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Pen & Paper - Spielsysteme => DSA - Das schwarze Auge => DSA5 => Thema gestartet von: ErikErikson am 24.01.2012 | 18:01

Titel: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: ErikErikson am 24.01.2012 | 18:01
Just for Fun.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: sir_paul am 24.01.2012 | 18:04
Natürlich an Savage Worlds, woran denn sonst?  ;)
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Zwart am 24.01.2012 | 18:07
Eben. Die Frage stellt sich doch gar nicht. ;D
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Jiba am 24.01.2012 | 18:07
DSA 3 + FATE: Kompliziertheit reduzieren, vereinheitlichen, narrativistischer aufbauen. So zumindest mein Geschmack.  :)
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 24.01.2012 | 18:08
ausser GURPS und Fate werfe ich noch FUDGE und RQ/BRP in den Ring
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: MadMaex am 24.01.2012 | 18:09
Natürlich an MIDGARD  ~;D
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: migepatschen am 24.01.2012 | 18:10
DSA4.1 + FATE
Wobei das Ergebnis auch den Jiba zufrieden stellen dürfte  ;)
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Feyamius am 24.01.2012 | 18:16
DSA 4.1 + Sonstiges, nämlich ... Feyamius. ~;D
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: K3rb3r0s am 24.01.2012 | 18:29
SW oder Fate, je nach Zielgruppe.

Ich hätte an beidem meinen Spaß.

Ansonsten gilt, egal was sie können es kaum schlimmer machen.  ;D
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Glühbirne am 24.01.2012 | 18:34
An Der eine Ring + Savage Worlds
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Boba Fett am 24.01.2012 | 18:37
Ansonsten gilt, egal was sie können es kaum schlimmer machen.  ;D
Sie könnten so weitermachen...

Savage Worlds oder DER
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Blutschrei am 24.01.2012 | 18:42
DSA sollte sich an zeitgemäßen Konzepten orientieren. Zum Beispiel müsste es kurzweiliger werden, von Regelwerk und Setting flexibler und robuster werden. Es muss mehr Action bieten, Helden müssen mehr Helden sein, von Beginn an muss man mit seinem Charakter interessante Dinge tun können.

Mit 20 Spielstunden+ nur als Bauern durch die gegend dümpeln, Sightseeing und Kuschel-Rollenspiel mit ach so süßen Details kann man mich zumindest nicht begeistern, und auch die meisten Gelegenheits-Rollenspieler sind von dieser einschläfernden Atmosphäre oft abgenervt.

Natürlich, als SL kann man aus allem was machen, aber wenn ich von Anfang an ein bischen Action bieten will, für Leute, die sich nicht erst über Jahre hinweg einen spielbaren Charakter zusammenschustern wollen, dann greif ich doch auch lieber gleich zu einem System, das entsprechende Regeln und entsprechendes Setting bieten.
Ich würde sagen, DSA sollte ein kleinwenig narrativer werden, sich an Risus orientieren und dazu ein paar der alten Regelkonstrukte abspecken und als Optionalregeln mit rein. Aber bitte so, dass sie auch wirklich optional sind.

Oder eben "was ganz neues", aber sonderlich experimentell war man bei DSA ja leider nie.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Naga am 24.01.2012 | 18:51
An Opus Anima.

Schlanke Pool-Regeln, die das Ausdifferenzieren der Charaktere ermöglichen ohne dem Spielfluss im Weg zu stehen, und ohne zu einem Würfelspiel à la Savage-Worlds zu verkommen.

Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Auribiel am 24.01.2012 | 18:58
Bin für DSA3 + Fate:

DSA3, da es nicht so kompliziert wie DSA4 war und noch dazu auch für jüngere noch verständlich geschrieben war.

Fate, da es mehr Mitgestaltungsmöglichkeiten für die Spieler bietet.


Letzten Endes bin ich dann doch gegen SW, da ich im Spiel bemerkt habe, dass zum einen das Würfelsystem zu sehr zu Extremen neigt und zum anderen es mir dann doch etwas zu grobkörnig für die Abbildung des Spielgefühls DSA ist.


Alternativ würde ich auch DSA3+Feyamius wählen, aber da der selbst für DSA4.1 als Basis ist, hat er sich für diese Wahl eigentlich gleich wieder disqualifiziert. ;)
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Feyamius am 24.01.2012 | 19:08
Bei DSA 3 gab's keine SpoMods und keine Wunden. Das disqualifiziert. ;)
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Elwin am 24.01.2012 | 19:18
Ich habe für "ganz was neues" gestimmt", da ich der Meinung bin, DSA sollte einerseits seiner Tradition gewahr sein, andererseits ruhig aber auch in die Breite gehen und schauen, was sich am besten eignet, um ein künftiges DSA zu bereichern. Ich kann es also nicht herunterbrechen auf zwei Auswahlmöglichkeiten.
Zumal ich meine eigenen Vorlieben ohnehin für mich behalte, weil ich mir sicher bin, dass DSA sich nicht in diese Richtung entwickeln wird (das hätte zu starke Eingriffe in das bestehende Setting zur Folge und wäre weniger eine Weiterentwicklung als vielmehr eine Neuausrichtung).

Schöne Grüße
Chris
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Xemides am 24.01.2012 | 19:29
GURPS und Runequest.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Der Nârr am 24.01.2012 | 19:43
Sonstiges, nämlich Ubiquity.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Jiba am 24.01.2012 | 19:44
Hmm... gar keine schlechte Idee, Herr Narr... Ubiquity ist ja sozusagen ein besseres (old) Storyteller.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Feyamius am 24.01.2012 | 19:44
Zumal ich meine eigenen Vorlieben ohnehin für mich behalte, weil ich mir sicher bin, dass DSA sich nicht in diese Richtung entwickeln wird (das hätte zu starke Eingriffe in das bestehende Setting zur Folge und wäre weniger eine Weiterentwicklung als vielmehr eine Neuausrichtung).
Das macht deine Vorlieben umso interessanter.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: ErikErikson am 24.01.2012 | 19:47
naja, mit oron hatten wir ja schon einen Vorstoß zu diesen verborgenen Vorlieben, und das kam nicht so an.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: 1of3 am 24.01.2012 | 19:56
DSA hängt der Entwicklung ja immer so 10 - 15 Jahre hinterher. Was ist denn in der Zeit so rausgekommen?
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Maarzan am 24.01.2012 | 21:18
DSA ist vermutlich revisionsresistent.

Wäre dem nicht so:
Leicht und locker gibt es schon genügend und Erzählspieler brauchen eh keine Regeln. Der Hintergrund ist auch bereits ausgewlzt genug, dass eine neue regelarme Edition da eigentlich nicht viel mehr durch Neuauflagen in dieser Richtung für Spieler dieses Stils bringen würden.

Die systematisch, wenn auch wirtschaftlich wohl eher nicht, logische anzupeilende Nische wäre daher dem fantastischen Realismus, den man sich mal auf die Fahnen geschrieben hat gerecht zu werden. Und wenn man dann die Wlet nicht als politisch korrekt gewaschenes naives Kindermärchen mit PetNSCs aufzieht, dann finden sich auch in einem solchen Hintergrund auf niedrigem Niveau genügend interessante Konflikte ohne die Welt mal wieder in göttliche Umwälzungen werfen zu müssen um den letzten alten Hund vielelicht hinterm Ofen vor zu holen.

Also ruhig auf DSA4 aufbauen, aber diesmal das Inhaltverzeichnis und die "Inspirationen" anständig umsetzen und als Erschaffungssystem auch den Besonderheiten des alten Aventuriens und den kulturellen Details in einer detaillierten Lebenslaufcharaktererschaffung Berücksichtigung anheim kommen lassen. 
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Destroy all Monsters am 24.01.2012 | 23:29
Egal woran, Hauptsache das System wird nicht DSAifiziert.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Eulenspiegel am 25.01.2012 | 00:17
Meine Meinung:
Wnn ich OldSchool spielen will, spiele ich DSA 1.
Wenn ich Gurps spielen will, spiele ich Gurps:Aventurien.
Wenn ich SW spielen will, spiele ich "Das wilde Aventurien".
Wenn ich D&D spielen will, spiele ich Aventurien D20.
Wenn ich Fate spielen will, spiele ich "Das Schicksal Aventuriens".

Für all diese Sachen brauche ich kein DSA5. Dafür gibt es bereits genügend Konversionen. Ergo: Wenn ich mir jemals DSA5 kaufen sollte, muss es etwas bieten, das die eben angesprochenen Konversionen nicht bieten können.
Daher habe ich für "ganz was neues" gestimmt.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Private Baldrick am 25.01.2012 | 00:23
Imho ganz klar Talislanta bzw. das OMNI-System - wenn es nur nach meinem persönlichen Geschmack ginge.

Für einen wirtschaftlich soliden Auftritt (Befriedigung von Altfans + Werbung von Neuspielern + geringe Einstiegshürde) würde ich TAFKAKBs Vorschlag des dreigliedrigen Systems, dass unterschiedliche Spielstile abdeckt, empfehlen. Lustigerweise könnte man sich dafür an den drei wichtigsten Antworten hier im Thread orientieren: DSA4 für die (Pseudo-)Realismusfans, SW für Fans billiger und schneller Action und Fate für Leute mit Spaß am Metaspiel.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Callisto am 25.01.2012 | 02:02
Die Umfrage ist Müll, weil... es gar kein DSA5 geben sollte. Stattdessen sollte der Mantel des Schweigens darüber gelegt werden so dass die Pappnasenspieler sich an ihren Hausregeln festkrallen und die Spieler mit offenen Augen sich andere Systeme suchen und über ihren Status als DSA-Spieler hinauswachsen.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Xemides am 25.01.2012 | 05:00
Es gibt aber genug Spieler, die haben keine Lust sich Hausregeln zu basteln und ein vernünftiges DSA5 haben wollen.

Deine Äußerung ist also destruktiv und nicht konstruktiv. Sowas kannste dir getrost klemmen.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Der Nârr am 25.01.2012 | 06:44
Also DSA4 hatte sich ja schon an anderen Systemen orientiert. Neu in DSA4 im Vergleich zu DSA3 sind Vor- und Nachteile, Sonderfertigkeiten, ein Charakter-Bau-System, steigern mit AP, optional ein taktisches Kampfsystem... Wo kommt das wohl alles her? Die Frage im Rückblick ist, ob es so klug war, sich an zwei so unterschiedlichen Systemen zu orientieren.

@Eulenspiegel: Wie DSA4 zeigt, muss eine Orientierung an vorhandenen Systemen nicht bedeuten, dass daraus eine direkte Kopie entsteht.

Ich finde Ubiquity deshalb gut, weil ich finde, dass es einerseits relativ vollständige Regeln hat mit vielen Fertigkeiten. Das dürfte DSA-Spielern entgegenkommen. Andererseits gibt es aber auch Elemente des Storyspiels - und das dürfte meiner Erfahrung nach DSA-Spielern noch mehr entgegen kommen. Die Frage wäre, ich kenne nur HEX, inwiefern Ubiquity wohl mit mittelalterlichen Kämpfen und Magie zurecht käme. Aber darum sage ich ja auch nicht "Ubiquity Aventurien". Eine Orientierung an dem System fände ich aber wirklich nicht verkehrt. Meiner Meinung nach ist das ein System, das es vielen gerecht macht - und das ist für DSA mit seiner großen Fangemeinde meiner Meinung nach ganz wichtig. Gurps, D&D, Fate, SW - alles tolle Systeme, die großes leisten, aber eben viel spezieller. Meiner Meinung nach sind, allen voran Gurps und SW, aber auch Fate und mit Abstrichen D&D, Systeme, die zum Selber-machen einladen. Ich glaube, wer eine Runde hat, die Aventurien wirklich mit einem der Systeme bespielen möchte, kann das schon jetzt tun. Die Quellenbücher für DSA sind ja inzwischen derart regelfrei, dass man die sowieso für jedes Regelwerk verwenden kann.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Master Li am 25.01.2012 | 06:58
Eigentlich ist das System fast egal, wenn die Regeln alle in ein Buch passen würden, wäre viel getan... Und nein, ich meine damit nicht, einfach die Seitenzahl des Buches exorbitant hoch anzusiedeln ;)
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Chiungalla am 25.01.2012 | 07:01
DSA 4 hat viele Leute die es gerne spielen. Also scheint es eine Nische zu besetzen die irgendwie besetzt werden muss. DSA 5 dann komplett anders zu gestalten, alle alten Fans zu vergraulen und ein paar neue Spieler zu werben wäre doch irgendwie blöd. Jeder Spieler kriegt das System was er verdient. Und die DSA-Spieler kriegen sicherlich ein DSA 5 das sich an DSA 4 orientiert. Und es sei ihnen gegönnt das sie damit viel Spaß haben werden.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Chrischie am 25.01.2012 | 08:00
DSA hängt der Entwicklung ja immer so 10 - 15 Jahre hinterher. Was ist denn in der Zeit so rausgekommen?

Die World of Darkness (Vampire: die Maskerade) war da ganz groß.  ~;D

Ernsthaft würde ich mich freuen, wenn es ein midchrunchiges System wie SW oder gar ein Rules Lite-System wird. Das müsste man liefern, um mich als Spieler zurück zugewinnen. Allerdings bedient diese Schiene Dungeonslayers für mich. Wenn die Weltbox da raus ist, frage ich mich, ob ich DSA überhaupt noch haben möchte. Ich wünsche mir aber, dass egal welchen Weg es einschlägt, dass es einsteigerfreundlich wird. Das würde dem Hobby gut tun.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: LordOrlando am 25.01.2012 | 09:27
DSA sollte sich an kompakte und kohärente Regelwerke orientieren, die mit möglichst wenig Regelaufwand (ohne Sonder- Zusatz und sonst welchen Firlefanz) einen möglichst großen teil von settingtypischen Situationen abdecken. Dabei ist es mir schon wichtig, dass typische Merkmale (W20 System, Zaubersprüche etc.) beibehalten werden - also ich möchte da kein Poolsystem oder dergleichen haben.

Das ganze sollte vom Detailgrad abgestuft sein, sagen wir in (kompatible!) Basis, Erweiterungs und Expertenregeln. Und ein Zauberbuch gehört schon dazu, aber bitteschön mit einheitlicheren Regeln, nicht 10 Sonderregelungen für einen einzigen Zauberspruch und dgl.

Langer rede kurzer Schluss: Es sollte sich einfach an Regeln orientieren, die einen roten Faden erkennen lassen.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Destroy all Monsters am 25.01.2012 | 10:05
DSA hängt der Entwicklung ja immer so 10 - 15 Jahre hinterher. Was ist denn in der Zeit so rausgekommen?

Die World of Darkness (Vampire: die Maskerade) war da ganz groß.  ~;D

Hat damals nicht auch gerade d20 seinen Siegeszug angetreten?

Demnach müsste sich DSA an D&D3 orientieren  ;D
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Private Baldrick am 25.01.2012 | 10:10
DSA 4 hat viele Leute die es gerne spielen. Also scheint es eine Nische zu besetzen die irgendwie besetzt werden muss.

Beim Wechsel von DSA 3 auf DSA 4 sind viele viele DSA-Spieler ausgestiegen und haben sich anderen Systemen zugewandt. DSA 4 hat also die Nische eher verkleinert als ausgebaut.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Terrorbeagle am 25.01.2012 | 10:13
Ich fände es ja schick, wenn sich ein DSA- System primär auf sich selbst und die eigenen Stärken beziehen wüde, und nicht hinter aufgebähten Hype-Blasen, die mittelmäßig und weit überschätzte Systeme wie Savage Worlds oder Fate hinterherhumpeln würden.

Genrell würde ich es gut heißen, wenn das System sich tatsächlich den auf die Fahnen geschriebenen Fantastischen Realismus als primäre Leitsatz zu Herzen nimmt und das System daran entlang hangelt und das bestehende System stromlinienförmiger und einhetilicher gestaltet - einfacher muss das gar nicht unbedingt werden. So was wie zu komplizierte Rollenspiele gibt es nicht. Wobei das mit dem fantastischen Realismus sich mehr auf das Setting als auf die Regeln bezieht.

Also: DSA4 als Kern, vielleicht mit ein paar kleineren Veränderungen. Wenn überhaut würde ich eine Abkehr von den miesen Balancingversuchen des Kaufsystems zu Gunsten eines Lifepath-Systems und die Anerkennung und Umarmung der Tatsache, dass man ein Spiel wie DSA weder 'balancen' kann oder sollte, sehr begrüßen.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Thot am 25.01.2012 | 10:15
Ich denke, wenn sich DSA5 einfach einiger weniger Dinge entledigt, die DSA4 aus rein historischen Gründen noch drin hat, dann ist doch alles gewonnen, was man braucht. Namentlich: Etwas breitere Talente, ein einheitliches Würfelsystem für Fertigkeiten und Kampf (z.B. ganz einfach 3W20 addiert, Talentpunkte abgezogen muss unter Summe der betreffenden Eigenschaften sein) statt der bisherigen Dreiwürfelprobe), Wegfall von "Paketboni" bei der Charaktererschaffung, etwas verschlanktes Kampfsystem.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Jiba am 25.01.2012 | 10:30
So was wie zu komplizierte Rollenspiele gibt es nicht.

Oh doch... natürlich. Etwas ist zu kompliziert, wenn es unverhältnismässig komplex ist. Und Spielregeln, deren Lernen und Verinnerlichen mehr Zeit und Aufwand in Anspruch nimmt als das eigentliche Spielen, und die so zum Selbstzweck werden, sind zu kompliziert. Dieses Problem haben die ganzen "Modesysteme" erfolgreich erkannt.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: 1of3 am 25.01.2012 | 10:33
Urgs. Nein. Komplexität und Kompliziertheit sind nicht dasselbe. Kompliziertheit entsteht, wenn ein einzelne Schritte für sich genommen schwierig sind. Komplexität entsteht, wenn einzelne Schritte für sich genommen zwar einfach sind, sich aus derem Zusammenspiel aber eine größere Schwierigkeit ergibt.

Ein Ablauf kann komplex sein, kann kompliziert sein, kann beides sein oder nichts davon.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Chiungalla am 25.01.2012 | 10:35
@ Jiba:
Ob ein System zu komplex für einen ist hängt dann aber auch maßgeblich von der persönlichen Begabung ab.

