld sein, der sich zwar nach Außen stets tough gibt, aber im Grunde das Herz doch am rechten Fleck trägt?
Das verstehe ich noch nicht ganz.
Ich persönlich habe nichts dagegen, wenn einige in der Gruppe auch böse Charaktere spielen. Das gibt viel Raum für Drama und Plot.
Allerdings haben Handlungen in meinen Spielwelt immer Konsequenzen.
Wir können auch einfach abwarten, wie sich das entwickelt, falls du noch nicht groß vorausgeplant hast.
Ich bin da für Alles offen.
das was Zed sagt.
allerdings sind auch in lighthearted und naiven Settings Bösewichte möglich, sie verlieren halt dann immer.
Isnogud oder Gargamel oder ähnliche kann man da schon spielen.
Scheint mir aber nicht in diese Richtung zu gehen....
nochmal in der Gruppe zusammen reden würd ich sagen, hilft ja nix.
Naja, ich denk mal wenn es eher hell und bunt werden soll, und dann einer ein machtgeiles mordendes Narzissten-Arschloch spielt, dann wird das nicht klargehen. Es ist ja keine Frage ob böse Charaktere und Gruppen funktionieren können oder ein erhöhtes Risiko für Verstimmungen und PVP bieten, sondern es ist einfach so, dass ihr euch in der Session Zero auf etwas geeinigt habt und die anderen haben einen Anspruch darauf, dass das auch so umgesetzt wird. Und da bist du als Spielleiter in der Pflicht. Wenn du ihn mit Ansage sowas spielen lässt und es dann nachher Probleme gibt, wird er sich womöglich noch darauf berufen, dass du das Konzept ja zugelassen hast.
Du musst den Typen ja nicht gleich rauswerfen, aber mal ein klärendes Gespräch suchen solltest du auf jeden Fall (mit Voice wenn irgend möglich, nicht nur Text). Soll er halt ein passenderes Konzept machen. Weigert er sich hartnäckig, ja, gut, dann vielleicht jemand anderen suchen.
Ich bin immer sehr bemüht, meine Spielwelten plausibel zu gestalten und das bedeutet für mich vor allem, dass Handlung und insbesondere Entscheidungen der SC (auch der NSC natürlich) entsprechende Konsequenzen haben - schließlich wollen wir ja Drama. (Drama, Baby! Drama!)Wie weit gehen denn die Konsequenzen?
Ein Teil seiner Antwort lautete sinngemäß: "ich sabotiere die Gruppe ja nicht"
Äh, doch! Tust du, wenn du in einer Gruppe von Weltrettungshelden einen Mörder spielst.
Du wirst nicht drum rum kommen klar deine Vorstellungen zu kommunizieren. Das wird dir hier niemand abnehmen.Where's the news? Unsere Vorstellung als Gruppe wurden klar kommuniziert. Mir ist bewusst, dass es notwendig werden kann, dass ich konsequenter werden muss - wie bereits beschrieben.
Hier im Thread schreibst du eindeutig, dass du keine böse Charaktere möchtest, aber ihm schreibst, dass du persönlich nichts dagegegen hast.Hilfreiche Antworten zeichnen sich dadurch aus, dass die Frage gelesen wird.
Ich weiß, dass sowas schwierig ist aber wenn du deinen Standpunkt dargelegt hast wirst du auch persönlich dran wachsen.lol. Ich wachse daran nicht und lese seit Jahrzehnten keine Selbsthilfebücher und Kalendersprüche mehr.
Ich kann es gar nicht leiden wenn Spieler so anfangen, denn ich versuche auch den Spielern zu ermöglichen ihren Wunschcharakter zu Spielen. Wenn man sich darauf einigt X spielen zu wollen sollten auch alle sich an die vorgaben von X halten. Aus meiner Erfahrung heraus kann ich nur sagen es ist Murks das zu erlauben.
