Ja, ne Diebesgilde muss ja nicht zwangsläufig böse sein. Aber Spannend ist sowas natürlich trotzdem.
Böse Charaktere haben ja meistens andere Auftrags- und Questgeber als echte Helden. ;)
Falls Ihr schon mal sowas gemacht habt, wie waren Eure Erfahrungen?
Gibt es überhaupt eine Nachfrage für Abenteuer, die für böse Charaktere zugeschnitten sind?
Es geht imho eigentlich eher darum was Gruppentauglich ist - und was nicht.
[...] Denn Stehlen, Morden und Herumhuren, wie es bei der 08/15 Abenteurergruppe üblich ist, sind sicher nicht unter "Gut/Heldenhaft" im Wörterbuch zu finden.
Ach ja, wo ich's gerade sehe:Weshalb ich von Gesinnungen auch grundsätzlich nichts halte. Gut/Böse liegt immer im Auge des Betrachters, je nachdem wer am Receiving End sitzt.
Das ist natürlich auch noch so ein kleiner Punkt am Rande: woher wissen wir eigentlich so genau, daß wir nicht schon längst die Bösen sind und dafür also erst gar keine neue Kampagne anfangen müssen? >;D
Generell: das Spielen von Klischeebösewichten à la „Muhahaha, ich bringe euch alle um“ empfinde ich als dumm, peinlich und infantil. Interessante „böse“ Charaktere sind spannend.
Den missverstandenen Bösewicht, der eigentlich aus guten Motiven das Falsche und Böse tut ... finde ich übrigens nicht nur :smash: sondern auch :gaga:Hm... vielleicht Magneto?
Hm... vielleicht Magneto?
Ja, Du sprichst da einen Teil dessen an, was mich an DC/Marvel und Co total abtörnt ;)Würdest du tatsächlich sagen, dass es plausibler ist?
Ich frage mich, warum Arschl***er nicht einfach mal richtig fiese, miese Möpp sein können/dürfen. Finde ich viel plausibler und cooler, als diesen Kokolores.
Würdest du tatsächlich sagen, dass es plausibler ist?
Das entspricht ja eher nicht der Realität. Die wenigsten Menschen wollen böse sein, um des böse Seins Willen.
Gut und Böse wird doch am Scheideweg von moralisch relevanten Entscheidungen festgelegt: Werden gewissen (halbwegs) eindeutige Grenzen überschritten oder nicht?
Das bedeutet nicht, dass es absolute Ausnahmefälle natürlich gibt. Das ist aber einfach nur pathologisch und hat keinen nachvollziehbaren "Sinn" für Außenstehende.
Da halte ich die üblichen Bösewichte aus Medienwelt und Geschichte für viel brauchbarer für Rollenspiel: Die Motive sind irgendwie verständlich und es liegt eine gewisse Vielschichtigkeit zugrunde. Daraus lässt sich ein Charakter (im Wortsinn) entwickeln.
Ein Psychopath ist ein Psychopath ist ein Psychopath. Langweiliger geht kaum.
Aber sollte deshalb ein böses Volk, wie die Drow, nur aus Psychopathen, Narzissten oder Westentaschenmachiavellis bestehen? Finde ich ganz und gar nicht.Finde ich auch nicht. Ginge auch nicht, weil ohne ein gewisses Maß an Kooperation könnte sich diese Gesellschaft nicht halten. Das diese Wesenszüge in dieser Gesellschaft vorkommen, vielleicht häufiger oder größer dosiert als in anderen, ist ja ungenommen.
Wir hatten mal als böse Goblins einen Oneshot gespielt. War ganz lustig, doch es gab da auch gewisse Grenzen, wo wir nicht überschritten hatten. ZB Kinder abmurksen lag nicht drin.
Anderer Aspekt zum Thema:
ich spiele auf einer sehr mittelalterlich inspirierten Fantasywelt mit einem mittelalterlichen Monotheismus samt Inquisition und altem Glauben einen Magiekundigen.
Für die Kirche, aka die Guten, bin ich damit natürlich böse und gehöre hochnotpeinlich befragt und dann dem reinigenden Feuer überlassen.
Das ist für mich eindeutig NICHT das, was wir hier im Thread diskutieren.
Oder wie siehst Du das @Zouan81?
