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Pen & Paper - Spielsysteme => Weitere Pen & Paper Systeme => Ubiquity => Thema gestartet von: eldaen am 12.10.2015 | 07:28

Titel: [Ubiquity] Regelfragen Sammelthread
Beitrag von: eldaen am 12.10.2015 | 07:28
Hier könnt ihr eure Regelfragen zum Ubiquity System stellen. Wir werden sie zügig und kompetent beantworten. ;)

Ich lese gerade den Space 1889 Quickstarter und lese unter "Bewaffnung" folgendes:

Zitat
Unter dem Eintrag Größe ist eine Modifikation auf die Kampffertigkeit genannt, die aus der Größe des Charakters resultiert: Liegt sie über 0, dann sinkt die Kampffertigkeit,
während ein negativer Wert einen Zuschlag auf die Kampffertigkeit mit sich bringt.


Kann mir jemand erklären, was damit gemeint ist? Haben Waffen in Ubiqity einen Größe-Wert, dessen Auswirkungen für kleine Charaktere positiv und für große negativ ist?

Das ist eine häufig gestellte Frage beim Ubiquity Regelwerk. Hier die Antwort:

Nachzulesen in:

Erklärung:
Größe bei Ubiquity bezieht sich auf die Größe von Charakteren / Kreaturen, nicht auf die Größe von Waffen. Größenunterschiede sind so skaliert, dass immer davon ausgegangen wird, dass einer der Kontrahenten ein Mensch (so groß wie ein Mensch, also "Größe 0") ist.




Es wäre schön, wenn diejenigen, die deutsche Regelwerke haben, die Seitenangaben ergänzten, dann trag ich sie in diesen Post ein.
Titel: Re: [Ubiquity] Regelfragen Sammelthread
Beitrag von: Rumpel am 12.10.2015 | 07:47
Danke für die Erklärung! Im Quickstarter stand das unter "Bewaffnung", außerdem gibt es die entsprechende Tabelle dort nicht, von daher war das unverständlich ... ich glaube aber, ich werde lieber eh mal ins GRW reingucken. Im QS bleibt ziemlich vieles eher rätselhaft, z.B: auch die Kampfmanöver ...
Titel: Re: [Ubiquity] Regelfragen Sammelthread
Beitrag von: Rumpel am 12.10.2015 | 10:05
Okay, noch eine Frage aus dem Space1889-QS.

Im Kampf gilt: Angriffswurf gegen Abwehrwurf, überzählige Erfolge sind Schaden. Für NSC kann statt eines Wurfes der Durchschnitt verwendet werden (was mir gefällt, weil es dadurch ja möglich werden müste, Ubiqity ähnlich wie das Cypher-System komplett Player-Facing zu spielen, sodass die SC einfach immer gegen den Durchschnitt des Gegners würfeln). Richtig?

Nun gibt es aber das Manöver gezielter Schuss:

Nachteil: Der Angriff wird um den Abwehrwert des Gegners erschwert.
Vorteil: Jeder erwürfelte Erfolg erzeugt automatisch 1 Punkt Schaden.


Ich finde im QS keine genauer Erklärung dazu, wie eine Erschwernis funktioniert, vermute jetzt aber mal, dass man in diesem Fall den Abwehrwert des Gegners von seinem eigenen Angriffswert abzieht und dann mit den verbliebenen Würfeln würfelt.

Aber was bringt dann dieses Manöver? Im Prinzip kürzt man damit doch nur den Würfelpool des Gegners aus der Gleichung heraus und steht selbst am Ende mit weniger Würfeln da. Der Erwartungswert in Sachen Schaden bleibt gleich, nur das eigene Schadenspotenzial wird geringer.

