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Pen & Paper - Rollenspiel => Pen & Paper - Rollenspiel- & Weltenbau => Thema gestartet von: Mhyr am 5.11.2017 | 20:11

Titel: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: Mhyr am 5.11.2017 | 20:11
Liebes Forum,

ich bin schwer am hadern, ob ich unsere nächste (D&D 5E-)Kampagne in einer eigenen Welt ("Avalon" (https://tintenteufel.wordpress.com/2017/05/27/projekt-avalon/)) oder wieder in einer vorgefertigten (Vergessene Reiche (https://tintenteufel.wordpress.com/2015/10/15/vergessene-reiche/)) ansiedeln soll. Wer den Links folgen will, findet dort ein paar meiner Gedanken zu den jeweiligen Welten, aber ich denke man kann hier auch mitdiskutieren ohne diese Textwälle bezwungen zu haben.

Für beide Varianten (Eigenkreation VS Fertigwelt) gibt es mMn viele Vor-, aber auch einige Nachteile. Ich habe mir eine Liste mit + und - Punkten erstellt und unter dem Strich sind für mich beide Varianten ungefähr gleich auf. Ich möchte diese bzw. meine Punkte zunächst bewusst nicht zur Diskussion stellen.

Ich würde einfach gerne mal von euch wissen, ab wann es sich für euch lohnt Weltenbau für die eigene PnP-Runde zu betreiben. Vielleicht habe ich als Weltenbauanfänger nämlich ein paar wichtige Aspekte vergessen oder gar nicht erst bedacht.

Meine Spieler sind leider so oder so nicht sonderlich interessiert an der Spielwelt.
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: Infernal Teddy am 5.11.2017 | 20:14
Meiner Meinung nach lohnt es sich immer, aber ich betrachte Weltenbau als einen wichtigen teil für MEIN Rollenspielhobby.
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: YY am 5.11.2017 | 20:15
Meine Spieler sind leider so oder so nicht sonderlich interessiert an der Spielwelt.

Das ist gut und schlecht für dich als SL:
Solange sie sich wenigstens nicht aktiv gegen einen Eigenbau wehren und du daran Spaß hast, kannst du das machen.
Wenn das eher Pflichtübung ist, lohnt es sich freilich unter diesen Voraussetzungen nicht.


Weltenbau in dem Sinne, dass tatsächlich nennenswerter Arbeits- und Zeitaufwand in die Ausarbeitung fließt, mache ich nur dann, wenn mindestens noch ein anderer mitzieht und uns das als spaßiger Zeitvertreib abseits der Spielsitzungen taugt, der auch genau so gut für sich stehen könnte, ohne dass man jemals in dieser Welt spielt.
Ist also eher selten.
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: fivebucks am 5.11.2017 | 20:16
Also ich hatte viel Freude daran eine eigene "Region" der Schöpfung aus zu Arbeiten.
 :d
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: Luxferre am 5.11.2017 | 20:23
Immer!

Weil:
Meiner Meinung nach lohnt es sich immer, aber ich betrachte Weltenbau als einen wichtigen teil für MEIN Rollenspielhobby.
+1

Und da Du bekanntermaßen ein sehr schlechter Zeichner bist ...  8] >;D
Tob Dich aus!

Ich genieße es sehr und komme mit meiner Welt in frühestens 2 Jahren zum Leiten.
Ich habe immer ein kleines Oxford Office Book dabei und schreibe jeden noch so kleinen (bekloppten?) Geistesblitz auf.

Was ich schön an eigenen Welten finde, ist die unbedingte Freiheit auch nachträglich Dinge implementieren zu können. Ein veröffentlichter Kanon hält mich aus vielen Gründen davon ab. Und an bisher allen mir bekannten welten stören mich einige, bis viele, Faktoren.
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: Infernal Teddy am 5.11.2017 | 20:53
Ich habe immer ein kleines Oxford Office Book dabei und schreibe jeden noch so kleinen (bekloppten?) Geistesblitz auf.

Moleskin bei mir.
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: Mhyr am 5.11.2017 | 21:19
Vielen Dank euch allen schon mal für die motivierenden Kommentare!

@Zeichnerei: Wenn ich nicht so perfektionistisch wäre würden Karten etc. auch deutlich leichter von der Hand gehen. Aber wir hatten letztes WE bei einem anderen SL wieder einen One-Shot in unserem/meinem Avalon, das eine deutlich untergeordnete/hintergründige Rolle spielte, und da wurde auch schon nach Karten gefragt. Muss ich wohl ran.
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: Luxferre am 5.11.2017 | 21:51
Du musst gar nicht.
Aber Du willst es. Gib es zu  >;D

fantastic maps online von Jonathan Roberts. Viel Spaß! Hat mich 3 Monate in der Versenkung verschwinden lassen  :d bis bald also ...
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: Supersöldner am 5.11.2017 | 22:01
Weltbau lohnt sich dann wenn du viele Ideen dafür hast ,zeit, und spürst das du diese Welt unbedingt Bauen willst.          Aber für eine nicht sonderlich an der Spielwelt interessierte Gruppe würde ich mir diese mühe wohl nicht machen.
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: Skele-Surtur am 5.11.2017 | 22:04
Meiner Erfahrung nach lohnt sich Weltenbau, wenn es zu einem gerüttelt Maß als Selbstzweck betrieben wird. Ansonsten im Allgemeinen nicht.
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: Jinx am 5.11.2017 | 22:12
Ich finde es lohnt sich immer, aber nur weil ich es als Hobby betrachte :gaga:, und ich meine Bastelprojekte nicht unbedingt per PnP bespielen muss.
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: Eulenspiegel am 5.11.2017 | 22:53
Weltenbau lohnt sich, wenn:
1. Du hast Spaß daran, eine eigene Welt zu bauen.
oder
2. Du kennst die offizielle Welt nicht besonders gut, aber hast einen Spieler dabei, der alle Details der offiziellen Welt kennt und diese auch einfordert.
oder
3. Es geht um Exploration. Das heißt, die Spieler sollen das Setting erkunden. Leider kennen die Spieler bereits das offizielle Setting.
oder
4. Du hast eine geniale Idee, die man in offiziellen Settings allerdings nicht bespielen kann.

In anderen Fällen lohnt sich Weltenbau meines Erachtens nicht. Und auch bei 3. - 4. wäre zu überlegen, ob man dafür extra eine neue Welt einführt oder ob man sich nicht ein passendes Setting heraussucht und dieses für das eigene Regelsystem konvertiert. Alternativ kannst du auch das offizielle Setting nehmen und dieses modifizieren. Das macht auch weniger Arbeit als ein eigenes Setting komplett neuzubauen.
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: trendyhanky am 5.11.2017 | 23:44
Aus SL-Perspektive:

Zitat
Meiner Erfahrung nach lohnt sich Weltenbau, wenn es zu einem gerüttelt Maß als Selbstzweck betrieben wird. Ansonsten im Allgemeinen nicht.

 :d

Aus Spieler-Perspektive:

Wenn ich NICHT Fate spiele sondern was "normales" ^^ dann erwarte ich ein klares, fertiges Setting.

Was ich nich so mag ist wenn ich merke dass das Setting work in progress ist und der SL selbst noch nicht so weiß wo die Reise hingeht. Und dann Setting geändert wird, auf Fragen mit "habe ich mir noch nicht überlegt, bin aber dran" geantwortet wird usw.

Für SL finde ich Weltenbau ein witziges Hobby, für das echte Spiel ist es meistens suboptimal, wenn der Weltenbau parallel zum Spielen passiert. Am besten ist es, wenn der SL schon vorher monatelang Zeit in ein komplexes Setting investiert hat und mir was "Fertiges" präsentieren kann.
Schlimm sind irgendwelche Skizzen, paar Notizen zu Ländern, "ist alles noch nicht in Stein gemeißelt", oder dass man in irgendeinem Bauernhäuschen beginnt und die Welt ENTDECKEN muss. Weil der SL kein Setting hat und das noch am Ausdenken is
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: Feuersänger am 6.11.2017 | 00:04
Ich würde mal sagen, Weltenbau "lohnt" sich, wenn mindestens eine der folgenden Bedingungen erfüllt ist:

A) du hast Freude daran.

B) dir den fertigen Krempel zu kaufen ist dir zu teuer.
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: DaveInc am 6.11.2017 | 00:30
Ich würde mal sagen, Weltenbau "lohnt" sich, wenn mindestens eine der folgenden Bedingungen erfüllt ist:

A) du hast Freude daran.

B) dir den fertigen Krempel zu kaufen ist dir zu teuer.

Ach Mensch, ich komme echt in keinem Thread, in dem Du unterwegs bist dran, zuerst das richtige zu sagen :D
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: TKarn am 6.11.2017 | 07:50
Ich würde mal sagen, Weltenbau "lohnt" sich, wenn mindestens eine der folgenden Bedingungen erfüllt ist:

A) du hast Freude daran.

B) dir den fertigen Krempel zu kaufen ist dir zu teuer.

Dem kann ich nur Zustimmen. Das Weltenbauen ist mir fast wichtiger als das Spielen.
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: bobibob bobsen am 6.11.2017 | 08:22
Für mich lohnt sich immer dann wenn ich hohen Wert auf die Umsetzung genau meiner eigenen Ideen und der Ideen meiner Mitspieler lege.
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: Krassgeilertyp am 6.11.2017 | 08:26
Weltenbau lohnt sich für dich auf jeden Fall.
Hauptsache du überschätzt dich und deine Welt nicht.

Ich persönlich winke inzwischen ab, wenn mir eine neue Gruppe sagt, dass Sie a) eine eigene Welt und b) auch noch ein eigenes Regelsystem spielt.
Allerdings ist b) 100x schlimmer als a) was meine Erfahrungen angeht.

Eine Welt bekommt so mancher SL gebacken. Oft nicht so wirklich geil und viel zu viel Ego und zu wenig Ideen drin, aber es kann funktionieren.
Systeme... ach hör mir auf. Immer Schrott. Das wird total unterschätzt. Wenn der nicht ein bis zwei jahre Blut und Schweiß in das System gesteckt hat, dann kann es nur Schrott sein.

Aaaaber... wenn du ambitioniert an die Sache rangehst und du Spieler hast, die dir auch mal die Meinung sagen und deine Welt was ganz eigenes hat, dann kann es sich lohnen und ist auch eine ganz besondere Sache zwischen dir und deinen Spielern. Aber, bitte, übernimm ein bestehendes System. Bitte.

