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Pen & Paper - Rollenspiel => Pen & Paper - Spielleiterthemen => Thema gestartet von: Luxferre am 27.08.2026 | 10:15

Titel: Wann würfelt die Spielleitung für einen SC?
Beitrag von: Luxferre am 27.08.2026 | 10:15
Gemeinhin wird angenommen, dass die Spielenden die vollständige Kontrolle über ihre Charaktere/Helden haben und die Spielleitung weitestgehend die gesamte Kontrolle über ihre Welt und die darin befindlichen Wesen.
Da gibt es auf beiden Seiten Ausnahmen und ich möchte das leidige Thema "Eingriff durch die SL in die Kontrolle/Würfelwürfe über den eigenen SC" mit Euch diskutieren. Das umgedrehte Thema folgt die Tage ;)


Mir fallen spontan einige Beispiele ein, in der die Spielenden die Kontrolle über ihren SC -zumindest teilweise- verlieren:

1- ein Gegner wirkt einen Kontrollzauber für x Runden/Minuten
2- die Spielleitung führt einen Würfelwurf für einen SC durch, weil das Metagespräch ansonsten Spannung zerstören könnte
3- ein NSC würfelt eine erfolgreiche Probe auf seine Fertigkeit "Beeinflussen" und der SC versemmelt seinen Widerstandswurf

Wir haben also drei völlig unterschiedliche Kontrollverluste seitens der Spielerschaft.

1- Einmal wird der SC von der SL geführt. Alternativ spielt die Spielerschaft mit und setzt die geistigen Befehle des Kontrollierenden um - bestenfalls hat man einen Heidenspaß daran.

2- Einmal greift die SL in das Hoheitsgebiet der Würfelmagie ein und würfelt verdeckt einen Erfolgswurf auf zB klassischerweise Wahrnehmung.

3- Einmal haben wir eine Situation, die im Rollenspiel -in meinem Umfeld- total verpönt ist. Eine Fertigkeit zwingt den Spielenden zu etwas, was eventuell gegen die Idee des Spielenden steht. Während es andersherum der Usus ist.


Wie geht Ihr am Tisch damit um?
Welche negativen Erfahrungen habt Ihr gemacht?
Wo gebt Ihr ab, wo nicht?
Und vor allem: WARUM?
Titel: Re: Wann würfelt die Spielleitung für einen SC?
Beitrag von: ghoul am 27.08.2026 | 10:40
In OD&D würfelt der Referee sogar die Attribute der SCe aus.
 ;D
Titel: Re: Wann würfelt die Spielleitung für einen SC?
Beitrag von: bobibob bobsen am 27.08.2026 | 10:41
Vorab  Als SL würfel ich nicht für meine Mitspieler

Wie geht Ihr am Tisch damit um?      Ich gebe vor in welche Richtung die Handlung gehen soll den Rest überlasse ich meinen Mitspielern.
Welche negativen Erfahrungen habt Ihr gemacht?    Keine. Ich habe zwar einen Mitspieler der sich mit sollchen Situationen schwertut aber irgendwie kriegen wir das hin.
Wo gebt Ihr ab, wo nicht?   Ich gebe gern mal NSC ab. Playerempowerment finde ich großartig.
Und vor allem: WARUM?   Weniger Arbeit
Titel: Re: Wann würfelt die Spielleitung für einen SC?
Beitrag von: First Orko am 27.08.2026 | 10:45
Find ich alles doof, mag ich nicht. Will auch solche Systeme nicht mehr spielen, die sowas einfordern.

Ich hab da auch netto keine guten Erfahrungen gemacht, ob als Spieler oder Spielleiter. Gerade in so Situationen, wo ich als SL die Rolle des SC übernehmen "musste" hab ich da keinen Spaß dran gehabt, weil mein Kopf sich zu sehr damit beschäftigt, ob ich das gerade im Sinne der Spiely mache und versuche, keine Grenze zu überschreiten.
Diese Energie brauch ich für andere Dinge.

Es mag ein paar Situationen gegeben haben, wo da was Interessantes draus entstanden ist, aber ich erinnere mich ad hoc eher an die negativen Gefühle dazu.

Ich erwarte bei Spielenden andererseits aber auch die entsprechende Mündigkeit, bei einer Ansage "Böser Magier übernimmt dich und setzt dich wie eine Marionette ein gegen deine Leute" das passend umzusetzen und nicht nach Djinn-Art versuchen, mir die Worte im Mund umzudrehen um daraus möglichst das Gegenteil abzuleiten oder so. Bis zu dem Punkt, wo der Spieler zu einer ernsten Gefahr für die Gruppe wird... und dann geht es um Leben und Tod. Bei unsere Spielweise wird aber immer offen kommuniziert und das vorher angekündigt "Ich würde jetzt X versuchen, damit wird das potentiell tödlich für euch. Wollen wir das jetzt bis zum Ende durchziehen? Ich könnt mir auch vorstellen, das anders auszuspielen und eher nur zu hindern als versuchen euch zu töten" - keine Geheimnisse und kurze Meta-Mitteilungen verhindern zuverlässig bei uns Frust  8)
Titel: Re: Wann würfelt die Spielleitung für einen SC?
Beitrag von: Namo am 27.08.2026 | 11:23
Ich würfle nicht für meine Spieler. Das fällt komplett in ihre Hoheit.

