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Pen & Paper - Spielsysteme => Systemübergreifende Themen => Thema gestartet von: Rauthorim am 4.03.2018 | 23:41

Titel: Rollenspiele für Kindergartenkinder?
Beitrag von: Rauthorim am 4.03.2018 | 23:41
Sind euch Rollenspiele bekannt, die man gut mit Kindergartenkindern spielen kann? Mein Sohn (6 Jahre) ist heute in meinem Regal über ein paar Rollenspiel-Bücher gestolpert. Er war sehr fasziniert von den ganzen Zeichnungen und wollte natürlich wissen wie das ganze funktioniert. Jetzt möchte er das selber mal spielen. Ich finde natürlich, dass das eine großartige Idee ist und da wir gemeinsam immer mal wieder eine Gute-Nacht-Geschichte erzählen, bei der ich die Rahmenhandlung erzähle und er einen "lustigen Vogel" spielt, habe ich keine Bedenken, dass das nicht klappen wird. :d

Gibt es Rollenspiele für diese Altersgruppe? Vorallem wäre ich an kindgerechten Abenteuern interessiert, aber auch ein einfacher Charakterbogen (mit visuellen Elementen, da er ja noch nicht lesen kann) und ein einfaches System mit 1-2 W6 oder einem W10 wären hilfreich. -Zur Not könnte ich auch selber etwas bauen, aber es wäre schön, auf etwas Bestehendes aufbauen zu können.
Titel: Re: Rollenspiele für Kindergartenkinder?
Beitrag von: Bad Horse am 4.03.2018 | 23:44
Ein Bekannter von mir spielt mit seinem 6-jährigen Sohn "Cheat Your Own Adventure". Das basiert ganz grob auf den alten Soloabenteuern, aber mit Schummeln.

Hier ist mal der Link: http://mcleanfamilyonline.co.uk/CYOA.pdf
Titel: Re: Rollenspiele für Kindergartenkinder?
Beitrag von: skorn am 5.03.2018 | 01:29
Vielleicht nun nicht gerade das was du hören/lesen willst aber ich glaube das die "Story Cubes" Spiele echt passend wären um eine Art Pen&Paper Light zu erstellen.
Titel: Re: Rollenspiele für Kindergartenkinder?
Beitrag von: Deep_Flow am 5.03.2018 | 06:25
No Thank you Evil von Monte Cook Games ist ab 5 Jahre und dafür konzipiert:

https://www.montecookgames.com/no-thank-you-evil-whats-in-the-box/

Dazu gibt es schöne Erweiterungen und sogar ein SL-Set.
Titel: Re: Rollenspiele für Kindergartenkinder?
Beitrag von: Widukind99 am 5.03.2018 | 07:37
Wenn man sich ein einfaches Abenteuer ausdenken kann, ist vom der Thematik her sicherlich auch sowas wie Plüsch, Power und Plunder geeignet.
Titel: Re: Rollenspiele für Kindergartenkinder?
Beitrag von: Sashael am 5.03.2018 | 07:45
My Litte Pony - Tails of Equestria hat sehr schöne einfache Regeln, ist auf deutsch erhältlich und von der Thematik gut geeignet.
Besser funktioniert es natürlich,  wenn er schon ein paar Folgen der Serie gesehen hat. ;)
Titel: Re: Rollenspiele für Kindergartenkinder?
Beitrag von: Grandala am 5.03.2018 | 08:20
Erstmal von mir als Pädagoge mal +1 fürs Rollenspiel mit Kindern  :d :d :d dein Sohn wird davon profetieren.

Hast du dir Mal das Zettel RPG angeschaut? Ein User hier im Forum ArneBab oder so ähnlich steckt dahinter. Da gab es glaube ich zum GRT auch eine Version von. Das ganze basiert auf W6 (Der W10 könnte überfordern, W6 sollten mit 6 ja schon mal ausgiebig getesten worden sein im Kindergarten spätestens) und ist meiner Erinnerung nach von Design dafür ausgelegt Schülern im Grundschulalter sowas wie Charakterbau autodidaktisch zu ermöglichen. Das würde ich empfehlen.

Edit: (Pädagogischer Tipp)
Lass deinen Sohn einen Charakterbogen nach dem ersten Spieltermin anfertigen. Dann hat er die Möglichkeit Symbole und Assoziationen für Werte ect. zu finden. Das ist gut fürs Gehirn und macht Lust auf Lesen Lernen  ;D

Edit 2:
Wenn das mit dem zählen noch nicht so klappt könnte man ja auch einen blanko Würfel selber gestalten. Wäre mit 6 leicht ungewöhnlich kommt aber vor.
Titel: Re: Rollenspiele für Kindergartenkinder?
Beitrag von: vanadium am 5.03.2018 | 08:24
No Thank you Evil von Monte Cook Games ist ab 5 Jahre und dafür konzipiert:

https://www.montecookgames.com/no-thank-you-evil-whats-in-the-box/

Dazu gibt es schöne Erweiterungen und sogar ein SL-Set.

Das Pdf (http://drivethrurpg.com/product/180660/) (136 S.) gibt's grad für sehr schlanke 10,90€ (statt 16,20€ / 19,99$) auf DriveThruRPG (GM's Day Rabatt -33%).
Titel: Re: Rollenspiele für Kindergartenkinder?
Beitrag von: Silent Pat am 5.03.2018 | 08:29
No Thank you Evil von Monte Cook Games ist ab 5 Jahre und dafür konzipiert:

https://www.montecookgames.com/no-thank-you-evil-whats-in-the-box/

Dazu gibt es schöne Erweiterungen und sogar ein SL-Set.

Und evtl. kommt das ja auch mal auf deutsch raus...
Titel: Re: Rollenspiele für Kindergartenkinder?
Beitrag von: Boba Fett am 5.03.2018 | 08:40
My Litte Pony - Tails of Equestria

hätte ich jetzt auch genannt...
Titel: Re: Rollenspiele für Kindergartenkinder?
Beitrag von: Lichtbringer am 5.03.2018 | 08:43
Ich habe eine Fate-Adaption für Kinder entwickelt. Ich könnte sie dir zuschicken. Interesse?
Titel: Re: Rollenspiele für Kindergartenkinder?
Beitrag von: Deep_Impact am 5.03.2018 | 08:45
Es gibt noch Hero Kids. Hab das mal rezensiert, aber ob da so der 100%ige Bringer ist...
http://www.teilzeithelden.de/2013/05/31/rezension-hero-kids-endlich-das-rollenspiel-fuer-kinder/


Generell bin ich mir nicht sicher, ob Kindergartenkinder wirklich reglementiertes Rollenspiel benötigen.
Titel: Re: Rollenspiele für Kindergartenkinder?
Beitrag von: Grandala am 5.03.2018 | 08:52
Generell bin ich mir nicht sicher, ob Kindergartenkinder wirklich reglementiertes Rollenspiel benötigen.

