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Pen & Paper - Spielsysteme => Weitere Pen & Paper Systeme => Thema gestartet von: killerklown am 7.07.2010 | 20:44

Titel: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killerklown am 7.07.2010 | 20:44
Ich hatte angefangen in einem anderem Thread neuere Französische Rollenspiele vorzustellen. Auf Anfrage der Leser habe ich gedacht, ich solle aufhören den anderen Thread zu fremdentzwecken. Also werde ich in Zukunft hier die französische Rollenspielwelt vorstellen.

erstmal einen Repost der vorherigen Vorstellungen ;)


- B.I.A. [Bureau of Indian Affairs] -> ein Alles in Einem Spiel wo man Regierungsagenten in einem Indianischen Reservat spielt, à la Tony Hillerman Romane. Weitere Infos http://www.les12singes.com/sousrubrique.php3?id_rubrique=29 (http://www.les12singes.com/sousrubrique.php3?id_rubrique=29)
(http://www.les12singes.com/IMG/png/BIA-couv.png)

- Khaos : 1795 -> gleichen Format wie BIA, alles in einem Pack [Komplettes Spiel + SL-Schirm] : Eine Dystopie der Französische Revolution. Das spiel liebe ich. Weitere Infos http://www.les12singes.com/sousrubrique.php3?id_rubrique=21 (http://www.les12singes.com/sousrubrique.php3?id_rubrique=21)
(http://www.les12singes.com/IMG/jpg/vgnkhaos.jpg)


- Warsaw -> WWI ist nie fertig geworden, Russland und Neureich bekämpfen sich immernoch seit 50 Jahren auf das was heutzutage Polen wäre. Mit faktionsbau-Regeln und düstere Survival-setting. http://johndoe-rpg.org/site/catalogue/warsaw/ (http://johndoe-rpg.org/site/catalogue/warsaw/)
(http://johndoe-rpg.org/site/wp-content/uploads/2008/06/couvertureWarsaW-200x300.jpg)


- Hellywood -> Roman Noir mit einem Schuss Fatastisches. Das Spiel bietet an, Tough guys in einem alternativen L.A. zu spielen. http://johndoe-rpg.org/site/catalogue/hellywood/ (http://johndoe-rpg.org/site/catalogue/hellywood/)
(http://johndoe-rpg.org/site/wp-content/uploads/2008/08/couverturehellywood-200x300.jpg)


Ich habe zwar selbst es nicht gelesen, nur bei einem Freund durchgeblättert, aber der neue Abyme sieht richtig geil aus [nonène der auch hier kursiert kann auch bei Gelegenheit mehr darüber sagen] :
(http://www.les12singes.com/IMG/png/Abyme-site-vue.png)(http://www.les12singes.com/IMG/png/Abyme-site-une.png)

mehr infos hier : http://www.les12singes.com/spip.php?rubrique35 (http://www.les12singes.com/spip.php?rubrique35)

Devâsta vorstellen :

In Devâstra spielt man einen Jugendlichen der einen Objekt ergattert hat, der früher einen Gott (ein Devâ der Indischen Mythologie) gehört hat. Sodurch werden diese Spieler Avatar dieser Gottheit. Dieses Spiel mischt also indische Mythologie und die Aussagekraft der Shonen (unterkategorie der Manga - Aktion-orientiert).

Ich habe zwar nicht gespielt (und leider nicht mal durchgeblättert, aber ich war jetzt lange nicht mehr in einem frz Rollenspielladen mit umfangreichen Angebot), aber ist auf jeden Fall was neues (indische mythologie) und scheint recht gut in Frankreich anzukommen.

(http://www.7emecercle.com/7cercle/jdr/devastra_art/devastra_Gallery/images/LdB_img0.jpg)
mehr info : http://www.7emecercle.com/7cercle/jdr/devastra.php?page=LdB (http://www.7emecercle.com/7cercle/jdr/devastra.php?page=LdB)

Oikouménè :

In Oikouménè spielt man 270 vor J.-C. in der den Griechen gekannten Welt [Oikouménè soll auch auf griechisch "Die Bekannte Welt" bedeuten, aber da habe ich keinerlei möglichkeiten es nachzuprüfen  ~;D ]
Dieses Spiel hat den Sprung von Amateurspiel zu Profispiel zu machen und eine 2te edition ist in Vorbereitung. Ist richtig populär geworden, und "Spartacus : Blood and Sand" scheint gut dazuzupassen  8)

Hier das Demo-Kit des Spiels : http://www.sans-detour.com/presse/Kit_demo_Oikoumene.zip (http://www.sans-detour.com/presse/Kit_demo_Oikoumene.zip)
(http://www.sans-detour.com/components/com_virtuemart/shop_image/product/df49714fbbd1a59e0fe0a8df17c9fd5f.jpg)

Mehr infos : http://www.sans-detour.com/index.php?page=shop.product_details&flypage=flypage_SD&product_id=107&category_id=11&manufacturer_id=0&option=com_virtuemart&Itemid=27 (http://www.sans-detour.com/index.php?page=shop.product_details&flypage=flypage_SD&product_id=107&category_id=11&manufacturer_id=0&option=com_virtuemart&Itemid=27)

Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Heretic am 7.07.2010 | 22:31
Reicht ein Thread nicht auch aus?
Und: Gibts die auch auf Englisch/Deutsch?
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killerklown am 7.07.2010 | 23:47
Nein diese Rollenspiele sind meinem Wissen nach nicht übersetzt worden.
Agone und die Romane von Gaborit sind auf jeden Fall übersetzt worden aber diesen Letzten und sehr neuen Opus der Abyme-Stadt ist sicherlich noch nicht übersetzt ...

Ich habe diesen Thread geöffnet, weil der andere darum geht wo man sie herbekommt ... nicht was man bekommen konnte ...
Aber wenn es zuviel ist, schliesse ich hier wieder und mache im anderen Thread weiter, das ist mir ja eigentlich ganz egal ... ihr müsst euch nur entscheiden.

Edit : Ho ! jetzt habe ich gemerkt was du meintest ... Es war keine absicht es mehrmals zu posten ... Mein internet ist manchmal zickig, und ich muss es mehrmals geschickt haben ohne es zu merken ...
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Humpty Dumpty am 7.07.2010 | 23:53
Agone und die Romane von Gaborit sind auf jeden Fall übersetzt worden
Wichtig für Interessenten: Die Romane von Gaborit (Autor von Agone) sind zwar übersetzt worden, dabei handelt es sich aber um Fantasytrash unterster Sohle, der zudem keine Verbindung zu Agone aufweist. Bin da selbst drauf reingefallen und kann nur davon abraten, die Romane zu kaufen und/oder zu lesen. Das Rollenspiel Agone hingegen finde ich phantastisch!
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: carthinius am 8.07.2010 | 00:22
Wichtig für Interessenten: Die Romane von Gaborit (Autor von Agone) sind zwar übersetzt worden, dabei handelt es sich aber um Fantasytrash unterster Sohle, der zudem keine Verbindung zu Agone aufweist. Bin da selbst drauf reingefallen und kann nur davon abraten, die Romane zu kaufen und/oder zu lesen. Das Rollenspiel Agone hingegen finde ich phantastisch!
Laut Autoreninfos beim deutschen Agone-Projekt (http://www.agone.de/agone/gaborit.htm) liegt das daran, dass die übersetzten Bücher zum einen eben nicht nicht Agone-Trilogie sind (die wurde demnach nie ins Deutsche übersetzt), zum anderen einen durchaus anderen Stil pflegen - ob das dann gleichzusetzen ist mit "Fantasytrash unterster Sohle", vermag ich aber nicht zu sagen.

Um da also Synergieeffekte zu erzeugen, müsste man vermutlich beides relativ gleichzeitig bringen - funktionieren könnte es jedenfalls dadurch.
Wobei mich sowieso wundert, warum die Fantasysparten der Verlage eine vorliegende, mehrbändige und wohl auch einigermaßen abgeschlossene Reihe komplett ignorieren und dafür den Rest seines Könnens auf den Markt werfen...  :gaga:
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Waldviech am 8.07.2010 | 00:45
Mal so eine blöde Frage von einem armen "Boche", der kein Französisch kann. Hängen Agone und Abyme auf irgend eine Art und Weise zusammen ? Auf der Seite vom Illustrator Gerard Trignac (http://www.trignac-gerard.com/spip.php?page=document&id_document=117&id_article=9) ist beides in der selben Galerie aufgeführt. Liegt das nur am ähnlichen graphischen Stil oder besteht da ein tieferer Zusammenhang ?
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killerklown am 8.07.2010 | 00:49
Abyme ist eine Stadt in der Welt von Agone.

Ansonsten fand ich bis jetzt alle Werke von Gaborit ziemlich geil, aber insbesondere die Reihe die übersetzt wurde ... Aber wie gesagt habe ich es in Originalsprache gelesen, und da kann bei der Übersetzung ziemlich verloren gehen [insbesondere bei der Neologismen-reichen Sprache Gaborits]
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Waldviech am 8.07.2010 | 00:54
Dank Google-Translator vermut´ ich jetzt mal, daß es sich um die Stadt handelt, die im Englischen "Abysm" heißt. Lieg ich da richtig ?
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Dirk Remmecke am 8.07.2010 | 01:24
Ich beantworte die Fragen aus dem anderen Thread auch mal hier:

Für mich war Cadwallon in der Hinsicht einfach brillant, aber für dich war das Ding vermutlich von der Aufmachung her der x-te französische RPG-Aufguss in Bombastoptik und (wenn überhaupt) eher durch die Confrontation-Anbindung interessant. Aber all die anderen schönen Spiele kennt hier doch keine Sau. Und gegen die übliche deutsche Optik gewinnen die Dinger auch alle heute noch.

Da bin ich mir mittlerweile gar nicht mehr so sicher. Wir haben eine ganz erkleckliche Anzahl Werke vorzuweisen, die gestalterisch neben den französischen Sachen eine verdammt gute Figur machen: das erste Endland, Barbaren, Opus Anima, Western City, Aera, DeGenesis, Engel - gerade die letzten beiden könnten 1:1 aus Frankreich stammen. Tatsächlich haben wir heute diese Besinnung auf die eigene Schaffenskraft, die ich vor 10 Jahren so bitterlich vermisste.

Cadwallon hatte mich vor allem interessiert, weil es nach langer Zeit mal wieder ein Spiel war, das Gary "Einsamer Wolf/Talisman" Chalk Artwork enthalten sollte (womit wir wieder bei grundsolider Strichzeichnung sind). Leider war dann im fertigen Buch nur wenig von ihm.


Zitat
Dass es da kaum englische Varianten gibt, wundert mich ehrlich gesagt auch sehr - der internationale Markt kann sowas doch auch gebrauchen, würd ich meinen, vielleicht sogar noch eher als der deutsche. Da würde sich das Übersetzen und Veröffentlichen mit opulenter Optik doch deutlich mehr lohnen als hier in D irgendwas mit einer 1000er-Auflage (oder schlechter) zu versuchen.

Die englischen Ausgaben französischer - überhaupt ausländischer - Rollenspiele haben in den USA kein besonderes Glück gehabt. Nephilim, In Nomine, The Dark Eye, Mutant Chronicles, Kult, Agone, Cadwallon, Anima, Celtic Legends, Ouroboros - sie haben alle keine Wellen gemacht. Oft sind (mangelndes) Marketing und Produktpolitik dafür verantwortlich gewesen (so wie D&D in Deutschland ja auch von TSR selbst behindert wurde), aber es mag auch ein Ausdruck des gleichen Phänomens sein, das auch z.B. übersetzte, synchronisierte Filme und TV-Serien aus Europa in den Staaten kein Publikum finden lässt.

Bezüglich der Künstlerdichte und der Preise durch Artwork: Man sieht an DeGenesis, Opus Anima und AERA, dass es offenbar wirtschaftlich schwierig wäre, den Künstler angemessen zu bezahlen, wenn er nicht direkt in den Prozess des Spielschaffens involviert ist bzw. die Gestaltung des Spiels als Herzensangelegenheit sieht (...)  Ich weiß nicht, wie oft in Frankreich Spiele von Leuten gestaltet werden, die es entweder eh mitgestalten (also sowieso Mit-Autoren/-Designer des Spiels sind) oder die sich für das Spiel aus welchen Gründen auch immer unter Wert verkaufen - weiß da jemand mehr?

Also in der schöpferischen Ecken der frz Undergroud-Szene [die die A5 herausgeben], sind die Meisten Posten doppelt besetzt : Die Zeichner und die Leute die Layout machen sind meistens auch Autoren ... Es kann sein dass dadurch die Preise der Spiele auch weniger werden ...

Frankreich ist durch seine Anerkennung der Comics als Neunter Kunst in einer beneidenswerten Lage. Ein einem Land, in dem so ziemlich jeder Comics liest und ein Agententhriller wie XIII im Mainstream-Buchkaufhaus als Stapelware genau so gut verkauft wird wie der neueste Grisham, haben Comics auch eine ganz andere Vorbildkultur, d.h. es gibt viel mehr Leute, die so toll zeichnen können wollen wie ein Moebius oder Bourgeon. Da ist die Wahrscheinlichkeit viel höher, dass in beinahe jeder Rollenspielrunde, in jedem Entwickler-Freundeskreis jemand sitzt, der zeichnen kann.

Das, gepaart mit dem Sprachpurismus der Franzosen, hat dafür gesorgt, dass schon ab den späten Achtzigern eine ausgeprägte Suche nach einer eigenen Rollenspielidentität stattfand, die sich auch beinahe vom Start weg in professionell gestalteten Produkten ausdrückte. Während wir nach Amerika schielten, importierten und die Bücher in der Originalsprache lasen und spielten (und die Verlage dann lieber übersetzten, weil BT, Traveller, MERP, Cthulhu... schon ihre Communities hatten und man sich in das Netzwerk einklinken konnte), haben Franzosen ihren eigenen (pop)kulturellen Kosmos in Spiele umgemünzt: Légèndes Celtiques, Maléfices, Hurlements, Animonde...
Mich erstaunt viel eher, dass es daneben noch Verlage gab, die zusätzlich zu dieser Fülle an Eigenentwicklungen die ganzen erfolgreichen US-Systeme ins Französische übersetzten, und damit teilweise schneller waren als deutsche Verlage: RuneQuest, MERP, Hawkmoon, Stormbringer, Star Wars, Shadowrun, Torg, Warhammer FRP, Amber Diceless... bei einigen dieser Spiele hatten die Franzosen die Supplements so schnell eingeholt, dass sie eigene schreiben mussten, wie Quellenbücher für Hawkmoon oder Abenteuer für Warhammer. Und wenn man mit französischen Altrollenspielern spricht, hört man immer wieder, dass eines ihrer ersten Systeme die Schmidt France-Übersetzung L'Oeil Noir war!

Dass der französische Rollenspielmarkt größer war als der deutsche, kann man auch daran sehen, dass das führende Magazin der Goldenen Jahre, Casus Belli, von einem großen Zeitschriftenverlag publiziert wurde (Groupe Excelsior ist in etwa vergleichbar mit Gruner & Jahr) und an jedem Kiosk zu finden war.
In England hat Arcane sowas auch mal versucht, musste aber nach einem Jahr wieder eingestellt werden. Der französische Ableger der Arcane, das Magazin Backstab, das in der Zwischenzeit als Konkurrenz zu Casus Belli gestartet worden war, war davon nicht betroffen und lief länger...
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Jiba am 8.07.2010 | 08:38
Wie unendlich schade, dass gerade bei der Übersetzung französischer Rollenspiele so hinterm Berg gehalten wird. Die Frage ist aber natürlich auch immer, ob es sich lohnt.
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Laivindil am 8.07.2010 | 10:56
Wie unendlich schade, dass gerade bei der Übersetzung französischer Rollenspiele so hinterm Berg gehalten wird. Die Frage ist aber natürlich auch immer, ob es sich lohnt.
Ich war bei der Gründung der Deutschen Spielervertretung für Confrontation dabei und habe auch angefangen zu übersetzen. Ich sach' mal so: unsere französischen Nachbarn (zumindest die bei Rackham) sind/waren auch nicht so einfach im Umgang.
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Glgnfz am 8.07.2010 | 11:09
Ich habe schon zwei Verlage zwecks möglicher deutscher Übersetzungen angeschrieben - KEINE ANTWORT!


Dann eben nicht!
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killerklown am 8.07.2010 | 11:45
Heute möchte ich den DK und seine kleinen Brüder vorstellen :
[ausgesprochen wie [déca] -> referenz auf den entkoffeinierter Kaffee]
Der Dk ist sowohl eine lebensphilosophie als einen Regelkasten ... Die Autoren haben mit diesem System versucht den D20-system auseinander zu nehmen und daraus einen Modular system zu machen, einen Werkzeugskasten, um die D20 system zu "tunen".
Dieser System kam sehr gut an und bekam schnelllstens eine 2te Edition [die ich besitze]. Es wurden mehrere Spiele auf Basis dieser System hergestellt, und im Forum des Verlegers [http://matrice.johndoe-rpg.org/index.php (http://matrice.johndoe-rpg.org/index.php)] kann man unzählige Adaptationsversuche vieler D20-produkte zu diesem System.
Wenn sie also viel D&D 3.x gespielt / geleitet haben, aber nie hack&slash orientiert waren, hättet ihr euch öfters diesen Werkzeugkasten gewünscht.

Wichtig ist auch zu erwähnen dass der Dk system unter OGL herausgebracht wurde, somit wurden alle rechtliche Bedenken der Tuner beseitigt.

DK & DK²
(http://johndoe-rpg.org/site/wp-content/uploads/2008/08/couverturedkv1-200x300.jpg) und (http://johndoe-rpg.org/site/wp-content/uploads/2009/06/dK2-couverture-200x300.jpg)

Der erste ist oop aber die meisten finden eh die 2te Auflage besser. Hier drin sind nur regeln und Meisterhinweise ob diese für die eigenen Kampagne nützlich sein konnten [Style of play wird dann auch sehr oft in Anbetracht gezogen]
Persönnlich habe ich Alleluja gesagt beim Lesen, weil ich mit dem Spielgefühl und die Regellastigkeit von D&D3 nicht zurechtkam.
Man findet im Buch auch viel über Balancing.

Die bücher sind im A5 Format, 120-140 seiten , etwa 25 €, Cover bunt / innen B&W

Ich habe gerade gelesen dass die 2te edition auch oop ist, und es ist kein Reprint in Planung. Verfügbar ist es als PDF hier http://rpg.drivethrustuff.com/product_info.php?products_id=79085&filters=0_0_40_0 (http://rpg.drivethrustuff.com/product_info.php?products_id=79085&filters=0_0_40_0) (falls es nicht klappen sollte, checkt die Sprach-filter)

Hier findet man den Spielkatalog des Verlegers [der aktivste in den letzten jahren, aber hat sich ein wenig jetzt beruhigt] http://johndoe-rpg.org/site/catalogue/ (http://johndoe-rpg.org/site/catalogue/)

dK: Bestiaire Monstrueux

(http://johndoe-rpg.org/site/wp-content/uploads/2008/08/couverturedkbestiaire-200x300.jpg)
einen Monster-manual von 62 Seiten mit 82 Viecher. Kompatibel mit Dk aber anscheinend auch mit D20 system. Habe noch nie reingeguckt, ich spiele halt selbst selten mit monstern [ich bevorzuge Mensch Vs Mensch].
Aber wer es braucht wird sich freuen dass er günstig ist  ;)

A5, 62 Seiten, Cover bunt / innen B&W, 12 €


dK: Mantel d’Acier

(http://johndoe-rpg.org/site/wp-content/uploads/2008/08/couverturedkmantel-200x300.jpg)

Der Dk wird gebraucht um diesen Regelwerk zu nutzen. Hierdrin ist eine Übersetzung + Adaptierung am Dk des Cloak and Steel Setting http://www.rpg.net/reviews/archive/10/10261.phtml (http://www.rpg.net/reviews/archive/10/10261.phtml), der selbst schon des D20 tuning gegangen war (Classless & Levelless].
High fantasy + Steampunk setting, der kam in Frankreich auch gut an. Ich schätze dass die meisten franzosen nicht wissen dass es eine Adaptation/Übersetzung ist.
Das Buch besteht zu 80 % aus Background, der Rest sind regeln um Spezifika des Settings zu bestimmen [Steam-powered mechas usw]

A5, 160 Seiten, Cover bunt / innen B&W, 29 €

dk: Plagues

(http://johndoe-rpg.org/site/wp-content/uploads/2008/08/couverturedkplagues-200x300.jpg)

Plagues ist einen Post-apocalyptic Fantasy setting. Vor 150 Jahren haben die Götter die Welt verlassen, und seitdem stehen die Toten wieder auf.
Also Survival-Fantasy + Zombies. Das hauptbuch hat 60 vorgefertigte Charaktere, eine grössere [faltbare] Karte der Welt, 2 Szenarien und der erste Episode einer Kampagne [die gerade herausgegeben wird]. Die Kampagne wird in der E-zine Body Bags von John Doe herausgegeben. Die Body bags sind gratis auf der Seite von John Doe erhältlich.
Ich muss ehrlich zugeben, dass dieser Spiel mich immer wieder anzieht, aber ich habe es noch nie geblättert ... Vielleicht weil nie einen Laden es vorrätig da hatte, als ich vorbeikam  ;D
Wie bei Mantel d'acier wird der Dk vorausgesetz, was einen mächtigen ersparnis am Platz im Buch bedeutet [so konnte man z.B. die Zombies genauer beschreiben  8] ]

Interessant ist auch zu erwähnen dass einen Neverwinternight Plugin dafür entwickelt wurde http://plaguesnwn.free.fr/ (http://plaguesnwn.free.fr/)

A5, 144 Seiten + die Weltkarte, Cover bunt / innen B&W, 30 €

Da der Dk "open source" ist, haben andere Verleger als John Doe den System benutzt. Z.B. Les 12 Singes haben ihre Version vom Dk entwickelt und sehr erfolgreich für Khaos : 1795 und B.I.A. eingesetzt (siehe Seitenanfang für mehr Infos bezüglich diese Spiele)
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killerklown am 8.07.2010 | 11:47
Ich war bei der Gründung der Deutschen Spielervertretung für Confrontation dabei und habe auch angefangen zu übersetzen. Ich sach' mal so: unsere französischen Nachbarn (zumindest die bei Rackham) sind/waren auch nicht so einfach im Umgang.

Die Leute von Rackham sind in Frankreich auch für deren Elfenbein-Turm Komplex bekannt. Sehr geheimnissvoll und sehr schwer zugänglich. Muss Firmenpolitik sein ...
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Dirk Remmecke am 8.07.2010 | 12:43
Heute möchte ich den DK und seine kleinen Brüder vorstellen :

Ich würde noch ergänzen, dass das System eigentlich für das Lanfeust de Troy Rollenspiel ersonnen wurde.

(http://www.askell.com/Troy/Encyclopedie/JDR.jpg)

250 Seiten, Überformat (also noch größer als die Comic-Alben), opulent illustriert, locker-flockig geschrieben (mit dem Humor der Vorlage) und mit einer ziemlich guten Einsteigersektion. Gleichzeitig ist es ein vollwertiges, mit mittelmäßigem Crunch gespicktes d20-System.

Hier hat es noch Fantasy-Archetypen/Charakterklassen. dK ist dann die "Universalisierung" des Systems gewesen.

Zitat
Der erste ist oop aber die meisten finden eh die 2te Auflage besser. Hier drin sind nur regeln und Meisterhinweise ob diese für die eigenen Kampagne nützlich sein konnten [Style of play wird dann auch sehr oft in Anbetracht gezogen] (...) Ich habe gerade gelesen dass die 2te edition auch oop ist, und es ist kein Reprint in Planung.

Ich bin ehrlich gesagt hin und her gerissen. Die 2. Auflage ist besser sortiert, hat einen gravierenden Denkfehler in der Anwendung des dK ("dé de Krâsse", ein Bonuswürfel, der zusätzlich zu dem d20 geworfen werden darf) behoben und profitiert von den Regel-Kommentaren der drei aktivsten Mitentwickler, die sich nach Erscheinen der 1. Auflage in den Foren hervorgetan haben. Dafür sind aber auch seltsame Regeln hinzugekommen (der FD, "Facteur de Dé", der in meinen Augen die Erfahrungsstufe entwertet).
Dafür hat die 1. Auflage mehr Charme und die besseren Illustrationen, und eine enorme Vielzahl an Beispielcharakteren.

Zitat
dK: Bestiaire Monstrueux
einen Monster-manual von 62 Seiten mit 82 Viecher. Kompatibel mit Dk aber anscheinend auch mit D20 system.

Sehr seltsame Viecher! So ohne weiteres sind die nicht mit d20 einsetzbar, da sie die ganzen dK-ismen verwenden: Feats, die den "Krâss-Würfel" einsetzen, der FD, die d20 abweichenden Trefferpunktzahlen, Energiepunkte (~Ausdauer/Magiepunkte), usw.

Zitat
Da der Dk "open source" ist, haben andere Verleger als John Doe den System benutzt. Z.B. Les 12 Singes haben ihre Version vom Dk entwickelt und sehr erfolgreich für Khaos : 1795 und B.I.A. eingesetzt

Die Ableger haben aber viele Detailregeln verändert (wie es ja die Natur der d20-Varianten ist).
Der "Krâss-Würfel" zählt in dK unbd dk² nur auf einer 3 (démi-krâsse) und 6 (krâsse); in Khaos 1995 heißt der Würfel "dé de Khaos" und zählt auf 1, 3 und 6. Khaos hat auch eine völlig andere Charaktererschaffung, die sich an Herkunft und Archetypen orientiert, während dK "proper" ein völlig freier Baukasten aus Fertigkeiten und Feat-/Talent-artigen "Atouts" ist.

Zur OGL muss ich auch sagen, dass ich selten so schlampige OGL-Lizenztexte gesehen habe. "Section 15 Copyright Notice" ist bei glaube ich allen Produkten fehlerhaft. Bei Lanfeust fehlt die OGL komplett!


Die Leute von Rackham sind in Frankreich auch für deren Elfenbein-Turm Komplex bekannt.

Was soll ich sagen... wenn ich dürfte, wie ich wollte, könnte ich Geschichten erzählen...

[gelöscht durch Administrator]
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killerklown am 8.07.2010 | 18:32
Na toll !
Jetzt habe ich wieder Lust Lanfeust Rpg zu kaufen :)
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Heretic am 8.07.2010 | 18:43
Ich habe schon zwei Verlage zwecks möglicher deutscher Übersetzungen angeschrieben - KEINE ANTWORT!


Dann eben nicht!
Eben.
Wenn sie keinen Umsatz wollen...
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Humpty Dumpty am 8.07.2010 | 18:55
Eben.
Wenn sie keinen Umsatz wollen...
Vor allem wollen sie Profit. Und das könnte in der Tat schwierig werden. Dieser durchgehend farbige Graphikoverkill der französischen Spiele bedingt enorme Druckkosten. Das lohnt sich nur bei Stückzahlen einer deutschen Ausgabe, die mutmaßlich keines der fraglichen Rollenspiele absetzen würde.
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: thestor am 8.07.2010 | 19:58
Visueller Overkill scheint ne französische Sache zu sein, in den achtzigern, frühen neunzigern waren meines Wissens auch französische Computerspiele bekannt für ihre exzellente Grafik.

Apropo Computerspiele es gab da eines, Transarctica, auf eienr franzäsischen Romanserie basierend, ferne Zukunft, Erde von Eismassen überzogen, DAS hätte auch ein tolles Rollenspielsetting hergegeben finde ich.
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: carthinius am 8.07.2010 | 20:07
Ich habe schon zwei Verlage zwecks möglicher deutscher Übersetzungen angeschrieben - KEINE ANTWORT!
Dann eben nicht!
Darf man fragen, welche?
"Lustigerweise" ist das offenbar die Standardreaktion auf jegliche (Fan-)Anfrage an französische Firmen, von denen ich weiß...  :-\
Auch wenn ich da besonders Rackham-geschädigt bin.

Vor allem wollen sie Profit. Und das könnte in der Tat schwierig werden. Dieser durchgehend farbige Graphikoverkill der französischen Spiele bedingt enorme Druckkosten. Das lohnt sich nur bei Stückzahlen einer deutschen Ausgabe, die mutmaßlich keines der fraglichen Rollenspiele absetzen würde.
Wobei das ja evtl. ein Argument für den PDF-Verkauf sein könnte - mit abschaltbarer Graphik als Nur-Text-Ausdruck oder als Vollfarbdruck im normalen Handel. Oder vielleicht könnte man da auch etwas über verbindliche Vorbestellerlisten machen, muss man nur halt vorher umfangreich die Werbetrommel rühren (was ja zumindest bei Lanfeust nicht so das Problem sein sollte).
Prinzipiell ist das Problem wohl das, was schon Dirk angesprochen hat (ich hab's mal fett markiert):
Die englischen Ausgaben französischer - überhaupt ausländischer - Rollenspiele haben in den USA kein besonderes Glück gehabt. Nephilim, In Nomine, The Dark Eye, Mutant Chronicles, Kult, Agone, Cadwallon, Anima, Celtic Legends, Ouroboros - sie haben alle keine Wellen gemacht. Oft sind (mangelndes) Marketing und Produktpolitik dafür verantwortlich gewesen (so wie D&D in Deutschland ja auch von TSR selbst behindert wurde), aber es mag auch ein Ausdruck des gleichen Phänomens sein, das auch z.B. übersetzte, synchronisierte Filme und TV-Serien aus Europa in den Staaten kein Publikum finden lässt.
Letzteres wäre tatsächlich eine interessante Erklärung für zumindest den amerikanischen Markt - aber ist der gesamte englischsprachige Markt davon auch betroffen? Ist da nicht vielleicht auch die Produktpolitik das Problem, dass oft die fremdsprachigen Verlage selbst die englische Variante machen wollen (und damit auf die Nase fallen, wie z.B. Rackham) oder dem Lizenznehmer nicht erlaubt wird, das Produkt für den jeweiligen Markt anzupassen? Vielleicht habt ihr ja da mehr Einblick als ich.

Da bin ich mir mittlerweile gar nicht mehr so sicher. Wir haben eine ganz erkleckliche Anzahl Werke vorzuweisen, die gestalterisch neben den französischen Sachen eine verdammt gute Figur machen: das erste Endland, Barbaren, Opus Anima, Western City, Aera, DeGenesis, Engel - gerade die letzten beiden könnten 1:1 aus Frankreich stammen. Tatsächlich haben wir heute diese Besinnung auf die eigene Schaffenskraft, die ich vor 10 Jahren so bitterlich vermisste.
Ich habe ja einige der Werke selbst genannt. :) Aber auch hier gilt ja, dass das nicht die "Großen" sind. Zwar holen solche Produkte gefühlt auf (und ja, vor 10 Jahren hätte es sowas überhaupt nicht gegeben), aber spielen sie schon eine Rolle? Die Aufmachung von "Arcane Codex" soll ja auch in der zweiten Edition durchgehend Hammer sein (und ich bin schon mehrmals um "Goremound" herumgeschlichen, einfach nur weil ich den Künstler sehr mag), aber ist AC schon einer der Großen oder machen die nur viel Tamtam? Und ist das synonym?

Grundsätzlich aber vielen Dank für den umfangreichen Einblick in die französische RPG- und Comic-Situation, Dirk! In der Tat beneidenswert und hierzulande nur schwer vorzustellen.  :-\
Und an killerklown ein herzliches Dankeschön für die schönen Spielvorstellungen - die haben echt einige Perlen. Zu schade, dass mein Französisch gleich Null ist.

Mich erstaunt viel eher, dass es daneben noch Verlage gab, die zusätzlich zu dieser Fülle an Eigenentwicklungen die ganzen erfolgreichen US-Systeme ins Französische übersetzten, und damit teilweise schneller waren als deutsche Verlage: RuneQuest, MERP, Hawkmoon, Stormbringer, Star Wars, Shadowrun, Torg, Warhammer FRP, Amber Diceless... bei einigen dieser Spiele hatten die Franzosen die Supplements so schnell eingeholt, dass sie eigene schreiben mussten, wie Quellenbücher für Hawkmoon oder Abenteuer für Warhammer.
Das ist mir in der Tat auch schon aufgefallen. Woran liegt das?! Wie bekommen die das hin?
Und ich finde ja die Gestaltung der französischen Cthulhu-Ausgabe auch äußerst ansprechend - erst recht die Erkenntnis und Idee, dass man mit Cthulhu so dermaßen unterschiedlich spielen kann, dass man extra mit einem kleinen Raster bei jedem Abenteuer angibt, was es denn sein will bzw. welche Ausrichtung damit angepeilt wird. Würde manch anderer Rollenspielpublikation auch sehr wohltun.

Apropo Computerspiele es gab da eines, Transarctica, auf eienr franzäsischen Romanserie basierend, ferne Zukunft, Erde von Eismassen überzogen, DAS hätte auch ein tolles Rollenspielsetting hergegeben finde ich.
Gab's da nicht sogar mal was? Kommt mir so vor, vielleicht verwechsle ich das aber auch mit den schick aussehenden Büchern.
Wär aber z.B. eine Sache, bei der man von vornherein die internationale Vermarktung anstreben könnte durch Lizenz! Wer will?  ;)
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Dirk Remmecke am 8.07.2010 | 20:19
Vor allem wollen sie Profit. Und das könnte in der Tat schwierig werden. Dieser durchgehend farbige Graphikoverkill der französischen Spiele bedingt enorme Druckkosten. Das lohnt sich nur bei Stückzahlen einer deutschen Ausgabe, die mutmaßlich keines der fraglichen Rollenspiele absetzen würde.

Ein weiteres Argument ist, dass die französischen Spiele, bei aller grafischen Brillanz, auf der Regelseite so ihre Tücken haben. Ich habe oft auch von Franzosen gehört, dass sie in Sachen Regeldesign Defizite aufweisen. Es hat wohl seinen Grund, warum die englischen Versionen von In Nomine Satanis und Bloodlust (dt. Hyperborea bei Truant) mit neuen Regeln versehen wurden (oder werden sollten).
Mario Truant war durchaus mal interessiert an dem "wir-spielen-Drachen-und-Fabelwesen-in-der-heutigen-Welt"-Rollenspiel Scales, von dem INS/MV-Erfinder Croc . "Aber nicht mit dem Regelsystem!", sagte er mir mal auf einer Messe.

Die Stärke der Franzosen ist eindeutig das Settingdesign, und da sind sie uns inhaltlich oft näher als die amerikanischen Spiele, weil sie eben europäische Sehgewohnheiten bedienen. Oder, wenn sie sich mal an Hollywood orientieren, sie dies mit europäischem Augenzwinkern tun (Hellywood).

Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Dirk Remmecke am 8.07.2010 | 21:04
Prinzipiell ist das Problem wohl das, was schon Dirk angesprochen hat (ich hab's mal fett markiert):Letzteres wäre tatsächlich eine interessante Erklärung für zumindest den amerikanischen Markt - aber ist der gesamte englischsprachige Markt davon auch betroffen? Ist da nicht vielleicht auch die Produktpolitik das Problem, dass oft die fremdsprachigen Verlage selbst die englische Variante machen wollen (und damit auf die Nase fallen, wie z.B. Rackham) oder dem Lizenznehmer nicht erlaubt wird, das Produkt für den jeweiligen Markt anzupassen?

Das habe ich mit TSRs sich-selbst-im-Weg-stehen gemeint. AD&D fing erst an in Deutschland zu laufen - richtig zu laufen! - als Amigo die Gestaltung der Second Edition an den Standard anpasste, den DSA in Deutschland etabliert hatte: Einzelne Hefte in Boxen, geeignet für den Vertrieb in Spielwarenhandlungen und Kaufhäusern. (Und eine schicke steinerne Rahmenoptik, die sowohl DSA als auch Midgard hatten...)
Das ist nun das Gegenteil von opulenter Hardcover-Optik, aber es hat geklappt.

TSR hätte das nie erlaubt, da musste erst WotC kommen, die dank Magic in viel kürzerer Zeit eine viel größere Erfahrung mit ausländischen Märkten gesammelt hatten. Ryan Dancey war erschüttert gewesen, als er nach der Übernahme gesehen hat, wie groß der Auslandsanteil an TSRs Geschäften war - das hatten sie von MTG ganz anders erwartet.
Und Amigos Third Edition - jetzt schon als Hardcover - wurde trotzdem weiter in einer Box verkauft. Erst als Amigo D&D weiterreichte an Feder & Schwert, die keinen Zugang zum Massenmarkt hatten, kehrte das deutsche D&D zu der amerikanischen Darreichungsform zurück. Und profitierte von dem Markt, den Amigo bis dahin aufgebaut hatte.

Zitat
Das ist mir in der Tat auch schon aufgefallen. Woran liegt das?! Wie bekommen die das hin?

Die Sprache.

Manchmal scheinen Klischees zu stimmen, und Franzosen scheinen weniger gerne auf amerikanische Produkte zurückzugreifen als wir. Die Sachen müssen übersetzt werden, und das ist für Verlage eine völlig andere Planungsgrundlage. Da nörgelt niemand (oder längst nicht so viele und so laut), wenn ein französisches Buch eineinhalbmal so teuer ist wie das Original. Da ist man froh, wenn es kommt.

Wir haben eine snobistische Haltung zu englischsprachigen Unterhaltungsmedien. Natürlich kann man sich Buffy, Firefly und Battlestar Galactica nur im amerikanischen Original angucken, Synchro geht ja gar nicht. Und die Übersetzung von Earthdawn - pfui! "Märkteburg" statt "Bartertown" - ist das euer Ernst?
(Könnte es sein, dass "Bartertown" für angloamerikanische Ohren genauso banal und uncool klingt wie "Märkteburg" für unsere? Neein...)

Da die Franzosen keinen Minderwertigkeitskomplex gegenüber ihrer eigenen Sprache pflegen, funktionieren Übersetzungen besser. Und wenn sie besser laufen, kommt schnell das investierte Geld zurück, das nächste Supplement kann schneller übersetzt werden und so flutscht es insgesamt.
Da legen Verlage auch gerne was für eine grafische Anpassung drauf: Die Hero Wars-Ausgabe von Multisim (die es ja auch auf Deutsch gab) war der Hammer - zum ersten Mal waren Gloranthas Ducks ein respekteinflößendes Volk, da war nichts mehr von Disney-Parodie drin. Over the Edge hatte ein neues Cover von dem (deutschstämmigen!) Mystery-Comic-Zeichner Andreas (Rork, Capricorn) - das passte wie die Faust aufs Auge, das wäre so, als ob Dave McKean Unknown Armies gestaltet hätte, oder als wenn unser erstes DSA von Hans-Rudi Wäscher illustriert worden wäre...
(Das einzige Spiel, bei dem das auch bei uns klappt, ist Cthulhu, sowohl damals in der alten Laurin-Version als auch heute bei Pegasus.)

Und so kriegt jeder den Markt, den er verdient...
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killerklown am 8.07.2010 | 23:13
Ein weiteres Argument ist, dass die französischen Spiele, bei aller grafischen Brillanz, auf der Regelseite so ihre Tücken haben. Ich habe oft auch von Franzosen gehört, dass sie in Sachen Regeldesign Defizite aufweisen.

Da muss ich total zustimmen. Aber das passt eher auf Croc [den du auch erwähnst] als auf die neuere JohnDoe/12Singes Garde. In den 80er bis hin zur Mitte der 90er war Croc der Papst der französischen Rollenspielszene [ja etwa unser Gary Gygax]. Er konnte extrem gute settings mit geilen Hu8mor entwickeln, aber seine Regeln, mann oh mann, waren die schlecht ... Zumindest meiner Meinung nach. In Nomine Satanis / Magna Veritas ist ein genialer Setting, aber ich kann mich nicht an diesen Tabellensystem anpassen. Geht bei mir als Leiter nicht. Als Spieler ging es etwa, Hilfe vom Meister war da, aber als Leiter : "NO WAY"

Heutzutage ist die Tendenz anders : Jeder Setting muss ein ausgefallenes System haben, in dem die Spielmechanik sich bei den Regeln spürbar macht [Z.B. die Krâsse-Würfel bei Lanfeust, oder die Chips von Deadlands (nicht  frz, ich weiss), oder die Rhine-tests bei Conspiracy-x (idem) ].
Machmal werden dann schöne systeme einfach überkompliziert aus diesem Grund, aber es wird tatsächlich mehr Wert auf dem System gelegt als früher {siehe Dk und UnDéSix}

Bin übrigens noch nicht fertig mit den Vorstellungen, ich werde Rückwärts in der Zeit gehen bis zum Tod Multisims gehen [ohne pingelig mit der Chronologie vorzugehen]
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Dirk Remmecke am 9.07.2010 | 01:40
aber ich kann mich nicht an diesen Tabellensystem anpassen.

Das ist übrigens ein echt französisches Phänomen: diese ständige Neuinterpretation und Abwandlung von Chaosiums BRP-Universaltabelle.

Es sind nicht immer zwei gleichwertige Attribute, die verglichen werden; in manchen Spielen sind es Attribut bzw. Skill gegen einen Schwierigkeitsgrad. Auf der Tabelle liest man dann ab, was man zu unterwürfeln hat, je nach System mal mit Prozentwürfeln, 2w6, w66, w20 oder wasauchimmer.
Bei manchen Spielen ist es üblich, dass ein Situationsmodifikator nicht auf den Wurf angewandt wird, sondern einen "Shift" innerhalb der Tabelle bedeutet ("2 Spalten nach links"), was bei INS/MV z.B. Tabellenspalten zugänglich macht, die über unmodifizierte Werte gar nicht zu erreichen sind, weil sie zwischen zwei Fertigkeitswerten liegen.
Bei Rêve de Dragon enthält jede Tabellenzelle gleich drei Zahlen: den normalen Erfolgswert (%-Wurf), den Patzer- und den Krit-Wert.

Das Meisterstück dieser Tabellen dürfte aber das EW-System sein, ein 2005 erschienenes, kompaktes, modulares Universalsystem, bei dem die Tabelle alles mit allem vergleichen lässt:

[EDIT:]
Hier gibt es das EW-System als Download: http://teampingouin.net/18.html

[gelöscht durch Administrator]
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killerklown am 9.07.2010 | 01:46
Ich muss eine französische Ausnahme sein [aber das wusste ich schon, ich kann deutsch :)] -> ich hasse Tabellen-systeme ... Für mich muss alles per Kopf gerechnet werden können, sonst finde ich es nicht intuitiv und reaktiv genug ...
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Dirk Remmecke am 9.07.2010 | 02:19
(So, und das hier ist der Beitrag, auf den Oliof bestimmt schon seit Eröffnung des Threads gewartet hat.)

Nach einer Phase des Kahlschlags und der Gleichschaltung des internationalen Rollenspielmarktes (kaum mehr Neuentwicklungen eigener Systeme, nur noch Anpassungen an d20) zeigt sich langsam doch der Nutzen der OGL. Die französische d20-Interpretation Chroniques Oubliées kann mich mit 3e versöhnen (aber vielleicht auch bloß, bis da die Vollversion erscheint und ich alle subjektiven 3.x-"Fehler" wiederholt sehe...).

Hier die Homepage des Spiels (http://www.black-book-editions.fr/index.php?site_id=74). Als das System neu war, gab es ein schönes Intro auf der Startseite, in dem es als ideales Weihnachtsgeschenk beworben wurde. Mit dem Slogan "Gebt die Fackel an die nächste Generation weiter", frei übersetzt. (Die Black Book-Leute hatten damals diesen Slogan auch als Banner in ihren Foren-Signaturen.)

Bislang gibt es nur die Einsteigerbox, das Vollregelwerk unter dem Titel Chroniques Oubliées - La Bible 3.5 ist noch nicht erschienen, und hat noch einmal einen Termin.

(http://www.black-book-editions.fr/contenu/image/img_medium/74_Chroniques_Oubliees__Le_jeu_daventure.jpg)

Die Einsteigerbox ist schick, ein Mix aus der typisch französischen Rollenspielillustration und dem Paizo-Look. Letzteres ist kein Wunder, denn der Verlag hat auch die Pathfinder-Lizenz (und Shadowrun, und Earthdawn, und Polaris, und Midnight).
Warum sie überhaupt angefangen haben, sich mit Chroniques Oubliées ein direktes Konkurrenzprodukt zu Pathfinder in den Stall zu holen, wissen nur sie allein. PF ist jedenfalls schon lange erschienen. (Die Franzosen sind da üblicherweise sehr schnell, 4e war auch rasend schnell übersetzt.)

Die Box besteht aus
Mit 40 Euro ist sie eher teuer - womit wir schon bei den drei Nachteilen sind: der hohe Preis, wenig knackige Einsteigerabenteuer und nur 9 Monster.

(http://4.bp.blogspot.com/_xfOyBn2ninU/TDZjpB3ffZI/AAAAAAAAAOI/DPqI6Ev9c5k/s400/CO.jpg)

Das System ist ein stark abgespecktes 3.5:
Jede Charakterklasse verfügt über 3 Skill/Feat Lists aus jeweils 4 Sonderfertigkeiten. Der Kämpfer hat z.B. Weg des Schildes, Weg des Kampfes und Weg der Abwehr, der Magier hat Weg der Zerstörung, Weg der schützenden Magie und Weg der universellen Magie.

Der Weg des Schildes (Kämpfer)
1. Einen Schlag blocken - bei einem gelungenen, weiteren Angriffswurf gilt ein Angriff als pariert
2. Einen Mitstreiter beschützen - der RK-Bonus des Schildes wird einem Mitstreiter zugeschlagen
3. Einen Zauber blocken - ein Angriffswurf wird mit dem Zauberwurf verglichen, bei Erfolg prallt der Zauber ohne Effekt am Schild ab
4. Einen Zauber reflektieren - eine Art "Rückhand-Volley" mit dem Schild, wird wie "blocken" gewürfelt

Der Weg der Zerstörung (Magier)
1. Magisches Geschoss - 1w4 Schaden, trifft immer
2. Schwächender Strahl - Gegner erhält -2 für 6 Runden
3. Flammenklinge - lässt eine Klinge entflammen, Schadensbonus 1w6+INT-Bonus
4. Feuerball - 3w6+INT-Bonus Schaden in einem 10m-Radius

Manche Zauber gelingen erst, wenn der Magier eine magische Attacke (im Prinzip ein normaler To-Hit-Roll mit separatem Bonus) schafft.

Auf dem Charakterblatt der Einsteigerversion sind alle 12 Skills/Feats aufgeführt. Jeder Charakter beginnt das Spiel mit zwei der Skills (durch einfaches ankreuzen). Bei jedem Stufenanstieg dürfen zwei weitere Skills angekreuzt werden. Ich rechne damit, dass in der Vollversion jeder Klasse noch weit mehr Listen zur Auswahl stehen, oder die Listen noch weitergeführt werden. Und das ist gleichzeitig die Gefahr, dass Chroniques Oubliées letzten Endes doch wieder wie 3.x wird - monströse NSC-Statblocks und Buchhaltung (gepaart mit der Gefahr, dass so Sachen wie AoO, Grappling usw. auch noch wiederkommen). Immerhin dürfte es mit der Listen-und-Ankreuzen-Methode leichter sein, NSCs zusammenzubasteln.


Dieses Skillsystem hat bei mir jedenfalls offene Türen eingerannt, denn mit genau sowas habe ich vor einigen Jahren mal herumgespielt. Ausgehend von MERS fragte ich mich: Was wäre, wenn alle Charakterfertigkeiten wie MERS-Spruchlisten funktionieren? Ich habe allerdings nicht genug konkrete Fertigkeiten gefunden, um meine Listen zu füllen, und die Idee zu den Akten gelegt. (Bei mir hätten sie auch länger als nur 4 Skills sein sollen, das war wohl das Problem.)
Jetzt, da ich diese Listen übersetzt vor mir sehe, erinnern sie mich mehr an die Grundfähigkeiten der Magier und Priester in Midgard I - was in mir auch nostalgische Gefühle weckt.

Diese Feats können aber auch Kummer bereiten. Ein Spiel, das für "am Kronleuchter schwingen" einen Skill hat, suggeriert, dass niemand ohne diesen Skill eine Mantel-und-Degen-Aktion versuchen kann.
Ein Beispiel: Ein Chroniques Oubliées-Kämpfer kann einen Mitstreiter schützen, indem er seinen Schild zwischen Freund und Feind hält (mit dem Effekt, dass die RK seines Freundes um den mickrigen Schildwert besser wird). Kann sowas nur ein Kämpfer machen, der den Skill erlernt hat? Könnte das nicht eigentlich jeder versuchen, z.B. ein Priester, der genau daneben steht?


Insgesamt ist dies die von so vielen Leuten sehnlichst erträumte Wiederkehr der Roten Box (die im Impressum auch mit einer Widmung bedacht wurde) - ein (seit 4e nicht mehr ganz) aktuelles D&D auf dem Komplexitätsgrad des Basis-Sets. Oder halt nur ganz knapp vorbei, denn die Rote Box hatte trotz allem mehr (auch didaktischen) Inhalt; ein paar mehr Zauber, mehr Monster, mehr grundsätzliche Ermutigung für den DM.
Trotzdem kann man mit diesem Inhalt selbsterschaffene Charaktere bis Erfahrungsstufe 4 spielen, was sie jedem bisherigen WotC-Einsteigerprodukt ("wir spielen Stufe 1-2, aber nur mit den vorgefertigten Charakteren") haushoch überlegen macht.

Das eigentliche Problem dürfte eher sein, dass Black Book Editions nicht der Verlag ist, der es schafft, das Spiel dort zu platzieren, wo ein Einsteigerspiel den größten Effekt haben kann. Ich habe es jedenfalls nicht bei FNAC gesehen, sondern nur in den Pariser Rollenspielläden. Da werden wieder nur Eulen nach Athen getragen.
Und die Vollversion ist überfällig. Ich habe so meine Zweifel, ob die überhaupt noch kommt...
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Jiba am 9.07.2010 | 11:16
Das Cover erinnert mich stark an "World of Warcraft". Ist das Absicht.

Sehr gute Beobachtungen zum deutschen Markt und den Problemen mit der eigenen Sprache!  :d
Kann ich absolut uneingeschränkt zustimmen. Aber ich bin auch komisch: Mir geht es auch bei Verfilmungen weniger um Bebilderung des Stoffes als vielmehr um Interpretation. Das die Franzosen ihre Sprache so verteidigen ist wohl auch mit ein Grund warum selbst von den Randsystemen wie z.B. "Exalted" dann doch mehr auf französisch erschien als auf deutsch.
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killerklown am 9.07.2010 | 12:27
Heute möchte ich Exil vorstellen :

(http://www.legrog.org/visuels/couvertures/7595.jpg)

Exil ist ein Dark-Steampunk-Spiel. Das ist der Name der vertikalen Stadt, die gänzlich automatisiert wurde von einer Gruppe von verrückten Wissenschaftlern. Dieser gigantischen Stadt-Labyrinth befindet sich auch Exil, einen Mond des Planeten Forge [die Schmiede] wo die industrielle Revolution voll am Laufen ist (mit allen damit verbundenen Sozialproblemen) ... Aber die wissenschaftler sind immernoch am Werk und keiner weiss, was die entwickeln und auf wem die die Test durchführen ...

Einen kleinen Bonus-Artwork (teil des SL-Schirm) :
(http://www.ballon-taxi.org/img/exil/exil-ecran-preview.jpg)

Spiel fur 40 € (die Bilder im Buch selbst sind einheitlich und B&W, weit weg vom Comics-Styl des SL-Schirm)
SL-Schirm mit 48 Seiten Büchlein (zusatzregeln + 2 Szenarien)
La guerre des boulons : offizielle Kampagne für Exil wo man Kinder Spielt (à la Gavroche von "les Misérables") : gratis über den Blog der Autoren http://actagamma.over-blog.com/ext/http://www.ballon-taxi.org/ (http://actagamma.over-blog.com/ext/http://www.ballon-taxi.org/)
3 Weitere Erweiterungen sind zum Gratisdownload dort auch noch verfügbar

Exil ist übrigens eine dieser Frz Amateur-Rollenspiel der den Sprung ins Proffessionneles geschafft hat
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Dirk Remmecke am 9.07.2010 | 12:39
Das Cover erinnert mich stark an "World of Warcraft". Ist das Absicht.

Ui, die Parallele habe ich noch gar nicht gesehen (weil ich von WoW gerade mal die Werbespots mit Mr. T und William Shatner kenne...).

Ja, das passt ins Bild, genau wie der Titel Chroniques Oublieés auch Assoziationen zu bekannteren Fantasy-Lizenzen wecken soll:

"Honi soit qui mal y pense..."
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Jiba am 9.07.2010 | 13:03
Das "Exil" scheint ja auch ziemlich zu rocken. Also die Beschreibung gefällt mir schonmal :).
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: carthinius am 9.07.2010 | 14:52
Kannst du vielleicht mal was zu COPS sagen? Das ist mir schon mehrmals begegnet, ich kann mir darunter aber nix vorstellen (außer dass es offenbar um Cops geht...).
Wenn das hier kein Wunschkonzert ist, entschuldige ich mich und warte schweigend auf das, was noch kommt!  :)

EDIT: Night Prowler und Humandyne sehen auch interessant aus, Cephernaum wurde irgendwo auch schon mal erwähnt. Nur so als Anregungen!  ;D
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killerklown am 9.07.2010 | 21:41
Cops passt im Konzept rein ... ist nur etwas älter und ich gehe antechonologisch vor  >;D
Aber ich mach' morgen, sonntag oder montag einen Beitrag darüber :-)
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: carthinius am 10.07.2010 | 01:50
Cops passt im Konzept rein ... ist nur etwas älter und ich gehe antechonologisch vor  >;D
Aber ich mach' morgen, sonntag oder montag einen Beitrag darüber :-)
Super!  :D
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killerklown am 10.07.2010 | 17:57
Also kleine Ausnahme, Back to 2003 !

Ich kann COPS nicht nur als Regelbuch vorstellen, ich muss die ganze Produktion vorstellen ... Aus Welchem grund ? COPS ist einen Kampagnenspiel und wie eine Fernsehserie in staffeln organisiert.