Na ja, weiß man's ohne weitere Angaben zum Setting? >;D Vielleicht ist die Kirche in dieser Welt ja einfach objektiv im Recht und die Seele jedes Magiers automatisch schon ab dem Moment verdammt, in dem er aus noch so "unschuldig" klingenden Motiven diese Laufbahn einschlägt? (Wär' doch genau die Sorte Trick, die den hintertückischen Höllenmächten praktisch schon auf den Leib geschneidert ist -- sie drücken irgendso einem sterblichen Trottel weltliche Zaubermacht in die Hand und wenn er in ein paar kurzen Tagen, Monaten, oder Jahrzehnten den Löffel abgibt, dann präsentieren sie ihm die Rechnung. Gnihihihihi...)
Und natürlich gibt's allemal auch Welten, in denen Magier einfach durch die Bank finstere Dämonenpaktierer sind und das auch wissen -- spätestens bei so jemandem sind wir dann wieder zurück im Faden.
Generell: das Spielen von Klischeebösewichten à la „Muhahaha, ich bringe euch alle um“ empfinde ich als dumm, peinlich und infantil. Interessante „böse“ Charaktere sind spannend.
Hier gilt aber auch wieder: gut und böse sind keine sinnvollen Kategorien. Es gibt z.B. (für mich überraschend) in Muster: A Primer for War (PWYW) (https://www.drivethrurpg.com/en/product/413382/muster) eine ganz spannende Abhandlung über die kolonialrassistischen Elemente in den Anfängen unseres Hobbies (Adventurers are white, monsters are natives, Adventure is conquest). Wird daraus dann direkt (gerechter) Widerstand, wenn man die Monster spielt? Weiß ja nicht, aber interessant kann das allemal sein.
Die meisten großen Epen in Literatur und Film handeln von Konflikt zwischen gut und böse und oft sind die Protagonisten gezwungen schwierige Entscheidungen zu treffen.
Äh,... naja ich kenne mitlerweile schon einige Bücher die viel in etwas hineinitrepretieren was nicht unbedingt da ist. Weswegen ich pauschalisierungen generell mitlerweile in Frage stelle. Gerade weil ich eben auch schon anderes dazu gelesen habe. "Its not about white vs black, its more about white, yello and green together against pink and purple." Wenn man ein Haar in der Suppe sucht, wird man auch eines finden. Ich hab das erste D&D nie gelesen aber stand da wirklich drin das "Adventurers are white"?
@Maarzan @Prisma @blackris @GorillaVon meiner Seite aus, bitte ich darum, denn es gibt möglicherweise ein Missverständnis, welches geklärt werden sollte.
Auch wenn sich die Diskussion, welche realweltlichen politischen Themen im frühen D&D zu finden sind, aus der Diskussion entwickelt haben, würde ich darum bitten, diese Diskussion hier zu lassen. Sie gehört eher in "Rollenspiel und Gesellschaft".
Wenn ihr das noch weiter diskutieren wollt, kann ich eure Posts gerne in das Subforum verschieben
Sagen wir, die meisten großen Epen in Literatur und Film handeln von entsprechend dramatischen Konflikten...und Punkt. Welche der beteiligten Parteien dabei nun "gut", "böse", oder auch einfach nur sympathisch/unsympathisch ist, das bleibt dem Urteil des geneigten Publikums überlassen.
Tatsächlich ist es ja sogar eher so, daß Stoff, der in moralischer Hinsicht gar zu oberlehrerhaft schwarzweiß malt, seinerseits schnell mal ein "Agenda"-Geschmäckle entwickelt und genau dadurch dann wieder Begeisterungspunkte verliert, weil die meisten von uns sich überhaupt nicht so gerne blanke Propaganda unterjubeln lassen.
LotR, Star Wars? Mehr Begeisterung ist schlecht denkbar, schaut man sich den jahrzehntelangen kommerziellen Erfolg an.
Star Wars ist ein interessanter Fall. Ist Luke nun gut oder böse? Aus der Perspektive des Zuschauers, ist er der Gute, ein Freiheitskämpfer. Aus der Perspektive des durchschnittlichen imperialen Bürgers der täglich seinen 9-5 Job hat, ist er ein Terrorist der Millionen umgebracht hat (erster Todesstern) und die Sicherheit in der Galaxis bedroht.
Was ist mit Han Solo? Sympathischer Held, doch eigentlich ein Krimineller (Schmuggler) der für das organisierte Verbrechen Ware schiebt. Und das dürfte auch kein Vanillieeis gewesen sein, sondern so illegal das er die Fracht dumpen musste.
Star Wars ist ein interessanter Fall. Ist Luke nun gut oder böse? Aus der Perspektive des Zuschauers, ist er der Gute, ein Freiheitskämpfer. Aus der Perspektive des durchschnittlichen imperialen Bürgers der täglich seinen 9-5 Job hat, ist er ein Terrorist der Millionen umgebracht hat (erster Todesstern) und die Sicherheit in der Galaxis bedroht.