Das was wir hierzuforum Rollenspiel nennen ist nach Spieltheorie eigentlich ein Hybrid zwischen den beiden Grundspielarten des Rollenspiels (in jedem Kindergarten gibt es dafür ne Spielecke) und dem Regelspiel (alá Mensch ärgere dich nicht). Beide Spielformen sind sinnvoll und für die Entwicklung des Kindes essenziell. Rollenspiel ohne Regelwerk ist genau das was Rollenspiel dann meint. Das kann man natürlich anleiten, normalerweise nimmt man da aber eher den gewöhnlichen Spieltrieb des Kindes auf und fördert diesen. Wenn ich die Situation einer Anleitung habe, wie z.B. beim RPG, dann wäre mir der Regelspielanteil schon wichtig und von diesem aus würde ich in den imaginären Raum hinein "anleiten". Somit grenzt du das RPG-Spiel in seiner Form besser vom freien Rollenspiel ab und du kommst nicht in die bedrullie, dass das Kind in seiner freien Spielform von Außen gesetzte Grenzen erfährt, was ich pädagogisch schwierig finde (so lange das gezeigte Spielverhalten nicht Grenzüberschreitend ist natürlich)

Und benötigen tut das niemand von uns  ;) es bereitet uns nur freude. Das reicht ja offensichtlich.
Titel: Re: Rollenspiele für Kindergartenkinder?
Beitrag von: Widukind99 am 5.03.2018 | 08:58
Generell bin ich mir nicht sicher, ob Kindergartenkinder wirklich reglementiertes Rollenspiel benötigen.
Aber Rollenspiel an sich ist für Kinder ganz toll. Unser Kindergarten hat ein eigenes Rollenspielzimmer. Darin gibt es Puppen, Verkleidungen, einen Kaufmannsladen und alles, was man für Rollenspiele braucht.

Und unsere Tochter spielt immer "Königin Elsa von Arendelle".   ::)
Titel: Re: Rollenspiele für Kindergartenkinder?
Beitrag von: Deep_Impact am 5.03.2018 | 09:04
Ja, das ist das was landläufig und vorallem pädagogisch als Rollenspiel verstanden wird.

Das war auch garnicht als Kritik gemeint, ich glaube einfach, dass Kinder so viel mehr Fantasie haben, als das irgend ein Setting das nicht eingrenzt. Vermutlich würde ich es eher mit einer Fantasiereise oder eine interaktiven Geschichte versuchen.
Natürlich ist es sicher so, dass Kinder, die rollenspielende Eltern haben, dieses Würfeldings als wichtig und notwendig empfinden. Dann sollte man das Bedürfnis auch befriedigen und das einfließen lassen.

(Ich realisiere gerade, dass dass es auch Erwachsenenrollenspiele gibt, wo ich das Gefühl habe, dass ich nur würfel um meine haptischen Bedürfnisse zu erfüllen und dann erzählt der SL einfach seine GEschichte weiter....)
Titel: Re: Rollenspiele für Kindergartenkinder?
Beitrag von: Chruschtschow am 5.03.2018 | 09:06
Tails of Equestria ist ab der ersten, zweiten Klasse Grundschule unproblematisch, früher nur mit starken Einhilfen, weil du teils im Zahlenraum bis 20 unterwegs bist und recht viel Text auf dem Charakterblatt steht. Es bleibt ein relativ großer Teil der Spielmechanik an dir hängen.

Ich habe es mit meinen eigenen Kindern gespielt. Der Große ist in der ersten Klasse Grundschule und braucht ein bisschen Regelhilfe, kann da aber auch schon powergamen wie ein Weltmeister. Die Kleine ist beim ersten Spiel 4 gewesen.


Für Selbermacher und Fatefreunde gibt es - große Überraschung, wenn ich was schreibe ... - noch die Möglichkeit Fate auf Kindergröße zu schrumpfen. Ich habe ein paar Modifikationen durchgeführt: drei Kästchen für "Schlau", "Stark" und "Geschickt". Ich habe auf Text verzichtet und da statt dessen eine Lampe, einen starken Arm und eine springende Figur hin gezeichnet (die Metaphern müssen in dem Alter kurz erklärt werden). In die Felder kommen die Zahlen 1, 2 und 3, je nachdem was die Figur am besten, am zweitbesten und am drittbesten kann. Und dann noch ein Bild vom SC. Ich hatte damals eine antropomorphisierte "Blankomaus" da hin gemalt und meine Kinder plus ein weiteres (4, 6, 7) haben dann drei Sachen an die Maus dran gezeichnet, die die Maus speziell machen. Yay, Fate-Aspekte. Mein Sohn hatte zum Beispiel auf der Schwanzspitze einen weichen Puschel, dazu einen Zauberstab und einen Zylinder. Dann noch Chips für "besondere Sachen" (Fatepunkte), aber da kommt die Erklärung im Spiel in situ leichter. Und ganz wichtig: Die Schablone (http://faterpg.de/2016/01/spielhilfe-leiterschablone-fuer-die-erfolgsanzeige/) als Visualisierungshilfe für Probenwürfe.

Funktioniert auch gut. Das System ist durch die Plus- und Minuswürfel und die Schablone auch mit weniger Mathe greifbar, indem die SL die Schablone mit passender Schwierigkeit auslegt, ein Püppel, irgendwas anderes für die Fertigkeit "Stark" zum Beispiel auf das passende Feld gesetzt wird und dann der Püppel mit den Plus- und Minuszeichen hoch und runter bewegt wird. Ein Mal die Farben auf der Schablone erklären, fertig. Dann kriegen die Kleinen die Probenresolution selbst hin. Bonus: Auch im Vorschulalter schaffen die dann auch schon selbstständiges Einsetzen der Aspekte. Beispiel: Die Maus meines Sohnes ist abgestürzt, hat die Geschickt-Probe nur knapp nicht geschafft. Der hat dann von selbst einen Fatepunkt geworfen und gesagt: "Aber ich falle auf meinen Schwanzpuschel." Dann hat er den Probenpüppel zwei Felder hoch geschoben und siehe da, ein Erfolg. Das System ist also ziemlich handhabbar für Kinder.

