Irrationalerweise dazu nerven mich Spieler, die als Spielercharakter meinen das darstellen zu müssen, was ihnen partout überhaupt nicht liegt, im Spiel durchausIch denke nicht, dass das irrational ist. Denn meistens nerven diese Spieler ja vor allem deshalb, weil sie entweder alles ewig aufhalten oder alle aus der Immersion reißen.
Imo geht es in dem von dir genannten Thread im Kern darum, dass die Fähigkeiten von Spieler und Charakter abweichen können:
Der Spieler kann charismatisch und eloquent sein, der Charakter aber nicht. Oder umgekehrt. Der Spieler kann ein genialer Planer sein, der Charakter, den er spielt, allerdings so stumpf wie ein Stein. Oder umgekehrt. Es geht hierbei also letztlich immer um geistige Fähigkeiten und nie um körperliche Fähigkeiten (natürlich auch nicht um magische oder andere, die der Spieler selbst nicht haben kann).
Dabei gilt: der Spieler kann einen Helden eben nur begrenzt gut darstellen, während er ihn umgekehrt unbegrenzt schlecht darstellen kann.
Ja, solange es im rahmender demokratischen Grundordnung ist.der Sache ist die in Session 0 ausgehandelt wurde.
Wer sich davon - ohne weitesgehende Diskussion - entfernt muss damit rechnen das er nicht mehr mitspielt.
Liest sich jezt vieleicht etwas härter als ich es wirklich meine, aber ja ich hatte schon öfter sehr skurille SC in meinen Con-Gruppen wo ich dachte "Du meine Güte sowas spielt ihr zuhause?" und da lass ich dann auch mal die anderen Spieler entscheiden, wobei einige ja eine Geheimniskrämerei um ihre Figuren machen,...
Die viel sinnvollere Frage am Spieltisch ist meiner Meinung nach:
Missfällt es den Mitspielenden, wie du deinen Charakter (oder irgendeinen Charakter) spielst?
Darf ein Spieler einen Magier spielen, wenn er die seine Sprüche ungenügend beherrscht und daher Gelegenheiten verpasst, Gefährten verletzt und andere Fehler macht?
Darf ein Spieler einen gewieften Taktiker spielen, wenn er zwar die Regeln für seinen Charakter kennt, aber ihm die Fantasie oder das Wissen fehlt, sie bestmöglich einzusetzen?
Ich persönlich liebe es, einen Charakter bestmöglich darzustellen und würde daher ohnehin keine Figur spielen wollen, die völlig außerhalb meiner Möglichkeiten liegt.Da finde ich mich auch wieder.
Ich denke nicht, dass das irrational ist. Denn meistens nerven diese Spieler ja vor allem deshalb, weil sie entweder alles ewig aufhalten oder alle aus der Immersion reißen.Kurze Klarstellung:
Ich hab hier auch eine Spielerin, die meint, Face-Charaktere spielen zu können - dabei aber aufgrund mangelnder Sozialkompetenz ständig die ganze Gruppe entweder gegen sich aufbringt, oder in die Scheiße reitet.
Inzwischen hat man ihr zu verstehen gegeben, dass sie solche Chars besser nicht mehr spielen soll...
Genauso muss es aber erlaubt sein, die für eigenen Bedürfnisse an Spielspass nicht ausreichende Darstellungsperformance anzusprechen, so höflich wie möglich, so bestimmt wie nötig.Das ist sehr schön und klar auf den Punkt gebracht!
Aber das hat imho doch nichts damit zu tun, ob ich als Spieler ein Genie spielen darf, obwohl ich im echten Leben vielleicht nicht die hellste Kerze auf dem Leuchter bin.Das Genie als Spielercharakter wird in dem Licht schon interessante Fragen auf: Wenn man nicht alles spielen darf, was man auch Darstellen kann, wird es nie einen Meisterdedektiv a´la Sherlock Holmes als Spielercharakter geben - das macht alles natürlich etwas ärmer.
Aber wir haben umgekehrt auch oft zusammen gelacht, weil das umgekehrt auch mal wie ne lose canon und damit überraschend für alle am Tisch war.Ja, auch ein interessanter Aspekt, danke dafür: Ein paar meiner denkwürdigsten, grotesk-komischen und somit besten Rollenspielanekdoten kommen gerade aus der Diskrepanz zwischen angedachtem Charakterkonzept und der völligen Unfähigkeit dies in einer bestimmten Situation in die Spielwelt zu transportieren.
Die viel sinnvollere Frage am Spieltisch ist meiner Meinung nach:Danke, da kann ich zustimmen :d
Missfällt es den Mitspielenden, wie du deinen Charakter (oder irgendeinen Charakter) spielst?
...
Wenn man im Bereich des Hobbysports schaut, ist man da oft klar und sehr selbstverständlich von den eigenen Fähigkeiten limitiert:
Ich darf beim Fussball nicht von Anfang an auflaufen, wenn ich nicht zu den besten Elf gehöre. Und wenn es nur für die zweite Mannschaft reicht, dann obligt es einem selbst, damit klarzukommen.
...
Wie seht ihr das?
Andere Verbote etwas zu spielen mag es aber trozdem geben. "Wir spielen in Mittelerde, du darfst hier leider keinen Jediritter spielen"
Der Titel des Threads enthält imo eine Fehlannahme, nämlich dass ich einen Charakter verkörpern können muss. Das halte ich für falsch; ich muss ihn nur darstellen können.
Was dann in der Tat eine etwas andere Sache ist, zumal es ja nicht automatisch ein "Nein, du dürftest auch in einer Star-Wars-Kampagne keinen Jedi spielen, du kannst das einfach nicht" impliziert. :)
(Nebenbei: Ob man im konkreten einzelnen Kampagnenfall nicht ausnahmsweise doch mal ein Crossover erlauben möchte, sei dahingestellt. Vielleicht trägt's die Gruppe ja tatsächlich mit und alle haben Spaß...aber dann schadet es auch nicht, sich im Vorfeld schon mal abgesprochen und geeinigt zu haben.)
Ich denke nicht, dass das irrational ist. Denn meistens nerven diese Spieler ja vor allem deshalb, weil sie entweder alles ewig aufhalten oder alle aus der Immersion reißen.
Ich hab hier auch eine Spielerin, die meint, Face-Charaktere spielen zu können - dabei aber aufgrund mangelnder Sozialkompetenz ständig die ganze Gruppe entweder gegen sich aufbringt, oder in die Scheiße reitet.
Inzwischen hat man ihr zu verstehen gegeben, dass sie solche Chars besser nicht mehr spielen soll...
Leute, letzten Endes heißt es R O L L E N S P I E L.
Jeder spielt jemanden, der er in Wirklichkeit nicht ist oder sein kann - es gibt keine echten Magier, und es gibt in einer Spielrunde auch niemanden, der z.B. überzeugend den ultracoolen, eleganten Agenten ihrer Majestät spielen kann.
Deshalb kannst du spielen, was du willst. Wenn deine Gruppe damit nicht klar kommt, rede mit ihr darüber. Wenn das nichts bringt, such dir eine neue.
Oder machen wir jetzt in Runde 0 immer Eignungstests, ob man das Face / den Magier / die Kämpferin spiele darf?
Ich denke nicht, dass das irrational ist. Denn meistens nerven diese Spieler ja vor allem deshalb, weil sie entweder alles ewig aufhalten oder alle aus der Immersion reißen.
Ich hab hier auch eine Spielerin, die meint, Face-Charaktere spielen zu können - dabei aber aufgrund mangelnder Sozialkompetenz ständig die ganze Gruppe entweder gegen sich aufbringt, oder in die Scheiße reitet.
Inzwischen hat man ihr zu verstehen gegeben, dass sie solche Chars besser nicht mehr spielen soll...
Mal ganz abgesehen von der armen Spielleitung, die ja alle möglichen und unmöglichen Arten von NSC spielen soll...wenn wir schon mit den Spielern so streng sein wollten, wie sollte die das alles dann jemals schaffen? ;D
Wenn man im Bereich des Hobbysports schaut, ist man da oft klar und sehr selbstverständlich von den eigenen Fähigkeiten limitiert:
Ich darf beim Fussball nicht von Anfang an auflaufen, wenn ich nicht zu den besten Elf gehöre. Und wenn es nur für die zweite Mannschaft reicht, dann obligt es einem selbst, damit klarzukommen.
Nun kann man Sagen: "So einen Sport- / Wettbewerbsgedanken will ich in meinem Rollenspielhobby nicht haben!"
Da kann man wenig dagegen einwenden, aber es gibt auch andere Runden, bei denen ein anderer, regelseitiger Leistungsgedanke sehr präsent ist: Da gibt es im "Combat as Sport" knackige Encounter und von Spielerseite wird durchaus erwartet, dass man mit einem einigermaßen optimierten "Build" daher kommt.
Liefert jemand nicht, so lese ich hier oft heraus, bekommt derjenige das durchaus zu spüren und es kann darin münden, dass der Spieler als nicht Gruppenkompatibel aussortiert wird.
[...]
Wie seht ihr das?
Ja.
Stell dir nur einmal vor, besagter Spiely kann wirklich:Ich weiß nicht, aber da würde ich eher sagen, dass sich die Gruppe nicht das optimale System ausgesucht hat, als dass der Spieler/Charakter nicht in die Gruppe passt.
.....
Stell dir nur einmal vor, besagter Spiely kann wirklich:Also wenn die Werte ihren Sinn nicht in irgendeiner Form von selbst ins Spiel einbringen können, wozu gibt es dann überhaupt diese Werte?
- ums Verrecken nicht Taktieren... spielt dann den Taktiker der Gruppe qua Werten, aber seine Pläne gehen immer schief. Nachdem er damit seine Gefährten dadurch öfters an den Rand des TPK gebracht hat, aber darauf besteht, den doch immer wieder zu spielen... wie reagiert ihr da?
- oder sagen wir, der Spieler spielt seine Charaktere eher unvorbereitet, locker-flockig, die hören nicht so genau zu – aber er will nun einmal den Dieb spielen. Und tötet ständig die anderen Charaktere, weil er beim Fallen-Entschärfen nicht so genau aufpasstWie kann man denn bei Fallen-Entschärfen "nicht so genau aufpassen"? Das ist ein Würfelwurf.
- oder er kann sich halt überhaupt nicht dazu durchringen, den eigenen Charakter mutig und bestimmt agieren zu lassen. Der spielt seine Charaktere gerne schreckhaft, will aber derjenige sein, der in der Gruppe vorgeht.Das ist schon eher ein Problem, weil es die Handlungen des Charakters als Gesamtes betrifft und eine regelseitige Hilfestellung/Lösung praktisch unmöglich ist (das einzige, was mir da ansatzweise in den Sinn käme, wären die Waghalse aus dem Ratten-RPG, die einen ziemlich deftigen Bonus bekommen, wenn sie eine besonders waghalsige/riskante/abgefahrene Aktion machen - aber auch das kann die Persönlichkeit des Spielers auch nicht ändern).
Nein, ich glaube schon, dass es auch im herausforderungsorientieren Rollenspiel Spieler-Charakter-Konstellationen gibt, die einfach nicht in eure Runden passen, weil Betroffene die nicht der Gruppenerwartung angemessen ausspielen.Rollenspiel ist halt immer ein Gemeinschaftsprojekt. Es kann nicht auf Kosten der Gruppe komplett einen Spieler bedienen.
Ich weiß nicht, aber da würde ich eher sagen, dass sich die Gruppe nicht das optimale System ausgesucht hat, als dass der Spieler/Charakter nicht in die Gruppe passt.