Was ist mit Han Solo? Sympathischer Held, doch eigentlich ein Krimineller (Schmuggler) der für das organisierte Verbrechen Ware schiebt. Und das dürfte auch kein Vanillieeis gewesen sein, sondern so illegal das er die Fracht dumpen musste.
Hallo!Nein, bewusst nicht.
Mir kam jetzt mal der Einfall mit der Frage, ob Ihr schon mal ein Abenteuer für böse Charaktere geschrieben oder geleitet habt.
Ja, es ist wahrscheinlich schwieriger zu spielen, da böse Charaktere für gewöhnlich nicht besonders gut zusammenarbeiten und es halt nichts "heldenhaftes" zu tun gibt.
Andererseits eröffnet es ja auch neue Möglichkeiten, wenn man die Antagonisten spielt und es als Queste darum geht, bspw. eine gut gesinnte Abenteuergruppe aufzusuchen und unschädlich zu machen.
Falls Ihr schon mal sowas gemacht habt, wie waren Eure Erfahrungen?
Gibt es überhaupt eine Nachfrage für Abenteuer, die für böse Charaktere zugeschnitten sind?
Fragen über Fragen.
Bin auf Eure Antworten gespannt.
Das Problem sind die Spieler, die denken böse Charaktere müssten Soziopathen sein. Das funktioniert dann so gut wie eine gute Gruppe voller Pazifisten.Nach der Definition wäre jede zweite Figur böse,
Böse Charaktere suchen zuerst einmal ihren eigenen Vorteil und sind bereit andere zu benachteiligen.
Was mir auffällt, viele verbinden böse mit morden. Warum nicht einen rechtschaffen bösen Pazifisten spielen?Naja, gibt nicht viel interessantes zu tun, wenn die eigentliche " Arbeit" dann immer wer anderes macht. Und du mußt ja erst einmal eine mörderische Gruppe haben, die du dann unterstützen kannst, indem du wiederum andere Leute beeinflußt, welche die reale Möglichkeit hätten einzugreifen und trotzdem totalen Pazifismus gut finden.
Was mir auffällt, viele verbinden böse mit morden. Warum nicht einen rechtschaffen bösen Pazifisten spielen?Aber wenn der Charakter nicht jede Woche ein Waisenhaus anzündet, dann ist der doch nicht wirklich böse*...
Am ehesten würde mir da Startrek einfallen: Völkermord in System WTF? können wir nichts machen, die haben noch kein Warp.Wobei das auch eher ein TNG-Phänomen ist. Kirk interessiert sich einen Kack für die Direktive, DS9 ist sowieso in allem sehr pragmatisch und Janeway, uh... ist Janeway (und meilenweit weg vom Föderationsraum so who cares anyway).
Aber wenn der Charakter nicht jede Woche ein Waisenhaus anzündet, dann ist der doch nicht wirklich böse*...
*das ist zumindest mein Eindruck von der Diskussion hier
Es könnte vielleicht unterhaltsam sein, aber es gibt schon genug Arschlöcher auf der Welt, da macht es mir einfach viel mehr Spaß, "die Guten" zu spielen. Auch da finde ich es eher wenig Interessant, alle Grauzonen zu beleuchten. Ich akzeptiere lieber, dass die Hügelriesen unwiderruflich böse sind, als über die moralischen Implikationen nachzudenken, weil die ja auch nur manipuliert und ausgenutzt wurden (Against the Giants).
Interessant. Was für Menschen waren das doch gleich noch mal, die moralische und ethische Bedenken kurzerhand und mit einem Schulterzucken über Bord werfen, weil das für sie halt einfach so bequemer ist? Da gab's doch ein Wort für...ich komme gerade nicht drauf, aber ich glaube, es fing mit "B" an. 8]
Daß ich gleichzeitig mit den Begriffen "gut" und "böse" ein Stück weit auf Kriegsfuß stehe, ist eine andere Sache und hat nichts mit einer Unwilligkeit zu tun, gegebenenfalls Stellung zu beziehen; das richtet sich allein dagegen, daß sie für mich bei genauerem Hinsehen bloß rhetorische Worthülsen zur Manipulation des Zuhörers sind. Jemand sagt mir, daß eine Person oder ein Ding "gut" oder "böse" wäre? Toll. Jetzt kenne ich die Meinung des Sprechers und weiß auch, daß er wohl will, daß ich mich dieser besser anschließen sollte, wenn ich sein Freund sein will...nur in Bezug auf den oder das Beschriebene(n) selbst bin ich kein Stück schlauer als ich es schon war, bevor besagter Sprecher überhaupt den Mund aufgemacht hat. Gib mir die Fakten, Dummbatz, meine Meinung bilden kann ich mir noch selber!