Edit: Ich hab übersehen, dass es um 5ed geht vom System her. Alles gut X-)
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: Nebula am 6.11.2017 | 09:03
Was ist bei dir Weltenbau? Selbst wenn du alle Bücher über eine Welt hast und gelesen hast, musst du ja trotzdem alles mit Leben füllen, außer man hat so detaillierte Infos wie bei DSA (sollen glaub ich sehr extrem sein)

Selbst wenn ich eine Welt nehme, macht es mir unheimlich viel Spaß zu überlegen, wie sich diese Welt für meine Spieler anfühlen wird, welche Berührungspunkte ich einplane, welche NSC ihren Weg kreuzen werden, welche Geheimnisse sie ergründen...

Also selbst wenn ich eine fertige Welt nehme, macht es für mich unheimlichen Spaß, zu überlegen wie ich welche infos aus dem Setting einsetze und wie sie sich weiterentwickeln kann.

Das klappt natürlich nicht, wenn ich ein fertiges Abenteuer railroaden will, aber wenn ich das Abenteuer nur als Rahmen nehme, kann man noch genug selber dazu bauen und das finde ich toll

Fazit:
ein klares JA von mir, seien es kleinere Addons oder gleich ne ganze neue/eigene Welt
Daß es die Spieler nicht interessiert, war mir irgendwie klar, aber die merken halt auch ob dir als SL die Welt Spaß macht, leider nur indirekt, weil die Sessions ihnen Spaß machen, aber sie profitieren davon ^^
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: Mhyr am 6.11.2017 | 09:44
Noch mehr guter Input hier! Vielen Dank!!

Viele angesprochene Punkte hatte ich bereits angedacht, aber tut gut das noch mal von "Dritten" zu lesen.

Ich denke bei Weltenbau in dieser Diskussion tatsächlich daran eine komplette Welt zu erschaffen, nicht "nur" eine Fertigwelt auszuschmücken. Macht auch Spass ist aber was anderes. Wobei ich dir nicht widersprechen möchte, Nebula.

Weil es aufkam: Top Down VS Bottom Up. Ich denke es wird eine Mischung. Oder ist es meist. Mit einer komplett "fertigen" Spielwelt mit einem Detailgrad à la Realms oder Aventurien kann glaube ich keiner auf die Schnelle zum Spiel bringen. Golarion war da schon echt fix mMn. Das wurde aber von zahlreichen professionellen Designern erstellt.

Das Hauptargument für ein JA war für mich immer der Spass am Weltenbau. Vermutlich habe ich Sensibelchen einfach Angst, dass meine desinteressierten Spieler meine Kreativität mit Füßen treten. * Künstlerschal um den Hals werf *
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: Mhyr am 6.11.2017 | 09:45
Du musst gar nicht.
Aber Du willst es. Gib es zu  >;D

fantastic maps online von Jonathan Roberts. Viel Spaß! Hat mich 3 Monate in der Versenkung verschwinden lassen  :d bis bald also ...

Du Teufel!  ;D
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: Mhyr am 6.11.2017 | 09:48
Immer!

Ich habe immer ein kleines Oxford Office Book dabei und schreibe jeden noch so kleinen (bekloppten?) Geistesblitz auf.

Bei mir ist es ein schnödes Smartphone.
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: bobibob bobsen am 6.11.2017 | 09:51
[quoteDas Hauptargument für ein JA war für mich immer der Spass am Weltenbau. Vermutlich habe ich Sensibelchen einfach Angst, dass meine desinteressierten Spieler meine Kreativität mit Füßen treten. * Künstlerschal um den Hals werf *quote]

Vielleicht läßt du einige Bereiche frei die die Spieler dann mitgestallten können.
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: TKarn am 6.11.2017 | 09:59
Ich arbeite an meiner Welt seit ca. 4 Jahren. Am Anfang gab es nur eine Stadt, die habe ich mit Leben erfüllt, dann hab ich mal eine grobe Karte der bekannten Welt erstellt. Ich leite darin zwei Online-Runden. Zu den Abenteuern habe ich dann Details in den bespielten Bereichen entworfen usw., Geschichte, Städte, Mythen....
Mit den Mitspielern bin ich in regem Kontakt und wenn es Fragen gibt, die noch nicht erläutert wurden, mache ich mir dazu Gedanken. Wenn es passt, können Spieler auch Ideen einbringen (wobei ich da wirklich erst die Machbarkeit prüfe, bevor ich etwas zusage).
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: Luxferre am 6.11.2017 | 10:12
Top-down / Bottom-up
...

Wie wäre es mit LPH nach HOAI?

1 Grundlagenermittlung
2 Vorplanung
3 Entwurf
4 Genehmigung
5 Ausführung
6 + 7 Vergabe -> Vorstellung fertige Welt

8 Überwachung -> SL Tätigkeit ( hau rein ! )
9 Betreuung -> Nachbearbeitung, weiter wachsen, Pflege, Spielerideen implementieren
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: Krassgeilertyp am 6.11.2017 | 10:34
Top-down / Bottom-up
...

Wie wäre es mit LPH nach HOAI?

1 Grundlagenermittlung
2 Vorplanung
3 Entwurf
4 Genehmigung
5 Ausführung
6 + 7 Vergabe -> Vorstellung fertige Welt

8 Überwachung -> SL Tätigkeit ( hau rein ! )
9 Betreuung -> Nachbearbeitung, weiter wachsen, Pflege, Spielerideen implementieren
Dem würde ich eine Sache noch voranstellen: Was macht meine Welt einzigartig und warum spiele ich diese und nicht eine vorgefertigte? Eine 0815 Fantasywelt... nun ja... ist die Mühe nicht wert. Gibts schon.
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: Grey am 6.11.2017 | 10:36
Ich würde einfach gerne mal von euch wissen, ab wann es sich für euch lohnt Weltenbau für die eigene PnP-Runde zu betreiben.
Dann, wenn das Weltenbauen an sich einfach Spaß macht.

Also immer. 8) Ich könnte einen eigenen Ordner füllen mit den Welten, die einfach nur aus Spaß gebastelt und dann nie bespielt habe.

Übrigens habe ich mal selbst einen Workshop "Weltenbau für Anfänger" geleitet. @Mhyr: Vielleicht hilft dir ja mein Handout (http://www.markus.gerwinski.de/topic_blog/files2017/Unicon42-Markus_Gerwinski-Weltenbau1.ppt) weiter?
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: Mhyr am 6.11.2017 | 10:46
@Lux: Puh, ich hab eigentlich genug HOAI in meinem Leben.  ;)

@Krassgeilertyp: Also origineller Weltenbau ist nicht 100% meine Absicht. Es ist meine eigene Mischung, aber das Rad will ich nicht neu erfinden.

@Grey: Danke! Werfe ich bei nächstbester Möglichkeit mal einen Blick drauf.
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: Luxferre am 6.11.2017 | 11:18
@Lux: Puh, ich hab eigentlich genug HOAI in meinem Leben.  ;)

Ach was  >;D

Mir hilft es als Orientierung.
Und was Krassgeilertyp schreibt, fällt für mich in LPH 1.

Ich schrob  mehrfach, dass ich mich mehr als Architekt und Handwerker verstehe, denn klassischer SL. Daher hat sich dieser Ansatz auch etabliert.
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: Krassgeilertyp am 6.11.2017 | 11:20
@Lux: Puh, ich hab eigentlich genug HOAI in meinem Leben.  ;)

@Krassgeilertyp: Also origineller Weltenbau ist nicht 100% meine Absicht. Es ist meine eigene Mischung, aber das Rad will ich nicht neu erfinden.

@Grey: Danke! Werfe ich bei nächstbester Möglichkeit mal einen Blick drauf.
Du musst ja das Rad nicht neu erfinden, aber du tust deinen Spielern bestimmt einen Gefallen, wenn du deine gottgleiche Macht dazu benutzt zumindest ein bisschen was neues einzubringen.
Klingt doof, aber dann interessieren sich deine Spieler auch mehr dafür.

"Ach, Erzmagier und Drache in Höhle und so? Jaja, verstehe... ich greife an."
"Es gibt also überhaupt keine natürlichen Tiere mehr und man pflanzt sich durch Golemerstellung fort? Aha. *Stuhlzurechtrück* Gibt es noch Sex?"
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: DaveInc am 6.11.2017 | 11:46
Ich denke bei Weltenbau in dieser Diskussion tatsächlich daran eine komplette Welt zu erschaffen, nicht "nur" eine Fertigwelt auszuschmücken. Macht auch Spass ist aber was anderes. Wobei ich dir nicht widersprechen möchte, Nebula.

Ich denke, es kommt auch stark auf das bespielte Setting und Maßstab der Welt an. Ich finde das Handout von Grey sehr überzeugend und gerade den Punkt "Freiräume lassen" sehr wichtig - auch wenn ich jetzt nur aufgrund des Handout schließen kann, wie Du es genau meinst und deine Präsentation wahrscheinlich viele Nuancen dazu gebracht hättest und (wie ich Vermute) nicht nur auf die Kultur gemünzt hast.

Eine mittelalterliche Fantasywelt kann man recht gut bauen meiner Meinung nach. Man startet bei einem kleinen Dorf oder einer Stadt und tastet sich entlang der Kampagne weiter, das Umland, weitere Kulturen und Machtverhältnisse kann man grob umreisen und in der Hinterhand behalten.
Wenn es aber, wie im DMG zu 5e ja auch angedacht ist, ganze Kosmen, Multi-Versen und andere Seiensebenen zu erschaffen gilt, bin ich recht skeptisch, ob das nicht ein zu "extremer" Mehraufwand für mich wäre. Klar kann man sagen, Wir bereisen nun die "Geisterwelt" oder "den Äther", aber für mich habe ich herausgefunden, das die Synergien und Quer-Referenzierung eines zB "Planescape" Settings nur schwer selbst zu schreiben sind - und bin für mich heilfroh, dass TSR damals ein solch gut durchdachtes Setting publiziert haben.
Genauso wird es (wahrscheinlich), bei Sci-Fi Welten sein, wobei man hier zumindest Planet nach Planet erschaffen kann, zusammen mit ggf. interstellarer Ordnung, Handelssystem, etc. Auch hierbei würde ich wahrscheinlich auf ein bestehendes Weltraumsetting zurückgreifen und bei Bedarf eigene Sektoren oder Planeten erfinden.
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: Mhyr am 6.11.2017 | 12:07
@Lux: Projekte grundsätzlich nach der HOAI zu strukturieren ist sicher zielführend. Bin nur grad von meinem Job gut angekaast, vielleicht deswegen meine allergische Reaktion.