Gespielt wird am anfang in 2030 in LA. Californien ist aus der USA ausgetretten (sowie hawai und nevada) und ist einen unabhängigen Staat. Es wird den Spieler angeboten, Mitglieder der COPS sektion vom LAPD [Central Organisation for Public Security -> eine Elite-Einheit mit dem Recht in ganz Californien zu agieren].
Der Mensch ist seit unserer Zeit auf Mars gewesen, die Megakonzerne haben sogar Staaten gekauft, Verschmutzung ist bei einem All-time record, Atom-krieg gab es zwischen Pakistan und Indien , und so weiter und so cyberpunk ...
Warum ist COPS einen Erfolg gewesen ? Weil das setting gut beschrieben war und der Ton des Spiel stimmte. Beim Lesen der Bücher taucht mann wirklich inmitten des Lebens einer Polizweiwache, mit dem ganzen Dreck, aber auch mit den Gerüchten, die Liebesäffaren, die Sekretärinnen usw usf.
Ein anderer Grund ist folgender : Man muss zwar einen Bullen spielen, aber das kann auch sehr vielfältig sein denn alles möglich ist :
- von den saubersten Polizei-serien à la Chips
- bis zu den korrupsten Cops à la The Shield
- über die psycho von Ellroy und die Muskelpakete à la Walker texas Ranger (der übrigens nicht wirklich einen polizist ist  :D )




Also erstmal das Regelbuch :

(http://www.legrog.org/visuels/couvertures/5516.jpg)

Hier findet man :

- Erste grobe beschreibung des Settings, mit der allgemeinen Richtung, die die 4 Staffeln nehmen werden

- Bescheibung mit viel Detail der krakenhaftigen polizeilichen Behördenorganisation (Fokus ist zwar auf den LAPD aber die ganze polit. Organisation Californiens wird beschrieben)

- Die Regeln (system ist ich werfe x W10 wo x=attribut. Jeder wurf mit Ergebnis < skill ist einen Erfolg. Also je kleiner einen Skill, desto besser Schwierigere aktionen verlangen mehrere Erfolge), inkl. Charakterherstellung, Einsatzmethoden, Verhörmethoden und die Weiterbildungen um die Erfahrung zu decken

- Settingsbeschreibung, insbesondere den Alltag

- Who's who der grössten NPCs

- Zum schluss auch einen Szenario

- Multiplen Zusätze, Karten usw mit beigefügt




Dann der SL-Schirm :

(http://www.legrog.org/visuels/couvertures/vignettes/5621_s.jpg)

Mit einem 48 Seiten Heft :
- 1 Szenario (#2 der ersten Staffel) + mehrere "10-18" (Mini-Szenarien die man zwischen 2 längeren oder während einem grossen Szenario parallel laufen lässt)
- Eine Zufallserignisstabelle um das Leben der Cops zu verschärfen (100 Einträge  :o )
- Mehrere Templates wie Z.B einen StandartHaftbefehl und solchen sachen + eine Liste von den Quellen und Inspirationen der Autoren.




dann kam Amitiés de Los Angeles raus

(http://www.legrog.org/visuels/couvertures/5521.jpg)

Da stehen die Settingsinfo rein die nicht im Haupt buch reingepasst haben (Countiesbeschreibungen, Organisation der kriminellen Milieus).
+ Einen Fetten szenario (manche sagen eher 2,5 Szenarien  ;D ) mit den dazugehörigen "10-18"s




Dann haben wir Les Affranchis

(http://www.legrog.org/visuels/couvertures/6118.jpg)

Hier werden sehr detailliert 7-8 verschiedene Mafias beschrieben (Italiener, Russen, Asiaten, Cartels, Indier-Paki, Irland-familien, Hackervereinigung, Polizisten mit White Power touch  >;D )
+ selbstverständlich 3 Szenarien in direktem Bezug zum Material




Dann kam Lignes Blanches raus :

(http://www.legrog.org/visuels/couvertures/5732.jpg)

der sich mit den nicht nur mit den in der LA-stadt sich befindenden bezirken befasst und mit der Arbeit des CCS : Californian Customs Service befasst :
- Beschreibung der Behörde
- Die Grenzgebiete (Zu Mexiko aber auch zu USA und der LAX-Flughafen)
- Spezialmaterial für diese Einheiten
- 1 grossen szenario

aber auch mit dem in Titel erwähnten Thema : Drogen ! :
- Herkunft
- Katalog
- Anti-drogen Einheiten + material und co.
- 1 grossen szenario zu diesem Thema

dazu ein paar seiten zusatzmaterial um das Leben im Revier besser darstellen zu können




Dann kam Gangsta Paradise raus :

(http://www.legrog.org/visuels/couvertures/6196.jpg)

Hier geht es um Gangleben, ethnische Minderheiten und einen haufen Knarren.
- 9 Gangs werden beschrieben
- 2 Szenarien auf 68 seiten


Dann kam Hitek Lotek raus :

(http://www.legrog.org/visuels/couvertures/6432.jpg)

grobe Themen : Urbanisation und Technologie
(wie wohnt man in LA [wichtig für SWAT], wer hat überhaupt kein Dach & Technologie)
selbstverständlich 2 szenarien und der obligatorische LAPD-blues mit den Tageslebeninfomationen



Dann kam das letzte Buch der ersten Staffel (alle Bücher bis jetzt sind 2003 herausgebracht worden  :o) -> Helter Skelter :

(http://www.legrog.org/visuels/couvertures/6550.jpg)

Hier wird sensibles Material angesprochen :
- Religion und Kulten
- Sexualität (und die Bekämpfung mancher Perversitäten wie Pädophilie)
- 2 Szenarien (38 Seiten) + LAPD-blues



Ich selber höre erstmal hier auf und mache an einem weiteren Tag mit den Folgenden Staffeln weiter.
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Jiba am 10.07.2010 | 23:50
 :o :o :o

Mehr brauch ich dazu nicht zu sagen... ich muss mein Französisch reaktivieren... dringend...
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Zwart am 11.07.2010 | 00:06
Das klingt mal wirklich wahnsinnig cool! :o

Ich bin beeindruckt.
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Visionär am 11.07.2010 | 00:16
Danke für deine exzellente Vorstellung der Spiele.

Wenn du möchtest, kann ich Guildes, das ich komplett habe, vorstellen.

Aber ich will dir deinen Thread auch nicht highjacken.

Hast du eigentlich "Rêve de Dragon"?
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: oliof am 11.07.2010 | 01:45
Wie abgefahren. Laufen wir ständig amerikanischen Trends hinterher, wo unsere westlichen Nachbarn eigentlich den geileren Scheiß haben?

Her mit den Franzosen! Oder so.
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Dirk Remmecke am 11.07.2010 | 11:32
(http://www.legrog.org/visuels/couvertures/5516.jpg)

Hier sieht man übrigens wunderbar das Sprachphänomen in Aktion: Es ist ja nicht so, dass Franzosen nur europäische Sujets bedienen - klar, Maléfices, Nephilim, Hurlements/Chimères, Khaos 1795 sind so französisch und francophil wie es nur geht, aber C.O.P.S. und B.I.A. spielen in amerikanischen Settings.

Aber wenn C.O.P.S. eine deutsche Entwicklung gewesen wäre, dann hätte der deutsche Verlag garantiert nicht "Schützen und Dienen" als Untertitel/Slogan auf das Cover gesetzt!
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Captain am 11.07.2010 | 11:43
Zitat von: Dirk Remmecke
Aber wenn C.O.P.S. eine deutsche Entwicklung gewesen wäre, dann hätte der deutsche Verlag garantiert nicht "Schützen und Dienen" als Untertitel/Slogan auf das Cover gesetzt!
Da würde ich nicht drauf wetten. Vielleicht nicht die deutsche Variante aber die originale Version wie er auf dem Wappen des LAPD (http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:LAPD_Seal.jpg&filetimestamp=20080824114017) steht vielleicht schon.
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killerklown am 11.07.2010 | 11:53
Genau das meinte Dirk ... Es würde auf englisch stehen, selbst wenn es eine deutsche Ausgabe eines Rollenspiel ist. Da würde nie die deutsche Übersetzung stehen, und da muss ich mich ihm anschliessen  >;D
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Visionär am 11.07.2010 | 12:16
Ich werde euch nun "Guildes - La quête des origines" vorstellen, ein fantastisch-mittelalterliches RPG von 1996 in einer genialen Welt.

Grundbox:
(http://www.legrog.org/visuels/couvertures/1340.jpg)

Vor etwa 200 Jahren ist, sich mit einer riesigen Flutwelle, die über die Gestade hereinbrach, aus dem nichts der mysteriöse Kontinent erschienen. Schnell wurden von den sechs Völkern, die die Gestade bevölkern, Expeditionen quer über den Ozean gestartet, um diesen neuen Kontinent zu erforschen und seine Ressourcen und Bewohner wirtschaftlich auszunutzen. Rasch organisierte man sich in supranationalen Gilden, die Differenzen zwischen den Völkern zumindest auf dem Kontinent beiseite schiebend, die ersten Städte und Exklaven wurden gegründet und von ersten zaghaften Unternehmungen am Rand des Kontinents drang man weiter vor. Dabei entdeckte man so einige Überraschungen: Sei es nun die fremden Naturgesetze, seltsame Völker oder die Wiederentdeckung des Looms, jener magischen Kraft, die auch auf den Gestade existierte, aber im Laufe der Jahrhunderte versiegte. So wurde auch die Hoffnung geschürt, dass die Antwort einiger dringender Probleme der sechs Völker auf dem Kontinent finden lassen.

Man beginnt das Spiel im Jahre 206 seit dem Auftauchen des Kontinentes, das Gildenwesen ist schon sehr gut entwickelt und die Küste hin zu den Gestade sehr gut kolonisiert worden. Es geht nun um Expeditionen tiefer in den Kontinent, dessen Ausmasse unendlich zu sein scheinen.

Bei der Charaktererschaffung hat man die Auswahl zwischen einem der sechs Völker:

Ulmeq -- Mischung zwischen Indern und Indianern. Sie sind in Kasten organisiert und nutzen das violette Loom um Traummagie zu wirken, mit der sie sich in die TRaumwelt "Nocte" begeben können.
Gehemdall -- Wikinger/Germanen. Ein brutales und kriegerisches Volk, dass die metallernen Götter anbetet und die Schmiedekunst perfektioniert hat. Sie nutzen das rote Loom für die metallerne Kunst, einer magischen Schmiedekunst. Sie befanden sich vor dem Auftauchen des Kontinents im ewigen Krieg mit den Ashragor.
Ashragor -- eine dämonische unterdrückerische Goth-Gesellschaft. Man lebt in Städten, die wie gotische Kathedralen anmuten und wird von einer bösen Priesterkaste regiert, die den leibhaftigen Dämon Ashragor anbeten, der versprochen hat irgendwann zu seinem Volk zurückzukehren und sie dann persönlich zu führen. Die Ashragor nutzen das schwarze Loom für die dämonische Kunst.
Venndys -- Venezianisch + industrielle Revolution. Eine modere Seefahrergesellschaft, die vom Duce regiert wird. Man ist absolut wissenschaftsgläubig und Magie ist verboten. Hier wurden die ersten Dampfmaschinen und Schusswaffen erfunden. Es gibt eine Magier, die das gelbe Loom zur Hexerei nutzen, aber diese werden von der Inqusition verfolgt. Die Gesellschaft ist von einer merkwürdigen KRankheit geplagt, bei der Leute beginnen sich ins nichts aufzulösen.
Keiza -- ein nomadisches Volk, welches das grüne Loom für ihre Wahrsagerei benutzt. Sie sind als Propheten und Hüter der Legenden bekannt und ziehen quer durch die Gestade in riesigen bunten Wagenzügen herum ohne selbst ein festes LAnd zu besitzen. Sie haben eine besondere Beziehung zur Astromance -- einer jahrhunderte alten Prophetin, die auf einer einsamen Insel wohnt.
FElsin -- Eine Mischung aus Nah- und Fernost. Dieses Volk ist vor Tausend Jahren ohne Erinnerung in uralten Palästen erwacht ohne zu wissen, woher sie stammen und ohne Geschichte. Sie haben die Kampfkünste perfektioniert und nutzen hierfür das farblose Loom, das in ihnen selbst nachwÄchst. Komischerweise sind sie nicht in der Lage farbiges Loom einzusammeln oder zu nutzen.

Ein Charakter hat 8 Attribute, die ausgewürfelt werden (1w6). Für die Fertigkeiten wählt man in einer Art Lebenspfadsystem verschiedene Ausbildungsstationen aus und einige Lebensereignisse werden ausgewürfelt. Die Liste an Fertigkeiten und möglichen Berufen in denen man, vor dem Eintritt in die Gilde, ausgebildet worden ist, ist sehr lange. Dann gibt es noch die Lebenspunkte (irgendwo um die 10 herum = nicht viel! Schaden stets 1 bis 2w6) und drei abgeleitete Attribute: die Kunst des Krieges (für den Kampf), die Kunst der Gilde (HAndeln, wirschaften, intrigieren) und die seltsame Kunst (Magie).

Das Würfelsystem ist recht einfach: 2w6 + Attribut + Skill gegen Schwierigkeit, die auf einer der berüchtigten KReuztabellen ermittelt werden kann.

Leider ist das Regelsystem ziemlich broken. Es macht zwar Spass zu spielen, aber es sind frustrane Balanceschwierigkeiten vor allem am Kampagnenanfang drin. Mit der Kampfkunst der Felsin lässt sich so ziemlich jeder Gegner rasch umnieten, Magie hingegen ist Anfangs, wenn man noch nicht auf dem Kontinent Zauber und Loom sammeln war richtig richtig schwach. Der Fallschaden ist einfach nur heftigst (1w6 pro meter => hat für viele Tode gesorgt) und schwimmen sollte jeder auf Maximum steigern.

In der Basisbox befinden sich:

* Grosse Karte des Kontinents
* 16 Seiten Intro-Heft
* Regelbuch (L'Aventure)
* Quellbuch (Le continent)
* Mappe mit drei Heften (Les rivages, enthält Heft "LEs maisons", "L'Aventurier" und "les guildes")

Insgesamt hat man Regeln für den Kampf, für Fertigkeiten, für Magie, für Gilden und Gildenerschaffung, für Intrigen und für den Handel. In der Grundbox sind auch drei Abenteuer enthalten.

(Wer interesse hat: Ich habe die Box doppelt und würde eine abgeben)

Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: carthinius am 11.07.2010 | 12:17
Wie abgefahren. Laufen wir ständig amerikanischen Trends hinterher, wo unsere westlichen Nachbarn eigentlich den geileren Scheiß haben?

Her mit den Franzosen! Oder so.
Absolut dafür!
Verdammt, ich muss DRINGEND Französisch lernen. Wer braucht schon englisch?!
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Visionär am 11.07.2010 | 12:35
Als nächste sind erschienen der phantastische SL-Schirm inkl. einem Heft mit Regelkorrektionen und einem Abenteuer: "les perles de Nocte".

(http://www.legrog.org/visuels/couvertures/1341.jpg)



ein Abenteuerband "Les carnets pourpres" (48 S)

(http://www.legrog.org/visuels/couvertures/1343.jpg)

der vier Abenteuer enthält: "L'Oasis mélancholique", "La chute des Icarides", "Plus noir que vous le pensez" und "Le Roi Fou". Allesamt sehr spielbare und unterhaltsame Abenteuer, die die Spieler in nicht allzu wilde Gebiete bringen und erstmal die Welt des Kontinentes entdecken lassen.


Abenteuer "LA Halte Rouge" (23 S)

(http://www.legrog.org/visuels/couvertures/1342.jpg)


Quellbuch "Le Loom" (178 S)

(http://www.legrog.org/visuels/couvertures/1345.jpg)

Komplette Überarbeitung und Erweiterung der Magieregeln. Dieses Quellbuch ist eigentlich dringend nötig, um vernünftig mit der Magie zu spielen. Leider werden die Startzaubersprüche sehr sehr stark entwertet. Dafür werden sogenannte Phylums eingeführt: Aufeinander aufbauende Zauberschulen mit mehreren Zaubern pro Phylum-Level. Ausserdem werden die Magieorden näher beleuchtet).

Quellbuch "L'Aventurier" (178 S)

(http://www.legrog.org/visuels/couvertures/1348.jpg)

Definitives Quellbuch zum Thema Ausrüstung, Handel und Gildenwesen. Wie jedes RPG-Preis- und Handelssystem: defekt.
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Visionär am 11.07.2010 | 12:44
La Campagne du Nouveau Monde

Kampagne, die den Metaplot vorantreibt und die Spieler mitten in die Handlung wirft. Dabei werden sehr viele überraschende Geheimnisse über die Völker und gewisse Begebenheiten des Kontinents geklärt.

Railroading und Sightseeing hält sich in Grenzen, die Spielercharaktere können wirklich was ausrichten und zu Helden werden, es liegt am SL negative Konsequenzen im Fall des versagens auszuarbeiten und durchzuziehen.

Ursprünglich auf 5 Episoden geplant, erschienen sind 3:

1/ Le Requiem des Ombres (Box) (Requiem der Schatten)

(http://www.legrog.org/visuels/couvertures/1352.jpg)


2/ L'Aube des Prophetes bleu (Buch) (Dämmerung der blauen Propheten)

(http://www.legrog.org/visuels/couvertures/1353.jpg)

3/ L'Automne des Mages (Buch) (Herbst der Magier)

(http://www.legrog.org/visuels/couvertures/1354.jpg)

Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Visionär am 11.07.2010 | 13:00
Dann gibt es noch 2 Atlanten des Kontinents:

(http://www.legrog.org/visuels/couvertures/1350.jpg)

(http://www.legrog.org/visuels/couvertures/1351.jpg)


Im ersten Band werden "La Couronne Stellaire" (Die Sternenkrone), "LA corne de Sagesse" (Das Horn der Weisheit) und "Les marches de Gambe" (Die Marken von Gambe) behandelt. (144 Seiten + Karten)

Im zweiten Band werden "L' Empire du noir couchant" (Kaiserreich des sich senkenden Bösen), "Les Baronies Rouges" (Die Roten Baronien) und "Le Berceau de Dana" (Die Wiege Danas) beschrieben. (138 Seiten + 1 Karte)

Es geht jeweils immer um Städte, NSCs, Völker, Ereignisse, Gerüchte, Intrigen und Abenteuerhooks.


Ausserdem gibt es Quellbücher zu 4 der 6 Völker der Gestade; dies sind kleine 160 Seiten starke Bücher, in der nochmal detailliert Kultur, Städte, NSC und Kräfte/Besonderheiten zu den Völkern.

Les Gehemdals

(http://www.legrog.org/visuels/couvertures/1346.jpg)


Les Keyza

(http://www.legrog.org/visuels/couvertures/1347.jpg)


Les Venn'Dys

(http://www.legrog.org/visuels/couvertures/1344.jpg)


Les Ashragors

(http://www.legrog.org/visuels/couvertures/1349.jpg)
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killerklown am 11.07.2010 | 15:29
Ich habe selbst Guildes gespielt (wenn ich bei meinen Eltern zurückkehre, schlüpfe ich wieder in den Fussstapfen meiner hübschen Ashragorin  >;D ) und ich kann nur bestätigen wie grandios dieses Spiel ist. Der SL-Schirm beschreibt auch sehr gut wie das Spiel ist : das gegenteil eines Dark-Setting. In guildes ist alles schön, flamboyant und gross. Die Hoffnung ist immer dabei oder nicht weit.
Besonders gut finde ich im Setting :
- Die Ashragor, die halt nicht besonders gut sind, aber auch nicht Das BöseTM das nur zu Eliminierung da ist. Es sind nur Dämonenanbeter und -Beschwörer, mit einem Hauch an Perversität  >;D
- Nocte, die Traumwelt, und die Interraktion zwischen Wach-welt und Traum-welt (Magische kommen z.B. meistens aus Nocte)
- Das Gildenspiel, am besten wenn der Leiter sein Spieler die eigene Gilde gründen lassen.
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killerklown am 11.07.2010 | 16:23
und jetzt den 2ten Teil der Cops Kollektion.

Falls bis jetzt nicht verständlich, die Szenarien aus der Erweiterungsbüchen stellen die Staffel/Kampagne dar  ;)

Das erste Buch der 2ten staffel ist 10-99 [Notruf an alle Einheiten  ;D]

(http://www.legrog.org/visuels/couvertures/6742.jpg)

Diese Erweiterung wurde hochgelobt. Es ist eigentlich das was americaner einen Payer's guide nennen würden. Selbstverständlich nicht notwendig, dennoch Randvoll mit "nice to have"
Das Buch fängt diesmal mit den LAPD-Blues, wodurch man die COPS-Sektion aus der Augen eines sich verirrten Tier entdeckt. dann kommen :
- einen A&O der Kunst eine Investigation durchzuführen vom "9-11 Call" bis zum Endreport
- einen Interview eines COPS-Mitglied (Alltagsdarstellung ohne Glamour)
- Kriminalistik und Forensik in 2031 (remember : 2te Staffel heisst +1 Jahr )
- der Kriminal-Gesetz-Buch Californiens
- neue Weiterbildungen
- die 2te Hälfte des Buchs : 2 Szenarien und 5 "10-18"





Laut Kritikern, werden die Themen ab jetzt immer schwieriger im Spiel einzubringen, und deren Informationen sind nur gänzlich benutzbar, wenn man alles gelesen und gelernt hat, was bis jetzt erschien. Die Bücher werden nicht als schlecht betrachtet, nur schwieriger zugänglich ...




Dann kam 15 minutes raus :

(http://www.legrog.org/visuels/couvertures/6934.jpg)

Im grossen und ganzen : Medien, Sport, Unterhaltung & Kunst in Californien
3 Szenarien + 5 "10-18"




dann kam 4 Juillet raus :

(http://www.legrog.org/visuels/couvertures/7113.jpg)

Im grossen und ganzen : Politik und Geschichte (insbesondere die Geschichte der Unhabhängigkeit), nicht nur von Kalifornien (was die meisten in Frankreich als überflüssig enpfunden haben, da die Spieler nicht wirklich sich damit auseinandersetzen können, schon vom Zeitlichen her)
Rest des Buches ist noch randvoller als sonst mit Szenarien, die eher für erfahrene Spieler und Charaktere sind.




dann kam OS 666 raus :

(http://www.legrog.org/visuels/couvertures/7444.jpg)

der sich mit Geheimdiensten befasst. Alle grösseren Intelligence Services weltweit werden beschrieben und deren Presenz in Kalifornien beschrieben.
Dazu kommen selbstverständlich die Szenarien, darunter einen bombastischeren als sonst, da wir die Ende der 2ten Staffel erleben.




Der erste Buch der 3ten Staffel erschien in Jan. 2005 und hieß California Dreamin'

(http://www.legrog.org/visuels/couvertures/7823.jpg)

und bescreibt die "new territories", also die andere Städte als LA, die ländlicheren Teile Kaliforniens und ihre "Kolonien" (wie z.B. Alaska)
Diemal sind 4 sehr grossen Szenarien dringepackt und einen 10-18 anstatt 2 gossen und mehrere kleinen.




Dann erschien Complots :

(http://www.legrog.org/visuels/couvertures/7666.jpg)

der sich (wie der Titel schon klarmacht) mit Verschwörungen und Verschwörungstheorien.
Also sehr viel Material, sehr viele Geheimnisse und sehr viele Informationen die nicht unbedingt wahr sein müssen (baber der SL wird nicht im Stich gelassen und muss nicht selbst sortieren)




und als nächstes kam Horizons lointains raus :

(http://www.legrog.org/visuels/couvertures/8323.jpg)

der sich mit noch weitere Aspekte der Welt befasst : Mars, Mond, Ozeangrundkolonien und Arcologies
In diesem Buch werden auch grösseren Geheimnisse gelüftet : Wer hat wirklich die Macht in Kalifornien, wie kam man wirklich zur Unabhängigkeit, wieso schloss sich Alaska Kalifornien an, usw.
Und selbstverständlich einen Haufen Szenarien und 10-18




in Mars 2006 kam DésUnion raus :

(http://www.legrog.org/visuels/couvertures/8370.jpg)

der sich mit den Rest der USA befasst.
der wird von den Kritikern als nur interessant für die SL die die offizielle Kampagne / Storyline benutzen.
In diesem Buch werden auch grösseren Geheimnisse gelüftet : aber anstatt sich mit der Vergangenheit zu befassen, befasst sich dieser Buch eher mit den zu kommenden Erreignisse




dann kam Little One raus, das erste Buch der 4. Staffel :

(http://www.legrog.org/visuels/couvertures/8894.jpg)

der die Welt Cops umschmeisst : Little One ist selbstverständlich einen epischen Erdbeben, der am 23 juni 2034 stattfindet. Er befasst sich mit dem Erdbeben selbst und das was nachher geschah, und was es für die COPS bedeutet.





und dann in 2007 kam Endgame raus, das letzte Buch, der auch die 4. Staffel abschliessen soll :

(http://www.legrog.org/visuels/couvertures/9395.jpg)

Die Fans hatten etwas bombastischen erwartet, aber dieses Buch befasst sich "einfach" damit alle schon angefangenen Stories abzuschliessen.
Zusätzlich beschreibt es auch die Methoden der infiltrierten Polizisten.
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: oliof am 11.07.2010 | 16:27
Brutal spannend.
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Blechpirat am 11.07.2010 | 22:04
Cops hört sich echt gut an. Schade nur, dass ich Sprache des Erbfeindes nicht beherrsche...
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killerklown am 11.07.2010 | 23:24
Auf Anfrage mache ich mit Capharnaüm weiter :

(http://www.legrog.org/visuels/couvertures/9537.jpg)

In diesem super kompakten Buch (288 Seiten, voll in Farbe, super kleine Schrift, Hardcover, 44€) wird eine Welt beschrieben, die sehr nah an den 1000 und eine Nacht ist. Orient, Karavane, Wüsten, Paläste und Intriguen erwarten euch, aber ohne Mangel an Aktion und Magie.
Die Autoren konnten sich bei der Herstellung des Buches nicht entscheiden, was gekürzt werden sollte ... Also haben die einfach die Schriftgrösse reduziert. So erhält man hier eine Enzyklopädie anstatt nur ein Setting ... Laut Kritik soll es als Negativpunkt Capharnaüm verschrieben werden, weil dadurch viel Synthesearbeit seitens des SL stattfinden muss, um das Setting den Spielern zugänglich machen zu können.



Mittlerweile ist der wunderschöne SL-Schirm verfügbar :

(http://www.legrog.org/visuels/couvertures/9748.jpg)

der eine weitere Stadt beschreibt (die Stadt der ehemaligen Herrscher [grieschich-römisch angehaucht]) und 2 grosse szenatien anbietet




La caravane du Roi des singes ist eine gratis Erweiterung die man auf der Webseite des Editors gratis ziehen kann

(http://www.legrog.org/visuels/couvertures/9801.jpg)





Fables et Chimères

(http://www.legrog.org/visuels/couvertures/10086.jpg)

erweitert die im Basisbuch erschienen Informationen. Gilt teils als Geheimnissbuch, teils als Monsterbuch und beinhaltet auch die Beschreibung der Hölle. Bereitet die SL auf die daraufkommende Kampagne. Ein Szenario sollte beigefügt geworden sein, wurde aber aus Platzmangel als gratisdownload angeboten.




Les arcanes de l'aventure ist eigentlich einen Player's hanbook

(http://www.legrog.org/visuels/couvertures/10480.jpg)

der beweist, dass kruz und bündig meistens besser als lang und ungordnet ist ... Hier findet man also die Welt von dem Basisbuch kürzer und leichter zu erlernen zu lesen. Wird sogar von der Kritik empfohlen es zu lesen, bevor man sich an dem Basisbuch rantraut (diese kam aber fast 2 Jahre später raus als das Basisbuch ...)




L'oasis de Yasmina ist die erste Ausgabe der "carnets de Yasminabad"

(http://www.legrog.org/visuels/couvertures/9953.jpg)

Es ist eine Gratiserweiterung die Regelmässig herausgebracht werden soll und die Stadt Yasminabad in details beschreiben soll.



Allgemein kann man über Capharnaüm sagen dass er zur Bombastischen-Graphik-Schule Frankreichs gehört. Das Basisbuch war sehr gebuggt (viele Tippfehler usw) und zu kompakt, aber das Spiel hat in Frankreich sein Publikum gefunden. Zwar nicht unbedingt mein Ding, aber ich würde es lesen wenn man es mir schenken würde  ;D
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Dr.Boomslang am 12.07.2010 | 00:48
Wow, also der visuelle Stil ist ja schon mal beeindruckend, wenn auch irgendwie immer recht ähnlich bei allen Produkten. Sehr märchenhaft.

Insgesamt sehr interessant. Ich hatte zwar vier Jahre Französisch kann aber wohl keinen ganzen Satz mehr lesen... schade.
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Jiba am 12.07.2010 | 08:32
Also "C.O.P.S." würde ich mir zulegen.  :)
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: oliof am 12.07.2010 | 08:37
Hätte ich gewusst, dass es sowas wie COPS gibt, hätte ich auf Französisch als 3. Fremdsprache bestanden und wäre sehr gut darin geworden …
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Private Baldrick am 12.07.2010 | 09:07
Es ist nie zu spät, mit einer Fremdsprache zu beginnen. Alles nur ein Frage der Motivation - schöne Frauen oder gute Rollenspiele sollten ausreichen.
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: oliof am 12.07.2010 | 09:11
Ne schöne Frau hab ich schon gefunden und ich hab ja schon soviel Material und so wenig Zeit …
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: korknadel am 12.07.2010 | 10:45
Superschöner Thread!!

Auch ich bedaure es zutiefst, dass mein Französisch so kränklich ist. Zumal ich auch ein großer Fan frankobelgischer Comics bin.

Letztlich beweist dieser Thread einmal mehr, dass deutsche Popkultur in mancherlei Hinsicht problematisch ist. Als Rollenspieler, Comicsammler und Mitarbeiter einer auf SF und Fantasy spezialisierten Buchhandlung habe ich schon oft mit der Situation in Deutschland gehadert, wenn ich einen Blick nach England, Frankreich oder USA geworfen habe. In diesen Ländern ist der Umgang mit U-Literatur, mit Genres, Rollenspielen und Comics um so vieles unverkrampfter. Ist jemand in einer deutschen Mainstream-TV-Serie schon einmal ein Rollenspieler begegnet? In den USA dagegen stolpert man immer wieder auf Rollenspiele oder Comics selbst in den massentauglichsten Serien (The O.C., Queer As Folk, Freaks and Geeks fallen mir spontan ein).

Im Buchladen habe ich oft genug das Naserümpfen vieler Buchinteressierter erlebt, die neugierig in den Laden kommen und dann beinahe die Flucht ergreifen, wenn sie merken, dass es bei uns nur Schmuddel-Literatur mit Drachen und Raumschiffen gibt. Sicher ist die Fantasy auch in Deutschland bestsellertauglich geworden, aber als fester Bestandteil des gehobenen Kulturbertriebs tut sie sich immer noch schwer (teilweise zurecht, denn was an deutschsprachiger Fantasy Erfolge feiert, ist ja nun leider auch nicht mit Ballard, Crowley, VanderMeer oder der- zu vergleichen).

Wenn man dagegen sieht, dass in Frankreich nationale Preise für bildende Kunst an Comiczeichner vergeben werden, dass Metrostationen von Leuten wie Schuiten desingt werden und sich in jedem Buchladen obligatorisch die Comics stapeln, kommt einem da manchmal schon das Heulen. Immerhin, dank des Labels "graphic novel" und seit man gemerkt hat, dass man Comics im Unterricht für die Vermittlung des Themas Holocaust benutzen kann, findet auch hier eine allmählich zunehmende Akzeptanz statt (war jetzt ein doofer Satz, geb ich zu).

Auf was ich hinauswill: In Frankreich sind die Grenzen zwischen Mainstream und Genre fließender und werden nicht so ernst genommen. Und deswegen haben es Rollenspieler viel leichter, weil sie sich mit ihrem Hobby nicht so sehr in die Nerd-Ecke begeben (müssen) wie hierzulande. Und deshalb gibt es einen größeren Markt für solche Spiele, und folglich gibt es mehr Spiele. Und das ist einfach mal saugeil.

Nebenbei bemerkt: Unvergesslich bleibt für mich der Anblick zweier Jungs (vom Alter her wahrscheinlich Studenten), die ich einmal auf der Ufermauer der Ile de la Cite in Paris gesehen habe. mit baumelnden Beinen im Sonnenschein, in die Lektüre eines Comics vertieft, und neben ihnen ein Stapel mit weiteren Bänden liegend. Damals habe ich in Tübingen studiert. Dort wäre es einigermaßen undenkbar gewesen, dass sich jemand mit einem Stapel Comics in die Öffentlichkeit setzt.

Frankreich rules! Diesen Thread bitte unbedingt fortsetzen! Danke!
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killerklown am 12.07.2010 | 11:47
Auf was ich hinauswill: In Frankreich sind die Grenzen zwischen Mainstream und Genre fließender und werden nicht so ernst genommen. Und deswegen haben es Rollenspieler viel leichter, weil sie sich mit ihrem Hobby nicht so sehr in die Nerd-Ecke begeben (müssen) wie hierzulande.

Leider trifft diese Aussage nur die Comicsleser zu. Rollenspieler werden immernoch sehr schief angeguckt. Deswegen freuen sich Rollenspieler immer auf Comicsadaptation zum Rollenspiel ... Da kann man sich besser tarnen  >;D

Heute im Menü : Nightprowler
[ich werde hier nur über die 2te Edition von 2006 reden, die frühere Version ist viel zu schwer zu finden]

(http://www.legrog.org/visuels/couvertures/8385.jpg)

Nightprowler hat eine Interessante Entscheidung beim Weltenbau getroffen :
- die 2te Edition soll eher zum Dark-fantasy tendieren
- es wird fast ausschliesslich in der Stadt gespielt
- es werden NUR Diebe gespielt.
Selbstverständlich wird sich sehr auf Fritz Leibers Werke sich gestützt, um die Abenteuer von Fafhrd and the Gray Mouser (dt. Fafhrd und der Graue Mausling) oder um die Computerspielreihe Thief nachzuspielen. Die 2te Edition wird für seinen Spielsystem hochgelobt [die grösste schwäche von der 1sten Edition, von Croc  >;D ].

Angemerkt soll dass es hier zwar um französischsprachige Produktion geht, aber die Firma die Nightprowler 2te Edition herausgebracht hat sitzt nicht in Frnakreich soindern in der französischsprachigen Schweiz  8)

Mittlerweile gibt es 3 Erweiterungen zum Spiel (die sehr Lange auf sich warten lassen haben)



Der SL-Schirm , selbstverständlich

(http://www.legrog.org/visuels/couvertures/vignettes/8892_s.jpg)

Mit beigefügtem Heft :
- Optionelle Regeln
- Tiefere Beschreibung mancher interessanten Berufe
- Ein Szenario der da weitermacht wo das Szenario des Hauptbuchs aufgehört hatte



La Voix des Ombres 1 : Trois Pas vers le Bagne kam als nächstes raus

(http://www.legrog.org/visuels/couvertures/9273.jpg)

Das Buch beinhaltet schlicht und einfach mehrere Szenarien
(Kritik : zu viel Text, zu wenige Bilder. Ist aber auch als Pdf zu kaufen erhältlich)




Atlas des 7 Cités : Bejofa ist das bis jetzt neueste Buch.

(http://www.legrog.org/visuels/couvertures/10093.jpg)

Hier wird die Bejofa beschrieben, die Rivalle von Samarande [die Stadt des Hauptregelbuch], innerhalb 96 Seiten. Es sind auch 2 Szenarien im Buch inklusiv. Einen A1 vollfarbige Karte der Stadt wird beigefügt.
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Dirk Remmecke am 12.07.2010 | 12:53
Nightprowler hat eine Interessante Entscheidung beim Weltenbau getroffen :
- die 2te Edition soll eher zum Dark-fantasy tendieren
- es wird fast ausschliesslich in der Stadt gespielt
- es werden NUR Diebe gespielt.
Selbstverständlich wird sich sehr auf Fritz Leibers Werke sich gestützt, um die Abenteuer von Fafhrd and the Gray Mouser (dt. Fafhrd und der Graue Mausling) oder um die Computerspielreihe Thief nachzuspielen. Die 2te Edition wird für seinen Spielsystem hochgelobt [die grösste schwäche von der 1sten Edition, von Croc  >;D ].


Ich kann noch ergänzen:

Die erste Edition war weniger Dark Fantasy, sondern mehr Geschichten aus der Diebeswelt/typische Rollenspielfantasy.

(http://www.legrog.org/visuels/couvertures/149.jpg)

Croc wollte Mitte der Neunziger ein D&D-ähnliches Spiel schreiben, in dem der D&D-typische Abenteuerstil ein glaubwürdiges Fundament bekommt: Schlitzohrige Leute, die um des persönlichen Reichtums willen in Gemäuern herumschleichen, die von Fallen gespickt sind.
Klar: Ein Spiel um Einbrecher bot sich an. Damit wurde Nightprowler das "Ars Magica der Diebe".

Nightprowler 1 ist ein ziemlich crunchiges, um x verschiedene Verbrecher-Archetypen (Hehler, Einbrecher, Taschendieb, Trickser, ...) herum gestaltetes, Fertigkeiten-basiertes System. Eine Besonderheit: Magie ist Spielleitersache; es gibt keine Spieler-Magier.
Das Innenlayout ist altmodisch-s/w und hätte auch von ICE oder Chaosium sein können - unspektakulär. Die s/w-Zeichnungen hingegen waren sehr schön, ein sehr dynamischer Comic-Stil vergleichbar Lanfeust von Troy.

Ich mochte den ersten Screen sehr:
http://www.legrog.org/visuels/couvertures/150.jpg
(Ich füge ihn mal nicht als Bildlink ein, er würde wohl die Forumbreite sprengen.)
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killerklown am 14.07.2010 | 12:09
Heute möchte ich [wieder auf Wunsch] Humanydyne vorstellen

(http://www.7emecercle.com/7cercle/jdr/humanydyne_art/humanydyne_Gallery/images/Hum_img0.jpg)

Seltene Sache hierzulande, Humanydyne ist einen "superheroes" Rollenspiel. Die Super-heroes bzw auch Posthumans genannt sind die nächste Evolution des Menschen, und existieren seit etwa 60 Jahren. Da es stress mit den "normalen" Menschen gab, haben die Posthuman einen Zufluchtstaat gegründet, dessen Hauptstadt San Sepulcro heisst. Was spielt man als PC ? Einen Posthuman, Mitglied der Polizei von San Sepulcro ... Ihr könnt euch mal schon vorstellen, dass es nicht leicht ist polizist in einer Stadt von superheroes zu sein  >;D

Spielmechanik ist in dem Rollenspiel sehr "freeform", es gibt weder eine Liste von skills, noch eine Liste von Superpower, dennoch findet man Ratschläge, was man als SL gut akzeptieren kann und was nicht. Der Spielsystem basiert auf einen ungewohnten Spielmechanismus : der Spieler wirft soviele Würfel wie er will, die gerade zahlen sind einen Erfolg, die Ungeraden einen Miserfolg, am Ende muss man mehr erfolge haben (skills geben auch erfolge, gegnerische skills geben miserfolge). Scheint trotz ungewohnheit gut zu laufen.
Angemerkt muss dass Schamanismus eine wichtige Rolle spielt, und die Oberkategorien der Freeformpower beeinflusst.

Der SL-Schirm wird dem Hauptregelbuch beigelegt, der beinhaltet 3 Szenarien auf 31 Seiten verteilt.





Selbstverständlich gibt es auch Erweiterungsbücher. Das erste war Monstrous Soul

(http://www.legrog.org/visuels/couvertures/8747.jpg)

dieser ist gratis als Pdf verfügbar und beinhaltet :
- Einen Szenario der sich an denen vom Regelwerk anschliesst
- eine Beschreibung des Pentagramms (eine populäre Superheldgruppe) mit dreckigen Geheimnisse usw
- die Beschreibung der Mechanik der Zwischenszenarien, oder ganz kleine Szenarien die innerhalb eines anderen Szenario auftauchen (so wie die 10-18 von COPS)




Die 2te Erweiterung heisst : Poursuite

(http://www.legrog.org/visuels/couvertures/9722.jpg)

und ist eigentlich nur einen Einführungsszenario für neue Spieler (gemacht für Con-Spiel)





Die 3te Erweiterung heisst Nouveaux Russes

(http://www.legrog.org/visuels/couvertures/9090.jpg)

und ist als Buch erschienen.
Befasst sich :
- Selbstverständlich mit Russland (beide Staaten - eine Diktatur und eine korrupte Republik, beide SEHR posthumanfeindlich)
- mit der Traumwelt der Schamanen
- 3 Szenarien : 2 in Russland und einen An der Grenze des Mutantenstaat / San Sepulcro





als letztes gibt's Wonderlondres

(http://www.legrog.org/visuels/couvertures/9713.jpg)

der sich mit [ho ! Wunder !] der Version von Londres in diesem Universum befasst, insbesondere mit der Posthuman-Enklave Wonderlondres, in der Mitte der Stadt, von Betonmauer umgerandet.
Einen Szenario ist dabei und die letzte Folge der offiziellen Kampagne ist auch dabei, und findet selbstverständlich grossteils in Wonderlondres statt.

Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Dirk Remmecke am 14.07.2010 | 14:14
Seltene Sache hierzulande, Humanydyne ist einen "superheroes" Rollenspiel.

Pure Superhelden sind wirklich selten in Frankreich, aber ein paar Leute vom Casus Belli, die ich 1991 auf dem Gen Con getroffen habe, erzählten mir mal, dass die frz. Szene zwei Pole hätte - die Nephilim-Spieler und die INS/MV-Spieler. Und dass diese Kluft artifiziell wäre, weil beide eigentlich das gleiche damit spielten: (mystische) Superhelden.
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killerklown am 18.07.2010 | 15:59
Solange wie beim Thema Mystische Superhelden sind, möchte ich Trinités vorstellen :

Bevor ich anfange, muss ich betonen dass ich dieses Rollenspiel als sehr Zukunftorientiert sehe. Aber die Zukunft des Rollenspielmarkts  ;D
Les XII singes, der Herausgeber, hatte damals versprochen, jeden Monat neues Material für Trinités herauszubringen (entweder als Buch oder gratis als Pdf). Im August wir das XXXte Bréviaire (gratis pdf) herauskommen, und das VIIte Buch wird direkt danach folgen. Versprechen gehalten ! Respect !


(http://www.les12singes.com/IMG/jpg/vgnlivre1t.jpg)

Dieses A5 Büchlein hat mich sehr gut gefallen. Schöne Esthetik, sowohl bei den Illustrationen als beim Layout.
In Trinités spielt man einer der 72 Adam, ein Wesen der jedes Millennium wiedergeboren wird, und sei dem Fall aus dem Edengarten sowohl an einem gutem Geist (Deva) als an einem bösem Geist (Archonte) angeschlossen ist. dieser besitzt zwar freiem Willen, dennoch ergattert er von den Geister magische fähigkeiten und wird von diesen beeinflusst.
Die Adams waren geplant 13x zu leben, und nach dieser Zeit sollte gerechnet werden, ob eher die guten Geister oder die Bösen zugehört wurden. Die Seite die dann am meisten zugehört worden wäre, sollte dann für alle Ewigkeit über die Erde regieren können. Aber viele Adams waren nach 12 Millennium auf folgenden Ergebnis : 6x gut, 6x böse. Eine letzte Wiedergeburt war also nötig um den Sieger krönen zu können. Euer Charakter wird also am Tag seines 33. Geburtstag von einem Erzengel (eine Flamme werden die genannt) der ihm beibringt, dass es jetzt wichtiger denn je ist, wie sich der Adam entscheidet, denn die meisten anderen Adam haben sich schon im laufe der letzten Millennien für das Böse entschieden. Dennoch können die Charaktere die Waage anders schwingen lassen, es ist noch nicht zu spät ...

Wie ihr es wahrscheinlich gemerkt habt, handelt es sich hier um einen Esoterik-spiel, der mehrere Mythen, Mythologien, Religionen und Glaubenskonstrukte vereint. Aber die werden gut vereint und man kann keine Logikfehler entdecken.
Die magische Fähigkeiten entsprechen die Wahl des Geburtsdatum (Astrologischer Zeichen), des Verses (Deva + Archonte) und der Klinge (Erzengel) die ihn besucht hat.

Nicht wie viele andere Esoterikspiele, Trinités bietet ein durchaus komplettes Kampfsystem, und das Style of Play ist auch mehr auf Aktion orientiert als seine Cousins Nephilim und Vampire [aber es ist eh Meister- und Spielersache, wie gespielt wird, nur die Regeln sind ja auch da ...]



Die erste Erweiterung die im Laden verfügbar war, war selbstverständlich der SL-Schirm :

(http://www.legrog.org/visuels/couvertures/8888.jpg)

der mit einem Büchlein geliefert wird, der folgendes beinhaltet :
- mehr Infos bezüglich der Archonte-Könige (also ehem. Adams, wo der Archonte den Deva weggekickt hat und allein Macht über den Körper des Adams hat, weil der Adam sich zu oft für ihn entschieden hat). Diese sind die Erzfeinde der Charaktern.
- Die Beschreibung in Detail eines Archonte-König
- Die Beschreibung in Detail der Geheimgesellschaft von Adam die unter seinem Einfluss stehen.



Dann das zweite buch : Livre II : Les 8

(http://www.legrog.org/visuels/couvertures/9249.jpg)

der sich mit dem 8 grössten Geheimgesellschaften, mit Beschreibung der Ziele, Geheimnisse, Charaktere und magische Fähigkeiten der Mitglieden (grob abgekürzt  >;D )




Das dritte buch ist : Livre III : Les Décans

(http://www.legrog.org/visuels/couvertures/9555.jpg)

In diesem Buch werden die weitere Entwiklungsstufen der Magie der Charakterspieler beschrieben, die aber eher wie esoterische Questen aussehen als eine Sammlung von Power-Gamer-Träume.
Es wird zu jeder Entwiklungssparte (Astrologischer Zeichen, Vers oder Klinge) einen Szenario geliefert.
Die Kritiker fanden dieses so geil, dass das einzige was die bereuen, ist dass dieses Material sich nicht im Hauptbuch befand.



dann  Livre IV : Le Dragon

(http://www.legrog.org/visuels/couvertures/10173.jpg)

der nur Material für den Spielleiter anbietet :
- Geheimnisse
- Geheimnisse
- und Geheimnisse
- die Fronten, die Stellen im Universum, wo die Spieler noch die Seite der Guten unterstützen können.
- und 3 Szenarien



dann  Livre V : Le Serpent

(http://www.legrog.org/visuels/couvertures/10581.jpg)

Wo sich "le Dragon" mit eher mit den Geheimnissen der seite des Guten befasst hatte, befasst sich "Le serpent" mit der bösen Seite.
Also hier wieder einen Büchlein nur für SL, der Randvoll ist mit Geheimnissen und so aufgebaut wie der Dragon ... Die Adam und auch die Spieler können also sich für diese Seite entscheiden und für das Böse kämpfen :
- Geheimnisse
- und Geheimnisse
- die Fronten, die Stellen im Universum, wo die Spieler noch die Seite der Bösen unterstützen können.
- und 3 Szenarien



dann Livre VI : Le réseau Divin

(http://www.legrog.org/visuels/couvertures/10870.jpg)

Dieses Buch ist eine Kampagne. Diese Kampagne wurde ürsprünglich nicht für Trinités, sondern als Standalone in einem französischen Rollenspielzeitschrift publiziert (verteilt auf 7 Ausgaben). Was ihr hier lesen könntet ist also eine "korrigierte" Version, angepasst am Universum von Trinités.
Ich kenne selbst nur die Version Als Standalone (kam Ende 90er raus), aber das war eine sehr epische, leider ein wenig railroadingische Kampagne. Laut kritik, ist aber sehr viel Arbeit reingesteckt worden, die Probleme der ürsprünglische Kampagne zu beheben. Die Adaptierung ist anscheiend auch soo gut gemacht, dass jemand der es nicht weisst, es nicht bemerken würde, dass das Ganze ürsprünglich was anderes war  >;D




Es wurden 6 noch kleinere Büchlein gemacht (32 Seiten, etwa 9 €), in der Reihe Vies Antérieures, die immer ein Spieler erlauben die Reinkarnation eines alten, verstorbenen Held zu spielen :

(http://www.legrog.org/visuels/couvertures/9593.jpg) oder (http://www.legrog.org/visuels/couvertures/9720.jpg) oder (http://www.legrog.org/visuels/couvertures/9794.jpg) oder (http://www.legrog.org/visuels/couvertures/9863.jpg) oder (http://www.legrog.org/visuels/couvertures/9972.jpg) oder (http://www.legrog.org/visuels/couvertures/10065.jpg)


die Erweiterungen begleitend kamen elektronisch Les Mancies heraus :

Das Universum von Trinités befindet sich am Anfang in 2000 (obwohl das Spiel später rauskam)
Les Mancies I [Alpha] beschreibt 6 wichtigen Erreignisse 2000s für die Welt von Trinités (leicht als Szenario umsetzbar) und 6 weitere die nichts mit der Welt trinités zu tun haben  8]
Les Mancies I [Bêta] beschreibt wie man Les Mancies I [Alpha] und die weiteren Mancies benutzen kann
Les Mancies II : Année 2001 -> die wichtigen Erreignisse 2001s, 10 Erreignisse, baut auf vorherigen und Les 8 szenarienteschnich auf
Les Mancies III : Année 2002 -> die wichtigen Erreignisse 2002s, 9 Erreignisse, baut auf vorherigen und Les 8 auf
Les Mancies IV : Année 2003 -> die wichtigen Erreignisse 2003s, 9 Erreignisse, baut auf vorherigen und Les 8 auf



Es kam auch die Kampagne Codex Da Vinci elektronisch raus

darunter inklusiv sind die Bréviaires III bis XI (auch als einen einzigen Pdf verfügbar)
diese sind 4 grosse Szenarien und einen Haufen zusatzmaterial, um diese in besten Konditionen leiten zu können



dann die Kampagne Tezcatlipoca :

darunter inklusiv sind die Bréviaires XII bis XIX (auch als einen einzigen Pdf verfügbar)
diese sind 4 grosse Szenarien und einen Haufen zusatzmaterial




dann die Kampagne MS408 :

darunter inklusiv sind die Bréviaires XXI bis XXVII
Wieder eine grosse Kampagne, im Mittelmeerraum.



damit fehlen 3 Bréviaires XX, XIX und XXX, die andere Kampagnen vorbereiten




In September soll Livre VII : Les services occultes herauskommen

(http://www.les12singes.com/IMG/png/elevation-livre7-Trans-SMALL.png)

die die esoterische Sparten der Geheimdienste beschreiben wird / soll. Wird anscheinend 6 Szenarien beinhalten
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Joie am 10.08.2010 | 12:44
WOW :o

Ich glaube ich sollte mal langsam anfangen Französich zu lernen bei diesen Hammer Spielen welche die Entwickeln!

Allein die Zeichnungen machen schon dermaßen lust auf die Spiele und lassen einen eintauchen das es anfängt zu kribbeln...

Aber mal wirklich..Zeichnungen und Settings klingen einfach nur wunderbar..wo sich unsere Leute oder die Amis mal mehrere scheiben abschneiden könnten >:(
Gäbs Cops in einer mir verständlichen Sprache ich würde es sofort kaufen :D
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Laivindil am 10.08.2010 | 13:53
WOW :o
+1 :o
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: oliof am 10.08.2010 | 13:57
Alter Falter. Bombast-Fantasy im Serienformat …

C'est ce que je veux!
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Thanatos am 10.08.2010 | 14:15
Mist, und ich dachte schon, dass es hier wieder weitergegangen ist.

Aber so grundsätzlich natürlich auch von mir mal dicke Kudos an die Nachbarn, auch was die Wertschätzung der eigenen Sprache angeht. Soweit es nicht dahingehend ausartet, dass man sich weigert, andere Sprachen zu lernen oder gar zu sprechen, obwohl man sie beherrscht, ist das was feines.

Cops würde ich ebenfalls ziemlich gern mal ausprobieren. Kennt noch jemand die Zeichentrickserie? Ich kann mich nur noch erinnern, dass der Stil recht "bullig" war, ein ziemlich cooler Schwarzer der Obermuckel war und irgendwer sonst seine Handschellen in bester Spider-Man-Manier verschießen konnte.
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killerklown am 10.08.2010 | 17:20
Ich merke dass ich diesen Thread vernachlässigt habe ...
Also zum Neustart einen UFO der Rollenspielwelt, einen abgefahren Nichenspiel :

Apokryph

(http://www.legrog.org/visuels/couvertures/6507.jpg)

In Apokryph spielt man Priester der Katholischen Kirsche in einem Universum der sehr ähnlich zu unserem ist (ende des XX Jahrhundert). Das Ende des Jahrtausend soll viel mit Esoterik verbunden sein, Antechrist, wiedergeburt Jesu ... Alles Themen worüber unser Priester forschen können , im Schatten mächtiger Verschwörungen ... Innerhalb und ausserhalb der Kirsche und ihre geheime Orden.
Dies ist definitiv einen Mysterium und Geheimnisse-Spiel, à la Illuminati & Sakrileg



Das Spiel hat bis jetzt einen SL-Schirm

(http://www.legrog.org/visuels/couvertures/vignettes/6987_s.jpg)

der auch einen Heft mit 2 Szenarien mitliefert




und eine Gratiserweiterung : Index Librorum Prohibitorum

die sich mit den am Index geschickten Bücher befasst. In der 2ten Edition der Erweiterung ist auch einen Szenario bei.
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killerklown am 10.08.2010 | 17:54
Als nächstes etwas heisses :

Final Frontier

(http://www.legrog.org/visuels/couvertures/8870.jpg)

Final Frontier lügt nicht : der Haupteinfluss ist Star Trek, besonders die alten Serien. Also ist das Spiel absichtlich ein wenig kitschich und parodisch, aber nicht zu einem Ausmass wo man es nicht mehr "seriös" spielen könnte.
Man spielt also galaktischen Rangers, alle an Bord eines grossen Schiffes der durch's Universum fliegt ... Szenarien sind wie Episoden aufgebaut mit Hauptintrigue, Nebenintrigue und persönnliches für die Charakter (Liebe, Drama, persönnliche Entwicklung usw.)
Die Spieler sollen ausdrücklich gut sein, und die AMU (Alliance des Mondes Unifiés - Allianz der unifizierten Welten) und ihre vom Spiel als utopisch bezeichnete Philosophie verteidigen.
Jeder Charakter hat Haupt- und Nebenkompetenzen und Soappunkte die zu ihrer Rolle im Schiff passen (um die Konventionen des Genre getreu zu bleiben).

einen komplett ausgeschriebener Szenario wird mitgeliefert sowie eine auf 26 Seiten sysnopsishaltig gestaltene Kampagne.