Was ist, wenn er sogar ein Waisenhaus betreibt? Einfacher kommt man nicht an gelegentlich benötigte Opfer.Dann opfert er ja wieder, bzw. vermittelt Opfer an Mörder und wird dadurch zum Täter.
Das liegt aber weniger daran, dass es keine sinnvollen, einsichtige Definitionen von "guten" und "bösen" Handlungen gibt.
Dann opfert er ja wieder, bzw. vermittelt Opfer an Mörder und wird dadurch zum Täter.
Also ohne Tat geht es nicht wirklich.
Sprich:“ Nichts ist was Gutes außer man tut es“ gilt umgekehrt auch für Böse.
...
Aber sind dann nicht diejenigen, welche die Waisenkinder allesamt, oder zumindest viele von ihnen, die sich nicht alleine durchschlagen konnten, hätten verrecken lassen nicht noch viel böser?Ich muss gestehen, ich verstehe den Vergleich nur bedingt.
Ich muss gestehen, ich verstehe den Vergleich nur bedingt.Wir hatten eine richtige Drecksstadt, wie in Warhammer z.B. mit einer grob darbenden Unterschicht und wegen der Grenznähe und immer wieder wechselseitigen Kriegszügen auch reichlich Waisen, die nach Darstellung oft genug schon halbtot waren und keinen geschert haben. Ohne angestammte Eltern in der entsprechenden Kirche fühlten sich die aktuellen Kulte auch nicht verantwortlich.
Ob ein Waisenkind sich alleine durchschlagen kann, oder nicht, kann eine Figur doch nicht sicher wissen.
Oder ob sich noch jmd anderes findet, der den Kindern hilft.
Ansonsten müssten sich die Helden ja um jedes Waisenkind kümmern, das ihnen auf Reisen begegnet.
(Unsere Gruppe hat auch schon Ork Babys versorgt und an Pflegefamilien vermittelt!).
Ein Kind, das einem anvertraut ist, dem sicheren Tod auszuliefern - für Geld- ist mMn schon nochmal ne andere Hausnummer.
Gute Assassinen ... ist übrigens auch so ein Thema ... puh 8]
Wollen wir das Fass aufmachen? >;D
Gute Assassinen ... ist übrigens auch so ein Thema ... puh 8]Ich würde sagen, die sind bestenfalls grau.
Wollen wir das Fass aufmachen? >;D
Gute Assassinen ... ist übrigens auch so ein Thema ... puh 8]
Wollen wir das Fass aufmachen? >;D
Ich habe es oben angesprochen, es muss nichts mit morden, quälen oder sonst was sein.
Ein rechtschaffener Ermittler, der niemanden tötet, misshandelt oder sonstwie foltert. Der aber auch keine Empathie für die Opfer hat.
Er handelt nur nach dem Motto, "das Gesetz ist hart, aber es ist das Gesetz." Ehefrau vor gewalttätigem Mann geflüchtet, zurück bringen, Heirat ist wichtiger. Dieb, der für seine hungrigen Kinder Essen stiehlt, einbuchten bis er verrottet. Der Mann, der nicht standesgemäß den Baron angesprochen hat, Besitz beschlagnahmen und aus dem Dorf jagen.
Oder ist nur jemand böse, der nur auf den eigenen Vorteil denkt? Ich schätze nicht.
Da würde ich eher an rechtschaffend neutral denken.Geht mir auch so
Für Böse müßte mir dann doch noch was an Mitteln oder Zielen mieser sein als nur "Buchstaben des Gesetzes".
Geht mir auch so
Zu Bond
Der Typ, der nur sagen muss: "Mein Name ist Bond, James Bond" - und schon lassen die Girls alle Hüllen fallen ist ungefähr so vielschichtig wie John Wick, dem Horden von Freitod- Wählern gekonnt entgespringen, sobald er einen Raum betritt.
~;D
Bei solchen überzeichnten Figuren rührt das Ableben von NSC idR. nicht zu Tränen. (Soll es auch nicht). Sondern ist mMn. ein Form von PopArt Märchen.
Und das Abenteuer / den Dungeon haben wir auch nicht "erobert", sondern er- und vielleicht überlebt. Das da die eine oder andere Burg in der Spielwelt belagert wurde, sehe ich auch nicht unbedingt als "conquest" an.
