Tanelorn.net

Pen & Paper - Rollenspiel => Pen & Paper - Allgemein => Pen & Paper - Umfragen => Thema gestartet von: HEXer am 11.05.2026 | 08:03

Titel: Monetarisiertes Spielleiten (War: Bezahltes Spielleiten?)
Beitrag von: HEXer am 11.05.2026 | 08:03
Hat jemand eigentlich mal überlegt, in-game Items oder Feats gegen Echtgeld auszuteilen? Wäre ja auch eine Möglichkeit.
Titel: Re: Re: Bezahltes Spielleiten?
Beitrag von: nobody@home am 11.05.2026 | 08:28
Hat jemand eigentlich mal überlegt, in-game Items oder Feats gegen Echtgeld auszuteilen? Wäre ja auch eine Möglichkeit.

Pay to win also? Na, ich denke, darauf würde ich mich weder als Spieler noch als SL einlassen -- letzteres einfach schon, weil mir das dann in meine Entscheidungsfreiheit in Sachen Austeilen hineinpfuschen würde. ("Hey, ich habe erst vor 'nem Vierteljahr fünf Euro für mein Zauberschwert hingeblättert, wieso kriegt Karlheinz seinen magischen Ring jetzt für lau?")
Titel: Re: Re: Bezahltes Spielleiten?
Beitrag von: Luxferre am 11.05.2026 | 08:53
Pay to win also? Na, ich denke, darauf würde ich mich weder als Spieler noch als SL einlassen -- letzteres einfach schon, weil mir das dann in meine Entscheidungsfreiheit in Sachen Austeilen hineinpfuschen würde. ("Hey, ich habe erst vor 'nem Vierteljahr fünf Euro für mein Zauberschwert hingeblättert, wieso kriegt Karlheinz seinen magischen Ring jetzt für lau?")

Kriegt Karl-Heinz doch gar nicht  >;D

Wichtig ist, dass legendary artifacts nur gegen Einwurf von Kohle droppen. Und warum du das machen solltest? Weil es millionen von Spielenden weltweit bereits tun.
Titel: Re: Re: Bezahltes Spielleiten?
Beitrag von: HEXer am 11.05.2026 | 09:05
Müssen ja nicht nur Dinge sein, die spieltechnische Auswirkungen haben. Können ja auch Kleidungen, besondere Aussehen für Gegenstände, Lore, etc. sein… Dann hätten auch Leute, die kein Geld ausgeben können, die Möglichkeit, mitzuspielen…
Titel: Re: Re: Bezahltes Spielleiten?
Beitrag von: Luxferre am 11.05.2026 | 09:12
ARTEFAKTE!

 ~;D

Dann haben die Leute mit kleinem Budget für das Hobby auch noch immer die Möglichkeit zuzugucken mitzuspielen.
Titel: Re: Re: Bezahltes Spielleiten?
Beitrag von: tarinyon am 11.05.2026 | 09:18
Also pay to win gibt es ja schon ewig im RPG spätestens seit AD&D 2e Zeiten. Ab da wurden ja jedes Jahr dutzende supplements rausgehauen, die sich hauptsächlich an Spieler richteten und die den Powercreep beförderten. Extrem krass war es in der OGL Periode mit den 3rd Party Produkten. Und auch bei der angeblich ach so gebalanceden 5e ist es weiterhin so.

Was wotc vorhat und was wahrscheinlich die Rpg influencer auch vorhaben ist aber ungleich perfider.  Man muss das RPG dazu einfach mit DRM wie bei beyond channeln und schwupps müssen alle löhnen, und zwar für jeden Mist. Aber man macht das versteckt und alle werden es schlucken. Angefangen bei skins usw bis hin zu level ranges, die man freischalten muss.
Titel: Re: Re: Bezahltes Spielleiten?
Beitrag von: HEXer am 11.05.2026 | 09:18
Dann haben die Leute mit kleinem Budget für das Hobby auch noch immer die Möglichkeit zuzugucken mitzuspielen.


Ja, eben. Was man auch noch machen könnte, ist eine Art Reward System für (zahlende) Mitspielende, die Regelmäßig teilnehmen.

Edit: Was mir auch grad einfällt, weil ich in letzter Zeit mal wieder Pirate Borg gelesen habe: Man könnte Schatzkisten auch monetarisieren. Standard für kostenlose Mitspielende, besser für andere oder gegen Kauf. Ohne vorher zu wissen, was drin ist natürlich.
Titel: Re: Re: Bezahltes Spielleiten?
Beitrag von: Luxferre am 11.05.2026 | 09:35
Klingt nach Elder Scrolls: Blades  ~;D

Kurz zur Einordnung: da ich bezahltes Spielleiten nach wie vor ablehne, lehne ich die Inhalte unserer Scherze hier natürlich auch ab.
Titel: Re: Re: Bezahltes Spielleiten?
Beitrag von: Ainor am 11.05.2026 | 09:42
Also pay to win gibt es ja schon ewig im RPG spätestens seit AD&D 2e Zeiten.

Pff. Es war immer deutlich günstiger Spielleiter mit Essen zu bestechen.

Und auch bei der angeblich ach so gebalanceden 5e ist es weiterhin so.

Jedes Jahr dutzende supplements? Wo?
Titel: Re: Re: Bezahltes Spielleiten?
Beitrag von: HEXer am 11.05.2026 | 09:45
Kurz zur Einordnung: da ich bezahltes Spielleiten nach wie vor ablehne, lehne ich die Inhalte unserer Scherze hier natürlich auch ab.

Ich meinte das gar nicht als Scherz. Ich würde es nicht tun, aber das heisst ja nicht, dass man nicht drüber nachdenken kann.
Titel: Re: Re: Bezahltes Spielleiten?
Beitrag von: tarinyon am 11.05.2026 | 10:10
Pff. Es war immer deutlich günstiger Spielleiter mit Essen zu bestechen.

Jedes Jahr dutzende supplements? Wo?

Inklusive 3rd Party natürlich.
Titel: Re: Re: Bezahltes Spielleiten?
Beitrag von: Ainor am 11.05.2026 | 10:40
Inklusive 3rd Party natürlich.

Na das kann jeder veröffentlichen. Inklusive der Spieler...
Wenn ein DM also ungeprüft 3rd Party Sachen erlaubt dann kann man sich die einfach schreiben :)
Titel: Re: Re: Bezahltes Spielleiten?
Beitrag von: tarinyon am 11.05.2026 | 10:48
Ja, aber darum geht's doch? Spieler kaufen sich Supplements in der Hoffnung, dass es pay to win ist (also nicht alle Spieler).

PS Wir reden natürlich davon, dass publiziertes Material eine gewisse Form haben sollte, damit es Autorität genießt
Titel: Re: Re: Bezahltes Spielleiten?
Beitrag von: tartex am 11.05.2026 | 11:11
Ja, aber darum geht's doch? Spieler kaufen sich Supplements in der Hoffnung, dass es pay to win ist (also nicht alle Spieler).

Zum Glück läßt Kelestia sowas für Harn nicht zu (https://www.kelestia.com/node/86). Da geht nur gratis to win. ~;D
Titel: Re: Monetarisierung im Hobby (War: Bezahltes Spielleiten?)
Beitrag von: klatschi am 11.05.2026 | 11:19
Hab das nun zu einem eigenen Thema gemacht, viel Spaß beim Brainstorming  :headbang:
Titel: Re: Monetarisierung im Hobby (War: Bezahltes Spielleiten?)
Beitrag von: Dreamdealer am 11.05.2026 | 11:43
Ich mache das schon seit Ewigkeiten... - Extra-XP gibt es bei mir für Diary Schreiben, Muderboard erstellen usw.
Titel: Re: Re: Bezahltes Spielleiten?
Beitrag von: tarinyon am 11.05.2026 | 11:54
Zum Glück läßt Kelestia sowas für Harn nicht zu (https://www.kelestia.com/node/86). Da geht nur gratis to win. ~;D

Gilt nicht nur für Kelestia. Und HârnMaster ist eh eher ne Ausnahme. Da werden ja Supplements, ähnlich wie bei Runequest, nur für uns Spielleiterwale produziert. Davon fast alles nur Fluff ohne Regeln.
Titel: Re: Re: Bezahltes Spielleiten?
Beitrag von: Prisma am 11.05.2026 | 12:24
Also pay to win gibt es ja schon ewig im RPG spätestens seit AD&D 2e Zeiten. Ab da wurden ja jedes Jahr dutzende supplements rausgehauen, die sich hauptsächlich an Spieler richteten und die den Powercreep beförderten. Extrem krass war es in der OGL Periode mit den 3rd Party Produkten. Und auch bei der angeblich ach so gebalanceden 5e ist es weiterhin so.
Das ist in in meinen Augen kein pay to win. Das Kuratieren des zulässigen Materials am Tisch obliegt dem Spielleiter.


Ansonsten könnte man aber alles monetarisieren, z.B. bei D&D-artigen Spielen: 1 Euro = 1 Xp. Alle Attribute starten bei 8, pro Punkt in einem Attribut einen Zwanziger. Artefakte? Kein Problem, wird bloß teuer. Rerolls kosten immer saftig. TPK? Auch kein Problem, könnt euch die mit den o.g. Preisen wieder zusammenkaufen. Ach, du hast keinen Bock auf den einen Spieler in der Runde und willst das er entfernt wird? Ja, ich nehme auch Kreditkarten. Ach, und du anderer Spieler willst aber das du bleibst. Dann ist die Auktion eröffnet. 8]

(visible disgust (https://media1.tenor.com/m/Rgm2sOUuAcIAAAAd/homelander-disgusting.gif))
Titel: Re: Monetarisierung im Hobby (War: Bezahltes Spielleiten?)
Beitrag von: Luxferre am 11.05.2026 | 12:25
In (A)D&D gibt es ja sogar schon Preise für die magischen Gegenstände und Artefakte  >;D
Titel: Re: Monetarisierung im Hobby (War: Bezahltes Spielleiten?)
Beitrag von: ghoul am 11.05.2026 | 12:43
Um auch mal in dieser perversen Diskussion mitzumischen, ein Vorschlag:
Ein Actual Play Stream, die Zuschauer können den Spieler-Charakteren Ausrüstung, Heilung, Loot, Feats etc. kaufen - sonst müssen diese leiden und stinken ab gegen die SCs ihrer publikumsaffineren Mitspieler.
Titel: Re: Monetarisierung im Hobby (War: Bezahltes Spielleiten?)
Beitrag von: tartex am 11.05.2026 | 12:48
Wie wäre es mit Strip-D&D?

