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Medien & Phantastik => Sehen, Lesen, Hören => Lesen => Thema gestartet von: Huhn am 23.12.2018 | 17:56

Titel: Reading Challenge 2019
Beitrag von: Huhn am 23.12.2018 | 17:56
Hallo liebe Leseratten!

Auch 2019 wird es wieder eine Reading Challenge geben! Weil das im letzten Jahr gut geklappt hat, werden wir auch dieses Jahr wieder jeweils unsere persönliche Challenge festlegen, so dass alle ihr Herausforderungslevel und die Bücher, die sie gerne lesen möchten, selbst bestimmen. :)

Wie funktioniert die Challenge?
Die Regeln sind ganz leicht: Ihr wählt eure persönliche Challenge und postet sie hier in den Thread. Im Startpost sammle ich alle Teilnehmenden und ihre Challenges und halte eure Fortschritte fest. :) Wie immer freue ich mich, wenn ihr nicht nur postet, was ihr gelesen habt, sondern auch ein paar Sätze zum Buch verliert: Warum habt ihr es gelesen? Wie hat es euch gefallen? Wem würdet ihr es empfehlen?

Was soll ich nur lesen?
Was für eine Challenge ihr absolvieren möchtet, ist eure Sache. Ihr könnt einfach eine bestimmte Anzahl an Büchern oder Seiten festlegen, die ihr im Verlauf des Jahres lesen möchtet. Ihr könnt eine Challenge aus den Weiten des Internets wählen (z.B. die Popsugar Challenge (https://media1.popsugar-assets.com/files/docs/PS18_2019_ReadingChallenge_Pinterest.jpg)). Oder ihr macht mit bei der Tanelorn Challenge (siehe Spoiler).

(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)

Wer macht mit?

Clawdeen - 25 Bücher lesen, verschiedene Challenges (Popsugar, Tanelorn) - 8/25
Weltengeist (auf Goodreads (https://www.goodreads.com/user/show/91628117-weltengeist)) - jeden Tag ca. 20 Seiten, insgesamt also ca. 24 Bücher (auf Goodreads: 52) - 18/24
Menthir - jeden Tag ca. 40 Seiten und/oder insgesamt mind. 40 Bücher - 3/40
Infernal Teddy (auf Goodreads (https://www.goodreads.com/user/show/10755234-infernal-teddy)) - 100 Bücher - 30/100
Lyris - Eigenbräu aus Linz the Bookworm-, Popsugar- und Tanelorn-Challenge, insgesamt 100 Bücher - 58/100
Liv (Updates über Lyris) - Punktesystem, insgesamt 100 Bücher - 51/100, 348 Punkte
Ayou (auf Goodreads (https://www.goodreads.com/user/show/91233687-ayou)) - 15 Bücher - 0/15
Huhn (auf Goodreads (https://www.goodreads.com/user/show/63354628-huhn))- 40 Bücher, Tanelorn-Challenge und Harry Potter - 12/40
Niniane - 20 Bücher - 0/20
Sashael - 10 Bücher - 1/10
Greifenklaue - 25 Bücher aus der Popsugar-Challenge - 12/25
Supergerm - 60 Bücher, The Nerd Daily Reading Challenge und die ersten beiden Stufen der Christian Reading Challenge - 2/60
Ginster - 40 Bücher - 11/40
[Hier könnte auch dein Name stehen!]

(aktuell bis Antwort #69 (https://www.tanelorn.net/index.php/topic,109131.msg134740031.html#msg134740031))
Titel: Re: Reading Challenge 2019
Beitrag von: Clawdeen am 24.12.2018 | 11:24
Auf den Thread hab ich ja gewartet.  :)

Tatsächlich lese ich mittlerweile kaum noch Romane, sondern fast ausschließlich Sach-/Fach-/Rollenspielbücher. Das ist auch toll, aber ich würde mir gern wieder "angewöhnen", auch abseits dessen wieder mehr zu lesen.

Ich glaube nicht, dass ich auch nur annähernd eine Chance habe, eine der vorbereiteten Challenges abzuschließen. Darum probiere ich es gleich mal mit Popsugar UND der Tanelorn-Challenge. Kostet ja nix, und mal sehen, wie weit ich da so komme. Und im Gegensatz zu diesen unrealistischen Vorhaben ist das Ziel 3: 25 Bücher lesen.

Schöne Feiertage!  :)
Titel: Re: Reading Challenge 2019
Beitrag von: Weltengeist am 24.12.2018 | 15:59
Ich setze meinen Plan von 2018 einfach fort: Jeden Tag mindestens 20 Buchseiten zu lesen.

"Bücher" kann Belletristik, Sachbücher, Fachbücher u.v.m. sein, aber Graphic Novels und Rollenspielmaterial zählen nicht.

Wenn ich das durchhalte, sollten so mindestens 24 Bücher im Jahr 2019 drin sein. Und offen gestanden spekuliere ich darauf, dass es auch deutlich mehr werden könnten.

EDIT: Aufgrund der geplanten Tanelorn-Abstinenz werde ich den Verlauf der Reading Challenge 2019 nicht mehr hier dokumentieren, sondern auf Goodreads (https://www.goodreads.com/user/show/91628117-weltengeist). Vielleicht gibt's aber zum Jahresende eine Statusmeldung.
Titel: Re: Reading Challenge 2019
Beitrag von: Menthir am 25.12.2018 | 11:25
Ich habe die letztjährige Challenge nicht geschafft nach den Maßgaben der Challenge selbst. Ich stehe bei 27 von 40 Büchern und werde darüber, wenn ich das recht sehe, auch nicht mehr hinaus kommen.

Insgesamt habe ich allerdings 50 Bücher gelesen und lese im Moment sogar Buch 51, bin bei einem Leseschnitt von etwas über 40 Buchseiten pro Tag, insofern werde ich mich wahrscheinlich einfach Weltengeists Ansatz anschließen. Ich habe noch nie so viel für mich gelesen wie in diesem Jahr, und das möchte ich beibehalten.

Wenn dabei wieder 40 Seiten pro Tag oder zumindest 40 Bücher insgesamt rauskommen, werde ich zufrieden sein. Sofern ich ein Buch einer Kategorie zuordnen kann, werde ich das gerne tun. :)
Titel: Re: Reading Challenge 2019
Beitrag von: Huhn am 25.12.2018 | 21:51
Willkommen schonmal an alle, die sich bislang gemeldet haben! Schön, dass ihr (wieder) mit an Bord seid. :) Ich mach natürlich selbst auch mit, überlege aber noch, wie genau ich meine Challenge gestalten möchte.

Bei Weltengeist und Menthir hab ich jetzt oben im Startpost nur die Anzahl gelesener Bücher als "Kennzahl" hinten eingefügt. Inwiefern ihr jeden Tag 20/40 Seiten lest, kann ich irgendwie schlecht hier im Thread nachverfolgen, gelesene Bücher hingegen lassen sich gut zählen. Ist aber bloß für die Buchhaltung hier im Thread. :)
Titel: Re: Reading Challenge 2019
Beitrag von: Infernal Teddy am 25.12.2018 | 21:58
Ich probiere mich mal wieder an 100 Bücher in 2019.

Verfolgen kann man das ganze HIER (https://www.goodreads.com/user/show/10755234-infernal-teddy)
Titel: Re: Reading Challenge 2019
Beitrag von: Menthir am 27.12.2018 | 09:23
@Huhn

So habe ich mir das auch gedacht. Bücher sind sowieso eine zuverlässigere Kennzahl, weil Buchseiten ja je nach Layout mal dieses und jenes bedeuten können und eben - wie du schon sagst - schlecht über dieses Medium aufzuführen sind.

Ich selbst nutze dafür seit Ende 2015 eine Excel/Google Drive-Tabelle. Damals lag ich im Krankenhaus und hatte auf dem Krankenbett beschlossen, dass ich wieder mehr für mich lesen muss, nachdem ich das mit dem Studium quasi eingestellt hatte.
Seitdem führe ich Buch über alles, was ich lese, ob ich es beende, wie viele Seiten ich täglich lese, wie gut mir die Bücher gefallen haben. Goodreads kam erst letztes Jahr dazu, jetzt führe ich beides. Und mit steigender Zahl. Da ich 2015 erst im September wieder anfing zu lesen, war der Jahresschnitt 6,5 Seiten, 2016 habe 20,6 Seiten pro Tag gelesen. 2017 30,3 Seiten und 2018 Stand jetzt: 40,5 Seiten. Aber das wäre auch zu stressig, dass hier auch noch zu führen.

In Kürze, ich werde mich auch weiterhin auf Bücher, nicht auf Seiten berufen, wenn ich was dazu schreibe.
Und vielen Dank dafür, dass du wieder unsere Buchhalterin bist. :)
Titel: Re: Reading Challenge 2019
Beitrag von: Lyris am 27.12.2018 | 14:32
Liv und ich machen auch wieder mit.

Ich werde mich hieran versuchen: https://linzthebookworm.blogspot.com/2018/12/2019-reading-challenge.html
Allerdings in etwas abgewandelter Form. Erstens habe ich alles "reread" getilgt, zweitens "eingedeutscht" (z. B. Börsenblatt Best Seller statt New York Time's Best Seller), drittens nehme ich für Free Space beliebige Kategorien aus anderen Liste wie z. B. Popsugar Challenge und habe noch 12 davon zusätzlich angehängt. Außerdem natürlich die Tanelorn-Challenge.  ;D
Das macht gesamt 96 Kategorien.

Für Liv gibt es ein Punktesystem. Das braucht sich nicht auf. Dieses mal war es für sie doof als alle Kategorien erledigt und noch noch so viel Jahr übrig war.  :P Pro Buch sind maximal 6 Punkte erreichbar. Für bestimmte "Zwischenziele" insgesamt 50 Sonderpunkte. Für je 100 Punkte gibt es ein Buch extra.

@Huhn: Da du bestimmt eine Bücherzahl angeben willst, nimm 100 (für uns beide). Nach dem letzten Jahr halte ich das für realistisch.  ::)
Titel: Re: Reading Challenge 2019
Beitrag von: Ayou am 27.12.2018 | 17:24
Ich denke ich muss auch wieder mehr lesen. Daher habe ich beschlossen das ich zumindest 15 Bücher in diesem Jahr lesen will.
Ich editiere hier später noch meinen Goodreads link rein. Muss mich da aber erst registrieren. ~;D
Titel: Re: Reading Challenge 2019
Beitrag von: Huhn am 27.12.2018 | 17:38
Wuhu, es wird ja richtig lauschig diesmal! *rückt einige plüschige Lesesessel in den Thread*

@Lyris: Wie funktioniert denn Livs Punktesystem? *neugierig*
Titel: Re: Reading Challenge 2019
Beitrag von: Ayou am 28.12.2018 | 12:48
Hier auch mein Goodreads (https://www.goodreads.com/user/show/91233687-ayou) Link
Titel: Re: Reading Challenge 2019
Beitrag von: Huhn am 28.12.2018 | 13:30
Ich hab lange rumüberlegt, wie ich dieses Jahr meine Challenge angehen will. Am Ende habe ich mich entschlossen, doch wieder die 40 Bücher anzupeilen. Das klappt zwar seit 3 Jahren schon nicht, aber vielleicht klappt es ja diesmal und irgendwie hat es ja mittlerweile auch Tradition. Werde als Teil dieser 40 Bücher die Tanelorn-Challenge integrieren, möchte mich aber auch zu nichts nötigen. Wenn ein Buch zu einer Kategorie passt, freue ich mich - und wenn es nicht passt, ist das auch ok. :)

Außerdem würde ich 2019 gerne die Harry Potter-Reihe nochmal komplett lesen. Habe mir zu Geburtstag und Weihnachten einen Teil der alten "Familienpotters" schenken lassen, so dass ich bis Band 4 erstmal versorgt bin. Die anderen werde ich mir wohl zu kommenden Festivitäten schenken lassen und bis dahin kann ich auch auf die Bibliothek ausweichen. Freue mich schon... in den Büchern dürften diverse Schokoflecken vom naschenden Vergangenheits-Hühnchen sein, das um Mitternacht sein Buch in Empfang nahm und dann in den nächsten Tagen in der Schule zu nichts zu gebrauchen war, weil es die Bücher binge-lesen musste.  ^-^
Titel: Re: Reading Challenge 2019
Beitrag von: Niniane am 28.12.2018 | 13:36
Momentan besteht meine Reading Challenge aus den ca. 20 Büchern in unserem Regal, die ich noch nicht gelesen habe (oder nur angefangen). Das wirkt jetzt viel, aber ich habe auch in den letzten zwei Monaten noch einen ganzen Schwung bekommen (7 Stück). Vielleicht passt das ja alles sogar in eine vorgegebene Challenge, die Titel sind auch querbeet (Sachbücher, Romane, deutsch, englisch, französisch, flämisch...)
Titel: Re: Reading Challenge 2019
Beitrag von: Sashael am 28.12.2018 | 14:25
Ich habe die letzten Jahre in den Challenges komplett versagt. Ich lese viel zu wenig. Meine Challenge wäre 10 Bücher dieses Jahr. Ich bin mir allerdings sicher, dass ich auch diesmal versagen werde. ;D
Titel: Re: Reading Challenge 2019
Beitrag von: Lyris am 29.12.2018 | 07:40
@Lyris: Wie funktioniert denn Livs Punktesystem? *neugierig*
Es gibt 6 Oberkategorien (Genre, Thema, Hauptfigur(en), es-kommt-vor, Gestaltung, Sonstiges), zu jeder je 7 Begriffe (z. B. es-kommt-vor: ein Geheimgang/-raum, etwas Unheimliches, ein Kino/Theater, ein Unfall, ein Geburtstag, Weihnachten/Advent, eine Person mit A...). Zu jedem Buch kann sie aus jeder Kategorie einen passenden Begriff aussuchen, für jeden gibt es einen Punkt. Sonderpunkte gibt es, wenn ein Begriff zum ersten mal verwendet wird, wenn eine ganze Zeile (also zum Beispiel alle Begriffe die in ihrer Kategorie an dritter Stelle stehen) erledigt ist und wenn alle Begriffe mindestens einmal benutzt wurden. Ob ich 7 statt 6 Punkte zu einem Buch vergebe, wenn alle Kategorien erfüllt sind, überlege ich noch.
Titel: Re: Reading Challenge 2019
Beitrag von: Huhn am 30.12.2018 | 11:58
Das klingt richtig gut! Wenn sie möchte, kann ich neben den gelesenen Büchern bei Liv auch die bislang erreichten Punkte posten. :)

Ich hab vorhin aus einer Laune raus entschlossen, mir zusätzlich vorzunehmen, je ein Buch in jeder Sprache zu lesen, die ich halbwegs flüssig lesen kann (bzw. können sollte) --> Deutsch, Englisch, Russisch, Estnisch. Estnisch wird ein bisschen komplizierter, aber da "lese" ich ja Harry Potter Band 1 und den schaffe ich auch mit meinen bescheidenen Sprachkenntnissen.

Wenn ich mir erlaube, ein Buch für mehrere Kategorien zu zählen, ist das machbar. Wenn ich nur eine Kategorie pro Buch zählen will, habe ich jetzt 24 (Tanelorn) + 7 (Harry Potter) + 4 (Sprachen) = 35 Kategorien. Mal gucken.
Titel: Re: Reading Challenge 2019
Beitrag von: Huhn am 1.01.2019 | 15:23
Das neue Jahr hat begonnen und die Challenge ist feierlich eröffnet! Viel Erfolg und vor allem Lesevergnügen wünsche ich uns allen!  ^-^
Titel: Re: Reading Challenge 2019
Beitrag von: Greifenklaue am 1.01.2019 | 22:15
Ich will min. 25 Bücher aus der Pop Sugar-Challenge lesen.
Titel: Re: Reading Challenge 2019
Beitrag von: Huhn am 4.01.2019 | 23:05
Ich hab das erste Buch gelesen! Wheee!

#1
Jennifer McCartney - Lass den Scheiß doch einfach liegen. Weil Aufräumen dein Leben SICHER NICHT verbessern wird. (https://www.m-vg.de/mvg/shop/article/12451-lass-den-scheiss-doch-einfach-liegen/)
(Challenge: 40 Bücher lesen;  :t:-Kategorie: Ein Buch in dem andere literarische Werke erwähnt oder zitiert werden)

Jennifer McCartney rechnet mit dem Aufräumehype und all den dazugehörigen Ratgebern (insbesondere Marie Kondo) ab und feiert das alltägliche und ja doch irgendwie gemütliche (oder wenigstens erträgliche) Chaos, das das Leben in einer Wohnung eben so verursacht. Aufräumen ist eine Verschwendung von Lebenszeit. Es macht doch viel mehr Spaß und ist viel besser, sich stattdessen erst recht zuzumüllen! Mit zahlreichen Links zu Seiten, die sich zum weiteren Anhäufen von nutzlosem Krempel bestens eignen.

Ich hab mich beim Lesen königlich amüsiert. Klar, alles mit Augenzwinkern zu konsumieren, aber so manch Lebensweisheit steckte für mich schon drin. Dass eine ordentliche Wohnung nicht mein Leben in neue Bahnen lenken wird. Dass es manchmal besser ist, einfach mal den Scheiß liegen zu lassen, sich damit abzufinden und die Zeit, die ich mich sonst über etwas geärgert hätte, lieber netter zu verbringen. Und dass Bücher per definitionem niemals Unordnung sein können, denn sie sind schließlich von Natur aus stapelbar und was in Stapeln herumsteht, ist aufgeräumt.  ;D

Habe das Buch eigentlich nur deswegen gelesen, weil ich eigentlich Marie Kondo (https://www.rowohlt.de/taschenbuch/marie-kondo-magic-cleaning.html) lesen wollte (nachdem ich diesen Artikel bei Zeit Online (https://www.zeit.de/kultur/film/2018-12/aufraeumen-marie-kondo-netflix-serie-beseitigung-altlasten-entruempelung) las), aber das in der Stadtbibliothek schon ausgeliehen war. Stattdessen dann halt die Parodie. Werde Kondos Aufräummanifest trotzdem noch lesen... ob ich es mit McCartney im Hinterkopf aber noch ganz für voll nehmen kann, weiß ich nicht. Jedenfalls gibt es jetzt den Plan, meiner Mutter (die in Krempel nur so ersäuft) dieses Buch von Kondo zum Geburtstag zu schenken. Und wenige Wochen später dann meinem Stiefvater das von McCartney. Und dann lehne ich mich zurück und beobachte die Entwicklung der Apokalypse. Das wird lustig! 
~;D
Einziger Nachteil an dem Plan: Ich kann dieses Buch jetzt noch nicht auf Goodreads eintragen, denn da liest meine Mutter mit.
Titel: Re: Reading Challenge 2019
Beitrag von: Greifenklaue am 6.01.2019 | 02:02
1. Ein Buch mit einem Kleidungsstück oder Accessoire auf dem Cover - Die Wahrheit über Männer - eine stilisierte Frau mit Hörnern in betont kurzem Kleid mit Fledermausflügel in rot auf dem Cover

War in einem Buchpaket dabei und von mir als Klolektüre genutzt worden. Über 350 Zitate, Sinnsprüche und Witzchen über Männer.

(https://supr.com/data/32543/files/die-wahrheit-ueber-maenner.jpg)

(https://supr.com/data/32543/files/die-wahrheit-ueber-maenner-2.jpg)
Titel: Re: Reading Challenge 2019
Beitrag von: Clawdeen am 8.01.2019 | 09:41
Huhn, jetzt gibt es bei Netflix auch ne Marie Kondo-Serie. Die find ich bislang so lala. Vom Buch bin ich aber im Kern (einige Abstriche mache auch ich, aber die haben wenig mit dem Aufräumen an sich zu tun) großer Fan!  :)

Mein erstes Buch kann ich nun auch vermelden:

#1
Ian Caldwell, Dustin Thomason: Das letzte Geheimnis
(Zählt für: 25 Bücher lesen (1/25); Popsugar: A book set on a college or university campus)

Tom und Paul sind Studenten in Princeton. Sie beide brüten über ihrer Abschlussarbeit, wobei sie nur zwei Dinge unterscheiden: Tom schreibt über Mary Shelley, Paul über das fünfhundert Jahre alte kryptische Werk Hypnerotomachia Poliphili, außerdem hat Paul mit seiner Arbeit bereits im ersten Studienjahr begonnen.
Die beide wurden schon rasch Freunde in Princeston, doch was sie verbindet, trennt sie zugleich: das alte Buch. Toms kürzlich bei einem Unfall verstorbener Vater hatte sein Leben in den Dienst dieses Werkes und in die Hoffnung, es entschlüsseln zu können gelegt. Diese Besessenheit des Vaters ist es, was Tom an dem alten Buch zugleich fasziniert und abstößt, ebenso wie Paul immer sichtbarer in die Fußstapfen seines Vaters zu treten scheint.
Als Tom bemerkt, dass das Hypnerotomachia Poliphili Paul und ihn zu verschlingen droht, zieht Tom im Gegensatz zu Paul die Notbremse. Doch damit ist das Unheil längst nicht gebremst, denn Paul macht Entdeckungen, die in fünfhundert Jahren niemand machte, und schließlich gelingt es ihm, den Code des alten Buches zu knacken. Doch die Tatsache, dass es undenkbar scheint, dass ein Student ein Mysterium enträtselt, mit dem sich Wissenschaftler schon Jahrzehnte und Jahrhunderte befassen, macht es Pauls Neidern nur zu leicht, ihm Steine in den Weg zu legen und zu versuchen, ihn aus dem Weg zu räumen, um die Entdeckungen als die eigenen zu publizieren.


Das war ein Re-Read. Hatte das Buch als Neuerscheinung 2006 gelesen. Hatte damals keine Erwartungen und war darum auch nicht enttäuscht, dass es eigentlich wenig um Thrillerinhalte geht als vielmehr um Freundschaft, Entwicklung, Erwachsen werden und derlei. Fand es ziemlich gut.
Mit der Zeit hab ich allerdings vergessen, dass es kein Thriller war und bin jetzt beim Re-Read mit Thrillererwartung ran gegangen. Fehler. Hat mir diesmal gar nicht mal so gut gefallen. Mittelfeld.
Titel: Re: Reading Challenge 2019
Beitrag von: Huhn am 8.01.2019 | 18:32
Ich hab leider kein Netflix, aber Youtube befriedigt mein Bedürfnis danach, anderen Menschen beim Aufräumen zuzuschauen, bislang auch ganz gut.  ~;D Im Grunde brauch ich derzeit auch keine Aufräumhilfe, denn die Wohnung ist ok und es gibt auch nicht besonders viel, was ich noch ausmisten könnte. Ich bin in den letzten Jahren dermaßen oft umgezogen und hab dabei jedesmal entrümpelt, dass alles, was jetzt noch da ist, seine Daseinsberechtigung hat.
Titel: Re: Reading Challenge 2019
Beitrag von: Huhn am 11.01.2019 | 17:08
#2
Lodro Rinzler - Sitzen wie ein Buddha. Meditation für Anfänger (https://www.scorpio-verlag.de/Buecher/198/SitzenwieeinBuddhaAchtsamleben.html)
(Challenge: 40 Bücher lesen)

Eine kurzweilige Einführung ins Meditieren, die strukturiert dabei helfen soll, selbst damit zu beginnen. Das fängt bei der Frage an, was meditieren ist, warum ich überhaupt meditieren will (aka was ich denke, was es mir bringt), wie ich meditiere und wie mit Problemen, die dabei auftreten, umgegangen werden kann. Ein Fokus liegt hierbei auf Achtsamkeit und Gewahrsamkeit - also der Fähigkeit, ganz bewusst bei mir und meiner jetzigen Umgebung zu sein und nicht ständig in Vergangenheit und Zukunft abzuschweifen. Schlüssel dazu ist auch der Umgang mit eigenen Emotionen, wozu im Buch ebenfalls Ideen zu finden sind. Der hintere Teil des Buches befasst sich damit, wie die Methoden, die beim Meditieren erlernt werden, dabei helfen können, auch außerhalb der Mediation ein entspannterer Mensch zu werden.

Ich bin mir zwar immer noch nicht sicher, ob Meditation wirklich der Weisheit letzter Schluss ist, aber das Buch war so alltagsnah geschrieben, dass ich es jetzt mal versuchen werde, mir 11 Tage lang abends fünf Minuten zum Meditieren zu nehmen. Grundsätzlich finde ich auch die Idee, nicht ständig mit den Gedanken überall zu sein, und natürlich die Tipps, wie das erreicht werden kann, hilfreich.
Der hintere Teil des Buches hat mich dann nicht so überzeugt, wenn auch zum Nachdenken angeregt. Irgendwie mag ich den Gedanken, als ständig bewusster, tiefenentspannter und anderen gegenüber total gerechter Emotionskontrollfreak durch die Gegend zu laufen, nicht. Und die Menschen, die ich so kennengelernt habe, die sich zu viel mit Achtsamkeit befasst haben, waren auch einfach nur nervtötend und total auf Emotionen und Wohlergehen fixiert. Ich denke, sich allzusehr auf die eigenen Emotionen zu konzentrieren, ist ein toller Weg, sich sehr unglücklich zu machen. Das ist für mich, als würde ich mich pausenlos auf meine Haut konzentrieren und mich dann wundern, wenns anfängt zu jucken.  ::)

Alles in allem werde ich einige der Ratschläge aufnehmen und den Meditationstipps eine Chance geben. Insbesondere die Hinweise zum Umgang mit (starken) Emotionen im Alltag fand ich auch sehr nützlich, wenn auch nicht bahnbrechend neu. So oder so ein schön zu lesender und nicht so abgehobener Ratgeber, der einen größtenteils mit esoterischem Gewäsch in Ruhe lässt und den Alltagsbezug aufrechterhält.
Titel: Re: Reading Challenge 2019
Beitrag von: Sashael am 11.01.2019 | 18:41
Neil Gaiman - Anansi Boys
(Challenge: 10 Bücher)

Ein typischer Gaiman, wobei mir bei diesem ein wenig fehlt. Die Geschichte über die Söhne des Spinnengottes Anansi hat für meinen Geschmack weniger Ecken und Kanten, als sie hätte haben können. Trotzdem sehr gefällig.
Titel: Re: Reading Challenge 2019
Beitrag von: Menthir am 13.01.2019 | 16:12
#1

George Orwell - 1984 (https://en.wikipedia.org/wiki/Nineteen_Eighty-Four)
(Aus der POPSUGAR-Challenge: A book that has inspired a common idiom (e.g., Big Brother from 1984) / Persönliche Challenge: 40 Bücher lesen)

Wahrscheinlich gibt es ein kein Buch, welches im Internet- und Überwachungszeitalter so viel Rezeption erfahren hat wie 1984 von George Orwell. Möglicherweise hat es seit seiner Veröffentlichung 1949 kein Buch gegeben, welches bei dieser Thematik so viel Rezeption erfahren hat; je nach dem Zeitgeist mit Radio, Fernsehen und dann zunehmend Computern. Wahrscheinlich hat es auch kaum ein Buch gegeben, welches derartig als Mahnung, Prophezeiung oder gar auch Blaupause des Totalitarismus gesehen wird.

Orwells Werke gehören gemeinhin zu dem bekanntesten und gelobtesten, was die Literatur des 20. Jahrhunderts angeht. Und in meiner kurzen Beschreibung möchte ich gar nicht abmessen, was sich bewahrheitet hat oder welche dystopischen Möglichkeiten in dem Werk stecken. Das ist an anderen Stellen ausgiebig getan wurde und ist fortwährender Prozess der Rezeption, die in absehbarer Zeit nicht enden wird. Auch möchte ich - für den Moment - nicht ermessen, wie sehr Orwells eigenes Leben und seine Erfahrungen sich abbilden, obwohl das Thema mich sehr interessiert und mich noch damit befassen werde.

Ich möchte nur kurz darstellen, warum dieses Werk bei mir so einen besonderen Eindruck hinterlässt. Meines Erachtens liegt das nicht allein an der von Orwell konzeptionell erdachten Dystopie mit ihrer Allgegenwärtigkeit und ihrem Verlangen, sogar das Denken zu brechen und zu kontrollieren; Gewissheiten aufzulösen und den Zustand einer ewigen Krise heraufzubeschwören (an sich bedrohlich genug und heute politisch längst umgesetzt), sondern es liegt vor allem in seiner literarischen Fähigkeiten, es einem nicht nur intellektuell begreiflich zu machen, sondern einen diese Dystopie fühlen zu lassen. Durch seine Wortwahl (damit ist nicht nur Neusprech/Newspeak gemeint) und seine literarischen Entscheidungen macht er die Allgegenwärtigkeit und die Bedrohung greifbar, und zwar dadurch, dass er nicht "over the top" geht, sondern alles in dem Rahmen lässt, von dem wir ganz sicher wissen, dass Menschen sich dies gegenseitig antun. Das Erscheinende, das Niederwerfende ist, dass es in seiner scheinbaren Unmenschlichkeit sehr wohl menschlich ist.

Dadurch entsteht eine dichte Atmosphäre, die durchgehend stark und glaubwürdig bleibt. Zusammen mit den glaubwürdigen Konsequenzen, dem erstickten Heldentum, ist es ein nachvollziehbares wie sehr eindrückliches Werk und ich bin dementsprechend froh, dass ich mich überwunden habe, es endlich mal zu lesen.
Es ist freilich eher etwas, was man nicht an seinen schlechtesten Tagen und vor allem mit starkem Magen lesen sollte.

9,5 von 10 Punkten.
Titel: Re: Reading Challenge 2019
Beitrag von: Huhn am 13.01.2019 | 22:16
Uuuh, 1984... das haben wir im ersten Semester an der Uni gelesen. Als Teil einer Einführung in die Geschichtswissenschaft - da ging es, wenn ich mich recht entsinne darum, dass Geschichte immer ein Konstrukt ist. In 1984 wie natürlich auch in der Realität ist Geschichte das, was wir aus dem, was uns zur Verfügung steht, konstruieren und interpretieren. Wer an einer dieser Schrauben (Quellenmaterial, Konstruktion, Interpretation) dreht, hat Macht. Oder umgekehrt kann, wer Macht hat, an diesen Schrauben drehen. Und am Ende liegt die Bedeutung dessen, was wir als unsere Geschichte betrachten, natürlich in der Gegenwart. War so ziemlich die beste Pflichtlektüre, die ich je hatte. Allein die Tatsache, dass ich mich an diese ganzen Gedankengänge aus einem Seminar von vor x Jahren noch erinnern kann, spricht sehr dafür, wie beeindruckend ich das Buch fand. Vielleicht habe ich irgendwann den von dir erwähnten starken Magen, es nochmal zu lesen. Derzeit hab ich ihn nicht.
Titel: Re: Reading Challenge 2019
Beitrag von: Clawdeen am 14.01.2019 | 04:27
#2
Kate Mosse: Der Kreis der Rabenvögel
(Zählt für: 25 Bücher lesen (2/25))

England, 1912: Connie, die Tochter des Tierpräparators Gifford, lebt zurückgezogen mit ihrem Vater in der Nähe des kleinen Dorfes Fishbourne. Connie kann sich seit einem Sturz vor vielen Jahren nicht mehr an ihre Kindheit erinnern; ihr Vater verweigert jegliche Auskunft. Connie spürt, dass etwas nicht stimmt, denn erste Erinnerungsfetzen kehren zurück, sie fühlt sich beobachtet und verfolgt. Als man eine Leiche in den Sümpfen findet, holt die Vergangenheit Connie, ihren Vater und eine Reihe scheinbar unbescholtener Bürger auf grausame Weise ein.

Da hatte ich 2018 schon mal reingelesen, bin aber nicht sehr weit gekommen. Die Kombination aus seeeehr langsamer Erzählweise ohne Plan, worum es geht, zusammen mit Details aus der Taxidermie, haben es mich recht fix weglegen lassen.
Nun hab ich doch komplett durch und kann zumindest sagen, dass ich bislang bei Kate Mosses Bücher immer dasselbe Problem habe:
Sehr langsame und langatmige (teils auch echt langweilige) Beschreibung des Settings, bis dann irgendwann hopplahopp alles recht schnell geht (und durchaus spannend ist).
Was mich bei dem Buch hier im Nachhinein nervt ist, dass man locker die erste Hälfte erliest, ohne irgendwas Greifbares darüber zu erfahren, was nun eigentlich los ist. Das passt natürlich zur Amnesie der Protagonistin, ist mir aber über ca. 200 Seiten hinweg zu wenig. Man weiß genau, wo welches Gebäude liegt, welche relevante Person wo wohnt, wen kennt, wo und wie man an eine Kutsche kommt, wie Connys Heim aussieht, wer da arbeitet, wie die Leute so ticken und vor allem, wie man Tiere fachgerecht ausstopft.
Überflüssig ist all das nicht, denn wenn es dann schneller vorangeht und man den Geheimnissen auf die Spur kommt, profitiert man durchaus von dieser gothicartigen Szenerie, die man mehr als deutlich vor Augen hat; all das verstärkt die Stimmung in der zweiten Hälfte.
Unter dem Strich hat es mir auch gut gefallen, aber ganz ehrlich: Sowas kann man auch irgendwie anders, fließender, runder und insgesamt spannender schreiben.
Titel: Re: Reading Challenge 2019
Beitrag von: Supergerm am 18.01.2019 | 20:57
Ich mache auch mit.

Als Ziel setze ich mir 60 Bücher, die ich schon seit 2018 oder früher besitze, aber noch nicht oder nicht vollständig gelesen habe.

Außerdem soll jedes Buch zu einer der folgenden Listen passen:

http://www.thenerddaily.com/2019-reading-challenge/ (http://www.thenerddaily.com/2019-reading-challenge/)

https://www.challies.com/resources/the-2019-christian-reading-challenge/ (https://www.challies.com/resources/the-2019-christian-reading-challenge/) (nur die ersten beiden Stufen)

Edit: Momentan bin ich bei zwei Büchern.

Titel: Re: Reading Challenge 2019
Beitrag von: Greifenklaue am 19.01.2019 | 19:27
2. Deine Lieblingsaufgabe aus einer der vergangenen Popsugar-Challenges (2015, 2016, 2017, 2018) - Hörbuch - Wer bin ich und wenn ja, wieviele?

(https://m.media-amazon.com/images/I/51FzX941FyL._SL500_.jpg)

Richard David Precht gibt hier einen aktuellen Stand der Philosophie, ihren Kernfragen und -erkenntnissen. Das ganze allghemein oder sagen wir für den interessierten Laien verständlich. Nicht umsonst ein Bestseller.
Titel: Re: Reading Challenge 2019
Beitrag von: Lyris am 20.01.2019 | 12:04
#1
Liv ist mit 13 Büchern bei einem Punktestand von 106 und hat sich somit ihr erstes "Extrabuch" verdient. Highlight bisher war die "Dragid Feuerherz"-Reihe von Grit Poppe. Darin geht es um die Abenteuer des Drachen Dragid Feuerherz und seines menschlichen Freundes Adino. Das Ambiente ist sehr märchenhaft im Stil von 1001 Nacht. Auch die Gestaltung ist wunderschön, das Cover und auch die Bilder im Buch, die Personenliste besteht aus kleinen Porträts der Akteure. Inhaltlich geht es ganz klassisch immer darum irgendetwas zu finden, das gestohlene Ei der Drachenkönigin, ein Heilmittel, einen magischen Gegenstand, etc. Es ist spannend, aber nicht zu aufregend, die Figuren sind interessant. Die Sprache ist der Altersgruppe angemessen, aber nicht langweilig. Insgesamt rundum gelungene Kinderbücher.

Ich habe derzeit 18 Bücher gelesen, die ich vorerst sowohl der Linz-the-Bookworm- als auch der Tanelorn-Challenge zugeordnet habe. Allerdings ist das Ziel für die Tanelorn noch eigene Bücher zu finden.
Meine Lieblinge bisher:
Inspektor-Chen-Reihe von Xiaolong Qiu:  Blut und rote Seide (Tanelorn: Ein Buch das gesellschaftskritisch ist, Linz: Ein Buch mit einem roten Cover) und Tödliches Wasser (Tanelorn: Ein Buch in dem andere literarische Werke erwähnt oder zitiert werden, Linz: Ein Buch einer deiner Lieblingserien)
Wie immer Krimis mit geschichtlichem und kulturellem Hintergrund zu China. In "Tödliches Wasser" geht es erstmals um Umweltverschmutzung, auch hier - wie in den anderen Bänden- im Zusammenhang mit der Wirtschaft, Politik und sozialen/gesellschaftlichen Problemen.
Ferdinand von Schirach: Strafe (Tanelorn: Ein Buch mit autobiographischen Zügen, Linz: Ein Börsenblatt - ursprünglich: New York Time's- Best Seller)
Der Autor ist Anwalt und seine Kurzgeschichten beruhen (laut Autor) auf wahren teils auch auf eigenen Fällen. Die Erzählweise ist relativ sachlich, trotzdem wurde ich emotional von den meisten sehr mitgenommen. 
Und aus dem Jugendbuchbereich: Robert Muchamore: Top Secret, Der Agent (Tanelorn: Ein Buch in dem eine geheime Regierungsorganisation vorkommt, Linz: "Eigene Wahl" wurde zu "Ein Buch das dir von anderen empfohlen wurde" aus der Lesechallenge-Kunterbunter-Bücherwahn-2019)
CHERUB ist eine Unterabteilung des MI5 und noch geheimer als der Geheimdienst an sich. Das hat seinen Grund: Die Agenten von CHERUB sind Kinder. Erzählt wird in diesem ersten Band die Hintergrundgeschichte von James, wie er bei CHERUB gelandet ist, seine Ausbildung und sein erster Einsatz. Neben Action und Spannung gibt es auch noch eine Portion Humor und genug ernsthafte realistische Hintergründe um Denkanstöße zu geben.
Titel: Re: Reading Challenge 2019
Beitrag von: Clawdeen am 20.01.2019 | 14:25
#3
Robert Harris: Imperium (Cicero #1)
(Zählt für: 25 Bücher lesen (3/25), Popsugar: A novel based on a true story)

Erster Teil der Trilogie, die den Werdegang von Marcus Tullius Cicero nachzeichnet. Das Ganze wird von seinem Sklaven (Marcus Tullius) Tiro erzählt, der auch die altrömische Kurzschrift erfand (tat er wirklich) und darum quasi prädestiniert dafür ist, diese Geschichte zu erzählen. Inhaltlich reicht das Ganze bis an die Catilinarische Verschwörung ran.

Ich hatte richtig Bock auf einen Ausflug ins Alte Rom, zumal ich großer Fan der SPQR-Reihe von John Maddox Roberts bin. Ich fand die Möglichkeit spannend, gerade im Hinblick auf historische Überschneidungen, das Ganze mal aus einer anderen Perspektive zu sehen.
Hat mir leider nicht allzu gut gefallen.
Ist toll recherchiert und so, aber das macht halt keinen tollen Roman aus. War mir alles viel zu sachlich, zu trocken nacherzählt, und Cicero hat mich ziemlich genervt. Insgesamt eher ein Unsympath, der von einem Karriereproblem zum nächsten eilt. Seine großartigen Reden wurden im Roman natürlich thematisiert, seine zugleich irritiert-planlose bis berechnende Art stand da aber eher im Fokus.
Titel: Re: Reading Challenge 2019
Beitrag von: Huhn am 20.01.2019 | 18:50
#3
Juno Dawson - Grave Matter (https://www.barringtonstoke.co.uk/blog/2016/10/31/juno-dawson-and-alex-t-smith-team-up-for-grave-matter/)
(Challenge: 40 Bücher lesen)

Mit viel Glück überlebte der 16-jährige Sam den Autounfall - seine Freundin Eliza, die als Beifahrerin mit im Wagen saß, hingegen nicht. Ohne sie weiterzuleben, kann Sam sich nicht vorstellen. Verzweifelt klammert er sich an den letzten verfügbaren Strohhalm: seine Tante Marie, die in London als Hoodoo-Priesterin tätig ist. Marie jedoch ist alles andere als begeistert von der Idee, derart mit dem Gleichgewicht der Kräfte zu spielen. Ihre Gehilfin hingegen scheint mehr Verständnis zu haben und steckt Sam heimlich eine weitere Adresse zu. Der zwielichtige Milk Man ist bereit, Sams Anliegen Gehör zu schenken. Aber seine Lösung hat ihren Preis. Und der fällt höher aus, als Sam zunächst glaubt.

Ich habe das Büchlein bei einem Weihnachtswichteln auf Goodreads bekommen und bin sehr angetan davon.
Das Buch las sich äußerst kurzweilig und die Gestaltung mit sehr gut lesbarem Schriftbild und wirklich schöner Bebilderung lud zum Weiterlesen ein. Das ist durchaus auch so gedacht - im Nachwort wird erläutert, dass sich dieses Buch (auch) an diejenigen richtet, die sonst nicht so gerne lesen, etwa weil sie Probleme mit dem Sehen oder einer Leseschwäche haben. Die Geschichte selbst ist sehr traurig ohne dabei aber hoffnungslos zu sein. Sam wandelt seinen Schmerz in Aktion um. Das mag nicht immer sinnvoll sein, hilft ihm aber letztendlich dabei, das Geschehene und die jetzige Situation zu verarbeiten und wieder nach vorne blicken zu können. Insgesamt ein schönes Buch für Zwischendurch.
Titel: Re: Reading Challenge 2019
Beitrag von: Greifenklaue am 20.01.2019 | 21:40
3. Ein “choose-your-own-adventure”-Buch - Four against darkness

(https://cdn.shopify.com/s/files/1/0068/4988/8367/products/ImageTemplate_FourAgainstDarkness_540x.png?v=1543267034)

FAD ist kein klassisches Soloabenteuer und damit “choose-your-own-adventure”-Buch, aber eine recht spannende Variante davon - gekreuzt mit sowas wie Rogue-likes.

Man erschafft sich vier Helden, durchwandert den Dungeon, lootet und levelt, findet den finalen Endboss und besiegt ihm. Das ganze nach Zufallsmechanik und trotzdem gibt es, gerade im Kampf, einige wichtige Entscheidunen zu treffen.

Hier stellt Argamae es ausführlich vor (http://forum.greifenklaue.de/index.php?topic=11257.0).
Titel: Re: Reading Challenge 2019
Beitrag von: Huhn am 26.01.2019 | 09:21
#4
Uwe Hauck - Depression abzugeben. Erfahrungen aus der Klapse (https://www.luebbe.de/bastei-luebbe/buecher/politik-und-gesellschaft/depression-abzugeben/id_5836575)
(Challenge: 40 Bücher lesen, Tanelorn-Challenge: Ein Buch mit autobiographischen Zügen)

Uwe Hauck ist Softwareentwickler und ein ziemlich guter noch dazu. Leider lässt in letzter Zeit seine Arbeitsleistung zu wünschen übrig, weswegen sein Chef in Zusammenarbeit mit dem Betriebsarzt und Hauck selbst "Richtlinien" erarbeitet, nach denen Uwe in Zukunft wieder erfolgreich arbeiten können soll. Ein abschließendes Schreiben auf seinem Schreibtisch gibt dem dreifachen Familienvater den Rest. Er besorgt sich Rasierklingen und Schlaftabletten. Dann sucht er sich das höchste Gebäude, das für ihn zugänglich ist, was ironischerweise sein Büroturm ist, um sich hinunterzustürzen. Als er, von Tabletten zugedröhnt, vor der glücklicherweise verschlossenen Tür zum Dach sitzt, fällt ihm brühwarm ein, dass er seiner Frau keinen Abschiedbrief geschrieben hat. Die anschließenden Whatsapp-Nachrichten, der Umstand, dass er dank der tabletteninduzierten Vernebelung seine Pulsadern nicht trifft und das geistesgegenwärtige Handeln seiner Frau retten ihm das Leben.

Hauck erwacht auf der Intensivstation, wo er sich eingestehen muss, dass er vielleicht doch irgendwie krank ist. Ihn erwartet eine insgesamt ein Jahr andauernde Odysee durch verschiedene Einrichtungen (von der geschlossenen Abteilung der psychiatrischen Klinik in die offene, von dort in eine Tagesklinik und schließlich zu einer Reha-Maßnahme), die, wie sich zeigen wird, auch nicht das Ende seiner Auseinandersetzung mit der ihm diagnostizierten Krankheit - schwere Depression und Angststörung - sein wird. Denn mit der Depression wird er sein Leben lang umgehen müssen - die Frage ist nur, wie gut er es schafft, sie "an die Leine zu legen".

Das Buch beschreibt Haucks Erfahrungen mit den verschiedenen Einrichtungen und Therapien, mit guten und nicht so guten Therapeut/innen, mit seinen Mitpatient/innen und nicht zuletzt auch mit seiner Familie, die ihm in seiner schwierigen Situation starken Rückhalt gibt. Sein schwieriger und von vielen Aufs und Abs geprägter Weg zu Einsichten und zur Besserung wird anschaulich und mit viel Sarkasmus und Humor erzählt. Aus seinen Erlebnissen mit der Krankheit heraus hat es sich der Autor zur Aufgabe gemacht, Lobbyarbeit für Betroffene zu betreiben. Unter dem Hashtag #ausderklapse twitterte er über seine Erlebnisse. Das vorliegende Buch entstand aus jenen Tweets in Verbindung mit seinen in einem Tagebuch festgehaltenen Erinnerungen.

Ein Buch, das mich aus verschiedenen Gründen sehr bewegt hat. Besonders toll fand ich, wie er die Wirkung seiner Therapien beschreibt. Insbesondere Beschäftigungstherapien (Korbflechten) und Musiktherapie (Tanzen) empfindet Hauck über das ganze Buch hinweg als netten, aber nutzlosen Zeitvertreib, der ihm eh nicht helfen könne. Auch die Gespräche mit den Therapeut/innen empfindet er zu Teilen als reine Zeitverschwendung, in denen jede Menge eigentlich total selbstverständlicher Dinge erzählt werden. Interessanterweise geht es ihm trotzdem immer besser, auch wenn ihm selbst das erst spät bewusst wird. Ziemlich am Ende seiner Klinikaufenthalte wird ihm im Gespräch mit einer Mitpatientin plötzlich klar, dass diese Maßnahmen ihn gar nicht heilen sollten. Genau wie so viele andere Dinge in den Kliniken dienten sie dazu, ihn aus dem Grübeln zu holen, kleine Erfolgserlebnisse zu schaffen und ihn zum Nachdenken anzuregen. Denn die Heilung einer psychischen Krankheit kann nur aus dir selbst heraus kommen. Kein Mensch kennt dich so gut wie du. Die Therapie dient lediglich dazu, dir Anreize zu bieten, wie du dich selbst und deine Bedürfnisse wiederfinden kannst.

Ein kluges und offenes Buch voller nebenher vermittelter Einsichten und Erkenntnisse von dem andere Betroffene ebenso profitieren können wie Angehörige oder einfach am Thema Interessierte. Zwischendrin hat es seine Längen und Wiederholungen, die aber ihre Daseinsberechtigung haben - denn eine Genesung ist nicht monatelang Spannung pur und das gefühlte Auf-der-Stelle-treten gehört dazu.  Ich hätte mir lediglich ne kurze Warnung für den Anfang gewünscht, denn die unvermittelte und detaillierte Beschreibung seines Zusammenbruchs samt Suizidversuch ist nichts für Regentage, der krasse Einstieg wird aber durch die ausführliche Beschreibung der Genesung quasi wieder wettgemacht. Insgesamt eine klare Lesemempfehlung von mir.
Titel: Re: Reading Challenge 2019
Beitrag von: Greifenklaue am 26.01.2019 | 10:04
4. Ein Buch, dessen Titel eines der folgenden Wörter enthält: salty, sweet, bitter, spicy - War der Ozean schon immer salzig? von Peter Rothe

(https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/51Bs2zLXicL._SX336_BO1,204,203,200_.jpg)

Kleines Buch, welches in die Grundlagen der Erdgeschichte bzw. der Methoden ihrer Erforschung vorstellt für Interessierte ohne Vorwissen. So erfahren wir etwa, dass frühere Ozeane anfangs Soda-gesättigt waren, am Ende von Heißzeiten insgesamt siebenmal Massensterben folgten und wie und warum die Erde zwischen den verschiedenen Temperatur- und Klimazuständen schwankt. Oder wie man den Meeresspiegel berechnet, wenn sich gleichzeitig das Land senkt oder erhöht. Wirklich spannend.
Titel: Re: Reading Challenge 2019
Beitrag von: Greifenklaue am 31.01.2019 | 10:09
5. Ein Buch, das auf Mythologie, Legenden oder Folklore basiert - Xanathars Ratgeber für alles

Erweiterungsband für D&D 5 mit zahlreichen Erweiterungen, von denen einiges auf Mythologie, Legenden oder Folklore basiert. Großartige und empfehlenswertere Erweiterung!

(https://www.fantasywelt.de/bilder/produkte/gross/Dungeons-Dragons-5-Xanathars-Sammelsurium-DE.jpg)
Titel: Re: Reading Challenge 2019
Beitrag von: Lyris am 2.02.2019 | 11:02
#2
Stand: Liv 21 Bücher, 166 Punkte; ich 31 Bücher, mitten in Level 3
Highlight des 2. Levels:
Linz-the-Bookworm-Challenge: Ein Buch, das 1999 erschienen ist - Nat Hentoff: Der Tag, an dem sie das Buch verhaften wollten
An der George Mason High School entzündet sich ein Konflikt an der Auswahl einer Schullektüre. Denn die Literaturliste einer Geschichtslehrerin enthält u.a. auch den Roman „Huckleberry Finn“ von Mark Twain. Eine Gruppe von Schülern und Eltern ist der Meinung, das Buch sei rassistisch, sexistisch und unmoralisch und sollte deshalb aus der Schulbücherei und dem Lehrplan verschwinden.
Der Direktor will Ärger vermeiden und das Buch mehr oder weniger klammheimlich verschwinden lassen, scheitert aber am Widerstand der Bibliothekarin und Barney, dem Redakteur der Schülerzeitung. Dieser schreibt in der Schülerzeitung einen Artikel und die Diskussion weitet sich überregional aus.
Nun wird der offizielle Weg eingeschlagen und das zuständige Gremium muss über die Angelegenheit entscheiden. Die Versammlungen sind öffentlich und jeder kann seine Meinung vortragen. Diese Szene nutzt der Autor sehr gut um das Thema noch einmal von allen Seiten zu beleuchten.
Zu diesem Buch gab es früher einmal Begleitmaterial für den Unterricht, das aber vergriffen ist. Daher schließe ich, es war wohl mal als Schullektüre gebräuchlich, ist es aber nicht mehr. Sehr schade. Auf relativ wenig Seiten werden interessante und immer noch sehr wichtige Themen angesprochen und verschiedene Ansichten -begründet!- dargelegt. Auch wenn es schon ein wenig älter ist, wirkt es nicht so, man kann sich gut vorstellen, das die Geschichte gerade erst genau so passiert ist und eine gewisse Spannung ist auch noch vorhanden. Wäre also beste Schullektüre. Es privat zu lesen ist aber genauso eine Bereicherung.
Titel: Re: Reading Challenge 2019
Beitrag von: Greifenklaue am 2.02.2019 | 14:43
6. Eine Neuerzählung eines Klassikers - Sword & Wizadry Continual Light

Erzählt den Klassiker D&D neu... Gestern ein Paket mit Dungeonkarten gekauft, Stone Hell hervorgekramt, an eine neue Gplus-Runde gedacht, die gerade einen Megadungeon mit SWCL beackert. Also das Ding zackig durchgearbeitet - mit rund 50 Seiten ein Kompromiss zwischen ultrakurz (SWL, M20, SotU) und klassisch lang (DnD, LL, SW) mit einigen wirklich gut gemachten Kniffen. Es lässt sich quasi jedes OD&D- und OSR-Abenteuer damit ohne große Konvertierung spielen und bietet genug Optionen, um interessant zu bleiben. Das Aufstiegssyszem ist einerseits gut, andererseits braucht es mir zuviele abgeschlossene Abenteuer. Tolles Ding zum GRT von System matters in jedem Fall.

(https://www.system-matters.de/wp-content/uploads/2018/02/SWCL-880x480.jpg)
Titel: Re: Reading Challenge 2019
Beitrag von: Huhn am 4.02.2019 | 09:00
Linz-the-Bookworm-Challenge: Ein Buch, das 1999 erschienen ist - Nat Hentoff: Der Tag, an dem sie das Buch verhaften wollten
An der George Mason High School entzündet sich ein Konflikt an der Auswahl einer Schullektüre. Denn die Literaturliste einer Geschichtslehrerin enthält u.a. auch den Roman „Huckleberry Finn“ von Mark Twain. Eine Gruppe von Schülern und Eltern ist der Meinung, das Buch sei rassistisch, sexistisch und unmoralisch und sollte deshalb aus der Schulbücherei und dem Lehrplan verschwinden.
Mir hat neulich eine Lehrerin von einer Schülerin erzählt, die sich weigerte "To Kill a Mockingbird" zu lesen, weil es rassistisch sei. Fand ich bemerkenswert, denn die rassistische Gesellschaft kommt meines Wissens in dem Buch nicht gut weg und die Handlung dreht sich um einen Anwalt, der sich gegen die Vorurteile stellt. Deswegen ist es ja Schullektüre. Ist ne interessante Frage, ob das Buch aufgrund seiner Darstellung von Rassismus selbst rassistisch ist. Andererseits ist es aber auch interessant, wie die Schülerin zu ihrem Schluss kam, ohne das Buch je gelesen zu haben.
Titel: Re: Reading Challenge 2019
Beitrag von: Huhn am 4.02.2019 | 09:18
#5
Boulet/Pénélope Bagieu - Wie ein leeres Blatt (http://)
(Challenge: 40 Bücher lesen, Tanelorn-Challenge: Ein Buch, in dem eine geheime Regierungsorganisation vorkommt)

Eine junge Frau sitzt auf einer Parkbank ohne zu wissen, warum sie sich dort befindet. Sie hat keine Ahnung, wer sie ist, selbst der eigene Name ist ihr entfallen. Anhand des Inhalts der Handtasche, die neben ihr steht (wird wohl ihre sein?), erschließt sie sich, dass sie Eloïse Pinson heißt und einige Haltestellen entfernt wohnt. Die eigene (?) Wohnung kommt ihr vor wie die einer Fremden. Eloïse beschließt, zunächst so zu tun, als sei alles normal, sonst halten die Leute sie noch für verrückt. Ein wütender Anruf gibt ihr den Hinweis, wo sie zur Arbeit zu erscheinen hat, wo sie dann wiederum keine Ahnung hat, was sie ihre Aufgabe ist. Zum Glück gibt es Sonja, ihre Mitarbeiterin, der sie sich anvertraut und die ihr helfen will auf der Suche nach ihrem früheren Ich. Die Suche führt Eloïse an potentielle Erinnerungsorte, zu verschiedenen Menschen, die ihr vielleicht nahgestanden haben könnten und zu wilden Theorien, was wohl den Gedächtnisverlust ausgelöst haben könnte.

Eine kurzweilige Graphic Novel um eine junge Frau auf der Suche nach sich selbst. Hat mir gut gefallen, auch wenn ich die Auflösung etwas unbefriedigend fand. Die Kategorie der Tanelornchallenge ist schon gedehnt, damit das Buch dort unterkommt (Eloïse vermutet zwischendrin mal, dass ein Geheimdienst ihre Erinnerungen gelöscht haben könnte) aber naja, was tue ich nicht alles für den großen Leseerfolg...  :D
Titel: Re: Reading Challenge 2019
Beitrag von: Huhn am 10.02.2019 | 15:09
#6
Franziska Gehm - Die Vampirschwestern 2: Ein bissfestes Abenteuer (http://www.die-vampirschwestern.de/buecher/7703-die_vampirschwestern_ein_bissfestes_abenteuer/)
(Challenge: 40 Bücher lesen, Tanelorn-Challenge: Ein Buch mit Kreaturen aus Sagen, Legenden, Mythen oder Märchen)

Im zweiten Band der Kinderbuchreihe geraten die Halbvampirschwestern Daka und Silvania wieder in einige Schwierigkeiten. Erst bekommen sie einen Mordsärger wegen der Sache mit ihrer Freundin Helene (vielleicht hätten sie Mamas Klobrille und das Nudelsieb besser aus dem Spiel gelassen?). Aus einem gemütlichen Schulprojekt im Kunstmuseum wird unerwartet eine fiese Geiselnahme. Und irgendetwas stimmt ganz und gar nicht mit ihrem Mitschüler Ludo. Doch die beiden Schwestern sind nicht auf den Kopf gefallen und stellen sich mutig allen Herausforderungen!

Mir hat das Buch sehr viel Spaß gemacht. Hab es am Stück durchgeschmökert und mich sehr darüber gefreut. Vampirgeschichten mag ich eh und ich hätte diese Reihe als Grundschülerin geliebt! Die Protagonist/innen sind etwas stereotyp, dabei aber sehr liebenswürdig und bieten viele Identifikationsmöglichkeiten. Die Handlung war spannend und Daka kann so richtig mit ihren Fähigkeiten glänzen! Ich fands auch cool, dass Ludo neu in das Grüppchen eingeführt wird und freue mich darauf, von ihm und seiner Familie im nächsten Band mehr zu lesen. Hach ja - die Reihe ist wirklich was Liebenswertes und Fluffiges für den verregneten Sonntag im Hühnerzuhause. Ich freu mich schon auf den nächsten Band!
Titel: Re: Reading Challenge 2019
Beitrag von: Greifenklaue am 11.02.2019 | 16:26
7. Ein Buch mit einer Pflanze im Titel oder auf dem Cover - Valngress - Die Ruinenstadt (7/25)

Das Cover zeigt eine vom Dschungel überwachsene Ruine.

(https://abload.de/img/img_20171005_09514821ejsks.jpg?crop)

Im Zuge mreiner Dungeongedanken hab ich mich entschlossen, ihn unter Valngress anzusiedeln und hab dazu nochmal nachgelesen, wie es obendrüber aussieht. Hab ja selbst mitgearbeitet, finde es aber sehr inspirierend.
Titel: Re: Reading Challenge 2019
Beitrag von: Greifenklaue am 14.02.2019 | 00:15
8. Zwei Bücher, die den gleichen Titel tragen (1): Der König in Gelb von Raymund Chandler

Eine Sammlung von 5 Krimis, wovon der letzte titelgebend war. Raymund Chandler hat eine tolle atmosphärische Schreibe und bedient die pulpigen, manchmal auch Noir-Elemente. Laut Rückseite sagte Helmut Heißenbüttel: "Ich halte es für möglich, dass der Ruhm des Autor Raymund Chandler den des Autors Ernest Hammingways überdauert."

Beim König in Gelb wirft der Hausdetektiv einen Musiker raus, der es etwas übertreibt und der posaunend in seiner satingelben Nachtwäsche durch seine Etage zieht. Kurze Zeit später ist der tot und offenbar soll da jemand ein Mord untergeschoben werden - zum Glück hat der nun entlassende Hausdetektiv alle Zeit der Welt zu ermitteln ...

Funfact: Es wird einmal auf das andere Buch "König in Gelb" verwiesen, wobei das Buch den Titel nur im Deutschen trägt, da es quasi ein Drittel des Originalwerks ist.

(https://cache.willhaben.at/mmo/0/290/652/410_-1034694250.jpg)
Titel: Re: Reading Challenge 2019
Beitrag von: Niniane am 16.02.2019 | 11:11
Ich lese zwar momentan recht viel, aber die Idee mit den "ungelesenen Büchern" war nicht so gut. Einige davon habe ich nämlich nach 20 Seiten aussortiert, und außerdem kriege ich dauernd was ausgeliehen oder neu. Ich gucke mal, ob ich nicht doch eine der Listen nehme und meine bisher gelesenen Bücher da rein passen. Ansonsten lese ich einfach mehr :)
Titel: Re: Reading Challenge 2019
Beitrag von: Greifenklaue am 16.02.2019 | 23:20
9. Ein Buch mit einem ausgestorbenen oder erfundenen Wesen - Fantasy Age Bestarium (9/25)

Da ich es gerade rezensiere, passt es swie die Faust aufs Auge ...

(https://truant.com/wp-content/uploads/2018/08/FAGE-Bestiarium-Cover-256-230x300.jpg)
Titel: Re: Reading Challenge 2019
Beitrag von: Menthir am 17.02.2019 | 01:23
#2

Thomas Becker, Wilhelm Bleek, Tilman Mayer - Friedrich Christoph Dahlmann - ein politischer Professor im 19. Jahrhundert (https://www.hsozkult.de/publicationreview/id/rezbuecher-18813)
(Aus der POPSUGAR-Challenge: A book set on a college or university campus)

Insgesamt ein gelungener Rundumschlag in Hinblick auf Wirken und Rezeption Dahlmanns. Besonders erfreulich ist der Dahlmann angemessene breite, fachübergreifende Ansatz des Werkes, der andeutungsweise das Problem der großen Spezialisierungen der Moderne beschreibt.

Dahlmanns Wirken wird in diverse Zusammenhänge gesetzt, die Edition ist nicht unkritisch, die Meinungen begründet und nicht zu gleichförmig.

Insgesamt ist die Qualität der Beiträge hoch, lediglich der Beitrag von Prof. Lucian Hölscher "Die Göttinger Sieben und die Entstehung der Öffentlichkeit im deutschen Vormärz" fällt hinten runter. Grund liegt in diversen faktischen Fehlern und einer allgemein schwachen Eigenkorrektur. Auch der Lektor scheint diesen Text nicht mehr bearbeitet zu haben. Überschrift und Inhalt passen nur grob zueinander. Aus meiner bescheidenen Erfahrung wirkt es so, als habe der gute Professor fast den Einsendeschluss verpasst und das wurde noch kurzfristig eingepasst. Leider ist der Beitrag dröge geschrieben, hat kaum Erkenntnisgewinn und ist eben qualitativ dem sonstigen Werk nicht angemessen, was insgesamt bedauerlich ist und stärker wirkt, weil die anderen Texte gut oder gar sehr gut sind.

In Hinblick auf Aktualität ist vor allem das Grußwort der damaligen Ministerin für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen Svenja Schulze (jetzige Umweltministerin des Bundes) zu erwähnen. Dieses fasst die Bedeutung Dahlmanns und den Wunsch nach wissenschaftlicher Qualität und Reflexion in Zeiten auch universitärer Schnelllebigkeit sehr gut zusammen.

Insgesamt ist es ein kurzer und gut lesbarer Überblick über das Wirken Dahlmanns. Ich kann die Lektüre empfehlen.

7,5 von 10 Punkten
Titel: Re: Reading Challenge 2019
Beitrag von: Menthir am 17.02.2019 | 20:20
#3

Martin Rackwitz - Kiel 1918 - Revolution - Aufbruch zu Demokratie und Republik (https://www.kiel.de/de/kultur_freizeit/1918/publikationen.php)
(aus der POPSUGAR-Challenge: A book you think should be turned into a movie)

Zuerst möchte ich beantworten, warum ich glaube, dass daraus (nicht alleine aus dem Stoff, sondern aus der Art und Weise wie der Autor dieses Thema anpackt) ein Film gemacht werden sollte. Die Heransgehensweise in der ersten Beschreibung des Aufstandes ist chronologisch, fast Bulletin-artig und da eine Betonung auf die mundpropagandistische Übertragung von Informationen und die nur schwachen Korrektive der ebenfalls ideologisch gefärbten Tageszeitungen liegen, hat sich in meinem Kopf sofort eine cineastische oder zumindest dokumentarfilmische Möglichkeit gebildet, die Atemlosigkeit und das Chaos der Tage der Revolution darzustellen. Gerade diese Wechselwirkung zwischen politischen Machtkämpfen, den Versuchen den Aufstand zu kontrollieren, der Kontrollverlust auf der Höhe des Aufstandes wäre interessant in einer hektischen wie filmischen Aufarbeitung. Dem Autor gelingt es, dieses hektische Gefühl, die Überforderung aller Beteiligten (von den Reichsgranden bis zu den Arbeitern), die Ziellosigkeit, das Überbordende und deswegen auch irgendwann Scheiternde einzufangen.

Rackwitz macht das geschickt, dass er erst den Rahmen steckt, aus dem das Chaos entspringt, dann einen das Chaos chronologisch erleben und teils miterleben lässt (eben nicht durch schwere Beschreibung, sondern durch den Bulletin-artigen Stil), und abschließend in den nächsten Parts diese chronologische Abfolge aufarbeitet und die Folgen daraus beobachtet und beschreibt.

Rackwitz macht sich auch die Mühe, die unterschiedlichen Positionen darzustellen, beachtet die Grundzüge der Quellenkritik und wägt die jeweiligen Positionen gegeneinander ab. Es ist kurzweilig und gut geschrieben, hat genügend Tiefe, um sich wissenschaftlich streiten zu können (wenn man will) und ist trotzdem geschlossen genug, um einfach durchgelesen zu werden.

Es ist also sowohl in seiner Konzeption, in seiner Umsetzung und in seinen Details ein stimmiges Werk. Und es ist auch politisch gefärbt, woraus der Autor keinen Hehl macht. Es ist demokratisch zu lesen. Auf eine sehr angenehme Art und Weise. Der Autor ist aber nicht nur lobpreisend, sondern auch warnend genug. Deutet gerade im Bereich derartige Umschwünge die Schwierigkeiten an; ja, implizit geht er sogar weiter.

Ohne zu weit ins Detail zu gehen: Ich war von dem Werk recht angetan.

8,5 von 10 Punkten
Titel: Re: Reading Challenge 2019
Beitrag von: Clawdeen am 19.02.2019 | 01:24
#4
Stephen King: Gwendys Wunschkasten
(Zählt für: 25 Bücher lesen (4/25), Popsugar (3): A book with a two-word-title)

Ich hab früher wahnsinnig gern King gelesen, irgendwo ab Love ging es dann abwärts zwischen ihm und mir. Ich mag diesen veränderten Stil, der mehr Drama als Übernatürliches enthält, nicht mehr so gern, auch wenn ich nach wie vor Fan der Figurenzeichnungen bin. 2018 war das schlechteste Buch, das ich seit langem gelesen habe, eines von King (Sleeping Beauties) und auch die beiden anderen Titel, die ich 2018 las, haben mich nicht vom Hocker gehauen. Am ehesten noch seine Kurzgeschichtensammlung Basar der bösen Träume, das aber eher aus Sicht einer Geriatrie-Krankenschwester als Leserin anstatt als Mystery-/Horror-Fan, auch wenn das böse klingt.

Bei Gwendys Wunschkasten war es auch wieder so ein ... meeh. Das ist ein wirklich dünnes Büchlein mit 128 Seiten, und es wurde wohl auch nicht allein verfasst, sondern auch von Richard Chizmar. Aber selbst wenn ich diese beiden Punkte im Hinterkopf behalte: aus der Geschichte hätte man SO viel mehr machen können. So ist sie irgendwie - passend zur Seitenzahl - nix Halbes und nix Ganzes.

#5
Dan Wells: Bluescreen (Mirador #1)
(Zählt für: 25 Bücher lesen (5/25), Popsugar (4): A book revolving around a puzzle or game)

Ich hab damals Wells' Ich bin kein Serienkiller-Debüt als Neuerscheinung gelesen. War ganz nett, aber für mich nicht sooo toll, sodass ich die Reihe nicht mehr weiter verfolgt habe. Über seine neueste Reihe Mirador bin ich nun zufällig gestolpert - und ich finds bislang echt toll!

Zentrale Figur ist Marisa, die im Los Angeles 2050 in Mirador, das mittlerweile Teil von LA ist, lebt. Quasi jeder in dieser Zukunft hat ein Djinni implantiert, mit dem man alles online erledigt. Als eine Freundin von Marisa eine digitale Droge namens Bluescreen nutzt, wird schnell klar, dass mehr hinter der Droge steckt. Und um ihrer Freundin zu helfen, muss Marisa rausfinden, was genau das ist.

Das Setting ist extrem shadowrunnig, wenn auch mit dem Fokus eines Jugendbuches. Zugleich gibt es aber zwischenmenschliche Interessen, aber nicht diesen Schnulzkram, der mir bei Jugendbuchtrilogien/-reihen seit 10 Jahren etwa so unfassbar auf den Zeiger geht.

Ließ sich sehr schnell und fluffig lesen, war spannend und entspannend zugleich, hat mir einfach echt Spaß gemacht.  :)

Entsprechend hab ich mit dem 2. Band jetzt direkt schon angefangen. In dem steht eher ein Spiel im Fokus als hier, aber letztlich gilt das wohl für alle 3 Bücher, darum hab ich das erste schon mal für Popsugar gezählt.
Titel: Re: Reading Challenge 2019
Beitrag von: Clawdeen am 20.02.2019 | 08:31
#6
Dan Wells: Overworld (Mirador #2)
(Zählt für: 25 Bücher lesen (6/25), Popsugar (4): A book revolving around a puzzle or game)

Naaa, bahnt sich da ein kleiner Hype bei mir an? Jepp, definitiv.
Ich hab das zweite Buch der Reihe tatsächlich bereits verschlungen und bin immer noch begeistert.

Wie schon angeteasert steht das Spiel Overworld in diesem Band mehr im Fokus, immerhin geht es unter anderem um ein besonderes Turnier, das Marisas Team "Cherry Dogs" einiges an Bekanntheit und Aufstiegsmöglichkeiten bietet. Overworld ist ein virtuelles Spiel, das uns bekannten Spielchen gar nicht mal so unähnlich ist.  ;) Im Kern geht es hierbei um 2 Teams, die gegeneinander im Capture-the-Flag antreten auf verschiedenen Maps, dabei noch Münzen für Setverbesserungen sammeln können usw. Hier spielt natürlich alles komplett in der VR.

Davon abgesehen werden einige Stränge und Charaktere weiter vertieft (Familie, Freunde usw.) und neue kommen hinzu.

Was ich so bemerkenswert finde an der Reihe sind die vielen kleinen Ideen, die ich eben so herrlich ins Near Future-Setting integriert finde.
Das ist so eine Reihe, die durchaus auch ihre Logiklöcher hat, über die ich aber einfach gerne hinweg sehe, weil ich den Rest so lebendig und spaßig finde.
Beispiel für ein Logikloch: Einer der Charaktere filmt ihr komplettes Leben bzw. streamt es live als Vidcast. Auch wenn hierbei diverse Male darauf verwiesen wird, dass die Figuren bei brisanten Themen auf private Nachrichten wechseln, die entsprechend nicht gestreamt werden, ist das insgesamt nicht ganz so schlüssig.

Herrlich fand ich hier auch, dass sich die Mädels des Teams (ja, mir ist jetzt erst bewusst aufgefallen, dass die Hauptfiguren alle weiblich sind; männliche Charaktere gibt es auch, aber eben nicht als Hauptfiguren) zum Beispiel erstmals live treffen statt in der VR. Die "Probleme", die man dabei so mitverfolgen kann, halte ich geradezu für klassisch - und sind hier wirklich toll umgesetzt.

Ich freu mich auf Teil 3!
Titel: Re: Reading Challenge 2019
Beitrag von: Clawdeen am 27.02.2019 | 17:18
#7
Dan Wells: Active Memory (Mirador #3)
(Zählt für: 25 Bücher lesen (7/25), Popsugar (5): A book that's published in 2019)

Ganz frisch erschienen (im Deutschen) der dritte und scheinbar auch letzte (?) Teil der Mirador-Reihe, in dem es diesmal in erster Linie und fast ausschließlich um Marisas Vergangenheit geht. Genauer gesagt geht es um das Geheimnis des Autounfalls, als sie 2 Jahre alt war, und seit dem sie eine Armprothese hat.

Thematisch wagt sich Dan hier im Rahmen der Reihe in ganz andere Gefilde als bislang in der Reihe (wenn auch eher Bekanntes für Near future-Leser*innen an sich), und mir hat es gefallen. Ein bisschen seltsam finde ich, dass dieser Teil in manchen Beschreibungen echt brutal ist, bei anderen wieder sehr jugendbuchartig. Und trotz des interessanten und spannenden Themas an sich gab es hier für mich auch die eine oder andere Länge.

Insgesamt mag ich die Reihe aber wirklich gern. Hat Spaß gemacht, sie zu lesen.
Titel: Re: Reading Challenge 2019
Beitrag von: Huhn am 3.03.2019 | 12:57
#7
Jonathan Stroud - Bartimäus. Das Amulett von Samarkand (https://www.bartimaeus.de/bartimaeus.html)
(Challenge: 40 Bücher lesen, Tanelorn-Challenge: Ein Buch um politische Intrigen/Spionage)

Nathanael, ein sehr begabter junger Zauberlehrling, will sich, enttäuscht von seinem Meister Underwood, der ihm nicht zur Seite stand, rächen - an Simon Lovelace, der es wagte, ihn zu demütigen. Dazu zwingt er den Dschinn Bartimäus in seine Dienste und lässt ihn das Amulett von Samarkand stehlen, das sich in Lovelace' Besitz befindet. Der aus kindlicher Wut durchgeführte Diebstahl wirbelt jedoch sehr viel mehr Dreck auf, als Nathanel abschätzen konnte. Plötzlich stecken er und Bartimäus mittendrin in den politischen Intrigen der Londoner Zauberschaft. Können sie die großangelegte Verschwörung gegen den Premierminister vereiteln ohne dass es sie selbst den Kopf kostet?

Ich hab das Buch vor einigen Jahren schonmal gelesen, hatte aber ganz vergessen, wie gut ich es fand! Die spitzzüngigen Bemerkungen und eitlen Selbstbeweihräucherungen, mit denen Bartimäus die Handlung ausschmückt (und die immer mal wieder im Kontrast zu dem stehen, was tatsächlich passiert und gesagt wird), sind überaus vergnüglich zu lesen. Nathanel wird einfühlsam beschrieben als begabter Jungmagier, der sich im Grunde jedoch vor allem nach Zuneigung und Anerkennung sehnt. Darin, dass ihm seine wenig durchdachten Rachepläne zwar das eine bringen, ihn aber des anderen berauben, und ihm so trotz der letztendlich besseren Ausbildungschancen die Chance auf emotionale Weiterentwicklung genommen wird, liegt der leise melancholische Ton begründet, der unter all der witzigen, spannenden und flott beschriebenen Handlung immer wieder durchklingt.
Titel: Re: Reading Challenge 2019
Beitrag von: Huhn am 4.03.2019 | 17:56
#8
Ayun Halliday/Paul Hoppe - Peanut oder die Sache mit der Erdnussallergie (https://www.amazon.de/Peanut-Oder-die-Sache-Erdnussallergie/dp/3957983037)
(Challenge: 40 Bücher lesen)

Sadie täuscht eine Erdnussallergie vor, um sich interessanter zu machen und an der neuen Schule besser Anschluss zu finden. Die super Idee läuft leider schnell aus dem Ruder und Sadie muss sich richtig ins Zeug legen, um die Lüge aufrecht erhalten zu können. Was, wenn ihre neue Clique dahinterkommt? Oder ihre Mutter? Oder ihr Freund?

Die Graphic Novel liest sich ruckzuck durch. Ich hab sie in etwa einer Stunde Wartezeit in der Stadtbibliothek gelesen. Geschichte war ok, wenn auch etwas vorhersehbar. Ich hätte mir irgendwie mehr Vernunft von Sadies Seite gewünscht. Aber das ist wohl auch die Moral von der Geschichte - ehrlich währt am längsten und so.
Titel: Re: Reading Challenge 2019
Beitrag von: Greifenklaue am 4.03.2019 | 18:02
10. Ein Buch, das aus der Perspektive mehrerer Personen erzählt wird - "Nein, Torben-Jasper, du hast keinen Telefonjoker." - Untertitel: Referendare erzählen vom täglichen Klassenkampf
(10/25)

In zwei Tagen weggesnackt.

Rund dreieinhalb Dutzend Anekdoten von fast ebensoviel Referendaren über Schüler, Mentoren und Mit-Referendaren.

(https://imageservice.azureedge.net/api/getimage?productId=12796403&width=180)

Ich mag diese Art Bücher sehr ... Danke an meine Schwester für das Weihnachtsgeschenk.

Und allgemein: 10 Bücher im Januar. Yesses!
Titel: Re: Reading Challenge 2019
Beitrag von: Greifenklaue am 6.03.2019 | 21:14
11. Ein Buch mit einer Frage im Titel - Warum ist E=mc² ? von Brian Cox und Jeff Forshaw

Im Spektrum der Wissenschaft auf "Was wiegt das Weltall?" gestoßen, welches 30 Euro kostet. Dieses vom selben Autorenduo gab es auch als Taschenbuch - und klang auch sehr interessant.

(https://www.humanitas-versand.de/$WS/humanitas/websale8_shop-humanitas/produkte/medien/bilder/normal/6202278.jpg)

Als Physik-Leistungskursler und Ingenieur bin ich nicht unbedingt der Laie, der davon angesprochen werden soll, aber auch nicht der Vollblutphysiker. Außerdem hab ich mir anschaulichere Erklärungen für Schüler erhofft, die von mir Physik bekommen. Kurzum, das ist erfüllt.

Wer schon immer mal die Relativitätstheorie verstehen wollte, findet hier ein gutes Buch mit wirklich anschaulichen, verständlichen Erklärungen.

Zwei kleine Geschichten aus dem Buch. Im Experiment gelingt es, Myonen zu erzeugen, die wir 60 µs beobachten können, die mit 99,94% der Lichtgeschwindigkeit unterwegs sind, obwohl ihre Lebenszeit nur 2,2 µs beträgt. Die Antwort nach der Relativitätstheorie ist einfach: Wären wir ein mitfliegender Beobachter würden für uns auch nur 2,2 µs vergehen, frei nach y=1/Wurzel(1²-(v²/c²)) ergibt sich eine Zeitverzögerung vom Faktor 29. Faszinierend. So wäre man in SF-Filmen womöglich "schnell" irgendwo da, aber für den zurückgelassenen würde wesentlich mehr Zeit vergehen.

Im Folgenden wird das vierdimensionale Konzept der Raumzeit eingeführt, wo sowohl das Myon als auch der außenstehende Betrachter den selben Betragsvektor haben.

Zweitens klingt das so, als würde es uns nicht betreffen, tatsächlich erreichen GPS-Satelliten schon Geschwindigkeiten, wo es relevant wird. Diese würden nämlich pro Tag 38 µs verlieren - was nicht viel klingt, aber eine µs hat eine Genauigkeit von 30 Zentimetern. Daher haben GPS-Satelliten Uhren, die pro Tag 38 µs weniger schlagen.

Titel: Re: Reading Challenge 2019
Beitrag von: Huhn am 7.03.2019 | 10:23
#9
Nikolai Gogol - Der Mantel (Russisch/Deutsch) (https://portal.dnb.de/opac.htm?method=showFullRecord&currentResultId=%22reclam%22+and+%22gogol%22+and+%22der%22+and+%22mantel%22%26any&currentPosition=17)
(Challenge: 40 Bücher lesen, Tanelorn-Challenge: Ein Buch, das (in seinem Land) als Klassiker der Literatur gilt)

Akakij Akakiewitsch ist ein recht unwichtiger Büroangestellter (Titularrat), dessen (Lebens-)Aufgabe es ist, Dokumente abzuschreiben. Sein ruhiges Dasein kommt völlig aus dem Lot, als er sich einen neuen Mantel kaufen muss. Monatelang spart er sich das gute Stück vom Munde ab. Als stolzer Besitzer eines brandneuen Mantels steht Akakij zum ersten Mal im Leben im Mittelpunkt und wird er im Büro und von Vorgesetzten gefeiert. Doch als ihm kurz darauf der Mantel gestohlen wird, hilft ihm niemand, was schlimme Folgen hat.

Ich hab eine steinalte Ausgabe dieser Erzählung mal irgendwann geschenkt bekommen. War tatsächlich ganz nett, auch wenn es mir immer schwerfällt, Vergnügen an Büchern zu finden, in denen mir sämtliche Figuren unsympathisch sind. Die grotesken Beschreibungen machen dennoch Laune. Hinten im Buch folgen noch ein Interpretationsansatz und eine Einordnung der Erzählung in Gogols Gesamtwerk.

Titel: Re: Reading Challenge 2019
Beitrag von: Greifenklaue am 7.03.2019 | 18:05
12. Ein Buch, das du 2018 schon lesen wolltest - Der Schatten des Dämonenfürsten (12/25 aus der Pop Sugar Challenge)

Tolles Rollenspiel, freu mich schon auf Spielpraxis ...

(https://i.ytimg.com/vi/htm0H5VkkjQ/hqdefault.jpg)

Meine Rezi (mit Würfelheld) -> https://wuerfelheld.wordpress.com/2019/03/05/rezension-der-schatten-des-daemonenfuersten-rollenspiel-fantasy/
Titel: Re: Reading Challenge 2019
Beitrag von: Huhn am 9.03.2019 | 16:22
Huhn war krank und hat viel gelesen:

#10
Marie Kondo - Magic Cleaning. Wie richtiges Aufräumen ihr Leben verändert (https://utopia.de/ratgeber/minimalismus-marie-kondo-magic-cleaning/)
(Challenge: 40 Bücher lesen)

Marie Kondo stellt ihre Aufräumtechnik vor. Aufräumen wird dabei nicht als immer wiederkehrender, endloser Prozess verstanden, sondern als einmaliges, dafür aber sehr gründliches "Fest", dem grundlegende Überlegungen vorausgehen und Verhaltensänderungen folgen. Die eigene Wohnung aufzuräumen bedeutet, sich darüber klarzuwerden, was einem selbst wirklich wichtig ist und so die Wohnung und das Leben so zu gestalten, dass das eigene Glück im Fokus steht. Wenn das gelungen ist, können wir uns mit dem befassen, was uns am Herzen liegt, statt pausenlos Berge an Ballast zu verwalten, die uns zu ersticken drohen.

Ich fand das Buch... durchwachsen.

Einerseits sind viele wirklich hilfreiche und sehr praktische Tipps dabei. Kondo schwört nicht auf irgendwelche teuren Helferlein oder Geheimrezepte sondern geht davon aus, dass der erste Schritt ist, die Wohnung gründlich und mit System zu entrümpeln bevor dann den übriggebliebenen Dingen feste Plätze zugewiesen werden. Und die Idee, dass es nicht sinnvoll ist, sich die Wohnung zuzurümpeln und wir viel von dem, was wir besitzen, eigentlich nicht brauchen, ist auch nachvollziehbar. Fand ich gut und ich sehe, warum das Buch viele anspricht, zumal es sehr leicht lesbar ist.

Auf der anderen Seite fand ich die vielen Wiederholungen nervig. Das 200-seitige Buch hätte locker auf ein Zentel gekürzt werden können, im Ernst. Zudem gingen Kondos Beispiele an vielen Punkten völlig an meiner Lebenswirklichkeit vorbei. Sie vertritt ein Frauenbild, das in den 50er-Jahren vielleicht mal modern war und neigt zu Verallgemeinerungen und aus der Luft gegriffenen Behauptungen, was mich ziemlich störte.

Allgemein ist mir nach Lektüre dieses Buches die Autorin fürchterlich unsympathisch. Sie scheint einen krankhaften Aufräumfimmel zu haben und hat offenbar ein Sozialproblem (schon in der Grundschule räumte sie lieber den Putzschrank auf, als mit anderen Kindern auf dem Hof zu spielen). Sie hat (zumindest liest sich das Buch so) keinerlei Hobbys und Interessen. Ich habe nichts gegen die freie Entscheidung, als Frau zuhause Carearbeiten zu leisten. Aber jede Frau, die ich kenne, wirklich jede, hat daneben eigene Interessen - seien es Bastelarbeiten, Gemeindeengagement, Musizieren, Reiten... IRGENDWAS!!! Wenn neben dem Dasein als Abziehbild aus der Frauenzeitschrift so gar keine Persönlichkeit steht... ähm... dann find ich das bedenklich. Noch nie habe ich ein Buch über eine derart langweilige Person gelesen.

Zusätzlich fand ich diesen Ratgebersprech echt ätzend. Mag ja sein, dass es sehr befreiend sein kann, sich und sein Leben mal gründlich zu entrümpeln... aber es wird sicher nicht dazu führen, dass ich plötzlich mehr Kunden als Freiberuflerin habe oder mein Sex besser wird oder was weiß ich, was da nicht das Blaue vom Himmel herunterversprochen wurde. Auch die Idee, dass alle im Haushalt plötzlich Bock aufs Aufräumen bekommen, nur weil ich gerade aufräume, ist bestenfalls naiv. Und das Versprechen, dass die Wohnung niiiieeee wieder unordentlich wird, wenn nur mit der KonMari-Methode aufgeräumt worden sei... naja, das halte ich für Stuss. Es basiert vor allem auf dem gar grandiosen Tipp, es sollten doch einfach benutzte Dinge immer wieder an ihren Platz zurückgeräumt werden. Na ach!  ::)

Besonders unangenehm fand ich auch ihre Liebe zum Wegwerfen. Es widerstrebt mir zutiefst, Dinge, die noch völlig ok sind, einfach wegzuwerfen. Warum nicht verschenken, spenden oder irgendwie verwerten? Oder zumindest zunächst alles andere versuchen und Wegwerfen dann als letzte Lösung betrachten? Ja, dadurch dauert das Aufräumen natürlich länger. Aber alleine schon der Umwelt zuliebe sollte diese Hürde genommen werden. Diese Wegwerfmanie nervt total. Daraus noch stolz ne Methode zu machen, find ich echt abartig. Da hilft es auch nicht, wenn ich mir einrede, dass dieses nie getragene T-Shirt froh darüber sei, in die Freiheit entlassen zu werden. Am Ende habe ich ein gutes T-Shirt einfach auf den Müll geschmissen, für das irgendwo in Pakistan oder was ne unterbezahlte Näherin Lungenprobleme bekam.

Kondos Personifizierung von Gegenständen fand ich allgemein sonderbar. Klar, ich hab auch ein paar Gegenstände, die mir sehr am Herzen liegen. Aber ich möchte mich nicht jeden Tag bei meinem Rucksack bedanken, dass er meinen Kram getragen hat. Ich hab mich irgendwann gefragt, ob Kondo ihren Mitmenschen nur halb so viel Respekt wie ihrer Handtasche entgegenbringt. Aus dem Buch klang eher das Gegenteil heraus. Häufig spricht sie von oben herab auf überheblich-bemutternde Weise über (angebliche) Klientinnen, denen sie und ihre Methode quasi das Leben rettete, indem sie ihnen die Augen öffnete und sie auf den rechten Weg lenkte.

Alles in allem: Als reiner Ratgeber zum Aufräumen ist es tatsächlich ein ganz guter Steinbruch, aber da reicht es im Grunde auch, Kondos Website zu besuchen und sich auf Youtube drei Videos mit ihr anzuschauen. Das Ganze Drumherum und Kondos Weltbild waren für mich echt unterträglich. Ich bin froh, das Machwerk im Sommer an meine Mutter loszuwerden (die damit als alte Feministin vermutlich stinkwütend den Ofen füttern wird und so ihr privates Glück findet).  ~;D

#11
Holly Black - Der Prinz der Elfen (https://www.jugendbuch-couch.de/titel/1599-der-prinz-der-elfen/)
(Challenge: 40 Bücher lesen)

Fairfold ist ein besonderer Ort. Das Elfenreich ist hier näher als anderswo und die Bevölkerung von Fairfold weiß das und hat sich damit arrangiert. Jedes Kind weiß, dass Socken zu Vollmond auf links getragen werden müssen und dass es gut ist, einen Talisman aus dem Holz bestimmter Bäume und die Taschen voller Hafermehl zu haben. Morgens werden Schälchen mit Milch herausgestellt. Eine gewissen Normalität hat sich im Umgang mit dem kleinen Volk eingespielt. Die Dorfjugend feiert Partys im Wald, wo der gehörnte Junge seit Generationen in seinem gläsernen Sarg schläft und ab und an verschwindet ein Tourist, der die Feen unterschätzte. Letzteres würde den Einheimischen nie passieren. Alle wissen, dass es bestimmte, wichtige Verhaltensregeln gibt. Die allerwichtigste: Keinen Handel schließen! Diese letzte, wichtige Regel hat Hazel vor vielen Jahren gebrochen. Bislang scheint nichts passiert zu sein, aber dann ist der Sarg im Wald zersplittert, der gehörnte Prinz fort und das Ungeheuer des Erlkönigs beginnt, Menschen ins Elend zu stürzen. Können Hazel, die so gern ein Ritter wäre, ihr Bruder Ben, der gern kein Musiker wäre und Jack, der gern ein normaler Mensch wäre, Fairfold retten ohne dabei sich selbst zu verlieren?

Ein richtig tolles Buch, nicht nur für Hühner wie mich, die auf Romanzen stehen! Ich hatte sofort einen Draht zu den Hauptfiguren und habe mit ihnen gefiebert und gefühlt. Obwohl stellenweise recht melancholisch rutscht das Buch nie ins Selbstmitleidige ab. Insbesondere Hazel ist eine Person, die nach vorne schaut und das beste aus ihrer jeweiligen Situation machen will. Sie ist geradeheraus, sowas schätze ich sehr. Die Handlung ist solide und schön erzählt. Die große Stärke des Buches ist die Darstellung des kleinen Volkes und der Menschen von Fairfold, die neben ihnen zu leben wissen, in einer merkwürdigen Mischung aus Akzeptanz und Ignoranz. Holly Black wurde mir als Inspirationsquelle für Changeling: the Lost empfohlen und nicht nur dafür würde ich sie jederzeit weiterempfehlen. Zum Glück hat sie noch einige andere Bücher geschrieben, denn ich fürchte, ich muss die jetzt leider suchten. O___O

Einziges Manko: Das Cover dieser Buchausgabe ist schlimm. Ich hätte es nie geliehen, wenn mir die Autorin nicht so warm empfohlen und von einem anderen Roman in guter Erinnerung geblieben wäre. Freunde haben mich dafür ausgelacht, was ich für nen Schund lesen würde. Sieht aus wie die Elfenvariante eines Bergdoktorromans. Wer tut sowas?  ;D
Titel: Re: Reading Challenge 2019
Beitrag von: Sashael am 9.03.2019 | 16:30
#10
Marie Kondo - Magic Cleaning. Wie richtiges Aufräumen ihr Leben verändert (https://utopia.de/ratgeber/minimalismus-marie-kondo-magic-cleaning/)
(Challenge: 40 Bücher lesen)
Rezension
Huhn, ich liebe dich. ;D
Titel: Re: Reading Challenge 2019
Beitrag von: Weltengeist am 14.03.2019 | 19:49
Ich habe gerade auf Goodreads eine Rezi für "Odyssey - The Complete Game Master's Guide to Campaign Management (https://www.goodreads.com/book/show/18758725-odyssey)" geschrieben, und da das ja hier im Forum auch relevant ist, gebe ich die einfach mal wieder:

Zitat
I have mixed emotions about the book.

On one hand, the authors make a structured attempt (and I like structure in books like this) to cover all aspects of campaign management. And some of the chapters really contain good ideas (in that respect, I like the first half of the book a lot better than the second). On the other hand, we also find a lot of statements that are plain obvious (in that respect, I didn't really gain anything from the chapters about ending a campaign).

And then there's one personal thing: The book kept reminding me of why I sometimes hate to be a GM. This is dramatically exemplified by the final recommendation of the whole text: when the campaign is successfully finished, the GM should throw a party for the players. And I found myself almost shouting: WHY? If the players happen to have this perfect GM as described in the book, they should bloody well throw a party for HIM!

Why am I telling you this? Because the "party for the players" idea wraps up the mentality that is behind the whole book: It takes the approach that EVERYTHING happening in the group is purely the GMs responsibility and should be managed by him/her. Which is indeed the reality in many groups, but shouldn't be.

When reading the book (especially the sections about "people management"), I repeatedly found myself thinking: "I am playing with adults, I shouldn't have to do this." And then I thought of all the occasions where these situations actually occured, and of course people were NOT behaving like adults, and nobody but the GM would feel obliged to do anything about it. But that doesn't make it right.

Thus, I would have appreciated an approach where delegation of responsibilities is also part of the management. Here, parts of the book felt like "What else could the GM do so the players don't have to do anything for the game?" And that was increasingly getting on my nerves and reduced my enjoyment of an otherwise nice treatment of the topic.
Titel: Re: Reading Challenge 2019
Beitrag von: Huhn am 20.03.2019 | 11:57
Für alle, die jetzt noch einsteigen wollen und alle, die auf der Suche nach Inspiration für die Leseliste sind: In der Woche vom 24. März beginnt die Indiebookchallenge (https://www.indiebookday.de/indiebookchallenge/)! Voraussetzung: Jedes gelesene Buch muss aus einem kleinen, unabhängigen Verlag stammen.

Daneben findet am 30. März der Indiebookday  (https://www.indiebookday.de/)statt:
Zitat
Geht am 30.03.2019 in einen Buchladen Eurer Wahl und kauft Euch ein Buch. Irgendeines, das Ihr sowieso gerade haben möchtet (oder das erste zur Teilnahme an der #Indiebookchallenge). Wichtig ist nur: Es sollte aus einem unabhängigen/kleinen/Indie-Verlag stammen.
Danach postet Ihr ein Foto des Covers, des Buches, oder Euch mit dem Buch (oder wie Ihr möchtet) in einem sozialen Netzwerk (Facebook, Twitter, Instagram, Snapchat) oder einem Blog Eurer Wahl mit "#indiebookday". Wenn Ihr die Aktion gut findet, erzählt davon.
Titel: Re: Reading Challenge 2019
Beitrag von: Lyris am 25.03.2019 | 12:57
#3
Ich fürchte ich lese "zuviel" und poste zu wenig. :-[
Derzeit stehe ich bei 55 Büchern, schaffe es aber nicht meine Level (mit je 12 Büchern) der Reihe nach zu erledigen, wie ich mir das eigentlich vorgenommen hatte. Daher lasse ich das größtenteils. Allerdings habe ich inzwischen die Tanelorn-Challenge einfach als Level 6 und 7 in die Gesamtchallenge integriert.
Unter anderem habe ich zuletzt gelesen:

Mike Ashley: Sherlock Holmes und der Fluch von Addleton (Ein Buch mit mehr als 500 Seiten):
Wer Sherlock Holmes mag sollte dieses Buch lesen.
Erstens werden hier in Original-Geschichten erwähnte, aber nicht aufgezeichnete Fälle beschrieben. Was ich eine sehr schöne Idee finde.
Zweitens ist nicht eine schlechte Geschichte dabei. Höchstens 2-3 an denen man auf hohem Niveau rummäkeln kann.
Drittens fühlen sie sich "echt" an. Das Buch hätte auch von Arthur Conan Doyle stammen können.

Eigentlich bin ich kein Fan von Kategorien die einen bestimmten Autor vorgeben. Aber in dieser Challenge hat das tatsächlich zu einer Bereicherung meines Lesestoffes geführt. Anne Rice - Hexentrilogie, John Grisham (auf den ich so gar keinen Bock hatte) hat tatsächlich eine ganz ansprechende Jugendbuchreihe geschrieben, die auch noch unser Sohn gelesen hat und
Brandon Sanderson – Elantris (Ein Buch von Brandon Sanderson):
Einst war die Stadt Elantris bewohnt von einer Art magisch begabte Übermenschen, in die sich vorher ganz gewöhnliche Leute mehr oder weniger zufällig verwandelten. Bis zu dem Tag, an dem die Verwandlung plötzlich zu ganz anderen Ergebnissen führt. Die neuen Wesen haben keine Magie mehr, seltsame verunstaltende Hautverfärbungen, sind kaum zu töten, aber Verletzungen heilen nicht mehr. Als auch Kronprinz Raoden dieses Schicksal ereilt, wird er wie alle anderen Betroffenen in Elantris eingesperrt und gilt als tot. Was seine Verlobte Sarene schon bei ihrer Ankunft im Königreich zur Witwe macht, da der bereits unterzeichnete Ehevertrag gültig ist und die Hochzeit auch bei zwischenzeitlichen Tod eines Ehepartners vorsieht. Beide sind von verschiedenen Seiten damit beschäftigt das Geheimnis von Elantris zu lösen und gleichzeitig das Land durch weitere Bedrohungen von aussen und innen zu retten (Eroberungsambitionen von Nachbarländern, ungeeigneter eigener Herrscher, jetzt auch noch ohne geeigneten Thronfolger etc.)
Die Grundidee, die Beschreibung der völlig abseitigen Gesellschaft von Elantris, die Auflösung des ganzen, alles sehr gut gemacht. Einziger Störfaktor sind streckenweise die Charaktere, die einfach zu gut, fähig, schlau usw. sind. Gerade gegen Ende führt das dazu das die Geschichte etwas zu überhastet wirkt, weil sie in ihrer maßlosen Kompetenz alles zu schnell und einfach lösen. Insgesamt aber ein durchaus lesenswertes Buch.

Titel: Re: Reading Challenge 2019
Beitrag von: Lyris am 25.03.2019 | 13:14
#3 - Liv
51 - Bücher gelesen, 348 Punkte
Lieblingsbuch der letzten Zeit: LEGO Chima, Löwen gegen Krokodile/Wölfe gegen Adler
Viele bunte Bilder, abgedrehte Geschichten, -aus meiner Sicht- kein Kinderbuch, das man ruhig auch als Erwachsener lesen kann, aber Hauptsache ihr gefällts.  ;)
Titel: Re: Reading Challenge 2019
Beitrag von: Ginster am 27.03.2019 | 17:26
Bisschen spät, habe den Thread gerade erst gesehen, aber: ich hatte mir für dieses Jahr 40 Bücher vorgenommen. Bin bei 11, ist also noch zu schaffen, allerdings habe ich auch vier weitere abgebrochen ... also, wenn ich's nicht schaffe sind schlechte Bücher schuld  ;)
Titel: Re: Reading Challenge 2019
Beitrag von: Huhn am 27.03.2019 | 21:33
Willkommen im Club, Ginster! Das mit den abgebrochenen Büchern kenne ich. Wobei es bei mir nichtmal unbedingt die schlechten Bücher trifft, sondern häufig auch einfach Büchern meiner Angewohnheit zum Opfer fallen, mehrere Bücher gleichzeitig lesen zu wollen. Klappt oft - aber gelegentlich liegt dann halt das ein oder andere Buch doch so lange halbgelesen herum, dass ich von vorne beginnen muss.  :-[
Titel: Re: Reading Challenge 2019
Beitrag von: Lyris am 28.03.2019 | 08:34
Hihi. Das scheint noch weiter verbreitet zu sein.
In meiner Challenge kommt die Kategorie "Lies ein Buch, das du zuvor abgebrochen hast" vor. Die Challenge-Ersteller scheinen das Problem auch zu kennen. Und ich habe auch schon sofort zu Jahresanfang ein passendes Buch dafür vorgesehen gehabt.  :-[ ;D

Es ist aber auch schwer, wenn man so viele tolle interessante Bücher rumliegen hat, beim aktuellen zu bleiben wenn da gerade so eine gewisse Durststrecke aufkommt.
Titel: Re: Reading Challenge 2019
Beitrag von: Weltengeist am 28.03.2019 | 08:42
Es ist aber auch schwer, wenn man so viele tolle interessante Bücher rumliegen hat, beim aktuellen zu bleiben wenn da gerade so eine gewisse Durststrecke aufkommt.

Man könnte auch sagen: Das Leben ist zu kurz, um es mit schlechten Büchern zuzubringen. Nicht alles, was man anfängt, erfüllt auch die Erwartungen. Ich versuche zwar tatsächlich derzeit, alles durchzulesen, was ich anfange, aber ich habe das im letzten halben Jahr auch schon ein paar Mal ziemlich bereut (weil es eben doch keine "Durststrecke" war, sondern das Buch einfach aus meiner Sicht nicht besser wurde).
Titel: Re: Reading Challenge 2019
Beitrag von: Lyris am 28.03.2019 | 09:32
Man könnte auch sagen: Das Leben ist zu kurz, um es mit schlechten Büchern zuzubringen.
Definitiv.
Glücklicherweise kommen mir eher selten wirklich schlechte Bücher unter. Eher welche, die ganz nett sind oder ganz interessant mit Schwächen, die anfangen nach 200-500 Seiten zu nerven oder in der Qualittät schwankend.

#4
Da ich derzeit krank bin ist "ganz nett" aber grad gar nicht so schlecht. Zu viel Anspruch oder Seiten sind nicht drin. Daher sind Kurzgeschichten und Jugendbücher der Renner. Gerade fertig:
John Grisham: Theo Boone und der entflohene Mörder (Ein Buch das gesellschaftskritisch ist )
Im 5. Band der Theo-Boone-Reihe wird der Fall aus dem ersten Buch, der in allen anderen Bänden immer als Nebenhandlung mitgelaufen ist wieder aufgegriffen und (fast beinahe) zu Ende gebracht. War ich am Ende des ersten/Anfang des zweiten Buches noch etwas geschockt, das das "einfach so aufhört", fand ich im Nachhinein die Idee des roten Fadens ganz gut. Ein kleiner Hinweis wäre vielleicht nett gewesen.
Warum gesellschaftskritisch? Es tauchen Themen wie Todesstrafe, illegale Einwanderer, Rassismus, der (hier manchmal etwas rüde) Umgang mit Zeugen vor Gericht, Obdachlosigkeit auf. Teils nur kurz angerissen, unterschwellig. Teils deutlich, wenn auch recht neutral behandelt. Teils aber unmißverständlich, das da etwas schiefläuft. Immer aber als Denkanstoß, zumindest wenn man sich mit dem entsprechendem Thema nicht sowieso schon auseinandergesetzt hat.

Fast fertig (das zählt schon so gut wie  ;)):
Jim Butcher: Fallstudien (Das neueste Buch einer Serie, die du begonnen, aber noch nicht abgeschlossen hast )
Fallstudien ist zwar kein regulärer Band, sondern eine Sammlung von Kurzgeschichten im Dresden-Files-Universum (Die dunklen Fälle des Harry Dresden), aber ich finde das zählt auch.
Außerdem bin ich der Meinung Jim Butcher kann Kurzgeschichten besser als ganze Bücher. Hier haben wir einen bunten Stauß davon. Immer mit einer kleinen Einführung, wo die Geschichte zeitlich einzuordnen ist, oft auch ein paar Worte zur Entstehung. Von vor der Serie bis in neuere Zeiten, über Harry, über x-verschiedene andere Charaktere der Serie (als Hauptfigur), mal witzig, mal ernst oder beides, immer unterhaltsam. Empfehlenswert, aber man sollte mit der Reihe schon vertraut sein, als Einstieg taugt es nicht.

Damit bin ich bei Buch 58.
Titel: Re: Reading Challenge 2019
Beitrag von: Huhn am 28.03.2019 | 09:37
Also so richtig bereut habe ich es nie, ein Buch zu Ende gelesen zu haben. Auch wenn ich mich über einige schon etwas geärgert habe, weil sie echt nicht gut waren. Meist überwiegt aber doch der Ärger, das Buch nicht beendet zu haben (weil es mir dann ewig im Kopf rumspukt, dass ich das ja auch noch lesen wollte).

Mir fallen spontan nur wenige Bücher ein, die ich wirklich nicht weiterlesen wollte. Das eine war ein ultralangweiliges Kinderbuch meines Vaters. Irgendwas mit Steinzeitjägern. Mein Vater fand es super. Mir hat es bloß beim Einschlafen geholfen. Ein anderes war "Schuld und Sühne" von Dostojewskij. Wobei mir da gesagt wurde, dass es an der Übersetzung gelegen haben könnte. Möglicherweise versuche ich es irgendwann mit der Neuübersetzung, "Verbrechen und Strafe", die näher am Original sein soll, noch einmal.
Titel: Re: Reading Challenge 2019
Beitrag von: Clawdeen am 10.04.2019 | 06:27
#8
Stephen King: Der Outsider
(Zählt für: 25 Bücher lesen (8/25), Popsugar (6): A book about someone with a superpower)

Mein vorerst mal wieder letzter Anlauf mit Stephen King. Dieses hier hat mir aber ganz gut gefallen, auch wenn es nicht der große Wurf ist.
Typisch für King braucht das 750-Seiten-Buch ewig, um sich zu entfalten (wobei ich auch schon noch langsameres von King gelesen habe), bastelt dann eine ganz gute Geschichte, die zum Ende hin dann aber ein bisschen unbefriedigend endet.

Popsugar: "superpower" trifft es hier nicht zu 100%, aber es passt dann doch wieder irgendwie.
Titel: Re: Reading Challenge 2019
Beitrag von: Huhn am 19.04.2019 | 22:54
#12
Kathrin Passig, Sascha Lobo - Dinge geregelt kriegen ohne einen Funken Selbstdisziplin (http://prokrastination.com/)
(Challenge: 40 Bücher lesen)

Ein Ratgeber für alle, denen jegliche Selbstdisziplin fehlt und bei denen deshalb Ratschläge wie "Du musst das nur gut genug planen" oder "Dann reisst du dich halt ein bisschen am Riemen" oder auch "Hä? Wo ist denn da jetzt das Problem?" nicht weiterhelfen. LOBOs (Anhänger des "Lifestyle of Bad Organisation") wird hier endlich ein Hilfsmittel an die Hand gegeben, mit Hilfe dessen sie ihre vermeintlichen Schwäche kontern oder sogar zu ihrem Vorteil nutzen können. Angefangen mit der Erkenntnis, dass Arbeit, die zu Prokrastination führt, vielleicht auch einfach scheiße ist oder einem nicht liegt und deswegen wahlweise nicht erledigt oder delegiert werden sollte (Jobwechsel können Wunder wirken). Wenn sie dann doch mal wirklich gemacht werden muss, können unter anderem Deadlines, die Zusammenarbeit mit anderen LOBOs und eine wirklich realistische Zeitplanung (die berücksichtigt, dass die Arbeit sowieso erst auf den letzten Drücker erledigt wird) helfen sowie natürlich das Runterschrauben der eigenen Ansprüche an das Arbeitsergebnis ("Für nur fünf Minuten gar nicht so schlecht."). Naja und zur Not kann man auch einfach vor der Arbeit kapitulieren und sich wortreich entschuldigen. Oder wortlos in die Karibik auswandern.  ;D

Das Buch hatte ein freundlicher Tanelorni mir empfohlen, als ich mich darüber aufgeregt habe, dass Hilfsangebote bei Arbeitsstörungen sich grundsätzlich in irgendeiner Form von Stundenplänen ergehen. Was halt nicht hilft, wenn dann die Kraft fehlt, den schön geplanten Plan auch umzusetzen (Selbstdiziplin hilft offenkundig nicht gegen einen Mangel an Selbstdisziplin :think:). Das Buch las sich tatsächlich überaus vergnüglich. Ich habe viel gelacht und das Lesen auch nicht vor mir hergeschoben. :D Konkrete Hilfestellungen oder ein ultimativer Masterplan zum Umgang mit Prokrastination sind eher nicht der Fokus des Buches und einige der genannten Vorschläge sind mit einem Körnchen Salz zu lesen. Vielmehr geht es um die Rückversicherung, dass so ziemlich jeder Mensch mal Dinge vor sich herschiebt, dass das normal ist und sogar gesund sein kann. Oft geht gar nicht die Welt unter, nur weil eine bestimmte Tätigkeit verspätet oder gar nicht erledigt wurde. :o Und manch unangenehme Tätigkeit sollten auch einfach andere erledigen, die sie weniger furchtbar finden. Allein die Tatsache, dass eine Tätigkeit ein Übermaß an Selbstdisziplin erfordert, führt auf lange Sicht vermutlich zu wenig Glück und spricht nicht dafür, dass es gut ist, sie dauerhaft erledigen zu wollen. Das Buch feiert die gute Art der Prokrastination sogar. Das ist die Art, bei der mit Begeisterung Sachen gemacht werden, die wirklich Freude bereiten und das Leben bereichern - manchmal ergibt sich aus solch einer Prokrastinationstätigkeit am Ende mehr, als aus der mit Selbstdisziplin durchgewürgten Arbeit.

Ganz interessant fand ich ja, mal so nebenbei, dass dieses Buch mit seinem völlig anderen Ansatz beim Thema Aufräumen zu ganz ähnlichen Ideen wie Marie Kondo kam: Erstmal entrümpeln, dann aufräumen und bloß nicht noch mehr Regale kaufen. Unterschied war dann, dass Kondo versprach, dass hinterher die Wohnung auf immer und ewig ordentlich sei, während Passig und Lobo deprimiert die Ansicht vertreten, dass mit der Entrümpelung nur die Chance auf totales Chaos verringert würde. Und die Einstellung einer Putzhilfe empfehlen. ;D (Und bevor hier Gerüchte aufkochen - ich hab gar keine Aufräumprobleme und meine Wohnung sieht ok aus... ich les bloß gern Aufräumbücher^^)

Alles in allem ein wirklich empfehlenswertes Buch für alle, die mit ihrem Latein und der Auswahl an handelsüblichen Tipps gegen Prokrastination am Ende sind und sich einfach mal freundlich auf die Schulter klopfen lassen und Alternativen zum Durchbeissen aufzeigen lassen möchten.