Ein Beispiel: Ich habe Angriff 10, der Gegner Abwehr 6. Ich mache einen normalen Angriff, darf von 5 Erfolgen ausgehen, der Gegner von 3 - ich mache also voraussichtlich 2 Punkte Schaden, maximal 10, minimal 0.
Ich mache mit den gleichen Werten einen gezielten Schuss: Mir bleibt ein Angriff von 4, wiederum mache ich voraussichtlich 2 Punkte Schaden, Maximum ist aber nur 4, Minimum wie gehabt 0.
Titel: Re: [Ubiquity] Regelfragen Sammelthread
Beitrag von: eldaen am 12.10.2015 | 10:59
Ah, die nächste häufig gestellten Frage! :)

1) Durchschnitt

Die Kurzversion
Ja. :)

Die Langversion
Richtig, du kannst für Gegner den Durchschnitt verwenden, und dir somit das Würfeln für deine NSCs sparen. Außerdem macht es sie berechenbarer. Du kannst das wechseln wie du lustig bist, z. B. für wichtigere NSCs würfeln, statt den druchschnitt zu nehmen - macht sie unberechenbarer und den Kampf spannender. Generell gilt, dass das auch deine Spieler für ihre Charaktere tun können. Da solltet ihr euch vielleicht gruppenintern einigen, in welchen Fällen ihr den Durchschnitt nehmt, und in welchen ihr würfelt. Dem Spiel/Der Spielbalance macht das nichts aus.

2) Manöver "Gezielter Schuss" / "Called Shot"

Die Kurzversion
Das Manöver macht tatsächlich erst dann Sinn, wenn man das entsprechende Talent hat.

Die Langversion
Generell regelt Ubiquity Talente so, dass sie einem eher Aktionen, die ansonsten schwierig wären (wie eben "Gezielter Schuss/Called Shot") erleichtern (d. h. Abzüge ignorieren). Es werden weniger häufig tatsächlich neue oder alternative Regeln eingeführt. Es gibt also kein "binäres Backstabbing" Talent, als einzige Möglichkeit jemanden von hinten zu attackieren, sondern es ist für trainierte Leute eben einfacher. "Gezielter Schuss/Called Shot" ist da ein gutes Beispiel.

Es gibt verschiedene Anwendungsmöglichkeiten für "Gezielter Schuss/Called Shot", ich gehe aber erstmal nur auf die von dir Erwähnte ein. Weitere findest du in den BEschreibungen für "Gezielter Schuss/Called Shot" in den u. g. Regelpassagen.

Bei einem "Gezielten Schuss/Called Shot" mit dem Ziel, eine "Vital Area" anzugreifen wie in dem Beispiel im Quickstarter, zieht der Angreifer tatsächlich so viele Würfel von seinem Angriffspool ab, wie sein Ziel Verteidigung/Defense hat. Damit umgeht er aber dessen Verteidigung inkl. Rüstung etc. komplett. Alle Erfolge, die er da noch würfelt sind direkter Schaden. Das bedeutet tatsächlich, dass es für einen normalen Charakter wenig Sinn macht, einen gezielten Schuss anzusetzen. Aber: Das Talent "Accuracy" (ich kenne den deutschen Begriff nicht) erlaubt es, Pro Talentstufe 2 Würfel dieses Abzuges zu ignorieren.

In deinem Beispiel:

Je höher du dieses Talent also hast, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass du triffst und auch die Wahrscheinlichkeit für einen höheren Schaden steigt an.

Du findest die Talentbeschreibung für "Accuracy" und die Regeln für "Gezielte Schüsse" hier:

Called Shot

Accuracy

Savvy? :)
Titel: Re: [Ubiquity] Regelfragen Sammelthread
Beitrag von: Rumpel am 12.10.2015 | 11:04
Danke!
Auch da war offenbar die Ursache meines Unverständnisses eine Regel, die im Kontext des Quickstarters unsinnig ist ... ich werde mir wohl wirklich mal lieber ein GRW vornehmen, bevor ich hier noch weiter dumme Fragen stelle!
Titel: Re: [Ubiquity] Regelfragen Sammelthread
Beitrag von: eldaen am 12.10.2015 | 11:07
Danke!
[...]ich werde mir wohl wirklich mal lieber ein GRW vornehmen, bevor ich hier noch weiter dumme Fragen stelle!

Gern geschehen! Obwohl es den HEXer natürlich immens freut, wenn du dir ein Ubiquity Regelwerk zulegst, stell doch bitte ruhig weiter Fragen - die sind nämlich überhaupt nicht dumm. Gerade die Größe ist eine wiederkehrende Frage auch von Leuten, die das vollständige Regelwerk haben. Und mit dem "Gezielten Schuss" bist du schon gaaanz tief in den Detailregeln, von daher sit es auch gut, das hier angesprochen zu haben, zumal es ja noch andere Anwendungen dafür gibt.