Bezüglich Wahrnehmungswürfe deren Misslingen den Spielern dennoch etwas offenbaren würde - weil sie eben Metaebene denken - mache ich es immer so, dass ich jeden Spieler zu Beginn der Runde 3 Mal würfeln lasse. Diese schreibe ich mir auf und nutze sie für solche, recht seltenen, Stellen.

Charakter übernehmen mache ich auch nicht. Das lasse ich den Spieler ausspielen. Gegebenenfalls mit einer schriftlichen "Anweisung" dazu. Auch das versuche ich tunlichst selten einzubringen, hatte das aber gerade im letzten Abenteuer. Und da hat es schon Spaß gemacht zu sehen, wie der Spieler das (ohne das Wissen der anderen beiden) umsetzt. Tatsächlich hat das letzten Endes auch dazu geführt, dass er so auf die Gruppe einwirken konnte, dass sie von ihrem ursprünglichen Plan Abstand genommen haben und sich nicht weiter Gedanken darüber gemacht haben. Ich glaube die beiden wissen bis heute trotz Zwischenbemerkung danach noch nicht, dass er bezaubert war.
Titel: Re: Wann würfelt die Spielleitung für einen SC?
Beitrag von: nobody@home am 27.08.2026 | 11:29
"Geheim" für die SC würfeln ist meine Sache mittlerweile eher nicht mehr. Liegt mit am Fate-Fantum: wo geheime Würfelergebnisse oder auch "nur" Schwierigkeitsgrade den Spieler der Möglichkeit berauben würden, seine Aspekte sinnvoll einzusetzen, da verstoßen sie entsprechend schlicht gegen die Regeln, und das läßt sich sinngemäß auch auf andere Systeme mit Gummipunkten, Wiederwürfel-Fähigkeiten für Charaktere und dergleichen mehr übertragen. Und meine Gewohnheiten eigens für Spiele ohne solche Elemente wieder grundlegend umzustellen, liegt mir andererseits auch nicht...

Was Gedankenkontrolle oder erfolgreiches "Überreden" und dergleichen angeht...okay, das gibt's prinzipiell in passenden Situationen natürlich. Da ist es mir mittlerweile aber auch lieber, Regeln zu verwenden, die nicht nach einem einzigen vergeigten Wurf gleich den kompletten Kontrollverlust bedeuten; "mundane" soziale Tricks können das sowieso nicht (beeinflussen in vernünftigen Grenzen ja, Gehirn und eigenen Willen komplett abstellen nein), und auch bei Kontrollmagie ist mir lieber, wenn der Möchtegern-Fernlenker sich erst mal etwas mehr anstrengen muß, um das zu erreichen (ist ja in gewisser Hinsicht dasselbe wie ein "Instakill mit gleichzeitigem Herbeibeschwören von Verstärkung", das darf ruhig mehr kosten als bloß eine einzige kurze Kampfaktion), dem Opfer Möglichkeiten bleiben, sich zu wehren, oder gleich beides. Den Charakter dann auch als SL direkt selbst zu führen, bleibt also eine Option für Extremfälle.
Titel: Re: Wann würfelt die Spielleitung für einen SC?
Beitrag von: Holothuroid am 27.08.2026 | 11:45
Fall 1 habe ich tatsächlich als sehr spaßig in Erinnerung. Die Rangerin hatte ein Vorpal-Schwert und hat von einem Konfusionseffekt betroffen tatsächlich mehrere Gruppenmitglieder enthauptet. Ich konnte die nach dem Kampf instantan wieder zusammenflicken. Eine große Gaudi. Hat die Spielerin natürlich alles selber gewürfelt, sonst wäre der Spaß an den vielen 20en wahrscheinlich auch nicht so prononziert gewesen.

Fall 2, also Wahrnehmung, würde ich heute nicht mehr so machen. Informationen, welche die Spielys haben müssen, müssen sie haben. Da hilft Würfeln nicht. Wahrnehmung auf Nachfrage würfeln, kann gut funktionieren. Aber auch hier finde ich es viel interessanter zu wissen, dass der Wurf fehlgeschlagen ist, als nicht zu wissen, ob es funktioniert hat.

Fall 3 scheint mir inhaltlich das selbe zu sein wie Fall 1. Heißt halt nur nicht "magisch".

Titel: Re: Wann würfelt die Spielleitung für einen SC?
Beitrag von: flaschengeist am 27.08.2026 | 11:54
Gemeinhin wird angenommen, dass die Spielenden die vollständige Kontrolle über ihre Charaktere/Helden haben und die Spielleitung weitestgehend die gesamte Kontrolle über ihre Welt und die darin befindlichen Wesen.
Da gibt es auf beiden Seiten Ausnahmen und ich möchte das leidige Thema "Eingriff durch die SL in die Kontrolle/Würfelwürfe über den eigenen SC" mit Euch diskutieren. Das umgedrehte Thema folgt die Tage ;)


Mir fallen spontan einige Beispiele ein, in der die Spielenden die Kontrolle über ihren SC -zumindest teilweise- verlieren:

1- ein Gegner wirkt einen Kontrollzauber für x Runden/Minuten
2- die Spielleitung führt einen Würfelwurf für einen SC durch, weil das Metagespräch ansonsten Spannung zerstören könnte
3- ein NSC würfelt eine erfolgreiche Probe auf seine Fertigkeit "Beeinflussen" und der SC versemmelt seinen Widerstandswurf

[...]

