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Pen & Paper - Rollenspiel => Pen & Paper - Spielleiterthemen => Thema gestartet von: Jed Clayton am 24.11.2014 | 17:14

Titel: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Jed Clayton am 24.11.2014 | 17:14
Vorgestern hatte ich als Spielleiter bei einer Runde auf einem Con wieder das Erlebnis (leider nicht zum ersten Mal), dass mehrere Spieler zugleich aufgestanden und mitten im Abenteuer gegangen sind.

Ich nenne das den "player walk-out", im Gegensatz zum "rage quit", wo es zu wilden Wutanfällen kommt und Tische und Bücher umgeschmissen werden.

In diesem Fall war es zwar nur ein einfacher "walk-out", aber trotzdem alles andere als höflich. Die Spieler, die gegangen sind, hatten sich die Runde ja freiwillig ausgesucht und bereits gut zwei Stunden mitgespielt. Es waren auch keine typischen "stillen" Spieler, die eben nur in einer Runde sitzen, weil Freund/Freundin in der Runde mitspielt und sie nicht wissen, wie sie sich in dieser Zeit beschäftigen sollten. Eher im Gegenteil: Die Spieler haben das System verstanden, sie wussten, in welche Richtung es ungefähr ging, sie fanden die Charaktere gut und haben sich untereinander Sachen über ihre Charaktere erzählt. Das lief eigentlich alles mehr als gut. Aber mitten im Abenteuer und mitten im Erzählfluss haben mir mehrere Leute vorgehalten, sie würden keinen Sinn in dem Abenteuer sehen und es würde sie nur langweilen (... aber die 2 Stunden bis dahin lief es gut oder was? ;) ).

Ich habe gemerkt, dass es gerade bei jüngeren Spielern auf Cons vereinzelt zu solchen "walk-outs" kommt. Ich hätte mich das so gut wie nie getraut. Ich wäre wenn überhaupt nur mit einer Notlüge weggegangen (bin krank, bin zu müde, Anruf von Mutter, etc.).

Ich bin mir nicht klar darüber, was ich falsch gemacht hatte. Das gleiche System und den gleichen Stil verwende ich nämlich seit Jahren und es lief auf diesem Con in den vorhergehenden Jahren immer gut. Dieses Mal hatte ich noch Glück im Unglück: Da ich mit sechs Spielern gestartet war und von diesen 6 noch 2 sitzengeblieben sind, habe ich zu später Stunde mit sehr viel Improvisationstalent und 2 Spielern das Szenario noch zu Ende gespielt. Der Schluss war dann gar nicht so übel: Ich hatte gesagt, dass die 4 Charaktere der 4 fehlenden Spieler (die ja mitten in einer Szene weggegangen waren) nun plötzlich von Feinden gefangen genommen wurden und der Rest der Session bestand dann aus einem Befreiungsversuch, wo die verbleibenden 2 Spielercharaktere ihre 4 Freunde aus einem Gefängnis herausholen mussten. Das war am Ende fast lustiger und spannender, als das, was ich eigentlich für die Gruppe von 6 Charakteren geplant hatte.

Dennoch finde ich das Verhalten bedauerlich. Ist das nun häufig? Ist es vielleicht ein Generationenproblem? (Ich bin 40 und meine Spieler waren ungefähr 19 oder 20 ...) Ist euch das auch schon passiert?
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Pyromancer am 24.11.2014 | 17:22
Das lief eigentlich alles mehr als gut. Aber mitten im Abenteuer und mitten im Erzählfluss haben mir mehrere Leute vorgehalten, sie würden keinen Sinn in dem Abenteuer sehen und es würde sie nur langweilen (... aber die 2 Stunden bis dahin lief es gut oder 'was? ;) ).

Sie haben es vielleicht zwei Stunden lang ertragen, in der Hoffnung, dass es besser wird? Wenn jemand nach 10 Minuten "LAAANGWEILIG!" schreit und geht, dann würde ich das auch seltsam finden, aber nach zwei Stunden ist das wohl ein fundiertes Urteil.

Zitat
Ich bin mir nicht klar darüber, was ich falsch gemacht hatte. Das gleiche System und den gleichen Stil verwende ich nämlich seit Jahren und es lief auf diesem Con in den vorhergehenden Jahren immer gut.
Positiv interpretiert: Du hast halt nicht den Geschmack dieser beiden Spieler getroffen.
Negativ interpretiert: In den Jahren zuvor waren die Spieler einfach zu höflich, um einfach zu gehen.

Zitat
Ist das nun häufig? Ist es vielleicht ein Generationenproblem? (Ich bin 40 und meine Spieler waren ungefähr 19 oder 20 ...) Ist euch das auch schon passiert?
Wenn ich auf Cons so durch die Runden schlendere sehe ich schon gelegentlich Spieler, denen man ansieht, dass sie am liebsten aufstehen und gehen würden. Die allermeisten machen das halt nicht, sei es, weil sie sich nicht trauen, weil sie nichts besseres zu tun haben, oder weil sie es für unhöflich halten.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Hector am 24.11.2014 | 17:23
Habe ich noch nie erlebt. Finde ich äußerst seltsam. Und auch noch 4 auf einen Schlag... waren die als Gruppe da und hatten vielleicht einfach etwas anderes vor? Und nicht den Schneid, es zuzugeben?

Was mir in den letzten Jahren auf Cons immer wieder auffällt (glücklicherweise erst einmal in einer eigenen Runde, aber oft an Nachbartischen gesehen) sind SpielerInnen, die ständig mit ihren Mobilgeräten herumfummeln, Nachrichten lesen und sogar welche schreiben, während des Spiels. Finde ich total daneben.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: ElfenLied am 24.11.2014 | 17:24
Hast du irgendetwas getan, was deine Spieler verärgert hat? Railroading, übermässige Willkür etc.?
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Edvard Elch am 24.11.2014 | 17:29
Ich würde, wenn ich größere Probleme mit der Runde habe, das Spiel zwischen zwei Szenen unterbrechen, um darüber zu reden (ist bisher auf Con einmal passiert). Wenn man sich dann nicht einig wird, kann man immer noch gehen. Einfach so aufstehen, "laaaaangweilig" sagen und gehen ist dann doch eher nicht die feine Art.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Pyromancer am 24.11.2014 | 17:30
Ich selber kann mich an eine Runde erinnern, die war so schlecht, dass ich sie nur ertragen habe, in dem ich in den "Anthropologen-Modus" umgeschaltet habe. D.h. ich habe aufgehört, mitzuspielen, und habe nur noch so getan, als würde ich mitspielen. Statt dessen habe ich SL und Mitspieler beobachtet, versucht, zu erraten, warum sie das machen, was sie machen, etc.

Ganz interessant war, dass ein weiterer Spieler genau das Gleiche gemacht hat (der hat sogar angefangen, sich Notizen zu machen). Wir hatten hinterher eine Feedback-Runde mit dem SL, der unsere Kritikpunkte und Verbesserungsvorschläge auch gut und schlüssig fand - in der nächsten Runde Berichten zu Folge aber wieder genau den gleichen Scheiß abgezogen hat wie bei uns.

Aber wenn die Runde Müll ist, und ich weiß, dass da hinten ein anderer SL noch Spieler sucht, warum soll ich dann meine Lebenszeit weiter verschwenden? Mir macht es keinen Spaß, und dem SL und den Mitspielern wahrscheinlich auch nicht, wenn da ein angefressener und frustrierter Spieler nur aus Pflichtgefühl, Höflichkeit oder Feigheit weiter mit am Tisch sitzt.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Weltengeist am 24.11.2014 | 17:32
Ich hab das dieses Frühjahr zum ersten Mal erlebt (auch auf 'ner Con), aus der Perspektive des Spielers. Okay, war vielleicht nicht der Welt aufregendste Runde, aber auch längst nicht wirklich schlecht. Von daher hatte ich für dieses Verhalten überhaupt kein Verständnis - ich finde das eine Frechheit gegenüber Spielleiter und Mitspielern (Ausnahme: es sitzen irgendwelche völligen Irren mit am Tisch, aber das war ja scheinbar weder bei uns noch bei dir der Fall).

Mich würde aber auch interessieren, ob du einen Verdacht hast, woran es lag?
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: FlawlessFlo am 24.11.2014 | 17:33
Ich habe sowas einmal auf einem Con erlebt. Das war ein D&D 3.5 Dungeon Crawl. Eine Spielerin, ihr Gatte und ein Freund, sowie zwei weitere Spieler haben daran teilgenommen. Die Spielerin hatte nach der Hälfte aber keinen Bock auf einen Dungeon Crawl, hat das dann entsprechend kommuniziert, ihren Gatten und befreundeten Anhang eingepackt und ist abgezogen. Ihr Gatte und der Freund hätten zwar noch weiter spielen wollen, aber der Frust der Guten war ihr anzusehen und da wollte wohl niemand den häuslichen Frieden gefährden.

Okay, das lief unglücklich. Aber auch was gelernt; ich weise meine Abenteuer und den Spielstil vor den Runden auf Cons nun expliziter aus. Es passt halt nicht jeder mit jedem zusammen, also besser gleich im Vorfeld abklären, was geboten bzw. was erwartet wird.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Pyromancer am 24.11.2014 | 17:35
Habe ich noch nie erlebt. Finde ich äußerst seltsam. Und auch noch 4 auf einen Schlag... waren die als Gruppe da und hatten vielleicht einfach etwas anderes vor? Und nicht den Schneid, es zuzugeben?

Diese Space-Gothic-Runde vor ~10 Jahren in Karlsruhe, wo ich behauptet habe, ich hätte Opernkarten und müsste jetzt gehen... da hatte ich wirklich Opernkarten (für Tosca, war gut).  :)
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Jed Clayton am 24.11.2014 | 17:36
Sie haben es vielleicht zwei Stunden lang ertragen, in der Hoffnung, dass es besser wird? Wenn jemand nach 10 Minuten "LAAANGWEILIG!" schreit und geht, dann würde ich das auch seltsam finden, aber nach zwei Stunden ist das wohl ein fundiertes Urteil.

Anm.: In den zwei Stunden war ich nicht der einzige, der geredet hat. Aber als SL muss man schließlich einiges erklären - völlig neue Welt, neue Prämisse, neues unbekanntes Würfelsystem. Das ist doch klar.

Davon abgesehen ist mir klar, dass mein Stil nicht für Jedermann ist und dass es selbstverständlich Menschen gibt, die mich blöd oder unsympathisch finden. Ich bin nicht auf der Welt, um jedem und allen zu gefallen.

Ich finde es trotzdem besser, dann gar nicht erst mitzuspielen, als einen Teil einer Con-Runde mitten im Abenteuer - nach 2 Stunden in einer 4-Stunden-Runde - hängen zu lassen, auf die Gefahr hin, dass diese restlichen Spieler dann auch noch aufhören oder dass ihnen wichtige Begleiter/Helfer in der Story fehlen. Genau das ist dann nämlich der Fall. Ich habe eine einmal gewählte Runde immer bis zum Ende durchgezogen, auch wenn ich das Spiel und die Spieler gehasst habe.

Zitat
Positiv interpretiert: Du hast halt nicht den Geschmack dieser beiden Spieler getroffen.
Negativ interpretiert: In den Jahren zuvor waren die Spieler einfach zu höflich, um einfach zu gehen.

Nein, dazu hatten wir in den Runden in den Jahren zuvor viel zu viel Spaß. Die Atmosphäre war viel besser und freundschaftlicher. Gut, kann man eben nicht jeden Tag haben!

Zitat
Wenn ich auf Cons so durch die Runden schlendere sehe ich schon gelegentlich Spieler, denen man ansieht, dass sie am liebsten aufstehen und gehen würden. Die allermeisten machen das halt nicht, sei es, weil sie sich nicht trauen, weil sie nichts besseres zu tun haben, oder weil sie es für unhöflich halten.

Ich sehe das aber in der Tat sehr selten - oder es fällt mir nicht auf! In solchen Fällen sage ich mir ganz ehrlich: Cons sind zum Ausprobieren da, und jeder SL ist schließlich anders. Manchen Leuten möchte ich aufgrund früherer Erfahrungen raten: "Geht lieber nicht auf Cons!" ;)
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: alexandro am 24.11.2014 | 17:44
Habe ich bisher nur einmal erlebt: Spieler hatte am Anfang ziemliches Würfelpech und ist dann heimlich zur Brettspiel-Runde im Nachbarraum gegangen und nur wiedergekommen, wenn er gerufen wurde (wozu wir dann bald keine Lust mehr hatten).

Generell habe ich kein Problem damit, wenn Spieler die Runde verlassen möchten - sie haben keinen Vertrag unterschrieben, dass sie die Runde bis zum Ende mitmachen müssen und wenn es keinen Spaß macht, dann halt nicht. Allen kann man es nicht rechtmachen und so etwas zu sagen ist wenigstens ehrlicher, als nur passiv dazusitzen, im 10-Minutentakt für Raucher-/Toilettenpausen verschwinden oder sich einfach (wie der o.g. Spieler) ohne Ankündigung oder Begründung verdünnisieren.

Ich hatte am Sonntag auf einem Con auch eine Runde, bei der ich kurz vor dem walk-out stand (bin dann letztendlich geblieben, da es sowieso keine Alternativen gab). Manchmal hat man halt eine Runde, welche von der Ankündigung her total toll klingt, welche dann aber (aus diversen Gründen) die Erwartungen nicht erfüllt.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Grubentroll am 24.11.2014 | 17:45
Mir gings auf Cons eigentlich immer so (dass ich mich langweile). Weswegen ich das irgendwann hab sein lassen.

In so zufällig zusammengewürfelten Runden fehlt mir einfach was, was mir beim Rollenspielen sehr wichtig ist, was ich aber grad nicht eindeutig benennen kann.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Ucalegon am 24.11.2014 | 17:49
Mir wäre so ein "walk-out" ehrlich gesagt lieber, als dass mir nach 4-5 Stunden jemand das Feedback gibt, er wäre am liebsten schon nach zwei Stunden aufgestanden und gegangen. Dann muss ich mir nachher wenigstens nicht vorwerfen, anderer Leute Zeit verschwendet zu haben.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Jed Clayton am 24.11.2014 | 17:53
Habe ich noch nie erlebt. Finde ich äußerst seltsam. Und auch noch 4 auf einen Schlag... waren die als Gruppe da und hatten vielleicht einfach etwas anderes vor? Und nicht den Schneid, es zuzugeben?

Diesen Gedanken hatte ich auch schon. Das ist verhältnismäßig wahrscheinlich. Bei Runden, in denen auf einmal einer nicht mehr mag und geht, gehen dann häufig 2 bis 3 Freunde mit, wenn die mit ihm zusammen gekommen sind.

Zitat
Was mir in den letzten Jahren auf Cons immer wieder auffällt (glücklicherweise erst einmal in einer eigenen Runde, aber oft an Nachbartischen gesehen) sind SpielerInnen, die ständig mit ihren Mobilgeräten herumfummeln, Nachrichten lesen und sogar welche schreiben, während des Spiels. Finde ich total daneben.

Das liegt an der Verbreitung und der leichten Bedienbarkeit von Smartphones im Allgemeinen. Jeder hat sie, jeder mag sie. Auch ich habe schon während einer Runde auf mein Handy geschaut - das war aber wirklich NUR deswegen, weil ich nachgucken wollte, ob ein Bekannter von mir noch zu derselben Con kommt, weil er das vorher in einer Facebook-Nachricht angekündigt hatte. Da wollte ich einfach kurz gucken, ob er noch kommt oder inzwischen vielleicht abgesagt hatte.

Ich sage sonst auch immer: Handys weg! Ich mag es auch nicht, wenn Spieler unbedingt auf dem Handy mit einer Würfel-App würfeln wollen. ("Iiih, ich fasse doch nicht deine versifften Plastikwürfel an, Alter.")
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Pyromancer am 24.11.2014 | 17:57
Um die Fragen im Thread-Titel zu beantworten:
"Player walk-outs" sind ein unvermeidbares, aber minimierbares Risiko. Je klarer den Spielern ist, auf was sie sich einlassen, desto geringer ist das Risiko, dass es ihnen hinterher nicht gefällt. Dazu muss man aber in der Lage und Willens sein, zu erkennen, was die eigene Runde charakterisiert, und das auch verständlich mitteilen können - und das ist dann doch nicht ganz so einfach. Und hinterher kann es dann doch ganz anders kommen, bzw. es spielen Begleitfaktoren außerhalb des Einflussbereiches des SL auch eine Rolle.

"Player walk-outs" sind kein Arschloch-Verhalten, zumindest nicht an sich. Es kann natürlich im Einzelfall durch die Begleitumstände arschig sein, muss es aber nicht.
Edit: Ich erwarte von den Spielern, dass sie sich zumindest mit dem Vorsatz an den Tisch setzen, die Runde bis zum Ende mitzuspielen, und nicht nur die anderthalb Stunden irgendwie überbrücken wollen, bis ihre geliebte DSA3-Runde losgeht.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: ComStar am 24.11.2014 | 18:06
OT: *scnr*
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@Topic: noch nie erlebt. Das is schon krass, aber um dazu ne fundierte Aussage treffen zu können hätte ich dabei gewesen sein müssen. Sorry Jed, aber mach dir deswegen keinen Kopf. Solang das nicht häufiger passiert...
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: alexandro am 24.11.2014 | 18:11
Ich finde es trotzdem besser, dann gar nicht erst mitzuspielen, als einen Teil einer Con-Runde mitten im Abenteuer - nach 2 Stunden in einer 4-Stunden-Runde - hängen zu lassen, auf die Gefahr hin, dass diese restlichen Spieler dann auch noch aufhören oder dass ihnen wichtige Begleiter/Helfer in der Story fehlen. Genau das ist dann nämlich der Fall. Ich habe eine einmal gewählte Runde immer bis zum Ende durchgezogen, auch wenn ich das Spiel und die Spieler gehasst habe.

Was hättest du gemacht, wenn die Spieler überhaupt nicht aufgetaucht wären? Dann hätten sie ja auch als Begleiter/Helfer in der Story gefehlt.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: 1of3 am 24.11.2014 | 18:14
Hab ich mehrfach gemacht. Anwesende Tanelornis können das bestätigen. Ich empfinde es allemal als angenehmer, zu sagen, dass mir das Spiel missfällt, und mich höflich zu verabschieden als miesepetrig am Tisch zu sitzen und alle mit runter zu ziehen.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Darius am 24.11.2014 | 18:25
@Norbert: wenn ich morgen mal dazu komme, gebe ich dir mal ein ehrliches Feedback. Ich habe dich ja schon bei 2/3 Tanelorn treffen gesehen und dich kennen gelernt. Heute Abend weiß ich noch nicht, ob ich es schaffe.

Ich war übrigens nicht bei Con.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Ludovico am 24.11.2014 | 18:26
@Pyro und1of3
Je +1

Welche Wahl hat ein Spieler denn sonst?
Und zu entgegnen, dass man dann lieber gar nicht erst mit der Runde begonnen haette, dem sei doch bitte mal klar, dass man bei einer Rollenspielrunde nicht wirklich weiss, was man kriegt - ganz gleich, was auf der Packung steht.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Rowlf am 24.11.2014 | 18:27
Ich habe da auch auf beiden Seiten des SL-Schirms keine grundsätzlichen Probleme mit dem Weggehen. Bei mir ist zwar noch niemand weggelaufen und ich selbst tat es ebenfalls nicht, finde es aber durchaus besser, wenn man eine Runde (höflich) verlässt, in der man keinen Spaß hat, statt dort hängen zu bleiben und eventuell allen anderen den Spaß zu mindern.

Es kann immer vorkommen, dass man den Spielstil falsch geschildert oder verstanden hat. Muss man nächstes Mal halt besser machen oder klarer nachfragen.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: bobibob bobsen am 24.11.2014 | 18:32
Das was ich nur schade finde ist das keine Begründung abgegeben wurde was denn nun missfallen hat. Eventuell hat ja auch gar nichts missfallen und die 4 hatten einfach was anderes vor.
Nur so ein Tip ins blaue; wenn du das gleiche Abenteuer schon seit vielen jahren anbietest würde ich mir jetzt überlgen doch mal was neues auszuprobieren. Keine Kritik reine Positivanmerkung von mir.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: alexandro am 24.11.2014 | 18:37
Hatte auch schonmal einen SL-walkout (http://www.tanelorn.net/index.php/topic,84169.0.html) gemacht, als ich den Eindruck hatte dass die Spieler sich sowieso ausgeklinkt haben und nur noch aus (falscher) Höflichkeit am Tisch sitzen.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Crimson King am 24.11.2014 | 18:43
Ich finde es absolut ok, eine Runde zu verlassen, die einem keinen Spaß macht. Allerdings sollten sich, bis es so weit kommt, Möglichkeiten finden, das Problem anzusprechen und zu versuchen, eine Veränderung im eigenen Sinne zu bewirken. Wenn das nicht klappt, kann man immer noch gehen.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Bad Horse am 24.11.2014 | 18:46
Ich bin auch schon mal gegangen - ich hatte den falschen Charakter, die Runde hat nicht so funktioniert, wie ich mir das erhofft habe (das Zombie-Drama wurde zum Survival-Horror), mein Char konnte überhaupt nichts machen (er hat bei einer Apocalypse World-Runde in vier Stunden einmal gewürfelt), und meine Laune ging so langsam nach unten. Also hab ich die Runde verlassen.

...und ich hab das so verstanden, dass die Spieler ja gesagt haben, dass sie sich langweilen. Daran wird es wohl gelegen haben, ich finde das auch legitim - es sollte sich echt niemand mit einer Runde quälen müssen, die ihm nicht gefällt.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: GustavGuns am 24.11.2014 | 18:54
Schön ist das natürlich nicht, ich bin aber auch schonmal gegangen, wenn's mir zu lahm wurde und der SL meine Versuche, aus dem Angebotenen für mich irgendwie Spaß zu ziehen, dann auch noch konsequent übergangen hat, weil sie ihm nicht in den Plan passten. Bei mir passiert das für gewöhnlich wenn ich das Gefühl habe, meine Rolle könnte im Großen und Ganzen auch von einem Zufallszahlengenerator übernommen werden. Allzu oft mache ich das aber eigentlich nicht, und ich glaube die Toleranzschwelle ist da genauso unterschiedlich wie die Erwartungen der Spieler an ein Abenteuer.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 24.11.2014 | 19:05

Ich nenne das den "player walk-out", im Gegensatz zum "rage quit", wo es zu wilden Wutanfällen kommt und Tische und Bücher umgeschmissen werden. ?
Habe ich 2 mal gemacht

A das erste mal habe ich Regel 0 auf den Klischee pseudo stimme DSA Railroadend erzählenden Meister nach 30  angewandt

B das 2te mal kam ich mit dem Char nicht zurecht, ich fand keinen Zugang zum Char und regeltechnisch war mir das auch nicht so klar.
Das habe ich dann kommuniziert und mich aus der Runde verabschiedet
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Weltengeist am 24.11.2014 | 19:36
Je länger ich hier mitlese, desto klarer wird mir, warum ich für gewöhnlich nicht auf Cons gehe... ~;D
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Swafnir am 24.11.2014 | 19:38
Ich hab das auch zweimal gemacht. Einmal bei DSA und einmal bei RIFTS.

DSA: Ich hab den SL vorher extra gefragt ob das nur ein Dungeon ist, weil ich auf sowas damals keine Lust hatte. Er meinte, dass es kein Dungeon sei. Nach 5 Minuten ging es in einen Dungeon. Ich hab mir das dann sogar noch 2 Stunden angetan und bin dann gegangen.

RIFTS: Da hab ich dann irgendwann gemerkt dass ich in einer Heimrunde gelandet bin, die einfach auf der Con weiter gespielt wird. Alle kannten sich natürlich und waren punktemäßig over the top, während ich nen Anfangscharakter hatte und bestenfalls Kaffee holen konnte. Was anderes haben mich die Mitspieler auch nicht machen lassen.

Mir als SL ist das bisher nur passiert, wenn einer sich bereits in eine andere Runde eingetragen hatte und die sich überschnitten haben.  Generell muss ich sagen, wenn mir das System und der damit einher gehende Spielstil nicht gefällt, dann hab ich gefälligst sitzen zu bleiben und zuenede zu spielen (vor allem wenn es nur eine kurze Runde ist). Nur wenn der SL oder die Mitspieler echt übel sind, dann hab ich Verständis wenn einer aufsteht. Ich hab auf Cons schon 1001 Systeme gespielt die mir nicht zugesagt haben. Dafür gehe ich ja auf Cons um Systeme zu testen (oder zu leiten). Und wenn mir was nicht gefällt, dann trage ich mich da das nächste Mal nicht mehr ein. Aber ich bin es dem SL gegenüber schuldig ihm wenigstens den Respekt zu erweisen die Sache zuende zu bringen. Er hat die Runde ja vorbereitet und sich die Mühe gemacht. Da müssen sie schon echt unterirdisch sein, damit ich meine Erziehung vergesse.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Tele-Chinese am 24.11.2014 | 19:47
Also ich finde es auch OK zu gehen. Toll ist zwar was anderes, aber man ist als Spieler ja nicht verpflichtet sich bis zum Ende zu langweilen. Du hast vermutlich den Geschmack der Spieler nicht getroffen, oder aber sie haben einfach was anderes erwartet.

Ich kann dir nur empfehlen, dass nicht persönlich zu nehmen, dass Spieler im Abenteuer aufgestanden sind und ein Abenteuer bei dir abgebrochen haben. Wie schon gesagt sind Geschmäcker eben unterschiedlich. Auf einem Con hat man ja nur ein begrenztes Zeitbudget und probiert Spiele und Spielleiter aus. Wenn einem dann das Abenteuer oder der Stil nicht gefällt, dann ist es meiner Meinung nach echt besser, dass kurz anzusprechen und sich vom Tisch zurück zu ziehen, damit der Rest weitermachen kann.

Und ohne dir jetzt zu nahe treten zu wollen, aber ich habe ja auch mal auf einem Tanelorn Treffen bei dir eine Fraggle Runde gespielt. Und das war leider sehr langweilig für mich. Damals wollte ich nicht unhöflich zu Dir sein, denn du hattest dir da sehr viel Mühe gemacht und ne Menge Kram recherchiert. Aber ich muss dir sagen, ich hab dem Ende entgegen gefiebert und war froh als es vorbei war. Von daher kann ich die jungen Leute verstehen, die auf einem Con ihre Zeit und ihren Spass nicht verplempern wollen mit einem Spiel das ihnen nicht gefällt.

Du beschreibst sehr detailreich und aus der jeweiligen Perspektive, damals die, der Fraggles, sowie die seltsam anmutende Welt außerhalb von Fragglerock. Aber du hast insgesamt fünf Minuten gebraucht um einen Laternenpfahl zu beschreiben, auf den mein Fraggle dann raufgeklettert ist. Das war so gar nicht mein Spielstil. Ich brauch da mehr Action.

Von daher, verbuch Die Con-Erfahrung als schlechte Erfahrung, aber nimm es nicht persönlich! Vielleicht beschreibst du in Zukunft zu beginn einer Runde einfach wie du leitest und fragst dann die Spieler, ob sie bei dir mitspielen wollen und mit dem Stil umgehen können. Das wäre zumindest dass, was ich daraus ziehen würde.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Jed Clayton am 24.11.2014 | 19:59
RIFTS: Da hab ich dann irgendwann gemerkt dass ich in einer Heimrunde gelandet bin, die einfach auf der Con weiter gespielt wird. Alle kannten sich natürlich und waren punktemäßig over the top, während ich nen Anfangscharakter hatte und bestenfalls Kaffee holen konnte. Was anderes haben mich die Mitspieler auch nicht machen lassen.

Das Problem in sehr, sehr ähnlicher Form habe ich schon in DSA-, D&D-, Shadowrun- und manchen WoD-Runden mitbekommen. Insbesondere Shadowrun schien für solche Spielrunden besonders anfällig zu sein. Gerade weil in meinem Umfeld praktisch alle Shadowrun-Gruppen im Endeffekt gleich sind. ;)

Zitat
Mir als SL ist das bisher nur passiert, wenn einer sich bereits in eine andere Runde eingetragen hatte und die sich überschnitten haben. Generell muss ich sagen, wenn mir das System und der damit einher gehende Spielstil nicht gefällt, dann hab ich gefälligst sitzen zu bleiben und zuenede zu spielen (vor allem wenn es nur eine kurze Runde ist). Nur wenn der SL oder die Mitspieler echt übel sind, dann hab ich Verständis wenn einer aufsteht. Ich hab auf Cons schon 1001 Systeme gespielt die mir nicht zugesagt haben. Dafür gehe ich ja auf Cons um Systeme zu testen (oder zu leiten). Und wenn mir was nicht gefällt, dann trage ich mich da das nächste Mal nicht mehr ein. Aber ich bin es dem SL gegenüber schuldig ihm wenigstens den Respekt zu erweisen die Sache zuende zu bringen. Er hat die Runde ja vorbereitet und sich die Mühe gemacht. Da müssen sie schon echt unterirdisch sein, damit ich meine Erziehung vergesse.

Das deckt sich im Grunde mit meiner Meinung. Allerdings bin ich ja seit Jahren immer als SL auf den Cons und erlebe nur wenige Sachen als Spieler.

@Tele-Chinese:
Die Runde mit den Fraggles war ein Experiment nur für das Tanelorn-Treffen und dabei leider auch keine meiner besseren Runden. Tut mir leid für dich/euch. Ich hatte mir das damals auch anders vorgestellt. Außerdem war die Runde spät am Abend und ich war da in einem seelischen und allgemeinen Tief und wollte trotzdem irgendwie spielleiten (weil es nun mal ausgemacht war). Letztes Mal - also vorgestern - waren meine Beschreibungen ganz und gar im normalen Rahmen bzw. so, wie ich sie von anderen SL kenne, von Online-Runden und sonstigen Runden, wo man nicht zu jeder Kleinigkeit einfach ein Bild oder ein Foto zeigen kann.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Swafnir am 24.11.2014 | 20:14
Oh ja das kenne ich von Shadowrun auch sehr gut. Daher spiele ich kein Shadowrun mehr 8)


Jeder hat mal einen schlechten Tag. Wenn ich davon ausgehe, dass es nicht daran liegt, sondern der schlecht ist oder wir nicht zusammen passen, dann spiele ich das nächste Mal nicht mehr bei dem - fertig. Aber einfach aufstehen und weggehen, wenn der Sl oder die Mitspieler nichts wirklich schlimmes gemacht haben, dann finde ich das einfach asozial. Klingt böse, aber wenn ich meine "verschwendete Zeit" wichtiger erachte als die Wirkung die mein Austritt auf den SL oder die Mitspieler hat, dann ist das einfach nicht sozial. Gerade auf Cons wie der Dreieich Con, wo sich die Leute fast um die Plätze schlagen, hab ich für sowas kein Verständnis.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 24.11.2014 | 20:16
zu 2 ich war dadurch das störende, bremsende Element in der Runde.

Wäre es besser gewesen zu bleiben?
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Bad Horse am 24.11.2014 | 20:22
Schwerti: Denke ich nicht. Besser, ein Spieler weniger, als einer, der nur herumhockt und irgendwie unzufrieden ist.

Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Swafnir am 24.11.2014 | 21:05
zu 2 ich war dadurch das störende, bremsende Element in der Runde.

Wäre es besser gewesen zu bleiben?

Vielleicht bin ich auch was besonderes, dass ich eine Runde die mir nicht besonders zusagt auch ohne stören hinter mich bekomme.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Bad Horse am 24.11.2014 | 21:13
Vielleicht bin ich auch was besonderes, dass ich eine Runde die mir nicht besonders zusagt auch ohne stören hinter mich bekomme.

Es stört manchmal auch nur, wenn jemand sich nicht richtig beteiligen und einbringen kann (warum jetzt auch immer). "Stören" ist halt relativ, und manch einer stört sich schon am passiven Mitspieler, während andere erst von einer plottorpedierenden Nörgelbären genervt sind.  :)
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Skele-Surtur am 24.11.2014 | 21:20
Ich bin einmal aufgestanden und gegangen - aber das lag nicht am SL, sondern an zwei Mitspielern, die mir extrem auf den Sack gegangen sind. Ansonsten ist mir das aber noch nie begegnet.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Ludovico am 24.11.2014 | 21:23
Ich bin mal aus einer Cthulhu 1960-Runde bei der Nordcon gegangen. Ok, ich hab Müdigkeit vorgetäuscht, aber mir fiel partout nicht ein, wie man das Erlebte zu solch später Stunde in eine nicht-verletzend wirkenden Erklärung packen kann.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Bad Horse am 24.11.2014 | 21:25
Ach, ich bin noch mal gegangen. Da hab ich auch Kopfweh vorgetäuscht - wir wollten DSA spielen, und der SL meinte, die Charaktererschaffung ging "ganz schnell", er macht das kurz. Nach einer halben Stunde durften wir dann noch dies verteilen, das verteilen, auch dem "Gedankenkontrolle-und-dann-durchpoppen"-Magier einen halbwegs vernünftigen Charakter machen... und als wir dann "nur noch" 450 Punkte verteilen sollten, hatte ich echt keine Lust mehr.  :P
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Swafnir am 24.11.2014 | 21:27
Ach stimmt, Müdigkeit habe ich vergessen als Grund. Das find ich in Ordnung. Manchmal überschätzt man sich da einfach und ist dann quasi tot.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 24.11.2014 | 22:10
Vielleicht bin ich auch was besonderes, dass ich eine Runde die mir nicht besonders zusagt auch ohne stören hinter mich bekomme.
d6 kannst also Bremsklotz sein ohne zu stören?
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Hector am 24.11.2014 | 22:25
Diese Space-Gothic-Runde vor ~10 Jahren in Karlsruhe, wo ich behauptet habe, ich hätte Opernkarten und müsste jetzt gehen... da hatte ich wirklich Opernkarten (für Tosca, war gut).  :)

Echt jetzt, Karlsruhe? War ich da jemals? Was war das für eine Con?
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Pyromancer am 24.11.2014 | 22:56
Echt jetzt, Karlsruhe? War ich da jemals? Was war das für eine Con?

Das müsste so um 2003 gewesen sein, Klein-Con im Anne-Frank-Haus, 2-SL-Abenteuer, Pilzplanet, unsere Gruppe hatte den AT-AT und irgend wo im Dschungel waren Rebellen (die andere SC-Gruppe) und eine ominöse Station mit Keller - und dann musste ich gehen.  8)

Oder verwechsle ich dich da?
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Silent am 24.11.2014 | 23:06
Also ich hab das einmal bisher gemacht.

Es handelte sich um eine SR Runde und ich hatte mehre fertige Charaktere mit, für die unterschiedlichsten Aufträge. Man will ja flexibel sein. Alle waren natürlich standardmäßig mit allem ausgestattet, was sie so brauchten. Es waren halt sofort spielbare Charaktere. Ich dachte das wäre halt so üblich auf einer Con...

Aber es kam anders und es war übel.

Ich saß also am Tisch und fragte die SL ein wenig nach dem Run aus, sagte ihm, dass ich mehre Charaktere im Angebot hatte und welcher den dazu passen könnte. Durch die Antwort fielen ein paar Optionen weg und ich war also innerhalb von 5 Minuten spielbereit. Die anderen Spieler angeblich auch...

Auftrag wurde angenommen, das Spesenkonto wurde eingerichtet und es ging nun darum extra Ausrüstung für die spezielle Art des Run einzukaufen. Ok es war ein Dschungel-Run, der uns nach Brasilien führen sollte. Ich sah auf meinen Bogen, dachte mir noch "Joah, Mückenspray vielleicht, aber der Rest ist eigentlich klar..." und verbuchte das mit "Dschungeltaugliche Kleidung und Waffen".
Doch dann fing die Hartwursteinkaufsorgie ala DSA Handelsherr und Kiepenkerl an und ich sagte "Joah, ich bin fertig, ich hol mir kurz in der Cafete etwas Knapperzeug, wenn ihr noch was braucht".
15 Minuten später war ich wieder zurück, ich hatte mich etwas verquatscht und schämte mich schon, weil die anderen bestimmt auf mich warten, oder schon angefangen haben...
Nein... man war noch am Einkaufen...
Ich entschuldigte mich, dass ich kurz in den Nachbarraum gehen würde, wo eine Freundin von mir eine Runde am vorbereiten war. Da es wirklich nur 6 Meter waren, hab ich dann einen Kumpel gebeten, dass er mich doch kurz rufen soll, wenn es losging. Wir quatschten und ich half ihren Spielern beim Charakterbau und nach gut 45 Minuten dachte ich schon, dass mich mein Kumpel vergessen hatte und ich schlenderte zurück...
Man war immer noch am Einkaufen... ohne scheiß... es war jetzt über eine Stunde nach Annahme des Auftrags und man unterhielt sich noch ob man jetzt doch noch drei Rauchgranaten mitnehmen sollte, oder doch lieber das Kleine Schwarze  von Victorias Secrets...
Ich sah mir dass Spiel dann 10 Minuten an und ging kopfschüttelnd wieder rüber zu meiner Kollegin. Die lachte, stand auf und ging rüber. Sie kam wieder und meinte "Ich hab dennen erzählt dass du jetzt bei mir mitspielst!"