Nebenbei: In dem englischen Schnellstarter sind auch keine Waffenreichweiten angegeben - sind die im Deutschen enthalten?
Titel: Re: [Ubiquity] Regelfragen Sammelthread
Beitrag von: Rumpel am 12.10.2015 | 11:09

Nebenbei: In dem englischen Schnellstarter sind auch keine Waffenreichweiten angegeben - sind die im Deutschen enthalten?

Glaube nicht - finde den Begriff zumindest nicht mit der Suchfunktion, und auch auf den Pregen-Blättern stehen bei den Waffen keine Reichweiten.
Titel: Re: [Ubiquity] Regelfragen Sammelthread
Beitrag von: eldaen am 12.10.2015 | 11:14
Blöd! Den Schnellstarter hab ich ja tatsächlich selbst auf Deutsch!  ::)

Ich hab grad gesehen, dass keine Reichweitenregeln enthalten sind, von da her ist das okay wenn sie nicht in den Waffenwerten aufgeführt werden. Wenn da interesse besteht, kann ich baer die Regeln und die Werte der Waffen im Schnellstarter hie posten.
Titel: Re: [Ubiquity] Regelfragen Sammelthread
Beitrag von: Rumpel am 12.10.2015 | 11:17
Blöd! Den Schnellstarter hab ich ja tatsächlich selbst auf Deutsch!  ::)

Ich hab grad gesehen, dass keine Reichweitenregeln enthalten sind, von da her ist das okay wenn sie nicht in den Waffenwerten aufgeführt werden. Wenn da interesse besteht, kann ich baer die Regeln und die Werte der Waffen im Schnellstarter hie posten.

Danke für das Angebot, aber wie gesagt, ich wollte mir Space 1889 eh schon länger mal zulegen, und ich habe den Eindruck, dass der Quickstarter in Sachen Regeln nicht so verständlich ist, dass ich es damit würde versuchen wollen.
Titel: Re: [Ubiquity] Regelfragen Sammelthread
Beitrag von: Orok am 12.10.2015 | 12:08
Eigentlich ist der Space-Schnellstarter (http://www.uhrwerk-verlag.de/downl/Space1889/Space%201889%2020seiter_low.pdf) ganz gut für die Regelübersicht, über das Abenteuer hüllen wir lieber den Mantel des Schweigen.
HEXer hat das mit den Größen ganz gut erklärt, aber meiner Meinung nach leider die falsche Größenregel raus gepickt, die von ihm erwähnte ist eher tiefer gehendes Mojo.

Die Berechnungsmodifikatoren bei den Kampfwerten beziehen sich eben auf das treffen eines menschengroßen Zieles. Also es ist leichter für eine Katze ein menschengroßes Ziel zu treffen, als für einen Tyrannosaurus. Darum kriegt der Saurier eben seine Größe auf den Kampfwert abgezogen, die Katze ihre  negative Größe addiert.

Waffenreichweiten fehlen tatsächlich. Doof. Allerdings auch kein Beinbruch.

Für NSC immer den Durchschnitt zu nehmen ist tatsächlich ziemlich Spielbeschleunigend. Mach ich jetzt schon ne Weile.

Bei den Manövern hat HEXer es wieder hervorragend erklärt.
Titel: Re: [Ubiquity] Regelfragen Sammelthread
Beitrag von: Ludovico am 12.10.2015 | 12:16
Ich lasse es auch zu, dass SCs immer den Durchschnitt nehmen duerfen (bis auf bei der Anwendung von Magie in Desolation und bis auf bei der Verwendung von Risikowuerfeln).
Titel: Re: [Ubiquity] Regelfragen Sammelthread
Beitrag von: Orok am 12.10.2015 | 12:23
Stimmt. Guter Einwand. Mache ich auch so. Fand da die Ausnahmeregelungen für Kampf nie so sinnig.
Titel: Re: [Ubiquity] Regelfragen Sammelthread
Beitrag von: Rumpel am 12.10.2015 | 12:32

Die Berechnungsmodifikatoren bei den Kampfwerten beziehen sich eben auf das treffen eines menschengroßen Zieles. Also es ist leichter für eine Katze ein menschengroßes Ziel zu treffen, als für einen Tyrannosaurus. Darum kriegt der Saurier eben seine Größe auf den Kampfwert abgezogen, die Katze ihre  negative Größe addiert.

