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Einsteiger => Einsteiger => Thema gestartet von: naudir am 4.04.2021 | 11:31

Titel: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: naudir am 4.04.2021 | 11:31
Hallo  :)

Ich brauche Tipps von (erfahrenen) DMs, die mir helfen mich in der Rolle besser einzufinden bzw. in bestimmten Situationen besser reagieren zu können. Ehrlich gesagt, muss ich nach der letzten Runde auch etwas Frust loszuwerden. Ich habe einen sehr mühsamen Spieler (Halbork, Paladin) am Tisch, der mir das Leben als DM schwer macht. Sorry, aber ich muss mich zT auch etwas auslassen. Bin echt genervt!

Wir sind eine Gruppe von 4 Spielern + mich als DM. Wir spielen die Einsteigerbox: "Die verlorene Mine von Phandelver". In meiner Gruppe habe ich:

Barde (Mensch)
Paladin (Halbork)
Tiefling (DnD Fanmade Waschbärenvolk)
Druiden (Zauberin)

Die Charaktere sind auf Stufe 3.

Nach der letzten Runde habe ich gemerkt, wie mir die Lust am DM langsam vergeht. Unser Tisch hat immer wieder dieselbe Diskussion, wenn es um den Schaden bei Waffen nach einem erfolgreichen Angriffswurf geht.

In der letzten Runde sind die Chars in die Burg Cragmaw. Der Paladin hat die Goblins, den Grick, den Eulenbären, den König - so gut wie Alle im Alleingang ohne Probleme und Schaden kaputtgeschlagen. Die Rüstungsklasse des Paladin-Spielers ist so hoch, dass ihn die Monster praktisch nie treffen können. Zusätzlich rechnet er irgendwelche Bonis und Fähigkeiten zum Schaden dazu, würfelt den Schaden zwei, drei Mal und schlägt meine Kreaturen mit über 20 z.T sogar über 30 Schaden. Selbst den Eulenbären hat er ohne Probleme in zwei Angriffen gekillt. (Geht das überhaupt?)

Als DM fühle ich mich unter anderem auch ziemlich in der Gestaltung der Welt eingeschränkt und ich weiss nicht, wie ich damit umgehen soll. Der Halbork hat die Fähigkeit, boshafte und himmlische Präsenzen zu spüren. Das heisst, das er eigentlich so gut wie in jeder Runde darauf zurückkommt und die Truppe im vornherein weiss, ob der Dungeon / der NPC was dämonisches hat oder von Gott gesandt wurde - blöd gesagt. Das schränkt für die anderen Spieler den Spielspass ein, allerdings steht es halt so im Buch und ich weiss dann nicht so recht, wie ich das handeln soll.

Ich krieg' fast jedes Mal die Krise, weil sich die Truppe mehr oder weniger wegen dem Spieler durch das Abenteuer rusht. Türen werden eingedrescht, Wände rausgerissen, Monster werden problemlos zermetzelt, es wird ohne Vorsicht durch die Welt marschiert da ja eh alles abgeschlachtet werden kann, Waffen werden erfunden (er führt einen Morgenstern, aber ich hab jetzt noch nirgends in den Büchern bei den Waffen so einen gefunden) mit wohl selbstdefinierten Werten. Rechtfertigungen sind immer, dass die Grundregeln in DnD dazu da sind, sie zu brechen und man das Spiel so gestalten kann,wie man möchte.  Ich empfinde da einfach nur noch puren Frust! Sorry, dass ich mich hier auch noch auslasse, aber das ist echt nur noch Frust und ich habe gar keine Lust mehr, das Abenteuer zu leiten.

Wenn ich ihm sage, dass er auf die Wahrnehmung dieser göttlichen/dämonischen Präsenz würfeln soll, wird aufgeschrien, das Buch hervorgenommen und der Text mir vor die Nase gedrückt. Dann gebe ich meistens nach, weil ich ehrlich gesagt auch keine Lust mehr auf die Diskussionen habe.

Rechtfertigung erfolgt eigentlich immer auf Basis des Buches und dann weiss ich oft nicht, wie ich den Spieler auf eine gute Art "einschränken" soll, damit er mir nicht die halbe Welt fröhlich pfeifend abmetzelt. Mir kommt es vor, als ob der Spieler völlig OP wäre. Er nimmt seinen Charactersheet auch immer mit nach Hause. So kann ich auch nicht einen Blick auf die ganzen Werte werfen und mal schauen, was er eigentlich alles eingetragen hat.

Zudem haben wir am Tisch IMMER WIEDER dieselbe Diskussion (zT artet es in Streit aus), wenn es um die Schadensberechnung geht. Die Situation ist folgende:

Wir haben auf dem Charsheet bei "Waffen" die Werte: Angriff, ÜB-ATTR, Reichweite, Bonus, Schaden, Schadentyp.

1. Spieler würfelt den Angriffswurf (w20).
2. Spieler addiert zum Ergebnis des Angriffswurfs das ÜB-ATTR + Bonus.
3. Spieler nennt mir die Zahl, die meistens sehr hoch ist und trifft.
4. Spieler würfelt den Schaden.
5. Spieler addiert den Bonus auch noch auf den Schaden.
6. An dieser Stelle muss ich ehrlich sagen, dass ich den Überblick verliere, weil hier ziemlich viel gewürfelt wird. Erkärungsversuche enden eigentlich immer in der oben genannten Diskussion. Die Spieler wissen nicht, wann sie einen Schadensbonus erhalten und behaupten, dass dieser immer dazugezählt wird. Ich konnte aber bei meiner Recherche nirgendwo einen Schadensbonus herausfinden?

- Bin ich da zu unkreativ?
- Bin ich zu nett?
- Ist der Spieler zu OP?
- Spielen wir den Kampf falsch?
- Wie kann ich so einen OP Spieler einschränken, damit er den anderen nicht den Spass nimmt? Der Barde am Tisch überlegt sich, auszusteigen, weil er keine Lust mehr hat.
- Wie gehe ich mit so einem Spieler um, der mir in jeder Situation mit einem Gegenargument kommt?
- Wie gehe ich damit um, wenn ein Spieler die ganze Zeit die Regeln bricht und zwar so, dass ich praktisch nichts vernünftiges sagen kann?
- Dürfen bei euch die Leute bei der nächsten Sitzung plötzlich mit ganz anderen Zaubern / Waffen und Attributen am Tisch sitzen, weil sie zu Hause immer wieder ihre Charas von Grund auf überarbeiten?

Danke und sorry für das zT auslassen. Ich habs echt auch gebraucht. Ich würde nicht behaupten, dass ich ein schlechter DM bin. Die ersten Sitzungen waren super toll. Dann fing alles an, dass die ersten Regeln gebogen wurden und nun habe ich das Gefühl, das Spiel gleitet mir aus den Händen, weil der Spieler mittlerweile DM und Charakter ist.
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Tegres am 4.04.2021 | 12:10
Hallo und erst einmal herzlich willkommen im Forum! :howdy:

ich will dir zunächst einmal sagen, dass es vollkommen normal ist, mal vom Spielleiten frustriert zu sein und sich über Dinge im Forum zu ärgern. In dich hineinfressen bringt ja nichts. :)

Aus meiner Sicht gibt es hier mehrere Probleme:

Hoffentlich klären sich Missverständnisse und ihr findet vom Spielstil besser zusammen. Falls das nicht der Fall sein sollte, muss ich dir raten, mit anderen Leuten zu spielen, vielleicht auch nur mit einem Teil der Runde. Dem Bardenspieler scheint es ähnlich zu gehen, wie dir.
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Galotta am 4.04.2021 | 12:20
Moin. Schön, dass du hier bist.

zuerst: alles mit der Ruhe. Du packst das!

- Bin ich da zu unkreativ? NEIN
- Bin ich zu nett? JA - wenn "zu nett" geht. zumindest bist du  nicht zu streng.  ~;D
- Ist der Spieler zu OP? JA
- Spielen wir den Kampf falsch? JA (sehr wahrscheinlich) aber falsch ist was  du nicht erlaubst. "By the book" sieht mir das nicht aus.
- Wie kann ich so einen OP Spieler einschränken, damit er den anderen nicht den Spass nimmt? Der Barde am Tisch überlegt sich, auszusteigen, weil er keine Lust mehr hat. - Frag ihn woran er Spaß hat. Will er super-duper-ich-kann-alles-ich-hat-5-schwerter-gleichzeitig spielen. ist das auch euer wunsch? Die Wünsche am Tischen müssen zusammenpassen.
- Wie gehe ich mit so einem Spieler um, der mir in jeder Situation mit einem Gegenargument kommt? Rauswerfen. Du  bist SL - dein Tisch, deine Regeln. Punkt. Schon alleine aus Respekt vor all der Zeit, die du investierst.
- Dürfen bei euch die Leute bei der nächsten Sitzung plötzlich mit ganz anderen Zaubern / Waffen und Attributen am Tisch sitzen, weil sie zu Hause immer wieder ihre Charas von Grund auf überarbeiten? Nein. Aber das wäre mein Tisch. was du erlaubst entscheidest nur du.

ps: spiele mal ein paar OneShots bei anren mit und schau dir an  wie die das machen - und dann wähle deinen Lieblings-SL-Stil aus und mach das Spiel zu etwas was euch Spaß macht.
Suche Spieler, die zu deiner Vorstellung von Spaß passen.
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Bad_Data am 4.04.2021 | 12:28
Hey, erstmal herzlich Willkommen hier im Forum!
Das was du da beschreibst ist etwas, was wahrscheinlich so jedem GM mal auf die eine oder andere Weise zugestoßen ist  :)

So auf die Schnelle:

Angriffe funktionieren so: Du würfelst den W20, addierst den Übungsbonus und den Modifikator des entsprechenden Attributs (meist Geschick oder Stärke). Wenn du die Rüstungsklasse des Ziels erreichst, würfelst du den (oder die) entsprechenden Schadenswürfel +den Attributsmodifikator. Der Übungsbonus wird normalerweise nicht addiert (es gibt da allerdings Ausnahmen, die können das). Ein Morgenstern würde dann beispielsweise bei einer Stärke von 17 1W8+3 Schaden machen. Jetzt hat ein Paladin allerdings noch Möglichkeiten, durch Klassenfertigkeiten, beispielsweise Divine Smite (Göttliches Niederstrecken) oder die passende Kampfspezialisierung den Schaden noch zu erhöhen. Ein Paladin kann dann schon mal 1W8 (Waffe) + 2W8 (Smite) + 3 (Stärke) +2 (Kampfspezialisierung: Duellieren) Schaden machen. Allerdings verbraucht Smite Zauberplätze, kann also auch nicht so oft eingesetzt werden.
Grundsätzlich gibt es gewisse Klassen die schon am Anfang durchaus einiges an Schaden raushauen können.

Die Fähigkeit, die dein Paladin nutzt, um Dungeons zu prüfen, ist wahrscheinlich Divine Sense (Göttliches Gespür). Das hat gewisse Grenzen, was den Einsatz anbelangt und es wirkt so, als wären die in der Runde nicht so bekannt. Beispielsweise geht die Kraft nicht durch Wände (bzw. volle Deckung, also im Grunde alles, was man nicht sehen kann).
Ansonsten gibt es mit ziemlicher Sicherheit auch Wesen, die die Fähigkeit besitzen, sich vor diesem Gespür zu verstecken oder sich zu tarnen.

Bist du unkreativ?
Ja  ;)
Ganz ehrlich, es ist auch schwer, gerade am Anfang, alles im Blick zu halten. Da dann auch noch souverän auf alles mit der passenden Idee zu reagieren ist fast unmöglich.
Wichtig: Es ist nicht dein Fehler!
Es gibt auch noch andere am Spieltisch, du bist nicht alleinverantwortlich für den Spielspaß.
Allerdings ist es wichtig, dass du deine Werkzeuge kennst (oder kennen lernst) und passend einsetzt. Das ist aber etwas, dass (auch) mit der Erfahrung kommt. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Und du wirst irgendwann sehen, dass du mit solchen Sachen zumindest anders umgehst.
Rede mit deinen Leuten. Wenn du das Gefühl hast, dass die Runde so nicht funktioniert, weil du keine Ideen (mehr) für eine Herausforderung siehst, sprich das an. Frag vielleicht einfach mal, was die anderen sich unter einer Herausforderung vorstellen. Und wenn alle Stricke reißen, dann bitte darum, dass gewisse Fähigkeiten, Klassen, Zauber nicht genommen werden. Vorsichtig ausgedrückt: An der Reaktion kannst du dann zumindest sehen, ob sich weiterer Aufwand lohnt. Und falls nicht... dann kann vielleicht jemand anderes mal leiten und sehen wie das so ist.

Das Schöne ist, dass zu DnD eine Menge Leute eine Menge guter Gedanken hervorgebracht haben. Da kannst du beispielsweise bei Youtube eine Menge finden, was hilfreich sein mag.

Wenn du das Gefühl hast, dass es so nicht gut läuft, dann rede darüber. Wenn die Gruppe okay ist, dann wird das auch aufgenommen und sich um eine Lösung bemüht. Wenn nicht... dann gibt es auch noch andere Runden.
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Tele am 4.04.2021 | 12:32
Es tut mir Leid, dass du aus meiner Sicht auf die furchtbarste Sorte Spieler getroffen bist.

Klingt wie ein Powergamer.

Da gibt es viele Strategien mit umzugehen:

- mit ihm reden. Aus meiner Sicht fruchtlos, hängt ab vom Temprament des Spielers.

- lass ihn machen und lege den Fokus der Abenteuer auf Interaktion. Schick Menschen als Gegner.

- zerfasere die Kämpfe. Er kriegt einen dicken Gegner, die anderen kleine.

- bereite dich regeltechnisch vor. Lies alle Regeln zu seinem Charakter genau und finde den "Exploid". Dann sprich vorher freundlich drüber. Das wird den Spieler mglw. verärgern.

- hart gegen Char spielen. Gegner suchen, die er nicht schafft. Gewalt als Lösung verbannen, sprich den Spieler erziehen.

Ich leite seit 20 Jahren und kriege immer zu viel bei dem Spielertyp. Ich nehme, da es die einfaschte Variante ist, immer Option 2.

Leiten macht super Spaß, leider ist man dann auch der Problemonkel. Halte durch...
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Huhn am 4.04.2021 | 12:34
Hallo naudir,

oh das klingt frustig. Bei den Regelfragen kann ich dir nicht weiterhelfen, denn da kenne ich mich auch nicht aus. Aber vielleicht kann ich ein paar andere Gedanken einwerfen.

Rechtfertigungen sind immer, dass die Grundregeln in DnD dazu da sind, sie zu brechen und man das Spiel so gestalten kann,wie man möchte.  Ich empfinde da einfach nur noch puren Frust!
Ich bin ja grundsätzlich hier im Forum auch immer eher unter den Regelbrechern und Handwedlern - insofern stimme ich dem Spieler ein bisschen zu, dass man sich nicht sklavisch an Regeln halten mus. ABER: Die Spielregeln sollen ja dafür sorgen, dass allen Beteiligten die gleichen Chancen und der gleiche Spielspaß zuteil wird. Gerade in einem so umfassenden Regelsystem wie D&D können kleinere Änderungen schon dafür sorgen, dass diese Spielbalance in eine Richtung kippt. Deswegen sollten mit dauerhaften Regelanpassungen, Hausregeln und abgekürzten Lösungen immer alle einverstanden sein! Dazu gehört, dass allen klar ist, was die Regeln eigentlich vorsehen und was da wie geändert wird und mit welchem Ziel. Wenn du als SL das Gefühl hast, nicht zu verstehen, was deine Spieler da tun, dann ist es dringend an der Zeit, solche Absprachen nachzuholen. Dazu gehört eben auch, wie Tegres schrieb, dass ihr euch darüber unterhaltet, was ihr gerne spielt und was nicht so - dann kann man vllt. schauen, dass jeder mal "seine" bzw. "ihre" Szenen bekommt, währenddessen sich die anderen dann mal zurücknehmen (Stichwort hier ist Spotlight).

Vielleicht hat der besagte Spieler auch gar nicht so viel abgeändert? Für den Morgenstern z. B. würde ich ja tippen, dass er den entweder aus irgendner Erweiterung hat (ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass es in D&D keinen Morgenstern gibt!) oder dass er die Werte einer anderen Waffe verwendet. Sprecht darüber - es wird alles nicht so heiß gegessen, wie es gekocht wird.  :)

Dann fing alles an, dass die ersten Regeln gebogen wurden und nun habe ich das Gefühl, das Spiel gleitet mir aus den Händen, weil der Spieler mittlerweile DM und Charakter ist.
Ughh, so einen Freund habe ich auch. Der fing schon beim Charakterbau an, allen zu erläutern, wie sie ihre Charaktere bauen sollen. So etwas passiert, wenn der Spieler den Eindruck hat, mehr über die Regeln zu wissen als du als SL und dabei gleichzeitig sehr viel Wert auf die Regeln legt. Der meint dann, allen einen Gefallen zu tun, wenn er "schnell mal eben" erklärt, wie der Hase eigentlich zu laufen hat - dich als SL mit eingeschlossen. Das kann dadurch kommen, das entweder du tatsächlich die Regeln nicht so gut beherrschst wie er. Oder dadurch, dass du sehr unsicher auftrittst.

Um Abhilfe zu schaffen, kannst du ihm zunächst deinen Eindruck, dass er dir Kompetenzen aus der Hand nimmt, die laut Regelbuch ganz klar deine sein sollten, offen schildern. Eventuell hilft das schon. Vielleicht hilft es, auf ein weniger kompliziertes Spiel umzusteigen, sodass der Fokus weniger auf der Umsetzung der Regeln liegt? Wenn er weiterhin alles besser weiß, dann soll er eben leiten. Man muss sich als SL auch nicht gängeln lassen - du bist genauso Teil der Gruppe und willst genauso Spaß haben, du bist kein Dienstleister. Ansonsten habe ich mit meinem besagten Freund die Erfahrung gemacht, dass es einfach Menschen gibt, deren Spielstile nicht zusammenpassen. Wir spielen jetzt nur noch Brettspiele zusammen und sind beide glücklicher damit.
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: flaschengeist am 4.04.2021 | 12:37
Auch von mir  :howdy:
Ich unterschreibe alles, was Tegres sagt. Anmaßend von deinem Spieler finde ich insbesondere:

Rechtfertigungen sind immer, dass die Grundregeln in DnD dazu da sind, sie zu brechen und man das Spiel so gestalten kann,wie man möchte.

In den D&D 5 Regeln steht nirgendwo, dass selbige dazu da sind, sie zu brechen. Vielmehr (sinngemäß): Die Runde kann im Konsens Regeln modifizieren, die ihrem Spielstil im Weg stehen.

Als DM fühle ich mich unter anderem auch ziemlich in der Gestaltung der Welt eingeschränkt und ich weiss nicht, wie ich damit umgehen soll. Der Halbork hat die Fähigkeit, boshafte und himmlische Präsenzen zu spüren. Das heisst, das er eigentlich so gut wie in jeder Runde darauf zurückkommt und die Truppe im vornherein weiss, ob der Dungeon / der NPC was dämonisches hat oder von Gott gesandt wurde - blöd gesagt. Das schränkt für die anderen Spieler den Spielspass ein, allerdings steht es halt so im Buch und ich weiss dann nicht so recht, wie ich das handeln soll.

Mit der Paladin-Fähigkeit "Divine Sense" und dem Zauber "Detect Evil & Good" lassen sich keine Gesinnungen sondern nur  Kreaturentypen erkennen. Also nicht, von wem eine Kreatur gesandt wurde und schon gar nicht, ob ein Dungeon "was dämonisches" hat.

Edit:
Um Abhilfe zu schaffen, kannst du ihm zunächst deinen Eindruck, dass er dir Kompetenzen aus der Hand nimmt, die laut Regelbuch ganz klar deine sein sollten, offen schildern. Eventuell hilft das schon. Vielleicht hilft es, auf ein weniger kompliziertes Spiel umzusteigen, sodass der Fokus weniger auf der Umsetzung der Regeln liegt? Wenn er weiterhin alles besser weiß, dann soll er eben leiten. Man muss sich als SL auch nicht gängeln lasen - du bist genauso Teil der Gruppe und willst genauso Spaß haben, du bist kein Dienstleister. Ansonsten habe ich mit meinem besagten Freund die Erfahrung gemacht, dass es einfach Menschen gibt, deren Spielstile nicht zusammenpassen. Wir spielen jetzt nur noch Brettspiele zusammen und sind beide glücklicher damit.

Und das :d
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Huhn am 4.04.2021 | 12:39
- hart gegen Char spielen. Gegner suchen, die er nicht schafft. Gewalt als Lösung verbannen, sprich den Spieler erziehen.
Das ist nach meiner Erfahrung eine gute Methode, Freundschaften so richtig zu beerdigen. Du bist als SL kein Erzieher und die meisten Leute reagieren auf so etwas höchst allergisch, bockig und auf jeden Fall nicht mit einer Problemeinsicht. Natürlich kannst du vermitteln, was du gerne spielen möchtest und in einem gewissen Rahmen auch den Erwartungshaltungen der Gruppe entgegentreten. Aber absichtlich gegen einen Spieler zu arbeiten, ist einfach nur lächerlich. Und auch unfair, denn als SL sitzt man am längeren Hebel. Du bestätigst ihn ja sogar noch in seiner Regelfuchserei, denn offenbar braucht er das ja, um gegen dich bestehen zu können! Wenn ihr gegeneinander spielen wollt, packt D&D ein und holt euch ein Schachbrett.
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Tegres am 4.04.2021 | 12:44
Das was Huhn sagt. Es ist wesentlich besser zu sagen: "Oh, unsere Rollenspielvorlieben passen nicht zusammen, lass uns ein Brettspiel spielen/ins Kino gehen/was kochen/wasauchimmer machen."
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Tele am 4.04.2021 | 12:56
Das ist nach meiner Erfahrung eine gute Methode, Freundschaften so richtig zu beerdigen. Du bist als SL kein Erzieher und die meisten Leute reagieren auf so etwas höchst allergisch, bockig und auf jeden Fall nicht mit einer Problemeinsicht. Natürlich kannst du vermitteln, was du gerne spielen möchtest und in einem gewissen Rahmen auch den Erwartungshaltungen der Gruppe entgegentreten. Aber absichtlich gegen einen Spieler zu arbeiten, ist einfach nur lächerlich. Und auch unfair, denn als SL sitzt man am längeren Hebel. Du bestätigst ihn ja sogar noch in seiner Regelfuchserei, denn offenbar braucht er das ja, um gegen dich bestehen zu können! Wenn ihr gegeneinander spielen wollt, packt D&D ein und holt euch ein Schachbrett.

Mag sein. Ich denke einfach, dass ich als SL auch eine gewisse Verantwortung habe, dass jeder irgendwie auf seine Kosten kommt. Wenn ich merke, dass ein Spieler allen anderen (incl. mir) den Spielspaß raubt, kann ich darüber reden. Meiner Erfahrung nach völlig fruchtlos.

Ich sagte auch nicht, dass es eine gute oder die beste Option ist, aber es ist eine. Wie gesagt, ich wähle eine andere.
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Huhn am 4.04.2021 | 13:00
Im Zweifel greift immer Regel 0.
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)
  ~;D
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Tele am 4.04.2021 | 13:03
Die Königslösung vergessen: Er soll leiten! Ob du ihm dann seine eigene Medizin gibst, musst du entscheiden, aber ein Perspektivwechsel hilft oft schon.
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: naudir am 4.04.2021 | 13:05
Ich danke euch allen für die vielen Beiträge und den ausführlichen Erklärungen! Und natürlich fürs willkommen-heissen. Ich fühl mich hier als Anfänger gut aufgehoben.  :)

Zitat
Wenn also ein Charakter mit einem Kriegshammer angreift, kann er den Stärkemodifikator noch auf den Schadenswurf dazuaddieren.

Wenn der Charakter mit einem Langbogen angreift, kann er den Geschicklichkeitsmodifikator noch auf den Schadenswurf rechnen, richtig? Meine Spieler haben zum Schaden auch noch den Bonus dazugerechnet. Das erklärt, warum sie mir immer einen so unmenschlich hohen Schaden machen können.  :think:

Zitat
Beim Paladin habe ich den Eindruck, dass der Spieler die Regeln sehr gut kennt, du aber die Regeln des Paladins nicht kennt. Stimmt das?
Das stimmt leider...
Ich vertraue den Spielern, dass sie ihre Fähigkeiten richtig einsetzen können. Durch das Powerplay und den Reklamationen der anderen Spieler, wurde ich aber misstrauisch. Er ist wirklich ziemlich OP. Deswegen hab ich das heute nachgeholt und mir die Klassen/Völker durchgelesen um irgendwo eine Lücke zu finden.

Zitat
- Bin ich zu nett? JA - wenn "zu nett" geht. zumindest bist du  nicht zu streng.  ~;D
Auch damit habt ihr recht.


Zitat
Angriffe funktionieren so: Du würfelst den W20, addierst den Übungsbonus und den Modifikator des entsprechenden Attributs (meist Geschick oder Stärke).
Das verwirrt mich schon wieder :(
Übungsbonus (meistens ja 2 in den niedrigen Stufen) und Übungsattribut (Stärke oder Geschicklichkeit) ergeben ja zusammengerechnet den Bonus im Waffensheet.  (Die Zahl zwischen 'Reichweite' und 'Schaden')

Heisst das jetzt konkret:
1W20 Würfeln + Übungsattribut (Stärkeattr./Geschklattr.) + Bonus
oder
1W20 Würfeln + Übungsbonus + Stärkeattr./Geschklattr. ?

 
Zitat
Ughh, so einen Freund habe ich auch. Der fing schon beim Charakterbau an, allen zu erläutern, wie sie ihre Charaktere bauen sollen. So etwas passiert, wenn der Spieler den Eindruck hat, mehr über die Regeln zu wissen als du als SL und dabei gleichzeitig sehr viel Wert auf die Regeln legt. Der meint dann, allen einen Gefallen zu tun, wenn er "schnell mal eben" erklärt, wie der Hase eigentlich zu laufen hat - dich als SL mit eingeschlossen. Das kann dadurch kommen, das entweder du tatsächlich die Regeln nicht so gut beherrschst wie er. Oder dadurch, dass du sehr unsicher auftrittst.
Danke, haben wir denselben Freund?  ::)
Das ist durchaus so. Ich war zu Beginn nicht so mit den Regeln vertraut und muss nun auch einiges nachholen. Aber er hat von Anfang an eigentlich die Leitung übernommen und den Spielerin "schnell mal eben" erklärt. Das tut er dann halt auch mitten im Spiel.


Zitat
In den D&D 5 Regeln steht nirgendwo, dass selbige dazu da sind, sie zu brechen. Vielmehr (sinngemäß): Die Runde kann im Konsens Regeln modifizieren, die ihrem Spielstil im Weg stehen.
Ich finde man kann die Regeln modifizieren, aber an einem Tisch mit Anfängern find ichs wichtiger nach Grundregeln zu spielen damit ja auch alle wirklich sattelfest sind. Ich kann am Anfang einfach noch nicht 10 Regeln abändern ohne die Auswirkung zu kennen und 3 Sessions später merke ich dann, dass das ein grosser Fehler war. :/

Zitat
- hart gegen Char spielen. Gegner suchen, die er nicht schafft. Gewalt als Lösung verbannen, sprich den Spieler erziehen.
Ehrlich gesagt habe ich mir das auch schon überlegt.
Aber er wird dann natürlich merken, dass ich so gegen ihn vorgehe. Gerade WEIL er ja so OP ist. Ich fühl mich wie in einer Zwickmühle.

Zitat
Dem einen Spieler scheint es vor allem um das "Gewinnen" und Besiegen von Monstern zu gehen. Das ist vollkommen in Ordnung. Dir geht es mutmaßlich mehr um die Geschichte und Spannung. Wenn er sich durch alles durchschnetzelt, ist er glücklich(...)
Für mich ist das Problem, dass die anderen im Kampf gar nicht richtig zum Zug kommen, da der Paladin so gut wie alles tötet, was nicht bei 3 auf einem Baum ist. Die Gegner sind gegen ihn so gut wie machtlos. Warum also den "Tod" fürchten, wenn man sowieso alles in 2 Runden totmetzeln kann. Die ganze Stärke und hohe RK machts halt für alle Anderen schwierig. Zudem beschwert er sich in einer Dungeon Session (das nach Abenteuervorlage ging), dass zu wenig Roleplay drinnen ist. Ich gehe darauf ein, baue mehr RPG ein. In der nächsten Session beschwert er sich, dass zu wenig Monster dabei waren und er einen Dungeon möchte. Ich meine... cmon?

