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Pen & Paper - Rollenspiel => Pen & Paper - Allgemein => Pen & Paper - Umfragen => Thema gestartet von: AceOfDice am 21.02.2011 | 08:31

Titel: Deine Anfänge - oder: Wie hast du Rollenspielen gelernt?
Beitrag von: AceOfDice am 21.02.2011 | 08:31
Schönen guten Morgen! Mich würde interessieren, wie ihr zum ersten Mal zum Rollenspiel gekommen seid und insbesondere, ob es jemanden gab, der euch in das grundlegende Konzept (was ist ein Abenteuer, wie rollenspielt man einen SC, was bringt "Erfahrung" usw.) eingeführt hat.

Bei mir war's ein älterer Mitschüler, der sich meine (damals noch jungfräuliche) DSA-Box auslieh und ein paar Tage später sein erstes Abenteuer meisterte.
Das Konzept Solo-Abenteuer kannte ich damals schon, aber wie man einen Helden im Abenteuer spielt, wie man meistert, wie man ein Abenteuer designt etc. lernte ich von ihm.

Wie war's bei euch?
Titel: Re: Deine Anfänge - oder: Wie hast du Rollenspielen gelernt?
Beitrag von: Xemides am 21.02.2011 | 08:50
Hallo,

ich war im November 1983 12, las seit einiger Zeit die Perry-Rhodan Serie und kannte die Abenteuerspielebücher von STeve Jackson  und Ian Livingston.

Da sah ich bei Plaza in der Spielwarenabteilung die DnD-Boxen und wußte mit dem Begriff Rollenspiel nichts anzufangen, bis ich im SC-Jahruch von Pabel-Moewig einen Bericht dazu von Lutz Reimers las (der später Runequest übersetzt hat).

Kurz entschlossen kaufte ich mir die Box und las sie durch. Glücklicherweise fand ich einige Schulkameraden, die ich dafür begeistern konnte und so pielten wir völlig unbedarft unsere ersten Runden. Fröhliches Monstermoschen und Schätze plündern im Dungeon.
Titel: Re: Deine Anfänge - oder: Wie hast du Rollenspielen gelernt?
Beitrag von: D. Athair am 21.02.2011 | 08:52
Ein Freund hatte Shadowrun 3.01D im Zeltlager mit. Das war der Erstkontakt.
Zweimaliges AD&D-Spielen hat nichts genützt. Ich hab nicht verstanden, was der SL von mir will.
Gelernt, was Rollenspiel ist hab ich erst, als ich Daidalos selbst für Schulfreunde geleitet hab.

Antwort auf deine Frage: Weder noch.
Titel: Re: Deine Anfänge - oder: Wie hast du Rollenspielen gelernt?
Beitrag von: Greifenklaue am 21.02.2011 | 08:58
Wir waren zu zweit und haben beim örtlichen Spielwarenhändler immer die DSA-Boxen bestaunt.

HeroQuest und ich meine auch Abenteuerspielebücher waren schon bekannt, als wir uns dann die erste Box zulegten und mit der Orklandtrilogie anfingen (ja, ich war der Spieler mit insgesamt 5 SC ...).
Titel: Re: Deine Anfänge - oder: Wie hast du Rollenspielen gelernt?
Beitrag von: Hotzenplot am 21.02.2011 | 09:02
1985 war ich 9, mein Bruder zwei Jahre älter. Er hat die "coolen" Waffenbilder der DSA-Box bei einem Schulfreund gesehen und die Box deshalb gekauft. Wir hatten uns das Spiel ein paar Mal angesehen und von Freunden etwas erklären lassen. Dann kam leider dieser denkwürdige Elternsprechtag und DSA wurde uns erstmal verboten (damals noch: auf den Schrank gelegt, wo wir nicht dran kamen :D). Irgendwann etwas später konnten wir dann endlich damit anfangen. ;D
Titel: Re: Deine Anfänge - oder: Wie hast du Rollenspielen gelernt?
Beitrag von: Roland am 21.02.2011 | 09:04
Ich hab' 1984 in einem Bericht zur Spielwarenmesse Nürnberg "Das Schwarze Auge" entdeckt, und mir zu Ostern schenken lassen. Vorher hatte ich schon Erfahrungen mit Fantasy-Text-Adventures und Solo-Spielbüchern gemacht. Die Anfänge waren aber recht mühsam.
Titel: Re: Deine Anfänge - oder: Wie hast du Rollenspielen gelernt?
Beitrag von: Chrischie am 21.02.2011 | 09:06
Hat mit der FightingFantasy-Reihe von Steve Jackson und Ian Livingston begonnen. Ich erinnere mich heute noch an den Hexenmeister vom Flammenden Berg.  ~;D Dann ging es mit der Einsamer Wolf Reihe weiter. Dann DSA-Soloabentuer und dann halt zu DSA.
Titel: Re: Deine Anfänge - oder: Wie hast du Rollenspielen gelernt?
Beitrag von: Tequila am 21.02.2011 | 09:10
Ich hatte im Laden mal die DSA Box gesehen und die ersten 4 Abenteuer...vorher gab es schon in einer Computerspielezeitschreift einen Artikel über Rollenspiele in den USA. Als ich dann krank war und meine Mutter fragte, ob sie mir irgendwas mitbringen sollte, wollte ich dieses komische DSA haben und bekam...Der Tempel der 7 magischen Kelche...Zweiter Teil eines Zweiteilers und ohne Regelwerk natürlich nicht annähernd spielbar...aber kurze ZEit später gönnte ich mir meine Grundbox...lang lang ist es her....
Titel: Re: Deine Anfänge - oder: Wie hast du Rollenspielen gelernt?
Beitrag von: Pesttanz am 21.02.2011 | 09:41
Das war noch in den 90ern. Die Clique des damailgen Freundes meiner Schwester waren alles Rollenspieler. Der Freund wohnte nur ein paar Häuser nebenan. Irgendwann kam das Thema mal auf und meine RPG Karriere nahm ihren Anfang. Mein erster Char war ein Orksteppenreiter in Earthdawn. Etwas zeitgleich spielte ich noch eine Streunerin in DSA. Später kamen andere Systeme hinzu.
Titel: Re: Deine Anfänge - oder: Wie hast du Rollenspielen gelernt?
Beitrag von: Enrico Pallazzo am 21.02.2011 | 09:45
Dürfte Anfang der Neunziger eine DSA-Box in der Spielwarenabteilung eines Großhändlers gewesen sein, bei dem meine Mutter für ihren Nicht-Spielwaren-Laden eingekauft hatte. Ich glaube, dass ich mir die dann irgendwann selbst gekauft habe, denn meine Eltern standen dem glaube ich eher skeptisch gegenüber. Oder ich habe so lange genörgelt, bis ichs geschenkt gekriegt habe. Soloabenteuer gemacht usw. Irgendwann habe ich dann auch Freunde im Dorf gefunden, die das kannten und schon spielten, bei denen ich mitmachen konnte.
Titel: Re: Deine Anfänge - oder: Wie hast du Rollenspielen gelernt?
Beitrag von: alexandro am 21.02.2011 | 09:45
Ich spielte damals begeistert CCGs und las auch die "Inquest" (welche damals noch RPG-Artikel hatte). Das RPG-Zeug klang interessant, auch wenn ich nicht recht wusste, wie man das jetzt umsetzt (ich versuchte es als Sonderregeln in unsere - ohnehin sehr "thematischen" - CCG-Runden einzuführen).