@Krassgeilertyp: Ein paar frischere Elemente im Genre Fantasy gibt es sicher.

@Dave: Also es geht nur direkt um die Material Plane. Die ich als "nur" eine weitere der D&D-Welten sehe. Wie teilweise schon auf meinem Blog beschrieben, gibt es alle offiziellen D&D-Welten in meinem Multiversum, die Avalon auch teilweise ziemlich stark beeinflussen.
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: Anro am 6.11.2017 | 12:58
Lass mich mal eben ein paar Punkte für beide Weltenarten überlegen...

Vorteile: Kaufwelt

Eigenes System

Kleiner Disclaimer noch, wenn man goofy-mindfuck-twisted-comical Welten bauen will, dann mag das alles anders sein. Wenn man mit mehreren Leuten gestaltet ebenfalls. Man opfert einige Dinge, gewinnt andere und es ist ein deutlich anderes Thema, um das es nicht geht, soweit ich das bisher verstehe.
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: alexandro am 6.11.2017 | 13:04
Ich denke Weltenbau lohnt sich auch, wenn man primär Kaufwelten verwendet.

So wie ein Architekt beim Häuserkauf besser beurteilen kann, warum das Haus gut oder schlecht ist, so kann man mit der Erfahrung schonmal eine Welt gebaut zu haben besser beurteilen, was davon für einen funktioniert und was nicht (und man weiß besser, ob man nur "geringere Instandsetzungsarbeiten" am Setting vornehmen muss oder ob eine Änderung weitreichendere Konsequenzen hätte und man am Ende das komplette Setting neu baut  >;D ).
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: Luxferre am 6.11.2017 | 13:32
Hast Du das worldbuilders guidebook aus den TSR AD&D Zeiten?
Wenn nicht: kaufen!

http://www.drivethrurpg.com/m/product/17445
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: DaveInc am 6.11.2017 | 13:40
Hast Du das worldbuilders guidebook aus den TSR AD&D Zeiten?
Wenn nicht: kaufen!

http://www.drivethrurpg.com/m/product/17445

Cooler Tipp, werde ich für meine Digitalsammlung sicher besorgen - wobei das DMG 5e auch nen ganz ordentlichen, wenn auch nicht tiefgehenden Job macht.
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: Boba Fett am 6.11.2017 | 13:52
Wann lohnt sich Weltenbau?

- wenn ich länger in der Welt spielen möchte (also nicht nur eine kurze Kampagne)
- wenn meine Spieler kreativ mitkonstruieren
- wenn die Kampagne, die ich im Kopf habe, auf bestehenden Welten nicht umsetzbar ist.
- wenn die Spieler Spaß daran haben, meine Ideen (also die Welt) zu entdecken.
- ich Spaß am Welt-Entwickeln habe.

Es müssen nicht alle Kriterien passen, aber es sollte auch nicht nur ein Kriterium zutreffen...
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: First Orko am 6.11.2017 | 14:00
Meine pragmatische Antwort als SL mit grundsätzlich zuwenig Zeit: Egal, was ich mir im Kämmerlein ausdenke - irgendwo hat irgendwer schonmal die Idee gehabt und das ausgearbeitet. Im Falle eines käuflich zu erwerbenden Settings hat da auch meist ein Lektorat min. 1x draugeschaut, was schonmal eine gewisse Basisqualität liefert, die ich mir nicht solo zutraue.
Es gibt aber auch sooo viel geile Settings, die ich noch nicht ausprobiert habe - warum Zeit vergeuden für etwas, dass ich höchstwahrscheinlich alleine eh nicht besser hinbekomme? ;-)

Womit ich hingegen _ausgezeichnete_ Erfahrungen gemacht habe: Das Setting gemeinsam mit den Spielern entwickeln!
Ob über Karteikartensammlungen, Wiki, mit den Bordmitteln des Microscope Systems oder einfach nur lose-Blatt-Sammlung: Wenn alle dazu beitragen, dann ist vielleicht die Welt nicht 100% stimmig, aber man kann sichergehen, dass wirklich ALLE Bock haben, darin zu spielen.

Als Spieler ist mir das auch die bessere Alternative im Vergleich zum reinen SL-Homebrew, welche dann doch meist arg unzugänglich sind. Sei es, weil der Großteil der Welt immer noch im Kopf des SL steckt, der im Laufe des Projekts merkt, dass er sich zu sehr vorgenommen hat.
Oder weil es zwar zig Seiten an Beschreibungen gibt, die aber staubtrocken / schwer zugänglich sind, weil der SL einfach kein begnadeter Autor ist.

Unter Strich bleibt:
Wenn du es für dich selbst machst, Zeit hast, die Herausforderung liebst und vielleicht auch als Autor eine Welt für deine Geschichten brauchst: Hau rein!
Wenn du auf Anerkennung aus bist und den Spielern die "Ultimativ Beste Welt EVAR" bieten willst: Lass es! Das Verhältnis Erfolgswahrscheinlichkeit / Zeitaufwand ist da sehr unglücklich.
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: felixs am 6.11.2017 | 14:11
Wann lohnt sich Weltenbau?
(...)
- ich Spaß am Welt-Entwickeln habe.

Es müssen nicht alle Kriterien passen, aber es sollte auch nicht nur ein Kriterium zutreffen...

Ich finde ja, dass das Spaß-Kriterium reicht.
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: trendyhanky am 6.11.2017 | 14:23
Zitat
Meine pragmatische Antwort als SL mit grundsätzlich zuwenig Zeit: Egal, was ich mir im Kämmerlein ausdenke - irgendwo hat irgendwer schonmal die Idee gehabt und das ausgearbeitet.

Yup, deshalb bedeutet doch heutzutage mit dem Vorhandensein von Internet und Suchmaschinen, dass "Weltenbau" eher sowas ist wie: "ich suche und klaue mir aus dem Net beliebig viele Ideen, Skizzen, Karten usw."

Wer betreibt denn heute noch Weltenbau wie die Altvorderen, die nur mit einer Schreibmaschine und einem Stift bewaffnet eine Welt gänzlich aus sich selbst erschaffen MÜSSEN?

Weltenbau ist doch eigentlich eher Kompilieren von Recherchematerial anderer Weltenbauer
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: Luxferre am 6.11.2017 | 14:30
Wer betreibt denn heute noch Weltenbau wie die Altvorderen, die nur mit einer Schreibmaschine und einem Stift bewaffnet eine Welt gänzlich aus sich selbst erschaffen MÜSSEN?

Weltenbau ist doch eigentlich eher Kompilieren von Recherchematerial anderer Weltenbauer

Ich. Einige Namen mögen entlehnt sein, der Rest entspringt meiner Feder.
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: DaveInc am 6.11.2017 | 14:31
Wer betreibt denn heute noch Weltenbau wie die Altvorderen, die nur mit einer Schreibmaschine und einem Stift bewaffnet eine Welt gänzlich aus sich selbst erschaffen MÜSSEN?

Ach, würde ich nicht sagen. Es kann auch unheimlich Spaß machen, diesen Old-School-Schuh zu fahren. Allerdings ist er enorm aufwendig und damit im besten Sinne ein ganz eigenes Hobby. Auf der anderen Seite schrieb Bertolt Brecht einst:
Zitat von: Bertolt_Brecht
»Heute«, beklagte sich Herr K., »gibt es Unzählige, die sich öffentlich rühmen, ganz allein große Bücher verfassen zu können, und dies wird allgemein gebilligt. Der chinesische Philosoph Dschuang Dsi verfaßte noch im Mannesalter ein Buch von hunderttausend Wörtern, das zu neun Zehnteln aus Zitaten bestand. Solche Bücher können bei uns nicht mehr geschrieben werden, da der Geist fehlt. Infolgedessen werden Gedanken nur in eigner Werkstatt hergestellt, indem sich der faul vorkommt, der nicht genug davon fertigbringt. Freilich gibt es dann auch keinen Gedanken, der übernommen werden, und auch keine Formulierung eines Gedankens, die zitiert werden könnte. Wie wenig brauchen diese alle zu ihrer Tätigkeit! Ein Federhalter und etwas Papier ist das einzige, was sie vorzeigen können! Und ohne jede Hilfe, nur mit dem kümmerlichen Material, das ein einzelner auf seinen Armen herbeischaffen kann, errichten sie ihre Hütten! Größere Gebäude kennen sie nicht als solche, die ein einziger zu bauen imstande ist!«

Aber das Zitat, bzw. diese Kalendergeschichte des Herrn Keuner hinkt natürlich, wenn es auf so ein frivoles und eskapistisches Hobby, wie das Rollenspiel angewandt wird ... Auf der Seite eine formidable Rechtfertigung eine Welt auf Grundlage anderer Welten zu schreiben ^^
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: Mhyr am 6.11.2017 | 15:03
Lass mich mal eben ein paar Punkte für beide Weltenarten überlegen...

Vorteile: Kaufwelt
  • Zeitersparnis(!)
  • Den Spielern bekannt (Götter, Lebensweise, Technologien, Spirituelles)(aka 'Bei Odin, ich werde Dir' "Moment, Odin ist Unfug, der heißt hier Nido und ist weiblich und so.")
  • Die Geographie ist meist besser und professioneller ausgeschmückt (Karten, Städte usw.)
  • Oft sind keine zu großen Ungereimtheiten in Geschichte, Wirtschaft usw. vorhanden
  • Romane und andere cross-Medien machen die Immersion oft leichter
  • Spontane Inspirationen durch Beschreibungen (Choice paralysis ist geringer, wenn man sich in einem Rahmen bewegt)
  • Zuberhörapps und Programme.(Von Charaktergeneratoren (eher System, aber vielleicht sind da regionale Besonderheiten irgendwie schon eingebaut (?)) über Begegnungstabellen der Region zu Dorfgeneratoren und Namenslisten.)
  • Systemverbundenheit (Teilweise machen Systeme einfach mit den mitgelieferten Welten mehr "Sinn" als bei eigenen Welten.)