Für jedes abgelegt Kleidungsstück kriegt man einen Reroll oder findet einen zufälligen magischen Gegenstand?
Titel: Re: Monetarisierung im Hobby (War: Bezahltes Spielleiten?)
Beitrag von: Clawdeen am 11.05.2026 | 12:48
Um auch mal in dieser perversen Diskussion mitzumischen, ein Vorschlag:
Ein Actual Play Stream, die Zuschauer können den Spieler-Charakteren Ausrüstung, Heilung, Loot, Feats etc. kaufen - sonst müssen diese leiden und stinken ab gegen die SCs ihrer publikumsaffineren Mitspieler.

Gibts ja mit Gummipunkten und ähnlichem schon. Ist also nicht mal weit weg.
Titel: Re: Monetarisierung im Hobby (War: Bezahltes Spielleiten?)
Beitrag von: Grashoffer am 11.05.2026 | 12:49
Richtig guter Thread.  :d
Titel: Re: Monetarisierung im Hobby (War: Bezahltes Spielleiten?)
Beitrag von: tarinyon am 11.05.2026 | 12:51
Um auch mal in dieser perversen Diskussion mitzumischen, ein Vorschlag:
Ein Actual Play Stream, die Zuschauer können den Spieler-Charakteren Ausrüstung, Heilung, Loot, Feats etc. kaufen - sonst müssen diese leiden und stinken ab gegen die SCs ihrer publikumsaffineren Mitspieler.

Gibt's sowas nicht schon? Immerhin spenden ja schon viele Fans ihren Parafreunden live auf Twitch. Und das ohne Grund. Total verrückt.

 Insgesamt ist das alles, was wir hier diskutieren, weder Ironie noch Zukunftsmusik. Mit dnd beyond ist der Weg längst beschritten. Und eigentlich war das ganze ja schon für 2008 mit 4e geplant. Und hätte es nicht den backlash bei der OGL gegeben, dann wärn die loot boxen schon da. Wotc hat halt den Fehler gemacht, dass sie ihre Pläne von unsympathischen Konzerntypen ausplaudern haben lassen. Würde das irgendein influencer wie Matt Mercer oder sonst irgendein dnd spielende pornstar oder whatever machen, gäbe es nicht so krasse Gegenwehr.
Titel: Re: Monetarisierung im Hobby (War: Bezahltes Spielleiten?)
Beitrag von: ghoul am 11.05.2026 | 12:52
Gibts ja mit Gummipunkten und ähnlichem schon. Ist also nicht mal weit weg.

Gibt es schon? Ich fühle mich alt und abgehängt. Demnächst erzählst du mir noch, dass es schon Rollenspielrunden per Telefax gibt, haha!
Titel: Re: Monetarisierung im Hobby (War: Bezahltes Spielleiten?)
Beitrag von: Ainor am 11.05.2026 | 12:58
Und hätte es nicht den backlash bei der OGL gegeben, dann wärn die loot boxen schon da.

Zum Glück läßt Kelestia sowas für Harn nicht zu (https://www.kelestia.com/node/86). Da geht nur gratis to win. ~;D

Ist die OGL jetzt was gutes oder ist es ein "Glück" wenn der Verlag seine Kunden vor Fremdmaterial beschützt?  :)
Titel: Re: Monetarisierung im Hobby (War: Bezahltes Spielleiten?)
Beitrag von: Namo am 11.05.2026 | 13:08
Also diese Thread lässt mich irgendwie fassungslos den Bildschirm anstarren. Ich dachte beim ersten Beitrag es wäre ein Witz. Bitte lass hier niemanden aus der Publisherbranche mitlesen. Wer weiß auf welche perverse Gedanken die kommen würden.
Titel: Re: Monetarisierung im Hobby (War: Bezahltes Spielleiten?)
Beitrag von: Ainor am 11.05.2026 | 13:45
Naja, da es sowas bei Computerspielen alles schon seit langem gibt muss man die eigentlich nicht erst auf die Idee bringen. Das gute ist das im Rollenspiel das meiste davon nicht funktioniert.
Titel: Re: Monetarisierung im Hobby (War: Bezahltes Spielleiten?)
Beitrag von: unicum am 11.05.2026 | 13:56
Wie wäre es mit Strip-D&D?

Für jedes abgelegt Kleidungsstück kriegt man einen Reroll oder findet einen zufälligen magischen Gegenstand?

Bitte nicht,.... wäre bei den meisten spielenden für mich eher ein grund "du bekommst das wenn du das nicht machst,..."

oder meinst du das die SC kleidungsstücke "ablegen" für das verhindern eines Kritischen Treffers (Warhammer 4ed etwa).
Titel: Re: Monetarisierung im Hobby (War: Bezahltes Spielleiten?)
Beitrag von: Korig am 11.05.2026 | 14:01
Das bringe ich schon seit Jahren als Runninggag bei uns. Aber würde ich nie machen und auch ich keiner Runde spielen die sowas praktizieren würden.
Titel: Re: Monetarisierung im Hobby (War: Bezahltes Spielleiten?)
Beitrag von: HEXer am 11.05.2026 | 14:03
Magst du erklären, warum nicht? Und gibt es vielleicht Leute, die sowas in der Art schonmal gemacht haben und hier Erfahrungen posten können?

Was ist daran für euch verwerflich? War es nicht so, dass das für das D&D VTT mal angedacht war? Wo ist da für euch als Spielleiter/Kleinunternehmer der (moralische und/oder organisatorische) UNterschied zu einem Publisher?

Warum soll es nicht funktionieren? Ich meine, dank Paypal etc. Sind Mikrotransaktionen ja kein Problem mehr und das Gekaufte dann am (virtuellen) Tisch auszugeben ist ja auch kein Thema.

Und man kann es ja so sehen, dass es auch viel gerechter ist, wenn Spielende nur für das Geld ausgeben, was sie auch tatsächlich wollen?
Titel: Re: Monetarisierung im Hobby (War: Bezahltes Spielleiten?)
Beitrag von: Luxferre am 11.05.2026 | 14:17
Wenn man etwas ablehnt, ist es noch lange nicht verwerflich. Fürs Protokoll.

Ich werde nicht bei einem Bezahl-SL spielen und ich werde mich auch nicht einkaufen lassen. Habe Entsprechendes auch schon abgelehnt.
Wenn ich als SL eingeladen werde und die Gastgebenden mich zu Speis und Trank  einladen, dann genügt mir das. Es ist mein Hobby und das werde ich nicht monetarisieren. Das ist für mich keine Leistung, die ich in ein Verhältnis zu €uronen setzen könnte. Im Berufsleben nimmt man in meinem Umfeld ab 140€/Std netto und nach oben ist das schnell offen (Juristen nehmen auch gern 320€+/Std). Das könnte ich wirtschaftlich gar nicht abbilden.
Titel: Re: Monetarisierung im Hobby (War: Bezahltes Spielleiten?)
Beitrag von: DonJohnny am 11.05.2026 | 14:33

Warum soll es nicht funktionieren?

Weil die Gruppe zu klein ist. In einem Onlinespiel mit sehr vielen Teilnehmern, mit viel Konkurrenz mag pay to win für ein kleienres Segment an Spielern funktionieren. In einer Rollenspielrunde mit fünf Spielern? Wer verspricht mir, dass es die Gruppe in drei Monaten noch gibt? Ich sehe da keine Perspektive für ein entsprechendes Modell auf der Ebene. Vielleicht bei großen und regelmäßgen LARPs`?
Titel: Re: Monetarisierung im Hobby (War: Bezahltes Spielleiten?)
Beitrag von: Prisma am 11.05.2026 | 14:44
Was sollen die Publisher machen? Die Preise erhöhen? Hahahaha! Es gibt tausende andere Rollenspiele da draußen, in allen Preiskategorien, auch umsonst. Schon im einem einzigen System kann man jahrzehntelang Spaß haben. Und dann kommt noch die Sache das man sich Rollenspiele auch relativ leicht selbst schreiben kann. Aber das Problem ist, es werden sich trotzdem irgendwelche Leute finden, die mitmachen. Aber da sinkt dann mein Mitleid. 
Die Sache ist die: Mach bei dem Abzockscheiß einfach nicht mit. Oder wenn doch, dann setze dir eine harte Grenze.
 
Beispiele wo die Abzocke schon da ist:

Star Wars von FFG? Die Kommerzspezialwürfel gibt es nur um die teuer zu verkaufen? F**k it! Probegespielt und nicht mehr mit der Kneifzange angefasst. Alte und andere Sachen und selbst welche mit abgefeilten Seriennummern sind vorhanden. Selbst schuld, wer das kauft.

Magic? Das ist im Prinzip Glücksspiel ohne Altersbegrenzung. Da müsste strenggenommen ein Warnzeichen an die Packung, wie bei Zigaretten. Lootboxen, Lootboxen, Lootboxen... Magic ist das Teuerste was man in unserem Metahobby machen kann und man muss ständig mitgehen, wenn man im Spiel bleiben möchte. Wie bei Drogen. Ehrlich gesagt, ich verstehe nicht wieso man da so lange dabeibleibt, aber das könnte vier mal so teuer sein und dennoch Spieler finden. Selbst schuld! (Transparenz: Ich habe das zur 7. Ed. auch eine Zeit lang gespielt, aber nur mit ein paar Karten. Ich hatte eine Grenze.)

D&D5? Wer da bei den Abomodellen mit macht ist selber schuld. Bend over and pay up, bitches! Es ist auch so, dass es zahlreiche und bessere Alternativen gibt. Da gibt es wirklich keine Entschuldigung mehr.  Auch wenn WotC irgendwann die OGL kaputt macht... Na und? Dann wird auf was anders umgesattelt und fertig. Die Unsicherheit der OGL ist z.B. auch der einzige Grund weshalb es Daggerheart gibt. Auch die "Influencer-Elite-DM" Runden für tausende Dollar sind in meinen Augen Abzocke.

Worauf ich hinaus will, ist: egal ob es vom Konzern, vom Verlag oder vom Kleinunternehmer/Spielleiter kommt ... sich abzocken zu lassen ist in unserem (Meta)Hobby eine Entscheidung die man selber bewusst trifft.   

Titel: Re: Monetarisierung im Hobby (War: Bezahltes Spielleiten?)
Beitrag von: DonJohnny am 11.05.2026 | 14:48
Ok, neuer Ansatz.

