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Pen & Paper - Spielsysteme => D&D - Dungeons & Dragons => D&D5E => Thema gestartet von: Tudor the Traveller am 8.04.2026 | 09:51

Titel: Drache vs Stadt
Beitrag von: Tudor the Traveller am 8.04.2026 | 09:51
Hallo,

wie sähe konkret die Verteidigung einer (größeren) Stadt gegen einen (größeren) Drachen aus? Wodurch bekämen due Bewohner eine Stadt einigermaßen (oder völlig) gegen Drachen abgesichert? Hätte ein Drache gegen eine Stadt wie Baldurs Gate oder Waterdeep überhaupt Chancen?

Mich interessiert dabei die spielmechanische Betrachtung, kein Handgewedel. Aber eben auch innerweltlich plausible Ansätze, keine bloße Theorie auf Grund von Systemmastery.

Achtung: es geht um D&D5!
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: Smoothie am 8.04.2026 | 10:01
Überzahl und Action Economy tötet schnell.
Ein alter Roter hat AC 19 und 256 HP.

Sagen wir du hast 50 gute Bogenschützen (+9 to hit, durchschnittlicher Schaden 10)
braucht man ne gute Wache, um den Drachen rechtzeitig zu sehen und beim Angriff am Start zu sein.
treffen in einer Runde knapp mehr als die Hälfte davon im Schnitt, ist er in einer Runde tot.

Jetzt mal ohne Ballisten, Magie, Giftpfeile oder anderen Schnickschnack.
Bei schlechtem Wetter/Dunkelheit oder so hat der Drache natürlich Vorteile, dann dauert es ein oder zwei Runden mehr...
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: Maarzan am 8.04.2026 | 10:11
So ein Drache - erst recht einer, der mächtig genug wäre eine Großstadt anzugreifen - wäre wohl kaum nur eine große fliegende feuerspeiende Echse.
Kann dein Drache Magie und Gestaltwandel oder ist er ein 5e Nerf?

Letztendlich wird er aber wohl ein spezifisches Ziel haben. Und sowohl Zeit wie auch Geld um da planvoll vorzugehen.
Also würde ich annehmen, wenn es z.B. um Rache geht, daß die Stadt schon eine reihe Anschläge auf Personen, Infrastrukrtur und Verteidigung hinter sich hat, bzw. bereits brennt, bevor der Drache selber zum ersten Mal selber sichtbar auftaucht - falls er keinen Unsichtbarkeitsring trägt... ..
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: Smoothie am 8.04.2026 | 10:25
es gibt ja einen Drachenangriff in :
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Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: Ainor am 8.04.2026 | 10:35
Hätte ein Drache gegen eine Stadt wie Baldurs Gate oder Waterdeep überhaupt Chancen?

Nein. Zumindest wenn man davon ausgeht dass etliche hochstufige Magier & Priester anwesend sind. Dann müsste man erstmal klären ob der mit denen alleine fertig wird.

Ansonsten hat man hier vermutlich das klassische Smaug vs Laketown Szenario im Blick wo der Drache aus der Luft angreift und mit Bögen beschossen wird. Die Schützen haben zwar vermutlich Nachteil - entweder wegen Reichweite oder wegen Frightful Presence - und sind daher nicht allzu effektiv, aber solange sie in Gebäuden oder Türmen in Deckung gehen können und der Drache nie dazu kommt viele mit dem Breath oder Wing Attack zu erledigen sieht es nicht gut aus.

Mit Disadvantage und +3 to hit braucht man gegen einen Adult Red etwa 1000 Angriffe und Ancient Red 10000. Aber schon der CR 1/2 Scout ist bereits 4 mal so gut, und richtige Bogenschützen (z.B. Ranger 5) sowieso.

In 5E brauchen Drachen bessere Taktik oder müssen sich mit Dörfern begnügen die keine 100 Bogenschützen haben. Für Städte sind Monster die ähnlich stark sind aber keine Zielscheiben abgeben (Vampire, Dämonen, etc) viel gefährlicher.
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: Tudor the Traveller am 8.04.2026 | 10:52
Sagen wir du hast 50 gute Bogenschützen (+9 to hit, durchschnittlicher Schaden 10)

+9 scheint mir sehr hoch gegriffen. Wenn wir über Soldaten reden, landen wir eher bei +5 oder so, oder?

Nein. Zumindest wenn man davon ausgeht dass etliche hochstufige Magier & Priester anwesend sind. Dann müsste man erstmal klären ob der mit denen alleine fertig wird.

Welche Zauber siehst du da, mit denen man typischerweise gegen Drachen verteidigt? Die meisten werden ein Problen bei der Reichweite haben, es sei denn, du denkst mehr an Buffs?

aber solange sie in Gebäuden oder Türmen in Deckung gehen können und der Drache nie dazu kommt viele mit dem Breath oder Wing Attack zu erledigen sieht es nicht gut aus.

Die Schützen benötigen aber auch Platz zur Positionierung. Der Platz in Türmen etc. ist begrenzt. Sie müssen ja auch noch von dort angreifen können.

In 5E brauchen Drachen bessere Taktik

Wie weit siehst du die Schere für andere Editionen? 3.x Drachen sind für dich ein anderes Kaliber, nehme ich an?
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: Kizdiank am 8.04.2026 | 10:52
Als flugfähiges Monster kann der Drache außer Reichweite bleiben und die Stadt bombardieren.

Letztlich ist es dann eine Frage der Luftstreitkräfte. Gibt es davon genug, machen Action Economy und Bounded Accuracy dem Drachen den garaus. Gibt es davon zu wenige, zerstört er die Stadt.
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: Tudor the Traveller am 8.04.2026 | 10:59
Als flugfähiges Monster kann der Drache außer Reichweite bleiben und die Stadt bombardieren.

Womit? Die Odenwaffe reicht nicht weit genug. Meinst du so etwas, wie, dass er Felsen über der Stadt fallen lässt?
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: Kizdiank am 8.04.2026 | 11:12
Womit? Die Odenwaffe reicht nicht weit genug. Meinst du so etwas, wie, dass er Felsen über der Stadt fallen lässt?
Felsen, Kühe, Karren, Heuballen, was auch immer. Falls möglich mit dem Odem in Brand gesetzt.
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: unicum am 8.04.2026 | 11:14
Das Problem was ich sehe ist Kommunikation und Aufklärung. Ab wann weiß die Stadt das sie angegriffen wird?

Sicher ich gehe davon aus das in einer großen Stadt immer Leute auf den Türmen sind um ausschau zu halten - es kann ja auch ein Feuer ausbrechen, dann kann man auch den Himmel mal absuchen.

Im falle eines angriffes wird dann eben auch mal das Tafelsilber rausgeholt - will sagen die Bogenschützen bekommen die magischen Pfeile die ansonsten nie benutzt werden.

---

Steine aus dem sicheren "Orbit" fallen lassen ist für den Drachen sicher eine option doch da müsste man auch schauen wie es mit dem Treffen ist wenn die Distanz so groß ist. So ein Abwurf dauert dann auch immer wieder - für einen Einzelnen Drachen - und ist anstrengend für ihn.

Als Verteidigung dagegen braucht es dann eben "Abfangjäger" irgendwelcher Art: Pegassi, Greife, Hypogerife, Besen, Fliegende Teppiche, fliegende Schiffe, "gute Drachen", etc pp. ist ja nicht so das D&D da nichts aufzubieten hätte.
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: Kizdiank am 8.04.2026 | 11:23
Steine aus dem sicheren "Orbit" fallen lassen ist für den Drachen sicher eine option doch da müsste man auch schauen wie es mit dem Treffen ist wenn die Distanz so groß ist. So ein Abwurf dauert dann auch immer wieder - für einen Einzelnen Drachen - und ist anstrengend für ihn.

Stimmt. Der Schaden eines solch improvisierten Bombardements ist natürlich begrenzt. Da könnte man noch drüber diskutieren, inwieweit und wie lange eine Stadt das aushält und eventuelle Brände bekämpfen kann. Aber Drachen sind clever, vielleicht findet er also noch geeigneteres Material.

Als Verteidigung dagegen braucht es dann eben "Abfangjäger" irgendwelcher Art: Pegassi, Greife, Hypogerife, Besen, Fliegende Teppiche, fliegende Schiffe, "gute Drachen", etc pp. ist ja nicht so das D&D da nichts aufzubieten hätte.

Das ist der Punkt: Ohne Luftstreitkräfte ist die Stadt nahezu wehrlos. Die müsste man zu einer sinnvollen Verteidigung voraussetzen.
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: Ainor am 8.04.2026 | 11:25
Welche Zauber siehst du da, mit denen man typischerweise gegen Drachen verteidigt? Die meisten werden ein Problen bei der Reichweite haben, es sei denn, du denkst mehr an Buffs?

Naja, der Drache hat auch nur begrenzte Reichweite. Und Caster können ja vermutlich ranfliegen. Hold Monster ist recht stark, aber auch Kleinkram wie Command und am Boden Entangle ist sehr hart wenn es dem Drachen Aktionen klaut.

Der wirkliche Killer ist aber wieder mal Forcecage denn danach hat man sehr viel Zeit um den Drachen auf Reichweite mit Sprüchen zu erlegen.

Die Schützen benötigen aber auch Platz zur Positionierung. Der Platz in Türmen etc. ist begrenzt. Sie müssen ja auch noch von dort angreifen können.

Ja, aber da man sich vor und nach dem Angriff bewegen kann ist das nicht so schlimm. Und wenn er über der Stadt ist bietet jedes Haus Deckung. RAW geht der Breath ja auch vermutlich nicht um Ecken, denn sonst könnte er oben in einen Turm breathen und alle darin erledigen. Kommt natürlich drauf an wie die Stadt aussieht, aber solange er von vielen angegriffen werden kann aber immer nur einzelne angreift sieht es schlecht aus.

Allerdings: wenn man den Titel wörtlich nimmt und der Drache die Stadt selbst angreift indem er sie anzündet, und die Stadt mir jeder Menge brennbarem Holz gebaut ist, dann sieht es schlecht aus. Ran, 1-2 mal Odem, und weg sollte er auf jeden Fall hinkriegen. Ohne wirklich gute magische Feuerwehr währe die typische mittelalterliche Stadt dann wohl unrettbar verloren.   

Wie weit siehst du die Schere für andere Editionen? 3.x Drachen sind für dich ein anderes Kaliber, nehme ich an?

Wir hatten die Zahlen mal in einem früheren Thread. Zu 3E ist der Unterschied nicht so gross. Im Wesentlichen müssen die Schützen Crits würfeln, was ähnlich ist wie Disadvantage. Aber in 3E ist es halt erstmal egal ob Commoner oder trainierte Soldaten schiessen.
Und bei den sehr alten Drachen mit 20/Magic DR ist nicht viel zu machen. Aber: 3E Drachen casten standardmässig. Sie werden dann einfach unsichtbar. Oder haben Antimagic Field gegen Caster.

In 2E sieht es glaube ich mau aus. Wenig TP, und jeder Angriff mit 20 macht Schaden, aber mit Protection from Normal Missiles wird er gegen Pfeile immun. In 4E ist die Reichweite geringer, und der Drache hat viel mehr TP, aber jeder Angriff mit 20 macht Schaden.
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: Hereagain am 8.04.2026 | 11:32
+9 scheint mir sehr hoch gegriffen. Wenn wir über Soldaten reden, landen wir eher bei +5 oder so, oder?
[...]

selbst bei +5 und einen Schaden ~ 5,5 Punkten Treffen statistisch ein Viertel von 50 und machen ca. 50 Punkte Schaden in Runde eins.
Haben wir 150 Bogenschützen, wäre der Kampf nach zwei Runden vorbei, ohne das jemand in den Nahkampf gegangen ist, wenn der Drache die Initative verloren hat.) da Bögen 120er Reichweite haben und Drachen nur 80er Fluggeschwindigkeit.

Was lernen wir daraus, Drachen sind in der Regel für eine Stadt keine Gefahr. Es sei den sie sind Uralt.  ~;D
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: nobody@home am 8.04.2026 | 11:39
Wenn ein Drache in D&D5 halbwegs kompetent eine Stadt angreifen will, dann wird das schlichtweg nie so aussehen wie im Kleinen Hobbit. Der Drache ist schließlich intelligent und weiß im Gegensatz zu Smaug, der ja auf seine buchstäbliche Juwelenpanzerung nicht ganz zu Unrecht so stolz ist, daß Pfeile und andere Geschosse ihm wehtun können und eine größere Reichweite haben als sein Atem (von eventuellen Zauberern mit geeigneten Kampfsprüchen ganz zu schweigen). Also schaltet er sein Hirn ein...und ab da ist der Aspekt "Große fliegende Eidechse, die Feuer oder sonstwas spuckt" deutlich weniger wichtig als sein Widerpart "Mehr oder weniger intelligenter Feind, der die Sache listig angeht".

Und so mit das Offensichtlichste, was er da machen kann, ist, sich Verstärkung zu besorgen, damit er erst gar nicht im Solo-Selbstmordmodus gegen eine ganze Siedlung antreten muß, die in einer Welt voller Monster und anderer Feinde wahrscheinlich ihrerseits nicht bloß komplett wehr- und ahnungslos vor sich hinträumt. Hat der Drache schon eine Gefolgschaft (soll ja nicht ganz unüblich sein...), dann spioniert, sabotiert, und kämpft die natürlich mit. Hat er keine, dann wird er zumindest versuchen, sich speziell für diese Attacke eine zu rekrutieren, deren Form dann davon abhängt, wen er eigentlich so erwischen und mehr oder weniger "diplomatisch" überreden kann -- und das kann dann von eh schon ortsansässigen Monstern über erpreßte oder von vornherein nicht besonders loyale Stadtbewohner bis hin zu anderen Drachen reichen, die er als seinesgleichen ja vermutlich in seinem Bekanntenkreis haben wird. Mit einem großen schuppigen Exemplar mag ja selbst eine nur halbwegs wehrhafte Kleinstadt noch fertigwerden (regelrechte Metropolen sind natürlich ein ganz anderes Kaliber), aber mit einem halben Dutzend auf einmal?
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: Maarzan am 8.04.2026 | 11:40
Die Bogenschützen müssen auch erst einmal passend Schussbahn haben und passend orientiert sein, bzw. sich dann überhaupt erst einmal positionieren. Selbst wenn ich z.B. Türme habe und der Drache aus Entfernung sichtbar ist, müßte ich diese Anzahl  Bogenschützen rechtzeitig in jedem möglichen Angriffsbereich haben.
Kernfrage wäre aber denke ich immer noch: was will der Drache erreichen?
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: Zed am 8.04.2026 | 11:42
Felsen, Kühe, Karren, Heuballen, was auch immer. Falls möglich mit dem Odem in Brand gesetzt.

Fährt eine große, flugfähige, intelligente Kreatur die Taktik, die Stadt zu bombardieren, so würde sie von oberhalb der Stadt außer Bogenreichweite brennendes herunterfallen lassen, denke ich.
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: unicum am 8.04.2026 | 11:58
Stimmt. Der Schaden eines solch improvisierten Bombardements ist natürlich begrenzt. Da könnte man noch drüber diskutieren, inwieweit und wie lange eine Stadt das aushält und eventuelle Brände bekämpfen kann. Aber Drachen sind clever, vielleicht findet er also noch geeigneteres Material.

Das ist der Punkt: Ohne Luftstreitkräfte ist die Stadt nahezu wehrlos. Die müsste man zu einer sinnvollen Verteidigung voraussetzen.

Also der Drache braucht seine Bombe, er muss die irgendwo holen, dann hochfliegen, abwerfen, zurückfliegen - und wiederholen.
-> Anstrengend (auch wenn es ggf keine Regeln dazu gibt) In der Zeit haben die Stadtleute den Schaden vieleicht auch schon repariert.

Will sagen: Der Abwurf von "Zeug" aus großer höhe mag die Stadt zwar wehrlos erscheinen lassen aber solange es nicht wirklich was bringt ist es auch nicht wirklich nutzbringend für den Drachen.

Das Ziel ist ja eine größere Stadt - da gehe ich schon davon aus das es möglichkeiten gibt. Es sind nicht nur alle Lv0/1 in der Stadt. Insofern: Der Drache mag Clever sein aber das ist ein Wizard eben auch und der ist vieleicht nicht alleine.

Ich bin jezt in 5E so gar nicht drin aber vieleicht gibt es ja möglichkeiten auch über einer großen Stadt einen Irondome aufzuspannen. Vieleicht sendet man auch ohne "Luftwaffe" mal Komandotrupps zum "Bomenabholplatz" des Drachen oder greift dessen Hort direkt an (jeweils wenn er nicht da ist weil er gerade die Stadt angreift,...).

Eine Stadt hat imho einiges an Resourcen. Der Drache ist alleine (so gesetzt) - Wie im alten D&D der Drachensturm (Erwähnt in Pool of Radiance) der Phlan(?) in Schutt und Asche legt, - das ist eine ganz andere Hausnummer. Das eine ist ein einzelner Bomber 1942 über Deutschland, das andere eine ganze Bomberflotte (mit begleitschutzjägern).

Aber ja - ich gehe davon aus das eine größere Stadt in D&D durchaus möglichkeiten der Flugabwehr hat.
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: Edgar Allan Poe am 8.04.2026 | 12:06
In meinem Kopf würde so ein mächtiger Drache das Ganze ohnehin nicht alleine machen. Der hätte eine Armee von dummen Lakaien, die für ihn die Stadt angreifen und so Bogenschützen, Ballisten und co. ausschalten kann, während er krasse Flugmaneuver startet.
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: nobody@home am 8.04.2026 | 12:17
In meinem Kopf würde so ein mächtiger Drache das Ganze ohnehin nicht alleine machen. Der hätte eine Armee von dummen Lakaien, die für ihn die Stadt angreifen und so Bogenschützen, Ballisten und co. ausschalten kann, während er krasse Flugmaneuver startet.

Yep. Ein einzelner D&D5-Drache gegen eine Stadt ist kein Kampf, weil der Drache so lange, wie er frei denken und handeln kann(*), einfach gar nicht erst antritt.

Wenn ein Drache unter diesen Bedingungen eine bestimmte Stadt unbedingt zerstört sehen will, dann dürfte das eher aussehen wie beispielsweise eine ggf. etwas kleinere Ausgabe von Red Hand of Doom.

(*) Ein Drache, der beispielsweise einfach nur den Verstand verloren hat und wild auf alles losgeht, was sich bewegt, wäre noch mal eine etwas andere Baustelle -- bei dem wäre dann aber auch leicht einsichtig, warum er schnell verliert.
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: Namo am 8.04.2026 | 12:19
Und da haben wir es wieder: Werden Monster/NSC intelligent ausgespielt, haben wir eigentlich kein Abenteuer.

Gerade der Smaugangriff auf Seestadt war aber ein schönes Beispiel wie es für ein spannendes Abenteuer passend dann doch laufen kann. Er war ja vor Wut und Rachegelüsten getrieben und insofern kurz menschlich und damit unüberlegt. Und so kann es Helden geben die ihn erledigen.

Aber da es nicht um die Frage ging, wie man ein möglichst spannendes Abenteuer um einen Drachenangriff auf eine Hauptstadt darstellen kann, sondern wie das allgemein aussehen würde, würde ich es auch so sehen wie viele geschrieben haben. Der Drache würde sicher nicht Bossgegnerhaft angeflogen kommen, sondern sein Vermögen einsetzen um die Stadt von Lakaien angreifen zu lassen. Warum selbst die Flügel schmutzig machen? Klingt aber auch einfach viel undramatischer und weniger spannend.

Da das aber eigentlich auch wieder nicht ganz die Antwort auf die Frage war: Ich kenne mich bei DnD zwar nicht so aus, weiß aber zumindest welche NSC alleine in Waterdeep hausen und um deren Machtfülle. Also ganz klar nein, da hätte ein Drache der einfach "normal" angreift wohl keine Chance. Das wäre für ihn schon eine echte Herausforderung da lebend heraus zu kommen.

Edit: Aber was für ein trauriger Gedanke. Ich mag doch Drachen so gerne  :)
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: Quaint am 8.04.2026 | 12:23
Hätte ein Drache gegen eine Stadt wie Baldurs Gate oder Waterdeep überhaupt Chancen?
Achtung: es geht um D&D5!

Also ich denke ne Stadt mit ner anständigen Garnison ist schon nen gewisses Problem für die meisten Drachen. Eine der absoluten Metropolen der Welt, wie eben Baldurs Tor oder Tiefwasser, da hat ein einziger Drache keine echte Chance. Denn diese Städte sind sehr groß und haben eben auch besondere NPCs. Insbesondere Magiewirker verändern da die Rechnung stark, besonders wenn sie auch die höheren Grade von Magie beherrschen. Und wenn sie über die Jahre auch magische Gegenstände gesammelt oder hergestellt haben. Das ist natürlich ob der Vielzahl an Zaubern und Gegenständen schwer zu überblicken. Aber allein wenn sich paar Archmages zusammentun und den 20-30 besten Kriegern der Stadt nen Flugzauber geben, kann das nen Drachen schon sehr in Schwierigkeiten bringen. Spielmechanisch sind Drachen ja entwickelt worden um sich mit einer normalen Adventuring Party zu kloppen, wenn da dann 6 Adventuring Parties kommen und die auch alle fliegen können, nun, kann man sich denken finde ich.
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: Maarzan am 8.04.2026 | 12:25
Und da haben wir es wieder: Werden Monster/NSC intelligent ausgespielt, haben wir eigentlich kein Abenteuer.