Wie geht Ihr am Tisch damit um?

[...]


Erstmal: Schön, dass du das Tanelorn dieser Tage mit so vielen interessanten Themen bereicherst :d. Ich würde mich gerne mehr und ausführlicher beteiligen aber meine Zeit ist aktuell leider eher knapp.


Nun zu deinen Beispielen:

1. In dem Fall würde ich als SL den SC steuern, weil ich die Spielenden nicht in Gewissenskonflikte bringen will. In der Praxis vermeide ich es aber Gegner aufzufahren, die solche Fähigkeiten besitzen bzw. diese anzuwenden.

2. Gerade bei Wahrnehmung finde ich es spannender, die Spielenden nicht zu spoilern. In der Praxis bin ich aber zu faul für sie zu würfeln.
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Die Spannung erhalte ich aufrecht, indem es regelmäßig durch Wahrnehmungswürfe interessante Kleinigkeiten zu entdecken gibt. Damit erzeugen solche Würfe kein Reaktionsmuster der Art "Falls wir nichts bemerken, war das bestimmt voll wichtig oder gleich hagelt es Pfeile aus dem Hinterhalt, also finde ich einen guten Grund schonmal die Rüstung anzulegen".

3. Gibt es an meinen Tischen nicht und ich würde in keiner Runde länger mitspielen, in der eine Spielleitung ohne vorherigen Konsens aller Beteiligten so agiert.


Warum handle ich so? In allen drei Fällen, weil den Spielenden Kontrolle entziehen das zugehörige psychische Grundbedürfnis (sensu Grawe eben Orientierung & Kontrolle aka Verstehen & Beeinflussen) frustriert. Das ist schonmal schlecht also brauche ich einen guten Grund, es trotzdem zu machen (z.B. weil es Spannung erzeugt und so das Lustgewinnbedürfnis mehr füttert als es das Kontrollbedürfnis frustriert).
Und solche Gründe finde ich in besagten Situationen in der Spielpraxis so selten, dass ich es mir gleich ganz schenke (was den Charme der Einfachheit in sich trägt, schließlich hat man als Standard SL ohnehin immer mehr mentale Aufgaben als kognitive Ressourcen).
Titel: Re: Wann würfelt die Spielleitung für einen SC?
Beitrag von: Feuersänger am 27.08.2026 | 11:57
Selbst bei so Sachen wie "SC steht unter dem Einfluss eines Beherrschungszaubers" würde ich trotzdem weiter den Spieler würfeln lassen. Warum soll ich mir die extra Arbeit machen? Dem Plastikklötzchen ist doch völlig wurscht aus welcher Hand es rollt.

Wo (verdecktes) Würfeln seitens des SL sinnvoll sein kann: das was Lux als Fall 2 auflistet. Also sagen wir mal zB sowas wie "Lügen erkennen". Theoretisch auch manche Wahrnehmungsproben.

Wenn man es wirklich ernst meint mit der Vermeidung von Metagaming, muss man als SL eh die relevanten Werte der Spieler kennen, und dann idealerweise eine Reihe von vor-gewürftelten Ergebnissen auf einer Liste stehen haben, die man dann unauffällig von oben nach unten abstreicht, sodass die Spieler nichtmal bemerken _dass_ der SL gerade "gewürfelt" hat.

Aber ganz ehrlich, ich hab mir die Mühe nie gemacht. (In einer Onlinerunde ist das ja eh einfacher - da kann man unauffällig auf dem Charakterbogen spicken und würfelt halt bei sich am Tisch statt mit dem VTT-Tool.)
Titel: Re: Wann würfelt die Spielleitung für einen SC?
Beitrag von: Femenmeister am 27.08.2026 | 12:07
Hmm.

Der einzige Vorgang, wenn ich für die Helden würfele - und das dann sogar verdeckt, Sakrileg! - ist, wenn sie versuchen, sich an etwas oder jemanden anzuschleichen.

Aus dem einfachen Grund, weil ich es plausibler finde: wenn man nicht gerade krachend auf einen Ast tritt, kann man ja oft nicht wirklich sagen, ob man jetzt vom Gegner gehört wird oder nicht.

Wenn die Spieler mir sagen würden, das sie das doof finden, würde diese Mechanik natürlich rausfliegen - bisher hat es ihnen aber eigentlich gefallen. Dieses Nicht-Wissen war am Tisch oft recht spannend: sind wir jetzt leise genug oder nicht? Schätze, das wird sich bald zeigen…



Titel: Re: Wann würfelt die Spielleitung für einen SC?
Beitrag von: unicum am 27.08.2026 | 12:19
Das ganze betrifft ja eigentlich nur die Wissensfähigkeiten und Entdeckungsfähigkeiten und - die trennung von Spieler und Characterwissen.

