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Pen & Paper - Spielsysteme => Splittermond => Thema gestartet von: am 8.03.2014 | 14:58

Titel: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: am 8.03.2014 | 14:58
So, das Buch ist da, sieht schick aus und liest sich nach erstem Eindruck so innovativ wie möglich und so bekannt wie nötig. Diesen Spagat müssen Fantasywelten mit dem Anspruch von Splittermond wohl bewältigen und das schafft das Ding auf den ersten Blick mühelos. Auch sonst gefällt mir vieles überraschend gut. Wohltuend. Man merkt dem Buch an, dass da Hirnschmalz von erfahrenen Leuten drinsteckt.

Werde mich im Laufe der kommenden zwei, drei Wochen noch komplett durchwühlen. Dennoch lässt sich schon mal ein ausgesprochen positiver Ersteindruck festhalten. Wenn der sich in dieser Form auf ganzer Linie bestätigen könnte, hätten wir einen echten Knallerkandidaten als Neuzugang auf dem deutschen Rollenspielmarkt. Yeah! Soweit erst einmal in Kürze.

Ich bin gespannt auf Eure Meinungen!
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: PurpleTentacle am 8.03.2014 | 19:24
Das die Mondpfade jetzt nur noch direkte Verbindungen sind, törnt mich ziemlich ab.
Ich dachte die Pfade sollten etablierte, semi-sichere kreuzende Wege durch die Anderswelt. Stattdessen gibt es jetzt Abkürzungsschläuche, die man nicht verlassen kann, oder versteh ich das falsch?
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: TeichDragon am 8.03.2014 | 19:40
Das die Mondpfade jetzt nur noch direkte Verbindungen sind, törnt mich ziemlich ab.
Ich dachte die Pfade sollten etablierte, semi-sichere kreuzende Wege durch die Anderswelt. Stattdessen gibt es jetzt Abkürzungsschläuche, die man nicht verlassen kann, oder versteh ich das falsch?

Das war aber von Anfang an so.
Ich hatte eigentlich auch eher auf "Ultima" gehofft, wo man je nach Monstand bei Ort xy heraus kommt, aber das wurde schon sehr, sehr früh verneint.
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: PurpleTentacle am 8.03.2014 | 19:43
Echt? Na gut, dann hab ich das verpasst. Trotzdem schade.
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: Xemides am 8.03.2014 | 19:48
Also ohne das Buch zu kennen:

Ich meine es war durchaus von Unwägbarkeiten und Gefahren die Rede. Zumindest auf einigen Pfaden. Die Routen stehen fest, aber gefahrlos sind die Pfade nicht, zumindest nicht alle.

Aber das können die Autoren sicher mehr zu sagen.

Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: Auribiel am 8.03.2014 | 20:32
Naja, ich weiß: Ich schon wieder!

Aber innovativ finde ich die Mondpfade absolut nicht - gab's bei (o)WoD auch schon. ;)
Da hießen sie ja sogar Mondpfade.
Oder bei Dresden Files... oder... bei DSA?

Kann mir jemand erklären, was das besondere der Mondpfade bei Splittermond ist, also welches Herausstellungsmerkmal sie haben? Ich fürchte, ich steh da auf dem Schlauch. :(
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: TeichDragon am 8.03.2014 | 20:55
Kann mir jemand erklären, was das besondere der Mondpfade bei Splittermond ist, also welches Herausstellungsmerkmal sie haben? Ich fürchte, ich steh da auf dem Schlauch. :(

Bei DSA gibt es de facto sowas auch.
Nur hat man die alle geschlossen, benutzt sie nicht oder denkt sich sonst was aus damit sie nicht in Abenteuern etc.. benützt werden.
Okay, der Kontinent ist auch viel kleiner, aber ich habe NIE verstanden, warum sich die Teile erst aus den Fingern gesaugt hat, und dann alles zu unternehmen sie NICHT benutzbar zu machen.

Als Alleinstellungsmerkmal finde ich so einen Weg durch die Feenwelt jetzt auch nicht unbedingt total rockend, aber in der Gesamtheit passt das schon ganz gut zusammen. Ich habe den Weltenband bisher nur überfliegen können, aber das spricht mich schon an.
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: Brandur am 8.03.2014 | 21:32
Gabs bei Wheel of Time nicht auch solche Abkürzungen, die von irgendwelchen Trollen oder so gewartet wurden? Ich glaube, die hießen da die Kurzen Wege. Deren Benutzung war aber gefährlich, weil in diesen Zwischenwelten Geister ihr Unwesen trieben.
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: Gunnar am 8.03.2014 | 21:48
Gute Sache, dass es jetzt einen eigenen Thread gibt.  :d

Ich kopiere der Vollständigkeit halber mein gesammeltes Gelaber aus dem Nachbarthread hier in diesen Spoiler.
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)


@Zwart:
Hundemenschen?  :o ... Möter ... Halb Mensch, halb Köter!  ~;D ...
Ne, ernsthaft: Schöne und informative Durchgeblättert-Folge.  :d :d :d
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: Xemides am 8.03.2014 | 22:12
Der örtliche Laden hats noch nicht, ich muss also noch ein paar Tage warten
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: Zwart am 8.03.2014 | 22:33
Also in Sachen Innovation findet sich auf Lorakis halt wirklich mal wenig. Ich finde das aber positiv. Es ist genauso wie Glglfz geschrieben hat. Es gibt wenige Experimente in Lorakis, aber dafür auch verdammt wenig Grütze. Das was da ist gut umgesetzt, die Mischung bekannter Elemente stimmt und ein paar neue EInfälle nuancieren das ganze angenehm.

Mehr kann man von "just another fantasysetting" nicht verlangen und mehr wird auch nicht geliefert. :)
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: Auribiel am 9.03.2014 | 00:31
Bei DSA gibt es de facto sowas auch.
Nur hat man die alle geschlossen, benutzt sie nicht oder denkt sich sonst was aus damit sie nicht in Abenteuern etc.. benützt werden.
Okay, der Kontinent ist auch viel kleiner, aber ich habe NIE verstanden, warum sich die Teile erst aus den Fingern gesaugt hat, und dann alles zu unternehmen sie NICHT benutzbar zu machen.

Als Alleinstellungsmerkmal finde ich so einen Weg durch die Feenwelt jetzt auch nicht unbedingt total rockend, aber in der Gesamtheit passt das schon ganz gut zusammen. Ich habe den Weltenband bisher nur überfliegen können, aber das spricht mich schon an.


Eben, das sie berücksichtigt werden bei SpliMo find ich gut. Dachte nur, damit hätte es ggf. noch etwas mehr auf sich, dass ich nur nicht geblickt habe?


@Zwart:

Klar, sie müssen ja nicht nicht das Rad neu erfinden. Wenn bekanntes ordentlich verpackt wurde und aus einem Guss wirkt, dazu noch ein bisschen Pimp, dann ist SpliMo sicher gut. :)
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: Just_Flo am 9.03.2014 | 08:09
Naja, vielleicht passiert ja relativ bald nach erscheinen was mit den Mondpfaden. Ich glaube ich habe da mal irgendwo was von einer mit ihnen zusammenhängenden Kampagne gehört/gelesen. Vielleicht ist das aber auch Wunschdenken meinerseits.
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: Zwart am 10.03.2014 | 09:36
Mit der Diskussion zu den Mondpfaden geht es hier (http://www.tanelorn.net/index.php?topic=88835.0) weiter.

Bei Fragen und Kritik PN an mich. :)
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: La Cipolla am 12.03.2014 | 07:22
Man muss ja auf dem Laufenden bleiben. :D

Erster Eindruck: Die Welt ist praktisch ein gelungenes Amalgam aus "pragmatischen" Theme-Park-Fantasy-Welten wie Golarion (Pathfinder) und organischen Welten wie den Forgotten Realms oder Aventurien. Es ist größer als Aventurien und (als organische Neuentwicklung naheliegenderweise) bei weitem kohärenter und konsistenter als alle drei. Es bietet definitiv und ganz bewusst keine große Revolution, sondern ist sozusagen "das nächste Standardsetting", inklusive EDO. Der Magielevel ist High Fantasy, aber wie der Rest des Spiels nicht einfach "draufgeklatscht", sondern wirklich durchdacht und tief mit dem Setting verankert. Das Buch an sich ist ziemlich hübsch und einigermaßen klug organisiert -- es wiederholt sich manchmal aber recht deutlich, gerade am Anfang, beschreibt ein paar selbstverständliche (und damit überflüssige) Sachen und lässt bei einigen Ländern nervige Freistellen (also, NICHT die weißen Flecken), teilweise zugunsten von fragwürdigen Prioritäten. Das ist etwas schade, aber bei der Konkurrenz nur selten anders (und immerhin ist es kein "Werbeprodukt" zu den Regionalbänden wie bei DSA). Sehr gut gefallen mir die teilweise nicht ganz konventionellen Einflüsse und Variationen außerhalb Dragoreas. Ein gewisses "deutsches" Feeling habe ich tatsächlich auch bekommen, aber natürlich nicht so heftig wie bei DSA, zum Guten wie zum Schlechten. Das Buch eignet sich vorbildlich, um Splittermond ohne Splittermond-Regeln zu spielen.

Fazit: Es lässt meine Welt nicht unbedingt explodieren, ist aber eine echt gute Alternative zu anderen Standard-Welten, gerade weil es an allen Ecken und Enden so schön durchdacht wirkt. Mehr vielleicht, wenn ich mit allem durch bin.
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: BobMorane am 12.03.2014 | 13:50
Das die Mondpfade jetzt nur noch direkte Verbindungen sind, törnt mich ziemlich ab.
Ich dachte die Pfade sollten etablierte, semi-sichere kreuzende Wege durch die Anderswelt. Stattdessen gibt es jetzt Abkürzungsschläuche, die man nicht verlassen kann, oder versteh ich das falsch?

Die Mondpfade sind halbwegs sichere Wege zwischen den Toren. Es ist auch möglich von diesen Wegen abzuweichen, oder an andere Stelle die Anderswelten zu betreten, aber da ist der wilde Feen Westen. :)
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: Wellentänzer am 12.03.2014 | 13:52
Die Mondpfade sind halbwegs sichere Wege zwischen den Toren. Es ist auch möglich von diesen Wegen abzuweichen, oder an andere Stelle die Anderswelten zu betreten, aber da ist der wilde Feen Westen. :)

Ah, okay, das hatte ich ebenfalls anders verstanden. Danke für die Richtigstellung. Ich hatte mich schon gewundert, weshalb Ihr Euch da einer solch unnötigen Einschränkung unterwerft.
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: sindar am 12.03.2014 | 14:43
Meine ersten Eindruecke (http://www.tanelorn.net/index.php?topic=67671.msg1821213#msg1821213)

Mehr, wenn ich durch bin.
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: La Cipolla am 13.03.2014 | 01:11
Ich muss mal eine negative Sache erwähnen, und das auch nur, weil SM gerade total überraschend auf einem sehr guten Weg ist, mein Lieblings-EDO-Setting zu werden. <3 Die Mischung aus "charakteristischen" Ländern à la Golarion und einer organisch wirkenden Welt funktioniert beinah verblüffend gut. Vor allem auch für D&D und nWoD-Regeln, übrigens. Die Bodenständigkeit macht es imho wirklich offen für "fremde" Systeme, das ist total klasse.

Man merkt dem Buch streckenweise deutlich an, dass viele verschiedene Menschen beteiligt waren, und dass die Konzeption (!) der Länderbeschreibungen entweder nicht ganz klar war oder aber bewusst offen gehalten wurde. Es handelt sich also nicht um eine inhaltliche Kritik, sondern um eine Kritik der Priorisierung. Der Wächterbund bspw. hat mich richtig umgehauen, und zwar obwohl mich die Gegend nicht sonderlich interessiert hat. Der Abschnitt kriegt auf wenigen Seiten eine absolut perfekte Balance zwischen a) genereller Stimmung, b) Zusammenfassung und knapper Beschreibung aller großen Landmarks und c) Abenteuerhooks und Spezifika gebacken. Selenia hat mir ähnlich gut gefallen. Da kann man direkt was mit anfangen, ohne sich groß was ausdenken zu müssen. Bei einigen anderen Gegenden dagegen beschränkt sich der Text auf ein eher generelles Bild mit starkem Fokus auf einige wenige Aspekte; den Rest muss man dann leider als SL auffüllen (gegen ein "KANN" habe ich übrigens nix). Besonders Tir Durghachan und Dakardsmyr tun mir in dieser Hinsicht etwas weh, weil die Texte wirklich gut sind. Nur leider fühlt sich beides so an, als würde es aus "Kultur + vage beschriebenes Umland" bestehen, und das ist einfach etwas schade. Aber wie gesagt, Meckern auf hohem Niveau, auch (bzw. gerade) die beiden genannten Länder sind gut beschrieben und hochspannend aufgebaut. Also weiter Daumen hoch.

Edit: Hui. Die Beschreibungen der fünf Mondphade ... heftig. Gefällt mir wirklich gut. :D

Pseudo-Live-Ticker-Blog Ende, für heute.
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: koschkosch am 13.03.2014 | 21:51
Leute, könntet ihr vielleicht mal etwas über einzelne Regionen schreiben, die euch besonders begeistern oder über besondere Orte die ihr extrem cool findet?

Ich plage mich derzeit sehr mit der Frage, ob ich das Buch haben will und mir sind die Illus jetzt nicht sooo wichtig. Jedenfalls nicht so sehr wie der Inhalt...
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: Text am 13.03.2014 | 22:49
Das Unreich finde ich zum Beispiel richtig cool: ein einsames Stück Wildnis, das das Reich von einem Drachen, einem wahnsinniges Einhorn(!) und einer von Rattlingen als Gottheit verehrten Riesenschlange beherbergt - die weder einander noch Menschen besonders mögen.