Dann sah ich irgendwann eine Ausgabe von "Vampire: die Maskerade" in der Spielwarenabteilung und nach der Lektüre gingen mir etliche Lichter auf...
Titel: Re: Deine Anfänge - oder: Wie hast du Rollenspielen gelernt?
Beitrag von: 1of3 am 21.02.2011 | 09:50
Ich war ca. 15 auf ner Jugendfreizeit und da hatte jemand ein Shadowrun-Buch mit. Ich hab das kurz durchgelesen. Danach wusste ich ungefähr wie Rollenspiel funktioniert. (Wie Shadowrun funktioniert, weiß ich bis heute nicht.)
Titel: Re: Deine Anfänge - oder: Wie hast du Rollenspielen gelernt?
Beitrag von: Dark Stone Cowboy am 21.02.2011 | 09:52
Ich war 12 als zum ersten mal ein Bekannter von diesen Rollenspielen erzählte. An meinem darauf folgenden Geburtstag erhielt ich die "Das schwarze Auge 3rd" Grundbox...und seitdem war es um mich geschehen ;)

Allerdings das "RICHTIGE" (tm) Rollenspiel hab ich mir selber beigebracht und/oder durch Informationen anderer zusammengesucht ;). Besagter Bekannter, mit dem ich meine erste Runde DSA spielte, hatte irgendwie ein seltsames Verständnis für "In Character". Wir spielten alles in der 3. Person *lach*
Titel: Re: Deine Anfänge - oder: Wie hast du Rollenspielen gelernt?
Beitrag von: Funktionalist am 21.02.2011 | 09:55
Das ging bei mir ziemlich nahtlos vom Play-Pretend zum Rollenspiel über. Man könnte sagen, ich war Larper bevor ich wuste, was Rollenspiele sind. ;D
Mit elf,zwölf Jahren war es für zwei Runden DSA und dann mit in der Runde selbstüberlegten Minimalregeln, die im Rückblick erstaunlich gut waren alles von Star Wars bis Dinotopia.
Titel: Re: Deine Anfänge - oder: Wie hast du Rollenspielen gelernt?
Beitrag von: Terrorbeagle am 21.02.2011 | 10:21
Mein erstes Pseudo-Rollenspiel war eine abgegrabbelte Ausgabe von "Der Hexenmeister vom Flammenden Berg", die es bei uns in der Bücherei auf dem Antiquariatsstapel lag und damals nur 50 Pfennig kostete, so dass mein acht oder neunjähriges selbst es sich sogar lesiten konnte. Ich weiß, dass ich dieses Buch immer und wieder durchgespielt und gelesen habe, und dann irgendwann angefangen habe, dass auch mit Freunden als Vorlesetextabenteuer zu spielen... heute weiß ich: das war übelstes Railroading. Im einstelligen Lebensjahrebereich hingegen war das schon gefühlt sehr cool (retrospektiv betrachtet, muss ich feststellen, ich war schon ein sehr nerdiges Kind).
Ich habe dann messerscharf geschlussfolgert, dass wenn die Bibliothek diese Bücher als Ramsch verkauft, sie vermutlich auch entsprechende Bücher zum Ausleihen hat, und habe so erst mal alle entsprechenden Bücher (mein Favorit war das mit den Samurai, weil es das enzige Werk war, dass ich auf Anhieb gewonnen habe), und dann vielleicht anderthalb bis zwei Jahre später, habe ich mir dann mutigerweise die DSA-3 Basisbox ausgeliehen und war von da an sehr begeistert. Und scheinbar auch so begesitert, dass ich meine beiden besten Freunde sehr schnell überzeugt habe, wie großartig das alles ist. Wobei unsere ersten Abenteuer eher holprig waren.
Titel: Re: Deine Anfänge - oder: Wie hast du Rollenspielen gelernt?
Beitrag von: Mentor am 21.02.2011 | 10:22
Wenn "erklärt bekommen" weiß ist, und "selbst erarbeitet" schwarz ist, würde ich dunkelgrau wählen. Ich bin übers Brettspiel (Hero Quest) und den Spielebüchern (Lies bei 123 weiter...) gekommen, kannte von dort selbst erarbeitet Prinzipien was die Dungeon-Crawl Komponente und das Land-erforschen anging. AD&D hab ich dann mit Leuten gespielt, die Rollenspiel schon kannten, und mir das "Advanced" erklärt haben, während ich die "Basics" schon vorher verstanden hatte, nämlich was das ganze da soll.
Titel: Re: Deine Anfänge - oder: Wie hast du Rollenspielen gelernt?
Beitrag von: Teylen am 21.02.2011 | 10:37
Ich denke das grundlegende Konzept habe ich von CRPGs fuer den SNES gelernt.
Als folge meiner Begeisterung fuer diese und Comics gab es dann irgendwann das Marvel Superhelden Rollenspiel. Wobei die Box sowohl mich als auch meinen Bruder komplett verwirrte.
Irgendwann spaeter fand ich eine Freeform Runde sowie danach, mit der Absicht was 'richtiges' mit Werten zu spielen, zu normalen Rollenspielrunden.
Titel: Re: Deine Anfänge - oder: Wie hast du Rollenspielen gelernt?
Beitrag von: Würfelheld am 21.02.2011 | 10:57
Damals viel rumgeskatet  ::) aus der Gruppe quatsche mich dann ein Kumpel an und fragte ob ich nicht Lust hätte ein paar Orks zu metzeln...
Als neugierig zugesagt und hin... So sind wir dann durch Aventurien gelatscht und haben Orkmoschen gespielt...
Das ging dann einige Zeit so bis wir uns mit den Abenteuern bschäftigt haben und auch mal einen "Gast-Meister" da hatten. Da kam dann die erste Evolution auf uns zu  ;D

DSA haben wir dann noch so knapp 2 Jahre gespielt und sind dann auf Shadowrun umgestiegen, was heute noch Haus&Hof System ist...
Titel: Re: Deine Anfänge - oder: Wie hast du Rollenspielen gelernt?
Beitrag von: Megan am 21.02.2011 | 11:00
Spätzünder: Mit 17 mit dem Larpen angefangen - naja, da guckt man halt, was die anderen so machen und macht mit. Darüber zu meiner ersten P&P-Runde gekommen und ganz "geborgen aufgezogen" worden, bei einem sehr erfahrenen Spielleiter und einer eingespielten Gruppe - interessanterweise habe ich mit einer Mechwarrior-Runde angefangen. Nachdem Dramatik, Charakterkonflikte und szenisches Spiel schon damals groß geschrieben wurden, ist mir das quasi "in die Wiege gelegt worden" - ich hatte keine Chance, anders zu werden.  ;)
Titel: Re: Deine Anfänge - oder: Wie hast du Rollenspielen gelernt?
Beitrag von: carthinius am 21.02.2011 | 11:08
In der Orientierungsstufe mit Freunden HeroQuest gespielt, deswegen das DSA-Brettspiel schenken lassen (ja, großer Fehler), in dem hinten Werbung für die DSA-Sachen waren. Dann habe ich mir die Box besorgt und ein paar Freunde, die von Rollenspiel auch keinen Schimmer hatten, eingeladen und einfach ausprobiert. Hach, waren das Zeiten!  :D
Titel: Re: Deine Anfänge - oder: Wie hast du Rollenspielen gelernt?
Beitrag von: Blizzard am 21.02.2011 | 11:25
Abgesehen davon, dass wir die Frage gewiss schon mal hatten...

War das damals bei mir reiner Zufall. Ich besuchte damals einen Klassenkameraden und der hatte ein paar DSA-Bücher im Zimmer rumliegen. Naja, und da ich schon davor mit Fantasy in Berührung gekommen war, und mich die Aufmachung der Bücher ansprach, habe ich ihn daraufhin angesprochen. Er hat mir dann kurz erklärt, wie das funktioniert, und von da an war ich dann infiziert. Es folgte die grösste Rollenspielgruppe(10+Leute) in der ich je gespielt habe, und wir haben ausser stupidem Dungeoncrawl nix anderes gemacht-aber hey, das war super damals und wir hatten alle Spaß daran. Die Gruppe zerfiel nach etwa 2 Jahren...und ich gönnte mir mehr oder weniger eine unfreiwillige Pause vom P&P-RPG. Meinen Wiedereinstig ins RPG feierte ich dann im Jahre 2002, wobei das auch wieder reiner Zufall war, aber im Gegensatz zu früher bis heute Bestand hat.
Titel: Re: Deine Anfänge - oder: Wie hast du Rollenspielen gelernt?
Beitrag von: Dirk Remmecke am 21.02.2011 | 14:27
Aus der roten D&D-Basis-Box von FSV.