Gerade der Smaugangriff auf Seestadt war aber ein schönes Beispiel wie es für ein spannendes Abenteuer passend dann doch laufen kann. Er war ja vor Wut und Rachegelüsten getrieben und insofern kurz menschlich und damit unüberlegt. Und so kann es Helden geben die ihn erledigen.

Aber da es nicht um die Frage ging, wie man ein möglichst spannendes Abenteuer um einen Drachenangriff auf eine Hauptstadt darstellen kann, sondern wie das allgemein aussehen würde, würde ich es auch so sehen wie viele geschrieben haben. Der Drache würde sicher nicht Bossgegnerhaft angeflogen kommen, sondern sein Vermögen einsetzen um die Stadt von Lakaien angreifen zu lassen. Warum selbst die Flügel schmutzig machen? Klingt aber auch einfach viel undramatischer und weniger spannend.

Da das aber eigentlich auch wieder nicht ganz die Antwort auf die Frage war: Ich kenne mich bei DnD zwar nicht so aus, weiß aber zumindest welche NSC alleine in Waterdeep hausen und um deren Machtfülle. Also ganz klar nein, da hätte ein Drache der einfach "normal" angreift wohl keine Chance. Das wäre für ihn schon eine echte Herausforderung da lebend heraus zu kommen.

Edit: Aber was für ein trauriger Gedanke. Ich mag doch Drachen so gerne  :)

Das Problem ist an der Stelle denke ich das Ganze halt als coole Filmszene zu sehen statt als spielbare Herausforderung. Und da ist der Boss im Hintergrund und die auf beiden Seiten notwendige Vorarbeit denke ich sehr viel ertragreicher als Spiel als der eine epische Showdown.

Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: Namo am 8.04.2026 | 12:32
Absolut. Sehe ich genauso.

Umgekehrt ist mir beim Schreiben des Threads direkt eine Mini Kampagne in den Sinn gekommen. In der es einfach darum geht, dass ein schlauer Drache die Schätze einer Stadt haben möchte und den Überfall auf diese durch Minions, Verräter in den Stadtmauern etc. plant und die Aufgabe der Gruppe ist, dies zu verhindern. Gegen den Drachen selbst haben sie vielleicht keine Chance, aber seine Pläne zu durchkreuzen geht schon. Stelle ich mir irgendwie witzig vor. Da käme der Drache zwar nur wenig zum Vorschein, aber das wäre mal etwas anderes als der böse General der den Stadtüberfall plant. Aber wenn da Drachen sind, will man doch auch Drachenaction haben. ~;D
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: nobody@home am 8.04.2026 | 12:33
Edit: Aber was für ein trauriger Gedanke. Ich mag doch Drachen so gerne  :)

Wer nicht? Und ich will gar nicht mal bestreiten, daß D&D in allen seinen Versionen einige der interessantesten Drachen hat, die einem so unterkommen können (sowohl einzeln als auch als Spezies)...nur sind halt System wie Setting schon immer so ausgelegt, daß sie bestenfalls mittelgroße Fische sind.
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: Maarzan am 8.04.2026 | 12:39
Wer nicht? Und ich will gar nicht mal bestreiten, daß D&D in allen seinen Versionen einige der interessantesten Drachen hat, die einem so unterkommen können (sowohl einzeln als auch als Spezies)...nur sind halt System wie Setting schon immer so ausgelegt, daß sie bestenfalls mittelgroße Fische sind.

Drachen brauchen dann wohl doch Klassen - idealerweise Wizard oder Sorcererlevel extra ...
Oder als Mittel zwischen ihren Echsenmenschenunterlingen und Tiamat persönlich Clericlevel.
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: Feuersänger am 8.04.2026 | 12:56
Ooooh was bin ich vor ~12 Jahren hier schwach für angemacht worden, als ich postuliert habe dass in 5E ein Drache gegen ein Dorf - geschweige denn eine Stadt - keine Chance hätte. Immerhin scheint sich da inzwischen so langsam die Einsicht durchgesetzt zu haben, dass ein Drache da nur ein fliegendes Nadelkissen wäre, wie ich mit leiser (okay nicht ganz so leiser) Genugtuung lese.

Da braucht man nichtmal Zauberer oder sonstwas. Stellst du auf die Dächer jeweils Bogenschützen, so viele wie man halt aufbringen kann. Davon werden viele der Furchtaura anheim fallen und dann 1 sagenhafte Minute lang mit Nachteil schießen. Einige werden aber auch ihren Save schaffen. Sicherlich wird der Drache auch im Schnitt alle 3 Runden ein paar Verteidiger mit seinem Odem abräumen. Lass ihn Resistenz gegen normale Waffen haben, scheißegal - hält er halt 200 Pfeile aus statt 100.
Es könnten vielleicht ein paar Häuser Feuer fangen (wenn es denn ein Roter Drache ist), aber in einer Welt mit bösartigen Drachen werden vermutlich die Feuerschutzbestimmungen eher noch strenger sein als in der realen Welt, und da waren sie schon streng. Kurz, die Dächer werden eher mit Schiefer als mit Stroh gedeckt sein.
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: Maarzan am 8.04.2026 | 13:22
Nehmen wir eine Stadt von 52 Hektar  dann haben wir eine Seitenlänge bei Quadrat von grob 720m oder ungefähr 4 Schußweiten. Dann brauchst du 12 solcher Bogenschützengruppen um alle Außenfelder abdecken zu können. Und die mußt du innerhalb der Vorwarnzeit schussbereit haben.
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: nobody@home am 8.04.2026 | 13:49
Ich denke, wenn ich einen Drachen haben will, der im Alleingang ungestraft wenigstens ein größeres Dorf in Schutt und Asche legen können soll, dann brauche ich zuallererst mal überhaupt ein größeres Format als nur den gängigen Siegfried-und-Heiliger-Georg-Verschnitt -- die machen das nämlich ihrerseits auch nicht. (Der Drache aus der Beowulferzählung mag dem allerdings schon näher kommen.) Mit anderen Worten, das "Ein Drache gegen eine Stadt"-Szenario braucht von vornherein einen Drachen mit mehr Oomph, als das Standardfolklore-und-fantasyexemplar normalerweise ins Spiel bringen kann.

Und im Fall von D&D, relativ unabhängig von "fünfte Edition oder nicht", kommt dann erschwerend noch hinzu, daß die typische Spielwelt ein so hohes Magieniveau aufweist, daß die rein körperlichen Attribute eines insbesondere Einzelgegners bald einigermaßen verblassen -- schlimmstenfalls mit ein, zwei Tagen Zeit zur Vorbereitung können ein, zwei Brabbler der richtigen Sorte und Stufe(n) viel davon durch geeignete Gegenmaßnahmen neutralisieren, während der Gegner ohne eigene Magie seine Taktik längst nicht so flexibel wiederum an diese anpassen kann.
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: Namo am 8.04.2026 | 13:54
Die armen Drachen denken sich auch: Als Magic Resistance noch richtig was konnte! Wie schön war das noch in AD&D  ~;D

Denke auch, dass es wenn schon einen besonderen Drachen benötigen würde. Mit vielen schönen Sonderfähigkeiten. Aber ob es so ein Drache war, der Tudor bei seiner Fragestellung vorschwebte?
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: Luxferre am 8.04.2026 | 14:00
Ein Drache in D&D ist NICHT mit einem Drachen aus Film, Literatur oder der eigenen, plausiblen Gedankenwelt zu vergleichen.
Wie Feuersänger schon schreibt und in jener längst vergangenen Zeit schrieb, sind drachen in D&D ein schreckliches Monster. Aber nicht mehr gefährlich für eine handvoll gut ausgebildeter Wachen mit Fighter-Leveln oder gar midlevel Mages und Clerics. Letztere wurden ja aus Feuersänders betrachtung gnädigerweise rausgelassen. Die Clerics heilen die verletzten Schützen, damit diese schnell weiterfeuern können. Die Mages kontrollieren das Schlachtfeld und feuern allerlei elementare Schäden hinterher. Reichweite und Fliegen würden in einem bodenständigen lowmagic/lowfantasy Rollenspiel (HârnMaster anyone) einen ganz anderen Schrecken verbreiten und Vorteil genießen. Dicke Schuppen ebenfalls.
In D&D, insbesondere in späteren Editionen, sind Drachen leider nur noch (coole!) Fleischsäcke mit einer Aura längst vergangener Zeiten.

PS die Verweise auf andere Welten/Systeme erlaube ich mir, um die Verhältnismäßigkeit klarer auszudrücken.
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: Feuersänger am 8.04.2026 | 14:30
Was mich überhaupt erst auf die Frage bringt: was versucht der Drache denn zu erreichen? Was würde er machen, wenn man ihn nicht beschießen würde? Nehmen wir an es handelt sich um eine Strafaktion, weil er Schutzgeld oder eine Jungfrau erpressen wollte und die Stadt nicht gezahlt hat.

Wenn es sich um strohgedeckte Holzhütten handelt, ja, dann kann er da großen Havoc anrichten. Dann dürfte es auch unmöglich sein, ihn runterzuholen bevor er einen Großbrand auslöst. Aber wenn genau aus diesem Grunde es eben keine strohgedeckten Hütten gibt, sondern nur ziegelgedeckte Steinhäuser, wie es IRL auch ab dem SpäMi in immer mehr Städten zur Pflicht wurde, obwohl es bei uns nichtmal marodierende Drachen gibt?

Gut, wenn man sich überhaupt nicht wehrt, könnte er zB auf einem Haus landen, das Dach abpellen wie ein Frühstückei und die sich darin versteckenden Bewohner rauslöffeln. Sobald aber Gegenwehr da ist, kann er das auch vergessen.

Kurzum, worauf ich damit hinaus will:
Zitat
Und die mußt du innerhalb der Vorwarnzeit schussbereit haben.

--> Ich kann nicht nachvollziehen, wieso das hier so zwingend sein soll.

Eher würde ich - wenn ich für den Verteidigungsplan einer Stadt zuständig wäre - mir überlegen, wieviele Schützen ich jeweils auf ein Dach stelle, daraus folgend wieviel Fläche eine Gruppe belegt, und wieviele Verteidiger der Drache mit einmal husten abräumen kann.

Dann kann man auch noch überlegen, ob der Drache tags oder nachts angreift. Nachts hat er freilich einen Vorteil, allerdings ist es dann auch statthaft darauf hinzuweisen, dass ein Drache auch nur 120ft = 36m Dunkelsicht hat und jenseits davon genauso blind ist wie die meisten Städter. Man könnte sogar argumentieren, dass er mit 36m Sichtweite die scheiss Stadt im Dunklen erstmal finden muss.  >;D Ich würde darum eher von einem Angriff in Morgen- oder Abenddämmerung ausgehen.

Und ja, Zauberwirker habe ich bis dahin noch ganz außen vor gelassen. Das ist dann immer noch für die Verteidiger On Top und dürfte den Gesamtprozess eher beschleunigen.

--

In 3.X schaut es da für Drachen noch deutlich günstiger aus: wenn sie erstmal eine Altersklasse haben die ihnen DR 10 oder besser gibt, sind sie für den normalen Miliz-Schützen (1d8+0 Schaden) praktisch nicht mehr zu verletzen (Chance 1:400 einen Crit zu würfeln und dann ist immer noch der Durchschnittsschaden nur knapp über der DR). Da kann man die ganze Miliz quasi komplett ignorieren und es kommt _nur_ darauf an, was die Zauberwirker und Berufskrieger machen.
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: Tudor the Traveller am 8.04.2026 | 14:33
Aber ob es so ein Drache war, der Tudor bei seiner Fragestellung vorschwebte?

Ich möchte dann von hier aus gerne schauen, wo die Grenze ungefähr verläuft  an der ein Drache einer Siedlung gefährlich werden kann. Also so direkt höchstselbst. Ich denke  eon Dorf mit 10 Schützen wäre da eher wehrlos, aber eine Stadtmauer bringt da ja nun auch nichts.

Nehmen wir einen Roten an, der nicht genug Geduld aufbringt, um großartig zu planen, sondern der einfach angepisst ist und seine Wut an so einer Kleinstadt auslassen will. Mir geht es vor allen darum, welche Schutzmaßnahmen da für Siedlungen Standard wären. Sowohl baulich als auch organisatorisch.

Nachtrag: ich hab da u.a. auch das Videospiel Kingdoms & Castles im Kopf, wo man u.a. alle paar Jahre von einem oder später auch mehreren Drachen angegriffen wird. Die Abwehr ist im Prinzip ein paar Türme mit Schützen und Ballisten hochzuziehen.
Der Schaden durch die Drachen ist auch eher überschaubar. Das Schlimmste ist eigentlich der Ernteausfall durch die abgefackelten Felder.
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: Maarzan am 8.04.2026 | 15:09
...
Kurzum, worauf ich damit hinaus will:
--> Ich kann nicht nachvollziehen, wieso das hier so zwingend sein soll.

...

Runde 1: der Drache wird in einer Entfernung x - wohl am ehesten trotz relativem Tiefflug - entdeckt. Er nähert sich mit "Reisegeschwindigkeit" (wobei die Frage ist, ob 5e solche Feinheiten (noch) kennt.
Angenommen 30km/h Fluggeschwindigkeit bei 5 km Entfernung wären 10 Minuten von erkennen bis schußbereit auf dem vorgesehenen Platz - für alle, die dann in der 1 KR auch Schießen wollen.


Dann  müssen all die Bogenschützen in entsprechenden Schichten entweder alle bereits auf Posten sein oder aber erst alarmiert und in den 10 min positioniert werden. 
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: nobody@home am 8.04.2026 | 15:41
In einer D&D-Welt, wo neben anderen potentiellen Angreifern immer auch mit Monstern gerechnet werden muß, die außer über Land und Wasser auch mal durch die Luft kommen, sich aus der Erde wühlen, oder sich gar direkt aus einer anderen Ebene herübermaterialisieren können...würde ich zuallererst mal in praktisch jeder Siedlung mit einem einigermaßen disziplinierten und Tag und Nacht durchgehend aktiven Wachdienst rechnen. Der hat nicht unbedingt die Aufgabe, so was wie einen ausgewachsenen Drachen selbständig direkt anzugehen, wird aber dafür zuständig sein, so schnell wie möglich dorf- oder stadtweiten Alarm auszulösen, wenn er etwas hinreichend Bedrohliches bemerkt. Ab da tickt für den Angreifer die Uhr, bis er es mit potentiell dem kompletten wehrfähigen Anteil des Zweibeinerschwarms zu tun bekommt.

(Mir ist sowieso durch den Kopf gegangen, daß ein Drache so was wie Menschen vermutlich in etwa so betrachten würde wie ein Mensch Bienen oder Wespen -- eine oder zwei sind keine echte Gefahr, wenn wir uns nicht gerade ganz doof anstellen und keine Giftallergie haben, und haben wahrscheinlich ohnehin mehr Respekt vor uns als umgekehrt, aber die einmal auf Krawall gebürstete Belegschaft eines ganzen Nests ist eine andere Sache.)
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: Ainor am 8.04.2026 | 15:49
Ooooh was bin ich vor ~12 Jahren hier schwach für angemacht worden, als ich postuliert habe dass in 5E ein Drache gegen ein Dorf - geschweige denn eine Stadt - keine Chance hätte.

Naja, die Zahlen haben sich ja seitdem nicht geändert. Kommt halt immer drauf an welches Szenario. Ein Dorf hat vielleicht keine 100 Bögen. Aber Baldur's Gate dass so etwa 100,000 Einwohner haben soll ist eine ganz andere Nummer.

Immerhin scheint sich da inzwischen so langsam die Einsicht durchgesetzt zu haben, dass ein Drache da nur ein fliegendes Nadelkissen wäre, wie ich mit leiser (okay nicht ganz so leiser) Genugtuung lese.

Mit genug Bögen klar, aber eben nur wenn er als fliegende Zielscheibe unterwegs ist. Was ist wenn er in der Stadt landet und nur in den Strassen angegriffen werden kann? Dann sieht die Gleichung ganz anders aus. Und den Drachen zuhause aufsuchen ist noch was ganz anderes.

Es könnten vielleicht ein paar Häuser Feuer fangen (wenn es denn ein Roter Drache ist), aber in einer Welt mit bösartigen Drachen werden vermutlich die Feuerschutzbestimmungen eher noch strenger sein als in der realen Welt, und da waren sie schon streng. Kurz, die Dächer werden eher mit Schiefer als mit Stroh gedeckt sein.

Feuerschutzbestimmungen dienen vor allem dazu dass nicht eine umgeworfene Kerze die Stadt anzündet. Aber trotzdem sind immer
ganz(oder halbe) Städte abgebrannt: https://de.wikipedia.org/wiki/Stadtbrand#Gro%C3%9Fe_Stadtbr%C3%A4nde (https://de.wikipedia.org/wiki/Stadtbrand#Gro%C3%9Fe_Stadtbr%C3%A4nde)

Der Drache der mit einem Odem ein Grossfeuer entfacht ist was ganz anderes, und eher mit Brandbombenangriffen zu vergleichen.
Da muss die Stadt schon komplett aus Stein oder sonstwie geschützt sein. Konsequenz wäre dass rote Drachen (und gff Blaue) bei weitem gefürchteter seien dürften.

Ein Drache in D&D ist NICHT mit einem Drachen aus Film, Literatur oder der eigenen, plausiblen Gedankenwelt zu vergleichen.

Wieso? Smaug hat ja auch nicht überlebt.

Wie Feuersänger schon schreibt und in jener längst vergangenen Zeit schrieb, sind drachen in D&D ein schreckliches Monster. Aber nicht mehr gefährlich für eine handvoll gut ausgebildeter Wachen mit Fighter-Leveln oder gar midlevel Mages und Clerics.

Also mit Fighter-Leveln oder gar midlevel Mages und Clerics hat man auch damals 50 Schaden gemacht...
Was jetzt genau ein fairer Kampf zwischen SC und Drachen ist mag sich leicht ändern, aber Drachen wurden schon immer verprügelt. Die Frage in 5E ist eigentlich nur ob/wann es ohne SC geht.

Die Clerics heilen die verletzten Schützen, damit diese schnell weiterfeuern können. Die Mages kontrollieren das Schlachtfeld und feuern allerlei elementare Schäden hinterher.

Also selbst wenn man Death Saves für No Names erlaubt: Bei 60-100 Breath Schaden sind die meisten Verteidiger sofort tot.
Und auch Caster bis ca. Stufe 10 sind sofort auf 0. Da muss man schon genug oder sehr hohe Stufen haben.
Das grösste "Problem" ist ja dass der Drache quasi "zu viel" Schaden macht: 60 Punkte im 60ft Kegel wo aber dann vielleicht nur 3 Leute mit 10 TP drin stehen.

Reichweite und Fliegen würden in einem bodenständigen lowmagic/lowfantasy Rollenspiel (HârnMaster anyone) einen ganz anderen Schrecken verbreiten und Vorteil genießen.

Alle Betrachtungen hier gehen davon aus dass die Miliz etc. Bögen oder Armbrüste hat. Ohne haben sie keine Chance.

Ich möchte dann von hier aus gerne schauen, wo die Grenze ungefähr verläuft  an der ein Drache einer Siedlung gefährlich werden kann. Also so direkt höchstselbst. Ich denke  eon Dorf mit 10 Schützen wäre da eher wehrlos, aber eine Stadtmauer bringt da ja nun auch nichts.

Wir hatten da mal recht konkrete Zahlen in einem alten Thread glaube ich: https://www.tanelorn.net/index.php/topic,95764.0.html (https://www.tanelorn.net/index.php/topic,95764.0.html)

Aber so grob: 100 Wachen (+3/d8+1) sollten auch mit Disadvantage durch Frightful reichen (in 5.5 haben nicht alle Drachen Frightful) wenn sie einigermassen verteilt sind so dass der Drache immer nur ein paar angreifen kann während alle den Drachen angreifen können. Aber sobald der Drache zwischen Häusern oder sonstwas Deckung bekommt ist das schnell vorbei.
Vereinzelte kleine oder mittlere Caster die der Drache identifizieren und eliminieren kann machen da fast keinen Unterschied.
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: gunware am 8.04.2026 | 16:34
Der Drache der mit einem Odem ein Grossfeuer entfacht ist was ganz anderes, und eher mit Brandbombenangriffen zu vergleichen.
Ich dachte, es ging um diese Vorgabe:
Mich interessiert dabei die spielmechanische Betrachtung, kein Handgewedel.
Wie kann der Drache ein Brandbombenangriff in D&D5 simulieren?
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: Tudor the Traveller am 8.04.2026 | 16:50
Ich dachte, es ging um diese Vorgabe:Wie kann der Drache ein Brandbombenangriff in D&D5 simulieren?