- Patzer: Falschinformnation / ggf auslösen von Fallen
- kein Erfolg
- Erfolg
- besonderer Erfolg

Wie stellt sich das alles für den Spieler oder die Figur dar - zunächst einmal für die Figur die ja nicht weis was gewüfelt wurde sie kann sich nie sicher sein das sie nicht doch einen Fehler macht. Der Spieler indes der selbst würfelt weis das da gerade ein kritischer Patzer/erfolg liegt. Wenn etwa zwei Spielfiguren die Fähigkeit würfel ist sofort allen am Spieltisch klar was sache ist - ein etwaiges Characterplay kommt nur selten zu stande und endet dann auch immer so wie die Würfel der selbtswürfler es aussagen.

Im übrigen (weil ich das auch schon sehr oft erlebt habe): Ich finde es als SL auch sehr übergriffig wenn ein Spieler etwas würfelt und dann von mir eine interpretation des Wurfes einfordert. Beispiel:
Gruppe macht ein Nachtlager. Spieler: "Ich würfel mal Pflanzenkunde was für Pflanzen da rings um den Lagerplatz wachsen" (*klacker*)
"Oh ein kritischer Ergolg" - "Oh ein kritischer Misserfolg" - "Oh ein Erfolg" - "Oh,.. nichts"

KLassiker: Geheimtüren, insbesondere wenn Spielfiguren daran vorbeilaufen und  niemand in der Gruppe sagt "ich würfel mal"?
Wenn der SL dann sagt "würfelt mal auf Geheimtüren finden,..." kann man sich den Wurf ja sparen weil: da ist ja eine, hat der SL ja gerade gesagt.
Wenn der SL aber geheim würfelt ist das etwas anderes.

Übernommene Spielfiguren: Spielen die Spieler selbst weiter.

Die Sache mit an allen Hinweisen vorbeilaufen, nicht mal die leiche entdeckt die mitten auf dem Marktplatz liegt weil man kritisch die wahrnehmung versiebt hat und damit das Detektivabenteuer gelaufen ist,... kann ich aber als gegenargument auch nicht gelten lassen. Erstmal gibt es immer informationen die man ohne solche Würfelwürfe bekommt.

Die Diskussion "Wie umgehen mit solchen Würfen" - legt man in Session 0 fest. ggf auch für den ein oder anderen Spieler getrennt. Ich kenne eine ganze Menge Spieler die tatsächlich wollen das der SL so etwas würfelt weil es ihnen erleichtert Spieler und Figurenwissen zu trennen.
Titel: Re: Wann würfelt die Spielleitung für einen SC?
Beitrag von: Faras Damion am 27.08.2026 | 12:45
Gemeinhin wird angenommen, dass die Spielenden die vollständige Kontrolle über ihre Charaktere/Helden haben und die Spielleitung weitestgehend die gesamte Kontrolle über ihre Welt und die darin befindlichen Wesen.
Da gibt es auf beiden Seiten Ausnahmen und ich möchte das leidige Thema "Eingriff durch die SL in die Kontrolle/Würfelwürfe über den eigenen SC" mit Euch diskutieren. Das umgedrehte Thema folgt die Tage ;)


Die Antwort ist wie üblich: Es ist erlaubt, wenn es allen Spaß macht.

Das fällt bei langjährigen Spielrunden natürlich einfacher.

Ich würde gerne andere Beispiele nennen, wenn ich darf.

1) Es entsteht positive Spannung, z.B. weil die Spielerinnen nicht wissen, ob ein Hilferuf erfolgreich war und sie Verstärkung bekommen.
2) Es gibt schöne Einfluss auf das Rollenspiel. Ich habe z.B. einen Method Actor, der es liebt, zufällige Stichworte zu bekommen, sich darzustellen.
3) Es gibt ein Rätsel, z.B. wenn die Spielerinnen Spaß haben rauszufinden, wie die Regeln in z.B. einen Globule funktionieren. Meine SR-Runde liebt das.

Alle diese Beispiele können aber auch schiefgehen und ich würde bei bestimmten Spielrunden nicht machen.
Um die obigen Beispiele durchzugehen.
1) Ich habe einen Spieler, der gar nicht mit Kontrollverlust umgehen kann.
2) Für diesen Spieler wäre dies auch gar nichts.
3) Das wäre z.B. für mich als Spieler nicht interessant, weil ich lieber möglichst ingame bleibe.

Titel: Re: Wann würfelt die Spielleitung für einen SC?
Beitrag von: Haukrinn am 27.08.2026 | 13:59
Gar nicht. Ich spiele nämlich mit (vermeintlich) erwachsenen Menschen und die können auch einen SC unter Fremdkontrolle oder einen versemmelten Wissenswurf gut ab.

Die Vorstellung, dass ein Spieler die Kontrolle über seinen Charakter verliert, finde ich fremdartig. Nötig wäre das nur, wenn's am Tisch nicht um den gemeinsamen Spielspaß geht. Und dann will zumindest ich da gar nicht erst mitspielen.