In dem halben Jahr vor Erscheinen von D&D in Deutschland hatte ich mit Stirnrunzeln die Berichterstattung in der Spielefachzeitschrift SpielBox verfolgt, die das Kommen dieser merkwürdigen neuen Spielegattung in kleinen Meldungen ankündigte - ohne sich detailliert dem Thema zu widmen. Als Brettspieler, der ich damals war, befürchtete ich, dass ich mir wohl aus Recherchegründen das Spiel würde kaufen "müssen", weil ich mir überhaupt nicht vorstellen konnte, wie man ohne Brett und Figuren ein planvolles, relevantes Spielerlebnis haben soll.
Fast hätte ein unsäglich peinlicher, langer Radiobeitrag auf NDR2 (ein Interview samt Mitschnitt einer "ihr-seid-in-einer-Höhle-und-da-kommen-Zombies"-Session in der Sendung Der Club) die schon gefallene Kaufentscheidung gekippt, aber als ich dann in einem Comicladen das leuchtende Elmore-Cover sah, kam ich doch nicht umhin.

Ich habe bis zuletzt bezweifelt, dass ich sowas lächerliches jemals spielen werde. Am gleichen Abend Heft 1 gelesen, und schon in der Mitte des Heftes war mir klar, dass das wirklich eine revolutionäre Spielidee war, wie sie nur einmal in einem Menschenleben erfunden werden kann.

(Dass dann keine 10 Jahre später Magic the Gathering erschien, war nicht zu ahnen...)


Ich bin heute noch der Meinung, dass didaktisch die rote Box der heilige Gral des Einsteigertextes ist. So spielend, wie man damit das Konzept Rollenspiel erliest, geht es kaum besser.
Titel: Re: Deine Anfänge - oder: Wie hast du Rollenspielen gelernt?
Beitrag von: Blechpirat am 21.02.2011 | 14:35
Beim Judotraining, als ich etwa 15 Jahre alt war, hatte jemand eine DSA2 Box dabei. Eine bis heute bestehende, sehr enge Freundschaft begann.

Wir hatten viel Spaß, trotz meiner anfangs extem unbeholfenen Versuche zu leiten und gewisser "Schummeltendenzen" bei den Spielern und trotz der Tatsache, dass unser Magier nicht mehr mitmachen durfte, als der Pastor bei seinen Eltern vorgesprochen hatte.
Titel: Re: Deine Anfänge - oder: Wie hast du Rollenspielen gelernt?
Beitrag von: Dark Stone Cowboy am 21.02.2011 | 14:38
Wir hatten viel Spaß, trotz meiner anfangs extem unbeholfenen Versuche zu leiten und gewisser "Schummeltendenzen" bei den Spielern und trotz der Tatsache, dass unser Magier nicht mehr mitmachen durfte, als der Pastor bei seinen Eltern vorgesprochen hatte.

O_o
Titel: Re: Deine Anfänge - oder: Wie hast du Rollenspielen gelernt?
Beitrag von: Humpty Dumpty am 21.02.2011 | 14:42
Der Vater eines Freundes brachte die rote Box aus den USA mit und spielte mit uns ein Einführungsabenteuer. Ich erinnere mich noch heute an das Rostmonster, das aus dem Burggraben stieg und uns angriff.

dass unser Magier nicht mehr mitmachen durfte, als der Pastor bei seinen Eltern vorgesprochen hatte.
Der ist geil! Bitte um nähere Erläuterung! Bei uns gab es damals auch ziemliche Skepsis von seiten der Eltern. Aber den Ausschlag fürs grüne Licht gab die Tatsache, dass wir mit großer Begeisterung den langen, englischen Text der Red Box enorm mühevoll ins Deutsche übersetzten. Kurz darauf erschien Das Schwarze Auge und wir zum Bedauern unserer Eltern umgestiegen :D
Titel: Re: Deine Anfänge - oder: Wie hast du Rollenspielen gelernt?
Beitrag von: Tjorne am 21.02.2011 | 14:45
Ich war bei zwei meiner Cousins zu Besuch und ein Nachbar der beiden brachte DSA mit. Ich glaube, es waren noch ein oder zwei Freunde meiner Cousins dabei. Dann plätscherte es ein paar Jahre so mit gelegentlichen Runden mit verschiedenen Freunden vor sich hin, bis ich regelmäßige Runden in einem Spieleverein fand, wo ich dann auch diverse andere Rollenspiele kennenlernte.
Titel: Re: Deine Anfänge - oder: Wie hast du Rollenspielen gelernt?
Beitrag von: WitzeClown am 21.02.2011 | 14:49
Ich habe mir selbst DSA beigebracht und mit einer Gruppe von absoluten Neulingen gespielt.
Danach hat mich der Visionär ein paar Jahre mit Adnd gequält.
Später hat mir dann das alte Grofafo beigebracht wie man ordentlich spielt.
Titel: Re: Deine Anfänge - oder: Wie hast du Rollenspielen gelernt?
Beitrag von: JS am 21.02.2011 | 14:56
Ich spielte als frischgebackener Teenie schon intensiv Fantasy-Brettspiele, als ich mir dann 1986 die beiden DSA Grundboxen gegen etwas Schnickschnack ertauschte. Das neuartige Spielprinzip "Rollenspiel" erschloß sich mir dank der einsteiger- und lesefreundlichen Inhalte schnell, den Rest erledigten dann alle erhältlichen Soloabenteuer, die ich natürlich - wie jeder - nach Strich und Faden betuppte. Die ersten Spielleitererfahrungen waren dagegen nicht gerade sehr erfreulich, weil die Spieler ständig einen Blödsinn machten, der im Abenteuer nicht vorgesehen war (z.B. NICHT im geheimnisvollen Schrank nachgucken usw.).

Aber nun ja... seit 1986 nahm mein Rollenspielerschicksal seinen Lauf, brodelte heiß zwischen 1995 und 2006 und köchelt derzeit immer noch erfreulich vor sich hin.

Zwar spiele ich schon lange nicht mehr DSA und denke, daß sich heute vermutlich kein Teenager mehr mit dessen 4. Edition das Rollenspielen selbst beibringen könnte; aber ich rechne es DSA sehr hoch an, daß es mich und nahezu jeden der mir bisher begegneten "Veteranen" zum Rollenspiel gebracht hat.
:)

Edit: Chronologie korrigiert.
Titel: Re: Deine Anfänge - oder: Wie hast du Rollenspielen gelernt?
Beitrag von: evil bibu am 21.02.2011 | 14:59
in der 5. oder 6. klasse hatte ein klassenkamerad die dsa2 box angeschleppt. ich hatte sie dann zwei wochen in leihe und dann in der freistunde ein abenteuer gemeistert und kläglich versagt...
Titel: Re: Deine Anfänge - oder: Wie hast du Rollenspielen gelernt?
Beitrag von: Blechpirat am 21.02.2011 | 17:21
Der ist geil! Bitte um nähere Erläuterung!

Nunja, so leicht lässt sich das gar nicht erläutern. Das war alles auf dem Dorf, wir waren minderjährig und ohne Fahrdienst der Eltern ging gar nix. Aber H., der besagte Spieler des Magiers, durfte lange genug mitspielen, um Level 9 zu erreichen (bei DSA!). Dann plötzlich nicht mehr, bei der Begründung druchste er mächtig herum. Das mit dem Pastor hab ich von anderen gehört, H sagte damals nur: Meine Eltern wollen das nicht.

Aber dann muss man dazu wissen, dass ich in einer Gegend aufgewachsen bin, wo einige Schüler nicht zum Religionsunterricht durften, weil man dort lernte, dass die Bibel nicht wörtlich zu verstehen sei. Tja, so war das damals.

Aber, wo ich schon total OT bei den Anekdoten bin: Jahre später, auf dem (natürlich von der evangelischen Kirche betriebenen) Gymnasium, hab ich während einer Projektwoche nicht nur DSA geleitet (1 Woche, während der Schulzeit, von Lehrern ungestört) sondern hab den Judofreund sogar als Experten von einer anderen Schule für die Woche freigestellt bekommen, damit er mitspielen konnte.  8]
Titel: Re: Deine Anfänge - oder: Wie hast du Rollenspielen gelernt?
Beitrag von: Boni am 21.02.2011 | 17:36
Nachdem ich lange Zeit mit Freunden HeroQuest gespielt hatte (zweimal die Woche vor dem Schwimmtraining), den Herrn der Ringe gelesen und mit Drachenlanze meine erste Fantasyserie hinter mir hatte, fixte mich zu Beginn meiner Gymnasialzeit ein Freund mit den Fantasy-Spielbüchern an. Kurz darauf erzählte er von diesem Mittelerde-Spiel, das er sich zum Geburtstag wünschte.