Eigenes System
  • Verantwortung(!) (Etwas macht keinen Sinn? - Deine Schuld)
  • Tolles Hobby/Zeitver(sch)wendung
  • Eigene Couleur in grundlegenden Pfeilern der Welt. (Level der Verrücktheit, Gefühl der Götter und Gesellschaft so wie es einem am Meisten Spaß macht.)
  • Kontrolle über die Geographie (Ich weiß auch nicht, warum so viele Wasserfälle in meiner Welt sind :-) )
  • Besonderheiten können im Geiste Wellen auf die Gestaltung der Welt machen. (Und das kann SEHR befriedigend sein - wenn es klappt.)
  • Die Welt muss sich nicht an Regeln halten, die einem Kanon entsprechen, die Welt kann sich verändern, umgeworfen werden und sich entwickeln, mit vollem Einfluss der Gruppe.(Keine Publikationen, die Handlungen negieren)
  • Komplette, spontane Freiheit über große Dinge. Wenn man seine Welt innerhalb einer Sitzung anpassen will, so kann man das, solange die Änderungen passen und Glaubwürdig sind.
  • Kumulative/Iterative Gestaltung ist möglich. Die Spieler würden allerdings teilweise ihre Erinnerungen redconnen müssen. (Hier ist eine Ziegen, keine Schafregion mehr, das heißt, der Schafeintopf von vor zwei Wochen war nie wirklich da... Oder sowas.)

Kleiner Disclaimer noch, wenn man goofy-mindfuck-twisted-comical Welten bauen will, dann mag das alles anders sein. Wenn man mit mehreren Leuten gestaltet ebenfalls. Man opfert einige Dinge, gewinnt andere und es ist ein deutlich anderes Thema, um das es nicht geht, soweit ich das bisher verstehe.

Danke, Anro. Kommt meiner Liste die ich mir gemacht hatte um das Thema zu entscheiden schon sehr ähnlich.
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: Mhyr am 6.11.2017 | 15:04
Wer betreibt denn heute noch Weltenbau wie die Altvorderen, die nur mit einer Schreibmaschine und einem Stift bewaffnet eine Welt gänzlich aus sich selbst erschaffen MÜSSEN?

Weltenbau ist doch eigentlich eher Kompilieren von Recherchematerial anderer Weltenbauer

Denke in mir steckt von beidem etwas. Aber ich tendiere auch eher zu ersterem.
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: YY am 6.11.2017 | 15:13
Weltenbau ist doch eigentlich eher Kompilieren von Recherchematerial anderer Weltenbauer

Meine Hauptmotivation zum Weltenbau bw. -skizzieren ist die Unzufriedenheit mit den verfügbaren Alternativen.

Da geht es dann aber auch selten um historische Timelines und Kartenmaterial - das auf der anderen Seite oft genug gerade von den Altvorderen derart mit der heißen Nadel hingewutzt wurde, dass man es auch schamlos selbst machen kann.
Da ist das einzige Mehr an Existenzberechtigung Verbreitung und Gewohnheit.
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: Grimtooth's Little Sister am 6.11.2017 | 15:37
Wenn deine Truppe sich nicht für die Spielwelt interessiert, weder noch. Nimm stattdessen einfach eine kleinere Region, Hexcrawl oder ähnliches.

Weltenbau und selbst das Spiel in einer bestehenden Welt die gute Hintergründe und Eigenheiten hat lohnt sich nur mit interessierten Spielern.
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: Rorschachhamster am 6.11.2017 | 15:48
Wenn deine Truppe sich nicht für die Spielwelt interessiert, weder noch. Nimm stattdessen einfach eine kleinere Region, Hexcrawl oder ähnliches.
Hexcrawl muss nicht klein sein, aber ja. Aber:
Zitat
Weltenbau und selbst das Spiel in einer bestehenden Welt die gute Hintergründe und Eigenheiten hat lohnt sich nur mit interessierten Spielern.
Das wiederum ist eine interessante Aussage in einem Thread, in dem schon mehrere ihre Meinung kundgetan haben, das Weltenbau in sich selbst ein erfüllendes Hobby ist (und ich selbst möchte mich da mit einschließen).  ;)
Und Weltenbau heißt ja nicht zwangsläufig eine gesamte Welt, eine Region ist ja auch Weltenbau im weiteren Sinne.  :)
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: Grimtooth's Little Sister am 6.11.2017 | 16:10
Ja das stimmt natürlich, hab den ganzen Faden nicht gelsesen.

Was ich meine ist, mir selbst macht Weltenbau nur Freude wenn das dann nachher auch wer spielt. Und ich möchte dann auch Spieler die sich für interessieren, zumindest fürs Grobe.
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: trendyhanky am 6.11.2017 | 16:57
Zitat
Was ich meine ist, mir selbst macht Weltenbau nur Freude wenn das dann nachher auch wer spielt. Und ich möchte dann auch Spieler die sich für interessieren, zumindest fürs Grobe.

Wir wissen ja auch nicht, warum die Spieler von Mhyr sich nicht für die Welt interessieren. Kann ja auch an der Welt liegen. Ich finde auch nicht alle Welten interessant

Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: Swafnir am 6.11.2017 | 17:00
Ich find es spannend. Ich bin noch nie auf die Idee gekommen Weltenbau zu betreiben. Ich liebe es Charaktere zu bauen, aber bei Settings und Welten hab ich gar keine Ambitionen. Dabei liebe ich es neue Settings kennen zu lernen, aber eigene zu erschaffen reizt mich gar nicht.
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: Grimtooth's Little Sister am 6.11.2017 | 17:12
Ist ja auch schwierig, Spieler zu finden, die sich für was anderes als die offizielle Kampagnenwelt interessieren, und das oft auch nur weil se sonst die offiziellen Abenteuer nicht spielen können. Ich such ja auch grad mal wieder für seltenere Sachen, siehe Signatur.

Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: Mhyr am 6.11.2017 | 18:36
Was ich meine ist, mir selbst macht Weltenbau nur Freude wenn das dann nachher auch wer spielt. Und ich möchte dann auch Spieler die sich für interessieren, zumindest fürs Grobe.

Oh, die hätte ich auch gern. Zu mindest einer interessiert sich auch tatsächlich. Allerdings wird der nicht sooo viel mitspielen zwecks geographischer Distanz und so. Wir sind sogar auch ziemlich d'accord was so die meisten Themen angeht.

Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: trendyhanky am 6.11.2017 | 18:37
Zitat
Ist ja auch schwierig, Spieler zu finden, die sich für was anderes als die offizielle Kampagnenwelt interessieren, und das oft auch nur weil se sonst die offiziellen Abenteuer nicht spielen können.

Viele Spieler sind auch so gestrickt, hatte selbst mit solchen schon gespielt, die wollen absichtlich nur offizielle Abenteuer etc spielen

Weil es irgendwie für die ein anderes Gefühl ist zu wissen, dass sie was OFFIZIELLES gerockt und gespielt haben als IRGENDWAS selbstausgedachtes von einem SL

Offizielles hat nochmal einen anderen Wert in der Spieler-"Biografie" ^^
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: Mhyr am 6.11.2017 | 18:38
Wir wissen ja auch nicht, warum die Spieler von Mhyr sich nicht für die Welt interessieren. Kann ja auch an der Welt liegen. Ich finde auch nicht alle Welten interessant

Das weiss ich auch nicht. Wir haben unsere erste 5E-Kampagne sogar extra auf Spielerwunsch in den FR und nicht in einer hausgemachten Welt gespielt, aber da kommt einfach nicht viel rum.
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: Mhyr am 6.11.2017 | 18:40
Viele Spieler sind auch so gestrickt, hatte selbst mit solchen schon gespielt, die wollen absichtlich nur offizielle Abenteuer etc spielen

Weil es irgendwie für die ein anderes Gefühl ist zu wissen, dass sie was OFFIZIELLES gerockt und gespielt haben als IRGENDWAS selbstausgedachtes von einem SL

Offizielles hat nochmal einen anderen Wert in der Spieler-"Biografie" ^^

ja, da könntest du ihnen auf die Schliche gekommen sein. Zu mindest ein Spieler, denke ich, tickt so in die Richtung.
Da kommt dann noch der "neutrale Boden" dazu. Sowohl was Spielwelt, wie Abenteuer angeht. So kann keiner sagen: "Das hast du dir doch nur ausgedacht!"

Was ich natürlich wiederum schade finde.
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: nobody@home am 6.11.2017 | 18:48
Das weiss ich auch nicht. Wir haben unsere erste 5E-Kampagne sogar extra auf Spielerwunsch in den FR und nicht in einer hausgemachten Welt gespielt, aber da kommt einfach nicht viel rum.

Wobei natürlich technisch gesehen FR auch nur Ed Greenwoods hausgemachte Welt ist, die er erst selber erfunden und dann Jahre später als Spielhintergrund an TSR verscherbelt hat. Die Leute haben mitunter schon merkwürdige Standards. ;)
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: Mhyr am 6.11.2017 | 18:51
@Spielerbeteiligung am Weltenbau:

Finde ich eine tolle Sache die ich definitiv auch betreiben möchte, doch auch hier sind meine Spieler leider ziemlich verhalten. Habe hier (https://www.tanelorn.net/index.php/topic,100147.0.html) mit euch lieben Tanelornis in die Richtung diskutiert. Es sah dann auch tatsächlich so aus, als hätten sie Bock drauf, was beizutragen. Kam aber nix oder wieder nur von einem der Spieler was. Habe die Runde (ging neben unsere Tischrunde über Roll20) nicht weitergeführt. Waren mir einfach zu geringe "Einschaltquoten".

Denke ein Hauptproblem ist, dass sie im Grunde so gut wie nichts jenseits des Tisches machen. Am Tisch bzw. Spielabend schon eher. Wird wohl ziemlich auf Impro rauslaufen, aber das teste ich mal!
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: Mhyr am 6.11.2017 | 18:52
Wobei natürlich technisch gesehen FR auch nur Ed Greenwoods hausgemachte Welt ist, die er erst selber erfunden und dann Jahre später als Spielhintergrund an TSR verscherbelt hat. Die Leute haben mitunter schon merkwürdige Standards. ;)

Ja, und ich denke das merkt man streckenweise schon ganz gut. Finde ich hat auch seinen Charme.
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: Grey am 6.11.2017 | 18:53
Wer betreibt denn heute noch Weltenbau wie die Altvorderen, die nur mit einer Schreibmaschine und einem Stift bewaffnet eine Welt gänzlich aus sich selbst erschaffen MÜSSEN?
Ich! :) (Wenn der Computer in diesem Kontext als "Schreibmaschine" zählt.)
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: Infernal Teddy am 6.11.2017 | 19:00
Wer betreibt denn heute noch Weltenbau wie die Altvorderen, die nur mit einer Schreibmaschine und einem Stift bewaffnet eine Welt gänzlich aus sich selbst erschaffen MÜSSEN?