128 Seiten im A5 ähnlichen Format , etwa 24 €
Final Frontier ist das erste Spiel der DOA (dead on arrival) Kollektion ... Spiele die ausdrücklich mit dem Einen Werk gespielt werden und nie grossartig weitere Erweiterungen kriegen werden.
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killerklown am 10.08.2010 | 18:14
Das 2te Spiel der DOA-Kollektion heisst :

Patient 13

(http://www.legrog.org/visuels/couvertures/9259.jpg)

Patient 13 ist ein sehr experimentelles Spiel, der sich sehr viel mit Wahnsinn beschäftigt. Man spielt einen am Anfang geistlich normalen Charakter der gerade in einer geschlossenen psychatrischen Anstalt eingeliefert wurde, aber nicht weiss warum (Amnesie) ... Und keiner möchte ihn aufklären.
In Patient 13 hat man 2 Ziele : Überleben und nicht verrückt werden.
Laut Kritik ist das Spiel ein Meisterwerk, wo alles die Spieler stressen kann ... Insbesondere den Raum 13 und die Angst diesen Raum zugewiesen zu werden.
Das Spiel beinhaltet auch eine Kampagne in 13 Episoden (das Buch hat 13 Kapiteln usw.)
Mann nennt solche Spiele in Frankreich Burst ... Eine Kampagne und fertig (selbst wenn es Platz für den SL gibt weitere Szenarien einzubauen) ... Aber diese Kampagne wird man nie vergessen...
Es beschreibt sich wie einen Horror-Spiel ... dennoch ist den Horrorteil eine Option ...
Auf jeden Fall empfehlenswert, schon wegen der Einzigartigkeit des Werkes.
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killerklown am 10.08.2010 | 23:52
Immernoch aus der DOA Kollektion von John Doe éditions (http://johndoe-rpg.org/site/catalogue/notre-tombeau/ (http://johndoe-rpg.org/site/catalogue/notre-tombeau/))

Notre tombeau

(http://johndoe-rpg.org/site/wp-content/uploads/2009/06/couvertureNT-200x300.jpg)

Notre Tombeau (unserem Grabmal) ist vom gleichen Autor wie Patient 13 und ist auch einen Burst ... Alles in einem: Regel + universum + 12 Szenarien.
Genau wie Patient 13 ist es einen Horror- und Survivalspiel, ohne möglichkeit aus dem Hauptort herauszukommen (oder rein).
In Notre tombeau wird man Nachts aus dem heutigen Paris entführt, geschlagen, verprügelt und letzendlich durch eine Lucke in einem Verlies (nicht im D&D Sinn  >;D) geworfen und man überlebt nur dank eines Haufen Leichen, die unseren Fall dämpfen. Schnell realisiert man dass man nicht allein hier unten ist ... und das ist nicht unbedingt eine gute Sache  >;D
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killerklown am 23.08.2010 | 15:02
Heute :

Praetoria Prima :

(http://www.legrog.org/visuels/couvertures/9702.jpg)

In Praetoria Prima spielt man eine Elite- und Geheim-Einheit der römischen Legion während der Herrschaft Neros (54 nach J.C,). Die Einheit ist eine extremst treue Einheit die geschworen hat das Imperium zu beschützen. Aber à la "password Swordfish" muss die niemanden Bericht erstatten. Es geht sowohl darum externe Gefahren zu beseitigen als interne. Da Nero auch nicht der ausgeglichenste der römischen Imperatoren war, gibt es viel zu tun. Die Götter existieren aber deren Einfluss ist sehr gering und der Preis (monetarischen) der da zu zahlen ist, ist ziemlich hoch, auch für einen kleinen Glücks-Segen.
Einen Einführungsszenario ist inklusiv.

Es soll auch gesagt werden, dass diesen Spiel ins Englische gebracht wurde und als Pdf erhältlich ist :
Zum Beispiel hier :
http://www.wargamevault.com/product_info.php?products_id=56470 (http://www.wargamevault.com/product_info.php?products_id=56470)

und der SL-SChirm

(http://www.legrog.org/visuels/couvertures/vignettes/10114_s.jpg)

der wird wie gewohnt mit einen 20 seitigen Booklet :
- Die Rolle der Frau damals
- Einen Szenario
- Mehrere Karten der Hauptstädten Galliens und Norditaliens.

und noch 2 gratis Web-Erweiterungen : Les Yeux de la Ville & Gladiateurs

Les Yeux de la Ville :
- 12 Seiten
- Die Rolle der zu Rom gehörenden Dörfer und der 7 Kohorten die als Polizei und Feuerwehr dienten + wo auf Karte Roms
- Die Rolle der Prätorianische Garde
- 36 Dramatische Situationen, woraus Szenarien gebildet werden können
- Eine Übersichtskronologie des Lebens Neros von 37 bis 70 nach JC

Gladiateurs :
- 8 Seiten
- Die Ürsprünge der Gladiatorkämpfe
- Die verschienen Spektakelformen im römischen Reich
- Gladiator sein
- Die verschiedenen Arten Gladiatoren
- Weitere Kampfregeln
- Gladiatoren und Praetoria Prima
- Waffen
- NPCs darunter einer sehr detailliert : Vellaunos, Bellator und ehemaliger Mirmillo
(http://www.legrog.org/visuels/couvertures/10948.jpg)
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killerklown am 28.08.2010 | 20:04
heute mal was ganz Frisches :

Diese Woche ist folgendes Spiel herausgebracht worden und ich muss sagen dass ich es erwartet habe :

Deadline :

(http://johndoe-rpg.org/site/wp-content/uploads/2010/08/couvdeadline.jpg)

Deadline bietet etwas besonders an : Man soll nicht in einer Post-apocalyptischen Welt, sondern die 40 Jahren davor spielen.
2035 entdecken Wissenschaftler eine neue Gefahr für unser Planet und können vorhersehen dass das Leben auf Erde 2082 ausradiert wird. Das nennt man die DEADLINE.

Man spielt reiche und einflussreiche Leute; Damit die Integration in der Welt leichter erfolgen kann, werden vorfertigte Charaktere angeboten.

Deadline ist Teil der Dead on Arrival (DOA) -Reihe von John Doe Editeur und bietet alles in einem : Hintergrund, System und Kampagne.

Man soll innerhalb von 12 Szenarien (über 90 seiten :o ) alle grosse Ereignisse von 2035-2082 erleben bzw. lenken durch manchmal schwierigen entscheidungen. Leider wird diese Kampagne ein wenig Railroading benötigen, so dass man ohne weiteres von einem Szenario zum nächsten springen kann.

System basiert auf W6, aber ich konnte nicht mehr als Das erfahren. Ich werde hier editieren sobald ich meine Kopie erhalten haben  ;D
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killerklown am 9.09.2010 | 00:45
Heute möchte ich eine Ausnahme machen und nicht einen französischen Rollenspiel sondern einen französischsprachigen Rollenspiel vorstellen ... Aus der Schweiz !

"Tigres Volants"

(http://www.legrog.org/visuels/couvertures/8356.jpg)

Tigres volants ist mittlerweile 20 Jahre alt, aber ist erst vor ein paar Jahren professionell herausgegeben worden (2006). Dementsprechend findet man sehr viel Material im Netz für Tigres volants.

Tigres volants ist einen Space-Opera-Rollenspiel der nach dem WWIV spielt. Nach diesem 4. Weltkrieg haben die Menschen nach den Sternen gegriffen und andere Bewohner des Universum getroffen, und die Mehrheit davon bildet die Sphere.
Während des kriegs haben manchen Menschen mutiert : Es gibt mittlerweile Psioniker (alle weisshaarig) und Menschen mit Hundekopf ... unter anderem ...
Die Sphere ist hauptsächlich von Humanoiden bevölkert, manche welchen sogar auf Erde vor dem Ice-Age gewohnt haben ...
Es gibt Faster than Light Travel ...
Die grosse Stärke von Tigres volants besteht darin sehr bekannte Konzepte von SF zu übernehmen aber diese ein wenig zu twisten um die Spieler doch zu überraschen. Ein weiterer Punkt ist der Humor des Autors der durch den ganzen Buch die Lektüre erleichtert.
320 Seiten , 42,00 €



Dann gibt's den SL-Schirm : Entre Deux Eaux

(http://www.legrog.org/visuels/couvertures/vignettes/8893_s.jpg)

Mit einem Fetten Szenario und die Beschreibung des Kontext von Szenario + errata



Copacabana Transit

(http://www.legrog.org/visuels/couvertures/9340.jpg)

Hier in diesem 32-seitigen Softcoverbuch wird die Region von Copacabana beschrieben, eine Enklave auf Erde für die sonst nirgendwo akzeptierten, wie z.B. den meisten Formen von Mutanten.
2 Szenarien schliessen diese Erweiterung ab



Maudits par la Dame de Fer

(http://www.legrog.org/visuels/couvertures/9802.jpg)

Hier wird im gleichen Format wir Copacabana die grösste Piratenorganisation der Galaxie beschrieben, und hier auch 2 szenarien.



L'Ergartis

(http://www.legrog.org/visuels/couvertures/10268.jpg)

L'Ergartis beschreibt einen mytischen Raumschiff und seine Mannschaft, wieder im gleichen Format wir Copacabana. Dann gibt es einen grossen Szenario und eine knapp beschriebene Kampagne.




Da ich den Autor auch mal eine wenig kenne, kann ich euch sagen dass er an einer Kampagne arbeitet, die richtig lang und geil sein wird.
Sehr viel material kann zu diesem Spiel hier (http://www.tigres-volants.org) gefunden werden.
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: 1of3 am 9.09.2010 | 13:25
Final Frontier

Final Frontier lügt nicht : der Haupteinfluss ist Star Trek, besonders die alten Serien. Also ist das Spiel absichtlich ein wenig kitschich und parodisch, aber nicht zu einem Ausmass wo man es nicht mehr "seriös" spielen könnte.
Man spielt also galaktischen Rangers, alle an Bord eines grossen Schiffes der durch's Universum fliegt ... Szenarien sind wie Episoden aufgebaut mit Hauptintrigue, Nebenintrigue und persönnliches für die Charakter (Liebe, Drama, persönnliche Entwicklung usw.)
Die Spieler sollen ausdrücklich gut sein, und die AMU (Alliance des Mondes Unifiés - Allianz der unifizierten Welten) und ihre vom Spiel als utopisch bezeichnete Philosophie verteidigen.
Jeder Charakter hat Haupt- und Nebenkompetenzen und Soappunkte die zu ihrer Rolle im Schiff passen (um die Konventionen des Genre getreu zu bleiben).

einen komplett ausgeschriebener Szenario wird mitgeliefert sowie eine auf 26 Seiten sysnopsishaltig gestaltene Kampagne.

Ein Spiel das funktioniert wie Star Trek, statt D&D mit Star Trek auf dem Cover zu sein? ... Warum habe ich mich in der Schule für Latein entschieden?   :o
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: evil bibu am 1.10.2010 | 10:41
f... ich muß wohl mein französich verbessern. argh! und mal nach bitche fahren...
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killerklown am 1.10.2010 | 17:21
Da ich momentan in Frankreich bin, habe ich einen Rollenspielladen besucht und mir etwas zugelegt. Da ich faul war und nicht viel gearbeitet habe in den letzten 2 Wochen, habe ich es auch gelesen  >;D , also diemal nicht nur eine Vorstellung, sondern auch noch eine Kritik dazu :-)

Heute möchte ich Mahamoth vorstellen :

(http://les12singes.com/IMG/png/MAHelevation.png)

In Mahamoth ist die Menschheit (oder nur einen Teil davon, man weisst es nicht ganz genau) von der Erde weggesiedelt, an Bord von 13 gigantischen Raumschiffe. Diese fliegen seit schon sehr geräumiger Zeit durch's Weltall. So lange dass die Menschen nicht mehr wissen seit wann sie fliegen, noch wohin noch woher die kommen. Die sind auch total zurückgegangen was Technik angeht und leben in einer Theocratie (vielleicht hast das eine mit dem anderen zu tun). Die überleben in diesen gigantischen Raumschiffe nur weil diese fast gänzlich von Lichen, Sporen und Pilze angesiedelt sind (die werden im Spiel Miceli genannt). Aber die Menschen haben gelernt aus diesen Micelis TOX zu gewinnen - sehr starke Drogen, so stark dass man erst eine Initiation braucht um die ohne grösseren Gefahr benutzen zu können. Das gibt es auch eine art TOX pro Raumschiff. Und die initiation kann auch nur von der regierenden Kaste (die Priester der Mutter, die ihr Sohn Mahamoth geopfert hat, damit die Menschheit weiterleben kann) durchgeführt werden.
Aber die spieler sind sogennante Missionare, die zwischen den Raumschiffen fliegen, um nachrichten, Personnen und material zu verfrachten. Die Raumschiffe, die benutzt werden, sind von den bösen Aliens unabsichtlich "spendiert" worden, als diese Die Raumschiffe den Krieg erklärt hatten (und dann iwann diesen Krieg verloren haben, dank der Missionare).
Dennoch sind Missionare freidenker und Outcast der Gesellschaft, die technischen Fortschritt sehr schlecht ansieht (die Menschheit lebt schon seit hunderte von Jahre ohne grössere Probleme dank der TOX und der Mutter, warum sollte man was ändern?), weil sie öfters mit Aliens und deren technologie in Kontakt sind.

Zum Buch selbst :

Diese Neuerscheinung gehört zu der All-in-One Reihe vom Herausgeber "les XII singes" (the 12 monkeys  >;D).
Das heisst :
- Einen "spielerregelwerk" etwa A5 mit regeln und Universumbeschreibung
- Einen "SL-werk" im gleichen Format mit den Geheimnisse des Universum und eine Kampagne (ich werde es später nochmal erwähnen)
- Einen 4-A5-Blatt Schirm, der echt schön aussieht.(ein wenig wie der Cover auf dem bild da oben)
Es kostet 35 €. Es soll nicht weitere Erscheinungen geben, alles was man braucht zu spiele ist geliefert (gleichen Prinzip wie BIA (Bureau der affaires indiennes) & Khaos : 1795 (beide aus der gleiche Reihe)
hier mal den Schirm(http://www.scifi-universe.com/upload/critiques_staff/Mahamoth_al06.jpg)

Spielsystem :
- Ein sehr ähnlichen system wie B.I.A. & Khaos : 1795  -> sehr vereinfachte version von D&D 3.x (anhand des Dk produziert)
also wer eine der 2 anderen Regelwerke kennt, wird sich total heimisch fühlen (genauso wie jemand der D&D3 gut kennt, aber die komplexität davon nicht ganz mag)
- Es gibt keine Levels, die entwicklung des Charakters erfolgt nur über feats. (es gibt feat für alles : Lebenspunkte, skillpunkte, usw.)
- Es werden mehrere Kampfstile und Herkünfte angeboten, die Zugang zu verschiedenen Feat verschaffen (die "Klasse" ist also eine kombination aus Herkunft + Kampsstil)
- Durch Kontakte kommt man aber an die anderen Feats, wenn man es braucht.

Universum :
- Sehr ausführlich beschrieben und (siehe oben) hat mich sofort dazu ermutigt spielen leiten zu wollen.
- Sehr wenige Illustrationen, und dann nur sehr grobgezeichnet und schwarzweiss (nicht mal grau  :o ). Meiner meinung nach den einzigen minuspunkt vom Produkt. Wer einen typischen optisch bombastischen französischen Rollenspiel erwartet, wird schon ein wenig enttäuscht. Aber das spiel gab es schon vor dieser Ausgabe schon als Ransom (pdf. Alle die am Ransom teilgenommen hatten werden auch auf der ersten Seite genannt). Aber die wenigen Illus sind alle sehr einheitlich und iwie schön. Aber ist wahrscheinlich Geschmacksache

Kampagne :
- Die Kampagne besteht aus 4 Szenarien und einen Pseudo-Szenario am Ende. Diese Kampagne wird in HARD-points und SOFT-points untergliedert. Die HARDpoints sind die 4+1 grosse Szenarien, die SOFTpoints sind zusätlichen ideen, wie man die 4 HDP erweitern kann, so dass aus den 5 Szenarien eigentlich eher 10 gemacht werden (Nebenquest, zufällige Erreignisse, aber sehr klug gemacht und leicht einsetzbar)
- Der 5 Szenario kann beliebig von SL grossgemacht werden. Der ist sehr sehr frei und wird schon ein wenig Arbeit vom SL erfordern, aber es ist schon logisch dass es wenig beschrieben ist, da er sich auf die Erfahrungen und Kontakte der Spielercharaktere stützen muss.
- Die Kampagne ist sehr gut geschrieben und sehr interessant. Leider finde ich nur dass man schon vorher gespielt haben müsste, damit der schwierigkeitssprung zwischen Szenario 2 und 3 geschafft werden kann (2 Szenarien um die kampagne ins rollen zu bringen, 3 um diese Abzuschliessen, aber ich finde dass die Spieler nach Sz 2 noch nicht genug von der Welt gesehen haben ... nur meine 0,02€)
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)

so ! ich kann diesen Spiel nur empfehlen. Wer sagt : "mir sind 35 € für nur eine Kampagne und 2 Büchlein aber zu teuer", würde von mir als Antwort hören : "mit dem Buch und 2 mal durchlesen würde ich fast einen Jahr lang bei wochentlichen sitzung spielen können, ohne viel dazu entwickeln / entwerfen / arbeiten zu müssen. Das sind meiner Meinung gut investierten 35 €"

Habe ich was vergessen ?
Fragen ?
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Jiba am 3.10.2010 | 09:21
Eins ist mir definitiv klar geworden: Frankreich macht wohl einfach die besseren Settings.  :)
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Dirk Remmecke am 3.11.2010 | 19:29
Heute möchte ich Mahamoth vorstellen :

Das ist schon erschienen?

Rhaah Lovely!
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: carthinius am 3.11.2010 | 21:40
Eins ist mir definitiv klar geworden: Frankreich macht wohl einfach die besseren Settings.  :)
+1 - ich will die auf deutsch. Alle! Und sofort!
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Sphärenwanderer am 3.11.2010 | 22:37
Zitat
Zitat von: Jiba am  3.10.2010 | 09:21
Eins ist mir definitiv klar geworden: Frankreich macht wohl einfach die besseren Settings.  Smiley
+1 - ich will die auf deutsch. Alle! Und sofort!
Ich auch. Aber ich würde wohl arm werden, wenn die alle auf deutsch erscheinen würden.
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killerklown am 4.11.2010 | 06:57
@Dirk Remmecke : Ich kann's dir mal leihen, bei gelegenheit, ich habe nicht vor es sofort zu leiten  ;)
Ich werde bei der Karlsruher Spieltagen in etwa über eine Woche am Sonntag anwesend sein, könnte ich dir bringen, falls du kommen solltest.

@rest der Thread : Habe momentan extrem viel zu tun, aber demnächst kommen neue Sachen (ich werde wahrscheinlich mit WÜRM[pro], Les ombres d'esteren und Deadline weitermachen). Ich wurde in frankreich gefragt, ob ich nicht das gleiche für deutsche spiele machen könnte ... Vorschläge per PM sind willkommen
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Zwart am 4.11.2010 | 07:52
Zitat
Ich wurde in frankreich gefragt, ob ich nicht das gleiche für deutsche spiele machen könnte ... Vorschläge per PM sind willkommen
Och ne, lass das mal lieber. Die langweilen sich nur zu Tode. ;D
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Jiba am 4.11.2010 | 08:16
Ich wurde in frankreich gefragt, ob ich nicht das gleiche für deutsche spiele machen könnte ... Vorschläge per PM sind willkommen

Okay... hier eine vorläufige Liste, der Dinge, über die man da wohl sprechen sollte:

Das sind natürlich nur subjektiv vorgetragene Vorschläge. :)
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Yehodan ben Dracon am 4.11.2010 | 08:22
Engel Sorry, aber zumindest meiner Meinung nach geht es ohne das definitiv gar nicht. Das Spiel ist für mich einfach viel zu einzigartig, als das man es unter den Tisch fallen lassen könnte!

Und ich finde, Engel ist auch irgendwie...äh...französisch.
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: korknadel am 4.11.2010 | 08:41
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Dirk Remmecke am 4.11.2010 | 09:20
@Dirk Remmecke : Ich kann's dir mal leihen,

Ui, danke für das Angebot, aber das wird nicht nötig sein. In Karlsruhe bin ich nicht und außerdem haben wir Geschäftskollegen in Paris, die demnächst zu unserer Weihnachtsfeier kommen ... einer von denen ist Rollenspieler ...

Zitat
Ich wurde in frankreich gefragt, ob ich nicht das gleiche für deutsche spiele machen könnte ... Vorschläge per PM sind willkommen

Jibas ganze Liste (und ja, Engel ist ziemlich "französisch", wie auch Opus Anima), plus:

Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: carthinius am 4.11.2010 | 09:31
Ich würd auch sagen, Opus Anima und DeGenesis sollten auf jeden Fall erwähnt werden, weil sie zumindest zeigen, dass es auch außerhalb Frankreichs Werke mit unglaublicher Grafik gibt (und beide können im Netz kostenlos als PDF geladen werden).  ;D Die bisher genannten Titel finde ich auch gut. Ansonsten schlage ich mal ein paar kleinere Sachen vor wie z.B. Barbaren! und Funky Colts. Oh, und AERA - auch wenn es jetzt wohl offiziell tot ist, es gibt ein spielbares Preview-Regelwerk und viele tolle Bilder, die das Flair schön rüberbringen.
Ansonsten wäre wohl in einem französischen Forum noch erwähnenswert, dass es aktuell keine deutschsprachige Version von D&D4 gibt.
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Dirk Remmecke am 4.11.2010 | 10:14
Barbaren! und Funky Colts. Oh, und AERA

Stimmt, die habe ich vergessen. 1w6 Freunde und Dungeonslayers auch. Von letzterem gibt es sogar eine frz. Übersetzung der kostenlosen Online-Version (die einen geringeren Umfang hat als das Buch).

Überhaupt, diese A5-Minispiele folgen ja dem gleichen Trend wie Mahamoth, Trinités, Khaos 1795, B.I.A., Hellywood, WarsaW, Lost Frontier, Patient 13, dK, Notre Tombeau usw. in Frankreich.
Mit dem einen Unterschied, dass die deutschen Bücher erheblich preiswerter sind!

Im Grunde können wir uns in Deutschland gar nicht mehr beklagen. Wir hinken zwar immer noch etwas hinterher, was die Vielfalt und die Ausstattung angeht, aber die relativ tote Hose, die bis 2000 herrschte, haben wir hinter uns gelassen. Wir trauen uns langsam mehr zu als bloß Übersetzungen aus dem Englischen.

Zitat
dass es aktuell keine deutschsprachige Version von D&D4 gibt.

Stimmt, das ist erwähnenswert. Zumal D&D4 in Frankreich so erfolgreich zu sein scheint, dass sich eine Printausgabe des Dragon lohnt(e) - etwas, was selbst die Amis nicht haben.

(http://www.ludikbazar.com/product_thumb/w/288/h/399/img/MAG%20-%20DRAGON%20ROUGE%2010.jpg)
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: carthinius am 5.11.2010 | 02:09
Im Grunde können wir uns in Deutschland gar nicht mehr beklagen. Wir hinken zwar immer noch etwas hinterher, was die Vielfalt und die Ausstattung angeht, aber die relativ tote Hose, die bis 2000 herrschte, haben wir hinter uns gelassen. Wir trauen uns langsam mehr zu als bloß Übersetzungen aus dem Englischen.
Stimmt, trauen wir uns und übersetzen wir doch auch mal andere Sprachen!  ;D

Stimmt, das ist erwähnenswert. Zumal D&D4 in Frankreich so erfolgreich zu sein scheint, dass sich eine Printausgabe des Dragon lohnt(e) - etwas, was selbst die Amis nicht haben.
DAS ist krass.

Nebenbei bemerkt habe ich jetzt um die Ecke einen Comicladen gefunden, der den klangvollen Namen "Die Neunte Kunst" besitzt... ich sollte da wohl mal demnächst hingehen und lernen, was es Schönes von unseren Nachbarn gibt.
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Glgnfz am 5.11.2010 | 06:30
Heredium könnte man unseren Nachbarn auch noch vorstellen.
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: korknadel am 5.11.2010 | 07:36
Nebenbei bemerkt habe ich jetzt um die Ecke einen Comicladen gefunden, der den klangvollen Namen "Die Neunte Kunst" besitzt... ich sollte da wohl mal demnächst hingehen und lernen, was es Schönes von unseren Nachbarn gibt.

OT:
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Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Jiba am 5.11.2010 | 07:42
ich weiß, das gehört hier alles gar nicht her, aber  ... ich kann nicht anders. [/spoiler]

Wie wäre es denn dann mit einem Thread im Lesen-Forum zu genau dieser Sache. Vielleicht stellst du mal ähnlich wie hier ein paar Werke vor. Mich würde das sehr reizen...
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: carthinius am 5.11.2010 | 10:15
Wie wäre es denn dann mit einem Thread im Lesen-Forum zu genau dieser Sache. Vielleicht stellst du mal ähnlich wie hier ein paar Werke vor. Mich würde das sehr reizen...
Dafür!  :d
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Dirk Remmecke am 5.11.2010 | 10:47
Stimmt, trauen wir uns und übersetzen wir doch auch mal andere Sprachen!  ;D

Wie man merkt, wird ja auch in diesem Thread wieder der Ruf laut, die französischen Spiele zu übersetzen...
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: carthinius am 5.11.2010 | 10:57
Diesen Ruf hab ich ja schon seit Seite 1 geschrien und bin schon ganz heiser...
Aber ich fänd auch spanische, italienische, skandinavische oder polnische Rollenspiele interessant - man weiß ja teilweise gar nicht, was es da so gibt (z.B. das polnische "The Witcher"-Rollenspiel, dessen Setting hier ja durch den Erfolg des PC-Spiels auch recht bekannt sein sollte... warum nutzt man sowas denn nicht?!) und ob da nicht spannende Dinge sein könnten, die deswegen auch einer Übersetzung bedürfen, weil eben nicht jeder in der Schule zumindest die Grundlagen dieser Sprache eingehämmert bekommt. Englisch "muss" ja schließlich jeder lernen.
Und wenn ich mir überlege, was für ein Interesse hierzulande an dem Anima-Rollenspiel bestand, aber wie unfähig offenbar alle Beteiligten waren, das Ding einfach aus dem Spanischen zu übersetzen (und nicht - Gerüchten zufolge - erst auf die englische Übersetzung zu warten, die DANN JA AUCH FAST JEDER HIER KAUFEN KÖNNEN WÜRDE!!!), dann rollen sich mir echt die Fußnägel hoch...
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Visionär am 5.11.2010 | 11:25
So nobel die Übersetzung wÄre, meiner MEinung nach lohnt sich der Aufwand in ökonomischer Hinsicht nicht.
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Enkidi Li Halan (N.A.) am 5.11.2010 | 11:36
So nobel die Übersetzung wÄre, meiner MEinung nach lohnt sich der Aufwand in ökonomischer Hinsicht nicht.
Denke ich auch. Sonst stünde Agone doch auch schon längst als shiny deutschsprachiges Hardcover in den Läden.
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: carthinius am 5.11.2010 | 11:51
Wenn keine Sau Agone kennt, weiß auch keiner, was er verpasst - woher auch?
Vielleicht sollte man so ein Projekt auch mit der Buchreihe koppeln bzw. die Buchreihe vorweg veröffentlichen. Aber soviel Weitsicht und Synergie bekommt man ja eh nie hin.
Enkidi, habt ihr bei Red Brick nicht auch Erfahrungen mit französischen Produkten? Ich meine, ich hätte Earthdawn in der neuen Version bei Ludikbazar auf Französisch gesehen - wie sehen denn da die Verkaufszahlen aus? Oder plant ihr, die Proindie-Sachen nur auf Englisch oder auch auf Französisch zu veröffentlichen? Wenn nein, warum nicht?

Denke ich auch. Sonst stünde Agone doch auch schon längst als shiny deutschsprachiges Hardcover in den Läden.
Lohnt sich denn ein shiny Hardcover überhaupt für so manch deutsche Eigenproduktion? Und an was machen Verlage fest, was sie als shiny Hardcover produzieren? Doch wohl auch nur basierend auf dem Erfolg des Originals sowie einer möglichen Nachfrage im eigenen Land (die man ja auch nur abschätzen kann, weil es ja keine belastbaren Quellen für sowas gibt).
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Dirk Remmecke am 5.11.2010 | 14:13
Die französischen Sachen, die bei uns in Übersetzung erschienen sind, hatten alle bloß moderaten oder gar keinen Erfolg. Am besten ist noch In Nomine Satanis / Magna Veritas gefahren - da gab es sogar mehrere Auflagen, die später teilweise neue Cover erhalten haben. Nephilim war eher schwach, Hyperborea (= Bloodlust) war eher schwach. Die von Multisim übernommene Version von Hero Wars war unendlich schwach (kein frz. System, aber frz. optische Opulenz).

Agone wird von sehr aktiven deutschen Fans unterstützt und übersetzt (JS, hier im Forum). Aber ein Printprodukt würde genau so schnell den Bach runtergehen wie die obigen Beispiele.

Es gab mal eine Zeit, in der ich mir Guildes, Chimères (unsterbliche Werwesen reisen durch die frz. Geschichte, vom Mittelalter bis zur Revolution) gewünscht hätte, oder Polaris (ein postapokalyptisches "Star Wars meets Cyberpunk unter Wasser"), aber die hätten wohl auch keine Chance gehabt - und heute sowieso nicht mehr.
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: korknadel am 5.11.2010 | 14:23
Ich würde mir Agone auf deutsch sofort kaufen.

Aber ach, ich spiel ja keine Rolle -- obwohl ich Rollenspieler bin.  ~;P
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Woodman am 5.11.2010 | 14:27
Eine Übersetzung einiger Titel ins englische für den internationalen Markt könnte interessant sein, ich würde da einigen Sachen durchaus gute Chancen einräumen, aber unser deutscher Markt ist zu klein und wahrscheinlich zu konservativ als das sich solche Übersetzungen rechnen würden.
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Visionär am 5.11.2010 | 15:23
Bleibt nur noch, die dritte Amtssprache der EU zu lernen ;)

Guildes hab ich lange Zeit überlegt die Lizenz zu kaufen und es in deutsch zu publizieren... aber wie gesagt: der MArkt ist dafür in DLAnd nicht vorhanden, und für ein Liebhaberprojekt ist es alleine nicht zu stemmen gewesen.
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: carthinius am 5.11.2010 | 15:38
Bleibt nur noch, die dritte Amtssprache der EU zu lernen ;)
Langfristig ist das durchaus mein Plan.  ;D

Guildes hab ich lange Zeit überlegt die Lizenz zu kaufen und es in deutsch zu publizieren... aber wie gesagt: der MArkt ist dafür in DLAnd nicht vorhanden, und für ein Liebhaberprojekt ist es alleine nicht zu stemmen gewesen.
Nochmal: Woher nehmt ihr die Gewissheit des nicht vorhandenen Markts? Von einigen deutschen Flops, die alle schon (über) ein Jahrzehnt zurückliegen? Vor ein paar Jahren hätte auch niemand Indie-Spielen eine Chance eingeräumt, erst recht nicht deutschen Eigenproduktionen von Nicht-Mainstream-Spielen.

Oh, und nebenbei: Wie teuer ist denn so eine Lizenz?
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: korknadel am 6.11.2010 | 12:00
Wie wäre es denn dann mit einem Thread im Lesen-Forum zu genau dieser Sache. Vielleicht stellst du mal ähnlich wie hier ein paar Werke vor. Mich würde das sehr reizen...

OT:
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Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killerklown am 6.11.2010 | 15:13
Heute werde ich etwas selten euch vorstellen : einen Rollenspiel den es noch nicht gibt. Er ist noch in der Ransom-phase (also ist immernoch als Geisel beim Autor im Schrank, wird aber vom Verlag befreit wenn genug Leute bereit sind im vorraus einen Exemplar zu bezahlen)

Der Spiel heisst WÜRM [nach dem Namen der letzten europaischen Eiszeit]

(http://2.bp.blogspot.com/_MeehP_jGGiQ/TNSPbRpKCUI/AAAAAAAABM8/CSHZrvspeqk/s400/WURM-C1%2Btitre4.jpg)

Wie ihr es euch vorstellen könntet, geht es um ein Spiel der sich in der Vorgeschichte abspielt. Viele Infos kann ich euch nicht geben über Regeln und so, aber solange das Spiel nicht professionel herausgegeben wird, bleibt die freie Version als Amateurrollenspiel auf der website des Autors verfügbar. Von der Vorstellung, die er dort macht (teaser), versteht sich dass sowohl "realistische" Partien mit dem Spiel möglich sind, als auch andere, in der Schamanismus und Fantastik benutzt werden können

À propos Autor : Emmanuel Roudier ist einen FRZ Comic-Zeichner, der bis jetzt fast ausschlielich prähistorische Comics gezeichnet hat.
Vorgeschmack :
(http://ecx.images-amazon.com/images/I/51EiAWfzhbL._SL500_AA300_.jpg)(http://ecx.images-amazon.com/images/I/51OFYLr41GL._SL500_AA300_.jpg)(http://ecx.images-amazon.com/images/I/51OCmrrFTkL._SL500_AA300_.jpg)
(http://ecx.images-amazon.com/images/I/51NZ21TXQ7L._SL500_AA300_.jpg)(http://ecx.images-amazon.com/images/I/512A64ET2AL._SL500_AA300_.jpg)

Wenn einer von euch sich die Ransom angucken will (leider kein Versand nach De heutzutage möglich, ich lasse meins bei meinen Eltern liefern)
http://www.editions-icare.com/index.php?option=com_content&view=article&id=20:wuerm-demmanuel-roudier&catid=19:souscriptions&Itemid=10 (http://www.editions-icare.com/index.php?option=com_content&view=article&id=20:wuerm-demmanuel-roudier&catid=19:souscriptions&Itemid=10)


Ps: Hatte ich nicht gemeint, dass die Spiele, die ich bei den franzosen vorstellen sollte, per Privatnachricht an mir hätten geschickt werden sollen ? [boah krass ! 4 Verben hintereinander !]
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: carthinius am 6.11.2010 | 15:39
Ps: Hatte ich nicht gemeint, dass die Spiele, die ich bei den franzosen vorstellen sollte, per Privatnachricht an mir hätten geschickt werden sollen ? [boah krass ! 4 Verben hintereinander !]
Stimmt... Pardon.  :-[
Sollen wir sie dir nochmal schicken oder fischst du sie dir hier heraus?
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: korknadel am 6.11.2010 | 15:41
nicht ganz, aber ein bisschen OT:
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Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killedcat am 6.11.2010 | 16:05
Weiß eigentlich jemand, ob die vorgestellten französischen Produkte nur stylisch sind oder die auch wirklich was taugen?
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killerklown am 6.11.2010 | 18:16
von den hier vorgestellten Produkte habe ich entweder gelesen oder gespielt :
- Khaos 1795 (gelesen und geleitet : einfach nur genial, sowohl vom system als vom Basckground)
- Hellywood (gelesen : richtig geil wenn man das Noir genre mag. Ich warte darauf dass die "offizielle" Kampagne herasgebracht wird, dann werde ich auf der suche nach spieler gehen ... Noir wird bei meinem aktuellen Spielerkreis nicht so gerne geesehen)
- Agone (gespielt. Beste Rollenspiel-Erfahrung EVER ! Aber der Leiter war auch einfach nur krass genial ... leider nie wieder gespielt ... Ich hätte zuviel Hemmungen mich mit diesem Leiter zu vergleichen um mich sonst am Spiel ranzutrauen)
- Cadwallon (gelesen. Optik genial, Hintergrund genial, Regel scheiße. Eine Konversion wert, gel  ;D ;) ?)
- Dk system (teils gelesen. sehr gut trotz unscheinbaren Optik. werde zu ende lesen wenn ich meine erste konvertierung zum system mache -> sehr gut um mit D20 hintergründe zu basteln)
- Jeu d'aventure de Lanfeust et du monde de Troy (würde ich sofort spielen wollen. sehr Subjektive Kritik, ich weiss  ;D )
- Guildes (gespielt und sehr vertraut mit der Ikonographie. Ist der einzige High-fantasy-setting dass mich jemals angesprochen hat. Bei mir im Top 3 der Fantasy spiele)
- Trinités (GRW bis auf Szenario gelesen. Geile Optik, gut angesprochene Thematik, viel material von hoher Quali im Netz beim herausgeber zu verfügung [2 kompletten kampagnen samt zusatzmaterial {Karten und spielhilfen und so}]. Wird iwann geleitet, aber ich muss dafür viel übersetzen, dadurch wird's halt länger dauern bis meine Spieler in dem Genuss kommen. System ist übrigens interessant und sehr gut ans Hintergrund gekoppelt)
- Deadline (leider noch nicht dazu gekommen es zu lesen [scheiss hausarbeit]. Ist der Nächste auf der Rollenspiellektüreliste. Laut Internetforumfreunde : Geil-o-mat. Spionage à la Alias-mässig)
- Mahamoth (gelesen. Trotz sehr schlichten Optik sehr gut. Die Kampagne des Buchs wird bei mir um ein Paar Episoden erweitert, damit ich länger vom Spiel profitieren kann.)

Das wäre's bezüglich der schon hier kommentierten / revieweden Titeln  ~;D
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: carthinius am 8.11.2010 | 10:07
- Cadwallon (gelesen. Optik genial, Hintergrund genial, Regel scheiße. Eine Konversion wert, gel  ;D ;) ?)
Kann ich zumindest bei den Punkten "Optik" und "Hintergrund" unterstützen. "Regeln" sind... nun ja... erstmal vor allem unglaublich beschissen organisiert (wie übrigens das gesamte Buch), teilweise (unnötig) kompliziert und an vielen Stellen wirken sie unvollständig... aber prinzipiell kann man es spielen, doch. Die Frage ist nur, ob man das wirklich "by the book" will...
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: korknadel am 15.11.2010 | 14:10
Nachdem ich hier so viele schöne Sachen über französische RPGs gelesen habe, wollte ich mir die mal angucken (mein Französisch ist ziemlich malade, aber die Optik soll ja dennoch toll sein und überhaupt). Und nächste Woche komme ich wahrscheinlich nach Strasbourg. Falls jemand dort oder in der Nähe (wahrscheinlich fahren wir auch kurz nach Colmar) einen Laden kennt, würde ich mich über eine PM mit der entsprechenden Info riesig freuen!

Dank und Gruß.
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killerklown am 15.11.2010 | 15:41
Hier findest du die Liste der Laden die in Strasbourg Rollenspiele verkaufen (http://www.ffjdr.org/annuaires-boutiques-liste?subregion_idsubregion=68). Das Michelin Männchen öffnet eine Wegbeschreibungskarte bei Viamichelin.

Philibert ist der Bekannteste der 3 Laden. Sein Ruf spannt über ganz Ostfrankreich, aber ich war noch nie dort.
http://www.philibertnet.com/index.html (http://www.philibertnet.com/index.html)
Ich merke dank dir bei dieser Gelegenheit, dass die einen Online-shop haben  ;D ;D ;D


Ich nütze mal die Gelegenheit euch mitzuteilen, dass COPS wieder in Druck geht. Es soll kein neues Material rauskommen, dafür die ganze Kollektion neu aufgelegt werden, 1 Buch pro Monat, ab sehr bald. Dadurch wird das Spiel nicht nur zu sammlerpreise zu finden sein. Ich halte euch auf dem Laufenden (war das jetzt richtig?)
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killerklown am 23.11.2010 | 11:04
Heute möchte ich euch einen Humor-Rollenspiel vorstellen :

Cats : La Mascarade:

(http://www.legrog.org/visuels/couvertures/11391.jpg)

Cats war erstmal ein paar jahren als Amateur-Rollenspiel über internet verfügbar aber wurde diesen Monat professionell herausgegeben (immer öfter ein Weg zur Ausgabe in FR).
Cats ist einen ziemlich parodischen Rollenspiel. Grundgesetz des Spiel ist : Katze sind telepathie-fähige Tiere, die die Menschen so weit unter Kontrolle haben, dass diese eine perfekte Gesellschaft zum Konfort der Katzen kreiert haben. Und diese geheimen Herrscher der Welt sind aufmerksam, dass die Halb-Affen diese Geheimnisse nie erfahren.

Format Royal (zwischen A4 und A5), 204 Seiten, Schwarzweiß, Softcover
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Enkidi Li Halan (N.A.) am 23.11.2010 | 11:09
Grundgesetz des Spiel ist : Katze sind telepathie-fähige Tiere, die die Menschen so weit unter Kontrolle haben, dass diese eine perfekte Gesellschaft zum Konfort der Katzen kreiert haben. Und diese geheimen Herrscher der Welt sind aufmerksam, dass die Halb-Affen diese Geheimnisse nie erfahren.
Und was genau ist daran jetzt fiktiv?  :D
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Hr. Rabe am 23.11.2010 | 11:11
Und was genau ist daran jetzt fiktiv?  :D

Da, daß Katzen in der Realwelt sich einen Dreck darum scheren, ob wir deren Herrschaft durchschauen oder nicht, weil sie genau wissen, daß wir ohnehin nicht im Stande sind, etwas dagegen zu tun. ;D
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killerklown am 2.12.2010 | 14:52
Endlich habe ich ein wenig zeit wieder :

heute eine typische französische Produktion:

"les ombres d'Esteren" [Esterens Schatten]

(http://www.esteren.org/blog/esteren_couv_voyages_3D.png)

Warum typisch ? Wegen des visuellen Overkill. Esteren ist ein extrem gepflegtes Produkt, ganz in Farbe, eine Illustration auf fast jede Seite.
Setting : eine Halbinsel abgeschottet vom Kontinent wird in ersten Buch beschrieben. 3 Königreiche mit keltischen Wurzeln, ursprünglich von 3 Bruder regiert, die sich vor 200 Jahren verstritten haben. Heute ist eins davon sehr Druidismus orientiert (also keltisch-chamanische Bräuche), eins wird fast theokratisch von einem monotheistischen Kult regiert und der letzte ist unter der einfluss von Magiscience (Magissenschaft wäre mein Übersetzer-Vorschlag ;) )
Aber Esteren ist ein Horror-setting. Seit Jahrzehnten gibt es immer mehr Angriffe und Einflüsse von etwas unbekanntes, daher der Name Schatten [Esterens]. Die Regeln sind für Ambiente Rollenspiel und für Verrücktheitsmessung maßgeschneidert.

Das Esteren Projekt ist auch mit einem Computerspiel und an einem Musikprojekt gekoppelt.
(Musikproben sind auf deren Webseite abrufbar (http://ombresdesteren.blogspot.com/))
Ein paar Bilder als Bonus :-)

(http://www.esteren.org/blog/esteren_tour_affiche.jpg)(http://www.esteren.org/blog/univers_05.jpg)(http://www.esteren.org/blog/univers_02.jpg)(http://a.imageshack.us/img717/1713/esterenmaquetteextrait.png)(http://www.esteren.org/blog/esteren_pretire_3.jpg)(http://www.esteren.org/blog/esteren_pretire_6.jpg)(http://www.esteren.org/blog/arven_pretire_wip.jpg)(http://www.esteren.org/blog/esteren_pretire_yldiane.jpg)(http://www.esteren.org/blog/magience_esteren_01.jpg)(http://www.esteren.org/blog/finn_univers2.jpg)(http://www.esteren.org/blog/wip_jeuvideo09.JPG)





Dazu ist diesen Monat das 2te Buch : Voyages

(http://www.esteren.org/blog/esteren_voyages_440px.png)

Ist sowas wie der Spielleiter Bündel mit :

- ein hauptbuch der
_*_ etwa 100 wichtigen Orte vorstellt
_*_ 5 kurzen Szenarien anbietet
_*_ 12 Persönlichkeiten vorstellt
_*_ einen Monster Kapitel für Schattenkreaturen

- ein 3 Seiten Spielleiter-Schirm

- eine A2 Karte der Tri-Kastel Peninsula

(http://www.esteren.org/blog/voyages_extrait.jpg)

Ich werde versuchen, es von meinen Eltern mir zum Weihnachten schenken zu lassen  ~;D

Viel Spass beim Sabbern
Errinerung : http://ombresdesteren.blogspot.com/ (http://ombresdesteren.blogspot.com/)
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Tantalos am 2.12.2010 | 15:05
Wie schweinegeil sieht das denn aus?
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Enkidi Li Halan (N.A.) am 2.12.2010 | 15:06
 :o
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: evil bibu am 2.12.2010 | 15:07
visueller overkill ist ja wohl eine untertreibung...

 :o
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Zwart am 2.12.2010 | 15:08
Ich schließe mich mal an.

 :o  :o

Aber Vorsicht! Irgendwie riecht das ein bisschen nach Degenesis, oder nicht?

Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Boni am 2.12.2010 | 15:23
Auch, wenn ichs nicht verstehe, will ich die Bücher haben...  :pray:
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Laivindil am 2.12.2010 | 15:56
 :pray: :pray: :pray:
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: waylander am 2.12.2010 | 17:08
was Agone betrifft kann mann die Seite benutzen, die ist wohl sehr gut gemacht, und die übersetzungen dort stimmen auch :)
http://www.agone.de/

sonst kann ich auch Qin folgende empfehlen, wurde sogar in english übersetzt.
["Qin, les royaumes combattants" oder "Qin: the warring states"]
Ich finde das spiel hammer geil !
Hat ein bischen den Flair von Tiger & Dragon, Hero und ähnliche Filme.
Im Grunde spielt man Helden (ein Exorcist, ein Kämpfer der Armee, ein möchte gern Held werden...) in Zeiten von China vor die Vereinigung.
So wie in die genannten Filmen ist es auch eventuell möglich von Baum zu Baum zu springen, oder im Jackie Chan Styl mit Teller und Stuhl zu kämpfen usw...



[gelöscht durch Administrator]
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Tigerbunny am 2.12.2010 | 17:16
Wie schweinegeil sieht das denn aus?

Ich will es! Wie lange würde es wohl dauern, französisch halbwegs lesen zu lernen?
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Sphärenwanderer am 2.12.2010 | 17:22
Wie kann es eigentlich sein, dass deutsche RPGs sich nur Hobbyzeichner & Eigenlayout leisten können, während französische anscheinend wirklich kompetente Designer & tolle Künstler im Boot haben? Da fällt einem ja die Kinnlade runter, wenn man sowas sieht. So viel mehr Umsatz werden die Franzosen doch sicher nicht machen?  wtf?

An den hohen Autorenkosten kann es schonmal nicht liegen.  ;D
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Dirk Remmecke am 2.12.2010 | 17:26
Erinnert mich ein bisschen an Aera...

In dem Quickstart-Regeln, die in Jeux de Role #11 waren (ein Magazin), war das noch nicht zu abzusehen.


Wie kann es eigentlich sein, dass deutsche RPGs sich nur Hobbyzeichner & Eigenlayout leisten können, während französische anscheinend wirklich kompetente Designer & tolle Künstler im Boot haben? So viel mehr Umsatz werden die Franzosen doch sicher nicht machen?  wtf?

Nein, aber frz. Spiele sind teurer, d.h. Fans sind bereit, mehr für gute Grafik zu zahlen, auch weil sie als comicverwöhntes Land eine grafische Opulenz einfach gewohnt sind.

Und weil es so viele (und gute) Comics gibt, gibt es auch viele Leute, die daraus eine Motivation ziehen, es selbst zu lernen. Ich habe mal geunkt, dass wahrscheinlich jede Rollenspielrunde ihren eigenen Zeichner hat, der Charakterportraits oder Landkarten auf mindestens semiprofessionellem Niveau hinkriegt.

Bei einem Überangebot an Zeichnern ist es auch leicht möglich, einen Illustrator für sein Rollenspielprojekt zu finden.
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: waylander am 2.12.2010 | 17:55
Nein, aber frz. Spiele sind teurer, d.h. Fans sind bereit, mehr für gute Grafik zu zahlen, auch weil sie als comicverwöhntes Land eine grafische Opulenz einfach gewohnt sind.

Also, das glaube ich kaum, in Frankreich bezahlt man das gleiche wie in anderen Länder...
Bin franzose, nach Deutschland gezogen... und ich kann mich auch nicht erklären wieso es "bei uns" soviele mehr gibt...
Ich tendiere zu glauben, daß die Deutschen einfach Traditionneller bei Bekannten Spiele/Systeme bleiben und nicht so experimentier freudig sind...
das bleibt aber nur subjektiv :P
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Terrorbeagle am 2.12.2010 | 18:20
Kann es sein, dass es am Zugang zur Englischen Sprache liegt, dass es in Frankreich mehr Eigenentwicklungen gibt? Wer sich hier zu Lande mit Rollenspiel beschäftigt, fängt früher oder später an, sich auch für Englische Spiele zu interessieren, und generiert sich dadurch auch einen Zugang - auch stärker zur Sprache. Und wenn man dann Zugang zu der großen Zahl englischsprachiger Spiele hat, ist der Leidensdruck, um viele tolle neue eigene Spiele zu entwickeln nicht so hoch.

Wenn mich nicht alles täuscht, ist aber Zweitsprachenkenntnis in Frankreich nicht unbedingt die größte aller Prioritäten, so dass es da möglicherweise mehr Schranken gibt, um sich mit Amerikanischen Rollenspielen im Originaltext zu befassen.

 
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Enkidi Li Halan (N.A.) am 2.12.2010 | 18:27
Kann es sein, dass es am Zugang zur Englischen Sprache liegt, dass es in Frankreich mehr Eigenentwicklungen gibt? Wer sich hier zu Lande mit Rollenspiel beschäftigt, fängt früher oder später an, sich auch für Englische Spiele zu interessieren, und generiert sich dadurch auch einen Zugang - auch stärker zur Sprache. Und wenn man dann Zugang zu der großen Zahl englischsprachiger Spiele hat, ist der Leidensdruck, um viele tolle neue eigene Spiele zu entwickeln nicht so hoch.
Könnte mir gut vorstellen, dass das ein wichtiger Punkt ist.
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Dirk Remmecke am 2.12.2010 | 18:52
Also, das glaube ich kaum, in Frankreich bezahlt man das gleiche wie in anderen Länder...

Ich kaufe frz. Rollenspiele seit etwa 1990, und habe schon damals bemerkt, dass ein frz. Rollenspielbuch teurer ist als ein vergleichbares deutsches Buch (Seitenzahl, Bindeart), das ich in meinem Laden verkauft habe. Ich glaube, der Unterschied lag bei etwa 10%.
Natürlich kostet ein Importbuch (D&D4 Players Handbook) in etwa gleich viel.

Aber diese Unterschiede gibt es auch heute noch. Ein DIN A5-Softcover kostet 24 EUR in Frankreich (Final Frontier (http://johndoe-rpg.org/site/catalogue/final-frontier/), 124 Seiten), und 17,95 EUR in Deutschland (Dungeonslayers (http://www.f-shop.de/cgi-bin/f-shop/UWV4500?id=7qjHmtA8&mv_pc=634), 150 Seiten)*. (Und in dem konkreten Fall ist ausnahmsweise mal das deutsche Buch das mit der besseren Grafik.)

* ...und ich habe nicht einmal gesucht. Das waren die ersten Bücher, die mir wegen ihrer ähnlichen Machart eingefallen sind.

Zitat
Ich tendiere zu glauben, daß die Deutschen einfach Traditionneller bei Bekannten Spiele/Systeme bleiben und nicht so experimentier freudig sind...

Das kommt dazu.

Kann es sein, dass es am Zugang zur Englischen Sprache liegt, dass es in Frankreich mehr Eigenentwicklungen gibt?

Diese Theorie vertrete ich seit 1999 unermüdlich. Auch hier im Tanelorn. (http://tanelorn.net/index.php/topic,56890.msg1150010.html#msg1150010)



[EDIT:]
Und hier eine vergleichbare Diskussion in Pundits Forum. (http://www.therpgsite.com/showthread.php?p=373145#post373107)
Und am ausführlichsten hier im ORK. (http://www.the-prussian-gamer.de/index.php?topic=407.msg9995#msg9995)

[EDIT:]
Dungeonslayers natürlich, nicht Dragonslayers.
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Fëanor am 2.12.2010 | 19:02
Woah, das sieht wirklich sehr geil aus. Und ich finde auch, dass das ein Aera Flair hat. Sehr schöner Art-Stil. Ich glaub ich muss mein Französisch doch mal wieder aufpolieren. Die Frage ist halt nur, taugen die Regeln auch was? Habe schon oft gehört, dass die franz RPG zwar super schön anzusehen sind, aber meist auf Regel-Ebene wenig bis gar nix taugen. Was dann ja auch nicht wirklich viel hilft.

Was würde man denn nun für das Spieler und Spielleiterbuch von Ombres d'Esteren auf den Tisch legen müssen? Weisst du das, killerclown?
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Dirk Remmecke am 2.12.2010 | 19:12
Was würde man denn nun für das Spieler und Spielleiterbuch von Ombres d'Esteren auf den Tisch legen müssen?

38 Euro für Buch 1
26 EUR für Buch 2

Ludikbazar (http://www.ludikbazar.com/index.php?cPath=4207_4209_5662) liefert nach Deutschland.
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Luxferre am 2.12.2010 | 19:16
Ich sehe gerade, dass die Franzosen die Adventure Paths ab dem ersten von Paizo übersetzt haben... auch haben wollen!  :o
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killerklown am 2.12.2010 | 21:25
Ich hätte gedacht das das Buch 1 teuerer wäre ...
Zum Verleger von Esteren : Das Spiel wurde von einem Rollenspielverein entwickelt dessen Mitglieder alle Halbwegs Profis sind. Die haben sich aber kein oder kaum Geld als Autoren bezahlen lassen und sich genug Zeit gelassen bis das Spiel auch in ihren Augen mehr oder weniger PERFEKT gewesen sei.
Und ich bin bereit 5 bis 10 € mehr für einen frz. Spiel auszugeben. Das letzte Deutsche Spiel was ich gekauft habe hat mich auch sehr enttäucht (Funky colts).
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Fëanor am 2.12.2010 | 22:25
Okeee... die Buchpreise würd ich jetzt noch verkraften, wenn das inklusive Versand wäre...aber dann nochmal n halbes Buch in Versandkosten obendrauf (die Versandgebühren beginnen bei 15 Euro  :q ) ... und es wird leider für mein Budget (und bei meinem Französisch) unrealistisch. Schade.

Kann denn jemand schon was über die Spielmechaniken sagen?
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Boni am 2.12.2010 | 23:50
Alchimiste Games verschickt für 8 Euro nach .de: http://alchimiste-games.fr/
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: carthinius am 3.12.2010 | 09:41
Auch, wenn ichs nicht verstehe, will ich die Bücher haben...  :pray:
Japp, sobald ich wieder (mehr) Kohle habe, werde ich da definitiv mal was ordern. Und ja, ich kann kein Französisch...
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Visionär am 3.12.2010 | 09:43
Leute reflektiert mal euer Konsumverhalten!
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Jiba am 3.12.2010 | 09:50
Leute reflektiert mal euer Konsumverhalten!

Im Sinne von: Was brauche ich wirklich an Regelwerken? Eigentlich gar nichts, denn strenggenommen brauche ich Luxusgüter nicht... andererseits... was für einen Mehrwert haben Gemälde, Zimmerpflanzen oder andere Dinge, die man sich hauptsächlich aus ästhetischem Wert heraus kauft?
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: carthinius am 3.12.2010 | 10:05
Leute reflektiert mal euer Konsumverhalten!
Tue ich doch - wenn ich französische Rollenspiele kaufe, deren Umsatz so steigere und dabei möglichst laut in Internet herumschreie, wie schade ich es finde, dass es sowas nicht auf deutsch gibt, wird es vielleicht für deutsche Verlage interessanter, die Sachen zu übersetzen.  ;D

Ich habe übrigens keine Zimmerpflanzen. Ich bin ein nackter Mann mit vielen Regalen.  :gasmaskerly:
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Enkidi Li Halan (N.A.) am 3.12.2010 | 10:13
Ich bin ein nackter Mann mit vielen Regalen.  :gasmaskerly:
Öh....okay...  :D
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Blechpirat am 3.12.2010 | 11:16
Ich habe übrigens keine Zimmerpflanzen. Ich bin ein nackter Mann mit vielen Regalen.  :gasmaskerly:
die Bilder... DIE BILDER... sie verbrennen mein Auge von innen!
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Visionär am 3.12.2010 | 11:17
Die Produkte sehen schweinegeil aus und wecken innerlich das Versprechen von Abenteuer, einer lässigen Spielewelt, genialem Design und interessanten Gruppierungen, und irgendetwas in dir ruft "Ich will die ganze Reihe!" auslösen. Aber warum?