Bin noch nicht durch durch das Buch. Aber generell scheint es mehrere Orte zu geben, wo "Götter" unter ihren Anhängern wandeln und sich ein ganz nettes eigenes kleines Reich geschaffen haben (ein anderes Beispiel wäre zum Beispiel der Elfische Albische Immersommerwald). Und das harmoniert sogar überraschend plausibel mit den benachbarten eher "gewöhnlichen" Ländern.
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: Iona am 14.03.2014 | 12:13
Mein (limitiertes) Exemplar ist auch heute angekommen. Ich muss mich davon abhalten, heute noch mehr darin herumzublättern (meine Rollenspielrunde morgen muss noch vorbereitet werden  ;)).

Der erste Eindruck ist auf jeden Fall sehr gut! Übersichtlich, ich habe jetzt schon den Eindruck, wichtige Fakten schnell nachbblättern zu können und die Karten sind sehr ansehnlich.
Die Farbgebung (a.k.a. Blaustich) gefällt mir sehr gut. Aber ich mag blau-grün-Töne eh sehr gerne und über Geschmack lässt sich streiten :)

Fazit: Ersteindruck nach 1/2 Stunde blättern sehr gut, weiteres folgt später.
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: Weltengeist am 14.03.2014 | 12:42
Und meins ist zumindest jetzt bestellt... ;D
(Sorry, aber irgendwas muss ich ja schreiben, um den Thread zu abonnieren.)
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: sindar am 14.03.2014 | 13:13
Leute, könntet ihr vielleicht mal etwas über einzelne Regionen schreiben, die euch besonders begeistern oder über besondere Orte die ihr extrem cool findet?
Ich bin noch nicht ganz durch, es kann also noch mehr kommen. Aber zwei drei Dinge sind mir sehr im Gedaechtnis geblieben:

1. Tir Durghachan. OK, da habe ich schon ein Abenteuer geleitet, und ich wohne in Irland, bin da also vorbelastet. Stark keltisch angehauchtes Setting. Die Abgrenzung zu verschiedenen Feenwelten ist dort grundsaetzlich sehr schwach, Feen haben also deutlichen Einfluss. Im Ergebnis hat sich ein stark ritualisierter Alltag herausgebildet - nicht weil die Leute Fans davon sind, sondern um sich mit den diversen Feen zu arrangieren. Siehe auch hier. (http://splittermond.de/unter-der-lupe-tir-durghachan/)

2. Der Immersommerwald. Auf der Oberflaeche typische Lothlorien-Idylle, und die lokale Goettin latscht koerperlich darin herum, aber das Wesen des neuen Koenigs und ein staendig eisbedeckter See deuten an, dass auch hier nicht alles Gold ist, was glaenzt.

3. Das Verheerte Land / der Waechterbund. Bedingungsloser Kampf gegen "die Finsternis" - ohne dass so recht klar ist, was das eigentlich ist. Nur dass voellige Lebensverneinung dahintersteht und man sich dagegen mit allen Mitteln schuetzen muss. Die Art, wie die voellige Selbstaufgabe der Mitglieder fuer den Bund beschrieben wird, finde ich den absoluten Hammer! Insbesondere weil es da tatsaechlich Abstufungen gibt.
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: Quendan am 14.03.2014 | 13:32
Mit der Diskussion zum Layout geht es wie in der Diskussion gewünscht hier (http://www.tanelorn.net/index.php?topic=88905.0) weiter.

Bei Fragen und Kritik PN an mich. :)
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: Weltengeist am 15.03.2014 | 11:50
Ich hab mein Exemplar heute bekommen, und mein erstes Durchblättern sagt: Ja, ja, ja! Sowas wollte ich im deutschen Rollenspielmarkt schon immer mal haben - eine Welt, die endlich auch mal Mut zur Exotik zeigt! Natürlich habe ich bisher noch kaum was gelesen, aber allein die Bilder verschaffen mir ein "Das wollte ich immer schon mal spielen" nach dem anderen. Von mir also vorerst: Daumen hoch!
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: Quendan am 19.03.2014 | 13:27
Hier mal die Links zu den ersten beiden mir bekannten Rezensionen (eine von Boba himself):

Rezension bei Splitterträger.de (http://splittertraeger.de/?p=225)

Rezension von Boba auf Bobas :T: Time: (http://bobasteatime.wordpress.com/2014/03/19/splittermond-die-welt/)

Wenn noch jemandem weitere Rezis auffallen, würde ich mich über Links freuen. :)
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: JS am 19.03.2014 | 13:47
"Splitterperser" kam auch mir sofort in den Sinn; kein weiterer Kommentar dazu.
Bobas Rezi ist schon angenehmer, auch wenn ich irgendwelche Viechermenschen (hier: Coyotenwölfe) im Fantasybereich nun nicht als Novum erachten kann.
:)
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: Boba Fett am 19.03.2014 | 16:28
Meine Rezi in Bobas :t: Time (http://bobasteatime.wordpress.com/2014/03/19/splittermond-die-welt/).
Der Begriff Novum ist vielleicht etwas stark, aber die Masse spielt DSA und damit eher EDO Fantasy und auch bei D&D ist da in den misten Settings nicht zu holen. "Angenehme Alternative" wäre vielleicht passender gewesen, aber auf AA haben schon andere ihr Copyright... ;D
Ich hab es mal korrigiert, da mir ohnehin noch ein Schreibfehler (von wahrscheinlich noch zu vielen) aufgefallen war.
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: Waldviech am 19.03.2014 | 16:44
"Novum" dürfte wirklich etwas übertrieben sein. In letzter Konsequenz ist Lorakis ja doch "nur" eine typische EDO-Fantasywelt. Allerdings, und das macht die Sache IMHO attraktiv, eine so weit ich das bis jetzt ersehen kann, eine angenehm durchdachte mit ein paar erfrischenden Eigenheiten. Durchdacht deswegen, weil sie trotz einer ziemlichen Vielfalt ziemlich organisch wirkt. Man kann sich durchaus vorstellen, dass die geschilderten Kulturen tatsächlich so wie präsentiert nebeneinander existieren. Dümmere Designentscheidungen wie man sie aus Arcane Codex oder Golarion kennt (wie das berüchtigte Römer-Musketiere-Nebeneinander oder das golarische Transilvanien, dass direkt neben der Wüste der Technobarbaren liegt), fehlen soweit ich das bis jetzt sagen kann. Hinzu kommen ein paar erfrischende Eigenheiten wie Inselzwerge, fernöstliche Handelsrepubliken oder eine Fantasyversion der Philipinen (so würde ich zumindest die Stromlandinseln einordnen).
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: rillenmanni am 19.03.2014 | 17:12
Der Weltband hat mich im Grundsatz nun auch von der Welt überzeugt, und das obwohl:


Ich sehe der aufziehenden Splittermond-Ära mit großem Optimismus entgegen.
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 19.03.2014 | 21:57
Meine Rezi in Bobas :t: Time (http://bobasteatime.wordpress.com/2014/03/19/splittermond-die-welt/).
Der Begriff Novum ist vielleicht etwas stark,
Palladium, Wolfen

China - Japan Setting, Unter dem Schirm des Jadekaisers, Rokugan, Kara Tur,

Also neu ist das alles nicht, nicht mal das indische(wie indisch ist das eigentlich?) Setting(siehe Rawindra)

@rillenmanni

Weil zum in die Luft sprengen mit Schwarzpulver ein erheblicher Aufwand gehört
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: La Cipolla am 19.03.2014 | 22:37
Neu ist nicht gleich neu. Und vor allem sollte man "neu" niemals wörtlich nehmen, wenn es um Kunstkram geht.

Ich werd btw. auch was längeres drüber schreiben, wenn ich durch bin (habe gerade Farukan verlassen :D), aber nicht unbedingt ein "klassisches" Review. Die sind sich ja meistens relativ einig, und das wird hier auch so werden. Also lieber was offen Subjektives, das ist eh sinnvoller, um sich eine Meinung zu machen. Ich freu mich drauf. :3 Nicht zuletzt, weil es mich doch irgendwo erwischt hat.
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 19.03.2014 | 22:48
Ich bezieh mich da auf Klassiker bzw ziemlich bekannte Spiele, ich wollte die Rezi nicht bashen, aber darauf hinweisen was daran nicht neu ist.
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: Alagos am 19.03.2014 | 23:02
"Splitterperser" kam auch mir sofort in den Sinn; kein weiterer Kommentar dazu.
Ich kann gut damit leben ;-).
Aber ernsthaft: Mir das der Weltenband wirklich gut gefallen und auch im Splittermond-Forum hat der Weltenband bei 48% der Abstimmenden eine 1 bekommen. Sind da 10 von 10 Punkten wirklich so aus der Reihe gefallen?

Abgesehen davon: Ich schreibe nicht oft Rezis. Wir sicher mit der Zeit noch besser.5
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: La Cipolla am 19.03.2014 | 23:05
Kommt auch echt drauf an, was man erwartet und mit welchen Maßstäben man rangeht. Ich finde es total okay, ein Buch total um zu hypen, wenn man es nun mal so cool findet. Wenn es trotzdem etwas objektiver machen willst (und damit besser Leute ansprechen willst, die noch nicht überzeugt sind), achtest du beim Lesen einfach auf jeden kleine Detail, was dich irgendwie stört oder stutzen lässt. Am Ende kommen eigentlich immer ein paar Kleinigkeiten zusammen, die mehrfach aufgetreten sind. Wenn man sich dann noch verkneift, die allzu sehr zu relativieren, ist man schon auf einem guten Weg. Aber wie gesagt, ist eine Frage der Herangehensweise.

Wobei das Splittermond-Forum nicht die beste Anlaufstelle für objektive Bewertungen zum Thema Splittermond sein sollte. ;)
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: Alagos am 19.03.2014 | 23:07
Wobei das Splittermond-Forum nicht die beste Anlaufstelle für objektive Bewertungen zum Thema Splittermond sein sollte. ;)
Nö natürlich nicht ;). Aber gerade im DSA4.de Forum werden einige Abenteuer auch sehr massiv runtergewertet :). Vielleicht gibt sich das erst nach einigen Jahren, aber ich denke, dass solche Foren tortzdem kein extremst unrealistisches Bild abgeben. Vor allem weil erfahrungsgemäß die Leute, denen etwas nicht gefällt mehr schreiben als die, die etwas gut finden :).

Ich finde es ja auch nicht dramatisch. Aber differenzierte Kritik an meiner Rezi fänd ich halt schon irgendwie... schöner.
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: Xemides am 19.03.2014 | 23:10
Der Seuchentänzer wieder in seinem Element, alles mies zu machen was es gibt.

Manchmal kommt es nicht drauf an, ob etwas total neu ist, sondern wie es umgesetzt ist.

Und letztendlich sind alles nur Koopien der Realität.

Wohin zu viele neue Ideen führen können sieht man bei Synnibar und Talislanta.
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: rillenmanni am 20.03.2014 | 00:01
@rillenmanni

Weil zum in die Luft sprengen mit Schwarzpulver ein erheblicher Aufwand gehört

Huch, ist das mehr als: Pulver rein ins Fass, Deckel drauf, Lunte dran, Lunte angezündet?
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: Boba Fett am 20.03.2014 | 00:26
@Seuchentänzer:
Lies meine Beiträge einfach mal komplett und den Blogbeitrag am Besten auch, dann wirst Du feststellen,
dass mit "neu" wie novum nur die Varge betitelt waren, und
dass die Aussage:
Ich hab es mal korrigiert...
Deine Einmischung längst hat überflüssig werden lassen.
Wir sind hier schliesslich nicht auf Bildzeitungsniveau, wo nur das Statement der Titelzeile zählt.
Danke!

:btt:
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: YY am 20.03.2014 | 00:30
Huch, ist das mehr als: Pulver rein ins Fass, Deckel drauf, Lunte dran, Lunte angezündet?

Je nachdem, was man damit sprengen will, passiert dabei halt nicht sonderlich viel.
Insbesondere schlecht verdämmt oder ganz unverdämmt ist Schwarzpulver relativ harmlos (guckschdu (http://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&v=01pjt_K-94M#t=1226)).


Zurück zum regulären Programm :)
(dennoch: yay for gunpowder  ;D)
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: Waldviech am 20.03.2014 | 00:43
Zitat
Je nachdem, was man damit sprengen will, passiert dabei halt nicht sonderlich viel.
Insbesondere schlecht verdämmt oder ganz unverdämmt ist Schwarzpulver relativ harmlos (guckschdu).
Kewl, danke für den Link! Den Kniff mit den schießpulvergefüllten Gänsekielen kannte ich noch nicht. Könnte ich mir auch in Lorakis gut vorstellen!  :)
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: Hróđvitnir (Carcharoths Ausbilder) am 20.03.2014 | 00:50
Ich versteh die Begeisterung durchaus  - es bemüht sich um Straffheit und konzise Sprache (wobei die angedrohten Regionalbände schon wieder so eine WMD sind), es ist gut durchdacht, umfassend verknüpft, es baut auf vertrauten Topoi auf und würzt diese mit etwas Exotik und einigen hübschen Ideen. Das ist das solideste deutsche Setting, das ich kenne, zumindest nach meinen ersten Eindrücken durch Querlesen.

Es läßt mich allerdings vollkommen kalt, und ich weiß nicht warum. Vielleicht ist es mir zuuuu solide? Keine Ahnung. Wenn meine eigene Ausgabe ankommt und ich es intensiv lesen kann, vermag ich vielleicht den Finger draufzulegen.
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: mondy am 20.03.2014 | 01:10
Als ich so drüber gelesen habe, hat mir persönlich noch Abenteuervorschläge gefehlt. Oft reicht ein Satz um ein passendes Abenteuer für die Region kreieren zu können.
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 20.03.2014 | 05:41
Ich kann gut damit leben ;-).
Aber ernsthaft: Mir das der Weltenband wirklich gut gefallen und auch im Splittermond-Forum hat der Weltenband bei 48% der Abstimmenden eine 1 bekommen. Sind da 10 von 10 Punkten wirklich so aus der Reihe gefallen?