Verstehe ich das jetzt also richtig: Der Tyranno hat einen Angriff von 14T, bekommt aber wegen seiner Größe 4 einen Abzug von 4 gegen Menschen, macht also nur 10T?

Das kapier ich noch nicht so ganz ... der Kampfwert beinhaltet doch auch den Schadenswert, oder? Warum wird denn jetzt gleichzeitig das Schadenspotenzial des Tyranno verringert? Wäre des da nicht sinnvoller, ganz auf Größenmodifikatoren zu verzichten, wenn man Treffsicherheit und Schaden in einen Wert zusammenlegt?
Titel: Re: [Ubiquity] Regelfragen Sammelthread
Beitrag von: Orok am 12.10.2015 | 12:48
Ist im ersten Moment auch etwas seltsam, aber wenn man drüber nachdenkt passt es.
Denk dran das Viecher ja mit Waffenlos attackieren. Das berechnet sich aus Stärke+Fertigkeitswert. Je größer nun ein Vieh desto stärker ist es. Und desto gefährlicher sind seine Waffen (z.B. Klauen und Zähne). Der Tyrannosaurus (bei Hex) hat also:
Waffenlos 14 (Stärke 8 )
+
Biss (4T)
-
Größe (4)
=
14T

Gegen nen anderen Tyrannosaurus, der ja nicht so ein kleines huschendes Ding wie ein Mensch ist, kriegt der Saurier einen Bonus von 4 (der Größenabzug wird wieder addiert).
Titel: Re: [Ubiquity] Regelfragen Sammelthread
Beitrag von: eldaen am 12.10.2015 | 12:51
Verstehe ich das jetzt also richtig: Der Tyranno hat einen Angriff von 14T, bekommt aber wegen seiner Größe 4 einen Abzug von 4 gegen Menschen, macht also nur 10T?

Das kapier ich noch nicht so ganz ... der Kampfwert beinhaltet doch auch den Schadenswert, oder? Warum wird denn jetzt gleichzeitig das Schadenspotenzial des Tyranno verringert? Wäre des da nicht sinnvoller, ganz auf Größenmodifikatoren zu verzichten, wenn man Treffsicherheit und Schaden in einen Wert zusammenlegt?

Nee, eben nicht. (Ist genau das, was immer alle verwirrt :)):


Beispiele:

Mensch vs. Mensch (0/0): Keine Modifikatoren
Hund vs Mensch (-1/0): Keine Modifikatoren
T-Rex vs Mensch (4/0): Keine Modifikatoren
Hund vs. T-Rex (-1/4): keine Modifikatoren
T-Rex vs. Maus (4/-4): Keine Modikkatoren
Hund vs. Maus (-1/-4): Modifikatoren
T-Rex vs. Mammut (4/2): Modifikatoren

Es ist eben alles auf Größe 0 bezogen und schon in die Werte eingerechnet. Erst, wenn der Referenzrahmen "Größe 0" wegfällt (weil beide größer oder beide kleiner sind) muss die Differenz zu Größe 0 eben eingerechnet werden.

Es ist halt blöd zu erklären. Das Ganze ist gefühlt nur in 2% der Fälle überhaupt nötig. Von da her ist es immer (also auch in den anderen Diskussionen im Exile Games Forum) viel Diskussion um etwas, dass nie eintritt... Im Normalfall, wenn die Sprache auf Größe kommt: Tu gar nichts mit den Spielwerten. :)

Ist es jetzt so verständlicher?
Titel: Re: [Ubiquity] Regelfragen Sammelthread
Beitrag von: Rumpel am 12.10.2015 | 12:57
Nee, eben nicht. (Ist genau das, was immer alle verwirrt :)):

Solange es darum geht, dass gegen einen Menschen (Größe 0) gekämpft wird - egal ob der Mensch nun Angreifer/Verteidiger, SC/NSC ist, kommt die größe überhaupt nicht ins Spiel (weil sie in die Werte so wie sie sind schon eingerechnet sind. Solange ein gegner <0 und ein Gegner >0, auch nicht. Nur wenn die Kontrahenten beide gößer sind oder beide kleienr sind, dann kommend ie Modifikatoren wie ober erklärt ins Spiel.

Beispiele:

Mensch vs. Mensch: Keine Modifikatoren
Hund vs Mensch: Keine Modifikatoren
T-Rex vs Mensch: Keine Modifikatoren
Hund vs. T-Rex: keine Modifikatoren
Hund vs. Maus: Modifikatoren
T-Rex vs. Allosaurus: Modifikatoren

Es ist eben alles auf Größe 0 bezogen und schon in die Werte eingerechnet. Erst, wenn der Referenzrahmen "Größe 0" wegfällt (weil beide größer oder beide kleiner sind) muss die Differenz zu Größe 0 eben eingerechnet werden.

Es ist halt blöd zu erklären. Das Ganze ist gefühlt nur in 2% der Fälle überhaupt nötig. Von da her ist es immer (also auch in den anderen Diskussionen im Exile Games Forum) viel Diskussion um etwas, dass nie eintritt... Im Normalfall, wenn die Sprache auf Größe kommt: Tu gar nichts mit den Spielwerten. :)

Ist es jetzt so verständlicher?

Nee, jetzt bin ich leider endgültig verwirrt!
Eigentlich gibt es auch keinen Grund, das jetzt unbedingt verstehen zu müssen, aber ich bin neugierig ...
Also, der Modifikator kommt nicht zum Tragen, wenn mindestens einer der Kämpfenden Größe 0 hat, korrekt?
Sobald beide Kontrahenten eine von 0 abweichende Größe haben, dann gibt es irgendwelche Modifikatoren ... aber was für welche? irgendwas mit der Differenz zwischen den Größen? Die Größenwerte? Für beide oder nur für einen?

Und wie passen deine Beispiele jetzt wieder? Müsste es bei Hund vs. T-Rex nicht Modifikatoren geben, da keiner der beiden Größe 0 hat?
Und werden Allosaurus und Tyrannsosaurus jetzt wirklich beide modifiziert, obwohl sie wahrscheinlich die gleiche Größenklasse haben?

EDIT: Ah, Moment, jetzt seh ich gerade: Du schreibst, die Mods kommen nur zum Tragen, wenn entweder beide >0 oder beide <0 sind. Dann ergeben deine Beispiele natürlich einen Sinn, sorry!
Titel: Re: [Ubiquity] Regelfragen Sammelthread
Beitrag von: Orok am 12.10.2015 | 13:11
Schön erklärt. Größenregel braucht man im Normalfall eigentlich nie. Es sei den man baut Viechzeuch das nicht menschliche Größe hat. Alle fertigen Kreaturen in den Publikationen sind schon entsprechend abgestimmt, und können so verwendet werden, wie sie geschrieben stehen.
Titel: Re: [Ubiquity] Regelfragen Sammelthread
Beitrag von: eldaen am 12.10.2015 | 13:17
hihihi...

Es sind zwei Fragen zu unterscheiden:

1) Wann muss ich als SL die Größenmodifikatoren einrechnen?
2) Welches sind die Größenmodifikatoren?

1) Wann muss ich als SL die Größenmodifikatoren einrechnen?

Ausschließlich, wenn beide Gegner unter Größe 0 sind oder beide Gegner über Größe Null. Nicht, wenn einer der beiden Gegner Größe 0 und auch nicht, wenn einer über und der andere unter Größe 0 sind.

Beispiele mit Werten:
Mensch vs. Mensch (0/0): Keine Modifikatoren
Hund vs Mensch (-1/0): Keine Modifikatoren
T-Rex vs Mensch (4/0): Keine Modifikatoren
Hund vs. T-Rex (-1/4): keine Modifikatoren
T-Rex vs. Maus (4/-4): Keine Modikkatoren
Hund vs. Maus (-1/-4): Modifikatoren
T-Rex vs. Mammut (4/2): Modifikatoren


2) Welches sind die Größenmodifikatoren?

Zum Verständnis: Unter die Größenmodifikatoren fallen für den Kampf zwei Faktoren: Attack/Defense Modifikatoren und Health Modifikatoren.
Große Wesen sind leichter zu treffen, aber können mehr ab; kleine sind schlechter zu treffen, aber schneller tot.

Ein T-Rex (Größe 4) bekommt -4 auf Angriff und Verteidigung, denn er ist eben groß und unbeweglich.
Er bekommt aber auch +4 auf seine "Health".

Eine Maus (Größe -4) bekommt +4 auf Angriff und +4 auf die Verteidigung.
Sie bekommt aber auch -4 auf Health.

Jetzt wichtig: Weil ja in der Regel Kämpfe nur ausgespielt werden, an denen die SC beteiligt sind, sind diese Modifikatoren bereits in die Werte der Kreaturen eingerechnet. Nimm sie so, wie sie da stehen.

Das Ganze passt aber leider nciht mehr, wenn beide Gegner Größer oder Beide Gegner kleiner sind. Dann musst du die Differenz zur Größe 0 wieder rausrechnen:

Sind beide größer, erhalten sie Bonuswürfel auf den Angriff und die Verteidigung in Höhe des Größenwertes der kleineren Kreatur. Sind dabei beide gleich groß, erhalten sie beide diese Modifikatoren.

Sind beide kleiner, erhalten sie Würfelabzüge auf den Angriff und die Verteidigung in Höhe des Größenwertes der größeren Kreatur. Sind dabei beide gleich groß, erhalten sie beide diese Modifikatoren.
Das Ganze ist zum einen bedingt durch die Kombination von Genauigkeit und Wucht einer Waffe in einen einzigen Wert, zum anderen macht es aber im Groben auch Sinn.
Titel: Re: [Ubiquity] Regelfragen Sammelthread
Beitrag von: Rumpel am 12.10.2015 | 13:20
Danke, jetzt habe ich's kapiert!
Ist natürlich auf meinem jetzigen Stand der Beschäftigung mit dem System völlig überflüssiges Wissen, aber es hat mir einfach keine Ruhe gelassen ...
Titel: Re: [Ubiquity] Regelfragen Sammelthread
Beitrag von: eldaen am 12.10.2015 | 13:22
Danke, jetzt habe ich's kapiert!
Ist natürlich auf meinem jetzigen Stand der Beschäftigung mit dem System völlig überflüssiges Wissen, aber es hat mir einfach keine Ruhe gelassen ...

Ist auch bei meinem Stand der Beschäftigung mit dem System völlig unnützes Wissen. ;)

Aber zum Rumnerden sind wir ja schließlich hier, nech? ;)
Titel: Re: [Ubiquity] Regelfragen Sammelthread
Beitrag von: Rumpel am 12.10.2015 | 13:30
Ist auch bei meinem Stand der Beschäftigung mit dem System völlig unnützes Wissen. ;)


 für eine Pacific-Rim-Adaption wäre es aber sicher von enormer Bedeutung!
Titel: Re: [Ubiquity] Regelfragen Sammelthread
Beitrag von: eldaen am 12.10.2015 | 13:39
Oooohh... planst du da was ? Meine Frau würde dir das aus den Händen reißen! :)
Titel: Re: [Ubiquity] Regelfragen Sammelthread
Beitrag von: Rumpel am 12.10.2015 | 13:41
Oooohh... planst du da was ? Meine Frau würde dir das aus den Händen reißen! :)

Nö, ich fange ja nicht an, Genres, mit denen ich mich schlecht auskenne, auf Regeln zu portieren, mit denen ich mich gar nicht auskenne! War nur so'ne dumme Idee ...
Aber Kaiju-Settings gibt es inzwischen schon so einige, für einige Systeme, oder? Wie gesagt, ich kenne mich da nicht so aus, meine aber, immer mal wieder was gesehen zu haben.
Titel: Re: [Ubiquity] Regelfragen Sammelthread
Beitrag von: LushWoods am 12.10.2015 | 13:45
FATE, CthulhuTech und Rapidfire (Remnants) würden mir jetzt zumindest spontan einfallen.
Bei den Größen in Pacific Rim würden halt die Werte in Ubiquity explodieren?!
Titel: Re: [Ubiquity] Regelfragen Sammelthread
Beitrag von: eldaen am 12.10.2015 | 13:59
Lasst uns das bei Interesse bitte in nem anderen Thread weiterdiskutieren, ja? dann bleibt der hier halbwegs übersichtlich. (Jaja, ich weiß, ich hab ja selbst damit angefangen... )  :-[
Titel: Re: [Ubiquity] Regelfragen Sammelthread
Beitrag von: Rumpel am 16.10.2015 | 12:30
Und weiter:
Proben gehen normalerweise gegen einen Zielwert (zu erreichende Erfolge); Modifikatoren durch Umstände betreffen dagegen den Wert, mit dem gewürfelt wird.
Gibt es einen Grund, nicht einfach in jedem Fall den Zielwert zu modifizieren (dann entsprechend um die Hälfte)? Das hätte beispielsweise den Vorteil, dass man seinen Durchschnitt nicht neu berechnen muss.