Da müssten wir uns wohl die Regeln für Objektschaden ansehen und schauen, wieviel Feuerschaden so ein Haus / Turm / Gebäude abkann. Ich glaube aber, die 5e ist da relativ vage. Ohne Holzbalken zu bauen dürfte selbst in D&D die Ausnahme sein, und die wären natürlich anfällig für einige Odemwaffen. Plus der mechanische Schaden, den ein Drache an der Struktur anrichten kann. Da ist D&D allerdings physikalisch gesehen völlig unplausibel, Stichwort Masse.
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: nobody@home am 8.04.2026 | 16:57
Ich dachte, es ging um diese Vorgabe:Wie kann der Drache ein Brandbombenangriff in D&D5 simulieren?

Der Feueratem eines roten Drachens kommt in Kegelform daher und ist auf einer gegebenen Entfernung (bis einschließlich hin zum Maximum) jeweils so breit wie lang. Schon ein junger Roter mit seinen "nur" 30 Fuß Reichweite kann also prinzipiell aus geeigneter (niedriger) Höhe einen Kreis von bis zu neun Metern Durchmesser auf einmal erwischen und potentiell in Brand stecken, je nachdem, was sich da unten so an Entflammbarem findet -- das ist zwar noch lange nicht dasselbe wie bei einer B-17, die aus sicherer Höhe eine Ladung Brandbomben auf eine Stadt ablädt, aber eben auch nicht nichts, zumal der Drache schneller nachladen kann als der Bomber, der seinerseits ja erst mal wieder nach Hause fliegen und Treibstoff und Bomben aufstocken muß, bevor er wieder einsatzklar ist.

Gerade so was wie das Abfackeln von Feldern, Scheunen, Ställen und dergleichen, die sich leicht außerhalb der Reichweite des konzentrierten Feuers ganzer Bogenschützenbataillone befinden können und auf die die Leute unten trotzdem angewiesen sind, läßt sich so schon recht leicht bewerkstelligen.
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: nobody@home am 8.04.2026 | 17:07
Was mir nebenbei noch so durch den Kopf geht: bisher bin ich reflexartig von einer "klassischen" Menschenstadt unter einigermaßen freiem Himmel ausgegangen, wie wir sie ja kennen. Das ganze Szenario ändert sich vermutlich schlagartig, wenn wir statt dessen Städte bestimmter anderer Völker postulieren -- insbesondere so was wie eine weitgehend oder komplett unterirdische Zwergenansiedlung, gegen die ein Drache dann gar keinen großen Flugvorteil mehr hat. >;D
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: Ainor am 8.04.2026 | 17:09
Ich dachte, es ging um diese Vorgabe:Wie kann der Drache ein Brandbombenangriff in D&D5 simulieren?

Die Gebäude geben Deckung. Wenn der Drache die Verteidiger aus den Gebäuden oder sogar aus der Stadt zwingen kann hat er einen enormen Vorteil. Besonders wenn die Rauchentwicklung den Verteidigern auch noch die Sicht nimmt.
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: Feuersänger am 8.04.2026 | 17:13
Ich find das drollig, dass jetzt für den Drachen als valide Taktik diskutiert wird, freiwillig zu landen und sich zwischen den Häusern zu verstecken.  ;D
Also, mag ja sein dass das in 5E sogar mechanisch sinnvoll ist, aber es wäre halt ein völliger Paradigmenwechsel ggü früheren Eds, wo Drachen eigentlich _immer_ fliegen wollen und es echt schwierig ist, sie außerhalb ihrer Lair zu Fuß zu erwischen. Nicht dass sie zu Fuß jetzt besonders easy wären, aber irgendwie muss man ja an sie ran.

Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: gunware am 8.04.2026 | 17:18
Da müssten wir uns wohl die Regeln für Objektschaden ansehen und schauen, wieviel Feuerschaden
Es ist schon bisschen her und es war die 2014 Version, deshalb kann sein, dass mich mein alterschwaches Gedächtnis trügt oder es jetzt besser geregelt ist, aber ich glaube, als ich es damals versuchte nachzuvollziehen, war ich da ziemlich ernüchtert.
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: Templar am 8.04.2026 | 17:24
Habt ihr euch mal gefragt warum man Drachen um sie zu besänftigen Jungfrauen opfern musste? Das war für mich immer oddly specific....was wollen die mit denen?
Warum nicht ne Kuh? oder ein Mann oder eine Frau?
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 8.04.2026 | 17:32
Zitat von: Tudor the Traveller  Waterdeep überhaupt Chancen?
[/quote
Er käme nicht mal rein oder darüber an der IIRC Stadtmauer ist Schluss und selbst wenn in Waterdeep gibt es ne Menge Zauberer, Abenteuerer usw und mindestens eine Chosen of Mystra(5 Minuten nach Eröffnung wahrscheinlich mindestens 2 mehr, Alustriel und Elminster) nämlich Lhaeral
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: nobody@home am 8.04.2026 | 17:33
Habt ihr euch mal gefragt warum man Drachen um sie zu besänftigen Jungfrauen opfern musste? Das war für mich immer oddly specific....was wollen die mit denen?
Warum nicht ne Kuh? oder ein Mann oder eine Frau?

In der Legende vom heiligen Georg (https://en.wikipedia.org/wiki/Saint_George_and_the_Dragon) hat's wohl mit Vieh angefangen und sind Menschen dazugekommen, als das Vieh knapp wurde. Da ging's auch gar nicht (!) primär um Jungfrauen, auch wenn der Drache wohl Jugendliche und Kinder schmackhafter fand als zähe Alte -- nur kam Schorsch halt zufällig (?) erst dazu, als das Los gerade auf die Prinzessin gefallen war, was das Klischee natürlich ein Stück weit erklären würde...
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: Runenstahl am 8.04.2026 | 17:37
Ich handhabe es inzwischen so das ich großen Monstern einen Damage-Threshold wie bei großen Objekten gebe. Je nach Monster 10, 15 oder sogar 20
(bedeutet: jeglicher Schaden der unter dem Threshold liegt wird völlig ignoriert während Schaden der den Threshold erreicht oder übersteigt voll durchgeht).

Ergebnis: Selbst bei einem Threshold von nur 10 macht Stadtwache Herbert mit seiner leichten Armbrust und seinem (schon recht beachtlichen) +2 Geschickbonus nur noch in Ausnahmefällen Schaden (also wenn er maximalen Schaden würfelt oder einen Krit landet). Die Helden hingegen bemerken den Threshold meist gar nicht weil ihre Angriffe den eh immer erreichen oder übertreffen. Heißt also das normale Soldaten fast Nutzlos sind und es Zeit ist die Helden anzuwerben wenn ein Drache die Stadt Terrorisiert. Und genau so sollte es ja mMn auch sein !
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: Feuersänger am 8.04.2026 | 17:44
Es ist schon bisschen her und es war die 2014 Version, deshalb kann sein, dass mich mein alterschwaches Gedächtnis trügt oder es jetzt besser geregelt ist, aber ich glaube, als ich es damals versuchte nachzuvollziehen, war ich da ziemlich ernüchtert.

Mir hat sich noch aus dem Playtest oder DnDNext oder wie immer das hieß eingeprägt, dass nach der damaligen Regelversion ein Erwachsener Roter Drache nichtmal mit einer einfachen Holztür fertig werden konnte.  ;D ;D Aber ja das haben sie dann bis zum endgültigen Release geändert, ganz so schlimm ist es in der 2014er Version nicht mehr.
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: Tudor the Traveller am 8.04.2026 | 17:48
Was mir nebenbei noch so durch den Kopf geht: bisher bin ich reflexartig von einer "klassischen" Menschenstadt unter einigermaßen freiem Himmel ausgegangen, wie wir sie ja kennen. Das ganze Szenario ändert sich vermutlich schlagartig, wenn wir statt dessen Städte bestimmter anderer Völker postulieren -- insbesondere so was wie eine weitgehend oder komplett unterirdische Zwergenansiedlung, gegen die ein Drache dann gar keinen großen Flugvorteil mehr hat. >;D

Die Idee kam mir schon vor Längerem. Wenn man in so einer Gegend siedeln will, wo ständig fliegende Monster vorbei schauen, baut man vielleicht eher bunkerartig.

Die Elfen in ihren Baumstädten haben da aber vielleicht ein Problem.

Insgesamt scheinen Schützen ja dann eine wichtige Investition zu sein. Hilft generell auch gegen eine Vielzahl anderer Monster.

Wie ist das denn mechanisch: kann ein Red Dragon im Anflug seinen Odem als Ready Action bereithalten und die erste Salve Pfeile einfach wegbrutzeln? Müsste imo gehen. Die kommen ja tendenziell auch alle aus einer Richtung.
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: Ainor am 8.04.2026 | 17:53
Also, mag ja sein dass das in 5E sogar mechanisch sinnvoll ist, aber es wäre halt ein völliger Paradigmenwechsel ggü früheren Eds, wo Drachen eigentlich _immer_ fliegen wollen und es echt schwierig ist, sie außerhalb ihrer Lair zu Fuß zu erwischen.

Wieso? In 3E braucht er jede Runde eine move action um nicht abzustürzen. Entsprechend kann er jede Runde ohne Breath nur einen Angriff machen. Und wenn ich mich recht erinnere gaben in 3E Häuser auch schon Deckung gegen Pfeile  :)
Das Nadelkissen funktioniert halt nur gegen Gegner die sich Massen von Fernkampfangriffen aussetzen.

Gegen SC Gruppen wo oft der meiste Schaden vom Nahkämpfer kommt ist das natürlich etwas anderes.

Der 5E Adult Red ist zwar deutlich zerbrechlicher, erledigt die Gegner aber auch deutlich schneller.
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: Hereagain am 8.04.2026 | 18:15
Naja das Grundproblem ist, dass hier die Vorstellung eines bedrohlichen Drachens auf ein System trifft, in welchem ein ausbalancierter Kampf nach drei Runden vorbei ist.
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: Alter Weißer Pottwal am 8.04.2026 | 18:25
Genialer Thread  :d
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: Tudor the Traveller am 8.04.2026 | 18:31
Naja das Grundproblem ist, dass hier die Vorstellung eines bedrohlichen Drachens auf ein System trifft, in welchem ein ausbalancierter Kampf nach drei Runden vorbei ist.

In einem Kampf mit SC, also Helden, die larger than life sind. Die Frage ist da imo eher, auf welchem Level die Bevölkerung so unterwegs ist und was die NSC dann so können. Eine stets wiederkehrende Frage bei In-World Überlegungen zu D&D.
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: Hereagain am 8.04.2026 | 18:44
In einem Kampf mit SC, also Helden, die larger than life sind. Die Frage ist da imo eher, auf welchem Level die Bevölkerung so unterwegs ist und was die NSC dann so können. Eine stets wiederkehrende Frage bei In-World Überlegungen zu D&D.

Naja wir können auch 10 Warrior Veteranen gegen den Drachen antreten lassen:
Warrior Veteran

Medium or Small Humanoid, Neutral

    Armor Class: 17
    Hit Points: 65 (10d8 + 20)
    Speed: 30 ft.
    Initiative: +3 (13)

STAT    SCORE    MOD    SAVE
STR    16    +3    +3
DEX    13    +1    +1
CON    14    +2    +2
INT    10    +0    +0
WIS    11    +0    +0
CHA    10    +0    +0

    Skills: Athletics +5, Perception +2
    Gear Greatsword, Heavy Crossbow, Splint Armor
    Senses: Passive Perception 12
    Languages: Common plus one other language
    CR 3 (XP 700; PB +2)
    Source: 5.2 SRD (D&D 2024)

Actions

Multiattack. The warrior makes two Greatsword or Heavy Crossbow attacks.

Greatsword. Melee Attack Roll: +5, reach 5 ft. 10 (2d6 + 3) Slashing damage.

Heavy Crossbow. Ranged Attack Roll: +3, range 100/400 ft. 12 (2d10 + 1) Piercing damage.

Ich denke D&D ist nicht von Haus aus das System für sowas. Man muss es schoin sehr verbiegen, dass ein Drache alleine eine Stadt bedroht.
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: Templar am 9.04.2026 | 10:49
In der Legende vom heiligen Georg (https://en.wikipedia.org/wiki/Saint_George_and_the_Dragon) hat's wohl mit Vieh angefangen und sind Menschen dazugekommen, als das Vieh knapp wurde. Da ging's auch gar nicht (!) primär um Jungfrauen, auch wenn der Drache wohl Jugendliche und Kinder schmackhafter fand als zähe Alte -- nur kam Schorsch halt zufällig (?) erst dazu, als das Los gerade auf die Prinzessin gefallen war, was das Klischee natürlich ein Stück weit erklären würde...
Ok also als Futter?
Dann ist da noch die sache mit der Motivation. Bei allen Drachen.
Warum sollten Drachen städte oder dörfer belästigen? Gibt sicher genug Orte die leichter zu beherrschen sind. Wenn er herrschen will kann er sicher einfach einen klein Adeligen mit ner  burg ausräuchern und ersetzen. Was sollte ein Baron oder Fürst schon dagegen haben wenn er jetzt quasi einen billigeren Vasallen hat?
Wenn der Drache einfach nur essen will, dann sind doch sicher Kühe und Pferde die erste Wahl und dann brauch er bestimmt keine Opfergaben und kann die sich mal eben im vorbei Flug nehmen.

Ich stelle die Idee das es große Konflikte gibt, zwischen Menschen und Drachen in Frage. Das ist für beide Seiten kein lohnenswerter Kampf.
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: Tudor the Traveller am 9.04.2026 | 11:28
Ich stelle die Idee das es große Konflikte gibt, zwischen Menschen und Drachen in Frage. Das ist für beide Seiten kein lohnenswerter Kampf.

Darum geht es hier nicht. Du kannst der Frage gerne in einem eigenen Thema nachgehen.  :)

Ich denke D&D ist nicht von Haus aus das System für sowas. Man muss es schoin sehr verbiegen, dass ein Drache alleine eine Stadt bedroht.

Imo ist ein Drache für ein kleines Dorf eine durchaus ernste Bedrohung. Irgendwo entlang der Siedlungsgröße hin zu einer kleinen oder mittleren Stadt scheint es einen Bereich zu geben, wo die Bedrohung kippt und der Drache den Kürzeren zieht. Mich interessieren die Bausteine, die dazu führen. Denn diese wären dann eben typisch für die Entwicklung von Siedlungen. Wenn es ganz simpel auf Anzahl X verfügbarer Schützen hinaus läuft, ist das zwar langweilig, aber für mich gut zu wissen. Denn dann gibt es in jeder Siedlung mit entsprechender Lage so eine Organisation, die das sicherstellt. Eine reguläre Miliz erscheint mir dafür beispielsweise nicht ausreichend, weil die Reaktionszeit zu langsam wäre. Das müsste dann eher so laufen wie bei der freiwilligen Feuerwehr mit ständiger Bereitschaft.
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: Maarzan am 9.04.2026 | 11:36
Eigentlich müßte die Stadt so viele Schützen oder andere Schadensausteiler immer bereit haben, dass der Drache während eines Angriffszugs runter geholt werden kann. Ansonsten nimmt er dann x % seiner HP Schaden, tötet y% der Schützen (Erweckung ist halt doch merklich teurer als HP-Heilen), heilt das dann in Zeitraum x aus und wiederholt das so oft wie nötig.  Im Zweifel kann er sogar belagern und de Nahrungsszufuhr lahm legen. Er hat ja Zeit.
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: Feuersänger am 9.04.2026 | 12:50
Zum Einen haben wir hier eine ziemliche Unschärfe bei den Startbedingungen: was ist ein "kleines Dorf"? 10 Häuser? Klar, macht der Drache platt, keine Frage. 500 Einwohner? Ganz anderer Schnack. Und andererseits, reden wir jetzt von einem Adult oder einem Ancient Dragon oder irgendwas dazwischen? Adult sehr schnell chancenlos, Ancient sollte mE eher mit Städten verglichen werden (d.h. mehrere hundert Verteidiger).

Eigentlich müßte die Stadt so viele Schützen oder andere Schadensausteiler immer bereit haben, dass der Drache während eines Angriffszugs runter geholt werden kann. Ansonsten nimmt er dann x % seiner HP Schaden, tötet y% der Schützen (Erweckung ist halt doch merklich teurer als HP-Heilen), heilt das dann in Zeitraum x aus und wiederholt das so oft wie nötig.  Im Zweifel kann er sogar belagern und de Nahrungsszufuhr lahm legen. Er hat ja Zeit.

Wenn er versucht das als Strafing Run zu machen, hält er sich ja wesentlich länger als 1 Runde im Schussbereich der Verteidiger auf. Die haben wie gesagt 600 Fuß Reichweite und der Drache hat mit Dash 160ft Bewegungsweite. Für jeden Run ist er also 4 Runden im Anflug, 1 Runde Angriff, 4 Runden Rückzug. Je 100 Verteidiger fliegen da also schon 4-500 Pfeile in seine Richtung bevor er das erste mal schnauben kann, und danach nochmal ebensoviele abzüglich der Schützen die er abgeräumt hat.  Da ist in Summe für den ganzen Run gut und gern mit 800 Pfeilen zu rechnen. Allerdings - muss man dazu sagen - davon voraussichtlich nur etwa 20 Pfeile ohne Disad. 

Ein Ancient kann das auswettern, der wird ja nur von ca 1% der Pfeile getroffen. Bei einem Adult schaut es schon deutlich knapper aus: da komme ich stochastisch gerechnet auf 210 Schaden die er einstecken muss. Wäre mir mit einem Pool von 256HP etwas zu knapp um mich darauf zu verlassen. Könnte ja auch sein, dass dann jemand den Drachen in seine Lair verfolgt um die letzten 46HP auch noch wegzumachen. Oder der Ort hat nicht nur exakt 100 Schützen sondern 125, dann ist auch Feierabend.
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: nobody@home am 9.04.2026 | 13:30
Ich würde auch in einer D&D-Welt nicht gleich davon ausgehen, daß jede Stadt eine spezialisierte Drachenabwehr in ständiger Alarmbereitschaft hat -- und wenn, dann bestünde die wohl auch aus mehr als nur Bogenschützen. ;) Denn es ist ja schon richtig, daß Drachen erstens zwar nicht suuuperselten sind, man sie aber doch als normaler Mensch eher nicht so oft sieht, und zweitens wissen dürften, daß so eine Stadt oder ein Dorf normalerweise nicht komplett allein für sich auf weiter Flur steht, sondern ein Angriff auf sie selbst bei "vollem Erfolg" mindestens auch ihre Nachbarn, wenn nicht gleich das ganze Reich alarmiert und damit seinerseits zu Vergeltungsmaßnahmen einlädt.

Womit ich aber schon rechnen würde, ist eine Einwohnerschaft, die jederzeit auf zumindest "Standardgegner" menschlicher und anderer Art vorbereitet ist; so besonders friedlich sind diese Settings ja auch wieder nicht. Es wird also insbesondere wohl keine weitgehend hilf- und waffenlose Zivilbevölkerung geben, die schon dem nächstbesten Goblinoiden so gar keinen Widerstand entgegensetzen kann, sondern durchaus in jedem Haushalt Waffen und Schutzausstattung im Rahmen des Möglichen für den persönlichen Notfallbedarf, mit denen die Leute erst mal selber versuchen können, Hab und Gut und Leib und Leben zu verteidigen, bis dann die siedlungsweite Koordination Zeit zum Einsetzen hat. Das gibt mir eine gewisse Grundvorstellung davon, womit es eben auch ein Drache zu tun bekäme.
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: Maarzan am 9.04.2026 | 13:38
Ein Frontalangriff ohne weitere Unterstützung oder Magie gegen eine besetzte Stadtmauer ist da wohl nicht  drin.

Bliebe zu prüfen, ob eine Stadt so eine Schützendichte hinbekommt:
Die typische deutsche Stadt um 1100 hatte etwa 100EW pro Hektar. Ein Hektar ist auch in etwa die überstrichene Fläche eines Bogenschützen. Aber dann müßten alle Einwohner rund um die Uhr bereit stehen mit Bogen.
In einer größeren Stadt reicht es die Peripherie zu schützen, aber dann hat man das Problem, daß nicht alle Schützen gleichzeitig eingreifen können.
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: Tudor the Traveller am 9.04.2026 | 13:57
Zum Einen haben wir hier eine ziemliche Unschärfe bei den Startbedingungen: was ist ein "kleines Dorf"? 10 Häuser? Klar, macht der Drache platt, keine Frage. 500 Einwohner? Ganz anderer Schnack.
...
Je 100 Verteidiger...

Mir scheinen 100 ausgebildete Schützen schon ein kleines Heer zu sein. Für eine 500 Einwohner-Siedlung scheint mir das recht viel. Wir reden hier ja nicht über Bauern mit Mistgabeln, sondern über eine Ausbildung, die Proficiency liefert. War nicht genau das der Clou bei den historischen englischen Schützen?

Ich würde auch in einer D&D-Welt nicht gleich davon ausgehen, daß jede Stadt eine spezialisierte Drachenabwehr in ständiger Alarmbereitschaft hat -- und wenn, dann bestünde die wohl auch aus mehr als nur Bogenschützen. ;) Denn es ist ja schon richtig, daß Drachen erstens zwar nicht suuuperselten sind, man sie aber doch als normaler Mensch eher nicht so oft sieht, und zweitens wissen dürften, daß so eine Stadt oder ein Dorf normalerweise nicht komplett allein für sich auf weiter Flur steht, sondern ein Angriff auf sie selbst bei "vollem Erfolg" mindestens auch ihre Nachbarn, wenn nicht gleich das ganze Reich alarmiert und damit seinerseits zu Vergeltungsmaßnahmen einlädt.