Warum willst du das Buch besitzen? Einfach nur des Besitzes wegen, oder? Und dann steht es da, neben 1000 anderen Büchern, die dir ein ähnliches Gefühl gegeben haben, als du sie gekauft hast, und nun verstauben sie vor sich hin und das Gefühl ist längst dahin. Wie eine vergangene Liebe, an die du dich nicht mehr so richtig erinnerst. Spielen tust du damit auch nicht, kommst ja ohne hin nicht dazu. Du kannst es nicht mal lesen, also schaust du Bilder an, die 345te Permutation von Dark Fantasy oder Shiny Science Fiction mit mysteriöser Gruppe Z und hinterlistigem Bösewicht Alphabeta, und dann zurück ins Regal. Aber mittlerweile gibt es ja wieder das neue, coole Ding mit den bunten Bildern, in dem der selbe Mist mit anderen Worten drin steht.
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Jiba am 3.12.2010 | 12:31
@Visionär: Wer sagt denn, dass er alle Bücher auch behält? Vielleicht sortiert er auch irgendwann aus...
Kaufst du dir keine Regelwerke?
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Visionär am 3.12.2010 | 14:21
»Heute sieht man keine Filme mehr an, man speichert sie auf Videokassetten. Doch je mehr Kassetten man kauft, desto weniger Zeit hat man, sie anzuschauen. Man legt Vorräte an, die man nicht aufessen kann. Film ist das nicht. Ein Film ist vergänglich, er dauert nur für kurze Augenblicke.«

-- Jean-Luc Godard
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Fëanor am 3.12.2010 | 17:02
Wow, und so einer nennt sich dann Visionär?! Voll daneben gegriffen  ~;D
Wäre wohl eher so was wie Realist oder Spielverderber passend  :P

Anyway, man könnte ja auch visionär (pun intended) sein und einfach das als Grund nehmen, um Französisch zu lernen...

Ich stimme jedenfalls Carthinius voll und ganz zu (ja, solls auch geben ;) )  ;D

On-Topic : Kennt noch keiner die Mechanik von Esteren? Falls doch, bitte teilt eure Weisheiten mit uns  ;)
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killedcat am 3.12.2010 | 19:06
Öhm...

wir wissen doch gar nicht, ob die Dinger auch was taugen. Bevor ich nicht weiß, wie sich das spielt, werde ich mein Geld schön für mich behalten. Blender habe ich schon genug im Regal und wenn ein Spiel französisch ist, macht das einen Blender auch nicht zu einem Brillianten.

Ich hätte daher gerne eine Review.
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killerklown am 4.12.2010 | 14:54
wir wissen doch gar nicht, ob die Dinger auch was taugen. Bevor ich nicht weiß, wie sich das spielt, werde ich mein Geld schön für mich behalten. Blender habe ich schon genug im Regal und wenn ein Spiel französisch ist, macht das einen Blender auch nicht zu einem Brillianten.
Ich hätte daher gerne eine Review.

2 kleine Korrekturen :

1) der Thread heisst "Französische Rollenspielproduktion", nicht "kauft Französische Rollenspielproduktion". Ich mache diesen Thread um das vorzustellen, was auf der andere Seite des Rheins herausgegeben wird. Mir ist es klar das die meisten nicht die Bücher bestellen werden (bis vielleicht auf Visionär, waylander und ich weil wir franz. Muttersprachler sind). Hier geht es hauptsächlich ums sabbern  ~;D

2) Um die Bücher reviewen zu können, müsste ich die erstmal kaufen (ich kann mir aber nicht es leisten, alle frz 'Neuigkeiten' zu bestellen / kaufen), aber auch müsste ich diese lesen (und mir fehlt mehr Zeit als Geld für dieses Unternehmen)

Anderseits verstehe ich vollkommend dein Anliegen ... Ich würde auch  nichtunbedingt blind etwas kaufen. Ich versuche immer wieder einen Konsens aus der in FR publizierten Rezensionen (Review ist für mich so ein dreckiges Wort  >;D )

Zurück zum Thema :

Das system Beruht auf :
* 5 Verfassungen (Kampfgeist / Kreativität / Empathie / Rationalisierung / Idealismus). Zwischen 1 und 5.
-> Diese sind keine Attribute. Ein hohen Wert ist manchmal gut und manchmal schlecht. Jemand mit 5 im Kampfgeist wird im Kampf zwar einen Hohen Bonus bekommen, aber dazu tendieren alles mit Gewalt und ohne Wartezeit regeln zu wollen.
-> Diese Verfassungen helfen stark das Charakter und seine Reaktionen zu vielen Stimuli zu definieren.

* 16 Domäne. Zwischen 0 und 5.
-> es sind Ober-Kompetenzen
-> Diese können ab einem Wert von 5 dann spezialisiert werden und heissen Disziplinen. Die Disziplinen können weitere 10 Steigerungen aufweisen (die gelten aber nur für die Disziplinen). Errinert ein wenig am System von Aternity.

* Wurf ist 1W10 + Domän oder Disziplin + Verfassungsbonus oder -Malus gegen schwierigkeitsgrad
Schwierigkeitsgrad :
08 -> Leicht
11 -> Mittel
14 -> Komplex
17 -> Schwer
20 -> Sehr schwer
+3 -> usw. usf. bis 35 für übermenschlich

* Das system beruht sehr stark auf die psyschiche Verfassung der Charaktere, aber ich kann euch nicht mehr dazu sagen, die Regeln dazu waren nicht in meinem Intro-set (aus der frz. Rollenspielzeitschrift "Jeu de rôle mag" Nr 11)
Soweit ich es verstanden habe, ist es ähnlich zu Chtuluhs System, nur dass man auch Punkte "heilen" kann[vielleicht wäre einen Vergleich mit den Regeln von Nemesis oder Unknown Armies passender]

Ich habe sonst momentan sehr viel zu tun, deswegen kommt nur sporadische und nicht ganz tiefgründig erforschte Beiträge. Es soll ab März 2011 besser werden  :d

Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Laivindil am 4.12.2010 | 15:42
aus der frz. Rollenspielzeitschrift "Jeu de rôle mag" Nr 11

Lohnt sich ein Abo? (Ist ja bald Weihnachten)
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killerklown am 4.12.2010 | 16:07
Ich mache morgen auf deinen Wunsch einen Panorama der wichtigste französischen Quellen [hatte ich eh lange schon vor] :
- Portale
- Foren
- Zeitschriften

usw ...
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Laivindil am 4.12.2010 | 16:09
 :d danke!
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Dirk Remmecke am 5.12.2010 | 01:16
Lohnt sich ein Abo? (Ist ja bald Weihnachten)

Von Jeu de Role? Meiner Meinung nach nicht. Das Blatt ist jetzt schon über 2 Jahre alt und kommt einfach nicht "aus dem Knick". Das aktuelle Heft fühlt sich immer noch so an, als ob sie nach ihrer Richtung suchen.

Und Ausgabe 11 war gerade wegen der Quickstartregeln für Ombres d'Esteren eine doppelte Enttäuschung. Beworben wurde die Ausgabe mit "komplettes Rollenspiel in diesem Heft", und dann war es bloß eine Werbung für ein größeres, externes System. Dafür hat es einfach viel zu viel Platz weggenommen. Solche Quickstarts geben andere Verlage üblicherweise kostenlos ab.

Viel, viel interessanter finde ich, dass seit drei Monaten Casus Belli wieder auferstanden ist...!


Tue ich doch - wenn ich französische Rollenspiele kaufe, deren Umsatz so steigere und dabei möglichst laut in Internet herumschreie, wie schade ich es finde, dass es sowas nicht auf deutsch gibt, wird es vielleicht für deutsche Verlage interessanter, die Sachen zu übersetzen.

Das ist noch nie mein Anliegen gewesen, wenn ich auf die Pracht der französischen Rollenspielproduktion hingewiesen habe.

Sicherlich gab es da ein bis drei Systeme, die ich persönlich gerne in deutscher Sprache gesehen hätte (Guildes, Chimères), aber mir ging es vordringlich um das Phänomen der größeren Aktivität, die ich bei unseren Nachbarn gesehen habe. Also nicht so sehr um das konkrete Spiel Chimères, sondern die Frage, wie wohl ein deutsches historisches Fantasysystem ausgesehen hätte (Feen und Werwesen, die vom 30-jährigen Krieg in Mitleidenschaft gezogen werden, oder die Hanse, die Handel mit Ys und Lyonesse treibt); wenn wir uns nicht so stark von den angloamerikanischen Spielen hätten dominieren lassen, sondern mehr den eigenen Schaffenskräften vertraut hätten; wenn wir 1987 eben nicht "nur" DSA gehabt hätten, sondern vier oder fünf Spiele dieses Kalibers.
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killerklown am 5.12.2010 | 17:12
Also heute einen kleinen Panoramabild der französischen Rollenspielwelt :

Institution :

Fédération Francaise de Jeu de rôle :

(http://www.ffjdr.org/img/interface/logo.gif)

Der National Rollenspielverband. Sehr aktiv auf der PR-Seite, um Rollenspiel als anerkannte nicht satanistische Freizeitaktivität zu rehabilitieren (wir hatten Anfang 90er in Frankreich eine Rollenspiel-Bashing-Kampagne. Grundlos und unbegründet, aber so sind halt die Medien. In FR war in der 90er Rollenspieler = satanistische nazi Teenageselbstmordstifter)
Leistet grosse Arbeit.
http://www.ffjdr.org/ (http://www.ffjdr.org/)

Zeitschriften :

Jeu de rôle magazine:
eine Rollenspielzeitschrift die alle 1W3+1 Monate erscheint. Behinhaltet immer News, Rezensionen, Spielhilfen und Szenarien. Die Spielhilfen und Szenarien sind öfters Material was auch online bei Herausgeber des Spiels verfügbar.
Voll in Farbe. Nicht meine erste Wahl, aber war eine Weile allein auf dem Markt, von daher habe ich es gekauft  ;D
Die Zeitschrift versucht auch Indie projekte, die gerade gross werden, zu unterstützen, indem diese ins Rampenlicht gezogen werden. Ausgabe 12 ist gerade aktuell. Auf deren Seite kann man ältere Ausgaben bestellen, mit Mengenrabat  >;D
Der Chefredakteur ist übrigens hier in Tanelorn angemeldt. [und sucht manchmal freiwillige Übersetzer für seine Kreationen]
Die Zeitschrift hat den 1Dé6 system in einer seinen Ausgaben herausgegeben. Dieser System diente 2008 als Voraussetzung bei dem Rollenspielschreibtunier von forgesonges.org : Es sind also 40 amateur-rollenspiele für diesen System geschrieben worden (auch eins von mir).
Die Zeitschrift wird von einem Verein herausgegeben und die Autoren werden nicht unbedingt bezahlt.
http://jeu-de-role-magazine.fr/ (http://jeu-de-role-magazine.fr/)

Casus Belli :
Casus Belli war die erste rollenspielzeitschrift die jemals in Frankreich erschienen ist. War auch lange die Einzige. Ist aber irgendwann gestorben und "resurrected" worden. Und nochmal gestorben. Und jetzt diesen Frühsommer aus seiner Aschen wiedererstanden.
Casus Belli hat in Frankreich in der Rollenspielszene einen Legenden-Status.
Die 4. Ausgabe soll bald kommen.
Themen der 3 ersten ausgaben :
1-> Wiedergeburt (logischerweise :D )
2-> la bête interieure (the monster within), also Wahnsinn und dunkle Seiten von Charakteren
3-> Noir genre
Die Zeitschrift ist sehr gut angekommen. Ich habe sie Abonniert. Ich bereue es nicht  ;) [selbst wenn ich es mehr als 3 wochen später bekomme als die in Kiosken verfügbar ist]
Auch "allgemeine" Rollenspielzeitschrift mit News, Rezensionen, Spielhilfen, Szenarien und einen tiefgrundig bearbeiteten Thema (Genre-Analyse + Literatur- und Filmhinweise, Spielhilfen etc.) Die Noir Ausgabe kam extrem gut an. (auch dank der wunderschönen cover)
(http://www.casus-belli.net/couv3.jpg)
Ich empfehle es als Lektüre.
www.casus-belli.net (http://www.casus-belli.net) (die webseite ist noch nicht ganz fertig)

Di6Dent
Eine online Zeitschrift, die auch als Papier existieren will. Fing etwa Zeitgleich wie Casus an, auf dem Markt zu kommen. Wird von vielen Lesen hochgepriesen für seine Qualität, aber selbst bin ich nicht dazu gekommen es zu lesen (obwohl ich es gerne getan hätte).
Die nummer 0 war online, die Nummer 1 soll ab Januar in Rollenspielladen zu Verfügung stehen.
http://di6dent.fr/ (http://di6dent.fr/)

Les carnets de l'assemblée
eine Zeitschrift die sehr hochgepriesen wurde, aber leider nicht mehr als 4 Ausgaben auf Papier herausbringen konnte. Mittlerweile sind die bei nummer 7 angelangt, durch Internetausgaben.
Ich habe erst von denen nach ihren Tod (als Papierzeitschrift) erfahren  :(
http://www.lassemblee.org/ (http://www.lassemblee.org/)

Portale :

Le guide du roliste galactique (grog)
(http://www.legrog.org/images/structure/vide.gif)
Wahrscheinlich die wichtigste französischsprachige Seite momentan. Das Portal ist 10 Jahre alt und referenziert vieeeele Spiele (aber nicht mehr alle aus platzteschnichen Gründen), beschreibt den Inhalt von Rollenspielbücher und bietet Rezensionen an.
Mein wichtigsten Werkzeug für diesen Thread  >;D
Bietet auch einen News-Teil, der immer sehr aktuell und umfangreich ist, sowie einen Katalog herausgegebenen Rollenspiele, sowohl Amateur als Profi. Ist ein grosser Schatten für die Zeitschriften, da die gleichen News im Grog als in der Zeitschrift stehen ... nur schneller im Grog und gratis.
Einmal im Monat wird eine Abstimmung der Mitglieder und redakteure gehalten um aus einer Liste neueren Publikationen das Spiel des Monats zu krönen. Einmal im Jahr wird dann der "Grog d'or" bekürt, also einer aus diesen 12 Gewinner als Spiel des Jahres gekrönt.
Ist zwar sehr subjektiv (die meisten dort sind Chtuluh-fan) aber schon sehr anerkannt.
Ich bin mindestens einmal die woche dort, um die news zu lesen.
http://www.legrog.org/accueil (http://www.legrog.org/accueil)

La scénariothèque :
(http://scenariotheque.org/Images/Scentek_medium.gif)
eine Bibliothek für Rollenspielszenarien und Spielhilfen.
Hostet nichts aber zentralisiert links. Wird eher für Profi-Spiele angeboten.
Die Szenarien sind meistens von Amateure gespielt. Die qualität ist immer sehr unterschiedlich, aber es gibt auch sehr viel gutes (und ideen lassen sich auch leichte recyclen).
http://scenariotheque.org/ (http://scenariotheque.org/) (bin überrascht ... ich kenne immernoch deren URL auswendig  8) )

la Vouivre :
(http://www.legrog.org/visuels/art/bannieres/logovouivre.gif)
Auch einen Referenzierungsportal, der nichts hostet. Hier wird einfach einen Katalog von Spielen angeboten, nach thema und anderen kriterien sortierbar. Sehr beliebt wenn man auf der Suche nach einem Amateur-rollenspiel ist, da die auswahlkriterien einem helfen, schnell etwas zu finden, was man gebrauchen kann.
http://www.la-vouivre.com/annuaire/index.php (http://www.la-vouivre.com/annuaire/index.php)

Le site de l'Elfe Noir (SDEN)
Auch einen Dinosaurier der fr. Rollenspielszene.
Wäre fast gestorben, aber ist nur evolviert. Viele Spiele, viele Spielhilfen, eine sehr aktiven Forum. Bin aber seit mind. 5 Jahren nicht mehr da gewesen und scheint anders organisiert zu sein, ohne Inhaltsverluste.
Ein must für Spielleiter auf ideensuche

Places to go, people to be (frz Version)
(http://ptgptb.free.fr/pics/medium.gif)
Hier werden Übersetzungen von Artikel vom Original "Places to go, people to be" auf frz angeboten.
Sehr beliebt und sehr oft mir empfohlen worden. Die übersetzen aber nicht nur die Artikeln, diese werde ja auch kommentiert und diskutiert.
http://ptgptb.free.fr/index.php (http://ptgptb.free.fr/index.php)

Foren :
sehr wichtig mittlerweile.

La cour d'obéron
Mein zuhause. In verbindung mit einem kleinen Portal, wo Spielhilfen und ein paar amateurrollenspiele angeboten werden. Geleitet von einem Paar, beide sehr belesenen Französischlehrern. Er ist auch mittlerweile Romanautor.
Sehr empfehlenswert !
forum (http://couroberon.com/Salon/index.php) undPortal (http://www.couroberon.free.fr)

Casus NO
Bevor Casus Belli einen 2ten Mal starb, hatte sich die community von Leser gebildet. NO steht für Non-officiel (alos nicht offiziel von der Zeitschrift anerkannt).
Ist der grösste Rollenspielforum frankreichs. Der aktivte auch. Viele Troll auch, aber lässt sich kaum vermeiden. Sehr interessant wenn man gut filtern kann, was interessant ist und was nicht. Bin mittlerweile auch dort ein wenig aktiv.
Ein muss wenn man einen Produkt in Frankreich bekannt machen will.
Sehr viele Paris-Bewohner (und die sind schon eigen)
Forum Casus Belli (NO = Non Officiel) (http://www.pandapirate.net/casus/index.php)

Antonio Bay
Auch einen grossen und wichtigen rollenspielforum, aber ich kenne die nicht. Dennoch habe ich genug gutes über die gehört, damit die bennenswert bleiben
http://www.subasylum.com/Antoniobay/index.php (http://www.subasylum.com/Antoniobay/index.php)


Ufos :

Jeu de role TV
Websender nur über rollenspiel. Wenig inhalte bis jetzt, dafür aber hochqualitativ
http://jdrtv.free.fr/ (http://jdrtv.free.fr/)

Jeu de rôle passion
Eine Rollenspielartikel Suchemaschine
http://www.jdrp.fr/ (http://www.jdrp.fr/)

Rôle agency
Eine Annonce-Seite die darauf spezialisiert ist, Rollenspieltalente (übersetzer, Illustrator, Layouter usw.) mit Projekte (professionell oder auch nicht) zu verbinden.
http://role-agency.revolublog.com/bienvenue-a-la-c311524 (http://role-agency.revolublog.com/bienvenue-a-la-c311524)

Jeux d'ombre
Gleichzeitig Portal, forum , fanzine (fan-magazin) und alles in einem ... ... aber nur auf Amateur rollenspiele spezialisiert. Wenn ihr underground-, indie- oder einfach nur gratismaterial sucht, this is the place !
http://jeux.dombres.free.fr/ (http://jeux.dombres.free.fr/)

Selbstverständlich ist das lange noch nicht alles, aber es ist schon viel mehr zu lesen, als man es menschlicherweise tun kann  ;D
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Dirk Remmecke am 5.12.2010 | 20:36
Danke, danke, Killerklown.
Da waren viele Links dabei, die ich noch nicht kannte. Ich lese lediglich (sporadisch) CasusNO und das John-Doe-Verlagsforum.

Zeitschriften :

Weißt du, was aus der Black Box geworden ist? Das war das Hausmagazin von Black Book Editions (http://www.black-book-editions.fr/) (dem Verlag, der Pathfinder, Polaris, Earthdawn und etliche andere Systeme übersetzt und mit Chroniques Oubliées (http://tanelorn.net/index.php/topic,56890.msg1150883.html#msg1150883) seinen eigenen 3.5 Clone im Programm hat).

Ich habe bei meinem letzten Paris-Aufenthalt verzweifelt nach auch nur einer Ausgabe gesucht, aber die Leute bei L'Oeuf Cube und Descartes haben mich nur komisch angeguckt, als ob sie davon noch nie gehört hätten.

Zitat
Casus Belli :
Casus Belli war die erste rollenspielzeitschrift die jemals in Frankreich erschienen ist. War auch lange die Einzige. Ist aber irgendwann gestorben und "resurrected" worden. Und nochmal gestorben. Und jetzt diesen Frühsommer aus seiner Aschen wiedererstanden.
(...)
Ich empfehle es als Lektüre.

Kann ich nur unterschreiben.

(Wir hatten am Freitag unsere betriebliche Weihnachtsfeier, und da wir Partner in Frankreich haben, die wissen, dass ich Rollenspieler bin, haben die mir ein paar Nettigkeiten mitgebracht; darunter den auferstandenen Casus Belli. Seitdem schreibe ich an einem Blogbeitrag für die Mondbuchstaben (http://mondbuchstaben.wordpress.com), der morgen wohl online gehen wird...)

Zitat
Ufos :

Wofür steht denn "Ufos"?
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: alexandro am 5.12.2010 | 21:00
Von Casus Belli kenne ich nur einen Artikel (der war übersetzt in der Mephisto drin), aber der gehört zu dem Besten, was ich jemals an Fan-Publikationen lesen durfte, daher :d für diese Zeitschrift.
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: KChronist am 5.12.2010 | 21:11
wo bezieht ihr denn eure französischen rpgs? gibts da nen guten tip für einen online-shop?
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Ein am 5.12.2010 | 21:16
Stand einige Seiten vorher schonmal.
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killerklown am 6.12.2010 | 03:13
Also wo man Rollenspiele herkriegt wird in einem anderen Diskussionsthread erwähnt :
http://tanelorn.net/index.php/topic,56717.msg1148138.html#msg1148138 (http://tanelorn.net/index.php/topic,56717.msg1148138.html#msg1148138)
Meinerseits habe ich früher alles online gekauft und bei meinen Eltern liefern lassen.
Heutzutage arbeite ich in Karlsruhe und habe Kollegen die in Elsass wohnen. Ich lasse dann bei denen liefern und die bringen es mir dann zur Arbeit. So spare ich viiieeeel von den Versandkosten


@ Dirk R.
Zu black box muss ich sagen, dass ich noch nie davon gehört habe... Aber ich habe mich auch wenig für deren Speile interessiert... Bis auf Pavillon noir und Polaris (das fr. Spiel von Philippe Tessier) interessiert mich deren Katalog wenig... Zu mainstream für mich  ;D. Aber die 2 oben genannten Spiele muss ich mal irgendwann vorstellen.
Ufos sind für mich die Sachen die unklassifierbar sind (außer als Weather balloons, daher der Name)
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Dirk Remmecke am 6.12.2010 | 12:32
Zu black box muss ich sagen, dass ich noch nie davon gehört habe...

Black Book hat die Rubrik mittlerweile von der Verlagshomepage gelöscht, was dafür spricht, dass das Magazin eingestellt wurde.

Aber auf der Downloadseite (http://www.black-book-editions.fr/pdf_liste.php?a=free) gibt es in dem Auswahlmenü unter Gamme: Black Box immer noch die Beispiel-Artikel aus den drei erschienenen Ausgaben.

Zitat
Ufos sind für mich die Sachen die unklassifierbar sind (außer als Weather balloons, daher der Name)

Ah! Ok. Ich dachte, ich könnte jetzt eine neue französische Abkürzung lernen.
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killerklown am 6.12.2010 | 12:39
Da würden die franzosen von OLNI [Objet Ludique Non Identifié] als Abweichung von OVNI [Objet volant non identifié], der das deutsche UFO entspricht  ;D
(OLNI ist aber eine Seltenheit, und wird meistens im textfluß erklärt  >;D)
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killerklown am 21.02.2011 | 12:28
Semester ist vorbei. Ich kann wieder hier ein paar Sachen vorstellen  :headbang:

Also Heute Tenga :

(http://www.tartofrez.com/wp-content/uploads/2011/01/t1.jpg)

Tenga ist einen historischen Spiel, mit einem Schuss Fantastik. Hier spielt man in Japan des XVI. Jahrhunderts. Ich weiss dass diese paar wörter bekannt klingen, dennoch schafft Tenga es, sich über andere Publikationen zu erheben.
Wichtig ist in Tenga die Beschreibung der Gesellschaft, mit ihren Regel und den Alltag. Das Buch ist historisch sehr recherchiert, kompakt, kurz und bündig (190 Seiten). Manch einer hätte sich mehr Seiten und mehr Background gewünscht, aber die Kritik lobt schon die Kompaktheit der Informationswiedergabe. Selbst für Japan/Asia-Leien ist Tenga zugänglich.
Ein anderer grosser Pluspunkt von Tenga liegt im system. Zwar ist dieser simpel, dennoch läuft er flüssig. Aber den grössten Pluspunkt ist bei der Charaktererschaffung zu finden.
Zwar wird pro Spieler einen Charakter erschaffen, aber man schafft auch eine Gruppe zusammen !
Diese Gruppe hat ihre eigenen Geheimnisse, eigene Feinde, usw. Aber andererseits kann sie Boni den Spieler bringen, vorrausgesetzt diese spielen als Mannschaft und vertrauen sich.
Optisch gesehen ist das spiel bescheidener als mach eine andere frz. Rollenspielproduktion, dennoch einheitlich und schön.
(http://www.tartofrez.com/wp-content/uploads/2011/01/t4.jpg)(http://www.tartofrez.com/wp-content/uploads/2011/01/t2.jpg)(http://tengajdr.com/wp-content/uploads/2011/01/illusCombat2.jpg)

Tenga möchte auch grossteils realistisch bleiben, von daher gibt es zwar Regeln zur Fantastik, dennoch sind diese Optional. Es kann zwar kamis geben [Naturgeister, in so etwa], dennoch agieren diese, wie sie es vorhaben. Von Magie im sinne von Spellbook, fireball und Spruchkodex kann man nicht reden. Magie ist zwar auf Wunsch möglich zu integrieren, aber diese soll eher ein gewisser Aspekt des Spiel unterstützen, eher als im Vordergrund zu stehen.

Bis jetzt habe ich keine Einzige negative Kritik über das Spiel lesen können. Ich habe es bestellt und werde es wahrscheinlich Mittwoch bekommen.

Roliste.tv hat einen Interview mit Autor und Illustrator (http://www.roliste.tv/featured/tenga-jdr-interview-auteur-et-illustrateur) vor ein paar Monaten durchgeführt (bevor das Spiel herausgegeben wurde), auf frz selbstverständlich.

Tenga: John Doe, Erweiterungen könnte es geben, ist aber an den Verkaufzahlen des Spiels gebunden, 190 Seiten, A5 ähnlichen Königsformat (der typische John Doe format). 29,95€ bei amazon, meins habe ich billiger bei Ludikbazar bekommen (aber es hat mir mehr Porto gekostet  :-\ )

der offizielle Portal/Blog von Tenga ist hier (http://tengajdr.com/)


Ich versuche Morgen ein anderes Spiel vorzustellen  :hi:
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killerklown am 22.02.2011 | 15:48
Wie versprochen :

Heute: "2012 : Extinction" (http://les12singes.com/IMG/png/2012_logo.png)

(http://www.les12singes.com/IMG/png/2012_elevation.png)

Mit "2012 : Extinction" eröffnen die XII Monkeys (les 12 singes) eine neue Kollektion namens "clés en main" (Schlüssel in der Hand, also sofort beziehbar -> sofort benutzbar)

2012 : Extinction möchte sich als Spiel für sehr beschäftigte Rollenspieler definieren: schnell gelesen, schnell verstanden, sofort spielbar, eine Kampagne und basta!

2012 : Extinction definiert sich auch als Burst. So nennen wir in Frankreich einen Rollenspiel der nur für eine Kampagne entwickelt wurde. Drin ist nur das nötige um die Kampagne zu spielen und die Kampagne selbst. Kampagne fertig ? Spiel wechseln ! Sonst muss der Spielleiter nebendran viel basteln [aber das machen wir doch immer gerne oder  ;)]
Was findet man beim Kauf von 2012 : Extinction ?
- Eine pre-apocalypse-Kampagne [Welt versuchen zu retten, immer gerne doch !]
- Einen leichten, intuitiven und schnell integrierten System [dadurch kann 2012 auch als Einleitung ins Rollenspiel benutzt werden]
- 10 vorfertigte Charaktere (mit Bild und allem, siehe oben Rechts auf dem Bild, sieht man CRASH ziemlich deutlich]
- Karten, vorfertigte Charaktere und Regeln auf flugblätter gedruckt, damit man nicht das Kampagnenbuch rum reichen muss.

Also kriegt man.
- Einen Softcover Heft mit 64 Seiten im Format 16 x 23 cm [die Kampagne]
- 6 Regelblättern auf Pappe (bisschen fester als Papier halt).
- 10 vorfertigte Charaktere auf die gleiche Art Pappe.
- 8 Spielhilfen auf magazinähnliches hochglanzes Farbpapier (Karten unter anderem)

Die Kampagne bietet die Möglichkeit Charaktere aus der Elite der Welt zu spielen, die die Agentur ICARUS angehören. Diese ist eine winzige Sondereinheit der UNO, die sich zur Aufgabe geben wird, über die "Ende der Welt ähnliche" Phenomene von 2012 zu ermitteln. Es ist auch möglich eingene Charaktere zu erstellen, aber es ist auch vorgesehen die vorfertigte Charaktere beim der Übernahme zu "tunen".

Die Kampagne unterteilt sich in 5 grosse Szenarien, mit nebenobjektive und alles. Einen sehr grossen Pluspunkt der Kampagne ist dass sie sich damit auseinandersetzt, was passiert wenn die Spieler einen Szenario nicht schaffen würden. Sie fährt zwar auf die Gleise des Railroadings, dennoch haben die Erfolge (oder Mißerfolge) der Spieler Folgen.

Das Spiel ist in Frankreich sehr gut rezensiert worden, dennoch gibt es schon ein paar Minuspunkte:
- Der Preis von 30€ ist zeimlich hoch (andererseits ist kaum SL-Arbeit nötig um spielen zu können -> mMn ist das hier Goldwert)
- Das Buch ist nicht so konzipiert dass man die Flugblätter leicht darin lagern kann
- Das Buch ist keine Französische Grafikbombe. Nicht hässlich aber nicht so hübsch wie Esteren z.B.

Ihr könnt euch die vorfertigten Charaktere angucken, der Herausgeber hat die nämlich auch als Pdf im Internet zur Verfügung gestellt (http://www.les12singes.com/IMG/pdf/2012-PJ-bdef.pdf)

Sobald ich es gelesen und übersetzt habe, werde ich mich daran trauen
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Yehodan ben Dracon am 22.02.2011 | 16:30
Ich schaue hier gerne immer wieder mal rein und wollte mich für die Vorstellung französischer Produkte bedanken.
Außerdem meine ich, einen niedlichen Akzent in Deiner Schreibweise zu erkennen. Finde ich sehr charmant ;D
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killerklown am 23.02.2011 | 18:17
Heute werde ich über Zombies reden.

Ende 2010 kam Z-corps heraus :

(http://www.7emecercle.com/7cercle/jdr/zcorps_art/zcorps_Gallery/images/LdB_img0.jpg)

Wie ihr es euch schon vorstellen könnt handelt es sich hier um einen Zombies-Rollenspiel.
Das Hauptbuch von Z-corps befasst sich mit der 6 ersten Wochen der Verbreitung einer Zombie-Plage, mit Ursprung in Kansas [great plains].

Also einen französischen Rollenspiel, das in den USA stattfindet. Ist aber kein Problem, da die meisten Filme des Genres auch dort stattfinden.

Was macht Z-corps besonders und wie ist sein Erfolg zu erklären ? Mehrere Aspekte:

- Erstens sind Zombies momentan total IN. Schadet nie...

- Zweitens ist Z-corps kein hirnloses Zombiegemetzelregelsystem ohne Hintergrund. Das Hauptbuch beschreibt sehr genau was in den ersten 6 Wochen nach der Plage passiert und bietet sehr viele Abenteuerideen, die vom SL schnell in einem Szenario verwandelt werden können.

- Drittens bietet Z-corps 2 Spielebenen: Survival-mode [der typische Überlebensszenario (trennt niemals die gruppe!)] oder Z-corps-mode [lock & load! Zombiegemetzel zum Frühstück]
Dies ist natürlich eine Karikatur, die Vielfalt der Szenarien ist wesentlich grösser als die oben genannten Vorurteile  >;D. Ein Geheimnis des Spieluniversums ist auf jeden Fall von Spielern der Z-corps in einem Szenario ausfindig zu machen. [Z-corps sind freiwillige Einheiten von Zivilisten die auf Zombiejagd gehen wollen]

- Viertens ist das System von Z-corps zwar nichts neues aber funktionniert wie mit einer Schubkarre Butterwürfeln geschmierte Rutschbahn. Es handelt sich hier um das erste franz. Rollenspiel der von der Freigabe des D6-system von WEG profitiert. Wer die ersten Star-wars Spiele kennt, weisst genau was ihm erwartet und wird auf der Jagd nach seiner alten W6 Schubkarre gehen, bevor er spielt.
Es gibt Heroismuspunkte, die gegen zusätzliche w6 getauscht werden können, und Cojones-Punkte, die den W6-pool für einen Wurf verdoppeln.

Roliste.tv hat eine Video-rezension des Spieles gemacht, und es wird dann durch das Buch geblättert (http://www.roliste.tv/featured/z-corps-le-jeu-de-role-zombies), immer genial um sich einen Eindruck über die Qualität der Illus zu machen. (meiner Meinung nach: gut, schlicht, nicht überladen. Ich hätte fast "Quadratik, praktik, juuut" jesacht)

• 256 Seiten • Farbig • Hardcover • 44,00€ • Herausgegeben von Le 7eme cercle (http://www.7emecercle.com)



Da das Spiel erfolgreich war, wurden

Einen Spielleiterschirm herausgebracht :

(http://www.7emecercle.com/7cercle/jdr/zcorps_art/zcorps_Gallery/images/Ecr_img1.jpg)

Der mit einem 16-seitigem Booklet mit einem Szenario geliefert wird (Survival, anschliessend am survivalszenario des GW, anschliesbar an der offiziellen Hintergrund/Storyline/Kampagne)

• 4-Seitenbreite Schirm • Farbig [booklet anscheinend auch] • 23,00 €




und Les Carnets du Survivant

(http://www.7emecercle.com/7cercle/jdr/zcorps_art/zcorps_Gallery/images/CdS_img0.jpg)

es handelt sich hier um einen kleinen booklet für Spieler mit Spielregelnzusammenfassung und goodies, unter anderem einen 6-seitigem Charakterblatt

• 12 Seiten • Scharzweiß • Softcover • 2,80 €




und gerade letzte woche 8 Semaines plus tard (8 Wochen später)

(http://www.legrog.org/visuels/couvertures/11532.jpg)

Es handelt sich mehr oder weniger um einen Meister-guide, mit zwar nicht ganz nötigem aber sehr interessanten Material.
wird in 3 Teile unterteilt, wovon 2 jeweils auch in 2 geteilt sind:
Erweiterung der Timeline mit beschreibung der 6., 7. und 8. Infektionswochen und der neu von der Plage eroberten Zonen (17 Seiten)
Reaktions-guide (68 Seiten)mit
- einem Fluchtteil (Strassensperren, Pannen und anderen Freuden) und
- einem Verteidigensteil (wo und wie man sich am besten gegen Zombies verschanzt)
Szenarien (26 Seiten):
- Einen Survivalszenario in einer Gott-Schütz-Uns-Sekte/Enklave
- Einen Z-corps-Szenario in New-York

• 112 Seiten • Farbig • Softcover • 25,00 €
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Jiba am 23.02.2011 | 18:30
Na das klingt lecker!

Da ich noch kein Zombierollenspiel besitze ist das eine Überlegung wert. :)
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Terrorbeagle am 23.02.2011 | 19:00
Heute werde ich über Zombies reden.

Ende 2010 kam Z-corps heraus :

Bin ich eigentlich der einzige, der bei jedem weiteren Zombi-Rollenspiel erst mal den Titel "All Flesh Must Be Ripped Off" einsetzt? Das ist vermutlich eine sau-unfaire Einschätzung (insbesondere bei einem Spiel wie dem hier, dass scheinbar ein weitaus dichteres Setting als die durchschnittliche AFMBE Deadworld haben... aber der Eindruck ist immer da.
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Visionär am 23.02.2011 | 20:09
Es ist ja aber jetzt nicht so als ob AFMBE das Zombie-Genre erfunden hätte, insofern ist deine Einschätzung schon sau-unfair. Es sei denn du nennst AFMBE ab jetzt: "Romeros Dawn of the Dead"-Rip-Off-RPG und alle anderen ZombieRPGs dann "Romeros Dawn of the Dead"-Rip-Off-RPG-Rip-Off. ;)
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Terrorbeagle am 23.02.2011 | 20:15
Ich weiß; dass ist die gleiche Logik, nach der jedes ORE Fantasy-Setting effektiv ein D&D Heartbreaker wird. Eine an sich oberflächliche und egozentrische Haltung.

Anyway, ich finde diesen Thread immer wieder maßlos frustrierend zu lesen - mein Französisch ist nicht gut genug um diese oftmals recht interessant wirkenden Spiele genauer zu betrachten, und beim gegenwärtigen Stand der Dinge sind Übersetzungen ins Englische, geschweige denn ins Deutsche doch reichlich unrealistisch. Also schaut man auf lauter hübsche Dinge, die man nicht haben kann...
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Sebastian am 23.02.2011 | 21:15
Vielen Dank auch von meiner Seite für den sehr interessanten Thread!   :d

Ich wollte mal in die Runde fragen ob's sowas im  :T: auch für andere Länder gibt. Nicht, dass ich furchtbar sprachbegabt wäre  ;) nur rein aus Interesse.

EDIT: Daumen nach oben
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Jiba am 24.02.2011 | 08:44
Anyway, ich finde diesen Thread immer wieder maßlos frustrierend zu lesen - mein Französisch ist nicht gut genug um diese oftmals recht interessant wirkenden Spiele genauer zu betrachten, und beim gegenwärtigen Stand der Dinge sind Übersetzungen ins Englische, geschweige denn ins Deutsche doch reichlich unrealistisch. Also schaut man auf lauter hübsche Dinge, die man nicht haben kann...

Ein großes Problem dürfte sein, dass auch die deutsche Rollenspielpresse (bei der ja selbst Indies zu kurz kommen) nicht darüber berichtet. Wenn der Otto-Normal-deutsche Rollenspieler wüsste, dass es so tolle Sachen in Frankreich gibt, dann wäre vielleicht auch irgendwann das Bedürfnis da, dass die Sachen von den Verlagen übersetzt werden. Wenn deutsche Rollenspieler nicht wissen, dass es etwas gibt, können sie es auch nicht wollen. Und die Produkte, die in diesem Thread vorgestellt werden scheinen aber von nicht eben geringer Qualität zu sein. Das ist aber wohl auch dadurch bedingt, dass die francophone Rollenspielercommunity mit der englischen Sprache vielleicht größere Schwierigkeiten hat als die deutsche (habe ich keine Beweise für, aber ich glaube schon) und daher erstmal ihre eigenen Spiele schreiben. Und ich fände es spitze, wenn in Deutschland deutsche Eigenproduktionen außerhalb der EDO-Fantasyschiene so gefördert und mit soviel professionellem Anspruch gestaltet werden würden. Das wird aber nicht passieren, solange die deutsche Rollenspielszene weiterhin das Englische als die Übersprache betrachtet, die unserem primitiven Deutschen ja in allen Faktoren maßlos überlegen sein muss - wenn man die Wahl, dann spielt man doch das englische und nicht das auf deutsch übersetzte Spiel = weniger Absatz = weniger Budget bei den Verlagen = schlechtere Übersetzungsqualität. Ein Teufelskreis.
Eigentlich müssen wir, die wir uns für französische Rollenspielproduktion interessieren flächendeckend informieren. Vielleicht kann man sich ja mit der Indie-Insel kurzschließen und Info-Stände über fremdsprachige Rollenspielproduktion auf großen Cons wie dem RPC oder der SPIEL einrichten und dann auch entsprechende Proberunden anbieten - so könnten interessante Spiele von den Interessierten direkt ausprobiert werden. Auch in Workshopform ist ein Streifzug durch die Rollenspielproduktionen anderer Länder sicher nicht uninteressant.
Andererseits lese ich hier im Thread doch immer wieder dieselben Nasen, also ob das Interesse dann so wahnsinnig groß wäre...  :-\

Ich wollte mal in die Runde fragen ob's sowas im  :T: auch für andere Länder gibt. Nicht, dass ich furchtbar sprachbegabt wäre  ;) nur rein aus Interesse.

Ich habe vor, wenn ich meine RPG-Sammlung mal ein wenig verkleinert und genug Recherchematerial zusammen habe, sowas auch mit der japanischen Tabletalk-RPG-Produktion zu machen. Problem ist hauptsächlich, dass ich Japanisch mehr so nebenbei lerne und nicht die fundierten Kenntnisse eines Japanologen habe und ich auch nicht einfach so über die Grenze fahren kann, um einkaufen zu gehen.  :P
Tatsächlich ist das Beziehen von Büchern aus Japan der schwierigste Teil an der Sache. Die ISBN ist dabei übrigens überhaupt kein bisschen hilfreich.

Aber wenn jemand entsprechende Fremdsprachenkenntnisse besitzt, würde ich mich auch über einen Crashkurs über skandinavisches oder russisches, etc. Rollenspiel freuen. ;)

Und wie meine Vorschreiber kann ich auch nur Vielen Dank! für diesen Thread sagen. Für mich war er ein Augenöffner!  :d
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Terrorbeagle am 24.02.2011 | 09:07
Das ist aber wohl auch dadurch bedingt, dass die francophone Rollenspielercommunity mit der englischen Sprache vielleicht größere Schwierigkeiten hat als die deutsche (habe ich keine Beweise für, aber ich glaube schon) und daher erstmal ihre eigenen Spiele schreiben. Und ich fände es spitze, wenn in Deutschland deutsche Eigenproduktionen außerhalb der EDO-Fantasyschiene so gefördert und mit soviel professionellem Anspruch gestaltet werden würden. Das wird aber nicht passieren, solange die deutsche Rollenspielszene weiterhin das Englische als die Übersprache betrachtet, die unserem primitiven Deutschen ja in allen Faktoren maßlos überlegen sein muss - wenn man die Wahl, dann spielt man doch das englische und nicht das auf deutsch übersetzte Spiel = weniger Absatz = weniger Budget bei den Verlagen = schlechtere Übersetzungsqualität. Ein Teufelskreis.

Jupp, Frankreich ist jetzt nicht gerade dafür bekannt, Zweitsprachenkenntnis sonderlich zu fördern, und wenn ich mich recht erinnere, ist die allgemeine Englischkenntnis als Lingua Franca in Frankreich im EU-Vergleich ziemlich niedrig.
Und das Problem ist nicht, dass Englisch hier zu Lande mit der größeren Prestige ist (das würde ich gar nicht bestreiten), sondern dass einfach die Auswahl und die Qualität der Übersetzten Werke oft eher mau ist, und viele gute Systeme schlicht nicht übersetzt werden. Würde man sich allein auf deutschsprachige Systeme beschränken, würde man eine ganze Reihe von guten, einflussreichen oder zu Mindest populären Systemen verpassen.
Klar, mehr Übersetzungen wären eine schöne Sache, aber die Ressourcen sind doch eher begrenzt, und so lange man die Sprache beherrscht, ist der Leidensdruck jetzt auch nicht so groß.
In der Hinsicht ist die Anzahl der französischen Eigengewächse auch einfach aus der Not geboren, weil der Zugang zu den Amerikanischen Rollenspielen eben nicht so selbstverständlich ist.

Und als semi-professioneller Übersetzer sollte ich anmerken, dass es verdammt schwer ist, einen Text ohne Qualitätsverlust zu übersetzen. Viele Rollenspielübersetzungen sind dementsprechend auch etwas... holprig - was die Attraktivität der Übersetzungen eher reduziert. Wenn ich die Wahl habe zwischen einer Übersetzung und dem englischen Original, kaufe ich eigentlich immer das Original, weil die textliche Qualität in aller Regel etwas höher ist. Klar, ich bin in der Hinsicht jetzt auch priveligiert, weil ich mir die entsprechenden Sprachfertigkeiten anggeignet habe, aber da bin ich nicht der einzige.
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Jiba am 24.02.2011 | 09:18
Aber es ist doch nur dann tatsächlich schwer, wenn man krampfhaft versucht so nahe am Wortlaut wie nötig zu übersetzen, und sich nicht die Freiheiten nimmt, die bei der Sprachadaption nötig sind.
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Vash the stampede am 24.02.2011 | 09:24
...wenn man krampfhaft versucht so nahe am Wortlaut wie nötig zu übersetzen, und sich nicht die Freiheiten nimmt, die bei der Sprachadaption nötig sind.

Was aber die häufigste Kritik an englischen Übersetzungen ist. Gerade hier sind die RSPler doch gerne mal dabei und mokieren die "fehlerhafte" Übersetzung. Wenn es nicht 1:1 wie im Original ist, kann es nicht stimmen oder stimmig sein - wie mich das inzwischen nervt. ;)
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Terrorbeagle am 24.02.2011 | 09:28
Das ist zu einfach. Auch freies Übersetzen ist schwer, wenn nicht sogar schwerer, und setzt vorraus, dass man gut freie Texte schreiben verfassen kann, und den gleichen Gedanken mit anderen Worten in einer anderen Sprache erfassen und verständlich machen kann. Das gehört jetzt nicht unbedingt zu den anspruchslosesten Tätigkeiten.
Und wenn man eine feste Deadline hat, dann hat man auch einfach nicht die Zeit, das alles mit der größtmöglichen Sorgfalt und rhetorischen Finesse zu betreiben.
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Bombshell am 24.02.2011 | 09:50
Hallo,

Was aber die häufigste Kritik an englischen Übersetzungen ist. Gerade hier sind die RSPler doch gerne mal dabei und mokieren die "fehlerhafte" Übersetzung. Wenn es nicht 1:1 wie im Original ist, kann es nicht stimmen oder stimmig sein - wie mich das inzwischen nervt. ;)

Das ist das gleiche Problem, das der Bundestrainer hat. Es gibt einfach zu viele Hobbyexperten da draußen.

@topic: Könnte es einen Zusammenhang zw. Abneigung ggü. Englisch und dem höheren Rate an Übersetzungen aus dem Englischen ins Französische geben? Ich habe den Eindruck, dass in Frankreich ebenfalls mehr übersetzt wird als hier bei uns. Und dann wird auch noch mehr selbst produziert. Verdammt, da wird man richtig neidisch.

MfG

Stefan
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: First Orko am 24.02.2011 | 09:54
Andererseits lese ich hier im Thread doch immer wieder dieselben Nasen, also ob das Interesse dann so wahnsinnig groß wäre...  :-\

Nur kurz dazu: ich lurke hier regelmäßig vorbei und lass mich überwältigen - erinnere mich meines miesen Französisch - heule - klicke frustriert wieder weg. Kann LM da nur beipflichten ;)

Und zum Vorschlag mit Vorstellung anderssprachiger Spiele auf Cons:  :d
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Woodman am 24.02.2011 | 10:02
Und nicht vergessen, die englischen Produkte haben auch noch einen doppelten Preisvorteil, fehlende Buchpreisbindung und oftmals günstiger Dollarkurs. Abgesehen davon halte ich es für nahezu unmöglich eine Übersetzung zu schreiben, die wirklich alle Nuancen des Originals enthält und trotzdem flüssig zu lesen ist. In der Literatur sind die wirklich guten "Übersetzungen" ja auch eher Interpretationen des Originaltextes in der Landessprache.
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killerklown am 24.02.2011 | 11:38
Jupp, Frankreich ist jetzt nicht gerade dafür bekannt, Zweitsprachenkenntnis sonderlich zu fördern, und wenn ich mich recht erinnere, ist die allgemeine Englischkenntnis als Lingua Franca in Frankreich im EU-Vergleich ziemlich niedrig.
Und das Problem ist nicht, dass Englisch hier zu Lande mit der größeren Prestige ist (das würde ich gar nicht bestreiten), sondern dass einfach die Auswahl und die Qualität der Übersetzten Werke oft eher mau ist, und viele gute Systeme schlicht nicht übersetzt werden. Würde man sich allein auf deutschsprachige Systeme beschränken, würde man eine ganze Reihe von guten, einflussreichen oder zu Mindest populären Systemen verpassen.
Klar, mehr Übersetzungen wären eine schöne Sache, aber die Ressourcen sind doch eher begrenzt, und so lange man die Sprache beherrscht, ist der Leidensdruck jetzt auch nicht so groß.
In der Hinsicht ist die Anzahl der französischen Eigengewächse auch einfach aus der Not geboren, weil der Zugang zu den Amerikanischen Rollenspielen eben nicht so selbstverständlich ist.

Und als semi-professioneller Übersetzer sollte ich anmerken, dass es verdammt schwer ist, einen Text ohne Qualitätsverlust zu übersetzen. Viele Rollenspielübersetzungen sind dementsprechend auch etwas... holprig - was die Attraktivität der Übersetzungen eher reduziert. Wenn ich die Wahl habe zwischen einer Übersetzung und dem englischen Original, kaufe ich eigentlich immer das Original, weil die textliche Qualität in aller Regel etwas höher ist. Klar, ich bin in der Hinsicht jetzt auch priveligiert, weil ich mir die entsprechenden Sprachfertigkeiten anggeignet habe, aber da bin ich nicht der einzige.
Ein Paar Anmerkungen zu deinem Text :
- Die meisten Rollenspieler die ich kenne wären in der Lage auf Englisch zu lesen, die sind ja der Sprache mächtig. Wollen sich abver nicht die Mühe geben und warten auf eine frz Übersetzung. Das meiste was nicht indie ist wird eh übersetzt.
- Ich bin selber Übersetzer (1/2 Zeit neben Übersetzungsstudium) und ich denke schon dass ein professioneller Übersetzer ohne Qualitätverlust übersetzen kann. Ich denke sogar dass die meisten meiner Übersetzungen sogar das Original verbessern (aber manche Texte die ich übersetze sind eh schlecht verfasst).
- Ich habe hier einen Angebot für Übersetzung eines Rollenspieles gefunden und an Freunde weitergeleitet die sowohl Dt Muttersprachler als Übersetzer sind, und sehr interessiert waren in der Branche zu arbeiten. Es wurden denen 1/8 der auf dem Markt üblichen Preisen für die übersetzung angeboten. Einer davon hat gerechnet dass er bei dem angebotenen Lohn bei vollzeitarbeit am Ende des Monats gerade mal 400€ brutto verdient hätte. Kein Wunder das danach keine sprachliche Qualität rauskommen kann. Nur einen Leien würde solche Preise akzeptieren oder einen Übersetzer ohne Skrupel der dann extremst schnell es übersetzen würde mittels autotranslation programme. Aber Qualität ?


Anderes Thema (oder auch nicht ganz).
Jedes Mal dass ich hier einen Rollenspiel vorstelle, versuche ich den Autoren davon in Kenntnis zu bringen. Die freuen sich ja immer  ;D und manchmal kriege ich interessante Infos zurück.
Also le 7eme Cercle und Cubicle7 arbeiten schon länger eng miteinander und es sind tatsächlich übersetzungen von manch hier vorgestellten Rollenspiele geplant !
In april soll Yggdrasill [bald wird es hier vorgestellt  ;)] auf Englisch erscheinen, in Planung sind auch übersetzungen von Humanydyne, Z-Corps und Kuro [wird auch bald hier vorgestellt]

Voilà !
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: carthinius am 24.02.2011 | 11:57
In der Hinsicht ist die Anzahl der französischen Eigengewächse auch einfach aus der Not geboren, weil der Zugang zu den Amerikanischen Rollenspielen eben nicht so selbstverständlich ist.
Das ist die eine Sichtweise. Die andere ist, dass sie es geschafft haben, sich zu emanzipieren und ihr eigenes Ding durchzuziehen. Was wäre denn wohl hierzulande los, wenn man eben nicht die Übersetzungsschiene gefahren wäre, sondern mehr deutlich Kram als nur DSA und Midgard in Eigenregie entstanden wäre? Erstaunlich ist doch immer noch, wenn ich mitbekomme, wie viel Probleme doch offenbar Lizenzen oft genug mit sich bringen, dass die Leute es trotzdem als den primären Weg sehen und nicht stattdessen selbst was bauen. Klar, dazu kommt auch, dass man was Gutes bauen sollte und nicht den x-ten Klon von Y. Aber das wird ja stellenweise nicht mal versucht. Und das finde ich so enorm schade und deswegen bemerkenswert anders bei unseren Nachbarn.
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Terrorbeagle am 24.02.2011 | 12:59
Das ist die eine Sichtweise. Die andere ist, dass sie es geschafft haben, sich zu emanzipieren und ihr eigenes Ding durchzuziehen. Was wäre denn wohl hierzulande los, wenn man eben nicht die Übersetzungsschiene gefahren wäre, sondern mehr deutlich Kram als nur DSA und Midgard in Eigenregie entstanden wäre? 

Hey, ein paar mehr Eigengewächse gibts dann doch - erstaunlicherweise fast immer irgendwas endzeitliches.

Ernsthaft, ich glaube, dass in Deutschland in der relevanten Generation die Zweitsprachenkenntnis höher ist als in Frankreich. Nicht so hoch wie sagen wir mal, in den Niederlanden, aber höher als in Frankreich (was auch an einer ausgeprägten Sprachpflege hängt).
Ich will gar nicht behaupten, dass deutsche Rollenspieler unbedingt zwangsläufig bessere Englischkenntnisse haben als die französischen Kollegen, aber ich glaube, dass es lange eine andere Einschätzung der Sprache und der Verwendung von Fremdsprachen angeht. Dann wird eben mehr übersetzt. Das mag etwa am Sprachprestige liegen - also die Assoziation, dass bestimmte Sprachen bereits einen intrinsischen Wert haben und ein gewisses Lebensgefühl transportieren (das sieht man immer ganz gut bei Werbungen und Produktnamen. Es gibt einen Grund warum Douglas mit diesem seit Jahren gleichen blöden Slogan Werbung macht, oder dass Parfumwerbungen - so sagte man mir - in Korea quasi immer auf Französisch beworben werden).


- Die meisten Rollenspieler die ich kenne wären in der Lage auf Englisch zu lesen, die sind ja der Sprache mächtig. Wollen sich abver nicht die Mühe geben und warten auf eine frz Übersetzung. Das meiste was nicht indie ist wird eh übersetzt.

Das stellt dan natürlich auch die Frage, wie das mit den Lizenzen läuft - und ob der französische Rollenspielmarkt einfach proportional größer ist als der deutschsprachige, weshalb sich die Übersetzungen eher lohnen. Was ich jetzt wirklich interessant fände, wäre die EInschätzung der Spieler als Zusatz zu den Systemen, und ein Blick auf die Auflagengrößen. Hierzulande würde ich im Vergleich schätzen, dass es einen relativ großen Anteil an Quasi-Pursiten gibt, die ein System, in aller Regel DSA, spielen, und anderen Systemen von vorneherein eher skeptisch gegenüber stehen

- Ich bin selber Übersetzer (1/2 Zeit neben Übersetzungsstudium) und ich denke schon dass ein professioneller Übersetzer ohne Qualitätverlust übersetzen kann. Ich denke sogar dass die meisten meiner Übersetzungen sogar das Original verbessern (aber manche Texte die ich übersetze sind eh schlecht verfasst).