 Wir machen eine Onlineplattform auf der sich Teilnehmer an unserer genialen Idee registrieren müssen. Dann finden wir im ganzen Land Spielleiter, die im Prinzip so open table Dungeons anbieten. Die Spieler können sich im Rahmen dieser Angebote Schatzkisten kaufen. Kauf, rausfinden was drin ist, besitz, alles online geregelt. Der Loot gehört auch dem Spieler, nicht dem Charakter. Der Spielleiter erhält eine Provision für jede verkaufte Kiste.
Titel: Re: Monetarisierung im Hobby (War: Bezahltes Spielleiten?)
Beitrag von: Prisma am 11.05.2026 | 14:55
Ok, neuer Ansatz.

 Wir machen eine Onlineplattform auf der sich Teilnehmer an unserer genialen Idee registrieren müssen. Dann finden wir im ganzen Land Spielleiter, die im Prinzip so open table Dungeons anbieten. Die Spieler können sich im Rahmen dieser Angebote Schatzkisten kaufen. Kauf, rausfinden was drin ist, besitz, alles online geregelt. Der Loot gehört auch dem Spieler, nicht dem Charakter. Der Spielleiter erhält eine Provision für jede verkaufte Kiste.
Gabs das in der Art nicht schon bei Diabolo 2?
Titel: Re: Monetarisierung im Hobby (War: Bezahltes Spielleiten?)
Beitrag von: Luxferre am 11.05.2026 | 14:56
Ich bin angesichts der hiesigen, tendenziell eher linken politischen Einordnung vieler User hier im :T: echt verwundert ...  :o  ... wenn das Hobby dem Kapitalismus anheimfällt, dann wäre das in meinem Verständnis abzulehnen. Und damit meine ich NICHT, dass die Produkte auch ein Teil einer gesunden sozialen Marktwirtschaft sind. Ich meine das Monetarisieren und Kommerzialisieren von einem sozialen Miteinander. Vom Hobby "Spiel".
Titel: Re: Monetarisierung im Hobby (War: Bezahltes Spielleiten?)
Beitrag von: DonJohnny am 11.05.2026 | 15:01
Ich lehne das für mich total ab. Aber wenn ich schon mal ne tolle Idee habe wie man endlos Geld verdienen kann und ich unfassbar reich werde, ja dann haus ichs raus.
Titel: Re: Monetarisierung im Hobby (War: Bezahltes Spielleiten?)
Beitrag von: First Orko am 11.05.2026 | 15:02
Wenn man etwas ablehnt, ist es noch lange nicht verwerflich. Fürs Protokoll.

Ich werde nicht bei einem Bezahl-SL spielen und ich werde mich auch nicht einkaufen lassen. Habe Entsprechendes auch schon abgelehnt.
Wenn ich als SL eingeladen werde und die Gastgebenden mich zu Speis und Trank  einladen, dann genügt mir das. Es ist mein Hobby und das werde ich nicht monetarisieren.

This! Hobby ist Hobby, Erwerb ist Erwerb. Mir reichen schon die verkackten Microtransaktionen und Abomodelle für jede kleinste Mikro-App allüberall. Da muss nicht noch mein Hobby "Professionalisieren"! Das ist meine verdammte Freizeit und ich mach es, weil ich verdammt nochmal Bock drauf habe! Wenn ich irgendwann gar keine Lust mehr drauf habe, dann such ich mir was Anderes. Aber Geld dafür würde Druck erzeugen auf eine Art, die ganz sicher nicht meinen kreativen Flow befeuern würde, eher das Gegenteil.

Also: FICK DIE MONETARISIERUNG!

Dass das mal klar ist  >;D

Um auch mal in dieser perversen Diskussion mitzumischen, ein Vorschlag:
Ein Actual Play Stream, die Zuschauer können den Spieler-Charakteren Ausrüstung, Heilung, Loot, Feats etc. kaufen - sonst müssen diese leiden und stinken ab gegen die SCs ihrer publikumsaffineren Mitspieler.

War das nicht in Larry Nivens Traumpark wo Spielende in einer Art hochgradig automatisierten und mit Holokram usw. von Spielleitung beeinflussbaren LARP-Welt Abenteuer bestanden und das für einem Millionenpublikum per Kameras? Ich meine, da gab es auch eine Art System, wo durch Gunst des Publikums ein SC irgendwie Boni bekommen konnte... ist aber länger her, dass ich das gelesen hab evt irre ich mich da grad  :think:
Titel: Re: Monetarisierung im Hobby (War: Bezahltes Spielleiten?)
Beitrag von: HEXer am 11.05.2026 | 15:03
Machen wir nicht Ähnliches wie Skins kaufen nicht ohnehin schon? Ich meine, was würde ein Plain Text Rollenspiel Softcover im Vergleich zu vollfarbigrn, vollillustrierten Hardcovern kosten?

Und ein weiterer Gedanke: Könnte man als bezahlte SL nicht Zusatzleistungen gegen Entgeld anbieten? Zum Beispiel: ein einfaches Abenteuer mit Theatre of the Mind als Basis. Illustrationen als Zusatzleistung, ebenso Token, Automatisierungen, VTTs?
Titel: Re: Monetarisierung im Hobby (War: Bezahltes Spielleiten?)
Beitrag von: DonJohnny am 11.05.2026 | 15:07
Wenn ich den ersten Beitrag lese sind Folgebeiträge wie
- niemals
- nein, niemals
- nicht mit mir
keine Beiträge die dem Sinn des Threads entsprechen bzw auf die Eingangsfrage antworten.

Wobei ich die abschließende Beurteilung dem unfreiwilligen Threadersteller überlasse.
Titel: Re: Monetarisierung im Hobby (War: Bezahltes Spielleiten?)
Beitrag von: Luxferre am 11.05.2026 | 15:20
Ist ja der Auslagerung eines anverwandten Themas zuzuschreiben ;)
Titel: Re: Monetarisierung im Hobby (War: Bezahltes Spielleiten?)
Beitrag von: DonJohnny am 11.05.2026 | 15:22
Ich mein ja nur. Beim Schwertlesbenthread hieß es, man soll nicht reinschreiben, dass man an so etwas kein Interesse hätte, weil es nichts zum Thema beitragen würde.
Titel: Re: Monetarisierung im Hobby (War: Bezahltes Spielleiten?)
Beitrag von: HEXer am 11.05.2026 | 15:24
This! Hobby ist Hobby, Erwerb ist Erwerb. […] Das ist meine verdammte Freizeit und ich mach es, weil ich verdammt nochmal Bock drauf habe! […]. Aber Geld dafür würde Druck erzeugen auf eine Art, die ganz sicher nicht meinen kreativen Flow befeuern würde, eher das Gegenteil.

Aber ist das nicht tendenziell der Weg, den die meisten professionell tätigen Kreativen hinter sich haben? Insbesondere in unserem Hobby?
Titel: Re: Monetarisierung im Hobby (War: Bezahltes Spielleiten?)
Beitrag von: Eismann am 11.05.2026 | 15:31
Ich hatte mir da schon Gedanken zu gemacht.
Pay2Win-Mini-Soloabenteuer. Zwei, drei Seiten mit garantiertem Loot. Du willst 500 Gold, 200 XP und ein Schwert +2? Spiel "Die goldene Ente", nur 2,99 Euro im PDF-Shop deiner Wahl.
Titel: Re: Monetarisierung im Hobby (War: Bezahltes Spielleiten?)
Beitrag von: HEXer am 11.05.2026 | 15:32
Ich hatte mir da schon Gedanken zu gemacht.
Pay2Win-Mini-Soloabenteuer. Zwei, drei Seiten mit garantiertem Loot. Du willst 500 Gold, 200 XP und ein Schwert +2? Spiel "Die goldene Ente", nur 2,99 Euro im PDF-Shop deiner Wahl.

Sowas wie die „liebliche Prinzessin Yasmina“? KLingt auch nach einem interessanten Ansatz!
Titel: Re: Monetarisierung im Hobby (War: Bezahltes Spielleiten?)
Beitrag von: Eismann am 11.05.2026 | 15:35
Ja, gabs früher ja schon. Da haben Leute standardmäßig Solos durchgenudelt nach vorgeplanten Wegen, um an die wichtigen Items für ihre Charaktere zu kommen. Um damit dann in Spielrunden zu gehen.
Das kann man im Sinne eines Servicegedankens natürlich streamlinen.
Titel: Re: Monetarisierung im Hobby (War: Bezahltes Spielleiten?)
Beitrag von: HEXer am 11.05.2026 | 15:38
Ich hab das grad mal in die KI gehackt:

Zitat
Das zerbrochene Siegel

Ein kurzes Fantasy-Soloabenteuer für 1 Spieler.
Im Geist alter Fighting Fantasy- und Das Schwarze Auge-Soloabenteuer. Also: schlechte Entscheidungen, dunkle Keller und Würfelwürfe, die dich persönlich beleidigen.



Regeln

Du brauchst:

* 1W20
* 1W6
* Papier für Werte, Gegenstände und Lebenspunkte

Dein Held

Verteile:

* 8 Punkte auf:
    * Stärke (ST)
    * Geschicklichkeit (GE)
    * Verstand (VE)

Jeder Wert startet bei 1.
Maximalwert zu Beginn: 5.

Beispiel:

* ST 4
* GE 2
* VE 2

Lebenspunkte

Du startest mit:

10 LP + Stärke

Proben

Wenn eine Probe verlangt wird:

W20 ≤ passender Wert + Bonus

Beispiel:
GE 3 und Bonus +2 → Erfolg bei 1-5.

Ja, die Erfolgswahrscheinlichkeit ist grausam niedrig. Willkommen bei klassischer Fantasy.

Kampf

Jede Runde:

* Beide würfeln 1W6
* Spieler addiert Stärke
* Gegner addiert Kampfwert

Höher gewinnt:

* Verlierer verliert 2 LP

Bei Gleichstand passiert nichts.

Erfahrung

Für bestandene Gefahren und besiegte Gegner erhältst du EP.

Je 5 EP:

* +1 auf einen Wert ODER
* +2 maximale LP



Startausrüstung

* Rostiges Schwert (+1 Kampf)
* Reisekleidung
* 1 Heiltrank (heilt 4 LP)
* 8 Silberstücke



Prolog

Im Grenzdorf Tannfurt verschwinden seit Wochen Menschen.
Alte Bauern reden von Lichtern im Hügelgrab südlich des Waldes.

Der Dorfvorsteher bietet:

* 30 Silberstücke
* freie Unterkunft
* und „den Dank ehrbarer Leute“

für jeden, der die Ursache findet.

Du stehst nun am Waldrand.
Nebel hängt zwischen den Bäumen wie feuchte Bettwäsche des Todes.



1

Der schmale Pfad führt tiefer in den Wald.