PS: Abseits davon will bei meinem Würfelglück auch niemand, dass ich würfle...  >;D
Titel: Re: Wann würfelt die Spielleitung für einen SC?
Beitrag von: Feuersänger am 27.08.2026 | 14:17

PS: Abseits davon will bei meinem Würfelglück auch niemand, dass ich würfle...  >;D

Nuja, wenn aber gerade ein beherrschter SC gezwungen ist, auf seinen Kumpel draufschauen, vielleicht doch. XD
Titel: Re: Wann würfelt die Spielleitung für einen SC?
Beitrag von: bolverk am 27.08.2026 | 14:48
Ein Spieler aus meiner allerersten Rollenspielrunde ist nach dem Abi zum Studium nach Dresden gezogen. In den Semesterferien besuchte er seine alte Runde (also uns) und berichtete, er habe sich einer D&D-Runde angeschlossen, in der der Spielleiter sämtliche Würfelwürfe selbst durchführt, sowohl für die Spieler, als natürlich auch für die NSC. Das Mitbringen eigener Würfeln war in dieser Runde verboten. Der Spielleiter hat offenbar auch die Charakterbögen der Spieler einbehalten und zum Beginn der Sitzung ausgeteilt. Schräg.

Selbst fällt mir kein einziger Grund ein, wo ich einen Wurf dem Spielleiter überlassen sollte. Ich hatte allerdings schon Spieler, die verlangt haben, dass ich Wahrnehmungsproben oder ähnliches für ihre Charaktere verdeckt selber auswürfele. Das habe ich einmal zähneknirschend mitgemacht, dann hat es mich aber schnell genervt.
Titel: Re: Wann würfelt die Spielleitung für einen SC?
Beitrag von: Torsten (Donnerhaus) am 27.08.2026 | 15:17
Ich würfle oft noch nicht einmal für die NSC. Da lasse ich fast immer einen der Spieler würfeln, der gerade nicht betroffen ist.

Ich bevorzuge allgemein auch Systeme und Mechanismen, die aktiv und spielerseitig sind. Passive Systeme und SL-zentrische Mechaniken finde ich nicht so gut. Unter anderem aufgrund des Konfliktpotentials und der reduzierten Autonomie der Spieler. Weit besser funktionieren da für mich aktive Belohnungssysteme.

"Der NSC beeinflusst dich erfolgreich. Mache X und du bekommst einen Dramapunkt, nimm einen Punkt Stress auf und mache Y, oder nimm 2 Punkte Stress auf und mach was auch immer du willst."

Entscheidungen mit Konsequenzen, aber ohne Bruch der Autonomie.
Titel: Re: Wann würfelt die Spielleitung für einen SC?
Beitrag von: manbehind am 27.08.2026 | 15:30
Ich kann mir Fälle denken, in denen das sinnvoll sein kann.

Beispiel:

Ein DSA4.1 Magier regeneriert pro Ruhephase 4 - 9 Astralpunkte (AsP; Ingame-Währung zum Zaubern). Weder Held noch Spieler ist bewusst, dass die Regeneration in der Umgebung, in der er sich aufhält, pro Woche um 1 Punkt sinkt.

Als Spielleiter kann ich ihn würfeln lassen und ihm sagen, er möge doch das Ergebnis um den Betrag x mindern.

Das kann einerseits zu einer Outgame-Diskussion führen, die ich aber nicht führen möchte.

Und andererseits vermittle ich dem Spieler Wissen, über das sein Held nicht verfügt: Wenn ich dem Spieler sage, er kann sich 8 AsP gutschreiben, dann ist das etwas anderes, als wenn er eine 6 würfelt und ich sage, er muss 1 davon abziehen; 8 befindet sich hier völlig innerhalb des Erwartungswertes.

Würfel ich für den Spieler, hat er die Möglichkeit, nachzuempfinden, was sein Held erlebt, sprich er wird irgendwann stutzig werden, wenn die Werte systematisch zu niedrig sind, ohne das es erkennbare Gründe gibt. Wenn der Held das geblickt hat und sich mit der Problematik auseinandersetzt, hat sich der Effekt abgenutzt, so dass der Spieler dann wieder selbst würfeln kann und das Ergebnis gemäß Ansage reduzieren muss.

Ich kann ihm auch gleich sagen:

"Deine Regeneration ist um x Punkte vermindert. Überleg dir, ob dein Charakter das bemerkt und spiel das aus, wie du das für richtig hältst." Das hat dann einen anderen Effekt; ich wüsste hier per se nicht zu sagen, was besser und was schlechter ist. Das hängt von der Runde ab: Überraschung oder lieber Kontrolle?
Titel: Re: Wann würfelt die Spielleitung für einen SC?
Beitrag von: unicum am 27.08.2026 | 15:36
Abseits des anderen,...

Der Spielleiter hat offenbar auch die Charakterbögen der Spieler einbehalten und zum Beginn der Sitzung ausgeteilt. Schräg.

Naja zumindest heist es dann von Spieler nicht "Oh den hab ich zuhause liegen lassen"
Wenn ich als SL die Bögen der Spieler einsehen kann, kann ich auch das Abenteuer ggf besser auf die Chars abstimmen.
Titel: Re: Wann würfelt die Spielleitung für einen SC?
Beitrag von: sma am 27.08.2026 | 15:39
Ich erwarte, dass Spielende in der Lage sind, Spieler- und Charakterwissen zu trennen. Das klappt in allen Situationen ja auch, z.B. wenn der Spieler sich besser in der Spielwelt auskennt als die Spielfigur. Warum also nicht auch bei der Information, wie lange ein Zauber gilt.

Ich würfle außerdem alles offen und in der Regel, indem ich vorher die Bedeutung des Wurfs erkläre … sonst kann man sich das offene Würfeln auch schenken, weil man's dann ja jedes Ergebnis umdefinieren kann.