Damit bist du auch schon viel qualifizierter als meinereiner; aber den Eindruck, von Zeit zu Zeit einen wiklich miesen Text zu Mindest lesbar zu machen, hatte ich durchaus auch schon mal - wobei das auch einfach daran liegen mag, dass ich viel Verkehrssprachenübersetzungen habe, bei denen Nicht-Muttersprachler dann versuchen, auf Englisch oder Deutsch was zu formulieren. Das ist dann vergleichsweise einfach aufzuwerten.
Bei einem Text, der von einem halbwegs sprachbegabten Muttersprachler verfasst wurde, braucht man dafür aber tatsächlich Talent, Geduld und Übung. Ich bezweifle ja nicht, dass es eine ganze Reihe Übersetzer gibt, die das hervorragend hinbekommen, aber das ist halt mit hohen Anforderungen verknüpft, was dann auch wieder heißt, dass es entsprechend leicht fällt, diese Standards eben nicht zu erreichen.

Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Sebastian am 24.02.2011 | 13:09
Ich habe vor, wenn ich meine RPG-Sammlung mal ein wenig verkleinert und genug Recherchematerial zusammen habe, sowas auch mit der japanischen Tabletalk-RPG-Produktion zu machen.

Super! Gerade Japan würde mich interessieren, da mich Mangas und Animes mit ihren oft interessanten bis skurrilen Hintergründen schon faszinieren. Wäre sicher spannend zu sehen, wie sich das auf Rollenspiele überträgt!

Allgemein würde ich gerne mal wissen, in welchen Ländern Rollenspiele überhaupt verbreitet sind. Meine Perspektive ist da schon stark auf den deutsch- und den englischsprachigen Raum beschränkt.
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Dirk Remmecke am 24.02.2011 | 13:21
Ein großes Problem dürfte sein, dass auch die deutsche Rollenspielpresse (bei der ja selbst Indies zu kurz kommen) nicht darüber berichtet. Wenn der Otto-Normal-deutsche Rollenspieler wüsste, dass es so tolle Sachen in Frankreich gibt, dann wäre vielleicht auch irgendwann das Bedürfnis da, dass die Sachen von den Verlagen übersetzt werden. Wenn deutsche Rollenspieler nicht wissen, dass es etwas gibt, können sie es auch nicht wollen.

Täusch dich nicht: Die Rollenspielpresse und die Verlage hat den frz. Markt seit vielen, vielen Jahren sehr genau im Blick.
Mario Truant liebäugelte mit so manchem frz. System. Neben INS/MV und Bloodlust wollte er mal Scales machen und war auch Polaris nicht abgeneigt.
Feder & Schwert hat Nephilim gemacht und kannte natürlich die ganze Palette von Multisim. (Ich behaupte, dass Engel viel von der Machart frz. Spiele abgeschaut hat.)
Die Wunderwelten hat Artikel aus Casus Belli übersetzt (Schauplätze wie Goferfinker).
WDS hat Ende der Neunziger mal versucht, den Casus Belli in den regulären deutschen Rollenspielvertrieb aufzunehmen (so habe ich von dem Magazin erfahren) und einige Jahre später hat WDS mir die Nullnummer des neuen frz. Magazins Backstab verschafft.

Dass damals nicht mehr übersetzt wurde, liegt sicherlich auch an dem Übersetzerproblem, das killerklown beschrieb (Englisch-Übersetzer sind in der Community leichter zu finden und eher bereit, für Ruhm und Naturalrabatt zu arbeiten). Und warum sollen die Medien (die ja von den Verlagen betrieben wurden) über eine Spielszene berichten und damit Begehrlichkeiten wecken, die sie nie hätten bedienen können?
Um die Szene mit der Nase darauf zu stoßen, dass es eine blühende Eigenkreativität bei unseren Nachbarn gibt? Das hätte der Szene doch nur Flöhe ins Ohr gesetzt - "ihr könnt übrigens auch eure eigenen Spiele schreiben und im Kleinverlag herausbringen..."

Zitat
Das wird aber nicht passieren, solange die deutsche Rollenspielszene weiterhin das Englische als die Übersprache betrachtet, die unserem primitiven Deutschen ja in allen Faktoren maßlos überlegen sein muss - wenn man die Wahl, dann spielt man doch das englische und nicht das auf deutsch übersetzte Spiel = weniger Absatz = weniger Budget bei den Verlagen = schlechtere Übersetzungsqualität. Ein Teufelskreis.

Meine Meinung seit 1999.

Das ist das gleiche Problem, das der Bundestrainer hat. Es gibt einfach zu viele Hobbyexperten da draußen.

Das ist übrigens ein riesiges Problem im Netz, das über kurz oder lang alle Medienproduzenten betrifft: WWIC - Why wasn't I consulted? (http://www.ftrain.com/wwic.html)
Ich kann mich gar nicht retten vor technischen Spezialisten, die uns seit Jahren erklären, wie man Animes übersetzt, wie man das Encoding einer DVD macht, wie man Lizenzverträge gefälligst richtig verhandelt, wie man DVD-Preise kalkuliert (damit die DVD dann nur 10 Euro kostet wie die Hollywood-Blockbuster), wie man Fernsehwerbung macht... und und und.
Und es werden jedes Jahr mehr.

Dass man bei der ersten AD&D-Übersetzung "Torch" und "Taschenlampe" kritisiert - völlig klar. Aber dass die Earthdawn-Kritiker "Märkteburg" für "Bartertown" bekrittelten - sorry, da ist den Hobby-Anglisten wohl jedes Gefühl für den Wohklang der eigenen Sprache verloren gegangen.

Zitat
@topic: Könnte es einen Zusammenhang zw. Abneigung ggü. Englisch und dem höheren Rate an Übersetzungen aus dem Englischen ins Französische geben? Ich habe den Eindruck, dass in Frankreich ebenfalls mehr übersetzt wird als hier bei uns. Und dann wird auch noch mehr selbst produziert.

Irgendwo in diesem Thread habe ich mal vorgerechnet, was frz. und dt. Rollenspiele im Vergleich kosten. Sie sind durch die Bank teurer, und im Fall von Übersetzungen natürlich auch teurer als US-Originale.
Aber es wird gezahlt. Bei uns blüht die Geiz-ist-geil-Kultur.

Und deshalb gibt es in Paris (und anderswo) auch noch erfolgreich betriebene, hervorragend ausgestattete Rollenspielläden.

Jedes Land hat die Rollenspielszene, die es verdient.

Das ist die eine Sichtweise. Die andere ist, dass sie es geschafft haben, sich zu emanzipieren und ihr eigenes Ding durchzuziehen. Was wäre denn wohl hierzulande los, wenn man eben nicht die Übersetzungsschiene gefahren wäre, sondern mehr deutlich Kram als nur DSA und Midgard in Eigenregie entstanden wäre? Erstaunlich ist doch immer noch, wenn ich mitbekomme, wie viel Probleme doch offenbar Lizenzen oft genug mit sich bringen, dass die Leute es trotzdem als den primären Weg sehen und nicht stattdessen selbst was bauen. Klar, dazu kommt auch, dass man was Gutes bauen sollte und nicht den x-ten Klon von Y. Aber das wird ja stellenweise nicht mal versucht. Und das finde ich so enorm schade und deswegen bemerkenswert anders bei unseren Nachbarn.

Das ist meine Meinung seit 1999... ich glaube, es wird Zeit, das Traktat mal auszugraben, mit dem ich wortreich das Usenet betreten habe...
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Robert am 24.02.2011 | 13:21
+1 für den Post von Orko (http://tanelorn.net/index.php/topic,56890.msg1290447.html#msg1290447)
Ich lese hier auch schon seit der Eröffnung mit und denke mir:
Zu blöd, das ich nur 2 Jahre Französisch hatte und nach über 10 Jahren ohne aktive Nutzung wahrscheinlich keinen ganzen Satz mehr lesen könnte.
Sollte man vielleicht nachholen, immerhin einfacher als eine Sprache ohne Vorkenntnis zu erlernen.

Andererseits wäre Japanisch, als Anime-Fan und wegen nie übersetzter Rollenspiele, sicher genauso interessant :-\

Wird beides aus Zeitmangel nicht passieren, ich komme ja kaum dazu alle für mich interessanten Publikationen in den beiden Sprachen, die ich fließend lesen/schreiben kann, näher unter die Lupe zu nehmen :'(

Interessiert, was Rollenspieler woanders wo zocken: Ja, gerne auch von weiter weg als den Nachbarn Frankreich & Polen.
Selber was kaufen, das nicht auf deutsch oder englisch übersetzt wurde: Vorläufig nicht, aber man soll ja niemals nie sagen.
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Funktionalist am 24.02.2011 | 13:23
Ich wünschte echt, ich könnte etwas besser Französisch. Die Ideen und die Aufmachung sind ja allererste Sahne da drüben!
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Dirk Remmecke am 24.02.2011 | 13:27
Das ist ein um alle ZORNHAUISMEN bereinigter, aber sonst unveränderter Text, den ich am 9. Januar 1999 im Thread Rollenspielstandort Deutschland in de.rec.spiele.rpg.misc geschrieben habe:
(Ich bin mir nicht sicher, ob ich das heute nochmal so schreiben würde, zumal sich ja viel getan hat - Engel, LodlanD, DeGenesis, John Sinclair, Opus Anima. Aber aus der Rückschau ist der Artikel vielleicht doch interessant genug.)

Zitat von: Dirk Bock in de.rec.spiele.rpg.misc
Zitat von: "Unicorn" in de.rec.spiele.rpg.misc
> >Rollenspielstandort Deutschland:

> >Die Amerikaner sind uns noch bei weiten überlegen was das Rollen-
> >spiel betrifft.Das wird sich wohl auch nie ändern.

> Ich würde nicht sagen, daß die Amerikaner uns rollenspielerisch
> überlegen sind, sie haben es nur sehr viel einfacher ...

Zitat
> >Dazu ist unser Rollenspielstandort einfach zu negativ...

...undsoweiterundsofort.

Ich weiß nicht so recht, was das Klagen plötzlich soll. Der heutige Stand der Dinge ist nur die logische Konsequenz aus Entwicklungen, die alle Rollenspieler mitgestalten geholfen haben. Eine Rollenspielszene ist kein im leeren Raum entstandenes Gebilde - sie wird geformt aus allen aktiven Rollenspielern (und -innen, sebstverständlich).
Jedes Land hat die Rollenspiellandschaft, die es verdient.

Tatsächlich ist unsere Rollenspiellandschaft schon seit zwanzig Jahren in einer Krise, ohne daß es jemand gemerkt hätte!

Mit der Krise meine ich nicht die verbrannte Erde, die Magic angeblich hinterlassen hat oder der Boom der Miniaturenspiele. Wenn in Eurer Region das Rollenspiel abgebaut hat, liegt das auch mit an den Läden, die mit dem Auftauchen Magics das Rollenspiel links liegengelassen haben - die Läden, die ihr Rollenspielsortiment weiter gepflegt haben, haben weder Umsatzeinbußen noch Spielerschwund erfahren müssen!
Indirekt ist natürlich Magic der Auslöser, aber "schuld" an der verbrannten Erde sind Rollenspielhändler, die in Magic leichter verdientes Geld sahen und ihre früher aufwendig betriebene Propaganda für das Rollenspiel eingestellt haben. Weder haben sie Einsteigerrunden abgehalten - Tauschtage waren ja lukrativer - noch haben sie sich bemüht, ihre alten Kunden zu halten. Wie viele Leute haben dem Rollenspiel den Rücken gekehrt, nicht etwa weil sie mit Magic angefangen haben, sondern weil sie ihre Lieblingsläden als "kartenverseucht" empfunden haben?
Niemand kann einem Geschäftsmann vorwerfen, daß er Geld verdienen will und sich auf jedes neue Produkt stürzt, das ihm dieses Geld bietet - aber es gehört schon großer unternehmerischer Leichtsinn dazu, sich auf nur eine Produktgruppe zu konzentrieren und von nur einem Hersteller abhängig zu machen - aber das ist eine Lektion, die die GW-unterstützenden Läden auch noch lernen werden. Magic hat uns Händler verwöhnt und verdorben. Wenn wir Händler wieder verstehen lernen, daß der ganz normale Kunde eben nicht in unseren Laden kommt und ohne unser Dazutun hunderte Märker zurückläßt, dann gibt es auch eine Zukunft für den Rollenspielstandort Deutschland.

Aber diese Magic-Verteufelung ist eine Alibi-Debatte und auch nur ein Symptom für viel tiefer liegende strukturelle Probleme.

Wo soll ich nur anfangen? (Wappnet Euch, das wird ein laaanger Text!)

Amerika, Du hast es besser?
Muss Amerika wirklich wieder als Vorbild herhalten für unsere hausgemachten Probleme? Tatsächlich: Vieles kann man sich abgucken von unseren Freunden in Übersee. Zum Beispiel kann man sich den dortigen Hang zur Professionalität zum Vorbild nehmen. Man kann die Opferbereitschaft und den Mut der dortigen Verleger bewundern.
Dirk Bock hat recht, Amerikaner haben vieles einfacher, schon allein wegen ihrer völlig anderen Mentalität. "Rollenspielerisch überlegen" (was immer das auch heißen mag) sind Amerikaner sicher nicht. Aber sie sind uns in allen anderen Bereichen voraus.
In den USA herrscht eine ganz andere Wagniskultur als bei uns. Das ist weder besser noch schlechter, es ist einfach nur anders, aber es begünstigt aktive und kreative Leute, die einen Funken Mut haben.
Amerikaner sind es gewöhnt, in ihrem Leben sehr viele grundverschiedene Jobs anzunehmen - sie hängen nicht an ihrem Lehrberuf (den es ja sowieso nicht gibt). Dafür ziehen sie auch wesentlich öfter um als wir, und ein Umzug über mehrere Staatsgrenzen ist keine Seltenheit. (Viele der TSR-Leute sind ohne zu Murren nach Seattle umgesiedelt, als WotC den maroden Giganten übernommen hat.)
Eine Ausprägung dieser Wagniskultur ist z.B., daß ein Rollenspielautor, der wirklich von seiner Schöpfung überzeugt ist, viel eher bereit ist, sein Leben und seine wirtschaftliche Existenz aufs Spiel zu setzen, um sein Spiel zu veröffentlichen. Da werden "mal kurz" ein paar tausend Dollar aufgetrieben, der Gürtel enger geschnallt, eine Garage oder ein Keller mit einem Computer ausgestattet, und los geht's. Fast alle heute großen Rollenspiel-Firmen sind so entstanden, gegründet von engagierten Leuten, die bereit waren, auch mal zwei Jahre im Keller zu leben. TSR, Talsorian, White Wolf und nicht zuletzt die Wizards, das waren alles mal Fan-Autoren!
Kann sich das irgend jemand in diesem unseren Land der sozialen Sicherungssysteme vorstellen? Schaut mal in den Spiegel: Wir sind (demoskopisch gesehen) wohlgenährt, haben Stereoanlagen und Video, sind Abiturienten oder Studenten, gehen auf eine steile Karriere zu als Ingenieure, Bankkaufleute oder ähnlich, und schreiben Rollenspielmaterial bestenfalls nebenbei. Hier ist niemand bereit, seine Ausbildung abzubrechen, um Rollenspielverleger zu werden - und richtig so, denn anders als in Amerika kommt man hier ohne abgeschlossene Ausbildung nicht weiter. Also: wirklich übertragbar sind amerikanische Verhältnisse nicht.
Ganz abgesehen davon, daß man hier in Deutschland nicht "mal eben kurz" ein paar tausend Mark auftreiben kann, denn auch unsere Banken kennen keine Wagniskultur.

Konsequenterweise haben auch unsere Verleger keine echte Wagniskultur. Seit Beginn der Rollenspiele schielen sie über den großen Teich, was sich dort an interessanten Spielen tummelt - und schwupps! ist eine Lizenz eingekauft und eine Übersetzung gemacht. Es ist natürlich einfacher ein Spiel mit bewiesenem Erfolg zu verlegen. Wer will es ihnen verübeln? Ich bestimmt nicht. Aber das wirkliche Risiko, Shadowrun zu machen, hat FASA getragen, nicht FanPro. Das Risiko, Vampire zu machen, hat ein winziges White Wolf Studio getragen, nicht Feder & Schwert.
Wohlgemerkt: Ich will keinesfalls die Leistungen der genannten Firmen schmälern oder ihr immer noch vorhandenes Wagnis in Frage stellen! Natürlich kostet es Geld, Schweiß und Nerven, aus dem Nichts ein Rollenspielunternehmen aufzubauen! Den Erfolg haben sie sich verdient!

Was mich vielmehr erschüttert, ist das Fehlen einer eigenständigen kreativen Szene. Auch kein Wunder: wenn unsere Unterhaltungskultur vom Fernsehen über die Musik bis zu den Comics vom Ausland dominiert ist, wer soll da auf die Idee kommen, selbst aktiv zu werden? Wer findet da den Mut, seine eigenen Ideen für ebenso veröffentlichungswürdig zu halten wie knallbunte Importprodukte? Wer fängt da überhaupt noch an, selbstständig zu denken, wenn Gary Gygax, Tom Dowd, Mark Rein*Hagen u.a. es einem abnehmen?

Gut, wir haben DSA, und das ist ein Trost. Es ist der durchschlagende Beweis, daß auch hiesige Autoren zu wahrhaft großen Leistungen imstande sind. Man kann über DSA lästern wie man will (auch mein Spiel ist es nicht, ich bin Midgard-Fan), aber DSA ist eines der Wirklich Großen Rollenspiele dieser Welt und kann in Punkto Glaubwürdigkeit, Stimmung und Detailreichtum gut neben Harn und den Forgotten Realms bestehen. Auch hat die Baronie-Szene keine Entsprechung im internationalen Vergleich.
Aber ein großes Spiel macht noch keine Szene, und im Vergleich zu anderen Ländern ist das ein schwaches Bild.

Frankreich zum Beispiel:
Nephilim und In Nomine Satanis werden einigen ein Begriff sein. Aber sie sind nur die Spitze eines Eisberges, der seinesgleichen sucht. Was gibt es in Frankreich alles für Spiele! Ein Schnelldurchlauf:

 Reve de Dragon
Eines der ältesten Fantasy-Systeme. Midgard-ähnlich mit phantastischerem Hintergrund: Die Charaktere erleben ihre Abenteuer in Träumen von Drachen. Jedes Abenteuer spielt in einem völlig anderen Setting.

 Guildes
Wenn DSA im nächsten Jahr nach Güldenland aufbricht, war Guildes schon da. Das Entdecken eines neuen Kontinents ist das Thema. Sechs menschliche Völker streiten sich um Rohstoffe und Märkte und müssen sich mit Ureinwohnern und außer Kontrolle geratenen Naturgesetzen herumschlagen. Wie bei Ars Magica gibt es ein Covenant-ähnliches verbindendes Element: eine Handelsgilde, die von allen Spielern gemeinsam verwaltet werden muß.

  Scales
Eine Mischung aus Indiana Jones und Nephilim, nur daß die Spieler Drachen sind, die verborgen in Menschengestalt unter uns weilen.

  Polaris
Nach einem Krieg lebt die Menschheit in Kuppelstädten auf dem Grund der Meere. Resourcen sind knapp und die Stadtstaaten bitter verfeidet. Die Tatsache, daß ganze U-Boot-Flooten von Piraten die Tiefen durchpflügen, macht das Leben auch nicht leichter. Fühlt sich an wie ein Babylon 5 unter Wasser. Dazu ein bißchen Cyberpunk.

  Chimeres
Hieß früher mal Hurlements und war ein Spiel, das mit nur zwei Attributen und ein paar Skills auskam. In der zweiten Edition hat es den Titel geändert und den Minimalismus abgelegt. Die Spieler sind Gestaltwandler (Werkreaturen?) im frühmittelalterlichen Frankreich. Eine mysteriöse Karawane sammelt sie ein und bereist das ganze Land. Da die Spieler wohl auch unsterblich sind (?), zieht sich eine typische Kampagne über die Jahrhunderte hin bis zur Renaissance. In allen Zeiten und Orten muß die Karawane Mißgunst, Angst, Vorurteilen u.ä. begegnen, während die Charaktere eine Art innerer Ruhe und Läuterung suchen.

  Mega III
Kennt jemand die Comic-Serie Valerian und Veronique? Mega III ist ein Spiel mit diesem Hintergrund. Die Charaktere sind Raum-Zeit-Agenten und bereisen verschiedene Planeten und Paralleluniversen. Wer Valerian nicht kennt kann sich vielleicht unter Stargate mehr vorstellen.

  Nightprowler (huch, ein englischer Titel für ein französisches Spiel?)
Croc, der erfolgreichste Rollenspielautor Frankreichs (Mr. JedesJahreinNeuesSystem), wollte ein Spiel im Stil von AD&D kreieren; er war angetan von den fallenstrotzenden Dungeons der ersten Stunde. Aber dies sind die Neunziger und sowas spielt man ja nicht mehr, also nahm er sich ein Thema, in dem das Herumstochern in gutgeschützten Gebäuden wie natürlich war: die Welt der Diebe. Alle Charaktere sind Diebe mit unterschiedlichen "Fachgebieten" (kaum zu glauben, wie groß die Variationstiefe der Charakterklassen ist). Ein Spiel im Geiste Fritz Leibers Lankhmars.

  Simulacres
Eine Art Mini-GURPS im Zeitschriftenformat. Ein Universalsystem, das in seiner ursprünglichen Form ein Sonderheft des Rollenspielmagazins Casus Belli war. Danach sind weitere Sonderhefte erschienen, die jeweils die Regeln und ein Setting beschrieben. Es gab: Cyber Age, Aventures Extraordinaires (Jules Verne-ähnlich), SangDragon (Fantasy), Capitaine Voudou (Piraten in der Karibik, mit Voodoo-Einschlag) und letztes Jahr Musquetieres & Sorcellerie (Musketiere und Zauberei).

  Dark Earth
Nach dem gleichnamigen Computerspiel. Nach einem Atom- und Biowaffenkrieg ist die Welt unbewohnbar, von wenigen Stadtruinen abgesehen. Ein barockes pseudomittelalterliches Setting. Ein urbanes Mad Max, in dem nicht das Recht des Stärkeren gilt, sondern soziale Hierarchien und Kastendenken dominieren.

  Miles Christi
Die Kreuzzüge als Rollenspiel. Templer und ähnliche Kreuzfahrer tummeln sich im Heiligen Land. Sehr spezieller Hintergrund, aber mit grandioser Liebe zum Detail umgesetzt. Etwas für Geschichtsfreunde.

  Ecryme
Ein Fan-Rollenspiel, das man als viktorianische Science Fiction beschreiben kann. Stählerne Brücken überspannen die Ozeane und verbinden im Meer stehende Städte. Hat jemand den Film Insel der verlorenen Kinder gesehen? So ähnlich, nur nicht so düster.

  Stella Inquisitorus
Die SF-Variante von In Nomine Satanis/Magna Veritas. Nach dem Jüngsten Gericht, das eben doch nicht das Ende der Welt war, streiten Engel und Dämonen in den unendlichen Weiten des Alls. INS/MV meets Space Gothic. Schräg und blasphemisch.

  Bloodlust
Ein Mix aus Conan, Kane und Elric. Intelligente, dämonische (?) Schwerter kontrollieren muskebepackte Barbaren (und -innen). Wohlgemerkt: Der Charakter ist das Schwert, nicht der Mensch. Seit Jahren bei Truant angekündigt als Hyperborea.

  Legendes des Contrees Oubliees
Bei Alpha Comics ist vor Jahren mal ein Dreiteiler namens Zeit der Asche erschienen. Dies ist das Rollenspiel dazu.

  Shoan
Philip Jose Farmers SF-Roman-Zyklus World of Tiers stand Pate für dieses Spiel, in dem künstliche Welten und halbgottartige Helden das Setting bilden. So ein bißchen wie bei Zelaznys Amber-Zyklus.

  Hawkmoon
Eigentlich ein Chaosium-Spiel, das als Übersetzung begann, aber mittlerweile eigenständig geworden ist. So wie Elric! sich zu dem alten Stormbringer verhält, so ist das frz. Hawkmoon eine Neufassung und Vereinfachung der amerikanischen Hawkmoon-Regeln. Basiert auf Moorcocks Romanen um den ewigen Helden Dorian Hawkmoon, Herzog von Köln.

...und es gibt noch etliche mehr, von denen ich nur die Namen kenne. Das sollte auch reichen.

Aber nicht nur inhaltlich haben die Franzosen einen eigenen Stil gefunden, auch regeltechnisch haben sie eine eigene Richtung eingeschlagen. Französische Rollenspiele waren schon Storytelling Games, als Vampire noch ein ferner Gedanke war.

Warum hat Frankreich eine so grundlegend andere Entwicklung genommen?
Sind französische Autoren besser, kreativer, fähiger als deutsche?
(Vibriert das Internet da von einem erschrockenen Aufschrei?) Natürlich nicht. Aber sie haben sich nicht einschüchtern lassen von ein paar Leuten, die bei uns Anfang der achziger Jahre bestimmt haben, daß "echtes Rollenspiel" nur mit amerikanischen Originalregeln möglich sei.

Ich kann nur raten, warum französische Spiele so anders sind: Als D&D auf vermutlich dem gleichem Weg wie bei uns an die Küste der Normandie schwappte, stießen Austauschstudenten und -schüler auf die den Franzosen nachgesagte ... nennen wir es freundlich Liebe zur eigenen Sprache. Während bei uns "Hit Points" cool und gebildet klangen, war in Frankreich das Gegenteil der Fall. Wollte ein junger Franzose seinen Copains ein in USA kennengelerntes völlig neues abgefahrenes Spiel nahebringen, hätte er es wohl komplett übersetzen müssen. Aber wenn er sich schon solche Arbeit machen mußte, warum dann nicht gleich die Fehler ausmerzen und ein "besseres" Rollenspiel schreiben? Wir plagten uns mit Englisch und fotokopierten zerfleddernde englische D&D-Regelhefte (weil man sie anders nicht bekam), während die Franzosen einfach ihre eigenen Spiele schrieben. Und natürlich mußten sie sich eigene Settings ausdenken; es gab ja noch nichts, nicht einmal auf Englisch. Sie besannen sich schnell auf europäische Traditionen und Themen, statt amerikanischer Hollywood-Fantasy aufzusitzen.
Als hier in Deutschland viel später junge aufstrebende Autoren begannen, eigene Spiele zu schreiben, war der Zug schon abgefahren. Durch das Spielen von AD&D, Traveller und RuneQuest waren wir schon geprägt von der Optik und dem Inhalt amerikanischer Vorbilder. (Und mal ehrlich: wir ahmen sie heute noch gerne nach.)

Nach obigen Beschreibungen kann man den Eindruck bekommen, daß die französische Szene ausschließlich aus Eigenkreationen besteht, nicht wahr? Falsch: Zusätzlich zu dieser immensen Fülle von Eigenkreationen gibt es Übersetzungen von jedem großen US-System; mehr noch als bei uns! AD&D, SR, BT, MERP, RM, Cyberpunk, World of Darkness, L5R, Warhammer, Amber, RQ, Elric, Hawkmoon, Mekton Z, Star Wars, GURPS, Ars Magica, CoC, sogar DSA!!! (Viele von ihnen mit völlig verändertem, dem französischen Sinn für Design und Gestaltung angepaßten Outfit. Auch hier zeigt sich ein Unterschied zu unseren Verlagen: Während deutsche Versionen sehr dicht am Original bleiben, haben Franzosen kein Problem damit, ein Layout zu veredeln und noch mehr herauszuholen durch gediegene Hardcover und neue Illustrationen.
Aber wie amerikanische Verhältnisse nicht auf die unseren übertragbar sind, so wenig sind es in diesem Punkt die französischen: Frankreich ist die Comic-Hochburg Europas. In einem Land, in dem Comics als ernsthafte Literatur gelten (und sind!) und vom Kulturbetrieb entsprechend gefeiert werden, findet man hervorragende Illustratoren an der sprichwörtlichen Straßenecke. Noch so ein Standortnachteil für uns...)

Wer jetzt meint, ich sei gegen Anglizismen oder Übersetzungen oder ausländische Spiele, hat mich nicht verstanden. Auch sage ich nicht, daß wir jetzt nach Frankreich gehen und französische Spiele übersetzen sollen. Ich bin für alle Rollenspiele, egal woher sie kommen. Es gibt Rollenspiele, die so gut und wichtig sind, daß sie die Übersetzung in jede Sprache der Welt verdient hätten (ich werde mich hüten jetzt Namen zu nennen...)! Jeder kreativer Gedanke eines anderen Menschen ist es wert gehört zu werden!
Aber wo sind die deutschen Gedanken??? Hat sich mal jemand mit japanischen Rollenspielen befaßt? Die japanische Szene ist eine völlig andere Welt. Jede rollenspielende Nation hat ihre ureigene Interpretation des Erzählspieles geschaffen; warum wir nicht? Warum kopieren wir lieber als selbst schöpferisch tätig zu werden?
Wo ist das deutsche Equivalent zu Vampire - nicht ein Vampirspiel meine ich, sondern ein Rollenspiel, das die gesamte Szene verändern kann und obendrein massentauglich und finanziell erfolgreich ist? Plüsch, Power und Plunder war ein jähes und grelles Erstrahlen echter Innovation. War das schon alles???

Was wollte ich damit jetzt so wortreich sagen?

Dem deutschen Rollenspielstandort fehlt zuerst einmal die Selbsterkenntnis, daß er überhaupt ein eigenständiger Rollenspielstandort ist - wir sollten uns selbst nicht bloß als Absatzmarkt für importierte Bücher und Ideen sehen.
Geht mal in Euch...

In diesem Sinne

Dirk

"Wenn Du nicht Teil der Lösung bist, bist Du Teil des Problems."
(Wenn ich nur wüßte, welcher kluge Kopf dies gesagt hat, ich würde es hier hinschreiben...)

[EDIT: Quelle: http://groups.google.com/group/de.rec.spiele.rpg.misc/msg/1bb6d4c0024241a9]
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Terrorbeagle am 24.02.2011 | 13:40
Im Großen und Ganzen ein sehr interessanter Text, Dirk, aber bei:

Ganz abgesehen davon, daß man hier in Deutschland nicht "mal eben kurz" ein paar tausend Mark auftreiben kann, denn auch unsere Banken kennen keine Wagniskultur.

mußte ich retrospektiv doch schmunzeln.

BTW:
"Wenn Du nicht Teil der Lösung bist, bist Du Teil des Problems."
(Wenn ich nur wüßte, welcher kluge Kopf dies gesagt hat, ich würde es hier hinschreiben...)

Das Zitat stammt glaub ich von Ulrike Meinhoff.
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killedcat am 24.02.2011 | 13:48
Das Zitat stammt glaub ich von Ulrike Meinhoff.
*brüllendes Gelächter bis zum Tränenfluss*
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Glgnfz am 24.02.2011 | 14:03
Von der kenne ich es aber auch - http://www.sascha-bader.de/html/zitate.html sagt es sei Eldridge Cleaver.
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Sebastian am 24.02.2011 | 14:08
Das Zitat stammt glaub ich von Ulrike Meinhoff.

Knapp daneben. Es ist wohl von Eldridge Cleaver (http://de.wikipedia.org/wiki/Eldridge_Cleaver).

Edit: Da war wohl jemand schneller :) Zurück zum Thema...
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killerklown am 24.02.2011 | 14:17
Danke Dirk Remmecke, das war ein geiler Post.

Ich will nicht widersprechen, sondern nur erweitern.

- Ein weiterer Vorteil (erheblicher!) der USA sind ihre Bevölkerungsgrösse. Deren Absatzmarkt ist einfach gigantisch im Vergleich. (ohne von anderen englischsprachigen Länder und nichtmuttersprachlicher Lesern zu reden)

- Franzosen tendieren dazu den amerikanischen Spielstil des dungeon-crawls nicht zu mögen. Deswegen passen die franzosen die amerikanische Spiele an, oder bringen ihre eigene heraus: Die geschichte ist halt öfters wichtiger als die techník, deswegen hatte White wolf auch einen Riesenerfolg in Frankreich. [deswegen konnten auch gute Settings mit scheißregeln in FRK Erfolg haben ~;D]

- Ein weiterer Punkt ist dass meine Erfahrung nach Deutsche sich öfters weigern neue Spiele (oder systeme) zu probieren. Das habe ich nie in FRK erlebt. Vielleicht ist aber meine Rollenspielrunde in FRK einfach offener ?
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Sebastian am 24.02.2011 | 14:23
Nachdem ich auch endlich Dirk Remmeckes Text (danke dafür) gelesen habe: Ich wusste garnicht, dass Magic und Miniaturen damals so der Buhmann waren. Derzeit höre ich nur noch "böses WoW". Scheinbar hat jede Generation Rollenspieler so ihre Sündenböcke, warum das Hobby gerade nicht megatrendy ist. (Ich weiß, dass Dirk nicht auf dieser Schiene weiterargumentiert)

BTW: Weiß jemand wie gut sich solche kleineren deutschen/französischen Projekte eigentlich verkaufen?
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Dirk Remmecke am 24.02.2011 | 14:27
Was wäre denn wohl hierzulande los, wenn man eben nicht die Übersetzungsschiene gefahren wäre, sondern mehr deutlich Kram als nur DSA und Midgard in Eigenregie entstanden wäre?

Auch das habe ich in drsrm skizziert:
(Diesmal mit Spoiler-Tags, um alle Nebenthemen auszublenden.)

(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)

Zitat
> [Thema: In Französien ist alles besser...]
[Liebe der Franzosen zur eigenen Sprache.]
Mir scheint, daß diese Liebe wenig mit dem Rollenspiel an sich zu tun hat.

Natürlich nicht, da habe ich auch nie einen Zusammenhang gezogen. Aber diese Liebe hat die Franzosen viel eher zu eigener Kreativität "gezwungen". (Sie haben sich wahrscheinlich auch nur zu gerne zwingen lassen. Unsere Nachbarn legen eben mehr Wert auf kulturelle Eigenständigkeit als wir, die wir alles frag- und kritiklos adoptieren.)

Tun wir mal so, als ob wir nicht die Könige der englischen Sprache wären.

Es ist 1979.

Euer Freund Klaus kommt von seinem Austauschjahr in Amerika zurück. Er hat dort eine neue coole Spielidee kennengelernt, die so abgefahren ist, daß keiner von Euch ihn versteht. Die Regeln könnt Ihr jedenfalls nicht einfach lesen. Klaus hat die Wahl, die komischen rosa Hefte für Euch teilweise zu übersetzen oder gleich neue Regeln zu schreiben, die nach seinem Dafürhalten ohnehin logischer wären. (Ist das nicht der Grund, warum wir alle später mal angefangen haben unsere eigenen Regeln zu kreieren: weil wir die Veröffentlichten für zu blöd gehalten haben?) Bei der Gelegenheit ändert Klaus auch das Flair der Welt. Bei ihm ist alles "mittelalterlicher", weniger "Bubblegum". Seine Stadtpläne sind realistischer und nicht schachbrettartig. In seinen Städten gibt es keinen "Adventurer's Supply Store". Ihr spielt sein Spiel und findet es gut. (Ihr könnt noch nicht beurteilen, daß sein System auch unlogisch ist.) Ihr spielt länger und ändert das System. (Ihr könnt es langsam doch beurteilen.)
Weil so gut wie niemand Englisch kann, passiert landauf, landab das gleiche. Jeder findet die Grundidee der Role Playing Games klasse, aber interpretiert sie selbst. Es gibt -zig kleine Systeme, keines professionell verlegt, alle mehr oder weniger unbeholfen. (Darunter natürlich auch Midgard.)
1982 fotokopiert jemand seine Regeln in größerem Stil und tritt damit eine Welle los.
Der erste "richtige" Verlag wird gegründet, lassen wir es ruhig FanPro sein. DSA erscheint, vielleicht mit Hilfe von Schmidt Spiele und Droemer Knaur.
Da es schon so viele fertige Systeme gibt, erscheinen bald weitere.
Vielleicht bei FX Schmid.
Ravensburger traut sich nicht.
Sogar Parker Deutschland macht ein Rollenspiel - es geht unter, weil es ein Familienspiel mit Farbwürfeln sein sollte.
Einige Systeme setzen sich durch, andere verschwinden.
Einige Verlage beginnen mit Übersetzungen, weil sie entdecken, daß es auch im Ausland sehr gute Spiele gibt. Shadowrun, AD&D, Vampire, vielleicht orientieren sie sich nicht nur nach Amerika, vielleicht übersetzen sie auch das spanische Aquelarre, das japanische Gear Antique und Lodoss War, das französische Berlin XVIII ...

1999.

Man stelle sich vor es hätten überlebt:


Malt Euch das mal aus! Stellt Euch vor, das wären die vergangenen zwanzig Jahre gewesen! Was für Abenteuer hättet Ihr erleben können!
Stellt Euch diese Regelwerke vor: Eine dicke Box, Würfel klappern darin, in verschlungenen Buchstaben "Atlantis" auf dem Deckel. Das Cover zeigt eine irgendwie griechisch anmutende Stadt, eine weiße Wolke türmt sich zum Himmel, winzig klein davor ist der Schweif einer startenden Rakete zu sehen. Macht die Augen zu und stellt es Euch vor! Was hat dieses Spiel wohl für Regeln?
Lest jeden einzelnen Titel und stellt Euch das Spiel vor. Was für ein Cover hat es, wie dick ist es, was fallen Euch spontan für Geschichten ein?

...(Dramatische Pause)...

Wird einem da nicht schwummrig? Wieso haben die Franzosen das geschafft und wir nicht? Wirkt Euer Rollenspielladen nicht auf einmal entsetzlich leer?
Ihr seid doch bestimmt auch alle der Meinung, Ihr hättet alles gesehen und erlebt. Ihr wünscht Euch doch bestimmt auch die Faszination und den Zauber der ersten Rollenspieljahre zurück. Stellt Euch vor, Ihr müßtet einfach nur in ein Regal greifen und könntet das eine Rollenspiel hervorzaubern, das Euch wieder glutvoll entflammen läßt! Es hätte in den letzten zwanzig Jahren geschrieben werden können.

Wo ist der große Unterschied zu unserer tatsächlichen Historie?

Das Unverständliche daran ist, daß niemand sonst so konsumorientiert war wie wir. Selbst die Amerikaner haben es nicht bei AD&D belassen und haben flugs andere Spiele erfunden: T&T, RQ, CoC, Arduin Grimoire, Harn, Palladium... In der gleichen Zeit, in der mit Hurlements, Reve de Dragon, Legendes Celtiques und ........ (einem komischen System, in dem es keine Metalle gab und Kleidung, Waffen und Rüstungen durch lebendes Material und Tiere ersetzt wurde; der Name will mir nicht einfallen) in Frankreich schon absolut eigenständige Ideen vorlagen, haben wir uns mit dem DSA-Basis-Kasten und einem fotokopierten Midgard voll im Fahrwasser amerikanischer Fantasy-Konventionen befunden. Und mit jedem Jahr, in dem kein weiteres großes deutsches System nachkam, wurde der Weg weiter zementiert, bis heute alle Ideen wie Kopien amerikanischer Systeme aussehen. Die Chance ist vertan.

Und die neuen Spieler, die Einsteiger? Woran sollen sie sich heute orientieren, wenn es keine Vorbilder gibt? Man darf nicht vergessen, daß sich das bloße Vorhandensein einiger gedruckter Spiele auf die Entwicklung einer ganzen Spielergeneration auswirkt. Mit Vorbildern meine ich nicht ein beliebiges Abenteuer, an dem der Neuling den Aufbau eines solchen lernen kann. Ich meine keine Leitfäden zum Spielleitern und Kampagnendesign. Ich meine Vorbilder im ganz klassischem Sinn: Personen, Autoren, Verlage, die es geschafft haben. Leute, die einem 15jährigen AD&D-Spieler zeigen, wohin man kommen kann, wenn man geniale Ideen hat und den Mut, sie bis zum Ende zu verfolgen.
Was macht denn ein Hobby-Autor heute? Er stellt seine Werke ins Netz oder macht ein Fanzine. Er wird von hundert Leuten gelesen. Vielleicht ein paar mehr.

(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)
Ich ergänze: Dem Standort Deutschland geht es schlecht, weil in Amerika zuviel Zeugs erscheint, das (viele) deutsche Spieler aus was für Gründen auch immer der eigenen Kreativität vorziehen. Vielleicht finden sie die amerikanischen Produkte so gut, daß man es nicht mehr besser machen könnte. (Die deutschen Verleger scheinen das jedenfalls zu glauben, sonst würden sich nicht jetzt schon - vor Erscheinen des Spieles - zwei Verlage um die Lizenz zu Larry Elmore's Sovereign Stone bemühen, statt ein Eigenprodukt gleicher Qualität zu schaffen!)
Ist es das?

Ich will auch mal provozieren: Geht es nicht besser als Vampire? Ist Shadowrun das Ende der Fahnenstange?
Gibt es ein Rollenspiel jenseits von AD&D?

In diesem Sinne

Dirk
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Dirk Remmecke am 24.02.2011 | 14:36
mußte ich retrospektiv doch schmunzeln.

Ja, ich auch, als ich das vor dem Posten nochmal las...

Ich wusste garnicht, dass Magic und Miniaturen damals so der Buhmann waren. Derzeit höre ich nur noch "böses WoW". Scheinbar hat jede Generation Rollenspieler so ihre Sündenböcke, warum das Hobby gerade nicht megatrendy ist.

Tja, und dabei hatten wir noch gar nichts gesehen. Der Beitrag erschien ein Jahr vor Pokémon...
Da haben sogar die Magic-Spieler ihren Buhmann gefunden.

Die Pokémon-Kiddies haben alles geschlagen, was man sich an Vorgängen und Anekdoten rund um einen Laden vorstellen konnte.

Übrigens war L'Oeuf Cube in Paris der erste Rollenspielladen, bei dem ich gesehen habe, dass Magic-Spieler vor die Tür verbannt worden waren, um das reguläre Rollenspielgeschäft nicht zu behindern. Der Bürgersteig war voller Leute, die auf wildfremder Leute Autos (noch so ein kultureller Unterschied, die Beziehung zum Auto) in ihren Ordnern herumblätterten und den Laden nur betraten, um eine Handvoll Booster zu kaufen...
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Terrorbeagle am 24.02.2011 | 14:50
Okay, jetzt muß ich doch mal kurz einen Einwurf machen: Sprachliche und kulturelle Offenheit und Vielseitigkeit sollte man nicht unbedingt als eine Bürde auffassen. Eher im Gegenteil - es ist eine Bereicherung, wenn man auch mal über den Tellerrand schaut, und auch um das zu können, bedarf es eben auch gewisser sprachlicher Mittel.

Man sieht das alleine an der Musik. Oder will hier wirklich jemand mehr Frohe [hier Jahreszeit einsetzen]-Feste der Volksmusik?
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Dirk Remmecke am 24.02.2011 | 15:27
- Ein weiterer Punkt ist dass meine Erfahrung nach Deutsche sich öfters weigern neue Spiele (oder systeme) zu probieren. Das habe ich nie in FRK erlebt. Vielleicht ist aber meine Rollenspielrunde in FRK einfach offener ?

Ich kann überhaupt nicht beurteilen, ob die französischen Spieler offener sind. Ein Indiz dafür ist, dass es diese "Einweg-Rollenspiele" ("Bursts") gibt, diese ausdrücklich auf Kurzkampagnen ausgelegten Systeme wie Mahamoth oder 2012 : Extinction.

Ich kann aber aus langjähriger Präsenz hinter dem Tresen eines Rollenspielladens bestätigen, dass es bei uns einen ausgeprägten Hang zum Scheuklappendenken gibt. Wahrscheinlich nicht die Leute, die hier im Tanelorn schreiben. Aber da draußen, an den Spieltischen - jede Menge.
(Das äußert sich auch in Leuten, die sich gezielt der Community ihrer Stadt verweigern, die Cons ablehnen, usw. "Wozu brauche ich Kontakt zu anderen Spielern, ich habe meine Runde.")

Für mich war es ein Augenöffner, als ich etwa 2003/2004 bei Beutelsend in Berlin einen Feldversuch gemacht habe.
Ich wollte wissen, ob die Gedanken, die ich mir beinahe täglich um die Anordnung der Rollenspielregale mache, irgendetwas fruchteten. Ich wollte wissen, ob es etwas nutzt, Vampire neben Nephilim zu platzieren - oder neben Cthulhu. Battletech neben Heavy Gear. Und so weiter.

Das dumme ist, dass selbst wenn jemand dadurch auf ein anderes Spiel aufmerksam wird und kauft, weiß ich immer noch nicht, dass es etwas gebracht hat. Ich kann nicht jeden Kunden aushorchen.

Deshalb habe ich einen Dummy eines Systems gebaut, das es gar nicht gibt. Dieses habe ich dann an verschiedenen Stellen im Laden, neben passenden anderen Spielen, platziert. Mein Gedanke war, dass wenn jemand dieses Spiel ohne Inhalt entdeckt, er mich darauf anspricht. "Was ist das denn?" oder "Wow, ich wusste gar nicht, dass es eine Fantasy-Version von Traveller gab!"

Niemand. Hat. Je. Dieses. Spiel. Entdeckt.

Das heißt, über Wochen sind alle Kunden zielstrebig zu ihrem gewohnten Regal gelaufen, haben ausschließlich die Produkte mit ihrem bekannten Logo betrachtet und sind wieder gegangen.

Das war ernüchternd.
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: carthinius am 24.02.2011 | 15:32
Man sieht das alleine an der Musik. Oder will hier wirklich jemand mehr Frohe [hier Jahreszeit einsetzen]-Feste der Volksmusik?
Juhu, die Extremkeule... Nein, natürlich brauche ich keinen Heino- oder Marianne-und-Michael-Klon. Aber ich fände es schön, wenn heutige deutsche(!) Pop- und Rockgruppen vielleicht auch mal sehen würden, dass alles eben inhaltlich genauso stumpf ist, wenn man es hübsch ins Englische verpackt. Es gibt ja durchaus Künstler, die sich trauen, auf deutsch zu singen. Und so sehr ich "Unheilig" auch verabscheue, weil es meiner Meinung nach unterste Pseudotiefgründigkeitsschublade ist - da haben die Leute wieder einen deutschsprachigen Song gut gefunden, und zwar vermutlich aufgrund des Texts! Geht halt schlecht, wenn alle nur auf englisch trällern. Und auch Xavier und Grönemeyer haben Erfolg, WEIL sie deutsch singen. Also warum müssen die Charts immer so englischlastig sein? Tiefgründiger wird es dadurch nicht, eher banaler.
Gleichzeitig haben im Fernsehen ja Musiksachen außerhalb der Volksmusik sowieso keinen Stellenwert. Das Warum würde mich da schon interessieren. Keine Hitparade, nicht mal mehr "Top of the Pops". Nur noch Aufwärmsendungen mit alten Hits, damit das Volk in Erinnerungen schwelgen kann.
Und das ist genau das gleiche. Bloß nichts wagen. Zum Kotzen sowas.
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: korknadel am 24.02.2011 | 15:37
Zur sprachlichen, kulturellen Offenheit: Ich wei0ß nicht recht, was das (Gegen-)Argument soll.

Jedenfalls packt mich im Hinblick auf Frankreich der Neid, eben weil die dort neben grandiosen Eigenproduktionen in RSP, Buch, Film, Comic etc. sehr, sehr viele Dinge übersetzen. Ein Land, das solche Comic-Künstler hervorgebracht hat und sich nicht retten kann vor eigenen Publikationen, übersetzt zusätzliches noch alles Lesens(- und leider wahrscheinlich auch Unlesens-)werte aus dem Ausland. Nicht nur aus den USA, sondern sogar aus Deutschland (zeitgleich mit der deutschen Ausgabe des neuen Schultheiss, kam zum Beispiel auch die Französische). Da kann ich nur sagen: geschissen auf etwaiges sprachliches Manko, wenn man so fleißig übersetzt.

Ein Problem deutscher Rollenspiel-Produktion ist aus meiner ganz persönlichen Erfahrung heraus auch die Lahmarschigkeit. Als Engel seinerzeit herauskam, hatte ich wenig Kohle, es juckte mich aber in den Fingern. So musste ich warten, und bei der Gelegenheit habe ich festgestellt, dass das mal wieder eines der Spiele ist, wo man mit Glück alle zwei Jahre ein neues Supplement kriegt. Das gilt selbst für viele Übersetzungen. Man hat nur ganz selten einmal aufgrund des Produktausstosses den Eindruck: Wow, da geht was. Degenesis, UA, super reizvoll, aber kommt alles nicht so aus dem Genick. Selbst SW hat irgendwie den Schwung verloren. Kein Wunder fällt man dann wieder auf DSA oder Pathfinder zurück. Da hat man wenigstens nicht das Gefühl, dass das System tot ist, kaum dass es auf den Markt kommt.

@Thread:
Auch meinerseits noch mal großes Lob und Dank für die fiese Werbung (aber immerhin gibt es ja Hoffnung auf englische Versionen, wie Du angekündigt hast!!).
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Terrorbeagle am 24.02.2011 | 15:53
Juhu, die Extremkeule... Nein, natürlich brauche ich keinen Heino- oder Marianne-und-Michael-Klon. Aber ich fände es schön, wenn heutige deutsche(!) Pop- und Rockgruppen vielleicht auch mal sehen würden, dass alles eben inhaltlich genauso stumpf ist, wenn man es hübsch ins Englische verpackt.

Halt, halt, halt. Das Extrembeispiel wäre Stahlgewitter oder Landser gewesen. Daran habe ich noch nicht mal gedacht. Und "So ein Lied in unserer Sprache" haut genau in die Heino-Kerbe. Also wortwörtlich.

Aber das ist eine andere Diskussion, die ein anderes Mal geführt werden sollte.
 

Gleichzeitig haben im Fernsehen ja Musiksachen außerhalb der Volksmusik sowieso keinen Stellenwert. Das Warum würde mich da schon interessieren. Keine Hitparade, nicht mal mehr "Top of the Pops". Nur noch Aufwärmsendungen mit alten Hits, damit das Volk in Erinnerungen schwelgen kann.
Und das ist genau das gleiche. Bloß nichts wagen. Zum Kotzen sowas.

Und in dem Punkt hast du natürlich völlig Recht - wobei sich das nicht bloß auf Musik beschränkt, sondern auch auf Eigenproduktionen fürs Fernsehen. Sonderlich viel Mutiges kommt da nicht.
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killerklown am 24.02.2011 | 16:06
Lustigerweise müssen noch ein paar Sachen gesagt werden :

- Viele Franzosen sind extremst neidisch auf die Deutsche Tabletop-Szene  ;D (öfters höre ich : Warum haben wir es nicht geschafft etwas Catanähnlich [im Sinne des Erfolgs] selbst zu produzieren).

- Die Frz Rollenspielszene gilt als Maraude. Viele frz sind davon überzeugt, dass bald Rollenspiel in FRK ausstirbt  ;D . Weil die Spieler die aktiv waren jetzt Jobs und Familien haben und die sehen nicht dass es Nachfolger gibt (die sind ja nicht auf schulhöfe). Aber gerade kommt eine "neue Hoffnung" -> PapaSL spielt mit seinem Sohn und die Schulkompels des Sohnes... Bis einer davon es wagt selbst zu leiten. Es ist immer wieder einen Thema auf frz Rollenspielforen : Was ist das beste Spiel um meine Kinder zum ersten mal zum Spielen zu bringen  8) 8) [Mouse guard scheint momentan der Renner zu sein, trotz Mangel an übersetzung, wohl gemerkt]
Die Szene gilt als Maraude weil wenig Rollenspieler noch kaufen, weil viele lieber WoW spielen und weil es bis kurzem keinen guten Rollenspielzeitwswchrift in den Kiosken gab ! (das ist in Frk einen wichtigen masstab  :o ).

Aber es gibt Hoffnung. Z.B. wirbt John Doe editeurs damit :
"Le jeu de rôle est mort mais personne n'est venu réclamer le corps" (Rollenspiel ist tod aber bis jetzt hat keiner die Leiche abgeholt -> Im sinne von : wir [john Doe] behalten uns das Recht über diese Leiche bis jemand diese abholt  >;D]
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Dirk Remmecke am 24.02.2011 | 16:38
Viele frz sind davon überzeugt, dass bald Rollenspiel in FRK ausstirbt 

Verglichen mit uns ist das aber Jammern auf extrem hohem Niveau. Die französische Szene ist jetzt wahrscheinlich immer noch da, wo unsere vor 10 Jahren war.

Wenn der neue Casus Belli es nicht packt und in den nächsten paar Monaten wieder eingestellt wird, dann gibt's Grund zum Jammern.

(Ich bin ja immer noch traurig, dass Black Box es nicht geschafft hat, über seine 3 Ausgaben zu kommen. Nachdem ich jetzt endlich antiquarisch eine Ausgabe aufgetrieben habe, kann ich sagen: das Ding war ... ziemlich schick.)
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killerklown am 24.02.2011 | 17:43
Gerade Blüht die Kreation in die Rollenspielpresse :
- Casus belli verkauft sich eher gut (probleme sind eher mit der Druckerei -> Verspätungen)
- Di6dent wird es wahrscheinlich schaffen seine erste Ausgabe auch in den Läden als Druckversion zu bringen (#0 ist gratis zu ergattern, #1 ist für ~3€ bei drivethroughrpg.com zu ergattern)
- Le maraudeur #2 ist gerade erschienen. semi professionell und gratis.
- Jdr mag hat eine Ausgabe als Pdf herausgebracht weil die nächste Printausgabe sich verspätet hat.
- Der Body bags #5 soll im Frühling auch als Print in Läden verfügbar sein (Verlagszeitschrift von John Doe, bis jetzt nur als pdf)

Lohnt sich momentan Zeit zum lesen zu haben
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Dirk Remmecke am 24.02.2011 | 17:55
- Jdr mag hat eine Ausgabe als Pdf herausgebracht weil die nächste Printausgabe sich verspätet hat.
- Der Body bags #5 soll im Frühling auch als Print in Läden verfügbar sein (Verlagszeitschrift von John Doe, bis jetzt nur als pdf)

Body Bags habe ich als scheintot empfunden, weil da so lange nichts passierte. Finde ich aber prinzipiell sehr gut, wenn das auch ein Printmagazin wird, obwohl dann inhaltlich noch ein Pfund draufgelegt werden muss. Die PDFs waren schon ok, aber für ein Printblatt noch zu wenig.
John Doe ist mir auch als Verlag außerordentlich sympathisch.

JdR Mag mag ich irgendwie nicht. Ich kann nicht mal genau sagen warum. Das Blatt erinnert mich enorm an "die zweite Liga" der britischen Magazine (Valkyrie, GM International); vielleicht ist es das.
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killerklown am 24.02.2011 | 19:51
Jdr mag funktionniert mit Freiwilligen. Die Redaktion ist ausserordentlich gering gehalten und jeder kann auch einen Artikel dazusteuern. Daher ist die Arbeit ganz gut, wenn man bedenkt dass die Redaktoren wenig (wenn überhaupt) für ihren Beitrag bekommen.
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Dirk Remmecke am 24.02.2011 | 19:53
Jdr mag funktionniert mit Freiwilligen

Ui! Also die frz. Variante des Envoyer.
In der Tat, dafür ist das Heft klasse.
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killerklown am 24.02.2011 | 20:04
Existiert eig. Envoyer noch ?

Bei JdRMAG ist aber nicht alles nur von freiwilligen. Die haben auch oft "offizielle" Szenarien für Spiele herausgebracht, die man sonst beim Hersteller auf der webseite hätte finden können.
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Dirk Remmecke am 24.02.2011 | 20:43
Existiert eig. Envoyer noch ?