Der Teddy. Der kann das auch belegen.
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: Kardinal am 6.11.2017 | 19:25
Ich! :) (Wenn der Computer in diesem Kontext als "Schreibmaschine" zählt.)

ebenso - und im Akkord  :d
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: Grimtooth's Little Sister am 7.11.2017 | 02:16

Offizielles hat nochmal einen anderen Wert in der Spieler-"Biografie" ^^

Das ist bei mir und meinen Spielern aber hauptsächlich, weil man über diese Abenteuer dann mit anderen, die sie eben anders gelöst haben, reden kann. Ein übergeordnetes halb-gemeinsames Erlebnis sozusagen.
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: Boba Fett am 7.11.2017 | 06:46
Zu mindest einer interessiert sich auch tatsächlich. Allerdings wird der nicht sooo viel mitspielen zwecks geographischer Distanz und so. Wir sind sogar auch ziemlich d'accord was so die meisten Themen angeht.

Schon mal überlegt, den für den Weltenbau (sofern dieser statt findet) zu rekrutieren und das gemeinsam zu machen?
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: DaveInc am 7.11.2017 | 07:48
Das ist bei mir und meinen Spielern aber hauptsächlich, weil man über diese Abenteuer dann mit anderen, die sie eben anders gelöst haben, reden kann. Ein übergeordnetes halb-gemeinsames Erlebnis sozusagen.

Ein gute Punkt. Ich tausche mich gerade auch mit einigen Leuten im oots über die D&D Storylines aus - ein Riesenspaß ... Ich habe aber auch die komfortabele Situation in einer Runde offizielles Material zu spielen und in einer anderen recht frei leiten zu können - also D&D5 jetzt ...
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: firstdeathmaker am 7.11.2017 | 08:14
Weltenbau lohnt sich eigentlich nie. Macht aber viel Spaß. Deshalb mach ich es trotzdem.

Außerdem gibt es mir die Möglichkeit, wunderbar zu improvisieren. Am Anfang habe ich Top down gearbeitet, bis ich mit dem Grundgerüst zufrieden war. Dann bin ich runter zu einem kleinen Dorf und habe dort die Umgebung gebaut. Es ist aber eben immer ein auf das Wesentliche beschränkter Prozess. Wenn ich nen guten Einfall hatte, habe ich den in eine Ideensammlung gepackt, aus der ich mich dann beim ausarbeiten bedienen konnte.

Meine Welt hat aber auch weniger was mit HDR Fantasy als vielmehr mit Terry Pratchett und Golarion gemein. Primäres Ziel ist es, möglichst fantastische Szenarien für die Abenteuer zu liefern. Und wenn die Gruppe eine Richtung exploriert, wird die vor ihnen aufgebaut und der Rest improvisiert, worin ich ziemlich gut bin. Die Details zu improvisieren geht aber besser, wenn man im Hintergrund eine grobe Struktur mit Akteuren und Orten hat.Vorteil einer eigenen Welt: Die Helden sind wirklich Teil dieser, man muss Konsequenzen nicht stutzen oder mit Parallelwelten arbeiten.

Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: Mhyr am 7.11.2017 | 09:18
Das ist bei mir und meinen Spielern aber hauptsächlich, weil man über diese Abenteuer dann mit anderen, die sie eben anders gelöst haben, reden kann. Ein übergeordnetes halb-gemeinsames Erlebnis sozusagen.

Also ich finde einen weiteren Berührpunkt als das Regelsystem mit der "Community" auch super! Fiktive Dinge über die man sich austauschen kann. Hier finde ich das Abenteuer sogar wichtiger als die Spielwelt. Allerdings habe ich ja gerade auch einen sehr schönen Austausch über unser Hobby oder einen Teil davon...
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: Mhyr am 7.11.2017 | 09:27
Schon mal überlegt, den für den Weltenbau (sofern dieser statt findet) zu rekrutieren und das gemeinsam zu machen?

Jip. Und auch schon getan. Nur bin ich noch stark am Fundamente setzen bzw. Rohbau (damn you, Lux  ~;D ).
Aber ich tausche mich mit ihm aus und bitte ihn Bereiche/Aspekte der Welt mir zu erklären/beschreiben.

Er startet jetzt eine Roll20-Runde und hatte nachgedacht diese auch in Avalon zu platzieren, aber hat das Gefühl dass es doch mehr meine Welt ist und belässt die SL (SKT) in den Realms. Was schade, aber irgendwie auch verständlich ist.
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: Luxferre am 7.11.2017 | 11:00
Schon im Rohbau?
Standortaufbereitung nicht vergessen  ~;D
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: DaveInc am 7.11.2017 | 20:01
Er startet jetzt eine Roll20-Runde und hatte nachgedacht diese auch in Avalon zu platzieren, aber hat das Gefühl dass es doch mehr meine Welt ist und belässt die SL (SKT) in den Realms. Was schade, aber irgendwie auch verständlich ist.

Naja, Du meinstest ja, dass ihr mit Kosmologie spielt, dann gibt's ja auch die Möglichkeit mal für ein Abenteuer in der Kampagne die materielle Welt zu wechseln ...
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: Sashael am 7.11.2017 | 21:31
Ich finde Weltenbau immer spannend, sofern die Welt irgendnen Knackpunkt hat. Deswegen finde ich, um mal offizielle Welten als Beispiel zu nennen, Eberron und Athas wesentlich spannender als FR und Aventurien.

Im Moment startete bei mir ein D&D meets Cthulhu (and he hits your sanity with his presence critically). Die bau ich Bottom Up mit diffusen "Fakten" über die (leicht fantasy-post-apokalyptische) restliche Welt. Wenn es dann mal raus aus dem sicheren Start-Tal geht, wird zielgerichtet weiter gebaut. Ich habe also schon einen ziemlich konkreten, aber noch sehr grobkörnigen Plan für Welt und Hintergrund, bei Bedarf wird verfeinert. Einzelne Punkte sind schon festgelegt (sowohl im epischen als auch im kleinen Bereich), andere harren dagegen noch der Inspiration oder des Inputs durch die Spieler. Das hypothetische Settingbuch sieht derzeit also aus wie ein Verbinde-die-Punkte-Spiel, wobei sich die fertige Form schon gut erahnen lässt. Und die Abenteuer ziehen die Linien und füllen das Punktenetz mit Leben.  ^-^
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: Mhyr am 7.11.2017 | 21:34
Naja, Du meinstest ja, dass ihr mit Kosmologie spielt, dann gibt's ja auch die Möglichkeit mal für ein Abenteuer in der Kampagne die materielle Welt zu wechseln ...

Auf jeden Fall. Ich kenne mich mit den Ebenen nicht so gut aus, aber Abyss, Shadowfell, Feywild und City of Brass oder auch Astral Sea mit Gith-Pirates reizen mich schon. Natürlich sind das alles wohlbekannte 0815-D&D-Geschichten, da muss ich nicht groß erfinderisch werden. Sobald ich wieder an konkrete Orte auf diesen Ebenen denke, kribbelt es in der Schreib- und Zeichenhand.
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: Mhyr am 7.11.2017 | 21:44
Ich finde Weltenbau immer spannend, sofern die Welt irgendnen Knackpunkt hat. Deswegen finde ich, um mal offizielle Welten als Beispiel zu nennen, Eberron und Athas wesentlich spannender als FR und Aventurien.

Im Moment startete bei mir ein D&D meets Cthulhu (and he hits your sanity with his presence critically). Die bau ich Bottom Up mit diffusen "Fakten" über die (leicht fantasy-post-apokalyptische) restliche Welt. Wenn es dann mal raus aus dem sicheren Start-Tal geht, wird zielgerichtet weiter gebaut. Ich habe also schon einen ziemlich konkreten, aber noch sehr grobkörnigen Plan für Welt und Hintergrund, bei Bedarf wird verfeinert. Einzelne Punkte sind schon festgelegt (sowohl im epischen als auch im kleinen Bereich), andere harren dagegen noch der Inspiration oder des Inputs durch die Spieler. Das hypothetische Settingbuch sieht derzeit also aus wie ein Verbinde-die-Punkte-Spiel, wobei sich die fertige Form schon gut erahnen lässt. Und die Abenteuer ziehen die Linien und füllen das Punktenetz mit Leben.  ^-^

Traue es mich fast nicht zu schreiben, aber ich bin nicht so der Lovecraftian. Fast. Klingt allerdings ziemlich spannend, was du dir da zurechtgelegt hast!
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: Sashael am 7.11.2017 | 21:50
Traue es mich fast nicht zu schreiben, aber ich bin nicht so der Lovecraftian. Fast.
Naja, es ist mehr Kane von K.E.Wagner, der ja auch "Sternenvölker" und deren degenerierte Nachkommen kannte. Ein Points-of-Light-Setting, wobei das "Licht" eher aus düster flackernden Lagerfeuern stammt. Und die Grundidee hüpfte mir in den Kopf, als ich im DMG die Stelle mit den optionalen Zusatzattributen "Honor" und "Sanity" gelesen hatte.
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: Maarzan am 7.11.2017 | 21:52
Ist ja auch schwierig, Spieler zu finden, die sich für was anderes als die offizielle Kampagnenwelt interessieren, und das oft auch nur weil se sonst die offiziellen Abenteuer nicht spielen können. Ich such ja auch grad mal wieder für seltenere Sachen, siehe Signatur.

Das ist mal einproblem, welches ich abseits von einigen wenigen DSAlern nicht hatte. Es gab Leute, die durchaus eigen bei dem benutzten System waren, aber Bedenken gegenüber eigenen Welten waren bis auf die Erwähnten praktisch unbekannt.
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: DaveInc am 7.11.2017 | 22:27
Auf jeden Fall. Ich kenne mich mit den Ebenen nicht so gut aus, aber Abyss, Shadowfell, Feywild und City of Brass oder auch Astral Sea mit Gith-Pirates reizen mich schon. Natürlich sind das alles wohlbekannte 0815-D&D-Geschichten, da muss ich nicht groß erfinderisch werden. Sobald ich wieder an konkrete Orte auf diesen Ebenen denke, kribbelt es in der Schreib- und Zeichenhand.