Ich würde Situation 1 daher immer als "der Zauber wirkt – würfelwurf – 3 Runden. Bitte zähle selbst mit." abhandeln und wahrscheinlich auch den Würfelwurf delegieren. Dann erwarte ich, dass Spielende entsprechende Anweisungen umsetzen, z.B. du versuchst die Machine zu zerstören, mit allem was du greifen kannst, nur nicht mit einer echten Waffe.

Oder bin ich der einzige, der dem Tisch "kann man jemand 2d6 für den Schaden würfeln? Danke." sagt und hofft, dass das dann schon jemand machen wird?  Oder würfle mal 1W12, während man der Tabelle für die Zufallsbegegnungen greift?

Situation 2 ist mir zu unkonkret, aber scheint mir die selbe Situation zu beschreiben. "Du glaubst ihr – spiel das bitte aus." sollte da als Ansage doch reichen. Offene Würfe. Und natürlich ist total egal, wer würfelt. Den damit verbundenen Aberglaube, selbst wenn er nur halbspaßig gemeint ist, verachte ich.

Situation 3 ist damit das selbe in grün. Und IMHO das natürlichste der Welt. Wenn der Spieler mit einem Charakter NSCs beeinflussen darf, dann muss das auch genau so umgekehrt gelten.

Mit den Würfel-Problemen muss ich am Tisch nicht umgehen. Die gibt es einfach nicht. Und nicht immer den eigenen Willen durchsetzen können ist doch der Kern des Rollenspiels. Sonst würden wir im Kampf doch nicht würfeln sondern einfach immer "ich habe getroffen" rufen.

Negative Erfahrungen habe ich keine gemacht. Es kann aber daran liegen, dass ich nicht mit Leuten zusammenspiele, die sich in ihrem Charakter verlieren wollen, sondern die da reflektiert Figur und Selbst trennen.

Ansonsten würde ich abgeben, was immer möglich ist, einfach weil es Denkleistung spart und mir erlaubt, mich auf das Improvisieren, das Weiterspinnen der spontanen durch die Aktionen der beteiligten entstehenden Geschichte zu reagieren.

Titel: Re: Wann würfelt die Spielleitung für einen SC?
Beitrag von: bolverk am 27.08.2026 | 15:59
Abseits des anderen,...

Naja zumindest heist es dann von Spieler nicht "Oh den hab ich zuhause liegen lassen"
Wenn ich als SL die Bögen der Spieler einsehen kann, kann ich auch das Abenteuer ggf besser auf die Chars abstimmen.
Ja, das mag Vorteile haben, in diesem Fall war es aber Bevormundung, denke ich. Ich nehme an dass der Spielleiter die Hand auf allem haben wollte, damit niemand ihn beschummelt. Quasi Spielleiterparaoia. Einen anderen Grund kann ich mir beim besten willen nicht ausdenken.
Titel: Re: Wann würfelt die Spielleitung für einen SC?
Beitrag von: unicum am 27.08.2026 | 16:10
Bezüglich Unterpunkt: "Kontrollverlust über die eigene Figur"

Ich hab mal von einem SL einen Zettel zugesteckt bekommen "Du bist von einem Dämonen übernommen worden, Ziele des Dämonen sind:... Das ist der Nebenlot, der hauptplot ist dem Dämonen egal da darfst du aktiv mitmachen und dich ganz normal spielen"

Fand ich ziemlich cool, aber der Zettelverbrauch am Tisch wurde plötzlich sehr hoch. Irgendwann war es dann aber doch soweit das die anderen Spieler auch Gründe hatten "mich" anzugehen, derart "Du spielst deine Figur aber heute sehr merkwürdig"

Eigentlich wollte ich das gar nicht spielen, ich hab vorher mit dem SL darüber geschrieben aber es dann auch mal mit 'Versuch ich es halt mal' durchgezogen. War okay.

Aber ich bin mir sicher das damit einige nicht gar so klar geworden wären.
Titel: Re: Wann würfelt die Spielleitung für einen SC?
Beitrag von: unicum am 27.08.2026 | 16:23
Ja, das mag Vorteile haben, in diesem Fall war es aber Bevormundung, denke ich.

Zusammen mit dem anderen Krahm geb ich dir recht und auch nur in dem Feld "Characterbögen einsammeln" vor meiner seite eigentlich auch. Denn ja es war Bevormundend von mir die Bögen (von allen) einzusammeln nur weil 1/2 personen immer wieder sie zuhause haben liegen lassen (und die Würfel auch gleich,... herjehmine. Ich hab als SL den großteil der Arbeit, schlepp die Regelwerke mit und einen Satz würfel und dann haben die Spielys nichtmal solche Basics dabei?).
Im übirgen: War/ist ein Aussortierungs-Kriterium.

Das "Problem" hat sich im übirgen dann irgendwann mit OnlineBögen eh erledigt (naja dafür gabs dann "kann ich mal was ausdrucken?"). Eine Abschrift der Bögen, sollte ich mal wieder was ohne OnlineBögen spielen, hätte ich trozdem - wenn wir spezielle Regelwerke spielen - gerne.

Ein weiterer Vorteil des Bogens (auch) beim SL ist wenn Spieler nicht da sind,... dann hat man als Gruppe wenisgtens auch zugriff drauf.

