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Pen & Paper - Spielsysteme => Shadowrun => Thema gestartet von: Boba Fett (away) am 10.10.2011 | 12:24

Titel: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Boba Fett (away) am 10.10.2011 | 12:24
Wieso gibt es hier eigentlich noch keinen Smalltalk Thread.  wtf?

Na dann mach ich doch einfach einen auf!  ;D
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Boba Fett (away) am 10.10.2011 | 12:26
Inspiriert durch den "Optimieren eines Samurai´s" Thread:

Ich hätte Lust hier mal ein paar "baut mir einen... [Charakter]" Threads aufzumachen, wo man einfach mal ein paar Vorgaben gibt und jeder der Spaß hat, dementsprechend einen Charakter baut und den einstellt und man dann mal sieht, was so rauskommt.
Hat jemand Lust, da mitzumachen, oder ist das eine Idee, die auf Desinteresse stößt?
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Fat Duck am 10.10.2011 | 12:28
Also ich hab da generell drauf Lust. :)
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Blackice am 10.10.2011 | 12:32
hört sich super an würd ich auch mit arbeiten ggf.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Boba Fett (away) am 10.10.2011 | 12:38
okay, dann starte ich mal einen...

[SR4] baut mir einen Straßensamurai [400 CP, nur GRW, keine BioWare] (http://tanelorn.net/index.php/topic,70653.0.html)
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Blackice am 10.10.2011 | 16:40
1. Build ist drin . Wobei ich denke das nen Sam ohne Ware/Bioware schon eher als Kämpfer/Waffenexperte zu sehen ist :) Der Begriff Sam kommt ja von Strassensamurai und war in meinen Augen immer Körperlich aufgepimpte (Tank/Krieger) der Gruppe :P
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Medizinmann am 10.10.2011 | 17:23
Hmmmm,Das was einen Streetsam ausmacht ist die Kombi aus Cyber & Bioware (evtl mit Naniten und Vorteilen) .
Durch die Einschränkung keine Bioware und nur GRW nimmst Du ca 80-90 % des Potenzials raus.
Neeeeeh, so macht das keinen Spass  :q

Wenn Ich da mitmachen soll,muß der teich schon Größer sein, in dem Ich fischen darf

HougH!
Medizinmann
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Roadbuster am 11.10.2011 | 10:39
Aber die Begründung, warum der Teich so klein ist, finde ich schon nachvollziehbar. Ne Kampagne in den 50ern mit 4er Regeln würde mich ja auch noch reizen (obwohl ich auch erst mit der 2. Edition angefangen habe).
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: McCoy am 11.10.2011 | 11:39
Behaltet ihr dann die WiFi Matrix bei oder ist die verkabelt wie im Original?

Soo schlimm finde ich es jetzt gar nicht einen Streetsam nur mit Ware zu bauen. Ging doch früher auch ;)

Ich hab mich da gedanklich noch nicht näher mit auseinander gesetzt aber, genug Ware ist doch da. Es wird nicht sonderlich exotisch werden, aber effektiv ist immer noch drin. Nur nicht sonderlich subtil.
Aber das waren die Sams in den 2050ern doch auch nicht oder?
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Würfelheld am 11.10.2011 | 11:42
Hmmmm,Das was einen Streetsam ausmacht ist die Kombi aus Cyber & Bioware (evtl mit Naniten und Vorteilen) .
Durch die Einschränkung keine Bioware und nur GRW nimmst Du ca 80-90 % des Potenzials raus.
Neeeeeh, so macht das keinen Spass  :q

Wenn Ich da mitmachen soll,muß der teich schon Größer sein, in dem Ich fischen darf

HougH!
Medizinmann
Also sorry, aber ich hab einen Standard-GRW-Sam und diesen kann man noch wunderbar weitrerentwickeln , den dieser setzt einen nicht schon am Anfang die Pistole auf die Brust, so dass man noch in die verschiedensten Richtungen gehen kann. Man kann damit eine Menge fun haben...

Und nur weil das Runner Kompedium, Bodytech usw einen viele Optionen bieten, sind und bleiben das nur Optionen!!!

Es soll Leute geben, die nicht alles an Regeln und Ausrüstung brauchen um einen guten Char aus ihrer Idee entstehen zu lassen...

Und zum Schluss, Du bzw Deine Runde hat schließlich am Anfang auch nur mit SR 4 GRW angefangen und hat sich dann nach und nach das andere Zeugs organisiert!

Gruß
Würfelheld
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: ManuFS am 11.10.2011 | 11:45
Im SR4 GRW gibt es allerdings schon Bioware. ;)
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Boba Fett (away) am 11.10.2011 | 12:06
Aber die Begründung, warum der Teich so klein ist, finde ich schon nachvollziehbar.

Danke...
Wir haben in meiner Runde kürzlich herumgefaselt, da unsere Travellerkampagne zu Ende ist,
was wir denn als nächstes spielen wollen.
Shadowrun war da eines der erstgenannten.
Ich muss gestehen, dass ich mit den Regelwerken 2.01d und 3.01d nicht so sehr viel anfangen kann. 2.01 hab ich noch recht intensiv gespielt, aber die dreier komplett ignoriert.
Mich haben auch die vielen Stellschrauben (Anzahl Würfel, Anzahl nötiger Erfolge, Mindestwurf) immer abgeschreckt. Das ist in der 4er sehr viel einfacher geworden.
Die 1er ist ja wirklich gruselig gewesen, was die regeln angeht, aber das Setting war damals völlig anders und sehr frisch und unverbraucht.
Meine Spieler kennen SR nur seit der 3er und ich meinte dazu nur, dass ist so, wie wenn man eine TV Serie erst in der 4. Staffel beginnend anguckt.
Da kamen wir schnell drauf, dass wir mal SR im retro Stil spielen sollten, eben mit dem Look&Feel der alten Version und den Regeln der neuen.

Die Einschränkungen waren schnell gefunden:
Keine Adepten, keine Bioware, keine Technomancer/Otaku, Rigger nur als Fahrzeugrigger (keine Drohnen).
Wir einigten uns dann noch auf "Astralraum nicht betretbar" (also reinschauen, reinwirken, ja, aber keine Astralraumreisen), sozusagen "augmented only"
Wobei das die Magier beschränken soll und vor allem den Fokus im Spiel auf die Spielszenerie vor Ort geben soll.
Da wir nen Hacker dabei haben (also zwei Spieler die beide unbedingt mal sowas spielen wollen), einigten wir uns darauf, dass der erste Matrixcrash eben als Folgen genau das mit sich brachte, was eigentlich der zweite im SR4 bewirkte.
Und fertig war SR4-Retro
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Blackice am 11.10.2011 | 12:11
hört sich chick an , nuja und man kann schon einiges machen , wobei man ohne bioware wirklich einiges potenzial aus den sams raus reisst .
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Boba Fett (away) am 11.10.2011 | 12:13
Ich habe durchaus vor, eine technische (und magische) Evolution in die Kampagne einzubauen,
so dass die Möglichkeiten nach und nach größer werden.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Blackice am 11.10.2011 | 12:19
des hört sich gut an . Würd ich glatt auch mal spielen wenn ich in range wöre hehe .
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Medizinmann am 11.10.2011 | 14:28


Es soll Leute geben, die nicht alles an Regeln und Ausrüstung brauchen um einen guten Char aus ihrer Idee entstehen zu lassen...

Und zum Schluss, Du bzw Deine Runde hat schließlich am Anfang auch nur mit SR 4 GRW angefangen und hat sich dann nach und nach das andere Zeugs organisiert!

Gruß
Würfelheld

Muahahaha
Glaubst Du wirklich, Ich hätte ohne Regeln /Ausrüstung keine guten Chars ?
Roflmao
Die Kunst ist aus einer guten Idee MITHILFE der Regeln und Ausrüstung einen noch besseren Char zu machen
Ja,Ich hab mit dem GRW angefangen,weil es damals noch nix anderes gab. jetzt gibts die ganzen Ergänzungen und dann darauf zu verzichten ist....ImO schade

So, jatzt aber zu wichtigerem ,dem ursprünglichen Thread.
@Boba
geht auch eine Kombi
Rigger & Sam ?
das wäre noch eine Möglcihkeit. ein Fluchtwagenfahrer,der klasse kämpfen kann a la The Transporter
(und dann als Ork ...ja das hat was)

HokaHey
Medizinmann
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: ManuFS am 11.10.2011 | 14:43
Achja, btw., Hi Medizinmann! ;) Du kennst mich als Doc Chaos. ;) Du bist echt überall, wo Shadowrun vertreten ist. ;D
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Boba Fett (away) am 12.10.2011 | 13:05
@Boba
geht auch eine Kombi
Rigger & Sam ?

Na klar, Rigger wäre aber meine nächste Aufgabe gewesen...
(Fahrzeugrigger [ohne Drohnen] der auch im Kampf mitmischen kann, Metarasse bevorzugt)
Wenn dann bitte separaten "baut mir" Thread.
Und werte möglichst in teutonischer Schreibweise

Ich wollte eigentlich jeweils bis zum nächsten Wochenende abwarten...

Was noch kommen soll ist ein Hacker, ein Magier (keine Astralraumreise) und ein Schamane (aber mit nordischer Göttersagengestalt [Thor, Odin, Loki, Freya...] als Totem.)
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Blackice am 12.10.2011 | 14:56
einen thor schutzpatron schamanen habe ich bereits einen gebaut für die runde in bochum . Denke der ist ganz angenehm zu spielen wenn auch wie viele meiner chars ohne minmaxing .
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: evil bibu am 12.10.2011 | 15:00
[...]ein Magier (keine Astralraumreise)[...])

Was verstehst du darunter?
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: ManuFS am 12.10.2011 | 15:06
Sagte er in seinem anderen Thread, sie spielen mit astraler Wahrnehmung, aber ohne astrale Projektion.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: evil bibu am 12.10.2011 | 15:26
Sagte er in seinem anderen Thread, sie spielen mit astraler Wahrnehmung, aber ohne astrale Projektion.

ups. nicht gesehen, sorry.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Fat Duck am 12.10.2011 | 15:41
Ich wollte eigentlich jeweils bis zum nächsten Wochenende abwarten...
We wird knapp bei mir für nen fertigen Sam, aber ich werds versuchen- Also da WiFi bei euch dabei is, kann ich (bis auf Bioware) die komplette Liste im GRW nutzen, oder?
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Boba Fett (away) am 13.10.2011 | 11:36
We wird knapp bei mir für nen fertigen Sam, ...
Nicht schlimm.
Die alten Threads sind ja nicht deswegen automatisch tot, weil neue kommen.
Aber ich wollte es im Zeitraum etwas entzerren aber eben auch nicht zu weit auseinanderlegen.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: evil bibu am 18.10.2011 | 08:34
ach verflixt. jetzt bin ich wieder angefixt. ich habe gestern wieder das sr4 grw rausgesucht und ca. 2h gebastelt. curse you boba. verflixt.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: ManuFS am 20.10.2011 | 20:22
Pegasus bietet die deutschen Regelwerke als PDF zum Verkauf bei Drivethru an.

Aber nicht alle.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Medizinmann am 21.10.2011 | 09:10
Sie fangen ja auch gerade erst an !

mit geduldigem Tanz
Medizinmann
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Würfelheld am 21.10.2011 | 17:40
Sie fangen ja auch gerade erst an !

mit geduldigem Tanz
Medizinmann
Genau... abwarten was noch kommt...
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: evil bibu am 24.10.2011 | 08:25
was ist eigentlich der unterschied zwischen der limited und er normalen variante des sr4a d grw?
nur die kurzgeschichte und die umschlagsgestaltung?
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Tigerbunny am 24.10.2011 | 08:54
was ist eigentlich der unterschied zwischen der limited und er normalen variante des sr4a d grw?
nur die kurzgeschichte und die umschlagsgestaltung?

Exakt. Oh ja, und man muß es wie ein rohes Ei behandeln, der Glanzeffekt ist seeeehr empfindlich. Das kann man auf so einem Präsentationsständer super ins Regal stellen und angucken, mehr aber auch nicht wirklich.

Berlin und RRP Limited machen da einen deutlich robusteren Eindruck.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Blackice am 24.10.2011 | 09:07
die blätter sind mit silberschnitt . Bei der limited .
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Horatio am 25.10.2011 | 08:53
Irgendwann erschlag ich Catalyst / Pegasus, echt.. ::)

Das Reihn Ruhr Megaplexbuch mal kurz überschlagen, in Entzückung geraten über die schönen Bodenpläne mit minitiöser Aufschlüsselung der Sicherheitsvorkehrungen und Erklärung und dann.. KEINE MATRIX WERTE!!

Das ist so eine Unsitte; gut ich habe nur wenig Kaufabenteuer geleitet, aber das einzige das zumindest mal einfache Werte hatte (und eine Beschreibung was bei Alarm passiert), war das For a Fistfull of Credsticks (und das war sonst nicht so der Hit) und nicht mal das Vernetzt hat schöne verschachtelte Systeme als Beispiel (aber wie man die in etwa machen kann, dass wird aber beschrieben).

Jungs ein Matrix System sind wenn man Minimalaufwand betreiben will nur ein paar Werte und kurze Anmerkungen, was bei Alarm so passiert und was sich da so drauf rumtummelt. Nicht mal dazu reicht anscheinend die Regelkenntnis oder die Lust der Autoren.. und ich wüsste nicht welche Option da schlimmer wäre  :q

Wir sind hier nicht mehr in Editionen 1-3, in denen die Matrix wenigstens ne halbe Stunde gefressen hat und gerade ein SL der nicht so fit in den Regeln ist, ist froh über ein paar Werte, damit er dem Hacker Spieler was vorwerfen kann. Für Magie geht das ja irgendwie auch immer, warum nicht auch für die Matrix?

Wenn jemand irgendwelche Quellen für Beispiel-Knoten kennt (außer der kleinen Übersicht im Vernetzt), bitte her damit!
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Fat Duck am 26.10.2011 | 00:00
Naja, ich kenn das Buch jetzt nicht, aber Matrixwerte reinzustellen fände ich auch etwas sinnlos, weil die sehr stark von den verwendeten Büchern abhängen (GRW, Unwired, War!).
Man sieht ja schon, wie sinnlos die NPC-Werte im GRW werden, sobald man mal ein paar weitere Bücher hat.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Horatio am 27.10.2011 | 12:24
Also gar keine Werte mehr? Für keinen Bereich?


Aber mal am Rande, was bietet denn das War! noch für Hacker? Lohnt es sich da mal reinzusehen wenn man einen Hacker spielt und mit der Gruppe zu diskutieren ob man da was reinnehmen will? :)
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: ManuFS am 27.10.2011 | 14:10
"War!" lief bei uns unter "gelesen, gelacht, gekickt". Aufhebung des traditionellen Stufenlimits von 6 bei der Technik und ähnlicher Mist (ich sage nur, tragbare Transmitter mit Signalstufe 9!).
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Medizinmann am 27.10.2011 | 15:01
....


Aber mal am Rande, was bietet denn das War! noch für Hacker? Lohnt es sich da mal reinzusehen wenn man einen Hacker spielt und mit der Gruppe zu diskutieren ob man da was reinnehmen will? :)

Ouhuhuhuhu ,ganz, ganz vorsichtig damit  :o

Im War gibts für Comlinks und Programme Werte bis 10 !!
zwar utopisch hohe Verfügbarkeit und Teuer wie Sau, aber wenns das gibt haben die Chars früher oder später (gerade die Hacker) Comlinks und Progs mit 9er Werten.
Du würdest dir damit das Streamlining kaputtmachen

mit ganz,ganz vorsichtigem Tanz
Medizinmann
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Fat Duck am 27.10.2011 | 15:09
Ich nutz es auch net, aber ich wollt's mal erwähnt haben. ;D
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Horatio am 27.10.2011 | 19:38
Danke, wollte nur wissen ob da neue Optionen drin sind; einfach Werte boosten braucht es wirklich nicht :P. Hatte gehört da soll auch noch was neues für Technomancer drin sein?
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Blackice am 29.10.2011 | 09:07
neue software ist auch drinne , militärische drohnen sind dabei und auch biologische drohnen . neue echos zb:
Anbindung : Der Technomancer besitzt eine bessere Vernindung zur mundanen Matrix . Sein Subskriptionslimit wird um seinen Wandlungsgrad erhöht.
Wilde Resonanz : Quasi ne Einstimmung auf eine Wilde KI
Und ein erweitertes Echo :
Bio Radar : Vorraussetzung :Lebendes ECM
Quasi eine Radarsensor-Headware

Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Horatio am 29.10.2011 | 09:24
Danke :).
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Horatio am 28.11.2011 | 19:02
So langsam geht mir eine Sache beim TM auf den Geist..
Wo der Hacker einmal würfelt, würfel der TM viermal:

Einmal Program hochimprovisieren
Dann den Schwund fürs improvisieren
Dann Teamworkprobe da mich mein Sprite unterstützt
und dann endlich der eigentliche Wurf

Noch mehr Extrawürfe als der Magier..

Ich bin da schon echt fix drin geworden, aber es fühlt sich immer noch wie ein "Spielstop" an (und macht nicht mal mir als Würfendem Spaß).
Nicht zu vergessen, dass ich jedes Mal ein schlechtes Gewissen habe, wenn ich vor Beginn des nächsten Abenteuers erstmal meine Sprites registriere bevor das eigentlich Spiel losgehen kann.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: ManuFS am 28.11.2011 | 19:10
Naja, dafür hat aber auch der Hacker so um die 10 Würfel und der TM dann eben 20. :)
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Humpty Dumpty am 29.11.2011 | 22:18
Habe heute Abend ausgiebig im Rhein-Ruhr-Megaplex gelesen. Klingt soweit gut. Allerdings fehlt mir bei Shadowrun seit einigen Jahren der Kick. Irgendwie packt mich das nicht mehr so richtig.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: csb am 29.11.2011 | 23:25
So langsam geht mir eine Sache beim TM auf den Geist..
Wo der Hacker einmal würfelt, würfel der TM viermal:

Einmal Program hochimprovisieren
Dann den Schwund fürs improvisieren
Dann Teamworkprobe da mich mein Sprite unterstützt
und dann endlich der eigentliche Wurf

Noch mehr Extrawürfe als der Magier..

Ich bin da schon echt fix drin geworden, aber es fühlt sich immer noch wie ein "Spielstop" an (und macht nicht mal mir als Würfendem Spaß).
Nicht zu vergessen, dass ich jedes Mal ein schlechtes Gewissen habe, wenn ich vor Beginn des nächsten Abenteuers erstmal meine Sprites registriere bevor das eigentlich Spiel losgehen kann.

Ja das nervt. Aber könntest du nicht einfach Erfolge kaufen? Wenn dich das Würfel so nervt und gerade kein Zeitdruck ist, kannst Du so vllt den Spielfluss verbessern. Wenn ich Spielleiter bin, würde ich bei so was generell (auch bei Zeitdruck) das Kaufen erlauben einfach um weniger Würfe zu haben.

Und sind das dann nicht auch zusätzliche Handlungen? (Improvisieren, Sprite einen Befehl geben(?), eigentliche Handlung)
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Uwe-Wan am 30.11.2011 | 11:30
Metaplot? Ok, ganz nett. Aber jemanden, der den plant bzw. vorantreibt? Nee, lass mal....  :bang:

Zitat
There, I've said it, the cat's out of the bag: There's no Ultimate Big Story Guide to the Future. The metaplot isn't planned out with mathematical precision for the next decade and a half. Typically, we've got a very rough map to about a tenth of that amount of time at any given moment. Even then, if someone comes along and says, "Hey, don't you think it would be cool if we did thus-and-so here?", that map can go by the wayside for a while, to be returned to later, once the cool detour's made.

We can't tell you which ones are real and which are not because, for the most part, we don't know. We haven't decided yet. Always in motion, the future is.

http://forums.shadowrun4.com/index.php?topic=5464.msg90223#msg90223
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Humpty Dumpty am 30.11.2011 | 12:02
Metaplot? Ok, ganz nett. Aber jemanden, der den plant bzw. vorantreibt? Nee, lass mal....  :bang:

Also ich bitte darum! Der brilliante Metaplot und dessen Umsetzung im Spiel waren es, die Shadowrun für mich über viele Jahre so attraktiv gehalten haben. Insektengeister, Dunkelzahl, Konzernkrieg: Supergeil, bitte mehr davon!!! Aber beispielsweise der aktuelle Krieg in Amazonien ist im Vergleich dazu ziemlich langweilig. Leider.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Ranor am 30.11.2011 | 12:07
Na ja, brilliant ist vielleicht etwas übertrieben, aber der frühe Metaplot war schon recht nett teilweise. Nach "Renraku Arcology Shutdown" war aber auch damit Schluss. Und den  Storyübergang von SR3 zu SR4 kann man nur als katastrophal bezeichnen...
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: ManuFS am 30.11.2011 | 12:08
Ich fand ihn gut. Aber ich habe auch damals die Infos die z.B. im "Threats" erschienen sind benutzt, meine Spieler kannten Winternight also sowieso. Die haben Augen gemacht... ;)
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Uwe-Wan am 30.11.2011 | 12:47
Wo du Threats erwähnst: wie blöde ist es bitte, in Conspiracy Theories auf Game Information zu verzichten? Begründung dafür:
Zitat
We can't tell you which ones are real and which are not because, for the most part, we don't know. We haven't decided yet. Always in motion, the future is.
  :P
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Fat Duck am 30.11.2011 | 13:00
Also ich bitte darum! Der brilliante Metaplot und dessen Umsetzung im Spiel waren es, die Shadowrun für mich über viele Jahre so attraktiv gehalten haben. Insektengeister, Dunkelzahl, Konzernkrieg: Supergeil, bitte mehr davon!!! Aber beispielsweise der aktuelle Krieg in Amazonien ist im Vergleich dazu ziemlich langweilig. Leider.

Dabei hat der Metaplot mit Ghost Cartels mMn sehr gut angefangen.

Den Übergang von SR3 zu 4 fand ich an sich auch recht gut, hat aber in der Anfangsphase sehr gekränkelt, weil Emergence bsw. viel zu spät erschienen ist (und man so im Nachhinein erst erfahren hat, dass Technomancer ja eigentlich noch voll geheim sind und so) und sich die Matrix 2.0 im GRW mMn zu sehr auf "Alles ist kabellos!" versteift hat, wo gerade letzteres in Unwired wieder relativiert wurde und Europa z.b. dank  SKs Killswitch auch eine andere Entwicklung hätte machen müssen als Amerika, worauf aber praktisch gar nicht eingegangen wird.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Mr.Misfit am 9.02.2012 | 13:03
Dabei hat der Metaplot mit Ghost Cartels mMn sehr gut angefangen.

Den Übergang von SR3 zu 4 fand ich an sich auch recht gut, hat aber in der Anfangsphase sehr gekränkelt, weil Emergence bsw. viel zu spät erschienen ist (und man so im Nachhinein erst erfahren hat, dass Technomancer ja eigentlich noch voll geheim sind und so) und sich die Matrix 2.0 im GRW mMn zu sehr auf "Alles ist kabellos!" versteift hat, wo gerade letzteres in Unwired wieder relativiert wurde und Europa z.b. dank  SKs Killswitch auch eine andere Entwicklung hätte machen müssen als Amerika, worauf aber praktisch gar nicht eingegangen wird.

Killswitch? Was denn für ein Killswitch? Bitte um Aufklärung! Und Mehr Querverweis-Infos! Wo ist eigentlich der Blubberthread für SR?
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: evil bibu am 9.02.2012 | 13:05
sk hat die matrix abgeschaltet, als sie merkten was los war. steht iirc im systemausfall.

und blubberthread: wozu? sr ist doch [imho] ausgelutscht. da gibt es nix zu blubbern...

/edit: ergänzende formulierung
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Medizinmann am 9.02.2012 | 13:54
Zitat
sr ist doch ausgelutscht.

Typischer Fall von sowohl Einzelbeobachtung als auch Fail
Muahahaha
Fahr mal auf Cons und schau dir an, was da gespielt wird....
Für Mich sind die Cons hier in NRW schon ein bischen Repräsentativ (jedenfalls mehr als nur eine Meinung)
SR ist unter den 4,5 am häufigst gespielten RPGs (meiner Einschätzung nach DSA,D&D und dann kommt schon SR 4 bzw WoD)

der auch diesen Samstag wieder auf einer Con tanzt
Medizinmann
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: evil bibu am 9.02.2012 | 13:58
Typischer Fall von sowohl Einzelbeobachtung als auch Fail
Muahahaha
Fahr mal auf Cons und schau dir an, was da gespielt wird....
Für Mich sind die Cons hier in NRW schon ein bischen Repräsentativ (jedenfalls mehr als nur eine Meinung)
SR ist unter den 4,5 am häufigst gespielten RPGs (meiner Einschätzung nach DSA,D&D und dann kommt schon SR 4 bzw WoD)

der auch diesen Samstag wieder auf einer Con tanzt
Medizinmann

nicht unbedingt hinsichtlich spielhäufigkeit gelutscht. eher... ...wie soll ich das erklären... imho ist sr langweilig geworden. das ist mir beim sr5 relaunch thread richtig bewusst geworden...
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: McCoy am 9.02.2012 | 14:25
Kann ich so nicht bestätigen. Ich spiele es noch regelmäßig und das gerne. Von Langeweile ist da nix zu sehen oder zu spüren.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Medizinmann am 9.02.2012 | 15:09
nicht unbedingt hinsichtlich spielhäufigkeit gelutscht. eher... ...wie soll ich das erklären... imho ist sr langweilig geworden. das ist mir beim sr5 relaunch thread richtig bewusst geworden...
Ach sooo
also für Dich gelutscht ?!
Schade eigentlich
Woran liegts ?
kannst Du den Daumen drauf legen ?

der mit einer Tüte Drops tanzt
Medizinmann
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: evil bibu am 20.02.2012 | 14:51
Ach sooo
also für Dich gelutscht ?!
Schade eigentlich
Woran liegts ?
kannst Du den Daumen drauf legen ?

der mit einer Tüte Drops tanzt
Medizinmann

ich mache demnächst dazu was separates auf...
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Medizinmann am 31.03.2012 | 09:10
Moin,Moin
das hier
http://trueskinfilm.com/
hat Ultra Violet aufgestöbert.
Ich find den Toll !

HougH!
Medizinmann
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Würfelheld am 31.03.2012 | 11:18
Moin,Moin
das hier
http://trueskinfilm.com/
hat Ultra Violet aufgestöbert.
Ich find den Toll !

HougH!
Medizinmann
Bekomm nur "Server nicht gefunden"
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: csb am 31.03.2012 | 11:22
bei mir klappts
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Fat Duck am 31.03.2012 | 11:52
Moin,Moin
das hier
http://trueskinfilm.com/
hat Ultra Violet aufgestöbert.
Ich find den Toll !

HougH!
Medizinmann

Ohja, das ist super. :d
Titel: Re: [Shadowrun] eine schwere Entscheidung
Beitrag von: Falke1980 am 2.04.2012 | 23:39
seit gegrüßt Runner des 21 Jahrhunderts

es ist eigentlich eine einfache Sache
nur wollte ich sie nicht allein entscheiden

meine Spieler sind durch ein magisches Artefakt, welches Wasser magisch verseucht hat (im  Amazonas)  verunstaltet worden als sie in dem Wasser waren
(ein Zwerg bekam noch vier behaarte Gliedmaßen mehr am Körper die nun seinen Rücken zieren
aber keine große Funktion haben außer das er wie Schwänze von einem Tier mit ihnen wedeln kann)
Eine Elfe ist in einen Muskelprotz der 3 Meter groß ist und nur noch dazu ziemlich unansehnlich ist, verwandelt worden auch ihre Muskelmasse hatte sich verändert
durch diese Flüssigkeit, sie hat zwar den Vorteil die stärke eines mächtigen Trolls zu haben will diesen zustand aber wider los werden.

Nach einigen Stunden Spielens sind die Spieler dem Artefakt auf die schliche gekommen welches das Wasser verseucht hat und haben es in ihren besitz gebracht (es ist sehr mächtig und sie spüren das sie  eine große kraft haben oder zumindest der, der das Artefakt in Händen hält ... nun ist die Frage ... die ich nicht alleine entscheiden wollte, soll ich den Spielern gewähren ihre alte Vorm wider zu erlangen oder sollen sie in ihren jetzigen zustand bleiben und damit leben, das sie nun verunstaltet sind und vorerst bleiben  ?

die antworten von euch  bräuchte ich bis zum 28.04 da ist unser nächster run  :)
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Medizinmann am 3.04.2012 | 09:00
wußten die Spieler vorher ,das Du sie verwandelst und sind dann freiwillig reingesprungen ?

Ansonsten ist das ganz große SL Willkühr und wenn Du den Spielern keine Möglichkeit giebst sich zurückzu verwandeln sogar ganz schlechte grosse SL-Willkühr.
.....oOO(Echt, was sich manche SLs so denken ??.....einmal kurz selber in den Schuhen der Spieler strecken, einmal kurz GMV angeschaltet und man wüßte die Antwort selber.... :( )
.....diesen Satz den Ich gerade in einem anderen Forum lese trifft es in etwa. ist zwar etwas heftig (ich würde solche Worte nicht benutzen), trifft es aber im Kern:
I never, ever said that the GM should just piss all over the PCs "just because", that would be a dick move.

HokaHey
Medizinmann
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Agent_Orange am 16.04.2012 | 09:51
nicht unbedingt hinsichtlich spielhäufigkeit gelutscht. eher... ...wie soll ich das erklären... imho ist sr langweilig geworden. das ist mir beim sr5 relaunch thread richtig bewusst geworden...

SR5?

Ich habe in den SR 4 Smalltalk Kanal gefragt, ob ich mich als SR1 oder SR 2 Veteran und langer SR Pause an SR 4 herantasten sollte, also ob es sich lohnt ... SR5? So schnell? SR goes WotC-D&D-Marketing mit 3-Jahres-Rhythmus, oder wie?

Na, egal. Wo kann ich denn mehr über SR 5 erfahren? Das große Google-Fu sagt dazu herzlich wenig ...

AO
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: evil bibu am 16.04.2012 | 10:00
SR5?

Ich habe in den SR 4 Smalltalk Kanal gefragt, ob ich mich als SR1 oder SR 2 Veteran und langer SR Pause an SR 4 herantasten sollte, also ob es sich lohnt ... SR5? So schnell? SR goes WotC-D&D-Marketing mit 3-Jahres-Rhythmus, oder wie?

Na, egal. Wo kann ich denn mehr über SR 5 erfahren? Das große Google-Fu sagt dazu herzlich wenig ...

AO

das mit sr5 war nur ein gedanken spiel hier im :t:. was offizielles gibt es dazu nicht...
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Medizinmann am 16.04.2012 | 12:20
SR5 wird es geben , nur ist noch nichts offizielles raus(Jason Hardy hat zwar letztes Jahr in einem Interview gesagt,das es SR5 geben wird, aber der wird unter Garantie nicht sagen wann ;) )
Dieses Jahr wird es aber noch eine ganze Menge für SR4 geben
vor 2013 denke Ich nicht das was geplant ist.Wenn CGL weiterhin soviel Kohle mit den PDFs macht, dann wohl nicht vor 2014

HokaHey
Medizinmann
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 16.04.2012 | 12:45
SR5? So schnell? SR goes WotC-D&D-Marketing mit 3-Jahres-Rhythmus, oder wie?

SR1 - 1989
SR2 - 1992
SR3 - 1998
SR4 - 2005

 ;)

Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Agent_Orange am 16.04.2012 | 14:45
Hi.

Da bin ich ja beruhigt.
@YY - ja, die Zahlen habe ich in etwa im Kopf. Wobei ich den Release von SR4 als "irgendwie später" auf dem Schirm hatte. Das ist also auch schon 7 Jahre alt... Dann ist eine 5. Edition natürlich längst überfällig ...
Kann man überhaupt noch SR4 spielen? Oder müssten nicht die Bücher wegen Verfallsdatum auseinanderfallen und die PDF Dokumente wegen zeitgeschaltetem DRM unlesbar werden?
Wenigstens ist das mit SR noch nicht so ausgeartet, wie es eben WotC mit dem ganzen D&D Kram "pervertiert hat", auch wenn das marketingtechnisch ja recht ordentlich funktioniert hat ...

Jedenfalls kann ich jetzt "etwas" nachvollziehen, warum auf drivethru so viel Zeug so viel günstiger angeboten wird ...

AO
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Medizinmann am 16.04.2012 | 15:04
 
Zwischen SR4 und 4A war ja hier in Deutschland auch noch 2 Jahre Durststrecke dazwischen als sie die Lizenzprobs hatten und dann kam SR4A 2009
deshalb kommt es einem auch so kurz vor.
ImO ist SR4A seit 2009 im Aufschwung.
wenn man SR5 vor 2013  rausbringen würde ,hätte man die Kuh erschossen bevor Sie zuende gemolken ist

Zitat
Kann man überhaupt noch SR4 spielen?
im Vergleich zu SR3 (ImO) Ja
,wenn man die Möglichkeit hat SR4A zu spielen,dann besser das :)

der mit den Kühen tanzt
Medizinmann
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: evil bibu am 16.04.2012 | 15:07
Abgesehen davon würde 2014 eine neue Edition hervorragend mit dem 25. Geburtstag passen...
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Medizinmann am 16.04.2012 | 15:08
Abgesehen davon würde 2014 eine neue Edition hervorragend mit dem 25. Geburtstag passen...
mag schon stimmen
aber CGL wird sich an sowas bestimmt NICHT orientiern ;)

HougH!
Medizinmann
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Agent_Orange am 16.04.2012 | 15:42
Hallo.

25 Jahre SR ... Und dann bringen die Typen das 2050er SR in 20th anniversary Regeln jetzt schon, also nach verschwörerischen 23 Jahren auf den Plan ... *seufz* Das wär' doch ungleich cooler, wenn das 2050er Ur-SR nach 25 Jahren wieder vermarktet würde - ob mit alten, neuen, anderen oder mittleren Regeln ...

Ok, aber eigentlich geht das alles ja nur in den Bereich wilder Spekulationen. Jedenfalls scheint klar zu sein: Es wird ein neues SR geben; aber nichts genaues hat das Hirn der Rechte-/ Lizenzinhaber verlassen. Also ist SR 4th noch immer brandaktuell; und in 2012 wird 2050 unter den anniversary-rules seine Rückkehr feiern ...

AO
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Simeas am 17.04.2012 | 08:34
Ich könnte mir vorstellen, dass die SR4A 2050 ein Testballon für eine 5. Edition wird. Wenns erfolgreich ist, könnte es dan zu einem Timeline Rest in SR5 kommen, wenn nicht, gibts SR 2080.

Wobei ich nicht von den Verkäufen von SR 2050 auf die Vorlieben der Spieler schließen würde, ich denke, dass viele Spieler und auch ehemalige Spieler das Buch für die Sammlung kaufen.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Agent_Orange am 17.04.2012 | 10:48
Hi.

@Simeas: vermutlich. Diese Einschätzung(en) teile ich unter dem Stichwort "höhere Wahrscheinlichkeit". Gerade eine Fortsetzung der Timeline bei 2080 scheint auch naheliegend, weil ...

(1)
Ich habe es ja nun endlich doch noch getan - mir via drivethrurpg die Grundregelwerke der 1st, 3rd und Anniversary (4th) Edition zugelegt. Und das Erste, was mich natürlich sehr interessiert hat, war die Timeline. Irgendwelche fernen Freunde meinten zu mir: SR 4 hätte vieles "korrigiert" n Ansehung heutiger technologischer Möglichkeiten, die zu Zeiten von SR 1 und 2 nie antizipert wurden.
(2)
Aber Pustekuchen: Im Wesentlichen ist am Ende doch alles beim Alten geblieben. Bis auf das letzte Jahrzehnt der Timeline hat die 4th Edition in der Timeline "nichts" verändert, bestenfalls ein wenig ergänzt bzw. diverse spätere SR Publikationen berücksichtigt (etwa die Allianz für Allah, genaueres zu California Freestate, Denver und Co. ...). Im Gegenteil: An diversen Stellen findet man identische Formulierungen und die identischen Eckdaten (Personen, Orte, Zeiten, Schlüsselereignisse), wie sie bereits in der 1st Edition vorgelegt wurden; nicht wenige Formulierungen sind auch identisch mit dem, was bereits in der 3rd Edition beschrieben wurde.
(3)
Unter diesem Eindruck des "alles beim Alten" einerseits sowie unter den zahlreichen Anspielungen und Andeutungen der jüngsten Entwicklungen, an die SR 4 anknüpft, und ohne Kenntnis dessen, was so in den letzten 7 Jahren alles für SR 4 publiziert worden ist, scheint es extrem naheliegend, dass die Jubiläumsedition für 2014 das "konsequent" fortsetzt. Sich für das Jubiläum auf SR 2050 zu beschränken, das hieße letztlich, eine durcherzählte und vergleichsweise oberflächliche Story zu reanimieren ... Da habe ich Zweifel, ob man Spieler, vor allem Fans und Shadowrunner der ersten Stunde überhaupt erreichen könnte; und angesichts eines insgesamt sehr gesättigten Rollenspielmarktes steht zu befürchten, dass SR 2050 als Jubiläumsausgabe auch kaum jemanden erreichen würde - "Yeah! Cyberpunk meets Fantasy! But .. HEY! What??? That's so 80ies, dude ... Lame!"
Mh. Aber "Reanimation" ... Reanimator SR ... SR goes Zombie-WAR ... Das wär' doch was. ;)  ~;D Würde auch dem "älteren" Shadowrun-Spieler gerecht ... *duck und wech*

AO
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: evil bibu am 17.04.2012 | 10:52
AO:

ja, ein sauberer relaunch wäre am besten. dazu: http://tanelorn.net/index.php/topic,71332.0.html
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Medizinmann am 17.04.2012 | 11:52
Ich kann mich noch dran erinnern, das diejenigen vom Pegasus Verlag die den Almanach übersetzten  echt viel Arbeit ,Schweiß & Tränen reingesteckt haben, damit die Timeline und Geographie stimmt. Anscheinend gab es über die ganzen Jahre einiges an ungereimtheiten und Ungenauigkeiten.
Für Mich ist der Almanach auf Deutsch DIE Instanz was Historie & Geographie der SR Welt betrifft

HokaHey
Medizinmann
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Agent_Orange am 17.04.2012 | 12:17
Hi.

Ich kann mich noch dran erinnern, das diejenigen vom Pegasus Verlag die den Almanach übersetzten  echt viel Arbeit ,Schweiß & Tränen reingesteckt haben, damit die Timeline und Geographie stimmt. Anscheinend gab es über die ganzen Jahre einiges an ungereimtheiten und Ungenauigkeiten.
Für Mich ist der Almanach auf Deutsch DIE Instanz was Historie & Geographie der SR Welt betrifft

HokaHey
Medizinmann

Das konkrete Sprachwerk/ Schriftwerk kenne ich nicht. Aber ich habe nach der Lektüre der Timelines des SR 3rd und 4th Regelwerkes nicht den Eindruck, dass das irgendwie besonders problematisch war; auch habe ich lediglich "Vereinfachungen" zur Timeline aus SR 1st gefunden, um eben weg von der "USSR" und dem "Warsawer Pact" zu kommen. Viele weiteren textlichen Abweichungen beziehen sich dann lediglich auf die Verkürzung von Aufzählungen, Vereinfachung von Sachverhalten etc., wobei aber die konkreten Eckdaten wie Ort und Zeit und konkretes Ergebnis eines Ereignisses unangetastet blieben ...
Für den "fiktiven" Verlauf dieser Geschichte reicht "mir" das eigentlich auch aus. Wenn ich etwas realistischeres spielen wollte, würde ich doch die Finger von SR lassen und stattdessen ein "universelleres" System verwenden, oder nicht?

Welchen "Almanach" meinst Du? (Link?) Aufgrund meiner langen SR Abstinenz habe ich gerade nur sehr rudimentäre Erinnerungen an SR - Produkte ...

AO
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: gunware am 17.04.2012 | 13:36
Ich schätze, Medizinmann meint den hier: http://www.amazon.de/Shadowrun-Almanach-Andre-Wiesler/dp/3941976133/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1334662549&sr=8-1
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Medizinmann am 17.04.2012 | 16:07
genau diesen Almanach der 6ten Welt meinte Ich  :d

mit Zustimmungstanz
Medizinmann
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Agent_Orange am 17.04.2012 | 16:28
Hi.

Danke sehr.

Ist das eine komplette Eigenproduktion? Oder ein Übersetzungswerk? Sieht mir nach "ersterem" aus ...

AO
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Medizinmann am 17.04.2012 | 16:35
das ist eine Übersetzung aber um Klassen besser als das Amerikanische Original, nachdem die Pegasus Leute dran gearbeitet haben.

mit verbessertem tanz
Medizinmann
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Agent_Orange am 17.04.2012 | 16:51
Hi.

Danke.

Gefunden.

Mh ...

AO
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Roadbuster am 17.04.2012 | 19:13
Grundsätzlich kann man inzwischen davon ausgehen, dass die deutschen Produkte aktueller sind, als die der amerikanischen Redaktion. Im Gegensatz zu den Amis werden in Deutschland die Errata eingarbeitet (die amerikanischen Errata wohlgemerkt).
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Stonewall am 17.04.2012 | 21:17
SR goes Zombie-WAR ... Das wär' doch was. ;)

Dazu müßte man doch mWn nur die SR4-MMVV-Regeln konsequent anwenden?  >;D

Grundsätzlich kann man inzwischen davon ausgehen, dass die deutschen Produkte aktueller sind, als die der amerikanischen Redaktion. Im Gegensatz zu den Amis werden in Deutschland die Errata eingarbeitet (die amerikanischen Errata wohlgemerkt).

In gewisser Weise eine Umkehrung der Verhältniss zu FanPro-Zeiten...
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Lasercleric am 30.08.2012 | 21:13
Sagt mal, hat hier jemand mal SR mit einem anderen Regelsystem ausprobiert? Ich finde den Hintergrund ja genial, aber das SR4-System empfinde ich - ohne hier jemand zu Nahe treten zu wollen - auch nach mehrmaliger Lektüre als ziemlich sperrig und umständlich.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Bombshell am 30.08.2012 | 21:21
Sagt mal, hat hier jemand mal SR mit einem anderen Regelsystem ausprobiert?

Ich habe Shadowrun mit Leverage (http://tanelorn.net/index.php/topic,73721.0.html) geleitet und es hat gut funktioniert. Ansonsten gibt es ja für div. Systeme Konvertierungen. Auf Anhieb fallen mir da Savage Worlds und Fate ein.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: blut_und_glas am 30.08.2012 | 21:25
Sagt mal, hat hier jemand mal SR mit einem anderen Regelsystem ausprobiert?

Ich könnte mein Shadowrun d20 (Modern) andienen. ;)

Davon ab bin ich immernoch ganz vernarrt in Fastlane für Shadowrun.

mfG
jdw
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Zwart am 30.08.2012 | 21:27
Mit Savage Worlds gibt es da selbstverständlich auch was. :)

http://tanelorn.net/index.php/topic,70701.0.html
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Lasercleric am 30.08.2012 | 21:48
Wow, thx für die blitzschnellen Reaktionen!
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Medizinmann am 31.08.2012 | 07:55
Sagt mal, hat hier jemand mal SR mit einem anderen Regelsystem ausprobiert? Ich finde den Hintergrund ja genial, aber das SR4-System empfinde ich - ohne hier jemand zu Nahe treten zu wollen - auch nach mehrmaliger Lektüre als ziemlich sperrig und umständlich.
Wo wir schon im Smalltalk sind, woran hats denn gelegen. Ich mag halt SR4A (Sowohl Hintergrund als auch die Regeln) vielleicht kann Ich da irgendwie helfen ?
denn eine Conversion auf ein anderes Regelsystem sollte immer nur Plan B sein

mit interessiertem Tanz
Medizinmann
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Lasercleric am 31.08.2012 | 08:59
Meine Gruppe besteht einfach aus faulen alten Spielern, die wenig Zeit und Lust zum Regelstudium haben - und wenn doch, dann kommt der Powergamer durch, so dass Sie irgendwann erschöpft zusammenbrechen. ;)

Vielleicht stört mich einfach auch nur - soweit ich mich erinnern kann - das recht prosaische Regelwerk, bei dem man in den unendlich langen Satzfolgen mit dem Textmarker die eigentlichen Regeln suchen muss - oder die Tatsache, dass es mir etwas zu simulationistisch ist. Es gibt so absurd viele Stellschrauben, so dass ich den Blick für das Wesentliche verliere. Da wäre es schön, wenn es eine Shadowrun lite-Regelwerk gäbe, also ein Zwischending zwischen den Starter-Regeln und 10 Pfund Papier. Insgesamt ist meine Erinnerung schlicht, dass das Regelwerk sehr viel Ballast mit sich schleppt, der nicht so einfach von der Hand geht. Um Hacking zu kapieren musste ich mir erstmal eine Mindmap basteln...

Wenn Du mir jetzt natürlich sagst, dass diese verschiedenen Subsysteme in Kampf, Zauberei und Hacking einen anderen Mehrwert als einfach noch mehr und noch länger dauernde Würfelorgien geben, lass ich mich aber gern vom Gegenteil überzeugen.

Von der Savage Worlds Conversion bin ich allerdings bisher sehr angetan.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Medizinmann am 31.08.2012 | 10:54
Jetzt stellt siich Mir die Frage, welches Regelwerk Du damals vorliegen hattest.
Ich bin großer Fan von SR4A Regelwerk ,der Version von Pegasus.
Ich finde Sie einfach zu lesen und die Regeln recht einfach und Streamlined.
Klar mit den Zusatzbüchern kommt mehr Material, mehr Gimmicks, damit auch mehr Möglichkeiten den Würfelpool zu erhöhen. Aber ist das bei Regelwerken nicht immer so ?.
Ich finde übrigens das die Matrix im neuen Regelwerk besser erklärt wird und einfacher ist.  Einfacher ,nicht einfach ;) du bist nicht der einzige ,der sich mit der MAtrix etwas schwer tut.
Viele SLs lassen das am Anfang weg und viele Spieler wollen am Anfang keinen Hacker spielen,weil so schwierig.
Aber Ich finde das etwas schade, weil damit eine der Säulen von SR ignoriert/weggelassen wird.
das ist so,als ob man D&D Spielet aber ohne Magier, Kleriker und Götter.Klar, kann man machen,aber dann fehlt was

Zitat
Wenn Du mir jetzt natürlich sagst, dass diese verschiedenen Subsysteme in Kampf, Zauberei und Hacking einen anderen Mehrwert als einfach noch mehr und noch länger dauernde Würfelorgien geben, lass ich mich aber gern vom Gegenteil überzeugen.
der wichtigste Punkt der Subsysteme ist es ,das man sie mixen kann einen Adeptenhacker oder einen Kampfmagier spielen kann oder durch die ganzen Gimmicks einzigartige Chars bekommt. einen Magier, der mit Drohnen arbeitet, oder einen Hacker der mit technischem Spielzeug so tut,als ob er zaubert (nur mal als Beispiel)
klar kommen dann mit den Zusatzbüchern auch mehr Würfel ins Spiel, aber das nehm Ich gerne in kauf, um einen interessanten Char zu spielen.
(Ich werde dir jetzt nicht von meiner neuesten Creation erzählen; "Lolth" einer Nartaki Drowposerin, die mit Spinnendrohnen arbeitet und im Hintergrund eine Hackergruppenconnection hat, die sich "Gygax' Sons" nennt ,Nerdigen Rollenspielern und Hackern.Den Char konnte Ich nur basteln, weil Ich das Runners Kompendium hatte um mir die verschiedenen Punkte zusammenzustellen )

Der im Spinnennetz tanzt
Medizinmann
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Bombshell am 31.08.2012 | 11:27
Mein Problem mit den aktuellen Regeln: Zuviel Buchhaltung!
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Lasercleric am 1.09.2012 | 10:18

(Ich werde dir jetzt nicht von meiner neuesten Creation erzählen; "Lolth" einer Nartaki Drowposerin, die mit Spinnendrohnen arbeitet und im Hintergrund eine Hackergruppenconnection hat, die sich "Gygax' Sons" nennt ,Nerdigen Rollenspielern und Hackern.Den Char konnte Ich nur basteln, weil Ich das Runners Kompendium hatte um mir die verschiedenen Punkte zusammenzustellen )

Der im Spinnennetz tanzt
Medizinmann


:D

Ich habe das Pegasus SR4. Für meine Spieler bietet es einfach zu viele Optionen, so dass es sie total erschlägt. Und wir kommen so selten zum SR zocken (alle paar Monate?), dass es sich einfach nicht lohnt, dass System wegen einer hohen Flexibilität bei der Charaktererschaffung oder detaillierter Subsysteme - wenn dann gespielt wird, soll v.a.die Story vorwärts gehen - sich zu erarbeiten; da insgesamt wenig Erfahrung mit Setting und Regeln da ist, werden bei uns ohnehin nur klischeehafte Archetypen gespielt. Zuviele Optionen führen da, insbesondere bei den powergamern einfach zu einem deadlock.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: csb am 3.09.2012 | 13:28
Mal ein Ausschnitt aus unserer Zusammenfassung.

Zitat
1. Angriff und Verteidigung ansagen
2. Situationsmodifikatoren einrechnen, wie Verletzungsmodifikator, Rückstoß, Sichtverhältnisse, Entfernung (179)
3. Vergleichende Probe: Angriffsfertigkeit + Attribut + Mod. > Verteidigungsfertigkeit + Attribut + Mod., Gleichstand evtl. Streiftreffer
4. Panzerung: Nettoerfolge+Grundschaden = mod. Schadenscode, Panzerung+Panzerbrechwert = mod. Panzerungsstufe, mod. Schadenscode ≤ mod. Panzerungsstufe ist = Geistiger Schaden
5. Schadenswiderstandsprobe: körperlicher Schaden mod. Panzerung+Konstitution, geistiger Schaden mod. Panzerung+Wille, jeder Erfolg mindert den Schaden um 1
6. Schaden anwenden: in Zustandsmonitor eintragen (INI eventuell verringert)

Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Lasercleric am 5.09.2012 | 16:30
(...)
Aber Ich finde das etwas schade, weil damit eine der Säulen von SR ignoriert/weggelassen wird.
(...)
Der im Spinnennetz tanzt
Medizinmann

Da hast Du natürlich irgendwie recht. Ich hab es (SR4A Pegasus) mir nun doch noch einmal vorgenommen, und ich muss sagen, es geht schon merklich besser. Wahrscheinlich werde ich zunächst den Spielern einfach nur die Archetypen zur Wahl geben - und dieses ggf. anpassen oder später mit dem Schnellbaukasten aus dem Rüstzeug arbeiten.

Was mich einfach am GRW ärgert - allerdings bei nahezu jedem außer D&D 4 - ist der wenig präzise etwas ausladende Schreibstil.

@csb: nach so etwas habe ich gesucht :)
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: evil bibu am 21.12.2012 | 09:09
via Teilzeithelden:

SR v5 angekündigt:

http://www.catalystgamelabs.com/2012/12/21/the-year-of-shadowrun/
http://www.pegasus.de/shadowrun/shadowrun-5/

Ok. Es kommt also die v5. Ich bin gespannt. Mal abwarten.

/edit: Quelle ergänzt
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Bombshell am 21.12.2012 | 09:19
Ok. es kommt also die v5. Ich bin gespannt. Mal abwarten.

Was ist deine Quelle?
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Simeas am 21.12.2012 | 09:23
Die Quelle ist direkt die Quelle: http://www.catalystgamelabs.com/2012/12/21/the-year-of-shadowrun/
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: La Cipolla am 21.12.2012 | 09:29
Hallo, wenn das kein eigenes Thema  (http://tanelorn.net/index.php/topic,79090.0.html)kriegt, was dann? ;D
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: La Cipolla am 8.01.2013 | 12:51
Mal ne Frage: Was sind die offiziellen amerik. Twitter-Accounts für Shadowrun-News?
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Eismann am 9.01.2013 | 00:27
Ich hab mir mal erlaubt ein paar alte Ausgaben der Seattle Daily online (http://eisparadies.wordpress.com/2013/01/08/nicht-ganz-so-novapuls/) zu stellen.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Eismann am 2.04.2013 | 20:12
Und noch mehr altes, ausgegrabenes Zeug:

Einmal (http://eisparadies.wordpress.com/2013/04/02/traumhaftes-fieberglas/)
Und noch einmal (http://eisparadies.wordpress.com/2013/03/15/tales-from-the-crypt-die-baustelle-der-geister/)
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 10.01.2014 | 00:46
Sodele...Anlass ist das hier:

Schon wieder ein neuer Beitrag.
Diesmal zum Thema "Gunporn".

>> http://sprawldogs.blogspot.de/2014/01/gunporn.html

 Mehr "gefühlte" Vielfalt ohne zwanghafte Wertedifferenzierung: Ja, gern.
Aber dazu muss man nicht den Wertesatz selbst "anzweifeln" (s.u.).
Mein Problem ist da viel mehr, dass es außer Bild und Image (auch namens- und herstellerbedingt) einer Waffe keine großen Orientierungspunkte für so einen Ansatz gibt.
Die Bilder muss man sich dann schon selbst suchen - schließlich hat nicht mal jede GRW-Waffe ein Bild, geschweige denn die Äquivalente, die man tatsächlich in Art der Handhabung bei den Fahrzeugen hätte benennen können.

Damit fällt dann aber leider auch der "DAS ist sie"-Moment beim Schmökern zu großen Teilen weg, weil man sich die Waffe selbst zusammensuchen muss und in Sachen Bilder wohl doch häufig bei der RL-Standardkost landet.



Manchmal sind mir/uns differenzierte Werte aber aus einem anderen Grund im Weg.
Je nach Spielweise gilt für Waffen nämlich "easy come, easy go" - gerade "heiß" gewordene Waffen, also jene, die einem Run oder einem anderen Verbrechen zugeordnet werden können, müssen über kurz oder lang weg.

Und aus der anderen Richtung gedacht werden einige Waffen schon mit dem Wissen beschafft, dass man sie nicht lange hat.
Da wäre sowohl aus Spieler- als auch ingame aus Runnersicht eigentlich nur die Kategorie interessant, wenn es da nicht teils eklatante Leistungsunterschiede gäbe, die letztlich reine Regelartefakte sind und sich genauer betrachtet nicht begründen lassen.

In solchen Momenten wünsche ich mir manchmal schon den WoD´schen Einheitswertesatz pro Kategorie.
Denn Werte wälzen macht nur ein Mal Spaß, während eine aus irgendwelchen ingame-Gründen aufgezwungene suboptimale Wahl für viele Spieler immer störend bleibt.


Das betrifft freilich die Mehrzahl der Spieler und SCs nicht, die quasi über eine ganze Runnerkarriere hinweg ein und die selbe(n) Waffe(n) nutzen.



Und aus der zugehörigen G+ -Diskussion:
Zitat von: Oak
Trotz allem bezweifle ich, dass die technischen Daten sowie die Erfahrungen von Experten oder Amateuren auch nur annähernd so klare Werte liefern, wie die Tabellen im GRW.

Das wird jetzt sehr detailverliebt und eine wilde Mischung aus realer Betrachtung und SR-Termini - wer mein mitterweile wohl hinreichend einschätzbares Geschwafel in dieser Richtung nicht mag, sollte hier aufhören zu lesen  ;)



Was haben wir denn an Werten?

Präzision, Schaden und DK, Modus, Rückstoßkompensation, Kapazität sowie Verfügbarkeit und Preis.

Hinten angefangen: der Preis mag freilich schwanken, eindeutig feststellen kann man ihn dennoch.
Bei der Verfügbarkeit ist zumindest der Legalitätscode lokal statisch; der eigentliche Verfügbarkeitswert mag auch schwanken. Der ist am Ehesten etwas schwammig.

Kapazität und Modus sind klar feststellbar.
Schaden und DK hängen IRL fast ausschließlich mit der verwendeten Munition zusammen, sind also so gesehen keine Waffen-, sondern Munitionswerte. Das interessiert also meistens deutlich weniger als es in SR ingame der Fall ist (es schwankt innerhalb einer Waffenkategorie auch weniger, FWIW).

Bleiben Präzision und Rückstoßkompensation. Letztere bzw. den faktischen Rückstoßimpuls kann man zwar mit einigem Aufwand messen, es spielen aber auch einige andere Faktoren eine Rolle - Griffwinkel, Laufseelenhöhe über Griffstück uvm..
Der gefühlte Rückstoß ist zwar subjektiv, spätestens die sich ergebende sinnvolle Feuerrate ist es aber nicht mehr. Der Timer lügt nicht und es besteht eine gute Vergleichbarkeit zwischen verschiedenen Waffen bei gleichem Schützen.

Präzision ist für Gebrauchswaffen eigentlich eher irrelevant, solange sie nicht total unter aller Sau ist.
Aber auch hier lässt sich mit entsprechendem Aufwand die technische Präzision oder die relevantere praktisch umsetzbare Präzision ganz gut ermitteln.
Jeder Schütze sucht die Waffe, mit der er am Besten trifft; ob das dann jeweils am Schnellsten oder am Genauesten - oder eine Kombination - bedeutet, kommt auf den Verwendungsbereich an.

Kurz:
Die im GRW aufgeführten Werte sind mess- und vergleichbar, keine Frage.
Es sind sogar noch viel kleinteiligere Sachen eindeutig vergleichbar, wie z.B. die genauen Abmessungen und Formen (was beim verdeckten Führen einen enormen Unterschied machen kann), die Visierlinienlänge, Störungsanfälligkeit, Feuerraten bei vollautomatischen Waffen usw. usf..


All diese Dinge sind aber regelmäßig nicht die Hauptfaktoren, die bei einer Entscheidung für oder gegen eine Waffe X den Ausschlag geben.
Das sind dann Sachen wie Ergonomie, Anordnung/Funktion der Bedienelemente (nein, das ist nicht genau das selbe  ;)), verfügbare Anbau- oder Ersatzteile und ähnlicher "Kleinkram", der es niemals in eine RPG-Waffenliste schaffen wird.
Im Endeffekt kann dann doch wieder frei postuliert werden "Charakter X mag Waffe Y, weil..." - schließlich wird man dazu nirgends im Regelwerk belastbare Aussagen finden (braucht ja auch kein Mensch  :)).


Aber nachdem ich jetzt der Beliebigkeit so ausufernd das Wort geredet habe:
Schaut man sich um, findet man aus der Riesenmenge an existierenden Waffenmodellen im jeweiligen Verwendungsbereich einen geradezu winzigen Bruchteil sehr häufig und der ganze Rest an Modellen stellt die sehr kleine Zahl an sonstigen.

Das hat natürlich auch "weiche" Gründe, also solche, die nicht direkt an der Waffe liegen.
Etwa lokal erhöhte Verfügbarkeit durch aus Behördenbeständen gespeisten Schwarzmarkt, Monopolbestrebungen einzelner Hersteller mit dem entsprechenden Marktgebaren, medienbedingte Trends (fast noch mal ein Beitrag für sich...), Bevorzugung einzelner Modelle durch Vertrautheit aufgrund von militärischer Dienstzeit in weiten Bevölkerungsteilen, Tradition (mit und ohne Anführungszeichen) uvm..

Dennoch gibt es einige wenige Modelle, die sich auch aus technischen Gründen durchgesetzt haben und oftmals zu Recht den Maßstab bilden.
Absoluten Wildwuchs und völlige Beliebigkeit fände ich darum unterm Strich sehr unpassend.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Medizinmann am 10.01.2014 | 09:17
Zitat
Schaden und DK hängen IRL fast ausschließlich mit der verwendeten Munition zusammen, sind also so gesehen keine Waffen-, sondern Munitionswerte.
nur ist das jetzt in SR5 rein Waffenabhängig.
Die Mun gleicher Waffenkategorie ist immer noch untereinander austauschbar.D.H. die gleiche Mun macht in der einen Waffe X Schaden mit X DK aber in der anderen Waffe der gleichen Kategorie Y Schaden mit Y DK.
Ob und wieviel Sinn das macht muss jeder selbst entscheiden
und was Ich jetzt von Gun Heaven 3 gelesen hab gibts eine Handvoll interessanter Waffen(1-3 davon ein Must have wie der Rainforest Carbine) und den Rest kann man vergessen weil Crunchmäßig uninteressant

HokaHey
Medizinmann
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Roadbuster am 10.01.2014 | 09:39
Was ich nur unterstützen kann ist der Wunsch, auch bei Feuerwaffen die Spalte "ähnliche Modelle" einzuführen. Das wäre ein relativ einfacher Weg entsprechende Pendants für einzelne Feuerwaffen zu schaffen.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Oak am 10.01.2014 | 09:58
Was ich nur unterstützen kann ist der Wunsch, auch bei Feuerwaffen die Spalte "ähnliche Modelle" einzuführen. Das wäre ein relativ einfacher Weg entsprechende Pendants für einzelne Feuerwaffen zu schaffen.
Und das gleiche für Kommlinks, Cyberdecks, Riggerkonsolen... und Cyberware.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Medizinmann am 10.01.2014 | 10:13
oder Autos, Drohnen und Rüstungen

HokaHey
Medizinmann
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Oak am 10.01.2014 | 10:38
Drohnen und Rüstungen ist ein guter Punkt.
Autos... Siehe Seite 468.
 ;)
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 10.01.2014 | 18:10
Was ich nur unterstützen kann ist der Wunsch, auch bei Feuerwaffen die Spalte "ähnliche Modelle" einzuführen. Das wäre ein relativ einfacher Weg entsprechende Pendants für einzelne Feuerwaffen zu schaffen.

Wie gesagt:
Mein Problem dabei ist der zwangsläufige Mangel an Bildern für die Alternativmodelle, weil das abseits der Werte genau das ist, was die Entscheidung letztlich ausmacht.
Sonst habe ich ja z.B. nur eine zunächst unbestimmt aussehende Schwere Pistole mit dem Wertesatz der Ares Predator...das bringt mich irgendwie nicht weiter - außer, ich habe ein ganz bestimmtes Bild schon im Kopf und suche mir einen x-beliebigen Wertesatz dazu raus.
Dann brauche ich aber eigentlich nur einen anderen Namen, und den kann ich mir ausdenken oder durch Listen wie jene von Oak erwürfeln. Einem bestimmten Modell zugeordnete Alternativen brauche ich dann gerade nicht - die würden mich wieder dahingehend einschränken, dass ggf. Wertesatz und gefälliger Name nicht in gewollter Weise zusammenfinden.

nur ist das jetzt in SR5 rein Waffenabhängig.
Die Mun gleicher Waffenkategorie ist immer noch untereinander austauschbar.D.H. die gleiche Mun macht in der einen Waffe X Schaden mit X DK aber in der anderen Waffe der gleichen Kategorie Y Schaden mit Y DK.
Ob und wieviel Sinn das macht muss jeder selbst entscheiden

Meine Haltung dazu kennst du ja schon.

Man kann es a) ignorieren, b) dahingehend ändern, dass die Munition nicht beliebig austauschbar ist oder c) die Schadenscodes vereinheitlichen.
Aber so, wie es ist, ergibt es keinen Sinn und es gibt keine brauchbare Erklärung.
Das wissen und sagen auch die Autoren; denen ging es rein um Vereinfachung - für mich ein zweifelhafter Gewinn um den Preis von viel Plausibilität.


Um aber noch mal die Kurve zum Blogbeitrag zu kriegen:
Wenn das IRL so wäre wie in SR5, dann wäre das natürlich auch messbar.

Wobei man in Sachen Plausibilität gerade bei den Schadenswerten noch mal ein Riesenfass aufmachen könnte - aber das rüttelt an den Grundlagen des Kampfsystems bzw. der Schadensberechnung und führt mMn zu weit, um den Rest des Systems dann noch zu behalten. Das lohnt sich nicht.


und was Ich jetzt von Gun Heaven 3 gelesen hab gibts eine Handvoll interessanter Waffen(1-3 davon ein Must have wie der Rainforest Carbine) und den Rest kann man vergessen weil Crunchmäßig uninteressant

Der RF Carbine hat doch auch einige spürbare Nachteile wie Kapazität und wirre Sonderregeln - hab das allerdings nur aus zweiter Hand.
Ich las da bislang immer nur von einzelnen Aspekten wie dem relativ absurden Schadenscode, aber ein brauchbares Gesamtbild habe ich von dem Ding noch nicht.
Titel: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Oak am 10.01.2014 | 18:31
Wir haben uns für unsere letzte Kampagne ein eigenes Wiki (auf Basis des bekannten MediaWikis) aufgebaut und dort auch eine umfassende Ausrüstungssektion eingefügt. Große Listen mit Werten und nochmals jeweils eine eigene Seite mit Bild. Und die Bilder haben wir von Deviantart, aus früheren SR Publikationen aus dem Netz... Für Fahrzeuge, Waffen, whatever...

Will sagen, dass das alles nicht so schwer ist. Und wenn ich kein Bild für das Ursprungsmodell habe, ist es generell ja kein Verlust, für das Alternativmodell auch keines zu haben. ;)
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: K!aus am 11.04.2014 | 21:18
So,

nachdem ich mit ein paar Leuten als Gelegenheitsspieler ein paar nette Sessions hinter mich gebracht habe muss ich zusammenfassen: Ich verstehe Shadowrun nicht (mehr).  :o

Gerade in Hinblick auf das neue Run&Gun frage ich mich ganz naiv: Warum? Warum mehr Waffen? Ich weiß, dass es der Spielstil einer jeder Gruppe ist, ob sie Shadowrun mehr aktiv oder passiv, sagen wir mehr offensiv oder diskret spielen möchte, also mehr so wie The Expendables oder Ocean's Eleven.

Aber wie soll ich mir diese aggresive Spielweise vorstellen? Ganz einfach weil ich in den letzten Spielrunden immer die Grundstimmung erlebt habe: "Wenn auch nur ein Schuß losgeht, dann ist der Run gelaufen. Denn dann kommen die Wachen. Und die ballern ... und Shadowrun ist tödlich! Nein, das wollen wir nicht."

Ich kenne SR über die Jahre hinweg zu wenig, aber ich habe den Eindruck, dass es in SR5 durch diesen ganzen WiFi Kram immer komplizierter wird überhaupt in die Nähe des Ziels zu kommen. Während bei der alten Edition noch einfach der Elektrozaun vom Decker deaktiviert wurde und anschlißend einfach mit den Seitenschneider durchtrennt wurde (2XS) habe ich bei SR5 schon ein Problem, wenn ich in die Nähe des Geländes komme und meine RFID Chips nicht senden, oder das Falsche senden.

Da steht also der Troll Streetsam mit seiner dicken Wumme und es heißt, dass die zu Hause bleibt. Ja aber wenn es hart auf hart kommt, dann ist die praktisch. Ja, aber wenn du sie mitschleppst, dann ist es wahrscheinlicher, dass dieser Fall eintritt ... und das wollen wir vermeiden ... also lass die Knarre zu hause.

Da haben wir also den Streetsam neben dem hardcore Kampfmagier, nebem dem Ki Adepten, der Blade wie einen Schlaffi aussehen lässt. Und wozu? Für nix! Für Fähigkeiten, die für Situationen gebraucht werden, die keiner erleben möchte!  :o

Also wie ist das gedacht? Die Runner sollen doch z.B. gegen Konzerne laufen, Leute extrahieren, Daten klaufen und geheime und gesicherte Anlagen infiltrieren. Da braucht es Disziplin und Planung und keine Kavellerie, die wild um sich schießt. Natürlich kann man ab und an mal The Expendables in den Barrens von Seatle nachspielen, aber sowas kann man sich halt nicht mit der Konzernsicherheit leisten.

Und so komme ich auch noch nicht ganz mit den Zahlen mit: Da ist so ein Decker am Anfang schon mit Fertigkeit und Attribut auf 6 ein toller Hecht und will dann mal bei nem kleinen Policlub sich in den Host hacken, der nach Regeln mal eine Stufe von 4 hat und damit eine Firewall von 7, d.h. es stehen 12 Würfel gegen 11. Fast Gleichstand. Also so profimäßig, wie einem die Beschreibung der Fertigkeit verkaufen möchte, ist man gar nicht, wenn man schon bibbern und Edge verwenden muss, um bei einem kleinen Verein den Host zu knacken.

Irgendwie tu ich mir damit schwer, dass sich ein Gesamtbild einstellt.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Slayn am 11.04.2014 | 21:37
@Klaus:

Es kommt wohl so ein wenig darauf an. Kennst du die Konzepte des "Profi"-Spiels und "Fail Forward"?
"Profi"-Spiel bedeutet, die Charaktere (nicht die Spieler) wissen was sie tun, sind Profis in ihrem Job und wissen wie sie innerhalb der Spielwelt vernünftig zu agieren haben und können somit mit der Spielwelt-Realität umgehen. "Fail Forward" bedeutet es gibt keine "Roadblocks" sondern nur zusätzliche Komplikationen.
Für einen schnellen und spannenden Run sollte man diese beiden Konzepte also kombinieren.

Konkret: Keine Planungsphase, stattdessen eine konkrete Vorgabe wie die "Charaktere" diesen Run durchziehen würden und dann die Betrachtung von Szene zu Szene mit ihren jeweiligen Komplikationen.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 12.04.2014 | 01:03
@Klaus:

Ich zitiere mich zunächst mal selbst  ;)

http://www.tanelorn.net/index.php?topic=83996.msg1700073#msg1700073
http://www.tanelorn.net/index.php?topic=34422.msg1383545#msg1383545

Ich kann bei dem Satz "beim ersten Schuss ist der Run gelaufen" gar nicht so laut schreien, wie ich gern würde.

Während bei der alten Edition noch einfach der Elektrozaun vom Decker deaktiviert wurde und anschlißend einfach mit den Seitenschneider durchtrennt wurde (2XS) habe ich bei SR5 schon ein Problem, wenn ich in die Nähe des Geländes komme und meine RFID Chips nicht senden, oder das Falsche senden.

Das mit dem Elektrozaun ist aber auch eine bestenfalls drittklassige Sicherung für ein Lagerhaus voller Lutscher oder so ;)
Da fehlen noch multispektrale Kameras, Watcher oder "richtige" Geister, Feldänderungsmelder, Schleusen etc. pp..

Wie ist man denn früher damit umgegangen? Und ändert das bissel WiFi-Zeugs daran wirklich etwas? MMn nicht.


Wie ich im anderen Faden seinerzeit schrieb:
Ab einer gewissen Sicherungsstufe ist irgendwann der Arsch ab mit reinschleichen und tricksen, dann muss man allerspätestens am Zielobjekt die Karten auf den Tisch legen und den Hammer kreisen lassen.
 
Dieser unsägliche Anspruch an 100% verdecktes Vorgehen kommt davon, dass man meistens in Sachen Überwachung, viel mehr noch beim Thema Intervention und Strafverfolgung viel zu viel ins Setting reininterpretiert.

Und dann gibt es noch mMn ziemlich absurde Rüstungsspiralen in Sachen Sicherung von Anlagen. Da gibt es Dinger, wo man sich fragen muss, wie die Mitarbeiter morgens überhaupt lebend an ihren Arbeitsplatz kommen und abends das Gelände wieder verlassen können.

Wenn man mit diesen zwei Aspekten etwas auf dem Teppich bleibt und die Spieler mal kapiert haben, dass gegen gewisse Aufstellungen auf der Gegenseite Entkommen schon ein Sieg ist*, dann passt das Ganze auch deutlich besser zusammen.

*Preisfrage: Wie viele SR-Spieler wissen, was die bösen Buben in "Heat" bei der Bankschießerei genau machen?
Kleiner Tip: Die versuchen nicht, auch noch den allerletzten kleinen Streifenpolizisten umzunieten  ;)


Zum Thema Matrix und Decker halte ich mich mal zurück; das ist für mich auch in dieser Edition immer noch ein rotes Tuch.


Abschließend will ich aber erwähnt haben, dass ich seit Jahren bei SR immer weniger von "Anlagencrawl" halte und immer mehr zu klassischen Gangstergeschichten tendiere.
Ein "richtiger" Run gegen eine schwer gesicherte Konzernanlage ist für mich zur Ausnahme geworden.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: K!aus am 12.04.2014 | 09:19
Ich kann bei dem Satz "beim ersten Schuss ist der Run gelaufen" gar nicht so laut schreien, wie ich gern würde.

Warum?

Vielleicht denke ich zu sehr in deinem  Anlagencrawl, aber wir hatten z.B. gestern wieder den Fall, dass die Runner in einem Krankenhaus, sich i) in einen nicht öffentlichen Bereich vorarbeiten mussten und ii) von dort weiter nach unten (ehemaliger Heizungskeller, jetzt ausgebaut zu Labor aka Operationssaal).

Dazu mussten sie Wachpersonal und Schleusen (Türen mit verschieden harten Magschlössern) überwinden.

Für mich ist der Punkt, dass jede dieser Schleusen derart zurückgelassen werden muss, dass eine (wenn auch selten in diesem Fall) patroullierende Wache nicht bemerkt, dass was faul ist. D.h. jedes Hindernis ist nach überwinden funktionstüchtig und kann einem den Rückweg versperren, weil sie bei einem Alarm verriegelt wird. Oder im Extremfall, auch beim Rückweg muss sie noch einmal geknackt werden, weil man beim Betreten und Verlassen ein Magschloss vor sich hat. Klingt paranoid, ist doch aber extrem kostengünstig zu realsieren, um Runner 'drin' zu halten.

Wie du schon sagst, hat bei SR kaum jemand Geld und aus diesem Grund fand ich im Regelwerk den Satz auch sehr einleuchtend, dass Eindringlinge bestenfalls aufgehalten werden, bis die Verstärkung, also das vertraglich geregelte private Sicherheitskommando anrückt. Das Wachpersonal vor Ort sieht dann einfach zu, dass es den Kopf unten hält.

Und so drehe ich mich wieder im Kreis, weil ich einfach kein rechtes Maß finde: Wenn die Wachleute vor Ort schon Lutscher sind, dann sollten die sich sehr effizient und leise ausschalten lassen. Dann brauchst du auch niemanden mit einer großen Wumme.
Wenn das Personal vor Ort schon tough drauf ist, willst du dann den Hammer kreisen lassen? Weil dann wird auch das  Gebäudes von der zugehörigen Sicherheitsfirma entsprechend taktisch versehen sein (z.B. gut zu verteidigende Rückzugspunkte o.ä.) und mit der Verstärkung willst du dich dann gar nicht erst anlegen?  wtf?

Davon abgesehen, dass mir das Regelwerk auch einfach nicht hilft Sicherheitsvorkehrungen abzuschätzen! Da stehen zwar Dinge wie Reaktionszeit und Profesionalitätstufen, aber wie setze ich die ein?! So ganz praktisch, so am Spieltisch.

Wir haben frischgebackene Runner, man nehme Wachpersonal bestenfalls der Profesionalitätstufe 2, der Host hat maximal eine Stufe von 2, magische Sicherheit ist bestenfalls als Hüterritual vorhanden, maximal Vorhängeschlösser
Sie haben insgesamt schon 30 Karma, das Wachpersonal, usw. Dualwesen patrouillieren das Gelände, maximal Magschlösser der Stufe ...
Sie haben schon 50 Karma, ... ein freier Geist hält Wache

Das sind jetzt Hausnummern, die vielleicht völlig daneben liegen, weil ich einfach keine Ahnung habe. Und so geht das halt weiter.

Da haben wir laut Beschreibung der Fertigkeit einen Profi auf Fertigkeitsstufe 6, ein frisch gebackene Runner kann aber durch die Verfügbarkeit maximal einen Magschlossknacker von Stufe 4 haben. Und dann will ich sehen wie du als Vollprofi bei einer vergleichenden Probe mit deinen vier Würfeln auf jeden Fall, so als Profi, in den meisten Fällen, also vorwiegend echt mehr Erfolge würfelst als so ein banales Magschloss der Stufe 1 oder 2.

Gruß,
-- Klaus.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Slayn am 12.04.2014 | 09:45
@Klaus:

Das Problem besteht dann, wenn du versuchst eine gehörige Portion Realismus mit (Stufen-)angepassten Herausforderungen zu kombinieren. Dabei kann bei der Masse an Möglichkeiten einfach nichts brauchbares bei rauskommen.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: K!aus am 12.04.2014 | 10:38
Das Problem besteht dann, wenn du versuchst eine gehörige Portion Realismus mit (Stufen-)angepassten Herausforderungen zu kombinieren. Dabei kann bei der Masse an Möglichkeiten einfach nichts brauchbares bei rauskommen.

Was heißt denn schon wieder Realismus, das ist so ein starkes Wort.

Sagen wir ich versuche die Welt von Shadowrun 2075 mit den Regeln abzubilden. Und dazu würde ich gerne wissen, wie die Welt so 'tickt' und wie sich das bei Hindernissen ( z.B. magische Sicherheit oder nicht ) und den Proben ( z.B. Stufe ) bemerkbar macht.

