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Pen & Paper - Spielsysteme => D&D - Dungeons & Dragons => Pathfinder/3.x/D20 => Thema gestartet von: PzVIE am 3.09.2026 | 12:01
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Da gab es einmal eine Diskussion zwischen mir (GM) und Spielern. Ich hab' daraufhin folgenden Regeltext zusammengetragen:
The AC to hit the window is 5 (10 –5 for having DEX 0); on a fumble (d20=1) the character would miss the window and hit the frame. The hardness of glass is 1 and it has 1 HP (per inch), so you need to inflict at least 2 (nonlethal) damage (STR modifier + 1d20) to break it.
The character takes 1d4 points of damage but subtracts his armor and shield bonus. Progress the damage die by 1 category for each inch of thickness.
Seht ihr das auch so? Würdet ihr es anders machen?
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Ach, warum nicht. Ich würde es vermutlich erst gar nicht so kompliziert machen. Wenn es nicht gerade Panzerglas ist, kannst du durchcrashen und fertig.
Man bedenke allerdings, dass es in einer pseudomittelalterlichen Welt, wenn man sich an der Realwelt orientiert, auch keine großen durchgängigen Fensterscheiben gibt. Damals waren ja die Fenster aus kleineren Glasstücken zusammengesetzt und diese iirc durch eine Bleieinfassung verbunden. Wenn du also solche "realistischen" Fenster hast, ist das mit dem Durchhechten uU deutlich schwieriger. Das was wir als normal große Fenster betrachten, gibt es erst seit frühenstens grob 1700 (und dann immer noch absurd teuer), also weit jenseits typischer Fäntelalter-Technologie. Und im Massenmarkt angekommen sind sie erst ab dem 19.Jh.
Vorneuzeitlich dürften hingegen die meisten Fenster schlicht überhaupt nicht verglast gewesen sein. Es gab Fensterläden und evtl Pergamentbespannung und fertig.
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Sorry, wenn dies jetzt etwas OT wird, aber dies erinnert mich zu sehr an eine Geschichte, die ich bei DSA2 erlebt hat. Da ist auch mal jemand durch ein geschlossenes Fenster gesprungen. Hier ist der Schaden nicht dadurch passiert, dass er durch das Fenster gesprungen ist, sondern dass er nicht nach geschaut hat, was unter dem Fenster ist. Aus dem zweiten Stock auf die Straße zu stürzen, dem vorbeifahrenden Heuwagen zu verfehlen und dann von einem Reiter umgeritten zu werden, ist schon sehr schmerzhaft.
Zurück zu PF1: Ich würde eine Akrobatik-Probe verlangen, deren Schwierigkeit allein von der möglichen Fallhöhe abhängt. Gelingt sie, rollt man sich elegant am Boden ab und nimmt keinen Schaden. Misslingt sie, war es das mit der Eleganz. Fensterläden sind in der Regeln nicht sonderlich stabil, ebenso einfache Fensterscheiben. Die machen keinen Schaden. Der Schaden kommt allein durch die Fallhöhe und den Untergrund zu stande (und natürlich auch noch allen anderen Gemeinheiten, die dem SL einfallen könnten). Bei einem Patzer, springt der Charakter mit voller Wucht gegen die Wand und nimmt entsprechend Schaden.
Wie gesagt, Fensterläden und -scheiben, halten nicht viel aus. 1 Punkt schaden sollte da schon genügen. Die Begründung ist ganz einfach. Das, was den Laden zuhält, ist meistens ein einfacher Riegel. Auch sind Fensterscheiben deutlich dünner als ein Zoll.
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Wow, danke für den historischen Exkurs! Sehr lehrreich!
Der darauffolgende Fall ist kein Problem, das ist in PF1 perfekt geregelt. Es geht echt nur ums "zielen" und dem eventuellen Schaden, dee dabei entstehen kann.
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Wow, danke für den historischen Exkurs! Sehr lehrreich!
Der darauffolgende Fall ist kein Problem, das ist in PF1 perfekt geregelt. Es geht echt nur ums "zielen" und dem eventuellen Schaden, dee dabei entstehen kann.
Wie ich schon sagte, der Schaden hängt bei Fehlschlag von der Fallhöhe ab, un bei einem patzer von der Wand. Das Fenster selbst sollte keinen Schaden verurscahen.
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Ach, warum nicht. Ich würde es vermutlich erst gar nicht so kompliziert machen. Wenn es nicht gerade Panzerglas ist, kannst du durchcrashen und fertig.
Man bedenke allerdings, dass es in einer pseudomittelalterlichen Welt, wenn man sich an der Realwelt orientiert, auch keine großen durchgängigen Fensterscheiben gibt. Damals waren ja die Fenster aus kleineren Glasstücken zusammengesetzt und diese iirc durch eine Bleieinfassung verbunden. Wenn du also solche "realistischen" Fenster hast, ist das mit dem Durchhechten uU deutlich schwieriger. Das was wir als normal große Fenster betrachten, gibt es erst seit frühenstens grob 1700 (und dann immer noch absurd teuer), also weit jenseits typischer Fäntelalter-Technologie. Und im Massenmarkt angekommen sind sie erst ab dem 19.Jh.
Vorneuzeitlich dürften hingegen die meisten Fenster schlicht überhaupt nicht verglast gewesen sein. Es gab Fensterläden und evtl Pergamentbespannung und fertig.