Perspektivenwechsel? Er sagt, er habe schon eine One-Session geleitet und es wäre einfach.  ::)
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Tele am 4.04.2021 | 13:51
Du könntest ja sagen, ich mag nimmer leiten, übernimm du, wenn es dir so leicht fällt.

Meiner Erfahrung nach leiten Powergamer eher selten. Widerstrebt wohl ihrer Freude zu gewinnen und zu slayen.
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: JS am 4.04.2021 | 13:54
Du leitest. Punkt. :)
Wieso solltest du dich nun von solch einer Gestalt zum Spieler machen und sie leiten lassen? Dann sind wir doch wieder beim Erziehen und bei Psychologentricks, die dir evtl. auch noch zum Nachteil gereichen.

Zunächst ist es natürlich immer gut, als SL die Regeln und Chars gut genug zu kennen, um sich nicht ständig unangenehm überraschen zu lassen.

Dann ist das Biegen und Brechen der Regeln ohne Zustimmung des SL und/oder im Konsens mit der ganzen Gruppe ein absolutes No-Go. Das darfst du mMn niemals akzeptieren. Du läßt dich von diesem Spieler mehrfach überfahren und lädst zum weiteren Überrollen ein. Als Anfänger-SL solltest du ohnehin sehr vorsichtig sein, solche Dinge zuzulassen, solange du ihre Konsequenz nicht abschätzen kannst. Du würfelst dir damit selbst sehr schnell und hart ins Bein.

Weiterhin hast du "die Macht". Du mußt nicht gezielt gegen den einen Querschießer arbeiten, so daß es auffällt, aber schon allein ein paar mehr angemessene Gegner würden auch die anderen Spieler beschäftigen. Der Pala macht zwei Goblins sofort platt? Ok, dann kommen eben fünf. Auch der Pala hat nicht zehn Angriffe pro Runde. Das Abenteuer hat nicht die Kontrolle über dich, sondern du über das Abenteuer.

Außerdem gibt es so ein wenig den Glanzlichtgedanken im Rollenspiel, also daß jeder Char seine schönen Besonderheiten hat und sie auch mal in einer Sitzung zur Geltung bringen kann. Wenn ein Spieler als penetrante Rampensau allen anderen stets dieses Glanzlicht stiehlt, sollte das deutlich angesprochen werden. Rollenspiel sollte keine Einpersonenveranstaltung sein.

Alles in allem solltest du mMn beobachten und überlegen, ob der Spieler dir und der Gruppe wichtig ist und warum er so handelt, wie er handelt. Es kann ja sein, daß er Rollenspiel wirklich noch als ein "Ich gegen den SL" sieht mit einem gewissen Brettspielgedanken. Aber diese Art, Regeln nach Belieben zu beugen und zu brechen, paßt dazu überhaupt nicht. Das ist beim Brettspiel ja ein Tabu.

Sollte er sich dann nach entsprechenden Hinweisen auf die Gruppe und das gemeinsame Spiel besinnen, dann ist alles joffi toffi. Ansonsten: Wenn Spieler die Gruppe, Motivation und Abenteuer ständig bewußt boykottieren, dann müssen sie mMn gehen.
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Drantos am 4.04.2021 | 13:54
Dein Pala - Spieler verhält sich rollenspieltechnisch wie ein Arschloch.

Du sagst selbst, dass du ein DM-Neuling bist. Als erfahrener Spieler wäre es seine Aufgabe, dich zu unterstützen und zu helfen wo es geht, nicht durch arschiges Verhalten deinen Spielspaß zu sabotieren. Zumal er sich offensichtlich nicht wie ein Powergamer (würde mich selber so bezeichnen) verhält, sondern eher wie ein Munchkin, da er seine Fähigkeiten nicht by the book, sondern nach seinem Gusto einsetzt.
Außerdem hast du darum gebeten, dass ihr euch erstmal an die Regeln haltet, da du noch nicht sattelfest bist und erstmal die nötige Sicherheit entwickeln willst.

Beispiel: Divine sense - Bei dem Paladin ist genau beschrieben, wie die Fähigkeit funktioniert. Er kann undead, fiends und celestials + Gegenstände, die besonders heilig oder unheilig sind(sry hab die deutsche Version nicht) aufspüren, wenn diese nicht totale Deckung haben. Laut Regeln kann er noch nicht einmal ein Holy Avenger in einer Kiste spüren.

Was den Schaden angeht, kann er tatsächlich mächtige Kellen austeilen. Allerdings hat er auf der 3. Stufe nur 3 Zauberplätze und jedes Divine smite verbraucht einen. Er kann also an einem Tag genau dreimal ordentlich Schaden fahren, hat dann aber den Nachteil, dass er keinen einzigen Paladin-Zauberspruch werfen kann.

Ohne Absprachen mit dem DM Waffen zu bauen (dein Beispiel Morgenstern) geht gar nicht. Er könnte auf dich zu kommen und fragen, ob es ok ist, wenn ihr zusammen eine Konzeptwaffe für seine Figur baut.

Dämlichste Aussage ist, dass man die Regeln brechen kann wie man will. Nach dieser Aussage könntest du auch dem Eulenbären "on the fly" 400 HP geben oder jedem Monster Immunität gegen Divine smite. Denn merke eins, du als DM definierst die Parameter der Spielumgebung (zumindest bei D&D) und wenn ein Spieler keinen Konsens akzeptiert, hast du als DM im Zweifelsfall immer den Längeren.

Fazit:
Er nörgelt die ganze Zeit rum. Er respektiert dich und die anderen Mitspieler kein Stück und macht, was ER will. Sprich ihn an und sag ihm, dass es unter diesen Umständen keinen Sinn macht, mit ihm weiter zu spielen. Tauscht euere Standpunkte aus und wenn er nicht bereit ist Kompromisse zu schließen, trennt eure rollenspielerischen Wege.

cu Drantos 
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: JS am 4.04.2021 | 14:00
Dein Pala - Spieler verhält sich rollenspieltechnisch wie ein Arschloch.

Ich habe mich nicht getraut, es so deutlich auf den Punkt zu bringen.
:D
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Bad_Data am 4.04.2021 | 14:06
Das verwirrt mich schon wieder :(
Übungsbonus (meistens ja 2 in den niedrigen Stufen) und Übungsattribut (Stärke oder Geschicklichkeit) ergeben ja zusammengerechnet den Bonus im Waffensheet.  (Die Zahl zwischen 'Reichweite' und 'Schaden')

Heisst das jetzt konkret:
1W20 Würfeln + Übungsattribut (Stärkeattr./Geschklattr.) + Bonus
oder
1W20 Würfeln + Übungsbonus + Stärkeattr./Geschklattr. ?

Weder noch (wobei es sein kann, dass wir die Dinge einfach nur unterschiedlich nennen).
W20+ Übungsbonus (das sind die +2 auf den ersten Stufen) + Attributs-Modifikator (nicht Attribut; normalerweise zu Beginn so im Bereich -1 bis +4)
Im Kampf sind das normalerweise Stärke oder Geschicklichkeit. Allerdings, wie gesagt, nicht das Attribut, sondern der Modifikator davon. Der wird sozusagen vom Attributswert abgeleitet. Dazu gibt es eine Tabelle, da kannst du ablesen, bei welchem Wert welcher Modifikator gilt.
Dazu kommen dann möglicherweise noch andere Boni (durch Sonderregeln, magische Gegenstände, Buffs, ...), aber im Normalfall war es das.

Perspektivenwechsel? Er sagt, er habe schon eine One-Session geleitet und es wäre einfach.  ::)

Das sind dann genau die Leute, mit denen man nicht spielen sollte. Mit manchen Leuten klappt Rollenspiel einfach nicht. Das ist zwar Schade, aber das ist so.
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Drantos am 4.04.2021 | 14:19
Ich habe mich nicht getraut, es so deutlich auf den Punkt zu bringen.
:D

Witzig finde ich, dass wir zum selben Zeitpunkt, annährend das Gleiche geschrieben haben (ok ich hab mich drastischer ausgedrückt)  ;D

cu Drantos
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Weltengeist am 4.04.2021 | 14:54
Dann werfe ich auch mal meine 5 Cent in den Ring, auch weil ich in dir, naudir, einen ähnlichen Spielleitertyp zu erkennen glaube, wie ich selbst einer bin: Einer, der eigentlich mehr Spaß an Geschichten und Charakteren hat als daran, sich mit dem Kleingedruckten umfangreicher Regelbücher auseinanderzusetzen. In den meisten Fällen und mit den meisten Spielern ist das gar kein Problem - meist haben die Spieler nämlich noch weniger Ahnung von den Regeln als du und akzeptieren es daher, wenn du sagst, dass es so und so ist. Leider hast du aber das Pech, gleich zu Beginn einen Spieler zu haben, bei dem das so nicht funktioniert.

Für mich ist die entscheidende Frage hier gar nicht, ob der Spieler nun bescheißt, um an seine hohen Werte zu kommen, oder ob du die Regeln zu wenig verstehst, um ihm angemessen Contra zu geben. Das Ergebnis ist das gleiche: Der Spieler möchte einen Schwerpunkt legen dort, wo es dich (und scheinbar auch die anderen Spieler) am wenigsten interessiert, nämlich beim Ausreizen der Regeln.

Bisher wurden schon zwei Wege genannt, wie man damit umgehen kann, und beide sind schmerzhaft: Entweder beschäftigst du dich so ausgiebig mit den Regeln, dass künftig du der Boss bist (und ich bezweifle, dass dir das wirklich Spaß machen wird), oder eure Wege trennen sich (wenn ihr nicht gerade dicke Freunde seid, ist das womöglich der einfachste Weg). Es gibt aber noch einen anderen Weg: Wechsle das Regelwerk - vergiss D&D und leite stattdessen ein leichtgewichtiges System, das deinen eigenen Spielvorlieben eher entgegenkommt. Vermutlich wird euer Munchkin dann ganz von allein gehen, und du hast für die Zukunft die Baustelle "Regeln pauken" vom Tisch und kannst dich ganz auf das konzentrieren, was dir scheinbar mehr Freude macht, nämlich Charaktere, Story usw.

An deiner Stelle würde ich mich dabei vorher in Einzelgesprächen mit den anderen Spielern unterhalten: Wie sehen sie das? Geht ihnen der Paladin-Spieler auch auf den Keks, oder sehen sie die Sache anders? Und würden sie den Weg mit dir mitgehen, wenn du ein anderes Regelwerk (Empfehlungen kannst du hier im Forum im Dutzend billiger bekommen) ausprobierst?

Ich hoffe jedenfalls, dass du dir davon nicht die Freude am Hobby verderben lässt. Verschiedene Leute verstehen unter "Rollenspiel" unterschiedliche Dinge, und manchmal passt es einfach nicht zusammen. Das macht das Hobby aber nicht weniger toll, man muss nur herausfinden, was einem selbst Freude macht, und bei der Auswahl der Spieler darauf achten, dass man ähnliche Vorlieben hat. Ich wünsche dir viel Erfolg dabei!
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: JS am 4.04.2021 | 15:13
Naudir: Vielleicht hilft es dir, wenn ich dir mitteile, daß du mit einem solchen Problem nicht allein bist. Wir hatten das so oder ähnlich fast alle schon - und einige von uns sind seit Jahrzehnten SL mit reichlich Erfahrung.

Ich habe keine statistische Übersicht unserer Diskussionen dazu im T, aber es war nach vielen Diskussionsbeiträgen oft ein Konsens, solche Sachen unter vier (oder mehr) Augen anzusprechen, Mißstände zu nennen, und dann klarzustellen, was der/die SL und die Gruppe vom Spiel erwarten und wünschen. Sollte das nicht zu einer deutlichen Verbesserung führen, muß i.d.R. entweder der/die Problemspieler/in gehen oder - falls die ganze Gruppe nicht zum Leitstil paßt - der/die SL.

Und dazu, was Weltengeist schon schrieb: Es gibt aktuell so viele passende Spieler/innen online und in Ballungsgebieten (außerhalb Coronas) auch offline, daß du dir davon nicht das Hobby kaputtmachen lassen mußt.
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: ErikErikson am 4.04.2021 | 16:50
Vielleicht wäre es mal sinnvoll, du schreibst ein Beispiel rein, wie der Paladin den Schaden berechnet, und dann können wir schauen, ob das regeltechnisch so stimmt.
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: flaschengeist am 4.04.2021 | 17:05
Ich finde man kann die Regeln modifizieren, aber an einem Tisch mit Anfängern find ichs wichtiger nach Grundregeln zu spielen damit ja auch alle wirklich sattelfest sind. Ich kann am Anfang einfach noch nicht 10 Regeln abändern ohne die Auswirkung zu kennen und 3 Sessions später merke ich dann, dass das ein grosser Fehler war.

Da hast du völlig Recht. Regelmodifkationen ohne gründliche Systemkenntnis sind ein Indiz für Selbstüberschätzung ;).  Insgesamt habe ich den Eindruck, dass du sehr vernünftig und reflektiert an die Sache rangehst (wovon auch dein Wunsch nach Feedback in diesem Forum zeugt). Wie manch anderer schon gesagt hat: Du hast genauso viel Anspruch wie alle anderen am Tisch Spaß zu haben und wenn das mit diesem Spieler nicht geht, dann trennen sich eure Wege besser.

Ich teile übrigens Weltengeists Eindruck, dass D&D 5 (als "mittelkomplexes" System) womöglich schlecht zu deinen Präferenzen passt. Beyond the Wall oder ähnlich regelleichte Systeme passen vielleicht besser.
Dass die Passung zwischen Präferenzen und System einigen Kummer ersparen kann, ist jedenfalls etwas, dass ich gerne zu Beginn meiner "RPG-Karriere" schon gewusst hätte, anstatt es auf die "harte Tour" selbst heraus zu finden.

Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Tudor the Traveller am 4.04.2021 | 18:25
Vielleicht spielt der Spieler seinen Char aber auch einfach nur effektiv und du durchschaust die Regeln nicht... Halbork-Paladin ist in D&D 5 sicherlich eine der stärksten Optionen für einen Nahkämpfer. Vielleicht versteht er aber auch die Regeln nicht korrekt.

Leider lieferst du keine konkreten Zahlen, daher muss ich mutmaßen. Was heißt z.B. seine Rüstungsklasse ist "sehr hoch"? Falls er Defense Fighting Style gewählt hat (k.A. wie der auf Deutsch heißt; vermutlich so etwas wie Kampfstil: Verteidigung), kann er mit Schild eine RK von 19 haben; ggf. sogar mehr, falls er eine bessere Rüstung als die Kettenrüstung hat, die er vom Start er bekommt.

Ich tippe aber eher darauf, dass er als Kampfstil "Great Weapon Fighting" gewählt hat; das wäre so etwas wie "Schwere Waffen". Das würde erklären, warum er mehrmals würfelt.

Waffen werden erfunden (er führt einen Morgenstern, aber ich hab jetzt noch nirgends in den Büchern bei den Waffen so einen gefunden) mit wohl selbstdefinierten Werten. 
Der Morgenstern ist im Übrigen eine reguläre Waffe, allerdings keine besonders effektive. Verstehe nicht, warum du die nicht finden kannst; es sei denn, man hat die sehr ungewöhnlich ins Deutsche übersetzt.
In Verbindung mit oben kann ich mir vorstellen, dass er vielleicht eine Art zweihändigen Morgenstern "erfunden" hat. Das wäre ohne Rücksprache zwar nicht ok, wird aber kein Gamebreaker sein.  Mit einem derart als Morgenstern überschriebenen "Maul" (Vorschlaghammer?) könnte er auf folgenden Schaden kommen (postuliert Stärke 20):

2W6+5 (regulär) +2W8 durch Göttliches Niederstrecken, wobei er 1er und 2er neu würfeln darf. Damit liegt der Schaden bei 9-33 (Durchschnitt ca. 22), also in der von dir beschrieben Spanne - vollkommen regelkonform.  Mit etwas Würfelglück kann er einen Eulenbär in der Tat mit zwei Treffern töten (59TP)

Sein Angriffswurf ist 1W20+7; je nach seinem heiligen Schwur kann er seinen Angriff noch durch Göttliches Kanalisieren (oder wie auch immer das auf Deutsch heißt) verbessern. Mit Vow of Enmity (Gelübde der Feindschaft?) bekommt er gegen einen Gegner damit Vorteil, kann also 2W20 würfeln und das bessere wählen. Damit kommt er auf sehr gute Angriffsergebnisse von durchschnittlich (!) ca. 22.

Die Anwendung von Göttlichem Gespür (Divine Sense) macht ihr definitiv falsch. Er kann ausschließlich die Anwesenheit von Engeln, Dämonen, Teufeln und Untoten spüren, und das auch nur in kurzer Entfernung von knapp 20 Meter. Die Kreaturen müssen dafür zwingend den entsprechenden Kreaturentyp haben. Einen Nekromanten oder Dämonenbeschwörer etc. könnte er so gar nicht fühlen (es sei denn, der hat einen entsprechenen Typus, weil z.B. der Nekromat wirklich auch untot ist).

Fazit: du musst unbedingt deine Hausaufgaben machen, also die wesentlichen Regeln lernen. Oder ihr müsst euch explizit auf einen Spielstil einigen, bei dem die Regeln nicht so genau genommen werden.

Um den Paladin etwas zu fordern, kannst du ihm z.B. Gegner vorsetzen, an die er im Nahkampf schwer herankommt: Flieger, Fernkämpfer, Zauberer, Kletterer... jeweils mit Hindernissen, die verhindern, dass er einfach hinlaufen kann.
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: WaterBaron am 4.04.2021 | 19:09
Gutes Beispiel von Tudor mit dem vorrechnen was an Schaden bzw. Rüstungsklasse möglich ist.

Unabhängig davon das Naudir als DM noch nicht so Sattelfest ist (und das kommt halt erst mit der Zeit) und Regelkenntnis hilft, sollte  mit dem Spieler gesprochen werden. Ruhig und sachlich, abseits der Spielsitzung. Ich kann nur den Tipp geben dabei z.B. das euer Bardenspieler überlegt auszusteigen dabei rauszulassen. Das führt in der Situation nur zu mehr druck auf den Paladinspieler. Schildere deine Sicht der Dinge und das was du dir vom Spiel wünscht. Wenn Ihr auf einen Kompromiss kommt setzt Euch vll nochmal mit der ganzen Gruppe zusammen und legt fest wie Ihr spielen wollt.
Klärt dabei so Fragen wie:
- Was macht jedem Spieler/jeder Spielerin am meisten Spaß?
- Was macht keinen Spaß?
- Gibt es Sachen die man unter keinen Umständen angespielt haben möchte?

Gibt noch viele mehr die man dabei klären kann. Aber das hilft das in der Gruppe geklärt zu haben, so dass alle wissen was und wie Ihr spielen wollt.

ich selber bin auch die Marke Powergamer. Aber das heißt nicht das ich meinen Mitspielenden (wenn ich denn aktuell mal spiele da ich aktuell viel leite) den Abend versaue. Auch ich sehe zu das meine Charaktere auf einem Gebiet so gut sind wie es geht. Aber ich achte tunlichst darauf Spotlight für die anderen zu lassen. Wollte hier mal ne Lanze für uns Powergamer brechen :) Nicht jeder hat keine Sozialkompetenz. Aber auch das möchte ich nicht von deinem Spieler behaupten ohne Ihn zu kennen. Ich kann nur dafür plädieren das Ihr Euch austauscht. Wenn Ihr zusammenkommt ist das gut. Wenn nicht müsst Ihr Euch vermutlich trennen.

Ein Systemwechsel ist auch nicht immer so einfach gemacht. Kann aber sicherlich Sinn machen. Kommt auch hier auf deine Gruppe an. Es gibt ja sicherlich Gründe warum Ihr Euch für D&D entschieden habt. Außedem könnt Ihr auch damit sehr glücklich werden wenn Ihr für Euch klärt wie Ihr es spielen wollt.

Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: flaschengeist am 4.04.2021 | 19:19

... kann er mit Schild eine RK von 19 haben; ggf. sogar mehr, falls er eine bessere Rüstung als die Kettenrüstung hat, die er vom Start er bekommt.


Hier lässt sich noch ergänzen, dass die RK nicht viel weiter steigt, also mit zunehmendem Level der Gegner selbige immer häufiger treffen werden.
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Sashael am 5.04.2021 | 00:16
Mit einem derart als Morgenstern überschriebenen "Maul" (Vorschlaghammer?) könnte er auf folgenden Schaden kommen (postuliert Stärke 20):

2W6+5 (regulär) +2W8 durch Göttliches Niederstrecken, wobei er 1er und 2er neu würfeln darf. Damit liegt der Schaden bei 9-33 (Durchschnitt ca. 22), also in der von dir beschrieben Spanne - vollkommen regelkonform.  Mit etwas Würfelglück kann er einen Eulenbär in der Tat mit zwei Treffern töten (59TP)
Ja, aber nur 3x pro Tag auf Stufe 3. Mehr Slots hat er nicht.

In dem Bericht klingt das irgendwie so, als würde er das ständig machen und dann stimmt definitiv irgendwas nicht. Normal ohne Göttliches Niederstrecken wäre ein Durchschnitt von 12 Schaden (7-17).
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: foolcat am 5.04.2021 | 00:41
- Dürfen bei euch die Leute bei der nächsten Sitzung plötzlich mit ganz anderen Zaubern / Waffen und Attributen am Tisch sitzen, weil sie zu Hause immer wieder ihre Charas von Grund auf überarbeiten?
Ich bin ja ein großer Anhänger folgender Vorgehensweisen:
Der GM kann so sicherstellen, dass die möglichen Charaktere sicher zur Art des vorbereiteten Abenteuers passen (also z.B. kein Spieler mit einem Gelehrten mitten auf dem Schlachtfeld, oder mit einem Barbaren in der höfischen Intrige landet—es sei denn natürlich, jemandem beliebt es, den unnützen comic relief zu spielen). Ferner kann man so sicherstellen, dass die Gruppe ausgewogen(er) ist und sich ergänzen kann, aber eben auch über ein breiteres Spektrum von spezialisierten Fähigkeiten verfügt (Stichwort five minutes of fame für die Spieler).

Das bedeutet zwar für den GM mehr Vorbereitungsaufwand, kann aber gerade bei Anfängern sehr hilfreich im weiteren Verlauf sein. Selbst wenn ich bei meiner Veteranengruppe etwas leite, gehe ich so vor und ich bin nicht der einzige GM bei uns, der es so handhabt. Es spart Zeit und man kommt schneller zum Spielen.

Wenn die Charakterbögen nach dem Spiel beim GM verbleiben, hat das den Vorteil, dass niemand seinen Char zu Hause vergessen kann (Leuten über 50 passiert das gelegentlich schon mal...). Und da ich sehr oft mit PDF-Formularen arbeite, kann ich den Spielern immer einen frisch ausgedruckten, aktuellen Charakterbogen zum Spielbeginn anbieten.

Als GM empfiehlt es sich übrigens ganz generell, einen Spickzettel mit den wichtigsten systemrelevanten Werten aller Spielercharaktere zu führen; bei D&D dann sowas wie AC, Attackebonus, HP und Spellslots. Das erleichtert die Buchführung immens, gerade im Kampf.



Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Quaint am 5.04.2021 | 02:15
Viel wurde ja schon gesagt.
Mir scheint, der entsprechende Char ist nicht nur OP, sondern der entsprechende Spieler hat auch mehr Regelkenntnis und dominiert aggressiv bei Gesprächen darüber.

Dazu ist dann klar zu sagen, dass ihr mal nen Gespräch über den Umgang miteinander haben solltet, und da solltest du zwar ruhig bleiben, aber keinesfalls "zur Streitvermeidung" direkt nachgeben.
Denn es ist ja schön, dass der betreffende Spieler die Regeln so gut kennt, aber dann soll er doch bitte so freundlich sein, und sie auch anständig erklären und evtl. auch mal konstruktiv mitwirken, wenn es darum geht, wie man die Gruppe, meinetwegen mit seinem Pala an der Spitze, angemessen herausfordert. Oder er soll das halt mal machen mit dem Spielleiten.

Ansonsten ist aber halt auch zu sagen, dass man zwar als SL vielleicht nicht alle Regeln können muss, aber man darf schon zusammenbekommen, wie ein normaler Angriff funktioniert.
Ferner kenne ich das Abenteuermodul und habe es einmal als Spieler durchgespielt und einmal als SL zu großen Teilen geleitet. Und das ist halt vom Encounterdesign her nen ziemlicher Weichspüler. Wenn man halbwegs optimierte Charaktere hat und halbwegs zusammenarbeitet kann man da als Spieler schon viel Mist machen, ohne das es brenzlig wird. Als ich Spieler war haben wir halt mehrfach "aus Versehen" den ganzen Dungeon gezogen in einen Kampf und kamen damit prima durch. Ich fand das damals ehrlich gesagt etwas frustrierend, denn ich spielte einen recht schurkischen Trickery-Cleric, der eher auf kluge, findige Lösungen ausgelegt war, aber das war einfach niemals nötig, wir konnten eigentlich alles an Opposition plattklopfen ohne viel Nachdenken.
Insofern würde ich sagen: pepp da ruhig mal den einen oder anderen Encounter ein bissle auf. Das Problem ist aber, dass du dich wohl recht umfassend fortbilden müsstest um sinnvoll eigene Encounter zu machen. Leider sind da die "normalen" Angaben im DMG zur Erstellung von Begegnungen auch weitgehend wertlos.
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Space Pirate Hondo am 5.04.2021 | 05:51
Bist du ich vor 14 Jahren??? :korvin:

Ich hatte damals das Hobby direkt als Spielleiter angefangen und hatte dann auch so einen Typen dabei. Dem ging es nicht darum, dass alle Spaß haben, sondern dass er einfach nur sein Ding durchzuziehen kann, ohne Rücksicht auf Verluste. Er nutzte meine Unerfahrenheit voll aus und kam auch auf so Ideen wie "Hey, wenn mein Charakter jetzt 3 Tage Hanteln benutzt, bekommt er +1 Stärke". Der kam sogar mal mit einer 120 Seiten (DIN A4) Hintergrundgeschichte für einen Level 1 Charakter an, nur um das Power Level eines Level 20 Charakters zu bekommen. Das hat mir dann gereicht und habe ihn dann auch nicht mehr über weitere Treffen der Gruppe informiert, sodass der Kontakt zum Glück verlaufen ist.

An meiner Anfangsgeschichte siehst du, dass man besonders bei solchen Narzissten konsequent sein muss und dann rausschmeissen. Danach verbessert sich das Klima der Gruppe gleich um Längen.

Noch ein paar Anfänger-Tipps:

1. Bevor du eine Kampagne startest, befasse dich mit dem Regelwerk sehr eingehend. Was immer hilft ist auch ein sogenannter "Cheat Sheet". Das ist eine Regelzusammenfassung, die du griffbereit haben musst (oder als PDF offen haben, wenn du online spielst). Früher gabs sowas als Spielleiterschirm für Tischrunden.

1a. Wenn sich regeltechnischen Ungereimtheiten anbahnen, löst man sie am besten mit Handwedeln und mit der Bitte an alle Spieler die Lösung für das Problem im Regelwerk und/oder Internet (wie z.B. das  :t: ) zu recherchieren, sodass es beim nächsten Mal glatt läuft.

2. Wobei ich würde sogar noch ein Schritt zurück gehen und statt einer Kampagne lieber erstmal nur "One Shots" (einzelne Sitzungen) leiten und niemanden (auch nicht dich selbst) zu einer langen Kampagne verpflichten.

3. Bevor man einschätzen kann, ob ein Spieler in die Gruppe passt bzw. den eignen Vorstellungen über System und Setting, muss man erstmal ein eigenen Spiel- und Leitstil entwickeln. Das dauert Jahre und ist auch ein nie endender Prozess, bei dem du viele Techniken ausprobieren wirst. Einige davon werden für dich funktionieren, andere überhaupt nicht. Manchmal ändert sich der Spielstil auch dadurch, dass man sich auf einer anderen menschlichen Ebene verändert hat.

4. Den perfekten Spielleiter gibt es nicht!!!!!!!! Wenn du deinen Stil gefunden hast, wirst du merken, dass das Spielerlebnis dann gut ist, wenn die Mitspieler ähnlich ticken. Du musst dann dein Publikum als Spielleiter finden, aber auch die werden nicht alles mögen, was du vorsetzt. Jedoch bei so 80% ähnlichen Vorstellungen läuft die Runde dann problemlos über Jahre.
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Saffron am 5.04.2021 | 07:07
Ich stimme zu, dass derartige Probleme oft vorkommen, besonders bei Rollenspielen wie D&D, die sehr strategisch gespielt werden können und Leute anziehen, die immer nur gewinnen wollen.

Ich würde auch auf jeden Fall ein klärendes Gespräch empfehlen. Dabei musst du vor allem eins klar machen: das ist euer Hobby, und alle sollen Spaß dran haben. Das gilt auch für den Spielleiter!

Sag dem Paladin-Spieler, dass momentan die halbe Gruppe jeden Spielabend frustriert nach Hause geht. Er hat kein Alleinrecht, bespaßt zu werden, besonders nicht, wenn dadurch alle anderen die Lust verlieren.

Frag ihn einfach, ob er Lösungsmöglichkeiten sieht. Entweder macht er konstruktive Vorschläge. Oder er mauert und sagt dir ins Gesicht, dass das alles nicht sein Problem ist. Dann würde ich ihm knallhart sagen, dass sich eure Wege trennen. Das ist nicht angenehm, aber besser als sich ständig mit ihm rumzuärgern.

Und nochmal zu deinen Regelkenntnissen: das seh ich etwas anders als einige hier. Klar ist es ungünstig, wenn der SL nicht so gut die Regeln kennt. Aber du bist Anfänger, da sollten deine Spieler auch einfach mal drüber wegsehen, wenn du etwas nicht weißt oder Fehler machst.

Ich sags nochmal: Es ist dein Hobby, es soll dir auch Spaß machen. Wenn du dir schon die ganze Arbeit machst, dann sollten die Spieler dafür dankbar sein und dich nicht noch stressen, wenn es mal nicht ganz rundläuft.
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: naudir am 5.04.2021 | 09:03
Guten Morgen Alle und danke euch für euer Feedback!

Ich versuche jetzt auf die Punkte zu antworten, die mir wichtig sind. Hoffentlich übersehe ich nichts.
Mein erster Punkt auf dem Weg zur Lösung dieses Konflikts war nun, mich in den Büchern über die verschiedenen Klassen noch intensiver zu informieren und die Regeln nochmals durchzulesen. Ausserdem habe ich mir einen Spielleiterschirm bestellt, auf denen ich mir noch Karten von den einzelnen Charakterklassen reinkleben werde, die immer wieder Konfliktpotential haben.

Übrigens: Wir sind alle Anfänger am Tisch.

Zum Schadensangriff:
Zu Beginn des Spieles war ich mir relativ sicher, wie der Schadensangriff funktioniert. Auf den Level 1 Stufen haben die Charaktere auch nicht unbedingt so viele Fähigkeiten / Boni usw. Daher war der Spielverlauf immer sehr unkompliziert. Ab Stufe 3 fingen die Spieler an, zusätzlichen Bonus zu addieren und die Diskussion kam so zustande, weil der Paladinspieler nicht glauben konnte, dass der Barde mit seinem Rapier tatsächlich so hohen Schaden macht, wie der Barde das rechnet. So kam das Ganze zustande und die komplette Verwirrung von mir inklusive, da die ständige Diskussion mich als Anfänger-DM verunsichert hat. Und ja, es ist mir endlos peinlich, dass ich nicht mehr richtig weiss wie der Schadensangriff funktioniert.

Ich werde mir fürs nächste Mal eine Kampfszene aufschreiben und sie hier zur Analyse reinstellen. Ich hoffe ihr könnt mir dann helfen mein irritiertes Ich endlich zu...klären.


Zur Änderung der Charakterbögen:
Dadurch, dass der Paladinspieler seinen Sheet immer mitnimmt, kann ich leider nicht genau kontrollieren was er alles aufgeschrieben hat. Ich denke, dass er den Paladin evtl einfach effektiv spielt, da er zu Hause natürlch viel Zeit hat um sich damit ausseinanderzusetzen. Die Änderungen am Charakterbogen fand ich aber komisch, als er bei der nächsten Sitzung mit ganz anderen Werten am Tisch sass. Das hat dann erst Recht für Verwirrung gesorgt.


Zu den Regeln:
In diesem Bereich habe ich tatsächlich noch Potential und das ist mir bewusst. Der Paladinspieler ist aber selber kein Veteran und auch kein Erfahrener, er ist ein Anfänger der sich intensiv mit DnD in seiner Freizeit ausseinandersetzt. Er nimmt gerne mal meine Bücher mit und liest usw. Wann immer es möglich ist, unterbricht er das Spiel mit irgendwelchen Regelkenntnissen - selbst möchte er aber die Regeln biegen, wodurch das Argument:"Das Buch gibt nur die Richtlinien vor. Wir können selber was machen", zustandekommt.

Die Schiene mit 'Lass ihn SL sein, gib ihm seine eigene Medizin' - möchte ich nicht fahren. Ich habe Spass daran das Spiel zu leiten. Ich empfinde nur durch die ganze Situation mit der Schadensdiskussion und der pausenlosen 'Was-ihr-wollt-die-Tür-mit-Geschick-aufmachen-Geh-beiseite-Ich-slash-alles' - Einstellung Frust für mich als DM.

Zitat
Ich fand das damals ehrlich gesagt etwas frustrierend, denn ich spielte einen recht schurkischen Trickery-Cleric, der eher auf kluge, findige Lösungen ausgelegt war, aber das war einfach niemals nötig, wir konnten eigentlich alles an Opposition plattklopfen ohne viel Nachdenken.
Das ist dieselbe Situation wie oben beschrieben.

Ich wähle aber den Weg von: Ich beschäftige mich so intensiv mit den Regeln, dass mir hier keiner mehr reinfunken kann. Sorry, vielleicht muss ich an dieser Stelle auch oft hier im Forum n00big nachfragen, aber wenn ich dadurch das nächste Mal am Tisch souverän eine Antwort liefern kann, mach ich das mehr als gern.

Zu den anderen Spielern:
Die Zauberspielerin ist seine Freundin. Ich denke die wird (auch wenn sie Frust empfindet) nicht wirklich viel sagen wollen. Der Bardenspieler beschwert sich seit zwei Tagen immer wieder bei mir, weil ihn das ganze nicht in Ruhe lässt und unser lieber Waschbär hat das letzte Mal, als er noch wegen Feedback hierblieb, mich darauf angesprochen, dass der Paladinspieler das ganze Spiel mit seiner übereifrigen Art aggressiv dominiert.

Beispiel:
Die Charas sind zurück in Phandalin. Sie möchten in der Stadt ihre Vorräte auffüllen. Keiner der Spieler kommt zu Sprache, weil er Paladin sofort ins Rathaus marschiert und eine Taverne kaufen möchte. Ergo der komplette Phandalin-Aufenthalt schwenkt auf ihn. Das ist aber meine Schuld, weil ich dafür verantwortlich bin das jeder Spieler zum Zuge kommt. Es hat mir auch geholfen hier nochmals zu lesen, dass der Paladinspieler das Game wirklich überrollt und ich mich überrollen lasse. Danke dafür! Ist echt wertvolle Kritik.


Zum Paladin als Charakter und zu den Waffen:
Er hat eine RK von 19 ohne Schild. Er behauptet er müsse ein gefundenes Kettenhemd anziehen, das ihm die RK +2 geben würde. Die Regeln besagen etwas anderes und man kann - soweit ich weiss - nicht 100 Rüstungsstücke übereinander anziehen. Aber eben, die Regeln sind ja dazu da um verbogen zu werden, nicht? Boah. Ich merke gerade, wie lieb ich als DM bin und wie sehr ich mich von diesem Spieler überrollen lasse.

Welchen Stil er gewählt hat, weiss ich nicht. Das muss ich nachfragen. Ich habe die Spieler nun gebeten, ihre Charaktersheets im PDF auszufüllen und mir das zuzuschicken.

Den Morgenstern führt er Einhändig. Ich habe die Werte nicht hier. Wenn ich die Charakterbögen bekommen habe, werde ich das mal näher erläutern. Der Morgenstern ist aber ziemlich stark, anders kann ich mir den hohen Schadenswert nicht erklären.

Zum Göttlichen Gespür: Danke für die Klarstellung. Ich werde das das nächste Mal definitiv zur Sprache bringen. Die Behauptung war, dass er die "Absicht" (gut/böse) auch fühlen kann. In einer Session sind sie einem NPC von mir begegnet, der sie in einen Hinterhalt führen wollte. Daraufhin hiess es eben, dass er auch dies spüren würde.


Zu den Gegnern:
Nach einer kurzen Reflexion stelle ich fest, dass ich da definitiv zu unkreativ bin. Ich spiele im Moment einfach noch den Gegner völlig 0815 normal auf dem Schlachtfeld. Ohne Strategie ohne gar nichts. Ich weiss nicht wieso, aber ich werde da immer hektisch. Ich werde das nächste Mal die Kampfsituation ruhiger angehen und mir auch im Vornherein was ausdenken bzw. improvisieren was die Gegner tun um die Spieler auch mal zu überraschen.

Anderes:

Zitat
Er nutzte meine Unerfahrenheit voll aus und kam auch auf so Ideen wie "Hey, wenn mein Charakter jetzt 3 Tage Hanteln benutzt, bekommt er +1 Stärke".
Ehm ja. So komme ich mir manchmal auch vor. Weil "ist ja logisch, oder? Wenn er trainiert wird er ja stärker" usw.

Zitat
Und nochmal zu deinen Regelkenntnissen: das seh ich etwas anders als einige hier. Klar ist es ungünstig, wenn der SL nicht so gut die Regeln kennt. Aber du bist Anfänger, da sollten deine Spieler auch einfach mal drüber wegsehen, wenn du etwas nicht weißt oder Fehler machst.
Danke. Wie gesagt, grundsätzlich kenne ich die Regeln des Spiels. Die Schadensregel hat mich irritiert, die Gründe stehen ja oben. Der Paladinspieler kennt einfach seine Klasse sehr gut und biegt sich die Regeln halt manchmal so hin wie er es als logisch empfindet. Wir hatten durchaus mal eine Diskussion, in der ich nicht wollte, dass ein kritischer Treffer automatisch bedeutet er treffe die Kreatur am Kopf. Letztes Mal hat er dem Grick mit blossen Fäusten eine reingehauen und einen 1W10 Würfel pro Faust benutzt. Im Regelbuch steht aber ein fixer Würfel für Faustschläge. Begründung war aber:"Mein Paladin ist ja so stark. Da muss ich fast was starkes nehmen."


Alles in einem: Danke für das Feedback!
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Tegres am 5.04.2021 | 09:16
Ok, nach den weiteren Ausführungen (insbesondere der völlig bescheuerte Punkt mit dem Übereinanderanziehen der Rüstung) kann ich nur sagen: Dein Paladinspieler ist - wie jemand oben schon anmerkte - kein Powergamer (die sich rein im Rahmen der Regeln bewegen), sondern ein sogenannter Munchkin, der die Regeln nach eigenem Gusto verbiegt und verdreht. Das ist nichts anderes als Schummeln und das muss aufhören! Da hilft auch kein Systemwechsel oder fundiertere Regelkenntnisse bei dir, sondern nur ein klärendes Gespräch. Ich habe ehrlich gesagt keine großen Hoffnungen, dass er seine Fehler einsieht und sich in Zukunft an Regeln hält. Du kannst dich innerlich schon einmal drauf einstellen, ihn rauszuschmeißen. Mutmaßlich wird dann leider auch seine Freundin gehen, aber dann suchst du dir eben zwei andere Spieler:innen. Die Nachfrage nach DnD ist gerade groß, also wirst du schnell fündig werden.
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Weltengeist am 5.04.2021 | 09:25
Was Tegres sagt. Ihr habt kein Regel- und schon gar kein Spielleiterproblem, ihr habt ein Spielerproblem. Und zwar ein gewaltiges. Rollenspiel ist ein kooperatives Spiel, euer Paladin-Spieler ist aber ein rücksichtsloser Egoist. Das ist erfahrungsgemäß auch kein Spielstil, sondern ein Charakterzug. Daher wird es wahrscheinlich schwer, ihn dazu zu bewegen, künftig auch die Interessen der anderen zu berücksichtigen.
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Sphärenwanderer am 5.04.2021 | 09:31
Ok, nach den weiteren Ausführungen (insbesondere der völlig bescheuerte Punkt mit dem Übereinanderanziehen der Rüstung) kann ich nur sagen: Dein Paladinspieler ist - wie jemand oben schon anmerkte - kein Powergamer (die sich rein im Rahmen der Regeln bewegen), sondern ein sogenannter Munchkin, der die Regeln nach eigenem Gusto verbiegt und verdreht. Das ist nichts anderes als Schummeln und das muss aufhören! Da hilft auch kein Systemwechsel oder fundiertere Regelkenntnisse bei dir, sondern nur ein klärendes Gespräch. Ich habe ehrlich gesagt keine großen Hoffnungen, dass er seine Fehler einsieht und sich in Zukunft an Regeln hält. Du kannst dich innerlich schon einmal drauf einstellen, ihn rauszuschmeißen. Mutmaßlich wird dann leider auch seine Freundin gehen, aber dann suchst du dir eben zwei andere Spieler:innen. Die Nachfrage nach DnD ist gerade groß, also wirst du schnell fündig werden.
Leider sehe ich das ähnlich - einfach so, ohne Rücksprache mit der Spielleitung Regeln zu ändern oder zu brechen, um seinen eigenen Charakter besser dastehen zu lassen, ist echt unter aller Sau. Mit solchen Leuten habe ich leider auch ausschließlich negative Erfahrungen gemacht, was Klärungsgespräche betrifft - ich vermute mal, wenn du ihn dazu aufforderst, die tatsächlichen Regeln anzuwenden, wird er sich a) auf gehirnakrobatisch wertvolle Deutungen von Regelstellen (unter der völligen Missachtung von anderen) berufen und/oder b) projizieren - dir also im Gegenzug vorwerfen, dass du deine Macht als DM ausnutzt, um eigene Allmachtsfantasien auszuleben oder ihn niederzumachen.

Falls das geschehen sollte, wenn du versuchst ein ruhiges Gespräch über die Art des gemeinsamen Spiels (und gemeinsamen (!) Spielspaßes) zu führen, würde ich dir auch raten, lieber zu versuchen neue Mitspieler zu finden. Aber ein Versuch, gemeinsame Parameter über den Umgang mit Regeln und die Rolle und Rechte von Spielleitung und Spielenden zu definieren, sollte zumindest unternommen werden. Viel Glück dabei auf jeden Fall :) Vielleicht hilft es ja wirklich was, einfach mal offen die Karten auf den Tisch zu legen und zu sagen, dass das Spiel in seiner jetzigen Form nicht allen Teilnehmern Freude bereitet.

Edit: Oh, und herzlich willkommen im Forum :) Ich hoffe, das war jetzt nicht allzu abschreckend/entmutigend.
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: naudir am 5.04.2021 | 10:08
Danke fürs Willkommen-heissen :D

Eure Ratschläge sind super.
Ich habe mir jetzt für die nächste Session folgendes vorgenommen:



Ich habe sicher noch ein paar Punkte vergessen. Aber ich lass euch wissen, wie die nächste Session gelaufen ist. Und die Kampfszene schreibe ich mir mal auf. Wobei es sein kann, dass durch die klärung des Angriffs-/Schadenswurfs sich das ganze mitgeklärt hat.
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Weltengeist am 5.04.2021 | 10:14
Ich habe mir jetzt für die nächste Session folgendes vorgenommen:

  • An meiner Kampfstrategie feilen.
  • Die Regeln im Buch nochmals durchlesen, studieren, festigen das ich so sattelfest bin, das mir keiner da reinreden kann.
  • Die wichtigsten Regeln auf einer Flipchartfolie aufschreiben und als Cheatsheet für die Spieler aufhängen. (Ich habe so statische Folien die man an die Wand bappen kann.)
  • Die Charakterbögen mir zukommen lassen und alle kontrollieren.
  • Die anderen Spieler am Tisch mehr ansprechen und den Paladin versuchen zu bremsen.
  • Ich werde strenger sein mit 'mein Tisch, meine Regeln.'
  • Ich werde das hirnlose gemetzel / Gewalt mit Konsequenzen für den Spielverlauf quittieren.
  • Spielleiterschirm mit Cheatsheet Karten für mich.

Wow. Respekt. :d

Kleiner Praxistipp für den Punkt "Die anderen Spieler am Tisch mehr ansprechen": Wenn mir ein Spieler zu dominant wird (das passiert manchmal in Gruppen, in denen extrovertierte und introvertierte Spieler gemischt vorkommen), frage ich auch in nicht-taktischen Situationen reihum ab, wer was machen möchte. Und die Handlungen werden erst dann abgewickelt, wenn ich von allen weiß, was sie vorhaben. Auf diese Weise steigt die Chance, dass wirklich alle ihr Spotlight bekommen.
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Tudor the Traveller am 5.04.2021 | 10:17
Der Paladinspieler ist doch auch Anfänger... wir kennen seine Sichtweise nicht und ich bin etwas irritiert, wie selbstverständlich er hier verurteilt wird. Ja, die Zeichen deuten auf einen Ego-Spieler. Aber dominante Spieler gibt es viele und das muss nicht schlecht sein. Sie sind auch gute Story-Treiber. Gib ihm eine Chance!

Als DM solltest du die SC kennen. Selbstverständlich musst du dazu sein Charakter Blatt einsehen. Und dann findet heraus, ob ihr das Gleiche Verständnis von den Regeln habt,  vor allem im Punkt " biegen und brechen".

Aber man muss auch nicht auf Biegen und Brechen miteinander spielen.   ;)  Mit manchen Freunden hatte ich auch schon so meine Probleme...
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Radulf St. Germain am 5.04.2021 | 10:23
Kleiner Praxistipp für den Punkt "Die anderen Spieler am Tisch mehr ansprechen": Wenn mir ein Spieler zu dominant wird (das passiert manchmal in Gruppen, in denen extrovertierte und introvertierte Spieler gemischt vorkommen), frage ich auch in nicht-taktischen Situationen reihum ab, wer was machen möchte. Und die Handlungen werden erst dann abgewickelt, wenn ich von allen weiß, was sie vorhaben. Auf diese Weise steigt die Chance, dass wirklich alle ihr Spotlight bekommen.

Das ist ein guter Tipp, den ich mir auch merken werde.  :d
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: flaschengeist am 5.04.2021 | 11:45
Ich wähle aber den Weg von: Ich beschäftige mich so intensiv mit den Regeln, dass mir hier keiner mehr reinfunken kann. Sorry, vielleicht muss ich an dieser Stelle auch oft hier im Forum n00big nachfragen, aber wenn ich dadurch das nächste Mal am Tisch souverän eine Antwort liefern kann, mach ich das mehr als gern.

Ich halt es für sehr unwahrscheinlich, dass du dein Problem durch bessere Regelkenntnis lösen kannst. Denn das Motiv deines Spielers (soweit du ihn hier beschrieben hast) ist nicht, im Rahmen der Regeln das Maximum rauszuholen, sondern die Regeln zu biegen/brechen, um sich Vorteile zu verschaffen.

Wenn er zur Sorte gehört, die sich bei Gegenwind unterordnet (und hierzu ist von deiner Seite nicht nur Regelkenntnis sondern auch durchsetzungsstarkes  Auftreten nötig), dann wird ihm der Spielspaß verloren gehen und das wird sich auf die ein oder andere Weise negativ auf den Spielspaß der gesamten Runden auswirken (zumal eine Spielerin seine Partnerin ist).

Wenn er jedoch bei Gegenwind aufdreht (was ich nach deiner Beschreibung für wahrscheinlicher halte, zumal er sich vermutlich der Unterstützung seiner Partnerin sicher ist), wird es erst recht unschön.

Letztes Mal hat er dem Grick mit blossen Fäusten eine reingehauen und einen 1W10 Würfel pro Faust benutzt. Im Regelbuch steht aber ein fixer Würfel für Faustschläge. Begründung war aber:"Mein Paladin ist ja so stark. Da muss ich fast was starkes nehmen."

Der ist wirklich gut, jetzt vermisse ich schon wieder den „ROFL“ Emoji hier. Der unbewaffnete Schaden beträgt 1+Stärkebonus für den gesamten Angriff. Nur Monks bekommen als Klassenfähigkeit  höheren Schaden (bis maximal 1W10+Bonus pro Angriff, wenn ich mich recht erinnere).

Der kam sogar mal mit einer 120 Seiten (DIN A4) Hintergrundgeschichte für einen Level 1 Charakter an, nur um das Power Level eines Level 20 Charakters zu bekommen.

Das ist aber noch besser, definitiv mein Fundstück der Woche.
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Galotta am 5.04.2021 | 12:14
Eure Ratschläge sind super.
Ich habe mir jetzt für die nächste Session folgendes vorgenommen:
Viel Glück und mach weiter so! Das Hobby wird immer besser und jeder von uns hat schon miese Runden gehabt oder mal mist gebaut- deine Lösungsstrategie ist total gut. Wir drücken dir die Daumen!
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Space Pirate Hondo am 5.04.2021 | 12:15
Das ist aber noch besser, definitiv mein Fundstück der Woche.

Eigentlich war das Shadowrun gewesen, aber ich wollte nicht von der D&D-Termologie hier im Thread abweichen. Er hätte aber genug Karmapunkte durch die Hintergrundgeschichte gehabt, um einem Konzerndrachen mit einer Kopfnuß töten zu können.

 :btt:

Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Alexandro am 5.04.2021 | 12:41
Einerseits die Regeln ohne Absprache ändern, andererseits dem SL Regelpassagen aus dem Regelbuch unter die Nase halten und ihn nötigen, sich gefälligst daran zu halten.

Klingt nicht sehr sympathisch.
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Tudor the Traveller am 5.04.2021 | 12:43
Wenn ich noch meine Gedanken hierzu posten darf:

Ich habe mir jetzt für die nächste Session folgendes vorgenommen:


  • An meiner Kampfstrategie feilen.
  • Die Regeln im Buch nochmals durchlesen, studieren, festigen das ich so sattelfest bin, das mir keiner da reinreden kann.
  • Die wichtigsten Regeln auf einer Flipchartfolie aufschreiben und als Cheatsheet für die Spieler aufhängen. (Ich habe so statische Folien die man an die Wand bappen kann.)
  • Die Charakterbögen mir zukommen lassen und alle kontrollieren.
  • Die anderen Spieler am Tisch mehr ansprechen und den Paladin versuchen zu bremsen.
  • Ich werde strenger sein mit 'mein Tisch, meine Regeln.'
  • Ich werde das hirnlose gemetzel / Gewalt mit Konsequenzen für den Spielverlauf quittieren.
  • Spielleiterschirm mit Cheatsheet Karten für mich.

Kampfstrategie: das ist alles andere als einfach, ganz besonders in D&D5; also mach dir da nicht so viel Stress. Es gibt ein paar "Moves", die du dir hier mitgeben lassen kannst, um dem Pala mal etwas entgegenzusetzen. Aber der Paladin SOLL ja im Nahkampf rocken. Das würde ich ihm nicht kaputt machen. Falls du zuviel Zeit und Geld hast und so etwas überhaupt machts, würde ich dir aktuell das PC Spiel "Solasta: Crown of the Magister" ans Herz legen. Das bildet die D&D (Kampf-)Regeln wirklich sehr gut ab und ist in meinen Augen gut dazu geeignet, einige taktische Kniffe des Systems zu studieren.

Regeln: auch hier: mach dir nicht zu viel Stress. Ich halte es für wichtig, dass du einigermaßen regelfest bist. Aber das könnte genausogut jemand anderes aus der Runde übernehmen. Hauptsache ihr habt eine zweite Meinung, damit ihr ihm nicht alles glauben müsst.

Charakterbögen kontrollieren: nenne es nicht kontrollieren. Ich schaue mir die Charaktere meiner Spieler regelmäßig an, um ihre Stärken und Schwächen sowie Motive und Antriebe zu verstehen. Damit ich diese gezielt anspielen kann. Dazu gehört AUCH, die Fähigkeiten auf Regelebene nachzuvollziehen und damit die kampfstarken SC im Kampf mal kalt bei den Schwächen zu erwischen; aber das sollte nicht ständig passieren.

Andere Spieler ansprechen / Paladin ausbremsen: mach es nicht negativ als ausbremsen. Aber die anderen sollen natürlich auch mitspielen können. Der Paladin will zum Rathaus; schön. Dann sagst du "gut, du machst dich auf den Weg zum Rathaus. Was machen die anderen in der Zeit? Will jemand mit?" Und dann musst du "nur noch" zwischen den Spielern hin- und herwechseln. Das ist wie Szenenwechsel in einem Buch oder Film, gerne auch mitten in der Action  ;) (du kannst dir dabei helfen lassen; bitte z.B. einen Spieler, der nicht dran ist, die Zeit zu stoppen und den "Wechsel" anzusagen, und wechsel z.B. alle 5-10 Minuten zum nächsten SC)

mein Tisch, meine Regeln: ist z.B. gar nicht meins. Bei mir ist es eher "gemeinsamer Tisch, gemeinsame Regeln für alle"... Tischregeln kläre ich am liebsten nach dem Spiel, im Zweifelsfall per Abstimmung.

Hirnlose Gewalt: ... ist ein verbreitetes Phänomen. Ich selbst bin bekennender Ass-Kicker... aber meine Chars sind auch immer klar "gut", also gibt es Gemetzel nur gegen "die Bösen" (TM) (bitte hier jetzt keine Diskussion anfangen  :-X )

Spielleitershirm: ist Geschmackssache. Viele haben einen, ich nicht. Mich stört so eine "Barriere" zum Rest der Gruppe tenenziell eher.

Noch ein Tipp im Umgang mitr deinem Problemspieler: Transparenz hilft. Alle sollen klar und sichtbar offen würfeln. Würfelergebnisse, dich ich als SL nicht gesehen habe, zählen nicht. Aber ich würfle als SL im Kampf auch grundsätzlich immer offen für alle sichtbar.
Keinesfalls akzeptiere ich einseitige Ansagen wie "meine Fäuste machen 1W10 Schaden". Improvisierte Regeln gehören in die Domäne des SL. WENN jemand entscheidet, dass eine Faust anderen Schaden machen soll, als in den Regeln steht, dann ist das eine Entscheidung des SL - ggf. nach kurzer Konsultation der anderen Spieler.

Ansonsten: Frag uns Löcher in den Bauch, stelle auch "dumme Fragen"... das hier ist ein Rollenspieler-Forum und du schreibst im Anfänger-Bereich! Dafür ist das hier doch da  8)
Du musst nur leider damit leben, dass hier sehr viele Leute dann auf dich einreden, und auch sehr viele Meinungen auf dich einprasseln... leider auch schnell mal einige "von oben herab", weil Themen schon 100 Mal hier diskutiert wurden; davon kann ich mich selbst gar nicht frei sprechen  :think:

Edit: wir sind ja im digitalen Zeitalter; meine Spieler haben ihre SC online für alle sichtbar in einem anderen Forum eingestellt. Da gibt es ganz verschiedene Möglichkeiten...
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Saffron am 5.04.2021 | 13:51
Nochmal ein Gedanke: falls ihr zu bestimmten Punkten uneinig seid, wie eine Regel auszulegen ist, könnt ihr diese Frage einfach hier im D&D Bereich stellen und mal hören, was die erfahrenen Spieler dazu sagen.

Natürlich kann dann immer noch das Argument kommen, dass man Regeln biegen kann, wenn es den Spielspaß fördert, aber das geht eben nur, wenn alle damit einverstanden sind.
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 5.04.2021 | 14:22
Hallo  :)

Ich brauche Tipps von (erfahrenen) DMs, die mir helfen mich in der Rolle besser einzufinden bzw.
Lies bitte die Regeln genau durch

Mach dich mit den Regeln der Charaktere vertraut

Tiefling (DnD Fanmade Waschbärenvolk)
https://www.dndbeyond.com/races/tiefling

Morgenstern, den gibt es in DnD mindestens seid der AdnDI war in der 3er ein Martial Streitkolben IIRC

Seit wann würfelt man auf detect evil ... beim Pally?
https://roll20.net/compendium/dnd5e/Paladin#content
Lese ich hier nichts von, auch nicht auf die Beschränkung auf Kreaturen.
Divine Sense
The presence of strong evil registers on your Senses like a noxious odor, and powerful good rings like heavenly music in your ears. As an action, you can open your awareness to detect such forces.

Der Stärke Bonus wird seit ODnD auf Nahkampfangriffe und Schaden addiert

1 - 5 klassischer DnD Standard von Odnd - 3.5
6 Lies bitte die Regeln genau durch
Zitat
- Wie gehe ich mit so einem Spieler um, der mir in jeder Situation mit einem Gegenargument kommt?
Wie geht man mit mit einem SL um, mit dem man jede Session um die Einhaltung der Regeln debattieren muss.

Zitat
- Dürfen bei euch die Leute bei der nächsten Sitzung plötzlich mit ganz anderen Zaubern / Waffen und Attributen am Tisch sitzen, weil sie zu Hause immer wieder ihre Charas von Grund auf überarbeiten?
hängt vom Genre, Setting, Theme und RW ab.
Mir fiele bei DnD jetzt nichts ein was mich bei Waffen und Zaubern überraschen würde und Attribute sind umständeabhängig z.B. durch Magic Items
Der Paladin kann wohl  Kampfstile austauschen, der Sorcerer Spells

Zitat
Als DM fühle ich mich unter anderem auch ziemlich in der Gestaltung der Welt eingeschränkt und ich weiss nicht, wie ich damit umgehen soll.
Wo liegt da dein Problem?


Zitat
- Wie gehe ich damit um, wenn ein Spieler die ganze Zeit die Regeln bricht und zwar so, dass ich praktisch nichts vernünftiges sagen kann?
Welche bricht er denn?

Morgenstern
https://roll20.net/compendium/dnd5e/Items:Morningstar#content
Morningstar
melee weapon (martial, morningstar)
Category: Items
Damage: 1d8
Damage Type: Piercing
Weight: 4

Selbst den Eulenbären hat er ohne Probleme in zwei Angriffen gekillt. (Geht das überhaupt?)

Ja, braucht ziemlich maximale Würfe oder einen Owlbear mit etwas weniger als Monster Manual Standard Hit Points

Willst du eine Geschichte erzählen oder soll die Gruppe eine Geschichte erschaffen

Zu den Gegnern:
Klassisches SL Problem:
du hast nur ein Gehirn, das X NSC bedienen muss und die Charspieler sowie deren SCs bedienen, dazu ist das ganze schnell und hektisch oder soll es sein.
Überleg dir ein Paar simple Taktiken die zu den NSCs Sinn machen

@Tegres

2 als absoluter DnD 5 NUB sehe ich da aber keine Regelbrüche beim Paladinspieler, aber naudirs Fähigkeit den Charbogen auf Richtigkeit zu prüfen zweifele ich an

@Huhn

der morning star steht im Players und ist jetzt nix anderes als ein das Äquivalent zum Langschwert

[edit=Tonfall durch Moderation angepasst]
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Huhn am 5.04.2021 | 16:47
@Huhn

der morning star steht im Players und ist jetzt nix anderes als ein das Äquivalent zum Langschwert
Es hätte mich auch sehr gewundert, wenn es in D&D keinen Morgenstern gibt.

Kurz hierzu:
...
Der Threadersteller hat schon vermittelt, dass er sich nochmal genauer in die Regeln einlesen wird. Er ist offenbar neu sowohl als SL als auch bei D&D allgemein - kein Grund, gleich gemein zu werden von wegen "read the fucking manual". Deine Hinweise und Links sind hilfreich, aber gerade hier im Einsteigerbereich (!) bitte ich darum, dass auch der Tonfall des Beitrags immer nochmal geprüft wird.

[Änderung durch SirMythos: Tonfall im Ursprungspost des zweiten Zitats angepasst, Zitat entsprechend rausgenommen]
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: JS am 5.04.2021 | 16:56
Richtig, Frau Huhn.
Allerdings sei angemerkt, daß Lichtschwerttänzer gern zur Kürze neigt und manchmal einen etwas rauheren Humor hat (oder raueren?).
Kann man als Neuling allerdings nicht wissen.
:)
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: naudir am 5.04.2021 | 17:00
Ich bin gerade am Handy, daher fällt eine eher kurze Antwort aus.

Danke auch für das bisschen gemeinere Feedback  ;) Ich hab eigentlich auf so einen Beitrag fast gewartet  ;D


Ich habe heute meine "Hausaufgaben" gemacht und den hinteren Teil des Player Books genauer studiert. Wichtige Dinge habe ich aufgeschrieben. Für die Spieler gibts am Tisch nun ein Cheatsheet, damit das ein für alle mal klar ist, wie ein Kampf mir der Berechnung der Attribute funktioniert und wir hoffentlich nie mehr wieder diese Diskussion führen müssen.

Durch das ganze Feedback hier und nochmals das Regeln studieren, fühle ich mich für die nächste Session relativ sicher. Ich lass mich nun auch nicht mehr so hart vom Paladinspieler überrollen.
Den Barden konnte ich nun beruhigen und überzeugen, nicht auszusteigen. Nun liegts an mir, das ganze Feedback in der nächsten Session anzuwenden und zu wachsen.

Mein Ziel ist es natürlich nicht die Spieler zu schikanieren. Soll ja allen spass machen.
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: JS am 5.04.2021 | 17:07
Ich habe dir den Link zu einem Cheat Sheet geschickt. Bei den PM.

Und Lichtschwerttänzer meint es nicht gemein und böse. Da mach dir keinen Kopf. Er hat bestimmt nur zu lange... ganz falsche Systeme gespielt. Das prägt!
:D
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Sashael am 5.04.2021 | 19:22
Und Lichtschwerttänzer meint es nicht gemein und böse. Da mach dir keinen Kopf. Er hat bestimmt nur zu lange... ganz falsche Systeme gespielt. Das prägt!
:D
Welche Systeme zerstören die Fähigkeit zu höflichem Umgangston noch gleich?  :think:
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: hassran am 5.04.2021 | 19:31
Der Paladinspieler ist doch auch Anfänger... wir kennen seine Sichtweise nicht und ich bin etwas irritiert, wie selbstverständlich er hier verurteilt wird. Ja, die Zeichen deuten auf einen Ego-Spieler. Aber dominante Spieler gibt es viele und das muss nicht schlecht sein. Sie sind auch gute Story-Treiber. Gib ihm eine Chance!

Das ist vielleicht der wichtigste Punkt. Eure Reibungen scheinen nur sekundär im Spiel selbst begründet zu sein.
Allerdings würde ich empfehlen, keine dritten und vierten Chancen zu vergeben, sofern der zweite Versuch ernsthaft unternommen wurde.
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: JS am 5.04.2021 | 19:42
Welche Systeme zerstören die Fähigkeit zu höflichem Umgangston noch gleich?  :think:

Alle, die nicht meine Lieblingssysteme sind.
:D
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Drantos am 5.04.2021 | 20:51
...

Seit wann würfelt man auf detect evil ... beim Pally?
https://roll20.net/compendium/dnd5e/Paladin#content
Lese ich hier nichts von, auch nicht auf die Beschränkung auf Kreaturen.
Divine Sense
The presence of strong evil registers on your Senses like a noxious odor, and powerful good rings like heavenly music in your ears. As an action, you can open your awareness to detect such forces.

...

Zum Rest sag ich nix, aber hierzu

..."Until the end of your next turn, you know the location of any Celestial, fiend, or Undead within 60 feet of you that is not behind total cover. You know the type (celestial, fiend, or undead) of any being whose presence you sense, but not its identity (the Vampire Count Strahd von Zarovich, for instance)."...

sag ich nur "Lies bitte die Regeln genau durch" (steht als nächster Satz hinter dem von dir zitierten).

cu Drantos

[edit=Tonfall durch Moderation angepasst]
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 5.04.2021 | 22:10
- kein Grund, gleich gemein zu werden von wegen "read the fucking manual".
das war nicht gemein gemeint nur nachdrücklich sehr nachdrücklich, nur gebe ich aus Erfahrung auf solche einseitigen Rants recht wenig, vor allem wenn der Rantende laut eigener Aussage einen guten Teil der Schuld trägt.

Ich gebe ihm einen gewissen Benefit  für Anfänger und im Zweifel für, aber ich werde dem Paladinspieler gewiss nicht deswegen anfangen Schuld zuzuschieben.

@naudir

Ich kann aus deinen eigenen Postings recht wenig herauslesen was der Mitspieler falsch gemacht hat, außer auf den RAW zu beharren und dir keinen Anfängerfehler/Welpenschutz zu gewähren

@Drantos

Äh, ja und?

Da gibt es einen von mir gelesenen Satz der noch einmal spezielles für solche Kreaturen Regeleffekte aufführt, also was wolltest du mir jetzt sagen
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: JS am 5.04.2021 | 23:13
Aber auf RAW hat der Paladinspieler doch gerade NICHT gepocht, sondern auf seine Regeln.
;)
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Sashael am 6.04.2021 | 06:48
@naudir

Ich kann aus deinen eigenen Postings recht wenig herauslesen was der Mitspieler falsch gemacht hat, außer auf den RAW zu beharren und dir keinen Anfängerfehler/Welpenschutz zu gewähren

Mehrere Rüstungen übereinander, Eigenbaumorgenstern (macht offenbar deutlich mehr Schaden als die RAW-Version), "Regeln seien dazu da, um gebrochen zu werden", massiver Schaden jenseits aller RAW (Göttliches Niederstrecken funktioniert nur 3x pro Tag und nicht durch nen halben Dungeon!).

Eventuell solltest du Naudirs Posts mal wohlwollend lesen, anstatt darauf abzugehen, dass man Anfängern keine Gnade zeigen sollte.  ::)

Und wenn ein SC so das Spiel dominiert, dass andere Spieler keinen Bock mehr haben, liegt das Problem nicht bei der Regelfestigkeit des SL.
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Arldwulf am 6.04.2021 | 07:59
Zumindest klingt es so, als ob der Spieler sicher auch ein paar Sachen falsch verstanden hat.

Doch ob dies so viel an der Grundthematik ändert? Eine Rüstungsklasse von 19 ist gewiss nichts ungewöhnliches für einen niedrigstufigen Paladin ebensowenig wie sehr guter Schaden wenn es drauf ankommt.

Letztlich wäre das erste was mir bei dieser Kombi in den Sinn kommt wohl: Vorsicht, der Barde kann auch noch richtig stark werden, und hat ebenfalls Möglichkeiten Kämpfe allein zu entscheiden. Es ist ein generelles Merkmal der 5e, dass dies wieder ermöglicht ist und der etwas niedrigere Schwierigkeitsgrad ist Teil des Spiels und auch ein wenig Folge daraus. "Durch den Dungeon rushen" können die Spielercharaktere insofern einfach...das ist ein bisschen auch Teil dessen was D&D 5 ausmacht.

Ich weiß gar nicht ob es so viel Sinn macht den Paladin groß einzuschränken (über das normale Maß des "nein, zwei Rüstungen gehen nicht, aber schau mal hier du kannst einen Schild nutzen" hinausgehend) weil man dann das Spiel wohl auch deutlich verändert. Besser wäre es mit den anderen zu sprechen und ihre Stärken in den Fokus zu rücken.
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: naudir am 6.04.2021 | 08:54
@JS: Danke für das PDF!

Naja, es ging mir ja nicht darum ihn zu bashen. Ich musste zwar ein bisschen Frust ablassen, ja, aber ich glaube ich gebe ja nicht nur ihm alleinig die Schuld. Ich weiss, dass ich auch einen grossen Teil dazu beitrage. Aber ich diskutiere mit ihm oft, dass er Regeln ändern möchte, währenddessen er die anderen Spielerin mit den vorgegebenen Grundregeln unterbricht inkl mir. Auch, wenn ich mal sage, dass ich nun eine Regel abändern möchte, wird mir der entsprechende Absatz dieser Regel vorgeplappert. Auf Dauer frustrierts halt iwann.

Wenn das einfach ein generelles 5e Ding ist, dass man die Kreaturen bzw. Monster so einfach besiegen kann, dann nehme ich für meine Spieler einfach vor, die Figuren entweder stärker zu machen oder ich überlege mir einfach Kampfstrategien, damit für alle was dabei ist. Aber als anfänger SL muss man erstmal auf die Idee kommen und zT hat mir das Feedback hier auch sehr sehr geholfen.

Ich für meinen Teil habe meine Hausaufgaben gemacht und ich versuche das in der nächsten Session umzusetzen. Alles relevante ist bei mir aufgeschrieben und für alle sichtbar.

Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Siouxy am 6.04.2021 | 09:52
Auf alle Fälle viel Erfolg und viel Spaß dir und deiner Truppe - ich würde mich freuen, wenn du berichtest, wie es weitergeht und ob ihr euch zusammen raufen könnt.
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 6.04.2021 | 11:25
Mehrere Rüstungen übereinander,
das ist naudirs Aussage und naudirs Regelkenntnis und Verständnis sind lückenhaft, daher überzeugen mich seine diesbezüglichen Vorwürfe nicht.

Von der Tatsache mal abgesehen - das auch der Charspieler ehrlich Fehler gemacht haben könnte
Wie kommt du auf Eigenbaumorgenstern?
Das Ding steht im Players und ja solche Treffer Schadenswürfe gehen auch völlig legitim, selbst bei mir,

Ich habe naudirs Post auch betreffs des Charspielers wohlwollend gelesen und zumindest versucht naudir so wohlwollend zu lesen wie ich kann

@naudir

Zwischen Regeln ändern und Regeln brechen besteht ein großer Unterschied

Kämpfe können sich durch Taktik, Zufälle, Glück, Pech etc. sehr interessant entwickeln.

2 Beispiele
Ich hatte einen Char der hat mehr  grössere Dämonen im Einzelkampf erledigt als der große NSC Held des Settings überhaupt Dämonen begegnet ist, das Äquivalent eines Kriegshäuptlings der Uruk Hai(die hatten wir vorher noch aufgebohrt) mit dem ersten Schlag im Kampf erledigt...
Derselbe Char ist von Goblins in der ersten Runde ausgeknockt worden

Ein anderer Char(btw wahrscheinlich der "schwächste" aber auch "vielseitigste" der Runde) hat praktisch 50% der Leistung bei der Übernahme des Äquivalentes eines Borg Supertodessterns weil seine Psi und Magiefähigkeiten viele der Probleme negierten und einschliesslich der Übernahme des Bordcomputers.
Nebenbei ich wusste nichtmal, das sowas eine so bedeutende Rolle in der Kampagne spielen könnte, aber viele Standardprobleme wie z.b. das bedienen eines Aufzuges , Türen öffnen etc., waren da zu nassen Papierbeuteln geworden(die funktionierten nur mittels Funksignalen - nicht manuell, sowas konnte der Char psionisch-magisch erledigen)

Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Sashael am 6.04.2021 | 11:48
das ist naudirs Aussage und naudirs Regelkenntnis und Verständnis sind lückenhaft, daher überzeugen mich seine diesbezüglichen Vorwürfe nicht.

Von der Tatsache mal abgesehen - das auch der Charspieler ehrlich Fehler gemacht haben könnte
Wie kommt du auf Eigenbaumorgenstern?
Das Ding steht im Players und ja solche Treffer Schadenswürfe gehen auch völlig legitim, selbst bei mir,
Der Maximalschaden eines Morgensterns ohne Göttliches Niederstrecken oder Krits ist 15, Schnitt 11. Wenn der Palaspieler ST 20 und Duellieren hat. Sonst gehts schnell abwärts. Normalbuilds haben Max 11, Schnitt 7. Oder 13 & 9 mit Duellieren.

Wenn der regelmäßig mit Schadenswerten zwischen 20-30 ankommt und regelmäßig seine Würfel neu würfelt, ist schlicht etwas faul im Staate Dänemark.
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Alexandro am 6.04.2021 | 11:57
Nicht zu vergessen solche Schoten, wie "Mein Stärkewert ist so hoch, deswegen mache ich UNBEWAFFNET W10 Nahkampfschaden" (soviel wie ein hochstufiger Mönch).

Nach solchen Sätzen kann mir niemand erzählen, dass der Pala nach Regeln spielt.
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: JollyOrc am 6.04.2021 | 12:12
Danke. Wie gesagt, grundsätzlich kenne ich die Regeln des Spiels. Die Schadensregel hat mich irritiert, die Gründe stehen ja oben. Der Paladinspieler kennt einfach seine Klasse sehr gut und biegt sich die Regeln halt manchmal so hin wie er es als logisch empfindet. Wir hatten durchaus mal eine Diskussion, in der ich nicht wollte, dass ein kritischer Treffer automatisch bedeutet er treffe die Kreatur am Kopf. Letztes Mal hat er dem Grick mit blossen Fäusten eine reingehauen und einen 1W10 Würfel pro Faust benutzt. Im Regelbuch steht aber ein fixer Würfel für Faustschläge. Begründung war aber:"Mein Paladin ist ja so stark. Da muss ich fast was starkes nehmen."

boah, das sehe ich jetzt erst. Der Mensch kennt nicht seine Klasse sehr gut, der denkt sich einfach ad hoc Regeln aus, die ihm beliebiges Spiel ermöglichen und überfährt Dich dann damit. Das ist schon nicht mal mehr Schummeln, das ist Calvinball.
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 6.04.2021 | 12:24
Nicht zu vergessen solche Schoten, wie "Mein Stärkewert ist so hoch, deswegen mache ich UNBEWAFFNET W10 Nahkampfschaden" (soviel wie ein hochstufiger Mönch).

Nach solchen Sätzen kann mir niemand erzählen, dass der Pala nach Regeln spielt.
autsch, das ist allerdings ein Ding
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Dark Stone Cowboy am 6.04.2021 | 12:32
Nachdem ich das jetzt alles gelesen habe, wäre mein einziger Tipp: Spieler aus der Gruppe entfernen. Mit dem Rest der Gruppe spannende Abenteuer erleben. Ganz ehrlich: Diese Person wird sich nie ändern. Selbst wenn er von groben Schummeleien Abstand nähme, kann man davon ausgehen, dass es auch fürderhin ständig Diskussionen bis ins Kleinschrittigste geben wird. Lohnt sich nicht. Weg mit dem Kerl.
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 6.04.2021 | 12:50
Wenn diese Diskussionen nicht auf einer problematischen Regelauslegung des SLs beruhen, ich hatte unzählige Diskussionen mit Meistern die meinten sie könnten die Regeln jetzt auf gleich nach Belieben ändern und  dann über Mitspieler hergezogen sind die das nicht toll fanden.
Als Spieler der das auch erlebt hat finde ich das extrem NICHT toll, Regel 0 Nicht toll, Meister aus der Gruppe werf/ich gehe nicht toll
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Goladir am 6.04.2021 | 12:54
Rollenspiel = Gesellschaftsspiel - und das sollte allen beteiligten Spaß machen. Die schnellste und einfachste Lösung wäre den Spieler aus der Gruppe zu entfernen. Wenn dir das schwer fällt, solltest du dich mit dem Spieler auseinandersetzen und deine Probleme mit ihm besprechen. Ich schlage vor das machst du "unter 4 Augen".

Was ich hier alles so gelesen habe, wird er aber an einer Lösung der Probleme vermutlich nicht interessiert sein. Womit wir wieder beim Entfernen aus der Gruppe wären. Einen Spieler aus der Gruppe zu nehmen ist nie schön. Es ist aber oft nicht anders möglich, um den Rest der Gruppe (inkl. dir als SL) schöne Spielrunden zu ermöglichen.

Die erste und wichtigste Regel im Zusammenspiel mit Anderen lautet daher sowieso immer "Don´t be a dick!" (c) Will Wheaton.

Grüße,
Goladir
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Seraph am 6.04.2021 | 13:06
Naudir, du packst das schon! Ich wünsche dir viel Erfolg, weniger Stress und vor allem mehr Spaß mit deiner Truppe!
Rollenspiel ist ein so schönes Hobby, das wäre super schade, wenn Anfänger wegen so einem Murks abgeschreckt würden.

Du hast ja viele sehr hilfreiche Tipps bekommen, ich kann aber nur immer wieder darauf pochen - wenn es ein Problem zwischen Spielern und DM gibt, geht das Problem nicht ingame an! Macht eine kurze Pause, atmet mal tief durch und sprecht miteinander! Sprich den Paladin-Spieler direkt an und sag "Hey XYZ, lass uns mal über ein paar Dinge reden, schließlich ist das hier ein Gruppenspiel..."
Konflikte ingame zu "klären" (sprich: zu zeigen, wer hier regeltechnisch bzw. machttechnisch den Längeren hat) führt imho zu nichts Konstruktivem. Nur zu...unsäglichem Leid...
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: unicum am 6.04.2021 | 14:33
Mal so eine Frage an den Strangersteller: Wie sehen es denn die anderen Spieler?
Ich erinnere mich durchaus auch an Leute welche in die richtung deines Palladinspielers gehen,...
Ich weis das für mich es auch als Spieler "doof" ist wenn ich so jemanden in der Gruppe habe.
Gegebenenfalls fühle ich mich dann als "Sidekick" und nicht als "Held".
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Drantos am 6.04.2021 | 18:36

@Drantos

Äh, ja und?

Da gibt es einen von mir gelesenen Satz der noch einmal spezielles für solche Kreaturen Regeleffekte aufführt, also was wolltest du mir jetzt sagen

Das ist deine Interpretation. In meinen Augen liest sich das eher wie eine abschließende Regel, so dass man mit der Fähigkeit laut RAW nur die entsprechenden Kreaturen und die später erwähnten Gegenstände entdecken kann. Grundsätzlich sehe ich das aber eher wie wahrscheinlich du auch und erweitere den Rahmen. Bei entsprechend starken Auren oder besonders (un-)heiligen Orten würde ich mich auch nicht von der Regel einschränken lassen und dem Paladin mehr Freiraum bei der Fähigkeit zugestehen.

Allerdings schreibt Naudir, dass er sehr unerfahren ist und in meinen Augen sollte man erstmal die basics verstehen bevor man an Regeln rumfummelt.

cu Drantos
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 6.04.2021 | 19:09
Das ist deine Interpretation. In meinen Augen liest sich das eher wie eine abschließende Regel,
sorry, ich kann diese Interpretation nicht nicht im mindesten nachvollziehen.


Zitat
sollte man erstmal die basics verstehen bevor man an Regeln rumfummelt.
Zustimmung
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Alexandro am 6.04.2021 | 20:55
Selbst wenn es eine offene Formulierung wäre (was es nicht ist, die Passage ist bekannt, ebenso wie die (guten) Gründe,  dies nur für übernatürliche Kreaturen gelten zu lassen) ... selbst wenn sich diese Passage auch auf "jedwede Art Böses" interpretieren ließe... die Assi-Haltung des Spielers, seine Interpretation als die einzig gültige durchzusetzen, sorgt bei mir gleich dazu, dass ich sagen würde "Nope, so nicht ".
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 6.04.2021 | 21:10
seine Interpretation als die einzig gültige durchzusetzen, sorgt bei mir gleich dazu, dass ich sagen würde "Nope, so nicht ".
da haben wir hier nur die Aussage jener Person zu, deren Regel(un)kenntnisse doch Teil des Problems sind, die wiederholt versucht hat diese als RAW Regeln zu setzen.

Die nach ihren eigenen Aussagen auch nicht gerade IMHO ein Paragon im Sinne der Regel 0 ist

Aber immer wieder schön wie jemand im RPG  durch die Aussage von jemand anders verdammt wird!
Sind wir hier auf dsa4forum.de?
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: flaschengeist am 6.04.2021 | 21:35
Das ist deine Interpretation. In meinen Augen liest sich das eher wie eine abschließende Regel, so dass man mit der Fähigkeit laut RAW nur die entsprechenden Kreaturen und die später erwähnten Gegenstände entdecken kann.

Genau so haben wir das auch immer gehandhabt "The presence of strong evil registers on your senses likea noxious odor, and powerful good rings like heavenly
music in your ears"
ist der einleitende Fluff zur nachfolgenden Regel.


Wenn das einfach ein generelles 5e Ding ist, dass man die Kreaturen bzw. Monster so einfach besiegen kann, dann nehme ich für meine Spieler einfach vor, die Figuren entweder stärker zu machen oder ich überlege mir einfach Kampfstrategien, damit für alle was dabei ist. Aber als anfänger SL muss man erstmal auf die Idee kommen und zT hat mir das Feedback hier auch sehr sehr geholfen.


Um eine kompetente, voll ausgeruhte Gruppe zu fordern, brauchst du mehrfach tödliche Encounter (gemäß der Encounter Design Regeln im DMG).

Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 6.04.2021 | 21:45
ist der einleitende Fluff zur nachfolgenden Regel.
selbst wenn es das ist, lässt sich daraus kein IMHO begründeter Vorwurf an den Mitspieler ableiten, außer das er eine IMPOV wirklich schlecht geschriebene Regel falsch verstanden hat.
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: flaschengeist am 6.04.2021 | 22:02
selbst wenn es das ist, lässt sich daraus kein IMHO begründeter Vorwurf an den Mitspieler ableiten, außer das er eine IMPOV wirklich schlecht geschriebene Regel falsch verstanden hat.

Du wurdest doch schon darauf hingewiesen, was für Aktionen und Verhaltensweisen der OP noch beschrieben hat (die 1d10 waffenlosen Schaden pro Faust hatte ich sogar erneut zitiert). Aus meiner Sicht ergibt sich da durchaus ein stimmiges Gesamtbild, wenngleich ich deine Bedenken nachvollziehen kann, dass wir hier nur eine Seite hören. Zu meinem Gesamtbild gehört allerdings auch, dass der OP gerade nicht eigene Unzulänglichkeiten verschwiegen oder sich einseitig als Opfer stilisiert hat. Auf mich wirkt deine Antwort ehrlich gesagt, als hättest du diesen Faden höchstens überflogen.
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Alexandro am 6.04.2021 | 22:10
da haben wir hier nur die Aussage jener Person zu, deren Regel(un)kenntnisse doch Teil des Problems sind, die wiederholt versucht hat diese als RAW Regeln zu setzen.

Die nach ihren eigenen Aussagen auch nicht gerade IMHO ein Paragon im Sinne der Regel 0 ist

Aber immer wieder schön wie jemand im RPG  durch die Aussage von jemand anders verdammt wird!
Sind wir hier auf dsa4forum.de?

Nope,  versucht seine Interpretation trotz (offensichtlicher) Regelunkenntnis (im besten Fall, im Schlimmsten absichtliches Schummeln) hat nur der Pala-Spieler.

Der SL hat Regelschwächen zugegeben,  aber nicht versucht seine Sicht gegenüber dem Pala durchzusetzen.

Und: jeder der sich so wie der Pala-Spieler verhält (dieses Assi-Verhalten ist unabhängig von "Regelkenntnis oder nicht" und kann deswegen auch von Personen bewertet werden, die kein Grw gefressen haben) hat imo kein Mitleid verdient.
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 6.04.2021 | 23:27
Du wurdest doch schon darauf hingewiesen, was für Aktionen und Verhaltensweisen der OP noch beschrieben hat (die 1d10 waffenlosen Schaden pro Faust hatte ich sogar erneut zitiert).
das hatte ich ebenfalls schon kommentiert, bin aber nicht völlig überzeugt das naudirs Aussagen bezüglich der Regeln richtig sind - nicht unwahr aber ob er seine Fakten richtig steht auf einem anderen Schild

Zitat
Zu meinem Gesamtbild gehört allerdings auch, dass der OP gerade nicht eigene Unzulänglichkeiten verschwiegen
wie gesagt ich kenne das was der SL hier macht aus Mitspielersicht, von daher finde ich es etwas harsch dem Pallyspieler Assi sein vorzuwerfen.




Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Alexandro am 7.04.2021 | 00:14
Du kennst es aus Spielersicht, dass du den SL bulliest dir gefälligst Regelauslegung X zuzulassen und der SL daraufhin nachgibt? Du kennst es aus Spielersicht, dass mindestens ein Mitspieler in deiner Runde dem SL mitteilt, dass er diese wegen dir verlassen möchte?

Na dann...  ;)
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 7.04.2021 | 00:29
Nein, ich kenne es aus Mitspielersicht und aus Offgamesicht das Meister willkürlich Regeln ändern, ignorieren usw um ihre Sicht der Spielwelt(und da rede ich von Mitspieler Ingame auflaufen lassen) oder ihre Story durchzuziehen, falsche Aussagen und Auslegungen  treffen die durchaus konkreten Aussagen in Regeln oder Hintergrund widersprechen oder weniger höflich falsch sind.


Einschliesslich Offgame Mitspieler verleumden, und Bully or Thug ausdrücklich eingeschlossen.
Die Mehrzahl von denen fallen unter Regel 0
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Alexandro am 7.04.2021 | 00:49
Wir gehen hier von dem aus, was hier gepostet wurde und geben darauf basierend Ratschläge, wie unterschiedliche Leute hier mit einem Spieler verfahren würde, der solche Sachen abzieht.

Wenn du den Threadersteller für einen Lügner hältst, dann hast du wohl auch kein Interesse daran ihm Tipps zu geben, um mit seinem Problem umzugehen, da du sein Problem für erfunden hältst - und es stellt sich (neben der Frage nach grundlegender Sozialkompetenz) die Frage, was du in diesem Bereich des Forums bezweckst.
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Tudor the Traveller am 7.04.2021 | 01:02
Wir gehen hier von dem aus, was hier gepostet wurde

Tatsächlich interpretieren einige hier da mehr rein, als der TE schreibt. Ich meine, der TE sagt ja frei heraus, dass er frustriert ist und mit dem Spieler nicht klar kommt und das hier eine Art Rant ist. Seine Darstellung ist also nicht wirklich neutral UND er versteht nach eigener Aussage vieles nicht. Auf der Basis lässt sich nicht darauf schließen, was die Motivation des Paladinspielers ist. Offenbar beschäftigt er sich aber viel mehr mit den Regeln als der Rest. Dass er den TE irgendwie hart angeht, hat der TE aber so nie geschrieben. Da malen sich hier imo einige einfach was aus...

Auf der anderen Seite wird ein uns unbekannter Spieler in eine Ecke gestellt, ohne sich verteidigen zu können. Das finde ich falsch und auch sehr bedenklich. Immerhin gibt man dem TE Ratschläge in der Richtung " der ist ein Ar... schmeiß ihn raus". Krass  :o
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Skele-Surtur am 7.04.2021 | 01:45
Stimmt.

Nun kennen wir hier nur eine deutlich gefärbte Seite. Aber einige Sachen, die der TE hier erzählt kann ich nur sehr schwer anders interpretieren, als dass der Spieler komplett einen an der Waffel hat und ganz einfach entweder einen Dämpfer braucht, damit er sich wieder einkriegt. Er erfindet einfach neue Waffen und baut sie ungefragt ins Spiel ein, benutzt kraft eigener Herrlichkeit die Schadenswürfel, die ihm gerade passen (mit der Argumentation "der Char ist halt so stark"), verändert ohne Absprache mit dem SL seinen Charbuild, etc.pp. Und was mich am allermeisten irritiert, ist dass er den SL damit komplett überfährt und es einfach macht, als wäre es das selbstverständlichste der Welt, nach dem Motto "Dreistigkeit siegt!"

Ja, völlig richtig, wir kennen nur die eine Seite der Geschichte, aber die eine Seite schwenkt so dermaßen viele Red Flags und lässt die Alarmsirenen so laut aufheulen, dass ich mich echt schwer tue zu glauben, dass da nicht ein echt großes Problem am Spieltisch sitzt.

Und damit bleibt für mich primär eine Sache, die ich hier raten kann: Man lerne "nein" zu sagen. Wenn jemand versucht, dich zu überfahren und mit Dreistigkeit sein Ding durchzusetzen, lass ihn auflaufen. Sag nein und zwar konsequent.

"ich benutze w10 für den Schaden!" Nein. Nein, tust du nicht.
"Ich habe hier eine Ochsenherde, das ist eine einhändig geführte Waffe, die macht 3w4 Schaden zwei nebeneinander stehende Gegner!" Nein, hast du nicht.
"Ich habe +12 auf den Wert!" Zeig mir das Charakterblatt, ich will sehen wie sich das zusammensetzt. Und nein, hast du nicht.

Ich bin normalerweise ein großer Fan von "Vertrau deinen Spielern", "sag nicht nein, sondern Ja, aber...", "Spiele mit den Spielern, nicht gegen sie" und "Der SL ist auch (nur) ein Spieler". In 99 von 100 Fällen. Das hier ist der 100ste Fall. Sag nein. Dein Spiel, deine Regeln. Sei der Chef am Tisch, triff Entscheidungen. Diskutier nicht. "Ich entscheide jetzt als SL, dass wir das jetzt so machen, NACH dem Spiel schauen wir in den Regeln nach. Und zwar in Ruhe." Keine Regeldiskussion am Spieltisch.

Lass dir das Charakterblatt geben und nimm dir das Recht heraus vorzuschreiben, was geht und was nicht geht. Ein Charakter am Spieltisch braucht deinen Segen. Dieses SL-diktatorische Auftreten ist eigentlich ziemlich uncool. Aber manchmal, nur manchmal, muss das leider ganz einfach sein.
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 7.04.2021 | 05:33

Wenn du den Threadersteller für einen Lügner hältst,
Nein, das tue ich ausdrücklich nicht, ich gestehe ihm zu das er ehrlich postet was er glaubt nur ist seine Regelkenntnis nicht gut und so sind seine Vorwürfe  für mich daher nicht belegt.

Ich hatte ihm geraten das Regelwerk zu lesen.


@Skele-Surtur

Die selbsterfundene Waffe steht, wie von mir geschrieben und verlinkt im RW.

Das Verhalten des Mitspieler s kann auch durch das Verhslten des SL provoziert sein, der anscheinend wiederholt seine falschen Regel Interpretationen setzen wollte.

Da kann ich es sehr gut verstehen, das der Mitspieler  grantig reagiert.


Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: naudir am 7.04.2021 | 07:26
Guten Morgen alle!

Ich versuche mal auf alles einzugehen, was mir so ins Auge gesprungen ist.
Natürlich musste ich kurz den Frust abladen, das wirkt scheinbar auf Gewisse so, als ob ich dem Paladin die ganze Zeit Vorwürfe mache. Ich nehme mich selber nicht in Schutz, ich möchte auch kein übertriebenes Mitleid und den Paladinspieler möchte ich auch nicht bashen, beleidigen oder sonst etwas. Ich möchte Ratschläge, wie man mit so einem Spieler am Tisch umgeht.

Die habe ich auch bekommen und ich danke euch dafür!

Unabhängig davon, habe ich in der Freizeit nicht so dermassen viel Zeit, um mich so ausgiebig mit DnD zu befassen wie unser Paladinspieler, dass ich so weit wäre wie er, der die Regeln - für mich - gefühlt ständig an einem Punkt im Spiel abändern möchte. Unabhängig davon, ob man jetzt die Regeln kennt oder nicht.

Die Erkenntnis aus diesem Forum, dass ich mich immerzu von dieser Art überrollen lasse und dann einknicke, hat mir sehr viel geholfen. Ich bin durch die verschiedenen Diskussionen an meinem Tisch unsicher geworden, das gebe ich ehrlich zu. Und ja, ich wusste auch nicht mehr wie man den Angriff-/Schadenswurf berechnet, weil man mich völlig irritiert hat. Am Ende hat auch der Text im Regelbuch nichts mehr gebracht, weil die Gemüter erhitzt waren und die Diskussion auf individuelle Intepretation lief.

Zitat
Wenn diese Diskussionen nicht auf einer problematischen Regelauslegung des SLs beruhen, ich hatte unzählige Diskussionen mit Meistern die meinten sie könnten die Regeln jetzt auf gleich nach Belieben ändern und  dann über Mitspieler hergezogen sind die das nicht toll fanden.
Ich möchte ja keine Regeln jetzt auf gleich nach Belieben ändern. Ich möchte nicht im Ingame auf den Paladinspieler losgehen und seinen Charakter töten oder den Konflikt Ingame austragen.

Zitat
Mal so eine Frage an den Strangersteller: Wie sehen es denn die anderen Spieler?
Der Barde beschwert sich, dass der Paladinspieler das Game mit einer aggressiven Spielart überrollt. Ihm fällt auf, dass der Paladin in allen Situationen möglichst viel und aufdringlich in kurzer Zeit machen möchte. Sprich direkt nach einem Kampf den Raum absuchen, Looten, Handlungen ausführen noch ehe die Anderen zu Wort kommen. Ich - der Anfänger - lasse mich davon mitreissen und gehe fast nur auf ihn ein, ohne es zu merken.

Ehrlich gesagt ist mir dann der Anfängerfehler schlechthin passiert: Der Barde (und nicht nur) ging in der letzten Session z.T vergessen. Er fand es nicht schlimm - aus reinem Verständnis für mich, dem Anfänger SL. Für ihn ist zudem frustrierend, dass der Paladinspieler seinen Charakter bzw. Schadens-/Angriffswurf infrage Stellt. Es sind beides Hitzköpfe und ich fühle mich dann oft hilflos zwischen den Fronten.

Nachtrag: Es stellt sich übrigens durch diesen Thread hier heraus, dass kein einziger Spieler am Tisch die Würfe auf Angriff/Schaden richtig gemacht hat. Soll nichts rechtfertigen...

Seine Freundin frage ich aus Prinzip nicht.

Der Waschbärenspieler ist ein guter Freund des Barden und ist seiner Meinung. In der Feedbackrunde hat er mich dann noch entsprechend auf die dominante Spielart hingewiesen, allerdings erst nachdem Paladinspieler und Freundin weg waren.

Zitat
Nein, ich kenne es aus Mitspielersicht und aus Offgamesicht das Meister willkürlich Regeln ändern, ignorieren usw um ihre Sicht der Spielwelt(und da rede ich von Mitspieler Ingame auflaufen lassen) oder ihre Story durchzuziehen, falsche Aussagen und Auslegungen  treffen die durchaus konkreten Aussagen in Regeln oder Hintergrund widersprechen oder weniger höflich falsch sind.
Ich finde nicht, dass ich das mache.
Als wir die Gruppe gegründet haben, habe ich gesagt, dass ich sehr froh bin wenn mir jemand hilft und auf die Regeln hinweist falls ich etwas falsch mache. Ich will weder meine Story krampfhaft durchziehen, noch Regeln bewusst ignorieren, durchsetzen oder sonst etwas. Ich sehe mich nicht als Gegner meiner Gruppe, sondern mehr als Mitspieler.

Für mich wirkt es so als ob du denkst, dass ich gar nichts vom Spiel weiss und zwingend versuche meine Sichtweise am Tisch durchzusetzen, aber das stimmt nicht.

Zitat
Ich hatte ihm geraten das Regelwerk zu lesen.
Danke. Das habe ich jetzt in den vergangenen Tagen wirklich intensiv getan. Es hat Wissenslücken im Detail gefüllt und das Verständnis für die DnD Welt um einiges verbessert.

Mein Problem ist, dass mein Paladinspieler Grossmeisterdnd wie grosse Sitzungen auf YT spielen möchte und daher Änderungen an den Regeln vornehmen möchte. Das er mit geändertem Charakterbogen ohne Absprache am Tisch sitzt und das er ingame - wann immer ich oder die Spieler einen Fehler machen (sei er noch so aus meiner Sicht unbedeutend), der Spielfluss unterbrochen wird. Für ihn ist es aber dann okay, wenn er mit seinen Fäusten einen mega Schaden macht, weil er bei der Stärke einen so hohen Wert hat. Wenn ich, als SL, darauf hinweise, findet eine Diskussion auf Basis von:"Ja, aber die Regeln sind bei DnD nur als Richtwert dazu da. Ich hab in einem YT Video gesehen, dass..."-statt. Mein Problem ist auch, dass mein Bardenspieler die Schnauze voll hat, dass ich meine Mitspieler am Tisch durch die dominierende Spielart des Paladins versehentlich vergesse und sich der Rest des Tisches wahrscheinlich so fühlt, als wären sie NPCs, weil sie auch im Kampf selten mehr als 2x zum Zug kommen. Die Monster sind spät. beim Paladin Runde 2 oder 3 schon tot.

Zitat
Und damit bleibt für mich primär eine Sache, die ich hier raten kann: Man lerne "nein" zu sagen. Wenn jemand versucht, dich zu überfahren und mit Dreistigkeit sein Ding durchzusetzen, lass ihn auflaufen. Sag nein und zwar konsequent.
Danke. Das ist für mich ein sehr wichtiger Punkt.
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Hewisa am 7.04.2021 | 08:46
Guten Morgen Naudir.

Was Du Da beschreibst wirkt auf mich eigentlich, als würdest Du so ziemlich alles richtig machen. Dass Du als SL andere Spieler ein bisschen vergisst, weil einer sich so in den Vordergrund drängt, ok, das *ist* ein SL-Fehler - aber a) ein häufiger und b) einer, der eben nicht alleine von Dir ausgeht sondern wiederum durch de nPaladin-Spieler getriggert wird. Dass Du das identifiziert und verstanden hast, ist auch lobenswert - dann kannst Du das auch abstellen.

Wenn ich sowas lese:
Mein Problem ist, dass mein Paladinspieler Grossmeisterdnd wie grosse Sitzungen auf YT spielen möchte und daher Änderungen an den Regeln vornehmen möchte. Das er mit geändertem Charakterbogen ohne Absprache am Tisch sitzt und das er ingame - wann immer ich oder die Spieler einen Fehler machen (sei er noch so aus meiner Sicht unbedeutend), der Spielfluss unterbrochen wird. Für ihn ist es aber dann okay, wenn er mit seinen Fäusten einen mega Schaden macht, weil er bei der Stärke einen so hohen Wert hat. Wenn ich, als SL, darauf hinweise, findet eine Diskussion auf Basis von:"Ja, aber die Regeln sind bei DnD nur als Richtwert dazu da. Ich hab in einem YT Video gesehen, dass..."-statt.
Dann kann ich nur den "lerne nein zu sagen" Ratschlag wiederholen; dass der wertvoll ist, hast Du ja auch schon selbst erkannt.

Präzisierend und ergänzend würde ich dringend empfehlen, Hausregeln, Youtube-Videos und sonstige nicht-offizielle Regeln klar auszuschließen und das auch der Gruppe zu kommunizieren. Sollte auch deiner Gruppe einleuchten: Da Du als SL ein Neuling bist, ist es für Dich einfacher, das Spiel by the book zu lernen. Hausregeln kann man später einbauen, wenn man sich mit den Rules as written ausreichend auskennt.
Die Argumentation "Regeln sind nur Richtlinien" kannst Du damit kontern, dass die Rolle des SL unter anderem die ist, die Regeln auszulegen und zu interpretieren. Da kann man sich einen Rat anhören, aber am Ende zählt dein Wort. Heißt immerhin Spiel*leiter*. Regeln mögen nur Richtlinien sein, aber die Auslegung und Anwendung der Richtlinien muss in der Gruppe abgestimmt und durch den SL freigegeben sein. Und als SL kannst Du durchaus verlangen, den Charakterbogen vorgelegt zu kriegen.

tl;dr: Nein sagen. Aber das hast Du ja schon mitgenommen :)


Wie sich das anhört, spielt Ihr am Tisch, kann das sein? Falls Ihr Online spielt: Die meisten Virtual Tabletops (Foundry, Roll20, Fantasygrounds) zeigen allen Mitspielern an, was gewürfelt wurde und wie der Wert sich zusammensetzt. Wäre ggfs. auch eine Hilfe.
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: tannjew am 7.04.2021 | 08:56
Wow, es tut mir echt leid, dass du so negative Erfahrungen als SL machst aber glaub mir, das wird sich schon geben (wenn auch nicht unbedingt in dieser Gruppenkonstellation).

Da ich überhaupt keine Ahnung von D&D habe sind meine Einwürfe womöglich fehl am Platze, dann bitte nicht steinigen ;D

Quick-Tips:
- Wenn seine Rüstung so mächtig ist bring ihn in Situationen, in denen ihm die Rüstung nichts bringt. Lass die Spieler durch geflutete Höhlen waten, in denen das Wasser brusthoch steht. Da dürfte sicher auch in D&D die Rüstung eher zur Belastung werden.
- Wenn der Spieler seinen Charakterbogen mit nach Hause nehmen möchte, kein Problem: mit diesen modernen Smartphones kann man Fotos machen. Mach dir am Ende des Spielabends Fotos von den Charakterbögen deiner Spieler.

Eines musst du klarstellen, und das wurde hier schon x-fach in verschiedensten Gewändern gesagt: DU bist der Spielleiter und DU hast das letzte Wort. Wenn sich nicht in unter einer Minute ein Konsens finden lässt wird verfahren, wie DU es für richtig hältst und eine Regelrecherche wird im Nachgang gemacht.

Du schreibst selbst, dass du im Gegensatz zum Paladin SC nicht so viel Zeit hast, dich bis in jedes Regeldetail einzuarbeiten. Er dagegen hat offensichtlich Spaß an solchen Details und kann die Zeit investieren, Min-Maxing zu betreiben. Wenn er das destruktiv einsetzt ist das schlichtweg asozial, das ist denke ich nicht schwer zu verstehen.
Ich würde schauen, ob du sein Regelinteresse und seine Zeit nicht zielgerichtet einsetzen kannst. Gib ihm Hausaufgaben. Wenn es Regeldiskussionen gab soll er die korrekten Regeln und deren Anwendung zwischen den Spielabenden recherchieren. Rückmeldung per Mail, inklusive Screenshots aus den Regelbüchern (Foto aus aus PDF) oder Links zu Errata. Dann kann er seinem Hobby nachgehen und du bekommst die Lücken in deinen Regelkenntnissen wunschgemäß aufbereitet ins Postfach und musst nicht alles durchlesen bzw. nach den Regeldetails suchen, was Zeit frisst, und hast Zeit auf die Vorbereitung des Spielabends.

Letzter Vorschlag: spielt ein anderes, regelleichtes System! Das wird gerade dir als Spielleiter mit weniger Zeit extrem entgegen kommen. Nach meinem Studium und mit Kind habe ich die Welt der "einfachen" Systeme für mich entdeckt. Früher wäre ich nie auf die Idee gekommen sowas zu spielen, ich dachte man muss Regeln für jede Situation haben.
Dabei gibt es so viele coole, einfachere Systeme, da könnte ich mir die Finger wund tippen. Das nimmt ihm das sichere Terrain und gibt dir wieder die Zügel in die Hand und die Möglichkeit, die auf die Abenteuer zu konzentrieren. Spontan fallen mir Beyond the Wall und Dungeon Slayers ein, beide auf Deutsch erhältlich, letzteres kannst du dir meine ich kostenlos herunterladen und ersteres ist stärker Story-orientiert und SEHR regelleicht. Dungeon World könnte auch eine alternative sein, aber das ist als Powered by the Apokalypse System schon doch ein größerer Umstieg. Und wenn es doch eher in Richtung D&D gehen soll - weicht auf "Schatten des Dämonenfürsten" aus. 8)

Und noch eine Lektion, die ich SEHR spät gelernt habe: probiert Systeme mit hoher Charaktertödlichkeit aus. Hier könnte Dungeon Crawl Classics (das mir allerdings auch recht komplex erscheint auf höheren Leveln) eine gute Schocktherapie sein (Powergamer hassen es zu sterben). Oder mein aktueller Liebling, Mörk Borg. In meinen Runden hat sich gezeigt, dass die Powergamer plötzlich Spaß entwickelt haben zu sterben und mittlerweile gar nicht mehr so darauf aus sind, unbesiegbare Charaktere zu spielen. Aber ich bin auch mit sehr umgänglichen Powergamern gesegnet (einer davon ist hochintelligent, bei ihm ist es eher das Thema, dass er mega-logisch denkt, nichts vergisst und ein perfektes mathematisches Gespür hat; aber er ist total locker drauf, er weist auf Fehler hin und nutzt die nie aus).
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Baron_von_Butzhausen am 7.04.2021 | 09:25
Letzter Vorschlag: spielt ein anderes, regelleichtes System! Das wird gerade dir als Spielleiter mit weniger Zeit extrem entgegen kommen. Nach meinem Studium und mit Kind habe ich die Welt der "einfachen" Systeme für mich entdeckt. Früher wäre ich nie auf die Idee gekommen sowas zu spielen, ich dachte man muss Regeln für jede Situation haben.
Dabei gibt es so viele coole, einfachere Systeme, da könnte ich mir die Finger wund tippen. Das nimmt ihm das sichere Terrain und gibt dir wieder die Zügel in die Hand und die Möglichkeit, die auf die Abenteuer zu konzentrieren. Spontan fallen mir Beyond the Wall und Dungeon Slayers ein, beide auf Deutsch erhältlich, letzteres kannst du dir meine ich kostenlos herunterladen und ersteres ist stärker Story-orientiert und SEHR regelleicht. Dungeon World könnte auch eine alternative sein, aber das ist als Powered by the Apokalypse System schon doch ein größerer Umstieg. Und wenn es doch eher in Richtung D&D gehen soll - weicht auf "Schatten des Dämonenfürsten" aus. 8)

Das wäre auch mein Vorschlag. Nimm ein anderes einfaches System. Beyond the Wall bietet sich hier wirklich an. Die Charaktererstellung macht zusammen Spaß, es gibt verschiedene Szenarien und die Charaktere sind eigentlich recht kompetent. Aber auch mit den anderen Systemvorschlägen kann ich gut mitgehen.
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Goladir am 7.04.2021 | 10:09
... aber offenbar bereitet es dem Paladin-Spieler Freude, die Gruppe zu dominieren. Denn selbst wenn ich die Regeln am besten kenne, verhalte ich mich nicht so.

Meine Vermutung wäre, da wird ein Wechsel des Systems nicht helfen.
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: unicum am 7.04.2021 | 10:11
Der Barde beschwert sich, dass der Paladinspieler das Game mit einer aggressiven Spielart überrollt. Ihm fällt auf, dass der Paladin in allen Situationen möglichst viel und aufdringlich in kurzer Zeit machen möchte. Sprich direkt nach einem Kampf den Raum absuchen, Looten, Handlungen ausführen noch ehe die Anderen zu Wort kommen. Ich - der Anfänger - lasse mich davon mitreissen und gehe fast nur auf ihn ein, ohne es zu merken.

Ehrlich gesagt ist mir dann der Anfängerfehler schlechthin passiert: Der Barde (und nicht nur) ging in der letzten Session z.T vergessen. Er fand es nicht schlimm - aus reinem Verständnis für mich, dem Anfänger SL. Für ihn ist zudem frustrierend, dass der Paladinspieler seinen Charakter bzw. Schadens-/Angriffswurf infrage Stellt. Es sind beides Hitzköpfe und ich fühle mich dann oft hilflos zwischen den Fronten.

Spotlight Dieb.

Eigentlich solltest du als Spielleiter deine Aufmekrsamkeit also den Scheinwerfer (Spotlight) zeitlich auf alle Spieler am Tisch einigermassen gleichmäsig verteilen. Es gibt Spieler die wollen mehr davon und es gibt welche die brauchen garnicht soviel und wollen vieleicht auch weniger.



Seine Freundin frage ich aus Prinzip nicht.


Nun ja in Pärchenbeziehungen ist die Antwort eh meist vorgegeben. Interessant wäre da höchstens was für ein Typus Spieler sie denn ist,...  Hast du den eindruck das sie nur dabei ist weil ihr Freund dabei ist (das wäre dann das sie nur das macht was er sagt, ansonsten eher uniteressiert ist) oder das sie ähnlich ist wie er? (oder natürlich etwas völlig anderes).


Nachtrag: Es stellt sich übrigens durch diesen Thread hier heraus, dass kein einziger Spieler am Tisch die Würfe auf Angriff/Schaden richtig gemacht hat. Soll nichts rechtfertigen...

"Wenn ihr Spass habt, spielt ihr richtig." - schaut für mich aber danach aus als ob ihr keinen Spass habt. Die Schlussfolgerung ist dann aber in der Sache nicht das die Regelinterpretation falsch ist. Ich denke sogar das Problem liegt nicht mal bei den Regeln an sich sondern bei den Leuten.

Ich für mich stelle fest:

- Du scheinst keinen Spass zu haben.
- Der Barde scheint keinen Spass zu haben.
- Der Waschbärenspieler scheint keinen Spass zu haben.

Auf der anderen Seite ein Paladin Spieler der Spass hat (?) und ein weißes Blatt (seine Freundin - weil zu der nichts gesagt wurde) - Ich stell das fragezeichen in klammern weil es wirklich eine Frage ist. Es muss nämlich auch nicht sein das er wirklich Spass hat - aber ausschliessen würde ich es nicht, es gibt durchaus solche Leute (Ich hab eine Blacklist mit Leuten mit denen ich nicht spiele, der ein oder andere würde auch auf das passen was ich aus deinen Postings hier über den Paladin herausgelesen habe)

Daraus folgere ich: Etwas läuft ziemlich schief - und zwar überhaupt nicht auf der eigentlichen Regelebene, sondern auf der Sozialen Ebene. Rollenspiel ist - wie viele Spiele - ein soziales spiel, mehr noch es ist ein Spiel das man wirklich zusammen spielt und nicht, wie etwa Mensch-Ärgere-Dich-Nicht gegeneinander. Vieleicht hat es hier und da noch bei der ein oder anderen Gruppe das "Die Gruppe gegen den SL" , doch auch das ist nur bedingt so. Regeln sind garnicht SO wichtig.

Bezüglich "Grossmeisterdnd wie grosse Sitzungen auf YT spielen möchte" wenn er das möchte - soll er doch leiten. Es scheint doch eh so zu sein das er alles besser weis, oder?
Im zweifelsfall weis ich auch auf die durchaus adequate Regel hin: Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Wenn du dir zuviele Gedanken darüber machst die Sache für alle gütlich weiter spielen zu können, da auch Zeit rein investiert - welche du ja auch nicht unbegrenzt hast - dann überlege dir auch immer "es" einfach hinzuschmeissen. Danach kann man immer noch eine neue Runde aufmachen mit einer etwas genaueren Auswahl an Spielern.

Ich habe vor Jahren mal gelernt das ein "Nein" im Rollenspiel vom SL etwas ist das man vermeiden sollte und das ein "Ja-Aber..." die bessere Lösung ist. In deinem Falle muss ich aber auch sagen das manchmal das ein hartes Nein durchaus angebracht sein kann. Liegt dir viel an dem Spieler und seiner Freundin? Seid ihr abseitz des Rollenspieles befreundet?

Schlussendlich ist die einizge wirklich wichtige Frage: Wie geht es Dir? Freust du dich auf den nächsten Spieltermin oder hast du schon beim Gedanken daran Bauchschmerzen?
Frag vielecht am Ende der nächsten Runde - oder so in einer Email mal alle Mitspieler - also inklusive des Palys nach ihrem Spasslevel was das Spielen betrifft.

Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Tudor the Traveller am 7.04.2021 | 13:24
Vorbemerkung: mein Post zitiert gleich Skele-Surtur; aber nur stellvertretend für die Aussagen, die er hier wiederholt hat. Meine folgende Kritik richtet sich an die Vielzahl der Poster, die in dieser Richtung argumentieren, nicht gezielt gegen Skele-Surtur.

Aber einige Sachen, die der TE hier erzählt kann ich nur sehr schwer anders interpretieren, als dass der Spieler komplett einen an der Waffel hat und ganz einfach entweder einen Dämpfer braucht, damit er sich wieder einkriegt. Er erfindet einfach neue Waffen und baut sie ungefragt ins Spiel ein, benutzt kraft eigener Herrlichkeit die Schadenswürfel, die ihm gerade passen (mit der Argumentation "der Char ist halt so stark"), verändert ohne Absprache mit dem SL seinen Charbuild, etc.pp. Und was mich am allermeisten irritiert, ist dass er den SL damit komplett überfährt und es einfach macht, als wäre es das selbstverständlichste der Welt, nach dem Motto "Dreistigkeit siegt!"

Ja, völlig richtig, wir kennen nur die eine Seite der Geschichte, aber die eine Seite schwenkt so dermaßen viele Red Flags und lässt die Alarmsirenen so laut aufheulen, dass ich mich echt schwer tue zu glauben, dass da nicht ein echt großes Problem am Spieltisch sitzt.

Schauen wir uns das nochmal an:

In der letzten Runde sind die Chars in die Burg Cragmaw. Der Paladin hat die Goblins, den Grick, den Eulenbären, den König - so gut wie Alle im Alleingang ohne Probleme und Schaden kaputtgeschlagen. Die Rüstungsklasse des Paladin-Spielers ist so hoch, dass ihn die Monster praktisch nie treffen können. Zusätzlich rechnet er irgendwelche Bonis und Fähigkeiten zum Schaden dazu, würfelt den Schaden zwei, drei Mal und schlägt meine Kreaturen mit über 20 z.T sogar über 30 Schaden. Selbst den Eulenbären hat er ohne Probleme in zwei Angriffen gekillt. (Geht das überhaupt?)

Als DM fühle ich mich unter anderem auch ziemlich in der Gestaltung der Welt eingeschränkt und ich weiss nicht, wie ich damit umgehen soll. Der Halbork hat die Fähigkeit, boshafte und himmlische Präsenzen zu spüren. Das heisst, das er eigentlich so gut wie in jeder Runde darauf zurückkommt und die Truppe im vornherein weiss, ob der Dungeon / der NPC was dämonisches hat oder von Gott gesandt wurde - blöd gesagt. Das schränkt für die anderen Spieler den Spielspass ein, allerdings steht es halt so im Buch und ich weiss dann nicht so recht, wie ich das handeln soll.

Ich krieg' fast jedes Mal die Krise, weil sich die Truppe mehr oder weniger wegen dem Spieler durch das Abenteuer rusht. Türen werden eingedrescht, Wände rausgerissen, Monster werden problemlos zermetzelt, es wird ohne Vorsicht durch die Welt marschiert da ja eh alles abgeschlachtet werden kann, Waffen werden erfunden (er führt einen Morgenstern, aber ich hab jetzt noch nirgends in den Büchern bei den Waffen so einen gefunden) mit wohl selbstdefinierten Werten. Rechtfertigungen sind immer, dass die Grundregeln in DnD dazu da sind, sie zu brechen und man das Spiel so gestalten kann,wie man möchte.  Ich empfinde da einfach nur noch puren Frust! Sorry, dass ich mich hier auch noch auslasse, aber das ist echt nur noch Frust und ich habe gar keine Lust mehr, das Abenteuer zu leiten.
[...]

Rechtfertigung erfolgt eigentlich immer auf Basis des Buches und dann weiss ich oft nicht, wie ich den Spieler auf eine gute Art "einschränken" soll, damit er mir nicht die halbe Welt fröhlich pfeifend abmetzelt. Mir kommt es vor, als ob der Spieler völlig OP wäre. Er nimmt seinen Charactersheet auch immer mit nach Hause. So kann ich auch nicht einen Blick auf die ganzen Werte werfen und mal schauen, was er eigentlich alles eingetragen hat.

1. Der DM ist frustriert, weil der Paladin sich durch das Abenteuer schnetzelt. Damit ist er als DM ganz und gar nicht allein, insbesondere in der Kombination Paladin und D&D5 - Stichwort NOVA und 5 Minuten Abenteurer-Tag. Wir kennen die Rast-Routinen der Gruppe nicht. Vielleicht werden die Ressourcen des Paladins (Stichwort Slots) nicht korrekt gezählt; vielleicht werden andere Fehler gemacht. Vielleicht macht der Paladin auch alles richtig und der DM hat ihm aktuell nichts entgegenzusetzen und empfindet das nur ganz subjektiv als OP.

2. der viel erwähnte "erfundene" Morgenstern geht auf diese Aussage zurück:
Zitat
Waffen werden erfunden (er führt einen Morgenstern, aber ich hab jetzt noch nirgends in den Büchern bei den Waffen so einen gefunden) mit wohl selbstdefinierten Werten.

naudir ist sich noch nicht einmal sicher, ob die Werte erfunden sind, denn er schreibt "wohl" und dass er den Morgenstern nicht finden kann. Der Morgenstern steht aber ganz sicher im Buch, zumindest im englischen PHB. Ob die Werte, die der Paladinspieler benutzt, von diesem wirklich selbst erfunden wurden, WISSEN WIR hieraus NICHT. Nur, dass naudir sie nicht nachvollziehen kann und sie deshalb für erfunden hält.
Erschwerend kommt hinzu, dass naudir insgesamt den von den Spielern angegeben Schaden nicht nachvollziehen kann. Es kann sehr gut sein, dass naudir der Schaden auf Grund anderer Boni so hoch vorkommt, die gar nichts mit dem Morgenstern zu tun haben.

3. W10 als Faustschaden: klar, das geben die Regeln nicht her. Der Spieler kann das nicht einfach für sich selbst entscheiden. So sehe ich das auch. Aber ich lese aus der Beschreibung auch einen überschwänglichen Einsteiger, der sich sehr intensiv mit dem Spiel beschäftigt, selbst auch schon geleitet hat (wenn auch nur einen One-Shot) und daher insgesamt der Spieler zu sein scheint, der sich am besten auskennt. Wohlgemerkt in Relation zur Gruppe - er ist immernoch Einsteiger. Möglicherweise ist er einfach nur überenthusiastisch und merkt gar nicht, wie sehr er das Spiel an sich reißt.

4. Verändert ohne Absprache seinen Char: wir wissen nicht, welche Gruppenregeln hier gelten und ob überhaupt explizit etwas dazu gesagt wurde. Barbiespiel ist weit verbreitet, mache ich auch. Das soll natürlich in Absprache mit mindestens dem SL passieren - bei uns halte ich in der Regel Rücksprache mit der ganzen Runde, sofern es eine wesentliche Änderung am Char ist. Bevor wir hier Steine werfen, sollte geklärt sein, ob der Spieler damit einfach nur übliche Gepflogenheiten - eventuell unwissentlich - ignoriert oder es klare Absprachen gibt. Ich habe gerade nochmal das PHB (5e) gecheckt: im Kapitel zur Charaktererschaffung steht nirgends, dass man sich das OK vom SL holen muss. Das wird lediglich kurz vorher angedeutet.

5: Er überrolt naudir: ja, sicher. Er scheint mir ein sehr aktiver Spieler zu sein, der schnell das Spiel an sich reißt. Er ist din der Gruppe der "Experte" (siehe oben) und funkt naudir mächtig in seinen Job als SL rein. Ist er sich dessen klar bewusst, sodass man ihm Vorsatz vorwerfen kann? Keine Ahnung. Ich vermute, diese Frage stellt er sich nicht, er macht einfach. Er ist eben auch Anfänger und total heiß auf das Spiel. Natürlich auf das SPiel, wie ER es spielen möchte. Aber jetzt mal Hand aufs Herz: Dieses Action-Metzel-Draufhau-Spiel ist doch bei D&D durchaus verbreitet; zumal auch im amerikanischen Raum, wenn ich mich nicht täusche. Ich selbst schaue keine der diversen Videos... wer weiß, welche er schaut und was er daraus mitnimmt. Ich weiß nur, dass es so viele verschiedene Spielweisen in D&D gibt, dass das für einen Neuling ein weites Feld ist, dass erst einmal erfasst werden will.

Und warum verteidige ich den Paladinspieler überhaupt? Weil das hier für mich zu sehr nach Mobbing schmeckt und ich das nicht einfach hinnehmen will. Ich stelle mir vor, der Paladinspieler meldet sich im T: an und liest das Thema, und dann dort ziemlich bald

Zitat
Dein Pala - Spieler verhält sich rollenspieltechnisch wie ein Arschloch.

Und anschließend wird er von der Mehrheit in eine Ecke gestellt... das finde ich nicht in Ordnung - auch WENN der Spieler sich am Ende als Regel 0 Fall erweisen sollte.

Aber einige Sachen, die der TE hier erzählt kann ich nur sehr schwer anders interpretieren, als dass der Spieler komplett einen an der Waffel hat und ganz einfach entweder einen Dämpfer braucht, damit er sich wieder einkriegt.

Denn ihm einen Dämpfer zu geben, in dem Sinne, ihn auf das Problem aufmerksam zu machen, inklusive, dass er anderen so sehr den Spaß schmälert, dass diese schon gehen wollen, ist richtig. Völlig dafür! Ihn pauschal und ohne Verteidigung aus dem Mob heraus als Arsch zu brandmarken - klar dagegen!

edit: Regeln sind zum Brechen da

AUch diese Aussage kommt angeblich von dem Paladinspieler. Das ist aber etwas, dass er sicherlich leicht irgendwo aufschnappen kann, denn diese Ansicht ist im RPG auch weit verbreitet. Gerade auch in der 5e - "Rulings statt Rules". Das hat er vielleicht schlicht falsch verstanden.
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: ErikErikson am 7.04.2021 | 13:31
ich würde den paladinspieler auch nicht verurteilen. Eines ist klar- der SL überblickt die Regeln nicht. Es ist durchaus möglich, das der paladinspieler alles regeltechnisch richtig macht. Und falls der paladinspieler regeltechnisch alles richtig macht, bleibt nur die soziale Komponente. und dann sollte man immer beide seiten hören.
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Tegres am 7.04.2021 | 13:50
ich würde den paladinspieler auch nicht verurteilen. Eines ist klar- der SL überblickt die Regeln nicht. Es ist durchaus möglich, das der paladinspieler alles regeltechnisch richtig macht. Und falls der paladinspieler regeltechnisch alles richtig macht, bleibt nur die soziale Komponente. und dann sollte man immer beide seiten hören.
Jetzt werde ich ein bisschen fuchsig. Der TE hat mehrfach nachvollziehbar dargestellt, dass es dem Paladinspieler eben nicht um das Spiel nach den Regeln geht, sondern nach seinen Regeln (siehe Übereinanderlegen von Rüstungen, selbst ausgedachter, abstrus hoher Schaden bei Faustschlägen, Aussagen wie "die Regeln sind dazu da, sie zu brechen"). Wie kann man dann immer noch so etwas schreiben und im Zweifel den TE verunsichern? Das ist überhaupt nicht hilfreich. Bei solchen Postings habe ich den Eindruck, dass der Thread nur sehr selektiv gelesen wird.
Und ich kann dieses "beide Seiten hören" nicht mehr ab. Wenn jemand schlicht und ergreifend schummelt, dann bin ich keiner Weise dazu verpflichtet, mir auch noch Rechtfertigungen dafür anzuhören.
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: unicum am 7.04.2021 | 14:17
Weil das hier für mich zu sehr nach Mobbing schmeckt und ich das nicht einfach hinnehmen will.

Klar, kann man so sehen. Wir lesen hier halt nur eine Seite der Medalie - wobei diese so viele Seiten hat wie Spieler am Tisch.

Ich sehe es aber eben auch so: da hat zumindest eine Person einen "Leidensdruck" - während ein anderer Spass hat. Ja das liest sich für mich auch wie Mobbing. Jedenfalls war es für Naudir der Grund sich hier anzumelden und seinen ersten Post zu schreiben. Warum hier und warum nicht in einem D&D Forum - gibts doch sicher was spezielles draussen in der weiten Welt,... vieleicht auch eines auf deutsch?

An meinem Post oben ändert sich in der Quintessenz aber trozdem nichts, weil auch ich spiele nicht gerne mit Menschen deren Spielstiel ich nicht mag. Ich hab auch einen Freund der auch Rollenspieler ist und den ich als SL nicht in meiner Gruppe haben will, einfach weil es nicht passt. Und ja ich schreib das "Freund" nicht von allenhalben, wir beide wissen das wir im Rollenspiel nicht mehr zusammenkommen, hindert uns nicht zusammen dumme Filme anzuschauen oder ähnliches und über Rollenspielregelwerke zu fachsimpeln,...

Ich hab auch schon in Frage gestellt ob es dem Pallyspieler auch Spass macht,... denn ja - das ist etwas das wir garnicht wissen. Hier und da ist es zu vermuten und leider, leider habe ich auf Conventions schon genügend solche Spieler kennengelernt das ich durchaus parallelen ziehen kann. Gerade wo ich hier das schreibe denke ich immer wieder an 2 Spieler die mir auf einem Con über die Leber gelaufen sind. Der SL war etwas überfordert, (und schreibt seitdem auf Cons in die Ankündigungen das er die Spielfiguren vor dem Spiel zugeschickt bekommen will).

Aber du hast schon recht,
Zitat
Dein Pala - Spieler verhält sich rollenspieltechnisch wie ein Arschloch.
Ist over the Top.
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Arldwulf am 7.04.2021 | 14:21
@Naudir: Was dir evtl. helfen könnte um den anderen Charakteren mehr Aufmerksamkeit zukommen zu lassen sind kooperative Herausforderungen. Dabei geht es darum eine Herausforderung zu schaffen welche nicht mit einem einzelnem Würfelwurf erledigt werden kann, sondern mehrere verschiedene Aktionen benötigt. Oben wurde so etwas schon einmal angesprochen, als ein "reihum fragen".

Genau dies ist damit auch gemeint, stell ein Problem vor (z.B. "ihr müsst in die düstere Festung eindringen" oder "Ihr müsst Herzog XYZ überreden dem Nachbarland bei der Orkinvasion zu helfen") und frag dann jeden einzeln "Ok, was tut dein Charakter um dabei zu helfen".

Im Vorgänger zu D&D5E war so etwas noch weitaus verbreiteter und mit mehr Unterstützung für den SL umgesetzt. Aber im Prinzip kannst du das Grundkonzept natürlich in jedem Spiel umsetzen.

Im Kampf kannst du ähnlich vorgehen, und beispielsweise auch mal die Gruppe separieren. Denk dir eine Falle aus, welche z.B. den Paladin und einen weiteren Charakter in einen Raum mit langsam zusammen fahrenden Wänden (oder einlaufendes Wasser, Monster oder was auch immer) packt. Und lass außen Monster gegen die verbliebenen Charaktere kämpfen welche während des Kampfes versuchen ihre Kameraden zu retten.

Derlei Szenarien gibt es auf viele Arten. Möglicherweise macht ein Magier eine Eiswand im Raum und trennt so die Gruppe? In jedem Fall kannst du auch hier wechseln und jeweils einen Teil der Gruppe konkret ansprechen um damit das Spotlight zu teilen.

Wichtig ist wenn du diese Mittel nutzt dem Paladinspieler auch klarzumachen: Jetzt sind gerade die anderen dran, keine Tipps bitte.
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: foolcat am 7.04.2021 | 14:31
Mein Problem ist, dass mein Paladinspieler Grossmeisterdnd wie grosse Sitzungen auf YT spielen möchte und daher Änderungen an den Regeln vornehmen möchte. [...] Wenn ich, als SL, darauf hinweise, findet eine Diskussion auf Basis von:"Ja, aber die Regeln sind bei DnD nur als Richtwert dazu da. Ich hab in einem YT Video gesehen, dass..."-statt.
So sehr Formate wie Acquisitions Incorporated oder Critical Role dazu beigetragen haben, die Popularität von D&D im Besonderen und des TTRPG-Hobbys im Allgemeinen immens zu erhöhen, so sehr können sie auch dazu beitragen, falsche (oder ungeeignete) Vorstellungen von Tischrollenspiel gerade bei Anfängern zu erzeugen. Es ist wie bei Pr*n: Das, was man da zu sehen bekommt, ist bestenfalls unterhaltsam, aber es ist nicht das echte Leben!

Die DMs dort haben jahrzehntelange Erfahrung (oder waren gleich an der Regelerschaffung beteiligt), ebenso wie die Spieler. Das, sowie das stramme Zeitformat und das strikte Augenmerk auf Unterhaltungswert sorgen oft dafür, das derlei Sitzungen „larger-than-life“ sind. Es wird regeltechnisch einiges gehandwedelt (auch als notwendige Abkürzung), die Spieler werfen sich die Bälle zu und setzen sich gegenseitig in gutes Licht, und die stetige Abfolge von (anzüglichen) Anspielungen sorgt für Spaß beim Publikum.

Zuhause spielt man aber nicht für Publikum, man spielt für sich. Sollte dein Paladinspieler jemals mit Andeutungen um die Ecke kommen, man könne eure Sitzungen doch aufzeichnen oder streamen, dann lauf!

Dein Tisch, deine Regeln, aber vor allem: Deine Gepflogenheiten! Stell ein großes dice tray in die Mitte des Tisches, und alle Würfe (auch deine offenen) werden dort für alle sichtbar gewürfelt. Wenn ein Spieler Fragen zum Prozedere hat, soll er fragen; aber ebenso darfst du beim Spieler nachfragen, was er denn da gerade wie auswürfeln möchte. Lass dir die Charakterbögen zur Aufbewahrung geben; Spieler können sich selbstverständlich Kopien machen, aber gespielt wird immer mit der offiziellen Version! Mach dir einen Spickzettel mit den wichtigsten Werten (zumindest mal AC und HP) und Spellslots der Charaktere und streich Dinge nach Verwendung ab! Wenn die Ansage ist, es gelten Rules as Written (RAW), dann setz dir eine Zeitspanne, Dinge im Zweifel im PHB oder DMG nachzuschlagen (Index hilft!); markiere Seiten mit wichtigen Tabellen oder Regeln im Buch eventuell mit farbigen/beschreibbaren Klebemarkern. Lass dich gar nicht erst auf Diskussionen darüber ein, dass in irgendwelchen Zusatzbänden (Sage Advice etc.) Dinge anders beschrieben oder interpretiert werden. RAW is RAW!

Gutes Zeitmanagement der Spieler muss man lernen (ebenso den Umgang mit Munchkins), aber es lässt sich lernen. Zur Not geh am Anfang rein mechanisch vor und frag immer für eine Aktion die Spieler reihum ab. Sieh‘s als Herausforderung an; man wächst an seinen Aufgaben.  ;D

Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Huhn am 7.04.2021 | 14:55
Liebe Leute!

Ich bin keine Moderatorin, aber Helferin hier im Einsteigerbereich, daher betrachtet das Folgende mal als semi-offizielle Bitte.

Der Thread ist mittlerweile recht lang geworden und ich denke, naudir hat eine ganze Reihe von Hinweisen bekommen, die er/sie in den nächsten Spielrunden umsetzen und ausprobieren kann. Ich finds toll, dass hier alle so engagiert bei der Sache sind, aber ich denke, fürs erste sind alle brennenden Fragen beantwortet worden.

Um den Thread nicht noch weiter ausufern zu lassen, würde ich darum bitten, dass wir es jetzt hier gut sein lassen. Vielleicht meldet sich naudir nach seinen/ihren nächsten Spielrunden nochmal mit neuem Input und neuen Fragen, dann kann es gerne weitergehen. Bis dahin: Danke fürs Engagement und jetzt erstmal Schicht im Schacht.

 :)
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: JS am 7.04.2021 | 16:13
Das Huhn gackert gut, finde ich.
Naudir hat hier eine Schwemme an Unterstützung und guten Hinweisen erfahren. Damit kann er jetzt arbeiten und uns über den weiteren Verlauf informieren, falls gewünscht.
:)
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Huhn am 7.04.2021 | 21:29
@Lichtschwerttänzer, das war ernst gemeint. Die Diskussion hier führt gerade nur noch im Kreis und im Großen und Ganzen wurde naudir bereits geholfen. Alles Weitere, falls du wirklich noch Redebedarf zu bestimmten Themen oder mit bestimmten Leuten haben solltest, dann bitte per PM oder in eigenen Threads im allgemeinen Bereich.
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Hotzenplot am 7.04.2021 | 21:46
Huhn hat Recht. Das Thema ist inzwischen viel zu weit im Detail für den Einsteigerbereich und zerfasert völlig.

Ich habe Lichtschwerttänzers Post gelöscht und ihm "zurück gegeben" per PM, damit er seine Gedanken dazu nicht verliert. Wenn ihr möchtet, diskutiert die Details gerne im D&D Bereich weiter oder woanders, in dem ihr dort dann einen neuen Thread startet. Danke.
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Blizzard am 8.04.2021 | 09:30
@Drantos:
Du hast Hotzes Mod-Anweisung, genauer gesagt:
Wenn ihr möchtet, diskutiert die Details gerne im D&D Bereich weiter oder woanders, in dem ihr dort dann einen neuen Thread startet. Danke.
schon gelesen, oder ?
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Hotzenplot am 8.04.2021 | 12:50
Die Diskussion, ob der Paladin nun OP ist und wie man das in den Griff kriegt, könnt ihr nun hier fortsetzen:
https://www.tanelorn.net/index.php/topic,118658.0.html
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: naudir am 10.04.2021 | 09:28
Hallo zusammen.

Ich habe jetzt doch noch eine Frage zum Paladin... ich dachte mir ich nutze noch diesen Thread. Falls ich zum anderen wechseln soll wäre ich froh, wenn man mir das sagen würde :D

Kann der Paladin die Fähigkeit "Lay on Hands" auf sich selbst anwenden?

Für mich ist der Text etwas schwammig geschrieben.

As an action, you can touch a creature and draw power from the pool to restore a number of hit points to that creature, up to the maximum amount remaining in your pool.


Theoretisch ist der Paladin doch auch eine Kreatur. Im Text steht aber nirgendwo explizit, dass er diese Aktion auf an sich anwenden kann/darf. Ist das ein Entscheid des Spieltisches oder wie handhabt man das?
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Kaskantor am 10.04.2021 | 09:32
Kurz, kann er.
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: klatschi am 10.04.2021 | 09:35
Hallo zusammen.

Ich habe jetzt doch noch eine Frage zum Paladin... ich dachte mir ich nutze noch diesen Thread. Falls ich zum anderen wechseln soll wäre ich froh, wenn man mir das sagen würde :D

Kann der Paladin die Fähigkeit "Lay on Hands" auf sich selbst anwenden?

Für mich ist der Text etwas schwammig geschrieben.

As an action, you can touch a creature and draw power from the pool to restore a number of hit points to that creature, up to the maximum amount remaining in your pool.


Theoretisch ist der Paladin doch auch eine Kreatur. Im Text steht aber nirgendwo explizit, dass er diese Aktion auf an sich anwenden kann/darf. Ist das ein Entscheid des Spieltisches oder wie handhabt man das?

Meines Wissens nach geht das. Alles, was creatures betrifft, betrifft auch dich selbst, es sei denn, die Regeln schließen das explizit aus.
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Tudor the Traveller am 10.04.2021 | 10:18
Dreimal ja  ;)
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: naudir am 10.04.2021 | 11:14
Super, danke!
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: naudir am 18.04.2021 | 09:48
Guten Morgen ihrs  :)

Gestern hatten wir mit unserer Gruppe wiedermal eine Session und ich habe mich darauf gefreut.
Zu Beginn habe ich den Leuten auf dem Cheatsheet nochmals alle wichtigen Kampfregeln aufgeschrieben und darauf hingewiesen. Jeder war damit einverstanden, es konnte losgehen.

Die Charaktere kennen mittlerweile den Standort der Mine. Beim Hinweis des Barden, dass der Paladin eine schwere Rüstung mit Nachteil auf Heimlichkeit trägt, wollte mein Paladin mitten im Spiel seine Rüstung auf mittelschwer wechseln... Ich wollte zuerst nicht, dass die Rüstungsklasse mitten auf einer Wanderung gewechselt wird, aber weil er meinte das sich an seiner RK nichts ändern würde, hab ich irgendwann nachgegeben, weil ich genervt war.

In der Mine haben die Charaktere alles Schritt für Schritt erkundigt. Die Truppe teilt sich zuerst auf, worauf Paladin und Magierin von Ockergallerte angegriffen wurden. Barde und Waschbär waren währenddessen in der Ostseite unterwegs. Soweit so gut. Nach dem Kampf trafen sich die Charaktere wieder und marschierten gemeinsam richtung Osten der Mine, weil Waschbär und Barde eine Tür entdeckt haben.

Nachtrag: Beim Kampf gegen die Blutmücken wollte der Paladin die Dinger zerquetschen und hat beim Angriffswurf folgendes gerechnet:
1W20 + Sträkeattributsmodifikator + Übungsbonus. Barde hat das nicht so recht verstanden und hat in aller Ruhe nachgefragt.Wir hatten daraufhin schon wieder die Diskussion des Angriffswurfs und der Modis am Tisch. Ich habe das Spiel kurz unterbrochen und im Buch nachgeschlagen. Text vorgelesen, alles wieder okay.

Mormesk den Todesalben begegneten die Charaktere mit einer friedlichen Absicht. Zwei Spieler wollten mit ihm reden, Paladin wollte natürlich schlachten und weil die Spieler alles laut am Tisch diskutiert haben, hat der Alb das mitbekommen und es wurde auf Initiative gerollt. Da der Alb so gut wie gegen alles Resistent / Immun ist, war der Kampf für die Charaktere besonders schwierig. Sie zogen sich zurück (Rückzug), doch der Paladin wollte den Alb besiegen. Die Gruppe gab ihm daraufhin alle möglichen Boni, die sie hatten (Bardische Inspiration usw.) und der Paladin kehrte zurück zum Alb.

Ab diesem Punkt wurde es für mich nervig.
Er besiegte den Alb mit selbstgemachten heiligen Granaten. Ich habe gefragt, woher er diese Granaten hat, weil ich überrascht war. Er meinte er habe diese Granaten in Phandalin in der Kirche hergestellt - noch im RPG. Eventuell hatte ich das nicht mitbekommen, aber die anderen Spieler stimmten zu und ich gewährte ihm halt diese Granaten. Der Hammer für mich war, dass die Granaten 3W10 Schaden anrichteten. Hier wurde es mir zu blöd und ich habe ihn gebeten mir den Schadenswürfel zu erklären. Der Barde fand das ganze lächerlich und bekundigte dies am Tisch. Die Diskussion endete damit, dass er völlig p*ssed für die nächsten Stunden die Miene verzogen hat, sich nicht mehr am Spiel beteiligte und im Kampf gegen den Alb mit 0-Bock Stimmung mich derart nervte, dass der Alb sich wegzauberte und die Charaktere jetzt vor der Zauberschmiede stehen. Die nächsten zwei Stunden Spiel war der Paladin derart passiv und so genervt, dass ich selber überlegte das Spiel vorzeitig abzubrechen.

Nach dem Game bleiben Waschbär und Barde noch da um mir mitzuteilen, dass sie aus dem Game aussteigen werden wenn das ganze so weitergeht und die heutige Session überhaupt keinen Spass gemacht hat.

Ehrlich gesagt hatte ich auch keinen Spass mehr und ich überlege mir jetzt, ob ich das Phandalinabenteuer zuende spiele und den Paladinspieler rauswerfe... Ich hab echt keine Nerven mehr.
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: phant am 18.04.2021 | 09:54
Wie hat der Paladin denn den Schaden bei der Granate erklärt? War die regelkonform?
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Crimson King am 18.04.2021 | 09:55
Wenn in der Gruppe weitgehend Einigkeit darüber besteht, dass der Paladinspieler dem Rest den Spaß versaut *und* er auf Ansprache keine Verhaltensänderung zeigt, würde ich da nicht warten.
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Maarzan am 18.04.2021 | 10:00
Wenn die anderen Spieler, welche eigentlich selbst ein Problem mit dem Paladin haben dessen Aussagen zu getroffenen Vorbereitungen unterstützen, würde ich vermuten, dass du da einen Fehler gemacht hast - oder der Jammer der Mitspieler etwas unehrlich ist.
Das spontane Rüstungswechseln hätte ich aber z.B. nicht zugelassen.
Und zu den heiligen Granaten selbst muss es doch irgendwo Regeln geben. Die Ansage "selbsthergestellt" ohne bewusste Beteiligung des SLs, der so eine Leerstelle dann erst regeln müsste, ist dann sonst doch schon schwer lächerlich.
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: naudir am 18.04.2021 | 10:00
Zitat
Wie hat der Paladin denn den Schaden bei der Granate erklärt? War die regelkonform?

Er meinte, dass er ein Paladin wäre der eine heilige Waffe brauchte.
Da die Granate mit Weihwasser gefüllt ist, macht sie das laut seiner Aussage, heilig und daher der grosse Schaden, weil die Granate explodiert und das Weihwasser dem Untonen / Geist noch zusätzlichen Schaden macht.

Zitat
Wenn die anderen Spieler, welche eigentlich selbst ein Problem mit dem Paladin haben dessen Aussagen zu getroffenen Vorbereitungen unterstützen, würde ich vermuten, dass du da einen Fehler gemacht hast - oder der Jammer der Mitspieler etwas unehrlich ist.
Sorry, das verstehe ich nicht so genau. Kannst du mir das erklären?
Edit: Aha! Jetzt hab ichs verstanden. Ja, ich hatte das wohl nicht richtig mitbekommen. Ist ja okay, aber der Schaden hat mich dann überrascht.
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Sashael am 18.04.2021 | 10:02
War das alles, was er dazu sagte?
Das ist keine Erläuterung auf Basis von Regeln, sondern fantasievolles Geschwurbel.  wtf?
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Weltengeist am 18.04.2021 | 10:03
Ehrlich gesagt hatte ich auch keinen Spass mehr und ich überlege mir jetzt, ob ich das Phandalinabenteuer zuende spiele und den Paladinspieler rauswerfe...

Ich will ja nicht sagen "Wir hatten's ja befürchtet", aber: wir hatten's ja befürchtet.

Tu dir selbst den Gefallen und verliere nicht die Spieler, mit denen du spielen willst, indem du einen Spieler durchschleppst, mit dem du nicht spielen willst. Wahrscheinlich wirst du erst, wenn der Überdominator weg ist, merken, was für tolle Spieler die anderen sind.
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Maarzan am 18.04.2021 | 10:05
Sorry, das verstehe ich nicht so genau. Kannst du mir das erklären?

Ich habe das so gelesen, dass du die Vorbereitung der Granate nicht mitbekommen/erinnert hast, die anderen Mitspieler aber sehr wohl. Da die jetzt auch nicht gut auf den Spieler zu sprechen sind und diesen Kampf eigentlich gar nicht wollten, gehe ich hier mal nicht von einer Gefälligkeitsaussage aus - oder ihr Gejammer ist dann etwas seltsam.
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: naudir am 18.04.2021 | 10:07
Ich habe das so gelesen, dass du die Vorbereitung der Granate nicht mitbekommen/erinnert hast, die anderen Mitspieler aber sehr wohl. Da die jetzt auch nicht gut auf den Spieler zu sprechen sind und diesen Kampf eigentlich gar nicht wollten, gehe ich hier mal nicht von einer Gefälligkeitsaussage aus - oder ihr Gejammer ist dann etwas seltsam.

Die Mitspieler am Tisch haben dem Paladin einfach zugestimmt, dass er die Granaten auch im Ingame erstellt hat und ich das nicht mitbekommen habe. Ich habe daraufhin gesagt:"Okay, tut mir Leid das ich das nicht mitbekommen habe. Du kannst die Granaten benutzen."
Angriffswurf gerollt, Granate trifft und danach den 3W10 ausgepackt.

Zitat
Das ist keine Erläuterung auf Basis von Regeln, sondern fantasievolles Geschwurbel.
"In DnD darf man Items erfinden. Die Grundregeln sind nur für die Basis da."
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Selis am 18.04.2021 | 10:22
Ehrlich gesagt hatte ich auch keinen Spass mehr und ich überlege mir jetzt, ob ich das Phandalinabenteuer zuende spiele und den Paladinspieler rauswerfe... Ich hab echt keine Nerven mehr.

mir würde das weder als Spieler, noch als SL Spaß machen.
Als SL würde ich das Ganze abbrechen und in die Schublade der "will ich irgendwann mal neu machen" Geschichten packen.

Als Spieler würden mir die ganzen Diskussionen und Ego Trips gewaltig auf den Nerv gehen.
Nichts gegen selbst hergestellten Sachen, die haben wir auch und die haben einen mächtigen Wumms aber mein SL kennt die (die meisten hat er hergestellt), der Punkt geht klar an Dich, Du musst schon wissen, was die Charaktere Deiner Spieler haben, sobald es nicht mehr von der Stange ist.

Diskussionen würde ich in der Art vom Spieltisch verbannen, alles was über ein paar Sätze hinaus geht, hat dort nichts verloren. Da kann man an geeigneter Stelle oder nach dem Spiel, am besten mit ein oder zwei Tagen Abstand mal drüber reden.

Ausrüstrungswechsel, denn ein RK Wechsel ist nichts anderes, wenn der seine Platte ausziehen will und sich etwas leichteres anziehen möchte, geht doch klar wenn er es dabei hat. Wenn nicht dann nicht. Von Deiner Erzählung her, klingt es so als hätte er sich die Rüstung aber hergezaubert (was auch funktionieren könnte ^^) oder aber was ich für nicht akzeptabel halte, die Stats seines Charakters wärend des laufenden Spiels angepasst. Auch das kann man machen, finde ich nicht verwerflich aber nicht wärend einer laufenden Session.

Fazit: keiner hat mehr Bock auf die Runde und das jeweils aus guten Gründen. Also klopp sie ersatzlos in die Tonne, atme durch und starte durch. Jeder verkackt es mal, gehört dazu und ist wichtig, damit man lernt, was man besser machen sollte.

Spieler die nicht zu Deinem Stil passen, der sich auch noch finden muss, können Dir nachhaltig den Spaß an der Sache versauen. Aus so einem Grund habe ich seit knapp 15 Jahren  mich nciht mehr auf den SL Stuhl gesetzt und ich habe früher sehr gerne geleitet.
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Tegres am 18.04.2021 | 10:25
Schmeiß den Paladin raus und such gemeinsam mit dem Barden und dem Waschbären neue Spieler:innen. Mach dann mit denen in dem Abenteuer weiter oder fang ein neues Abenteuer an.
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 18.04.2021 | 10:54


Mormesk den Todesalben
das ist natürlich ein klassischer Paladintrigger

Er meinte, dass er ein Paladin wäre der eine heilige Waffe brauchte.
in seinen Träumen vielleicht oder in der entsprechenden - epischen Kampagne
aber es ist etwas zum darauf hinarbeiten, Questen etc.

Andererseits macht eine Granate 5d6/2 bei gelungenem Dex Safe Schaden in einem 20 Fuss radius
Heilige Handgranat von Antiochia

Man darf Gegenstände erfinden, zeig mir bitte wo steht das die automatisch funktionierend erfunden werden und damit DEM zugelassen sind!

Was die Rüstung betrifft: zusätzliche Rüstung kein Thema ansonsten wäre ich bei Anfängern großzügig sonst vergiss es.

diesen Kampf eigentlich gar nicht wollten, gehe ich hier mal nicht von einer Gefälligkeitsaussage aus - oder ihr Gejammer ist dann etwas seltsam.
oder sie sind einfach ehrlich
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: naudir am 18.04.2021 | 11:06
Für mich hat es sich erledigt.

Erstens fühl ich mich wie der allergrösste Sch...DM überhaupt, weil ich am Anfang von einer Anfängerkampagne einfach keine so mächtigen erfundenen Items möchte, andererseits wird gleich sauer reagiert wenn ich mal etwas vergesse (und ich vergesse in der Kampagne wirklich nichts. Ich schreibe alles auf was die Charas finden / haben. Aber mein Gott, ich hab auch nur ein Hirn).

Der Ausschlaggebende Punkt war jetzt nicht das Spiel, sondern die Tatsache, dass er gestern in meiner Abwesenheit (ich war für die Gruppe kurz einkaufen) meinen Schäferhund (an)gekickt hat und er ihn deswegen fast gebissen hätte. Der Waschbärenspieler ist der Hundesitter und hat mir das vorhin geschrieben. Sorry aber, damit hat es sich erledigt... wir suchen uns zwei weitere Spieler. Ich bin grad so sauer, dass ich ihn am liebsten anrufen und zusammenstauchen würde, aber bringt nix.
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Selis am 18.04.2021 | 11:10
Ich bin grad so sauer, dass ich ihn am liebsten anrufen und zusammenstauchen würde, aber bringt nix.

in ein paar Tagen würde ich das tun, alleine und nur wegen des Hundes.
Wenn ich sowas am Abend mitbekommen hätte. wäre er sofort achtkantig rausgeflogen und könnte froh sein keine Beule davon getragen zu haben.
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Skele-Surtur am 18.04.2021 | 11:11
Ich wollte ja noch was zur Regelung von selbst gebauten Sachen und die Bedeutung des Ein-Wort-Satzes "Nein." am Spieltisch schreiben, aber ich schätze, die Sache ist durch.
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 18.04.2021 | 11:18
wäre er sofort achtkantig rausgeflogen und könnte froh sein nurkeine Beulen davon getragen zu haben.
FIFY
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: JS am 18.04.2021 | 11:25
Ich bin allerdings verwundert, daß ein ganz offensichtliches Aloch sich so mies gegen Menschen verhalten darf und jetzt erst hochkantig rausfliegt, weil es mal gegen einen Hund ging. Das Benehmen war schon lange vorher unerträglich. Aber immerhin... es ist geschafft.
 :think:
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Selis am 18.04.2021 | 11:31
naja, hat er nach anderen Menschen getreten / geschlagen (was ich vielleicht nicht mitbekommen habe) oder nur einen gewissen Spielstil der einfach gemeinhin als scheiße empfunden wird aber leider nicht so selten vorkommt?

Ich hätte mich vermutlich da auch eher getrennt aber ich hab mehr Erfahrung und es ist ja nie so einfach, jemanden vor die Türe zu setzen.
Aber ich hätte als Zeuge des Vorfalls, dem Typen schon nahegelegt schleunigst das Weite zu suchen und hätte nicht lang gefackelt, es dem Gastgeber mitzuteilen.

Aber hätte, hätte, Fahrradkette. Ich war nicht dabei
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Crimson King am 18.04.2021 | 11:35
Für mich hat es sich erledigt.

Erstens fühl ich mich wie der allergrösste Sch...DM überhaupt, weil ich am Anfang von einer Anfängerkampagne einfach keine so mächtigen erfundenen Items möchte, andererseits wird gleich sauer reagiert wenn ich mal etwas vergesse (und ich vergesse in der Kampagne wirklich nichts. Ich schreibe alles auf was die Charas finden / haben. Aber mein Gott, ich hab auch nur ein Hirn).

Der Ausschlaggebende Punkt war jetzt nicht das Spiel, sondern die Tatsache, dass er gestern in meiner Abwesenheit (ich war für die Gruppe kurz einkaufen) meinen Schäferhund (an)gekickt hat und er ihn deswegen fast gebissen hätte. Der Waschbärenspieler ist der Hundesitter und hat mir das vorhin geschrieben. Sorry aber, damit hat es sich erledigt... wir suchen uns zwei weitere Spieler. Ich bin grad so sauer, dass ich ihn am liebsten anrufen und zusammenstauchen würde, aber bringt nix.

Vielleicht als Anmerkung: ich kenne die gesamten Verhältnisse mit. Wenn die Freundin des Paladins sich nichts hat zu Schulden kommen lassen, würde ich ihr gegenüber schon klar stellen, dass der Bannstrahl sich nur auf ihn bezieht.


So ganz allgemein: Regeländerungen, neue Gegenstände etc. sind bei DnD immer mit der Spielleitung abzustimmen. Gerade wenn alle am Tisch unerfahren sind und die Auswirkungen aufs Spiel nicht gut absehen können, sollte die Spielleitung dabei im Zweifelsfall eher nein sagen. Sachen sollten nur zugelassen werden, wenn die Spielleitung sich sicher ist, dass sie sich nicht negativ aufs Spiel auswirken. Wenn du Items ausschließt, weil sie deiner Wahrnehmung nach übermächtig sind, machst du alles richtig.
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Weltengeist am 18.04.2021 | 11:36
Erstens fühl ich mich wie der allergrösste Sch...DM überhaupt, weil ich am Anfang von einer Anfängerkampagne einfach keine so mächtigen erfundenen Items möchte,

Also bitte - das ist doch kein Zeichen dafür, ein schlechter DM zu sein. Vor allem dann nicht, wenn sich ein Spieler solche Items einfach ausdenkt, damit wieder er das ganze Spotlight kriegt und die anderen nur untätig danebenstehen können.

Nach allem, was ich hier lese, hast du das Zeug, ein richtig guter DM zu werden - du hast die Initiative als DM übernommen, gibst dir viel Mühe mit Gruppe und Abenteuer, reflektierst was passiert ist und bist bereit, an dir zu arbeiten. Das können gerade zu Beginn nicht viele von sich sagen. Du hattest einfach das Pech, gleich zu Beginn einen Spieler abzubekommen, der auch viel erfahrenere Spielleiter die Wand hochgetrieben hätte. Nimm es dir nicht zu Herzen, mach den erforderlichen Schnitt und spiel mit den Leuten weiter, mit denen es Spaß macht. Ich verspreche dir: davon gibt es genug!
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: naudir am 18.04.2021 | 11:39
@JS

Kennst du das, wenn dein ganzer Tag voller Kleinigkeiten steckt die alle schieflaufen und am Abend fällt dir noch dein allerliebstes Sandwich auf den Boden was dazu führt, dass du völlig überkochst? So ging es mir gestern. Hat sich irgendwie alles summiert...

Ich hab eine mega Geduld und Toleranz, auch, weil er einer der guten Freunde ist/war... wahrscheinlich deswegen. Aber ich hätte schon viel früher einen Schlussstrich ziehen sollen.

Wenns gegen Menschen geht, dann kann man sich mit Argumenten und Worten wehren oder wenns ganz schlimm wird, einfach gehen. Der Hund ist extrem sensibel und aus dem Tierschutz (Malinois). Bei Konflikt gehen diese Hunde offensiv. Für mich stellt das eine Gefährdung der anderen Spieler da, wenn er sich bei einem Hund auch nicht beherrschen kann...

Ich hab durch eure Hilfe div. Sachen eingesehen und herausgefunden, woran ich arbeiten muss. Danke für eure Unterstützung, Feedback und auch die Kritik! Ich kann das alles zur nächsten Gruppe mitnehmen und dort neu anfangen. Vom Paladinspieler habe ich DM-Technisch auch viel gelernt und gesehen, wo meine Fehler sind und was ich besser machen kann, um es auch für mich leichter zu machen.
Danke!
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: JS am 18.04.2021 | 11:44
Kein Dank nötig, hier helfen viele gerne.
Ansonsten stimme ich Weltengeist zu.
:)
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Selis am 18.04.2021 | 11:46
........
Ich hab durch eure Hilfe div. Sachen eingesehen und herausgefunden, woran ich arbeiten muss. Danke für eure Unterstützung, Feedback und auch die Kritik! Ich kann das alles zur nächsten Gruppe mitnehmen und dort neu anfangen. Vom Paladinspieler habe ich DM-Technisch auch viel gelernt und gesehen, wo meine Fehler sind und was ich besser machen kann, um es auch für mich leichter zu machen.
Danke!

Word!  :d
Außerdem spielt es keine Rolle, ob Du ein guter oder schlechter SL bist.
Das einzige was zählt, das jeder am Tisch, einschließlich Dir bei der Freizeitbeschäftigung Spaß hat.
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 18.04.2021 | 12:15
Ich bin allerdings verwundert, daß ein ganz offensichtliches Aloch sich so mies gegen Menschen verhalten darf u
 :think:
A sehen wir das hier nur von einer Perspektive, wie sich das von der anderen Seite darstellt kennen wir nicht
Ich habe dem PS das Recht auf Irrtum genauso zugestanden wie naudir und auch das er Recht haben könnte

B habe ich erlebt wie toll das ist wenn der SL Regeln und Setzungen nach Gutdünken ändert OHNE das vorher anzukündigen.
Ist ganz toll wenn Dinge auf die man sich als SC Spieler verlassen hat dann dysfunctional werden in kritischen Situationen.

Hat nicht lange nicht funktioniert

Also kann es sein, das der PS sich "zurecht" angepisst gefühlt haben  könnte.
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: JS am 18.04.2021 | 12:22
In den ellenlangen Berichten oben ging es ja nun sehr deutlich nicht nur um ein paar willkürliche Regeländerungen.
;)
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Blechpirat am 18.04.2021 | 12:30
Erstens fühl ich mich wie der allergrösste Sch...DM überhaupt,

Bitte zieh dir den Schuh nicht an. Als SL sind wir darauf angewiesen, aus dem Input der Spieler etwas zu machen. Das hast du versucht. Das dabei jemand dein Vertrauen ihn ihn missbraucht hat, ist nicht dein Problem. Im Gegenteil, du musst aufpassen, jetzt nicht in die Gegenrichtung zu übersteuern, denn normalerweise sind aktive Spieler was tolles. Wir wollen Spieler die aktiv sind, was ausprobieren, mitdenken, planen und generell das Spiel voranbringen. Sie sollen das nur im Sinne der Gruppe tun, und nicht als Egotripp. Du hattest einen, der wollte das gegen die Gruppe machen, und das funktioniert nicht. Leute die Hunde treten sind keine Menschen, mit denen man spielen kann oder möchte.

Also: Du hast probiert ihn zu korrigieren, warst geduldig und hast jetzt die richtigen Konsequenzen gezogen. Du bist kein Sch...DM.
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Selis am 18.04.2021 | 12:31
Also kann es sein, das der PS sich "zurecht" angepisst gefühlt haben  könnte.

Für mich spielt das eine eher untergeordnete Rolle, die Chemie passt ganz offensichtlich nicht und die beiden sollten nicht an einem Tisch sitzen.
Wir wissen es nicht und werden es nie erfahren, was der andere Spieler darüber denkt und es empfindet, also ist es müßig sich darüber Gedanken zu machen. das muss @naudir machen.
Ich kann nur von dem ausgehen, was man erzählt und dahingehend Ratschläge geben.

Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Sashael am 18.04.2021 | 12:34
A sehen wir das hier nur von einer Perspektive, wie sich das von der anderen Seite darstellt kennen wir nicht
Ich habe dem PS das Recht auf Irrtum genauso zugestanden wie naudir und auch das er Recht haben könnte

B habe ich erlebt wie toll das ist wenn der SL Regeln und Setzungen nach Gutdünken ändert OHNE das vorher anzukündigen.
Ist ganz toll wenn Dinge auf die man sich als SC Spieler verlassen hat dann dysfunctional werden in kritischen Situationen.

Hat nicht lange nicht funktioniert

Also kann es sein, das der PS sich "zurecht" angepisst gefühlt haben  könnte.
Ja, wir waren nicht dabei.

Aber wir haben Erfahrungen mit Problemspielern gemacht.

In der HO steht übrigens, dass man wohlwollend lesen soll. Wenn ich mir die Beschreibung der Runde durchlese, kann ich nicht sehr viel erkennen, dass die Position des Palaspielers stärkt, während die Reaktion der anderen Spieler darauf hindeuten, dass die Beschreibungen naudirs nicht ganz von der Hand zu weisen sind. Wenn du unterstellst, dass naudir hier inakzeptabel einseitig berichtet, bedeutet das in meinen Augen, dass du naudir spätestens in Bezug auf die Reaktion der anderen Mitspieler der Lüge bezichtigst. Ich gehe mal davon aus, dass du das nicht sagen wolltest.

Es tut mir leid, dass du anscheinend sehr schlechte Erfahrungen mit einem SL gemacht hast.
Warum du allerdings einen Spieler, der anderen Mitspielern offensichtlich den Spaß am Spiel verdirbt, noch so verteidigst, entzieht sich mittlerweile meinem Verständnis.
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Selis am 18.04.2021 | 12:34
Bitte zieh dir den Schuh nicht an. .........

Außerdem ist jemand anderes von seinen eigenen Worten her der schlechteste SL überhaupt.
Die Runden machen aber mehr Spaß, wenn auch nicht konfliktfrei, wie die Runden denen ich mal beiwohnte, die der "beste SL aller Zeiten" geleitet hat, noch weniger konfliktfrei.
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Tudor the Traveller am 18.04.2021 | 12:37
Eine Anmerkung: Die "heiligen Handgranaten" stehen in den Regeln, unter Weihwasser. 20 Fuß als improvisierte Waffe zu werfen, Untote nehmen 2d6 radiant Damage.

Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: JS am 18.04.2021 | 12:47
Jep, die Schadenswerte des Paladins waren schon... kreativ.
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 18.04.2021 | 13:49
20 Fuß als improvisierte Waffe zu werfen, Untote nehmen 2d6 radiant Damage.
Nein, tun sie nicht, da steht was von Holy Water flask



https://www.dndbeyond.com/equipment/grenade-fragmentation

As an action, a character can throw a grenade at a point up to 60 feet away. With a grenade launcher, the character can propel the grenade up to 120 feet away.

Each creature within 20 feet of an exploding fragmentation grenade must make a DC 15 Dexterity saving throw, taking 5d6 piercing damage on a failed save, or half as much damage on a successful one.
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: bestseb am 18.04.2021 | 13:57
Jep, die Schadenswerte des Paladins waren schon... kreativ.
Nicht nur die. Mich würde auch mal die Berechnung der Rüstungsklasse interessieren. Wenn er von schwerer Rüstung auf mittelschwere Rüstung wechselt, um keinen Disadvantage auf Stealth zu bekommen und behauptet, immer noch die gleiche RK wie vorher zu haben... Will der sich eine Mithral Half-Plate aus dem Rucksack zaubern und einen Dexterity-Modifier haben von +2 haben als Paladin (der höchstwahrscheinlich nicht auf Dexterity/Finesse gebaut ist) oder was?
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 18.04.2021 | 14:02


Es tut mir leid, dass du anscheinend sehr schlechte Erfahrungen mit einem SL gemacht hast.

Nicht nur mit einem!
Ich habe in der Hinsicht eine ganze Menge schlechter Erfahrungen mit einer ganzen Menge erfahrener "SL" s in mehr als einem RW gemacht, 99,99% in Outgame Diskussionen wo sie ziemlich deutlich gemacht haben das dies nicht nur ein ehrlicher Irrtum von ihnen war

Bis zum jetztigen Vorfall war nichts dabei, das mit Erfahrung der anderen Seite nicht auch ganz anders ausgelegt werden konnte.
Ich glaube ähnliche Vorwürfe, wie hier ohne Belege fabriziert wurden und damit meine ich AUSDRÜCKLICH NICHT naudir - hätten  diese "SL"s auch über mich auslassen können.
Nachdem ich gegangen bin, bzw haben sie als ich ihnen was nicht stimmt
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Alexandro am 18.04.2021 | 14:32
Das ist schön (bzw. nicht), allerdings ist die Annahme dass es sich in diesem Fall um einen solchen SL handelt auch ziemlich arschig.

Und jetzt huschhusch, in ein anderes Thema, wenn du dich darüber ausheulen willst (z.B. "SL würgen").
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: naudir am 18.04.2021 | 15:30
Ich ändere nicht unangekündigt irgendwelche Regeln im Spiel. Ich hab da nur nachgefragt woher er die Granaten hat. Er hat sie vor 2 Sessions in der Kirche angefertigt und die Spieler am Tisch meinten:"Ja das stimmt."

Für mich war die Sache damit erledigt und ich lasse dann weitermachen.

Und ich verbiete dem Spieler auch nachträglich nichts, wenn es mein Fehler war. Der hohe Schaden ist für mich etwas schwierig nachzuvollziehen und gem. den Regeln in dem geposteten Link wurde die Granate auch nicht gespielt. Immer wenn etwas zu seinen Gunsten kommt, ist alles okay und das Spiel macht spass. Habe ich Fragen zu den Items  oder Anmerkungen, zieht man plötzlich eine Miene. Wie soll ich das handeln?

Die Granate wurde geworfen und der Schaden ausgerechnet:

Angriffswurf:
Er würfelt 1w20 + Geschick.attributsmodi
Wurf 18, Geschicklichkeitsmodi 2 = 20

Granate trifft.

Er würfelt 3W10 Schaden und addiert seinen Gesch.attributsmodi.

Das wars.

Beim Angriff auf den Alb mit Divine Smite und Morgenstern hat er folgendes addiert:

Angriffswurf:
1w20 + Stärkemodifikator + Übungsbonus

Schadenswurf:
1w10+2w8 + 1w8 + Stärkeattributsmodi + Übungsbonus


Das habe ich aufgeschrieben.


Zur Rüstungsklasse und wie er darauf kommt:
Er hatte vorher den Kettenpanzer. Das macht RK 16.
Zusätzlich zu dem, hat er noch ein Schild + 2
Von seinem Volk bekommt er noch +1 auf die Rüstung.
Das macht eine RK von 19

Nun hat er gewechselt auf:
Brustplatte: 14 + Gesch. Modi (max 2) = 16
Plus sein Schild (+2) = 18
Und das +1 vom Orkischen = 19.
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Galotta am 18.04.2021 | 15:46
Angriffswurf: 1w20 + Stärkemodifikator + Übungsbonus
ok.

Schadenswurf: 1w10+2w8 + 1w8 + Stärkeattributsmodi + Übungsbonus
Schadenswurf:
1w10 für die Waffe - ok
+2w8 für Smite (Spellslot abtreichen nicht vergessen! die bekommt er nur über LongRest zurück) also macht er nur ab und zu mal.
+1w8 für was? ich sehe nichts.
+ Stärkeattributsmodi korrekt
+ Übungsbonus - NEIN. ÜB kommt nicht einfach auf den Schaden drauf

AC 19 ist völlig ok. hat mein Pala auch.
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: naudir am 18.04.2021 | 15:48
ok.
Schadenswurf:
1w10 für die Waffe - ok
+2w8 für Smite (Spellslot abtreichen - bekommt er nur über LongRest zurück) also macht er nar ab und zu mal.
+1w8 für was? ich sehe nichts.
+ Stärkeattributsmodi korrekt
+ Übungsbonus - NEIN. ÜB kommt nicht einfach auf den Schaden drauf

Zusätzlich 1w8 beim Smite, wenn es sich um einen Untoten handelt.

Spellslots haben wir nicht abgestrichen, das ging vergessen.
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Galotta am 18.04.2021 | 15:51
verbesserter Devine Smite (bekommt man mit Level 11) meinst du das?
Spellslots sind absolut notwenidig. sonst macht er das jedes mal und dann wirds langweilig. Als Pala ist es spannend, wann man diese mächtigen Schläge einsetzt. Das kann man nicht so oft.
Mit Level 7 z.B. habe ich nur 4x 1st und 3x 2nd. das sind 7 mal Devine Smite. und dann muss ich 8h Schlafen. :headbang:
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: naudir am 18.04.2021 | 15:53
Nein, im Buch stehts so:

The extra damage is 2d8 for a 1st-level spell slot, plus 1d8 for each Spell Level higher than 1st, to a maximum of 5d8. The damage increases by 1d8 if the target is an Undead or a fiend.

Der Alb war ein Untoter, daher der +1w8 Schaden dazu.
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Galotta am 18.04.2021 | 15:54
cool. hab gerade was neues gelernt. du hast recht. hab ich immer vergessen :-)
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: naudir am 18.04.2021 | 15:56
Freut mich wenn ich auch mal was richtig mache  ;D
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Seraph am 18.04.2021 | 16:08
Lass dich bitte von den letzten Sessions nicht runterkriegen, Naudir!
Der Paladin ist nun weg und ihr könnt alle euer Spiel als GRUPPE genießen.

Du darfst Sachen vergessen.
Du darfst Regeln nicht drauf haben (ich z.B. leite seit zig Jahren Cthulhu, ohne die Kampfregeln zu kennen).
Du darfst als SL aber auch jederzeit sagen "Nein, das machen wir jetzt so nicht, das kippt die ganze Balance" und dann ist es - zumindest für den Spielfluss gut. Du bist der LEITER.

Über Regeln, Hausregeln und Fairness könnt ihr im Anschluss an die Runde immer noch diskutieren.
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 18.04.2021 | 16:13
Das ist schön (bzw. nicht), allerdings ist die Annahme dass es sich in diesem Fall um einen solchen SL handelt auch ziemlich arschig.
und ich finde es sehr nett wenn du mir keine Aussagen unterschieben würdest!
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Alexandro am 18.04.2021 | 16:21
Ich schiebe dir nichts unter, ich stelle nur fest, dass du immer wieder stur einen "Beleg" forderst (weil du anscheinend die Existenz von Gatekeeper-Spielern leugnest), statt die Aussage "at face value" zu nehmen.

Das wäre (im Sinne der Moderationsanweisung) ein anderes Thema, welches in einem anderen Thread zu klären wäre.
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Crimson King am 18.04.2021 | 16:27
Ich mache hier mal zu, bevor die persönlichen Streitereien ausarten.
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Blechpirat am 19.04.2021 | 09:42
So, ich öffne das Thema wieder.