Zitat
Generell bin ich mir nicht sicher, ob Kindergartenkinder wirklich reglementiertes Rollenspiel benötigen.

Generell bin ich mir nicht sicher, ob Erwachsene wirklich reglementiertes Rollenspiel benötigen. Und dennoch sind wir hier. ::)

Das reglementierte Rollenspiel hebt das ganze auf eine andere Ebene. Bei beidem geht es darum, sich in anderen Situationen und Rollen zu erfahren, aber beim reglementierten ist der Trend recht groß, dass die Kinder sich vor Spannung die Augen zu halten. ;)

Disclaimer: Vorsicht! Gerade die damals noch Vierjährige war bei der Aussicht die Käsediebe zu verfolgen, nicht mehr aus der Maushöhle raus zu bekommen. Die Spannung hat sie zermartert. Mein Sohn und die andere Spielerin sind dann losgezogen und haben den Käse zurück geholt und meine Tochter hat gespannt gelauscht und mitgefiebert. Aber selbst aus der Höhle raus? OH NEIN! ;D

Grandala hat das schon ganz treffend beschrieben. Du kommst von der Brettspielseite ran. Du setzt dich also nicht in die Kinderküche und sagst: "Jetzt würfeln wir, ob das Souffle was wird." Statt dessen setzt du dich an den Tisch und sagst: "Wir spielen ein Spiel zusammen. Und das geht so." Also eher aus der Memory-Ecke als aus der Kinderküche.
Titel: Re: Rollenspiele für Kindergartenkinder?
Beitrag von: gwandalf am 5.03.2018 | 09:07
Das Thema beschäftigt mich auch gerade.

Unsere Tochter (wird in 3 Wochen 6) LIEBT Geschichten (so viel kann man gar nicht vorlesen wie sie hören will) und spinnt auch gerne mal Geschichten weiter und da dachte ich, da kann man doch gut anknüpfen.

Ich habe es mit No Thank You, Evil probiert, weil ich das Setting und die Bilder sehr schön (fantasievoll, verrückt) fand.
Ich habe das System noch weiter vereinfacht und das Setting gestrafft, das es etwas übersichtlicher ist – verkomplizieren kann man ja später immer noch  ;)
Sehr schön fand ich bei NTYE wie schon erwähnt die Bilder – zumindest für meine Tochter ist das sehr wichtig das man von den Figuren die man trifft auch mal ein Bild hat oder eine schöne Karte auf der man sieht, wo man ist oder wo man hinwill (hab ich aus dem PDF ausgedruckt und ausgeschnitten).
Sehr genial ist daher auch die Erweiterung „Story, Please!“ wo man einfach einen Haufen Karten mit Bildern von Charakteren, Orten, Karten, Gegenständen usw. hat und auf den Rückseiten dann kurze Abenteueraufhänger. Meist reicht das schon vollkommen, weil vorbereitete Abenteuer meist sehr schlecht funktionieren, weil die kindliche Fantasie 1000 Lösungswege erfindet aber bestimmt nicht den, welchen man sich vorher überlegt hat (okay das ist bei Erwachsenen auch nicht viel anders)
Trotzdem hier noch ein schönes (ziemlich langes!) Fan-Abenteuer (bei dem man Zutaten für einen Kuchen suchen muss):
https://drive.google.com/file/d/0Bw-BDYSC-xp1bXBlbEFOeDdyZFk/view (https://drive.google.com/file/d/0Bw-BDYSC-xp1bXBlbEFOeDdyZFk/view)

Was ich tatsächlich als recht schwierig empfinde, ist es dem Kind zu vermitteln, das das eben ein Spiel ist, das auch gewisse Regeln hat und man nicht ALLES machen kann was man will – wie halt im von Grandala genannten „Kindergarten-Rollenspiel“ (Meine Tochter spielt zB eine Hexe und will viele Probleme einfach mit einem Zauber lösen). Allerdings soll es ja Spaß machen, weshalb ich gerne viele Freiheiten lasse, solange es noch Spaß macht und etwas spannend bleibt.

Was mir auch noch über den Weg lief und sich sehr interessant anhörte ist „The Princes‘ Kingdom“ (die Spieler spielen Prinzen/Prinzessinen die durch das Land reisen), habe ich mir aber noch nicht näher angesehen.
Titel: Re: Rollenspiele für Kindergartenkinder?
Beitrag von: Deep_Impact am 5.03.2018 | 09:14
Generell bin ich mir nicht sicher, ob Erwachsene wirklich reglementiertes Rollenspiel benötigen. Und dennoch sind wir hier. ::)

Immersion ist keine Hautcreme!
Wenn ich mich ernsthaft in Charaktere reinfühlen könnte, wäre ich Method-Actor geworden und würde keine Würfel benötigen :D

Meine Kids waren "leider" nie an Rollenspiel interessiert, habe das aber auch nie forciert.
Titel: Re: Rollenspiele für Kindergartenkinder?
Beitrag von: Lord Verminaard am 5.03.2018 | 09:21
Was ich tatsächlich als recht schwierig empfinde, ist es dem Kind zu vermitteln, das das eben ein Spiel ist, das auch gewisse Regeln hat und man nicht ALLES machen kann was man will – wie halt im von Grandala genannten „Kindergarten-Rollenspiel“ (Meine Tochter spielt zB eine Hexe und will viele Probleme einfach mit einem Zauber lösen).

Ja, hätte ich jetzt auch so gedacht. Also ich käme sicherlich nicht auf die Idee, meiner 6-jährigen Pen & Paper aufzutischen. Das hat aus meiner Sicht noch Jahre Zeit. Vor allem ist sie auch ein mega Dickkopf und eine sehr schlechte Verliererin. Das üben wir doch lieber erst mal bei Uno. ;)

Edit: Oh, und welcome back, Rauth! :D
Titel: Re: Rollenspiele für Kindergartenkinder?
Beitrag von: Chruschtschow am 5.03.2018 | 09:22
Was ich tatsächlich als recht schwierig empfinde, ist es dem Kind zu vermitteln, das das eben ein Spiel ist, das auch gewisse Regeln hat und man nicht ALLES machen kann was man will – wie halt im von Grandala genannten „Kindergarten-Rollenspiel“ (Meine Tochter spielt zB eine Hexe und will viele Probleme einfach mit einem Zauber lösen). Allerdings soll es ja Spaß machen, weshalb ich gerne viele Freiheiten lasse, solange es noch Spaß macht und etwas spannend bleibt.

An der Stelle ist ein Vorgehen mit "Fail Forward" hilfreich. Du zauberst einen Zauber, der den Käse in die Maushöhle zurückschafft? Würfel mal. Autsch. Ok, das hat geklappt. Der Käse ist auch weg. Aber die Käsediebe haben das mitbekommen und du steckst in Schwierigkeiten! Die misslungene Probe lässt also nicht die Figur scheitern, sondern eskaliert die Situation.

Das Erfolgserlebnis bleibt, die Geschichte geht aber weiter und es gibt Konsequenzen, mit denen die Kleinen weiter agieren können. Und ja, manchmal darf man ihnen auch sagen: "Mooooment mal, so leicht ist das nicht. Das ist ein ganz schöner Haufen Käse, den du da wegzaubern willst." ;)
Titel: Re: Rollenspiele für Kindergartenkinder?
Beitrag von: Eliane am 5.03.2018 | 09:54
Guck dir doch mal Little Wizards (https://www.crafty-games.com/shop/little-wizards/) an.
Titel: Re: Rollenspiele für Kindergartenkinder?
Beitrag von: Korig am 5.03.2018 | 10:05
Mein Sohn geht noch in die Kita, aber wir haben schon Hero Kids oder auch DnD 5 gespielt. Natürlich kindgerecht angepasst. Klappt wunderbar.
Titel: Re: Rollenspiele für Kindergartenkinder?
Beitrag von: Swafnir am 5.03.2018 | 10:16
Und evtl. kommt das ja auch mal auf deutsch raus...

Das wäre genial  :d
Titel: Re: Rollenspiele für Kindergartenkinder?
Beitrag von: Ninkasi am 5.03.2018 | 17:19
Meine Tochter schaut mit 5-6 noch gerne PJ Masks ( nette Superhelden und Schurken Unterhaltung).
Ich habe da einfach mit 2w6 ala PbtA und Boni für passende "Aspekte" gespielt.

Z.Bsp.:
CatBoy /Conner
- Katzengeschwindigkeit
- Katzenohren
- Katzenflitzer
Vorbilder für Abenteuer bietet die Serie genug. Jeder Held/ Schurke hat ein paar Aspekte inklusive Transportmöglichkeit/Gehilfen.
Titel: Re: Rollenspiele für Kindergartenkinder?
Beitrag von: jcorporation am 5.03.2018 | 21:31
Mir fällt da gerade Lite ein, wie kann es auch anders sein...aber im Ernst:
- wenig Regeln
- Nur Addition im kleinen Zahlenraum, meist nicht weiter als 10
- Fail Forward Mechanismus, für die schlechten Verlierer
- Leicht anzupassen für Kindersettings, evtl. passt Small sogar exakt

Hm, evtl mach ich doch mal ein Lite - Kids!
Titel: Re: Rollenspiele für Kindergartenkinder?
Beitrag von: TaintedMirror am 6.03.2018 | 11:12
Ich bastel gerade für meine Kleine ein Rollenspiel, welches Memoriekarten und Symbole verwenden wird. Momentan wirds noch nichts mit dem Spielen, da sie noch nciht mal richtig sprechen kann und die Aufmaerksamkeit von einem Eichhörnchen auf LSD hat, aber das gibt halt mehr Zeit zum basteln. Mechanismus wird halt so in die Richtung gehen: Jede Fertigkeit (10 sind geplant) hat eine Reihe von Symbolen zugeordnet, welche vom memorie representiert werden. Checks werden durch das Umdrehen der Karten ausgeführt. LEGO-Duplo wird mit integriert werden. Thema des Spieles wird sich dann zeigen, je nachdem, auf welche Filme oder Geschichten sie dann steht. Hinzu kommen kleine Rätsel für Kinder, wie etwa selbstgemachte Puzzel oder ähnliches. Bei Bedarf wird Bewegung in der Wohnung mit integriert werden.
Titel: Re: Rollenspiele für Kindergartenkinder?
Beitrag von: Jens am 6.03.2018 | 11:21
Hm, ich weiß nicht in wie fern da ein "Rollenspielsystem" relevant ist, für mich wurde es wirklich erst ab 13 Jahren interessant damals. Aber da kann jeder Mensch anders sein. Mein Kleiner (2) veranstaltet derzeit von alleine Müllmann-Larps. Er zieht sich seine IKEA Baby-Warnweste an, schnappt sich die Tardis-Keksdose und leert den Inhalt "Romms! Romms!" über seinem Kopf aus ~;D

Ein System braucht er nicht und seine Vorstellungskraft vermischt sich derzeit noch sehr kräftig mit der realen Welt. Vor allem aber liebt er die Bewegung. Ein "traditionelles" Rollenspielsystem schaue ich mir mal an, wenn er anfängt, Bücher zu lesen und Fragen dazu zu stellen.
Titel: Re: Rollenspiele für Kindergartenkinder?
Beitrag von: Isegrim am 6.03.2018 | 11:59
Sind euch Rollenspiele bekannt, die man gut mit Kindergartenkindern spielen kann?

Zu meiner Zeit war da das Setting "Vater, Mutter, Kind" ungeschlagen vorne, System: Freies Spiel.
Titel: Re: Rollenspiele für Kindergartenkinder?
Beitrag von: tannjew am 6.03.2018 | 12:26
Also ich finde das hier ganz nett und werde es mal in nächster Zeit ausprobieren:

https://jaegers.net/rollenspiel-fuer-kinder-das-ritter-bogo-rpg/
Titel: Re: Rollenspiele für Kindergartenkinder?
Beitrag von: Teylen am 6.03.2018 | 13:32
Ich könnte mir vorstellen das Golden Sky Stories recht gut funktioniert?
Titel: Re: Rollenspiele für Kindergartenkinder?
Beitrag von: Chruschtschow am 6.03.2018 | 21:29
Zu meiner Zeit war da das Setting "Vater, Mutter, Kind" ungeschlagen vorne, System: Freies Spiel.

Du verstehst da was falsch. Pen&Paper für die Kleinen ist nicht das Konkurrenzprodukt zum freien Rollenspiel sondern eine Erweiterung der Palette geregelter Spiele, die eben eine ganz andere Herangehensweise darstellen. Niemand verlangt die Spielküche o.ä. abzubauen (was unsagbar dämlich wäre). Du musst also Rollenspiel mit Mensch Ärgere Dich Nicht und Memory vergleichen. Und da sehe ich P&P durchaus recht weit vorne.
Titel: Re: Rollenspiele für Kindergartenkinder?
Beitrag von: Rauthorim am 6.03.2018 | 23:00
Erstmal vielen Dank für die ganzen Vorschläge und Ideen! Ich werde mir die erstmal in Ruhe durchschauen. :d

Es gab ja jetzt ein paar, die sich mehr oder weniger direkt gefragt haben, ob das für ein Kindergartenkind überhaupt das Richtige ist. Das Ganze soll das freie Rollenspiel ja nicht ersetzen. Von der Grundidee denke ich da eher an ein Brettspiel. (Grandala und Chruschtschow haben das ganz schön ausgeführt.) Er mag Brettspiele. Wir haben letztens Risiko ausprobiert, was gut funktioniert hat und erzählen/erfinden gemeinsam auch immer mal wieder Geschichten, was ihm auch großen Spaß macht. Beides spricht eigentlich dafür, dass ihm die Kombination gut gefallen könnte.

- wenig Regeln
- Nur Addition im kleinen Zahlenraum, meist nicht weiter als 10
- Fail Forward Mechanismus, für die schlechten Verlierer
- Leicht anzupassen für Kindersettings, evtl. passt Small sogar exakt

Genau das wären auch meine Kriterien. Es sollte recht einfach sein, Zahlenraum max. bis 12 (2w6). Ich denke was sicher auch hilfreich wäre, wären Figuren und Karten, mit denen ich bei Bedarf Situationen zeigen kann.
Small sagt mir jetzt nichts.
Fail Forward ist eine sehr gute Idee, daran hätte ich jetzt nicht gedacht.

Meine Tochter schaut mit 5-6 noch gerne PJ Masks ( nette Superhelden und Schurken Unterhaltung).
Ich habe da einfach mit 2w6 ala PbtA und Boni für passende "Aspekte" gespielt.

Die Serie mag er auch sehr gerne. Bei dem Setting könnte er sich sogar selber überlegen was für Aspekte er haben möchte und die Bösewichte könnte ich direkt so übernehmen. Das einzige was nicht passt ist, dass er sich schon sehr fest darauf versteift hat einen Helden mit einer glänzenden Rüstung und zwei magischen Schwertern spielen zu wollen.

Ich habe es mit No Thank You, Evil probiert, weil ich das Setting und die Bilder sehr schön (fantasievoll, verrückt) fand.

Ja, das sieht in der Tat sehr schön aus. Gibt's davon eine deutsche Version?

Was ich tatsächlich als recht schwierig empfinde, ist es dem Kind zu vermitteln, das das eben ein Spiel ist, das auch gewisse Regeln hat und man nicht ALLES machen kann was man will – wie halt im von Grandala genannten „Kindergarten-Rollenspiel“ (Meine Tochter spielt zB eine Hexe und will viele Probleme einfach mit einem Zauber lösen). Allerdings soll es ja Spaß machen, weshalb ich gerne viele Freiheiten lasse, solange es noch Spaß macht und etwas spannend bleibt.

Das ist schon immer ein Thema, wenn wir gemeinsam eine Geschichte erzählen. Dann ist er da manchmal auch etwas übereifrig und ein Cheater. ;) Aber ich sehe das so wie du: das Ziel ist gemeinsam Spaß zu haben und man muss nicht sklavisch an den Regeln festhalten.

Edit: (Pädagogischer Tipp)
Lass deinen Sohn einen Charakterbogen nach dem ersten Spieltermin anfertigen. Dann hat er die Möglichkeit Symbole und Assoziationen für Werte ect. zu finden. Das ist gut fürs Gehirn und macht Lust auf Lesen Lernen  ;D

Du meinst danach, weil er sich dann auch schon besser vorstellen kann, was er braucht und wofür?

Ich habe eine Fate-Adaption für Kinder entwickelt. Ich könnte sie dir zuschicken. Interesse?

Ja, gerne.

Edit: Oh, und welcome back, Rauth! :D

Danke! :hi:

Titel: Re: Rollenspiele für Kindergartenkinder?
Beitrag von: vanadium am 6.03.2018 | 23:18
Ich habe eine Fate-Adaption für Kinder entwickelt. Ich könnte sie dir zuschicken. Interesse?

Besteht die Möglichkeit, sie dem ganzen Forum zur Verfügung zu stellen?
Titel: Re: Rollenspiele für Kindergartenkinder?
Beitrag von: Ninkasi am 7.03.2018 | 10:22

Die Serie mag er auch sehr gerne. Bei dem Setting könnte er sich sogar selber überlegen was für Aspekte er haben möchte und die Bösewichte könnte ich direkt so übernehmen. Das einzige was nicht passt ist, dass er sich schon sehr fest darauf versteift hat einen Helden mit einer glänzenden Rüstung und zwei magischen Schwertern spielen zu wollen.

Da gab´s eine Folge Meister Fangs gestohlenes Schwert. Er könnte einen Lehrling von Meister Fang spielen und eine Praktikum bei den PJ Masks machen. Die Rüstung und die beiden Schwerter rufen natürlich den Neid von Nachtninja und den Ninjalinos auf die Bühne etc.
Titel: Re: Rollenspiele für Kindergartenkinder?
Beitrag von: Faras Damion am 7.03.2018 | 10:40
Den Podcast hier kennt ihr?

https://www.npconline.de/2015/09/podcast-spielgefluester-folge-5-spielen-mit-kindern/ (https://www.npconline.de/2015/09/podcast-spielgefluester-folge-5-spielen-mit-kindern/)

Ich selbst würde P&P erst anfangen, wenn die ersten Brettspiele flüssig gehen, je nach Entwicklungsstand ist das zwischen 7 und 9. Immerhin gibt es einige Schwierigkeiten, z.B. darf man nur einen Charakter spielen, muss auf Mitspieler Rücksicht nehmen und auch mal temporär scheitern dürfen.

Freies Rollenspiel, gemeinsames Geschichtenerzählen und so etwas gehen natürlich schon viel früher.
Titel: Re: Rollenspiele für Kindergartenkinder?
Beitrag von: Matterich am 8.03.2018 | 13:41
Ich habe eine Fate-Adaption für Kinder entwickelt. Ich könnte sie dir zuschicken. Interesse?
Ich würde das gerne mal lesen.  :) kannst du mir das bitte zuschicken?
Titel: Re: Rollenspiele für Kindergartenkinder?
Beitrag von: D. Athair am 8.03.2018 | 18:11
Ich hab mit meinem Neffen (5J.) mal die FFG Star Wars Einsteigerbox angefangen.
Das mit dem Poolsystem und den erzählerischen Symbol-Würfeln klappt ganz gut. Die Zahlenräume (Würfelpool) sind klien genug. Die Symbole sind auch nicht so viel - auch wenn sie für meine Zwecke etwas eindeutiger sein könnten. Den Rest lass ich weg.

So quasi-freiformig läuft das ganz gut. Die Würfelergebnisse liefern dann auch fast schon genug "Regeln".
Sonderfähigkeiten und den ganzen kleinteiligen Schmu (der mMn die System-Performance eh bloß kaputt macht) hab ich weggelassen.
Charakterbilder und Mapkarten (über die wir uns verständigen, wer sich wo aufhält) sind in der Box mit drin.


Bonus:
Mein Neffe bekommt sein geliebtes "Star Wars".
Ich hab ne Benutzungsweise für die Regeln gefunden, die unterstützen, statt zu behindern.
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)


Titel: Re: Rollenspiele für Kindergartenkinder?
Beitrag von: Radulf St. Germain am 8.03.2018 | 18:39
Ich habe öfter mal mit dem Gedanken gepsielt 1w6 Freunde für das Spiel zu benutzen. Ohne die 80er Referenzen und mit sehr einfachen Stories. Vielleicht auch als Fantasy.

Ich finde es wichtig, dass so ein Spiel ohne Blutvergießen auskommt. Da sind mir die amerikanischen Kinder-RPGs alle viel zu brutal (für 6-jährige, meine ich).
Titel: Re: Rollenspiele für Kindergartenkinder?
Beitrag von: Runenstahl am 8.03.2018 | 18:49
Meine Kids waren "leider" nie an Rollenspiel interessiert, habe das aber auch nie forciert.

Zur Adoption freigeben ist immer eine Lösung ;)

Back to Topic:
Do, Pilger des Fliegenden Tempels - habe ich selbst zwar noch nie gespielt, soll aber sehr gut für Kinder geeignet sein.
https://3w20.wordpress.com/2011/04/14/do-pilger-des-fliegenden-tempels/ (https://3w20.wordpress.com/2011/04/14/do-pilger-des-fliegenden-tempels/)
Titel: Re: Rollenspiele für Kindergartenkinder?
Beitrag von: Swafnir am 8.03.2018 | 18:49
Ich habe öfter mal mit dem Gedanken gepsielt 1w6 Freunde für das Spiel zu benutzen. Ohne die 80er Referenzen und mit sehr einfachen Stories. Vielleicht auch als Fantasy.

Ich finde es wichtig, dass so ein Spiel ohne Blutvergießen auskommt. Da sind mir die amerikanischen Kinder-RPGs alle viel zu brutal (für 6-jährige, meine ich).

Das klappt wunderbar  :d
Titel: Re: Rollenspiele für Kindergartenkinder?
Beitrag von: KarateKid80 am 8.03.2018 | 19:26
Ich kann Hero Kids empfehlen...leichte Regeln und Maps inklusive Figuren zum Visualisieren...
Titel: Re: Rollenspiele für Kindergartenkinder?
Beitrag von: jcorporation am 8.03.2018 | 21:30
Genau das wären auch meine Kriterien. Es sollte recht einfach sein, Zahlenraum max. bis 12 (2w6). Ich denke was sicher auch hilfreich wäre, wären Figuren und Karten, mit denen ich bei Bedarf Situationen zeigen kann.
Small sagt mir jetzt nichts.
Fail Forward ist eine sehr gute Idee, daran hätte ich jetzt nicht gedacht.
Small ist ein kleines Setting für Lite: https://jcgames.de/lite/settings/small/
Lite ist sogar noch einfacher als 2W6, man muss nur Erfolge und Misserfolge zählen.
Titel: Re: Rollenspiele für Kindergartenkinder?
Beitrag von: HEXer am 8.03.2018 | 22:05
Hero Kids fand ich unterirdisch. Ganz stumpfes tabletoppiges Monsterverdreschen. Und öde obendrein. Meine kids (6 und 10) spielen momentan Fantasy Age (auch wennich dem Kleinen Symbole zu den Attributen malen muss). Die Geschichten und das Würfeln kriegt er aber schon super hin.

Ansonsten warte ich immer noch drauf, dass Astraterra es endlich mal ins Englische schafft. DAS wäre mal ein cooles Kinderrollenspiel!
Titel: Re: Rollenspiele für Kindergartenkinder?
Beitrag von: Radulf St. Germain am 9.03.2018 | 06:48
Das klappt wunderbar  :d

Hast Du das schonmal gemacht? Kannst Du mehr erzählen?
Titel: Re: Rollenspiele für Kindergartenkinder?
Beitrag von: Thorgest am 9.03.2018 | 09:41
Plüsch Power and Plunder!
DAS ist bei den Kids bestimmt ein renner :D
Titel: Re: Rollenspiele für Kindergartenkinder?
Beitrag von: Deep One am 11.03.2018 | 12:05
Ich rollenspiele mit den Enkelinnen meiner Freundin seit sie 4 und 6 sind.

Sie sind Prinzessinnen mit je 1W6 auf Reden, Sportlich und Schneebälle werfen, auf eines 2 Würfel, jeder Wurf von 4+ ist ein Erfolg. Prinzessinnen sterben nicht, werden sie von einem Monster getroffen, setzen sie den Rest des Kampfes aus (das sorgt auch voll geschickt für Spotlight-Verteilung  ;)).

Zur Visualisierung gibts Battlemaps und Minis.

Zur Motivation setze ich echte Schätze ein, also Naschies oder irgendwelchen Schnickschnack (was die Mädels pädagogisch wertvoll gerecht unter sich aufteilen), und das sorgt für einen sehr old-schooligen Spielstil.

Schockt die Putzies ziemlich an, grad weil es nicht meine eigenen sind und ich mit ihnen auch die Art groben Unfug treibe, den ihre Mutter nicht gutheißen würde.  ;D

Titel: Re: Rollenspiele für Kindergartenkinder?
Beitrag von: Grimtooth's Little Sister am 11.03.2018 | 14:13
No Thank you Evil von Monte Cook Games ist ab 5 Jahre und dafür konzipiert:

https://www.montecookgames.com/no-thank-you-evil-whats-in-the-box/

Dazu gibt es schöne Erweiterungen und sogar ein SL-Set.

+1
Titel: Re: Rollenspiele für Kindergartenkinder?
Beitrag von: D. Athair am 12.03.2018 | 10:50
Back to Topic:
Do, Pilger des Fliegenden Tempels - habe ich selbst zwar noch nie gespielt, soll aber sehr gut für Kinder geeignet sein.
https://3w20.wordpress.com/2011/04/14/do-pilger-des-fliegenden-tempels/ (https://3w20.wordpress.com/2011/04/14/do-pilger-des-fliegenden-tempels/)
Für das Setting stimmt das. Für die Regeln muss man Lesen & Schreiben können, weil viel darüber gemacht wird.

Könnte mal schauen, ob ich das mit Freiform-Genesys/-FFG-Star-Wars hacken kann.

Titel: Re: Rollenspiele für Kindergartenkinder?
Beitrag von: queery am 16.03.2018 | 02:22
Uhrwerk hat auf der HeinzCon übrigens verkündet, dass sie No thank you Evil als Nein Danke Schurke per Kickstarter in Deutschland rausbringen werden.
Titel: Re: Rollenspiele für Kindergartenkinder?
Beitrag von: D. Athair am 16.03.2018 | 14:38
... mmm. Ich glaub ich hätte mir viel mehr Adventure Maximus (http://www.edenstudios.net/maximus.html) gewünscht.
Titel: Re: Rollenspiele für Kindergartenkinder?
Beitrag von: felixs am 26.03.2018 | 18:29
Glaube nicht, dass man unbedingt Regeln braucht.
Es reicht, sich darauf zu einigen, was die Figur ungefähr ist und was sie ungefähr kann.
Falls man gern Proben würfeln möchte, kann man problemlos einen Würfelwurf ad hoc festlegen, der zu schaffen ist. Irgendwas auf 1w6 halt, wenn die Kinder schon zählen können. Sonst vielleicht sogar eine Münze werfen oder ähnliches.

Man kann, gerade bei Kindern, die Spieler vielleicht auch direkt mit "Spielerrechten" ausstatten, und sie miterzählen lassen.
Titel: Re: Rollenspiele für Kindergartenkinder?
Beitrag von: Lord Verminaard am 31.03.2018 | 22:51
Ich habe jetzt mal mit meiner Großen (6 Jahre) angefangen, "Die Höhlen der Schneehexe" von Ian Livingstone zu spielen, also ich lese vor und sie sagt, was sie tun will, ich würfle die Monster und sie die Heldin. Hat für mich natürlich auch einen nostalgischen Aspekt, weil es eben jenes vergilbte, starke Gebrauchsspuren aufweisende Exemplar ist, das meine eigene erste Berührung mit Abenteuerspiel war. Heute war der 2. Anlauf, beim ersten Mal legte sie einen verfluchten Ring an und verlor danach den Kampf gegen einen Kristallkrieger, beim zweiten Mal ließ sie sich von einem Illusionisten überlisten und einsperren. 3. Anlauf wahrscheinlich morgen. Sie findet es echt super. Allerdings: Sie sitzt dabei nicht still, sie springt durch ihr Zimmer und spielt alles nach. Wenn die Heldin den Berg erklimmt, klettert sie die Rutsche zu ihrem Hochbett hinauf. Als die Heldin eine Hütte am Wegrand durchsucht, verschwindet sie unter dem Hochbett. Zwischendurch fuchtelt sie wild mit ihrem Plastikschwert. :D

Vergleichende Probe mit 2W6 plus Gewandtheit ist ihr als Vorschulkind aber noch zu hart, jedes Mal zu rechnen, ich würfle die Monster zuerst und sage ihr, was sie braucht.
Titel: Re: Rollenspiele für Kindergartenkinder?
Beitrag von: Matterich am 1.04.2018 | 02:59
Allerdings: Sie sitzt dabei nicht still, sie springt durch ihr Zimmer und spielt alles nach. Wenn die Heldin den Berg erklimmt, klettert sie die Rutsche zu ihrem Hochbett hinauf. Als die Heldin eine Hütte am Wegrand durchsucht, verschwindet sie unter dem Hochbett. Zwischendurch fuchtelt sie wild mit ihrem Plastikschwert. :D
Das hat mein Kind in dem Alter auch gemacht. Und die fünfjährige Spielerin unserer Harry Potter Kampagne macht das genauso und animiert die älteren mitzumachen. :D
Titel: Re: Rollenspiele für Kindergartenkinder?
Beitrag von: Ninkasi am 5.04.2018 | 16:35
"Die Höhlen der Schneehexe" von Ian Livingstone zu spielen, also ich lese vor und sie sagt, was sie tun will, ich würfle die Monster und sie die Heldin.

sehr schön.

und bisschen Bewegung schadet nie , irgendwo muss die überschüssige Energie ja hin.  ;D
Titel: Re: Rollenspiele für Kindergartenkinder?
Beitrag von: Lord Verminaard am 5.04.2018 | 16:38
Nachtrag: Das Interesse schwand dann aber doch recht schnell nach mehrmaligem Scheitern. Vor allem, weil sie es dann langweilig fand, die Teile noch mal zu spielen, die sie schon kannte, obwohl ich es so schnell wie möglich gemacht habe. Ist dann halt irgendwo auch wie ein Computerspiel ohne Speicherpunkte...
Titel: Re: Rollenspiele für Kindergartenkinder?
Beitrag von: Ninkasi am 5.04.2018 | 16:40
okay, da ist "echtes" Rollenspiel schon besser, wo es nach einem Scheitern auch interessant weiter geht.
Titel: Re: Rollenspiele für Kindergartenkinder?
Beitrag von: D. Athair am 14.06.2018 | 03:56
Ich hab was ganz, ganz tolles gefunden:
Amazing Tales (https://amazing-tales.net/).  :d :d :d

Wahrscheinlich werde ich das kaufen. (Um es mit meinem Neffen und seinen Freunden zu spielen oder damit das mein Bruder/meine Schwägerin tut.)
Videos von Spielsessions gibts hier (https://amazing-tales.net/2018/03/26/amazing-tales-playthrough/).

Das Artwork finde ich großartig. Hätte mir als Kind super gut gefallen (und tut es auch heute).
"No thank you evil" gefällt mir da viel weniger - regelseitig, vom nötigen Spielmaterial her, von den Illus her, ... 
Titel: Re: Rollenspiele für Kindergartenkinder?
Beitrag von: Dioto am 16.06.2018 | 23:02
Geregeltes Rollenspiel halte ich für Kindergartenkinder noch zu schwierig. Zuerst sollten sie lesen und schreiben lernen und mit Zahlen bis 100 rechnen können (Kleiner als, Größer als, Addition, Subtraktion), ehe man mit ihnen das Hobby betreibt.

Kleine Anekdote: Vor kurzem hatte ich meinen Cousin und meine Cousine (4 und 6) bei mir und haben meine Rollenspielsammlung begutachtet. Auch wenn ihnen die Cover teilweise wie Zauberbücher vorkamen (z.B. das D&D 3.5 Player's Handbook), so haben sie sich eher für die seltsamen Würfel interessiert. Diese haben sie klangvoll den Würfelturm heruntergerollt und ich habe sie nach den Würfelergebnissen gefragt. Auf diese Weise konnte ich ihnen die Zahlen bis 20 (W20), in Zehnerschritten bis 90 (W100) und die Rechenoperationen Inkrement und Dekrement (Fate-Würfel) etwas näher bringen. Auch die Story-Cubes fanden sie lustig. Zum Schluss durfte sich jeder von ihnen einen Würfel aussuchen und mit nach Hause nehmen.
Titel: Re: Rollenspiele für Kindergartenkinder?
Beitrag von: Widukind99 am 19.06.2018 | 22:15
Ich hab was ganz, ganz tolles gefunden:
Amazing Tales (https://amazing-tales.net/).  :d :d :d...
Cooler Tipp, habe soeben das PDF gekauft.
Titel: Re: Rollenspiele für Kindergartenkinder?
Beitrag von: D. Athair am 20.06.2018 | 18:54
Cooler Tipp, habe soeben das PDF gekauft.
Ich wäre da an nem ersten Eindruck (https://www.tanelorn.net/index.php/topic,67671.0.html) interessiert.
Nachdem ich mein Bücher-Budget diesen Monat gnadenlos überzogen habe (überziehen musste?) wird das bei mir frühestens nächsten Monat was.
Titel: Re: Rollenspiele für Kindergartenkinder?
Beitrag von: aikar am 21.06.2018 | 06:59
Irgendwie hat mich der Thread gestern nicht losgelassen und ich habe mir Gedanken für ein minimalistisches Rollenspiel gemacht, bei dem die Kinder nicht rechnen, sondern nur bis 6 zählen können müssen.
Bitte schön  :)

Kleine Helden
Ein Mini-RP für Kindergartenkinder

Die Figur
Erzähl etwas über deine Figur (Sollte für Kinder kein Problem sein)
Optional: Zeichne deine Figur oder präsentiere ein passendes Spielzeug

Du hast drei Attribute: Stark, Geschickt und Schlau.
Wo bist du am besten? Mach dort zwei Kreuze
Was kannst du eher nicht so gut? Mach dort ein Kreuz.
Mach zwei Kreuze beim dritten.

Probleme
Wenn es zu einem Problem kommt, gibt der Spielleiter eine Schwierigkeit von 2 (Leicht) bis 5 (Sehr schwer) vor und sagt dir ob du dabei Stark, Geschickt oder Schlau sein musst.
Nimm soviele (sechsseitige) Würfel wie dort Kreuze stehen und würfle sie.

Wenn zumindest einer der Würfel eine Zahl zeigt, die so hoch oder höher ist als die, die der Spielleiter gesagt hat, hat es geklappt, ansonsten gibt es Schwierigkeiten.

Für den Spielleiter: Hier empfielt sich die Herangehensweise Ja - Aber oder Nein - Aber.

Glückspunkte
Jeder Spieler hat vier Glückspunkte pro Spiel. Du kannst Glückspunkte ausgeben um
einen Würfelwurf für ein Problem automatisch zu schaffen (auch nach dem Würfeln) oder
etwas GANZ BESONDERES zu tun, was sonst nicht gehen würde. Wie eine heldenhafte Maus, die eine Katze reitet oder die junge Zauberin, die einen Banditen in ein Schaf verzaubert.

Für den Spielleiter: Man kann Glückspunkte als pädagogische Maßnahme austeilen um Spieler für wünschenswerte Herangehensweisen (z.B. ohne zu kämpfen) zu belohnen.

Für den Spielleiter - Zu Kampf und Schaden:
Kämpfe sollten bei Kleine Helden nicht die Standard-Lösung sein. Wenn es doch einmal zu kampfartigen Situationen kommt, werden diese gleich abgehandelt wie der Rest des Spiels. Es gibt keine Lebenspunkte oder Wunden, misslungene Proben haben einfach Konsequenzen, die die Geschichte weitertreiben.
So könnte die oben erwähnte heldenhafte Maus bei einem misslungenen Versuch die Katze mit einem Zahnstocher zu vertreiben, von der Katze gepackt und werden.
Es sollte immer eine Chance geben, die Situation noch aufzulösen, "Heldentod" ist keine Option.
Titel: Re: Rollenspiele für Kindergartenkinder?
Beitrag von: Widukind99 am 22.06.2018 | 08:00
Ich wäre da an nem ersten Eindruck (https://www.tanelorn.net/index.php/topic,67671.0.html) interessiert.
Nachdem ich mein Bücher-Budget diesen Monat gnadenlos überzogen habe (überziehen musste?) wird das bei mir frühestens nächsten Monat was.
Gestern erste Session gespielt.
War echt toll, genau das Richtige für meine Vierjährige. Es ist grundsätzlich ein neutrales Regelwerk, mit sehr einfachen Regeln. Man muss eine Drei oder mehr würfeln, um eine Probe zu schaffen.
Man hat vier Fähigkeiten (frei wählbar), und vier Würfel (W12, W10, W8 und W6). Was der Held am besten kann, bekommt den W12, das zweibeste den W10 usw.
Das war's schon. Der Rest sind Tipps, wie man am besten rausfindet, was das Kind spielen will, und vier vorgegebenen Szenarien mit weiteren Tipps und Vorschläge für mögiche Fähigkeiten.
Ein Charakterbogen in zwei Versionen (Einer nur zum Malen, einer zum schreiben) ist auch dabei.

Und zum Budget: Ich habe ja nur das PDF gekauft, die zwei Doller nochwas (war reduziert) gingen gerade noch so.

Man beginnt damit, das Kind zu fragen, was es gerne möchte. Und in welchem Setting. Es sind vier Settings als Beispiele dabei:

- der tiefe dunkle Wald
- das magische Königreich
- die Piratensee
- der Weltraum

Charakterbogen bei uns:

Prinzessin Lena

Blumen pflücken (und Naturkunde) W12
Zaubern W10
Sachen finden W8
Mutig sein W6

Hey, ich habe meine Tochter gefragt, was ihre Heldin am besten kann und sie sagte: Blumen pflücken, also was soll's? Dann baut man das halt ins Abenteuer ein.