Nach einer Stunde erreichst du eine Weggabelung:

* Der linke Weg führt zu alten Steinen. → weiter bei 2
* Der rechte Weg führt tiefer in den Nebel. → weiter bei 3



2

Zwischen moosbewachsenen Menhiren sitzt ein alter Bettler.

„Das Grab ist versiegelt“, murmelt er.
„Aber irgendjemand hat das Zeichen gebrochen.“

Er bietet dir an:

* einen Glücksstein für 5 Silber
* oder Informationen gegen etwas Essen.

Falls du Essen besitzt: weiter bei 4
Falls du den Stein kaufst: weiter bei 5
Falls du weitergehst: weiter bei 6



3

Im Nebel hörst du Knurren.

Ein ausgehungerter Wolf springt hervor.

Wolf

* Kampfwert: 3
* LP: 6

Falls du gewinnst:

* +2 EP
* Du findest 4 Silberstücke

Weiter bei 6

Falls du verlierst: Ende.



4

Der Bettler verrät:

„Im Grab gibt es drei Türen. Die bronzene ist eine Lüge.“

Du erhältst:

* +1 auf die erste Verstandsprobe im Abenteuer

Weiter bei 6



5

Der Glücksstein kostet dich 5 Silber.

Einmal im Abenteuer darfst du einen Wurf wiederholen.

Weiter bei 6



6

Schließlich erreichst du den Hügel.

Eine steinerne Treppe führt hinab in eine Krypta.

Vor der Tür befindet sich ein uraltes Symbol.

Verstandsprobe.

W20 \leq VE + 2

Bei Erfolg: weiter bei 7
Bei Misserfolg: weiter bei 8



7

Du erkennst das Zeichen eines alten Schutzordens.

Du sprichst ein kurzes Gebet und betrittst sicher die Gruft.

+1 EP

Weiter bei 9



8

Als du die Schwelle überschreitest, fährt kalte Magie durch deinen Körper.

Du verlierst 2 LP.

Weiter bei 9



9

Die Krypta teilt sich in drei Gänge:

* Schwarze Eisentür → 10
* Holzpforte → 11
* Bronzetür → 12



10

Hinter der Eisentür liegt eine verlassene Waffenkammer.

Du findest:

* Alten Schild (+1 LP dauerhaft)
* 12 Silberstücke

+1 EP

Weiter bei 13



11

Die Holzpforte führt zu einer alten Bibliothek.

Verstandsprobe.

W20 \leq VE + 1

Bei Erfolg:

* Du findest ein Ritual gegen Untote.
* Im Endkampf erhältst du +2 Kampf.

+2 EP

Weiter bei 13

Bei Misserfolg:
Ein Regal stürzt um.

Verliere 1 LP.

Weiter bei 13



12

Die Bronzetür.

Natürlich ist sie die Falle. Menschen bauen seit Jahrhunderten dieselben schlechten Dungeons.

Giftpfeile schießen aus den Wänden.

Geschicklichkeitsprobe.

W20 \leq GE + 2

Bei Erfolg:

* Du weichst aus.
* +1 EP

Bei Misserfolg:

* Verliere 3 LP

Weiter bei 13



13

Im Zentrum der Gruft befindet sich ein zerbrochenes Steinsiegel.

Daneben kniet ein bleicher Kultist.

„Der Meister erwacht“, zischt er.

Kultist

* Kampfwert: 4
* LP: 8

Falls du das Ritual aus der Bibliothek besitzt:

* +2 Kampf gegen ihn

Bei Sieg:
→ weiter bei 14

Bei Niederlage:
Ende.



14

Der Kultist zerfällt zu Staub.

Unter dem Steinsiegel findest du:

* 40 Silberstücke
* einen Mondstein
* eine kleine eiserne Schatulle

In der Schatulle:

* 1 Heiltrank
* 1 seltsamer Schlüssel

Du erhältst:

* +5 EP

Das Dorf feiert deine Rückkehr mehrere Tage lang.
Niemand fragt, warum nachts manchmal noch Licht aus dem Hügel scheint.

Menschen ignorieren gern offensichtliche Warnzeichen. Das macht Abenteuer überhaupt erst möglich.

ENDE



Schatz- und Fortschrittssystem für weitere Abenteuer

Beispiel-Schätze

* Silberringe
* Zauberamulette
* Heilkräuter
* Alte Karten
* Edelsteine

Beispiel-Ausrüstung

* Kettenhemd (+1 Kampf)
* Dietriche (+2 auf Schlossproben)
* Elixiere
* Magische Waffen

Beispiel-Charakterfortschritt

* 5 EP → Verbesserung
* 15 EP → Spezialfähigkeit:
    * Zweitschlag
    * Schattenblick
    * Eisener Wille
    * Glückskind

So. Fertig. Ein kleines Soloabenteuer mit genau der richtigen Mischung aus düsterer Fantasy, unfairen Würfen und feuchten Katakomben. Tradition verpflichtet.
Titel: Re: Monetarisierung im Hobby (War: Bezahltes Spielleiten?)
Beitrag von: Eismann am 11.05.2026 | 15:41
Ok... ja, wie auch immer.
Ich glaub so P2W-Mini-PDFs, da geht was.

Und natürlich: Spielerservice. Klar, mietbare SLs, das ist ein alter Hut. Aber wirklich gute Mitspieler sind echt was tolles. Warum also nicht auch Spieler mieten? Pro-Gamer.
Titel: Re: Monetarisierung im Hobby (War: Bezahltes Spielleiten?)
Beitrag von: HEXer am 11.05.2026 | 15:43
Ok... ja, wie auch immer.
Ich glaub so P2W-Mini-PDFs, da geht was.

Und natürlich: Spielerservice. Klar, mietbare SLs, das ist ein alter Hut. Aber wirklich gute Mitspieler sind echt was tolles. Warum also nicht auch Spieler mieten? Pro-Gamer.

Auch ne gute Idee! Das würde auch mal so klassische „Held mit Gefolge“ Geschichten ermöglichen, weil die bezahlten Mitspielenden dann ja die Sidekicks machen können.
Titel: Re: Monetarisierung im Hobby (War: Bezahltes Spielleiten?)
Beitrag von: Prisma am 11.05.2026 | 15:45
Machen wir nicht Ähnliches wie Skins kaufen nicht ohnehin schon? Ich meine, was würde ein Plain Text Rollenspiel Softcover im Vergleich zu vollfarbigrn, vollillustrierten Hardcovern kosten?

Und ein weiterer Gedanke: Könnte man als bezahlte SL nicht Zusatzleistungen gegen Entgeld anbieten? Zum Beispiel: ein einfaches Abenteuer mit Theatre of the Mind als Basis. Illustrationen als Zusatzleistung, ebenso Token, Automatisierungen, VTTs?
Was machst du denn, wenn die Spieler eigene Skins (Charakterbilder) mitbringen, oder später nachreichen? Ist das dann verboten?
Das Problem ist, was kannst du anbieten, was die Spieler nicht kostenfrei herleiten können? Du leitest ein Theatre of Mind Abenteuer. Das ist ja im Prinzip was wir alle generell tun, gut, das kannst du in Rechnung stellen. Nun kannst du sagen, dass du Bilder und Karten gegen Geld als Zusatz anbietest. Aber was machst du wenn die sagen: "Beschreibe bitte den NSC?" Oder im Kampf: "Kannst du das eben skizzieren?" Sagst du dann: "Nein, nur gegen Aufpreis?"

Das andere Problem ist: Woher nimmst du die Assets, um die gegen Geld zu zeigen, Bilder/Tokens/Maps? Zeichnest du dann selber, ist es KI-Gedöns, oder kaufst du selber ein? Was für Automatisierungen willst denn machen? Kannst du programmieren? Ich nehme an, du willst kein VVT selber programmieren, sondern mietest eins und lädst die Spieler dazu und berechnest denen die Kosten+Gewinn. Was tust du, wenn die Spieler auf kostenlose VTTs hinweisen (z.B. Roll20 geht auch kostenlos)? 
Titel: Re: Monetarisierung im Hobby (War: Bezahltes Spielleiten?)
Beitrag von: Prisma am 11.05.2026 | 15:50
Aber wirklich gute Mitspieler sind echt was tolles. Warum also nicht auch Spieler mieten? Pro-Gamer.

Auch ne gute Idee! Das würde auch mal so klassische „Held mit Gefolge“ Geschichten ermöglichen, weil die bezahlten Mitspielenden dann ja die Sidekicks machen können.
... machen müssen. Die Idee ist nicht neu, aber es wäre dann kein freies Spiel. 

Das wird dann das Only Fans für Rollenspieler.
Titel: Re: Monetarisierung im Hobby (War: Bezahltes Spielleiten?)
Beitrag von: Ainor am 11.05.2026 | 15:52
Also ich sag mal: Monatliches Abo ist für die meisten Leute nicht gut. Denn anders als Netflix oder WoW kann man Rollenspiele nicht so einfach "bingen". Wenn sich die Gruppe alle 2 Wochen trifft dann ist das halt so.

Genauso kann man Gegenstände etc nicht wirklich monetarisieren solange die vom SL verteilt werden.
So wirklich viel können die Verlage nicht machen, denn die wesentliche Leistung beim Rollenspiel wird von der SL erbracht.

Aber wenn man Monetarisierung im Rollenspiel finden will:
https://www.kickstarter.com/projects/legendsofavantris/neon-odyssey (https://www.kickstarter.com/projects/legendsofavantris/neon-odyssey)

Core Box $250. Mit bunten Würfeln. Und Anstecknadel!

Die Unsicherheit der OGL ist z.B. auch der einzige Grund weshalb es Daggerheart gibt.

Na ein bisschen Geld werden sie auch damit verdient haben....
Und nachdem es durch war spielen sie dann doch D&D.

Ich mein ja nur. Beim Schwertlesbenthread hieß es, man soll nicht reinschreiben, dass man an so etwas kein Interesse hätte, weil es nichts zum Thema beitragen würde.

Ist zumindest für Systeme ganz vernünftig, scheint aber keine generelle Regel zu sein...
Titel: Re: Monetarisierung im Hobby (War: Bezahltes Spielleiten?)
Beitrag von: KhornedBeef am 11.05.2026 | 15:57
Ich finde wir müssen aus unserer Blase heraus. Wieso nur p&P?
Beispiel: "nein, Jürgen spielt barfuß, aber Samantha hat die Profistollenschuhe diese Runde, die hat mir gerade eben noch 20 Euro geschickt. Finde ich schön,dass ihr alle zum Kicken zu mit gekommen seid! Mache jetzt den Jubel vom Band an, ihr seid ja im Premiumlevel..."