Meines Erachtens wird in solchen Situationen oft die ganze Gruppe in Gruppenhaft genommen:
Da ist dieser eine Asi, und die anderen schleppen in Ingame nur mit, weil es auf der Metaebene die Spielenden sind.
Das heißt, entweder gibt es echte Konsequenzen (die ich oben in den Fragen mal aufgezeigt habe und die sind halt auch mal abseits vom gewünschten Drama, dass der Charakter ausscheidet), oder es gibt abgeschwächte Konsequenzen die an der Plausiblität nagen.
Ich habe ehrlich nur schlechte Erfahrungen mit solchen Konstellationen gemacht. Ich habe sogar selber mal versucht, einen ähnlichen Char in einer guten Gruppe zu spielen, und der hat auch mit der Gruppe zusammen gearbeitet aber sollte eben ein egoistischer Arsch sein. Das ist irgendwann leider völlig explodiert, weil ihm andere einfach egal waren und einer in der Gruppe darüber einfach total frustriert war.Aus ähnlichen Erfahrungen kommt meine Skepsis. Wenn es schon in meiner über Jahrzehnte hinweg eingespielten Stammgruppe nicht funktioniert, wie gut wird es dann wohl mit komplett neu zusammengewürfelten Spielis mit wenig Erfahrung klappen?
Gut, ist nur anekdotisch, aber ich würde so etwas an sich nie wieder versuchen. Vielleicht mit ganz viel Kommunikation und X Card oder ähnlichem, um so negative Abwärtspiralen frühzeitig zu vermeiden. Aber ich glaube, solche Konstellationen funktionieren nur in Buch und Film, aber nicht am Tisch.
Insofern: sei nicht zu entgegenkommend. Zeige deutliche Skepsis, vereinbare rote Linien und vor allem: es sollten alle wissen und einverstanden sein. Sonst fühlt sich das für mich falsch an, wie Verrat.
Tut auch ganz gut zu hören, dass ich nicht einfach völlig unbegründeter SL-Paranoia unterliege
Ja, das ist mein Hauptproblem.
Wenn ich dem SC alles Mögliche ohne Konsequenzen durchgehen lasse, geht sofort die Plausibilität der Spielwelt flöten. Die Gruppe soll eine Diebesbande stellen, aber gleichzeitig zieht ein gesuchter Mörder mit ihnen durch die Lande?
Es geht mir nicht um den SC. Mit Antihelden, sogar tendenziellen Bösewichten (falls sie ausreichend vielschichtig sind) kann ich gut umgehen und Vieles machen.
Das Problem kann/wird eher der Spieler werden.
Wenn er seinen SC beschreibt mit "Geltungsdrang, Narzissmus, und Machtgeilheit" und als ausdrücklichen Mörder, OHNE dass dazu noch innerer Konflikt und SC-bezogene Psyche erklärt wird, dann habe ich wenig Hoffnung.
Das ist im Grunde mein Problem: Wie kriege ich den Spieler dahin, aus seinem durchaus potenziell interessanten Ansatz etwas Konstruktives zu machen, während er erste Angebot dazu von mir schon ignoriert hat? Wie kann ich so anleiten, dass daraus ein guter Beitrag für die Gruppe und die Geschichte wird? Wie kann ich ihn dabei unterstützen, zu verstehen, was für die Geschichte und Gruppe ein sinnvoller Beitrag sein kann?
Das ist im Grunde mein Problem: Wie kriege ich den Spieler dahin, aus seinem durchaus potenziell interessanten Ansatz etwas Konstruktives zu machen, während er erste Angebot dazu von mir schon ignoriert hat? Wie kann ich so anleiten, dass daraus ein guter Beitrag für die Gruppe und die Geschichte wird? Wie kann ich ihn dabei unterstützen, zu verstehen, was für die Geschichte und Gruppe ein sinnvoller Beitrag sein kann?