Bei seiner Geburtstagsfeier saßen wir dann mit der Mers-Box von Laurin. Wir haben dann später zu dritt losgespielt und uns mehrmals die Woche, fast täglich, zum Spielen getroffen.
Titel: Re: Deine Anfänge - oder: Wie hast du Rollenspielen gelernt?
Beitrag von: Maarzan am 21.02.2011 | 17:52
In der Schule haben die Leute  eine Bank vor mir gerade Namensstufe erreicht und waren dabei ihre Festung zu planen. Das ahbe ich mir dann in der Pause angesehen und fand das sehr interessant. Nachdme ich die Leute zu lange genervt habe, habe ich eien Kopie der Kostentabelle und des Budgets bekommen und dann am nächsten Tag eine Festung kreiert, die Anklang fand. So wurde ich dann zur ersten Rund eingeladen, die ich mangels Mobilität und regelmäßiger Zeit dann aber nicht groß fortführen konnte.
Kurz danach habe ich die DSA1-Grundbox geschenkt bekommen und mir in der Nähe selbst eine Gruppe zusammengesucht - und begonnen DSA zu verbessern, nachdem die D&Dler ja von allem Coolen viel mehr hatten.
Hartwust und Heartbreaker von der Pike an.   :headbang:
Titel: Re: Deine Anfänge - oder: Wie hast du Rollenspielen gelernt?
Beitrag von: Uebelator am 21.02.2011 | 18:09
Gaaanz am Anfang hatte ich mal Heroquest und hab dabei allerdings noch gar nicht gerafft, dass man sowas in der Art neben der Monstermetzelei auch zum Geschichtenerzählen benutzen kann. Irgendwann hab ich mir dann mal eine Spielebuch aus der Bücherhalle ausgeliehen ("Die Zitadelle des Zauberers" oder so?) und mit meiner Mutter zusammen (ich war 7 oder 8) bespielt. Das fand ich schon ziemlich super damals und hab auch erste Versuche unternommen sowas selber zu schreiben.

Jahre später (ich war 14 oder 15) hat ein heutiger Freund von mir in der Schule eine Projektwoche "Rollenspiele" angeboten, und dort dann DSA und Shadowrun präsentiert. Und da war ich dann angefixt. Wir haben uns diverse Boxen erspart und uns wöchentlich getroffen. So viel Zeit müsste man nochmal haben...

Dass Rollenspiele noch mehr Dramatik und Grusel beinhalten können, als ich das bislang erlebt habe, stellte ich nach der Lektüre von Call of Cthulhu fest, das mit seinen Regeln für Wahnsinn und dergleichen irre interessant für mich war. So etwa zu dieser Zeit merkte ich auch, dass ich keine große Lust aufs Regelfuchsen habe, sondern mich lieber auf die Geschichten konzentrieren möchte, was in meinem Freundeskreis eher mäßigen Widerhall fand. Ausserdem wusste ich nicht so richtig, wie man das eigentlich am besten anstellt.

Seitdem lerne ich eigentlich sändig dazu und das Grofafo bzw. Tanelorn ist dabei eine meiner ergiebigsten Informationsquellen. Speziell aus dem Indie-Bereich kamen da viele interessante neue Erkenntnisse und Inspirationen. 

Titel: Re: Deine Anfänge - oder: Wie hast du Rollenspielen gelernt?
Beitrag von: Robert am 21.02.2011 | 18:22
Ich bin hier wohl in der Minderheit:
Ein Kumpel, den ich vom Battletech kannte, hat den Erklärbär gemacht.
Vorsichtshalber zuerst Mechwarrior(kannte ich von den Crescent Hawks PC-Spielen eh schon), dann kamen Shadowrun, AD&D und Star Wars D6 dazu.
Titel: Re: Deine Anfänge - oder: Wie hast du Rollenspielen gelernt?
Beitrag von: AceOfDice am 21.02.2011 | 21:45
Ich muss gestehen, ich hätte ein kleines Vermögen verloren, wenn ich auf das Ergebnis der Umfrage gewettet hätte. Ich könnte dabei natürlich außer Acht gelassen haben, dass im :T: tendenziell eher jener Teil der Rollenspieler vertreten ist, die mit größerem Enthusiasmus dabei sind, selber spielleiten, selber Abenteuer schreiben, selber Systeme und Welten erfinden usw. Aber selbst in diesem Licht finde ich die hohe Anzahl an "Autodidakten" bisher äußerst erstaunlich. Respekt!
Titel: Re: Deine Anfänge - oder: Wie hast du Rollenspielen gelernt?
Beitrag von: SeelenJägerTee am 21.02.2011 | 21:59
Ich habs richtig nerdig gemacht und zum Einstieg gleich mein eigenes System gebastelt.
Titel: Re: Deine Anfänge - oder: Wie hast du Rollenspielen gelernt?
Beitrag von: McCoy am 21.02.2011 | 22:00
Ein Freund von mir hatte sich den Fuß gebrochen und als ich ihn besucht habe hatte er da die DSA 1 Box liegen. Den Rest kann man sich denken...
Titel: Re: Deine Anfänge - oder: Wie hast du Rollenspielen gelernt?
Beitrag von: Bentley Silberschatten am 21.02.2011 | 22:37
Ich war bereits begeisterter Fantasy und SciFi Leser und C64 User. Beides hat mir den Weg geebnet. In der PC Zeitschrift ASM gab es ein Bericht der bei mir die fantastischen Vorstellungen ausgelöst hat wie RPG wohl ohne Computer sein könnte. Die Shadowrun Romane machten Werbung für die gerade erschienene 2.Ed.

Als ich dann auf der Suche nach RPGs im Comicladen unserer Stadt landete und mir zum reinschnuppern das "Deutschland in den Schatten" Buch im Laden durchblätterte kam einer auf mich zu und fragte "Spielst du auch?" ... kurze Zeit darauf hatte ich mein Einstieg mit nichts geringerem als Call of Cthulhu.

Nicht all zu lange darauf war ich auf meinem ersten Con dem viele, in ganz Deutschland nachfolgten, bin einem Verein beigetreten und hab so einen Haufen Leute und Systeme kennen gelernt.
Titel: Re: Deine Anfänge - oder: Wie hast du Rollenspielen gelernt?
Beitrag von: ClockworkGnome am 21.02.2011 | 22:48
Ich war mit meinen Eltern zur Kur (11 oder 12 Jahre alt damals) und die haben sich da mit einem Mann angefreundet, der seinen 16 jährigen Sohn dabei hatte. Und der hat mir dann DSA beigebracht. Ich habe noch während des Aufenthalts da im örtlichen Spielzeugfachhandel meine eigene Box gekauft und es war um mich geschehen.
Titel: Re: Deine Anfänge - oder: Wie hast du Rollenspielen gelernt?
Beitrag von: Pyromancer am 21.02.2011 | 22:50
Mir sind damals zufällig die AbenteuerSpielBücher in die Hand gefallen, und später sind bei Schulkameraden HeroQuest und StarQuest aufgetaucht.
"Richtiges" Rollenspiel gab's für mich erst während des Studiums.
Titel: Re: Deine Anfänge - oder: Wie hast du Rollenspielen gelernt?
Beitrag von: Sashael am 21.02.2011 | 23:10
In der DDR gabs ja ausser ein paar russischen Autoren gar keine Fantasy. Durch meinen Opa bin ich an eine Kurzgeschichte von Karl Edward Wagner gekommen: Kane, der Verfluchte. Die hab ich glaub ich gefühlte drölftausendmal gelesen. Nach der Wende hab ich mein Begrüßungsgeld dann zum Entsetzen meiner Mutter für HeroQuest von MB ausgegeben.*
Ein Jahr später hab ich dann bei Karstadt meine erste DSA-Box erstanden. Mann war das ein Experiment! Der Boxtext ließ ja mal so gar keine Rückschlüsse zu, was ich mir da eigentlich für ein seltsames Spiel kaufte! Aber es klang total spannend! Und das erste Abenteuer war natürlich die berüchtigte Befreiung von Silvana. Und meine beiden Spieler haben die Anmerkung Gesagt getan - Nicht gesagt, nicht getan und die Allmacht des Meisters sehr zu Herzen genommen. Vor lauter Angst vor dem unglaublich gefährlichen Unbekannten haben sie es seeeeeehr vorsichtig angehen lassen. Wenn es einen komplizierten, aber "sichereren" Weg gab, haben sie den genommen. Die Verbrennung einer Decke, die als provisorische Tür herhalten musste, war da nur eine Kapriole.
"Wir haben ja Zeit und so kann uns niemand ganz überraschend ein Schwert in den Bauch rammen, wenn wir gerade die Decke zur Seite ziehen. Und wenn dahinter jemand ist, dann kann er ja jetzt rauskommen. Wir sehen ihn schon von hier drüben auf der anderen Seite des Raumes und vielleicht fängt er ja sogar Feuer durch die brennende Decke!"

Aah, sweet memories.  ;D

* - Ich kann mich noch an ihr Gesicht erinnern. "Das ist doch Tinnef Junge! Hätteste dir mal ne Jeans gekauft, da hättste wenigstens was Ordentliches von gehabt!"
Titel: Re: Deine Anfänge - oder: Wie hast du Rollenspielen gelernt?
Beitrag von: Sashael am 21.02.2011 | 23:17
Ich spielte als frischgebackener Teenie schon intensiv HeroQuest, StarQuest, Herr des Schwertes und (weniger intensiv, da mies) die Claymore Saga, als ich mir dann 1986 die beiden DSA Grundboxen gegen etwas Schnickschnack ertauschte.
Öhm ... Heroquest erschien 1990. Herr des Schwertes 1989. Deine Erinnerung verwirrt mich.
Titel: Re: Deine Anfänge - oder: Wie hast du Rollenspielen gelernt?
Beitrag von: JS am 21.02.2011 | 23:34
Oh, Du hast recht, die heiße Quest-Brettspielzeit war erst Ende der 80er. Mein Chronologiefehler. Ich hatte die DSA-Boxen schon um einiges früher, sie kamen infolge des Hexenmeisters vom Flammenden Berg, Marnons, Talismans und Co zu mir (die ich teilweise noch heute gerne spiele). In dieser Zeit widmete ich mich zwar auch DSA, aber nur mit den Soloabenteuern. Das "richtige" Rollenspiel ging folglich erst ab 1989 los, weil auch meine Leute durch die Brettspiele Gefallen an dieser Art von Abenteuern fanden.
Titel: Re: Deine Anfänge - oder: Wie hast du Rollenspielen gelernt?
Beitrag von: Nin am 21.02.2011 | 23:46
Ich habe für "Jemand hat es mir erklärt und vorgezeigt" gestimmt...

1. Vorgezeigt
... weil ich Mitte der 80er durch Zufall in eine Runde D&D (RedBox) gestolpert bin. Mit dem Erscheinen der WoD bin ich dann umgestiegen - anfangs noch als Spieler, etwas später habe ich auch meine ersten Schritte als Erzähler gewagt (CoC, WoD) und mich dabei an meinen früheren SL/ST orientiert. Und...

2. Erklärt
... irgendwann vor ein paar Jahren kam ich dann erste mal mit "der Theorie" in Kontakt. Mit dem Effekt, dass ich zum einen viel gehaltvollen Input bekam und zum anderen, dass ich für das, was ich bislang rein intuitiv gemacht hatte, einen theoretischen Überbau bekam.
Titel: Re: Deine Anfänge - oder: Wie hast du Rollenspielen gelernt?
Beitrag von: Jiba am 23.02.2011 | 16:05
Mein Erstkontakt mit Rollenspiel (abgesehen von den DSA-PC-RPGs, Final Fantasy, und der Tatsache, dass ich das, was die Nerds in der Berghütte in "Simon the Sorcerer 2" machten, irgendwie cool fand) war auf der Animagic 2000, die ich mehr durch Zufall besucht habe, weil ich um diese Zeit auch anfing, mich stärker mit Manga und Anime auseinanderzusetzen und billig an eine Karte aus zweiter Hand kam. Da habe ich dann ein Mädel getroffen, die selbst Rollenspiel betrieb und die hat mich dann mit in den Rollenspielbereich genommen und ich habe eine Runde DSA mitgespielt. Später wurde ich Teil der festen Runde meiner Tutorin und an meinem Debütspielabend haben wir statt DSA direkt mal Shadowrun gespielt... effektiv gezockt habe ich da aber nur zwei oder drei mal, dann habe ich erstmal für ein Jahr oder mehr kein Rollenspiel mehr betrieben, bis ich (wieder auf einer AnimagiC) mit Vampire in Kontakt kam und auch eine erste wirklich feste Spielerkonstellation fand.  :) 
Titel: Re: Deine Anfänge - oder: Wie hast du Rollenspielen gelernt?
Beitrag von: asri am 23.02.2011 | 19:22
Bin wohl auch eher Minderheit: Ende der 80er hab ich die Abenteuerspielbücher (Fighting Fantasy, Jackson/ Livingstone) kennengelernt und zehn, zwölf davon gespielt. Mitte der 90er wollten ein Freund und ich eine DSA-Runde gründen, was wegen Zeitmangel schon kläglich im Keim erstickt ist. Erst etwa zehn Jahre später ergab sich im Freundeskreis eine DnD-Runde (alle etwa gleich unerfahren) - seitdem plätschert es, was richtig Dauerhaftes und Intensives hat sich bislang nicht ergeben.  :-\ Rollenspielen reizt mich trotzdem nicht wenig, und so versuche ich trotz Sparflamme, Erfahrungen zu sammeln und Systeme kennenzulernen.
Titel: Re: Deine Anfänge - oder: Wie hast du Rollenspielen gelernt?
Beitrag von: Jiba am 24.02.2011 | 07:51
Dann sind Conventions vielleicht genau das richtige für dich! :)
Titel: Re: Deine Anfänge - oder: Wie hast du Rollenspielen gelernt?
Beitrag von: גליטצער am 24.02.2011 | 07:56
Als ich 17 war hatte unsere Warhammergruppe plötzlich irgendwoher so ein SR2.01D. Das hab ich mir dann ausgeliehen um einen Charakter zu bauen und war danach Feuer und Flamme.
Titel: Re: Deine Anfänge - oder: Wie hast du Rollenspielen gelernt?
Beitrag von: Das Grauen am 24.02.2011 | 08:01
Ich wurde von einem Klassenkameraden angesprochen, ob ich nicht Lust auf Rollenspiel hätte. Haben bei ihm daheim dann ein Soloabenteuer gespielt und der Bann war gebrochen. Dann folgten die ersten Gruppenabenteuer im Keller einer Glaserei, der Eintritt in einen Verein und immer mehr Rollenspiele fanden den Weg in mein Regal.
Titel: Re: Deine Anfänge - oder: Wie hast du Rollenspielen gelernt?
Beitrag von: Glgnfz am 24.02.2011 | 08:34
Ich habe bei einem Freund dieses merkwürdige Spiel aus der roten Box gespielt - mit einem Charakter war ich natürlich recht schnell erledigt. Trotzdem war ich angefixt und habe mir zu Weihnachten 19883 diese Box gewünscht. Mit diesem wunderbaren Teil war es kein Problem sich das Spiel selber beizubringen und der Rest ist Geschichte.
Titel: Re: Deine Anfänge - oder: Wie hast du Rollenspielen gelernt?
Beitrag von: korknadel am 24.02.2011 | 09:47
@Blechpirat:
Ich vermute, ich kann sagen: Willkommen im Club! Wie ich sehe, lebst Du wie ich in Berlin, kommst aber ursprünglich aus einer Gegend, die mir sehr verdächtig nach meinem "Vaterlande" ausschaut: dem südwestdeutschen Pietkong? Auch Heilsgau genannt (ganz im Ernst, wobei da nicht das Königs- oder gar Führerheil gemeint ist, sondern das Erlösungsheil durch den eifrigen Glauben).

@allgemein (aber eventuell mit Bezug auf TAFKAKBs Frage):
Eben dorten, auf dem Dorfe, wo man auf die Fahrdienste von Eltern angewiesen war, lernte auch ich bei einem weniger frommen Schulkameraden DSA kennen. Das war 1986 oder 1987. Er hat mit mir das Solo-AB aus der Grundbox gespielt. So begeistert war ich seit Playmobil von keinem anderen Spiel gewesen :). Übrigens war das auch meine erste Begegnung mit Fantasy (auch wenn ich das damals nicht wusste), und was mich fast noch mehr als die Spielweise begeistert hat, war diese verwunschene Welt. Als Prinz Eisenherz-Leser hatte ich da wohl ein Faible dafür.

Dann entdeckte ich die Grundbox im Spielwarenladen im Kurstädtchen, wo ich zur Schule ging, und alsobald wurden meine Eltern genervt. Diese hatten jedoch große Vorbehalte. Denn denen war das alles zu sehr verwunschen. Untote, Dämonen, Zauberer, damit spaßt man nicht. Sind in der Bibel ja schließlich auch immer die bad guys, und irgendwas wird ja schon dran sein.

Nun waren meine Eltern aber keine pietistischen Fanatiker, deshalb bekam ich das Spiel denn doch irgendwann in den Sommerferien. Als die Schule wieder losging, habe ich relativ schnell andere Klassenkameraden damit infiziert, und so nahm das seinen Lauf. Da meine Eltern lediglich die Stirn runzelten, gab es glücklicherweise keine Autoritätspersonen, die mir das wie in Blechpirats Runde dem Magierspieler verbieten konnten. In meinem Dorf gab es -- im Gegensatz zu anderen Orten der Gegend -- neben der landeskirchlichen, evangelischen Kirchengemeinde pietistischer Prägung keine Laienverbände, Bruderschaften oder Freikirchen. Von daher ging es relativ entspannt zu.

Aber ich habe Rollenspiel und Fantasy die ersten Jahre durchaus immer mit einer gewissen Skepsis, einem schlechten Gewissen betrieben und -- wie man so schön sagt -- mit mir gerungen. So sehr es mich fasziniert hat, wusste ich doch, dass die ganzen nackten Weiber auf den damaligen Covern von Fantasy-Romanen, dass Magie und Dämonen eigentlich des Teufels waren und dass man da aufpassen musste. Als mit der Ausbau-Box dann gar die zwölf Götter eingeführt wurden, war ich eine zeitlang sogar angewidert. Als spielerischen Zeitvertreib einen  Götzendiener darzustellen, das ging nicht an, und dann noch die Frechheit, dass diese Nichtse Wunder wirken konnten! Mein frommes, kindliches Weltbild war seinerzeit damit völlig überfordert. Ich habe die Götter damals ignoriert.

Will sagen: wenn auch kein Pfarrer mir das Spiel verboten hat, so war es doch schwer, dieses Hobby mit dem zu vereinbaren, was man in Kirche und Jugendgruppen so aufgesogen hat.

Das hat sich natürlich sehr zügig gelegt, auch wenn immer mal wieder eine Art schlechtes Gewissen in mir aufgewallt ist. Dass ich dann irgendwann zwischen 16 und 18 einen Großteil meiner ABs verkauft habe, hatte dann aber schon andere Gründe, die ich nicht mehr nachvollziehen kann. Heute beiße ich mich dafür in den Arsch.

Der geneigte Leser mag beruhigt sein: Inzwischen habe ich meine pietistische Erziehung vorbildlich "überwunden" (man könnte auch im Kirchengesangbuch-Sprech sagen: Ich hab den Überwinder überwunden  :D). Das sollte nur als eventuell erheiternde Anekdote über die Gewissensnöte eines frommen Teenagers und zur Untermalung von Blechpirats der Inquisition zum Opfer gefallenen Magier erzählt werden.

Zum eigentlichen Thema zusätzlich angemerkt: Das erste, atmosphärische Rollenspielerlebnis war Strom des Verderbens, das wir in einer großen Runde bei mir zu Hause gespielt haben. Und legendär ist die Orklandtrilogie, die für uns alle tödlich endete und die wir in Hohlstunden und großen Pausen im Aufenthaltsraum der Schule durchgezockt haben.
Titel: Re: Deine Anfänge - oder: Wie hast du Rollenspielen gelernt?
Beitrag von: asri am 24.02.2011 | 15:31
Dann sind Conventions vielleicht genau das richtige für dich! :)
Kommt auf einen Versuch (http://tanelorn.net/index.php/topic,63136.msg1290720.html#msg1290720) an :)
Titel: Re: Deine Anfänge - oder: Wie hast du Rollenspielen gelernt?
Beitrag von: Sashael am 24.02.2011 | 21:06
Ich habe bei einem Freund dieses merkwürdige Spiel aus der roten Box gespielt - mit einem Charakter war ich natürlich recht schnell erledigt. Trotzdem war ich angefixt und habe mir zu Weihnachten 19883 diese Box gewünscht. Mit diesem wunderbaren Teil war es kein Problem sich das Spiel selber beizubringen und der Rest ist Geschichte.
Ich WUSSTE es! Glgnfz kommt aus der Zukunft und ist hier auf Studienreise über die Anfänge des Rollenspiels!

@korknadel
Boah bin ich froh, atheistisch erzogen worden zu sein.  ;D
Titel: Re: Deine Anfänge - oder: Wie hast du Rollenspielen gelernt?
Beitrag von: Blechpirat am 27.02.2011 | 15:04
@Blechpirat:
Ich vermute, ich kann sagen: Willkommen im Club! Wie ich sehe, lebst Du wie ich in Berlin, kommst aber ursprünglich aus einer Gegend, die mir sehr verdächtig nach meinem "Vaterlande" ausschaut: dem südwestdeutschen Pietkong? Auch Heilsgau genannt (ganz im Ernst, wobei da nicht das Königs- oder gar Führerheil gemeint ist, sondern das Erlösungsheil durch den eifrigen Glauben).

Ne, aus dem Dreiländereck NRW, Rheinland-Pfalz und Hessen.
Titel: Re: Deine Anfänge - oder: Wie hast du Rollenspielen gelernt?
Beitrag von: Scylla am 4.03.2011 | 10:28
Wir haben im Pfadfinderlager abends DSA von einem unserer Leiter gezeigt bekommen. Ich durfte einen Zwerg spielen. War ein Riesenspaß, und einer der prägendsten Momente meines ganzen RS-Daseins. Hach...
Titel: Re: Deine Anfänge - oder: Wie hast du Rollenspielen gelernt?
Beitrag von: Grubentroll am 4.03.2011 | 11:36
Mein erster Rollenspielkontakt war eigentlich das Soloabenteuer "Taran und der Zauberkessel" in einer Micky Maus anno 1985. Aber so ganz will ich das nicht gelten lassen.. ;)

Also...
Ein Schulfreund hat mir Ende der Sommerferien 1986 das DSA-Regelbuch (er hatte noch eins der allerersten edition, mit allen Talbot-Illustrationen) ausgeliehen.

Das habe ich verschlungen wie nochmal was, und war danach total gehyped, wie ich es selten bei irgendwas in meinem Leben war.

Das war so eine irre Idee. Meine Fantasie ist da echt Sturm gelaufen.

Bin dann gleich in den Spielwarenladen gelaufen am nächsten Tag, und hab mir "Der Wagenzug durchs Nebelmoor /die Sümpfe des Lebens" gekauft als Abenteuer, und hab mich am Soloabenteuer da drin versucht.

Ich weiss noch, dass ich unbedingt einen Elfen spielen wollte, und dann total angepisst war, dass ich nicht die richtigen Werte gewürfelt habe... :D

Dann hat mein Schulfreund mit mir das Soloabenteuer im Abenteuerbuch durchgespielt ("Graubarts Haus"), und Tage später hatten wir dann eine kleine Gruppe zusammen, mit der wir dann den "Wagenzug durchs Nebelmoor" gespielt haben.
Titel: Re: Deine Anfänge - oder: Wie hast du Rollenspielen gelernt?
Beitrag von: Gaming Cat am 4.03.2011 | 12:03
Autodidakt-Fraktion: Bei einer Inventur kam eine Basis-Box DSA zum Vorschein, die leicht beschädigt, aber vollständig war...
Durch "HeroQuest" und "Lone Wolf" war ich das phantastische Sujet gewohnt und begann zu lesen...mit einem Kumpel habe ich das mitgelieferte Abenteuer sehr heroquestig gezockt. Später auch mal mit einer größeren Runde was Selbstgeschriebenes probiert. Fand das System schon damals nicht sooo super. ;D Danach war das erstmal auf Eis und ging später im Gymnasium wieder los, als mir mein Banknachbar von Shadowrun erzählt hat...
Titel: Re: Deine Anfänge - oder: Wie hast du Rollenspielen gelernt?
Beitrag von: Edorian am 4.03.2011 | 12:20
Damals haben wir für einen Urlaub "Star Quest" geschenkt bekommen (weil das so friedlich ist  >;D), und irgendwie sind wir von dort zum Brettspiel "Das Schwarze Auge" gekommen. Das war zwar kein Brüller, aber da war ja noch diese Werbung... Langer Rede schwacher Sinn: Starterbox geholt und in Kombination mit "Der Hobbit" infiziert worden.
Titel: Re: Deine Anfänge - oder: Wie hast du Rollenspielen gelernt?
Beitrag von: Bad Horse am 4.03.2011 | 12:40
Ich habe die Ian-Livingston-Bücher auch ganz gern gelesen und durchgespielt (und natürlich beschissen, was das Zeug hielt). Dann hab ich mir auch mal die DSA-Box gekauft, wußte aber nicht recht, wie das Spiel nun funktionieren sollte. Punkte? Was? Wieso?

Richtig los ging es dann, als mir Mitschüler zum 17. Geburtstag das MERS-Buch geschenkt haben und ich dann bei ihnen mitspielen durfte. Die Runde war allerdings ziemlich doof und brach aufgrund persönlicher Differenzen auseinander... ich hab dann für zwei Nachbarssöhne Rolemaster geleitet (so richtig tolle Dungeons mit genauem XP-Ausrechnen und minimalem Rollenspiel), hatte aber immer den Eindruck, dass da noch mehr gehen muss...

Schließlich habe ich mich mit 18 oder 19 auf meinen ersten Con geschleppt - der war ein echter Augenöffner! Dann kam Vereinsmitgliedschaft, Umzug nach Stuttgart, und seither hab ich nicht mehr aufgehört zu spielen.
Titel: Re: Deine Anfänge - oder: Wie hast du Rollenspielen gelernt?
Beitrag von: Grey am 4.03.2011 | 12:47
Ich habe mal "Jemand hat es mir gezeigt" angeklickt.

Erstkontakt mit Rollenspiel im Allgemeinen: Jackson/Livingstone, "Der Hexenmeister vom Flammenden Berg". Ein Weihnachtsgeschenk meiner Oma, ihrer üblichen Logik folgend: "Weil das meinen Cousins so gut gefiel." Darum habe ich auch monatelang nicht reingeguckt :P, aber sobald ich einmal angefangen hatte, war ich am Haken. Damals war ich 13, wenn ich mich recht erinnere.

Ich habe mir danach recht flott die erste DSA-Box gekauft, aber nicht recht durchgeblickt. Das Konzept, daß man das auch mit einer Gruppe spielen konnte, mußte mir erst jemand erklären. Dieser Jemand war dann der beste Freund meines Bruders, der schon seine erste MidgarD-Rune am Laufen hatte. Mein Bruder hat dann seinerseits mich mit da reingezogen und... nun ja... mit 14 an der ersten Runde teilgenommen, mit 16 wurde dann ein regelmäßiges Laster draus. 8)
Titel: Re: Deine Anfänge - oder: Wie hast du Rollenspielen gelernt?
Beitrag von: Retronekromant am 4.03.2011 | 12:55
Ich habe eher andere zum Rollenspielen gebracht.

Selbst dazu gekommen bin ich einerseits über AD&D-Computerspiele (Eye of the Beholder zb.), aber auch dadurch, dass ich schon vorher CoSims und TCG(Magic) gespielt habe. Da gab es zb diese Zeitschrift "Kartefakt"... und noch so eine andere. Dort waren z.b. Abenteuer für Midgard drinne. Ich habe mich erst gefragt "Hä, was soll das sein" und wurde neugierig.

Irgendwann bin ich mit meinem Taschengeld dann in einen "Nerd-Laden" gegangen und habe das AD&D Spielerhandbuch gekauft. Ab da war es um mich geschehen ^^
Anfangs war es schwierig (gleichaltrige) Mitspieler zu finden (ich war gerade in der 5. Klasse^^) und die meisten haben nur 1x mitgespielt. Aber irgendwann hat sich dann eine feste Gruppe herauskristallisiert.
Titel: Re: Deine Anfänge - oder: Wie hast du Rollenspielen gelernt?
Beitrag von: Tigerbunny am 4.03.2011 | 13:51
1988 habe ich D&D mit der Red Box durch einen Klassenkameraden kennengelernt. Er hatte die alte Boxenreihe von seinem grossen Bruder bekommen, der mit seiner Runde auf AD&D umgestiegen war. Danach kam ein erstmal recht kurzer Ausflug in Richtung DSA, das aber nie wirklich mein Spiel wurde.

Als dann Shadowrun auf deutsch erschienen ist, hatte ich meine rollenspielerische Heimat gefunden. Habe über die Jahre viele andere Spiele ausprobiert, aber irgendwie bin ich als Hauptsystem immer bei SR in all seinen Editionen geblieben.

Mittlerweile spiele ich zudem regelmäßig GURPS4 und SW.
Titel: Re: Deine Anfänge - oder: Wie hast du Rollenspielen gelernt?
Beitrag von: Sphärenwanderer am 4.03.2011 | 14:21
Mein Erstkontakt mit Rollenspiel war wohl etwa 1995 - mit ca. 8 Jahren habe ich gemeinsam mit meinen Brüdern eine gigantische Playmobil Sandbox gebaut, die das Zimmer über Wochen vollkommen blockiert hat. Jeder hatte verschiedene Fraktionen & Charaktere (den Schwarzen Ritter in seinem Turm samt nmentlich benannten Untergebenen, der Händlerfürst, etc.) unter seiner Kontrolle, die bei Bedarf gespielt wurden. Der Fokus lag auf einzelnen Geschichten und die Kontrolle über Charaktere wechselte. Es gab auch  irgendein rudimentäres Konfliktsystem, das etwas mit Figurenumschubsen zu tun hatte.  ;D

In der Zeit habe ich auch da erste Abenteuerspielbuch gespielt und Kontakt mit den DSA PC-Spielen gehabt. 2 Jahre später brachte mein großer Bruder eine DSA 2 Box mit (er hat von einem Schulfreund davon erfahren), wir haben uns Charaktere erstellt und sofort improvisiert losgespielt. War ja sozusagen Playmobil auf einer anderen Ebene. Das erste Abenteuer war ein improvisierter Dungeon, in dem mein Zwerg eine magische Axt fand. Mehr weiß ich nicht mehr - nur noch, dass ich vollkommen gefesselt davon war.

Über zwei, drei Jahre habe ich DSA ohne feste Gruppe gespielt, mit Freunden, oft auch nur zu zweit. Und es war toll. Fast ausschließlich improvierte DSA Abenteuer. Dann habe ich eine Gruppe ins Leben gerufen und das Spiel wurde komplexer.
Titel: Re: Deine Anfänge - oder: Wie hast du Rollenspielen gelernt?
Beitrag von: Ein am 4.03.2011 | 18:17
@Grubentroll
Das mit der Micky Maus & Taran war mir garnicht klar. Ich glaub ich hab die auch gespielt. :o
Titel: Re: Deine Anfänge - oder: Wie hast du Rollenspielen gelernt?
Beitrag von: Gorbag am 8.03.2011 | 01:00
Mein erster Kontakt mir Rollenspielen war wohl um 2000 rum. Ich hatte in meiner früheren Jugend einige PCRPGs wie die DSA Teile gespielt und habe irgendwann mit Magic (TCG) angefangen. Dadurch war ich einfach öfters in einschlägigen Läden in denen natürlich auch Rollenspiele angeboten wurde.
Irgendwann habe ich dann eine DSA Einsteigerbox (10 Mark oder so) und habe mit meinen Kumpels eine Runde DSA gespielt. Ab da waren wir angefixt und haben uns schnell DSA 4 und Shadowrun 3 besorgt.
Die Runde von damals hat sich lange schon zerstreut, aber beim Rollenspiel bin ich geblieben und habe mir mittlerweile schon einiges an Papier ins Regal gestellt.
Titel: Re: Deine Anfänge - oder: Wie hast du Rollenspielen gelernt?
Beitrag von: Marduk am 4.04.2011 | 11:39
Angefangen hat es bei mir , so um 1992, an einem ins Wasser gefallenen Wandertag in der Schule. Wir durften uns die Zeit in der Turnhalle vertreiben und da ich keinen Bock auf das angebotenen Spiel hatte hab ich mich da zusammen mit drei vier Klassenkameraden ausgeklinkt und wir haben dann in der Umkleide Shadowrun (erste Edition) gezockt. Irgendwas total primitives. ich spielte einen vorgenerierten Elfensamurai mit ner Panthersturmkanone.