Beispiel: "Willkommen zum Teekränzchen bei Königin Lillifee! Setzt euch, Herzogin Jamilia, und danke für eures Vaters Spende! Setzt euch direkt neben Hauke den Hässlichen in seinen Bettelklamotten. Miriam sagt, Haukes Mama muss bei Jamilias Vater in der Praxis so viele Igel bezahlen, deswegen kauft sich Hauke erst nächsten Monat neue Klamotten, aber das macht ja nichts"

"Nein, wir spielen schon Uno, aber ich spiele das mit +6 Karten. Hättest ja selbst welche mitbringen können"
Titel: Re: Monetarisierung im Hobby (War: Bezahltes Spielleiten?)
Beitrag von: HEXer am 11.05.2026 | 16:01
Was machst du denn, wenn die Spieler eigene Skins (Charakterbilder) mitbringen, oder später nachreichen? Ist das dann verboten?
Das Problem ist, was kannst du anbieten, was die Spieler nicht kostenfrei herleiten können? Du leitest ein Theatre of Mind Abenteuer. Das ist ja im Prinzip was wir alle generell tun, gut, das kannst du in Rechnung stellen. Nun kannst du sagen, dass du Bilder und Karten gegen Geld als Zusatz anbietest. Aber was machst du wenn die sagen: "Beschreibe bitte den NSC?" Oder im Kampf: "Kannst du das eben skizzieren?" Sagst du dann: "Nein, nur gegen Aufpreis?"

Das andere Problem ist: Woher nimmst du die Assets, um die gegen Geld zu zeigen, Bilder/Tokens/Maps? Zeichnest du dann selber, ist es KI-Gedöns, oder kaufst du selber ein? Was für Automatisierungen willst denn machen? Kannst du programmieren? Ich nehme an, du willst kein VVT selber programmieren, sondern mietest eins und lädst die Spieler dazu und berechnest denen die Kosten+Gewinn. Was tust du, wenn die Spieler auf kostenlose VTTs hinweisen (z.B. Roll20 geht auch kostenlos)?

Viele interessante Punkte. Ich versuche mal, ein paar Ideen aufzugreifen:


Edit: Etwas aufgeräumt.
Titel: Re: Monetarisierung im Hobby (War: Bezahltes Spielleiten?)
Beitrag von: HEXer am 11.05.2026 | 16:04
Ich finde wir müssen aus unserer Blase heraus. Wieso nur p&P?
Beispiel: "nein, Jürgen spielt barfuß, aber Samantha hat die Profistollenschuhe diese Runde, die hat mir gerade eben noch 20 Euro geschickt. Finde ich schön,dass ihr alle zum Kicken zu mit gekommen seid! Mache jetzt den Jubel vom Band an, ihr seid ja im Premiumlevel..."

Ich hab Kids, die Fussball gespielt haben. Gerade, was die Fussballschuhe angeht, war es durchaus Gang und Gäbe - wer da die Modelle des letzten Jahres hatte, war aber ganz unten durch. Peer group pressure.
Titel: Re: Monetarisierung im Hobby (War: Bezahltes Spielleiten?)
Beitrag von: Quaint am 11.05.2026 | 16:47
Ich denke man sollte unerwünschtes Verhalten mit Punktekosten versehen. Also Regeln für den Charakter nicht parat haben beispielsweise. Optional kann man erwünschtes Verhalten mit Bonuspunkten belohnen. Ansonsten muss man halt Löhnen um negativpunkte auszugleichen. Ansonsten fliegt man ab einer gewissen Punktzahl. 
Titel: Re: Monetarisierung im Hobby (War: Bezahltes Spielleiten?)
Beitrag von: Luxferre am 11.05.2026 | 16:49
Und fürs Würfeldrehen müssen die Spielenden auch blechen.
Bei Railroading gibt es eine Gutschrift.

 ~;D
Titel: Re: Monetarisierung im Hobby (War: Bezahltes Spielleiten?)
Beitrag von: tartex am 11.05.2026 | 16:52
Ich bin angesichts der hiesigen, tendenziell eher linken politischen Einordnung vieler User hier im :T: echt verwundert ...  :o  ... wenn das Hobby dem Kapitalismus anheimfällt, dann wäre das in meinem Verständnis abzulehnen. Und damit meine ich NICHT, dass die Produkte auch ein Teil einer gesunden sozialen Marktwirtschaft sind. Ich meine das Monetarisieren und Kommerzialisieren von einem sozialen Miteinander. Vom Hobby "Spiel".

Ich finde das Jammern über sowas halt eher lächerlich. Das ist wie wenn sich man bei irgendwelchen Bands über Ausverkauf und Kommerz aufgeregt hat.

Ich mache da einfach nicht mit, wenn ich nicht will. DIY lebt vom DIY. Wenn es Kapitalismus-Optionen für Leute gibt, die nicht cool genug für DIY sind, freut mich das für sie.

Meine kleine elitäre Blase wird dadurch höchstens noch elitärer. 8)

Wenn die Rollenspielpolizei kommt, dann gehe ich vielleicht doch noch auf die Barrikaden.
Titel: Re: Monetarisierung im Hobby (War: Bezahltes Spielleiten?)
Beitrag von: Hotzenplot am 11.05.2026 | 16:54
Optional kann man erwünschtes Verhalten mit Bonuspunkten belohnen.

Hahaha aber bitte auch für SPIELER, nicht nur SC! Genau mein Einstieg: Bezahl mich, oder ich verhalte mich komplett asozial! Schießer Feinripp Style Hotze!  ~;D
Titel: Re: Monetarisierung im Hobby (War: Bezahltes Spielleiten?)
Beitrag von: Luxferre am 11.05.2026 | 17:02
Ich finde das Jammern über sowas halt eher lächerlich. Das ist wie wenn sich man bei irgendwelchen Bands über Ausverkauf und Kommerz aufgeregt hat.
Ich mache da einfach nicht mit, wenn ich nicht will. DIY lebt vom DIY. Wenn es Kapitalismus-Optionen für Leute gibt, die nicht cool genug für DIY sind, freut mich das für sie.
Meine kleine elitäre Blase wird dadurch höchstens noch elitärer. 8)
Wenn die Rollenspielpolizei kommt, dann gehe ich vielleicht doch noch auf die Barrikaden.


Wenn in Hamburg G20 D20 ist, brennen die Autos in den Reichenvierteln und die Scheiben der Sparkassen werden eingeworfen  ~;D
"Alea, Alea, Antifascista!"
"Immer Pech und trotzdem da - Würfelschubser-Antifa!"
Titel: Re: Monetarisierung im Hobby (War: Bezahltes Spielleiten?)
Beitrag von: HEXer am 11.05.2026 | 17:15
Ich finde es schade, dass das Thema von manchen nicht ernst genommen wird. Die SLs sind doch die letzten, die das Hobby noch nicht monetarisieren. Man sehe sich mal an, wofür man auf Drivethru et al inzwischen alles bezahlen kann. Da ist alles dabei, von Grundregelwerken über Klassen bis hin zu Charakterillustrationen. Wieso also nicht eine SL dafür bezahlen, das für eine bestimmte Runde zu erstellen bzw. zu kuratieren?

Im Übrigen finde ich, dass selbst wenn Mitspielende mit selbst gekauften Klassen etc. zum Spielabend erscheinen, man als SL dafür durchaus auch eine Aufwandsentschädigung erwarten dürfte - schließlich ist man ja gehalten, eine (auch spielerisch) interessante Sitzung zu gestalten - das erfordert dann ja auch, dass man sich in die Fähigkeiten und Regeln der SC einarbeitet.
Titel: Re: Monetarisierung im Hobby (War: Bezahltes Spielleiten?)
Beitrag von: tartex am 11.05.2026 | 17:36
Wenn in Hamburg G20 D20 ist, brennen die Autos in den Reichenvierteln und die Scheiben der Sparkassen werden eingeworfen  ~;D
"Alea, Alea, Antifascista!"
"Immer Pech und trotzdem da - Würfelschubser-Antifa!"

Ich dachte wir reden hier über PnP und nicht über LARP.
Titel: Re: Monetarisiertes Spielleiten (War: Bezahltes Spielleiten?)
Beitrag von: tarinyon am 11.05.2026 | 17:58
Zur Klarstellung, weil Luxeferre verwundert war ob der Posts hier im Thread: ich hasse natürlich Monetarisierung, aber 1) wurde das moderne Rollenspiel aus Kapitalismus geboren (sozusagen die Ursünde des Gaming, weil der Gary Geld for Koks und Nutten gebraucht hat - hat sich in der BRD wiederholt (allerdings bei Kiesow ohne Koks und Nutten) ) und 2) wird es natürlich so kommen, dass die ganzen Sheeples, die jetzt schon ihr Geld in virtuelle slot machines, auto play rpgs (I kid you not), cs/fortnite/whatever skins und parasoziale Beziehungen versenken, auch beim RPG für krassen Bullshit löhnen. Gab hier im thread ja schon den Hinweis, dass man bei twitch gummipunkte für die Spieler bei irgendwelchen komischen wirtunsoalswärenwirfreundeundrollenspieler influencerrunden Geld überweisen kann. Das ist schon die Monetarisierung von rpg! Und zwar sogar durch Leute, die nicht mal mitspielen. Total krank! Das ist so, als würdest du bei irgendeinem Dorffußballspiel Geld zahlen, damit eins von den Kindern bessere Schuhe bekommt oder der Torwart geht kurz zur Seite oder so.
Titel: Re: Monetarisiertes Spielleiten (War: Bezahltes Spielleiten?)
Beitrag von: Luxferre am 11.05.2026 | 18:34
Haha, den Vertipper hätteste gern drinnen lassen können  >;D ich fand den sehr sweet  ~;D
Titel: Re: Monetarisiertes Spielleiten (War: Bezahltes Spielleiten?)
Beitrag von: tarinyon am 11.05.2026 | 18:36
Haha, den Vertipper hätteste gern drinnen lassen können  >;D ich fand den sehr sweet  ~;D

   >;D ja, über den Nutzen von DSA lässt sich streiten...
Titel: Re: Monetarisierung im Hobby (War: Bezahltes Spielleiten?)
Beitrag von: Luxferre am 11.05.2026 | 18:39
Ich finde es schade, dass das Thema von manchen nicht ernst genommen wird.

Wir sind hier ja nicht im bezahlten Spielleiten Thread. Und monetarisiertes Spielleiten im Sinne der CRPG-Unkultur ist nunmal nicht zum Ernstnehmen für mich.

