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Medien & Phantastik => Sehen, Lesen, Hören => Sehen => Thema gestartet von: Timberwere am 9.09.2020 | 22:04

Titel: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Timberwere am 9.09.2020 | 22:04
Entweder ich bin blind, oder es gibt tatsächlich noch keinen eigenen Thread zum neuen Dune.
Da ich aber gerade den ersten Trailer zu dem Film gesehen habe, mache ich jetzt einfach mal einen Thread auf.

Englischer Trailer (https://www.youtube.com/watch?v=n9xhJrPXop4)
Deutscher Trailer (https://www.youtube.com/watch?v=hNpXZRjMSWg)

Ich freue mich schon sehr auf den Film - und nicht nur, weil wir am Wochenende das Dune-Brettspiel gespielt haben.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Infernal Teddy am 9.09.2020 | 22:11
MUAD'DIB! MUAD'DIB! MUAD'DIB!
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Urias am 9.09.2020 | 22:25
I must not fear. Fear is the mind-killer... Ich bin derbst gehyped aber für mich sticht halt auch Dune jedes andere Werk der Science Fiction.
Der Trailer sieht soweit toll aus, ich glaube das könnt was werden. Der Cast ist ja finde ich sehr gut, auch so scheinbare Nebenrollen (zB finde ich Dave Bautista als Rabban echt passend). Freu mich jedenfalls!
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Sir Mythos am 9.09.2020 | 23:02
Das sieht mal richtig gut aus.
Besser als ich erwartet habe.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Rumpel am 9.09.2020 | 23:04
Hm, ich weiß nicht. Die Schauspieler mag ich, Mohiam kommt großartig rüber, aber die Gesamtästhetik ist seltsam blass ... mal abwarten.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: schneeland am 9.09.2020 | 23:10
Der Trailer lässt mich irgendwie etwas unterhypt zurück. Am Ende wird mir der Film vermutlich trotzdem gefallen, aber irgendwie kam für mich nicht richtig Atmosphäre auf (u.a. die musikalische Untermalung passt nicht so wirklich für mich und irgendwie war der Ersteindruck auch ein wenig ... generisch).
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Niniane am 9.09.2020 | 23:12
Ich habe mir den Roman (übrigens in der Neuübersetzung) nochmal vorgeholt, nachdem ich den Trailer gesehen habe.

Sieht schick aus, aber der Hauptdarsteller könnte auch eine Stehlampe oder eine Schaufensterpuppe sein. Mehr als magenkrank in die Gegend gucken scheint der jetzt nicht so drauf zu haben, und so ein Auserwählter sollte doch ein bisschen Charisma haben. Dafür scheinen die Nebenrollen exzellent besetzt zu sein.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Timberwere am 9.09.2020 | 23:34
Die Musikuntermalung ist mir auch aufgefallen, aber ich hoffe, dass das Trailer-typisch nicht die echte Musik aus dem Film ist, sondern einfach irgendwas, das sie halt für den Trailer genommen haben.
Dass der Timothée Chalamet als Paul so blass bleibt, liegt, glaube ich, auch mit daran, dass man hauptsächlich Szenen um den 'frühen' Paul sieht. Ich könnte mir vorstellen, dass dessen Erwachsenwerden und Hineinwachsen in die Rolle des Kwisatz Haderach durchaus auch visuell dargestellt werden und er charismatischer rüberkommt, je weiter der Film voranschreitet. Oder das hoffe ich jedenfalls.
Was ich ansonsten so von den anderen Rollen gesehen habe, gefällt mir gut. (Stellan Skarsgård als Baron Harkonnen im Fatsuit, Dave Bautista, Javier Bardem als Stilgar*, Chani... ach, alle eigentlich.)



*apropos Stilgar: Erinnert sich noch jemand an Uwe Ochsenknecht als Stilgar in der von mir eigentlich sehr geschätzten Miniserie? Echt jetzt? Uwe bloody Ochsenknecht als ausgedörrter Wüstenkrieger? Hahaha. Ja nee.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: First Orko am 9.09.2020 | 23:35
Scheint sich zumindest optisch nah an Lynch-Dune zu bewegen, was ich ja grundsätzlich befürworte!
Vielleicht schafft man es ja jetzt, den komplexen Hintergrund etwas geschickter rüberzubringen. Ansonsten finde ich den Cast auch ziemlich gelungen.
Bin vorsichtig gespannt... Zumal es ja auch ne Graphic Novel geben wird!!
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Hewisa am 9.09.2020 | 23:48
Scheint sich zumindest optisch nah an Lynch-Dune zu bewegen, was ich ja grundsätzlich befürworte!
Aber in besser.

Generell kriegt mich der Trailer schon richtig gut - cast, Optik, Stimmung: Sieht super aus. Und bis jetzt hat mir auch jeder Film von Villeneuve den ich gesehen habe gut getaugt. Ich bin Optimistisch.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Arkam am 10.09.2020 | 05:48
Hallo zusammen,

der Trailer sieht ja sehr schön aus.. Aber ich habe meine Zweifel ob ich die Geschichte des ersten Bandes wirklich noch ein Mal brauche. Denn auch wenn der Hintergrund Vieles bietet ist die grundlegende Story doch recht simpel.

Gruß Jochen
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Kreggen am 10.09.2020 | 06:45
Ach das ist ein Kinofilm? Ich dachte, es kommt eine neu interpretierte Miniserie. Kinofilm, da bin ich leider raus... ich kann mich auch nur an den Film mit Patrick Stewart, Jürgen Prochnow, Sting und der immer noch sehr geschätzten NCIS:LA-Linda Hunt erinnern.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Wanderer am 10.09.2020 | 07:44
Uhhhh...

Dune von Villeneuve, der kann ja garnicht schlecht werden.  :d

Danke für den Hinweis! Wusste ich bisher nichts von.
Hab's gerade auch meiner Frau geschickt, die ist ganz aus dem Häuschen.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Tegres am 10.09.2020 | 07:55
Ich fand den Trailer etwas unterwältigend, vertraue aber Denis Villeneuve zu 100%, dass das ein sehr guter Film wird. Seine Filmographie spricht einfach für ihn. Das Lied fand ich leider Kacke und hoffe, dass es nur im Abspann zu hören sein wird.

Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich immer noch nicht das Buch gelesen habe. Das muss ich jetzt mal dringend nachholen, ebenso wie die Lynch-Verfilmung und die Jodorowsky-Doku.

Kinofilm, da bin ich leider raus...
Darf ich fragen, warum? (Ich bin ein zu neugieriger Mensch.)
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Grandala am 10.09.2020 | 08:17
Also der Trailer war von der Ästhetik genau auf meiner Wellenlänge. Ich bin total gespannt auf den Film. Allerdings glaube ich noch immer, dass Dune unverfilmbar ist. Wie gesagt ich bin gespannt, besonders darauf, ob meine Frau (die Dune nie gelesen hat) überhaupt versteht, was da auf der Leinwand passiert. Der Trailer hat ihr auf jeden Fall nicht geholfen
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Sir Mythos am 10.09.2020 | 08:53
Der Trailer hat ihr auf jeden Fall nicht geholfen

Wenn man Dune nicht kennt, dann ist das auf jeden Fall richtig.
Ich bin mir noch nicht so sicher, ob mir der Trailer nicht zu dunkel ist.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Gotham Rundschau am 10.09.2020 | 09:00
Die Bildsprache und das (zumindest im Trailer gezeigte) Tempo überzeugen. Bei Dune treffen starke innere Motivationen, Intrigen, Schicksal und verschiedenste Machtgruppen mit ihren jeweiligen Partikularinteressen aufeinander. Dune ist im höchsten Maße kein typischer SF-Roman, auch keine Fantasy, sondern Epos, getrieben von Politik und Wirtschaft.

Warum schreibe ich das? Weil ich die (ersten) Bücher sehr mag und große Bedenken habe, wie man dieser komplexen Weltenschöpfung mit ihren vielen Facetten in einem einzigen Kinofilm gerecht werden möchte. Auch wenn die Bildgröße dann weniger "episch" ist, bietet sich die vielschichtige Handlung, die Menge an Charakteren, die diversen Machtgruppen und das Herausstellen einzelner Aspekte (die Umwelt Arrakis', die Macht der Bene Gesserit, die Gilde etc.) für ein Serien-Format an. Nicht für einen in der Laufzeit begrenzten Kinofilm.

Ich sorge mich, dass diesem Universum ähnliches blühen könnte, wie der Justice League. Immerhin prangt zu Beginn des Trailers das Warner Bros. Logo...
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Space Pirate Hondo am 10.09.2020 | 09:34
Die Musik aus dem Trailer erinnert mich irgendwie an König der Löwen.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Gotham Rundschau am 10.09.2020 | 09:42
Die Musik aus dem Trailer erinnert mich irgendwie an König der Löwen.

zügige Kamerafahrt in Bodennähe über endlose Sandwüsten, leichte Windverwehungen, Windrauschen, Kamera schwenkt und fährt auf die aufgehende Sonne zu, wird langsamer, als Schatten sich schwarz vor dem Halbrund der Sonne abzeichnend bricht ein gewaltiger Sandwurm hervor, kurz bevor er den "Zenit" seines Aufstiegs erreicht, verlangsamt sich die Aufnahme, nicht ganz auf Zeitlupe, aber fast

die Musik setzt ein:


...
...
...

NANTS INGONYAMA BAGHITA BABA!!!

und jetzt habe ich mir gleich zwei Franchises (die ich eigentlich mag) endgültig versaut!
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Fenix am 10.09.2020 | 09:49
Die Vorschau sieht meiner Meinung nach sehr vielversprechend aus. Denis Villeneuve traue ich nach Blade Runner 2049 zu, dass er den Stoff adäquat verfilmt. Hoffentlich kann er sich durchsetzen und es wird kein hektischer, überkandidelter Actionreißer gespickt mit Albernheiten, wie zu viele in letzter Zeit. Wenn der Produzent auch noch zulässt, dass der Film Überlänge haben darf, dann könnte er wirklich gut werden.

Was den Hauptdarsteller angeht: wenn ich mich recht entsinne, soll Paul Atreides zur Zeit des Umzugs seiner Familie nach Arrakis fünfzehn Jahre alt sein, also ein Junge der von den Ereignissen überrollt wird. Von daher sieht er doch ganz passend aus...
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Tegres am 10.09.2020 | 09:54
Ich sorge mich, dass diesem Universum ähnliches blühen könnte, wie der Justice League.
An Dune arbeitet Denis Villeneuve, der Incendies, Enemy, Prisoners, Sicario, Arrival und Blade Runner 2049 zu verantworten hat. Deine Sorge halte ich daher für unbegründet.

Edit: Der Thementitel ist übrigens irreführend. Dune kommt im Dezember diesen Jahres heraus.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Suro am 10.09.2020 | 10:15
Ich bin ja ein Fan vom Lynch-Dune (auch wenn die Leute, die ihn mit mir anschauen immer einschlafen) und finde, das sieht zwar alles ganz schön aus, aber ich bin noch nicht sicher, ob ich hier einen Mehrwert über genannter Version finde.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Timberwere am 10.09.2020 | 10:35
Edit: Der Thementitel ist übrigens irreführend. Dune kommt im Dezember diesen Jahres heraus.

Huh. 18. Dezember ist oder war der ursprünglich geplante Termin, aber ich hatte irgendwo was von coronabedingter Verzögerung gelesen, deswegen das 2021 im Threadtitel. Aber wäre ja um so besser, wenn er pünktlich käme.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: schneeland am 10.09.2020 | 11:24
Der Film soll m.W. übrigens ein Zweiteiler werden. Insofern bleibt ein bisschen mehr Raum zum Erzählen.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 10.09.2020 | 11:27
Ich bin ja ein Fan vom Lynch-Dune
der mMn nicht viel mit dem Buch zu tun hat
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Niniane am 10.09.2020 | 14:16
Äh... Doch. Deswegen war die Verfilmung ja so problematisch, weil Lynch versucht hat, das Buch in einen Film zu drücken. Nur wollte kein Verleih einen Film von über vier Stunden Laufzeit zeigen. Ich habe erst die Lynch-Verfilmung gesehen und dann das Buch gelesen, das ist 1:1 umgesetzt.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Suro am 10.09.2020 | 14:19
Ich habe auch den Film gesehen bevor ich das Buch gelesen habe, will aber eigentlich hier auch gar keine Aussage über das Verhältnis von Buch zu Film treffen (fand beide gut). Was mich hier interessiert ist der Vergleich von Film zu Film, und ich hatte im Trailer nicht den Eindruck irgendwelche Szenen zu sehen, die ich nicht so ähnlich aus dem älteren Film kenne; und die Ästhetik finde ich ganz gut aber auch nicht besser als die im alten Film. Von daher werde ich ihn mir wohl anschauen und Spaß haben (auch ich gebe Villeneuve hier einen Vertrauensvorschub), bin aber halt auch nicht super vom Hocker gerissen :)
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: aikar am 10.09.2020 | 14:39
Der Trailer ist toll und ich hab zuerst gedacht, dass das die Serie ist (die ja auch angekündigt ist).

Film ist...naja. Da bleibt es wohl erst wieder beim ersten Teil, den man jetzt doch schon zum dritten mal sieht.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 10.09.2020 | 14:41
Äh... Doch. Deswegen war die Verfilmung ja so problematisch, weil Lynch versucht hat, das Buch in einen Film zu drücken.
ich auch und vor kurzem das Original gelesen, Schlüsselszenen fehlten, andere wurden hinzugedichtet
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Seraph am 10.09.2020 | 15:12
Der Trailer sieht genial aus - so hätte Star Wars aussehen müssen!
Einzig die Trailermusik gefällt mir nicht soooo gut, aber ich bin zuversichtlich, dass Hans Zimmer im fertigen Film wieder bombastisch abliefern wird!
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Seraph am 10.09.2020 | 15:15
Ich fand den Trailer etwas unterwältigend, vertraue aber Denis Villeneuve zu 100%, dass das ein sehr guter Film wird. Seine Filmographie spricht einfach für ihn. Das Lied fand ich leider Kacke und hoffe, dass es nur im Abspann zu hören sein wird.

Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich immer noch nicht das Buch gelesen habe. Das muss ich jetzt mal dringend nachholen, ebenso wie die Lynch-Verfilmung und die Jodorowsky-Doku.

Diese Aussage steht 1:1 auch für mich :)
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: NurgleHH am 10.09.2020 | 15:33
Äh... Doch. Deswegen war die Verfilmung ja so problematisch, weil Lynch versucht hat, das Buch in einen Film zu drücken. Nur wollte kein Verleih einen Film von über vier Stunden Laufzeit zeigen. Ich habe erst die Lynch-Verfilmung gesehen und dann das Buch gelesen, das ist 1:1 umgesetzt.
Ich hoffe das Du die lange Version (als TV-Version bekannt) gesehen hast. Ist um Längen besser.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: ghoul am 10.09.2020 | 15:38
Ich werde den Film nicht sehen können. Ich würde es nicht ertragen können, denn eine Folge Southpark hat schlimme Bilder in meinen Geist gepflanzt. Nie wieder Dune-Filme für den armen Ghoul! He knows about the Spice!
 :'(
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: unicum am 10.09.2020 | 15:47
Huh. 18. Dezember ist oder war der ursprünglich geplante Termin, aber ich hatte irgendwo was von coronabedingter Verzögerung gelesen, deswegen das 2021 im Threadtitel. Aber wäre ja um so besser, wenn er pünktlich käme.


Ich habe während des Studiums tatsächlich etwas zum erscheinen von Filmen in den USA recherciert (Wirtschaftsgedöns - ich bin eigentlich Naturwissenschaftler/Ingenieur). tatsächlich ist es so das die Filmstudios sich für gewisse Filme immer "slots" rausssuchen wo sie denken das Menschen eher dazu zu bewegen sind ins Kino zu gehen. Da sind Erscheinungstermine kurz vor großen Feiertagen immer für die (hoffentlichen) Blockbuster geblockt, der kleinkram wird zwischendrin veröffentlicht.

Corona wirft das sicher alles über den Haufen. Aber kurz vor Weihnachten ist eigentlich so ein typische Blockbuster-to-Be Termin.

Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: treslibras am 10.09.2020 | 15:56
Hier gibts es noch eine Interviewrunde mit allen Hauptdarstellern und ein paar neuen Bildern: Cast & Crew QA (https://www.youtube.com/watch?v=lvIasUKWgYs)
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Pyromancer am 10.09.2020 | 17:20
Ich mag das Buch, ich mag den Lynch-Film, der Jodorowsky-Film wäre genau mein Ding gewesen - aber das jetzt? Warum?
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Hewisa am 10.09.2020 | 17:24
Gegenfrage: Warum nicht? Es gibt ne Menge Filme, de es weniger verdient hätten, die man auch neu verfilmt hat.

Ich find ja, dass der Lynch-Film schlecht gealtert (und generell so ein bisschen überbewertet) ist. Das neu aufzusetzen mit moderner Technik und einem Pacing das an heutige Sehgewohnheiten angepasst ist...*notwendig* ist das vermutlich nicht, aber schaden tut's ja auch nicht. Ich bin heiß drauf.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 10.09.2020 | 17:40
Der Lynch Film wird dem Hintergrund teilweise nicht gerecht
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Crimson King am 10.09.2020 | 17:41
Äh... Doch. Deswegen war die Verfilmung ja so problematisch, weil Lynch versucht hat, das Buch in einen Film zu drücken. Nur wollte kein Verleih einen Film von über vier Stunden Laufzeit zeigen. Ich habe erst die Lynch-Verfilmung gesehen und dann das Buch gelesen, das ist 1:1 umgesetzt.

Mir geht's genauso. Ich kann deshalb auch nicht erkennen, dass Dune unverfilmbar wäre. Die Lynch-Fassung fand ich bei Erstansicht sehr gelungen und hatte auch keine Probleme, der Handlung zu folgen.

Einen Jodorowsky-Dune würde ich mir auch liebend gerne anschauen.


Bladerunner 2049 fand ich sehr gelungen bis auf den oberpulpigen Firmenboss-Schurken, der so auch direkt aus einem Resident Evil-Spiel hätte stammen können. Insofern habe ich recht hohes Vertrauen, dass die Neuverfilmung auch taugt.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: 6 am 10.09.2020 | 17:41
Wir haben doch mit Villeneuve jemanden, der schon einmal in extrem große Fussstapfen trat und dabei einen erstklassigen Film geliefert hatte.
Ach ja. Ich bin auch heiss drauf.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: First Orko am 10.09.2020 | 17:53
Ich hoffe das Du die lange Version (als TV-Version bekannt) gesehen hast. Ist um Längen besser.

Die ist erstmal um Längen... länger  ;D Und das nicht zwingend im Guten. Also bei Allem, was Lynch optisch Gutes geleistet hat: Der (Kino-)Film beginnt mit einem erzählten Intro. Im Director's Cut gab es meiner Erinnerung noch so ne Art.. Comic? Billige Animation? .. für die Erklärung der Vorgeschichte. Und dann die Erklärbär-Episoden durch Pauls Augen.. hmmnajaaa  ::)

Nicht falsch verstehen: Ich LIEBE Lynchs Dune. Aber neutral gesehen ist da filmisch schon Luft nach oben.  Ich teile aber die Skepsis, dass die Neuverfilmung im schlimmsten Fall denselben Fehler nochmal macht. Wenn es ein Zweiteiler wird, ist da zumindest Raum für mehr gezeigten (und nicht erzählten) Hintergrund.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Kreggen am 10.09.2020 | 18:48
Darf ich fragen, warum? (Ich bin ein zu neugieriger Mensch.)

Klar. Ich geh ausschließlich nur noch mit meiner Frau ins Kino, und die mag kein Science Fiction, kein Fantasy, keine Superhelden.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Niniane am 10.09.2020 | 19:16
Ich hoffe das Du die lange Version (als TV-Version bekannt) gesehen hast. Ist um Längen besser.

Das weiß ich nicht mehr, nur noch, dass es im Fernsehen lief. Das muss irgendwann Anfang der 90er gewesen sein, und ich hab es auch nicht zu Ende geguckt, weil ich irgendwann ins Bett musste.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Pyromancer am 10.09.2020 | 20:22
Gegenfrage: Warum nicht? Es gibt ne Menge Filme, de es weniger verdient hätten, die man auch neu verfilmt hat.

Ja klar, kann man machen. Ich bin auch zuversichtlich, dass der Film gut wird und ich werde den auch sicher irgend wann bei einem Heimkino-Abend mit anschauen. Aber ich sehe nicht, was er Neues zum Thema "Dune" beizutragen gedenkt. Schönere Bilder und bessere Special Effects reizen mich da nicht.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Ham's the R am 10.09.2020 | 20:23
Mich holt der Trailer mal so gar nicht ab und überzeugt mich in keinster Weise.
Für mich ist das Ganze nur ein Aufguss. Eine moderne, der Ästhetik der Zeit angepasste, Version von '84.

Ich fand die Lynch Version damals richtig gelungen. Der Film hatte seine Längen und war nicht so gehetzt - und das war auch gut so. Aber ich war damals auch nur einer von 5 (in Worten: fünf) Kinogängern jenen Abends in der Startwoche.
Der Film entsprach mal so gar nicht dem, was man als SiFi allgemein gut fand. Es war für die damalige Zeit wohl einfach zu wenig Bling-Bling und Kawumm.

Und die gezeigten Szenen des Trailers entsprechen allesamt den alten Szenen. Das ist so ein 1:1 aus alt macht neu Ding.
Und nur, weil es neu ist, ist es nicht besser. Nicht für mich.

Der alte Film hatte seinen Style, die geile Mucke von Toto und war mit seinen Schauspielern namhaft und treffend besetzt.
Viele Namen des aktuellen Casts sagen mir mal nichts. Dave Bautista könnte jedoch einen ähnlich guten Rabban abgeben wie Paul Smith.

Aber... Wenn ich zuvor noch ein gewisses Interesse an dem Film gehabt hätte...
Eines geht ja mal gar nicht!
Edward Scissorhands als Paul Atreides?
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: 6 am 10.09.2020 | 20:28
Edward Scissorhands als Paul Atreides?
Du irrst Dich. Das ist nicht Johnny Depp.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: 6 am 10.09.2020 | 20:32
Ja klar, kann man machen. Ich bin auch zuversichtlich, dass der Film gut wird und ich werde den auch sicher irgend wann bei einem Heimkino-Abend mit anschauen. Aber ich sehe nicht, was er Neues zum Thema "Dune" beizutragen gedenkt.
Das wusste ich auch nicht, als ich in Blade Runner 2049 reingegangen bin (also in Bezug auf Blade Runner). Danach war ich geflasht.
Deswegen traue ich Villeneuve zu, dass er da was Neues zum Thema beitragen wird, zumal das Projekt scheinbar eine Herzensangelegenheit von ihm ist.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Crimson King am 10.09.2020 | 20:48
Das wusste ich auch nicht, als ich in Blade Runner 2049 reingegangen bin (also in Bezug auf Blade Runner). Danach war ich geflasht.
Deswegen traue ich Villeneuve zu, dass er da was Neues zum Thema beitragen wird, zumal das Projekt scheinbar eine Herzensangelegenheit von ihm ist.

BR2049 ist kein Remake, sondern eine Fortsetzung. Immerhin hat es bereits der erste Film geschafft, etwas zur Romanvorlage hinzuzufügen. Die Fortsetzung führt das konsequent fort.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Pyromancer am 10.09.2020 | 20:48
Deswegen traue ich Villeneuve zu, dass er da was Neues zum Thema beitragen wird,
Im Trailer sieht man davon aber nichts - nicht mal eine leise Andeutung.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: 6 am 10.09.2020 | 20:52
Im Trailer sieht man davon aber nichts - nicht mal eine leise Andeutung.
Vergiss Trailer!
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Niniane am 10.09.2020 | 20:59
Also ich mag Arrival sehr, aber Blade Runner 2049 fand ich recht dünn, aber optisch ein Meisterwerk. Das kann man von Dune jetzt nicht behaupten, deswegen könnte das schon gut werden (und Timothée Chalamet doch noch mehr Gesichtsausdrücke drauf hat. Da ich den Trailer von The King gesehen habe, habe ich da allerdings wenig Hoffnung  ::))
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Ham's the R am 10.09.2020 | 21:01
Du irrst Dich. Das ist nicht Johnny Depp.
Schon klar, dass das nicht JD ist.
Im Trailer sah der Schauspieler für mich aber sehr nach Edward Scissorhands aus.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 10.09.2020 | 21:03
mal die soziökonomischen Hintergründe begutachten, die Rolle der Gilde, der Fremen usw
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: 6 am 10.09.2020 | 21:05
Schon klar, dass das nicht JD ist.
Im Trailer sah der Schauspieler für mich aber sehr nach Edward Scissorhands aus.
Für mich kein Stück. Edward definiert sich für mich durch die starrenden Augen.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Sagittarius am 11.09.2020 | 07:40
Der Trailer kommt beimir so Mittelgut an. Pau wirkt hölzern, unsympathisch und wird zumindest beim Trailern von den anderen Darstellern an die Wand gespielt. Die Ästhetik ist bemüht. Einige großartige fotografierte Momente, die auf der Leinwand überwältigend wirken werden.
Ich hoffe aber, daß sie nach dem Buch verfilmen und nicht den Film von 1984 nochmal aufwärmen (z.B. den Schwachsinn mit den Schallmodulen). Wobei ich glaube, daß das Buch in seiner Komplexität nicht auf die Leinwand zu bringen ist, zuviele Details.
Aber anschauen werde ich mir den Film aber trotzdem.
P.S.: Die Musik hat mich aber ziemlich abgeschreckt. Ich hoffe das wird nicht zum Disneyfilm, wo Paul anfängt zu singen...
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Huhn am 11.09.2020 | 08:08
Im Trailer sah der Schauspieler für mich aber sehr nach Edward Scissorhands aus.
Du bist nicht alleine - ich hab mir auch die ganze Zeit gedacht, dass es Edward doch noch recht weit gebracht hat. ;D

Ansonsten (oder gerade deswegen?) - sah schick aus. Ich habe allerdings zu meiner unendlichen Schande immer noch nicht die Romane gelesen und mochte auch die beiden anderen Verfilmungen. Bin da ganz anspruchslos. Bestes Hollywood-Publikum. *kaut zufrieden die vorgesetzte Möhre*
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Mr Grudenko am 11.09.2020 | 08:21
Ich hoffe das wird nicht zum Disneyfilm, wo Paul anfängt zu singen...

Angesichts der Bedeutung, die Liedern in allen Büchern als Kommentare haben, wäre das eigentlich gar nicht so daneben. Vielleicht als Baliset Duell mit Gurney Halleck. Wäre auf jeden Fall kein schlechter Weg für World-Building / Info-dump ;)

Ansonsten pusht der Trailer bei mir alle Dune Reflexe ('Echte' Ornithopter, wenn auch eher insektenartig, Martial Arts mit 'echten' Körperschilde, Sandwürmer wie vom Taschenbuchumschlag etc.). Und das macht mir schon Sorgen, weil ich das Gefühl nicht los werde, dass es bei diesen Schauwerten bleibt und das ganze zu einer spektakulären Space Opera wird, bei der halt nicht, wie in den Büchern, die eigenen Klischees untergraben/zumindestens hinterfragt werden.

Der zweite wunde Punkt ist halt die fette 'Who is Who' Besetzung, die mich ein wenig zu sehr an die Historienschinken aus den 50er oder die Katastrophenfilme aus den 70er erinnert.

Chalamets Aussehen als Paul hat halt ein sehr 'ernster junger Gentleman aus guten Haus der Viktorianischen Ära'-Flair, das ich gar nicht sooo unpassend finde.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Tegres am 11.09.2020 | 08:53
Der Trailer von Blade Runner 2049 hat total in die Irre geführt. Da waren alle Actionszenen drin, was den Eindruck erweckte, der Film würde stilistisch stark vom ersten abweichen, doch der eigentliche Film war sehr bedächtig. Ich kann mir gut vorstellen, dass das hier genauso wird. Man sollte immer bedenken, dass ein Regisseur so gut wie keinen Einfluss auf den Trailer hat. Da kümmern sich das Marketing und spezialisierte Firmen drum.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Sir Mythos am 11.09.2020 | 08:57
Wobei ich glaube, daß das Buch in seiner Komplexität nicht auf die Leinwand zu bringen ist, zuviele Details.

Das hat man vom Herrn der Ringe auch mal gesagt.  ;D

Der zweite wunde Punkt ist halt die fette 'Who is Who' Besetzung, die mich ein wenig zu sehr an die Historienschinken aus den 50er oder die Katastrophenfilme aus den 70er erinnert.

Chalamets Aussehen als Paul hat halt ein sehr 'ernster junger Gentleman aus guten Haus der Viktorianischen Ära'-Flair, das ich gar nicht sooo unpassend finde.

Das lustige ist, dass mir irgendwie keiner der Schauspieler etwas sagt.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Niniane am 11.09.2020 | 09:10
Also zumindest Oscar Isaac und Dave Bautista solltest du kennen ;) gut, ersterer hat in seiner bekannten Rolle keinen Bart und letzterer war blau-grau geschminkt.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Crimson King am 11.09.2020 | 09:11
Mich hat der Trailer auch nicht überzeugt. Ich denke aber auch, man sollte die Aussagekraft von Trailern nicht überbewerten, solange sie nicht spoilern ohne Ende.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Sir Mythos am 11.09.2020 | 09:17
Also zumindest Oscar Isaac und Dave Bautista solltest du kennen ;) gut, ersterer hat in seiner bekannten Rolle keinen Bart und letzterer war blau-grau geschminkt.

Ja, nachdem ich die gegoogelt habe. :D
Irgendwie kann ich mir einfach Schauspielernamen nicht merken - die sind so unwichtig.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Ham's the R am 11.09.2020 | 09:33
Jason Momoa hast Du sicherlich auch schon gesehen, z.B. in Game of Thrones.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Scurlock am 11.09.2020 | 12:53
Angesichts der Bedeutung, die Liedern in allen Büchern als Kommentare haben, wäre das eigentlich gar nicht so daneben. Vielleicht als Baliset Duell mit Gurney Halleck. Wäre auf jeden Fall kein schlechter Weg für World-Building / Info-dump ;)

Ansonsten pusht der Trailer bei mir alle Dune Reflexe ('Echte' Ornithopter, wenn auch eher insektenartig, Martial Arts mit 'echten' Körperschilde, Sandwürmer wie vom Taschenbuchumschlag etc.). Und das macht mir schon Sorgen, weil ich das Gefühl nicht los werde, dass es bei diesen Schauwerten bleibt und das ganze zu einer spektakulären Space Opera wird, bei der halt nicht, wie in den Büchern, die eigenen Klischees untergraben/zumindestens hinterfragt werden.

Der zweite wunde Punkt ist halt die fette 'Who is Who' Besetzung, die mich ein wenig zu sehr an die Historienschinken aus den 50er oder die Katastrophenfilme aus den 70er erinnert.

Echt jetzt? Der Film macht offenbar hinsichtlich Bildern und Besetzung alles richtig. Und genau das macht Dir Sorgen? Was für eine verquere Logik ist das denn? Ein Trailer kann nicht viel mehr zeigen als Schauwerte und Besetzung. Mich freut es zumindest, dass sie visuell die richtige Richtung eingeschlagen haben. Und ich traue keinem anderen (aktuellen) Regisseur mehr zu, die vermeintlich unverfilmbare Vorlage auf die Kinoleinwand zu bringen. 
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Pyromancer am 11.09.2020 | 16:46
Ich hoffe aber, daß sie nach dem Buch verfilmen und nicht den Film von 1984 nochmal aufwärmen (z.B. den Schwachsinn mit den Schallmodulen). Wobei ich glaube, daß das Buch in seiner Komplexität nicht auf die Leinwand zu bringen ist, zuviele Details.
Und deswegen hoffe ich, dass sie NICHT das Buch verfilmen, sondern einen Dune-FILM drehen - bzw. gedreht haben.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Space Pirate Hondo am 11.09.2020 | 17:18
Jason Momoa hast Du sicherlich auch schon gesehen, z.B. in Game of Thrones.

Alle vergessen immer, dass seine erste große Rolle in Stargate Atlantis war.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Lord of Badlands am 11.09.2020 | 17:55
Alle vergessen immer, dass seine erste große Rolle in Stargate Atlantis war.
Ja, sein Tyr Anaszasi Verschnitt war schon 'ne coole Sau.

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Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Mithras am 11.09.2020 | 20:29
Ich habe das Buch nicht gelesen und werde das auch nicht tun. Ich habe den Lynch Film gesehen und fand den einfach nur schlecht. Und beim neuen Trailer frage ich mich: was ist so toll an Dune? Könnt mir mal eure Begeisterung vermitteln? Das soll jetzt kein rumgetrolle sein sondern ehrliches Interesse aber ist das Material so innovativ? Spannend? Ich habe halt bisher auch kaum Sci-Fi gelesen und kann das echt nicht nachvollziehen. (Kann ich aber bei Star Trek und Marvel auch nicht ist also vielleicht einfach nur Geschmackssache).

Edit: ich habe Blade Runner 1 auch erst nach dem dritten Mal angucken kapiert und die Fortsetzung gar nicht.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Flamebeard am 11.09.2020 | 21:10
Wenn man sich die behandelten Themen ansieht, ist Dune der Prototyp des Alternativen und Öko-SciFi. Ausbeutung und Unterjochung eines Ökosystems inklusive der örtlichen menschlichen Population, um interstellaren Krieg und Handel aufrecht erhalten zu können sowie die Auswirkungen davon und die Suche nach Alternativen. Eine starke Frauen-Organisation als Machtstruktur im Imperium.
 Das alles vor dem Hintergrund einer archaisch anmutenden Machtstruktur, die noch Häuser, Herzöge und Imperatoren kennt, aber in seinen Abläufen teils unwohlverbreitend bekannt die Abläufe in der (damals) aktuellen Politik spiegelt...
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Urias am 11.09.2020 | 21:22
Ein paar unorganisierte Punkte was mich an Dune so fasziniert hat, ohne Ordnung und sehr schemenhaft, weil ichs auch nicht ganz benennen kann:
- Die Rolle organisierter Religionen/Glaubensrichtungen, die hier nicht nur schmückendes Beiwerk ist um der Welt Farbe zu verleihen sondern ein primärer Baustein.
- Jedes Kapitel beginnt mit einem Zitat aus einem Buch aus dem Dune-Universum, wobei diese innerhalb der zeitlinie meist nach den dargestellten Ereignissen geschrieben wurden. Damit wird immer ein gewisses Foreshadowing betrieben, wie die ganzen Geschehnisse in der Zukunft verklärt werden. Das ist zwar nur ein kleiner schriftstellerischer Kniff aber er passt sehr gut, gerade wenn man die Wichtigkeit des Prophezeiungsthemas in Dune betrachtet (dazu unten mehr)
- Das Buch fühlt sich für mich bei weilen fast schon wie eine geführte Meditation an, was halt auch daran liegt, dass viel innerer Monolog vorkommt und gerade in der zweiten Hälfte der Protagonist sehr abspaced. Dabei merkt man deutlich Herberts Beschäftigung mit der Philosophie, auch wenn es nie ganz so gaga wird wie etwa bei Philipp K. Dicks Valis-Trilogie (die ja wirklich ein literarischer Acidtrip ist beiweilen)
- Der wichtigste Punkt ist, für mich, und hier wirds etwas spoilerig : Dune ist so wie ich das sehe eine sehr gelungene "Dekonstruktion" (das Wort mag ich eigentlich nicht aber mir fällt kein besseres ein) des oftmals bemühten Schemas vom prophezeiten Helden/Messias/Whatever. Wie das gemacht wird ist finde ich sehr clever: Die Prophezeiung vom großen Erlöser ist wahr, aber sie ist wahr, weil ihre Wahrheit forciert wurde. Die Prophezeiung wurde gestreut und Generationen lang wurde an Ihrer Erfüllung gefeilt. Paul ist auch der versprochene Messias aber der Joke ist, dass er das auch weiß und aufgrund seiner übermenschlichen Wahrnehmung auch genau darüber bescheid weiß, was seine Anwesenheit in dieser Welt bewirken wird aber kann dem nicht entrinnen. Letztlich entwickelt sich der ganze Kult um Paul als dem Muad'dib in einen repressiven Klerikalfaschismus. Das weiß Paul auch quasi von Anfang an, weil er alle Zeitlinien ever gleichzeitig sieht, aber will das so überhaupt nicht. Und er erlebt das Ganze auch mit. Dabei wird ihm klar, dass sich seine Rolle als Erlöser von ihm als Person abhebt und auch wenn er noch da ist nichts mehr dagegen tun kann.
Herbert hat dieses Schema nach eigener Aussage so kreiiert um den Gegenpol zum klassischen Heldenreise-Bild zu bilden. Psychoanalytisch gesprochen zeigt er dabei den perversen Kern der Heldenreise auf: Der Held des Mythos ist immer schon latent ein totalitärer Herrscher. Es ließe sich hier sagen, dass er dem jungianisch-reaktionären Heldenreisemythos einen mehr oder weniger psychoanalytisch-ideologiekritischen Gegenpart gegenüberstellt.
- In der Welt von Dune ist der Mensch im Zentrum. Es gibt keine Aliens per se (soweit ich weiß, hab die späteren Bücher nicht gelesen) sondern maximal sehr entfremdete Menschen. Alles was übermenschlich ist ist das Ergebnis menschlicher Forschung und Anstrengungen, die halt ewig gedauert haben beiweilen. Und das geht wie gesagt auch so weit, dass auch die quasi-metaphysische Prophezeiung die im Fokus steht menschengemacht ist.
So weit von mir.
Liebe Grüße,
Urias
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Runenstahl am 11.09.2020 | 21:57
Ich habe das Buch nicht gelesen und werde das auch nicht tun. Ich habe den Lynch Film gesehen und fand den einfach nur schlecht. Und beim neuen Trailer frage ich mich: was ist so toll an Dune? Könnt mir mal eure Begeisterung vermitteln? Das soll jetzt kein rumgetrolle sein sondern ehrliches Interesse aber ist das Material so innovativ? Spannend? Ich habe halt bisher auch kaum Sci-Fi gelesen und kann das echt nicht nachvollziehen. (Kann ich aber bei Star Trek und Marvel auch nicht ist also vielleicht einfach nur Geschmackssache).

Ich denke auch das ist einfach Geschmackssache. Insofern wird man dir das auch nicht vermitteln können. Sowohl Buch als auch die Lynch-Verfilmung haben meinen Geschmack jedenfalls gut getroffen. Dune ist für mich quasi Game of Thrones in einem Science-Fiction Setting.

Ich bin jedenfalls vorsichtig optimistisch gespannt auf den neuen Film. Den Paul-Darsteller kenne ich aus "The King". Der ist absolut sehenswert und konnte mich voll überzeugen das der Mann der richtige ist um Paul zu spielen.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Pyromancer am 12.09.2020 | 01:13
Ich habe das Buch nicht gelesen und werde das auch nicht tun. Ich habe den Lynch Film gesehen und fand den einfach nur schlecht. Und beim neuen Trailer frage ich mich: was ist so toll an Dune? Könnt mir mal eure Begeisterung vermitteln? Das soll jetzt kein rumgetrolle sein sondern ehrliches Interesse aber ist das Material so innovativ? Spannend? Ich habe halt bisher auch kaum Sci-Fi gelesen und kann das echt nicht nachvollziehen. (Kann ich aber bei Star Trek und Marvel auch nicht ist also vielleicht einfach nur Geschmackssache).

"Dune" ist zuerst einmal ein sehr gutes Buch; die Figurenzeichnung, die Gedankenwelt der Charaktere, der dicht gewebte Hintergrund, die sehr plastisch vermittelten, fremden Kulturen, und im ersten Teil auch noch die schönen Action/Abenteuer-Szenen. Das Material war damals sehr innovativ - das ist es heute, 50 Jahre später, natürlich nicht mehr. Trotzdem: Lesen lohnt sich immer noch!
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: AngeliAter am 12.09.2020 | 10:43
Und nicht zu vergessen, im Film von 1984 haben über 20.000 Statisten mitgewirkt. Das sieht man auch, überall sind Leute.
Klar, heute ist das sowie kein Problem mehr, werden einfach rein kopiert aber damals war diese Anzahl eher nur bei Monumentalfilmen üblich
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: YY am 12.09.2020 | 13:16
Klar, heute ist das sowie kein Problem mehr, werden einfach rein kopiert aber damals war diese Anzahl eher nur bei Monumentalfilmen üblich

Dass die (obendrauf recht lieblos) reinkopiert sind, sieht man allerdings auch spätestens beim zweiten Gucken.
Wenn das nach was aussehen soll, muss man mindestens Statisten und CGI-Leute mischen.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Daicorion am 14.09.2020 | 22:00
Die Musikuntermalung ist mir auch aufgefallen, aber ich hoffe, dass das Trailer-typisch nicht die echte Musik aus dem Film ist, sondern einfach irgendwas, das sie halt für den Trailer genommen haben.

Das ist "Eclipse" von Pink Floyd. In den 1970er Jahren wollte Alejandro Jodorowsky Dune verfilmen und dafür Pink Floyd als Musiker haben. Deren Musik galt damals als "psychedelic rock" und das wäre nicht das Einzige gewesen, was den Film zu einem einzigen Drogentrip gemacht hätte. Ich denke mal, dass das Musikstück nur als Remineszenz daran gedacht ist und Pink Floyd in den Filmen nicht weiter auftauchen wird. Hans Zimmer, der scheinbar seit dem ersten Roman ein Dune-Fan ist und schon seit langem gehofft hatte, dazu Filmmusik schreiben zu können, wird wohl den größten Teil der Musik verantworten.

Ich habe erst die Lynch-Verfilmung gesehen und dann das Buch gelesen, das ist 1:1 umgesetzt.

Naja. Einiges hat mir sehr gut gefallen, zum Beispiel die Aufbauten und Kostüme,
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Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: AngeliAter am 14.09.2020 | 22:31
Deswegen gibt es von diesem Dune auch 2 alternative Enden. Und nur eines hat da was mit Wasser  zu tun.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Daicorion am 14.09.2020 | 22:38
Stimmt, ich erinnere mich nebelhaft. Hab allerdings nur die Kinoversion gesehen. Aber für mich ist die Darstellung des Barons auch das größere Problem, da s mir ehrlich gesagt den ganzen Film vermiest. Ich hab es nicht so mit Body Horror.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: First Orko am 14.09.2020 | 23:08
Hans Zimmer, der scheinbar seit dem ersten Roman ein Dune-Fan ist und schon seit langem gehofft hatte, dazu Filmmusik schreiben zu können, wird wohl den größten Teil der Musik verantworten.

Och nö :P Also doch wieder mal bedeutungsschwangeres, uninspirierte Wummern und Basstrommeln aus der ersten Hälfte des Trailers. Hatten wir ja NOCh. NIE. :puke:
Da wäre Pink Floyd ja wohl locker die bessere Wahl gewesen...
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Daicorion am 15.09.2020 | 00:39
Der scheint heutzutage jede zweite Filmmusik zu machen, stimmt schon. Ich hatte auch zuerst die Befürchtung, dass das seichtes Action-Percussion-Gehämmere werden könnte. Aber in einem Interview (das ich leider jetzt nicht mehr finden kann) sagt Zimmer, dass er quasi seit er in seiner Jugend den Roman gelesen hat, Musik für Dune machen wollte und dass die Stücke, die er bisher dafür geschrieben hätte, seine bisher experimentellsten wären.

Was immer das bedeuten mag. Soundtracks wie "Gladiator" oder "King Arthur", bei denen er mit anderen Künstlern zusammengearbeitet hat, fand ich allerdings durchaus stimmungsvoll und gelungen. Blade Runner 2049 war auch nicht schlecht, wenn man diese wummrige E-Musik abkann. Vielleicht wird das hier ähnlich, mit Einstreuung von Pink Floyd?

Deren Musik ist stellenweise durchaus spacig und psychedelisch (was ja zum Spice passt), aber bei einem reinen Pink-Floyd-Soundtrack würde mir wahrscheinlich bissl die Spannungs- und Emotions-Begleitungs-Musik fehlen. Wo man nicht hinhören muss.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: tartex am 5.10.2020 | 23:33
Okay, wurde jetzt offiziell auf 1sten October 2021 verschoben.  :'(

Naja, ich lese gerade mal wieder den Roman. Schauen wir, ob ich die anderen 5 Teile diesmal auch schaffe.  >;D
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Tegres am 6.10.2020 | 07:10
Huh. 18. Dezember ist oder war der ursprünglich geplante Termin, aber ich hatte irgendwo was von coronabedingter Verzögerung gelesen, deswegen das 2021 im Threadtitel. Aber wäre ja um so besser, wenn er pünktlich käme.
Edit: Der Thementitel ist übrigens irreführend. Dune kommt im Dezember diesen Jahres heraus.
Tja, da hat Timberwere leider recht behalten.  :(
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: 6 am 6.10.2020 | 07:12
Kann ich mit leben.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Tegres am 6.10.2020 | 07:42
Wenn dadurch Villeneuve mehr Zeit für die Postproduktion hat, wird sich das sogar positiv auf den Film auswirken. Allerdings ist es für die Kinos enorm bitter zu sehen, wie ein großer Kinostart nach dem nächsten auf das nächste Jahr verschoben wird. Für die kleinen Arthaus-Kinos ist das total egal, aber die Multiplexe werden daran ganz schön zu knabbern haben.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: tartex am 6.10.2020 | 11:18
Für die kleinen Arthaus-Kinos ist das total egal, aber die Multiplexe werden daran ganz schön zu knabbern haben.

Unser Cineworld in Dublin (zusammen mit der ganzen Kette in UK und US) hat diese Woche endgültig dicht gemacht.

Die Arthouse-Kinos können aber genauso wenig Geld verdienen, wenn sie nicht aufmachen dürfen, beziehungsweise nur halb besetzt werden.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Arkam am 12.10.2020 | 09:20
Hallo zusammen,

unter https://www.youtube.com/watch?v=v3xL5TzzM3s&list=PL_AWppEwy_tlipxJEJ5rC9JsQC49KZcK2 (https://www.youtube.com/watch?v=v3xL5TzzM3s&list=PL_AWppEwy_tlipxJEJ5rC9JsQC49KZcK2) findet man ein paar gute Videos um sich an den Dune Film heran zu tasten.
Unter https://www.youtube.com/watch?v=p05yQwjAjS8&t=1524s findet sich eine nette Übersicht zu allen Romanen am Ende vor allen auch die Bände die nach Frank Herbert heraus kamen beinhaltet.
Unter https://www.youtube.com/watch?v=3k4RuHL7uT8&list=PLotxo6e7K8HFEIHI3NQI7VqNOTPozKJ6V (https://www.youtube.com/watch?v=3k4RuHL7uT8&list=PLotxo6e7K8HFEIHI3NQI7VqNOTPozKJ6V) findet man die Hörbücher zu den ersten vier Bänden.
Unter https://www.youtube.com/watch?v=dw1gs41jVA4&list=PLcVAxCcXuC1zshVTKYBnLYccY7B9nhh3y (https://www.youtube.com/watch?v=dw1gs41jVA4&list=PLcVAxCcXuC1zshVTKYBnLYccY7B9nhh3y) finden sich alle Bände.
Den alten Film findet man unter https://www.youtube.com/watch?v=3G8L-dxFdVI&t=120s (https://www.youtube.com/watch?v=3G8L-dxFdVI&t=120s).
Die Miniserie findet man unter https://www.youtube.com/channel/UC_34yaMwK-aD8uFG1Y-XiXQ (https://www.youtube.com/channel/UC_34yaMwK-aD8uFG1Y-XiXQ).
 
Dune soll ja aus zwei Filmen bestehen. Ist eigentlich schon bekannt wo der Schnitt gesetzt wird?

Gruß Jochen - Ich musste die Links anpassen und habe sie erweitert.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: tartex am 20.10.2020 | 15:04
Dune soll ja aus zwei Filmen bestehen. Ist eigentlich schon bekannt wo der Schnitt gesetzt wird?

Also wenn man die einzelenen Szenen aus dem Trailer zusammenstückelt, wird Chani ja wohl gegen Ende des Films in persona auftreten.

Ich lese das Buch gerade wieder und das ist schon eine interessante dramaturgische Frage, wie man da ein typisches Dritter-Akt-Finale hinkriegt. Naja, ich tippe mal auf eine Art Epilog nach der
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Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Tegres am 20.10.2020 | 15:12
Es gibt doch nach ungefähr 2/3 des Buches einen zeitlichen Bruch von circa 2-3 Jahren. Den könnte ich mir gut vorstellen, denn das ließe sich auch gut für die Dreharbeiten umsetzen. Das Buchende ist mir eh etwas hastig erzählt, das dürfen sie im Film gerne länger machen.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Daicorion am 23.07.2021 | 19:58
neuer Trailer
https://www.youtube.com/watch?v=8g18jFHCLXk
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Infernal Teddy am 23.07.2021 | 20:06
Es gibt doch nach ungefähr 2/3 des Buches einen zeitlichen Bruch von circa 2-3 Jahren. Den könnte ich mir gut vorstellen, denn das ließe sich auch gut für die Dreharbeiten umsetzen. Das Buchende ist mir eh etwas hastig erzählt, das dürfen sie im Film gerne länger machen.

Das Buch erschien auch - wenn ich mich recht erinnere - dreiteilig in einen SF Magazin bevor es von einem Verlag für technische handbücher als Roman erschien
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Urias am 23.07.2021 | 20:10
Also wenn man die einzelenen Szenen aus dem Trailer zusammenstückelt, wird Chani ja wohl gegen Ende des Films in persona auftreten.

Ich lese das Buch gerade wieder und das ist schon eine interessante dramaturgische Frage, wie man da ein typisches Dritter-Akt-Finale hinkriegt.

Ich würd ja darauf tippen (auch weil ich mein es irgendwo gelesen zu haben), dass sie aufhören
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Weiß aber gerade nicht wann das im Buch passiert
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Infernal Teddy am 23.07.2021 | 20:14
Ich würd ja darauf tippen (auch weil ich mein es irgendwo gelesen zu haben), dass sie aufhören
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Weiß aber gerade nicht wann das im Buch passiert

Ende Buch zwei wenn ich mich recht erinnere
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: BBB am 23.07.2021 | 21:51
Gott, freue ich mich auf den Film.
Das sieht so, so verdammt gut aus!!!
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Runenstahl am 23.07.2021 | 23:27
Nochmal zu Hans Zimmer:

Ja, der Mann macht oft Action-Wumms-Einheitbrei.

Aber ja, der Mann kann auch richtig gute andere Musik machen. Ist vermutlich auch immer die Frage was denn von ihm verlangt wird und wieviel Zeit & Mühe er darauf investiert. Von True Romance bis König der Löwen hat der schon so einige bewegende Soundtracks abgeliefert. Insofern kann man wohl erstmal vorsichtig optimistisch sein.

Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Greifenklaue am 17.09.2021 | 06:06
War schon wer drin?

Kurzkitik (https://www.youtube.com/watch?v=w_l-ZiGQsvU) in 7 min von Bender - Sträter - Streeberg, von Bender in dem Fall, der ausdrücklich das KINO empfiehlt.

Kino+ #358 | DUNE mit XXL-Kritik (https://www.youtube.com/watch?v=y2xfP9aCxpk) ab 1:08 fast ne Stunde.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Seraph am 17.09.2021 | 07:04
Ich hab ihn gestern gesehen. Fand ihn richtig klasse - bin aber auch Zimmer- und Villeneuve-Fanboy (Blade Runner 2049!  :headbang:)
Zur Einordnung - ich kenne Dune nur aus der Populärkultur, habe den Lynch-Film gesehen, das Videospiel gezockt und mir den Wikipedia-Artikel ein paar mal durchgelesen. Die Bücher kenne ich (noch) nicht.

Spoilerfrei nachfolgend, was ich gut und weniger gut fand:

+ visuell absolut bombastisch
+ ebenso bombastischer Soundtrack von Zimmer
+ durch die Bank gute und glaubwürdige Schauspieler
++ für mich fast der stärkste Pluspunkt: das Gefühl eines Epos, von etwas Besonderem, etwas "Großem" springt hier sofort über. Wenn die Atreides auf Dune landen und sich damit vertraut machen, liegt etwas Schweres in der Luft, etwas Geheimnisvolles, uralte Geheimnisse, die aufgedeckt werden...und das Gefühl, dass hier irgendwas nicht stimmt...hatte ich so selten in den letzten Jahren bei einem "Monumentalfilm"
+ tolles Kostümdesign bzw. Artdesign der Welt als solches

Weniger gut fand ich:
- Kämpfe könnten etwas spektakulärer sein (was nicht heißt, dass sie schlecht sind, ich hätte nur vielleicht 20% mehr Dramatik erwartet)
- einige Fragen bleiben (noch) unbeantwortet, wie z.B.
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- das Ende ist etwas unspektakulär (ich überlege noch, ob ich das nicht doch positiv finden soll, weil es anders ist) und natürlich sehr offen für den zweiten Teil

Wer "Blade Runner 2049" mochte, mag auch den Film. Wer damit nichts anfangen kann, wird auch hier nicht auf seine Kosten kommen. Der Film ist langsam, ruhig, es gibt viele Dialoge und viel Exposition (was aber immens wichtig ist, wenn man so ein Epos gescheit ins Kino bringen will!) und Marvel-typische Feuerwerkaction vermisst hier hier größtenteils.

Fazit: ich bin begeistert!
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: knörzbot am 17.09.2021 | 16:02
Das unspektakuläre Ende und die evtl. noch offenen Fragen könnten damit zusammenhängen, dass noch ein zweiter Teil geplant ist.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: JS am 17.09.2021 | 16:05
Der Film ist enorm bild- und tongewaltig ohne unnötige Effekthascherei, inhaltlich gut am Buch und auch am ersten Film, hat sehr gute Schauspieler, und es waren sehr gute 2 Stunden, aber eine etwas langatmige letzte halbe Stunde, weil sie dann spürbar mehr Style over Substance zelebrieren. Nicht besser als der erste, alte Film, aber auch nicht schlechter, finde ich. Allerdings... naja... die beiden Dredds unterscheiden sich schon mächtig voneinander, auch Mad Max, und haben jeweils ihre Stärken, aber die beiden Dunes sind eigentlich schon ziemlich gleich gut, wobei der erste abgeschlossen ist. Der aktuelle Film wird ja ein Zweiteiler. Aber wer Mystizismus und Science Fiction mag, wird mMn nicht enttäuscht.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Seraph am 17.09.2021 | 16:14
Das unspektakuläre Ende und die evtl. noch offenen Fragen könnten damit zusammenhängen, dass noch ein zweiter Teil geplant ist.

Ist mir bewusst, danke.
Ich hoffe, dass die offenen Fragen im 2. Teil geklärt werden. Und was das unspektakuläre Ende angeht - "Die Gefährten" hat imho meisterhaft gezeigt, wie man einen Film beendet, der noch zwei direkte Nachfolger hat.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: JS am 17.09.2021 | 16:26
Ich fand das Ende sehr passend zur Szenenstimmung. Es wirft Fragen auf und eine gewisse, ruhige Schicksalsergebenheit, also genau das, was in diesem Moment in Paul arbeitet.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Tegres am 17.09.2021 | 23:15
Ich war gerade drin und ich fand ihn super. Ich empfehle bei der Bildgewalt IMAX. Ich kann keinen Vergleich zum alten Film ziehen, aber dem Buch wird er gerecht.

Nächste Woche gehe ich in die OV-Fassung, dann kann ich eventuell etwas zur Qualität der Synchronisation sagen.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Trollkongen am 18.09.2021 | 04:57
Wer "Blade Runner 2049" mochte, mag auch den Film. Wer damit nichts anfangen kann, wird auch hier nicht auf seine Kosten kommen. Der Film ist langsam, ruhig, es gibt viele Dialoge und viel Exposition (was aber immens wichtig ist, wenn man so ein Epos gescheit ins Kino bringen will!) und Marvel-typische Feuerwerkaction vermisst hier hier größtenteils.

Danke, das ist das, was ich lesen wollte.

Mir geht nämlich echt nichts mehr auf den Senkel, als wenn immer noch eine größere und "geilere" Action-Nummer eingebastelt wird - und dann noch so, dass für die Geschichte und Charaktere zu wenig Platz bleibt. (Man nehme da etwa die neueren Star-Trek-Verfilmungen ...) Blade Runner 2049 hat mir da ausgezeichnet gefallen, schön, dass Villeneuve dem treu bleibt.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: aikar am 18.09.2021 | 08:21
Bin ausgesprochen zufrieden. Das einzige Problem, das ich hatte, war, dass ich ständig die alten Filme wörtlich vor dem inneren Auge und Ohr hatte und auf bestimmte Phrasen gewartet habe (die dann natürlich z.T. nicht kamen)  ;D

Aber es ist eine sehr schöne neue Interpretation, langsam erzählt (weshalb die Teilung schon Sinn macht), mit sehr guten Schauspielern und phänomenaler Optik (Ich liebe die Kostüme, Architektur,...). Die Story ist natürlich herausragend. Es ist halt Dune.

Ich hoffe sehr, dass sie weitermachen. Nicht nur die zweite Hälfte, sondern auch die späteren Bücher, zumindest die erste Trilogie.

P.S.: Ich präferiere ja tatsächlich die 2000er-Fernsehreihe vor dem alten 1984-Film, einfach weil sie viel näher am Originalbuch sind (was auch der neue jetzt ist).
P.P.S.: Wenn ich mal zu einer Coriolis-Kampagne komme, wird dieser Film definitiv als Inspiration angeschaut.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Issi am 18.09.2021 | 12:39
Ich kenne die alten Sachen nicht.
Bin deshalb sehr gespannt.
( Komme leider erst nächstes Wochenende dazu)
Blade Runner fand ich schaubar.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Haukrinn am 18.09.2021 | 17:26
Was für ein visuelles Meisterwerk. Die Vorlage ist fantastisch in Szene gesetzt, so manche Einstellung dürfte gerne auch im Kunstmuseum ausgestellt werden. Villeneuve schafft es mit Dune wie ich finde zudem sehr gut, Längen im Stoff eben durch diese Meisterleistung geschickt zu überbrücken (etwas, was mir bei Bladerunner 2049 im späten Verlauf tatsächlich arg gefehlt hat). Ich bin auf jeden Fall schon gespannt auf Part Two.

PS: Das Ende fand ich weder unspektakulär noch unpassend. Ich empfand es eher als die perfekte Stelle für den Einschnitt. Die in dieser Form auch als visuelle Metapher gut in Szene gesetzt ist.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Waldviech am 18.09.2021 | 20:46
Sehe ich auch so. Der Cut-Punkt war gut gewählt. Insgesamt hat mir der Film wirklich gut gefallen. Optisch herausragende Gestaltung, gute Schauspieler, angenehm nah am Buch... Doch der Streifen hat ganz gewaltig was.  Sehr schön fand ich auch, daß hier und da auch auf kleine Details geachtet wurde, die ich bei den anderen Verfilmungen so nicht gesehen habe (oder zumindest nicht erinnere), wie die Stiersymbolik bei den Atreides oder die Fremen, die sich mit ihren Chryss-Dolchen schneiden, bevor sie sie wieder wegstecken.

Der einzige Wermutstropfen ist wohl, dass es sich bis zur Fortsetzung noch ziehen könnte...
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Xemides am 19.09.2021 | 09:11
Nicht besser als der erste, alte Film, aber auch nicht schlechter, finde ich.

Ich finde ihn wie die meisten Leute erheblich  besser als den Lynch-Film.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 19.09.2021 | 10:21


Weniger gut fand ich:
- Kämpfe könnten etwas spektakulärer sein (was nicht heißt, dass sie schlecht sind, ich hätte nur vielleicht 20% mehr Dramatik erwartet)
Was denn noch?
Ich sehe nirgends wo man mehr hätte erwarten dürfen


 
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Ist mir bewusst, danke.
Ich hoffe, dass die offenen Fragen im 2. Teil geklärt werden. Und was das unspektakuläre Ende angeht - "Die Gefährten" hat imho meisterhaft gezeigt, wie man einen Film beendet, der noch zwei direkte Nachfolger hat.
Hier ist im Buch ein Scheidepunkt erreicht, das macht sogar sehr viel Sinn
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Issi am 19.09.2021 | 10:41
Interessiert wahrscheinlich sonst niemanden aber der Schriftzug für D U N E
Ist einfach perfekt.
( Es wird 4 Mal exakt der gleiche Bogen verwendet, nur unterschiedlich gedreht)
Finde ich ziemlich beeindruckend.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: JS am 19.09.2021 | 11:07
Ich finde ihn wie die meisten Leute erheblich  besser als den Lynch-Film.

Ich schaute mir Lynch gestern noch einmal an und finde den neuen Film besser, aber nicht deutlich. Da sind mir die meisten Leute dann auch nicht Richtlinie.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Waldviech am 19.09.2021 | 11:23
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Zitat
( Es wird 4 Mal exakt der gleiche Bogen verwendet, nur unterschiedlich gedreht)
Finde ich ziemlich beeindruckend.
Japp. Und das ist nicht das einzige. Ich fand da viel äußerst beeindruckend. Insgesamt empfand ich die Mischung aus Orientalismus und Brutalismus extrem gelungen - und auch einen sehr sehr schönen Bogen zu den klassischen Dune-Illustrationen von John Schoenherr. Die haben sie zwar nicht hundertprozentig umgesetzt, aber die gesamte Optik atmete für mich den selben Geist.

Zitat
Da sind mir die meisten Leute dann auch nicht Richtlinie.
Na, muss ja auch nicht. Meiner Meinung nach sind die drei Dune-Verfilmungen eigentlich alle ziemlich gut gelungen und wir reden da ohnehin nur von marginalen Unterschieden in Puncto Güte.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Haukrinn am 19.09.2021 | 11:35
Interessiert wahrscheinlich sonst niemanden aber der Schriftzug für D U N E

Ja, ich find's halt toll dass sich diese Liebe zum Detail durch das gesamte visuelle Design zieht - und das mit höchster Konsequenz.

Es gibt übrigens eine Buchausgabe die macht das noch ein wenig cooler: https://www.reddit.com/r/DesignPorn/comments/93caa7/the_back_cover_for_the_book_dune_by_frank_herbert/
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Waldviech am 19.09.2021 | 11:39
Chapeau....das stimmt! Danke für den Link - das kannte ich so noch nicht.  :)
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Issi am 19.09.2021 | 11:49
Es gibt übrigens eine Buchausgabe die macht das noch ein wenig cooler: https://www.reddit.com/r/DesignPorn/comments/93caa7/the_back_cover_for_the_book_dune_by_frank_herbert/
WoW- DAS ist echt cool!
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 19.09.2021 | 12:08
Chapeau....das stimmt! Danke für den Link - das kannte ich so noch nicht.  :)
+1
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Runenstahl am 22.09.2021 | 19:34
So, auch drin gewesen.

Den Lynch fand ich sehr gut. Müßte ich jetzt nochmal gucken um beurteilen zu können wie der gealtert ist. Die neue Verfilmung wußte mir allerdings auch sehr gut zu gefallen. Obgleich der Film an keiner Stelle gehetzt wirkt, kommt nie Langeweile auf und ich war überrascht das er "schon" zuende war.

Mini-Kritiken:
- Die Filmmusik fällt im Film nicht weiter auf. Sie stört nicht, schafft es aber auch nicht wirklich etwas zum Film beizutragen. Ich hatte ja gehofft das Zimmer mal wieder was "vernünftiges" abliefert. Ist ihm hier mMn überhaupt nicht gelungen was sehr Schade ist. Wobei es natürlich sein kann das der Regisseur keine Themen / Melodien wollte um nicht vom Geschehen abzulenken. In jedem Fall ist es kein Soundtrack den ich mir anschaffen würde.
- Oblgeich der Film sich Zeit läßt hatte ich den Eindruck das Atreides gefühlt 1-2 Tage nach ihrer Ankunft angegriffen werden. Das ging mir irgendwie zu schnell.
- Die Darsteller sind gut gewählt. Prochnow und Steward aus der Lynch-Version haben mir aber im Vergleich dennoch Besser gefallen.

Gesamturteil: 5 von 5 Wassertropfen.

Als jemand der von den Büchern nur das 1. gelesen hat frage ich mich ob es Sinnvoll wäre bei Erfolg der Filme eventuell mehr als nur einen weiteren Teil zu bringen. Material für weitere Filme scheint es ja genug zu geben. Insgesamt hatte ich jedoch immer den Eindruck (von Reviews etc.) das die Bücher nach "Dune" nicht den Wert des 1. Buches erreichen. Meinungen ?
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 22.09.2021 | 20:07


Als jemand der von den Büchern nur das 1. gelesen hat frage ich mich ob es Sinnvoll wäre bei Erfolg der Filme eventuell mehr als nur einen weiteren Teil zu bringen.
es sind 3 Filme geplannt der 3 Messias

Zitat
Insgesamt hatte ich jedoch immer den Eindruck (von Reviews etc.) das die Bücher nach "Dune" nicht den Wert des 1. Buches erreichen. Meinungen ?
dem widerspreche ich entschieden, das erste ist nur das Vorwort
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: JS am 22.09.2021 | 23:28
Der Lynch hat aus heutiger Sicht eben grottige Effekte, aber hey... 80er. Es wird durch die Story wettgemacht. Ich glaube, der Angriff der Harkonnen sollte in beiden Fällen so schnell erfolgen, damit Atreides nicht die Zeit hat, alle Sabotagen auszuräumen und die Position mitsamt Schild zu sichern.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: aikar am 23.09.2021 | 07:42
Insgesamt hatte ich jedoch immer den Eindruck (von Reviews etc.) das die Bücher nach "Dune" nicht den Wert des 1. Buches erreichen. Meinungen ?
Messiah lässt ein bisschen nach, weil der Reiz des neuen nicht ganz so stark ist, ist aber immer noch eine super Geschichte. Children of Dune hält locker mit dem ersten mit.
God Emperor ist ... speziell. Ein tolles Buch, aber durch die besondere Perspektive (Es geht um die erzwungene mehrtausendjährige Phase des goldenen Pfads mit totaler Kontrolle des (wohlwollenden) allwissenden Gott-Imperators) treibt es den philosophischen Teil der Dune-Reihe auf die Spitze und lässt dafür den Space Opera-Actionteil eher beiseite.

Die Bücher danach habe ich noch nicht gelesen, stehen aber jetzt nach dem tollen Film wieder auf der Liste.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: unicum am 23.09.2021 | 09:28
Insgesamt hatte ich jedoch immer den Eindruck (von Reviews etc.) das die Bücher nach "Dune" nicht den Wert des 1. Buches erreichen. Meinungen ?

Ist schon jahre her das ich die Bücher gelesen habe, aber meine Erinnerung daran war auch derart - erstes Buch verschlungen und die folgenden wurden immer lahmer,... irgendwann hab ich dann abgebrochen. Freunde sagten zwar das es gegen Ende wieder besser wird aber soweit hab ich es dann nicht kommen lassen.

Irgendwie hab ich mich manchmal auch gefühlt als würde ich ein verkapptes Lehrbuch über Politik lesen das von Marx und Engels insperiert ist. "Religion (der Mesias) ist Opium Spice fürs Volk"
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Crimson King am 23.09.2021 | 10:01
Ist schon jahre her das ich die Bücher gelesen habe, aber meine Erinnerung daran war auch derart - erstes Buch verschlungen und die folgenden wurden immer lahmer,... irgendwann hab ich dann abgebrochen. Freunde sagten zwar das es gegen Ende wieder besser wird aber soweit hab ich es dann nicht kommen lassen.

Irgendwie hab ich mich manchmal auch gefühlt als würde ich ein verkapptes Lehrbuch über Politik lesen das von Marx und Engels insperiert ist. "Religion (der Mesias) ist Opium Spice fürs Volk"

Bei Dune handelt es sich unter anderem auch um Auseinandersetzungen mit unterschiedlichen Herrschaftsformen. Mit Blick auf die Metaphysik der Romane und die Esoterik, die immer durchklingt, dürften Marx und Engels allerdings nicht auf der Liste der Referenzen sein, die Herbert verwendet hat. Heißt nicht, dass man die Bücher nicht in diesem Sinne interpretieren darf.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 23.09.2021 | 10:27
Der Lynch hat aus heutiger Sicht eben grottige Effekte, aber hey.
ich hab außer den blöden Hazmat Anzügen kein Problem mit den Effekten, ich hab ein Problem mit der Story die Lynch unter dem Titel produziert hat, die wird dem Werk von Herbert etwa so gerecht wie Verhövens Käferjagd dem Roman Heinleins
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: JS am 23.09.2021 | 11:19
Weit entfernt sind beide Filme da aber nicht voneinander.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Uebelator am 23.09.2021 | 11:21
Ich mochte den Film insgesamt sehr und habe zwischenzeitlich einerseits schon das Gefühl gehabt, dass es ein paar Längen gab, hab andererseits aber auch das vergleichsweise gemächliche Erzähltempo gefeiert, das man ansonsten von Blockbustern dieses Kalibers nicht mehr gewohnt ist.
Der Cast war für mich durchgehend ziemlich super. Besonders Paul fand ich exzellent gecasted, denn einerseits hat er dieses Milchbubi-Gesicht, kann aber irgendwie diesen "Hab Respekt vor mir"-Modus anschalten, bei dem man erstmal ehrfurchtsvoll erstarrt.
Den Soundtrack fand ich ziemlich ätzend und ich hoffe sehr, dass Hollywood irgendwann mal wieder dazu übergeht, Fiilmmusiken zu schreiben anstatt die Bilder mit Gerumpel und Geknatter zu hinterlegen. Das war zwar für viele Szenen ganz passend, aber gerade bei einem Epos wie Dune hätte ich mich doch ein paar Themen gewünscht, die im Ohr bleiben.
Optisch wars schon schick, aber wenn ich nörgeln will, würde ich sagen, dass ich die Würmer bei Lynch schicker fand und ich mir, als Kontrast zum gelblich-braunen Wüstenplaneten, ein deutlich satteres, grüneres Caladan gewünscht hätte.

Kleine Nitpicks, die ich habe: (die vielleicht keine sind)
- Vermutlich liegts nicht am Film, sondern an der Vorlage, aber ich fand Paul unfassbar übertalentiert. Der konnte alles (kämpfen, fliegen, Gedanken kontrollieren), war super selbstbewusst und scheitert so gut wie nie. War jetzt nicht direkt die klassische Heldenreise.

- Wir haben den Film im iMax gesehen, was ansich toll war, aber die Soundanlage war dermaßen laut aufgedreht, dass es bei den Schlachtszenen wirklich schmerzhaft für die Ohren war. Vielleicht werde ich aber auch einfach alt.

- Wenn alle diese Schilde benutzen, durch die nur langsame Objekte durch kommen, hätte ich es schön gefunden, wenn man vielleicht einen Kampfstil entwickelt hätte, der diesen Umstand berücksichtigt. (So ähnlich wie bei der Gun-Kata aus Equilibrium) Im Film sahen die Kämpfe gut aus, aber so, wie sie halt immer aussehen. Irgendwas mit langsameren Bewegungen hätte ich  noch toller gefunden.

Für mich wars eine 8,5/10
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Roland am 23.09.2021 | 12:36
Paul Übermenschlichkeit ist ja eine der Prämissen der Handlung. Bei Herbert funktioniert Eugenik und bringt den Messias hervor.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 23.09.2021 | 12:51
Weit entfernt sind beide Filme da aber nicht voneinander.
das sehe ich anders
Lynch schwarz weiss Heldenreise, völlig andere Gründe für die Beteiligung des Imperators

Desert Power

@Uebelator

Zitat
War jetzt nicht direkt die klassische Heldenreise.
Das ist das Buch auch nicht

Paul ist zum Herzog Atreides erzogen und gebildet sowie zum Bene Gesserit  worden, das
verwundert nicht, dazu ist er das Endprodukt des Bene Gesserit Zuchtprogramms.
Seine Erzieher waren Duncan Idaho(Ginaz Schwertmeister), Gurney Halleck etwa das gleiche Kaliber, Thufor Hawat(Legendärer Mentat) Yueh, seine Mutter und sein Vater.
Was erwartest du da nicht beim Ergebnis
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: JS am 23.09.2021 | 12:54
das sehe ich anders
Lynch schwarz weiss Heldenreise, völlig andere Gründe für die Beteiligung des Imperators

Imperator wollte in beiden Filmen Atreides ausschalten. Paul war in beiden Filmen gut gerüstet und fand auf Dune seine Vollendung. Ich weiß nicht, welche Metaebene du einblendest, aber ich habe beide Filme direkt hintereinander geguckt und sehe da keine fundamentalen Unterschiede.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 23.09.2021 | 13:16
@JS
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Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: JS am 23.09.2021 | 13:20
Ja, aber das ist mMn das Problem: Du möchtest Details in diesem Film, die mMn für die Geschichte in dieser Erzählform nicht besonders relevant sind. Außerdem wird jeweils von der hohen Qualität der atreidischen Truppen gesprochen.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Crimson King am 23.09.2021 | 13:39
Wer sich an den Unterschieden zwischen dem Lynch-Film und der Buchvorlage stört, sollte um Blade Runner einen großen Bogen machen...

Unterschiedliche Fassungen dürften unterschiedliche Geschichten erzählen. Das gilt doppelt, wenn auch die Medien sich unterscheiden.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 23.09.2021 | 14:01
Ja, aber das ist mMn das Problem: Du möchtest Details in diesem Film, die mMn für die Geschichte in dieser Erzählform nicht besonders relevant sind.
dafür hat Lynch Details eingebracht die den Kontext verändern und das Ende hatte was von Paradies auf Erden
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: JS am 23.09.2021 | 14:07
Dafür hat Lynch aber wieder den Baron buchnäher dargestellt als der neue Film. Ich mein: Sind Filme, keine Dokus.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 23.09.2021 | 14:16
Dafür hat Lynch aber wieder den Baron buchnäher dargestellt als der neue Film.
wirklich ?
Im Buch war er sehr kompetent in Lynchs Film naja und die Herzstöpsel
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: JS am 23.09.2021 | 14:18
Im Buch ist er ein Schwätzer, bei Lynch auch. Der dunkle, bedrohliche Schweiger aus dem neuen Film ist im Buch nicht zu finden. Und bei Lynch war er zwar flippig, aber so ganz der Volltrottel eben auch nicht.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: aikar am 23.09.2021 | 14:48
Feyd-Rautha ging mir ab. Hoffe, der kommt in der zweiten Hälfte noch, schade, dass sie ihn noch nicht aufgebaut haben.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Waldviech am 23.09.2021 | 14:55
Man wird sehen - es ist bei Filmadaptionen ja immer so, dass das eine oder andere hinten runterfällt. Das liegt in der Natur der Sache. Die Bankettszene aus dem Buch oder der ganze Komplex des Misstrauens zwischen Thufir und Lady Jessica wurde ja auch nicht adaptiert - dabei hätte ich beides echt spannend gefunden.

Zitat
Und bei Lynch war er zwar flippig, aber so ganz der Volltrottel eben auch nicht
Mir gefiel, was die Darstellung angeht, ja Ian McNeice aus der Mini-Serie ganz gut.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Alexandro am 23.09.2021 | 15:05
@JS
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Ansonsten ist der Lynch-Film ziemlich nahe an der Vorlage, ein paar Sachen die im Buch eher Subtext sind (die Rolle von Dr. Kynes, der Einfluss der Bene Gesserit auf die Fremen-Religion) sind auch im Film eher im Hintergrund vorhanden und man muss schon genau darauf achten, um sie zu verstehen.

Die Änderungen sind eher in Details (die Kontrolle des Barons auf Hawat ist anders, die Pädophilie des Barons wird nicht thematisiert) und greift teilweise schon Sachen vor die im Buch nicht erwähnt werden (das Aussehen der Gildennavigatoren - ist halt ein visuelles Medium und ich finde das fügt sich gut in den Film ein).
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Uebelator am 23.09.2021 | 15:11
Das ist das Buch auch nicht
Paul ist zum Herzog Atreides erzogen und gebildet sowie zum Bene Gesserit  worden, das
verwundert nicht, dazu ist er das Endprodukt des Bene Gesserit Zuchtprogramms.
Seine Erzieher waren Duncan Idaho(Ginaz Schwertmeister), Gurney Halleck etwa das gleiche Kaliber, Thufor Hawat(Legendärer Mentat) Yueh, seine Mutter und sein Vater.
Was erwartest du da nicht beim Ergebnis

Ich sag ja, dass das an der Vorlage liegt und nicht am Film.
Trotzdem ist es mir halt, nach den ewigen Diskussionen um Mary Sues in den letzten Star Wars Episoden, doch recht stark aufgefallen, dass Paul in Bezug auf die Erfolgsquote seiner Handlungen nicht wesentlich schlechter weg kommt als Rey. (Wenngleich die Erklärung dafür schon deutlich besser ist, als bei Star Wars.)
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 23.09.2021 | 19:39
Und ich halte Rex da für erheblich glaubwürdige r als dem Bauern

@JS

Im Buch ist der Baron ein sadistischer  Tyrann und meisterhaft intriganter Politiker mit absolut bescheidener Führungsrkompetenz , der nicht mal wirklich ahnte warum der PI ihn unterstützte.

Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Waldviech am 23.09.2021 | 20:08
Naja, @Paul und Mary-Sue: Irgendwo stimmt das zwar schon, aber man darf hier finde ich den Meta-Grund nicht vergessen, warum Paul so stark in die Richtung geht. Da gibt es ja dieses berühmte Frank-Herbert-Zitat, dass dies schon ziemlich direkt erklärt:

Zitat
“I wrote the Dune series because I had this idea that charismatic leaders ought to come with a warning label on their forehead: "May be dangerous to your health."

Es ist ja nicht so, das Paul sowas wie ein Held wäre. Er wirkt nur zu Beginn so. Jung, charismatisch, hyperkompetent befreit er im Kampf gegen eine böse Kolonialmacht ein unterdrücktes Volk. Und...ach ja - natürlich hat ihn auch eine mystische Prophezeiung vorhergesagt! (Das ist natürlich Unfug, da es sich um eine selbsterfüllende Prophezeiung handelt, aber das muss der dumme Fremen-Pöbel ja nicht wissen). So weit, so Held...und dann, nachdem er die armen, marginalisierten Fremen befreit hat, stellt sich heraus: Er hat sie zu massenmordenden Fanatikern manipuliert und geht mit ihnen gleich mal die Galaxis in Brand stecken um Padisha-Imperator anstelle des Padisha-Imperators zu werden. Das Resultat sind dann 60 Milliarden Tote - und der Grundstock für ein tyrannisches Regime, das für die Menschheit 5000 Jahre Knechtschaft bedeuten wird.

Paul ist also deswegen ein charismatischer Messias/ prophezeiter Held/ Mary-Sue, weil die Dune-Reihe dieses Konzept in der Luft zerreisst.

Das ist ein bisschen was anderes als bei Ray...
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 23.09.2021 | 20:23
In Messiah wird klar das Paul den Jihad nicht kontrolliert, er kann ihn noch beeinflussen aber nicht beenden, möglicherweise  ist er auch in seinen Visionen gefangen.
Vielleicht seit seiner Epiphany im Zelt
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Urias am 23.09.2021 | 21:16
Achtung: Es folgen geisteswissenschaftliches Geschwafel und Spoiler zur Dune-Reihe


Ich bin ja bekennender Dune-Stan und dementsprechend konnte der Flim meinen Erwartungen sowieso nicht gerecht werden. Das ist aber mehr mein Problem als das des Films. So find ich ihn sehr gut. Ich mag die Bildgewalt, die er bei Zeiten sehr gekonnt an den Tag legt (hab den Film leider in nem nicht so guten Kino gesehen, überlege ihn mir nochmal anzusehen um das ein wenig mehr wertschätzen zu können). Auch der Soundtrack hat mir sehr gefallen, hat an den richtigen Stellen das Bild betont.
Inhaltlich fällt mir folgendes auf:
- Die Motivation und Handlung rund um Yueh wird kaum bearbeitet. Das ist nachvollziehbar, aber gleichzeitig auch Schade. Ich weiß nicht genau warum, aber ich halte die Szenen a) wo Yueh Paul die OK-Bibel gibt und b) in der Yueh mit Jessica redet für relativ wichtig. Wir wissen nichts über die imperiale Konditionierung und letztlich das Novum, das das Manöver Harkonnens irgendwie bezeichnet - dass die Konditionierung gebrochen wird. Gerade was b) betrifft kann ich es aber nachvollziehen, da hier (soweit ich mich erinnere) sehr viel mit innerem Monolog gearbeitet wird und das nur sehr krampfig im Film darstellbar ist. Das scheint mir generell in Bezug auf eine Verfilmung von Dune ein Problem zu sein.
- Scheinbar wurden Feyd und Rabban zu einer Person vermengt. Vielleicht ziehen sie den aber auch im nächsten Teil aus dem Hut. Man weiß es nicht. Die Figuren zusammen zu ziehen macht so gesehen Sinn, weil die Bedeutung von Feyd sich irgendwie erst im Nachhinein herausstellt, nämlich dass Feyd der potentielle Vater des Kwisatz Haderach werden sollte (wäre Paul weiblich geboren worden) und so zumindest irgendwie den Antipol zu Paul darstellen würde. In Hinblick auf dieses Thema ist auch die Frage ob Hasimir Fenring in dieser Verfilmung auftauchen wird. Er tut zwar relativ wenig für den Plot aber ist für die Mythologie der Welt durchaus wichtig.

Was ich spannend finde ist, dass Villeneuve die ödipale Komponente der Erzählung zu betonen scheint (und die ist definitiv auch im Buch stark da). Besonders ins Auge sticht da die Szene, in der Paul und Jessica nach dem Absturz ihre Anzüge anziehen. Hier sehen wir sehr deutlich Jessicas Blick auf den nackten Paul. Auch später tritt Jessica oft in Situationen auf (oder wird gezeigt) in denen Paul und Chani anbandeln. Auch die Tatsache, dass Paul letztlich mit dem Steinbrenner geblendet wird verweist ja per se schon auf Ödipus.

Bzgl Paul und Mary-Sue würd ich Waldviech zustimmen. Die gesamte Geschichte ist so aufgebaut, dass sie letztlich die klassische Heldenreise dekonstruiert und dabei letztlich ihren totalitär-perversen Kern entlarvt. Paul ist literally der gezüchtete Messias. Er kann, nachdem er das Wasser des Lebens getrunken hat, durch Raum und Zeit sehen und damit alle möglichen Outcomes sehen. Mächtiger gehts nicht. Und damit sieht er auch an einer Stelle das, wozu er selbst letztlich führen wird: Den Djihad und den Fanatismus seiner Jünger. Interessant ist hier, dass Paul ja selbst mit sich zweifelt als er das sieht. Hier gibt es eine Szene (im Buch wie auch glaub ich im Film), die seinen Kampf mit dem was sein wird sehr gut abbildet. Dabei wirft er Jessica vor, zu was sie ihn letztlich gemacht hat. Hier finden wir vielleicht ein abgewandeltes christliches Motiv: Das von Jesus im Garten von Getsemane oder auch am Kreuz ("Mein Gott, warum hast du mich verlassen?"). Gleichzeitig gibt es durch den Namen eine klare Identifikation mit dem Apostel Paulus (Paul bzw sein Großvater Paulus Atreides, der vom Stier getötet wurde und in der ersten hälfte des Films immer wieder durch das Bild referenziert wrid)
Die Wirkung so einer Messiasfigur wird in einer Passage über Stilgar relativ deutlich in der es (schnell aus dem Kopf rekonstruiert) heißt: "Und er wurde vom Fremen Naib zum Werkzeug des Lisan al ghaib". Die ganze weitere Geschichte von Dune zeigt, finde ich, dass, selbst wenn der Messias der Messias ist, der Glaube an ihn eine totalitäre Komponente in sich führt. Paul weiß das vom ersten Moment an aber zieht erst dann die Konsequenzen, als er sich selbst blendet, nur um dann als der blinde Prophet wieder aufzutauchen und das zu verkünden, was er immer schon gewusst hat.

Soweit meine Gedanken zum neuen Dune.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 23.09.2021 | 22:21
Idachte da eher an den blinden Seher wie Tiresias nicht Odipus.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: flaschengeist am 24.09.2021 | 08:53
Ich war gestern in Dune und wie die allermeisten hier vollauf begeistert - kann mich nicht erinneren, wann ich zuletzt einen so kurzweiligen, atmosphärischen und ästhetisch beeindruckenden Film gesehen habe.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Issi am 24.09.2021 | 11:24
Ich sag ja, dass das an der Vorlage liegt und nicht am Film.
Trotzdem ist es mir halt, nach den ewigen Diskussionen um Mary Sues in den letzten Star Wars Episoden, doch recht stark aufgefallen, dass Paul in Bezug auf die Erfolgsquote seiner Handlungen nicht wesentlich schlechter weg kommt als Rey. (Wenngleich die Erklärung dafür schon deutlich besser ist, als bei Star Wars.)
So wie der Begriff "Mary Sue" zum Teil definiert wird, sind so gut wie alle Märchen Helden " Mary Sues " -  A la "Sieht gut aus, und hat was übernatürliches"  11 Elf Mary Sue Alarm.
Tatsächlich gibt es aber kaum " Märchen Prinzen und Prinzessinnen"  die nicht unter diese Kategorie fallen.
( Luke, Leia, Jon, Dani auch alles Mary Sues)
Weil der Prototyp " Prinz" oder " Prinzessin" vermutlich irgendwo zum Genre "Märchen" gehört.
Wenn ich an Ausnahmen denke, fällt mir gerade eigentlich nur "Shrek" ein.
Und der kommt in einer "Märchen Parodie" vor. ( Ist also das Anti- Klischee)
Darum ist für mich jetzt nicht die Frage in Märchen " ob Mary Sue" , sondern ob der Charakter unterhaltsam ist.

Heute Abend gehe ich auch.
Bin schon gespannt.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Uebelator am 24.09.2021 | 12:00
So wie der Begriff "Mary Sue" zum Teil definiert wird, sind so gut wie alle Märchen Helden " Mary Sues " -  A la "Sieht gut aus, und hat was übernatürliches"  11 Elf Mary Sue Alarm.
Tatsächlich gibt es aber kaum " Märchen Prinzen und Prinzessinnen"  die nicht unter diese Kategorie fallen.
( Luke, Leia, Jon, Dani auch alles Mary Sues)

Wenn ich aber "den gezüchteten Übermenschen mit den besten Lehrern, der schon als Teenager ein perfekten Kämpfer, Diplomat und Pilot ist und dem so gut wie alles gelingt, was er tut" auf Luke zu Beginn von Episode 4 übertrage, dann kommt da am Ende Rey bei raus. ;)
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Issi am 24.09.2021 | 12:05
Wenn ich aber "den gezüchteten Übermenschen mit den besten Lehrern, der schon als Teenager ein perfekten Kämpfer, Diplomat und Pilot ist und dem so gut wie alles gelingt, was er tut" auf Luke zu Beginn von Episode 4 übertrage, dann kommt da am Ende Rey bei raus. ;)
Na klar.
Die Frage ist für mich jetzt deshalb nicht ob  diese Figuren "Mary Sues" sind( Das ist für mich zumindest klar. Und in dem Genre auch zu erwarten)
Sondern ob diese Figuren unterhaltsam sind. Und ob sie für die Märchen Geschichte funktionieren.

Edit.
Der Begriff " Mary Sue" wird halt häufig auch mit " unglaubwürdig" und " schlecht" assoziiert.
Aber das müssen Helden, die schon gleich alles super können, ja nicht zwingend sein.
Zum Beispiel dann nicht, wenn sich das Publikum dadurch unterhalten fühlt.
( Weil es in einem  Märchen z.B. irgendwo auch " larger than life" Helden erwartet)

Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Sosthenes am 24.09.2021 | 12:11
Wenn ich aber "den gezüchteten Übermenschen mit den besten Lehrern, der schon als Teenager ein perfekten Kämpfer, Diplomat und Pilot ist und dem so gut wie alles gelingt, was er tut" auf Luke zu Beginn von Episode 4 übertrage, dann kommt da am Ende Rey bei raus. ;)

Hab' ich nie verstanden wo die Leute da den großen Unterschied sahen. Naja, vom offensichtlichen abgesehen...
Luke konnte auch als Hillbilly sofort mit der Piloten-Elite des Universums mithalten. Die Macht halt. Dass man da auf Trainings-Episoden a la Obi Wan oder Yoda mehr verzichtet hat konnte ich auch gut verstehen, wurde eh schon viel zu viel kopiert.

Und sonst ist jetzt die Hero's Journey ja auch nicht der klassische Sci-Fi Stoff. Dune hat ja noch mehr einen religiösen Charakter, in dem "Genre" hinterfragt man die Befähigung der Protagonisten auch eher selten.

Meine Frage an die, die's schon gesehen haben: Wie "bunt" ist der Film? Ich bin etwas stark übersättigt von der farblichen Untersättigung der letzten Jahrzehnte, und jetzt nicht so viel Lust auf noch einen Film der sich an der Quake 1 Palette bedient. Gibts da mehr Lametta, äh, Moebius (https://www.openculture.com/2014/08/moebius-storyboards-concept-art-for-jodorowskys-dune.html)-Einfluss?
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Waldviech am 24.09.2021 | 12:16
Besonders bunt ist der Film nicht. Auf Caladan herrscht feucht-kalter Nieselregen, die Architektur geht in Richtung Waschbeton-Brutalismus und Arrakis ist eben Arrakis. Das sieht tatsächlich sehr viel schicker aus aus als es jetzt klingt, ist aber halt kein Farbenrausch..
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Issi am 24.09.2021 | 14:25
@
Uebelator
Ich denke, es ist gar nicht so wichtig, zu welchem Zeitpunkt die Märchen Figur letztlich übernatürlich wird.
Sie wird es halt.  (Häufig ist sie es schon, weiß es nur noch nicht)

Der, ich nenne es mal "Aschenputtel-Move", ist dabei vermutlich  der am häufigsten im Märchen verwendete Kurs, weil der Leser und Zuschauer halbwegs abholt.
Bei Rey haste das auch, wenn auch nur kurz: Die arme verlassene Schrottsammlerin die ihre Eltern verloren hat.
Aus dem armen Underdog (oder Normalo)- mit dem man sich identifizieren kann (Hallo Harry Potter), wird dann irgendwann ein Superheld.

Bei der ursprünglichen Verwendung, des Begriffes "Mary Sue", wurde glaube ich auch nicht hauptsächlich kritisiert, dass die Figur übernatürlich war, das waren andere Figuren ja auch, sondern dass sie nicht unterhaltsam war.
Weil sie zum Beispiel nicht schaffte, dass der Zuschauer die Figur "kaufte." (Weil zu flach, zu hol, whatever)

Aber wir kommen vermutlich OT :D

Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Issi am 25.09.2021 | 09:39
So, ich glaube mir ist, nachdem der Film vorbei war, im Kinosaal ein : "Echt jetzt?" Rausgerutscht.
Ich hatte mich gerade erst warmgeschaut, so als hätte ich die Pilotfolge zu einer Serie gesehen. Die fast 3?? Stunden habe ich nicht gemerkt.
Das ist einseits erstaunlich, weil die Handlung jetzt für die Zeit nicht komprimiert war (Zumindest habe ich sie so nicht empfunden).
Andererseits wurde diese Handlung auch " virtuell gestreckt", durch Atmosphärische Bilder, von denen es haufenweise gab.

Ich würde dem Film deshalb eine 3,8 von 5 Sternen geben.
Und versuche noch herauszufinden warum.
Die Schauspieler waren gut.
Die Bilder auch.
Die Atmosphäre kam rüber.
Aber, und das klingt jetzt vielleicht komisch: Es hat mir in der Handlung a Bissl "Spice" gefehlt.
Der Film baut auf, und baut auf, und baut auf, und dann....hört er auf.

Ich werde mir den zweiten Teil auf jeden Fall anschauen. Und hoffe, dass es da dann noch eine Spur "spiciger" wird.

Ein sehr bildgewaltiger, atmosphärischer Film, den es so sicher noch nicht gab.

Die Libellen Hubschrauber waren auch schick.
Es wird sich viel Zeit gelassen, was die Wüstenatmosphäre vermutlich unterstützen soll.

Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: flaschengeist am 25.09.2021 | 11:44
So, ich glaube mir ist, nachdem der Film vorbei war, im Kinosaal ein : "Echt jetzt?" Rausgerutscht.
Ich hatte mich gerade erst warmgeschaut, so als hätte ich die Pilotfolge zu einer Serie gesehen. Die fast 3?? Stunden habe ich nicht gemerkt.

Ging mir ähnlich, ich konnte kaum glauben, dass schon drei Stunden vorbei waren. Spricht aus meiner Sicht sehr für den Film.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Issi am 25.09.2021 | 12:26
Ging mir ähnlich, ich konnte kaum glauben, dass schon drei Stunden vorbei waren. Spricht aus meiner Sicht sehr für den Film.
Auf jeden Fall.
Und es ist kurios, wenn man dann sagt: Der Film hat ein Problem:" Er ist zu kurz."
 ~;D
Tatsächlich wäre die Handlung, so wie sie aufgeteilt ist, ein super Serienstart Format.
A la " Oh cool jetzt könnte es eigentlich losgehen."
( Ach ne, dauert noch ein Jahr... :P)

Denke, wenn man ins Kino geht erwartet man normalerweise eine etwas kompaktere Handlung, und noch drastischere Entwicklungen und Spannungsbögen.
Das macht der Film nicht.
Er liefert eher die Grundsteine, auf der die Party dann in Zukunft stattfinden könnte.

Bezüglich Mystik. Ich hoffe nur, sie machen nicht den gleichen Fehler wie bei "American Goods" wo immer nur angespielt, und verklärt aber statt aufgelöst und geliefert, immer wieder neu verwirrt wird.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Darius der Duellant am 25.09.2021 | 13:31
Danke, das ist das, was ich lesen wollte.

Mir geht nämlich echt nichts mehr auf den Senkel, als wenn immer noch eine größere und "geilere" Action-Nummer eingebastelt wird - und dann noch so, dass für die Geschichte und Charaktere zu wenig Platz bleibt. (Man nehme da etwa die neueren Star-Trek-Verfilmungen ...) Blade Runner 2049 hat mir da ausgezeichnet gefallen, schön, dass Villeneuve dem treu bleibt.

Das war eine ziemlich gute Beschreibung von Seraph und mit ausschlaggebend dafür dass ich den Film angeschaut habe.
Absolut zutreffend.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: aikar am 25.09.2021 | 17:52
Bezüglich Mystik. Ich hoffe nur, sie machen nicht den gleichen Fehler wie bei "American Goods" wo immer nur angespielt, und verklärt aber statt aufgelöst und geliefert, immer wieder neu verwirrt wird.
Naja, das kann man ja im Zweifelsfall nachschlagen.

z.B. https://dune.fandom.com/wiki/Bene_Gesserit#Powers_and_Abilities
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: JS am 25.09.2021 | 21:56
Finde ich schön: https://www.youtube.com/watch?v=O4jPbpyYYzc
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Issi am 26.09.2021 | 10:39
Naja, das kann man ja im Zweifelsfall nachschlagen.

z.B. https://dune.fandom.com/wiki/Bene_Gesserit#Powers_and_Abilities
Ich will das tatsächlich bewusst nicht nachschlagen. ( Kenne weder die Bücher noch alte Verfilmungen)

Damit kann ich als Filmemacher auch nicht rechnen. Da muss man den Stoff so aufbereiten, dass auch Nichtkenner ihn verstehen.

Wobei ich auch nicht beurteilen kann, wie eng die Filme an der Buchvorlage sind.
Manchmal haben die Macher sehr viel künstlerische Freiheit, und übernehmen nicht alles, bzw. machen da ein abgewandeltes, eigenes Ding draus.

Edit.
Ich bin aber zuversichtlich, dass, wenn es in den Büchern Antworten gibt, das auch den Filme Machern hilft, welche zu geben.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Arkam am 26.09.2021 | 13:12
Hallo zusammen,

ich war Gestern im Kino und habe mir als Vorbereitung den ersten Band als Hörbuch angehört, https://www.youtube.com/watch?v=3k4RuHL7uT8&list=PLotxo6e7K8HFEIHI3NQI7VqNOTPozKJ6V&index=1 (https://www.youtube.com/watch?v=3k4RuHL7uT8&list=PLotxo6e7K8HFEIHI3NQI7VqNOTPozKJ6V&index=1). Von da aus war mir ein Hauch zu viel Erklärung im Film. Mich würde interessieren ob die Leute die mit dem Film das erste Mal Dune kennen lernen das auch so sehen.
Ob man den Film mag oder nicht hängt aus meiner Sicht davon ab wie man die Bücher einschätzt.
Denn die grundlegende Geschichte von Dune ist einfach und immer wieder erzählt worden.
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Aber die Geschichte ist eigentlich nur die Bühne die es ermöglicht sich Gedanken zu Religion, Prophezeiungen und Herrschaft zu machen. Von da aus habe ich auch den Eindruck das die Geschichte und die Personen im Film etwas blass bleiben. Sie sollen eben nicht als Personen überzeugen sondern stehen stellvertretend für Vertreter der verschiedenen Positionen zu diesem Thema.

Ich würde mir wünschen das nicht nur der zweite Teil verfilmt wird sondern auch "Der Ketzer des Wüstenplaneten" und "Die Kinder des Wüstenplaneten" verfilmt werden. Denn "Gottkaiser des Wüstenplaneten" halte ich eigentlich für ganz schlecht verfilmbar. Die Bände fünf und sechs starten ja, wenn ich mich recht erinnere einen neuen Geschichtsbogen. Herberts Sohn Brian und Kevin J. Anderson haben ja mit den Bänden 7 - 9 Herberts Zyklus nach seinen Fragmenten und Notizen zu Ende gebracht.

Gruß Jochen
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 26.09.2021 | 13:46
Zitat
Denn die grundlegende Geschichte von Dune ist einfach und immer wieder erzählt worden.
Falsch

“I wrote the Dune series because I had this idea that charismatic leaders ought to come with a warning label on their forehead: May be dangerous to your health."
Frank Herbert

Das war DER Grund warum Lynchs Film keine gute Verfilmung ist
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Sosthenes am 26.09.2021 | 14:18
Das war DER Grund warum Lynchs Film keine gute Verfilmung ist

Und warum Starship Troopers das auch nicht war, aber andersrum und in gut. ;)
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 26.09.2021 | 15:07
das Buch ist gut der Film nicht
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Alexandro am 26.09.2021 | 17:10
Die Warnung ist in Lynchs Film auch sehr deutlich drin.

Zum neuen Film: prinzipiell gut, gute Effekte weitesgehend werkgetreu.
Änderungen zum Buch:
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Evtll. wird ein wenig davon noch im zweiten Teil nachgereicht.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 26.09.2021 | 17:47
Die Warnung ist Lynch Film wo zu sehen
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Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Alexandro am 26.09.2021 | 18:52
Die Warnung ist Lynch Film wo zu sehen

In seiner Reaktion auf die extreme Anbetung und seiner Furcht davor, dass sich der Krieg über die gesamte Galaxier verbreiten könnte. Ist jetzt nicht superzentral (ist es bei Villeneuve jetzt auch nicht) und wird in den Büchern ja auch erst bei "Children" wirklich akut.

Zitat
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Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 26.09.2021 | 20:28
st jetzt nicht superzentral (ist es bei Villeneuve jetzt auch nicht)
dazu ist Villeneuve auch noch nicht gekommen und wird in Messias akut, sieht man auch in den Fernseh Filmen
Ich sehe auch nicht die Reaktion in Lynchs Film, aber Lynchs Film endet mir zu idylisch

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Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Weltengeist am 26.09.2021 | 20:41
War heute euch drin, hat mir gut gefallen. :d

Denke, wenn man ins Kino geht erwartet man normalerweise eine etwas kompaktere Handlung, und noch drastischere Entwicklungen und Spannungsbögen.
Das macht der Film nicht.
Er liefert eher die Grundsteine, auf der die Party dann in Zukunft stattfinden könnte.

Ich hab auch hinterher gedacht: "Teil 1 von 2? Bei dem Erzählrhythmus wohl eher Teil 1 von vielen". Wobei ich persönlich den Erzählrhythmus wohltuend fand, so konnte sich sogar jemand, der zuvor noch nie was von Dune gehört hat (wie mein 13-jähriger Sohn), in dem Universum zurechtfinden.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Roland am 26.09.2021 | 22:25
Ich war gestern in Dune und wie die allermeisten hier vollauf begeistert - kann mich nicht erinneren, wann ich zuletzt einen so kurzweiligen, atmosphärischen und ästhetisch beeindruckenden Film gesehen habe.


Fury Road.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Dark Stone Cowboy am 27.09.2021 | 00:49
War vorhin im Kino. Sehr bildgewaltig und eine dichte und irgendwie schwer abgedrehte Atmosphäre. Hat mir sehr gut gefallen. Ich hab die Bücher nie gelesen und war ganz zufrieden mit den erklärenden Parts. Weniger hätten es für mich eigentlich nicht sein dürfen. Einziges Problem für mich waren die gefühlten Massen an Charakteren, die einfach trotz der langen Spielzeit für mich teilweise zu wenig Screentime hatten, damit ich sie als wichtig wahrnehme. Und die Namen aller Charaktere zu behalten war durchaus eine Herausforderung ... hat mich dann schon etwas an Game of Thrones erinnert ;)

Aber ... insgesamt ... war geil. Bitte bald Teil 2.

Werde mir den Film nochmal in nem D-Box Sessel reinziehen. Dürfte mit dem Film SEHR gut harmonieren.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Kaskantor am 27.09.2021 | 07:11
War am WE auch drin. Ich fand’s…bombastisch:)
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Faras Damion am 27.09.2021 | 08:44
Meine Nichte (17 und ohne Vorwissen) war der Film recht egal.

Die Personen hätte bedeutungsschwanger geredet, ohne dass das mit Substanz gefüttert würde.
Die Handlung schien ihr fragwürdig (wenn das Spice so wichtig sei, wieso setzt der Imperator nicht mehr Ressourcen zum Schutz ein, und nutzt den Planet für billige Intrigenspielchen).
Und die Protagonisten nicht sympathisch genug, um Interesse zu wecken.

Insgesamt schien ihr der Film von einem Buchfan gemacht, der sich nicht getraut hätte, genügend zu kürzen, um einen Aspekt ordentlich auszuleuchten, statt dessen wurde zu viel zu kurz behandelt.

Gelobt wurde die Bildgewalt, die Schauspielerleistung und die Effekte.

Mal schauen, ob ich sie zu Teil 2 überredet bekomme.  8)

Ich werde demnächst reingehen. Bin gespannt.  ^-^
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: aikar am 27.09.2021 | 09:17
Ist halt sicher nicht das heute übliche Actionkino und ja, das Pacing ist für heutige Verhältnisse sehr langsam.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: unicum am 27.09.2021 | 11:01
Ich sehe die Frage warum man den wichtigsten Planeten der Galaxis für Intriegenspiele benuzt - und zwar eines auf dem man (der Imperatuor) weis dass es am Ende zu Krieg kommen soll - aber als durchaus berechtigt an.

Die gegebene Antwort ist: man musste den Atreides schon einen goldenen Knochen hinwerfen um sie aus ihrer eigenen (postuliert: gut befestigten) Stellung zu locken.

Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Trichter am 27.09.2021 | 11:35
Ich fand den Film gut, aber nicht überragend. Hatte leider erst kurz vorher erfahren, dass die Story auf mehrere Teile ausgewalzt wird. Im Trailer war das nicht so richtig klar geworden. Das ist zwar scheinbar gerade angesagt, aber dadurch wird die Geschichte schon sehr langsam erzählt.
Bleibt es eigentlich bei der Handlung des ersten Buches (wie in der alten Verfilmung) oder kommt auch die weitere Handlung in die Filmreihe?

Bei aller Kritik: technisch ist der Film auf top-niveau gemacht. Da kann man wirklich nichts dran aussetzen.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: aikar am 27.09.2021 | 13:07
Die gegebene Antwort ist: man musste den Atreides schon einen goldenen Knochen hinwerfen um sie aus ihrer eigenen (postuliert: gut befestigten) Stellung zu locken.
Ja, das wäre auch meine Antwort.

Bleibt es eigentlich bei der Handlung des ersten Buches (wie in der alten Verfilmung) oder kommt auch die weitere Handlung in die Filmreihe?
Ich glaube zumindest Messiah ist geplant. Ebenso wie die zweite Hälfte des ersten Buches halt abhängig vom Erfolg.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Weltengeist am 27.09.2021 | 13:15
Meine Nichte (17 und ohne Vorwissen) war der Film recht egal.

Die Personen hätte bedeutungsschwanger geredet, ohne dass das mit Substanz gefüttert würde.
Die Handlung schien ihr fragwürdig (wenn das Spice so wichtig sei, wieso setzt der Imperator nicht mehr Ressourcen zum Schutz ein, und nutzt den Planet für billige Intrigenspielchen).
Und die Protagonisten nicht sympathisch genug, um Interesse zu wecken.

Insgesamt schien ihr der Film von einem Buchfan gemacht, der sich nicht getraut hätte, genügend zu kürzen, um einen Aspekt ordentlich auszuleuchten, statt dessen wurde zu viel zu kurz behandelt.

Da hat sie zwar nicht völlig unrecht, aber ich frage mich gerade, welche Filme sie sonst so anschaut. Denn auch wenn der Film in den genannten Aspekten nicht perfekt ist, war er doch um Klassen logischer und stringenter als das allermeiste, was in der Blockbusterklasse sonst so ins Kino kommt.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Crimson King am 27.09.2021 | 13:26
Da hat sie zwar nicht völlig unrecht, aber ich frage mich gerade, welche Filme sie sonst so anschaut. Denn auch wenn der Film in den genannten Aspekten nicht perfekt ist, war er doch um Klassen logischer und stringenter als das allermeiste, was in der Blockbusterklasse sonst so ins Kino kommt.

Viele neue Actionfilme sind so schnell, dass man keine Zeit hat, während des Films drüber nachzudenken, und so flach, dass es sich hinterher nicht mehr lohnt.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: tartex am 27.09.2021 | 14:23
Da hat sie zwar nicht völlig unrecht, aber ich frage mich gerade, welche Filme sie sonst so anschaut. Denn auch wenn der Film in den genannten Aspekten nicht perfekt ist, war er doch um Klassen logischer und stringenter als das allermeiste, was in der Blockbusterklasse sonst so ins Kino kommt.

Ist doch schön, dass sie in jungen Jahren schon einen brauchbaren Geschmack hatte und vor allem kritisch ist. Gerade mit 17 schauen die meisten halbwegs aufgeweckten Jugendlichen eh hauptsächlich Arthouse-Filme. In dem Alter hat man ja oft seine existentialistische Phase.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Weltengeist am 27.09.2021 | 14:43
Viele neue Actionfilme sind so schnell, dass man keine Zeit hat, während des Films drüber nachzudenken, und so flach, dass es sich hinterher nicht mehr lohnt.

My point exactly. ;)

Gerade mit 17 schauen die meisten halbwegs aufgeweckten Jugendlichen eh hauptsächlich Arthouse-Filme. In dem Alter hat man ja oft seine existentialistische Phase.

Das klingt für mich jetzt doch ein wenig nach Filterblase. In meiner Region gibt es beispielsweise in 50 km Umkreis nicht mal ein Programmkino. Wenn die Nachfrage so groß wäre, sähe das sicher anders aus. Aber vielleicht gibt es aufgeweckte Jugendliche ja auch nur in Freiburg, Straßburg oder Heidelberg? :think:
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Alexandro am 27.09.2021 | 16:39
Ich sehe die Frage warum man den wichtigsten Planeten der Galaxis für Intriegenspiele benuzt - und zwar eines auf dem man (der Imperatuor) weis dass es am Ende zu Krieg kommen soll - aber als durchaus berechtigt an.

Im Buch verkennt der Imperator (ebenso wie praktisch alle großen Häuser) die Bedeutung von Arrakis für die Gilde. Sie wissen, dass das Spice lebensverlängernde Wirkung hat, sie wissen aber nicht, dass die Navigatoren das Spice brauchen um durch den Weltraum navigieren zu können.

Aus diesem Grund schaut der PI im Finale des Buches ziemlich dumm aus der Wäsche: er erwartet dass die Gilde Paul in seine Schranken weist, aber dieser droht (nachdem er durch seine Visionen von der Angewiesenheit der Gilde auf das Spice erfahren hat) die Spiceproduktion lahmzulegen - was die Gilde unter keinen Umständen will - und erkauft sich damit ihre Neutralität.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: unicum am 27.09.2021 | 17:46
Im Buch verkennt der Imperator (ebenso wie praktisch alle großen Häuser) die Bedeutung von Arrakis für die Gilde. Sie wissen, dass das Spice lebensverlängernde Wirkung hat, sie wissen aber nicht, dass die Navigatoren das Spice brauchen um durch den Weltraum navigieren zu können.

Die Gilde hat das Monopol auf die Dienstleistung Raumfahrt, wenn jemand das Monopol brechen könnte (1) hätte er einen gewaltigen Vorteil. Die ganze Machtgesichte trief eh von Spionage und Intriegen und da sollte dann wirklich so etwas siginifikantes Geheim bleiben über eine so lange Zeit?

Das mag zwar im Buch so stehen ich finde die erklärung aber ziemlich lahm und konstruiert. Abgeleitet daraus verstehe ich auch nicht warum nicht jemand eine Denkmaschiene auf die Seite geschaft (2) hat welche einen Navigator ersetzen könnte (wenn ich mich richtig erinnere brauchte man die navigatoren erst nach Butlers Kreuzzug.)

(1+2) Sicher beides wäre dahingehnd gefährlich das sich, so es herauskommt sich alle gegen diese eine Fraktion verbünden könnte. Alleine das ist kein Grund dafür das Menschen (TM) (vor allem solche welche nach Macht gieren) so etwas dann doch nicht mal versuchen. Gerade wenn man postuliert "das Geheimniss der Navigatoren ist 100% sicher über die ganze Zeit" warum sollten nicht andere auch Geheimnisse haben können welche eben keiner sonst kennt,...

So gibt es eben einige Dinge in den Büchern die "gesezt" sind. Das ist ja auch soweit okee.

Das mag dem Film an sich aber ja auch nichts ausmachen. Insofern:  :btt:
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Issi am 27.09.2021 | 17:57
Also die meisten 17 Jährigen Mädels, die kenne, finden den Hauptdarsteller total süß!!
 :-*  :D
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Issi am 27.09.2021 | 18:02
Meine Nichte (17 und ohne Vorwissen) war der Film recht egal.

Die Personen hätte bedeutungsschwanger geredet, ohne dass das mit Substanz gefüttert würde.
Die Handlung schien ihr fragwürdig (wenn das Spice so wichtig sei, wieso setzt der Imperator nicht mehr Ressourcen zum Schutz ein, und nutzt den Planet für billige Intrigenspielchen).
Und die Protagonisten nicht sympathisch genug, um Interesse zu wecken.

Insgesamt schien ihr der Film von einem Buchfan gemacht, der sich nicht getraut hätte, genügend zu kürzen, um einen Aspekt ordentlich auszuleuchten, statt dessen wurde zu viel zu kurz behandelt.

Gelobt wurde die Bildgewalt, die Schauspielerleistung und die Effekte.
Kann ich zum Teil sogar nachvollziehen.

Es gab jetzt (verglichen mit anderen Filmen) nicht soviele Dialoge.
Es wurde viel mit Schweigen und Bildern erzählt. ( Was durchaus Bedeutungsschwanger wirken kann)
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Mr.Misfit am 28.09.2021 | 00:10
Die Gilde hat das Monopol auf die Dienstleistung Raumfahrt, wenn jemand das Monopol brechen könnte (1) hätte er einen gewaltigen Vorteil. Die ganze Machtgesichte trief eh von Spionage und Intriegen und da sollte dann wirklich so etwas siginifikantes Geheim bleiben über eine so lange Zeit?
[...]

Wenn ich mich recht erinnere liegt das laut den Büchern daran, dass es mit Butlers Jihad massive Verluste des Wissens um die Technik gab, und die Mentaten am Ende schlicht kein Ersatz für Hochleistungselektronik sind, nur ein schwacher Abklatsch. Es ist ja nicht umsonst so, dass Leto II später weiß, dass es erst nach seiner Herrschaft zur Erfindung eines Non-Spice-Weltraumantriebes kommen wird, weil sein tyrannisch-absolutistisches Imperium extrem gut den Deckel auf den Menschen hält, was diese ja auch mit sich machen lassen. (Herbert lässt es Leto so beschreiben, dass unter einem allsehenden Tyrannen die Menschen gar keinen Widerstand wollen, weil das WeiterSo ja funktioniert, und deswegen eigentlich gar keinen Antrieb haben, etwas zu ändern, wie einen neuen Antrieb zu entwickeln, und er deswegen ja sogar den Widerstand gegen sich selbst selber inszinieren muss.)
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: carthinius am 28.09.2021 | 00:13
Wie großartig ist eigentlich das Foreshadowing, dass Paul nicht der Kwisatz-Haderach ist? Die Visionen der Zukunft, gegen die er bewusst verstößt, weshalb man selbst nie genau weiß, wohin die Reise gehen wird? Grandios. Der Kniff deutet für mich schon stark darauf hin, dass die Geschichte mindestens bis Leto II. erzählt werden soll, wenn man Villeneuve machen lässt. Darf er gern, ich war begeistert und werde noch mindestens ein weiteres Mal reingehen.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Rumpel am 28.09.2021 | 00:25
Wie großartig ist eigentlich das Foreshadowing, dass Paul nicht der Kwisatz-Haderach ist? Die Visionen der Zukunft, gegen die er bewusst verstößt, weshalb man selbst nie genau weiß, wohin die Reise gehen wird? Grandios. Der Kniff deutet für mich schon stark darauf hin, dass die Geschichte mindestens bis Leto II. erzählt werden soll, wenn man Villeneuve machen lässt. Darf er gern, ich war begeistert und werde noch mindestens ein weiteres Mal reingehen.

Hm, in meiner Interpretation war Paul durchaus der Kwisatz Haderach - Laut Leto II hätte er ja durchaus das gleiche Schicksal wie sein Sohn auf sich nehmen können, er ist nur davor zurückgeschreckt.
Der Begriff des Kwisatz Haderach bezeichnet ja ohnehin erst einmal nur ein Konzept der Bene Gesserit von dem Mann, der an vielen Orten/Zeiten zugleich sein kann. Und das traf in der Form schon auf Paul zu.
Leto II ist letztendlich der, der den Stein der Diaspora ins Rollen gebracht und damit (wahrscheinlich) die Menschheit gerettet hat (und ihr mit den Geehrten Matres zugleich eine neue große Gefahr beschert hat, die dann wieder die Synthese mit den Bene Gesserit eingehen musste, es ist halt ne endlose Geschichte ...); aber ich würde schon Paul als den Kwisatz Haderach interpretieren - er ist das, worauf die Bene Gesserit hingearbeitet haben; dass er damit letzendlich nur (ein) Anfangspunkt in der weiteren historischen Entwicklung ist, konnten sie halt nicht wissen.

Abgesehen davon: Den Film habe ich noch nicht gesehen, bin gespannt, was da an Foreshadowing kommt!
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 28.09.2021 | 11:44
Hm, in meiner Interpretation war Paul durchaus der Kwisatz Haderach - Laut Leto II hätte er ja durchaus das gleiche Schicksal wie sein Sohn auf sich nehmen können, er ist nur davor zurückgeschreckt.
möglicherweise weil er in seinen Visionen gefangen war
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Infernal Teddy am 28.09.2021 | 11:49
Genau genommen waren sie beide der Kwisatz Haderach - und auch nicht. Paul war zu früh, ein "Kurzschluss" im plan - und Leto II. war etwas völlig unvorhersehbates
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Sir Mythos am 4.10.2021 | 09:28
Mal so als Frage in die Runde an diejenigen, die den Film gesehen haben: Lohnt sich der Film in 3D?
Meine Erfahrung nach reicht bei den meisten Filmen 2D auch völlig aus. Wie sieht es hier aus?
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Crimson King am 4.10.2021 | 09:42
Ich habe bis jetzt erst einen Film gesehen, der durch 3D wirklich aufgewertet wurde, und das war Avatar - Aufbruch nach Pandora, ein Film, der nur durch seine visuellen Qualitäten überhaupt erträglich wird. Insofern meine Meinung auf Basis anektdotischer Evidenz: Filme, die inhaltlich überzeugen, brauchen kein 3D. Und das gilt hier wohl.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Issi am 4.10.2021 | 09:51
Mal so als Frage in die Runde an diejenigen, die den Film gesehen haben: Lohnt sich der Film in 3D?
Ja, warum auch nicht?
Ich hatte zeitweise das Gefühl, als wären überall um mich herum ganz feine Sandpartikel in der Luft.
War natürlich nicht so. Es lag an 3D.

Edit.
3D macht einen schlechten Film vielleicht besser erträglich. Aber ein guten jetzt nicht unbedingt schlechter.
Insofern : warum nicht?

Denke, dass viele 3D Filme schlecht sind, liegt nicht an 3D, sondern an der Story.
Tolle visuelle Effekte ersetzen halt kein gutes Skript, und gute Schauspieler.
( Vielleicht spricht sich das ja irgendwann rum  ~;D)
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Darius der Duellant am 4.10.2021 | 10:05
Mal so als Frage in die Runde an diejenigen, die den Film gesehen haben: Lohnt sich der Film in 3D?
Meine Erfahrung nach reicht bei den meisten Filmen 2D auch völlig aus. Wie sieht es hier aus?

Habe ihn bewusst in 2D angesehen, trotzdem visuell sehr beeindruckend.
Bin auch kein Fan von 3D, das ist extrem selten wirklich richtig gut gemacht.
Mittelmäßiges 3D finde ich sehr nervig.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: First Orko am 4.10.2021 | 10:13
Ich habe bis jetzt erst einen Film gesehen, der durch 3D wirklich aufgewertet wurde, und das war Avatar - Aufbruch nach Pandora, ein Film, der nur durch seine visuellen Qualitäten überhaupt erträglich wird. Insofern meine Meinung auf Basis anektdotischer Evidenz: Filme, die inhaltlich überzeugen, brauchen kein 3D. Und das gilt hier wohl.

Arbeitskollege war in 3D, weil mit O-Ton. Der überlegt, den nochmal in 2D zu gucken, weil er 3D höchstens als ablenkend empfand aber nicht besonders für diesen Film prädestiniert. Ich kann mich gerade auch nicht an viele, perspektivisch interessante Einstellungen erinnern, die von der aktuellen Technik "besser" dargestellt würden.
Letztlich bleibt die Leinwand ja nur ein "3D-Fenster"...
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: aikar am 4.10.2021 | 10:17
Ich fand den 3D Effekt super. Ich bin aber grundsätzlich pro 3D.
Hängt halt oft auch vom Kino und Projektor/Bildqualität ab.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Issi am 4.10.2021 | 10:22
Ich fand den 3D Effekt super. Ich bin aber grundsätzlich pro 3D.
Hängt halt oft auch vom Kino und Projektor/Bildqualität ab.
Das kann sein.
Ich saß jetzt auch in einem großen, modernen Kino, und fand es vielleicht deshalb lohnenswert.

Der Film hat schon auch Elemente, die mich an Star Wars und Co erinnern (Raumschiffe, Flieger etc.)  und die Bild -Technik im Film ist auf dem allerneuesten Stand, würde ich sagen.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Seraph am 4.10.2021 | 10:36
Ich habe bis jetzt erst einen Film gesehen, der durch 3D wirklich aufgewertet wurde, und das war Avatar - Aufbruch nach Pandora, ein Film, der nur durch seine visuellen Qualitäten überhaupt erträglich wird. Insofern meine Meinung auf Basis anektdotischer Evidenz: Filme, die inhaltlich überzeugen, brauchen kein 3D. Und das gilt hier wohl.

+1
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: carthinius am 7.10.2021 | 19:46
Hm, in meiner Interpretation war Paul durchaus der Kwisatz Haderach - Laut Leto II hätte er ja durchaus das gleiche Schicksal wie sein Sohn auf sich nehmen können, er ist nur davor zurückgeschreckt.
Der Begriff des Kwisatz Haderach bezeichnet ja ohnehin erst einmal nur ein Konzept der Bene Gesserit von dem Mann, der an vielen Orten/Zeiten zugleich sein kann. Und das traf in der Form schon auf Paul zu.
Leto II ist letztendlich der, der den Stein der Diaspora ins Rollen gebracht und damit (wahrscheinlich) die Menschheit gerettet hat (und ihr mit den Geehrten Matres zugleich eine neue große Gefahr beschert hat, die dann wieder die Synthese mit den Bene Gesserit eingehen musste, es ist halt ne endlose Geschichte ...); aber ich würde schon Paul als den Kwisatz Haderach interpretieren - er ist das, worauf die Bene Gesserit hingearbeitet haben; dass er damit letzendlich nur (ein) Anfangspunkt in der weiteren historischen Entwicklung ist, konnten sie halt nicht wissen.
Spannender Ansatz, den ich leider, da ich in Gottkaiser des Wüstenplaneten ausgestiegen bin, nur teilweise nachvollziehen kann, aber er hat auf jeden Fall was.
Diese Ambiguität des Kwisatz Haderach hat halt bisher keine Verfilmung wirklich aufgegriffen, Lynch überhaupt nicht (da ist in meiner Lesart Paul einfach der "Wüstenmessias", der alle errettet) und die TV-Dreiteiler höchstens minimal (indem Leto II überhaupt mal vorkommt). Bei Villeneuve lese ich jedenfalls raus, dass er bewusst zeigt, wie uneindeutig das bei Paul letztlich ist – mit dem (für mich!) folgenden Ergebnis zum Ende von Teil 1, dass er es eigentlich nicht sein kann. Und das gefällt mir.

Abgesehen davon: Den Film habe ich noch nicht gesehen, bin gespannt, was da an Foreshadowing kommt!
Bin gespannt, was du davon hältst!
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 7.10.2021 | 19:54
Ich fand den 3D Effekt super. Ich bin aber grundsätzlich pro 3D.
ebenso

In der OV waren einige Stellen schlecht verständlich, wie ist das mit der Übersetzung aus?
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Gotham Rundschau am 10.10.2021 | 11:15
Habe ihn gestern auch gesehen und bin begeistert. Dafür, dass das Buch so komplex ist und Religion, Politik, Intrige, Wirtschaft, Machtgruppen, Allianzen, Genetik, Ökologie miteinander verwebt, ist es dem Film gut gelungen, die erste Hälfte des Romans einzufangen. Erzähltempo, Optik, Farben, Charaktere - alles hat mich förmlich eingesogen. Jetzt will ich eigentlich sofort Teil 2 sehen!

Aber bitte, liebe Dune-Experten, eine Nachfrage:

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Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: YY am 10.10.2021 | 11:43
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Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 10.10.2021 | 12:27


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Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Sir Mythos am 10.10.2021 | 13:41
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Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Camouflage am 10.10.2021 | 14:50
Zu den Sardaukar:
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Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Seraph am 11.10.2021 | 07:06
Aber bitte, liebe Dune-Experten, eine Nachfrage:

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Das war für mich auch die beklemmendste und eindrucksvollste Szene des Films.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Runenstahl am 11.10.2021 | 11:10
Meine Lieblingsszene (wenn wir schon dabei sind) war der "Last Stand" der Atreides Einheit auf der Treppe. Obgleich man weiß die Jungs und Mädels zum Untergang verdammt sind hofft man das sie irgendwie durchkommen und sie wehren auch Erfolgreich den Harkonnenangriff ab... bis die Sardaukar in ihrem Rücken landen.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Jiba am 11.10.2021 | 11:49
Gleich vorweg: Ich werde in diesem Leben kein Fan mehr vom "Dune"-Setting... das ist einfach alles langweilig, besonders dieses unterkomplexe Haus Harkonnen, welches gegen die differenzierte Darstellung der Häuser bei "Game of Thrones" beispielsweise nur verlieren kann. Also mir erschließt sich wirklich in keiner Weise der Reiz dieser speziellen SciFi-Welt. Ich führe das auf Nostalgie zurück.

Aber wo es gerade um Lieblingsstellen geht: Meine Lieblings-Dialogstelle war, wo die Ober-Bene-Gesserit zu Lady Jessica bezüglich Pauls Sonderrolle sagt "Wir haben andere Anwärter". Das nimmt etwas den Muff aus dieser tausendfach erzählten Auserwähltengeschichte.

Ansonsten frage ich mich aber, wo die 90% Rotten Tomatoes-Score herkommt. Der Film soll quasi fast genauso gut gewesen sein, wie "Der Herr der Ringe: Die Gefährten", "Star Wars: A New Hope" oder "2001"?
Ja, wenn man die zähe Handlung als überlegte, intime Handlungsentwicklung fehldeutet, dann vielleicht... aber ich muss ihm immerhin lassen, dass er Build-Up und Pay-Off ganz gut drauf hat.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: aikar am 11.10.2021 | 12:09
Ansonsten frage ich mich aber, wo die 90% Rotten Tomatoes-Score herkommt. Der Film soll quasi fast genauso gut gewesen sein, wie "Der Herr der Ringe: Die Gefährten", "Star Wars: A New Hope" oder "2001"?
Ja, wenn man die zähe Handlung als überlegte, intime Handlungsentwicklung fehldeutet, dann vielleicht... aber ich muss ihm immerhin lassen, dass er Build-Up und Pay-Off ganz gut drauf hat.
Wenn ich mir da die Meldungen anschaue, die ich momentan über alle meine sozialen Kanäle kriege, bist du mit deiner Meinung halt eher allein. Und ja, ich finde ihn (mindestens) so gut wie die von dir genannten Filme. Womit ich deine Meinung nicht entwerten will, ist halt deine Meinung. Ging mir bei Thor Ragnarok auch so, dass ich offenbar der einzige bin, der mit dem Film gar nichts anfangen konnte  ;)
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Jiba am 11.10.2021 | 12:15
Nicht falsch verstehen: "Dune" von Villeneuve ist kein schlechter Film: Der ist gut fotografiert, ganz gut gespielt, etc.. Aber er ist eben auch kein epochemachender Film (wobei das natürlich auch die Zeit zeigen muss, wie er rezipiert wird, etc.). Für mich bleibt er an vielen Stellen auch emotional eher flach. Und ich bin am Setting halt nicht sonderlich interessiert, musste ich feststellen.

Eine Sache noch: Hatte jemand außer mir das Gefühl, dass "Die Bene Gesserit haben einen Freak aus mir gemacht!" von Paul im Zelt ein völlig aus dem Charakter gefallener Satz ist. Da steckte so diese "teenage angst" drin, die ich in Superheldenfilmen mit Jugendlichen erwarte, aber doch nicht in so einem Film. Ich fand den völlig am Skript und an der Tonalität des Films vorbeigeschrieben.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: tartex am 11.10.2021 | 12:20
Ansonsten frage ich mich aber, wo die 90% Rotten Tomatoes-Score herkommt. Der Film soll quasi fast genauso gut gewesen sein, wie "Der Herr der Ringe: Die Gefährten", "Star Wars: A New Hope" oder "2001"?

Abgesehen davon, das man durchaus länger diskutieren könnte, was an "Der Herr der Ringe: Die Gefährten" so toll gewesen sein soll: die Rotten-Tomato-Score bedeutet ja einfach, dass 90% der Filmrezensionen den Film eher gut als schlecht wegkommen lassen.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Jiba am 11.10.2021 | 12:31
Ja gut, lassen wir die "Rotten Tomatoes"-Score mal raus. Diente mehr zur Veranschaulichung meiner Position: Ein guter Film. Aber eben auch nichts, was mich vom Kinosessel gerissen hat.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Gotham Rundschau am 11.10.2021 | 13:02
Eine Sache noch: Hatte jemand außer mir das Gefühl, dass "Die Bene Gesserit haben einen Freak aus mir gemacht!" von Paul im Zelt ein völlig aus dem Charakter gefallener Satz ist. Da steckte so diese "teenage angst" drin, die ich in Superheldenfilmen mit Jugendlichen erwarte, aber doch nicht in so einem Film. Ich fand den völlig am Skript und an der Tonalität des Films vorbeigeschrieben.

Darüber bin ich auch ein wenig gestolpert. Wenn man aber bedenkt, dass in der Romanvorlage spätestens dann, wenn Pauls Wahrnehmung "erwacht" ein großer Teil innerer Monolog (oder Dialog, Stichwort "Other Memory" der Bene Gesserit) ist, dann ergibt es Sinn, den unbedarften Geschichte-Nur-Aus-Dem-Kino-Kenner einige Dinge direkt mitzugeben. Der Coming-Of-Age-Apsekt, das Hineinwachsen in eine Rolle, das Hadern, diese Rolle anzunehmen und vor allem, das spätere Zögern, diesen Weg zu Ende zugehen, in Anbetracht der sich abzeichnenden katastrophalen Folgen, ist für Dune auch typisch.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Issi am 11.10.2021 | 13:32
Eine Sache noch: Hatte jemand außer mir das Gefühl, dass "Die Bene Gesserit haben einen Freak aus mir gemacht!" von Paul im Zelt ein völlig aus dem Charakter gefallener Satz ist. Da steckte so diese "teenage angst" drin, die ich in Superheldenfilmen mit Jugendlichen erwarte, aber doch nicht in so einem Film. Ich fand den völlig am Skript und an der Tonalität des Films vorbeigeschrieben.
War das sie Szene im Zelt, wo er irgendwie "gespürt" hat, dass sein Vater gerade gestorben ist?"

In dem Fall, kann ich mir diesen Gefühlausbruch (auf den dann, glaube ich, noch eine Art Zusammenbruch folgt), schon erklären.
Er ist ja zwischenzeitlich sogar aggressiv gegen seine geliebte Mami.
Weil er mit dem ganzen Schmerz, den er fühlt, nicht klar kommt.

Edit. Vielleicht hätte es dir als Zuschauer geholfen, wenn man gesehen hätte, wie die Nachricht des Todes in der Innenwelt von Mutter und Sohn angekommen ist.
(z.B. in Bildern- bzw. Szenen,- wie der Vater gelitten hat, und gestorben ist.)
Im Film hat man darauf verzichtet- Sie wussten es einfach.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Waldviech am 11.10.2021 | 13:48
Zitat
Das nimmt etwas den Muff aus dieser tausendfach erzählten Auserwähltengeschichte.
Ja, tut es - und da verschwindet, wenn denn etwaige Fortsetzungen sich ähnlich eng an der Romanvorlage orientieren, in Zukunft noch viel mehr Muff. Dune ist nämlich keine klassische Auserwähltengeschichte, sondern vielmehr eine Dekonstruktion derselben.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Timberwere am 11.10.2021 | 14:01
Eine Sache noch: Hatte jemand außer mir das Gefühl, dass "Die Bene Gesserit haben einen Freak aus mir gemacht!" von Paul im Zelt ein völlig aus dem Charakter gefallener Satz ist. Da steckte so diese "teenage angst" drin, die ich in Superheldenfilmen mit Jugendlichen erwarte, aber doch nicht in so einem Film. Ich fand den völlig am Skript und an der Tonalität des Films vorbeigeschrieben.

Die Stelle hat mir gerade gut gefallen. Paul ist ein Teenager, auf dem riesiger Erbe-eines-großen-Hauses-und-hochgezüchtetes-Bene-Gesserit-Produkt-Druck lastet, und das ist der Moment, in dem ihm das so richtig aufgeht. Das machte für mich den Charakter nahbarer und wirkte für mich stimmiger, als wenn er das alles mit 'ja-klar-bin-ich-der-tolle-Auserwählten-Hecht' über sich hätte ergehen lassen.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Sir Mythos am 11.10.2021 | 14:05
Der Film soll quasi fast genauso gut gewesen sein, wie "Der Herr der Ringe: Die Gefährten", "Star Wars: A New Hope" oder "2001"?

Jup... in der Klasse würde ich den Film definitiv einsortieren. Für mich einer der besten Filme, die ich die letzten Jahre gesehen habe und das, obwohl man die Story kannte.
Gerade letzteren Punkt finde ich spannend. Die Story ist (zumindest den meisten) bekannt, so dass der Film wenig bis keine Plot-Überraschungen beinhalten kann (ähnlich wie bei HdR).
Die Umsetzung ist aber grandios getroffen. M.E. sogar ein Stück besser als beim Herr der Ringe.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Seraph am 11.10.2021 | 15:45
Eine Sache noch: Hatte jemand außer mir das Gefühl, dass "Die Bene Gesserit haben einen Freak aus mir gemacht!" von Paul im Zelt ein völlig aus dem Charakter gefallener Satz ist. Da steckte so diese "teenage angst" drin, die ich in Superheldenfilmen mit Jugendlichen erwarte, aber doch nicht in so einem Film. Ich fand den völlig am Skript und an der Tonalität des Films vorbeigeschrieben.

Ich vermute, dass hängt an der Formulierung "Freak"?
Aber witzig - exakt dieser Satz hat mich auch etwas aus der Immersion geholt.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Dark Stone Cowboy am 11.10.2021 | 15:57
Ging mir bei Thor Ragnarok auch so, dass ich offenbar der einzige bin, der mit dem Film gar nichts anfangen konnte  ;)

Bist du nicht. Ich halte den für den schlechtesten Film aller Zeiten. Aller (!) Zeiten (!!!). Inkl. Pornos.

Ich habe bei Dune zumindest ein ähnliches Feeling gehabt, wie seinerzeit beim Herrn der Ringe. Nicht ganz so "WOW!"-ig, weil mir Mittelerde näher ist, als das Dune-Setting ... aber insgesamt hat es auf einem ähnlichen Niveau gespielt.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Gotham Rundschau am 11.10.2021 | 16:49
Ich vermute, dass hängt an der Formulierung "Freak"?
Aber witzig - exakt dieser Satz hat mich auch etwas aus der Immersion geholt.

Ich hätte "Abscheulichkeit", "Mißgeburt" o. ä. besser gefunden. Gerade "Abscheulichkeit" hätte sogar den kommenden Ereignissen einen prophetischen Rahmen gegeben.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: unicum am 11.10.2021 | 17:35
Ich hätte "Abscheulichkeit", "Mißgeburt" o. ä. besser gefunden. Gerade "Abscheulichkeit" hätte sogar den kommenden Ereignissen einen prophetischen Rahmen gegeben.

Ist das nicht dass Wort das dann seine Schwester irgendwann beschreibt?
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Issi am 11.10.2021 | 17:52
Ich vermute, dass hängt an der Formulierung "Freak"?
Aber witzig - exakt dieser Satz hat mich auch etwas aus der Immersion geholt.
Ah OK.
In einem reinen Fantasy Mittelalter Setting hätte es mich vielleicht gestört aber in einem Sci/Fi Setting jetzt nicht.
Da war ja viel Hightech dabei.
Raumschiffe, Schutzanzüge und Co.
Einfach abgefahrenes Zeug.
Da fällt ( mir zumindest) so ein Begriff nicht unangenehm auf.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Infernal Teddy am 11.10.2021 | 17:55
Ist das nicht dass Wort das dann seine Schwester irgendwann beschreibt?
Ja. Abscheulichkeit hat in Dune eine ganz bestimmte Bedeutung.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 11.10.2021 | 18:04
Ich hätte "Abscheulichkeit", "Mißgeburt" o. ä. besser gefunden. Gerade "Abscheulichkeit" hätte sogar den kommenden Ereignissen einen prophetischen Rahmen gegeben.
absolut unangemessen
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: aikar am 11.10.2021 | 22:07
Ich hätte "Abscheulichkeit", "Mißgeburt" o. ä. besser gefunden. Gerade "Abscheulichkeit" hätte sogar den kommenden Ereignissen einen prophetischen Rahmen gegeben.
Und wäre absolut falsch gewesen. Paul ist eben nicht das, was im Dune-Kontext als Abscheulichkeit bezeichnet wird.

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Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: gilborn am 12.10.2021 | 08:11
Ich fand den Film super.
Es gibt eigentlich nur 3 Dinge die mich gestört haben:


Figurenzeichnung, Ausstattung, Größe, Treue zur Vorlage war alles toll.
Die Grandiosität von Blade Runner erreicht er mMn hier jedoch nicht.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Zed am 12.10.2021 | 08:34
Ich sehe diegleichen Punkte wie Du, Gilborn, plus tolle Darsteller, Bilder und Musik (wenn auch oft zu bombastisch). Zur Story: Das Schicksal der Figuren ging mir am Mors vorbei, alles war vorhersehbar.

Da mir die Geschichte wichtig ist, ist dieser ein für mich unterm Strich okayer Film.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Gotham Rundschau am 12.10.2021 | 08:41
Und wäre absolut falsch gewesen. Paul ist eben nicht das, was im Dune-Kontext als Abscheulichkeit bezeichnet wird.

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Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Jiba am 12.10.2021 | 09:03
Ich sehe diegleichen Punkte wie Du, Gilborn, plus tolle Darsteller, Bilder und Musik (wenn auch oft zu bombastisch). Zur Story: Das Schicksal der Figuren ging mir am Mors vorbei, alles war vorhersehbar.

Da mir die Geschichte wichtig ist, ist dieser ein für mich unterm Strich okayer Film.

Ja, da finde ich mich auch wieder.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: aikar am 12.10.2021 | 09:11
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Jein. Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich glaube gerade dieses Thema ist ziemliches Geheimwissen (Wie ja auch das Kwisatz Haderach Programm. Wenn das "öffentlich" bekannt wäre, hätten die hohen Häuser und vor allem der Imperator das kaum zugelassen).
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: tartex am 12.10.2021 | 11:10
Jein. Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich glaube gerade dieses Thema ist ziemliches Geheimwissen (Wie ja auch das Kwisatz Haderach Programm. Wenn das "öffentlich" bekannt wäre, hätten die hohen Häuser und vor allem der Imperator das kaum zugelassen).

Er hat doch in dem Moment sehr viel von der Zukunft gesehen und gerade weil er Sachen verstanden hat, von denen er Momente vorher keine Ahnung hatte oder hatte können, bezeichnete er sich im englischsprachigen Buch als "freak".

Zitat
"I'll never be a Mentat," he said. "I'm something else ... a freak."
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Issi am 12.10.2021 | 11:58
Zitat
Ich sehe diegleichen Punkte wie Du, Gilborn, plus tolle Darsteller, Bilder und Musik (wenn auch oft zu bombastisch). Zur Story: Das Schicksal der Figuren ging mir am Mors vorbei, alles war vorhersehbar.

Da mir die Geschichte wichtig ist, ist dieser ein für mich unterm Strich okayer Film.
Bei mir war es ne 3,8 von 5
https://www.tanelorn.net/index.php/topic,116482.msg135019502.html#msg135019502 (https://www.tanelorn.net/index.php/topic,116482.msg135019502.html#msg135019502)
Ich muss allerdings sagen, dass ich "Blade Runner" auch gut und solide fand (4,2 Sterne) aber jetzt nicht überragend.

Andererseits bin ich wirklich froh überhaupt phantastische Filme zu sehen die in den Bereich : "schaubar" fallen
Dune ist , trotz Gemecker (Das es vermutlich immer gibt), ein solides Werk.
Hätte viel schlimmer kommen können.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: treslibras am 15.10.2021 | 23:19
Ich habe ihn nun endlich auch gesehen im Kino, und mein Verdikt ist zwiespältig. Ich wurde unterhalten. Aber als Dune Film war es eine zumindest im Nachgang doch eine Enttäuschung.
Würde ich das Buch und den David Lynch Film nicht kennen, wäre das Urteil wahrscheinlich deutlich positiver.

Zumindest die erste Hälfte (nennen wir es mal "die große Exposition") fand ich in der Tat deutlich schlechter gelöst, deutlich weniger ausdrucksstark als die David Lynch Version, und insgesamt viel zu "gehetzt". Die gesamte Intrigen wurden bis zur Banalität zurückgeschnitten oder als "common Knowledge" einfach ausgesprochen.

Im Buch besitzen viele Charaktere eine recht komplexe Persönlichkeit mit eigenen Motiven und Konflikten. Hier ist davon so gut wie nichts mehr übrig oder wird recht platt einfach serviert.

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So blieben auch beinahe alle wichtigen Nebencharaktere, wie Herzog Leto, Lady Jessica, die Ehrwürdige Mutter, Piter de Vries, Thufir Hawat, Baron Harkonnen, Dr. Yueh blass, und ihre durchaus komplexen Motivationen wurden nur angeschnitten.

Ich verstehe, dass es eine ganz bewusste Entscheidung von Villeneuve war, diese Komplexitäten der Vorgeschichte, die Charaktere und Intrigen, die vielleicht für die Main Story Line des Aufstiegs Muad'dibs direkt wenig Bedeutung haben, abzuflachen, damit sein Storytelling nicht überfrachtet würde - wie es bei der 19984er Version ja letztendlich der Fall war.

Nichtsdestotrotz wirkt das von ihm skizzierte Universum dadurch deutlich ärmer, die Charaktere deutlich zweidimensionaler und die Storyline insgesamt beinahe stumpf.
Ein bisschen mehr Zeit hätte Villeneuve sich mit vielen Szenen nehmen sollen, und dafür die eine oder andere erfundene Szene weglassen. Nicht, um jeden sub plot zu erzählen, sondern einfach um den Charakteren mehr Tiefe zu geben.

So führte es dann zu der seltsamen Situation, dass eigentlich narrativ wichtige Szenen seltsam schwach bis irrelevant wurden, wie z.B. die (auch noch unnötigerweise veränderte) Harvester-Szene, weil die Aussage über Herzog Leto (die auf einen bedeutungsschwangeren "Blick des Erkennens" und eine Sure von Liet Kynes reduziert wurde) kaum noch Gewicht und Relevanz hatten. Das hatte teilweise eher den Charakter einer Checkliste von Aussagen, die einmal getroffen werden müssen, damit wir Zuschauer später die Storyline für plausibel halten.

Die Szene mit dem Schmerztest, anderes Beispiel, ebenfalls ein unnötig schwach verkürzter Dialog zwischen Paul und der Ehrwürdigen Mutter.
Vielleicht ist da auch einiges in der deutschen Synchro verloren gegangen, das kann ich nicht sagen.

Aber gerade solche Schlüsselszenen, in denen wichtige Konzepte der Geschichte erzählt werden, hätte man sauber inszenieren müssen.

Das Wüstenkapitel fand ich dann deutlich angenehmer zu sehen. Vom Ballast der durchgehechelten komplexen Hintergründe befreit, und mit helleren Wüstenräumen (und sicherlich war der Kontrast gewollt so inszeniert), hatte das ein gutes Tempo, und in der Tat hätte ich auch noch weitergucken können.

Die Besetzung fand ich zu großen Teilen sehr gut. Gerade Thimotée Chalamet gefällt mir deutlich besser als Kyle Maclachlan.

Umso schader, dass halt viele Charaktere so unterwickelt waren. Ich stimme zu, dass die Rolle der Lady Jessica zu weinerlich ausgelegt wurde.

Das Set Design fand ich viel zu monoton. Gerade zwischen Calladan und Arrakis hätte man einen stärkeren Kontrast als den "von grau-in-grau zu sandfarben-in-sandfarben" finden und nutzen können. Ich fand den Brutalismus der Arrakeenischen Innenarchitektur klasse, die Vista von Arrakeen City dagegen seltsam amorph und schlecht, beinahe wie End-90er Lucasfilm CGI. Die Wüste war der Hammer, tolle Locations und tolle (digital) Matte Paintings.  :d

Insgesamt ist Villeneuves Dune, Part 1 als Film sicherlich deutlich besser als die 1984er Version. Ich freue mich schon auf Teil 2.

Als "Verfilmung eines Epos" überzeugt er mich aber tatsächlich weniger als die alte David Lynch Version.

Ich hoffe daher, dass der zweite Teil noch stärker in die Tiefe der "philosophischen" Konflikte und Themen geht.


Ich empfehle hier übrigens noch mal ausdrücklich das wirlich hervorragende deutsche Hörspiel zum Buch. Gerade für die, die mit diesem Film in das DUNE-Universum einsteigen, liefert es (neben dem Buch selber, logisch) ein Füllhorn an zusätzlichen Themen und deutlich mehr Tiefe. Findet man auch bei Youtube.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Camouflage am 16.10.2021 | 11:46
So blieben auch beinahe alle wichtigen Nebencharaktere, wie Herzog Leto, Lady Jessica, die Ehrwürdige Mutter, Piter de Vries, Thufir Hawat, Baron Harkonnen, Dr. Yueh blass, und ihre durchaus komplexen Motivationen wurden nur angeschnitten.
Ich bin immer noch unsicher, ob ich die Änderungen von Lady Jessicas Charakter gut oder schlecht finde. Aber speziell in dem Fall würde ich sagen, dass der Charakter im Film komplexer rüberkommt als im Buch (Zumindest was ihre Motivation bezüglich Pauls Geburt und das Spannungsfeld Haus Atreides vs. Bene Gesserit angeht).

Zitat
wie z.B. die (auch noch unnötigerweise veränderte) Harvester-Szene, weil die Aussage über Herzog Leto (die auf einen bedeutungsschwangeren "Blick des Erkennens" und eine Sure von Liet Kynes reduziert wurde) kaum noch Gewicht und Relevanz hatten.
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Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: carthinius am 16.10.2021 | 12:02
Spannend, ich sehe alle Punkte von treslibras wirklich komplett andersrum.  Ich greife aber nur ein paar Sachen raus, sonst ufert das aus.

Zumindest die erste Hälfte (nennen wir es mal "die große Exposition") fand ich in der Tat deutlich schlechter gelöst, deutlich weniger ausdrucksstark als die David Lynch Version, und insgesamt viel zu "gehetzt". Die gesamte Intrigen wurden bis zur Banalität zurückgeschnitten oder als "common Knowledge" einfach ausgesprochen.
Im Gegenteil finde ich die Reduktion deutlich gelungener als die ständige Überfrachtung und die inneren Monologe bei Lynch. Um Welten besser.

So führte es dann zu der seltsamen Situation, dass eigentlich narrativ wichtige Szenen seltsam schwach bis irrelevant wurden, wie z.B. die (auch noch unnötigerweise veränderte) Harvester-Szene, weil die Aussage über Herzog Leto (die auf einen bedeutungsschwangeren "Blick des Erkennens" und eine Sure von Liet Kynes reduziert wurde) kaum noch Gewicht und Relevanz hatten. Das hatte teilweise eher den Charakter einer Checkliste von Aussagen, die einmal getroffen werden müssen, damit wir Zuschauer später die Storyline für plausibel halten.
Ich fand die Szene so noch deutlich besser: Leto handelt so, weil ihm die Menschen nicht scheißegal sind. Dafür ist ihm sogar egal, ob es direkt an den Harkonnen liegt oder eben nur ein Zufall ist. Das gibt ihm deutlich mehr Charakter als ein "ich tu was gegen die bösen Harkonnen". Um zu zeigen, dass die Harkonnen gegen die Atreides vorgehen, gibt es immer noch die Jägersucher-Szene, die damit auch gleich viel persönlicher ist, weil es gezielt gegen Paul geht. Ein Attentat auf den Erben reicht völlig, um die Absichten und miesen Methoden der Harkonnen – noch abseits der Intrige mit dem Imperator – zu unterstreichen. Hier spielt nur einer fair und das ist Leto.

Die Szene mit dem Schmerztest, anderes Beispiel, ebenfalls ein unnötig schwach verkürzter Dialog zwischen Paul und der Ehrwürdigen Mutter.
Vielleicht ist da auch einiges in der deutschen Synchro verloren gegangen, das kann ich nicht sagen.
Wie brillant war denn bitte, auf die schlechten Special Effects des Schmerzsimulation zu verzichten und die Black Box als genau solches zu bewahren? Wie gut, dass Paul "einfach nur" mit sich ringt, während Lady Jessica draußen quasi stellvertretend das gelernte Mantra herunterbetet und gleichzeitig fast verzweifelt, weil sie nicht weiß, ob sie Paul genug gelehrt hat? Das ist eine komplett andere Szene als bei Lynch, und sie ist viel besser.

Das Set Design fand ich viel zu monoton. Gerade zwischen Calladan und Arrakis hätte man einen stärkeren Kontrast als den "von grau-in-grau zu sandfarben-in-sandfarben" finden und nutzen können. Ich fand den Brutalismus der Arrakeenischen Innenarchitektur klasse, die Vista von Arrakeen City dagegen seltsam amorph und schlecht, beinahe wie End-90er Lucasfilm CGI. Die Wüste war der Hammer, tolle Locations und tolle (digital) Matte Paintings.  :d

Caladan als "gtau in grau" zu bezeichnen, finde ich spannend. Da war doch alles sehr deutlich mit Grün- und Brauntönen unterstrichen, um die bewässerte und lebende Welt zu verdeutlichen. Komplett andere Architektur, viele Szenen draußen, damit klar wird, dass hier nichts so lebensfeindlich ist wie Arrakis. Regengüsse, Meere, satte grüne Hügel bei den Gräbern der Atreiden ... dagegen dann 10 Palmen in Arrakeen und ansonsten nur Beton und Sand.  Die Inszenierung der Wüstenwelt ist allerdings wirklich große Klasse!
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Xemides am 17.10.2021 | 20:48
Aber er ist eben auch kein epochemachender Film (wobei das natürlich auch die Zeit zeigen muss, wie er rezipiert wird, etc.).

Naja genau wie Herr der Ringe ist er halt die Verfilmung eines epochemachenden Buches. Das war in den 60er Jahren und hat damals halt die Grundlagen geschaffen für vieles, was wir heute schon kennen.

Zitat
Eine Sache noch: Hatte jemand außer mir das Gefühl, dass "Die Bene Gesserit haben einen Freak aus mir gemacht!" von Paul im Zelt ein völlig aus dem Charakter gefallener Satz ist. Da steckte so diese "teenage angst" drin, die ich in Superheldenfilmen mit Jugendlichen erwarte, aber doch nicht in so einem Film. Ich fand den völlig am Skript und an der Tonalität des Films vorbeigeschrieben.

Da gebe ich dir recht. Hat mich auch irritiert.
Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: Xemides am 17.10.2021 | 20:51
Ich fand die Lynchverfilmung von Dune als Verfilmung fürchterlich. Angefangen mit dem viel zu alten Kyle McLachlan, den Herzblutern, dem gehetzten Tempo ab dem zweiten Drittel bis zum fürchterlichen Ende.

Titel: Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Beitrag von: tartex am 18.10.2021 | 10:38
Ich bin ja riesiger Lynch- und Dune-Fan, aber ich schaffe es normalerweise nicht mal durch Princess Irulan's Intro. Kriege da einfach schon zu viel Bauchweh.