@Lichtschwerttänzer: Dein Versuch, die Perspektive eines Spielers in die Diskussion einzuführen in allen Ehren, aber seit wir die Episode mit dem getretenen Hund kennen, ist eher nicht anzunehmen, dass dieser Mensch gutwillig gehandelt hat. Soweit du da noch Diskussionsbedarf siehst, mach das bitte in einem gesonderten Thema, hier ist das off-topic.

Im Übrigen weise ich noch mal auf die besonderen Regeln für den Einsteigerbereich hin. Hier geht es NICHT darum, mit erfahrenen Forenmitgliedern zu diskutieren - das geht überall sonst! Hier soll es konkret um Einsteigerfragen gehen.
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: unicum am 19.04.2021 | 10:32
Freut mich wenn ich auch mal was richtig mache  ;D

Ich hatte es zwar schon per Pn geschrieben aber es hat imho schon einen Grund wenn es im Volksmund Sprüche gibt wie:

Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen,... (auch kein Dungeon"meister" :D )
Aller Anfang ist schwer,...
Jeder muss sein Lehrgeld zahlen,...
Jeder hat eine zweite Chance verdient,...
Nur wer nichts macht, macht keine Fehler,...

Gibt bestimmt noch mehr derart.

Wichtig ist - weitermachen, man kann nur besser werden wenn man weitermacht, sicher du kannst hier (und anderstwo) viel darüber lesen "wie" man es macht - oder wie nicht. Vieleicht auch auf Ytoube - wobei da viel imho gescriptet ist, oder "profis" am werke sind - das kann je nachdem Leute abtoernen "so gut wie die werd ich eh nie - also lass ich es lieber". Es gibt auch Bücher zum Spielleiten, völlig losgelöst von Regelwerken,... das hier etwa: https://www.amazon.de/Robin-Laws-Gutes-Spielleiten-D/dp/3941976222
Wobei auch das manchen Leuten mehr - und anderen weniger bringt, ich fand es damals als ich es auf englisch gelesen habe eine Augenöffner.
Der Elementare Satz darin ist "Wenn ihr Spass macht, macht ihr alles richtig." Andere sind "Kenne deine Spieler, was macht denen Spass - was nicht." (Ich denke das ist etwas das du vieleicht in den lezten Tagen gelernt hast).
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: klatschi am 19.04.2021 | 11:05
Und ich denke das oder eben auch ein wichtiger Punkt am Spieltisch: gemeinsam darüber reden was passt und was nicht. Probleme durch Kommunikation lösen und ansprechen.

„lieber Paladin, ich will mich eigentlich null mit dir streiten, fühle mich aber immer wieder überfahren von der Art und Weise wie du die Regeln angehst. Können wir deine Fähigkeiten durchsprechen? Können wir ne Option finden, dass du die anderen auch zum Zug kommen lässt?“

Das Gespräch hätte wohl schon viel früher stattfinden müssen, wie sich deine Beschreibung liest, ist das Kind jetzt schon in den Brunnen gefallen und zumindest du hattest keine Lust mehr auf das Spiel mit dieser Person. 
Die Aggressionen gegen deinen Hund haben jetzt natürlich alle Brücken kaputt gemacht.
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Irian am 19.04.2021 | 11:57
Wobei Gespräche nur dann sinnvoll sind, wenn man selbst noch Lust hat, da weiter zu machen. Wenn ich das Gefühl habe, dass sich mit kleinen bis mittleren Änderungen da noch was retten läßt, klar rede ich drüber. Aber wenn mich ein Spieler nur noch aufregt und sich schlecht verhält, habe ich gar keinen Wunsch mehr, was zu retten. Ich muss ja nicht mit diesen Leuten spielen, das soll Spaß machen. Ob hier frühzeitige Gespräche was gebracht hätten, ist schwer bis unmöglich zu sagen, ich denke, in der aktuellen Situation war es das Beste, da abzubrechen.
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Celegon am 19.04.2021 | 12:14
Hallo Naudir,

Du hast sicherlich einiges richtig gemacht. 
Beim Spielleiten ist es wie bei allen Dingen: es gibt wenige Ausnahmetalente,  die das einfach können, alle anderen müssen es lange und hart lernen.
Außerdem hat jede Gruppe ihren individuellen Stil , das Hobby gemeinsam zu gestalten.  Es sollte allen Spaß machen. Wenn es das einzelnen nicht Spaß macht, kann das eine Phase sein,  oder man hat ein Problem in der Runde.
Ich bin aus meiner letzten Runde kürzlich ausgestiegen,  weil ich keinen Spaß mehr an endlosen Regeldiskussionen hatte.  Dies war eine Entwicklung,  die sich über Monate hinzog und ich habe jetzt für mich entschieden,  dass ich das so nicht mehr mitmache, bevor das eine persönliche Ebene so zerstört,  dass ich mit meinen Freunden auch sonst nichts mehr zu tun haben möchte.
Eines unserer Probleme hat was mit deinem zu tun.
Ein Spielleiter hat auch die Aufgabe,  Regeln zu interpretieren.  Wenn man eine Regel auf unterschiedliche Weise auslegen kann (wird der Modifikator bei einem kritischen Erfolg vor oder nach der Verdopplung des Schadens addiert?), dann hat der Spielleiter das zu entscheiden.  In der Situation er allein. Darüber kann man sich vielleicht nachher noch unterhalten,  aber das Spiel muss weitergegeben.  Dein Tisch, deine Regeln.
Als Spielleiter sollte man darauf achten, dass das Spiel allen Spaß macht. Wenn ein Spieler das Hobby für alle so sehr vermiest,  dann ist man ohne diesen Spieler besser dran. Ansonsten kann man dem Punktespieler genauso seinen Raum geben,  wie dem Charakterdarsteller, oder dir selbst.

Drüber reden hilft häufig,  manchmal braucht es auch eine Pause,  um sich darüber klar zu werden, was jeder vom Spiel erwartet,  manchmal hilft aber einfach nur eine andere Gruppe zu finden, die die gleichen Erwartungen ans spielen hat,  wie man selbst. 
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Space Pirate Hondo am 19.04.2021 | 12:55
Ich hatte mal eine Runde geleitet, wo alle Spieler selber die typischen Dauer-Spielleiter waren, die einfach mal Spieler sein wollten. Das war ganz harmonisch und da jeder das Regelwerk aus dem Stehgreif kannte, gabs da auch wenig Diskussionen wegen Regeln, sondern eher ein kurzes Nicken von allen. Wenn ich mal ins straucheln kam, dann konnte einer der Spieler einen Hinweis geben, wie man jetzt weiter kommt.
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Boba Fett am 19.04.2021 | 14:36
Ich hab noch eine kleine Idee für Naudir...

...auch wenn ich schon ziemliche lange Spielleitere, hab ich oft das Problem, dass zu viele Detailregeln (wir spielen auch gerade D&D5) nicht sitzen.
Das liegt auch bei uns daran, dass wir nicht selten das System wechseln und man gar nicht so schnell in die neuen Regeln hineinkommt.
D&D5 ist da ein Paradebeispiel, weil das ja eben auch mit sehr vielen Sonderregeln ankommt - eigentlich hat ja sogar jede Charakterklasse und jedes Volk seine speziellen Regeln.
Das Divine Smite ist ein Paradebeispiel dafür...
Deswegen gibt es bei uns am (momentan virtuellen) Spieltisch eine ganz einfache Regel:
Die speziellen Spielregeln für die einzelnen Klassen und Spezies muss jeder Spieler für seinen Charakter selbst beherrschen und zwar inklusive der Dinge, die man als Nachteile werten könnte.

Der Spielleiter kann sich nicht um alles kümmern. Und er kann auch nicht jede Detailregel im Kopf haben. Und vor allem: Er muss es auch nicht.
Denn er hat eine Menge netter Leute am Tisch sitzen, die sich auch darum kümmern können, dass alle ihren Spaß haben und dass es fair (innerhalb der Spielregeln) bleibt.
Wenn der Paladin sein divine Smite nutzt, dann muss er wissen, wie die Regeln dafür aussehen und er muss wissen, dass ihn das einen Spell-Slot kostet und den dann auch abstreichen.
Kurz gesagt: Das ist nicht dein Job! Und es ist auch nicht Dein Job, zu prüfen, ob er das richtig macht. Du hast genug anderes zu tun.
Und letztendlich bedeutet es, dass wenn jemand absichtlich sowas auslässt, dass die- oder derjenige bescheißt!
Und dann gehört er nicht in eine Spielrunde, die zusammen spielt, um gemeinsam möglichst viel Spaß zu haben. Denn dann nimmt er anderen den Spaß - in diesem Fall Dir.

Aber gehen wir mal davon aus, es werden gar nicht absichtlich Spielregeln ignoriert.
Wenn man sich mal anschaut, wie viel Arbeit und Vorbereitung der Spielleiter hat und wieviele Spielregeln er beherrschen muss,
dann sollte jedem Spieler am Tisch schnell klar sein, dass die paar Spielregeln, die man für seinen eigenen Charakter beherrschen muss, harmlos sind.
Und dann kann man auch vereinbaren, dass die Spieler es dem Spielleiter in diesem Punkt möglichst einfach machen, in dem sie die Spielregeln für ihren Teil lernen
und auch selber einsetzen - inklusive von Kosten, Umständen oder Nachteilen.

Wenn man gemeinsam zusammen spielt, und ohnehin einer den Bärenanteil an Arbeit hat, sollte das eigentlich selbstverständlich sein.
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Tudor the Traveller am 19.04.2021 | 16:10
Das finde ich eine schöne Grundeinstellung.  :d

Allerdings gibt es da einen Haken: wenn ich als SL der Gruppe (taktische) Herausforderungen liefern möchte, muss ich auch abschätzen, was die Gruppe für Optionen hat. An der Stelle muss ich mich als SL zwangsläufig auch mit den relevanten Charakterregeln beschäftigen. Solche Herausforderungen mit den Spielern gemeinsam zu entwickeln wird nicht funktionieren, da es zumeist Teil der Herausforderung ist, die Spieler mit bestimmten Dingen zu überraschen.

Das ist dann der typische "Bau" von (Kampf-)Encountern. Und da ist gerade der D&D5 Paladin für den SL nicht ganz einfach, weil er eben in Kämpfen oft Optionen ziehen kann, die den Kampfverlauf sehr  entscheidend beeinflussen: das bereits erwähnte "Nova-Gehen", also das "Verbrennen" seiner Zauberplätze für viel Nahkampfschaden (anstatt für Zauber). Das kann er nur sehr begrenzt tun, wie hier im Thema ja auch schon vielfach erwähnt, aber WENN er es tut, ist es eben ein großer Faktor für den einzelnen Kampf. Wenn ich das nicht weiß, kann ein ganzer sorgfältig gebauter Encounter durch diese "Nova" einfach verpuffen. Zurück bleibt dann vielleicht ein verblüffter und eventuell frustrierter SL und eventuell noch die Idee, dass der Paladin doch total broken sein muss...  ;)
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Weltengeist am 19.04.2021 | 16:32
Der Vorschlag von Boba klingt gut, ich sehe aber nicht, wie er hier funktionieren soll. Der betreffende Spieler wirkte für mich der Beschreibung nach wie jemand, der völlig davon überzeugt war, im Recht zu sein. Ich habe eigentlich fast jeden Tag mit Leuten zu tun, die nicht einmal begreifen, dass sie gar nichts begriffen haben (Dunning-Kruger-Effekt). Kritische Selbstreflexion ist eben nicht jedem gegeben. Und wenn dann niemand in der Gruppe ist, der das kontrollieren kann, passiert genau das, was naudir ja auch erlebt hat - der Selbstüberschätzer übernimmt das Ruder.
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: naudir am 19.04.2021 | 16:36
Hallo!

Ihr seid echt so eine gute Community!
Danke an die, die mir eine PN gesendet haben. Euch antworte ich noch sobald ich dazu komme.  :)

Ich habe heute in unsere Gruppe geschrieben, dass ich eine Entscheidung fällen musste und die Gruppe nicht mehr weiter leiten möchte. Ohne irgendwelche Vorwürfe oder Emotionen. Paladin wollte daraufhin seine Bücher zurück (wir haben sie uns eigentlich gemeinsam gekauft, aber mir solls recht sein, dann bestell ich mir meine eigenen) er hat sie vorhin abgeholt und gut ist.

Ich bin erschöpft von diesen Diskussionen. Ich war nun zum zweiten Mal am Ende der Session emotional so dermassen platt, dass ich am Ende des Abends nur noch Alle aus der Wohnung haben wollte, um einfach abzuschalten und für mich allein zu sein. Ich bin mir ein bisschen mehr wert als das.

Zitat
Ein Spielleiter hat auch die Aufgabe,  Regeln zu interpretieren.  Wenn man eine Regel auf unterschiedliche Weise auslegen kann (wird der Modifikator bei einem kritischen Erfolg vor oder nach der Verdopplung des Schadens addiert?), dann hat der Spielleiter das zu entscheiden.

Jap. In der letzten Session habe ich das versucht.
Es gab Situationen, in denen ich vorgeschlagen / gesagt habe, dass man jetzt für das Spiel mal so weiterspielen kann und die genauen Regeln/Bedingungen recherchieren wir dann in den Pausen nach. Ich frage dann auch immer, ob alle damit einverstanden sind, wenn wir das Spiel so weiterführen und später auf die Recherche kommen.

Das hat aber auch nicht gepasst! Von der Seite des Paladinspielers habe ich gemerkt, dass irgendetwas an meiner Aussage nicht in Ordnung ist. Ich hab keinen Bock mehr, meine Entscheidungen zugunsten eines einzigen Spielers und seinen Vorstellungen zu treffen, um den Frieden am Tisch zu bewahren. Es fühlt sich für mich ständig so an und ich fühle mich davon unter Druck gesetzt.

Das Leiten will ich nicht aufgeben, weil es mir wirklich spass macht. Ich bereite gerne vor, ich male gerne eigene Karten und Kulissen, Bastle Monster-Pappfiguren und so Zeug. Barde und Waschbären haben gefragt, ob wir mit Baldurs Gate von vorne anfangen können. Mal gucken... die beiden kommen heute Abend auf ein Bierchen vorbei. Damit ich auch mal meine Gedanken loswerden kann.
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Weltengeist am 19.04.2021 | 16:42
Das Leiten will ich nicht aufgeben, weil es mir wirklich spass macht. Ich bereite gerne vor, ich male gerne eigene Karten und Kulissen, Bastle Monster-Pappfiguren und so Zeug. Barde und Waschbären haben gefragt, ob wir mit Baldurs Gate von vorne anfangen können. Mal gucken... die beiden kommen heute Abend auf ein Bierchen vorbei. Damit ich auch mal meine Gedanken loswerden kann.

Viel Erfolg! :d
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Ninkasi am 19.04.2021 | 16:47
Schwamm drüber.
Als Erfahrung abhaken, weiter machen.  :d
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Crimson King am 19.04.2021 | 16:47
Meine Empfehlung: wenn du nach neuen Mitspielern schaust, such ggf. auch den einen oder anderen mit Rollenspiel- und auch spezifischer Systemerfahrung, schildere vorab die Probleme, die zur aktuellen Situation geführt haben, artikuliere deine Erwartungshaltung an neue Mitspieler, und höre dir deren Erwartungshaltung an.
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: JS am 19.04.2021 | 16:58
Du hast dem Paladinspieler auch noch deine Hälfte der Bücher geschenkt? Uff...
 :o

Aber nun Neustart mit den guten Spielern...
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: naudir am 19.04.2021 | 17:05
Du hast dem Paladinspieler auch noch deine Hälfte der Bücher geschenkt? Uff...
 :o

Aber nun Neustart mit den guten Spielern...

Sag nichts...
Wenn ich damit von weiteren Diskussionen verschont bleibe, ist es mir egal...
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Crimson King am 19.04.2021 | 17:07
"Wenn du jemandem 20 Euro leihst und die Person in deinem Leben nicht wieder siehst, war es das wahrscheinlich wert." - Konfuzius
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Toht am 19.04.2021 | 17:08
Ich hätte mir wahrscheinlich einen Seitenhieb nach dem Motto: "Was willst du denn mit solchen schnöden Richtlinien, die eh nur zum Brechen da sind?" nicht verkneifen können.

Lass dich nicht entmutigen. So wie du es beschreibst hätte ich Bock bei dir zu Spielen. Du wirkst sehr reflektiert und engagiert.
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: naudir am 19.04.2021 | 17:11
Ich hätte mir wahrscheinlich einen Seitenhieb nach dem Motto: "Was willst du denn mit solchen schnöden Richtlinien, die eh nur zum Brechen da sind?"

Naja, er hat nun die Bücher. Er kann nun selbst DM sein und seine Regeln einführen, wenn er das möchte.  ^-^
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: JS am 19.04.2021 | 17:18
Für uns alle hier ist es irrelevant, aber die Info, daß du eine Frau bist, hätte evtl. noch ein weiteres Licht auf deine Paladinspielersorgen werfen können. Leider gibt es gerade auch in unserem immer noch männerdominierten Hobby reichlich Männer, die mit einer Frau als SL-Neuling nicht viel anfangen können oder wollen und dann vom Mansplaining gern auch mal in die Respektlosigkeit und Onkeligkeit abdriften.
War das bei euch der Fall? (Ich frage nur aus einem grundsätzlichen Interesse heraus...)
 :think:
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: naudir am 19.04.2021 | 17:21
Heho. :)
Ok, für uns alle hier ist es irrelevant, aber die Info, daß du eine Frau bist, hätte evtl. noch ein weiteres Licht auf deine Paladinspielersorgen werfen können. Leider gibt es gerade auch in unserem immer noch männerdominierten Hobby reichlich Männer, die mit einer Frau als SL-Neuling nicht viel anfangen können oder wollen und dann vom Mansplaining gern auch mal in die Respektlosigkeit und Onkeligkeit abdriften.
War das bei euch der Fall? (Ich frage nur aus einem grundsätzlichen Interesse heraus...)
 :think:

Nee, überhaupt nicht.
Wir kennen uns schon seit fünf Jahren und waren eine Zeit lang wirklich eng befreundet.
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: JS am 19.04.2021 | 17:23
Ah, ok, das ist gut, denn an dieser "Front" braucht kein moderner Mensch mehr dummen Ärger.
:)
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Blizzard am 19.04.2021 | 17:52
Ok, dann will ich mal in meiner Altersweisheit :korvin: doch auch noch 1,2 Cents zu der ganzen Angelegenheit los werden...

@naudir:
Lass Dir gesagt sein, dass ich dir aus eigener (langjähriger!) Erfahrung sagen kann, dass es nie einfach ist, einen Spieler aus der Runde zu schmeißen. Ganz besonders nicht, wenn man privat gut befreundet ist und/oder Zweite oder Dritte (Stichwort: Pärchen in der Runde) indirekt da mit drin hängen (wenn es dich genauer interessiert, schreib'mir eine PM).
Es erfordert einiges an Mut und Zuversicht (dass es durch den Rauswurf besser wird) das dann auch so konsequent durchzuziehen.
Letzten Endes muss man halt abwägen, was schwerer oder weniger schwer wiegt. Und lieber leidet einer drunter, als dass die Mehrheit unter einem leidet (der den ganzen Spaß an der Runde versaut).
Von daher: Glückwunsch zu dieser Entscheidung und dass du dich dazu durchgerungen hast. Ist bestimmt nicht einfach gewesen, gerade als Anfänger.

[OT]Danke an JS für den Begriff des Mansplaining, der war mir bislang gar nicht bekannt.[/OT]
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: JS am 19.04.2021 | 18:04
Dazu: https://www.youtube.com/watch?v=HNorAVQOWu8
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Boba Fett am 19.04.2021 | 19:00
Paladin wollte daraufhin seine Bücher zurück (wir haben sie uns eigentlich gemeinsam gekauft, aber mir solls recht sein, dann bestell ich mir meine eigenen) er hat sie vorhin abgeholt und gut ist.

Hmmm, sucht der Typ noch eine Runde?
Ich würd gern bei ihm mitspielen. Vielleicht braucht er ja noch einen .... Paladin?  >;D

Abgesehen davon: wenn ihr das gemeinsam gekauft und bezahlt hat, schuldet er jetzt allen Geld. Nicht nur dir.
Auch wenn du verzichtest, sollten die anderen wissen, wo sie ihr geld einfordern müssen - nicht, dass sie das bei dir machen.

Ansonsten hat unsere liebe Community einen Haus und Hof Lieferanten.
https://www.sphaerenmeisters-spiele.de/
Roland ist ein netter, wahnsinnig schnell mit dem ausliefern und sehr schuhverlässig.
Und er besorgt Regelkram, von dem du gar nicht wusstest, dass du das haben wolltest. Geschweige denn, dass es sowas gibt.
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Crimson King am 19.04.2021 | 19:12
Hmmm, sucht der Typ noch eine Runde?
Ich würd gern bei ihm mitspielen. Vielleicht braucht er ja noch einen .... Paladin?  >;D

Abgesehen davon: wenn ihr das gemeinsam gekauft und bezahlt hat, schuldet er jetzt allen Geld. Nicht nur dir.
Auch wenn du verzichtest, sollten die anderen wissen, wo sie ihr geld einfordern müssen - nicht, dass sie das bei dir machen.

Ansonsten hat unsere liebe Community einen Haus und Hof Lieferanten.
https://www.sphaerenmeisters-spiele.de/
Roland ist ein netter, wahnsinnig schnell mit dem ausliefern und sehr schuhverlässig.
Und er besorgt Regelkram, von dem du gar nicht wusstest, dass du das haben wolltest. Geschweige denn, dass es sowas gibt.

Ich vermute, Rolands Lieferkosten in die Schweiz sind nicht so der Bringer.
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Space Pirate Hondo am 19.04.2021 | 19:21
Hmmm, sucht der Typ noch eine Runde?
Ich würd gern bei ihm mitspielen. Vielleicht braucht er ja noch einen .... Paladin?  >;D

Du solltest dann aber auch einen Paladin/Artificer spielen, der mit einer Art Blaster und Jetpack rumläuft. Was den Regeln nach natürlich völlig in Ordnung ist... ~;D
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Weltengeist am 19.04.2021 | 19:32
Du solltest dann aber auch einen Paladin/Artificer spielen, der mit einer Art Blaster und Jetpack rumläuft. Was den Regeln nach natürlich völlig in Ordnung ist... ~;D

Wenn ich da die Eberron-Variante empfehlen dürfte? >;D
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Blizzard am 19.04.2021 | 20:53
Ich habe heute in unsere Gruppe geschrieben, dass ich eine Entscheidung fällen musste und die Gruppe nicht mehr weiter leiten möchte. Ohne irgendwelche Vorwürfe oder Emotionen. Paladin wollte daraufhin seine Bücher zurück (wir haben sie uns eigentlich gemeinsam gekauft, aber mir solls recht sein, dann bestell ich mir meine eigenen) er hat sie vorhin abgeholt und gut ist.
Dann hätte ich ihm seine Bücher zurückgegeben (also die, die er bezahlt hat). Wenn ihr alle zusammen gekauft habt, dann hätte ich von dem betreffenden Spieler einen Teil des Geldes verlangt, als Wiedergutmachung bzw. Schmerzensgeld.

Zitat
Ich bin erschöpft von diesen Diskussionen. Ich war nun zum zweiten Mal am Ende der Session emotional so dermassen platt, dass ich am Ende des Abends nur noch Alle aus der Wohnung haben wollte, um einfach abzuschalten und für mich allein zu sein. Ich bin mir ein bisschen mehr wert als das.
Ich habe sowas (leider) auch schon erlebt und durchgemacht...und ja, erstmal durchschalten, ein bisschen Abstand gewinnen und dann die Sache-ohne den Pala-Fritzen neu angehen. Du bist definitiv mehr wert als das- immerhin hast du als SL die meiste Arbeit. Aber nicht nur deswegen. Und ich glaube der Typ konnte deine Arbeit einfach nicht wertschätzen. Und wenn die Arbeit, die man macht, nicht wertgeschätzt wird, dann macht sie keinen Spaß mehr. Egal ob nun hier im P&P oder draußen im RL. Von daher vollstes Verständnis für deine Reaktion.

Zitat
Das hat aber auch nicht gepasst! Von der Seite des Paladinspielers habe ich gemerkt, dass irgendetwas an meiner Aussage nicht in Ordnung ist. Ich hab keinen Bock mehr, meine Entscheidungen zugunsten eines einzigen Spielers und seinen Vorstellungen zu treffen, um den Frieden am Tisch zu bewahren. Es fühlt sich für mich ständig so an und ich fühle mich davon unter Druck gesetzt.
Musst und solltest du auch nicht- schon gar nicht nur wegen eines Spielers. Das kann nämlich schnell zu Unfrieden bei den anderen Spielern führen, die sich dann dadurch benachteiligt fühlen...
Und: Letzten Endes musst du die Entscheidung(en) für die Spielwelt und die Gruppe treffen. Und du als SL hast das letzte Wort. Eine Entscheidung zugunsten eines Spielers fällen, mit der ich selbst nicht einverstanden bin oder mich damit unwohl fühle würde ich niemals machen. Denn dieses ungute Gefühl wird immer irgendwo bleiben und sich früher oder später (negativ) auf das Leiten und die Runde auswirken.

Zitat
Das Leiten will ich nicht aufgeben, weil es mir wirklich spass macht. Ich bereite gerne vor, ich male gerne eigene Karten und Kulissen, Bastle Monster-Pappfiguren und so Zeug. Barde und Waschbären haben gefragt, ob wir mit Baldurs Gate von vorne anfangen können. Mal gucken... die beiden kommen heute Abend auf ein Bierchen vorbei. Damit ich auch mal meine Gedanken loswerden kann.
Das ist die richtige Einstellung! :d Zudem bin ich froh, dass dir der Typ das Leiten nicht komplett vermiest hat (ich kenne genug Gegenbeispiele).
Und erstmal ganz ungezwungen über die (neue) Situation reden klingt nach einem guten Plan. :)

Hmmm, sucht der Typ noch eine Runde?
Ich würd gern bei ihm mitspielen. Vielleicht braucht er ja noch einen .... Paladin?  >;D
Boba, bist du dir sicher, dass du dir das auf deine alten Tage noch antun möchtest? Du hast Frau & Kinder... >;D
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: sockenschuss am 19.04.2021 | 21:22
Roland ist ein netter, wahnsinnig schnell mit dem ausliefern und sehr schuhverlässig.

Darf ich mir das bei Gelegenheit in meine Signatur packen?
Ich finds einfach schön.
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Boba Fett am 19.04.2021 | 21:51
Na klar! 8)
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Huhn am 19.04.2021 | 23:50
Schade, dass es so auseinanderging, aber manchmal passts halt einfach nicht, selbst wenn man sonst gut befreundet ist. Ich hab mit meinem Kumpel, mit dem ich mich im Rollenspiel so verzofft habe, übrigens damals nach über nem halben Jahr Funkstille dann doch wieder gesprochen und seit wir zusammen kein Rollenspiel mehr spielen ist alles tutti. ;D Zugegebenermaßen hat der aber auch nie geschummelt im Spiel, sondern pflegt einfach nur einen Spielstil, der das absolute Gegenteil zu meinem zu sein scheint.
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: unicum am 20.04.2021 | 10:34
Schade, dass es so auseinanderging, aber manchmal passts halt einfach nicht, selbst wenn man sonst gut befreundet ist. Ich hab mit meinem Kumpel, mit dem ich mich im Rollenspiel so verzofft habe, übrigens damals nach über nem halben Jahr Funkstille dann doch wieder gesprochen und seit wir zusammen kein Rollenspiel mehr spielen ist alles tutti. ;D Zugegebenermaßen hat der aber auch nie geschummelt im Spiel, sondern pflegt einfach nur einen Spielstil, der das absolute Gegenteil zu meinem zu sein scheint.

So einen habe ich auch,... es passt einfach nicht,... 

Wenn ein Musiker gerne Jazz spielt und der andere gerne Hardrock dann ... können die sich trozdem über Musik unterhaltem aber sollten vieleicht nicht zusammen spielen,...
Titel: Re: Überfordert als DM, OP Spieler? Tipps für einen frustrierten DM-Neuling.
Beitrag von: Wonko am 5.06.2021 | 21:11
Wuppsi, da habe ich auf einen ziemlich alten Beitrag geantwortet.