Die wollten eigentlich aufhören, sind dann aber vor zwei Jahren nominell mit dem österreichischen Magazin SpielXpress fusioniert. Das scheint aber mittlerweile auch als Printmagazin gestorben zu sein und existiert als eZine weiter, ohne Nennung des Envoyers auf dem Cover.

Zitat
Bei JdRMAG ist aber nicht alles nur von freiwilligen. Die haben auch oft "offizielle" Szenarien für Spiele herausgebracht, die man sonst beim Hersteller auf der webseite hätte finden können.

Ja, ich weiß, z.B. das lange Les Ombres d'Esteren-Quickstart-Dingens, das beinahe die Hälfte eines Heftes ausmachte.



[Edit: Rechtschreibung]
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Fëanor am 24.02.2011 | 21:03
Ok, nach dem ganzen Gejammere, wie scheisse dt. RPG ist und wie geil (TM) das Französische, muss ich jetzt doch mal fragen...warum übersetzt dann keiner? Oder etwas konstruktiver gefragt: Haltet ihr es für realistisch (ganz dem Vorbild der US Szene nach [sorry, der musste sein  >;D ] ), dass man so ein franz. RPG (bzw. dessen Übersetzung) via einer Art Kickstarter bzw. Paten/Patron-projekt finanzieren könnte? Allenfalls mit freundlicher Unterstützung angefressener Übersetzer, die nicht ganz so aufs Geld aus sind? (Ja ja, ich weiss, übersetzen ist eh schon sch***** bezahlt, aber es geht hier ja auch eher um Grenzwertenthusiasmus  ;D ).

Das hat mich gerade so als Idee gepackt... würde natürlich auch noch viel von der Bereitschaft des franz. Publishers abhängen, dies zu erlauben bzw. die Rechte dafür rauszugeben (oder aber man macht das wie die franz. Verlage es auch schon desöfteren gemacht haben, man übersetzt einfach, ohne zuerst zu fragen  >;D ).
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Dirk Remmecke am 24.02.2011 | 21:14
Gejammere, wie scheisse dt. RPG ist und wie geil (TM) das Französische,

Ich glaube, du hast uns missverstanden...
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Fëanor am 24.02.2011 | 23:24
Und ich glaube du hast auf den unwichtigen Teil meines Posts geantwortet  ;)
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Robert am 25.02.2011 | 10:53
Um es kurz zu halten: Weil niemand einen ausreichenden Absatz garantieren kann, um die Übersetzung und den Druck einer nennenswerten Auflage zu finanzieren.
Hab das Thema kurz bei einem Telefonat mit dem Besitzer von meinem Lieblings-Comicladen, der auch frz./belgische Comics(Verlag: Bunte Dimensionen) übersetzen lässt, angesprochen. Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt, ich werd bei Gelegenheit mal etwas ausführlicher darüber plauschen ;)
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Fëanor am 25.02.2011 | 11:54
Und genau darum denke ich, dass Kickstarter/Patron-System das Richtige wäre. Da ist man dann nicht angewiesen auf jemanden, der das Risiko im Voraus auf sich nimmt. Man schaut, ob genug Geld in X Zeit zusammenkommt, um einen gewissen Printrun zu finanzieren, wenn ja, super, wenn nein, dann hat man nix verloren.

Je nach Spendenwilligkeit (bzw. Preorder-Verpflichtung) könnte das Eine oder Andere der hier präsentierten Spiele ja schon alleine mit den Taneloris finanziert werden...jedenfalls wenn man davon ausgeht das jede überschwänglichen Bekundung hier auch einen Back-er ergeben würde  ;D
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Dirk Remmecke am 27.02.2011 | 15:55
Und ich glaube du hast auf den unwichtigen Teil meines Posts geantwortet  ;)

Mir war wichtig, den Eindruck zu zerstreuen, dass es den Schreibern hier vordringlich um ein Hochjubeln der französischen Szene geht. Derart sind meine Beiträge schon vor 12 Jahren missverstanden worden (was ich aber auf meine Kappe nehmen muss, denn sie luden durchaus zu einer solchen Interpretation ein).

Mein Interesse hingegen war und ist das Erkunden einer anderen Rollenspielkultur, und ein Ergründen der Mechanismen, die diese Kultur geschaffen oder begünstigt haben; und in einem zweiten Gedankengang die Vorstellung, wie es bei uns eben anders aussehen könnte, wenn diese Mechanismen auch bei uns gegriffen hätten.
Nicht, weil diese anderen Mechanismen zu höherwertigeren oder anspruchsvolleren Ergebnissen führen, sondern weil sie zu anderen Ergebnissen führen.
"The road less traveled."

Es gibt viele französische Spiele, die mich bei aller bewunderten optischen Opulenz inhaltlich nicht die Bohne interessieren - über die ich aber trotzdem alles wissen will! Darum ist eine Präsentation/Gesamtübersicht wie die von COPS sehr lehrreich. Der Casus Belli brachte übrigens früher immer ein bis zwei Jahre, nachdem ein Rollenspiel neu erschienen war, eine ähnliche Sammelrezension ("Portrait de Famille" genannt) aller bis dahin erschienenen Produkte - doppelt interessant, wenn man sie im Vergleich mit der ersten, meist ebenfalls sehr ausführlichen Rezension des Regelwerkes las.

Bei manchen Systemen wundere ich mich ernsthaft, dass sie in Frankreich erfolgreich sind. Dem 2005 erschienenen Palimpseste zum Beispiel hätte ich keine großen Chancen ausgerechnet. 2008 erschien dann sogar eine überarbeitete zweite Auflage unter dem Titel Terres Suspedues, der sogar sechs farbige Sichtschirme für die Spieler beilagen.

Da sind sicherlich auch - wie in den USA und bei uns - Vanity-Projekte darunter, die lediglich wegen der größeren Verfügbarkeit von Zeichnern eher wie professionelle Produkte aussehen (Écryme). Manche Spiele haben ganz bescheiden als Hobbyprodukte angefangen, wurden stetig erweitert und wiederveröffentlicht, bis sie später von professionellen Verlagen aufgegriffen wurden. Die erste professionelle Fassung von SimulacreS war bereits die 5. Edition; Mega III hatte den Zahlenzusatz, weil es die 3. Edition war.
Ich könnte mir vorstellen, dass auch Rêve de Dragon und Hurlements in ihrer ersten Version Hobbyprodukte waren; RdD1 habe ich leider nie gesehen (Fotos in einem Katalog legen eine Fan-Veröffentlichung nahe), aber beide Spiele waren selbst in der Frühfassung in Läden zu finden (Hurlements habe ich 1992 in einem ausgesprochen touristenorientierten Holz-Geduldspiele- und Schach/Backgammon-Laden in Les Halles gefunden) und wurden eifrig mit Abenteuern und Supplements unterstützt.
Und dann darf man auch nicht unterschlagen, dass es viele professionelle Spiele kaum über das Regelbuch hinaus geschafft haben (Stella Inquisitorus, Scales, Shoan) oder von vornherein als Ein-Buch-Reihen ausgelegt waren (Mega III).
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Dirk Remmecke am 27.02.2011 | 15:56
Und genau darum denke ich, dass Kickstarter/Patron-System das Richtige wäre. Da ist man dann nicht angewiesen auf jemanden, der das Risiko im Voraus auf sich nimmt. Man schaut, ob genug Geld in X Zeit zusammenkommt, um einen gewissen Printrun zu finanzieren, wenn ja, super, wenn nein, dann hat man nix verloren.

Ein Kickstarter-System ist interessant, doch ich frage mich, wer da in Vorleistung gehen soll. Zuerst die Übersetzung anfertigen, damit man bei Erreichen der Zielsumme in die Vollen gehen kann? Vorher sicherlich Kontakt mit dem frz. Verlag aufnehmen, ob die Lizenz überhaupt verfügbar ist? (Aber welcher Verlag lässt sich auf ein Kickstarter-Projekt ein - "wir sind an eurer Lizenz interessiert, aber gleichzeitig wir trauen ihr nicht zu, erfolgreich zu sein...")

Andererseits - erst Kickstarter starten, die Summe wird erreicht, dann Übersetzung beginnen und ein Jahr später mal ein Produkt herausbringen? Welcher Kunde lässt sich darauf ein? Gerade bei semiprofessionellen Projekten ist ja schneller mal die Luft und Motivation raus - nicht alles läuft so rund wie Labyrinth Lord.
(Ein Projekt, das mir für Kickstarter geeignet scheint, ist Agone, weil da wohl schon eine Menge übersetzt vorliegt.)


Ich will stattdessen lieber ein anderes, nichtkommerzielles Modell zur Diskussion stellen:

Übersetzungswillige Personen suchen sich das System ihrer Wahl und übersetzen es. Gerne auch "quick and dirty", den meisten hier geht ja wohl nur um die Grundlagen, es spielfertig zu machen, und nicht um Prosa.
Diese Roh-Übersetzung wird jedem zugänglich gemacht, der nachweisen kann, dass er das französische Original-Buch käuflich erworben hat (z.B. Scan einer Amazon.fr- oder Ludikbazar-Rechnung, Foto des Buches, o.ä.).
Das ist urheberrechtlich immer noch dunkeldunkelgrau, aber wenn z.B. spielrelevante Tabellen nicht mitübersetzt werden, sondern nur ihre Tabellenüberschriften, ist auch sichergestellt, dass man die Übersetzung ohne das Original nicht nutzen kann.

Wenn diese Übersetzung fertig ist, und auf große Resonanz stoßen sollte, ist immer noch Zeit, den Verlag zu kontaktieren, eine Lizenz zu verhandeln und dann für den Druck Kickstarter zu bemühen.
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Fëanor am 27.02.2011 | 17:28
@ Dirk - Danke schonmal fürs erläutern und ausführen. Ich gebe zu, mein erster Post (bzw eben dessen Anfangssatz) war etwas provokant formuliert.
Ich habe bei den Finanzierungsmöglichkeiten einfach mal amerikanische Stellvertreter aufgenommen, nicht unbedingt in der Meinung, dass jede Form unbedingt auch so richtig geeignet ist. Wobei ich schon denke, dass es eben genau wichtig wäre, eine Form zu finden, die eben genau NICHT zu viel Vorleistung (wie zb schon eine ganze Übersetzung) notwendig machen, sondern eben eher die Leute ansprechen, die einfach aus Liebe/Enthusiasmus/Interesse schon mit ihrer Brieftasche voten und somit das Projekt "Kickstarten".
Ich hätte zb. dann auch gehofft (so ähnlich den japanischen Verlagen), dass die frz Verlage einer allfälligen Übersetzung freundlich gesonnen sind und dem wohlwollend zugewandt. Also nicht a la Lizenz-Verhandlung mit zb. Lucas Arts in gieriges Money-grabbing ausartet  ;D Aber ich schätze, da hast du sowieso viel die bessere Ahnung. Vielleicht bin ich da zu idealistisch  ::)

Nun, zumindest im engl. Bereich funzt der Kickstarter recht gut. Auch wenn zwischen pledging und Auslieferung Monate vergehen. Das ist den Kunden ja auch bei Einstieg in den Kickstarter bewusst bzw. das muss natürlich klargestellt werden. Sonst kanns Frust geben, ja.

Dein Vorschlag hat sicher auch seine Meriten, vor allem für die Oberhardcore-Fans. Mich persönlich würde soetwas gar nicht ansprechen. Da ich nicht wirklich Lust habe, mir für eine halb-Übersetzung ein teures Regelwerk in Französisch zu kaufen um dann später vielleicht noch eine professionelle dt. Version auch nochmal kaufen zu müssen. Ich würde bei diesem Vorgehen dann erst einsteigen, wenns um den Kauf des dt. Regelwerks geht.

Die Grundsatzfrage ist doch die - Sind all die grossen "Ich will auch haben"-Fans, die hier im Tanelorn ihre Stimme erheben auch gerade alle, die sowas interessiert? Falls ja, dann kann man es wohl nur so machen wie du vorschlägst. Sollte es aber so sein, dass dies eigentlich ein weitverbreiteter Gedanke ist, dann könnte auch so ein Finanzierungs-Projekt durchaus gute Chancen haben. Es käme auf den Versuch an!

Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Glgnfz am 27.02.2011 | 18:00
Andererseits - erst Kickstarter starten, die Summe wird erreicht, dann Übersetzung beginnen und ein Jahr später mal ein Produkt herausbringen? Welcher Kunde lässt sich darauf ein? Gerade bei semiprofessionellen Projekten ist ja schneller mal die Luft und Motivation raus - nicht alles läuft so rund wie Labyrinth Lord.

 ;D
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killerklown am 31.05.2011 | 19:53
Heute mache ich mich an etwas ganz ganz frisches (letzte Woche erschienen) :

Les Milles Marches

(http://www.legrog.org/visuels/couvertures/11649.jpg)

Les Milles Marches ist ein größeres Projekt :
Hier kriegt man zwar eine fertig zu spielende Kampagne, einen Regelgerüst und eine Beschreibung eines Universums (eine des 1000 "Marches"), aber es soll nur das erste Buch einer ganzen Reihe an Bücher sein.

Zu den Regeln :
- Das Spiel läuft unter dem System namens "Cheap Tales".
- Es ist eine Pulp-Konvertierung des Barbarian of Lemuria Systems mit den Aspekten von FATE dazu.
- Die Regeln sollen die gleichen für andere Universen der Bücher-Reihe bleiben, nur andere Aspekte würden pro Universum dazu geliefert werden.
- 40 Seiten sind für die Regeln benutzt, inklusive Meisterhilfen zu Verfolgungsjagden und High-Action-Szenen

Zum Universum :
- Es gibt eine Gesamt-Kosmologie für die 1000 Welten
- Das Universum, das näher beschrieben wird ist eine Utopie namens Öropa
- Öropa ist eine gigantische Stadt (deckt etwa Belgien). Dort herrscht eine utopische kommunistische Gesellschaft
- Mehr weiß ich noch nicht, ich habe es noch nicht gelesen

Zur Kampagne :
- 5 Szenarien auf 79 Seiten
- High Adventure (Pulp!)
- Die Welt wird danach nie die gleiche sein

Zum Buch selbst :
- A5 königlich-Format (A5 Breite aber 3 Finger höher als A5) mit langer Buch-Klappen bei der Cover (versteht ihr was ich meine ?)
- Schwarz-weiß, schlicht illustriert (aber dafür schön im Artdeko-Styl) aber passend und hübsch
- 192 Seiten
- 29 €
- ISBN : 978-2-916898-13-1
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: oliof am 31.05.2011 | 22:14
Ich fürchte, ich stehe total auf das Milles Marches … aber ich kann immer noch kein französisch …
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Blechpirat am 31.05.2011 | 22:23
Das Cover jedenfalls ist großartig!
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Greifenklaue am 1.06.2011 | 00:45
Im Cthulhu-Blog: Die Franzosen machen es: Delta Green  (http://www.cthulhu.de/artikel/die-franzosen-machen-es-delta-green)
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Laivindil am 1.06.2011 | 11:33
Ich fürchte, ich stehe total auf das Milles Marches …

Ich fürchte auch, dass ich das haben muss. Hab's schon meinen Spielern angedroht ... ich meine, BoL meets FATE: wie geil ist das denn? Meine große Tochter geht im Sommer als Austauschschülerin nach Frankreich ... sie wird mit einem Koffer hinfahren und mit zweien zuück :D
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killerklown am 8.06.2011 | 18:33
Heute auch wieder einen Preview. Die Franzosen machen immer öfters Fotos von den Büchern kurz bevor sie zu den Läden geschickt werden.

Les Ombres d'Esteren - Le monastère de Tuath

(http://www.esteren.org/blog/esteren_couv_tuath440px.jpg)

Wie in den 2 vorherigen Bücher schon gemerkt werden konnte, platziert sich Esteren in der Branche der bombastisch-aussehenden Spielen.
Aber nicht nur, denn Esteren will auch innovativ und modern sein. Deswegen ist Le monastère de Tuath nicht nur einen 52-Seitigen Szenario im Stil vom "Namen der Rose" auf die Welt der Schatten Esterens dekliniert, sondern wird auch mit einem CD verkauft, der die Soundtrack des Spiels sein soll (sehr schön und melancholisch, meiner Meinung nach. Hier auf Myspace reinhören (http://www.myspace.com/esteren)).
Ich poste mal erstmal ein Paar visuellen thermonuklearische Bomben, mit einer übersetzung der Kommentare der Autoren, wenn zutreffend und relevant für Deutschland.

(http://www.esteren.org/blog/esteren_tuath_demo3.jpg)
Das Booklet und das Album, mit gemischte mitgelieferte Goodies im Hintergrund

(http://www.esteren.org/blog/esteren_tuath_demo4.jpg)
Innenseite des Buches

(http://www.esteren.org/blog/esteren_tuath_demo6.jpg)
Die Einführung der Abenteuer

(http://www.esteren.org/blog/esteren_tuath_demo8.jpg)
Wie gesagt viele goodies :
(http://www.esteren.org/blog/esteren_tuath_demo7.jpg)
und einen Gesamtbild des Materials.

Preis : sollte weniger als 25€ kosten (20€<Preis<25€)
Für einen Abenteuer + eine (gute) Musik-CD + viel zusatzmaterial, finde ich es gar nicht schlecht
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Hróđvitnir (Carcharoths Ausbilder) am 8.06.2011 | 18:35
Dein Myspace-Link führt auf ein Bild und wo kann man das kaufen?
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Glgnfz am 8.06.2011 | 18:36
Ich bin auch bei einer Bestellung dabei...
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killerklown am 8.06.2011 | 18:49
Ok, das link ist korrigiert.
Das Büchlein ist noch nicht raus, es soll am 11.06.2011 rausgehen, aber der Verlag hat vorgewarnt dass es ein paar Tage Verspätung wegen des Zusammenpackens der CDs mit den Büchern geben wird (1W6 Tage, meinen die)

Vorbestellen kann man es bei den üblichen verdächtigen, z.B. bei Ludikbazar :
http://www.ludikbazar.com/index.php?cPath=4207_4209_5662 (http://www.ludikbazar.com/index.php?cPath=4207_4209_5662)
(die sind aber nicht unbedingt die billigsten...)

und ich habe noch ein tolles Bild gefunden  :d
(http://img856.imageshack.us/img856/1089/esterensupplementtuath3.png)
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Hróđvitnir (Carcharoths Ausbilder) am 8.06.2011 | 19:22
Okay. Mal mein Französisch entstauben.  :P
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Humpty Dumpty am 8.06.2011 | 19:25
Das sieht echt ziemlich geil aus. Aber mein Französisch reicht dafür leider nicht. Glinnefitz: magste das mal leiten? Dafür würde ich problemlos nach Koblenz heizen!
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Glgnfz am 8.06.2011 | 19:26
Kann ich machen!
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Tim Finnegan am 8.06.2011 | 19:31
hach, was haben die Franzosen für schöne produkte, wir haben irgendwie nur Glgnfz. Wie unfair.
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Jiba am 9.06.2011 | 10:38
Sieht für mich aus wie ein Abenteuer, wie es vom Zusatzmaterial her sein sollte. Besser kann man es wohl kaum machen.  :o
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Yehodan ben Dracon am 9.06.2011 | 11:02
Warum kann man solch ein Prachtstück in Frankreich für 25 Euronen anbieten und bei Ulisses/Prometheus schnellen die Preise schon mit Lesebändchen in die Höhe?

Hat unser westlicher Nachbar denn so andere Produktions/Lohnkosten?

Ich schätze, bei uns würde ein solch toll unterstütztes Abenteuer (man bedenke: mit Soundtrack, Handouts in Künstlerqualität, Sichtschirm, Gebäudeplan und farbig illustriertem Buch) sicher 60,00 EUR kosten...  :-\
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killerklown am 9.06.2011 | 12:19
Vergisst nicht ,dass das Büchlein "nur" 52 Seiten hat. Der Soundtrack ist übrigens nicht das Soundtrack des Abenteuers, sondern des Spieles.
Ich weiss nicht ob es einen Soundtrack mit einem geliefertem Abenteuer oder andersrum ist  ~;D

Nicht zu vergessen ist das Esteren von einem Verein entwickelt wird... Ich weiß nicht, ob die Autoren überhaupt bezahlt werden, bzw wie wenig...

Aber es ist definitiv ein Prachtstück
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Blechpirat am 9.06.2011 | 12:58
Warum kann man solch ein Prachtstück in Frankreich für 25 Euronen anbieten und bei Ulisses/Prometheus schnellen die Preise schon mit Lesebändchen in die Höhe?

Hat unser westlicher Nachbar denn so andere Produktions/Lohnkosten?

Ich schätze, bei uns würde ein solch toll unterstütztes Abenteuer (man bedenke: mit Soundtrack, Handouts in Künstlerqualität, Sichtschirm, Gebäudeplan und farbig illustriertem Buch) sicher 60,00 EUR kosten...  :-\
Warum zahlen Frauen bei Friseur mehr? Bei uns findet man immer ein paar Doofe, die 60 € zahlen.
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Laivindil am 9.06.2011 | 15:01
Das sieht echt ziemlich geil aus. Aber mein Französisch reicht dafür leider nicht. Glinnefitz: magste das mal leiten? Dafür würde ich problemlos nach Koblenz heizen!

Meins schon. Trotzdem: ich würde auch nach KO heizen, ist ja nicht so weit...
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Humpty Dumpty am 9.06.2011 | 15:09
Meins schon. Trotzdem: ich würde auch nach KO heizen, ist ja nicht so weit...
Kein Thema, habe gerade mal nachgeschaut: Du liegst exakt auf dem Weg und ich lade Dich gerne ein!
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Laivindil am 9.06.2011 | 18:24
Ich bin auch bei einer Bestellung dabei...
Wer bestellt denn? Ggf. lohnt sich eine Sammelbestellung wg Porto?
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Sülman Ibn Rashid am 10.06.2011 | 13:17
Gibt es irgendwo eine Liste grenznaher Rollenspielläden? Bestellen ist zwar auch möglich, aber teuer :( Da könnte man den Sommerurlaub ja vielleicht mit einem Abstecher in einen gutsortierten Laden verbinden und die guten Stücke vor Ort kaufen? Ich war vor vielen Jahren einmal in Caen (le Pion Magique hieß der Laden wohl) und habe damals dort auch Bloodlust gekauft. Aber Caen ist nicht wirklich grenznah... (Grenznah heißt für mich außerdem eher Grenze zu Belgien, oder vielleicht gleich ein Laden in Belgien).
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Boni am 10.06.2011 | 13:58
Ich habe übrigens bei Alchimiste Games (http://www.alchimiste-games.fr/) bestellt.Die waren sehr nett und der Versand war mit 8 Euro eigentlich auch okay.
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Sülman Ibn Rashid am 10.06.2011 | 16:57
Sieht gut aus. Mir ist nicht ganz klar, ob das nur ein "Versandlager mit Theke" ist, oder ob man da auch rumschnuppern kann. Reims erfüllt ja durchaus das Kriterium der Grenznähe :)
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Laivindil am 10.06.2011 | 17:43
Ich habe übrigens bei Alchimiste Games (http://www.alchimiste-games.fr/) bestellt.Die waren sehr nett und der Versand war mit 8 Euro eigentlich auch okay.

Ja, aber: Disponibilité : Ce produit [Les Mille-Marches] est momentanément indisponible   :,,(
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Glgnfz am 10.06.2011 | 17:47
Ich werde mal meine Luxemburg-Connection fragen, ob er da irgendwie drankommt...
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killerklown am 11.06.2011 | 12:09
Für Pfälzer und Badener kann ich nur Philibert in Strasbourg empfehlen :
12 rue de la grange
67000 Strasbourg
0049 3 88 32 65 35
Ich weiß nicht ob die deutsch können.
Die sind in einer kleinen strasse Links von der FNAC (Links wenn man am Reinkommen im gebäude ist, Rechts wenn man rauskommt :-) ) auf der "Place Kléber" (da wo immer der weihnachtsmarkt stattfindet, den Hauptplatz halt).

Sonst gibt es in luxembourg einen Laden : http://lacavernedugobelinluxembourg.over-blog.com/ (http://lacavernedugobelinluxembourg.over-blog.com/)
Caverne du gobelin ist eine "Kette" (3-4 Läden) die aus Nancy stammt, also sollte man dort wie in nancy die frz rollenspielproduktion auch finden.
In Metz soll es auch 3 Läden namens : "caverne du gobelin", "le petit peuple" und "le petit joueur" geben, aber mehr kann ich nicht sagen.
Sobald ich weiß, wo du wohnst schalte ich meine belgische Rollenspiel-Connections ein, vielleicht gibt es näheres als Luxembourg für dich ...
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Sülman Ibn Rashid am 11.06.2011 | 20:35
Metz, da bin ich im April noch gewesen. Aber leider hatte ich keine Zeit mich nach einem RSP-Laden umzusehen :( Luxemburg wäre auch nicht schlecht. Danke!
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Laivindil am 12.06.2011 | 11:39
Ich werde mal meine Luxemburg-Connection fragen, ob er da irgendwie drankommt...

Das wäre sehr nett. Meine Frankreich-Connection hat's nämlich nicht hingekriegt.
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Glgnfz am 12.06.2011 | 11:46
Marc aus Luxemburg hat mich auch nach Metz verwiesen, wo er den Ladeninhaber kennt - ich denke da wird demnächst eine Shoppingtour fällig. Ich sage auf jeden Fall vorher hier Bescheid.
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killerklown am 13.06.2011 | 14:43
Übrigens, ich habe vergessen es zu erwähnen, bzw. zensiert weil es per se keine französische Produktion ist, aber eine um ~10 Jahren erweiterte Version von Delta Green ist vor kurzem herausgekommen :
die Leute von Cthulhu.de können aber besser als ich es beschreiben (http://www.cthulhu.de/artikel/die-franzosen-machen-es-delta-green)

Teaser : das Cover der neuen frz Version  >;D
(http://www.sans-detour.com/images/stories/couve_dg_final_web.jpg)

(die Sammler können gerade leicht billigere Versionen von Delta green in Englisch in Frankreich finden)
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Sülman Ibn Rashid am 15.06.2011 | 22:41

Sobald ich weiß, wo du wohnst schalte ich meine belgische Rollenspiel-Connections ein, vielleicht gibt es näheres als Luxembourg für dich ...

Charleville-Mézières klingt schon ganz gut. Im Zweifel fahre ich lieber ein paar Kilometer mehr und habe dafür eine gute Auswahl und nette Leute im Laden, die auch ein bisschen Geduld haben mir ein bisschen was zu erzählen (=schmackhaft zu machen ;)). Ich würde ja sowieso mehr als einen Tagesausflug daraus machen. In Reims war ich auch schon, habe aber statt des Rollenspielladens die Kathedrale besucht ;) Irgendwie habe ich darauf nicht sehr gut geachtet in letzter Zeit...
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killerklown am 17.06.2011 | 09:49
Auf dem franz. Forum CasusNO verkauft ein Typ eine Agone-Komplettsammlung für 300€...
Wem es interessiert kann gerne per PN erfahren wo :-)
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Glgnfz am 14.07.2011 | 08:07
Hmmmmmmmmmmmmmmmmmmm...


Wenn alles glatt läuft, leitet Marc auf der FeenCon eine Runde "Les Ombres d'Esteren".


"Ick freu mir!"
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Laivindil am 14.07.2011 | 12:06
HIER!  ;D
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Glgnfz am 14.07.2011 | 12:22
Wird wohl Samstag gegen mittag sein müssen, da ich für Samstag 17 Uhr eine Runde LL angesagt habe und Marc am Sonntag wohl nicht mehr da ist. Frag dich einfach nach mir durch. ;-)
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Lord Verminaard am 14.07.2011 | 13:26
Gibt's eigentlich inzwischen den Schwesterthread zu deutschen Rollenspielproduktionen auf Französisch? Wenn ja, kannst du den für die frankophonen unter uns verlinken? :)
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killerklown am 17.07.2011 | 06:07
Nein, den gibt es noch nicht...
Und es sind gerade ein Haufen schöne Sachen rausgekommen die ich erstmal hier vorstellen möchte (und ich habe Morgen meine letzte Prüfung des Semesters  ;D )

Wie ist Esteren gelaufen ?
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Glgnfz am 17.07.2011 | 08:06
Keine Ahnung! Die FeenCon ist erst in 2 Wochen!
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killerklown am 22.07.2011 | 15:42
Ganz frisch bei mir eingetroffen (aber noch nicht aus dem Blister genommen)

Asgard : Le crépuscule des dieux

(http://www.les12singes.com/IMG/png/Elevation-ASG-site-XIIs.png)

Der 2 Spiel der "clés en main" Reihe vom Herausgeber les XII Singes ist gerade herausgekommen...
Genau wie im ersten Spiel (2012 Extinction) ist alles im Buch inklusiv :

Worum geht's ?

In Asgard spielt man auch nicht irgendeinen Charakter... Man spielt einen Gott der skandinavischen Mythologie (die eig. auch die Standard-Mythologie der deutschen sein sollte) der alles versuchen wird, den zeitlich naheliegenden Ragnarök innerhalb 5 Szenarien zu verhindern.
In dem Kampf gegen Loki, kann das Spielerpack in die Rollen Thors, Odins, Freyrs, Freyas, Heimdalls, Tyrs, Vidars, Hermods, Sifs oder Friggas einschlüpfen und vielleicht sogar die Riesen bezwingen und den Fall von Asgard verhindern...

Fühlt ihr euch diese Herausforderung gewachsen ?

Vorstellungsseite des Verlags : http://www.les12singes.com/sousrubrique.php3?id_rubrique=46 (http://www.les12singes.com/sousrubrique.php3?id_rubrique=46)

Das Kampagnenbuch ist 64 Seiten Softcoverbuch im 16 x 23 cm Format.
Preis ist etwa 28€
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: First Orko am 22.07.2011 | 15:56
Och Menno wie fies! Und das kurz nachdem ich den großartigen Film "Walhalla" wiederentdeckt habe....
So langsam überleg ich wirklich, mein Französisch mal wieder aufzupolieren... welch bessere Motivation als Liebe oder Rollenspiel kanns dafür geben ;)
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: 1of3 am 22.07.2011 | 16:16
Ganz frisch bei mir eingetroffen (aber noch nicht aus dem Blister genommen)

Asgard : Le crépuscule des dieux

Also das find ich groß. Wie funktioniert das Spiel denn so? - Also wenn du es ausgepackt hast. ;)
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killerklown am 22.07.2011 | 16:40
Zitat von: Author von 2012
Alors, la base est très classique :

- Pour résoudre une action, on jette 3d6, on ajoute le score de la compétence concernée et on compare à une difficulté.
- Pour la santé, chaque perso a des points de Vitalité. Tant qu'il lui en reste, tout va bien, il est juste un peu fatigué, dès qu'il passe à 0, il est blessé et ça commence à craindre. A chaque nouveau coup il risque de tomber KO ou de saigner à mort.
- Les PJ ont des points d'héroïsme qui leur permettent de relancer les dés, d'obtenir 1 dé supplémentaire, etc. Le nombre de PH se réinitialise au début de chaque scénario. C'est donc une réserve dont l'utilisation est délicate et demande de faire des choix.
- Le combat utilise le système XII singes des primes/pénalités.
- Chaque perso possède 4 atouts potentiels (1 seul au départ, les autres venant avec l'expérience). Chaque atout a deux effets, un permanent et un héroïque qui déchire (et qui demande la dépense d'1 point d'héroïsme). Ils sont tous décrits sur les fiches de perso téléchargeables sur le site.
- Les PNJ bénéficient d'un traitement simplifié et d'atouts qui leur sont propres, explicités à chaque fois.

Also :
noch fragen ? (ich weiß noch nicht wie die Kompetenzenwerte ausgerechnet werden aber die stehen auf dem Charakterbogen)
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killedcat am 23.07.2011 | 14:37
Ein wenig Haarespalterei mag erlaubt sein: man hält sich bei den nordischen Göttern aber nicht so wirklich an die Vorlagen, habe ich den Eindruck. Ein wenig künstlerische Freiheit sollte aber erlaubt sein. Nur wer die Edda gelesen hat, muss wohl ein wenig umdenken.

Uff: Tyr hat noch die rechte Hand, obwohl er sie Fenrir als Pfand geopfert hat. Tyr war Schwertgott, kämpft laut Regeln aber wohl lieber mit Lanze oder Dolch. Odin hat auch noch beide Augen ... irgendwie hat das mit der nordischen Göttersaga nur entfernt etwas zu tun.
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Jiba am 11.08.2011 | 09:41
Ganz andere Frage... ich breche mit meiner Freundin am Samstag nach Frankreich auf und wir machen da dann Urlaub (3 Tage Paris, 2 Tage Strasbourg). Da will ich natürlich die Gelegenheit nutzen und einkaufen. Wer also gute Rollenspielläden kennt, wo ich mir ein paar Sachen zulegen kann, der möge bitte sprechen. ;)
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: korknadel am 11.08.2011 | 09:46
Ganz andere Frage... ich breche mit meiner Freundin am Samstag nach Frankreich auf und wir machen da dann Urlaub (3 Tage Paris, 2 Tage Strasbourg). Da will ich natürlich die Gelegenheit nutzen und einkaufen. Wer also gute Rollenspielläden kennt, wo ich mir ein paar Sachen zulegen kann, der möge bitte sprechen. ;)

Ich hatte das auch schon mal gefragt und diese Antwort (http://tanelorn.net/index.php/topic,56890.msg1227787.html#msg1227787) bekommen. Allerdings musste ich damals die Straßburg-Fahrt canceln    >:(.
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killerklown am 11.08.2011 | 14:15
Die meisten Rollespielläden in Paris sind um die Sorbonne herum :

Was wolltest du denn dir leisten ? Brauchst du "Hilfe" zur Entscheidung  ;D ?
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Jiba am 11.08.2011 | 20:19
Wenn sie "Khaos 1789" haben, nehm ich das. Sonst klingen "Exil", "Z-Corps" und "Cops" vielversprechend für mich.
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Funktionalist am 11.08.2011 | 20:44
Hach, wenn ich doch nur etwas mehr FRZ. könnte... Vielleicht wäre das ja eine Gelegenheit wieder zu lernen. WIe schwer sind die denn geschrieben?
Kinderbücher dürfte ich geradeso noch lesen können, eine Zeitung ist nicht so ohne weiteres möglich und bei Rokllenspielen zieht der "schlechte Urlaubserfahrungenfaktor" auch nicht so.
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killerklown am 12.08.2011 | 10:17
Also
Wann fährst du dann ?
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Jiba am 12.08.2011 | 11:07
Am Montag. :)
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killerklown am 12.08.2011 | 12:11
Dann versuche ich am Sonntag noch ein paar Sachen vorzustellen... (wenn ich nicht zuuuu verkatert bin  >;D)
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Sülman Ibn Rashid am 12.08.2011 | 18:50
Immer sehr gern gesehen :)
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: asri am 12.11.2011 | 16:04
Also, ich hätt ja nichts dagegen, noch ein bisschen mehr zu lesen. Wenn jemand Kundiges sich die Arbeit machen würde... :)
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Sülman Ibn Rashid am 12.11.2011 | 17:53
+1
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killerklown am 13.11.2011 | 04:59
Sorry für die Abwesenheit, guys (& gals), ich schreibe gerade Diplomarbeit...
Aber ich verspreche wieder aktiv sachen zu beschreiben sobald ich fertigstudiert habe  ;D (Februar ist nicht mehr so weit weg... Und ich werde auf einmal viel zu berichten haben  :d )
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Sülman Ibn Rashid am 13.11.2011 | 08:42
Gutes Gelingen und Bonne Chance!
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: asri am 13.11.2011 | 13:46
Jepp, frohes Schaffen! :d
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killerklown am 26.12.2011 | 14:37
Am Weihnachten muss ich nicht schaffen... Also ein Paar Beiträge von mir zu Weihnachten  :d

Ich fange erst mal mit :

Esteren Livre 0 : Prologue
an

(http://www.legrog.org/visuels/couvertures/12016.jpg)

Die nächste visuelle Atombombe von Esteren ist da !
Was ist Prologue ? Wie sein Name es leicht erraten lässt, handelt es sich hier um einen Intro-kit für die wunderbare welt Esterens.
Den gibt es in 2 Ausführungen :
Was gibt es hier in diese 80 Seiten ?
Wie immer sieht es einfach nur geil aus, und über gratisprodukte kann man eh nicht mekern  :d
Schön ist es auch, dass es als Print in Läden für wenig geld erhältlich ist. Zwar ist meiner meinung nach esteren nicht einen rollenspiel für anfänger, dennoch um reinschnuppern ztu können, ist dieser intro-kit eine rechte geniale idee.
Leider warten wir immernoch auf dem Band n#3 mit den Geheimnisse der Welt, die in Frankreich heiß ershnt erwartet wird.

Nächste Chronik heute nachmittag !
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killerklown am 26.12.2011 | 19:00
da ich mich darin verliebt habe, werde ich jetzt nicht nur etwas vorstellen sondern auch Meine Leseerfahrungen einfliessen lassen :

Ich will euch

Tranchons et Traquons vorstellen

(http://zadkin.free.fr/T&Tcouvsmall.jpg)

"Tranchons & traquons" heißt sowas wie lasst uns mal spalten (im sinne von "mit einem Schwert") und verfolgen (im Sinne einer Jagd), aber wird als phnetische Analogie zu Donjon et dragons angewandt  ;D
"Tranchons et Traquons" war lange einen Amateur-Rollenspiel, der jetzt in seiner 2. Fassung den Sprung zu professionell gemacht hat (zumindest halb). Deswegen wird "Tranchons et Traquons" in seiner neuesten Version T&T² genannt (und so werde ich es ab jetzt nennen).
T&T² ist einen Rollenspielsystem, fast ohne Welt damit verbunden, der versucht mit einer eleganten und sehr einfachen Mechanik, Old School Gefühle wiederzuerwachen (also mit mehr oder weniger narativen Regeln die Old-School-Renaissance-Spieler anzusprechen, so in der back to basics Bewegung)
Das System ist sehr leicht zu verstehen, 2W6+attribute gegen eine schwierigkeit von 8 (oder mehr, für schwierigeren Hindernisse (Situation, Gegner oder Monstern), keine Kompetenzen, ab und an einen bonus durch feats oder Ausrüstung.
Es gibt ein Paar rassen (die üblichen verdächtigen + ein paar anderen wie Tauren, Wolfen, Katzenmenschen oder Rattenmenschen) die einem einzigen Rassen-feat geben.
Es gibt 6 Klassen, mit jeweils 5 feats
Charaktererstellung dauert sehr wenig (3/4 St. für meine ganze Gruppe von 3 Spieler, inkl. sehr viel Lachen) und es gibt wenig Zufall bei der Erstellung.
Was sehr interessant in T&T² ist, ist wie  gewürfelt wird. Meistens regelt man eine ganze Szene mit EINEM Wurf und sehr viel Roleplay. So wie in Burning Wheel, wird vor dem Wurf entschieden, was passiert, wenn das Wurf gelingt, aber auch was pasiert, wenn es nicht gelingt.
Kampf ist schnell und schmerzlos (Spielleiter würfelt nicht):
Es sind 2 szenarien in dem Buch drin, das eine ist  voll kommentiert, wie man es führen kann, das Andere ist dafür schöner geschrieben.
Wenn ich diese Szenarien mit einem anderen System führen würde, würde ich die Kampagnen nennen, aber das system scheint das Geschehen sooooo zu beaschleunigen, dass man innerhalb von paar Spielsessions das Ganze durchspielen könnte.

Das Spiel ist weiterhin als gratis download zu erwerben, aber die Print on Demand Version bei Lulu.com ist besser gelayouted und voll illustriert (vom Illustrator der Cover, aber schwarz weiß)

Das Spiel ist sehr geeignet für Initiation zu unserem lieblingshobby, sei es um einen 10-jährigen Neffen zum Spieler zu machen, oder um den letzten Schritt zum ersten Mal als Spielleiter zu wagen.

Einen Monster-guide ist inklusiv (so um die 10 Seiten)

Eine weitere Feature ist dass das Spiel auf Sandboxing ausgelegt ist, und alles tut, damit die Spieler auch an der Backgroundherstellung während des spiels teilnehmen können, indem die auch neue NPCs während des spiels einführen dürfen (unter Aufsicht vom SL, selbstverständlich), und zwischen 2 Abendteuer, gemeinsam mit dem Spielleiter die Welt um die Region der Spieler herum erweitern, Mit neuen Lokalitäten, Mysterien aufzulösen und der gleichen...

Alles in einem, ich bin sehr gespannt auf heute Abend, da werde ich zum ersten mal es Leiten.

Wer Lust bekommen hat, kann es sich bei lulu hier bestellen (http://www.lulu.com/product/couverture-souple/tranchons-traquons/18685311) (man kann auch gerne auf dem nächsten Aktionscoupon warten)
Die Gratisversion zum Schnuppern ist weiterhin hier erhältlich (http://zadkin.free.fr/Tranchons&Traquons.pdf)

Fragen ?
Da ich das Ding ja gelesen habe, und sehr begeistert bin, stehe ich zur Verfügung

Und als Fazit : 2 geile französische Gratisrollenspiele... Also alles gute zu Weihnachten !
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: carthinius am 27.12.2011 | 10:40
Yay, es geht weiter! Danke! ;D


Den gibt es in 2 Ausführungen :
  • Als Heft im Handel für 9,90€ erhältlich
  • oder gratis als Pdf hier : unter der Preview ganz rechts (http://issuu.com/lesombresdesteren/docs/esteren_livre_0_prologue)

Leider ist der Download-Button ausgegraut, geht das nur mir so? Sieht auf jeden Fall beim digitalen Durchblättern hammergeil aus!  :o
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Glgnfz am 27.12.2011 | 11:09
Vermutlich musst du angemeldet sein...


Ich lade es mir zumindest gerade runter.
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Ichneumon am 27.12.2011 | 11:32

Ich fange erst mal mit :
Esteren Livre 0 : Prologue an

Also das Heft sieht ja mal sowas von genial aus  :D :D :D
Es ist nur Schade, dass ich mit meinen geringen Französischkentnissen völlig am Text versage...

Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: carthinius am 27.12.2011 | 11:50
Vermutlich musst du angemeldet sein...
Bin ich, es war offenbar mein Werbeblocker schuld. Jetzt ist alles gut!
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Fëanor am 27.12.2011 | 12:51
Sieht super aus, wie immer.

Nur wieso wieso müssen diese Seiten immer nen Sign up verlangen für Dinge die sie gratis zur Verfügung stellen. Echt mühsam so etwas. Werbefläche selbstverschuldet verkleinert...so was versteh ich nicht  :q
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Hróđvitnir (Carcharoths Ausbilder) am 17.02.2012 | 06:59
da ich mich darin verliebt habe, werde ich jetzt nicht nur etwas vorstellen sondern auch Meine Leseerfahrungen einfliessen lassen : Ich will euch  Tranchons et Traquons vorstellen

Erst einmal einen sehr verspäteten, aber GROSSEN Dank. Das ist wegen Krankenhaus an mir vorbeigerauscht. Cool find ich die Danksagungen ("Spiele, aus denen wir uns schamlos bedient haben"): Ulrich Kiesow, Das Schwarze Auge, "Für die Einfachheit."

Friß das, grabschändendes DSA nach 3. (Und Uli hat sowas mal verdient.)

Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Althalus am 25.02.2012 | 08:43
Wurde scheinbar noch nicht genannt - nun ist das RPG zum zweiten Roman-Zyklus von Mathieu Gaborit (AGONE) erschienen:
Les Chroniques des Féals (http://sans-detour.com/index.php/Jeux-de-Role/Les-Chroniques-des-Feals/Les-Chroniques-des-Feals-Livre-Univers.html)
(http://sans-detour.com/components/com_virtuemart/shop_image/product/Les_Chroniques_d_4e89a4536766b.jpg)
Hintergrund ist die Welt der auf Deutsch als "Im Reich des Feuervogels" erschienen Bücher. Wird wohl in absehbarer Zeit zu mir kommen (müssen) ...
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killerklown am 25.02.2012 | 09:08
Wie fand's du eigentlich die Bücher ?
Ich habe gehört, dass die extrem schlecht übersetzt seien...
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killerklown am 25.02.2012 | 09:28
Ich nehme mir heute ein wenig Zeit (vor der ACTA-Demo)

Heute, der letzte Opus der "collection clés en main" von les XII Singes (Nach 2012 und Asgard) :

Solipcity :

(http://www.legrog.org/visuels/couvertures/12089.jpg)
(http://www.les12singes.com/IMG/png/Elevation-SOL-site-XIIs.png)

Solipcity ist wie "Asgard : le crépuscule des dieux" und "2012 : extinction" einen Bundle : Weltbeschreibung + Kampagne + Regeln + Vorfertigte Charakteren.
Also :

Es gibt wenig Leute die sich für das Spiel begeistert haben, weil es auf einen wichtigen Geheimnis beruht, dass nicht zu wechseln ist und die ganze Kampagnenorientierung determiniert. Entweder mag's man oder nicht. Ich will es euch nicht verraten, aber es ist auf die erste Seite des Heftes zu lesen. Ich kenne selbst das Geheimnis und weiß nicht, was ich davon denken soll. Ich glaube ich bin dies gegenüber positiv eingestellt. Wenn ich mehr Kohle hätte, würde ich mir es wahrscheinlich leisten.
Setting ist : Die Spieler erwachen einen Morgen im aktuellen New York, um festzustellen... Dass 99,9% der Bevölkerung verschwunden ist, und dass es nur noch sehr wenige Menschen in NY gibt. Was außerhalb NY los ist ? weißt erstmal keiner...
Ziel der Kampagne ist zu entdecken : Was ist denn da passiert ? Und wie überlebt man bis die Antworten gefunden sind...
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killerklown am 25.02.2012 | 09:58
und wenn ich schon dabei bin, eine zweite Ladung Traum  ~;D

Luchadores

(http://www.legrog.org/visuels/couvertures/12077.jpg)

Das erste Mal, dass man von Luchadores hört, denkt man gleich wie Obelix : "Die spinnen, die Franzosen"
Denn Luchadores ist eher einen Nichenspiel, dass höchswahrscheinlich in DE kein Erfolg haben könnte.

In Luchadores spielt man maskierte Catch-Kämpfer auf eine tropische Insel in den 70ger Jahren.
Wrestlemania + Machete + Junta (das Brettspiel (http://de.wikipedia.org/wiki/Junta_%28Spiel%29)) + James Bond vs Dr No. + Mexikanisches Catch = Luchadores
Klingt verrückt, ist es auch ein wenig. Aber dahinter ist auch eine Welt gut beschrieben, die das ganze spielbar macht, wenn man Spieler findet, die bereit sind einen Luchador zu spielen (maskierter spanischsprachiger Catcher/Gladiator)

Das Buch ist 328 Seiten lang, darunter 8 farbig mit einem vollseiten Bild. Softcover, zwischen A4 und A5 Format (sogenannter A5-König, glaube ich)

Anscheinend ist das Spiel sehr gut, lustig, kitschig aber gewollt so.
Aber Catch war wieder ganz groß in Frankreich in den letzten 5 Jahren, das hilft schon ein wenig, sich damit anzufreunden.
Das Spiel soll aber so gut konzipiert sein, dass Leute die sich nicht mit catch auskennen schnell reinkommen und Kombos mühelos entwerfen und ausliefern
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Althalus am 25.02.2012 | 13:21
Wie fand's du eigentlich die Bücher ?
Ich habe gehört, dass die extrem schlecht übersetzt seinen...
Ich hab die ehrlich gesagt nur auf Deutsch gelesen - ich kann mir aber nicht vorstellen, dass Gaborit wirklich sooo schlecht schreibt. ;D Teilweise springen einen Formulierungen an, die sogar Google schon besser übersetzen kann ...
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Jiba am 28.02.2012 | 16:28
Das Buch ist 328 Seiten lang, darunter 8 farbig mit einem vollseiten Bild. Softcover, zwischen A4 und A5 Format (sogenannter A5-König, glaube ich)

Ich glaube das wird eher der Grund sein, warum es nicht ankommt... ich wüsste nicht, wie man mit dem Thema vernünftig 328 Seiten füllen könnte... als schlankes Indie hingegen wäre es der Bringer. :)
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Althalus am 10.03.2012 | 08:27
So, ich hab Les Chroniques des Féals gestern bekommen und schon mal durchgeschmökert.

Hintergrund- und Systemteil sind optisch voneinander getrennt - die Welt ist bunt (im Druck wie im Detail), das System S/W. Die grafische Aufmachung ist - typisch französisch - ein Leckerbissen. Die Beschreibung der Welt und ihrer Bewohner macht mehr als 3/4 des 330 Seiten starken Buches aus, dagegen präsentiert sich das System sehr schlank und vor allem sehr offen.

Es ist ein W10-Poolsystem, bei dem die Anzahl der Würfel durch die Fertigkeit, der Erfolgswert aber durch das Attribut vorgegeben wird. Die Schwierigkeit wird durch die Zahl der nötigen Erfolge ausgedrückt. Dieser Mechanismus kommt für alle Proben zum Einsatz, sei es Kampf, Magie oder Interaktion. Ein Rad bietet einen wunderbar durchdachten Überblick über die Zuordnung von Schwierigkeiten in verschiedenem Kontext.

Die Rollen der Spieler sind die von Féalen - "Priestern" von Fabelwesen, die im Laufe ihres Lebens immer mehr von dessen Eigenschaften und Fähigkeiten annehmen können. Man nennt dies Mimetik. Ihr Gegner ist das Nichts, eine Macht, die die ganze Welt auflösen wird, wenn es nicht aufgehalten wird. Es gibt aber noch einen weiteren Feind - das Aas. Die Grenzen zwischen dem Reich der Lebenden und der Toten sind durchlässig geworden und so gelangen die Aasgeier (Untote) in die Welt (die übrigens als M´Onde bezeichnet wird, ein Wortspiel, dass nur auf französische funktioniert, ist es doch einerseits einfach "W´elt", enthält aber gleichzeitig das Wort "Onde", die "Woge", eine der beiden magischen Kräfte der Welt). Diese sind offensichtlich feindlich, stehen aber andererseits dem Nichts ebenso feindlich gegenüber.
Im Buch enthalten sind zwei Einführungsabenteuer, ein eher kurzes und eine lange Historie.


Dazu gibt es einen SL-Sichtschirm mit einem Heft, das das Jahr 995 beschreibt und damit den Grundstein einer fortlaufenden Geschichte der Welt legt. Der SL wird übrigens als "Exodin" bezeichnet, ein Begriff aus der Welt.

Wer AGONE kennt, dem werden die Ähnlichkeiten nicht entgangen sein. Zwei negative Kräfte, von denen eine eigentlich nicht ganz so negativ ist, Helden, die mit sehr speziellen magischen Kräften ausgestattet sind, eine Welt, in der Magie durchaus alltäglich ist. Dennoch ist es sicherlich kein AGONE-Klon. M´Onde ist als Welt deutlich düsterer als Harmundia, die Magie der Féalen sehr zweischneidig, verändert sie den Anwender doch im Laufe der Zeit. Das System trägt dem Rechnung, indem es Trauma einsetzt und "Nekrose" - den Einfluss des Nichts. Noch stärker als bei AGONE hat man aber System und Welt inhaltlich miteinander verknüpft, erklärt systemtechnische Dinge aus der Welt heraus (1 am W10 ist die Perfektion, 0 hingegen die Zahl des Nichts) und macht settingspezifische Zusammenhänge über das System verständlich.

Fazit: Ich muss den Systemteil für meine Gruppe mal auf Deutsch übersetzen und dann zum Spieltest schreiten. Kann aber eine Weile dauern, weil wir derzeit bei AGONE noch sehr zufrieden festsitzen.
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killerklown am 10.03.2012 | 12:05
Danke für deinen Bericht Althalus.
Cover des Regelwerks :
(http://www.legrog.org/visuels/couvertures/12140.jpg)


SL-Schirm :
(http://www.legrog.org/visuels/couvertures/12141.jpg)

Ein paar weitere Illustrationen aus den GRW :
(http://www.scifi-universe.com/upload/critiques_staff/Chroniques_des_feals_vl01.jpg)(http://www.scifi-universe.com/upload/critiques_staff/Chroniques_des_feals_vl03.jpg)(http://www.scifi-universe.com/upload/critiques_staff/Chroniques_des_feals_vl02.jpg)

2 Links die zu Vorstellungsmaterial zum Regelwerk führen:
http://sans-detour.com/index.php/Telechargements/Telecharger-document/53-Feals-Une-presentation-du-livre-univers.html (http://sans-detour.com/index.php/Telechargements/Telecharger-document/53-Feals-Une-presentation-du-livre-univers.html)
http://sans-detour.com/index.php/Telechargements/Telecharger-document/52-Extrait-du-livre-Les-chroniques-des-Feals.html (http://sans-detour.com/index.php/Telechargements/Telecharger-document/52-Extrait-du-livre-Les-chroniques-des-Feals.html)
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killerklown am 23.03.2012 | 20:15
Einen Gerücht nach, soll momentan an einer englischen Fassung von Esteren gearbeitet werden...
Wer weißt, vielleicht kommt dann eine Deutsche Version danach  ;D
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Glgnfz am 23.03.2012 | 20:20
Ich wüsste keinen Verlag, der das stemmen könnte (und wollte).

Die Übersetzung aus dem Französischen wäre sicher nicht das Hauptproblem.
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Jiba am 23.03.2012 | 20:27
:P

(Mehr gibt's dazu nicht zu sagen...)
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Blechpirat am 23.03.2012 | 20:35
Meinst du (http://extreme.pcgameshardware.de/attachments/271934d1285500722-22zoll-samsung-oder-lg-sabber-smiley.gif)
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Jiba am 23.03.2012 | 20:37
Nein, eher:  :bang:
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: korknadel am 23.03.2012 | 20:41
Ein paar weitere Illustrationen aus den GRW :

Der Illustrator, Fructus, ist ziemlich durchgeknallt unterwegs. Bei Splitter ist von ihm eine ziemlich kranke und wirre fantastische Serie erschienen (Thorinth (http://www.splitter-verlag.eu/thorinth-bd-1-der-narr-ohne-namen.html)), und bei Ehapa erscheint gerade Showman Killer (http://www.ehapa-comic-collection.de/index.php/cat/c936_showman_killer.html?view=reihenintro), passenderweise vom ebenfalls ziemlich abgespacten Jodorowsky getextet. Beides sehr eindrucksvoll.
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: carthinius am 23.03.2012 | 21:52
Ich kenne Fructus vor allem seit Cadwallon, da hat er ja auch schon kongenial Stadtszenen illustriert - und von ihm stammen die fantastischen "Reversible Gaming Tiles", die Rackham damals herausgebracht hat. Der Mann kann was, das steht fest!
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Althalus am 24.03.2012 | 07:51
Zitat
Die Übersetzung aus dem Französischen wäre sicher nicht das Hauptproblem.
Das Problem ist die Auflage - und dazu braucht man Käuferpotential. Da in Frankreich das RPG an sich nicht mit dem nerdigen Image behaftet ist. können Verlage ganz andere Käuferschichten ansprechen. Andererseits legt der franz. RPGler auch deutlich mehr Wert auf Qualität in der Aufmachung und Präsentation. Wer den 1000sten neuen Skill oder die xte ausgelutschte Klasse will, spielt einfach D&D und dessen Derivate.
Wenn an einem RPG aber dransteht "100%ig französisch" (steht bei LCdF im Katalog von Sans-Detour dabei), erwartet man deutlich mehr, wies scheint - und bezahlt auch den vielleicht höheren Preis.
Ich habe ja den Verdacht, dass größere Verlage gar nicht das Risiko eingehen wollen, das nachzuahmen - man stelle sich vor, die Konsumenten würden diesen Standard dann überall verlangen ...  >;D
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killerklown am 24.03.2012 | 09:49
So weit ich weiß ist Esteren lange nicht 100% Französisch... Da haben mehrere französischsprachige Schweizer teilgenommen  >;D
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Fëanor am 24.03.2012 | 14:07
... Da haben mehrere französischsprachige Schweizer teilgenommen  >;D

Sehr sympathisch  ;D

Ganz ehrlich, mir würden Übersetzungen ins Englische auch schon mehr als reichen. Ich brauch nicht zwingend eine Deutsche Übersetzung (schon alleine wegen der dämlichen Buchpreisbindung). Allerdings dürften es gerne mehrere Übersetzungen sein...nicht nur die von Esteren  ;D
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killerklown am 12.04.2012 | 01:18
Ich darf offiziell die Nachricht verbreiten :

Esteren wird es auf Englisch geben !

