@Wahweijin: zu deiner Frage – das Regelwerk ist tatsächlich bewusst reduziert und übersichtlich gehalten. Das Herzstück des Buches ist eigentlich die Kampagne "Und das Licht längst vergangener Tage". Alles andere ist im Grunde geschaffen, damit die Spielleitung hier ein immersives, multimediales Abenteuer leiten kann. Daher ist das Buch auch eigentlich nichts für Spielende – aus eigener Erfahrung bei einem Testlauf kann ich sagen, dass es am Besten funktioniert, wenn die Spielenden eigentlich nichts wissen und das Abenteuer zwischen der irdischen Menschenwelt und der Anderswelt unerwartet geschieht. Aber ich bin an sich auch mehr der Lore-/Mythologie-Bauer. Regelwerke gibt es genug und am Ende könnte man jedes auch verwenden, um "Jenseits der Kreise" zu spielen; oder sogar keins und alles verbal spielen. Ich finde Regeln sollten das Rollenspiel unterstützen, und Rollenspiel sollte aber nicht davon abhängig sein. Beantwortet dir das deine Frage?
wenn die Spielenden eigentlich nichts wissen und das Abenteuer zwischen der irdischen Menschenwelt und der Anderswelt unerwartet geschiehtdas passt dazu, dass es ursprünglich als Roman gedacht war ^^
Hast Du vor eine Art Zusammenfassung zu schreiben? Also wo man eine Art Roadmap zur Kampagne "Und das Licht längst vergangener Tage" kurz und knackig nachlesen kann?
Spannendes Projekt! :)
Könntest du grob schätzen, wie viel von der Kampagne in der normalen Welt spielt und wie viel in der Anderswelt?
Ich habe auf jeden Fall vor, mich da mal reinzulesen, aber weiß noch nicht wann, da ich gerade viel um die Ohren habe.
Ich bin neu hier und möchte mich kurz vorstellen: ich heiße Matthias, bin freiberuflicher Grafikdesigner in der Musikbranche (habe Artworks u. a. für Bands wie A-ha, Caliban, Electric Callboy oder Schwarzer Engel gestaltet – schaut für mehr gern auf https://www.seasonzero.de (https://www.seasonzero.de) vorbei).
*Zur Transparenz, weil mir das wichtig ist: Die Bilder und Musik habe ich mit Hilfe von KI umgesetzt und in penibler Handarbeit nachbearbeitet — als Ein-Personen-Projekt ohne Budget war das für mich der Weg, der Welt trotzdem ein Gesicht zu geben. Mir ist bewusst, dass das unterschiedlich bewertet wird; ich beantworte dazu gern jede Frage.
Über Rückmeldungen, Meinungen und wohlwollende Kritik würde ich mich sehr freuen!
Meld mich morgen mit einer Zusammenfassung der Kampagne!Danke Mattias, das ist sehr hilfreich!
Dankeschön :)
Also, der Großteil der Kampagne spielt in der Anderswelt. Dennoch ist die Verknüpfung beider Welten und auch das "Hin und Her" zwischen ihnen, essentiell für die Dramaturgie und im Grunde auch Tragik der Geschichte. Beide Welten sind mit einander verwoben (auch historisch/mythologisch begründet, siehe Prolog und im Appendix des Buches noch näher erklärt).
Letztlich ist das Buch und auch die Kampagne eine exemplarische Blaupause für unendlich viele Geschichten, die zwischen den Welten spielen. Du kannst jeden historischen Moment in der irdischen Geschichte nehmen und dann den Weltengang zwischen Menschenwelt und Anderswelt als Ausgangspunkt für ein Abenteuer inszenieren. Sei es ein Bauer im Mittelalter, der bei Vollmond von Elfen in den Zauberkreis eingeladen wird, oder in der Gegenwart, dass man bei einem Bankett in Berührung mit der Feenwelt kommt... das ist am Ende völlig offen.
Das Buch und die Kampagne Und das Licht längst vergangener Tage sind ein mögliches Szenario, wie man das Weltgefüge von Jenseits der Kreise ausspielen und umsetzen kann. Das Prinzip ist also wichtiger als das Regelwerk... am Ende sollen Fantasie und Möglichkeiten das wichtigste sein. Darum ist die Anderswelt, oder Feenwelt, oder "Ewige Lande" auch eher wie Phantasien von Michael Ende konzipiert: jeder bewusste Schritt, kann eine neue Landschaft, ein neues Reich, ein neues Abenteuer schaffen... die Frage ist immer nur: wer bist du, wenn du zurück in deiner irdischen Heimat bist.
@Doc-Byte: Danke auch dir! Ich bin neugierig, welche CD mit meinem Artwork hast du im Regal? :D
Hast du dir mal Gedanken gemacht, wie man dein Werk in einer Bibliothek zur Verfügung stellen könnte?
Was mich generell überrascht, ist, dass die Menge an Bildern fast mehrheitlich eher problematisch aufgefasst wird; das hätte ich von allen Rückmeldungen am wenigsten erwartet :D
Empfindest du denn das überall im Buch so, oder ist das dann im hinteren Teil während der Szenen der Kampagne mehr im Gleichgewicht?
Das werde ich auf jeden Fall für das zweite Buch (eine weiterführende Kampagne) mit beachten!
Zu deinem Eindruck der Kampagne: Das stimmt! Und das Licht längst vergangener Tage ist bewusst eine durcherzählte und durchgeplante, lineare Geschichte – das ist überhaupt erst die Bedingung dafür, dass die Twists und Reveals tragen. Das verlangt natürlich eine Spielleitung, die die Geschichte fühlt und mag und mit unerwarteten Spielerentscheidungen souverän umgeht, statt sie abzuwürgen. Die Gruppe muss das natürlich ebenso mögen. Dass daraus nicht gerade „Massentauglichkeit“ entsteht, bin ich mir vollkommen bewusst :)
@Doc-Byte: Wow, dass du die Bilder extra durchgezählt hast, nötigt mir Respekt ab :D
[...]Das jetzige werde ich aber erst einmal so lassen, wie es ist. Für mich waren die Bilder beim mehrmaligen Durch- und Korrekturlesen eher Atempausen zwischen den Texten. Ich glaube, das ist am Ende vielleicht Geschmackssache – die einen fühlen sich getragen, die anderen erschlagen, und beides ist völlig legitim.