Da war ich auf jeden Fall von diesem Rollenspielzeugs angefixt, da ich mir schon immer gernen Geschichten ausgedacht habe und auch eine ganz schöne Leseratte war. Wir haben uns dann mit ein paar Kumpels überlegt weiter Rollenspiel zu betreiben und einer hatte dann eien kopierte Version von DSA 2 besorgt, so daß wir spielen konnten. Natürlich fehlten uns so Sachen wie ein W20, den wir uns dann mithilfe einer zwanzigeckigen Pappscheibe und einem Bleistift als Kreisel improvisiert hatten. Kurze Zeit später habe ich mir dann die erste Grundbox geholt (soviel dazu, daß Kopien daß Geschäft schädigen ;-) ) und bin DSA 2 lange Zeit und über einige Boxen treu geblieben, auch wenn wir uns irgendwann noch Shadowrun 2.01D dazugeholt hatten und das auch noch gezockt haben.

DSA verlor dann irgendwann seinen Reiz und ich bin dann über GURPS bei den Storytellersystemen gelandet.

Gruß

Marduk
Titel: Re: Deine Anfänge - oder: Wie hast du Rollenspielen gelernt?
Beitrag von: WeepingElf am 4.04.2011 | 16:35
Bei mir begann es 1984 oder 85.  In einer Heimcomputerzeitschrift, die mein Bruder und ich damals lasen, war ein Artikel über Fantasy-Spiele, in dem auch Rollenspiele wie D&D oder Schwerter & Dämonen erwähnt wurden (irrigerweise stand da, S&D sei das erste Rollenspiel gewesen).  Daraufhin haben wir uns zusammen mit einem gemeinsamen Freund das D&D-Basis-Set (die rote Box mit dem großen Drachen vorne drauf) gekauft.  Gezeigt hat uns keiner, wie das geht, sondern wir haben es uns selbst anhand der Regelbücher beigebracht.

Ich hatte zwei oder drei Jahre zuvor schon TV-Werbespots für Schwerter & Dämonen gesehen, aber damals noch nicht verstanden, was das sein sollte.
Titel: Re: Deine Anfänge - oder: Wie hast du Rollenspielen gelernt?
Beitrag von: Yuri am 4.04.2011 | 16:48
Hmmm, ich bin im Sommer 2009 auf Dungeons and Dragons gekommen, als wir uns mal wieder über den grottigen "Dungeons and Dragons" Film unterhielten. Dabei erwähnte er nebenher, dass der Film ja auf einer Art Spiel basiere.
Ich las mir im laufe der Zeit gelegentlich Beschreibungen über Dungeons and Dragons im Internet durch und bekam im selben Jahr zu Weihnachten die D&D 4th Edition Core Rules geschenkt.
Von daher musste ich mir das ganze mehr oder weniger selbst beibringen.
Im laufe des nächsten Jahres habe ich meine Sammlung dann noch gewissenhaft aufgestockt, so dass sie nun auch noch Cyberpunk 2020, 7th Sea, Labyrinth Lord und LotFP beherbergt.
Titel: Re: Deine Anfänge - oder: Wie hast du Rollenspielen gelernt?
Beitrag von: Spencer am 4.04.2011 | 16:59
ich find's krass wieviele Leute aus dem Forum hier in den 80ern zum RSP gefunden haben.

Sagt wohl vor allem was über das Durchschnittsalter hier aus.  ::)
 
Ich bin um das Jahr 2000 dazu gestoßen, durch Schulfreunde.
Titel: Re: Deine Anfänge - oder: Wie hast du Rollenspielen gelernt?
Beitrag von: Destroy all Monsters am 6.04.2011 | 09:10
7. Klasse, Schulausflug, ein neuer Schüler meiner Klasse hat bereits DSA gekannt und ohne Regeln oder Würfel mit mir ein Abenteuer "gespielt" bzw. "erzählt". Das fand ich so toll, dass ich es nach dem Schulausflug mit meinem besten Freund ebenfalls "gespielt" habe. Der hat sich dann ein paar Wochen später die DSA-Basisbox gekauft, und wir haben das erste Mal "richtig nach Regeln" gespielt. Das Abenteuer war "Sylvanas Befreiung" aus dem Basis-set, ich hab einen Zwerg gespielt. In der Schule und im Sportverein haben wir dann weitere Mitspieler gefunden.
Titel: Re: Deine Anfänge - oder: Wie hast du Rollenspielen gelernt?
Beitrag von: Mann mit Ukulele am 6.04.2011 | 10:22
Mitte der 80er hab ich grade Lesen gelernt, deshalb hats bei mir erst 1994 angefangen.
Ich war im Internat, in der 7. Klasse und irgendwer hatte ein DSA-Brettspiel(!).

Das hat uns megamäßig Spaß gemacht und irgendwann meinte jemand: "hey, da gibts auch noch ein anderes Spiel mit Büchern, das nennt sich Rollenspiel..."
Ich hab dann meine Mutter bequatscht, dass sie die 50 Mark für die Basisbox lockermacht und wir haben in jeder - im Internat recht begrenzten - Freizeitstunde gespielt.
Los ging es mit dem Gruppenabenteuer aus der Basisbox...

Zwei Jahre später bin ich aus dem Internat weg und hab wieder zuhause gewohnt, wo meine Mutter unglaublich besorgt war,
ich könnte in satanistische, okkulte Kreise abrutschen mit der Rollenspielerei. ^^

In der Zeit bin ich (auch aufgrund fehlender GUTER Gruppen) mehr zu Brettspielen und Sammelkartenspielen gewechselt.
Erst als ich dann mit 19 in die eigene Wohnung zog, aber eigentlich in meinem favourite Rollenspielladen wohnte, gings wieder los und seitdem bin ich dabei.
Titel: Re: Deine Anfänge - oder: Wie hast du Rollenspielen gelernt?
Beitrag von: Timberwere am 6.04.2011 | 10:27
Ein Klassenkamerad, der wusste, dass ich Fantasyromane mochte, hatte mich anfangs der 09. Klasse, also so mit 14, knapp 15, 1984 war das, zu den Spielbüchern von Livingston/Jackson gebracht. Mit der 10. Klasse dann, 1985, wurden wir im Klassenverband neu zusammengewürfelt, und ich freundete mich mit einem neuen Klassenkameraden an. Der bekam meine Vorliebe für Fantasyromane und die Abenteuer-Spielbücher natürlich auch sehr schnell mit, und er leitete eine Pen&Paper-Runde, zu der er mich sehr bald dazuholte. Das war Chill bzw. Warhammer Fantasy RPG im Wechsel.

Ich kann mich erinnern, dass er ein ziemlich genialer SL war, der z.B. die gruselige Chill-Stimmung super rüberbrachte. Ob ich ihn heute noch für einen genauso genialen SL halten würde, weiß ich natürlich nicht, ich habe ihn nach dem Abitur, als sich unsere Runde auflöste, völlig aus den Augen verloren. Beim 10-jährigen Abitreffen habe ich ihn wiedergetroffen, und ich meine, er sagte, dass er gar kein Rollenspiel mehr betreibe. (Was ich lustig fand, weil er damals zu Schulzeiten so der absolut sprichwörtliche "langhaarige Rollenspieler" war.) Beim 20-jährigen Abitreffen war er leider nicht, schade, hätte mich gerne wieder mal mit ihm unterhalten.

Probleme mit meinen sehr religiösen Eltern hatte ich übrigens auch anfangs, gerade meine Mutter war da sehr misstrauisch (den Rabbiner hat sie allerdings nicht zu dem Thema befragt :)), aber als wir dann eine Session bei uns spielten und sie zuguckte und feststellte, dass es ja doch kein Satanswerk war, durfte ich weitermachen. Trotz langhaarigem Bombenleger-SL. :P