Ich meinte eher um dein Avalon in die Kampagne einzubinden ^^

Das ist mal einproblem, welches ich abseits von einigen wenigen DSAlern nicht hatte. Es gab Leute, die durchaus eigen bei dem benutzten System waren, aber Bedenken gegenüber eigenen Welten waren bis auf die Erwähnten praktisch unbekannt.

Dieses Problem muss tatsächlich ein DSA Phänomen sein, hatte bisher auch noch nie Spieler außerhalb dieser Gruppe, die unbedingt in einem offiziellen Setting spielen wollten ... Aber wer kann es ihnen verdenken, wenn ich über jede Region lese und Bescheid weiß, will ich auch dieses sonst wenig ergiebige Wissen auch nutzen ^^
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: Mhyr am 8.11.2017 | 11:15
Ich meinte eher um dein Avalon in die Kampagne einzubinden ^^

Ja, wie gesagt, ich will, dass Avalon wirklich eine 0815-D&D-Welt ist und auch die 0815-Kosmologie verwendet. Mitunter auch deswegen, weil ich Avalon mit anderen offiziellen D&D-Settings wie den Realms, Greyhawk etc. verbinden möchte. Funktioniert über gewisse Ebenen auch mit Golarion. Nur bei Eberron (meinem Lieblings-Setting!) bin ich mir noch nicht 100% sicher. Aber ist jetzt auch nicht unbedingt Prio Nr. 1...
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: trendyhanky am 8.11.2017 | 23:06
Zitat
Ja, wie gesagt, ich will, dass Avalon wirklich eine 0815-D&D-Welt ist und auch die 0815-Kosmologie verwendet.

Wobei das irgendwie auch nur ein Beweis für meine These weiter oben ist dass jeder Weltenbau ein Kompilieren von vorhandenen Setting-Elementen ist

Gerade diese 0815-D&D-Welten gibt es ja zu tausenden im Netz, sehen alle anders aus, haben andere Namen, aber eigentlich sie sind alle nur Mashups

Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: nobody@home am 8.11.2017 | 23:25
Hmja. Wir erinnern uns an die Standard-Fantasy-Weltkarte (https://eotbeholder.deviantart.com/art/The-Only-Fantasy-World-Map-245738593)... ;)
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: Mhyr am 8.11.2017 | 23:41
Wobei das irgendwie auch nur ein Beweis für meine These weiter oben ist dass jeder Weltenbau ein Kompilieren von vorhandenen Setting-Elementen ist

Gerade diese 0815-D&D-Welten gibt es ja zu tausenden im Netz, sehen alle anders aus, haben andere Namen, aber eigentlich sie sind alle nur Mashups.

Bis zu einem gewissen Grad hast du mit deiner These bei dem Genre vermutlich immer Recht, ja. Und ich nehme für mich persönlich nicht in Anspruch immer originell zu sein. Ich sehe mich sogar eher als jemanden der Eklektizismus betreibt; dabei aber versucht ein paar frischere Aspekte mit altbekannten zu paaren.
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: Wandler am 9.11.2017 | 00:08
Jetzt hab ich Lust aus der Standard Fantasy Karte eine Welt zu machen die nur aus Klischees besteht weil die Spieler im kollektiven Bewusstsein von Mitgliedern eines Rollenspielforum gefangen sind. Ich glaube das wird meine nächste RPG runde.
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: trendyhanky am 9.11.2017 | 00:36
Zitat
Bis zu einem gewissen Grad hast du mit deiner These bei dem Genre vermutlich immer Recht, ja. Und ich nehme für mich persönlich nicht in Anspruch immer originell zu sein. Ich sehe mich sogar eher als jemanden der Eklektizismus betreibt; dabei aber versucht ein paar frischere Aspekte mit altbekannten zu paaren.

Ist auch von mir völlig wertfrei gemeint. Hey, ich mache es doch genauso  ;D
Bin einfach im Laufe der Jahre des RPG-Worldbuildings zur Erkenntnis gekommen, dass Weltenbau im Grunde nur Mashup ist.

Entweder ganz bewusst ("ich klaue mir aus diversen verfügbaren Welten MEINE koole Welt zusammen") oder unbewusst ("nur ich, mein Stift und ein weißes Blatt Papier. Aber immer wenn ich Leute frage, die Ahnung haben, entdecken sie Ähnlichkeiten mit schon dagewesen Welten")

Mashup ist meiner Meinung auch einfach der schnellste und effektivste Weltenbau für RPG. Wenn ich eine Welt nicht erst Jahrelang ausdenken will, sondern in sagen wir 3 Monaten nehme ich einfach paar Welten, arrangiere sie neu, neue Namen, gewürzt mit paar eigenen Ideen usw.
Am Ende kommt eh meist immer sowas raus wie die Standard Fantasy World, die nobody@home verlinkt hat

Selbst wenn ich was total Seltsames oder "Anderes" machen will, zB Wasserplanet, Wüstenplanet usw... Warum sollte ich Zeit opfern, um das alles selbst zu stemmen? Da draußen im Netz gibt es schon diverse Leute, die solche "anderen" Settings gebaut haben. Einfach davon inspirieren lassen und neu zusammenstellen
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: Infernal Teddy am 9.11.2017 | 06:39
Zitat von: hanky-panky link=topic=104475.msg134554070#msg134554070 date=1510184201Warum sollte ich Zeit opfern, um das alles selbst zu stemmen?
[/quote

Weil ich das gerne mache.
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: Luxferre am 9.11.2017 | 07:06
Wobei das irgendwie auch nur ein Beweis für meine These weiter oben ist dass jeder Weltenbau ein Kompilieren von vorhandenen Setting-Elementen ist

Gerade diese 0815-D&D-Welten gibt es ja zu tausenden im Netz, sehen alle anders aus, haben andere Namen, aber eigentlich sie sind alle nur Mashups

Da es alles gibt, gibt es nichts Neues.
Wenn man diesen Ansatz verfolgt, ist jegliche Diskussion müßig bis langweilig.
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: DaveInc am 9.11.2017 | 07:51
Können wir mal wieder neue Aspekte einbringen? Die Diskussion läuft seit Seite 3 im Kreis  ::)

Die Diskussion ist eigentlich zu schön und interessant um sie nun mit dem Austausch der immer gleichen Argumente versanden zu lassen ...
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: Mhyr am 9.11.2017 | 08:45
Ich versuche mal zur Auflockerung exemplarisch 3 ungewöhnlichere Aspekte von Avalon bzw. der Welt des Kontinents zu nennen:

1. Ein Kontinent wurde von intelligenten Konstrukten übernommen und die natürlichen Humanoiden weitestgehend verdrängt.

2. Es gibt drei Monde.

3. In der Metropole laufen zu viele Leute mit Rabensteinen, magische Kommunikatoren (aka Smartphones), und leben quasi zwei Leben. Ein materielles und ein immaterielles. Smombies...

Verdammt! Irgendwie alles schon mal dagewesen.  >;D
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: Sashael am 9.11.2017 | 09:06
Vor allem 2) ist doch nichts ... Aussergewöhnliches. Es sei denn, man könnte die Monde durch Portale z.B. bereisen und auf jedem gibts nochmal irgendwelche Gimmicks (Geologie, Physik, Politik, Religion etc etc). ;D
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: Wandler am 9.11.2017 | 09:06
Die Frage ist ja auch, ab wann ist eine selbst ausgedachte Welt wirklich neu. Gibt es Menschen, werde ich Parallelen zu unserer echten Menschheit ziehen und davon ausgehen dass diese in gewissen Dingen so funktioniert wie wir eben funktionieren. Wenn ich jetzt zwei beliebige Welten mit Menschen habe, dann ist dies der gemeinsame Nenner für mich und ich kann sie dadurch in Relation setzen.

Ich persönlich finde, ein mashup ist bereits ausreichend originell um als etwas neues betrachtet zu werden, solange es nicht genau diese Kombination schon gab.
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: DaveInc am 9.11.2017 | 09:11
Zitat von: Ben Akiba
Es ist alles schon einmal da gewesen.
Ist das so? Klar, die wenigsten von uns sind vollwertige Autoren, aber so ganz kann ich das nicht glauben ... Ich schreibe jetzt erstmal ein Setting, in dem man belebte Musikinstrumente spielt und sich gegen die böse Zunft der Krachmacher wie Baustellengeräte und Flugzeuge wehrt ...
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: Supersöldner am 9.11.2017 | 09:15
cool.  aber Musik Instrumente machen auch Krach .
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: Sashael am 9.11.2017 | 11:24
Ich schreibe jetzt erstmal ein Setting, in dem man belebte Musikinstrumente spielt und sich gegen die böse Zunft der Krachmacher wie Baustellengeräte und Flugzeuge wehrt ...
Danke! Also nicht ganz das Setting, das ich benutzen würde, aber eine meiner Städte hat ab sofort intelligente Musikinstrumente und die dortigen Barden haben eine echte Freundschaftsbeziehung zu ihrem Instrument . ;D
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: nobody@home am 9.11.2017 | 11:32
cool.  aber Musik Instrumente machen auch Krach .

Krach machen nicht die Instrumente, sondern die Nachbarskinder, die auf ihnen üben. ;)
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: Bildpunktlanze am 11.11.2017 | 13:34
Ist auch von mir völlig wertfrei gemeint. Hey, ich mache es doch genauso  ;D
Bin einfach im Laufe der Jahre des RPG-Worldbuildings zur Erkenntnis gekommen, dass Weltenbau im Grunde nur Mashup ist.

Entweder ganz bewusst ("ich klaue mir aus diversen verfügbaren Welten MEINE koole Welt zusammen") oder unbewusst ("nur ich, mein Stift und ein weißes Blatt Papier. Aber immer wenn ich Leute frage, die Ahnung haben, entdecken sie Ähnlichkeiten mit schon dagewesen Welten")

Mashup ist meiner Meinung auch einfach der schnellste und effektivste Weltenbau für RPG. Wenn ich eine Welt nicht erst Jahrelang ausdenken will, sondern in sagen wir 3 Monaten nehme ich einfach paar Welten, arrangiere sie neu, neue Namen, gewürzt mit paar eigenen Ideen usw.
Am Ende kommt eh meist immer sowas raus wie die Standard Fantasy World, die nobody@home verlinkt hat

Selbst wenn ich was total Seltsames oder "Anderes" machen will, zB Wasserplanet, Wüstenplanet usw... Warum sollte ich Zeit opfern, um das alles selbst zu stemmen? Da draußen im Netz gibt es schon diverse Leute, die solche "anderen" Settings gebaut haben. Einfach davon inspirieren lassen und neu zusammenstellen

Einfach und schnell aber wohl auch ziemlich langweilig. Für mich ist jedenfalls Weltenbau eins der schönsten SL Privilegien, dem ich mich gerne widme, sogar als Selbstzweck, je nach Spielerschaft kann man dann die Detailsstärke beim Erzählen variiren...