Es war dann doch eine sehr geile Runde ^^
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Blizzard am 24.11.2014 | 23:29
Sowas ist mir in den letzten 10 Jahren glaube ich nur ganz am Anfang einmal passiert. Ich habe eine 7teSee-Runde angeboten, hatte aber nur 2 Spieler (die ich kannte). Irgendwann kamen dann noch 2 andere Spieler hinzu...die kamen aber nur deswegen, weil die DSA-Runde, für die sich eingetragen hatten, ausgefallen war. Und sie keinen Bock hatten, nur untätig rumzusitzen. Gut, nach etwas 2 Stunden Spielzeit stand der eine auf und meinte: " Mein Bus fährt in einer halben Stunde." Geraume Zeit später stand dann sein Kumpel auf und meinte, er müsse jetzt los, damit er seinen Zug noch erwischt. Ob die das damals gesagt haben, weil sie es langweilig fanden (den Eindruck hatte ich damals nicht) oder ob sie wirklich auf den Bus/zum Zug mussten, weiß ich nicht mehr. Ich weiß nur noch, dass ich damals noch in den Anfängen meiner jungen SL-Karriere stand, und mit so etwas überhaupt nicht gerechnet hatte. Ich weiß aber noch, dass ich das Verhalten der beiden damals asozial fand, weil die beide ganz genau wussten, wann der letzte Bus/Zug fährt, und mir vor dem Spiel(en) nicht gesagt hatten, dass sie auf den Bus/Zug müssen. Hätte ich das vorher gewusst, hätte ich das Abenteuer ganz anders aufgezogen.

Als Spieler hatte ich schon mehrere Erlebnisse/Runden dieser grauenhaften Art...meistens habe ich mich dann aber dem Wohl der Gruppe/Runde geopfert, und bis zum bitteren Ende weitergemacht. Bei der ein-oder anderen Runde weiß ich, dass es ein Fehler war, weil ich mir dadurch hätte einiges ersparen können. Andererseits hätte ich so ein paar wirklich grauenvolle Runden verpasst, die ich heute ganz gerne als abschreckendes Beispiel verwenden. >;D
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Jed Clayton am 25.11.2014 | 01:55
Ich werde mich nun sicherlich nicht wochenlang darüber ärgern oder beklagen. Morgen habe ich bestimmt schon wieder andere Probleme, oder nicht? ;)

Dennoch bleibt der "walk-out" eben ein walk-out und er wirft absolut kein gutes Licht auf mich.

Was mich diesmal besonders daran gestört hat:


Daraus kann ich also nur folgern, dass ich über meinen persönlichen Zenit hinaus bin und jetzt anscheinend schon gegen meinen eigenen Erfolg von 2007 bis 2010 "anspiele". Ich bin als Spielleiter also nicht besser geworden, eher schlechter, und eine bessere Menschenkenntnis als früher habe ich garantiert auch nicht.

Ich schätze z.B. Blicke, Gesten, Lächeln, Lachen, Körperhaltungen und auch Worte immerzu falsch ein. Deswegen sehe ich keine Probleme vor mir, sondern nur fröhliche, zufriedene und interessierte Spieler. Da ich viele Menschen immer falsch einschätze, wundere ich mich nach so einem Vorfall logischerweise, dass es jemandem nicht gefallen hat. "Es war doch alles so schön. Nichts Schlimmes ist passiert. Warum sind sie dann weggegangen?"
:(
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Silent am 25.11.2014 | 03:34
Alles möglich... oder die vier hatten noch einen anderen Termin und sind deshalb geschlossen abgehauen...wobei man das hätte auch sagen können statt langweilig zu rufen und sich zu verpissen ;)
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Feuersänger am 25.11.2014 | 05:39
Ich bin noch nie out-gewalkt, aber das eine oder andere Mal im Leben war ich schon kurz davor. Einmal übrigens bei dir Jed - das einzige Mal, wo ich bei dir mitgespielt habe. Du erinnerst dich vielleicht noch, ist ja schon ca 5-6 Jahre her. Meine damalige Freundin, die auch dabei war, hatte mir meinen Ärger auch angesehen und sich gedacht "Oh Gott, gleich platzt er" - er ist aber nicht geplatzt sondern hat sich beherrscht. Ich sage das nur, weil du offenbar nichts davon mitbekommen hast.
[Ich hatte dir ja die Gründe für meine Unzufriedenheit auch nachher nochmal per Email dargelegt, was du im Wesentlichen mit "Seh ich nicht so" beiseite gewischt hast.]

Insofern -- wenn du immer noch so leitest wie damals, habe ich vollstes Verständnis für diese Spieler. Sorry wenn ich das hier so harsch in der Öffentlichkeit hinknalle, aber du hast ja im Prinzip danach gefragt.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Rhylthar am 25.11.2014 | 06:14
Natürlich ist sowas "Berufsrisiko". Und auf CONs leiten oder spielen ist halt die große Wundertüte, für beide Seiten.

Deswegen bin ich da auch bei Grubentroll; ich lasse es lieber, bevor ich Lebenszeit verschwende, meine oder die von anderen. Es fehlt einfach die Harmonie (mir fällt kein anderes Wort ein), die sich in Heimrunden über eine längere Zeit gebildet hat.

Zitat
Das gleiche System und den gleichen Stil verwende ich nämlich seit Jahren und es lief auf diesem Con in den vorhergehenden Jahren immer gut.
Das ist vollkommen egal. Was in einem Jahr total gut geklappt hat bei einer Gruppe, kann im nächsten schon fürchterlich in die Hose gehen. Erlebe ich jedes Jahr in meinem Job aufs Neue.  :D
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Hector am 25.11.2014 | 06:46
Das müsste so um 2003 gewesen sein, Klein-Con im Anne-Frank-Haus, 2-SL-Abenteuer, Pilzplanet, unsere Gruppe hatte den AT-AT und irgend wo im Dschungel waren Rebellen (die andere SC-Gruppe) und eine ominöse Station mit Keller - und dann musste ich gehen.  8)

Oder verwechsle ich dich da?

Klingeling... KellerCon? Ja, da dämmert was, aber ich habe die Rebellengruppe geleitet.  :headbang:
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Weltengeist am 25.11.2014 | 07:51
Vielleicht bin ich auch was besonderes, dass ich eine Runde die mir nicht besonders zusagt auch ohne stören hinter mich bekomme.

Oder du bist ein altmodischer Sack wie ich. Ich spiele ja auch Fußball, und da geh ich auch nicht mittendrin heim, weil ich das Spiel heute gerade doof finde und mit meiner Zeit was besseres machen könnte.  ;)
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Turning Wheel am 25.11.2014 | 08:23
...leider nicht zum ersten Mal...

Hi Jed!

Ich bin eigentlich nicht sehr überrascht, dass ausgerechnet du den Begriff Player Walk-Out prägst.
Wie du dich erinnern kannst, gab es das auf deiner Runde auf dem letzten Feen-Con, bei der ich auch dabei war.
Statement des Spielers war: "Ich geh jetzt, weil mir das einfach zu langsam ist."
Du erinnerst dich vielleicht auch, dass wir dann auf mein Anraten aufgehört haben, weil ich und alle anderen auch dieser Meinung waren.
Wir sind zu dem Zeitpunkt bereits etwa drei Stunden dagesessen und das eigentliche Spiel hatte gerade angefangen, ohne dass
weit und breit ein erkennbares Ziel oder ein erkennbarer Plot oder gar ein erkennbares generelles Spielkonzept zu sehen gewesen wäre.

Wir haben dann über eine Stunde ausführlich besprochen, woran das mit dem WalkOut lag. Ich hoffe, du kannst dich noch an die Gründe erinnern.
Andernfalls lege ich dir das gerne noch einmal da.

Und nur damit hier kein Missverständnis aufkommt: Ich mag dich sehr und wollte die Gespräche, die wir auf mehreren Cons hatten, nicht missen.
Aber die RuneQuest-Runde auf dem FeenCon war auf praktisch allen Ebenen ein rollenspielerisches NoGo für mich.
Und das liegt nicht an RuneQuest, denn das ist definitiv eines der drei Systeme, das ich am meisten mag.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: JS am 25.11.2014 | 08:55
Auf dem letzten Nordcon gerieten wir zu viert in eine Runde, in der die anderen drei Spieler mit einem komplett anderen und unerträglich infantil-lahmärschigen Spielstil das Spiel dominierten. Der SL ließ sich auch noch darauf ein und beachtete unsere Zielstrebigkeit wenig. Wir bissen die Zähne zusammen und hielten bis zum offiziellen Rundenende um 17 Uhr durch, aber dann waren wir sofort weg. Der SL gab dann zu, wir hätten gerade einmal ein Drittel des Abenteuers geschafft. Tolle Wurst - und kein exotisches Einzelerlebnis auf Cons: Ich denke mit Schaudern an einige Anti-SL zurück, von deren Tischen wir fliehen mußten.

Da ich mit zunehmendem Alter immer weniger einsehe, daß ich der Welt ständig mehr Rücksicht entgegenbringen soll, als sie mir, werde ich das nächste Mal auch wieder lieber aufstehen und gehen. Besser Zeit an Verkaufsständen und im Café verbringen als in solch einer Runde. Miese Mitspieler mit einem guten SL kann man ertragen, aber keinen miesen und/oder den eigenen Vorlieben fernen SL.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Hotzenplot am 25.11.2014 | 08:59
Wenn ich hier so mitlese (meine Con-Erfahrungen sind eher gering und beschränken sich größteneils auf das :T: - Treffen, was ja nun auch noch etwas anders ist), stelle ich mir die Frage, ob bei einigen nicht auch die Erwartungen viel zu hoch sind?
Es ist doch klar, dass das Miteinander bei Fremden potenziell nicht so reibungslos ist wie in einer eingespielten Truppe, oder?

Ich hatte zuletzt auch ein Erlebnis bei einem Rollenspieltreffen, wo mir zwei SpielerInnen auf die Nüsse gegangen sind. Allerdings hat der SL damals einen super Job gemacht und ich wollte das System ein bisschen ausprobieren, so what?
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: JS am 25.11.2014 | 09:03
Erwartungen an Cons zu hoch?
Hihihuhuhoho.
 ;D
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Chiarina am 25.11.2014 | 09:19
Warum wird hier eigentlich so wenig über die Möglichkeit geschrieben, sich gegebenenfalls mal auf der Spielerebene zu äußern? Wenn ich in einer Runde sitze und die ist so langsam, dass ich vor lauter Langeweile am liebsten gehen würde, dann spreche ich das doch erstmal laut aus, oder? Ich kann dem Spielleiter sagen: "Equipment einkaufen finde ich nicht so irrsinnig spannend und das dauert jetzt schon lang genug. Können wir nicht zum eigentlichen Abenteuer kommen?"

Ich verstehe auch nicht, warum so wenig über die Möglichkeiten der Spieler geschrieben wird, das Aktionstempo zu bestimmen. Wenn ich vor einem langsamen Spielleiter sitze, dann muss ich eben als Spieler selber ein bisschen Action machen, das sollte doch möglich sein! Alle sprechen von Sandboxes, in denen die Spieler ganz toll superselbständig die Handlungen ihrer Charaktere bestimmen können und dann sitzen sie vor einem Spielleiter, der Ihnen nicht gleich mit dem Plot vor der Nase herumwedelt und das ist dann auch wieder langweilig... komisches Verhalten, finde ich.

Ich kann mir schon vorstellen, dass es ungünstige Gruppenkonstellationen auf einem Con geben kann. Ich denke ich aber, dass jeder erstmal selbst dafür verantwortlich ist, Spaß zu haben.

Player walk-out sollte in meinen Augen wirklich die letzte Möglichkeit sein (und Älterwerden ist keine Entschuldigung für Unhöflichkeit).

Chiarina.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: JS am 25.11.2014 | 09:25
Es soll aber gerade im Rollenspielumfeld auch empfindliche Menschen geben, die selbst auf freundlichste Kritik oder Beeinflussung ruppig reagieren.
;)

Allerdings ist richtig, daß man auf einem Con wenig zu verlieren hat, wenn man Mißstände auch mal freundlich, aber deutlich anspricht. Das hat auch schon geklappt, ist aber situations- und personenabhängig; außerdem ist dafür entscheidend, wieviele Leute der Gruppe offensichtlich Spaß haben.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: ChaosAmSpieltisch (CaS) am 25.11.2014 | 09:25
Sorry, klar gehe ich, wenn mir eine Runde nicht passt, sei es weil der SL nicht passt, oder weil es tot langeweilig ist.

Klar quetsche ich mir noch ein: Kopfschmerzen, dringender anderer Termin oder so was raus.

Aber ich werde mir doch nicht auf eine Con noch mit dem SL darüber reden, wieso. Klar wäre es höflich. Aber die Chance, dass es dabei kracht, und ich mir dabei die Con verderbe (und dem SL gegebenfalls auch noch mit), warum sollte ich mich diesem Risiko aussetzen.

Kurze, halbwegs nachvollziehbare Begründung und dann Abgang. Alles andere ist doch Verschwendung von Lebenszeit, und nur eine gute Chance, dass man am Ende sich selbst die Lust noch mehr verdirbt (die meisten Menschen sind meiner Erfahrung nach einfach nicht in der Lage eine: Das passt nicht zu akzeptieren, und wollen eine subjektive Sache - Spielstil passt nicht - begründet haben, Geschmack kann man aber nicht begründen)
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Chiarina am 25.11.2014 | 09:35
Hm. Wenn jemand vom Tisch aufsteht und geht wäre ich als Spielleiter wesentlich stärker angepisst, als wenn er sagt: "Geht´s nicht ein bisschen schneller?". Man kann so etwas auch zivilisiert und höflich formulieren!

Aber ich sehe schon - das ist möglicherweise wirklich von Mensch zu Mensch verschieden.

Chiarina.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 25.11.2014 | 09:52
stelle ich mir die Frage, ob bei einigen nicht auch die Erwartungen viel zu hoch sind?
sich nicht powermasternd railroaden , vom Meister nicht den eigenen Char fremdbestimmen lassen wollen etc ist also zu hohe Ansprüche stellen?
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 25.11.2014 | 09:54
Warum wird hier eigentlich so wenig über die Möglichkeit geschrieben, sich gegebenenfalls mal auf der Spielerebene zu äußern?
Weil das Spiel, Conzeit etc kostet und ggf nur verschwendeter Atem ist.

Besagter Meister hat erst kapiert, das ich draussen bin, als ich meinen Kram gepackt habe und ging
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: ChaosAmSpieltisch (CaS) am 25.11.2014 | 10:00
Hm. Wenn jemand vom Tisch aufsteht und geht wäre ich als Spielleiter wesentlich stärker angepisst, als wenn er sagt: "Geht´s nicht ein bisschen schneller?".

Ganz ehrlich, die meisten SLs auf Cons kenne ich nicht, und die meisten werde ich vermutlich nie wieder sehen. Entsprechend ist es sehr nachrangig, ob jemand Fremdes angepisst ist oder nicht, der muss hinter mir erstmal zurückstehen, weil es auf der Con meine Freizeit ist. Bei Freunden ist es natürlich was anderes, und bei Bekannten sicherlich auch, aber bei Fremden?

Ich würde niemandem absichtlich die Con verderben, aber wenn ich abwäge, die Chance mir die Con zu verderben, oder einem Fremden, dann wähle ich doch zu erst einmal mich.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Grubentroll am 25.11.2014 | 10:11
Ich will nur kurz anmerken, dass ich den Thread interessant finde, weil mal so etwas grundsätzlich soziales besprochen wird, was hier in den ganzen Technikdiskussionen immer ein wenig untergeht.

Ich hatte noch nie ein Problem damit, wenn das Regelsystem Bullshit ist, aber ein doofer neuer Spieler in der Runde der nicht reinpasst und die ganze Runde runterzieht, und es macht mir keinen Spaß mehr. Aber so richtig nicht.

Leute die auf Cons spielen oder mit irgendwelchen fremden Leuten in irgendwelchen Online-Video-Chats haben meinen größten Respekt, aber für mich gehört zum P&P einfach dazu, dass ich mich mit meinen Freunden treffe, es wird gekocht oder gar gleich auf dem Balkon gegrillt, viel Bier getrunken, Spaß gehabt, und irgendwann riechts in dem Zimmer in dem stundenlang gespielt wurde als hätte ne Horde alter Ziegenböcke da übernachtet.

Das ist für mich 80% des Rollenspiels. Ob ein System "aktive Parade" hat, oder "Combat as Sports" ist, oder "narratives Regelelement X" nicht funzt ist für mich eigentlich erst mal Wurst, wenn so ein dummer Penner am Tisch sitzt, der alles runterzieht.

Und um jetzt den Schwung zum eigentlichen Threadthema zu kriegen: Mich wundert's eigentlich generell, dass CON-Runden so gut funktionieren. "Player Walk Outs" müssten eigentlich meiner Meinung nach eher der Normalfall sein.

Ich denke, Jed, du wärst besser beraten, mit Leuten zu spielen, die deinen Leitstil mögen, und damit gut klar kommen. Für Cons bist du dann wohl eventuell nicht die richtige Art von Spielleiter.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Slayn am 25.11.2014 | 10:16
Hm. Wenn jemand vom Tisch aufsteht und geht wäre ich als Spielleiter wesentlich stärker angepisst, als wenn er sagt: "Geht´s nicht ein bisschen schneller?". Man kann so etwas auch zivilisiert und höflich formulieren!

Aber ich sehe schon - das ist möglicherweise wirklich von Mensch zu Mensch verschieden.

Ich denke, es kommt da aber auch ein wenig drauf an "worum es geht". Ich bin z.B. früher eigentlich nur wegen Organized Play Sachen auf Cons gegangen, etwa RPGA oder Shadowrun Missions. Kurze, knackige Abenteuer die man mal eben mit Fremden spielt und seinen eigenen Charakter in der Kampagne noch ein wenig hochleveln kann. Da sag ich schon "Mach(t) mal ein wenig schneller" wenn das Ding auf einen 4h-Slot ausgelegt ist, kein Wunderwerk an Komplexität für den SL darstellt und ich eigentlich nur das Modul erfolgreich beenden will.

Das bewusste Antesten von unbekannten Systemen oder Spielstilen ist dagegen schon eine andere Sache. Da will ich etwas kennenlernen und wenn es nicht passt, dann passt es halt nicht. Das sage ich dann aber auch so an und mache mich dann vom Acker.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Conan der Barbier am 25.11.2014 | 10:31
Eine interessante Diskussion. Ich habe das Problem zwar noch nie direkt erlebt, muss aber sagen, dass ich als SL schon ziemlich verstimmt wäre, wenn es mir passieren würde. Ich versuche im allgemeinen schon meine Rundenankündigungen so zu formulieren, dass Spieler, die sich eintragen, in etwa wissen, was sie erwartet, und sage auch vor dem eigentlichen Spielen ein paar Worte zu meinem Stil als SL. Wer danach aufsteht und sagt, das ist nichts für mich - fände ich noch ok.

Aber wenn ich den Eindruck gewinne, da hat sich jemand in meine Runde eingeschrieben, um die 1,5 Stunden bis zu der Runde zu überbrücken, die er eigentlich spielen möchte, und damit (jedenfalls auf Cons, wo SL-Mangel herrscht) anderen, die gerne mitgespielt hätten, einen Platz blockiert, finde ich das ziemlich unverschämt. Insofern wäre es mir in jedem Fall lieber, wenn jemand frühzeitig (sobald er es eben merkt) und offen mitteilt, was Sache ist. Ich weiß, man trifft auf Cons oft auf Menschen, die nicht reif genug sind, wie unter Erwachsenen über solche Probleme zu reden. Aber das ist in meinen Augen keine Entschuldigung dafür, mir nichts dir nichts aufzustehen, ohne wenigstens dem SL die Chance gegeben zu haben, das Spiel anzupassen (ob er es tut, ist natürlich eine andere Frage). Und es ändert nichts daran, dass auch ein SL, der sich immerhin Mühe gemacht hat, nach mehreren solcher Ereignisse ggf. die Lust verliert, noch zum Gelingen einer Con beizutragen.

Ich muss sagen, dass ich insgesamt leide den Eindruck habe, man trifft auf Cons viel zu oft Spieler, die mit einer starken Konsumhaltung an die Sache herangehen - sie haben ja Eintritt gezahlt. Nur dass die SL halt auch nicht bezahlt werden, sondern ihre Freizeit einbringen. Ich versuche das immer im Kopf zu behalten, wenn mir eine Runde nicht sonderlich gefällt, und zumindest zu vermitteln, dass ich das anerkenne, auch wenn mir die Runde mal nicht zusagt.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: KlickKlack am 25.11.2014 | 10:53
Zitat
Ich muss sagen, dass ich insgesamt leide den Eindruck habe, man trifft auf Cons viel zu oft Spieler, die mit einer starken Konsumhaltung an die Sache herangehen - sie haben ja Eintritt gezahlt. Nur dass die SL halt auch nicht bezahlt werden, sondern ihre Freizeit einbringen.
mal von "mir macht das Spaß" abgesehen spielt persönliche Eitelkeit und der Wunsch sich öffentlich darzustellen für jeden Spielleiter eine Rolle, vor allem wenn man nicht mit ?Freunden, sondern bewusst mit Fremden spielt. Für mich ist das in gewisser Weise wie eine Performance oder ein Schauspiel... Wenn ich mich aber auf die Bühne wage, muss ich auch damit umgehen können abgelehnt zu werden, auf der anderen Seite genießt man ja auch Lob und begeisterte Aufmerksamkeit. In sofern finde ich es absolut angemessen der Performance auch eine Absage zu erteilen und zu gehen wenn es nicht meinen Erwartungen entspricht. Wenn ich etwas öffentlich mache ist Resonanz nunmal Teil des Deals. Bezahlung hat damit nichts zu tun, Laienschauspieler müssen das auch leidvoll erfahren, von jungen Musikern und Künstlern mal ganz abgesehen.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Hotzenplot am 25.11.2014 | 11:02
sich nicht powermasternd railroaden , vom Meister nicht den eigenen Char fremdbestimmen lassen wollen etc ist also zu hohe Ansprüche stellen?
Es war eine offene Frage von mir, Schwerttänzer. Ich kann deine Gegenfrage logischerweise schlecht beantworten, weil ich deine Erwartungen und Erfahrungen nicht kenne.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Dark Stone Cowboy am 25.11.2014 | 11:04
Wenn das frühzeitig und unter Angabe von Gründen geschieht, KlickKlack, wäre das durchaus okay. Wer aber erst nach 1 1/2 Stunden aufsteht und geht "Weil dieser Leitstil leider so gar nicht seins ist", halte ich das für eine Unverschämtheit sondergleichen. Niemand kann mir erzählen, dass er 90 Minuten und mehr braucht, um zu bemerken, ob ihm eine Runde gefällt. Das weiß man spätestens nach einer halben Stunde ... vermutlich schon nach 15 Minuten, wenn die Runde direkt ins Spiel startet und nicht erst Kleinkram veranstaltet.

Da hat sich jemand vorbereitet und ist bereit ein Abenteuer für Fremde zu leiten. Ein Job, den nicht umsonst kaum einer gerne macht. Ich weiß, hier gibt es im Forum so einige passionierte Spielleiter ... aber auf die gesamte Rollenspielerschaft bezogen sind das wohl verschwindend geringe Zahlen.

Wenn mir nach 2 Stunden auffällt, dass mir die Runde plötzlich doch keinen Spaß macht, dann bleib ich sitzen und zieh es bis zum Ende durch ODER habe einen Ersatz an der Hand (sei es durch einen anderen Spieler, der gerade zusieht oder sonst wie). Aufstehen und weggehen käme für mich nur bei groben Vergehen am Miteinander in Frage.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Curwen am 25.11.2014 | 11:06
Ich war auch Spieler in der angesprochenen RuneQuest-Runde auf der Feencon. In der kurzen Zeit, die wir tatsächlich mit Spielen verbracht haben, hatte ich den Eindruck, dass dir das Kampagnenspiel viel besser liegen könnte als das Leiten einer Con-Runde. Vielleicht denkst du einfach in zu weitläufigen Plots für die kurze Zeitspanne, die dir tatsächlich zur Verfügung steht. Ich hatte nicht das Gefühl, dass du schlecht erzählst.

Die Vorbereitung war halt nur nicht abgeschlossen und zog sich hin, weil die Charaktere nicht fertig waren und das bei RuneQuest nach Regelbuch schonmal länger dauern kann. Deine Gründe dafür hattest du ja auch auch verständlich dargelegt, aber dann hätte ich einfach ein paar hundert Prozent nach Laune verteilen lassen, damit es losgehen kann.

Ich bin mir sicher, wenn du Con-Runden gut vorbereitet mit einem Knall einleitest und dich nur auf ein paar Highlights konzentrierst, dann klappt es auch besser.

Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: ChaosAmSpieltisch (CaS) am 25.11.2014 | 11:09
...Niemand kann mir erzählen, dass er 90 Minuten und mehr braucht, um zu bemerken, ob ihm eine Runde gefällt. ....

Ich will es dir doch erzählen, und zwar sowohl auf Cons als auch in normalen Runden. Warum? Ganz einfach weil der Spielstil sich sehr oft nach der ersten Phase ändert. Dort wo sich die Chars kennenlernen, noch das Vorgeplänkel ist und nicht das eigentliche Abenteuer, da sind sehr viele SLs sehr anderes als wenn es zum eigenen Abenteuer geht.

Das merkt man oft sehr viel später (auf Con kommen die 90 Minuten bis 120 Minuten meiner Erfahrung recht gut hin, in privaten Runden können wir gerne mal ein paar Sitzungen dranhängen)
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Ludovico am 25.11.2014 | 11:14
Grundsaetzlich sehe ich es u.U. als sinnvoll an unter falschen Entschuldigungen das Spiel vorzeitig zu verlassen. Wenn der Rest der Runde Spass hat (wie beim SR-Beispiel), wieso sollte ich dann den Querulanten machen und nerven?
Wenn allerdings mehrere Spieler gleichzeitig aufstehen, dann sollte der SL sich halt ernsthaft fragen, wo das Problem liegt. Eventuell sind die Spieler sowieso in einer Runde und kommen mit dem Leitstil nicht klar. Wenn das aber nicht der Fall ist, dann liegt das mit grosser Wahrscheinlichkeit an der Persoenlichkeit des SL.

Und ein Feedback geben... Warum? Zum einen kann das nicht jeder einem Fremden gegenueber (vor allem, wenn er von der Runde angenervt ist) und wenn eine einzelne Person geht, steht sie als Querulant dar.

Persoenlich freue ich mich auch etwas ueber eine solche Entwicklung, da dies auch zeigt, dass Spieler nicht mehr allrs mit sich machen lassen.

OT
Findet noch jemand hier diesen Begriff "Player walk-out" ueberfluessig? Ich muss dabei an Zoolander denken (ok, das war ein Walk-Off).
Jedenfalls, muss man denn alles im RPG-Bereich verdenglischen?

Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Dark Stone Cowboy am 25.11.2014 | 11:23
@Chaos: Ich selbst habe noch an keiner Conrunde teilgenommen, aber schon das eine oder andere mal mit mir völlig fremden Leuten gespielt. Das Letzte mal erst vor 4 oder 5 Wochen, als ich bei Jim Plotz in die Runde einstieg. Und da wusste ich trotzdem nach kürzester Zeit ob das insgesamt etwas für mich sein wird. Klar, eine Runde kann sich dann natürlich noch in eine andere Richtung weiterentwickeln ... das kann sein. Da mag ich zu voreilig Schlüsse gezogen haben ... allerdings finde ich 90 und mehr Minuten dann doch etwas sehr lang.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Blizzard am 25.11.2014 | 11:25
Auch im Rollenspiel macht der Ton die Musik. Als Spieler einfach irgendwann mittendrin aufstehen und gehen (am besten noch, wenn man grade Atmo/Spannung aufgebaut hat)zeugt einfach von keinem guten Verhalten seitens des Spielers. Das ist ein asoziales Verhalten, ein No-Go. So was macht man nicht, das zeugt von mangelndem Respekt dem SL, seiner Arbeit und den Mitspielern gegenüber. Ganz egal, ob man mit dem SL, seinem Leitstil, dem Abenteuer nicht klar kommt, oder ob man (tatsächlich) in einer halben Stunde auf den Bus muss.

Man kann sich im Vorfeld bei dem SL informieren, oder aber in der Pause den SL mal zur Seite nehmen, und ihm sagen, dass es einem nicht gefällt. Völlig in Ordnung. Aber nicht mitten oder während des Spiels.

Ich denke Jed hat es da einfach unglücklich erwischt, er hat gleich ne gesamte Gruppe von Spielern erwischt, die mit seinem Leitstil nicht kompatibel waren. Ich denke, es hat Jed so "mitgenommen", weil es gleich eine ganze Gruppe war, und das ihm im Vorfeld nicht oder zumindest nicht in dieser Heftigkeit passiert ist. Völlig klar, dass man sich da dann als SL Gedanken macht und man den eigenen Leitstil hinterfragt.

Ich denke, Jed, du wärst besser beraten, mit Leuten zu spielen, die deinen Leitstil mögen, und damit gut klar kommen. Für Cons bist du dann wohl eventuell nicht die richtige Art von Spielleiter.
Kennst du Jed und seinen Leitstil? Abgesehen davon: du hast schon gelesen, dass es in den Jahren davor recht gut gelaufen ist auf Cons für Jed mit seinen Spielrunden?

@Turning Wheel: Wenn du uns die Katze schon anpreist, kannst du sie auch ruhig aus dem Sack lassen.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: ChaosAmSpieltisch (CaS) am 25.11.2014 | 11:27
@Noir,

dann schätze dich glücklich. Ich hatte schon viele Runden, wo ich erst dachte, dass passt wunderbar, um dann zu sehen es geht nicht. Meist weil anfangs vor dem Abenteuer die totale Freiheit herrschte, und alles super improvisiert wurde, und dann kaum ging das Abenteuer los, man sich im tiefsten Railroading wiederfand.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Chiarina am 25.11.2014 | 11:32
Zitat
Ganz ehrlich, die meisten SLs auf Cons kenne ich nicht, und die meisten werde ich vermutlich nie wieder sehen. Entsprechend ist es sehr nachrangig, ob jemand Fremdes angepisst ist oder nicht

...ist für mein Gefühl schon ein Sozialverhalten, bei dem ich einmal schlucken muss.

Chiarina.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: ChaosAmSpieltisch (CaS) am 25.11.2014 | 11:34
...ist für mein Gefühl schon ein Sozialverhalten, bei dem ich einmal schlucken muss.

Chiarina.

Es ist dir natürlich freigestellt, dein Wohl unter das eines Fremden zustellen, ich verurteile niemanden dafür, aber machen würde ich selbst es nicht.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Nebula am 25.11.2014 | 11:41
Unabhängig von Cons (war noch nie auf einem)

Prinzipiell bin ich auch zu feige und nett einfach aufzustehen und zu gehen, auch wenn es innerlich in mir Brodelt

man denkt sich: hey ok es wird gleich besser, nein ... dann halt nach dieser Situation...
man hofft, daß das momentane Gelangweile nur eine Ausnahme ist, welches sich dann aber nach X Stunden als "Normal" herausstellt

ich hatte die letzten 24 Monate mehrere SLs

mit manchen SLs will ich nie wieder Spielen =)

obwohl jeder seine Vorzüge hatte. Der eine erzählte super, der andere konnte top Stimmung aufbauen und ...

trotzdem war ich dumm genug viele Sessions (5-10 je SL) mitzuspielen und auf Besserung zu hoffen, die leider nie eintrat. Ich hatte keinen Spaß am SL Stil, war nicht meins

Wäre ich der einzige der Gruppe, der keinen Bock gehabt hätte, würde es wohl an mir liegen ^^ So lag es wohl am SL als ausschlaggebenden Faktor, der dann natürlich auch irgendwann (und sei es nur unbewußt) bemerkt hat, daß die Runde mies läuft. Sobald der SL angenervt ist, ist es ein Teufelskreis =)

Stand jetzt: So arrogant das klingen mag, aber ich such mir meine Mitspieler und SL nun sehr sorgfältig aus. Es ist meine Freizeit die ich hier schön verbringen will, passt das Umfeld nicht, dann spiele ich lieber garnicht

Das schlimme daran ist: passt die Runde, dann ist das System/Setting/... völlig egal, man hat immer Spaß
passt die Runde nicht oder schlecht, dann hat man dauernd Streß, es wird über die Regeln diskutiert... Situationen werden kaputt geredet... bis keiner mehr Spaß hat und irgendwann die Runde explodiert

ist also für beide Seiten gesünder, wenn man also aufsteht und geht. Diskutieren bringt nix. Die meisten, so wie auch der Topic Ersteller (laut Aussagen hier in der Diskussion von seinen Mitspielern), sind  nicht kritikfähig. Wischen Argumente zur Seite, werden dann Angreifend wenn ihnen nix mehr einfällt...

Ein: hey danke fürs Feedback, muss ich  mal aufnehmen und drüber reflektieren und mal kucken was wir da machen können
gibt es nicht. Nur ein: hey Spieler X ist schuld und Y ist auch ein Leecher...
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Conan der Barbier am 25.11.2014 | 11:47
Wenn ich etwas öffentlich mache ist Resonanz nunmal Teil des Deals. Bezahlung hat damit nichts zu tun, Laienschauspieler müssen das auch leidvoll erfahren, von jungen Musikern und Künstlern mal ganz abgesehen.
Das ist richtig, aber der Vergleich hinkt m. E. gewaltig. Als Schauspieler, Künstler etc. biete ich etwas dar. Beim Rollenspiel sind aber auch die Spieler für mich kein "Publikum", sondern sie sind Teil der Künstlertruppe und dementsprechend mit für eine gelungene Vorstellung verantwortlich. Folge ich deiner Argumentation, kann ich mir als Spielleiter auch herausnehmen, aufzustehen und zu gehen, weil mir die Spielweise der Leute am Tisch nicht gefällt, oder? Das sei natürlich niemandem benommen, aber ich halte es trotzdem für einen unschönen Stil.

Und nur um Missverständnissen vorzubeugen - ich finde im Prinzip nichts schlimmes daran, ein Spiel vorzeitig zu beenden, wenn es mir nicht zusagt. Nur die Art, in der das nach den Erfahrungsberichten einiger hier geschieht, wäre für mich ein Ärgernis, wenn ich es so erleben würde.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: KlickKlack am 25.11.2014 | 12:03
Selbstverständlich habe ich als SL ebenso das Recht eine Runde abzubrechen wenn die Spieler nicht meinem Anspruch genügen. Das man sich auf beiden Seiten mit Anstand verabschieden sollte ist klar.
Und selbstverständlich gibt es trotz aller beschworenen Playerempowerment Euphorie einen gewaltigen Unterschied zwischen SL und Spieler. Beim SL liegt nun Mal wesentlich mehr Verantwortung.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 25.11.2014 | 12:14
Es war eine offene Frage von mir, Schwerttänzer. Ich kann deine Gegenfrage logischerweise schlecht beantworten, weil ich deine Erwartungen und Erfahrungen nicht kenne.
war an meiner Antwort irgendwas unverständlich?

Gut dann nenne ich es typisch - kiesowschen Railroadendend Klischee und Storyerzwingenden Munchkinvorleserstil.
Leute die auf Cons spielen oder mit irgendwelchen fremden Leuten in irgendwelchen Online-Video-Chats haben meinen größten Respekt,
ich spiele auf Cons u.a. um fremde Stile, neue Perspektiven etc zu erfahren
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: GustavGuns am 25.11.2014 | 13:01
Hier mal die Strategie, die ich normalerweise fahre, wenn mich ein Abenteuer langweilt, aber bevor ich gehe:

Ich schaue mir den Plot auf kleinste Hinweise dazu an, ob etwas darinsteckt, was ich interessant und spannend finde, und wenn's nur das Schicksal von unbedeutendem NSC Nummer 15 ist, oder die Tatsache dass man sich auch auf die Seite der Anderen schlagen könnte, und so weiter, vielleicht auch ein Streit mit einem anderen SC oder hast du nicht gesehen, und dann erforsche ich diese Optionen und schaue ob der SL mitmacht. Besonders wenn man sich mit 1-2 Mitspielern schön die Bälle zuspielt, gehen die meisten SLs darauf ein.