Vielleicht nicht auf den niedrigen Stufen, wo die Ausbeutung eher im kleineren Rahmen stattfindet. Im ursprünglichen hochstufigen AD&D (und auch im Master-Set bei BECMI) z.B. konnte man aber nur eine Burg bauen, wenn man das umgebende Gebiet von den dort lebenden Monstern "befreit" hatte (ja, das war explizit so gemeint, dass man sie tötet oder zumindest nachhaltig aus der Region vertreibt, Nichtsangriffspakte o.ä. waren da von den Regeln her nicht eingeplant). Das war schon recht deutlich eine Eroberung mit dem Zwecke der Landnahme, mit allen unschönen Sachen die sowas mit sich brachte (auf Details verzichte ich an dieser Stelle, bis das Auslagern des Threads vollzogen ist).
Gute Assassinen ... ist übrigens auch so ein Thema ... puh 8]
Wollen wir das Fass aufmachen? >;D
Auch da - bevor wir das Fass aufmachen müsste man wissen was ein Assassine - im Sinne des Fasses - überhaupt ist und wie er sich etwa von anderen "Kämpfertypen" unterscheidet. Ist ja nicht so das etwa "Angriffe in den Rücken" allen anderen verboten wären.
Da würde ich eher an rechtschaffend neutral denken.
Für Böse müßte mir dann doch noch was an Mitteln oder Zielen mieser sein als nur "Buchstaben des Gesetzes".
Die Frage wäre für mich:
Was unterscheidet einen Assassinen vom klassischen Kämpfer?
Und da wäre mMn.ein Unterschied, dass die Taktik hier eher Kampfvermeidung ist.
In dem Sinne ist es schwer lawful neutral zu sein wenn der gesetztesschreiber evil oder good ist.
Hängt halt davon ab, wie Assassine gemeint ist: historisch präzise? Spielmechanisch als Klasse? Oder im entlehnten Sinn als Meuchelmörder?
Spielmechanisch ist es imo oft eine Mischung aus Meuchelmörder und Scharfschütze.
Assassine = Profi-Auftragsmörder.
Mord = böse.
Wenn wir über einen agilen und heimlichen Kämpfer ohne Krieger-Kodex (siehe zB DSA) sprechen, dann ist das KEIN Assassine. Klingt vielleicht cooler und macheine/r fühlt sich damit cooler, ist es aber gar nicht :P
Ich spiele öfters mal gewandte und heimliche Charaktere. Aber einen Mörder, der für seine taten Geld bekommt oder Anerkennung seines Ordens ... nee, viel zu fremdgesteuert und außerdem moralisch verwerflich.
Assassine = Profi-Auftragsmörder.
Mord = böse.
Wenn wir über einen agilen und heimlichen Kämpfer ohne Krieger-Kodex (siehe zB DSA) sprechen, dann ist das KEIN Assassine. Klingt vielleicht cooler und macheine/r fühlt sich damit cooler, ist es aber gar nicht :P
Ich spiele öfters mal gewandte und heimliche Charaktere. Aber einen Mörder, der für seine taten Geld bekommt oder Anerkennung seines Ordens ... nee, viel zu fremdgesteuert und außerdem moralisch verwerflich.
Assassine = Profi-Auftragsmörder.
Mord = böse.
Assassine = Profi-Auftragsmörder.
Mord = böse.
Wenn wir über einen agilen und heimlichen Kämpfer ohne Krieger-Kodex (siehe zB DSA) sprechen, dann ist das KEIN Assassine. Klingt vielleicht cooler und macheine/r fühlt sich damit cooler, ist es aber gar nicht :P
Ich spiele öfters mal gewandte und heimliche Charaktere. Aber einen Mörder, der für seine taten Geld bekommt oder Anerkennung seines Ordens ... nee, viel zu fremdgesteuert und außerdem moralisch verwerflich.
Nun, was nobody@home schon sagt. Nicht jede Tötung ist gleich Mord.
Abgesehen davon: ist ein Assassine, der zwar die Fähigkeit hat, aber eben nicht mordet, dann trotzdem böse?
Bin doch ganz erstaunt, wie der Thread sich jetzt in eine ganz andere Richtung entwickelt hat.
Wir philosophieren über Mord und Totschlag und deren Definition und ab wann "man" das als böse betitelt.
Die Frage ist jetzt ja, wie viel es jetzt noch mit Rollenspielen und Spielleiten zu tun hat.
:D
Nur zur Klarstellung, weil das hier droht zum Whataboutism zu mutieren:
Mord ist immer Töten.