Ja klar sind viele Versatzstücke schon vorher da bz wurde 100x iteriert. Gelungener Weltenbau ist für mich ein paar Grundfesten zu haben nach dem sich alles ausrichtet, also kein Leipziger Allerlei - dein "Mash up" - sondern alles aus einem Guß.

Den Rest kann man hier nachlesen:

https://www.tanelorn.net/index.php/topic,104543.msg134555018.html#msg134555018

Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: Mhyr am 13.11.2017 | 18:32
Ja, also das hat sich bei allen Argument für und wider herauskristallisiert: Wenn es Spaß macht, lohnt es sich.
Habe hier jetzt auch ein ganz gutes Gefühl und danke allen noch mal für die Motivation, durch diese Diskussion, weiter dran zu bleiben.

Ich fand auch ganz interessant was Matt Mercer im Tome Show-Interview (http://www.thetomeshow.com/e/matt-mercer-gamer-to-gamer/) zu dem Thema gesagt hat. Hier geht es auch um ein "Vanilla Fantasy Setting", also eines welches vermeintlich wenig originell ist bzw. "nur" ein Mash Up wie eben meine 0815-D&D-Welt Avalon.
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: trendyhanky am 14.11.2017 | 15:40
Zitat
Habe hier jetzt auch ein ganz gutes Gefühl und danke allen noch mal für die Motivation, durch diese Diskussion, weiter dran zu bleiben.

Mhyr, du solltest dich eh NIE durch irgendjmd in deiner Kreaitivität beschneiden lassen. Jede Spielrunde ist individuelll, und was einer anderen Spielrunde nicht gefällt kann in deiner Runde prima laufen

Zitat
Ich fand auch ganz interessant was Matt Mercer im Tome Show-Interview zu dem Thema gesagt hat. Hier geht es auch um ein "Vanilla Fantasy Setting", also eines welches vermeintlich wenig originell ist bzw. "nur" ein Mash Up wie eben meine 0815-D&D-Welt Avalon.

'Mashup' scheint hier im Forum so ein Angstbegriff zu sein. Lass dich davon nicht beirren. Allein die Existenz von tausenden 0815-Mashups im Netz deuten ja darauf hin, dass der 0815-EDO-Mashup in der Gesamtbetrachtung der favorisierte Mashup/der favorisierte Weltenbau is
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: DaveInc am 14.11.2017 | 16:12
'Mashup' scheint hier im Forum so ein Angstbegriff zu sein. Lass dich davon nicht beirren. Allein die Existenz von tausenden 0815-Mashups im Netz deuten ja darauf hin, dass der 0815-EDO-Mashup in der Gesamtbetrachtung der favorisierte Mashup/der favorisierte Weltenbau is

Mashup ist doch nirgends kritisiert worden ^^
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: Mhyr am 15.11.2017 | 11:27
Mhyr, du solltest dich eh NIE durch irgendjmd in deiner Kreaitivität beschneiden lassen. Jede Spielrunde ist individuelll, und was einer anderen Spielrunde nicht gefällt kann in deiner Runde prima laufen

Das ist nett, dass du dich um mich sorgst. Und ja, du hast völlig Recht.

'Mashup' scheint hier im Forum so ein Angstbegriff zu sein. Lass dich davon nicht beirren. Allein die Existenz von tausenden 0815-Mashups im Netz deuten ja darauf hin, dass der 0815-EDO-Mashup in der Gesamtbetrachtung der favorisierte Mashup/der favorisierte Weltenbau is

Hatte auch nicht den Eindruck, dass Mash Up so negativ ausgelegt wurde und denke Weltenbau ist immer eine Mischung verschiedenster Ansätze. Wobei sich im laufenden Prozess Herangehensweisen auch ändern oder Schwerpunkte verschieben.

@Hanky-Panky: Ich hoffe nur du hattest nicht das Gefühl, dass dieser Faden zum Hanky-Panky-Bashing verkommt. Da du ja bei manchen Thesen schon etwas Gegenwind erfahren hast. Finde ja gerade andere Meinungen und Ansichten (die dann doch nicht so viel anders waren) bereichernd.


Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: Bildpunktlanze am 15.11.2017 | 11:48
Mashup ist doch nirgends kritisiert worden ^^

naja . wie gesagt ich finde weltenbau konsequent an ein paar grund praemissen ausgerichtet gelungener als ein looses zusammengewuerfel/mash up von einzelnen verdatzstuecken. aber da mash up ein eng. begriff ist weiß ich allerdings nicht was h-p damit genau meint
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: trendyhanky am 15.11.2017 | 13:38
Zitat
naja . wie gesagt ich finde weltenbau konsequent an ein paar grund praemissen ausgerichtet gelungener als ein looses zusammengewuerfel/mash up von einzelnen verdatzstuecken. aber da mash up ein eng. begriff ist weiß ich allerdings nicht was h-p damit genau meint

Das ist einfach.
Am besten Wiki: "Mashup (von englisch to mash für vermischen) bezeichnet die Erstellung neuer Medieninhalte durch die nahtlose (Re-)Kombination bereits bestehender Inhalte. "

Ein Mashup ist das Gegenteil von losem Zusammengewürfel
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: Mhyr am 15.11.2017 | 22:14
naja . wie gesagt ich finde weltenbau konsequent an ein paar grund praemissen ausgerichtet gelungener als ein looses zusammengewuerfel/mash up von einzelnen verdatzstuecken. aber da mash up ein eng. begriff ist weiß ich allerdings nicht was h-p damit genau meint

Ich finde eine Welt mit starkem Konzept (wie bspw. Dark Sun) eigentlich sehr reizvoll. Allerdings habe ich gemerkt, dass ich in meinen Kampagnen gerne mehr Abwechslung hätte und habe daher angefangen ein Kitchen Sink Setting zu entwickeln. Und das obwohl ich die Realms und Golarion tendenziell immer etwas belächelt habe.
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: Bildpunktlanze am 15.11.2017 | 22:17
Das ist einfach.
Am besten Wiki: "Mashup (von englisch to mash für vermischen) bezeichnet die Erstellung neuer Medieninhalte durch die nahtlose (Re-)Kombination bereits bestehender Inhalte. "

Ein Mashup ist das Gegenteil von losem Zusammengewürfel

stimmt vermischen heißt es ergibt sich  ne neue farbe die meist grau sein wird wenn man sich nicht vorher über den gewollten farbton gedanken macht
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: Bildpunktlanze am 15.11.2017 | 22:23
Ich finde eine Welt mit starkem Konzept (wie bspw. Dark Sun) eigentlich sehr reizvoll. Allerdings habe ich gemerkt, dass ich in meinen Kampagnen gerne mehr Abwechslung hätte und habe daher angefangen ein Kitchen Sink Setting zu entwickeln. Und das obwohl ich die Realms und Golarion tendenziell immer etwas belächelt habe.

erstmal ist alles legitim es muss nur einem selbst der gruppe spaß machen. das gesagt können auch welten mit starken fokus auf ein oder zwei themen abwechslung bringen. das interessante ist ja die ganzen themen breite die 0815 kampagnenwelten so bieten eben durch diesen fokus zu sehen und wie sie sich dadurch verändern. dark sun ist da ein super beispiel und sag mir nicht es gäbe dort nicht genug abwechslung...
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: Mhyr am 15.11.2017 | 22:28
dark sun ist da ein super beispiel und sag mir nicht es gäbe dort nicht genug abwechslung...

Das denke ich nicht, nein. Aber die Welt hat ein starkes Thema, das (mir) teilweise zu vordergründig werden könnte.
Würde mich trotzdem freuen, wenn nächstes Jahr was Dark Sunniges für die 5E rauskommt!  ;)
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: Bildpunktlanze am 15.11.2017 | 22:34
Das denke ich nicht, nein. Aber die Welt hat ein starkes Thema, das (mir) teilweise zu vordergründig werden könnte.
Würde mich trotzdem freuen, wenn nächstes Jahr was Dark Sunniges für die 5E rauskommt!  ;)
was meinst du mit vordergründig? von verschleierte allianz avagion über  dünenhändlerdynastie kampagne bis elementaristenkriege um nur drei spontane ideen zu nennen kann man das thema auch gerne als hintergrundszene nehmen und nicht als thema...
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: Mhyr am 15.11.2017 | 22:36
was meinst du mit vordergründig?

Postapokalytischer Wüstenplanet.
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: nobody@home am 15.11.2017 | 23:03
Postapokalytischer Wüstenplanet.

Yep. Und das kann schon mal ein bißchen eintönig werden, während mich umgekehrt nicht viel daran hindert, auf einer an sich abwechslungsreicheren Welt immer noch eine halbwegs imposante postapokalyptische Wüstenregion zu haben.
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: trendyhanky am 15.11.2017 | 23:07
Das ist dann wohl auch der Unterschied zwischen Weltenbau und Settingbau

Beim Weltenbau gehst du davon aus, dass du zig Kampagnen darin spielst, die alle unterschiedlich sein sollen und baust dir ein Kitchensink

Beim Settingbau hast du DIE konkrete Kampagne vor Augen und baust die Welt dementsprechend schlaglichtartig, akzentuiert
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: Chruschtschow am 15.11.2017 | 23:23
[...] und baust dir ein Kitchensink

Moment, Weltenbau ist nicht automatisch Kitchensink. Das hast du erst, wenn du alles rein schmeißt und dann den Knopf zum häckseln drückst. Yay, Wikingerelfen! Yay, Piratengnome! Yay, Ninjazwerge! Dinosaurier dazu! Dann Forgotten Lorakis oder Dere Realms drauf schreiben. Fertig. ~;D
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: trendyhanky am 15.11.2017 | 23:25
Ich bezog mich auf Mhyr

Zitat
Ich finde eine Welt mit starkem Konzept (wie bspw. Dark Sun) eigentlich sehr reizvoll. Allerdings habe ich gemerkt, dass ich in meinen Kampagnen gerne mehr Abwechslung hätte und habe daher angefangen ein Kitchen Sink Setting zu entwickeln. Und das obwohl ich die Realms und Golarion tendenziell immer etwas belächelt habe.
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: Chruschtschow am 15.11.2017 | 23:46
Mea culpa. Ich hatte das als allgemeinere Aussage aufgefasst.
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: Mhyr am 16.11.2017 | 01:01
Ja, ich gehe davon aus mehrere Abenteuer und Kampagnen in/auf Avalon zu spielen. Nur für einen One Shot eine Welt zu schaffen lohnt sich für mich ungeübten Weltenbauer nicht. Aber wie erwähnt ich würde gern die Möglichkeit haben in einer Kampagne mehrere Settings (Wüste, Dschungel etc.) und Genres (Dungeoncrawl, Survival Horror, Murder Mystery etc.) spielen zu können. Daher auch die unterschiedlichen Halbinseln Avalons (https://tintenteufel.wordpress.com/2017/08/29/projekt-avalon-das-inselreich/).