Leute, die sowas typischerweise übelnehmen, gibt es in Form des SL (Ein sehr unflexibler SL, der einfach nur railroaden will, und persönlich beleidigt ist wenn ich das nicht mitmachen will) und von Mitspielern. Da gibt es mE zwei Varianten, erstens den Plot/Problemlösspieler, der wirklich nur das Abenteuer "gewinnen" will, und witzigerweise halt auch die Spieler die sich schon geistig abgemeldet haben, nur noch aus Feigheit oder Nettigkeit dabeisitzen und meine Versuche, aus dem Abenteuer noch was rauszuholen, als eine unnötige Verlängerung ihres geistigen Exils betrachten.

Bei der letzteren Art denke ich mir oft, wenn sie eh schon so hart aufgegeben haben, hätten alle doch mehr Spaß wenn sie einfach gehen.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Graf Hardimund am 25.11.2014 | 13:08
Den Spielerauszug habe ich selten, aber über die Jahre doch ein paar mal praktiziert. Je nach Stimmung mit Ausrede (wobei bin zu müde auch nicht gelogen ist, wenn die Runde einfach nicht geeignet ist, mich wachzuhalten
) oder offen, mit mehr oder weniger deutlicher Begründung.

Bei einer auf vier Stunden angelegten Runde müsste es schon wirklich übel sein, dass ich die nicht durchhalte. Das verbuche ich unter Con-Risiko. aber bei längeren Sachen wäre mir meine Zeit zu schade. Wobei konstruktive Kritik eine    Runde auch retten kann - aber eben nicht immer.

Ob während des Spiels, hinterher oder nach dem Ausstieg, meistens sollte es möglich sein, Kritik zu geben oder anzuhören, ohne dass sich jemand einen Zacken aus der Krone bricht.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Chiarina am 25.11.2014 | 15:05
Zitat von: Nebula
Ein: hey danke fürs Feedback, muss ich  mal aufnehmen und drüber reflektieren und mal kucken was wir da machen können
gibt es nicht.

Wie? Das gibt´s in unserer Frankfurter Ars Magica Runde am Ende jeder (!) Sitzung. Die letzten 10 Minuten sind als Feedback-Runde eine feste Einrichtung (und auch bei den Kasselern wird kritisiert, über Stil gesprochen, geäußert, wenn jemand meint zu kurz gekommen oder zu stark gerailroaded worden zu sein, etc.).

Wenn sowas niemand will: In Ordnung, kann ich mit leben. Wenn so etwas aber gar nicht geht und dieses Unvermögen dazu führt, dass man einen Spielleiter mit seinen Vorbereitungen sitzen lässt und ihm mit irgendwelchen idiotischen Ausreden sein Hinterteil zuwendet, dann ist das in meinen Augen ein echtes Armutszeugnis für das ich nur zwei Erklärungsmodelle habe:
Entweder sind die Spieler kommunikativ etwas zurückgeblieben und nicht in der Lage ihre Bedürfnisse zu äußern...
oder der Spielleiter ist nicht kritikempfänglich (z. B. Marke selbstverliebtes Arschloch).

Wenn sich die Lage hinterher immer noch nicht verbessert, kann man ja immer noch gehen. Dann ist da irgendjemand eben etwas unflexibel, sowas kommt vor. Aber zu gehen ohne es überhaupt mit einem Feedback versucht zu haben, das finde ich schon arm.

Im übrigen muss Feedback ja nicht unbedingt nur zur Spielleiterrolle geäußert werden. Ich kann als Spielleiter auch schonmal äußern, was mir an einem Spielerverhalten verbesserungswürdig erscheint.

Feedback gibt´s doch heute an jeder Ecke, es wird sogar in der Schule gelehrt. Es ist mir unerklärlich, warum man in dem Moment, in dem man zum Rollenspieler wird, plötzlich in voraufklärerische Machtstrukturen zurückfallen muss.

Chiarina.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Crimson King am 25.11.2014 | 15:09
Oder du bist ein altmodischer Sack wie ich. Ich spiele ja auch Fußball, und da geh ich auch nicht mittendrin heim, weil ich das Spiel heute gerade doof finde und mit meiner Zeit was besseres machen könnte.  ;)

Da macht es zumindest einen Unterschied, ob die anderen auf dich angewiesen sind oder nicht. Sobald du in einer Wettkampfmannschaft spielst, wird es noch gravierender.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: ChaosAmSpieltisch (CaS) am 25.11.2014 | 15:14
Wie? Das gibt´s in unserer Frankfurter Ars Magica Runde am Ende jeder (!) Sitzung. Die letzten 10 Minuten sind als Feedback-Runde eine feste Einrichtung (und auch bei den Kasselern wird kritisiert, über Stil gesprochen, geäußert, wenn jemand meint zu kurz gekommen oder zu stark gerailroaded worden zu sein, etc.).

Wenn sowas niemand will: In Ordnung, kann ich mit leben. Wenn so etwas aber gar nicht geht und dieses Unvermögen dazu führt, dass man einen Spielleiter mit seinen Vorbereitungen sitzen lässt und ihm mit irgendwelchen idiotischen Ausreden sein Hinterteil zuwendet, dann ist das in meinen Augen ein echtes Armutszeugnis für das ich nur zwei Erklärungsmodelle habe:
Entweder sind die Spieler kommunikativ etwas zurückgeblieben und nicht in der Lage ihre Bedürfnisse zu äußern...
oder der Spielleiter ist nicht kritikempfänglich (z. B. Marke selbstverliebtes Arschloch).

Wenn sich die Lage hinterher immer noch nicht verbessert, kann man ja immer noch gehen. Dann ist da irgendjemand eben etwas unflexibel, sowas kommt vor. Aber zu gehen ohne es überhaupt mit einem Feedback versucht zu haben, das finde ich schon arm.

Im übrigen muss Feedback ja nicht unbedingt nur zur Spielleiterrolle geäußert werden. Ich kann als Spielleiter auch schonmal äußern, was mir an einem Spielerverhalten verbesserungswürdig erscheint.

Feedback gibt´s doch heute an jeder Ecke, es wird sogar in der Schule gelehrt. Es ist mir unerklärlich, warum man in dem Moment, in dem man zum Rollenspieler wird, plötzlich in voraufklärerische Machtstrukturen zurückfallen muss.

Chiarina.

Auch wenn ich niemandem was böses wünscht, aber solche Einstellungen funktionieren genau so lange, bis jemand wie der Mann mit Bart und glockenhellem Lachen bei dir in der Con-Runde sitzt.

Und zum Feedback, schau dir mal den dazugehörigen Faden an, da gibt es einige gute Gründe, eben kein Feedback nach einer Runde zu machen.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 25.11.2014 | 15:16

oder der Spielleiter ist nicht kritikempfänglich

Auf meine Frage nach den Gründen für gewisse Vorkommnisse(sprich Story durch Meisterwillkür beschützen) kam die Antwort: Ist halt eben so!

Nachdem er meinem Char(Herkunft Wüstenrandgebiet) zum Start erst nach einer Diskussion Huldvoll die Gnade erwiesen hatte, sich für das Äquivalent des  russischen Winters angemessen kleiden zu dürfen ...

hatte ich mehr als genug!
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Chiarina am 25.11.2014 | 15:18
Zitat
Auch wenn ich niemandem was böses wünscht, aber solche Einstellungen funktionieren genau so lange, bis jemand wie der Mann mit Bart und glockenhellem Lachen bei dir in der Con-Runde sitzt

Da ich bisher noch nicht seine Bekanntschaft gemacht habe, weiß ich leider auch nicht, wo du ein Problem siehst.

Zitat
Und zum Feedback, schau dir mal den dazugehörigen Faden an, da gibt es einige gute Gründe, eben kein Feedback nach einer Runde zu machen.

Ja, ich könnte jetzt den Feedbackstrang suchen und ihn durchlesen. Werde ich auch machen, versprochen. Vielleicht kannst du ja trotzdem hier mal schreiben, welche der dort genannten Gründe für dich ausreichend sind, um darauf zu verzichten.

Chiarina.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: ChaosAmSpieltisch (CaS) am 25.11.2014 | 15:23
@Chiarina,

weil nach dem Ende einer 4 bis 12 stündigen Sitzung, oder gar länger, die Luft raus ist. Da noch Feedback verstärkt nur gute Runde, und verschlechtert schlechte Runden.

Wer Kritik üben will, kann dass auch irgendwann tun, Rituale sind dafür absolut nicht notwendig, den wo sie notwendig sind, da stimmt sowieso grundsätzlich was aus meiner Sicht nicht.

Direkt Kritik reflektiert nur die aktuelle Stimmung, und ermöglicht kein eigenes reflektieren.

EDIT: Und Rollenspiel ist auch viel Geschmack, darüber kann man eben nicht streiten.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: YY am 25.11.2014 | 15:25
Feedback gibt´s doch heute an jeder Ecke, es wird sogar in der Schule gelehrt. Es ist mir unerklärlich, warum man in dem Moment, in dem man zum Rollenspieler wird, plötzlich in voraufklärerische Machtstrukturen zurückfallen muss.

Einerseits hat man auf einem Con kein mittel- und langfristiges Interesse an einer funktionierenden Runde, und andererseits gibt es Konstellationen, wo einem jede Lust auf ernsthaftes Feedback vergeht.

Letzteres hatte ich schon in einer Runde mit Bekannten (die sich quasi nachträglich als Rollenspieler entpuppt haben). Die war derart dysfunktional, dass ich gar nicht wusste, wo ich da hätte anfangen sollen.
Da habe ich das Absitzen der Zeit tatsächlich damit verbracht, mal zusammenzutragen, wo es überall hakt - in dem sicheren Wissen, daran nie etwas ändern zu können.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Hotzenplot am 25.11.2014 | 15:29
Feedback gibt´s doch heute an jeder Ecke, es wird sogar in der Schule gelehrt. Es ist mir unerklärlich, warum man in dem Moment, in dem man zum Rollenspieler wird, plötzlich in voraufklärerische Machtstrukturen zurückfallen muss.

Da bin ich absolut bei dir. Ich habe im Laufe der letzten ca. 30 Jahre einen Haufen Rollenspieler kennen gelernt. Darunter waren leider auch - wie in jeder sozialen Gruppe - einige Lappen, Affen oder wie man sie sonst nennen will. Leute ohne Eier in der Hose. Und von solchen erwarte ich auch absolut gar nichts. Von jedem mündigen Menschen, der bereit ist seine Meinung zu verkünden und mit Gegenwind umgehen kann, erwarte ich allerdings, eben zu sagen, was ihm nicht passt. Und zwar nicht nur in einem Expertenforum, wo komischerweise natürlich nur die Hochleistungsrollenspieler(TM) von miesen Con-SL und Con-Spielern missbraucht werden. Mal ehrlich, die Hälfte der hier rumheulenden Leute würde sich wahrscheinlich gegenseitig Unfähigkeit bescheinigen - weil man der Ansicht ist, die eigene Art zu spielen sei DAS KORREKTE ROLLENSPIEL (TM).
/rant off
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: alexandro am 25.11.2014 | 15:33
@Noir,

dann schätze dich glücklich. Ich hatte schon viele Runden, wo ich erst dachte, dass passt wunderbar, um dann zu sehen es geht nicht. Meist weil anfangs vor dem Abenteuer die totale Freiheit herrschte, und alles super improvisiert wurde, und dann kaum ging das Abenteuer los, man sich im tiefsten Railroading wiederfand.

QFT.

Ebenso hatte ich schon Runden, wo die ersten anderthalb Stunden total lahm waren (weil der SL sich noch auf die Spieler einstellen musste), aber als er dann "den Bogen raus" hatte, ein richtig geniales AB geleitet hat. Man sollte sich schon etwas Zeit nehmen.

Gute Hinweise finden sich aber in der Rundenbeschreibung (Wirkt diese wie lieblos hingerotzt oder gar aus dem Regelwerk/Abenteuer kopiert? Versteigt sie sich in irrelevanten Details? Gibt es Sachen, welche einfach nicht zusammen passen (z.B. eine DSA 4.1 Runde mit den Vermerken "für Anfänger geeignet" und "Keine Charaktere gestellt"? usw.). Sollte man sich zu sehr drauf verlassen, aber es ist ein Indikator.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Rhylthar am 25.11.2014 | 15:34
Zitat
weil man der Ansicht ist, die eigene Art zu spielen sei DAS KORREKTE ROLLENSPIEL (TM).
Lustig, ich sehe mich da ganz anders.  :)

Nach dem Lesen so mancher Threads hier (und nicht diesem im Speziellen) bescheinige ich mir selbst ein Inkompatibilität mit ca. 75 % der Verfasser, sowohl als SL wie auch Spieler.
Ohne irgendwie den Anspruch zu haben, dass meine Art irgendwie das "korrekte Rollenspiel" darstellen könnte.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Pyromancer am 25.11.2014 | 15:37
@Chiarina,

weil nach dem Ende einer 4 bis 12 stündigen Sitzung, oder gar länger, die Luft raus ist. Da noch Feedback verstärkt nur gute Runde, und verschlechtert schlechte Runden.

Wer Kritik üben will, kann dass auch irgendwann tun, Rituale sind dafür absolut nicht notwendig, den wo sie notwendig sind, da stimmt sowieso grundsätzlich was aus meiner Sicht nicht.

Ich fand das früher, als wir noch viel Zeit hatten, immer angenehm, nach der Runde noch weiter zusammenzusitzen, ein Bierchen zu trinken, und zu plaudern - natürlich auch über die Runde, die gerade gelaufen war.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: ChaosAmSpieltisch (CaS) am 25.11.2014 | 15:38
Ich fand das früher, als wir noch viel Zeit hatten, immer angenehm, nach der Runde noch weiter zusammenzusitzen, ein Bierchen zu trinken, und zu plaudern - natürlich auch über die Runde, die gerade gelaufen war.

Es geht mir mehr um den Ritualcharakter, den Chiarina beschrieben hat, wenn es sich ergibt ist gut, wenn nicht aber auch. Nur ein Ritual darauszumachen, halte ich für unnötig.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Pyromancer am 25.11.2014 | 15:42
Es geht mir mehr um den Ritualcharakter, den Chiarina beschrieben hat, wenn es sich ergibt ist gut, wenn nicht aber auch. Nur ein Ritual darauszumachen, halte ich für unnötig.

So Rituale wie: "Und jetzt sagt jeder reihum, was ihm gut und was ihm gar nicht gefallen hat." brauch ich auch nicht. Dieses Bier danach war aber auch ein Ritual, definitiv.  :)
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Hector am 25.11.2014 | 16:08
Ui, eben fällt mir ein, dass ich das auch mal gemacht habe. Ein Ehepaar, eigentlich gute Freunde von mir, hat mich gefragt, ob ich in die laufende Midgard-Runde einsteigen wollte, die sie bei einem anderen Spielleiter hatten, weil ein Platz freigeworden sei. Ich hatte Zeit, mochte die beiden echt gerne und war neugierig, die andere Spieler kennenzulernen.

Gesagt getan, ich kam an, der SL hat extra für mich eine Einstiegssequenz von ca. einer Viertelstunde gebastelt. Mag sein, dass das den Mitspielern nicht geschmeckt hat, die wollten wohl schnell mit ihrem Abenteuer weiterkommen. Dann kam ich bei der Gruppe an, stellte mich mit der herzlich-überschwänglichen Art meines Charakters vor, und 4 von 5 Mitspielern fanden es wohl cool, mich voll gegen die Wand laufen zu lassen. Drei haben mich ignoriert, einer hat mich angefaucht und nur einer ging drauf ein, mit dem kam ich dann auch gleich konstruktiv ins Spiel. Dann ging es ca. 1 Stunde darum, einen Mord aufzuklären und einen anderen zu verhindern. Egal was ich tat, es war falsch. Egal was ich sagte, es war nutzlos. Die waren ein eingeschworenes Team, und ich war fehl am Platz. Nach 1,5 Stunden stand ich auf, sagte: "Leute, tut mir echt leid, dass ich Euch Euer Spiel versaue, ich bin dann mal weg, ich denke, Ihr kommt besser ohne mich klar." Betroffenes Schweigen. Dann: "He, nein, das ist nicht gegen Dich, unsere Charaktere sind halt so, die mögen keine Fremden." Ich: "Eure Charaktere sind so, wie Ihr sie spielen wollt. Hasta la Vista." Und gegangen. 
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Swafnir am 25.11.2014 | 16:11
Ich hab mir auch geschworen nie mehr in bestehende Gruppen einzusteigen. In den meisten Fällen hat das bei mir nicht gut geklappt.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Pyromancer am 25.11.2014 | 16:16
Ich hab mir auch geschworen nie mehr in bestehende Gruppen einzusteigen. In den meisten Fällen hat das bei mir nicht gut geklappt.

Ich bin dreimal in langjährig laufende Kampagnen eingestiegen, und zweimal war's katastrophal - und dabei waren die Leute nett und haben sich wirklich Mühe gegeben. Da bin ich aber auch nicht mittendrin, sondern nach einer bzw. zwei Sessions ausgestiegen.

Was besser funktioniert ist, in eine bestehende Runde einzusteigen, wenn sie gerade eine neue Kampagne startet.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Feuersänger am 25.11.2014 | 16:17
Die waren ein eingeschworenes Team, und ich war fehl am Platz.

Das ist aber auch wirklich bei den allerbesten Absichten quasi immer ein Problem, wenn jemand Neues in eine lange bestehende Gruppe einsteigt. Ich war schon auf beiden Seiten der Gleichung, und es hat so gut wie nie geklappt.
Aber...

Zitat
Nach 1,5 Stunden stand ich auf, sagte: "Leute, tut mir echt leid, dass ich Euch Euer Spiel versaue, ich bin dann mal weg, ich denke, Ihr kommt besser ohne mich klar. Betroffenes Schweigen. Dann: "He, nein, das ist nicht gegen Dich, unsere Charaktere sind halt so, die mögen keine Fremden." Ich: "Eure Charaktere sind so, wie Ihr sie spielen wollt. Hasta la Vista." Und gegangen.

Sehr gut. Hast du genau richtig gemacht. So hätte ich das auch schonmal machen sollen. Allein der Satz "Mein Charakter ist halt so" ist für mich ja so ein rotes Tuch...
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: JS am 25.11.2014 | 16:20
Wir spielen im Kern seit Jahren, mit einigen Spielern sogar seit Jahrzehnten zusammen, und die Integration neuer Spieler hat stets bestens geklappt. So geht es auch.
;)
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Chiarina am 25.11.2014 | 16:22
Wenn ihr regelmäßige Feedbackrunden "Ritual" nennen möchtet, dürft ihr das gern tun.

Wir unterhalten uns da eigentlich völlig harmlos zum Ausklang eines Abends über ein paar Details. Meistens bin sogar ich als Spielleiter der, der anfängt. Das liegt daran, dass ich mir manchmal nicht ganz sicher bin, ob das ,was ich gemacht habe, bei allen gut angekommen ist. Ich frage dann Sachen wie: "Die Phase Ausrüstung einkaufen war relativ lang. Ging das noch in Ordnung für euch?" oder "Ich fand die Runde heute zäh. War das pacing für euch in Ordnung?". Dann kommt eben ein Gespräch in Gang - vielleicht lag´s an mir, vielleicht an etwas anderem. Aber es ist doch interessant, das zu erfahren! Diese Gespräche sind bei uns absolut freundschaftlich, ohne dass sich einer an den Karren gefahren fühlt. Wir hatten auch schon etwas ernstere Feedbackrunden als ein neuer Mitspieler dazu kam, der mit mir einen Charakter erschaffen hatte, bei dem es ein paar Parallelen mit einem schon bestehenden Charakter gab. Ich hatte einfach nicht daran gedacht, dass hier möglicherweise jemand sein spotlight streitig gemacht bekommt. Das war eine Situation, in der es sehr wichtig war, dass die betroffene Person zumindest mal ihre Bedenken äußern konnte und merkte, dass die anderen bereit sind, mitzudenken, um die Probleme zu verringern.

Ein Zwang ist das natürlich nicht. Es kommt auch mal vor, dass jemand sagt: "Ich bin platt und kann nicht mehr. Ich habe jetzt einen größeren Bedarf danach ins Bett zu kommen statt eine Feedbackrunde zu führen." Das ist natürlich völlig o.k. Generell bemühe ich mich aber darum, dann lieber 10 Minuten früher Schluss zu machen, damit die Feedbackrunde stattfinden kann. Bei einer neuen Gruppe wollte ich es nicht mehr anders haben.

Chiarina.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: zaboron am 25.11.2014 | 16:26
Feedbackrunde mach ich immer nen Tag hinterher per mail wenn jeder ein bisschen Zeit hatte. So direkt im Anschluss finde ich das etwas zu schwierig.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: GustavGuns am 25.11.2014 | 16:27
Bei uns gibt's auch oft Feedback. Ich denke, wenn man das Gute bei der Kritik nicht ausser vor lässt, kann man's mit so gut wie jedem machen. Es hat längere Kampagnen oftmals wieder auf die rechte Bahn gebracht und macht auch oftmals klar, welches One-Shot-System man mal wieder auspacken kann, und welches man bei der Konstellation besser in der Schublade lässt.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Jed Clayton am 25.11.2014 | 16:28
Ich fand das früher, als wir noch viel Zeit hatten, immer angenehm, nach der Runde noch weiter zusammenzusitzen, ein Bierchen zu trinken, und zu plaudern - natürlich auch über die Runde, die gerade gelaufen war.

Früher, also ganz früher in meinen ersten zaghaften Rollenspielrunden, in denen wir alle noch unter 20 und in der Schule waren, fanden wir einfach "jeden Scheiß" gut. ;)

Auf so etwas wie Feedback oder graduelles Dazulernen wäre nie jemand gekommen. Allein schon das Wort Feedback war gar nicht geläufig. Man witzelte einfach kumpelhaft über den "Meister" oder lachte sich nach der Session über die Runde kaputt.

Bei einigen der heutigen Spieler denke ich mir oft im Nachhinein: Na ja, ist eben die "Generation Castingshow". - Jeder fühlt sich zu einem Statement verpflichtet, jeder fühlt sich als Juror, der die ihm dargebotene Performance kritisieren muss. Ich bin aber in keiner Castingshow. Das ist der Unterschied.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: La Cipolla am 25.11.2014 | 16:34
Total interessant. Ich kenne das Problem leider nicht persönlich, weil meine Runden sehr locker sind und im Durchschnitt keine zwei Stunden dauern (da lohnt sich das Aufstehen also kaum :D), und weil ich selbst noch nie als Spieler an einer Con-Runde teilgenommen habe ... aber wenn man einen ganzen Abend miteinander spielt, kann ich mir das durchaus gut vorstellen. Und solang man sich dabei nicht wie ein Arsch verhält, ist das doch auch völlig in Ordnung.

Ich befürchte auch, Kritik am Spielstil geht vielen SLs zu sehr an die Essenz. Wenn man solchen Reaktionen wirklich vorbeugen oder etwas dagegen machen will (und beim Threaderöffner lese ich durchaus einen solchen Willen heraus), wäre es sicherlich wichtig, auch die Kommentare ernst zu nehmen, die allem voran "Ansichtssache" sind. Oh, und goldene Kühe schlachten. Wenn die Spieler nichts mit atmosphärischen Beschreibungen anfangen können, kann man auch mal spontan zu "Da steht en Boom!" übergehen. ^^''

Eine Generationsfrage dürfte es höchstens insofern sein, dass Nerds heute Alternativen haben. Aber meistens meinen Leute, die Generationen veranwortlich machen, auch nur, dass sie älter geworden sind. ;D
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: GustavGuns am 25.11.2014 | 16:36
Eine Generationsfrage dürfte es höchstens insofern sein, dass Nerds heute Alternativen haben. Aber meistens meinen Leute, die Generationen veranwortlich machen, auch nur, dass sie älter geworden sind. ;D
Früher haben die Spieler noch Respekt gezeigt! Aber das hat sich geändert, als sie das Wahlrecht bekommen haben...

PS: Feedback ist für mich was für abseits von Cons, also für reguläre Spielrunden. Ich stelle mich da nicht hin und kritisiere irgendeinen SL, den ich grade erst kennen gelernt habe, ausser er bittet mich darum - hab ich auch schon 1-2 Mal erlebt dass der SL auf einer Convention nachher um ne Manöverkritik gebeten hat.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Ludovico am 25.11.2014 | 16:37
Feedback nach Regeln konnte ich in einer Runde einfuehren und kam auch gut an. Ansonsten hatten fast alle anderen Runden, die ich kennenlernen durfte, wenig mehr als ein "War gut!" an Feedback beizusteuern.  8)

Deshalb hoere ich gerne Feedback, gebe aber nur noch welches nach explizitier Nachfrage ab. Es ist sonst halt nicht erwuenscht.

Und da ich davon ausgehen kann und muss, dass ein echtes Feedback nicht erwuenscht ist generell, verabschiede ich mich mittel einer Notluege (aus Hoeflichkeit) aus unspassigen Con-Runden (ist mir aber nur einmal passiert).
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Schwertwal am 25.11.2014 | 16:37
Nicht falsch verstehen, aber ich habe das Gefühl, Du blendest viel des hier Beigetragenen aus. Ehrlich gesagt halte ich es sehr gewagt, sowas auf die "Generation Castingshow" zu beziehen (ich verkneife mir hier mal, ein ganz neues Fass aufzumachen - aber es gibt wirklich so einiges, was mich an dieser Aussage stört).

Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Swafnir am 25.11.2014 | 16:38
Wir spielen im Kern seit Jahren, mit einigen Spielern sogar seit Jahrzehnten zusammen, und die Integration neuer Spieler hat stets bestens geklappt. So geht es auch. ;)

Das meinte ich ja. Mir geht es um Inplay. Mit Leuten die schon seit Jahren zusammenspielen was neues (Inplay) anzufangen, sehe ich nicht als Problem.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: bobibob bobsen am 25.11.2014 | 16:40
Feedback bitte nur negativen und dann auch mitten drin, dann kann man noch was ändern. Meine Spieler bekommen von mir auch ein Feedback wenn mich was stört.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: D. Athair am 25.11.2014 | 16:45
@ Norbert: Vielleicht magst du den Spielverlauf beschreiben.

Wir haben ja (leider) bisher nur einmal zusammen gespielt. Mir hat das großen Spaß gemacht. Das war wiklich eine schöne Runde Retrostar in der Nürnberger Südstadt. Schade, dass es nicht weitergegangen ist.

Dass Spieler mit deiner Art zu Leiten Schwierigkeiten haben können, finde ich allerdings auch nicht besonders schwer vorstellbar. Turning Wheel hat dazu ja auch was geschrieben.


@ player walk-out: Sehe ich zwiespältig. Einerseits: Ehe jemand die ganze Runde runterzieht, soll er lieber gehen. Andererseits: Gehen bedeutet für mich auch immer eine Entwertung der SL- und Mitspielerleistung. Darum erwarte ich, dass die Entscheidung zu Gehen oder zu Bleiben nicht nur auf Basis privater Befindlichkeiten getroffen wird.

@ walk-out prävention: Es könnte helfen, wenn die SL beim Rundenaushang Anforderungen und Wünsche an die Spieler formuliert. Schließlich wird ein DSA-Eisenbahn-Tourist bei einer "Such-dir-dein-Abenteuer-selbst"-Sandkasten-Spielleitung nicht auf einen grünen Zweig kommen. Frust ist bei solchen Konstellationen vorprogrammiert.

Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 25.11.2014 | 16:58
Früher haben die Spieler noch Respekt gezeigt! Aber das hat sich geändert, als sie das Wahlrecht bekommen haben...
ich hatte schon lange Wahlrecht bevor ich Spieler wurde
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Bad Horse am 25.11.2014 | 21:40
Na ja, ist eben die "Generation Castingshow". - Jeder fühlt sich zu einem Statement verpflichtet, jeder fühlt sich als Juror, der die ihm dargebotene Performance kritisieren muss. Ich bin aber in keiner Castingshow. Das ist der Unterschied.

Du willst also gar kein Feedback. Das ist dein gutes Recht - ich wollte bei einer Con-Runde auch nicht mitten im Abenteuer ein längeres Feedback-Gespräch führen.

Andererseits musst du dann damit leben, dass die Leute mit den Füßen abstimmen.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Tele-Chinese am 25.11.2014 | 22:39
Andererseits musst du dann damit leben, dass die Leute mit den Füßen abstimmen.

Ergo ein Player Walks-Out ist bei Con Runden ein unvermeidbares Risiko!

Da hast du deine Antwort auf deine Eingangsfrage ;)

Aber jetzt mal ganz im ernst, Jed, du stehst als SL auf einem Con nun mal in einem "unfairen" Konkurrenzdruck. Du trittst gegen imaginäre SLs an - jeder hat schließlich ne Ahnung oder ne Vorstellung davon, was er gut findet und erleben möchte - und da kann man es nicht allen Recht machen. Dass musst du auch nicht, wenn du dich selbst als außer Konkurrenz verortest ("kein Castingshow SL") - doch du musst schließlich akzeptieren, so wie es Sabine ausgedrückt hat, dass die anderen Menschen eben auch mal mit den Füßen abstimmen können. Und dich eben doch mit ihrer Vorstellung von was ein SL leisten sollte vergleichen.
Was du aus der Erfahrung für dich ziehen möchtest, dass musst du am Ende ganz alleine entscheiden. Ich drück dir die Daumen, dass du zukünftig auf Cons Spieler findest, die mit dir und deinem Stil Spass haben können.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Just_Flo am 25.11.2014 | 22:52
Das sehe ich wie Bad Horse, wer kein Feedback will, der bekommt Feedback.

Wenn etwas nicht passt, dann gibt es genau 3 Möglichkeiten:

a) es wird erduldet
b) es wird versucht etwas daran zu ändern
c) die Gruppenkonstellation ändert sich = jemand (Spieler/SL) steht auf und geht.

a) ist okay, aber eventuell bringt b) mehr.
b) man muss halt wollen. Wenn man nicht will bleibt man halt unzufrieden. Dazu gehören mindestens 2. Wobei man Feedback halt auch formulieren und akzeptieren können muss. Hab da diesen Monat eine coole Blüte per PN bekommen. (War von nem Zuhörer/ eventuell Neumitspieler nach nem Abend der halt wirklich piep war. Ja, ich bitte immer um Feedback besonders Zuhörer. Nein, mich hat der tatsächliche Inhalt nicht gestört, den würde ich sogar in weitem Rahmen unterschreiben. Sich ne halbe Stunde hinsetzen um rauszubekommen, was der Kritiker jetzt genau meinen könnte, dass finde ich auch noch im Rahmen. Bloß habe ich mich wirklich gefragt ob der User mich wirklich in jedem 2. Satz (2 von 4) beschimpfen will, ich übersensibel bin (und das als Lehrer) oder ob er sich halt nur nicht halbwegs angemessen oder zielgerichtet ausdrücken kann. (Ich hab mich dan dafür entschieden, dass er mir schon was sagen will und den Kaffesatz gelesen.
Die PN hat ihn in meinen Augen schon etwas besser werden lassen als sein "Oh, ... da möchte ich mich nicht äußern." am Spieleabend. Jetzt ist er von der nur noch 1 Person großen No-Campaign-Partymember-Liste (Nichts gegen die Person auf der Liste, aber selbst wenn wir einer Meinung sind und unser bestes Geben, dann wollen wir uns nach spätestens 1er halben Stunde nur noch an die Gurgel) runter auf die sehe-ich-kritisch-mache-ich-aber Liste drauf. 

c) ja, wenn es nicht passt und sich nichts ändern lässt, (wenn mich ne Spielerin wie schon geschehen fragt, wie lange das AB noch dauert, weil es halt einfach nicht ihres ist, dann  versuche wenigstens ich da irgendwas zu machen um es pannender oder schneller hinzubekommen) dann passt es halt einfach nicht.  Wenn die SL dann noch auf sturr schaltet, dann stellt sich die Frage, kann man am Tisch bleiben ohne Schaden anzurichten? Wenn ja, dann bleibe ich, wenn nein, dann gehe ich.

Kurz: Eine Runde besteht aus Spielern und Spielleiter(n). Beide sollten aufeinander eingehen. Findet dies nicht statt, dann findet nicht für alle eine Runde statt.

Auf deutsch: Wer bei negativem Feedback dem nicht nachgeht, wird natürlich weiter negatives Feedback erhalten.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: D. Athair am 25.11.2014 | 22:57
Auf deutsch: Wer bei negativem Feedback dem nicht nachgeht, wird natürlich weiter negatives Feedback erhalten.
Wobei diese Seite allein nicht reicht. Wenn ich nur negativem Feedback nachgehe, kann es leicht passieren, dass ich auch meine Stärken "aus Versehen" mit wegschmeiße. Insofern finde ich nur negatives Feedback nicht zielführend. Genausowenig wie Lobhudelei.
Mit einseitigem Feedback fehlt ein wichtiger Teil des Bezugsrahmens.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Bad Horse am 25.11.2014 | 23:14
Ich fände es auf einem Con allerdings auch mehr als befremdlich, wenn mir ein Mitspieler ein längeres Feedback über meine Stärken und Schwächen gibt. Vor allem, wenn er das während der laufenden Runde tut. Da ist mir ein Hinweis "Ich finds grad etwas albern" oder "Mir ist das zu wenig Action" lieber - da kann ich dann nämlich überlegen, ob ich auf seine Kritik eingehen will oder ihm sage "Sorry, aber ich mag das so und werde es nicht ändern, ich bin aber auch nicht böse, wenn du jetzt nicht mehr mitspielen willst".
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Just_Flo am 25.11.2014 | 23:16
Natürlich sollte das Feedback der Situation angemessen sein, während des Spiels auf der Con also eher kurz.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Jed Clayton am 25.11.2014 | 23:18
Was du aus der Erfahrung für dich ziehen möchtest, dass musst du am Ende ganz alleine entscheiden. Ich drück dir die Daumen, dass du zukünftig auf Cons Spieler findest, die mit dir und deinem Stil Spass haben können.

Kaum jemand von euch war so viel auf Cons wie ich in den letzten drei Jahren (16 Conventions allein im Kalenderjahr 2012, ähnlich viele im Jahr 2013, und dieses Jahr habe ich noch gar nicht nachgezählt, es waren aber auch mindestens 9 oder 10 ...). Also habe ich eigentlich so etwas wie Routine, erlaube ich mir zu sagen. Wahrscheinlich gefallen meine Ideen und mein Stil maximal 20% aller Spieler, jedem Fünften, aber durch die hohe Anzahl der Cons und den weiten Radius plus Internet-Spielrunden sind das immer noch recht viele Spieler.

Du kennst doch bestimmt den alten Spruch von Humphrey Bogart aus Casablanca, "Uns bleibt Paris", oder?

In diesem Sinne sage ich nun ganz verwegen: "Mir bleibt Bad Godesberg 2011." :) - Ja, genau. Damals beim FeenCon, die Spielrunde auf der großen Bühne mit 7 Spielern. Gott, war die gut! Und alle zufrieden. Mit so einer Runde hätte ich auch glücklich abtreten können. Da war ich so gut, dass andere Leute in der Halle zu uns gekommen sind, um zu sehen, was da bei uns abging. Die Leute standen auf und schauten bei unserem Tisch vorbei. Alle waren gut drauf und machten bis zur letzten Minute mit. Und noch lange danach wurde über diese Runde gesprochen. Ja, mir bleiben die Erinnerungen. Es mag sein, dass es nicht mehr so wird wie damals. Auch damit kann ich umgehen.

Davon mal abgesehen leite ich nicht so viel anders als einige der SL, die ich kenne. Ich höre oft, meine Runden seien "komisch" und "träge" und "unlogisch" und was auch immer, aber wenn ich dann mal eine Ausnahme mache und mich als Spieler in die Runde eines anderen SL setze, leitet der fast genau so wie ich. Ich habe kürzlich bei jemandem mit viel gutem Willen ein Einsteigerabenteuer von Star Wars: EotE mitgespielt, der total hektisch und zappelig herumplapperte und kaum eigene Entscheidungen der Spieler zuließ (auch kein unerfahrener SL - sondern jemand, der auch schon rund 20 Jahre in dem Hobby ist) und alles in seinem Sinne zurechtbog. Alles schien schon irgendwie festgelegt zu sein. Dann habe ich vor etwa zwei Wochen einmal bei jemandem Dungeon World mitgemacht - unter der Prämisse, das sei ja so toll und innovativ und ginge viel schneller als andere Systeme - und das Abenteuer, das der Mann dann leitete, war aus meiner Sicht auch ein ganz normales railroadiges D&D-Abenteuer und mein Charakter konnte nichts Tolles beitragen, keine Handlungsstränge weiterentwickeln, keine wichtigen Entdeckungen machen oder sonst etwas. Da die jeweiligen SL auch mal probehalber in einer Runde von mir als Spieler saßen, kann ich sogar sagen: Ich fand die anderen SL genauso ermüdend wie sie mich, nur dass ich nicht gleich bockig und beleidigend reagiert habe. Es scheint echt gerade eine Pechsträhne zu sein.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: KWÜTEG GRÄÜWÖLF am 25.11.2014 | 23:20
... ein Hinweis "Ich finds grad etwas albern" ...

Da gibt es als SL nur eine sofortige Antwort: "Du wirst direkt in diesem Moment von einer Zilliarde grünkarierter Kakerlakeneinhörner in Tweedanzügen umzingelt, die mit Fallschirmen aus gebeiztem Vanillepudding aus der nächstgelegenen Dattelpalme springen und dich zu ihrer Avonberaterin krönen - und die Krone ist aus Dr. Frankensteins bösartig mutiertem Killernougat! Streich dir 78000 Hirnschadenspunkte ab und mach sofort eine Jodelimprovisation!"

Das sollte ihn deinen Standpunkt akzeptieren lassen  8]
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Bad Horse am 25.11.2014 | 23:24
Kakerlakeneinhörner!  ^-^

Kwuteg: Made my day!
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Jed Clayton am 25.11.2014 | 23:39
@ Norbert: Vielleicht magst du den Spielverlauf beschreiben.

Nein, nicht jetzt. Das kann ich alles nicht kurz zusammenfassen und es hört sich in schriftlicher Form hier im Forum eh wieder anders an als die Leute es in der Runde am Samstag erlebt haben. Ich möchte mich nicht weiter damit quälen. Allerdings werde ich genau dieses Abenteuer bald wieder leiten.

Zitat
Wir haben ja (leider) bisher nur einmal zusammen gespielt. Mir hat das großen Spaß gemacht. Das war wiklich eine schöne Runde Retrostar in der Nürnberger Südstadt. Schade, dass es nicht weitergegangen ist.

Ja, genau. Wieso ist diese Südstadt-Runde eigentlich nicht weitergegangen? Ich hätte dazu so schön Zeit gehabt, und jetzt sind schon bald wieder 2 Jahre seit dieser Runde vorbei.

Soweit ich weiß lag es nur daran, dass unsere liebe Gastgeberin keine Zeit mehr hatte und sich auf meine Mails nicht mehr gemeldet hat. Dann habe ich mir auch meinen Teil dazu gedacht. Wer nicht will, der hat schon.

Zitat
Dass Spieler mit deiner Art zu Leiten Schwierigkeiten haben können, finde ich allerdings auch nicht besonders schwer vorstellbar. Turning Wheel hat dazu ja auch was geschrieben.

Ich weiß jetzt schon nicht mehr, was Turning Wheel eventuell über mich geschrieben hat. Offenbar nichts Gutes. Dieser Thread ist ja auch schon wieder lang geworden.

Zitat
@ player walk-out: Sehe ich zwiespältig. Einerseits: Ehe jemand die ganze Runde runterzieht, soll er lieber gehen. Andererseits: Gehen bedeutet für mich auch immer eine Entwertung der SL- und Mitspielerleistung. Darum erwarte ich, dass die Entscheidung zu Gehen oder zu Bleiben nicht nur auf Basis privater Befindlichkeiten getroffen wird.

Das finde ich auch.

Zitat
@ walk-out prävention: Es könnte helfen, wenn die SL beim Rundenaushang Anforderungen und Wünsche an die Spieler formuliert. Schließlich wird ein DSA-Eisenbahn-Tourist bei einer "Such-dir-dein-Abenteuer-selbst"-Sandkasten-Spielleitung nicht auf einen grünen Zweig kommen. Frust ist bei solchen Konstellationen vorprogrammiert.

Seltsamerweise war mein Zeug ja keines von beiden. Sandkasten hätte bei mir ganz anders ausgesehen.

Die Spieler in der besagten Runde sind echt mitten in einer Szene weggegangen, kurz nachdem schon eine Flugechse mit einem Trupp feindlicher Soldaten auf ihrem Rücken vor ihren Nasen gelandet war. Es war definitiv kein Fall von "Ich beschreibe jetzt jeden Scheiß-Grashalm auf der grünen Wiese hier, nur um Zeit zu schinden, weil ich nichts vorbereitet habe", oder "Ich rede jetzt einfach so lange weiter, bis mich jemand unterbricht ... *hmm, mal gucken* ... aha, offenbar unterbricht mich hier keiner ... Oh je, alle sind viel zu müde, und schalten sich deswegen nicht ein und lassen mich einfach weitererzählen. Na, toll." Ich dachte eigentlich, einer der Spieler wollte gerade etwas würfeln, und dann ging er frustriert weg ... Tja, jetzt ist es sowieso nicht mehr zu kitten. Was soll ich noch darüber sagen?
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Just_Flo am 25.11.2014 | 23:46
Hier stehst du dir glaube ich gerade selbst im Weg. Ich persönlich glaube, dass der Schlüssel zum Geschehen kurz vorm Geschehen liegt.

Vielleicht hatten die Spieler durch die Landung der Soldaten/ die Art der Präsentation der Landung der Soldaten einen sehr bestimmten Eindruck?

Wissen kannst du es nur wenn du die kurze Zeit vor dem Weggang nochmal Revue passieren lässt.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Ludovico am 26.11.2014 | 00:08
@Jed
Sorry, aber ich krieg langsam den Eindruck, dass es Dir hier vor allem darum geht, die betreffenden Spieler zu verdammen, anstatt moegliche Lehren fuer Dich und Deinen Leitstil aus diesem Thread zu ziehen.

Schade!
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Silent am 26.11.2014 | 01:40
@Jed
Sorry, aber ich krieg langsam den Eindruck, dass es Dir hier vor allem darum geht, die betreffenden Spieler zu verdammen, anstatt moegliche Lehren fuer Dich und Deinen Leitstil aus diesem Thread zu ziehen.

Schade!

Ernsthaft? Ich glaube ich habe jetzt zwei oder drei Erfahrungsberichte hier im Thread gelesen, die irgendwie sagten:
"Joah, ich hab schon bei dir gespielt und kann das nachvollziehen!"

Da erwarte ich fast, dass er (wie 95% aller anderen in seiner Situation, meiner Einschätzung nach) sich zurück zieht und auf keinen Fall hier öffentlich über diese Kritik nachdenkt. Das wird er schön alleine zuhause tun. Wenn er Glück hat, gewinnt er dadurch eine wertvolle Einsicht, die über "Andere SL sind doch genauso langweilig wie ich...komisch..." hinausgeht.

Dieser Thread hat auch eine wirklich Mustergültige "Wendung" angenommen, welche man immer mal wieder sieht.

Threaderöffner beschreibt etwas was ihm/ihr passiert ist und stellt "die anderen" als die Bösewichte dar.
Siehe Namen des Threads: "...einfach A****loch-Verhalten?" Da weiß man schon woran man ist.

Es kommen die typischen Bekundungen der Solidarität!
Sehe ich genauso, alle doof außer Mutti!

Die ersten Stimmen werden laut, dass der Fehler vielleicht nicht bei den anderen liegt..

(Optional) "echte" Erfahrungswerte werden offenbart.

Auf einmal ist der_die Threaderöffner_in die_der Schuldige sieht dies aber nicht ein und fängt an sich zu verteidigen.
Ihr ward ja nicht dabei! Ich hab mehr Erfahrung! Ich weiß wovon ich spreche!

Zu diesem Zeitpunkt ist das "wahre" Thema im Sinne des Threaderöffners eigentlich komplett uninteressant geworden.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: JS am 26.11.2014 | 03:29
Hm. Resultiert diese lange Diskussion etwa auf der in unseren Breiten so üblichen Differenz zwischen Selbst- und Fremdsicht?
 ::)
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Weltengeist am 26.11.2014 | 07:00
Also ich habe aus dieser Diskussion einiges gelernt, was mich vorsichtig gesagt überrascht hat. Zum Beispiel, dass Rollenspiel scheinbar von ziemlich vielen eben nicht als Teamsport aufgefasst wird. Und dass es gesellschaftlich völlig akzeptabel geworden ist, öffentlich zu sagen: "Natürlich bin ich mir wichtiger als die anderen." Wow. Wieder was gelernt.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Evil Batwolf am 26.11.2014 | 07:36
... Und dass es gesellschaftlich völlig akzeptabel geworden ist, öffentlich zu sagen: "Natürlich bin ich mir wichtiger als die anderen." Wow. Wieder was gelernt.
Ich fürchte, mal abgesehen von Albert Schweitzer und Konsorten, ist das die weltweit verbreitete Denkweise seit Tausenden von Jahren. Dass offen zu sagen, ist also m. E. erst mal nur ehrlich.

Hier in diesem Thread stellt sich die ja Frage, was noch akzeptabel ist im Verhalten gegenüber anderen - und deren Bedürfnissen - , wenn die eigenen Bedürfnisse in der Situation nicht ausreichend befriedigt werden.

Was ich da im negativen Sinne interessant finde, ist die Einstellung: "Den kenn' ich nicht, da kann ich ihn auch mies behandeln." Was, bitte schön, hat es damit zu tun, ob ich jemanden kenne, dass ich die Mindestanforderungen menschlichen Begegnens einhalte? Wer sich nur gegenüber Freunden und Verwandten korrekt verhält, und bei anderen die Axt im Walde gibt, hat für meine Begriffe derbe Probleme mit der Sozialkompetenz.

Ich würde übrigens auch nicht eine Spielrunde, die mir nicht gefällt, stundenlang wortlos über mich ergehen lassen. Ich würde mein Problem ansprechen, gleichgültig, ob da jemand leitet, den ich gut kenne, oder nicht. Und auch mit dem gleichen Grad an Freundlichkeit.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Chiarina am 26.11.2014 | 07:55
Zitat von: Evil Batwolf
Ich würde übrigens auch nicht eine Spielrunde, die mir nicht gefällt, stundenlang wortlos über mich ergehen lassen. Ich würde mein Problem ansprechen, gleichgültig, ob da jemand leitet, den ich gut kenne, oder nicht. Und auch mit dem gleichen Grad an Freundlichkeit.

So soll es sein - finde zumindest ich (auch der Rest deines Beitrags hat mir gut gefallen).

Ich sehe schon, dass die Situation auf einem Con eine andere ist, als die in der wöchentlichen Runde zuhause. Ich kann auch gut nachvollziehen, dass man auf einem Con mit Kritik an einem völlig fremden Menschen vorsichtiger ist. Ich denke nur: Aufstehen und gehen ist ja im Prinzip die Kapitulation, ist im Prinzip die Aussage, dass hier nichts mehr geht und dass man eine Runde aufgegeben hat. Bevor ein Spieler das tut, sollte es doch zumindest noch einen Versuch geben über vorhandene Probleme zu kommunizieren.

Chiarina.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Crimson King am 26.11.2014 | 08:01
Also ich habe aus dieser Diskussion einiges gelernt, was mich vorsichtig gesagt überrascht hat. Zum Beispiel, dass Rollenspiel scheinbar von ziemlich vielen eben nicht als Teamsport aufgefasst wird. Und dass es gesellschaftlich völlig akzeptabel geworden ist, öffentlich zu sagen: "Natürlich bin ich mir wichtiger als die anderen." Wow. Wieder was gelernt.

Der wesentliche Aspekt dabei ist, ob man benötigt wird oder nicht. Zumindest für mich wäre die Hemmschwelle viel höher, wenn ich durchs Weggehen die Runde sprengen würde. Allerdings ist Rollenspiel in den allermeisten Fällen kein Sport, und der mehrfach artikulierte Leistungsgedanke irritiert mich da deutlich mehr.

Davon abgesehen sind die Fälle, in denen ganz klar nicht das geliefert wird, was versprochen wurde, auch gesondert zu betrachten. Aber auch da sollte Aufstehen und Gehen eher das letzte Mittel sein als das erste.

Ansonsten, was Batwolf sagt: den kenn' ich nicht, den kann ich mies behandeln sagt eine Menge über die eigene Einstellung zu Mitmenschen aus.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Altansar am 26.11.2014 | 08:27
Ich trage auch mal was dazu bei und hoffe, dass es so objektiv wie möglich ist. Wenn nicht, dann ist es meine subjektive Betrachtungsweise  :headbang:


Als Spieler:

Als Spieler gehe ich auf eine Con um Spaß zu haben. Auf der Con bietet mir man als Spieler bekannte und unbekannte Systeme.
Subjektiv: Ich gucke mir bekannte Systeme gerne an um bekannte Leitstile anzuschauen, denn obwohl die meisten Abenteuer recht Standarisiert sind, finde ich das als SL sehr interessant. Gerade das Ausspielen von NPCs, die Interaktion mit den Spielern, die Spontanität usw.
Bei unbekannten Systemen möchte ich die einfachen Mechanismen und die grobe Welt kennen lernen, für alles andere Reicht die Zeit auf einer Con nicht und ich sehe solche Runden als Teaser für das System, da mögliche stärken und schwächen und die Ausführlichkeit der Spielwelt erst in Kampagnen ans Licht kommen.

Objektiv: Eine Con ist für viele ein Wochenendfüllendes Event und nach einer Woche der Arbeit/Schule freut man sich auf ein gutes Wochenende. Wenn die Runde allerdings dem Anspruch und/oder die Erwartungen nicht erfüllt, hat man als Spieler nur zwei Möglichkeiten:

1) Man verlässt die Runde, entweder man ist dabei ehrlich und sagt dem Spielleiter warum man diese verlässt oder man verlässt sie unter falschen Tatsachen bzw. ohne ein Wort zu sagen.
2) Man zeigt Courage und bleibt sitzen und man ärgert sich als Spieler, weil 2-8h der Con und damit von dem Wochenende verlorene Zeit war.

Dem Spieler bleiben nur zwei Möglichkeiten und bei Cons, wo alle 2h eine neue Runde angeboten wird, besteht einfach eine größere Möglichkeit des Player walk-outs.

Als Spielleiter
Als Spielleiter biete ich in der Regel die Runden an, weil ihnen das System und/oder die Spielwelt zusagen und sie die Spieler dieses Schmackhaft machen wollen.

Wenn Spieler die Runde verlassen, kann dies natürlich zu einer Frustration des Spielleiters führen, weil er sich die Mühe gemacht hat etwas vorzubereiten und er keine Anerkennung findet. Zudem kann dadurch die ganze Runde "gecrasht" werden und der Spielleiter sitzt nun selbst rum und muss die Zeit bis zur nächsten Runde todschlagen.


Lösungen:

Thema Feedback:
Der Vergleich mit einer Castingshow fand ich witzig aber nicht zweckmäßig. Konstruktive Kritik soll dem Spielleiter und auch den Spielern helfen das Spiel zu verbessern. Auf Cons spielt man meistens nur einmal mit dem Spielleiter und läasst sowas gerne außen vor aber gerade in festen Runden ist dies eins der wichtigsten Dinge. Ein Spielleiter kann sich nur schwerlich selbst reflektieren, weil er eben soviele Aufgaben erfüllen muss, daher ist es wichtig, dass das Spiel verbessert wird. Man muss das als Justierung sehen, dabei wird dem Spielleiter gesagt, dass einige Dinge nicht im Ruder laufen, damit er dies für sich neu einstellt.
Spielleiter die keine Kritik zulassen und sowas direkt unterbinden, verbessern sich nur geringfügig und zeigen, dass Ihnen die Meinung anderer egal ist

Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Thandbar am 26.11.2014 | 09:14
"Du wirst direkt in diesem Moment von einer Zilliarde grünkarierter Kakerlakeneinhörner in Tweedanzügen umzingelt, die mit Fallschirmen aus gebeiztem Vanillepudding aus der nächstgelegenen Dattelpalme springen und dich zu ihrer Avonberaterin krönen - und die Krone ist aus Dr. Frankensteins bösartig mutiertem Killernougat! Streich dir 78000 Hirnschadenspunkte ab und mach sofort eine Jodelimprovisation!"

Fast zu lang für eine Sig. Aber nur fast!

Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: KWÜTEG GRÄÜWÖLF am 26.11.2014 | 09:27
Stets zu Diensten!
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Tarin am 26.11.2014 | 10:34
Um mal zum eigentlichen Thema zurückzukommen:

Player Walk Outs sind für mich
- weder ein Problem
- noch irgendwie mit falschen Entschuldigungen zu umschreiben.

So ein Con geht üblicherweise von Freitag Abend bis in die frühen Sonntagsstunden. Mit ein bisschen Pennen und Quatschen komme ich da auf so 3, maximal 4 Spielrunden. Wenn man merkt, die Runde passt nicht, dann sagt man das eben und geht. Finde ich als SL ok, als Spieler auch. Wenn jetzt tatsächlich irgendwelchen absehbaren Sachen vorliegen (letzter Zug, andere Runde), wäre es natürlich nett, das kurz vor Spielbeginn zu kommunizieren. Solang sich jetzt nicht Spieler um die Plätze reißen, kann die Person doch trotzdem für ein bis zwei Stündchen mitspielen.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Dreamdealer am 26.11.2014 | 11:13
Normalerweise lese ich immer still mit und gieße kein Öl aufs Feuer, bringt oft nichts. Auch steht es mir fern jemanden zu beurteilen, mit dem ich noch nicht gespielt habe und auch das Feedback der "Augenzeugen" sollte man mit einer Prise Salz genießen. Aber wenn ich die Jed´s eigene Einschätzung lese, dann gruselt es mich.

Viel hilft halt nicht viel (bezogen auf die ganzen Cons auf denen Du dich rumtreibst), Du schreibst selbst:

Wahrscheinlich gefallen meine Ideen und mein Stil maximal 20% aller Spieler, jedem Fünften, aber durch die hohe Anzahl der Cons und den weiten Radius plus Internet-Spielrunden sind das immer noch recht viele Spieler.

Will heißen, dass bei einer Runde mit 5 Leuten, 4 deinen Stil nicht gut finden... da wunderst, dass die aufstehen und gehen? Und wirfst Ihnen Arschlochverhalten vor?

Ich höre oft, meine Runden seien "komisch" und "träge" und "unlogisch" und was auch immer,...

Hörst Du oft, ja? Macht aber nix, weil Du ja Routine hast?

Es scheint echt gerade eine Pechsträhne zu sein.

Hmm, ganz ehrlich? Seid Jahren änderst Du nichts an deinem oft kritisierten Leitstil und wunderst dich?

Du kennst doch bestimmt den alten Spruch von Humphrey Bogart aus Casablanca, "Uns bleibt Paris", oder?

Schön, da hast Du 7x 20% Spieler am Tisch gehabt, vielleicht kann jemand mal ausrechnen, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist. Das Ergebnis  multiplzierst Du einfach mit deinen Con besuchen und kannst ausrechnen, wann Mr. Bogart wieder vorbei kommt.

Warum bist Du der Meinung, dass Du für Cons gut geeignet bist? Offensichtlich hast Du einen ganz besonderen Leitstil, den wenige Leute wirklich zu schätzen wissen. Wäre eine private Runde nicht für alle Beteiligten viel frustfreier. Wäre meiner Meinung nach eine Überlegung wert.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Hotzenplot am 26.11.2014 | 11:19
Ansonsten, was Batwolf sagt: den kenn' ich nicht, den kann ich mies behandeln sagt eine Menge über die eigene Einstellung zu Mitmenschen aus.

Genau das.

Ich denke, wir können uns ja auch etwas auf unsere Menschenkenntnis verlassen, mal völlig abseits unseres geliebten Hobbies. Vielleicht ist die empathische Empfindung wichtiger als jede rationale Übereinstimmung von System und Spielstil.
Oder um es mit Ray Charles zu sagen: „Für das, was in meinem Leben wichtig ist, brauche ich nicht unbedingt zu sehen. Ich kann Ihnen auch so ziemlich schnell sagen, ob jemand ein Idiot ist oder nicht.“
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: GustavGuns am 26.11.2014 | 11:23
So ein Walk-out ist ja auch nur viable, wenn die peer group auf dem event underrepresented ist, und dadurch das goal-attainment von convergence bei der playstyle fashion nicht mehr realistic ist. Diese thoughts hat sicher jeder schonmal gehavet, aber es geht da auch um excellence in consequence und nicht um dickwaving.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: ChaosAmSpieltisch (CaS) am 26.11.2014 | 11:33
So ein Walk-out ist ja auch nur viable, wenn die peer group auf dem event underrepresented ist, und dadurch das goal-attainment von convergence bei der playstyle fashion nicht mehr realistic ist. Diese thoughts hat sicher jeder schonmal gehavet, aber es geht da auch um excellence in consequence und nicht um dickwaving.

Bullshitgenerator von SPON?
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: GustavGuns am 26.11.2014 | 11:37
Bullshitgenerator von SPON?
Nee hab ne Geisteswissenschaft studiert  :-\
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Timberwere am 26.11.2014 | 11:38
Ich hab das nicht im Scope. Ich muss da ein Target draus machen, sonst bekomm ich echt ein Issue.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Ludovico am 26.11.2014 | 11:45
So ein Walk-Out erfordert auch eine adaequate Risk Evaluation, denn die Dangers fuer HBS (Health, Body, Soul) sind significant.

Das sieht man hier: http://m.youtube.com/watch?v=3zavgk2_BJs#
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Rev. Bilk am 26.11.2014 | 11:47
Bingo? Bingo...BINGOOO!  ~;D
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Scimi am 26.11.2014 | 11:56
Schön, da hast Du 7x 20% Spieler am Tisch gehabt, vielleicht kann jemand mal ausrechnen, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist. Das Ergebnis  multiplzierst Du einfach mit deinen Con besuchen und kannst ausrechnen, wann Mr. Bogart wieder vorbei kommt.

Warum bist Du der Meinung, dass Du für Cons gut geeignet bist? Offensichtlich hast Du einen ganz besonderen Leitstil, den wenige Leute wirklich zu schätzen wissen. Wäre eine private Runde nicht für alle Beteiligten viel frustfreier. Wäre meiner Meinung nach eine Überlegung wert.

Wenn mein Stil, Rollenspielrunden zu leiten, 20% der Spieler wirklich gefällt, dann muss ich auf einer Con mit 100 Spielern doch einfach nur die 20 Leute finden, für die ich genau das anbiete, was sie wollen und kriege damit dann vier Runden voll - das ist mehr, als ich normalerweise leiten würde.
Macht es in dem Fall nicht mehr Sinn, sich vorher die "richtigen" Spieler rauszufischen, als seinen Stil anzupassen um einen höheren Spieleranteil zu erreichen, damit in einer Runde, die aus einer zufälligen Stichprobe der vorhandenen Spielerschaft besteht, dann der Anteil der genervten Leute kleiner ist?

Wenn einer gegrillte Schnecken verkauft, finde ich es auch besser, wenn er für seine wenigen Kunden die besten gegrillten Schnecken macht, die es gibt, als wenn er zu einer weiteren Pizzadönerfrittenwurstburgersalatnudelenchilada-Supperia wird, die alles kann aber nix richtig.

Wobei ich schon viele Con-Runden hatte, die überhaupt nicht mein Fall waren, aber trotzdem viel Spaß gemacht haben. Wenn es gehakt hat, dann eher wenn ich einmal mit Leuten aus der Runde menschlich so gar nicht klargekommen bin oder wenn die Organisation versagt hat und Platzsuche, Charaktererschaffung, Regelerklärungen und andrere Zeitfresser vom Spiel abgehalten haben.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Tantalos am 26.11.2014 | 11:59
Im übrigen bitte ich von Posts abstand zu nehmen, die sich nicht ums Thema scheren, danke.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Pyromancer am 26.11.2014 | 12:18
Also ich habe aus dieser Diskussion einiges gelernt, was mich vorsichtig gesagt überrascht hat. Zum Beispiel, dass Rollenspiel scheinbar von ziemlich vielen eben nicht als Teamsport aufgefasst wird. Und dass es gesellschaftlich völlig akzeptabel geworden ist, öffentlich zu sagen: "Natürlich bin ich mir wichtiger als die anderen." Wow. Wieder was gelernt.

"Jetzt hatte ich schon 10 Minuten nicht die volle Spaß-Dröhnung - Scheiß-Runde, ich verpiss mich und such mir etwas anderes."
vs.
"Boah, jetzt murmelt der SL schon seit 2 Stunden einen kaum verständlichen Monolog in seinen Bart, wir sind bei Schritt 3 von 27 der Charaktererschaffung, und gerade hat er gesagt, dass er statt des angekündigten sozial-lastigen Kleine-Leute-lösen-kleine-Probleme-Plots jetzt doch lieber einen episches Weltrettungs-Schnetzel-Dungeon leiten wird, und er die Nacht durchspielen will, damit er morgen abend rechtzeitig vor Con-Ende fertig ist - und ich kann nicht gehen, weil das wäre ja unhöflich und unsozial."
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Feuersänger am 26.11.2014 | 12:23
@Scimi: joar, "nur" die passenden Spieler finden... mach mal.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: GustavGuns am 26.11.2014 | 12:25
Nebenbei, was für mich oft ein Grund ist, schon am Anfang auszusteigen wenn es noch Alternativen gibt, ist wenn die Gruppengröße auf 7 oder mehr Spieler ansteigt. Selten mache ich das auch mal mit, aber im Allgemeinen sind mir das zu viele Leute für einen SL, da muss ich mich bei jeder Aktion fragen ob ich nicht lieber die Schnauze halten sollte damit die anderen auch mal dürfen, etc.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Scimi am 26.11.2014 | 13:05
@Scimi: joar, "nur" die passenden Spieler finden... mach mal.

Wenn 20% der Anwesenden meinen Stil mögen, finde ich das leichter, als wenn ich eine über Jahre ausgeübte Art, Spielleiter zu sein, Runden zu leiten und Abenteuer vorzubereiten neu erfinden soll. Wenn es natürlich auf dem ganzen Erdkreis nur fünf Leute gibt, die meine Art ertragen, sieht das schon wieder anders aus.

Aber bei den meisten Cons hängen da altmodische Zettel mit dem Namen des SL, der mir meistens gar nichts sagt, einem System, das mir meistens nur sagt, welche Würfel ich brauche und einem Abenteuertitel. Eventuell mit Glück gibt es noch ein wenig Prosa (seit ganz lange steht im Wald von Bla ein sagenumwobenes Dingen und nun muss eine Gruppe tapferer usw.) und ein paar stichwortartige Informationen (Es werden Hausregeln verwendet. Charaktere mitbringen/werden gestellt. Reiner Dungeonrun.). Das reicht irgendwie meistens, damit sich mehr oder weniger funktionierende Runden zusammenfinden, aber wenn nicht, geht da kommunikationsmäßig bestimmt noch mehr.  ;)
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Dreamdealer am 26.11.2014 | 13:22
Wenn 20% der Anwesenden meinen Stil mögen, finde ich das leichter, als wenn ich eine über Jahre ausgeübte Art, Spielleiter zu sein, Runden zu leiten und Abenteuer vorzubereiten neu erfinden soll. Wenn es natürlich auf dem ganzen Erdkreis nur fünf Leute gibt, die meine Art ertragen, sieht das schon wieder anders aus.

Ich gebe dir recht, daher habe ich ja auch nicht vorgeschlagen, den Stil zu ändern, sondern das Zielpublikum genauer auszuwählen. Und da man auf einem Con halt schlechter selektieren kann, dann kommt es zu den geschilderten frustigen Erlebnissen und zwar nicht nur für den SL, sondern auch für die Spieler. Alternativ könnte man auf die Rundenbeschreibung deutlicher seinen Spielstil herausstellen. Da Jed ja gesagt hat, dass er oft auf Convetions geht, könnte er einmal (evtl. mit Feedback) seinen Stil beschreiben und diesen "Disclaimer" auf die Rundenaushänge schreiben. Da ist die Chance auf ein "Pariserlebniss" sicherlich deutlich höher, was für alle wünschenswert ist.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Evil Batwolf am 26.11.2014 | 14:19
"Jetzt hatte ich schon 10 Minuten nicht die volle Spaß-Dröhnung - Scheiß-Runde, ich verpiss mich und such mir etwas anderes."
vs.
"Boah, jetzt murmelt der SL schon seit 2 Stunden einen kaum verständlichen Monolog in seinen Bart, wir sind bei Schritt 3 von 27 der Charaktererschaffung, und gerade hat er gesagt, dass er statt des angekündigten sozial-lastigen Kleine-Leute-lösen-kleine-Probleme-Plots jetzt doch lieber einen episches Weltrettungs-Schnetzel-Dungeon leiten wird, und er die Nacht durchspielen will, damit er morgen abend rechtzeitig vor Con-Ende fertig ist - und ich kann nicht gehen, weil das wäre ja unhöflich und unsozial."
Zum Glück gibt es zwischen diesen beiden Extremen noch einen bunten Strauß von Verhaltensoptionen. Meistens ist nach meiner Erfahrung eine dieser Optionen besser als die extreme Herangehensweise. Wer in Extremen denkt, handelt extrem. Was die Lösung von Problemen meist extrem beeinträchtigt.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Conan der Barbier am 26.11.2014 | 14:58
Da sich die Beiträge hier rascher vermehren, als ich mit dem Lesen nachkomme (nein, keine Leseschwäche - Zeitmangel ;)), und die Diskussion - ich formuliere bewusst positiv - von einigen sehr engagiert geführt wird, kann die Erfahrung des Threaderstellers irgendwie kein so seltenes Phänomen sein, wie ich ursprünglich dachte. Mir ist es wie gesagt noch nie passiert, dass Spieler sich plötzlich verabschiedet haben, weder als SL noch als Mitspieler, und ich erinnere mich auch nicht, ähnliches an Nachbartischen beobachtet zu haben. Hatte ich da einfach bislang unglaubliches Glück? Ein paar Cons habe ich im Laufe der Jahre nämlich schon besucht (und dabei auch einige wirklich unangenehme Zeitgenossen zumindest am Rande mitbekommen).
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Kriegsklinge am 26.11.2014 | 15:02
Leicht neben dem Threadthema: Cons sind halt auch ein völlig dysfunktionales Setting. Leute, die sich nicht kennen, sollen was machen, was völlig unscharf abgegrenzt ist, um ein Erlebnis zu produzieren, das sie selbst in den seltensten Fällen beschreiben könnten. Da wäre ja anonymer Sex mit Außerirdischen bei völliger Dunkelheit im Vakuum lustversprechender. Obwohl, irgendwie halt auch geil. Nur eine total seltsame Idee ...
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: alexandro am 26.11.2014 | 15:11
Also ich habe aus dieser Diskussion einiges gelernt, was mich vorsichtig gesagt überrascht hat. Zum Beispiel, dass Rollenspiel scheinbar von ziemlich vielen eben nicht als Teamsport aufgefasst wird. Und dass es gesellschaftlich völlig akzeptabel geworden ist, öffentlich zu sagen: "Natürlich bin ich mir wichtiger als die anderen." Wow. Wieder was gelernt.

Interessant. Wenn jemand sagt, "ich will meine eigenen Interessen nicht komplett der Gruppe unterordnen" (was in einem Team - wenn es den Namen verdient - ohnehin nicht passieren dürfte) machst du daraus "ich bin wichtiger als andere".

Ich sehe walk-outs nicht als Problem für die Gruppe (u.U. für das Ego des SL, aber das muss jeder selbst entscheiden), weil das Spiel auch ohne ein oder zwei Spieler weitergehen kann (und selbst wenn nicht (unflexibler SL): es ist nur ein Spiel - nicht das Ende der Welt).
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: bobibob bobsen am 26.11.2014 | 15:13
Das gleiche Phänomen kannst du auch bei einer Home Runde haben. Vor einem 3/4 Jahr hatte ich mal wieder eine neue Runde ins Leben gerufen und einer der Mitspieler hatte nach zwei Stunden mitten in einer Schlacht plötzlich keine Lust mehr und packte seine Sachen. Kommentar von ihm:  wir würden Pathfinder falsch spielen da in der unsere Geschichte Personen sterben, das sei grundsätzlich falsch auch und erst recht im Rollenspiel.

Ich habe ziemlich viel darüber nachgedacht, es aber verworfen Pathfinder ganz ohne Kämpfe zu spielen. Dafür gibt es besser geeignete Systeme.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: YY am 26.11.2014 | 15:15
anonymer Sex mit Außerirdischen

Versteht sich ja wohl von selbst...ich kenne jedenfalls keine Außerirdischen mit Namen ~;D


Aber der ganze Gedankengang ist natürlich ein riesiges Lob an all jene, die trotzdem irgendwann mal auf einem Con ihren Spaß hatten ;D


einer der Mitspieler hatte nach zwei Stunden mitten in einer Schlacht plötzlich keine Lust mehr und packte seine Sachen. Kommentar von ihm:  wir würden Pathfinder falsch spielen da in der unsere Geschichte Personen sterben, das sei grundsätzlich falsch auch und erst recht im Rollenspiel.

Und den kanntest du schon länger und bis dahin hat er sich nie dahingehend geäußert?

Natürlich gibt es so was auch in anderen Runden.
Die Leute leben ja nicht durchgehend auf Cons.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: bobibob bobsen am 26.11.2014 | 15:42
Zitat
Und den kanntest du schon länger und bis dahin hat er sich nie dahingehend geäußert?

Nö mir komplett fremd aber im Vorgespräch ist wohl Jeder davon ausgegangen das man Pathfinder so richtig Sinnvoll nur auf eine Art spielen kann. Ich hatte darauf hingewiesen das ich es gern auch mal dreckiger mag, die Spieler aber jederzeit durch die Situation verändern können.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Swafnir am 26.11.2014 | 16:00
Ich finde einerseits wird hier schon ganz schön auf die SLs geschossen, auf der anderen Seite wäre auf SL Seite auch mal ein wenig Demut angebracht. Aber ich bleibe dabei: Wenn sich der SL oder die Mitspieler nicht total daneben benehmen, versuche ich eine Runde mit Anstand zuende zu bringen. Müdigkeit, Notfälle oder Unwohlsein kann ich als Ausrede jederzeit akzeptieren wenn ich SL bin (ist mir egal ob wahr oder nicht).

Auf SL Seite wäre häufig ein wenig Kritikfähigkeit ganz schön, solange sich diese in einem gewissen Rahmen bewegt. Ich versuche sowas immer umzusetzen, aber ich halte mich auch selbst nicht für einen supertollen SL. Ich leite halt, damit überhaupt jemand leitet.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Feuersänger am 26.11.2014 | 16:43
Ich bin jetzt nicht so der häufige Con-Gänger, aber ich nehm mal an, dass das oft so organisiert sein wird wie auf dem :T:-Treffen, dass die Slots z.B. im 4h-Takt vorgegeben sind. Wenn man da also nach 2h aussteigt, dann dürfte einem klar sein, dass es gerade eh nichts Anderes zu tun gibt und man quasi weitere 2h Leerlauf haben wird, die man irgendwie totschlagen muss.
Um also in Kenntnis dieses Umstands dennoch zur Halbzeit aus einer laufenden Runde auszusteigen, muss m.E. der Leidensdruck schon _sehr_ groß sein. So groß, dass man tatsächlich und buchstäblich lieber der Farbe beim trocknen zusehen würde als weiter an diesem Tisch zu sitzen.
Das sollte man sich vielleicht gerade als betroffener SL mal bewusst machen, ehe man solche "Walk-Outs" als "unvermeidbares Risiko oder A...verhalten" abqualifiziert und somit die Verantwortung von sich schiebt.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: GustavGuns am 26.11.2014 | 16:50
Es ist ja wieder das Übliche - hier klingt das alles Superkrass, in Wirklichkeit kommt das eigentlich auf Cons ziemlich selten vor.

Verhältnismäßig am Häufigsten ist der Grund tatsächlich, dass die Leute sich für was Anderes eingetragen haben, der SL nicht rechtzeitig fertig wird, und die Leute sind extra für die andere Runde bzw. die Leute in der Runde angereist. Wenn man also überziehen will, ist es immer ne gute Idee, die Leute zu fragen, ob sie die Zeit auch haben, und als Spieler ist es auch net, den SL zu informieren wenn man zeitig weg muss.

Dieses In-der-Mitte-der-Runde-aufhören habe ich in 15 Jahren vielleicht 2x oder so gemacht, und auch wirklich selten erlebt. Kommt ausser in den extremsten Fällen so gut wie gar nicht vor.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: alexandro am 26.11.2014 | 16:56
@Feuersänger: Bei einigen Cons (u.a. dem hier benannten Dreieich) sind die SL bei den Anfangszeiten ihrer Runden nicht an Slots gebunden und können sie jederzeit starten lassen. Das hat einerseits den Vorteil, dass man auch bei leichter Verspätung noch Runden findet und nicht bis zum nächsten Slot warten muss (bzw. dass das "Einschreibe-Rugby" etwas reduziert wird), andererseits kann es aber auch vorkommen, dass man zwischen dem Ende der einen und dem Beginn der anderen Runde ein paar Stunden "tote Zeit" hat. Diese aber durch Teilnahme an einer anderen Runde füllen zu wollen, OHNE den SL und die Mitspieler darüber in Kenntnis zu setzen, dass sie nur "Lückenfüller" sind, halte ich persönlich doch für ziemliches A-Loch-Verhalten.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Minne am 26.11.2014 | 17:04
Ich habe genau einmal eine Runde ohne Entschuldigung verlassen, weil der Spielleiter ohne jegliche Vorwarnung die Runde zur Bühne für seine Fantasiepornos gemacht hat, was zumindest für mich eine Grenzverletzung war. Auch wenn es es zweifellos nicht höflich ist, einfach den Spieltisch zu verlassen, gibt es doch meines Erachtens nach Situationen, wo Unhöflichkeit vollkommen gerechtfertigt ist.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Feuersänger am 26.11.2014 | 17:08
kann es aber auch vorkommen, dass man zwischen dem Ende der einen und dem Beginn der anderen Runde ein paar Stunden "tote Zeit" hat. Diese aber durch Teilnahme an einer anderen Runde füllen zu wollen, OHNE den SL und die Mitspieler darüber in Kenntnis zu setzen, dass sie nur "Lückenfüller" sind, halte ich persönlich doch für ziemliches A-Loch-Verhalten.

Da stimme ich dir prinzipiell zu, habe ich aber selber auch noch nie erlebt. Wie gesagt, ich bin nur sporadisch auf Cons. Dort kam es auch durchaus schonmal vor, dass Spieler nicht über die volle Strecke gehen konnten -- aber die haben das auch vorher gesagt bzw gefragt ob es okay wäre, wenn sie nur die halbe Zeit dabei sind.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Wulfhelm am 26.11.2014 | 17:13
Da stimme ich mal Swafnir und den ähnlichen Postings zu. (Um das auch mal "anthropologisch" zu sehen: Sehr interessant, dass ich bei diversen Postings nur aufgrund des Urhebers blind buchen konnte, welcher Meinung sie zuneigen würden...)

Es gibt vier vorstellbare Gründe, aus denen mir eine Con-Runde keinen Spaß machen könnte:

1.) Weil es mir persönlich nicht gut geht (Krankheit, Sorgen etc.) - in diesem Falle wäge ich ab, und wenn ich mich zum gehen entschließe, lege ich den Grund dar und bitte natürlich um Entschuldigung. Ist aber noch nie passiert.

2.) Weil mich Spielleiter oder Mitspieler persönlich beleidigen, ärgern oder sonstwie durch ihr Verhalten schädigen (zum Beispiel durch Grenzverletzungen im oben genannten Sinne.) Klare Sache, das muss ich mir nicht bieten lassen - dann gehe ich. Ist aber auch noch nie im Rollenspiel passiert (nur im Online-Spiel.)

3.) Weil der Spielleiter (oder vielleicht die Mitspieler) nicht zum konstruktiven Spiel in der Lage sind. Das hatte ich schon mal: Keine Vorbereitung, kein Material, Charaktere noch nicht erschaffen, Spielsystem selber kaum beherrscht. War in diesem Falle ein Bekannter von mir (Ursache für alles: Begeisterte Selbstüberschätzung), darum habe ich es unklugerweise über mich ergehen lassen. Aber besser wäre vermutlich der konstruktive Vorschlag gewesen, stattdessen etwas anderes zu machen (für solche Fälle habe ich auf jeder Con Brett- oder Kartenspiele dabei.)
Falsche Ankündigung würde eventuell auch in diese Kategorie fallen. Also wenn Superhelden angekündigt wurden, aber Detektive gespielt werden sollen, aber natürlich auch, wenn schon am Anfang klar ist, dass der Zeitrahmen gesprengt wird. Da ist es völlig klar, dass der Spielleiter da nachsteuern muss oder es zumindest einen Kompromiß zu finden gilt.

4.) Weil mir der Spielstil nicht zusagt. So, und da beiße ich in den sauren Apfel und sehe es in der Tat als Arschloch-Verhalten an, wenn man deswegen einfach (oder vielmehr überhaupt) weggeht. Es gibt andere Spielstile als meinen. Auch solche, die ich zum Kotzen finde. Aber wenn ich nicht bereit bin, mich darauf einzulassen, habe ich auf einer Con-Runde halt nichts zu suchen (es sei denn, ich spiele immer nur auf den Runden meiner Haus-SL...)
Den Einwand, weggehen sei immer noch besser, als durch Miesepeterei alles kaputtzumachen, kann ich nur als lächerlich betrachten: Man macht natürlich weder das eine noch das andere, sondern gute Miene zum bösen Spiel. Und wenn es noch so ein railroadender würfeldrehender Highlord ist. Ich hätte selber auch keinen Bock darauf, dass die Hälfte der Spieler plötzlich aufsteht und sagt, der Spielleiter erzählt ihnen zu wenig, und es gibt keine klaren Vorgaben, und darum gehen sie jetzt.

Im Grunde ist das nichts anderes, als wenn die SL sagt: "Ihr leistet als Spieler nicht das, was ich mir vorgestellt habe, darum falte ich jetzt den Schirm zusammen und gehe Animes gucken." Oder gar: "Du, du und du: Ihr drei spielt nicht so wie ich möchte. Geht bitte. Jetzt. Oder bleibt, aber ich werde euch ab jetzt ignorieren. Und stört nicht die tatsächlichen Mitspieler, okay?"
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: YY am 26.11.2014 | 17:36
Es gibt andere Spielstile als meinen. Auch solche, die ich zum Kotzen finde. Aber wenn ich nicht bereit bin, mich darauf einzulassen, habe ich auf einer Con-Runde halt nichts zu suchen

Wenn man Sachen tatsächlich zum Kotzen findet, braucht man sich da auch nicht drauf einlassen, sofern das im Vorfeld bekannt ist.

Und das Allermeiste kann man ja im Vorfeld erfragen.
Wobei ich es dann auch schon wieder in Ordnung finde, die Notbremse zu ziehen, wenn das tatsächliche Spiel grob von der Ankündigung abweicht.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Wulfhelm am 26.11.2014 | 17:43
Detailliertes zum SL-Spiel steht meiner Erfahrung nach selten in der Ankündigung (leider und interessanterweise.) Bestenfalls Parolen wie "Kein stumpfes Dungeongemetzel" oder so.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: YY am 26.11.2014 | 18:03
Deswegen sprach ich ja auch von "erfragen".

Auch wenn bestimmte Begrifflichkeiten gar nicht bekannt sind, kann man immer noch vermitteln, auf was man hinaus will.
Hilft natürlich nicht gegen (unabsichtlich) falsche Angaben, aber dann sind wir schon wieder bei sehr kleinen Wahrscheinlichkeiten.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Swafnir am 26.11.2014 | 18:15
Ich kann mich zum Beispiel nicht erinnern, dass mich je jemand auf ner Con nach meinem SL-Stil gefragt hat.

Aber zum Thema Zeitmanagement: Das ist einfach auch schwer. Ich hab auf der RPC und auf der Dreieich Con das gleiche Abenteuer geleitet. Auf der RPC hatte ich alle Begegnungen und alles drin und hab 2,5 Stunden gebraucht. Auf der Dreieich Con musste ich zwei Sachen weglassen (hab gemerkt dass es knapp wird) und hab ziemlich exakt 4 Stunden gebraucht (angegeben hatte ich jeweils 3-4 Stunden).

Es hängt also auch sehr stark von der Gruppe ab und wie spielfreudig/prakmatisch die ist. Wenn es aber klar am SL liegt weil er zum Beispiel schlecht vorbereitet ist, dann kann ich den Ärger bei den Spielern verstehen. Gerade auch wenn man auf einer Con ist, bei der die nachfolgenden Runden zeitig anfangen und man dann vielleicht in die Röhre schaut.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: 6 am 26.11.2014 | 18:30
@Wulfhelm:
Um Deine Vorstellungskraft noch zu erweitern. (Keine Erwiderung, reine Info)
5. Ein SL der Mitglied im ortsansässigen Shadowrunclub und die Präsi davon spielt mit. Präsi hat 3 Vorlieben: 1. Zeichnen. 2. Bilder des letzten Clubtreffen, auf die sie während der Runde regelmässig von Zuschauern angesprochen wird. 3. Handy, das regelmässig klingelt. Präsi hat den SL in der Tasche (Traut sich nicht dem Treiben Einhalt zu gebieten und lässt den Präsi eine Mary Sue spielen.)

Das war übrigens die schlimmste Con-Runde, an der ich teil nahm. Ich habe damals die Runde nicht verlassen. Dafür ein Mitspieler. Im Endeffekt hätte ich das auch machen sollen.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Wulfhelm am 26.11.2014 | 18:46
Ich kann mich zum Beispiel nicht erinnern, dass mich je jemand auf ner Con nach meinem SL-Stil gefragt hat.
Das funktioniert ja auch meistens nicht, da richtet man sich nach der Ankündigung. Wenn es möglich oder vernünftig wäre, die Runden alle durch persönliche Spieler-SL-Abstimmung zusammenzustellen, bräuchte man dieses Verfahren nicht. Viele nervige Sachen haben ihre Ursache sowieso eher in den anderen Spielern - soll man sich mit denen auch vorher absprechen?
Aber ich bin ja halt Spielstil-tolerant, insbesondere auf Convention-Runden. Ein radikal anderer Spielstil kann auch mal interessant sein, selbst wenn er nicht im FUN-Sinne Spaß macht.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Swafnir am 26.11.2014 | 18:57
Das funktioniert ja auch meistens nicht, da richtet man sich nach der Ankündigung. Wenn es möglich oder vernünftig wäre, die Runden alle durch persönliche Spieler-SL-Abstimmung zusammenzustellen, bräuchte man dieses Verfahren nicht. Viele nervige Sachen haben ihre Ursache sowieso eher in den anderen Spielern - soll man sich mit denen auch vorher absprechen?
Aber ich bin ja halt Spielstil-tolerant, insbesondere auf Convention-Runden. Ein radikal anderer Spielstil kann auch mal interessant sein, selbst wenn er nicht im FUN-Sinne Spaß macht.

Wir haben mal mit ner Gruppe Stimmungsspieler auf der RPC bei dem Labyrinth Lord-Turnier mitgemacht. Spaß hatten wir alle, unsere Urkunden mit einem epischen Negativergebnis zeugen davon ~;D Ich teste auch gerne auf Cons. Mir geht es da eh eher darum Systeme zu testen die ich noch nicht kenne. Für gutes und stimmungsvolles Spiel hab ich meine Heimrunden.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: D. Athair am 26.11.2014 | 19:28
Warum bist Du der Meinung, dass Du für Cons gut geeignet bist? Offensichtlich hast Du einen ganz besonderen Leitstil, den wenige Leute wirklich zu schätzen wissen. Wäre eine private Runde nicht für alle Beteiligten viel frustfreier. Wäre meiner Meinung nach eine Überlegung wert.
Hmm ... würde ich nicht sagen. Soweit ich das beurteilen kann, hängen die Runden von Jed auch sehr von den Spielern ab, bzw. deren Fähigkeiten sich einzubringen und als Gruppe ein passendes Abenteuer-Pacing zu betreiben. Das können nur einige Spieler nicht. Insbesondere Menschen mit Shadowrun- oder DSA- oder German-Cthulhu-Sozialisation. Die warten darauf, dass die Spielleitung den "Plot" vorantreibt. Langjährige SL-zentrierte Kampagnen lassen mMn auch eher die Spielerfähigkeiten verkümmern, die gebraucht werden.

Insofern sind Cons nicht die schlechtete Spielwiese. Jedenfalls wenn Charakterbau und Regel-/Hintergrunderklärungen größtenteils ausfallen.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Uisge beatha am 26.11.2014 | 22:43
Wir haben mal mit ner Gruppe Stimmungsspieler auf der RPC bei dem Labyrinth Lord-Turnier mitgemacht. Spaß hatten wir alle, unsere Urkunden mit einem epischen Negativergebnis zeugen davon
Jau, -65 von knapp 600 möglichen Punkten...  >;D
Wobei man sagen muß, daß da im Vorfeld alle wussten was auf sie zukommt (Euch war klar, daß es Geschnetzeltes im Dungeon gibt und daß eure Gruppe nach Ablauf der Zeit an den bis dahin erledigten Aufgaben bewertet wird; mir war klar, daß diese Runde nicht ganz so fokussiert und ergebnisorientiert angegangen wird wie die anderen.) und daß es zwischenmenschlich trotz unterschiedlicher Spielvorlieben/-stile gepasst hat.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Jed Clayton am 26.11.2014 | 22:52
Hmm ... würde ich nicht sagen. Soweit ich das beurteilen kann, hängen die Runden von Jed auch sehr von den Spielern ab, bzw. deren Fähigkeiten sich einzubringen und als Gruppe ein passendes Abenteuer-Pacing zu betreiben. Das können nur einige Spieler nicht. Insbesondere Menschen mit Shadowrun- oder DSA- oder German-Cthulhu-Sozialisation. Die warten darauf, dass die Spielleitung den "Plot" vorantreibt. Langjährige SL-zentrierte Kampagnen lassen mMn auch eher die Spielerfähigkeiten verkümmern, die gebraucht werden.

Insofern sind Cons nicht die schlechtete Spielwiese. Jedenfalls wenn Charakterbau und Regel-/Hintergrunderklärungen größtenteils ausfallen.

Ausnahmsweise noch eine kleine Antwort, weil sie hier gerade passt:

Ich spiele seit etlichen Jahren auf Cons, weil ich die Atmosphäre und die ganze "Art" von Conventions an sich mag (im Prinzip so eine Mischung aus Party, Rockkonzert, Klassenfahrt, Kurzurlaub, Messe und einfach mal woanders als zu Hause Herumhängen und Fachsimpeln ...). Außerdem gehe ich auf die Cons, weil ich sowieso seit über 10 Jahren deutliche Probleme habe, in meiner Stadt so etwas wie eine regelmäßige Gruppe zusammenzustellen. Alle früheren Gruppen sind durch Jobs, Umzüge, Familien, Beziehungen, sich ändernde Hobby-Prioritäten und den anderen Real-Life-Kram auseinandergegangen. Ansonsten hätte ich nur Möglichkeiten, DSA, Shadowrun oder Vampire Live mitzuspielen, in lang etablierten Gruppen, auf die ich keine Lust habe. Der dritte wichtige Punkt ist, dass ich bestimmte Spiele und/oder Settings von Freunden und Kollegen gern in diesem Rahmen bekanntmachen möchte. Darum eben Conventions.

Noch einmal zur Orientierung: In diesem jüngsten Fall war die Charaktererschaffung lang im Voraus erledigt, weil ich offizielle Charaktere aus einem PDF-Büchlein mitgebracht hatte. Genau genommen wurden dann noch 2 neue Charaktere erstellt, weil das PDF nur 4 Spielercharaktere enthielt, aber sechs Spieler anwesend waren. Nächstes Mal bringe ich sechs SC mit, um auch diese Hürde zu nehmen.

Lediglich die Tatsache, dass das PDF bzw. die Werteblöcke auf den Vordrucken in englischer Sprache waren, könnte für Verzögerungen gesorgt haben, weil ich ein paar englische Wörter einfach erklären musste (... und damit meine ich nicht stundenlanges Vokabelerklären, ob ihr es mir nun glaubt oder nicht ...).

Den Plot habe ich ebenso wie 4 von 6 Charakteren relativ genau vorgegeben, und schwierig war er auch nicht, aber man wird schon gemerkt haben, dass dies nicht Aventurien oder SR oder was auch immer war. Ist es denn in Zeiten von FATE, Fiasco und so weiter wirklich so schwer zu verstehen, dass SC die Handlung massiv mitbeeinflussen können und dass auf den Charakterbögen der SC schon Hinweise und Tipps stehen, wie man die Handlung verändern kann?

Es ist - dieses Mal - nicht so gewesen, dass über eine Dauer von 3 oder mehr Stunden Charaktere gebaut wurden. Auch war es kein Szenario, in dem ich die Arme hinterm Kopf verschränkt und gesagt habe, "Ach, denkt euch doch selbst mal aus, wie der nächste Tag jetzt so abläuft und wie das Dorf aussieht." Das wiederum habe ich von anderen SL inzwischen auch gehört, so oder so ähnlich formuliert.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Bad Horse am 26.11.2014 | 23:03

Den Plot habe ich ebenso wie 4 von 6 Charakteren relativ genau vorgegeben, und schwierig war er auch nicht, aber man wird schon gemerkt haben, dass dies nicht Aventurien oder SR oder was auch immer war. Ist es denn in Zeiten von FATE, Fiasco und so weiter wirklich so schwer zu verstehen, dass SC die Handlung massiv mitbeeinflussen können und dass auf den Charakterbögen der SC schon Hinweise und Tipps stehen, wie man die Handlung verändern kann?

Versteh ich nicht. Wenn du den Plot relativ genau vorgegeben hast, wozu brauchst du dann noch Spieler, die ihn massiv beeinflussen oder verändern? Wenn die Spieler von sich aus nicht mitziehen, dann kannst du doch einfach deinen Plot machen. Oder hattest du relativ genau vorgegeben, wie die Spieler den Plot jetzt verändern sollen?
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Jed Clayton am 26.11.2014 | 23:44
Versteh ich nicht. Wenn du den Plot relativ genau vorgegeben hast, wozu brauchst du dann noch Spieler, die ihn massiv beeinflussen oder verändern? Wenn die Spieler von sich aus nicht mitziehen, dann kannst du doch einfach deinen Plot machen. Oder hattest du relativ genau vorgegeben, wie die Spieler den Plot jetzt verändern sollen?

Das ist vielleicht nicht geschickt formuliert gewesen. Ich hätte anstatt Plot wohl Szene, Ausgangsbasis, Problemstellung, Gefahr usw. schreiben können.
Jede Fertigkeitsanwendung und letztlich jedes Mal Würfeln beeinflusst einen Plot doch auch ... oder SOLLTE es definitiv in jedem RPG, das Würfelwürfe verwendet. :)

- Stolperst du über einen Stein oder springst du flink darüber? - Jede der beiden Möglichkeiten beeinflusst etwas in der Geschichte.

- Haust du einem Monster mit einem Schwerthieb die Rübe ab oder verletzt du dich mit dem Schwert etwa selbst?

- Gewinnst du die Gunst des edlen Fürsten bei Hofe oder verärgerst du ihn?

- Zündest du den vernichtenden Sprengsatz in deinem Rucksack oder sagst du dir vielleicht "Nein, nicht hier und nicht jetzt ... ich hebe mir den Sprengstoff noch auf"?

Aber damit sind wir meiner Meinung nach schon bei einer so fundamentalen Diskussion von Bestandteilen des Rollenspiels, das ich das nicht auch noch diskutieren möchte.

Auf Welten und Geschichten, die sich sowieso per Metaplot in eine ganz bestimmte Richtung entwickeln und nicht abgewandelt werden können, egal was die Gruppe der SC nun eigentlich tut oder unterlässt, hatte ich doch noch nie Lust. Das kann ich mit Bestimmtheit sagen. Diese Meinung hatte ich auch schon 1991.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Turning Wheel am 26.11.2014 | 23:45
Jed, im Startposting steht ja, dass die Spieler dir erzählerische Sinnlosigkeit vorgeworfen haben.
Hast du näher nachgefragt, was genau sie meinten? Hast du sie mit dem Kommentar einfach ziehen lassen, oder gab es eine weitere Ausführung der Spieler dazu?

Wenn ein Abenteuer für 4 Spieler ausgelegt ist, bringe ich schon aus Prinzip gerne ein oder zwei Charaktere mehr mit, damit es etwas Auswahl gibt.
Meistens gibt es zwei Charas, die auf jeden Fall von jemand gespielt werden müssen, die anderen sind optional.
Ich hab gemerkt, dass diese begrenzte Wahlmöglichkeit ganz gut bei Spielern ankommt (auch bei denen, die lieber selbst Charaktere erschaffen wollen).
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: D. Athair am 27.11.2014 | 03:55
... die Sinnfrage ist mMn häufig mit Überforderung/Perspektivlosigkeit verbunden.
Wenn man als Arbeitshypothese nimmt, dass das auch im beschriebenen Fall so war, dann wäre die Fragen:
Wie sind die Spieler da hineingeraten? Was hätten sie gebraucht, dass das nicht passiert?
War der Bruch mit ihren Gewohnheiten zu hart? In Bezug auf das Spielsystem? In Bezug auf die Anforderungen an die Spieler?
In Bezug auf den Leitstil? In Bezug auf das Setting? Wie hätte man da Brücken bauen können?

Gab es irgendwelche Hinweise/Einschätzungen der beiden gebliebenen Spieler zum Walk-Out?


Zitat
Ist es denn in Zeiten von FATE, Fiasco und so weiter wirklich so schwer zu verstehen, dass SC die Handlung massiv mitbeeinflussen können und dass auf den Charakterbögen der SC schon Hinweise und Tipps stehen, wie man die Handlung verändern kann?
Ja, ich denke schon. Besonders wenn man davon ausgeht, dass auf dem Charakterbogen nur Ressourcen und SC-Charakterisierung stehen.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 27.11.2014 | 09:38
Ich habe es bei einer 13 Mann Traveller Runde auch andersrum erlebt:

Nach der Charaktererschaffung und dem Abenteuerbeginn, irgendwas Fischy auf einer Raumstation und wir nicht andocken sondern per Raumanzug betreten wollten musste der SL begründungslos weg!

Ich fühlte mich irgendwie daran erinnert

http://www.tanelorn.net/index.php/topic,19805.msg1735770.html#msg1735770
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 27.11.2014 | 09:41


Verhältnismäßig am Häufigsten ist der Grund tatsächlich, dass die Leute sich für was Anderes eingetragen haben, der SL nicht rechtzeitig fertig wird, und die Leute sind extra für die andere Runde bzw. die Leute in der Runde angereist.
Ist aber was anderes, besonders wenn man leiten muss, aber ich lasse da gerne etwas Puffer

Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Swafnir am 27.11.2014 | 14:15
Jau, -65 von knapp 600 möglichen Punkten...  >;D
Wobei man sagen muß, daß da im Vorfeld alle wussten was auf sie zukommt (Euch war klar, daß es Geschnetzeltes im Dungeon gibt und daß eure Gruppe nach Ablauf der Zeit an den bis dahin erledigten Aufgaben bewertet wird; mir war klar, daß diese Runde nicht ganz so fokussiert und ergebnisorientiert angegangen wird wie die anderen.) und daß es zwischenmenschlich trotz unterschiedlicher Spielvorlieben/-stile gepasst hat.

Klar, es hat allen Spaß gemacht ~;D Aber ich finds toll, dass du dich noch so genau daran erinnerst :d
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Ser Silwen am 28.11.2014 | 02:14
Hallo zusammen, Hi Jed

Ich habe jetzt nur einen Teil der Beiträge gelesen, aber als Spieler, der den Walk-Out gestartet hat, sollte ich vielleicht auch noch mal Stellung dazu nehmen. Am Samstag war ich dazu zu genervt.

Ich weiß, mein Ausstieg mit den Worten "Es gibt Leute, die nicht zum leiten geboren sind und du gehörst dazu." war nicht höflich. Dafür entschuldige ich mich.

Die Gründe, warum ich und meine drei Freunde ausgestiegen sind, kann ich dir hier jedoch noch mal gut darlegen.

1. Du warst nicht vorbereitet.
Die Session war für sechs Spieler ausgeschrieben und es stand dabei Charaktere werden gestellt. Wenn dann nur vier SC's zur Verfügung stehen und zwei Spieler sich erst 30 min Charaktere basteln müssen, während die anderen sich langweilen ist das schon mal suboptimal und ein schlechter Einstieg.

2. Du hast 45 Minuten alles vom System ertzählt, außer wie es funktioniert.
Ich weiß nicht, wie es sonst bei dir läuft, aber wenn du den Spielern, die eigentlich spielen wollen die erste dreiviertel Stunde erklärst wie sich das System entwickelt hat und sämtliche Szenarien vorstellst die wir NICHT bespielen, schaltet der Durchschnittsspieler nach ca. 5 Minuten ab. Insbesondere, wenn man um zehn Uhr abends spielt.
Außerdem war deine Erklärung des Würfelsystems nicht wirklich doll. Zu sagen, man wirft halt nen W12 reicht nicht. Einer der Gründe für meinen Ausstieg war das Auftauchen der Setback-Bennies mitten im Spiel, ohne dass du da vorher ein Wort drüber verloren hättest.

3. Wir hatten keine Ahnung, was wir tun sollten.
Wir haben uns über 90 Minuten durch das Szenario geschleppt, ohne dass wir irgendwie einen roten Faden finden konnten. Außer, ihr seid Widerstandskämpfer-Kids in einer Welt vor böser Adliger und wir komen halt in ein Dorf, wo wir Soldaten mit einer großen Flugechse begegnen war da nix. Das ist für ein Con-Abenteuer einfach zu wenig, da muss mehr Geschwindigkeit rein.

Das waren jetzt erst mal die drei technischen Fehler, die mit einer gewissen Vorbereitung vermieden werden können.
Dazu kommen nun aber leider noch Gründe, die ich und auch meine Freunde (wir spielen öfters zusammen) persönlich nicht mochten:

a) Du sprichst unglaublich langsam, und mit wenig Emotionen.
b) Dazu kommt, dass du pro Satz mindestens vier Ähhs benutzt hast.
c) Du benutzt bei Beschreibungen praktisch keine Adjektive oder Adverben, die über groß, klein und Farbe hinaus gehen.
d) Du gehst (meiner Meinung nach) sehr wenig auf das ein, was die Spieler machen. Da die Story nicht voran kam, bzw. wir nicht wussten, was wir tun sollten, haben ja ein Paar von uns angefangen die Chars auszuspielen und einfach einige Nichtigkeiten beschrieben. Daraufhin kam dann von deiner Seite aber auch nix. Du schienst eher darauf zu warten, dass wir endlich damit aufhören, damit du weiter erzählen kannst. Was du dann aber auch nicht getan hast.


Zum Abschluss möchte ich noch sagen, dass es mir Leid tut, dich da sitzen gelassen zu haben. Aber mir hat das Spielen einfach zu wenig Spaß gemacht, als dass ich dafür meine kostbare Con-Zeit verschwenden mochte.
Schade eigentlich, denn das Szenario und Spielsystem fand ich von der Idee her ganz nett (Nur leider nicht gut präsentiert)

LG, Silwen
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Silent am 28.11.2014 | 03:14
1. Du warst nicht vorbereitet.
Die Session war für sechs Spieler ausgeschrieben und es stand dabei Charaktere werden gestellt. Wenn dann nur vier SC's zur Verfügung stehen und zwei Spieler sich erst 30 min Charaktere basteln müssen, während die anderen sich langweilen ist das schon mal suboptimal und ein schlechter Einstieg.
Das ist das einzige, was ich ohne mit der Wimper zu zucken unterschreiben könnte. 6 Spieler ausschreiben mit dem Hinweis das vorgefertigte Charaktere benutzt werden und dann nur 4 haben ist nicht gerade ideal.
Da ich den eigentlichen Rundenaushang nicht kenne, zögere ich aber. Vielleicht ging man auch davon aus, dass man eigene Charaktere mitbringt. Sowas soll es ja auf Cons auch geben ^^

2. Du hast 45 Minuten alles vom System ertzählt, außer wie es funktioniert.
Ich weiß nicht, wie es sonst bei dir läuft, aber wenn du den Spielern, die eigentlich spielen wollen die erste dreiviertel Stunde erklärst wie sich das System entwickelt hat und sämtliche Szenarien vorstellst die wir NICHT bespielen, schaltet der Durchschnittsspieler nach ca. 5 Minuten ab. Insbesondere, wenn man um zehn Uhr abends spielt.
Außerdem war deine Erklärung des Würfelsystems nicht wirklich doll. Zu sagen, man wirft halt nen W12 reicht nicht. Einer der Gründe für meinen Ausstieg war das Auftauchen der Setback-Bennies mitten im Spiel, ohne dass du da vorher ein Wort drüber verloren hättest.
Lass ich mal so stehen. Ich war nicht dabei, aber dennoch ist das ein sehr subjektiver Eindruck von dir. Systemelemente erst dann zu erklären, wenn sie im Spiel relevant werden gehört für mich zum guten Ton...

3. Wir hatten keine Ahnung, was wir tun sollten.
Wir haben uns über 90 Minuten durch das Szenario geschleppt, ohne dass wir irgendwie einen roten Faden finden konnten. Außer, ihr seid Widerstandskämpfer-Kids in einer Welt vor böser Adliger und wir komen halt in ein Dorf, wo wir Soldaten mit einer großen Flugechse begegnen war da nix. Das ist für ein Con-Abenteuer einfach zu wenig, da muss mehr Geschwindigkeit rein.
Ich bin als SL kein Bespaßer! Wer sich als Spieler langweilt, macht schlicht etwas falsch. Den Punkt würde ich dir also absprechen.
Ausnahme: Die Runde war für absolute Rollenspielneulinge ausgeschrieben. Da ist es manchmal sinnvoll diese an die Hand zu nehmen, um sie nicht zu sehr zu überfordern. Manchmal ist dieses Vorurteil aber genau das. Ein Vorurteil...


b) Dazu kommt, dass du pro Satz mindestens vier Ähhs benutzt hast.
Fun Fact: Es ist wissenschaftlich nachweisbar, dass viele Ähhs, Öhhs und andere Füllwörter das Verständnis eines Vortrags erhöhen. Wer sich also antrainiert ohne auszukommen, macht es seinem Publikum schwerer!

c) Du benutzt bei Beschreibungen praktisch keine Adjektive oder Adverben, die über groß, klein und Farbe hinaus gehen.
Schwieriger Punkt. Zuviele blumige Worte find ich persönlich ätzend. Wenn dort eine große alte Mauer steht muss ich nicht mit 50 Adjektiven diese Mauer beschreiben und auch der Schwertschlag eines Kämpfers braucht keine 15 Adverben.
"Da ist ein kleines grünes Haus, neben einem großen roten Wagen" ist für mich ausreichend um mein Kopfkino zu befüllen. Falls es notwendig ist klein und groß näher zu beschreiben gibt es noch das Mittel der Nachfrage. "Was heißt groß? Elefant, Eifelturm oder Mount Everest?


Allgemein kann ich nach deinem Beitrag auch verstehen, wieso Jed diesen Thread genauso betitelt hat, so einen Spruch zu drücken ist schon echt unterhalb der Gürtellinie...
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: D. Athair am 28.11.2014 | 03:22
Hallo zusammen, Hi Jed

Ich habe jetzt nur einen Teil der Beiträge gelesen, aber als Spieler, der den Walk-Out gestartet hat, sollte ich vielleicht auch noch mal Stellung dazu nehmen.
Mutiger Schritt. Respekt dafür.

Zu 1.: Grundsätzlich sollten so viele Charaktere vorbereitet sein, wie angegeben. Da ich nicht weiß, wie die Runde genau augeschrieben war ... bleiben nur Vermutungen. Bei "bis zu 6", "6", "4-6" würde ich erwarten, dass es 6 Pre-Gens gibt. Bei "4 (bis 6)" nicht. Das Ding mit der Nacherschaffung ... ist mMn umständlich. Dass das "Spielzeit" frisst, ob die Spieler damit zufrieden sein können ... sollte thematisiert werden. Wenn da gegenüber dem SL-Vorschlag schon Unmut aufkommt, ist das Kind schon zur Hälfte ins Wasser gefallen.

Zu 2.: Finde das gewählte Vorgehen nicht grundsätzlich schlecht. Nur muss es - gerade beim Con-Spiel - zur Gruppe passen. Insofern wäre es vielleicht hilfreich gewesen erstmal zu fragen, was die Spieler über die Regeln tatsächlich wissen wollen. Reicht der Grundmechanismus und alles andere wird "on the fly" integriert. Geht es um Stärken und Schwächen der Regeln ...
Kurz: Was sind die Vorabinfos, die benötigt werden?

Zu 3.: Wie vermutet: Fehlende Plotperspektiven für die Spieler. Das kann am SL liegen. Das kann genauso gut an den Spielern liegen. Oder an der Inkompatibiliät (von mind. Teilen) der Walk-Out-Leute mit dem SL. Das Einzige was hilft ist vorneweg (würde ich nach der Regelerklärung ansetzten) die Erwartungen von SL und Spielern auszutauschen, bzw. Angebot und Nachfrage zu bennen.

Zu 1 mag ich mir kein Urteil bilden. Zu 2 und 3: Die ungünstige Präsentation ist das eine. Schwerwiegender scheint mir, dass der SL seiner Moderatoren-Rolle wohl nicht gerecht wurde. Klar, fitte Spieler können da einspringen. Wesentliche Teile der Rolle übernehmen. Das ist aber einerseits auf einer Con-Runde - man kennt sich ja eher nicht - schwer und andererseits nicht unbedingt Aufgabe der Spieler.


a) Du sprichst unglaublich langsam, und mit wenig Emotionen.
b) Dazu kommt, dass du pro Satz mindestens vier Ähhs benutzt hast.
c) Du benutzt bei Beschreibungen praktisch keine Adjektive oder Adverben, die über groß, klein und Farbe hinaus gehen.
d) Du gehst (meiner Meinung nach) sehr wenig auf das ein, was die Spieler machen. Da die Story nicht voran kam, bzw. wir nicht wussten, was wir tun sollten, haben ja ein Paar von uns angefangen die Chars auszuspielen und einfach einige Nichtigkeiten beschrieben. Daraufhin kam dann von deiner Seite aber auch nix. Du schienst eher darauf zu warten, dass wir endlich damit aufhören, damit du weiter erzählen kannst. Was du dann aber auch nicht getan hast.

Zu a: Das ist dein Eindruck. Als allgemeingültige Wahrheit kaufe ich dir das nicht ab. Eben weil ich deine Erfahrungen eben nicht teile.
Zu b: Das sind Ticks/Eigenheiten, die ein SL haben kann oder als Reaktion auf bestimmte Gegebenheiten am Spieltisch entwickeln kann. Muss man mit leben. Sollte man ansprechen, wenn einen das stört: "Kann es sein, dass du aufgeregt bist. Mir fällt auf, dass sich die Ähs häufen."
Zu c: Ist mMn eine Stilfrage. Gerade an der Stelle erwarte ich von Spielern, dass sie nachfragen, wenn sie mehr/was anderes hören wollen.
Zu d: Das hört sich danach an, als hätte die Kommunikation am Spieltisch nie recht Fahrt aufnehmen können. Woran das lag, wird wahrscheinlich nicht zu erfahren sein, weil die Beteiligten - meiner Erfahrung nach - da eher keine klare Antwort geben können dürften. Wem das als erstes auffällt, der hat mMn die Aufgabe und Pflicht das Spiel zu unterbrechen und das zum Thema zu machen. "ICH habe das Gefühl, dass wir nicht vorankommen. Jede Aktion scheint im Nichts zu versanden. Was sollen wir denn tun? Teilst du, SL, eigentlich die Sichtweise ..."

Wenn diese Intervention nicht zu einem Ergebnis kommt, kann man auch die Rollen tauschen. Der Spieler erklärt in der Rolle des SL, warum die Spieler keinen Zugang finden. Der SL beschreibt das Problem, das er in der Rolle als Spieler mit dem Abenteuerverlauf hat. Die Spieler, die nicht am Dialog beteiligt sind beobachten und/oder moderieren das Gespräch. Sehr gut möglich, dass man über diesen Dialog in vertauschten Rollen auf das Problem stößt.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: alexandro am 28.11.2014 | 06:08
zu a) bis c): Es gibt SL, welche lieber "Substance>Style" leiten, also weniger Wert auf Präsentation legen (und blumige Beschreibungen, Hintergrundmusik oder Handouts für überflüssigen SchnickSchnack halten). Gehöre ich selbst dazu. Muss man nicht mögen, aber das ist noch kein Zeichen eines schlechten SL.

Zu d): Bei solchen "Detailspiel" ist es nicht immer einfach für den SL, dies auch im AB zu verarbeiten. Wenn die Spieler z.B. "Tavernenspiel" betreiben, dann kann der SL entweder abwarten bis sie damit fertig sind oder Bewaffnete die Taverne stürmen lassen, und den Plot damit zu den Spielern bringen. Möglicherweise hatte Jed den Eindruck, dass euch diese Art von Ausschmückung belangloser Details Spaß macht und er wollte das nicht durch die Plotpeitsche abwürgen?

Dazu kommt Punkt 3: Das erscheint mir doch als recht stringente Vorgabe. Ihr seid Widerstandskämpfer - da sind die Soldaten der bösen Besatzerarmee - was macht ihr? (z.B. sie bekämpfen, ihnen die Steuerkasse klauen, versuchen sie auf die Seite der Rebellen zu ziehen) Da kann man als Spieler viel draus machen und ich wäre mit so einem offenen Szenario vollkommen zufrieden. Andere brauchen vielleicht etwas mehr Struktur, aber ich fände das langweilig.

Waren wahrscheinlich unterschiedliche Spielvorlieben.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Just_Flo am 28.11.2014 | 06:55
Ich denke, dass da Jed ja jetzt ein konkretes Feedback dazu hat, warum der Walkout stattfand sollten wir ihn und das Feedback nicht mehr weiter zerpflücken.

Gewollt oder nicht gewollt er hat jetzt aufgeschlüsselt bekommen, wie es aus Sicht der Beteiligten dazu kam. Was er damit macht und wie er welchen Punkt annimmt oder nicht annimmt bzw. gewertet/gewichtet ist alleine ihm überlassen.

Ob er etwas verändert ist auch alleine ihm überlassen.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Luxferre am 28.11.2014 | 08:05
Ich denke, dass da Jed ja jetzt ein konkretes Feedback dazu hat, warum der Walkout stattfand sollten wir ihn und das Feedback nicht mehr weiter zerpflücken.

 :d

Es gibt nur zwei subjektive Wahrheiten in diesem Thread. Der Versuch, diese jetzt mit Objektivität zu füllen wird nichts.
Ich finde den Schritt von Silwen super. Wobei ich mich echt frage, wie er das Forum hier gefunden hat UND den Beitrag zu dem Con  8]
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: JS am 28.11.2014 | 08:12
Ja, der Beitrag ist sehr erhellend und für mich gut nachvollziehbar.
Keine weiteren Fragen, euer Ehren.
 ::)
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Ser Silwen am 28.11.2014 | 10:22

 Wobei ich mich echt frage, wie er das Forum hier gefunden hat UND den Beitrag zu dem Con  8]

Du meinst, weil das hier so ein kleines, unbedeutendes Forum ist?  ;D ;D ;D

Ich les hier schon länger still mit und mich in dem Thread wieder zu erkennen, war jetzt echt nicht schwer. ;)
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Schwertwal am 28.11.2014 | 10:25
Irgendwie ist das Thema hier überaus seltsam. Tatsächlich deckt sich die Aussage von Silwen zum Großteil mit den Eindrücken, die andere Spieler aus Jeds Spielrunden geteilt haben. Wenn ich dann Beiträge sehe wie Deinen, Althena, dann weiß ich beim besten Willen nicht, worauf Du hinaus willst. Ich glaube nicht, dass hier irgendjemand Jed etwas böses will und entsprechend gibt es eigentlich gar keinen Grund eine derart an den Haaren herbeigezogene (sorry, aber für mich klingt das so) Verteidigungshaltung einzugehen. Wenn Jed über die Einschätzungen hier im Thread reflektiert, dann wird er etwas daraus mitnehmen - das ist aber vollkommen ihm überlassen und ich denke auch, er ist ein ausreichend erfahrener SL um mit Kritik umzugehen.

Die Sache ist aber, wer nicht dabei war, sollte Silwen nicht weniger gesunden Menschenverstand unterstellen als allen anderen hier im Forum. Natürlich kann es sein, dass es sich um überaus engstirnige Spieler hielt, die nicht in der Lage waren, etwas aus dem Potential der Runde zu schöpfen - aber genau so kann es sein, dass Jed in der Runde einfach ziemlich mies geleitet hat - wer wären wir, das jetzt vorm Rechner einzuschätzen? Deshalb würde ich lieber den Kern des Themas wieder aufnehmen und nicht ins Blaue rein irgendwelche Behauptungen zu diskutieren, das hilft vorallem Jed dabei, hier zu einem konstruktiven Ergebnis zu kommen.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Feuersänger am 28.11.2014 | 11:32
Im Zweifel war der Thread immerhin für eine Sache gut, nämlich einen neuen User zum posten zu bringen. ^^ Willkommen, Ser Silwen!

Ansonsten, das was Schwertwal sagt, unterschreibe ich als ebenfalls Jed-Geschädigter mit.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: KlickKlack am 28.11.2014 | 11:56
Jed Geschädigter :) herrlich... Ich denke das ist lustig aber bitter. Mal abgesehen von Jed würde mich doch interessieren ob ihr da wirklich so kulant seid wie es sich hier liest. "Spielleiter sind nicht verpflichtet die Spieler zu bespaßen!" "Rollenspiel ist Teamwork!" Alles geschenkt, aber seien wir doch ehrlich, ein 'schlechter Schauspieler' als Spieler ist in einer Runde zu verkraften, wenn auch nervig, aber 'ein schlechter Schauspieler' oder Performer oder Darsteller, oder auch nur Redner als SL ist schrecklich... Das kann man doch bei aller Tolleranz nicht bestreiten oder ?
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Tarin am 28.11.2014 | 12:05
Nö, kann man nicht. Aber wie schon vorher gesagt, mir fallen noch genug andere Gründe ein. Alle sind auf Con, um Spaß zu haben. Wer keinen Spaß hat möge ihn sich einfach in einer anderen Runde suchen. Gilt übrigens auch als SL. Wenn da die volle Inkompatibilität herrscht, lässt mans halt besser.

Notiz an mich: Weiterhin nur Con Abenteuer anbieten, bei denen die genauen SC und die Anzahl der Spieler flexibel änderbar sind.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: bobibob bobsen am 28.11.2014 | 12:06
Doch kann man. Eine tolle Story von einem sprachlich unbegabten Stotterer ist mir auf alle fälle lieber als eine lahme unlogische Geschichte von einem tollen Redner der mit schönen Worten Mist verkauft.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: KlickKlack am 28.11.2014 | 12:13
@bob ja sicher  :o wenn man wieder in Extreme verfällt...
Vielleicht sind wir da auch irgendwie wieder bei einem der häßlichen Kernthemen des Rollenspiels gelandet, die Szene weißt einen nicht gerade kleinen Teil wenig charismatischer, wenig anziehender Charaktere auf.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Turning Wheel am 28.11.2014 | 12:41
Was Ser Silwen geschrieben hat, kann ich fast alles unterschreiben. So war das auch in unserer Runde auf dem FeenCon.
Mit dem Unterschied, dass bei uns gar keine Chars da waren und die Erschaffung zwei bis drei Stunden gedauert hat.
Punkt c) ist allerdings bei uns nicht so gewesen. Jed hat mit sehr ausführlichen Beschreibungen einer Hausszene angefangen, die wirklich
vorstellbar und stimmungsvoll war. Ich konnte sie zu dem Zeitpunkt nur leider nicht mehr honorieren, weil ich gerne losgespielt hätte und
die Szene recht unwichtig schien (Es war auch nur einer von 4 Charakteren tatsächlich dort) und unglaublich langsam vorgetragen war.
Und das war auch der Punkt, wo der andere Spieler gemeint hat, dass ihm das Spiel zu langsam ist.

Und auch das möchte ich noch zum Thema sagen:

Ich höre immer wieder, dass irgendwer als SL kein Bespaßer sein möchte oder zu sein braucht.
Diese Haltung bzw. Sichtweise finde ich, mit Verlaub gesagt, ganz schön quarkig!
SL ist eine Abkürzung und heißt Spielleiter.
Das würde ich absolut parallel zu einem Diskussionsleiter in einer Diskussion oder einem Gesprächsleiter in einem Gespräch sehen.
(Ein ähnlicher Begriff wäre wohl Moderator.)
Mag sein, dass ein Leiter nicht die Aufgabe hat, Spaß zu generieren, aber er hat sicher die Aufgabe zu leiten. Und das heißt, dass er
führend eingreift, wenn die Sache ins Stocken gerät bzw. dass er mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln die Sache befördert.
Das mag sicherlich gut sein, sich als Leiter zurückzunehmen, wenn ein positiver Flow entsteht, aber es ist als SL sicher geboten
massiv einzugreifen, wenn Teilnehmer ins Abseits gedrängt werden oder wenn die Teilnehmer durchhängen oder in eine falsche Richtung
gehen (Gestern Abend kam so ein cooler Werbespot, da waren zwei…).
Dazu gehört für mich übrigens auch, dass man sich rhetorische Techniken aneignet, seine Sprache verbessert und ein Notfallkonzept (vorgefertigter Plot?)
hat, falls die Spieler nichts auf die Reihe bringen.
Wenn ich das als SL nicht kann, dann bin ich ein schlechter SL. Wenn ich es nicht will, sollte ich mich nicht SL nennen sondern irgendwie anders.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: bobibob bobsen am 28.11.2014 | 12:44
Kommt erst mal darauf an was ein schlechter Redner sein soll?

Zur Szene kann ich nichts sagen da ich sie nicht kenne.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Thandbar am 28.11.2014 | 12:56
Kann man, wenn man zu viert und obendrein befreundet ist, nicht eine ins Stocken geratene Spielrunde "retten"? Das fände ich persönlich besser, als mit Vorwürfen den Spieltisch zu verlassen.
Ob der SL eine besondere Verantwortung für den Gesamtspaß der Gruppe hat, hängt doch sehr vom System/der Sozialisation der Teilnehmer ab. Ich würde das nicht so allgemein formulieren.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Hector am 28.11.2014 | 12:59
Wenn es ein normaler Spielleiter (das Wort an sich sagt schon viel aus) in einem klassischen spielleitergeleiteten System ist, kann man als Spieler schon erwarten, dass der SL moderiert und das Abenteuer vorantreibt, wenn es in Stocken gerät. Im übrigen TW +1.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 28.11.2014 | 13:07


Ich höre immer wieder, dass irgendwer als SL kein Bespaßer sein möchte oder zu sein braucht.
Diese Haltung bzw. Sichtweise finde ich, mit Verlaub gesagt, ganz schön quarkig!

Jeder ist gleichermassen für den Spielspass und Fluss verantwortlich, ich bin kein Amimateur, Regisseur, Erzähler - ich versuche die Bühne zu bereiten, mit Hilfe der anderen Spieler  und jedem die Möglichkeit anzubieten seine Rolle zu spielen.

Zitat
in eine falsche Richtung  gehen
es ist Sache der Charspieler für ihre Chars zu entscheiden und mit den Folgen umzugehen.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Ser Silwen am 28.11.2014 | 13:10
@ Thandbar

Einer von uns war bereits geistig ausgestiegen, da er unter anderem auch Probleme hatte Jed akustisch zu verstehen.
Unser Mädel war zum Ersten Mal auf einer Con und hat nur wenig Rollenspielerfahrung. Sie wäre damit noch etwas überfordert gewesen.
Wir übrigen Beiden haben mehrfach versucht einen Flow herzustellen und die übrige Gruppe ein wenig mehr ins Spiel zu bringen. Hat leider nicht geklappt bzw. geriet durch langatmige Beschreibungen und Ausführungen von Jed immer wieder ins Stocken.

Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: bobibob bobsen am 28.11.2014 | 13:11
Zitat
Dazu gehört für mich übrigens auch, dass man sich rhetorische Techniken aneignet, seine Sprache verbessert und ein Notfallkonzept (vorgefertigter Plot?)
hat, falls die Spieler nichts auf die Reihe bringen.

Hört sich für mich irgendwie nach einem SL Diplom an. Da wundert es mich nicht das viele hier im Forum die Aufgabe übernehmen weil sie kein Anderer machen will.
Vieles kann einem SL helfen sich zu verbessern, dennoch würde ich mir merkwürdig vorkommen wenn mich einer der Mitspieler nach meinem Nachweis über ein Seminar zur de-escalations strategies fragt.
Wenn das der Anspruch ist dann will ich auch für meine Leistung bezahlt werden, wie es bei Rednern üblich ist.

Zur Rhetorik:
Ein Kommunikationstraining wie es häufig für Führungskräfte in größeren Firmen angeboten wird kann recht hilfreich sein. Mein letztes Wochenende hat allerdings 2800€ gekostet. Das wird für viele angehende SL wohl etwas teuer sein.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Pyromancer am 28.11.2014 | 13:15
Jeder ist gleichermassen für den Spielspass und Fluss verantwortlich

Dem widerspreche ich. Auf Con-Runden trägt der SL die Hauptlast der Verantwortung für Spielfluss, Pacing, Spotlight-Verteilung etc. Klar können und sollen sich da alle drum kümmern, aber wenn es sonst keiner macht, dann bleibt es am SL hängen.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Hector am 28.11.2014 | 13:20
Ach, so schrecklich teuer ist Rhetorik (http://www.amazon.de/Die-Sprache-Erfolgs-Rhetorik-Pers%C3%B6nlichkeit/dp/3709301548/ref=sr_1_4?ie=UTF8&qid=1417177113&sr=8-4&keywords=enkelmann) gar nicht...
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Slayn am 28.11.2014 | 13:21
Dem widerspreche ich. Auf Con-Runden trägt der SL die Hauptlast der Verantwortung für Spielfluss, Pacing, Spotlight-Verteilung etc. Klar können und sollen sich da alle drum kümmern, aber wenn es sonst keiner macht, dann bleibt es am SL hängen.

Jupp, dem ist leider so.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 28.11.2014 | 13:26
Spotlight-Verteilung etc.
da hast du abssolut recht und das ist einer meiner grossen Schwachpunkte, andererseits habe ich als Spieler andere Spieler darauf hingewiesen, das ist keine One Man Show als auch erlebt, das Spieler aus InChar Gründen auf  ihr Spotlight  verzichtet haben.

Zitat
aber wenn es sonst keiner macht, dann bleibt es
an jedem Spieler hängen und wenn jeder es hängen lässt.

Ehrlich ich habe weder die Motivation noch die Persönlichkeit die anderen Spieler zu treiben, ich werfe ihnen Haken hin oder sie den Wölfen vor aber danach ist es ihre Sache
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: bobibob bobsen am 28.11.2014 | 13:28
Zitat

Ach, so schrecklich teuer ist Rhetorik gar nicht...

und kaufen reicht um mich zu einem begnadeten Redner zu machen?
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Dash Bannon am 28.11.2014 | 13:29
Dem widerspreche ich. Auf Con-Runden trägt der SL die Hauptlast der Verantwortung für Spielfluss, Pacing, Spotlight-Verteilung etc. Klar können und sollen sich da alle drum kümmern, aber wenn es sonst keiner macht, dann bleibt es am SL hängen.

Dem stimme ich zu :)

gerade auf einer Con auf der man mit unbekannten/neueinsteigern spielt ist erstmal der SL für die Unterhaltung verantwortlich und hat die Leute nicht zu langweilen und wenn der SL das dann doch tut muss er damit leben das die Leute halt wieder gehen. Die sind nämlich nicht hier um sich zu langweilen.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: La Cipolla am 28.11.2014 | 13:30
Auf einer Con mit vielen verschiedenen Interessen hat Rollenspielideologie ja auch nicht viel verloren, und da SL als Hauptträger der Runde immer noch die a) verbreitete und b) schnellste Variante ist, um Struktur in eine Runde aus Unbekannten zu kriegen, passt das schon.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Slayn am 28.11.2014 | 13:32
Auf einer Con mit vielen verschiedenen Interessen hat Rollenspielideologie ja auch nicht viel verloren, und da SL als Hauptträger der Runde immer noch die a) verbreitete und b) schnellste Variante ist, um Struktur in eine Runde aus Unbekannten zu kriegen, passt das schon.

Passend dazu: Lieber 4 Stunden spannende Eisenbahnfahrt als rumrätseln wo der Plot sein könnte.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Ucalegon am 28.11.2014 | 13:36
Passend dazu: Lieber 4 Stunden spannende Eisenbahnfahrt als rumrätseln wo der Plot sein könnte.

Oder eben Mehrarbeit in Kauf nehmen und schienenfreie Szenarios entsprechend aufbereiten. Dann schnallen das auch diejenigen Con-Besucher, die es sonst gewohnt sind, die Bahn zu nehmen.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 28.11.2014 | 13:38
Im Zweifelsfall, finde etwas zum töten.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Skele-Surtur am 28.11.2014 | 13:40
Ich halte mich ja doch für einen nicht komplett inkompetenten SL, aber auf Con-Runden legen meine Spieler schon ein, zwei Stationen mit dem ICE zurück, bevor sie entscheiden können, ob sie sitzen bleiben oder lieber zu Fuß ans Ziel wollen.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Tele-Chinese am 28.11.2014 | 13:55
d) Du gehst (meiner Meinung nach) sehr wenig auf das ein, was die Spieler machen. Da die Story nicht voran kam, bzw. wir nicht wussten, was wir tun sollten, haben ja ein Paar von uns angefangen die Chars auszuspielen und einfach einige Nichtigkeiten beschrieben. Daraufhin kam dann von deiner Seite aber auch nix. Du schienst eher darauf zu warten, dass wir endlich damit aufhören, damit du weiter erzählen kannst. Was du dann aber auch nicht getan hast.

Hallo Ser Silwen und Willkommen im Forum. Ich finde es gut, dass du Jed handfestes Feedback mitgibst. Meinen Respekt dafür.

Du beschreibst da sehr treffend einen Punkt. Die Erfahrung hatte ich auch beim Spielen mit Jed gemacht - nur nicht so gut in Worte packen können. Insgesamt ist mir da (in der Rückschau) eine gewisse Distanz im MITeinander Spielen aufgefallen. Ich hatte damals das Gefühl, egal was wir machen, es hat einfach keine Relevanz, weil Jed unsere Versuche oder Handlungen ignoriert.
Eigentlich erzählt er eine Geschichte, die vor Statisten abläuft, die halt ab und zu was sagen können/dürfen. Ansonsten läuft da sein Film bzw. sein Kopfkino ab.

Er hat bei uns damals zwar echt gut und anschaulichh die Szenerien beschrieben, aber - und da deckt sich die Erfahrung mit der, die Turning Wheel gemacht hat - diese sind meistens nicht wichtig gewesen! Und viel zu lang für meinen GEschmack gewesen.
Dazu kam dann das fehlende Tempo. Das hab ich dann so wahrgenommen, dass inhaltlich im Abenteuer nix passiert ist. Mir hat das Abenteuer gefehlt. Aber wir wissen ja, es bleibt uns Bad Godesberg 2007. ;)

Wenn man sich jedoch auf diesen Stil (langsame Erzählung, detailreiches Beschreiben von Szenen, liebevoll ausgearbeitete Settings, ganz viel Nerdwissen an dem man partizipieren kann) einlassen kann, dann bekommt man vermutlich das, was als Immersion beschrieben wird und wird seine helle Freude an Jed haben. Ich bin da leider durch D&D verzogen. Gebt mir Monster, die ich hauen, stechen und zerschneiden kann! :headbang: Und wenn ich damit fertig bin, dann gebt mir noch mehr Monster...

Im Endeffekt bleibt mir nur zu sagen: Jed, nimm an Feedback aus diesem Thread mit, was dir sinnvoll erscheint. Und falls du das alles für Humbug hältst ist das selbstverständlich auch Ok. Hab einfach weiterhin Spass auf Cons und biete deine Spielrunden an. Auch auf die Gefahr hin, dass du nicht Jedermanns Geschmack triffst und die Menschen ggf. mit den Füßen abstimmen (und gehen). Das passiert, aber die Welt ist davon bisher noch nicht untergegangen ;)
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Hector am 28.11.2014 | 13:56
und kaufen reicht um mich zu einem begnadeten Redner zu machen?

Oh, lesen solltest Du es dann schon noch. Dazu klappst Du den Buchdeckel auf und bewegst die Augen auf dem Text hin und her und hin und her... und hoffst, dass was hängenbleibt.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Chiarina am 28.11.2014 | 14:01
Zitat von: Tele-Chinese
Ich finde es gut, dass du Jed handfestes Feedback mitgibst.

Und ich finde gut, dass Jed noch immer diesen Strang offen lässt.

Vielleicht kommt doch noch eine funktionierende Kommunikation zwischen euch zustande, das wäre jedenfalls erfreulich!

Chiarina.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Nocturama am 28.11.2014 | 14:09
Ich persönlich nehme mir meine eigenen Fehlerchen beim Leiten viel zu sehr zu herzen (auch wenn alle Spaß hatten) und bin deshalb bei anderen SLs in der Regel nicht sehr kritisch. Von einem SL auf einer Con/in einer Online-Runde erwarte ich eigentlich nur:

- halbwegs anständig vorbereitet zu sein
- in etwa formulieren zu können, worum es in der Runde geht*
- zumindest durchschnittliche soziale Kompetenz zu haben, also einschätzen zu können, wie sich die Spieler gerade fühlen oder zumindest in der Lage zu sein, nachzufragen, wenn man sich unsicher ist

Der letzte Punkt ist tatsächlich am wichtigsten und wenn es da hakt... dann hat man ein Problem. Ich denke schon, dass
man es merken und nachfragen kann (und sollte), wenn sich am Tisch vier Spieler total langweilen (das merkt man doch, wenn die halbe Runde seit dreißig Minuten geschwiegen hat!). Das finde ich wesentlich wichtiger als einen Rhetorikkurs.

Als Spieler würde ich aber auch eher bei einen unvorbereiteten SL spielen, der anders leitet als angekündigt, aber nett ist und auf die Spieler eingeht, als bei einem sozial inkompetenten SL, der aber spitzenmäßig vorbereitet ist. Ersteres können die Spieler mit gutem Willen problemlos in eine tolle Runde verwandeln, bei letzterem wird es schwer.

Ehrlich, ich finde das okay, wenn einer sagt: "Sorry, ich hatte so viel Stress auf der Arbeit, da habe ich nur vier Charaktere basteln können - ist doof, ich weiß, aber wäre es okay, wenn noch zwei Charaktere nachgebastelt werden? Das dauert etwa 30-60 Minuten, vielleicht könnt ihr so lange Pause machen/euch mal das Regelbuch anschauen/King of Tokyo spielen?"

Ich bin selbst nicht perfekt und erwarte das nicht von anderen - aber ich erwarte, mit ihnen vernünftig über Probleme sprechen zu können.




* Ich habe es aber schon zu oft erlebt, dass die Spieler die Ausschreibung nicht lesen - da sind dann Leute enttäuscht, wenn in der genau so angekündigten Zombiedramarunde nicht ständig geschnetzelt wird (wobei die Schnetzler dann richtig viel Spaß am Beziehungsdrama hatten) oder kommen mit Mafiakillern als Charaktere für eine Teenie-Superheldenrunde an.


EDIT: 13 neue Beiträge? Wtf?
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Tele-Chinese am 28.11.2014 | 14:16
Die beste Erkenntnis die man meiner Meinung nach hieraus mitnehmen kann, ist, dass man im Vorfeld versucht, so transparent wie möglich zu machen, was man eigentlich spielen will.

Und das es eine Reihe von kommunikativen Fähigkeiten braucht um sich darüber zu Verständigen. Und das Der Begriff Rollenspiel eigentlich unterbestimmt ist. Jeder versteht oder verbindet mit Rollenspielen ja eine ganz bestimmte Praxis.
Auf der anderen Seite scheint der Begriff von Seiten der Theorie her überbestimmt, gleichzeitig aber auch uneindeutig. Im Endeffekt heißt das doch, dass gutes Rollenspiel vom guten Willen bei allen Teilnehmern abhängig ist. Und das man sich offen und ehrlich darüber miteinander austauschen muss, woran man Freude hat, was man erleben will und vor allem was man nicht möchte.
Und manchmal braucht es eben auch so etwas wie einen Neuanfang, den man gemeinsam am Tisch begeht um miteinander Spaß zu haben...
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Swafnir am 28.11.2014 | 14:58
Puuh, einerseits find ich es gut, dass sich einer der "Aussteiger" gemeldet hat, aber andererseits: Wäre ich an Jeds Stelle, würde ich meinen SL-Job wohl an den Nagel hängen. Und dass sich hier dann noch die anderen Jed-Geschädigten hier melden finde ich ehrlich gesagt nicht schön.

Vielleicht sollte man mal wieder auf die Grundprämisse zurückkommen und sich nicht über Jeds-SL-Fähigkeiten auslassen.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Feuersänger am 28.11.2014 | 15:12
Und dass sich hier dann noch die anderen Jed-Geschädigten hier melden finde ich ehrlich gesagt nicht schön.

Wie du meinst, aber manchmal ist die Wahrheit eben nicht schön. Und Kuschelforum hin oder her, man muss auch mal sagen dürfen wie es ist. Es dürfte jedenfalls in diesem Thread durch die diversen Meldungen klar geworden sein, dass diese "Aussteiger" um Ser Selwin mit ihrer Unzufriedenheit mit Jeds Leitstil nicht alleine dastehen.

Und die "Prämisse des Threads" ist, wie ich schonmal anmerkte, sehr einseitig geprägt und zeigt deutliche Mängel in der Reflexionsfähigkeit des TEs. "Unvermeidbares Risiko oder A...verhalten" -- mit keiner Silbe zieht er in Erwägung, dass der Fehler schlicht bei ihm liegen könnte.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Swafnir am 28.11.2014 | 15:26
Wie du meinst, aber manchmal ist die Wahrheit eben nicht schön. Und Kuschelforum hin oder her, man muss auch mal sagen dürfen wie es ist. Es dürfte jedenfalls in diesem Thread durch die diversen Meldungen klar geworden sein, dass diese "Aussteiger" um Ser Selwin mit ihrer Unzufriedenheit mit Jeds Leitstil nicht alleine dastehen.

Und die "Prämisse des Threads" ist, wie ich schonmal anmerkte, sehr einseitig geprägt und zeigt deutliche Mängel in der Reflexionsfähigkeit des TEs. "Unvermeidbares Risiko oder A...verhalten" -- mit keiner Silbe zieht er in Erwägung, dass der Fehler schlicht bei ihm liegen könnte.

Also wenn er selbst sagt, dass wohl nur 20% der Spieler mit seinem Stil klarkommen, dann sehe ich da keine Mängel in der Reflexionsfähigkeit.  Und du willst ihm doch nicht ernsthaft vorwerfen, dass er den ohnehin schon langen Titel, nicht noch zusätzlich ergänzt hat, oder? Zumal man da auch unter "unvermeidbares Risiko" einordnen kann. Einzig dass das ganze mitnichten "unvermeidbar" sein muss, ist eine Erkenntnis dieses Threads und das dürfte er gelernt haben.

Ich sehe jetzt nur keinen weiteren Sinn den Thread in eine Diskussion ausarten zu lassen ob die jungs jetzt zurecht ausgestiegen sind oder nicht bzw. ob jed jetzt ein schlechter Spielleiter ist.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Feuersänger am 28.11.2014 | 15:33
Letztendlich läuft es eben darauf hinaus: natürlich kann Jed sich weiterhin auf den Standpunkt stellen, "ich leite so wie es mir passt, die Spieler haben keine Ansprüche zu stellen". Aber das läuft dann eben in beide Richtungen, und er darf sich nicht beschweren, wenn die Spieler die Konsequenzen ziehen und davonlaufen. Wenn das bei ihm inzwischen angekommen ist, dann ist's ja gut.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Tele-Chinese am 28.11.2014 | 15:34
Das steht doch auch außer Frage, ob Jed ein guter oder schlechter SL ist. Wir haben doch bereits festgestellt, dass es Menschen gibt, die echt coole Spielerlebnisse bei ihm hatten (Bad Godesberg 2007) und es gibt Menschen, die da nicht so drauf abgefahren sind. Nicht mehr und nicht weniger. Alles weitere bleibt ja jetzt bei Jed. Konsequenzen kann er ziehen, muss das ja nicht. Denn, er hat ja Spaß auf Cons zu gehen, wird doch auch weiterhin seine Runden anbieten und mit dem Retrostar RPG tüftelt er ja auch an einem coolen Eisen im Feuer.

Einige Teilnehmer an dieser Diskussion, die bei Jed gespielt haben mögen sich als "Geschädigte" sehen. Mir geht das zu weit und ich muss dass auch nicht teilen. Für mich hab ich als Konsequenz daraus gezogen, dass mein Stil und Jeds Stil (sprich die Erwartungen, die ich an ein Rollenspielerlebnis stelle) nicht so ohne weiteres kompatibel sind. Und das gute ist doch: es zwingt uns niemand miteinander zu spielen. Nichtsdestotrotz können wir uns auf einem Con unterhalten, ein Bier zusammen trinken und den Hauch von Exklusiver-Tanelorn-Atmosphäre genießen, der immer Auftritt, wenn Tanelornies aufeinander treffen ;)
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Crimson King am 28.11.2014 | 15:36
Mir ist ehrlich gesagt nicht klar, was Jeds Reflektions-Fähigkeiten oder seine SL-Qualitäten mit der Fragestellung im Topic zu tun haben.

Jed weiss, dass viele Spieler mit seinem Stil wenig anfangen können. Er will auch kein ungefragtes Feedback. Das muss man nicht gut oder richtig finden, man sollte es aber trotzdem respektieren. Jetzt, wo sich die Gelegenheit ergibt, sich über seinen Leitstil auszulassen, ist meines Erachtens ziemlich daneben.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Swafnir am 28.11.2014 | 15:42
Letztendlich läuft es eben darauf hinaus: natürlich kann Jed sich weiterhin auf den Standpunkt stellen, "ich leite so wie es mir passt, die Spieler haben keine Ansprüche zu stellen". Aber das läuft dann eben in beide Richtungen, und er darf sich nicht beschweren, wenn die Spieler die Konsequenzen ziehen und davonlaufen. Wenn das bei ihm inzwischen angekommen ist, dann ist's ja gut.

Und wenns bis jetzt noch nicht bei ihm angekommen ist, hat das Weiterdiskutieren darüber ja auch keinen Sinn ;)
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Feuersänger am 28.11.2014 | 15:50
@CK: demnach wären die einzig akzeptablen Beiträge in diesem Thread "Ach du armes kleines Hascherl, waren die bösen Kinder wieder gemein zu dir? Hier, nimm einen Keks." Und das kann's ja wohl nicht sein.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: bobibob bobsen am 28.11.2014 | 15:56
Zitat
Oh, lesen solltest Du es dann schon noch. Dazu klappst Du den Buchdeckel auf und bewegst die Augen auf dem Text hin und her und hin und her... und hoffst, dass was hängenbleibt.

Ja das ist immer so eine Sache. Der Bruder eines Freundes hat auf eine recht lustige Art versucht Freunde zu finden und war schwer enttäuscht als das nicht funktionierte. Die Art ähnelte deinem Vorschlag sehr.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: am 28.11.2014 | 15:59
Kann bitte jemand diesen Thread einfach schließen und irgendwie wegsperren? Ich finde es vollkommen daneben, sich öffentlich derartig über andere, persönlich identifizierbare Leute zu äußern. Jed hat eine anonyme Person kritisiert. Das ist was vollkommen anderes als jemanden öffentlich in dieser Form anzugehen. Ich schäme mich für die Leute, die sich dazu hinreißen lassen. Wenn Ihr unbedingt Feedback geben zu glauben müsst, dann tut das doch bitte erstens privat und zweitens in wertschätzender Form. Mehr gibt es dazu meiner Ansicht nach eigentlich nicht zu sagen.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Crimson King am 28.11.2014 | 16:03
@CK: demnach wären die einzig akzeptablen Beiträge in diesem Thread "Ach du armes kleines Hascherl, waren die bösen Kinder wieder gemein zu dir? Hier, nimm einen Keks." Und das kann's ja wohl nicht sein.

Akzeptabel wäre, auf das Topic einzugehen, ohne dabei den Thread zur Abrechnung mit dem TE zu nutzen. Oder bist du armes kleines Hascherl damals derart traumatisiert worden, dass du das bis heute nicht verarbeitet hast?
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Slayn am 28.11.2014 | 16:09
Ich finde diese Diskussion an der Stelle, ehrlich gesagt, etwas verwirrend. Also ja, Jed sagt ihm ist klar das wenige Leute mit ihm können, andere Leute geben an unter ihm nicht gekonnt zu haben, so weit, so gut (schlecht?).

Geht es jetzt nur noch darum ob man "durchhalten" solle oder ob es ok ist sich abzusetzen wenn die "Chemie" nicht stimmt?
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Swafnir am 28.11.2014 | 16:10
Ich finde diese Diskussion an der Stelle, ehrlich gesagt, etwas verwirrend. Also ja, Jed sagt ihm ist klar das wenige Leute mit ihm können, andere Leute geben an unter ihm nicht gekonnt zu haben, so weit, so gut (schlecht?).

Geht es jetzt nur noch darum ob man "durchhalten" solle oder ob es ok ist sich abzusetzen wenn die "Chemie" nicht stimmt?

Das ist eigentlich die Frage die sich jetzt noch stellt  :d
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Feuersänger am 28.11.2014 | 16:11
Nö. Die Themenformulierung ist aber unbrauchbar suggestiv. Das ist ungefähr wie "Schweinebraten -- minderwertiges Junkfood oder einfach nur eklig?"

Jed hat einen Haufen Informationen eingestellt, da ist es völlig normal, dass man auch dazu Stellung bezieht. Die eigentlichen Fragen, die er im Eingangsbeitrag gestellt hat, waren:

Zitat
Dennoch finde ich das Verhalten bedauerlich. Ist das nun häufig? Ist es vielleicht ein Generationenproblem? (Ich bin 40 und meine Spieler waren ungefähr 19 oder 20 ...) Ist euch das auch schon passiert?

Wenn wir uns strikt daran halten, sind die Antworten: Nein, nein, nein. Thread zu Ende. Meinetwegen können wir es in der Tat dabei bewenden lassen, aber in meiner jugendlichen Naivität hatte ich halt gedacht, wenn man ein Thema hier zur Diskussion stellt, dann weil man etwas dabei lernen möchte.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Crimson King am 28.11.2014 | 16:13
Geht es jetzt nur noch darum ob man "durchhalten" solle oder ob es ok ist sich abzusetzen wenn die "Chemie" nicht stimmt?

Es ging von Anfang an um nichts anderes. Den meisten zumindest.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Archoangel am 28.11.2014 | 16:25
Wow ... und ich dachte zunächst noch "klingt langeweilig - les ich nicht".

Meine Kritik:

1. der threadtitel ist unglücklich gewählt.

2. wäre ich besagter Spieler (bzw. einer davon) gewesen und würde mich hier beschrieben finden würde ich vermutlich auch das Bedürfnis verspüren meine Ansicht der Dinge widerzugeben. Damit muss man auch in einem anonymen Forum rechnen.

3. die "Abrechnungsmentalität" ist mehr als unschön ; so was kann man auch privat klären, gerade wenn der Anonymisierungsgrad am Zerlaufen ist (einige eben die echte Person kennen)

4. wäre ich Jed würde ich entweder explodieren oder mir einen Strick kaufen - respekt, dass du dich hier so gut zurückhalten kannst.

5. der Beitrag von Ser ist zwar "hart&dreckig" andererseits aber nachvollziehbar und mutig ; andere Beiträge hier sind da schon grenzwertiger und klingen doch sehr nach "nachtreten".

6. von einem Mod - auch wenn er für einen anderen Forenteil zuständig ist - würde ich dann ggf doch ein anderes Verhalten erwarten. Ist zum Teil schon hart, was hier zu Lesen ist.

7. ich verspüre große Lust unter Jed zu spielen.

8. Jed und Ser sollten die Gelegenheit nutzen alles weitere per PM zu klären - ich denke beide können davon profitieren, während die hungrigen Meuten (auf beiden Seiten) besser daran täten Zurückhaltung zu üben (und gelegentlich mal in den Spiegel zu sehen).
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Swafnir am 28.11.2014 | 16:31
Wow ... und ich dachte zunächst noch "klingt langeweilig - les ich nicht".

Meine Kritik:

1. der threadtitel ist unglücklich gewählt.

2. wäre ich besagter Spieler (bzw. einer davon) gewesen und würde mich hier beschrieben finden würde ich vermutlich auch das Bedürfnis verspüren meine Ansicht der Dinge widerzugeben. Damit muss man auch in einem anonymen Forum rechnen.

3. die "Abrechnungsmentalität" ist mehr als unschön ; so was kann man auch privat klären, gerade wenn der Anonymisierungsgrad am Zerlaufen ist (einige eben die echte Person kennen)

4. wäre ich Jed würde ich entweder explodieren oder mir einen Strick kaufen - respekt, dass du dich hier so gut zurückhalten kannst.

5. der Beitrag von Ser ist zwar "hart&dreckig" andererseits aber nachvollziehbar und mutig ; andere Beiträge hier sind da schon grenzwertiger und klingen doch sehr nach "nachtreten".

6. von einem Mod - auch wenn er für einen anderen Forenteil zuständig ist - würde ich dann ggf doch ein anderes Verhalten erwarten. Ist zum Teil schon hart, was hier zu Lesen ist.

7. ich verspüre große Lust unter Jed zu spielen.

8. Jed und Ser sollten die Gelegenheit nutzen alles weitere per PM zu klären - ich denke beide können davon profitieren, während die hungrigen Meuten (auf beiden Seiten) besser daran täten Zurückhaltung zu üben (und gelegentlich mal in den Spiegel zu sehen).

 100% Zustimmung :d
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Pyromancer am 28.11.2014 | 16:36
Dann hätte der Thread ja schon den tollen Effekt gehabt, dass Jed gleich zwei Spieler gefunden hat, die auf seinen Spielstil stehen.   :d
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Sashael am 28.11.2014 | 16:45
Wow ... und ich dachte zunächst noch "klingt langeweilig - les ich nicht".

Meine Kritik:
...
87,5% Zustimmung.
Ich verspüre keine Lust, unter Jed zu spielen, aber ansonsten ein sehr schönes Resümee.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Lord Verminaard am 28.11.2014 | 17:00
Lieber Jed, ich habe bislang nicht in diesem Thread gepostet, weil ich beim besten Willen nicht erkennen kann, was ich (oder, ehrlich gesagt, irgendjemand) beisteuern könnte, das dir in irgendeiner Form weiterhilft. Dass jetzt in der dritten Person und teilweise mit verletzender Wortwahl über dich gesprochen wird, finde ich auch nicht schön, andererseits musst du es fürchte ich bei einem solchen Antritt, wie du ihn gewählt hast, aushalten, wenn du (auch) schonungsloses Feedback von Leuten erhältst, die in deinen Runden mitgespielt haben und die sich verständlicher Weise auch angegriffen fühlen.

Ich würde mir wünschen, dass du hieraus vielleicht für dich mitnimmst, dass Tanelorn nicht der richtige Ort ist um zu posten, wenn man auf der Suche nach Bestätigung ist bzw. nach freundlichen Worten, die einen nach einer frustrierenden Erfahrung wieder aufbauen. Ungeachtet der Frage, ob du es verdient hast, so angegriffen zu werden, hast du dich eben durch die Art, wie du dich hier exponierst, selbst angreifbar gemacht.

Die beste Erkenntnis die man meiner Meinung nach hieraus mitnehmen kann, ist, dass man im Vorfeld versucht, so transparent wie möglich zu machen, was man eigentlich spielen will.

Das sollte man tun und das ist das Beste, was man machen kann. Die Erfahrung hat mich allerdings stark desillusioniert, was den Wirkungsgrad einer solchen Kommunikation angeht. Die Erfahrungshorizonte sind einfach zu unterschiedlich, gerade auf Cons. Die Leute interpretieren halt das in die Rundenbeschreibung hinein, was sie kennen.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Tele-Chinese am 28.11.2014 | 17:06
Das sollte man tun und das ist das Beste, was man machen kann. Die Erfahrung hat mich allerdings stark desillusioniert, was den Wirkungsgrad einer solchen Kommunikation angeht. Die Erfahrungshorizonte sind einfach zu unterschiedlich, gerade auf Cons. Die Leute interpretieren halt das in die Rundenbeschreibung hinein, was sie kennen.

Daher würde ich das so machen, dass ich zu Beginn der Runde, die Mitspieler_innen nach ihren Wünschen und Vorlieben, aber auch ihren Erwartungen frage. Und dann meine Vorstellung des vorbereiteten Abenteuers transparent mache. Dann braucht es vielleicht noch ein oder zwei Walk-Out Punkte, sprich Pausen im Abenteuer, bei denen man nochmal ein kurzes Feedback einholt oder den Spieler_innen die Möglichkeit für einen Walk-Out bietet. Das ist kein Allheilmittel, aber verspeche mir davon ein halbwegs vernünftigen Abenteuerablauf auf einem Con.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: User6097 am 29.11.2014 | 07:03
Was ich toll fände wäre, wenn man ein kurzes "Promovideo" hätte, als halt einen Clip auf dem man eine Runde des SL in Aktion sehen könnte. Wäre eventuel denkbar wenn man die Rundenausschreibung irgendwie am Computer macht statt Zettel an einer Pinnwand zu verwenden.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Weltengeist am 29.11.2014 | 08:01
Was ich toll fände wäre, wenn man ein kurzes "Promovideo" hätte, als halt einen Clip auf dem man eine Runde des SL in Aktion sehen könnte. Wäre eventuel denkbar wenn man die Rundenausschreibung irgendwie am Computer macht statt Zettel an einer Pinnwand zu verwenden.

Ich kann dir aus Erfahrung versichern, dass die Leute, die die tollsten Promo-Videos machen, deshalb noch lange keinen Spielleiterstil haben müssen, der dir zusagt ;).
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: D. Athair am 29.11.2014 | 08:54
Wenn man sich jedoch auf diesen Stil (langsame Erzählung, detailreiches Beschreiben von Szenen, liebevoll ausgearbeitete Settings, ganz viel Nerdwissen an dem man partizipieren kann) einlassen kann, dann bekommt man vermutlich das, was als Immersion beschrieben wird und wird seine helle Freude an Jed haben.
Das trifft es gar nicht mal schlecht.

... aber: Wenn ich auf eine Con fahre, dann doch auch, um Neues in Form von unterschiedlichen SL-Stilen auszuprobieren.
Klar: Es kann immer Mal sein, dass man sich dann doch schwer tut, sich drauf einzulassen. Dass Jeds Stil da bisweilen besondere Herausforderungen für Spieler bereit hält ... sehe ich auch so.

Andererseits: Wenn ich mich darauf verlassen könnte, dass bei Con-Runden plot-getrieben mit Unterhaltungs-SL und schnellen Schnitten gespielt würde, dann würde ich nicht mehr auf Cons fahren. Das wäre mir zu langweilig. (Genauso will ich bei einem Kurzfilm-Festival nicht lauter Filme nach der Manier von Hollywood-Action-Blockbustern sehen.)
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Wulfhelm am 29.11.2014 | 09:20
Die Session war für sechs Spieler ausgeschrieben und es stand dabei Charaktere werden gestellt. Wenn dann nur vier SC's zur Verfügung stehen und zwei Spieler sich erst 30 min Charaktere basteln müssen, während die anderen sich langweilen ist das schon mal suboptimal und ein schlechter Einstieg.
Einziger Punkt, den ich als gerechtfertigt sehen würde - obwohl die mangelnde Vorbereitung offensichtlich kein spielzerstörendes Ausmaß hatte.

Alles andere fällt in die Kategorie "Mit dem SL-Stil nicht zufrieden". Wenn nicht vorher anderer Stil versprochen wurde, keine Rechtfertigung für Walk-out, ergo: Mieses Verhalten.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Vash the stampede am 29.11.2014 | 09:44
Filme, die mir nicht gefallen, schaue ich nicht zu Ende. Ich schalte sie ab, verlasse das Kino usw.. Bücher lege ich weg. Musik mache ich aus. Warum sollte ich eine Rollenspielrunde bis zum Ende erdulden?

Okay, man kann es tun. Aber warum ich es müssen sollte, erschließt sich mir nicht. Weil jemand Arbeit und Mühe darin investiert hat? Das trifft auf Filme, Musik, Bücher usw. auch zu.

Und die Leute haben die Runde ja nicht verlassen und Jed dabei aufs übelste beschimpft. Schlimmer noch, sie haben offen und ehrlich ihre Meinung gesagt. Sie haben ihm nicht die Chance zur Korrektur gegeben. Das ist in der Tat nicht fair. Aber auch hier: warum sollten sie dazu gezwungen werden? Sie haben sich ein Bild gemacht und daraus geschlossen, dass es für sie nicht anders wird. So wie ich, wenn ich den Film ab-, die Musik ausschalte und das Buch schließe.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Morf am 29.11.2014 | 09:45
Kann bitte jemand diesen Thread einfach schließen und irgendwie wegsperren? Ich finde es vollkommen daneben, sich öffentlich derartig über andere, persönlich identifizierbare Leute zu äußern. Jed hat eine anonyme Person kritisiert. Das ist was vollkommen anderes als jemanden öffentlich in dieser Form anzugehen. Ich schäme mich für die Leute, die sich dazu hinreißen lassen. Wenn Ihr unbedingt Feedback geben zu glauben müsst, dann tut das doch bitte erstens privat und zweitens in wertschätzender Form. Mehr gibt es dazu meiner Ansicht nach eigentlich nicht zu sagen.
+1
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: DerEskapist am 29.11.2014 | 09:59
Wow ... und ich dachte zunächst noch "klingt langeweilig - les ich nicht".

Meine Kritik:

1. der threadtitel ist unglücklich gewählt.

2. wäre ich besagter Spieler (bzw. einer davon) gewesen und würde mich hier beschrieben finden würde ich vermutlich auch das Bedürfnis verspüren meine Ansicht der Dinge widerzugeben. Damit muss man auch in einem anonymen Forum rechnen.

3. die "Abrechnungsmentalität" ist mehr als unschön ; so was kann man auch privat klären, gerade wenn der Anonymisierungsgrad am Zerlaufen ist (einige eben die echte Person kennen)

4. wäre ich Jed würde ich entweder explodieren oder mir einen Strick kaufen - respekt, dass du dich hier so gut zurückhalten kannst.

5. der Beitrag von Ser ist zwar "hart&dreckig" andererseits aber nachvollziehbar und mutig ; andere Beiträge hier sind da schon grenzwertiger und klingen doch sehr nach "nachtreten".

6. von einem Mod - auch wenn er für einen anderen Forenteil zuständig ist - würde ich dann ggf doch ein anderes Verhalten erwarten. Ist zum Teil schon hart, was hier zu Lesen ist.

7. ich verspüre große Lust unter Jed zu spielen.

8. Jed und Ser sollten die Gelegenheit nutzen alles weitere per PM zu klären - ich denke beide können davon profitieren, während die hungrigen Meuten (auf beiden Seiten) besser daran täten Zurückhaltung zu üben (und gelegentlich mal in den Spiegel zu sehen).

Ebenfalls 100% Zustimmung.  :d
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Altansar am 29.11.2014 | 10:07
Selbst bei schlechten Filmen bleibe ich meistens im Kino, habe ja dafür geld bezahlt.
Bücher habe ich auch schon weggepackt und Runden habe ich bisher nie verlassen, weil ich vlt auch das Glück hatte noch unter keiner SL zu spielen, die ich wirklich für sooo schlecht gehalten habe das ich meine Zeit vertrödel.

Naja ich finde es eigentlich nur für die ärgerlich, die keinen Platz in der Runde bekommen haben und sich was alternatives suchen mussten und die Spieler denen der Stil oder was auch immer nicht gefiel dann einfach die Runde verlassen.

Die Frage ist natürlich wie schnell sind die Spieler, die Runden verlassen, überhaupt glücklich zu machen?
Machen sie das Regelmäßig und schnuppern nur in Runden rein um zu sehen das es nix für sie ist?

Und ich finde den Thread Titel vlt ein wenig zynisch aber prinzipiell stellt er die richtige Frage.
Kann man das Risiko vermeiden, dass es ein Player walk-out gibt? Und da kann man ja nur sagen NEIN, kann man nicht. Es bleibt ein Risiko weil man nicht jeden Spieler mit seinem Stil glücklich macht.

Ist es ein A****loch-Verhalten, das ist dann eher das was jeder für sich selbst beantworten kann. Solange die Runde weiter gespielt werden kann, finde ich es tollerierbar aber sobald die Runde aufgrund des PWO leidet ist es einfach nen unschönes Verhalten. Das wäre als ob man nicht das Kino bei einem schlechten Film verlässt sondern den Projektor zudem ausmacht und das ist eben den anderen Spielern nicht Fair gegenüber.

Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Just_Flo am 29.11.2014 | 10:25
Vielleicht wäre es ja auch interessant darüber nachzudenken, was man machen könnte um die Gefahr von  Walkouts zu reduzieren?
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Nin am 29.11.2014 | 10:32
Ebenfalls 100% Zustimmung.  :d
dito
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Nin am 29.11.2014 | 10:33
... das führt zwar Weg vom Thema, da es um SpielerInnen ging. Aber ...
Warum sollte ich eine Rollenspielrunde bis zum Ende erdulden?

Gilt das anders herum auch?
Kann dann auch ein SL zum Spieler sagen, dass er mit dessen Spielstil nicht zufrieden ist (zu langsames Sprechen, nicht auf den Punkt kommen, langweilige Darstellung des Charakters, Ideenlosigkeit etc.) und ihn bitten die Runde zu verlassen?
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Altansar am 29.11.2014 | 10:45
Rein theoretisch könnte auch ein SL danach sagen, dass er sich was ganz anderes vorgestellt hat, seine Bücher packt und geht. Wobei muss er was sagen?

der SL walks-out als Gegenbewegung
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Sashael am 29.11.2014 | 10:48
Und zum Schluss haben wir das Konzept des RP-Walk-Out?

SL und Spieler belauern sich wie zu High Noon und nach einer Phase unglaublich nervenzerreißender psychologischer Spannung geht einer zuerst?

"Geh nie, bevor du nicht das Weiße in ihren Augen siehst."

 wtf?
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Pyromancer am 29.11.2014 | 10:49
... das führt zwar Weg vom Thema, da es um SpielerInnen ging. Aber ...
Gilt das anders herum auch?
Kann dann auch ein SL zum Spieler sagen, dass er mit dessen Spielstil nicht zufrieden ist (zu langsames Sprechen, nicht auf den Punkt kommen, langweilige Darstellung des Charakters, Ideenlosigkeit etc.) und ihn bitten die Runde zu verlassen?

Natürlich.  ::)
Allerdings ist der Leidensdruck in dieser Richtung meistens nicht so groß, und als SL hat man mehr Möglichkeiten, um gegenzusteuern, so dass es in der Praxis noch seltener vorkommen wird als der umgekehrte Fall. Und wir reden schon beim "Player walk-out" von einem absoluten Ausnahme-Phänomen.

Es gibt halt einen riesigen Unterschied zwischen "kann man machen" und "macht man dann auch".
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: 1of3 am 29.11.2014 | 10:51
Ich hab auch schon als SL Runden abgebrochen, wenn ich gemerkt habe, dass die nicht funktionieren. Können Tanelornis auch bestätigen.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Altansar am 29.11.2014 | 10:54
Erstmal sollten die Spieler sagen was ihnen gerade nicht zusagen und andersrum der SL den Spielern und wenn wirklich keine Einigung möglich ist, sollte es zu einem Walk-Out führen
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Sashael am 29.11.2014 | 11:07
Erstmal sollten die Spieler sagen was ihnen gerade nicht zusagen und andersrum der SL den Spielern und wenn wirklich keine Einigung möglich ist, sollte es zu einem Walk-Out führen
Ohje, so eine Con-Runde geht 4 Stunden. Da muss doch echt krass was schieflaufen, wenn selbst nach einem kurzen Gespräch (was im vorliegenden Fall nicht stattgefunden hat) noch so große Diskrepanzen bestehen, dass man die Runde abbrechen "muss".

Das Schlimmste, was ich jemals erlebt habe (als Spieler), war eine Runde, die das wirklich grottige Abenteuer eines DSA-SL torpediert hat, indem sie seine Mary-Sue-Parade für permanente Witze mißbraucht hat.
Questgeber Großinquisitor Dexter Nemrod: "Wissen sie, warum sie hier sind?"
Spieler-Magier: "Jup. Wir sind entbehrlich."
Nemrod: "Veralbern sie mich? Ich kann ihnen auch die Wahl zwischen Auspeitschen und Streckbank lassen!"
Magier: "Streckbank bitte, ich fand mich schon immer zu klein."
usw usw
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Altansar am 29.11.2014 | 11:14
Bei solchen Spielern hast du aber SL auch verloren, wenn sie dich torpedieren.

Ich meine ich lasse mich als SL ungern verarschen und irgendwo ist dann auch ein Punkt erreicht wo mir der Kragen platzt

aber ich habe einmal eine Runde verlassen und habe als SL noch keine Runde geschmissen

wiederum kann ich mich bisher nicht erinnern, das wer meine Runde einfach so verlassen hat.

aber auf cons spiele ich auch mehr als das ich leite
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Vash the stampede am 29.11.2014 | 11:25
... das führt zwar Weg vom Thema, da es um SpielerInnen ging. Aber ...
Gilt das anders herum auch?
Kann dann auch ein SL zum Spieler sagen, dass er mit dessen Spielstil nicht zufrieden ist (zu langsames Sprechen, nicht auf den Punkt kommen, langweilige Darstellung des Charakters, Ideenlosigkeit etc.) und ihn bitten die Runde zu verlassen?

Ja. Gerade du haettest bei der Demon-Runde neulich allen Grund gehabt, mich aus der Runde zu schmeissen. Ich habe totalen Rotz gespielt und spaeter gar nichts mehr gemacht, weil ich absolut neben der Spur war. Ich komme ja auch gerade wegen solchen, erst vor kurzem gemachten Erlebnissen zu meiner Meinung.

Und das Argument der getaetigten Investition ist typischer Denkfehler, den ich zumindest fuer mich in Zukunft vermeiden moechte.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: 6 am 29.11.2014 | 11:31
Und das Argument der getaetigten Investition ist typischer Denkfehler, den ich zumindest fuer mich in Zukunft vermeiden moechte.
Sunk Cost Fallacy
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 29.11.2014 | 11:32


Das Schlimmste, was ich jemals erlebt habe (als Spieler), war eine Runde, die das wirklich grottige Abenteuer eines DSA-SL Meisters* torpediert hat, indem sie seine Mary-Sue-Parade für permanente Witze mißbraucht hat.
Questgeber Großinquisitor Dexter Nemrod: "Wissen sie, warum sie hier sind?"
Spieler-Magier: "Jup. Wir sind entbehrlich."
:d :d :d

Mary Sues, spez idiotisch-inkompetente Mary Sues wie DN, die sich noch dazu so aufführen(und ich wette nicht mal das DN Schergen nicht gesagt hatten warum der Grossinquisitor den Char zu sich ruft).
Sorry , he had it coming, very well deserved coming

Zitat
Nemrod: "Veralbern sie mich?
Ist das nötig, das macht DN und die KGIA sehr gut selber

Zitat
Ich kann ihnen auch die Wahl zwischen Auspeitschen und Streckbank lassen!"
Magier: "Streckbank bitte, ich fand mich schon immer zu klein."
btw mit beissendem Spot jemand in seine Schranken zu verweisen ist sogar das ingame empfohlene Verhalten einer Person von Ehre.

Diese Willkürdrohungen, die Recht, Gesetz, Privilegien  etc brechen , da hat der Magier Spieler noch eher zurückhaltend reagiert.
In einer exakt ähnlichen Situation bei uns durfte DN wählen, kriech in Schande von hinnen oder bleib in Einzelteilen.

*FIFY
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Weltengeist am 29.11.2014 | 11:45
Filme, die mir nicht gefallen, schaue ich nicht zu Ende. Ich schalte sie ab, verlasse das Kino usw.. Bücher lege ich weg. Musik mache ich aus. Warum sollte ich eine Rollenspielrunde bis zum Ende erdulden?

Falls du das wirklich als ernste Frage meinst: Wenn du den Film verlässt, können die anderen den Film zu Ende schauen. Wenn du das Buch weglegst, können die anderen das Buch trotzdem lesen. Aber wenn du (womöglich gleich noch zu mehreren) eine laufende Runde verlässt, dann ist sie für alle zu Ende oder zumindest nachhaltig beschädigt. Ist schon ein Unterschied.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Altansar am 29.11.2014 | 11:48
Falls du das wirklich als ernste Frage meinst: Wenn du den Film verlässt, können die anderen den Film zu Ende schauen. Wenn du das Buch weglegst, können die anderen das Buch trotzdem lesen. Aber wenn du (womöglich gleich noch zu mehreren) eine laufende Runde verlässt, dann ist sie für alle zu Ende oder zumindest nachhaltig beschädigt. Ist schon ein Unterschied.

+1
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Ucalegon am 29.11.2014 | 12:11
Falls du das wirklich als ernste Frage meinst: Wenn du den Film verlässt, können die anderen den Film zu Ende schauen. Wenn du das Buch weglegst, können die anderen das Buch trotzdem lesen. Aber wenn du (womöglich gleich noch zu mehreren) eine laufende Runde verlässt, dann ist sie für alle zu Ende oder zumindest nachhaltig beschädigt. Ist schon ein Unterschied.

Dass man nicht leichtfertig eine Runde verlassen sollte, haben wir ja schon festgestellt. Aber sobald an der Runde nichts mehr ist, was einem noch Spaß macht bzw. man so genervt ist, dass selbst halbwegs anständige Szenen den Blutdruck nur weiter steigen lassen, finde ich es richtig, so respektvoll wie möglich zu gehen. Wie gesagt, für mich als SL wäre es schlimmer, wenn ich meine Runde "unversehrt" über die Bühne kriege und mir danach jemand sagt, dass er nur aus Höflichkeit geblieben ist. Selbst der Fall, dass ich meine Runde wegen eines walk-outs mehrerer Spieler(innen) gar nicht weitermachen kann, wäre mir lieber als das Gefühl, Leute über mehrere Stunden hinweg nur genervt zu haben, ohne dass sie sich wehren konnten/wollten.

Allerdings sollte man gerade als Con-SL auch einfach in der Lage sein zu erkennen, wenn Spieler(innen) genervt sind/sich unwohl fühlen und das dann auch thematisieren, einen Kompromissvorschlag machen bzw. gegensteuern. Das ist noch bessere Prävention als seinen Spielstil vorab möglichst genau zu beschreiben.

Edit: Wenn es eine SL gibt, werden auch andere Mitspieler(innen) von ihm erwarten, dass er in so einer Situation handelt und sie nicht ignoriert. Falls er das nicht tut, kann man sich überlegen ob es angemessen ist, selbst was zu sagen.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Nocturama am 29.11.2014 | 12:12
Ich würde noch mal unterstreichen, was Pyromancer gesagt hat: Das SL oder Spieler eine Runde verlassen, ist meiner Erfahrung nach die absolute Ausnahme. Ich spiele echt viel online, das heißt, dass ich ~1-2 mal im Monat mit mir unbekannten Leuten zocke. Natürlich ist in einer Online-Runde die Gefahr eines Abbruchs niedriger, weil ein gelangweilter oder genervter Spieler nebenher im Internet surfen kann.

Trotzdem kann ich mich in meiner Rollenspielkarriere nur an sehr wenige Ereignisse erinnern, bei denen sich ein Spieler aus Gründen ausgeklinkt hat, die etwas mit der Art der Runde zu tun hatten.

Das wären:

- 1x ein Mitspieler in einer Runde, in der ich gespielt habe (die von Bad Horse angesprochene Zombierunde)
- 1x ein Spieler während es Knatsch in einer Erklärungsrunde gab - Spieler ist dann aber wiedergekommen und das Problem konnte geklärt werden
- 1x ein Spieler in einer SL-losen Runde, der dageblieben ist, aber nicht mehr viel gespielt hat, weil er mit System und Spielart nicht klarkam (die Gefahr war uns vorher bewusst, er durfte trotzdem mitspielen und es war okay)
- 1x habe ich mir selbst überlegt, auszusteigen, weil mein Charakter ~30 Minuten nichts zu tun hatte und ich langsam echt grantig wurde. Ich bin dann aber dageblieben, es war hinterher okay (aber längst nicht toll) und bereue im Nachhinein eher, nicht nach zehn Minuten was gesagt zu haben.

Entsprechend kommt mir die Gefahr auch nicht so dramatisch vor. ¯\_(ツ)_/¯

Meine Überlegungen, ob ich eine Runde abbreche, wären Folgende (eigentlich egal ob als SL oder Spieler):

- Ist es nur so, dass es an einigen Punkten in der Runde hakt oder mir etwas langweilig ist oder passiert gerade etwas, was mich nervt? Ersteres ist okay, da kann ich durch, aber keinem ist geholfen, wenn ich dasitze und meine Ärgerleiste langsam voll läuft (bei mir vor allem, wenn ich das Gefühl habe, nichts machen zu dürfen oder einen im Vergleich zu den anderen inkompetenten Charakter zugeteilt bekommen habe). Ehrlich, wer will wirklich mit einem Spieler in der Runde sitzen, der die totale Fresse zieht?
Aber auch in dem Fall würde ich persönlich - wenn die Rundenatmosphäre es zulässt - trotzdem erst mal sagen, dass ich gerade gar keinen Spaß habe und ob man da nicht was ändern könnte.

Natürlich kann man jetzt sagen: "Aber Nocturama, warum strengst du dich nicht an, dich nicht zu ärgern und mehr Spaß zu haben?" Haha, ja ne, freut mich natürlich, wenn ihr einfach so gute Laune anschalten könnt, aber das funktioniert bei mir nicht. Ich brauche ein Ereignis, das meine Laune wieder hebt oder ein klärendes Gespräch. Das aber passiert nicht automatisch in einer Rollenspielrunde.

- Habe ich das Gefühl, der SL ist eigentlich nett und wohlmeinend, hat aber Schwierigkeiten, zum Beispiel weil er neu bei der Sache oder unsicher ist? Dann tendiere ich eher dazu, hilfreich sein zu wollen und entsprechend zu spielen oder die Runde auf die Metaebene zu holen.
Wenn aber der Typ "selbsternannter Gottkaiser" vor mir sitzt, der sich selbst gerade besonders toll findet... dann werde ich i.d.R. sowieso keinen Spaß an der Runde haben und hätte wenig Lust, meine Problemchen anzumerken (vielleicht würde ich es trotzdem tun).

- Haben die anderen Spieler Spaß, nur ich nicht? Wenn ja, würde ich zum Gehen tendieren - denn wenn ich jetzt eine Diskussion anfange, warum ich gerade grantig bin, ziehe ich nur die anderen runter. In so einem Fall ist doch den anderen eher geholfen, wenn ich mich als Störfaktor selbst zurückziehe (aus dem Grund bin ich mal aus einer Kampagne ausgestiegen - ich konnte mit dem Cthulhu-Railroading einfach keinen Spaß mehr haben, alle anderen fanden's aber super).

Insgesamt müsste schon einiges aus den Kategorien zusammenkommen, damit ich eine Runde abbreche. Was mich aber trotz allem verwirrt: Will jemand wirklich, wirklich mit einem Spieler zusammen in der Runde sitzen, der gerade null Spaß hat? Wer genau hat denn davon einen Vorteil?
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: DasTaschentuch am 29.11.2014 | 12:14
Also ich denke worum es im kern hier geht ist, daß es viele unterschiedliche Spielstile gibt (sowohl bei Spielern als auch bei der SL aber hier primär der Stil der SL) und manche Spieler einen gebenen Stil mögen oder aber auch nicht und im schlimmsten Fall den Stil unerträglich finden.

Das Problem dabei ist,daß man bei einer unbekannten SL schlicht nicht wissen kann ob einem der Stil gefällt oder nicht. Insofern besteht immer die "Gefahr" eines Walk-Outs.
man könnte jetzt diskutieren welche prinzipiellen Stile es gibt und wie man das als SL vorher kommuniziert.

Und gerade bei Cons kann ich gut verstehen , daß man die begrenzte Zeit in eine Runde investieren will, die einem gefällt. (Ich mach das so, daß ich um einen Charaktertod bitte, wenn ich gehen will. Dann ist ingame ne logische Erklärung da warum der PC fehlt und wenn ich mich heroisch opfere kann das auch positive Konsequenzen für die anderen Spieler haben.)
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: dunklerschatten am 29.11.2014 | 12:28
Nur etwas kurzes:

Das es hier direktes Feedback gibt finde ich Klasse ! Ok, evtl mag es hart sein aber das Leben ist eben kein Ponyhof und ich pers. fand das Feedback zumindest nicht bösartig.

Ansonsten, eine Runde verlassen sollte für jeden Beteilligten immer möglich sein. Schließlich sind wir nicht aneinander gekettet und es ist EIN SPIEL, sowas soll Freunde machen. Wenn das nicht so ist, dann sollte man das kurz kommunizieren, evtl kann man es ja so gerade biegen und wenn das nicht geht, dann verabschiedet man sich einfach freundlich und jeder geht seiner Wege.

Und ich ziehe für mich aus dem Thema, Convention Runden waren nie was für mich und werden nie was für mich sein. Da es eine viel zu annonymen Situation ist um für mich passendes RPG  zu ermöglichen,
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Altansar am 29.11.2014 | 12:29
Allerdings sollte man gerade als Con-SL auch einfach in der Lage sein zu erkennen, wenn Spieler(innen) genervt sind/sich unwohl fühlen und das dann auch thematisieren, einen Kompromissvorschlag machen bzw. gegensteuern. Das ist noch bessere Prävention als seinen Spielstil vorab möglichst genau zu beschreiben.


Du bist als SL aber auch mit anderen Dingen beschäftigt, als nur auf die Emotionen der Spieler zu gucken, wenn sie denn zeigen!
Als SL hast du keinen hohen Wert in Motiv erkennen um jede Fassade der Spieler zu durchbrechen und "genervt sein" und "gelangweilt sein" kann man nicht jedem von der Nase ablesen.
Es ist ein miteinander und da erwarte ich von den Spielern, dass sie was sagen und nicht einfach gehen, weil ich ihre Gestiken und Mimiken vlt nicht als das interpretiert haben was sie sind.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: 6 am 29.11.2014 | 13:03
Falls du das wirklich als ernste Frage meinst: Wenn du den Film verlässt, können die anderen den Film zu Ende schauen. Wenn du das Buch weglegst, können die anderen das Buch trotzdem lesen. Aber wenn du (womöglich gleich noch zu mehreren) eine laufende Runde verlässt, dann ist sie für alle zu Ende oder zumindest nachhaltig beschädigt. Ist schon ein Unterschied.
Und wenn ein Charakter stirbt oder sich anderweitig ausbaut, dann ist für Dich die Runde auch automatisch zuende oder nachhaltig beschädigt?
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: KlickKlack am 29.11.2014 | 13:11
Zitat
Als SL hast du keinen hohen Wert in Motiv erkennen um jede Fassade der Spieler zu durchbrechen und "genervt sein" und "gelangweilt sein" kann man nicht jedem von der Nase ablesen.
Es ist ein miteinander und da erwarte ich von den Spielern, dass sie was sagen und nicht einfach gehen, weil ich ihre Gestiken und Mimiken vlt nicht als das interpretiert haben was sie sind.
Ach das ist doch Quatsch...
Natürlich soll man mit einander sprechen, Kommunikation, Kommunikation blabla... Aber seien wir doch ehrlich.
1. Kann man ablesen wie man ankommt, es sei denn das Gegenüber verstellst sich sehr bewußt (über Stunden?)
2. Ist man älter als 12 weiß man es gibt Situationen in denen Diskussionen schlicht und ergreifend sinnlos sind. Die ganze Diskussion hier bestätigt dies übrigens.
Das was manche am SL Stil des Treaderstellers nicht abkonnten wird dieser nicht ändern können, nicht in seinem Altern, nicht Mal wenn er wollte...
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: User6097 am 29.11.2014 | 13:19
Und warum sollte er das auch? Sicher das ist hier ein RPG-Forum, aber mir fällt jetzt auf Anhieb wenig irrelevanteres ein als ob man auf ner Con in einer 4 Stunden Runde als SL bei völlig unbekannten Spielern ankommt oder nicht. Vieleicht ob in China ein Sack Reis umfällt.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: KlickKlack am 29.11.2014 | 13:35
@User6097 Das wird Jed wohl anders sehen...
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Bad Horse am 29.11.2014 | 14:29
User[irgendwelche Zahlen]: Ich finde es schon interessant, wie man als SL auf einem Con eine gute Runde (für alle) hinbekommt. Das hier ist schließlich ein Rollenspielforum - irgendwie kann man von den meisten Themen hier behaupten, dass sie einigermaßen irrelevant sind. ;)

Um das mal zusammenzufassen, was so bisher ankam:

SL:
- Man sollte auf seinem Aushang klar sagen, was man möchte, wie man so spielt und wie lange die Runde gehen wird. Daran sollte man sich dann möglichst halten.
- Wenn man vorgefertigte Charaktere verwendet, sollte man genug für alle Spieler haben - am besten mehr
- Wenn ein Spieler Unmut zeigt, sollte man sich überlegen, ob man nicht drauf eingehen will / kann / sollte

Spieler:
- Man sollte die Runde nicht durch Weggehen sprengen (das ist nicht unumstritten, aber die Hemmschwelle sollte hier noch höher liegen).
- Man sollte der Runde eine Chance geben und eine Weile mitspielen.
- Man sollte nicht ohne Begründung einfach aus der Runde abhauen. Einige finden es besser, höflich zu lügen (Kopfschmerzen, Oma krank), andere finden direktes Feedback (mir g'fallts net) sinnvoller.
- Man sollte eine Runde nicht nur als Lückenbüßer verwenden, um die Zeit bis zu einer anderen Runde zu überbrücken, oder zumindest:
- Man sollte klar ansagen, wie lange man Zeit hat und nicht einfach mittendrin mit dem Hinweis auf den letzten Bus davonrennen.

- Pro Weggehen: Man muss sich auf einem Con nicht bei einer Runde quälen, die einem nicht gefällt; einerseits, weil man auf den Con gekommen ist, um Spaß zu haben, andererseits, weil man gegebenenfalls mit seiner Unzufriedenheit den Rest der Runde negativ beeinflusst
- Contra Weggehen: Man kann sich auch mal zusammenreißen und auf unbekannte Spielstile einlassen, eine Runde auf einem Con dauert normalerweise ohnehin nicht so lange.

Feedback während der Runde ist strittig, weil manche SLs das entweder gar nicht mögen (Castingshow) oder weil man die Runde nicht durch eine längere Diskussion unterbrechen möchte. Andererseits ist es nur fair, dem SL frühzeitig mitzuteilen, dass die Runde einem gerade nicht gefällt, und es besteht durchaus die Möglichkeit, dass es etwas bringt.

Hab ich was vergessen?
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Slayn am 29.11.2014 | 20:21
Vielleicht wäre es ja auch interessant darüber nachzudenken, was man machen könnte um die Gefahr von  Walkouts zu reduzieren?

Ich hatte es ja schon mal geschrieben: Organized Play. Eine Sache, die gerade bei uns hier deutlich unterrepräsentiert ist.
Wenn ich als SL z.B. "Back in Business" anbiete. sollte eigentlich alles klar sein was zu erwarte ist.

[Nachtrag] Ich finde es schon extrem auffällig dass es keinen Verlag gibt der sich traut das im deutschsprachigen Raum zu machen. Wo ist bitte das "Living Aventurien" oder "Living Lorakis"?
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Just_Flo am 29.11.2014 | 20:41
Stimmt. So was wie die SR Missions wäre cool.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Destroy all Monsters am 29.11.2014 | 21:07

- 1x habe ich mir selbst überlegt, auszusteigen, weil mein Charakter ~30 Minuten nichts zu tun hatte und ich langsam echt grantig wurde. Ich bin dann aber dageblieben, es war hinterher okay (aber längst nicht toll) und bereue im Nachhinein eher, nicht nach zehn Minuten was gesagt zu haben.


Damit sprichst Du bei mir einen wunden Punkt an:
Ist es denn die Aufgabe eines SL - generell oder im Speziellen auf einer Con - allen Spielern/Charakteren etwas zu tun zu geben?