Töten ist nicht unbedingt Mord
Die Frage zwischen den Zeilen war, ob das Charakterkonzept "Assassine" eine Figur automatisch böse macht. Darin war auch der Widerspruch zu Luxferre: wenn ein Assassine per Definition mordet, dann muss das logisch böse sein.Laut Anfangsfrage ging es aber um eine komplette Gruppe aus bösen Charakteren (und extra dafür ausgerichtete Abenteuer), nicht um eine Gruppe, in der ein einzelner böser Charakter ist.
Aber wenn er "nur" ein Profi-Killer ist, dann hat das mindestens eine Grauzone. Und wenn er gar als legitimiertes Spezialkommando daher kommt (Bond), dann kommt man eventuell sogar in einen helleren Bereich.
Es hat also sehr viel mit der Ausgangsfrage zu tun. Hattest du so einen in der Gruppe, dann musst du mit ja antworten.
Edit: Tippfehler
Laut Anfangsfrage ging es aber um eine komplette Gruppe aus bösen Charakteren (und extra dafür ausgerichtete Abenteuer), nicht um eine Gruppe, in der ein einzelner böser Charakter ist.
Schön. Da landen wir also wieder bei der Frage, wer eigentlich so alles genau böse ist, wenn wir uns selbst bei so was wie einem Auftragskiller nicht sicher sein können, ob das überhaupt auf ihn zutrifft.Das ist irrelevant, wenn man die Frage spiel-praktisch beantwortet.
[...]
Dafür ist es gar nicht erforderlich, die Dorfbewohner niederzumetzeln. Es ist auch möglich, latent böse zu sein. D.h. sich nach außen hin zivilisiert zu verhalten und gleichzeitig doch finstere Pläne zu verfolgen.
:think:
"schenk" den Dörfler ihr arbeitsames Leben in Ketten und baue ein Finanzamt ins Dorf
was ist grausamer&böser?
:think:
Ich nehme mal als Beispiel wieder "Tempel des elementaren Bösen":Rein theoretisch kann man natürlich Figuren spielen, die, ebenfalls rein theoretisch ,die aller übelsten Gesellen sind- Charakterlich.(American Psycho, Dexter, HannibalLector und Co in einer Gruppe)- Aber während des Spiels lassen sie die Sau nicht raus. Zumindest verstoßen sie nicht gegen die Grenzen des guten Geschmacks.
Da kann man tatsächlich eine beliebige Gesinnung der neun möglichen Gesinnungen als Gruppengesinnung wählen. Damit also auch eine der drei bösen.
Von der Wahl der Gruppengesinnung hängt auch das Startszenario ab, mit dem man ins Spiel einsteigt.
IM Spiel hat man die Wahl, entweder gegen den Tempel zu kämpfen (gut - neutral) ODER sich dem Tempel anzuschließen (böse).
Dafür ist es gar nicht erforderlich, die Dorfbewohner niederzumetzeln. Es ist auch möglich, latent böse zu sein. D.h. sich nach außen hin zivilisiert zu verhalten und gleichzeitig doch finstere Pläne zu verfolgen.
So wäre es doch auch am Spieltisch möglich, als böse Charaktere durch Sarkasmus und Zynismus aufzufallen, ohne gleich die Sau rauszulassen.
Das ist irrelevant, wenn man die Frage spiel-praktisch beantwortet.
Also, hast du schon einmal eine Gruppe geleitet, die nach deiner Ansicht (denn nur die zählt für dich) böse war?
Wenn ja, wie ist es gelaufen? Gab es Probleme? Würdest du es noch einmal machen?
Wenn nein, bewusst nicht? Oder hat es sich irgendwie nie ergeben?
Um gleich noch meine Antwort hinzuzufügen:
Nein, ich selbst habe noch keine Gruppe geleitet, die nach meiner Definition böse wäre. Und zwar bewusst nicht, weil ich gleube, dass ich mich damit uwohl fühlen würde.
Bin doch ganz erstaunt, wie der Thread sich jetzt in eine ganz andere Richtung entwickelt hat.
Wir philosophieren über Mord und Totschlag und deren Definition und ab wann "man" das als böse betitelt.
Die Frage ist jetzt ja, wie viel es jetzt noch mit Rollenspielen und Spielleiten zu tun hat.
:D
Ich leite gerade eine Kampagne in Menzoberranzan. Mit bösen Charakteren, die Böses tun. Grundvoraussetzung ist ein Agreement dass die Charaktere untereinander kooperieren. Natürlich schließt dies eigene Ziele und Sticheleien zwischen den Charakteren nicht aus. Läuft wunderbar, finde ich. :)
Du machst das als Meister auch außerordentlich gut, auf sehr vielen Ebenen!