Ja, das ist mein Hauptproblem.
Wenn ich dem SC alles Mögliche ohne Konsequenzen durchgehen lasse, geht sofort die Plausibilität der Spielwelt flöten. Die Gruppe soll eine Diebesbande stellen, aber gleichzeitig zieht ein gesuchter Mörder mit ihnen durch die Lande?
Die Gruppe soll eine Diebesbande stellen, aber gleichzeitig zieht ein gesuchter Mörder mit ihnen durch die Lande?
Ich stelle es mir zudem schwierig vor, diesem speziellen SC eine Motivation mitzugeben, mit einer kunterbunten Wohlfühl-Gute-Menschen-Abenteurer-Gruppe durch die Lande zu ziehen und Kätzchen zu retten.
Ebenso die Frage, warum ebenjene Gruppe mit einem machtgeilen und narzisstischen Machiavellisten durch die Lande marodieren sollte.
Ich habe echt viele Fragezeichen ~;D
Mit einem aktiv gesuchten Mörder geht so was in dieser Art von Kampagne natürlich gar nicht. Auf den wird früher oder später die zuständige Obrigkeit aufmerksam, dann kommen die (mindestens) Verhaftungsversuche, und dann muß sich der Rest der Gruppe entscheiden, ob sie ihn verteidigen und sich selbst gegen das Gesetz stellen wollen oder ihn eben ausliefern -- und beides kann leicht zu Knatsch unter den Spielern selbst führen, zumal, wenn der Charakter einfach tatsächlich schuldig ist und nicht bloß unschuldig verdächtigt wird.Absolut. Vor allem, weil es der ausdrückliche Wunsch der Mehrheit der Gruppe war, dass Entscheidungen der SC/Gruppe auch relevante Konsequenzen haben sollen (und ich grundsätzlich ein großer Anhänger dieser Spielphilosophie bin).
Was mich nebenbei allgemein an "bösen", "Einzelgänger-" und sonstigen Edgelord-Spielercharakterideen im Rollenspiel gerne ein bißchen mal mehr amüsiert und dann wieder nervt, ist, wenn der Spieler selbst über die eigentlichen Protagonistenvorbilder aus diversen Medien hinausschießt, die ihrerseits bei genauerem Hinsehen so furchtbar extrem eigentlich gar nicht sind. Wenn also jemand beispielsweise einen "einsamen Rächer wie Batman" spielen will und dabei völlig übersieht, eine wie große "Familie" die Fledermaus ganz offiziell tatsächlich im Lauf der Zeit um sich angesammelt hat...Ich habe ihm ja schon verschiedenste ähnliche Lösungsansätze angeboten. Läuterung; Geheimbund; durch die Umstände, aber eigentlich nett; "fieser" Antiheld mit weichem Kern; seine Taten einbetten in einen nachvollziehbaren Kontext;...
Wie oben geschrieben würde ich ein klares "No!" kommunizieren und fertig.Solche und ähnliche Ideen habe ich auch schon einige. In meiner regulären Gruppe mit den Spieler:innen, die ich seit Jahren gut kenne und mit denen ich wöchentlich spiele, hätte ich damit überhaupt kein Problem.
Abseits meines Satzes oben fallen mir dazu eine Menge gehässige Optionen ein, die niemandem Spaß machen wird.(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)
Ebenso die Frage, warum ebenjene Gruppe mit einem machtgeilen und narzisstischen Machiavellisten durch die Lande marodieren sollte.Geht eigentlich nur, wenn er es heimlich macht.
Ich habe niemals formuliert, dass ich keine bösen SC haben will. Im Gegenteil habe ich in folgenden Antworten betont, dass ich das dramaturgische Potenzial von Antihelden absolut zu schätzen weiß.
Das Problem ist nicht der "böse" SC, sondern der Spieler dazu, dem offenbar nicht bewusst zu sein scheint, was das im Spiel dann bedeutet kann.