(https://lh4.googleusercontent.com/-H1oJua_VO4g/T4YQGwwOGsI/AAAAAAAABVQ/YVuT_kkvbPY/s800/2012-04-11.png)
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: asri am 12.04.2012 | 08:24
Aus Neugier, bei welchem Verlag usw., hab ich gesucht und eine Mischung aus Ankündigung/ Bitte um Mithilfe bei rpg.net (http://forum.rpg.net/showthread.php?606692-Looking-for-proofreaders-for-the-Shadows-of-Esteren-RPG) gefunden. Auch die englische Version scheint bei dem frz. Anbieter Agate zu erscheinen.

Wurde hier übrigens schon mal die Esteren-Musik (http://www.myspace.com/esteren/music/) verlinkt? :)
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Jiba am 12.04.2012 | 11:56
Arrrgh und ich kaufe es mir auf Französisch! :D Naja, ist ja eine gute Gelegenheit nochmal in die Sprache einzusteigen.

Grüße,
Jiba (Der immer noch "Khaos 1795" haben mag, es aber nirgendwo findet :) )
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killerklown am 13.04.2012 | 10:35
Ich habe keine weitere Infos diesbezüglich, aber so weit ich verstanden habe würde der französische Verlag einen Distributor suchen. Auch in Deutschland wäre einen Distributor gesucht... Aber bis jetzt ist noch nichts festes...
Bis darauf dass das Buch fast fertig übersetzt ist...
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Glgnfz am 13.04.2012 | 10:37
Du meinst "Distributor" oder "Verlag"? Also jemanden, der die Dinger in den Handel bringt, oder jemand, der sich um Übersetzung, Rechte, Druck und so kümmert?
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killerklown am 13.04.2012 | 12:10
Du meinst "Distributor" oder "Verlag"? Also jemanden, der die Dinger in den Handel bringt, oder jemand, der sich um Übersetzung, Rechte, Druck und so kümmert?

jemand, der die Dinger in den Handel bringt...
Den Rest werden die wahrscheinlich alleine machen, aber ich bin selbst nicht ganz informiert... So weit ich weiß, wird momentan übersetzt und der Rest wird noch definiert, die verschiedenen Optionen gewogen usw...
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killerklown am 14.06.2012 | 00:38
Jetzt ist es offiziell :
http://shadowsofesteren.blogspot.fr/2012/06/welcome-to-shadows-of-esteren-official.html (http://shadowsofesteren.blogspot.fr/2012/06/welcome-to-shadows-of-esteren-official.html)
Les Ombres d'Esteren wurde nicht nur übersetzt, es wird auch in den USA verlegt  ;D
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killerklown am 30.06.2012 | 15:01
Zitat
(http://www.esteren.org/blog/kickstarter_estere_rpg.jpg) (http://www.kickstarter.com/projects/1176616619/shadows-of-esteren)

Da Shadows of Esteren (die englischsprachige Version der "Ombres d’Esteren") diesen Sommer von Studio 2 Publishing in den Staten verlegt wird, hat Forgesonges eine Kampagne auf Kickstarter gestartet. (http://www.kickstarter.com/projects/1176616619/shadows-of-esteren) Esteren schafft es so, das erste französische Rollenspiel zu sein, das über eine internationale Kampagne auf diesen weltbekannten Portal vorgestellt wird !

Forgesonges nutz auch die Möglichkeit, sich bei seinen Fans (meist französischsprachige) zu bedanken, weil ohne deren Support, hätte Forgesonges es nie so weit gebracht! Dank des Erfolgs des 1. Buchs wird der Traum Realität, über Esteren in englischer Sprache verfügen zu können! Vielen DANK an allen !!!

Wenn 3000 $ erreicht werden sollten, wird Forgesonges in der Lage sein, viele Goodies zu entwickeln und bauen zu lassen, insbesondere eine Kollektor-Version des "Book 1 Universe" mit einer alternativen Cover, Kunstdrucke der Innen-Illustrations, T-shirts, usw.

Dieser Angebot kann von überall auf der Welt in Anspruch genommen werden, und die Versandkosten sind dabei miteingerechnet, egal wo Sie wohnen. Also egal auf welcher Seite des Atlantiks sie wohnen, können sie an dieser Aktion bedenkenlos teilnehmen! Aber Achtung! Es gibt nur eine limitierte Anzahl an Collector-Grundbücher!

Link: http://www.kickstarter.com/projects/1176616619/shadows-of-esteren

Die Übersetzung ist von mir  ;D. Wenn jemand fehler finden sollte, kann er gerne mir diese per Privatnachricht mitteilen  ;)
mehr infos über die französische Version vom Spiel gibt es hier im Thread über französischsprachige Spiele (http://tanelorn.net/index.php/topic,56890.msg1238781.html#msg1238781)
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Glgnfz am 30.06.2012 | 15:38
Abgesehen von kleinen Fehlern alleine im Werbe-Blurb gefällt mir der kleine Lapsus besonders gut, dass die Versandkosten irgendwo wohnen sollen. >;D

Hast du den Werbetext übersetzt oder das komplette Regelwerk, Killer?


Bin mal gespannt wie das System sich international schlagen wird und drücke alle verfügbaren Daumen.
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Sülman Ibn Rashid am 30.06.2012 | 15:51
Ich glaube, ich werde hier auch mal mitmachen. Mein Französisch ist leider zu schlecht fürs Original...
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Fëanor am 30.06.2012 | 16:21
Sehr cool! Ich hoffe die Leute werden genug früh damit beginnen, Teasers zu veröffentlichen. Denn die Katze im Sack will ich eigentlich nicht kaufen und ich würde gerne auch sehen wie die Qualität der englischen Übersetzung ist (bevor jemand kommt und sagt "guck dir doch die französischen Teasers an" ;) ).
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Bombshell am 30.06.2012 | 17:01
Abgesehen von kleinen Fehlern alleine im Werbe-Blurb gefällt mir der kleine Lapsus besonders gut, dass die Versandkosten irgendwo wohnen sollen. >;D

Das machen doch auch viele Muttersprachler falsch. ;)
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killerklown am 30.06.2012 | 17:50
Abgesehen von kleinen Fehlern alleine im Werbe-Blurb gefällt mir der kleine Lapsus besonders gut, dass die Versandkosten irgendwo wohnen sollen. >;D

Hast du den Werbetext übersetzt oder das komplette Regelwerk, Killer?


Bin mal gespannt wie das System sich international schlagen wird und drücke alle verfügbaren Daumen.

Klasse wie Groß- und Kleinschreibung manchmal so ein deutliches Unterschied machen kann.
Und nein, ich habe das Regelwerk nicht übersetzt. Ich übersetze normalerweise nur ins Französische. Zumindest professionell, aber für Forgesonges mach' ich es ja freiwillig, also habe ich eine Ausnahme gemacht  ;D
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Glgnfz am 30.06.2012 | 17:55
Okay, mit großem "S" wird es schon deutlich sinnvoller. ;-)

Ich werde es sicher auch unterstützen, obwohl ich die Teil schon auf Französisch im Regal stehen habe.
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killerklown am 30.06.2012 | 17:58
Okay, mit großem "S" wird es schon deutlich sinnvoller. ;-)

Ich werde es sicher auch unterstützen, obwohl ich die Teil schon auf Französisch im Regal stehen habe.

*neid* Ich besitze die noch niiiicht !
Sobald ich wieder Geld habe...
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Sülman Ibn Rashid am 2.07.2012 | 09:49
Das Geld ist ja schon beisammen...
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Sülman Ibn Rashid am 2.07.2012 | 22:37
Ich habe drei Bände von COPS anzubieten. Wer Interesse hat: http://tanelorn.net/index.php/topic,75574.0.html (http://tanelorn.net/index.php/topic,75574.0.html)
 
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Wisdom-of-Wombats am 3.07.2012 | 20:43
Nach dem Hinweis von Bombshell hier noch mal:

Wer kann mir was zu Shadows of Esteren erzählen? Was macht das Spiel einzigartig und erwerbenswert?
Wie funktioniert es? Worum geht es?
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Robert am 3.07.2012 | 21:00
Würd mich auch interessieren, hier im A! (http://www.aktion-abenteuer.de/b/threads/shadows-of-esteren.75271/) hab ich die selbe Frage gestellt.
Vielleicht hilft Dir das Thema, oder der Link zu Kickstarter weiter.
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Wisdom-of-Wombats am 3.07.2012 | 21:13
Ich möchte mehr wissen als im Kickstarter steht! Aber danke für das Link zum A!
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Callisto am 4.07.2012 | 02:46
Ich möchte mehr wissen als im Kickstarter steht! Aber danke für das Link zum A!
Den Post  (http://tanelorn.net/index.php/topic,56890.msg1238781.html#msg1238781) hast du auch gelesen?
UNd falls du französisch kannst, haben die noch nen Blog (http://ombresdesteren.blogspot.de/).
Auf englisch gibts das (http://forum.rpg.net/showthread.php?632568-New-upcoming-Medieval-horror-RPG-from-France-Shadows-of-Esteren).
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Wisdom-of-Wombats am 4.07.2012 | 02:53
Danke! Sehr hilfreich. Auch wenn ich des Französischen nicht wirklich mächtig bin (3 Jahre vor Urzeiten in der Schule - und schon damals die Übersetzungen eher mit Latein und Englisch-Kenntnissen bestritten).
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Bangrim am 13.07.2012 | 14:01
Sehr cool! Ich hoffe die Leute werden genug früh damit beginnen, Teasers zu veröffentlichen. Denn die Katze im Sack will ich eigentlich nicht kaufen und ich würde gerne auch sehen wie die Qualität der englischen Übersetzung ist (bevor jemand kommt und sagt "guck dir doch die französischen Teasers an" ;) ).


Ich hab vorhin ne Nachricht an Jim Searcy von Studio 2 Publishing geschickt. Es wird noch vor dem Ende des Kickstarter Projekts ein paar "Teaser" geben.
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Sülman Ibn Rashid am 6.08.2012 | 16:17
Ich habe letzte Woche in Montpellier eine Neuauflage von Bloodlust ("Bloodlust Metal") gesehen, Softcover, neue grafische Gestaltung. Habe aber nur kurz durchgeblättert. Killerklown, hast du das schon mal inspiziert?
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killerklown am 7.08.2012 | 03:42
Nein habe ich nicht.
Ich kann nur sagen :
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Sülman Ibn Rashid am 8.08.2012 | 15:04
(http://johndoe-rpg.org/site/wp-content/uploads/2012/07/BLstock.jpg)

Ja, es sieht ganz anders aus. Ich hänge aber an der alten Aufmachung ;)
Ja, ich war im Excalibur, fand die Auswahl aber wesentlich magerer als im Rollenspielladen in Liège. In Metz bin ich inzwischen auch schon mal in einem Rollenspielladen gewesen ;) Ich habe mir auch ein paar Comics mitgebracht. "Sept Voleurs" und den ersten Band von "Servitude". 7 Voleurs ließ sich locker lesen, hat auch Spaß gemacht. Klassische Fantasy. Bei Servitude werde ich ohne Wörterbuch nicht auskommen. Wie sieht's mit Empfehlungen für BDs aus. Kennst Du Dich da auch aus und kannst ein paar gute Sachen empfehlen? Ich war mal wieder völlig sprachlos in den Comicläden. Großartig.

Montpellier ist übrigens eine tolle Stadt. Hat mir sehr gut gefallen. Neben dem Excalibur gibt es auch einen tollen Comicladen (Azimut), aber man bekommt auch in den größeren Buchhandlungen alles an Comics.
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: LushWoods am 18.09.2012 | 16:44
Kann dazu jemand was erzählen (?):

http://www.pulpfever-rpg.fr/Devastra-Reincarnatio
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Shield Warden am 18.09.2012 | 17:34
Kann dazu jemand was erzählen (?):

http://www.pulpfever-rpg.fr/Devastra-Reincarnatio

Ja, ein bisschen. Ein Kumpel hat das letztens aus Lyon mitgebracht und wir habens uns mal einen Abend angeguckt. Ist ziemlich nett, der flair kam bei uns gut auf. Der Versuch, sich an mangas und japan-rpgs zu orientieren war zumindest für uns was Frisches und Neues und die Welt ist schön exotisch, um sich ein bisschen darin zu verlieren. Das Ganze lehnt glaub ich ein wenig an persisch/indischer Mythologie an, bin da aber nicht so firm, also bitte nicht drauf festnageln. Ich war auf jeden Fall sehr verzaubert und begeistert, wie eigentlich auch der Rest der Gruppe. Wir kannten natürlich die Vorgängeredition nicht, kann dir also nicht sagen, ob sich da viel oder wenig geändert hat.
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: LushWoods am 18.09.2012 | 19:11
Ich kenne außer Shard kein RPG das die indische Mythologie zum Thema hat, drum hat's mich interessiert.
Manga/Anime? Die Illus sehen gar nicht danach aus?!
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Shield Warden am 18.09.2012 | 19:17
Zitat
Découvrez ou redécouvrez un jeu concentrant tout le souffle épique des meilleurs mangas et rpg japonais

 ;D

Und im Forum (http://www.pulpfever-forum.com/t24-Presentation-du-jeu.htm) gibts ein paar Illustrationen zu sehen, ich denke, die vermitteln das Gefühl wies im Buch aussieht. Gefielen mir persönlich ziemlich gut!
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: LushWoods am 19.09.2012 | 13:34
Find ich auch sehr hübsch.
Steht aber nicht im zukünftigen Programm von Cubicle 7 und sonst wüßte ich von keinem der momentan französische Produkte übersetzen würde.
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killerklown am 16.10.2012 | 01:06
Ich darf offiziell die Nachricht verbreiten :

Esteren wird es auf Englisch geben !

(https://lh4.googleusercontent.com/-H1oJua_VO4g/T4YQGwwOGsI/AAAAAAAABVQ/YVuT_kkvbPY/s800/2012-04-11.png)

Eine weitere Wichtige Nachricht !
Die Mannschaft hinter den Schatten Esterens werden auf der Messe in Essen am kommenden Wochenende anwesend sein.
Nach einem Jahr touren durch die französischsprachigen Cons (FR-BE-CH) und den Besuch der Gen-Con Indianapolis werden 3 Illustratoren, einen Autor und den Verleger des Spiels euch erwarten !
4 Tage lang in HALLE 6, STAND 6-313
Was wird's dort geben ? Previews im Bezug auf dem Kickstarter und Unterschrift mit Bild der Esteren Bücher.
Zum Verkauf werden dort zu finden sein :

Und euch ein wenig sabbern zu lassen, und einen besseren Grund vorbei zu schauen, ein paar bilder aus der vorherigen Cons, mit dem Fokus auf der vor Ort entwickelten handschriftlichen Widmungen / Artworks :
(http://www.esteren.org/blog/esteren_tour_cannes_18_500px.jpg)
WIP

(http://www.esteren.org/blog/esteren_tour_cannes_001-500px.jpg)

(http://www.esteren.org/blog/esteren_tour_cannes_01_500px.jpg)
2 Illustratoren für einen Artwork... Oder ein Meisterwerk ?

(http://www.esteren.org/blog/esteren_tour_cannes_31_500px.jpg)

(http://www.esteren.org/blog/esteren_tour_cannes_22_500px.jpg)

(http://www.esteren.org/blog/esteren_tour_cannes_06_500px.jpg)

(http://www.esteren.org/blog/esteren_tour_cannes_34_500px.jpg)

(http://www.esteren.org/blog/esteren_fij2012_0_500px.jpg)

(http://www.esteren.org/blog/cannes2011_esteren2.jpg)
Bei der Messe in Cannes

(http://www.esteren.org/blog/cannes2011_esteren.jpg)

(http://www.esteren.org/blog/TL2012_esteren_tour-pola_08.jpg)

(http://www.esteren.org/blog/esteren_tour_rouen2011_2.jpg)

(http://www.esteren.org/blog/esteren_dedicace_nico.jpg)

(http://www.esteren.org/blog/esteren_octogone6-440px.jpg)

(http://www.esteren.org/blog/esteren_octogone-dedicace_6-440px.jpg)

(http://www.esteren.org/blog/esteren_japan2011_01_440px.jpg)

(http://www.esteren.org/blog/esteren_comic_con2011_04.jpg)

(http://www.esteren.org/blog/esteren_comic_con2011_06.jpg)



Es gäbe noch einen Haufen, aber you get the picture  ;D
Klar es werden nicht alle Illustratoren dabei sein, aber es sieht schon mal geil genug aus, um vorbeizuschauen :-)
LG
Killerklown, großer Esteren Fan, ohne jemals gespielt zu haben...

Ps : Wenn ihr hingeht, sagt dass ihr von mir kommt, damit werdet ihr noooch besser empfangen... ...und dadurch wäre ich auch bei der nächsten Con einfach als Dolmetscher dabei  ;)
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: asri am 16.10.2012 | 07:43
ein paar Packs der limitierten Edition (auf FR, soweit ich weiß)[/li][/list]

Ich dachte, es gibt ein paar englische Limited Editions (die vom August-Kickstarter, Book 1: Universe). Aber ich kann es auch falsch verstanden haben.

Ps : Wenn ihr hingeht, sagt dass ihr von mir kommt, damit werdet ihr noooch besser empfangen... ...und dadurch wäre ich auch bei der nächsten Con einfach als Dolmetscher dabei  ;)
Na, dann... Reicht "killerklown" als Identifikation? Ich wollt in jedem Fall bei dem Agate-/Esteren-Stand vorbeischauen.

(Und verdammt, jetzt überlege ich, mein Buch dort mit hinzunehmen.)  ;)
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killerklown am 16.10.2012 | 10:41
Von dem Artikel, wo ich diese Informationen herleite, lässt sich nicht definitiv sagen ob die limitierte Editionen auf FR oder EN sind...
Ich frage nach und sage dann bescheid ;-)

Und tatsächlich kennen die mich als killerklown  ~;D
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Fëanor am 17.10.2012 | 12:55
Soweit ich das verstanden habe gibt es für die franz. Edition gar keine Limited Edition.

Gemäss meinem letzten Kickstarter-Update würde ich meinen, dass sie von der englischen Limited Ed. gesprochen haben.

Und wenn ich irgendwo in der Nähe von Essen wohnen würde, würd ich definitiv meine Bücher von den Künstlern verschönern lassen...das ist einfach der Hammer!
Zu schade, dass Essen einfach zu weit weg ist  :-\
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killerklown am 21.11.2012 | 13:20
Es wurde in der Kickstarter-sektion erwähnt, dass es einen neuen Esteren-Crowdfunding gibt (http://www.kickstarter.com/projects/1176616619/shadows-of-esteren-a-medieval-horror-rpg-prologue)...
Warum lohnt er sich ?
Nur noch 5 Tagen !
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Fëanor am 22.11.2012 | 12:14

(http://johndoe-rpg.org/site/wp-content/uploads/2012/07/BLstock.jpg)


Wäre immer noch interessiert an einem Bericht dazu.

Hat das mal jemand gekauft/gelesen/gespielt? Falls ja, wie ist es? Und wie funktioniert das System?



Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killerklown am 22.11.2012 | 15:09
Leider habe ich nicht mehr die finanzielle Mittel zur Verfügung die ich damals hatte, sonst hätte ich es gekauft und revidiert  ;D

Was Esteren angeht, nein ich bekomme keine Provision, aber ich mag den Verein und es sind Internetbekannschaften  ;)
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Fëanor am 22.11.2012 | 15:47
Kennt jemand eigentlich einen guten und günstigen Online-Händler der auch franz. RPGs verkauft? Der Shop muss nicht unbedingt in D sein.
Vielleicht kaufe ich mir dann nämlich Bloodlust Métal einfach mal  ;D
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Praion am 22.11.2012 | 15:48
Dungeon World kommt auf französsich wohl als schicke Box

http://story-games.com/forums/discussion/16694/dungeon-world-french-version-in-a-box-jessica-hammer-principles-in-action-/p1
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Boni am 22.11.2012 | 17:04
Kennt jemand eigentlich einen guten und günstigen Online-Händler der auch franz. RPGs verkauft? Der Shop muss nicht unbedingt in D sein.

Ich habe sehr gute Erfahrungen mir Alchimiste Games (http://www.alchimiste-games.fr/) gemacht. Hatte da vor längerer Zeit ein Buch bestellt, hat ca. eine Woche gedauert, dann war alles da. Zahlung per PayPal, Versand waren 8 Euro, wenn ich mich recht entsinne.
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Fëanor am 22.11.2012 | 17:37
Danke, Boni. Leider sind die Versandgebühren lächerlich hoch. Die wollen 18 Euro für ein RPG Buch in die Schweiz. No Thanks.  :(
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Boni am 22.11.2012 | 17:38
Frag trotzdem mal nach. Ich habe auch gezielt gefragt, wie teuer der Versand nach Deutschland ist, und bin wie gesagt mit etwa 8 Euro dabei gewesen.
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Fëanor am 24.11.2012 | 15:14
Im übrigen, falls sich noch jemand für Bloodlust Métal interessiert, es gibt einiges auf der Homepage zu finden. Z.b. Karten und auch ein Regelwerk-light. Wer also mal reinschnuppern will, auf den Link klicken: http://www.leludiste.fr/bloodlust/press/blog/category/telechargement/ (http://www.leludiste.fr/bloodlust/press/blog/category/telechargement/).

Btw, hat jemand von euch Erfahrung mit Les Chroniques des Féals? Da würde ich auch gerne mehr drüber hören. System? Welt? Also in mehr Detail als im Kurzabriss ein paar Seiten weiter vorne.

Merci!
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Althalus am 24.12.2012 | 13:13
Zitat
Btw, hat jemand von euch Erfahrung mit Les Chroniques des Féals? Da würde ich auch gerne mehr drüber hören. System? Welt? Also in mehr Detail als im Kurzabriss ein paar Seiten weiter vorne.
Was genau interessiert dich denn?
System ist ein W10-Pool System. Attribut-Wert gibt an, was als Erfolg gilt (1 - ATT-Wert = Erfolg), Fertigkeitswert ist die Würfel-Anzahl im Pool.

Die Welt ist so komplex, dass sich das nicht wirklich als Kurzabriss darstellen lässt - und sie hat ein Ablaufdatum ... Da müsstest du schon konkreter fragen.

Ich habs bisher noch nicht gespielt - die Übersetzung aus dem Französischen für meine Spieler war mir bisher zu mühsam und wir sind derzeit ohnehin mal im Ubiquity-Netz gefangen. Jetzt mal AfO, dann eventuell HEX, Space 1889 oder Desolation ...
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Fëanor am 24.12.2012 | 13:21
Danke Althalus.

Nun ja, gerade so ein Kurzabriss der Welt hätte mich interessiert ;) Aber wenn das nicht machbar ist, dann habe ich wohl Pech gehabt. Das System klingt ja schonmal ok. Ich werde vermutlich mal ins Regelwerk reinblicken können. Ein Spieler, den ich auf einer Con kennengelernt habe, hat das Regelwerk. Mal sehen.

Wie viel Ähnlichkeit hat CdF zum anderen RPG von Gaborit? Weisst du das? Eine seiner Romanreihen hat ja schonmal zu einem RPG geführt, nämlich zu Agone.
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Althalus am 25.12.2012 | 09:59
Die Ähnlichkeit zu AGONE ist im Setting ziemlich groß. Ein wirklicher Unterschied besteht darin, dass die SCs bei AGONE deutlich mehr Hoffnung bringen - in CdF ist die Welt zum Untergang verdammt, die SCs önnen daran nicht wirklich etwas ändern. Ansonsten hast du wieder zwei Fraktionen des Bösen, von denen eine wiederum nicht ganz so übel ist.
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Jiba am 3.01.2013 | 11:22
Darn it... die Franzosen machen einfach cooles Zeug! (http://www.bibliothequeinterdite.fr/scion-jdr/images/stories/ecran/sedc1.pdf) :o

Scion: Écran du Conteur (http://rpg.drivethrustuff.com/product/94027/Scion-%3A-Écran-du-Conteur).

Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: 1of3 am 3.01.2013 | 11:29
Das würde mich sogar interessieren. Danke für den Hinweis.
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Fëanor am 6.01.2013 | 15:39
Hab das Buch der neuen Bloodlust Edition jetzt. Dachte es wäre mal Zeit, mein Französisch wieder etwas zu üben  ;D Das wird hart.

Zwei Dinge: Mir gefällt die Aufmachung des Interieurs recht gut (also Artwork und Layout) und der Würfelmechanismus trifft meinen Geschmack durchaus. Der Preis für das Buch ist allerdings ziemlich gesalzen, find ich. 40 Euro...dafür hat man ein Quasi-Softcover in schwarz-weiss. Wenn ich da andere franz. RPGs sehe, die dir für 45 Euro ein Hardcover in Vollfarbe liefern (bei ähnlichen Seitenzahlen zb. das neue Nephilim), dann bin ich schon etwas überrascht bzw. enttäuscht.
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killerklown am 6.01.2013 | 16:39
So ! Ich habe viel zu lange nichts mehr vorgestellt.
Deswegen was ganz anderes als sonst, nämlich einen "amateur"-Rollenspiel.

Imperium 4te Edition

(http://couroberon.com/site2/wp-content/uploads/2012/12/impertitre.jpg)

Imperium ist einen sehr ausgereiften Rollenspiel (wer macht schon 4 Editionen innerhalb gute 10 Jahren im Amateurbereich?) von Olivier Legrand dass auf der Welt Dunes (Also Wüstenplanets auf DE) von Frank Herbert basiert.
Warum nennt man dieses Rollenspiel Amateur ? Nicht wegen der Qualität, sondern wegen der Rechte. Wie ihr bestimmt wißt, ist die Dune-Lizenz im Rollenspielmilieu zugleich einen Graal aber auch unerschwinglich bzw. unerreichbar. Also musste man einen guten freien Rollenspiel machen, dass unter der Fair-use im Internet zur Verfügung gestellt werden durfte.
Vor 10 Jahren fing Olivier damit an und mittlerweile hat er für den 10. Geburtstags seines Spieles die 4te Edition herausgebracht und konvertiert gerade die Erweiterungen der 3. Edition in die 4te.
Mittlerweile wird Imperium auf der Seite "la Cour d'Oberon" gehostet, mein Rollenspiel-Zuhause-Forum in Frankreich.
Das Hauptbuch ist 127 Seiten lang und, sowie den Charakterbogen, schon zur Verfügung. Das Hauptbuch "wiegt" ~10MB.

Wie ist es organisiert :

Denn darin liegt die Stärke Imperiums. Das rollenspiel bietet zwar alles um in der Welt von Dune zu spielen, aber der Fokus ist insbesondere daran angelegt, alles im Wege zu bringen, die PCs alle in einem gemeinsamen Haus einzuquartieren und diesen Haus zu entwickeln, leben sehen, Intriguen innerhalb und außerhalb zu spielen.

Ich kann euch nur empfehlen Imperium zu lesen, kostet ja auch nicht viel (nur Zeit und ein bisschen Bandbreite). Wer Fading Suns als Wüstenplanetersatz sich geholt hatte und davon enttäuscht wurde, weil man nicht genau Dune nachspielen kann, sollte sich mehrmals überlegen ob Imperium jetzt nicht was für ihn (oder sie...) wäre.
http://couroberon.com/site2/wp-content/uploads/2012/12/IMPERIUM4.pdf (http://couroberon.com/site2/wp-content/uploads/2012/12/IMPERIUM4.pdf)
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killedcat am 6.01.2013 | 16:47
Hab das Buch der neuen Bloodlust Edition jetzt. Dachte es wäre mal Zeit, mein Französisch wieder etwas zu üben  ;D Das wird hart.

Zwei Dinge: Mir gefällt die Aufmachung des Interieurs recht gut (also Artwork und Layout) und der Würfelmechanismus trifft meinen Geschmack durchaus. Der Preis für das Buch ist allerdings ziemlich gesalzen, find ich. 40 Euro...dafür hat man ein Quasi-Softcover in schwarz-weiss. Wenn ich da andere franz. RPGs sehe, die dir für 45 Euro ein Hardcover in Vollfarbe liefern (bei ähnlichen Seitenzahlen zb. das neue Nephilim), dann bin ich schon etwas überrascht bzw. enttäuscht.
Wenn du mal ein wenig darin gelesen hast, würden mich Details interessieren. Was ich bis jetzt erkennen kann, sind wohl die "Berufe" sowohl Attribute als auch Skills in einem. Das gefällt mir ganz gut. Vom Würfelmechanismus hab ich noch keine Ahnung. Könntest du eine Art Kurzresi schreiben? Ein paar Sätze zu Würfelmechanismus, Schaden (es scheint ja drei Pools zu geben), Charaktererstellung etc. Sieht nämlich wirklich ganz spannend aus, das Ding.
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Fëanor am 6.01.2013 | 17:05
Hey killedcat,

hast du dir meinen Link angesehen, den ich am 24.11. gepostet habe? Dort gibt es nämlich das Kurzregelwerk umsonst. Das verschafft dir einen guten Überblick.
Eine Art Kurzresi kann ich theoretisch schon verfassen, aber es wird vermutlich einige Zeit brauchen, bis ich durch bin durch den Wälzer. Mein Französisch ist zudem wirklich sehr eingerostet, was den Prozess nicht schneller machen wird.
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killedcat am 6.01.2013 | 19:55
Den Link hab ich mir angesehen, aber das einzige PDF-Dokument mit Regeln, das ich gefunden habe, beinhaltet wenig mehr als das Inhaltsverzeichnis. Bin ich blind?

Jep Blind. Jetzt gefunden. Danke.
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: rollsomedice am 7.01.2013 | 16:54
So ! Ich habe viel zu lange nichts mehr vorgestellt.
Deswegen was ganz anderes als sonst, nämlich einen "amateur"-Rollenspiel.

Imperium 4te Edition

(http://couroberon.com/site2/wp-content/uploads/2012/12/impertitre.jpg)

Imperium ist einen sehr ausgereiften Rollenspiel (wer macht schon 4 Editionen innerhalb gute 10 Jahren im Amateurbereich?) von Olivier Legrand dass auf der Welt Dunes (Also Wüstenplanets auf DE) von Frank Herbert basiert.
Warum nennt man dieses Rollenspiel Amateur ? Nicht wegen der Qualität, sondern wegen der Rechte. Wie ihr bestimmt wißt, ist die Dune-Lizenz im Rollenspielmilieu zugleich einen Graal aber auch unerschwinglich bzw. unerreichbar. Also musste man einen guten freien Rollenspiel machen, dass unter der Fair-use im Internet zur Verfügung gestellt werden durfte.
Vor 10 Jahren fing Olivier damit an und mittlerweile hat er für den 10. Geburtstags seines Spieles die 4te Edition herausgebracht und konvertiert gerade die Erweiterungen der 3. Edition in die 4te.
Mittlerweile wird Imperium auf der Seite "la Cour d'Oberon" gehostet, mein Rollenspiel-Zuhause-Forum in Frankreich.
Das Hauptbuch ist 127 Seiten lang und, sowie den Charakterbogen, schon zur Verfügung. Das Hauptbuch "wiegt" ~10MB.

Wie ist es organisiert :
  • I : Universum (8 Seiten) : Hier schafft man einen Überblick über das Imperium
  • II : Charaktere (18 Seiten) : Charaktererschaffung. Detailliert und lang, obwohl die Regeln nicht kompliziert sind. Aber damit kann man alle Arten Charaktere bauen. Ob Bene Gesserit oder Fremen, Sardokar oder Gildenraumführer, alles möglich.
  • III : Kompetenzen (9 Seiten) : Hier wird der Kern des Spielsystems vorgestellt und die verschiedenen Fertigkeiten/Kompetenzen vorgestellt. System wird grob so definiert :
    Würfle mit x W8 wo x= Attribut- + Kompetenzwert. Alle ergebnisse mit 5+ werden als Erfolg gesehen, 8er gelten als 2 Erfolge wenn man auch mindestens 1 Punkt in der Kompetenz hat.
  • IV : Besondere Fähigkeiten (11 Seiten) : Hier werden die Fähigkeiten der Mentate (menschliche Computer wie Thufir Hawat), der Bene-Gesserit-Schwestern, der Suk Doktoren, und selbstverständlich wie Zukunftsvisionen funktionieren beschrieben.
  • V : Kampf (12 Seiten) : Hier werden alle Arten vom Kampf beschrieben, Duelle, Fernkampf, aber auch gegen die Umwelt (Überlebensregeln) und die Schadensregeln (und Heilungs-)
  • VI : Gesellschaft (25 Seiten) : Hier werden die Rolle der Sozialstatus und die Faktionen des Imperiums beschrieben, insbesondere die 12 grössten Häuser des Landraads und deren Ressourcen
  • VII : Technologie (21 Seiten) : Waffen, Schutz, Sicherheitsmaterial, Fahrzeuge (darunter auch Weltraumschiffe usw.), Gifte, Drogen (auch die Effekte des Gewürzsmelange) und Dienstleistungen
  • VIII : Chronik (28 Seiten) : Hier werden Charakterentwicklungs-, NPC- und Hauskampfregeln angesprochen und die komplette Beschreibung eines "ready-to-use"-Adelshaus, das Haus Niembach.

Denn darin liegt die Stärke Imperiums. Das rollenspiel bietet zwar alles um in der Welt von Dune zu spielen, aber der Fokus ist insbesondere daran angelegt, alles im Wege zu bringen, die PCs alle in einem gemeinsamen Haus einzuquartieren und diesen Haus zu entwickeln, leben sehen, Intriguen innerhalb und außerhalb zu spielen.

Ich kann euch nur empfehlen Imperium zu lesen, kostet ja auch nicht viel (nur Zeit und ein bisschen Bandbreite). Wer Fading Suns als Wüstenplanetersatz sich geholt hatte und davon enttäuscht wurde, weil man nicht genau Dune nachspielen kann, sollte sich mehrmals überlegen ob Imperium jetzt nicht was für ihn (oder sie...) wäre.
http://couroberon.com/site2/wp-content/uploads/2012/12/IMPERIUM4.pdf (http://couroberon.com/site2/wp-content/uploads/2012/12/IMPERIUM4.pdf)

Da würde mich mal brennend interessieren wie das Regelsystem dazu aussieht. Ist vielleicht eine englische Übersetzung geplant? Französisch kann ich kaum.
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killerklown am 7.01.2013 | 20:45
Soweit ich weiß, ist keine Übersetzung geplant  ;D
Vielleicht eine Deutsche, falls es meine große Liebe des Jahrzehnt sein sollte  ~;D
Aber erstmal muss ich Wüstenplanet nochmal lesen und Imperium dann auch...
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: rollsomedice am 7.01.2013 | 20:59
Ich würds dir sofort Layouten
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Laivindil am 8.01.2013 | 08:55
Vielleicht eine Deutsche, falls es meine große Liebe des Jahrzehnt sein sollte  ~;D

Ich tät' Dir helfen.  :)
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Bangrim am 8.01.2013 | 10:15
So ! Ich habe viel zu lange nichts mehr vorgestellt.
Deswegen was ganz anderes als sonst, nämlich einen "amateur"-Rollenspiel.

Imperium 4te Edition

(http://couroberon.com/site2/wp-content/uploads/2012/12/impertitre.jpg)


Das wäre ja fast ein Anreiz Französisch zu lernen  :o
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: rollsomedice am 8.01.2013 | 11:08
Ich tät' Dir helfen.  :)
Werden ja immer mehr ;)
Ich brauch einfach ein anständiges dune rpg...
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killerklown am 8.01.2013 | 11:16
nun gut, ist ja schon klar :
Ich kontaktiere den Autor und frage nach Erlaubnis  ;D
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: rollsomedice am 8.01.2013 | 13:37
 ;D
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Fëanor am 8.01.2013 | 18:19
Beste Variante: Schnappt euch ne französische Freundin....die spielt es dann mit euch....auch als LARP... ;) :D

Sieht aber echt schick aus, das Ding. Und d8 Würfelpool? Geilo...der d8 ist sowieso unterräpresentiert (der Grund warum ich auch schon an einem d8 Pool-System gebastelt habe).
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Teylen am 8.01.2013 | 19:10
Achtung, leicht OT da kein franz. RPG
Sieht aber echt schick aus, das Ding. Und d8 Würfelpool? Geilo...der d8 ist sowieso unterräpresentiert (der Grund warum ich auch schon an einem d8 Pool-System gebastelt habe).
Candycreeps wird mit einem d8 gespielt ^^
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Laivindil am 9.01.2013 | 10:16
Beste Variante: Schnappt euch ne französische Freundin.... ;) :D

Meine Frau fand die Idee nicht so super  ;D
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Blechpirat am 9.01.2013 | 12:14
Meine Frau fand die Idee nicht so super  ;D
Musst du auch immer alles sofort ausprobieren... Denk vorher nach!  ~;D
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Fëanor am 9.01.2013 | 12:33
Meine Frau fand die Idee nicht so super  ;D

Menno...Spielverderberin  ;D
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killerklown am 10.01.2013 | 15:27
Heute :

Nécropolice :

(http://www.legrog.org/visuels/couvertures/12266.jpg)

Erstmal fühle ich mich gezwungen zu erwähnen, dass Nécropolice nichts mit Necropolis, das Spiel für Savage Worlds, zu tun hat (der kam auch in Frankreich auch nie wirklich an).

Ihr könnt euch bestimmt an "Khaos : 1795" , "BIA" (Bureau des affaires indiennes) und "Mahamoth". Diese 3 Spiele kamen in einer "alles in einem"-Bundle (spielerheft + DMheft + Schirm), und nutzten mehr oder weniger den gleichen Spielsystems, der sogenannte Dk, eine levellose Variante der D&D3.
Nécropolice gehört auch zu dieser Reihe und wird mit einem ähnlichen vereinfachten D20-system gespielt.

Samba di Janeiro

Was spielt man denn in Necropolice ? Man spielt Cops, in der etwaigen Gegenwart (es gab einen Atomunfall in der Nähe) in Rio de Janeiro und seiner Nähe, die über Fähigkeiten verfügen, die mit dem Tod zu tun haben, um gegen Kartelle und Kriminelle zu kämpfen.

Carnaval in Rio

Wie ist das Bundle aufgebaut ?

Heft 1 : Spielerheft (80 S., softcover, A5-Format, Farbig) :
Heft 2 Meisterheft - Geheimnisse & Szenarien (80 S., softcover, A5-Format, B&W) :

Einen A5 (16 x 23 cm) Spielleiterschirm in 4 Panels, farbig

(http://i.ebayimg.com/00/s/NDQwWDQ1MA==/$(KGrHqR,!iIFBP+)zZG,BQf67HgiYw~~60_12.JPG)

Brazíl, Placer, Fútchebol

Wie wurden denn die Rezensionen ?
Naja es gibt 2 Arten:
- Die, von Leute die diesen Format mögen (1 Rollenspiel komplett in 180 Seiten), sind immer sehr positiv
- Die, von Leute die diesen Format nicht mögen (1 Rollenspiel, der nicht detailliert genug ist, und kein "eigenes" System hat), sind immer eher negativ, räumen aber immer ein, dass es sich um ein gutes Rollenspiel handelt, der aber nicht komplett genug für sie ist...

Ich habe es selbst nicht gelesen (besitze es leider nicht), aber ich würde es wahrscheinlich mögen. Ich mag das spielsystems, denn es läuft, ist einfach genug dass man keine Regelmigränen bekommt, und nah genug an D&D3, dass man auch einfach einsteigt und regeln von Bauchgefühl heraus bauen kann, wenn man eine braucht ("Rulings, not rules").
Es basiert auf feats : 13 x 6 (6 allgemeine, 6 pro Karriere [mit 6 Karrieren] und 6 pro Herkunft [mit 6 Herkünfte]) und ich mag sowas. Keine Erfahrungspunkte, keine Levels, SL entscheidet wann man einen feat bekommt. Schlicht, einfach und elegant :)

Und weil ein Video viel mehr als eine Beschreibung sagt :
Hier einen Unboxing der Hefte und des SL-Schirm, mit einem Voice-over, dass das Setting präsentiert (http://www.dailymotion.com/video/xrhicx_ouverture-ludique-necropolice-xii-singes_webcam)
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: LushWoods am 13.01.2013 | 10:55
Oh Mann, es beginnt wieder ... killerklowns Folterstunde ...  >;D
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Zwart am 13.01.2013 | 12:05
Das sind 160 Seiten auf A5. Wieviel kostet das Ding?

Ich meine, solche relativ kleinen und thematisch klar definierten Settings, könnte ich mir auch in Deutschland vorstellen bzw. würde das ja mit den Pocket-RPG von Prometheus versucht auf den Markt zu bringen. Das kam ja anscheinend nicht so an, das es sich lohnte die Reihe fortzusetzen.
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killerklown am 13.01.2013 | 13:15
Edit am Vorherigen Post : Video dazugefügt.

@Zwart : Also das ist das Hauptproblem und die Hauptkritik an dieser Reihe -> Der Preis.
Denn neu kostet das ganze iwo zwischen 35 & 40 €. Und für 180 Seiten, ist das teuer. Andererseits weißt man auch, dass man für dieses Spiel nie wieder Geld ausgeben wird, und es sind mindestens 80 Stunden Spielspaß drin, dank diese 5 großen Szenarien, und die Möglichkeit aus den Infos weitere Abenteuer zu bauen... 0,50€ für eine Stunde Spaß für eine Gruppe an Freunden... ist doch schon OK  8)
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Zwart am 13.01.2013 | 13:31
Das hab ich mir fast gedacht, das die Dinger relativ teuer sind.
Dungeonslayers, als deutsches Produkt, kostet 10€ weniger und hat in etwas den gleichen Umfang.
Ich beneide aber dennoch die Franzosen um ihre coolen Settings. Die Idee von Necropolice ist interessant.

EDIT:
Beim Durchsehen der verlinkten Videos habe ich gerade nochwas gesehen worum ich die Franzosen beneide.

Die haben eine Neuauflage von Delta Green! Wie geil!
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killerklown am 13.01.2013 | 13:58
Beim Durchsehen der verlinkten Videos habe ich gerade nochwas gesehen worum ich die Franzosen beneide.
Die haben eine Neuauflage von Delta Green! Wie geil!

Ich hatte es sogar Seite 10 angekündigt, dass es rauskommen würde ;-)
Übrigens, ich habe vergessen es zu erwähnen, bzw. zensiert weil es per se keine französische Produktion ist, aber eine um ~10 Jahren erweiterte Version von Delta Green ist vor kurzem herausgekommen :
die Leute von Cthulhu.de können aber besser als ich es beschreiben (http://www.cthulhu.de/artikel/die-franzosen-machen-es-delta-green)

Teaser : das Cover der neuen frz Version  >;D
(http://www.sans-detour.com/images/stories/couve_dg_final_web.jpg)

(die Sammler können gerade leicht billigere Versionen von Delta green in Englisch in Frankreich finden)

es gab aber einen Fehldruck, deswegen konnten viele Leute deren Buch tauschen, bzw. ein neues bekommen, wenn sie die fehlgedruckte Seite eingeschickt haben... Also sind viele Bücher in FR im Umlauf, wo eine Seite fehlt :-)
(Aber die meisten Leute haben somit einen Leseexemplar und Vorführ- bzw. Sammelexemplar)
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killerklown am 13.01.2013 | 15:16
Und weiter im Text ! (ja, ich habe mich vorgenommen, immer Sonntags ein Spiel vorzustellen)

Heute :

Stormchasers

(http://www.ludikbazar.com/images/jdr%20-%20LES%20MILLE-MARCHES%20II%20STORMCHASERS.jpg)

Ich hatte hier (http://tanelorn.net/index.php/topic,56890.msg1342902.html#msg1342902) das Buch "les Mille Marches" beschrieben.
Es geht hier um ein Schrim für diesen System und einen Büchlein/Heft dazu.
Man ist ja zwar daran gewöhnt ein Heft zum Schirm zu bekommen, aber hier ist eig. das Hauptprodukt das Heft, nicht den Schirm...

Was ist Stormchasers ?
Das ist die zweite Welt die für die Mille Marches beschrieben wird. Im Hauptbuch wurde eine altermondialistische Utopie vorgestellt, hier geht es um eine wesentlich weniger polemische und komplett rollenspieltypischere Welt (oder Parallelwelt, um genauer zu sein).
Es ist also sowohl einen Spieleiterschirmheft (mit gewöhnlich zusatzregeln und dergleichen) als auch die Beschreibung einer neuen Parallelwelt.
Die Welt von Stormchasers wird wie folgend beschrieben :
Stormchasers ist eine auf unsere 30er Jahren basierte Uchronie, wo die Technologie schnelleres Fortschritt erlebt hat. Diese Tendenz scheint auch sich nicht stillen zu wollen, sondern immer schneller werden zu wollen... So sehr dass der Fortschritt nicht mehr die Allgemeinheit dienen kann. Es ist ein seeehr pulp-iges Setting, mit bösen Nazis, verrückte Wissenschaftler, Zeppelins und böse okkulte Hexer.
Die 3 Charaktere auf der Titelillustration bilden eine typische Charaktergruppe in dieser Welt. Science, Action, Magic, Nazis. Pulp.

Wie ist das Büchlein aufgebaut ?

so sieht das SL-Schirm aus

(http://www.legrog.org/visuels/couvertures/12019.jpg)

Zu "les Mille Marches" :

Als ich die Chronik davon gemacht hatte, hatte ich es noch nicht gelesen. Mittlerweile aber schon.
Es ist meiner Meinung, das Rollenspielsystem, das am Besten zu meinem Leitungsstil passt. Es ist schlicht, einfach, elegant und leicht skalierbar (im Sinne dass man Zusatz-Regeln rein und rausnehmen kann, nach Belieben).
Ich habe es zwar ein wenig gebastelt, aber es war sehr einfach.
Es basiert ja auf das System von Barbarians of Lemuria, ist aber viel weniger kampforientiert (das system nennt sich Cheap tales, und ist auch im Englischen in einer Prototypischen Form zu finden).
Alle neue Kampagnen die ich leite und wo ich mir das System aussuchen durfte (konservative Spieler sind eine PainInTheAss) laufen unter einer leichten Abwandlung des systems...
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: LushWoods am 13.01.2013 | 18:23
Oh Gott is das schon wieder nice ...  :o :'(

Und das Delta Green Cover sieht ja auch super aus.
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Jiba am 13.01.2013 | 20:06
Killerclown: Gibt es zu einigen der frz. Sachen eigentlich auch Quickstarter-Heftchen oder Beispiel-Abenteuer oder so, z.B. zum Download? :)
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killerklown am 13.01.2013 | 20:34
Also Gratissachen gibt es Grundsächlich auf der Seite des Verlags...
Zumindest Charakterbögen...
Hier gibt es leider nur den Char-Bogen und eine Karte Rio de Janeiros
(http://www.les12singes.com/sousrubrique.php3?id_rubrique=55)

Die Seite war down, als ich meine Kritik gemacht habe...
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killerklown am 17.01.2013 | 10:41
Für die sich dafür interessieren :

Metal, der System vom Spiel Bloodlust wurde unter Creative commons BY-NC-SA Lizenz freigegeben.
Einen SRD (System reference document) wurde online gestellt hier (http://johndoe-rpg.org/site/wp-content/uploads/2013/01/METAL-SRD-2013-V1.rtf).
System ist komplett abgekoppelt von der Welt von Bloodlust, aber die in der .rtf presentierten Regeln sind ein wenig trocken (keine Beispiele...)

Aber es ist eine sehr gute Initiative, die Tüftler entgegen kommt, oder einfach Leiter die ihre Spieler Spielhilfen vorbereiten wollen. So sichert man sich das lange Leben einer Spielercommunity...
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Fëanor am 17.01.2013 | 19:39
Ah, sehr schön. Danke für die Info, killerclown.

Das System hat nämlich durchaus was für sich (ist ne Art FATE - ziemlich sicher auch davon inspiriert und ge-hack-t).
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Teylen am 29.09.2013 | 17:30
Um die Diskussion einmal aus dem "Zu Spät Thread" um zu lenken,..

Ach komm, ich war bisher schon baff was es "drüben" alles gibt, aber Mississippi schlägt ja jetzt den Boden aus ...
Wenn das System ähnlich oder gleich simpel und funktional ist wie das von Esteren ... mit den Illus und dem Setting. Man.
Mississppi ist deutlich kleiner hinsichtlich des Formats und Umfang als Esteren.
Die Regeln sind daher, soweit ich das sehen / verstehen kann, deutlich weniger umfangreich.
Anscheinend, sofern ich das mit der Beschreibung richtig verstehe, verwendet die gesamte Reihe Collection Integrales (http://www.les12singes.com/spip.php?rubrique20) die gleichen Grund-Regeln.

Hier einmal ein paar Fotos des Spielerbuchs/SL-Buchs im Vergleich mit dem englischen Esteren Regelwerk:
(http://homes.rhein-zeitung.de/~hfuss/MTTofSS/8.jpg)
(http://homes.rhein-zeitung.de/~hfuss/MTTofSS/9.jpg)

Ansonsten habe ich neben dem Empfehlungsthread mich auch auf Aktion Abenteuer (http://www.aktion-abenteuer.de/b/thema/mississippi-tales-of-the-spooky-south.80799/) nochmal näher zu MTotSS geäußert.

Es ist mit der Erst-Veröffentlichung um 2011 wohl nicht das neuste, aber auch kein altes System.
Aktuell scheint die weitere Entwicklung (mehr Bände) eine kleine Pause zu machen da der Autor es nicht Haupt-beruflich macht.


Der Tipp mit Philibert im Thread war klasse.
Für die Anfahrt mit dem Auto würde ich allerdings empfehlen nicht "12 Rue de la Grange" in's Navi einzugeben, da der Laden in einer Fußgängerzone liegt. Anstelle dessen würde ich empfehlen den "Pl. du Temple Neuf" anzufahren. Dort kommt man hin ohne durch Fußgängerzonen zu kurven und man findet, eventuell, sogar einen Parkplatz.

Ansonsten ist Philibert ein sehr netter, sehr heller Laden mit einem regen Betrieb vor dem RPG-Regal.
Das heißt während ich dort nach Mississippi suchte kamen sicherlich um die ~5-10 andere Leute daher die gezielt an's RPG-Regal gingen. So von 20 Jahren und ältern und auch relativ ausgewogen was das Verhältnis Frauen/Männer angeht.
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killerklown am 29.09.2013 | 23:35
Ich kann mich nur anschließen, was Philibert angeht (gut der Tipp war ja auch von mir).
Es ist ein sehr guteer Laden was Rollenspiel & Gesellschaftspiele angeht.
Ich nutze sogar deren online-shop, denn ihre Versandkosten nach deutschland sind erheblich geringer als andere französische Rollenspiel-online-shops.
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Teylen am 11.10.2013 | 17:27
Ach, ich wünschte mein französisch Kurs würde mir schneller die Möglichkeit geben franzsösisches zu lesen.
So würde ich, wenn ich es könnte, vermutlich das Crowdfunding-Projekt La Chaux de Fonds 1904 (http://de.ulule.com/chaux-fonds/) backen.

Dieses bereitet die Schweizer Stadt Chaux de Fonds wohl als historisches Setting mit einer leichten Brise Übernatürlichen für das (Pocket-)Rollenspiel Crimes (http://www.legrog.org/jeux/crimes) als Setting auf und bietet wohl ein Abenteuer das auf 4 Stunden angelegt ist.

Faszinierend ist hierbei auch das man so gleich eine App mitliefern mag, mit der sich die Spielhinweise in Szenen wohl spielerisch in die Runde einbringen lassen. Auch hat man sich wohl für das Setting - das verwendete System, also Crimes ist wohl enthalten - die Unterstützung der Stadt zugesichert. Was ich rein werbetechnisch eine ziemlich geniale Idee finde.
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Althalus am 3.03.2014 | 19:17
Thread-Nekromantie: Hab heute endlich meine Limitierte Box von Les Lames du Cardinal gekriegt!  :headbang:
(http://sans-detour.com/images/stories/lames_montage_boite_collector_WEB.png)
Grafisch ein oppulenter Leckerbissen. Mal sehen, wie sie das Flair der Bücher rüberbringen und wie Mantel & Degen mit Tarot-Karten funktionieren soll ...
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killerklown am 4.03.2014 | 01:29
Hast du die Romane gelesen, worauf sich das Rollenspiel stützt ?
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Althalus am 4.03.2014 | 06:49
Jup - allerdings auf Englisch. Mir gefielen sie recht gut (auch wenn sie ihre Schwächen haben) und das Setting ist sehr cool und vor allem konsequent. Wobei das Spiel 10 Jahre nach den Romanen ansetzt. Richelieu ist tot und hat Mazarin noch auf dem Sterbebett befohlen, die Klingen wieder auferstehen zu lassen, weshalb Laincourt (der jüngste aus den Büchern) als Hauptmann eingesetzt wird und neue Klingen rekrutiert.
Wir haben also Frankreich 1643, kurz vor dem Tod Ludwig XIII - mit Drachen. Diese leben entweder in Menschengestalt verborgen oder als Wyverns, Dragonetten, Tarrasken und humanoide Dracs in einem Europa, dessen Adel sie zu einem Großteil kontrollieren. Frankreich entging ihrem Einfluss bisher nur durch den Einsatz Richelieus und seiner "Klingen", einer Truppe von Männern und Frauen, die als Spione, Attentäter, Special Forces und Feuerwehr agieren. Im direkten Kampf gegen die Drachen gibts dann auch noch die "Schwestern von St. Georg".