Zudem kommt, dass sich meine Spieler nie wirklich auf die Welt einlassen und irgendwelche 0815-fantasy Chars im Kopf haben. Und wenn die Kombination "mein Wunsch nach Vielfalt und der Wunsch meiner Spieler nach Abgedroschenheit" kitchen Sink bedeutet und wir damit Spass haben können, dann eben Kitchen Sink.

Stellt sich natürlich die Frage: Ab wann genau ist es Kitchen Sink Setting?
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: trendyhanky am 16.11.2017 | 01:22
Zitat
Ab wann genau ist es Kitchen Sink Setting?

Ab dem Moment, wenn dein Setting jedes Fantasy-Element, das es so gibt, als echt und existent erachtet. Zig altbekannte Rassen, die bekannten Themen, alle möglichen pseudohistorischen Kulturen, alles versammelt. Nix vermischt sich und existiert parallel ohne Widersprüche zu erzeugen

Wenn du bewusster und thematischer baust und dein Setting einige Fantasyelemente betont aber andere gar nicht vorkommen, dann ist es nicht kitchen sink 
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: Mhyr am 16.11.2017 | 01:28
Aber im Grund ist es - vorallem bei nonkommerziellem Heimgebrauch - auch egal, solange eben alle  zufrieden sind. Wolfgang Baur hat einen interessanten Essay im Kobold Guide to Worldbuilding geschrieben: The Limits of Design.
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: Mhyr am 16.11.2017 | 01:31
Ab dem Moment, wenn dein Setting jedes Fantasy-Element, das es so gibt, als echt und existent erachtet. Zig altbekannte Rassen, die bekannten Themen, alle möglichen pseudohistorischen Kulturen, alles versammelt. Nix vermischt sich und existiert parallel ohne Widersprüche zu erzeugen

Wenn du bewusster und thematischer baust und dein Setting einige Fantasyelemente betont aber andere gar nicht vorkommen, dann ist es nicht kitchen sink

Ich möchte eigentlich im Vorfeld weder in Stein meißeln, dass es alles gibt, noch dass es nur das und das gibt. Einen Ansatz den ich bspw. mit dem avalonischen Pantheon versucht habe umzusetzen:Die Götter (https://tintenteufel.wordpress.com/2017/10/26/projekt-avalon-die-goetter/) [Avalons].
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: nobody@home am 16.11.2017 | 10:57
Stellt sich natürlich die Frage: Ab wann genau ist es Kitchen Sink Setting?

Na ja, "kitchen sink" ist ja erst mal ein Waschbecken und steht im umgangssprachlichen Englisch gerne mal für etwas x-beliebiges (siehe auch "everything but the kitchen sink" als Ausdruck für eine Sammlung von nun wirklich allem möglichen Krempel, egal, ob er gebraucht wird oder nicht -- entspricht ungefähr "alles, was nicht niet- und nagelfest ist"). Ein Kitchen Sink-Setting wäre also wohl eins, in das dessen Schöpfer einfach bunt alles hineinschmeißt, was ihm gerade so einfällt, und dann am besten noch drei Sachen mehr.
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: Mhyr am 16.11.2017 | 11:11
Na ja, "kitchen sink" ist ja erst mal ein Waschbecken und steht im umgangssprachlichen Englisch gerne mal für etwas x-beliebiges (siehe auch "everything but the kitchen sink" als Ausdruck für eine Sammlung von nun wirklich allem möglichen Krempel, egal, ob er gebraucht wird oder nicht -- entspricht ungefähr "alles, was nicht niet- und nagelfest ist").


Schon klar.

Ein Kitchen Sink-Setting wäre also wohl eins, in das dessen Schöpfer einfach bunt alles hineinschmeißt, was ihm gerade so einfällt, und dann am besten noch drei Sachen mehr.

Hier genau frage ich mich, wann es offiziell zu einem Kitchen Sink Setting wird. Man müsste also im Vorfeld klarmachen: "Es gibt alles und mehr!"
Und genau das mache ich persönlich für Avalon nicht. Ich will mir aber die Option offen halten zu meinem Spieler, der unbedingt etwas bestimmtes Spielen will, zu sagen: Ja, klar geht das auf Avalon. Genauso möchte ich ein Abenteuer weitestgehend problemlos integrieren können, von dem ich jetzt noch nicht weiss, dass es dieses tolle Abenteuer überhaupt gibt.

Ich möchte mich nicht festlegen, aber Optionen offen halten. So stelle ich mir zu mindest nachhaltigen Weltenbau vor.
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: nobody@home am 16.11.2017 | 11:26
Hier genau frage ich mich, wann es offiziell zu einem Kitchen Sink Setting wird.

Ich denke nicht, daß es da einen offiziellen "objektiven" ISO-Standard gibt, der genaue Grenzlinien zieht. ;) "Kitchen Sink" liegt einfach stark im Auge des Betrachters.
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: Luxferre am 16.11.2017 | 11:42
Ich dachte immer, kitchen sink sei eine Art Schablone, eine Demo, ein Standardwerkstück, ein Beispiel.
Also ein Abziehbild; der destillierte Standard einer Fantasywelt.
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: Bildpunktlanze am 16.11.2017 | 11:48
Das ist dann wohl auch der Unterschied zwischen Weltenbau und Settingbau

Beim Weltenbau gehst du davon aus, dass du zig Kampagnen darin spielst, die alle unterschiedlich sein sollen und baust dir ein Kitchensink

Beim Settingbau hast du DIE konkrete Kampagne vor Augen und baust die Welt dementsprechend schlaglichtartig, akzentuiert

Interessante Unterscheidung, für mich ist Welten- gleich Settingbau. Ich denk mal darüber nach und meld mich wieder mit ner differenzierten Antwort
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: Mhyr am 16.11.2017 | 12:00
Ich denke nicht, daß es da einen offiziellen "objektiven" ISO-Standard gibt, der genaue Grenzlinien zieht. ;) "Kitchen Sink" liegt einfach stark im Auge des Betrachters.

Sehe ich ähnlich. Für mich war Kitchen Sink nur immer mit einer negativen Konnotation versehen. Kein Problem damit zu haben ggf. Kitchen Sink zu sein oder zu bauen ist für mich wichtig, da mir dieses Label wenn nur im Weg ist. Mir ist es nämlich egal als was meine Welt bezeichnet wird so lange alle Spass drin haben!  8)
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: Mhyr am 6.02.2018 | 23:22
Ein tolles Zitat zum Thema, über das ich gerade gestolpert bin:

“A homebrew campaign setting is a great way to create a lot of work for yourself that your players will ignore and/or destroy.”

- Scott Rehm, the Angry Dungeon Master

 ~;D

Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: 1of3 am 7.02.2018 | 07:20
Ein tolles Zitat zum Thema, über das ich gerade gestolpert bin:

“A homebrew campaign setting is a great way to create a lot of work for yourself that your players will ignore and/or destroy.”

- Scott Rehm, the Angry Dungeon Master

 ~;D
Und ein offizielles ist ein guter Weg, sich massig Ballast aufzuladen, an dem aus ehrfürchtiger Scheu niemand rütteln mag.
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: Mhyr am 7.02.2018 | 07:22
Und ein offizielles ist ein guter Weg, sich massig Ballast aufzuladen, an dem aus ehrfürchtiger Scheu niemand rütteln mag.

Jip. Hat alles seine Vor- und Nachteile.
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: Bildpunktlanze am 7.02.2018 | 07:25
ot : hat sich trendyhanky in Luft aufgelöst?
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: Feuersänger am 7.02.2018 | 15:32
ot : hat sich trendyhanky in Luft aufgelöst?

Hat seinen account vor etwa 17 Tagen gelöscht.
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: Grimtooth's Little Sister am 10.02.2018 | 16:01
Welten - und Settingbau sind für mich das selbe. Wenn ich einfach nur nen kitchen sink will kann ich auch ne schon existierende Welt nehmen.
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: Mhyr am 12.02.2018 | 08:46
Welten - und Settingbau sind für mich das selbe. Wenn ich einfach nur nen kitchen sink will kann ich auch ne schon existierende Welt nehmen.
Würde ich so nicht unterschreiben. Es gibt einfach noch andere Motivationen Weltenbau zu betreiben, als vollkommen neue und einzigartige, maßgeschneiderte Eigenkreationen zu schaffen.
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: Bildpunktlanze am 12.02.2018 | 09:00
Würde ich so nicht unterschreiben. Es gibt einfach noch andere Motivationen Weltenbau zu betreiben, als vollkommen neue und einzigartige, maßgeschneiderte Eigenkreationen zu schaffen.
Ich sehe da jetzt keinen Widerspruch. Wenn Setting Weltenbau ist o. umgekehrt ist doch die Motivation dahinter irrelevant (?)
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: Mhyr am 12.02.2018 | 09:03
Ich sehe da jetzt keinen Widerspruch. Wenn Setting Weltenbau istvo. umgekehrtvist doch die Motivation dahinter irrelevant (?)
Da hast du Recht. Das meinte ich aber nicht.
Ich bezog mich hierauf:

Wenn ich einfach nur nen kitchen sink will kann ich auch ne schon existierende Welt nehmen.
Titel: Re: Wann lohnt sich Weltenbau?
Beitrag von: Bildpunktlanze am 12.02.2018 | 09:06
Stimmt! ich sollte immer zuerst den Kaffee trinken u dann das Forum anschalten und nicht umgekehrt...