Wenn Du allerley zusätzlich Zeygs anbietest, welches mit Herstellungskosten versehen ist, dann bin ich der Allerletzte, der da nicht auch gern mal zugreift ... wie du weißt. Aber DAS ist kein monetarisiertes Spielleiten.
Wer Kohle für sein Barbiespiel ausgeben will, ist dort auch nicht zu verorten.
Es geht doch ganz klar um Vorteile gegen Einwurf von Münzen (https://www.youtube.com/shorts/ojRmGW1n9ro).
Titel: Re: Monetarisiertes Spielleiten (War: Bezahltes Spielleiten?)
Beitrag von: HEXer am 11.05.2026 | 18:43
Das sehe ich nicht so. D&D Project Sigil hatte doch AFAIK auch eine menge nicht pay-to-win Optionen wie Skins, bemalte Minis etc.
Titel: Re: Monetarisierung im Hobby (War: Bezahltes Spielleiten?)
Beitrag von: DonJohnny am 11.05.2026 | 18:44
Ich dachte wir reden hier über PnP und nicht über LARP.

WEnn ich das hier kurz einschmeißen darf, das LARP bietet das einzige Beispiel wo ich so was in die Richtung schon mal in Wirklichkeit gesehen hatte. Das war ne kleine Domäne bei uns in der Nähe, die haben angefangen aus Geldmangel Erfahrungspunkte zu verkaufen. Ist aber auch schon fast 20 Jahre her.
Titel: Re: Monetarisiertes Spielleiten (War: Bezahltes Spielleiten?)
Beitrag von: tarinyon am 11.05.2026 | 18:45
Das sehe ich nicht so. D&D Project Sigil hatte doch AFAIK auch eine menge nicht pay-to-win Optionen wie Skins, bemalte Minis etc.

Bin da auch bei Hexer. Es gab und gibt schon Monetarisierung, die ich auch schlimm finde. Aber es ist mir auch wiederum Wurst, weil ich ja nicht betroffen bin und daher mache ich Witze darüber. Verstehe nicht, warum das ein Problem sein soll?

PS unseriös ist es auf jeden Fall. Warum sollte man so mysteriös rumlabern über den Auftraggeber? Ergibt keinen Sinn. Ich bin auch nebenberuflich selbstständig und lehne zb immer Aufträge von call center aus Indien (echte Aufträge für city Touren) immer ab, weil zu unseriös und Bezahlung dauert immer ewig usw.
Titel: Re: Monetarisiertes Spielleiten (War: Bezahltes Spielleiten?)
Beitrag von: HEXer am 11.05.2026 | 18:52
weil ich ja nicht betroffen bin und daher mache ich Witze darüber. Verstehe nicht, warum das ein Problem sein soll?

Das Witze machen meinst du? Nein, das ist nicht prinzipiell ein Problem. Nur wenn die Diskussion in zu vielen Scherzen untergeht, fände ich das schade.
Titel: Re: Monetarisierung im Hobby (War: Bezahltes Spielleiten?)
Beitrag von: klatschi am 11.05.2026 | 20:09
Star Wars von FFG? Die Kommerzspezialwürfel gibt es nur um die teuer zu verkaufen? F**k it! Probegespielt und nicht mehr mit der Kneifzange angefasst. Alte und andere Sachen und selbst welche mit abgefeilten Seriennummern sind vorhanden. Selbst schuld, wer das kauft.

Mit dem Argument ist jedes Spiel, das ein 7er Set braucht, abzulehnen. Den w6 hättest schon daheim gehabt. Oder Vampire, wo du ein w10 Pool System hast und mehr als den einen w10 brauchst, den man hat.
Klar, das 7er Set kriegt man mit jeder Starterbox - das bekommst bei den Star Wars Würfeln aber auch.

Für mich sind Spezialwürfel nicht das Problem sondern eben diese Würfeldinger für teuer Dollar, die dir die Influencer”freunde“ verkaufen wollen.
Ein 7er Set aus Malachit für nur 130 Euro - https://store.glasscannonnetwork.com/products/the-glass-cannon-podcast-campaign-two-cast-dice
Kriegt man im Netz für ein Drittel
Be Part of the Naish!
Titel: Re: Monetarisierung im Hobby (War: Bezahltes Spielleiten?)
Beitrag von: Alter Weißer Pottwal am 11.05.2026 | 20:41
Wie wäre es mit Strip-D&D?

Für jedes abgelegt Kleidungsstück kriegt man einen Reroll oder findet einen zufälligen magischen Gegenstand?

Der ein oder andere Spieler könnte den Spieß rumdrehen... :o
Titel: Re: Monetarisiertes Spielleiten (War: Bezahltes Spielleiten?)
Beitrag von: Eismann am 11.05.2026 | 20:42
Er gibt magische Gegenstände ab, um sich anziehen zu können?
Titel: Re: Monetarisiertes Spielleiten (War: Bezahltes Spielleiten?)
Beitrag von: Quaint am 11.05.2026 | 21:59
Wenn er fertig ist, gibst du ihm freiwillig magische Gegenstände, damit er sich wieder anzieht.  ~;D
Titel: Re: Monetarisiertes Spielleiten (War: Bezahltes Spielleiten?)
Beitrag von: DonJohnny am 11.05.2026 | 22:16
Die Strip-D&D-Sache find ich spannend, ich nehm das mal mit.
Titel: Re: Monetarisierung im Hobby (War: Bezahltes Spielleiten?)
Beitrag von: Prisma am 11.05.2026 | 22:55
Mit dem Argument ist jedes Spiel, das ein 7er Set braucht, abzulehnen. Den w6 hättest schon daheim gehabt. Oder Vampire, wo du ein w10 Pool System hast und mehr als den einen w10 brauchst, den man hat.
Klar, das 7er Set kriegt man mit jeder Starterbox - das bekommst bei den Star Wars Würfeln aber auch.

Für mich sind Spezialwürfel nicht das Problem sondern eben diese Würfeldinger für teuer Dollar, die dir die Influencer”freunde“ verkaufen wollen.
Ein 7er Set aus Malachit für nur 130 Euro - https://store.glasscannonnetwork.com/products/the-glass-cannon-podcast-campaign-two-cast-dice
Kriegt man im Netz für ein Drittel
Be Part of the Naish!
Diese Glasscannon-Würfel sind schlicht unnötige Luxusobjekte, die nett, aber nicht erforderlich sind. Die Sache mit den Star Wars Spezialwürfel von FFG ist anders. Die sind erforderlich um FFG-Star Wars zu spielen. Mit einem normalen 7er-Set kann man alles spielen. Selbst Vampire kann man strenggenommen mit nur 1W10 spielen, ebenso Shadowrun mit nur 1W6. Es macht bloß nicht so viel Spaß, wie mit mehren W10ern und W6ern. Mit den FFG-Würfeln kann ich aber kein anderes Spiel spielen. Die sind extra so designt.   


@HEXer:
Wie ich schon schrieb, kann man versuchen alles mögliche zu monetarisieren. Sofern du einen Käufer dafür findest. Worauf ich immer wieder gestoßen bin - vor allem seit dem die "gute alte Zeit"* vorbei ist - ist die Unwilligkeit der Spieler sich mit Spieltexten zu beschäftigen, geschweige denn sie wirklich zu lesen. Vielleicht gibt es hier einen Ansatzpunkt. Regeln erklären gegen Geld. Das Problem ist nur, auch das kann ins Leere gehen, wenn die Spieler gar nicht an den Regeln interessiert sind und schlicht sagen: "Du sagst uns einfach was wir würfeln sollen."

* Ich definiere sie mit der Zeit vor D&D3E.
Titel: Re: Monetarisierung im Hobby (War: Bezahltes Spielleiten?)
Beitrag von: klatschi am 11.05.2026 | 23:12
Diese Glasscannon-Würfel sind schlicht unnötige Luxusobjekte, die nett, aber nicht erforderlich sind. Die Sache mit den Star Wars Spezialwürfel von FFG ist anders. Die sind erforderlich um FFG-Star Wars zu spielen. Mit einem normalen 7er-Set kann man alles spielen. Selbst Vampire kann man strenggenommen mit nur 1W10 spielen, ebenso Shadowrun mit nur 1W6. Es macht bloß nicht so viel Spaß, wie mit mehren W10ern und W6ern. Mit den FFG-Würfeln kann ich aber kein anderes Spiel spielen. Die sind extra so designt.   

Mit den Würfeln kann ich auch Genesys spielen (die Symbole sind leicht anders, also nicht Star Wars thematisch, das ändert nichts) und damit steht mir auch alles offen. Sowieso steht mir mit jedem Rollenspielsystem alles offen, da ich auch die Star Wars Regeln problemlos für alles adaptieren kann.
Ich kann das Argument tatsächlich nicht nachvollziehen. Vor deiner ersten Runde D&D musstest auch du diese Würfel kaufen, das macht null Unterschied.
Titel: Re: Monetarisiertes Spielleiten (War: Bezahltes Spielleiten?)
Beitrag von: tartex am 12.05.2026 | 07:11
2) wird es natürlich so kommen, dass die ganzen Sheeples, die jetzt schon ihr Geld in virtuelle slot machines, auto play rpgs (I kid you not), cs/fortnite/whatever skins und parasoziale Beziehungen versenken, auch beim RPG für krassen Bullshit löhnen.

Wenn man das Wort "Sheeple" hört, kriegt man allerdings eine gewisse Ahnung, woher du genau deine Informationen beziehst. Da ist eigentlich sehr oft ziemlich klar woher der Wind weht. Ich würde da eher auf deine eigene Beobachtungen zählen, als die Worte solcher Leute für bare Münze zu nehmen.

:btt:
Titel: Re: Monetarisiertes Spielleiten (War: Bezahltes Spielleiten?)
Beitrag von: HEXer am 12.05.2026 | 09:33
(https://media3.giphy.com/media/v1.Y2lkPTc5MGI3NjExNnF6NHIzeGxiYnU4dnlwYmN3MzEyNGR3enJoazB0bzA0N2pkNnVhaCZlcD12MV9pbnRlcm5hbF9naWZfYnlfaWQmY3Q9Zw/sxZCZNYqdEMec/giphy.gif)
Titel: Re: Monetarisiertes Spielleiten (War: Bezahltes Spielleiten?)
Beitrag von: unicum am 12.05.2026 | 09:51
Die Strip-D&D-Sache find ich spannend, ich nehm das mal mit.