(Der Dunkelelf eines noblen Antlitzes rammt emotions- und empathielos einen schwarz-metallischen Haken in das Rückenmark seiner Lastenechse. Die übergroße Kreatur verfällt in Muskelspasmen, die sich dann aber zu koordinierten, fremd-gesteuerten Bewegungen formen. Aus einer verborgenen Drüse sondert die gequälte Kreatur bläulich-fluoreszierenden ätherischen Schleim ab, als sie die Barriere in das Jenseits überwindet. Alles was bleibt, ist die glitzernde Sekretspur und die Erinnerung an das Gesicht des Dunkelelfen mit der Augenklappe. Visionen einer fernen Zukunft?)
Ich habe jetzt das türkise Buch (Ausbauset Deutsch) gelesen und das steht so nicht da drin.
Ich rede auch vom Master-Set (schwarze Box), die türkise hat andere Probleme.
Zur Ausgangsfrage und dem Böse:
Ich schätze der Knackpunkt ist, dass es verschiedene Arten "böse" gibt:
- (gelegentlich?) böse Ziele
- (gelegentlich?) böse Methoden
- (gelegentlich?) Exzesse in der Anwendung regulärer Mittel
- einfach generell psychopathische Freude am Leid anderer
- unabgesprochenes hartes PvP .
und bei der Beurteilung des "böse" kommt noch einmal die Farge hinzu
- aus moderner Sicht
- aus der Sicht der Spielweltkultur.
Und da haben wir dann eine sehr große Bandbreite an möglichen Kombinationen.
Und direkt disruptiv als Gruppe wären wohl nur die letzten beiden Punkte aus der oberen Liste.
Was mir auffällt, viele verbinden böse mit morden. Warum nicht einen rechtschaffen bösen Pazifisten spielen?
Wie funktioniert denn ein rechtschaffen böser Pazifist?
Er übertritt keine Gesetze ("rechtschaffen") und wendet keine Gewalt an ("Pazifist"). In der sinnvolleren Definition von "Pazifismus" würde sogar vorkommen, dass er bemüht wäre, gar keinen Schaden anzurichten.
Ich sehe nicht recht, wie sich Bosheit und Pazifismus vertragen. Zusammen mit "rechtschaffen" (was sich grundsätzlich schon mit Bosheit verträgt, solange man "Recht" rein juristisch auslegt) sehe ich wirklich wenig Spielraum für Bosheit. Vielleicht fehlt mir die Phantasie.
Wie funktioniert denn ein rechtschaffen böser Pazifist?
Er übertritt keine Gesetze ("rechtschaffen") und wendet keine Gewalt an ("Pazifist"). In der sinnvolleren Definition von "Pazifismus" würde sogar vorkommen, dass er bemüht wäre, gar keinen Schaden anzurichten.
Ich sehe nicht recht, wie sich Bosheit und Pazifismus vertragen. Zusammen mit "rechtschaffen" (was sich grundsätzlich schon mit Bosheit verträgt, solange man "Recht" rein juristisch auslegt) sehe ich wirklich wenig Spielraum für Bosheit. Vielleicht fehlt mir die Phantasie.
Wie funktioniert denn ein rechtschaffen böser Pazifist?Ist laut D&D der durchschnittliche Anwalt nicht rechtschaffen böse? ;D Der kann ja auch Pazifist sein.
Wie funktioniert denn ein rechtschaffen böser Pazifist?Keine physische Gewalt und Gesetze buchstabengenau zum eigenen Vorteil anwenden.
"Pazifismus" bedeutet ja erst mal nur, gegen Krieg und Rüstung zu sein. Dafür kann man als Rechtschaffen Böser schon eintreten, vor allem, wenn es darauf hinausläuft, daß die (womöglich in der Praxis eh stärkeren und damit "bedrohlicheren") Anderen abrüsten und an den Verhandlungstisch kommen sollen, wo die eigenenIntrigantenDiplomaten sie dann gekonnt über den Tisch ziehen dürfen, ohne sich allzusehr um Gewalt vor allem gegen sich selbst Sorgen machen zu müssen... >;D
Keine physische Gewalt und Gesetze buchstabengenau zum eigenen Vorteil anwenden.
Kann man natürlich so drehen - aber bedeutet Pazifismus tatsächlich explizit die Beschränkung auf die Vermeidung physischer Gewalt?Nun ja, streng genommen könnte ein Pazifist sogar Todesstrafe billigen.