Warum darf ein Rollenspiel, gerade im Land der Dichter und Denker *hüst*, nicht auch mal so komplex sein, dass es manche Leute überfordert, weil die dann ewig bräuchten um die Regeln zu lernen. Genau wie es ein zu komplex gibt, gibt es nämlich auch ein zu einfach. Und für manche Menschen sind die Systeme die für Dich zu komplex sind vielleicht schon zu einfach. Sollen die ohne System bleiben das ihren Ansprüchen genügt?

Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Jiba am 25.01.2012 | 10:37
Naja, meine Definition stammt aus dem Wiktionary. Da werden die ziemlich zusammengepappt...

@Chiungalla: Ja, stimmt schon. Nur bezogen auf DSA ist ja gerade diese Komplexität ein Problem, das ja potenzielle Nachwuchsrollenspieler abhalten kann und das DSA als Spiel einen gewissen Grad an Elitedenken verleiht. Und das will ja auch keiner...
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: ErikErikson am 25.01.2012 | 10:53
Ausser die alten DSAler...die Männer hinter der maske.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Luxferre am 25.01.2012 | 11:17
Sonstiges, nämlich... an seiner Fangemeinde!
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am 25.01.2012 | 11:27
Zitat
Bei DSA 3 gab's keine SpoMods und keine Wunden. Das disqualifiziert.
SpoMods kannst du relativ unproblematisch in DSA3 einbauen, und sowas ähnliches wie Wunden gabs auch bei DSA3.

Ich persönlich wäre für ein Best of DSA1-DSA3 mit ein paar Einsprenklern aus  Myranor 1 und DSA4.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Foul Ole Ron am 25.01.2012 | 11:29
@ Jiba:
Ob ein System zu komplex für einen ist hängt dann aber auch maßgeblich von der persönlichen Begabung ab.

Warum darf ein Rollenspiel, gerade im Land der Dichter und Denker *hüst*, nicht auch mal so komplex sein, dass es manche Leute überfordert, weil die dann ewig bräuchten um die Regeln zu lernen. Genau wie es ein zu komplex gibt, gibt es nämlich auch ein zu einfach. Und für manche Menschen sind die Systeme die für Dich zu komplex sind vielleicht schon zu einfach. Sollen die ohne System bleiben das ihren Ansprüchen genügt?
Das darf es ja gerne sein - man darf sich dann nur nicht wundern, wenn Gelegenheits-Denker und Niedrignievaeu-Dichter (wie ich) es dann nicht mehr spielen und erst recht nicht kaufen. Da stellt sich wieder die Frage nach Anspruch bzw. "Selbstbild" von DSA und der anvisierten Zielgruppe. Und die mögliche Zielgruppe ist bei wenig komplexen / komplizierten Spielen natürlich größer. Ich kenne viele "schlaue Leute", die viel Spaß an, verkürzt gesagt, einfachen Spielen haben. Mir fällt allerdings niemand ein, der ein Spiel spaßig findet, das ihn überfordert. Wohlgemerkt überfordert.
Und wie 1of3 schon anmerkte: Komplex ist nicht gleich Kompliziert! In unserer D&D4-Runde kann (und / oder will!) ich oft gar nicht die Komplexität "überblicken" und zur Gänze erfassen (z.B. beim Charakterbau oder schlicht, wenn 20 Pöppel mit den unterschiedlichsten Powers und Feats auf der Battlemap stehen). Trotzdem ist das Spiel und seine Handhabung relativ unkompliziert.
Ich persönlich halte DSA in seiner jetzigen Inkarnation sowohl für komplex als auch für kompliziert. Und während ich wie im D&D-Beispiel beim Erfassen der Komplexität problemlos Abstriche machen kann, so würden mir Abstriche bei der Kompliziertheit (gibts das Wort?) immer das Gefühl vermitteln, auf schlechten Krücken durchs Regelwerk zu staksen.
Schach z.B. ist unkompliziert aber sehr komplex. Man kann das Spiel schnell lernen, und danach auf Idiotenlevel oder auch Dichter-und-Denker-Niveau spielen. Aber selbst "begrenzte Geister" können es mit wenig Aufwand richtig spielen.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Destroy all Monsters am 25.01.2012 | 11:41
Warum darf ein Rollenspiel, gerade im Land der Dichter und Denker *hüst*, nicht auch mal so komplex sein, dass es manche Leute überfordert, weil die dann ewig bräuchten um die Regeln zu lernen.

Ja, das unnötig Schwere und Komplizierte an DSA hat schon irgendwas Urdeutsches an sich. In die Richtung sollte sich DSA noch weiter entwickeln, bis endlich die Rollenspielgrenze überschritten ist und man eine Rollenbürokratie hat. Oder meinetwegen Erzählbürokratie. Da kommt echtes Drama auf  ;D
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Eulenspiegel am 25.01.2012 | 12:56
Ich kenne viele "schlaue Leute", die viel Spaß an, verkürzt gesagt, einfachen Spielen haben. Mir fällt allerdings niemand ein, der ein Spiel spaßig findet, das ihn überfordert. Wohlgemerkt überfordert.
Das mag sein.
Aber ich kenne auch viele Leute, die viel Spaß an, verkürzt gesagt, komplizierten Spielen haben. Mir fällt allerdings niemand ein, der ein Spiel spaßig findet, das ihn unterfordert. Wohlgemerkt unterfordert.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Tim Finnegan am 25.01.2012 | 13:01
Das mag sein.
Aber ich kenne auch viele Leute, die viel Spaß an, verkürzt gesagt, komplizierten Spielen haben. Mir fällt allerdings niemand ein, der ein Spiel spaßig findet, das ihn unterfordert. Wohlgemerkt unterfordert.

Ich denke nicht dass man unterfordert werden kann, nicht bei einem Spiel bei dem man sonst viel zu tun hat.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Chiungalla am 25.01.2012 | 13:10
Ich denke nicht dass man unterfordert werden kann, nicht bei einem Spiel bei dem man sonst viel zu tun hat.

Klar. Wenn einem das System wichtig ist an einem Rollenspiel, und das einfach nicht genug bietet, dann kann man sich sehr schnell unterfordert fühlen und sich mehr Komplexität wünschen. Geht mir regelmäßig so.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: ErikErikson am 25.01.2012 | 13:57
Also eine DSA4.1/fate oder SW/fate version würde zumindest hier einschlagen wie ne Bombe. Dann weiss Ullysses schonmal, was sie nicht machen dürfen. Los Reiter!

ich hätte ja gern eine völlig illusorische DSA1/fate Kombo.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Private Baldrick am 25.01.2012 | 14:03
Warum nicht ein gestreamlineter, modernisierter DSA1-Kern mit drei Ergänzungsregelkomplexen Richtung SW, FATE und GURPS (um mal von DSA4 als Vorbild wegzukommen, dass sich bei GURPS zwar fleißig bedient, aber alles eher schlechter als besser macht)? Wenn man es dann noch schafft, das in einem Buch unterzubringen, kaufe ich jedem Redakteur persönlich ein Eis. Und ich kaufe das Buch. Hugh, ich habe gesprochen.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Eulenspiegel am 25.01.2012 | 14:05
@ ErikErikson
Also ein aventurisches SW gibt es bereits hier (http://tanelorn.net/index.php/topic,53555.0.html) bzw. hier (http://webzine.nandurion.de/2011/12/25/wildes-aventurien/).

Und ein aventurisches Fate gibt es hier (http://tanelorn.net/index.php/topic,67577.0.html).

Wieso sollte also irgend jemand ein DSA 4.1/SW kaufen?
Entweder ihm gefällt SW, dann spielt er bereits das aventurische SW, das ich oben verlinkt habe.
Oder er spielt die oben verlinkte Konversion nicht, dann gefällt ihm SW wahrscheinlich auch nicht.

Welchen Anreiz sollte eine Spielgruppe aber haben, die oben erwähnte Konversion nicht zu spielen und sich dafür dann ein DSA 4.1/SW zu kaufen?
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Gerd am 25.01.2012 | 14:06
Ich wollt erst Sonstiges anklicken und damit für Ubiquity stimmen. Aber eigentlich, da spiel ich dann lieber gleich Desolation.
Naja, jetzt hab ich Sonstiges und Indiespiele gewählt. Einfach deswegen weil ich nicht glaube dass DSA was eigenes macht und eher irgendwo was abgeschaut wird. Und Indiespiele weil ich es gut finden würde wenn sie sich genau da ein paar Mechanismen abschauen würden.
Aber da Uthuria und Tharun auch noch auf DSA 4.1 aufbauen glaub ich ohnehin nicht dass DSA5 in absehbarer Zeit kommt. Vielleicht so um 2020 mal. Aber mit den Konversionen die es jetzt schon gibt kann man ja auch spielen, steht halt nicht Ulisses drauf.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: ErikErikson am 25.01.2012 | 14:07
@ ErikErikson
Also ein aventurisches SW gibt es bereits hier (http://tanelorn.net/index.php/topic,53555.0.html) bzw. hier (http://webzine.nandurion.de/2011/12/25/wildes-aventurien/).

Und ein aventurisches Fate gibt es hier (http://tanelorn.net/index.php/topic,67577.0.html).

Wieso sollte also irgend jemand ein DSA 4.1/SW kaufen?
Entweder ihm gefällt SW, dann spielt er bereits das aventurische SW, das ich oben verlinkt habe.
Oder er spielt die oben verlinkte Konversion nicht, dann gefällt ihm SW wahrscheinlich auch nicht.

Welchen Anreiz sollte eine Spielgruppe aber haben, die oben erwähnte Konversion nicht zu spielen und sich dafür dann ein DSA 4.1/SW zu kaufen?

Welches System hat denn noch keine DSA Umsetzung?
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Private Baldrick am 25.01.2012 | 14:13
FATAL!

Wobei man dem wohl geistige Patenschaft für DSA4 attestieren könnte.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Foul Ole Ron am 25.01.2012 | 14:47
Das mag sein.
Aber ich kenne auch viele Leute, die viel Spaß an, verkürzt gesagt, komplizierten Spielen haben. Mir fällt allerdings niemand ein, der ein Spiel spaßig findet, das ihn unterfordert. Wohlgemerkt unterfordert.
Eulenspiegel, das ist ne vollkommen andere Spielwiese und hat nicht auch nur ansatzweise etwas mit meiner Argumentation zu tun! Mal ganz davon abgesehen, das ich zwar Deinen persönlichen Erfahrungshorizont bzgl. solcher Personen nicht anzweifeln will, aber die Kernaussage dahinter Bullshit ist! Ich spiele oft Spiele, deren Kompliziertheit mich nicht wirklich an die Grenze meiner geistigen Leistungsfähigkeit bringen. Die machen mir dann (meist) aber trotzdem Spaß - entweder, weil ich die Herausforderung z.B. in der Komplexität finde. Oder sie machen einfach Spaß in der geselligen Runde. Oder weil man gerne mal ein bißchen 'Competition' hat. Oder weil man's einfach gerne macht. Oder weil es lustig ist. Oder, oder, oder!
Ein kompliziertes Spiel schließt eben zum einen einfach die Spieler aus, die keine Lust haben sich damit auseinanderzusetzen - und zum anderen natürlich die, die es eben durch die Kompliziertheit einfach nicht verstehen (können). Vollkommen wertfrei.
Ein unkompliziertes Spiel schließt erstmal niemanden aus.
Ich hoffe, ich hab' mich nicht zu kompliziert ausgedrückt... .
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Eulenspiegel am 25.01.2012 | 15:03
Eulenspiegel, das ist ne vollkommen andere Spielwiese und hat nicht auch nur ansatzweise etwas mit meiner Argumentation zu tun!
Nein, das ist keine andere Spielwiese und hat vollkommen etwas mit deiner Argumentation zu tun:
Du argumentierst, dass niemand zu komplizierte Regeln haben möchte. Aber ebenso möchte niemand zu einfache Regeln haben.

Was man persönlich als zu einfach oder zu kompliziert ansieht, ist von Person zu Person unterschiedlich. Aber niemand möchte zu einfache oder zu komplizierte Regeln. Jeder Mensch hat für sich persönlich eine optimale Regelvielfalt, die er begrüßt. Und wenn es zu sehr davona bweicht, egal ob nach oben oder nach unten, dann mag er das System nicht.

Du selber erwähnst die obere Grenze, verlierst dabei aber vollkommen die untere Grenze aus der Sicht.

Zitat
Mal ganz davon abgesehen, das ich zwar Deinen persönlichen Erfahrungshorizont bzgl. solcher Personen nicht anzweifeln will, aber die Kernaussage dahinter Bullshit ist! Ich spiele oft Spiele, deren Kompliziertheit mich nicht wirklich an die Grenze meiner geistigen Leistungsfähigkeit bringen. Die machen mir dann (meist) aber trotzdem Spaß
Du kennst den Unterschied zwischen wenig fordern und unterfordern?
Der Unterschied ist genau so gewaltig, wie der Unterschied zwischen stark fordern und überfordern.

Natürlich können dir Spiele Spaß machen, die dich wenig fordern. Genau so wie dir Spiele Spaß machen können, die dich stark fordern.
Sobald dich ein Spiel aber unter- oder überfordert, macht es keinen Spaß mehr.

Wenn du von Spielen sprichst, die dich nicht an die Grenze deiner geistigen Leistungsfähigkeit bringen, dann unterfordern dich die Spiele nicht. Dann fordern sie dich halt nur wenig.
Und wenn du von Spielen sprechen würdest, die dich an die Grenze deiner geistigen Leistungsfähigkeit bringen würden, dann würden diese Spiele dich nicht überfordern sondern nur stark fordern.

Zitat
Ein kompliziertes Spiel schließt eben zum einen einfach die Spieler aus, die keine Lust haben sich damit auseinanderzusetzen - und zum anderen natürlich die, die es eben durch die Kompliziertheit einfach nicht verstehen (können). Vollkommen wertfrei.
Ein unkompliziertes Spiel schließt erstmal niemanden aus.
Und das ist falsch.
Per se schließt kein Spiel jemanden aus. Auch der größte Dorfdepp kann ein hochkompliziertes Spiel spielen und der vergeistigste Technokrat kann ein simples Spiel spielen.

Die viel relevantere Frage ist: Macht es ihnen Spaß?
Und hier gibt es nunmal Leute, denen hochkomplizierte Spiele keinen Spaß machen und die das deswegen nicht spielen wollen.
Und es gibt ebenso Leute, denen total simple Spiele keinen Spaß machen und die das deswegen nicht spielen wollen.

Wobei ich die Erfahrung gemacht habe, dass die Intelligenz des Spielers keine Rückschlüsse darauf zulässt, welche Spiele sie bevorzugen:
Ich kenne Studenten, die bevorzugen eher simple Regeln, und ich kenne Hauptschüler, die bevorzugen hochkomplizierte Regeln. Gerade das komplizierte DSA 4 ist ein System, das eher von der "einfachen" Schicht bevorzugt wird. Das widerlegt deine These, dass Kompliziertheit irgendwelche Leute ausschließt.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Xemides am 25.01.2012 | 15:15
Mahlzeit,

ich kann Eulenspiegel da nur zustimmen. Das ist nämlich genau der Grund, aus dem ich SW, Dungeonslyers, LL und etliche nicht mag. Sie sind mir nicht komplex genug, sie haben keinen Raum, sich mit den Regeln auseinanderzusetzen.

Ich habe nichts dagegen, wenn es einen einfachen Kern gibt, der nach oben in der Komplexität erweiterbar ist. Dann kann sich ja jeder aussichen, wie komplex er es haben mag. Kein Problem. Aber es muß wirklich aufeinander aufbauen.

Was IMHO gar nicht geht, ist eine DSA1-Version, die ein Erweitern gar nicht ermöglicht oder beinhaltet. So was spiele ich mal zwischendurch als One-Shot, aber nicht für eine Kampagne. Da braucht es mehr Komplexität für meine Langzeitmotivation.

Wie gesagt, ich bin durchaus für ein Streamlinen und Vereinfachen der DSA4.1-Regeln, aber nicht für einen Oldschoolrückschritt.

Wie sagt man so schön: Vorwärts immer, rückwärts nimmer.







Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Glgnfz am 25.01.2012 | 15:23
... und da ist mein nächster Euro!
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Xemides am 25.01.2012 | 15:25
 ~;P
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: ErikErikson am 25.01.2012 | 15:25
bekommst du immer nen Euro, wenn jemand Oldschool mit dummm im Wald rumrennen, Monster verprügeln und in geheimtüren stolpern "verwechselt"?
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Tim Finnegan am 25.01.2012 | 15:28
Einfach mal drüber nachdenken dass es zwei Sichtweisen von Regel gibt, die beide gleichberechtigt sind:
- Regel definieren was im Spiel möglich ist.
- Man greift nur zu Regeln wenn es im Spiel keine Einigung über den Ausgang einer Aktion gibt.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Glgnfz am 25.01.2012 | 15:31
bekommst du immer nen Euro, wenn jemand Oldschool mit dummm im Wald rumrennen, Monster verprügeln und in geheimtüren stolpern "verwechselt"?

Nein. Nur, wenn Xemi anmerkt, dass ihm Old-School-Systeme zu wenige Optionen böten.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Xemides am 25.01.2012 | 15:39
Einfach mal drüber nachdenken dass es zwei Sichtweisen von Regel gibt, die beide gleichberechtigt sind:
- Regel definieren was im Spiel möglich ist.
- Man greift nur zu Regeln wenn es im Spiel keine Einigung über den Ausgang einer Aktion gibt.

Ich gehöre zur ersten Gruppe.

Und was sollte das an den Standpunkten ändern ?
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Jiba am 25.01.2012 | 15:41
Ich zur zweiten Gruppe...

Sonst gleiche Frage. :)
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Tim Finnegan am 25.01.2012 | 15:43
Kreativität, Jungs. Ein brauchbares System sollte beides unterbringen können, dem sollte man sich einfach mal bewusst sein.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Xemides am 25.01.2012 | 15:54
Kreativität, Jungs. Ein brauchbares System sollte beides unterbringen können, dem sollte man sich einfach mal bewusst sein.

Warum muss ein brauchbares System beides bieten ? Reicht es nicht wenn das Spiel sagt, wir sind für die eine Gruppe da, alle anderen haben eigene Systeme ? Ich brauche keine Möglichkeit, die mir nichts bringt, so wie ihr die Kompexität nicht braucht, die ihr nicht wollt.

Und ein modular aufbaubares System bietet doch die Möglichkeit für beides.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Taschenschieber am 25.01.2012 | 15:55
Fortschritt ist ja toll, aber um ans Ziel zu kommen, muss man manchmal eben auch aus der Sackgasse raus und an der letzten Kreuzung anderswohin abbiegen.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Foul Ole Ron am 25.01.2012 | 16:46
Eulenspiegel, mal wieder mein altes Problem mit Dir: Du liest nicht die Posts der anderen Leute!
Das Schwarze sind die Buchstaben! Du fantasierst Dir wieder Aussagen herbei, die so nirgendwo stehen!
Zitat
Du argumentierst, dass niemand zu komplizierte Regeln haben möchte.
steht nirgendwo auch nur ansatzweise in meinen Posts! Und mal nebenbei bemerkt: so wie Du es schreibst ("...dass niemand ZU komplizierte Regeln haben möchte) ist es noch nichtmal falsch... . ZU kompliziert für was? Zum Spielen? Zum Verstehen? Erklärt sich irgendwie von alleine, das ich das Spiel dann nicht spielen kann. Und höchstwahrscheinlich auch nicht spielen möchte. Wenn ich (also ICH) bei DSA die Teile weglasse die mir zu kompliziert sind, dann spiele ich eh wieder entweder eine Conversion oder bestenfalls ein DSA light. Wir reden aber doch hier davon, wie ein 'offizielles' DSA 5 aussehen soll, oder? Überleg Dir doch vielleicht noch ein paar Abstufungen in der Über-Stark-Wenig-Unterforderungsreihe. Mit "überfordern" spreche ich lediglich von der Schwelle, wo es mir zu viel wird. Punkt. Aus.
Und wenn Du Sachen schreibst wie
Zitat
... Auch der größte Dorfdepp kann ein hochkompliziertes Spiel spielen...
muss ich
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)
ja schon wieder ein wenig schmunzeln.

Xemides, ich habe überhaupt kein Problem damit, wenn jemand sagt: das ist mir nicht genug. Habe ich nie bestritten, und wollte das auch nie tun! Ich habe lediglich geschrieben, das ein Spiel welches vielen Leuten zu kompliziert ist eben nur von denjenigen "as written" gespielt werden kann, denen es eben NICHT zu kompliziert ist. Wohingegen ein weniger kompliziertes Spiel von mehr Leuten gespielt werden KANN.
Dir z.B. ist DSA scheinbar nicht zu kompliziert. Das hindert Dich aber nicht daran, weniger Kompliziertes wie SW, LL oder DS spielen zu können. Wenn diese Spiele nicht Deinen Geschmack treffen steht das aber auf einem anderen Blatt.
Mir z.B. ist DSA zu kompliziert. Unabhängig davon, ob das an meiner Unlust liegt, mich mit einem derartig komplizierten System auseinaderzusetzen, oder ob einfach mein IQ dafür nicht langt: es schließt mich von DSA aus. Es schließt mich zwar nicht 'aktiv' aus (Stimme hinter Meistermaske: "DUU DAAA DARFST NICHT DSA SPIELEN!"), aber es schließt mich aus Verlagssicht einfach aus der Käufergruppe aus. Ich könnte aber, ebenso wie Du, trotzdem SW, LL oder DS spielen. Auch das sagt noch nichts darüber aus, ob mir eines oder mehrere von den Dreien gefallen.
Mehr is' da nich! Ich hab lange DSA 3 gespielt und habe es gerne gespielt. Mit Erscheinen der 4-er Edition habe ich mit DSA aufgehört, weil sich meine 3-er Gruppe aufgelöst hat, und mir 4 zu kompliziert (und zu teuer) ist. Das finde ich immer noch ein wenig schade, auch wenn ich inzwischen andere Systeme für mich entdeckt habe. Ich bin also beileibe kein DSA-Hater. Ebensowenig ein Oldskooler, Streamliner oder ein fanatischer Anhänger irgendeines anderen Systems. Ich bin Hobby-Rollenspieler, habe mit DSA angefangen, und würde es in einer neuen Edition auch gerne wieder spielen - bin also durchaus wohlwollend eingestellt. Ich habe gar keine speziellen Wünsche. Solange es nicht zu kompliziert ist... .
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Destroy all Monsters am 25.01.2012 | 17:35

Wie gesagt, ich bin durchaus für ein Streamlinen und Vereinfachen der DSA4.1-Regeln, aber nicht für einen Oldschoolrückschritt.


Bei all meinem Respekt für Old School (und der ist aufrecht und ohne Ironie), aber gestreamlined sind die Systeme nun wirklich nicht.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Callisto am 25.01.2012 | 18:05
Es gibt aber genug Spieler, die haben keine Lust sich Hausregeln zu basteln und ein vernünftiges DSA5 haben wollen.

Deine Äußerung ist also destruktiv und nicht konstruktiv. Sowas kannste dir getrost klemmen.

In meinem Post darf ich aber doch schreiben, was ICH mir wünsche, oder nicht?

Ich erwarte von den DSA-Regel-Schreibern einfach nur MIST. Daher liebe ich zwar Fate, aber ich will nicht, dass DSA5 auch nur irgendwie an Fate erinnert. Die sollen sich meinetwegen an SaWo und John Sinclair orientieren. Aber bitte bitte nicht an Fate. Der Grund ist einfach: Sie werden ein wenig aus Fate nehmen, drehen, verschwurbeln, beschmutzen und es in DSA4 einbauen und das dann dsa5 nennen. Sonderlich FATEig wird es daher gar nicht. Wer Fate kennt und liebt wird immer noch Fate erkennen, genau wie bei dsa4 GURPS erkennbar ist. Wer vorher aber nicht GURPS kannte, wird davon ausgehen das GURPS genauso schlecht sei, wie es die DSA-Variante davon ist. GURPS hat einen schlechten Ruf deswegen bekommen, weil die Regelschreiber von DSA die Spezialfertigkeit verhunzen so extrem hoch haben. Wenn Fate-bausteine in DSA5 eingebaut werden, werden sie es genauso falsch machen. Also sollen sie wenigstens was nutzen, was mir egal ist. SaWo zum Beispiel.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Xemides am 25.01.2012 | 18:08
Callisto, du glaubt doch nicht ernsthaft, das GURPS seinen schlechten Ruf durch DSA hat ? Das halte ich schlicht für Quatsch.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: ErikErikson am 25.01.2012 | 18:11
Gurps hat schlechten Ruf? Gut, ich würds nicht anrühren, aber ich kenns ja auch.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Callisto am 25.01.2012 | 18:12
Callisto, du glaubt doch nicht ernsthaft, das GURPS seinen schlechten Ruf durch DSA hat ? Das halte ich schlicht für Quatsch.
Nein. Ich glaube, dass es einige Menschen gab, die vorher nur DSA3 kannten, denen DSA4 nicht gefiel und wenn man ihnen dann GURPS empfahl, sie es für genauso wie DSA4 hielten. Das glaube ich. Bzw. glaube ich das nicht nur, sondern ich weiß, dass es diese Menschen gab. Seit dsa4 rauskam ist ja mittlerweile schon einiges an Wasser ins Meer geflossen, daher denke ich, dass es heute nicht mehr so passieren wird, DSA3 ist einfach schon zu lange tot.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Destroy all Monsters am 25.01.2012 | 18:17
Sie werden ein wenig aus Fate nehmen, drehen, verschwurbeln, beschmutzen und es in DSA4 einbauen und das dann dsa5 nennen.

Das ist ein Merkmal der DSAifizierung der Ursprungssysteme, vor der ich warne  :korvin:
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Xemides am 25.01.2012 | 18:19
Ich würde gerne GURPS spielen (und dadurch besser kennen lernen), auch und mit Aventurien. Und wzar gerade weil ich es für ein gutes Regelwerk halte, um Aventurien abzubilden. Bei mir ist der Rückschluß gerade umgekehrt.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Callisto am 25.01.2012 | 18:25
Ich würde gerne GURPS spielen (und dadurch besser kennen lernen), auch und mit Aventurien. Und wzar gerade weil ich es für ein gutes Regelwerk halte, um Aventurien abzubilden. Bei mir ist der Rückschluß gerade umgekehrt.
Leider hat nicht jeder DSAler so eine aufgeklärte Einstellung. Sonst wäre GURPS in D' ja erfolgreicher.


Das ist ein Merkmal der DSAifizierung der Ursprungssysteme, vor der ich warne  :korvin:
Ja, es geht mir um die DSAifizierung der Ursprungssysteme, die ich mir für FATE einfach nicht wünsche.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: ErikErikson am 25.01.2012 | 18:36
Hmm, ein DSAifizierer, der alles hotzenplotzig, umständlich und metaplotig macht?
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Xemides am 25.01.2012 | 18:43
Leider hat nicht jeder DSAler so eine aufgeklärte Einstellung. Sonst wäre GURPS in D' ja erfolgreicher.

Ich glaube nicht das es daran liegt. Schließlich gab es eine deutsche GURPS-Version, die schon gescheitert war, bevor DSA4 herauskam.

Aber ich meine mich auch zu erinnern, das DSA4 auch bei DnD 3 geklaut hat.

Und ich bin sicherlich ein Sonderfall, da ich erst 2004 zu DSA kam und vorher 20 Jahre andere Dinge gespielt habe.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Glühbirne am 25.01.2012 | 18:48
Hmm, ein DSAifizierer, der alles hotzenplotzig, umständlich und metaplotig macht?

Metaplot hat mit Regelsystem nichts zu tun. Sonst wäre das System viel zu funktional, wenn der Metaplot in den Regeln verankert wäre. Der Metaplot muss gegen die Regeln stehen.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: ErikErikson am 25.01.2012 | 18:53
Aber wird der metaplot nicht durch die tatsache unterstützt, das ein ohne viel nachdenken gebauter SC ein armer tropf ist, der nix reissen kann?
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Private Baldrick am 25.01.2012 | 19:01
Ich erwarte von den DSA-Regel-Schreibern einfach nur MIST.

Weiß einer der anwesenden DSA-Experten, welche Anteile der damaligen Regelautoren heute überhaupt noch an Bord sind?
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Glühbirne am 25.01.2012 | 19:02
@EE

Ernst gemeinte Meinung: Nein, er steht ihm sogar im Weg.

Wenn die Helden alle unfähige Hanswürste sind (mit besonderer Besitz Bienenstock), dann wird das keine gute Geschichte (tm) wenn sie Xyxyx besiegen.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: ErikErikson am 25.01.2012 | 19:14
@EE

Ernst gemeinte Meinung: Nein, er steht ihm sogar im Weg.

Wenn die Helden alle unfähige Hanswürste sind (mit besonderer Besitz Bienenstock), dann wird das keine gute Geschichte (tm) wenn sie Xyxyx besiegen.

Der metaplot sieht doch gar nicht vor, das die SC was starkes besiegen. Die sind doch nur handlanger des Schicksals/wichtiger NSC, bessere Touristen, die das ganze dokumentieren.
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Auribiel am 25.01.2012 | 19:17
Vielleicht sollte man nicht nur um echte Optionalität zwischen Basisregeln und Optionalen Regeln bitten, sondern auch um spezielle und regeltechnisch verankerte Aufteilung zwischen Helden(TM) und Zuckerbäcker-Fraktion.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Glgnfz am 25.01.2012 | 19:18
Weiß einer der anwesenden DSA-Experten, welche Anteile der damaligen Regelautoren heute überhaupt noch an Bord sind?

Ich würde sagen ziemlich genau 0 Prozent.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Callisto am 25.01.2012 | 19:20
Ich würde sagen ziemlich genau 0 Prozent.
Was ändert das? Sie müssen es ja doch DSAifizieren um die alte DSA-Riege zu halten. Und sie haben ja nicht angefangen für DSA zu arbeiten, weil es ihnen nicht gefällt. Egal wer es ist, er ist selbst DSAifziert.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Tim Finnegan am 25.01.2012 | 19:24
Was ändert das? Sie müssen es ja doch DSAifizieren um die alte DSA-Riege zu halten. Und sie haben ja nicht angefangen für DSA zu arbeiten, weil es ihnen nicht gefällt. Egal wer es ist, er ist selbst DSAifziert.

Augenzeugenberichte sagen: Es gibt welche, die wurden nicht DSAfiziert. Die sind von Natur aus schon wirr.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Glühbirne am 25.01.2012 | 19:25
Vielleicht sollte man nicht nur um echte Optionalität zwischen Basisregeln und Optionalen Regeln bitten, sondern auch um spezielle und regeltechnisch verankerte Aufteilung zwischen Helden(TM) und Zuckerbäcker-Fraktion.

Es sollte den Vorteil "Kein Held" geben. Der kostet genau so viele AP/GP/Kekse, wie die Helden brauchen um sich vom Volk abzusetzen. Und der Held bekommt für nur 5 Kekse mehr einen Bienstock oder eine Ziege zu Spielbeginn  >;D
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Taschenschieber am 25.01.2012 | 19:27
Ich wäre ja schon glücklich, wenn DSA irgendwas konsequent, richtig und hochwertig machen würde - aber selbst wenn ich mal versuche, mich in einen Regelsimulationisten reinzuversetzen, gruselt es mich vor DSA. Bei GURPS kann ich ja noch verstehen, was die Leute daran reizt. Bei DSA ist das nicht gegeben.

Wenn ein Regelwerk vorrangig einen Spielstil unterstützt, der nicht so 100% meins ist, ist das ja okay, ich bin da recht flexibel. Aber so eine Regelqualität wie bei DSA in Verbindung mit dem riesigen Umfang, dem trotzdem gigantischen Handwedelpotential und dem so genannten "Heldenbrief", den man eigentlich als "Heldenakte" bezeichnen müsste, ist das bei mir einfach nicht gegeben.

Und GURPS zeigt imho, dass man durchaus einen simulationistischen Ansatz mit umfangreichen und detaillierten Regeln fahren kann, ohne in so was zu verfallen.

Also: Von mir aus darf sich DSA an GURPS orientieren oder an FATE oder an SaWo oder an DnD (mein persönlicher Wunsch wäre dabei FATE), nur sollte man das dann wirklich gut und konsequent machen, ohne so eine Zickzacklinie wie mit DSA 4.1 zu fahren und ohne es derart zu verkorksen, dass man für den Charakterbau eine Software braucht. Dann wäre das zumindest ein System, das ich mitspielen würde, wenn meine Mitspieler das gerne wollen - wenn auch nicht unbedingt etwas, was ich unbedingt spielen will (d. h. wozu ich meine Mitspieler drängen würde anstatt vice versa).
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Destroy all Monsters am 25.01.2012 | 20:25
Ja, es geht mir um die DSAifizierung der Ursprungssysteme, die ich mir für FATE einfach nicht wünsche.

Man müsste einfach ein Rollenspiel finden, dem niemand nachweint, wenn DSA über es herfällt. Das soll sich DSA dann zum Vorbild nehmen.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Tim Finnegan am 25.01.2012 | 20:34
Man müsste einfach ein Rollenspiel finden, dem niemand nachweint, wenn DSA über es herfällt. Das soll sich DSA dann zum Vorbild nehmen.

Warts ab. 2013 wird das Jahr sein in dem sowohl D&D 5 als auch dann ein sehr D&D 4 ähnliches Produkt auf den Markt kommen. Bei letzteren ersetzt man dann den d20 durch 3d10, schrubbelt noch ein paar Sachen um und nennt es dann DSA5. History repeats itself.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Xemides am 25.01.2012 | 23:08
Galotta wurde von Dexter gekilllt

Also in unserer Kampagne haben wir Garlotta gekillt  ;D
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: ErikErikson am 25.01.2012 | 23:13
Also in unserer Kampagne haben wir Garlotta gekillt  ;D

Das werd ich melden! Aber jetzt mal ehrlich, wie kann den eine truppe Non-Min/maxer Garlotta töten? Des kommt mir doch Spanisch vor. Der ist wohl eher über den metaplot gesptolpert und hat sich beim Sturz das genick gebrochen?
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Pyromancer am 25.01.2012 | 23:39
History repeats itself.

Erst als Tragödie, dann als Farce.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Sphärenwanderer am 25.01.2012 | 23:52
Also in unserer Kampagne haben wir Garlotta gekillt  ;D
Etwa mit dem langsamen Dolch, der den Armatrutz durchdringt?  8]
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Xemides am 26.01.2012 | 06:05
Nun, bei uns hat der SL inspiriert vom Wolkenturm die ganze Szene komplett anders gestaltet als im Abenteuer vorgesehen. Erst haben wir ihn dazu gebracht, seinen Pakt zu hinterfragen und ihn zu brechen, und ihn dann mit geballter Kraft angegriffen und ihn schlicht mit normalen MItteln getötet.

Kein Zwei-Komponenten-Gift, kein Armatrutz mit langsamen Dolch, kein Dexter.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Just_Flo am 26.01.2012 | 06:17
Also auch kein Rotkappentrank?

An was soll sich DSA5 orientieren?

An DSA4.1! Eines der vielen Teilsysteme sollte ausgebaut und dann verallgemeinert werden. Dann ein noch je Talentgruppe 2-3 Beispiele was ein Talent bedeutet (oder eine allgemeine Richtlinie) bzw. welche Sachen wie erschwerrt sind.
Fertig!

Da würde sich das Alchemiesystem für das ganze Talentsystem anbieten.

Magie + Liturgien mit ein und dem selben Mechanismus aber halt mit unterschiedlichen Schlüsseln/Erschwerrnissen/Effekten bei "spontanen" Modifikationen/Aufstockungen.

Schon ist ein gestreamlinedes DSA 5 fertig.

Wenn man will kann man noch bei der GEnerierung was an den Paketen machen(zum Beispiel flexibler oder streichen).

Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Eulenspiegel am 26.01.2012 | 11:52
Eulenspiegel, mal wieder mein altes Problem mit Dir: Du liest nicht die Posts der anderen Leute!
Unterlasse bitte solche Unterstellungen und lese deine eigenen Posts:

Zitat
Du fantasierst Dir wieder Aussagen herbei, die so nirgendwo stehen!
Zitat
Du argumentierst, dass niemand zu komplizierte Regeln haben möchte.
steht nirgendwo auch nur ansatzweise in meinen Posts!
Ach nein? Willst du etwa leugnen, dass du geschrieben hattest:
"Ich kenne viele "schlaue Leute", die viel Spaß an, verkürzt gesagt, einfachen Spielen haben. Mir fällt allerdings niemand ein, der ein Spiel spaßig findet, das ihn überfordert. Wohlgemerkt überfordert."

Du könntest jetzt natürlich mit der Haarspalterei anfangen und versuchen zu erklären, wo der Unterschied zwischen "überfordern" und "zu kompliziert" liegt. Oder du könntest auf die Haarspalterei verzichten und zugeben, dass beides das gleiche ist.

Zitat
Und mal nebenbei bemerkt: so wie Du es schreibst ("...dass niemand ZU komplizierte Regeln haben möchte) ist es noch nichtmal falsch...
Natürlich ist das nicht falsch! Habe ich irgendwo behauptet, dass dies falsch sei?
Ich habe behauptet, dass dies nur eine einseitige Betrachtung ist.

Zitat
Überleg Dir doch vielleicht noch ein paar Abstufungen in der Über-Stark-Wenig-Unterforderungsreihe. Mit "überfordern" spreche ich lediglich von der Schwelle, wo es mir zu viel wird. Punkt. Aus.
Mit meinen 4 Abstufungen habe ich immerhin doppelt so viele Abstufungen, wie du mit deinen
"nicht-überfordert" - "überfordert".

Aber das ist echt kurios. Du verlangst von mir mehr Abstufungen, obwohl ich selber doppelt so viele Abstufungen wie du benutze.

(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)

Zitat
Xemides, ich habe überhaupt kein Problem damit, wenn jemand sagt: das ist mir nicht genug. Habe ich nie bestritten, und wollte das auch nie tun! Ich habe lediglich geschrieben, das ein Spiel welches vielen Leuten zu kompliziert ist eben nur von denjenigen "as written" gespielt werden kann, denen es eben NICHT zu kompliziert ist. Wohingegen ein weniger kompliziertes Spiel von mehr Leuten gespielt werden KANN.
Und wieso hast du dann meinen Post zerpflückt, nachdem ich genau das geschrieben habe?

Und doch, jeder KANN auch zu komplizierte Spiele spielen. Die Frage ist nur, ob es ihm Spaß macht. Und hier gilt, dass zu komplizierte Spiele genau so wenig Spaß machen wie zu einfache Spiele.

Zitat
Dir z.B. ist DSA scheinbar nicht zu kompliziert. Das hindert Dich aber nicht daran, weniger Kompliziertes wie SW, LL oder DS spielen zu können. Wenn diese Spiele nicht Deinen Geschmack treffen steht das aber auf einem anderen Blatt.
Mir z.B. ist DSA zu kompliziert. Unabhängig davon, ob das an meiner Unlust liegt, mich mit einem derartig komplizierten System auseinaderzusetzen, oder ob einfach mein IQ dafür nicht langt: es schließt mich von DSA aus.
Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass du DSA spielen KANNST.
Die Sache ist nur, dass du nicht DSA spielen WILLST. (Oder anders ausgedrückt: Es liegt nicht an deinem IQ. Es liegt an deiner Unlust.)

Du spielst kein DSA, weil es dir keinen Spaß macht (weil zu kompliziert). Und ebenso spiele ich kein DS, weil es mir keinen Spaß macht (weil zu einfach).

Dass du kein DSA und ich kein DS spiele, sagt nichts darüber aus, ob wir es können. Es besagt einfach nur, dass wir keine Lust darauf haben. (Du nicht, weil dir zu kompliziert. Ich nicht, weil mir zu einfach.)

Zitat
Es schließt mich zwar nicht 'aktiv' aus (Stimme hinter Meistermaske: "DUU DAAA DARFST NICHT DSA SPIELEN!"), aber es schließt mich aus Verlagssicht einfach aus der Käufergruppe aus.
Und DS schließt mich aus Verlagssicht aus der Käufergruppe aus.

Zitat
Ich habe gar keine speziellen Wünsche. Solange es nicht zu kompliziert ist...
Und andere Leute haben keine speziellen Wünsche, solange es nicht zu einfach ist.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Uwe-Wan am 26.01.2012 | 11:54
Großartig.  :cheer: :cheer: :cheer: :cheer:

(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Boba Fett am 26.01.2012 | 12:33
Ach nein? Willst du etwa leugnen, dass du geschrieben hattest:
"Ich kenne viele "schlaue Leute", die viel Spaß an, verkürzt gesagt, einfachen Spielen haben. Mir fällt allerdings niemand ein, der ein Spiel spaßig findet, das ihn überfordert. Wohlgemerkt überfordert."

Du könntest jetzt natürlich mit der Haarspalterei anfangen und versuchen zu erklären, wo der Unterschied zwischen "überfordern" und "zu kompliziert" liegt. Oder du könntest auf die Haarspalterei verzichten und zugeben, dass beides das gleiche ist.

Zunächstmal "Anfangen mit der Haarspalterei" - da fehlt doch ein Smiley, oder?
Denn ernst gemeint kann das wohl nicht wirklich sein...
Wenn doch, führe bitte Hand an eigene Nase und fasse zu.

Und abgesehen davon irrst Du:
DSA3 und 4 und SR und einige andere sind mir zu kompliziert.
Aber nicht, weil sie mich überfordern.
Immerhin habe DSA3 jahrelang gespielt und SR sowieso.
Gut, theoretisch könnte ich verblödet sein, mit den Jahren, aber ich hoffe mal das trifft nicht zu.
Abgesehen davon, ich hab mir vor ein paar Monaten SR4 mal wieder angesehen und geplant es zu spielleitern. Und es wieder aufgegeben.
Nicht, weil es mir zu komplex ist, nicht weil ich es nicht hätte bewältigen können, auch nicht wegen Zeitlichem Aufwand, sondern schlicht wegen der Antwort auf die selbstgestellte Frage: "Willst Du Dir das wirklich antun, so umständlich, wie es aufgebaut ist? Dir fallen bei jeder Regel etliche Alternativen ein, die einfacher, schneller, fairer und ausbalancierter sind."

Zu kompliziert bedeutet nicht automatisch zu komplex oder "überfordernd".
Manchmal stellt es schlicht ein höfliches Synonym für "scheiße" (subjektiv empfunden!) dar!
Insofern muss Herr Präsi also gar nichts zugeben.

Ansonsten kannst Du Dir mal einen netteren Tonfall angewöhnen.
Mitteilungen wie "Ach nein? Willst du etwa leugnen, dass..." fördern nicht wirklich die Konstruktivität eines Themas.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Luxferre am 26.01.2012 | 12:41
Wäre ich ein Mod, würde ich jetzt farblich-markiert darum bitten, wieder zur Diskussion zurück zu kehren. Wir wollen doch alle nur das gleiche: spielen!

Danke ;)
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Boba Fett am 26.01.2012 | 12:56
hast ja recht!

An was soll sich DSA orientieren?

Systemtechnisch würde ich mir ein Leichtgewicht wünschen.
Ich sage jetzt nicht Savage Worlds, denn ich glaube inzwischen, dass das nicht die beste Wahl wäre.
Aber soetwas in der Richtung. Es darf auch Dungeonslayers sein, oder auch DER oder so.
Die Regeln sollten eben nicht im Wege stehen, und zwar nicht etwa, weil man sie zu ignorieren gelernt hat, sondern, weil sie einfach nur da angewendet werden müssen, wo man sie wirklich (!!!) braucht. Und da sollten sie auch qualitativ hochwertig sein.

Aventurien würde ich mir wieder mehr ins Mittelalter wünschen, weg aus der Renaissance.
Ich brauche die Epic nicht, die die letzten Metaplots durchzogen hat.
Ich brauche auch keine Abenteuer in der High Society von Aventurien.
Mir würde es 1000 mal besser gefallen, wenn man wieder einfach "Abenteurer" spielen würde und die Aufmerksamkeit auch darauf liegen würde.
Mir gefallen die Romanteile der "Nordländer" von Joe Abercrombies "Klingen" - Romanen auch tausendmal besser als das ganze Hin und Her im Imperium.

Ich brauche auch keine Schelme und Geoden und auch etliche der Geweihten fallen für mich als "unspielbar" (weil nicht fürs Abenteuer tauglich) raus.
Und ich spiele auch kein Rollenspiel im Sinne von "Säulen der Erde".
Ich brauche auch keine zig Magierakademien. Es reicht mir, wenn man einen Magier spielen kann und wenn nicht gleich jeder Magier stereotyp aussehen muss.
Ich möchte Abenteuerer spielen, die auf Abenteuer ausziehen und welche erleben und von sich aus irgendwann erfahren, dass man sie als Helden ansieht und sie sich den Status verdient haben.



Sprich: Sehr vieles, das DSA heute für mich ausmacht würde ich gerne in einem zukünftigen DSA 'vermissen'.
Ich weiss, dass andere das anders sehen. Spielvorlieben sind nun mal verschieden.
Aber mein Text ist nur meine persönliche Antwort auf die Frage im Topic.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: First Orko am 26.01.2012 | 13:03
Hab jetzt zwar DSA4 und FATE angekreuzt, aber bei längerem Sinnieren müsste ich noch viel mehr auswählen. Bin auch nicht sicher, ob und wie sich das beides vereinen ließe...
Folgende Punkte (die ich für realistisch halte und die auch schon gewisse Zugeständnisse machen!) würden DSA5 für mich ausreichend attraktiv machen, um zumindest mal nen genaueren Blick zu riskieren:


Gibt noch dutzende andere Dinge, aber das fällt mir so als Erstes ein.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: ErikErikson am 26.01.2012 | 13:08
Die Umstellung DSA 3 auf DSA 4 hat zumindest keine Kundeverluste wie D&D 3 auf D&D 4 mitgebracht. Insofern ist ein DSA 4 mit ein paar Fate Aspekten drin vielleicht doch die beste Wahl.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Private Baldrick am 26.01.2012 | 13:24
Quelle? Soweit ich weiß hat DSA mit *jeder* neuen Version weniger Kunden erreicht.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: ErikErikson am 26.01.2012 | 13:29
Diverse ullyses verlautbarungen das sich ihr zeug spitze verkauft. An DSA 3 sind sie noch halber Pleitegegangen.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Chiungalla am 26.01.2012 | 13:29
Quelle? Soweit ich weiß hat DSA mit *jeder* neuen Version weniger Kunden erreicht.

Da es keine Möglichkeit gibt das auf die Qualität des Produktes zurück zu führen, wäre der Punkt doch eher bedeutungslos, oder?

Das die vierte nicht so viele Leute gekauft haben, wäre ja ggf. wenn das stimmt, auf die unterschiedlichsten Faktoren zurück zu führen. z.B. auf eine generelle Unlust der Rollenspieler sich neue Edition anzuschauen solange sie mit der alten zufrieden sind. Oder darauf das der Markt schrumpft. Oder darauf das die Konkurrenz steigt.

So oder so, die Verkaufszahlen der 3. Edition von vor 10+ Jahren mit den Verkaufszahlen von DSA 4 aus den letzten Jahren zu vergleichen bringt keine wesentlichen Erkenntnisse darüber welches System beliebter oder besser ist.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: ErikErikson am 26.01.2012 | 13:31
jedenfalls gibt es kaum noch DSA 3 aber viele D&D 3.X Fans im tanelorn. Daraus ziehe ich den Schluss: ja nix groß ändern mit ner neuen Edition. WoD wars doch genauso. Schuster, bleib bei deinen Leisten.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Private Baldrick am 26.01.2012 | 13:36
So oder so, die Verkaufszahlen der 3. Edition von vor 10+ Jahren mit den Verkaufszahlen von DSA 4 aus den letzten Jahren zu vergleichen bringt keine wesentlichen Erkenntnisse darüber welches System beliebter oder besser ist.

Sieh mal einer an. Und bei D&D darf man das? Warum? Weil etliche Leute groß herausposaunt haben, dass sie D&D 4 nicht mitmachen, weil sie es doof finden? Genau das ist ja bei DSA 4 auch passiert.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: ErikErikson am 26.01.2012 | 13:38
D&D ist was anderes. Das kannst du nicht vergleichen.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Private Baldrick am 26.01.2012 | 13:40
Weil is halt so?
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Chiungalla am 26.01.2012 | 13:40
Sieh mal einer an. Und bei D&D darf man das? Warum? Weil etliche Leute groß herausposaunt haben, dass sie D&D 4 nicht mitmachen, weil sie es doof finden? Genau das ist ja bei DSA 4 auch passiert.

Wer sagt denn das man das bei D&D darf?

jedenfalls gibt es kaum noch DSA 3 aber viele D&D 3.X Fans im tanelorn. Daraus ziehe ich den Schluss: ja nix groß ändern mit ner neuen Edition. WoD wars doch genauso. Schuster, bleib bei deinen Leisten.

Evolution statt Revolution eben. Mit einer Revolution, wie sie hier viele wünschen, kann man nämlich mächtig daneben liegen als Verlag. Und ich glaube sogar, dass es besser ist seine kleine Nische zu verteidigen, anstatt zu versuchen in anderen Nischen und Spielertypen zu wildern. Der Spagat zwischen der DSA 4 und Fate-Gemeinde wird fast zwangsläufig mindestens eine der beiden Gruppen enttäuschen. Höchst wahrscheinlich beide.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: ErikErikson am 26.01.2012 | 13:43
Weil is halt so?

Yup.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Boba Fett am 26.01.2012 | 14:18
jedenfalls gibt es kaum noch DSA 3 aber viele D&D 3.X Fans im tanelorn.

D&D ist was anderes. Das kannst du nicht vergleichen.

aha...  ::)  wtf?
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: ErikErikson am 26.01.2012 | 14:21
ich dreh mein Fähnchen halt nach dem Wind.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: K3rb3r0s am 26.01.2012 | 14:22
ich dreh mein Fähnchen halt nach dem Wind.

EE for Bundespräsident.  ;D
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Boba Fett am 26.01.2012 | 14:23
Evolution statt Revolution eben. Mit einer Revolution, wie sie hier viele wünschen, kann man nämlich mächtig daneben liegen als Verlag.

Gutes Statement...
Das bringt mich auf einen anderen Gedanken:
Evolution impliziert auch das Aussterben von Arten, die kein Anpassungsverhalten zeigen.
Und das gilt auch für ehemals dominante Rassen am oberen Ende der Nahrungskette.
Die Dinos sind auch ausgestorben...

DSA ist ein Dinosaurier...!
Vielleicht wäre eine adäquate Antwort auch: Bringt ein "DSA4 final Version" heraus und schließt es damit ab. Und schafft ein neues, großes System.

Nur eine These!
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: K3rb3r0s am 26.01.2012 | 14:24
Gutes Statement...
Das bringt mich auf einen anderen Gedanken:
Evolution impliziert auch das Aussterben von Arten, die kein Anpassungsverhalten zeigen.
Und das gilt auch für ehemals dominante Rassen am oberen Ende der Nahrungskette.
Die Dinos sind auch ausgestorben...

DSA ist ein Dinosaurier...!
Vielleicht wäre eine adäquate Antwort auch: Bringt ein "DSA4 final Version" heraus und schließt es damit ab. Und schafft ein neues, großes System.

Nur eine These!


Guter Gedanke aber solange die Kuh noch Milch gibt wird sie niemand schlachten.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Xemides am 26.01.2012 | 14:29
Gutes Statement...
Das bringt mich auf einen anderen Gedanken:
Evolution impliziert auch das Aussterben von Arten, die kein Anpassungsverhalten zeigen.
Und das gilt auch für ehemals dominante Rassen am oberen Ende der Nahrungskette.
Die Dinos sind auch ausgestorben...

DSA ist ein Dinosaurier...!
Vielleicht wäre eine adäquate Antwort auch: Bringt ein "DSA4 final Version" heraus und schließt es damit ab. Und schafft ein neues, großes System.

Nur eine These!


Nachdem WotC DnD beerdigt hat, oder SJG GURPS.

Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Chiungalla am 26.01.2012 | 14:58
@ Boba Fett:
Nur passt eine Sache in Deiner These nicht. Die Dinosaurier sind ausgestorben, und eignet sich daher kaum als Vergleich für DSA. Denn DSA bleibt im großen und ganzen eine Erfolgsgeschichte.

Da DSA weiterhin einen verhältnismäßig großen Marktanteil hält sollte man DSA, wenn man schon die Analogie zur Evolution ziehen möchte, mit all jenen Arten vergleichen die sich seid über hundert Millionen Jahren nicht nennenswert verändert haben, und trotzdem (oder gerade deswegen) immer noch erfolgreich sind. Sie hatten vielleicht mal mehr Erfolg als heute, aber das bedeutet nicht zwangsläufig, dass sie heute vom Aussterben bedroht sind.

Daher widerspreche ich Dir, wenn Du behauptest das DSA ein Dinosaurier ist. Schildkröte vielleicht. Aber Dinosaurier eher nicht.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: pharyon am 26.01.2012 | 15:21
Auf jeden Fall darf sich Edition 5 stark an der 4. orientieren - um genau zu sehen, wo bestimmte Ideen schlecht umgesetzt wurden.

Ich selbst war ja bislang auch ein Fan des 3W20- und AT/PA-Grundmechanismus, aber...
... die Parade hat in der aktuellen Form eine Übermacht und verlangsamt Kämpfe
... Modifikatoren sind nicht überall vollständig und ausreichend erklärt (soziale Auswirkungen? Meisterentscheid!)
... viele kleine Modifikatoren bringen nicht viel - außer Zeitverlust

Trotzdem bietet die 4. Ausgabe ja eine riesige Menge Anschauungsmaterial. Was war gut? Was hat gar nicht geklappt?

Fate bietet auf jeden Fall einige spannende Mechanismen, die insbesondere für Merkmale wie Vor- oder Nachteile eine deutliche Entwicklung bringen können.

Auch andere Systeme bieten stellenweise Inspirationen, die man sich für Teile des Regelwerks näher anschauen darf (SaWo, L5R 4.Ed oder Reign für Ebenen größere Scharmützel --> Schlachten, Politik, Organisationen).

@Dinos: Die sind nicht ausgestorben -> die haben sich weiterentwickelt und deren Nachfahren beschmutzen noch so manches Menschen Hemd  ;)

DSA ist aber zur Zeit ein sperriger Koloss, der vielen potentiellen Spielern den Einstieg versperrt. Ein Spagat zwischen Komplexität und Einsteigerfreundlichkeit wird die spannende Herausforderung.

Und da schließe ich mich z.B. TAFKABKs Idee an, dass sich die Entwickler darauf konzentrieren, welchen Spielstil sie wie bedienen wollen und nicht eine neuere Eier legende Wollmilchsau herausbringen.

Ach ja, weniger Seiten für ein umfassendes Regelwerk wären sehr nett. So 400, oder so. Dafür mehr und akkuraten Inhalt.

p^^
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Foul Ole Ron am 26.01.2012 | 15:21
Manche "Dinos" haben sich seit Millionen Jahren nicht verändert, und stehen immer noch ziemlich weit oben in der Nahrungskette. Krokodile zum Beispiel.
Manche sind ausgestorben, faszinieren uns aber teilweise heute noch.
Und manche haben sich zu Hühnern "weiterentwickelt"  ::)
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am 26.01.2012 | 15:29
Zitat
Diverse ullyses verlautbarungen das sich ihr zeug spitze verkauft. An DSA 3 sind sie noch halber Pleitegegangen.
Nur das das mit DSA3 Fanpro war und nicht Ulisses (und Fanpro ist auch erst Jahre nach Ende von DSA3 pleite gegangen).
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Private Baldrick am 26.01.2012 | 15:38
Daher widerspreche ich Dir, wenn Du behauptest das DSA ein Dinosaurier ist. Schildkröte vielleicht. Aber Dinosaurier eher nicht.

Ich will einfach nochmal einen Quastenflosser in die Runde werfen.

*werf*

Danke.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: McCoy am 26.01.2012 | 15:42
Ich bin auch immer noch dafür einen Zeitsprung von 50-80 Jahren für die nächste Edition ins Land gehen zu lassen. So kann man vorhandene Fäden die einfach Mist sind, abschneiden. Neue Vorraussetzungen schaffen und wieder Raum für Entdeckungen schaffen.
Mit den dunklen Zeiten wurde doch auch nur eine neue Ebene auf der gleichen Bühne geschaffen und siehe; es wurde allgmeine Begeistert aufgenommen.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Private Baldrick am 26.01.2012 | 15:43
Wie bei unzähligen Gelegenheiten sonst auch schon kundgetan: Meine Stimme hättest du dafür. Es gibt ja andere Rollenspiele, wo sowas Standard ist (z.B. Shadowrun).
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Tim Finnegan am 26.01.2012 | 15:51
Um dazu mal den ganzen harten Gegenpol zu geben: Nein! Lieber wieder beim gleichen Startzeitpunkt anfangen, dazu einen Band wie "Die große Aventurien-Saga" rausbringen, mit 500 Jahren Meta-Plot am Stück, dann damit die restlichen Produkte nicht mehr belästigen, höchstens mal mit kleinen Info-Kästen. Hat ja bei der Great Pendragon Campaign auch funktioniertl
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: McCoy am 26.01.2012 | 15:52
Du meinst einen "Reboot". Alles auf Anfang zum Jahre 8 Hal oder so?
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Roland am 26.01.2012 | 15:57
Mit den dunklen Zeiten wurde doch auch nur eine neue Ebene auf der gleichen Bühne geschaffen und siehe; es wurde allgmeine Begeistert aufgenommen.

Da hatten die Leute nur sehr wenig zu verlieren.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Chiungalla am 26.01.2012 | 16:20
Ich will einfach nochmal einen Quastenflosser in die Runde werfen.

*werf*

Danke.

Den hatte ich auch schon in der Hand, dachte aber die Schildkröte übersteht den Wurf besser...
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Tim Finnegan am 26.01.2012 | 16:24
Du meinst einen "Reboot". Alles auf Anfang zum Jahre 8 Hal oder so?

Warum nicht? Wäre wirklich die einfachste Art das Altmaterial valide zu lassen und trotzdem Fan-gerecht neu starten zu können.

@Dolge:

Ui! Den adoptiere ich und nenn ihn Xemides. So ein putziger kleiner Geselle.

@Xemides:

Pass auf, bald kommt die Zeit an der du dich an der OSR beteiligen wirst ...
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: YY am 26.01.2012 | 16:30
Wie bei unzähligen Gelegenheiten sonst auch schon kundgetan: Meine Stimme hättest du dafür. Es gibt ja andere Rollenspiele, wo sowas Standard ist (z.B. Shadowrun).

Von SR3 auf SR4 hat das mMn allerdings eher schlecht funktioniert.

Mal als Denkansatz dazu:
Hätte die SR4-Zeitlinie genau so ausgesehen, wenn es die vorherigen 3 Editionen nicht gegeben hätte?  ;)


Da gefällt mir Coldwyns Vorschlag besser.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Arkam am 26.01.2012 | 16:31
Hallo zusammen,

bei DSA schreibe ich immer erst etwas zur Person und zum Verhältnis zu DSA bevor irgendwer irgendetwas in den falschen Hals bekommt.
DSA 1 war das erste Rollenspiel mit dem ich in Kontakt gekommen bin. Dann kam das Abenteuer Ausbauspiel das zwar nicht perfekt war aber mit dem man leben konnte. Aventurien selbst ist von uns schon immer ganz persönlich bearbeitet worden. Vielleicht kennt noch jemand der uralten Hasen die Geschichte mit dem Abenteuer das Kiesow geleitet hat und bei dem Kaiser Hal umkam?
Ach ja einen Ausflug nach Tharun haben wir auch gehabt.
Die späteren Versionen brachten dann neben dem Umstieg auf das 3W20 System, das fürchterliche Prinzip das man neben den Abenteuerpunkten auch noch reichlich Dukaten bzw. Bücher für Dukaten brauchte um Steigerungen durchführen zu können. Die Silbertaler im Ausbauset konnte man ja noch bekommen und man hatte ja noch keine Steuern oder Lebenshaltungskosten. Zudem waren bei optimierten und / oder erfahrenen Charakteren die Regeln wohl nicht richtig durch überlegt.
Zuletzt haben wir mit den "Sieben Gezeichneten" nach DSA 3 angefangen. Das Unternehmen ist dann wegen verzogenem, örtlich nicht persönlich, Spielleiter eingeschlafen.
DSA 4 die erste war ja die erste Myanor Box die bei uns für Kopfschütteln und Ablehnung gesorgt hat. Wir hätten uns lieber ein Back to the Roots also eine Fehler korrigierte Ausbauset Regelfassung gewünscht.
Die Überlegung die Kampagne nach DSA 4.1 neu zu beginnen schlief ein nachdem sich heraus stellte das in den Basisregeln die Geweihten fehlten und keiner Lust / Zeit / Nerven hatte sich um DSA 4.1 im Vollausbau zu kümmern.
Mein Versuch meinen DSA 3 Streuner und eine Magierin nach den Basisregeln auf zu stellen

Dazu muss man sagen das unserer Runde die Regeln wichtig sind. Schwertkönige die nur deshalb toll sind weil sie sich nicht an offizielle Regeln halten kamen überhaupt nicht gut an. Genau so wenig wie NPCs die Rollen hatten die die Spieler selbst nie bekommen konnten. Man erinnere sich etwa an den Dunkelelfen in der Streuner soll sterben oder den Druiden in die Kanäle von Grangor der sich auch nicht an seine Spruch Beschreibungen halten musste.
Charaktere werden gerne optimiert aufgestellt. Das heißt jeder einzelne Spieler liest sich erst Mal die Regeln durch und stellt danach seinen Charakter auf.

Ich würde mir also entweder den radikalen Schnitt wünschen und ein erweitertes Abenteuer Ausbauspiel wünschen.
Oder wenn das nicht möglich ist ein auch nach Büchern getrenntes Konzept mit Basis - Aufbau und Experten Regeln. Wobei die einzelnen Regelsets zueinander kompatibel sein müssen.
Das klappt doch bei D&D 3.5 / Pathfinder auch wunderbar.
Negativ bei ersten Durchlesen ist mir noch ins Auge gefallen das die meisten Kampfmanöver Attacke Abzüge zur Folge hatten. Wie wäre es mit ungelernt muss man tatsächlich mit den Abzügen arbeiten. Gelernt bekommt man die Auswirkung bei einer gelungenen Attacke als ob man mindestens eine Ansage gemacht hätte und ansonsten bis zu Auswirkungen die einer +6 Ansage entsprechen. Wer höher hinaus will muss tatsächlich wieder ansagen.
Schön fände ich auch eine kleine Tabelle die abhängig vom Fertigkeit Wert angibt welche Proben man automatisch schafft. Einfach damit Helden mit Klettern 16 nicht beim Erklettern eines Apfelbaums vom Baum fallen und Helden mit einem negativen Wert aber hohen Attributen oder einfach nur Würfelglück den Experten dumm dastehen lassen können.
Schön fände ich auch wenn man die Fertigkeiten durchforsten könnte. Am besten fände ich ja zwei Fertigkeit Blocks. Ein Mal Abenteuer relevante Fertigkeiten und dann Welt und Hintergrund Fertigkeiten. Beide mit einem separaten Punkte Pool und die Welt und Hintergrund Fertigkeiten streng optional.
Nachdem ich im offiziellen DSA Forum eine Diskussion darüber wie man Magie blockiert und über magische Attentäter etc. durchgelesen habe würde ich mir noch etwas wünschen. Bastelregeln für alles Mögliche sind ja eine wahre Wonne. Aber entweder hat man sie ganz genau mit Taschenrechner und streng nach Wortsinn ausgearbeitet und alle Konsequenzen bedacht oder man macht sie optional und gibt Grenzen an. Geld oder Verfügbarkeit sind keine soliden Grenzen. Man kann damit zwar den Punkt heraus schieben wo solche Bastelregeln kippen man kann aber nicht verhindern das solche Regeln kippen.

Gruß Jochen
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: evil bibu am 26.01.2012 | 16:40
gibt es überhaupt ein setting, bei dem so eine fast forward aktion gut gelungen ist? dann doch eher ein reset mit den groben (bzw. nicht zu präzisen) verläufen der plotlines.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Terrorbeagle am 26.01.2012 | 16:50
Bei mir stellt sich mir sowohl beim Gedanken an einen Reboot (und den ganzen Scheiß noch mal von vorne? Nein Danke) oder eines Zeitsprungs (wozu? Um dem Wiedererkennungswert nun vollends den Gar aus zu machen?) eine Bürste aufstellt.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: YY am 26.01.2012 | 16:59
Reboot (und den ganzen Scheiß noch mal von vorne? Nein Danke)

Ich würde da eher an die Form denken, dass man von Anfang an einen Gesamtüberblick über den behandelten Zeitraum bietet und eben keinen eindeutig definierten Verlauf hat, d.h. es gäbe keine "offizielle Gegenwart"*.

Folgeprodukte würden/könnten dann höchstens einzelne Zeitabschnitte detaillierter behandeln.


*Mir ist es schon öfter begegnet, dass sich DSA-Gruppen recht intensiv Gedanken darüber machen, was sie wann (ingame) spielen.

Da wird dann auch gerne mal in Schaubildform Buch geführt, welcher SC überhaupt wann lebt...

In Grundzügen gibt es das also in einigen Gruppen schon ziemlich genau so, wie ich mir das denke.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Tim Finnegan am 26.01.2012 | 17:00
Bei mir stellt sich mir sowohl beim Gedanken an einen Reboot (und den ganzen Scheiß noch mal von vorne? Nein Danke) oder eines Zeitsprungs (wozu? Um dem Wiedererkennungswert nun vollends den Gar aus zu machen?) eine Bürste aufstellt.


Du bekommst doch bei fast allem ne Bürste. Es wäre erst ein informativer Indikator wenn es mal nicht so wäre :P
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Edvard Elch am 26.01.2012 | 17:02
Bei mir stellt sich mir sowohl beim Gedanken an einen Reboot (und den ganzen Scheiß noch mal von vorne? Nein Danke) oder eines Zeitsprungs (wozu? Um dem Wiedererkennungswert nun vollends den Gar aus zu machen?) eine Bürste aufstellt.

Wie würdest du das heillose Durcheinander aus Plotfäden entwirren wollen, bei dem nicht mal die Redaktion durchblickt und das in Abenteuern oder im Boten aufzuarbeiten eine fast nicht zu bewältigende Aufgabe darstellt, weil es mit jedem Abenteuerband weiter wuchert?

Ansonsten: Auf bisherigen Editionen aufbauen, Anregungen aus den meisten der oben genannten Systeme mitnehmen und das ganze weniger ausufernd und wuchernd machen.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Terrorbeagle am 26.01.2012 | 17:40
Du bekommst doch bei fast allem ne Bürste. Es wäre erst ein informativer Indikator wenn es mal nicht so wäre :P

So stimmt das ja auch nicht. Es gibt durchaus ein paar Ideen denen ich was positives abgewinnen kann - nur sind die halt selten. Ich würde ja gerne weniger oft mosern, aber dazu gibt es zu wenig gute Ideen, die in Threads wie diesen geäußert werden.

Der Reset ist ein dumme Idee, weil alle Entwicklungen von da an immer und unabänderlich mit der OriginalZeitlinie verglichen werden würde und entweder nichts anderes als alter Wein in neuen Schläuchen wird oder sich dauerhaft enorm bemüht anders um des anders sein wegen zu werden. Beides sind miese Vorraussetzungen für ein Setting.
Alternative Zeitlininen sind durchaus spannend und ein interessanter Weg, um was aus dem Setting zu machen, dass es so noch nicht gab, aber sie sind unter anderem deshalb interessant weil die bekannten und vertrauten Elemente neu konotiert und in leicht verändertem Kontext auftreten - dafür müssen aber die besagten Elemente immer noch bekannt und vertraut sein.

Ein Zeitsprung kann eher funktionieren, wobei ich aber nur genau ein Setting kenne, bei dem das funktioniert hat, nämlich Battletech zu Beginn der 90er (und glaub ich, jetzt gerade wieder, wobei ich aber dabei nicht genau weiß, wie und ob das angenommen wurde). Das Problem hierbei leigt aber etwas darin, dass man in dem Fall tatsächlich Tabula Rasa machen müßte, was ikonische Charaktere angeht (was ich persönlich zwar überaus begrüßen würde, aber meines Erachtens der Nachvollziehbarkeit des Settings und der Kontinuität und vor allem der Wiedererkennbarkeit des Settings, eben auch schaden würde.
Ja, die verschiedenen Plotstränge sind ein wildwucherndes Gestrüp - und das ist gut so. Dadurch bekommt das Setting eine gewisse Dynamik und wird eben nicht zu einem eher sterilen und langweiligen Schaustück, sondern zu einem dynamischeren
Klar, es wäre schöner, wenn verschiedene lose Enden häufiger wieder aufgegriffen und mit einander verknüpft werden, oder wenn der EMtaplot mehr von der inneren Plausibilität des Settings als von den Regeln der Dramatik vorangetrieben werden würde, aber letztebdlich ist die beklagte Unübersichtlichkeit der Handlungsstränge nun mal der Vielfältigkeit des Metaplots mit dutzenden von verschiedenen Strängen geschuldet - und Vielfältigkeit ust bei einem Setting erst mal rundherum gut.

Wie würdest du das heillose Durcheinander aus Plotfäden entwirren wollen, bei dem nicht mal die Redaktion durchblickt und das in Abenteuern oder im Boten aufzuarbeiten eine fast nicht zu bewältigende Aufgabe darstellt, weil es mit jedem Abenteuerband weiter wuchert?
Entwirren? Gar nicht. Ich würde eher aus der Not eine Tugend machen und mehr Stänge von vorne herein als Ergebnisoffen gestalten, was die DSA-Schreiberlinge ja auch versucht haben (die Umsetzung ist mittelmäßig, aber das ist bei DSA ja leider Standard) und man erfreut sich an der Vielfältigkeit. Nicht perfekt, sicherlich, aber immeer noch besser als impulsive Überschussreaktionen.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Tim Finnegan am 26.01.2012 | 17:53
@Terrorbeagle:

Du gibst da gerade das Stichwort. Ich leite aktuell eine BattleTech-RPG Kampagne und genau die vorhandene Retrospektive hilft ungemein. Ja, es gab einen Zeitsprung (Besiegte Clans zu Dark Age), die 100 Jahre dazwischen wurden aber sehr sauber gefüllt und bieten genau deswegen mehr Anhaltspunkte zum Spielen als davor.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Xemides am 26.01.2012 | 18:06
@Xemides:

Pass auf, bald kommt die Zeit an der du dich an der OSR beteiligen wirst ...


Ich habs ja versucht. Ich habe mir LL gekauft, es gelesen, gedacht die alte Begeisterung kommt wieder. Habe es auf dem NordCon geleitet. Doch die Begeisterung blieb aus. Es fehlten mir zu viele Dinge, um Spaß damit zu haben.

Ich habe mir SaWO gekauft, deutsch und englisch, und festgestellt, es ist nicht für mich.

Begeistert hat mich MRQII bzw. Legend und das kommende Runequest 6. Weil es einerseits so ist wie früher, aber auch moderniesiert wurde. Aber ich habe es immer noch wieder erkannt.

Daran sollte sich DSA5 orientieren, an Legend und Runequest 6. Würde perfekt passen.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Tim Finnegan am 26.01.2012 | 18:07
Neh, mein Quastenflosser, ich meine den Punkt an dem du feststellen wirst dass aktuelle Systeme deine gwohnte Art zu Spielen nicht mehr widerspiegeln und du deine "eigene" Version von Rolemaster oder Gurps als Retro-Klon ins Netz stellst.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Terrorbeagle am 26.01.2012 | 18:09
Ein Zeitsprung würde ich auch nicht annährend so kritisch betrachten wie die Idee des Reboots. Ich persönlich fände die Idee sogar sehr spannend - als persönliches Kampagnenprojekt, oder als eine offizielle alternative Zeitlinie, vergleichbar mit der Dunklen Zeiten Box. Das sind nur halt keine guten Orientierungspunkte für das offizielle Aventurien, und da muß man auch ein klein wenig zwischen persönlichem Geschmack und dem, was dem Setting/dem System gut täte, differenzieren.

BTW: Wie wurde denn der 2. Battletech Zeitsprung aufgenommen? Ich kann mich, bei den wenigen BT-Spielern, die ich so kenne, nur an blanke Verachtung für "Klickytech" und alles, was damit zu tun hat, erinnern. Und das bisschen, was ich bisher vom Jihad gelesen habe, fand ich auch eher... unterwältigend.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Tim Finnegan am 26.01.2012 | 18:14
Wie wurde denn der 2. Battletech Zeitsprung aufgenommen? Ich kann mich, bei den wenigen BT-Spielern, die ich so kenne, nur an blanke Verachtung für "Klickytech" und alles, was damit zu tun hat, erinnern. Und das bisschen, was ich bisher vom Jihad gelesen habe, fand ich auch eher... unterwältigend.

Gute Frage. Als der "Dark Ages" Zeitsprung stattfand, wurden ja eine Menge an Settingfakten gesetzt. Der Begin des Jihad, also ´68 war etwas sehr holprig, hat aber gut fahrt aufgenommen. Die Storyline nach 72 ist verdammt spannend.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: tartex am 31.01.2012 | 15:30
Das Problem hierbei leigt aber etwas darin, dass man in dem Fall tatsächlich Tabula Rasa machen müßte, was ikonische Charaktere angeht (was ich persönlich zwar überaus begrüßen würde, aber meines Erachtens der Nachvollziehbarkeit des Settings und der Kontinuität und vor allem der Wiedererkennbarkeit des Settings, eben auch schaden würde.

Keine Sorge, Nahema überlebt den Zeitsprung sicher.  ;)
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: First Orko am 31.01.2012 | 16:02
Keine Sorge, Nahema überlebt den Zeitsprung sicher.  ;)

Heißt es von mir ihr nicht, sie habe die sieben Formeln der Zeit?
Insofern besteht da ne gute (??) Chance  8]
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: McCoy am 31.01.2012 | 16:08
Das würde aber doch den Sinn eines solchen Zeitsprungs zunichte machen, oder?

Wie schön wäre es doch für die Helden der zukünftigen Zeit während ihrer Reise an einem Mahnmal vorbeizureiten das errichtet wurde an dem Ort an dem Nahema starb, gerichtet wegen ihrer Anmaßung und Arroganz, entmachtet und auf ihren geringsten Teil reduziert: Den kümmerlichen Rest ihrer Menschlichkeit.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: ErikErikson am 31.01.2012 | 16:20
Die verhüllten meister wirst du so nicht los.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Just_Flo am 31.01.2012 | 17:06
Aber sie könnten es uns so glauben lassen, dass wir sie los sind :)
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Eismann am 31.01.2012 | 18:40
Notfalls zieht die Pardona-Taktik, und Nahema zieht für die nächsten 100 Jahre einfach auf einen anderen Kontinent um... auf einer anderen Welt... in einer anderen Dimension... und einem anderen Rollenspiel.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: tartex am 31.01.2012 | 19:09
Notfalls zieht die Pardona-Taktik, und Nahema zieht für die nächsten 100 Jahre einfach auf einen anderen Kontinent um... auf einer anderen Welt... in einer anderen Dimension... und einem anderen Rollenspiel.

Haha. Das ist die beste Idee aller Zeiten. Bisher haben sich die Spieler außerhalb von DSA vor Nahema sicher gefühlt. Wäre ein Spass sie in ALLEN Kampagnen einzubauen. Wir brauchen einen Nahema-Werte-Thread für alle Systeme. Natürlich inklusive Regelbrüchen...
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Glühbirne am 31.01.2012 | 19:13
Nahema = Elminster. Ja, da fehlen noch ein paar Buchstaben...
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: tartex am 31.01.2012 | 19:25
Nahema = Elminster. Ja, da fehlen noch ein paar Buchstaben...

Weihnachtsmann Elminster wurde ja wohl tatsächlich beim letzten Zeitsprung entsorgt, oder?
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Tim Finnegan am 31.01.2012 | 19:35
Weihnachtsmann Elminster wurde ja wohl tatsächlich beim letzten Zeitsprung entsorgt, oder?

So ziemlich. Ist jetzt nur noch ein alter Mann ohne jedwede Mary Sue Power.
Also genau das was er zu Anfang auch war.

Und das Geschrei der Fanboys...... blieb aus.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: tartex am 31.01.2012 | 19:38
Und das Geschrei der Fanboys...... blieb aus.

Naja. Der Zeitsprung kam nicht wirklich gut an. Über Nahemas Ende würde natürlich keiner weinen.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Glühbirne am 31.01.2012 | 19:51
Ist das so? Ich verfolge ja den DSA-Metaplot nur mit wenig Interesse, den FR gar nicht. Ich habe grade mal mit meinen D&D4 Sachen erfahren das die Göttin der Magie tot ist.

Was ist mit Drizzt?
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Xemides am 31.01.2012 | 20:07
Ich glaube, Nahema ist mittlerweile so tief im Hintergrund versunken und passiv, das es kaum noch auffallen würde. Gut sie ist Yppolila von Gareths Lehrmeisterin und könnte dadurch natürlich noch mal wichtig werden, aber wann hat sie zuletzt wirklich aktiv was gemacht ?
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Elwin am 31.01.2012 | 20:27
Das würde aber doch den Sinn eines solchen Zeitsprungs zunichte machen, oder?

Wie schön wäre es doch für die Helden der zukünftigen Zeit während ihrer Reise an einem Mahnmal vorbeizureiten das errichtet wurde an dem Ort an dem Nahema starb, gerichtet wegen ihrer Anmaßung und Arroganz, entmachtet und auf ihren geringsten Teil reduziert: Den kümmerlichen Rest ihrer Menschlichkeit.
Nahema ist wie Michael Ballack: Ein Relikt, fürs System absolut irrelevant, aber dennoch reden alle ständig drüber.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: migepatschen am 31.01.2012 | 22:52
Nahema ist wie Michael Ballack
Und deswegen soll sich DSA 5 an Jogi Löw orientieren?  ~;D
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Uwe-Wan am 31.01.2012 | 23:08
Quatsch, eher am FC Barcelona.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: tartex am 1.02.2012 | 01:09
Ich glaube, Nahema ist mittlerweile so tief im Hintergrund versunken und passiv, das es kaum noch auffallen würde. Gut sie ist Yppolila von Gareths Lehrmeisterin und könnte dadurch natürlich noch mal wichtig werden, aber wann hat sie zuletzt wirklich aktiv was gemacht?

Jahr des Feuers? Am Ende den Helden vor der Nase rumgehampelt?
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Hotzenplot am 1.02.2012 | 07:54
Was ist mit Drizzt?

Also in den Büchern hat er den Zeitsprung ja glaube ich mitgemacht. Er ist halt gealtert, was aber nicht groß stört, wegen Elf und so. Zumindest hat er diese Spellplague wohl überstanden. Ich kenne aber nur die Romane, seit D&D 4 hat mich Faerun etwas abgehängt. :)
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Xemides am 1.02.2012 | 08:48
Jahr des Feuers? Am Ende den Helden vor der Nase rumgehampelt?

1. Da sind wir noch nicht.
2. Ist das auch schon wieder 6 1/2 Jahre her.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Hotzenplot am 1.02.2012 | 09:01
Wer möchte denn ein Spiel entwickeln, welches sich an den Ergebnissen der Umfrage orientiert? Könnte extrem witzig werden, so wie jetzt der Stand ist.
 ;D

DSA1  17 (8.9%) - einseitiges Heldendokument mit großem Platz für ein Portrait
DSA2  3 (1.6%)  -  Talente
DSA3  13 (6.8%) - Waffenvergleichswert
DSA4  28 (14.7%) - Generierungspunkte
GURPS  16 (8.4%) - universell einsetzbar
Rolemaster  1 (0.5%) - Tabellen!
D&D3.X  3 (1.6%) - Multiclass
D&D4  6 (3.2%) - taktisch & strategisch
Indie-Spielen  7 (3.7%) - irgendwas abgefahrenes wie: Ein Setting aus Wattebäuschen
Shadowrun  2 (1.1%) - benutze mindestens 20 Würfel gleichzeitig! Achso: Buchse im Kopp
Earthdawn  3 (1.6%) - kleine fliegende Pixies
Fate  32 (16.8%) - Aspekte
Cthulhu  0 (0%) - alle Charaktere würden am Ende sterben, aber halt, das hat ja keiner gewählt - wow
SW  20 (10.5%) - kenn ich nicht, keine Ahnung ^^
Old-School-System  7 (3.7%) - die bescheuersten Monster aus D&D 1
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Luxferre am 1.02.2012 | 09:17
Savage Worlds trifft DSA 4.1 trifft FATE.

Schafft keiner! Ich schwörs  ~;D
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Terrorbeagle am 1.02.2012 | 09:24
Savage Worlds trifft DSA 4.1 trifft FATE.

Schafft keiner! Ich schwörs  ~;D

Challenge accepted - zu Mindest, wenn als Ergebnis ein abstract reicht, um ein vollständiges Spiel zu schreiben fehlt mir gerade etwas die Zeit.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Naldantis am 1.02.2012 | 10:25
Challenge accepted - zu Mindest, wenn als Ergebnis ein abstract reicht, um ein vollständiges Spiel zu schreiben fehlt mir gerade etwas die Zeit.

Gibt's Savage Aventurien nicht schon länger...?
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Terrorbeagle am 1.02.2012 | 10:32
Gibt's Savage Aventurien nicht schon länger...?


Ich dachte, es sollte ein gutes Spiel werden.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Terrorbeagle am 1.02.2012 | 10:49
Und wie angekündigt: Ein 2-Seitiges Abstract. HÄtte man auch kürzer formulieren/fassen können. War ich zu faul zu.

1: Spielsysteme
Der Grundlegende Spielmechanismus, den DSA immer schon verfolgt hat, wird beibehalten: Man würfelt mit einem W20 kleiner oder gleich einem vorgegebenen Wert, der Wurf wird durch verschiedene Modifikatoren (Umwelteinflüsse, Stress, Verletzungen, getriggerte Charakterzüge...) beeinflusst. Eine "1" zählt als automatischer, guter Erfolg, eine "20" als Patzer. Soweit, so gut.
Alle Proben werden nach exakt dem gleichen Schema abgehandelt - sprich keine 3W20 Proben mehr oder so.


2: Charakterbestandteile/Grundlegendes:
Man behält die üblichen DSA-Attribute bei, einschliesslich abgeleiteter Werte wie die Attacke-Basis oder ähnliches Letztere kann man als Konzept sogar durchaus erweitern, sprich: Es gibt für jede Fertigkeit einen Basiswert (es wäre schließlich nicht DSA wenn es nicht zu Mindest an einer Stelle etwas hakelig wäre). Darüber hinaus kann man schauen, ob man nicht, analog zu SW, die Wundschwelle als feststehendes Maß der Dinge betrachtet und wie die Toughness in SW verwendet, sprich Lebenspunkte als Konzept unter den Tisch fallen läßt.
Dies erfordert, dass man die Fertigkeitenliste der Übersichtlichkeit und Umgänglichkeit hin stark zusammenstreicht und z.B. vergleichbare, sehr überschaubare Fertigkeitenlisten wie aus Fate oder SW dafür übernimmt. Der Einfachheit halber gehe ich mal von ca. 15 bis 20 Fertigkeiten aus, dazu kommen ein bis drei Platzhalter für individuelle Fertigkeiten, die ausser der Reihe des normalen Spiels stehen und dazu dienen, dem  Charakter etwas Individualisierung zu verpassen. Sprich so'n Zeug wie Töpfern oder dergleichen. Diese Freiplätze können zudem dazu verwendet werden, je nach Kampagne zusätzliche Fertigkeiten einzufügen, sollten sie wichtig sein (z.B. Seefahrt/Boote in eine Schifffahrtskampagne).  Als "Expertenregel" könnte man zudem über Spezialisierungen in den einzelnen Bereichen nachdenken.
Hinzu kommen Sonderfertigkeiten, die Charaktere in einzelnen Situationen etwas aufwerten können. Als Orientierung könnten die Edges aus SW wiederrum dienen, und eine Liste aus 50 oder so Edges - nennen wir sie Vorteile - ist relativ schnell erstellt.

Nachdem man mit Eigenschaften, Fertigkeiten und Vorteilen relativ gut abgedeckt hat, was der Charakter kann, kommt als zweites Standbein hinzu, woher der Charakter kommt und wer er - oder sie - ist. Hierzu werden "Charakterzüge" ermittelt, die sich nach einem grob vorgegebenen Schema verteilen lassen - Ein Charkaterzug jeweils für: Spezies/Rasse, Kultur, Profession, Kindheitserlebnisse, Jugenderlebnisse und ein prägendes Erlebnis in der jüngeren Zeit, sowie zwei weitere, die frei verteilbar sind. Insgesamt kommt ein Spielercharakter also auf 8 dieser Charakterzüge, was der Anzahl der Eigenschaften entspricht (willkürliche Zahl, aber wenigestens symetrisch). Für die jeweiligen Kategorien sprich Rasse, Kultur usw. kann man entsprechende Vorgaben machen, prägende Erlebnisse und Ereignisse in der Charaktergeschichte kann man über ein einfaches Lifepath-System suchen (DSA Veteranen können sich da z.B. an das graue Heft aus Mit Mantel, Schwert und Zauberstab erinnern, das Lifepath-System ist zudem die mit Abstand beste Erweiterung, die bisher für SW erschienen ist).
Diese Charakterzüge funktionieren dann ziemlich genau so wie die ASpekte bei Fate, und generieren Schicksalspunkte (übrigens ein Konzept, dass es bei DSA seit der 3. Edition gibt), die wiederrum ähnlich wie Fate Points/Bennies als spielinterner Meta-Einfluss geltend gemacht werden können. Jeder Charakter beginnt jeden Spielabend mit 3 Punkten, am Ende der Sitzung übrig gebliebene Punkte können gegen Erfahrungspunkte ausgetauscht werden.

Ein Charakter vereint also die folgenden Bausteine:  8 Grundeigenschaften, die in ihrer Höhe von ca. 8 bis 18 variieren; daraus abgeleitet etwa 2 Dutzend Basiswerte und sonstige Eigenschaften; Mit der Zeit mehr und mehr Vorteile/Sonderfertigkeiten; und etwa 8 Charakterzüge. Spielelemente wie Nachteile oder schlechte Eigenschaften fallen weg, da sie in den Charakterzügen aufgehen.

Der andere wesentliche Baustein wäre darüber hinaus noch Ausrüstung und Bewaffnung, die wie üblich zusammen gekauft wird; eine Vewrmischung zwischen dem, was der Charakter ist und das was er hat findet nicht statt.


3: Charaktererschaffung
Ist eigentlich simpel: Man folgt der DSA4 Prozedur aus Rasse/Kultur/Profession(en), verteilti ein vorher festgelegtes Kontingent aus Punkten auf Eigenschaften, Fertigkeiten und Vorteile und gut ist die Sache. Ich persönlich würde ja von einem Poin-Buy System absehen, die verschiedenen Pakete so nehmen wie sie sind und von vorneherein auf jedwede Balancing-Versuche scheißen, aber das dürfte nicht unbedingt den Massengeschmack treffen, daher wird es wohl auf ein Point-Buy System hinauslaufen.


4: Magie und Göttliches Wirken
Magie funktioniert analog zu den Fertigkeiten, insofern jedes "Merkmal" eine eigene 'Zauberfertigkeit' darstellt. Kleinere Veränderungen und Magieeinsatz passieren "so nebenbei", sprich atmosphärische und kosmetische Magie ist ressourcenungebunden ("Zauberer zaubern"); größere Effekte hingegen erfordern hingegen den Einsatz von Schicksalspunkten - Magie vergrößert also den Rahmen der Einsatzmöglichkeiten dieser Punkte oder erlaubt, eine reguläre Fertigkeit für kurze Zeit durch ein magisches Equivalent zu ersetzen.
Göttliches Wirken funktioniert ähnlich, wobei in diesem Bereich der Punkteumsatz generell höher ausfällt, Charaktere aber auch durchaus Schicksalspunkte verlieren können, wenn sie "freveln", also den Ge- und Verboten ihrer Religion nicht entsprechend handeln.


5: Kampf
Gemäß des eher traditionellen Umgangs mit Ausrüstung sind längere Waffenlisten und dergleichen eigentlich unumgänglich; das Grundprinzip im Kampf ist das Gleiche wie im sonstigen Spiel auch, sprich der übliche W20-Wurf. Die aktive Parade wird natürlcih beibehalten (es gibt bekanntlich keine guten Systeme ohne aktive Parade), eine Art Waffenvergleichswert stellt darüber hinaus sicher, dass die Qualität von Waffen nicht allein am Schaden gemessen wird. 
Schaden wird über W6 ermittelt, mit verschiedenen Boni für die jeweilige Waffe, die Körperkraft des Charakters und passende Vorteile, ggf. auch über getriggerte Charakterzüge, falls passend. Der Schaden wird dann mit der Wundschwelle (+Rüstungsschutz) des Ziels verglichen, bei einem Wert, der größer oder gleich ausfällt, entsteht eine Wunde. Eine Anzahl von X Wunden macht kampfunfähig, ein einfaches Trefferzonenmodell erleichtert das Ermitteln von speziellen Effekten. Bestimmte Wunden können tödlich enden (z.B. eine Dreifachwunde durch einen einzigen Schlag), kampfunfähige Charaktere können ohne Folgebehandlung auch einfach ihren Verletzungen erliegen.



___

So... irgend was wichtiges vergessen?
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: First Orko am 1.02.2012 | 10:54
Alle Proben werden nach exakt dem gleichen Schema abgehandelt - sprich keine 3W20 Proben mehr oder so.

...aaaand summoning Xemides ;)
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Terrorbeagle am 1.02.2012 | 10:56
Ich hab nie einen Hehl daraus gemacht, dass ich die 3W20-Proben für eine ziemlich mäßige Umsetzung einer an sich nicht völlig dummen Überlegung halte.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Humpty Dumpty am 1.02.2012 | 11:10
So... irgend was wichtiges vergessen?

Naja, alle cleveren Komponenten ;D Das klingt für mich jedenfalls nach einer ebenso uninspirierten wie unflexiblen Verschlimmbesserung. Auf keinen Fall sollte sich DSA5 daran orientieren.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: First Orko am 1.02.2012 | 11:20
Naja, alle cleveren Komponenten ;D Das klingt für mich jedenfalls nach einer ebenso uninspirierten wie unflexiblen Verschlimmbesserung.

Ist doch super - immerhin bleibt man damit in der Tradition ;)
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Terrorbeagle am 1.02.2012 | 11:26
Um klevere Komponenten einbauen oder weglassen zu können, müßten die verwursteten Systeme erstmal welche haben. DSA (wo die Ideen gut sein mögen, aber die Umsetzung es in der Regel nicht ist) und Savage Worlds (wo die Ideen entweder dumm oder altbekannt sind, aber dafür schnell und sorgsam umgesetzt) entbehren  diese allerdings vollständig, und meine eher spärlichen Erfahrungen mit FATE  haben mir auch eher den Eindruck eines Novelty-Spiels, dass völlig um ein Konzept herum, in diesem Fall die Aspekte aufgebaut ist und mit diesem Konzept steht und fällt (hauptsächlich fällt).

DSA4 ist weit davon entfernt, perfekt zu sein. Gleiches gilt, wenn auchh aus anderer Warte betrachtet, für SW und erst recht für Fate. Aus drei mittelmäßigen SPielen ein Meisterwerk zu schaffen ist schwer.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Humpty Dumpty am 1.02.2012 | 11:39
Meine Fresse, manchmal raubst Du mir mit Deinem offensiven vor Dir her getragenen ... Selbstbewusstsein wirklich den Atem. Vor allem die enorme Diskrepanz zwischen Selbstbild und Fremdbild finde ich sogar für ein Rollenspielforum wirklich beachtlich. Herzlichen Glückwunsch! Aber seis drum. Du hast Deinen Vorschlag gemacht, ich habe das vernichtend kommentiert und finde Deine weiteren Einlassungen noch hanebüchener. Weiter im Thread. Vielleicht kommt ja noch was.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Private Baldrick am 1.02.2012 | 12:10
Mal ein grobes Konzept von mir (Ähnlichkeiten mit anderen von mir bestehenden Regelwerksentwürfen sind reeeein zufällig ;-) ):

Kern des Regelwerks ist ein an der Zahl 20 ausgerichtetes Eigenschaftsskelett mit basal 3 oder 4 Eigenschaften: Körper, Seele Geist und Magie/Karma in Kombination mit einem Satz an Fertigkeiten, die etwas feiner aufgedröselt sind als die aktuellen Fertigkeitsgebiete. 20 sollten absolut genügen. Geprobt wird mit W20 gegen Eigenschaft + Fertigkeit auf einen vom SL festzulegenden Zielwert. Standardzielwert ist 15 oder so (je nachdem, wie hoch die Eigenschaften liegen sollen).

Nun davon drei Derivate.

1. Derivat: Hochaufgelöstes "Realismus"-DSA
Am ehesten an DSA4 angelehnt, allerdings um einiges gurpsiger und gestreamlineter. Wohl als Produkt am ehesten das, was man bekäme, wenn man dem aktuellen DSA-Kernsystem seine Kinderkrankheiten austriebe. Die 4 basalen Eigenschaften werden in jeweils zwei oder drei Untereigenschaften gesplittet, man probt immer mit 3W20 gegen 3 Eigenschaften oder W20 gegen einen Mittelwert aus 3 Eigenschaften. Eigenschaftsproben gibt es nicht mehr, stattdessen werden für jede klass. Eigenschaftsprobe vom SL spontan die beteligten Eigenschaften festgelegt (mit einer schicken Beispielliste für versch. Aktionen verständlich gemacht). Das Kampfsystem ist rein wundbasiert, evtl. kann man verschieden schwere Wunden unterscheiden. Die Sonderfertigkeiten werden ausgebaut, Zauber und Liturgien als SFs gelernt (deutlich weniger in der Gesamtzahl, ohne Redundanzen, keine Varianten mehr, dafür deutlich mächtigere Zauberwerkstatt) und mit Zaubertalenten beprobt. Das Kampfsystem wird auf den Einsatz von Bodenplänen optimiert, damit Distanzklassen etc. optimal zur Geltung kommen. Vor- und Nachteile . Bei der Berechnung der Generierungskosten muss man mit der Brechstange nochmal ein völlig neues System einsetzen, bei dem nicht alle Punkte frei konvertierbar sind, bei dem man freier in der Gestaltung ist (keine Rabatte mehr für fertige Pakete) und bei dem ganz bewusst zugunsten des Realismus auf Balancing verzichtet wird.

2. Derivat: FATE-iges "Story"-DSA
Konstrukt zum gemeinsamen Erspielen von Geschichten, bei dem die Spieler über frei wählbare (natürlich gibts auch hier eine wundervoll aventurisierte Liste zum Aussuchen) Aspekte und Schicksalspunkte/ Storypunkte Einfluss auf die Geschichte nehmen können. Fokus liegt auf der Entwicklung der Persönlichkeit des Charakters, für DSA geeignet wäre z.B. ein Steigerungssystem auf Basis von Ruhm, Titeln, wichtigen NSCs, die man kennt etc. Freies Magiesystem (Mit den Zaubertalenten von Derivat 1 als Basis, nur ohne explizite Sprüche) ohne Astralenergie, dafür Kosten/Strafpunkte je nach Einfluss auf die Handlung (natürlich mit suuuper Tabelle als Beispielgeber).

3. Derivat: Actionlastiges D&D4/SAVAGE-DSA
Beibehaltung der Grobkörnigkeit des Kernsystems ergänzt um Spezialfertigkeiten ähnlich den Sonderfertigeiten in Derivat 1, mit deutlich mehr Fokus auf schnellen taktischen Kampf. Drastische Simplifizierung des Zaubersystems auf Effekte, Loslösung von der Magie/Karma-Trennung. Ressourcenbasierter Kampf mit harter (ingame erklärbarerer) Währung statt fluffiger Bennies sowie deutliche Trennung der NSCs in Mooks und vollwertige NSC. Explodierende Schadenswürfel (aber: Alle Trefferwürfe basieren auf W6).

Die Charakter sollten durch die gemeinsame Basis untereinander konvertierbar sein. Ziel sollte weiterhin sein, dass Puristen sogar  mit dem (evtl. durch ein oldschooliges "Rulings, not Rules" inspirierten) Kernsystem allein spielen können.
Die Frage wäre noch: Sollte man die drei Systeme getrennt voneinander verkaufen oder versuchen, sie so gut als möglich in einem Buch zu fassen? Insbesondere beim 1. Derivat wäre es extrem wichtig, den Crunch massiv zu reduzieren, um insgesamt mit einem einzelnen Buch auskommen zu können.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Humpty Dumpty am 1.02.2012 | 13:16
Jaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa, genau sowas wär geil. Insgesamt würde ich das so unterschreiben, aber - vornehmlich aus betriebswirtschaftlichen sowie organisatorischen Gründen - ein paar Dinge ändern. Das wären beispielsweise eine Zwischenstufe an Komplexität für Derivat 1, die optionale Einsprengselung von Erzählelementen insbesondere aus Derivat 2 in die anderen Derivate oder auch die Streuung der Regeln auf deutlich mehr Bücher.

Das Design wäre natürlich tierisch aufwendig und man müsste ziemlich genau drauf achten, wie man das alles so harmonisiert, dass auch verschiedene Regelsets gemeinsam am Tisch funktionieren. Und so weiter. Aber das sind bereits Fragen der Umsetzung. Diese Modularität ist erst einmal der Hauptpunkt. Da müssen beim Design jedoch richtig gute Leute ran. Dann halte ich das zwar für anspruchsvoll, aber durchaus für machbar. Das wär echt cool. Und was lese ich bei der Gelegenheit gerade zufällig hier an Board als Zitat von Monte Cook:

Zitat
This Legends & Lore article by Monte Cook says: "...this sounds so crazy that you probably won't believe it right now—we're designing the game so that not every player has to choose from the same set of options. Again, imagine a game where one player has a simple character sheet that has just a few things noted on it, and the player next to him has all sorts of skills, feats, and special abilities. And yet they can still play the game together and everything remains relatively balanced. Your 1E-loving friend can play in your 3E-style game and not have to deal with all the options he or she doesn't want or need. Or vice versa. It's all up to you to decide."

Sie verstehen es langsam. ENDLICH!!! Hoffentlich schneidet Ulisses aufmerksam mit, wohin die Zeichen der Zeit gehen...
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Private Baldrick am 1.02.2012 | 13:23
Na gut, dich von diesem Vorschlag zu überzeugen, war ja keine Kunst, wenn ich mich recht entsinne, haben wir uns das fast gleichzeitig ausgedacht.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Humpty Dumpty am 1.02.2012 | 13:26
Hm, kann sein. Ich propagiere sowas seit vielen Jahren und habe nie verstanden, weshalb das niemand umsetzt. Für mich ist das sowohl für D&D als auch für DSA absolut alternativlos. Dumm nur für Ulisses, wenn D&D damit deutlich eher auf den Markt kommt.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Humpty Dumpty am 1.02.2012 | 13:38
Übrigens, fieser Doppelpost: was Monte Cook da zurechtphantasiert, hinkt dem eigentlichen Modulgedanken noch einen entscheidenden Schritte hinterher. Wenn man so will, bleibt der gute Monte beim Grundregelwerk plus Derivat 1 stehen. Das ist aber nach meiner Ansicht noch nicht genug, denn wie Dolge es völlig richtig betont, sollte es zusätzlich zur Stellschraube der Komplexität des Systems auch eine des Spielstils geben. Und in einer idealen Welt könnte man dann noch ausgewählte Elemente von Spielstil und Komplexitätsgrad vermischen. FATE-Punkte für Derivat 1 beispielsweise. Das wär fein. Wie gesagt: man braucht ein clever zusammengestelltes Projektteam und hinreichend Zeit dafür. Aber dann halte ich das für absolut machbar.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Just_Flo am 1.02.2012 | 13:45
+1 zu Nahemas Kettenbikinis Kommentar zu Terrorbeagles Auslassungen.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Private Baldrick am 1.02.2012 | 13:49
Was ich aber für fast unmachbar halte, ist Spieler mit unterschiedlichen Spielstilen an einem Tisch zu vereinen. Komplexität ist da eine für mich noch begreifbare Stellschraube, die Parallelität ermöglicht. Aber wo der Storyspieler sich mit einem Gummipunkt 10 Orks und ein magisches Schwert "Chekhovs Pistole+1" erkauft, kann der Realismus-Spieler nicht mithalten und der Action-Spieler schlägt die Hände über dem Kopf zusammen. Und wenn der Action-Spieler einen tödlichen Treffer mit einem Bennie abprallen lässt, bekommt der Realismus-Spieler Nasenbluten, während der Storyspieler sich über die verpasste Sterbeszene ärgert. Der Stil ist diesbezüglich imho Teil des Gruppenvertrags und funktioniert am besten, wenn alle Spieler am selben Strang ziehen.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Humpty Dumpty am 1.02.2012 | 14:00
Jau, das wird vermutlich nicht funktionieren. Komplexität: ja, aber den Spielstil wird man kaum komplett mischen können. Solche Zusätze wie Schicksalspunkte oder Aspekte in den Derivaten 1 und 3 müssten vermutlich gruppenübergreifend gelten. Sonst wird das schnell murksig. Andererseits: sag niemals nie. Vielleicht hat ja jemand eine brilliante Idee. Wenn man erst einmal genug kreative und formallogische Energie reinsteckt, kommt ja eventuell doch auch in dieser Richtung was heraus. Fänd ich total spannend. Aber klar: im Falle einer solchen Ankündigung würde ich im Vorfeld eine Katastrophenwarnung raushauen...
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Glühbirne am 1.02.2012 | 14:04
Das Problem ist ja auch nciht die Verschiedenen Spieler an einen Tisch zu bekommen. Die können glücklich nebeneinander herspielen olange ihnen bewusst ist, wo sie den meisten spaß haben und sich in Foren den Kopf einschlagen können.

Das Problem wäre das es Abenteuer in drei Spielwelten geben müsste. Bzw drei Regelsystemen. Die aber alle eine Andere Welt darstellen. (In der Story DSA Welt ist es für den Nekromant problemlos möklich seine Schurkerei abzuziehen, in Aktion DSA evt auch ... aber in Realismus DSA nciht, weil da die Magie .... öhhh ... realistischer... sein muss
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Private Baldrick am 1.02.2012 | 14:08
Na, mal ehrlich, abgesehen von ein bisschen Color gibt es im Augenblick ja auch fast keine Rückwirkung der Regelwerksinhalte auf das Geschehen in Aventurien. Sonst hätte sich die Bevölkerung schon längst mit verpatzten Kochenproben zu Tode vergiftet und mit verpatzten Heilkunde-Proben zu Tode geheilt. Die Liturgie- und Magieregeln, konsequent angewendet, würden die Welt umkrempeln. Aber das ist in Fantasy-Rollenspielen Rollenspielen schon immer und überall so gewesen - die Regeln sollen geeignet sein, ein funktionales Spiel auf die Beine zu stellen und nicht die Welt an sich simulieren können.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: K3rb3r0s am 1.02.2012 | 14:17
Was ich aber für fast unmachbar halte, ist Spieler mit unterschiedlichen Spielstilen an einem Tisch zu vereinen. Komplexität ist da eine für mich noch begreifbare Stellschraube, die Parallelität ermöglicht. Aber wo der Storyspieler sich mit einem Gummipunkt 10 Orks und ein magisches Schwert "Chekhovs Pistole+1" erkauft, kann der Realismus-Spieler nicht mithalten und der Action-Spieler schlägt die Hände über dem Kopf zusammen. Und wenn der Action-Spieler einen tödlichen Treffer mit einem Bennie abprallen lässt, bekommt der Realismus-Spieler Nasenbluten, während der Storyspieler sich über die verpasste Sterbeszene ärgert. Der Stil ist diesbezüglich imho Teil des Gruppenvertrags und funktioniert am besten, wenn alle Spieler am selben Strang ziehen.

*lol* Das kann ich mir bildlich vorstellen.  ;D

Deinen Entwurf finde ich übrigens super.  :d
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Glühbirne am 1.02.2012 | 14:37
Na, mal ehrlich, abgesehen von ein bisschen Color gibt es im Augenblick ja auch fast keine Rückwirkung der Regelwerksinhalte auf das Geschehen in Aventurien. Sonst hätte sich die Bevölkerung schon längst mit verpatzten Kochenproben zu Tode vergiftet und mit verpatzten Heilkunde-Proben zu Tode geheilt. Die Liturgie- und Magieregeln, konsequent angewendet, würden die Welt umkrempeln. Aber das ist in Fantasy-Rollenspielen Rollenspielen schon immer und überall so gewesen - die Regeln sollen geeignet sein, ein funktionales Spiel auf die Beine zu stellen und nicht die Welt an sich simulieren können.

Natürlich nicht. Aber als Regelmäßiger Teilnehmer an DSA Foren weiß ich: Ein Teil der Fanbasis erwartet genau das. Das Regeln die Physikengine der Spielwelt sind.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Humpty Dumpty am 1.02.2012 | 14:44
Natürlich nicht. Aber als Regelmäßiger Teilnehmer an DSA Foren weiß ich: Ein Teil der Fanbasis erwartet genau das. Das Regeln die Physikengine der Spielwelt sind.
Und das bekommen sie mit dem Paket 1 ja auch. So what?
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Private Baldrick am 1.02.2012 | 14:44
Dieser Teil der Fanbasis wird Regeln neben Derivat 1 wohl auch keines Blickes würdigen. Wer so hart drauf ist, kann imho auch nix anderes wollen.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Glühbirne am 1.02.2012 | 14:50
Aber die Wollen alles Spielen. Wenn ich als Story und Aktionfan jetzt ein Story oder Aktion Abenteuer Schreibe sind die beleidigt weil das nicht für ihr Regelsystem geht.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Humpty Dumpty am 1.02.2012 | 14:51
Aber die Wollen alles Spielen. Wenn ich als Story und Aktionfan jetzt ein Story oder Aktion Abenteuer Schreibe sind die beleidigt weil das nicht für ihr Regelsystem geht.

Wieso sollte das nicht funktionieren? Es gibt in den Publikationen Werte für alle drei Varianten. Das ist kaum zwei Zeilen pro NSC mehr als aktuell. Kein Thema also.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Glühbirne am 1.02.2012 | 14:55
Weil im Story DSA der Mörder den König mit einem Dolchstich umbringen kann, im Realimus DSA nicht. Frag nicht. Das ist so :ctlu:

Edit: Weil ich den Fehler gemacht habe, dass der Realismuszweig so unrealistisch wird wie die Aktuelle Ausgabe  ;)
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Eulenspiegel am 1.02.2012 | 15:15
Stimmt, in DSA5 wird das genau andersrum sein:

Da kann der Meuchelmörder den König im Schlaf einfach mit einem Dolchschnitt töten, während beim Story DSA der König aufwacht, es eine minutenlange Sterbeszene gibt, in der er allen seinen Angehörigen erzählt, dass er sie liebt und dass er ein ganz wichtiges Geheimnis hat, das er ihnen noch anvertrauen will. Und kurz, bevor er das Geheimnis dann bekannt gibt, stirbt er.

Im Realismus-DSA bringt der Bösewicht den Helden einfach um. In Story-DSA erzählt der Bösewicht dem Helden erst seinen Plan und beschließt dann, ihn mit seiner experimentellen, aber todsicheren Tötungsmaschine umzubringen, aus der es garantiert(tm) kein entrinnen gibt.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Private Baldrick am 1.02.2012 | 15:15
Wieso sollte das nicht funktionieren? Es gibt in den Publikationen Werte für alle drei Varianten. Das ist kaum zwei Zeilen pro NSC mehr als aktuell. Kein Thema also.

Naja, da habe ich auch noch Bedenken. Ich kann mir nur schwer vorstellen stilistisch universelle Abenteuer zu schreiben. Die letzte Challenge hatte ja auch universell einsetzbare Abenteuer zum Ziel, lieferte dann aber imho doch recht eindeutig einer bestimmten Denkrichtung zuzuordnende Ergebnisse.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Xemides am 1.02.2012 | 15:26
Sagt mal, werft ihr nicht sonst immer DSA vor, das es die eierlegende Wollmilchsau sein will und das es genau deshalb nicht richtig macht ?

Jetzt fordert ihr eigentlich wieder genau dasselbe, nur anders formuliert, und erwartet, das das klappt.

Ich bin jedenfalls für Variante 1 mit zuschaltbaren Modulen. Ich bin Realismusfreak, und ja, die Spielregeln sollen die Spielweltphysik wieder geben.

Das das besser geht als DSA4, keine Frage.



Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Glgnfz am 1.02.2012 | 15:29
Wie hältst du es eigentlich mit einfacheren Regelsystemen?
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Humpty Dumpty am 1.02.2012 | 15:31
Sagt mal, werft ihr nicht sonst immer DSA vor, das es die eierlegende Wollmilchsau sein will und das es genau deshalb nicht richtig macht ?

Also ich werfe DSA das nie vor. Im Gegenteil: DSA muss als alleiniger Marktführer mit gewaltigem Vorsprung diesen Anspruch sogar formulieren! Alles andere wäre doch hirnrissig.

Jetzt fordert ihr eigentlich wieder genau dasselbe, nur anders formuliert, und erwartet, das das klappt.

Das ist so nicht korrekt. Die Abweichung zwischen dem aktuellen Status Quo und einem modularen Vorschlag wie dem obigen ist jedenfalls gewaltig.

Naja, da habe ich auch noch Bedenken. Ich kann mir nur schwer vorstellen stilistisch universelle Abenteuer zu schreiben. Die letzte Challenge hatte ja auch universell einsetzbare Abenteuer zum Ziel, lieferte dann aber imho doch recht eindeutig einer bestimmten Denkrichtung zuzuordnende Ergebnisse.

Auch wenn ich Dir nicht zustimme in der Annahme, man könne keine von den drei genannten Derivaten unabhängig funktionierende Abenteuer schreiben: In eine ähnliche Richtung wird es ohnehin laufen. Die Abenteuer sollen meines Wissens zukünftig stärker gekennzeichnet werden in sowas wie Metaplot (sprich Railroading) etc. Das suggeriert mir zumindest die Art, wie die Umfrage aufgebaut wurde.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Glühbirne am 1.02.2012 | 15:34
@Abenteuer Kennzeichnen: Von Eigenen Gnaden gilt als "freies Abenteuer".
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Private Baldrick am 1.02.2012 | 15:50
Sagt mal, werft ihr nicht sonst immer DSA vor, das es die eierlegende Wollmilchsau sein will und das es genau deshalb nicht richtig macht ?

Jetzt fordert ihr eigentlich wieder genau dasselbe, nur anders formuliert, und erwartet, das das klappt.

Ja genau. Und ich habe hier versucht, einen Vorschlag anzubieten, der dem halbwegs gerecht wird und dabei bekannte Probleme umschifft.

Zitat
Ich bin jedenfalls für Variante 1 mit zuschaltbaren Modulen. Ich bin Realismusfreak, und ja, die Spielregeln sollen die Spielweltphysik wieder geben.

Meiner Lesart nach wärst du also mit meiner Variante ein zufriedener Kunde.

Zitat
In eine ähnliche Richtung wird es ohnehin laufen. Die Abenteuer sollen meines Wissens zukünftig stärker gekennzeichnet werden in sowas wie Metaplot (sprich Railroading) etc. Das suggeriert mir zumindest die Art, wie die Umfrage aufgebaut wurde.

Eigentlich wollte ich jetzt schreiben, dass man dann um die Qualität dieser Abenteuer fürchten muss, weil der Produktionswert, der sonst in ein Abenteuer gesteckt würde, nun auf drei Varianten verteilt wird. Aber anders herum gibt es dann wohl tatsächlich eine gute Chance auf einen größeren Marktanteil. Es könnte sich also tatsächlich lohnen.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Humpty Dumpty am 1.02.2012 | 16:01
@Abenteuer Kennzeichnen: Von Eigenen Gnaden gilt als "freies Abenteuer".

Ist es ja vergleichsweise auch. Es gibt bislang kaum gute Rollenspielabenteuer, das sollte man nicht vergessen. Ich behaupte: es ist wichtiger, erst einmal ein Konzept für ein gutes Abenteuer zu haben als sich vorher über Spielstile den Kopf zu zerbrechen.

DSA weist ansonsten übrigens einen deutlich überdurchschnittlichen Anteil gelungener Abenteuer auf. In meine persönliche Hitliste (http://tanelorn.net/index.php/topic,67805.msg1342365.html#msg1342365) hat es zwar kein DSA-Abenteuer geschafft, aber ich finde diverse DSA-Abenteuer ziemlich klasse (neben VeG beispielsweise Blutige See, Königsmacher, Der Unersättliche, Die Herren von Chorhop oder auch als Neuerscheinung Rabenblut fallen mir da auf Anhieb ein).
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Glühbirne am 1.02.2012 | 16:18
Mein Problem mit Von eigenen Gnade ist, das es eigentlich ein ganz normales DSA-Abenteuer ist, also eine vergleichsweise feste Abfolge von Szenen mit einer festen Handlung. Der einzige Unterschied ist, das es relativ viel Raum zwischen diesen Szenen gibt.

Also anstatt zwischen zwei Abschnitten der Kampagne irgendwas Belangloses(mehr oder minder) zu machen, darf man Zweimühlen verwalten. Toll. Genau das mache ich ja grade in meiner DSA-Kampagne auch. Allerdings gibt mir das Abenteuer nichts an der Hand wie das geht. Es wirft ein paar Szenario Ideen in den Raum, aber dann ist Schluss.

Wenn die Spieler auf die Idee kommen einen Tempel bauen zu wollen, kann ich mir mit Mühe die Baukosten noch aus TTT bzw R&S zusammenbauen, auf das diesbezüglich wimRe nicht verwiesen wird, aber wie die Stadtklasse aussieht wird an keinem Punkt erwähnt. Es gibt den Vorschlag, das die Helden entferntere Höfe unter ihren Schutz stellen könne, aber welche Gewinne oder Verluste das für sie bedeutet muss ich mir als SL aus dem Poppes ziehen.

D.h. genau den Teil in dem die Spieler frei agieren dürfen lässt den SL zu 95 selbst erarbeiten. Also genau das was ich grade in meiner Kampagne mache. Der Story Teil ist nicht schlecht, so zumindest mein Eindruck beim Lesen, und ich will mich gar nicht über den Teil Beschweren, aber der freie Teil ist eigentlich nur Arbeit des SL.

Königsmacher ist eine meiner Lieblings DSA-Kampagnen, und da auch bereits etwas besser aufgestellt. Hier ist immerhin beschreiben wa in der Welt so passiert, wo die Helden also mit ihren Söldnern eingreifen oder Bälle besuchen können.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Humpty Dumpty am 1.02.2012 | 16:22
Jau, da stimme ich Dir zu komplett zu.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Glühbirne am 1.02.2012 | 17:03
Und deswegen ist es für mich freies Abenteuer, sondern nur ein Abenteuer mit mehr Freiräumen zwischen den Plotbausteinen. Die Plotbausteine sind denke ich ganz gut, wenn man RR akzeptabel findet. Aber freiräume zum Ausgestalten sind keine freien Abenteuer.

Unter Wudu, man kann es nciht oft genug sagen, ist da anders. Das ist tatsächlich frei. Man kann es sicher noch mit mehr Infos Füttern um es noch bessre zu machen. aber grundsätzlich ist es ...gut und frei.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Xemides am 1.02.2012 | 17:04
Der Sinn auf AEG ist aber doch nicht nur freies Spiel zu haben, sondern auch den Metaplot voran zu bringen. Wie soll man denn das unter einen Hut bringen ?

Und nicht vergessen, der Metaplot ist für viele DSA-Käufer sehr wichtig und ein Alleinstellungsmerkmal.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Glühbirne am 1.02.2012 | 17:06
Das ist ja ok. Trotzdem gilt es vielen in der DSA-Szene als "freies Abenteuer"
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Humpty Dumpty am 1.02.2012 | 19:15
Das ist ja ok. Trotzdem gilt es vielen in der DSA-Szene als "freies Abenteuer"

Es STIMMT ja auch gemessen an DSA-Maßstäben (und nicht nur da) ein Abenteuer mit überdurchschnittlich viel Freiraum. Dass von diesem Freiraum vieles nicht oder nur unzureiechend ausgearbeitet ist: stimmt ebenfalls. Aber das ändert an der Einschätzung ja erst einmal nichts. Übrigens: ich könnte mir vorstellen, dass viele Hilfestellungen der freieren Teile auch einfach der Schere beim Kürzen zum Opfer gefallen sind. Wenn Du VeG leiten möchtest, kannst Du ja den Autor mal fragen. Der soll sich irgendwo in der Nähe desöfteren mal herumtreiben.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Glühbirne am 1.02.2012 | 19:59
Kein Bedarf  ;) Nach meiner Kampagne Wechsel ich für Aventurien das Regelsystem... Wobei ich DSA-Regeln vergleichbar mit den Reign-Company-Rolls brauch. Mein Eigenbau ist extrem holperig.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Gilgamesch am 1.02.2012 | 20:03
Sonstiges, nämlich Ubiquity.
+1

Achja und die Umfrage ist Müll. ;)
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Xemides am 1.02.2012 | 20:04
Glühbirne, schau dir doch mal Jörg Ds. Reign-Aventurien an und nehm mit ihm KOntakt auf. Vielleicht ist ja das was für dich.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Humpty Dumpty am 1.02.2012 | 20:05
Dann nimm doch Reign. Ich finde das okay, auch wenn ich das Gobbeln für ebenso überschätzt halte wie die Zeitersparnis des einen Wurfs. Die Optonsvielfalt der Charakterentwicklung und die Company-Klamotten sind schon wirklich klasse. Da kann DSA4 nach meiner Ansicht nicht mithalten. Jörg hat ansonsten viele Vorschläge für Reign Aventurien gemacht. Steht irgendwo hier an Board.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Glühbirne am 1.02.2012 | 20:10
Ich dachte als Alternative für Hinterher eigentlich an SaWo weil ich da Zwarts Sachen nutzen kann. Für Aktuell, wo ich noch DSA4 spiele,brauche ich eher Regeln die mit DSA kompatibel sind. Weil innerhalb der Kampagne das Regelsystem wechseln stink. Für mich ;)

Ps.: Egal an was sich DSA5 orientiert, es braucht ein vernünftiges System für soziale Konflikte und im Grunde auch eines für Intriegen und Schlachten.

PSS.:Kann man da eigentlich das Song of Ice and Fire Regelwerk empfelen? Ich hab nur die Probespiel regeln und noch nie geplaytestet...
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Humpty Dumpty am 1.02.2012 | 20:13
Savage Worlds funktioniert auch. Wir spielen damit gerade eine Aventurien-Kampagne. Aber das Feeling von Savage Avanturien unterscheidet sich ziemlich deutlich von dem, was wir sonst so von Aventurien gewohnt waren. Mit den Regeln verändert sich das Spiel und die Interaktion der Charaktere mit dem Setting schon ziemlich krass. Reign ist mit Sicherheit atmosphärisch näher am klassischen Aventurien.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Grimnir am 2.02.2012 | 16:59
Was ich aber für fast unmachbar halte, ist Spieler mit unterschiedlichen Spielstilen an einem Tisch zu vereinen.

Ja, sehe ich ein, da hat ja die gute alte Forge schon erkannt, wie dysfunktional das sein muss. Erlebe ich gerade in meiner D&D-Runde leider auch.

Allerdings gehen meine punktuellen Beobachtungen doch dahin, dass in vielen DSA-Gruppen ein Spielstilmix praktiziert wird. Ein modulares System sollte dem so gut es geht Rechnung tragen und zumindest grundlegend eine Interoperabilität zwischen den verschiedenen Modulen gewährleisten.

Eine Möglichkeit wäre die deutliche Differenzierung verschiedener Szenenarten: NSC-Interaktion, Kampf, Exploration, Stimmungsdowntime, Planungsphasen etc. Dann könnte man zu Beginn der Kampagne deutlich machen, dass Kämpfe nach Modul 1, NSC-Interaktion nach Modul 2 ablaufen. Der Spielleiter achtet dann auf die Gewichtung der Module in der Kampagne.

Das muss noch nicht einmal zu Beginn der Kampagne geschehen, sondern direkt vor der jeweiligen Situation. Ich kenne das von mir selbst ja auch: Im Regelfall bevorzuge ich hochtaktische Kämpfe und finde dann Erzählerei störend, aber manchmal denke ich dann doch, dass es jetzt lässiger wäre, einen bestimmten Kampf wegzuerzählen.

Es grüßt
Grimnir
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Ludovico am 6.02.2012 | 17:35
+1

Achja und die Umfrage ist Müll. ;)

Zu beidem +1 ;)
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Mann ohne Zähne am 26.02.2012 | 17:10
DSA5 sollte sich meiner Meinung nach absolut an DSA1 orientieren. ALso nur die ersten beiden Boxen. Sonst nix. Und vielleicht, für die Spieler, die's wollen, ein freundlicheres Skill-System.

(Wenn das passieren würde, ich würde mir tatsächlich wieder DSA-Material kaufen)
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Feyamius am 26.02.2012 | 18:52
DSA5 sollte sich meiner Meinung nach absolut an DSA1 orientieren.
:Ironie:
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Private Baldrick am 26.02.2012 | 19:08
Nein, so wie ich Norbert kenne, meint er das absolut ernst. Es gibt ja tatsächlich Leute, denen DSA1 von allen Editionen den meisten Spaß gemacht hat.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: ErikErikson am 26.02.2012 | 19:15
Ich denke für jemanden, der die Komplexität von den späteren Editionen schätzt, wie das fertigkeitensystem, ist DSA 1 nix. Ich glaube, DSA 1 spricht eine ganz andere Zielgruppe an.

Jedenfalls habe ich mal einen Thread zu DSA 1 aufgemacht, und ich beantworte auch gern fragen, wobei ich allerdings nur über das grundregelwerk verfüge.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Samael am 26.02.2012 | 19:16
Ich denke für jemanden, der die Komplexität von den späteren Editionen schätzt, wie das fertigkeitensystem, ist DSA 1 nix. Ich glaube, DSA 1 spricht eine ganz andere Zielgruppe an.


DSA 1 hat doch auch ein Fertigkeitensystem?
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: ErikErikson am 26.02.2012 | 19:17
DSA 1 hat doch auch ein Fertigkeitensystem?

Das kam erst später dazu. Im grundbuch gibt es noch keins. ich habe wie gesagt nur das grundbuch und kann nichts über die Erweiterungen sagen.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Samael am 26.02.2012 | 19:22
Das kam erst später dazu. Im grundbuch gibt es noch keins. ich habe wie gesagt nur das grundbuch und kann nichts über die Erweiterungen sagen.

Richtig, im Ausbau - Set. Wo der Druide, verschiedene Elfen und Geweihte dazu kamen.

Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Bentley Silberschatten am 26.02.2012 | 21:14
Zitat
DSA 5 soll sich an folgendem System orientieren

Der eine Ring (Vorallem wegen dem Teamwork das die Regeln mit sich bringen)
Dragon Age
Mondagor

Ja wenn eines davon Basis eines neuen DSA wäre, dann würde ich es wieder spielen bzw. evtl. sogar leiten wollen.

Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: YY am 26.02.2012 | 21:22
Der eine Ring (Vorallem wegen dem Teamwork das die Regeln mit sich bringen)

Das wird zwar wohl recht sicher nicht passieren, fände ich aber eine gute Idee.


Seltsamerweise denke ich mir beim Spielen immer, dass TOR (wir spielen die englische Ausgabe  ;D) einerseits ziemlich gut Mittelerde-Atmosphäre erzeugt, andererseits aber spielmechanisch auch sehr einfach auf andere Settings ausgelegt werden kann und da dann auch gut passen würde - falls das noch irgendwie Sinn ergibt  :)
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Naldantis am 28.02.2012 | 09:53
Der eine Ring (Vorallem wegen dem Teamwork das die Regeln mit sich bringen)

Also ich habe unsere DSA-Runden als meist eher intrigant in Erinnerung; da hatten nur sleten wirklich alle dieselben Ziele und Loyalitäten...
...das bringen halt die Details des ausgearbeiteten Hintergrundes mit bunten Orden, Kirchen, Geheimdiensten, Handelshäusern, politischen Fraktionen, Staaten und Völkern so mit sich.

Ist doch etwas anderes als der Mittelerde-Canon.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Jiba am 28.02.2012 | 13:43
Nach der Lektüre stimme ich zu: DER ist das bessere DSA. Geht in Aventurien genauso gut. Man könnte noch die Anzahl der Fertigkeiten erhöhen, damit es kleinschrittiger ist, aber sonst...
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Praion am 28.02.2012 | 17:08
Burning Wheel und Mouse Guard sowie Indiesysteme.

Warum Indiesysteme? Weil sie meist ein bestimmtes Gefühl haben, dass sie super transportieren in ihren Regeln. Das will ich für DSA auch. Es soll einen direkten Fokus auf Spielidee X haben.
Das wird an sich nicht gehen da nicht mal Aventurien weiß was es für die Spieler sein möchte (außer alles). Ein Setting mit Barbarenkriegen, tiefen Mittelalter, Mantel und Degen und Indiana Johnes Jungleerkundung kann kein Regelwerk ahben, dass für all diese Sachen zusammen passend funktioniert.

BW vor allem als Vorbild. Vlt. kein Scripting und auch etwas einfachere Kampfregeln aber die Grundideen davon will ich sehen. So als System macht es DSA sehr gut, bei der Meinung bleibe ich. Von MG würde ich gerne das Konfliktsystem übernehmen ansonsten. Also Kampf, Reise, Verfolgung oder REdeduel als gleicher Regelmechanismus mit unterschiedlichen SKills.
Hätte man doch wieder Scripting aber sehr simpel.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Bentley Silberschatten am 28.02.2012 | 19:51
Nach der Lektüre stimme ich zu: DER ist das bessere DSA. Geht in Aventurien genauso gut. Man könnte noch die Anzahl der Fertigkeiten erhöhen, damit es kleinschrittiger ist, aber sonst...
Ja, wobei das nichts spezielles mit DSA zu tun hat. In meinen Augen würde auch Golarion (Pathfinder) mit DER/TOR Regeln gewinnen...
Aber mit DER/TOR Regeln würde ich mich eher dazu übereden lassen DSA mal wieder zu spielen.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: Glühbirne am 28.02.2012 | 20:04
Bei DER fehlt aber die Magie. Ich wäre gespannt, ob man da ein passendes Magiesystem anbauen kann.
Titel: Re: An was soll sich DSA 5 orientieren?
Beitrag von: YY am 29.02.2012 | 18:06
So ein kleines bisschen Magie hat DER ja schon - die wird momentan entweder mit Hope befeuert oder man kann es einfach so.

Für HdR-Magie ist das voll in Ordnung, aber für eine DSA-Anpassung reicht das wohl nicht.

Magietalent/-fertigkeit würde ich aus dem XP-Pool bezahlen lassen wie die Waffenfertigkeiten (und auch ansonsten so behandeln) und ASP-Kosten von Endurance abziehen...

Zauber lernt man, indem man die Kategorie als Reward erwirbt und dann pro Zauber einzeln XP nachzahlt.

Und fertig ist die Wurst  :)