Womit ich aber schon rechnen würde, ist eine Einwohnerschaft, die jederzeit auf zumindest "Standardgegner" menschlicher und anderer Art vorbereitet ist; so besonders friedlich sind diese Settings ja auch wieder nicht. Es wird also insbesondere wohl keine weitgehend hilf- und waffenlose Zivilbevölkerung geben, die schon dem nächstbesten Goblinoiden so gar keinen Widerstand entgegensetzen kann, sondern durchaus in jedem Haushalt Waffen und Schutzausstattung im Rahmen des Möglichen für den persönlichen Notfallbedarf, mit denen die Leute erst mal selber versuchen können, Hab und Gut und Leib und Leben zu verteidigen, bis dann die siedlungsweite Koordination Zeit zum Einsetzen hat. Das gibt mir eine gewisse Grundvorstellung davon, womit es eben auch ein Drache zu tun bekäme.

Ja, erscheint mir auch plausibel. Milizdienst als Bürgerpflicht oder so. Wieviel wehrhaft organisiertes "Reich" dann so ein Dorf im Rücken hat, ist ja bei D&D gerne mal vage, wenn man da an die typischen Savage Frontier Ansätze denkt. Und selbst wenn, macht sich das Reich vielleicht gar nicht erst die Mühe, oder erwartet von lokalen Ladies und Lords, dass sie sich in ihrem Beritt / Lehen selbst irgendwie darum kümmern.

Wir haben also vielleicht in Fantasy mrhr Bedarf für stehendes Verteidigungspersonal als im irdischen Vergleich. Ich frage mich aber, wie weit das volkswirtschaftlich machbar ist und ob es nicht andere Maßnahmen gibt, die einem die Sache erleichtern oder abnehmen. Da kommen vielleicht Ranger und Aufklärer als vorgelagerte Posten ins Spiel. Oder gleich Infrastrukturnaßnahmen wie spezialisierte Drachenbunker oder so.
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 9.04.2026 | 14:13
2o Prozent sind ne ordentliche Hausnummer aber die englischen Langbogenschützen waren nichts besonderes und sind massiv überschätzt und die Bauern mit Mistgabeln sind ein albernes Märchen

Bürger der Gemeinschaft wehfähig, jeder Haushalt hat einen zu stellen und beim Kampf um Dorf und Stadt sind das alle die beitragen können ob in Waffen oder ohne Löschdienst z.B.
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: Feuersänger am 9.04.2026 | 14:27
100 Schützen sind halt ungefähr eine Kompanie / Fähnlein.
Und ich stimme zu, in einer Welt in der mit Monsterangriffen zu rechnen ist, dürfte es vermutlich auf Dauer nicht tragbar sein, die Bauerndörfer wehrlos zu halten. Insbesondere wenn es tatsächlich erschwingliche Waffen gibt, mit denen ein Milizionär gute Wirkung gegen die erwarteten Gegner erzielen kann.

(Im realen Mittelalter gab es ja das Fehdewesen, da haben verfeindete Herren durchaus die Dörfer ihrer Rivalen schikaniert, aber in erster Linie mit dem Ziel das Vieh wegzutreiben, und eher nicht um die Bauern zu ermorden. Außerdem folgte das auch gewissen Regularien wie Ankündigung einer Fehde 3 Tage im voraus usw, alles Feinheiten an die sich Eulenbären und Oger wohl eher weniger halten würden.)

In Städten gab es (ab dem SpäMi) sowieso Wehrpflicht für alle freien Bürger je nach Einkommensklasse, mit regelmäßigen Wehrübungen.  Also auch da kein Grund, warum das in Fantasystädten nicht der Fall sein sollte.

Und klar, es kann natürlich in einer D&D-Welt auch hie und da höherstufige NSC in den Ortschaften geben; Veteranen, Abenteurer im Ruhestand, oder auch aktive Berufskrieger. Die kommen da alle noch obendrauf. Aber wie diese Rechenspiele zeigen, bilden nach 5E-Regeln bereits halbwegs ausgebildete Commoner einen sehr soliden Grundstock, der mit vielem fertig wird bevor man die Oberchecker überhaupt mit einkalkulieren muss.

Das war ja eben von Anfang an mein Gripe mit der 5E, dass dort schon die schwächsten NSC so effektiv sind, dass man dort kaum noch Bedarf an Helden hat. Drachen sind da ja nur eine mögliche Bedrohung, und werden bei solchen Betrachtungen gern hergenommen weil sie a) ikonisch sind und b) als sehr mächtig wahrgenommen werden; also nach dem Motto, wer mit einem Drachen fertig wird, packt auch alles Andere.
Alltäglichere Bedrohungen für so ein Fantasy-Dorf wären vermutlich eher sowas wie Oger, Trolle, Eulenbären, lauter so Geschmeiss halt, aber umso leichter dürfte eine Miliz dann mit denen fertig werden.
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: Quaint am 9.04.2026 | 14:30
Naja, gab auch Bereiche und Zeiten im Europäischen Mittelalter, da hattest du als "Freier" mal zumindest grundlegende Bewaffnung und Ausrüstung zu haben und in Ordnung zu halten. Und warst mitunter auch Wehrfolgepflichtig, also dein Fürst konnte verlangen, dass du mitkommst, wenn er in den Krieg zieht. Sowas kann ich mir, gerade in den etwas wilderen Gegenden so mancher DnD Settings, auch vorstellen. Wenn man die Leute von Heim und Herd wegholt muss man natürlich gucken, wie man sie unterhält und zumindest die grundlegende Wirtschaft am laufen hält. Zumal DnD Settings häufig deutlich gleichberechtiger sind und daher auch Frauen fürs Militär in Frage kommen.
Aber wenn es darum geht, Heim und Herd zu verteidigen, dann kannst du natürlich aus dem Vollen schöpfen bei so einer Konstellation.
Wobei ich bei so Milizen dann auch eher auf simple weapon proficiency plädieren würde respektive wahrscheinlich einen ned so arg dollen Statblock (CR 1/8?)

Aber spezifische Drachenabwehr dürfte eher selten sein. Das man in irgend einer Form Fernwaffen dabei hat aber nicht. Und potentielle Bedrohungen gibt es ja in vielen DnD Settings oft. Banditen, dann hat die Magie schluckauf und Untote stehen auf, dann haben sich irgendwo Riesenratten oder Goblins eingenistet, die Orks kommen vorbei etc. pp.

Das macht aber Abenteurer auch nicht unnötig. Denn diese CR 1/8 "freien Wehrbürger" sterben halt schonmal, auch gegen gar ned so große Bedrohungen. Und sagen wir mal so ein Wehrbürger zahlt 10 Gold Steuern im Monat solang er arbeitet und kann 30 Jahre arbeiten (beides IMHO nicht sehr hochgegriffen bei DnD 5e Wirtschaft) dann ist ein Verlust etwa 1200 Gold wert pro Verlust und noch ausstehendem Arbeitsjahrzehnt. Allein an Verlust für den Herrscher. Die Volkswirtschaft freut sich aber auch nicht. Wenn man das dann aufrechnet, ist es recht lohnend, woimmer möglich solche Bedrohungen an Abenteuerergruppen auszulagern und denen dann halt Belohnung in Aussicht zu stellen. Oftmals schaffen die es ja mit vergleichsweise geringen Verlusten und wenn die verkacken, muss man ja auch nix zahlen, oftmals sind die nichtmal eigene Untertanen.
Umgekehrt stelle ich mir vor, dass es halt nicht immer und überall reichlich Abenteurer gibt und für Kriege brauch man halt auch die Masse. Also ist auch der Wehrbürger nicht unnötig weil es Abenteurer gibt.
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: bobibob bobsen am 9.04.2026 | 14:36
Wie sieht es denn mit einem Blauen Drachen aus. Der sich der Kleinstadt durch die Erde nähert. Dann in irgendeinem Haus auftaucht die Bewohner vertilgt (so Drachen denn überhaupt Dorfbewohner verspeisen)  und zum nächsten Haus weiterzieht. Wenn er entdeckt wird verdrückt er sich und kommt einige Tage später zurück.
Bogenschützen auf dem Dach nützen einem da wenig. Beobachtungsposten sinnlos.
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: unicum am 9.04.2026 | 14:38
Ich hab gerade auch Game of Thrones vor dem Auge wo mit Ballisten mal ein Drachen runtergeholt wurde. Wobei ich nicht weis wie flink solche Waffen wirklich auszurichten sind.
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: Maarzan am 9.04.2026 | 14:42
Bei den Bogenschützen überlege ich gerade, wie die Stadt dann am besten aufgeteilt würde. Ich brauche ja gegen fliegend mobile Gegner 360° Schußfeld und das "drehend". Das muss dann wohl auch eher indirekt schießend sein, ich muss ja eh auf die 20 hoffen. Oder doch nicht nur auf 20? Aber dann kann ich nicht jeden Krämer auf die Zinnen stellen.
Zu viel Deckung ist da denke ich auch nicht möglich. Andererseits will ich eigentlich nicht zu viele Leute eng beieinander haben, wenn Zauber oder Odem einschlagen.

Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: nobody@home am 9.04.2026 | 15:05
Ich hab gerade auch Game of Thrones vor dem Auge wo mit Ballisten mal ein Drachen runtergeholt wurde. Wobei ich nicht weis wie flink solche Waffen wirklich auszurichten sind.

D&D5-Ballisten stehen im DMG. Die Beschreibung ist etwas rudimentär (zum Beispiel ist nicht ganz klar, was passiert, wenn sich das Ziel zwischen der "Zielen"- und der "Abfeuern"-Aktion selbst noch mal bewegt), aber wenn ich mal von einer Dreimanncrew ausgehe, die ihre Aktionen nur dafür aufwendet, dann sollte eigentlich ein Schuß pro Runde drin sein.
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: Luxferre am 9.04.2026 | 15:10
Wir  kommen mal wieder an den Punkt, ab wo eine Fantasywelt samt angekoppeltem system eigentlich plausibel ist und wo nicht.
Spannend ist es anhand solcher Beispiele hier durchzudeklinieren und das eben nicht mit einer realweltlich-mittelalterlichen Simulation zu versuchen, die in D&D ungefähr gar nichts zu suchen hat  ;D  und wir reden hier ja ganz klar über die 5E.

Wir haben die 5E gute 5 Jahre intensiv ge- und bespielt. Diverse Kampagnen und selbtgebaute Abenteuer.
In der aktuellen Diskussion dreht es sich meines Erachtens zu sehr um die bürgerlichen Bogenschützen. Diese sind ja aber nur ein Teil des Großenganzen. Was ist denn mit einer plausiblen Anzahl von Klerikern, Magiern, Waldläufern, Schurken, und Co in der angegriffenen Stadt (Kleinstadt übrigens ab 5.000EW)?
Und wie viele höherstufige Abenteurergruppen wären plausiblerweise anwesend?
Welche Stufen haben die Adeligen, der Rat, der König, der Berater, der niedergelassene Zauberer in seinem Turm, welche magischen Gegenstände stehen zur Verteidigung bereit?
Wenn wir diese Fragen ansatzweise systemimmanent logisch beantworten dürfte klar werden, dass ein mittelalter Drache relativ schnell alt aussehen dürfte.

In einem plausiblen D&D-Setting wären alle Weiler, Dörfer, Kleinstädte und Burgen, Schlösser oder Wehranlagen sehr anders aufgebaut, als wir es mit unserm mittelalterlichen Verständnis intuitiv aufbauen würde. Daran zweifelt hier niemand, oder?
Wenn in Dörfern oder neben abgelegenen Dörfern irgendwo Klöster stehen oder Magierakademien, dann wird es eh schnell nochmals absurder mit den zur Verfügung stehenden Mitteln.

Ich wäre sehr geneigt, die Frage für das individuelle Gusto und Setting zu beantworten  ~;D
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: unicum am 9.04.2026 | 15:40
In einem plausiblen D&D-Setting wären alle Weiler, Dörfer, Kleinstädte und Burgen, Schlösser oder Wehranlagen sehr anders aufgebaut, als wir es mit unserm mittelalterlichen Verständnis intuitiv aufbauen würde. Daran zweifelt hier niemand, oder?
Wenn in Dörfern oder neben abgelegenen Dörfern irgendwo Klöster stehen oder Magierakademien, dann wird es eh schnell nochmals absurder mit den zur Verfügung stehenden Mitteln.

Jupp,... (wobei es mich schon immer etwas gewundert hat das in D&D viele Häusser einen (ziemlich grossen) Keller haben, ich mein wisst ihr wie lange es dauert eine Baugrube auszuheben mit... Spaten, Schubkarre und Schaufeln?)

Oder anderst formuliert: Wäre in "unserem wirklich echten" Mittelalter irgendwo ein (D&D) Drache aufgetaucht hätte er wohl tatsächlich eine Stadt in Schutt und Asche legen können.
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 9.04.2026 | 16:01
Wie sieht es denn mit einem Blauen Drachen aus.
Wassereimer, wenn sich das Wasser bewegt kommt was von unten oder kann zumindest
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: nobody@home am 9.04.2026 | 16:04
In einer Welt, in der es Drachen und anderes Kroppzeuch gibt und sich die einschlägigen Zweibeiner trotzdem so weit ausgebreitet haben, daß sie zur quasi-dominanten Lebensform geworden sind...rechne ich in der Tat eher selten damit, daß ein einzelner Drache in Anbetracht dieser Sachlage trotzdem noch spontan eine ganze Siedlung angreift, gerade, wenn er D&D-mäßig auch noch intelligent ist (was ja nicht für alle Drachen überall gleichermaßen gilt). Dann weiß er nämlich schon, daß seine Chancen gegen eine hinreichend große aufgebrachte und Menschenmenge unter Waffen nicht gut stehen, und wird sich entsprechend bei dem Gedanken, im offenen Kampf "fair" gegen die anzutreten, nur mit der Klaue ans Horn tippen.

Statt dessen wird er sich, wenn er denn wirklich mal gegen ein ganzes Dorf/eine Kleinstadt steht und einfach nur Verhandlungen um Genugtuung nichts gebracht haben, auf die Taktiken verlegen, die Unterlegene schon immer gerne mal benutzt haben: Terror und Guerillakrieg. Mit kleineren Gruppen nimmt er's ja sehr wohl noch im Alleingang auf (wenn er es nicht gerade mit erfahrenen Abenteurern zu tun bekommt), die für ihn gefährlichen großen Formationen können nicht überall zugleich sein, und er hat generell den Mobilitätsvorteil, so daß sich die Menschen (oder so) mehr vor ihm in Acht nehmen müssen als umgekehrt...

...das ist natürlich dann wieder ein recht anderes Szenario als das eingangs postulierte, klar. Es paßt aber ironischerweise gleich wieder besser zum "klassischen" Drachen, der zwar recht frei sein Unwesen treiben, Ortschaften schikanieren, und vielleicht Tribut fordern mag, aber dann doch wieder eher keinen direkten Vernichtungskrieg gegen die Leute in "seiner" Gegend führt.
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: Maarzan am 9.04.2026 | 16:08
In einer Welt, in der es Drachen und anderes Kroppzeuch gibt und sich die einschlägigen Zweibeiner trotzdem so weit ausgebreitet haben, daß sie zur quasi-dominanten Lebensform geworden sind...rechne ich in der Tat eher selten damit, daß ein einzelner Drache in Anbetracht dieser Sachlage trotzdem noch spontan eine ganze Siedlung angreift, gerade, wenn er D&D-mäßig auch noch intelligent ist (was ja nicht für alle Drachen überall gleichermaßen gilt). Dann weiß er nämlich schon, daß seine Chancen gegen eine hinreichend große aufgebrachte und Menschenmenge unter Waffen nicht gut stehen, und wird sich entsprechend bei dem Gedanken, im offenen Kampf "fair" gegen die anzutreten, nur mit der Klaue ans Horn tippen.

Statt dessen wird er sich, wenn er denn wirklich mal gegen ein ganzes Dorf/eine Kleinstadt steht und einfach nur Verhandlungen um Genugtuung nichts gebracht haben, auf die Taktiken verlegen, die Unterlegene schon immer gerne mal benutzt haben: Terror und Guerillakrieg. Mit kleineren Gruppen nimmt er's ja sehr wohl noch im Alleingang auf (wenn er es nicht gerade mit erfahrenen Abenteurern zu tun bekommt), die für ihn gefährlichen großen Formationen können nicht überall zugleich sein, und er hat generell den Mobilitätsvorteil, so daß sich die Menschen (oder so) mehr vor ihm in Acht nehmen müssen als umgekehrt...

...das ist natürlich dann wieder ein recht anderes Szenario als das eingangs postulierte, klar. Es paßt aber ironischerweise gleich wieder besser zum "klassischen" Drachen, der zwar recht frei sein Unwesen treiben, Ortschaften schikanieren, und vielleicht Tribut fordern mag, aber dann doch wieder eher keinen direkten Vernichtungskrieg gegen die Leute in "seiner" Gegend führt.

Als intelligentes Wesen sollte es ihm vor allem klar sein, daß es verdammt nützlich ist Verbündete oder auch Bedienstete zu haben.
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: Kurna am 9.04.2026 | 16:21
Genau genommen muss man bei der Frage ja auch immer die Gesamtumstände betrachten. Also zum Beispiel, welche Probleme sind wie wahrscheinlich?
Es ist ja nicht so, dass die abwehrende Stadt in Wirklichkeit immer optimal aufgestellt wäre, weil sie eher auf andere Situationen eingestellt ist. Oder etwas salopp ausgedrückt, wovor hat der Landesfürst mehr Angst? Dass ihm vielleicht mal ein Drache eine Stadt abfackelt oder dass er da eine ständig bewaffnete Bürgerwehr in seinem Land hat?  >;D
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: nobody@home am 9.04.2026 | 16:34
Genau genommen muss man bei der Frage ja auch immer die Gesamtumstände betrachten. Also zum Beispiel, welche Probleme sind wie wahrscheinlich?
Es ist ja nicht so, dass die abwehrende Stadt in Wirklichkeit immer optimal aufgestellt wäre, weil sie eher auf andere Situationen eingestellt ist. Oder etwas salopp ausgedrückt, wovor hat der Landesfürst mehr Angst? Dass ihm vielleicht mal ein Drache eine Stadt abfackelt oder dass er da eine ständig bewaffnete Bürgerwehr in seinem Land hat?  >;D

Wie gesagt: D&D-Welt. Da muß der Fürscht sich eben nicht nur um seine adligen Kollegen und eventuell rebellische Bürger Sorgen machen, sondern auch gleich noch um alle möglichen Arten von Monstern in seinem Reich und der Nachbarschaft...von denen nebenbei selbst "böse" Drachen womöglich noch zu denen gehören, mit denen man am ehesten friedlich klarkommen kann. Immerhin sind die intelligent und können recht alt werden, haben also vermutlich ihrerseits Interesse an längerfristig geregelten Verhältnissen -- das kann man von beispielsweise den Ogern in den Wäldern oder den Sahuagin, mit denen sich die Fischer und Handelsfahrer an der Küste regelmäßig abplagen müssen, wahrscheinlich schon wesentlich weniger behaupten.
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 9.04.2026 | 16:41
wovor hat der Landesfürst mehr Angst?
Das interessiert jetzt wayne, ausser den Paladin der ihn wegen Rechtsbruch hinrichtet
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: bobibob bobsen am 9.04.2026 | 16:48
Zitat
Wassereimer, wenn sich das Wasser bewegt kommt was von unten oder kann zumindest
und was macht man dann?
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: Kurna am 9.04.2026 | 17:23
Das interessiert jetzt wayne, ausser den Paladin der ihn wegen Rechtsbruch hinrichtet
Der wird leider kurz vorm Zuschlagen von einem göttlichen Blitz hingerichtet, weil er einen Landesfürsten unrechtlich hinrichten will, nur weil der statt 100 nur 10 Bürgermilizen aufgestellt hat.  ~;D
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: Kurna am 9.04.2026 | 17:27
Wie gesagt: D&D-Welt. Da muß der Fürscht sich eben nicht nur um seine adligen Kollegen und eventuell rebellische Bürger Sorgen machen, sondern auch gleich noch um alle möglichen Arten von Monstern in seinem Reich und der Nachbarschaft...von denen nebenbei selbst "böse" Drachen womöglich noch zu denen gehören, mit denen man am ehesten friedlich klarkommen kann. Immerhin sind die intelligent und können recht alt werden, haben also vermutlich ihrerseits Interesse an längerfristig geregelten Verhältnissen -- das kann man von beispielsweise den Ogern in den Wäldern oder den Sahuagin, mit denen sich die Fischer und Handelsfahrer an der Küste regelmäßig abplagen müssen, wahrscheinlich schon wesentlich weniger behaupten.
Das ist ja im Prinzip das, was ich mit der Gesamtsituation meine. Die Stadt kann sich ja nicht unbedingt nur auf genau einen Drachen vorbereiten, sondern muss mit einer Gesamtgemengelage klarkommen, die neben den Drachen und üblichen Menschen-Problemen auch Monstern uvm. umfassen kann. Und dann ist noch die Frage, wie oft das jeweils so passiert. Die Planungen hier gingen oft von optimaler Vorbereitung auf genau ein bestimmtes Problem aus, dem Drachenangriff.
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 9.04.2026 | 17:30
und was macht man dann?
empfängt ihn mit bestem chili
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: unicum am 9.04.2026 | 17:35
Der wird leider kurz vorm Zuschlagen von einem göttlichen Blitz hingerichtet, weil er einen Landesfürsten unrechtlich hinrichten will, nur weil der statt 100 nur 10 Bürgermilizen aufgestellt hat.  ~;D

und der Landesfürst sagt zum Drachen wenn er dann kommt "Hey Vladimir, letz make a deal, shall we?"