Pazifismus (von lateinisch pax ‚Frieden‘, und facere ‚machen, tun, handeln‘) ist eine weltanschauliche Strömung, die jeglichen Krieg als Mittel der Auseinandersetzung ablehnt und den Verzicht auf Rüstung und militärische Ausbildung fordert.[2] Diese Bewegung setzt auf Soziale Verteidigung und Zivilen Ungehorsam als geeignete Mittel gegen bewaffnete Besetzungen.[3] Pazifisten stehen für eine ethische Grundhaltung, die danach strebt, bewaffnete Konflikte zu vermeiden, zu verhindern und die Bedingungen für dauerhaften Frieden zu schaffen.Deshalb ***schulterzuck***
Dann ist der aber eben kein Pazifist, sondern gibt das nur vor. Ist natürlich böse, aber eben nicht pazifistisch.
Kann man natürlich so drehen - aber bedeutet Pazifismus tatsächlich explizit die Beschränkung auf die Vermeidung physischer Gewalt?
Deshalb ***schulterzuck***
Gegenfrage: um wieviele andere Sorten von Gewalt hat sich die Menschheit für den größten Teil ihrer Geschichte sonst noch größere Gedanken gemacht? Zum Geier, selbst im Rollenspieldiskurs dreht sich immer noch der Löwenanteil (wie beispielsweise Kampfregel- und Charaktertoddiskussionen...) um genau die physische Form!
Das ist aber eben nur eine Definition.Und die sollte nicht reichen, einen rechtschaffen bösen Pazifist in RPG darzustellen?
Und die sollte nicht reichen, einen rechtschaffen bösen Pazifist in RPG darzustellen?
Wenn die Figur das nun aber zum eigenen Vorteil vorgibt,Ich glaube, hier haben wir eine unterschiedliche Vorstellung. Ich verstehe dich so, dass du davon ausgehst, dass ein Pazifist grundsätzlich ein guter Mensch ist. Das ist eben das, was ich nicht voraussetze.
Ich glaube, hier haben wir eine unterschiedliche Vorstellung. Ich verstehe dich so, dass du davon ausgehst, dass ein Pazifist grundsätzlich ein guter Mensch ist. Das ist eben das, was ich nicht voraussetze.
Ich glaube, hier haben wir eine unterschiedliche Vorstellung. Ich verstehe dich so, dass du davon ausgehst, dass ein Pazifist grundsätzlich ein guter Mensch ist. Das ist eben das, was ich nicht voraussetze.
Nur, ethisch-moralisch besonders höherstehend sind sie bei genauerem Hinschauen allein ihrer "Gewaltlosigkeit" wegen eben auch nicht.
Vertreter eines "bösen" Pazifismus finde ich nicht.Es wird auch nicht "böser Pazifismus" gesucht, sondern ein böser Pazifist (kleiner, aber entscheidender Unterschied). Wenn man es noch einfacher haben möchte, dann kann man sagen, dass er böse durch das Unterlassen oder sogar Verweigern benötigten Hilfen ist. Pazifist durch Nicht-Handlung. Wäre nur schwieriger zu spielen, weil Nicht-Handeln irgendwie witzlos ist.
Es reicht ja die Komplexität, die für RPG benötigt wird, es geht nicht um die Wirklichkeit.
Teilweise gewiss auch ein allgemeines Problem des "gut"/"böse"-Paradigma, welches die Komplexität von Persönlichkeiten nicht abbildet.
Es wird auch nicht "böser Pazifismus" gesucht, sondern ein böser Pazifist (kleiner, aber entscheidender Unterschied).
Was mir auffällt, viele verbinden böse mit morden. Warum nicht einen rechtschaffen bösen Pazifisten spielen?
dass "Pazifist" vermutlich einfach nur "nicht gewaltafffine Person" bedeuten sollte;So war das ursprünglich auch gemeint, aber dank der Diskussion habe ich festgestellt, dass es sogar tiefer gehen könnte.
Ich fand es der Sache nach interessant; allerdings sehe ich ein, dass es dem Kontext nicht gerecht wird. Kommunikation meinerseits suboptimal. Hoffe, die daraus entstandenen Gedanken wurden trotzdem nicht als allzu harte Zumutung empfunden.Ich habe es durchaus sehr "zum-Gedanken-machen-wert" gefunden und finde die entstandene Diskussion schon interessant, deshalb danke meinerseits, dass du das angesprochen hast. Aber du hast recht, dass wir das Thema "entführen". Lassen wir es dabei bleiben und lesen wir, was noch kommt.
Was mir auffällt, viele verbinden böse mit morden. Warum nicht einen rechtschaffen bösen Pazifisten spielen?Ich bin da bei nobody und gunware: