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Pen & Paper - Rollenspiel => Pen & Paper - Allgemein => Pen & Paper - Umfragen => Thema gestartet von: bibabutzelmann am 17.12.2012 | 17:41

Titel: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: bibabutzelmann am 17.12.2012 | 17:41
Also ich lese hier seit geraumer Zeit Themen in denen sich darüber ausgelassen wird, was man beim Rollenspiel so alles nicht machen sollte, weils böse, gemein, schädigend, gefährlich, verletzend, anstößig, abstoßend, wie auch immer geartet ungut ist. Sexuelle Selbstbestimmung, Gewaltdarstellung, Menschlichkeit/vermeintliche Abgründe bzw. moralische Abweichung, rauher Umgangston am Spieltisch, SCs sterben lassen, angeblicher Sexismus, derbe Späße, political incorrectness...

Und jetzt wollte ich mal hören, ob ich der einzige bin, der das etwas anders sieht, ob sich einige einfach nicht an den Diskussionen beteiligen weil sie die moralische Hoheit bei den anderen vermuten, oder ob das hier wirklich der allgemeine Tenor ist.

Für mich gehts ganz ehrlich nicht anders. Ich wäre super angefressen mich den ganzen abend politisch korrekt zu verhalten/gebärden/äußern, nicht die Sau rauslassen zu dürfen, inkonsequent sein zu müssen um auf andere Rücksicht zu nehmen. Das hab ich tagsüber an der Arbeit und mache das auch nur weil man mir dafür ein gewisses Schmerzensgeld anbietet  ;), in meienr Freizeit gebe ich mir das nicht. Und ehrlich gesagt habe ich Rollenspiel auch genau so kennengelernt. Und ich spiele nicht nur in kompletten Nerdrunden (ja sogar mit vielen Frauen  :o) und bislang bin ich damit noch recht selten angeeckt. Oder die Leute trauen es sich nicht es mir zu sagen... Spaaaaaaß!  ~;D

Also, wie schauts aus? Wem gehts genauso?
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: Blechpirat am 17.12.2012 | 17:50
Bei mir gibt es das alles auch. Und ich hab schon Leute aus meinen Runden weggeschickt, weil sie genau solche Themen bedient haben.

Soll heißen: Wenn ich das Gefühl habe, dass jemand ein sexistisches Arschloch spielt, darf er das. Wenn ich (oder andere) das Gefühl haben, dass er ein sexistisches Arschloch ist, dass sich hinter dem Rollenspiel "versteckt", muss er gehen.
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: Lord Verminaard am 17.12.2012 | 17:55
Ich glaube eher, du hast die betreffenden Äußerungen in den Threads falsch verstanden. Es geht nicht darum, dass man so was nicht darf, sondern es geht darum, dass man so was nicht mit Fremden und ohne Vorabsprachen machen sollte, wenn man nicht auf die Schnauze fliegen will. Und mehr noch, dass man dabei dem Gebot der Rücksichtnahme auf die Mitspieler verpflichtet ist. Einige meiner besten Runden waren solche, die sehr abgründig und/oder politisch unkorrekt waren. Aber dafür gibt es gewisse Voraussetzungen, wie die Mitspieler mit diesen Themen umgehen sollten. Meiner Erfahrung nach liegt es in 9 von 10 Fällen, wenn so eine Runde vor die Wand fährt, nicht daran, dass irgend ein Mitspieler zimperlich ist oder gar irgend ein schlummerndes Trauma hat, das durch die Runde getriggert wird. Sondern in 9 von 10 Fällen liegt es daran, dass ein oder mehrere Mitspieler sich wie unreife Idioten aufführen.
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: bibabutzelmann am 17.12.2012 | 18:08
Ich habe derzeit eine Runde die nur darauf basiert, dass sich vier hochintelligente begabte und gesellschaftlich akzeptierte junge Herren benehmen wie eine/ihre offene Hose. Morgen Abend ist es wieder so weit. Und ich muss ganz ehrlich sagen, dass diese Runde die Behauptung eines Überwachungsstaates Lügen straft, sonst wären wir shcon übermorgen inhaftiert und hoch verschuldet. Natürlich ist das alles nicht ganz ernst gemeint. Aber das Rollenspiel (und das Drumherum) lädt doch gerade zu einem Ausstieg aus dem Alltag ein, oder? Ich finde das kann teilweise einen großen Reiz ausmachen.
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: ClockworkGnome am 17.12.2012 | 18:09
Ich sags mal so. Ich lebe eigentlich gerne nach der Prämisse Arschloch, und Spaß dabei aber: wer austeilt, muss auch einstecken können. Ich kann auch über jeden guten Witz Lachen, egal wie "böse" er ist (wobei ich es hier wie Blechpirat sehe, das geht nur, wenn ich weiß, dass der andere das auch als Witz meint und nicht ernst nimmt). Daher ist der Umgangston im Freundeskreis in der Tat was rauer, aber bringt auch Lacher ohne Ende, denn jeder weiß, wie es gemeint ist, und das ist im Rollenspiel dann genauso.  ~;D

Aber Arschloch hin oder her passe ich mich im Rollenspiel an den Gruppenkonsens an, wobei es ja auch vom Setting abhängt, wie dirty es wird. Wenn also das Setting ist wir sind alle liebe Engel die helfen, dann spiele ich auch so. Wenn das Setting aber brutales Darkfuture ist und die Gruppe trotzdem auf rosarot machen möchte, spreche ich das an und verlasse ggf. die Gruppe, weil es mir da wie Dir geht. Also: wenn ich schon Barbaren! spiele, dann bitte richtig sexistisch und macho, wenn die Gruppe das politisch korrekt spielen möchte gerne, aber ohne mich.

Eine besondere Ausnahme wären noch persönliche Erfahrungen der Spieler, also wenn jemand tatsächlich mal missbraucht wurde kann man die Runde sonst so blutig machen wie man will, aber sowas kommt dann definitiv nicht vor, wenn der Betroffene es nicht explizit zulässt.
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: La Cipolla am 17.12.2012 | 18:13
Kommt ganz auf die Gruppe an, und auf meine Laune.
Wenn ich gut drauf bin, versuche ich ganz allgemein, niemanden zu verletzen, und da fällt alles entsprechende natürlich drunter. Ergo, wenn ich's ernsthaft "härter mag" (ein dickes, herzhaftes und hocharrogantes lol an dieser Stelle), geht irgendwas schief.
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: bibabutzelmann am 17.12.2012 | 18:37
Also Clockwork kann ich voll verstehen. Abgesehen davon, dass ich auf super nettes Spiel nie besondere Lust habe und dem von vornherein fernbleiben würde. Also ich spiele auch mal nen Gutmenschen bei DSA, der die Kaufmannstochter uneigennützig rettet und unterwegs noch dem alten Mütterchen das Holz hackt, die Zwölfe preist und dem Dank Lohn genug ist, aber das hat dann auch schon wieder eine saftige Ladung Sarkasmus.

Mit den persönlichen Erfahrungen der Spieler ist das so eine Sache... In manchen Rollenspielen ist es ja sogar gewollt sowas bewusst anzuspielen. Bei Ruh dich nicht aus! würde ich das zum Beispiel tun. Natürlich nach Absprache. Aber ich nehme bei neuen Spielern zum Beispiel keine Rücksicht, sondern gehe sofort in die Vollen. Dann weiß jeder gleich woran er ist. Und wenn sich wer auf den Schlips getreten fühlt, dann kann man das entweder im Nachhinein noch klären oder derjenige hätte ohnehin nicht in eine Gruppe gepasst, die mir Langzeitspaß beschert. Was heißt Spaß, da darf ich ruhig mal das Wort Freude heranziehen.
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: CokeBacon am 17.12.2012 | 18:48
@bibabutzemann
Du hast zwar viele Stichwörter fallen gelassen, aber mir wird nicht ganz klar was für eine Spielweise du hier vertrittst. Meinst du einfach nur, dass du deine Charaktere in all ihren schlechten und guten Eigenschaften konsequent durchziehst oder propagierst du hier, dass du nur Spass haben kannst, wenn du dich auf Teufel komm raus im Spiel ausleben kannst (ungeachtet aller Geschmacksgrenzen)?
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: bibabutzelmann am 17.12.2012 | 19:26
Erstens propagiere ich nichts, so lange ich eine Aussage über mich selbst treffe.

Ich wollte einfach hören ob es noch mehr Leute hier gibt, die oft im Forum geäußerte und (einseitig) diskutierte Bedenken nicht teilen.

Wie ich spiele, am liebsten oder überhaupt? Nun, ich spiele gerne konsequent ein Charakterkonzept aus. Dabei nehme ich gelegentlich aber geringe Rücksicht um den armen Spielleiter nicht zu sehr zu quälen. Selten, aber es passiert. Müsste es oft passieren würde ich nicht mehr mitspielen. Ich frage aber vor der Einführung eines neuen Charakters was ich speieln darf, stelle mein Konzept vor und frage den Spielleiter und manchmal auch die Gruppe, ob das Konzept "erlaubt" wird, oder eben nicht. Wenn nicht, dann hab ich meist 2-3 andere im Ärmel doer kann schnell auch mal eins anpassen. Wenn ich selber leite, dann lasse ich so ziemlich alles zu, was die Regeln erlauben und was mir vom Setting her stimmig erscheint. auch gerne abgedrehteres. Wenn der Rest der Gruppe mault müssen die Spieler das unter sich klären. Unter erwachsenen Menschen funktioniert das ind er Regel ganz gut.
Ich spiele nicht in Runden in denen ich mich am Spieltisch benehmen muss wie an der Arbeit, sprich politisch korrekt und gemäßigt, vor allem was den Humor angeht. und ich spiele nicht mit Leuten die nicht über sich selbst lachen können. 40% meiner Späße gehen auf meine eigenen Kosten und ich kann auch von anderen gut und gerne einstecken, aber ich teile auch gerne aus. Wem das nicht passt, der wird mit mir wneig Freude haben. Umgekehrt ist das nicht so, denn in meiner Freizeit halte ich mich nicht zurück. Man ist ja auch nicht gezwungen gemeinsam Zeit zu verbringen, oder?
Es geht auch nichtd arum sich am Spieltisch und ingame krampfhaft permanent wie ein riesiges Arschloch zu verhalten. Ist ja keine Selbsthilfegruppe für zwangsangepasste die was kompensieren müssen  ;). Es geht darum mit Leuten einem Hobby zu fröhnen, mit denen man auf einer Wellenlänge liegt. Ich will mit Leuten spielen, die mich mögen WEIL ich bin wie ich bin und nicht OBWOHL ich mich manchmal auch gerne mal daneben benehme  ;D
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: Dark Stone Cowboy am 17.12.2012 | 19:28
Bei mir kommt das schlicht aufs Setting an. Wenn ich "Märchen" spiele, dann will ich da auch nichts verwerfliches sehen. Wenn ich "Warhammer" spiele, kann da durchaus das Blut fließen...aus allen möglichen Gründen ;)
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: ClockworkGnome am 17.12.2012 | 19:32
@butzelmann: Aus welcher Ecke kommst Du, wir sollten zusammen spielen!
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: ElfenLied am 17.12.2012 | 19:34
Bei unseren Runden, wo man die Spieler schon länger kennt, gilt: Mit Absprache geht alles. Ja, auch anstössigere Sachen, solange es keinem am Tisch missfällt.

Bei fremden Runden, in denen ich leite, spiele ich nach einem Gentleman's Agreement: Deinem Charakter wird nur das angetan, was du anderen (egal ob NSC oder SC) antust. Deine Folter-/Vergewaltigungs-/etc.-Immunität und dein Vetorecht verlierst du genau dann, wenn du diese Handlung ausführst. Ich weise Spieler vor solchen Aktionen ein letztes Mal darauf hin, und bislang gab es erst einen Fall, in dem ein Spieler es "nicht verstanden" hatte.
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: CokeBacon am 17.12.2012 | 19:52
@bibabutzemann

Ich denke, ich verstehe jetzt worauf du hinaus willst. Ich halte es in meiner Runde ähnlich und stimme dir in vielen Punkten zu. An sich ist ja jedes Charakterkonzept spielbar, solange alle beteiligten Spieler dazu in der Lage sind In- und Outgame zu trennen.
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: bibabutzelmann am 17.12.2012 | 20:06
Ich weise Spieler vor solchen Aktionen ein letztes Mal darauf hin, und bislang gab es erst einen Fall, in dem ein Spieler es "nicht verstanden" hatte.

Klingt nach Erziehungsversuchen. Kommt denn dann krampfhaft zurück was man austeilt, oder ist dann einfach der allgemeine Schutz weg? Als gleichmachende Bestrafung eingesetzt fänd ich das unpassend und ingame sinnlos.
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: Lord Verminaard am 17.12.2012 | 20:13
Deine Wahrnehmung, dass diese Art zu spielen im :T: verpönt sei, ist falsch. Richtig ist, dass es hier Leute gibt, die so nicht spielen mögen. Ebenso gibt es viele Leute hier, die gerne so spielen. Es gibt aber eben auch immer wieder Threads, in denen über die Probleme gesprochen wird, die der von dir geschilderte Ansatz mit sich bringen kann. Damit soll nicht ausgesagt sein, dass es damit Probleme geben muss. Mit anderen Worten, du hast den Segen des Tanelorn, so zu spielen. Nur solltest du, wenn du das z.B. in einer Con-Runde machen möchtest, oder eine neue Mitspielerin in deine "offene Hose" Runde einlädst, das vorher abklären. Und zwar nicht Alibi-mäßig abklären, sondern richtig abklären. Und du solltest nicht die Nase über Leute rümpfen, die dazu "nein danke" sagen, ebenso wenig, wie diese Leute über dich die Nase rümpfen sollten. Mehr hat so weit ich das sehe keiner verlangt.
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: 1of3 am 17.12.2012 | 20:18
Deine Wahrnehmung, dass diese Art zu spielen im :T: verpönt sei, [...]

Pony-pony-pony-pony!!!111!elf

~;D



Ansonsten ist Vermis Worten nichts hinzuzufügen.
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: ArneBab am 17.12.2012 | 20:25
Mit anderen Worten, du hast den Segen des Tanelorn, so zu spielen.
Wenn nicht, würden wir ja auch die Rollenspielpolizei schicken, oder? :)

Für mich ist jede Spielweise gut, die allen in der jeweiligen Runde gefällt. Ich würde nicht in jeder Runde mitspielen, weil mir manche Spielweisen keinen Spaß machen (und manche Arten der Interaktion unangenehm sind). Aber (um mal halb zu zitieren) ich werde euer Recht so zu spielen mit meinen Worten verteidigen.
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: bibabutzelmann am 17.12.2012 | 20:29
Wo ich herkomme? Ich schwanke zwischen Nordhessen und Ostwestfalen  ;D

Deine Wahrnehmung, dass diese Art zu spielen im :T: verpönt sei, ist falsch. Richtig ist, dass es hier Leute gibt, die so nicht spielen mögen. Ebenso gibt es viele Leute hier, die gerne so spielen.

Bin ja noch nicht lange hier  };), deshalb können sich solche Wahrnehmungsstörungen noch einschleichen. Aber wenn die Gefahren und Probleme solchen Spiels diskutiert werden darf man doch auch die Geilheit daran parallel dazu feiern, oder? Ich will hier ja keine Spalterei betreiben.
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: D. Athair am 17.12.2012 | 20:52
Klingt nach Erziehungsversuchen. Kommt denn dann krampfhaft zurück was man austeilt, oder ist dann einfach der allgemeine Schutz weg?
 Ich würde das eher als Anwendung von Allgemeinplätzen wie "Wie man in den Wald ruft, so schallt es heraus!" oder "Gleich und gleich gesellt sich gern!" oder "Wer mit dem Schwert kämpft, wird mit dem Schwert umkommen." sehen.

Warum sollte ein NSC nicht so reagieren:
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)


Im Prinzip braucht es gar nicht so viel, die Härte der Gangart abzuklären.
1) Settingkonventionen gelten als gesetzt.
2) (Erwünschte) Abweichungen davon in die ein oder andere Richtung müssen kommuniziert werden.
3) Jeder kann: "Halt! Stopp!" rufen. (Nonverbales Verhalten beachten! Im Zweifelsfall nachfragen!)

So lange man sich an die 3 Regeln hält, ist alles gut. Gore bis Teletubbie-Gruppen-Kuscheln. Alles drin!
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: ArneBab am 17.12.2012 | 21:06
  Ich würde das eher als Anwendung von Allgemeinplätzen wie "Wie man in den Wald ruft, so schallt es heraus!" oder "Gleich und gleich gesellt sich gern!" oder "Wer mit dem Schwert kämpft, wird mit dem Schwert umkommen." sehen.
Solange das freundschaftlich bleibt, kein Problem.

Ich habe aber halt schon erlebt, dass Leute versucht haben, andere beim Rollenspiel zu erziehen (z.B. ein neuer Spieler in unserer Runde. Der war genau einmal dabei - vor ~13 Jahren habe ich das allerdings als SL auch manchmal gemacht, was ich heutzutage falsch finde. Jugendsünde…).
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: Nocturama am 17.12.2012 | 21:13
Ehrlich gesagt ist mir trotz der Erklärung immer noch nicht klar, was du unter "härter" verstehst  ;) Dass man auch mal schlimme Wörter sagen darf? Dass man genauer beschreibt, wie jemand zerschnetzelt wird? Dass man fiese Witze macht? Dass es den SC richtig dreckig gehen soll? Dass einem die Szenen emotional an die Substanz gehen?

Die letzteren beiden sind das, was ich persönlich unter "härter" verstehen würde und wo ich voll drauf stehe. Ich nenne das "Drama"  ;) Da können auch die meisten Tabuthemen angegangen werden, bis hin zu Folter und Vergewaltigung. Allerdings nicht in jeder Runde und nicht jeden Abend. Da möchte ich schon meine Mitspieler kennen und wissen, wie die solche Themen behandeln.
Schlechte Witze machen und rumschnetzeln ist dagegen mal für einen Abend okay, aber jetzt nicht das, was mich am Rollenspiel so richtig rockt.

Und wie vielen schon sagten: Eine ganze Menge hängt davon ab, was ich spiele. "Do: Pilgrims of the Flying Temple" spiele ich anders als "Hollowpoint" spiele ich anders als "Siebte See" spiele ich anders als "Paranoia" spiele ich anders als "Fiasco". Was ich bei dem einen Spiel super finde, geht bei einem anderen gar nicht.

Die ganze Diskussionen gingen vor allem darum, dass man seine eigenen Grenzen nicht anderen aufzwingen soll. Wenn du deine Spieler kennst, ist das kein Problem. Aber wenn man die Mitspieler nicht kennt, sollte man nicht gleich jede Geschmacklosigkeit und richtig hartes Drama auffahren. Oder einfach fragen, ob einer mit - zum Beispiel - Sex im Rollenspiel ein Problem hat oder wie detailliert die Gewalt sein darf.
Die schlichte Essenz der Diskussionen ist: Gehe nicht stillschweigend davon aus, dass allen anderen gefällt, was dir gefällt.
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: Deep One am 17.12.2012 | 21:18
Ich denke auch, Du bist gar nicht so weit weg von der Mehrheit Deiner Mitforisten, wie Du denkst, Butzelmann. Du spielst Deinen Charakter, wie Du es gern magst, klärst mögliche Probleme vorher mit den Mitspielern ab, nimmst Rücksicht auf den Spielleiter, sagst eben statt "PoC" mal "Neger" (oder wie auch immer politisch unkorrekt sein bei Dir ausschaut), bist aber sozialisiert genug, dass sich Echte Frauen™ mit Dir an einen Tisch setzen. Vermutlich bist Du auch ein ganz Lieber. :) Also so, wie fast alle hier. :)
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: Luxferre am 17.12.2012 | 21:24
Also ich lese hier seit geraumer Zeit Themen in denen sich darüber ausgelassen wird, was man beim Rollenspiel so alles nicht machen sollte, weils böse, gemein, schädigend, gefährlich, verletzend, anstößig, abstoßend, wie auch immer geartet ungut ist. Sexuelle Selbstbestimmung, Gewaltdarstellung, Menschlichkeit/vermeintliche Abgründe bzw. moralische Abweichung, rauher Umgangston am Spieltisch, SCs sterben lassen, angeblicher Sexismus, derbe Späße, political incorrectness...

Nur fürs Protokoll, weil Du mich im Nebenthread ja auch ansprichst. Ich habe anderes Verhalten, als ich am Tisch an den Tag lege nicht verurteilt! Lediglich für mich als unspielbar erklärt.


Aber was mich interessiert ist, was Du mit "angeblicher Sexismus" meinst.

Ansonsten hat Vermi es sehr diplomatisch auf den Punkt gebracht.
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: ElfenLied am 17.12.2012 | 21:24
Klingt nach Erziehungsversuchen. Kommt denn dann krampfhaft zurück was man austeilt, oder ist dann einfach der allgemeine Schutz weg? Als gleichmachende Bestrafung eingesetzt fänd ich das unpassend und ingame sinnlos.

Der Schutz ist weg. Nehmen wir mal an, SC1 foltert einen gefangenommenen NSC, um Informationen zu erhalten. Sollte SC1 jemals irgendwann selber gefangenommen werden, und Informationen besitzen, die für die Wärter interessant sein könnten, dann wird Folter nicht automatisch als Option ausgeschlossen, wie es bei SCs der Fall sein würde, wenn sie selber nicht foltern.

Ich persönlich bin da weitgehend schmerzfrei, und verzichte als SL aus Rücksicht auf die Spieler auf derartige Aktionen, auch wenn sie die rational sinnvollste wären, wie z.B. die Folter. Erst wenn der Spieler mit sein Einverständnis gibt, entweder durch aktive Handlung oder vorherige Absprache, wird sowas vorkommen.
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: D. Athair am 17.12.2012 | 21:36
Solange das freundschaftlich bleibt, kein Problem.

Ich habe aber halt schon erlebt, dass Leute versucht haben, andere beim Rollenspiel zu erziehen (z.B. ein neuer Spieler in unserer Runde. Der war genau einmal dabei - vor ~13 Jahren habe ich das allerdings als SL auch manchmal gemacht, was ich heutzutage falsch finde. Jugendsünde…).
Sobald einer das Gefühl hat den anderen erziehen zu müssen oder von ihm erzogen zu werden, ist es allerhöchste Eisenbahn für ein klärendes Gespräch. (Da hilft nur: Aus dem Spiel rausgehen. Am besten wohl den Spielabend abbrechen - mit zwei verletzten Grenzen, bzw. Spielern lässt sich nicht sinnvoll weiterspielen. Später, wenn sich die Gemüter beruhigt haben: Miteinader sprechen!)


Die ganze Diskussionen gingen vor allem darum, dass man seine eigenen Grenzen nicht anderen aufzwingen soll.
Das finde ich gefährlich missverständlich formuliert. Es ist durchaus wichtig die eigenen Grenzen zu kennen. Und: Um mit anderen spielen zu können, muss ich die ihren und müssen sie die meinen annehmen. Wenn die Toleranzschwelle auch nur eines Spielers überschritten wird, kann es ganz schnell häßlich werden, am Spieltisch. Insofern sind die Spieler durchaus an die Grenzen ihrer einzelnen Mitglieder gebunden (bzw. an die Grenzen der Teilmenge daraus). Das kann man, wenn man will, Zwang nennen.

Du meinst aber wohl, dass ich nicht davon ausgehen darf, dass meine Grenzen und deine deckungsgleich sind.
Das sind sie nämlich nicht und können sie auch gar nicht.



@ Ausgangsfrage:
Ja, ich mags auch mal härter. WENNS passt.
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: Bad Horse am 17.12.2012 | 21:47
Aber im Allgemeinen sucht man sich doch eine Spielrunde, in der die Grenzen irgendwo ähnlich verlaufen.

Rücksicht aufeinander nehmen ist wichtig - aber wenn ich mich dauernd selbst zensieren muss, weil meine Mitspieler kein Blut hören können und bei dem Wörtchen "Schniedel" ohnmächtig darniedersinken, dann macht mir das halt auch keinen Spaß. Da such ich mir lieber Leute, die Blut ganz okay finden und lustige Worte für männliche Geschlechtsorgane benutzen - die aber Vergewaltigungen nicht als "passiert halt mal" ansehen oder jemanden auslachen, weil er bei einer entsprechenden Szene weinen muss.
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: Nocturama am 17.12.2012 | 21:48
Das finde ich gefährlich missverständlich formuliert. Es ist durchaus wichtig die eigenen Grenzen zu kennen. Und: Um mit anderen spielen zu können, muss ich die ihren und müssen sie die meinen annehmen. Wenn die Toleranzschwelle auch nur eines Spielers überschritten wird, kann es ganz schnell häßlich werden, am Spieltisch. Insofern sind die Spieler durchaus an die Grenzen ihrer einzelnen Mitglieder gebunden (bzw. an die Grenzen der Teilmenge daraus). Das kann man, wenn man will, Zwang nennen.

Du meinst aber wohl, dass ich nicht davon ausgehen darf, dass meine Grenzen und deine deckungsgleich sind.
Das sind sie nämlich nicht und können sie auch gar nicht.

Ja, genau das meinte ich. Nur weil man selbst keine Probleme mit Sex oder Folterszenen im Spiel hat, muss das nicht bei jedem anderen auch der Fall sein. Wenn sich jemand von irgendwas im Spiel unangenehm berührt fühlt, sollte man das respektieren - und seine Grenzen nicht überschreiten.
Aber stimmt, man kann meine Aussage auch genau andersrum verstehen  ;)
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: bibabutzelmann am 17.12.2012 | 21:51
deepone, du liest mich wie ein offenes Buch  ;D

Hm, Grenzen aufzwingen... Das heißt ja nun aber irgendwie, dass der mit dne enger gesteckten Grenzen den anderen seine aufzwingt, die nicht überschritten werden dürfen. Ich zwinge ja keinen seine Grenzen zu verlassen. Viele wollen das nicht, viele können das auch gar nicht und ich habe weit besseres zu tun als "die Welt zu verbessern". Ist wieder son Ding, was ich nur gegen Bezahlung tue  8].
Aber ich wollte halt sagen, dass es genauso wie es für einige Spieler mit enger gesteckten Grenzen un(möglich/angenehm) sein dürfte mit mir zu spielen, es von mir nicht gewünscht ist mit solchen Spielern zu spielen. Und mir ginge s darum darauf hinzuweisen, dass weder das eine noch das andere "GUTES ROLLENSPIEL" ist. Denn ich meinte auf der "Gegenseite" durchaus vereinzelt den Anspruch moralischer Überlegenheit zwischen den Zeilen entdeckt zu haben  >;D

Bitte hier keine neue Sexismusdebatte, davon las ich auch bereits mit Grauen.
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: Minne am 17.12.2012 | 22:07
Im Grunde wurde ja schon alles gesagt: Ob man will oder nicht, man trägt am Spieltisch Mitverantwortung dafür, dass sich alle Anwesenden am Spieltisch wohl und willkommen fühlen. Dieser Verantwortung gerecht zu werden erfordert Empathie und die Bereitschaft zur Rücksichtnahme. Und die Klärung von Erwartungshaltungen. Gilt nicht nur fürs Rollenspiel sondern eigentlich für jeden Raum.

Was mir aber stinkt ist diese "Härte" Metaphorik. Es ging, wenn ich mich im Kontext nicht irre, um sexualisierte Gewalt. Und die ist für viele Menschen eine bittere Realität in ihrem Leben. Wenn jetzt irgendwelche Dudes, die (sehr wahrscheinlich) solche Gewalt nie am eigenen Leib erfahren haben, die Ablehnung der Thematisierung solcher Themen oder die Sensibilität diesbezüglich als "Schwäche" (denn die ist ja das Gegenteil der Härte) etablieren, dann wird hier eine Atmosphäre geschaffen in der diesbezügliche Grenzüberschreitungen trivialisiert, verlacht und kleingeredet werden können. Und das finde ich zum kotzen.
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: Boba Fett am 17.12.2012 | 22:10
...dann wird hier eine Atmosphäre geschaffen...
 Und das finde ich zum kotzen.
I assist that...
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: Lord Verminaard am 17.12.2012 | 22:29
Um es nur ganz klar zu sagen, eine Sache ist, was für Inhalte man spielt und auch was für Humor man hat. Da bin ich der letzte, der sich zum Wächter des guten Geschmacks aufschwingt, und bin auch für so manche Geschmacklosigkeit gern zu haben.

Aber eine andere Sache ist, wie man damit umgeht. Dabei sollte man, das betrachte ich zumindest als Anstandspflicht, ganz offen dazu stehen, was man da gerade phantasiert. Nichts sollte geleugnet oder marginalisiert werden. Und je sensibler die Themen, desto feinere Antennen braucht man für die Mitspieler.

Natürlich ist es beim Rollenspiel ebenso wie im echten Leben manchmal die Frage, wie man sich verhält, wenn man mit Mitmenschen zu tun hat, mit denen man sich eigentlich gut versteht, und die sich dann plötzlich an einer bestimmten Stelle gewohnheitsmäßig arschig verhalten. Will man jedes mal eine Lanze brechen? Soll ich jeden meiner Arbeitskollegen bei jedem schwulenfeindlichen Spruch zur Rede stellen? Meinen Chef? Das führt jetzt ein bisschen weit vom ursprünglichen Thema weg, aber ich denke, eine gewisse Toleranz braucht man solchen Dingen gegenüber im Alltag und natürlich auch beim Rollenspiel.
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: bibabutzelmann am 17.12.2012 | 22:41
Ich seh hier schon wieder zu viele erhobene Zeigefinger und das finde ich zum kotzen!  :q

Ich finde nicht, dass man Menschen vorschreiben kann, wie sie ihre Freizeit mit anderen gestalten. Ich MUSS schon mal GAR NICHTS! Und wenn ich mit gewissen Menschen in meiner Freizeit keinen Umgang pflegen möchte, dann ist das vollkommen in ordnung, denn ich bin nicht die Mutter Theresa des gediegenen Rollenspiels. Wenn ich mich mit solchen Leuten beschäftige nehme ich Geld dafür, in meiner FREIZEIT brauche ich das nicht. Es ist erst einmal vorgekommen, dass ich mir dadurch Spieleabende versauen lassen musste. Das geb ich mir nicht noch einmal, dann zeige ich nur noch auf die Tür.

Das Gegenteil von hart ist glaube ich auch immer noch weich und nicht schwach, denn weich ist nicht das Gegenteil von Stark. Hab lange nicht in den Duden geschaut, aber das letzte Mal wars noch so  ;). Es geht mir nicht darum Menschen mit traumatischen Erlebnissen in der Vergangenheit allgemein auszugrenzen, nur von meinem Spieltisch. Denn die haben da keinen Spaß mit mir und ich lasse mir in der Freizeit den meinen nicht nehmen und dafür lasse ich mich auch nicht moralisch degradieren. Um solche Leute kümmere ich mich gut und gerne, aber gegen Geld und nicht inder Zeit, die dazu da ist für die Konsumgesellschaft zu regenerieren und diesen Leuten Montags wieder mit einem professionellen Lächeln zu begegnen.

Ich habe ja auch selbst genügend Macken. Und wer die nicht mag und nicht mit mir spielen will, der kann mir das gerne so sagen. Vor einigen Monaten genau so geschehen. Mit der Person bin ich weiterhin befreundet, wir treffen uns auch noch, aber eben nicht mehr um 3W20 über den Tisch zu jagen.

Gibt es eigentlich schon einen Thread zu Traumata und psychischen problemen im Zusammenhang mit Rollenspiel? Wäre nämlich interessant, nicht zuletzt, da ich dort auch einen professionellen Blick beizusteuern hätte. Das ist ein sensibles Thema wo man sich auch erstmal auf ein gemeinsames Vokabular einigen sollte, sonst redet man aneinander vorbei und das kann in dem konkreten Fall echt ne unschöne udn schmerzliche Angelegenheit werden.
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: ArneBab am 17.12.2012 | 22:48
Am besten wohl den Spielabend abbrechen - mit zwei verletzten Grenzen, bzw. Spielern lässt sich nicht sinnvoll weiterspielen. Später, wenn sich die Gemüter beruhigt haben: Miteinader sprechen!
Letzteres hat zu vielen unschönen Diskussionen geführt und ersteres hätten wir früher machen sollen… und zwar hart: Rote Flagge hissen. Spielabend beenden.

Wir dachten aber, eine erste Diskussion hätte es geklärt, so dass wir danach weitergespielt haben - und der Abend vollständig eingebrochen ist. Hat mich danach noch wochenlang beschäftigt…

Deswegen stimme ich aus Erfahrung zu: Sobald jemand zu erziehen versucht erstmal hart stoppen - vor allem wenn klar wird, dass starke Gefühle im Spiel sind. Das ist ein so deutlicher Warnhinweis, dass ein kompletter Abbruch der Runde der beste Weg ist, einen potentiell lang anhaltenden Bruch zwischen den Spielern zu vermeiden.
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: bibabutzelmann am 17.12.2012 | 22:52
Erziehungsversuche sind immer ein "Spielleiter gegen Spieler" und das ist in den meisten Systemen wirklich der Untergang.
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: ArneBab am 17.12.2012 | 22:52
Und mir ginge s darum darauf hinzuweisen, dass weder das eine noch das andere "GUTES ROLLENSPIEL" ist.
Ja doch: Beides ist GUTES ROLLENSPIEL: In der richtigen Runde :)¹

Vielleicht könnte man auch sagen: Gutes Rollenspiel ist, so zu spielen, dass es der ganzen Runde gefällt, oder sich die Runde so auszusuchen, dass das, wie man spielt, der ganzen Runde gefällt - oder etwas dazwischen :)

¹: Das ist nicht nur Haarspalterei, sondern Verteidigung des Begriffes „Gut“. Ja, es gibt Gutes Rollenspiel. Es ist nur nicht für jeden das gleiche.
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: ArneBab am 17.12.2012 | 22:52
Erziehungsversuche sind immer ein "Spielleiter gegen Spieler" und das ist in den meisten Systemen wirklich der Untergang.
Bei uns war es ein Spieler, der versucht hat, einen anderen Spieler zu erziehen…
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: bibabutzelmann am 17.12.2012 | 22:56
Ja es wäre weniger missverständlich gewesen zu sagen, dass beides auch nicht schlecht ist  :d
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: Callisto am 17.12.2012 | 23:16
Der Punkt wo es bei mir mit deiner Ansicht, Bibabutzemann, hakt, ist der, wo du sagst "Auch wenn ein neuer Spieler da ist, wird gleich in die Vollen gegangen, mir doch egal, wenns ihm nicht gefällt, spielt er dann eh nicht länger mit" Da ist es ja schon zu spät und du kannst doch vorher sagen, wie deine Gruppe spielt. Dann braucht der gar nicht erst zu kommen, wenns ihm nicht passt. Und wenn er sich nicht sicher ist, ob er damit umgehen kann oder will, weiß er zumindest, auf was er sich einlässt. Der will nämlich auch seinen Alltagsstress hinter sich lassen, wenn er RPG spielt und Spaß haben und sich nicht von halbfremden Rollenspieler demütigen lassen müssen, nicht mal für einen Abend. Ich hab kein Problem mit Gore, Vergewaltigung, Folter etc. aber ich würde das nicht regelmäßig haben wollen. Ich würde bei einer solchen Runde einen Abend mitspielen, es würde mir womöglich nicht mal was ausmachen, aber ich würde es trotzdem bei einem Abend belassen, wenn auf die Frage "Läuft das immer so bei euch?" ein Ja kommt.
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: CokeBacon am 17.12.2012 | 23:19
Hier kommt immer wieder das Thema Erziehung im Rollenspiel auf. Was meint ihr damit eigentlich? Wenn ein Charakter aufgrund seiner Taten im Spiel konsequenterweise sein Leben verliert, ist das dann schon Erziehung? Oder wenn ich einem Spieler sage, dass er die Regeln des Systems lernen soll, um den Spielfluss nicht aufzuhalten, erziehe ich ihn dann bereits? Ich kann mir irgendwie gar nicht vorstellen, wie das gemeint ist.

Topic:
Ob man jetzt mit festen Grenzen spielt oder die Spieler alles machen können, was sie wollen, ist letztendlich egal. Man kann und sollte sich vorher einfach über die jeweilige Erwartungshaltung der Spieler absprechen und schauen inwiefern da ein gemeinsames Spiel möglich ist.
Wenn man der einzige am Spieltisch ist, der Spass am Spiel hat, weil man permanent die Grenzen der anderen überschreitet, bringt das nicht viel, da man ein Störfaktor ist. Genauso wenig bringt es etwas, wenn man als einziger Spieler den anderen Spielern Grenzen auferlegen will. Doof gesagt ist die Minderheit an einem Spieltisch im "Unrecht", da sie den Gruppenkonsens nicht erfüllt.
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: Callisto am 17.12.2012 | 23:26
Topic:
Ob man jetzt mit festen Grenzen spielt oder die Spieler alles machen können, was sie wollen, ist letztendlich egal. Man kann und sollte sich vorher einfach über die jeweilige Erwartungshaltung der Spieler absprechen und schauen inwiefern da ein gemeinsames Spiel möglich ist.
Wenn man der einzige am Spieltisch ist, der Spass am Spiel hat, weil man permanent die Grenzen der anderen überschreitet, bringt das nicht viel, da man ein Störfaktor ist. Genauso wenig bringt es etwas, wenn man als einziger Spieler den anderen Spielern Grenzen auferlegen will. Doof gesagt ist die Minderheit an einem Spieltisch im "Unrecht", da sie den Gruppenkonsens nicht erfüllt.

Das ist der Punkt! Man sollte sich darüber absprechen was erwartet werden kann!
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: bibabutzelmann am 17.12.2012 | 23:29
Ich habe keine Lust auf ein langsames Rantasten (Zeitverschwendung) und die wenigsten neuen Spieler bewerben sich mit psychologischem Gutachten. Es wird auch nicht jeder zum Spielen eingeladen. Da fragt man ja vorher schon mal wie humoristische flexibel man ist und andere Dinge, teils auch einfach organisatorisches, blabla. Aber ganz sicher sein kann man nicht. Also kurz und eben eventuell leider schmerzhaft.

Und mal wieder: Es geht nicht darum ständig nur die Sau rauszulassen.

Gewisse Dinge sind übrigens auch einfach nicht spielbar mit manchen Leuten. Wenn ich an die offene Hosen Runde denke, dann fällt mir da direkt das zuletzt gespielte DSA-Abenteuer Schleiertanz ein. Da gings rund, und zwar auch unter den Spielern. Teilweise vergewaltigten und töteten sich SC gegenseitig. Nichts für schwache Nerven, bei uns gabs viel Gelächter und viel Spaß. Nicht weil wir "so geile Hengste sind" (was wir zweifellos sind  :muharhar:), sondern daran, dass jeder zwar gerne und vertieft spielt, man aber auch eine gewisse Distanz hat wenns ausartet und man auch Spaß nebenher schätzt. Und andere Leute hätten da geheult oder schlimmeres. Das brauchen die nicht, das brauchen wir nicht. Und wer keine Lust hat auch mal die Kontrolle abzugeben, der is bei dem Verderbnispunktesystem und der Belkelelverführung im wahrsten Sinne des Wortes gefickt...
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: Callisto am 17.12.2012 | 23:36
Ich verstehe unter "Offen ansprechen" nicht langsames Herantasten. Sondern man sacht halt "du, wir kennen uns ja nun ein bisschen und haben ja auch neulich schon ne gute Runde miteinander gehabt, magste nicht bei uns in der Runde einsteigen? Ah, möchtest du. Sehr schön, aber bereite Dich mal drauf vor, dass es auch mal derber werden kann. Wir sind da nicht zimperlich" Das sind zwei Sätze. Und wenn dann kommt "Was meinste mit nicht zimperlich?" Kann man antworten "Ja, es kam auch schon mal Folter und Vergewaltigung vor, ist halt grim&gritty was wir spielen" Das ist doch schon alles, was ich mir vorher wünsche.
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: 1of3 am 17.12.2012 | 23:37
Ich habe keine Lust auf ein langsames Rantasten (Zeitverschwendung) und die wenigsten neuen Spieler bewerben sich mit psychologischem Gutachten.

Wer redet denn von langsam? Das geht sehr schnell: "Wir möchten eine Runde mit Sex, Blut und Gewalt spielen. Das kann recht heftig werden. Lust mitzumachen?"
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: Lord Verminaard am 17.12.2012 | 23:41
Zitat
Teilweise vergewaltigten und töteten sich SC gegenseitig. Nichts für schwache Nerven, bei uns gabs viel Gelächter und viel Spaß.

Gut, da wirst du in der Tat auch hier im Forum wenige Leute finden, die das witzig finden.
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: bibabutzelmann am 17.12.2012 | 23:55
Selbst wenn du das so schreibst mit Sex und Gewalt, dann kann es dir durchaus passieren, dass das jemand entweder nicht enrst meint oder sich was anderes drunter vorstellt. Und dann sitzt man eben zum ersten mal zusammen, hat sich von demjenigen nur nen Charakterbogen oder ein Konzept schicken lassen und dann gehts los. Da hat man die Leute teilweise noch nie gesehn. Und wenn dann jemand, der sagt, dass er auch immer hart und blutig spielt direkt den Schleudersitz betätigt, dann kann man es eben nicht ändern. Ich hatte auch shcon Leute da sitzen, die in ihren anderen Gruppen angeblich aneckten, die ich zum einschlafen langweilig fand. Wirklich abklären lässt sich das nicht und ich setze mich nicht vor dem ersten Spielen mit allen an einen Tisch und handle so eine Art "Vertrag" aus, da ist mir meine Zeit einfach zu schade für. Da ich auch oft leite und in zahlreichen Runden mehrere Systeme spiele, hab ich da weder Zeit noch Nerven für.
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: Callisto am 18.12.2012 | 00:00
Naja, anecken kann man aus vielen Gründen, nicht nur wegen Sex&Crime. Klar, wenn man es sagt und der andere nicht verstanden hat, das man das durchaus ernst gemeint hat, ist es Pech. Aber man hat es immerhin versucht.
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: bibabutzelmann am 18.12.2012 | 00:08
Deshalb bezog sich dieses Thema ja auch nicht nur auf das Spielen, sondern auch um das Drumherum.
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: blut_und_glas am 18.12.2012 | 00:08
Exemplarisch herausgepickt:

Das ist doch schon alles, was ich mir vorher wünsche.

Ich finde diese starke Fokus auf das "vorher abklären" gewissermaßen bedenklich.

"Vorher" ist nicht wichtiger als "währenddessen" und "danach". Das ist ein Dreiklang, der unbedingt zusammengehört, aber irgendwie regelmäßig auf "vorher" zusammengekürzt wird.

Und dann landen wir bei der Situation, wo sich "vorher" jemand eben nicht beschwert/verwehrt, weil er sich nicht traut (Gruppendruck, fehlendes Vertrauen, ...), weil er es in dem Moment nicht realisiert, ..., und währenddessen/nachher doch ein vielleicht massives Problem damit hat oder bekommt. Und dann? Dann kann sich der ganze Rest ja brav zurücklehnen und sich sagen "warum hat er auch vorher nichts gesagt?" (im besten "warum zieht die sich auch so an?"-Tonfall).

Und nach diesem kleinen Ausflug:

Ich mags nicht nur mal sondern eigentlich ziemlich oft auch härter.

mfG
jdw
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: bibabutzelmann am 18.12.2012 | 00:18
"warum zieht die sich auch so an?"-Tonfall? Das ist jetzt nicht dein Ernst oder? Du willst nicht ernsthaft mit Vergewaltigung gleichstellen wenn ich keine Lust habe nach meinen Spielsitzungen nochmal alle (gratis!) auf dem Sofa platznehmen zu lassen? Soll ich jetzt nach jeder Runde Ruh dich nicht aus fragen ob jemand eventuell mal in Erfurt einkaufen war wenn da jemand ingame in der Schule zu ner Schusswaffe gegriffen hat? Irgendwo hörts doch aber mal auf.

Ich finde derlei sollte man echt morgen (bzw. ja schon heute) mal auslagern.
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: Callisto am 18.12.2012 | 00:21
Ersetze "vorher" mit "so früh wie möglich". Klar, wenn ich noch gar nicht so eine Runde erlebt habe und noch gar nicht weiß, das ich da eine Grenze habe, kann ich da auch nichts kommunizieren. Aber wenn ich merke, ICH hab jetzt ein Problem, muss ich es aussprechen. Wer seine Klappe hält, dem kann auch nicht geholfen werden. Wir sind ja alles keine Telepathen.

Edit: Wer spricht denn davon, Psychiater zu spielen?
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: 1of3 am 18.12.2012 | 00:29
Danke BuG. Damit hast du nicht unrecht.

Und natürlich sollst du mit deinen Mitspielern kommunizieren, wie sie das Spiel empfunden haben, bibabutzelmann.
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: bibabutzelmann am 18.12.2012 | 00:38
Das macht man bei neuen Leuten auch. Aber wenn jemand nach dem ersten mal Spielen schon keine Lust mehr hat, oder ich merke, dass jemand nicht rein passt, dann hab ich da keinen Gesprächsbedarf. Dann wurden da Schlüsse gezogen, die sind begründet und damit hat es sich dann. Ich lass mir aber nicht unetrstellen irgendwen seelisch zu vergewaltigen weil ich nicht explizit nachfrage wo was falsch gelaufen ist. Wer mit der Art des Spielens nicht zurecht kommt sollte sich andere Leute suchen. Gibt ja genug die anders spielen.

Natürlich macht man auch mal ne Feedbackrunde. Aber nebenbei, da gibts keine Gruppensitzung mit Supervisor und Psychotherapeut. Und wenn wen was stört: Störungen haben Vorrang! Raus damit, dann wirds geklärt und dann gehts weiter oder eben nicht. Aber ich sehe mich da echt in keiner professionellen Verantwortung.
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: blut_und_glas am 18.12.2012 | 00:39
Das ist jetzt nicht dein Ernst oder?

Wieso? War dir das jetzt zu hart? ;D

Aber wenn ich merke, ICH hab jetzt ein Problem, muss ich es aussprechen. Wer seine Klappe hält, dem kann auch nicht geholfen werden. Wir sind ja alles keine Telepathen.

Auch das finde ich zu einseitig. "Wer ein Problem hat, der muss es sagen" ergo "wer es nicht sagt, hat halt selber schuld". Telepathie verlangt niemand. Aufmerksamkeit hingegen wäre schon schön, oder?

Ja, sicher trage ich für mich die Verantwortung und damit auch die, meinen Mitspielern zu signalisieren, wenn ich etwas nicht möchte. Diese Verantwortung jedes Einzelnen für sich selbst entbindet aber doch die Übrigen nicht von der Verantwortung, auch auf ihre Mitspieler zu achten.

Vorher abklären.
Währenddessen aufpassen (auf sich und auf andere).
Danach auswerten.

Das halte ich auch deshalb für essentiell, weil es - gerade auch beim gewollten "härter" spielen - nicht immer ohne Grenzverletzung abgeht. Was ich übrigens für völlig normal halte. Das passiert eben. Und weil es passiert, und ich es für weitgehend unrealistisch (und wenig erstrebenswert) erachte das auf Teufel komm raus zu vermeiden, ist es mit "vorher/so früh wie möglich" abklären eben nicht getan.

mfG
jdw
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: Nin am 18.12.2012 | 00:40
Ich plädiere ganz klar für "vorher" ansprechen.
1) Denn ich will wissen, wer wie tickt und mit wem ich spielen. Und in dem Fall hier: Nicht spielen will und meine Zeit verschwenden würde.
2) Es ist leichter vor dem Start zu sagen, was gewünscht ist, als Mitten im Spiel aufzustehen und zu gehen.
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: Callisto am 18.12.2012 | 00:44
Ich antworte dir, BuG mal im neuen Thread http://tanelorn.net/index.php/topic,79026.msg1634918.html
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: bibabutzelmann am 18.12.2012 | 01:25
Sind ja nun aber doch einige zusammengekommen, die es gerne härter mögen. Aber sehe ich das richtig, dass da keine Frau bislang bei war, also mal ganz ohne Sexismus  ~;D
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: ArneBab am 18.12.2012 | 05:31
Edit: Wer spricht denn davon, Psychiater zu spielen?
Das habe ich die letzten Tage in der einen oder anderen Formulierung gelesen, und ich hatte immer irgendwie das Gefühl, dass es im Endeffekt heißt „ich will mich nicht um andere scheren. Ist doch deren Problem, wenn sie in meiner Nähe sind“. Beziehungsweise versucht, durch die Überspitzung dessen was andere sagen könnten die normale Aussage „zeig wenigstens ein Minimum an Empathie und Rücksicht“ gleich von vorneherein abzublocken.
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: Nocturama am 18.12.2012 | 09:59
Sind ja nun aber doch einige zusammengekommen, die es gerne härter mögen. Aber sehe ich das richtig, dass da keine Frau bislang bei war, also mal ganz ohne Sexismus  ~;D

Wie gesagt, ich weiß immer noch nicht, was du so unter "härter" wirklich verstehst. Klang bisher nach "haha, ich vergewaltige den jetzt" oder "haha, ich schlitze den voll auf". Das ist für mich, ehrlich gesagt, nicht hart, sondern albern. Und langweilig. Übergewalt geht mal für einen Abend, dann hat sich der Witz abgenutzt. Vergewaltigung oder Pädophilie brauche ich als Humorthema nicht.

"Hart" ist es für mich persönlich, emotional traumatische Ereignisse in ihren Konsequenzen darzustellen und das in der Runde auch an mich heranzulassen. Und ja, so spiele ich gerne, wenn auch nicht jeden Abend - dafür ist es einfach zu anstrengend.
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: Lord Verminaard am 18.12.2012 | 10:04
Unter dem Eindruck der letzten Posts:

Wie hart du es gerne in deiner Spiel-Fiktion hast, ist deine Sache, und niemand will dir da irgendwelche Vorschriften machen.

Wenn du aber der Meinung bist, das Wohlbefinden deiner Mitspieler sei nicht dein Problem, und dir heraus nimmst, vollkommen rücksichtslos ihnen gegenüber zu agieren, wie es jetzt im Moment klingt ("bla bla ich bin Profi, bla bla in meiner Freizeit brauch ich das nicht"), dann erwarte dafür keinen Applaus. Völlig scheißegal was du von Beruf bist, wenn Leute sich mit dir an einen Spieltisch setzen, können sie erwarten, dass du sie anständig behandelst, nicht mehr und nicht weniger.

Unbenommen bleibt, dass "vorher absprechen" seine Grenzen hat. Ebenso unbenommen bleibt, dass manchmal, wenn das Vertrauen groß ist, man auch mal gezielt eine Grenze überschreiten kann. Aber man trägt dafür Verantwortung. Bei dir, bibabutzelmann, klingt es im Moment gerade so, als würdest du jede Verantwortung von dir weisen. Wenn das von Anfang an dein Punkt war, dann war deine Wahrnehmung doch richtig: Du kannst davon ausgehen, dass es in diesem Forum als allgemein anerkannt gilt, dass Erwachsene für ihr Verhalten und dessen Auswirkungen auf ihre Mitmenschen Verantwortung tragen.
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: Jiba am 18.12.2012 | 11:08
Was Vermi und Nocturama sagen, kann ich voll und ganz unterschreiben. Ich hatte am Wochenende noch eine Diskussion in der es um ähnliche Dinge ging. Meine Position war dabei, viel allgemeiner, dass es eigentlich die Pflicht der SLs (und auch der Mitspieler) ist, an der Stelle das Spiel zu unterbrechen, wo verbal oder non-verbal kommuniziert wird "Hey, das was im Spiel grade passiert gefährdet voll meinen Spielspaß oder meine Wohlfühlzone am Tisch." Eigentlich ging es um Sachen wie Mary-Sues und Deus-Ex-Machinas oder Setzungen des SLs wie "Dein Charakter ist jetzt beeindruckt!" Sobald ich rollende Augen und lange Gesichter bei allen meinen Mitspielern sehe, ob als SL oder als Spieler, ist Klärungsbedarf da. Da hilft die Vorgehensweise meines Diskussionspartners, die in etwa lautete "Ein guter SL führt die Situation und Szene im Spiel trotzdem weiter und unterbricht nicht, da dies die Stimmung am Tisch gefährdet!", reichlich wenig. Sobald es Unklarheiten gibt oder Missverständnisse oder klarer Verlust von Spielspaß, ist es eine gute Idee drüber zu sprechen. Am Besten, wie C sagt, "so früh wie möglich" und, wie ich noch hinzufüge, "so klar und unverblümt wie nötig".

Es wurde schon genannt, dass bestimmte Spiele einen bestimmten Härtegrad ("Do" ist Feelgood-Rollenspiel, "Malmsturm" ist grim&gritty) ausschließen – oder besser: "auszuschließen scheinen", denn verlassen kann ich mich am Spieltisch auch darauf nicht, weswegen auch bei bekannten Spielern ein paar Worte á la "Den und den Härtegrad bespiele ich." nicht verkehrt sind, wie ich finde. Also allein von einer Settingbeschreibung her, kann man nämlich im Zweifelsfall auch nicht ableiten, wie hart das tatsächlich am Tisch gespielt wird (besonders, weil wir in der Regel selektive Leser sind und uns die Informationen, die wir als interessant empfinden, eher im Gedächnis bleiben als andere Informationen, die unseren Geschmack weniger treffen). Du hast ja schon erwähnt, bibabutzelmann, dass du DSA spielst, auf Aventurien, nehme ich an. Und hättest du mir einfach nur gesagt "Wir spielen DSA auf Aventurien." – ich hätte an dem hügelzwergischen Marionettenbauer, den ich mir dann erstellt hätte, mit Sicherheit keinen Spaß gehabt. Nicht weil ich den Härtegrad in der Spielrunde grundsätzlich ablehne, sondern weil mir der Charakter nicht das Material bietet, das ich für so eine Runde brauche. Und dann sitze ich da und bin irritiert, weil ich mich auf was ganz anderes eingestellt habe, weil ich Aventurien als "märchenhaft-heroisch" wahrnehme und nicht als "blutig-heftig". Auf der anderen Seite warte ich noch auf eine grim-darque Star-Wars-Imperium-Runde, in der ich dann auch den Kontext habe, meinen brutalen Wookie-Sith zu spielen. Neben eventuell überschrittenen Grenzen kann vorherige Nichtabsprache auch noch zu ganz anderen Problemen führen, die erst einmal viel mundaner sind.

Und zur Ausgangsfrage: Ich spiele am liebsten Runden, die mir emotional voll an die Substanz gehen. Da dürfen auch sadistische Morde werden und sexuelle Übergriffe vorkommen – ja, wenn ich sowas wie "Drama" oder "Horror" spiele, dann soll sowas auch vorkommen dürfen, denn sonst wäre die Fallhöhe einfach zu niedrig. Was ich aber nicht mag ist, das Gefühl zu haben, dass diese Dinge sozusagen "weggelacht" werden. Ich habe zum Beispiel schon Runden bei "Fiasco" erlebt, bei denen ursprünglich ernste Themen zu sehr ins Gonzo abgedriftet sind. Ein paar Worte (muss nicht viel sein) am Anfang vermeidet genau diesen Frust – oder senkt zumindest die Chance, dass solcher Frust aufkommt. Meiner Erfahrung nach.
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: Boba Fett am 18.12.2012 | 11:39
Ich seh hier schon wieder zu viele erhobene Zeigefinger und das finde ich zum kotzen!  :q

Naja, Du fragst die User nach ihrer Meinung und wenn Du sie bekommst, solltest Du Dich dann nicht beschweren.
Im übrigen hat hier absolut niemand den "so darf man nicht spielen" Zeigefinger erhoben, sondern alle Aussagen beschränken sich auf "wenn man so spielt, sollte man beachten, dass" Aussagen.
Ich sehe da keine Vorschrift und auch keinen moralischen Imperativ.

Zitat
Ich finde nicht, dass man Menschen vorschreiben kann, wie sie ihre Freizeit mit anderen gestalten. Ich MUSS schon mal GAR NICHTS!

Ganz ehrlich: Das ist doch Quatsch!
Und ich denke, das weisst Du auch.

Mal ganz abgesehen davon, dass es hier niemanden gab, der irgendwelche Vorschriften gab:
Aussenstehende sollten Dir nichts vorschreiben.

Aber nicht-am-Spiel-beteiligte sollten durchaus in der Lage sein, ihre Meinung und Argumente anzubringen. Scheuklappen bringen doch genauso wenig etwas, wie Vorschriften.
Mit am Spiel beteiligten wird man immer einen Kompromiss suchen und sich irgendwo in der Mitte treffen. Nur wenn die Positionen völlig unvereinbar sind, spielt man nicht zusammen, aber das ist doch die absolute Ausnahme. Kommt ein Neuling in die Runde liegt die Mitte meist sehr nah beim bisherigen Konsens, denn der Rest ist sich ja meist einig. Insofern ist da viel Anpassungsfähigkeit vom Neuling gefragt. Andererseits gibt es aber auch einen Grund, warum sich die Runde auf einen neuen Mitspieler einlässt. Also kann die nicht auf absolut starren Positionen verharren.

"Ich muss schon mal gar nichts" ist daher doch eher pubertärer Trotz.

Ansonsten finden sich hier mal wieder eine Menge Extremsituationen, die hier als Beispiele herangezogen werden, die in ihrer Häufigkeit wohl aber die absolute Ausnahme darstellen werden.

Gesunder Menschenverstand und die übliche Sozialkompetenz reichen vollkommen aus, um Gesellschaftsspiele (zu denen Rollenspiel auch gehört) erfolgreich absolvieren zu können.
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: aingeasil am 18.12.2012 | 11:56
Was ich aber nicht mag ist, das Gefühl zu haben, dass diese Dinge sozusagen "weggelacht" werden. Ich habe zum Beispiel schon Runden bei "Fiasco" erlebt, bei denen ursprünglich ernste Themen zu sehr ins Gonzo abgedriftet sind.
ich habe oft das Gefühl, dass so ein Verhalten provoziert wird, wenn einem oder mehreren Spielern (oder sogar der Spielleiter) das aktuelle Thema zu sehr an die Substanz ginge. Sogesehen als Abwehrmechanismus.

Von mir aus darf es so lange "hart" sein, wie ich nicht das Gefühl habe, dass sich irgendjemand - SL oder die anderen Mitspieler - auf meine Spieler- und Charakterkosten austobt. Es darf auch mal "spontan" passieren, weil "es sich aus dem Spiel ergab" - aber eine kurze Rücksprache soltle immer da sein ("War/Ist das für dich ok?").
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: Timberwere am 18.12.2012 | 12:06
Ich kann Vermi, Nocturama und Jiba da nur voll und ganz zustimmen. Ich habe rein gar nichts gegen "härter", im selben Sinne, wie Nocturama ihn beschrieben hat. Es geht mir ganz genauso, dass ich es mag, wenn der Charakter an seine Grenzen geführt wird, wenn es ihm dreckig geht und er alle möglichen, auch durchaus brutalen, Hindernisse in den Weg gelegt bekommt.

Aber wie Nocturama auch schon sagte: Es kommt immer darauf an, welches System, welches Setting, und vor allem mit welchen Leuten.
Als es in unserer New Orleans-Runde letztens (bei der von vorneherein geplant war, dass sie eine düstere, Angel Heart-mäßige Stimmung haben sollte) tatsächlich zu einer Vergewaltigung kam und die ganze Story ziemlich tragisch endete, hat das gepasst, allen gefallen und war richtig großes Kino. Aber ich hätte das nicht in einer Runde spielen wollen oder können, wo ich nicht schon alle kannte. Einfach so spontan mit völlig Unbekannten wäre mir das, glaube ich, deutlich schwieriger gefallen.

Und diese Runde war von vorneherein so geplant und angesetzt. Es gibt andere Settings/Systeme mit anderen Zielsetzungen, die ich ganz anders spielen würde. (Und z.B. in unserer Nachwuchs-Runde, in der 12- bis 14-Jährige mitspielen, ist sowas von vorneherein ausgeschlossen. Das sollte aber, denke ich, klar sein.)

Einfach mal schnetzeln um des Schnetzelns willen... puh. Von mir aus. Kann mal Spaß machen (vielleicht), würde aber mir zumindest vermutlich sehr schnell langweilig werden.
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: Elden am 18.12.2012 | 14:27
Mordend und brandschatzend umher zu ziehen. Alles Vergewaltigen, was nicht bei 3 auf den Bäumen ist? Ist das hart? Soll das hart sein? Ich halte das für Pillepalle und Schenkelklopfer. Erinnert mich an meine DSA-Runde (mitten in der Pubertät - schon Äonen her) bei der mit rostigen Messern die Gegner entmannt worden sind- >Schenkelklopf< echt "hart", was?

"Hart" ist es für mich persönlich, emotional traumatische Ereignisse in ihren Konsequenzen darzustellen und das in der Runde auch an mich heranzulassen. Und ja, so spiele ich gerne, wenn auch nicht jeden Abend - dafür ist es einfach zu anstrengend.
Genau meine Meinung. Seit meiner Pubertät ist ne Menge Zeit vergangen und für mich bedeutet "hart" genau das, was Nocturama sagt. Austeilen ist nicht "hart"- einstecken ist es.
Bsp.: Ich spiele Cthulhu eher selten, weil ich mich dort mit Verlust, Ängsten und auch Traumata meines Chars auseinandersetze, mit dem Anspruch das er/sie kein Held sondern nur ein ganz einfacher Mensch ist. Die Degeneration der Persönlichkeit darzustellen. Das ist für mich kein Casual-RPG und das ist anstrengend (und hart).
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: bibabutzelmann am 18.12.2012 | 19:20
Ich sehe hier sehr viel Imperativ, denn mir wird hier sehr oft gesagt was ich muss. Und alles was ich sage, ist dass ich gewisse Leute nicht am Spieltisch haben muss und die dementsprechend schnell "entferne" und sie gleich vor klare Tatsachen stelle.

Und nun zum midnestens dritten Mal: Es geht nicht darum zwanghaft und permanent die Sau rauszulassen.
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: ArneBab am 18.12.2012 | 19:31
Ich sehe hier sehr viel Imperativ, denn mir wird hier sehr oft gesagt was ich muss. Und alles was ich sage, ist dass ich gewisse Leute nicht am Spieltisch haben muss und die dementsprechend schnell "entferne" und sie gleich vor klare Tatsachen stelle.

Und nun zum midnestens dritten Mal: Es geht nicht darum zwanghaft und permanent die Sau rauszulassen.
Vieles davon hätte auch hier rüber gepasst: Rollenspiel und Traumata und/oder psychische Störungen/Belastungen (http://tanelorn.net/index.php/topic,79026.0.html).

Da würde ich mir von dir übrigens eine Antwort wünschen…
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: Bad Horse am 18.12.2012 | 20:42
Ich sehe hier sehr viel Imperativ, denn mir wird hier sehr oft gesagt was ich muss. Und alles was ich sage, ist dass ich gewisse Leute nicht am Spieltisch haben muss und die dementsprechend schnell "entferne" und sie gleich vor klare Tatsachen stelle.
Wenn die Gruppe nicht passt, muss man nicht zwanghaft auf das Zusammenspiel pochen. Das hat aber auch nie jemand behauptet.

Zitat
Und nun zum midnestens dritten Mal: Es geht nicht darum zwanghaft und permanent die Sau rauszulassen.
Worum geht es denn dann bei deiner Definition von "Härte"?

Ich sehe das übrigens ähnlich wie Nocturama und Timber. Harte Situationen sind für mich interessanter, wenn sie nicht nur als plakatives "Hui, was bin ich hart"-Gelaber passieren. Und mehr als "Ich bin so hart"-Herumgepose habe ich bisher aus deinen Posts nicht herauslesen können, biba, sorry.
Es sei dir nun durchaus gegönnt, mit Sex&Gore Spaß zu haben. Aber besonders "hart" wirkt das halt nicht.
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: bibabutzelmann am 19.12.2012 | 18:40
Es geht darum dem Spieler 100% konsequentes Charakterspiel bis ins letzte Detail zu erlauben und das auch in extremen Situationen und auch von extremen Charakteren. Das hat nichts zu tun mit pubertärem "Ich muss zeigen, dass ich dicke Eier hab" oder mit peinlichem Kompensationsverhalten ala "Ich bums jede bis sie meinen Namen schreit weil ich RL keine abkriege und massakriere wehrlose Dörfler weil ich an der Uni gemobbt wurde". Von solchen Spielern trennte ich mich bereits genauso wie von Leuten die mal eben rausgehen müssen wenn ein Verhör gespielt wird.
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: La Cipolla am 19.12.2012 | 18:44
Ich finde die Position total vertretbar, aber ich glaube, sie widerspricht auch in keiner Weise den Bedenken, die hier geäußert wurden.

"Härter" ist immer noch in jederlei Hinsicht eine ungeschickte Wortwahl. ;D
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: bibabutzelmann am 19.12.2012 | 18:47
Ich würde von einer bewussten unterschwelligen Provokation sprechen, im eigentlichen Wortsinne, nicht im Sinne von "Altah, Problem oder wem? Waaaas meine Muttah?" (Beispiel aus dem Berufsleben, von einem Jugendlichen ohne Migrationshintergrund, bevor das wer falsch versteht!). Man will dochs eine Themen interessant halten, oder?  ;)
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: Shield Warden am 20.12.2012 | 00:58
Zumindest bei mir ist die "bewusst unterschwellige Provokation" untergegangen. Für mich klingst du exakt wie:

"Ich muss zeigen, dass ich dicke Eier hab" oder mit peinlichem Kompensationsverhalten ala "Ich bums jede bis sie meinen Namen schreit weil ich RL keine abkriege und massakriere wehrlose Dörfler weil ich an der Uni gemobbt wurde".

Wer so unverhältmäßig mit "Härte", voll krassen Beispielen oder voll harten und extrem FSK 18-NichtsfürschwacheNerven yo alter-Beispielen und seiner Intoleranz und Ungeduld gegenüber den Befindlichkeiten seiner Umwelt und Mitspieler um sich wirft, hat es natürlich schwer seine Position noch irgendwie argumentativ zu untermauern. Ich weiß jetzt, dass du voll der Harte bist und das Rollenspiel, das ist bei dir ganz sicher kein Ponyhof, das is' was für Kerle mit richtig dicken Eiern. Hast du noch mehr gesagt?

Achja..

[...] Alles andere ist Kinderkarneval.
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: bibabutzelmann am 20.12.2012 | 14:56
Aus der "Schwesterdiskussion", mal mit eienr Frage verbunden: Fehlt im Rollenspiel etwas, wenn man Dinge weglässt? Fehlt EUCH dann etwas?

Beispiel von drüben:
"Wobei ich das mit der Sexualität auch situationsabhängig mache. Wenn sich da jemand mit seinem Charakter an einen Ort zurückzieht um sich mit jemandem "zu vergnügen" oder ihm "schlimme Dinge anzutun", dann kann er das erwähnen und dabei bleibts. Wenn er das unbedingt mitteilen möchte was da abgeht, dann kann er das meinetwegen auch tun, aber dann können die anderen auch eine rauchen, Maisl checken, sich anderweitig unetrhalten, was nachshclagen etc. Denn es ist für die anderen Charaktere unwichtig. Wenn das aber vor den AUgen der anderen geschieht muss man abwägen. Im großen Schlafsaal kommen sich Gruppenmitglieder unter den Decken näher... Kann zu interessanten Szenen führen, muss aber nicht detailliert beschrieben werden. Wenn aber jemand zu einem bestimmten Zweck oder mit eienr kalren Absicht sexuelle Handlungen vor den Augen anderer Gruppenmitglieder praktiziert, dann sollte das schon nicht unbeschrieben bleiben, da sonst einfach etwas fehlt, was die Charaktere erlebt haben. Und das kann bewusst udn unbewusst das Rollenspiel im Folgenden stark beeinflussen. Das muss auch nicht immer die öffentliche Vergewaltigung sein, das kann auch mal was witziges sein wie wir es vor einiger Zeit auf einer Schiffsreise hatten, wo ein Charakter der inf reudnschaftlicher Konkurrenz zu einem anderen Stand diesem lautstark den Schlaf rauben wollte indem er sich mit der Kapitänin vergnügte. Das hatte Auswirkungen auf die gesamte Reise und für die Gruppe auch darüber hinaus"
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: Jiba am 21.12.2012 | 09:12
Aus der "Schwesterdiskussion", mal mit eienr Frage verbunden: Fehlt im Rollenspiel etwas, wenn man Dinge weglässt? Fehlt EUCH dann etwas?

Genre- und settingkonventionsabhängig. Bei Mantel-und-Degen möchte ich gar nicht, dass jemand platzende Schädel und herausgerissene Gedärme beschreibt. Bei Horror-Zombieapokalypse muss das hingegen unbedingt vorkommen!  :)

Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: Cassiopeia am 21.12.2012 | 13:46
Austeilen ist nicht "hart"- einstecken ist es.

Sehr gut beschrieben. Stirb Langsam ist eben auch kein harter Film, der irgendeinen Erwachsenen an seine Grenzen bringen würde.
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: ArneBab am 21.12.2012 | 19:59
wo ein Charakter der inf reudnschaftlicher Konkurrenz zu einem anderen Stand diesem lautstark den Schlaf rauben wollte indem er sich mit der Kapitänin vergnügte.
Also ich finde, dass das Spiel nicht notwendigerweise etwas verlieren würde, wenn der Spieler nur sagt, dass er das macht, ohne es zu beschreiben. Es wüssten trotzdem alle, was passiert ist. Klar kann es toll sein, das detailliert zu beschreiben.

Aber genauso kann es auch toll sein, detailliert zu beschreiben, wie die teure Garderobe des Adligen aussieht, dank der er sich auf den Königsball schmuggeln kann. Und das brauch ich auch nicht. Mir reicht da „von tollem Schneider XY, in Purpur“ und schon können wir auf den Ball gehen.

Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: bibabutzelmann am 23.12.2012 | 10:15
Die Szene betraf ja durchaus nicht nur einen Spieler/Charakter, ich meine der andere fing dann auch an mit dem Besen zu klopfen, Matrosen wurden wach etc. Da wurde jetzt nicht auf Kostend er Gruppe künstlich ein Spotlight erzeugt. Aber auch dei Robenbeschreibung, die mich persönlich hart langweilen würde, würde ich erstens zulassen und zweitens dann aber auch erwarten, dass man sie unterhaltsam und interessant gestaltet. Und wehe man hat dannw as vergessen und will es später aber gehabt haben  8]
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: Hector am 23.12.2012 | 14:46
Ich stelle immer wieder fest, dass ich mit Leuten, die es geil finden, sauharte Typen wie Massenmörder, Folterer, Kindermörder oder Vergewaltiger zu spielen und sich dabei auch noch vor Lachen auf die Schenkel klopfen, weder im Rollenspiel (und zwar egal in welchem Genre) noch im Leben außerhalb des Rollenspiels etwas anfangen kann. Mir fehlt da schlicht und ergreifend das Verständnis dafür, wie man es geil oder lustig finden kann, den anderen zu beschreiben, wie der eigene Charakter andere Charaktere bestialisch zu Tode quält. Es ist etwas anderes, wenn der amtierende SL Böswichter noch böser macht, indem er sie oder ihre Schergen die absurdesten Abscheulichkeiten begehen lässt - meinetwegen auch an den Spielercharakteren - er ist ja der Gegner, den es zu bezwingen gilt. Aber wie sich ein Spieler daran ergötzen kann, seinen Charakter so etwas tun zu lassen, das entzieht sich meiner Vorstellungskraft. Ich will jetzt um Himmels Willen nicht implizieren, dass alle diejenigen, die das tun, kranke Spacken sind, aber sie sind halt nicht die Art Leute, mit denen ich meine Freizeit verbringen möchte. Und das beruht wahrscheinlich auch auf Gegenseitigkeit. ;)
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: Luxferre am 23.12.2012 | 15:02
ich sehe es ja auch noch immer so, dass Härte nicht unbedingt über zwanghaft böse oder entwürdigende Szenen definiert wird. Ich spiele harte Typen, die ein ruhiges und beschauliches Familienleben gegen wichtige Aufgaben eintauschen und mehr zurück lassen, als sie jemals wieder erreichen oder erkämpfen werden.
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: bibabutzelmann am 23.12.2012 | 16:26
... wie sich ein Spieler daran ergötzen kann, seinen Charakter so etwas tun zu lassen, das entzieht sich meiner Vorstellungskraft.

... sie sind halt nicht die Art Leute, mit denen ich meine Freizeit verbringen möchte. Und das beruht wahrscheinlich auch auf Gegenseitigkeit. ;)

Ist halt die Frage wie sehr man auch in eine Rolle reinkommt, die einem nicht unbedingt liegt. Das könnte man jetzt qualitativ beurteilen, aber wer will das schon?

Ja, ich denke das beruht auf Gegenseitigkeit. Und dann wird man sich wenigstens so einig.
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: Blizzard am 28.12.2012 | 11:02
Also, wie schauts aus? Wem gehts genauso?
Kommt drauf an. Bzw. hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab. Vom Setting, in dem gespielt wird. Aber auch von der Runde bzw. den Mitspielern. Da geht es dann auch schon mal "dreckiger" zur Sache-oder eben auch nicht.
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: Shield Warden am 29.12.2012 | 23:59
ich sehe es ja auch noch immer so, dass Härte nicht unbedingt über zwanghaft böse oder entwürdigende Szenen definiert wird. Ich spiele harte Typen, die ein ruhiges und beschauliches Familienleben gegen wichtige Aufgaben eintauschen und mehr zurück lassen, als sie jemals wieder erreichen oder erkämpfen werden.

Ich würde sogar soweit gehen und behaupten, dass "Härte" nicht allzu viel mit voll krassen äktschn oder den pubertären Machtphantasien einiger Rollenspieler zu tun hat und, Gott sei Dank, sowieso von der Öffentlichkeit nicht dementsprechend definiert wird.

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Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: Bad Horse am 30.12.2012 | 00:19
@Spoiler: Sehr cool!  ;D
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: bibabutzelmann am 30.12.2012 | 13:23
Welcher Bohrinselarbeiter hat nur einen Tag am Stück frei für Heimgang?
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: Boba Fett am 31.12.2012 | 12:12
Welcher Bohrinselarbeiter hat nur einen Tag am Stück frei für Heimgang?
Bei Anekdoten aus der Kindheit sind ungenaue und nur sinngemäße Zitate natürlich undenkbar.
Ich glaube, die Kernaussage ist Dir entgangen... :)
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: bibabutzelmann am 31.12.2012 | 15:55
Nein ist sie mir nicht. Hinkte langsam genug an mir vorbei.
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: Shield Warden am 31.12.2012 | 16:11
Dann nochmal deutlich für dich:
Dein Begriff von "Härte" ist pubertär, komm mal im Leben an.

Und was die Bohrinsel angeht, kann man sich gerne das "Übermorgen" auch als "nächste Woche" oder "nächsten Monat" denken, wenn es denn so schwer fällt, die dahinter so geschickt verborgene Aussage sonst nachzuvollziehen, an der ändert sich ja nichts. :)

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Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: bibabutzelmann am 31.12.2012 | 16:41
Dann definier doch mal bitte meinen Begriff von Härte. Was beschreibt dieser Begriff denn laut mir?
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: Luxferre am 31.12.2012 | 16:49
Haha... wie oft wurdest Du das schon gefragt und bist Antworten schuldig geblieben?  8]
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: bibabutzelmann am 31.12.2012 | 17:34
Ist das so? Wenn es so wäre, wieso weiß dann jeder wies aussieht? Ich hab mich dazu schon mehrfach geäußert, das scheint nur allen egal zu sein.
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: Bad Horse am 1.01.2013 | 01:06
Ich bitte generell mal um einen etwas weniger aggressiven Tonfall.
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: Drudenfusz am 1.01.2013 | 22:09
Also obwohl meine Wenigkeit überhaupt nichts gegen "harte" Themen und Inhalte hat, sind die meisten Runden recht harmlos, will halt so etwas nicht in Mantel & Degen sehen, auch Star Wars und die meisten Fantasy-Runden brauchen das nicht für mich (selbst Spiele wo das vom Setting irgendwie drin ist, wie mit wo die kleinen Halb-Orks herkommen, kann das am Spieltisch nie zu tragen kommen).

Wenn Spieler nen Harten schieben, ist das meist ohnehin eher lächerlich weil es so pupatär wirkt, deshalb sind harte themen und inhalte meist nur interesant wenn es teil des Abenteuers ist oder wenn ein Charaker tatsächlich degeneriert und man so seinen verfall darstellt. So kommen solche "harten" Sachen meist nur in Horror, Cyberpunk und sonstigen Dystopischen Spielen und in Post-Apokalypse Settings zum tragen. Aber natürlich nur wenn die Runde tatsächlich bereit ist mit solchen Spielinhalten zu leben und auch nur genauso lange, also selbst wenn es nicht abgesprochen ist kann gerne jeder Spieler jederzeit sagen das es ihm/ihr doch zuweit geht was passiert und man hört dann einfach auf. Schließlich ist der Freundeskreis wichtiger als das Spiel, denn das Spiel solte nur der Zeitvertreib sein den man gemeinsam macht.

Richtig harte Charaktere sind meist eigentlich ziemlich erbärmliche Leute, da sie schon recht kaputt sein müssen um solche härte entwicklen zu können. Es ist halt viel härter aufrecht zu sein und nicht einzuknicken, den viele Täter waren durchaus irgendwann zuerst Opfer, oder sind von vorne herein Gestört, wie auch immer härte ist ein Zeichen von genau dem Gegenteil, nämlich das man eigentlich gebrochen ist... und das ist tatsächlich überhaupt nichts lustiges.
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: bibabutzelmann am 1.01.2013 | 22:28
Also wenns im Abenteuer drin ist, ists okay, was wäre denn aber wenn jemand vom Schienennetz abweicht und da wo es der Abenteuerauto nicht vorgesehen hat ein Spieler auf Abwege gerät, zum Beispiel bei der Informationsbeschaffung?

Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: Drudenfusz am 1.01.2013 | 22:42
Also wenns im Abenteuer drin ist, ists okay, was wäre denn aber wenn jemand vom Schienennetz abweicht und da wo es der Abenteuerauto nicht vorgesehen hat ein Spieler auf Abwege gerät, zum Beispiel bei der Informationsbeschaffung?
Spiele keine Fertigabenteuer und Railroading ist auch etwas das nicht geschätzt wird in meinem Bekanntenkreis. Also ist es nicht eine Frage ob es tatsächlich in einem Abenteuer drin ist, sondern ob es ein Teil des Settings ist der zum tragen kommen soll oder halt nicht. Wenn man vorher nicht drüber gesprochen hat, aber die ermittlungen in eine solche Richtungen führen, ist das Abenteuer oder gar die ganze Kampagne in dem moment zuende wenn ein Spieler mitteilt das es in eine Richtung geht die er nicht am Spieltisch haben will, auch wenn alle anderen durchaus neugierig gewesen wären. Denn das ist keine Mehrheitsentscheidung, sondern jeder hat sein Vetorecht, gespielt wird nur was wirklich allen Beteiligten auch zusagt.
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: bibabutzelmann am 1.01.2013 | 22:44
Kann man sicherlich so machen.
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: blut_und_glas am 1.01.2013 | 22:53
gespielt wird nur was wirklich allen Beteiligten auch zusagt.

"Zusagen" ist jetzt auch wieder so ein komisches Wort.

Wenn ich absichtlich dahin gehe, wo es wehtut...

...naja, dann bin ich zwar absichtlich dahingegangen, aber wehtun tut es halt auch trotzdem.

Ob "zusagen" der treffende Ausdruck dafür ist?

(Vergleiche auch "Spaß".)

Zumal dann auch noch dazukommt, dass ich ja vielleicht bloß "mitgekommen" bin, ich also alleine so etwas gerade nicht gespielt hätte, obwohl ich sehr wohl bereit sein kann, einen anderen Mitspieler zu "begleiten" (dahin, wo es wehtut).

mfG
jdw
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: Bad Horse am 1.01.2013 | 22:56
Ob "zusagen" der treffende Ausdruck dafür ist?

Ich denke schon, in gewisser Weise. Zumindestens finde ich ihn relativ verständlich. Du kannst natürlich auch "zurecht kommen" oder "interessant finden" wählen, aber letzten Endes geht es wohl darum, dass ein Spieler nicht von seiner Gruppe über eine Grenze gezwungen wird, die er nicht überschreiten möchte.

Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: Drudenfusz am 1.01.2013 | 22:58
Kann man sicherlich so machen.
Sollte! Nur von Können zu reden, sagt das man sich vor dieser Verantwortung die man seinen Mitspielern gegenüber hat durchaus drücken möchte. In jeder runde wo solche Themen und Inhalte vorkommen ist es klar notwenig zu wissen wann man aufhören muß und es dann natürlich auch zu tun. Selbst Bondage/Erotische Rollenspiele wissen dies, und da ist ja auch von allen beteiligten meist vorneherin klar das sie in eine gewisse Richtung wollen, aber manchmal geht es halt für einen doch zuweit und dann hat sofort Schluß zu sein, nicht nur dann könnte man aufhören, da ist keine Frage, wenn man nicht sofort aufhört ist man effectiv schon im dabei quasi seinen Mitspieler anzugreifen/belästigen.
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: bibabutzelmann am 1.01.2013 | 22:58
Ja das zusagen bezog sich ja glaube auch nicht nur auf das Aktive. eher um die Notbremse für die gerade passiven Spieler, die sich nicht geben wollen was ein Einzelner gerade veranstaltet.
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: bibabutzelmann am 1.01.2013 | 23:02
Sollte! [...] und dann hat sofort Schluß zu sein, nicht nur dann könnte man aufhören, da ist keine Frage...

Und das hast du zu entscheiden? Also sorry, aber das kommt jetzt echt etwas anmaßend rüber. Ich hab auch das Gefühl, dass du da ähnlich wie zuvor schon andere ziemlich hochkochst.

Ich glaube für einige ist das Reden über Tabus schon ein Tabu. Hätte ich nicht gedacht und wollte ich so auch nicht verursachen. Ich frag mich jedoch warum man sich das dann selber antun muss...
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: Drudenfusz am 1.01.2013 | 23:04
"Zusagen" ist jetzt auch wieder so ein komisches Wort.

Wenn ich absichtlich dahin gehe, wo es wehtut...

...naja, dann bin ich zwar absichtlich dahingegangen, aber wehtun tut es halt auch trotzdem.

Ob "zusagen" der treffende Ausdruck dafür ist?

(Vergleiche auch "Spaß".)

Zumal dann auch noch dazukommt, dass ich ja vielleicht bloß "mitgekommen" bin, ich also alleine so etwas gerade nicht gespielt hätte, obwohl ich sehr wohl bereit sein kann, einen anderen Mitspieler zu "begleiten" (dahin, wo es wehtut).

mfG
jdw
Wollte das Wort "Spaß" mit absicht nicht benutzen, "zusagen" erschien mir als passendes Wortspiel zu Wiedersprechen/Einspruch einlegen wenn es in eine Richtung geht wo man nicht mehr mitmachen will. Weil es mir hauptsächlich um die Einwilligung geht was da am Spieltisch passiert, egal ob es tatsächlich dem eigenen Charakter betrifft, oder sonst in einer beliebingen Form passiert.
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: Drudenfusz am 1.01.2013 | 23:09
Und das hast du zu entscheiden? Also sorry, aber das kommt jetzt echt etwas anmaßend rüber. Ich hab auch das Gefühl, dass du da ähnlich wie zuvor schon andere ziemlich hochkochst.

Ich glaube für einige ist das Reden über Tabus schon ein Tabu. Hätte ich nicht gedacht und wollte ich so auch nicht verursachen. Ich frag mich jedoch warum man sich das dann selber antun muss...
Wenn es für jemanden ein Tabu ist über ein Tabu zu sprechen, dann soltest du das Akzeptieren und die Person dann nicht zu irgendwas zwingen. In dem Moment wenn du weitermachtst obwohl du gebeten wurdest das Schluß ist, gehst du zu weit. Aber vielleicht bist du einfach ein Sociopath und kannst das tatsächlich nicht verstehen?
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: bibabutzelmann am 1.01.2013 | 23:12
Im zweiten Teil des Zitats ging es um diesen Thread. Und wenn ich ein Thema in nem Forum eröffne, dann zwinge ich ja keinen das zu lesen, geschweige denn sich einzubringen.
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: blut_und_glas am 1.01.2013 | 23:18
wenn man nicht sofort aufhört

Geht aber nicht immer.

Oder zumindest halte ich das für illusionär. Daher ja auch irgendwo weiter vorne im Thread schon einmal der Hinweis, dass auch das "Danach" mit dazugehört.

Manchmal wird eben eine Grenze übertreten, ohne dass es signalisiert wird und/oder ohne dass es bemerkt wird und/oder ohne dass darauf adäquat reagiert wird. Dafür kann es etliche Gründe geben.

Und anstatt nur darauf zu beharren, dass das aber eben nicht passieren darf, halte ich es für wesentlich zielführender, diese Möglichkeit zu akzeptieren und statt nur auf "Prävention" eben auch auf "Nachsorge" zu setzen.

(Die einzige nahezu(!) sichere Präventionsmöglichkeit dürfte nämlich wohl wieder im "komplett weglassen" liegen - dann ist aber eben auch per definitionem Essig mit den harten Inhalten. Wenn ich die will, dann muss ich aus meiner Warte auch das Risiko des Grenzübertritts in Kauf nehmen.)

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mfG
jdw
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: bibabutzelmann am 1.01.2013 | 23:21
Dann wäre es doch aber angesichts der Gefahr sinnvoller "vermeidende Gruppen" auszuschreiben, die dann Vorsichtige gezielt ansteuern können, statt andersrum, wenn die Gefahr im "normalen" Spielbetrieb immer gegeben ist, oder?
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: Drudenfusz am 1.01.2013 | 23:22
Geht aber nicht immer.

Oder zumindest halte ich das für illusionär. Daher ja auch irgendwo weiter vorne im Thread schon einmal der Hinweis, dass auch das "Danach" mit dazugehört.

Manchmal wird eben eine Grenze übertreten, ohne dass es signalisiert wird und/oder ohne dass es bemerkt wird und/oder ohne dass darauf adäquat reagiert wird. Dafür kann es etliche Gründe geben.

Und anstatt nur darauf zu beharren, dass das aber eben nicht passieren darf, halte ich es für wesentlich zielführender, diese Möglichkeit zu akzeptieren und statt nur auf "Prävention" eben auch auf "Nachsorge" zu setzen.

(Die einzige nahezu(!) sichere Präventionsmöglichkeit dürfte nämlich wohl wieder im "komplett weglassen" liegen - dann ist aber eben auch per definitionem Essig mit den harten Inhalten. Wenn ich die will, dann muss ich aus meiner Warte auch das Risiko des Grenzübertritts in Kauf nehmen.)

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Du hast recht, natürlich kommt das nicht immer sofort auf. Kann sogar sein das ein Spiler nicht mal am selben Abend tatsächlich schon realisiert das da etwas passiert ist was ihn/sie belastet und man das dann erst irgendwann anders aufarbeitet. Aber in dem moment wenn im Spiel ein Spieler klar sagt er/sie braucht eine pause oder es geht halt gar nicht mehr, ist halt sofort Schluß, daß wirst du sicherlich auch so sehen.
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: bibabutzelmann am 1.01.2013 | 23:25
Aber ist dann Schluss für alle? Der einzelne weiß ja wo die Tür ist, oder?
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: 1of3 am 1.01.2013 | 23:28
Der einzelne weiß ja wo die Tür ist, oder?

Mir scheint nein. :\
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: Drudenfusz am 1.01.2013 | 23:32
Aber ist dann Schluss für alle? Der einzelne weiß ja wo die Tür ist, oder?
Ja, ist Schluß für alle an dem Abend. Weil man hat dann darüber zu sprechen was da gerade passiert ist. Der Rest der Gruppe kann wenigstins denn Anstand aufbringen jemanden den man gerade verletzt hat nicht auch noch rauszuschmeißen. Keiner Sagt das ihr wann anders nicht ohne den entsprechenden Spieler weiter spielen könnt, aber vielleicht wollen die Mitspieler ja lieber die Person dabei behalten undafür ein Gang runterschalten was die härte angeht. Wie auch immer, Reden hilft!
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: bibabutzelmann am 1.01.2013 | 23:52
Oh Mann, entweder dieses Forum spiegelt nicht das Groß der Spielerschaft, oder ich hatte bislang verdammtes Glück mit meinen Gruppen...
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: Callisto am 2.01.2013 | 00:00
Oh Mann, entweder dieses Forum spiegelt nicht das Groß der Spielerschaft, oder ich hatte bislang verdammtes Glück mit meinen Gruppen...
;D LOL ! *sings* ich mach mir die Welt, wiedewie sie mir gefällt!
Ich kenn die Antwort auf diese Frage nicht, aber es gab schon Leute, die haben dieses Forum als Kuschelforum bezeichnet. Andererseits werden Threads meist hitziger diskutiert als es dann am Spieltisch abläuft.
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: bibabutzelmann am 2.01.2013 | 01:11
Kuschelig ist noch niedrig angesetzt  ;)
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: Jiba am 2.01.2013 | 08:52
Kuschelig ist noch niedrig angesetzt  ;)

Das schreit nach einem Gegenbeweis (http://tanelorn.net/index.php/topic,79233.msg1639183.html#msg1639183)!  ~;D
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: Deviant am 2.01.2013 | 08:56
Kommt sehr auf die Spieler an. In manchen Runden kann sowas ziemlich derb werden. Anderseits, gewisse Themen meidet man, oder spricht sie nur sehr oberflächlich an, wenn bestimmte Spieler/innen am Tisch sitzen. Gerade bei meinen Mädels bin ich da was vorsichtiger.

Ein gesundes Maß an gegenseitiger Rücksichtnahme sollte eigentlich reichen
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: Jiba am 2.01.2013 | 08:57
Uh... Deviant... pass auf, wie du gleich vorgeworfen bekommst, ein moralistisches Weichei mit erhobenem Zeigefinder zu sein...

Aber: +1.  :)
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: sir_paul am 2.01.2013 | 09:01
Wie Calisto schon sagte, Diskussionen im :T: sind meistens sehr theoretisch. Ich denke mir die wenigsten hier hatten schon mal eine Situation in der ein Spieler wirklich aus der Bahn geworfen wurde, ich zumindest nicht. Wobei ich auch nicht zur härteren Fraktion gehöre, ich betreibe wohl eher Weichei-Rollenspiel.

Wie vielen hier ist mir auch immer noch nicht klar was der Bibabutzemann unter "härter" versteht. Ich denke allerdings es steckt viel Wahres in dem was der Drudenfusz so schreibt.

Um das ganze mal um eine konkrete (aber durchaus ziemlich theoretische) Frage für mich ein für alle mal klar zu ziehen!

@Bibabutzemann: Stellen wir uns mal vor in deiner Runde geht mal so richtig kranker Scheiß ab (mehr als ihr bisher schon drin hattet) und einer deiner Mitspieler wird plötzlich bleich und nervös und gibt klar und deutlich zu verstehen das er das gar nicht ab kann. Es ist klar ersichtlich das er psychisch ganz unten durch ist, würdest du ihm nun knallhart die Tür weisen damit der Rest von euch weiter Spaß haben kann?

Ich weiß diese Frage ist eher theoretisch, ich würde es aber gerne sehen wenn du diese nicht mit "kommt bei uns sowieso nicht vor" beantwortest sondern auf sie eingehst.
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: dunklerschatten am 2.01.2013 | 09:09
Zitat
..... dieses Forum spiegelt nicht das Groß der Spielerschaft...

Zum GLÜCK hast du damit den Nagel auf den Kopf getroffen, imho wird hier (allgemein) sehr viel rumtheoretisiert. Ob die Meinungen hier so immer in Reinform in der "freien Wildbahn" anzutreffen sind wage ich auch mal zu bezweifeln.

Zitat
Also, wie schauts aus? Wem gehts genauso?

Im wesentlichen geht es mir da auch so :)
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: bibabutzelmann am 2.01.2013 | 11:38
Gerade bei meinen Mädels bin ich da was vorsichtiger.

SEXISTEN(SAU/EBER)!  :Ironie:



Die Härtewoche befürworte ich! Und zwar im wesentlichen wegen des ähnlichen Augenzwinkerns mit dem ich diesen völlig entglittenen Thread damals auch startete  :d



@ sir paul:
Ich halte es für wirklich eher unwahrscheinlich, dass das vorkommt. Ich wüsste nicht was man da noch anstellen sollten. Aber die Frage ist durchaus interessant, da man bis jetzt ja nur von Neulingen ausgegangen ist, da sowas mit Alteingesessenen eben weniger zu erwarten ist, da man sich sonst schon früher getrennt hätte.

1. Wir haben einen Mitspieler der Schwierigkeiten mit gewissen Horrorelementen hat. Als wir dann einmal "Ruh dich nicht aus!" anspielen wollten, schaute er erst einmal rein, um zus ehen, ob er das abkann. Da sich das System aber großteils darauf stützt, dass der Spieler den Plot mitbestimmt, gab es dabei kein Problem. Hätte es eines gegeben, dann hätten wir eben ohne ihn gespielt statt das System zu meiden oder anders zu spielen.

2. Sollte man doch mal zufällig jemanden triggern weil er als Kind immer mit einem Schaukelpferd verprügelt udn anal penetriert wurde und plötzlich ein solches eine zentrale Rolle in einem Abenteuer mit einem Kobold spielt oder bei einem Malkavianischen Spielzeugsammler, und derjenige spontan in Tränen ausbricht, obwohl man siet jahren gut mit ihm spielt... Tja, schwer zu sagen. Ich denke mal, dass Schaukelpferde im Rollenspiel rehct vermeidbar sind, was sich schon daran zeigt, dass das Problem erst nach mehreren Jahren aufgetreten ist, ja, dann wird man das wohl zuende bringen und Schaukelpferde zukünftig umgehen. Wäre das ZUFÄLLIG schon in den ersten Sitzungen passiert, dann hätte man sicherlich auf die Tür gezeigt und sich die nächsten Male köstlich darüber amüsiert (Ja, das ist pubertär und unschön. Who cares? Es ist Freizeit und ich bin ein Arschloch...). Und hätte man was verpasst? Definitv! Aber hätte es die ganzen Nervsäcke aufgewogen mit denen man sich dann auch noch hätte auseinandersetzen müssen wenn man denen allen auch eine Chance gegeben hätte? Nö! Ich weiß nicht wie oft ihr so spielt, aber ich bin froh wenn ich auf 80 Spieltermine im Jahr komme. 4 versaute Abende machen da schon 5% des Jahres aus, das ist inakzeptabel!

3. Wir haben einen Spieler der hasst Schelme und Kobolde. Wenn ich ein geiles Abenteuer mit Kobolden udn Schelmen habe und grade keina dnerer leiten will, dann kommt das auf den Tisch. Und dann ist es eine besondere Herausforderung das für denjenigen trotzdem geil zu gestalten. Das letzte mal hats gerockt und wir lachen bis heute über einige Szenen. Affen hasst derjenige auch. In Abenteuern mit irgendwelchen Affenmenschen oder misshandelten Versuchsaffen muss ich mich halt darauf einstellen, dass er denen nicht helfen oder sie retten, sondern sie bestialisch abschlachten wird. Das ist eine Freiheit, die ich ihm gerne gebe, warum auch nicht? Scheiß auf den plot,d er ist doch eh nur der Katalysator.
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: Private Baldrick am 2.01.2013 | 11:41
Zitat
Wäre das ZUFÄLLIG schon in den ersten Sitzungen passiert, dann hätte man sicherlich auf die Tür gezeigt und sich die nächsten Male köstlich darüber amüsiert (Ja, das ist pubertär und unschön. Who cares? Es ist Freizeit und ich bin ein Arschloch...). Und hätte man was verpasst? Definitv! Aber hätte es die ganzen Nervsäcke aufgewogen mit denen man sich dann auch noch hätte auseinandersetzen müssen wenn man denen allen auch eine Chance gegeben hätte? Nö! Ich weiß nicht wie oft ihr so spielt, aber ich bin froh wenn ich auf 80 Spieltermine im Jahr komme. 4 versaute Abende machen da schon 5% des Jahres aus, das ist inakzeptabel!

Ich bleibe dabei: Einfach unsympathisch.
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: bibabutzelmann am 2.01.2013 | 11:48
Ja, das sind solche Menschen. Für den einen solche, die einem den Abend verhunzen, für den anderen Menschen wie ich.
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: Private Baldrick am 2.01.2013 | 11:59
Ein Stück weit kann ich sogar nachvollziehen, dass dir Leute nicht in der Gruppe passen, die deinen Stil nicht mittragen wollen oder können. Unsympathisch wirst du mir durch die plumpe Abwertung dieser Spieler und durch offensichtliche Unfähigkeit oder den Unwillen, deinen Stil vorher entsprechend anzukündigen. Letzteres würde vermutlich schon reichen, um auch die 5% unbefriedigende Spielabende zu umgehen.
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: Deviant am 2.01.2013 | 12:04
Uh... Deviant... pass auf, wie du gleich vorgeworfen bekommst, ein moralistisches Weichei mit erhobenem Zeigefinder zu sein...

Aber: +1.  :)

Damit kann ich leben.

Ich tu meinen Leuten halt nichts an was ich nicht auch selbst wollen würde. Da ich durchaus auch Leute am Tisch habe mit Phobien oder tatsächlichen traumatischen Erlebnissen, und es meine Freunde sind, kann ich ganz gut einschätzen  bei wem ich wie weit gehen kann.
Wer neu ist, mit dem wird ohnehin erstmal geredet was ihm denn so liegt und er sich vorstellen kann.
Egal ob als SL oder als Spieler: Wir spielen miteinander!
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: sir_paul am 2.01.2013 | 12:18
@Bibabutzeman: Danke, damit habe ich nun ein klareres Bild.
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: Boba Fett am 2.01.2013 | 13:08
Zitat
Wäre das ZUFÄLLIG schon in den ersten Sitzungen passiert, dann hätte man sicherlich auf die Tür gezeigt

...sofern man der Hausherr ist. Und der Spielleiter. Und sich der (zustimmenden) Reaktionen der anderen Mitspieler entsprechend sicher ist.

Zitat
und sich die nächsten Male köstlich darüber amüsiert (Ja, das ist pubertär und unschön. Who cares? Es ist Freizeit und ich bin ein Arschloch...).

Und genau an der Stelle erledigt sich das Problem von selbst:
Halbwegs intelligente Menschen spielen gar nicht erst mit Arschlöchern.
Insofern: Win-Win-Situation
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: Private Baldrick am 2.01.2013 | 13:10
Boba pass auf, nicht, dass noch jemand dein Posting meldet.  :gasmaskerly:

Edit: Neee, oder?  :bang:
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: Luxferre am 2.01.2013 | 13:42
Wie wärs mit posting-melde-wochen?  ;D
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: Boba Fett am 2.01.2013 | 13:47
Boba pass auf, nicht, dass noch jemand dein Posting meldet.  :gasmaskerly:

Nichts von meinem Posting war als Beleidigung gemeint.

Wenn man jemanden hat, der von sich selbst sagt, dass er ein Arschloch ist UND man eben besser nicht mit Arschlöchern spielt UND derjenige mit einem wohl nun auch nicht spielen will, dann ist es nun definitiv eine win/win-Situation.
Oder sehe ich das falsch?
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: evil bibu am 2.01.2013 | 13:53
Wie wärs mit posting-melde-wochen?  ;D

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Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: Private Baldrick am 2.01.2013 | 13:54
Nichts von meinem Posting war als Beleidigung gemeint.

Wenn man jemanden hat, der von sich selbst sagt, dass er ein Arschloch ist UND man eben besser nicht mit Arschlöchern spielt UND derjenige mit einem wohl nun auch nicht spielen will, dann ist es nun definitiv eine win/win-Situation.
Oder sehe ich das falsch?


Mir ist das klar, ich hab einen tollen Smiley in meinem Post. Irgendwer vollzieht aber diese Logik wohl nicht nach.

Egal. Dann fliegst du halt aus dem Forum.  >;D
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: bibabutzelmann am 2.01.2013 | 14:10
Anwesende wurden ja nicht beleidigt, nur Unbekannten wurde mangelnde Intelligenz unterstellt. Wenn ich shcon so ein Unmensch bin, dann sollte sich eine halbwegs intelligente Moderation nicht auf mein Niveau herablassen, das wirkt sonst unprofessionell.

Das mit der Win-Win-Situation ist richtig. Man geht sich gegenseitig nicht auf die Nerven sondern jeder seiner Wege.  :d
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: Shield Warden am 2.01.2013 | 14:17
Nichts von meinem Posting war als Beleidigung gemeint.

Schade  >;D
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: bibabutzelmann am 2.01.2013 | 14:27
Back to Topic, Ladies...

Zum GLÜCK hast du damit den Nagel auf den Kopf getroffen, imho wird hier (allgemein) sehr viel rumtheoretisiert. Ob die Meinungen hier so immer in Reinform in der "freien Wildbahn" anzutreffen sind wage ich auch mal zu bezweifeln.

Im wesentlichen geht es mir da auch so :)

Schön! Beides!  8]
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: Private Baldrick am 2.01.2013 | 14:32
Was hat es mit Theorie zu tun, wenn man sich vor dem Spielen abspricht und ein bisschen Rücksicht nimmt? DAS ist jetzt schon Theorie?
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: Boba Fett am 2.01.2013 | 14:33
Was hat es mit Theorie zu tun, wenn man sich vor dem Spielen abspricht und ein bisschen Rücksicht nimmt? DAS ist jetzt schon Theorie?

theoretisch: ja!
-scnr-
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: bibabutzelmann am 3.01.2013 | 00:58
 :mimimi: Back to Topic! Pöbelt euch doch per PN an.
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: SirLittleDragon am 3.01.2013 | 12:08
Ich schreibe ja selten, aber diesmal möchte ich auch mal meinen sprichwörtlichen Senf zugeben.

Ontopic:
Mag ich es auch mal härter? Ja.
Spiele ich es mit aus? Bis zu einem gewissen Grad und je nach Art der Härte ja. Einige Themen bleiben aufgrund der Wohlfühlzone von mir und meiner Spieler unangetastet oder maximal gestriffen.
Zwinge ich anderen meine Härten auf? Nein. In dem Moment, wo ich die Grenzen anderer bewusst oder unbewusst verletze und dies mir vermittelt wird (bzw ich frage auch nach) endet es.
Empfinde ich die von biba beschriebenen Szenen/Auslebungen als härter? Nein. Aber als brutaler. Brutal ist für mich ungleich hart.

Glaube ich, dass biba es härter mag? Nein.
Warum nicht?
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Was den erhobenen moralischen Zeigefinger betrifft:
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Was die Rücksicht auf andere Spieler und deren Neigungen betrifft:
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"Ich habe nur etwa 80 Termine im Jahr."
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Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: bibabutzelmann am 3.01.2013 | 13:25

1. Ich würde es persönlich nicht mögen und auch die SpielerInnen aus solchen Runden eher auf Distanz halten, da dieses Spaßempfinden sich meiner Erfahrung nach nicht auf die Spielrunde begrenzt.

2. Da du jedwede Änderung an dieser Wohlfühlzone gezielt und strikt verhinderst ("Den Spielern weise ich die Tür"), drückst du dich in meinen Augen vor der richtigen Härte - nämlich etwas zu spielen oder zu leiten, dass nicht in deine Wohlfühlzone gehört und dabei Spaß empfinden zu können. [...] Die Herausforderung liegt darin, genau das nicht zu spielen, was einem zusagt und an dieser Herausforderung Spaß zu haben. Das ist Härte in meinen Augen.

3. Was den erhobenen moralischen Zeigefinger betrifft:
Du behauptest hier, dass alle dich moralisch verurteilen wollen, verurteilst aber selber, indem du es ihnen vorwirfst.

4. Niemand sagt dir, wie du zu spielen hast.

1. Aus Erfahrung? Teil sie doch bitte mit uns, das könnte interessant sein.

2. Es ist hart an etwas Spaß zu haben was die Wohlfühlgrenze verletzt? Also es wäre total hart wenn ich mich in irgendeiner Feen-Gruppe anschwulen lasse und das trotzdem toll finden kann weil es so super Rollenspiel ist? Das ist nicht hart, das ist hart dämlich. Und im Übrigen genau das, was gerade hier niemand tut, wo man shcon keine Lust mehr auf ein mittelalterliches Setting hat wenn Männer und Frauen da nicht gleichberechtigt sind und wenn Krieg mit seinen üblichen Begleiterscheinungen daher kommt.

3. Ja, ich bemängele etwas, wie kann ich nur? Ich werde aufhören Dinge zu verurteilen, das kann man nicht tun. Da stehe ich sonst in einer ekelhaften tradition verachtenswerter Menschenrechtsverletzer wie Gandi und dem Dalai-Lama, sind ja auch beide Skinheads, ekelhaft...

4. Schön wärs!
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: Luxferre am 3.01.2013 | 14:01
4. Schön wärs!

Versuchst Du Dich jetzt ernsthaft in die Opferrolle zu zwängen? Nimmt Dir nach Deinem Auftritt doch eh keiner mehr ab. Pöbeln, beleidigen und dann bei Gegenwind auf mimimi zu machen ist irgendwie merkwürdig.

Ich erinnere mich, dass ich hier auch keinen leichten Start hatte, weil ich zweimal innerhalb kurzer Zeit mit dem Obermufti Boba aneinander geraten bin. Aber anstelle weiter Druck zu machen und wild um mich zu beleidigen und zu provozieren habe ich einfach mal ne Auszeit genommen und versucht den Fehler bei mir zu finden. Das rate ich Dir auch an. Mit etwas Abstand wirst Du Deine Worte wohl etwas bedächtiger wählen.

Andererseits weiß ich, dass Du auf solche Ratschläge schieterst. Von daher freue ich mich auf Deine erste gelbe Karte. Dürfte ja nicht mehr lange dauern.
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: bibabutzelmann am 3.01.2013 | 14:04
Meister Boba wird mich heilen, ich freue mich schond rauf. i once was lost... *sing*
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: Luxferre am 3.01.2013 | 14:07
Meister Boba wird mich heilen, ich freue mich schond rauf. i once was lost... *sing*

Das liest Du aus meinem Post? Lachhaft  ~;D
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: Hotzenplot am 3.01.2013 | 14:10
Und jetzt wollte ich mal hören, ob ich der einzige bin, der das etwas anders sieht [...]

Das ist ja die zentrale Frage des ersten Posts. Ich denke anhand der Antworten und der Diskussionen lässt sich feststellen, dass du hier zumindest zu einer Minderheit gehörst. Das ist nicht schlimm, sondern ein Fakt.
Wenn es dir und deinen Mitspielern gefällt, ist doch alles gut. Darauf kommt es letztendlich an und nicht auf die Bewertung fremder Menschen in einem Internetforum.
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: bibabutzelmann am 3.01.2013 | 14:24
Ich weiß auch gar nicht warum die sich hier auslassen wenn sie ja offensichtlich gar nicht angesprochen sind. Aber das scheint eben die Gemüter mächtig zu erhitzen.
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: Hotzenplot am 3.01.2013 | 14:28
Naja, die Menschen (mich eingeschlossen) hier labern halt auch ganz gerne mal über dieses oder jenes. Sonst wären sie nicht hier. Also nicht so verkrampft sehen. ;)
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: SirLittleDragon am 4.01.2013 | 12:46
1. Aus Erfahrung? Teil sie doch bitte mit uns, das könnte interessant sein.
Gerne. Ich verbrachte mal mit einer solchen Runde einen Abend. Es war interessant zu sehen, wie sehr sich die Spieler in der Runde an ihrer Gewaltverherrlichung und dem ihrer Meinung nach einhergehenden "Realismus" hochzogen. Selbige Spieler unterhielten sich dann nach dem Abend auch über entsprechende Filme. Was mich irritierte war, dass kaum dass sie mal ein wenig verbal in Bedrängnis gerieten sofort herumbeleidigten, anderer Leute Spaß abwertend behandelten (Beispiel: Ein Spieler rettet eine heiße Frau um wollte danach ein gefühlvolles Gespräch mit ihr führen. Der SL würgte es ab mit den ähnlichen Worten nach dem Motto: "Jaja, du REDEST halt mit ihr. pfff." statt es auszuspielen.) oder garnicht erst zuließen. Sie blieben damit letztendlich unter sich. Was okay war. Die Gruppe spielt inzwischen nicht mehr.

2. Es ist hart an etwas Spaß zu haben was die Wohlfühlgrenze verletzt? Also es wäre total hart wenn ich mich in irgendeiner Feen-Gruppe anschwulen lasse und das trotzdem toll finden kann weil es so super Rollenspiel ist? Das ist nicht hart, das ist hart dämlich. Und im Übrigen genau das, was gerade hier niemand tut, wo man shcon keine Lust mehr auf ein mittelalterliches Setting hat wenn Männer und Frauen da nicht gleichberechtigt sind und wenn Krieg mit seinen üblichen Begleiterscheinungen daher kommt.
*Seufz* Du mit deinen Extremen, aber du hast es auf eine verdrehte Art und Weise verstanden. Dadurch, dass du diese Einstellung herabwertend behandelst, wird deine Aussage nicht untermauert, sondern geschwächt. Mal sanfter ausgedrückt: Kannst du es dir vorstellen in deiner Freizeit bei einer Runde Spaß zu haben, obwohl du dort einen normalen Charakter spielst, der nicht von brutalen Grenzwerterfahrungen im sexuellen und gewaltmissbrauchenden Thema getroffen wird? Wo es vielleicht, aber nicht grundsätzlich um Rätsel, Grusel und Heldentum geht?

Zum Rest:
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Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: bibabutzelmann am 4.01.2013 | 13:18
1.  Der SL würgte es ab mit den ähnlichen Worten nach dem Motto: "Jaja, du REDEST halt mit ihr. pfff." statt es auszuspielen.)

2. *Seufz* [...] Kannst du es dir vorstellen in deiner Freizeit bei einer Runde Spaß zu haben, obwohl du dort einen normalen Charakter spielst, der nicht von brutalen Grenzwerterfahrungen im sexuellen und gewaltmissbrauchenden Thema getroffen wird? Wo es vielleicht, aber nicht grundsätzlich um Rätsel, Grusel und Heldentum geht?

3. Zum Rest: ...

1. Würde es bei mir nicht geben. Wieso was abwürgen was die Leute spielen wollen? SpielLEITEN, nicht SpielDIKTIEREN. Und wie ich mehrfach erwähnte geht es mir um spielerische Freiheit. Das heisst nicht, dass das nur für Gewalt und Sexualität gilt, das gilt allgemein. So eine Szene hat durchaus ihren Reiz und definitiv ihren Wert und es gibt keinen Grund das für mehr Geschnetzel zu unterbrechen. Ich will nur keine Spieler haben die gewisse Dinge nicht abkönnen und damit die Gruppenfreiheit einschränken weil Themen ausgeblendet werden müssten. Die versaun das Spiel jedoch zugegeben weit weniger als so ein lausiger Spielleiter. Und wnen jetzt wieder jemand kommt mit " :mimimi: Es gibt kein gutes/schlechtes Rollenspiel  :mimimi:", sorry, für mich schon!

2. *Seufz* Ich spiele in letzter Zeit nichts anderes. Allerdings liegt das auch daran, dass wir momentan nicht dazu kommen Vampire zu spielen. Meine aktuellen DSA-Charaktere zum Beispiel:

Lechdan Grifentreu, Zorganer Illusionsmagier mit BGB Koch, der seine magische Begabung verheimlicht (weil ihm seine Akademie peinlich ist...) und als Meisterkoch umherreist. Ein dreister Betrüger zwar (inzwischen aufgeflogen, was für allgemeine Belustigung sorgte) aber ein netter Kerl. Aktuell spielen wir "Jenseits des Lichts" (heisst das so?), also im besetzten Jergan. Auch wenn er da notgedrungen für seine phexische Queste mit Illusionsmagie Hausbesetzer vertreiben musste und er für die geknechteten Maraskaner nichts als Spott und Verachtung übrig hat (Immerhin haben seine Leute in Aranien sich das ganze ja auch nicht gefallen lassen ... sieht er zumidnest so  ;D) ist er zwar ein ein kleiner Strolch aber bestimmt kein Unmensch. Er hat sogar ein Straßenkind unter seine Fittiche genommen, dem er jetzt eine Ausbildung zum Koch zuteil werden lässt. Macht der mir Spaß? Aber scheiß die Wand an: JA!!! Ist das hart von mir? Sicherlich nicht...

Rolf vom Eschengrund, Sohn der hastigen liebe eines Ritters der seine Mutter schwanger sitzen ließ, die ihn aus Mangel an Geld an eine kostenlose Magierakademie geben musste, ausgerechnet ins ferne Thorwal, wo er zum Hellsichtsmagier ausgebildet aber wegen seiner kleinen und shcmächtigen mittelländischen Natur oft das Opfer von Spott und Streichen seiner Kommilitonen war. Zuvorkommender kauziger kleiner Kerl, mehr ein lustiger Geselle und eine kleine Nervensäge als der die Gruppe supportende Powermage. Zuvorkommend, höflich, trinkfreudig und in Anwesenheit attraktiver Frauen peinlich unbeholfen. Macht der mir Spaß? Aber scheiß die Wand an: JA!!! Ist das hart von mir? Sicherlich nicht...

Cusimo Damitor del Arivor, götterfürchtiger Krieger aus Arivor, der nach Al Anfa gehen will um den gotteslästerlichen Unholden in der Arena zu zeigen, dass man mit Rondra weiter kommt als mit Kor und einer lästerlichen  Auslegung des Boronglaubens. Übrigens mein Vorschlag für eine "zwielichtige Gruppe in Südaventurien". Wurde vom Spielleiter abgelehnt weil er nicht zum Brabaker Nekromanten und zum Meuchelmagier passen würde. Jetzt wirds ein gjalskerstämmiger Gladiator werden. Hätte es Spaß gemahct den krieger zu spielen? Aber scheiß die Wand an: JA!!! Wäre das hart von mir gewesen? Sicherlich nicht...

3. Zum Rest: Ich werde nicht weinen und meinen Spielstil überdenken weil ich hier anecke, keine Sorge!  8]
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: 6 am 4.01.2013 | 13:59
[OT]
Weil es mich interessiert:
Stell Dir vor Cusimo und der Nekromant entdecken während der Abenteuer so langsam ihre gegenseitige Liebe. Nicht die Sexualität sondern die Emotionen und Gefühle sollen dabei das Thema sein. Wie kommen sie sich näher? Wie sieht es in deren Inneren aus? Was passiert alles bevor sie zueinander finden oder entgültig miteinander brechen? usw.
Würde Dir das dann auch noch Spaß machen?
[/OT]
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: bibabutzelmann am 4.01.2013 | 14:44
Da die beiden nicht homosexuell sind werden sie sich sicherlich nicht verlieben. Eine tiefe Freundschaft könnte sich trotzdem entwickeln. Vielleicht rettet der eine dem anderen das Leben, tritt für ihn ein, riskiert etwas für ihn, hilft ihm aus der Klemme, beide verbindet eine schöne Reise, ein besodneres Erlebnis, die gemeinsame Bewältigung einer großen Gefahr.

Charakter- und Gruppenentwicklung gehört zu den interessantesten Dingen im Rollenspiel. Das macht natürlich Spaß und e sgibt jawohl tausende Möglichkeiten dafür.
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: 6 am 4.01.2013 | 14:47
Da die beiden nicht homosexuell sind werden sie sich sicherlich nicht verlieben.
Sagen wir einfach mal: Der Spieler des Nekromanten fragt Dich, ob Du nicht Lust hättest mit den beiden Charakteren eine Liebelei zu spielen. Würdest Du die Idee cool oder blöd finden?
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: bibabutzelmann am 4.01.2013 | 14:54
Ich frag mich langsam ob du mit dem Pussylicker was zu kompensieren versuchst, aber OK  :d

Es wäre angesichts der Charakterkonzepte völlig unsinnig. Und DSA ist auch kein System in dem das interessant sein würde. Das würde uns nichts bringen und die anderen nur nerven. Mir kommt aber gerade die Idee eines schwulen Minnesängers... Das hätte was, aber nicht im Süden. Wenn jedoch jemand auf die Idee käme eine schwule Romanze bei VtM zu spielen, wäre ich sofort dabei, weil das hoch interessant werden könnte.

Also: In dem Zusammenhang unangebracht und wenig unterhaltsam/interessant, aber grundsätzlich eine interessante Thematik die ich auch gerne in einem passenden Setting mal bespielen würde. Auch gerne tiefgründiger als "Höhö, voll schwul, *lach grunz lach*". Und wenn sich in der Runde die zwei anderen Spieler entscheiden eine passende Romanze zu spielen: Lets go! Ich werde dem nicht im wege stehen, aber der Charakter wird es, bei Travia, nicht gutheißen! Was jedoch wieder mit meiner "Wohlfühlgrenze" nichts zu tun hat, ich bin nicht homophob.
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: Boba Fett am 4.01.2013 | 14:59
Warum glaubst Du, dass das bei DSA/Aventurien keine Thematik ist?
Und: Warum glaubst Du, dass es die anderen nur nerven würde?
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: sir_paul am 4.01.2013 | 15:02
Weil es in seinem DSA so ist und weil er seine Gruppe eventuell besser kennt als wir?
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: Eulenspiegel am 4.01.2013 | 15:11
Also es wäre total hart wenn ich mich in irgendeiner Feen-Gruppe anschwulen lasse und das trotzdem toll finden kann weil es so super Rollenspiel ist?
Nein, mit super Rollenspiel hat das nichts zu tun. Aber es kann hart sein, sich in einer Feen-Gruppe anschwulen zu lassen und daran Freude zu haben, obwohl man im RL hetero ist. (Es kann hart sein. - Für manche Spieler ist es extrem leicht.)

Bzgl. deines letzten Posts:
Wenn es die Gruppe nerven würde, dann würdest du Rücksicht darauf nehmen. Aber wenn es die Wohlfühlzone der Gruppe verletzt, dann werden die betroffenen Spieler der Tür verweisen? Wo siehst du den Unterschied zwischen "Nerven" und "Wohlfühlzone verletzen"?
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: 6 am 4.01.2013 | 15:16
Ich frag mich langsam ob du mit dem Pussylicker was zu kompensieren versuchst, aber OK  :d
Forentitel hier werden nicht selbst gewählt. Den Titel habe ich auf Grund eines Charakters, den ich gespielt habe, bekommen. Selbst da habe ich den "Pussylicker" nicht selber gewählt, sondern wurde von einem Mitspieler dazuerfunden. :)
Zitat

Was jedoch wieder mit meiner "Wohlfühlgrenze" nichts zu tun hat, ich bin nicht homophob.
Du brauchst nicht homophob zu sein, um damit die Wohlfühlgrenze geknackt zu bekommen. Aber das war ja nur ein Teil des Szenarios: Stell Dir vor der Nekromanten-Spieler würde einen weiblichen Charakter spielen. Und sagen wir die anderen Spieler hätten keine Probleme damit. Wie sähe es dann aus?
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: Boba Fett am 4.01.2013 | 15:25
Weil es in seinem DSA so ist und weil er seine Gruppe eventuell besser kennt als wir?
Das ist Spekulation, dementsprechend würde ich lieber gerne eine Antwort vom Befragten bekommen.

Warum glaubst Du, dass das bei DSA/Aventurien keine Thematik ist?
Und: Warum glaubst Du, dass es die anderen nur nerven würde?
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: bibabutzelmann am 4.01.2013 | 15:51
Dann ziehe ich vor dem Pussylicker den Hut  8], wie auch immer du dir den verdient hast, von mir verdienst du dir dafür ein schallendes High-Five  :d

@ Eulenspiegel:
Ich lehne den Begriff der Wohlfühlzone ab. Und wenn du mal wieder alles gelesen hättest, würdest du die Frage nicht stellen. Ich habe mich zu Homoaction geäußert und das Nerven war mit dme Hinweis versehen, dass es den nicht genervten nichts bringt.

@ Boba:
Das war Paulchens Meinung, bitte akzeptiere das. Das muß man auch nicht weiter belegen, lassen wir es doch bitte als Meinung unbewertet stehen.

Und auch du solltest nachlesen. Ich schrieb nirgendwo, dass das in DSA grundsätzlich nicht passt, sondern in dem konkreten Setting. Schwuler Minnesänger in Andergast, wo es wohl zu erheblichen Problemen führen dürfte: SUPER! In Al Anfa? Langweilig. Jedenfalls für mich. Und da wir diesmal viel reisen wollen (Der Meister, hier darf mans ja so nennen  ;D, kam sabbernd mit alten DSA-Büchern zum Süden Aventuriens und bot an etwas dazu zu meistern und wir hatten alle Bock drauf. Man könnte fast sagen wir hätten uns abgesprochen  :o :o :o ) und da wir unterwegs auch mal die Sau rauslassen wollen, ohne dass einer immer dne moralischen Zeigefinger hebt, ist das reichlich unattraktiv eine Romanze zu spielen, egal ob homo- oder heterosexueller Natur. Oder gibts in Aventurien Flitterwochen? Da könnte man was geiles drehen. Ach wie ihr Mausebären meine Kreativität befüttert! Und da fragt man mich ernsthaft warum ich hier bin wenn ich mich hier nicht wohlfühle. Ich finds hier super. Der Onkel hat euch lieb  :-*

@ Paulchen:
Nie den Eindruck erwecken mich nicht völlig zu hassen, Hexenprozesse begrenzen sich nicht zwingend auf nur ein Opfer  ;D.
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: sir_paul am 4.01.2013 | 15:57
@Butzelmännchen: Wenn ich nicht wüsste das andere dir total egal sind, würde ich fast denken du machst dir sorgen um mich  ;D
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: bibabutzelmann am 4.01.2013 | 15:58
Ich soll doch lernen Rücksicht zu nehmen  :D
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: Thorgest am 4.01.2013 | 16:05
Ich soll doch lernen Rücksicht zu nehmen  :D

 :d
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: Eulenspiegel am 4.01.2013 | 17:05
Ich lehne den Begriff der Wohlfühlzone ab. Und wenn du mal wieder alles gelesen hättest, würdest du die Frage nicht stellen. Ich habe mich zu Homoaction geäußert und das Nerven war mit dme Hinweis versehen, dass es den nicht genervten nichts bringt.
Ich habe alles gelesen. Und warum lehnst du den Begriff "Wohlfühlzone" ab, aber nicht den Begriff "Nerven"?

Beschreibt beides doch im Prinzip das gleiche. Bloß eines von beiden ist kein Homonym und daher vorzuziehen.

Und du hast dich dazu geäußert, dass du dir das bei Vampire vorstellen könntest. Du hast dich aber nicht dazu geäußert, dass es manchmal hart sein kann.

Zitat
SUPER! In Al Anfa? Langweilig.
Oder mit anderen Worten: Ein schwuler SC in Al'Anfa würde deine Wohlfühlzone verlassen. Oder um es mit deinen Worten auszudrücken: Es würde dir auf die Nerven gehen.

Und daher wäre es hart, einen schwulen Sänger in Al'Anfa zu spielen und trotzdem daran Spaß zu haben.

Der schwule Minnesänger in Andergast würde dir problemlos Spaß machen. Aber in Al'Anfa hättest du Probleme daran Spaß zu haben und damit wäre es hart für dich.

Zitat
und da wir unterwegs auch mal die Sau rauslassen wollen, ohne dass einer immer dne moralischen Zeigefinger hebt, ist das reichlich unattraktiv eine Romanze zu spielen, egal ob homo- oder heterosexueller Natur.
Und wenn SL incl. der restlichen Spieler plötzlich keine Lust auf "Sau rauslassen" haben, sondern plötzlich total auf Romanze stehen, würde es deine Wohlfühlzone verlassen und es würde echt hart für dich werden.
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: La Cipolla am 4.01.2013 | 18:25
Lassen wir den letzten Satz bitte so als Essenz des Threads stehen? ;D
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: Bad Horse am 4.01.2013 | 21:58
Würde ich ja gerne, aber: Ich sehe einen Unterschied zwischen "jenseits meiner Wohlfühlzone" und "interessiert mich nicht".

Mag sein, dass es besonders hart ist, eine Sitzung durchzustehen, deren Inhalte man total uninteressant findet. Aber Langeweile und emotionales Unwohlsein sind zwei verschiedene Dinge; und ich denke mal, im Sinne des Threads ging es eher um das "Hey, das wird mir jetzt zu heftig"-Gefühl als um das "Oh Gott, wie öde ist das denn"-Gefühl. Oder?
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: Just_Flo am 5.01.2013 | 12:08
Um mal ein bisschen den zweisamen Rufer im Wald zu spielen:

Ja, hier. Aber nicht immer und nicht in jeder meiner Runden und nicht mit jedem System in jedem Setting.

Es gibt einfach Dinge, Themen und auch unterschiedliche Tiefe/Deutlichkeit, die nicht jeder gleich mag oder kann oder abkann.

Natürlich werde ich nicht "Kleine Ängste" oder ähnliches Spielleiten wenn ich oder jemand anderes der Runde dazu warum auch immer (warum ist mir da egal, weil jeder Grund hier für mich legitim ist) keinen Bock hat. Das keinen Bock darauf kann auch Tages-/Wochenform oder Eriegnisabhängig abhängig sein.


Andererseits werde ich nicht jemanden, bei dem ich hundertprozentig sicher bin, dass er mit einem bestimmten Spielstiel oder Setting oder Thema keinen Spaß haben wird zu einer Runde in dem System/Setting/Thema einladen. Das hält mich aber nicht davon ab mit dem jenigen in einer anderen Gruppe trotzdem zuspielen. (Nicht alle aus meiner Montagsgruppe sind auch in meiner Dienstagsgruppe und nicht alle aus der sind in meiner Sonntagsgruppe)

Wenn jetz jemand umbedingt in meiner Sonntagsgruppe mitspielen will aber halt nicht auf Wüste, Dungeons, Entdeckungen und Hartwurst steht oder mit den Mitspielern nicht zurecht kommt, oder ich/andere den Eindruck haben, dass ihn bei der Runde was belastet, dann hat der halt leider Pech gehabt. 
Pech für die Sonntagsrunde. Bei allen anderen Runden wo es passen würde/ sollte, ist derjenige aber gerne eingeladen.

Wenn wir im Freundeskreis was machen dann gibt es da auch Aktivitäten die mir nicht gerade Spaß machen. Mitlerweile können ich und die anderen das durchaus auch einschätzen und dann werde ich halt mal zu Fußbalspiel nicht eingeladen sondern eher zur Malsession.

Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: bibabutzelmann am 5.01.2013 | 13:20
... warum lehnst du den Begriff "Wohlfühlzone" ab?

Und du hast dich dazu geäußert, dass du dir das bei Vampire vorstellen könntest. Du hast dich aber nicht dazu geäußert, dass es manchmal hart sein kann.

Oder mit anderen Worten: Ein schwuler SC in Al'Anfa würde deine Wohlfühlzone verlassen. Oder um es mit deinen Worten auszudrücken: Es würde dir auf die Nerven gehen.
Und daher wäre es hart, einen schwulen Sänger in Al'Anfa zu spielen und trotzdem daran Spaß zu haben.

Der schwule Minnesänger in Andergast würde dir problemlos Spaß machen. Aber in Al'Anfa hättest du Probleme daran Spaß zu haben und damit wäre es hart für dich.
Und wenn SL incl. der restlichen Spieler plötzlich keine Lust auf "Sau rauslassen" haben, sondern plötzlich total auf Romanze stehen, würde es deine Wohlfühlzone verlassen und es würde echt hart für dich werden.

Ich lehne ihn ab weil er unsinnig ist.

Ich habe mich nicht dazu geäußert weil ich mich nicht zu jedem Dreck äußern muss. Ich habe mich auch nicht dazu geäußert, dass es mich scharf machen könnte Erdnüsse zu essen. Weil es absurd ist...

Um es mit meinen Worten zu sagen wäre er langweilig. Schrieb ich auch. Hätte man auch zitieren können, dann wären es nämlich meine Worte gewesen. Es wäre nicht hart, es wäre einfach unsinnig. Wie deine Wohlfühlgrenze. Das macht sie aber auch nicht hart. Und es ist auch nicht hart Freude an deinen abstrusen Ausführungen zu dme Thema zu lesen, es wäre dumm.

Wie wärs wenn du erstmal etwas an deiner Härtdefinition in Zusammenhang mit deiner ominösen Wohlfühlgrenze arbeitest? Denn sonst lasse ich sie (wie hier angeblich üblich) als deine Meinung stehen, aber ich werde nicht darüber diskutieren.
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: blut_und_glas am 5.01.2013 | 19:08
Wie wärs wenn du erstmal etwas an deiner Härtdefinition in Zusammenhang mit deiner ominösen Wohlfühlgrenze arbeitest?

An auch nur halbwegs belastbaren Definitionen von "Härte" mangelt es hier doch ohnehin.

Am Ende stehen wir von vorne bis hinten bei "Mein hart ist dein .../Dein hart ist mein ..." - mein hart ist dein langweilig/dein hart ist mein lächerlich, und so weiter und so fort.

Selbst wenn wir jetzt eine Liste mit halbwegs unstrittigen "harten" Elementen verfassen (Folter meinethalben, oder sexuelle Gewalt), ist die Bandbreite wie die ins Spiel einfließen könnten (und tun) immer noch so gewaltig, dass eigentlich immernoch nichts gesagt ist. Ich behaupte dabei auch gleich mal, dass sich diese achso harten Elemente nämlich auch ziemlich "weich" verbauen lassen - siehe auch mein hart/dein hart.

mfG
jdw
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: Bad Horse am 5.01.2013 | 19:12
Danke, bug, wegen deines Posts hat sich bei mir jetzt "You're My Heart, You're My Soul" geohrwurmt. 

Das liegt auf jeden Fall jenseits meiner Wohlfühlzone und ist mir deutlich zu hart.  |:((
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: bibabutzelmann am 5.01.2013 | 19:37
Na dann, neuer Thread und erstmal Härte definieren
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: La Cipolla am 5.01.2013 | 19:58
Wenn interessiert so ein Scheiß?
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: 6 am 5.01.2013 | 21:14
Danke, bug, wegen deines Posts hat sich bei mir jetzt "You're My Heart, You're My Soul" geohrwurmt. 

Das liegt auf jeden Fall jenseits meiner Wohlfühlzone und ist mir deutlich zu hart.  |:((
Da lässt sich vielleicht was drehen (http://vimeo.com/6116053). ;)
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: bibabutzelmann am 5.01.2013 | 22:43
Wenn interessiert so ein Scheiß?

Erstmal mit einem N, dann DICH, denn sonst würdest du es nicht lesen.
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: La Cipolla am 5.01.2013 | 22:47
Der Thread hier ist für mich eher Sensationsgeilheit. Wie ein Autounfall eben. o_o
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: bibabutzelmann am 5.01.2013 | 22:50
let me entertain you
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: Eulenspiegel am 6.01.2013 | 03:06
Ich lehne ihn ab weil er unsinnig ist.
Du lehnst doch auch den Begriff "Nerven" nicht ab.

Zitat
Um es mit meinen Worten zu sagen wäre er langweilig. Schrieb ich auch.
Ja, die Szene normalerweise, wäre einfach nur langweilig. Aber es wäre hart, sie halt NICHT langweilig zu finden.

Eine Szene, die man normalerweise als langweilig empfindet, dennoch Spannung zu entziehen, das ist hart.

Zitat
Und es ist auch nicht hart Freude an deinen abstrusen Ausführungen zu dme Thema zu lesen, es wäre dumm.
Nein, das wäre nicht dumm, das ist für einige scheinbar hart. Evtl. auch intellektuell oder intelligent.

Zitat
Wie wärs wenn du erstmal etwas an deiner Härtdefinition in Zusammenhang mit deiner ominösen Wohlfühlgrenze arbeitest? Denn sonst lasse ich sie (wie hier angeblich üblich) als deine Meinung stehen, aber ich werde nicht darüber diskutieren.
LOL. Weder das Wort hart noch das Wort Wohlfühlgrenze wurde von mir aufgeworfen.
Eigentlich gehört es ja zum guten Ton, dass derjenige, der ein Wort aufwirft, dieses bei Unklarheit definiert.

Aber klar, so eine eigene Definition kann schon hart sein. Da fällt es doch wesentlich leichter, diese auf andere abzuwälzen.

Aber OK, will ich dir mal die Arbeit abnehmen:
hart: Sachen, die nicht einfach fallen, aber unter Anstrengung dennoch bewältigt werden können.
Wohlfühlzone: Die Spielarten beim RPG, bei denen ich mich wohlfühle.
Wohlfühlgrenze: Der Bereich, wo man dabei ist, die Wohlfühlzone zu verlassen/betreten.
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: Callisto am 6.01.2013 | 03:22
Aber klar, so eine eigene Definition kann schon hart sein.
;D
Zitat
Aber OK, will ich dir mal die Arbeit abnehmen:
hart: Sachen, die nicht einfach fallen, aber unter Anstrengung dennoch bewältigt werden können.
Wohlfühlzone: Die Spielarten beim RPG, bei denen ich mich wohlfühle.
Wohlfühlgrenze: Der Bereich, wo man dabei ist, die Wohlfühlzone zu verlassen/betreten.
Dein "Hart" ist mein "Schwierig". Ich hätte "hart" im Sinne dieses Threads eher als "brutal" definiert. Allerdings finde ich, die meisten von den Usern die sich hier gemeldet haben, unterscheiden sich vom Threadersteller nicht unbedingt im Härtegrad sondern eher im Umgang mit Brutalität. In unserer Runde bspw. wirkt Brutalität auch noch als etwas Hartes, beim Threadersteller wirkt die Brutalität meines Erachtens nach eher wie ein Splatterfilm, viel Kunstblut und eher zum Lachen. Ich will sagen, wir sitzen in unterschiedlichen Filmen. Auf mich wirkt es so, als ob Bibabutzemanns Runde sich zum Splatterfilmabend trifft, während die meisten anderen sich in seinen Augen sowas langweiliges wie "The Others" oder "Silent Hill" reinziehen. Ich ziehe ja sowas wie "The Others" eher vor, obwohl ich durchaus auch mal an "Braindead" Spaß hatte, nur nicht beim RPG.
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: bibabutzelmann am 6.01.2013 | 03:40
Es ist immer wieder unterhaltsam wie ihr nicht am geringsten interessiert seid wichtige informationen aufzunehmen, die euch davon abhalten könnten euch ständig aufzuregen oder in lächerlicher Herablassung zu üben.  ~;D

Richtig hart wäre es auch sicherlich sich den ganzen Abend anzuöden, indem man einfach nicht spielt und sich sonst auch nicht beschäftigt. Und wenn einem das Spaß macht, dann ist man hart und natürlich kein Stück stumpfsinnig.
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: Callisto am 6.01.2013 | 03:53
Ich frag mich, wer sich aufregt?
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: Eulenspiegel am 6.01.2013 | 04:51
@bibabutzelmann
Nein, stumpfsinnig wäre es, auf Teufel komm raus hart sein zu wollen.
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: Shield Warden am 6.01.2013 | 10:00
Versuchst Du Dich jetzt ernsthaft in die Opferrolle zu zwängen? Nimmt Dir nach Deinem Auftritt doch eh keiner mehr ab. Pöbeln, beleidigen und dann bei Gegenwind auf mimimi zu machen ist irgendwie merkwürdig.

Klar. Wobei eigentlich zieht er doch die klassische Freizeitrebell-Nummer ab, gepaart mit "ich bin der Einzige, der real ist und der sich traut, die Dinge so auszusprechen wie sie sind!" und dem Größenwahn, dass alle anderen leicht eschauffier- und schockierbare Gutmenschen sind, deren heuchlerische Schwäche er so geschickt durch Selbstinszenierung ans Tageslicht fördert, weil er der Einzige ist, der den Durchblick hat. Sieht man schon daran, dass er sich in ca. jedem dritten Post (nicht nur hier) darüber lustig macht, wie sich alle aufregen, obwohl - wie von Callisto richtig vermutet - es eigentlich keiner tut. Er hätte es halt gerne, wie jeder Troll.
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: aingeasil am 6.01.2013 | 10:03
Ich bin zwar eigentlich nur noch Spaßleser hier, aber das ist ja mal der größte Unsinn, den ich gelesen habe:
Eine[r] Szene, die man normalerweise als langweilig empfindet, dennoch Spannung zu entziehen, das ist hart.
Langeweile zu bewältigen hat nix mit Härte zu tun, aber so gar nicht; viel eher ist es ein Kommunikationsfehler, wenn es jemandem zu langweilig wird.
Und niemand, den ich kenne, hat sich jemals einen in seinen Augen langweiligen Charakter erstellt. Dass sich die Auffassung von "langweilig" von Spieler zu Spieler unterscheidet, ist ne andere Sache und sollte akzeptiert werden. Wobei hier "langweilig" nur entfernt etwas mit "hart" zu tun hat und von Setting zu Setting sogar vollkommen gegensätzlich sein kann. Was ich in Shadowrun als langweilig bezeichne kann in 7th Sea schon richtig hart sein und in D&D irgendwo im Standardbereich.

Dementsprechend ist "Härte" auch ein Setting-variabler Begriff und hängt von den Erwartungen ans Spielgeschehen ab.

Ich erwarte beispielsweise von einem dystopischen Endzeitsetting alla Mad Max, dass die Welt verroht, rau und unfreundlich ist, Überlebenskampf dazu gehört und eine Mentalität herrscht, die auf dem Recht des Stärkeren basiert. Härte kann hier darin bestehen, dass Menschenhandel, körperlicher Missbrauch und ständige Angst ums Überleben allgegenwärtig sind und die Möglichkeit, dass der Charakter gebrochen wird, gegeben ist.
Ob man so etwas allerdings bei anderen Settings wie beispielsweise EDO-Fantasy, Steampunk, Superhelden oder Mantel-und-Degen möchte, hat weniger mit dem Willen nach Härte zu tun, sondern eher mit den Erwartungen an das System. Also auch wenn ich Menschenhandel, Missbrauch, Promiskuität, Folter, Überlebensangst, und was noch alles zu "Härte" zählen mag spielen kann, so muss ich es nicht in jedem Setting ausreizen.

Im Endeffekt ist es mit Härte wie mit Salz: Sie ist Würze, die immer gebraucht wird, aber in unterschiedlichem Maß, je nachdem, was man machen will. Mal darf es mehr sein, mal weniger. Mal darf sie prominent sein, mal subtiler. Aber es gibt definitiv auch ein "zu viel des Guten".
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: bibabutzelmann am 6.01.2013 | 13:12
Ich bin zwar eigentlich nur noch Spaßleser hier, aber das ist ja mal der größte Unsinn, den ich gelesen habe:Langeweile zu bewältigen hat nix mit Härte zu tun, aber so gar nicht...

Härte kann hier darin bestehen, dass Menschenhandel, körperlicher Missbrauch und ständige Angst ums Überleben allgegenwärtig sind und die Möglichkeit, dass der Charakter gebrochen wird, gegeben ist.

Jemand mit Verstand, kein Wunder, dass du hier nur noch Spaßleser bist...

Das klingt doch nach einem weit sinnvollerem Definitionsansatz. Beteilige dich doch in dem Thread dazu.


Nein, stumpfsinnig wäre es, auf Teufel komm raus hart sein zu wollen.

Tut das hier irgendwer?
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: La Cipolla am 6.01.2013 | 13:15
(http://www.reactionface.info/sites/default/files/images/1287666826226.png)
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: bibabutzelmann am 6.01.2013 | 13:17
Immer noch interessierter Leser, wie schön  :d
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: Bad Horse am 6.01.2013 | 19:32
Bitte unterlaßt diese persönlichen Anfeindungen und Troll-Beschimpfungen.
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: bibabutzelmann am 9.01.2013 | 17:01
Ja, hört auf mich zu mobben!  :(
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: Jiba am 9.01.2013 | 17:47
Du beginnst wirklich, mich an einen gewissen General zu erinnern... nein, ernsthaft, biba, wenn hier Leute nicht deiner Meinung sind oder sie auch deiner Ansicht nach eine doofe Meinung haben, dann finde dich damit ab – niemand schreibt dir hier etwas vor, aber du musst schon akzeptieren, wenn einer sagt "So kann man das nicht machen, finde ich." oder "Ich denke, dass ich so nicht spielen wollen würde". Du bist ja in vielen Punkten auch nicht meiner Meinung, aber damit komme ich klar. Und stell dich hier nicht auch noch als Opfer da... du teilst auch selbst gut aus.

Aber...
 :btt:

Ist hier jetzt irgendein Konsens in Sicht, gerade bezogen auf die Härte-Definitionen im anderen Thread?
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: Shield Warden am 10.01.2013 | 08:17
Ist hier jetzt irgendein Konsens in Sicht, gerade bezogen auf die Härte-Definitionen im anderen Thread?

Wenn ja, was würde das bringen? Bei 'nem ernst gemeinten Thema könnte ich ja noch verstehen, dass sowas erstrebenswert ist..  >;D
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: Bad Horse am 10.01.2013 | 18:37
Der Konsens ist relativ einfach: Unterschiedliche Leute haben unterschiedliche Auffassungen von "Härte", die sie in unterschiedlichem Grad mögen oder ablehnen. Das ist alles solange kein Problem, wie keine krass unterschiedlichen Auffassungen in der selben Gruppe herumschwirren.

Aber da es letzten Endes um eine Geschmacksfrage geht, ist eine Konsensfindung bezüglich erwünschter Härte nicht wirklich machbar - war aber auch nie Ziel des Threads.

Ich vermute, butzi wollte nur wissen, ob er mit seiner Spielvorliebe allein ist. Ist er nicht, aber unter den aktiven Usern dieses Forums vermutlich eher in der Minderheit.

Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: bibabutzelmann am 11.01.2013 | 15:43
Ich vermute, butzi wollte nur wissen, ob er mit seiner Spielvorliebe allein ist. Ist er nicht, aber unter den aktiven Usern dieses Forums vermutlich eher in der Minderheit.

 :d

Und ein bisschen für Stimmung sorgen musste auch mal sein. Wäre echt langweilig hier ohne mich. Nicht nur für die Moderation.
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: Private Baldrick am 12.01.2013 | 06:29
Erikson?
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: bibabutzelmann am 12.01.2013 | 12:49
Erikson?

Hä??? wtf?
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: Callisto am 12.01.2013 | 14:57
Erikson?
;D Ja, der fehlt. Der liebe gute alte Erikson. Wo ist der eigentlich?
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: Bad Horse am 12.01.2013 | 14:58
Back to topic, plz.
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: Makaber am 28.01.2013 | 12:47
Ich verfolge das Thema schon seit einiger Zeit und grüble welcher Meinung ich mich anschließen kann.

Einerseits fühle ich mich Erwachsen genug, distanziert und ernsthaft an schwere Themen heran zu gehen. Und ich erkenne auch das Dramaturgische Potenzial dahinter. Aber es gibt Gründe die für mich dagegen sprechen und meine Erfahrung als Spielleiter zeigt, dass es auch mal nach hinten losgehen kann zu unbesonnen mit "härte" umzugehen.

Zu ersterem : Vor kurzem erst, gab es eine wirklich intensive Rollenspielscene die mir gezeigt hat, warum dieses Hobby so faszinierend ist.
Es ging zusammengefasst darum, meinen Charakter zu brechen und seinen mangelnden Respekt gegenüber einer Vorgesetzten (ebenfalls Spieler) zu beenden. Dazu bekam er den Auftrag, ein Kind auszuwählen, es kennen zu lernen und sich mit ihm anzufreunden, und es dann zu töten. Bis zum schluß blieb offen, ob das Kind stirbt und der Charakter durch diese Tat zu einem tragischen Charakter wird. Aber die Vorgesetzte rettet das Kind um ein Symbol zu schaffen, dass sie Graausam aber auch gnädig sein kann, was ganz allein vom Verhalten des Charakters abhängt.

Diese Scene war einerseits hart, aber es hat bei uns Spielern einen bleibenden Eindruck hinterlassen und wurde insgesammt als Positiv wahrgenommen.

Zu zweiterem: Als Spielleiter verkörperte ich den Vater eines Charakters, der durch dämonische Bessesenheit in seiner Persönlichkeit verändert war, der Vater gab ihm eine Ohrfeige und das vor den Augen seiner Mitabenteurer (in Time, natürlich)
In einem Gespräch nach dem Abenteuer stellte sich raus, dass diese Situation den Spieler an seine eigene Vergangenheit erinnert hat und obendrein, fühlte er sich gedemütigt weil es vor den Augen der anderen Charaktere geschah.

Man sieht also, dass extreme Härte, wie Kindsmord gut verkraftet werden kann, obwohl auch hier je nach Spieler Grenzen gezogen werden,( eine andere Spielrunde sprach sich deutlich gegen das töten von Kindern aus. )
Und selbst "harmlose" Situationen wie eine Ohrfeige durch ein Familienmitglied bei Spielern massive Emotionen auslösen können.

Ich selbst spreche mich strikt gegen Vergewaltigung und Missbrauch als Thema in einem Abenteuer aus. Das hat weniger damit zu tun, dass ich davor die Augen verschließe oder mir selbst eine heile Welt vorgaukeln will, sondern einfach: weil ich es nicht möchte. ich fühle mich dabei unwohl und ich finde, dass es absolut der falsche weg wäre das in irgendeiner Weise argumentieren zu müssen oder zu rechtfertigen. Zum Glück ist das kein Problem in meinen derzeitigen Runden, in denen ganz klar gesagt werden kann, was man nicht will und dass das dann ungefragt akzeptiert wird.

Ich gehe aber z.B. nicht so weit, es anderen vorzuschreiben. Solange mein Charakter und ich als Spieler von der Thematik nicht betroffen werde ist alles in Ordnung. ich weiß z.B. das Vergewaltigung ein Thema in der Hintergrundgeschichte von Mitspielercharakteren ist, aber statt das zu zensieren, nehme ich mir das Recht herraus diese eben nicht zu lesen und damit nicht konfrontiert zu werden solange ich dabei bin.

Fazit : Härte ist ein mächtiges Instrument, und kann mit Umsicht eingesetzt wirklich tolle Spielerlebnisse fördern und damit ein klares Ja zu der Frage "wer mag es auch mal härter?"
Verhindern kann man Fehltritte wohl nie, es sei denn, man spielt "Teletubbies das RPG". Wichtig scheint mir der Umgang damit, wenn ein problem auftritt. Ich kenne keine allgemeingültige Vorgehensweise, aber ich hoffe jeder Rollenspieler bringt genug soziale Kompetenz mit um damit umgehen zu können.
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: Shield Warden am 31.01.2013 | 10:54
[...] genug soziale Kompetenz [...]

Ich glaub darum gehts hier eigentlich.

Was hier schon mehrmals aufgegriffen wurde: die Meisten verstehen irgendwann im Leben, dass uneingebettete Härte um der Härte willen meistens eher albern wirkt. Mit der Brechstange an offensichtlichen Schrauben zu drehen und bewusste Reize auszulösen hat keinen Verstand dahinter und zeugt auch nicht von größerer Kompetenz auf dem Gebiet. Wenn es sich selbst in der Methode allzu offensichtlich darin enttarnt, schockieren zu wollen und irgendwie auch zu müssen (um zu unterhalten), schalten die Meisten ab. Das ist beim Film nicht unbedingt anders, als beim Rollenspiel.

Klar, die Gangstas da vorne im Kino schreien "boah ey alta hat der dem Kind den Darm rausgerissen und damit die Alte erwürgt! Geil, alta!" und finden das voll hart, aber damit lockst du wohl Niemandem der darüber hinaus ist mehr hinter dem Ofen hervor, wenn die ganze Sache nicht in irgendeiner Weise vernünftig kontextuell eingebunden ist. Es sei denn du hast Menschen vor dir, die ohnehin ein etwas.. anderes Verständnis von Härte, Reife und moralischer Akzeptanz haben. Einige finden es ja auch hart, fünf bis acht Liter Wodka zu trinken und sich danach vor allen Augen in Brechorgien und völligem Verlust der Selbstkontrolle zu erniedrigen. Bleibt zu entscheiden, ob man mit sowas spielen möchte.
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: Uebelator am 31.01.2013 | 11:46
Verhindern kann man Fehltritte wohl nie...

Das stimmt. Grundsätzlich find ich hier und da eine harte, brutale, aufwühlende Szene gut, um Akzente zu setzen und die Spieler ggf. auch emotional nochmal mehr zu packen, aber ich hab gelernt, dass beim Umgang damit durchaus Vorsicht geboten ist...

Ich hab mal bei einer Runde des "Leverage"-RPGs etwas unbedacht eine Frau als Auftraggeber gewählt, die sich bei ihrem Chef rächen wollte, weil dieser sie vergewaltigt und danach öffentlich denunziert hat.
Da hab ich noch gedacht, ich könnte die Spieler damit besonders packen und aufstacheln, damit sie besonders motiviert sind, dem Bösewicht das handwerk zu legen.

Besagte Vergewaltigung wurde von mir nichtmal näher beschrieben, geschweige denn ausgespielt, sondern nur beim "Briefing" erwähnt und einer der Spieler hatte damit schon Schwierigkeiten und konnte so ein Thema kaum mit dem eher locker-leichten Grundton von "Leverage" zusammenbringen...

Sowas ist zwar kaum vorherzusehen, aber mit heiklen Themen bin ich jetzt sehr vorsichtig.

Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: bibabutzelmann am 4.02.2013 | 18:20
Ist denn aber das Thema heikel oder der Spieler?
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: sir_paul am 4.02.2013 | 19:20
Für den Spieler ist das Thema heikel...
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: Shield Warden am 4.02.2013 | 21:22
Ist das Thema zu HART, ist der Spieler zu heikel ;)
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: Uebelator am 4.02.2013 | 21:46
Bist du zu hart, sind sie zu schwach. ;)
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: La Cipolla am 4.02.2013 | 21:55
Bist du zu hart, bist du zu schwach?
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: Taschenschieber am 4.02.2013 | 22:00
Sind deine Sprüche hart, ist deine Logik schwach.
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: Makaber am 6.02.2013 | 19:55
Das Thema ist für alle heikel, weil in jedem das Potenzial steckt, "zu" hart zu sein.  :ctlu:
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: SirLittleDragon am 17.11.2020 | 16:34
Erziehungsversuche sind immer ein "Spielleiter gegen Spieler" und das ist in den meisten Systemen wirklich der Untergang.
Dem widerspreche ich. Ich habe inzwischen alles erlebt: Spieler gegen Spielleiter, Spieler gegen Spieler, Spielleiter gegen Spieler.
Keine der Optionen endet gut.

Mag ich es härter...
Hängt davon ab. Bei mir wird klar im Vorneherein geklärt, was okay ist und was nicht. Wem das Vereinbarte nicht passt, spielt nicht mit. Wem während des Spieleabends auffällt, dass er sich nicht ausleben kann, wie er das braucht, der darf gerne gehen. Wenn mir auffällt, dass jmd die "Gangart" nicht gefällt unterbreche ich und spreche es direkt an. Wenn ich in eine Spielrunde gerate, die etwas ausspielt oder nicht ausspielt, was mir nicht gefällt oder nicht gefällt, dann gehe ich. Alle diese Fälle sind schon vorgekommen.

Problem: Nicht jeder kann das, einfach gehen. Manche durchleben diese Situationen und fühle sich von der Spielrunde darin gefangen. (Einer Mitspielerin von mir ist genau das passiert. Sie war nicht vorgewarnt und der Spielleiter ein rücksichtsloser Sadist.) Das kann übel enden und endete bereits schon übel. So wie andere sagen: Körpersprache beachten.

Die Atmosphäre ist bei mir stark rollenspielabhängig. Es gibt einige Szenen, die stattfinden, aber grundsätzlich kurz und ohne zu viele Details abgehandelt werden. (Massive Folter, Handlunge gegen die sexuelle Selbstbestimmung, etc...)
Erstens, weil ich mit Betroffenen spiele, die das nicht nochmal durchleben wollen.
Zweitens, weil ich beruflich damit zu tun habe. Also brauch ich es in meiner Freizeit weniger.
Drittens, weil es selten für mich einen Mehrwert der Story, des Plots darstellt, solange wir kein Horror spielen.

Wenn allerdings Horror oder Gore angesagt ist, dann ist es in Absprache mit den Beteiligten eine Abweichung von der Regel und dann werde ich sowohl als Spieler als auch als Spielleiter deutlich expliziter in den Rahmen des Spiels oder des Charakters. Auch gegen andere Charaktere.

Ich muss allerdings sagen, dass es meiner Erfahrung nach den meisten Spielern nicht gefällt, wenn plötzlich ihre Charaktere die Opfer und nicht die Täter sind. Insbesondere Opfer eines anderen Spielers. Das wird fast immer persönlich genommen.
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: Shin Chan am 24.11.2020 | 20:03
Als Spieler kann’s von mir aus so blutig zugehen wie in Braindead, rassistisch wie beim Witcher oder auch krank wie bei Clockwork Orange.
Gern auch moralische oder ethisch fragwürdige Entscheidungen, die bleiben sogar eher im Gedächtnis.

Nur sexuelle Gewalt, die will ich nicht am Spieltisch, man kann es von mir aus andeuten, aber das auszuspielen oder auszuschmücken finde ich ziemlich befremdlich.

Als Spielleiter bin ich da immer vorsichtig.
Alles kann, nichts muss, kommt immer drauf an, wer wo mit- oder eben nicht mitmachen will.

Gegen übertriebene Gewalt, ala Kopf ab und alle werden stossweise mit Blut der aus dem Stumpf sprudelt besudelt, haben die wenigsten etwas. Bei Folterszenen wird’s schon schwieriger.
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: klatschi am 24.11.2020 | 23:56
Zitat von: Shin Chan link=topic=79013.msg134936605#msg134936605  date=1606244626
Gegen übertriebene Gewalt, ala Kopf ab und alle werden stossweise mit Blut der aus dem Stumpf sprudelt besudelt, haben die wenigsten etwas. Bei Folterszenen wird’s schon schwieriger.

Deckt sich auch mit meiner Erfahrung.

Genau diese Darstellung von Folter, zu der es in einer Session gekonnen ist (Folter ist in der dargestellten Welt okay), hab ich gelernt, was ich als GM darstellen möchte und was nicht.

Ich klammere sexualisierte Gewalt, Gewalt an Kindern und eben Folter aus, wenn Spieler*innen etwas ergänzen, nehme ich das voll auf und halte alle an, einfach die stop Karte zu zücken wenn es nicht passt. Das das nicht immer leicht ist, ist klar. Ich hoffe nur, dass wir am Tisch  eine Atmosphäre schaffen können, in der sich  alle trauen, ihre Grenzen zu kommunizieren.
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: Kaskantor am 25.11.2020 | 07:14
Ich frage mich bei sowas ja immer, ob diejenigen dann bei allen Serien und Filmen die man so schaut und Bücher, die man so liest abschaltet/ aufhört zu lesen.

Gewalt, auch sexuelle Gewalt und Folter wird heute in so vielen Medien vertreten, dass ich mich frage warum dem so ist, wenn es keiner konsumiert.

Ich sage nur mal Game of Thrones, Pulp Fiction oder Supernatural. Bei dem kommenden CP2077 wird es vermutlich alle eure angesprochenen Themen geben und auch thematisieren.

Alles Dinge, die ich konsumiere, muss ich mir deswegen Gedanken machen?
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: Selis am 25.11.2020 | 09:10
Ich frage mich bei sowas ja immer, ob diejenigen dann bei allen Serien und Filmen die man so schaut und Bücher, die man so liest abschaltet/ aufhört zu lesen.

Es kommt immer auf das wie am aber ja ich schalte um oder gar nicht erst ein.
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: Shihan am 25.11.2020 | 09:41
Gewalt, auch sexuelle Gewalt und Folter wird heute in so vielen Medien vertreten, dass ich mich frage warum dem so ist, wenn es keiner konsumiert.
Naja, in einem Film sehen oder Buch lesen ist aber noch was anderes als selbst im RPG spielen.
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: Erbschwein am 25.11.2020 | 09:59
Bei mir ist bei Sexuellen Handlungen Vorbei. Ich wüsste Nicht was dieses Als Mehrwert Besteht.
Ich habe auch nicht Viel Erfahrungen mit Spielerinnen.

Was mir nur durch den Kopf geht sind eigentlich nur das, Besoffene Darsteller Pfeifen dumme Sprüche machen können. Ausprobiert habe Ich das Nicht.
Eine Nummer Härter ist das mit den Besoffenen Darsteller, eventuell auf den Hinter(n) Klopfen.  wtf?

Das wäre nur wegen der Umgebung Angepasst. Kein Muss und Keine Dauer Regel. Ausprobiert noch Nein.
Machen muss man es Nicht. Ich hoffe ich komme nicht in so einer Situation.

Das mit Gewalt:
Wäre nur der Umgebung Angepasst.

Bei Spieler die Gefoltert werden, habe ich noch nicht gehabt. Es ist schon hart.
Ich könnte mir das schon Vorstellen. Aber nur mit Leuten, die Ich besser kennen würde. Und wenn wäre...
Wenn sie Selbst Foltern anwenden, kann man diesen Leuten das auch zu Muten.

Man Sagt ja, was Ich mir zumuten kann. Können das andere Auch.

Gewalt mit Kindern:
Sollte auch nur zur Umgebung Passen. Aber auch mit Hintergrund, dieses zu Machen Erst zu können zur der Umgebung!!!!
Kein muss und keine Regel das dieses Dauerhaft zur Regel wird!!!!

Mir Fällt nur ein Beispiel erst ein was gehen würde. Kein muss, aber auch Mit Hintergrund.

Wenn Kinder Essen geklaut haben, könne man als Strafe dieses so darstellen.
Das der Ausrufer paar Texte Erzählt und, wenn es Soweit ist das Er mit einem Nagel und Hammer durch ein Ohrlappen Schlägt an den Pranger.

Das Kind Solle sich selbst dann Helfen.

Aber immer Zählt als Erstes: Ich muss Erst Überlegen, ob Ich dieses Darstellung spielen kann und dieses Nicht hart ist!!!!
Naja dann kommen noch paar Gedanken womit Ich drüber Nachdenken müsste,....

Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: SirLittleDragon am 25.11.2020 | 18:43
Naja, in einem Film sehen oder Buch lesen ist aber noch was anderes als selbst im RPG spielen.
+1

Es ist das eine, es in einem Film zu sehen, in einem Buch zu lesen oder es zu hören.

Etwas anderes, die Handlung auszuüben, zu beschreiben oder am eigenen Charakter in Aktion zu erleben. Dieses Erlebnis kann massiv demütigend sein.
Titel: Re: Wer mags auch mal härter?
Beitrag von: Shin Chan am 25.11.2020 | 19:25
Ich frage mich bei sowas ja immer, ob diejenigen dann bei allen Serien und Filmen die man so schaut und Bücher, die man so liest abschaltet/ aufhört zu lesen.

Ja, falls ich es vorher weiss, konsumiere ich es nicht, wenn ich es erst direkt erfahre, Spule ich vor, ob Film oder Buch ist egal. Allerdings ist da meine Schwelle relativ hoch, ausser eben bei bestimmten Themen.