These A: Das ganz große Versprechen des Rollenspiels ist die spielerische Freiheit. These B: Nichts auf der Welt ist interessanter als Drama und Drama entsteht aus Konflikten. Synthese: Lass den Spieler doch einfach machen, was er will, und schau, was dabei herauskommt.Grundsätzlich ja. Siehe meinen Eingangspost und weitere meiner Antworten.
Gerade wenn es ein Neueinsteiger ist, dann ist das ganze Theorie-Gerede im Vorfeld ohnehin weitestgehend in den Wind gesprochen. Man muss seine Fehler idealerweise selbst machen, damit man die Lage besser einschätzen, eine differenzierte Position ausprägen und sich irgendwie entwickeln kann.Diese Person hat (nach einiger Aussage) schon mehr Erfahrung (er sprach von einigen Kampagnen als Spieler und Leiter). Natürlich ist es noch bloße Theorie. Ich wäre aber gerne vorbereitet, falls sich meine Befürchtungen erfüllen und frage euch nach Tipps.
Es ist ja nur Rollenspiel. Es ist also kein echtes Drama und kein echter Konflikt.
Es gibt legitime Grenzen.
In meinen ersten Runden habe ich auch niemandem was verbieten wollen, und hatte einen Spieler der immer auf sehr unangenehme Weise die Sau rauslassen wollte (Morden, Betrügen, Frauen verarschen, missbrauchen etc.)
Und zwar mit jeder Figur.
Der hätte auch nicht verstanden, was daran das Problem sein könnte.
Ich mache es kurz: Haben ihn irgendwann rausgeworfen.
Es ist wirklich einfacher jemandem vorweg zu sagen: Du das passt nicht.
Als das jmd nachträglich zu sagen.
Wenn Du es trotzdem wagen willst, mach Dich darauf gefasst, dass das Spiel für andere Spieler klamm heimlich vergiften kann.
Besonders wenn solche Dinge als harmlos oder gar lustig verkauft werden, die es nicht sind.
Um sicher zu stellen, dass sich das nicht als ganz „normales Rollenspiel“ einschleicht , musste schon sehr auf der Hut sein, und entsprechend reagieren.
These A: Das ganz große Versprechen des Rollenspiels ist die spielerische Freiheit. These B: Nichts auf der Welt ist interessanter als Drama und Drama entsteht aus Konflikten. Synthese: Lass den Spieler doch einfach machen, was er will, und schau, was dabei herauskommt.
Gerade wenn es ein Neueinsteiger ist, dann ist das ganze Theorie-Gerede im Vorfeld ohnehin weitestgehend in den Wind gesprochen. Man muss seine Fehler idealerweise selbst machen, damit man die Lage besser einschätzen, eine differenzierte Position ausprägen und sich irgendwie entwickeln kann.
Es ist ja nur Rollenspiel. Es ist also kein echtes Drama und kein echter Konflikt.
These A: Das ganz große Versprechen des Rollenspiels ist die spielerische Freiheit. These B: Nichts auf der Welt ist interessanter als Drama und Drama entsteht aus Konflikten. Synthese: Lass den Spieler doch einfach machen, was er will, und schau, was dabei herauskommt.
Es ist ja nur Rollenspiel. Es ist also kein echtes Drama und kein echter Konflikt.
Es ist ja nur Rollenspiel. Es ist also kein echtes Drama und kein echter Konflikt.Die Konflikte auf zwischenmenschlicher Ebene sind doch absolut echt und real. Ansonsten wäre dieser ganze Faden hier ja gar nicht enstanden, will heißen: Es gibt schon längst einen Konflikt. Ein erster Klärungsversuch blieb erfolg und nun wird nach unserem Wissen einseitig (!) nach alternativen Lösungsansätzen und Herangehensweisen gesucht.
Moin Gorilla:
Du bist der Spielleiter!