Und was so ein unverglastes Fenster war, war in den meisten Fällen wohl auch schlicht zu klein zum einfachen Durchsteigen, geschweige denn -springen, denn die Fensterläden allein werden ab einer gewissen Dimension natürlich unhandlich. Für Ein- und Ausgangszwecke gab's außerdem ohnehin schon die Türrahmen... ;D
Natürlich kann man sich mit hinreichend heftiger Magie an derart "mundanen" Aspekten vorbeimogeln, aber da stecke ich in Pathfinder nicht genug drin, um sicher zu wissen, wie genau. (Permanenter Wall of Force im Fensterrahmen wäre wohl mindestens dann eine Option, wenn man sicher weiß, daß man das Ding nie öffnen will... :think:)
Nachtrag zum Thema "Schaden durch Glas": TV Tropes (https://tvtropes.org/pmwiki/pmwiki.php/Main/SoftGlass) führt hilfreicherweise aus, daß reales Glas meist deutlich widerstandsfähiger und potentiell gefährlicher ist als das Trickglas, das uns Hollywood so auf der Leinwand vorführt. Wäre also ggf. die Frage, an welchem Vorbild man sich da im Spiel lieber orientieren möchte.
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Wir sind da sowieso im Bereich der Hollywood-Physik. IRL haben die wenigsten Menschen die Schnellkraft, um in einer fließenden Bewegung ein ausreichend großes Loch in eine Glasscheibe zu brechen und gleichzeitig hindurch zu schlüpfen. (Hollywood nimmt dazu extra dünne und fragile Glasattrappen aus Zucker, die außerdem den Vorteil haben dass man anschließend nicht aus tausenden Schnittwunden rapide verblutet.) https://tvtropes.org/pmwiki/pmwiki.php/Main/SoftGlass
Würde ich daher einfach handwedeln, wenn man mit Hollywoodglas spielen will.
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Die Scheibe zu treffen sollte jetzt nicht das Problem sein, die Scheibe zu zerstören schon eher, und die Scheibe zu "durchqueren" ohne Schaden zu nehmen erst recht.
Wenn man sich mit voller Wucht dagegenwirft dürfte eine "normale" Scheibe (normales Fensterglas) in der Regel brechen (v.a. wenn die betreffende Person noch die typische "Abenteureraustüstung" trägt, die ja oft auch mehr als ein paar Kilo wiegt), wie derjenige danach aussieht... nach einigen Vorfällen in den letzten Jahren wohl eher nicht so gut.
Anderseits reden wir hier auch von Fantasyglas, das dürfte keine verstärkte Insulationsglas-Doppelscheibe sein, aber mit Stabilität und Splitterfaktor von mittelalterlichen Kirchenglasfenstern und Renessaincefenstern kenne ich mich jetzt wirklich nicht aus.
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Also 1d4 Schaden und dann noch Rüstungsbonus als Schadensreduktion anrechnen finde ich etwas sehr wenig (und komisch, wo Rüstung doch normalerweise AC gibt und keine Schadensreduktion). Das ist schon nasty sharp and pointy. Aber natürlich nix was nen Drachentöter umhaut, aber so nen Level 1 Wizard sollte sich das vielleicht überlegen.
Bin kein PF1e Experte, aber ich würde eher so in Richtung Ref Save DC 18 denken, bei Fail 4d4 Schaden (halb und halb piercing/slashing) und hinterher prone. Save für halben Schaden und nicht prone.
Alternativ würde ich auch zulassen, dass man sich ne Runde nimmt und irgendeine Waffe/Werkzeug und halt das Glas entfernt (oder, verwegener Gedanke, das Fenster öffnet).
Treffen und genug Schaden anrichten würde ich nicht würfeln lassen bei nem Fenster.
Historische Betrachtungen zu Fenstergröße und -machart würde ich bei einem DnD Ableger aber nicht gelten lassen. (So they build robots with sentience and feeling, stop time and gate in solars but fail to construct a big glass window...)
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Historische Betrachtungen zu Fenstergröße und -machart würde ich bei einem DnD Ableger aber nicht gelten lassen. (So they build robots with sentience and feeling, stop time and gate in solars but fail to construct a big glass window...)
Na ja, so, wie D&D-Magie angelegt ist, ist sie in erster Linie ein Spielzeug für die schon konventionell Reichen und Mächtigen. Inwieweit die sie dann ihrerseits überhaupt für Zwecke nutzen, die tatsächlich auch mal dem "gemeinen Volk" zugute kämen, sei dahingestellt, sprengt dann aber vermutlich endgültig den Rahmen dieses Fadens ein wenig. ;)
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Historische Betrachtungen zu Fenstergröße und -machart würde ich bei einem DnD Ableger aber nicht gelten lassen.
Dito - "erschwerend" kommt hinzu, dass es, wenn es Pathfinder ist, in vielen Fällen auch noch um Golarion geht. Also dass Setting, in dem es ein völlig legitimes Kampagnenkonzept wäre, wenn Conan der Barbar, Schmendrik der Zauberer und Wyatt Earp zusammen das Schloss von Draculas Tochter gegen Killerroboter aus dem Weltraum verteidigen. ~;D
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Also ich hab das Thema mal auf realweltliche Historizität geprüft und bin zu folgendem Ergebnis gekommen: