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Einsteiger => Einsteiger => Thema gestartet von: Dunkelheit am 2.04.2021 | 12:11

Titel: D&D 5e Charakterfrage
Beitrag von: Dunkelheit am 2.04.2021 | 12:11
Moin.
Ich hoffe ich bin hier richtig, ansonsten bitte verschieben.
Ich leite demnächst mein erstes Abenteuer (Stormkönigs Donner), nachdem ich als Spieler mein erstes Abenteuer (Hort der Drachenkönigen) gespielt habe.
Grundsätzlich komme ich mit dem Vorbereiten des Abenteuers gut zurecht.
Ich habe nur Probleme mit einem Spieler der einen Paladin spielen will, was ja nicht schlimm ist. Nur will er als Hintergrund Weiser Merkmal Forscher wählen. Das erscheint mir nicht passend.
Wie soll ein Paladin mit seiner umfangreichen Ausbildung noch Zeit finden zu Forschen.
Als Empfehlung für Paladine ist Adliger genannt. Das passt meiner Meinung nach auch am besten. Aber auch Tempeldiener oder sogar einen Scharlatan könnte ich mir ehr vorstellen. Allerdings besteht der Spieler darauf so zu spielen.
Meine Überlegung ist nun im Abenteuer ihm einige Steine in den Weg zu legen. Nur weiß ich leider nicht was man da machen kann, bzw. fällt mir dazu nix ein.
Ich würde mich freuen, wenn ihr da einige Vorschläge für mich habt.

Gruß
Titel: Re: D&D 5e Charakterfrage
Beitrag von: sir_paul am 2.04.2021 | 12:28
Mein Vorschlag, lass ihn seinen Charakter so spielen wie er möchte. Was dir unpassend erscheint, kann im Auge des Spielers ganz anders aussehen. Ausserdem ist es eine erlaubte Auswahl und ich würde mich als Spieler gegängelt fühlen, sollte mein SL das verbieten weil es ihm nicht passend erscheint.

Aus dem selben Grund würde ich ihm deshalb auch keine Steine während des Spiels in den Weg legen.

In den Regeln ist auch nirgendwo eine lange Ausbildung für den Paladin vorgesehen. Bitte bedenke das in der 5e Paladine nicht mehr zwingend an einen Gott glauben, einer göttlichen Vereinigung angehören oder gar eine entsprechende Ausbildung haben müssen!


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Titel: Re: D&D 5e Charakterfrage
Beitrag von: Zed am 2.04.2021 | 12:44
Ich stimme Sir Paul zu. Gesunder Menschenverstand bezogen auf die Logik der Regeln ist bei den allermeisten Rollenspielsystemen nichts als ein potentieller Streitpunkt. Nimm Dir eher einen Marvelfilm als Vorbild - wie Tony Stark all seine Basteleien zeitlich und ingenieurstechnisch hinbekommt - darüber darf man auch nicht nachdenken.

Gerade das Eine-Figur-so-konstruieren-wie-er-es-sich-wünscht ist  d i e  Spielspaßquelle Deines Spielers, und solange es sich innerhalb der Regeln bewegt, habt Ihr beide mehr davon, wenn Du ihn in seiner Vorstellung unterstützt, anstatt ihm Deine Vorstellung seines Paladins zu unterbreiten :)
Titel: Re: D&D 5e Charakterfrage
Beitrag von: Toht am 2.04.2021 | 12:54
Andererseits bist du kein Dienstleister als Spielleiter, wenn in deiner Welt Paladine eine lange schwere Ausbildung machen müssen dann ist das so. Du bestimmst was geht und was nicht. Wenn dein Spieler diesen Hintergrund haben will muss er an anderer Stelle zurückstecken. Ob das nun ist weil er kein Forscher sein kann oder etwas anderes.

Ich würde mit dem Spieler reden und versuchen mich zu einigen, dass er zusammen mit dir eine stimmige Lösung findet. Wenn er diese Kombination will, dann muss er es dir erklären wie es dazu kam bei seiner Figur und eventuell einen Nachteil dafür bekommen. Ob seine Paladin zaubersprüche vielleicht nicht so stark wirken wie die der gottesfürchtigen Paladine, weil er eher Ketzerisch geforscht hat oder oder oder...auf jeden Fall sollten beide am Ende damit zufrieden sein. Nicht nur der Spieler und nicht nur du.

Titel: Re: D&D 5e Charakterfrage
Beitrag von: sir_paul am 2.04.2021 | 13:14
Stimmt als SL ist man kein Dienstleister. Mann sollte aber bedenken das der SL sehr viele Möglichkeiten hat sich kreativ auszutoben, der Spieler hat nur seinen Charakter. Daher gebe ich den Spielern lieber etwas mehr Spielraum als das ich ihn beschränke.

In dem Konkreten Fall kann man sich (Spieler alleine oder zusammen mit dem SL) eine gute Story überlegen warum Forscher zu Paladin passt. Eventuell was er ein Knappe eines Paladins welcher häufig auf "göttliche" Forschungsmissionen gegangen ist. Bäm, Hintergrund pass (eventuell) zur Welt und der Spieler kann seinen Charakter spielen.

Natürlich mache ich (teilweise) auch Einschränkungen, diese Kommuniziere ich aber bevor ich den Spielern die Freigabe zur Charakatererschaffung geben. Diese Bewegen sich auch meistens auf einem gröberen Grad (nur Bücher X,Y,Z, nur Rassen A, B, C, Hinergrund soundso gibt es auf der Welte gar nicht). So feingliederig das ich bestimmte Kombinationen ausschließe möchte ich gar nicht werden.

Dies ist aber, wie gesagt, mein persönlicher Stil und ich lege hier da wie ich mit solchen Fragestellungen umgehe.

Wo ich Thot aber unbeschränkt zustimme ist der Punkt mal darüber zu reden (eventuell habt ihr das ja schon getan).
Titel: Re: D&D 5e Charakterfrage
Beitrag von: Dunkelheit am 2.04.2021 | 13:22
Danke für die hilfreichen Antworten.
Die Sichtweise von @Zed und @sir_paul ist passend. Aber auch @Toht hat nicht unrecht.
Eventuell bekommt der Paladin immer einen Zauberplatz weniger oder sowas in der Richtung.
Und bei Nachforschen in Bezug auf Geschichte einen Vorteil.
Mal sehen.
Aber danke für die Anregungen.
Mit dem Spieler rede ich natürlich.
Da wir das nicht ander schaffen, erstellt jeder seinen Charakter alleine zu Hause. Meine Handy steht also kaum noch still wegen der nachfragen ob dies oder das geht oder möglich ist.

Gruß
Titel: Re: D&D 5e Charakterfrage
Beitrag von: Zed am 2.04.2021 | 13:43
Andererseits bist du kein Dienstleister als Spielleiter, wenn in deiner Welt Paladine eine lange schwere Ausbildung machen müssen dann ist das so. Du bestimmst was geht und was nicht. Wenn dein Spieler diesen Hintergrund haben will muss er an anderer Stelle zurückstecken.
Puh, dieses autoritative Verständnis von Spielleitung hätte sich überholt, dachte ich.

Für einige Gebiete der Spielleitung gebe ich Dir natürlich Recht, Toht: Die Staatsformen der Welt, die die Spielleitung verantwortet, die Geschichte der Welt, das Verhältnis der Völker zueinander. Wenn Du ganz viel Arbeit investierst, dann hast Du als SL sogar die Wirtschaftsformen ausgearbeitet. Und natürlich reagieren die NSCs so, wie DU sie für angemessen hältst.

Ob es aber unter keinen Ausnahmen vorstellbar ist, dass ein Paladin in dieser Welt regelgerecht den Hintergrund eines Forscher hat, ist schwer nachvollziehbar. Lässt die Welt es wirklich nicht zu, dass es einen abgeschotteten Kriegerorden in den Bergen von Nirg-Endwo gibt, der auserwählte, hochtalentierte Kinder in mystischem Kampfwissen und in den sieben freien Künsten des Wissens unterrichtet? Passend und regelnah zum "Researcher" wäre, wenn er bislang sein Wissen nicht durch Anschauung sondern nur aus Büchern erlangt hätte. Dass er also nicht weitgereist ist, ist passend. Mehr "Zurückstecken" bräuchte es nicht, meine ich.

Aber natürlich gilt: Deine Spielleitung musst Du nur vor Dir und Deiner Spielgruppe verantworten. Hier im Forum kannst Du nur Anregungen und alte und neue Perspektiven einsammeln.
Titel: Re: D&D 5e Charakterfrage
Beitrag von: Toht am 2.04.2021 | 14:45
Ob das unter keinen Umständen vereinbar ist kann ich für den SL nicht beantworten. Er sagt für ihn passt das nicht, ich habe nur eine Gegenposition dazu eingenommen, dass es auf jeden Fall möglich gemacht werden muss. Nicht alles muss den Spielern in der Charaktererschaffung erlaubt werden. Es ist völlig legitim zu sagen für mich und für meine Welt passt das nicht und dann muss ein Konsens gefunden werden.
Titel: Re: D&D 5e Charakterfrage
Beitrag von: Wisdom-of-Wombats am 2.04.2021 | 14:58
Eventuell bekommt der Paladin immer einen Zauberplatz weniger oder sowas in der Richtung.

Den Punkt verstehe ich nicht. Sturm Königs Donner spielt auf den Forgotten Realms. Das ist die Standard-D&D Welt. Das Spielerhandbuch erlaubt die Kombination von jedem Hintergrund mit jeder Klasse. Wenn eine Spielleitung davon abweicht, würde ich das verstehen, wenn es eine eigene Welt ist. Aber hier klingt es sehr danach, den Spieler zu bestrafen, weil er sich nicht an die Erwartungshaltung der SL hält. Das finde ich schwierig.

Warum darf ein Paladin nicht auch ein Weiser Forscher sein? Bloß weil irgendwo steht, dass der Adelige ein vorgeschlagener Hintergrund ist? Die Vorschläge dienen zur Orientierung von komplett neuen Spielern, um stimmige Charaktere schnell entwerfen zu können. Ein Paladin, der Weiser ist, kann doch eine interessante Hintergrundgeschichte haben. Warum den Spieler so dermaßen gängeln?
Titel: Re: D&D 5e Charakterfrage
Beitrag von: Tudor the Traveller am 2.04.2021 | 16:59
Nur will er als Hintergrund Weiser Merkmal Forscher wählen. Das erscheint mir nicht passend.
Wie soll ein Paladin mit seiner umfangreichen Ausbildung noch Zeit finden zu Forschen.

Frag ihn doch! Entwickelt zusammen ein Bild davon. Ist doch toll, dass er nicht die 0815-Paladose spielen will.

Hier ein paar Dinge zum Nechdenken:

https://forgottenrealms.fandom.com/wiki/Paladin
Zitat
Paladins who did worship good or lawful gods tended towards the worship of deities such as Azuth, Bahamut, Chauntea or her aspect Yondalla, Helm, Ilmater, Kelemvor, Mystra, Jergal, Lathander, Moradin, Re-Horakhty, Sune, Torm, or Tyr.

Die beiden markierten Gottheiten sind Gottheiten, die haufenweise Gelehrte und Forscher in ihren Reihen haben. Von solchen Paladinen wird Gelehrsamkeit vermutlich sogar erwartet.

oder auch hier:
https://forgottenrealms.fandom.com/wiki/Order_of_the_Blue_Moon

Titel: Re: D&D 5e Charakterfrage
Beitrag von: flaschengeist am 2.04.2021 | 17:36
Den Punkt verstehe ich nicht. Sturm Königs Donner spielt auf den Forgotten Realms. Das ist die Standard-D&D Welt. Das Spielerhandbuch erlaubt die Kombination von jedem Hintergrund mit jeder Klasse. Wenn eine Spielleitung davon abweicht, würde ich das verstehen, wenn es eine eigene Welt ist. Aber hier klingt es sehr danach, den Spieler zu bestrafen, weil er sich nicht an die Erwartungshaltung der SL hält. Das finde ich schwierig.

Warum darf ein Paladin nicht auch ein Weiser Forscher sein? Bloß weil irgendwo steht, dass der Adelige ein vorgeschlagener Hintergrund ist? Die Vorschläge dienen zur Orientierung von komplett neuen Spielern, um stimmige Charaktere schnell entwerfen zu können. Ein Paladin, der Weiser ist, kann doch eine interessante Hintergrundgeschichte haben. Warum den Spieler so dermaßen gängeln?

Sehe ich genau so, Konfliktpotential ohne erkennbaren Nutzen (wenn ich vom zweifelhaften "Nutzen" absehe, dem Spieler zu zeigen, wer hier der Boss ist).
Titel: Re: D&D 5e Charakterfrage
Beitrag von: Dunkelheit am 2.04.2021 | 18:19
Puh……
Eine ganze Menge Antworten und Positionen.
Die Annahme das ein Paladin keine Zeit für weitere Sachen außer seiner Ausbildung hat, ist meine eigene. Da das mein erstes Abenteuer ist welches ich leite ist meine Erfahrung und mein Wissen natürlich noch begrenzt. Das ich nur auf deutschen Seiten schaue kommt noch hinzu.
Das es z.B. Orden gibt die den dazu passenden Gottheiten folgen ist eine wichtige Information. So ist der forschende Paladin ja auch kein Problem mehr.
Der Punkt mit dem Zauberplatz war halt eine Idee. Um das zu diskutieren habe ich mich hier angemeldet. Leider hat niemand aus unser Runde viel Erfahrung mit D&D um das zu beantworten.
Eure Antworten haben mir geholfen eine andere Sichtweise und neue Information zu bekommen.
Dafür möchte ich mich bedanken.

Gruß
Titel: Re: D&D 5e Charakterfrage
Beitrag von: Rev. Bilk am 2.04.2021 | 18:41
Die Frage ist doch einfach, welche Rolle der Paladin neben der des "heiligen Kriegers" in der Gruppe wahrnehmen möchte. Als Weiser / Forscher sollte er sich also damit abfinden, dass ihm andere Spezifika, die man sonst einem Paladin zuordnen kann, abhanden kommen. Und damit meine ich natürliche Autorität und Führungsqualitäten, was durch hohes Charisma und Persuasion spieltechnisch unterstützt würde. 
Titel: Re: D&D 5e Charakterfrage
Beitrag von: Zed am 2.04.2021 | 19:31
Als Weiser / Forscher sollte er sich also damit abfinden, dass ihm andere Spezifika, die man sonst einem Paladin zuordnen kann, abhanden kommen. Und damit meine ich natürliche Autorität und Führungsqualitäten, was durch hohes Charisma und Persuasion spieltechnisch unterstützt würde.
Wie meinst Du, dass ihm die genannten Dinge abhanden kommen? Liest Du das aus den Regeln heraus (wo) oder findest Du das einfach nur persönlich angemessen?

In meinem englischen Regelbuch stehen beim Sage als vorgeschlagene Flaws so Dinge wie "leicht abzulenken, wenn es irgendwo neues Wissen gibt"; "Wenn die Gefahr interessant ist, überwiegt das Interesse den Fluchtreflex"; "Denkt oft zu kompliziert"; usw. Von diesen nicht immer hilfreichen Charaktereigenschaften (aber absichtlich die Handlung vorantreibenden Eigenschaften) würfelt man gemeinhin  e i n e  aus. Nicht mal die "Flaws" sind Verbote oder Beschränkungen.

Charisma sollte ein hoher Wert eines Paladins sein, diplomatische Skills sind eine gute und natürliche Paladinwahl. Ein Background gibt zusätzliche Fertigkeitsschwerpunkte, und Backgrounds sind geradezu designt, dass Klassen nicht alle klischeehaft und gleichförmig sind. Auch ein voll funktionstüchtiger Agenten-, Scharlatan- und Seemann-Paladin sind möglich und jeweils hochinteressant. Backgrounds bereichern die Klassen und beschneiden sie nicht.

@Dunkelheit: Du machst richtig, dass Du Dir Meinungen einholst, meine ich. Meine Meinung: Die Gruppe wo es geht als Komplizen für das Spiel zu sehen, führt zu mehr Spielspaß als sie als "Untergebene" (<- überspitzt formuliert) zu sehen.
Titel: Re: D&D 5e Charakterfrage
Beitrag von: Tudor the Traveller am 2.04.2021 | 19:46
Fragt sich nur, ob der Spieler das Konzept auch durchzieht und ein paar Punkte in INT steckt...
Titel: Re: D&D 5e Charakterfrage
Beitrag von: Selganor [n/a] am 2.04.2021 | 22:07
Fragt sich nur, ob der Spieler das Konzept auch durchzieht und ein paar Punkte in INT steckt...
Wieso? Kann ja durchaus sein, dass er im Laufe der Studien mitgekriegt hat, dass Buecherwurm nicht so wirklich was fuer ihn ist und er deswegen eher was "handfestes" (z.B. Paladin) macht ;D

BTW: Warum sollten sich Backgrounds und "Klassenfaehigkeiten" gegenseitig ausschliessen/neutralisieren? Der Background ist ja oft auch das was er vor seiner Abenteurerzeit (bzw. vor seiner "Berufung" aka Klasse) gemacht hat.
Titel: Re: D&D 5e Charakterfrage
Beitrag von: Tudor the Traveller am 2.04.2021 | 23:30
INT ist halt einer der typischen Dumpstats für Paladine. In dem Fall würde ich als DM das dann auch nicht akzeptieren. Zumindest nicht ohne gute Erklärung. Sonst sollte da imo schon ne 12+ stehen. Ein gescheitertes Studium ergibt in meinen Augen keinen Gelehrten.
Titel: Re: D&D 5e Charakterfrage
Beitrag von: Zed am 3.04.2021 | 00:12
Ich hätte kein Problem, einen Sage-Paladin mit Intelligenz 8 zu akzeptieren:

- Hier wird keine Regel so ausgereizt, dass sich für den Charakter besondere oder gar unfaire Vorteile ergeben
- Im Spiel balanciert es sich aus: Bei Wissensfertigkeiten wird dieser Paladin von einem Sage-Wizard meilenweit abgehängt
- Rollenspielerisch bieten sich schöne Ansätze: Ein Charakter mit einer großen Neugierde und einer ausgesprochenen Belesenheit aber einem schlechten Gedächtnis, wie viele verhauene Wissenproben beweisen werden.
Titel: Re: D&D 5e Charakterfrage
Beitrag von: Skele-Surtur am 3.04.2021 | 00:24
Mir erschließt sich nicht so ganz, was an der Kombi schwierig sein soll. Ein Paladin ist idR ein heiliger Krieger. Wenn er Teil einer Kirche oder anderen Organisation ist, steht mMn nichts dem entgegen, dass er sich eben während seiner Ausbildung auch in den Bibliotheken seines Ordens vergraben hat. Ein gelehrter Krieger, insbesondere, wenn er einer religiösen Organisation angehört ist doch sehr passend und steht dem archetypischen Paladin nicht entgegen. Dem kann ja auch eine ganze Philosophie zugrunde liegen, dernach ein "Wahrer Krieger"TM eben nicht nur ein roher Schlagetot mit Muckis und einem Schwert sein sollte. Da kann man dann so althergebrachte Sprüche dranhängen im Sinne von: "Halte nicht nur deine Klinge, sondern auch deinen Verstand scharf." etc.pp.

Ich will jetzt niemandem vorschreiben, wie er das zu sehen hat und ich will jetzt auch niemanden mit Gewalt davon überzeugen, seine Position zu ändern, es geht nur gerade so gar nicht in meinen Schädel rein, wo das Problem liegen soll.
Titel: Re: D&D 5e Charakterfrage
Beitrag von: Dunkelheit am 3.04.2021 | 08:28
Moin,
Weiterhin danke für die hilfreichen Tipps.
Laut der Aussage vom Spieler ist der Charakter 18 Jahre Alt. Das finde ich schon Jung für die 2 "Ausbildungen" zumal der Charakter schon Erfahrung im Forschen haben soll, seiner Aussage nach.
Auch finde ich den Gedanken mit der Intilligenz ganz ganz interessant. Wir denken beim Erstellen der Charaktere immer an die Verteilung wie sie im Handbuch vorgeschlagen wird.
Wie gesagt es ist unser zweites Abenteuer.
Eure Antworten helfen mir auf jeden Fall weiter.

Noch eine Frage:
Ein anderer Spieler möchte einen Kriegsgeschmiedeten Druiden spielen. Gibt es da etwas was ich als Spielleiter eventuell beachten sollte? Grundsätzlich möchte ich den schon zulassen.

Gruß
Titel: Re: D&D 5e Charakterfrage
Beitrag von: Tudor the Traveller am 3.04.2021 | 09:35
Ich hätte kein Problem, einen Sage-Paladin mit Intelligenz 8 zu akzeptieren:

- Hier wird keine Regel so ausgereizt, dass sich für den Charakter besondere oder gar unfaire Vorteile ergeben
- Im Spiel balanciert es sich aus: Bei Wissensfertigkeiten wird dieser Paladin von einem Sage-Wizard meilenweit abgehängt
- Rollenspielerisch bieten sich schöne Ansätze: Ein Charakter mit einer großen Neugierde und einer ausgesprochenen Belesenheit aber einem schlechten Gedächtnis, wie viele verhauene Wissenproben beweisen werden.

@Rollenspiel: ich schrieb ja, dass ich es mit guter Begründung auch annehmen würde. Aber da muss dann eben auch etwas mehr vom Spieler kommen.

@INT 8: imo gibt es Grenzen der Glaubwürdigkeit. Jemand mit schlechtem Gedächtnis wird es imo als Gelehrter zu nichts bringen. Da sollten die Bauteile, die das Regelwerk zur Verfügung stellt, schon sinnvoll verbunden werden. Ein Gelehrter, der auf Grund niedriger INT regelmäßig seine Wissensproben verhaut ist... keiner, den man wirklich so nennen kann. Allenfalls ein gescheiterter Gelehrter, dann soll er aber auch konsequent so beschrieben werden. Und es bedarf einer genaueren Betrachtung, ob der Background dann durchgehend plausibel funktioniert.

@Mechanik: aus gamistischer Sicht finde ich es sehr ineffizient, Ressourcen in Knowledge zu stecken, die dann aber regelmäßig nicht zu Erfolg führen. Eine Abenteuergruppe betreibt ja normalerweise Aufgabenverteilung. Wer den Gelehrtenpart übernimmt, soll es dann auch richtig tun.
Titel: Re: D&D 5e Charakterfrage
Beitrag von: Tudor the Traveller am 3.04.2021 | 09:46
Moin,
Weiterhin danke für die hilfreichen Tipps.
Laut der Aussage vom Spieler ist der Charakter 18 Jahre Alt. Das finde ich schon Jung für die 2 "Ausbildungen" zumal der Charakter schon Erfahrung im Forschen haben soll, seiner Aussage nach.

Ich würde das nicht so strikt trennen. Aber es ist Aufgabe des Spielers, zu erklären, wie das alles zusammenpasst. Vielleicht sind die Eltern Gelehrte, und der SC ist schon als Baby immer mittendrin gewesen, und hat die Basics so ganz nebenher aufgenommen.

Oder anders herum: er ist der Bücherwurm in einer Kriegerfamilie. Oder er wurde als Findling von einer Kirche aufgenommen und zwischen den Gelehrten und den Tempelkriegern hin und her gereicht... vielleicht wurde er auch von seinen Eltern in die eine oder andere Richtung gezwungen und "kann" das jetzt nur widerwillig...

Das aufzulösen erwarte ich wie gesagt vom Spieler.
Titel: Re: D&D 5e Charakterfrage
Beitrag von: sir_paul am 3.04.2021 | 10:10
Des weiteren ist 18 in einer mittelalterlichen Welt ja schon kurz vor der Rente :)


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Titel: Re: D&D 5e Charakterfrage
Beitrag von: Rev. Bilk am 3.04.2021 | 10:25
Zitat
Wie meinst Du, dass ihm die genannten Dinge abhanden kommen? Liest Du das aus den Regeln heraus (wo) oder findest Du das einfach nur persönlich angemessen?

Ich hätte das "abhanden kommen" von vorn herein in Anführungszeichen setzen sollen. Was dem Spieler regeltechnisch abhanden kommt, ist der Proficiency-Bonus, somit gibt es eine höhere Chance, seinen Skillcheck in kritischen Situationen zu versemmeln.

Ob es im Bereich Advantages / Disadvantages Auswirkungen hat, muss ich passen - dazu bin ich in der 5e nicht regelfest genug.
Titel: Re: D&D 5e Charakterfrage
Beitrag von: Bombshell am 3.04.2021 | 11:19
Noch eine Frage:
Ein anderer Spieler möchte einen Kriegsgeschmiedeten Druiden spielen. Gibt es da etwas was ich als Spielleiter eventuell beachten sollte? Grundsätzlich möchte ich den schon zulassen.

Die Kriegsgeschmiedeten (aka Warforged?) sind eine Spezies von Eberron und eigentlich nicht auf Faerun an der Schwertküste und im hohen Norden, wo euer Abenteuer spielt, anzutreffen. Aber mit Magie ist alles möglich und bietet auch Potenzial für schöne Szenen. Bedenke nur, dass das Abenteuer an sich nicht auf Kriegsgeschmiedete eingeht und du da nachhelfen musst, wenn du dem Spieler für seine Wahl Anreize geben willst.
Titel: Re: D&D 5e Charakterfrage
Beitrag von: Flamebeard am 4.04.2021 | 01:35
Fragt sich nur, ob der Spieler das Konzept auch durchzieht und ein paar Punkte in INT steckt...

Ich würde Indiana Jones jetzt z.B. durchaus als Forscher verstehen. Dass der Kerl aber übermäßig mit Intelligenz gesegnet ist, glaube ich eher nicht. Der überlegt sich eher, wie er das Wissen/sein Ziel möglichst reibungsarm erreicht, um einen Erkenntniszuwachs zu haben.

@Dunkelheit: Du machst richtig, dass Du Dir Meinungen einholst, meine ich. Meine Meinung: Die Gruppe wo es geht als Komplizen für das Spiel zu sehen, führt zu mehr Spielspaß als sie als "Untergebene" (<- überspitzt formuliert) zu sehen.

Da ist mit der beste Hinweis im Thread. Hätte mir man da ganz zu Anfang gesagt, wäre sicherlich gerade in der Frühzeit einiges spaßiger gelaufen in den letzten 25 Jahren. Wenn du jetzt einfach mal überlegst: Wie spannend ist das denn, einen Paladin zusammen mit dem Spieler zu entdecken, der eben nicht der typische Tempelritter ist? Mal ganz abgesehen von den spannenden/witzigen Szenen, die man regelmäßig abrufen kann:

Schurke (Scharlatan): "Was denn...? Ach, der Kerl da hinten in Vollplatte mit dem böse aussehenden Riesenschwert... Keine Sorge, das Eilif Bluttrinker der III., ist unser Experte für Alt-Chultische Hieroglyphen und Netheresische Bildhauerei. Der tut nichts."
Titel: Re: D&D 5e Charakterfrage
Beitrag von: Toht am 4.04.2021 | 02:12
Ich würde Indiana Jones jetzt z.B. durchaus als Forscher verstehen. Dass der Kerl aber übermäßig mit Intelligenz gesegnet ist, glaube ich eher nicht. Der überlegt sich eher, wie er das Wissen/sein Ziel möglichst reibungsarm erreicht, um einen Erkenntniszuwachs zu haben.
Ähm Entschuldigung? Dr. Henry Jones ist sogar Universitätsprofessor....na gut...das muss nichts heißen ( ~;D)
Titel: Re: D&D 5e Charakterfrage
Beitrag von: Tudor the Traveller am 4.04.2021 | 08:24
Naja,  Indiana Jones wäre fur mich ein typischer Fall mit hoher INT und WIS Dump.
Titel: Re: D&D 5e Charakterfrage
Beitrag von: Dunkelheit am 8.04.2021 | 12:56
Moin.
Ich würde gerne noch eine Frage zur Kräuterkunde Ausrüstung stellen:
Wenn man alle Zutaten für einen Heiltrank zusammen hat, wie lange dauert die Zubereitung des Tranks?

Gruß
Titel: Re: D&D 5e Charakterfrage
Beitrag von: TEW am 8.04.2021 | 14:51
Da gibt es in Xanathar's genauere Angaben. Ein einfacher Heiltrank (2W4+2) dauert 1 Tag und kostet 25 GM (an Materialien) in der Herstellung.
Titel: Re: D&D 5e Charakterfrage
Beitrag von: Dunkelheit am 8.04.2021 | 17:19
Danke für die Antwort. Muss dafür Pause gemacht werden oder einfach die Zeit vergehen?
Sorry,  habe das Buch nicht.

Gruß
Titel: Re: D&D 5e Charakterfrage
Beitrag von: TEW am 8.04.2021 | 19:05
Das fällt unter "Downtime Activities", also Aktivitäten, die man zwischen den Abenteuern unternehmen kann.

Man muss die Zeit dann schon auch selbst dafür aufwenden.
Titel: Re: D&D 5e Charakterfrage
Beitrag von: Dunkelheit am 8.04.2021 | 20:42
Alles klar,
danke für die Antwort.

Gruß
Titel: Re: D&D 5e Charakterfrage
Beitrag von: Wisdom-of-Wombats am 9.04.2021 | 11:13
Da gibt es in Xanathar's genauere Angaben. Ein einfacher Heiltrank (2W4+2) dauert 1 Tag und kostet 25 GM (an Materialien) in der Herstellung.

Xanathar's widerspricht dort dem PHB bzw. entwickelt die Regeln aus dem PHB (Player's Handbook) weiter. Da waren es nämlich noch 10 Tage, da jeden Tag nur 5 Goldstücke der Kosten hergestellt werden konnten. 25 GM kostet es trotzdem.
Titel: Re: D&D 5e Charakterfrage
Beitrag von: Dunkelheit am 10.04.2021 | 10:08
Xanathar's widerspricht dort dem PHB bzw. entwickelt die Regeln aus dem PHB (Player's Handbook) weiter. Da waren es nämlich noch 10 Tage, da jeden Tag nur 5 Goldstücke der Kosten hergestellt werden konnten. 25 GM kostet es trotzdem.

Danke für die Antwort.
Wir haben das nun so geregelt das der Spieler beim Reisen ansagen muss das er Krüter für das Herstellen eines Tranks suchen und sammeln will. Dadurch kommt die Gruppe insgesammt langsamer vorran. Dann findet er alle 4-5 Tage die Zutaten für einen halben Heiltrank. Wenn die Zutaten für einen ganzen Trank vorhanden sind muss er 12 Stunden Pause machen (keine Rast) um den Trank herzustellen.
Ich denke das passt, ohne das die Gruppe zu schnell an zu viele Tränke kommt. Passen das aber bei Bedarf noch an.

Ich habe noch eine Frage.
Ein Spieler spielt einen Hexenmeister. Den Packt hat er mit einer Uralten Intelligenz geschlossen. Er hat als ständigen Begleiter eine Pixi. Die hat er beim spielen in ein Dorf geschickt um es auszukundschaften. Dabei sollte sie auch alle eventuellen Gegner suchen. Ich habe das erstmal zugelassen um keine Diskussion am Tisch zu haben. Aber Grundsätzlich erscheint mir das zu stark. Die Gruppe kann nie überrascht werden. Sie wüsste immer wo alle Gegner sind.
Kann das so richtig sein? Oder gibt es eine Einschränkung? Oder sollte ich das einschränken?

Gruß
Titel: Re: D&D 5e Charakterfrage
Beitrag von: Flamebeard am 12.04.2021 | 01:14
Zum Thema Pixie:

Ja, die kann er zum Scouten losschicken. Aber

1) WENN sie alle Gegner findet, kann sie nur deren Position zum Zeitpunkt des Scoutens melden. Die bewegen sich ja auch mal und reisen eventuell irgendwo hin bzw. bekommen Besuch.

2) Gibt es Gegner, die man nicht so einfach aufspüren kann bzw. die sich an Orten befinden, an die eine Pixie nicht hin kommt.

3) Eine weitere, in Bezug auf Pixies nicht außer Acht zu lassende... Eichhörnchen?

Wobei ich die Wahl einer Pixie als Begleiter, wenn ich einen Pakt mit einer Elder Power geschlossen habe... seltsam finde. Das wäre m.E. eher ein Begleiter für einen Hexer mit einem Feywild-Pakt....
Titel: Re: D&D 5e Charakterfrage
Beitrag von: Dunkelheit am 12.04.2021 | 11:13
Zum Thema Pixie:

Ja, die kann er zum Scouten losschicken. Aber

1) WENN sie alle Gegner findet, kann sie nur deren Position zum Zeitpunkt des Scoutens melden. Die bewegen sich ja auch mal und reisen eventuell irgendwo hin bzw. bekommen Besuch.

2) Gibt es Gegner, die man nicht so einfach aufspüren kann bzw. die sich an Orten befinden, an die eine Pixie nicht hin kommt.

3) Eine weitere, in Bezug auf Pixies nicht außer Acht zu lassende... Eichhörnchen?

Wobei ich die Wahl einer Pixie als Begleiter, wenn ich einen Pakt mit einer Elder Power geschlossen habe... seltsam finde. Das wäre m.E. eher ein Begleiter für einen Hexer mit einem Feywild-Pakt....

Danke für die Antwort, vobei ich mit 3 nicht so richtig was anfangen kann.
Wir sind halt alle noch Anfänger, von daher kommt es sicher mal zu komischen oder unlogischen Charaktererstellungen.
Wenn wir das nicht für uns selbst klären können frag ich hier nach.

Mit dem Pixi haben wir das nun erstmal so gelöst:
Bewegungsrate zum Erkunden:
18m und das auch erst ab Level 4.
Beim kampf gilt was im Monsterbuch steht.
Das testen wir erstmal und passen eventuell weiter an oder lassen es so.
Am Ende soll es allen Spaß machen und wenn wir dafür ne Regel verbiegen müssen können wir damit leben.

Gruß
Titel: Re: D&D 5e Charakterfrage
Beitrag von: Arldwulf am 12.04.2021 | 12:21
Ist am Ende ja auch nichts anderes als wenn der Dieb der Gruppe vorschleicht.
Titel: Re: D&D 5e Charakterfrage
Beitrag von: Dunkelheit am 13.04.2021 | 08:02
Moin,
Ich habe eine frage zu den Fähigkeiten der Pixi:

https://www.jsigvard.com/dnd/monster.php?m=Pixie

Dort stehen die Zauper der Pixi.
Kann sie alle jewals einmal am Tag benutzen oder nur einen von denen einmal am Tag. Auch im Monster Buch werde ich daraus nicht schlauer.

Gruß
Titel: Re: D&D 5e Charakterfrage
Beitrag von: sir_paul am 13.04.2021 | 08:19
Laut deiner Seite "1/day each", das bedeutet jeden der folgenden Zauber einmal pro Tag!

Druidcraft natürlich so oft wie man möchte.
Titel: Re: D&D 5e Charakterfrage
Beitrag von: Boba Fett am 13.04.2021 | 08:24
Hallo!

Ich hätte noch eine Anmerkung zur Pixie: Es besteht natürlich auch immer die Möglichkeit, dass die Pixie bemerkt und wahrgenommen wird.
Gegner haben vielleicht Zauberkundige dabei und den Zauber Alarm gewirkt. Auch der Magier eines Dorfes könnte den gewirkt haben.
Auch Unsichtbares kann man entdecken... Tiere könnten Alarm schlagen (bellen).
Dann hätte das Kundschaften genau den Gegenteiligen Effekt, denn die ausgekundschafteten wären mißtrauisch und vorbereitet.
Ich würde jedem zu entdeckenden Ort eine passive Wahrnehmung geben und den Spieler für die Pixie einen "Heimlichkeitswurf" ablegen lassen.
Dann merkt der Spieler auch (Fairness), dass es durchaus Risiken birgt und überstrapaziert sein Gimmick nicht.
Titel: Re: D&D 5e Charakterfrage
Beitrag von: Dunkelheit am 13.04.2021 | 08:41
Laut deiner Seite "1/day each", das bedeutet jeden der folgenden Zauber einmal pro Tag!

Druidcraft natürlich so oft wie man möchte.

Danke für die schnelle Antwort.

Hallo!

Ich hätte noch eine Anmerkung zur Pixie: Es besteht natürlich auch immer die Möglichkeit, dass die Pixie bemerkt und wahrgenommen wird.
Gegner haben vielleicht Zauberkundige dabei und den Zauber Alarm gewirkt. Auch der Magier eines Dorfes könnte den gewirkt haben.
Auch Unsichtbares kann man entdecken... Tiere könnten Alarm schlagen (bellen).
Dann hätte das Kundschaften genau den Gegenteiligen Effekt, denn die ausgekundschafteten wären mißtrauisch und vorbereitet.
Ich würde jedem zu entdeckenden Ort eine passive Wahrnehmung geben und den Spieler für die Pixie einen "Heimlichkeitswurf" ablegen lassen.
Dann merkt der Spieler auch (Fairness), dass es durchaus Risiken birgt und überstrapaziert sein Gimmick nicht.

Das ist auch eine gute Idee. Gefällt mir sehr gut. Werde ich auf jeden Fall mal testen und gucken wie der Spieler reagiert.

Gruß
Titel: Re: D&D 5e Charakterfrage
Beitrag von: Tudor the Traveller am 13.04.2021 | 22:26

Wobei ich die Wahl einer Pixie als Begleiter, wenn ich einen Pakt mit einer Elder Power geschlossen habe... seltsam finde. Das wäre m.E. eher ein Begleiter für einen Hexer mit einem Feywild-Pakt....

Ich habe ehrlich gesagt noch nicht verstanden,  wo die Pixi herkommt. Ist das eine Optionalregel aus einem Splatbook?

Eine Pixi als Companion oder auch Familiar erscheint mir grundsätzlich sehr stark.
Titel: Re: D&D 5e Charakterfrage
Beitrag von: Dunkelheit am 14.04.2021 | 10:07
Ich habe ehrlich gesagt noch nicht verstanden,  wo die Pixi herkommt. Ist das eine Optionalregel aus einem Splatbook?

Eine Pixi als Companion oder auch Familiar erscheint mir grundsätzlich sehr stark.

Wie gesagt, wir sind alle Anfänger.
Während ich das Abenteuer vorbereitet habe, haben die Spieler ihre Charaktere erstellt. Dabei haben wir uns aber nur in ganz groben Zügen auf einige Dinge geeinigt.
Als der Spieler mit dem Hexer ankam, war das für mich erstmal in Ordnung. Mit Pakt der Ketten kann man einen Vertrauten beschwören. Unter anderem einen Feengeist. Da fragte er mich dann ob auch ein Pixi gehen würde. Nach dem Lesen im Monsterbuch machte das für mich keinen unterschied. Der Pakt mit der Uralten Intelligenz kommt aus einem anderen Buch. Glaube aus dem Margrevebuch.
Sowohl der Feengeist als auch die Pixi sind meiner Meinung gleichwertig.
Wo ich mich einfach verschätzt habe, ist das mit dem Erkunden bzw. der Entfernung dabei. Aber da haben wir jetzt eine Einigung erzielt mit der wir erstmal testweise weiter Spielen.

Aber ich bin weiterhin für Tipps und Anregungen dankbar.

Gruß

Titel: Re: D&D 5e Charakterfrage
Beitrag von: Zed am 14.04.2021 | 10:30
Das gilt auf jeden Fall für Einsteigende: Sich nur an die Grundregeln zu halten ist keine Garantie, dass kein Charakter aus dem Ruder läuft. Sich nicht an die Grundregeln zu halten  ist die Garantie, dass Charaktere aus dem Ruder laufen.

Das habe ich zu Anfang meiner Spielleiterlaufbahn auch schmerzhaft lernen müssen. Bis heute bin ich sehr zurückhaltend, wenn es um kreative Charakterbauideen geht. Die Möglichkeiten der Basisregeln sind groß genug, und das Risiko, sich eine Unwucht einzufangen, ist mir zu hoch.

Mit viel Erfahrung und/oder Diskussionen im Tanelorn könnte man homebrew-Charakterbauideen vorab checken, aber ehrlich: Die Basisregeln sind eigentlich umfangreich genug.
Titel: Re: D&D 5e Charakterfrage
Beitrag von: Tudor the Traveller am 14.04.2021 | 10:37
Alles gut, mein Fehler. Mit dem Warlock hatte ich noch nicht viel zu tun und den Kettenpakt hatte ich nicht auf dem Schirm.

Ob die Pixi im Vergleich zu Imp etc wirklich stärker ist, wäre tatsächlich mal genauer zu betrachten. Der wesentliche Untersxhied dürften die Zauber sein.

Dein "Problem" mit der Erkundung hat aber jeder, der einen Familiar oder Tiergefährten im Spiel hat. Denn das ist ein ganz typischer Einsatz für diese. Pixi, Imp etc. sind halt wegen der Unsichtbarkeit, Intelligenz und Sprache da noch viel hilfreicher als (magische) Tiere.

Also imo stark, aber nicht unbedingt OP. Und für SL auch kein echtes Problem. Du musst es halt einplanen. Und nicht vergessen: Kreaturen haben eine eigene Persönlichkeit und einen eigenen Willen. Ganz besonders, wenn sie intelligent sind. Die müssen nicht nach der Laune des SC agieren.

Die Pixi könnte z.B. schlicht zu neugierig sein und sich entweder zu sehr in Gefahr begeben oder sich ablenken lassen. Aber das würde ich wohl dosiert einsetzen, der Spieler soll ja Spaß daran haben.

Vielleicht hilft es dir bei der Planung, die Erkundung durch die Pici so wie eine Erkundung durch einen Schurken einzuplanen. Nicht alle Infos liegen da immer auf der Hand oder sind klar.
Titel: Re: D&D 5e Charakterfrage
Beitrag von: flaschengeist am 14.04.2021 | 11:17
Das gilt auf jeden Fall für Einsteigende: Sich nur an die Grundregeln zu halten ist keine Garantie, dass kein Charakter aus dem Ruder läuft. Sich nicht an die Grundregeln zu halten  ist die Garantie, dass Charaktere aus dem Ruder laufen.

Das habe ich zu Anfang meiner Spielleiterlaufbahn auch schmerzhaft lernen müssen. Bis heute bin ich sehr zurückhaltend, wenn es um kreative Charakterbauideen geht. Die Möglichkeiten der Basisregeln sind groß genug, und das Risiko, sich eine Unwucht einzufangen, ist mir zu hoch.

Mit viel Erfahrung und/oder Diskussionen im Tanelorn könnte man homebrew-Charakterbauideen vorab checken, aber ehrlich: Die Basisregeln sind eigentlich umfangreich genug.

Das und darüber hinaus würde ich sogar sagen, die Grundregeln richtig zu verwenden ist eine Garantie dafür, dass Machtunterschiede zwischen Charaktern sich in engen Grenzen halten (vorausgesetzt, die Spieler vermeiden es, gezielt auf Attribute zu setzen, die für ihre gewählte Klasse "nicht vorgesehen" sind ).
Titel: Re: D&D 5e Charakterfrage
Beitrag von: Dunkelheit am 14.04.2021 | 11:48
Danke für die Antworten.
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)

Fürs Erkunden haben wir jetzt erstmal eine Reichweite von 18m festgelegt. Damit ist der Spieler auch voll einverstanden. Wenn ich etwas fester im Sattel sitze als SL werde ich damit sicher besser umgehen können. Eventuell passen wir das dann so an wie bei einem Schurken.

Wichtig ist mir halt auch das alle Spieler mit den Änderungen leben können. Das ist bisher der Fall.
OK. Haben auch erst einen Abend gespielt ~;D.

Trotzdem freue ich mich über euer Feedback und werde hier weiter Fragen.

Gruß


Titel: Re: D&D 5e Charakterfrage
Beitrag von: Tudor the Traveller am 14.04.2021 | 17:38
Hi Dunkelheit,
ich hole mal weiter aus:

Ich habe noch eine Frage.
Ein Spieler spielt einen Hexenmeister. Den Packt hat er mit einer Uralten Intelligenz geschlossen. Er hat als ständigen Begleiter eine Pixi. Die hat er beim spielen in ein Dorf geschickt um es auszukundschaften. Dabei sollte sie auch alle eventuellen Gegner suchen. Ich habe das erstmal zugelassen um keine Diskussion am Tisch zu haben. Aber Grundsätzlich erscheint mir das zu stark. Die Gruppe kann nie überrascht werden. Sie wüsste immer wo alle Gegner sind.
Kann das so richtig sein? Oder gibt es eine Einschränkung? Oder sollte ich das einschränken?

Kann das so richtig sein? Ja

Gibt es eine Einschränkung? Nur die, die bei Find Familiar (zu deutsch "Vertrauten finden"?) beschrieben sind. Z.B. funktioniert die telepathische Verbindung und das "durch die Augen sehen" nur bis zu einer Distanz von 30 m. Vielleicht noch dies: der Hexenmeister steuert die Pixi in dem Fall nicht direkt; er ist nur Mitfahrer und kann ihr geistige Kommandos geben. Und er kann streng genommen nur sehen und hören; nicht z.B. riechen oder fühlen, wenn man den Regeltext strikt auslegt.

Sollte ich das einschränken? könnt ihr natürlich machen, wenn ihr euch damit nicht wohl fühlt. Ich sehe das nicht so eng:
Grundsätzlich finde ich es als SL immer interessant, wenn die Spieler kundschaften anstatt blindlings voran zu stürmen. Insofern würde ich persönlich da gar keine Riegel vorschieben. Das in meinen Augen GRÖßERE Problem an der Sache ist die Trennung zwischen Pixi und Spieler. Entweder spielt der Spieler die Erkundung mit der Pixi aus (durch die Augen der Pixi schauend). Dann hast du ein Spotlight-Problem, weil die anderen in der Zeit nur herumsitzen und der Spieler hat im Endeffekt zwei Charaktere. Das Spotlight-Problem hast du aber im Übrigen auch, wenn z.B. ein SC allein auf Erkundung geht. Das sollte man als SL zeitlich sehr genau deckeln, damit sich der Rest nicht langweilt.

Oder es wird nicht ausgespielt. Dann hast du als SL alle Karten in der Hand. Die Spieler schicken die Pixi los. Ok, dann kommt sie zurück und berichtet. Was die Pixi - also du als SL - erzählt, kann stimmen oder auch nicht, kann Sinn machen oder auch nicht... Und selbst, wenn die Pixi einen korrekten Lageplan auskundschaftet, ist damit ja noch nichts entschieden. Eigentlich wird es an der Stelle erst richtig interessant - zumindest für Taktiker.

Und was, wenn die Pixi z.B. zurück kommt und die Gegner direkt auf den Fersen hat, weil sie entdeckt wurde...?

Anders ist es natürlich, wenn die Gruppe selbst Spaß am Erkunden hat und die Pixi das dann sozusagen wegnimmt. Dann würde ich das gegenüber der Gruppe ansprechen. Ich mache dazu mal ein anderes Beispiel: es gibt magische Gegenstände um unbekannte Texte lesen und verstehen zu können. Ein Spieler hat mich mal gefragt, ob das ok wäre, wenn er so etwas hat (quasi als Wunschzettel). Die Konsequenz ist ja, dass so etwas wie "Text in euch unbekannter Sprache, das könnt ihr leider jetzt nicht lesen" damit nicht mehr möglich sind. Mein erster Impuls war, ihn darum zu bitten, es nicht zu tun, im Interesse der ganzen Gruppe, weil geheimnisvolle Bücher und Inschriften ja durchaus Bestandteil eines Rätsels sein können. Im Endeffekt ist es aber doch so: die Gruppe SOLL ja irgendwann den Text entschlüsseln, sonst macht das Ganze keinen Sinn. An der Stelle nimmt man dann halt eine Abkürzung. Daher habe ich ihm am Ende gesagt: "ja, du kannst von mir aus so einen Gegenstand bekommen; wenn du das cool fändest, warum also nicht?" Ein Spieler signalisiert dir damit auch, was ihm Spaß macht.

Andere Frage:

Fürs Erkunden haben wir jetzt erstmal eine Reichweite von 18m festgelegt.

18 m ist ja jetzt nicht viel. In einem Dorf z.B. können die SC ja selbst auf mehrere 100 Meter etwas sehen, ohne es betreten zu müssen. Es gibt ja außerdem auch noch so Dinge wie Fernrohre. 18 m hilft dir also eigentlich nur, um an der nächsten Ecke mal nachzusehen, was dahinter ist. Oder wie muss ich mir das bei euch vorstellen?

PS. Sag Bescheid, wenn du die Frage nicht weiter diskutieren willst  ;)
Titel: Re: D&D 5e Charakterfrage
Beitrag von: Dunkelheit am 14.04.2021 | 18:07
Danke für die Antwort und Ausführungen @Tudor the Traveller.
Zitat
Gibt es eine Einschränkung? Nur die, die bei Find Familiar (zu deutsch "Vertrauten finden"?) beschrieben sind. Z.B. funktioniert die telepathische Verbindung und das "durch die Augen sehen" nur bis zu einer Distanz von 30 m. Vielleicht noch dies: der Hexenmeister steuert die Pixi in dem Fall nicht direkt; er ist nur Mitfahrer und kann ihr geistige Kommandos geben. Und er kann streng genommen nur sehen und hören; nicht z.B. riechen oder fühlen, wenn man den Regeltext strikt auslegt.

Das heißt ab 30m ist die Pixi „autark“ und kann nicht mehr direkt Befehle annehmen und kann sich auch nicht mehr mitteilen? Aber sie kann sich trotzdem weiter entfernen?

Zitat
Sollte ich das einschränken? könnt ihr natürlich machen, wenn ihr euch damit nicht wohl fühlt. Ich sehe das nicht so eng:
Grundsätzlich finde ich es als SL immer interessant, wenn die Spieler kundschaften anstatt blindlings voran zu stürmen. Insofern würde ich persönlich da gar keine Riegel vorschieben. Das in meinen Augen GRÖßERE Problem an der Sache ist die Trennung zwischen Pixi und Spieler. Entweder spielt der Spieler die Erkundung mit der Pixi aus (durch die Augen der Pixi schauend). Dann hast du ein Spotlight-Problem, weil die anderen in der Zeit nur herumsitzen und der Spieler hat im Endeffekt zwei Charaktere. Das Spotlight-Problem hast du aber im Übrigen auch, wenn z.B. ein SC allein auf Erkundung geht. Das sollte man als SL zeitlich sehr genau deckeln, damit sich der Rest nicht langweilt.

Oder es wird nicht ausgespielt. Dann hast du als SL alle Karten in der Hand. Die Spieler schicken die Pixi los. Ok, dann kommt sie zurück und berichtet. Was die Pixi - also du als SL - erzählt, kann stimmen oder auch nicht, kann Sinn machen oder auch nicht... Und selbst, wenn die Pixi einen korrekten Lageplan auskundschaftet, ist damit ja noch nichts entschieden. Eigentlich wird es an der Stelle erst richtig interessant - zumindest für Taktiker.

Und was, wenn die Pixi z.B. zurück kommt und die Gegner direkt auf den Fersen hat, weil sie entdeckt wurde...?

Das bittet mir ja eine menge Möglichkeiten. Das werde ich dem Spieler noch vor unser nächsten Runde vorschlagen. Er schickt sie los und ich Berichte was sie gesehen oder nicht gesehen hat.

Zitat
Anders ist es natürlich, wenn die Gruppe selbst Spaß am Erkunden hat und die Pixi das dann sozusagen wegnimmt. Dann würde ich das gegenüber der Gruppe ansprechen. Ich mache dazu mal ein anderes Beispiel: es gibt magische Gegenstände um unbekannte Texte lesen und verstehen zu können. Ein Spieler hat mich mal gefragt, ob das ok wäre, wenn er so etwas hat (quasi als Wunschzettel). Die Konsequenz ist ja, dass so etwas wie "Text in euch unbekannter Sprache, das könnt ihr leider jetzt nicht lesen" damit nicht mehr möglich sind. Mein erster Impuls war, ihn darum zu bitten, es nicht zu tun, im Interesse der ganzen Gruppe, weil geheimnisvolle Bücher und Inschriften ja durchaus Bestandteil eines Rätsels sein können. Im Endeffekt ist es aber doch so: die Gruppe SOLL ja irgendwann den Text entschlüsseln, sonst macht das Ganze keinen Sinn. An der Stelle nimmt man dann halt eine Abkürzung. Daher habe ich ihm am Ende gesagt: "ja, du kannst von mir aus so einen Gegenstand bekommen; wenn du das cool fändest, warum also nicht?" Ein Spieler signalisiert dir damit auch, was ihm Spaß macht.

Ob die Spieler grundsätzlich Spaß am Erkunden haben oder nicht müssen wir erst gemeinsam erfahren. Aber von meiner Seite sollen sie ruhig. Nur war ich bisher zu sehr darauf fixiert das es dann zu leicht wird. Aber wenn man liest, was du schreibst und man länger drüber nachdenkt bietet es halt auch „Möglichkeiten“. Sowohl gute wie auch Böse >;D.

Die Antworten und Meinungen helfen mir das alles aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten. Von daher, wie oben schon erwähnt, bin ich weiterhin an einer Diskussion interessiert. Zur not auch in einem neuen Thema, falls es hier zu unübersichtlich wird.

Gruß
Titel: Re: D&D 5e Charakterfrage
Beitrag von: Tudor the Traveller am 14.04.2021 | 18:21
Das heißt ab 30m ist die Pixi „autark“ und kann nicht mehr direkt Befehle annehmen und kann sich auch nicht mehr mitteilen? Aber sie kann sich trotzdem weiter entfernen?

Ja. Ist so auch von den Autoren nochmal bestätigt worden, soweit ich weiß. Wobei Befehle annehmen und sich mitteilen auf die telepathische Verständigung bezieht. Sie können sich z.B. auch einfach etwas zurufen (man könnte jetzt natürlich diskutieren, wie laut eine Pixi rufen kann...)
Titel: Re: D&D 5e Charakterfrage
Beitrag von: Dunkelheit am 15.04.2021 | 07:58
Moin.
Danke für die Antwort.
Ich denke das eine Pixi nicht wirklich weit rufen kann. Bei der Größe vielleicht 1-2m. Aber zumindest kann man jetzt gut festlegen wie sie im Spiel agieren kann, ohne das es dabei ständig zu diskussionen kommt.

Gruß
Titel: Re: D&D 5e Charakterfrage
Beitrag von: Evil Batwolf am 15.04.2021 | 08:16
Ich hatte mal einen Wellensittich, den hab ich auch auf längere Strecken als 2 m noch zwitschern hören  ~;D.
Titel: Re: D&D 5e Charakterfrage
Beitrag von: Dunkelheit am 15.04.2021 | 08:35
Ich hatte mal einen Wellensittich, den hab ich auch auf längere Strecken als 2 m noch zwitschern hören  ~;D.

Lautschreien/Piepsen kann ja jeder. Dabei verständlich bleiben ist was völlig anderes ~;D.
Ich denke das dann auch die Heimlichkeit dahin ist.
Oh man....alles immer gar nicht so einfach.
Heute Nachmittag bespreche ich das mit dem Hexer, wir werden uns auf was einigen und dann so weiterspielen.
Und es bei bedarf anpassen.

Aber immer wieder schön zu sehen, wenn man glaubt man hat eine Sache von allen Seiten beleuchtet, jemand daherkommt und sagt, nein hast du nicht ~;D.
Aber es soll ja am Ende allen Spaß machen. Wenn da dann mal fünfe gerade sind sollte das kein Problem sein.

Gruß


Titel: Re: D&D 5e Charakterfrage
Beitrag von: Gambit am 15.04.2021 | 09:56
Das ist der wichtigste Punkt: das ihr alle Spaß mit eurer gemeinsamen Regelung habt. In der Curse of Strahd Kampagne die ich leite, habe ich eine Celestial Warlock mit ihrer Sprite dabei. Auch Pact of the Chainmaster und der Eldritch Invocation bei der die Reichweiten Begrenzung durch Telepathie entfällt. Das funktioniert sehr gut (aktuell sind wir bei 28 Sitzungen) und schon dreimal hat sie ihre Neugierde auch dahin gerafft, ist quasi das Maskottchen der Gruppe :)
Titel: Re: D&D 5e Charakterfrage
Beitrag von: Dunkelheit am 15.04.2021 | 10:07
Das ist der wichtigste Punkt: das ihr alle Spaß mit eurer gemeinsamen Regelung habt. In der Curse of Strahd Kampagne die ich leite, habe ich eine Celestial Warlock mit ihrer Sprite dabei. Auch Pact of the Chainmaster und der Eldritch Invocation bei der die Reichweiten Begrenzung durch Telepathie entfällt. Das funktioniert sehr gut (aktuell sind wir bei 28 Sitzungen) und schon dreimal hat sie ihre Neugierde auch dahin gerafft, ist quasi das Maskottchen der Gruppe :)

Moin. Das hört sich gut an.

Wie wird der Begleiter da benutzt? Ständig zum Erkunden? Spielst du dann, wie weiter oben schon vorgeschlagen, den Begleiter? Was gibst du wie Preis?

Würde mich mal ganz allgemein interessieren, wie du das überhaupt machst.

Gruß
Titel: Re: D&D 5e Charakterfrage
Beitrag von: Gambit am 15.04.2021 | 11:09
Die Begleiterin (Una) wird überwiegend zur Aufklärung genutzt, wobei sie auch in den letzten 2 Kampfsituation relevant wurde (nur möglich mit entsprechender Eldritch Invocation). Im Aufklärungs Modus gibt die Spielerin generelle Anweisungen an Una, ich spiele sie aus. Preis gebe ich alles, was sie erspähen kann. 2 Dinge sind zu beachten: Sprites sind zwar unsichtbar, das heißt aber nicht das sie automatisch Hidden sind. Können also ggf. bemerkt werden. Ebenso haben sie den Nachteil keine Darkvision zu haben, können also Situationsbedingt nicht immer brauchbare Informationen liefern. Durch meine Shadowrun Zeit bin ich Astralreisen durch Magier gewohnt, hatte daher noch nie ein Problem mit Fernaufklärung und im Spiel stellt sich das auch recht entspannt und nicht überstark an. Ich denke da wirst du dich mit der Zeit auch unproblematisch reinfinden :)
Titel: Re: D&D 5e Charakterfrage
Beitrag von: Dunkelheit am 15.04.2021 | 11:44
Die Begleiterin (Uns) wird überwiegend zur Aufklärung genutzt, wobei sie auch in den letzten 2 Kampfsituation relevant wurde (nur möglich mit entsprechender Eldritch Invocation). Im Aufklärungs Modus gibt die Spielerin generelle Anweisungen an Una, ich spiele sie aus. Preis gebe ich alles, was sie erspähen kann. 2 Dinge sind zu beachten: Sprites sind zwar unsichtbar, das heißt aber nicht das sie automatisch Hidden sind. Können also ggf. bemerkt werden. Ebenso haben sie den Nachteil keine Darkvision zu haben, können also Situationsbedingt nicht immer brauchbare Informationen liefern. Durch meine Shadowrun Zeit bin ich Astralreisen durch Magier gewohnt, hatte daher noch nie ein Problem mit Fernaufklärung und im Spiel stellt sich das auch recht entspannt und nicht überstark an. Ich denke da wirst du dich mit der Zeit auch unproblematisch reinfinden :)

Danke.
Das hilft mir echt weiter.
Das ein unsichtbarer trotzdem entdeckt werden kann, hatte ich mir schon gedacht.
Habe ich auch schon in meine Überlegungen mit einbezogen.

Gruß
Titel: Re: D&D 5e Charakterfrage
Beitrag von: Gambit am 15.04.2021 | 13:36
Gern geschehen :) Halt uns Mal weiter auf dem laufenden und viel Spaß für die nächste Sitzung :)
Titel: Re: D&D 5e Charakterfrage
Beitrag von: Dunkelheit am 15.04.2021 | 15:05
Werde ich auf jeden Fall machen.
Ich habe ja noch einen Kriegsgeschmiedeten 2,50m großen Druiden (mit einer Hirschgeweih Kopfbedeckung). Der hat in der 1. Sitzung so gespielt das Menschen eigentlich ja auch nur Tiere sind. Eigentlich könnte ja der Paladin Drachling der auch ein Forscher ist, ihm auf die Sprünge helfen. Es im also erklären. Aber da kam von den beiden keiner drauf. Der Druide ist lieber ständig an alle möglichen Decken und Türrahmen geknallt, bevor ihm aufging das er lieber ansagen soll das er den Kopf einzieht. Damit habe ich ihm auf die nicht ganz nette Art gesagt das seine Charakterwahl nicht die beste ist. Auch wenn ich sie erlaubt habe. NSC sind ihm gegenüber auch ehr vorsichtig bis ängstlich eingestellt. Dafür sollte er in der freien Wildbahn seine stärken ausspielen können.
Eigentlich ärgere ich mich ehr das ich den Druiden so erlaubt habe, möchte den Spieler aber auch nicht drängen einen anderen Charakter zu spielen. Daher habe ich mir gedacht, ihn hin und wieder auf seine Wahl aufmerksam zu machen. Auch mal in kritischen Situationen.
Das sieht vielleicht nicht jeder so wie ich.
Ich bin mal gespannt wie ihr das seht.

Gruß
Titel: Re: D&D 5e Charakterfrage
Beitrag von: Boba Fett am 15.04.2021 | 15:52
Hallo Dunkelheit!
Spielt ihr in einer Welt (zB Eberron), in der Kriegsgeschmiedete ganz normal bekannt sind, oder in einer, wo ein Kriegsgeschmiedeter eine Seltenheit darstellt?
Denn davon sollte abhängig sein, wie die Umwelt auf so einen Charakter reagiert. Und das sollte man als Spieler vielleicht auch vorher wissen.

Gleichzeitig muss man aber auch fragen, warum sich der Spieler so mit seiner Figur verhält.
Zum einen sollte der Spieler nicht immer ansagen müssen, dass sein Charakter den Kopf einzieht, bzw. der Spielleiter nicht sofort reglementieren, wenn das mal unterbleibt, dass man dann sich die Metallrübe anschlägt. Der Spielleiter sagt ja auch nicht "Du hast jetzt deinen Charakter seit 72 Stunden auf Toilette gehen lassen, der macht sich jetzt nass..." - Bei Alltagssituationen geht man einfach am besten davon aus, dass sich die Charaktere "normal" und nicht "dämlich" verhalten haben.
Natürlich darf man beschreiben, dass dem Kriegsgeschmiedeten es Mühe macht, jedesmal den Kopf einzuziehen oder dass einige Möbel beimdraufsetzen bedenklich knirschen - das trägt ja auch zu einer stimmungsvollen Runde bei. Aber man sollte das nicht immer automatisch zum Nachteil der Charaktere auslegen. Immerhin wollt ihr alle doch Spaß haben und keiner soll frustriert nach Hause gehen. Und meistens wollen alle irgendwo Helden spielen - dann sollte man das auch ermöglichen und sie nicht als Depp dastehen lassen, nur weil sie irgendwann mal was nicht erwähnt haben.

Andersherum - finde ich die Naivität des Charakters ganz nett, alle Lebewesen gleich zu bewerten. Nur besitzt der Charakter ja einen Intelligenzwert und einen Weisheitswert. Da sollte ihm schnell aufgehen, dass Tiere ein anderes Verhalten haben, nicht sprechen, keine Werzeuge nutzen, keine cognitven Fähigkeiten besitzen, etc. Wie gesagt - der Charakter ist ja nicht dämlich.
Das sollte man als Spielleiter berücksichtigen und ihn nicht zum Deppen machen, aber man sollte es auch vom Spieler einfordern, dass er entsprechend seiner Werte auch lernfähig ist.
Dazu kommt, dass der Kriegsgeschmiedete ja gefertigt wurde. Irgendwer hat ihn gebaut und angeknipst - der wurde ja nicht ausgeschaltet in den Wald gestellt und ist dort aufgewacht...
Dementsprechend sollte er auch Erinnerungen an etwas ausserhalb des Waldes haben. 

Nimm das jetzt nicht als negative Kritik auf, sondern als Vorschläge. Als Einsteiger Spielleiter muss man an ganz vieles denken und alles ist neu und unübersichtlich. Das gilt auch für die Spieler... Deswegen würde ich etwas nachsichtiger sein, und den Leuten die Chance geben, ihre Helden als solche auftreten zu lassen. Dann sind sie auch nachsichtiger, wenn Du mal was übersiehst oder nicht bedacht hast.

Ansonsten finde ich einen Kriegsgeschmiedeten Druiden eigentlich ziemlich reizvoll - aber mit Sicherheit auch schwer zu spielen und zu leiten.
Lässt Du als Spielleiter eigentlich alles zu, was in den Büchern drin steht? Ich würde mich - gerade als Einsteiger - vielleicht erst einmal rein auf das beschränken, was im Spielerhandbuch zu finden ist.
Mehr kann man dann immer noch mit mehr Erfahrung dazunehmen -  dann wird es auch später nicht langweilig...
Titel: Re: D&D 5e Charakterfrage
Beitrag von: TEW am 15.04.2021 | 19:16
Lässt Du als Spielleiter eigentlich alles zu, was in den Büchern drin steht? Ich würde mich - gerade als Einsteiger - vielleicht erst einmal rein auf das beschränken, was im Spielerhandbuch zu finden ist.

Wobei ich mich ja auch schon gefragt habe, wie das mit der Pixi zustande kam, denn das ist ja kein regulärer zugelassener Vertrauter (zumindest, wenn hier wirklich von der "Pixie" aus dem "Monster Manual" die Rede ist).
Titel: Re: D&D 5e Charakterfrage
Beitrag von: Gambit am 15.04.2021 | 20:25
Ich vermute einfach das es ein Sprite und keine Pixie sein soll und hier nur eine namensverwechslung vorliegt :)
Titel: Re: D&D 5e Charakterfrage
Beitrag von: Tudor the Traveller am 15.04.2021 | 20:28
Nee, hatten wir geklärt. Siehe Nr. 44.
Titel: Re: D&D 5e Charakterfrage
Beitrag von: Gambit am 15.04.2021 | 23:27
Nee, hatten wir geklärt. Siehe Nr. 44.

Ah, danke! Tatsächlich völlig übersehen :d
Titel: Re: D&D 5e Charakterfrage
Beitrag von: Dunkelheit am 16.04.2021 | 05:29
Moin.

@Boba Fett
Dann muss ich doch mal weiter ausholen.
Der Spieler hat mir 3 oder4 Tage vor der ersten Sitzung den fertigen Charakter geschickt. Mit dem Hinweis das der Charakter zwar aus dem Eberron Buch kommt aber problemlos für das Abenteuer Sturmkönigs Donner Spielbar sei. (Der Spieler ist jahrelanger DAS Spieler und hat zumindest was die Charaktererstellung angeht uns eine ganze Menge voraus). Er weiß nicht welches Abenteuer wir Spielen, nur das es an der  Schwertküste spielt. Mehr wollte ich nicht verraten da schon im ersten Abenteuer der Spieler sich und manchmal auch die Gruppe gespoilert hat.
Auf jeden Fall habe ich mit dem Spieler trotzdem noch einige Dinge angepasst. Z.B. hat er den Hintergrund Wanderer. Und er hat keine Erinnerung, wo er herkommt. Er ist in einem weit entfernten Wald zu sich gekommen und wurde von Druiden alla Findelkind erzogen. Behaart aber trotzdem darauf Tiere und Menschen gleich zu behandeln. Und da ich dem Hexer schon seinen Charakter erlaubt habe, habe ich den Druiden mit den Änderungen auch erlaubt. Und der Druide hat den Geweihkopf deshalb auf, weil der Spieler sich eine 3D Figur gedruckt hat, die genau so aussieht.
Grundsätzlich habe ich mit all dem kein Problem. Aber da der Spieler nun mal ist wie er ist und ich mir in der Situation über fahren vorkam, habe ich da eventuell einige vorbehalte gegen den Charakter. Ich weiß, soll ich nicht. Aber ist derzeit so. Wenn der Spieler im laufe des Abenteuers mit seinem Charakter überzeugt, werden die dann auch mit Sicherheit verschwinden.

@TEW
Ja, es ist der Pixi aus dem Monsterbuch Seite 221.
Mit dem Spieler habe ich gestern gesprochen und die weiter oben besprochenen Änderungen übernommen. Da war das Gespräch konstruktiv und der Spieler hat verstanden das die Pixi aus seiner Charaktersicht gut passt, ihre Fähigkeiten im Spiel aber mit all den Zaubern recht stark ist. Da ist also alles bestens.

Ich bin zwar neu im Thema Spielleiter, habe aber trotzdem ziemlich klare Vorstellungen wie ich das Abenteuer leiten möchte. Ob die Spieler dem nahen Kommen weiß ich nicht. Mitgeteilt wie in etwa ich mir das vorstelle, habe ich ihnen das auf jeden Fall. So wie sie mir gesagt haben was ihre Vorstellungen sind. Wie gut die dann übereinstimmen wird man im Laufe das Abenteuers sehen.
Wie schon öfters erwähnt:
Wichtig ist das alles Spaß daran haben.

Weiterhin bin ich für Tipps und Vorschläge offen.

Gruß
Titel: Re: D&D 5e Charakterfrage
Beitrag von: Grausamer ℼ-rat Roberts am 16.04.2021 | 10:31
So, ich hab auch noch mal 5 Cent übrig, die ich hier los werden will.

Erstmal ein allgemeiner Tipp.
Versuche Dich beim spielen (leiten) daran zu erinnern, niemanden für seine Charakterwahl zu gängeln oder ihn an seine "schlechteTM" Charakterwahl zu "erinnern.
Das Einzige, was DU damit erzeugst, ist Unmut und Frust. Was meist eine unliebsame Gegenreaktion bringt.
Entweder rüstet der Char auf, wenn möglich, oder versucht als "Rache", Dir Szenen kaputt zu machen. Oder hat auf Dauer keinen Sparß mehr und steigt aus.
Das kann sogar anderen Mitspielern auffallen und die steigen deswegen aus. Und da Du es ja selbst eben geschreiben hast (Ja, sollte ich nicht), einfach versuchen, daran zu denken.  ;)
Und ja, es wird mit der Zeit leichter. Im Vergleich zu meinen Anfangszeiten scheint Ihr schon echt gut unterwegs zu sein. :-D
Und sind wir mal ehrlich, der Spieler mag vielleicht eine aus Deiner Sicht unpassende Figur erstellt haben. Aber Du hast genau so viel daran mitgewirkt - Du hast sie zugelassen.
Also hilft nur eins. Reden, reden, reden.

Was den Vertrauten angeht. Ich spiele selbst gerade einen Magier mit einem tierischen Vertrauten. Den lass ich acuh gerne mal Scouten. Hat glaube ich nicht groß gestört bisher.
2 Punkte, die hier noch nicht angemerkt wurden, möchte ich nochmal hochwerfen.

1. Ja der Vertraute Scoutet. Aber egal ob innerhalb der 30 m Zauberreichweite oder darüber hinaus, er "findet" nur Dinge, die er auch entdeckt.
    Das bedeutet, dass er auch auf Wahrnehmung würfeln darf bzw. die passive herangezogen wird, um zu klären, ob etwas bemerkt, und dann berichtet, werden kann.
    Und nein, innerhalb der 30 m darf der MAgier nicht auch nochmal auf Wahrnehmung würfeln. Er sieht, was der Vertraute sieht. Der guckt sich um.

2. Der Pixie kann auch Fallen auslösen. Mein Tiervertrauter ist einmal beim Scouten in ne Falle gekommen und verstorben.
    Rein Regeltechnisch ist das kein Drama. Zauber neu wirken und weiter geht es. Gleicher Feengeist ist wieder da.
    ABER: Erstens ist es hier interessant, wie in so einem Fall der Spieler das Rollenspielerisch darstellt. Erwarte aber beim ersten Mal nicht zu viel. Ich hab es auch verkackt. :-D
    Und Zweitens wird es gerade ein so hochintelligenter Vertrauter sicher auf Dauer nicht geil finden, immer wieder für den Char "verheizt" zu werden. Tut bestimmt weh, sowas...
Titel: Re: D&D 5e Charakterfrage
Beitrag von: Dunkelheit am 16.04.2021 | 14:40
Zitat
Was den Vertrauten angeht. Ich spiele selbst gerade einen Magier mit einem tierischen Vertrauten. Den lass ich acuh gerne mal Scouten. Hat glaube ich nicht groß gestört bisher.
2 Punkte, die hier noch nicht angemerkt wurden, möchte ich nochmal hochwerfen.

1. Ja der Vertraute Scoutet. Aber egal ob innerhalb der 30 m Zauberreichweite oder darüber hinaus, er "findet" nur Dinge, die er auch entdeckt.
    Das bedeutet, dass er auch auf Wahrnehmung würfeln darf bzw. die passive herangezogen wird, um zu klären, ob etwas bemerkt, und dann berichtet, werden kann.
    Und nein, innerhalb der 30 m darf der MAgier nicht auch nochmal auf Wahrnehmung würfeln. Er sieht, was der Vertraute sieht. Der guckt sich um.

2. Der Pixie kann auch Fallen auslösen. Mein Tiervertrauter ist einmal beim Scouten in ne Falle gekommen und verstorben.
    Rein Regeltechnisch ist das kein Drama. Zauber neu wirken und weiter geht es. Gleicher Feengeist ist wieder da.
    ABER: Erstens ist es hier interessant, wie in so einem Fall der Spieler das Rollenspielerisch darstellt. Erwarte aber beim ersten Mal nicht zu viel. Ich hab es auch verkackt. :-D
    Und Zweitens wird es gerade ein so hochintelligenter Vertrauter sicher auf Dauer nicht geil finden, immer wieder für den Char "verheizt" zu werden. Tut bestimmt weh, sowas...

Moin.
Zu den beiden Punkten:
In die Richtung gingen meine Gedanken auch schon. Aber das der Hexer nicht auch nochmal auf Wahrnehmung würfeln darf, wusste ich bisher nicht. Das ist ein guter Tipp.
Ebenso das mit den Fallen auslösen. Dahin war ich gedanklich noch nicht.
Mir fällt dazu aber sofort ein, dass die Pixi beim Fliegen nicht alle Fallen auslöst. Aber die ein oder andere bestimmt. Auch das ein guter Tipp.

Zitat
Erstmal ein allgemeiner Tipp.
Versuche Dich beim spielen (leiten) daran zu erinnern, niemanden für seine Charakterwahl zu gängeln oder ihn an seine "schlechteTM" Charakterwahl zu "erinnern.
Das Einzige, was DU damit erzeugst, ist Unmut und Frust. Was meist eine unliebsame Gegenreaktion bringt.
Entweder rüstet der Char auf, wenn möglich, oder versucht als "Rache", Dir Szenen kaputt zu machen. Oder hat auf Dauer keinen Sparß mehr und steigt aus.
Das kann sogar anderen Mitspielern auffallen und die steigen deswegen aus. Und da Du es ja selbst eben geschreiben hast (Ja, sollte ich nicht), einfach versuchen, daran zu denken.  ;)
Und ja, es wird mit der Zeit leichter. Im Vergleich zu meinen Anfangszeiten scheint Ihr schon echt gut unterwegs zu sein. :-D
Und sind wir mal ehrlich, der Spieler mag vielleicht eine aus Deiner Sicht unpassende Figur erstellt haben. Aber Du hast genau so viel daran mitgewirkt - Du hast sie zugelassen.
Also hilft nur eins. Reden, reden, reden.

Ja ich weiß das ich den Charakter/Spieler nicht für seine Wahl bestrafen soll. Ja ich weiß das ich den Charakter erlaubt habe. Trotzdem fühle ich mich überfahren von dem Spieler.
Heute Abend haben wir unsere 2. Runde und ich habe mir gerade einen PostIt gemacht auf dem steht das ich zu dem Druiden Nett sein soll.
Aber ich garantiere für nix ;D.

Auch ich möchte eine vergnügliche Runde und am Ende des Abends sagen:
Geil, das hat Spaß gemacht.
Insofern werde ich versuchen mir mein Zettelchen zu Herzen zu nehmen und daran denken was mir hier geraten wurde. Weil, wozu schreibe ich sonst hier.
In dem Sinne.

Gruß

Titel: Re: D&D 5e Charakterfrage
Beitrag von: Tudor the Traveller am 16.04.2021 | 15:04
Kannst du denn genau sagen, was dich am Druiden stört? Oder ist das eher eine vage Abneigung?
Titel: Re: D&D 5e Charakterfrage
Beitrag von: Dunkelheit am 16.04.2021 | 15:50
Kannst du denn genau sagen, was dich am Druiden stört? Oder ist das eher eine vage Abneigung?

Naja, ….
Ich denke das liegt schon am Spieler. Der ist, wie ihr es hier nennt, ehr in die Richtung Minmax. Er hat mir auch versucht noch einige andere Sachen als zum Spiel passend zu verkaufen versucht. Z.b. Ultra Hartes Holz, welches dann seine Brustplatte ist. Brustplatte ist halt das Stärkste was ein Druide, ohne Nachteil zu haben, tragen kann. Argument dazu war: Wenn ich schon den Kriegsgeschmiedeten zulasse, dann gehört das quasi automatisch dazu. Auf meine Antwort das Druiden meistens Leder tragen, verwiess er auf seine 3D Figur, die diese Brustplatte ja schon trägt. Und wie das denn wohl aussieht, wenn er das Leder beschreiben muss. War für mich das Argument eines Kleinkindes. 
Weiterhin könne er sich als „Maschine“, die aus einer Welt voller Krieg kommt (kenne das Eberron Buch nicht), an alle möglichen Kampftechniken erinnern. Bevor er da weiterreden konnte, habe ich schon abgewunken. Auch der Hintergrund Wanderer ist ein hart erkämpfter Kompromiss. Was genau er sich da ausgedacht hatte weiß ich nicht mehr. Auch was aus dem Eberron Buch.
Und weil er wie oben schon geschrieben sich und auch andere gerne Spoilert. Darum kennt er den Titel des Abenteuers auch nicht. Die anderen natürlich auch nicht.
Liegt also schon am Spieler, mit dem Charakter werde ich sicher lernen umzugehen. Wobei der dann am Ende gar nicht so kompliziert ist.

Gruß
Titel: Re: D&D 5e Charakterfrage
Beitrag von: Zed am 16.04.2021 | 16:41
Das ist so ein Spieler, bei dem klare Grenzen angebracht sind, nach dem Motto: "Steht nicht in den Regeln? Geht auch nicht.": Grenzen auf Regelgrundlage ziehen, keine Kompromisse aushandeln.

Der Hammer ist ja wohl, dass er seine Figur die ja schließlich auch einen Panzer trägt, als "Argument" heranzieht. Oder dass er Kampftechniken erfindet, weil in seiner Vorstellung Kriegsgeschmiedete sich an Kampfkünste erinnern. Er kann ja gerne einen Mönch oder einen spezialisierten Kämpfer spielen, dafür sind sie erfunden.
Titel: Re: D&D 5e Charakterfrage
Beitrag von: Tudor the Traveller am 16.04.2021 | 17:41
Ich dachte, Warforged können gar keine Rüstung tragen. Die haben doch eine feste Rüstung eingebaut...  :think: Ich würde mir an deiner Stelle die Regeln, die er benutzt hat, mal geben lassen.

Generell tippe ich eher auf einen Mary-Sue Spieler, dessen Char unbedingt etwas ganz Besonderes sein soll. Weil der Warforged für den Druiden in meinen Augen jetzt nicht so die beste Option ist.

Zu der Brustplatte: tatsächlich gibt es sogenannten Eisenholz für Druiden, mit dem die Druiden auch Metallrüstungen gleichwertig ersetzen können. Theoretisch könnte sich ein Druide damit in das Äquivalent einer Vollrüstung stecken (mit der erforderlichen Übung natürlich). Aber das bekommen die natürlich nicht einfach so geschenkt.
Titel: Re: D&D 5e Charakterfrage
Beitrag von: Dunkelheit am 17.04.2021 | 11:22
Moin.

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Alle Spieler haben sich super verhalten und zusammengespielt. Niemand hat versucht mehr Raum/Zeit zu bekommen als die anderen. Auch der Spieler mit dem Druiden hat super mitgespielt und sich nicht mehr ganz so komisch wie beim letzten Mal verhalten. Großen Respekt von mir an die Spieler. Es war ein sehr spaßiger Abend, der viel zu kurz war und die Spieler lange nicht so weit gekommen sind wie ich erwartet hatte. Aber dafür haben sie einfach zu viel Zeit im Dorf verbracht. Was aber mir auch die Gelegenheit gab, die Spieler noch besser kennenzulernen bzw. ihre Charaktere.
Die Spieler wünschen sich von mir zum nächsten Mal, das ich mehr frei spreche/erzähle, statt aus dem Buch abzulesen. Ihnen Gefällt die Spontaneität besser als das Statische. Das umzusetzen sollte aber mit mehr Übung immer leichter fallen.

Das wars erstmal. Wenn gewünscht versuche ich weiterhin über unsere Runden zu berichten. Das dann aber vielleicht in einem eigenen Thema. Es hat mit nämlich überraschend viel Spaß gemacht, den Abend nochmal Revue passieren zu lassen. Mal schauen ob und wie ich den Spielern das zukommen lasse.

Gruß
Titel: Re: D&D 5e Charakterfrage
Beitrag von: Zed am 17.04.2021 | 11:43
Herzlichen Gglückwunsch, das war eine rundum gelungene Sitzung würde ich sagen.
Titel: Re: D&D 5e Charakterfrage
Beitrag von: Tudor the Traveller am 17.04.2021 | 15:06
Cool!  8) Du kriegst das schon gut hin, denke ich  :d