Über das System kann ich bisher nur sagen, dass es extrem auf die Gruppe als Einheit zugeschnitten ist. Jeder Archetypus kann innerhalb der Gruppe nur einmal vergeben werden, z.B. und es gibt Gruppen-XP.
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: rollsomedice am 4.03.2014 | 10:08
 :headbang:
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Althalus am 5.03.2014 | 06:53
So, das grundsätzliche Konflikt-System hab ich auch mal durch.
Es gibt ein eigenes Tarot in der Box (Le Tarot des Ombres) mit vier Farben (Klaue, Atem, Schuppe und Blut). Bei einer Probe nimmt man nun die Anzahl an Karten vom Stapel, die der Fertigkeitswert beträgt. Jeder Fertigkeit ist eine Farbe (Rot/Schwarz) zugeordnet, von der man mindestens soviele Karten heben muss, wie die Schwierigkeit beträgt. Reicht der Fertigkeitswert rein rechnerisch nicht, kann man ein Attribut zum Einsatz bringen, dass bei der Aktion hilft und soviele Karten zusätzlich ziehen, wie dessen Wert beträgt. Arcana-Karten zählen immer als zwei Erfolge.
Und zu guter Letzt kann man auch noch seine Energie einsetzen (die sich durch Ruhe regeneriert) um weitere Karten zu ziehen.
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: LushWoods am 7.03.2014 | 09:34
Shadows of Esteren ->
Holy Shit, SO müssen Charakterportraits von Kickstarter-Backern aussehen die in ein Produkt übernommen werden ...

https://www.facebook.com/photo.php?fbid=10152071681797621&set=pb.257938482620.-2207520000.1394181166.&type=3&theater (https://www.facebook.com/photo.php?fbid=10152071681797621&set=pb.257938482620.-2207520000.1394181166.&type=3&theater)
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Teylen am 7.03.2014 | 10:07
Wobei der Kommentar auch was fies ist?
"... Hier haben wie die Esteren-Emo-Sosse" oder hat mich da mein minimal-französisch verlassen?
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: LushWoods am 7.03.2014 | 10:20
Nicht eher Süße?!?   ;D
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: LushWoods am 11.03.2014 | 18:40
Noch ein Kickstarter-Backer Portrait:
http://shadowsofesteren.blogspot.fr/2014/03/a-character-for-seol-patron.html
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Teylen am 11.03.2014 | 23:49
Mich würde da mal die Vorlage zum Vergleich interessieren. ^^;
Also ob die tatsächlich Ähnlichkeit mit den Bildern haben. ^^;
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: LushWoods am 12.03.2014 | 08:49
Ich glaub das war der Undertaker.
(http://wrestlingnews.co/wp-content/uploads/2014/01/undertaker.jpg)
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: asri am 12.03.2014 | 11:42
Mich würde da mal die Vorlage zum Vergleich interessieren. ^^;
Also ob die tatsächlich Ähnlichkeit mit den Bildern haben. ^^;

Ich dachte, das wären allenfalls Bilder nach Ideen von Unterstützern, aber keine Porträts?
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Deshi Basara am 24.04.2014 | 15:21
Warum gibt es die interessanten Settings fast immer nur außerhalb Deutschlands.   :(
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: korknadel am 24.04.2014 | 17:24
Thread-Nekromantie: Hab heute endlich meine Limitierte Box von Les Lames du Cardinal gekriegt!  :headbang:
(http://sans-detour.com/images/stories/lames_montage_boite_collector_WEB.png)
Grafisch ein oppulenter Leckerbissen. Mal sehen, wie sie das Flair der Bücher rüberbringen und wie Mantel & Degen mit Tarot-Karten funktionieren soll ...

Wenn Schekel Chadasch und ich nicht ohnehin schon nicht mehr gewusst hätten, wie wir ohne Zuzahlung wegen übergewichtigem Gepäck nach Hause fliegen sollen, hätten wir dieses Spiel kürzlich in Paris auch mitgenommen. Nun ja, ich komme bestimmt bald mal wieder dorthin und dann schlage ich zu! Ist einfach zu geil, das Teil, und dann noch eine Box!
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: korknadel am 3.06.2014 | 08:18
Inzwischen bin ich im Besitz der Box "Les Lames du Cardinal", allerdings nicht der blauen limitierten mit dem ganzen Schnickschnack samt silbernem Siegelring, sondern der regulären rötlichbraunen.

Meine Regellektüre geht aufgrund meines mangelnden Sprachvermögens nur sehr, sehr langsam voran, aber immerhin bin ich schon auf einen Regeltext gestoßen, der ziemlich deutlich die kulturellen Unterschiede zwischen Frankreich und dem Rest der Welt illustriert:

Zitat
Bagarre: utiliser des armes naturelles (pieds, poings, dents, tête, griffes, bouteille de vin, etc) pour vaincre un adversaire.

Ungefähre Übersetzung:
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)

Nirgends sonst besitzt die Weinflasche eine solche Natürlichkeit ...  ;D
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killerklown am 3.06.2014 | 13:56
Ausser in der Pfalz  ~;D
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: korknadel am 21.07.2014 | 12:55
(http://www.jdrp.fr/img/items/te-deum-2eme-edition_109.jpg)

Dieses Spiel habe ich mir ja neulich zum Geburtstag schenken lassen, weil Thematik und Aufmachung mich total heiß gemacht haben. Ich werde hier jetzt auch gleich mal skizzieren, was ich bislang über das Spiel weiß, aber viel ist das nicht, da die Lektüre bei mir mangels besserer Französisch-Kenntnisse nur langsam fortschreitet.

Der Titel des Spiels bezieht sich auf das Te Deum, das Katharina (oder Maria?) de' Medici singen ließ, während ihre Glaubensgenossen in den Straßen von Paris Hugenotten abgeschlachtet und mit der Bartholomäusnacht Geschichte geschrieben haben. Das Setting sind die französischen Religionskriege in der zweiten Hälfte des sechzehnten Jahrhunderts. Je nach Szenario spielt man mal eine Gruppe Katholiken, mal eine Haufen Hugenotten. Das Ganze ist sehr historisch korrekt gehalten. Das erste Buch der beiden über 500 Seiten dicken Bücher des Grundregelwerks enthält keine einzige Regel, sondern nur Settinginfos. In der über 30 Seiten langen Bibliographie am Ende des Bandes nehmen Sachbücher denn auch den größten Raum ein.

Die Charaktere besitzen sechs Grundeigenschaften, dazu noch die Spezialeigenschaft "Providence". Dazu besitzt jeder Char einige Basisfertigkeiten und darüber hinaus "Allgemeine Fertigkeiten". Alle Fertigkeiten sind den Eigenschaften zugeordnet. Die Werte bewegen sich zwischen ein und sechs, wobei die Zahlen je nach Eigenschaft in Adjektive umgewandelt werden. Man hat also nicht "Stärke 5", sondern man ist "muskulös". Zum Würfeln benutzt man die bei D&D gebräuchlichen Würfel. Bei einem Wert von 1 darf man einen W4 benutzen, bei 2 einen W6 usw. Zum Wurf je nach Eigenschaft wird der Wert der Fertigkeit addiert, und das Ergebnis muss einen Zielwert erreichen oder überschreiten.

Die Kampfregeln liegen noch vor mir.

Erstaunlich finde ich, so weit ich das bisher überflogen habe, die Charaktererschaffungsregeln. Zunächst legt man lediglich das Geschlecht und die Herkunft nach sozialen Schichten (10 an der Zahl) fest. Danach durchläuft man zum Teil anhand bestimmter Fragen vier Entwicklungsphasen vom Kleinkind bis zum Mensch in der Blüte seines Lebens. Diese Phasen liefern die Eigenschaftswerte, die Fertigkeitswerte, das Vermögen und die Weichen für die Berufswahl. Am Ende kann man noch ein paar Punkte frei verteilen und erhält "Grâces", also natürliche Spezialfertigkeiten. Die Beschreibungen der Fertigkeiten, der Berufe und der Entwicklungsphasen sind natürlich sehr eng mit dem Hintergrund verzahnt. Startet man in einer Fertigkeit mit einem Wert von mindestens 4, so erhält man auch ein bestimmtes Ausrüstungsstück, zum Beispiel irgendwelche Bücher, deren Titel krass gut recherchiert sind.

Irgendwie habe ich bis jetzt den Eindruck gewonnen, dass allein schon die Charerschaffung mit den ganzen Phasen und Fragen, die ja schon eine ziemlich detaillierte Geschichte erzählen, ein lohnendes "Spiel" sein kann. Allerdings kann ich mir noch nicht so recht vorstellen, wie sich das eigentliche Spiel am Ende spielt. Das Ganze wirkt ja doch eher ernst und erfordert - so meine Vermutung - Spieler, die sich historisch gut auskennen oder zumindest bereit sind, sich auf diese historische Epoche einzulassen.

Von der Aufmachung, der Atmo und dem Sujet her ist das Ganze für mich ja ein feuchter Traum.

Kennt jemand hier das Spiel und kann etwas mehr dazu sagen als ich?
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: LushWoods am 16.12.2014 | 19:21
Ich hab mal bei den Machern von Shadows of Esteren nachgefragt ... die Kampagne wird leider noch ein gutes Stück brauchen.
Nach deren Aussage wird das Teil über 350 Seiten stark. 2 von 5 Teilen sind geschrieben, davon 1 übersetzt.
Schade, aber auch gut  :)
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Der Rote Baron am 26.12.2014 | 10:54
Meine Fresse, die Franzacken haben schöne Spiele - und ich kann kein Französisch!
Gemeinheit!!!  >:(

P.S.: Das ist bestimmt eine späte Rache für Verdun. Soviel zur deutsch-französischen Freundschaft!
P.P.S.: Spart euch die "Französisch"-Witze.  8)
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killerklown am 21.07.2015 | 00:41
So liebe Leute...
Ich war lange nicht anwesend auf diesen Thread...
Und ich komme mit halbwegs interessante Nachrichten: Ich habe nicht aufgegeben. Ich habe einen blog gestartet, auf dem die alten Beiträge wieder aufgenommen werden aber auch neuen veröffentlicht werden.

einzig richtig gute Nachricht: der erste Beitrag ist schon online :
http://frz.rsp-blogs.de/2015/07/21/khaos-1795-vive-la-revolution/ (http://frz.rsp-blogs.de/2015/07/21/khaos-1795-vive-la-revolution/)
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: rollsomedice am 21.07.2015 | 00:51
 8) großartig
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: LushWoods am 21.07.2015 | 07:28
Sehr cool  8)
Aber verlink doch bitte deinen Blog hier öfters, das der nicht an uns vorbeigeht.
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killerklown am 21.07.2015 | 08:26
Ich glaube es ist in meiner Unterschrift...
Aber ich werde eh jeden neuen Beitrag hier ankündigen ;)
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Eliane am 21.07.2015 | 09:11
Leicht OT: Killerklown, wo bekommt man denn auch etwas ältere französische Rollenspiele her? Ich bin aus nostalgischen Gründen auf der Suche nach Plagues, aber außer Fnac fällt mir nix ein, wo ich gucken könnte. Und die haben das nicht mehr im Programm bzw. nur eine echt teure gebrauchte Version.
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Wildschweinmama am 21.07.2015 | 09:46
Ahhhh, Plagues ! Wieviele Stunden habe ich mit diesem Spiel verbringen können :) War mein erstes Kampagnenspiel als ich auf französisch angefangen habe und echt gute Erinnerungen daran.

Hab hier mal angefragt, die haben es wohl bald wieder auf Lager: http://www.black-book-editions.fr/shop_index.php
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killerklown am 21.07.2015 | 10:30
Diese Nachricht freut mich ungemein, aber ich bin perplex... Ich dachte Plagues wäre komplett und definitiv OoP (aber vielleicht kommt eine Pdf bei black book edition? Der ursprüngliche Verlag war ja John Doe editions)
Ausser FNAC würde ich bei priceminister.fr , ebay.fr , leboncoin.fr und amazon marketplace suchen.

sonst versuchen bei Spielläden mit internetpräsenz wie Philibert, ludikbazar , ludikbay (2nd-hand spezialist, glaube ich), trollunes
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Wildschweinmama am 21.07.2015 | 10:45
Hm, keine Ahnung, ich hatte nur kurz nachgefragt und das als Antwort bekommen, eventuell wurde das verwechselt, mir war nicht klar, dass Plagues komplett OoP ist. Wird sich in den nächsten Tagen dann zeigen ;) Sorry für die eventuelle falsche Vorfreude  ::) Ansonsten bleiben wohl wirklich nur noch die Spieleläden direkt vor Ort oder eBay...
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killerklown am 22.07.2015 | 18:07
Ich habe die COPS-Beiträge (S.1&2) zusammen getan und neu veröffentlicht:
http://frz.rsp-blogs.de/2015/07/22/cops-proteger-et-obeir/ (http://frz.rsp-blogs.de/2015/07/22/cops-proteger-et-obeir/)
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: LushWoods am 22.07.2015 | 18:16
Achja, C.O.P.S., ob ich das nochmal auf Englisch erleben darf?
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Niniane [n/a] am 22.07.2015 | 18:53
 :d für die tolle Übersicht und den Blog. COPS finde ich auch sehr interessant, ist das noch regulär erhältlich?
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killerklown am 22.07.2015 | 20:45
Die "erste Staffel" hat einen Reprint bekommen und dadurch ist erschwinglich / findbar
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killerklown am 28.07.2015 | 20:19
Einen neuen Eintrag im Blog !

Heute beschreibe ich einen Indiespiel, "Sur les Frontières"
(http://www.legrog.org/visuels/couvertures/13564.jpg)

Was spielt man da ?

Die Welt ist (absichtlich) nicht sehr definiert, aber man spielt Jugendliche aus einer adligen Familie, die zur Grenze des Imperiums geschickt [...] (http://frz.rsp-blogs.de/2015/07/28/sur-les-frontieres-indie-drama/)
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Der Nârr am 5.05.2017 | 23:55
*hust* Nekro *keuch*

Kennt von den frankophonen Rollenspielern vielleicht jemand Metal Adventures und könnte ein bisschen was dazu sagen?

(http://www.black-book-editions.fr/img_produit/8/L/568.jpg)

Oder generell zu den Metal-Regeln?
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killerklown am 9.05.2017 | 22:32
Ich kenne leider nicht dieses Rollenspiel.
Mehr info könntest du hier finden:
http://www.legrog.org/jeux/metal-adventures

Ich kann die nur sagen, dass das spiel erfolgreich war und ich glaube dass die alle Bücher rausgebraucht haben, was die auch wollten, mir einer fetten Kampagne (soweit ich weiß aber auf alle Bücher verteilt)
War recht erfolgreich, ist aber an mir vorbeigegangen (war damals nicht Piraten-interessiert)

Darüber hinaus würde ich dir abraten vom Metal system zu reden, denn es gibt einen regelsystem in Frankreich der Metal heißt: Das ist das System der neu(st)en Edition von Bloodlust. Der wird aber für andere Spiele aber auch genutzt (Deadline, zum Beispiel) und für Eigenbräue genutzt ;)

Generell zum Spielsystem meinte die Redaktion von Rollenspielzeitschrift JdR Mag:
Zitat
- La mécanique de jeu
L’action se résout sur un lancer de plusieurs D6. Chaque dé doit dépasser un seuil (de base à 4) et le nombre de succès est comparé à la difficulté de l’action ou au jet d’opposition. À cela se rajoutent plusieurs règles intéressantes. Le soutien de ses équipiers octroie des dés bonus, le capitaine peut faire des tests pour son équipage comme pour l’initiative, ou encore des effets attribués à certaines situations enrichissent les lancers, les rendant palpitant. On peut ainsi obtenir des dés bonus par succès ou en relançant ses échecs, ou à l’inverse devoir relancer ses succès pour les confirmer.
Mais l’élément le plus caractéristique est le Metal Faktor (MF). Cette réserve de 50 dés disponibles pour tous représente la violence libérable sous l’effet de l’adrénaline. Cette brutalité doit être justifiée par le RP lors d’actions physiques, de séduction fougueuse ou sur des compétences à risques et sensations fortes, comme le pilotage ou le fait d’agir en étant blessé. Mais gare au retour de flammes : quand un camp (MJ/PJ) lance des dés MF, c’est le camp adverse qui les récupère. Le MJ peut s’en servir pour les PNJ ou pour créer des incidents violents : embuche mortelle, brigade d’intervention, prise en chasse, astéroïde, explosion, dommage collatéraux… La réserve du MJ varie aussi en fonction du scénario ; quand le niveau de danger augmente, le MJ récupère un nombre de dés MF déterminés pour simuler la tension croissante.
Enfin, le Panache permet des actions spéciales comme utiliser l’aptitude spéciale d’archétype, provoquer un coup de chance, faire une entrée théâtrale ou un sourire pirate, éviter la mort, guérir grâce au rhum, faire des excès de MF (overdrive)... On les regagne en fin de séance ou en faisant la fête.
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Der Nârr am 13.05.2017 | 16:27
Danke für die Erklärung!

Ich dachte bisher, das Metal System aus Bloodlust wäre von Metal Adventures übernommen und hätte daher seinen Namen :-[.

Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killerklown am 16.05.2017 | 00:13
Ich bin mir ziemlich sicher, dass die nichts gemeinsam haben (oder wenig)
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killerklown am 12.09.2017 | 13:49
Rushmore
(http://static.lulu.com/browse/product_thumbnail.php?productId=22214689&resolution=320)

Rushmore ist was sein Autor einen „Shooter“ nennt:
Ein Rollenspiel-Hintergrund, der dafür gemeint ist einmal gespielt zu werden und zu was Neuem zu wechseln. Daher wird nur das Regelangebot auf dem Minimum gehalten, nämlich das was man für die Kampagne braucht. Rushmore ist der 2. Shooter von Yno, der in der französischen Indie-Rollenspielszene  seit Anfang der 2000er tätig ist (nur seit einem paar Jahren schreibt er auch „professionell“ – erst für andere, mittlerweile bringt er mit Print on Demand (P.o.d.) seine eigene Rollenspiele raus)

Zum Objekt selbst:

Wie Öfters bei Yno, ist das Thema des Rollenspiels sehr abgefahren. Angeboten wird eine dysfunktionale Familie von Rednecks in Desolation (in Texas oder Oklahoma oder so) zu spielen, nach dem Tod des Familienoberhaupts: Die Matriarchin.
Was macht Rushmore so gut:
Hier findet hier das Werk in Printform
http://www.lulu.com/shop/anthony-yno-combrexelle/rushmore-version-papier/paperback/product-22214565.html (http://www.lulu.com/shop/anthony-yno-combrexelle/rushmore-version-papier/paperback/product-22214565.html)
Und hier als PDF (für den Preis eines Cocktails in der Kneipe):
http://www.lulu.com/shop/anthony-yno-combrexelle/rushmore-version-pdf/ebook/product-22214689.html (http://www.lulu.com/shop/anthony-yno-combrexelle/rushmore-version-pdf/ebook/product-22214689.html)
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killerklown am 16.10.2017 | 19:37
Ich habe ein neues Rollenspiel beschrieben auf mein Blog:
https://frz.rsp-blogs.de/2017/10/16/larousse-rollenspiel/ (https://frz.rsp-blogs.de/2017/10/16/larousse-rollenspiel/)

Warum ist der wichtig:

Mehr Info im Blog   ;)
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killerklown am 14.11.2017 | 10:43
Leicht OT: Killerklown, wo bekommt man denn auch etwas ältere französische Rollenspiele her? Ich bin aus nostalgischen Gründen auf der Suche nach Plagues, aber außer Fnac fällt mir nix ein, wo ich gucken könnte. Und die haben das nicht mehr im Programm bzw. nur eine echt teure gebrauchte Version.

Zwei Jahre später kommt eine Antwort auf die Anfrage  ~;D

Also habe ich neues Bzgl. Plagues zu melden:

Plagues (und viele andere ältere John Doe Bücher) ist bei Black Book Editions als pdf erhältlich.
Es handelt sich um die Originalversion (dK-system).
Der Autor von Plagues hatte am Anfang 2017 angekündigt, dass er an einer neuen Version arbeite.
Ich habe aber mit ihm kürzlich kommuniziert und er meinte dass das Projekt jetzt verworfen ist, weil er an was anderen, wichtigeren und verpflichenderen arbeitet (aber auch ein Rollenspiel, aber er darf nichts darüber erzählen)
Damit dürfte auch die PN-Frage von Dreamdealer geantwortet sein  :d
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: ghoul am 17.11.2017 | 14:23
HOMEKA

Als die Menschen Zephyr besiedelten, war dieser Gasriesenmond reich an Wasser und Leben. Nun, im Jahr 2654 AD, ist das Paradies seiner Ressourcen beraubt, übrig bleiben Sand, orkanartige Stürme und einige mit aggressiven lila Salzen verseuchte Seen, die kläglichen Überreste des Ozeans, den die Konzerne in den Orbit pumpten und in Sternenschiffen exportierten. Das Sternenportal ist zerstört, der Ressourcenkrieg zwischen den Konzernen wurde zum Überlebenskrieg der Zurückgelassenen.

Nun, nachdem die höchsten technologischen Wunder irreparabel zerstört sind, und Munition nur noch in Restbeständen gehortet wird, arrangieren sich die Überlebenden mit ihrem Dasein in Städten und Dörfern zwischen gigantischen Wanderdünen, Tagebauwüsten und radioaktiven Todeszonen.

Glücklich aber kann sich schätzen, wer zur Crew eines Mechs gehört. Diese ehemaligen Kriegsmaschinen der Konzerne können längst nicht mehr von nur einem Piloten in voller Synergie mit der Maschine betrieben werden, denn sämtliche Synchronisationsstationen sind vernichtet. Um sie überhaupt im Rangiermodus verwenden zu können, wurden sie drastisch umgebaut, Kabel wurden neu verlegt und Raum für Stationen zum Bedienen der verschiedenen Subsysteme wurden eingerichtet, beengte Schlafplätze und Küchennischen für die Besatzung eingerichtet. Fehleranfällig und ungelenk mögen diese HOMEKAs sein (Wortkonstrukt offenbar aus „mobile home“ und „mecha“), doch um Konvois Geleitschutz zu bieten oder die trockene See nach brauchbaren Ressourcen zu erkunden sind sie die besten Maschinen, die Zephyr zu bieten hat.

(http://www.jdreditions.com/images/HOMEKAlivre.jpg)

HOMEKA  (http://www.jdreditions.com/achat.php#HMK)ist ein französisches (und nur in jener Sprache vertriebenes) Rollenspiel. Die oben in Kurzfassung vorgestellte Hintergrundwelt wird in angemessenem, nicht aber ausuferndem Detail beschrieben. Als Leser möchte man eigentlich sofort Charaktere bauen und einen Mech bemannen.

Das Layout ist ansprechend, besonders die 20 Mech-Modelle und ihre „technischen Tafeln“. Dem aufmerksamen Betrachter entgeht nicht, dass an manchen dieser Mechs Wäscheleinen aufgespannt sind – da nutzt die Besatzung wohl gerade einen windarmen Tag zum Verrichten wichtiger Alltagsaufgaben.

Das Spielsystem basiert auf einem Regelwerk namens ASPEX. Dessen Kernpunkte sind veränderliche Würfel und eine Attribute-Fertigkeiten-Matrix. Das heißt zum einen: Alle typischen Rollenspielwürfel vom W4 zum W20 werden genutzt. Man würfelt gegen eine vorgegebene Schwierigkeit, bspw. 4, mit dem Würfel, der einem zusteht, üblicherweise W6 für Menschen (Maschinen nutzen verschiedenste Würfel, im Extremfall den W20). Durch Verwundung, Systemschaden, fehlende Fertigkeit etc. kann der Würfel herabgestuft werden, etwa vom W6 zum W4. Wer sich für einen kritischen Wurf entscheidet, kann für einen Punkt Vigilance (Wachsamkeit, ein langsam regenerierender Pool) seinen Würfel hochstufen, z.B. vom W6 auf W8, nimmt aber dafür die Gefahr eines Patzers bei einer gewürfelten 1 in Kauf (ohne kritischen Wurf gibt es keine Patzer; Patzer heißt oft Verlust eines Trefferpunktes). So weit so gut.

Nun zur Attribute-Fertigkeiten-Matrix: Der Spieler legt Punkte in seine Fertigkeiten, wobei er die Punkte jeweils einer Fertigkeit einzelnen Attributen zuweist (max. 2 Punkte pro Eintrag). Die Summe der Fertigkeiten eines Attributs ergibt das Attribut. Spieltechnisch von Bedeutung bleibt aber der einzelne Eintrag (von 0 bis 2), der einen Bonus auf einen entsprechenden Wurf darstellt. Bspw. kann ein Charakter in der Fertigkeit Überleben auf dem Attribut Ausdauer 1 Punkte, auf Wissen 2 Punkte und auf Stärke, Präzision, Diskretion und Intelligenz 0 Punkte haben. Uff! Wozu das ganze? Einfach eine Fertigkeitsliste ohne Attribute wäre viel einfacher gewesen! Die Idee ist, dass der Charakter präziser nach seinem Konzept gebaut und gespielt wird. Verlang der Spielleiter einen Wurf auf Überleben – Diskretion gegen 4, kann der Spieler anbieten, stattdessen auf Überleben – Wissen zu würfeln, weil sein Charakter sich mit derartigen Situationen aufgrund seiner Kindheit allein unter lila Wüstenwölfen so gut auskennt. Der Spielleiter ist angehalten, Diskussionen über das passende Attribut kurz zu halten, und kann die Schwierigkeit für das stellvertretend eingesetzte Attribut situationsbedingt nach oben oder unten korrigieren. Das Risiko hierfür muss der Spieler tragen. Das erste Spielt wird erst noch zeigen müssen, wie sich das in der Praxis auswirkt.

Außerdem sieht das HOMEKA-Regelwerk vor, Zusatz-Erfahrungspunkt für das Ausspielen der Persönlichkeit eines Spielercharakters zu vergeben. Das ist ja so 90er! Am besten man ignoriert diese Regel und lässt die Spieler je nach Spaß und Laune spielen.

(http://www.jdreditions.com/images/HMK/HMK_fiches_mekas.jpg)

Richtig spannend werden die HOMEKA-Regeln erst, wenn wir uns die technischen Bögen der Mechs anschauen: Den Stationen, bspw. Manipulator, Mobilität, Artillerie, Drohnen, Synergiekammer, sind Energiewürfel (rangiert je Mech vom W8 bis W20) zugeordnet. Außerdem sind an allen Gliedmaßen/Baugruppen Panzerung, Tonnage, Erschütterungswert (wegen Übelkeit!), ggf. Schadenswürfel angegeben. Es gibt auch eine Zählleiste für Trinkwasser.

Mit Spielfiguren können die Positionen der Crew-Mitglieder dargestellt werden. Meistens kann zum Stationswechsel ein Kabelschacht genutzt werden, aber nicht immer. Durch eine Schleusentür steigen, unter Beschuss an der Außenhaut des Mechs entlangklettern, Enterversuche von Sandhopper-Fahrern abwehren, durch eine weitere Schleuse wieder hinein, um den verwundeten Kameraden zu verarzten –  das will gut überlegt sein.

Alle bemannten Stationen sind über Neuronalschnittstellen mit der Fertigkeit Mech-Pilot bedienbar und nutzen den Würfel der Mech-Station. Bemannte Stationen, die in der Runde nicht aktiv genutzt werden, können einer anderen Station Energie zuführen, d.h. bspw. im T-400 „T-cat“ liefert die Manipulatorenstation ihren W12 an den benachbarten Artillerieposten mit dem Lasergeschütz, der seinen W10-Wurf versemmelt hat. Der bereitgestellte Würfel wird dabei herabgestuft, einmal für jede Station, die die Kabel bis einschließlich Empfängerstation durchlaufen, und einmal, wenn die Betriebsart von Geber- und Empfängerposten unterschiedlich sind. In diesem Fall sin Manipulatorstation und Artillerieposten direkt benachbart, d.h. der W12 wird erstmal zum W10, aber dann ist noch die Betriebsart unterschiedlich, einerseits Myomere (Kunstmuskeln), andererseits Energiewaffe, d.h. der W10 wird weiter zum W8 herabgestuft. Immerhin, ein Wurf darf wiederholt werden, großartig! Oftmals kommt nur noch ein W4 an Energie an, womit eine Probe im Kampf kaum zu schaffen ist.

(http://www.jdreditions.com/images/HMK/HMK_collector.jpg)

Charaktere können „individuell“, also zum Nachbestücken, oder als Gruppe erschaffen werden, d.h. alle investieren Erschaffungspunkte in einen Fahrzeugkonvoi, einen kleinen Mech mit Konvoi oder einen mittelgroßen Mech ohne Konvoi.

Für Waffennarren gibt es nicht nur eine lange Waffenliste, sondern auch lange Listen mit Munitionsarten und Sprengköpfen/Kampfstoffen (komisch: keine Kernwaffen, die waren irgendwo ganz woanders im Fließtext versteckt). Etwas kompliziert ist, dass Durchschlagskraft und Schaden der Waffe und der Munition miteinander verrechnet werden müssen. Das wirkt beim Lesen recht tödlich – auch für Mechfahrer!

Außerdem enthält das Buch noch ein Kapitel mit Spielleiter-Wissen, vorgefertigte Charaktere (huch, die haben den Regeln nach zu viele Trefferpunkte!) und zwei Abenteuer (huch, die NSCs haben zwar Statblocks, aber ohne Trefferpunkte!).

Am Ende des Buches befindet sich ein Charakterbogen, druckfreundliche Versionen der technischen Bögen der beiden kleinsten Mechs und ein (Code zum Generieren für den persönlichen) Zugangscode für Zusatzmaterial auf der HOMEKA-Webseite. Natürlich habe ich dort, im geschützten Bereich der Webseite, druckfreundliche Ausgaben aller 20 Mechs erwartet und ein Errata/FAQ. Nichts da. Nur der Charakterbogen und die zwei bekannten Mech-Bögen. Enttäuschend. Dazu hätte es nicht solch eines komplizierten Prozederes bedurft.

Insgesamt bin ich aber begeistert und kann es kaum erwarten, HOMEKA einem Praxistest zu unterwerfen. Über die kleinen Mängel sehe ich gerne hinweg, zumal keine Gummipunkte und keine Erzähltrickserei vorgesehen sind. Und falls die kleinen Mängel sich im Spiel als große Mängel entpuppen sollten, muss eben ein anderes System die Spielbasis liefern. Die 20 Mechmodelle sind jedenfalls sehr gut konzipiert, die Spielwelt ebenso. Das will man einfach spielen!


Diese Rezension erschien urspruenglich im
Ghoultunnel. (https://ghoultunnel.wordpress.com/2017/09/11/homeka-das-spiel-ueber-mechs-als-wandelnde-eigenheime/#more-607)


Kleiner Nachtrag:
Jetzt, wo ich Homeka leite, muss ich leider feststellen, dass die Kampfregeln unheimlich schlecht erklaert sind, sobald es an die Details geht. Eine Mischung aus Interpretation und Hausregeln ermoeglicht es uns zu spielen, aber schade, dass die Autoren an dieser Stelle so versagen.
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: ghoul am 17.11.2017 | 14:29
Foren :
sehr wichtig mittlerweile.

La cour d'obéron
Mein zuhause. In verbindung mit einem kleinen Portal, wo Spielhilfen und ein paar amateurrollenspiele angeboten werden. Geleitet von einem Paar, beide sehr belesenen Französischlehrern. Er ist auch mittlerweile Romanautor.
Sehr empfehlenswert !
forum (http://couroberon.com/Salon/index.php) undPortal (http://www.couroberon.free.fr)

Casus NO
Bevor Casus Belli einen 2ten Mal starb, hatte sich die community von Leser gebildet. NO steht für Non-officiel (alos nicht offiziel von der Zeitschrift anerkannt).
Ist der grösste Rollenspielforum frankreichs. Der aktivte auch. Viele Troll auch, aber lässt sich kaum vermeiden. Sehr interessant wenn man gut filtern kann, was interessant ist und was nicht. Bin mittlerweile auch dort ein wenig aktiv.
Ein muss wenn man einen Produkt in Frankreich bekannt machen will.
Sehr viele Paris-Bewohner (und die sind schon eigen)
Forum Casus Belli (NO = Non Officiel) (http://www.pandapirate.net/casus/index.php)

Antonio Bay
Auch einen grossen und wichtigen rollenspielforum, aber ich kenne die nicht. Dennoch habe ich genug gutes über die gehört, damit die bennenswert bleiben
http://www.subasylum.com/Antoniobay/index.php (http://www.subasylum.com/Antoniobay/index.php)

Besonders lebendig geht es in diesen Foren ja nicht zu. Kein Vergleich mit dm Tanelorn!
Ich hatte gehofft, irgendwo Diskussionen zu den HOMEKA-Regeln zu finden, aber es gibt dort nur ein armes Wuerstchen das in einem toten Thread vergeblich auf Antworten der Autoren wartet.  :'(
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killerklown am 17.11.2017 | 15:23
Ja, Homeka konnte CasusNO nicht begeistern. Aber dort ist es bei weitem nicht so tot wie du es beschreibt  :d
Das ist wahrscheinlich nicht intellektuell für "La Cour", und das ist eh ein sehr ruhiges forum, auch in der Regel.
Antonio Bay besuche ich nicht...
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: ghoul am 18.11.2017 | 09:48
Hab das Buch der neuen Bloodlust Edition jetzt. Dachte es wäre mal Zeit, mein Französisch wieder etwas zu üben  ;D Das wird hart.

Zwei Dinge: Mir gefällt die Aufmachung des Interieurs recht gut (also Artwork und Layout) und der Würfelmechanismus trifft meinen Geschmack durchaus. Der Preis für das Buch ist allerdings ziemlich gesalzen, find ich. 40 Euro...dafür hat man ein Quasi-Softcover in schwarz-weiss. Wenn ich da andere franz. RPGs sehe, die dir für 45 Euro ein Hardcover in Vollfarbe liefern (bei ähnlichen Seitenzahlen zb. das neue Nephilim), dann bin ich schon etwas überrascht bzw. enttäuscht.

Bloodlust Métal:
Ich kann mit diesem W6-Poolsystem nicht so viel anfangen. Crocs Originalmechanismus mit W% und kritischen Treffern/Patzern bei Pasch und mit den Schere-Stein-Papier-Kampfmanövern fand ich nämlich sehr chic.
Auch den Hintergrund fand ich weniger faszinierend als Crocs Original. Es ist ja auch vom Setting her ein Remake (keine Neuausgabe). Bei der Hälfte des Buches habe ich vor Langeweile aufgehört zu lesen.
Die zahlreichen Illustrationen dagegen finde ich sehr inspirativ! Auf bunt kann ich gerne verzichten.
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Der Nârr am 18.11.2017 | 10:13
Ja, es ist sehr schade, dass Truant damals nur das Grundregelwerk übersetzt hatte.
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: LushWoods am 18.11.2017 | 12:03
Wow, dieses Homeka mit einem soliden System ... das wär schon was.
Da es ja jetzt sogar für Capharnaüm einen Kickstarter für eine englische Version gibt, hoffe ich das sich da noch mehr tut. I'm looking at you C.O.P.S.!  :)
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: ghoul am 18.11.2017 | 15:36
Wow, dieses Homeka mit einem soliden System ... das wär schon was.
Mein erster Gedanke war ja, Traveller-Regeln zu benutzen. Aber wie gesagt, ich leite z.Z. Homeka mit Originalregeln (so weit verständlich). Die Mechs selber sind unheimlich gut konzipiert, da sind eine Menge Gehrinschmalz und Kreativität hineingeflossen.
Auch die Hintergrundwelt ist stimmig. Zuerst hatte ich meine Zweifel, da einige Details scheinbar keinen Sinn ergaben. Nach Lesen allen Zusatzmaterials hat sich das Puzzle dann doch zusammengefügt (aber ich will hier nichts spoilern).
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: LushWoods am 20.11.2017 | 07:23
Also natürlich kenne ich das System nicht, aber was ich bis jetzt so darüber gelesen hab, klingt jetzt eher ernüchternd.
Ein wenig erinnert mich das ganze Setting und Prinzip des Spiels an Remnants von Outrider Studios.
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Viral am 20.11.2017 | 08:48
Was tatsächlich ziemlich interessant ist, ist dass man als Team den Mech spielt. Sowas in dem Stil hab ich bisher noch nicht gesehen.
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killerklown am 24.11.2017 | 12:57
Heute, wegen Black Friday ist die pdf von Héros & Dragons (D&D5 à la frenchie - wird glaube ich sogar ins DE übersetzt von ... Pegasus?) gratis zu ergattern. Nur heute.
https://www.black-book-editions.fr/produit.php?id=3159 (https://www.black-book-editions.fr/produit.php?id=3159)
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: LushWoods am 13.04.2018 | 18:12
Kennt jemand Shaan?
http://www.shaan-rpg.com/
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killerklown am 5.12.2018 | 18:15
Heute oder Morgen einen neuen Beitrag ! Diesmal als Video !
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killerklown am 6.12.2018 | 00:23
und hier der Link zum Blog:

https://frz.rsp-blogs.de/2018/12/06/meute/ (https://frz.rsp-blogs.de/2018/12/06/meute/)

und direkt zum Video:

https://youtu.be/ZDK7BaY6fpc (https://youtu.be/ZDK7BaY6fpc)
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Bildpunktlanze am 6.12.2018 | 05:59
Heute, wegen Black Friday ist die pdf von Héros & Dragons (D&D5 à la frenchie - wird glaube ich sogar ins DE übersetzt von ... Pegasus?) gratis zu ergattern. Nur heute.
https://www.black-book-editions.fr/produit.php?id=3159 (https://www.black-book-editions.fr/produit.php?id=3159)

glaubst Du oder weißt Du?
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: LushWoods am 6.12.2018 | 07:06
und hier der Link zum Blog:

https://frz.rsp-blogs.de/2018/12/06/meute/ (https://frz.rsp-blogs.de/2018/12/06/meute/)

und direkt zum Video:

https://youtu.be/ZDK7BaY6fpc (https://youtu.be/ZDK7BaY6fpc)

*seufz* Es beginnt wieder. Monatelang wurde ich von dir verschont. Und jetzt kommst du wieder mit so was mega-Interessantem daher. Verflucht seist du!  ;D :-[
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Rumpel am 6.12.2018 | 07:20
glaubst Du oder weißt Du?

Ulisses hatte das doch mal angekündigt, aber dann wieder zurückgezogen, als sie das Distributing für D&D5 übernommen haben. Sollte sozusagen das deutsche D&D5 werden, als es das noch nicht gab ...
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killerklown am 6.12.2018 | 08:36
*seufz* Es beginnt wieder. Monatelang wurde ich von dir verschont. Und jetzt kommst du wieder mit so was mega-Interessantem daher. Verflucht seist du!  ;D :-[

Mein Schweinehund ist dein Geldbeutelretter ?  >;D

Ulisses hatte das doch mal angekündigt, aber dann wieder zurückgezogen, als sie das Distributing für D&D5 übernommen haben. Sollte sozusagen das deutsche D&D5 werden, als es das noch nicht gab ...
Genauso war das. Ich hatte nur nicht die "Korrektur" mitgekriegt. Aber jetzt sind die Dinger als Papier raus und wenn alles gut geht, sollte ich die in Januar kaufen und dann per Video euch damit in Versuchung bringen  ^-^
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: LushWoods am 6.12.2018 | 11:00
Eher mein Unvermögen was Französisch angeht.
Aber mein Geldbeutel wäre mir da herzlich egal, wenn es die ganzen Sachen nur auf Englisch (oder von mir aus Deutsch) geben würde.
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Eiserne Maske am 17.03.2020 | 12:03
Für die Frankophilen unter Euch - schaut mal hier (https://www.black-book-editions.fr/news-2768.html).

Die Begründung mit Corona ist für mich... nicht ganz überzeugend. Naja.

Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killerklown am 17.03.2020 | 12:08
Für die Frankophilen unter Euch - schaut mal hier (https://www.black-book-editions.fr/news-2768.html).

Die Begründung mit Corona ist für mich... nicht ganz überzeugend. Naja.

Die sind nicht die einzigen die das machen:
z.B. gibt's viel Content-Creators, die ihre produkte als pdf für Umme anbieten (Onyx Path, diese Woche, zum Beispiel, gibt jeden 20th anniversary regelbuch für 24 Stunden frei).
Und dass die überleben wollen, ist iwo verständlich, oder?

Man muss auch dazu sagen, dass die meisten frnazösischsprachige rollenspiel-Verläge überhaupt nicht auf digitale Güter setzen, aus Angst vor Piraterie (die digitale, nicht die Rum-haltige)
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Eiserne Maske am 17.03.2020 | 12:18
Durchaus. Allerdings wird da auch etwas von "die Moral aufrecht erhalten" in der Promo geschrieben - und das klingt in meinen Ohren wiederum in erster Linie wie Marketing-Sprak.  Außerdem, ich kann mich irren, aber lebt BBE nicht mittlerweile auch eher vom Versandhandel als vom direkten Verkauf in einem Rollenspielladen... In diesem Zusammenhang: Amazon stellt mehr Leute für Lager und Auslieferung ein. (https://www.tagesschau.de/wirtschaft/amazon-stellen-103.html)

Gut, ich will gar nicht darauf rumreiten. Vielleicht hast Du recht und es ist so wie sie behaupten.
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killerklown am 17.03.2020 | 12:30
Sagen wir mal so:
Rollenspielläden sind in FR gesetzlich verboten, ihre Türe zu öffnen.
Es ist nicht legal zu Freunde zum spielen zu gehen.

Wer also noch Rollenspiel spielen will, muss online spielen.

In Italien wird die Post nicht mehr ausgeteilt.

Italien ist 1-2 Wochen Frankreich in der Pandemie voraus.

Auf pdf zuzugreifen scheint mir nicht all so blöd...

Und dann Zugriff zu gewähren für einen guten Preis ist zwar nicht komplett selbstlos, aber auch schon eine gute Geste...

Aber ich verstehe auch deine Zweifel diesbezüglich. Und man solle nicht vergessen, dass Rollenspiel-Firmen nicht so groß sind, dass die sich eine professionnelle Kommunikations-Management-Firma leisten können. Insbesondere mit den finanziell schweren 2 Monaten die jetzt kommen...
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Duck am 13.05.2020 | 21:01
Kennt hier jemand die Spiele von Khelren (Lulu (https://www.lulu.com/spotlight/khelren)/Patreon (https://www.patreon.com/Khelren)), insbesondere Trois fois trois minutes décisives und Le Fer et le Froid? Die Klappentexte haben mein Interesse geweckt, auch wenn meine Französisch-Kenntnisse eher rudimentär sind.
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killerklown am 14.05.2020 | 09:27
Kennt hier jemand die Spiele von Khelren (Lulu (https://www.lulu.com/spotlight/khelren)/Patreon (https://www.patreon.com/Khelren)), insbesondere Trois fois trois minutes décisives und Le Fer et le Froid? Die Klappentexte haben mein Interesse geweckt, auch wenn meine Französisch-Kenntnisse eher rudimentär sind.

Khelren ist ein Forum-buddy von mir, der seit ein paar Jahren sich als Indie-Author etabliert hat... Er hat gerade Dominion rausgebracht, einen PtbA, womit man große Haus-Sagen spielen kann, wie man die aus Dune oder Birthright kennt...
Die 2 Spiele die du nennst kenne ich leider noch nicht.
Khelren hat glaube ich einen Patreon (aber nutzt er nicht mehr) und einen Tipeee (das gleiche wie Patreon, aber in Europa und keine Welchselgebühren in €) -> https://en.tipeee.com/khelren
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Niniane [n/a] am 14.05.2020 | 11:35
Gibt es zu Dominion noch mehr als den Link zu Ulule? Das würde mich ja interessieren  :)
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: KyoshiroKami am 14.05.2020 | 13:29
Gibt es zu Dominion noch mehr als den Link zu Ulule? Das würde mich ja interessieren  :)

Hier auch itch.io (https://khelren.itch.io/dominion) gibt es auch Demo-Material zum Spiel.
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Niniane [n/a] am 14.05.2020 | 13:38
Danke! :)
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Ginster am 14.05.2020 | 13:44
Kennt jemand einfache französische Rollenspiele, die mit man ~B1-Niveau verstehen kann? Also auch durchaus zum Lernen?
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killerklown am 14.05.2020 | 20:30
Kennt jemand einfache französische Rollenspiele, die mit man ~B1-Niveau verstehen kann? Also auch durchaus zum Lernen?

Das ist eine gute Frage... Ich frag' mal bei mir rum ;-)
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Ginster am 14.05.2020 | 21:21
Danke  :)
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killerklown am 15.05.2020 | 14:31
Kennt jemand einfache französische Rollenspiele, die mit man ~B1-Niveau verstehen kann? Also auch durchaus zum Lernen?
Nach ein paar Überlegungen, würde ich dir "Tranchons et Traquons" empfehlen.
Das dürfte nicht all zu kompliziert sein, und ist ein gutes Spiel.
Und hat eine Gratis Version (ohne Illu):
https://drive.google.com/file/d/0B4TBit4mrI1tVkNLMGJYVVRnYk0/view
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Ginster am 15.05.2020 | 20:49
Nach ein paar Überlegungen, würde ich dir "Tranchons et Traquons" empfehlen.
Das dürfte nicht all zu kompliziert sein, und ist ein gutes Spiel.
Und hat eine Gratis Version (ohne Illu):
https://drive.google.com/file/d/0B4TBit4mrI1tVkNLMGJYVVRnYk0/view (https://drive.google.com/file/d/0B4TBit4mrI1tVkNLMGJYVVRnYk0/view)
Danke! Ich schau mal rein.
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Gunthar am 22.06.2020 | 21:28
Hier gibt es ein Crowdfunding (https://www.gameontabletop.com/cf369/elfes-terres-d-arran-jeu-de-role.html) eines Rollenspiels zum franz. Comic Elfes, den es auch auf Deutsch gibt. Ist leider in den letzten 27 Stunden. Nimmt man das volle Regelwerk, werden auch die anderen Comics (Zwerge, Orks und Goblins, Magier) der Reihe quasi abgedeckt. Soll ein abgespecktes D&D sein.
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: KyoshiroKami am 22.06.2020 | 21:31
Soll ein abgespecktes D&D sein.

Ähm, nicht ganz. Chroniques Oubliées ist eine Abwandlung von DnD 3.5 und bietet insgesamt mMn mehr als die Grundlage. Ich hatte COF (https://wuerfelabenteurer.wordpress.com/2019/03/31/croniques-oubliees-fantasy-spielvorstellung/) auch schonmal auf meinem Blog vorgestellt.
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killerklown am 23.06.2020 | 11:12
Es gibt mittlerweile:

Es gibt sogar einen SRD der Fantasy-Version (die als Basis diente)
http://co-drs.org/
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: KyoshiroKami am 23.06.2020 | 11:34
Es gibt mittlerweile:
  • Chronique oubliées Fantasy
  • Chronique oubliées Contemporain (deckt jetzt-Zeit, urban fantasy, cyberpunk, Superhelden)
  • Chronique oubliées West(ern)
  • Chroniques oubliées Cthulhu
  • Chroniques oubliées galactiques

Das CO Cthulhu ist meines Wissens nur eine Box zum Eistieg für CO Contemporain. Und für Western gibt es bisher auch nur ein paar Abenteuer plus ein paar zusätzliche Regeln in ihrem Spielemagazin. Also noch nichts komplett Eigenständiges.
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killerklown am 23.06.2020 | 12:11
Die meisten Sachen sind ja im Casus Belli Magazin erst erschienen, bevor Diese zu Boxen oder eigenständige Bücher verarbeitet wurden.
Auch wenn es die "nur" im Casus Belli Magazin gibt, kann es bedeuten, dass es die iwann auch als Bücher geben kann :d
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: KyoshiroKami am 23.06.2020 | 12:55
Auch wenn es die "nur" im Casus Belli Magazin gibt, kann es bedeuten, dass es die iwann auch als Bücher geben kann :d

Da habe ich ja auch absolut nichts dagegen. :)
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killerklown am 23.06.2020 | 14:05
Da habe ich ja auch absolut nichts dagegen. :)

Ehrlich gesagt, wenn auch ich das meiste in Casus Belli habe, ist es schon praktischer alles in einem Band zu bekommen. Und meistens wird das ganze über Volksfinanzierung (das Wort klingt so autokratisch  >;D ), und dadurch werden viele neue Sachen freigeschaltet, die interessant sind, wie Kampagnen- oder Settingsbänder...
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Gunthar am 23.06.2020 | 15:46
Ähm, nicht ganz. Chroniques Oubliées ist eine Abwandlung von DnD 3.5 und bietet insgesamt mMn mehr als die Grundlage. Ich hatte COF (https://wuerfelabenteurer.wordpress.com/2019/03/31/croniques-oubliees-fantasy-spielvorstellung/) auch schonmal auf meinem Blog vorgestellt.
Sieht sehr interessant aus. Aber vermutlich kriegt man das nur auf Französisch.
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killerklown am 23.06.2020 | 15:50
Ich bin kein großer Fan vom System, deswegen habe ich nicht iwo angefangen, Überzeugungsarbeit zu leisten  :d

Aber es gäbe gute Gründe es zu tun (schon der Grund, dass es eine Shitload an Sachen für Anfänger gibt)
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: General Kong am 26.06.2020 | 20:43
Ich fand damals D20 Modern ziemlich super (bis auf zuviele Skills und dann zuwenig Punkte), deswegen würd emich das sehr interessieren - leider kann ich kein Frnazösisch.

Muss ich wohl auf die lateinische Übersetzung warten (Vatikan - lass knacken!).
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: JS am 26.06.2020 | 21:27
Aber, aber... das ist doch darques Rollenspielzeug. Müßte das nicht eine andere Geschäftsstelle des Übersinnlichen übersetzen?
 :think:
https://youtu.be/1jUqzFMo0kk?list=PL9QNhoU7HjmWNDch5rc30V8lRLZZHqFoq&t=7
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Eiserne Maske am 1.07.2020 | 10:39
Es gibt großzügigerweise bei den Franzosen aufgrund von Covid-19 etwas umsonst:

The Final Frontier (https://emmanuel-gharbi.fr/index.php/2020/03/19/final-frontier-le-pdf-gratuit-pour-tous/)
DEVÂSTRA RÉINCARNATION (V1.1) (https://www.letogames.com/page-vierge)

Das ist doch mal nett. Beide Spiele wurden meines Wissens bereits im Thread von Killerklown vorgestellt.
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Fezzik am 17.07.2020 | 05:17
Sieht sehr interessant aus. Aber vermutlich kriegt man das nur auf Französisch.

Also Google Übersetzt dir die SRD soweit Problemlos das man es gut verstehen kann ( mein Schulfranz ist nach 20 Jahren ohne Gebrauch dann doch eher mies  :)).
Ich finds genial. So hätte für mich die 3/3.5 oder 4er sein können.
Hab mir das Pdf gekauft und richtig Bock das zu spielen.
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Fëanor am 28.07.2020 | 15:47
Kennt jemand von euch die Wulin 2te Edition aus Frankreich? Wulin Edition Lotus Pourpre genannt?

Falls ja, könnt ihr mir erzählen (gerne auch in einem eigenen Thread, aber ich dachte ich platziere das erst mal hier) wie das Spiel funktioniert, von der mechanischen Seite her? Wie ist das Setting? Wie sind die Erweiterungsbände (sind die überhaupt schon draussen?) etc. . Was ist das angenommene Powerlevel, welches das Spiel anstrebt?
Wurde von der 1ten Ed. auf die 2te viel verändert?

Vielen Dank im Voraus!

Hier noch das Grundbuch, für n bissl Optik ;) Da glänzen die Franzosen ja immer...

(https://cdn3.philibertnet.com/365451-thickbox_default/wulin-edition-du-lotus-pourpre-pack-zelateur-du-lotus.jpg)
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: KyoshiroKami am 28.07.2020 | 21:08
Kennt jemand von euch die Wulin 2te Edition aus Frankreich? Wulin Edition Lotus Pourpre genannt?

Habe ich als PDF unterstützt und ehrlich gesagt noch nie reingeschaut. Vielleicht komme ich mal dazu.
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: killerklown am 29.07.2020 | 09:44
Asian Fantasy ist eine dieser Niche, die mich sehr wenig interessiert.
Daher kann ich dir auch nicht viel mehr sagen, als du schon weißt...
Aber zu einem der Illustratoren kann ich was sagen: Olivier Sanfilippo ist einfach mega gut...
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Fëanor am 29.07.2020 | 17:40
Hmm ist es möglich, dass da bereits die 3. edition kommt (oder sogar schon da ist)?!

Hab das hier auf FB gefunden:

(https://scontent-zrh1-1.xx.fbcdn.net/v/t1.0-9/109330604_1485829594923022_2458809977845115439_o.jpg?_nc_cat=108&_nc_sid=8024bb&_nc_ohc=tK6-aPT9itwAX906XSJ&_nc_ht=scontent-zrh1-1.xx&oh=bc920a98d53e5f710a1982c216d2cca7&oe=5F45CA90)
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Eiserne Maske am 29.07.2020 | 23:25
Hmm ist es möglich, dass da bereits die 3. edition kommt (oder sogar schon da ist)?!

Hab das hier auf FB gefunden:

(https://scontent-zrh1-1.xx.fbcdn.net/v/t1.0-9/109330604_1485829594923022_2458809977845115439_o.jpg?_nc_cat=108&_nc_sid=8024bb&_nc_ohc=tK6-aPT9itwAX906XSJ&_nc_ht=scontent-zrh1-1.xx&oh=bc920a98d53e5f710a1982c216d2cca7&oe=5F45CA90)

Das  PDF ist wohl schon zu haben: Hier (https://www.letogames.com/boutique)
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Fëanor am 30.07.2020 | 11:20
Ok, danke!

Das ist ja mal ein ziemlich schneller Editionen Wechsel! Die Purpurne Edition war ja erst im 2017 gekickstartet worden. Aber wie es klingt ist das wohl auch mehr eine revised 2nd als wirklich eine 3rd Edition.

Na ja. Ich bin trotzdem immer noch interessiert an Meinungen, falls jemand das Spiel kennt, egal welche Edition  ;D
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: KyoshiroKami am 12.08.2020 | 06:30
Als Unterstützer der zweiten Edition habe ich eine Mail bekommen, dass Backer auch die dritte Edition als PDF haben können.

Beim ersten Blick auf die Regeln ist mir gleich schwindelig geworden. Es ist sicherlich sehr stimmig chinesische Philosophie mit einbringen zu wollen, aber insgesamt finde ich es Recht umständlich.
Das Würfelprinzip in kurz:
Eine Aufgabe bekommt einen Schwierigkeitswert und der Spieler würfelt eine Anzahl an achtseitigen Würfeln passend zu seinen Fertigkeiten. Er kuss versuchen den Schwierigkeitswert genau zu treffen. Eine Vier ist die chinesischeTodeszahl und gilt als 0, eine Acht ist eine Glückszahl und darf vom Spieler auf einen beliebigen Wert gesetzt werden. Wenn man über der Schwierigkeit landet, dann ist die Probe geschafft, aber man erleidet Stress bzw. verliert Atem, weil man sich "übernimmt".
Darüber hinaus muss man bei einigen Proben, also mit höherer Schwierigkeit, übernehmen bzw. über den Schwierigkeitswert kommen, damit das eigene Ansehen steigt. Anders herum verliert man auch wieder ansehen, wenn man zu oft drunter ist.
Ehrlich gesagt kenne ich keinen meiner üblichen Spieler, die Lust auf so viel Rechnerei und Frickelei haben beim Spielen. Das Setting ist sicherlich nett, aber beim System wird es wohl scheitern.
Titel: Re: Französische Rollenspielproduktion
Beitrag von: Fëanor am 13.08.2020 | 21:11
Das klingt wirklich etwas merkwürdig. Vor allem das "bestrafen" von Würfen die besser ausfallen als nötig mit Stress....gewöhnungsbedürftig.

Danke fürs Kurz-Feedback.