Ich bin als SL einige Male auf die Nase gefallen, wenn ich Spielern ein Spotlight für ihren Charakter zuschieben wollte, dass sie nicht spielen konnten (oder wollten?), vielleicht, weil sie eher zum Spielertyp "Zuhörer" gehören. Umgekehrt weiß ich aber auch, dass es Spieler gibt, die aktiv vom SL angespielt werden wollen. In regelmäßigen Heimrunden kann man sowas nach einer gewissen Zeit abschätzen, aber gerade auf einer Con, wo man als SL völlig unbekannten Spielern gegenüber sitzt, finde ich es schwierig, neben meinen anderen SL-Aufgaben noch die eher zurückhaltenden Spieler in den Spielablauf zu integrieren. Meiner Meinung nach zählt es eher zu den Aufgaben der Spieler, ihren Charakter von sich aus in das Abenteuer einzubringen bzw. ist es Sache der (aktiveren) Spieler, die Charaktere der anderen Spieler in Aktionen der Gruppe einzubeziehen.

Eine andere Sache ist es natürlich, wenn ein Sl die Aktionen eines Charakters/Spielers ständig abblockt - das ist eher ein Grund zu gehen.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Slayn am 29.11.2014 | 21:13
Damit sprichst Du bei mir einen wunden Punkt an:
Ist es denn die Aufgabe eines SL - generell oder im Speziellen auf einer Con - allen Spielern/Charakteren etwas zu tun zu geben?

Ich bin als SL einige Male auf die Nase gefallen, wenn ich Spielern ein Spotlight für ihren Charakter zuschieben wollte, dass sie nicht spielen konnten (oder wollten?), vielleicht, weil sie eher zum Spielertyp "Zuhörer" gehören. Umgekehrt weiß ich aber auch, dass es Spieler gibt, die aktiv vom SL angespielt werden wollen. In regelmäßigen Heimrunden kann man sowas nach einer gewissen Zeit abschätzen, aber gerade auf einer Con, wo man als SL völlig unbekannten Spielern gegenüber sitzt, finde ich es schwierig, neben meinen anderen SL-Aufgaben noch die eher zurückhaltenden Spieler in den Spielablauf zu integrieren. Meiner Meinung nach zählt es eher zu den Aufgaben der Spieler, ihren Charakter von sich aus in das Abenteuer einzubringen bzw. ist es Sache der (aktiveren) Spieler, die Charaktere der anderen Spieler in Aktionen der Gruppe einzubeziehen.

Eine andere Sache ist es natürlich, wenn ein Sl die Aktionen eines Charakters/Spielers ständig abblockt - das ist eher ein Grund zu gehen.

Wir reden doch hier über einen recht kurzen "Slot", also so um die 4 Stunden rum. Es ist also jetzt keine große Hexerei bestimmte Spotlights anzubieten, wenn sie sich ergeben, sollte aber auch nicht in einen krampf ausarten es zu tun. Spieler, die so etwas gar nicht erst annehmen, kann man doch bei solchen gedankengängen komplett außen vor lassen.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Nocturama am 29.11.2014 | 21:47
@Huntress: Klar, die Spieler sollen auch alleine was machen und sich gegenseitig anspielen. Das mache ich normalerweise auch, da habe ich keine Hemmungen.

In der besagten Runde ist in der Situation einiges schief gelaufen. Grob gesagt: Die Charaktere kannten sich noch nicht, es war eine äußerst unglückliche Anfangskonstellation (fertige Charakter mit teilweise null Motivation, zusammenzuarbeiten - oder sogar Gründen, auf gar keinen Fall zusammenzuarbeiten) und mein Charakter war schlicht und einfach nicht bei den anderen, die eben eine halbe Stunde alleine etwas anderes gemacht haben. Entsprechend war natürlich nicht nur der SL an der blöden Situation beteiligt, sondern wir Spieler ebenfalls.

Wie gesagt, ich hätte nach spätestens zehn Minuten ansprechen sollen, das die Situation ungünstig ist und ich gerade keine Möglichkeit sehe, meinen Charakter einzubringen. Ich denke trotzdem, dass man als SL nach fünfzehn Minuten wenigstens mal sagen kann: "Okay, was macht der andere Charakter gerade?" Als Spieler fühlt man sich etwas doof, wenn man sozusagen mit den Armen wedeln und sagen muss: "Hey, hey, ich bin auch noch da! Ich leeebe noooch!"

Aber ja, bei so einer langen Wartezeit und dem Gefühl, sich gar nicht einbringen zu können, stieg bei mir eine gewisse Frustration auf. Die ich ja dann auch runtergeschluckt, weitergespielt und dann auch die erste kleine Öffnung für die Gruppenzusammenführung genutzt habe. Danach ging es dann.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Thandbar am 30.11.2014 | 14:07

Ist es denn die Aufgabe eines SL - generell oder im Speziellen auf einer Con - allen Spielern/Charakteren etwas zu tun zu geben?
 

Ich bin völlig unerfahren, was Cons angeht; aber ich denke, es wäre insgesamt eine gute Strategie, Abenteuer auszuwählen, die es einem als SL von Anfang sehr einfach machen, auf die Bedürfnisse der Spieler einzugehen. Das heißt, das es einen guten, spannenden Plot gibt, dem die Spieler, wenn sie das möchten, einfach nur folgen können, gleichzeitig aber auch die Möglichkeit vorhanden ist, sich sandboxmäßig oder tavernenspielartig auszutoben.

Das Problem beim Organized Play - so wie ich das im Umfeld der D&D 5E mitgekriegt habe - ist doch, dass es da leicht zum Gefühl des Railroadens kommen kann.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: GustavGuns am 30.11.2014 | 14:34
Es ist sicher schön und gut, hier das theoretisch perfekte Con-Abenteuer zu entwickeln, dass keiner niemals nicht hassen könnte, und es gibt den meisten SLs sicher ein paar gute Anregungen dafür, wo die potentiellen Probleme beim Entwickeln eines Abenteuers liegen. Ich glaube aber auch, es ist im Großen und Ganzen nicht nötig, ein Abenteuer als die eierlegende Wollmilchsau zu gestalten, das alles für jeden sein kann, und selbst dann hätte man eventuell immer noch einen Geh-Raus, das läge dann halt nicht an einem selbst, sondern an anderen Spielern oder vielleicht hat der Geh-Raus-Spieler einfach schlecht geschissen oder oder oder.

Ich will damit nicht die Entwicklung des perfekten Conabenteuers bzw. des perfekten Abenteuers an sich unterbinden - sondern nur die sich langsam in den Himmel schraubenden Erwartungen ein Bisschen runterdrehen. Als Congänger kann ich sagen, wenn ein SL sich bereit erklärt zu leiten, bin ich normalerweise schon froh darüber.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Greifenklaue am 30.11.2014 | 14:44
Wenn ich auf Cons gehe, akzeptiere ich, dass andere Leute anders leiten als ich - das ist sogar ein Reiz, ganz im Zweifelsfall kann ich ja sogar was dazulernen. Und aus "Fehlern" lernt man ja angeblich ehh am meisten ...  :D
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: alexandro am 30.11.2014 | 15:49
Falls du das wirklich als ernste Frage meinst: Wenn du den Film verlässt, können die anderen den Film zu Ende schauen. Wenn du das Buch weglegst, können die anderen das Buch trotzdem lesen. Aber wenn du (womöglich gleich noch zu mehreren) eine laufende Runde verlässt, dann ist sie für alle zu Ende oder zumindest nachhaltig beschädigt. Ist schon ein Unterschied.

Albern. Selbst wenn 4 von 5 Spielern die Runde verlassen sollten, so leite ich halt für den einen verbliebenen Spieler weiter. Ich sehe nicht, wie die Runde dadurch "beschädigt" werden sollte.

Ansonsten:

1.) Ich bin als SL kein "Diskussionsleiter": Im Rollenspiel geht es mir nicht um das Abwägen von unterschiedlichen Interessen und es geht mir nicht (wie in Talkshows/Politdebatten) darum einen Haufen Selbstdarsteller "unter Kontrolle" zu halten. Es geht darum Anreize zu schaffen und Mut zu machen sich auf das Setting/die Geschichte einzulassen - und dann ihre eigene Struktur und ihr eigenes Tempo zu finden. Gleichmäßig verteiltes Spotlight halte ich für überschätzt - Spotlight ist bei mir potentiell unbegrenzt da, aber jeder braucht sich nur soviel zu nehmen, wie er auch will.

2.) Ich bin auch verdammt nochmal kein "Performer": Ich leite wegen der Inhalte, nicht wegen der Form. Mein Leitstil ist nicht "shiny" und ganz sicher nicht immer sprachlich sauber poliert, er hat rauhe Kanten und unsaubere Ecken. Trotzdem ist er stabil und belastbar - ein blöder Witz macht bei mir eben nicht "die ganze Stimmung kaputt", weil die Stimmung eben aus echtem Interesse an Inhalten (und dem daraus ausgelöstem Kopfkino) kommt, nicht aus den tollen "Spezialeffekten" wirkungsträchtiger Sprache.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Evil Batwolf am 30.11.2014 | 16:31
Albern. Selbst wenn 4 von 5 Spielern die Runde verlassen sollten, so leite ich halt für den einen verbliebenen Spieler weiter. Ich sehe nicht, wie die Runde dadurch "beschädigt" werden sollte....

Hm????

Spotlight ist bei mir potentiell unbegrenzt da, aber jeder braucht sich nur soviel zu nehmen, wie er auch will.

And again: Hm????
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: alexandro am 30.11.2014 | 16:59
Du musst schon konkreter werden. Zwei unzusammenhängende Zitate (von denen sich eines auf mein Verhalten bei aussteigenden Spielern bezieht, das andere auf etwas ganz anderes) sind wenig hilfreich.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: User6097 am 30.11.2014 | 17:09
Naja, die Vorstellung, das 4 Spieler gehen und man dann für einen weiterleitet, ist befremdlich. Wenn man flexibel ist sicher möglich, aber ungewöhnlich insofern, das ich sowas noch niemals auch nur ansatzweise gesehen hätte. Immerhin muss man ja nicht nur ganz spontan das Abenteuer anpassen, man muss auch noch 1zu1 leiten.

Unbegrenztes Spotlight wiederum ist unmöglich, da sich Spotlight ja gerade durch seine Exklusivtät definiert.

Insofern drückt das Hmm vermutlich Unverständnis aus.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Bad Horse am 30.11.2014 | 17:12
Außerdem gibt es halt Leute, die für sich selbst unmäßig viel Spotlight in Anspruch nehmen und einfach über andere drüberquatschen. Das machen die häufig nicht aus böser Absicht, sondern weil sie einfach so enthusiastisch sind - trotzdem würden die anderen Spieler vielleicht auch gern mal was sagen.

Das heißt jetzt nicht, dass ich jedem sein Spotlight hinterhertragen muss, aber ich finde schon, dass ein SL nicht immer nur dem lautesten Spieler zuhören sollte.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Thandbar am 30.11.2014 | 17:20
Selbst wenn 4 von 5 Spielern die Runde verlassen sollten, so leite ich halt für den einen verbliebenen Spieler weiter. Ich sehe nicht, wie die Runde dadurch "beschädigt" werden sollte.
 

Natürlich wird sie dadurch nicht beschädigt, weil sie dann gar nicht mehr da ist.  ;)
In einem solchen Fall muss der SL improvisieren; kein "Encounter" kann wie geplant weitergespielt werden. Jed hat das ja getan und eine Gefangenenbefreiung durchgeführt. Insgesamt eine gute Idee - meiner Meinung nach -, aber es ist bestimmt nicht das, was die ursprüngliche Runde getan hätte.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: alexandro am 30.11.2014 | 17:22
Wenn man ein Con-Abenteuer leitet muss man imo sowieso darauf eingestellt sein, dass man potentiell mit weniger (in seltenen Fällen auch mehr) Spielern in der Runde sitzt, als man erwartet hat. Sogar, dass sich nur 1 Spieler für die Runde findet. Soviel Flexibilität gehört (für mich) dazu. Ich finde One-on-One nicht problematischer als Rollenspiel mit mehr als einem Spieler. Ich habe auch noch kein AB "angepasst", weil weniger Spieler als erwartet da waren (höchstens weil die Zeit nicht ganz gereicht hat).
@Thandbar: Ich leite keine "Encounter". Encounter sind dämlich.

"Potenziell unbegrenzt" ist etwas anderes als "unbegrenzt". Die Spieler entscheiden selbst wieviel Spotlight sie brauchen und bekommen es. Ich achte maximal darauf, dass die Spieler ungefähr gleiche Chancen auf Einzel-Szenen haben, wie der Rest (ob sie diese Chancen nutzen, liegt bei ihnen). Reicht diese Art von Spotlight für einen Spieler nicht aus, so muss er sich halt in den Gruppenszenen (wo nicht nur einer im Mittelpunkt steht) stärker einbringen und schon funzt das. Will ein Spieler eher im Hintergrund bleiben, so ist das auch OK.

@Bad Horse:
Zitat
ich finde schon, dass ein SL nicht immer nur dem lautesten Spieler zuhören sollte.
Mache ich auch nicht (ich bemühe mich die Aktionen aller Spieler zu berücksichtigen). Aber wenn die Gruppe halt diesem Spieler eher zuhört, was soll ich als SL mich da einmischen? Was sollte das bringen (außer dass das Spiel stockt, weil alle auf "GM-prompting" warten)?
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Grimtooth's Little Sister am 30.11.2014 | 17:49
Ich bin bisher als Spieler einmal in einer Online-Con-Runde kommentarlos gegangen - nicht nur hat der SL so lahmarschig erzählt das nix vorankam, er hat minen Char auch im großen und ganzen ignoriert z.B nicht mal zur Kenntnis genommen wenn ich was gemacht oder gesagt hatte.

Als SL hab ich zweimal ne Runde abgebrochen, einmal online und einmal auf einem Spieletreff. Im ersten Fall hatte keiner der Spieler auch nur ansatzweise mitgemacht, und das AB war klar nicht als railroading ausgeschrieben - und selbst da hätten sie was tun müssen. Im anderen Fall gab es persönlichen Zoff zwischen 3 Spielern und das ging dann gar nicht.

Generell halte ich es für nicht gut mitten im Spiel zu verschwinden und mache sowas auch nur wenn ich gar nicht mehr kann.

Im vorliegenden Fall kann ich keine Meinung abgeben weil ich nicht dabei war.

Zu Feedback muss ich sagen dass ich das auch auf Con-Runden gut finde, weil ich da doch ganz anders leite als zu Hause in meinen Famileinrunden bzw mit anderen festen Runden. Zum einen mache ich mehr Tempo und wir sind in der Regel vor Ablauf der 4 Stunden fertig. Im Zweifelsfall hänge ich eher noch ein Szenario dran. Zum anderen vermeide ich auf Cons viel Kämpfe einzubauen, grade wegen der Zeit. Falls das aber denn doch in ein Abenteuer gepasst hätte lasse ich mir das gern auch sagen und baue das dann nächstesmal ein. Etc.

Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Evil Batwolf am 30.11.2014 | 18:10
Wenn man ein Con-Abenteuer leitet muss man imo sowieso darauf eingestellt sein, dass man potentiell mit weniger (in seltenen Fällen auch mehr) Spielern in der Runde sitzt, als man erwartet hat. Sogar, dass sich nur 1 Spieler für die Runde findet. Soviel Flexibilität gehört (für mich) dazu. Ich finde One-on-One nicht problematischer als Rollenspiel mit mehr als einem Spieler. Ich habe auch noch kein AB "angepasst", weil weniger Spieler als erwartet da waren (höchstens weil die Zeit nicht ganz gereicht hat).
Wenn aber zuvor 4 Leute grußlos gegangen sind, ist das eine Belastung für die Spielstimmung. Also etwas anderes, als wenn man von vornherein von 1o1 ausgegangen wäre. Von daher sehr wohl eine Beschädigung. Wenn Du das nicht siehst, hat das was mit Deiner Sicht auf die Dinge zu tun, nicht mit dem objektiven Tatbestand.

"Potenziell unbegrenzt" ist etwas anderes als "unbegrenzt"...
Genau, potenziell bedeutet "möglich, denkbar".
Unbegrenztes Spotlightfür alle ist bei mehreren Spielern weder denkbar noch möglich, von daher ist dieses Denkmodell (potenziell) Unsinn.  :)

Was Du vielleicht meinst, dass sich Deine Spieler um ihr Spotlight gefälligst selbst kümmern sollen. Kann man so sehen. Heißt aber nicht, dass dann keine Probleme entstehen könnten. Sind dann nur nicht Deine Probleme.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Thandbar am 30.11.2014 | 19:02

@Thandbar: Ich leite keine "Encounter". Encounter sind dämlich.
 

Ist ja egal, wie Du es nennen oder nicht nennen willst. Sobald etwas in dem vorbereiteten Abenteuer vorkommt, was eine bestimmte Kompetenzverteilung der SCs oder deren Anzahl voraussetzt, musst Du anpassen. Und je nach System geht das entweder relativ gut spontan oder eben nicht.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Niedertracht am 1.12.2014 | 12:27
Wenn Du das nicht siehst, hat das was mit Deiner Sicht auf die Dinge zu tun, nicht mit dem objektiven Tatbestand.
Abgesehen davon, daß ich juristische Fachbegriffe in solchen Diskussionen als ziemlich absurd empfinde, ist es interessant, wie eine Meinungsäußerung als "Sichtweise" bezeichnet, die konträre Auffassung aber zum Faktum erklärt wird.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: ElfenLied am 1.12.2014 | 12:36
Was ich mir bei manchen Kommentaren hier denke: "Player walk-outs - ein unvermeidbares Risiko bei Arschlochverhalten" (auf beiden Seiten)

Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Nebula am 1.12.2014 | 13:24
wenn auch nur die Hälfte von Ser Silwen stimmt, dann verstehe ich das Walk Out

Für den SL und den Rest der Runde immer doof, ob berechtigt oder nicht

Thema: als SL bin ich kein Bespaßer

Das hörte ich jetzt schon öfter, daß sich ein SL zu fein ist, auf die Gruppe einzugehen und mal zähe Stellen in der Session zu beschleunigen oder mit Leben zu Füllen.

Warum? Als LEITER kann man blockieren oder fördern und wenn man hier meint, nicht der Bespaßer zu sein, dann frage ich mich, wie bei euch die Session läuft und welche Zufriedenheit die Spieler so haben

Wie leitet ihr als nicht Bespaßer SL? müssen euch die Spieler alles aus der Nase ziehen? Freut ihr euch nur, daß ihr eure Gedankenwelt zum Bespielen freigegeben habt?
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Evil Batwolf am 1.12.2014 | 13:36
Abgesehen davon, daß ich juristische Fachbegriffe in solchen Diskussionen als ziemlich absurd empfinde, ist es interessant, wie eine Meinungsäußerung als "Sichtweise" bezeichnet, die konträre Auffassung aber zum Faktum erklärt wird.
Ich hab' lange überlegt, ob ich das beantworte. Inhaltlich lass' ich es.

Nur soviel: "Faktum" dürfte ebenfalls ein Begriff sein, der im "Juristendeutsch" Verwendung findet. Heißt übersetzt übrigens Tatbestand und kommt aus dem Lateinischen. Absurd, jetzt auch noch lateinische Begriffe in eine solche Diskussion einzuführen.

Und zu "konträr": Zwei widerstreitende, konträre Meinungen können nicht beide zutreffen, nach den Gesetzen der Logik ist es zwingend, dass (mindestens) eine von beiden falsch sein muss. Deine Forderung, beide gleichberechtigt nebeneinander stehen zu lassen, ist....stopp, das wäre sonst schon wieder eine inhaltliche Entgegnung.



Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 1.12.2014 | 13:52
Thema: als SL bin ich kein Bespaßer

Das hörte ich jetzt schon öfter, daß sich ein SL zu fein ist, auf die Gruppe einzugehen und mal zähe Stellen in der Session zu beschleunigen oder mit Leben zu Füllen.
Nein, d.h. ich als SL betrachte mich nicht als mehr verantwortlich sowas zu tun als jeder einzelne andere Spieler


Zitat
müssen euch die Spieler alles aus der Nase ziehen?
Nein, die anderen Spieler müssen aktiv sein, aktiv mitspielen.
Go Out and do stuff, Finde etwas zum töten
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Pyromancer am 1.12.2014 | 14:24
Nein, d.h. ich als SL betrachte mich nicht als mehr verantwortlich sowas zu tun als jeder einzelne andere Spieler
Das kollidiert meiner Erfahrung nach mit der Erwartungshaltung vieler Con-Spieler, und kann daher, wenn du das vorher nicht klarstellst, schnell zu Frust führen.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Ucalegon am 1.12.2014 | 14:53
Das kollidiert meiner Erfahrung nach mit der Erwartungshaltung vieler Con-Spieler, und kann daher, wenn du das vorher nicht klarstellst, schnell zu Frust führen.

Vor allem kann man das ja so pauschal gar nicht sagen. Wenn ich absolute Neulinge habe und/oder ein anspruchsvolles System leite, dann muss von mir als SL auch mehr kommen bzw. mehr in die Vorbereitung fließen. Wenn ich dagegen eine Runde FATE leite, sollte ich sogar davon ausgehen, dass die Spieler(innen) sich einbringen und es zur Not auf der Metaebene ansprechen, wenn zu wenig kommt.

Und wenn ich mich entscheide Systeme wie DSA, Shadowrun etc. anzubieten, die von vielen Gruppen mit unmäßig starker SL gespielt werden, sollte mir zumindest klar sein, dass Leute am Tisch auftauchen könnten, die von mir das Rundum-Sorglos-SL Paket erwarten.

Ich würde schon sagen, dass es ein nobles Anliegen ist, von Spieler(inne)n Engagement einzufordern, aber das geht halt bei Leuten, die das nicht gewohnt sind nur, wenn ich sie als SL da ranführe, was der grds. nachvollziehbaren Forderung widerspricht, als SL nicht mehr Verantwortung für ein aktives Spiel zu übernehmen als die Mitspieler(innen).
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Swafnir am 1.12.2014 | 14:54
Filme, die mir nicht gefallen, schaue ich nicht zu Ende. Ich schalte sie ab, verlasse das Kino usw.. Bücher lege ich weg. Musik mache ich aus. Warum sollte ich eine Rollenspielrunde bis zum Ende erdulden?

Okay, man kann es tun. Aber warum ich es müssen sollte, erschließt sich mir nicht. Weil jemand Arbeit und Mühe darin investiert hat? Das trifft auf Filme, Musik, Bücher usw. auch zu.

Und die Leute haben die Runde ja nicht verlassen und Jed dabei aufs übelste beschimpft. Schlimmer noch, sie haben offen und ehrlich ihre Meinung gesagt. Sie haben ihm nicht die Chance zur Korrektur gegeben. Das ist in der Tat nicht fair. Aber auch hier: warum sollten sie dazu gezwungen werden? Sie haben sich ein Bild gemacht und daraus geschlossen, dass es für sie nicht anders wird. So wie ich, wenn ich den Film ab-, die Musik ausschalte und das Buch schließe.

Weil weder die Schausspieler, noch die Regisseure oder der Autor das mitbekommen. Du hast dafür bezahlt - fertig. In einer Rollenspielrunde bist du aber kein Konsument und da sitzen Personen am Tisch die dieses Verhalten mitbekommen. Und sowas geht an einem SL auch nicht spurlos vorbei. Für Leute die denken sie wären Konsumenten und ich ein Dienstleiter, würde ich nicht Spielleiten. Aber du kannst ja anfangen deine SLs zu bezahlen, dann würde ich eine solche Haltung auch nicht mehr asozial finden.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Niedertracht am 1.12.2014 | 15:18
Aber du kannst ja anfangen deine SLs zu bezahlen, dann würde ich eine solche Haltung auch nicht mehr asozial finden.
Es soll ja nicht wenige Cons geben, die SLs für deren Engagement belohnen, z.B. Getränke-Flat, freier Eintritt.

Da mag vielleicht der eine oder andere Teilnehmer dem (Trug)Schluß unterliegen, daß er diese SLs durch seinen Eintritt (mit)bezahlt und einen Anspruch auf die (Dienst)Lei(s)tung hat.

Das geht natürlich völlig am Sinn des Rollenspiels vorbei, aber Rollenspieler und solche, die Cons besuchen, bilden ja eh eine eigene Spezies, die gerne mal zu kruden Gedankenexperimenten neigt.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 1.12.2014 | 15:43
Wenn ich absolute Neulinge habe.
Begründung?

Zitat
und/oder ein anspruchsvolles System leite,
Definition?



Zitat
dann muss von mir als SL auch mehr kommen bzw. mehr in die Vorbereitung fließen
Wieso?
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Uwe-Wan am 1.12.2014 | 15:53
Es soll ja nicht wenige Cons geben, die SLs für deren Engagement belohnen, z.B. Getränke-Flat, freier Eintritt.

Da mag vielleicht der eine oder andere Teilnehmer dem (Trug)Schluß unterliegen, daß er diese SLs durch seinen Eintritt (mit)bezahlt und einen Anspruch auf die (Dienst)Lei(s)tung hat.

Das geht natürlich völlig am Sinn des Rollenspiels vorbei, aber Rollenspieler und solche, die Cons besuchen, bilden ja eh eine eigene Spezies, die gerne mal zu kruden Gedankenexperimenten neigt.

Nah, die Diskussion wollen wir nicht schon wieder eulenspieglerisch haben. Bleiben wir doch beim Thema.  :o
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Slayn am 1.12.2014 | 15:58
Nah, die Diskussion wollen wir nicht schon wieder eulenspieglerisch haben. Bleiben wir doch beim Thema.  :o

Er spricht aber einen wichtigen Punkt an und der hat nichts mit Eulenspiegel zu tun: Es kann der Eindruck entstehen man wäre als SL nur Dienstleister weil man kostenlos reinkommt.
Das finde ich insofern wichtig, denn diesen Eindruck muss man sofort dadurch entkräften das man, im Gegensatz zu den potentiellen Mitspielern, meist schon einiges an Arbeit in so eine Runde investiert hat.

Da mal nur so als kleiner [Nachtrag] SLs, die für die Pathfinder Society oder Shadowrun leiten müssen die ABs sogar kaufen. An zwei Tagen je zwei ABs dabei zu haben ist potentiell teurer als viele Cons ..
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Ucalegon am 1.12.2014 | 16:26
Begründung?

Ich persönlich habe schon mit Neulingen geleitet, die sehr zurückhaltend waren und selbst mit aktivem Anspielen von SL Seite kaum aus den Puschen gekommen sind. Fairerweise muss man natürlich sagen, dass das Gegenteil auch der Fall sein kann und ein Neuanfänger die Runde rockt. Grds. finde ich es aber nachvollziehbar, dass jemand, der kaum Erfahrung mit dem Spielen an sich, einem bestimmten Stil oder auch nur einem System hat, sich uU erstmal zurückhält. Da sehe ich mich als SL in der Pflicht, dem Neuling das aktive Mitspielen so leicht wie möglich zu machen. Ergo Mehrarbeit für mich.

Definition?

Hängt immer ein bisschen von den Spieler(inne)n ab. Ich würde Systeme mit zahlreichen und nicht intuitiv anzuwendenden Regeln genauso darunter fassen, wie manche Storygames. Außerdem anspruchsvolle Settings (Transhumanismus anyone...). Da muss ich mich als SL drauf einstellen, dass Leute damit Probleme bekommen und mich entsprechend vorbereiten bzw. am Tisch mit mehr Leitung/Druck eingreifen. 

Wieso?

Wenn es eine SL gibt, dann schauen die Spieler(innen) mit Recht als erstes zu ihm/ihr, wenn etwas nicht erwartungsgemäß läuft bzw. sie das Gefühl haben, sich nicht richtig einbringen zu können. Weil eine SL eben andere Aufgaben hat als der Rest. Das impliziert weder eine Hierarchie mit dem SL als Entscheider und Ober-Erzählonkel noch entbindet es Mitspieler(innen) von der Pflicht, sich aktiv am Spiel zu beteiligen. Spielleiterlose Systeme bieten deswegen auch Mechanismen zur Konfliktlösung/für einen reibunsglosen Ablauf trotz mangelnder Aktivität etc. (ich denke hier an Fiasco, wo man sich entscheiden muss, ob man selbst eine Szene entwirft oder sie vom Rest entwerfen lässt).
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Archoangel am 1.12.2014 | 17:00
Es soll ja nicht wenige Cons geben, die SLs für deren Engagement belohnen, z.B. Getränke-Flat, freier Eintritt.

Da mag vielleicht der eine oder andere Teilnehmer dem (Trug)Schluß unterliegen, daß er diese SLs durch seinen Eintritt (mit)bezahlt und einen Anspruch auf die (Dienst)Lei(s)tung hat.

Das geht natürlich völlig am Sinn des Rollenspiels vorbei, aber Rollenspieler und solche, die Cons besuchen, bilden ja eh eine eigene Spezies, die gerne mal zu kruden Gedankenexperimenten neigt.

Ein herrlicher Post, der mich an Neulich erinnert. Vor allem der letzte Satz <zustimmendnick>.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Huhn am 1.12.2014 | 17:04
Wir haben uns schon lange nicht mehr darüber unterhalten, welche Aufgaben/Verpflichtungen/geschworene Eide/Missionen/Lebensziele die SL auf ner Rollenspielcon hat, das sollten wir wirklich dringend hier nochmal machen  ::)
Der Thread hier tut mir wirklich Leid, so lange, wie ihr schon auf seiner Leiche herumtretet...
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Archoangel am 1.12.2014 | 17:16
Ich denke die "famous last words" zu diesem Thread wurden schon lange lange gesprochen. Und genau das hier passiert eben, wenn sich weder Threadersteller noch Mod berufen fühlen von einem totgerittenen Pferd abzusteigen.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: GustavGuns am 1.12.2014 | 18:11
Und zu "konträr": Zwei widerstreitende, konträre Meinungen können nicht beide zutreffen, nach den Gesetzen der Logik ist es zwingend, dass (mindestens) eine von beiden falsch sein muss. Deine Forderung, beide gleichberechtigt nebeneinander stehen zu lassen, ist....stopp, das wäre sonst schon wieder eine inhaltliche Entgegnung.
Versteh' ich nicht - wenn Er der Meinung ist Du seist ein unflexibler Paragraphenreiter während Er normal ist, und Du der Meinung bist Er sei ein Lari-Fari-Gefühlsmensch während Du normal bist, welcher Standpunkt bestimmt denn dann nach den Gesetzen der Logik die richtige Meinung?
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Bad Horse am 1.12.2014 | 21:11
Ich denke die "famous last words" zu diesem Thread wurden schon lange lange gesprochen. Und genau das hier passiert eben, wenn sich weder Threadersteller noch Mod berufen fühlen von einem totgerittenen Pferd abzusteigen.

Wenn du findest, dass der Thread tot ist, dann poste hier einfach nicht.

Es wäre aber trotzdem schön, wenn wir beim Thema "Wie stehe ich zu weglaufenden Spieler und was kann ich dagegen machen" bleiben könnten.  :btt:
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Archoangel am 1.12.2014 | 21:21
@Bad Horse (OT):

Aber ich habe doch drei Seiten nicht gepostet, dann einem Komentar meine Zustimmung erteilt und anschließend auf Huhn geantwortet.

Aber bitte: Ich hatte auch schon weggelaufene Spieler, dass habe ich ganz gut verkraften können. Sie haben sich unter "DSA meets Paranoia - bitte Humor mitbringen" etwas anderes vorgestellt, weshalb sie ihre Char-Bögen ergänzten, um von der Fertigkeit "Sich gegenseitig den Kopf runterschlagen" Gebrauch zu machen. Dann sind sie gegangen. Fand ich eine gelungene und akzeptable Lösung ; später hat mir einer von beiden erzählt, dass sie nur "DSA" und dann nicht mehr weitergelesen haben. Dumm gelaufen.

An sonsten hatte ich noch nie Spieler an meinen Tischen, die gegangen wären ; ich selbst bin als Spieler aber auch schon zwei-drei Mal gegangen. Wenn mich der SL um eine Angabe eines Grundes bat habe ich ihm diesen absiuts der Gruppe gesagt (bin aber an sonsten auch nicht zimperlich gewesen). Passiert halt, vor allem, wenn man selbst aus dem gewerbe kommt und daher ein ganz gutes Gefühl dafür entwickelt hat, was mit einer Conrunde machbar ist und was eher nach erschlichenem Eintrittsgeld aussieht.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Nevermind am 2.12.2014 | 09:26
Und wenn ich mich entscheide Systeme wie DSA, Shadowrun etc. anzubieten, die von vielen Gruppen mit unmäßig starker SL  gespielt werden, sollte mir zumindest klar sein, dass Leute am Tisch auftauchen könnten, die von mir das Rundum-Sorglos-SL Paket erwarten.

Ich würde schon sagen, dass es ein nobles Anliegen ist, von Spieler(inne)n Engagement einzufordern, aber das geht halt bei Leuten, die das nicht gewohnt sind nur, wenn ich sie als SL da ranführe, was der grds. nachvollziehbaren Forderung widerspricht, als SL nicht mehr Verantwortung für ein aktives Spiel zu übernehmen als die Mitspieler(innen).

Wenn ich das so lese freu ich mich immer das es Leute gibt die den Heiligen Gral des Rollenspiels gefunden haben.


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BTT:

In den Jahren als SL/Spieler auf Cons ist mir iirc noch kein 'echtes' Walkout begegnet.
Aber das ist denke ich Definitionssache.
Ist es ein Walkout, wenn SC und NSC aneinander Hocheskalieren, so das die Auftragsvergabe für einen SC nicht stattfinden kann, und man dann Dropped?
Ist es ein Walkout, wenn sich Spieler und eSeL nicht auf einen Char einigen können? (Ach du hast für die Sr Runde als Auswahl einen Ghul, 2 GW, 1 Drake und und nen Freien Geist nach Free Form Regeln, öhm,..)
Ich muss los hab ich auch schon ein paar mal gehört, aber das war bei Runden die nicht klassische 4 Stunden Slot-runden waren und sich dann etwas in die Nacht gezogen haben.

Allgemein ist es imho sehr schwierig, wenn ein Problem vorliegt, das während/nach der Runde zu Thematisieren.
In einer Runde die eigentlich gut geklappt hat, kann man ne Manöverkritik machen und selbst da kann es verletzte Eitelkeiten/Uneinsichtigkeiten geben. Aber bei einer stressigen/katrastrophalen Runde ist das wie mit einer Fackel ins Munitionsdepot zu laufen. Bei ner Heimrunde lohnt es sich vielleicht noch, weil man ja meist weiter miteinander Spiele will, aber bei einer Conrunde direkt danach ist es meist eher verbrauchte Luft/Lebenszeit.


(Wobei ich zugeben muss, als Spieler bei IP Einkaufing oder ewig gezogenen NSC-Fluff-Infoweitergabe oder auch Megadecker/Astralaufklärungsaktionen geh ich dann auch mal Essen holen und bummel dann ein bissi. eist is das ganze dann noch lange nicht fertig bis ich wieder am Spieltisch bin.)
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: GustavGuns am 2.12.2014 | 12:26
Also ich glaube ich hatte noch nie einen Geh-Raus, aber ich leite auch nicht so wahnsinnig viel. Die Sachen die ich (mit)geleitet habe waren ganz oft irgendwelche wüsten Experimente, so 3-SL-7-Spieler-Abenteuer wo die Gruppe gegen sich selbst spielt, da waren glaube ich selbst die Leute denen das nicht gefiel, zu neugierig was zum Teufel das alles soll, und das kommt natürlich am Ende raus~

Also meine Empfehlung ist, solange die Spieler noch neugierig sind was zum Teufel das alles soll, gehen sie oft auch trotz massiver Inkompetenz, riesiger Plotlöcher und stammelnder Idioten-SLs unter Einfluss von Crack und LSD nicht weg.
Titel: Re: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 2.12.2014 | 13:04
Ich persönlich habe schon mit Neulingen geleitet, die sehr zurückhaltend waren und selbst mit aktivem Anspielen von SL Seite kaum aus den Puschen gekommen sind. .
ich habe das nie bei Neulingen erlebt, ganz im Gegenteil aber erfahrene Spieler denen man den Ball in die Hand zwingen konnte und die trotzdem über ein Was soll und/oder darf soll ich damit machen nicht hinauskamen.

Zitat
Hängt immer ein bisschen von den Spieler(inne)n ab. Ich würde Systeme mit zahlreichen und nicht intuitiv anzuwendenden Regeln genauso darunter fassen, wie manche Storygames.
solche benutze ich nicht




Zitat
Außerdem anspruchsvolle Settings (Transhumanismus anyone...).
da gebe ich lieber Zeitnah Infos, von SL Druck o.ä. halte ich nichts.
Natürlicher Druck , Feed them to the Wolves, throw them in the water, Non Action erlaubt anderen die Initiative ist eine andere Sache