Ja >;D

Meine "Kritik" an der Rezi

Es ist keine Leistung, die Fehler von DSA NICHT wiederholt zu haben!
Der Westentaschen Abenteuerspielplatz Aventurien ist keine gute Referenz zur üblichen Grösse von Fantasy RPG Settings wie z.b. den Realms, Shadowworld/Kulthea,

Das es DSA ähnelt, das Buch ist ziemlich  Non Deskriptiv und das ist mein "Problem" mit der Rezi Hype, was SpliMo, es ist besser als DSA(Was nicht?) und besser als Midgard(Inwiefern?) nicht ist aber was ist SpliMo?

Zitat
Zwar gibt es im Band einige Fehler, das habe ich aber in anderen Rollenspielen schon bedeutend schlimmer gesehen
Welche? Die Thomas Römer Ausrede und Das
Zitat
Buch ist komplett in Farbe gedruckt 
was seit DnD 3 üblich ist, liest sich wirklich splitterperserlich.

120 Götter sind für verschiedene polytheitstische Kulturen echt nicht viel(für die indische und japanische sind es sogar  wenig)
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 20.03.2014 | 06:17
Huch, ist das mehr als: Pulver rein ins Fass, Deckel drauf, Lunte dran, Lunte angezündet?
Wenn du beim Verbrennen von dem Zeugens mehr erreichen wolltest als den Turm schwarz zu verfärben....
den Blogbeitrag am Besten auch,
habe ich vor dem Hinweis auf die Várge nichts neues sind(sondern was klassisches ) und ich btw das klassische europäisches Mittelalter, Orient und ein sino-japanisches Asien nichts besonderes ist.
Der indische Teil ist es.

Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: Weltengeist am 20.03.2014 | 06:41
Ich finde es ja auch nicht dramatisch. Aber differenzierte Kritik an meiner Rezi fänd ich halt schon irgendwie... schöner.

Nimm's locker. Hier gibt's jede Menge Leute, die alles, wirklich alles besser wissen und können. Aber natürlich nicht machen.

Ich find deine Seite und dein Engagement toll. So. :d
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: Boba Fett am 20.03.2014 | 08:35
Der indische Teil ist es.
Earthdawn, theran Sourcebook - Province Indrisia -> nichts neues...
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: JS am 20.03.2014 | 08:58
Hier gibt's jede Menge Leute, die alles, wirklich alles besser wissen und können. Aber natürlich nicht machen.

Um mal ähnlich spitz uu antworten: Im Rezibereich auch.
;)

Das es DSA ähnelt, das Buch ist ziemlich  Non Deskriptiv und das ist mein "Problem" mit der Rezi Hype, was SpliMo, es ist besser als DSA(Was nicht?) und besser als Midgard(Inwiefern?) nicht ist aber was ist SpliMo?
Welche? Die Thomas Römer Ausrede und Das was seit DnD 3 üblich ist, liest sich wirklich splitterperserlich.

Uff... gibt es diese Aussage auch in verständlich?
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: Neuromancer am 20.03.2014 | 09:02
Ich habe zuletzt Splittermond auf dem GRT geleitet. Und ja es hat "a gschmäckle" von DSA und Midgard,ist aber sehr angenehm. Das einzige Haar in der Suppe ist für mich das quasi Gezwungensein eine Battlemap zu nutzen,der Klicks wegen.

Ansonsten hat mir die begeisterte Reaktion meiner sehr gemischten Mitspieler (von DSA-Veteran mit dem Phileasson-Starren ;-) bis hin zum totalen Rollenspielneuling) Mitspieler gezeigt,dass das Setting zu begeistern vermag.

@Boba Fett: Warum selber Pizza backen wenn es das Produkt Pizza schon gibt? Warum neue Eissorten erfinden wenn es schon welche gibt??

und jeder der eine Rezi schreibt lässt seine eigene Meinung einfliessen..auch wenn das eigentlich nicht sein sollte.

my two Lunars
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: La Cipolla am 20.03.2014 | 09:05
Zitat
und jeder der eine Rezi schreibt lässt seine eigene Meinung einfliessen..auch wenn das eigentlich nicht sein sollte.

Dann bräuchten wir aber nur genau eine Rezi zu jedem Produkt. *kratzt sich am Kopf*
Also lieber klar gekennzeichnete eigene Meinung, damit man schlussfolgern kann, ob man dieselbe vertritt. ^^
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: Neuromancer am 20.03.2014 | 09:16
Deshalb schreibe ich zu fast jeder Rezension die ich mache dazu dass das nachfolgende Fazit die alleinige Meinung des Autors (also meine) wiederspiegelt.

eine andere frage:wie kann man das System mit den Klicks verbessern??
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: Boba Fett am 20.03.2014 | 09:28
Jede Rezi hat eine Wertung und eine Wertung entspricht immer der eigenen Meinung, da viele Aspekte sich über wirklich objektive Kriterien gar nicht bewerten lassen.
Mir stellt sich da immer die Frage, inwiefern man überhaupt auf solche Offensichtlichkeiten eingehen muss.
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)


Die Frage zu den Klicks bitte in einem anderen Thema diskutieren, das ist hier OT.
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: BobMorane am 20.03.2014 | 09:33
@Neuromancer
Ich bin ja ein gr0eßer Fan von Battlemaps, weil ich einfach Visualisierung im Kampf mag und die "Ich war doch hier. Nein Du warst bei dem" Diskussionen mich zu sehr aus dem Spielfluss reißen. Von einer kleine Skizze zur Battlemap ist es dann auch nicht mehr weit.

ich habe mich bei Testspielen trotzdem dazu gezwungen ohne Battlemap, bestenfalls wo nötig mit einer Skizze zu spielen. Es sollte Ziel des Kampfsystems sein ohne Map zu fluppen und das geht gut. Das mir die map als Ergänzung lieber ist. :) Was Du brauchst ist den Zeitstrahl, aber eine Map brauchst Du nicht.
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 20.03.2014 | 09:54
Earthdawn, theran Sourcebook - Province Indrisia -> nichts neues...
oder Rawindra

SinoNippon Asien ist Standard für Asia, was mich mal interessueren würde wäre Korea, Khmer, Thailand, Nepal

@JS

könntest du das genauer ausführen?
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: BobMorane am 20.03.2014 | 10:36
Sind zum Teil auch drin, wenn ich das noch richtig im Kopf habe. Müsste ich aber noch mal nach lesen.
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: Waldviech am 20.03.2014 | 10:58
Zitat
Sind zum Teil auch drin, wenn ich das noch richtig im Kopf habe. Müsste ich aber noch mal nach lesen.
Das meiste müsste IMHO tatsächlich drin sein. So richtig eindeutige Länderzuordnungen sind nicht immer möglich, aber IMHO wäre Kungaitan schon streckenweise "koreanisch" einzuordnen (wenn man mal davon absieht, dass es eine Republik ist). Die Khmer dürften sich im untergegangenen Kutakina finden (wobei fraglich ist, die vollständig untergegangen Kutakina tatsächlich ist). Die Stromlandinsel haben neben philipinischen auch thailändische und indonesische Züge, in Marakatam und Guadapur schimmern Borneo und Malaysia durch...
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: BobMorane am 20.03.2014 | 11:05
Danke Du warst schneller als ich.
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: Alagos am 20.03.2014 | 11:07
100% objektive Rezis gibt es einfach nicht. Nirgendwo. Das liegt daran, dass es einfach keine 100% objektiven Menschen gibt.
Mir ist auch klar, dass meine Rezi hochgradig subjektiv ist, aber ich orientiere mich da ein bisschen an Nandurion. Und man kann nun wirklich nicht behaupten, dass die Rezis da nicht subjektiv wären ;).

Dass ich SpliMo am meisten mit DSA vergleiche ist doch irgendwie logisch. Es gibt nun mal kein anderes großes Spielsystem in Deutschland. Zumindest keines, das originär aus Deutschland kommt. Midgard ist da doch bedeutend kleiner.
Zu DnD kann ich leider gar nichts sagen. Da hatte ich einfach noch nie ein Regelbuch in der Hand.

Zu Battlemaps: Ich spiele SpliMo auch nur mit Battlemaps. Einfach weil es bequemer ist und weil meiner Gruppe das lieber war. Klar ist... das System passt sehr gut dazu. Es geht auch anders, aber dann braucht man eine Gruppe, deren Spielleiter wirklich einen guten Überblick hat. Das ist aber eigentlich eine Diskussion für das GRW und nicht für den Weltenband.
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 20.03.2014 | 11:07
Das meiste müsste IMHO tatsächlich drin sein. So richtig eindeutige Länderzuordnungen sind nicht immer möglich, aber IMHO wäre Kungaitan schon streckenweise "koreanisch" einzuordnen (wenn man mal davon absieht, dass es eine Republik ist). Die Khmer dürften sich im untergegangenen Kutakina finden (wobei fraglich ist, die vollständig untergegangen Kutakina tatsächlich ist). Die Stromlandinsel haben neben philipinischen auch thailändische und indonesische Züge, in Marakatam und Guadapur schimmern Borneo und Malaysia durch...
Danke, wenn das e-file rauskommt denke ich mal darüber nach.
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 20.03.2014 | 11:16

Dass ich SpliMo am meisten mit DSA vergleiche ist doch irgendwie logisch.
Für mich ist das verdammen durch schlechtes "Lob" und ich will auch nicht wissen was SpliMo im Vergleich zu DSA besser/nicht schlecht/nicht ganz so schlecht macht, bzw im Vergleich zu anderen Settings  sondern was es in sich selbst ist.

btw Was DSA Spieler oft als toll, doppelplusgut etc aufführen ist anderswo Standard of the Industry(oder schon wieder ausrangiert worden) bevor es bei DSA zu kopieren versucht wurde.
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: Alagos am 20.03.2014 | 11:40
Ich glaube in dem Fall ist mein Problem, dass ich mich im amerikanischen Markt(mit Ausnahme der WoD und Exalted) nicht so gut auskenne ;). Ich bin halt mit DSA groß geworden ^^.
Aber ja ich versuche das mit den Vergleichen bei der nächsten Rezi mal sein zu lassen.
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: La Cipolla am 20.03.2014 | 12:00
Nee, lass mal. Splittermond soll ja nicht zuletzt gerade AUCH die Leute ansprechen, die (nur) (oder vorrangig) DSA kennen, das ist ein Vergleich schon sinnvoll.
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: Alagos am 20.03.2014 | 12:25
MMh ja aber evtl. mache ich das einfach in einer Sektion "Vergleich mit anderen Rollenspielen" oder so ;). Ich lasse mir da mal was einfallen. Und bis zum Erscheinen des GRWs ist es ja eh noch 1-2 Monate hin.
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: angband am 20.03.2014 | 13:20
Ich würde mich durch Seuchentänzers Ansichten nicht verunsichern lassen. Das ist nur seine Meinung und sicherlich nicht die der Mehrheit. Deine Rezi ist für viele Leute interessant.
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: mondy am 20.03.2014 | 13:26
Ich habe beide Rezis gelesen und fand sie beide gut. Beide haben interessante Aspekte des Buches angesprochen und beide hatten verschiedene Ansichten was man noch hätte anders machen können :)
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: Feyamius am 20.03.2014 | 14:19
100% objektive Rezis gibt es einfach nicht. Nirgendwo. Das liegt daran, dass es einfach keine 100% objektiven Menschen gibt.
Mir ist auch klar, dass meine Rezi hochgradig subjektiv ist, aber ich orientiere mich da ein bisschen an Nandurion. Und man kann nun wirklich nicht behaupten, dass die Rezis da nicht subjektiv wären ;).
100% objektive Rezensionen soll es auch nicht geben, denn dann ist es keine Rezension. Subjektivität, das Einfließenlassen der eigenen Meinung, das Bilden eines Urteils ist fester Bestandteil einer Rezi.

Darum ist es auch gut, wenn es mehrere Rezensionen zu einem Produkt gibt. Wer sich umfassend informieren will, kann so mehrere Rezis miteinander vergleichen und schauen, welchem Rezensenten er sich näher fühlt und dann auf dessen Urteil vertrauen. Und weil daher jede zusätzliche Rezi nur gut sein kann, solltest du dich keinesfalls davon abhalten lassen, weiterhin welche zu verfassen. ;)
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: Alagos am 20.03.2014 | 14:44
Und weil daher jede zusätzliche Rezi nur gut sein kann, solltest du dich keinesfalls davon abhalten lassen, weiterhin welche zu verfassen. ;)
Keine Sorge, das tu ich auf keinen Fall :).
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: JS am 20.03.2014 | 17:09
@JS
könntest du das genauer ausführen?

Gern: Ich konnte den Inhalt deiner Aussage aufgrund einer in diesem Falle unverständlichen und wirren (Recht-)schreibung leider nicht erschließen.
:)


Keine Sorge, das tu ich auf keinen Fall :).

Weitere Rezis verfassen oder davon abhalten lassen?
:D
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: Boba Fett am 21.03.2014 | 12:10
Ich bin halt mit DSA groß geworden ^^.
Aber ja ich versuche das mit den Vergleichen bei der nächsten Rezi mal sein zu lassen.
Nee, lass mal.

Dem stimme ich zu.
Vor allem ist DSA nun mal in Deutschland ein Maßstab, denn ein Großteil der Rollenspieler kennt und bei dem dieser Großteil dann auch Vergleiche und Bezüge einschätzen können wird.
Also erreichst Du damit die größere Schnittmenge.
Ich kann den Vergleich nicht bringen, da ich bei DSA in der 3er ausgestiegen bin, deswegen werden meine Rezis immer allgemeiner ausfallen und auch aus einer anderen Perspektive stammen.
Und insofern wird dann jeder entsprechend bedient und einigen wird man es sowieso nie recht machen können...!

Ich würde mich durch Seuchentänzers Ansichten nicht verunsichern lassen. Das ist nur seine Meinung und sicherlich nicht die der Mehrheit.

Auch dem stimme ich zu!
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: am 21.03.2014 | 12:50
Mit dem Weltenband bin ich nun auch weitgehend durch. Mein Fazit ist quasi identisch mit dem von Boba (http://bobasteatime.wordpress.com/2014/03/19/splittermond-die-welt/). Was hat mir besonders gut gefallen:

- Die hervorragend gelungene Mischung aus Altbewährtem und neuen Ideen
- Die Übersichtlichkeit und Aufbereitung des Bandes
- Viele Kulturen treffen genau meinen Geschmack in ihrer Mischung aus Fantasytradition und Exotik
- Außerdem laden mich viele Details direkt auf Abenteuer ein: diese Seenomaden, Farukan, der Wächterbund, die Mondpfade/das Feenreich, die herrschende Göttin etc. Cool!
- Klassische Topoi der Fantasy werden im Setting in der gebotenen Behutsamkeit gebrochen, gerade Alben und Zwerge haben schöne neue Facetten.
- Es bieten sich enorm viele Anknüpfungspunkte für einen Metaplot, der für die Interessierten läuft, den Rest aber auch nicht fundamental stört
- Grobe Schnitzer im Weltendesign, wie sie eigentlich den meisten mir bekannten Systemen innewohnen, wurden vermieden. Das ist weder leicht noch selbstverständlich!

Ein paar Details lassen parallel noch Luft nach oben:

- Die Mondpfade finde ich aus diversen Gründen noch etwas mau, aber das Setting lässt sich da praktischer Weise diverse Hintertürchen offen.
- Die weißen Flecken sind mir viel zu mickrig. Wenn man so etwas einführt, wäre ich punktueller und dann aber großzügiger vorgegangen
- Mir sind zu viele Asiaten vertreten. Noch erscheint mir das zu wimmelig. Aber vielleicht gibt sich das mit der Zeit auch.
- Das Kapitel zur Geschichte ist mir zu wenig mit Abenteuerideen verknüpft. Da hat es bei mir so gar nicht gefunkt und ich fand das schlicht langweilig.

Das sind im Vergleich zu den großen Pluspunkten aber letztendlich Kleinigkeiten, die zudem in Zukunft noch elegant ausgebügelt werden können. In Summe finde ich den Settingband wirklich toll und bin sehr gespannt, wie es weitergeht. Eventuell war es ansonsten für das Online-Echo auch gar nicht so schlecht, dass zunächst der Settingband erscheint. Bei Regeln scheiden sich nämlich traditionell stärker die Geister und durch das Setting hat Splittermond nun schon so stark vorgelegt, dass die Toleranz der Leute bei kleineren Regelproblemchen sicherlich ausgeprägter ausfällt als bei einer umgekehrten Publikationsreihenfolge.

Ich wünsche Splittermond viele Käufer und hoffe inständig darauf, dass das Spiel sich in der Breite durchsetzt. Ein paar leise Zweifel daran flüstert mir mein inneres Teufelchen diesbezüglich ja ins Ohr, aber das muss nichts heißen. Nach dem starken Aufschlag des Settings bin ich wirklich gespannt auf die weitere Entwicklung.

Daumen hoch!
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: Alagos am 21.03.2014 | 13:21
- Mir sind zu viele Asiaten vertreten. Noch erscheint mir das zu wimmelig. Aber vielleicht gibt sich das mit der Zeit auch.
Das dachte ich mir am Anfang auch. Aber dann habe ich die Anzahl der Kulturen ins Verhältnis zur Größe der Welt gesetzt. Da passte das dann doch ziemlich schnell wieder ;).

Zitat
Weitere Rezis verfassen oder davon abhalten lassen?
Natürlich werde ich nicht aufhören weiter Rezis zu verfassen ;).
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: mondy am 21.03.2014 | 18:05
Zitat
- Mir sind zu viele Asiaten vertreten. Noch erscheint mir das zu wimmelig. Aber vielleicht gibt sich das mit der Zeit auch.
Und als Spielleiter kann man gott sei dank ein klein wenig lenken wohin die Gruppe gehen wird :)
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: JS am 21.03.2014 | 18:50
Soderle, mit ihrem System konnten mich die Autoren ja nicht einfangen, aber die Welt gefällt mir im Rahmen dessen, was sie darstellen soll, sehr gut. Zum Glück gibt es auf Youtube neben der etwas schnarchigen Podiumsdarstellung durch einige Autoren (was übrigens nichts mit der Güte ihrer Ideen und Texte zu tun hat) auch ein paar längere Videos, die den Weltenband umfangreicher präsentieren.

Geographisch schön, inhaltlich vielseitig, optisch ansprechend und mit einer gelungenen Namensgebung "gesegnet" (das ist für mich in Zeiten der Übersetzungsblöker und Denglischdoofessoren extrem wichtig geworden!). Wenn jetzt noch die Texte lesbar sind, dann werde ich mich über diese jüngste Rollenspielschöpfung aus deutschen Landen freuen.
:)

Übrigens werden an einigen Stellen im Netz bestimmte Weltenelemente als originell oder spannend bezeichnet, die für jeden langjährigeren Rollenspieler alles andere als neu sind. Dennoch mindert das nicht die Qualität des Produktes, denn Bekanntes oder Beliebtes, das gut geformt und eingearbeitet wurde, ist zumindest mir sehr viel lieber als Neues, das langweilig oder halbgar ist.
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: JS am 22.03.2014 | 10:39
Uff. Ein erstes Querlesen offenbarte mir bisher Erstaunliches: Dieses Rollenspielbuch ist NICHT von Möchtegerns und Legasthenikern geschrieben und danach vergleichbar kenntnisarm von solchen korrigiert worden! Nein, vielmehr muß ich die Autoren über das Handwerkliche hinaus für ihren angenehmen Stil und ihren Vokabelreichtum rühmen. Es reifte in mir bisher das Gefühl heran, daß diese Weltbeschreibung von Personen verfaßt und veröffentlicht wurde, die über reichlich Phantasie, Können und Erfahrung verfügen.

Ich hätte nicht gedacht, daß ich sowas über ein deutsches und/oder eingedeutschtes Rollenspielprodukt noch einmal schreiben könnte. (Allerdings sollte ich erwähnen, daß mir derzeit ein umfassender Blick auf alle Veröffentlichungen der deutschen RSP-Verlagslandschaft fehlt. Der Mantikore-Verlag z.B. leistet mit dem Einsamen Wolf auch gute Arbeit.)

Anfangs stutzte ich, denn ich hegte den Verdacht, es könnte sich nur um wenige Seiten handeln, doch ein Blättern wie von Tom, als er sich durch Jerrys Tagebuch arbeitete, zeigte ein konsequent gutes Sprachniveau. Und darauf reimt sich: Chapeau!
Allein dieser Umstand ist mir die 40,- EUR schon wert.

Zum Inhalt möchte ich anmerken, daß mir die deutliche Nähe einiger Autoren zu DSA & Co aufgefallen ist, aber das ist für mich in diesem Falle weder Kritik noch Lob; eine umfangreichere Lektüre ist nötig, um (für mich) beurteilen zu können, ob diese Nähe Splittermond/Lorakis zu- oder abträglich ist. Hier und dort kreuzte schon wieder Rollenspiellatein meinen Lektüreweg, doch sofern es korrekt geformt und sparsam verwendet wird, trägt das zum Niveau bei.

PS: Die Karte ist nicht nur optisch, sondern auch haptisch ein Leckerlie. Vor allem gefällt mir, daß SpliMo zur Größe neigt, ohne dabei zuviel Leere aufzuweisen: großer Kontinent, große Städte, große Länder - fein, fein.
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 23.03.2014 | 18:35
Gern: Ich konnte den Inhalt deiner Aussage.
A Was Splittermond aus macht, was seine Stärken/Schwächen für welchen Spielstil etc etc kann ich aus der Rezi nicht entnehmen.

B Thomas Römer hat mal die bei Das Braucht Errata mit den Fehlern anderer RPGs schöngeredet.
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: Xemides am 23.03.2014 | 18:46
Mach doch ne eigene Rezi  >;D
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: Luxferre am 23.03.2014 | 18:50
Nee, er wird sich auch nichts davon kaufen. Dann wäre das ewige Genörgel doch irgendwie langweilig  >;D

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Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: Boba Fett am 23.03.2014 | 19:01
A Was Splittermond aus macht, was seine Stärken/Schwächen für welchen Spielstil etc etc kann ich aus der Rezi nicht entnehmen.

B Thomas Römer hat mal die bei Das Braucht Errata mit den Fehlern anderer RPGs schöngeredet.

A Vielleicht gehörst Du einfach nicht zu der Zielgruppe, für die die Rezi geschrieben wurde. Falls Du fragst, welche Zielgruppe das ist: Ich vermute: die Leute, die sich ernsthaft für das Setting und das System interessieren.

B Thomas Römer geht auch ab und zu aufs Klo. So, what?
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 23.03.2014 | 19:12
Ich vermute: die Leute, die sich ernsthaft für das Settingund das System interessieren.
das tue ich
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: Boba Fett am 23.03.2014 | 19:19
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: Xemides am 24.03.2014 | 08:28
das tue ich

Erstaunlich !

Die SpliMo Redakteute haben doch von Anfang an gesagt, was vom Setting zu erwarten ist und was nicht. Und daran kann man sie messen, nicht mehr und nicht weniger.

Etwas komplett neues zu erwarten, wenn sie das nicht angekündigt haben, ist nun eine ziemliche Frechheit.

Ebenso ihnen vorzuwerfen, das sie das was sie angekündigt und geliefert haben nicht deinen Erwartungen entspricht.

Das sie das Rad nicht neu erfinden wollen, war schon seit Monaten bekannt.
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: JS am 24.03.2014 | 08:45
Dem pflichte ich bei, denn nach meiner Kenntnis wurde stets eine EZO-Fantasywelt nach "klassischem" Standard angekündigt, und das dann nicht so oberflächlich wie ABC (hier erspare ich mir potentielle Glaubenskriege), aber auch nicht so allumfassend wie DSA.
Diesem Anspruch werden die Autoren bisher weitgehend gerecht. (Es bleibt dabei zu hoffen, daß sie nicht in Quellenbüchern noch dsa-iger werden...)
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 24.03.2014 | 23:05
Dem pflichte ich bei, denn nach meiner Kenntnis wurde stets eine EZO-Fantasywelt nach "klassischem" Standard angekündigt,
und die können und sollten trotzdem ihre uniqen Eigenheiten haben.
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: JS am 24.03.2014 | 23:43
... müssen sie meiner Meinung nach nicht.
... haben ohnehin nur die wenigsten Welten, je nachdem, wie man Standard festlegt. Sicher, Splittermond zaubert dem kenntnisreichen Veteranen keinen Rock'n Roll aus den Seiten.
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: Luxferre am 25.03.2014 | 07:40
und die können und sollten trotzdem ihre uniqen Eigenheiten haben.

Hat Splittermond doch. Wo ist Dein Punkt?  8]
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: Der Nârr am 25.03.2014 | 08:05
Also angenommen, Entwickler kündigen ein Scheiß-Setting an und es kommt ein Scheiß-Setting, dann müsste man es hochgradig loben, weil es ja genau das ist, was die Entwickler angekündigt haben? ~;D

Natürlich darf man ein Setting nach weiteren Kriterien bewerten als nur danach, ob das Entwicklungsziel erfüllt wurde. Mich interessiert z.B., wie es sich zur Konkurrenz verhält und warum man zu Splittermond greifen sollte und eben nicht zu Aventurien, Midgard, Kreijor, Iron Kingdoms, Westeros, Mittelerde, Malmsturm und und und. Wichtig finde ich auch eine Bewertung dessen, wie sich die Designziele in der Praxis auswirken. Es kann ja sein, dass auf dem Reißbrett etwas ganz toll klingt, in der Praxis aber eher mau statt wow ist.

Mich würde interessieren, wie die nicht westlich angelehnten Länder beschrieben werden. Sind das die üblichen eurozentristischen Klischeedarstellungen? Der Osten ganz mystisch und mit weisheitlichem Kram überladen, dafür aber weniger Wissenschaft? Wird gar die Welt insgesamt eher aus einer westlichen (hier wohl Dragorea) Perspektive beschrieben und die anderen Länder tendentiell als exotischer oder werden diese Länder genauso neutral und auf die gleiche Weise beschrieben? Dazu gehört für mich z.B. auch, dass "östliche Länderimitate" genauso differenziert dargestellt werden wie die "westlichen". Den Informationen auf der Website zufolge scheint nur Dragorea differenziert dargestellt zu sein.
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: Luxferre am 25.03.2014 | 08:08
Ein einfaches Setting hat einen riesen Vorteil: es ist einfach.
Jeder kann sich schnell einfinden, identifizieren, findet verwandte und bekannte Elemente ... also ist ein schneller Einstieg (auch für Neulinge *pling* ) garantiert.

Malmsturm zB ist großartig. Eine der besten Welten, die ich je las. Aber es ist kompliziert, sehr vielschichtig, undurchsichtig. Eher nicht für absolute Neulinge geeignet.
Das finde ich einen großen Pluspunkt für Splittermond.
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: JS am 25.03.2014 | 08:23
Narr: Das sehe ich anders. Wird Schrott angekündigt und geliefert, kann ich ihn für Schrott halten, aber mich wohl wenig beklagen, es sei ja nur ein solcher. Ähnlich verhält es sich mit einer typischen EZO-Hochmagiewelt nach allseits bekannten Standards (die immer noch schwammig sind, denn wer legt diese fest)?

Ich fand bisher bei Splimo nichts Neues, aber die Melange dieses Bekannten und die niveauvolle Darstellungsform sind für mich die springenden Punkte. Ich kann auch nicht sagen, daß einige Länder und Regionen weniger Aufmerksamkeit oder mehr Exotik erfahren als andere; es wirkt auf mich recht homogon in der Beschreibung. Im Gegenteil: Stellenweise hätte ich mir sogar mal etwas mehr exotischen Hauch und weniger DSA-Solidität gewünscht, z.B. bei der Darstellung der Untotenstadt. (Es ist bisher übrigens mein zentraler Kritikpunkt, daß mir die Lektüre doch stellenweise etwas zu dsa-ig ist. Ich mag DSA und seinen Darstellungsstil/-anspruch bekanntlich nicht so gerne.)

Fazit: Splimo bietet in seinen Einzelteilen nur Altbekanntes, aber die Mischung dieser Teile gibt etwas Schönes für viele Spielinteressen her. Was es nun von anderen Welten groß unterscheidet und wie gewichtig das ist, unterliegt dem individuellen Geschmack. Ich z.B. würde keinen Fuß nach Aventurien oder Midgard setzen und schon gar nicht nach Kreijor; ein Spiel in Lorakis dagegen reizt mich sehr.
:)
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: La Cipolla am 25.03.2014 | 08:44
Um auch mal auf die Frage zu antworten: Die Sache mit nicht-westlichen Kulturen, Exotismus etc. ist SEHR interessant in Splittermond, interessant insofern, dass man viel dazu zu sagen gibt.

- Die Welt ist erheblich ausgeglichener, was die Kulturverteilung angeht als so ziemlich ALLE anderen Standard-Fantasy-Welten, die ich kenne; und die, die rankommen, fangen für gewöhnlich nicht so umfassend an. Ich hatte tatsächlich das Gefühl, dass das Weltenbuch eine "faire" Verteilung der Beschreibungen anstrebt, und es gelingt ihm auch wirklich ganz ordentlich. Besonders gut erkennt man das daran, wenn man sich den Geschichtspart anguckt, der da ja sonst meistens recht einseitig ausfällt, und hier wild durchgemischt ist. Der Witz: Eigentlich hätte Splittermond mit den Drachlingen praktisch die perfekte ingame-Begründung für Eurozentrismus. Wird aber nicht "missbraucht" in dem Sinne. Die Gemeinsprache ist Gnomisch.

- Die Beschreibung der Welt ist natürlich insofern eurozentrisch, dass es überall "Beschreibungsnamen" (Riesengrab etc) auf Deutsch gibt. Find ich okay, kann man aber auch anders sehen. Doppelte Namen ("die Blabla nennen es Blabla") gibt es auch immer mal. Sonst hast du die dragoreische Perspektive gern mal in den Ländern, die sich bewusst am Kolonialismus orientieren. Da werden also die "Besatzer" vor den Ureinwohnern und auch mal ausführlicher beschrieben, solche Sachen eben. Kann man sich bestimmt auch drüber streiten (der Fokus dieser Länder soll offensichtlich auf dem Kolonialaspekt liegen), aber definitiv kein Totalausfall, zumal es auch "nicht-westliche" Kolonialmächte gibt. "Kleinere" Kulturen werden zwar gelegentlich zusammengelegt, aber dann oft auch mit dem Hinweis, dass sie keine homogene Gruppe sind.

- Dieser subtile Borderline-Rassismus, den du bei Fantasy eigentlich immer hast (speziell Exotismus!), ist definitiv vorhanden und streckenweise, so mein Eindruck, auch gewollt, einfach weil es so ein krass konventionelles Element der üblichen Fantasy-Welten ist. Wirklich problematisch fand ich es aber nur bei einer knappen Hand voll Regionen (Mahaluu, die "Jaguarmenschen" anyone?), was bei einer Anzahl von, äh, 70? schon klar geht. Ich behaupte aber auch mal, für den Großteil der Welt ist es immer noch tendenziell weniger krass als bei der Konkurrenz, weil die Rechercheleistung allermeistens überdeutlich wird.


Ach ja: Ich finde es sehr interessant, zu gucken, welche Kulturen es nicht ins Buch geschafft haben. Kann man durchaus Mutmaßungen zur Zukunft anstellen. ^^ Ich könnte aber auch sehr gut damit leben, wenn es letztlich bei Lorakis bleibt.
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: Boba Fett am 25.03.2014 | 09:15
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)

 :btt:
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: Quendan am 25.03.2014 | 11:30
Was den Eurozentrismus angeht: Ich kann den nicht für alle Stellen im Buch ausschließen, aber Prämisse für alle Autoren war: Es gibt kein "Standardgebiet" für Abenteurer, jedes Land (mit Ausnahme der klassischen reinen Abenteuerschauplätze wie die Verheerten Lande) ist potenzielles Heimatland der Abenteurer. Entsprechend haben auch alle Regionen grob gleich viel Platz erhalten - ein mitteleuropäisches Ritter-Setting wie Midstad hat nicht mehr Platz als eine altmesopotamisch-phönizisch angehauchte Region wie Pashtar. Und beide sind auch vom Fokus her nicht unterschiedlich beschrieben. Wo doch mal tief in die Klischeekiste gegriffen wurde (Mahaluu wurde ja schon genannt), wurde das ganz bewusst getan, um gewisse klassische Fantasy-Stereotypen aufzugreifen oder bestimmte gewünschte Settings zu unterstützen (im Falle Mahaluus: übertriebene Südseeromantik meets Cthulhu).
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: Waldviech am 25.03.2014 | 11:47
Zitat
Ich kann den nicht für alle Stellen im Buch ausschließen,
Ich glaube auch, ein gewisser "Rest-Eurozentrismus" dürfte verzeihlich sein. Natürlich wird man merken, dass das Teil vorwiegend von Europäern geschrieben und für eine europäische Zielgruppe konzipiert ist. Ingame würde ich übrigens nicht den "europäischen" Part von Lorakis für den kulturell-militärisch übermächtigen 600-Pfund-Gorilla auf der Landkarte halten, sondern das "Perserreich" Farukan.
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: Quendan am 25.03.2014 | 11:55
Ingame würde ich übrigens nicht den "europäischen" Part von Lorakis für den kulturell-militärisch übermächtigen 600-Pfund-Gorilla auf der Landkarte halten, sondern das "Perserreich" Farukan.

Wenn der Padishah irgendwann mehr als eine rein zeremonielle Rolle hat, die Shahire alle an einem Strang ziehen und es außerdem irgendwo sinnvoll Ruhm und Ehre zu gewinnen gibt - dann vielleicht. Viele "wenn". ;) Rein praktisch sehe ich momentan Farukan nur als militärische Bedrohung, wenn jemand blöd genug ist, um es selbst anzugreifen. Dann dürften die Shahirate nämlich tatsächlich beieinander stehen. Aber bis dahin haben die Shahire wohl genug Eigeninteressen und der Padishah zu wenig reale Macht, um wirklich die 600 Pfund auch auf die Waage zu bringen.

Und selbst Farukan wird seit über 100 Jahren mit den Keshubim mit ihrem Guerilla-Krieg nicht fertig.  ;D

Was mächtige "nicht-europäische" Reiche angeht möchte ich noch die Kintai ins Spiel bringen. Die könnten vermutlich mit all ihren Nachbarn (sowohl dem geteilten Zhoujiang als auch den schwachen Fürstentümern von Sadu) den Boden aufwischen, wenn die Göttin auf dem Thron das wollte. Nur wie beschrieben ist, will sie das ja scheinbar aus irgendwelchen Gründen nicht ...

Aber ja, dein Grundpunkt stimmt natürlich: Es ist sicher nicht eines der dragoreischen Reiche "das mächtigste" in Lorakis. Selenia ist sicher eines der größeren und mächtigeren Reiche, aber auch das macht sie erstmal nur zur stärksten Macht auf ihrem Heimat-Subkontinent.
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: Waldviech am 25.03.2014 | 12:12
Zitat
Rein praktisch sehe ich momentan Farukan nur als militärische Bedrohung, wenn jemand blöd genug ist, um es selbst anzugreifen. Dann dürften die Shahirate nämlich tatsächlich beieinander stehen. Aber bis dahin haben die Shahire wohl genug Eigeninteressen und der Padishah zu wenig reale Macht, um wirklich die 600 Pfund auch auf die Waage zu bringen.
Gäbe ihnen das nicht allein schon die 600 Pfund? Klar haben die Shahirate einen ganzen Sack voller Eigeninteressen, aber ein einzelnes Shahirat ist praktisch "unantastbar", wenn man sich nicht gleich mit dem ganzen Imperium anlegen will. Die Farukani könnten in der Praxis sicherlich mehr aus ihrer Machtposition machen - ich könnte mir auch vorstellen, dass im Restlorakis einiges an Respekt vor Farukan herrscht. Momentan "schlafen" die Farukani und sind mit sich selbst beschäftigt, aber es ist altbekannt, was mit Anreihnerstaaten passiert, wenn sie mal einen Moment lang aktiv werden.

Zitat
Was mächtige "nicht-europäische" Reiche angeht möchte ich noch die Kintai ins Spiel bringen. Die könnten vermutlich mit all ihren Nachbarn (sowohl dem geteilten Zhoujiang als auch den schwachen Fürstentümern von Sadu) den Boden aufwischen, wenn die Göttin auf dem Thron das wollte. Nur wie beschrieben ist, will sie das ja scheinbar aus irgendwelchen Gründen nicht ...
Stimmt - und denen könnte man gegebenenfalls sogar noch Rassismus oder besser Speziezismus vorwerfen  ;D. Was mich zu der Frage führt, ob zwischen Kintai und Kungaitan nicht so eine Art kalter Krieg herrschen müsste. Immerhin ist Kungaitan zum großen Teil von Flüchtlingen aus Kintai dominiert, die der Göttin und der Albenoberschicht nicht grade positiv gegenüberstehen dürften.
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: Rumpel am 10.04.2014 | 12:43
Ich habe jetzt den ersten Überblick im Weltband (also alles vor den eigentlichen Regionalbeschreibungen) durch und finde das Meiste wirklich sehr gelungen. Auch ich habe den Eindruck, dass hier vieles gar nicht so abgegessen ist, wie es auf den ersten Blick daherkommt: (Wikingerzwerge sind schon mal eine sehr schöne Variation des Altbekannten). Dass mit den Termark eine Art Wildwest-Region am Start zu sein scheint, gefällt mir, ebenso, dass "Pseudoropa" nur einen relativ kleinen Teil von Lorakis ausmacht. Auf den östlichen Subkontinenten bekomme ich vom ersten Überblick noch nicht ganz die Zuordnung zu irdischen Vorbildkulturen hin, hoffe aber, dass neben den offenbar persisch, chinesisch und japanisch inspirierten Regionen auch etwas sumerisch/assyrisch angehauchtese dabei sein wird.

Ein Thema, dass mich ja bei Fantasy-Settings immer wieder umtreibt:

- Dieser subtile Borderline-Rassismus, den du bei Fantasy eigentlich immer hast (speziell Exotismus!), ist definitiv vorhanden und streckenweise, so mein Eindruck, auch gewollt, einfach weil es so ein krass konventionelles Element der üblichen Fantasy-Welten ist. Wirklich problematisch fand ich es aber nur bei einer knappen Hand voll Regionen (Mahaluu, die "Jaguarmenschen" anyone?), was bei einer Anzahl von, äh, 70? schon klar geht. Ich behaupte aber auch mal, für den Großteil der Welt ist es immer noch tendenziell weniger krass als bei der Konkurrenz, weil die Rechercheleistung allermeistens überdeutlich wird.

Da muss ich sagen, dass der Splittermond-Weltenband einen Weg geht, den ich erträglich finde, aber doch nicht so richtig glücklich. "Orks sind böse/von Hass auf die Welt erfüllt" ist wunderbar, weil eine so krasse Schwarzweißmalerei einfach so weit weg ist von der Art, auf die Rassismus in der Wirklichkeit auftritt, dass es irgendwie schon wieder harmlos wirkt.
Aber wenn man über die Rattlinge liest, dass sie zwar an sich nicht böse, aber eine Landplage sind, löst das bei mir viel mehr ungute Assoziationen an rassistische Stereotype aus. Auch und gerade, wenn (wie bei den Rassenbeschreibungen) immer wieder betont wird, dass natürlich eigentlich die Sozialisation entscheidend sei, aber es doch gewisse verbindende Eigenschaften gäbe ... genau solche "gemäßigten" Formen sind ja die, in denen einem Rassismus in der wirklichen Welt zumeist begegnet.
Da ist es mir tatsächlich lieber, wenn Fantasy-Settings einfach setzen: "Zwerge sind in der Regel so" (Ausnahmen natürlich immer vorbehalten, insbesondere für SC), anstatt dann noch ein langes Geeiere darum zu veranstalten, dass das alles irgendwie auch eigentlich sozialisationsbedingt sei, aber dann doch wieder vielleicht ein paar Sachen qua Geburt ...

Insgesamt betrifft das aber weniger die Gestaltung der Welt, sondern eher die Feinheiten der Darstellung im Text. Da will ich jetzt auch gar nicht überpingelig sein, ich finde es eher ein interessantes Thema, wie so ein bisschen verschämt um den Fantasy-Rassismus herumgeiert wird, anstatt einfach an einigen Punkten im Text offen darzulegen, dass das hier ein Fantasy-Spiel ist, das Stereotypen braucht, um zu funktionieren, und dass man diese Stereotypen nicht mit der Wirklichkeite verwechseln darf. Sollte mal wer einen Artikel drüber schreiben.
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: La Cipolla am 10.04.2014 | 12:51
Jo, das ist auch das, was ich hier (http://www.tanelorn.net/index.php?topic=89065.0) im fünften Unterpunkt (und am Ende bei den Orks) meinte. Ich denke zwar, dass SpliMo einen vergleichsweise recht angenehmen Weg geht, aber ich bin mir auch absolut sicher, dass es noch besser gegangen wäre, ohne dass groß was verloren geht. Da das aber so praktisch ... KEINE Fantasy-Welt macht, sollte man es dem Spiel nicht sonderlich übel nehmen.

Ich teile wie geschrieben auch deine Einschätzung, dass das Setting auf den zweiten Blick weniger abgegriffen ist, als man erwartet. Vor allem in den Regionalbeschreibungen finden sich viele nette Details.
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: Feyamius am 10.04.2014 | 13:01
ich bin mir auch absolut sicher, dass es noch besser gegangen wäre, ohne dass groß was verloren geht.

Und wie, wenn man a) sowohl komplett integrierte Stadtvarge haben will, die eigentlich fast nur "Menschen mit Fell" sind und b) gleichzeitig aber wilde Varge haben will, die eine vollkommen eigene Art zu leben haben? Was wenn nicht die Sozialisation sollte man da als Grund anführen?
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: La Cipolla am 10.04.2014 | 13:08
Damit hatte ich persönlich gar kein Problem. Ich würde nicht versuchen, die Angelegenheit auf einem prinzipiellen Level zu lösen (sowas überlasse ich den Akademikern - wobei man sich streiten kann, ob da dann nicht wirklich was verloren geht), sondern im jeweiligen Einzelfall. Macht das Ganze natürlich zu einer arg persönlichen Angelegenheit, aber da würde ich auch nichts anderes behaupten. Nicht zuletzt deshalb finde ich es auch wichtig, als Leser zu sagen, was genau einen stört.
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: Feyamius am 10.04.2014 | 13:10
Weiß nicht, ich kann mit dem ganzen "Problem" nichts anfangen bzw. finde nicht, dass es eins gibt. Wenn ich so etwas lese:

Insgesamt betrifft das aber weniger die Gestaltung der Welt, sondern eher die Feinheiten der Darstellung im Text. Da will ich jetzt auch gar nicht überpingelig sein, ich finde es eher ein interessantes Thema, wie so ein bisschen verschämt um den Fantasy-Rassismus herumgeiert wird, anstatt einfach an einigen Punkten im Text offen darzulegen, dass das hier ein Fantasy-Spiel ist, das Stereotypen braucht, um zu funktionieren, und dass man diese Stereotypen nicht mit der Wirklichkeite verwechseln darf.

... erinnert mich das sehr an die Warnhinweise in Magiehandbüchern, dass man das nicht mit Okkultismus und Satanismus der Wirklichkeit verwechseln darf.
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: Rumpel am 10.04.2014 | 13:12
Und wie, wenn man a) sowohl komplett integrierte Stadtvarge haben will, die eigentlich fast nur "Menschen mit Fell" sind und b) gleichzeitig aber wilde Varge haben will, die eine vollkommen eigene Art zu leben haben? Was wenn nicht die Sozialisation sollte man da als Grund anführen?

Ich finde der Sache nach sind da alle möglichen Varianten für Fantasy-Settings okay: Festlegen, wie Varge in der Regel sind (und einräumen, dass dieser Charakter sich natürlich immer der Kultur anpasst, in der sie leben), oder auch festlegen, dass die Spezies keinen Einfluss auf den Charaktereigenschaften hat, sondern das halt alles verschiedene Kulturen sind (sodass die wilden Waldvarge halt auch nur deshalb so sind, weil sie eine derart wilde Kultur ausgebildet haben, und nicht, weil sie so eine Art Ur-Varge sind) ...
Was ich nur als etwas nervigen Mittelweg empfinde ist dieses: "Wir sagen jetzt nicht explizit, dass es vargische Charaktereigenschaften gibt, aber wenn man sich die Varge so ganz allgemein ansieht, stellt man schon fest, dass sie eigentlich alle ..."; Weil das halt genau die Ebene ist, auf der üblicherweise auch in der realen Welt rassistische Aussagen getroffen werden. "Natürlich sind nicht alle *** gleich, und das ist auch sicher nicht angeboren, aber wenn ich mir die *** so ansehe, die ich auf der Straße treffe, muss ich schon sagen, dass die ..."

Deshalb wäre es mir lieber, wenn Splittermond da in den Beschreibungen einen klaren Weg einschlagen und den entsprechend klar als Fantasy markieren würde.
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: La Cipolla am 10.04.2014 | 13:17
Zitat
Weiß nicht, ich kann mit dem ganzen "Problem" nichts anfangen bzw. finde nicht, dass es eins gibt.

Ist denk ich auch total okay, man muss sich nicht für alles interessieren, geschweige denn gleicher Meinung sein. Und Splittermond ist in dieser Hinsicht eben wirklich zahm. Ich befürchte, meine Wahrnehmung hat sich da auch erst durch die Uni in diese Richtung entwickelt. Wie gesagt, die Jaguarkrieger? Das könnten abgesehen von den netten kulturellen Details noch eindeutig die Azteken, Olmeken etc. sein, die die Spanier damals beschrieben haben, natürlich mit gewissen Hintergrundgedanken und Weltbildern. Und damit meine ich nicht mal die historischen Blumenkriege oder Blutopfer, sondern eben die Reduzierung darauf, während man eindeutig klarmacht, dass die Kultur Azteken SIND. Mit Jaguarköpfen.

Apropos geschärfte Wahrnehmung: Ich finde Splittermond vom feministischen Standpunkt aus sehr ansprechend, ohne an irgendeiner Stelle aufdringlich zu werden. Klasse. Habe ich bisher nur nicht erwähnt, weil es mir nie so bewusst aufgefallen ist - tendenziell ein gutes Zeichen. :D
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: Rumpel am 10.04.2014 | 13:18

... erinnert mich das sehr an die Warnhinweise in Magiehandbüchern, dass man das nicht mit Okkultismus und Satanismus der Wirklichkeit verwechseln darf.


Ist an denen denn was falsch?

Aber es geht mir auch gar nicht so sehr um einen "Disclaimer". Ich finde es einfach ein bisschen unangenehm, in Rollenspielregelwerken Sachen zu lesen, die sich von der Darstellungsweise relativ dicht am Alltagsrassismus bewegen, und sehr viel angenehmer, Darstellungen wie die der Orks zu lesen, die so weit von Alltagsrassismus entfernt sind, dass gar keine "Verwechslungsgefahr" aufkommen kann, die einen Disclaimer nötig machen würde.

Ist aber, wie gesagt, auch nicht tragisch, und ich halte um Himmels willen wenig davon, Rassismusvorwürfe an Fantasy-Settings heranzutragen. Wie gesagt leben solche Settings von Stereotypen, die ich auch nicht missen möchte. Man kann da halt nur verschieden mit umgehen, und bei Splittermond habe ich den Eindruck eines Mittelwegs, den ich persönlich eher unglücklich finde.
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: Rumpel am 10.04.2014 | 13:21

Apropos geschärfte Wahrnehmung: Ich finde Splittermond vom feministischen Standpunkt aus sehr ansprechend, ohne an irgendeiner Stelle aufdringlich zu werden. Klasse. Habe ich bisher nur nicht erwähnt, weil es mir nie so bewusst aufgefallen ist - tendenziell ein gutes Zeichen. :D

Da bin ich ja auch mal drauf gespannt!
Leider kann ich das Buch nächste Woche nicht mit in den Urlaub nehmen, ist zu schwer für die Fahrradtasche, deshalb werde ich mich wohl mit dem Rest der Lektüre noch ein bisschen gedulden müssen ...
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: JS am 10.04.2014 | 14:02
Ich finde deine Rassismusbezüge auch ein wenig konstruiert, vor allem, weil ich auch in der Realität nicht jedes Volksklischee und gehegte (Vor-)Urteil gleich in die Rassismusecke einordnen würde.
Kann man machen, muß man aber nicht, und der Splimo-Mittelweg ist mir allemal lieber als die althergebrachten Fantasy-Extreme, die mir schon zum Halse raushängen. Bei den Orks finde ich das Extremkonzept angenehm, aber gleichfalls die mildere Darstellung der Rattlinge und vor allem das Gewicht der Sozialisierung bei den spielbaren Rassen.
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: Boba Fett am 10.04.2014 | 14:33
Da bin ich ja auch mal drauf gespannt!
Leider kann ich das Buch nächste Woche nicht mit in den Urlaub nehmen, ist zu schwer für die Fahrradtasche, deshalb werde ich mich wohl mit dem Rest der Lektüre noch ein bisschen gedulden müssen ...
PDF und ebookreader!!!! ;)
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: Feyamius am 10.04.2014 | 15:06
Ist denk ich auch total okay, man muss sich nicht für alles interessieren, (...)

Apropos geschärfte Wahrnehmung

Nein, nein. Es ist nicht so, dass mir dafür die Wahrnehmung fehlt, sondern eher, dass ich solche Analogsetzungen von Fantasywelt und Realwelt als unangemessen empfinde.
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: Feyamius am 10.04.2014 | 15:07
Ist an denen denn was falsch?

Ja. Sie sind lächerlich, affig, untergraben die Intelligenz der Leserschaft und befriedigen nur eine gewisse Stammtischmentalität.

Aber es geht mir auch gar nicht so sehr um einen "Disclaimer". Ich finde es einfach ein bisschen unangenehm, in Rollenspielregelwerken Sachen zu lesen, die sich von der Darstellungsweise relativ dicht am Alltagsrassismus bewegen, und sehr viel angenehmer, Darstellungen wie die der Orks zu lesen, die so weit von Alltagsrassismus entfernt sind, dass gar keine "Verwechslungsgefahr" aufkommen kann, die einen Disclaimer nötig machen würde.

Aber gerade diese Darstellungen nah am Alltagsrassismus - falls man dies überhaupt im jeweiligen Einzelfall bejahen möchte - würden es doch interessant machen. Entweder, indem man die Muster gleich erkennt, oder, indem man der "Verwechslungsgefahr" zunächst vielleicht erliegt und irgendwann einen Erkenntnisgewinn hat. Diese kleinen, charakterbildenden (und vielleicht auch wahrnehmungsschärfenden) Aspekte sind es, die in meinen Augen Rollenspiel zu einem ganz besonderen Hobby machen.
Auf der anderen Seite, also ohne diesen höheren Anspruch, kann man das auch mal schön ignorieren und muss nicht alles, v.a. nicht das Hobby, mit politischen Diskussionen aufladen.

Ich finde deine Rassismusbezüge auch ein wenig konstruiert, vor allem, weil ich auch in der Realität nicht jedes Volksklischee und gehegte (Vor-)Urteil gleich in die Rassismusecke einordnen würde.

Das kommt noch hinzu.
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: La Cipolla am 10.04.2014 | 15:19
Zitat
Nein, nein. Es ist nicht so, dass mir dafür die Wahrnehmung fehlt, sondern eher, dass ich solche Analogsetzungen von Fantasywelt und Realwelt als unangemessen empfinde.

Nur zur Sicherheit, damit das nicht so zweifelhaft stehen bleibt: (^^'') Mir ging es um die Art der Wahrnehmung, nicht um ein "nicht checken" oder "fehlen" oder sowas. Das "geschärft" war insofern etwas unangebracht, ja. Der eine nimmt das halt als problematisch wahr, der andere als normal, oder als Genrekonvention, oder einfach als unproblematisch.
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: Sin am 10.04.2014 | 15:19
Aber gerade diese Darstellungen nah am Alltagsrassismus - falls man dies überhaupt im jeweiligen Einzelfall bejahen möchte - würden es doch interessant machen. Entweder, indem man die Muster gleich erkennt, oder, indem man der "Verwechslungsgefahr" zunächst vielleicht erliegt und irgendwann einen Erkenntnisgewinn hat. Diese kleinen, charakterbildenden (und vielleicht auch wahrnehmungsschärfenden) Aspekte sind es, die in meinen Augen Rollenspiel zu einem ganz besonderen Hobby machen.

Das was Rumspielstilziel beschreibt ist aber kein Alltagsrassismus in den Gesellschaften der SpliMo-Welt (was interessant sein könnte), sondern Alltagsrassismus von Seiten der Autoren.
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: BobMorane am 10.04.2014 | 15:26
Ich möchte dich bitten den Autoren keine rassistische Neigungen zu Unterstellen.
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: Quendan am 10.04.2014 | 15:41
Das was Rumspielstilziel beschreibt ist aber kein Alltagsrassismus in den Gesellschaften der SpliMo-Welt (was interessant sein könnte), sondern Alltagsrassismus von Seiten der Autoren.

Äh, sorry? Das finde ich gerade massiv beleidigend.

Und so auch nicht im Buch wiederfindbar. Hast du es überhaupt gelesen, Sin?

Rumspielstilziels Argumentation kann ich noch im Kern nachvollziehen, allerdings nur sehr im Kern. Denn immerhin sprechen wir hier von tatsächlich unterschiedlichen Rassen. Wolfsmenschen zum Beispiel. Zwergen. Alben. Gnomen aus der Feenwelt. Und jetzt wird uns hier (Alltags-)Rassismus unterstellt, weil es bei WOLFSMENSCHEN Charakterzüge wie Impulsivität gibt, die ihnen oft gemein sind. Oder bei den sehr schwachen Gnomen oft eine gewisse Geselligkeit vorkommt, gerade weil sie erst in Gruppen stark sind?

Ich würde es ja verstehen, wenn es solche Vorwürfe gäbe, wenn plötzlich innerhalb der Rassen irgendwelche Unterschiede konstruiert würden, die von Phänbotyp oder ähnlichem abhängen würden. Wenn schwarzhäutige Zwerge von sich heraus anders wären als weißhäutige, ohne Berücksichtigung der Kultur. Oder ähnliches.

Wir haben uns beim Schreiben der Texte durchaus selbst Gedanken über solche Theman gemacht. Auch weil einige von uns bspw. Kulturwissenschaftler sind und selbst in Hinsicht Rassismus, Sexismus und so weiter sensibilisiert sind. Wir haben bewusst eine Welt gewählt, in der nicht die Rasse (und wir reden hier zur Erinnerung von Rassen, die sich fundamental in ihrer Physis unterscheiden, nicht vom Phänotyp innerhalb von Rassen) das prägende Element ist, sondern die Sozialisation und Kultur. Was aber nicht heißt, dass fundamental unterschiedliche Rassen nicht auch kleine Unterschiede in ihrem Wesen haben können. Das dann aber durchaus bewusst und wohldosiert, es soll den Charakter nicht total beherrschen. Aber es sollten auch nicht alle Rassen einfach Menschen mit unterschiedlichen Eigenschaftsboni und eventuell Fell oder Hörnern sein.

Ich kann wie gesagt Rumspielstilziels Punkt verstehen, er ist da wohl nochmal sensibler als bspw. ich (und ich habe als Ethnologe mich im Laufe meines Studiums sehr intensiv mit solchen Thematiken auseinandergesetzt und denke da durchaus sensibel zu sein) oder ein Großteil der Autoren. Ich würde ihm bei manchen Punkten nicht zustimmen, aber kann seine Meinung nachvollziehen. Aber wenn dann jetzt plötzlich aus dieser Diskussion geschlossen wird, dass die Autoren von Splittermond Alltagsrassistische Tendenzen hätten, dann ist das nicht nur falsch und in meinen Augen auch nicht am Buch nachweisbar - sondern darüber hinaus hochgradig beleidigend. Und das finde ich überhaupt nicht okay und möchte ich so nicht stehen lassen. Zumal Splittermond in meinen Augen ein Buch ist, in dem viele der typischen Fantasy-Rassismen eben aktiv vermieden werden. Vor allem finde ich es aber nicht okay, weil es unterstellt das ganze Buch sei alltagsrassistisch (was nun wirklich nicht stimmt) und noch viel schlimmer, dass wir Autoren Alltagsrassisten wären.

Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: Sin am 10.04.2014 | 15:45
Ich habe nicht vor etwas zu unterstellen, da ich das Buch nicht gelesen habe. Fantasy-Autoren Rassismus vorzuwerfen ist eh so originell und nutzbringend wie Banker der Geldgier zu bezichtigen: Gabs schon 1000x und hat nix geändert.

Um das nochmal klar zu stellen: Das was ich oben geschrieben habe, ist meine Interpretation von Rumspielstilziels Beschreibungen. Auch wenn Rumspielstilziel höflicher und zurückhaltender formuliert, war meine Aussage trotzdem eine Zusammenfassung und Deutung dessen, was er geschrieben hat - insbesondere in Hinsicht auf Feyamius: Es gibt einen Unterschied zwischen einer rassistischen SpliMo-Welt und Rassismus durch die Autoren und dies wäre letzteres, wenn man so weit geht es als Rassismus zu bezeichnen.

Feyamius hat von Alltagsrassismus gesprochen, ich habe lediglich dauraf hingewiesen, dass wenn es denn Alltagsrassismus in SpliMo gäbe, dieser nach Rumspielstilziels Beschreibung von den Autoren ausgeht (und nicht etwa Teil der SpliMo-Welt sein soll, um den Lesern was beizubringen).
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: Rumpel am 10.04.2014 | 16:25
Muss gleich weg, deshalb erst mal nur zur Klarstellung:

Es ging mir überhaupt nicht darum, irgendjemandem im SpliMo-Team "Alltagsrassismus" zu unterstellen. Und was vielleicht auch nicht ganz rausgekommen ist: ich finde schon, dass an den Texten deutlich wird, dass die Autoren sich durchaus Gedanken darüber gemacht haben, wie man Fantasy-Völker darstellt, ohne dass es einen unangenehmen rassistischen Beigeschmack hat. Ich glaube, man ist da einfach zu anderen Schlüssen gekommen, als ich das wäre. Aber da meine Haltung zum Thema "Rassismus und Rollenspiel" sicher auch nicht der Weisheit letzter Schluss ist, muss das überhaupt nichts Schlechtes heißen.
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: Sin am 10.04.2014 | 16:34
Da offenbar Moderatoren der Meinung sind, es bestehe immer noch Klarstellungsbedarf:

Zitat von: Rumspielstilziel
Was ich nur als etwas nervigen Mittelweg empfinde ist dieses: "Wir sagen jetzt nicht explizit, dass es vargische Charaktereigenschaften gibt, aber wenn man sich die Varge so ganz allgemein ansieht, stellt man schon fest, dass sie eigentlich alle ..."; Weil das halt genau die Ebene ist, auf der üblicherweise auch in der realen Welt rassistische Aussagen getroffen werden. "Natürlich sind nicht alle *** gleich, und das ist auch sicher nicht angeboren, aber wenn ich mir die *** so ansehe, die ich auf der Straße treffe, muss ich schon sagen, dass die ..."

Rumspielstilziel vergleicht Geschreibsel aus dem SplMo-Weltenband mit rassistischen Aussagen (natürlich schön höflich und diplomatisch).

Zitat von: Rumspielstilziel
Ich finde es einfach ein bisschen unangenehm, in Rollenspielregelwerken Sachen zu lesen, die sich von der Darstellungsweise relativ dicht am Alltagsrassismus bewegen, und sehr viel angenehmer, Darstellungen wie die der Orks zu lesen, die so weit von Alltagsrassismus entfernt sind, dass gar keine "Verwechslungsgefahr" aufkommen kann, die einen Disclaimer nötig machen würde.

Er bringt das Wort Alltagsrassismus ins Spiel, die Darstellung sei recht dicht am Alltagsrassismus (er ist hier so vorsichtig SpliMo nicht extra zu nennen, bezieht sich aber offensichtlich auf vorangegangene Aussagen zu SpliMo).

Zitat von: Feyamius
Aber gerade diese Darstellungen nah am Alltagsrassismus - falls man dies überhaupt im jeweiligen Einzelfall bejahen möchte - würden es doch interessant machen. Entweder, indem man die Muster gleich erkennt, oder, indem man der "Verwechslungsgefahr" zunächst vielleicht erliegt und irgendwann einen Erkenntnisgewinn hat. Diese kleinen, charakterbildenden (und vielleicht auch wahrnehmungsschärfenden) Aspekte sind es, die in meinen Augen Rollenspiel zu einem ganz besonderen Hobby machen.

Feyamius schreibt irgendwelchen Unsinn, auf den ich hiermit antworte:

Zitat von: Sin
Das was Rumspielstilziel beschreibt ist aber kein Alltagsrassismus in den Gesellschaften der SpliMo-Welt (was interessant sein könnte), sondern Alltagsrassismus von Seiten der Autoren.

Ich schreibe, dass das. was von jemand anders geschrieben wurde, sich nicht auf innerweltliche Logik bezieht, sondern auf die Autoren.

ich habe das Buch nicht gelesen, ich habe auch nichts Negatives darüber gesagt und auch nicht über die Autoren, nur dass sich die (gemäßigten) Vorwürfe oder Anregungen hier im Thread auf die Autoren beziehen, was offensichtlich ist.

Ich bezweifle allerdings die Lesekompetenz der SpliMo-Mitarbeiter, wenn sie sich über meine Aussage aufregen, nur weil sie kurz und kackig ist (und aus dem Zusammenhang gerissen etwas harsch) und sie nichts gegen die Aussagen von Rumspielstilziel haben, nur weil sie diplomatischer formuliert sind.
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: Luxferre am 10.04.2014 | 16:45
Hier wird von einem Fantasybuch auf Alltagsrassismus geschlossen, sowie eine feminine Bewertung vorgenommen? Oha. Ich glaube, ich betreibe mein Hobby einfach nicht ernst genug, um solche urwichtigen Themen mit der nötigen Verantwortung zu bewerten  ::)

Jetzt mal Butter bei die Fische.
Warum sollte ein Fantasyweltenbuch politisch korrekt sein? Ist der/die Genus wirklich wichtig? Ich finde der generische Maskulinum wird viel zu schwer bewertet und zu unrecht in negativ konnotierte Lichtlein gerückt. Hier den Stempel zu zücken finde ich gelinde gesagt übertrieben.
Wir leben doch in einer aufgeklärten Zeit, wo solche Parameter unlängst überholt sind (obacht: meine Meinung!). Überempfindlichkeiten führen schnell zu Unterstellungen, die im Hobbybereich wirklich unnötig sind. Schade, dass hier Wellen schlagen, die man locker vermeiden könnte/sollte.
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: La Cipolla am 10.04.2014 | 16:50
Sollte ein Moderator verschieben. ;)

Ganz kurz beantwortet: Aus demselben Grund, aus dem jedes Medium auf sowas achten sollte - Medien sind einer der Einflüsse, die die Realität konstituieren (wenn auch natürlich nicht der Weisheit letzter Schluss ... ich sag nur Killerspiele), und als solcher haben sie ein Potenzial dazu, die unbewussten Konventionen und Stereotypen der Menschen zu beeinflussen. Wenn du also gegen "Alltagsrassismus" angehen willst, um mal das hier gefallene Schlagwort aufzugreifen, kannst du durchaus gucken, wie viel Alltagsrassismus dein Medium voraussetzt und verwendet. Und dann das Ganze vielleicht umdrehen. Ein bisschen Subversion hat noch niemandem geschadet. Ob das nun Fantasy ist oder nicht, spielt dafür keine Rolle, so viel Transferleistung traue ich den Menschen schon noch zu (oder anders gesagt: Fantasy funktioniert nicht, wenn sie nicht in den "Regeln" unserer Welt verankert ist).

Mir geht es übrigens definitiv nicht zwangsweise um political correct oder Genus, das sind nur zwei Möglichkeiten, zwei "Meinungen", die man nicht mal vertreten muss, wenn man die oben beschriebene Meinung vertritt. SpliMo ist da afair auch relativ klassisch.
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: Sin am 10.04.2014 | 16:54
Zitat
Wir leben doch in einer aufgeklärten Zeit, wo solche Parameter unlängst überholt sind (obacht: meine Meinung!).

Das ist einfach nur eine unheimlich dumme Aussage. Und komischerweise ist mir klar, dass das deine Meinung ist.
Und auch nur anzudeuten, Rassismus im Hobby/Alltag sei irreleveant, ist jenseits von Gut und Böse.
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: Quendan am 10.04.2014 | 17:02
Ich bitte darum, hier jetzt keine allgemeine Diskussion zu Sexismus und Rassismus im Rollenspiel zu führen. Wenn ihr das machen wollt, dann macht dazu bitte im allgemeinen Bereich ein neues Topic auf.
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: Luxferre am 10.04.2014 | 17:36
Ich bitte darum, hier jetzt keine allgemeine Diskussion zu Sexismus und Rassismus im Rollenspiel zu führen. Wenn ihr das machen wollt, dann macht dazu bitte im allgemeinen Bereich ein neues Topic auf.

An sich ein interessantes Thema, wenn man es auf Eure Welt bezieht. Aber es gibt ja Diskutanten, denen es an Höflichkeit und Argumenten mangelt.
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: Sin am 10.04.2014 | 17:57
Warst du nicht der Luxferre dessen Quo Vadis, Pathfinder?-Thread geschlossen werden musste, weil du es 5 Seiten lang nicht geschafft hast, irgendein halbwegs sinnvolles Argument beizusteuern, um dem armen Thread endlich einen Sinn und eine Darseinsberechtigung zu geben?
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: Niniane am 10.04.2014 | 17:59
Ich möchte bitten, dass hier weiter on-topic über Splittermond: Die Welt diskutiert wird, wie Quendan - der im Übrigen Moderator ist - schon gebeten hatte und dass solche Sticheleien unterlassen werden.
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: Rumpel am 10.04.2014 | 21:16
Aber gerade diese Darstellungen nah am Alltagsrassismus - falls man dies überhaupt im jeweiligen Einzelfall bejahen möchte - würden es doch interessant machen. Entweder, indem man die Muster gleich erkennt, oder, indem man der "Verwechslungsgefahr" zunächst vielleicht erliegt und irgendwann einen Erkenntnisgewinn hat. Diese kleinen, charakterbildenden (und vielleicht auch wahrnehmungsschärfenden) Aspekte sind es, die in meinen Augen Rollenspiel zu einem ganz besonderen Hobby machen.
Auf der anderen Seite, also ohne diesen höheren Anspruch, kann man das auch mal schön ignorieren und muss nicht alles, v.a. nicht das Hobby, mit politischen Diskussionen aufladen.

Spoiler wg. halb-OT:
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: JS am 10.04.2014 | 22:37
Sin, ich finde, daß du dich momentan Lux und anderen gegenüber im Ton vergreifst.
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: Grimtooth's Little Sister am 10.04.2014 | 23:53
Oh mannnnn

Eigentlich sollte ich hier gar nix schreiben bei den ganzen Anfeindungen.

Aber irgendwie verwechselt man hier wohl öfters Rassismus mit Vorurteilen.

Rassismus/Speziezismus ist, meiner Meinung nach, nur wenn jemand eine andere Rasse/Spezies in positiver oder negativer Form bewertet. Ich kann aber z.B. sehr wohl der Meinung sein, dass Schotten und Schwaben alle geizig und Franzosen und Kanadier alle feige und Deutsche alle sauber und pünktlich sind , ohne das wertend zu sehen.

Ich kann genauso gut sagen, alle Frauen haben ein Problem mit Schuhsucht und Männer müssen immer angeben, ohne das wertend zu sehen.

Verallgemeinert wird immer und überall, Vorurteile gibt es auch immer und überall.

Ich finde es von daher völlig ok und sogar notwendig, einem Weltenband einen solchen Flair mitzugeben. "Varge sind impulsiv" ist dabei eben nicht wertend, sondern eine überwiegend gültige Verallgemeinerung, genau so wie Gnome eben lieber in großen Familienverbänden leben (was kulturell und nicht rassebezogen ist).

Ach ja, und Klischees kommen eben nicht aus dem Nichts, sondern entstehen aus den persönlichen Erfahrungen der Wesen. Ich könnte mir auch vorstellen, dass es irgendwo auf Lorakis das Klischee/Vorurteil gibt, dass Varge gar nicht in der Stadt leben können, und andersrum Varge aus der Stadt Vorurteile gegen ihre "wilden" Artgenossen haben.
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: Ifram am 11.04.2014 | 00:07
Noch haben wir die Speaker's Corner für solche Exkurse ins OT...  ~;D
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: am 11.04.2014 | 00:16
Sin, ich finde, daß du dich momentan Lux und anderen gegenüber im Ton vergreifst.

Dem schließe ich mich an. Das muss nicht sein. Als Threadowner bitte ich um eine Rückkehr zum eigentlichen Thema.

Könnt Ihr ansonsten die Rassismusdiskussionen wohl bitte auslagern? Ich kann sehr gut nachvollziehen, wenn sich namentlich identifizierbare Autoren diese Diskussion nur sehr ungerne aufzwingen und sich nicht auf eine solche Art an einen öffentlichen Pranger stellen lassen wollen. Bitte sucht Euch einen anderen Thread oder führt die Diskussion privat weiter. Danke.
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: Waldviech am 11.04.2014 | 00:36
Zitat
Ach ja, und Klischees kommen eben nicht aus dem Nichts, sondern entstehen aus den persönlichen Erfahrungen der Wesen. Ich könnte mir auch vorstellen, dass es irgendwo auf Lorakis das Klischee/Vorurteil gibt, dass Varge gar nicht in der Stadt leben können, und andersrum Varge aus der Stadt Vorurteile gegen ihre "wilden" Artgenossen haben.
Ich vermute mal, sowas wird es definitiv geben, wobei das von Region zu Region unterschiedlich sein dürfte. So könnte ich mir beispielsweise vorstellen, dass winterholter Dorfbewohner, die keinen Varg in ihren Reihen haben und alle Nase lang von einem Stamm waldlebender Nomadenvarge überfallen werden, Varge definitiv anders sehen werden als z.b. selenische Dörfler, die die meisten Varge aus der Stadtkanzlei des nahen Grafensitzes kennen und in deren Dorf eine vargische Sippe seit 70 Jahren die Huf- und Werkzeugschmiede betreibt. Klar. Für eine halbwegs glaubhafte Welt wäre es IMHO sogar notwendig, ein gewisses Quentchen an Vorurteilen und Ressentiments einzubauen.
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: JS am 11.04.2014 | 00:43
Das ist ja auch völlig normal und betrifft nicht nur Spezies und Völker und Regionen, sondern auch Fähigkeitsgruppen wie z.B. die Magier, die laut Weltband in einem Landstrich tolle Hechte sind und im nächsten dann Buhmänner, deretwegen die Milch sauer wird. Solche Klischees, Urteile und Vorurteile sind doch jeder Gemeinschaft immanent und geben der Sache auch ordentlich Farbe. Die reale Welt ist kein Fachkongreß der Mathematiker, warum sollte es dann eine Fantasywelt sein?
Viel mehr habe ich dazu auch nicht zu sagen und verbringe meine Zeit lieber mit der weiteren Weltbandlektüre.
:)
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: Feyamius am 11.04.2014 | 01:50
Fantasy-Autoren Rassismus vorzuwerfen ist eh so originell und nutzbringend wie Banker der Geldgier zu bezichtigen

Ja, aber mit einem gewaltigen Unterschied ... ;)

(Um mal wieder den Fun in Fundamentalismus zurückzubringen.)
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: Skasi am 11.04.2014 | 07:08
Dem schließe ich mich an. Das muss nicht sein. Als Threadowner bitte ich um eine Rückkehr zum eigentlichen Thema.

Könnt Ihr ansonsten die Rassismusdiskussionen wohl bitte auslagern? Ich kann sehr gut nachvollziehen, wenn sich namentlich identifizierbare Autoren diese Diskussion nur sehr ungerne aufzwingen und sich nicht auf eine solche Art an einen öffentlichen Pranger stellen lassen wollen. Bitte sucht Euch einen anderen Thread oder führt die Diskussion privat weiter. Danke.

 :d
Und nochmal die Bitte nach Thementreue und/ oder Auslagerung fremder Inhalte!
Ich möchte hier Infos zur Splittermond-Welt lesen und nicht irgendwelche Mutmaßungen über Gemeintes und Interpretationen von Geschriebenem. Das geht sowieso nicht gut.
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: Niniane am 11.04.2014 | 09:22
Wenn ihr über Rassismus im Rollenspiel diskutieren wollt, steht es euch völlig frei, dazu ein eigenes Thema aufzumachen. Aber in diesem Fall möchte ich euch nun schlussendlich alle bitten, den Mods und dem Themenstarter Folge zu leisten und zum eigentlichen Thema, zurückzukommen.
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: JS am 11.04.2014 | 11:06
Oki, aber bestimmte Facetten dieses Teilthemas betreffen doch auch Lorakis: Wie werden Gnome, Wolfsheinies oder andere Spezies in Eigen- und Fremdsicht dargestellt und wie werden z.B. Magie und Magier betrachtet? (Das hat ja für mich u.a. mit den Autoren nichts zu tun.)
:)
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: Tyloniakles am 11.04.2014 | 11:31
Ich habe beim ersten Durchblättern des Bandes noch nicht viele Highlights ausmachen können.
Manche Schwächen des Weltenbaus anderer Welten konnten umgangen werden, das Sammelsurium der Kulturen muss man allerdings erstmal verdauen.

Esmoda gefällt mir. Die Mondpfade sind interessant. Ioria wäre mir einige Nummern kleiner lieber, die Versorgung und Logistik finde ich leider doch unplausibel.

Die Verteilung von Wäldern auf den Karten kommt mir ungleich vor. Es gibt in manchen Ecken zuviel und in anderen Ecken eher zu wenig Kulturland, nach meinem ersten Eindruck.

Schick ist das Buch allemal, aber wie Arkanil vermisse ich die Plotideen, die einen bei der Lektüre mancher anderer Weltenbücher eher anspringen.
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: Quendan am 11.04.2014 | 11:33
Oki, aber bestimmte Facetten dieses Teilthemas betreffen doch auch Lorakis: Wie werden Gnome, Wolfsheinies oder andere Spezies in Eigen- und Fremdsicht dargestellt und wie werden z.B. Magie und Magier betrachtet? (Das hat ja für mich u.a. mit den Autoren nichts zu tun.)
:)

Das wäre ein völlig legitimes Thema im Board, wenn man es auf Lorakis fokussiert. Das ist hier bisher jedoch nicht passiert. ;)

Ich würde da auch vorschlagen, dass wenn du das als eigenständiges Thema diskutieren möchtest, dazu ein neues Topic hier im Splittermond-Bereich aufgemacht wird. Das ist dann schließlich nicht mehr direkt auf den Weltband als Buch bezogen, sondern eher abgeleitet. Das Thema hier muss ja nicht irgendwann 100 Seiten haben, zwischen denen man Meinungen zum Buch nicht mehr findet. :)
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: JS am 11.04.2014 | 11:43
Nein, nicht nötig, denn ich bezog mich ja fast ausschließlich auf Lorakis und habe zu diesem Punkt auch schon alles gesagt. Ich wollte nur noch mal betonen, daß dieser Diskussionsteil nicht komplett unangebracht war.
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: Rumpel am 12.04.2014 | 11:54
So, ich bin in meiner brav linearen Lektüre etwas fortgeschritten und möchte das hier auch dokumentieren ;)

Wintholt, Immersommerwald und Dalmarien haben mich in der Kürze jetzt nicht so vom Hocker gerissen - das Erstere wird in "Türme im Eis" sehr viel eindrücklicher dargestellt, nur aus dem Regionalband hätte ich kein richtiges Bild von der Region bekommen. Elfenwälder sind prinzipiell nicht so mein Ding, deshalb hat der Immersommerwald es mir auch nicht so angetan (wobei es in dem Kontext interessant ist, dass die "Elfen" mal ausnahmsweise keine ganz besondere Verbindung zur Feenwelt haben). Und bei Dalmarien weiß ich nach der Lektüre gar nicht, was ich mir darunter vorstellen soll, vielleicht fehlt mir da die Kenntnis von irdischen Vorbildern.

Dann kommt aber die volle Ladung: Tir Durghachan und Nyrdfing als Irland/England-Schottland-Kombo, mitsamt Feenwesen, mächtiger Kirche und schwelenden Streitigkeiten zwischen Klerus und Adel. Man spürt förmlich die feuchte Luft auf den kalten und zügigen Burgen und hört die monotonen Gesänge der Mönche. Toll! Dass es dann nebenan noch die wohl am ehesten germanisch anmutenden Vaigarr nebenan gibt, passt auch sehr gut; die gesamte Region wirkt insgesamt schlüssig, und trotzdem gibt es hier viel Material für Culture-Clash.

Richtig gut finde ich auch Dakardsmyr, das einen Pesthauch Weird Fantasy atmet - lässt mich irgendwie aus eine Mischung aus Tim-Burton-Ästhetik, "Stadt der verlorenen Kinder" und Jeff Vandermeers "Stadt der Heiligen & Verrückten" denken; das einzige, was mir fehlt, sind Hinweise darauf, dass es neben der politisch verwickelten Oberwelt auch eine noch verwickeltere Unterwelt gibt. Aber die kann ich ja im Zweifelsfall selbst einführen.

Mit 3 Regionen, die mir eher egal sind, aber auch nicht stören, und 4, die mich begeistern, ist die Bilanz der ersten 50 Seiten schon mal sehr gut!
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: JS am 12.04.2014 | 13:58
Jepp, nicht aus jeder Regionsbeschreibung fließt schriftstellerische Brillanz, aber mir gefielen lustigerweise Wintholt und der Sommerwald (das "Immer" spare ich mir, da es eigentlich unnötig ist und mir zu sehr nach Übersetzung englischer Doofnamen riecht) sehr gut, wohl deshalb, weil ich derartige Regionen mag (bin ja auch Lothlorien-Fan).
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: Rumpel am 22.04.2014 | 10:18
Im Urlaub habe ich ein gutes Stück weitergelesen - Takasadu erfüllt meine Erwartungen, besonders gelungen finde ich, wie in Zhoujiang verschiedene Aspekte der chinesischen Geschichte etwas zusammengezurrt sind: Ein bisschen streitende Reiche, ein bisschen chinesisches Großreich und sogar ein bisschen Kulturrevolution. Und die matriarchale Tradition der Region ist eine schöne kleine Verfremdung. Da möchte ich definitiv spielen und habe auch schon eine Abenteueridee in der Hinterhand.
Kungaitan erscheint mir dagegen etwas schwammig, weiß nicht so recht, was ich darunter verstehen soll ... jetzt bin ich gerade bei den Schlangenladen, die nach einem ziemlich wilden Gemisch aussehen, mal sehen, was da für ein Gesamtbild entsteht.
Und bei Esmoda kann ich mich auch nur dem allgemeinen Lob anschließen: Ein schönes, abgedrehtes Element in dieser Welt, schlüssig konzipiert. Ich weiß gar nicht, ob ich da was spielen will, aber allein zu wissen, dass es eine Untotenstadt gibt, ist doch irgendwie schön!
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: La Cipolla am 22.04.2014 | 11:26
Das mit Kungaitan stimmt schon. Bei mir hat zwar die Euphorie überwogen, dass es "sowas" überhaupt gibt, aber nüchtern betrachtet könnte die Beschreibung durchaus etwas "greifbarer" sein. Wäre aus diesem Grund in meinen Augen auch ein wunderbarer Kandidat für einen frühen Regionalband (oder für einen Platz darin). Denn reizvoll ist es definitiv.

Und dito zum Rest. Wobei ich das Gesamtbild der Schlangenlande am Ende doch ziemlich cool und charakteristisch fand (durchaus auch im Gegensatz zu einigen anderen Dschungelregionen in SpliMo).
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: angband am 22.04.2014 | 12:35
Ich habe den Weltenband nun etwa halb durch und bin auch sehr angetan!

 :d
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: Quendan am 22.04.2014 | 13:29
Damit es hier nicht zu sehr zerfasert, habe ich den Teil zu neuen Spielhilfen mal in ein anderes Topic ausgelagert. :)

http://www.tanelorn.net/index.php?topic=89369.0
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: Weltengeist am 3.06.2014 | 13:34
Weil ich mich schwer tue damit, diese Information aus dem Weltenband herauszulesen: Welche Kulturen auf Lorakis sind eigentlich Sklavenhalterkulturen? Irgendwie finde ich dazu kaum was...
Titel: Re: Splittermond: Die Welt
Beitrag von: Quendan am 3.06.2014 | 13:45
In Dragorea gibt es so gut wie keine Sklaverei, auch durch das gemeinsame Erbe als Drachling-Sklaven. In Patalis mag das nicht immer jeder so genau nehmen und auch die Grenzen der Leibeigenschaft sind manchmal ungenau, aber prinzipiell liegen hier keine Sklavenhalterkulturen vor.

Schuldsklaverei ist in Farukan weit verbreitet, das kann auch schon mal über Generationen hinweg gehen (siehe Keshabid).

An der ganzen Smaragdküste und im östlichen Arakea ist Sklaverei eigentlich durchaus verbreitet.

In Takasadu weiß ich es aus dem Kopf gerade nicht.  ;)