Ist euch im übirgen schon mal passiert das ein Characterbogen verschwunden ist, also so ganz? (also mir persönlich nicht,... aber bei Mitspielern,...)

Aber okay ist nur so ein Randthema beim "SL Würfelt für SC" grundsätzlich ist es ja aber so das man, wen man als SL für SC würfelt, man ja wissen muss was man würfelt. Wenn man jedesmal nachfrägt "Wie hoch war Geheimtüren Finden bei dir?" lohnt sich der geheime wurf ja auch nicht mehr gar so sehr, man kann sich metagaming schon denken warum man gerade gefragt wurde,...
Titel: Re: Wann würfelt die Spielleitung für einen SC?
Beitrag von: gilborn am 27.08.2026 | 16:25
 
1- ein Gegner wirkt einen Kontrollzauber für x Runden/Minuten
Schön natürlich wenn das der Spieler selbst in die Hand nimmt, aber dann ist es natürlich immer noch ein Eingriff in die Spielerautonomie. Aber so würde ich es handhaben, da es bei vielen Spielern für viel Spaß sorgt - ich nehme an weil der damit verbundene Kontrollverlust einem nicht zum Opfer, sondern zum Täter werden lässt.  8]


2- die Spielleitung führt einen Würfelwurf für einen SC durch, weil das Metagespräch ansonsten Spannung zerstören könnte.
Das hat DnD (mir ist es in der 5ten Edition untergekommen) mMn mit der passiven Wahrnehmung schön gelöst: Man addiert den Wahrnehmungsskill zum Durchschnittlichen Würfelergebnis (abgerundet) und dieser Wert wird vom SL notiert. Dagegen kann er dann verdeckt würfeln.
Sicher ist es natürlich irgendwo Augenwischerei, im Endeffekt würfelt man ja trotzdem eine Wahrnehmungsprobe für den SC, aber es fühlt sich irgendwie "richtiger" an.


3- ein NSC würfelt eine erfolgreiche Probe auf seine Fertigkeit "Beeinflussen" und der SC versemmelt seinen Widerstandswurf
Halte ich begrenzt für zumutbar, wenn das System es Regelseitig vorgibt und die Tragweite des Beeinflussens nicht zu groß ist ("Verkackter Wurf? Tja mein Freund, du bist jetzt auf alle Zeiten unsterblich verliebt und tust alles was sie sagt!"). Aber ich mache es ungern, halte es irgendwie für unelegant und wende es wann dann nur sehr, sehr vorsichtig an.
Schön finde ich hier Lösungen wie von Torsten (Donnerhaus) geschrieben, die ich vor allem bei PtbA Moves gesehen habe:
"Der NSC beeinflusst dich erfolgreich. Mache X und du bekommst einen Dramapunkt, nimm einen Punkt Stress auf und mache Y, oder nimm 2 Punkte Stress auf und mach was auch immer du willst."
Die Autonomie bleibt vorhanden, es gibt lediglich ein Zuckerl wenn er dem Wurf folgt.



Erstmal: Schön, dass du das Tanelorn dieser Tage mit so vielen interessanten Themen bereicherst :d
+1
Titel: Re: Wann würfelt die Spielleitung für einen SC?
Beitrag von: unicum am 27.08.2026 | 16:37
... damit niemand ihn beschummelt. Quasi Spielleiterparaoia.

Dazu nochmal etwas:
Ich verteile in der Regel keine Sondererfahungspunkte,... also nach X Sitzungen haben - eigentlich - alle Spielfiguren die gleichen EP,... naja und dann schaut man sich mal die Figuren so an was die So können und kommt drauf das eine plötzlich 50% Ep mehr verlernt hat. Meine Hypothese bei sowas ist aber auch: Der Sl von "dir" würde als Spieler ggf auch dazu neigen zu schummeln.

Ich bin froh das ich mir keine Paranoia zugelegt habe, aber Gründe dafür sind mir in meinen paar jahren Rollenspiel schon aufgefallen. Ich lach da mittlerweile still und leise in mich rein, freu mich diebisch wenn ich es merke und mach weiter wie bisher. Ps: Namen würde ich hier nicht nennen.

Aber ja so mein Grundvertrauen in Menschen ist mitlerweile leider nicht mehr ganz so stabil wie früher, auf der anderen Seite mach ich rollenspiel ja nicht um irgendwie "zu gewinnen" oder zu zeigen "schaut her was für eine tolle Figur ich spiele" sondern um eine tolle Story zu erleben - wie auch damals als der Dämon meine Spielfigur übernommen hat. Mein gott ich bekomm den Hauptplot der geschichte nicht mehr zusammen aber die einzelnen Punkte von dem Nebenplot schon.

