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Medien & Phantastik => Sehen, Lesen, Hören => Sehen => Thema gestartet von: Alexandro am 6.12.2019 | 14:05

Titel: [Serie] Rick & Morty
Beitrag von: Alexandro am 6.12.2019 | 14:05
Zitat
Rick and Morty kommt mir nicht besonders gewalttätig vor ^^;

Ich habe nur ein paar Folgen gesehen (der Humor war mir dann doch zu infantil), aber da wurden Körperteile abgerissen, Köpfe explodiert und auch psychische Gewalt ausgeübt. Würde es sogar als noch gewalttätiger als HQ einordnen, aber evtll. waren diese Folgen nicht repräsentativ für die Serie.
Titel: Re: Rick & Morty und gewalttätige Trickfilme, war:Re: Filme und Serien - Smalltalk
Beitrag von: Teylen am 6.12.2019 | 14:09
Ich habe nur ein paar Folgen gesehen (der Humor war mir dann doch zu infantil), aber da wurden Körperteile abgerissen, Köpfe explodiert und auch psychische Gewalt ausgeübt. Würde es sogar als noch gewalttätiger als HQ einordnen, aber evtll. waren diese Folgen nicht repräsentativ für die Serie.
Rick & Morty hat für mich den überzeichneten Cartoon-Charakter.
Bei Harley Quinn wirkten die eingetretenen Knochen die sich aus dem Blut und Muskeln lösten irgendwie realistischer bzw. eindrucksvoller. Mehr wie die Szene bei "The Boyz".
Zumal es die konstanter gab. Bei Rick & Morty ist es eher "ab und an" mal der Fall das gesplattert wird.
Titel: Re: Rick & Morty und gewalttätige Trickfilme, war:Re: Filme und Serien - Smalltalk
Beitrag von: Alexandro am 6.12.2019 | 15:02
Die Zeichnungen mögen realistischer sein, aber die Darstellung ist bei HQ deutlich cartoonhafter.

Bei R&M habe ich dagegen gesehen, wie die beiden durch eine Explosion sterben, die Leichen danach noch minutenlang in einer Blutlache liegend gezeigt werden und am Ende von ihren Doppelgängern hinters Haus geschleift und im Garten vergraben werden. Das ist schon ziemlich weit weg von dem, was ich als "überzeichneten Cartoon-Charakter" verstehe.
Titel: Re: Rick & Morty und gewalttätige Trickfilme, war:Re: Filme und Serien - Smalltalk
Beitrag von: Sashael am 7.12.2019 | 03:45
Würde es sogar als noch gewalttätiger als HQ einordnen, aber evtll. waren diese Folgen nicht repräsentativ für die Serie.
Doch doch, das waren sie. Manchmal hatte ich das Gefühl, dass die Macher sich sagten "Ach, wir haben doch ein tatsächlich unendliches Multiversum, da sind milliarden Gefolterte, Tote und Verstümmelte im Gesamtkontext einfach total irrelevant. Ausser für die Betroffenen selbst, also lasst uns doch mal ein bißchen reinzoomen, das wird interessant."
Titel: Re: Rick & Morty und gewalttätige Trickfilme, war:Re: Filme und Serien - Smalltalk
Beitrag von: Jiba am 7.12.2019 | 08:41
Doch doch, das waren sie. Manchmal hatte ich das Gefühl, dass die Macher sich sagten "Ach, wir haben doch ein tatsächlich unendliches Multiversum, da sind milliarden Gefolterte, Tote und Verstümmelte im Gesamtkontext einfach total irrelevant. Ausser für die Betroffenen selbst, also lasst uns doch mal ein bißchen reinzoomen, das wird interessant."

Nein, ich glaube nicht, dass die Macher sich das sagen. Die Gewaltdarstellung in Rick & Morty ist, wie eigentlich alles in der Serie, cartoonisch überzeichnet, aber eigentlich hyperrealistisch gemeint. "R&M" ist eine zynische Serie, die, zumindest bei mir, immer wieder Momente erzeugt, bei denen ich mich frage "Wie abgef***t ist das jetzt?!?"

"Wir haben Milliarden Tote, so what?" ist die Sichtweise von Rick, aber nicht die Sichtweise der Serie. Ricks Verhalten übt nämlich immer mehr Druck auf die Familie aus, die irgendwann darunter zerbricht. Ja, Rick zerbricht ja selbst in schöner Regelmäßigkeit daran. Und selbst wenn sich seine Taten am Ende als die praktikabelste und logisch richtigste Lösung herausstellen, macht sie das nicht moralisch richtig. "Rick & Morty" zeigt eigentlich: Schaut Leute, auch schlaue Menschen können Arschlöcher sein. Auch die vermeintlich Erwachsenen haben keinen Schimmer, was sie da eigentlich tun.

Auch der "infantile Humor", den man letztlich nicht in Abrede stellen kann, ist eigentlich nur ein Symptom von Rick's Psyche, von diesem Typen, der nie für irgendwas Verantwortung übernehmen will und der sich niemals zugehörig fühlt. Morty hingegen übernimmt sehr oft Verantwortung für seine Mitmenschen und wächst daran, hat aber selber natürlich auch einen Hang zur Infantilität, weil er noch ein Teenager ist. Die Infantilität liegt also mehr als ein dünner Film über einer eigentlich existenzialistischen bis nihilistischen Serie.

Das muss nicht jedem gefallen und tut es sicher nicht, aber "Rick & Morty" ist, finde ich, nicht einfach "Family Guy" (ganz furchtbare Serie!) oder "American Dad", wo auf Teufel komm raus auf den Lacher optimiert wird. Ich glaube R&M nähert man sich wirklich am Besten, wenn man die mit dem Mindset guckt "Es ist eine Comedy-Serie, aber nicht alles, was hier passiert ist ein Gag." Und die Serie konstruiert das mit Absicht so, dass das manchmal schwer zu unterscheiden ist, einfach weil in realitas in unserer sozialmedialen Öffentlichkeit tatsächlich Humor und Ressentiment ineinander übergehen. R&Ms Herrangehensweise an das Animated-Comedy-Genre reflektiert das oder spult das zumindest ab.

Um zum eigentlichen Punkt zurückzukommen: Die Gewaltdarstellung von R&M zähle ich zum Heftigsten, was ich im Animationsbereich bisher gesehen habe. Aber nicht wegen der Darstellung der Gewalt, sondern des Kontextes, in dem die Gewalt stattfindet. Ich meine, in einer Folge setzt das Sicherheitssystem von Ricks Raumschiff den Befehl, Summer zu beschützen, mit einer solchen Skrupellosigkeit um, dass es einem kalt den Rücken runterläuft. In der Folge, wo Rick sich in eine Gurke verwandelt, tötet er all diese Menschen im Grunde nur, damit er sich nicht mit seinen eigenen Fehlern auseinandersetzen muss – purer Egoismus führt zu entgrenzter Gewalt.

Deshalb ist selbst die casual violence in anderen Serien für mich nicht auf demselben Heftigkeitsniveau wie bei R&M. In R&M ist sie halt Ausdruck eines vollkommen gleichgültigen Universums. Und das kontrastiert eben ihre cartoonhafte Überzeichnung.
Titel: Re: Rick & Morty und gewalttätige Trickfilme, war:Re: Filme und Serien - Smalltalk
Beitrag von: Sashael am 7.12.2019 | 10:31
Ich nehme mal an, dass wir das tatsächlich sehr ähnlich sehen.

Die KI, die Summers beschützt, ist ja nicht selbst skrupellos. Sie ist ein Beispiel, was passiert, wenn man jemandem mit reiner Logik einen Auftrag gibt, ohne ethische Parameter einzubauen. Die ersten "Angreifer" sind ja auch typische Belästiger, die man in unserer Welt im Dutzend billiger findet. Die kommen auch nur damit durch, weil sie in den allerseltensten Fällen Konsequenzen zu befürchten haben. Bei R&M eskaliert das Ganze total, weil die Leute der Dimension das total Scheiße finden, dass eine (einzelne) "schwache Person" über die Mittel verfügt, der gesamten Welt zu sagen "FUCK you and LEAVE me ALONE!"  Summers ist ja selbst vollkommen entsetzt, wie mächtig ihr Fahrzeug ist und wie konsequent es den Auftrag, sie zu beschützen durchsetzt. Was wäre ohne die KI passiert? Hätten die Typen sie vergewaltigt? Sie womöglich umgebracht, um ihr Verbrechen zu verschleiern? Oder wären sie nach wüsten Beschimpfungen einfach weitergegangen, um wieder der "liebende Familienvater" zu sein? Wäre hierzudimensional leider beides im Bereich des Möglichen. Die KI geht offensichtlich vom worst case aus und handelt entsprechend.

Ansonsten sieht man in meinen Augen in der Zitadelle der Ricks ziemlich deutlich, was passiert, wenn Ricks nicht zum zynischen Alkoholiker werden. Und die Zitadellenfolgen finde ich die mit Abstand grusligsten und düstersten der ganzen Serie.

Ich bin mir auch nicht sicher, ob Rick z.B. wirklich die ultimative Entscheidungsfreiheit sucht und deshalb emotionale Bindungen meidet und sich aufführt wie das vorletzte Arschloch (die Letzten sitzen in der Zitadelle), oder ob er sich "nur" weigert, sich mit den Konsequenzen auch nur kleinerer Entscheidungen zu befassen, weil er Angst hat, was passiert, wenn er damit anfängt. Wenn man sich vor Augen führt, was er alles getan oder auch nur zugelassen hat, dürfte eine Aufarbeitung ohne sich in Zynismus zu flüchten ihn wahrscheinlich zerstören.
Titel: Re: Rick & Morty und gewalttätige Trickfilme, war:Re: Filme und Serien - Smalltalk
Beitrag von: Supersöldner am 7.12.2019 | 10:46
Die KI ist eine KI so handelt sie auch. Rick hat auch viel ,,Gutes,, getan oder wie Vogelmensch es ausdrückte wir haben unzählige Gräueltaten im Nahmen der Freiheit begannen . Doch alles in allem ist Rick natürlich Total- Kaputt. Was die Zitadelle angeht so sind das zwar meine Absoluten Lieblingsfolgen aber ja sie setzen neue Maßstäbe des Wahnsinn der Grausamkeit und des Todes. Es ist wohl keine Gute Idee RuM Leute aus verschieden Universen am selben Ort zu stapeln .
Titel: Re: Rick & Morty und gewalttätige Trickfilme, war:Re: Filme und Serien - Smalltalk
Beitrag von: Sashael am 7.12.2019 | 12:10
Die KI ist eine KI so handelt sie auch.
Nope.
Summers setzt ja immer neue "ethischen" Parameter und die KI handelt danach entsprechend. Dass sie am Anfang blind tötet und verstümmelt ist eine Folge der fehlenden Angaben zur Handlungsweise. Das einfach auf die Aussage "handelt halt wie eine KI" zu reduzieren ignoriert völlig die Verantwortung des Programmierers.
Titel: Re: Rick & Morty und gewalttätige Trickfilme, war:Re: Filme und Serien - Smalltalk
Beitrag von: Supersöldner am 7.12.2019 | 12:17
Ja schon irgendwie. Aber es ist denke ich nicht so das Rick der Typ ist der an so was denkt. Wahrscheinlich hat er tatsächlich einfach keinen gedenkend daran ,,verschwendet ,,. Also dem Schiff werte ein zu programmieren. Moment das war doch die Folge mit dem Sklaven Planten in der Künstlichen Mini Dimension . Die er erschaffen hat um das Auto mit Strom für den Antrieb zu versorgen. Über diese vor der Gewalt wird hie offenbaren geschwiegen .
Titel: Re: Rick & Morty und gewalttätige Trickfilme, war:Re: Filme und Serien - Smalltalk
Beitrag von: Teylen am 7.12.2019 | 16:17
Ich persönlich finde Family Guy wesentlich amüsanter als Rick & Morty.
Letzteres halte ich mehr für medium amüsante, nicht sehr tiefe, Popcorn Unterhaltung; welches die Herausforderung hat das es den Protagonisten trotz allem letztlich idolisiert. Etwas das Family Guy, auch angesichts des sehr erratischen Stil der Serie, nicht macht.
Titel: Re: Rick & Morty und gewalttätige Trickfilme, war:Re: Filme und Serien - Smalltalk
Beitrag von: Supersöldner am 7.12.2019 | 16:47
sicher das du die beiden Serien nicht verwechselst ?
Titel: Re: Rick & Morty und gewalttätige Trickfilme, war:Re: Filme und Serien - Smalltalk
Beitrag von: Teylen am 7.12.2019 | 16:50
Sehr sicher. Ich mag Family Guy recht gern.
Rick & Morty pendelt für mich da deutlich irgendwo drunter, so vom Humor und Anspruch her.
Titel: Re: Rick & Morty und gewalttätige Trickfilme, war:Re: Filme und Serien - Smalltalk
Beitrag von: Supersöldner am 7.12.2019 | 16:55
Äh das ist die Größte weiß nicht mal wie ich das nenne soll ...Ketzerei ? die ich im Bezug auf diese Art von Serien je gehört habe. Family Guy hatte Gute Zeiten  in den es zb Schwarzen Humor und Satire auf die Gesellschaft zu bieten hatte. Und witzig war. Das sind aber ausnahm. Es ist Geistlos und Seelenlos.   RuM ist hingegen immer so Gut wie FG zu seinen Besten Zeiten . 
Titel: Re: Rick & Morty und gewalttätige Trickfilme, war:Re: Filme und Serien - Smalltalk
Beitrag von: Teylen am 7.12.2019 | 17:03
Ich sehe Rick and Morty nicht als sehr geistvoll.
Die Moral wird einem fast so dick reingedrückt wie bei einem HeMan Cartoon und es führt dazu das viele Leute Rick vergöttern.
Letzteres weil die Serie es nicht hinkriegt der Idee der Macher zu folgen das Rick kein erstrebenswerter Charakter ist (The Problem with Rick and Morty | Renegade Cut (https://www.youtube.com/watch?v=X-8ICfWsUVw)).
(Wobei die letzte oder vorletzte Folge mit der Toilette dahingehend ein paar Fortschritte zu machen)

Family Guy verkneift sich soweit direkte politische Aussagen respektive schleudert schneller von links nach rechts als Southpark mit der Klimamörderbär-Entschuldigungsfolge.
Stattdessen ist der Humor bei Family Guy recht konsequent darauf konzentriert einfach zu zeigen was die Macher gerade lustig finden und dann weg zu springen.
Wobei keiner von der Cast als besonders sympathisch weg kommt. Das heißt, danach hat man keine Deppen Horde die Fastfood Läden stürmt weil sie Peter, Lois, Brian, Meg, oder irgendeinen Charakter sympathisch finden.
Titel: Re: Rick & Morty und gewalttätige Trickfilme, war:Re: Filme und Serien - Smalltalk
Beitrag von: Supersöldner am 7.12.2019 | 17:11
Du findest die Moral dick aufgetragen ? Und Natürlich ist Rick nicht erstrebenswert. Er ist der Klügste man im Multiversum und ein ehemaliger Held im Kampf für die Freiheit der Totall kaputt ist und zur Größten Gefahr für die Normalen Leute wurde die er in seiner Jugend verteidigt hat. Verrückt und versoffen .
Titel: Re: Rick & Morty und gewalttätige Trickfilme, war:Re: Filme und Serien - Smalltalk
Beitrag von: Alexandro am 7.12.2019 | 17:28
Family Guy war mal gut, bevor sie sich ausschließlich auf Peter eingeschossen haben. Der ist einfach eine beschissene Figur, ohne Bindungen oder Ziele - und damit für mich komplett uninteressant. Ich schaue gerade The Orville und das erinnert mich daran, wie gut Seth McFarlane sein kann, wenn er mit richtigen Figuren (Stewie, Brian, Meg...) arbeitet.

Bei Rick & Morty war die Serie dagegen schon vom Anfang an kaputt: Morty kann noch so sehr wachsen und Verantwortung übernehmen, das nützt alles nichts, wenn die Macher am Ende doch wieder Ricks infantilen Nihilismus (eigentlich eine Dopplung, denn Nihilismus ist per definitionem infantil) als die korrekte Antwort framen.
Titel: Re: Rick & Morty und gewalttätige Trickfilme, war:Re: Filme und Serien - Smalltalk
Beitrag von: Teylen am 7.12.2019 | 21:50
Ja, die Moral der Folge bzw. das Thema finde ich ziemlich fett und aufdringlich aufgetragen.
Die einzige andere Serie auf dem Level der "Nicht Subtilität" ist für mich Supergirl.

Wegen Family Guy, ich habe es später angefangen, kann aber keine besondere Konzentration finden.
Wobei sich die Charaktere auch soweit konsequent nicht entwickeln sondern als Hintergrund für die jeweiligen Scherze herhalten.

Orville wiederum mag ich wegen der Geschichten, nicht so sehr wegen des Humors, der für mich da eher nicht zündet.
Titel: Re: Rick & Morty und gewalttätige Trickfilme, war:Re: Filme und Serien - Smalltalk
Beitrag von: Jiba am 8.12.2019 | 09:04
Bei Rick & Morty war die Serie dagegen schon vom Anfang an kaputt: Morty kann noch so sehr wachsen und Verantwortung übernehmen, das nützt alles nichts, wenn die Macher am Ende doch wieder Ricks infantilen Nihilismus (eigentlich eine Dopplung, denn Nihilismus ist per definitionem infantil) als die korrekte Antwort framen.

Dem kann man auch andere Stimmen entgegensetzen... (https://www.youtube.com/watch?v=xj7Mz_cuzSk)

Aber was bringt dich dazu, zu denken, dass es die "korrekte Antwort" ist? Weil Rick den Scheiß überlebt, den er selbst anrichtet? Weil es Idioten im Internet gibt, die Arschigkeit mit Intelligenz verwechseln?

Ich meine, wir dürfen uns keine Illusionen darüber machen, dass Teile der R&M-Fanbase einfach toxisch sind (und Kommentare, die Kritik an R&M von vornherein pauschal als "Ketzerei" verdammen auch nicht hilfreich sind). Aber das geschieht nun einmal, wenn eine Serie eben keine moralische Richtung vorgibt. Ich sehe nicht, wo bei R&M fingerdick die Moral aufgetragen würde. So ziemlich alle Figuren sind auf die ein oder andere Weise moralische Heuchler, selbst Morty stolpert da ab und an rein.

R&M bricht eben radikal mit der ungeschriebenen Regel der Unterhaltungsmedien: "Und am Ende gewinnt das Gute" (das ist es ja, was der Rezensent aus Renegade Cut wohl gerne von der Serie hätte). So läuft aber dummerweise die Welt nicht. Ich meine, schaut euch doch nur einmal um. "R&M" ist gerade deshalb eine so gute Serie, weil sie eben aufzeigt, dass die Arschlöcher irgendwie doch immer gewinnen. Dass Intelligenz nicht unbedingt mit Vernunft oder Menschlichkeit einhergehen muss. Das lässt sich auf allen politischen Schlachtfeldern der Welt beobachten.

Rick reiht sich damit in eine Riege von Protagonisten ein, die egoistische Arschlöcher sind und damit ebenfalls durchkommen: Walter White, Toni Soprano, Rick Grimes, Frank Underwood, der halbe Cast von Game of Thrones. Gut, die Serie dreht diesen Typus dann eine Lautstärke höher, aber letztlich werden die vorherigen Figuren von der Popkultur genauso verehrt wie Rick es wird.

Ich habe den Hype um so einen Pisser wie Walter White auch nicht verstanden und finde er ist viel zu glimpflich aus der Nummer rausgekommen. Und auch Rick Sanchez gilt meine Sympathie nicht. Das ist aber eben das Los solcher Serien: Dass sie Leute anzieht, die eben nicht in der Lage sind, zwischen der Moral des Protagonisten und der Moral der Serie zu entscheiden. Sie entschuldigen Rick genauso wie z.B. Beth Rick ständig entschuldigt. Und das ist das, was in R&M eben passiert. Rick gewinnt deshalb, weil seine Familie ihn gewinnen lässt. Die Arschlöcher regieren deshalb die Welt, weil wir sie gewinnen lassen. Weil wir denken: Naja, ist halt schon schlau und gewieft und technologisch fortschrittlich, was die tun, also kann's ja moralisch gar nicht so schlecht sein.

Dass ein Teil der Community von R&M toxisch ist, ist dem geschuldet, dass R&M mit uns eben auch dieses Experiment macht. Dass die Serie uns eben genau diese Frage stellt. Wie man Rick & Morty versteht, sagt eben eine Menge über uns als Menschen aus. Wenn wir Rick unreflektiert verehren, dann sind wir eben genau die Beths und Jerrys, über die wir uns in der Serie gerne so lustig machen. Es gibt bei R&M keine klare Moral: Sie lässt uns damit allein. Sie präsentiert uns das Outcome und den Fallout. Und sich hat Morty, der immer wieder deutlich macht: Hey, nur weil etwas funktioniert, muss es noch lange nicht moralisch richtig sein.

Und es gibt eine ganze Menge Folgen, in denen Rick moralisch verliert und die entblößen, was wirklich in ihm vorgeht und was er sich nicht eingestehen will und wieviel Schwäche und Unsicherheit in ihm steckt:
- Die Folge, in der Birdperson uns erklärt, was Rick's Signature-Spruch in seiner Sprache bedeutet
- Die Folge, in der Rick ein Hive-Mind datet, und ihn das verlässt
- Die Folge, in der sich seine Familie von ihm abwendet, auf diesem Zwergplaneten
- Die Folge, in der er sich in eine Gurke verwandelt, um der Familientherapie zu entgehen
Diese Folgen zeigen ein differenziertes Bild von Rick. Man kann jetzt argumentieren, dass die irgendwie keine Rolle spielen oder ihr Ziel verfehlen, aber sie sind da.

Aber so ist es ja mit allen Medienprodukten: Man darf die Reflexionsebene nicht ausklammern. Die Frage: Verherrlicht ein Medienprodukt einen Umstand oder stellt sie ihn nur dar? Da kann man durchaus zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen, das zeigt bereits die Killerspieldebatte (die vonseiten der Videospiel-Community IMHO genauso undifferenziert geführt wird, wie aufseiten der Gegner).

Klar, auch bei R&M ist noch Luft nach oben, aber sicher nicht beim Humor, der ist nämlich genau da, wo er sein muss: Borderline unangenehm. Nicht einer, wonach man ein gutes Gefühl hat oder irgendwie ein erleichterndes Lachen serviert bekommt.

Teylen hat es gut beschrieben: "Family Guy" springt dahin wo es die Macher grade lustig finden und dann wieder davon weg. Das ist für mich deutlich oberflächlicher, als R&M, die einen Haufen erzählerische Tropen nehmen, und stilistisch in ihr Gegenteil verkehren. R&M ist ambitioniert, ganz im Gegensatz zu "Family Guy", wo alle Figuren quasi die Jerkass-Versionen der "Simpsons" sind (ich meine, hat Lois überhaupt sowas wie eine Persönlichkeit?!? Marge hat eine! Aber gut, ich verehre die frühen Staffeln Simpsons auch mit einer gewissen Inbrunst als das beste Stück TV meiner gesamten Jugend). Ob R&M seiner Ambition auch gerecht wird, darüber können wir uns streiten. Aber nicht darüber, ob diese Ambition existiert.

Im Grunde ist das alles eine Frage der eigenen Rezeptionshaltung. Und ich würde eben sagen: "R&M" dürfen wir nicht als reine Comedy-Serie begreifen. Ein Freund von mir hat mir gestern noch erzählt, dass er es zum ersten Mal, die ersten zwei Staffeln der Serie geschaut hat und ziemlich überrascht war, wie bitter und finster Rick&Morty war und ihm oft genug das Lachen im Halse stecken geblieben ist. Er schaut sie sich genau deswegen weiter an. 

Ich behaupte, genau das will R&M. Ob die Serie das bei einem auslöst, das darf jeder für sich selbst bewerten. Aber bei R&M ist der Humor nicht der eigentliche Faktor, der die Serie (in my book) so außergewöhnlich gut macht.
Titel: Re: Rick & Morty und gewalttätige Trickfilme, war:Re: Filme und Serien - Smalltalk
Beitrag von: Supersöldner am 8.12.2019 | 09:53
Natürlich gibt es eine Moral aber ich sehe sie mehr in dem Bereich das man darüber Nachdenken muss um sie zu verstehen oder sogar zu finden. Den Supergirl vergleiche finde ich tatsächlich noch weiter hergeholt als den Family Guy Vergleich. Nehmen wir die Zitadellen folgen so viel Gut gemachte Schwarzhumor  Kritik an ,Politik,Wirtschaft,Medien  und Gesellschaft  kriegt man heute zu Tage bei andern solcher Serien in einer Staffel was die Menge angeht und nie was die Qualität angeht. Was die Rick verehren angeht so sollten Leute die das tun das D und D Rick und M Comic Lesen das es auf den Punkt bringt sogar Wörtlich. Rick ist nicht Cool er kann nur Coole Sachen was das Normaleiweiße überdeckt.  Oder nehme wir die Scheinbar vollkommen sinnlose Folge wo Rick einem Killer Waffen verkaufe damit er mit dem Geld in eine Spielhalle gehen kann. Und Morty will den Killer aufhalten was zu einer Jagd über mehrere Sonnensysteme Führt. Scheinbar sinnloses Chaos. Doch eine so Gute Kritik an der Westlichen Welt die Krieg ,Völkermord und Terror erst Möglich macht in dem sie die Waffen Liefert und das Geld dann für Spaß und Schoppen ausgibt habe ich noch nie gesehen.(Verhalten von Rick ) Grade in dem Mangel an Supergirl Keule. Morty Tötet wiederum durchs eine Endscheidung  Dutzende Leute die er gar nicht kennt um eine Person zu retten die er gar nicht kennt und die er am ende Töten muss weil es sonnst zum Völkermord gekommen wehre. Hätte er sich nicht eingemischt hätte es weniger als 10 Prozent tote gegeben wahrscheinlich sogar nur den Typ den er später selber Töten musste. Hier sehen wir die Gefahren des Gutmenschen Tumdas zwar Gut Klingt aber in Realen leben zwangsläufig scheitern muss  zum Preis des Lebens der Unschuldigen. Was Supergirl angeht es Gibt eine Folge in der Morty Superhelden Anbetet was Rick dazu treibt mit den Mächtigsten Superhelden und Superschurken der Galaxie ab zu Rechnen. Nicht nur in dem er sie Bricht und Tötet sondern vor allem in dem er zeigt wer sie wirklich sind. Nämlich nicht besser als er. Eine Klare Abrechnung mit solchen Serien. Windrum so Chaos und verrückt mäßig das man es nur Kapiert wen man nachdenkt.
Titel: Re: Rick & Morty und gewalttätige Trickfilme, war:Re: Filme und Serien - Smalltalk
Beitrag von: Talasha am 8.12.2019 | 10:33

Ich habe den Hype um so einen Pisser wie Walter White auch nicht verstanden und finde er ist viel zu glimpflich aus der Nummer rausgekommen. Und auch Rick Sanchez gilt meine Sympathie nicht. Das ist aber eben das Los solcher Serien: Dass sie Leute anzieht, die eben nicht in der Lage sind, zwischen der Moral des Protagonisten und der Moral der Serie zu entscheiden. Sie entschuldigen Rick genauso wie z.B. Beth Rick ständig entschuldigt. Und das ist das, was in R&M eben passiert. Rick gewinnt deshalb, weil seine Familie ihn gewinnen lässt. Die Arschlöcher regieren deshalb die Welt, weil wir sie gewinnen lassen. Weil wir denken: Naja, ist halt schon schlau und gewieft und technologisch fortschrittlich, was die tun, also kann's ja moralisch gar nicht so schlecht sein.
Walter White hat denke ich den Vorteil, das er das kaputte US-Sozial- und Gesundheitsystem kritisiert. Rick legt sich wenn ich mich recht erinnere auch gerne mal mit Figuren an die der Durchschnittsgucker auch gerne mal zum Mond schießen würde.
Titel: Re: Rick & Morty und gewalttätige Trickfilme, war:Re: Filme und Serien - Smalltalk
Beitrag von: Sashael am 8.12.2019 | 14:59
Aber bei R&M ist der Humor nicht der eigentliche Faktor, der die Serie (in my book) so außergewöhnlich gut macht.
Jup.
Die besten Folgen von R&M sind imo größtenteils auch überhaupt nicht zum Lachen.

Aber mal ne Frage zum Ende von Staffel 3:
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)
Titel: Re: Rick & Morty und gewalttätige Trickfilme, war:Re: Filme und Serien - Smalltalk
Beitrag von: Teylen am 8.12.2019 | 15:31
Aber was bringt dich dazu, zu denken, dass es die "korrekte Antwort" ist? Weil Rick den Scheiß überlebt, den er selbst anrichtet? Weil es Idioten im Internet gibt, die Arschigkeit mit Intelligenz verwechseln?
Weil Rick bei dem Scheiß den er mit einer Scheißhaltung anrichtet nicht nur überlebt sondern im Rahmen der Story sowohl als Intelligent als auch "im Recht" gezeigt wird.
Das heißt, während sich bei Serien wie Breaking Bad noch stärker im Text der Serie der Hinweis findet das Walter White ein Arschloch mit Größenwahn ist, fehlt das bei Rick und Morty fast komplett. Bei den wenigen Folgen die es ansprechen und wo Rick einmal keinen Erfolg mit seiner rücksichtslosen Ego-Tour hat, bleibt oftmals ein "Höhöhöööö, Pickle Rick ist der voll krasse Rambo" übrig.

Was meines Erachtens von Renegade Cut sehr gut aufgezeigt wird.
Was für mich ähnlich Augen öffnend war, wie Jack Saint's Erklärung weshalb Leute Skylar White hassen.
Etwas das ich, ganz ehrlich, davor nicht einmal Ansatzweise verstand:
Why Do You Hate Skyler White? | Jack Saint (https://www.youtube.com/watch?v=PawBjDGGOCQ)

Zitat
Aber das geschieht nun einmal, wenn eine Serie eben keine moralische Richtung vorgibt. Ich sehe nicht, wo bei R&M fingerdick die Moral aufgetragen würde. So ziemlich alle Figuren sind auf die ein oder andere Weise moralische Heuchler, selbst Morty stolpert da ab und an rein.

Nur weil die Serien Charaktere keine moralische Richtung vorgeben, heißt das nicht das es keine gibt zum dick auftragen.
Das heißt, Themen wie die Ausnutzung der Armen mit dem Themenpark im Bauch eines Penner waren meines Erachtens jetzt nicht dezent in den Raum gestellt.
Respektive zieht meines Erachtens Rick & Morty jeweils ein Thema so willkürlich abwechselnd von Folge zu Folge in den Vordergrund wie die Frotzeleien bei Famliy Guy wechseln.

Zitat
R&M bricht eben radikal mit der ungeschriebenen Regel der Unterhaltungsmedien: "Und am Ende gewinnt das Gute" (das ist es ja, was der Rezensent aus Renegade Cut wohl gerne von der Serie hätte).
Was Renegade Cut gerne von der Serie hätte, oder vielleicht auch nicht, immerhin mag er sie, wäre das die Serie öfter (und deutlicher) mal zeigt das Rick nicht das eiskalte Logikgenie ist was immer richtig liegt und kein "Arschloch, hat aber recht" vermittelt wird. Was nun imho mit der Klo-Folge sogar mal gelungen ist. Imho zum ersten mal.
Zumal Renegade Cut durchaus aufzeigt wo die Darstellung von bspw. Walter White abweicht. Der in der einen Szene sagt "I am the man who knocks" und in der nächsten aber zusammen getreten wird. (Wobei es da ein Amalgam aus Renegades und Jacks Video sein kann XD) Nun und Breaking Bad hat auch das Problem, dass es damit endet das Walter seine Familie das Geld gibt und dann eine Runde Nazis niedermäht um Jessy zu retten bevor er selbst abtritt.

Zitat
Teylen hat es gut beschrieben: "Family Guy" springt dahin wo es die Macher grade lustig finden und dann wieder davon weg. Das ist für mich deutlich oberflächlicher, als R&M, die einen Haufen erzählerische Tropen nehmen, und stilistisch in ihr Gegenteil verkehren. R&M ist ambitioniert
Ich halte Family Guy vom Konzept her für eine Art Standup-Comedy mit der Behauptung pro Folge eine Geschichte zu haben.
In dem Rahmen ist es meines Erachtens sinnig das die Figuren eine einfache Persönlichkeit haben und diese resettet wird.
Im Grunde gibt es aber daher auch eher weniger Gemeinsamkeiten mit Rick & Morty und nur konzeptionelle mit den Simpsons. Welche beide Charaktere haben die sich entwickeln können. Etwas das bei Family Guy jenseits von Mini-Arks absolut unmöglich ist, und mitunter selbst in einer Folge nicht auf recht erhalten wird.

Die einzige größere parallele, außer das ich Family Guy lustiger und besser finde, ist das wäre Family Guy mehr wie Rick und Morty, einer oder zwei der Charaktere bei Family Guy als "im Recht" gezeigt wird, jenseits von einer handvoll Folgen. Was Family Guy wiederum nicht bekommen würde. Selbst wenn es ein Charakter trifft den ich eher mag (Brian und Meg). Nun, und ich würde durchaus behaupten das Lois eine Persönlichkeit hat. Eher eine neurotische und nicht sehr tief ausgearbeitete, aber es ist imho eine da.
Titel: Re: Rick & Morty und gewalttätige Trickfilme, war:Re: Filme und Serien - Smalltalk
Beitrag von: Flamebeard am 8.12.2019 | 15:49
Aber mal ne Frage zum Ende von Staffel 3:
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)

 :hi:
Titel: Re: Rick & Morty und gewalttätige Trickfilme, war:Re: Filme und Serien - Smalltalk
Beitrag von: Sashael am 8.12.2019 | 15:56
Weil Rick bei dem Scheiß den er mit einer Scheißhaltung anrichtet nicht nur überlebt sondern im Rahmen der Story sowohl als Intelligent als auch "im Recht" gezeigt wird.
Sehe ich zumindest gar nicht so.

Er überlebt. Das Universum ist Scheiße. Das sind so die Aussagen, auf die das immer hinausläuft. Da Überleben oft in R&M das Beste ist, was die Protagonisten noch bekommen können, kann man das vielleicht als "er hat Recht" interpretieren. Allerdings ist Rick eine verdammt einsame Person, deren Unzulänglichkeiten und Unsicherheiten auch immer wieder thematisiert werden.

Es ist zumindest mir klar, dass er ein weitaus friedlicheres und unkomplizierteres Leben führen könnte, wenn er sich einfach mal in manchen Dingen anpassen oder unterordnen könnte. Stattdessen geht er ausschließlich auf Konfrontation und bringt sich und seine Familie immer wieder in Gefahr. Eine Idolisierung kann ich da nicht erkennen. So wie Rick seine eigene Familie kaputt macht, wird er für mich doch recht eindeutig als echter Antiheld dargestellt.
Titel: Re: Rick & Morty und gewalttätige Trickfilme, war:Re: Filme und Serien - Smalltalk
Beitrag von: Supersöldner am 8.12.2019 | 17:11
Wie schon gesagt Rick ist als Person nicht Cool er kann nur Coole Sachen und das überdeckt es für viele zunächst. Und Natürlich Übertreibt er es oft. Bis fast immer. manchmal werden die Ricktigen Leute zum ziel (der Teufel,Die Föderation ) Machtmal dreht er totall durch was die Ziele angeht  und Manchmal geht er gegen Leute vor die Prügel verdienen (Superhelden ,Obama der Kindersoldaten im Weißen Haus hält) aber oft aus dummen oder Selbstsüchtigen gründen. Doch entscheidend dabei finde ich wir diskutieren hier über die Moral von Rick und Morty .Das Könnten wir bei FG Gar nicht weil die Serie keine hat. Was die Frage nach dem Klon angeht ich würde sagen.Ja. Aber die Antwort werden wir kaum vor ende Staffel 4 oder Staffel 5 Offiziell bekommen.  Ähnlich wie bei Präsident Morty. Oh es gibt auch Gute Rick s im Multiversum zb den Cop .Aber das zeigt nur noch mehr das C-137 Erde Dimension Rick  halt nicht bereit ist sich anders zu verhalten obwohl er es könnte. Aber nach und nach vor allem Staffel 3 ende und was man so von 4 hört beginnt seine Familie ihm ja auch Grenzen zu setzen.
Titel: Re: Rick & Morty und gewalttätige Trickfilme, war:Re: Filme und Serien - Smalltalk
Beitrag von: 6 am 8.12.2019 | 22:40
Letzteres weil die Serie es nicht hinkriegt der Idee der Macher zu folgen das Rick kein erstrebenswerter Charakter ist (The Problem with Rick and Morty | Renegade Cut (https://www.youtube.com/watch?v=X-8ICfWsUVw)).
(Wobei die letzte oder vorletzte Folge mit der Toilette dahingehend ein paar Fortschritte zu machen)
Renegade Cut verkürzt absichtlich oder unbeabsichtigt den Text der eigentlichen Folgen. Zumindest der Text (über den Paratext kann ich nichts sagen, da ich keine Statements von den Machern kenne) der ersten Staffel sind die "Siege" Rickys alles Pyrhusssiege, die die Familie immer nur wieder an den Anfang der Folge bringen, bei denen die Familie selber aber schlechter da steht als die am Anfang war. Gerne mit Trauma. Gerade dieses "it doesn't matter" wird regelmäßig ad absurdum geführt.
Natürlich kann man argumentieren, dass Satire immer das Problem hat, dass Sachen, die negativ gezeichnet sind, gerne ignoriert werden, wenn sie nicht stark genug negativ gezeichnet werden (American History X ist zum Beispiel in Teilen der Naziszene ziemlich beliebt, weil Edward Norton ziemlich männlich aussieht), aber das sollte man dann auch so benennen und nicht einfach Teile des Textes unter den Tisch fallen lassen.
Titel: Re: Rick & Morty und gewalttätige Trickfilme, war:Re: Filme und Serien - Smalltalk
Beitrag von: Teylen am 8.12.2019 | 23:22
Renegade Cut verkürzt absichtlich oder unbeabsichtigt den Text der eigentlichen Folgen. Zumindest der Text (über den Paratext kann ich nichts sagen, da ich keine Statements von den Machern kenne) der ersten Staffel sind die "Siege" Rickys alles Pyrhusssiege, die die Familie immer nur wieder an den Anfang der Folge bringen, bei denen die Familie selber aber schlechter da steht als die am Anfang war. Gerne mit Trauma.
Ich persönlich sehe nicht das es dort eine bemerkenswerte Kritik auslässt.
Respektive ist es eine Lesweise die Fans teilten, nachdem ich ein "Wenn ihr diese Figuren verehrt habt ihr das Material nicht verstanden" (mit Joker, Walter White, Rick und Tyler Durden iirc) teilten.
Hinsichtlich der Macher, so sagt wohl mindestens einer dieser, dass Rick nicht als erstrebenswerte Figur gestaltet wurde.

In Bezug auf die Familie kann man argumentieren das sie aus der Perspektive das Rick "cool" ist, es Angesichts ihrer Dummheit und/oder charakterlichen Schwächen, nachdem was die Serie kommuniziert, nicht anders verdient haben. Nun und in Bezug auf Trauma kommen die Figuren da doch ähnlich fix drüber weg wie die Cast von Family Guy. Das heißt, man merkt in der aktuellen Staffel eher nichts von Summers Traumata das Original Rick & Morty im Hinterhof begraben liegen.
Titel: Re: Rick & Morty und gewalttätige Trickfilme, war:Re: Filme und Serien - Smalltalk
Beitrag von: Alexandro am 9.12.2019 | 01:17
R&M bricht eben radikal mit der ungeschriebenen Regel der Unterhaltungsmedien: "Und am Ende gewinnt das Gute" (das ist es ja, was der Rezensent aus Renegade Cut wohl gerne von der Serie hätte)

Das ist ein ziemlich großer Strohmann (nicht nur im Bezug auf Unterhaltungsmedien - wo es ziemlich viele Bespiele gibt, wo der "Gute" nicht gewinnt - sondern auch im Bezug auf das Video). Speziell geht es mir nicht darum, dass Rick nur gewinnt – Framing ist unabhängig vom Erfolg oder Misserfolg des Protagonisten.

Bestes Beispiel dafür ist Tyrion Lannister: dieser ist (zumindest in den Büchern) ein ziemlicher Versager, der so gut wie keine der Intrigen in seinem unmittelbaren Umfeld durchschaut und immer wieder (durch eigene Schuld) auf die Fresse bekommt. Trotzdem gibt es viele Fans der Bücher, welche in Tyrion den intelligentesten Charakter der Saga sehen und felsenfest überzeugt sind, dass dieser am Ende das Spiel der Throne gewinnen werde (trotz mannigfaltiger Evidenz für das Gegenteil).

Das hängt mit Framing zusammen: Tyrions Erfolge werden in seinen Kapiteln besonders herausgestellt, während seine Niederlagen als Resultat der Umstände (er spielt mit einem Handicap und die ganze Welt will ihm ans Leder) heruntergespielt werden. Das passt zur Erzählung, da die Kapitel in der ersten Person verfasst sind und wir auf diese Weise den Gedankenprozess der Figur nachvollziehen können – einer Figur, welche zu massiver Selbstüberschätzung neigt und sich von der gesamten Welt verfolgt glaubt.

George Martin trifft mit dem Kapitel eine Aussage darüber, wie die Figur sich selbst sieht – einige Fans missverstehen das als eine Aussage darüber, wie die Figur (und zu einem gewissen Teil auch die Welt, in der sich diese bewegt) wirklich ist.

Problematischer wird das Ganze, wenn die Erzählung nicht in der ersten Person verfasst ist (was bei Fernsehserien ohnehin selten ist, auch wenn ich solche Serien wie „House of Cards“ als ziemlich nah an der first person narrative betrachten würde): hier trifft der Verfasser nämlich durchaus eine Aussage über die Beschaffenheit der Welt, einfach indem er sich auf einen bestimmten Fokus festlegt und die Dinge in einer bestimmten Weise darstellt.

Und dabei kommen dann Sachen wie „Pickle Rick“ (furchtbare Episode) raus, welche sich bestenfalls noch ein Feigenblatt leiser Zwischentöne leisten, dass Rick möglicherweise doch gar nichts erreicht hätte, nachdem sie mehr als 20 Minuten die Handlung so geframed haben, dass er eben doch rockt.

Zitat
So läuft aber dummerweise die Welt nicht. Ich meine, schaut euch doch nur einmal um. "R&M" ist gerade deshalb eine so gute Serie, weil sie eben aufzeigt, dass die Arschlöcher irgendwie doch immer gewinnen. Dass Intelligenz nicht unbedingt mit Vernunft oder Menschlichkeit einhergehen muss. Das lässt sich auf allen politischen Schlachtfeldern der Welt beobachten.
Das ist eine ziemlich…naive Aussage. Medien, wo „irgendwie die Arschlöcher gewinnen“ sind erstmal wertlos, wenn der Verfasser keine Intention dahinter hat, welche über „ich will zeigen, wie böse die Welt ist“ hinausgeht. Schön, sage ich zu Dan Harmon, dann zeig es uns – aber mit einer klaren Aussage worum es dir geht und nicht mit diesem Edgelord-Bullshit, der in jeder Folge noch endkrasseres (und sich in den Aussagen widersprechendes) Arschloch-Verhalten auffährt, um zu zeigen, wie toll du die Bosheit der Welt doch verstanden hast (womit du imo eher das Gegenteil beweist, aber das sind nur my 2c)

Oder, um es mit der Unterhaltung zwischen Christopher Walken und Colin Farrell aus dem großartigen Film „7 Psychos“ zu sagen:

Zitat
Hans: Marty, I've been reading your movie. Your women characters are awful. None of them have anything to say for themselves. And most of them get either shot or stabbed to death within five minutes. And the ones that don't probably will later on.

Marty: Well, it's a hard world for women. I guess that's what I'm trying to say.

Hans:Yeah, it's a hard world for women, but most of the ones I know can string a sentence together.

Dem ist nichts hinzuzufügen. ;)
Titel: Re: Rick & Morty und gewalttätige Trickfilme, war:Re: Filme und Serien - Smalltalk
Beitrag von: Sashael am 9.12.2019 | 04:26
Und dabei kommen dann Sachen wie „Pickle Rick“ (furchtbare Episode) raus, welche sich bestenfalls noch ein Feigenblatt leiser Zwischentöne leisten, dass Rick möglicherweise doch gar nichts erreicht hätte, nachdem sie mehr als 20 Minuten die Handlung so geframed haben, dass er eben doch rockt.
Öhm ... sorry, aber dann hast du die Folge nicht wirklich verstanden.

Das ist eine der wichtigsten Folgen in Bezug auf das Verhältnis zwischen Rick und seiner Familie und wie sie ihn sieht.

Rick mag die Action rocken, aber er verliert durch seine Weigerung, an der Therapie teilzunehmen, den Anschluss an die Anderen.

Und genau das ist symptomatisch für Rick. Er dominiert den Augenblick, aber langfristig verliert er immer mehr und mehr. Vielleicht muss man die Folge im Kontext der gesamten Serie sehen, denn so ist deine Analyse, dass Rick mit seinem Arschlochverhalten der große Gewinner ist, leider völlig falsch.
Titel: Re: Rick & Morty und gewalttätige Trickfilme, war:Re: Filme und Serien - Smalltalk
Beitrag von: 6 am 9.12.2019 | 06:48
Ich persönlich sehe nicht das es dort eine bemerkenswerte Kritik auslässt.
Respektive ist es eine Lesweise die Fans teilten, nachdem ich ein "Wenn ihr diese Figuren verehrt habt ihr das Material nicht verstanden" (mit Joker, Walter White, Rick und Tyler Durden iirc) teilten.
Wie ich schon schrieb:
Natürlich kann man argumentieren, dass Satire immer das Problem hat, dass Sachen, die negativ gezeichnet sind, gerne ignoriert werden, wenn sie nicht stark genug negativ gezeichnet werden (American History X ist zum Beispiel in Teilen der Naziszene ziemlich beliebt, weil Edward Norton ziemlich männlich aussieht), aber das sollte man dann auch so benennen und nicht einfach Teile des Textes unter den Tisch fallen lassen.
Als weiteres Beispiel könnte ich von davon erzählen, wie ich nach dem Kinobesuch von Natural Born Killers die Konservation zweier Leute mithörte, die total begeistert von dem Paar war, weil die "so cool drauf waren und keine Rücksicht auf Arschlöcher genommen haben".
Die Kritik ist auch gegen R&M vollkommen valide. Aber davon zu erzählen, dass die Sachen nicht im Text ständen, ist Blodsinn.
Zitat
In Bezug auf die Familie kann man argumentieren das sie aus der Perspektive das Rick "cool" ist, es Angesichts ihrer Dummheit und/oder charakterlichen Schwächen, nachdem was die Serie kommuniziert, nicht anders verdient haben. Nun und in Bezug auf Trauma kommen die Figuren da doch ähnlich fix drüber weg wie die Cast von Family Guy. Das heißt, man merkt in der aktuellen Staffel eher nichts von Summers Traumata das Original Rick & Morty im Hinterhof begraben liegen.
Das ist dem Format geschuldet. Die ganzen Satirezeichentrickserien sind alles aneinandergereihte Einzelfolgen. Genau deshalb kam es meiner Meinung nach auch so extrem stark, als Morty in einer späteren Folge darüber berichtete, wie er sich fühlt, dass er sich selbst hinterm Haus begraben hatte und jeden Tag drauf schauen muss. Es kann natürlich sein, dass die späteren Folgen eher durchgängiger Geschichte arbeitet. Die erste Staffel arbeitet definitiv in dem typischen Format.
Hast Du die aktuelle Staffel gesehen? Ich dachte Du hättest nur eine oder zwei Staffeln gesehen. Dass Du von der Sache mit dem im Hinterhof begraben nicht mehr viel mitbekomst, hat damit zu tun, dass der Fakt seine Aufgabe schon erfüllt hatte.
Titel: Re: Rick & Morty und gewalttätige Trickfilme, war:Re: Filme und Serien - Smalltalk
Beitrag von: Teylen am 9.12.2019 | 07:05
Hast Du die aktuelle Staffel gesehen? Ich dachte Du hättest nur eine oder zwei Staffeln gesehen.
Ich habe alle Staffeln gesehen, die ersten quasi am Stück weil ich sie nachholte, und bin auf dem aktuellen Stand. Wobei ich die Woche vermutlich weniger zum schauen komme.

Gerade dadurch verstärkt sich für mich der Eindruck, dass normalerweise, bisher, die "Kritik" innerhalb der Serie in keinem Verhältnis zu der positiven Darstellung von Rick steht. Das heisst, von den Gräbern, über die 'Offenbarung' das der Spruch Schmerzen ausdrückt und selbst bei PickleRick ist es in der Kategorie "blinzel und du verpasst es ggf." respektiv so nachhaltig wie das ableben Brains in Family Guy.

Weshalb mich die aktuelle "Toiletten Folge" eher positiv überraschte. (Die mit Ricks Kloplaneten)
Titel: Re: Rick & Morty und gewalttätige Trickfilme, war:Re: Filme und Serien - Smalltalk
Beitrag von: 6 am 9.12.2019 | 07:13
Ich muss gestehen, dass ich nur die erste Staffel gesehen habe. Ich konnte nicht mehr mit ansehen wie Ricky rumsabbert. Daher werde ich keine weitere Folgen mehr ansehen, obwohl ich die Stories von R&M selber bis dahin ziemlich klasse fand.
Titel: Re: Rick & Morty und gewalttätige Trickfilme, war:Re: Filme und Serien - Smalltalk
Beitrag von: First Orko am 9.12.2019 | 08:53
Rick als "Cooles Arschloch" zu feiern entlarvt diese Leute als genau die Art von Menschen, die Rick zu dem gemacht haben, wer er ist. Nicht die intelligentesten Menschen, aber gefangen in der Hybris des Dunning-Kruger-Effektes und ihre eigenen Kompetenzen quasi ständig überschätzend, unter stätiger Mißachtung ihrer eigenen Moralvorstellungen sobald diese an die Grenzen ihrer sozialen Norm geraten und dementsprechend weder klug noch konsequent handelnd, aber selbstherrlich ihrer eigene Überlegenheit zelebrieren - und jeden verachten, der mehr Selbsreflektion an den Tag legend (intuitiv erkennend, dass der Andere weiter ist als man selbst jemals kommen könnte).

Als jemand, der selbst in einem vergleichbaren Umfeld aufgewachsen ist, kann ich Ricks zutiefst zynische Haltung ggü. Mitmenschen auf eine abstrakte Weise nachvollziehen. Hätte ich Zeit meines Lebens in dem Umfeld verbringen müssen, kann ich mir gut vorstellen, dass ich eine ganz ähnliche Weltsicht entwickelt hätte.
Der Grad der Einsamkeit, wenn einen niemand in seinem Umfeld wirklich _versteht_ ist schwer vermittelbar. Du kannst mit niemanden darüber sprechen, was dich interessiert, bewegt, ärgert, freut, herausfordert... ohne entweder mit Irritation, Neid oder Ablehung - oder schlimmer: Dem Vorwurf, sich nur selbst erheben zu wollen! - konfrontiert zu werden.
Wohl dem, der irgendwann in seinem Leben mal Menschen trifft, die ähnlich ticken und denen man sich öffnen kann!

Rick hat diese Erfahrung auf seinem Planeten nicht gemacht. Warum hat er wohl eine Multidimensions-Kanone entwickelt, wenn nicht um in anderen Realitäten der "Dummheit" zu entfliehen?! Wieso sollte er sich mit Beth und Jerry über Verantwortung oder sonstige familiären Themen unterhalten, wenn die beiden nichtmal das (aus Ricks Sicht) völlig triviale Problem der zwischenmenschlichen Kommunkation unter sich schon nicht lösen können? Wie soll da ein Gespräch auf Augenhöhe stattfinden?

Das sind so die ersten Dinge, die mir zu dem Thema R&M einfallen. Und dabei habe ich noch nicht mal die zT sauintelligenten Plots der Serie angekratzt.

Man kann sich darüber unterhalten, welche Moral man bei der Serie anlegen möchte, welche Wertevorstellungen in Frage gestellt werden usw. Aber ein Vergleich mit einer Kreation wie Family Guy, was Simplizität und Dummheit (der Protagonisten) als plumpe Entschuldigung für menschenfeindlichen, gehässigen und zT wirklich wiederlichen Humor (Höhö, guck mal der Pädo!) vorschiebt, wird der Serie m.E. nicht mal ansatzweise gerecht.
Titel: Re: Rick & Morty und gewalttätige Trickfilme, war:Re: Filme und Serien - Smalltalk
Beitrag von: Grubentroll am 9.12.2019 | 09:17
Ich möchte hier nur hinzufügen, dass R&M fehlende "Deepness" vorzuwerfen um dann mit dem infantilen Family Guy um die Ecke zu kommen schon recht abgefahren auf mich wirkt.

Titel: Re: Rick & Morty und gewalttätige Trickfilme, war:Re: Filme und Serien - Smalltalk
Beitrag von: Talasha am 9.12.2019 | 17:06
Ich muss gestehen, dass ich nur die erste Staffel gesehen habe. Ich konnte nicht mehr mit ansehen wie Ricky rumsabbert. Daher werde ich keine weitere Folgen mehr ansehen, obwohl ich die Stories von R&M selber bis dahin ziemlich klasse fand.

Oh ja, das ist widerwärtig. Ich hab die Hälfte der Zeit nicht hingesehen.
Titel: Re: Rick & Morty und gewalttätige Trickfilme, war:Re: Filme und Serien - Smalltalk
Beitrag von: Megavolt am 9.12.2019 | 17:21
Family Guy war mal gut, bevor sie sich ausschließlich auf Peter eingeschossen haben. Der ist einfach eine beschissene Figur, ohne Bindungen oder Ziele - und damit für mich komplett uninteressant. Ich schaue gerade The Orville und das erinnert mich daran, wie gut Seth McFarlane sein kann, wenn er mit richtigen Figuren (Stewie, Brian, Meg...) arbeitet.

Also The Orvil ist eine total komische Nummer. Auf der einen Seite schafft es der Seth regelmäßig, diese alte "Star Trek Bedächtigkeit" zu erzeugen, die man bei den neuen Star Trek Filmen und der Serie immer so schmerzlich vermisst. Das ist spitze. Auf der anderen Seite passt der immer mal wieder auftretende Family Guy Humor absolut null dazu und wirkt gerade im Kontrast nur noch peinlich und deplatziert.

Weiterhin fehlt mir bei Orvil immer mal wieder eine gewisse intellektuelle Höhe, die Serie menschelt mir oft zu arg. Das ist an sich auch nix Schlechtes, aber ich schaue da ja Science Fiction und nicht eine Staffel Friends. Da ginge mehr, meine ich.

Zu Family Guy und Rick & Morty: Beides wunderbare Serien. FG hat halt schon viel Ballast, Rick & Morty als Cosmic Horror Serie ist dagegen noch vergleichsweise unverbraucht. Wer meint, dass FG mittlerweile schwächelt, der sollte sich mal eine Folge Simpsons geben, danach ist man kuriert.
Titel: Re: Rick & Morty und gewalttätige Trickfilme, war:Re: Filme und Serien - Smalltalk
Beitrag von: Jiba am 9.12.2019 | 17:23
Du meinst eine aktuelle Folge Simpsons, oder? ;)
Titel: Re: Rick & Morty und gewalttätige Trickfilme, war:Re: Filme und Serien - Smalltalk
Beitrag von: Megavolt am 9.12.2019 | 17:25
Du meinst eine aktuelle Folge Simpsons, oder? ;)

Ja. Jeder, der sich damit näher beschäftigt hat, weiß, dass ab der neunten Staffel komplett Sense war, weil da das gesamte Autorenteam aus Überfliegern ausgestiegen ist. Vorher war bekanntlich alles Gold, deshalb können wir 90th kids auch alle-Simpsons Folgen aus der Zeit auswändig mitsprechen oder frei nachsprechen oder frei nachsprechen und nachmalen gleichzeitig.

Ne, echt, einfach mal ne einigermaßen aktuelle Folge Simpsons schauen, das hat einen hohen Erlebniswert, im negativen Sinn.  ~;D
Titel: Re: Rick & Morty und gewalttätige Trickfilme, war:Re: Filme und Serien - Smalltalk
Beitrag von: Alexandro am 9.12.2019 | 17:26
Öhm ... sorry, aber dann hast du die Folge nicht wirklich verstanden.

Das ist eine der wichtigsten Folgen in Bezug auf das Verhältnis zwischen Rick und seiner Familie und wie sie ihn sieht.

Fakt ist aber, dass das nichts ist was durch die Folge selber ausgedrückt wird, sondern etwas, was durch (einige) Zuschauer auf diese projiziert wird. Insgesamt ist die Serie eine wirre Ansammlung recht widersprüchlicher Aussagen, die nicht wirklich irgendetwas repräsentieren (außer vielleicht, was der jeweilige Drehbuchschreiber gerade "cool" fand).

Und darüber, dass es nicht darum geht, ob die Serie Rick als "Gewinner" zeigt, habe ich bereits einen längeren Beitrag geschrieben.

EDIT: Der Humor von The Orville ist ganz anders als der bei Family Guy, weil er sich aus der Situation und den Figurenkonstellationen ergibt - er ist ein konsequentes Weiterdenken und extrapolieren der Situationen aus TNG (man denke z.B. die awkwardness zwischen Crusher und Picard wegen ihrer früheren Beziehung - bei The Orville wird das auf die Spitze getrieben, indem die beiden Figuren Geschiedene sind, die eine sehr unschöne Trennung hinter sich hatten), wodurch der Humor ganz von alleine entsteht, ohne dass man (wie bei R&M) irgendetwas forcieren muss. Die Handlung ist Selbstzweck und dient nicht zur Erzeugung von Punchlines, was ich sehr angenehm finde.

Was die Simpsons angeht, ist die Sache nicht so einfach. Staffel 1-5 ist für mich praktisch nicht mehr schaubar (zu platt wird da mit der Moralkeule gewedelt) und auch in Staffel 6-9 gibt es immer wieder recht dumme Episoden (z.B. die mit dem Revolver). Das Argument "früher war alles besser" stimmt also nicht. Von den neuen Folgen ist sicherlich nicht alles gut, aber es gab auch bei den neuen Autoren immer wieder Highlights, wie die 90er-Folge oder die über die Teilung Springfields. Moviebob hat mal ein Video (https://youtu.be/PzLoCotf8v8) darüber gemacht, wie sich die Simpsons entwickelt haben, welches sehr sehenswert ist.
Titel: Re: Rick & Morty und gewalttätige Trickfilme, war:Re: Filme und Serien - Smalltalk
Beitrag von: Jiba am 9.12.2019 | 18:05
Fakt ist aber, dass das nichts ist was durch die Folge selber ausgedrückt wird, sondern etwas, was durch (einige) Zuschauer auf diese projiziert wird.

Die Therapeutin in der Folge sagt so ziemlich genau das, was Sashael auch gesagt hat. Es ist im Text. Und im Kontext auch, wenn man die Gurken-Rick-Folge in Beziehung zu anderen Folgen setzt.
Titel: Re: Rick & Morty und gewalttätige Trickfilme, war:Re: Filme und Serien - Smalltalk
Beitrag von: Teylen am 9.12.2019 | 18:14
Ich möchte hier nur hinzufügen, dass R&M fehlende "Deepness" vorzuwerfen um dann mit dem infantilen Family Guy um die Ecke zu kommen schon recht abgefahren auf mich wirkt.
Ich behaupte nicht das Family Guy irgendwelche "deepness" hat.
(Wobei ich Family Guy erst anfing als die Serie schon zweistellige Staffelzahlen hatte, iirc)
Ich behaupte nur das es mich besser unterhält respektive zum lachen bringt als Rick & Morty.

Respektive das ich bei Rick & Morty keine nennenswerten Anspruch sehe.
Wenn ich eine intelligente, komplexe, fordernde, spannende, emotionale, dramatische oder anspruchsvolle Serie sehen will, schalte ich weder Rick & Morty ein, noch Family Guy. Wobei mich Family Guy ab und an in Richtung Drama durch die Stimmungsschwünge erwischt (wie bei Brians bierernst inszenierten ableben ohne Brechnung - was Teil des Witz war, aber irritierend anders)

Die Skizzierung als "cooles Arschloch", die Orko beschreibt, finde ich auch nicht sonderlich interessant oder neu.
Dafür gab es gen Ende der 90er Anime und Manga im gefühlten Dutzend Pack die das Genre inklusive passender Figuren boten. Hat mich damals irgendwann angefangen anzuöden ^^;

Die Therapeutin in der Folge sagt fast wortwörtlich genau das, was Sashael auch gesagt hat. Es ist im Text. Und im Kontext auch, wenn man die Gurken-Rick-Folge in Beziehung zu anderen Folgen setzt.
Einerseits wird die Pickle-Rick Folge genau deswegen auch von Renegade Cut gelobt und als positives Beispiel was man machen könnte angeführt.
Andererseits hat die Pickle-Rick Folge die Herausforderung das die Ansprache in 90% "Rick ist als splatternde Mördergurke cooler/kompetenter als Rambo und Chuck Norris zusammen. Hey White House Down for a bit" eingebettet wird, weshalb ich es Fans nicht verdenken kann, die da die 90% mitnehmen. Ist ein wenig, als wenn man bei einem der späteren Rambo-Filme so einen He-Man Moralmoment ranpappt.
Titel: Re: Rick & Morty und gewalttätige Trickfilme, war:Re: Filme und Serien - Smalltalk
Beitrag von: Megavolt am 9.12.2019 | 18:31
auch in Staffel 6-9 gibt es immer wieder recht dumme Episoden (z.B. die mit dem Revolver).

Die Folge, wo Homer vor lauter Faulheit die Lampen und den Fernseher ausschießt.  ~;D Das ist eine hochkarätige Folge. Du bekommst 70 Punkte Abzug in der Kategorie Serien-Credibility.  ~;D
Titel: Re: Rick & Morty und gewalttätige Trickfilme, war:Re: Filme und Serien - Smalltalk
Beitrag von: hassran am 9.12.2019 | 18:39
Rick ist Rorschach. Test wie Figur.

Grüße

Hasran
Titel: Re: Rick & Morty und gewalttätige Trickfilme, war:Re: Filme und Serien - Smalltalk
Beitrag von: Jiba am 9.12.2019 | 18:48
Die Folge, wo Homer vor lauter Faulheit die Lampen und den Fernseher ausschießt.  ~;D Das ist eine hochkarätige Folge. Du bekommst 70 Punkte Abzug in der Kategorie Serien-Credibility.  ~;D

Genau! Mit der Einstellung hast er dem König von England nichts entgegenzusetzen...  :(
Titel: Re: Rick & Morty und gewalttätige Trickfilme, war:Re: Filme und Serien - Smalltalk
Beitrag von: Alexandro am 9.12.2019 | 18:58
@Megavolt: ich meine die Folge, wo eine Holzhammer-Moral, schlimmer als bei der alten He-Man-Serie, zum Tragen kommt und man den Eindruck hat, dass die Macher dem Zuschauer für stinkend dumm halten.

Siehe auch hier: https://youtu.be/6VmpvGNZ0kM

Bezüglich der "Gurken-Episode": was Teylen sagt.

Außerdem könnte man sich noch folgende Fragen stellen:
- Welche Wirkung hat es, wenn die (angebliche) "message" der Episode durch eine Figur geäußert wird, welche die Zuschauer vorher noch nie gesehen haben (und danach anscheinend auch nie wieder sehen) und welche in eindeutig antagonistischer Position zu den Figuren steht, deren Erlebnisse der Zuschauer bisher verfolgt hat?
- Wie wirkt es sich auf die besagte Message aus, wenn Rick in späteren Episoden anscheinend keine Konsequenzen für sein Verhalten zu tragen hat (soweit ich sehen konnte steht Ricks Familie auch danach noch zu ihm und ich konnte keine nennenswerte Verschlechterung ihrer Beziehung feststellen)?
- Wie wirkt es sich auf die Rezeption der Message aus, wenn die Lektion (in-universe und in der Struktur der Narrative) als "Bestrafung" und anti-euphorisches Element genutzt wird?
Titel: Re: Rick & Morty und gewalttätige Trickfilme, war:Re: Filme und Serien - Smalltalk
Beitrag von: 6 am 9.12.2019 | 19:28
Außerdem könnte man sich noch folgende Fragen stellen:
- Welche Wirkung hat es, wenn die (angebliche) "message" der Episode durch eine Figur geäußert wird, welche die Zuschauer vorher noch nie gesehen haben (und danach anscheinend auch nie wieder sehen) und welche in eindeutig antagonistischer Position zu den Figuren steht, deren Erlebnisse der Zuschauer bisher verfolgt hat?
Kommt auf die sich mitteilende Figur und die Situation an. Und natürlich kommt es auf die Figur, die man schon länger verfolgt. Hier bei der Serie hört sich das für mich dann ziemlich nach der Stimme der Vernunft an, die Ricky was Sinnvolles auf den Weg mitgeben will.
Zitat
- Wie wirkt es sich auf die besagte Message aus, wenn Rick in späteren Episoden anscheinend keine Konsequenzen für sein Verhalten zu tragen hat (soweit ich sehen konnte steht Ricks Familie auch danach noch zu ihm und ich konnte keine nennenswerte Verschlechterung ihrer Beziehung feststellen)?
Kommt aufs Serienformat an. Hier haben wir die typischen Einzelfolgen mit Verweisen auf andere Folgen. Ergo kannst Du die einzelnen Folgen nur als einzelne Folgen analysieren (Ausser etwas aus einer Folge nimmt explizit Bezug auf etwas aus einer älteren Folge). Nur weil Homer Simpson nie echte Konsequenzen durch seine Dummheit hat, kannst Du doch nicht daraus schliessen, dass die Simpsons als Essenz "Dummheit siegt" haben.
Zitat
- Wie wirkt es sich auf die Rezeption der Message aus, wenn die Lektion (in-universe und in der Struktur der Narrative) als "Bestrafung" und anti-euphorisches Element genutzt wird?
Sorry, aber hä? Bitte auf Deutsch. :)
Titel: Re: Rick & Morty und gewalttätige Trickfilme, war:Re: Filme und Serien - Smalltalk
Beitrag von: Jiba am 9.12.2019 | 20:09
Hier haben wir die typischen Einzelfolgen mit Verweisen auf andere Folgen. Ergo kannst Du die einzelnen Folgen nur als einzelne Folgen analysieren (Ausser etwas aus einer Folge nimmt explizit Bezug auf etwas aus einer älteren Folge).

Naaaaaa, so oifach is' es fei net.


Ich würde schon sagen, dass es bei Rick & Morty gewünscht ist, dass man sich die Folgen als Kontinuum vorstellt. Jenseits der ersten Staffel nehmen die Rückbezüge nämlich schon ein Ausmaß an, dass man die Folgen als Entwicklung betrachten soll. Es verändern sich auch Gegebenheiten in der Familie unwiderruflich.
Titel: Re: Rick & Morty und gewalttätige Trickfilme, war:Re: Filme und Serien - Smalltalk
Beitrag von: 6 am 9.12.2019 | 20:18
Ich würde schon sagen, dass es bei Rick & Morty gewünscht ist, dass man sich die Folgen als Kontinuum vorstellt. Jenseits der ersten Staffel nehmen die Rückbezüge nämlich schon ein Ausmaß an, dass man die Folgen als Entwicklung betrachten soll. Es verändern sich auch Gegebenheiten in der Familie unwiderruflich.
Okay. Dann hat sich der Serienablauf bei den Staffeln geändert, die ich nicht mehr gesehen habe.
Titel: Re: Rick & Morty und gewalttätige Trickfilme, war:Re: Filme und Serien - Smalltalk
Beitrag von: Teylen am 9.12.2019 | 21:19
Ich würde schon sagen, dass es bei Rick & Morty gewünscht ist, dass man sich die Folgen als Kontinuum vorstellt. Jenseits der ersten Staffel nehmen die Rückbezüge nämlich schon ein Ausmaß an, dass man die Folgen als Entwicklung betrachten soll. Es verändern sich auch Gegebenheiten in der Familie unwiderruflich.
In der aktuellen Staffel sind mir dahingehend bisher keine geänderten Gegebenheiten in der Familie aufgefallen.
Das heißt, außer Morty hatte da keiner eine Fokus-Folge und das einzige mit Morty war das Rick ihn seines Enthusiasmus beraubte. Was ich für so den Anfang eines Mini-Ark für eine handvoll Folgen halte. Bis entweder eine Folge mit "Evil Morty" das auflöst (gerne auch in der Variante das "Evil Morty" nicht "Evil" ist) oder Morty durch einen anderen Morty ersetzt wird.
Titel: Re: Rick & Morty und gewalttätige Trickfilme, war:Re: Filme und Serien - Smalltalk
Beitrag von: Supersöldner am 9.12.2019 | 21:50
Ja der Typ der Dutzende Morde und hunderte Folterungen und Versklavungen begannen hat nicht Evil. Das wehre mal eine Wendung. Aber Glaub ich nicht so ganz. ich denke er ist durch die Art wie die Rick s sein Volk behandeln zu seinen Taten Getrieben worden. Aber inzwischen Schlimmer als sie bzw die Meisten von ihnen  .  Wobei Evil Morty eine Fan Bezeichnung  ist so weit ich weiß.Es gibt wohl keine  in der Serie aber Evil Morty ist kürzer als ,Morty der so Klug ist wie ein Rick und auf einem Rache Trip auf dem er auch seine eignenden Leute nieder trampelt. Und Klingt so Schön.
Titel: Re: Rick & Morty und gewalttätige Trickfilme, war:Re: Filme und Serien - Smalltalk
Beitrag von: Alexandro am 10.12.2019 | 02:39
Zitat
Sorry, aber hä? Bitte auf Deutsch.

Ich nehme an, du kennst Ghostbusters (den ersten Film)?

Dr. Wong nimmt in der Folge eine identische Rolle ein, wie der Stadtbeauftragte Mr. Atherton (gespielt Walter Peck) - nachdem die Geisterjäger ihren ersten Erfolg hatten, taucht diese Gestalt auf und "stiehlt" ihnen diesen Erfolg. Der Kontrast zwischen Euphorie ("Mitfiebern") und dem krassen Gegenteil davon sorgt dafür, dass diese Figur (und auch ihre Worte und Handlungen) eher negativ bewertet werden.

Ob das jetzt beabsichtigt war oder nicht, steht dann wieder auf einem anderen Blatt. Aber man kann halt Text nicht so einfach vom Kontext lösen.
Titel: Re: Rick & Morty und gewalttätige Trickfilme, war:Re: Filme und Serien - Smalltalk
Beitrag von: 6 am 10.12.2019 | 07:35
Ich nehme an, du kennst Ghostbusters (den ersten Film)?

Dr. Wong nimmt in der Folge eine identische Rolle ein, wie der Stadtbeauftragte Mr. Atherton (gespielt Walter Peck) - nachdem die Geisterjäger ihren ersten Erfolg hatten, taucht diese Gestalt auf und "stiehlt" ihnen diesen Erfolg. Der Kontrast zwischen Euphorie ("Mitfiebern") und dem krassen Gegenteil davon sorgt dafür, dass diese Figur (und auch ihre Worte und Handlungen) eher negativ bewertet werden.

Ob das jetzt beabsichtigt war oder nicht, steht dann wieder auf einem anderen Blatt. Aber man kann halt Text nicht so einfach vom Kontext lösen.
Damit das Beispiel zieht, müssen allerdings die Macher die Charakterisierung von Rick im Vergleich zur ersten Staffel um 180° gedreht haben. Kann sicherlich sein. Wäre nicht die erste Serie, die sowas gemacht hätte. Siehst Du denn so eine komplette Charakterisierungsumstellung zur ersten Staffel?
Wenn nicht, dann bleibt es im schlimmsten Fall bei ein kompetentes Arschloch (weil Therapeutin) hat dem anderen Arschloch (mal endlich) einen Spiegel vor Augen gestellt. Wäre dann Text und Kontext.
Titel: [Serie] Rick & Morty
Beitrag von: Flamebeard am 30.03.2021 | 23:50
Da ich gesehen habe, dass es noch keinen Thread zur Serie gibt (zumindest keinen bis zurück nach 2019), mache ich mal einen auf. Der Grund: Staffel 5 kommt Mitte des Jahres in den USA, also wohl Ende des Jahres bei uns.
Titel: Re: [Serie] Rick & Morty
Beitrag von: Vash the stampede am 31.03.2021 | 06:36
 :cheer: Juchu! Ich freu mich mega. :cheer:
Titel: Re: [Serie] Rick & Morty
Beitrag von: First Orko am 31.03.2021 | 08:13
Dunno. Staffel 4 war m.E. schon sehr fast nur noch reine Meta- und Selbstreferenz. Ich werde mir die nächste geben, aber mit deutlich weniger Vorfreude.
Titel: Re: [Serie] Rick & Morty
Beitrag von: Jiba am 31.03.2021 | 08:35
In der Absolutheit würde ich das nicht sagen. Aber tendenziell stimme ich Orko zu. Die Folge zum Storytrain etwa war in ihrer Metareferenzierung toll, die Folge mit der Toilette ohne Metareferenzierung erhellend, aber der Rest schmeckte schon ein wenig schal.
Titel: Re: [Serie] Rick & Morty
Beitrag von: Vash the stampede am 31.03.2021 | 08:35
Kann ich verstehen. Da mir mir ja die letzte Staffel von Community gleichfalls gefiel, habe ich damit kein Problem. :D
Titel: Re: [Serie] Rick & Morty
Beitrag von: Megavolt am 31.03.2021 | 08:40
Cosmic Horror darf alles, die sollen mal einfach machen. Mir tut nur der Milhousige Dad langsam ernsthaft leid.  ~;D

In meiner Eitelkeit fand ich R&M erst blöd, "weil alle es gut fanden", aber Qualität setzt sich halt immer durch.
Titel: Re: [Serie] Rick & Morty
Beitrag von: Supersöldner am 31.03.2021 | 15:04
Staffel 5. Da wird er vielleicht seinen Zug machen.Der größte von ihnen .Evil Morty. Auch wenn das eine Bezeichnung von Fans ist nicht aus der Serie. aber ich würde der Serie Glatt zu Trauen das  sie das doch erst in Staffel 6 auflösen.
Titel: Re: [Serie] Rick & Morty
Beitrag von: Flamebeard am 1.04.2021 | 08:34
Dunno. Staffel 4 war m.E. schon sehr fast nur noch reine Meta- und Selbstreferenz. Ich werde mir die nächste geben, aber mit deutlich weniger Vorfreude.

Das war zwar stellenweise etwas bemüht, aber als Kritik am ganzen Serien-Gewese und dem Fanboy-Tum, gerade in den Staaten, doch wertschätzbar. Ich hoffe, dass Roiland mit seiner Ankündigung ('the best season since season 2!') nicht gelogen hat. Und wenn doch - Solar Opposites ist immer eine Alternative. :D
Titel: Re: [Serie] Rick & Morty
Beitrag von: Supersöldner am 1.04.2021 | 14:06
Meine Liebling folge ist in Staffel 3. Atlantis ist nur ein mal im Jahr.
Titel: Re: [Serie] Rick & Morty
Beitrag von: Selganor [n/a] am 2.04.2021 | 15:57
Da ich gesehen habe, dass es noch keinen Thread zur Serie gibt (zumindest keinen bis zurück nach 2019), mache ich mal einen auf.
Da hast du wohl einen Tick zu frueh aufgehoert zurueckzublaettern. Ich hab' die Threads mal zusammengefuehrt ;)
Zitat
Der Grund: Staffel 5 kommt Mitte des Jahres in den USA, also wohl Ende des Jahres bei uns.
Titel: Re: [Serie] Rick & Morty
Beitrag von: Supersöldner am 9.04.2021 | 17:10
Du hast Shogun Morty geraubt die Seele von uns Ninja Rick s. /Ach herrlich so was bringt auch nur diese Serie fertig.
Titel: Re: [Serie] Rick & Morty
Beitrag von: Supersöldner am 1.05.2021 | 09:54
OH meine Göttin ! Habt ihr den neuen Trailer gestehen ? Staffel 5 bekommt ein oder sogar 2 Folgen in den sie so zu sagen die Power Ranger werden. 
Titel: Re: [Serie] Rick & Morty
Beitrag von: Flamebeard am 2.05.2021 | 21:36
sogar 2 Folgen in den sie so zu sagen die Power Ranger werden.

Nope. Das ist eine Voltron (https://de.wikipedia.org/wiki/Voltron)-Referenz. Die Mechas sind ganz klar katzenförmig (Bild (https://occ-0-1068-1723.1.nflxso.net/dnm/api/v6/9pS1daC2n6UGc3dUogvWIPMR_OU/AAAABe88QQqhSS1NGazgzia47ir0IQsWJhTAAFxhN_0YTwOs0rjQpYHC3NhuXl82lkJkGh3C0-2ZHF-3T2DAdRSTJcsckZ8JaFQXft8f_uh_lU9C-jJe.jpg?r=ace) zum Vergleich).
Titel: Re: [Serie] Rick & Morty
Beitrag von: Supersöldner am 3.05.2021 | 09:41
aber sie bilden doch den Megasort ? also eindeutig den aus PR.
Titel: Re: [Serie] Rick & Morty
Beitrag von: Flamebeard am 3.05.2021 | 10:15
aber sie bilden doch den Megasort ? also eindeutig den aus PR.

Guckst du hier (https://qph.fs.quoracdn.net/main-qimg-b09f96dcf441953639efa2d77d21a579). Eindeutig erkennbar an den Raubtier-Köpfen. Und den korrekten 5 Farben. Wobei bei den Power Rangers mit pink/weiß immer wieder mehr Farben dabei sind...
Titel: Re: [Serie] Rick & Morty
Beitrag von: Supersöldner am 21.05.2021 | 10:43
Diese Superhelden die Rick ermordet hat bekommen eine eigene SERIE. Die aber wohl äh Jahre vor ihrem Tod spielen wird. 
Titel: Re: [Serie] Rick & Morty
Beitrag von: Shadom am 21.05.2021 | 10:46
Miniserie mit bis zu 10 Folgen
Titel: Re: [Serie] Rick & Morty
Beitrag von: Supersöldner am 21.05.2021 | 10:49
woher hast du die Zahl ?
Titel: Re: [Serie] Rick & Morty
Beitrag von: Flamebeard am 21.05.2021 | 17:40
Das steht so in diversen englischen Szene-Berichten zu den neuen Mini-Serien von Adult Swim. Jede Mini-Serie bekommt 8-10 Shorts (was bei Adult Swim normalerweise 1-6 Minuten plus Logos/Vor-&Abspann sind). Die Veröffentlichung erfolgt auf digitalen Plattformen. Welche das sein werden, wurde aber bisher noch nicht veröffentlicht.
Titel: Re: [Serie] Rick & Morty
Beitrag von: Supersöldner am 21.05.2021 | 20:20
schade hatte auf eine echte Serie wie das Original gehofft.
Titel: Re: [Serie] Rick & Morty
Beitrag von: Shadom am 21.05.2021 | 20:22
Habe es echt von einer englischen Seite, aber hier steht es auch nochmal auf deutsch:
https://www.netzwelt.de/serien/rick-and-morty/189204-rick-and-morty-bekommt-spin-off-the-vindicators-sorgen-bald-recht-ordnung.html

Titel: Re: [Serie] Rick & Morty
Beitrag von: Flamebeard am 21.05.2021 | 20:34
Habe es echt von einer englischen Seite, aber hier steht es auch nochmal auf deutsch:
https://www.netzwelt.de/serien/rick-and-morty/189204-rick-and-morty-bekommt-spin-off-the-vindicators-sorgen-bald-recht-ordnung.html

Jepp, in der Essenz der Text der englischen Meldung, nur halt übersetzt. Großes aaaaaber: Sie unterschlagen, dass es sich um 'Shorts' handeln soll. (https://www.hollywoodreporter.com/tv/tv-news/rick-and-morty-spinoff-vindicators-adult-swim-1234955601/) Da die Zielgruppe Neu-Kunden sind, die über Video-Plattformen gewonnen werden sollen, dürften die einzelnen Folgen nicht länger als 10 Minuten werden. Eher kürzer.
Titel: Re: [Serie] Rick & Morty
Beitrag von: Supersöldner am 9.06.2021 | 10:21
Rick hat ja schon in komplizierten und sinnlosen Plänen ganze Planeten zerstört. um zu verhindern das Morty sich einen Job sucht. und es gibt Tausende Rick s die durch das Multiversum Reisen. Müsste nicht die Panik die die Existenz solcher Wahnsinnigen Götter auslöst schon reichen um Zivilisationen zu zerstören ? 
Titel: Re: [Serie] Rick & Morty
Beitrag von: Flamebeard am 11.06.2021 | 18:28
Was meinst du, warum uns die Regierungen nix von den vielen Aliens erzählen?
Titel: Re: [Serie] Rick & Morty
Beitrag von: Supersöldner am 12.06.2021 | 14:45
die kann man ja vielleicht geheim halten aber ein Rick lässt sich nicht vertuschen.
Titel: Re: [Serie] Rick & Morty
Beitrag von: Sashael am 12.06.2021 | 18:30
die kann man ja vielleicht geheim halten aber ein Rick lässt sich nicht vertuschen.
Wieso?
Wer den sieht, wenn er richtig Scheisse baut, ist meistens eh tot.
Alle anderen erleben vielleicht Katastrophen, aber haben keinen Bezug zu Rick.
Titel: Re: [Serie] Rick & Morty
Beitrag von: Supersöldner am 28.06.2021 | 13:39
nun nehmen sie sich Captain Planet vor.
Titel: Re: [Serie] Rick & Morty
Beitrag von: Supersöldner am 5.07.2021 | 14:22
Natürlich ist Rick eigentlich schlecht für Morty. Aber ohne ihn wehre der junge nie so stark geworden. Beispiel Staffel 5 folge 3 .wird spoiler enthalten. Morty schlachtet das Planeten Team deren Wachen und die Sklaven Händler trotzt der Superkräfte des Planten Team einfach ab. Er benutzt nicht mal Rick Technologie sondern ist eine Mischung aus einem Berserker und einem Eiskalten Genie.  Das wehrend er brutal    Tötet jeden Zug seiner Gegner Perfekt kontert. Nun bin ich mir endgültig sicher das er es sein wird der den Präsident Morty besiegt und nicht Rick.
Titel: Re: [Serie] Rick & Morty
Beitrag von: Supersöldner am 10.09.2021 | 14:45
DAS ist der Plan von Evil / Präsident Morty ? Echt jetzt. ja das ist cool. Ja damit habe  ich nicht gerechnet. Aber...... Weiß nicht da bleibt bei mir ein Aber Gefühl.
Titel: Re: [Serie] Rick & Morty
Beitrag von: Seraph am 4.10.2021 | 10:39
Ich hab jetzt mal zwei Episoden reingeschaut und finde es so gestört, dass es schon gewissen Unterhaltungswert hat.
Hört Rick eigentlich mal auf, alle 2 Sekunden zu rülpsen? Das ist EXTREM nervig.
Titel: Re: [Serie] Rick & Morty
Beitrag von: Shadom am 4.10.2021 | 11:27
Eine Mischung zwischen wird etwas weniger und man gewöhnt sich dran.
Titel: Re: [Serie] Rick & Morty
Beitrag von: Sashael am 4.10.2021 | 12:24
Es wird ganz definitiv weniger.

Fand Folge 1 ganz unerträglich, hab nicht weitergeschaut und auf Anraten anderer nochmal mit Folge 4 begonnen.

Spätestens da gehts dann.
Titel: Re: [Serie] Rick & Morty
Beitrag von: Seraph am 4.10.2021 | 13:05
Okay, dann geb ihm dem Ganzen wohl noch mal ne Chance :)
Besten Dank!
Titel: Re: [Serie] Rick & Morty
Beitrag von: Megavolt am 4.10.2021 | 13:54
Habe gerade nochmal einen Komplettdurchzieher R&M hinter mir, ich würde so weit gehen zu sagen, dass die ganze erste Staffel im Großen und Ganzen ziemlich rumpelig ist. Wenn man die Serie bingt, merkt man die bizarren Unterschiede in Machart und Qualität der Folgen deutlich, und man merkt auch, wie die Serie so ab Staffel 2 völlig abhebt, so dass sie ihren Ruhm auch wirklich rechtfertigt.

Folge 2 und Folge 3 von Staffel 1 haben sogar irgendwie das gleiche Thema ("Riese ins Innere eines Menschen"), das ist mal voll peinlich, wenn man darüber nachdenkt.

Ich frage mich immer: Schon vor 5 Jahren war auf der RPC alles voller Rick and Morty Merch, aber damals waren doch die ganzen guten staffeln noch gar nicht raus? :D Wer fand das damals denn gut?

Bin großer R&M Fan, hatte ursprünglich aber auch sehr damit gefremdelt.
Titel: Re: [Serie] Rick & Morty
Beitrag von: Talasha am 6.10.2021 | 23:35
Fand Folge 1 ganz unerträglich, hab nicht weitergeschaut und auf Anraten anderer nochmal mit Folge 4 begonnen.

Ging mir genau so. Erst als mich meine Kollegen zur Folge "Pickle Rick" gedrängt haben habe ich der Serie noch eine Chance gegeben, die erste Folge ist aber ganz ohne Kontext einfach nur eklig. Wenn mich jemand fragt empfehle ich immer direkt mit Folge 2 oder 3 ein zu steigen.