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Pen & Paper - Spielsysteme => Systemübergreifende Themen => Thema gestartet von: Quaint am 17.08.2026 | 15:42
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Vielleicht ne dumme Frage. Ich mein sowas wie die Abenteuerspielbücher von der Fighting Fantasy oder der Einsamer Wolf Reihe kenne ich. Ich hab auch schon 1-2 Experimente gewagt wo quasi ein KI Chatbot als Spielleiter fungiert hat.
Aber immer wieder kommt mir unter, dass Leute offenbar ganz normale Rollenspiele "Solo spielen". Teils gibts da auch nochmal spezielle Regeln dafür. Und von sowas wie dem Mythic Game Master Emulator habe ich gehört, aber das halt bislang nicht gelesen und auch nicht benutzt/gespielt. Ich hab irgendwas im Hinterkopf, dass dann auch mit Tabellenwürfen gearbeitet wird. Oder ein Orakel befragt wird (scheinbar auch eine Art Tabelle)
Aber vielleicht mag mir das ja mal jemand "für Dummies" erklären.
Was mir insbesondere schwierig vorkommt: Jemand muss ja die Regeln auslegen und die Tabellenwürfe interpretieren und so... Aber wenn ich Solo unterwegs bin, hab ich ja ein gewisses Interesse, dass mir die Ergebnisse passen. Wie sorgt man denn für eine gewisse Fairness/Neutralität?
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Bei Modiphius ist Solo Game Masters Guide erschienen, da gibt es viele interessante Tipps fürs Solospielen.
Das Orakel kenne ich von Ironsworn, das funktioniert ganz gut.
Du guckst was du machen willst, du würfelst, du definierst ein Ergebnis, was zu dem Würfelwurf passt.
Fairness/Neutralität sind da meines Erachtens unwichtig.
Es gibt niemanden der einen Nachteil davon hat, wenn du dich nicht an die Regeln hältst und dir was anderes ausdenkst.
Letztlich geht es doch darum, dass du Spaß an der Geschichte hast, die du selber entwickelst.
Der Nachteil am Solospiel ist eher der fehlende kreative Input von anderen.
Aber das ist kein unüberwindbares Hindernis.
Die meisten Geschichten sind, wenn man sie auf das Wesentliche reduziert, schon ziemlich häufig dagewesen.
Im Zweifelsfall also einfach ein bisschen bei den Lieblingsserien wildern und an die Geschichte anpassen.
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Ich interpretiere es bisweilen so:
-Spiele ich in der Gruppe, dann besteht die Geschichte aus den Interaktionen aller. Es gibt viele Ideen, gemeinsame Entscheidungen und unterschiedliche interessen.
-Spiele ich solo, dann gehts um mich, meine Ideen, wünsche, meine Entscheidungen und meine Interessen. Der kreative oder andere Input kommt von meiner Fantasy, möglicherweise Orakel, Karten oder Tabellen. Da ich eine Geschichte spiele, die zwar zufälligkeiten hat aber ich den Ausgang interpretiere, muss ich nicht auf andere achten sondern mache die Geschichte im Rahmen der Entscheidungsgewalt des Spiels selbst.
Dabei gibts mehrere Arten von Solo-Ansätzen. Manche setzen mehr auf erkundung, auf ausarbeitung einer Welt, auf das innere eines Charakters usw... Viele indies :)
Dann Spiele, die Solo auch unterstützen wie Ironsworn oder Dragonbane.
Andere machen irgendein System zum Solospiel... Scarlet Heroes mit DnD, GME mit fast jedem System.
Kommt halt immer drauf an, was man selbst will.
Es gibt sehr viele, sehr gute Videos darüber. Evtl suche ich noch eines raus später.
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Aber vielleicht mag mir das ja mal jemand "für Dummies" erklären.
Was mir insbesondere schwierig vorkommt: Jemand muss ja die Regeln auslegen und die Tabellenwürfe interpretieren und so... Aber wenn ich Solo unterwegs bin, hab ich ja ein gewisses Interesse, dass mir die Ergebnisse passen. Wie sorgt man denn für eine gewisse Fairness/Neutralität?
Das ist tatsächlich (soweit ich das mitkriege) nicht das Ziel. Das Ziel ist, dass du allein eine interessante Geschichte erleben kannst - nicht, dass das Orakel jetzt für dich einen unbestechlichen Spielleiter ersetzt, gegen den du kämpfen und gewinnen kannst. Wenn du das suchst, brauchst du wohl eher ein Computer-RPG.
(Kleine Anmerkung: Viele menschliche Spielleiter ticken ja auch nicht so, sondern lassen die Geschichte sich im Spiel entwickeln. Da ist man sicherlich auch nicht immer zu 100% neutral, sondern freut sich bspw. über coole Ideen der Spieler und will sehen, wo die hinführen).
Ich würde empfehlen, mal in den Youtubekanal "Me, Myself and Die (https://www.youtube.com/@MeMyselfandDieRPG)" von Trevor Devall reinzuschauen. Da kannst du (wenn du seine etwas hyperaktive Art erträgst) sehen, wie so etwas in der Praxis für verschiedene Regelwerke aussehen kann.
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Ich spiele selbst seit einer Weile Solo mein eigenes Setting. Mythic GM Emulator 2nd Ed. nutze ich als Orakel und Inspiration. Anfangs wusste ich auch nicht so recht wie ich des anstelle. Zufallstabellen halfen sehr. Ich nutze dazu selbst erstellte Tabellen und welche aus allen möglichen anderen Quellen.
Ich würde empfehlen, mal in den Youtubekanal "Me, Myself and Die (https://www.youtube.com/@MeMyselfandDieRPG)" von Trevor Devall reinzuschauen.
Den kann ich wärmstens empfehlen. Schaue grad seine Savage Worlds Staffel :headbang:
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Ich denke KI kann da in der Zukunft auch etwas leisten, die Companion apps sind da zum Teil schon brauchbar - von dem mangelnden Gedächtnis mal abgesehen, und der Sache das man NSFW nicht aktivieren sollte sonst landet die Geschichet im ... Bett. Das ist eher Story/Characterdriven aber ich kann mir vorstellen das in der zukunft das auch Dungeoncrawl als SL ersetzen kann.
In der Zunkft, derzeit nur sehr bedingt.
Aber ich hab z.b. schon mit dem Setting "Harry Potter" da lustige Spiele gemacht (im SFW modus). War "lustig" und hat ein paar Stunden die ich mit warten verbringen musste kurzweilig todgeschlagen, aber ohne das "mir ist langweilig" würd ich da nichts mehr versuchen und ein Ersatz für Spiel mit echten Menschen ist es eben bei weitem nicht.