Jetzt aber wieder :btt:
Titel: Re: Wann würfelt die Spielleitung für einen SC?
Beitrag von: Runenstahl am 27.08.2026 | 17:00
1- ein Gegner wirkt einen Kontrollzauber für x Runden/Minuten
2- die Spielleitung führt einen Würfelwurf für einen SC durch, weil das Metagespräch ansonsten Spannung zerstören könnte
3- ein NSC würfelt eine erfolgreiche Probe auf seine Fertigkeit "Beeinflussen" und der SC versemmelt seinen Widerstandswurf

1. Hier erwarte ich das meine Spieler erwachsen genug sind um ihren Charakter dann vorerst als Handlanger vom Bösewicht zu spielen. Da würfeln sie dann selber.
2. Mache ich nicht. Meine Spieler würfeln alles selbst, auch wenn sie gerade durch den Wald gehen und ich nach einem Wahrnehmungswurf frage (weil sich vielleicht gerade jemand anschleicht ?).
3. Ich kenne jetzt kein System bei dem das so funktionieren würde. Übrigens auch nicht anders herum. Selbst bei einem kritischen Erfolg wird der NSC Händler dir nicht seine Waren schenken und der König wird dich nicht mit Gold überschütten und dir die Krone in die Hand drücken.

Warum ? Weil es gleich mehrere Vorteile hat:
Titel: Re: Wann würfelt die Spielleitung für einen SC?
Beitrag von: Zouan81 am 28.08.2026 | 09:02
Wahrnehmungswürfe könnten noch vom SL durchgeführt werden, da die Spieler sonst ja wissen, dass es etwas zu bemerken gibt.

Sollte der Spieler unter dem Einfluss eines Zaubers stehen, könnte man die Würfe ja dennoch dem Spieler überlassen.

In diesen beiden Fällen finde ich, geht Beides.
Titel: Re: Wann würfelt die Spielleitung für einen SC?
Beitrag von: Luxferre am 28.08.2026 | 09:06
Player Empowerment wäre (nach langer Abstinenz) eigentlich einen neuen Thread wert ...  >;D als SL lehne ich das für meinen Stil tendenziell (nicht pauschal!) ab.

Als SL versuche ich so wenig wie nur irgend möglich für die SC zu würfeln. Allerdings habe ich die Erfahrung gemacht, dass fast alle Spieler/innen, die ich kenne eben NICHT zwischen Spieler- und Charakterwissen trennen können. Für die ist Rollenspiel ein ernstes Thema und Verlieren (scheint sich wohl so anzufühlen) kommt gar nicht infrage. Daher bin ich bisweilen sehr geneigt, doch zu würfeln, weil ich die Herausforderung klasse finde, aus einem Misserfolg heraus umdenken zu müssen um eine andere Lösung zu finden. Zum Beispiel in einen unbemerkten Wachposten hineinzuschleichen.

Hintergründe, Attribute, Boni/Mali und Co würde mir im Leben nicht einfallen für die SC zu würfeln.
Die Autonomie eines Spielenden über seinen SC finde ich ein hohes Gut. In diesem Kontext heißt das also, dass Spielende alles für ihre SC würfeln.
Titel: Re: Wann würfelt die Spielleitung für einen SC?
Beitrag von: Luxferre am 28.08.2026 | 09:10
Fall 3 scheint mir inhaltlich das selbe zu sein wie Fall 1. Heißt halt nur nicht "magisch".

Nee.
In Fall 1 gibt der Spielende die gesamte Kontrolle für Zeitraum X über den SC ab. Er wird fremdgesteuert.
In Fall 2 muss der Spielende eine Aktion gemäß erfolgreichem/versemmeltem Würfelwurf durchführen und ggfs noch gutes Rollenspiel ableisten  :o >;D Fertigkeiten haben ja mitnichten die Macht wie Zauberei. Du findest jetzt halt jemanden sympathisch. Du verhandelst zu Deinen Ungunsten beim Händler/Grafen. Du lässt dich vom Delinquenten um den Finger wickeln und bist für Zeitraum x der Meinung, dass er wirklich unschuldig ist und lässt ihn (vorerst) ziehen.
Titel: Re: Wann würfelt die Spielleitung für einen SC?
Beitrag von: nobody@home am 28.08.2026 | 09:49
Nee.
In Fall 1 gibt der Spielende die gesamte Kontrolle für Zeitraum X über den SC ab. Er wird fremdgesteuert.
In Fall 2 muss der Spielende eine Aktion gemäß erfolgreichem/versemmeltem Würfelwurf durchführen und ggfs noch gutes Rollenspiel ableisten  :o >;D Fertigkeiten haben ja mitnichten die Macht wie Zauberei. Du findest jetzt halt jemanden sympathisch. Du verhandelst zu Deinen Ungunsten beim Händler/Grafen. Du lässt dich vom Delinquenten um den Finger wickeln und bist für Zeitraum x der Meinung, dass er wirklich unschuldig ist und lässt ihn (vorerst) ziehen.

Sagen wir mal, die Fälle gehen fließend ineinander über. Selbst bei D&D fangen die Kontrollzauber ja relativ "klein" mit Charm Person an und gehen so einige Stufen ins Land, bis sich die "ICH HABE DIE KONTROLLE!!!"-Option mit den Dominate-Sprüchen wirklich eröffnet. :)
Titel: Re: Wann würfelt die Spielleitung für einen SC?
Beitrag von: sma am 28.08.2026 | 10:10
In Fall 1 gibt der Spielende die gesamte Kontrolle für Zeitraum X über den SC ab. Er wird fremdgesteuert.
Reden wir von 5 min oder 50 Minuten? Im ersten Fall kann man das doch aussitzen, aber danach würde ich mich irgendwie ausgeschlossen fühlen, wenn keine Alternative wie z.B. in dieser Zeit einen NSC zum SC zu machen und diesen zu spielen zur Verfügung steht.