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Pen & Paper - Rollenspiel => Pen & Paper - Rollenspiel- & Weltenbau => Thema gestartet von: LuMi am 10.01.2010 | 20:01
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Hallo Leute,
ich habe mir jetzt mal die Zeit genommen, eine kleine Idee von mir in eine einigermaßen anschauliche Form zu bringen.
Nix großes, nix innovatives, nix tolles, aber vielleicht ganz nett für zwischendurch.
Titel: [X23] (http://lutzmichen.com/X23.pdf)
Was ist es?: ein Microrollenspiel für Einsteiger
Was wird wie gespielt?: alle Spieler steuern gemeinsam einen Charakter
Was will ich erreichen?: Interessenten an das Hobby Rollenspiel heranführen
Warum?: wenn es einer mag, reicht mir das schon ...
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Halte ich für einigermaßen großartig!
Die Pokerchips verstehe ich noch nicht so ganz (warum soll ich nicht so lange erzählen dürfen, wie mir coole Dinge einfallen?), aber ansonsten stelle ich mir das ganz Spaßig vor.
Daumen hoch: :d
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(warum soll ich nicht so lange erzählen dürfen, wie mir coole Dinge einfallen?)
Ohne jetzt COX angesehen zu haben: Damit auch andere Spieler coole Dinge erzählen können und du ihnen nicht das komplette Spotlight klaust.
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Im Endeffekt ja, die Chips kaufen Erzählzeit, aber ich glaube eigentlich nicht, das so ein komplexer Mechanismus hier notwendig ist. Mein Regelvorschlag dafür wäre, wenn die Mehrheit der anderen Spieler für ein Ende ist, hat man noch 1-2 min um zum Ende zu kommen, man selbst kann natürlich jederzeit seine Erzählung für beendet erklären.
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Allgemeine Anmerkung: Ich weiß nicht, ob ich ein Rollenspiel im englisch-geprägten Hobby COX [ließ: cocks] nennen würde.
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Hätte ni gedacht, dass es jemand hier gut finden könnte., gibt ja so viele tolle Sachen hier.
Freut mich ...
Das mit dem Namen kann ich ja nochmal überdenken :)
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So habs mir jetzt durchgelesen. Heute früh vor der Arbeit, war keine Zeit mehr.
Mechanisch ist das ganze sicherlich recht solide. Allerdings würde ich es kein Rollenspiel nennen, da der Shared Imagined Space fehlt. Jeder Spieler erzählt über seinen eigenen Charakter vor sich hin. Die Verbindung zu den anderen Charakteren fehlt gänzlich, sofern diese nicht von den Spielern selbst eingebracht wird.
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Mit Rollenspieltheorie kenne ich mich leider nicht aus.
Aber im gewissen Sinne schlüpfe ich in COX doch in eine Rolle, oder?
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Ich habs immer noch nicht gelesen, aber Eins Einwand versteh ich anders. Jeder kümmert sich nur um seinen Charakter. Die gemeinsame Vorstellungswelt, dass die Charaktere gemeinsam was tun (können) fehlt.
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Ich finde man schlüpft nicht mehr in eine Rolle, als bei diesen Partyspielen, wie Werwolf. Wobei da wenigstens noch eine gemeinsame Geschichte entsteht. Hier hat man dagegen eine seltsame Mischung aus Wer-bin-ich und reinem Geschichtenerzählen. Es ist halt im Grunde so sehr Rollenspiel wie ein Treffen der Anonymen Traumdeuter.
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OK, OK ich gebe mich geschlagen :)
Vielleicht kann ich ja ein optionales Setting/Spiel drumherumbauen.
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Ich würd die Erzählung nicht unbedingt nach Minuten bemessen und du solltest irgendwelche Richtlinien für die Vergabe von neuen Chips festsetzen.
Das Spiel ähnelt ein wenig Shades. Da erspielt man sich in so ähnlicher Weise, warum man gestorben ist. Könnte einen Blick wert sein. (Einfach mal die Suchfunktion bemühen.)
Ob das nun ein Rollenspiel ist oder nicht: Scheiß der Hund drauf.
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Ich werde mir mal Shades anschauen. Danke für den Tipp!
Wenn sich hier der ein oder andere Mensch findet, der mein kleines Konzept ganz gut findet, kann ich mir gut vorstellen, ein kleines Büchlein mit etwas mehr Details zusammen zu bauen. Mal schauen ...
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Ich fände es gut wenn die nicht aktiven Spieler sich erzählzeit beim aktiven Spieler kaufen könnten. So könnten sie, für einen gewisse Summe an Pokerchips, einen Teil der Vergangenheit für den Charakter eines anderen bestimmen.
So könnten dann auch mal (für den aktiven Spieler) wirkliche Überraschungen vorkommen.
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Hm, daran habe ich noch garnicht gedacht.
Gute Idee! Ich werde mal sehen, wie ich das einbauen kann.
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Oder sie können sich Fakten erkaufen, die der Erzählende Spieler einbauen muss. Wäre ähnlich wie die Erzählzeit, aber ich mag die Zeitmessung nicht so gerne. Ne Minute kann lang oder ganz kurz sein und ich würde generell eher Fakten/neue Erzählstränge einen Pokerchip kosten lassen. Also statt pro Pokerchip eine Minute Erzählzeit zu bekommen, bekommt man für den Pokerchip nun einen Handlungsstrang/einen Fakt den man einführt (und ggf. weiter ausschmückt - auch mal ne Minute).
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Viele tolle Ideen hier :)
Dann wird zwar alles etwas umfangreicher, aber bleibt trotzdem einfach.
Also wirds wohl noch etwas ausgebaut.
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Hmm anscheinend kommen andere auch auf ähnliche Ideen wie ich, nachdem ich etwas über meinen Vorschlag weiter oben nachgedacht hab, ist mir folgender Ansatz für das Problem mit den Verbindungen der Charaktere untereinander eingefallen:
Nach der jeder Runde erhält jeder Spieler jeweils einen Pokerchip, mit diesem Chip kann er die Erzählung des gerade aktiven Spieler unterbrechen, um in den Handlungsstrang eine Verbindung zu seinem Charakter einzubauen.
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Ich setze mich heute Abend nochmal dran.
Dann gibts ne neue Version mit bisschen Layout :)
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So, ich habs eingesehen. Weniger ist eben doch manchmal mehr.
Meine Versuche ein "großes Rollenspiel" daraus zu bauen sind gestoppt.
Es bleibt, was es ist. Ein MicroPRG für Neulinge zum Einstieg ins Hobby!
[X23] (http://lutzmichen.com/X23.pdf)