Du legst den Rahmen fest, unter denen Du bereit bist die Spielleiter-Dienstleistung anzubieten und Dir Arbeit zu machen.
Alles ausserhalb des Rahmens ist "NoGo" Area. Da braucht man nicht drüber zu sprechen.
Innerhalb des Rahmens gibt es auch NoGo Zonen und Wohlfühlzonen Deiner Spielenden.
Innerhalb der Wohlfühlzonen sucht man sich den Bereich, wo alle möglichst viel Unterhaltung und Vergnügen mit haben können.
Spieler können alles Innerhalb der Okay-Zone machen, vorzugsweise machen Sie es innerhalb der Wohlfühlzonen.
Wenn Dein Bad-Charakter-Player das nicht einhalten mag, ist das SEIN Problem, nicht deines.
Du hast mit dem Spieler gesprochen und Deine Bedenken geäußert und wohl auch deutlich gemacht, dass der Charakter gegen die Absprache in der Gruppe läuft.
Ich würde jetzt, wenn der Spieler immer noch darauf besteht, seine Vorstellung durchzusetzen, ihm mitteilen, dass er das woanders gerne machen kann,
dass aber Deine Bereitschaft zu Spielleitern nicht unter allen Umständen existiert.
Du bist nicht angestellter Dienstleister deiner Spieler sondern kannst ganz klar deklarieren, was Du bereit bist zu lei(s)ten und was nicht.
Genau so wenig, wie Du Dir den Vorschlag "ab sofort leitest Du in Unterhosen" bieten lassen müsstest, musst Du ein "ich spiele einen Charakter, der Dir deine Kampagnen und Abenteuer kaputt macht" bieten lassen.
Ihr spielt gemeinsam für ein positives Erlebnis und das bedeutet "nicht für einen auf Kosten der anderen sondern für alle" und vor allem sind mit "alle" auch der Spielleiter gemeint. Und da Du die meiste Arbeit und die meiste Investition ins Spiel leistest, sollte vor allem Deine Motivation nicht leiden.
Und ja, letztendlich spielen alle gemeinsam und jeder sorgt für den Spielspaß aller - nicht nur der Spielleiter.
Aber genau darum geht es ja:
Jeder ist in der Verantwortung für den Spielspaß aller anderen zu sorgen und nicht nur sein eigenes "Vergnügen" im Auge zu behalten und über alles andere zu stellen.
Wäre vielleicht auch etwas, das man gut in der großen Runde klären könnte. Insbesondere, wenn die SC ggfs gemeinsam erschaffen werden.
Ist den Spieler:innen auch nicht vorzuwerfen: Wie sollen die denn gute Figuren bauen, wenn die gar nicht abschätzen können, ob die gruppenkompatibel sind?Passiert bei manchen Spielertypen einfach so.
...
Wir haben uns darauf verständigt, dass es ein optimistisch und buntes Setting sein wird; das es eher märchenhaft und etwas kindlich naiv zugehen soll anstatt dark, grim und gritty - trotz all des Dramas, das die Kampagne natürlich prägen wird. Natürlich soll die Welt (oder ein Teil davon) gerettet werden.
...
Hier das Problem: Ein Spieler (der angeblich(?) erfahrene) plant einen bösen SC zu spielen - "Der Zweck heiligt die Mittel", "Ich leide unter Geltungsdrang, Narzissmus, und Machtgeilheit", Motivation des Charakters ist " Ich suche nach wie vor ein Kloster welches ich übernehmen kann", der SC schreckt auch vor Mord überhaupt nicht zurück.
...
Ich versuche mich mal in die Position des Spielers hinein zu versetzen.Die Spielis haben ausführliche Infos zum Setting und haben die Welt zu einem erheblichen Teil auch mitgestaltet. Sie haben Teaser zum Plot. Sie selbst haben sich dafür entschieden, kein Metawissen zum Handlungsbogen haben zu wollen, was ich dann natürlich respektiert habe (ich stelle das in meinen Runden auch immer zur Diskussion), d.h. sie wollten diesbezüglich ausdrücklich (auch) explorativ spielen.
In einer kindlich naiven Welt sollte es keinen angedrohten Weltuntergang geben.
Wenn du da nicht noch mehr zu beschrieben hast als hier, dann hast du meinem Empfinden nach die Leitwirkung damit bereits auf 0 gesetzt, beides ist möglich.
Optimistisch sagt für mich eher "Das schaffen wir" und bunt ganz viele seltsame Konzepte sind OK.
Es gibt -zumindest für uns hier - kein Wort zum Setting, die beteiligten Kräfte oder auch die Bedrohung. Entsprechend schwierig ist es auch da koordiniert vor zu gehen und sich gezielt und konstruktiv einzubinden sondern muss wild spekuliert werden.
Variante:Auf so etwas in der Art hatte ich gehofft und dazu auch einige Angebote gemacht, die die betreffende Person leider (bisher?) komplett ignoriert hat.
Ich bin Xerultastes, Paladin des Asmodeus und von meinen im Untergrund operierenden (feigen und dummen...) Bossen geschickt ihren und aller Arsch gegen die ChaotischDestruktive Zerstörung zu retten. Und dabei unter dem Deckmantel des imaginären neuen Gottes Belquatar (Herrschaft und Ordnung) erst Reputation und dann Macht auszubauen um die gerettete Welt zumindest als Macht hinter dem Thron zu beherrschen. (und wenn ich das richtig mache, dann dürfte es mit der Gunst und Vorherrschaft der Herren im Dunkel auch zu Ende sein und ich als der neue offizielle Hohepriester Belquatars der (geheime) Repräsentant und rechte Hand von Asmodeus auf dieser Welt sein.)
Dazu ist es allerdings erst einmal nötig diese Welt zu retten sowie genügend positive Reputation aufzubauen um die gesellschaftliche Macht anzuhäufen ohne mich vorher entsprechend zu disqualifizieren oder einem Komplott zum Opfer zu fallen, sei es von Agenten der guten Idioten und Versager oder aber wenn meine lahmen Bosse mitbekommen, dass ihr Zug zur Macht bald abgefahren ist.
Jeder Grund bei der Weltenrettung mit zu machen, die Gruppe zu unterstützen und was zurechenbare Schandtaten angeht zumindest Deckung und Umsicht zu bewahren.
Ich fänd's cool, wenn Du uns hier auf dem Laufenden hieltest :da) Mache ich gerne.
Davon ab: kann man in dem System Böses entdecken/spüren? >;D
Und ich damit irgendwie weiterkommen will, ohne dass ich den Donald Orban machen muss, indem ich sage: "So wird das nix. Du (oder dieser SC) bist raus."
Wenn ich Gorilla richtig verstanden habe, sollen in dieser Kampagne nichtmal die Antagonisten so böse sein wie dieser Charakter.Ja, das ist tatsächlich weitgehend der Fall.
...Danke für die Aufmunterung und die geteilten Erfahrungswerte :)
a) Mache ich gerne.
Das klingt nach Spaß.Dankeschön! Es war Spaß. Und ich bin guter Dinge.
Lasst euch das nicht kaputtmachen.
(...)Danke für die geteilten Erfahrungswert und den Hinweis.
(...)Mit so einer Aktion würde ich ja sogar noch klar kommen, weil es irgendwie eine Geschichte dazu gibt und sich daraus dann noch mehr entwickeln kann. Allerdings wäre es (für mich) befremdlich, wenn ich als SL im bespielten System nix von so einem Auftrag wüsste.
Ich weiß, psychologische Ferndiagnosen sind immer Mumpitz, trotzdem denke ich sofort "ich kenne den Typ" und würde ihn schlicht und einfach höflich aus der Gruppe werfen.