Wird ja bald Sommer, da kann man dann draussen sitzen und andere haben auch etwas davon,...

also die Moskitos mein ich,...
Titel: Re: Monetarisiertes Spielleiten (War: Bezahltes Spielleiten?)
Beitrag von: HEXer am 12.05.2026 | 10:16
Ich gebs auf...


NSFW:

(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)
Titel: Re: Monetarisiertes Spielleiten (War: Bezahltes Spielleiten?)
Beitrag von: Alter Weißer Pottwal am 12.05.2026 | 10:33
Das Problem - oder das Gute? - ist, dass man Dinge im Kopf nicht monetarisieren kann. In einem Computerspiel sehe ich, wie meine Figur aussieht. Im Spiel stelle ich es mir vor. Ich hab den Cheatcode also in meinem Kopf. Ich sehe da bei "normalen" Tischrunden wenig Möglichkeiten. Außer vielleicht die Anschaffungskosten der Materialien zu teilen. Das ist aber nicht wirklich monetarisieren...
Titel: Re: Monetarisiertes Spielleiten (War: Bezahltes Spielleiten?)
Beitrag von: ghoul am 12.05.2026 | 10:38
Die Strip-D&D-Sache find ich spannend, ich nehm das mal mit.

Pah, ganz alter Hut. Stand schon im DMG von 1979, im Appendix X ...
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)
Titel: Re: Monetarisiertes Spielleiten (War: Bezahltes Spielleiten?)
Beitrag von: 6 am 12.05.2026 | 10:50
Das Problem - oder das Gute? - ist, dass man Dinge im Kopf nicht monetarisieren kann. In einem Computerspiel sehe ich, wie meine Figur aussieht. Im Spiel stelle ich es mir vor. Ich hab den Cheatcode also in meinem Kopf. Ich sehe da bei "normalen" Tischrunden wenig Möglichkeiten. Außer vielleicht die Anschaffungskosten der Materialien zu teilen. Das ist aber nicht wirklich monetarisieren...
Auf einer Onlineplatform wollen viele Spieler am Liebsten eine digitale Visualisierung des Charakters haben... besonders wenn alle anderen Spieler eine entsprechende Visulaisierung haben. Schliess in die Onlineplatform eine Portrait-KI mit an, die Du per Abo oder per Mikrotransaktion füttern kannst und ich behaupte, die Platform kann, wenn sie es intelligent aufzieht, locker alleine damit die monatlichen Kosten für den Server stemmen.

Ach ja: Bitte keine Diskussion über KI. Hier geht es um die Möglichkeiten und weniger um die Moral hinter diesen Möglichkeiten. Konzerne sind da nämlich extrem schmerzfrei.

EDIT: Weil es mir gerade einfällt: Zusätzlich zu der Visualisierung am besten gleich noch individuelle Bilder- und Figurendrucke für diese Charaktere anbieten. Die Spieler wollen schliesslich noch die Charaktere irgendwo zuhause hinstellen. Je nachdem wie sehr sie auf den jeweiligen Charakter fixiert sind, würden der eine oder andere Spieler sicherlich RICHTIG tief in die Tasche dafür greifen...
Titel: Re: Monetarisiertes Spielleiten (War: Bezahltes Spielleiten?)
Beitrag von: HEXer am 12.05.2026 | 10:52
Das Problem - oder das Gute? - ist, dass man Dinge im Kopf nicht monetarisieren kann. In einem Computerspiel sehe ich, wie meine Figur aussieht. Im Spiel stelle ich es mir vor. Ich hab den Cheatcode also in meinem Kopf. Ich sehe da bei "normalen" Tischrunden wenig Möglichkeiten. Außer vielleicht die Anschaffungskosten der Materialien zu teilen. Das ist aber nicht wirklich monetarisieren...

Naja, Battlemaps, Token, Miniaturen, Charakterbögen… und Online ja nochmal einiges mehr.
Titel: Re: Monetarisiertes Spielleiten (War: Bezahltes Spielleiten?)
Beitrag von: First Orko am 12.05.2026 | 11:10
Ok, mal ganz konstruktiv.. ich sehe da eine Art von "Monetarisierung" im weiteren Sinne, die ich als spiel- und gruppenförderlich halte - und zwar, angelehnt an den Nachbarthread (https://www.tanelorn.net/index.php/topic,132965.0.html) nebenan - das Zusammenlegen für gemeinsames Spielmaterial von Regelbüchern, Kampagnen usw!

Oder eben:

Naja, Battlemaps, Token, Miniaturen, Charakterbögen… und Online ja nochmal einiges mehr.

Das habe ich in meinem Leben schon ein paarmal gemacht und finde das vor allem bei SL-Material auch fair, denn meist ist die SL-Rolle ja mit nen Tick mehr Aufwand und Verantwortung verbunden. Da wirkt das dann auch respektvoll anerkennend, wenn die Gruppe zusammenlegt. Ist jetzt aber auch schon etwas her und eher aus der Zeit, als man nicht so lang im Beruf war und noch mit Einstiegsgehältern unterwegs... heutzutage wollen ja alle gern ihre Regale präsentabel halten. Aber auch da: Warum nicht der SL eine Deluxeausgabe der Kampagne kaufen - nur fürs Regal? Dann ist das auch gleich ein Erinnerung an die Runde, man fühlt sich wertgeschätzt und es ist egal wie zerfleddert die Standardausgabe am Ende der Kampagne ist.

Ich sehe aber den Unterschied zu echten Moneten. Und an der Stelle ist für mich einfach die Grenze überschritten. Wie heißt es so schön: Bei Geld hört die Freundschaft auf - gibt kaum nen Spruch, den ich in meinem Leben (leider!) öfter hab sich bewahrheiten gesehen  :-\ Da ist kein Respekt mehr, man ist dann automatisch im Vergleichskontext "Ist es das wirklich wert? Ist nicht der Gegenstand den Spiely 2 gekauft hat geiler - und meiner war teurer? Warum ist das so..?" und schon ist man in Teufels Küche.

Und Thema Deluxeausgaben: Ja, das ist eine Monetarisierung der Produktanbieter! Aber wir sprechen hier von Monetarisierung der eigenen Freizeit... das halte ich für einen fundamentalen Unterschied! Der Übergang zu werbefinanzierten Streamingrunden ist da natürlich fließend, aber das ist ja auch nix, was ICH persönlich gutheiße.
Titel: Re: Monetarisiertes Spielleiten (War: Bezahltes Spielleiten?)
Beitrag von: tarinyon am 12.05.2026 | 13:19
Wenn man das Wort "Sheeple" hört, kriegt man allerdings eine gewisse Ahnung, woher du genau deine Informationen beziehst. Da ist eigentlich sehr oft ziemlich klar woher der Wind weht. Ich würde da eher auf deine eigene Beobachtungen zählen, als die Worte solcher Leute für bare Münze zu nehmen.

:btt:

Lol. Du sagst back to topic und pöbelst vorher rum? Eh klar, ich beziehe alle meine Infos vom Querdenker-Magazin und von der Deutschen Stimme (aus der RPG-Rubrik dort).

Ironie Off: vielleicht fällt es schwer, sich das vorzustellen, aber ich muss keine rechten Rollenspiel-Influencer anschauen, um mir meine eigene Meinung zu bilden... Ich schaue überhaupt keinem dieser Deppen zu, egal ob blau/rosahaarige Pornstars oder anti-woke-Grognards. Alle von denen haben ihre eigene Sheeples, die sie melken. Nur die Buzzwords sind andere.
Titel: Re: Monetarisiertes Spielleiten (War: Bezahltes Spielleiten?)
Beitrag von: Kurna am 12.05.2026 | 20:06
Die Strip-D&D-Sache find ich spannend, ich nehm das mal mit.
Die Info oder deren Klamotten.  ~;D
Titel: Re: Monetarisiertes Spielleiten (War: Bezahltes Spielleiten?)
Beitrag von: DonJohnny am 12.05.2026 | 21:48
Alles. Ich nehm alles mit.

Ich stell den Begriff jetzt einfach mal in den Chat meiner Rollenspielrunde. Mal schauen was passiert.

Titel: Re: Monetarisiertes Spielleiten (War: Bezahltes Spielleiten?)
Beitrag von: Torsten (Donnerhaus) am 12.05.2026 | 23:14
Die Option in-game Items für reales Geld zu kaufen, hatte WOTC ja bereits geplant. Gut, nichts von ihren geisteskranken Plänen das Hobby für immer in die Dunkelheit zu stürzen und jede Muskelzuckung irgendwie zu monetarisieren ist bislang aufgegangen. Aber die Pläne waren da. Das wäre dann Teil der Gesamtoffensive geworden, an deren Ende ja auch die Spielleiter für immer abgeschafft werden sollten. Und DM-Bot schert sich ja nicht darum, woher deine Items kommen.

Manche Online-Runden machen das auch. Da habe ich Fälle von Stream-Runden sowohl aus dem normalen Spektrum gesehen, wo die Zuschauer dann Items für die Charaktere kaufen konnten, als auch Fälle wo Zuschauer ganze Handlungskomplexe kaufen konnten. Letzteres vor allem im NSFW TTRPG Bereich. Einmal reingeschaut. War unerträglich und ich war definitiv nicht die Zielgruppe. Aber für 10$ bekommt der Barbar einen Heiltrank und für 50$ hüpft die Elfe ein paar Minuten auf ihrem Dillydally herum.

Grundsätzlich hatten wir das, in der 10$ Variante, als ich mit Rollenspiel anfing. Da war es durchaus norm, dass einige Spielleiter sich mit Lebensmitteln beschenken ließen und sich danach auch ein Teil der Lootvergabe richtete. Und in einer Runde wandelte eine Spielerin Handlungen in Spielnutzen um, die sie an der Straße des 17. Juni auch anderweitig hätte monetarisieren können.

Alles nicht so meins. Mir ist es schon monetarisiert genug, dass ich als Teil meiner Arbeit Rollenspielrunden leite.  ;D
Titel: Re: Monetarisiertes Spielleiten (War: Bezahltes Spielleiten?)
Beitrag von: Luxferre am 13.05.2026 | 10:13
Nochmal für mich ... es geht in diesem Ableger ausdrücklich nicht darum, für die Leistung als SL bezahlt zu werden, sondern um die Monetarisierung von zusätzlichen Inhalten, Goodies, ingame-Items oder sonstiger Staffage, korrekt?


Alles, was ingame passiert zusätzlich zu monetarisieren finde ich -positiv formuliert- bescheiden. Egal, ob das jetzt superdupermagische Gegenstände sind oder freizuspielende Charakter-Optionen. Kommt für mich ÜBERHAUPT NICHT infrage. Würde auch jedes gemeinsame Spiel sofort beenden.