Okay um nicht ganz zu derailen, ich denke das es einfach zu viele Variabeln gibt welche da mit spielen. Das mag zum einen daran liegen das wir bei einer Fäntelalter Stadt zu sehr an Mittelalter denken und nicht daran was D&D da wirklich auffahren kann an möglichkeiten.

Schon alleine die Sache was für ein Level denn ein Stadtbewohner hat so im Schnitt und was für eine Profession? In den meisten Fällen ist das ein "Kann der SL machen" Ding. Will der SL also das ein einzelner Drache eine starke Bedrohung ist - dann ist es so. Dann kann man sich als D&D affiner Spieler aber - und das sehen hier ja einige so - durchaus fragen "warum machen die nicht A, B, C, D,...?"

Eine mittelalterliche Stadt war darauf ausgelegt das die Stadtmauer schon viel grobzeug abhällt und man in der Stadt auch mal genügend Wasser und Essen hat um eine gewisse Zeit belagerung zu überstehen. Viel mehr war es nicht.

Jetzt haben wir statt Mittelalter - Fantasy. Der Schutz gegen das grobzeug wird immer noch gebraucht, Stadtmauern sind nicht Sinnlos.

Bleibt eben der andere "Krahm" hauptsächlich aus der Luft. ich muss sagen ich bin da etwas unglücklich was D&D betrifft, es hat sehr viel offensiven Krahm aber defensiv eher weniger. Magie die eine "Flugverbotszone" errichtet? Magie das ein Kraftfeld über einer Stadt errichtet? Vieleicht auch nur für einzelne Gebäude?
Zugestanden ich sehe das eine Fantasy Stadt vieleicht mehr unterkellert (vieleicht mehrfach) ist als eine echte Mittelalter Stadt (wie sie das dann mit dem Grundwasser machen ist eine andere Sache, aber nunja man weiß ja der größte Feind des Zwergen ist ... Wasser, spätestens wenn das grundwasser mal wieder den Stollen flutet,... also irgendwas wird es da schon geben).
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: nobody@home am 9.04.2026 | 17:56
ich muss sagen ich bin da etwas unglücklich was D&D betrifft, es hat sehr viel offensiven Krahm aber defensiv eher weniger.

Wundert mich nicht unbedingt. Starke Defensivmagie könnten dann ja wieder die NSC nutzen, um ihre eigenen Unterkünfte vor lästigem Abenteurerkroppzeuch zu schützen, das sich da bekanntlich gerne mal heimlich einschleicht...und dann stehen die SC eben vor der Dungeontür und kommen ohne Paßwort und Gesinnungskontrolle erst gar nicht rein. >;D
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: Tudor the Traveller am 9.04.2026 | 18:11
Magie die eine "Flugverbotszone" errichtet? Magie das ein Kraftfeld über einer Stadt errichtet? Vieleicht auch nur für einzelne Gebäude?

Das geht genau in Richtung meiner Überlegungen. Aber eine magische Flugverbotszone geht vielleicht nach hinten los, weil dann gar keiner mehr fliegen kann. Sicher, es gibt ja immer auch diese "wir benennen diejenigen, die es nicht betrifft" Effekte, z B. bei Alarm usw. Aber das ist vielleicht dann auch wieder komplex und viel Handgewedel.

Und Kraftfeld über der Stadt: mit dem Gedanken spiele ich schon lange. Aber was macht das Kraftfeld genau? Wall of Force wäre a) ziemlich krasses Level und b) ist da auch wieder das Problem, dass es nach innen einsperrt.

Gerne brainstormen, was so ein "Kraftfeld" - nennen wir es magische Schutzzone - tun könnte, das auch so hslbwegs zur üblichen Magie passt.
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: Maarzan am 9.04.2026 | 18:15
Das geht genau in Richtung meiner Überlegungen. Aber eine magische Flugverbotszone geht vielleicht nach hinten los, weil dann gar keiner mehr fliegen kann. Sicher, es gibt ja immer auch diese "wir benennen diejenigen, die es nicht betrifft" Effekte, z B. bei Alarm usw. Aber das ist vielleicht dann auch wieder komplex und viel Handgewedel.

Und Kraftfeld über der Stadt: mit dem Gedanken spiele ich schon lange. Aber was macht das Kraftfeld genau? Wall of Force wäre a) ziemlich krasses Level und b) ist da auch wieder das Problem, dass es nach innen einsperrt.

Gerne brainstormen, was so ein "Kraftfeld" - nennen wir es magische Schutzzone - tun könnte, das auch so hslbwegs zur üblichen Magie passt.

Hier sind wir - nachvollziehbar aber ortsfalsch  >;D ~;D 8) - aber bei "wie ändern wir das Spielsystem damit mehr Situationen Sinn machen? "
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: Tudor the Traveller am 9.04.2026 | 18:39
Hier sind wir - nachvollziehbar aber ortsfalsch  >;D ~;D 8) - aber bei "wie ändern wir das Spielsystem damit mehr Situationen Sinn machen? "

Ja ok. Ich starte dazu zeitnah einen neuen Faden.

Ganz unbekannt ist das in D&D aber ja nicht. Z.B. Mythale in den FR.
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: Kurna am 9.04.2026 | 20:24
Man könnte das Ganze ja auch mal über reverse engeneering angehen. Die Rechnung scheint ja zu ergeben, dass der Drache ziemlich sicher draufgeht, allein schon wenn ausreichend Fernkämpfer zur Verfügung stehen (also eine relativ mundane Lösung). Andererseits haben die D&D Settings ja normalerweise eine große Zahl an Drachen, auch ältere.
Daraus ergeben sich auf einen ersten Blick zwei Möglichkeiten:
A) Es gab einen Rechenfehler.
B) Drachen machen solche Angriffe nicht sehr oft. Zumindest nicht so oft, dass sie ihre eigene Population bedrohen.

Da es für A wohl keinen Hinweis gibt, würde man erst einmal von B ausgehen.
Daraus könnte man immerhin grobe Schlüsse ziehen, wie wahrscheinlich eine Stadt diese Bedrohung sehen würde und wie gut sie daher vermutlich vorbereitet wäre (Umland-Scouting, ständige Bereitschaft der Schützentruppe etc.). Wobei dazu dann noch die Überlegung käme, welche Maßnahmen gegen Drachen wären auch bei anderen Bedrohungen nützlich und welche wären wirklich sehr speziell gegen Drachen gedacht.

Vielleicht kann man aus so einer Gedankenkette ja was machen.
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: Maarzan am 9.04.2026 | 20:29
Ich denke wir sind noch nicht durch mit der Frage ob eine normale Stadt genügend Bogenschützen haben kann, um nach der Rechnung die gesamte Stadtfläche rund um die Uhr (d.h. Positionierung abgeschlossen in der Zeit, die zwischen entdecken des Drachen und Kontakt vergeht) zu schützen.
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: Ainor am 9.04.2026 | 21:57
Um noch mal auf die reinen Kampfwerte zurückzukommen schlage ich folgendes einfache Szenario vor:

- Adult Red Dragon, 5.0
- 100 Schützen
- Schützen haben +1 Dex, Langbogen mit proficiency (also +3, d8+1), sonst nichts relevantes
- Keine Deckung. Die Schützen stehen in einem Quadrat mit variablem Abstand zwischen ihnen. Schützen bewegen sich nicht.
- Der Drache greift im Sturzflug an, hat also die erste Aktion.

60 Fuss Abstand dürfte für die Schützen ideal sein. So ist der Breath quasi neutralisiert (trifft immer nur einen). Mit der 600er Reichweite decken aber alle das gesamte Feld ab.Der Drache kann mit einem Zickzackkurs und seinen Legenday actions quasi sicher 4 Schützen pro Runde verputzen. Jeder Angriff macht nun im Durchschnitt 0.355 Schaden denn die Schützen haben quasi immer Disadvantage.

Wenn man das aufaddiert fällt der Drache in Runde 9, 65 Schützen überleben. Falls der Drache aber zaubern kann, z.B. Shield of Faith für +2 AC, oder falls dei Schützen keine Langbogen proficiency haben sind sie alle tot und der Drache überlebt mit 165 Schaden.

Bei 100 Schützen muss der Drache also damit rechnen dass es ihn erwischt wenn sie etwas stärker sind als erwartet. Er kann allerdings ein paar Schützen eliminieren und dann abhauen. Der nächste Angriff wird dann viel einfacher. Und Deckung kann natürlich den Kampf komplett für eine Seite entscheiden.

Ein Ancient Red wäre übrigens mit 400 Schützen bedient, auch wenn immer nur 100 angreifen können.
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: Templar am 10.04.2026 | 13:46
Nach den Reglen findet der ganze kampf ja auch 2 dimensional statt , Oder?

Also ein Feuerstrahl eines Messingdrachen, hat niemals eine ballistische Flugbahn. Auch wenn ein Drache über dem Ziel schwebt, kann er nicht wirklich nach unten speien, es ist immer ein Cone oder eine line...auf der Battlematt... und er hat von oben nach unten auch keinen Reichweiten gewinn...
oder verstehe ich das falsch?
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: Tudor the Traveller am 10.04.2026 | 13:52
Nach den Reglen findet der ganze kampf ja auch 2 dimensional statt , Oder?

Wie kommst du darauf?
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: unicum am 10.04.2026 | 14:10
B) Drachen machen solche Angriffe nicht sehr oft. Zumindest nicht so oft, dass sie ihre eigene Population bedrohen.

Aus dem Stegreif fällt mir die "Dragon Rampage" aus Pool of Radianace ein, aber da sind das dann einige dutzend Drachen. Das konezpt kommt in der Spielereihe mehr als einmal vor fand aber nur einmal vor der Spielreihe stadt um Phan in Schutt und Asche zu legen.

Ein einzelner Drache gegen eine Stadt - da fällt mir nur "Der Hobbit" ein.

Aber ich denke "ausgespiel" haben das beide Ersteller dieser Geschichten nicht ;)

Gibt es xD&Dy abenteuer in denen sowas passiert?

Ich erinner mich mal ein Abenteuer gespielt zu haben (mit Midgard Regeln damals) in welchem wir in der Wildnis einen Tempel aufbauen sollten und die Baustelle tatsächlich von einem Drachen angegriffen wurde. Der encounter ist mir noch lebhaft in erinnerung weil ich einen krassen fehler gemacht habe in unkentniss der Regeln. Ich denke das Abenteuer war aber auch nichts D&D artiges. (wars DSA vieleicht?)

So sehr ich es fraglich halte das ein einzelner Drache eine Stadt hops nehmen kann so halte ich es durchaus für möglich das mehrere Drachen zusammen ein echtes Problem sind oder ein Drache und ... "Hilfstruppen" irgendwelcher Art, hauptsache "mehr Hitpoints" halt.
Das "mehrere Drachen Problem" sehe ich aber auch etwas problematisch denn egomanische gierige Alphamänchen arbeiten meistens nicht gut zusammen und böse Drachen sind ja meistens genau so "gescriptet".

Neulich im Random Dungon:  "Romm 10x10'" Dungeon Level 10 inhapitatns: 2d4 anchient red dragons without treasure.
Spieler A: "Wie passend die da rein?"
Spieler B: "Ich werfe eine Goldmünze rein, die werden sich schon darum schlagen."
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: nobody@home am 10.04.2026 | 14:23
Das "mehrere Drachen Problem" sehe ich aber auch etwas problematisch denn egomanische gierige Alphamänchen arbeiten meistens nicht gut zusammen und böse Drachen sind ja meistens genau so "gescriptet".

Na ja...da müßten wir wohl zum fairen Vergleich Settings heranziehen, in denen es definitiv Drachen als Spezies in entsprechender Anzahl und mit der Fähigkeit zum sozialen Umgang miteinander (Intelligenz und Sprachfähigkeit sind ja schon mal ein guter Anfang) überhaupt gibt und nicht bloß wie in vielen Fällen der eine Drache als Monster auftaucht und von anderen weit und breit nichts zu sehen ist. Weniger "Beowulf gegen den Drachen" und mehr "Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer in Kummerland", gewissermaßen. ;)
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: Maarzan am 10.04.2026 | 14:29
...

Ich erinner mich mal ein Abenteuer gespielt zu haben (mit Midgard Regeln damals) in welchem wir in der Wildnis einen Tempel aufbauen sollten und die Baustelle tatsächlich von einem Drachen angegriffen wurde. Der encounter ist mir noch lebhaft in erinnerung weil ich einen krassen fehler gemacht habe in unkentniss der Regeln. Ich denke das Abenteuer war aber auch nichts D&D artiges. (wars DSA vieleicht?)

...
Schatten über Travias Haus?

Mehrere Drachen arbeiten vielleicht nicht so gut zusammen, aber ein Drache als lokaler Obermop mit entsprechenden Lakaien sähe doch noch einaml ganz anders aus.
Wobei 5e mit dem "entzaubern" von Drachen da ja so einige Varianten weggenerft hat.
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: Tudor the Traveller am 10.04.2026 | 14:35
Es ist halt auch zu einem gehörigen Teil ein Editionsding. Mit Damage Reduction sähe das Ganze schon deutlich schwieriger für die Verteidiger aus. Oder allein schon höherer AC.
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: Ainor am 10.04.2026 | 15:09
Auch wenn ein Drache über dem Ziel schwebt, kann er nicht wirklich nach unten speien, es ist immer ein Cone oder eine line...auf der Battlematt... und er hat von oben nach unten auch keinen Reichweiten gewinn...
oder verstehe ich das falsch?

Tust du. Der Kampf ist dreidimensional, aber nach dem ersten Sturzflug muss der Drache ja in geringer Höhe bleiben um anzugreifen. Da die Schützen Reichweite haben ist es egal wie hoch er dann genau ist. Und ob die auf einem Turm stehen oder nicht ist dem Drachen halt auch egal. 

Es ist halt auch zu einem gehörigen Teil ein Editionsding. Mit Damage Reduction sähe das Ganze schon deutlich schwieriger für die Verteidiger aus. Oder allein schon höherer AC.

Garnicht mal so sehr. Der Adult (DR 5) erwischt etwa 35 von 100 und stirbt dann. Der Kampf dauert aber viel länger weil die Schützen weniger Schaden machen und der Drache nur einen pro Runde erwischt. Den Mature Adult (DR 10) bekommt man ganz gut mit 200. ABER: mit Frightful Presence wird es kompliziert weil es Panik verursacht. Bedeutet die Schützen rennen durch die Gegend, aber da der Kampf lange dauert ended die Panik während des Kampfes wieder. Das ist dann kompliziert.
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: Feuersänger am 10.04.2026 | 15:23
Wie kommst du darauf?

In 5E gibt es - soweit ich weiss - keine offiziellen Regeln für 3D-Kampf. In 3E gibt es noch Regeln für unterschiedliche Bewegungskosten für Steig- und Sinkflug, würde mich wundern wenn es das in der Feinheit nach 5E geschafft hätte. In 5E ist ja sogar in der Horizontalen die Distanzanpassung für diagonale Bewegung nur eine Optionalregel.

Sowas wie Ainor da weiter oben argumentiert, dass ein "Cone" ja von einer fliegenden Kreatur auch von oben nach unten über ein Gelände gestülpt werden könne und dann als Kreis mit zB 45' Radius abzuhandeln sei, da lehne ich mich aus dem Fenster, dass das von den Regeln definitiv nicht so vorgesehen ist. Gegendarstellungen bitte mit offizieller Quellenangabe.

Es ist halt auch zu einem gehörigen Teil ein Editionsding. Mit Damage Reduction sähe das Ganze schon deutlich schwieriger für die Verteidiger aus. Oder allein schon höherer AC.

Ja, natürlich. Wie ich schon weiter vorne ausführte, tun sich in 3E solche Bürgerwehren schon mit einem Adult Red sehr schwer. Stellen wir das ruhig mal direkt gegenüber mit jeweils 100 Schützen, jeweils 1HD mit Proficiency und sagen wir Dex 13.

5E: 90 Bogenschützen schießen in 5 Runden insgesamt 450x mit Disadvantage, dazu 10% ohne Disad weil sie ihren Fear Save geschafft haben, mit +3 gegen AC19 für 1d8+1 Schaden. Dabei sind ca 5 Crits zu erwarten. Das macht insgesamt einen erwarteten Schaden von ca 245HP. Gefährlich nah am Gesamt-HP-Vorrat des Drachen, kann gut sein dass er an der Stelle schon tot ist wenn die Würfel etwas anders fallen.

3E: Der Drache hat AC 29, kann also überhaupt nur mit Nat20s getroffen werden. Maximalreichweite mit Bögen iirc 550 Fuß; Reichweitenabzüge auch schon Egal. ABER der Drache hat 150ft Fly Speed, kann sich doppelt bewegen (oder gar "rennen) und somit haben die Schützen maximal 1 Runde ehe sie in die Furchtaura des Drachen geraten.  Sobald er auf 180' ran ist, werden 95% der Schützen ihren Fear Save verkacken und 4d6 Runden in Panik davonlaufen und so lange überhaupt nicht mehr schießen.
Es sind also zunächst mal in der Anflugrunde 100 Pfeile = 5 Treffer à 1d8+0 zu erwarten und diese machen dank DR 5/Magic nur schlappe 4 Schaden oder so.
In den folgenden ~14 Runden dürfen noch 5 der Schützen schießen, mit entsprechend geringen Trefferchancen, halt so lange bis sie selber abgeräumt werden.

Also soviel zum Thema "Editionsding" -- da liegen einfach WELTEN dazwischen.

Edit:
Zitat
Der Adult (DR 5) erwischt etwa 35 von 100 und stirbt dann.

Das möcht ich bitte sehen, wie das passieren soll.
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: unicum am 10.04.2026 | 15:34
Drachen gegen Städte im Film:

https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Herrschaft_des_Feuers

Ich glaub das sind eher die 3E Drachen wie es Feuersänger meint,...
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: Ainor am 10.04.2026 | 16:32
Das möcht ich bitte sehen, wie das passieren soll.

Annahmen wie oben, aber 100x100 Fuss Quadrate für jeden Archer (Reichweite mit Compositlangbogen ist 1100, also kein Problem). Ich komme auf 0,088 Schaden pro Angriff mit 1w8+1. Der Drache hat jede Runde einen Move und einen Angriff, erlegt also immer einen (Breath ist nicht besser). Mit 100x0,088 + 99x0,088 ... summiert sich der Schaden nach 35 Runden auf 253 (3.5) oder 28 Runden auf 212 (PF1).

Wenn man jetzt annimmt dass Frightful jede Runde 2 Schützen für 14 Runden rausnimmt wird es natürlich härter. Dann ist der Drache nach 62 Runden (3.5) oder 42 Runden (PF) weg.
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: Luxferre am 10.04.2026 | 17:06
Und jetzt nochmal:

200 Bürgerliche/Archer Stufe 1. Okay.

Dazu mal aus der Hüfte geschossen:

1 Ranger Stufe 3
2 Ranger Stufe 2
3 Ranger Stufe 1

1 Magier Stufe 5
2 Magier Stufe 2

1 Kleriker Stufe 5
2 Kleriker Stufe 3
3 Kleriker Stufe 1

1 Paladin Stufe 4
1 Hexenmeister Stufe 2
1 Warlock Stufe 2

1 Druide Stufe 3
1 Druide Stufe 1

Plus die niedergelassenen Abenteurer:
1 Wirt/Kämpfer-im-Ruhestand Stufe 7
1 Adeliger/Schurke/Bürgermeister Stufe 6
1 Schmied/Kämpfer/Zwerg Stufe 6
1 Kleriker/Dorfheiler Stufe 7

Würde das Eurer Meinung nach für eine plausible Verteilung in einem 5.000 Seelen-Kleinstädtchen passen?
Das wären 24 besondere Charakterklassen, also knapp 0,5% der Bevölkerung. Meines Erachtens nach für D&D, insbesondere 5E, relativ vorsichtig berechnet.



Mit diesen NSC/Akteuren wäre die Waagschale für den Drachen nochmals deutlich schlechter austariert.
Berechnen kann/will ich das gerade nicht, aber Systemkenner sollten schnell verstehen, wie sich das Gewicht darstellt.
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: Feuersänger am 10.04.2026 | 17:18
Annahmen wie oben, aber 100x100 Fuss Quadrate für jeden Archer (Reichweite mit Compositlangbogen ist 1100, also kein Problem). Ich komme auf 0,088 Schaden pro Angriff mit 1w8+1.