Sollte es - wie du scheinbar sagst? - nicht möglich sein, dass sich das Setting eines Rollenspiels im Würfelmechanisumus wiederspiegelt, dann ist fortan jegliche Diskussion eine Farce. ;)

Gruß,
-- Klaus.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Pyromancer am 12.04.2014 | 11:35
Was heißt denn schon wieder Realismus, das ist so ein starkes Wort.

Sagen wir ich versuche die Welt von Shadowrun 2075 mit den Regeln abzubilden. Und dazu würde ich gerne wissen, wie die Welt so 'tickt' und wie sich das bei Hindernissen ( z.B. magische Sicherheit oder nicht ) und den Proben ( z.B. Stufe ) bemerkbar macht.

Sollte es - wie du scheinbar sagst? - nicht möglich sein, dass sich das Setting eines Rollenspiels im Würfelmechanisumus wiederspiegelt, dann ist fortan jegliche Diskussion eine Farce. ;)

Ich leite ja momentan nur Corporation (in meinen Augen das bessere Shadowrun ;) ), aber da hat man grundsätzlich ja das gleiche Problem. Ich halte es da mit der Prämisse: Was ist plausibel? Und nicht: Was ist den SCs angemessen?

Konkretes Beispiel: Biochemie-Klitsche, die Forschung betreibt, die bei Erfolg Milliarden wert sein wird. Hat im Lager Chemikalien, die man als Grundstoff für synthetische Drogen verwenden könnte. Einkaufspreis: 2 Millionen Credits. Schwarzmarktpreis: das zehnfache.

Sicherung:
- Mauer, Stacheldraht, Stahltor mit Codekarten-Schloss, Eingänge mit Codekarten-Schlössern (mittelmäßig schwer zu knacken, Karten hat jeder, inkl. Putzfrau und Praktikanten)
- Eine Kamera für den Parkplatz und die Laderampe
- Zwei Wachleute einer privaten Sicherheitsfirma (Krol Security, bewacht sonst auch Getränkemärkte und Schrottplätze), unvercybert, mit Laser-MPs, im 24/7-Dienst
- Nachts zusätzlich zwei billige Wachdrohnen. Hauptwaffe: 150dB-Sirene
- Alarmleitung zur Firmenzentrale von Krol Security, Reaktionszeit: Tags 10 Minuten, nachts 15 Minuten, acht zusätzliche Wachleute (unvercybert, Laser-MPs und Schrotflinten) und zwei Cyber-Pitbulls in zwei leicht gepanzerten SUVs.

Das können die Anfänger-SCs ohne Probleme mit einem Frontalangriff knacken und sind weg, bevor die Verstärkung da ist, und mit 10 Minuten Planung (na ja, meine Spieler wahrscheinlich mit einer Stunde Planung) fabrizieren sie hier das perfekte Verbrechen, rein und raus, ohne, dass jemand etwas merkt.
Aber so tickt die Welt nunmal: Diese Wachen und Drohnen sind nicht dazu da, PROFIS abzuhalten, sondern dafür, Amateure und Junkies abzuschrecken. Nur die allerwenigsten können und werden sich Sicherheitssysteme leisten, die Profis auch nur vor mittelmäßige Probleme stellen. Das ist eine einfache Risiko/Kosten-Abwägung.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Slayn am 12.04.2014 | 12:19
Was heißt denn schon wieder Realismus, das ist so ein starkes Wort.

Sagen wir ich versuche die Welt von Shadowrun 2075 mit den Regeln abzubilden. Und dazu würde ich gerne wissen, wie die Welt so 'tickt' und wie sich das bei Hindernissen ( z.B. magische Sicherheit oder nicht ) und den Proben ( z.B. Stufe ) bemerkbar macht.

Du kannst so einen Run ja auf zwei Arten angehen: Die Realismus-Schiene oder die Profi-Schiene.

Bei der Realismus-Schiene baust du defakto ein großes Puzzle auf, das es zu lösen gilt.
Beispiel hier wäre es erst mal irgendwo einen Grundriss zu googeln und den dann mit den Sicherheitsmaßnahmen auszustatten wie RFID-Scanner, Wachmannschaften mit Patrouillen-Plänen, spezifische Schlösser, etc.
Wenn man das strikt betreibt, dann spielen Überlegungen ob die Charaktere das schaffen könnten oder nicht kaum eine Rolle. Man legt ein Budget für das Objekt fest, verbraucht dieses und schaut was dann so geschieht.

Bei der Profi-Schiene orientiert man sich eher am Heist Genre, spielt es aber als "Ocean´s 11 with Guns and Violence", erstellt also ein Prozedurales Spiel. Die Charaktere haben das Oben genannte Puzzle schon gelöst, wir spielen jetzt nur wie genau sie das gemacht haben und was dabei u.U. eben schief gelaufen ist.

[Kleiner Nachtrag] Das sind dann teils auch die wirklich coolen Geschichten bei denen das vermeintliche DocWagon Team nach dem "botched" Run das Opfer exfilitriert, etc.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: K!aus am 12.04.2014 | 19:25
Bei der Realismus-Schiene baust du defakto ein großes Puzzle auf, das es zu lösen gilt.
Beispiel hier wäre es erst mal irgendwo einen Grundriss zu googeln und den dann mit den Sicherheitsmaßnahmen auszustatten wie RFID-Scanner, Wachmannschaften mit Patrouillen-Plänen, spezifische Schlösser, etc.
Wenn man das strikt betreibt, dann spielen Überlegungen ob die Charaktere das schaffen könnten oder nicht kaum eine Rolle. Man legt ein Budget für das Objekt fest, verbraucht dieses und schaut was dann so geschieht.

Ja natürlich so, wie denn sonst? Ich dachte genau dafür spielt man Shadowrun?

Allerdings verstehe ich nicht, warum die Überlegung, ob die Charakter das schaffen könnten, keine Rolle mehr spielen sollen? Natürlich müssen sie das? Ich kann mir als SL natürlich überlegen, dass ich das mit einem super high tech labor absolut knorke finde, alle Wachmänner sind Cyberzombies und den Astralraum bewacht ein Drache. Huch, meine frisch gebachenen Runner lernen nach 10 Minuten was ein total party kill ist. Und warum verdammt wollen die jetzt nicht mehr mit spielen, dabei hat mir der Slayn aus dem :T: doch gesagt, dass das so okay ist.

Natürlich muss ich mich an dem orientieren, was die Charaktere so können und innerhalb dieser Parameter muss der Run aufbereitet werden.  wtf?

Und um es nochmal zu wiederholen, bevor dieser Thread ausartet: Es muss doch Richtlinien (Erfahrungswerte?) geben, um die Gegner (sei es in Form deren Attribute, Fertigkeiten oder die Stufe von Hosts, Kraftstufe von Geistern, welche Art von Sicherheit ist überwindbar) auf das Niveau der Charaktere anzupassen.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Slayn am 12.04.2014 | 19:52
Ach, ok, das erklärt so einiges. Genau deswegen bin ich ja auf dem Punkt so rumgeritten.
Also in dem Fall: Nein, die SR5 Regeln unterstützen genau diese Art zu spielen nicht. Sie sind dazu gedacht einer "Mission"-Struktur zufolgen und diese auch als solche zu unterstützen. Sprich: Einen Plot, aufgeteilt auf x Runs, dazu y Runs so dazwischen, wobei keine der einzelnen X oder Y Runs mehr als 4 Stunden benötigt (6 zu 4 Verhältnis).

Demzufolge ist der Run nicht das Knacken eines Site-based Puzzles sondern folgt einem komplett anderen Story-Aufbau, der in den regeln vorgegeben wird.

Wenn du willst kann ich dir gerne ein Beispiel dafür liefern.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 13.04.2014 | 03:55
Warum?

Weil es ab einer gewissen Sicherungsstufe einfach nicht mehr geht.
Dann geht es "nur" noch darum, Reaktionszeiten zu unterlaufen und mit der Nummer überhaupt irgendwie durchzukommen.

Diverse Heist-Filme wie Ocean´s Eleven und ihre Auswirkungen auf die SR-Regelwerke haben maßgeblichen Anteil daran, dass sich bei vielen Spielern so eine diffuse Anspruchshaltung entwickelt hat, dass das irgendwie genau so cool ablaufen soll.
Nur wird übersehen, dass man dafür genau das falsche Regelwerk vor sich liegen hat, weil einem das dabei grad mal überhaupt nicht hilft und im Gegenteil Sachen behandelt und/oder vorschlägt, die so gar nicht dazu passen wollen.

Das ist der Widerspruch, den du festgestellt hast: Wozu so viele Knarren, die man dann doch gar nicht brauchen/benutzen will (oder soll)?
Da wissen wohl auch die Autoren als recht inhomogene Gruppe, am Allermeisten aber die Spieler nicht, wo sie genau hin wollen.

Wenn man so was spielen will, nimmt man doch auch ein Regelwerk, das einen dabei unterstützt.
Dazu muss man aber erst mal wissen, wie rum man die Frage stellen will:
"Wie kriege ich SR dazu, mir coole Heist-Geschichten zu liefern?" oder "Was mache ich mit SR überhaupt?"

In diesem Punkt hat Pyromancer Recht: Corporation ist insofern das "bessere SR", als es einem klipp und klar sagt, was Phase ist und was die SCs in diesem Spiel wie machen.


Der "Nebenverdienst" dieser klareren Linie von Corporation für mich war es, dass ich SR davon etwas differenzieren wollte/musste und sich der Fokus damit weiter weg von diesen klassischen Anlagencrawls verlegt hat.

Wie du schon sagst, hat bei SR kaum jemand Geld und aus diesem Grund fand ich im Regelwerk den Satz auch sehr einleuchtend, dass Eindringlinge bestenfalls aufgehalten werden, bis die Verstärkung, also das vertraglich geregelte private Sicherheitskommando anrückt. Das Wachpersonal vor Ort sieht dann einfach zu, dass es den Kopf unten hält.

Das ist für schlecht gesicherte Anlagen ganz ok, aber sobald man tatsächlich jemand aufhalten will/muss, kommt man um unmittelbar verfügbare Interventionskräfte nicht mehr herum.
Die Sicherungsstufe hinkt dem gesicherten Wert meistens etwas hinterher, aber so ungefähr zueinander passt es dann doch.

So wie sich die Diskussion bis hierher liest, gehe ich mal davon aus, dass es nicht hilft, wenn ich weiter aushole und eine Betrachtung vornehme, wie sich das Thema Gebäude- und Anlagensicherheit in SR für mich darstellt.

So weit sind wir nämlich eigentlich noch gar nicht: erst wenn man einmal eine grundsätzliche Entscheidung zwischen - wie Slayn es nannte -  Realismus-Schiene und Profi-Schiene getroffen hat, braucht man sich darüber unterhalten.

Solange man das so diffus nebeneinander herlaufen lässt, wie es in SR der Standard ist, kommt man auf keinen grünen Zweig.

Sieht man schon an folgender Aussage zur "Realismus-Schiene":
Ja natürlich so, wie denn sonst? Ich dachte genau dafür spielt man Shadowrun?

Und im selben Atemzug schwingen Gedanken aus dem Heist Movie-Genre mit rein - eben z.B. diese absolute Ablehnung von Gewalt bzw. die Haltung, dass mit jeder Gewaltanwendung der Run automatisch gescheitert ist.

Das passt ja ganz schön zum Vasen- und Diamantenklau, aber wenn es mal an (unfreiwillig) extrahiertes Personal, Sabotage, Wetwork etc. pp. geht, wird das doch komplett absurd.
 

Und so drehe ich mich wieder im Kreis, weil ich einfach kein rechtes Maß finde: Wenn die Wachleute vor Ort schon Lutscher sind, dann sollten die sich sehr effizient und leise ausschalten lassen. Dann brauchst du auch niemanden mit einer großen Wumme.

Große Wumme im Sinne von Troll mit Panther-Sturmkanone tatsächlich nicht.

Aber sobald das Sicherheitskonzept aus mehr besteht als ein paar nicht überwachten Magschlössern und Opa Krause, der seine Rente damit aufbessert, nachts um die Lagerhalle zu humpeln, muss man schon schwer auf Zack sein, um da nicht frühzeitig bemerkt zu werden. Und frühzeitig heißt hier so viel wie: An einem Punkt in der ganzen Aktion, wo es einem dann nicht mehr möglich ist, das durchzuziehen, wofür man angerückt ist.

Wenn das Personal vor Ort schon tough drauf ist, willst du dann den Hammer kreisen lassen? Weil dann wird auch das  Gebäudes von der zugehörigen Sicherheitsfirma entsprechend taktisch versehen sein (z.B. gut zu verteidigende Rückzugspunkte o.ä.) und mit der Verstärkung willst du dich dann gar nicht erst anlegen?  wtf?

Es geht nicht ums Wollen, es geht ums Müssen, weil es eben keine andere halbwegs plausible Variante gibt, wenn man keine Heist Movie-Schemata haben will.


Dieses ganze Konglomerat aus schonend betäubten Wachen, Flic Flacs durch Laserschranken im künstlichen Nebel und dem grundsätzlichen Gedanken, dass jede Sicherheitsmaßnahme ein in sich geschlossenes Hindernis ist, dass man einmal "bearbeiten" muss und ab diesem Zeitpunkt mental hinten runter fallen lassen kann - das beißt sich fundamental mit allem, was nicht 100% zu diesem Genre gehört.

Ich kann dazu nur sagen, dass ich diese ganzen Sachen so weit wie möglich aus "meinem" SR fernhalten will. Das ist mein Ansatz, die Genre-Pampe, die SR da angerührt hat, irgendwie wieder genießbar zu kriegen.



Allerdings verstehe ich nicht, warum die Überlegung, ob die Charakter das schaffen könnten, keine Rolle mehr spielen sollen? Natürlich müssen sie das? Ich kann mir als SL natürlich überlegen, dass ich das mit einem super high tech labor absolut knorke finde, alle Wachmänner sind Cyberzombies und den Astralraum bewacht ein Drache.

Genau das meinte ich mit der Rüstungsspirale in der Anlagensicherung, die SR mit seiner diffusen Haltung in Gang gesetzt hat.
Es gibt da mMn durchaus eine recht klar erkennbare Obergrenze, wie diverse Sachen abgesichert sind (Hinweis: Automatische Geschütztürme in einem Burgerladen gehören nicht dazu... :P).

Wenn man dahingehend einfach auf dem Boden bleibt, kommt ein eingespieltes Runnerteam in viele Anlagen rein und vielleicht sogar wieder raus.
Aber an einem gewissen Punkt müssen sie eben sagen: Sorry Mr. J., mit diesem Personalansatz und diesen Mitteln nicht machbar.

Natürlich muss ich mich an dem orientieren, was die Charaktere so können und innerhalb dieser Parameter muss der Run aufbereitet werden.  wtf?

Hier überschneiden sich SL- und Ingame-Ebene deutlich:
Der Johnson muss sich an dem orientieren, was die Runner können bzw. muss umgekehrt wissen, was für Leute er braucht (ist ja im Endeffekt das selbe).
Für die Sachen, die die SCs nicht schaffen, holt er sich andere - oder hätte sie sich zumindest holen müssen; ein bisschen Spielraum ist da ja auch.


Das ist doch eines der Dauerthemen bei jeder Diskussion über gewisse Plausibilitätsfragen von SR:
Da kommt einer, gibt den Runnern einen Appel und ein Ei und dafür dürfen sie absurde Mengen an Hardware und Fachwissen in Bewegung setzen - am Besten unter Zeitdruck und mit lächerlich mangelhaften Informationen.

Natürlich beißt sich das irgendwo, und hier muss man sich eben wieder überlegen:
Will man einen Heist-Movie, wo sich das Ganze sowieso irgendwie wieder einrenkt, oder geht man eher in Richtung Heat/Ronin, wo solche Sachen längerfristig laufen, der Johnson deutlich mehr involviert ist usw..

Und um es nochmal zu wiederholen, bevor dieser Thread ausartet: Es muss doch Richtlinien (Erfahrungswerte?) geben, um die Gegner (sei es in Form deren Attribute, Fertigkeiten oder die Stufe von Hosts, Kraftstufe von Geistern, welche Art von Sicherheit ist überwindbar) auf das Niveau der Charaktere anzupassen.

Anpassungsrichtlinien gibt es keine.
Es gibt mit den Professionalitätsstufen eine grobe Einteilung, wie gefährlich diverse Parteien für eine normale (lies: frisch erstellte) Runnergruppe sind.
Dementsprechend bewegen sich erfahrene Runner etwas höher in dieser Nahrungskette.

Im Prinzip bleibt dir bei vielen Sachen nur der Vergleich zwischen systembedingt maximaler Poolgröße/Limit usw. und dem, was Anfangsrunner so erreichen können.

Ach, ok, das erklärt so einiges. Genau deswegen bin ich ja auf dem Punkt so rumgeritten.
Also in dem Fall: Nein, die SR5 Regeln unterstützen genau diese Art zu spielen nicht. Sie sind dazu gedacht einer "Mission"-Struktur zufolgen und diese auch als solche zu unterstützen. Sprich: Einen Plot, aufgeteilt auf x Runs, dazu y Runs so dazwischen, wobei keine der einzelnen X oder Y Runs mehr als 4 Stunden benötigt (6 zu 4 Verhältnis).

Demzufolge ist der Run nicht das Knacken eines Site-based Puzzles sondern folgt einem komplett anderen Story-Aufbau, der in den regeln vorgegeben wird.

Wenn du willst kann ich dir gerne ein Beispiel dafür liefern.

Da hätte ich auch gern eines.

Die SR Missions-Struktur bekommt man im GRW der fünften Edition ja nun wirklich nicht an jeder Ecke um die Ohren gehauen.
Das ist eine Parallelveranstaltung/alternative Spielweise, die zumindest meiner Lesart nach nicht unbedingt den allgemeinen Standard darstellen soll.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Roadbuster am 13.04.2014 | 10:52
Ich denke mit der Missions-Spielweise wird sich darauf bezogen, dass in den USA die Conventions und damit verbundene Missions Panels wohl recht weit verbreitet ist und auch ziemlich präsent. Will sagen: ein relativ großer Teil der Spieler spielt Shadowrun auf den Conventions, wo in der Regel die Missions von CGL angeboten werden. Sie sind außerdem die ersten Abenteuer, die für Shadowrun inzwischen raus kommen. Es wird Werbung dafür gemacht und sie haben eigene Richtlinien, die von den normalen Regeln teilweise abweichen.
Die Missions haben außerdem eine recht feste Struktur und feste Rahmenbedingungen. An diese müssen sich alle SLs und Spieler bei den Mission Events halten. Keine Ausnahmen! Ich kann mir jetzt gut vorstellen, dass man die Regeln so auslegt, dass sie für die Mission Events ohne große Anpassungen funktionieren. Das sorgt natürlich in der Folge dafür, dass Heimrunden, die von den Missions abweichen, vor größeren Anpassungsproblemen stehen. Außerdem kommt wohl noch dazu, dass sich die Spielweisen in den USA doch von den Spielweisen in Deutschland unterscheiden. Alleine der kulturell geprägte Blick auf das Setting und die Spielorte des Settings ist ein ganz anderer.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Slayn am 13.04.2014 | 11:16
@YY:

Wobei ich diese Änderung in der Spielerwartung, also die Drang zum "Perfekten Run" der Gewallt ausschließt nicht am Heist Genre festmachen würde. Das hatte ja erst mit O11 sein Revival und zu der Zeit war dieses verhalten schon bei vielen Spielern am laufen.
Es ist eher die Vorstellung davon was und wie ein "Cooler Könner"-Charakter so zu agieren hat und der wäre so ein Vollprofi dass er alles richtig macht, jeder Hindernis umgehen kann un sein Ziel immer erreicht. Hinzu kommt noch irgendwie die wirre Entwicklung der ersten Abenteuer, in denen man ja mehr oder weniger konsequent die Good Guys spielt, etwas Harlequin.

Was das Beispiel für die Profi-Schiene angeht:

Ein wichtiger Bestandteil hier ist ein fester Mr. Johnson als Connection, mit dem man eine Verbindung aufbaut, den man als Connection aufbaut, der verfügbar und erreichbar ist und der für den Roten Faden eines Story Arcs sorgen kann.
Weiter gibt es einen festen Cast an Support-Connections die teils von den Charaktern erschaffen, teils passend zum Story Arc da sind und die man als Connection ebenfalls vertiefen sollte für die Legwork Phase.

Der "Run" an sich wird "Rückwärts herum" geplant und zwar unter zwei Bedingungen: (1) Wie würden Profis mit Fach- und Hintergrundwissen diese Aufgabe durchziehen, (2) Alles ist voll und ganz Eskaliert und die Kacke ist am dampfen, der Alarm ist aktiv, das Threat Response Team unterwegs.
Danach geht man in der Zeit zurück und erstellt die Schlüsselszenen, mit ihren Aufgaben, Optionen und immer mit den beiden Fragen im Hinterkopf: Was ist los wenn es schon eskaliert ist? Was kann an dieser Stelle eine Eskalation auslösen? Bei einem mittleren Run sollten  so ca. 4 Schlüsselszenen ausreichend sein.

Jetzt da der Run und seine Schlüsselszenen bekannt ist, geht es ans Legwork: Die Infos zusammentragen, welche für genau diese Schlüsselszenen wichtig sind, teilweise auch schon die Lösungen für die Schlüsselszenen abgreifen und das sinnvolle Equipment für exakt diesen Run zusammensammeln.
Das bedeutet auch, zu wissen wann sich eine selbstausgelöste Eskalation lohnt und wie man damit umgehen könnte. Beispiele dafür wären das Wissen um die Wachmannschaft und das man sie schnell ausschalten sollte oder das man mit einer Sprengladung zwar den Alarm auslöst, sich dafür aber immens viel Zeit spart, bzw. das die Exit Strategie auch auf Gewallt beruhen kann.

@Roadbuster:

Ich denke, du irrst dich da ein wenig. Die letzte Season und die aktuellen Missions lassen einem SL eine recht freie Hand darin was sie machen können, kommen mit Abweichungen und auch Fehlschlägen ganz gut klar. Die letzte Season war sogar so flexibel aufgebaut, dass man das gleiche AB unter verschiedenen Johnsons moralisch und inhaltlich komplett unterschiedlich spielen konnte.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Uwe-Wan am 13.04.2014 | 12:23
@Roadbuster:

Ich denke, du irrst dich da ein wenig. Die letzte Season und die aktuellen Missions lassen einem SL eine recht freie Hand darin was sie machen können, kommen mit Abweichungen und auch Fehlschlägen ganz gut klar. Die letzte Season war sogar so flexibel aufgebaut, dass man das gleiche AB unter verschiedenen Johnsons moralisch und inhaltlich komplett unterschiedlich spielen konnte.

Es gibt ja mit Steven Ratkovich die wichtige personelle Überschneidung: Missions Coordinator und bei Shadowrun 5 federführender Desginer, von daher ist imo schon eine klare Orientierung an Missions zu erkennen. Dass es auch mal eine flexible Missions Seasons gab, ist da eher zweitrangig.
Viel problematischer ist die Fokussierung auf old schooliges Spielgefühl, siehe das Anheben der Cyberware- und Cyberdeck-Preise - und die Tatsache, dass der Kerl keine Ahnung von Game Design hat.  :q
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Slayn am 13.04.2014 | 12:40
Es gibt ja mit Steven Ratkovich die wichtige personelle Überschneidung: Missions Coordinator und bei Shadowrun 5 federführender Desginer, von daher ist imo schon eine klare Orientierung an Missions zu erkennen. Dass es auch mal eine flexible Missions Seasons gab, ist da eher zweitrangig.
Viel problematischer ist die Fokussierung auf old schooliges Spielgefühl, siehe das Anheben der Cyberware- und Cyberdeck-Preise - und die Tatsache, dass der Kerl keine Ahnung von Game Design hat.  :q

Ich konnte bis jetzt ja nur zwei etwas längere Proberunden spielen um mir einen Eindruck zu verschaffen. Ok, die hatten beide Startschwierigkeiten, weil de Spieler mit denen ich das gespielt habe neu bei Shadowrun waren, da stellen die Regeln der neueren drei Editionen eh schon eine hohe Einstiegshürde dar. Gespielt wurde Splintered State und Chasin´ the Wind mit einer 08/15 Crew und ich fand das Spielgefühl, das sich dabei eingestellt hat, eigentlich ganz befriedigend. Gerade durch die höheren Preise für die Sachen gab es halt keinen "Overlap" mehr in den Kompetenzbereichen/Nischen der einzelnen Rollen, was meine Spieler zu schätzen wussten.
Anschließend hatten wir uns ein wenig in der Runde noch darüber unterhalten wie es den Leuten so gefallen hat und ich hatte auch ein wenig die Kritikpunkte, die ich bisher so gelesen hatte erwähnt, vor allem das vergleichsweise niedrige Geld und Karma und meine Spieler meinten einstimmig das wäre geht so, sonst würden die einzelnen Rollen zu schnell ihr Spotlight verlieren. So wie die Testspiele gelaufen sind, bin ich geneigt ihnen da zuzustimmen.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: K!aus am 13.04.2014 | 13:57
Ich glaube von den Begriffen her wurde etwas falsch verstanden, auch wenn ich das ganze sicherlich als Einheitsbrei dargestellt habe:

Mit Profi meine ich nicht die Geisteshaltung, wie sie bei Ocean's Eleven verkauft wird. Mit Profi meine ich Fertigkeitsstufe 6 (laut Grundregelwerk). Was mich dann eben ärgert ist die Tatsache, dass jemand z.B. als Einbrecher ein Profi ist (weil dafür nötigen Fertigkeiten auf dieser Stufe) und dann mit seinem Magschlossknacker oder Sequencer der Stufe 4 (weil nicht höher durch die maximale Verfügbarkeit von 12 bei Charaktererschaffung) an einem vermeintlichen Standardmagschloss oder Tastaturfeld der Stufe 1 oder 2 eben nicht standardmäßig vorbeikommt, sondern Glück haben muss.

Oder der Decker, der mit Matrixkampf 6 und Logik 6 insgesamt 12 Würfel zur Verfügung hat, um mittels Brute Force eine Marke auf einen Host zu legen, dieser sich mit 11 Würfel verteidigt, weil Hoststufe 4 und damit standardmäßig 7 Firewall besitzt. Dann ist es grob eine 50:50 Chance, ob der Decker - anhand der Beispiele des Grundregelwerks - eine öffentliche Bibliothek hacken kann!!  wtf?

Und mit diesen Zahlen soll ich mir vorstellen, dass die Charaktere Leute sind, die gegen Konzerne laufen, um Datenraub, Sabotage oder eine Extraktion durchzuführen? Wenn es schon für den Decker der Gruppe kein Spaziergang ist, der örtlichen Bibliothek klar zu machen, dass er das ausgeliehene Buch noch 2 Wochen länger behalten darf?  wtf?

Gerade weil ich immer gelesen hatte, dass im Laufe der SR Editionen die Runner von entbehrlichen Muskeln aus den Barrens zu SpecOps Teams wurden. Davon merke ich nur anhand der nüchternen Zahlen für Proben nix.

Und was Heat vs. Ocean's Eleven angeht: Wenn ich an den letzten Run denke, dann ging es auch nicht die ganze Zeit über darum, möglichst ohne Alarm oder Schußwechsel auszukommen. Die Planung sah z.B. vor geschickt reinzukommen, um darin möglichst lange agieren zu können bevor das Eindringen bemerkt wird. Denn das erhöht die Chancen bis dahin schon wieder auf dem Rückweg zu sein. Dass es allerdings zu Problemem kommen konnte, stand nie zur Debatte aka "Wir konnten durch den magischen Hüter nicht sehen was uns erwartet ... also sobald wir die Schleuse hinter uns haben, wird eh jeglicher Plan nach dem ersten Feindkontakt dahin sein." Was auch zur Folge hatte, dass ein Wachmann per Kopfschuss erledigt wurde und dann eiskalt abgeschätzt wurde, wie lange noch Zeit wäre, bis sein Verschwinden auffällt.

Und so sehe ich die Runner auch eher wie z.B. in The Transporter (http://www.imdb.com/title/tt0293662/?ref_=nv_sr_1) oder The Mechanic (http://www.imdb.com/title/tt0472399/?ref_=nm_flmg_act_15). Das sind Leute, die es geschafft haben (mit viel Geld und Connections?) in der Gesellschaft ihren Sitz zu haben und dann von einem Mr. Johnsen für ihre Spezialfähigkeiten angeheuert werden. Dabei ist man eben Profi, indem man das gut kann, wofür man engagiert wird. Und natürlich kann es auch krachen. Allerdings birgt das jedes Mal die Gefahr, dass man auffliegt und damit die gefälschte Identität und der Wohnsitz, etc. Vielleicht nichtmal so sehr die Bedenken gegenüber der Staatsgewalt (wie z.B. bei The Transporter), aber vor jenen, gegen die man gelaufen ist.
Natürlich kann man neu anfangen, aber das kostet alles wieder Geld und Arbeit und Zeit ... Zeit, die Geld kostet und keine bringt.

Gruß,
-- Klaus.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 13.04.2014 | 15:36
Und was Heat vs. Ocean's Eleven angeht: Wenn ich an den letzten Run denke, dann ging es auch nicht die ganze Zeit über darum, möglichst ohne Alarm oder Schußwechsel auszukommen. Die Planung sah z.B. vor geschickt reinzukommen, um darin möglichst lange agieren zu können bevor das Eindringen bemerkt wird. Denn das erhöht die Chancen bis dahin schon wieder auf dem Rückweg zu sein. Dass es allerdings zu Problemem kommen konnte, stand nie zur Debatte aka "Wir konnten durch den magischen Hüter nicht sehen was uns erwartet ... also sobald wir die Schleuse hinter uns haben, wird eh jeglicher Plan nach dem ersten Feindkontakt dahin sein." Was auch zur Folge hatte, dass ein Wachmann per Kopfschuss erledigt wurde und dann eiskalt abgeschätzt wurde, wie lange noch Zeit wäre, bis sein Verschwinden auffällt.

So klingt das schon deutlich eher nach dem, was ich bei SR im Kopf habe.
Aber wo ist denn dann genau das beschriebene Problem mit den Samurai und anderen Kämpfertypen?

Allerdings birgt das jedes Mal die Gefahr, dass man auffliegt und damit die gefälschte Identität und der Wohnsitz, etc.

Da machen es sich manche auch sehr bequem auf ihren falschen Identitäten - dass die zeitlich begrenzt sein müssen, geht da oftmals etwas unter*.
Der Gipfel sind dann Runner mit richtigen bürgerlichen Identitäten, die mal so nebenher ein bisschen in den Schatten rumflitzen.
Mit dem ganzen Ansatz habe ich immer ein bisschen meine Mühe, aber das mag auch persönlicher Geschmack sein.


*ich erinnere mich an ein Abenteuer, das wir mal gespielt hatten, bei dem der Autor mit größter Selbstverständlichkeit davon ausgegangen ist, dass die Runner eben nicht untertauchen (können) und keinen Plan B haben - weil dieser Umstand 95% von Druck und Motivation aus dem Plot nimmt.
Fand ich zugleich belustigend und erschreckend, wie sehr sich das "bürgerliche Runnertum" anscheinend schon festgesetzt hat.



Aber zurück zum Thema Fertigkeitsstufen und der Frage nach der Professionalität:

Das Problem stellt sich in der Form hauptsächlich bei den Matrixgeschichten, weil - so meine Vermutung - die Regeln da nicht sonderlich gut durchdacht worden sind.
In anderen Bereichen klappt das ja durchaus ganz gut.

Wie gesagt: Wenn man maximale Poolgrößen und Limits absehen kann (was ja bei nach oben limitierten Gerätestufen zwingend der Fall ist), dann kann man recht genau sagen, was ein Profi ist und was nicht - oder wie grundsätzlich die Chancen sind, eine bestimmte Sicherung überwinden zu können.
Sollte das zu Schlußfolgerungen hinsichtlich Sicherheitstechnik und deren (Un-)Verwundbarkeit führen, die einem nicht passen, muss man da auch auf dieser Ebene dran drehen.
Das kann z.B. bedeuten, bessere Ausrüstung von Anfang an verfügbar zu machen oder Maximalstufen zu ändern.


Für meine Runden sehe ich mittelfristig kommen, dass das Thema Hacking auf Basis einiger weniger Fertigkeiten abgehandelt wird und der Decker als Archetyp/"Klasse" hinten runter fällt.
Der ganze Matrix-Regelwust liefert mir nicht genug Gegenwert für das Subsystem, das ich mir damit aufhalse (und bevor wieder der Hinweis auf die klassische SR-Ebenenteilung mit Physische Welt-Matrix-Astralraum kommt: der Astralraum steht bei mir auch seit Längerem auf dem Prüfstand).

Das werde ich sowohl bei einer eventuellen Konvertierung als auch bei fortgesetztem Spielen von SR5 komplett neu aufsetzen.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Slayn am 13.04.2014 | 16:03
Aber wo ist denn dann genau das beschriebene Problem mit den Samurai und anderen Kämpfertypen?

Das kann man, finde ich, ganz gut herauslesen. Ich versuche mir gerade vorzustellen wie viel In-Game Zeit bei einem Run verbraucht wird, bei dem es immer wieder und wieder darum geht eine spezifische Sicherheitsanlage zu überwinden. Wenn der jeweilige Spezialist dann gerade am Werk ist und das Team ihm den Rücken freihält, dann gibt es zum einem ein ziemliches Spotlight-Ungleichgewicht, zum anderen hätte man den Sami wirklich noch gegen einen anderen Spezialisten austauschen können, denn der macht ja eigentlich nichts, wenn alles so läuft wie geplant.

Da machen es sich manche auch sehr bequem auf ihren falschen Identitäten - dass die zeitlich begrenzt sein müssen, geht da oftmals etwas unter*.
Der Gipfel sind dann Runner mit richtigen bürgerlichen Identitäten, die mal so nebenher ein bisschen in den Schatten rumflitzen.
Mit dem ganzen Ansatz habe ich immer ein bisschen meine Mühe, aber das mag auch persönlicher Geschmack sein.

Oh ja, das hatte ich schon oft. Waren aber dann auch immer die Spieler die ein Problem damit hatten sich Berufsverbrecher oder das Leben in den Schatten vorstellen zu können. So als wirre Anekdote: Den Vogel hat jemand in SR4 abgeschossen: Junger hermitischer Magier, noch auf dem MIT&T an seiner Doktorarbeit sitzend, lebt bei seinen Eltern, hat eine Teilzeit-Stelle als Forschunsassistent und musste sich noch um seine kleine, im Rollstuhl sitzende Schwester kümmern.
Das wäre ein netter NSC, aber als aktiver Runner Charakter? No Way!


Sollte das zu Schlußfolgerungen hinsichtlich Sicherheitstechnik und deren (Un-)Verwundbarkeit führen, die einem nicht passen, muss man da auch auf dieser Ebene dran drehen.
Das kann z.B. bedeuten, bessere Ausrüstung von Anfang an verfügbar zu machen oder Maximalstufen zu ändern.

Alternativ: Mehr Legwork. Konkreter: Wenn man schon eine Einrichtung infiltrieren will, dann können auch schon kurz und knapp gehaltene Vorbereitungsruns die genaue Einkaufsliste ergeben was man denn benötigen würde um das eigentliche Ziel anzugehen,
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 13.04.2014 | 16:19
zum anderen hätte man den Sami wirklich noch gegen einen anderen Spezialisten austauschen können, denn der macht ja eigentlich nichts, wenn alles so läuft wie geplant.

Der Sam kann ja durchaus in Zweitfunktion was "kleines" lernen, also Magschlösser knacken o.Ä.; es muss ja nicht immer das komplette Deckerpaket sein.

Außerdem läuft es eh nie wie geplant.

Problematisch wird das doch erst, wenn man nur noch Hämmer dabei hat - dann müssen eben auch jede Menge Nägel her  ;)

Alternativ: Mehr Legwork. Konkreter: Wenn man schon eine Einrichtung infiltrieren will, dann können auch schon kurz und knapp gehaltene Vorbereitungsruns die genaue Einkaufsliste ergeben was man denn benötigen würde um das eigentliche Ziel anzugehen,

Das ändert nur dann etwas, wenn man sich dafür von der eigentlichen Probe verabschiedet und sagt: Ist hiermit ausreichend vorbereitet und daher abschließend behandelt.

Mir geht es darum, dass man für bestimmte Einzelaktionen auf der jeweiligen Maximalstufe ganz gut abschätzen/berechnen kann, wie oft z.B. die beste falsche Identität vom besten Scanner/Prüfungsverfahren entdeckt wird.
Wenn dabei Sachen rauskommen, die einem nicht ins geplante Spielgefühl passen, muss man an den Zahlen drehen - und sie ignorieren und es frei Schnauze machen zähle ich da mit drunter  :)
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Slayn am 31.07.2014 | 23:22
(https://pbs.twimg.com/media/Bt4DvVvCUAM3f_J.jpg)
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Medizinmann am 1.08.2014 | 08:37
die hätte ich gerne :D

Hough!
Medizinmann
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: AzTech2064 am 25.08.2014 | 22:27
!! die muss ich unbedingt haben  ~;D
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: ElfenLied am 26.08.2014 | 10:55
Es gibt ja mit Steven Ratkovich die wichtige personelle Überschneidung: Missions Coordinator und bei Shadowrun 5 federführender Desginer, von daher ist imo schon eine klare Orientierung an Missions zu erkennen. Dass es auch mal eine flexible Missions Seasons gab, ist da eher zweitrangig.
Viel problematischer ist die Fokussierung auf old schooliges Spielgefühl, siehe das Anheben der Cyberware- und Cyberdeck-Preise - und die Tatsache, dass der Kerl keine Ahnung von Game Design hat.  :q

Sein Name ist eben Programm. Bull...

Die Erklärungen für die teilweise massiven Rückschritte sind schon ziemlich hanebüchen. Aber jedem das seine, ich bleibe erstmal bei 4A.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Tsu am 18.10.2014 | 15:11
[Abenteuerwerkstatt #3] Soykaf 2 Go (Shadowrun)


Hallo zusammen,

in der neuesten Folge meiner Abenteuerwerkstatt bastel Ich ein kleines Shadowrun Abenteuer. Vielleicht ist es ja für den ein oder anderen von Euch nützlich :)

[LINK] Hier gehts zum youtube Video! (http://youtu.be/GwWhG6NABEc)


lg

Tsu
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Boba Fett (away) am 23.10.2014 | 10:36
Ich muss mal meckern.
Habe die letzten Tage das 2050 und das Kreuzfeuer von SR5 bekommen.
Qualität der Bücher ist echt schön, Hardcover zum erschlagen, Lesebändchen, etc. etc.

Aber:
Die Dinger stinken zum Himmel! Ich würd echt gern wissen, ob die Emissionen harmlos sind...

Ich hab das 2050 dann Abends gelesen und konnte es nicht auf dem Nachttisch liegen lassen, ohne Kopfschmerzen von den Ausdünstungen zu bekommen.
Klar ändert sich das mit der Zeit, wenn die ausgemieft haben, aber schön ist das echt nicht. Und gesund garantiert auch nicht.
Vor allem sind das Produkte, die dazu bestimmt sind, dass man sie sich (zum Lesen) unter die Nase hält.
Wenn man den Fakt dazunimmt, ein ganzes Bücherregal von SR (und anderen) Werken eine Tür entfernt vom Zimmer meiner kleinen Tochter stehen zu haben,
dann muss ich mir von meiner Frau den ernstgemeinten Vorschlag gefallen lassen, dass ich die entweder rausschmeissen soll, oder eines davon mal in ein Labor geben sollte.
Und kann da noch nicht mal was erwidern...

Da hütet man sich, Spielzeug und andere Kunststoffprodukte "Made in China" zu erwerben und dann flattern einem Schadstoffemissionen durch Rollenspielbücher ins Haus.
Mit der Bitte um zuküntige Optimierung...!
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Würfelheld am 23.10.2014 | 23:39
das stimmt, die Bücher stinken wie Sau - erinnert an Anfang der 90ziger!
Geht aber schlimmer - habe auf der SPIEL einen Bastelbogen von Wolsung gekauft. Das Ding kann man trotz Folie nur wegwerfen, da würde man aber die Ratten tlten.

Und Du hast Recht, sowas ist eine Frechheit und dürfte heutzutage nicht vorkommen.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: smerk am 24.10.2014 | 18:02
Also bei mir hält sich der Mief von 2050 in Grenzen und muffelt nicht mehr als eine in Folie verpackte Hochglanzzeitschrift und der Gestank verfliegt auch schnell. Da habe ich entweder Glück gehabt oder bin ein Wenig geruchsblind.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Tharsinion am 11.11.2014 | 16:03
Grüße an alle,

Ich suche ein Shadowrun-(kauf)abenteuer, dass Bodenpläne einer Forschungseinrichtung oder eines Komzerngebäudes generell enthält. Ist da was bekannt?

Edit: Detaillierte Karten reichen auch.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Boba Fett (away) am 11.11.2014 | 16:11
Grüße an alle,
Ich suche ein Shadowrun-(kauf)abenteuer, dass Bodenpläne einer Forschungseinrichtung oder eines Komzerngebäudes generell enthält. Ist da was bekannt?
Edit: Detaillierte Karten reichen auch.
DOA/DNA, aber das ist Uuuuuuuralt...
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Necoras am 31.07.2015 | 14:28
Hoi Chummers, kanntet Ihr schon das hier (https://s3.amazonaws.com/www.harebrained-schemes.com/wp-content/uploads/2012/04/shadowrun_primer.pdf)? Das ist eine Shadowrun-Fibel zur Einführung in die Sechste Welt von der Website der Hersteller der Shadowrun Returns-Reihe. Fand ich sehr schick, zumal weil kostenlos!
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Antariuk am 13.08.2015 | 16:55
Ich habe mir heute das Grundregelwerk für die 5E als Taschenbuch-Softcover für schwachsinnige 10,- Euro gekauft (netter Hinweis aus meiner Brettspielrunde). Stinkt zwar etwas nach Chemie, aber das Format ist echt handlich und lässt sich super blättern. Absoluter Kampfpreis, war für mich das Geld auf jeden Fall wert weil ich grade das Setting von Shadowrun (mit anderem System) bespiele und somit ein paar grundlegende Infos parat habe.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Der Oger am 21.09.2015 | 21:59
Sehe ich das richtig, dass man mit Schattenläufer auch relativ einfach ein Post-Apo-Spiel wie Gamma-World / Fallout / The Morrow Project basteln könnte? Hmmmh ...
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Medizinmann am 21.09.2015 | 22:03
Sehe ich das richtig, dass man mit Schattenläufer auch relativ einfach ein Post-Apo-Spiel wie Gamma-World / Fallout / The Morrow Project basteln könnte? Hmmmh ...
klar , Shadowrun eignet sich recht gut für sowas (aber auch GURPS)

HougH!
Medizinmann
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Uwe-Wan am 22.09.2015 | 23:03
Hat jemand schon mal einen Magier mit Possession gespielt?
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 22.09.2015 | 23:06
Fragst du das aus aktuellem Anlass, um eure Streetlevel-Runde zu sprengen?  ;D
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Uwe-Wan am 22.09.2015 | 23:16
Ach, die Idioten. Jetzt sind es doch 400 BP.  ;D

Hatte so oder so vor, mal einen Houngan zu spielen, aber check' das mit den Possession-Regeln nicht. Wie läuft das ab? Kann ich auch einen NSC mittels Possession einen Spirit einffahren lassen und ihn somit kontrollieren?
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 22.09.2015 | 23:26
Regeltechnisch muss ich dich da an Medizinmann oder auf Dumpshock verweisen.

Gerade auf Dumpshock wirst du auch schnell feststellen, dass das Großthema Possession nicht so recht durchdacht und ein gigantisches Einfallstor für Powergamer und Munchkins ist.

Wenn das deine Gruppe nicht weiß und du dich da etwas zurückhältst, ist das ja ok.

Aber ich kenne Gruppen mit kategorischem Verbot von Possession-Charakteren, deswegen wollte ich das schon mal erwähnt haben  ;)
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Uwe-Wan am 23.09.2015 | 07:37
Gesehen habe ich die ganzen Threads schon, aber mich nie wirklich drum gekümmert. ;) Bin gespannt, wie das ganze im Spiel läuft und hatte auf praktische Erfahrungen und Tips gehofft.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Medizinmann am 23.09.2015 | 09:01
Hat jemand schon mal einen Magier mit Possession gespielt?
Ja, Ich ( wer hätte das gedacht ;) )
Was genau willst Du wissen ?
Besessenheit ist ein zweischneidiges Schwert.
Es ist Klasse wenn die Geister einen Feind besetzen und damit die Chancen erheblich zu deinen Gunsten verschieben, aber es ist echt mies, das die Geister nicht Materialisieren können. Da fehlen dann viele (echt viele) Möglichkeiten, die der "normale Magier" mit den Geistern hat

 
Zitat
Kann ich auch einen NSC mittels Possession einen Spirit einffahren lassen und ihn somit kontrollieren?

ja natürlich, das ist doch ein altbekannter Trick.
Mach aus einem deiner Feinde einen Verbündeten .Willensschwache ,aber Kampfstarke Orks & Trolle sind Perfekt, ein besetzter Nahkampftroll in dem ein STT6+ Geist steckt ist fast Unaufhaltbar(vor allem wenn er sich dann überraschend gegen seine bis dahin Freunde wendet).
Das ist vielleicht/warscheinlich auch einer der Gründe, warum er (Bessenheitsmagier) in manchen Runden
kategorisch abgelehnt wird
Aber, wie schon geschrieben, das Fehlen der Matrerialisation ist echt einschneidend.
 
Das vergessen manche Machthungrige Spieler von Besessenheitsmagiern ;)

Zitat
Regeltechnisch muss ich dich da an Medizinmann oder auf Dumpshock verweisen.
oder auf das Pegasusforum ;)

der wie Besessen tanzt
Medizinmann
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Medizinmann am 23.09.2015 | 09:13
Zitat
Ach, die Idioten. Jetzt sind es doch 400 BP.

Ich hab den Anfang nicht mitbekommen, aber Standardchars sind IMMER besser geeignet !
Gerade auch für Strassenkampagnen
Viele SLs wollen die Chars einschränken /beschneiden und fördern damit nur Optimierung und verstärktes Min/Maxing.
ein bischen Min/maxing ist ja OK, aber wenn man dazuu gezwungen wird, weil der Char sonst nichts mehr auf die Reihe bekommt, das hat doofe Ohren
Und selbst wenn sich alle beschneiden /schrumpfen lassen, dann muss der SL auch die Gegner beschneiden ,damit es nicht zu einem TPK kommt (hab Ich selber ein par mal bemerkt und lese es auch immer wieder in den Foren oder höre es auf Cons).
Also mein Tip:
 Auch für Strassenkampagnen ruhig normales Powerlevel nehmen, aber dann sollten auch die Spieler von sich aus auf den Strassenlevel achten.Dann kann was daraus werden.Wenn der SL von Oben herab die Chars beschneiden will führt das (nach meiner Erfahrung) eher dazu das die Spieler stärker Min/Maxen

HokaHey
Medizinmann
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Uwe-Wan am 23.09.2015 | 12:28
Auf Street Level im Sinne von 300 BP-SC hatte ich in den ganzen 20 Jahren Shadowrun noch nie Lust. Da hat es mich ein wenig genervt, dass meine langjährigen Mitspieler andere Ideen hatten. ;)

Es ist Klasse wenn die Geister einen Feind besetzen und damit die Chancen erheblich zu deinen Gunsten verschieben, aber es ist echt mies, das die Geister nicht Materialisieren können. Da fehlen dann viele (echt viele) Möglichkeiten, die der "normale Magier" mit den Geistern hat

Mist, das mit der fehlenden Materialisierung ist mir entgangen und ein echter Drawback. Hm.

Wie sinnig ist es, als Magier selbst besessen zu werden? Er bräuchte dann ja auch gute Fähigkeiten im Astralkampf, da er dann ja dual-natured ist, oder?
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: McCoy am 23.09.2015 | 12:30
Was auf jeden Fall praktisch ist, das man die Immunität gegen normale Waffen Fähigkeit des Geistes dann bekommt. Bei höherstufigen Geistern ist das nicht zu verachten.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Uwe-Wan am 23.09.2015 | 13:27
Niedrigstufige Geister beschwören?

(http://memecrunch.com/meme/1965A/boring/image.jpg)

 ~;D
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: McCoy am 23.09.2015 | 13:32
Man muss ja nicht mit Kanonen auf Spatzen schießen  >;D
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Medizinmann am 23.09.2015 | 15:42
Zitat
Wie sinnig ist es, als Magier selbst besessen zu werden? Er bräuchte dann ja auch gute Fähigkeiten im Astralkampf, da er dann ja dual-natured ist, oder?
solange du als Magier nicht die Metafähigkeit Kanalisierung hast.
Denn ohne übernimmt der Geist (und damit der SL) den Körper deinens Chars und Du/dein Char kann nix machen ausser zugucken ;)
Ansonsten ist es in SR4A sehr viel besser, denn damals hatten die Besessenheitsgeister UND deren Körper dann Unverwundbarkeit zu normalen Waffen :
Ich bin Mir nicht sicher ob das in SR5 noch gilt (Shedims haben es auf jeden Fall nicht mehr und Ich Meine Ich hab das auch in einem US Forum gelesen, das es fehlt...war in einem Thread über GW und wie die abgeschnitten wurde und keine Rege mehr haben....in dem Zusammenhang wiurde es erwähnt) Du mußt nochmal nachgucken ob Besessenheitsgeister Immer noch Unverwundbarkeit geben. Ich selber hab nioch keinen in SR5 gespielt, deshalb hab Ich noch keine eigene Erfahrung damit gemacht.(Ich lerne solche regeln und kniffe meist, wenn Ich selber sowas spiele,hab aber bisher erst fastein Dutzend SR5 Chars ,aber keiner ist Besessenheitsmagier ;) ..... vielleicht irgendwann nochmal meinen Pixi infiltrator ? dann als Bessenheitsmagier....)

Dual bist Du dann (und damit von beiden Ebenen aus Angreifbar)

mit Dualem Tanz
Medizinmann
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Uwe-Wan am 23.09.2015 | 18:05
Wer spielt denn den grottenschechten Murks SR5?  :q

Sind Loa eigentlich auch als Totems/ Mentor Spirits möglich?
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Medizinmann am 23.09.2015 | 18:45
Wer spielt denn den grottenschechten Murks SR5?  :q

Sind Loa eigentlich auch als Totems/ Mentor Spirits möglich?

zum Einen
 Ich ( obwohl die 4A Regeln besser sind) ! Es kommt nämlich auch darauf an, ob man mit seinem
Char Spass hat ;) und schlechte Regeln werden geHausregelt !

 zum anderen
Ja, bestimmte Schutzpatrone/Schutzgeister(oldschool = Totems) können auch die Loas sein. Im 4a
Strassenmagie und im 5er Strassengrimoire stehen bei den Schutzgeistern die varianten mit dabei. muss man mal nach/durchlesen :)

der beide Tänze tanzt
Medizinmann
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: AzTech2064 am 23.09.2015 | 23:30
ich will immer noch meine christliche theurgen preisterinn mit anrufung und channeling spielen die nen feuer ele in großer gestalt in sich selbst channelt auftauchen lassen XD da bekommt die aussage "Der Zorn Gottes" ne ganz andere dimension ;P
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Uwe-Wan am 24.09.2015 | 22:55
Wie bringe ich Possession und die Nutzung der Movement Power zusammen?
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Uwe-Wan am 24.09.2015 | 22:55
Ja, bestimmte Schutzpatrone/Schutzgeister(oldschool = Totems) können auch die Loas sein. Im 4a
Strassenmagie und im 5er Strassengrimoire stehen bei den Schutzgeistern die varianten mit dabei. muss man mal nach/durchlesen :)

Gefunden, danke Dir!  :d
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Medizinmann am 25.09.2015 | 08:49
Wie bringe ich Possession und die Nutzung der Movement Power zusammen?

gut !
.
.
.
.
.
in einem besetzten Körper kann/darf der Geist seine Kräfte anwenden ( damit auch Bewegung/Movement)

mit kurzem Tanz
Medizinmann

Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Uwe-Wan am 25.09.2015 | 15:02
Also schiebt der besessene Magier das Schiff an? Ganz Obelix-like?  :d
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Supersöldner am 25.09.2015 | 15:11
Geister die Schiffe schneller machen sind sehr beliebt Bei Piraten Grade in Asien und Afrika.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Uwe-Wan am 25.09.2015 | 15:13
(http://woofraise.com/blog1/wp-content/uploads/2012/08/no-way-tell-me-more.jpg)

 >;D
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Medizinmann am 25.09.2015 | 16:36
Also schiebt der besessene Magier das Schiff an? Ganz Obelix-like?  :d
Lies die Regeln.
 Der Geist hat auch Grenzen (IIRC seine Kraftstufe oder seine STR....Ich wälze deswegen jetzt keine alten Regelwerke.
Ich schreibe sowieso meist aus dem Gedächtnis heraus ;) )
....Wenn Der Geist hingegen IM Schiff ist (was extrem schwierig wird wegen dem Objektwiderstand und/oder dem Rumpfwert es zu besetzen) dann dürfte es gehen.
Aber da ist erst mal die viel größere Schwierigkeit das Schiff als ganzes zu besetzen.
Segelboote aus Holz oder kleine Hartgummischlauchboote dürften einfacher zu bestetzen sein und die gehen dann ab wie Schmitz' Katze

der mit Katzen tanzt
Medizinmann
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Uwe-Wan am 25.09.2015 | 23:47
Wieso stehen im englischen Street Magic SR4 keine Skillwerte hinter den Skills in den Beschreibungen der Spirits, z.B. beim Guardian Spirit auf Seite 100. Was würfelt der denn z.B. beim Astral Combat?
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: AzTech2064 am 26.09.2015 | 01:54
kraftstufe = skillstufe
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Uwe-Wan am 26.09.2015 | 09:55
Klingt schlüsig und hatte ich auch so erinnert. Erschien mir nur etwas heftig.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Medizinmann am 26.09.2015 | 11:00
Ach, Pffft, Heftig....*Abwink*
Früher in SR4A, als die Skills nur bis 6(7) gingen, da war es heftig !
Aber jetzt gehen die Skills ja bis 12(13). Da ist das sogar eher noch generft !

mit Tanz am Samstag Morgen
Medizinmann
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Uwe-Wan am 26.09.2015 | 11:26
Skills bis 9 fand ich sinnig. 12 ist - wie so vieles in der 5E - undurchdachter Quatsch.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Medizinmann am 26.09.2015 | 11:33
Skills bis 9 fand ich sinnig. 12 ist - wie so vieles in der 5E - undurchdachter Quatsch.

Völlig mein Reden/Schreiben ;) :D
in meiner SR2055er Runde mit Mix aus SR4A und SR5 (die in 2 Stunden losgeht) mache Ich genau das Skills gehen bis 9 (10 mit Talentiert)

der mit Grinder tanzt
Medizinmann
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: AzTech2064 am 27.09.2015 | 19:34
naja wenn ich mich da an uralte 3er chars erinner die wir damals jeden zweiten tag gezockt haben... mit 18er skill werten... XD (die wurden btw von 2 nach 3 konvertiert, gute alte schulzeit, bzw lehrzeit^^
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Uwe-Wan am 13.10.2015 | 21:43
Mir war so, als gäbe es einen Vorteil, der einem Magier das Aufrechterhalten eines Zaubers ohne Abzüge auf seinen Würfelpool ermöglicht - ich finde den nur gerade nicht. Helft mir!
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Uwe-Wan am 13.10.2015 | 22:08
Wie häufig kann sich das Opfer eines Possession Spirit gegen die Übernahme wehren?
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Medizinmann am 14.10.2015 | 11:46
Wie häufig kann sich das Opfer eines Possession Spirit gegen die Übernahme wehren?
genau einmal, ganz am Anfang, wenn der Geist versucht ihn zu übernehmen.
Danach ist er auf Gedeih & Verderb dem Geist ausgeliefert und kann nur noch zugucken, was mit seinem Körper passiert !

mit genau einem Tanz
Medizinmann
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Uwe-Wan am 14.10.2015 | 13:17
Ganz schön hart.

Mir war so, als gäbe es einen Vorteil, der einem Magier das Aufrechterhalten eines Zaubers ohne Abzüge auf seinen Würfelpool ermöglicht - ich finde den nur gerade nicht. Helft mir!

...
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: McCoy am 14.10.2015 | 13:31
War das nicht verbesserte Konzentrationsfähigkeit? (oder so ähnlich). Gab es in mehreren Stufen zu kaufen und pro Stufe konnte man Zauber der entsprechenden Kraftstufe nebenbei aufrechterhalten ohne Abzüge.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Uwe-Wan am 14.10.2015 | 13:42
Dachte ich auch, aber Focused Concentration/ Verbesserte Konzentrationsfähigkeit gibt pro Stufe +1 Würfel für Entzugswiderstand. Die Quality muss anders heißen.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Darius der Duellant am 14.10.2015 | 14:39
Nah drann :)

Du suchst die ERHÖHTE Konzentrationsfähigkeit.
Damit kannst du nen Zauber mit Kraftstufe gleich dem level in EK ohne Mali aufrechterhalten.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Uwe-Wan am 14.10.2015 | 15:35
 :d

Wo finde ich den im englischen Regelwerk?
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Medizinmann am 14.10.2015 | 17:06
:d

Wo finde ich den im englischen Regelwerk?

auf Seite 74
------------------------
Focused Concentration
Cost: 4 Karma per
rating (max 6)
A technomancer or magic user with the Focused Concentration
quality has the discipline to manipulate
mana or Resonance more precisely than otherwise
possible. This precision reduces stress to the magic
user’s or technomancer’s body. She is able to sustain
one spell/complex form with a force/level equal to her
Focused Concentration rating without suffering any
penalties. For example, a magic user with Focused Concentration
rating 3 may sustain a Force 3 Armor spell
without taking the negative dice pool modifier for sustaining
a spell. Sustaining any additional spells or complex
forms incurs the standard –2 dice pool modifier
per spell or complex form sustained. This quality may
only be taken by magic user characters that are able to
cast spells and technomancers.
-------------------
Aber Ich würde nie nach der Englischen Quelle fragen , die ist oft Fehlerhaft. Nimm lieber das deutsche GRW , das ist besser ! Schon seit der 4ten Edition sind die deutschen Bücher oft Erratiert und korrigiert, wärend die Amies es nicht hinkriegen , die Errattas , die sie selber freigegeben haben, auch in Ihre Bücher einzupflegen

der lieber deutsch tanzt
Medizinmann
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Uwe-Wan am 14.10.2015 | 17:19
Ich nix deutsche Bücher.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Uwe-Wan am 14.10.2015 | 17:20
SR4A (SR5 interessiert nicht):

Zitat
Focused Concentration
Cost: 10 BP per rating (max rating 2)
A magician character with Focused Concentration has a naturally
strong ability to concentrate. This allows him to channel mana more
efficiently, making him less susceptible to Drain. A character with this
quality gains a +1 dice pool modifier per rating point for all Drain
Tests. Only characters with the Magician or Mystic Adept qualities
may take Focused Concentration.

:(
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Medizinmann am 14.10.2015 | 19:10
Ich nix deutsche Bücher.
Aber Du besser deutsche Bücher !

Zitat
SR4A (SR5 interessiert nicht):

Aber die fokusierte Konzentration IST aus der 5ten Ed.

Hough!
Medizinmann


Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Uwe-Wan am 14.10.2015 | 19:46
Meine Mitspieler und ich haben ausschließlich englische Bücher - da wäre es ungeschickt, jetzt deutsche Bücher und vor allem Begriffe mit reinzubringen.

Fokussierte Konzentration gab es vorher nicht? Sicher?  :T:: dazu brauche ich eine weitere Quelle.  :D
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Medizinmann am 14.10.2015 | 20:52
die fokussierte Konzentration  mit der  du Zauber in Höhe ihrer Stufe aufrecht halten kannst gibts nur in SR5.
Die aus der 4A Edition (4A GRW Seite 115  ) gibt dir nur 1 oder 2 W mehr für den Entzug !

der zu den 100 zurücktanzt
Medizinmann
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Uwe-Wan am 14.10.2015 | 20:54
Dann hat SR5 doch was richtig gemacht? Oh Mist, eyh.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 14.10.2015 | 21:17
In SR3 gab es das auch schon - da waren die Auswirkungen auch größer, weil eine Reduktion des Malus auf -1 besser ist als die Reduzierung des Würfelpools zu vermeiden.



Andere Optionen zum Aufrechterhalten von Zaubern wären ggf. Zauberspeicher, gebundene Geister und Intensivierung.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Der Oger am 14.10.2015 | 22:22
Andere Optionen zum Aufrechterhalten von Zaubern wären ggf. Zauberspeicher, gebundene Geister und Intensivierung.

Oder ein Adept mit der Kraft Lebender Fokus. Jedenfalls, in SR 5.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Medizinmann am 14.10.2015 | 23:39
Oder ein Adept mit der Kraft Lebender Fokus. Jedenfalls, in SR 5.
gabs auch schon in 4A

Hough !
Medizinmann
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: AzTech2064 am 15.10.2015 | 05:18
also ich kann beim thema intensivierung nur abraten außer man ist echt gut im maskieren, ansonsten leuchtet man ständig wie nen weinachtsbaum XD zauberspeicher kann man ablegen wenn man sie nich brauch, aber nen intensivierter spruch is immer an... und wenn man aus not halt gerade mit ner identität rumläuft die nich die entsprechenden lizensen für nen st.6 verbesserte reflexe hat....
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Uwe-Wan am 15.10.2015 | 07:19
Andere Optionen zum Aufrechterhalten von Zaubern wären ggf. Zauberspeicher, gebundene Geister und Intensivierung.

Sind bekannt, aber ich wollte mal was anderes ausprobieren.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Medizinmann am 15.10.2015 | 08:02
also ich kann beim thema intensivierung nur abraten außer man ist echt gut im maskieren, ansonsten leuchtet man ständig wie nen weinachtsbaum XD zauberspeicher kann man ablegen wenn man sie nich brauch, aber nen intensivierter spruch is immer an... und wenn man aus not halt gerade mit ner identität rumläuft die nich die entsprechenden lizensen für nen st.6 verbesserte reflexe hat....

mal Ehrlich Leute , (:) )
dieses "Leuchtet im Astralraum wie ein Tannenbaum" ist doch nichts anderes als ein erhobener Zeigefinger.
 nach Hintergrund ist gerade mal 1 % der Menscheit erwacht (auch in der 5ten Edition sind es nicht mehr geworden)
Unter die 1/2 davon sind Magier und 90 % von denen sind Aspektmagier (neuester SR5 Fluff !! ) die keine Askennen haben.
und seitdem man für's Watcher beschwören ein Ritual braucht  , das in SR5 nur noch wenige Magier beherrschen, sind auch die seit 2075 extrem selten geworden !

Also kann gar nicht alle Nase lang jemand im Asstralraum rumrennen um den "Tannenbaum" zu entdecken
Erinnert mal euren SL daran, wenn er demnächst wieder den Astralraum mit Geistern, Magiern usw vollstopft.
Klar gegen SR Willkühr ist niemand gefeit, aber im Nirmalfall (also so wie ofiziell vorgegeben ist der Astralraum eher verlassen und Leer .....

mit Tanz im fast leeren Astralraum
Medizinmann
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Medizinmann am 15.10.2015 | 08:06
Und wenn es bei meinen Char mal soweit sein sollte holt er sich eine SIN mit Allergie attest und Lizenz das der intensivierte Zauber ein "Allergie Lindern" ist
und was soll der Wachmagier dann machen ?
er kann ja nach der Liste nur erkennen was für eine Kategorie der Zauber ist und nicht welcher Zauber genau ! ( ist eine gute Lösung bis man gebnug Karma für die Metatechniken hat)

mit lizensiertem Tanz
Medizinmann
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 15.10.2015 | 14:43
Also kann gar nicht alle Nase lang jemand im Asstralraum rumrennen um den "Tannenbaum" zu entdecken

Sondern nur dann, wenn es wichtig ist ;)

Man wird ja auch analog nicht ständig durchsucht und kann in der Regel mit seinem Kram herumlaufen - aber bisweilen eben nicht.

Das unterscheidet ja gerade Sicherheitsbereiche vom Rest der Welt, und dort ist natürlich auch die magische Seite abgedeckt, wenn das was taugen soll.

Und wenn es bei meinen Char mal soweit sein sollte holt er sich eine SIN mit Allergie attest und Lizenz das der intensivierte Zauber ein "Allergie Lindern" ist
und was soll der Wachmagier dann machen ?
er kann ja nach der Liste nur erkennen was für eine Kategorie der Zauber ist und nicht welcher Zauber genau ! ( ist eine gute Lösung bis man gebnug Karma für die Metatechniken hat)

Den genauen Zauber würde ich auf 5 oder 6 Erfolge in die Liste einsetzen oder direkt die Erfolgshöhe für die Kategorieerkennung ersetzen.
Wenn nicht grundsätzlich die Möglichkeit besteht, einen Zauber eindeutig zu erkennen, ergibt die ganze Lizensierungsweise keinen Sinn ;)


Und was das Sicherheitsteam dann macht:
I.d.R. wird dir ein Aufpasser zur Seite gestellt (ggf. "nur" in Form einer Spinne); in jedem Fall wird aber noch einmal genau geprüft, wer wieso weshalb warum - das muss dann auch wasserdicht sein.

Und aus "richtigen" Hochsicherheitsbereichen bleibst du mit so was schlicht draußen.
Davon sind Mundane mit ihrem Krempel aber ebenfalls bzw. viel früher betroffen, von daher ist das halb so wild.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Medizinmann am 15.10.2015 | 16:49
Zitat
Den genauen Zauber würde ich auf 5 oder 6 Erfolge in die Liste einsetzen oder direkt die Erfolgshöhe für die Kategorieerkennung ersetzen.
Wenn nicht grundsätzlich die Möglichkeit besteht, einen Zauber eindeutig zu erkennen, ergibt die ganze Lizensierungsweise keinen Sinn
Rein nach RAW brauchst Du 4 Erfolge um die allgemeine Kategorie (Heilzauber) festzustellen .
Einen Zauber zu identifizieren geht nach RAW GAR  NICHT !
Da beißt die Maus keinen Faden ab.
 
Und ob Lizensierungen Sinn macht,.....NaJa, das ganze SIN und Lizenzsystem macht wenig Sinn und hat viele (echt viele  !! ) Ungereimtheiten.

Wenn alles immer Sinn machen würde ,(und alle Sicherheitsmaßnahmen immer 100 %ig effektiv wären)
dann gäbe es wohl sein 25 Jahren keine Shadowruns mehr (Ingame) weil dann alle Runner erwischt und verhaftete wären ;)

mit voll Sinnvollem Tanz
Medizinmann
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Uwe-Wan am 15.10.2015 | 16:54
Mit 5+ Erfolgen beim Assensing wäre das in SR4A wohl möglich - die Tabelle auf S.191 listet ja nur Beispiele für 5+ Erfolge auf. Also immer locker bleiben.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 15.10.2015 | 17:27
Einen Zauber zu identifizieren geht nach RAW GAR  NICHT !
Da beißt die Maus keinen Faden ab.
 
Und ob Lizensierungen Sinn macht,.....NaJa, das ganze SIN und Lizenzsystem macht wenig Sinn und hat viele (echt viele  !! ) Ungereimtheiten.

Genau darum geht es mir doch:
Wenn es keine Möglichkeit gibt, einen Zauber zu identifizieren, gibt es auch keine Grundlage für eine Lizenz.
Was ich nicht nachvollziehen und kontrollieren kann, kann ich nicht reglementieren, nur komplett verbieten.


Das hat mit pauschalem "Aber dann gäbs ja gar keine Runner!" nichts zu tun, damit rennst du bei mir offene Türen ein.



Soo fürchterlich schlecht ist das Lizenzsystem an sich übrigens gar nicht, nur nicht sonderlich weit ausformuliert und die Gesamtumstände nicht zu Ende gedacht. SIN ist noch mal eine andere Baustelle - das war früher wirklich besser  ;D
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Uwe-Wan am 31.10.2015 | 18:34
Hat jemand schon Bloody Business gelesen und mag seinen Eindruck posten?

(http://cdn.shadowruntabletop.com/wp-content/uploads/2015/05/E-CAT27450_Bloody-Business_Cover.jpg?b979cc)
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 1.11.2015 | 18:20
Hat einer von euch zufällig eine Timeline an der Hand, auf der Konzerngeschichte und Verfügbarkeit von Ausrüstung von ca. 2025 bis in die 2050er Jahre gelistet sind?

Müsste wohl irgendeiner auf eigene Faust aus X Werken zusammengesucht haben, wenn es sie überhaupt gibt.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: AzTech2064 am 4.11.2015 | 01:02
boah, ich kann dich da nur an die shadowhelix verweisen, die haben da recht gründliche zusammenfassungen zu allen konzernen zu denen es infos gab und gibt.

http://www.shadowhelix.de/Konzerne (http://www.shadowhelix.de/Konzerne)

aber was da zu ausrüstung dabei ist... da bin ich überfragt^^
allerdings solltest du da zumindest bei der konzerngeschichte fündig werden^^
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 4.11.2015 | 09:54
Ja, das hilft mir schon mal weiter  :)


Ich gehe auch davon aus, dass in Sachen Ausrüstung ziemlich Fehlanzeige angesagt ist, bis auf wenige Ausnahmen irgendwo im Shadowtalk und Ähnliches.

Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: ManuFS am 4.11.2015 | 10:09
Ausser Cyberdecks fällt mir spontan nichts ein, wo bezüglich Ausrüstung wirklich Jahreszahlen genannt wurden.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 4.11.2015 | 10:21
Ja, zumindest nicht vor "Spielbeginn".

Im laufenden Betrieb ab der 1. Ed. kann man das ja halbwegs nachvollziehen, aber anscheinend war von den Autoren keiner technikgeschichtlich motiviert genug, um da so eine kleine Timeline zu basteln.

Dann mach ichs eben selbst  ;)
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Antariuk am 6.11.2015 | 14:11
Auf der Suche nach ein paar Ausrüstungsbildern für meine Cypher System Shadowrun Runde bin ich über folgendes Bild gestoßen und dachte das passt doch mal wie Arsch auf Eimer (die Beschriftung des Feuerwahlschalters):

(http://abload.de/img/reno-levi-mega-01-50rfxhj.jpg)

Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Orlock am 6.11.2015 | 15:22
Da Frage ich mich spontan, wie wohl die dritte Option (links, vom Schalter verdeckt) beschriftet ist...
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: KhornedBeef am 6.11.2015 | 15:24
Da Frage ich mich spontan, wie wohl die dritte Option (links, vom Schalter verdeckt) beschriftet ist...
Der Selbstzerstörungsknopf? "Never give a fuck"?
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Antariuk am 6.11.2015 | 15:41
Wohl eher "Fuck Yourself" ~;D
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Darius der Duellant am 6.11.2015 | 16:05
"Zero fucks given"
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: AzTech2064 am 12.11.2015 | 22:01
ich bin für Fuck; Fuck you; FUCK ALL OF YOU!  ~;D
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 12.11.2015 | 22:02
Rein technisch ist Darius der Duellant am Nächsten dran ;)
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: AzTech2064 am 12.11.2015 | 22:05
(http://cdn.meme.am/instances/500x/23905481.jpg)

musste einfach sein ;)
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Eismann am 29.01.2016 | 11:43
Geschichten aus dem Kartoffelkrieg (https://eisparadies.wordpress.com/2016/01/28/tales-from-the-crypt-systemausfall/)
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: ManuFS am 29.01.2016 | 12:10
Geschichten aus dem Kartoffelkrieg (https://eisparadies.wordpress.com/2016/01/28/tales-from-the-crypt-systemausfall/)

Ich mag dich, hab ich dir das schonmal gesagt?  ;D
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Eismann am 29.01.2016 | 15:18
Willst du mit mir gehen?

[  ] Ja
[  ] Nein
[  ] M-12 tragbarer Mörser
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Koronus am 29.01.2016 | 16:36
Dich gibt es ja noch immer. Ich dachte du wärst wie FastJack eine dieser längst vergangenen Legenden.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Eismann am 3.02.2016 | 20:05
Das läuft alles nur noch aus der Retrospektive. Aber ich habe noch jede Menge davon ... hinten im Haus.

Zum Sota63 (https://eisparadies.wordpress.com/2014/09/07/tales-from-the-crypt-sowas-von-sota/)
Zum Rhein-Ruhr-Plex I (https://eisparadies.wordpress.com/2013/03/15/tales-from-the-crypt-die-baustelle-der-geister/)
Zum Rhein-Ruhr-Plex II (https://eisparadies.wordpress.com/2011/11/10/rhein-ruhr-plex-was-vom-tage-ubrig-blieb/)
Zur Seattle Daily (https://eisparadies.wordpress.com/2013/01/08/nicht-ganz-so-novapuls/)
Zur SKlation (https://eisparadies.wordpress.com/2012/01/17/was-vom-tage-ubrig-blieb-teil-3/)
Zu Nebelherr (https://eisparadies.wordpress.com/2011/12/15/was-vom-tage-ubrig-blieb-teil-2/)
Und zu meinen Lieblingen, den Cyberpiraten (https://eisparadies.wordpress.com/2011/10/28/cyber-holzbein-voran-und-klar-zum-entern/)
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: ManuFS am 4.02.2016 | 08:18
 +O)
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Eismann am 10.02.2016 | 23:04
Noch einer von ganz unten aus der Wühlkiste.
Nordstern (https://eisparadies.wordpress.com/2016/02/10/tales-from-the-crypt-das-erste-mal/)
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: AzTech2064 am 24.02.2016 | 22:24
na das trifft doch mal meinen geschmack! das muss ich unbedingt mal leiten, wird meiner üblichen gruppe so richtig spaß bereiten  :d
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Uwe-Wan am 1.06.2016 | 21:43
Habt ihr euch schon mal gefragt, wie groß Troll-Schuhe sind?  ~;D
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Medizinmann am 2.06.2016 | 08:34
Habt ihr euch schon mal gefragt, wie groß Troll-Schuhe sind?  ~;D
Ja
 vor allem was für ein Volumen Absätze haben, gerade bei Troll Plateauschuhen
denn dann weiß man, was man darin schmuggeln kann ;)

und seit ein paar Monaten gibt es die Diskussion um Fancy Derek einen Troll/Riesen Face mit maximiertem CHA von 9. (der ist jetzt dank der US Autoren Canon )
dessen Schuhe sollten NOCH grösser sein.
ein Vorschlag war 2 der neuen Goldfischdrohnen in seinen Absätzen rumschwimmen zu lassen....

mit etwas mehr Tanz
Medizinmann
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: KhornedBeef am 2.06.2016 | 08:43
[...]
ein Vorschlag war 2 der neuen Goldfischdrohnen in seinen Absätzen rumschwimmen zu lassen....

mit etwas mehr Tanz
Medizinmann
I approve
(http://www.tanelorn.net/index.php?action=dlattach;topic=70652.0;attach=22258)
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Supersöldner am 17.06.2016 | 17:52
müssen Drachen atmen ?
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Medizinmann am 17.06.2016 | 17:53
müssen Drachen atmen ?
Drachen leben, Drachen atmen

HougH!
Medizinmann
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Supersöldner am 17.06.2016 | 17:55
also könnten sie ersticken.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Medizinmann am 17.06.2016 | 18:06
also könnten sie ersticken.
Kannst Ihn ja mal würgen, Rudi ;)

Hough!
Medizinmann
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Supersöldner am 17.06.2016 | 18:09
das wehre dann doch etwas zu ...direkt.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Supersöldner am 20.06.2016 | 18:51
könnte Mann einen Tödlichen  Virus erschaffe der nur einen Meta Typ angreift und andre nur als Überträger nutzt. ? und wie viel zeit und Geld würde das wohl ungefähr kosten ? 
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Supersöldner am 21.06.2016 | 10:23
wie viele Leute leben eigentlich auf der SR Erde?
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Medizinmann am 21.06.2016 | 11:03
Dank Vitas I & II ,aber auch dank der Orks ca 5.5- 6.5 Milliarden

HougH!
Medizinmann
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: ManuFS am 21.06.2016 | 15:01
könnte Mann einen Tödlichen  Virus erschaffe der nur einen Meta Typ angreift und andre nur als Überträger nutzt. ?

Wenn der Plot es braucht: ja.

und wie viel zeit und Geld würde das wohl ungefähr kosten ?

Soviel wie der Plot es braucht.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Grandala am 27.06.2016 | 10:58
Wie macht ihr eigentlich die Karmavergabe?

Berechnet ihr die pro Spielritzung oder pro Run?
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Medizinmann am 27.06.2016 | 11:03
Wie macht ihr eigentlich die Karmavergabe?

Berechnet ihr die pro Spielritzung oder pro Run?
Ich richte mich an die Tabelle, vergebe aber gerne etwas mehr Karma für individuelle Spielleistung.
Zusätzlich darf jeder Spieler einem anderen einen Karmapunkt für gute Leistung oder so vergeben.
Runs dauern bei uns meist 1 allerhöchstens 2
Ich Leite gerade Queen Euphoria in meiner SR2055er Runde, das Abenteuer ist 2 geteilt, karma gibts am Ende des ersten und nochmal am Ende des zweiten Teils, Ich schätze die Chars bekommen zwischen 10 und 20 Karma, gerade der 2te Teil ist tödlich

mit tödlichem Tanz
Medizinmann
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Kalimar am 27.06.2016 | 11:29
@Medizinmann: nach welchem Regelsatz spielst Du? Eine eigene Mischung aus SR4 + SR5, hab ich verstanden. Aber welche? Und warum?
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Medizinmann am 27.06.2016 | 11:44
@Medizinmann: nach welchem Regelsatz spielst Du? Eine eigene Mischung aus SR4 + SR5, hab ich verstanden. Aber welche? Und warum?
bei SR2055?
Ich hab viel Erfahrung mit SR (denke Ich) und hab die besten Regeln beider Editionen genommen, mit 60% aus SR5 (weil das die meisten meiner Spieler kennen) aber auch viel aus SR 4A und noch ein paar Hausregeln.
Welche ?
 Ohhh, das ist eine Menge, zuviel um alles zu schreiben, wenn Du willst kann Ich dir per PM ein Copy & Paste ziehen
Warum?
 Weil einiges aus SR5 doofe Ohren hat ( z.B. nur einmal Angreifen, auch wenn ein Angriff nur eine einfache Aktion ist) anderes ist aus SR5 besser als SR4A (Ini z.B.) oder einfacher (Hintergrundstrahlung) z.B.
Anderes hab Ich auch so geändert (z.B. alle Gruppen haben 4 Skills, Spezi kostet 5 Karma, Skills gehen bis 9, maximaler Bonus ,egal wie, ist +4 ,etc)

Die anderen SR Runden sind 2x SR4A ( High Level in Hong Kong, jetzt Neo Tokio) und Low Level in Denver(Denver Missions)
und 2x SR5 ( R-R-Plex und Chicago, beides Standard Runden)

mit vielen Tänzen
Medizinmann
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Medizinmann am 29.06.2016 | 08:09
abgesehen davon, das ich dieses Video für interessant und teils Ästhetisch halte sieht man kurz vor Min 3
 den grössten Mensch ( = Troll) und kleinsten Menschen ( = Gnom)
nebeneinander
nur damit man sich mal die Größenverhältnisse in SR4A / 5 vor Augen hält



https://www.youtube.com/watch?v=F7jMXnTSAIU

HougH!
Medizinmann
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: TEW am 30.06.2016 | 14:44
Wie macht ihr eigentlich die Karmavergabe?
Berechnet ihr die pro Spielritzung oder pro Run?

Aktuell pro Run. Hängt aber auch etwas daran, dass die Runs recht kurz sind (ich leite eine Kampagne, die auf den Denver Missions basiert, da dauern die Runs immer nur 1-2 Sessions).

Bei einer länger angelegten Kampagne, wo man nicht so kleine "Einheiten" hat, würde ich wahrscheinlich eher Session-Karma vergeben.

Was die Menge angeht, orientiere ich mich da auch eher am oberen Ende der Skala. Die Steigerungen werden ja teuer genug, da muss man nicht allzu knausrig mit dem Karma sein.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Uwe-Wan am 30.06.2016 | 15:56
Bei uns gibt es pro Session idR 3-5 Punkte.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Medizinmann am 12.07.2016 | 19:45
Ich hab das hier

https://www.youtube.com/watch?v=ATgD-aSWj0o

entdeckt.
Könnte für den ein oder anderen SR Spieler interessant sein ?!

HokaHow
Medizinmann
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 12.07.2016 | 23:17
Hab ich was verpasst und Texturen sind jetzt aus der Mode?

Sieht scheußlich aus.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: ManuFS am 13.07.2016 | 09:06
Das wird einem bei den Mirror's Edge Spielen als Feature verkauft. ;)
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 15.07.2016 | 17:27
Beim alten gings ja noch.

Aber das hier sieht so aus, als hätte man versehentlich die Testengine veröffentlicht.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Eismann am 9.08.2016 | 23:05
Oldie, but Goldie. (https://eisparadies.wordpress.com/2016/08/08/tales-from-the-crypt-auf-dem-abstellgleis/)
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Uwe-Wan am 12.08.2016 | 20:51
Die PR-Maschine von CGL läuft richtig... schlecht. Oder hat jemand was von Howling Shadows mitbekommen?

Zitat
The Wild Calls
Gangers. Corp security. Mr. Johnson. Organized crime. Other shadowrunners. Running in the Sixth World does not exactly lack for obstacles, but only foolish runners worry solely about metahuman opponents. There are plenty of other ways the world can kill you, from throat-ripping martachoras to blood-sucking chupacabras, from the aggressive gamma spider to the swarming harpy. While most runners would be happy to simply avoid these threats, it’s not always possible. Critters may be used as security, they may swarm in abandoned areas runners must investigate, or they may carry valuable reagents runners need. Some of them may even hold the keys to unlocking the sort of powers runners covet.

Howling Shadows is the critter sourcebook for Shadowrun, Fifth Edition. With a broad range of critters for every habitat, the book has plot hooks that show how critters may be used in campaigns, details on new critter powers, and other information to flesh out Shadowrun adventures and campaigns. Sink your teeth into this one and see how untamed the Sixth World can be.

(http://drivethrurpg.com/images/2216/183920.jpg)
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Koronus am 12.08.2016 | 21:38
Ich dank dem Pegasus Forum.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Supersöldner am 12.08.2016 | 21:44
wie viel neuen Kreaturen kann es ihm Vergleich zu dem der vierten schon haben ?
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Koronus am 12.08.2016 | 21:57
Zum einen ich würde etwa ein Dutzend vermuten. Ansonsten YY wie läuft deine Waffenliste?
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 12.08.2016 | 23:58
Nach dem Treffen gehts weiter... :)

Ich beschränke mich z.Zt. auf die Waffen im 2050er Quellenbuch - daraus (und aus dem alten Fields of Fire) könnte man auch schon wieder extrapolieren, was wann kam.

Schwerpunkt ist aber momentan eher die Wertefindung für GURPS  ;)
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Koronus am 13.08.2016 | 12:56
Übrigens ich habe eine Liste mit wann alle Abenteuer FASAs spielen falls es wen interessiert: http://gurth.home.xs4all.nl/shadowrun/adventure%20dates.html
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Uwe-Wan am 16.08.2016 | 10:47
Es wird immer schlimmer.  :q

https://twitter.com/catalystgamelab/status/735596481999081473
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Koronus am 16.08.2016 | 10:53
Da du den Wahnsinn anscheinend verstehst und kannst für uns noch nicht so wahnsinnige erklären warum und wie?
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Medizinmann am 16.08.2016 | 13:11
If I May :)
CGL bringt den neuen Critterband Howling Shadows raus und hat ganz offensichtlich vergessen eine Preisliste für Critter einzupflegen (in SR4A gabs schon eine extensive Liste dafür ) weil es verschiedene Stellen gibt ,die sich GENAU auf so eine Liste beziehen.
Aber Anstatt zuzugeben das sie die vergessen haben, schreibt JM Hardy (nicht verwand mit Oliver Hardy, weil der war Lustig, JM ist einfach nur peinlich !  ::) ) das er nicht will, das man Critter (wie Katzen,Hunde,Pferde, aber auch Höllenhunde und andere Erwachte Critter) einfach so kaufen kann.
Klar Superjachten die Millionen kosten,Kampfhelis,etc.die kann man bei JMH's SR kaufen aber Hauskatzen ,Pferde oder eine Teufelsratte aber nicht  ::).
Inzwischen hat er auf Druck der Community drüben quengelig und trotzig eingelenkt, es wird wohl für die US eine Miniliste an Critter geben wird, die man kaufen darf.
Ich hoffe,denke, erinnere Mich das Pegasus da nochmal nachhakt und (IIRC, aber nagelt mich darauf nicht fest)
die alte SR4A Liste nehmen wird.

der unter dem Kreuz tanzt
Medizinmann
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Koronus am 16.08.2016 | 13:27
Achso darum ging es, dass mit Howling Shadows wusste ich bereits aber schön, dass die Kunden immerhin etwas Macht zurück erlangen.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Koronus am 22.08.2016 | 11:26
Ich habe vor kurzem wieder mich mit einem anderen im Shadowrun Returns Steam Forum geredet und auch die Amis sind unzufrieden und ich werbe bereits fleißig für die Pegasus Spiele Version dort. Wer weiß, vielleicht kaufen sogar die Amerikaner die deutschen Bücher.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Uwe-Wan am 28.08.2016 | 11:46
Zitat
Hallo, wir von CGL gehen mit Kritik total gut und professiondingsbums um.
:o

http://tgdmb.com/viewtopic.php?t=56597&sid=307f6f364f78bbdf7dd5bef6995aad21
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 28.08.2016 | 20:02
Alle Jahre wieder...  ;)
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Zarkov am 28.08.2016 | 21:36
Wenn ich mir das so anschaue, dann hat in diesem Thread tatsächlich jemand gelernt, ein klein bißchen professioneller zu sein.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Medizinmann am 20.10.2016 | 08:20
​Moin,Moin

Das hier,

https://www.youtube.com/watch?v=aavS_XUITXU&feature=youtu.be​



hab Ich gerade via Imgur entdeckt.

Muss ich mir demnächst mal anschauen...



mit Tanz im Metroplex
Medizinmann
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Uwe-Wan am 20.10.2016 | 10:48
Hat jemand schon Datapuls ADL gelesen und mag seine Eindrücke teilen?
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Supersöldner am 20.10.2016 | 11:00
ich fand es Gut.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Medizinmann am 29.10.2016 | 07:19
Loki, ein User im Pegasusforum hat die BMW Kurzfilme entdeckt (mit Clive Owen als Transporter)
 die sind scheisse Geil und super für SR als Plothooks zu gebrauchen
U.A.
https://www.youtube.com/watch?v=XGivBHff7hQ

viel Spass :)

HougH!
Medizinmann
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Supersöldner am 12.01.2017 | 09:26
wie unterscheiden sich eigentlich das SR 4 und 5  Critterbuch ?
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Medizinmann am 12.01.2017 | 09:51
das 4er hat mehr Bilder (15-20 x soviele Tierabbildungen) ,dafür nur in Schwarz/Weiß, nicht in Farbe

Ich werde bestimmt nicht die Regeln/Werte vergleichen.
das ist mir zuviel Arbeit

HokaHey
Medizinmann
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Supersöldner am 29.01.2017 | 15:02
wo kommen eigentlich die ganze Indianer her um die Indianer statte zu füllen ? Die waren doch vor dem Erwachen fast ausgestorben .
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 29.01.2017 | 18:04
Verfluchte Indianerfriedhöfe? ~;D

Nein, im Ernst:
Die politische Führung stellen mehrheitlich "echte" Indianer, ansonsten sind da viele dabei, die irgendwo einen Indianer in ihrer Ahnenreihe haben und ein großer Teil sind einfach die Leute, die da auch vorher schon gelebt haben. Die haben jetzt nur deutlich weniger zu melden als vorher.

Die NAN umfassen auch großteils recht bevölkerungsarme Gebiete, von daher passt das einigermaßen, wenn man alle Hühneraugen zukneift ;)

Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Koronus am 29.01.2017 | 18:21
Könnte es in der NAN auch eigentlich wie in Karl Mays Winnetou gewesen sein, dass einige Amerikaner die Ureinwohner unterstützt haben?
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 29.01.2017 | 18:34
Klar - Interessenlagen wird es da viele geben.
Von irgendwelchen Ökos über diverse Separatisten usw. wird es einige gegeben haben, die sich dachten: Hauptsache was anderes als die US of A, und wenn es den Indianern hilft, um so besser für die einen und den anderen war es ggf. völlig egal...
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Oak am 28.02.2017 | 10:29
Die 6. Welt mit Will Smith?
https://www.youtube.com/watch?v=bT8ak4P2a9E
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: MageWolf am 2.03.2017 | 12:31
Hi

Ich möchte alle Hamburger ShadowRun Spieler oder solche die es gerne werden möchten, auf unsere neue Gruppe hinweisen.
genauere Infomationen gibt's in Downtown Region Nord.

So Long...

Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Medizinmann am 2.03.2017 | 16:51
....oOO( Ich traue niemandem , der Shadowrun so schreibt....)

mit Tanz in Gedanken
Medizinmann

guckt nach unten
Schonmal was von Gedankenblasen gehört ? Anscheinend nicht, denn sonst wüßtest Du das man die so schreibt:
...oO( Text)
 und wo hab Ich in dem Satz vor dem Komma das Leerzeichen vergessen ?
 Wenn Du schon den Grammatiknazi machst, dann aber bitte Richtig !

Aber vor allem frage Ich mich, was Du für ein Problem hast, hier so reinzugrätschen und Rumzutrollen  ?
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Oak am 2.03.2017 | 17:05
....oOO( Ich traue niemandem , der Shadowrun so schreibt....)

mit Tanz in Gedanken
Medizinmann
Oder vor Klammern Leerzeichen vergisst, hinter Klammern oder vor Kommata aber nicht...
 :o

@MageWolf:
http://www.tanelorn.net/index.php/topic,101868.0.html
Shadowrun 2 ist ja schon mal recht speziell.
Ihr lauft aber nicht in diesen schicken Lederwesten herum, auf denen Euer Gruppen- sowie Straßenname angebracht ist, oder? Habe auf der AdventureCon neulich wieder welche von denen gesehen...
 ;D
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 2.03.2017 | 17:54
Ihr lauft aber nicht in diesen schicken Lederwesten herum, auf denen Euer Gruppen- sowie Straßenname angebracht ist, oder?

Hat was ;D
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: MageWolf am 2.03.2017 | 20:40
Hey.

Nein sowas tun wir nicht. Ist auch ne "neue" Runde.

Ich wollte nicht trollen. Aber der Thread wirkte tot und mit SR hat
es auch zu tun.
Also warum nicht kurz ne Werbung schalten.

So Lang

PS: danke für den Link
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Medizinmann am 2.03.2017 | 21:07
Zitat
Ich wollte nicht trollen.
Dich hab ich auch nicht gemeint :)
Ich wollte ja auch nur ein bischen ...Shadowrun Paranoia mit ins Spiel bringen.
Ich wünsch dir auch viel Glück oben in Hamburg

HokaHey
Medizinmann
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Supersöldner am 2.03.2017 | 21:48
Hamburg? Die Ältermänner sehne alles . Alles was dort vor sich geht.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Swafnir am 25.04.2017 | 14:03
Hat jemand ne Ahnung wo ich gute vorgefertigte Chars für Shadworun 5 herbekomme?

Unsere Jugendgruppe würde das gerne spielen. Selbst bauen dauert zu lange und die im Schnellstarter sind zwar toll politisch korrekt (dre Frauen und ein Mann), aber eine Horde 14/15 Jähriger sind eher nicht so crossgenderbegeistert.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 25.04.2017 | 14:07
Wo ist das Problem daran, das Geschlecht offen zu lassen?
Charaktere auf einen Bogen übertragen und alles im oberen Kasten (Name, Geschlecht, Aussehen) frei lassen - so mache ich das immer, wenn ich Charaktere zur Wahl stelle.


Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Swafnir am 25.04.2017 | 14:15
Wo ist das Problem daran, das Geschlecht offen zu lassen?
Charaktere auf einen Bogen übertragen und alles im oberen Kasten (Name, Geschlecht, Aussehen) frei lassen - so mache ich das immer, wenn ich Charaktere zur Wahl stelle.

Na ich will den kids auch coole Bilder geben. So wie die Archetypen im GRW - die es aus irgend einem Grund nirgends zu geben scheint.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 25.04.2017 | 14:17
Klau woanders schicke Cyberpunk-Bilder  ;)
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Supersöldner am 25.04.2017 | 14:18
bei SR 4 .
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Oak am 25.04.2017 | 16:44
In der "Pregen-Database (https://drive.google.com/drive/folders/0B5CMQZD_pYOXcEJfSWszLVVCRGs)" der G+ Rollenspieler (https://plus.google.com/communities/100557573067548111174) liegen 4 vorgefertigte Figuren für Shadowrun 5 herum.
https://drive.google.com/drive/folders/0B5CMQZD_pYOXcEJfSWszLVVCRGs

In meinem (http://sprawldogs.blogspot.de/) "Datahaven" habe ich auch noch einige herum liegen. Unter anderem auch eine komplette Truppe Straßenrunner.
https://drive.google.com/drive/folders/0B9goiB-zuKQIMk16blkxbVdBcWs
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Swafnir am 25.04.2017 | 16:50
In der "Pregen-Database (https://drive.google.com/drive/folders/0B5CMQZD_pYOXcEJfSWszLVVCRGs)" der G+ Rollenspieler (https://plus.google.com/communities/100557573067548111174) liegen 4 vorgefertigte Figuren für Shadowrun 5 herum.
https://drive.google.com/drive/folders/0B5CMQZD_pYOXcEJfSWszLVVCRGs

In meinem (http://sprawldogs.blogspot.de/) "Datahaven" habe ich auch noch einige herum liegen. Unter anderem auch eine komplette Truppe Straßenrunner.
https://drive.google.com/drive/folders/0B9goiB-zuKQIMk16blkxbVdBcWs

Danke :d
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 27.04.2017 | 16:16
Aus aktuellem Anlass:

Früher war alles besser.
Außer SR1, das ist heute besser als früher  ;D
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Teetroll am 27.04.2017 | 20:14
Btw. Wann wurde denn die Seattlebox veröffentlicht?
Per Zufall hab ich die heute bei meinen Runnershop des Vertrauens erworben.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Swafnir am 27.04.2017 | 20:15
Btw. Wann wurde denn die Seattlebox veröffentlicht?
Per Zufall hab ich die heute bei meinen Runnershop des Vertrauens erworben.

Die erscheint eigentlich morgen  ;)
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Teetroll am 27.04.2017 | 20:16
Hu, dann hab ich Glück gehabt und bin fein ruhig ^^
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Swafnir am 27.04.2017 | 20:18
Hu, dann hab ich Glück gehabt und bin fein ruhig ^^


Da stehts: https://www.pegasusshop.de/index.php?Shop-Startup=&thisoperationid=1&thisoperationid=4&Action-Display-Detailansicht=45027G

Ich hab sie auch vorhin bestellt  >;D
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Oak am 28.04.2017 | 10:07
Dito. Obwohl ich daran fast verzweifelt wäre. Es hat mich einiges an Blut und Schweiß sowie Tests mit verschiedenen Browsern und Betriebssysteme gekostet, bis ich endlich darauf kam, das man in dem weißen Feld bei dem Bestellknopf eine Zahl einzutragen hat.
 |:((
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Tante Yil am 30.04.2017 | 11:55

Da stehts: https://www.pegasusshop.de/index.php?Shop-Startup=&thisoperationid=1&thisoperationid=4&Action-Display-Detailansicht=45027G

Ich hab sie auch vorhin bestellt  >;D
Aber wie immer haben die Jungs von Pegasus Libri noch nicht darüber informiert, dass die Box erschienen ist, weswegen meine Bestellung noch auf "erscheint demnächst" steht... *Bookshopproblems* Gestern war keiner da, also Dienstag Libri anrufen...
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Oak am 3.05.2017 | 09:54
Ich kann Unboxing (dank der Seattle Box)!

https://youtu.be/9tQs78CdTOQ
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Tante Yil am 3.05.2017 | 10:49
Ich kann Unboxing (dank der Seattle Box)!

https://youtu.be/9tQs78CdTOQ
Meine Güte du bist ja begeistert. Irgendwie niedlich. Nur nächstes Mal ein Stativ, es war irgendwie zu nah dran. Meine Box ist noch nicht da, freu mich aber nach deinem Bericht noch ein wenig mehr drauf. Danke.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Oak am 3.05.2017 | 12:23
Der Aufbau war bescheiden, keine Frage. Aber es ist alles zu erkennen und die Qualität ist auch fern ab von schmerzhaft.
Das ich mich nochmal spontan zu einem derartigen Video hinreißen lasse schließe ich zwar nicht aus, halte es aber für unwahrscheinlich.
Ein Stativ fürs Handy ist dennoch keine völlig unnötige Anschaffung. Mal sehen.
;)
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Swafnir am 3.05.2017 | 14:48
Der Aufbau war bescheiden, keine Frage. Aber es ist alles zu erkennen und die Qualität ist auch fern ab von schmerzhaft.
Das ich mich nochmal spontan zu einem derartigen Video hinreißen lasse schließe ich zwar nicht aus, halte es aber für unwahrscheinlich.
Ein Stativ fürs Handy ist dennoch keine völlig unnötige Anschaffung. Mal sehen.
;)

Also mir hats gefallen. Ich find auch die Charakterkarten genial. Die dürften perfekt für unsere Jungrollenspieler passen  :d
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Teetroll am 3.05.2017 | 15:10
Also die Seattlebox ist wirklich ein sehr schönes Produkt. Die Zusammenstellung an Material finde ich super und die Charakterkarten sind einfach nice !
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Uwe-Wan am 5.05.2017 | 21:52
Hat jemand erste Eindrücke zu Datapuls ADL oder Forbidden Arcana?
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Supersöldner am 5.05.2017 | 21:53
ich fand das ALD Buch Gut.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Tante Yil am 5.05.2017 | 22:07
Hat jemand erste Eindrücke zu Datapuls ADL oder Forbidden Arcana?
Du meinst, wenn man das schlimmste Cover, dass ich je bei einem SR-Buch gesehen habe, unbeachtet lässt? Mein Gott, das ADL Buch sieht aus ... *shiver*
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Swafnir am 5.05.2017 | 22:54
Hat jemand erste Eindrücke zu Datapuls ADL oder Forbidden Arcana?

Ich lese es gerade, bin aber noch nicht weit genug für eine Einschätzung. Bislang find ich es gut.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Supersöldner am 6.05.2017 | 19:31
hat schon jemand die Romane gelesen ? wie sind die so ?
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Isegrim am 6.05.2017 | 19:37
Ein paar hab ich gelesen, aber die sind min 10 Jahre alt. Sind so, wie man es für RPG-Romane erwarten kann, also ziemlich schlecht. Aber um auf Ideen zukommen kann mans mal machen, oder für Anfänger, um einen Eindruck für die Welt zu bekommen. Am besten ausleihen und zurück geben, wenn mans nicht aushält... ;)
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Rhylthar am 6.05.2017 | 20:20
Kenne die ersten 50 (?), alle, die auf englisch erschienen sind plus ein paar deutsche.

Angenehmer Zeitvertreib ohne hohe Ansprüche, aber ein paar nette Stories sind dabei.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Supersöldner am 6.05.2017 | 20:21
ich bezog mich jetzt mehr auf die dies Jahr erschienenen.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Tante Yil am 7.05.2017 | 01:08
"Für alle Fälle Kincaid" hab ich gelesen und finde ich gut. Den nächsten hole ich mir bald.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Supersöldner am 9.05.2017 | 14:48
Heilegge Scheiße ! in ,,Für alle Fälle Kincaid spielt mein absoluter Lieblings SR Typ Mit Der Coolste Bewohner der 6 Welt. Martin de Vries. Der Größte Jäger der MMVV Infizierten.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Supersöldner am 9.05.2017 | 20:41
hab den Roman an einem Tag durchgelesen konnte nicht aufhören. Was natürlich das Größte Kompliment ist das man einem Buch geben kann.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Chiarina am 9.05.2017 | 22:59
Zitat
hab den Roman an einem Tag durchgelesen konnte nicht aufhören. Was natürlich das Größte Kompliment ist das man einem Buch geben kann.

Sorry, aber das kann ich mir gerade nicht verkneifen... Wie wär´s mit:
- Ich habe an den Roman noch oft denken müssen.
- Seit ich den Roman gelesen habe, denke ich anders über Literatur.
- Der Roman hat mich auf Probleme aufmerksam gemacht, von denen ich noch gar nichts wusste.
- Der Roman hat mich durch eine schwere Zeit begleitet und mir dabei Halt gegeben.

"...an einem Tag durchgelesen" ... na, das bedeutet mir ehrlich gesagt nicht viel, macht mich eher skeptisch.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Tigerbunny am 10.05.2017 | 05:30
Naja, grosse Literatur sind die Romane alle nicht, aber manche sind sehr unterhaltsam.
Supersöldners Erfahrung teile ich in Hinsicht auf die Deutschland-Trilogie vom Alpers und die Heitz-Romane. Beide Reihen enthalten eine Menge Murks, bezogen auf das Setting, aber ich habe die innerhalb kürzester Zeit verschlungen und dann alle jeweils im Anschluss gleich nochmal gelesen.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 10.05.2017 | 06:17
"...an einem Tag durchgelesen" ... na, das bedeutet mir ehrlich gesagt nicht viel, macht mich eher skeptisch.

Mit der Qualifizierung "konnte nicht aufhören" ist das für Unterhaltungsliteratur doch allemal ein Kompliment.

Eines meiner Lieblingsbücher habe ich auch so gelesen...am nächsten Tag Prüfung in der Berufsschule, mal eben noch in das gerade gekaufte Buch schauen, ob das was taugt.
Ende vom Lied: Um halb drei morgens Buch durch, Licht aus und Prüfung auch so bestanden  ;D
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Rhylthar am 10.05.2017 | 06:42
Ich packe noch oben drauf: Trotz über 1.000 Romanen hole ich ab und einen SR-Roman wieder aus dem Regal und lese ihn nochmal.

Aus der alten Serie gibt es einige, die für zwischendurch gut sind. Ich mag Talon, Skater, Geraint, Argent.
Andere, z. B. die Striper-Bücher, sind nicht (mehr) so meins.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Sashael am 28.05.2017 | 13:05
Hat jemand praktische Erfahrungen mit dem "Alternativen Regelwerk" Anarchy?
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Medizinmann am 28.05.2017 | 13:07
drüben im Pegasus Forum scheint sich _Headcrash ganz gut auszukennen....

mit Anarchistischem Tanz
Medizinmann
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Koronus am 24.06.2017 | 00:50
Da ein Tschechischer Chummer gerne mehr zu Shadowrun lesen würde aber mehr Englisch als Deutsch kann wollte ich fragen, was von den alten Sachen vor CGL SR Sachen man nicht auf Deutsch haben kann bzw falls weniger welche Sachen eine Deutsche Ergänzung erhielten und so man auf Deutsch anstatt Englisch haben sollte.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Medizinmann am 24.06.2017 | 09:24
das SR4A Seattle Buch ist nie übersetzt worden . U.A. weil in einem der SR4A Städtebücher (Konzernenklaven ? ) schon ein grosser ( 30,40 Seiten ? ) Abschnitt zu Seattle drin war.
in allen deutschen Büchern hat Pegasus was eigenes dazu gepackt (meist deutschen relevanten inhalt oder eine zusätzliche kurzgeschichte oder so)
 Vor CGL war Fanpro und das ist 1-3 Ed.
Das ist viel zu lange her, das ich auswendig weiß was in diesen deutschen Büchern anders als den englischen ist ( 20 Jahre schafft auch mein Gedächtnis nicht mehr)

HougH!
Medizinmann
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: evil bibu am 12.09.2017 | 14:03
Hat hier jemand Hof der Feen und mag was dazu sagen? Yay or Nay?

(https://www.sphaerenmeisters-spiele.de/WebRoot/Store/Shops/15455106/58DE/ACBB/501A/3891/778C/C0A8/2BB9/95BC/9783957891174_01.jpg)
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Uwe-Wan am 12.09.2017 | 14:42
Hab's mal überflogen und fand' dieses Auflistung von rpg.net sehr treffend:

Zitat
Pros: It is definitely an alternate Shadowrun setting that reinforces a likely different than the usual playstyle, and that playstyle feels natural to the setting they have built. It has a legit, evocative sense of being in a fae otherworld. This is kinda going to be my only pro, so let me stress that this is not a small thing to accomplish. Lots of people try to accomplish this in gaming stuff and don't even come close to success. You are definitely not in a land of humans with pointy ears or funny hats or forehead makeup. This is worth acknowledging for the rarity of that.

Cons:

-A land that.. maybe would have been best served as its own thing not connected to Shadowrun. There is not a lot of space here for, let's be real, the average propensity of Runner teams to solve things via murder and mayhem. I can see a lot of players getting frustrated/not wanting to deal with it. That the default recommending for playing the npcs and generally functioning in court is only a few shades off of "everyone are coming off like douchebags doing a combo of Mean Girls and reading Mystery's book/tv show/whatever" (to put it quickly and crudely) and that the entire thing is about functioning at court, I can only see a sub section of players not finding that deeply off putting/aggravating. Various extended sections of the book are written from this perspective/attitude and people might get deeply turned off by that, or be deeply engaged by that (characters of the court describing various important things like how to act, the local geography, etc.). I don't see a middle ground.

-Several things feel really forced as far as making clear what a big deal the Seelie Court has been to Shadowrun the whole time from ancient history to now (207whatever now that is). Guys I do get it, the Earthdawn licence is gone, never to return, and if you ever want to deeply mess around with ancient feeling stuff, outside of using the things that whatever arrangement with the Earthdawn licence lets you use, you have to invent your own. It still feels forced onto the setting in the way that it was handled, and a few times, as I was being put in mind of Mean Girls, I reacted with "stop trying to make the fae happen! they're not going to happen!"

-It makes how Tir Na Nog functions as an overall country really murky, if these people with very little comprehension of the mortal world are running it. But then again the Court is presented as a separate entity from all that kind of thing. But then again Brane Deigh is the figurative head of the immortal elf cabal that runs the Tir but is also the Queen of the vastly expanded Seelie Court. And the Danaan elf families that themselves run the Tir/been running it for decades otherwise are unclear as being part of the court or not, or.. something. Tir Na Nog has been Tir Na Nog for decades now without collapsing on itself like Tir Tairngire (which I was not a fan of, so hopefully not to be repeated here), but this all just makes the idea of how it functions baffling.

-The book really needs to decide as related if elves are faeries or not. At one point the two are treated as entities so separate that Brane Deigh proclaiming she's been a fae the entire time is treated as a big huge deal (mercifully given previous material, this is stated as perhaps just a bald faced lie as Alachia is standing right there after all), and there is a note that elves are not fae, they are confused for fae. There's then a note that only fae can be members of the seelie court. Yet piles of elves are members of the court. Various beings that existed in the court once it split off from mainstream reality for a while, are noted as being elves. It gets confusing and contradictory and not in a "well fae is confusing and contradictory" way, in a "this doesn't make coherent sense and it is making things feel impenetrable" way. Are the Tuatha De Danaan elves, or not? "Yes" is not a cute, clever answer, it just makes parts of the book not make sense with the other parts on a level of usable narrative. I feel like the book really wanted to say that elves are faeries, but then realized this wouldn't really work at all as far as established SR lore, and so the Danaan parts of the fae are left as this jumbly mess. Or at least whatever they were trying to go for was completely unclear to me. Might just be me. Suggesting the Faeries created the Paths of the Wheel is also a huge and kind of blagh change for me.

-the other cultural types of fae than traditional Seelie Court-ish things: This is, being in the Seelie Court, which is more or less located smack dab in Ireland itself mostly or certainly its planar realm is heavily, heavily anchored to it, an odd place to throw in the fae of as many other cultural types as possible, entire races worth. It works better in something like Changeling the Dreaming where the fae are because setting reasons majorly smeared all across the world and especially North America. It feels forced, and "faerie doing colonial reconquest and relocation of each other in their history" is.. I mean it's a legit angle? But it could have then used wayyyy more attention than it got, for that being the idea.

-the Seelie Court is reinforced as this big powerful thing that has managed to keep even Lofwyr out. The various given stats.. eeeeehhhhh. Brane Deigh particularly, she might have been a junior member of Dunkelzahn's, "call all the even vaguely benign immortals together for some kind of half populated by d-bags White Council of the Wise", but she got to sit at the table, metaphorical though it was, with everyone else. There are various Runners with more oomph than her in what she does as far as the stat choices they made for her in this book. I suppose that's a personal thing though.

-The way hackers, riggers and technomancers avoid becoming utterly useless in a purely magical world feels.. very non subtle, and not weird in a good way, at least personally. I'd almost prefer "they're just less useful here unless tech manages to come up", than "their abilities now become what may as well be outright magical powers, and while for the last people that's not new, the first two?" You can say it's not magic that all of a sudden your mundane as eff hacker is able to hack the minds of mortals that are used as living magic libraries, with the magic equivalent of GOD no less.. buut it's magic. I can see people finding a huge aggravating bother in that, while others might find it delightful. Which basically is one sentence that probably sums up the whole book.

-As someone who reads and runs a lot of Changeling the Dreaming, some things felt a bit.. I mean Changeling the Dreaming obviously itself lifts from eight million things, but the Unseelie Court being the ones who believe that magical power is something to throw around wildly (as if glamour is.. say.. free..), following semi apocalyptic prophecies and such, felt a bit on the nose. Also the fae wars and suffering that surrounded the end of the last age of magic felt a lot like the Shattering/Sundering and the wars around it. Honestly those are really easy things to parallel thought though, I'm doubtful this was anything intentional.

-I was kinda hoping for more detail on the Tir or the fate of Liam O'Connor (who gets a tiny bit, but it all heavily ties him into the Seelie Court, which again murks stuff up as per above). But that's just personal stuff.

-I am really thin on how the lower grade runners that late era SR 4e/5 spends a decent chunk of time emphasizing as player types are supposed to meaningfully interact with this joint.

- no rules for fae characters, unless I super missed it. This feels like an "oh come on". Especially with the elf fae confusion and especially with the many fae races. I mean they get stats as critters (some of them), the other fae races, but c'mon. It feels like a missed opportunity as far as "play within the thing like you are a member of the thing". And yes, more CtD comparisons, but they're gonna happen anyway, so you may as well just go for it, y'know?

Is it worth a purchase? Iiii... maybe? It certainly does something very different with Shadowrun. Maybe wait till Shadowrun Anarchy comes out to use with it, I really do agree with the book that it feels suited to the idea of that (there's very little mechanical stuff in it for instance). And also maybe only if you're sure you have the sort of gaming group where you feel comfortable with talking out something like "99% of the npcs are going to be these passive aggressive jerkstores and will expect you to be like that also, and also you can't really solve this issue with violence" defining a lot of the rp.

tl;dr: Gute Grundidee, schlechte Umsetzung. Bleibt dem Shadowrun 5-Niveau treu.  :-\
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: evil bibu am 12.09.2017 | 15:11
Also eher NAY. Schade eigentlich.

Danke.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Teetroll am 20.09.2017 | 07:42
Sooo schlecht fand ich "Hof der Feen" gar nicht, auch wenn mir die Technomancer/ Rigger-Regel recht befremdlich vor kamen, aber es bleibt , wie im eingefügten Review von Uwe-Wan echt Geschmacksache.
Das Buch ist wie Handkäs mit Musik, entweder man mag es oder nicht ^^
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Tigerbunny am 20.09.2017 | 17:49
Sooo schlecht fand ich "Hof der Feen" gar nicht, auch wenn mir die Technomancer/ Rigger-Regel recht befremdlich vor kamen, aber es bleibt , wie im eingefügten Review von Uwe-Wan echt Geschmacksache.
Das Buch ist wie Handkäs mit Musik, entweder man mag es oder nicht ^^

So würde ich das auch unterschrieben, wobei mir die Technomancer/Rigger-Idee eigentlich gefällt.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: La Cipolla am 21.10.2017 | 21:14
Gibt es eigentlich schon erste Hinweise oder Gerüchte zu einer sechsten Edition? Wäre ja bald wieder Zeit. :D
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Medizinmann am 21.10.2017 | 21:23
Gerüchte , eher nicht....
Und CGL ist (IIRC) bis Ende 2018 mit neuen Büchern beschäftigt.
Die Kuh wird gemolken ,solange sie Milch gibt
und eine neue Edition brauchen wir nicht , wenn CGL dahinter steht . Dann kann es nur noch schlimmer werden

mit Tanz der hochgezogenen Augenbraue
Medizinmann
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am 25.10.2017 | 10:47
Hi ich hab gesehen, dass in der 5ed die höheren Cyberware Grade extrem billig geworden sind im vergleich zu Früheren Editionen. Deltaware hat gerade mal einen Kostenmultiplikator von 2,5 (irrc waren 8 in der 3.Ed und 10 in 4. Ed).

Wie wirkt sich dass im Spiel aus und ist dass eurer Meinung nach eine gute Änderung?
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Medizinmann am 25.10.2017 | 12:32
Hi ich hab gesehen, dass in der 5ed die höheren Cyberware Grade extrem billig geworden sind im vergleich zu Früheren Editionen. Deltaware hat gerade mal einen Kostenmultiplikator von 2,5 (irrc waren 8 in der 3.Ed und 10 in 4. Ed).

Wie wirkt sich dass im Spiel aus und ist dass eurer Meinung nach eine gute Änderung?

Dafür sind die Grundkosten 4 - 5 x , in manchen Fällen sogar bis zu 10 x teurer als in der 4A Edition ;)
wie es sich auswirkt kommt vor allem darauf an, wie die Entlohnung der Runner im Spiel ist.
 wenn man manchen ofiziellen Abenteuern folgt und die Chars mit einem Butterbrot abspeist ist es Egal ob Deltaware nur noch das 2.5 fache kostet, mann bekommt das GEld nicht zusammen.
in besser bezahlten Kampagnen kann sich ein Streetsam ab & zu was leisten (aber nichts was die Ini erhöht , weil Immer noch zu teuer ;)  >:(  ) , was aber auch ganz OK ist, da die Erwachten Chars meist nichtsdestotrotz trotzdem besser wegkommen, sodas es wenigstens dadurch (ein bischen ) zum Ausgleich kommt.

Durch die (zum Teil Lächerlich) hohen Grundkosten macht sich SR5 sein eigenes Flair kaputt.
 'ware ist auf der Strasse eigentlich kaum zu finden .
Der billige Barkeeper mit Cyberaugen ? nicht wenn die Augen 20.000 ¥ kosten, soviel wie seine gesammte Bar .
Massen von billigen Arbeitssklaven die mittels Talentleitungen zu unwissenden Plebejern werden ?
 nicht wenn eine Stufe 3 Talentleitung 63.000 kosten ( in den US Versionen sogar 120.000 ¥ )

CGL wollte ja unbedingt in der 5ten Ed anders/besser sein als  sein Vorgänger und hat in diesem Aspekt follkommen ins Klo gegriffen (...imO )

mit viel zu teurem Grundtanz
Medizinmann
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am 25.10.2017 | 12:42
Dafür sind die Grundkosten 4 - 5 x , in manchen Fällen sogar bis zu 10 x teurer als in der 4A Edition ;)
Echt so dramatisch, hossa, für mich sahen sie zuminedestns immer noch deutlich niedriger als in 3ed aus (in 4ed hatte ich mal reingeschaut, hab aber nie die Zeit gefunden es mal zu spielen).
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Koronus am 25.10.2017 | 14:18
Massen von billigen Arbeitssklaven die mittels Talentleitungen zu unwissenden Plebejern werden ?
 nicht wenn eine Stufe 3 Talentleitung 63.000 kosten ( in den US Versionen sogar 120.000 ¥ )
Das sehe ich im Gegensatz zu dir nicht so eng da die Ware erst seit 5 Jahren teurer wurde. So werden sicher noch immer viele bestehende die bereits günstig installierte Talentleitungen haben und da das erst so Mitte Ende der 60er werden die meisten Pebejer einfach nur so zwischen 25 und 35 sein und so werden halt die Kons mehr abwegen wie weit die älteren unwissenden nun rentabel sind bevor neue "teuer" eingeschult werden müssen.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 25.10.2017 | 15:06
Mit solchen Überlegungen hinsichtlich der Änderungen von einer Edition auf die andere tut man sich i.d.R. keinen Gefallen.
Damit das irgendwo hin führt, müssten die Autoren sich erst mal klar positionieren, was ingame-Entwicklung ist und was editionsbedingter Retcon.

Zur Verdeutlichung:
Kriege ich die ´Ware auch billiger, wenn ich einen alten Samurai erstelle und postuliere, dass der die seit langer Zeit hat?  ;)
Ist ein Stück weit verwandt mit der Frage nach Charakterkonvertierung von einer Edition auf die andere - ein ähnlich undankbares Feld.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Koronus am 25.10.2017 | 15:24
Vom Hintergrund her schon wenn er die Ware so zwischen 70 und 74 sich einbauen hat lassen. Es ist nämlich Editionsbedingt da dank KFS man nicht mehr einfach Naniten nutzen kann und diese Operationen wieder von Hand aus durchgeführt werden müssen.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Medizinmann am 25.10.2017 | 16:54
Wobei sich CGL mit der Ingame Erklärung ,das die Cyberware wegen KFS und weil man keine Naniten mehr einsetzen kann deswegen Teurer geworden ist , völliger Humbug erzählt wurde.
Cyberarme/Beine sind gleich Teuer (nur das Massschneidern ist 3x so teuer wie in der 4A Edition . also ist es für Menschen gleich teuer, nur Orks oder Trolle sind in den Arsch gekniffen)
 Aber Kompositknochen sind  Fucked up ( und gerade bei Kompositknochen sind Naniten am Werk ! )
Vergleich 4A --> 5 :
Plastikknochen 5000 -->8000
Aluminium 15.000 ---> 18.000
Titan 40.000 ---> 30.000 ( also um 25 % Billiger, weil die OP komplizierter ist ??? )

und warum ist so manche Bioware soviel teurer, wenn da gar keine Naniten beteiligt sind ?
Muskelstraffung 8000 Pro Stufe ---> 32.000
Muskelverstärkung 7000 Pro Stufe ---> 31.000

YY hat schon Recht .
Outgame kann es mit der Ingame"ausrede" Schwierigkeiten geben .
Ebenso wie mit dem Fehlen wichtiger Ausrüstung .
in SR4A (das bis Ende 2074 ging) gab es noch Skinlink .
in SR 5 das im Frühling 2075 startet, also nur ein paar Wochen / Monate später gibt es Skinlink nicht mehr....  ::)

JahtaHow
Medizinmann
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am 26.10.2017 | 13:53
Noch eine Frage: wofür sind High und Low Frequency Hearing gut?
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Koronus am 26.10.2017 | 14:34
Damit kannst du in Frequenzbereichen hören die nicht für menschliche Ohren normal hörbar sind. Wer also schon immer Wissen wollte, wie eine Hundepfeife klingt oder was für Laute Fledermäuse ausstoßen, für den ist das gut. Außerdem kann man mit den zusätzlichen entsprechenden Stummverzerrungen sich so für einen Großteil der Menschheit unhörbar unterhalten.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am 26.10.2017 | 16:33
Damit kannst du in Frequenzbereichen hören die nicht für menschliche Ohren normal hörbar sind. Wer also schon immer Wissen wollte, wie eine Hundepfeife klingt oder was für Laute Fledermäuse ausstoßen, für den ist das gut. Außerdem kann man mit den zusätzlichen entsprechenden Stummverzerrungen sich so für einen Großteil der Menschheit unhörbar unterhalten.
Das ist mir schon klar, aber kann abgeshen von der Unhöhrbaren Unterhaltung noch irgendwas sinvolles damit tun? Ansonsten scheinen die mir in Vergleich zu den anderen Sinneserweiterungen nicht wirklich nützlich.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Medizinmann am 26.10.2017 | 16:41
vielleicht kannst Du damit Bewegungsmelder hören und evtl vermeiden ?
RAW ist das nicht ,aber sollte durchaus im Bereich des möglichen sein .

mit sinnvollem Haustanz
Medizinmann
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 26.10.2017 | 16:44
Damit hört man auch alltägliche Sachen deutlich weiter oder unter anderen Störgeräuschen besser raus.
Und man kann Ultraschall-Bewegungsmelder u.Ä. genau so hören wie manche in Betrieb befindliche Geräte, die im normalen menschlichen Bereich nicht hörbar sind.

Im Grunde ist da eher die Frage, wie realitätsnah man das haben und viel Rechercheaufwand man dafür treiben will, aber als Sinneserweiterung im Wortsinne ist das mMn enorm nützlich.
Wer es einfacher mag, kann das mit einem flachen Bonus abhandeln und obendrauf die Leute mit dieser Cyberware oder Ki-Kraft auch dann würfeln lassen, wo andere schlicht keine Chance haben, irgendwas zu hören - das kommt in vielen Fällen wohl recht gut hin.


Ansonsten was Medizinmann sagt:
RAW gibt das oftmals nicht so viel her, wie es eigentlich "müsste".
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am 27.10.2017 | 09:29
Waas mir auch aufgefalen ist, ist das (zumindests gegnüber SR 3) die Essenz Kosten von Bioware ungefähr halbiert wurden. Ist das der Abschaffung des Bioindex geschuldet,  oder was ist der Grund dafür?
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Medizinmann am 27.10.2017 | 11:56
Die Kosten waren schion in 4A so ( und sogar noch besser, weil der kleinere Anteil der Essenzkosten von Cyber und Bioware nochmal 1/2biert wurde ;) )

Ich denke, Dämon , das du ...die falsche Perspektive hast, wenn Du SR5 mit SR 3 vergleichst .
Eigentlich sollte man SR5 mit 4(A) vergleichen und da stinkt SR5 öfters ab. MANCHE Sachen (Regeln wie z.B. die Iniregelung, etc) sind besser ,aber weitaus öfters sind Regeln verschlimmbessert worden
Du bist aber nicht der einzige .
Ich kenne viele Leute, die haben sich kein Stück für SR4A interessiert , kennen es nicht und sind dann verwundert, wenn man SR5 nicht für das beste SR aller Zeiten hält.
Im Vergleich zu SR3 mag SR5 manchmal besser sein, aber im Vergleich zu 4A ist es oft schlechter

mit Perspektivtanz
Medizinmann
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Koronus am 27.10.2017 | 12:47
Also ich habe SR5 gestartet da neu, dann SR4 angeschaut und mir war in großen und ganzen 5 lieber. Das fängt schon bei Sachen an wie SR4 Capt Fertigkeiten auf 6 Stufen weiter zur umständlichen Essenzregelung zu diesen Limit Regeln bis hin zum Default Erschaffungssystem. Das was 4 besser macht ist die Matrix und Magie da in 4 (abgesehen vom Magieradepten) die besser zum Fluff passend geregelt sind.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Oak am 27.10.2017 | 13:27
Das was 4 besser macht ist die Matrix und Magie da in 4 (abgesehen vom Magieradepten) die besser zum Fluff passend geregelt sind.

... und besonders bei der Matrix nicht in ein völlig erratisches Würfelpoolsystem aus Attributen, Fertigkeiten und Stufen ausarten, das alles andere als Intuitiv ist.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Sashael am 27.10.2017 | 13:52
Angeregt durch den Thread habe ich gestern mal in mein SR5 GRW geguckt und bei der Cyberware, genauer gesagt bei den Cyberaugen ist mir die Stufe der Augen aufgefallen. Nach vielem Hin- und Herblättern, Index nach Verweisen durchkämmen und so, kam ich dann schließlich von selbst drauf, dass der Unterschied hauptsächlich in der Kapazität liegt und diese besagt, wieviel von dem lustigen Zusatzkram, dessen Kapazität in [Klammern] steht, noch in die Teile eingebaut werden können.
Aber:
Steht das auch irgendwo im Regelbuch? Bin ich einfach nicht in der Lage, die entsprechenden Stellen zu finden? Klar kann man da auch alleine drauf kommen, aber intuitiv ist anders.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Medizinmann am 27.10.2017 | 16:45
Also ich habe SR5 gestartet da neu, dann SR4 angeschaut und mir war in großen und ganzen 5 lieber. Das fängt schon bei Sachen an wie SR4 Capt Fertigkeiten auf 6 Stufen weiter zur umständlichen Essenzregelung zu diesen Limit Regeln bis hin zum Default Erschaffungssystem. Das was 4 besser macht ist die Matrix und Magie da in 4 (abgesehen vom Magieradepten) die besser zum Fluff passend geregelt sind.

:)
Dieses Beispiel ist sehr Gut geeignet für einen generellen Zustand, der mir bei CGL aufgefallen ist ;
Sie entdecken Regeln in SR4A ,die schlecht / Suboptimal sind, wollen sie verbessern, drehen sich dabei " um 180 ° " und schiessen völlig übers Ziel hinaus.
Die Skills in SR4A gingen nur bis 6 ( 7 mit Talentiert)
 Ich stimme voll und ganz zu ,das dies zuwenig ist, gerade wenn ein Anfangschar von Start an damit an die Spitze gelangen kann.
Jetzt ist aber CGL mit Skillgrenze 12 über das Ziel hinausgeschossen.
Kaum ein Char erhöht die Skillstufen >8 (selbst Stufen von 7 und 8 sind eher selten ) wenn er auf die Effektivität, die Karmakosten achtet . Es kostet ca 70 Karma um einen Skill von 6 --> 10 und 120 Karma um ihn auf 12 zu erhöhen .
für diese 120 Karma bekommt man soviel anderes an Vorteilen, an Attributen ( die ja weitaus mehr als nur einen einzigen Skill erhöhen) und als Erwachter bekommt man noch viel mehr dafür !
Andererseits kann ein SL die hohen Skillstufen für seine NSCs jederzeit nutzen, da die Karmakosten irrelevant sind für NSCs
( Ich glaube nicht, das viele SL ausrechnen wie "Karmaschwer" ihr NSC ist ;) )

In meiner eigenen 2055er Hausrunde haben wir ein Skillcap von 9 (10 mit Talentiert) was ImO der beste kompromiss ist .

Zitat
genauer gesagt bei den Cyberaugen ist mir die Stufe der Augen aufgefallen. Nach vielem Hin- und Herblättern, Index nach Verweisen durchkämmen und so, kam ich dann schließlich von selbst drauf, dass der Unterschied hauptsächlich in der Kapazität liegt und diese besagt, wieviel von dem lustigen Zusatzkram, dessen Kapazität in [Klammern] steht, noch in die Teile eingebaut werden können.
das ist Korrekt so
Essenzkosten berechnene sich eher nach der Outgame Effektivität, nicht nach einer Ingame Invasivität
Gutes Beispiel sidn (neben den Cyberaugen & Ohren) auch Kompositknochen.
Titanknochen kosten weitaus mehr Essenz als Plastikknochen ;) Ingame ist das nicht zu erklären

Zitat
Steht das auch irgendwo im Regelbuch? Bin ich einfach nicht in der Lage, die entsprechenden Stellen zu finden? Klar kann man da auch alleine drauf kommen, aber intuitiv ist anders.

Was ? das CGL Outgame Regeln versucht Ingame zu erklären ?
Nein das wirst Du nirgends finden . Weder bei Vor & Nachteilen ( schau die mal Die SIN Nachteile an und warum sie wieviel Karma kosten oder schau dir mal an was Ingame passiert, wenn Du deine Schulden(Nachteil) nicht bezahlen kannst ) noch bei den Essenzkosten , oder Kosten von Waffen & Ausrüstung

mit Outgametanz
Medizinmann
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Medizinmann am 27.10.2017 | 16:49
P.S. versteht mich nicht falsch ;)
Es ist nicht so ,das SR4A der ....heilige Gral ist und SR5 ist ...Abfall & Schmutz.
(Ich kann auch gut verstehen ,wenn Spieler SR5 mehr mögen als SR3...)

Beide Regelwerke haben Fehler & Stärken , beide brauchen Hausregeln um richtig/besser zu funktionieren.
Ich spiele auch Beides (habe 2 SR5 Runden, 2 SR4A Runden und eine 2055er Mixregel Runde )

Mir gefällt nur viel weniger was ...."hinter der Bühne" drüben in den USA abgeht.....
weshalb Ich CGL und seine inkompetenten Mitarbeiter einfach nicht (mehr) abkann

mit Mixtanz
Medizinmann
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Sashael am 27.10.2017 | 17:54
Was ? das CGL Outgame Regeln versucht Ingame zu erklären ?
Nein das wirst Du nirgends finden .
Nein, ich meine tatsächlich den puren Crunch an sich.
Das STEHT meiner Meinung nach nämlich nirgends, dass die Kapazitäten in [Klammern] als "Kosten" zu verstehen sind und die Angabe der Kapazität bei den Cyberaugen Stufe 1-4 dafür steht, wieviele man von den Gadgets einbauen kann.
Die Stufenangabe bei den Cyberaugen machte auf mich nämlich erstmal keinen Sinn, da alle Augen von Stufe 1-4 die gleichen Grundmerkmale haben und die höheren Stufen sogar mehr Essenz kosten.
Hat ne Weile gedauert, bis ich das ohne irgendwelche Erläuterungen im GRW geschnallt habe.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Medizinmann am 27.10.2017 | 19:44
??
Ich verstehe dich nicht so ganz...

Zitat
Das STEHT meiner Meinung nach nämlich nirgends, dass die Kapazitäten in [Klammern] als "Kosten" zu verstehen sind und die Angabe der Kapazität bei den Cyberaugen Stufe 1-4 dafür steht, wieviele man von den Gadgets einbauen kann.
Die unterschiedlichen Kapazitäten sind genau das Unterscheidungsmerkmal der Stufen (höhere Stufe-->mehr Kapazitäten--> mehr kann man in die Cyberaugen einbauen)

Zitat
Hat ne Weile gedauert, bis ich das ohne irgendwelche Erläuterungen im GRW geschnallt habe.
?? *Schulterzuck*
Vielleicht spiele Ich schon zu Lange SR , aber ich hätte jetzt nicht gedacht, das es NICHT offensichtlich die Kapazitäten sind...
Aber OK, wenn Du das so schreibst,dann ist es so für dich :)

mit freundlichem Tanz
Medizinmann
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Sashael am 27.10.2017 | 21:13
??
Ich verstehe dich nicht so ganz...
..
Vielleicht spiele Ich schon zu Lange SR ,
Ja, das Gefühl habe ich auch. ;)

Möglicherweise tun die Herausgeber von SR5 das auch, denn für jemanden, der noch nie von Kapazitäten im Zusammenhang mit Cyberaugen gehört hat (zur 2nd Ed. gabs das noch nicht), ist die Tabelle nicht im Ansatz selbsterklärend. Der Zusammenhang zwischen den Kapazitäten der Cyberaugenstufen und den [Kapazitäten] der Upgrades hätte ruhig an einer offensichtlichen Stelle erklärt werden können.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 27.10.2017 | 21:24
Nicht "möglicherweise", sondern definitiv.

Es passiert mir öfter im Gespräch mit jüngeren Spielern, die teils erst mit SR5 eingestiegen sind, dass sie Dinge nicht auf dem Schirm haben, die ich für völlig selbstverständlich halte - sowohl in Sachen Crunch wie auch in Sachen Fluff und da speziell recht "harte" Settingfakten.
Wenn ich dann ins Buch schaue, stelle ich fest: Woher sollen die das auch wissen? Das wird mit keinem Sterbenswörtchen erwähnt.
Da steht ganz oft gefühlt zwischen den Zeilen "Ach, das wisst ihr ja alle, brauchen wir hier nicht ausführen".
Und das kann man zwar in seiner langjährigen heimischen Runde bringen, aber nicht in einem GRW, das für neue Spieler die Grundlagen vermitteln soll.

In dieser Hinsicht war die 4. Edition um Längen besser.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am 7.11.2017 | 16:10
Wie ist das eigendlich mit Skillsotfs und Talenten die eigendlich keine Körperlichen aktivitäten beinhalten. Also sowas wie Computer, Fahrzeuge eigstöpslet lenken, Taktik kleiner Einheiten, braucht man für solche Softs Talentleitungen oder reicht eine Wissensoftverbindung?
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Darius der Duellant am 8.11.2017 | 22:43
Taktiken kleiner Einheiten ist eine Wissensfähigkeit, dafür reicht die Talentbuchse.
Alles andere sind aktive Fähigkeiten, dafür braucht es auch die Talentleitungen.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 8.11.2017 | 22:59
Ach ja, Taktik kleiner Einheiten...die wahrscheinlich am Merkwürdigsten umgesetzte Fertigkeit in vielen SR-Editionen und auch in ganz anderen Systemen.

Als Beispiel oder gar Grundlage für Regelüberlegungen taugt die daher meistens eher schlecht - unabhängig von der hier angeklungenen Frage, ob sie eine Aktions- oder Wissensfertigkeit ist bzw. sein sollte.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am 9.11.2017 | 09:03
Taktiken kleiner Einheiten ist eine Wissensfähigkeit, dafür reicht die Talentbuchse.
Alles andere sind aktive Fähigkeiten, dafür braucht es auch die Talentleitungen.
Zumindest bei SR3 war es glaub ich eine aktive Fähigkeit.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Medizinmann am 9.11.2017 | 11:21
Wie ist das eigendlich mit Skillsotfs und Talenten die eigendlich keine Körperlichen aktivitäten beinhalten. Also sowas wie Computer, Fahrzeuge eigstöpslet lenken, Taktik kleiner Einheiten, braucht man für solche Softs Talentleitungen oder reicht eine Wissensoftverbindung?
Nach RAW gibt es aktive und Wissensfertigkeiten . für aktive Skills brauchst Du eine Talentleitung !
Bodenfahrzeuge ist ein aktiver Skill ,der eine Talentleitung benötigt, egal ob eingestöpselt oder nicht .
Auch Computer ist ein aktiver Skill, der eine Talentleitung braucht .
(ansonsten mußt du /dein SL das Hausregeln, aber nach RAW gehen aktive Skills nicht ohne Talentleitung, oder du Improvisierst mit Attr -1W  wobei nicht jede Impro Sinn macht )

HougH!
Medizinmann
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 9.11.2017 | 13:07
Zumindest bei SR3 war es glaub ich eine aktive Fähigkeit.

Ist ja auch sinnvoll.

Die Einteilung nach körperlicher Aktivität funktioniert jedenfalls auch bei anderen Fertigkeiten schon nicht (was aber hauptsächlich daran liegt, dass man nie so recht wusste, was nun eine Wissensfertigkeit genau ist und macht).
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Darius der Duellant am 14.11.2017 | 23:16
Das TKA als aktive Fähigkeit mehr Sinn ergeben würde, da stimme ich absolut zu.
Im Moment ist es aber eben ne Wissensfähigkeit und benötigt damit nominell keine Talentleitungen wenn man sie sich per Chip einwerfen will.

"aktive körperliche Fähigkeit" ist leider kein übermäßig präziser Begriff. Regelseitig benötigt man in 5e für alles was keine Sprach oder Wissensfähigkeit ist, EIGENTLICH Talentleitungen.

"Eigentlich" weil es bestimmte BTLs gibt, die dir fixe Skillwerte verschaffen.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 14.11.2017 | 23:43
Irgendwie wusste man bei SR halt nie, wo man damit hin wollte.

Anderswo gibt es ganz unaufgeregt eine kurze Beschreibung und knappe Regeln für die Anwendung, fertig.

Bei SR ist das je nach Edition eine Fertigkeit mit fast schon eigenem Subsystem sowie enormen Auswirkungen, kommt dabei ein gutes Stück weit als Schwarze Kunst rüber (bis hin zum Cybertaktiker-NSC) und läuft nie so richtig rund - speziell was die Verzahnung mit den "normalen" Kampfregeln angeht.

Ist schon ein ziemliches Kuriosum.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Trichter am 21.12.2017 | 08:56
https://www.heise.de/newsticker/meldung/Bright-Fantasy-Cop-Action-mit-Will-Smith-und-Orks-3924574.html
Das könnte fast als "Shadowrun - The Movie" durchgehen.
Orks, Elfen, Schießereien, Magie. Fehlt eigentlich nur noch die Matrix.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Medizinmann am 21.12.2017 | 09:55
jouh
Bright ist schon seit längerem in der SR Community bekannt

Und wenn wir gerade dabei sind
Der hier

https://www.youtube.com/watch?v=CADEGqkxNV0

Wurde gestern erst im Pegasus Forum verlinkt

mit Kurztanz
Medizinmann
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 21.12.2017 | 14:27
Orks, Elfen, Schießereien, Magie. Fehlt eigentlich nur noch die Matrix.

Und die richtige Atmosphäre.
Aber man nimmt, was man kriegen kann...
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Medizinmann am 21.12.2017 | 16:44
Bright ?
 Ich sehe es als "Prä SR" an , also irgendwie in den ...2030ern.(oder so)
Noch ohne SR Tech ,aber trotzdem "Near Future Dystopie" und eben mit Orks & Elfen
( Ja ,Ich kenne die SR geschichte und weiss wer 2011 und 2021 "kam " ;)
 Aber trotzdem.....

HeyaHeyaHeyaJa
Medizinmann
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 23.12.2017 | 14:45
Nach dem Anschauen:
Bright ist ein ziemlich überladener Eintopf aus allen möglichen Ideen, dem eine klarere Linie sehr gut getan hätte.
Passt also zumindest auf der Metaebene perfekt zu SR  ~;D

Gucken kann man ihn jedenfalls allemal und auf die Liste der halbwegs guten Filme mit SR-Anmutung gehört er auch.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Medizinmann am 24.12.2017 | 15:58
er hat mich bei weitem nicht so enttäuscht wie Star Wars 8 oder Justice League !
(und das ist was wert )
Ich sehe ihn aber inzwischen nicht mehr als SR Film an ( hab ich eigentlich auch vorher nicht gemacht, hatte es nur gehofft) sondern ....., wenn man schon mit einem RPG vergleicht ,dann mit GURPS Technomancer , oder D20 Urban Arcana

mit Weihnachtstanz
Medizinmann
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 24.12.2017 | 16:01
Da waren wohl auch die Erwartungshaltungen leicht unterschiedlich...  ;)

Geht mir nicht anders.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Thorgest am 29.01.2018 | 14:46
Ich hab da mal die Frage nach einem Automatisierten Charakterbogen...
Gibt es außer dem Chummer5a (nicht befriedigend)
und dem von Hero LAB (gut, aber 35$)
jemanden der einen Charaktergenerator für SR5 der auf Exel basiert und gut nutzbar ist?
Hat da jemand Erfahrungen oder Hinweise für mich?
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 7.02.2018 | 18:07
Das sehe ich anders. Inkohärent möglicherweise. Dysfunktional? Finde ich nicht. Das Losgelöste, teils Widersprüchliche im Setting macht m. M. den besonderen Reiz aus. Dass sich das in den Regeln widerspiegelt, kann man gut oder schlecht finden, erscheint mir aber zumindest nachvollziehbar (zum Einen eben bedingt aus der Entstehungszeit und -geschichte, zum Anderen bedingt aus dem Setting).

Rückblickend muss ich sagen, dass der grantige Mitbewohner eines Freundes immer Recht hatte:
Seit SR1 geht es nur noch abwärts  ~;D

Wenn ich heute unbedingt "richtiges" SR leiten sollte, sprich mit proprietärem Regelwerk, würde ich tatsächlich am Ehesten die leicht verhausregelte 1. Edition nehmen.
Seitdem hat man vieles auf ganz unterschiedliche Weise anders gemacht, aber so wirklich besser ist es nie geworden.


Was die Kohärenz angeht:
Meines Erachtens ist SR sehr kohärent auf Powergamer, Buttkicker und Problemlöser hin konzipiert.

SR weiß zumindest mittlerweile ziemlich genau, was es will - auch, weil viele der anderen Strömungen relativ bewusst abgestellt worden sind (indem man Mitarbeiter und Freelancer mehr oder weniger gezielt entfernt hat oder die von selbst aufgegeben haben).

Nur macht es das dann einfach nicht sonderlich gut.
Ok, Buttkicker bekommt man immer irgendwie bedient, aber ich störe mich als Spielmechanik-Feinschmecker deutlich daran, dass sich schon das Powergaming weitestgehend auf das Ausnutzen von diversen Regelblödheiten beschränkt statt auf "richtige" System Mastery zu bauen. Das betrifft dann auch die Taktiker.

Vom Thema Gun Porn ganz zu schweigen. Es ist schon paradox, dass gerade das System, das dafür weithin bekannt und verschrien ist, das dermaßen schlecht macht. 
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Sashael am 7.02.2018 | 19:50
Rückblickend muss ich sagen, dass der grantige Mitbewohner eines Freundes immer Recht hatte:
Seit SR1 geht es nur noch abwärts  ~;D

Wenn ich heute unbedingt "richtiges" SR leiten sollte, sprich mit proprietärem Regelwerk, würde ich tatsächlich am Ehesten die leicht verhausregelte 1. Edition nehmen.
Seitdem hat man vieles auf ganz unterschiedliche Weise anders gemacht, aber so wirklich besser ist es nie geworden.
Naja, das Kampfsystem der 2nd war um Längen spielbarer und flüssiger als dieser endlose Krampf der 1st Edition.

Sorry, aber das war wirklich einfach nicht spielbar.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 7.02.2018 | 21:08
Was war denn da groß anders?

2 und 3 sind doch nur deswegen schneller, weil die Tödlichkeit so nach oben geschnellt ist.
Kann man ohne Weiteres anpassen.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Boba Fett (away) am 7.02.2018 | 21:30
Also, ich persönlich empfand die Schadensregelung im SR2.01d besser geregelt, als die aus dem SR1.
Die Unterschiede zwischen 2 und 3 empfand ich als marginal, und da das 2.01d ganz viele konvertierte Sourcebookdaten aus den SR1 Sourcebooks hatte, hatte die 2.01d für uns lange die beste Wertigkeit.
Die Anzahl an Quellenbücher für SR3 war natürlich unschlagbar, aber wir haben die immer auch für 2.01d verwendet...

SR4 empfand ich als wirkliche besserung durch die Anpassung des Würfelsystems (feste Erfolgswerte).
SR5 war dann wieder so minimal angepasst, dass ich es mir nur wegen des Kampfpreises ins Regal gestellt habe.

Die totale Ernüchterung kam für mich, als D&D3 rauskam, denn das zeigte einfach mal, wie ein gutes taktisches System funktionieren kann.
Und das Shadowrun = Missions Konzept ist doch wie gemacht für tactical Gaming.
Ich habe nie verstanden, warum FASA mit Shadowrun nicht auf den d20 Zug aufgesprungen ist, zumal die anderen Dinge (Powergaming, Gunporn, cooles Setting, ...) ja auch nicht im Widerspruch zu d20 stehen.
Aber seit dem betrachte ich SR mit anderen Augen. Weil ich erkannt habe, dass es nie das für mich liefern wird, was ich möchte.
(das alles ist natürlich mega subjektiv!!!)

Settingtechnisch mag ich die Anfänge mit pinkem Irokesenschnitt und anti Konzern Einstellung.
Die späteren „wir sind alles mietbare Murderhobo-Spezialisten und es ist uns egal, für wennwir arbeiten“ mochte ich nicht - war für mich die falsche Attitüde.

Was mich immer genervt hat, war die Tatsache, dass viele Rollenspiel-regelbeschreibungen mechanisch völlig irreal waren. Ich habe es zum Beispiel in den ganzen Jahren, die wir SR früher gespielt haben, nicht einmal erlebt, dass ein Magier physischen Schaden durch Entzug bekommen hat.
Auch Decking/Hacking/Technomancering hat niemals wirklich funktioniert.
Astralreisen waren nur eine totale Belastung für die Runde.

Von den dominierenden „wir machen jetzt Legwork, dessen Informationsgehalt minimal ist, uns aber mehr Invest kostet als der Run einbringt, planen dann endlos rum, danach denkt sich der Spielleiter Schweinereien aus, die wir nicht wissen konnten oder nicht einbezogen haben, kriegen böse auf die Mützeu und werden am Ende vom Johnson beschissen und von allen gejagt“ Erfahrungen haben auch nicht dazu beigetragen, dass ich nostalgische Erinnerungen an Shadowrun hege. (was ich grundsätzlich bedauere, denn eigentlich will ich das Spiel mögen)
Und das sind Spielverhalten, die durch die Kaufabenteuer anerzogen wurden...
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Rhylthar am 7.02.2018 | 22:04
Hm, das sieht bei mir ein wenig anders aus.

Vorweg:
Für mich ist die Shadowrun-Welt neben meinen Forgotten Realms das Nonplusultra. Ist das Setting, in dem ich mich (neben den FR) am wohlsten fühle.
Spielerisch kann ich allerdings mit "Pink Mohawk" so gar nichts anfangen; meine Vorliebe geht ganz klar in die "professionelle Shadowrunner"-Richtung.

Eine Sache, die ich nach wie vor für mich prägend halte (und auch im RPG allgemein bevorzuge) ist der Gruppengedanke. 4 - 5 Spezialisten, die in großen Teilen ihre Nische alleine beackern, aber als Team harmonieren, ist für mich toll und bringt mir am meisten Spaß.

Regeltechnisch war meine Lieblingsnische leider völlig unbrauchbar (wir haben 3 gespielt, später noch aus 2 rüberkonvertiert). Decker war regeltechnisch zu kompliziert und zu umständlich, um es am Tisch ordentlich rüberzubringen. Mit Astralraum hatten wir nie ein Problem, dass Magier auch wirklich mal durch Entzug Schaden bekommen haben, hatten wir durchaus auch.

Den Klassiker "And then the shit hits the fan..." hatten wir natürlich auch. War aber okay, dann es war meist plausibel (Ausnahmen wie Celtic Double-Cross mal weggelassen), gab aber auch genug Runs, die sauber liefen.

Regeltechnisch..hm, Shadowrun d20? Ich hätte nicht nein gesagt, wobei ich mit 3 gut klar kam.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Boba Fett (away) am 7.02.2018 | 22:11
@Rhyltar: klassische Generationenfrage, würde ich sagen.
Wir haben halt mit der first angefangen, erst in englisch, als sie erschien, und dann in deutsch, sobald sie rauskam...
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Marduk am 7.02.2018 | 22:14
Naja, das Kampfsystem der 2nd war um Längen spielbarer und flüssiger als dieser endlose Krampf der 1st Edition.

Sorry, aber das war wirklich einfach nicht spielbar.
Falsch, es haben Leute gespielt und waren glücklich damit. q.e.d.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Rhylthar am 7.02.2018 | 22:14
@Rhyltar: klassische Generationenfrage, würde ich sagen.
Wir haben halt mit der first angefangen, erst in englisch, als sie erschien, und dann in deutsch, sobald sie rauskam...
Wir sind ca. die gleiche Generation.  ~;D

Aber richtigerweise muss man sagen, dass wir vorher lange Cyberpunk gespielt hatten und dann erst auf SR umgestiegen sind.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Sashael am 7.02.2018 | 22:22
Was war denn da groß anders?

2 und 3 sind doch nur deswegen schneller, weil die Tödlichkeit so nach oben geschnellt ist.
Kann man ohne Weiteres anpassen.
Dann erinnerst du dich wohl an etwas anderes als an SR1. ;D

Die Schadensabwicklung war grauenhaft. Die Rüstung funktionierte anders und war umständlicher. Kleine Anekdote:
Das Stuffershack Shootout Szenario habe ich zweimal gespielt. Mit SR1 haben wir nach drei Stunden mehr oder weniger ergebnislos angebrochen. Mit SR2 war das eine spaßige Ballerei in rund einer Stunde. Was angesichts der ingame abgelaufenen Zeit von vielleicht 20-30 Sekunden zwar immer noch Wahnsinn ist, aber trotzdem kein Vergleich zu der ersten Würfelorgie. ;)
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Boba Fett (away) am 7.02.2018 | 22:27
Wir sind ca. die gleiche Generation.  ~;D

Aber richtigerweise muss man sagen, dass wir vorher lange Cyberpunk gespielt hatten und dann erst auf SR umgestiegen sind.
Wir haben es parallel gespielt und eigentlich war Cyberpunk 2020 immer unser Favorit.
Und für mich las sich das so, dass Du mit SR3 begonnen hast.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Rhylthar am 7.02.2018 | 22:29
Wir haben es parallel gespielt und eigentlich war Cyberpunk 2020 immer unser Favorit.
Und für mich las sich das so, dass Du mit SR3 begonnen hast.
Ja, das stimmt auch. Oder anders: Wir hatten zwar SR2 Regelbücher, aber die 3. Edition kam raus und da haben wir zugegriffen und damit angefangen.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 8.02.2018 | 07:12
Die Schadensabwicklung war grauenhaft. Die Rüstung funktionierte anders und war umständlicher.

Anders ja, umständlicher mMn nicht.
SR2 hat durch die variablen Mindestwürfe beim Schadenswiderstand nur einen ziemlich schmalen Streifen, in dem Rüstung halbwegs ordentlich funktioniert. An den Randbereichen könnte man sich das Würfeln oft eigentlich sparen, aber weil es oben wie unten um jeden Erfolg geht, muss man es doch machen.

Der dreiteilige Schadenscode von SR1 hat den Vorteil, dass schwerere Waffen zuverlässiger Schaden anrichten, aber nur mit sehr guten Angriffen wirklich tödlich sind.
Das fällt bei der Variante von SR2 hinten runter und seitdem ist jede Edition aus unterschiedlichen Gründen "eggshells armed with sledgehammers".

Kleine Anekdote:
Das Stuffershack Shootout Szenario habe ich zweimal gespielt. Mit SR1 haben wir nach drei Stunden mehr oder weniger ergebnislos angebrochen. Mit SR2 war das eine spaßige Ballerei in rund einer Stunde. Was angesichts der ingame abgelaufenen Zeit von vielleicht 20-30 Sekunden zwar immer noch Wahnsinn ist, aber trotzdem kein Vergleich zu der ersten Würfelorgie. ;)

Kann ich so nicht bestätigen. Das einzige, was bei SR1 garantiert ergebnislos viel Zeit frisst, ist Autofeuer mit schlecht gewählter Schusszahl.
Ansonsten hängt das alles nur an der erwähnten Tödlichkeit und die würde ich lieber von SR1 kommend leicht nach oben bringen als an späteren Editionen rumzuschrauben.

SR4 empfand ich als wirkliche besserung durch die Anpassung des Würfelsystems (feste Erfolgswerte).

Das führt aber auch zu einer enormen Varianz, was sowohl in 4 als auch in 5 ziemlich nervig sein kann.
Ich fand das zu Beginn der 4. Edition auch gut, aber unterm Strich war es für mich keine echte Verbesserung - und letztlich sogar der Anlass, auf andere Systeme zu konvertieren, was ich über die gesamte dritte Edition immer vor mir her geschoben hatte.


Die totale Ernüchterung kam für mich, als D&D3 rauskam, denn das zeigte einfach mal, wie ein gutes taktisches System funktionieren kann.
Und das Shadowrun = Missions Konzept ist doch wie gemacht für tactical Gaming.
Ich habe nie verstanden, warum FASA mit Shadowrun nicht auf den d20 Zug aufgesprungen ist, zumal die anderen Dinge (Powergaming, Gunporn, cooles Setting, ...) ja auch nicht im Widerspruch zu d20 stehen.
Aber seit dem betrachte ich SR mit anderen Augen.

Dass es spielmechanisch so viel ganz anders gemacht hat als D&D, war gerade in den Anfangszeiten ein Alleinstellungsmerkmal von SR und für viele Spieler ein großer Pluspunkt, wenn nicht sogar der Grund, überhaupt damit anzufangen.
Ein Wechsel von der damals dritten Edition auf ein d20-SR wäre für viele wohl nicht in die Tüte gekommen.


Was verstehst du denn genau unter tactical gaming und warum sind D&D bez. d20 dafür so gut geeignet?
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Boba Fett (away) am 13.02.2018 | 20:43
Was ich unter tactical Gaming verstehe...
Naja letztendlich, wenn die Konflikte im Rollenspiel durch taktische Entscheidungen beeinflußt werden und nicht nur „hitpoints“ Heruntergewürfel darstellen.
Entscheident dazu ist ersteinmal jedem beteiligten klar ist, wo sich welcher Beteiligte im Kampf befindet.
In früheren Rollenspielen lief das ja meistens parallel in den köpfen der Spieler ab, so dass jeder unterschiedliche Vortsellungen von der Situation hatte. Irgendwann brachte der Spielleiter das dann verbal auf einen Stand, was nicht selten zu böse. Überraschungen führte. Auch Skizzen führen meist nur zu minimaler Besserung, da diese meistens ungenau waren zu zu sporadisch aktualisierten.
Im weiteren gehört dazu, dass das Territorium selbst auch Einfluß nehmen kann, in dem es Deckung bietet, ungesehene Annäherung oder Hinterhalte möglich macht, Bewegungsweiten beeinflußt oder durch unterschiedliche Höhenlevel die Kampfsituation verbessert oder verschlechtert, umwege erfordert, etc. etc.
Letztendlich gehört dazu der Einsatz einer Battlemap, Minis (oder Alternativen) und Regeln, die all dies irgendwie abdecken.

Und da gibt es wenig Kandidaten an Rollenspielsystemen, die das ermöglichen.
D&D / d20 ist eines davon. Savage Worlds ein anderes, midgard 5 ein drittes.
Savage Worlds ist mir zu grobkörnig.

Ich bin es kurz gesagt leid, in Rollenspielen, die Missonsbasierte Abenteuer enthalten, mich darauf verlassen zu müssen, dass der „gemeinsame Vorstellungsraum“ genug überlappt, um nicht gesagt zu bekommen „das geht nicht, weil“ und dann zu bemerken, dass der Spielleiter eine ganz andere Situation im Kopf zusammengesetzt hat, weil irgendwas nicht gesagt wurde, gesagtes nicht wahrgenommen, nicht verstanden oder falsch interpretiert wurde.
Ich bin die ganzen bösen überraschungen leid „Wie, da ist ein Zaun? Der wurde bisher nicht einmal erwähnt!“,
die jegliche Situation in improvisiertes Plan B geballere verwandeln.
Das hat mich die 90er Jahre begleitet und extrem frustriert.
Und letztendlich ist es der entscheidende Grund, warum ich Shadowrun (und einige Andere Systeme) nicht mehr spiele.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 13.02.2018 | 23:35
Danke für die Ausführungen :d

Das bezieht sich wohl nur deswegen auf konkrete Systeme, weil mit denen die entsprechenden Erfahrungen gemacht wurden; Battlemap "kann" SR ja grundsätzlich schon - dass dafür nicht zehntausend Sonderregeln bestehen, empfinde ich sogar als Vorteil.

Aber mal einen Schritt zurück und zu meiner Perspektive:
Geärgert habe ich mich über ähnliche Probleme natürlich auch schon - besonders dann, wenn es zuerst hieß: "Ach, Karte/Skizze brauchen wir nicht", wo eigentlich schon klar war, dass das länger dauert und das keiner im Kopf behalten kann.

Ich bin dann aber zur gegenteiligen Überzeugung gelangt, nämlich dass man zwar Skizzen zur Übersicht machen kann (und oft auch sollte), aber alles genauere nur in unerträgliches Gefuddel ausartet.
Da sind Kampfrunden dann z.B. zehn oder zwanzig Sekunden lang und ich soll mich um einen halben Meter kümmern? Echt? Das interessiert doch unter diesen Umständen keine Sau.
Man kommt doch in den allermeisten Fällen irgendwo nicht zeitnah dran, weil jemand oder etwas im Weg ist und nicht weil es zwanzig Zentimeter zu weit weg ist.

Mir geht gar nicht in den Kopf, warum in diesem Rahmen die genaue Positionierung so wichtig sein soll. Mich interessieren doch nur die praktischen Aspekte, etwa ob man man mit allen Leuten in der selben Kampfrunde in einen Raum rein kommt.
Wenn diese Kampfrunde aber fünf oder zehn Sekunden dauert und ja im Grunde alles in dieser Kampfrunde weitestgehend gleichzeitig passiert oder sich zumindest teilweise überschneidet, dann ist es doch komplette Augenwischerei, mit konkreten Positionen zu arbeiten und die auch noch ganz genau für die Spielmechanik zu nutzen.
Im Grunde ist doch nur relevant (und in diesem Rahmen auch nur darstellbar!), dass sich die Charaktere in dieser Runde vom Flur in den Raum bewegen.
Wo die genau langgehen und wo sie letztlich auf den halben Meter genau stehen (am Besten noch in einem Ringkampf mit jemandem...ist klar), ist doch in diesem Darstellungsrahmen weder wichtig noch umsetzbar.
Ebenso ist die konkrete Positionierung bei Kampfbeginn völlig aus der Luft gegriffen, hat aber mit einem Schlag höchste Relevanz - das passt nicht zusammen.

Und genau so fällt das mit steigendem Detailgrad völlig auseinander.
Mal angenommen, man spielt irgendwas enorm Hartwurstiges in einem modernen Setting mit nichtmilitärischem Häuserkampf (weil es im zivilen Kontext mehr Optionen und Varianz gibt) - da ist es völlig unmöglich, eine genaue Karte zu zeichnen, auf der alles Relevante drauf ist.
Da geht es ja nicht nur um Entfernungen inklusive Sichtlinien, sondern um jede Menge Kleinscheiß.
Wo sind die Lampen und die zugehörigen Schalter, in welchem Zustand sind die gerade jeweils, wo stehen welche Möbel, in welche Richtung gehen die Türen auf, kann man an offenen Türen durch den Spalt zwischen Wand und Blatt gucken, wie dick sind die Außen- und Innenwände und aus welchem Material, was gibt es an improvisierten Waffen, wo ist was für ein Bodenbelag und und und...
Das und noch viel mehr Kleinkram kann für den betroffenen Charakter alles wichtig werden und sich auch in Spielmechanik niederschlagen, aber wer will das denn alles so konkret abarbeiten?


Diesen ganzen Rotz aus den beiden Aspekten packt man besser abstrakt irgendwo in Beschreibung, ggf. in (vergleichende) Würfe und/oder behandelt es möglichst kulant.
Den Satz "Das ist aber einen Meter zu weit weg, dauert noch eine Runde länger" gibt es bei mir genau so wenig wie "hier ist überhaupt gaaaar keine Deckung". Mit so einem Scheiß will ich mich nicht befassen, irgendwas geht immer und fertig.

Ich gehe grundsätzlich niemandem mit genauen Distanzen auf die Eier und mag deswegen auch Systeme, die das auf die praktischen Aspekte runterbrechen und in passende Zonen bzw. Distanzgruppen einteilen.
Bei Feuergefechten auf große Entfernungen ist sowieso egal, wo sich Gegner und man selbst genau befinden - da ist die Frage nur, ob man Sichtlinie hat, wie gut die Deckung ist und was welche Seite in Sachen Distanz zu tun gedenkt (davon abgesehen, dass man hier mit Karten sowieso allein maßstabsmäßig schon an die Grenze der Machbarkeit stößt).
Auf kürzere Entfernungen ist nur relevant, was die Gegenseite tun kann, bis man mit der eigenen Bewegung fertig ist. Aber auch da muss ich mich allerhöchstens in einigen wenigen Momenten um die Frage kümmern, ob eine Distanz X überbrückt werden kann oder nicht und das liegt dann an allen möglichen Sachen, aber bestimmt nicht daran, ob einer Geschicklichkeit 17 oder 18 hat.
Twilight 2013 macht das z.B. ganz hervorragend.
Da gibt es range bands, die nach außen deutlich aufgehen - also Nahkampf, "room to room" (sprich in einer Runde erreichbar), "house to house" und danach gehts ganz flott in die dreistelligen Zahlen.


Ebenso beschreibe ich Sachverhalte möglichst im Hinblick auf die Interaktion mit der Spielmechanik. Das heißt auch, dass ich vom Spieler vor Allem hören will, was er sich als nächstes Ziel gesetzt hat und nicht, was der Charakter in den nächsten fünf Runden Schritt für Schritt tut, nur damit wir am Ende feststellen, dass wir von Anfang an aneinander vorbei geredet haben.
Als Spieler mache ich das genauso, weil ich anders keine Entscheidungsgrundlage habe - Karte und Regeln reichen erfahrungsgemäß nicht; ich halte mich da viel mehr an das, was ich vom SL höre.

Mit Skizze und klarer Kommunikation habe ich viel bessere Erfahrungen gemacht als mit Miniaturen, weil letztere so vehement die Deutungshoheit an sich ziehen und damit eine Relevanz beanspruchen, die sie mMn gar nicht haben können. Das ist und bleibt alles nur symbolische Darstellung und auf so ein diffuses Fundament stellt man keine konkrete Spielmechanik.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Boba Fett (away) am 14.02.2018 | 19:44
Ich habe halt früher häufig unter bösem Erwachen gelitten...
„Wieso sind die denn plötzlich denn so dicht dran, letzte Runde waren die doch noch so weit weg, dass der Sniper sie nicht erwischen konnte...“ (übertrieben)
„wieso können die denn da plötzlich in Deckung gehen, als wir dort waren, hieß es, es gäbe keine Deckung...“
...

Klar hast Du recht. Es muß nict zwangsweise auf den letzten Meter ankommen. Andereseits gibt es dir wenigstens etwas Hilfe und übersicht.
Vor allem verleitet es aber dazu, daß der Spielleiter sich vorher Gedanken macht und nict was spontan zusammeneierz. Und auch, dass die Spieler sich Gedanken machen und nicht gelangweilt „ich schieß dann mal“ sind.

Dazu kommt, dass Shadowrun doch eigentlich prädestiniert ist, für Battlemaps. Denn der Run definiert das Territorium und damit weiß man als Spielleiter vorher, wo man detailliertes Kartenmaterial braucht.
Und sicherlich: eine Battlemap hat nicht so viel Detailgrad, wie man es sich bim Häuserkampf wünschen würde, aber ohne sieht es doch noch viel düsterer aus.

Ich bin dieses Impro-Zusammengereime von Spielleitern einfach leid und wünsche mir Klarheit.

Das war nicht immer so. zu Anfangszeiten von D&D3 habe ich Battlemaps nicht leiden können.
Inzwischen verstehe ich aber, was einige Leute daran mögen.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 15.02.2018 | 00:15
Ich habe halt früher häufig unter bösem Erwachen gelitten...
„Wieso sind die denn plötzlich denn so dicht dran, letzte Runde waren die doch noch so weit weg, dass der Sniper sie nicht erwischen konnte...“ (übertrieben)
„wieso können die denn da plötzlich in Deckung gehen, als wir dort waren, hieß es, es gäbe keine Deckung...“

Ja, das ist wohl in den allermeisten Fällen die naheliegendste "Verteidigung" gegen einen (auch unbewusst) antagonistisch agierenden SL.
Wenn sich dadurch das Spiel spürbar verbessert, kann es nicht falsch sein.

Vor allem verleitet es aber dazu, daß der Spielleiter sich vorher Gedanken macht und nict was spontan zusammeneierz.

Da bin ich auf beiden Seiten des SL-Schirms völlig schmerzfrei: Mir ist es egal, ob der SL sich weit im Vorfeld etwas ausdenkt oder erst dann, wenn es wichtig wird - durch den Zeitpunkt ändert sich ja im Grunde überhaupt nichts.
Als kleinen Nachteil sehe ich da nur, dass im zweiteren Fall i.d.R. das Vertrauen zum SL etwas größer sein muss.
Auf der anderen Seite hat es den Vorteil, dass man als SL kurzfristig noch hinter den Kulissen Sachen abfangen kann, die der Gruppe zufällig/unbeabsichtigt und im Vorfeld nicht vorhersehbar zum Nachteil gereichen (macht natürlich nur einen Unterschied, wenn man das schon so weit offengelegt hat, dass man es nicht mehr unerkannt korrigieren kann).


Dazu kommt, dass Shadowrun doch eigentlich prädestiniert ist, für Battlemaps. Denn der Run definiert das Territorium und damit weiß man als Spielleiter vorher, wo man detailliertes Kartenmaterial braucht.

Wenn man klassische Runs auf Konzernanlagen spielt - analog zum Dungeoncrawl.
Das war auch in meinen Anfangszeiten nie so meins und entsprechend flexibel musste ich in Sachen Schauplätze sein (davon abgesehen, dass ich ohnehin recht improvisationslastig leite). Hat sicherlich dazu beigetragen, dass mir die Skizze schnell lieber war als der ausgefeilte Bodenplan.

Und sicherlich: eine Battlemap hat nicht so viel Detailgrad, wie man es sich bim Häuserkampf wünschen würde, aber ohne sieht es doch noch viel düsterer aus.

Ich kann den Gedankengang nachvollziehen, aber mir geht die feinkörnige und überregelte Umsetzung von Positionierung und Bewegung als absoluter Kern des taktischen Vorgehens meistens ziemlich gegen den Strich.

Zur Verdeutlichung: das ist für mich so, als würde man jeden Handgriff am Gewehr oder jede kleine Distanzkorrektur und jedes Abtasten beim Fechten verregeln.
Natürlich ist das alles für den Kampfverlauf wichtig und möglicherweise entscheidend, aber das interessiert eben auf Regelebene niemand - allerhöchstens wird das mal beschrieben.
In jedem einzelnen Angriffswurf wird so viel zusammengefasst und verallgemeinert, aber auf der anderen Seite ist Bewegung und noch schlimmer Position oft bis ins Kleinste "rangezoomt" und spielmechanisch überbewertet. So empfinde ich das jedenfalls.


Der Königsweg ist für mich eine völlig abstrakte, aber spielmechanisch verbindliche Handhabung, wie es z.B. The One Ring vormacht.
Letzes Jahr habe ich in dieser Richtung als "proof of concept" ein kleines Kampfsystem für moderne Gefechte im Gruppenmaßstab gebastelt, das im Kern aus der Schwerpunktsetzung zwischen Manövrieren, Beobachtung/Bereitschaft und eigentlicher Kampfhandlung besteht.
Da haben dann verschiedene Geländearten/Umgebungen unterschiedliche Eigenschaften (beste verfügbare Deckung, grundsätzliche Manöverschwierigkeit, Distanzen und Sichtlinien, Rückzugs- und Versteckmöglichkeiten) und über die gewählte Handlung sowie die erreichten (erwürfelten) Manöverpunkte sucht man sich aus, was man haben will.
Außer bei großem Würfelglück oder sehr geringem Feinddruck ist das oft die Wahl zwischen Pest und Cholera, aber genau so wollte ich das auch ;)

Wenn trotz meiner dahingehenden Bemühungen als SL die Spieler irgendwann mal entsprechenden Handlungsbedarf sehen würden, würde ich diesen Regelsatz auf das betreffende System konvertieren.
Ich weiß also, wo die Kiste mit dem Werkzeug steht, aber solange nichts kaputt ist, fange ich auch nicht mit Reparieren an ;)
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Medizinmann am 19.04.2018 | 17:17
Vom SR-Nexus auch für euch

https://www.youtube.com/watch?v=_Sw0VCtZs-g

mit Aztekischem Todestanz
Medizinmann
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Supersöldner am 1.05.2018 | 15:44
Woher Kommt eigentlich der MMVV Virus? also ist der einfach so entstanden oder gemacht worden ?
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Medizinmann am 1.05.2018 | 16:20
Woher Kommt eigentlich der MMVV Virus? also ist der einfach so entstanden oder gemacht worden ?
der ist Erwacht

HougH!
Medizinmann
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Irian am 1.05.2018 | 16:21
Gemacht? Nicht in der sechsten oder fünften Welt, würde ich sagen, aus dem einfachen Grund, dass die Mythen über Vampire recht verbreitet waren, so dass es den MMVV schon vorher gab. Über eine Erschaffung, z.B. durch einen Horror, in der vierten Welt kann man sicherlich streiten, aber nachdem das Crossover ja nun hinüber ist, wird da auch nichts neues mehr kommen. Kurz gesagt: Ist halt ein Virus, der erst mit dem Erwachen wieder ernsthaft Probleme macht.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Medizinmann am 1.05.2018 | 17:45
ob gemacht oder nicht weiß ich nicht, aber da es ein magischer/erwachter Virus ist KANN er nur dann (wieder ? ) auf die SR Welt kommen, wenn es Magie gibt. Also nicht in der 5ten Welt (ausser dem extrem seltenen Manaspike Phänomen mit dem man die Legende von Drakula erklären könnte.)
WENN man das will ....
Ich erinnere Mich daran das in WoD alle Helden der Antike, alle bekannten/berühmten/berüchtigten Persönlichkeiten alles Vampyre waren .
Beim ersten mal Lesen wars noch interessant & lustig, aber nach dem 3ten nicht mehr und nach dem 10.
 "Vampirhelden" wurde es nur noch Blöd.
Macht den Fehler nicht auch bei SR ;)

Zitat
Kurz gesagt: Ist halt ein Virus, der erst mit dem Erwachen wieder ernsthaft Probleme macht.

das klingt gut

Hough
Medizinmann

Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Irian am 1.05.2018 | 18:09
Ich denke auch, die Anzahl der Vampire in der 5ten Welt war extrem begrenzt, gerade genug um den Mythos am Leben zu halten. Drakula wäre da natürlich das beste Beispiel (kann aber auch völlig fiktiv sein). Ich sehe da kein Problem, dass der Virus in der fünften Welt halt so gut wie nie ausbrach (außer eben in Manaspikes) - und wenn, hatten es Vampire ohne Magie sicher auch nicht leicht, so dass die meisten davon einfach wieder zugrunde gingen (evtl. hängen noch ein paar in luftleeren Gebieten rum). Ist nun die Frage, wie "neu" man die vampirsche Verschwörung ("Threats") machen will: Entweder startete das ganze erst 2012 oder erst ab da konnten die wenigen Vampire (erstmals) magische Luft schnuppern.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Supersöldner am 1.05.2018 | 18:11
es ging mir nicht um die 5 Welt oder die 6 sondern um das Virus an sich. Ob es erfunden worden ist  oder von selber erwacht ist.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Flamebeard am 1.05.2018 | 18:20
es ging mir nicht um die 5 Welt oder die 6 sondern um das Virus an sich. Ob es erfunden worden ist  oder von selber erwacht ist.

Die Antwort findest du in: Herz der Dunkelheit, S.141 - MMVV: Eine Einführung; 1. Absatz, 2.Satz ff.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Irian am 1.05.2018 | 18:37
Weiß keiner. Offensichtlich gab es in der fünften Welt schon den Vampir-Mythos, man könnte also argumentieren, dass es unwahrscheinlich ist, dass jemand den Virus neulich gebastelt hat, insb. da auch einfach die Technologie für sowas (insb. der magische Aspekt) in prä-2034 (da wurde der Virus das erste Mal isoliert) nicht wirklich vorhanden war.

Im fünften Zeitalter gab es weder die Technologie noch die Magie für sowas. Dementsprechend sehr unwahrscheinlich, dass da jemand den Virus erfunden hat.

Bleibt noch das vierte Zeitalter (oder davor). Durchaus möglich, dass er erfunden wurde, z.B. von einem Horror (ob dann "erfunden" das richtige Wort ist...?), aber nix genaues weiß man nicht. Kann genauso gut von selbst entstanden sein. Das ist übrigens auch das, was im "Dark Terrors" steht, dass es das im 4. Zeitalter schon gab, aber auch da gibt es keine Info, ob entstanden oder gebastelt. Streng genommen unterscheiden sich Earthdawn-Vampire eh von Shadowrun-Vampiren. *hust* Aber das sind dann Regeldetails.

Dementsprechend: Was Shadowrun betrifft ist der Virus sehr, sehr alt. Ob er vor tausenden von Jahren "natürlich" entstanden ist oder z.B. von einem Dämonen ausgehustet wurde, kann da keiner mehr sagen und spielt auch keine echte Rolle (da sehr wahrscheinlich keiner mehr lebt, der dabei war, als der erste Name-Giver infiziert wurde).
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Uwe-Wan am 2.06.2018 | 23:30
Leute!  :headbang:

https://www.kickstarter.com/projects/450703636/shadowrun-sprawl-ops-boardgame

(https://ksr-ugc.imgix.net/assets/021/338/908/a1249b9984b7f07ac0caf8c133b6137b_original.jpg?w=680&fit=max&v=1527145408&auto=format&q=92&s=46cf26457e5e9ad6ea19739afc8ff517)
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Medizinmann am 3.06.2018 | 08:52
das sieht interessant aus .....
https://www.youtube.com/watch?v=pw_yN6r98uY

Hough !
Medizinmann
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Uwe-Wan am 16.06.2018 | 14:14
Scrolle gerade durch Dark Terrors und stelle dabei fest, dass CGL beim Art Budget sehr sparsam ist - da sind ja extrem wenige Illustrationen drin.  :-\
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 2.07.2018 | 16:20
Aus einem anderen Thread hier rüber:

Wenn man sich mal die ganze Datenübertragung oder auch die Datenmengen anguckt, da sind wir ja jetzt schon viel weiter als in SR-2060.

Und warum?
Weil man sich damals irgendwelche Zahlen aus den Fingern gezogen hat, was wie viel Datenvolumen hat und braucht (und grad bei SimSinn hat man sich da gnadenlos nach unten verhauen) und die zu damals aktuellen Zahlen ins Verhältnis gesetzt hat.
So was geht immer schief - und es ist mit einem einzigen Federstrich korrigiert, wie es SR4 dann auch getan hat. 

Ein Großteil der Headware funktioniert doch inzwischen auf/mit Smartphone und -watch und wenns das für die breite Masse gibt, mit -brille. Und man muss sich nicht mal was in den Schädel einsetzen lassen.

Das haben wir zu SR3-Zeiten auch schon so gehalten - aber es ist eigentlich eine falsche Perspektive.
Man lässt sich dieses Zeug in SR ja gerade deswegen in den Schädel einsetzen, weil es so trivial einfach und medizinisch unbedenklich ist, wie sich ein Smartphone in die Tasche zu stecken.
Natürlich ist das an der Stelle nicht mal mehr SF, sondern reine Phantasterei.
Der Knackpunkt ist die völlig andere Einstellung zu Implantaten aufgrund der technischen Gegebenheiten.
Wenn man das sieht und sich denkt "das geht doch auch ohne Implantate", ist man schon auf der falschen Fährte.


Die "Drohnen", die Privatleute heute durch die Gegend fliegen lassen, hängen den SR-Aufklärungsdrohnen nicht hinterher, auch wenn die nicht per Gedanken kontrolliert werden

Gutes Beispiel für die drüben von mir angesprochene Unterschlagung von Technologie.
"Im Grunde haben wir diese Drohnen ja auch, nur steuern wir sie eben nicht mit Gedanken, aber sonst ist das ja das Gleiche."
Ja, bis auf den immer noch technisch utopischen Kern ist es das Gleiche.

Was ist denn technologisch in SR-2060 so viel weiter als heute? Die Matrix gibts in der Form noch nicht, aber das ist mit VR nur eine Frage der Zeit.

Auch hier wieder: Dreh- und Angelpunkt der Matrix ist das direkte neurale Interface. Das haben wir heute nicht und werden es auch in absehbarer Zeit nicht haben.
Wir können mit gigantischem technischen Aufwand einen Mauszeiger direkt vom Gehirn steuern lassen - das sind die allerersten unbeholfenen Gehversuche und von Datenübertragung in die andere Richtung (!) haben wir da noch gar nicht gesprochen.


Also - SR hat z.B.:

Trivial einfach zu installierende und fehlerlos funktionierende Cyber- und Bioware, die nicht nur darauf beschränkt ist, medizinische Probleme auszugleichen, sondern teils für den Organismus völlig neu- und fremdartige Fähigkeiten bietet.
Gedankensteuerung von Rechnern und Maschinen.
Direktes Abgreifen, Digitalisieren und Speichern von Sinneseindrücken.
Perfekt funktionierenden neuralen Zugriff auf externes Faktenwissen und sogar aktive Fähigkeiten.
Kalte Fusion.
Idiotensichere Traumamedizin für Ersthelfer (Medikits und Traumapatches).

Und eben nicht die ersten zarten Gehversuche von autonomen, vernetzten Autos, KIs, AR und VR, Laser- und Schienenwaffen sowie kinetischen Orbitalwaffen, sondern das Ganze als fix und fertig etablierte, alltägliche Dinge.
Das gleichzusetzen ist ungefähr so, als wenn ich sagen würde: Im Grunde haben wir eine permanente Präsenz auf dem Mond. Da war ja schließlich schon mal jemand, der Rest ist doch einfach.


Manches ist natürlich nur deswegen so, weil es eine Funktion im Spiel erfüllen soll - es wird nie so kommen wie beschrieben, weil es schlicht unmöglich ist.
Das macht den Bruch nur umso größer, wenn es als im Grunde schon erreicht dargestellt wird.

Google, Amazon und Co. fehlt nur noch das Recht auf Exterritorialität und Privatarmee.

"Nur" ist gut.
Das ist einer der zentralsten Punkte.
Ich will nicht behaupten, dass die genannten keinen Einfluss in der Welt hätten.

Aber im Vergleich zu AAA-Konzernen sind die immer noch ein Mückenfurz.
AAA-Konzerne haben eigene Bevölkerungen und eigene Rechtssysteme. Sie sind faktisch selbständige Staaten. Das ist eine ganz andere Nummer.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Boba Fett (away) am 2.07.2018 | 16:29
Das haben wir zu SR3-Zeiten auch schon so gehalten - aber es ist eigentlich eine falsche Perspektive.
Man lässt sich dieses Zeug in SR ja gerade deswegen in den Schädel einsetzen, weil es so trivial einfach und medizinisch unbedenklich ist, wie sich ein Smartphone in die Tasche zu stecken.
Das und weil es hip und en vogue ist, es zu machen.
Mitte der 90er kamen irgendwann Schönheits-OPs auf.
Nase machen, Brüste, Hintern, straffen, Implantate, ...
Damals gab es einen Aufschrei, heute redet man nicht mal mehr drüber.
Das gleiche gilt für Tatoos. Sicherlich gibt es irgendwelche Erz-konservative Berufsschichte, wo das nicht akzeptiert wird, aber da tragen die ganz "harten" ihre Tatoos dann so, dass sie unter dem Hemd nicht mehr wahrnehmbar sind. Hat jemand Piercings gesagt?

Ansichten über das, was man mit seinem Körper macht, ändern sich über die Zeit. Im Moment muss jeder Kerl einen Vollbart tragen und alles lacht über die Dauerwellen-Mode der 80er Jahre...
Wenn es einfach ist, seinen Körper anzupassen, wird es eine Modewelle geben, nach der das plötzlich "in" ist.
Und es wird eine puristen Gegenbewegung geben, die davon nichts wissen will.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 2.07.2018 | 16:53
Ja - und nur vor diesem Hintergrund wird vieles an illegaler Cyberware überhaupt denkbar.

Man sollte sich nämlich mal überlegen, was das für Sicherheitskontrollen in sozialer, wirtschaftlicher und rechtlicher Hinsicht bedeutet.
Entsprechend ändern sich die Konzepte (wie andernorts in SR auch) von der Prävention zur Intervention.

Aber oft ist der Grundgedanke von SL- und damit NSC-Seite: "Der hat ja Cyberware, das ist bestimmt ein Schwerverbrecher". So wirds halt nichts.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Darius der Duellant am 2.07.2018 | 20:26
Gibt's das so häufig?
So ne Art von SL ist mir bisher zum Glück nie begegnet.
Ich halte mich aber auch von den Operator-Gesellen fern.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 2.07.2018 | 20:43
Das gibt es zumindest oft genug, dass es mir als eigenes Problemfeld aufgefallen ist und ich es mir gemerkt habe - aber die schlechten Erfahrungen bleiben natürlich auch eher hängen.

Geht seit Jahren alles in der universellen Gegenmaßnahme unter: Ich spiele mit Fremden kein SR.
Die Spanne an Erwartungshaltungen und unterschiedlichen Blickwinkeln auf Setting und Genre ist mir da einfach zu groß. 
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Doomprayer am 3.07.2018 | 18:13
Und warum?
Weil man sich damals irgendwelche Zahlen aus den Fingern gezogen hat, was wie viel Datenvolumen hat und braucht (und grad bei SimSinn hat man sich da gnadenlos nach unten verhauen) und die zu damals aktuellen Zahlen ins Verhältnis gesetzt hat.
So was geht immer schief - und es ist mit einem einzigen Federstrich korrigiert, wie es SR4 dann auch getan hat.
 
Es geht ja darum, ob RL-2018 in einigen Bereichen SR-2060 ein- oder vielleicht sogar überholt hat. Und das ist so. Ob die das einfach in den 90ern nicht richtig einschätzen konnten oder wollten oder später korrigiert haben, spielt dabei ja keine Rolle. Ich habe ja auch nie behauptet, dass SR mit besonderer Realitätsnähe glänzt.

Man lässt sich dieses Zeug in SR ja gerade deswegen in den Schädel einsetzen, weil es so trivial einfach und medizinisch unbedenklich ist, wie sich ein Smartphone in die Tasche zu stecken.
 
Trivial und unbedenklich würde ich das nicht nennen, sonst wäre Cyberware vielleicht abgesehen von Datenbuchsen noch viel verbreiteter in der allgemeinen Bevölkerung, das kann nicht nur an den Kosten liegen. Daneben werden auch immer mal wieder die (hoffentlich) guten Krebstherapien erwähnt, die solche Eingriffe langfristig verkraftbar machen (sollen). Außerdem unterliegt das Zeug ja auch einem nicht zu unterschätzenden Wartungsaufwand (falls man die ganzen Stress-Regeln mitnimmt, was wir natürlich auch nie gemacht haben :) )

...weil es hip und en vogue ist, es zu machen.
...

Glaube ich da schon eher. Und wahrscheinlich, weil es damals in RL-199x nicht absehbar Smartphones mit der heutigen Leistungsfähigkeit gab. Aber wohl hauptsächlich, weil es halt Cyberpunk sein soll und da gehört sowas eben dazu.

Wenn man das sieht und sich denkt "das geht doch auch ohne Implantate", ist man schon auf der falschen Fährte.
Ich würde mich nie gegen das Einbauen von Zeug aussprechen, es ging mir nur darum, dass vergleichbare Funktionen mittlerweile verfügbar sind.

Also - SR hat z.B.:

Trivial einfach zu installierende und fehlerlos funktionierende Cyber- und Bioware, die nicht nur darauf beschränkt ist, medizinische Probleme auszugleichen, sondern teils für den Organismus völlig neu- und fremdartige Fähigkeiten bietet.
Gedankensteuerung von Rechnern und Maschinen.
Direktes Abgreifen, Digitalisieren und Speichern von Sinneseindrücken.
Perfekt funktionierenden neuralen Zugriff auf externes Faktenwissen und sogar aktive Fähigkeiten.
Kalte Fusion.
Idiotensichere Traumamedizin für Ersthelfer (Medikits und Traumapatches).
...
Ja, vielleicht ist's ein wenig mit mir durchgegangen und Du hast recht, SR-2060 ist RL-2018 in vielen Sachen weit vorraus und beinhaltet eventuell sogar Teile, die so nie erreicht werden können.

Dennoch, und das war ja eigentlich meine Grundaussage, tauchen bei SR gelegentlich charmante veralteter Zukunftsvisionen auf.

Wenn man das schon ernsthaft kritisiert und sich mit dem Thema auseinandersetzen will, dann sollte das auch Hand und Fuß haben.

Meistens ist das aber so ein salonfähiger Allgemeinplatz, bei dem alle mal überheblich kichern dürfen und damit ist es dann erledigt. Das geht mir ziemlich auf den Keks.
Und ich kritisiere das auch nicht, ich finde das eigentlich ganz heimelig und kichere sogar überheblich dabei und damit ist es dann für mich erledigt.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 3.07.2018 | 18:48
Und wahrscheinlich, weil es damals in RL-199x nicht absehbar Smartphones mit der heutigen Leistungsfähigkeit gab.

Öhm...doch :)
Ausnahmslos alle SLs in meinem damaligen Spielerpool haben mit einem flapsig als Universalkommunikator bezeichneten Minicomputer gearbeitet, den es in verschiedensten Formen gab - als Implantat, als Armband usw.
So haben wir uns schon immer das ganze hirnrissige Gefummel mit den gefühlt achttausend Einzelfunktionen wie Speicher, Bildverbindung, Audiorecorder etc. pp. gespart.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Buddz am 3.08.2018 | 12:18
Ich hab im Feder & Pinsel Bereich eine Kurzgeschichte hochgeladen. https://www.tanelorn.net/index.php/topic,107569.0.html
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Boba Fett (away) am 22.08.2018 | 10:23
Ich hab im Feder & Pinsel Bereich eine Kurzgeschichte hochgeladen.
:d

Was anderes:
Es wird ja immer mal gerne am SR5 Regel-System gemeckert (und nicht selten das Corporation Regelwerk gelobt).
Spielt jemand eigentlich SR mit dem Open d6 System?
Ich frage, weil ich mal wieder über die Regeln gestolpert bin und die ja auch auf W6 basieren (nur dass sie eben kein Poolsystem sind).
Und weil es da auch Regeln für Cyberware,  Magie und dergleichen gibt...
Und weil es da auch einen Angriffswurf und einen Abwehrwurf gibt...

Es gab sogar mal eine SR-Open_d6 Conversion, aber deren Seite scheint vom Netz gegangen zu sein...
Hat jemand Erfahrungen damit?
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Vash the stampede am 10.09.2018 | 17:47
Da einer meiner Spieler es neulich fragte und ich keine Erinnerung daran habe:
Gab es in irgendeiner Shadowrun-Version die Option, seinen Angriffspool zu verringern, um damit seinen Verteidigungspool zu erhöhen? Und natürlich umgekehrt auch.

Und wenn nicht, wie könnte mein Spieler zu solch einer Erinnerung gekommen sein? Soll heissen, welche Regeloption könnte ihn das glauben lassen?
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 10.09.2018 | 17:52
Es gab den Kampfpool, den man nach Belieben auf Angriff oder Verteidigung legen konnte.
Aber es gab keine Möglichkeit, auf grundlegende Angriffswürfel (in Höhe der jeweiligen Fertigkeit) zu verzichten.

Fand ich immer ein nettes Element, obwohl die Entscheidung in den meisten Fällen ziemlich einfach war.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Flamebeard am 10.09.2018 | 17:56
Da einer meiner Spieler es neulich fragte und ich keine Erinnerung daran habe:
Gab es in irgendeiner Shadowrun-Version die Option, seinen Angriffspool zu verringern, um damit seinen Verteidigungspool zu erhöhen? Und natürlich umgekehrt auch.

Und wenn nicht, wie könnte mein Spieler zu solch einer Erinnerung gekommen sein? Soll heissen, welche Regeloption könnte ihn das glauben lassen?

Ich glaube, er bringt das mit dem Kampfpool durcheinander, den man normalerweise genutzt hat, um ganz viele Gegner ganz schnell ganz tot zu bekommen. Gemäßigtere Gemüter haben durchaus auch Würfel des Kampfpools in Verteidigungsaktionen gesetzt. Einen Angriffs- oder Verteidigungspool kenne ich nur im Sinne der aufsummierten Würfel aus Attribut+Fertigkeit, der die Befähigung des Charakters, eine Fertigkeit zu beherrschen, ausdrückt.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Vash the stampede am 10.09.2018 | 17:58
Jetzt muss ich noch einmal nachhaken: Was war noch einmal der Kampfpool? Ich erinnere mich an den Begriff, aber an keine Regeln.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 10.09.2018 | 18:02
Das war ein aus den Attributen errechneter Pool, der sich jede Runde aufgefrischt hat und den man entsprechend wie genannt zuteilen konnte.

Rigger-, Decking- und Magiepools gab es auch  ;)
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Vanhishikha am 10.09.2018 | 18:05
Shadowrun 1E
Abwehrpool - Fertigkeit Bewaffneter Kampf oder Waffenloser Kampf
Ausweichpool - Attribut Schnelligkeit
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Vanhishikha am 10.09.2018 | 18:13
Shadowrun 2E
Kampfpool - Schnelligkeit, Intelligenz und Willenskraft, geteilt durch 2 und abgerundet.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 10.09.2018 | 18:37
Plus irgendwelches Adeptengedöns und/oder Cyberware (also jenseits "normaler" Attributerhöhung) IIRC.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am 23.10.2018 | 08:59
Plus irgendwelches Adeptengedöns und/oder Cyberware (also jenseits "normaler" Attributerhöhung) IIRC.
Wobei das beim Kampfpool noch rechtübersichtlich war (bzw. waren die meisten Optionen ziemlich teuer und obskur), es gab eigendlich nur eine Apetenkraft (Kampfsinn) und als Cyberware den Tacktischen Computer. Wobei beides iirc recht teuer war und der Tacktischen Computer mMn ziemlich umständliche Regeln hatte (inbesondere wenn man BattleTEC nutzen wollte).

Man konnte glaub ich auch noch über Talentleitungen mit Expertensystem was machen, aber das war Regeltechnisch auch recht umständlich, und gab dir iirc technisch gesehen auch keinen Kampfpool sondern einen zusätzlichen Aufgabenpool.

Im Fall von Waffen die Int als Attribut hatten (ich glaub das waren nur Geschütze und Raketenwerfer) konnte man über irgendeine Cyberwareteil iirc auch noch einen kleinen Aufgabenpool abgreifen.

OK und wenn man obskure deutsche Ware zulässt gabs mit dem ARAS Mindmaster auch noch eine Bioware Option (die aber auch recht heftige Nachteile hatte).
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Vash the stampede am 4.11.2018 | 14:26
Ich erbete um eine Kaufempfehlung bzw. -entscheidung resp. -hilfe:
Konzerndossier oder Megakons 2078?

Und wie immer bei der Antwort: Wieso? Weshalb? Warum?
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Flamebeard am 4.11.2018 | 15:47
Ich erbete um eine Kaufempfehlung bzw. -entscheidung resp. -hilfe:
Konzerndossier oder Megakons 2078?

Und wie immer bei der Antwort: Wieso? Weshalb? Warum?

Dann wie immer die Gegenfrage: Was genau willst du damit anfangen bzw. wie schaut der Hintergrund der Runde aus, für die du das Buch einsetzen möchtest?

Konzerndossier
Bietet dir eine Übersicht über die AAA-Konzerne zur Zeit von SR4(.01D). Viel Zahlenwerk und einige Abenteuer-Aufhänger, desweiteren Infos zum Konzerngerichtshof und dem Leben im Konzern. Außerdem einen Anhang mit Infos zu A- und AA-Konzernen sowie zu Kons in der ADL (und einiger Eurokons).

Megakons 2078
Genau das. Die AAA-Konzerne in 2078. Und leider keine Infos zu anderen Kons.

Beide Bücher haben Verweise auf den jeweils relevanten Metaplot und die dazu gehörigen Quellenbücher. Meiner Meinung nach bist du mit Konzerndossier besser bedient, wenn du mehr über Kons im allgemeinen wissen möchtest. Interessiert dich der aktuelle Metaplot sowie die Umwälzungen unter den Großen 10, solltest du dir Megakons 2078 angucken.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Flamebeard am 6.11.2018 | 08:03
Gerade gesehen: Mit-Tanelorni SmartLive hat dir das Konzerndossier (https://www.tanelorn.net/index.php/topic,57604.0.html) für 10 Euro im Biete-Thread.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Vash the stampede am 6.11.2018 | 08:25
Merci. :d Ich habe ihn daraufhin auch schon angeschrieben.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 20.11.2018 | 17:21
Nur mal ganz am Rande, weil ich grad wieder an dem Thema dran bin:
SR1 hat keine Cyberware-Scanner und das ist genau richtig so.

Weil jeder Cyberware hat, weil vieles an verbotener Cyberware gar nicht so trivial zu entdecken ist und weil ganz viel von der "nur" gefährlichen Cyberware legal sein kann - und damit für Spielzwecke legal ist, solange die falsche ID steht.
Genau so ergeben Cyberwaffen Sinn - nach bestimmten Arten von Waffen kann man praxistauglich suchen und die regulieren, aber geschickt verborgene Cyberwaffen sind gar nicht so trivial zu finden. Das führt aus "späterer" SR-Sicht paradoxerweise dazu, dass man schwer vercyberte Typen will, weil die leichter irgendwo mit fiesem Gerät reinkommen als ein nicht Vercyberter. So wird ein Schuh draus.


Parallel dazu ist Sicherheit in SR weg vom präventiven Sicherheitstheater und hin zur Intervention.
Sprich: "Von uns aus kannst du gerne mit deinem halbherzig versteckten gefährlichen Kram hier rein kommen - wenn du Stress machst, schießt dir jemand ins Gesicht."*
Aus heutiger Sicherheitsperspektive ist das ganze Konzept ja gescheitert, wenn einer einen angespitzten Zahnstocher durch die Kontrolle bekommt  :P ::)

Das Ganze ist in Hochsicherheitsbereichen ein bisschen anders, aber eben nur ein bisschen: Weil der Personenkreis da sowieso begrenzt ist, muss man auch keine allgemeingültigen Kriterien aufstellen, wer da mit was rein darf. Pauschal darf sowieso erst mal gar keiner rein und dann kommen die wenigen Ausnahmen ;)


*Natürlich gibt es da eine Obergrenze, wo man einen Angreifer nicht mehr ohne Weiteres gestoppt bekommt. Aber soll ich euch was sagen? Den stoppen die drei lahmarschigen Krawattenträger am Scanner erst recht nicht - die führen im "besten" Fall nur dazu, dass er drei Minuten früher anfängt zu schießen.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Rumpel am 24.11.2018 | 12:53
Fun Fact:
Ich habe seit irgendwann in den 90ern nicht mehr Shadowrun gespielt (V2.01D) und mich seither auch nicht mehr dafür interessiert ... heute bin ich zum ersten Mal seitem auf ein SR-Supplement gestoßen, dass mir Lust macht, es mal wieder damit zu versuchen:

https://www.drivethrurpg.com/product/259492/Shadowrun-Better-Than-Bad-Deep-Shadows?src=hottest (https://www.drivethrurpg.com/product/259492/Shadowrun-Better-Than-Bad-Deep-Shadows?src=hottest)

Ist doch irgendwie fast schon revolutionär für Shadowrun, oder? Dazu ist es ein netter (vielleicht auch unbewusster) Rekurs auf die weniger zynischen Wurzeln des Genres z.B. bei John Shirleys Eclipse-Trilogie, da hatte man ja auch Rock'n'Roll-Robin-Hoods im Kampf gegen den globalen Faschismus als Protagonisten.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: sirdoom am 24.11.2018 | 13:58
Du meinst SCHATTENHELDEN (http://www.shadowrun5.de/neues/nachrichtenansicht/news/schattenhelden-ist-da/), was sogar zuerst auf deutsch erschienen ist, als E-Book/PDF und als gedruckte Fassung.  :D ;)
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Supersöldner am 24.11.2018 | 15:05
hab es inzwischen bestellt. Schlag Schädel ein und Tu Gutes dabei .
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Sashael am 24.11.2018 | 15:17
Du meinst SCHATTENHELDEN (http://www.shadowrun5.de/neues/nachrichtenansicht/news/schattenhelden-ist-da/), was sogar zuerst auf deutsch erschienen ist, als E-Book/PDF und als gedruckte Fassung.  :D ;)
Wie crunchy ist das Buch eigentlich? Oder besser gefragt: Wie gut könnte man das mit SR: Anarchy bespielen (wenn man diesen komischen Fiasco-Erzählteil aus den Regeln ignoriert)?
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: AlucartDante am 24.11.2018 | 15:48
würde mich auch interessieren, also die Empfehlung und der crunch-Gehalt. Mit Fate/Anarchy kann ich leider nicht so viel anfangen...
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: sirdoom am 24.11.2018 | 16:46
Ich hab es selber noch nicht, aber es gibt bereits eine Review [Link (https://www.reddit.com/r/Shadowrun/comments/9zsio4/better_than_bad_a_review/)], in der deutschen Fassung gibt es natürlich noch Errata und ADL Bonus - Inhalt.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Uwe-Wan am 25.11.2018 | 14:50
Uff. Scrolle gerade durch Street Lethal und muss wieder feststellen, dass SR5 echt wenig Artwork bietet. Das ist ja traurig.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Vash the stampede am 25.11.2018 | 15:26
Uff. Scrolle gerade durch Street Lethal und muss wieder feststellen, dass SR5 echt wenig Artwork bietet. Das ist ja traurig.

Das ist mir jetzt schon mehrmals aufgefallen, seitdem ich verstärkt SR kaufe. Es werden die immer gleichen Bilder - bücherübergreifend als auch repetitiv in einem Buch - verwendet. Dies trifft jedoch nicht nur auf Bücher aus der fünften, sondern auch auf jene aus der vierten Edition zu. Ich empfinde das ebenfalls als sehr schade.

Negativer Aspekt dabei ist auch, dass freier Raum mit Bildern zugeklatscht wird. So, als wäre weiße Fläche der Feind. Und weil man nicht genug Bilder hat, werden sie mehrfach in unterschiedlichen Größen benutzt. Und natürlich mit dem entsprechenden Ermüdungseffekt.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: La Cipolla am 25.11.2018 | 16:20
Ist in der deutschen Version wie üblich etwas besser. (Wieso liest man Shadowrun-Bücher auf Englisch?! ;D) Nur die Abenteuer fallen auch oft ziemlich ... blank aus. kA ob das ne Gefühlssache ist, aber es kommt mir so vor.

Ich finde aber so oder so, dass Shadowrun optisch stark nachgelassen hat. Die besten Bücher (die ich gelesen habe) waren da immer noch das Anniversary Core der vierten Edition und Shadowrun Anarchy – was auch entscheidend dazu beiträgt, dass es meine Lieblings-Grundbücher des Spiels sind. Allerdings haben die afaik auch beide ältere Illus benutzt, was ich bei einem so alten, großen Spiel aber auch okay finde.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Uwe-Wan am 3.12.2018 | 16:35
Ich bin vielleicht durch die FFG-Sachen verwöhnt, aber SR5 ist echt eine Bleiwüste, da ist US vs. ADL-Version auch nur Not gegen Elend.

Plus solche Augenkrebskandidaten:

(https://img.picload.org/image/dcllilrg/bildschirmfoto2018-12-03um16.3.png)
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 3.12.2018 | 18:01
Das ist bemerkenswert unansehnlich.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Supersöldner am 3.12.2018 | 18:32
ist doch ganz Inserierend ? oder ich bin zu müde.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Aedin Madasohn am 3.12.2018 | 19:17
immerhin kann man erkennen das es die Extersteine in Heilig Deutschkatholien sind ;D

Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: sirdoom am 4.12.2018 | 03:51
Gegenbeispiel: Die kostenlose "Werbebroschüre" für Hamburg (https://www.pegasusdigital.de/product/253680/Shadowrun-HamburgWerbebroschure).  ;)
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Flamebeard am 6.12.2018 | 23:10
Gegenbeispiel: Die kostenlose "Werbebroschüre" für Hamburg (https://www.pegasusdigital.de/product/253680/Shadowrun-HamburgWerbebroschure).  ;)

Au ja, die ist cool. Ich bin schon gespannt, was meine Spieler dazu sagen, wenn sie die in die Finger bekommen. ^^
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Vash the stampede am 12.12.2018 | 17:21
@Medizinmann.
Du hattest in einem anderen Thread folgendes geschrieben, aber ich will die Diskussion dort nicht in eine andere Richtung lenken, deswegen gehe ich hier darauf ein.

Glaubst Du ?
Also Ich glaube das nicht .....
in Edition 3 & 4(A) wollten sie sich deutlich von Cyberpunk unterscheiden und eigentlich nur noch Dystopie/Near Future sein.
in 5 will der Herausgeber eigentlich nur noch seine Schulden bezahlen und alles raushauen, was die Autoren hergeben
und da gibts (so wie ich das sehe) keine Richting mehr aussser größer,schneller,mehr,mehr,mehr....
...

Könnte du hierbei bitte etwas ins Detail gehen, was du damit meinst? Welche Schulden? Und warum keine Richtung? Wie ist die allgemeine Entwicklung von Shadowrun? Wo siehst du Kritikpunkte?
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: AlucartDante am 12.12.2018 | 21:02
Hey Leute, gab es nicht mal mal eine Zombiekampagne in Shadowrun? Oder waren das Ghule? Oder war das Vitas? Wo man in einer Stadt spielt, in der die Katastrophe abläuft und die dann abgeriegelt wird?
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: JohnnyPeace am 12.12.2018 | 21:38
Du meinst den Ausbruch der Insektengeister in Chicago, die Sache mit der taktischen Atombombe, oder?

[Edit] Hier (https://www.shadowiki.de/Chicago_Containment_Zone) findet sich was in der Shadowwiki dazu.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 12.12.2018 | 23:44
@Vash:
Darf ich auch? :)

Und warum keine Richtung? Wie ist die allgemeine Entwicklung von Shadowrun? Wo siehst du Kritikpunkte?

SR drückt sich immer noch vor der Entscheidung, ob man doch noch irgendwie zumindest ein bisschen Retro-Cyberpunk sein will, "nur" zeitgenössische Near-Future-SF oder ob man es sich leisten kann, wie D&D größtenteils selbstreferentiell zu werden.
Solange man das nicht weiß, hakt es immer irgendwo.
Speziell bei der halbwegs aktuellen Near-Future-SF kann man nicht sinnvoll mitziehen, ohne den Markenkern, sprich das gewachsene Setting, bis zur Unkenntlichkeit zu verändern (wobei unterschiedlich alte Säcke diese Linie natürlich schon längst überschritten sehen) und obendrauf Sachen einzubringen, die den eigentlichen Spielkern gar nicht betreffen (sollten).
Klar bot SR schon immer eine Spielwiese für alles Mögliche, was in anderen SF-Medien irgendwie cool war.
Es ist aber ein Unterschied, ob sich das in Fan-Abenteuern ausdrückt, in kleinen offiziellen Ausrutschern wie der Sturmkanone, in explizit als einmalige Vorkommnisse ausgelegten Andeutungen oder ob daraus ganze Erweiterungen und Kampagnen werden, die alle in unterschiedliche Richtungen zerren.

Selbst zu dem Versuch, "all things to all people" zu sein, bekennt man sich nicht. Dann könnte man nämlich zumindest hergehen und diese unterschiedlichen Strömungen einigermaßen sauber trennen, anstatt so halbgare Gedanken wie die Zuteilung verschiedener Spielstile zu den SR-Jahrzehnten vorzunehmen (in der Art: 2045-55 war alles Pink Mohawk, ab 2060 war der Wechsel zu Black Trenchcoat vollzogen usw.- Der Medizinmann wird wissen, wo das steht; mir ist es entfallen). Damit das was wird, müsste man vor Allem mal eine schlüssige Gesamtperspektive auf das Setting haben und die hat bei CGL gefühlt überhaupt keiner. Oder jedenfalls keiner, der irgendwas zu melden hat.

Zum Vergleich: Diesen absoluten Luxus hat Warhammer 4 jetzt, weil die Alte Welt ja offfiziell beendet ist - es gibt also einen klar abgegrenzten Zeitstrahl, auf dem man sich je nach Spielzweck und -inhalt frei verorten kann. Das wäre mMn in ähnlicher Form für SR die einzige Variante, wie man sich mittel- und langfristig sauber aufstellen könnte.

Spielmechanisch ist es ähnlich verzettelt. Aus dem großen Cut zur 4. Edition hat man letztlich nichts gemacht. Hier mal einen Schritt vor, da einen Schritt zurück und unterm Strich schleppt man altbekannte Probleme immer noch mit sich herum und bastelt sich obendrauf noch neue.
Auch da habe ich nicht nur das Gefühl, dass niemand bei CGL eine Vorstellung davon hat, wie eine fertige 5. Edition am Ende regeltechnisch aussehen soll, ich bin obendrauf der Ansicht, dass CGL als Kollektiv nicht mal im Kleinen in der Lage ist, zielführend Spielmechanik zu entwickeln. 

Die 6. Edition müsste in andere Hände gegeben werden und von Grund auf als klassisches rules-medium-System neu aufgezogen werden.
Das (alte/frühere) Setting zieht immer noch Leute (wie hieß es im Eskapodcast jüngst so schön: "Jeder hat einmal im Jahr Bock auf Shadowrun!") und an
a) der unüberschaubaren Zahl an Konversionen auch und gerade auf konventionelle/klassische Systeme und
b) dem relativ großen Erfolg von SR Anarchy
sieht man meiner Wahrnehmung nach ganz gut, dass SR eher trotz als wegen seines Systems gespielt wird.

Aus heutiger Perspektive ist es für mich erstaunlich, in wie viele Richtungen seit der 1. Edition verschlimmbessert und rumgeeiert wird, anstatt einfach mal stumpf die Baustellen sauber abzuarbeiten.
 
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: AlucartDante am 13.12.2018 | 01:45
Du meinst den Ausbruch der Insektengeister in Chicago, die Sache mit der taktischen Atombombe, oder?

Gab es echt nur das? Ich dachte es hätte auch mal Zombieartigeres gegeben. Und wenn es das noch nicht gab, warum?

Zur anderen Diskussion: Ich fände die 6. Edition in anderen Händen auch gut. Die verschiedenen Möglichkeiten Shadowrun zu spielen, finde ich sehr cool. Ich weiß auch nicht, ob es wirklich besser wäre, wenn man Spielarten und Genres stärker teilt. Ein bisschen wird das ja gemacht. Das Buch zur stillen Frankfurter Schule ist ein anderes, als das zu Gunporn. Ich finde 1.-4. Edition ist es jede Edition besser geworden. Nur die 5. macht vieles wieder unnötig kompliziert und komisch.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: ManuFS am 13.12.2018 | 08:58
Gab es echt nur das? Ich dachte es hätte auch mal Zombieartigeres gegeben. Und wenn es das noch nicht gab, warum?

Es gab da mal diesen Plot mit den Shedim, die Tote "besessen" haben. Nicht wirklich Zombies, aber es ging in die Richtung.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Supersöldner am 13.12.2018 | 09:32
die sind immer noch dar plus neue arten .
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Medizinmann am 13.12.2018 | 10:13
Zitat
@Vash:
Darf ich auch? :)
Wenn du Wahr und Gut antwortest, darfst Du gerne ;) :D

Zitat
Könnte du hierbei bitte etwas ins Detail gehen, was du damit meinst? Welche Schulden? Und warum keine Richtung? Wie ist die allgemeine Entwicklung von Shadowrun? Wo siehst du Kritikpunkte?
ouhauerha.
Das ist ,also ob Du mich fragst, was an Trump alles Suboptimal läuft....
OK, ganz kurz nur ( Mehr Infos findest Du per Suche im US Dumpschock Forum )
und aus dem Gedächtnis ( und wie sich das für mich als Deutschen Leser der  US-Foren darstellte)....
Die Lizenz für Shadowrun als RPG liegt bei Topps, dem größten Trading Cards Hersteller in den US .
James Coleman hat jahrelang Geld Unterschlagen und Bücher falsch geführt ( Arbeiter, die sein Haus renovierten als
SR Autoren geführt , richtige Autoren dafür nur schleppend oder gar nicht bezahlt , sodas sie ihn nachher verklagten .Eine Mitarbeiterin, die das nicht mitmachen wollte, gefeuert und noch einiges Mehr, an das ich mich aber nicht erinnern kann)
und als das Rausgekommen ist  hat Topps gesagt:So nicht Freundchen, Du bleibst zwar Chefredakteur ,aber nur damit du uns das Geld, was du uns schuldest, zurückzahlen kannst .
Warum keine Richtung ? Vielleicht deshalb ?
Er spart ja auch an Arbeitsstellen, lässt die Autoren alles Schreiben ( Weshalb das eine Buch ein Totales Magiebuch ist, das andere wieder neue Regeln hat, das dritte nicht mehr im Canon ist ,deshalb gibt es ein PDF von/über Butte (weil der Autor da herkommt), etc) und spart an der Endkontrolle, bzw da ist niemand mit einer Vision, in welche Richtung SR gehen soll.bis SR3 hatte Fasa , dann für SR4 Fanpro eine Richtlinie um das "große Ganze" weiterzuführen . in SR5 gibts das nicht ( oder zunmindestens sehe ich das nicht)
Warscheinlich arbeiten sie auch an SR6 um das 2020 rauszubringen, nachdem sie 2019 nochmal alles mögliche an Material verkaufen und haben deshalb keine Zeit für weitere Metaplots etc ( A Propos Metaplots , wieviele gab es für SR5 die nicht weitergeführt wurden ?....eine Handvoll bestimmt....)

Zitat
(in der Art: 2045-55 war alles Pink Mohawk, ab 2060 war der Wechsel zu Black Trenchcoat vollzogen usw.- Der Medizinmann wird wissen, wo das steht; mir ist es entfallen)
hmmmm, ich denke das passierte schleichend durch die Autoren .
Wo esin SR2 noch Abenteuer über Urban Brawl gab, wanderte die Tendenz in SR3 es in Richtung "Heimlich Still & Leise Runs" .
Das steht also nicht in irgendeinem Buch ,sondern der Fokus änderte sich ...
(aber ganz ehrlich, das ist 20,25 Jahre her, ich kann das nicht mehr mit Gewissheit sagen...)

mit Tanz aus dem Gedächtnis
Medizinmann
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Medizinmann am 13.12.2018 | 10:43
Zitat
Ich dachte es hätte auch mal Zombieartigeres gegeben. Und wenn es das noch nicht gab, warum?
Es gibt die Shedim , ( evtl Niedere Horrors aus der 4ten Welt ? ;)  )
die in Menschen fahren und sie zu ...."Superzombies " machen .
Aber eine Zombieapocalypse eher nicht ( die gibts bald bei mir, aber das ist ein anderes Thema :D )
das einzige was dem nahekommt sind die Ghoule, weil die Regeltechnisch wahnsinnig ansteckend sind und wenn man nach Regeln geht
(selbst nach den inoffiziellen erratierten, weil die RAW Ansteckungsregeln noch viel schlimmer sind) , wäre die ganze SR Welt schon mit Ghoulen überrannt.
Ich stelle mir immer noch einen Terroristen vor, der eine Handvoll Ghoule tötet, die fein pürriert , in ein Sprühflugzeug füllt und dann damit über eine Großstadt fliegt....
nach 2 Tagen sind 99,9995 % aller Metamenschen Ghoule ! ( Weil schaff mal mit einer KON von 3 oder 4(oder 6 als Ork) die erforderlichen 8 Erfolge um sich nicht anzustecken....)
Metropole ist da ein gutes Ziel !IIRC hat die Megacity 220 Mio Einwohner .

Hokahey
Medizinmann
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 13.12.2018 | 11:09
Die verschiedenen Möglichkeiten Shadowrun zu spielen, finde ich sehr cool. Ich weiß auch nicht, ob es wirklich besser wäre, wenn man Spielarten und Genres stärker teilt. Ein bisschen wird das ja gemacht.

Einerseits: Ja, so ein bisschen verzettelt und stilistisch offen zu sein, ist irgendwo auch eine Stärke.

Andererseits kann man sich anschauen, wie die jeweiligen Strömungen anderswo spezialisiert bedient werden und dann muss ich sagen: Natürlich kann man nicht erwarten, dass ein absichtlich offenes und vielseitiges Spiel alle diese Strömungen auf dem selben Niveau bedient wie die jeweiligen Spezialisten und dazu noch mit dem mittel- und langfristigen Umfang eines der "Großen Alten", wie es SR nun mal ist.
Aber es reicht mir angesichts dieser Vergleiche auch nicht, wenn mir ein Riesenhaufen völlig unzusammenhängende und nicht zu Ende gedachte Spielmechanik hingeschüttet wird und ich mir aus diesen Brocken dann was halbwegs Funktionierendes bauen soll.

Wo man diese Trennlinie ziehen würde, ist noch mal eine andere Frage. Also, ob man unterschiedliche Bereiche jeweils in einem Buch in allen Stilrichtungen beleuchtet oder ob man Stil und Genre als "Überschrift" nimmt und dann in einigen Büchern stilistisch geschlossen verschiedene Bereiche beackert.

Jedenfalls müsste man sich erst mal darüber klar werden, dass man diese Trennung überhaupt irgendwo vornehmen muss, weil sich manche Aspekte schlicht gegenseitig ausschließen.
Und dann müssten die einzelnen Regelteile überhaupt erst mal alleinstehend funktionieren. Paradebeispiel: Gezielte Schüsse aus "Run&Gun". Das ist einfach nur komplett sinnfreies Füllmaterial mit 2-3 Gamebreakern dazwischen - so was braucht keine Sau. 


Ich finde 1.-4. Edition ist es jede Edition besser geworden. Nur die 5. macht vieles wieder unnötig kompliziert und komisch.

Settingmäßig geht es mMn seit der 3. Edition steil abwärts.
Die vierte hat das Setting immerhin noch gut erklärt, aber die fünfte ist da einfach ein Totalausfall - wobei ich noch nicht mal genau sagen kann, wie viel davon wirklich Absicht ist und wo man nur vergessen hat, die Einschränkungen und Grenzen des postulierten (und spielmechanisch stark unterstützten) Überwachungsstaates zu erwähnen. Wissen ja alle alten Hasen, kann man sich sparen...so kommt mir die fünfte jedenfalls an vielen Stellen vor. 

Regelseitig dreht sich das Änderungskarussell zwar munter, aber wirklich besser ist das Ganze seit der 2. Edition nicht geworden - und selbst die hat schon an vielen Stellen das Kind mit dem Bade ausgeschüttet.
Die dritte hat die Fehlentwicklungen der zweiten fortgeführt und zementiert, was man dann immerhin gemerkt hat, aber die große Vereinfachung und Entschlackung, die man mit der vierten umsetzen wollte, hat man dann grandios in den Sand gesetzt und die vierte war nicht weniger komplex als die dritte und genau so voller Lücken, Schlupflöcher und wirrer Regelkonstrukte. Die fünfte ist dann für die vierte, was die dritte für die zweite war... :P


Mit ein paar Änderungen kann man aus erster und zweiter Edition einen halbwegs funktionierenden Hybriden bauen, auch wenn man das letztlich nur aus nostalgischen Gründen macht.
Ansonsten gehört das mMn wie gesagt komplett auf den Schrott und von Grund auf neu gebaut.
Das behebt aber das Grundproblem nicht, dass bei CGL keine kompetenten Spieldesigner (mehr) sitzen oder eventuell anwesende zumindest nichts zu sagen haben - ob CGL Bestehendes nicht sinnvoll weiterführen kann oder was Neues nicht hinkriegt, ist dann auch egal :P ;D


hmmmm, ich denke das passierte schleichend durch die Autoren .
Wo esin SR2 noch Abenteuer über Urban Brawl gab, wanderte die Tendenz in SR3 es in Richtung "Heimlich Still & Leise Runs" .
Das steht also nicht in irgendeinem Buch ,sondern der Fokus änderte sich ...

Doch, das steht so ausdrücklich in einem Buch der 5. Edition - ich weiß nur nicht mehr, in welchem.
Wenn ich raten müsste, würde ich auf Run Faster tippen, aber da kann ich nicht nachschauen ;)
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Medizinmann am 13.12.2018 | 11:17
OK :)
 Ich Glaub dir das gerne  .....
Kannst ja, wenn Du irgendwann mal Zeit hast nachschauen :)


mit  freundlichem Tanz
Medizinmann
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Sashael am 13.12.2018 | 12:33
@YY
Wo siehst du eigentlich die Vorteile der ersten Edition?
Wir fanden die unspielbar langsam und haben die 2nd Ed. echt gefeiert, weil so vieles vereinfacht wurde.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 13.12.2018 | 13:20
Für ihren Kernvorteil kann die erste Edition im Grunde nichts, nämlich dass es noch nicht so unglaublich viel Power Creep und sonstige Regelwucherungen gab ;)

Ich fange einfach mal andersrum an:
Die erste Edition ist hauptsächlich deswegen langsam, a) weil es so schwer ist, sich gegenseitig zu verletzen und b) weil automatisches Feuer so zeitraubend verregelt ist.
Beides ist leicht behoben.

Die zweite Edition hat das zwar auch behoben, ist aber zu weit in die Gegenrichtung gegangen: Im Vergleich ist sie enorm tödlich und an dieser Baustelle hat man immer weiter rumgedoktert, aber nie eine ordentliche Variante gefunden.
Ansonsten hat die zweite Edition das ganze Thema freie, einfache und komplexe Handlungen eingeführt, hat abstruse und rechenintensive Konstrukte wie chunky salsa oder Flintenchoke, hat die schnelleren (aber wie gesagt übermäßig tödlichen) Feuermodi durch Ausnahmen und Randbetrachtungen doch wieder verkompliziert, hat durch die umständliche Berechnung des Powerniveaus für den Schadenswiderstand sowohl bei Waffen als auch bei Rüstungen enorme Powergaming-Fehlanreize geschaffen.
Von Cyberware- und Gear-Bloat ganz zu schweigen, wo es dann auch wieder zig Ausnahmen und Sonderregeln gab. Wie viel initiativeverbessernde Cyberware gab es zum Ende der 2. Edition und was war womit kompatibel? Wie war das noch mal mit dem Bioindex? MMn alles Kappes.


Die erste Edition ist an genau einer einzigen Stelle komplexer, nämlich bei den Schadenscodes - und die sind in ihrer dreiteiligen Urform andersrum ein tolles Stellrädchen, an dem man die Tödlichkeit recht fein justieren kann, was die zweite Edition aber verkannt und sowohl ein Element rausgeworfen als auch die unnötige und letztlich kontraproduktive Powerniveau-Verrechnung mit der Rüstung eingeführt hat.
Ansonsten ist mit der zweiten Edition überall nur mehr Zeug dazu gekommen. Mehr überflüssige Ausrüstung, mehr umständliche Regeln.
Die schnellere Abwicklung speziell im Kampf ergab sich da wie gesagt nur durch die höhere Tödlichkeit und das spielmechanisch komplexere, aber schneller auszuführende Autofeuer.
Vereinfacht und verschlankt hat die zweite Edition meines Wissens nach überhaupt nichts (vielleicht die Matrix-Regeln, die habe ich nicht mehr parat). Manches wurde anders, vieles wurde mehr, aber erkennbar vereinfacht - ich wüsste ehrlich nicht wo.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Medizinmann am 13.12.2018 | 14:02
Naja
die Kehrseite der "Powercreep-Medaille" sind aber die unzähligen Möglichkeiten die man spielen kann und darauf würde ich nicht mehr verzichten wollen ....!
Wenn Ich SR spielen will, dann mit allen möglichen Kombinationen von Metarassen und Archetypen. 
Inklusive von Technomancern und GWs .
DAS ist einer der vielen Pluspunkte von SR4A & 5


HokaHey
Medizinmann
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Boba Fett (away) am 13.12.2018 | 14:36
Naja
die Kehrseite der "Powercreep-Medaille" sind aber die unzähligen Möglichkeiten die man spielen kann und darauf würde ich nicht mehr verzichten wollen ....!
Wenn Ich SR spielen will, dann mit allen möglichen Kombinationen von Metarassen und Archetypen. 
Inklusive von Technomancern und GWs .
DAS ist einer der vielen Pluspunkte von SR4A & 5

Auch das - finde ich - ist Geschmackssache.
Das ist nämlich meiner Meinung nach so, wie die Aliens bei Star Wars.
Anfangs gab es nur Whookies und Joda, dazu noch Jawas, Tusken, Ewoks, einen Hutten und ein paar Schräge Vögel in der Kantina. (okay, in der Rebellenflotte kamen noch eine Hand voll dazu)
Das ganze war überschaubar - das meiste davon diente aber nur als Bereicherung der Kulisse.
Inzwschen gibt es aber so viele, dass eigentlich alle völlig nichtssagend sind (wenn man nicht gerade der Star Wars Obergeek ist).
- bitte keine Star Wars Debatte -

Bei Shadowrun gab es anfangs den Decker, den Schamanen, den Magier und den mundänen Knarren-Cyberhoschi (Streetsam oder Söldner, je nach dem).
Und eigentlich war da sogar Magier und Schamane redundant. Aber okay, der eine hat so nen Totem als Stalker, der andere macht mit Elementaren rum.
Dann kam der Adept dazu, die Redundanz des Streetsams, und dann ging es munter so weiter.
Mich persönlich hat das alles nur noch angenervt.
Eigentlich würde mir Magier und mundäner Spezialist reichen, um ein Shadowrun gestalten zu können...

Und die ganze Redundanz von Cyberware, Bioware, Adeptenkräften und Zauber halte ich ehrlich gesagt auch nur für großen Mumpitz.
Aber (!) das ist eben nur eine Meinung...!
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Medizinmann am 13.12.2018 | 15:17
Zitat
Dann kam der Adept dazu, die Redundanz des Streetsams,
Au ! Au ! Au !  :-\

Wer den Streetsam nur als Doppelt-gemoppeltem Magischen Streetsam sieht ......
hat die Bandbreite nicht gesehen, die man mit Adepten hat.
( das ist wie als ob man D&D nur spielt wie : rein in den Dungeon , Orks aufe Schnauze, Schatz nehmen , nächster Dungeon)
Ich will auch nicht sagen das man ihn dann Falsch spielt,kann man machen, klar, aber das ist so ,als ob man einen Colt (Adepten) nimmt um einen Nagel in die Wand zu schlagen statt einem Hammer (Streetsam) .Kann man auch machen, aber mit einem Colt kannst du eben MEHR machen ;)

wie schon geschrieben.
die Varianz der ( Charackter)Möglichkeiten ist ImO das ,was SR inzwischen so populär macht

Zitat
Und die ganze Redundanz von Cyberware, Bioware, Adeptenkräften und Zauber halte ich ehrlich gesagt auch nur für großen Mumpitz.
mich regt eher der Regelwust auf
Das Teil kostet soundsoviel, kann dafür das , das ist nicht mit dem Kompatibel, dafür mit dem ,
wenn du Das & Das & das zusammen nimmst (brauchst noch den Vorteil X dafür ) dann kostet das weniger ¥ und weniger Essenz als Das & Das & Das ,dafür brauchst du den Vorteil X aber nicht .
Nimmst Du statt dessen Y , und statt dem Ding da ,das hier ,dann kannst Du später das nehmen , nicht das hier, weil das ist nicht kompatibel mit dem, sondern das , dann hat dich das nur 1/2 soviel gekostet wie das hier ....
Wenn Das alles Auf "Powerbasis" laufen würde (ähnlich wie bei Anarchy) wäre SR viel einfacher
Beispiel :
Char will 2 Inidurchgänge haben statt einem .
kostet als Magie genausoviel wie als Bioware, als Cyberware oder als Adeptenkraft .
( wie im Hero System oder dem alten Champions oder GURPS, Ich hoffe, Ihr versteht mich :) )

JahtaHey
Medizinmann
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Sashael am 13.12.2018 | 15:23
Für ihren Kernvorteil kann die erste Edition im Grunde nichts, nämlich dass es noch nicht so unglaublich viel Power Creep und sonstige Regelwucherungen gab ;)
Das macht dann natürlich Sinn.
Wir hatten SR damals in der Anfangsphase gespielt und sehr viel von dem Extrakram gar nicht erst gekauft. Das Magiebuch war glaub ich das einzige Supplement, das wir noch am Spieltisch hatten. Asphaltdschungel und Konzernsicherheit waren ja mehr für den SL.
Die Regeln, die am allerhäufigsten beim Spiel eingesetzt wurden, waren eben die Fernkampfregeln und da war das Problem der 1st Ed., dass man kaum jemanden verletzen konnte, wenn man nicht auf megadicke Krachwummen zurückgriff. So supertödlich fanden wir die 2nd gar nicht. Da war Cyberpunk 2020 in unseren Augen um einiges schlimmer. Im Gegenteil, bereits mit dem GRW konnte man mit Orks und Trollen echt unangenehm schussfeste Charaktere bauen. Trotzdem waren die Kämpfe (bei uns) um Längen flüssiger und damit das ganze Spiel um einiges spassiger als mit der 1st.

Allerdings fand ich ebenfalls damals die Zusatzsachen schon sehr unattraktiv für den Spieltisch und besonders die neuen Metas fand ich fluffmäßig eher störend als bereichernd. Von den ganzen Bio-Delta-Wassup-Ware brauchen wir auch nicht zu reden. Aber das ist für mich kein Grund, die kaugummiartigen Kämpfe der 1st besser zu finden. ;D
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: AlucartDante am 13.12.2018 | 17:01
Die Idee der Kosten nach Powerniveau hat mir gerade zuerst sehr gut gefallen und finde ich auch fair. Passt auch meiner erzählerischen Idee von Charaktergestaltung. Leider mag ich Anarchy nicht, da ich kein Fate mag. Auch bei erzählerischem Schwerpunkt mag ich Simulation.

Aber wenn ich an die 5. Edition DSA denke und die Vereinheitlichung von Magie und göttlicher Kraft bin ich mir doch wieder unsicher. Das hat mir bei D&D nach anfänglicher Gewöhnung gefallen, dass beide unterschiedlich sind. Insofern fände ich es glaube ich besser, wenn Adepte, Magier und Samis einfach stärker unterschiedliche Dinge könnten, als alle das gleiche zum gleichen Preis.

Zusatzbücher waren nie so meins. Ich fand die Grundregelwerke schon immer groß genug und hatte mich bei den letzten Büchern eher gewundert, dass Technomancer da wirklich auch drin stehen müssen. Das Magiebuch war auch bei uns das einzige, dass manchmal dabei war. Nur Vor- und Nachteile waren in der 4. etwas knapp, weiß gerade gar nicht wie das in der 5. ist.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Sashael am 13.12.2018 | 21:07
Leider mag ich Anarchy nicht, da ich kein Fate mag. Auch bei erzählerischem Schwerpunkt mag ich Simulation.
Den Zusammenhang verstehe ich nicht. RAW baut Anarchy ja eher auf einem Fiasko-Kern auf, den ich persönlich ziemlich blöd finde. Aber man kann es auch sehr klassisch spielen, hat aber natürlich nur eine sehr grobe Simulation.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 13.12.2018 | 22:34
Wenn Ich SR spielen will, dann mit allen möglichen Kombinationen von Metarassen und Archetypen. 
Inklusive von Technomancern und GWs .
DAS ist einer der vielen Pluspunkte von SR4A & 5

Das Meiste von dem Meta-Streichelzoo brauche ich persönlich nicht, aber das ist Geschmackssache.

Wo es bei mir dann aber definitiv aushakt, ist die spielmechanische Trennung von Technomancer und Decker, wo man im gleichen Atemzug Hermetiker und Schamanen weitestmöglich vereinheitlicht hatte.
Fluffmäßig ist der Technomancer auch nichts, was ich unbedingt bräuchte, aber die verstrahlte Spielmechanik nervt mich deutlich mehr.

Das fällt für mich in die gleiche Kategorie wie die neu sortierten Feuermodi der 4. Edition, wo ich mich heute noch frage, wie man das für eine gute Idee halten konnte, wenn es einfacher werden soll.

Wer den Streetsam nur als Doppelt-gemoppeltem Magischen Streetsam sieht ......
hat die Bandbreite nicht gesehen, die man mit Adepten hat.

Was zu großen Teilen an den unrunden Regeln ab der 4. Edition liegt.
In SR 2 und 3 gab es nicht sonderlich viel, wo der Adept so groß andere Möglichkeiten hatte als der Sam - jedenfalls nicht als tragende Säule eines Charakterkonzepts.

So supertödlich fanden wir die 2nd gar nicht. Da war Cyberpunk 2020 in unseren Augen um einiges schlimmer. Im Gegenteil, bereits mit dem GRW konnte man mit Orks und Trollen echt unangenehm schussfeste Charaktere bauen.

Da nehmen sich CP2020 und SR2-3 letztlich nichts. In CP2020 lacht sich ein mittelschwer powergamiger Solo über normale Waffen genau so scheckig wie der Troll in SR2.
Aber in beiden Systemen gibt es diesbezüglich auch ziemlich fiese Abrisskanten, sprich es kommt mit besseren Waffen kein relevanter Bereich, wo es nach und nach knapper wird, sondern es reißt dann einfach den Troll oder den dick gepanzerten Solo genau so chancenlos weg wie alle anderen.

Aber das ist für mich kein Grund, die kaugummiartigen Kämpfe der 1st besser zu finden. ;D

Das war auch nicht meine Aussage oder gar meine Forderung.
Da muss man klar was dran machen, aber die Lösung sollte nicht z.B. dazu führen, dass man hinter jedem Punkt Panzerung her sein muss wie der Teufel hinter der armen Seele, weil das den Konsti-Mindestwurf so stark bestimmt. Und das berühmte "game of eggshells armed with sledgehammers", zu dem jedes SR nach der ersten Edition mit guten Waffen wird, ist auch nicht so ideal.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: AlucartDante am 14.12.2018 | 01:43
Den Zusammenhang verstehe ich nicht. RAW baut Anarchy ja eher auf einem Fiasko-Kern auf, den ich persönlich ziemlich blöd finde. Aber man kann es auch sehr klassisch spielen, hat aber natürlich nur eine sehr grobe Simulation.
Du hast glaube ich mehr Details? Bei Shadowrun Anarchy ist es doch so, dass der Spielleiter nur die feste Rahmenhandlung im Kopf hat und die Spieler die Geschichte miterzählen und Plotpunkte dafür ausgeben: "Zufällig habe ich den passenden Schlüssel dabei." Ich kannte so eine ähnliche Idee von Fate, weiß nicht wie das bei Fiasko ist. Du kannst das gerne noch mal ausführen. Ich mag das auf jeden Fall nicht.

(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)

Ich finde das etwas schade, denn zuerst dachte ich, Anarchy wäre genau mein Ding. Die Idee der einfachen Regeln und einfachen Attribute sechs Fertigkeiten, sechs Shadowamps finde ich ganz gut. Etwas komplexer darf es meiner Meinung nach auch sein.

---

Ich mag den Streichelzoo zumindest nicht bei den SCs.

Hat für mich was von Cthulhu und alle wollen die großen Alten spielen. Ich mochte das an Shadowrun 2.0, wo erst mal alle Menschen gespielt haben und wer wirklich etwas total exotisches, völlig verrücktes wie einen Ork spielen wollte, der musste dem dann die Priorität A zuweisen.

Technomancer im Grundregelwerk finde ich echt verrückt. Ich glaube bei Shadowrun sind in der Hälfte der Gruppen die Hacker NSCs, weil alle die Hackingregeln nicht verstehen. Und dann im Grundregelwerk zusätzlich den Technomancer reinzubringen, für diejenigen, denen die normalen Hackingregeln zu einfach oder zu langweilig sind?
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Rhylthar am 14.12.2018 | 07:27
Zitat
Ich mag den Streichelzoo zumindest nicht bei den SCs.

Hat für mich was von Cthulhu und alle wollen die großen Alten spielen. Ich mochte das an Shadowrun 2.0, wo erst mal alle Menschen gespielt haben und wer wirklich etwas total exotisches, völlig verrücktes wie einen Ork spielen wollte, der musste dem dann die Priorität A zuweisen.
Dann brauche ich aber auch kein Shadowrun zu spielen, denn das macht auch den Reiz für mich aus. Ob ich (bis 3.01.) jetzt jede Sache aus den Kompendien brauchte...jedenfalls fand ich es nicht störend. Aber Ork, Troll, Elf, Zwerg...auf jeden Fall!
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Sashael am 14.12.2018 | 07:49
Du hast glaube ich mehr Details? Bei Shadowrun Anarchy ist es doch so, dass der Spielleiter nur die feste Rahmenhandlung im Kopf hat und die Spieler die Geschichte miterzählen und Plotpunkte dafür ausgeben: "Zufällig habe ich den passenden Schlüssel dabei." Ich kannte so eine ähnliche Idee von Fate, weiß nicht wie das bei Fiasko ist. Du kannst das gerne noch mal ausführen. Ich mag das auf jeden Fall nicht.
Die Grundidee ist dabei eher die Erzählrunde wie bei Fiasko, mit dem man aber eben nur bestimmte Arten von Geschichten gut erzählen kann. Imo passen Shadowruns überhaupt nicht dazu. Bei Fate habe ich weit weniger Einflussmöglichkeiten auf die Geschichte, unglaublich, aber wahr.

Man kann dieses Metaregelgerüst auch super komplett ignorieren. Es gibt sogar einen ziemlich guten Hack, wie man Anarchy noch ein Stück weit mehr verregeln machen kann, ohne das es seine einfache Eleganz einbüsst. Zum Raussuchen fehlt mir jetzt gerade leider die Zeit.

Ich habe Anarchy sehr klassisch geleitet und es funktionierte. Und war deutlich einfacher zu händeln als SR5.
Es gibt auch bei den Diary of Sessions einen Thread zu einer Anarchyrunde. Kann man sich auch mal angucken. ;)
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: AlucartDante am 14.12.2018 | 17:28
Okay merci. Dann schaue ich es mir vielleicht doch noch mal an.

Falls du den Hack nochmal findest, gib Bescheid!
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Vash the stampede am 16.12.2018 | 12:55
Danke an alle, die auf meine Frage geantwortet haben. :d

Da waren sehr viele interessante, hilfreiche und spannende Informationen dabei. Eines ist mir vor allem deshalb im Gedächtnis geblieben, weil ich die Tage in die 3. deutsche Version meiner Frau rein schaute - ich finde, dass dort die Inhalte und Hintergründe viel besser und verständlicher beschrieben sind als in der aktuellen 5. Version. Aber dank euren Antworten verstehe ich es nun.

Das Shadowrun (s)einen Plan verloren hat, finde ich schade. Ja, das man alles/viel damit machen soll, kann ich nachvollziehen. Dennoch ist es bedauernswert, dass es anscheinend so gar keinem Ziel mehr folgt.

Und ich kann verstehen - wenn ich es auch nicht teile - das sich Shadowrun von Earthdawn lossagte. Aber das es nun eine Brücke zum Cthulhu-Mythos schlägt, so fern man es möchte, finde ich Banane und werde ich megamässig ignorieren. Meine Gruppe hat sowieso schon beschlossen, dass wir die Earthdawn-Bezüge wieder aufzugreifen und einbinden.

Noch ein Wort zu Anarchy, welches unsere Gruppe als vereinfachtes, nicht-erzähllastiges Regelwerk benutzt. Ich sehe kaum Berührungspunkte zu Fate oder Fiasko. Die Plotpunkte besitzen keinen bzw. nur peripher einen Verbauch-Erhalten-Mechanismus (sehr winzige Nähe zu Fate). Und das einzige, das mir einfällt, was es mit Fiasko gemein hat, ist, sodass Reihum erzählt wird. Aber es gibt weder einen Szenenauflösemechanismus, noch einen Wendepunkt, noch ein Nachspiel (keine Nähe zu Fiasko).

Aber(!) uns gefällt Anarchy im Kern sehr gut. Die Regeln gehen schnell von der Hand und die Runde ist schlicht der Hammer. Meine Spieler und ich sind begeistert. Und das ist bekanntlich das Wichtigste. ;)
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Sashael am 16.12.2018 | 13:15
Und das einzige, das mir einfällt, was es mit Fiasko gemein hat, ist, sodass Reihum erzählt wird.
Das reicht mir ehrlich gesagt schon, um es in die Nähe davon zu rücken. Das ist schließlich der Hauptteil einer Fiaskorunde, dass jeder reihum Szenen erzählt, ohne dass es eine übergeordnete Leitungsinstanz gibt. Und genau diese Handhabung der Erzählung passt in meinen Augen überhaupt nicht zu einem Spiel wie Shadowrun. ;)
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Chiarina am 16.12.2018 | 13:27
Zitat von: Sashael
[...]dass jeder reihum Szenen erzählt, ohne dass es eine übergeordnete Leitungsinstanz gibt. Und genau diese Handhabung der Erzählung passt in meinen Augen überhaupt nicht zu einem Spiel wie Shadowrun.

Naja. Abwechselndes Szenenframing ist kein Alleinstellungsmerkmal für Fiasco, sondern gang und gäbe im Erzählrollenspielsektor. Warum genau passt das jetzt nicht zu einem Spiel wie Shadowrun?
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 16.12.2018 | 13:41
Der "Markenkern" von Shadowrun sind Heists und ähnlich strukturierte Missionen.
Die kann man entweder "echt" herausforderungsorientiert angehen - dann sind Erzählregeln grundsätzlich fehl am Platz - oder man denkt eher in Richtung Leverage, Blades in the Dark & Co., dann stellt einem Anarchy "nur" keine sonderlich geeigneten Werkzeuge zur Verfügung.

Je mehr man sich auf die Bereiche abseits dieser Run-Struktur verlegt, um so geringer wird das Problem, aber das sehe ich recht selten, wenn ich mal in Actual Plays u.Ä. reinschaue.
Der Großteil der Runden spielt mit Anarchy typische SR-Geschichten klassisch mit SL und nutzt es letztlich allein aus dem Grund, weil es ein regelärmeres, offizielles Shadowrun ist.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Sashael am 16.12.2018 | 13:45
Naja. Abwechselndes Szenenframing ist kein Alleinstellungsmerkmal für Fiasco, sondern gang und gäbe im Erzählrollenspielsektor. Warum genau passt das jetzt nicht zu einem Spiel wie Shadowrun?
Ich kenne persönlich nur Fiasco aus dieser Riege von Rollenspielen. ;)

Es passt nicht, weil Shadowrun im Grunde ein herausforderungsorientiertes Rolleenspiel ist. Hey, der verdammte Name von diesem Spiel steht für einen taktischen Einbruch in eine mehr oder weniger hoch gesicherte Konzernanlage durch Freelancer-Söldner. Sobald du das im Spiel haben willst, was im Namen des Spiels steckt, hast du eine Herausforderung. Und wechselnde Erzählrechte sind in meinen Augen der Tod für jede Herausforderung. Die Umstände können jedezeit geändert werden, Details sind frei hinzufügbar, jede Form von Legwork ist für´n Boppes, weil situative Gefahren einfach herbeierzählt werden können etc etc etc.

Natürlich könnte man damit auch spaßige Geschichten im SR-Universum erzählen, aber imho kann man dann auch gleich auf Regeln verzichten und einfach die Story als Autorenstück zusammenfabulieren.

Und YY war mal wieder schneller.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Chiarina am 16.12.2018 | 14:10
Ich kenne die Anarchy-Regeln nicht. Daher hier die Frage: Lassen sich die Regeln alternativ sowohl ohne Spielleiter als auch mit Spielleiter anwenden?

Im Prinzip verstehe ich, was ihr sagen wollt. Für ein herausforderungsorientiertes Spiel ist abwechselndes Szenenframing erstmal keine naheliegende Option (allerdings mag ich das Wort nicht. Erzählrollenspiele bieten eine Menge Herausforderungen. Es sind nur andere als beim sogenannten herausforderungsorientierten Spiel).

Für sich stehende Runs (oder was auch immer) kann man mit Erzählrollenspielen durchaus spielen. Sogar sehr gut! Mindestens so gut, wenn nicht sogar besser als große, epische Handlungsbögen in ewigen Kampagnen. Nur eben nicht unbedingt herausforderungsorientiert.

"Ohne Regeln erzählen" und Erzählrollenspiele spielen ist übrigens ein großer Unterschied... die Annahme, das könnte das Gleiche sein, ist möglicherweise eines der größten Missverständnisse, mit denen sich Erzählrollenspiele herumzuschlagen haben. Dafür ist das hier aber wohl nicht der richtige Strang. Vielleicht bräuchte es in der Richtung mal eine exemplarische Detailanalyse. Für so etwas habe ich leider im Moment keine Zeit... vielleicht irgendwann einmal.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 16.12.2018 | 14:42
Lassen sich die Regeln alternativ sowohl ohne Spielleiter als auch mit Spielleiter anwenden?

Ja, wobei das Spiel ohne Spielleiter mMn eher halbgar ist, weil Werkzeuge und Stellrädchen fehlen.
So wie Anarchy das macht, könnte man es im Grunde auch ohne jede zusätzliche Regel mit einem x-beliebigen klassischen System machen.

Erzählrollenspiele bieten eine Menge Herausforderungen. Es sind nur andere als beim sogenannten herausforderungsorientierten Spiel.

Klar, aber wenn man hier einen anderen Begriff nutzen will, muss er absolut selbsterklärend sein - und dafür ist das Konzept wohl nicht ausreichend auf ein einziges Wort komprimierbar.

"Ohne Regeln erzählen" und Erzählrollenspiele spielen ist übrigens ein großer Unterschied... die Annahme, das könnte das Gleiche sein, ist möglicherweise eines der größten Missverständnisse, mit denen sich Erzählrollenspiele herumzuschlagen haben.

Für Heists gibt es eben zwei ganz große Herangehensweisen, die sich gegenseitig ausschließen: herausforderungsorientiert oder narrativ.

Genau wie das "richtige" oder "große" SR sich nicht konsequent zur herausforderungsorientierten Methode bekennt und die spielmechanisch stringent umsetzt, bekennt sich Anarchy nicht ausreichend zur narrativen Methode oder hat wenigstens im spielmechanischen Vergleich mit der offensichtlichen Konkurrenz mMn mal so gar nichts zu bieten.

Da kommt dann auch Sashaels Kritik her:
Wenn man ein Regelwerk hat, das einem prinzipbedingt an einigen Stellen im Weg steht, kann man auch gleich ganz drauf verzichten.

Anarchy sabotiert mit seiner ungenügenden Ausrichtung auf eine Methode herausforderungsorientiertes Spiel und unterstützt narratives Spiel nicht ausreichend.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Chiarina am 16.12.2018 | 15:11
O.K., die Argumentation kann ich nicht verifizieren, weil ich das Regelwerk nicht kenne. Wenn es sich aber so verhält, dann ist es natürlich nicht gut.

Bezüglich der Frage was ohne Spielleiter geht und was nicht bin ich etwas anderer Meinung. Dazu mache ich vielleicht demnächst mal einen Strang auf.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 16.12.2018 | 15:15
Bezüglich der Frage was ohne Spielleiter geht und was nicht bin ich etwas anderer Meinung. Dazu mache ich vielleicht demnächst mal einen Strang auf.

Gerne  :d
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: AlucartDante am 17.12.2018 | 05:22
Reihum Szenen zu erzählen gruselt mich auch. Nicht nur die Herausforderung (also zumindest diese Herausforderung, klar gibt es dann andere) geht verloren. Sondern auch die Immersion. Ich kann mir gut vorstellen, ein Shadowrunner zu sein. Ich kann mir aber nur schwer Shadowrunner und übernatürliches Wesen zu sein, dass durch Erzählen Szenen verändern kann. Ich finde Hongkongstory hat das noch ganz witzig und kreativ gelöst, durch Schauspieler und Rolle. Aber ich habe trotzdem das gleiche Problem.

Klar ist das nicht wie spielleiten? Doch und ich leite gerne. Aber ich mag harte und faire Spielleiter und versuche auch so zu sein. Da ist für mich der richterliche Reiz. Ich finde es spannend kriminell zu sein oder Richter zu sein. Nur beides zusammen, das verliert für mich den Reiz.

Ich bin eh überrascht, dass das so boomt. Im Allgemeinen fehlt es immer an Spielleitern und plötzlich wollen alle mitleiten?

Ich vermute diese autoritäre Rolle eines Mitspielers als Spielleiter ist eh immer komisch. Oder wenn ich Plotpunkte habe oder Würfel wiederholen darf, bin ich irgendwie noch mächtiger. Aber durch Szenen abändern und neu würfeln verliere ich den Reiz der Gefahr. Gerade Shadowrun mag ich hart und dreckig, wo es keine Hilfe mehr gibt, wenn du in der Gosse liegst. Und ich kann mit mächtigen Charakteren umgehen, aber mächtigen Spielern?

Dabei finde ich es voll cool, wenn Leute narrativ zusammen spielen. Ich finde auch Improtheater cool.  Ich würde mir wünschen, dass das mehr Leute machen. Nur ich selbst spiele lieber klassisch.

Ich werde mir auf jeden Fall jetzt doch nochmal Shadowrun Anarchy angucken und schauen, ob man cool und schnell Shadworun spielen kann, wenn man den Kram weglässt. Das habe ich noch nicht überprüft und habt ihr mich neugierig gemacht.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 17.12.2018 | 06:18
Ich bin eh überrascht, dass das so boomt.

Was boomt - spielleiterloses Rollenspiel?
Kein bisschen.

Player Empowerment?
Schon eher - aber da verschwampft sich Anarchy auch schon wieder deutlich im Vergleich zur "richtig" narrativen Konkurrenz. 

Ich werde mir auf jeden Fall jetzt doch nochmal Shadowrun Anarchy angucken und schauen, ob man cool und schnell Shadworun spielen kann, wenn man den Kram weglässt.

Dann bleibt ein mMn gar nicht mal so gutes regelleichtes klassisches Spiel übrig. Natürlich kann man das spielen, aber wenn du mich fragst, genau so trotz des Systems wie beim großen Bruder.
Auf dem Komplexitätsgrad gibts dann doch bessere Alternativen.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: AlucartDante am 17.12.2018 | 06:46
Player Empowerment?

Ja das meinte ich. Zum einen Fate und zum anderen ist selbst in D&D5 die Idee dieser Rerolltoken.

Ich war deswegen auch unglücklich über Anarchy, weil ich mir immer eben ein einfaches Shadowrun zusätzlich gewünscht habe und mir klar wurde, wenn Anarchy den Markt belegt, wird es dort nichts ohne Player Empowerment geben.

Ich finde letztlich SR4 auch ganz gut. Aber was empfiehlst du denn, wenn du meinst, es gibt bessere Alternativen? Oder bastelst du einfach was wild zusammen?
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 17.12.2018 | 12:20
Ich konvertiere je nach Geschmack und der gewünschten Komplexität auf andere Systeme.

Wesentlich einfacher geht es z.B. mit Savage Worlds, Corporation, dem alten WEG Star Wars (1. Edition) oder Mongoose Traveller.
Immer noch weniger umständlich (auch, weil die Regelwerke ein paar klassische SR-Baustellen "automatisch" umgehen) sind Konversionen auf Basis von Deadlands Classic oder GURPS.


Und zuletzt bastele ich gerade spaßeshalber an einer SR1-Variante, die viele nostalgisch verklärte Spielmechanik-Elemente beibehalten, aber auch mit ein paar altbekannten Problemen aufräumen soll. 


Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Sashael am 17.12.2018 | 12:46
Wesentlich einfacher geht es z.B. mit Savage Worlds, Corporation, dem alten WEG Star Wars (1. Edition) oder Mongoose Traveller.
Immer noch weniger umständlich (auch, weil die Regelwerke ein paar klassische SR-Baustellen "automatisch" umgehen) sind Konversionen auf Basis von Deadlands Classic oder GURPS.
Das ist deine Meinung. ;D
Ich teile diese zu Teilen so überhaupt gar niemals nimmernicht. ;)
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 17.12.2018 | 13:00
Alles, was ich hier schreibe, ist "höchstens" meine Meinung* ;)

Und zu Teilen teile ich die speziell hier noch nicht mal selbst  ~;D
Savage Worlds würde ich dafür z.B. nicht (mehr) nehmen, aber deswegen habe ich ja verschiedene Optionen aufgezählt.


*Wobei ich es für recht objektiv feststellbar halte, dass SR z.B. bei den Themen Initiative/Mehrfachhandlung, Relation von Waffen und Rüstungen bzw. allgemeiner Angriff und Verteidigung sowie Tödlichkeit, "Gunporn", Nahkampf sowie Fahrzeugen und Geistern spätestens ab SR3, meist ab SR2 und stellenweise schon immer eine ziemlich verkrachte Existenz ist bzw. war. 
Da wird wild rumgedoktert und geändert und am Ende ist es doch immer irgendwie meh...

Das können die zwei genannten komplexeren Systeme alles aus dem Handgelenk, ohne dass man sich da in irgendeiner Weise näher Gedanken drüber machen müsste. Natürlich haben die woanders ihre Nachteile und ihr eigenes Spielgefühl, das einem liegen muss, damit es was wird.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Medizinmann am 17.12.2018 | 14:36
Meine SR ---> GURPS Konversation war ImO recht einfach .
Lediglich mit dem Astralraum hatte Ich Probleme .
( aber das war zu der Zeit wo ich weitaus mehr GURPS als SR spielte, letztes Jahrtausend ....)

mit fast Problemlosem Tanz
Medizinmann
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Supersöldner am 25.12.2018 | 11:53
Müsste der Weihnachtsmann bei SR nicht Real sein wegen dem ganzen Manna und dem ganzen Glauben ?
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Menthir am 25.12.2018 | 11:59
Müsste der Weihnachtsmann bei SR nicht Real sein wegen dem ganzen Manna und dem ganzen Glauben ?

Es gibt zumindest sein Pendant: Väterchen Frost (https://shadowhelix.de/V%C3%A4terchen_Frost)
Insofern ist der Schritt nicht weit, allerdings dürfte der klassische, gutmütige Weihnachtsmann in Zeiten der Megacons eine gänzlich andere Rolle spielen und von den jeweiligen Cons europäisch-amerikanischer Prägung unterschiedlich verwendet werden.
Da die Coca-Cola-Company trotz der Cola-Kriege noch selbstständig ist, ist unser bekannter, rotwangiger, weißhaariger Santa sicher rutennutzender als in weichgespülten Beginn des 21. Jahrhunderts. Möglicherweise hat er die Rute auch inzwischen gegen eine Enfield AS-7 getauscht, und zieht als Bad Santa durch die Schatten und durch moderne Kaminöfen.  ;)
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Medizinmann am 25.12.2018 | 21:01
Müsste der Weihnachtsmann bei SR nicht Real sein wegen dem ganzen Manna und dem ganzen Glauben ?
Sobald CGL den als offiziellen Schutzgeist in ein Buch schreibt ist er das .
Bis dahin kannst Du das ja als Hausregel machen ;)

der mit dem Hogfather tanzt
Medizinmann
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Rhylthar am 14.01.2019 | 17:43
Da ich gerade "Gestohlene Seelen" ersteigert habe (Gruß an den Uhrwerk Verlag), mal eine Frage:

Wo (i. S. v. welchen Büchern) kann ich den möglichst viel über den Metaplot erfahren? Ich bin ja selbst seit SR3 ein wenig raus, also auch der Metaplot  von SR4 ist mir nicht wirklich bekannt.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: smerk am 14.01.2019 | 18:03
 
Ich empfehle den Almanach der 6. Welt. Der hat mir zumindest auf die Beine geholfen.

Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Menthir am 14.01.2019 | 18:06
Es gibt in der Shadowhelix eine Metaplot-Übersicht mit den entsprechenden Quellen; vielleicht hilft die als Einstieg:

Metaplot-Übersicht (https://shadowhelix.de/Meta:Metaplot-%C3%9Cbersicht)

Ansonsten hätte ich noch eine englischsprachige Forenübersicht, mit Quellenangaben:
Metaplot for Beginners (https://forums.shadowruntabletop.com/index.php?topic=8123.0)
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 24.01.2019 | 16:35
Ich hab mir grad diesen Podcast (http://hwcdn.libsyn.com/p/a/9/c/a9ca824a1f530e67/Episode_131_-_Street_Lethal.mp3?c_id=23443884&cs_id=23443884&destination_id=162893&expiration=1548342007&hwt=a4a5c8f5cfcae74746fa0feb0bd6c1e9) über Street Lethal mit einem der mitarbeitenden Freelancer angehört und bin fasziniert, wie sehr ich schon bei einer einzelnen Person denke:

- Das ist eine völlig verzettelte Perspektive auf das Setting
- Wo kommt diese verquere Mischung aus schlechtem 90er-Jahre-Spielleiten und zugehörigem Regeldesign und halbwegs moderner Einstellung her?
- Du arme Sau musst den Mist ausbaden, den andere verzapft haben - aber deine Lösung macht es sogar schlimmer.

Der ist quasi die Personifizierung meiner Probleme mit der 5. Edition  ~;D
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Uwe-Wan am 24.01.2019 | 17:14
Welcher Freelancer war denn zu hören?
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 24.01.2019 | 17:29
RJ Thomas.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Vash the stampede am 24.01.2019 | 17:36
@YY. Könntest du bitte etwas ausführlicher darauf eingehen, was du mit deinen Punkten meinst? Ich kann ihnen nicht folgen bzw. ich verstehe sie nicht.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 24.01.2019 | 18:30
Bei der Settingperspektive ist natürlich die Frage, ob er das nur nicht kommunizert, aber zumindest dem Anschein nach hat er kein Problem damit, dass es gleichzeitig
- ein Pink Mohawk-Konstrukt wie Krime (inklusive entsprechend geprägter Regeln) gibt,
- man Beschreibungen "echter" Sicherheitsprozeduren und -konzepte (und zugehörige entsprechend geprägte Regeln) bekommt und
- obendrauf Zeugs wie die Monaden und Space Opera-Technik vorkommen, die an der gesamten core story und am Setting kratzen würden, wenn das Ganze nicht

(geschickte Überleitung zum nächsten großen Punkt)

so gedacht wäre, dass es niemals nicht auf keinen Fall in Spielerhand geraten und nur dem SL als Plothook dienen soll* (und selbst dann muss es in weiter Ferne bzw. nur um drei Ecken ein Bezug dazu vorhanden sein).

Und zuletzt gibt es dann z.B. Manöver, mit denen man die verpeilte Immunität von Geistern gegen normale Waffen** genau so eindämmen kann wie die bösen Powergamer, die ihrem Männel doch tatsächlich regelkonforme** Ausrüstung geben. Da lässt er dann zwar einen Disclaimer vom Stapel, er hätte ja eigentlich nichts gegen diese Klientel, aber das gesamte Konzept ist genau die Art von regeltechnisch verbrämter SL-Reaktion auf ein konkretes Symptom viel grundlegenderer Probleme, die ich mit den missratensten SL-Tipps aus DSA-Urzeiten oder mit Scheiße wie (Teilen von) "Listen up, you primitive screwheads!" verbinde.
Und unhandliches Regelgewucher ist das auch gleich, was durch den Gedanken noch mal schlimmer wird, dass man es erst gar nicht bräuchte, wenn mal einer die Regeln zu Ende gedacht hätte, auf die man jetzt mit so einer "Lösung" reagiert. 

*Mal ehrlich: Wenn ich Zeug nicht so wirklich ins Spiel bringen soll, dann lass es gefälligst weg. Wenn es nicht zu dem Spiel passt, das du machen willst, dann lass es gefälligst weg.
Und wenn du mir einen Riesenhaufen Krempel hinkippen willst, aus dem ich mir dann mit großem Aufwand mein eigenes Setting mit meiner persönlichen Regelvariante zusammensuchen darf, dann dreh das einem anderen an.

**Dafür kann RJ natürlich erst mal nichts, schwafelt dafür aber wieder an mehreren Stellen so diffus und genau in o.g. unterschwelligen SL-vs.-Spieler-Stil über Balancing, dass sich mir die Zehennägel aufrollen.


Immerhin: Wenn ich mir die anderen Leute in dem Podcast (und deren weitere Beiträge) so anhöre, gibt es dafür offensichtlich eine Zielgruppe, die wahrscheinlich gar nicht nachvollziehen kann, warum ich mich an manchen Sachen so sehr störe.



Edit/Nachbrenner:

In einer anderen Episode gibt der RJ zum Besten, dass er über mehrere Kämpfe die Munition seiner Spieler nachhält und wenn dann einer nach X Schnitten, Ruhephasen und sonstwas nicht irgendwann explizit angesagt hat, dass er nachlädt, ist die Waffe ggf. leer.
I rest my case.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Darius der Duellant am 15.02.2019 | 11:43
Das erinnert mich ein bisschen an DSA und ich habe das Gefühl dass hier der gleiche Mechanismus am Werk ist:

Wenn du in der Breite erfolgreich sein willst, brauchst du ein System dass möglichst vielen Leuten erlaubt eine ihnen naheliegende Präferenz zu bedienen.
Damit verschreckt du zwar die die Fans von geradlinig konstruierten Systemen,  gewinnst aber unterm Strich doch mehr Spieler.
Dass das Geaamtsetting dann mit allen Dingen gar nicht mehr so super geil funktioniert ist den meisten Leuten dann egal, weil es gar nicht so weit kommt dass man da drüber stolpert.
Es wird der Teilbereich bespielt der einem taugt und der Rest ignoriert.

Beim ranten über undurchdachte Regeln gehe ich allerdings mit, das ist zur Zeit echt ein Glücksspiel ob man funktionalen Kram oder schwachsinnige no-brainer wie die Matrixkillermunition oder den "Stolen Gear" "Nachteil" (haha, oh wow) bekommt.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Aedin Madasohn am 15.02.2019 | 12:21

ein System dass möglichst vielen Leuten erlaubt eine ihnen naheliegende Präferenz zu bedienen...
... gewinnst aber unterm Strich doch mehr Spieler...
...Es wird der Teilbereich bespielt der einem taugt und der Rest ignoriert.


wobei da das Risiko darin liegt, dass dieses "mehr an Spielern" sich den Erwerb des X-ten Zusatzwerks aus CGL-Verlagshand (Pegasus gibt sich da sehr viel mehr mühe als die Amis) schlicht spart.
wer eh den Hornbach macht, der kauft (Geld!) doch keinen Schrott (nach), welchen er sich erst zurechtbiegen müsste.
Ein paar Settinggrundpfeiler und danach ist man schon durch mit dem Investieren. 
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 15.02.2019 | 12:27
Wenn du in der Breite erfolgreich sein willst, brauchst du ein System dass möglichst vielen Leuten erlaubt eine ihnen naheliegende Präferenz zu bedienen.
Damit verschreckt du zwar die die Fans von geradlinig konstruierten Systemen,  gewinnst aber unterm Strich doch mehr Spieler.

Ja, das ist eindeutig so.
Ich sage öfter mal, dass DSA und SR von dem Erfolg dieses Ansatzes zur Bewegungslosigkeit verdammt sind - sobald man sich in irgendeine Richtung bewegt bzw. auf einen Bereich konzentriert, läuft man Gefahr, Leute aus mehreren anderen Bereichen zu verlieren.

Darüber hinaus - und da richtet sich die Kritik eher an die Zielgruppe(n) denn an die Macher - habe ich bisweilen den Eindruck, dass man das noch nicht mal in aller Deutlichkeit ansprechen soll.
Sicher ist es angenehm, wenn man sich einreden kann, es gäbe die eine riesige DSA- oder SR-Community, aber bei Licht betrachtet ist das nicht so und es wäre für alle Beteiligten leichter, wenn Erweiterungen und Regelbereiche deutlich nach Sparte getrennt wären. Aber schon damit tritt man vielen auf die Zehen, denen die Illusion, man könnte sich jederzeit irgendwo auf der Welt an einen beliebigen SR-Tisch setzen und das gleiche Spiel spielen wie in der heimischen Runde, wichtiger ist als ein konsequent auf die eigenen Präferenzen zugeschnittes Spiel (was ich für ebenso bemerkenswert wie absurd halte).

Aber es wäre mir schon geholfen, wenn das das Einzige wäre, worüber ich maulen könnte ;D
Solange ungeachtet der Setting- und Genre-Ausrichtung die Regeln so ein Totalausfall sind, brauche ich mich damit nicht befassen.
Da ist bis auf Weiteres nur die Frage interessant, wie es mittel- und langfristig mit der Lizenz weitergeht und ob die 7. Edition wieder was wird (die 6. wird absehbar wohl auch von CGL kommen, die habe ich schon abgeschrieben :P).

wer eh den Hornbach macht, der kauft (Geld!) doch keinen Schrott (nach), welchen er sich erst zurechtbiegen müsste.

Ich wundere mich immer wieder, wie gut völlig verzettelte Erweiterungen laufen - da gilt für ein einzelnes Produkt wohl das gleiche wie für das ganze Spiel:
Wenn für einen ein bisschen was dabei ist, wird es gekauft und der Großteil weggelassen.
Ich ärgere mich dabei immer, wie viel unbrauchbaren Inhalt ich dann vor mir habe und wie schlecht sortiert das Ganze mittelfristig wird.

Aber deswegen verkauft man mir eben nichts und macht weiter solche Bücher für die, die es nicht nur trotzdem, sondern möglicherweise genau deswegen (!) kaufen.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Uwe-Wan am 15.02.2019 | 14:03
Du bist also nicht repräsentativ für die Zielgruppe? Was für eine Überraschung. Bei Licht betrachtet. ;D
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 15.02.2019 | 22:10
Der aufmerksame Leser hat es vielleicht schon eine Weile vermutet  ;D
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Vash the stampede am 6.03.2019 | 09:19
Ich merke immer, dass mir Informationen der Matrix und der Magie fehlen und diese nicht vom Grundregelwerk (5. Edition) gedeckt werden. Da es mir nur um den Hintergrund und nicht um die Regeln geht, stelle ich mir jedoch die Frage, ob ich auf Bücher der 4. oder 5. Edition zurückgreifen soll.

Was sind eure Erfahrungen dazu? Zu welchen Büchern greift ihr lieber? Welche sind besser und warum?
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Supersöldner am 6.03.2019 | 09:41
ich finde 4 ausführlicher und liebevoller.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Chan am 6.03.2019 | 09:47
Beide Editionen unterscheiden sich im fluff.
Die 4. ist freier und anarchischtischer, die 5. wieder mehr in Richtung der 3. und auch überwachter. (Kein Anspruch auf Vollständigkeit ;) )
Wenn du das vernetzt aus der vierten günstig schießt, dann greif ruhig zu.
Ich mag vom fluff die Viertel Edition Matrix lieber. Wirkt auf mich punkiger.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Medizinmann am 7.03.2019 | 07:39
Zitat
ob ich auf Bücher der 4. oder 5. Edition zurückgreifen soll.

bei der Magie ;
Klar, auf jeden Fall, mach .da ist viel Hintergrund zur Magie (GW als Spieler,etc) drin und da die Magie sich nicht großartig geändert hat (OK , Watcher jetzt via Ritual, nicht mehr über beschwören  ::) ) kann ich die 4te Ed nur empfehlen

Bei der Matrix;
Neeeeh, besser nicht, die Matrix funktioniert jetzt ganz anders als in SR4A ( WiFi-Schmuh  ::) :q und so'n quatsch)
sowohl regeltechnisch als auch Ingame/Flufftechnisch .
Ansonsten habe ich die SR5 Matrix aufgegeben und mich dafür nicht mehr interessiert (ImO zu doofohrig),
kann dir also nicht viel zum SR5 Fluff sagen,weil ich so gut wie nix mehr dazu lese

HokaHey
Medizinmann
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Vash the stampede am 7.03.2019 | 07:58
@Medizinmann.
Zum Verständnis. Auch bei der Matrix würdest du eher zu der 4.Edition raten?
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Medizinmann am 7.03.2019 | 09:01
@Medizinmann.
Zum Verständnis. Auch bei der Matrix würdest du eher zu der 4.Edition raten?
hmmmm, Antwort ..... ein unsicheres Jaaaahhhh ? * Schulterzuck*
mit der 4A Matrix habe Ich mich etwas ausgekannt , fand sie OK und hatte interessante Chars (Aber Hacker waren nie meine liebsten Chars ).
die SR5 Matrix mag ich nicht ,habe keine Chars dafür , finde viele der Regeln Absurd und Kontraproduktiv bzw erzwungen ( WiFi Boni) .
kann die beiden aber nicht wirklich miteinander vergleichen, da ich keine Erfahrungen mit der 5er Matrix habe.
Weder direkt ,mit eigenen Chars , noch indirekt mit anderen Spielern in meinen ganzen Runden.
ALLE SL die ich kenne/mit denen ich spielen, benutzen NSC Decker .
Ach und TM sind in SR5 echt in den Arsch gekniffen .
in SR4A gab es da echt interessante Konzepte (Dronomancer), die so in SR5 nicht mehr möglich sind.
Die Arschkneiferei soll sich ein bischen gebessert haben ,mit einem der beiden Matrixbücher aber ich weiß nicht wie und welches Buch....

mit Schulterzuckendem Tanz
Medizinmann
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Flamebeard am 9.03.2019 | 08:38
Die Arschkneiferei soll sich ein bischen gebessert haben ,mit einem der beiden Matrixbücher aber ich weiß nicht wie und welches Buch....

Ja, Letaler Code hat da nachgelegt. Mit den Resonanten Strömungen, Paragons und einigen Zusatzregeln passt das eigentlich. Klar, damit wird der Technomancer endgültig zum Zauber-Decker. Aber für mich passt es. ^^

(Für einen Drohnomancer braucht es Resonante Strömung: Maschinist und Paragon: Daedalus, um richtig zu rocken. Das fieseste Werkzeug ist die strömungsspezifische 'Wartungssicherung', mit der man ein Gerät von allem Anderen abkapseln kann.)

Alles in Allem haben sie sich wohl bemüht, die Matrix (und gerade die Tiefenresonanz-Themen) den Mechaniken für magisch aktive anzupassen. Auch, wenn dadurch der Kontakt zu den alten Editionen praktisch abgeschnitten wird: Diese Arbeitsrichtung macht es sowohl für den SL als auch für Spieler einfacher. Ich hoffe, dass sie das Konzept regelmäßig prüfen und zu Ende bringen, da ich bei einer 1:1-Übernahme immer noch ein paar Balancing-Probleme sehe...
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Medizinmann am 10.03.2019 | 07:11
Moin,Moin

Zitat
Alles in Allem haben sie sich wohl bemüht, die Matrix (und gerade die Tiefenresonanz-Themen) den Mechaniken für magisch aktive anzupassen. Auch, wenn dadurch der Kontakt zu den alten Editionen praktisch abgeschnitten wird: Diese Arbeitsrichtung macht es sowohl für den SL als auch für Spieler einfacher.
Hmmm, ich fand die TM der 4A Edition auch schon als "Magische Decker", also für mich klingt das nach "Back to the Roots"
Und das ist (ImO) auch gut so !

mit einem Wurzeltanz
Medizinmann
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Vash the stampede am 10.03.2019 | 13:26
Danke für die Hilfe. Ich habe mich jetzt um die Bücher der 4. Edition bemüht.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am 17.03.2019 | 09:23
Da ich gerade mal wieder an gefangen hab ein  paar alte Shadowrun Roman zu lesen, frag ich mich gibts eigentlich welche mit wirklich stark vercyberten Protagonisten?
Ins besondere welche mit durch optimierter Highend Vercyberung (sprich Deltaware, Cultivierte Bioware, Genware und was es da noch alles lustige Optionen gibt, die für Spielercharactere quasi unbezahlbar sind).

In den Romanen die ich in letzter Zeit so gelesen hab, waren die Protagonisten entweder Magier oder halt nur relativ moderat vercybert.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Flamebeard am 17.03.2019 | 12:08
Da ich gerade mal wieder an gefangen hab ein  paar alte Shadowrun Roman zu lesen, frag ich mich gibts eigentlich welche mit wirklich stark vercyberten Protagonisten?
Ins besondere welche mit durch optimierter Highend Vercyberung (sprich Deltaware, Cultivierte Bioware, Genware und was es da noch alles lustige Optionen gibt, die für Spielercharactere quasi unbezahlbar sind).

In den Romanen die ich in letzter Zeit so gelesen hab, waren die Protagonisten entweder Magier oder halt nur relativ moderat vercybert.

 Ich glaube, einige der frühen Bücher/Reihen waren darum gestrickt. Schau' dir mal die TAKC 3000-Reihe von Markus Heitz an. Entweder die Schattenjäger/-läufer-Sammelbände oder die Einzelbücher TAKC 3000, Gottes Engel, Aeternitas, Sturmvogel, 5:58, Jede Wette. Da hast du das Thema am Anfang und danach immer wieder auftauchend.
 Was auch läuft: Die Pik Dame-Trilogie von Harri Aßmann (Auf dem Sprung, Töne der Unendlichkeit, Elementares Wissen). Bei beiden hast du zumindest (stark) vercyberte Charaktere als Mitglieder eines Teams.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am 17.03.2019 | 12:24
Ich glaube, einige der frühen Bücher/Reihen waren darum gestrickt. Schau' dir mal die TAKC 3000-Reihe von Markus Heitz an. Entweder die Schattenjäger/-läufer-Sammelbände oder die Einzelbücher TAKC 3000, Gottes Engel, Aeternitas, Sturmvogel, 5:58, Jede Wette. Da hast du das Thema am Anfang und danach immer wieder auftauchend.
 Was auch läuft: Die Pik Dame-Trilogie von Harri Aßmann (Auf dem Sprung, Töne der Unendlichkeit, Elementares Wissen). Bei beiden hast du zumindest (stark) vercyberte Charaktere als Mitglieder eines Teams.
Die Heitz Bücher lese ich gerade (bin gerade mit Sturmvogel durch), aber das ist in dem meisten Poolitzer der Protagonist, der ehr leicht vercybert ist (Skillwires und eine Cybercamera). Und ich mein halt wirklich einen Hauptprotagonisten und nicht nur ein Teammitglied oder einen Nebencharacter.

Was mich auch eben mal vorallem interessieren würde, wäre nicht eben nur stark vercybert (wobei eben Straßen Samurais als Hauptprotagonisten ehr eine Seltenheit zu seinen), sodern wirklich mal einen High End Runner mit dem wirklich teuren Zeug (also nach SR3 Preisen wirklich mehrere Millionen NewYen an Ware). In den Heitz Büchern hast du z.B. Jennings und  Lugstetter die so in die Richtung gehen, aber die sind eben (zumindest bisher) keine Protagonisten.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Flamebeard am 17.03.2019 | 13:02
Das Problem dabei sind wirklich die Kosten für den Kram. Entweder, du hast ausgebaute Konzern-Schergen mit der 'ware oder eben 08/15 Straßenschläger mit 08/15-'ware. Deltaware wirst du nur als Plotelement finden, warum der Runner gejagt wird. (siehe TAKC 3000) (Fast) jede andere Konstellation ist für einen Autoren so sterbenslangweilig, dass sich eben niemand damit beschäftigt.

 Wenn jemand einen 8-stelligen Betrag zur Optimierung seines Körpers raus haut (und eventuell in einer Clique läuft, die das ähnlich handhabt), wie spannend sind dann die Geschichten, die man erzählen kann? Diese Runner können Otto Normalsternschutzler doch einfach 'nen 10k-ECU-Credstick zu schieben, damit sie in die Anlage kommen. Denn Runs sind zu diesem Zeitpunkt eh nur noch Beschäftigungstherapie und nicht mehr Einkommensquelle.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Chan am 17.03.2019 | 13:05
Finns weg geht um einen stark verchromten Charakter.
Der Roman ist gut.
Es gibt mehrere Romane mit einem Charakter namens argent. Dieser ist auch sehr vercybert.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: ManuFS am 17.03.2019 | 13:07
In der Dragonheart Trilogy (Stranger Souls, Clockwork Asylum, Beyond The Pale) kommt ein Cyberzombie vor. Der ist allerdings nicht der primäre Protagonist der Reihe. Und die Bücher sind allgemein ziemlich krass überdreht.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am 17.03.2019 | 13:25
Das Problem dabei sind wirklich die Kosten für den Kram. Entweder, du hast ausgebaute Konzern-Schergen mit der 'ware oder eben 08/15 Straßenschläger mit 08/15-'ware. Deltaware wirst du nur als Plotelement finden, warum der Runner gejagt wird. (siehe TAKC 3000) (Fast) jede andere Konstellation ist für einen Autoren so sterbenslangweilig, dass sich eben niemand damit beschäftigt.

 Wenn jemand einen 8-stelligen Betrag zur Optimierung seines Körpers raus haut (und eventuell in einer Clique läuft, die das ähnlich handhabt), wie spannend sind dann die Geschichten, die man erzählen kann? Diese Runner können Otto Normalsternschutzler doch einfach 'nen 10k-ECU-Credstick zu schieben, damit sie in die Anlage kommen. Denn Runs sind zu diesem Zeitpunkt eh nur noch Beschäftigungstherapie und nicht mehr Einkommensquelle.
Deswgen intressiert mivh ja ob mal ein Autor es geschafft hat ein Buch mit so eine Überrunner zu schreiben  >;D

Es gibt mehrere Romane mit einem Charakter namens argent. Dieser ist auch sehr vercybert.
Der ist aber in dder Regel auch ehr ein Support Charakter.

Aber dann änder ich mal meine Frage in: gibt es gute Romane mit einem stark verchromten Straßensamurai/Söldner in der Hauptrolle.


Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Chan am 17.03.2019 | 13:32
In einem von Mel Odom spielt argent die Hauptrolle.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 17.03.2019 | 13:49
Wenn jemand einen 8-stelligen Betrag zur Optimierung seines Körpers raus haut (und eventuell in einer Clique läuft, die das ähnlich handhabt), wie spannend sind dann die Geschichten, die man erzählen kann? Diese Runner können Otto Normalsternschutzler doch einfach 'nen 10k-ECU-Credstick zu schieben, damit sie in die Anlage kommen. Denn Runs sind zu diesem Zeitpunkt eh nur noch Beschäftigungstherapie und nicht mehr Einkommensquelle.

Da tappen viele Autoren möglicherweise genau in die gleiche Denkfalle wie manch ein Spieler:
Nur weil man teuren Kram hat, heißt das nicht, dass man jemals das "zugehörige" Geld flüssig hatte oder gar weiterhin hat.

Es gibt schon ein paar "klassische" Erklärungsvarianten, aber kurioserweise spielt tatsächlich kein mir bekannter Roman mal eine mit einem stark vercyberten Protagonisten wirklich durch.
Überdrehte High-End-Weltrettungs- oder zumindest abstrus "hochstufige" Plots und die zugehörigen Charaktere gibt es ja durchaus, sei das die genannte Drachenherz-Trilogie oder Streets of Blood, Nosferatu und Black Madonna, bei denen gleich mehrere Protagonisten hart an der Mary Sue-Einteilung kratzen. Nur sind das eben Magier oder Decker und keine Samurai.


In Sachen Cyberware toll geschrieben finde ich übrigens Andreas Eschbachs "Der Letzte seiner Art", nur ist das leider großteils eine Elendserzählung und kein Shadowrun-Roman mit einem Samurai auf dem Höhepunkt seiner Runnerkarriere. Trotzdem hätte man sich da als SR-Autor mal eine Scheibe abschneiden können für die Perspektive auf stark vercyberte Runner. 

Letztlich:
gibt es gute Romane mit einem stark verchromten Straßensamurai/Söldner in der Hauptrolle.

Es gibt Romane mit Samurai/Söldnern in der Hauptrolle, aber mWn keine, die den Cyberwareaspekt wirklich mal näher beleuchten und rund darstellen - da legt der o.g. Eschbach die Latte schon ein gutes Stück höher, als man es in SR-Romanen zu lesen bekommt.
 
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am 17.03.2019 | 16:12
Wo ich schon mal dabei bin, gibts (abgesehen von TAKC 3000) Romane mit einem Rigger als Protagonisten, oder mal einem Rigger (von mir auch auch in einer Nebenrolle) mit etwas ausgefalleneren bzw. hoch gerüsteten Fahrzeugen und Drohnen?
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 21.03.2019 | 16:14
Der Moment, wenn man in ein altes Regelwerk schaut und feststellt, dass sich jede SR2-Gruppe, in der man jemals gespielt hat, unnötig Arbeit gemacht hat ->  :o
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Sashael am 21.03.2019 | 21:15
Der Moment, wenn man in ein altes Regelwerk schaut und feststellt, dass sich jede SR2-Gruppe, in der man jemals gespielt hat, unnötig Arbeit gemacht hat ->  :o
Care to explain?
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 21.03.2019 | 21:48
Alle Gruppen haben bei Angriffswürfen immer Erfolge gezählt, Schaden erhöht, Widerstandsprobe gewürfelt, Schaden gesenkt.
Und eigentlich verrechnet man zuerst die Erfolge und erhöht oder senkt dann den Schaden je nach Ergebnis.
Das ist nicht nur weniger Arbeit, sondern macht je nach Konstellation auch mal ein Schadensniveau Unterschied in eine der beiden Richtungen.

Meine erste Gruppe kam von SR1 (wo es noch war wie eingangs beschrieben), von daher kann ich es da nachvollziehen. Aber alle anderen haben mit SR2 angefangen und müssten daher auch über mehrere Ecken von Altspielern beeinflusst gewesen sein. Im deutschen Regelwerk ist es jedenfalls mehr als eindeutig.

Ab SR4 ist es dann sowieso egal, weil Erfolge und Schadenserhöhung/-senkung immer 1:1 verrechnet werden. Aber mit höheren Phasen ist das durchaus relevant. 


Edit: Ich habe das gemerkt, weil ich da grad für meinen Retroklon wieder dran sitze und ich es machen muss wie bei SR1, weil ich da noch einen Schritt mehr Spielmechanik drangehängt habe.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Supersöldner am 4.05.2019 | 19:51
(Meta) Menschen ,Geister und sogar Drachen können Toxiker werden. Doch was ist eigentlich mit MMVV Infizierten ? ist ihr verstand zu unmenschlich und verdreht/anders  oder Könnten zumindest die von ihnen die Verstand und Magie haben sich solchen Traditionen Öffnen ?
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Flamebeard am 4.05.2019 | 20:18
(Meta)Menschen, Geister und sogar Drachen können Toxiker werden. Doch was ist eigentlich mit MMVV-Infizierten? Ist ihr Verstand zu unmenschlich und verdreht/anders? Oder könnten zumindest die von ihnen, die Verstand und Magie haben, sich solchen Traditionen öffnen?

Da MMVV-Infizierte eben das sind - Infizierte mit einem bestimmten Metatyp - warum sollten sie, wenn sie magisch aktiv sind, nicht einem toxischen Pfad folgen können? Als Charakter-Konzept für Spieler sicherlich nicht relevant, da die Kosten für 'Magie + MMVV + (toxischem) Schutzgeist' jeglichen Rahmen sprengen (können). Aber als Gegner - warum nicht?
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am 6.05.2019 | 09:13
Hi kann mir jemad sagen ab wann in der Timeline die Subvarianten der Verschiedenen Metarassen (Nächtliche, Zyklopen, Satyre, Onis etc.) aufgetaucht sind?
Sind die Zeitgleich mit den Hauptrassen aufgetaucht oder erst später?
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Medizinmann am 6.05.2019 | 11:47
sowohl als auch.
manche Varianten wie die Nartaki sind erst mit der Surgewelle entstanden
andere ( Oni z.B.) waren schon von Anfang an am Start , andere ( Wakyambi) sind etwas später auf die SR Welt  gekommen ,aber noch vor dem Halleyschen Kometen entstanden.
Eine Liste gibts nicht, aber immer wieder lassen sich die Autoren was einfallen .
 Es gab auch infos über Varianten, die auftauchten und dann wieder verschwunden sind ( Schlümpfe, Uruk-Hai ,etc)
Das waren dann wohl "Testballons" die aber abstürzten und nicht beim Leser/Spieler ankamen

mit Testtanz
Medizinmann
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Supersöldner am 6.05.2019 | 12:12
SL: 3 Schlümpfe Kommen die Straße entlang.Ein Straßen Samurai ein Magier und ein Hacker. Spieler :.............................. (selbst erfundenes Beispiel )
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am 6.05.2019 | 13:38
Glaich noch ne Frage:

Gibt es das Phänomen das man als Mensch geboren wird und sich dann später einen meta verwandelt nur bei Orks und Trollen auf oder auch bei Zwergen und Elfen?
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Isegrim am 6.05.2019 | 13:43
Hab ich noch nie von gehört, bin aber nicht auf dem neusten Stand.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Chan am 6.05.2019 | 13:47
Das gibt es nur bei Orks und Trollen.
Diese sind durch die Goblinisierung entstanden.
Elfen und Zwerge kommen so auf die Welt. Das nannte sich UGE. Wofür das steht weiß ich nicht mehr.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: ManuFS am 6.05.2019 | 13:56
Ungeklärte Genetische Expression.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Medizinmann am 6.05.2019 | 16:38
Glaich noch ne Frage:

Gibt es das Phänomen das man als Mensch geboren wird und sich dann später einen meta verwandelt nur bei Orks und Trollen auf oder auch bei Zwergen und Elfen?
ds gabs nur ganz am Anfang  (in den 2020ern) und nur bei Orks & Trollen,als Die Magie neu wieder da war .
Elfen und Zwerge wurden eigentlich immer schon als solche geboren

Seit den 2050ern sind generell alle 4 Hauptmetarassen etabliert und Orks,Trolle,Zwerge und Elfen werden als solche geboren .
Klar kann es immer noch den ein oder anderen Menschen geben, der sich in der Pubertät verwandelt, aber das ist selten, ganz selten .

HokaHow
Medizinmann
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: AlucartDante am 7.05.2019 | 04:51
Hm ich bin etwas genervt von allen Shadowrunversionen. Die neue 6. Version ist ja noch nicht draußen, aber ich zweifele. Es gibt Fate Versionen, aber ich mag kein Playerempowerment. Die Anarchyversion geht zwar in die richtige Richtung, aber ist selbst wenn man den Erzählteil weglässt regeltechnisch einfach super schlecht durchdacht. Ich überlege schon ein eigenes Shadowrunregelwerk zu schreiben.

Ich hätte gerne ein Shadowrun, dass
- schnell und einfach
- aber halbwegs realistisch
- einheitliche Regeln für verschiedene Charakterkonzepte (keine Boni für Elfen, Trolle, etc)
- es reicht wenn alle Charaktere 3 bis 4 Vorteile (Zauber, Cyberware, etc.) haben, die normalen Charaktere können zu viel
ist.
- breite Liste an Fertigkeiten

Eigentlich wünsche mir eine Charaktererschaffung wie bei der World of Darkness.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Kaskantor am 7.05.2019 | 07:24
Ob es 💯 passt, wage ich zu bezweifeln, aber es wurde diesbezüglich schon öfter GURPS oder Savage Worlds genannt.
Letzteres hat zwar Bennys, aber die braucht man auch wegen den explodierenden Würfeln. Dadurch, dass so jeder Schuss potentiell tödlich sein kann, hat sogar SW etwas Realismus intus:).

Wenn du Fate schon überlegst, wäre vielleicht PbtA auch eine Alternative, auch wenn die von deinen genannten Kriterien stark abweicht. Aber man soll ja nie nie sagen:).
Ich finde um die Sicht auf klassisches Rollenspiel mal ein wenig zu ändern, lohnt sich das lesen allemal.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am 7.05.2019 | 09:02
- es reicht wenn alle Charaktere 3 bis 4 Vorteile (Zauber, Cyberware, etc.) haben, die normalen Charaktere können zu viel
ist.
Cyberware und Magie fand ich jetzt immer noch handlebar, die Problem Bereiche sind Tradtionell ehr Matrix und Riggen.

Wobei man bei der Cyberware/Bioware durchaus mal etwas ausdünnen könnte.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 7.05.2019 | 10:39
Ich überlege schon ein eigenes Shadowrunregelwerk zu schreiben.

Wenn es einfach sein soll, bieten sich WEG Star Wars/Open D6 (letzteres gibts kostenlos) und Mongoose Traveller 2nd an, wobei man bei Letzterem fast alles schon parat hat - bis auf die Charaktererschaffung, da muss man selbst Hand anlegen.
Ansonsten ist Corporation keine schlechte Bastelgrundlage.
Alternativ verweise ich auf den SR:Reboot-Thread hier im Board, wo ich einen aufpolierten und entschlackten SR1/2-Regelhybrid baue und hoffentlich bald in die "Open Beta"-Phase komme.


Dadurch, dass so jeder Schuss potentiell tödlich sein kann, hat sogar SW etwas Realismus intus:).

Das eine führt leider nicht zum Anderen. In der Hinsicht schwächelt SW dann doch ziemlich.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am 8.05.2019 | 07:54
Was wäre in euren Augen ein plausibler Background für einen "Waffenspezialisten" (gibts in den meisten Editionen als Beispielcharacter im Grundregelwerk), also für jemanden der im  Umgang (und Bau) einer ziemlich großen Bandbreite an Waffen geübt ist?

Wie rechtfertigt man das über den Hintergrund (und wie baut man daraus einen Effzieneten Character?).
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Medizinmann am 8.05.2019 | 09:06
Ich verstehe die Frage nicht so recht ?

Wieso soll man den Rechtfertigen ? ( ?? )
Der ist doch ganz normal für die SR Welt...

Ist es auch ein "Problem" für dich , wie man ....einen Krieger in einem Fantasy RPG rechtfertigen soll ?

Zitat
Was wäre in euren Augen ein plausibler Background für einen "Waffenspezialisten"
Er ist Amerikaner
Er war beim Militär
Er war bei der Polizei
Er ist im Sicherheitsbereich tätig
Er ist ein Bodyguard
Er ist Waffennarr
.....


mit leicht verwirrtem Tanz
Medizinmann
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Besenwesen am 8.05.2019 | 09:30
Sehe da auch gar kein Problem, gibt es auch heutzutage schon einige. So einer wie Ian McCollum von Forgotten Weapons ist der erste det mir bei dem Waffenspezialisten einfällt:)
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am 8.05.2019 | 09:39
Naja wenn du dir (zumindest in SR3) den Beispiel Character ansieht, kann der neben Schusswaffen auch noch mit Klingenwaffen und iirc Bögen umgehen, passt irgendwie nicht so Richtig zu militärischer Ausbildung.

Hintergrund ist das ich eventuell in einer Neuen SR 3 Runde anfange werde, und er Meister hatte den Ansatz von wegen Character Werte über den Hintergrund zu Rechtfertigen statt das Generierungssysthem zu benutzen (so 100% hab ich auch nicht verstanden wie das laufen soll), und das wir durchaus schon erfahrenere Charctere basteln sollen.

Das würde im Prinziep zumindestens ermöglichen so einen Char zugenerien ohne ihn völlig zuverskillen (der Beispiel Character opfert mMn etwas viel für die vielen Fertigkeitspunkte).
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 8.05.2019 | 10:49
Er ist Amerikaner

Gesunder Minimalismus in Sachen Begründung ;D :d


Hintergrund ist das ich eventuell in einer Neuen SR 3 Runde anfange werde, und er Meister hatte den Ansatz von wegen Character Werte über den Hintergrund zu Rechtfertigen statt das Generierungssysthem zu benutzen (so 100% hab ich auch nicht verstanden wie das laufen soll)

Gib da mal Bescheid, wie das geklappt hat. Ich habe nämlich noch nie erlebt, dass das funktioniert wie erhofft.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am 8.05.2019 | 13:34
Gesunder Minimalismus in Sachen Begründung ;D :d
Bzw gilt der 2te Verfassungszusatz in der 6ten Welt noch?


Gib da mal Bescheid, wie das geklappt hat. Ich habe nämlich noch nie erlebt, dass das funktioniert wie erhofft.
Ich bin auch ehr skeptisch, die Runde ist komplett über die Spielerzentrale zusammen gewürfelt, sprich die Leute haben noch nie zusamen gespielt und du hast vom Anfänger bis zum Hardcore Spieler alles dabei.

Ich glaub schon bei normaler Character Generierung könnte das recht unausgewogen werden.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 8.05.2019 | 13:46
Bzw gilt der 2te Verfassungszusatz in der 6ten Welt noch?

Ich wüsste jetzt auswendig nicht, wo dazu was Konkretes steht, aber ich gehe schwer davon aus, dass sowohl die UCAS als auch die CAS das entweder 1:1 übernommen oder etwas sehr Ähnliches in ihren Verfassungen stehen haben.

Dementsprechend interpretiere ich die Lizenz für erlaubnispflichtige Waffen auch analog zum heutigen "shall issue"-CCW: Wer nichts auf dem Kerbholz hat, macht den Papierkram und bekommt sowohl Lizenz als auch die zugehörige Waffe problemlos. Der einzige praktische Unterschied zur heutigen Situation ist die Registrierung der Waffe.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Medizinmann am 8.05.2019 | 14:05
da viele Schusswaffen laut Regelwerk entweder legal sind oder nur ein E haben (also mit Lizenz legal zu bekommen sind)
Denke ich das der noch gilt und das die NRA noch mächtiger & Einflußreicher ist und das Megacorps die Politiker immer noch schmieren um noch mehr Waffen verkaufen zu können
" The only thing to stop a bad Troll with a Gun is a good Troll with a bigger Gun" ;)

Ich wäre nie auf den Gedanbnken gekommen ob der 2nd Ammendment ungültig wäre

mit 2nd Dance
Medicineman
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am 9.05.2019 | 22:08
Noch mal zwei Fragen:

- gibt es in Nordamerika irgendwelche Gegenden die besonders Metamenschenfeindlich sind?
- gibt es irgendwelche Söldener Hot Spots?
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: ManuFS am 9.05.2019 | 22:59
- gibt es in Nordamerika irgendwelche Gegenden die besonders Metamenschenfeindlich sind?

Mehr als den üblichen Rassismus? Tir Taingire, wenn du kein Elf bist, fällt mir spontan ein.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Supersöldner am 10.05.2019 | 08:54
die süd statten .
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am 11.05.2019 | 09:29
Noch ne kurze Regelfrage:

Gab es in Shadowrun 3 sowas wie Survival/Wildnisleben als Fertigkeit, oder fällt das unter Wissensfertigkeit?
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Vash the stampede am 11.05.2019 | 11:43
Frage: Welche deutschsprachigen Abenteuer (Netz oder Einzel-/Sammelband) für SR5 (!) haben einen hohen Decker-/Hacker-Anteil?
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am 12.05.2019 | 21:27
Und noch eine (äußerst Detail versessene) Frage: Würde jemand der in einem "Angle Reservat" in der Sioux Nation stammt dort unter die allgemeine Wehrpflicht fallen?
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Flamebeard am 13.05.2019 | 14:02
Und noch eine (äußerst Detail versessene) Frage: Würde jemand der in einem "Angle Reservat" in der Sioux Nation stammt dort unter die allgemeine Wehrpflicht fallen?

Ich stehe gerade auf dem Schlauch: Magst du "Angle Reservat" kurz definieren? Diese denglische Komposition bekomme ich gerade nicht verarbeitet...
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Uwe-Wan am 13.05.2019 | 14:10
Ich nehme an, dass die Reservate für die Weißen/Nicht-Ureinwohner sind.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Medizinmann am 13.05.2019 | 14:14
er meint warscheinlich :
AnglO Reservat !
Anglos sind die weißen, die im Indianerland geblieben sind .
Ist eine Rassistische Bezeichnung ( wie das N-Word ) für alle non-Native Americans regardless of Metarace
Ich weiß gar nicht ob es überhaupt Anglo Reservate gibt ?
Ich meine, das sich einige vermischten, einige beweisen konnten das sie Native Ancestry hatten etc .
zudem ist das Indianerland so extrem dünn besiedelt, das Ich mir da Reservate für Weiße eher schlecht vorstellen kann.
Ausserdem denke Ich nicht das die NAN den Weißen ofiziell das antun wollen, unter dem sie seit Jahrhunderten litten.
Als die Apartheit in Südafrika endete und der ANC an die Macht kam haben zwar viele Politiker von Enteignung der Weißen geredet und es ist vereinzelt zu Greueltaten gekommen aber im groben und ganzen haben die Weißen ihr Land bis jetzt behalten
(um mal einen realweltlichen Vergleich zu ziehen)

Zitat
Frage: Würde jemand der in einem "Angle Reservat" in der Sioux Nation stammt dort unter die allgemeine Wehrpflicht fallen?
Warum nicht ?
Schwarze waren ja auch in der Armee der Nord & Südstaaten ( und da waren sie noch Sklaven)

mit einem Dixie
Medizinmann
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Isegrim am 13.05.2019 | 14:42
Ich weiß gar nicht ob es überhaupt Anglo Reservate gibt ?

Laut SR-Wiki schon:

https://www.shadowiki.de/Anglo-Reservate

Aus dem Salish Sidhe Council erinnere mich explizit an "Pinkskin-Stämme".

EDIT & P.S.:

Über Wehrpflicht weiß ich nichts, kann mir aber sowohl "ja" als auch "nein" als Antwort vorstellen, abhängig davon, wie die Sioux deren Loyalität einschätzen.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am 13.05.2019 | 16:04
Zu mindestens in der SR3 Version von Nordamerika in den Schatten gab es noch Anglo Reservate.

Jetzt mal von der Wehrpflichtgeschichte abgesehen, was für einen status haben die Weißen in den NAN? Stammesmitglieder sind sie ja nicht, aber SIN-los wohl auch nicht. Jedenfalls ist der ANteil der SINlosen dort immer deutlich geringer als der der Nicht Stammesmitglieder.
In der Sioux Nation sind z.B. nur 63% Stammesmitglieder, aber nur 15% SINlos.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 13.05.2019 | 16:15
Jetzt mal von der Wehrpflichtgeschichte abgesehen, was für einen status haben die Weißen in den NAN? Stammesmitglieder sind sie ja nicht, aber SIN-los wohl auch nicht.

Die haben einfach "nur" nicht die vollen Bürgerrechte - was sie durchaus auch von der Wehrpflicht ausnehmen kann.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Flamebeard am 13.05.2019 | 16:21
Zu mindestens in der SR3 Version von Nordamerika in den Schatten gab es noch Anglo Reservate.

Jetzt mal von der Wehrpflichtgeschichte abgesehen, was für einen status haben die Weißen in den NAN? Stammesmitglieder sind sie ja nicht, aber SIN-los wohl auch nicht. Jedenfalls ist der ANteil der SINlosen dort immer deutlich geringer als der der Nicht Stammesmitglieder.
In der Sioux Nation sind z.B. nur 63% Stammesmitglieder, aber nur 15% SINlos.

Da müsste ich nochmal nachblättern, ob sich das jeweils auf die Gesamtbevölkerung bezieht oder auf die benannte Teilmenge.

*blätter*

OK, dazu habe ich jetzt nichts Explizites gefunden. ABER: Einen Eintrag zur Wehrpflicht. Anglo-Reservat-Bürger gelten als 'Amtliche Bürger' (analog zu Personen mit Arbeits-Visum). Sie haben volles Wahlrecht, sind aber vom Militärdienst ausgenommen. (Mission: Sioux Nation, S.54; Info-Box)
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Flamebeard am 14.05.2019 | 23:57
Falls jemand genaueres weiß: No Future/Lifestyle 2080 kommt ja in den Staaten mit Werten für beide Editionen. Bisher ist Lifestyle 2080 'nur' als SR5-Regelwerk beworben. Kommt da noch was? Eine Neuauflage oder Ähnliches? Oder werden die Werte für SR6 wenigstens als PDF nachgereicht, dass ich mir die nach Erwerb ins Buch legen kann?
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: AlucartDante am 16.05.2019 | 22:49
Neulich wurde hier sehr gut erklärt, was der Vorteil variabler Mindestwürfe in SR1-3 war.

Früher gab es ja auch verschiedenen Schaden 5M, 3L, 2T, etc. Später war aller Schaden gleich, einfach Anzahl der Kästchen Betäubung oder physisch. Hier ist mir der Vorteil noch nicht klar. Spielt jemand von euch nach sollchen Regeln? Seht ihr hier Vorteile gegenüber dem Schaden bei SR4? Was wird zusätzlich abgebildet, was ist daran für euch realistischer?
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 17.05.2019 | 00:09
*weit aushol*

Ganz früher™ war der Schadenscode sogar dreiteilig, also Powerniveau (fester Mindestwurf), Schadensniveau (erlittene Schadenskästchen) und Phase (Anzahl der Erfolge, um von einer Stufe zur nächsten auf- oder abzusteigen).
Also z.B. 4M3 oder 6S2.

Die zweite und die dritte Edition hatten dann eine feste Phase von 2, so dass man sie in der Notation weglassen konnte - 5M, 8S usw.
Außerdem waren die Powerniveaus durchgehend höher, wurden aber mit der Rüstung verrechnet (während letztere in der ersten Edition automatische Erfolge gab, aber das Powerniveau nicht änderte).
Das war ab dem Zeitpunkt problematisch, wo es viele verschiedene Quellen für Rüstung gab und die Möglichkeit, manche Rüstungen übereinander zu ziehen - durch die enormen Auswirkungen selbst von einem oder zwei Punkten Rüstung war da jeder scharf drauf, möglichst viel rauszuholen.
Da hätte man früher das System "schließen" müssen, so dass es ein ordentliches Gesamtbild gibt, mit welcher Rüstung (+Cyberware etc.) man gegen welche Bedrohungen gut da steht und mit welcher nicht. So ist das gerade in der dritten Edition etwas entglitten und wenn man verfügbare Rüstung und Bedrohung (inklusive Sondermunition) nicht mit scharfem SL-Auge austariert hatte, ging es leicht mal nach oben oder unten spektakulär daneben, sprich "Cakewalk" oder TPK.


Ab der vierten gab es aufgrund der festen Mindestwürfe auch keine Notwendigkeit mehr für das Powerniveau, so dass nur die reine Schadenszahl in Kästchen als Angabe ausreichte - mit der früher extra geführten Einteilung nach Betäubung oder "echtem" Schaden als neuem Standardzusatz, also 5G(eistig), 7K(örperlich).


Realistischer ist der zwei- oder dreiteilige Schadenscode nicht. Sauber nach Durchschlagsleistung und Wundpotential aufschlüsseln lässt sich das z.B. nicht, auch wenn es eine halbwegs intuitive Korrelation gibt.
Man hat damit aber insofern mehr mechanische "Spielwiese", als dass es auch Waffen geben kann, denen man relativ schwer widerstehen kann, die aber trotzdem nicht so viel Schaden anrichten - und umgekehrt.
Das führt z.B. zu deutlich größeren Unterschieden im Ergebnis, wenn diese Waffen gegen Ziele mit geringer oder großer Widerstandskraft eingesetzt werden: 2T4 gegen einen Ungepanzerten mit Konstitution 3 wird immer T, gegen jemanden mit Konstitution 8 (12) und Panzerung (nach SR1-Regeln)/Cyberware bleibt da nicht viel hängen - Kampfpool jeweils mal außen vor.

In der 4. und 5. Edition gibt es diese Unterscheidung nicht mehr, weil alles in einen Wert zusammenfließt.
Das führt u.A. zu etwas, was als "two shot problem" bekannt ist: Die üblichen Waffen machen irgendwas im mittleren einstelligen bis knapp zweistelligen Bereich an Grundschaden. Da kommen noch die Angriffserfolge drauf und es gehen umgekehrt die Verteidigungs- und Schadenswiderstandserfolge ab. Solange man sich halbwegs im gleichen Kompetenzniveau bewegt und es keine groben Missverhältnisse bei der Ausrüstung gibt, führt das dazu, dass in der Mehrzahl der Fälle genau zwei Treffer ein Ziel legen.
Selbst wenn man mal mit dem ersten Treffer ein bisschen weniger als die Hälfte des Schadensmonitors ausfüllt, holt der zweite Treffer das über die Varianz oft genug wieder raus und andersrum.

Das war bis zur dritten Edition anders, weil der Schaden nicht linear steigt oder sinkt, sondern in nach hinten größer werdenden Schritten: L, M, S und T entsprechen 1, 3, 6 und 10 Schadenskästchen.
D.h. es kann durchaus passieren, dass es zehn gerade so Wirkung zeigende Treffer braucht (10xL), aber es kann ein Ziel auch mit einem Treffer aus den Latschen hauen, besonders wenn man mit Extremschaden spielt.   
Außerdem kommt es so viel öfter vor, dass man gar keinen Schaden erhält, wenn man halbwegs robust ist und Kampfpool einsetzt, was in der 4. und 5. Edition eher auf ziemlich extreme Konstellationen beschränkt ist.
Man bedenke: Um 10 Kästchen wegzustecken, braucht man ab der vierten Edition 10 Erfolge auf die 5 und 6.
In der zweiten und dritten Edition braucht man nur 8 Erfolge und die ggf. auf niedrigere Mindestwürfe - und obendrauf ist man mit zwei Erfolgen schon auf 6 Kästchen runter und mit vier Erfolgen auf 3, während man in der vierten und fünften Edition mit zwei Erfolgen 8 und mit vier Erfolgen immer noch satte 6 Schadenskästchen einsteckt.


Speziell in der ersten Edition mit festem Powerniveau erlaubte die Phase es darüber hinaus, die Schadenswerte feiner abzustufen:
Bei einem Mindestwurf von 6 kann man halb so viele Erfolge erwarten wie bei einem Mindestwurf von 5.
Wenn ich an der Stelle die Option habe, der einen Waffe 6M2 zu geben und der anderen 5M3, dann rücken die unterm Strich etwas näher zusammen.

Außerdem kann man mit Hilfe der Phase die dickeren Waffen ein bisschen einbremsen.
Bei einem mittleren MG mit 8S4 ist es zwar schwer, dem Schaden komplett zu widerstehen, aber andersrum muss der Gegner auf Entfernungen, wo man ein MG einsetzt, auch erst mal vier Erfolge bringen, um auf T hoch zu kommen. Bei einer Phase von 2 ist man mit vier Erfolgen schon von M auf T oder von S angefangen bereits im Bereich des Extremschadens.



Ansonsten:
Ich nutze für meinen SR1-Umbau die Phase als Alternative zur Extremschaden-Regel. Wenn T erreicht ist, steigern weitere Erfolge 1:1 die Phase, d.h. dann gibt es eine Differenz zwischen der Erfolgszahl, die der Angreifer für eine Stufe bringen musste und der, die der Verteidiger jetzt bringen muss.
Das belohnt viele Erfolge, führt aber zugleich doch "nur" dazu, dass die Leute außer Gefecht gehen und nicht direkt ins Nirvana geblasen werden - und man kann sich mit etwas (mehr) Glück wie gehabt immer noch auf S retten und dann ist für den nächsten Angriff alles wieder ein Stück weit offen, anstatt sich wie in der vierten oder fünften Edition von 14 Kästchen auf 8 oder 9 runterzuwürfeln und dann trotzdem mehr oder weniger garantiert mit dem nächsten Treffer umzufallen.

Da brauche ich die Phase, weil man nicht gleichwertig übers Powerniveau gehen kann. Die Spanne für das Powerniveau muss ja weitestgehend auf den Bereich 3-6 beschränkt bleiben und wenn man dann durch die Erfolge deutlich über 6 hinaus gehen könnte, würde die Erfolgswahrscheinlichkeit schnell derart in den Keller gehen, dass man sich das Würfeln auch sparen kann. Mit der Erhöhung der Phase bleibt die Widerstandsprobe relevant und durch die möglichen großen Anfangserfolge (von T auf S runter bringt mehr als von M auf L oder von L auf nichts*) bleibt dann oft genug "nur" mehr hängen, aber es ist kein Auto-Kill. 

Kurz:
Ja, der zweiteilige Schadenscode hatte schon seine Berechtigung und sogar der dreiteilige war nicht ganz so blöd, wie er heute vielleicht klingt.
An der Umsetzung hat es hier und da etwas gehakelt, aber das lag eher am Drumherum statt am Grundmechanismus. 

Persönlich fand ich das immer eine nette Eigenheit des Systems mit einem gewissen Charme und großem Wiedererkennungswert - da kann so ein banaler Schadenswert in einer einzigen Zahl einfach nicht mithalten ;)


*Wundmodifikatoren außen vor, das ist ein Thema für einen anderen (Mammut-)Beitrag :)
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Vash the stampede am 17.05.2019 | 00:40
Und wie ist das, wenn die Wundmodifikatoren dazu kommen?  >;D
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: AlucartDante am 17.05.2019 | 01:07
Okay danke für die Ausführungen. Vor allem die Bewertung hat mir nochmal ein paar Punkte verdeutlicht. Von der Spielmechanik sehe ich Vor- und Nachteile. Gerade den Charm der Option hohen Schaden schneller runterzuwürfeln als niedrigen ist natürlich witzig.

Ich mag die Gefährlichkeit der 4. Edition. Hinzu kommt, dass die Einfachheit am Ende auch einen hohen Wert einnimmt. Im Gegensatz zum variablen Mindestwurf finde ich den Teil also eindeutig gut.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 17.05.2019 | 10:40
Ich mag die Gefährlichkeit der 4. Edition. Hinzu kommt, dass die Einfachheit am Ende auch einen hohen Wert einnimmt.

Gefährlichkeit ist relativ - man verliert wie gesagt beide Enden des Spektrums weitgehend bzw. ist eher in der "two shot"-Mitte gefangen (ansonsten s.u.).
Im Prinzip könnte man das Ganze radikal vereinfachen und würde kaum was verlieren, wenn man das "two shot problem" einfach so hinnehmen und auf anderem mechanischem Wege umsetzen würde.

Und mMn macht sich Einfachheit und flüssiges Spiel nicht an so Sachen wie dem Schadenscode fest.
SR4 hat nämlich im Vergleich zu früheren Editionen einen gesonderten Verteidigungswurf (mit verschiedenen Optionen) und ein paar Feinheiten beim Schadenswiderstand (Feststellung, ob der Schaden geistig oder körperlich ist, DK abziehen*). Und für beides steht jeweils noch die Entscheidung an, ob und wie man Edge einsetzt.
Da sind genug neue Umständlichkeiten hinzu gekommen.

*DK ist übrigens auch so eine Geschichte...die hat man natürlich so lange nicht gebraucht, wie man das Powerniveau hatte. Als das weg fiel, fühlte man sich veranlasst, die neu hinzu zu nehmen und unterm Strich ist der Schadenscode damit doch wieder zweiteilig. Und obendrauf lässt sich DK genau so wenig vom Schaden trennen wie beim zweiteiligen Schadenscode, weil der Schadenswiderstandswurf ja sowieso alles in einen großen Topf schmeißt und es letztlich egal ist, ob die Waffe mehr DK oder das Äquivalent an zusätzlichem Schaden hat - zumindest so lange man Panzerung trägt.

Und wie ist das, wenn die Wundmodifikatoren dazu kommen?  >;D

Bekanntlich ist es in SR1-3 ein Riesenfaktor, ob man eine Leichte oder keine Wunde erhält, weil man dadurch in der Folge +1 auf fast alle Mindestwürfe erhält.
Ab SR4 ist das dagegen relativ egal, weil ein abgezogener Würfel nicht groß ins Gewicht fällt.

D.h. man wird da Einiges daran setzen (müssen), auch die Leichte Wunde zu vermeiden und so gesehen ist der Schritt von der Leichten Wunde auf Nichts runter genau so wichtig wie der von T auf S.
Es sei denn, man hat entsprechende Cyberware, Ki-Kräfte o.Ä. und kann zumindest die ersten Wundmodifikatoren ignorieren. Gerade wegen des großen Einflusses einer schnöden +1 auf den MW ist das für Kämpfercharaktere genau so wichtig wie Initiativeverbesserung, wird aber gerne mal übersehen.
Mit dem Ergebnis, dass gestandene Samurai und Adepten bei einer Leichten Wunde anfangen, ernsthaft über einen Missionsabbruch nachzudenken, weil sie "ja jetzt nichts mehr hinkriegen" :P ::) ;D

Dabei ist die Lösung wie gesagt naheliegend und günstig...
Und letztlich ist es gerade einer der Knackpunkte bei den Kämpfern, dass die genau deswegen sagen können: Ich zieh das hier weiter durch, wo andere aufgeben sollten.

Die große Varianz bei den Schadensergebnissen und die fiesen Wundabzüge sollten eigentlich dazu führen, dass man die Schadensmonitore anders betrachtet.
Das sind eben keine zehn Lebenspunkte wie in anderen Systemen - die erste Leichte oder Mittlere Wunde kann schon relevant sein und darf gerne den Denkprozess auf "wie komme ich hier lebend raus?" ändern.
Wenn man dann natürlich denkt, man hätte ja noch sieben Kästchen Luft, rennt man schnell mal gegen die Wand.
Andersrum ist aber auch bei 6,7 oder 8 Kästchen Schaden noch lange nicht Ende, wenn man die Wundabzüge ignorieren kann und auch sonst in Sachen Schaden einstecken ganz gut aufgestellt ist. Von einer Schweren Wunde bis zum Umkippen sind es schließlich noch volle vier Leichte.
Das trennt wie aufgeführt die Kämpfer von den Nichtkämpfern bzw. generell die Spreu vom Weizen. 

Dieser ganze Komplex von Situation, eigenen und gegnerischen Fähigkeiten und Ausrüstung fällt ab SR4 weitgehend weg - und zwar an beiden Enden.
Da hat man wirklich um die zehn Lebenspunkte und fertig, was zwar die Bewertung einfacher, aber damit auch die Kämpfe vorhersehbarer macht und ihnen einen großen Teil des taktischen und rollenspielerischen Tiefgangs nimmt, gerade im Zusammenspiel mit der anderen Würfelmechanik. 
Es ist wie angeklungen im Mittelfeld kaum möglich, von einem Treffer gar nicht verletzt zu werden, aber andersrum sind ein paar Kästchen Schaden von einer "kleinen" Waffe selbst für Nichtkämpfer nicht groß relevant (solange es nicht genug Kästchen sind, um als voller erster Treffer für das "two shot problem" zu gelten).

Und zugleich ist magische und mundane Heilung wirksamer, d.h. wenn man sich erfolgreich über einen Kampf gerettet hat, kann es gut sein, dass man kurz danach wieder dasteht wie aus dem Ei gepellt, während man in früheren Editionen nur das Schlimmste eingrenzen konnte oder einen verdammt guten Magier brauchte, damit der nicht lediglich fremde Wunden in eigenen Betäubungsschaden umgewandelt hat (was die gleiche Überlegung wie bei den körperlichen Wunden hinsichtlich Abbruch/Rückzug beinhaltete).


Ab SR4 ist also in gewisser Hinsicht manches von den Füßen auf den Kopf gestellt. Kämpfe sind weniger taktisch, die große Ergebnisbreite von Schadenscode und Widerstandswürfen ist genau so weitgehend dahin wie die Möglichkeit bzw. der Zwang zum "Pokern", wenn man schon Schaden erlitten hat und dafür sind Verletzungen keine mittel- und langfristigen Einschränkungen, sondern nach dem Kampf schnell behoben.
Insgesamt alles nicht so meins  :q
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: AlucartDante am 18.05.2019 | 12:27

DK ist diese Rüstungsdurchdringung? Die finde ich auch recht überflüssig bzw hätte sie nur für bestimmte Waffen/Munition als Sonderfälle zugelassen. Im normalen Spiel hatten NSCs meistens Waffen ohne DK und umgekehrt als SL hatten meine halt dann immer einen Würfel weniger. Mochte ich auch nicht.

Der Verteidigungswurf ist natürlich ein Wurf mehr. Ärgerlich. Aber erschien mir ganz sinnvoll. Du würdest ihn einfach weglassen? Hm ist natürlich auch eine Option.

Körperlich oder geistig war immer etwas komisch? Muss man nicht gegen geistigen Schaden mit Willenskraft würfeln? Das war immer das Phänomen, dass der Troll besser ohne Rüstung rumlief, weil er sonst schneller k.o. geht. Wir haben es immer so gehandhabt, dass normale Waffen etc immer körperlichen Schaden anrichten.

Die "two-shot"-Mitte habe ich so nicht erlebt. Die Pistole macht 5k Schaden und man würfelt mit 7 Panzerung und 7 Kon dagegen und 1-2 Schaden kommen durch. Manche haben mehr Kon, bekommen auch mal keinen Schaden oder vielleicht auch weil sie erfolgreich ausweichen. Manche werden besser getroffen und von einer Salve und erhalten mehr Schaden. Wieviele Treffer Leute ausgehalten haben, war bei uns sehr unterschiedlich verteilt. Einzig mit einem Treffer vorher unverletzt zu sterben war bei SCs nicht normal. Durch den Verteidigungswurf hatte ich den Eindruck, dass man sogar häufiger Schaden vermeiden konnte in SR4.
 
Was ich aber jetzt nicht verstanden habe, ist was du mit weniger taktisch meinst unn warum es vorhersehbarer sein soll? Wobei Vorhersehbarkeit für mich eher zu mehr Taktik führt, wenn ich eh nicht weiß, wie es ausgeht, kann ich auch keine passende Taktik aussuchen. Auch Edge fügt Taktiken hinzu: Aufsparen für den Notfall, früh ausgeben um erst gar keine Verletzung zuzulassen, etc.

Mit Verletzungen anders betrachten meinst du, dass in SR3 das Problem nicht die wenigen freien Kästchen bis zum Tod sondern die drohende Handlungsunfähigkeit das Problem war?

Wenn du durch die Verletzung drei Würfel verlierst und bspw. nur noch 1 statt 4 hast, fiel das ja durchaus auch ins Gewicht. Das Problem hier ist wieder die Unverhältnismäßigkeit durch den varialben Mindestwurf. In SR3 schlug sich die Verletzung auf alle Fähigkeiten stärker gleichrannig nieder. In SR4 kann es gut sein, dass ich alle einer Verletzung von 3 alle Würfel einer Fertigkeit verliere, von einer anderen hingegen nur 3 von 15 Würfeln verliere.

Hm, insgesamt YY machst du mir durch deine klugen Beiträge Lust mal wieder SR3 zu spielen.  Ich erinnere mich aber, dass mir SR4 gleich mehr Spaß bereitet hat.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 18.05.2019 | 15:38
Zitatesalat! :)

Der Verteidigungswurf ist natürlich ein Wurf mehr. Ärgerlich. Aber erschien mir ganz sinnvoll. Du würdest ihn einfach weglassen?

Ganz weglassen nicht unbedingt, aber z.B. entweder wie SR1 mit dem Schadenswiderstand zu einem Wurf zusammenziehen oder einen irgendwie berechneten Verteidigungswert anderweitig einfließen lassen.

Ein zusätzlicher Wurf ist zum Einen umständlich, zum Anderen (und aus Designperspektive wichtiger) führt er hier tendentiell zu keinem relevanten oder spannenden Zufallsnutzen.
Das liegt daran, dass man ab SR4 mit recht großen Pools auf feste Mindestwürfe würfelt, was bei einem einzelnen Wurf zwar eine erstaunlich große Varianz hat, bei mehreren aufeinanderfolgenden Würfen aber allermeistens irgendwo in der Mitte landet.
Selbst gegen einen guten Angriffswurf hat man noch zwei Gelegenheiten, das Ganze zu reduzieren und dann kommt eben sehr oft ein Ergebnis raus, das mehr vom Grundschaden der Waffe bestimmt wird als von den drei Würfen. Da frage ich mich schon, ob das nicht bei weitgehend gleichem Ergebnis einfacher gehen kann - oder ob man andersrum den Aufwand vergleichbar lässt, aber die Ergebnisse breiter streuen können (was ich durch den Würfelmechanismus so aus dem Bauch raus für schwieriger zu erreichen halte).

Muss man nicht gegen geistigen Schaden mit Willenskraft würfeln? Das war immer das Phänomen, dass der Troll besser ohne Rüstung rumlief, weil er sonst schneller k.o. geht. Wir haben es immer so gehandhabt, dass normale Waffen etc immer körperlichen Schaden anrichten.

Gegen Waffenangriffe würfelt man i.d.R. Konstitution, auch wenn sie Betäubungsschaden verursachen (unabhängig davon, ob sie das immer tun oder nur wegen der Panzerung).
Ausnahmen sind extra benannt - müsste ich jetzt aber nachschlagen. Die erste Änderung bei Betäubungswaffen bzw. -schaden ist in SR4 meist, dass man Impact statt Ballistic Armor nimmt.

Und das Phänomen hat ja gleich zwei Teile: Der körperliche Monitor ist für Leute mit hoher Konstitution größer, d.h. sie haben was davon, wenn sie körperlichen Schaden kriegen (wobei man da "nur" nicht zu viel Rüstung anziehen sollte statt gar keine, die gibt ja auch Würfel und schwache Angriffe schnauft ein Troll eh weg). Oder man panzert sich ordentlich und wirft dann so viel Rüstung ab, dass man von geistigem auf körperlichen Schaden umschwenkt, um beide Monitore nutzen zu können. Das bleibt natürlich oft Powergamer-Theorie, aber zeigt trotzdem das Gefummel auf, das man sich mit dieser Regelung einhandelt.
Ich habe es auch so gehalten wie ihr - was körperlichen Schaden macht, bleibt auch dabei. Mehr Rüstung schützt ja trotzdem mit mehr Würfeln, das reicht doch.

Was ich aber jetzt nicht verstanden habe, ist was du mit weniger taktisch meinst unn warum es vorhersehbarer sein soll?

Mit variablen Mindestwürfen (SR1-3) kommt man schnell an den Punkt, wo man einige Runden voraus denken und ein bisschen ackern muss, um sich selbst günstige Mindestwürfe zu sichern und dem Gegner zu verwehren. Und in dem Zuge kommt dann auch die Grundsatzüberlegung auf "Was mache ich hier überhaupt, was will ich erreichen und wie bekomme ich das am Besten hin?"

Ab SR4 sind die Abzüge zumindest für Spezialisten oft vernachlässigbar und man kann Kämpfe einfach stumpf rundenweise runterwürfeln, indem man sich auf große Würfelpools und ggf. Edge verlässt.

Das ist im Rückblick auch genau meine Spielerfahrung mit SR2 und 3 gewesen - nicht immer, aber zu relevanten Anteilen: Da waren Kämpfe länger und hatten zumindest hinterher klar erkennbare Dreh- und Angelpunkte; es wurde mehr taktiert, mehr "out of the box" gedacht und sich auch mal unter Feuer vom Gegner gelöst, weil die Situation nichts anderes her gab oder man nichts davon hatte, ein größeres Risiko einzugehen. Umgekehrt ging bei überraschenden Feuergefechten auf kürzeste Entfernungen den Beteiligten der Arsch auf Grundeis, wenn sie gemerkt haben, dass sie das jetzt frontal austanken müssen.

In SR4 und 5 dagegen war es eher Einheitsbrei, weil die Situation viel weniger wichtig war als das, was man an Würfelpools, Edge und sonstigen Fähigkeiten mitbrachte.

Wie gesagt: Beides nicht immer und absolut, aber die Tendenz erkenne ich da schon recht deutlich.

Wobei Vorhersehbarkeit für mich eher zu mehr Taktik führt, wenn ich eh nicht weiß, wie es ausgeht, kann ich auch keine passende Taktik aussuchen.

Um eine passende/sinnvolle Taktik zu wählen, muss man wissen, was welchen (großen) Einfluss hat.
Wie das wirklich ausgeht, weiß man nie - auch aus einer sinnvollen Entscheidung kann ein suboptimales Ergebnis erwachsen, dafür rollen ja die Würfel.
Aber wenn es umgekehrt keine großen Einflüsse gibt, braucht man gar keine Richtungsentscheidung zu treffen und kann einfach laufen lassen.

Auch Edge fügt Taktiken hinzu

Edge übernimmt lediglich die Rollen aller früheren Spezialistenpools inklusive Karmapool; für den Karmapool finde ich das eine sinnvolle Änderung, weil der immer eine etwas fummelige Sonderregelung hatte. 
Aber die sonstigen Pools, allen voran Kampf- und Magiepool, waren mMn als zuteilbare Würfel ein schönes Element, um taktische Schwerpunkte zu setzen. Und obendrauf hatten die zwar eine offensive und eine defensive Platzierung, aber keine verschiedenen Anwendungen, wo man auch mal grob durchrechnen muss, was jetzt die bessere Variante ist. Mathematisch bestimmbar bessere Optionen braucht man auch nicht zur "Wahl" stellen...

Mit Verletzungen anders betrachten meinst du, dass in SR3 das Problem nicht die wenigen freien Kästchen bis zum Tod sondern die drohende Handlungsunfähigkeit das Problem war?

Problem würde ich nicht mal sagen, sondern nur die Entscheidungsgrundlage.
Wer Mindestwurf +2 oder +3 an der Backe hat, der ist eben für manche Zwecke so gut wie raus aus dem Geschehen, auch wenn er nominell noch handlungsfähig ist und ein paar Kästchen "Luft" hat.
Da sage ich: Feature, kein Bug. Da waren SR1-3 wohl zu weit weg von klassischen HP-Systemen und deswegen meist ein bisschen missverstanden.

Hm, insgesamt YY machst du mir durch deine klugen Beiträge Lust mal wieder SR3 zu spielen.  Ich erinnere mich aber, dass mir SR4 gleich mehr Spaß bereitet hat.

Das freut mich natürlich, wenn ich jemandem den alten Scheiß aufschwätzen kann ;D

Im Vorfeld von SR4 klang das Meiste ganz gut, aber in der Spielpraxis musste ich dann leider feststellen, dass die Vorläufer mir doch besser gefallen haben.

Dabei muss ich natürlich erwähnen, dass SR2 und 3 zum Ende der jeweiligen Laufzeit auch ein bisschen verkrachte Existenzen waren - da hätte man noch mal mit der Heckenschere rangehen und die gröbsten Auswüchse zurückstutzen müssen.
Gerade bei der Powerniveau-Berechnung war es wie angesprochen ziemlich diffizil, genau das richtige Maß zu treffen. Das hätte man neu sortieren und dabei wohl auch die Autofeuer-Regeln noch mal angehen müssen - oder sich radikal auf eine entsprechend kuratierte Auswahl an Waffen und Rüstungen beschränken.
Für "mein" SR nutze ich da aktuell eine Regelmischung aus SR1 und 5, die das Problem halbwegs elegant aus der Welt schafft.

Mit den richtigen Leuten am Drücker hätte man SR3 mMn zielführend weiterentwickeln können, aber mit dem großen Umzug zu Topps und CGL und dem weitgehenden Austausch des Personals war das Zeitfenster dafür auch recht schnell zu (und wohl der Wille nicht da, aber das ist Spekulation).

Aber (auch wenn das jetzt platt und unfair ist) gefühlt hat eh kaum jemand den Willen und den langen Atem, die "bestmögliche" Folgeedition* zu machen - da wird aus Spielerperspektive eher alle paar Jahre aufs Geratewohl in die Lostrommel gegriffen und dann wirds halt gut oder schlecht...

Was ich SR4 immer noch zugute halte: Das ist das aufgeräumteste und vollständigste aller SR-Grundregelwerke. Ist natürlich für die Folgeeditionen wieder blöd, wenn die Messlatte so hoch liegt ;)


*Von wenigen Ausnahmen abgesehen wie z.B. GURPS, aber da gibt es genau deswegen auch seit 15 Jahren keine neue Edition mehr und das Ganze köchelt auf Sparflamme vor sich hin.
Zum Vergleich: Brettspiele sind über 2-3 Editionen irgendwann fertig entwickelt und dann macht der Autor was ganz anderes. Ein "lebendiges" Rollenspielsystem, das kontinuierlich Geld abwerfen muss, kann sich das aber nicht in der Form erlauben und gangbare Alternativen sind dünn gesät.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am 22.05.2019 | 11:02
Kann mir jemand sagen unter welche Fertigkeiten bei SR ( in der 3ten Edition) sowas wie Lügen bzw. Lügen Erkennen fällt?
Gebräuche? Verhöhr? Probe direkt auf die Attribute?
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am 22.05.2019 | 13:08
Neulich wurde hier sehr gut erklärt, was der Vorteil variabler Mindestwürfe in SR1-3 war.
Also mMn sind Variabler Mindestwurf mit W6 ehr suboptimal, da dass zu krass skaliert. Zumindest wenn es wie bei SR3 für jeden mist Mindestwurfmodifikatoren gibt.

Beim WoD das W10 als Würfel benutz, und es weit weniger Modifikatoren gibt, klappt das mMn schon besser.

Aber eigendlich müsste man dafür schon fast W20 benutzen.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 22.05.2019 | 15:22
Kann mir jemand sagen unter welche Fertigkeiten bei SR ( in der 3ten Edition) sowas wie Lügen bzw. Lügen Erkennen fällt?
Gebräuche? Verhöhr? Probe direkt auf die Attribute?

Strukturell ganz klar Verhör.
U.A. daran festzumachen, dass eine der Spezialisierungen "Lügendetektor" ist.

Also mMn sind Variabler Mindestwurf mit W6 ehr suboptimal, da dass zu krass skaliert. Zumindest wenn es wie bei SR3 für jeden mist Mindestwurfmodifikatoren gibt.

Ja, es gibt zu viele kumulative Modifikatoren und obendrauf sind einige davon auch für sich genommen schon zu hoch.

Das ist - wie ich vor nicht allzu langer Zeit gelernt habe und seitdem bei jeder Gelegenheit erzähle - die Folge davon, dass SR1 als W10-Entwurf angefangen hat und kurz vor der Veröffentlichung mit der heißen Nadel auf W6 umgestrickt wurde.
Blöderweise hat man dabei die Modifikatoren nicht passend eingedampft und die haben sich dann bis in die dritte Edition gehalten.
Eigentlich hätte man das schon zur zweiten Edition korrigieren müssen*.

Das Grundprinzip war aber so blöd nicht, vor allem bei nach oben offenen (!) Fertigkeitswerten.

Die vierte Edition hat das Ganze mehr oder weniger aus Versehen mit korrigiert, auch wenn das Pendel dann zu weit in die andere Richtung ausschlug.


*So wie man mMn auch an einigen anderen Stellen von der ersten zur zweiten Edition falsch oder zumindest ungünstig abgebogen ist und damit die Grundlage für die Entscheidung gelegt hat, die unübersichtlichen Wucherungen der dritten Edition radikal zu beschneiden - was diese im Ergebnis aber nur durch neue Umständlichkeiten ersetzt hat.
 
Richtig rund läuft SR RAW in keiner Edition, wenn auch aus sehr unterschiedlichen Gründen.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am 22.05.2019 | 15:30
Strukturell ganz klar Verhör.
U.A. daran festzumachen, dass eine der Spezialisierungen "Lügendetektor" ist.
Und womit lügt man?

(Idenwie merkwürding es gibt bei SR3 absurd umfangreiche Regeln zuallem außer sozialer Interaktion ...)

EDIT: Deckt die "Lügendetektor" nicht ehr das Verhöhren mit Nutzung eines solchen Geräts ab?

Das ist - wie ich vor nicht allzu langer Zeit gelernt habe und seitdem bei jeder Gelegenheit erzähle - die Folge davon, dass SR1 als W10-Entwurf angefangen hat und kurz vor der Veröffentlichung mit der heißen Nadel auf W6 umgestrickt wurde.
OK das war mir neu, aber selbt mit W10 dürften die Modifikatoren mit unter zuhoch ausfallen.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 22.05.2019 | 15:51
Und womit lügt man?

Auch mit Verhör.
Die Fertigkeit umfasst die "schulmäßige" Beschäftigung mit Lügen.
Wer das nie gemacht hat und mit reinem Talent, sprich Ausweichen, einen entsprechend Geschulten belügen will, schafft das i.d.R. nicht - passt mMn sehr gut.


OK das war mir neu, aber selbt mit W10 dürften die Modifikatoren mit unter zuhoch ausfallen.

Geht so - der absolut überwiegende Teil bewegt sich dann unterhalb der ersten "Explosion" und umgeht damit den großen Wahrscheinlichkeitsknick.

Und einige Modifikatoren wie z.B. Blindes Feuern sind schon deutlich als "wir lassen dich immerhin würfeln, auch wenn es eigentlich Quatsch ist, was du da machst" gedacht.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am 22.05.2019 | 16:06
Geht so - der absolut überwiegende Teil bewegt sich dann unterhalb der ersten "Explosion" und umgeht damit den großen Wahrscheinlichkeitsknick.
Ok das müsste man wohl mal test spielen.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: AlucartDante am 22.05.2019 | 21:28
Auch mit Verhör.
Die Fertigkeit umfasst die "schulmäßige" Beschäftigung mit Lügen.
Wer das nie gemacht hat und mit reinem Talent, sprich Ausweichen, einen entsprechend Geschulten belügen will, schafft das i.d.R. nicht - passt mMn sehr gut.

Hm, das wage ich zu bezweifeln. Diese ganze Lügendetektoren - ob menschlich oder maschinell - halte ich für massiv überschätzt. Auch viele Leute die sich nie schumlmäßig damit beschäftigt haben, sind nur schwer der Lüge zu überführen. Und Lügen und verhören als einen Skill erscheint mir auch nicht sinnvoll. Es gibt viele Leute die nur eines davon können.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 23.05.2019 | 01:41
Auch viele Leute die sich nie schumlmäßig damit beschäftigt haben, sind nur schwer der Lüge zu überführen.

Das erlebe ich regelmäßig anders. Wenn sich nur eine der beiden Seiten strukturiert damit auseinandergesetzt hat, ist sie massiv im Vorteil.
Richtig gute Autodidakten sind da relativ selten und der Erfolg geht eher darauf zurück, dass der Beobachter aus verschiedenen Gründen schlecht oder befangen ist.

Und Lügen und verhören als einen Skill erscheint mir auch nicht sinnvoll. Es gibt viele Leute die nur eines davon können.

Bei welcher anderen sozialen Fertigkeit dreht es sich so zentral um die Frage, ob das Gegenüber gerade lügt - sowohl in logischer als auch in "handwerklicher" Hinsicht?

Und wer nur eines davon (gut) kann, hat sich gemäß SR-Fertigkeitensystem entweder spezialisiert oder weicht sogar die ganze Zeit auf eine gute verwandte Fertigkeit aus - i.d.R. irgendeine Gebräuche-Variante; in sehr verschiedenen sozialen Kontexten gut lügen können dann auch die allerwenigsten, das passt hier ganz hervorragend zum Ausweichen.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am 23.05.2019 | 15:42
Das Grundprinzip war aber so blöd nicht, vor allem bei nach oben offenen (!) Fertigkeitswerten.

Die vierte Edition hat das Ganze mehr oder weniger aus Versehen mit korrigiert, auch wenn das Pendel dann zu weit in die andere Richtung ausschlug.
Die 4te hab ich selbst nie gespielt, aber der Proben Mechanismus scheint mir sinnvoller. Keine merkwürdig skalierenden Schwierigkeitsmodifikatoren und Attribute die direkt in die Probe eingehen statt nur indirekt wie bei SR3.

Und wer nur eines davon (gut) kann, hat sich gemäß SR-Fertigkeitensystem entweder spezialisiert oder weicht sogar die ganze Zeit auf eine gute verwandte Fertigkeit aus - i.d.R. irgendeine Gebräuche-Variante; in sehr verschiedenen sozialen Kontexten gut lügen können dann auch die allerwenigsten, das passt hier ganz hervorragend zum Ausweichen.
Wobei Ausweichen zwar impronziep eine gute Idee, aber zumindestens bei SR3 für allles bei dem es auf die Anzahl der Erfolge ankommt unbrauchbar ist (für proben bei denen man nur iregndwie einen Erfolg braucht gehts so eingermaßen).
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 23.05.2019 | 16:50
Die 4te hab ich selbst nie gespielt, aber der Proben Mechanismus scheint mir sinnvoller. Keine merkwürdig skalierenden Schwierigkeitsmodifikatoren und Attribute die direkt in die Probe eingehen statt nur indirekt wie bei SR3.

Eine merkwürdige Skalierung gibt es dort auch, nur nicht bei der Probe an sich, sondern bei der Relation zur Poolgröße des Handelnden. Das ist in der Spielpraxis mMn sogar deutlich öfter ein Problem als der variable Mindestwurf, weil man sich beim variablen Mindestwurf "nur" mal ein paar Rechenexempel anschauen muss, um zu merken, dass man mit den Modifikatoren nicht so auf die Kacke hauen sollte.
Das Skalierungsproblem von SR4 und 5 bleibt dagegen vollumfänglich bestehen, wenn man es verstanden hat.

Mein großes Praxisproblem mit dem Würfelmechanismus von SR4 und 5 ist aber die enorme Varianz. Das konnten SR1-3 tatsächlich besser und ich ärgere mich immer wieder, wenn in Regeldiskussionen zu SR4 und 5 mal eben drei Würfel mit einem Erfolg gleichgesetzt werden und das dann den Dreh- und Angelpunkt der Betrachtung bildet.

Dass die Attribute direkt eingehen, finde ich weder gut noch schlecht. Kann man beides machen, solange dem dann auch durch die Steigerungskosten entsprechend Rechnung getragen wird - was auch der Fall ist, in SR1-3 sind Attribute wesentlich günstiger zu steigern.


Unterm Strich hätte ich lieber ein aufgeräumtes SR3 gehabt - quasi für das SR-Franchise das, was die 5. Edition für D&D ist.
Ein kompletter Systemumbau wäre mMn beim Grundmechanismus besser in die Richtung 2W10+Attribut+Fertigkeit o.Ä. gegangen. Also ähnlich zu dem, was mal (auch da schon verspätet) für Anarchy angedacht war, aber dann wieder verworfen wurde.

Wobei Ausweichen zwar impronziep eine gute Idee, aber zumindestens bei SR3 für allles bei dem es auf die Anzahl der Erfolge ankommt unbrauchbar ist

Nur bei "Anzahl der Erfolge" gehe ich noch nicht mit, aber einen Schritt weiter bei der vergleichenden Probe schon.
Will heißen: Wenn es um eine vergleichende Probe geht, wo dann einer mit +2 würfelt (und in SR3 mit weiteren massiven Einschränkungen wie 1/2 Fertigkeit oder Ausschluss von Poolnutzung!) und der andere "normal" - dann kann man sich das meist auch gleich sparen.

Das ist mMn einer der Gründe, warum manch ein NSC so gefühlt unterirdische Werte grad bei sozialen Fähigkeiten hat: Natürlich werden die von einem Profi völlig an die Wand gespielt (aber soll der das nicht können? Wozu hat er sonst seine Punkte dafür ausgegeben?), aber so hat jemand, der Ausweichen muss, auch noch eine Chance.
Umgekehrt machen "ordentliche" NSC-Werte direkt klar, dass man hier nur als Profi weiter kommt.

Wenn man gefühlt zu niedrige Werte natürlich immer reflexartig so weit anhebt, dass der Profi einigermaßen gefordert ist, sieht der Ausweichende kein Land mehr. Genau da liegt dann aber auch der Fehler und nicht an der Spielmechanik ;)

Ein etwas radikalerer Ansatz ist der, dass sich soziale Fertigkeiten sowieso nur gegen NSCs richten und man daher nicht unbedingt einen vergleichenden Wurf braucht, sondern eine einseitige Erfolgsprobe genügt.
Daran stört man sich natürlich, wenn man es als einen nennenswerten Wert an sich betrachtet, dass SCs und NSCs durchgehend gleich verregelt sind. Ich finde das zwar ganz nett, aber kann darauf auch gut verzichten. Gleiche Voraussetzungen haben SCs und NSCs sowieso nie, wenn man ehrlich ist.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am 23.05.2019 | 17:21
Nur bei "Anzahl der Erfolge" gehe ich noch nicht mit, aber einen Schritt weiter bei der vergleichenden Probe schon.
Will heißen: Wenn es um eine vergleichende Probe geht, wo dann einer mit +2 würfelt (und in SR3 mit weiteren massiven Einschränkungen wie 1/2 Fertigkeit oder Ausschluss von Poolnutzung!) und der andere "normal" - dann kann man sich das meist auch gleich sparen.
Naja die meisten Proben wo es auf die Anzahl der Erfolge ankommt sind iirc vergeilchend, sonst verkürzen die in der Regeln nur die dauer bei längerfristigen Aktionen, aber da ist es halt meist kein drama wenn man länger Braucht.

Richtig übel ist dann noch der Typ an Probe die nicht nur vergleichend ist, sondern wo auch noch die Stufe des Gegners als Mindestwurf dient (wobei ich mir nicht sicher bin ob das bei Fertigkeitsproben überhaupt vorkommt, aber es gab iirc ein paar Proben die so liefen) da hat man schon bei einem Geringen unterschied sogut wie keine Chance.

Und der Typ von Probe bei dem Man einfach einen Möglichst hohen Wert Erwürfeln hat extrem unvorhersehbare resultate (ich glaub sowas kam bei Heimlichkeitsproben vor, was die Fähigkeit nahezu nutzlos machte).
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: schneeland am 23.05.2019 | 17:38
Ein kompletter Systemumbau wäre mMn beim Grundmechanismus besser in die Richtung 2W10+Attribut+Fertigkeit o.Ä. gegangen. Also ähnlich zu dem, was mal (auch da schon verspätet) für Anarchy angedacht war, aber dann wieder verworfen wurde.

Interessant! Gibt es da mehr Infos dazu, wie das im Detail aussah und warum der Ansatz verworfen wurde?

(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 23.05.2019 | 18:51
Richtig übel ist dann noch der Typ an Probe die nicht nur vergleichend ist, sondern wo auch noch die Stufe des Gegners als Mindestwurf dient (wobei ich mir nicht sicher bin ob das bei Fertigkeitsproben überhaupt vorkommt, aber es gab iirc ein paar Proben die so liefen) da hat man schon bei einem Geringen unterschied sogut wie keine Chance.

Damit bin ich mittlerweile versöhnt.
Wenn man das grob überschlägt, denkt man sich zuerst "ui ui ui, wie kann man so was machen?"
Aber in der Spielpraxis geht es dann doch ganz gut auf, wenn das Missverhältnis nicht allzu groß ist - und wenn es groß ist, habe ich auch kein Problem mit dem Ergebnis*.

So ein paar Ausnahmefälle gibt es freilich, z.B. Zauber mit Konstitution als Zielattribut gegen Trolle. Da hat man früher einfach gesagt: "Das ist offensichtlich zum Scheitern verurteilt, also mach was anderes."
Optionen gab es ja auch genug. Wenn sich natürlich der gefühlte Zwang zum Streamlining einmal verselbständigt hat, kann man das so nicht lassen und es darf dann nur noch "normal" ungünstig sein statt fast unmöglich. 


*Das ist mir allemal lieber als z.B. eine flache Wahrscheinlichkeitsverteilung mit einem W20, wo der unterdurchschnittliche Anwender eine +3 hat und der Großmeister der Allwissenheit eine +9...


Und der Typ von Probe bei dem Man einfach einen Möglichst hohen Wert Erwürfeln hat extrem unvorhersehbare resultate (ich glaub sowas kam bei Heimlichkeitsproben vor, was die Fähigkeit nahezu nutzlos machte).

Nicht nutzlos, sondern "nur" unvorhersehbar und damit ggf. in wichtigen Situationen ein Karmapoolfresser.

Heimlichkeit ist aber eh ein Kuriosum in den alten Editionen.
Die ersten beiden sagen dazu nicht einen Piep und die dritte haut dann so ein Ding raus wtf? :)


Interessant! Gibt es da mehr Infos dazu, wie das im Detail aussah und warum der Ansatz verworfen wurde?

Es ist sogar noch ein bisschen interessanter.
Ursprünglich war es so gedacht, dass Anarchy den gleichen Wertesatz von Attributen und Fertigkeiten wie ein SR5-Charakter nutzt und diese Zahlen nur anders verarbeitet und auswertet. Damit hätte man also nicht nur Null Konvertierungsaufwand gehabt (abgesehen davon, dass vieles an Ausrüstung und Cyberware in Anarchy nicht spielmechanisch abgebildet wird), sondern hätte auch von einem Run zum nächsten SR5 oder Anarchy für den absolut gleichen Charakter nutzen können.

So jedenfalls die initiale Wunschvorstellung.
Richtig rund gelaufen ist das wohl nicht (ist ja auch designmäßig eine ganz schöne Hausnummer) und letztlich musste/sollte Anarchy noch einfacher werden, also hat man das hauseigene Cue System als Grundlage genommen.

Mehr weiß ich dazu leider auch nicht; das habe ich von ein paar diesbezüglichen Beiträgen von "Critias" (einem SR-Freelancer, der viel mit der Entwicklung von Anarchy zu tun hatte), entweder auf rpg.net oder dumpshock.


Was die 6. Edition und die Zukunft des SR-Franchise angeht:
Einen richtig runden "Teil-Retro"-Entwurf analog zu D&D5 traue ich CGL nicht zu.
In Teilen war SR5 ja schon genau das, aber wenn man sich auf nichts einigen kann und keine kreative Linie oder Zielsetzung hat, kommt eben nichts dabei raus.

Im Vergleich zu D&D muss man auch feststellen, dass die Zeiträume und die zugehörigen Personen bzw. deren Verhalten deutlich andere sind.
D&D4 ist bei der Zielgruppe nie so richtig angekommen, d.h. unterm Strich hat man mit D&D5 zwar den chronologischen Nachfolger von D&D4 gemacht, aber eigentlich (nur) die Probleme von D&D3.5 beheben wollen (und müssen), insbesondere was Zugänglichkeit und Übersichtlichkeit angeht.
Als bewusster Rückschritt bei der Frage der Komplexität, ohne jedoch komplett in die OSR-Schiene oder in narrativer geprägte Alternativen abzudriften, ist das in Sachen Entwicklung des Hobbys als Vorbild sicher nicht das Schlechteste.


SR4 wurde großteils als Verbesserung gegenüber dem überfrachteten SR3 wahrgenommen und jetzt steht man schon deutlich anders da als D&D:
Einige woll(t)en ein besseres SR4 und sind bei 4 geblieben, als die 5. Edition rauskam.
Viele sind zu SR5 gewechselt, weil es das aktuelle System mit allen zugehörigen Vorteilen ist (und die werden auch genau aus diesen Gründen zu SR6 wechseln). Dazu kommen jene, die von 4 zu 6 wechseln. Und ein Teil der Prä-SR4-Spieler und Konvertierer, die mit SR6 wieder reinschauen.

Am Ende der 6. Edition, also ca. 2025, wird die 3. Edition seit 20 Jahren (!) abgelöst sein (im Vergleich zu 5-6 Jahren, welche die D&D-Spieler bei 3.5 bleiben "mussten", bis die 5. angekündigt wurde bzw. raus kam).

Da gibt es dann auf Seite der verantwortlichen Autoren kaum noch einen, der sich gut an damalige Spielmechanikkonzepte und andere Grundgedanken sowie die zugehörigen Probleme und seither angedachte Lösungsansätze erinnert und es obendrauf für eine gute und wirtschaftlich sinnvolle Idee hält, hier "back to the roots" zu machen. Schon heute ist auf amerikanischer Seite die alte Garde so gut wie vollständig verschwunden, wenn es um offizielle Produkte geht.

Auf Spielerseite hängt es ein Stück weit vom Erfolg der 6. ab, aber auch wenn die wesentlich schlechter ankommen sollte als SR4 oder 5, wird eine Rückwärtstendenz sich eher auf ein verbessertes SR4 beziehen, das dann auch schon längst Nostalgiestatus hat.
Dann sind viele einst als Alleinstellungsmerkmal oder zentraler Regelteil wahrgenommene Sachen wie die Schadenscodes oder die Wundstufen auf den Zustandsmonitoren oder auch der variable Mindestwurf längst vergessene Relikte aus grauer Vorzeit.

Viel eher wird eine radikale Regeländerung für die 7. Edition noch mal eine Neukonstruktion in Richtung dessen sein, was bis da hin im Trend liegt - vielleicht mit ein paar Jahren Verspätung und mit der Maßgabe, weiterhin ein D6-Poolsystem sein zu müssen. Da wäre also ein halbnarratives Konstrukt zwischen 2d20 und der Year Zero Engine denkbar. Gerade letztere ist ja an vielen Stellen eh nicht so weit weg von SR4 und 5.


Kurz: Das Zeitfenster für ein offizielles SR, das sich im Kern an den ersten drei Editionen orientiert, war entweder schon mit der fünften Edition geschlossen oder schließt sich jetzt mit der sechsten.


Völlig davon abgesehen läuft SR5 meiner Wahrnehmung nach nicht schlecht, speziell (und das aus gutem Grund) in Deutschland. Die Fans werden SR wohl auch mit der sechsten Edition die Treue halten und ein größerer wirtschaftlicher Erfolg sowie mehr tatsächliche Präsenz in der Fläche wird viel eher auf andere Aspekte zurückgehen als auf das Regelwerk - wobei ich trotzdem annehme, dass einige die sechste Edition spielen werden, die die fünfte aus verschiedenen spielmechanischen Gründen verworfen haben.
Wie viel schlimmer könnte es auch werden?  ~;D (wenn mir der Spruch mal nicht im Hals stecken bleibt...)
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: schneeland am 23.05.2019 | 19:09
Kurz: Das Zeitfenster für ein offizielles SR, das sich im Kern an den ersten drei Editionen orientiert, war entweder schon mit der fünften Edition geschlossen oder schließt sich jetzt mit der sechsten.

Das ist leider nicht ganz von der Hand zu weisen. Läuft dann wohl tatsächlich auf ein "mein Shadowrun muss ich mir selber bauen" raus bzw. in diesem Fall warte ich einfach, bis Du mit dem bauen fertig bist  ~;D (ich hätte eine leichte Tendenz, das System auf einen W10 umzustellen, weil ich kein Freund von Nachwürfeln bin, aber das schaue ich mir mal an, wenn es soweit ist).

Wie viel schlimmer könnte es auch werden?  ~;D (wenn mir der Spruch mal nicht im Hals stecken bleibt...)

Nachdem ich die (aus meiner Sicht eher wenig überzeugenden) Designer Notes zu SR6 gelesen habe, bin ich mir noch nicht sicher, ob wir wirklich den Boden des Ozeans erreicht haben  :ctlu:
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 23.05.2019 | 19:19
(ich hätte eine leichte Tendenz, das System auf einen W10 umzustellen, weil ich kein Freund von Nachwürfeln bin, aber das schaue ich mir mal an, wenn es soweit ist).

Ich habe ja vieles an Modifikatoren deutlich eingebremst, so dass es nur noch in Ausnahmefällen zu Mindestwürfen über 9-10 kommen sollte. Das kommt einem W10 natürlich sehr entgegen - und es wäre schon witzig mal zu gucken, was passiert, wenn man einfach ohne jede weitere Änderung W6 durch W10 ersetzt  :)
Wahrscheinlich müsste man an ein paar Stellen nachkorrigieren, aber machbar sollte es sein. 

Nachdem ich die (aus meiner Sicht eher wenig überzeugenden) Designer Notes zu SR6 gelesen habe, bin ich mir noch nicht sicher, ob wir wirklich den Boden des Ozeans erreicht haben  :ctlu:

Joah - der "track record" von CGL und Hardy ist alles andere als gut, aber mit den Setting-Informationen von gestern ist endgültig klar, dass da auf der Seite nur Phrasendrescherei und allgemeines Gefasel stattfindet.
Warten wirs ab, denn „entscheidend is auf'm Platz im gedruckten Regelwerk“ ;)
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: gilborn am 24.05.2019 | 00:13
ich hätte eine leichte Tendenz, das System auf einen W10 umzustellen, weil ich kein Freund von Nachwürfeln bin, aber das schaue ich mir mal an, wenn es soweit ist.

Hab grad ähnliche Überlegungen...
Ich frage mich, was passieren würde wenn ich eine alte Version nehme, die Mindestwürfe verdopple, die Modifikationen auf die Mindestwürfe jedoch gleich lasse und auf einen W12 würfle (W12 finde ich schicker als W10, und es wäre mathematisch die gleiche Situation wenn ich  die Mindestwürfe verdopple).
Nur die Modifikatoren wären entschärft und, so hoffe ich, es würde kein explodierender Würfel nötig sein.
Und weiter frage ich mich, ob man das nicht sofort machen könnte ohne weiteres Umschreiben.
Seht ihr da Hindernisse an die man stoßen würde?
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: AlucartDante am 24.05.2019 | 00:56
Entweder W6 oder W20 (auch als Poolsystem gemeint), letzteres bietet die meisten Abstufungen für variable Mindestwürfe. Aber ist dann schon etwas anderes als das Hochwürfeln mit den W6. Bei W20 bräuchte man einen nicht linearen Mindestwurfverlauf. 10 zu 11 verhält sich ja anders als 19 zu 20, ersteres macht es kaum schwieriger, letzteres um 50%. Wäre dann also so, dass der Spielleiter die Schwierigkeit insgesamt abschätzt. Für mich bleibt Shadowrun beim W6.

Fragt sich eigentlich noch jemand bei der FPÖ/Strache Geschichte, ob das nicht ein typischer Shadowrunner Plot ist? Wir hatten bei uns auch mal in der Runde einen ganz ähnlichen Fall...
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 24.05.2019 | 06:14
Seht ihr da Hindernisse an die man stoßen würde?

Man muss sich nur daran gewöhnen, wann man wo den Mindestwurf verdoppelt.
Für Grundmindestwürfe im Fernkampf,  Powerniveaus etc. könnte man das sogar festschreiben, aber z.B. bei den Attributen muss man entweder immer dran denken oder etwas mehr umbauen, damit es aufgeht.

Einfach mal ausprobieren.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: gilborn am 24.05.2019 | 08:26
Entweder W6 oder W20 (auch als Poolsystem gemeint), letzteres bietet die meisten Abstufungen für variable Mindestwürfe. Aber ist dann schon etwas anderes als das Hochwürfeln mit den W6. Bei W20 bräuchte man einen nicht linearen Mindestwurfverlauf. 10 zu 11 verhält sich ja anders als 19 zu 20, ersteres macht es kaum schwieriger, letzteres um 50%. Wäre dann also so, dass der Spielleiter die Schwierigkeit insgesamt abschätzt. Für mich bleibt Shadowrun beim W6.
Das würde ich eher als Feature sehen, ich mag ja eigentlich, dass der ansteigende Mindestwurf es ungleich schwerer macht - damit die großen Pools auch wirklich in Bedrängnis kommen können aber trotzdem für jeden, auch den kleinen Pools, noch die Chance eines Erfolgs besteht.
Wenn ich was Lineares wollte, ist die SR4 Lösung, gleich den Pool, aber nicht den Mindestwurf zu modifizieren, eindeutig im Vorteil (da es einfacher zu Handhaben ist). Linear bedeutet aber in dem Fall leider auch, dass große Pools "unantastbar" werden, kleine jedoch gar keine Chance mehr haben.

Der W12 sollte dicke reichen um die auftretenden Mindestwürfe abzufangen. Für mich gilt was den Würfel angeht: So groß wie nötig, so klein wie möglich (Ok, der W10 reicht vielleicht auch, aber den W12 finde ich schöner und wie gesagt, er hat die Vorteile dass er exakt den doppelten Wertebereich des W6 hat, wodurch man Mindestwürfe schnöde Verdoppeln kann ohne an den Wahrscheinlichkeiten groß was zu ändern).

Einfach mal ausprobieren.
Ja... was ich alles gern ausprobieren würde.  ~;D
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am 24.05.2019 | 08:57
Also eigendlich änderst du die Wahrscheinlichkeit beim Vedoppeln schon.

-Mindestwurf 2 beim W6 hat eine Wahrscheinlichkeit von 83,333% zu gelingen, mindestwurf 8 beim W12 nur eine von on 75%
-Mindestwurf 4 beim W6 hat eine Wahrscheinlichkeit von 50% zu gelingen, mindestwurf 8 beim W12 nur eine von 41,666%
-Mindestwurf 6 beim W6 hat eine Wahrscheinlichkeit von 16,666% zu gelingen, mindestwurf 8 beim W12 nur eine von 8,333%

Wenn du gleiche Wahrscheinlichkeiten willst entspräche:
- 2 auf dem W6, 3 auf dem W12
- 4 auf dem W6, 7 auf dem W12
- 6 auf dem W6, 11 auf dem W12

Als quasi immer dem Doppelten Mindestwurf -1
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: gilborn am 24.05.2019 | 09:44
Also eigendlich änderst du die Wahrscheinlichkeit beim Vedoppeln schon.

-Mindestwurf 2 beim W6 hat eine Wahrscheinlichkeit von 83,333% zu gelingen, mindestwurf 8 beim W12 nur eine von on 75%
-Mindestwurf 4 beim W6 hat eine Wahrscheinlichkeit von 50% zu gelingen, mindestwurf 8 beim W12 nur eine von 41,666%
-Mindestwurf 6 beim W6 hat eine Wahrscheinlichkeit von 16,666% zu gelingen, mindestwurf 8 beim W12 nur eine von 8,333%

Wenn du gleiche Wahrscheinlichkeiten willst entspräche:
- 2 auf dem W6, 3 auf dem W12
- 4 auf dem W6, 7 auf dem W12
- 6 auf dem W6, 11 auf dem W12

Als quasi immer dem Doppelten Mindestwurf -1

Absolut richtig, von wegen "auf Abwegen"  ;)

(alternativ kann man das Pferd auch von hinten aufzeunen und schauen wann die Probe misslungen ist - dann darf man wieder hemmungslos verdoppeln.
Bsp.: Bei einem Mindestwurf von 3 muss ich größer 2 würfeln.
D.h. mit dem W12 muss ich größer 4 Würfeln.)
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am 24.05.2019 | 12:41
Große Frage bliebe wohl was man mit den Powerniveaus der Waffen macht, ich denke sicher ob Powerniveau verdoppeln, Panzerung so lassen funktionieren würde.

Eine Schwere Pistole hat 9M, vedoppelt dann 18M, ohne Sicherheits/Militär Panzerung und FFBA und ähnliche Späße, hat man so 4 bis 5 Punkte Rüstung. Das wäre dann ein Midestwurf von 13-14.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 24.05.2019 | 14:39
Da kommt es ja schon bei RAW-SR2 und 3 auf jeden einzelnen Punkt an.
Man wird also sehr genau hinschauen müssen, in welchem Bereich sich die getragenen Panzerungen faktisch bewegen und daraus kann man ableiten, wie man an der Berechnung schraubt.

Ohne Panzerung hat man natürlich keine Chance, aber mit 5 Punkten ist man gegen die Schwere Pistole bei 50-50 für jeden Würfel. Das entspricht entschieden nicht einer 13 auf dem W12...aber wenn man mit allen Schikanen spielt und zumindest ein (Auch-)Kämpfer nie mit weniger als 10 Punkten Rüstung vor die Tür geht, sieht die Welt schon ganz anders aus.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: gilborn am 24.05.2019 | 15:56
Jetzt hab ich glatt mein SR2 rausgeholt...
Hätte nicht gedacht, dass es Mindeswürfe ohne Modifikatoren gibt die schon über 6 sind. Da krachts dann natürlich und man wird auch mit W12 nicht hinkommen.
Schade, hatte gehofft es wäre so einfach. Zumindest muss ich es nicht mehr ausprobieren :-)

Vom Rechnen her müssten die Rüstungen natürlich auch verdoppelt werden, dann kommt man auf einen MW von 18-10-1 = 7 => passt.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 24.05.2019 | 16:38
Vom Rechnen her müssten die Rüstungen natürlich auch verdoppelt werden, dann kommt man auf einen MW von 18-10-1 = 7 => passt.

Joah, bei dem Beispiel ;)

SR2 und 3 sind in Sachen Rüstung mMn schon recht problematisch, weil die Spanne so groß ist und das am Ehesten eine Frage der Gruppenkultur ist, ob man mit allem spielt, was geht oder ob man sich auf einen bestimmten Bereich beschränkt.
Je nachdem fallen einige Waffen oder einige Rüstungen/Rüstungskombinationen raus.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: gilborn am 24.05.2019 | 19:32
Ja, mit den Ganzkörper-Unverwundbarkeitsrüstungen stehe ich ziemlich auf Kriegsfuss...
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am 25.05.2019 | 07:53
Vom Rechnen her müssten die Rüstungen natürlich auch verdoppelt werden, dann kommt man auf einen MW von 18-10-1 = 7 => passt.
Passt halt nicht so ganz zum konzept Basisschwierigkeit (in dem Fall Pwerniveau) verdoppeln Modifikatoren (hier dann Panzerung) gleich lassen.

Wobei das mit Schaden und Panzerung, halt schon im normalen System, nicht so richtig gut klappt.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: gilborn am 25.05.2019 | 09:05
Damit könnte ich noch Leben - solange ich nur Binär entscheiden muss ob man etwas verdoppelt oder nicht ist alles gut.
Womit ich nicht Leben kann, ist, dass ich mit der Lösung am explodierenden Würfel nicht vorbei komme.
Von daher hats für mich den Charme verloren.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am 25.05.2019 | 17:58
Naja da du schon mit dem Normalen Regeln das Powerniveaus um die 20 erreichbar sind  wirst du mit nur verdoppeln die Explodierenden Würfel nicht vermeiden könne wirst.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 25.05.2019 | 18:10
Man könnte auf die Methode von SR1 zurück gehen, dann muss man die Rüstungen gar nicht umstellen (außer sie von automatischen Erfolgen auf Würfel zu ändern ;)) und kann die Powerniveaus großteils einfach verdoppeln.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: gilborn am 25.05.2019 | 20:28
Wie ist die Methode bei SR1? Das Buch hab ich nicht...
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 25.05.2019 | 21:55
Da gibt das Powerniveau den Mindestwurf für die Widerstandsprobe an und fertig (mit einer kleinen Ausnahme: vollautomatisches Feuer gibt +1 Powerniveau).
Dementsprechend sind die Powerniveaus deutlich niedriger und man muss nichts verrechnen.
Panzerung gibt wie vorhin erwähnt normalerweise automatische Erfolge, aber das ist dann doch etwas zu effektiv - mit zusätzlichen Widerstandswürfeln wie in SR4 und 5 geht es besser auf.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am 26.05.2019 | 20:27
mal wieder eine kurze Hintergrundfrage: wie sieht es eigentlich mit der Metamenschenfeindlichkeit/freundlichkeit in China (in den 2050ern) aus?
Gibt es da irgendwelche extreme in die ein oder andere Richtung?
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Supersöldner am 26.05.2019 | 21:04
Welchem China ?  das sind mehre gebiete mit eignend Sachen bei SR. Regierungen Etatnischen Gruppen Religion usw. Die Meta Feindlichkeit weiß ich aber Leider nicht.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Nomad am 26.05.2019 | 21:30

Wer an der 3. Edition rumbasteln will, sollte sich mal den Streetfighter`s Digest anschauen.

Da hat jemand Hausregeln für die 3. Edition gebastelt und gepostet und wir haben damals danach gespielt und waren sehr zufrieden.

Derjenige hat wohl auch weiter daran gebastelt für eine Eigenentwicklung "x-punk" wenn ich mich richtig erinnere, aber das wurde meines Wissens nie gepostet. Die letzten Regeln sind im Addendum zu finden.

Das ganze befindet sich in einem selbst erstellten Waffenkatalog, den ich um länger besser finde, was je offiziell rausgekommen ist.

Wer das noch nicht kennt, sollte es sich allein deshalb auf jeden Fall mal ansehen.

http://pebbles.schattenlauf.de/rp-cyberpunk.php (http://pebbles.schattenlauf.de/rp-cyberpunk.php)

Download ist oben rechts.

Die alten SR Veteranen dürften das wahrscheinlich alles noch kennen.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 26.05.2019 | 21:47
Wer an der 3. Edition rumbasteln will, sollte sich mal den Streetfighter`s Digest anschauen.

Grundsätzlich lobenswerter Ansatz mit mMn sehr seltsamen/eigenwilligen Ergebnissen.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Medizinmann am 26.05.2019 | 22:00
mal wieder eine kurze Hintergrundfrage: wie sieht es eigentlich mit der Metamenschenfeindlichkeit/freundlichkeit in China (in den 2050ern) aus?
Gibt es da irgendwelche extreme in die ein oder andere Richtung?
China ist ein zersplittertes Land ( Think the Warring States nur 2400 Jahre Später ;) )
da kenne ich nichts offizielles aber auch keine Rassistischen Extreme.Also ist alles Möglich
Japan war bis in die 2070er sehr Rassistisch, das hat sich erst geändert seit der neue Tenno auf dem Thron sitzt
( er ist angeblich geSurged ? )

der vor dem Tenno tanzt
Medizinmann
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Flamebeard am 26.05.2019 | 22:18
mal wieder eine kurze Hintergrundfrage: wie sieht es eigentlich mit der Metamenschenfeindlichkeit/freundlichkeit in China (in den 2050ern) aus?
Gibt es da irgendwelche extreme in die ein oder andere Richtung?

Also laut 'Shadows of Asia' gibt es kaum bis gar keine strukturellen Nachteile für Metas. Magie und Geister werden sogar in vielen Ländern, kulturell bedingt, positiv konnotiert. Es geht den größeren Splitterreichen eher darum, die Fläche von China unter dem eigenen Banner zu einen. Da ist jede Hand auf der eigenen Seite etwas wert.

 Und wenn ich mir dann Beijing, Sichuan bzw. Mandschurien anschaue... die haben sogar eine größtenteils magisch geprägte Führungsstruktur. (Seien es Magier, Geister oder Verbindungen zu Drachen wie z.B. Lung)
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am 26.05.2019 | 22:44
Ok, btw. seh ich das Richtig das es im Asiatischen Raum eigendlich nur Japan eigene Metavarianten (Oni und Koborokuru) hat?
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: AlucartDante am 26.05.2019 | 23:10
Nein. Ich weiß nicht ob Bücher dazu erschienen sind, aber die Spiellogik geht davon aus, dass alte Legenden wieder wahr geworden sind. Es gibt definitiv chinesische Legenden, also auch eigene Metavarianten. Ich würde davon ausgehen, dass fast jedes Land eigene hat. Auch wenn man sich dann fragt, wie überlebensfähig kleine Populationen sind, aber hat ja was mit Magie zu tun.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 26.05.2019 | 23:12
Auch wenn man sich dann fragt, wie überlebensfähig kleine Populationen sind, aber hat ja was mit Magie zu tun.

Für das Auftreten solcher Effekte ist die Goblinisierung auch noch nicht lange genug her - selbst über die gesamte SR-Laufzeit von 2050 bis 2080 ist das doch nur eine Momentaufnahme.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am 27.05.2019 | 08:25
Noch mal ein paar Fragen zu Metarassen und Goblinisierung:

- die Goblinisierung tritt ja jetzt in der Regel um die Pubertät rum auf, wie war das bei der Orginalen Goblinisierung waren da auch nur Teenager betroffen oder auch Erwachsene?

- ich meine mal irgendwas gelesen zu haben das leute die erst Nachträglich Gobiliniesiert sind im gegensatz zu ihren Artgenossen eine Normale Lebenspanne haben, hab ich das richtig in Errinerung? Und wenn ich mich da richtig erinnere (und in Abhängigkeit von Frage 1) gilt das auch für, die die jetzt Pubertät Goblinisieren oder nur für Erwachsene die es bei der Orginalen Goblinisierung erwischt hat?

- Orks und Trolle sind ja iirc rein körperlich führer Erwachsen als Menschen, wie ist das bei Elfen und Zwergen brauchen die länger bis sie erwachsen sind als Menschen ?
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Flamebeard am 27.05.2019 | 08:43
Soweit ich weiß, gibt es drei Varianten der Goblinisierung: Als Meta geboren, als Kind goblinisiert und als Erwachsener spät goblinisiert.

1) kommt bei allen Metarassen vor

2) war vor allem beim initialen Auftreten relevant. 'Goblinisierung' kommt auch daher, dass sich Kinder/Menschen in 'Monster' verwandelt haben

3) ist selten und häufig extern stimuliert (Oder ein gewählter Nachteil, zu mindest in SR4)

Interessant ist, gerade bei den älteren Regelwerken, das Konzept der Zwei-Stufen-Goblinisierung. Also dass z.B. ein Ork nachträglich noch zum Oni goblinisiert. Aber ich glaube, das haben sie mit SR4 dann abgeschafft. (War aber früher mal ein Thema)
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Medizinmann am 27.05.2019 | 09:44
Zitat
Interessant ist, gerade bei den älteren Regelwerken, das Konzept der Zwei-Stufen-Goblinisierung. Also dass z.B. ein Ork nachträglich noch zum Oni goblinisiert. Aber ich glaube, das haben sie mit SR4 dann abgeschafft. (War aber früher mal ein Thema)

Hui...
das müssen wirklich ÄLTERE Editionen sein, denn das kannte ich so noch gar nicht .
Oder irgendwelche Romane ? ( Obwohl ich viele der alten Heyne Romane gelesen habe....)
Also zumindest ab der 4ten Ed sind Metavarianten der Rasssen ( Oni und Ork z.B.) eigenständig und man wird entweder als Ork geboren oder als Oni....
und neue Metavarianten kommen nur noch durch Manawellen ( Nartaki z.B.)

Zitat
und als Erwachsener spät goblinisiert.
DAS kenne ich SO auch nicht :)
Ich drücke mich bewußt vage aus, weil es immer irgendwas gibt, was man überliest oder einen Roman oder ein Kampagnenbuch in dem das vorkommt, den man nicht gelesen hat.
Es kann aber (auf der anderen Seite ;) )auch Hausregeln sein, die man nach langer Zeit einfach als Canon übernimmt...

mit vagem Tanz
Medizinmann
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Flamebeard am 28.05.2019 | 08:33
Hui...
das müssen wirklich ÄLTERE Editionen sein, denn das kannte ich so noch gar nicht .
Oder irgendwelche Romane ? ( Obwohl ich viele der alten Heyne Romane gelesen habe....)
Also zumindest ab der 4ten Ed sind Metavarianten der Rasssen ( Oni und Ork z.B.) eigenständig und man wird entweder als Ork geboren oder als Oni....
und neue Metavarianten kommen nur noch durch Manawellen ( Nartaki z.B.)
DAS kenne ich SO auch nicht :)
Das müsste (ohne Regelentsprechnung) im Fluff der 1. oder 2. Edition gewesen sein, als durch diverse Metaplot-Entwicklungen das Mana-Niveau angestiegen ist.

Ich drücke mich bewußt vage aus, weil es immer irgendwas gibt, was man überliest oder einen Roman oder ein Kampagnenbuch in dem das vorkommt, den man nicht gelesen hat.
Es kann aber (auf der anderen Seite ;) )auch Hausregeln sein, die man nach langer Zeit einfach als Canon übernimmt...
Hier habe ich bisher nur die magische Variante (Verborgenes Erwachen, SR4 Straßenmagie, S.25) gefunden. Bin mir aber immer noch relativ sicher, dass es da eine Entsprechung für Metarassen gab...
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Medizinmann am 28.05.2019 | 09:42
Moin,Moin
Latent Awakeing ,/Verborgenes Erwachen ( und dementsprechend auch mit Resonanz) ist schon lange bekannt und ein ImO superklasse Rollenspielvorteil .Den hab ich gerne benutzt .
In SR5 gibts den Vorteil so nicht, dafür kann man sein MAG auch von 0 auf Steigern , solange die Essenz über 1 ist
Was völlig neu (und ein Alleinstellungsmerkmal von SR5 ) ist
Aber mit dem richtigen Bau ist auch ein Char der später erst im Spiel Erwacht oder ...Resoniert ( ? ) möglich.
Von einem "Späten Erwachen" zum Ork,Troll oder Menehune hab Ich noch nie gehört oder gelesen .

und so wirklich ist das Mananiveau auch nicht gestiegen ,weil immer noch nur 1% aller Metamenschen Erwacht sind
( Ofizielle Zahlen, auch für SR5) da hat sich ingame in den letzten 25 Jahren nix getan .....
Vielleich waren es 2050 ....( ? ) 0.8 % und sind jetzt 2080 .... (? ) 1.4 % , wer Weiß  ,was sich CGL dabei gedacht hat.
Mir wären 2% auch lieber)

HokaHey
Medizinmann
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am 2.06.2019 | 08:19
Ich bastel gerade an dem Hintergrund für meinen Char (nen Waffenspezaialsiten/Söldener/Büchsenmacher) und brauch irgendwie ne gue Idee warum der jetzt in die Schatten abgetaucht ist.

Am besten sowas in der Richtung wurden vom Auftrageber rein gelegt und als Sündenbock für irgendwas benutzt. er konnte abhauen und untertauchen. Idealerweise noch mit irgendeinen Aufhänger das er hofft in den Schatten irgendwie auf die Spur der Hintermänner des ganzen zu kommen.

Setting wäre China in den 2050ern.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Uwe-Wan am 2.06.2019 | 08:25
Er hat die falsche Person geliebt....
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am 11.06.2019 | 09:46
Und noch eine ultra wichtige Frage  >;D

Was wäre das Shadowrun 3 Äquivalent zum Bus des A-Teams?
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Uwe-Wan am 11.06.2019 | 09:54
Ein Ares Roadmaster.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Flamebeard am 11.06.2019 | 13:18
Alternativ der Mercedes PE Commando.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Uwe-Wan am 11.06.2019 | 13:30
Jaaaa.... gut. Dann kann direkt ketzerisch auch ein anderes Setting als Seattle genommen werden. ;D
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Medizinmann am 11.06.2019 | 14:48
Und noch eine ultra wichtige Frage  >;D

Was wäre das Shadowrun 3 Äquivalent zum Bus des A-Teams?

Der Bulldog Stepvan , was denn sonst ? *Schulterzuck* ( als ob's was anderes geben könnte  wtf? )
Die Ares Road & Streetmaster sind zu Militärisch !

HougH!
Medizinmann
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Uwe-Wan am 11.06.2019 | 15:06
In den Werten unterscheiden die sich nicht sonderlich.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Medizinmann am 11.06.2019 | 16:50
kann gut sein , aber der Bulldog ist ein Zivilfahrzeug und der Road/Streetmaster ein Mobcontrolpolizei bzw Militärfahrzeug.

Und es geht auch nicht IMMER um die Werte (manchmal auch um das Image ) ;)

mit Wertefreiem Tanz
Medizinmann
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Uwe-Wan am 11.06.2019 | 22:14
Nö. Citymaster und Mobmaster sind die nicht-zivile Variante; der Roadmaster ist die zivile Variante. Da kannst du tanzen, so viel du willst.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Medizinmann am 12.06.2019 | 07:11
Oder So ;)
Ich poste doch immer aus dem Gedächtnis heraus .
Ich wußte das ein paar von den Dingern Polizei/Militärstuff sind und (E) oder sogar (V) sind .

Und selbst wenn der Roadmaster eine "zivilere" /Nur-Sicherheit-nicht-Militärische Variante ist, so ist der Bulldog Stepvan dennoch die bekanntere/ikonischere (Gibts das Wort ? ) Gefährt für Runner .

Aber im Grunde posten wir gerade über unsere Einstellung zum SR Universum .
Was ist in meinem Universum üblicher/glaubwürdig(er)
Und da jeder so seine eigene Vorstellung hat ,werden wir uns entweder einig oder auch nicht .
Für Mich wird der GMC Bulldog Stepvan IMMER das üblichere Gruppenfahrzeug für Runner werden .
Wenn die dann Professioneller werden, mehr Geld auf dem Konto haben und wirklich ein Team werden kanns auch gerne
andere Fahrzeuge wie besagten Roadmaster , oder den Dodge Hurricane (oder Mercedes Dingensbummens , einer meiner Lieblinge ) geben .
Aber für mich gibts (für Anfänger ) nichts besserers/klassischeres als den Stepvan

Hough ( ! ! )
Medizinmann
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: greywolf am 15.06.2019 | 12:59
Der Bulldog ist jedenfalls mehr der sogenannte "ordinary van"   :-)
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am 16.06.2019 | 06:42
Danke für die Antworten.

Noch eine Frage, gibt es bei SR3 igendwo Regeln für Fake-SINs sind die über da was im Grundregelwerk steht hinaus gehen?

Oder zu mindestens eine grobe Einschätzung was für eine Stufe man so für alltägliche Dinge (Wohnung anmelden , Fahrzeug anmelden ect.) benötigt?
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Medizinmann am 16.06.2019 | 16:45
SR3 ?
Das System das vor 15 ( oder warens 16--18 Jahre ?) durch SR4 ersetzt wurde und das seitdem immer weniger Leute spielen bis es (gefühlt) nur noch 2 Handvoll Leute in Deutschland spielen ?
Hui, Ich hoffe du kriegst noch Antwort .....
Ansonsten geh mal ins Pegasus forum...., nehh, da spielt auch kaum  noch einer SR 3 .
Hmmmm, das Technomancer Forum ....da spielen sie (IIRC ) noch SR3,
JA, wenn hier keiner Antwortet, geh mal ins Technomancer Forum....

Hokahey
Medizinmann
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 16.06.2019 | 17:31
Das System das vor 15 ( oder warens 16--18 Jahre ?) durch SR4 ersetzt wurde und das seitdem immer weniger Leute spielen bis es (gefühlt) nur noch 2 Handvoll Leute in Deutschland spielen ?

Mein Buch hat keiner abgeholt - haben die mich vergessen?  ~;D


Zur Frage:
Nein, gibt es nicht. Weder konkrete Regeln noch ungefähre Anhaltspunkte.
Und seither ist die Beschreibung der SIN eher noch dürftiger und widersinniger* geworden - am Besten zieht man das also alles selbst auf.


*in SR4 oder 5 ist eine kleine Auflistung, welche SIN-Stufe welche Informationen beinhaltet und das ist himmelschreiender Blödsinn.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: greywolf am 16.06.2019 | 18:45
Es gab mal irgendwo Beispiele, ich weiss aber nicht mehr wo und ob das was offizielles war und welche Edition auch nicht; im prinzip läuft darauf hinaus; je mehr Geld im Spiel ist (beim Kaufen von Dingen zum Beispiel) oder je Sicherheitsgefährdeter (U-Bahnhöfe haben andere Kontrollen als Flughafen).
Soweit ich mich erinnern kann stand da zum Beispiel: Für den normalen öffentlichen Nahverkehr (Bus, U-Bahn) reicht Stufe 1, für den Transrapid oder normale Flüge muss es schon 4 oder 5 sein. Suborbitalflüge brauchen 5 oder 6.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: schneeland am 16.06.2019 | 19:02
Mein Buch hat keiner abgeholt - haben die mich vergessen?  ~;D

Die sind immer noch in der Planungsphase  ;D
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Vargy72 am 17.06.2019 | 04:38
Puh. Ich besitze kein SR3. Ich hänge immernoch mit SR2 herum.
Im Asphaltschungel gibt es 2 Seiten für Credsticks und IDs. Mit Stufen, Kosten je nach Stufe des Sticks/ID und Überprüfungsregel beschrieben. Zumindest im SR1 Asphaltschungel.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Medizinmann am 17.06.2019 | 10:11
IIRC (und das ist schwer ,weil SR2 ja NOCH länger zurückliegt) waren SR2 & SR3 von den Regeln her ähnlich, also könnte man das so von SR2 übernehmen
@YY
anscheinend bist du ein Lost one ( Ich spiele gerade wieder X-Com 2 WotC ;) :D  ~;D )

HokaHeyaHej
Medizinmann
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 17.06.2019 | 11:35
IIRC (und das ist schwer ,weil SR2 ja NOCH länger zurückliegt) waren SR2 & SR3 von den Regeln her ähnlich, also könnte man das so von SR2 übernehmen

Was mir immer ein Dorn im Auge war, war das Würfeln der SIN-Prüfung.

Entweder müssen Fälschungen billiger sein oder die Prüfung muss zuverlässig bestanden werden - dann gehört es zum Legwork, die Prüfungsstufe herauszufinden.
Teure, unzuverlässige Fälschungen schaffen einen deutlichen Anreiz, es gar nicht erst auf diesem Weg zu versuchen.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Medizinmann am 17.06.2019 | 16:10
stimmt beides (oder alles 3 )

Hmmm
Auch wenn ich das folgende im SR6 Thread postete,gehörts ImO auch hierhin....

Ich lese gerade im Dumpschock Forum

http://forums.dumpshock.com/index.php?showtopic=42165

Das die Zwerge anscheinend die Juden von SR sind
(so wie die Orks die Schwarzen von SR sind)
Ist mir noch nicht so aufgefallen, aber wenn man als SL mal ....eine andere Rassistenkarte ausspielen will, das ist eine ...

HokaHey
Medizinmann

HougH!
Medizinmann
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Jens am 18.06.2019 | 10:22
SR3 ?
Das System das vor 15 ( oder warens 16--18 Jahre ?) durch SR4 ersetzt wurde und das seitdem immer weniger Leute spielen bis es (gefühlt) nur noch 2 Handvoll Leute in Deutschland spielen ?
Hui, Ich hoffe du kriegst noch Antwort .....
Der Mann spielt Gerüchten zufolge sogar noch DSA3 oder so, wenn ich mich richtig erinnere ;D

Lebt halt alles. Kennt noch jemand "The Elder Scroll 2: Daggerfall" von 1996? Das wird gerade per Unity-Engine neu belebt (https://www.dfworkshop.net/). TES3 Morrowind (2002) bekommt mit OpenMW auch eine neue Engine (https://openmw.org/en/), die per Standard wohl sogar multiplayerfähig ist.

Ist quasi das Old School Revival der Gaming-RPG-Szene. Und DSA3 funktioniert, vor allem mit Mods wie QVAT eigentlich richtig gut.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Medizinmann am 18.06.2019 | 11:06
Zitat
Der Mann spielt Gerüchten zufolge sogar noch DSA3 oder so, wenn ich mich richtig erinnere ;D

Whaaat ?
IIiich ?
Näh,Nie !
(hättest du jetzt D&D3 gesagt, wär's vielleicht noch OK gewesen, aber DSA ? Das stubbs ich noch nichtmals mit einem 11 Feet Pole an !  Ich hab ja nix gegen alte Spiele , OD&D ,Midgard, etc ,aber kein doofohriges DSA,egal welche Ed )
Nie ! #FakeNews !

mit voll entrüstetem Tanz
Medizinmann
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 18.06.2019 | 12:30
Kennt noch jemand "The Elder Scroll 2: Daggerfall" von 1996? Das wird gerade per Unity-Engine neu belebt (https://www.dfworkshop.net/). TES3 Morrowind (2002) bekommt mit OpenMW auch eine neue Engine (https://openmw.org/en/), die per Standard wohl sogar multiplayerfähig ist.

Ich sag nur OpenXcom :)

Nicht alles, was neu ist, ist auch besser.
Und für Singleplayer-Spiele fällt der einzige Grund weg, aus dem man ein neues nicht-besseres Spiel spielt: Weil man dafür viel leichter Mitspieler findet.


Und DSA3 funktioniert, vor allem mit Mods wie QVAT eigentlich richtig gut.

Sag ich ja auch öfter mal: Wenn ich heute aus irgendeinem Grund ein DSA spielen müsste, wäre es ein umgebautes/angepasstes DSA3 - die altbekannten Probleme bekommt man ganz gut eingedämmt; mMn jedenfalls leichter, als DSA4 oder 5 zu einem rund laufenden Spiel zu machen.

Und das gilt genau so für SR4 und 5...da würde ich viel eher SR1 und 2 umbauen. Mach ich ja auch  ;D
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Jens am 19.06.2019 | 07:13
Whaaat ?
IIiich ?
Der Mann... den du zitiertest ;) Nicht du.

@YY: Der Punkt mit dem Mitspielerfinden ist natürlich auch so eine Sache. Die meisten spielen scheinbar mit der aktuellen Edition, meistens mit Mods (=Anpassungen). Deswegen ist "Warten, bis SR wieder eine spielbare aktuelle Variante erhält" ein durchaus realistisches Szenario für manche... Ich weiß nur noch nicht, ob ich das erleben werde, mein Sohn oder meine Enkelkinder... ;D
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am 19.06.2019 | 09:40
Der Mann spielt Gerüchten zufolge sogar noch DSA3 oder so, wenn ich mich richtig erinnere ;D
Bin allerdings ewig nicht mehr dazu gekommen DSA3 zu spielen (meine letzte DSA Runde war sogar DSA4 die hat aber nicht mal das erste Abenteuer zuende gebracht)...
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am 19.06.2019 | 11:01
Hat mal jemand von euch probiert die Kosten für Ressorcen bei der Erschaffung zu linearisieren?

Also sowas in der Richtung "ein Aufbaupunkt entspricht 35.000NewYen", bzw. "Prio A sind 1.000.000NewYen, Prio B 800.000 NewYen, Prio C 600.000 NewYen ..." (mal bezogen auf SR3 Preise)



Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: ManuFS am 19.06.2019 | 11:19
Hat mal jemand von euch probiert die Kosten für Ressorcen bei der Erschaffung zu linearisieren?

Also sowas in der Richtung "ein Aufbaupunkt entspricht 35.000NewYen", bzw. "Prio A sind 1.000.000NewYen, Prio B 800.000 NewYen, Prio C 600.000 NewYen ..." (mal bezogen auf SR3 Preise)

Für SR3 gab's doch im Runners Companion ein Point Build System, oder? Man könnte danach ja mal umrechnen, was die Prios in Punkten wert sind, und von dort dann abstrahieren. Wird vermutlich in Schmerzen enden, weil die Prios recht willkürlich zusammengewürfelt sind (zumindest meine ich das YY das bei seinem SR1 Reboot festgestellt hat), aber wäre ein Anhaltspunkt.

*edit* Unabhängig davon, dass manche Preise in SR1-3 und 5 einfach keinen Sinn ergeben, aber das ist wieder eine ganz andere Dose mit Würmern drin. :)
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am 19.06.2019 | 11:57
Mich würde eigendlich eh interssieren wie sich sowas auf Spiel auswirken würde, mit Standart Regeln kannst du bei SR3 (die neueren editionen kann ich nicht abschätzen) ja mit einer Prio Ressourcen von C oder schlechter bestenfalls noch Magier bauen, und mit D und E ist es schon kaum möglich sowas wie Lebenstil, eigenes Fahrzeug und gundlegende Ausrüstung (Waffe, Panzerung) abzudecken.

Dazu ist mMn Prio A für Sammies schon fast zuviel (zumindestens mit den Üblichen Beschränkungen für die Start Ausrüstung), Prio B aber of schon arg eng.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 19.06.2019 | 13:43
Wird vermutlich in Schmerzen enden, weil die Prios recht willkürlich zusammengewürfelt sind (zumindest meine ich das YY das bei seinem SR1 Reboot festgestellt hat), aber wäre ein Anhaltspunkt.

Das Kernproblem ist der Unterschied von linearen Kosten in der Erschaffung zu steil ansteigenden Kosten im späteren Spiel.
Relevant ist das sogar schon innerhalb der gleichen Prioritätenverteilung (!), je nachdem, ob man Attribute und Fertigkeiten breit verteilt oder mit wenigen, möglichst hohen Spitzen.
Das ist natürlich um so extremer, je mehr Punkte man hat, um sie für Kostenzwecke gut oder schlecht zu verteilen. 

Als nächstes hat man dann unterschiedliche Punktesummen im Vergleich der Prioritäten untereinander. Da wird es schon diffizil, weil man dann überlegen muss, ob und wie man X Fertigkeitspunkte mit Y Attributspunkten oder Z Spezialattributspunkten vergleicht bzw. überhaupt vergleichen kann.
Könnte man weitgehend ignorieren, aber spätestens wenn man parallel dazu eine "richtige" Punkteerschaffung anbietet, muss man sich das noch mal anschauen. Dann muss die Prioriätenerschaffung nicht nur in sich "sauber" sein, sondern auch noch die gleichen Gesamtpunkte stellen wie die Punkteerschaffung.

Man kann natürlich auch beides "unsauber" lassen und nur die Punkte gleichsetzen, dann bleibt es in der Verantwortung des Spielers, sich nicht zu sehr in die Nesseln zu setzen.
Aber Punkteerschaffung ist mMn schon so fummelig, dass es dann auch nichts mehr ausmacht, wenn man nicht linear verteilt, sondern die Kosten aus der Tabelle abliest.

Mich würde eigendlich eh interssieren wie sich sowas auf Spiel auswirken würde, mit Standart Regeln kannst du bei SR3 (die neueren editionen kann ich nicht abschätzen) ja mit einer Prio Ressourcen von C oder schlechter bestenfalls noch Magier bauen, und mit D und E ist es schon kaum möglich sowas wie Lebenstil, eigenes Fahrzeug und gundlegende Ausrüstung (Waffe, Panzerung) abzudecken.

Da gibt es meiner Erfahrung nach eine deutliche Zweiteilung von Anschaffungen: Vieles ist kostenmäßig einfach Peanuts und problemlos anschaffbar, wenn man den ersten Run mal am Hungertuch nagend überstanden hat (was der Rest der Gruppe oft kulanterweise auffängt).
Das teure Zeug ist aber durch die in Relation viel zu niedrige Bezahlung in so weiter Ferne, dass man es entweder in der Erschaffung besorgt oder schlicht nie in die Finger bekommt. Wenn das anders wäre, könnte man dem ganzen Ressourcen-Thema viel entspannter begegnen.


Insgesamt:
Die Punkteerschaffung von SR4 hat in der Hinsicht vieles besser gemacht, weil man dann genau so viel Geld besorgen konnte, wie man tatsächlich gebraucht hat und nicht entweder zu wenig oder auf der nächsthöheren Priorität zu viel...
Der Nachteil daran ist, dass einem das System mehrere hundert (!) Punkte hinschüttet und man die zeitraubend verteilen muss, wobei immer der Moment kommt, dass es irgendwo nicht ganz aufgeht und man woanders noch mal was abzwackt usw. - das finde ich an dieser Methode extrem nervig.

Für Black Mohawk habe ich mich vor dem Thema Geld in der Charaktererschaffung komplett gedrückt. Das spielt an der Stelle einfach gar keine Rolle.

Dazu ist mMn Prio A für Sammies schon fast zuviel (zumindestens mit den Üblichen Beschränkungen für die Start Ausrüstung), Prio B aber of schon arg eng.

Daran kann ich mich auch noch erinnern - man nimmt dann notgedrungen A, weil alles andere nicht hin kommt, fängt aber zum Ende hin schon an zu prassen, weil man nichts Sinnvolles mehr kaufen kann.
Dazu oben genanntes Problem mit dem Geldgewinn im Spiel...da werden die großen Anschaffungen in der Charakterschaffung getätigt und dann kommt nur noch Kleinkram nach. Fand ich als Samurai-Spieler immer ziemlich suboptimal  :(
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: ManuFS am 19.06.2019 | 13:50
Das war einer der Punkte, die ich an SR4 großartig fand. Endlich mal halbwegs vernünftige Kosten für Cyberware und Equipment. Warum das mit SR5 wieder ad acta gelegt wurde und sie zurück sind zu den völlig überzogenen Preisen werde ich nie verstehen.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 19.06.2019 | 13:55
Weil sie ein unorganisierter Sauhaufen sind, in dem höchstens einzelne halbwegs Plan von Spieldesign haben, aber nicht zu Wort kommen.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: ManuFS am 19.06.2019 | 14:06
Danke für die regelmäßige Erinnerung daran, warum ich dich mag. ;D
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am 19.06.2019 | 14:26
Daran kann ich mich auch noch erinnern - man nimmt dann notgedrungen A, weil alles andere nicht hin kommt, fängt aber zum Ende hin schon an zu prassen, weil man nichts Sinnvolles mehr kaufen kann.
Dazu oben genanntes Problem mit dem Geldgewinn im Spiel...da werden die großen Anschaffungen in der Charakterschaffung getätigt und dann kommt nur noch Kleinkram nach. Fand ich als Samurai-Spieler immer ziemlich suboptimal  :(
Vorallem das einzige dicke Teil für nen Sammy mit dem man in diese Region kommt (Reflexbooster 3 als Alpha Ware) kostet dann wieder genau die 1Mio, so dass man kein Geld mehr für irgendwas anderes hat.

Nimmt man nur den Reflexbooster 3 als Alpha Ware kommt man schon eingermaßen mit Prio B hin (wobei das in der Regel auch etwas knapp wird).

Wobei es zum Teil auch ein Problem ist, dass man eigendlich auch noch ganz ordentliche Summen in Dinge jenseits von Cyberware und Waffen buttern müsste (Lebenstil, Fake Sin, ein Fahrbarer Untersatz, ein paar Connections ...).

Wobei, wenn man Bioware bei der Erschaffung zu lässt (war in der 3ten Edition iirc nicht oder nur mit Meistergenehmigung erlaubt) gehts dann wieder etwas besser das Geld zu verjubeln.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 19.06.2019 | 14:55
Danke für die regelmäßige Erinnerung daran, warum ich dich mag. ;D

Immer wieder gern  ;D :d

Wobei es zum Teil auch ein Problem ist, dass man eigendlich auch noch ganz ordentliche Summen in Dinge jenseits von Cyberware und Waffen buttern müsste (Lebenstil, Fake Sin, ein Fahrbarer Untersatz, ein paar Connections ...).

Und dann hast du direkt wieder das Thema, dass einige dann doch auf alles andere verzichten und nur den dicken Powergamerkram anschaffen.

Sag ich ja immer: Geld als Doppelfunktion von Belohnung/Charaktersteigerung und ingame-Währung (speziell für laufende Kosten) funktioniert nicht so wirklich rund.

Man kann es so machen, dass man den Umsatz deutlich erhöht, aber dann muss man auch darauf achten, dass auf der anderen Seite genug Faktoren die Kohle ständig wieder raus ziehen.

Oder man entkoppelt die großen Anschaffungen von der ingame-Währung - einem Decker kann man eh nicht guten Gewissens sein Fairlight schrotten oder dem Rigger sein dickes Fahrzeug.
Ich habe schon erlebt, dass in solchen Fällen neue Charaktere erstellt wurden, um schnell an neues Gerät zu kommen...das kanns nicht sein.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Kaskantor am 19.06.2019 | 15:02
Wäre mal wieder ein Fall von minmaxing vs. Rollenspiel.
Da hatte ich auch mal den Fall das ich die Waffe von einem Spieler geschrottet habe und der dann meinte, dass sein Charakter deswegen gleich Suizid betreiben könnte.

Bei sowas kommt mir einfach nur noch das 🤮
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: ManuFS am 19.06.2019 | 15:06
Wäre mal wieder ein Fall von minmaxing vs. Rollenspiel.
Da hatte ich auch mal den Fall das ich die Waffe von einem Spieler geschrottet habe und der dann meinte, dass sein Charakter deswegen gleich Suizid betreiben könnte.

Bei sowas kommt mir einfach nur noch das 🤮

Das scheint doch sehr übertrieben, klar, aber es muss eigentlich gar nicht min-max sein. Als Decker in SR1-3 kann man problemlos 500k in ein Deck+Programme stecken. Wenn das wegkommt/kaputtgeht, dann macht es einfach keinen Spaß als Decker ein paar Monate lang nur mit Schrott arbeiten zu können, bis man genug Geld gespart hat um das gute Deck zu ersetzen. Da ist das Design von SR einfach kaputt, leider.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Kaskantor am 19.06.2019 | 15:14
Dann muss man seinen Arsch einfach an einen Konzern verkaufen, da könnte man Rsp-technisch bestimmt einiges draus machen. Wenn sowas mal vorkommt dann muss man sich als Gruppe halt mal Gedanken machen nicht gleich die Flinte ins Korn werfen.

Heutzutage sind die Spieler glaube einfach zu verwöhnt. Da wird entweder davon ausgegangen, dass es der SL schon regelt oder es einfach nie kaputt geht. Weil es aber auch für jeden Scheiss Regeln gibt.

Alternativ könnte man versuchen bestimmte Teile irgendwoher zu bekommen und custommized was zu bauen. Da könnten die Spieler auch mal das Heft in die Hand nehmen und was lostreten und da müsste der SL halt mal spontan schauen, was es wird.

Aber meistens schaffen es  die Leute nicht mehr über die Scheuklappen hinwegzuschauen.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 19.06.2019 | 15:17
Das kommt eben darauf an, wie das System ausgerichtet ist - und das ist mMn zuallererst wirklich ein Designproblem und liegt nicht an verwöhnten oder passiven Spielern.


Wenn z.B. ein D&D-Kämpfer der entsprechenden Stufe sein Schwert +5 und seine tolle Rüstung verliert, ist er ja tatsächlich nutzlos. Der spielt für (fast) alle praktischen Zwecke nicht mehr mit.
Genau so gilt das für einen SR-Decker in der Oberliga mit seinem Fairlight Excalibur - der kann nicht einfach sagen "Joah, dann nehm ich halt eine Weile mal ein Radio Shack, wird schon gehen". Der braucht das dicke Deck oder er kann einfach nicht mithalten und muss wieder Tankstellen hacken gehen :P


Das bekommt man (abseits des "traditionellen" Nicht-Antastens der entsprechenden Ausrüstung) nur auf zwei Wegen in den Griff:

- Man spielt direkt ein System, in dem Ausrüstung kein Teil der Charakterprogression ist.

- Man nimmt Ausrüstung insofern aus der Charakterprogression raus, als dass sie wesentlich leichter besorgt werden, aber auch leichter verloren gehen kann.

Mein klassisches Gedankenexperiment dazu ist der Versuch, als Shadowrunner proaktiv teure Cyberware oder ein leistungsfähiges Deck zu stehlen. Das kann der SL nicht zulassen, solange dieser Kram integraler Teil der Charakterprogression ist - dafür muss man brav im Hamsterrad strampeln, aber wenn man es sich einmal "verdient" hat, dann ist es auch unantastbar. Wird natürlich bei manchen Sachen schnell mal unplausibel. 

Wenn man sich davon löst, gilt "easy come, easy go". Dann sind solche Sachen vergleichsweise schnell beschafft und es tut nicht weh, wenn sie wieder verloren gehen. Andersrum sind sie dann auch tatsächlich für den SL zum Abschuss freigegeben und müssen nicht mehr unantastbar sein.
Da muss man aber auch explizit ansprechen, dass man das so handhabt.
"Normal" ist das gerade bei SR nämlich nicht und wenn die Perspektiven so unterschiedlich sind, redet man schnell aneinander vorbei oder erwartet "offensichtliches" Verhalten von Spielern, das die mit der gleichen Selbstverständlichkeit ausschließen, weil es nicht dem Spieldesign entspricht.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am 19.06.2019 | 15:26
Naja der Witz ist, dass die Belohnung für einen Run bei SR3 üblicherweise in der Gegend von ein paar Tausen NewYen liegt (nach der Kompendium war das Bestbezahlte eine Extraktion für 20.000 NewYen, die meisten anderen TYpen von Run werfen iirc so 1000-10000 New Yen ab).

Das reicht einfach vorne und hinten nicht um Ersatz für ein Deck, das inclusive Programme ein paar hunderttausend NewYen  (oder im Falle des Fairlight vermutlich irgendwas zwischen 2 und 3 Millionen NewYen) Kostet.

Wenn der Spielleiter es da einem dann Keinen Run einschiebt wo eine entsprechend Dicke Belohnung (oder ebn ein neues Deck) abfällt ist dass, als hättest du einen Magier die Fähigkeit zu Zaubern weggenommen.
Dazu kommt das ein Decker ohne Deck (so er nicht zusätzlich ein halber Sammy ist) auf einem Run ziemlich nutzlos ist.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: ManuFS am 19.06.2019 | 15:30
Eben, das war in SR4 deutlich  besser gelöst, da war mehr Fokus auf Charakterfertigkeiten gelegt, und ein voll ausgebautes Deck (oh, sorry, Commlink) kostete irgendwas um die 20k. Das ist ersetzbar.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Kaskantor am 19.06.2019 | 15:33
Klar, Design-technisch ist bei SR einiges für die Tonne, da gehe ich mit.

Man kann das Deck ja einfach schwer beschädigen. Das Reparieren kann ja schon zu einer neuen Geschichte führen. Und ein Decker kann auch ohne ein Fairlight was ausrichten. Dann hat man halt ein paar Würfel weniger.

Aber ja an anderer Stelle wird ja auch gerade über Gearspirale und ähnliches diskutiert.

Ist für mich ein bodenloses Fass.

Auf alle Fälle fände ich es schwach, wenn jemand seinen Char löscht, nur weil er einen tollen Gegenstand verliert.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: ManuFS am 19.06.2019 | 15:35
Unser Argument ist nicht, dass es ein toller Gegenstand ist. Unser Argument ist, dass es ein lebensnotwendiger Gegenstand ist.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 19.06.2019 | 15:39
Wenn der Spielleiter es da einem dann Keinen Run einschiebt wo eine entsprechend Dicke Belohnung (oder ebn ein neues Deck) abfällt ist dass, als hättest du einen Magier die Fähigkeit zu Zaubern weggenommen.

Ja, der Neubeschaffungsrun ist dann die bucklige Minimallösung...den gibt es natürlich immer nur anlassbezogen, um Verlorenes wiederzukriegen, aber nicht um etwas Neues zu erlangen :P ;)

Dass die Bezahlungen vorne und hinten nicht hinkommen, ist (hoffentlich) allgemein bekannt. Weder an den Kosten für Cyberware, Fahrzeuge & Co. orientiert noch daran, was ingame plausibel ist.
Für wenige 1000 Nuyen pro Run geht man ja besser im Stadtpark Omas abziehen... :P


Und ein Decker kann auch ohne ein Fairlight was ausrichten. Dann hat man halt ein paar Würfel weniger.

Kommt auf die Edition und das Powerlevel an.
In SR1-3 machst du in der Oberliga ohne ein angemessenes Deck nichts außer dir das Hirn am nächstbesten ICE grillen.


Auf alle Fälle fände ich es schwach, wenn jemand seinen Char löscht, nur weil er einen tollen Gegenstand verliert.

Für Decker und Rigger gehören diese Gegenstände RAW integral zum Charakterkonzept.
Und selbst wenn das alles halbwegs erschwinglich ist, ist es immer noch nervig, dass der Magier sich kaputtlacht, während Rigger und Decker mit schöner Regelmäßigkeit ihre Belohnung dafür nutzen müssen, um wieder auf den alten Stand zu kommen.

Eine emergente Lösung war und ist der Gruppenpool, in den Magier und Adepten ihre weitgehend nutzlose Kohle schmeißen und von dem dann im Fall der Fälle solche Sachen bezahlt werden. Geht natürlich nur mit festen Gruppen und wirklich sauber ist das als Lösungsansatz auch nicht.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Kaskantor am 19.06.2019 | 15:40
Leute soll ich jetzt wirklich SR raussuchen nur um zu schauen, was das nächst bessere erstmal leichter zu bezahlende Deck ist?

Wie kommen denn die Runner am Anfang klar, wenn sie noch kein Excalinur haben?

Und,  mMn wenn man bereits eins hat spielt man eh Oberklasse und da sollte man auch Ersatzausrüstung haben, auch wenn diese nicht so hochwertig wie das beste Deck ist.

Jo Magier oder Ki-Adepten sind außer Konkurrenz. Deswegen mag ich Cyberpunk auch 10mal lieber als Shadowrun.

Natürlich könnte auch ein Auftraggeber für einen gewissen Bonus Ausrüstung stellen usw. Ich denke mit ein wenig Kreativität muss einfach was machbar sein.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 19.06.2019 | 15:45
Wie kommen denn die Runner am Anfang klar, wenn sie noch kein Excalinur haben?

Sie machen Runs auf einem niedrigeren Level - genau das ist doch der Knackpunkt.
Wenn auf einmal das große Deck fehlt, muss man wieder Robben kloppen gehen.

Und,  mMn wenn man bereits eins hat spielt man eh Oberklasse und da sollte man auch Ersatzausrüstung haben, auch wenn diese nicht so hochwertig wie das beste Deck ist.

Ein solides Ersatzdeck ist immer noch teuer genug, dass man sich das i.d.R. nicht hinstellt, weil man dafür auch beim tatsächlich genutzten Zeug was verbessern kann.


Wie gesagt: Es gibt für dieses ganze Thema gangbare bis solide Lösungen. Trotzdem ist das ein klassisches Problemfeld, das immer wieder auftritt.
Die Lösungen sind also nie in der Fläche angekommen.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: ManuFS am 19.06.2019 | 15:46
Ich glaube wir argumentieren hier auch in verschiedene Richtungen. Kaskantor argumentiert IG Logik und Fluff. Wir argumentieren Game Design und Crunch.

Btw., YY, hast ne PN. :)
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Kaskantor am 19.06.2019 | 15:50
Jup, dass wird’s sein.

Ich gebe euch schon recht, dass es Charaktere ausbremst, wenn sie Ausrüstung verlieren, die für ihre Aufgaben essentiell ist.

Ich würde mir als Riggerspieler auch 3mal überlegen, ob ich meine teuersten Drohnen ins Spiel bringe, wenn der Run in keinster Weise die Spesen decken kann. 
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am 19.06.2019 | 16:03
Eine emergente Lösung war und ist der Gruppenpool, in den Magier und Adepten ihre weitgehend nutzlose Kohle schmeißen und von dem dann im Fall der Fälle solche Sachen bezahlt werden. Geht natürlich nur mit festen Gruppen und wirklich sauber ist das als Lösungsansatz auch nicht.
Naja Foci und Neue Zaubersprüche sind auch nicht gerade billig.

Was ein Ersatz Deck angeht, ich geh mal davon aus dass man als profi Decker mindesten ein STufe 6 Deck will, das kostet in SR3 schon 125.000 NewYen und dazu kommt dann vermutlich noch mal ein vergleichbarer Betrag in Programmen.
Wobei ein Decker der sich zu einem Highend Deck hoch gearbeitet hat vermutlich auch noch ein älteres Deck irgendwo rum zuliegen hat.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 19.06.2019 | 16:07
Ich glaube wir argumentieren hier auch in verschiedene Richtungen. Kaskantor argumentiert IG Logik und Fluff. Wir argumentieren Game Design und Crunch.

Btw., YY, hast ne PN. :)

Gesehen und gerade beantwortet  ;)


Und ja, wir kommen aus verschiedenen Richtungen, aber es sollte ja gerade kein so massiver Widerspruch vorhanden sein.
Wir verstehen doch jeweils die andere Perspektive und mMn wäre es für beide "Seiten" positiv, wenn man da eine brauchbare Synthese zustande bekäme.

Meiner Spielerfahrung nach liegt da die Bringschuld deutlich mehr beim Spieldesign, weil das diese Verwerfungen erst verursacht.
In grauer Vorzeit war es doch gerade einer der Reize an SR, dass es in vielerlei Hinsicht so viel plausibler und lebensnäher schien als D&D oder DSA mit ihren zig Regelartefakten und Wirrnissen.
Darauf hätte man weiter aufbauen können und sollen, aber irgendwie hat das keiner in brauchbarer Weise auf dem Schirm gehabt.
SR3 ging dann schon zu sehr in Richtung Regelmonster mit festgefahrenen "Das haben wir schon immer so gemacht"-Designfehlern und die positiven Schritte von SR4 in der Richtung scheinen im Nachhinein betrachtet geradezu ein Versehen gewesen zu sein, so kurzlebig wie sie waren.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Flamebeard am 19.06.2019 | 16:15
Naja Foci und Neue Zaubersprüche sind auch nicht gerade billig.

Was ein Ersatz Deck angeht, ich geh mal davon aus dass man als profi Decker mindesten ein STufe 6 Deck will, das kostet in SR3 schon 125.000 NewYen und dazu kommt dann vermutlich noch mal ein vergleichbarer Betrag in Programmen.
Wobei ein Decker der sich zu einem Highend Deck hoch gearbeitet hat vermutlich auch noch ein älteres Deck irgendwo rum zuliegen hat.

Sprüche kosten dich (SR4/SR5) ungefähr soviel wie ein gutes Sturmgewehr. Foci sind in dem Rahmen so etwas wie die Cyberware der Magier: 4k-100k und du bist dabei.

 Mit dem Unterschied, dass Foci dir deine Arbeit erleichtern, sie aber nicht für deine Aufgabe essentiell sind. Wenn dem Decker/Rigger seine Konsole abraucht, war's das. Ein Magier, der seinen Stufe 4-Kraftfokus gebraten bekommt, reagiert eventuell arg verschnupft, kann aber aufgrund der angeborenen Magie immer noch was reißen. Decker und Rigger eben nicht (und jetzt komm' mir keiner mit 'Hacken kannst du auch über's Kommlink').
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am 20.06.2019 | 08:23
Wobei die Preise be SR3 zum teil auch arg merkwürdig sind.

Manachmal geht der preis Linear mit der Stufe, manchmal quadratisch, bei Talentleitungen iic sogar kubisch, und manchmal verdreifacht sich der Preis sich grob mit jeder Stufe.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Sashael am 20.06.2019 | 08:49
Manachmal geht der preis Linear mit der Stufe, manchmal quadratisch, bei Talentleitungen iic sogar kubisch,...
Das wäre, wenn mich mein Mathe nicht vollends im Stich lässt, etwas extrem:
Stufe 1 = 100 NYen (hypothetisch)
Stufe 2 = 1.000.000 NYen (demnach rechnerisch)

Bist du dir sicher?  :o
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am 20.06.2019 | 09:59
Kubisch heist mit Stufe^3, das hieße Stufe 2 wäre 2^3=8 mal tuerer als Stufe 1.

- Die Kosten für Talentleitungen sind bei SR3 Stufe*Speicherplatz*500 NewYen.
- Der Benötigte Speicherplatz einer Talentsoft ist Stufe*Stufe*3 MP.
- d.h. wenn du den Speicherplatz der Leitungen so auslegst das du genau eine Soft der entsprechenden Stufe laufen lassen kannst, kostet sich das  1500*Stufe^3 NewYen.

Stufe 1 Leitugen kosten also 1.500 NewYen, Stufe 6 Leitungen 324.000 NewYen.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Sashael am 20.06.2019 | 10:07
Kubisch heist mit Stufe^3, das hieße Stufe 2 wäre 2^3=8 mal tuerer als Stufe 1.
Ah, okay. Ich hatte das so verstanden, dass der Preis sich mit der Stufe in Potenz entwickelt.
"Der Preis geht mit der Stufe kubisch nach oben" hieß in meinem Kopf halt Preis^3 pro weitere Stufe.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Medizinmann am 20.06.2019 | 10:42
@ManuFS' Frage :
Das !
Weil sie ein unorganisierter Sauhaufen sind, in dem höchstens einzelne halbwegs Plan von Spieldesign haben, aber nicht zu Wort kommen.

Die Preise haben (ausser in 4A ) noch nie so richtig gestimmt .
Und (Vor allem Cyberware aber auch Decks und Progs ) richten sie sich nach dem Out-Of-Game Regeleffekt, nicht nach irgendwelchen Ingame-Richtlinien.
Das YY das nicht mit der Kneifzange anpacken will kann ich voll und genz verstehen .
Aber er wird nicht drumrumkommen, wenn sein Black Mahawk rund sein soll....

Zitat
Immer wieder gern  ;D :d
und wenn er's nicht macht,mach ich's ;)

mit rundem Tanz
Medizinmann
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Medizinmann am 20.06.2019 | 10:48
Wäre mal wieder ein Fall von minmaxing vs. Rollenspiel.
Da hatte ich auch mal den Fall das ich die Waffe von einem Spieler geschrottet habe und der dann meinte, dass sein Charakter deswegen gleich Suizid betreiben könnte.

Bei sowas kommt mir einfach nur noch das 🤮

Was ? Nur die Waffe ....
Wir hatten in SR3 mal einen Rigger, der steckte 650.000 in seine Fahrzeuge, davon > 1/2 Mio ◙ in einen einzigen Sportwagen ,der ihm dann ,schon in der ersten Sesssion , beim Treffen mit dem Johnson geklaut wurde !
Der hätte heulen dürfen ,hats aber nicht getan .
Da ist eine geschrottete Knarre nix gegen

der auch mit Pussys tanzt, aber nicht mit dieser (da oben ;) )
Medizinmann
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Rhylthar am 20.06.2019 | 10:53
Zitat
Eine emergente Lösung war und ist der Gruppenpool, in den Magier und Adepten ihre weitgehend nutzlose Kohle schmeißen und von dem dann im Fall der Fälle solche Sachen bezahlt werden. Geht natürlich nur mit festen Gruppen und wirklich sauber ist das als Lösungsansatz auch nicht.
War bei uns der einzige gangbare Weg damals. Sind schnell auf den Trichter gekommen, dass wir für Ausrüstung, Safe Houses, etc. eine "Gruppenkasse" aufgebaut haben.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Kaskantor am 20.06.2019 | 10:57
Gruppenkasse gibt es bei uns in fast jedem Spiel. Etabliert hat sich das durch DnD.

Ich hoffe mal das der SL die Karre als Aufhänger für ein Abenteuer hergenommen hat, wenn das einfach nur Willkür war (und nein, wenn der Spieler lediglich vergessen hat zu sagen, dass er der Trollgang ein paar Nuyen dalässt zum aufpassen, würde ich ihn nicht an die Wand nageln), fänd ich das scheisse.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Sashael am 20.06.2019 | 11:05
Der hätte heulen dürfen ,hats aber nicht getan .
Ein kiesowsozialisierter Bauernspieler? wtf?
Ich wäre damals schon angepisst gewesen. Heutzutage würde ich rundheraus fragen, ob ich meinen Char neu bauen darf. Wenn meine Entscheidung, Ressourcen zu priorisieren, so krass in der ersten Session entwertet wird, folgt ein kurzes Gespräch mit dem SL zum Retconnen der Charaktererschaffung.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am 20.06.2019 | 11:08
Was ? Nur die Waffe ....
Ich bin mir nicht sicher ob sich die Anekdote auf SR bezog.

Bei D20 oder so können Magische Waffen auch mal ganz fix ganz teuer werden. Wenn du dann noch unter umständen ein paar Feats hast die nur mit einem bestimmten Typ Waffe funktionieren (oder einen Kampfstrategy für die du eine Bestimmte Verzauberung brauchst), kann das schon recht heftige auswirkungen haben.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: AlucartDante am 20.06.2019 | 11:09
Bei Shadowrun sind Körper und Technik einfach verschmolzen. Dem Decker das Cyberdeck zu zerschießen, ist wie Samurai die Kniescheibe oder das Rückrat zu zerstören. Wenn der Magier mehrere Magiepunkte verliert, ist das ja auch immer hart. Muss man sich entscheiden, ob man da Bock drauf in der Gruppe hat. Andererseits war Shadowrun wie Cthulhu bei uns immer dreckig, wer überlebt war glücklich, egal wie.

Mochte es aber auch nie, wenn Leute wie bei D&D früher ohne Ausrüstung nutzlos ist. War deswegen auch Fan der 4. Edition.

Das Geld und Charakterentwicklung Problem war für mich immer in erster Linie logischer Natur: Warum sollte man sich ein neues Reflexbooster einbauen, anstatt sich zur Ruhe zu setzen? Deswegen erstens tödlicher spielen und zweitens schön immer alles Geld aufsparen und besser nicht ausgeben bzw nur in Notfällen, um Decks, Beine, etc zu ersetzen. Ist logischer, macht mehr Spaß und löst alle Probleme. Imho
 
Ob man Lust hat einen Lehrling zu spielen oder den Decker ohne Deck muss man einfach klären. Ich finde es cool, aber wenn jemand kein Bock drauf hat, kann ich das sehr gut verstehen.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am 20.06.2019 | 11:13
Btw. auch bei SR gibt es schwer zu ersetzende Waffen.

Sowas wie Monofilamentpeitschen oder die HK Urban Dinger.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Kaskantor am 20.06.2019 | 11:22
Die Waffe war in Star Wars von FFG. Wie gesagt, ich fand’s lächerlich.
Man hätte halt erstmal mit einer Pistole klarkommen können, bis man wieder was größeres kaufen kann.

Auch das Schwert +5 zu verlieren, wäre für mich kein Grund einen Char der was erlebt hat und somit auch höhere Stufen erreicht hat, einfach zu löschen. Prinzipiell geht es erstmal darum, dass sie magisch ist für die meisten Viecher. Da würde auch erstmal eine +1 Waffe reichen.

Aber wie gesagt, es muss ja nicht jeder so sehen wie ich. Ich würde auch versuchen mein Deck zu retten, also wenn es nicht gerade ein Oneshot wäre, würde ich versuchen auszuloggen. Wenn man für genügend Schutz sorgt, sollte das auch nicht einfach so passieren.

Als SL würde ich es auch nicht ständig drauf anlegen, dass ein Char was wichtiges verliert, aber falls es passiert, würde ich mir wünschen, dass es die Gruppe wieder rausreißt und man den Char nicht einfach löscht. Fände es je nach Kampagne auch dem SL gegenüber arschig, der sich vielleicht schon viel Gedanken dazu gemacht hat, wie er die einzelnen Chars in die Geschichte einflechten würde.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Rhylthar am 20.06.2019 | 11:35
Zitat
Auch das Schwert +5 zu verlieren, wäre für mich kein Grund einen Char der was erlebt hat und somit auch höhere Stufen erreicht hat, einfach zu löschen.
Kommt auf das System an. Bei D&D 3.X gibt es nicht umsonst das WBL-System und man nimmt dem Charakter eine sehr wichtige Ressource, die eben nicht mal ohne Weiteres wieder hergestellt werden kann. Man muss diese System nicht gutheißen, aber man muss sich bewusst sein, dass man eine SC damit "abstuft".
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 20.06.2019 | 12:25
Und (Vor allem Cyberware aber auch Decks und Progs ) richten sie sich nach dem Out-Of-Game Regeleffekt, nicht nach irgendwelchen Ingame-Richtlinien.
Das YY das nicht mit der Kneifzange anpacken will kann ich voll und genz verstehen .
Aber er wird nicht drumrumkommen, wenn sein Black Mahawk rund sein soll....

Na, wenn ich mir des Problems bewusst bin, sehe ich ja wohl auch Handlungsbedarf ;)

Ich setze aber am anderen Ende an und abstrahiere/entkoppele/"entwerte" die zugehörige Ingame-Währung.

Cyberware kostet z.B. letztlich gar kein Geld, aber nach oben raus kommt man nur über die entsprechende Umlage von abstrahierter Bezahlung in Karma auf genug XP, um sich mehr Cyberware holen zu können.
Andere Sachen sind immer laufende Kosten, kosten also nie XP oder werden sonstwie permanent.
Und z.B. beim Decker gibt es ein paar Elemente, die er auch durch Karma erreichen kann und damit auf lange Sicht bei den Spesen gut was einspart. Aber ganz ersetzen kann er es nicht.

Das Geld und Charakterentwicklung Problem war für mich immer in erster Linie logischer Natur: Warum sollte man sich ein neues Reflexbooster einbauen, anstatt sich zur Ruhe zu setzen?

Das geht alles auf die gleiche Ursache zurück.
Damit das zusammenpasst, muss das Endziel Ruhestand hoch genug aufgehängt und z.B. der neue Reflexbooster so erreichbar sein, dass letzterer eine sinnvolle Investition ist und nicht das Wegwerfen des halben erreichten Fortschritts.


Btw. auch bei SR gibt es schwer zu ersetzende Waffen.

Sowas wie Monofilamentpeitschen oder die HK Urban Dinger.

Auch wenn die HK Urban-Reihe "magische" Eigenschaften hat, so kann man da bei Verlust doch ohne allzu große Probleme mit "normalen" MPs weitermachen. Dann fehlt eben das letzte bisschen zusätzliche Kampfkraft oder umgekehrt die hohe Versteckbarkeit, aber kein Charakterkonzept bzw. keine Rolle in der Gruppe steht und fällt mit einer HK Urban Combat.


Bei der Monofilamentpeitsche wird es in Sachen Kritik am Spieldesign schon wieder etwas wärmer, weil es durchaus Charaktere gibt, die je nach Edition nur mit der Peitsche umgehen können und mit keiner anderen Nahkampfwaffe.
Das passiert eben, wenn man meint, ein Aufteilen von Kampffertigkeiten in zig getrennte Bereiche würde die Kämpfercharaktere stärken - es stärkt aber genau niemanden, wenn es um die jeweilige "Paradedisziplin" geht, sondern höchstens jene, die sicherheitshalber in die Breite gehen statt sich zu spezialisieren. Das setzt aber wieder voraus, dass das überhaupt in dieser Form regelmäßig relevant wird. Und dann hätten wieder alle was davon, sich so aufzustellen...führt alles nirgends hin.   

aber falls es passiert, würde ich mir wünschen, dass es die Gruppe wieder rausreißt und man den Char nicht einfach löscht.

Genau da liegt der Hund begraben.
Wenn ein Spieler in so einer Situation kurzerhand einen neuen SC erstellt, dann doch deswegen, weil er den Eindruck hat, dass das die sinnvollste Methode, schnell wieder auf dem alten Niveau mithalten zu können.
Und oft genug liegen Spieler damit ja auch richtig, wenn die Charaktere nicht allzu lang gespielt wurden.
Wenn man drei Sitzungen einer neuen Karre nachrennen und dafür über zahlreiche hingehaltene Stöckchen springen soll, macht man doch lieber einen neuen Rigger und kommt dann über ein paar Sitzungen auf den Karmastand des alten SC - aber in der Zeit spielt man "richtig" mit und hat nicht eine Hand auf den Rücken gebunden.

Bei einem länger gespielten Charakter macht das keiner mehr, weil die Kosten-Nutzen-Rechnung da nicht mehr stimmt.


So oder so kommt man dem ganzen Thema nur bei, wenn man sich in Sachen Belohnung inklusive der verqueren Doppelrolle von Geld sowie der Frage nach Unantastbarkeit oder Ersatz von zentraler Ausrüstung auf eine klare Linie einigt.
Wenn da jeder mit seiner Perspektive hinterm Berg hält und seiner Sozialisation aus alten Runden folgt, hakt es schnell.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Medizinmann am 20.06.2019 | 13:08
Zitat
Ein kiesowsozialisierter Bauernspieler? wtf?
Hä *Lach*
Neeeh, ganz bestimmt nicht
einfach nur ein Spieler,der's wie ein Mann hingenmmen hat und nicht rumgeflennt hat.
ICH wäre weitaus saurer gewesen (vielleicht war er's auch, er hats nur nicht gezeigt was ich ....Augenbrauenhochziehwürdig fand)

Zitat
Ich bin mir nicht sicher ob sich die Anekdote auf SR bezog.
Da dies hier der SR Smalltalk ist bin ich von SR ausgegangen ....;)

Zitat
Bei D20 oder so können Magische Waffen auch mal ganz fix ganz teuer werden

Oh ja , DAS stimmt .
Die Preise waren aber immer schon Lächerlich sowohl in D&D 3.x als auch Pathfinder....

Zitat
Wenn du dann noch unter umständen ein paar Feats hast die nur mit einem bestimmten Typ Waffe funktionieren (oder einen Kampfstrategy für die du eine Bestimmte Verzauberung brauchst), kann das schon recht heftige auswirkungen haben.
Das ist halt ein Risiko, wenn du ein One-Trick-Pony spielst, was sonst nichts kann .
Rollenspiele sind nunmal was anderes als Brettspiele , wo du die Karte " Du kommst aus dem Gefängnis frei " behalten kannnst .
Im Rollenspiel können nunmal (wie im realen Leben )wertvolle Sachen gestohlen oder zerstört werden .
Und natürlich ist mir klar, das das in SR, wenns superteure Decks oder Riggerkonsolen,Fahrzeuge,gemoddete Drohnen
sind ein ganzens Charkonzept  voll in den Arsch treten, aber dann liegt das an den Regeln ,die das Deck (Konsole,Fahrzeug,Drohne) so wichtig machen....

@YY
Zitat
Ich setze aber am anderen Ende an und abstrahiere/entkoppele/"entwerte" die zugehörige Ingame-Währung.
Du machst das schon .
Ich hab da Vertrauen in Dich :)

Zitat
Wenn ein Spieler in so einer Situation kurzerhand einen neuen SC erstellt, dann doch deswegen, weil er den Eindruck hat, dass das die sinnvollste Methode, schnell wieder auf dem alten Niveau mithalten zu können.
Oder ( und ich denke das ist der einfacherer Grund)
Der Spieler möchte an diese Schlimme situation nicht mehr erinnert werden und will deswegen einen anderen Char spielen, dem das so nicht mehr passieren kann.Er verbindet mit dem alten Char den Frust an dieser Situation und will den Char deswegen nicht mehr spielen
ImO denken Spieler nicht so oft , so komplex wie YY das meint (Hell, ich weiß nicht mal ob ICH so komplex denken kann....)


mit Tanz deas Vertrauens
Medizinmann
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: ManuFS am 20.06.2019 | 13:18
Ah, okay. Ich hatte das so verstanden, dass der Preis sich mit der Stufe in Potenz entwickelt.
"Der Preis geht mit der Stufe kubisch nach oben" hieß in meinem Kopf halt Preis^3 pro weitere Stufe.

Stimmt sicher nicht ganz, aber die Preise sind ungefähr so:

Stufe 1 - 3: Stufe x 10.000
Stufe 4 - 6: Stufe x 100.000
Stufe 7 - 9: Stufe x 1.000.000

Also der Sprung von Stufe 6 und 600.000 zu Stufe 7 mit 7.000.000 Anschaffungskosten, ich habe auch damals schon ausgiebig und herzhaft gelacht.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 20.06.2019 | 13:28
Oder ( und ich denke das ist der einfacherer Grund)
Der Spieler möchte an diese Schlimme situation nicht mehr erinnert werden und will deswegen einen anderen Char spielen, dem das so nicht mehr passieren kann.

Dann wechselt man das Konzept.
Wer "nur" seinen Kram wieder haben will, erstellt einen weitgehend identischen neuen SC - aber ja, das ist beides eine ziemlich intuitive/emotionale Sache.
Es hilft aber, wenn man das mal rational durchleuchtet. Nur so kann man es durch entsprechendes Spieldesign vermeiden.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am 20.06.2019 | 13:45
Das ist halt ein Risiko, wenn du ein One-Trick-Pony spielst, was sonst nichts kann .
Naja bei Systhem wie D20 hast du bei nichtmagischen Kämpfern musst du (auf hohen Stufen) halt mehr oder weniger ein One Trick Pony bauen, wenn du was Reißen willst.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Rhylthar am 20.06.2019 | 13:53
Naja bei Systhem wie D20 hast du bei nichtmagischen Kämpfern musst du (auf hohen Stufen) halt mehr oder weniger ein One Trick Pony bauen, wenn du was Reißen willst.
Wie gesagt, es ist ja im Prinzip der Fehler im System, in d20 wie auch in SR. Die Abhängigkeit eines SC von bestimmten Dingen, gerade wenn andere Charaktertypen es nicht (so sehr) sind, führen zu solchen Situationen.

Das Äquivalent in SR wäre z. B., Magiebegabte (außer Ki-Adepten natürlich) in Gegenden mit immens hoher Hintergrundstrahlung zu schicken, was ihre Nützlichkeit drastisch reduziert. Oder, auf d20 bezogen, dem Wizard das Spellbook klauen oder dem Cleric das Holy Symbol zerdeppern. Anti-Magic Zones "helfen" natürlich auch. ;)
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: schneeland am 20.06.2019 | 14:16
Anti-Magic Zones "helfen" natürlich auch. ;)

Wahlweise führt der Spielleiter auch die Spellplague in die Kampagne ein, so dass man als Magier quasi nur noch Stöckchen werfen kann - ganz großes Kino ::) (ich hab' trotzdem weitergespielt, aber es war echt zäh in den Wochen danach)

@Rhylthar
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Ich neige hier der Sicht zu, dass kaputtes "Spielzeug" leichter ersetzbar sein muss - ich möchte dem Decker schon mal gern sein Gerät schrotten können oder dem Samurai den Cyberarm wegschießen, aber dafür muss das Zeug halt hinreichend leicht wieder ersetzbar sein. Alles Andere finde ich dem Spielspaß nicht wirklich zuträglich (fühlt sich dann ein wenig an wie ein Computerspiel, bei dem man dann erstmal wieder ein paar Stunden lang grinden muss, nachdem man von einem Boss eins auf den Deckel bekommen und dann sein Zeug verloren hat).
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Rhylthar am 20.06.2019 | 14:20
Ja, Wealth-by-level. ;)

Stimme Dir auch grundsätzlich zu. Deswegen wäre z. B. bei einem Deck eine (denke ich jedenfalls) einfache Lösung, einfach die Programme teuer zu machen und das Deck im Verhältnis eher günstig. Denn die Programme kann man nicht verlieren (wenn man es jetzt nicht spezifisch drauf anlegt...). Bei der Zerstörung des Decks könnte schnell ein kostengünstiger Ersatz gefunden werden, auf den die Programme aufgespielt werden.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Medizinmann am 20.06.2019 | 14:51
Naja bei Systhem wie D20 hast du bei nichtmagischen Kämpfern musst du (auf hohen Stufen) halt mehr oder weniger ein One Trick Pony bauen, wenn du was Reißen willst.

aber nur ,wenn du es rein Kompetitiv (ist das das richtige Wort) und nur Taktisch spielst .
Ja, D&D hat die größte Tendenz .....das man es so spielt, aber das muß man nicht !
Ich bin in einer Pathfinderrunde ( Pathfinder und D&D 3.5 sind für Mich essentiell das gleiche, wobei Pathfinder besser ist)
in der das nicht so ist, in der wir viel Rollenspiel machen und auch Spass haben wenn wir keinen ....Damagedealer mit einem Output von 22.5 Punkten haben .
Und ich selber finde Rollenspiele ,die Rollenspiele sind viel schöner als Taktische Spiele, die sich nur als RPGs tarnen .
Aber das ist jetzt sowohl ein anderes System ,als auch ein anderes Thema und gehört deshalb nicht hierher :)


Hough
Medizinmann
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Rhylthar am 20.06.2019 | 14:59
Naja, die Schnittmenge ist allerdings deutlich gegeben.

Rigger/Decker sind halt auch die One-Trick-Ponys. Nimm ihnen ihr Spielzeug weg, machen sie...gar nichts mehr.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am 20.06.2019 | 15:34
Rigger/Decker sind halt auch die One-Trick-Ponys. Nimm ihnen ihr Spielzeug weg, machen sie...gar nichts mehr.
Wobei in einigen Editionen kann man durch aus Rigger oder Decker bauen, die auch noch was anderes können.

Oder man wird Otaku/Technomance und braucht kein Deck mehr  >;D
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Medizinmann am 20.06.2019 | 22:45
Naja, die Schnittmenge ist allerdings deutlich gegeben.

Rigger/Decker sind halt auch die One-Trick-Ponys. Nimm ihnen ihr Spielzeug weg, machen sie...gar nichts mehr.

Meine Nicht !

Hough
Medizinmann
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Sashael am 21.06.2019 | 05:03
Meine Nicht !

Hough
Medizinmann
Da würde mich ja schon mal interessieren, was Rigger ohne Fahrzeuge/Drohnen und Decker ohne Cyberdecks bei euch tun, das irgendwie signifikant zum Erfolg des Runs beiträgt.

Irgendwas kann man natürlich immer machen. D&D3 Magier ohne weitere Zauber konnten ja auch noch ihre Armbrust abfeuern. Ist zwar boring as hell und hyperineffektiv, aber sie tun nicht NICHTS. ;D
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Medizinmann am 21.06.2019 | 08:22
OK, Gedächtnis, arbeite'Ratter,knarr* ....
Mein Orkrigger "Little Dragon" war auch guter Kämpfer ( hat die Renraku Arc Shutdown überlebt ! ) Tougher Brawler und gut mit der Shotgun .
Mein erster Hobbit "Jack McBlack" war nicht nur Decker sondern auch guter Reporter & Detektiv .
Mein 2ter (1n 4A ) war Drohnomancer und Einbrecher .
Viele meiner Chars haben nicht nur ein Standbein. Schon mein erster Char ( SR2 , "Cowboy" ein Troll Streetsam ) wurde später zum Schieber .

der nicht nur auf einem Bein tanzt
Medizinmann
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: AlucartDante am 21.06.2019 | 10:19
In meinen Runden waren Decker und Rigger auch immer das Gegenteil von One Trick Ponys. Die Samurais konnten oft nur kämpfen, die Magier nur zaubern, die Rigger und Decker hingegen eher Hansdampfinallengassen.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Just_Flo am 21.06.2019 | 10:33
Gefühlt bieten sich die halt an verschiedenen anderen Techsupport zu leisten. Schlößerknacken, Überwachungsmaßnahmen und Co. Wobei das halt wieder von anderem Spielzeug abhängt.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Kaskantor am 21.06.2019 | 13:11
Und da zumindest bei uns nie jemand Faces spielen mochte, wäre eine Face-, Rigger-/Deckercombo auch interessant.
Decker eignen sich mMn auch gut als Operator/ Anführer der Gruppe.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am 21.06.2019 | 13:14
Naja zumoindestens als Decker kannst du dir auch durchaus noch einges an Kampf Cyberware rein hauen.
Du musst da halt mit weniger Geld auskommen als ein Sammy, aber da die Preise für die Hohen Stufen exorbitant hoch gehen, bekommt man ne solide Basis Austattung (sowas Smartgun, Plastik Knochen, Reflexbooster Stufe 1, wenn man kein meta ist viellicht noch IR oder Restlicht) auch ungleich günstiger.

Bei Riggern ist das (mit Ausnahme der 4ten Edtion) schwieriger, es sei denn du gibst dich mit der kleinen FSE zufrieden. (Wobei nen Synapsen Beschleuniger kriegt man vielleicht noch unter und eine Smartgun sollte man als Rigger eh haben).
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 21.06.2019 | 14:45
In meinen Runden waren Decker und Rigger auch immer das Gegenteil von One Trick Ponys. Die Samurais konnten oft nur kämpfen, die Magier nur zaubern, die Rigger und Decker hingegen eher Hansdampfinallengassen.

Bei uns sind die Samurai oft recht spezialisiert gestartet (wie gehabt wegen Ressourcen A), konnten dann aber auch ihr Repertoire recht leicht erweitern, wenn es beim zweiten Standbein hauptsächlich um Fertigkeiten ging.

So oder so hat die 4. Edition in der Hinsicht einiges richtig gemacht - da waren Decker und Rigger auf brauchbarem Niveau wesentlich kleinere Investitionen und es gab dementsprechend recht taugliche "Multiclass"-Varianten.
Wenn man da noch die harte Klassenbegrenzung von Magiern und Adepten aufgeweicht hätte, wäre man mit gerade mal drei Editionen Verspätung bei dem weitestgehend klassenlosen System angekommen, das man von Anfang an behauptet hat zu sein  ;D
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Medizinmann am 21.06.2019 | 15:29
Und da zumindest bei uns nie jemand Faces spielen mochte, wäre eine Face-, Rigger-/Deckercombo auch interessant.
Decker eignen sich mMn auch gut als Operator/ Anführer der Gruppe.
Dass würde nix werden
Das sind viel zuviele Fertigkeiten und Attribute ,die gebraucht werden !
Das wäre ,als würde man zuwenig Butter auf zuviel Brot streichen

der mit den Hobbits tanzt
Medizinmann
 
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Just_Flo am 21.06.2019 | 16:15
Unser Face hat im Idealfall das TacNet bedient, koordiniert, Anweisungen erteilt und Würfelboni gewährt. Wenn es eng und hektisch wurde hat er auch zum Sturmgewehr gegriffen.


Unser EinsatzRigger/Decker Mischmasch war mehr ein Mitkämpfer der halt gelegentlich bewacht werden musste. Wenn der seine Ausrüstung verloren hätte, dann hätten wir ihm halt eine der vielen Reservewaffen in die Hand gedruckt und ein neues Teil von der Stange organisiert. Wenn es ihm zu langweilig geworden wäre hätten wir halt mal wieder nen Ausflug mit dem Panzer oder dem Schnellbot gemacht.

Fahrzeuge zu beschaffen war bei uns nie schwer. Mehrfacher O-Ton von dem NSC-Decker der uns vorher den Rücken freihielt als wir ihn per Dongle zugeschaltet haben um das gerade frisch übernommene Fluchtfahrzeug vom GPS zu lösen: "Das ist doch nicht euer Ernst oder? Ihr wisst schon, welches Fahrzeug ihr gerade klaut oder?

(Wir waren auf einer Flucht zum Abholpunkt mit verschiedensten Fahrzeugen vom Traktor, zum Militärtransporter bis hin zum Fahrzeug der Wasserschutzpolizei durch Südamerika unterwegs. Und alles hat damit angefangen, dass wir einer Gruppe von Localen Bullies in nem Kaff keine Durchfahrgebühr zahlen wollten sondern unsere Sturmgewehre hochgehalten haben. Aber wir haben daraus gelernt und beim nächsten Mal als wir auf eine Militärfahrzeugkolone des Feindes während einer Offensive getroffen sind uns mit unserem Panzer eingereiht (hatten wir nem anderen Verband von dem vor ein paar Sessions ungeplant als Fluchtfahrzeug abgenommen) und behauptet uns verfahren zu haben.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Kaskantor am 21.06.2019 | 16:43
Das mit den Fertigkeiten fände ich nicht so schlimm. Der Hybrid würde ja trotzdem Mundan bleiben und da sind mMn magische Archetypen schlimmere Karmagräber.
Es dauert halt nur ein wenig länger bis man in der dazugewählten Ausrichtung richtig gut wird. Wäre halt eine langfristige Entwicklung.

Mir würde so ein Konzept als Spieler jedenfalls mächtig Spaß machen.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Flamebeard am 21.06.2019 | 18:08
Also quasi so ne Art Schneewittchen-Rigger? Mit realistischen Tier-Drohnen, die ihn/sie umgeben und für Proben-Boni sorgen?
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am 28.06.2019 | 08:06
Wie offiziell waren eigentlich Magazine wie KA-GE oder Shadowland?
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Flamebeard am 28.06.2019 | 08:26
Wie offiziell waren eigentlich Magazine wie KA-GE oder Shadowland?

Zumindest zu 'Shadowland' kann ich sagen: das ist ein Drittanbieter-Produkt, dass sich auf dem Level von 'Wunderwelten' oder 'Mephisto' bewegen dürfte. 'Ka-Ge' habe ich leider noch keines in Händen gehalten, die sind echt selten geworden...
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am 30.06.2019 | 11:51
Mal wieder eine Frage:

Ist ein Gestalltwandler der weder Magier noch Adept ist ein sinnvoll spielbarer Char?
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Medizinmann am 30.06.2019 | 20:37
Gegenfrage wäre :
Was ist Sinnvoll ?

Spielbar ist es ....Aber auch ein Zuckerbäcker in D&D/Pathfinder/DSA mit 7er Werten ist spielbar wird nur nicht viel Spass machen
Spielfreude ....Auch da kommts wieder drauf an . Wenn du was können oder schaffen willst (mit deinem Char) macht das wenig Sinn , wenn es dir egal ist, das deine Pools einstellig sind und alle anderen mehr können (mehr Durchgänge, Magisch sein, coole Cyberware ,coole Drohnen ,coole Matrixaktionen machen können und du nicht , dann kannst Du sowas spielen....
Ich würde sowas NIE ( ! ) spielen
Für Mich gehören ( sowohl zum Hintergrund als auch für meinen inneren Min/Maxer) Magie bzw Erwacht sein einfach zum GW dazu !

P.S. einen Char (gerade einen GW) zu erstellen, der nichts kann (weil Cyberware geht ja nicht beim GW)
ist ImO Bauerngaming (oder Ignoranz der Möglichkeiten ...oder falsch verstandenes Schneeflockenprinzip)

HokaHey
Medizinmann
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am 1.07.2019 | 08:50
Ich hab halt irgendwie den Eindruck das einer in unserer Runde genau sowas gebaut hat, was etwas merkwürdig ist da die Runde sonst ziemlich highpower ist (es gab ziemlich heftige mengen an Zusatz Punkten und Ressourcen bei der Erschaffung, ich bin selber fast schon am überlegen ob ich meinen eigen Char lieber wieder etwas runterschrauben soll).
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: AlucartDante am 1.07.2019 | 10:18
Kommt auf die Rolle des Charakters in der Gruppe an. Ohne Cyberware und ohne Magie wird er schon mal kein hervorragender Kämpfer. Aber die dort gesparten Punkte kann er ja anderweitig ausgeben: Für Connections zum Beispiel. Dann ist sogar ein spezialisierter Powergamingcharakter möglich, der mehr Connections als alle anderen hat. Und mit Connections erreicht man eigentlich mehr als mit Kämpfen. Außerdem gibt ja auch durchaus Konzepte, die ohne Cyberware und Magie schon relativ weit kommen, z.B. Face / Chameleon, Handwerker (Elektroniker), Rettungshelfer, etc.

Ich empfinde Gestaltswandler generell auch mit Magie nur beschränkt als starke Konzepte. Auch mit Magie ist es eher eine witzige oder tragische Sache.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am 1.07.2019 | 12:36
Naja Gestaltswandler als Face oder Techguy, macht ja schon vom Hintergrund her eigentlich wenig Sinn. Scheint der Spieler auch nicht abzudecken.

Der Char hat bis jetzt genrell noch nicht viel gemacht, deswegen ist halt schwer zusagen, was er überhaupt kann.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Flamebeard am 2.07.2019 | 09:41
Stimmt, alleine das verbreitete 'Ungebildet' bei Gestaltwandlern macht einen Tech-Charakter eher unwahrscheinlich. Einzig ein Panther-Wandler als Kämpfer/Infiltrator/Face käme mir da in den Sinn. Der hat die entsprechenden Attributs-Limits oben, einen natürlichen Reflexbooster 1 und verbessertes Gehör/verbesserte Sicht. (Und nicht-magische Wandler gibt es nicht. Sind alles Dualwesen...)
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 2.07.2019 | 09:44
Dualwesen ja, aber trotzdem nicht automatisch Adept oder Zauberer - oder?

Ist natürlich eher weniger clever, als Dualwesen magisch ansonsten völlig unbedarft zu sein.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am 2.07.2019 | 11:03
Außerdem gibt ja auch durchaus Konzepte, die ohne Cyberware und Magie schon relativ weit kommen, z.B. Face / Chameleon, Handwerker (Elektroniker), Rettungshelfer, etc.
Also ein reiner Handwerker oder Rettungshelfer scheint mir jetzt auch kein besonders toller char.
Das sind im Prinziep beides Dinge die ein anderer Char relativ leicht nebenbei machen kann.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Sashael am 2.07.2019 | 13:42
Die Mitarbeiter von DocWagon und Co dürften da vehement widersprechen. ;D
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am 2.07.2019 | 13:53
Die Mitarbeiter von DocWagon und Co dürften da vehement widersprechen. ;D
Die sind ja auch soweit ich weiß (zumindestens im Fall der HTR-Teams) keine reinen Rettungshelfer, und haben auch einiges an Ware drin.

Gleiches gilt glaub ich auch für die Sanitäter beim Urban Brawl.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: AlucartDante am 2.07.2019 | 17:57
Das ist ja vom Spielkonzept abhängig. Mir scheint ein Elektroniker zumindest nützlicher als ein Kämpfer. Aber klar, dass wurde ja schon mehrfach betont. Die klassische Empfehlung für Charaktere ist Magie oder Tech und Gestaltswandler fallen da unter die Magiekategorie, am ehesten ist da ein Adept zu empfehlen.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Uwe-Wan am 2.07.2019 | 22:26
Gestaltwandler sind Tiere, die metamenschliche Gestalt annehmen können - die dürften kaum über eine tiefgehendes Interesse an Technik verfügen.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 2.07.2019 | 22:27
Das ist ja vom Spielkonzept abhängig. Mir scheint ein Elektroniker zumindest nützlicher als ein Kämpfer.

In einer Handwerkerkampagne sicherlich  ;D
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Flamebeard am 2.07.2019 | 22:39
Und sobald es Waschbär-Gestaltwandler gibt...
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Medizinmann am 3.07.2019 | 07:37
Und sobald es Waschbär-Gestaltwandler gibt...
kann man Southpark in SR spielen....

HeyaHeyaHeyaja
Medizinmann
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Kaskantor am 3.07.2019 | 08:38
Bei Waschbär muss ich sofort an meinen guten alten Waschbärschamanen denken.
Der einzige Char, der bei mir Initiationsgrad von 2 erreicht hatte und somit schon recht erfahren war.

Eben die Art von Char, die man nicht für jedes Abenteuer hernehmen mochte, aus Angst das er stirbt.

Und bei uns sind früher haufenweise Charaktere draufgegangen:). 
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am 3.07.2019 | 08:57
Das reicht einfach vorne und hinten nicht um Ersatz für ein Deck, das inclusive Programme ein paar hunderttausend NewYen  (oder im Falle des Fairlight vermutlich irgendwas zwischen 2 und 3 Millionen NewYen) Kostet.
Ich hab jetzt spasses halber mal versucht mit SR3 Regeln nen Highend Decker zu basteln.
Ich hab wirklich Unterschätzt wie abartig teuer Programme auf dem Niveau werden.
Selbst die Billigste Utility kostete auf Stufe 12 schon 144.000 NewYen.
Wenn man das Fairlight wirklich mit ausgemaxen Programmen nutzen will, sind das wohl doch noch ein paar Millionen mehr als die von mir Abgeschätzen 2-3 Millionen.
Generell werden die Utilities wenn man über Stufe 6 raus will schnell arg teuer.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: ManuFS am 4.07.2019 | 08:10
Ich hab jetzt spasses halber mal versucht mit SR3 Regeln nen Highend Decker zu basteln.
Ich hab wirklich Unterschätzt wie abartig teuer Programme auf dem Niveau werden.
Selbst die Billigste Utility kostete auf Stufe 12 schon 144.000 NewYen.
Wenn man das Fairlight wirklich mit ausgemaxen Programmen nutzen will, sind das wohl doch noch ein paar Millionen mehr als die von mir Abgeschätzen 2-3 Millionen.
Generell werden die Utilities wenn man über Stufe 6 raus will schnell arg teuer.

"Und, haste dich zur Ruhe gesetzt und die Bar aufgemacht?"
"Ne, da gab's dieses superneue Attack Programm, da konnte ich nicht nein sagen."
 :gaga:

Gestaltwandler sind Tiere, die metamenschliche Gestalt annehmen können - die dürften kaum über eine tiefgehendes Interesse an Technik verfügen.

Das scheint mir auch der Teil zu sein, der gerne bei Gestaltwandlern vergessen wird, und genau umgedreht benutzt wird.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Flamebeard am 4.07.2019 | 12:49
Das scheint mir auch der Teil zu sein, der gerne bei Gestaltwandlern vergessen wird, und genau umgedreht benutzt wird.

Ist halt das Problem, wenn dieser Zweirichtungswechsel vorher von einem anderen System eingeführt wurde (Werewolf) und die Spieler das nun blind als gegeben hinnehmen, ohne da nochmal drüber zu lesen.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Medizinmann am 4.07.2019 | 15:00
oder (ImO die einfachere Erklärung)
Die Spieler vergessen,das es ein Tier ist bzw können sich nicht in ein Tier hineinversetzen und spielen das was sie spielen können : einen Menschen, der sich in ein Tier verwandelt .
Man kann ja einem Char auch nur die Wesenszüge und Eigenheiten verpassen, an die man als Spieler selber denkt ....

mit dem einfacheren Tanz
Medizinmann
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am 4.07.2019 | 21:31
So habs jetzt noch mal nachgerechent das Fairlight Excalibur würde bei Shadowrun 3 mit allen Utilitys  aus dem Grundregelwerk außer Mordlust und Schwarzen Hammer auf 12 würde ohne Straßenindex sage uns schreibe 8.844.000 NewYen Kosten, mit Straßenindex wären es 23.532.000 NewYen.
Mit Mordlust und Schwarzen Hammer wären es 13.164.000 NewYen bzw. 36.492.000 NewYen.

Beim Renraku Kraftwerk (dem Billigsten Deck mit Reaktionsverstärkung 2) wären es mit allen Utilitys (außer Mordlust und Schwarzen Hammer) auf 8, 2.032.000 NewYen bzw. 3.664.000 NewYen.





Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Uwe-Wan am 4.07.2019 | 21:33
Die SR3-Preise sind für alles ab Stufe 7+ ziemlich off. Das ist anno 2019 jetzt nicht so die bahnbrechende Erkenntnis.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: ManuFS am 4.07.2019 | 22:12
Macht aber deutlich, wie wenig CGL wirklich das Problem verstanden haben.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Uwe-Wan am 4.07.2019 | 22:26
Jup.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am 5.07.2019 | 07:18
Macht aber deutlich, wie wenig CGL wirklich das Problem verstanden haben.
Naja zumindestens die Programme sind jetzt deutlich billiger.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Kaskantor am 5.07.2019 | 07:39
In der 4er wurden die einem nachgeschmissen, meine ich. Waren Kopien, wäre das keine Möglichkeit auch in anderen Editionen die Programme günstiger zu machen?
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am 8.07.2019 | 10:14
Haben sie eigendlich in späteren Editionen die ganzen Einschränkungen die Gestalltwandler so aufgedrückt bekommen (Keine Zauber und Adpetenkräfte in Tiergestallt, Tier und Menschen Attribute seperat steigern, weniger Resourcen, Wissenfertigkeiten und Connections) beibehalten oder haben sie das runter gefahren?
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: ManuFS am 8.07.2019 | 10:40
In der 4er wurden die einem nachgeschmissen, meine ich. Waren Kopien, wäre das keine Möglichkeit auch in anderen Editionen die Programme günstiger zu machen?

Gab's AFAIK nie irgendeine Beschreibung dazu. Aber das würde auch Logik in das Preissystem von SR /=4 bringen... that way lays madness. MADNESS, I SAY!

Haben sie eigendlich in späteren Editionen die ganzen Einschränkungen die Gestalltwandler so aufgedrückt bekommen (Keine Zauber und Adpetenkräfte in Tiergestallt, Tier und Menschen Attribute seperat steigern, weniger Resourcen, Wissenfertigkeiten und Connections) beibehalten oder haben sie das runter gefahren?

In SR4 haben Shifter nur 1 Satz Attribute und können in Menschengestalt das gleiche wie in Tiergestalt. Kosten zwischen 50 und 80 BP (oder Prio A oder B, wenn man das Prio-System benutzt), je nach Tierart.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am 8.07.2019 | 11:11
In SR4 haben Shifter nur 1 Satz Attribute und können in Menschengestalt das gleiche wie in Tiergestalt. Kosten zwischen 50 und 80 BP (oder Prio A oder B, wenn man das Prio-System benutzt), je nach Tierart.
Das klingt irgendwie sinnvoller, die SR3 Shifter find ich eh Regelmachanisch ziemlich schlecht gemacht, man gibt ihnen eine ziemlich heftige Fertigkeit (Regeneration), und haut dann zum Ausgleich extrem Heftige Einschränkungen drauf (da hätte man die Regeneration lieber abschwächen oder weglassen sollen).  :q
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Medizinmann am 8.07.2019 | 15:39
Rege(neration) ist aber inherenter Teil der SR GWs ,ist Teil ihrer Awesomeness
Als Ausgleich können sie ihre Dualität nicht ausschalten (und können immer aus dem Astralraum angegriffen werden)
und sind (im Normalfall, in SR5 aber nicht immer so oft) ungebildete Tiere . Beides heftige Nachteile (ImO)

in SR5 gibt es für Infizierte (Vampiere, etc) die Möglichkeit ihre Kräfte Nach & Nach mit Karma zu kaufen .
So etwas hätte Ich mir auch für die SR5 GW gewünscht....

der mit den Wolfs-GW tanzt
Medizinmann
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am 9.07.2019 | 18:52
Weiß jemand von euch zufällig ob man das "Data-Heaven" Fanzine, das Mitter der 90er von Beutelsend rausgebracht wurde noch irgendwo finden kann?
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am 10.07.2019 | 08:03
Wo ich gerade schon beim Frage stellen bin, kennt irgendjemand ein Tool oder eine Excelcheat zum berechenen der Skillsoft Preise und größen gemäss der Regeln aus dem Arsenal 2060 (Shadowrun 3), oder zumimndestens ein paar beispiele die Umfangreicher sind als die im Buch?
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Flamebeard am 10.07.2019 | 08:36
Weiß jemand von euch zufällig ob man das "Data-Heaven" Fanzine, das Mitter der 90er von Beutelsend rausgebracht wurde noch irgendwo finden kann?

Ich weiß nicht, ob Beutelsend damals in verlegerischer Tätigkeit aktiv war oder 'nur' Hauptsponsor durch Werbeseiten. Das scheint auf jeden Fall der Laden zu sein, der jetzt Morgenwelt heißt.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am 10.07.2019 | 09:05
Ich weiß nicht, ob Beutelsend damals in verlegerischer Tätigkeit aktiv war oder 'nur' Hauptsponsor durch Werbeseiten. Das scheint auf jeden Fall der Laden zu sein, der jetzt Morgenwelt heißt.
Ok das wusste ich nicht, den Laden kenn ich.

Ich bin aber skeptisch ob die Verkäufer die da üblicherweise anzutreffen sind, damals schon da gearbeitet haben.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Flamebeard am 10.07.2019 | 09:17
Ok das wusste ich nicht, den Laden kenn ich.

Ich bin aber skeptisch ob die Verkäufer die da üblicherweise anzutreffen sind, damals schon da gearbeitet haben.

Sehe ich ähnlich. :D Aber es dürfte sich sicherlich lohnen, mal bei der Kundschaft zu fragen. (Oder zu fragen, ob man einen Zettel aufhängen darf)
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Ninkasi am 11.07.2019 | 11:54
Es gibt nen BMW Stürmwagon? Cooler Name  ~;D
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 11.07.2019 | 12:00
So ein bisschen warhammern darf jeder ab und zu ;D


Nein, im Ernst:
Es ist immer wieder erstaunlich, wie gerade bei SR solche Dinger reinrutschen, wo man eine dermaßen gut aufgestellte und emsige deutsche Redaktion hat, die nicht nur übersetzt.
Aber wenn man die erst gar nicht fragt, können die auch keinen Input geben.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am 11.07.2019 | 12:55
Es gibt nen BMW Stürmwagon? Cooler Name  ~;D
Vielleicht hat BMW den Namen extra für den Amerikanischen Markt gewählt  ~;D

Naja Shadowrun hällt sich in der Regel eh nicht so wirklich an die Namenskonventionen realer Herrsteller.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 11.07.2019 | 13:16
Sich an die Namenskonventionen zu halten wäre schon die hohe Schule - würde ich zwar begrüßen, war aber noch nie so und kommt auch nicht mehr.

Ins Fremdsprachenfettnäpfchen tappen oder bewusst so einen Gonzo-Kram zu machen* ist dann doch was anderes.


*Eine Interpretation, für die z.B. auch die Krime-Waffenreihe sprechen würde.
Generell könnte ich darauf noch mehr verzichten als auf versehentliche Fehler.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Flamebeard am 11.07.2019 | 18:36
Vielleicht hat BMW den Namen extra für den Amerikanischen Markt gewählt  ~;D

Naja Shadowrun hält sich in der Regel eh nicht so wirklich an die Namenskonventionen realer Hersteller.

Das BMW R12 Waffenrad wird in den CAS/UCAS ja auch als BMW Blitzkrieg vermarktet... :D

Und zum 'Stürmwagon': Ich bin ja erstaunt, dass das nicht der 'Stürmwägön' geworden ist. Weil ja alles, was Deutschland kommt, ein Maximum an Ümläüt braucht...  ~;D

Oder, um es mit einem in der JDM-Tunerszene beliebten Spruch zu verdeutlichen: "Jeder Umlaut bringt +50 PS."
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am 12.07.2019 | 12:11
Nochmal eine Kurze Regelfrage zur 3ten Edtion.

Unterliegen die Kurzzeit Boni der Adreanain Pumpe den Üblichen Attributsbeschränkungen von Bioware (Sprich maximal Attribut auf 9 bei Menschen)?
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Flamebeard am 12.07.2019 | 16:23
Nochmal eine Kurze Regelfrage zur 3ten Edtion.

Unterliegen die Kurzzeit Boni der Adreanain Pumpe den Üblichen Attributsbeschränkungen von Bioware (Sprich maximal Attribut auf 9 bei Menschen)?

Habe jetzt keine Errata und Klarstellungen dazu gefunden. Aber dadurch, dass nach einem Leistungsschub, der die Begrenzungen überschreiten kann, dann unweigerlich ein Totalabsturz folgt, gehe ich mal davon aus, dass sich ein Runner durch die Pumpe durchaus auch übers Limit pushen kann. Spannend ist ja auch, dass man die Pumpe nominell nicht willkürlich auslösen kann, sondern das Ding erst bei einer Reizung des Systems durch Schaden, einen initialen Adrenalinschub oder Drogen auslöst. Wenn der Gegner das irgendwie spitz kriegt, kann er die Gegner beim 100m-Ansturm vorher mit ACTH einnebeln, sodass sie unterwegs triggern und im Kampf zusammen brechen. Alternativ wird die Verteidigungsposition mit MAO-Neblern bestückt; Damit kann die Pumpe ja auch zu mindest verlangsamt werden.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am 12.07.2019 | 22:59
Das BMW R12 Waffenrad wird in den CAS/UCAS ja auch als BMW Blitzkrieg vermarktet... :D

Und zum 'Stürmwagon': Ich bin ja erstaunt, dass das nicht der 'Stürmwägön' geworden ist. Weil ja alles, was Deutschland kommt, ein Maximum an Ümläüt braucht...  ~;D
Es gibt bzw. gab auch noch die "BMW Blitzen" und den "BMW Teufelkatze".
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 12.07.2019 | 23:11
Wenn man das "ewig" streicht, ist das etwas, was zumindest die Spielrunden, die ich so kennengelernt habe, durchaus gerne mal gemacht haben und auch ihren Spaß daran hatten. Von daher ist das mit dem dysfunktional wohl Ansichtssache.

Das ist allerdings ein ziemlich großes Wenn ;)

Ansonsten ist SR für die Art von filmreifem Heist, die da meist mehr als nur ein bisschen mitschwingt und angestrebt wird, mMn strukturell nicht gut geeignet.
Hält viele Gruppen nicht davon ab, aber ich denke mir da sehr oft: Dafür gibts echt besseres Werkzeug.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: schneeland am 12.07.2019 | 23:48
Ansonsten ist SR für die Art von filmreifem Heist, die da meist mehr als nur ein bisschen mitschwingt und angestrebt wird, mMn strukturell nicht gut geeignet.
Hält viele Gruppen nicht davon ab, aber ich denke mir da sehr oft: Dafür gibts echt besseres Werkzeug.

Sprechen Sie sich aus, Herr YY ;) - jetzt bin ich zumindest etwas neugierig, was Du dem geneigten Heister ans Herz legen würdest.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 13.07.2019 | 00:32
Leverage oder ein angepasstes Blades in the Dark.


Der Knackpunkt ist da ähnlich wie beim Investigationsabenteuer: Denke ich vom Ergebnis her oder erspiele ich das nach und nach über einen offenen Verlauf?

Wenn meine Zielsetzung ist, einen unterhaltsamen und rundum erfolgreichen Heist oder einen interessanten Krimi zu "produzieren", dann nehme ich ein System, das genau das macht.

Wenn ich das nicht auf dem Schirm habe oder genau dieses Ergebnis "ehrlich" erspielen will, muss ich damit leben, dass es in einer großen Anzahl von Fällen daneben geht. Das hält kaum jemand auf Dauer durch, weil die Erfolgserlebnisse selten sind - und aus genau dieser Konstellation entsteht dann die mMn dysfunktionale Situation, dass man zwar ein bestimmtes Ergebnis/Gesamtbild anpeilt, aber zugleich aus eigenem Erleben schon längst weiß, dass man da mit der gewählten Methode kaum ankommen wird.
Das führt auf Spielerseite fast garantiert zu extrem defensivem Spiel inklusive analysis paralysis und auf SL-Seite möglicherweise zu Würfeldrehen und ungesunden Ausmaßen von Kulissenschieberei in beide Richtungen.
Und ich steh dann oft daneben/sitze dabei und denke mir wie gesagt: Leute, steht doch zuallererst mal zu eurem gesetzten Ziel. Dann könnt ihr auch sinnvolle Wege da hin wählen.


Fürs Protokoll:
Mir gibt dieses Nachstellen von Heists u.Ä. aus zwingend anders strukturierten Medien nichts - mir ist der offene Verlauf wesentlich wichtiger und wenn es dann meistens kein filmreifer, gewaltloser Heist wird, ist das eben so. Das kann SR mMn sehr gut*, aber diesen Freiraum im Ergebnis muss man ihm auch lassen. 


*Unter anderem deswegen, weil es im Setting so gut angelegte Gründe gibt, warum begrenzte Gewalt eine vielversprechende Option ist, während das beim klassischen (Film-)Heist durch Aufbau und Erzählkonventionen ziemlich ausgeschlossen wird.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: schneeland am 13.07.2019 | 00:53
Ok, danke. Da gehe ich weitgehend mit (außer vielleicht, dass ich BitD so sperrig finde, dass ich noch nicht weiß, ob ich damit irgendwas bespielen will). Gerade die Sache mit der Gewaltlosigkeit ist in der Tat "ein Problem", wenn man keine Flashbacks oder andere schicksalsverbiegende Mechaniken hat, um sich an den eigenen Haaren aus dem Sumpf zu ziehen.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Kaskantor am 13.07.2019 | 09:32
Mann oh Mann, sind die Rezis zur neuen Einsteigerbox auf DT vernichtend.

Genau das was man für einen Neustart einer neuen Edition braucht :(.

Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am 13.07.2019 | 09:42
Ich hätte noch mal eine Hintergrund Frage:

Gibts irgendwelche aussagen zur Häufigkeit der Verschiedenen Inititationsgrade (in game), und was für level so die normalen (also keine jetzt nicht Drachen oder Unsterbliche Elfen ect.) "High Level NPCs" so haben?

Ich hab jetzt noch mal ein bischen in die SR3 Regeln für Ki-Adepten geguckt, und den Eindruck, das man da eigentlich schon  recht hohe Initiationsgrade braucht, um wirklich mit halten zu können.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Medizinmann am 13.07.2019 | 10:02
Zitat
Gibts irgendwelche aussagen zur Häufigkeit der Verschiedenen Inititationsgrade (in game), und was für level so die normalen (also keine jetzt nicht Drachen oder Unsterbliche Elfen ect.) "High Level NPCs" so haben?

Nein, gibts nicht (also nicht das ich wüßte :) )

Ich denke aber das Initiationen in SR4(A) & 5 leichter/einfacher/häufiger sind als in SR3 (und davor) ,
Belegen kann ich das nicht, das ist meine Intuition (und die ist normalerweise recht gut)

und zu Einsteigerboxen

Ich werde direkt zum GRW gehen

mit intuitivem Tanz
Medizinmann
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 13.07.2019 | 12:28
Gibts irgendwelche aussagen zur Häufigkeit der Verschiedenen Inititationsgrade (in game), und was für level so die normalen (also keine jetzt nicht Drachen oder Unsterbliche Elfen ect.) "High Level NPCs" so haben?

Ich habe da auch nur einen diffusen Leseeindruck aus der Erinnerung zu bieten, dass Initiationen an sich ziemlich selten sein sollen - was aber nicht zu den Einstiegskosten und der erlebten Realität am Spieltisch passt.

Für SCs wie NSCs gilt mMn: wer eine hohe Magiestufe hat, der wird eher früher als später auch Initiat. Angesichts des gewaltigen Vorteils, den man gegenüber Nicht-Initiaten mit manchen metamagischen Techniken hat, ist das reine Notwendigkeit.
Direkte magische Überwachung von Hochsicherheitsbereichen z.B. ist nur mit Initiaten überhaupt denkbar, weil jeder Stufe 1-Initiat einem "normalen" Magier auf der Nase rumtanzt.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am 13.07.2019 | 14:51
Was mich halt interssiert wäre der Vergleich von Magiern zu Ki-Adepten.

Bei Magiern hab ich den Eindruck das bei Magiern eigentlich schon ein paar Initiationen reichen (ein Initiant der 3ten Stufe dürfte ingame schon eine Ziemlich große Nummer sein), während die Ki-Adepten deutlich höhere Grade brauchen, da das ihre einzige Möglichkeit ist neue Kräfte zu lernen (ich würde mal schätzen man muss schon so Grad 6+ sein um mit einem Hochgezüchteten Sammy mithalten zu können), zumal viele der Kräfte bei SR3 arg teuer sind (ich glaub in späteren Editionen haben sie die Kosten teilweise halbiert).
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 13.07.2019 | 15:32
Rein spielmechanisch sehe ich das auch so.

Fluffseitig wird man da freilich nichts finden; wenn es schon keine allgemeinen Aussagen zur Initiationsverteilung gibt, dann erst recht keinen Vergleich von Ki-Adepten und Magiern.
Aber ja, später raus wurden Kosten gesenkt und es gab IIRC die Möglichkeit für Adepten, abseits der Initiation für 20 Karmapunkte einen Kraftpunkt zu kaufen. Die Schieflage hat man also erkannt (und überkorrigiert).
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am 13.07.2019 | 17:18
Ich dachte die 20 Karmapunkte einen Kraftpunkt regel wäre durch die regeln in Schattenzauberer außer Kraft gesetzt, oder das es da zumindest irgendeine Beschränkung gab, das man nur Kräfte im Gesammtwert seines Magie Attributs gleichzeitig aktiviert haben kann, aber ich kann es im Moment nicht finden ...
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 13.07.2019 | 17:23
Weiß ich auch alles nicht mehr genau - und hab keine Erweiterungen jenseits der paar ikonischen aus der 1. und 2. Edition behalten sowie für die 5. erst gar keine gekauft, kann also nicht nachgucken.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Kaskantor am 27.07.2019 | 12:07
Mal eine Frage an die, die viel SR spielen.

Leitet ihr hauptsächlich vorgefertigte Abenteuer / Kampagnen oder eher selbst erstelltes?
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Medizinmann am 27.07.2019 | 12:19
Mal eine Frage an die, die viel SR spielen.

Leitet ihr hauptsächlich vorgefertigte Abenteuer / Kampagnen oder eher selbst erstelltes?

im Grunde beides .
Gute Abenteuer elite ich so, oder erfinde was eigenes oder modifiziere nicht ganz so gute Abenteuer, damit sie besser sind/ besser passen

mit allen möglichen Tänzen
Medizinmann
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 27.07.2019 | 13:01
Fast nur selbst erstelltes; auch aufgrund des Umstandes, dass ich so gut wie immer in den 50ern spiele.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: AlucartDante am 28.07.2019 | 14:46
Fast nur selbst erstelltes, weil ich die Abenteuer immer recht mies finde.

Höchstens mal die Schnell und Dreckig Reihe, die ist wenigstens ohne nervige Sachen, aber so viel kriegt man schnell auch ohne hin und findet vielleicht ne bessere Karte..
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am 30.07.2019 | 19:13
Sind Insektengeister eigentlich eine orginal Shadowrunerfindung, oder sind die von irgendwas anderen inspiriert worden?
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Faras Damion am 30.07.2019 | 19:26
Mal eine Frage an die, die viel SR spielen.

Leitet ihr hauptsächlich vorgefertigte Abenteuer / Kampagnen oder eher selbst erstelltes?

Wir spielen etwa halb-halb.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 30.07.2019 | 19:49
Sind Insektengeister eigentlich eine orginal Shadowrunerfindung, oder sind die von irgendwas anderen inspiriert worden?

Ich wüsste nicht, dass die irgendwo offensichtlich geklaut sind :)
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: AlucartDante am 1.08.2019 | 14:53
Hm, gerade den Band Im Fadenkreuz durchgeblättert, als auch ein paar der Foodfights.

Ich verstehe nicht, warum solche Abenteuer auf so vielen Seiten dargestellt werden. Meistens erscheint es mir als eine kurze Erklärung für einen Kampf. Manchmal ist nicht mal eine Karte dabei. Dafür immer endlos lang die Liste von Werten von Sicherheitstypen, die man sich doch auch selbst ausdenken könnte oder im Grundregelwerk stehen.

Ich würde mir mehr Detektivplots wünschen und mehr Recherchen:
- Wie findet man heraus, wer der Entführer ist?
- Wo die Geisel ist?

Stattdessen hat der Autftaggeber die Geiselnehmer bis zum Aufenthaltsort verfolgt und teilt den Ort mit. *gähn*

Plötzlich finde ich Tatort irre spannend, wenn ich Shadowrunabenteuer lese. Und dabei sind die gar nciht aus den 80ern sondern noch recht neu. Dabei war für mich der Beinarbeitteil eigentlich mal ne Stärke von Shadowrun.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 7.08.2019 | 23:19
Auf rpg.net sind abseits (wenn auch anlässlich) der neuen Editionsdebatte zwei Gedanken aufgekommen, die ich zumindest bemerkenswert finde.

1. Wie hier auch schon mal verschiedentlich angeklungen, sollte man das Essenz- bzw. Menschlickeitskonzept entweder auf alle anwenden oder auf gar keinen. Wenn es also Cyberpsychose gibt, sollte es auch "Manapsychose" geben und - das ist der interessante Gedanke - für die extremeren Ausprägungen eines abgerutschten Anwenders findet sich kaum etwas Passenderes als Vampire. Dafür müsste man natürlich ein bisschen am MMVV-Lore schrauben und ein paar klassische Vampir-Tropes aufweichen (was SR ja aber eh schon macht), aber das wärs mMn wert.

Ich gehe aktuell den Weg, das für keine der beiden Seiten anzuwenden, aber wenn ich da mal was in der Richtung basteln will, komme ich drauf zurück.


2. So gar nicht konform gehe ich dagegen mit einem Einwurf, warum Bioware gegenüber Cyberware zu bevorzugen ist: Bioware wächst ja von alleine wieder zusammen, während Cyberware mühsam und teuer rekonstruiert werden muss.

Da sage ich: Für kleine Verletzungen mag das vielleicht gelten, aber da entsteht bei Cyberware i.d.R. kein relevanter Schaden.
Für alles Schlimmere ist es genau anders rum!
Man vergleiche Rekonstruktionschirurgie (ob nun für Bioware oder für "originalen" biologischen Kram) mit der Möglichkeit, geschrottete Gliedmaßen u.Ä. einfach zu ersetzen - bei entsprechender Konstruktion ggf. mit wenigen Handgriffen.
Das gilt selbst dann, wenn biologischer Ersatz zeitnah verfügbar ist (was allerdings auch die Frage aufwerfen würde, warum Bioware initial so teuer und dann so günstig zu ersetzen ist...). Selbst in dem Fall, dass sowohl technische wie biologische Systeme bzw. deren Schnittstellen betroffen sind, ist man mit Cyberware höchstens genau so schlimm dran wie mit Bioware.


Meinungen?
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: schneeland am 7.08.2019 | 23:30
Zu 1) bei der ersten Hälfte gehe ich auf jeden Fall mit; mir scheint es dabei aber attraktiv, auch den Magier sowohl in Sachen Fluff als auch mechanisch stärker als "der Realität entrückt" abzubilden. Die offene Frage wäre allerdings, welche Effekt bereits vor der "Manapsychose" eintreten. Vampir ist eine interessante Idee - da muss ich aber erst noch eine Weile drüber nachdenken.

Zu 2) ich glaube, hier habe ich Deine Meinung noch nicht richtig verstanden. Geht es Dir darum, dass Bioware im Vergleich zu Cyberware zu gut wegkommt? (dem würde ich dann zustimmen)
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 8.08.2019 | 00:05
Die offene Frage wäre allerdings, welche Effekt bereits vor der "Manapsychose" eintreten.

Da kann man sich großteils an der Cyberware orientieren. So richtig greifbar und massiv ist das erst mal nicht; beginnt z.B. mit sozialen Einschränkungen und geht dann zu immer schlimmerem Realitätsverlust und Größenwahn über. 

Ansonsten wäre die Frage, ob man Magie und Technik auch objektiv als Antagonisten behandeln möchte - das hat zwar einige wenige Ansätze in SR, gehört da aber mMn ins Extrem getrieben nicht hin.
Da würde ich eher z.B. ab einem gewissen Punkt anfangen, einen abgleitenden Magier niemals als freiwilliges Ziel selbst für hilfreiche Zauber zu behandeln, sofern es nicht seine eigenen sind. So in der Richtung.

Vampir ist eine interessante Idee - da muss ich aber erst noch eine Weile drüber nachdenken.

Für SR ist das u.A. so passend, weil es dabei sowieso schon um Essenz geht.
Der Cyberfuzzi verschleudert seine eigene Essenz zum Machtgewinn, der Vampir stiehlt anderen die Essenz zum eigenen Vorteil.

Geht es Dir darum, dass Bioware im Vergleich zu Cyberware zu gut wegkommt?

Da gehts mir erstmal spezifisch um den Gedanken, dass Bioware leichter wiederherzustellen ist oder sich gar selbst wiederherstellt und das ein signifikanter Vorteil gegenüber Cyberware sein soll.
Aber wenn ich mir anschaue, was für ein Aufwand es ist, mittlere bis schwere Verletzungen ohne größere Spätfolgen wieder hinzukriegen, muss ich sagen: Im Leben nicht. Oder jedenfalls so lange nicht, wie wir von halbwegs bodenständiger Near Future statt von Superkräften mit Bioware-Anstrich reden.
Freilich ist in der Hinsicht bei SR auch Cyberware phantastisch, weil man sich da z.B. nach offizieller Lesart mal eben in der Mittagspause Neuralschnittstellen in die Rübe hauen lassen kann.
Aber das ist es ja gerade: Wenn schon, dann beides leicht überhöht. Der Cyberware gedanklich alle möglichen Nachteile zuzuordnen und Bioware als Quasi-Magie anzusehen, finde ich wenig zielführend.


Auch etwas weiter von diesem einen Gedanken weg kommt mir Cyberware deutlich zu schlecht weg, weil viele inhärente Vorteile sich nicht oder jedenfalls nicht ausreichend in Spielmechanik niederschlagen. Das fängt speziell für Cybergliedmaßen bei Schmerzempfinden und Widerstandsfähigkeit an und geht bis rüber zu Aspekten wie Wiederholgenauigkeit, Präzision, Geschwindigkeit, Kraft im Zusammenspiel mit Bewegungsamplitude, genereller Beweglichkeit und Ermüdung. Gilt aber ähnlich auch für manch anderen Cyberkram.

Was mir davon ab in Sachen Setting immer wieder negativ auffällt, ist die Grundeinstellung, dass Cyberware per se auffällig und ungewöhnlich ist und man damit auffällt wie ein bunter Hund.
Die Settingsetzung ist (oder war mal...) das genaue Gegenteil und nur so ergeben Dinge wie Waffen in Cybergliedmaßen überhaupt Sinn: weil man damit weniger auffällt als mit normalen verdeckt geführten Waffen. Das funktioniert aber nur, wenn Cyberware völlig alltäglich ist und sich nicht jede Sicherheitsmaßnahme auf die Cyberware fokussiert wie die Geier auf ein Stück Aas und darüber hinaus auch noch hoch effektiv ist. Wer Cyberware komplett durchleuchten kann, findet doch auch alles andere...und dann sind wir wieder bei Adepten und giftspuckenden Bio-Samurai. Kann auch mal Spaß machen, aber eben nur als Spielerei und nicht als überlebensnotwendige gedankliche Grundlage.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Medizinmann am 8.08.2019 | 09:48
Zitat
Meinungen?

1 Streamlinen ist immer gut . für Beides entweder Psychosen oder keine, aber nicht nure für eins von beiden
( und neue Nachteile für Magier können auch interessant sein....)
2 ist das nicht ein bischen Hartwurstig ? (kann uzumindest so werden) lass es weg , es verlangsamt nur das Spiel.
(als Aufhänger/Plothook evtl. aber nicht regelmässig und mit Würfeln,etc)

Zitat
Aber wenn ich mir anschaue, was für ein Aufwand es ist, mittlere bis schwere Verletzungen ohne größere Spätfolgen wieder hinzukriegen, muss ich sagen: Im Leben nicht.

 ;D ;)

Zitat
Was mir davon ab in Sachen Setting immer wieder negativ auffällt, ist die Grundeinstellung, dass Cyberware per se auffällig und ungewöhnlich ist und man damit auffällt wie ein bunter Hund.

Mööööp
das stimmt So nicht ( zumindest nicht seit der 4ten Ed ;)
Cyberware ist NICHT per Se auffällig ( dafür gibts Offensichtliche Cyberarme( Vs synthetische)  ,Offensichtliche Cyberaugen( Vs unauffällige ) ,etc. auch Kompositknochen sind nicht sichtbar .
und vieles läst sich auch mit Kleidung überdecken . Und ungewöhnlich ist die nicht mehr ( die gibts Ingame seit 35-50 Jahren, jenachdem wann du spielst ,selbst in deinem Black Mohawk, das mitte der 2050er spielt gibts 'waree schon seit Jahren/Dekaden ! )
 
Es ist eher so, das Cyberware als Altertümlich/primitiv angesehen wird .
in der Oberschicht ist (noch unauffälligere) Bioware angesagt . Cyberware ist was fürs einfache Volk/die Plebejer , nicht für den Adel ;)
Das ist jedenfalls der Hintergrund von/ab SR4(A) also SR Ende der 2060er

der mit bunten Hunden tanzt
Medizinmann
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 8.08.2019 | 10:07
Mir geht es bei der Cyberware vor Allem um die Haltung eines großen Teils der Spieler dazu, die dann nach und nach in die offizielle Linie eingesickert ist.

Verdeckte Cyberware ist da genau das richtige Stichwort: Das ist im Grunde auf taktische Überlegungen zu begrenzen (und da ist es auch eher wacklig*).
In sozialer Hinsicht sollte verdeckte Cyberware sogar verpönt sein - Cyberware ist im Setting etwas Positives und nichts Anrüchiges oder Anstößiges, die will man zeigen.
Da geht man auf Spielerseite viel zu sehr mit zeitgenössischen Perspektiven ran und dann kommt mittelfristig eben dabei raus, dass man mit egal welcher erkennbaren Cyberware automatisch auf dem Radar der Sicherheitskräfte auftaucht.

Das ist mMn genau verkehrt herum. Wer nicht erwacht ist und keine Cyberware hat, ist quasi schon ein Neo-Luddit und allemal seltsamer/sozial auffälliger als jemand mit Cyberware.
Für irgendwelche sozialen Anlässe mit entsprechenden Kontrollen würde gerade ein auf Unauffälligkeit bedachter Sam also die offensichtliche Cyberhand aufsetzen und nicht die getarnte...


*Ich hatte überlegt, ob ich für Black Mohawk überhaupt verdeckte/nicht offensichtliche Cybergliedmaßen anbiete und komme immer mehr zu dem Schluss, dass das überflüssig ist.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Medizinmann am 8.08.2019 | 10:31
Zitat
*Ich hatte überlegt, ob ich für Black Mohawk überhaupt verdeckte/nicht offensichtliche Cybergliedmaßen anbiete und komme immer mehr zu dem Schluss, dass das überflüssig ist.


Doch, biete sie an .
Es wird immer Spieler geben , die eher auf der paranoiden Seite oder Heimlichkeitsseite stehen .
mach sie Teurer oder gib ihnen einen anderen Malus ( -w für soziale Aktionen, wenn man sie doch entdeckt)
aber lass den Spielern die Wahl !!
Und ob Cyberware überflüssig ist....sollten das nicht auch die Spieler für Ihren Char entscheiden ?
Ein Teil der Faszination von Cyberpunk 20230 ist auch die überflüssige Cyberware

Zitat
Wer nicht erwacht ist und keine Cyberware hat, ist quasi schon ein Neo-Luddit und allemal seltsamer/sozial auffälliger als jemand mit Cyberware.
hmmm, ich weiß nicht , woran erkennt denn der NSC ob der Char Erwacht ist oder einfach nur keine Cyberware hat ?
Ich würde keine 'ware auch nicht mit einem sozialen Malus belegen ( oder ist sie so spottbillig, das man sie sich auch in der Unterschicht leisten kenn ? )
in SR3 und SR5 (und SR6) ist 'ware jedenfalls so teuer, das man sie sich kaum leisten kann, wenn man nicht MINDESTENS in der Mittelschicht(wenn nicht sogar Oberschicht) lebt .
Wenn man dann den Klassen/Sozialkampf-Aspekt mit reinbringt (der ImO in jede Dystopie reingehört)
dann hassen die Armen die Reichen nicht nur wegen dem Geld,sondern auch,weil die sich die coole 'ware leisten können (weshalb die Reichen eher auf unauffällige Bioware stehen, die ihnen Vorteile gibt, ohne dass sie der Neidische Gegenüber bemerkt)


mit Wahltanz
Medizinmann
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 8.08.2019 | 10:36
Es wird immer Spieler geben , die eher auf der paranoiden Seite oder Heimlichkeitsseite stehen .

Genau darum gehts mir: Solche Überlegungen führen zu verdeckter Cyberware, weil man von falschen Voraussetzungen ausgeht. 
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Medizinmann am 8.08.2019 | 10:41
Genau darum gehts mir: Solche Überlegungen führen zu verdeckter Cyberware, weil man von falschen Voraussetzungen ausgeht.
Oder vielleicht, weil Paranoia mit zu SR gehört ?

Es kann aber auch am Charackterkonzept liegen , nicht jeder will einen offensichtlich vercyberten Char spielen
und wenn man dann nur noch als Alternative einen Erwachten Char hat, ist das Suboptimal .
Mein Tip : Nimm den Spielern nicht die Möglichkeit, aber rede mit Ihnen am anfang, damit sie keine falschen Voraussetzungen entwickeln .

HokaHey
Medizinmann
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: AlucartDante am 8.08.2019 | 15:52
Verdeckte Cyberware ist da genau das richtige Stichwort: Das ist im Grunde auf taktische Überlegungen zu begrenzen (und da ist es auch eher wacklig*).
In sozialer Hinsicht sollte verdeckte Cyberware sogar verpönt sein - Cyberware ist im Setting etwas Positives und nichts Anrüchiges oder Anstößiges, die will man zeigen.
Da geht man auf Spielerseite viel zu sehr mit zeitgenössischen Perspektiven ran und dann kommt mittelfristig eben dabei raus, dass man mit egal welcher erkennbaren Cyberware automatisch auf dem Radar der Sicherheitskräfte auftaucht.

Ich glaube das kann man nicht so verallgemeinern. Ästethik richtet sich nach der Natur, entsprechend gelten Laptops, Smartphones, Kommlink und Cyberware als schön, wenn sie natürlich aussieht und sich einfügt. Allerdings soll sie auch schön sein und man soll sehen, wenn sie teuer war, entsprechend sollen Laptops, Smartphones, Kommlink und Cyberware auch auffällig sein, wenn sie teuer waren. Teure Ware die aber offensichtlich nicht Consumer oder Buisness ist, sondern militärisch können je nach Modell auffahren. Bestimmmte militärische Laptops in der Kantine von Google aufbauen, würde bestimmt  der Sicherheit auffallen, obwohl Google jetzt nciht grundsätzlich eine rückständige analoge Firma ist.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 8.08.2019 | 16:07
Genau diese Unterscheidung macht SR nicht.
Es gibt ja grundsätzlich keine verschiedenen Cyberware-Modelle mit gleichem Zweck; aber klar, wenn es ein Cyberarmmodell gibt, das serienmäßig bewaffnet ist - das erkennt gutes Sicherheitspersonal und das sollte man wohl eher meiden. Fällt dann aber unter allgemeines Auftreten passend zur Legende.

Der Knackpunkt ist: Waffen in Cyberware ergeben genau wie illegale Cyberware fürs Spiel nur dann Sinn, wenn da in den allermeisten Fällen keiner zu genau hinschaut/hinschauen kann und in den Fällen, wo ganz genau kontrolliert wird, auch noch andere Sicherheitsmaßnahmen greifen, die das weitgehend irrelevant bzw. nur zu einem Aspekt von vielen machen.

Wenn man mit einem Stockdegen und einer Vielzahl von nichtmetallischen Wurfmessern irgendwo reinkommt, aber selbst legale Cyberware ein großes Problem ist bzw. einen enorm verdächtig macht, dann hängt was schief - und ja, das habe ich genau so schon erlebt.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: AlucartDante am 8.08.2019 | 16:28
Shadowrun macht diese Unterscheidung über Angaben zur Legalität und Verfügbarkeit. Wenn aber in deinen Runden die Securities kein Problem mit Waffen haben, aber mit Cyberware erscheint mir das eher ein spezifisches Problem bei euch?
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am 8.08.2019 | 16:33
Ich denke man sollte was Ware angeht, eh mal etwas mit der Zeitgehen.

Wenn Bioware für bestimmte dinge einfach besser is als Cyberware, sollte die entsprechende CYberware einfach vom Markt verschwingen.

Auch was die ganzen grade angeht sollte man mal aufräumen. Standard und Alphaware (eventuell soar Betaware) müsste eingendlich schon hoffnungslos veraltet und vom Markt verschwunden sein.
Ich denke zwei Grade and ware wären ausreichend.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: AlucartDante am 8.08.2019 | 16:54
Naja, die Idee von Shadowrun ist ja schon, dass auch ständig was neues kommt und man den Druck hat, mit der Zeit zu gehen. meine Augen waren früher super teuer (Alpha) sind heute aber nicht mehr Standard.
Als ich mir meinen 486 DX11 gekauft habe, gab es auch schon den Pentium90 als Alphaware. Klar inzwischen hoffnugslos veraltet und vom Markt verschwunden. Das hießt ja aber nicht, dass es nicht immer noch auf dem Markt ältere Computer, Standart und geiler neuer Scheiß da ist. Ich finde es sollte eigentlich schon die Kategorien veraltet, aktuell und futuristiisch/Alpha/Testreihe geben. Dazu noch mal in der Variante gebraucht, neu und individuell abgestimmt. Aber regeltechnisch kann man das vielleicht auf drei Sachen vereinfachen.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 8.08.2019 | 17:44
Shadowrun macht diese Unterscheidung über Angaben zur Legalität und Verfügbarkeit. Wenn aber in deinen Runden die Securities kein Problem mit Waffen haben, aber mit Cyberware erscheint mir das eher ein spezifisches Problem bei euch?

Shadowrun kennt keine militärischen und zivilen Varianten des selben Stücks Cyberware, darum gehts.
Und wo habe ich geschrieben, dass kein Problem mit Waffen besteht? Die wurden da "nur" pauschal nicht entdeckt, während mit Argusaugen auf völlig normale Cyberware geguckt wurde - übrigens ganz sicher nicht in meinem Spiel, sondern in Runden anderer SLs. Über mein eigenes Spiel würde ich mich ja wohl nicht beschweren, sondern was ändern ;)

Bevor wir uns hier verzetteln: Die Kernkritik war die an der heutigen Perspektive, dass es nicht normal bis verwerflich ist, sich funktionierende Organe entfernen zu lassen, um sie durch Cyberware zu ersetzen.
Dabei sind es doch gerade die Grundprämissen des Settings, dass das normal ist, u.A. weil Cyberware ohne Nebenwirkungen funktioniert und besser ist als externe Geräte.

Und damit sind wir bei der Entwicklung im Setting:
Ich denke man sollte was Ware angeht, eh mal etwas mit der Zeit gehen.

Wenn Bioware für bestimmte dinge einfach besser is als Cyberware, sollte die entsprechende CYberware einfach vom Markt verschwingen.

Genau das ist ab SR4 passiert.
Da gab es zum ersten Mal externe Geräte, die genau so gut waren wie Cyberware mit gleicher Anwendung und Bioware, die genau so gut war wie die äquivalente Cyberware ohne deren mittlerweile aufgekommene Auffälligkeit und dafür der neue geile Scheiß waren und obendrauf nicht hackbar war.
Natürlich läuft dann keine Sau mehr mit Cyberware rum, weil man im Vorbeigehen die zugehörigen Settingprämissen entkernt hat - wenn einem das egal ist oder man das sogar will, ist alles ok.
Wenn man das nicht will, muss man aber auf die Ursachen schauen und kann nicht einfach sagen: Leute, nehmt doch mal wieder mehr Cyberware.

Aber regeltechnisch kann man das vielleicht auf drei Sachen vereinfachen.

Mir ist es wesentlich lieber, wenn man das auf den Fluff begrenzt.
Powercreep ist so schon nervig genug, aber wenn das auch noch editionsübergreifend im Setting verankert passiert...

Theoretisch könnte man das cool hinbekommen, aber wenn das so konfus und ohne Gesamtperspektive sozusagen im Sichtflug erfolgt, taugt mir das nicht.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: schneeland am 8.08.2019 | 22:53
So, mit etwas mehr Zeit jetzt auch noch ein paar Kommentare nachgeliefert:

Da kann man sich großteils an der Cyberware orientieren. So richtig greifbar und massiv ist das erst mal nicht; beginnt z.B. mit sozialen Einschränkungen und geht dann zu immer schlimmerem Realitätsverlust und Größenwahn über. 

Ja, wenn ich mich richtig entsinne, lebte es sich ja auch mit 0.3 Essenz noch ganz gut, insofern wäre ja auch für Magier kein krasser Effekt zu erwarten. Ich würde das vor allem auf der Fluff-Seite als schön empfinden, wenn auch der Magier sich ein Stück weit fragen muss, wie menschlich er eigentlich noch ist.

Da gehts mir erstmal spezifisch um den Gedanken, dass Bioware leichter wiederherzustellen ist oder sich gar selbst wiederherstellt und das ein signifikanter Vorteil gegenüber Cyberware sein soll.
Aber wenn ich mir anschaue, was für ein Aufwand es ist, mittlere bis schwere Verletzungen ohne größere Spätfolgen wieder hinzukriegen, muss ich sagen: Im Leben nicht. Oder jedenfalls so lange nicht, wie wir von halbwegs bodenständiger Near Future statt von Superkräften mit Bioware-Anstrich reden.

Freilich ist in der Hinsicht bei SR auch Cyberware phantastisch, weil man sich da z.B. nach offizieller Lesart mal eben in der Mittagspause Neuralschnittstellen in die Rübe hauen lassen kann.
Aber das ist es ja gerade: Wenn schon, dann beides leicht überhöht. Der Cyberware gedanklich alle möglichen Nachteile zuzuordnen und Bioware als Quasi-Magie anzusehen, finde ich wenig zielführend.

Ja, das Problem ist hier m.E. das Bioware (zumindest wenn mich meine Erinnerung nicht trügt) eher eine Art bessere Cyberware (i.S.v. gleicher Effekt bei niedrigeren Essenzkosten) ist. Und ja, die schnelle Wiederherstellung von biologischem Gewebe nach Verletzungen halte ich für ziemlich unwahrscheinlich (sagt allein schon mein eigenes zerstörtes Gewebe :)).

Wobei mich die Sache mit der Nachmittags-OP für neue Ware weniger beschäftigt als die Frage der Energieversorgung - hier habe ich bisher noch kein Modell gefunden, dass meine Suspension of Disbelief nicht massiv strapaziert.


Auch etwas weiter von diesem einen Gedanken weg kommt mir Cyberware deutlich zu schlecht weg, weil viele inhärente Vorteile sich nicht oder jedenfalls nicht ausreichend in Spielmechanik niederschlagen. Das fängt speziell für Cybergliedmaßen bei Schmerzempfinden und Widerstandsfähigkeit an und geht bis rüber zu Aspekten wie Wiederholgenauigkeit, Präzision, Geschwindigkeit, Kraft im Zusammenspiel mit Bewegungsamplitude, genereller Beweglichkeit und Ermüdung. Gilt aber ähnlich auch für manch anderen Cyberkram.

Man muss zwar ein bisschen aufpassen, dass man es hier nicht mit zu vielen Einflussfaktoren übertreibt, aber die entscheidende Frage ist ja (zunächst mal wieder abseits der Spielmechanik): warum sollte ich mir so Chrom-Dings einbauen lassen, wenn ich noch natürliche Gliedmaßen habe? Je nachdem, wie groß bzw. klein der Gewinn ausfällt, stellt sich ja die Frage nur für diejenigen, die durch Unfälle o.ä. ihre Gliedmaßen verloren haben. Das ist aber m.E. gerade nicht das, was man in einem Cyberpunk-Szenario haben möchte. Zumindest mein Empfinden sagt: ordentliche Verchromung gehört da fest mit dazu. Vor allem Neuralschnittstellen, Cyberaugen und Cyberarme empfinde ich als so kanonisch, dass ohne sie etwas fehlt.

Was mir davon ab in Sachen Setting immer wieder negativ auffällt, ist die Grundeinstellung, dass Cyberware per se auffällig und ungewöhnlich ist und man damit auffällt wie ein bunter Hund.
Die Settingsetzung ist (oder war mal...) das genaue Gegenteil und nur so ergeben Dinge wie Waffen in Cybergliedmaßen überhaupt Sinn: weil man damit weniger auffällt als mit normalen verdeckt geführten Waffen. Das funktioniert aber nur, wenn Cyberware völlig alltäglich ist und sich nicht jede Sicherheitsmaßnahme auf die Cyberware fokussiert wie die Geier auf ein Stück Aas und darüber hinaus auch noch hoch effektiv ist. Wer Cyberware komplett durchleuchten kann, findet doch auch alles andere...und dann sind wir wieder bei Adepten und giftspuckenden Bio-Samurai. Kann auch mal Spaß machen, aber eben nur als Spielerei und nicht als überlebensnotwendige gedankliche Grundlage.

Ja, hier beißen sich m.E. der Wunsch, einerseits immer abgefahrenere Möglichkeiten zur Heimlichkeit bieten zu wollen und die grundsätzliche Setzung, dass in einem Cyberpunk-Setting eben Cyberware ein wichtiger Teil ist. Ich würde persönlich hier auch stärker dem zweiten Strang zuneigen und davon ausgehen, dass Cyberware schlichtweg normal ist und es maximal besonders auffällige Ausgestaltungen gibt (vielleicht die Modelle von der Resterampe), aber ansonsten zumindest auf der Straße und für einfache Konzernangestellte kein sozialer Druck besteht, Cyberware nicht zu zeigen.

Wobei das ja nicht die einzige Merkwürdigkeit im Shadowrun-Setting ist. Allein die Ausgestaltung der ADL ist ja schon eher fragwürdig: überall auf der Welt erleben naturmystische Religionen ein Comeback (ein Aspekt, den ich übrigens sehr mag bei SR), nur in Deutschland tummelt sich ein Haufen Nazis und christliche Fanatiker (vielleicht ist hier meine Erinnerung aber auch zu negativ eingefärbt).

Angeregt durch die SR6-Diskussionen und Black Mohawk stelle ich mir ohnehin die Frage, ob man nicht auch das Setting ein bisschen aufräumen müsste (und dann erreicht man vielleicht sogar langsam den Bereich, wo das Ganze anfängt, was Eigenes zu sein und nicht mehr "nur" in Shadowrun-Hack).
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 9.08.2019 | 00:17
Wobei mich die Sache mit der Nachmittags-OP für neue Ware weniger beschäftigt als die Frage der Energieversorgung - hier habe ich bisher noch kein Modell gefunden, dass meine Suspension of Disbelief nicht massiv strapaziert.

Fortschrittliche Superkondensatoren und in der Downtime immer brav an die Steckdose (oder im Auto an die Lichtmaschine) ;D

warum sollte ich mir so Chrom-Dings einbauen lassen, wenn ich noch natürliche Gliedmaßen habe? Je nachdem, wie groß bzw. klein der Gewinn ausfällt, stellt sich ja die Frage nur für diejenigen, die durch Unfälle o.ä. ihre Gliedmaßen verloren haben. Das ist aber m.E. gerade nicht das, was man in einem Cyberpunk-Szenario haben möchte. Zumindest mein Empfinden sagt: ordentliche Verchromung gehört da fest mit dazu.

Genau; es muss ingame sinnvoll sein, sonst macht es keiner. Daher die o.g. Setzungen als Grundvoraussetzung.

Allein die Ausgestaltung der ADL ist ja schon eher fragwürdig

Mit der ADL komme ich gar nicht klar...Cyberpunk-Dystopie bringe ich im Kopf nicht mit Deutschland zusammen.

Angeregt durch die SR6-Diskussionen und Black Mohawk stelle ich mir ohnehin die Frage, ob man nicht auch das Setting ein bisschen aufräumen müsste

Joah...mir ist schon gut gedient, wenn man die Uhr auf meinen subjektiven Nostalgie-Sweet-Spot zurückdreht.
Ich habe aber sicher mehr oder weniger unbewusst genug Zeug angesammelt, womit ich die Lücken gefüllt habe und das ich jetzt als Selbstverständlichkeit ansehe wie z.B. die Dreiteilung in Weiße, Graue und Schwarze SIN. Das ist nur nirgends auf einem Fleck aufgeschrieben...da müsste ich mich u.A. hier mal durchs SR-Board fräsen.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: schneeland am 9.08.2019 | 00:54
Mit der ADL komme ich gar nicht klar...Cyberpunk-Dystopie bringe ich im Kopf nicht mit Deutschland zusammen.

Ja, das ist etwas trickreich. Andererseits mag ich das runtergewirtschaftete, anarchistische Berlin (ein bisschen so wie heute  >;D) und auch ein "sprawliges" Hamburg hat seinen Charme. Beim Rest wird es tatsächlich schwierig. Entsprechend ist in meiner aktuellen Sprawl-Kampagne das Ruhrgebiet auch nicht der Rhein-Ruhr-Megaplex, sondern - zumindest teilweise - ein islamisches Kalifat. Auch dystopisch, aber zugegebenermaßen schon nicht mehr sehr typisch für Cyberpunk.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am 9.08.2019 | 05:48
Und damit sind wir bei der Entwicklung im Setting:
Genau das ist ab SR4 passiert.
Da gab es zum ersten Mal externe Geräte, die genau so gut waren wie Cyberware mit gleicher Anwendung und Bioware, die genau so gut war wie die äquivalente Cyberware ohne deren mittlerweile aufgekommene Auffälligkeit und dafür der neue geile Scheiß waren und obendrauf nicht hackbar war.
Natürlich läuft dann keine Sau mehr mit Cyberware rum, weil man im Vorbeigehen die zugehörigen Settingprämissen entkernt hat - wenn einem das egal ist oder man das sogar will, ist alles ok.
Wenn man das nicht will, muss man aber auf die Ursachen schauen und kann nicht einfach sagen: Leute, nehmt doch mal wieder mehr Cyberware.
Nur sollte man dann mal eben konsequent sei und und die alternativen Optionen zusammen streichen (und an einigen Stellen die Cyberware so überarbeiten das sie Konkurrenzfähig ist, insbesondere bei den Cybergliedmaßen).
Und auch die 4te Edition hatte noch 4 Grade an Cyberware und iirc sogar auch an Bioware. Ich denke 2 Grade sollten eigentlich reichen.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 9.08.2019 | 07:29
Da ist Shadowrun ein bisschen wie unsere Gesetzgebung:
Was einmal da ist, wird man so schnell nicht wieder los  :P :)
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am 14.08.2019 | 13:47
Mal wieder einen (SR3) Eegelfrage:

Kann man eigentlich mehrere niedrigstufige Foki vom selben Typ gleich zeitig nutzen, anstelle von einem Hochstufigen? Also z.b. im Extremfall 6 Karftfoci Stufe 1 anstelle von einen Kraftfokus der Stufe 6?
Oder kann man einen Hochstufigen Fokus runtergestuft nutzen, also z.B. von einem Kraftfokus Stufe 6 nur 3 Fokuspunkte einsetzen, um noch nebenher einen Zauberspeicher Stufe 3 nutzen zu können (mal unter der Annahme das man Intelligenz 6 hat und daher nur insgesamt 6 Fokuspunkte gleichzeitig aktiviert haben kann).
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 14.08.2019 | 15:45
Zunächst: Das Intelligenzattribut gibt an, wie viele Fokuspunkte man in einer Runde aktivieren kann.
Insgesamt aktiv haben kann man beliebig viele, muss aber ab der doppelten Magiestufe rundenweise Magieverlustproben würfeln (s. Fokusabhängigkeit, Schattenzauber 3.01d). Wäre Intelligenz eine harte Obergrenze, würde sich diese Frage so gut wie nie stellen.


Davon abgesehen habe ich jetzt auf die Schnelle weder im GRW noch im Schattenzauber eine Aussage zu einer der beiden Fragen gefunden.

Von daher kann ich dir nur meine Perspektive anbieten:
Es zählt immer nur der höchste Fokus eines Typs - sonst gibt es keinen relevanten Anreiz, "dicke" Foki anzuschaffen, manche Nachteile starker Foki greifen nicht (astrale Tarnbarkeit) und der Magier kann immer schön billig schrittweise die Gesamtfokusstufe erhöhen.

Bei der abgestuften Nutzung sehe ich keine großen Nachteile; man verliert dabei natürlich den Aspekt des vorausschauenden Ressourcenmanagements - die "unbequeme" Entscheidung zwischen starkem Kraftfokus und Zauberspeicher innerhalb einer Runde fände ich spielerisch interessanter, aber dem Magierspieler wäre mehr Flexibilität natürlich lieber, weil das Problem dann nicht auftaucht.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am 14.08.2019 | 18:25
Zunächst: Das Intelligenzattribut gibt an, wie viele Fokuspunkte man in einer Runde aktivieren kann.
OK gut zu wissen, so hätte ich den Text im GRW nicht interpretiert.

Es wäre dann allerdings ohne sowas wie eine Abgestufte Aktivierung immer hin i soweit ein Limit das man keinen Fokus aktivieren kann der Stufe höher ist als der Intelligenzwert.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am 14.08.2019 | 18:37
Ich hab jetzt noch mal in das Englische SR3 GRW geguckt, nachdem entspricht die maximale Zahl der Foki die man gleichzeitig aktiviert haben kann der Intelligenz, völlig unabhängig von der Stufe der Foki.

Ich hab noch mal in Errata und FAQs geguckt aber da hab ich auch nichts gefunden.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 14.08.2019 | 19:29
Ich habe nur noch das deutsche GRW - aber das ist ja schon eine deutliche Änderung von der Zahl der Foki zu den Kraftpunkten, inklusive der angesprochenen impliziten Beschränkung der Kraftstufe, die man aktivieren kann :o
Letzteres könnte man über eine abgestufte Aktivierung wieder einfangen: Dann braucht jemand mit Intelligenz 4 eben zwei Ini-Durchgänge*, um einen starken Fokus zu aktivieren, das wäre ja auch ok.


*nicht Runden wie oben von mir geschrieben...im Regelwerk ist nur die Rede von "gleichzeitig". Das kann natürlich auch nur eine missverständliche Formulierung sein hinsichtlich der Unterscheidung von aktivieren und aktiv haben, aber spätestens mit dem Schattenzauber ist das eh wieder eingefangen und das "zweisprachige" Limit ist die doppelte Magiestufe und die dann nicht absolut, sondern nur in Sachen Fokusabhängigkeit.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Antariuk am 19.08.2019 | 14:26
Gibt es irgendeine brauchbare Eigenbräu-Version von Shadowrun, die weniger friemlig, kleinteilig und - meine Meinung! - doof ist als 5E und 6E (da habe ich nur den Schnellstarter gelesen)? Ich finde das Setting wunderbar und würde gerne einen oder zwei Eimer W6 dazu auf dem Tisch auskippen, aber bei dem Gedanken, die genannten Editionen leiten zu müssen, bekomme ich Schweißausbrüche :-[
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Sashael am 19.08.2019 | 14:30
Schon mal in Anarchy reingeguckt?
Wenn man den narrativen Fiasco-ähnlichen Müll (der zu Shadowrun imho einfach Null passt) rauswirft, bekommt man ein sehr (sehr) schlankes System.

Man sollte dann aber nicht mehr mit Gear- und Gunporn rechnen. ;)
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 19.08.2019 | 14:54
Gibt es irgendeine brauchbare Eigenbräu-Version von Shadowrun, die weniger friemlig, kleinteilig und - meine Meinung! - doof ist als 5E und 6E (da habe ich nur den Schnellstarter gelesen)? Ich finde das Setting wunderbar und würde gerne einen oder zwei Eimer W6 dazu auf dem Tisch auskippen, aber bei dem Gedanken, die genannten Editionen leiten zu müssen, bekomme ich Schweißausbrüche :-[

Es gibt hier im Board die Beta-Version von Black Mohawk (versteckt unter dem ursprünglichen Arbeitstitel "Shadowrun: Reboot"); das ist ein SR1/2-Hybrid, der mit den gröbsten Schnitzern aufräumen soll.
Setzt allerdings Kenntnis von SR1 oder 2, idealerweise beiden, voraus und ist auf deren Settingstand (~ anno 2055) ausgerichtet.

Ansonsten findet man viele mehr oder weniger gelungene Konversionen aus allen möglichen Ecken, aber die laufen dann eben auf anderen Regelsystemen und haben weder W6-Pools noch einige andere recht ikonische Regelelemente (die aber seit SR4 ohnehin mehr und mehr verschwinden).
Wer ein taugliches "richtiges" SR will, ist mMn auch abseits von Black Mohawk gut beraten, SR2 auf seine Bedürfnisse anzupassen.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Medizinmann am 19.08.2019 | 20:21
Gibt es irgendeine brauchbare Eigenbräu-Version von Shadowrun, die weniger friemlig, kleinteilig und - meine Meinung! - doof ist als 5E und 6E (da habe ich nur den Schnellstarter gelesen)? Ich finde das Setting wunderbar und würde gerne einen oder zwei Eimer W6 dazu auf dem Tisch auskippen, aber bei dem Gedanken, die genannten Editionen leiten zu müssen, bekomme ich Schweißausbrüche :-[

SR Anarchy ? .... !

Zitat
Man sollte dann aber nicht mehr mit Gear- und Gunporn rechnen
Den kann man sich doch aus allen Büchern,Editionen und sogar anderen RPGs holen und konvertieren !

mit Anarcho Tanz
Medizinmann
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Sashael am 19.08.2019 | 22:26
Den kann man sich doch aus allen Büchern,Editionen und sogar anderen RPGs holen und konvertieren !
Naja, Anarchy bietet nun aber kaum Möglichkeiten, die Waffen irgendwie unterscheidbar zu machen. Muni wird nicht gezählt, der Schaden ist pro Waffentypus immer gleich und die Kampfoptionen bieten auch keine merkbaren Stellschrauben.

Also wer gerne vor endlosen Waffenlisten sitzt und drölfzig Sturmgewehre miteinander vergleicht, wird mit Anarchy eher weniger Freude haben. ;)

Dafür hat man sehr viel Zeit fürs eigentliche Rollenspiel. Regelgeblättere kann man sich da eben sparen. ;D
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 19.08.2019 | 23:15
Also wer gerne vor endlosen Waffenlisten sitzt und drölfzig Sturmgewehre miteinander vergleicht, wird mit Anarchy eher weniger Freude haben. ;)

Das ist doch eh nur die Schwundform von Gunporn...da sortiert man einmal aus und dann ist das Thema erledigt.

Guten, will heißen spielerisch interessanten und/oder barbiespieltauglichen Gunporn hat SR sowieso in keiner Edition. Muss man also ohnehin selbst machen und dann bleibt im Grunde nur Variante 2 (d.h. Barbiespiel), wenn man nicht das ganze System neu aufstellen will. Und das geht dann auch wieder mit Anarchy  ;)
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Antariuk am 19.08.2019 | 23:22
Anarchy habe ich, aber noch nicht gespielt. Vielleicht ist es am Tisch besser als mein Eindruck, den ich beim Lesen gewonnen habe, aber... hm, nee, ich weiß nicht. Ich brauche auch nicht zwingend irgendwas Narratives oder einen NextGen-Indy-Kram. Shadowrun, wenn ich es bislang spielen durfte, fühlte sich schon "richtig" an mit vielen Stellschrauben und ner Handvoll W6. Was ich gerne hätte wäre so ein mittelkomplexes System auf dem Niveau von D&D 5E, Numenera oder Modern AGE, wo es durchaus Listen an Optionen und resultierende Einflüsse im Spiel gibt, aber nicht so barocke Subsysteme wo für jedes Husten an einem ungraden Donnerstag +2w6 auf den Würfelpool kommen.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 19.08.2019 | 23:26
Wie gesagt: Wenn es ein Original-SR sein soll, züchtet man mMn am Besten einen SR2-Bonsai (also mit viel Liebe und Bedacht an den richtigen Stellen was abknipsen ;)).
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Medizinmann am 20.08.2019 | 07:34
Zitat
Also wer gerne vor endlosen Waffenlisten sitzt und drölfzig Sturmgewehre miteinander vergleicht, wird mit Anarchy eher weniger Freude haben. ;)
Dann muss man das als Spieler selber machen, indem man die Waffe einzigartig pimpt
(Ich gucke mir gerade Agents of Shield an, der Agent Mac hat eine einzigartige Shotgun Axe ;) )
Oft sind nicht die Werte einer Waffe, die sie einzigartig machen .
 Ist wie mit den Schamanen und Magiern am Anfang der 4A Ed .da haben auch viele gemoppert, das Schamanen und Hermetiker (und die anderen Traditionen) Regeltechnisch so gleich sidn .Da war meine Antwiort recht Ähnlich .
Wenn die Regeln das nicht hergeben,dann muss dar Spieler (mit Rollenspiel) dafür sorgen das sich die Traditionen unterscheiden .
Mit den Waffen ist es genau das Gleiche ;)

Zitat
Dafür hat man sehr viel Zeit fürs eigentliche Rollenspiel. Regelgeblättere kann man sich da eben sparen. ;D
Siehste :D


HokaHey
Medizinmann
 
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Sashael am 20.08.2019 | 07:57
Ich brauche auch nicht zwingend irgendwas Narratives oder einen NextGen-Indy-Kram.
Ich sag ja, den narrativen Kram musst du rauswerfen. ;D

Dann hast du ein schönes schlankes Regelwerk, das macht, wofür man es braucht.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 20.08.2019 | 13:29
Wenn die Regeln das nicht hergeben,dann muss dar Spieler (mit Rollenspiel) dafür sorgen das sich die Traditionen unterscheiden .
Mit den Waffen ist es genau das Gleiche ;)

Mir ist es ja immer noch ein Rätsel, wie SR sich den Ruf als Gunporn-Spitzenreiter erarbeitet hat - da geht es schließlich nicht nur um Masse, sondern auch um Inhalte und da ist SR bis auf ganz wenige Ausnahmen fast durchgehend auf dem Holzweg.
Im Grunde ist es da nur folgerichtig, wenn das auf ein Minimum reduziert wird und man den Rest selbst macht, egal in welcher Form (sprich Fluff oder Spielmechanik).
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am 20.08.2019 | 14:58
Also wer gerne vor endlosen Waffenlisten sitzt und drölfzig Sturmgewehre miteinander vergleicht, wird mit Anarchy eher weniger Freude haben. ;)
Wobei man nach den Vergleichen von drölfzig Sturmgewehren dann in der Regel doch zum Ares Alpha greift.
Oft sind leider ein Großteil der Waffen weder vom Fluff noch von den Werten besonders interessant.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 20.08.2019 | 15:29
Wobei man nach den Vergleichen von drölfzig Sturmgewehren dann in der Regel doch zum Ares Alpha greift.

In der 6. Edition nicht mehr - aber da ist es dann eben ein anderes Modell, das Prinzip bleibt das gleiche :P ;)

Wie gesagt: Irgendwie hat gefühlt niemand auf dem Schirm, dass es Gunporn in gut und schlecht gibt.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Medizinmann am 20.08.2019 | 16:36
Ich kann nicht sagen das/ob SR der Spitzenreiter in Gunporn ist.
Ich kann nur sagen,warum ICH den Gunporn gut finde .
SR hat viele Bilder von Waffen , das in Kombi damit das es bestimmte Ikonische Waffen schon seit (realen) Jahren & Jahrzehnten gibt
und
das man die Waffen modifizieren kann
und die Mun
Und Rüstungen ( Ich hab noch Spieler in meinem Umfeld ,die Liiieeeben Rüstungsporn !)
und dann einem Adepten in die Hand drücken, dessen Kräfte man bestimmen kann
und dadurch zusätzlich Awesome wird .
Und dann gibts Runs ,wo man seine Spielzeuge ausprobieren kann

all das führt (ImO) dazu ,das der SR Gunporn beliebt war, ist und sein wird

der mit einer Waffe in der Hand tanzt
Medizinmann
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 20.08.2019 | 17:45
SR hat viele Bilder von Waffen , das in Kombi damit das es bestimmte Ikonische Waffen schon seit (realen) Jahren & Jahrzehnten gibt

Aus anderem Anlass habe ich da vor Kurzem noch mal in die Bücher geguckt und mMn gibt es genau eine SR-Publikation mit überwiegend guten Waffenbildern, nämlich Fields of Fire (also das alte Kreuzfeuer) - u.A., weil da auch die Zeichner noch wussten, was an einer glaubwürdig aussehenden Waffe dran sein sollte und wie die Proportionen aussehen müssen.

Vorher gab es wenige Bilder, die weitgehend ok, aber nichts Berühmtes waren und mit der dritten Edition kam schon der Absturz sowohl in Sachen Artwork als auch beim zugehörigen Fluff und der Spielmechanik, was Anbauteile usw. angeht.

Das Bemerkenswerte ist, dass gefühlt so gut wie jedes andere Gunporn-Produkt anderer Systeme im Gesamtbild deutlich besser da steht. Aber weil SR in der Fläche so präsent ist, muss es seine Sache in der Hinsicht ja gut machen - so wohl der Gedankengang bei vielen.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Medizinmann am 20.08.2019 | 19:00
Zitat
gibt es genau eine SR-Publikation mit überwiegend guten Waffenbildern,
Ich sehe deinen Einsatz und erhöhe um die Schattenkataloge der 4ten Edition
und nach deinem nächsten Einsatz bringe ich dann das 4A Arsenal
und dann die 5er Bücher ;)
(Immer mindestens 1 mehr als Du , Chummer  8) )

Und dann die von Raben Aas und die von ....Metal....Metal Dingensbummens ( der auch für Contact arbeitet )
und GUTE Bilder sind subjektiv ;)
was dir gefällt muss mir nicht gefallen (kann auch, aber muss net ! )

Zitat
Das Bemerkenswerte ist, dass gefühlt so gut wie jedes andere Gunporn-Produkt anderer Systeme im Gesamtbild deutlich besser da steht.
Weiß ich nicht ,kann ich weder verneinen noch bejahen.
Ist ja nicht so, das ich nicht auch welche kenne,aber ich hab mir keine Gedanken gemacht was für Mich besser oder schlechter ist .
Z.B. die Bilder von Contact sind auch Klasse, aber die Regeln sind schrecklich .Genau wie SR , da tut sich nicht viel....
Zitat
Aber weil SR in der Fläche so präsent ist, muss es seine Sache in der Hinsicht ja gut machen - so wohl der Gedankengang bei vielen.
Ich weiß auch nicht was viele andere denken .....
Obwohl....Du hast recht
Wenn/da SR so Präsent ist, muss es seine Sache gut machen(SR ist , von den Verkaufszahlen, unter den Top 5 oder sogar Top 3 in Deutschland) .Aber als Produkt an Sich. Der Gunporn ist ja nur ein Teil, ein Aspekt von SR an sich....

mit Geschmackvollem Tanz
Medizinmann
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 20.08.2019 | 19:47
Und dann die von Raben Aas und die von ....Metal....Metal Dingensbummens ( der auch für Contact arbeitet )
und GUTE Bilder sind subjektiv ;)

Biometal79 ;)

Aber (auch bei dem): Ob mir die Bilder gefallen - das ist subjektiv.
Ob die abgebildeten Waffen technischer und/oder ergonomischer Unsinn sind - das ist nicht subjektiv. Da kann man höchstens diskutieren, ob man gerade in den Krümeln sucht oder sich auf das Wesentliche beschränkt.

Die Königsklasse wäre dann noch, dass sich Waffen auch an ihren realen Vorbildern/Vorläufern orientieren, aber da ist bei SR endgültig Fehlanzeige. Im Gegenteil wird ja selbst in SR5, wo teils Fotos von echten Waffen verfremdet oder deutlich erkennbare Versatzstücke benutzt werden, noch wild umsortiert, bis Waffen weder zu ihrem realen Vorbild passen noch über mehrere Editionen hinweg das gleiche Bild für die gleiche Waffe verwendet wird (und dann wohlgemerkt nicht entfällt, sondern für eine andere Waffe genutzt wird). Und letzteres sollte einem selbst dann nicht passieren, wenn man von dem ganzen Thema gar keine Ahnung hat.


Wenn/da SR so Präsent ist, muss es seine Sache gut machen(SR ist , von den Verkaufszahlen, unter den Top 5 oder sogar Top 3 in Deutschland) .Aber als Produkt an Sich.

Das ist mMn reine Massenträgheit - SR ist zuerst groß geworden und jetzt so in der Fläche präsent, dass der Inhalt fast egal ist.
Der Betamax vs. VHS-Moment war damals die direkte Konkurrenz zu CP2013 und CP2020, aber seitdem hat sich da faktisch nichts mehr bewegt.
 
Wenn ich die ganze Historie ausklammere und nur die einzelne Edition betrachte, ist gerade SR5 als kommerzielles Produkt auf vielen Ebenen eine Frechheit.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am 20.08.2019 | 19:50
Ich sehe deinen Einsatz und erhöhe um die Schattenkataloge der 4ten Edition
Die Gun Heavens find ich eigentlich ziemlich grottig, in bsondere den ersten.
- Zum einen sind viele der Abbildungen einfach Fotos realer Waffen, was ich einer professionelle Spielhilfe für mich ein ziemliches No-Go ist
- von den Gezeichneten Waffen haben viel arg merkwürdige Proportionen oder sind sehr merkwürdig eckig
- zuletzt mixen sie wie gesagt Fotos und Hand gezeichnete Bilder ziemlich Wahllos, was das ganze noch schlimmer macht

Ach Ja Biometal79 Bilder sind gut, aber leider haben sie den nie einen Waffenbuch komplett bebildern lassen.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Medizinmann am 20.08.2019 | 20:08
Zitat
Wenn ich die ganze Historie ausklammere und nur die einzelne Edition betrachte, ist gerade SR5 als kommerzielles Produkt auf vielen Ebenen eine Frechheit.
SR5 von CGL
Pegasus mit seiner 20€ Politik macht vieles richtig (ImO) und durch SirDoom sind die immer Präsent ,aktuelle Infos,
auf User wird gehört etc .

Zitat
Die Gun Heavens find ich eigentlich ziemlich grottig, in bsondere den ersten.
Ich mag die Bilder der Waffen (die Bilder wohlgemerkt ,nicht der Schmuh mit den völlig falschen (und vor allem Sinnlosen & unlogischen) Kaliberangaben .
und warum nicht reale Waffen als Vorbild nehmen ?
Das haben sie sogar seit der ersten Ed gemacht (und sogar von Spielzeugpistolen .Die erste Colt Amerika war irgendeine italienische Spielzeugknarre die ich als ganz kleiner Bub selbst mal hatte ) .
Ich sehe kein Problem dabei,auch wenn ich die Innovation eigener Waffen vermisse....

mit innovativem Tanz
Medizinmann
 
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 20.08.2019 | 20:53
SR5 von CGL
Pegasus mit seiner 20€ Politik macht vieles richtig

Pegasus schmiert leckeren Aufstrich auf ein schimmliges Brot (und verkauft es dann für die Hälfte).
Die fangen ganz viel ein, was CGL schon selbst hätte machen müssen, aber von weniger groben Fehlern wird es am Ende nicht gut, sondern nur weniger schlecht.

SR ist nun mal von CGL.
Wenn der Wunschtraum wahr würde, dass Topps die Lizenz direkt an Pegasus vergibt und auf amerikanischer Seite nur noch übersetzt wird - dann sähe das anders aus.

und warum nicht reale Waffen als Vorbild nehmen ?

Zum Vorbild nehmen: gern.

Bilder realer Waffen 1:1 abmalen (und ggf. mit einem lieblos drangeklatschten futuristischen Element versehen) ist dagegen einfach nur faul und wo man klar erkennbare Versatzstücke realer Waffen irgendwo reinklebt und anderen Herstellern zuordnet, macht man sich mMn sogar zum Affen: Diese Versatzstücke sind nicht nur innerhalb des Bildes ein Stilbruch, sondern laufen obendrauf dem Konzept zuwider (!), reale Waffen in die Zukunft weiterzudenken.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am 20.08.2019 | 22:18
Da wurde nichts als Vorbild genommen oder abgemalt, das sind einfach nur Fotos realer Waffen. Das ist für eine Fanspielhilfe vielleicht noch OK, aber nicht für eine offzielle.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 20.08.2019 | 22:30
In irgendeiner Form bearbeitet sind die schon (1:1 abgedruckt sind sie jedenfalls nicht) - das habe ich mal mit unter "abgemalt" geschmissen.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am 21.08.2019 | 06:43
Also viele sehen für mich schon ziemlich 1:1 aus (insbesondere die Vintage Waffen die ja 1 zu 1 reale Waffen sind), bin mir jetzt bei einigen Zubehörteilen nicht sicher ob die dran gephotoshoped wurden oder an die abfotographierte Waffe dran gebaut wurden, aber wie gesagt allein schon das sie Fotos und handgezeichnete Bilder mischen ist mMn ein Dickes Minus für mich.

Was die Gestaltung der Kreuzfeuer mMn so gut macht, ist das alle Abbildungen nicht nur gut, sondern auch im selben Stil (und ich glaub auch zum Großteil vom selben Zeichner) gezeichnet, ein wilder mix an Stilen wirkt mMn nie so toll selbst wenn die einzelnen Bilder für sich genommen gut sind.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 21.08.2019 | 10:05
Da hat man zumindest irgendeinen Filter drübergejagt, damit es halbwegs nach (gezeichnetem) Bild aussieht.

Aber ja, Stilbruch ist da immer schlecht.
Vor der 5. Edition war in der Hinsicht das 3er Arsenal mein persönlicher Spitzenreiter - da fällt es mir direkt auf der ersten Seite mit Waffenbildern negativ auf.
Bei der 5. ist der Bruch dann noch viel mehr inhaltlich als rein stilistisch: Wenn man für manche Waffen kaum verfremdete Fotos nimmt, fällt eben noch viel mehr auf, dass man woanders zu rauskopierten Waffenteilen irgendwelchen Kram dazu gekritzelt hat; von den komplett selbstgezeichneten Fehlkonstruktionen ganz zu schweigen.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am 21.08.2019 | 10:19
Da hat man zumindest irgendeinen Filter drübergejagt, damit es halbwegs nach (gezeichnetem) Bild aussieht.
Also im in den späteren Gun Heavens vielleicht, aber im Ersten (zumindestens in der Orginal PDF, vielleicht haben sie es im Deutschen noch etwas gefixt) ist da auch nichts groß Gefiltert worden, abgesehen vielleicht von schlecher Auflösung.

Guck dir doch mal hier (https://www.drivethrurpg.com/product/92357/Shadowrun-Gun-Heaven) die Preview an ...
Und selbst für die Predator I (eine der klassischen SR Waffen überhaupt) haben sie das Foto einer Robocop Pistole genommen statt einer Zeichung.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 21.08.2019 | 17:01
Ok, für die Gun Heavens: Stattgegeben.

Ich dachte eher an das neue Kreuzfeuer (engl. Run & Gun) und die Schattenhandbücher der 5. Edition.

Dass die alten Modelle tatsächlich so aussehen, wie sie aussehen, ist ja abseits der Foto-Vorgehensweise erst mal ok - was die aber (vor allem in dieser abstrusen Anzahl) überhaupt im Jahr 2070+ zu suchen haben, sei das nun als Reproduktion oder als Original, ist mir schleierhaft.

Richtig auf den Zeiger gehen mir dann aber wie gesagt Sachen wie
ein kaum verändertes MG3 als "Krime"-MG,
ein Harpunengewehr, das zu 90% aus einer FN P90 besteht,
eine MP, bei der man ein Walther P99-Griffstück so plump abgekupfert hat, dass man sogar noch das Pistolenmagazin sieht (obwohl die MP natürlich das eigentliche Magazin ganz woanders hat),
stinkfaule Neuauflagen/Verballhornungen von CG M45 und Stgw44 mit zugehörigem Facepalm-Fluff,
usw.

Das gehört allen Beteiligten links und rechts um die Ohren geschlagen.

Und selbst für die Predator I (eine der klassischen SR Waffen überhaupt) haben sie das Foto einer Robocop Pistole genommen statt einer Zeichung.

In der 5. wird auch eine marginal veränderte Predator-Zeichnung für eine völlig andere Waffe verwendet...obwohl sich die Predator optisch nicht verändert hat  ::)
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am 23.08.2019 | 08:00
Richtig auf den Zeiger gehen mir dann aber wie gesagt Sachen wie
ein kaum verändertes MG3 als "Krime"-MG,
ein Harpunengewehr, das zu 90% aus einer FN P90 besteht,
eine MP, bei der man ein Walther P99-Griffstück so plump abgekupfert hat, dass man sogar noch das Pistolenmagazin sieht (obwohl die MP natürlich das eigentliche Magazin ganz woanders hat),
stinkfaule Neuauflagen/Verballhornungen von CG M45 und Stgw44 mit zugehörigem Facepalm-Fluff,
usw.
Oder einen Kriss Vektor Laser Kanone.

Die Bilder bei SR5 sind auf jedenfall schon mal besser asl bei SR4 aber die zusammen gephotoshoppeten Frankensteinwaffen find ich auch daneben. Vorallem wenn man an den gezeicnten Waffen sieht das es doch auch viel besser geht.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Flamebeard am 23.08.2019 | 09:23
Die Bilder bei SR5 sind auf jeden Fall schon mal besser als bei SR4, aber die zusammen gephotoshoppten Frankensteinwaffen finde ich auch daneben. Vor allem wenn man an den gezeichneten Waffen sieht, das es doch auch viel besser geht.

Das Problem dabei dürfte sein: einen Zeichner zu beschäftigen (und zu bezahlen), der einem Equipment malt, ist normalerweise teurer, als jemandem den Auftrag zu geben, über diverse Produkt-Photos einen Photoshop-Filter zu legen und dann das Bild zu ergänzen. (was der Qualität von Letzterem natürlich nicht sonderlich zuträglich ist, wenn es günstiger sein soll...)
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: ManuFS am 23.08.2019 | 09:58
Jo, dafür bräuchte es schon einen Verlag mit einem Produkt, dass sich tausendfach verkauft und weltweit lizensiert wird. Oh, wait...  >;D ~;D
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 23.08.2019 | 13:11
 ;D

Der Knackpunkt ist der selbe wie immer: Die Leute kaufen das Zeug ja auch so, warum sollte man da also in irgendeiner Form mehr Aufwand treiben als unbedingt nötig?
Einen irgendwie gearteten Anspruch, ungeachtet der Verkaufszahlen gute Arbeit abzuliefern, hat CGL ja anscheinend schon lange abgelegt.

Vorallem wenn man an den gezeicnten Waffen sieht das es doch auch viel besser geht.

An denen störe ich mich dann eher inhaltlich/technisch.
Gut, stimmige fiktive Waffen zu zeichnen ist auch schon die hohe Schule...aber da kann man die Zielsetzung eben mehr oder weniger weit verpassen.


Ärgerlicherweise hat Shadowrun immer wieder Phasen gehabt, in denen man Leute aus der Community ins Team geholt hat; da wäre sowohl in Sachen Spieldesign als auch beim Artwork einiges gegangen - aber da hat man gefühlt die richtig Guten verpasst oder schnell wieder rausgeschmissen.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: AlucartDante am 23.08.2019 | 16:21
Der Knackpunkt ist der selbe wie immer: Die Leute kaufen das Zeug ja auch so, warum sollte man da also in irgendeiner Form mehr Aufwand treiben als unbedingt nötig?
Einen irgendwie gearteten Anspruch, ungeachtet der Verkaufszahlen gute Arbeit abzuliefern, hat CGL ja anscheinend schon lange abgelegt.

Mein Eindruck ist genau anders herum: Die Leuten kaufen das Zeug ja eh nicht, warum sollte man alsu Aufwand betreiben. Solange die Verkaufszahlen so niedrig sind, gibt es auch keinen Anspruch. Unprofessionelles Verhalten ist typisch für einen amateurhaften Markt...
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Darius der Duellant am 23.08.2019 | 16:27
Die richtig guten kosten eben Geld und/oder haben keine Lust auf den Saftladen.
Ich fand die Krakelzeichnungen von Waffen der frühen 4e ziemlich abtörnend, da hat unterm Strich die fünfte schon n'en gewaltigen Sprung nach vorne gemacht, trotz teilweise vollkommen hirnrissigem Kram wie die P90 Harpune oder die Steinschlosspistole mit Laser, Magazinzufuhr und Bayonett.

Das 6er GRW mit den Cosplayern und Mitarbeitern (?) über die man Filter gelegt hat, ist aber noch mal ne neue Stufe an billiger Hässlichkeit.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Darius der Duellant am 23.08.2019 | 16:28
Mein Eindruck ist genau anders herum: Die Leuten kaufen das Zeug ja eh nicht, warum sollte man alsu Aufwand betreiben. Solange die Verkaufszahlen so niedrig sind, gibt es auch keinen Anspruch. Unprofessionelles Verhalten ist typisch für einen amateurhaften Markt...

Ausgehend vom Output an Büchern in den Staaten kann der Absatz gar nicht so schlecht sein.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 23.08.2019 | 16:38
Jep - nach allem, was so öffentlich zugänglich ist, läuft SR mindestens nicht schlecht. 

Alles andere interessiert Topps auch nicht und man darf umgekehrt davon ausgehen, dass das recht zeitnah anderweitig vergeben würde, wenn die Zahlen nicht mehr stimmen würden.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am 23.08.2019 | 16:53
Ich mag generell keine Fotos in Rollenspielbüchern.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Holycleric5 am 26.08.2019 | 01:57
Am Freitag habe ich mir bei meinem lokalen Rollenspielhändler den Schnellstarter zu Shadowrun 6 mitgenommen.

Auch Mhaires Meinung zu den neuen Shadowrun-Regeln (https://www.youtube.com/watch?v=Q2d9zTJPkDI) hat mich doch sehr neugierig gemacht, waren mir u.a. die Fertigkeitsgruppen der Vorgängeredition für meinen Geschmack etwas zu umständlich.

Die Startprodukte (GRW und Berlin 2020) mit einem -erneut- wunderbar erschwinglichen Preis haben mich ebenfalls neugierig gemacht (Während man für 40€ mit etwas Glück gerade mal das Pathfinder 2 Bestiary bekommt, bekommt man bei Shadowrun 6 Regeln & ein Setting).

Wurde eigentlich schon irgendwo gesagt, ob Shadowrun 5-Quellenbücher (z.B. Hamburg (https://www.pegasus.de/detailansicht/45061g-shadowrun-hamburg-limitierte-ausgabe/)) zur 6. Edition kompatibel bleiben werden? Alleine die Einträge in der Shadowrun-Wiki haben bereits Lust gemacht, in dieser Metropole zu spielen.

Ich hoffe ebenfalls, dass wir im GRW wieder eine gute Auswahl an Gegenerwerten haben werden.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: ManuFS am 26.08.2019 | 09:57
18 Seiten über NPCs und Critter, davon einiges Erklärung über das Professional Rating und wie das Mook-System ("Grunts") in SR6 funktioniert. Effektiv:
22 Stat Blocks als Beispiel für die Professional Ratings
8 Mini-Stat Blocks für Beispiel-Connections
5 Stat Blocks für mundane critters
13 Stat Blocks für awakened critters
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Holycleric5 am 26.08.2019 | 10:56
Klingt für einen Einstieg schonmal nicht schlecht.

Auch der Klappentext zum GRW hat mich in seinen Bann gezogen - mehr als vergangene Fantasy RPGs-

Zitat
Im Jahr 2080 wird die Welt von mächtigen Megakonzernen kontrolliert, die über neueste Technik und kraftvolle Magie gebieten (...)

Diese Rebellen schlagen sich in den Schatten durch und überleben nur, weil sie die Drecksarbeit erledigen, die sonst niemand machen will. Es sind Shadowrunner – und sie warten nur darauf, dass du dich ihnen anschließt. (...) Entdecke deine Fähigkeiten, nutze sie für deine Aufträge und überlebe ... denn nur darauf kommt es an. Das Grundregelwerk zu Shadowrun 6 enthält alles, was du zum Spielen in den Schatten benötigst. Steig ein in eine Welt aus Dunkelheit, Technik und Magie, in der du dein eigenes Schicksal in die Hand nehmen musst (...)

Interessant ist für mich u.a., dass trotz fortschrittlicher Ausrüstung das Überleben noch immer eine Rolle spielt. Und selbst der Schnellstarter macht deutlich, dass eine Gruppe aus "Schergen" trotzdem tödlich sein kann.
Auch hatte ich mir einen Livestream einer SR6-Runde angesehen, bei der die mitspielende Magierin in einem Kampf bereits nach einem (oder zwei?) Treffern bereits bewusstlos war.

Edit:
Mir ist noch eine andere Sache beim "mich wieder eindenken" in die Welt aufgefallen:
Der Mittelsmann des Auftraggebers wird relativ klar immer als Mr Johnson benannt.

Gibt es überhaupt keine Mrs/ Ms Johnson? Oder treten die weiblichen Äquivalente nur in geringerer Zahl auf?

Persönlich überlege ich nämlich, in "meinem" Berlin 2020 bei Bedarf einige mächtige Frauen (und entsprechende Mittelsfrauen) zu platzieren.

Edit2: Shadowrunwiki hilft:
While in North America "Mr." or "Mrs. Johnson" is the common name, other names are used in other parts of the Sixth World:

Herr/Frau Schmidt - in Germany - i.e. the Allied German States
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Medizinmann am 26.08.2019 | 11:38
Zitat
Gibt es überhaupt keine Mrs/ Ms Johnson? Oder treten die weiblichen Äquivalente nur in geringerer Zahl auf?
natürlich gibts die . Sind selten, aber vorhanden .
Die Deutschen heißen dann Schmid, aber ob de Ladies dann Käthe mit Vornamen heißen ist eher eine Urban Legend ;)

Zitat
Persönlich überlege ich nämlich, in "meinem" Berlin 2020 bei Bedarf einige mächtige Frauen (und entsprechende Mittelsfrauen) zu platzieren.
Für Loffy /Saeder-Krupp arbeiten einige Toughe Frauen ( Siehe SR4A Rhein-Ruhr-Megaplex IIRC)

Zitat
Herr/Frau Schmidt - in Germany - i.e. the Allied German States
Siehste, Sach' ich Doch ;)

HeyaHeyaHeyaJa
Medizinmann
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am 31.08.2019 | 13:03
Weiß einer von euch was mit der Shadowhelix los ist?

Ich kriegt da seit ein paar Tagen nichts mehr angezeigt.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: schneeland am 31.08.2019 | 13:08
Im Pegasus-Forum stand was von Serverumzug und Softwareupdate. Sie wollen wohl planmäßig nächste Woche wieder online sein.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Supersöldner am 1.09.2019 | 15:29
Ist es eigentlich Möglich einen Geister packt direkt mit einem Totem zu Schließen ?
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Medizinmann am 1.09.2019 | 19:04
nein, ist es nicht

HougH!
Medizinmann
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Uwe-Wan am 1.09.2019 | 19:45
Klar geht das.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: YY am 1.09.2019 | 19:48
nein, ist es nicht
Klar geht das.

Them's fightin' words!  ;D
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Medizinmann am 1.09.2019 | 20:38
Ach mach'doch .
Is Mir doch egal .

mit lethargischem Tanz
Medizinmann
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Flamebeard am 1.09.2019 | 20:54
Ist es eigentlich Möglich einen Geister packt direkt mit einem Totem zu Schließen ?

Solange das Totem auch gleichzeitig ein freier Geist ist, ja. (Ich glaube aber eher weniger, dass sich Otto-Normal-Magier in die tiefen Metaebenen astralquestet, um dort beim Archetypus seines Totems vorstellig zu werden mit dem Vorschlag 'Ich geb' dir Karma, du gibst mir Macht'). Weiterer Grund des allfälligen Scheiterns: Karmakosten = KS x 2 des Freien Geistes; KS des Rituals = KS des Freien Geistes oder höher; Dauer des Rituals: KS des Geistes in Stunden. (Straßengrimoire, S.149: Ritualmagie - Geisterpakt) Ich mag mir nicht mal ausmalen, welche Kraftstufe der Archetypengeist z.B. des Totems 'Drachentöter' hat...
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Uwe-Wan am 1.09.2019 | 20:56
Them's fightin' words!  ;D

Hingerotzte Ein-Satz-Antworten brauchen Liebe. Die dürfen nicht alleine stehen. ;D

Ansonsten schließe ich mich Flamebeard an.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Medizinmann am 1.09.2019 | 21:46
Ein Schutzpatron bzw ein Totem (wie sie früher hießen) sind keine Freien Geister .
Das sind 2 verschiedene Paar Schuhe .
Einen Geisterpakt schließt man aber mit einem Freien Geist ab .
Deshalb geht es nach RAW nicht bzw ist so nicht vorgesehen .
Ihr könnt aber in eurer Runde machen ,was ihr wollt :)


....oder,für Uwe-Wan  : Noooope
(Für Manche Antwort reicht sogar ein einziges Wort .
Das heißt aber nicht ,das es Lieblos dahingerotzt ist ;) )

der mit 2 verschiedenen Paar Schuhen tanzt
Medizinmann
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Medizinmann am 1.09.2019 | 21:53
P.S.

Zitat
Ich mag mir nicht mal ausmalen, welche Kraftstufe der Archetypengeist z.B. des Totems 'Drachentöter' hat..

Du wirst auch keine ofiziellen Angaben darüber finden, weil Schutzpatrone keine Kraftstufe heben .
Oder drücken wir es so aus :
Mir sind keine Kraftstufen für Patrone bekannt .

mit unbekanntem Addendumtanz
Medizinmann
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Uwe-Wan am 2.09.2019 | 09:54
Solange das Totem auch gleichzeitig ein freier Geist ist, ja. (Ich glaube aber eher weniger, dass sich Otto-Normal-Magier in die tiefen Metaebenen astralquestet, um dort beim Archetypus seines Totems vorstellig zu werden mit dem Vorschlag 'Ich geb' dir Karma, du gibst mir Macht'). Weiterer Grund des allfälligen Scheiterns: Karmakosten = KS x 2 des Freien Geistes; KS des Rituals = KS des Freien Geistes oder höher; Dauer des Rituals: KS des Geistes in Stunden. (Straßengrimoire, S.149: Ritualmagie - Geisterpakt) Ich mag mir nicht mal ausmalen, welche Kraftstufe der Archetypengeist z.B. des Totems 'Drachentöter' hat...

Ich denke auch, dass es daran scheitern wird. Zwar finde ich das für High Power-Gruppen eine interessante Idee, gerade wenn die sich mal mit einer tiefergehenden Betrachtung des Magiesystems befassen wollen, aber selbst dann wird die benötigte Karmamenge nicht verfügbar sein.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Supersöldner am 2.09.2019 | 10:02
Da ein Patron sicher niemandem ,,gehört,, würde ich ihn schon als Freien Geist einstufen.  Aber das mit der Kraftstufe hatte ich nicht bedacht. Schade wehre ein sicherer weg gewesen Geister Pakte zu schließen da der Patron anders als andere Geister wohl nicht vor hat einen hineinzulegen.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Flamebeard am 2.09.2019 | 10:24
Da ein Patron sicher niemandem ,,gehört,, würde ich ihn schon als Freien Geist einstufen.  Aber das mit der Kraftstufe hatte ich nicht bedacht. Schade wehre ein sicherer weg gewesen Geister Pakte zu schließen da der Patron anders als andere Geister wohl nicht vor hat einen hineinzulegen.

Mhm... Hai, Meer, Chaos, Klabautermann,... Nur so als Beispiele aus GRW und SG.
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Supersöldner am 2.09.2019 | 11:00
Flamebeard ja die kenne ich. Aber was willst du mir damit sagen ?
Titel: Re: [Shadowrun] Smalltalk
Beitrag von: Flamebeard am 2.09.2019 | 13:43
Dass das Totems/Schutzpatrone sind, die aus ihrer Natur heraus bestenfalls neutral gegenüber ihren Schutzbefohlenen eingestellt sind. Da würde ich mich z.B. nicht darauf verlassen, dass ein Traumpakt keine Gefahr für den Paktierenden dar stellt... Und wenn ich mir dann noch die übleren aus 'Verbotene Künste' ansehe... Krieg, Tohuwabohu, Wolf (alternativ)oder der Dunkle König sind weitere, die ich nicht mit einem drei Meter langen Stock anfassen würde.

 Was am Ende noch zu sagen bleibt: Auch wenn der Paktierer erstmal Macht gewinnt: Er wird gegenüber diesen Äonen alten Entitäten immer das kurze Ende des Stocks in Händen halten und final mehr bezahlen, als er dafür bekommt. Denn diese spielen dieses Spiel schon wesentlich länger.

 Und noch eine logische Überlegung, warum ein Pakt mit einem Totem (Abseits der Karma-Kosten) unwahrscheinlich bzw. der Meisterwillkür unterlegen bleibt: Durch den Pakt bindet sich diese Wesenheit ausschließlich an einen Sterblichen. Beeinflusst dies eventuell die Position als Totem für andere Zauberer?

===

 Eine Lösung, wie ich das in meiner Runde gelöst habe: Ein Freier Geist ist als Personifizierung des Totems des Magiers in Erscheinung getreten und hat mit diesem einen Pakt geschlossen. Er hat nie behauptet, das Totem zu sein, sondern sich nur im Rahmen des Portfolios des Totems entsprechend verhalten. Bei einem hinreichend mächtigen Freien Geist kann ein Magier gar nicht abschließend feststellen, mit welcher Entität er da gerade verhandelt. Als der Magier dies dann 5 Jahre (und 8 Initiationen) später herausfand... war das interessant.