Alles, was das Spiel am Tisch bereichert und ggfs noch mit Aufwand seitens SL hergestellt werden muss ist doch normal, dass das auch mit Kosten verbunden ist. Ob das hochwertige Karten sind, irgendwelche 3D-ausgedruckten Gadgets oder hochwertige Charakter-Tableaus, da wäre es in meiner Welt normal, dass das auch mit einer Monetarisierung verbunden ist. AUẞER, die SL möchte dafür nicht bezahlt werden. Zum Beispiel bei Regelbüchern, Kampagnenbänden und Co ist das bei uns zumindest der Usus.
Titel: Re: Monetarisierung im Hobby (War: Bezahltes Spielleiten?)
Beitrag von: Prisma am 13.05.2026 | 13:31
Mit den Würfeln kann ich auch Genesys spielen (die Symbole sind leicht anders, also nicht Star Wars thematisch, das ändert nichts) und damit steht mir auch alles offen. Sowieso steht mir mit jedem Rollenspielsystem alles offen, da ich auch die Star Wars Regeln problemlos für alles adaptieren kann.
Ich kann das Argument tatsächlich nicht nachvollziehen. Vor deiner ersten Runde D&D musstest auch du diese Würfel kaufen, das macht null Unterschied.

(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)
Titel: Re: Monetarisiertes Spielleiten (War: Bezahltes Spielleiten?)
Beitrag von: Prisma am 13.05.2026 | 13:38
Nochmal für mich ... es geht in diesem Ableger ausdrücklich nicht darum, für die Leistung als SL bezahlt zu werden, sondern um die Monetarisierung von zusätzlichen Inhalten, Goodies, ingame-Items oder sonstiger Staffage, korrekt?
So wie ich HEXer verstanden habe geht es darum ein Brainstorming zu betreiben, was alles am Spiel monetarisiert werden kann - quasi so viel zu monetarisieren wie nur irgend möglich.
Titel: Re: Monetarisiertes Spielleiten (War: Bezahltes Spielleiten?)
Beitrag von: nobody@home am 13.05.2026 | 14:07
Ich denke, es gibt da Spezialwürfel und Spezialwürfel. Einerseits sind zumindest einige der D&D-Polyeder auch heute noch eher "Exoten" und benutzen nur Systeme innerhalb einer bestimmten Blubberblase wirklich das komplette Set, andererseits dürften sich höchstens ausgesprochene Puristen auf "Alles außer den Alltagssechsseitern aus der Spielesammlung/der Kniffelbox ist unnütze Geldverschwendung!" einschießen.

Ansonsten sind Würfel zumindest am realen Tisch (über virtuelle könnte man ggf. streiten) ja erst mal nix, was rein innerhalb der Spielwelt existiert. Wenn ich mir da einen neuen Würfel oder Würfelsatz kaufe, dann geht der ganz real in meinen Besitz über und ich kann ihn als Spieler in der Hand halten, während umgekehrt mein Charakter definitiv nicht jedesmal würfelt, wenn ich eine Probe für ihn ablege. ;)
Titel: Re: Monetarisiertes Spielleiten (War: Bezahltes Spielleiten?)
Beitrag von: KhornedBeef am 13.05.2026 | 14:17
[...]. Und in einer Runde wandelte eine Spielerin Handlungen in Spielnutzen um, die sie an der Straße des 17. Juni auch anderweitig hätte monetarisieren können.
[...]
(https://www.tanelorn.net/index.php?action=dlattach;topic=132994.0;attach=40997)
Titel: Re: Monetarisiertes Spielleiten (War: Bezahltes Spielleiten?)
Beitrag von: Prisma am 16.05.2026 | 17:02
Okay, ich habe ein wenig nachgedacht und möchte die folgenden Gedanken – einige von euch werden die vielleicht bis wahrscheinlich nicht mögen – vor allem mit HEXer teilen:

Weißt du was? Monetarisiere alles was nur geht. Mache dir eine Liste vom gesamten Rollenspielprozess und schau wofür man Geld verlangen könnte? Beratung bei der Charaktererschaffung? Kostet! Spezielle Wünsche? „Aber ich wollte doch den dämonischen Halbgott der achten Ordnung spielen.“ Klar geht das, kostet aber, weil die Kampagne darauf ausgelegt werden muss usw. VTT-Nutzung, fancy Battlemaps, NSC-Bilder etc. Kostet. Kostet. Kostet. Außerhalb der Spielzeit Fragen stellen? Genau: Kostet. Und natürlich muss man es schön verpacken.

Na gut, warum bin ich nun so „bösartig“? Das liegt daran: Warum sollte man Mitleid mit der Zielgruppe haben? Ich denke nämlich, die gehören gar nicht zu uns.
Was will denn diese Zielgruppe überhaupt? Die möchte sich nicht die Mühe machen ein Abenteuer, geschweige denn eine Kampagne vorzubereiten. Wahrscheinlich wollen sich die wenigsten mit der Hintergrundwelt und einem GRW auseinandersetzen. Aber … jedes Hobby hat im Kern die tiefe Beschäftigung mit der Materie. Genau das möchte die Zielgruppe jedoch nicht, sonst wäre sie nicht bereit jemanden dafür zu bezahlen, es für sie zu übernehmen. „Wir“ sind also nicht dieselbe Gruppe, wie diese Leute. So wie Videospiele spielen und Let’s Plays gucken unterschiedliche Hobbies sind, oder Fußball spielen und Fußball gucken. Und genauso wie die Leute irgendwelchen Influencern Geld schenken, können diese Leute dann auch ruhig für Spielleitung zahlen. Das ist dann nicht mehr unser Hobby, sondern eben ein Geschäft. Aber so greift auch eine andere Ethik. Beim Hobby will man das Bestmögliche geben, da geht es um Gleichgesinnte, die man anders respektiert, beim Geschäft bekommt man nur das für das man bezahlt hat, da geht es um Kundschaft.

Was uns zu der Frage des Honorars im Verhältnis zur Vorbereitung führt. Das Problem ist dass die meiste Arbeit in der Vorbereitung liegt. Was wäre da ein sinnvoller Stundenlohn? Nicht der Mindestlohn, das wäre Selbstausbeutung. Ich glaube auch nicht, dass der Vergleich zum Kinoticket welches jeder Spieler kauft ausreicht. Dann schon eher zum Konzertticket. Man muss bedenken, man konsumiert kein Produkt von der Stange, sondern kann absolut individuell eingreifen. Das ist wesentlich mehr wert, als ein "statisches" Konsumprodukt.

Es wäre wohl auch sinnvoll für Planungssicherheit zu sorgen und zwar klar zu den eigenen Gunsten. Beispielsweise könnte man ein Abomodell einführen. Nach den ersten zwei oder drei Sitzungen, die einzeln bezahlt werden, müssten die Spieler ein 6-Monate-Abo buchen. Schließlich commitet der Spielleiter in eine Kampagne. Der hat das größere Risiko. Wie oft man im Monat dann spielt, müsste man festlegen. Mehrere Sitzungen bedeutet auch mehr Geld, denn das Abomodell ist nur als Ausfallschutz für den SL gedacht. Dieses sagt nur aus, wie viel Geld auf jeden Fall reinkommt. Ausfälle die dann die Spieler zu verantworten haben, werden trotzdem bezahlt. Ausfälle an denen die Spielleitung Schuld ist, würden natürlich kostenlos nachgeholt werden.

Da ist natürlich noch mehr denk- und machbar. Also, wenn man bezahltes Spielleiten schon macht, dann sollte man sich bewusst sein, dass es Geschäft, kein Hobby, ist. Das sollte man klar trennen. Und man sollte sich nicht selbst ausbeuten oder ausbeuten lassen.
Titel: Re: Monetarisierung im Hobby (War: Bezahltes Spielleiten?)
Beitrag von: Aedin Madasohn am 16.05.2026 | 18:02
Wo ist da für euch als Spielleiter/Kleinunternehmer der (moralische und/oder organisatorische) UNterschied zu einem Publisher?
Und man kann es ja so sehen, dass es auch viel gerechter ist, wenn Spielende nur für das Geld ausgeben, was sie auch tatsächlich wollen?

von reiner Bedarfsdeckung kann ein SpielleitUnty-(Geld)nehmer ja neet lebee  :korvin:
Wollungen müssen geweckt werden, dann fließt schon das Zaster
 
aber um das richtig krasse Rad zu drehen, muss so gut wie alles in Wollungen ummontearisiert werden.
Wenn also der Oger aus dem Busch Encounter aus selbigem hervorspringet, dann als FKK-Version! Hah!
Bei DEM KI-Bild, was jetzt serviert wird, KAUFEN die Spielys SOFORT dem Oger einen Lendenschurz, einfach nur,
damit ihre Chars im Kampf nicht Abzüge wegen krampfhaft zugehaltener Augen erleiden
 >;D :muharhar: :muharhar: :muharhar:
sind die Orks nicht grün genug angepinselt? KAUF den Grünstich!
haben die Wikingas-Verschnitte so affige Kühhörner am Helm? KAUF die Enthornung!
ist der Ycceländär Barbar zu anatomisch korrekt mit Muskelmassen austaffiert? KAUF die Aufblasung samt herausgemeißelter Muskelpartie (der sprichwörtliche Nüssesack), die kein Anatom kennt!

lass dir das Entbuggen zum Standard-Fäntel bereits monetarisieren - einfach Blödsinn reinhauen und dann fürs Herausnehmen abkassieren, leichter kann man an das Geld anderer Leute nicht rankommen!

darauf zu warten, dass man die perfekte Bedarfsdeckungsdienstleistung entwickelt hat und dann erst in den Markt gehen ist so was von Oldschool...

 :Ironie: :Ironie: :Ironie:







Titel: Re: Monetarisierung im Hobby (War: Bezahltes Spielleiten?)
Beitrag von: Prisma am 16.05.2026 | 18:22
Wenn also der Oger aus dem Busch Encounter aus selbigem hervorspringet, dann als FKK-Version!
Genial!  >;D
Für einen variablen Zusatzbetrag tragen z.B. angreifende Amazonen [Basispaket: korrekte Rüstungen] -> [Upgrade zu sexy Rüstungen] -> [Upgrade zu Lederbikinis] -> [Upgrade zu nackt mit Kriegsbemalung] -> [Premium Upgrade zu ...und sie wollen auf jeden Fall Snu Snu]

Das "Erotic-Level" könnte man zu Beginn der Kampagne monitär von den Spielern festlegen und zwischendurch anpassen lassen.