In 3E macht der Schütze ja nichtmal 1d8+1, sondern +0, weil wir sonst die Annahme auch noch um Str 12 und Kompositbogen erweitern müssten.
Dank DR5 kommen von 1d8 im Schnitt nur 0,75 Schaden pro Treffer durch. Das noch mal der 5% Trefferchance, sind wir bei 0,0375 Schaden pro Angriff, und nicht 0,088.
Und okay, wenn du sie derart stark auffächerst, kann der Drache pro Runde nur einen Bruchteil der Schützen in Panik versetzen. Aber auch über mehrere Runden verteilt läuft es trotzdem darauf hinaus, dass 95% der Schützen durchschnittlich 14 Runden lang gar nichts machen. Womöglich tun sie in ihrer Panik sogar dumme Dinge wie vom Dach runterspringen (2d6 Fallschaden), und weiß der Himmel wo sich befinden nachdem sie diese ganze Zeit in Panik in zufällige Richtungen weggelaufen sind. Da kann man sich dann auch nicht drauf verlassen, dass die beim schreiend wegrennen schön diszipliniert ihren Abstand zueinander wahren, damit der Drache nie mehr als 1 gleichzeitig erwischen kann.

Und selbst wenn die Panik dann irgendwann vorbei ist und selbst wenn dann noch 80 Schützen überlebt haben sollten und sich wieder in Position bringen und zum Angriff übergehen -- wenn sie bis dahin noch in der Stadt sind, müssen sie ja auch erstmal wieder auf die Dächer klettern, um Schussfeld zu haben, was vielleicht auch noch länger als 1 Runde dauert. Und dann ist die kombinierte DPR noch maximal 3,0, ründlich sinkend.

Wenn mal nur zur Vereinfachung die Furchtaura komplett ignoriert (und warum sollte man), und einfach mal vereinfachend davon ausgeht dass der Drache jede Runde 1 Schützen wegmacht, und jeder Schütze seine 0,0375 Schaden anbringt, ist das ein simples Summenproblem: 100 Pfeile in Runde 1, 99 in Runde 2 usw. Über 100 Runden werden also 5050 Pfeile abgeschossen (jetzt mal angenommen, jeder Schütze _hat_ überhaupt 100 Pfeile), das sind also insgesamt 189,375 Schadenspunkte, die sie am Drachen machen können, bis auch der aller-allerletzte von ihnen mause-mausetot ist. Der Drache überlebt mit ca 65HP.

Da jetzt noch die Furchtaura mit durchzuziehen, verschiebt das Ergebnis nochmal deutlich zugunsten des Drachen.

Und das wie gesagt im Vergleich zu 5E, wo dem Drachen nach ca 12 6 Runden die Hitpoints ausgehen.
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: Feuersänger am 10.04.2026 | 17:42
@Lux:

Jo, die Demographie ist natürlich immer etwas knifflig festzulegen, aber so ungefähr könnt ich mir das schon vorstellen. Ich habe zB jetzt gerade in meiner aktuellen Runde das Örtchen Drellin's Ferry, das mit 1200 Einwohnern angegeben wird. Dies hat laut offiziellen Angaben etwa 20 Stadtwachen plus 100 Milizionäre (letztere großteils Commoner-1), und noch eine Handvoll NSC mit grob 4-7 SC Klassenstufen. Ein paar Fighter, Veteranen und ehemalige Abenteurer sind auch dabei.
Ich meine mich auch zu erinnern, dass wir schonmal in einem Thread zu dem Thema ausbaldowert haben, dass pro Typus (Arkaner Caster, Göttlicher Caster etc) ungefähr 1000 Einwohner für je 1 Level 5 Vertreter seiner Zunft ein sinnvolles Maß darstellen. Also zur Klarstellung, mit 1000 Einwohnern hast du Platz für 1x Cleric-5 _und_ 1x Wizard-5 und so weiter. Und wenn es sich um ein Pionierstädtchen im Grenzland handelt, ist es auch plausibel überall noch ein paar Stufen draufzusatteln.

Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: Quaint am 10.04.2026 | 17:48
Naja, NPC mit Klassenstufen sind bei 5e aber fragwürdig. Eigentlich sagt das System, das NPCs und PCs anders funktionieren. Und NPCs haben eben so (vereinfachte) Statblocks normalerweise. Davon mal ab würde ich die Einschätzung aber grob in Ordnung finden.
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: nobody@home am 10.04.2026 | 18:13
Drachen gegen Städte im Film:

https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Herrschaft_des_Feuers

Ich glaub das sind eher die 3E Drachen wie es Feuersänger meint,...

Da hab' ich mir allerdings auch schon beim Sehen des Films (lief ja mal im Fernsehen und ich hatte gerade nichts zu tun) gehörig an den Kopf gegriffen -- erst Jahrtausende lang keine Drachen, und dann sind sie in der modernen Welt von jetzt auf gleich sofort überall und keiner kann was gegen sie, obwohl sie im Gegensatz zu unseren D&D-Exemplaren nicht mehr sind als vielleicht ein bißchen intelligentere Tiere? Das kann Hollywood jemandem erzählen, der mehr Löcher in sein leckes Boot schlägt, damit das Wasser schneller wieder ablaufen kann...und gegen die Art, wie ein abgerupftes Häuflein Postapokalyptler das Problem mit einem einzigen Achtungserfolg am Ende gleich global löst, ist die Bielefeld-Verschwörung ein Ausbund an Plausibilität.
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: Arldwulf am 10.04.2026 | 18:25
Prinzipiell haben wahrscheinlich in jeder Edition die Bogenschützen eine Chance. Aber 5e würde ich unter den D&D Varianten schon als Ausnahme betrachten, 12 Runden sind letztlich einfach viel zu wenig was der Drache durchhält.

Und auch deutlich weniger als in anderen Editionen, in denen das Szenario zwar auch mal knapp werden kann wenn es gut für die Bogenschützen läuft aber normalerweise mit einem Sieg des Drachen enden würde wenn man alles berücksichtigt.



Das ganze ist ja auch eine psychologische Frage. Wenn man 20 Runden auf das Biest schießt und dieses ist immer noch lange nicht klein gekriegt laufen einige Leute weg. Wenn der Drache nach 5 Runden angeschlagen wirkt? Eher nicht.
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: Luxferre am 10.04.2026 | 18:35
Prinzipiell haben wahrscheinlich in jeder Edition die Bogenschützen eine Chance. Aber 5e würde ich unter den D&D Varianten schon als Ausnahme betrachten, 12 Runden sind letztlich einfach viel zu wenig was der Drache durchhält.

Und auch deutlich weniger als in anderen Editionen, in denen das Szenario zwar auch mal knapp werden kann wenn es gut für die Bogenschützen läuft aber normalerweise mit einem Sieg des Drachen enden würde wenn man alles berücksichtigt.



Das ganze ist ja auch eine psychologische Frage. Wenn man 20 Runden auf das Biest schießt und dieses ist immer noch lange nicht klein gekriegt laufen einige Leute weg. Wenn der Drache nach 5 Runden angeschlagen wirkt? Eher nicht.

Zeig doch mal, abseits des Fokus auf die 5e, die Thematik in der 4e auf  :d
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: Arldwulf am 10.04.2026 | 19:01
Zeig doch mal, abseits des Fokus auf die 5e, die Thematik in der 4e auf  :d
Nicht wirklich nötig - im Wesentlichen ist das Ergebnis dort vergleichbar zur 3e, nach ca. 40 Runden ist der Drache tot - wenn man ein paar Sachen zugunsten der Wachen auslegt (Immer ausreichende Reichweite, perfekte Positionierung, kein Full Cover für den Drachen, nur eine Wache pro Runde tot) die für sich genommen natürlich mehr als unwahrscheinlich sind.

Interessanter ist wahrscheinlich (wenn man Editionsübergreifend diskutieren will) was eine gute Überlebenszeit für den Drachen bei so einem Angriff sein sollte. Sprich, wie viele Runden dieser durchhalten sollte.
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: nobody@home am 10.04.2026 | 19:19
Das ganze ist ja auch eine psychologische Frage. Wenn man 20 Runden auf das Biest schießt und dieses ist immer noch lange nicht klein gekriegt laufen einige Leute weg. Wenn der Drache nach 5 Runden angeschlagen wirkt? Eher nicht.

Wobei die Darstellung des Drachens als "Sack voller Trefferpunkte" eh noch mal ein Thema für sich wäre...aber okay, das ist ein systemimmanentes Problem von D&D, das so was wie "Bard holt Smaug letztendlich mit einem Pfeil vom Himmel!" regelseitig eher nicht so wirklich abbildet.
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: Maarzan am 10.04.2026 | 19:21
Wie soll eine Stadt baulich aussehen, wo Bogenschützen einer alle 100Fuß rundum freie Schussbahn auf den Drachen haben sollen?   
In einem Quadrat (10*10)  hat der hinterste Schütze schon 900Fuß mehr Entfernung als der vorderste, diagonal gibt es dabei ja nicht.
In einer Reihe wären es dann gar  9900 Fuß von links nach rechts.
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: Ainor am 10.04.2026 | 19:35
In 3E macht der Schütze ja nichtmal 1d8+1, sondern +0, weil wir sonst die Annahme auch noch um Str 12 und Kompositbogen erweitern müssten.

Na ein 12er Attribut haben die in 5E auch. Klar, Kompositbogen kostet 200 statt 75, dafür brauchen sie in 3E keine Proficiency weil to hit egal ist.

Dank DR5 kommen von 1d8 im Schnitt nur 0,75 Schaden pro Treffer durch. Das noch mal der 5% Trefferchance, sind wir bei 0,0375 Schaden pro Angriff, und nicht 0,088.

0.057 mit Crit. Der ist hier sehr wichtig. Dann stirbt der Drache in Runde 66 (50). Mit der Pauschalpanik dagegen überlebt der Drache dann mit 168 TP.

Und okay, wenn du sie derart stark auffächerst, kann der Drache pro Runde nur einen Bruchteil der Schützen in Panik versetzen. Aber auch über mehrere Runden verteilt läuft es trotzdem darauf hinaus, dass 95% der Schützen durchschnittlich 14 Runden lang gar nichts machen.

Nun, die müssen sich ja stark auffächern sonst erwischt sie ja der Breath. Es ist auf jeden Fall optimal das Quadrat mit der Maximalreichweite zu füllen. Ob noch weiter auffächern hilft weiss ich nicht. Wenn der Drache sich in einer graden Linie durchfrisst dann erwischt er nur die Schützen rechts und links davon, also 2 pro Runde. Klar, er kann auch einfach über den Gegner hinwegfliegen um möglichst viele zu erschrecken. Aber ob sich das lohnt habe ich mir nicht angeschaut.

Womöglich tun sie in ihrer Panik sogar dumme Dinge wie vom Dach runterspringen (2d6 Fallschaden),

Glaube nicht. Man vermeidet ja andere Gefahren.

und weiß der Himmel wo sich befinden nachdem sie diese ganze Zeit in Panik in zufällige Richtungen weggelaufen sind. Da kann man sich dann auch nicht drauf verlassen, dass die beim schreiend wegrennen schön diszipliniert ihren Abstand zueinander wahren, damit der Drache nie mehr als 1 gleichzeitig erwischen kann.

Ja, es ist schwer zu sagen wie das genau aussieht und was es den Schützen bringt wenn sie sich auch bewegen. Aber 14*60=840, also wäre der Drache vielleicht immernoch in Reichweite.

Und selbst wenn die Panik dann irgendwann vorbei ist und selbst wenn dann noch 80 Schützen überlebt haben sollten und sich wieder in Position bringen und zum Angriff übergehen -- wenn sie bis dahin noch in der Stadt sind, müssen sie ja auch erstmal wieder auf die Dächer klettern, um Schussfeld zu haben, was vielleicht auch noch länger als 1 Runde dauert.

Naja, ich ging halt von einer flachen Ebene aus. Mit Häusern wird es kompliziert weil sie sich dann auch darin verstecken können.
Oder der Drache landet halt dazwischen was eben wegen Frightful Presence keine so schlechte Idee ist. Selbst wenn da noch mehr Nahkämpfer sind: die kommen ja garnicht (95%) an den Drachen ran.

Wenn mal nur zur Vereinfachung die Furchtaura komplett ignoriert (und warum sollte man), und einfach mal vereinfachend davon ausgeht dass der Drache jede Runde 1 Schützen wegmacht, und jeder Schütze seine 0,0375 Schaden anbringt, ist das ein simples Summenproblem: 100 Pfeile in Runde 1, 99 in Runde 2 usw. Über 100 Runden werden also 5050 Pfeile abgeschossen (jetzt mal angenommen, jeder Schütze _hat_ überhaupt 100 Pfeile), das sind also insgesamt 189,375 Schadenspunkte, die sie am Drachen machen können, bis auch der aller-allerletzte von ihnen mause-mausetot ist. Der Drache überlebt mit ca 65HP.

Genau, das ist die obige Rechnung. Nur mit Crit. In 3E kommt es auf den Schaden an, in 5E auf vor allem auf Trefferbonus. Und ja, wenn man 75+ GP für den Bogen hat dann hat die Freiwillige Drachenwehr auch 5 GP für die Pfeile. Es ist also sehr knapp, was ich, wenn man an Smaug denkt, sehr passend finde.

Und das wie gesagt im Vergleich zu 5E, wo dem Drachen nach ca 12 Runden die Hitpoints ausgehen.

Wie gesagt: der 5E Drache erledigt viel mehr Gegner pro Runde, womit es recht ähnlich wird.

Prinzipiell haben wahrscheinlich in jeder Edition die Bogenschützen eine Chance. Aber 5e würde ich unter den D&D Varianten schon als Ausnahme betrachten, 12 Runden sind letztlich einfach viel zu wenig was der Drache durchhält.

Bei AD&D ist er nach 2 Runden tot. Aber sollte er alt werden sind ihm die Pfeile egal.

Und auch deutlich weniger als in anderen Editionen, in denen das Szenario zwar auch mal knapp werden kann wenn es gut für die Bogenschützen läuft aber normalerweise mit einem Sieg des Drachen enden würde wenn man alles berücksichtigt.

Siehe oben. Kommt halt sehr auf die Details an.

Das ganze ist ja auch eine psychologische Frage. Wenn man 20 Runden auf das Biest schießt und dieses ist immer noch lange nicht klein gekriegt laufen einige Leute weg. Wenn der Drache nach 5 Runden angeschlagen wirkt? Eher nicht.

Naja, wenn man es gewohnt ist das jeder 20 Pfeile aushält...
Aber das gilt ja auf beiden Seiten. Ein kluger Drache dreht ab wenn er sieht dass es knapp werden wird.

Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: Feuersänger am 10.04.2026 | 21:19
Zitat
Naja, ich ging halt von einer flachen Ebene aus. Mit Häusern wird es kompliziert weil sie sich dann auch darin verstecken können.

Äh, es geht doch hier die ganze Zeit darum, dass ein Drache eine Stadt angreift und keine flache Ebene.

--

Davon abgesehen: die aktuellen Exerzitien beziehen sich ja immer auf einen Adult Red. Und da kommt es, wie man sieht, tatsächlich ein bisschen auf die genauen Umstände an. Wenn zB die Sichtweite nur 500 Fuß beträgt weil es zB nebelt, regnet oder dämmert, können bei der aufgefächerten Formation etliche Schützen gar nicht schießen.

Und: Bereits eine Alterskategorie drüber, also "Mature Adult", hat das 3.5er  Drachenvieh DR 10 und dann kannst du diese Verteidigungsstrategie komplett den Hasen geben, weil dann selbst ein Crit nur noch 2,5 Durchschnittsschaden macht. Da nimmt das Monstrum über 100 Runden knappe 40 Schadenspunkte, hat aber selber einen viel größeren Pool.

OH! Und ich habe gerade so einen Leslie Nielsen Facepalm (https://www.youtube.com/watch?v=ahrBOvz1jzA)-Moment: der Drache hat ja auch einen Caster Level. 7 beim Adult, 9 beim Mature Adult. Sinnvolle Zauber zB: Blur, Protection from Arrows, Mirror Image, Wind Wall, Major Image, um nur mal ein paar aus dem PHB zu nennen, spezielle Splatbook-Zauber hab ich jetzt gar keinen Bock auszubuddeln.

Was hat da der 5E Drache drauf? Oh, gar keinen Caster Level, so ein Pech auch.  >;D

--

Smaug hingegen, weil er immer wieder als Beispiel bemüht wird, wäre nach D&D-Maßstäben sicherlich ein Great Wyrm, oder zuallermindesten Ancient oder "normaler" Wyrm. Da kommt natürlich gar kein Commoner-Angriff mehr durch die DR durch. Umgekehrt ist es auch mit diesem Schwarzen Pfeil oder was das war nicht mit enem einfachen Bane Arrow erledigt, sondern das müsste man irgendwie als speziellen Slay-Effekt codieren. Leider hat sich ja Tolkien aus irgendeinem unerfindlichen Grunde bei seinen Werken nicht an die D&D-Regeln gehalten. *hust*
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: Maarzan am 10.04.2026 | 21:26
Was sollen denn die Zauber dem Drachen bei 5e auch bringen - Nachteil für die Bogenschützen etwa ...  :-X
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: nobody@home am 10.04.2026 | 21:54
Was hat da der 5E Drache drauf? Oh, gar keinen Caster Level, so ein Pech auch.  >;D

Zumindest im 2014er-MM gibt's absolut die Möglichkeit, Drachen allgemein als "innate spellcasters" zu behandeln. Das gibt ihnen zwar immer noch keine Riesenauswahl -- sollen ja auch Drachen sein und keine gestaltgewandelten Erzmagier --, aber immerhin fünf Sprüche (Cha-Modifikator) bis potentiell Stufe 5 (CR / 3 abgerundet), die er je einmal am Tag einsetzen kann und für die er freundlicherweise auch keine Materialkomponenten braucht, kriegt so ein erwachsener Roter mit dieser Zusatzregel schon. Von einer Beschränkung auf bestimmte Klassenlisten steht da nebenbei meines Wissens auch nichts...also, für ein, zwei fiese Tricks in der Hinterkralle, die ja nicht mal Offensivzauber zu sein brauchen, müßte das schon reichen.
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: Feuersänger am 10.04.2026 | 22:10
Nachtrag:

Prinzipiell haben wahrscheinlich in jeder Edition die Bogenschützen eine Chance. Aber 5e würde ich unter den D&D Varianten schon als Ausnahme betrachten, 12 Runden sind letztlich einfach viel zu wenig was der Drache durchhält.

Ich kann jetzt schon gar nicht mehr nachvollziehen wieso ich da vorhin 12 Runden geschrieben habe; eine Seite weiter vorne habe ich ja selber ausgerechnet dass es eher so 6 Runden wären, weil der Drache nach 5 Runden bereits einstellig sein dürfte.
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: Arldwulf am 10.04.2026 | 22:35
Macht es natürlich nicht besser.
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: Tudor the Traveller am 10.04.2026 | 23:06
Äh, es geht doch hier die ganze Zeit darum, dass ein Drache eine Stadt angreift und keine flache Ebene.

Ich hatte es so verstanden, dass man die Schützen versucht, in so einem Raster über die Stadt zu verteilen. Mit 20 m Abstand in alle Richtungen könnte das ein Schütze auf jedem 2. oder 3. Hausdach sein. Daraus könnte man dann z.B. Baustandards ableiten, z.B. indrm solche Häuser von außen erreichbare Schützenplattformen haben.

Alternativ könnte man dedizierte Schützentürme in einem Raster in der Stadt verteilen. Die könnten dann auch spezialisierter designt werden  mit Cover usw.

Immer vorausgesetzt, das Risiko rechtfertigt den Aufwand. Das ist aber bei modernem Brandschutz nicht unähnlich.
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: Ainor am 10.04.2026 | 23:16
Äh, es geht doch hier die ganze Zeit darum, dass ein Drache eine Stadt angreift und keine flache Ebene.

Ohne zu wissen wie die Stadt genau aussieht kannst du nicht sagen wie es ausgeht. Wie gesagt: Deckung kann Vorteil für jede der beiden Seiten bedeuten. Daher erstmal eine einfache Rechnung um zu sehen wie es ausgeht wenn keiner einen Vorteil hat.

Davon abgesehen: die aktuellen Exerzitien beziehen sich ja immer auf einen Adult Red. Und da kommt es, wie man sieht, tatsächlich ein bisschen auf die genauen Umstände an. Wenn zB die Sichtweite nur 500 Fuß beträgt weil es zB nebelt, regnet oder dämmert, können bei der aufgefächerten Formation etliche Schützen gar nicht schießen.

Joa, aber das muss nicht einseitig dem Drachen helfen. Menschen zwischen Gebäuden sind normalerweise schwerer zu entdecken.

Und: Bereits eine Alterskategorie drüber, also "Mature Adult", hat das 3.5er  Drachenvieh DR 10 und dann kannst du diese Verteidigungsstrategie komplett den Hasen geben, weil dann selbst ein Crit nur noch 2,5 Durchschnittsschaden macht. Da nimmt das Monstrum über 100 Runden knappe 40 Schadenspunkte, hat aber selber einen viel größeren Pool.

Mit 1w8+1 Schaden und ohne Frightful reichen 200 Archer. Mit 1w8 und Frightful wird es langsam knapp. Und ja:

Und bei den sehr alten Drachen mit 20/Magic DR ist nicht viel zu machen.

Lustigerweise haben die Archer in 3E aber trotzdem einen Wert: solange die da sind kann der Drache kein Antimagic Field verwenden, denn dann geht seine DR flöten. Und dann ist er zumindest prinzipiell gegen Magie verwundbar.

OH! Und ich habe gerade so einen Leslie Nielsen Facepalm (https://www.youtube.com/watch?v=ahrBOvz1jzA)-Moment: der Drache hat ja auch einen Caster Level. 7 beim Adult, 9 beim Mature Adult.

Hättest du auch einfach hier nachlesen können :)

Aber: 3E Drachen casten standardmässig. Sie werden dann einfach unsichtbar. Oder haben Antimagic Field gegen Caster.


Was hat da der 5E Drache drauf? Oh, gar keinen Caster Level, so ein Pech auch.  >;D

Grad 5 Zauber.

Smaug hingegen, weil er immer wieder als Beispiel bemüht wird, wäre nach D&D-Maßstäben sicherlich ein Great Wyrm, oder zuallermindesten Ancient oder "normaler" Wyrm. Da kommt natürlich gar kein Commoner-Angriff mehr durch die DR durch.

Schwäche in der Panzerung. Die Chance ist Eins zu eine Millionen, aber es könnte klappen...

Umgekehrt ist es auch mit diesem Schwarzen Pfeil oder was das war nicht mit enem einfachen Bane Arrow erledigt, sondern das müsste man irgendwie als speziellen Slay-Effekt codieren.

Ich glaube das nennt sich Arrow of Slaying  :)

Leider hat sich ja Tolkien aus irgendeinem unerfindlichen Grunde bei seinen Werken nicht an die D&D-Regeln gehalten. *hust*

Genau. Deshalb reicht es auf das Ergebniss zu schauen. 1.) Drache greift Dorf an. 2.) Drache bereut seine Entscheidung.

Was sollen denn die Zauber dem Drachen bei 5e auch bringen - Nachteil für die Bogenschützen etwa ...  :-X

Hab ich doch geschrieben: ein billiger Shield of Faith reicht um den Unterschied zu machen. Haste ist dann noch eine andere Hausnummer.
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: Ainor am 11.04.2026 | 10:10
Ich hatte es so verstanden, dass man die Schützen versucht, in so einem Raster über die Stadt zu verteilen. Mit 20 m Abstand in alle Richtungen könnte das ein Schütze auf jedem 2. oder 3. Hausdach sein. Daraus könnte man dann z.B. Baustandards ableiten, z.B. indrm solche Häuser von außen erreichbare Schützenplattformen haben.

Alternativ könnte man dedizierte Schützentürme in einem Raster in der Stadt verteilen. Die könnten dann auch spezialisierter designt werden  mit Cover usw.

Solange der Drache die Häuser nicht mit einer Standard Action zerstören kann können die Schützen sich darin verstecken wenn der Drache kommt. Und wenn es auf der flachen Ebene schon knapp wird und an einem Punkt Schaden oder 2 AC hängt wer gewinnt dann hat der Drache wohl keine Chance wenn er mehrere Runden braucht um eine Schützen in einem Haus zu erledigen. Deshalb meinte ich auch am Anfang dass der Drache eher verlieren wird, zumindest wenn er die ganze Zeit angreifbar ist.

Im Idealfall hat die Stadt verbundene Keller. Dann erwischt der Drache vermutlich gar keinen. 

In 5E gibt es - soweit ich weiss - keine offiziellen Regeln für 3D-Kampf. In 3E gibt es noch Regeln für unterschiedliche Bewegungskosten für Steig- und Sinkflug, würde mich wundern wenn es das in der Feinheit nach 5E geschafft hätte. In 5E ist ja sogar in der Horizontalen die Distanzanpassung für diagonale Bewegung nur eine Optionalregel.

Korrekt. Die Regeln sprechen einfach nur von Distanzen. Strengenommen ist auch das Spielbrett und die Frage nach der Diagonalbewegung eine Optionalregel. Und Wörter die nicht weiter definiert sind bedeuten was sie umgangssprachlich bedeuten also kann eine fliegende Kreatur in jede Richtung mit ihrer Bewegungsweite fliegen.

Sinkflug gibt es nicht, aber man kann sich 500 Fuss "fallenlassen" (quasi Sturzflug).

Sowas wie Ainor da weiter oben argumentiert, dass ein "Cone" ja von einer fliegenden Kreatur auch von oben nach unten über ein Gelände gestülpt werden könne und dann als Kreis mit zB 45' Radius abzuhandeln sei, da lehne ich mich aus dem Fenster, dass das von den Regeln definitiv nicht so vorgesehen ist. Gegendarstellungen bitte mit offizieller Quellenangabe.

"A Cone is an area of effect that extends in straight lines from a point of origin in a direction its creator chooses."

Neuere 5E Regeln spezifizieren durchaus horizontal wenn sie das meinen. Insofern gibt es keinen Grund anzunehmen dass "direction" hier horizontal gemeint ist. Wäre aber auch komisch denn dann könnte man Cones oder Lines (z.B. Lightning Bolt) nicht gegen fliegende Kreaturen einsetzen.
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: Aedin Madasohn am 11.04.2026 | 10:26
eine Möglichkeit für spannende Abenteuer bei Drache vs Stadt ist der Blick in das mittelalterliche Fehdewesen

da ging es den Rittern auch nur darum, Geld von der Stadt zu erpressen und afür wurden wertvolle Anlagen außerhalb der Stadtmauer abgefackelt, also Mühlen, Gutshöfe, Werkstätten (Glashüte im Wald, Waldschmiede...)

kurzum, der Drache will von zugroßzumsturmangriff-Stadt eine Steuer für seinen Hort eintreiben und fackelt "außerhalb" immer mal wieder was ab.
Jetzt kommt die Party ins Spiel, indem sie den Drachen "dort draußen" eine Abreibung verpassen soll.
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: nobody@home am 11.04.2026 | 11:35
eine Möglichkeit für spannende Abenteuer bei Drache vs Stadt ist der Blick in das mittelalterliche Fehdewesen

da ging es den Rittern auch nur darum, Geld von der Stadt zu erpressen und afür wurden wertvolle Anlagen außerhalb der Stadtmauer abgefackelt, also Mühlen, Gutshöfe, Werkstätten (Glashüte im Wald, Waldschmiede...)

kurzum, der Drache will von zugroßzumsturmangriff-Stadt eine Steuer für seinen Hort eintreiben und fackelt "außerhalb" immer mal wieder was ab.
Jetzt kommt die Party ins Spiel, indem sie den Drachen "dort draußen" eine Abreibung verpassen soll.

Oh, absolut. :) Wie schon mal gesagt, die postulierten Dutzende bis Hundertschaften von Bogenschützen können ja nicht als jederzeit effektive Formation überall zugleich sein. Wenn sie nur in Verteidigungspose die Stadt selbst schützen wollen, muß der Drache schon zu ihnen kommen, wenn die Pfeile nicht bloß dumm aus dem Köcher gucken sollen, während er das Umland weitgehend frei heimsuchen kann; und wenn sie umgekehrt kollektiv auf Drachenjagd gehen wollen, ist das wieder mit eigenen Risiken verbunden (einschließlich dessen, daß er sich die Stadt doch mal vornehmen könnte, während sie gerade weg sind...).

Und Städte sind auf ihr Umland und ihre Handelsverbindungen normalerweise angewiesen und kommen als bloßer zentraler Gebäudekomplex mit oder ohne Mauer drumherum auf sich gestellt nicht lange zurecht. Plötzlich ergeben gelegentliche Tributzahlungen an einen Drachen, der einen im Gegenzug nicht dauernd piesackt und mit etwas Glück nebenbei gleich noch etwas anderes Kroppzeuch kleinhält (egal, ob das nun bewußt als Gegenleistung oder einfach nur so), erstaunlich viel Sinn -- im Extremfall womöglich bis hin zu einer Ortschaft, die den Spielercharakteren ausdrücklich verbietet, "ihren" Drachen zu belästigen!
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: Tudor the Traveller am 12.04.2026 | 00:03
Solange der Drache die Häuser nicht mit einer Standard Action zerstören kann können die Schützen sich darin verstecken wenn der Drache kommt.

Die Häuser würden die Schützen aber zu sehr in ihrem Schussfeld einschränken.
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: Feuersänger am 12.04.2026 | 00:17
Noch ein Nachtrag, was mir weiter oben entschlüpft ist: wieso würde der 5E Drache "viel mehr" Verteidiger pro Runde plattmachen? Wenn die auch alle 100 Fuß auseinanderstehen, macht er _nichtmal_ 1 pro Runde weg, weil er ja nur 80ft Fly hat und somit alle paar Runden nicht genug Reichweite übrig ist um an den nächsten ranzukommen.
Selbst wenn sie nur 50 Fuß auseinander stünden (um mehr Feuer konzentrieren zu können etwa), wären es halt in den meisten Runden zwei statt wie beim 3.5er Drachen ein (1) Verteidiger.

--

Bleibt halt durchaus nach wie vor die Frage, was der Drache macht - ob in 3.5 oder 5E - wenn man ihm freie Bahn lässt. Etwa weil die Schützen sich durch Dachluken zurückziehen oder Zeit damit verplempern, durch unterirdische Tunnel zu laufen. Was hat der Drache also überhaupt mit der Stadt vor: anzünden? Wenn die Häuser brennbar sind, wird ihn so oder so kaum etwas davon abhalten. Random ein Dach abdecken und die leckere Füllung rauslöffeln, also Zivilisten die sich darin versteckt hielten? Dann dürfen die Verteidiger nicht rumtrödeln und vor dem Drachen wegrennen um ihren eigenen Arsch zu retten, sonst Mission Failure. Die Stadtkämmerei plündern? Hm aber wenn es da wirklich was zu holen gibt, wo packt der Drache das dann hin? Okay, vielleicht kann er ja Gold inhalieren und in seinem Kropf transportieren, könnte ja sein. Dann könnte man aber auch die Verteidigung der Stadt auf diesen Bereich konzentrieren. Also die Schatzkammer, nicht den Kropf.
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: Tudor the Traveller am 12.04.2026 | 08:57
Bleibt halt durchaus nach wie vor die Frage, was der Drache macht - ob in 3.5 oder 5E - wenn man ihm freie Bahn lässt.

Mich würde an der Stelle tatsächlich noch interessieren, wie es sich mechanisch darstellt, wenn der Drache
a) ein Haus niederbrennen will
b) ein Haus körperlich zerstören möchte.

Nehmen wir an, das Haus ist im wesentlichen aus Stein oder ähnlichem, vielleicht an römische Bauweise angelehnt. Also Holz nur als Tragwerk, Wände und Dach aus Ziegeln.
Gibt es Regeln, wieviel Schaden eine Wand aushält? Afaik gibt es das für 3.x, für 5e müsste ich nachsehen.
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: Maarzan am 12.04.2026 | 09:36
Wenn die Türme so weit auseinander stehen, dann werden sie auch nicht alle auf den Drachen im (tiefen) Anflug schießen können, da die Stadtmauer und Gebäude toten Winkel bietet. Wenn er direkten Kontakt zur Stadtmauer hat, können ihn nur die in der Stadtmauer integrierten Türme treffen, er also z.B. ein Eingangstor/Kastell demolieren.

Ich gehe davon aus, daß in den Straßen gegen Tiefflug in der Stadt Ketten gespannt sind und die "Türme" tatsächlich nur schmale Ausgucksplattformen sind, denn sonst würden diese dem Drachen wieder Deckung geben. Außerdem ist es billiger.

Der Drache könnte aber auch aus der Höhe an einen Landeort herabstürzen und damit nur kurzfristigst im Schußfeld sein, bis er zwischen Häusern verschwindet. Fliegen würde er dann nur noch, wenn es sich am Boden zu sehr mit Gegnern konzentriert.

Bei 100ft Abstand und 600ft Reichweite sind es dann bei Kontakt mit dem Feld  auch nur so 56 Schützen, die gleichzeitig schießen könnten, wenn der Drache dann nicht mittenrein fliegt aber auch keine Deckung bekommt, bei 60 Fuß aber tatsächlich schon 156.

Die Rechnung geht hier aber immer von "Profis"  als Schützen aus, nicht jeder Bürger muss sich bei Alarm auf sein Dach stellen, oder?
Weil sonst sinkt die Trefferchance/DPR ja doch dramatisch denke ich mal, bei Profis steigt die Reaktionszeit beträchtlich, wenn die nicht dann rund um die Uhr vor Ort bereit stehen sollen.

Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: Ainor am 12.04.2026 | 10:05
Die Häuser würden die Schützen aber zu sehr in ihrem Schussfeld einschränken.

Die Idee ist dass Schützen die nah genug am Drachen sind damit er sie in seiner nächsten Runde angreifen kann nach ihrem Angriff in Deckung gehen, und wieder rauskommen wenn der Drache weg ist. Dadurch dass der Drache sie dann nicht so einfach ausdünnen kann bekommen sie ihn höchstwahrscheinlich so schneller weg, nicht langsamer.

Jetzt kommt es darauf an wie die Häuser etc aussehen. Eine Steinwand mit 90 TP kriegt der Drache mit der Full attack vermutlich in 3.5 weg (Power attack), in PF so grade nicht. Das dach dürfte weniger TP haben (60?), und das ginge vermutlich von einem Breath weg. In 5E wäre vermutlich jeder Teil des Daches ein resilient large object mit 27 TP, geht also auch leicht weg. In beiden Fällen dauert es recht lange ein komplettes Haus mit Schaden zu zerstören, es sei denn es hat wenige tragende Elemente.

Aber auch wenn eine Runde reicht: dadurch halbiert sich die Rate mit der die Schützen sterben. Ist das Haus stabiler reduziert sich die Rate mehr. Haben sie Tunnel kann der Drache garnichts machen denn in den Tunnel kann er ja nicht folgen.

Noch ein Nachtrag, was mir weiter oben entschlüpft ist: wieso würde der 5E Drache "viel mehr" Verteidiger pro Runde plattmachen? Wenn die auch alle 100 Fuß auseinanderstehen, macht er _nichtmal_ 1 pro Runde weg, weil er ja nur 80ft Fly hat und somit alle paar Runden nicht genug Reichweite übrig ist um an den nächsten ranzukommen.
Selbst wenn sie nur 50 Fuß auseinander stünden (um mehr Feuer konzentrieren zu können etwa), wären es halt in den meisten Runden zwei statt wie beim 3.5er Drachen ein (1) Verteidiger.

Wie gesagt: die 5E Schützen haben 60er Abstand. Sie müssen für die selbe Abdeckung näher aneinander stehen weil sie weniger Reichweite haben. Der Drache ist innerhalb eines Quadrates von 4 Schützen und greift mit mit seiner Reichweite z.B. erst unten Links, dann unten Rechts, und bewegt sich noch nach oben rechts, erledigt dann oben rechts mit der Wing attack und fliegt zu oben Links den er mit dem Tail Attack erwischt. Das funktioniert problemlos für Gargantuan. Es geht auch mit 20x20 und den Reichweiten 
des Adult. Ob es auch mit Huge (15x15) Drache geht weiss ich nicht. In dem Fall dürften sich die Kills zwischen 3.5 und 4 pro Runde bewegen. Aber die Tatsache dass keine Bewegung verschwendet wird und er Legendary Actions hat hilft enorm.

Natürlich ist es kleineswegs sicher dass 60er oder 110er Abstände ideal sind. Ich habe die gewählt weil dann alle Schützen immer angreifen können. Bei längeren Abständen greifen weniger an, aber der Drache erwischt weniger. In 3E könnte man die Reihen versetzen so dass er diagonal fliegen muss und die Abstände erhöhen so dass er nicht bewegen und angreifen kann. Das wäre vermutlich effektiv.

Auf jeden Fall ist es so dass die Länge des Kampfes bedeutet dass selbst kleine Unterschiede bei der Taktik oder Ausstattung den Kampf wenden können. Insofern würde ein emotional stabiler Drache nicht angreifen wenn es sein kann dass 100 Schützen in der Stadt warten.

Bleibt halt durchaus nach wie vor die Frage, was der Drache macht - ob in 3.5 oder 5E - wenn man ihm freie Bahn lässt. Etwa weil die Schützen sich durch Dachluken zurückziehen oder Zeit damit verplempern, durch unterirdische Tunnel zu laufen. Was hat der Drache also überhaupt mit der Stadt vor

Überleben ist nicht Zeit verplempern. Aber wenn der Drache nicht die Schützen angreift ist die Rechnung sehr einfach weil alle kontinuierlich draufschiessen. Insofern ist dieser Fall nicht sehr interessant.

EDIT:
Ich gehe davon aus, daß in den Straßen gegen Tiefflug in der Stadt Ketten gespannt sind

Also Anti-Drachen Netze (sofern man die stabil genug hinkriegt) wären tatsächlich noch eine neue Idee.

Die Rechnung geht hier aber immer von "Profis"  als Schützen aus, nicht jeder Bürger muss sich bei Alarm auf sein Dach stellen, oder?
Weil sonst sinkt die Trefferchance/DPR ja doch dramatisch denke ich mal, bei Profis steigt die Reaktionszeit beträchtlich, wenn die nicht dann rund um die Uhr vor Ort bereit stehen sollen.

Ich hab doch geschrieben was die Annahmen zu den Schützen sind. Die wichtigste Bechränkung ist ersmal die Verfügbarkeit der Bögen oder Armbrüste, denn ohne geht es nicht. Für 1w8 Schaden muss man in 3E ansonsten absolut nichts können. Str 12+ und Kompositbogen gibt 1w8+1 Schaden. In 3E gibt es auch noch hilfreiche Feats die man bei ausgebildeten Schützen erwarten könnte.
In 5E ist die Langbogen Fertigkeit der zweite wichtige Punkt (normale Wachen haben die nicht) insofern sind die Anforderungen höher. Dafür braucht man keinen teureren Bogen sondern nur Dex 12+ für 1w8+1 Schaden.
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: Feuersänger am 12.04.2026 | 13:17
Ich weiss jetzt nicht, wie das in 5E mit der Zerstörung von Objekten funktioniert. Gibt es noch Hardness?
In 3E hat Stein iirc eine Hardness von 8, und eine 30cm starke Wand (12 Zoll) hätte erkleckliche 180HP. Da wäre ein Drache schon ein paar Runden mit beschäftigt. Durch Energieangriffe nehmen Objekte generell nur halben Schaden, außer es handelt sich um Paarungen wie Feuer gegen Holz usw.

That said; Mauern sind eh irrelevant wenn es Dächer gibt. Aus massivem Stein werden diese Dächer eher nicht sein, schon aus statischen Gründen. Eher sowas wie Schindeln, Ziegel oder vielleicht auch verstrichenem Lehm. Alles ziemlich easy zu knacken oder abzuheben, wenn man ein tonnenschweres Drachenviech ist. Und je nach Konstruktionsweise womöglich mit einem hölzernen Dachstuhl darunter. [Lustig wäre vllt auch noch, wenn so ein Dach den Drachen gar nicht tragen kann und er einfach einbrechen würde; dann wäre er aber so lange auch in Deckung.]

Ansonsten klingen Netze nach einer lustigen Idee, aber die müssten dann wohl schon aus Adamant sein (was unbezahlbar sein dürfte), wenn der Drache sie nicht einfach zerfetzen soll. Aber wie gesagt, ich hab nicht parat wie das in 5E gehandhabt wird.

Zum Gameplay Loop des Drachen mit Bewegung/Angriffen: wie gesagt, Ancient und Adult sind sehr verschiedene Spiele. So oder so kann er ja nicht teleportieren; wenn er einen Zug lang wie beschrieben innerhalb eines Karrees herumhüpft und dieses abräumt (was ich beim Adult schon für fragwürdig halte), muss er ja im nächsten Zug sich in die Mitte des nächsten Karrees begeben und das ist dann geometrisch zwangläufig mehr als 1 Bewegung. Auch mit diesem Damespiel kommt er also mE im auf nicht mehr als 2 Kills pro Runde, plus alle ~3 Runden ein Schnaufer.

Jetzt hab ich es doch mal auf Roll 20 so aufgebaut wie du sagst. Mit 60' Abständen kommt ein Adult Red in seinem Zug an 3 Schützen ran, für den 4. in einem Karree fehlen ihm volle 10 Fuß. Dann kann er meinetwegen mit seiner Wing-Legendary (die aber niemanden im Radius hat) nochmal in eine passende Richtung hüpfen und mit dem Schwanz auch den 4. wegmachen, okay. Dann muss er aber im nächsten Zug volle 60 Fuß weiterfliegen, um ins nächste volle Karree zu kommen. Macht den Gegner weg, bleiben ihm noch 20 Fuß. Das reicht nichtmal, um an den nächsten Gegner ranzukommen, geschweige denn die anderen drei. Mit legendary und Blablub schafft er außerhalb seines Zuges vielleicht noch einen, aber das war's auch. Nie und nimmer kann er 4 pro Runde auch nur annähernd aufrecht erhalten.

--

Zitat
Insofern ist dieser Fall nicht sehr interessant.

Was soll denn das jetzt bitte? Es geht hier um den tatsächlichen Grund, warum der Drache die Stadt überhaupt angreift. Um sich eine gratis Akupunkturtherapie abzuholen, wird es ja wohl nicht sein. Wenn der Drache selber gar nicht weiß, was er da eigentlich soll, also bitte. Der ist doch kein Hund, der dem Postauto hinterherläuft weil Hunde eben Postautos hinterherlaufen.
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: nobody@home am 12.04.2026 | 13:59
Was soll denn das jetzt bitte? Es geht hier um den tatsächlichen Grund, warum der Drache die Stadt überhaupt angreift.

Hm, tut es das? Oder betrachten wir den (frontalen) Angriff auf die Stadt einfach schon als selbstverständlich gesetzt und machen nur noch die Abwicklungsmathematik? Denn in der Hinsicht scheinen mir hier schon zwei Stränge etwas nebeneinander herzulaufen. :think:

Mal davon abgesehen, daß mich die ganze Diskussion um Drachenangriffe rein in meinem eigenen Kopf ein wenig zu der Frage gebracht hat, wieso Drachen in D&D zwar einerseits definitiv recht durchgehend so intelligent wie Zweibeiner (die "zurückgebliebenen" weißen vielleicht mal ein Stück weit ausgenommen) und auch zumindest im Rahmen zu sozialer Interaktion fähig sind, andererseits aber immer noch dazu neigen sollen, wie bloße Tiere irgendwo mitten in der Wildnis in Höhlen und sonstigen natürlichen Unterschlupfen zu hocken und mit ihrem ganzen drachischen Intellekt so gut wie nie wirklich etwas anzufangen. Selbst die Schatzhorte, auf denen sie traditionell-stereotyp hocken, haben sie ja nie selber produziert, sondern immer nur von anderen abgegriffen...kurz, irgendetwas hakt da für mein Gefühl ganz gehörig im Klischee. Und da die Idee, intelligente Fantasydrachen würden überhaupt auf menschliche Siedlungen einfach mal so losgehen wie Godzilla auf Tokio, genau zu diesem zu gehören scheint, ist wenigstens einer meiner Reflexe, sie schon an sich ein Stück weit in Frage zu stellen.
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: Runenstahl am 12.04.2026 | 14:34
wie sähe konkret die Verteidigung einer (größeren) Stadt gegen einen (größeren) Drachen aus? Wodurch bekämen due Bewohner eine Stadt einigermaßen (oder völlig) gegen Drachen abgesichert? Hätte ein Drache gegen eine Stadt wie Baldurs Gate oder Waterdeep überhaupt Chancen?

Mich interessiert dabei die spielmechanische Betrachtung, kein Handgewedel. Aber eben auch innerweltlich plausible Ansätze, keine bloße Theorie auf Grund von Systemmastery.

Achtung: es geht um D&D5!

Zunächst einmal möchte ich mich entschuldigen. Mein letzter Beitrag hier war eine "Lösung" aber darum geht es hier ja gar nicht.

Die Antwort auf deine Frage ist recht einfach: Spielmechanisch hat eine größere D&D Stadt absolut nichts durch Drachenangriffe zu befürchten. D&D Städte haben (im Verhältnis zu echten Städten im Mittelalter) SEHR viel Militär und wie hier im Thread ja schon mehrfach erwähnt wurde, reichen einige wenige hundert Leute mit Bögen oder Armbrüsten völlig aus um einem Drachen den Tag zu verderben ohne das man einen der unzähligen hochstufigen Charaktere die es in solchen Städten stets gibt überhaupt wecken müßte.

Spielmechanisch sollte ein Drache eher kleinere Dörfer und Gemeinden überfallen.
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: Feuersänger am 12.04.2026 | 14:36
Hm, tut es das? Oder betrachten wir den (frontalen) Angriff auf die Stadt einfach schon als selbstverständlich gesetzt und machen nur noch die Abwicklungsmathematik? Denn in der Hinsicht scheinen mir hier schon zwei Stränge etwas nebeneinander herzulaufen. :think:

Naja wie schon weiter vorn in dem Thread gesagt: ein feuerspeiender Drache ist quasi der "Worst Case", was genre-typische Bedrohungen angeht. Klar es könnte auch ein Purpurwurm oder ein höherer Teufel oder Dämon sein, aber das ist alles nicht so in der Folklore etabliert. Drachen, Riesen, das sind doch die typischen Märchenstoffe aus denen Fantasy entstanden ist.

Aber da gehört es für mich schon auch zum Deal dazu, dass der Drache irgendwas wollen muss. Daraus leitet sich ja auch die Victory Condition ab. Klar, wenn er alle Verteidiger abräumt, hat er die Stadt besiegt, weil sie ihm dann schutzlos ausgeliefert ist - und was dann? Letzten Endes läuft es doch darauf hinaus, dass er irgendwas erreichen will -- und wie immer man dieses Ziel definiert, kann man dann auch überlegen, ob er das auch erreichen kann wenn er die Verteidiger ignoriert und sich zB direkt auf ein bestimmtes Gebäude konzentriert. Halt je nachdem.
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: Maarzan am 12.04.2026 | 14:45
Ich denke nicht, daß die Ketten Adamant sein müssen.
Im Fliegen ist ja was die Kraftentwicklung angeht etwas schwieriger. Und es muss den Drachen ja nicht direkt fesseln, sondern nur so weit verlangsamen, daß er nicht frei unter Dachhöhe rumfliegen kann. (vielleicht gäbe es dann eh eher niedrigere Gebäude in Drachengebieten).

Was wenn der Drache seinen Zug nicht komplett in der Luft vollzieht, sondern am Ende landet und außer Sicht ist?
Also z.B. aus der Höhe auf unter Dachlevel sind Sturzflug und dann nur noch Fliegen, wenn es am Boden zu unsicher wird oder um sich dann  - ggf auch wieder steil aufwärts wenn das sinnvoll sein sollte - abzusetzen. Es gibt ja in so einer Stadt auch anderes als Bogenschützen.

Bezgl Treffer pro Runde.
   19   22      19   22
2   15   5      2,25   0,25
3   20   5      4   0,25
5   30   15      9   2,25
9   50   35      25   12,25

Das wären doch die Anzahl der Treffer pro Runde pro 100 Schützen bei links stehend der hit-bonus und oben die Ac des Drachens, einmal normal, einmal mit Disadvantage. Pro 20 Treffer kann mit einem Crit gerechnet werden.
Wenn der Drache nicht sich mitten rein begibt, würden ohne Disadvantage wegen Reichweite knapp 10 Bogenschützen stehen, die dann aber auch weitestgehend gegen Furcht retten müssen.

So ein Halbkreis Bogenschussfläche wären dann etwa 50 Hektar, der Vollkreis entsprechend 100 Hektar und etwa 10000 Ew.
Für die Abdeckung würden dann intern bei 60 Fuß so 250 Bogenschützen benötigt, mehr, wenn die Mauer und damit das Vorfeld ebenfalls abgedeckt werden soll.
Wie viele Bogenschützen welcher Qualifikation kann man dann in so einer Stadt erwarten?

Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: nobody@home am 12.04.2026 | 15:04
Naja wie schon weiter vorn in dem Thread gesagt: ein feuerspeiender Drache ist quasi der "Worst Case", was genre-typische Bedrohungen angeht. Klar es könnte auch ein Purpurwurm oder ein höherer Teufel oder Dämon sein, aber das ist alles nicht so in der Folklore etabliert. Drachen, Riesen, das sind doch die typischen Märchenstoffe aus denen Fantasy entstanden ist.

Und das ist so aus meiner Sicht ein Stück weit das Problem -- zwischen der D&D-Interpretation der Idee "Drache" und der klassischen Sagen- und Märchenform klafft, wenn schon vielleicht kein Abgrund, dann doch zumindest ein nichttrivialer Felsspalt. Muß wohl auch so sein, denn wo der Klassiker einfach nur ein beeindruckendes Monster zum Erschlagen oder sonstigen Bezwingen durch den oder die Helden der Geschichte zu sein braucht, ist das D&D-Modell immerhin einigermaßen vollwertiger Mitbewohner der Spielwelt samt Nische im Ökosystem und allem, was noch so dazugehört, und das sind dann doch recht unterschiedliche Rollen, an die auch unterschiedliche Ansprüche gestellt werden.

Zitat
Aber da gehört es für mich schon auch zum Deal dazu, dass der Drache irgendwas wollen muss. Daraus leitet sich ja auch die Victory Condition ab. Klar, wenn er alle Verteidiger abräumt, hat er die Stadt besiegt, weil sie ihm dann schutzlos ausgeliefert ist - und was dann? Letzten Endes läuft es doch darauf hinaus, dass er irgendwas erreichen will -- und wie immer man dieses Ziel definiert, kann man dann auch überlegen, ob er das auch erreichen kann wenn er die Verteidiger ignoriert und sich zB direkt auf ein bestimmtes Gebäude konzentriert. Halt je nachdem.

Oh, absolut. Daraus leitet sich für mich dann halt als erstes die Frage ab, was dem Drachen so wichtig ist, daß er überhaupt das Risiko eingeht, gleich eine komplette Stadt auf einmal physisch anzugreifen...und da fällt mir, offen gestanden, erst mal gar nicht so viel ein. Selbst, wenn irgendein Stadtbewohner etwas aus seinem Hort geklaut hätte, wäre es für ihn vermutlich viel sinnvoller, der Stadt einfach nur mit Vergeltung zu drohen und Schadenersatz und die Auslieferung des Schuldigen zu verlangen, so daß beide Seiten ihr Gesicht wahren können, ohne gleich zu eskalieren -- und selbst wenn sie sich weigern, nun, punktuell terrorisieren läßt sich so eine Ortschaft immer noch leichter als gleich komplett mit Stumpf und Stiel ausrotten.
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: Tudor the Traveller am 12.04.2026 | 16:10
Ich möchte dann als TS einen Wrap Up machen:

Meine Intention war zu schauen, ob ein Frontalangriff auf eine Stadt für 5e Drachen überhaupt in Frage käme, wenn man ihn mechanisch durchspielt, und welche Stellschrauben es bei den Rahmenbrdingungen gibt.

wie kurz angedeutet, kam die Überlegung vom Videospiel "Kingdoms & Castles", da geht es darum, eine Stadt in Pixelgrafik hochzuziehen, ausgehend von 5 Bauern auf freiem Feld. Die Siedlung wird halt alle paar Jahre von einem Drachen und unabhängig davon von Wikingern angrgriffen. Ergo baut man Schutzmaßnahmen dagegen. Der Drache will einfach nur etwas zerstören und fliegt irgendwann wieder weg, ist also im Prinzip nur ein zerstörerisches Ereignis. Die effektive Maßnahme ist dann wie hier für D&D5 diskutiert: ausreichend viele Schützen(türme) ubd Ballistatürme und er ist down, bevor er viel Schaden anrichten kann.

Insofern ist meine Frage beantwortet: in 5e ist es für einen Drachen zu gefährlich, größere Siedlungen anzugreifen, weil sie mit Schützen recht effektiv verteidigt werden können und die Zahl der verfügbaren Schützen scheint die wesentliche Stellschraube zu sein.
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: Tudor the Traveller am 12.04.2026 | 16:20
Damit würde ich den Thread ab hier allgemein ohne spezielle Fragestellung freigeben.

Sollen wir ihn ins übergeordnete D&D Board verschieben, damit editionsoffen diskutiert werden kann?
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: Feuersänger am 12.04.2026 | 16:46
Wie ihr mögt; allerdings haben wir ja schon festgestellt, dass sich die Situation insbesondere zwischen 3E und 5E so enorm unterscheidet, dass dass Erkenntnisse aus einem System praktisch nicht auf das andere übertragbar sind.

Wie ist das eigentlich mit Kriegsmaschinen, also Ballisten und sowas? Haben ja auch eine gewisse Tradition als Monster-Abwehr-Geschütze. Gibt es da in 5E Spielwerte für?
Ich hab nur grad zufällig die für PF aufgeschlagen, und die sind ziemlich trübe: eine Schwere Ballista hält eine Bedienmannschaft von 3 Mann 6 Runden lang (!) auf Trab - 3 zum Laden, 2 zum Ausrichten, 1 zum Schießen - um dann... 4W8 Schaden anzurichten. Die gleichen 3 Mann mit Leichten Armbrüsten ausgestattet hätten in der gleichen Zeit 18W8 an Bolzen auf den Weg bringen können. Okay, gegen Objekte mag es einen Sinn haben wegen der Härte, und sie haben auch ziemlich große Reichweite (180 Fuß Grundreichweite oder so), aber der effektive Schaden ist dann doch ganz schön mickrig.
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: Ainor am 12.04.2026 | 17:13
Hm, tut es das? Oder betrachten wir den (frontalen) Angriff auf die Stadt einfach schon als selbstverständlich gesetzt und machen nur noch die Abwicklungsmathematik?

Gesetzt ist es nicht. Aber der Drache dürfte sich vielleicht fragen: kann ich das schaffen. Je nachdem wie die Antwort ausfällt sieht seine
strategie aus.

Und da die Idee, intelligente Fantasydrachen würden überhaupt auf menschliche Siedlungen einfach mal so losgehen wie Godzilla auf Tokio, genau zu diesem zu gehören scheint, ist wenigstens einer meiner Reflexe, sie schon an sich ein Stück weit in Frage zu stellen.

Gründe kann es viele geben. Aber auch IRL werden im Krieg Städte zerstört und Dörfer niedergebrannt. Warum sollte ein Drache da anders sein?

Was soll denn das jetzt bitte? Es geht hier um den tatsächlichen Grund, warum der Drache die Stadt überhaupt angreift.

Der genau Grund des Kampfes ist für die Durchführung nicht so wichtig. Entweder er will die Verteidiger eliminieren oder zumindest ausdünnen. Dann kommt es sehr drauf an vwie sviele er mit wie viel Gegenwehr erwischt. Oder er will etwas anderes erreichen, z.B. das Schatzhaus knacken. Aber das dauert halt X Runden während Y Schützen in angreifen. Letzteres ist nicht besonders interessant in dem Sinne das es einfach auszurechnen ist.

Insofern ist meine Frage beantwortet: in 5e ist es für einen Drachen zu gefährlich, größere Siedlungen anzugreifen, weil sie mit Schützen recht effektiv verteidigt werden können und die Zahl der verfügbaren Schützen scheint die wesentliche Stellschraube zu sein.

Bei Birthright (kam in der 2E raus) gibt es offizielle Zahlen zu Armeestärken. Drachenangriffe sind da zwar selten, aber mehr als eine 200er Schützeneinheit pro richtiger Stadt gibt es da fast nirgendwo. Wenn man jetzt bedenkt dass die 100 Leute in Bereitschaft und optimal aufgestellt seien müssen, dann wird es schon gegen einen Adult knapp (andere Settings mögen natürlich grössere Armeen haben).
Miliz gibt es auch aber die haben nicht alle Langbögen.

Siedlungen unterhalb richtiger Städte wären damit also eher leichte Beute.

Okay, gegen Objekte mag es einen Sinn haben wegen der Härte, und sie haben auch ziemlich große Reichweite (180 Fuß Grundreichweite oder so), aber der effektive Schaden ist dann doch ganz schön mickrig.

Glaube Belagerungswaffen waren in D&D fast immer etwas mickrig. Aber in 2E kann die Ballista alte Drachen innerhin verwunden...
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: nobody@home am 12.04.2026 | 17:58
Gründe kann es viele geben. Aber auch IRL werden im Krieg Städte zerstört und Dörfer niedergebrannt. Warum sollte ein Drache da anders sein?

Im Krieg, ja. Besteht zwischen Drachen und Menschen ein Kriegszustand -- und wenn ja, wieso ist da bloß dieser eine Drache ohne Unterstützung und kein ganzes Drachenregiment? An der reinen Unterzahl kann's im typischen (also Athas mal ausgenommen) D&D-Setting nicht liegen, zumal der Angreifer normalerweise den Vorteil hat, entscheiden zu können, wo er zuschlagen will, während der Verteidiger möglichst alles so gut schützen muß, wie er gerade kann...

Und wie wir im Rahmen des Fadens vermutlich hinreichend herausklamüsert haben, mag der typische D&D-Drache zwar durchaus für insbesondere kleinere Menschengruppen (Belegschaft eines Bauernhofs, Bewohner eines hinreichend kleinen Dorfs, Händler mit Begleitung...) ohne hochstufige Abenteurerunterstützung mehr als Bedrohung genug sein, erreicht deswegen aber noch lange nicht typisches Kaiju-Niveau an Zerstörungskraft und Unkaputtbarkeit und ist ebenso kein quasi-mythischer Dreiviertelgott der Vernichtung wie vielleicht die mehr oder weniger legendären Drachen in anderen Settings. Ein einzelner Drache, auch schon ein relativ junger, kann sicher mal ein Haus dem Erdboden gleichmachen oder einen Pilzsammler samt Begleitschwein fressen -- aber zwischen so was und "Eine Kleinstadt mit ein paar tausend Einwohnern, befestigt gegen Orks und gelegentliche Riesen? Kein Problem für mich!" liegen dann halt doch noch mal recht deutlich ein paar Gewichtsklassen.

(Daß der Drache einfach überheblich genug sein kann, um trotzdem so zu denken, bleibt ihm ja unbenommen -- jedenfalls so lange, bis er irgendwann einmal auch danach zu handeln versucht... >;D)

Edit: Hm, vielleicht bräuchte TV Tropes mal einen neuen Eintrag. So was wie "Sci-Fi Writers Have No Sense of Scale (https://tvtropes.org/pmwiki/pmwiki.php/Main/SciFiWritersHaveNoSenseOfScale)", nur auf Rollenspieler und Settingdesigner gemünzt... :)
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: Maarzan am 12.04.2026 | 18:07
Vor allem paßt es nicht zur angenommenen Intelligenz sich keine Verbündeten geholt zu haben. Wenn die Stadt schon lokal brennt und in Chaos ist, ist vieles einfacher ...
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: Tudor the Traveller am 12.04.2026 | 18:21
Vor allem paßt es nicht zur angenommenen Intelligenz sich keine Verbündeten geholt zu haben.

Intelligenz an sich ist nur ein Faktor und wir sollten meine Erachtens von menschlichen Verhaltensweisen nicht einfach auf Drachen etc. projizieren. Während Menschen ja Gruppentiere mit einem sozialen Bedürfnis sind, gelten Drachen ja als Einzelgänger. Es ist denkbar, dass ein koordiniertes Vorgehen in einer Gruppe Verbündeter der drachischen Denkweise widerspricht.
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: nobody@home am 12.04.2026 | 18:31
Intelligenz an sich ist nur ein Faktor und wir sollten meine Erachtens von menschlichen Verhaltensweisen nicht einfach auf Drachen etc. projizieren. Während Menschen ja Gruppentiere mit einem sozialen Bedürfnis sind, gelten Drachen ja als Einzelgänger. Es ist denkbar, dass ein koordiniertes Vorgehen in einer Gruppe Verbündeter der drachischen Denkweise widerspricht.

Denkbar, sicher. Dummerweise in vielen gerade D&D-Medien (diverse Kaufabenteuer und selbst Beschreibungen im Monster Manual eingeschlossen) oft eher nicht der Fall -- Drachen, selbst die "bösen", arbeiten da durchaus mal zusammen oder suchen sich zumindest "niedere" Unterlinge zum Herumschubsen.
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: Ainor am 12.04.2026 | 19:09
Im Krieg, ja. Besteht zwischen Drachen und Menschen ein Kriegszustand -- und wenn ja, wieso ist da bloß dieser eine Drache ohne Unterstützung und kein ganzes Drachenregiment?

Lässt sich nur settingspezifisch beantworten.

Intelligenz an sich ist nur ein Faktor und wir sollten meine Erachtens von menschlichen Verhaltensweisen nicht einfach auf Drachen etc. projizieren. Während Menschen ja Gruppentiere mit einem sozialen Bedürfnis sind, gelten Drachen ja als Einzelgänger. Es ist denkbar, dass ein koordiniertes Vorgehen in einer Gruppe Verbündeter der drachischen Denkweise widerspricht.

Oder er sagt zu seinen Kumpels: "Ich solo die Stadt grade mal".
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: Maarzan am 12.04.2026 | 19:26
Intelligenz an sich ist nur ein Faktor und wir sollten meine Erachtens von menschlichen Verhaltensweisen nicht einfach auf Drachen etc. projizieren. Während Menschen ja Gruppentiere mit einem sozialen Bedürfnis sind, gelten Drachen ja als Einzelgänger. Es ist denkbar, dass ein koordiniertes Vorgehen in einer Gruppe Verbündeter der drachischen Denkweise widerspricht.

An "zusammen" dachte ich auch nicht unbedingt, aber mit "Untergebenen" . So ein "Bossmonster" hat üblicherweise halt auch ein paar Lakaien.
Titel: Re: Drache vs Stadt
Beitrag von: Runenstahl am 12.04.2026 | 23:16
Wie ist das eigentlich mit Kriegsmaschinen, also Ballisten und sowas? Haben ja auch eine gewisse Tradition als Monster-Abwehr-Geschütze. Gibt es da in 5E Spielwerte für?

Ja gibt es.

Wie gut die im Verhältnis zu Schützen sind hängt im Wesentlichen von den Werten der Schützen ab. Die Ballista bei D&D 5 feuert theoretisch 1x die Runde (mit einer 3-Mann Mannschaft). Der Schaden ist nicht sehr hoch aber unabhängig von den Werten der Mannschaft greift man mit einem +6 Bonus an. Bei "Guards" oder anderen schlecht ausgebildeten Leuten hat man also im Vergleich eine bessere Trefferchance gegen gute Rüstungsklassen.