Dann noch etwas, das mir ein Fehler in Space 1889 zu sein scheint:
Auf Seite 157 steht:

Zitat
Ein Angreifer muss mehr Erfolge erzielen, als die Abwehr ihres Charakters beträgt, um ihn zu verletzen, andernfalls verfehlt er ihn.

Das klingt jetzt, also wäre der Mindestwurf für den Angreifer der gesamte Abwehrwert (nicht der Durchschnitt bzw. die Gegenprobe); im Kampfkapitel wird Angriff/Abwehr aber als vergleichende Probe beschrieben.
Titel: Re: [Ubiquity] Regelfragen Sammelthread
Beitrag von: korknadel am 16.10.2015 | 13:00
Und weiter:
Proben gehen normalerweise gegen einen Zielwert (zu erreichende Erfolge); Modifikatoren durch Umstände betreffen dagegen den Wert, mit dem gewürfelt wird.
Gibt es einen Grund, nicht einfach in jedem Fall den Zielwert zu modifizieren (dann entsprechend um die Hälfte)? Das hätte beispielsweise den Vorteil, dass man seinen Durchschnitt nicht neu berechnen muss.

Ich verstehe die Frage nicht richtig. Ob ich pro Punkt Modifikation den Zielwert um 0,5 senke oder erhöhe, oder ob ich pro Punkt Modifikation den Durchschnitt um 0,5 senke oder erhöhe, ist doch exakt derselbe Rechenaufwand ...
Titel: Re: [Ubiquity] Regelfragen Sammelthread
Beitrag von: Rumpel am 16.10.2015 | 13:05
Ich verstehe die Frage nicht richtig. Ob ich pro Punkt Modifikation den Zielwert um 0,5 senke oder erhöhe, oder ob ich pro Punkt Modifikation den Durchschnitt um 0,5 senke oder erhöhe, ist doch exakt derselbe Rechenaufwand ...

Ich meinte nur, weil man den Durchschnitt seines Werts ja normalerweise auf dem Charakterblatt stehen hat. Wenn ich also eine Probe mit Wert 7 ablege, dann steht auf meinem Blatt schon 3+ als Durchschnitt. Wenn jetzt Sachen den Wert modifizieren, muss ich das neu berechnen ...
Ist nicht weiter tragisch, ich finde es nur einfach griffiger, wenn man sich prinzipiell entscheidet, entweder Schwierigkeiten zu modifizieren oder die Werte - es sei denn, es gibt im Regelmechanismus einen Grund, beides zu tun.
Titel: Re: [Ubiquity] Regelfragen Sammelthread
Beitrag von: Orok am 16.10.2015 | 13:25
Kann man so oder so sehen. Für mich ist es intuitiver es über beide Seiten zu steuern. Also die Fähigkeit und die Schwierigkeit.
Als Beispiel: Kansas Jack will über eine zerfallene Tempelmauer klettern. Kansas Jack hat Sportlichkeit 8, die Mauer ist hoch, aber aus unverfugten Bruchsteinen gemauert (Schwierigkeitsgrad 3). Kansas ist gerade einem Stamm Eingeborener entkommen, und seine Sinne sind vom Gift ihrer Pfeile noch etwas Taub (Ich ziehe ihm 1 Würfel aufs klettern ab). Leider sind die Stammeskrieger auch hinter Kansas Jack her, und erste Pfeile zischen durch die Luft (durch die Eile und den Beschuss erhöhe ich die Schwierigkeit um 1).

Im Endeffekt:
Mach einfach was für dich am besten ist.
Titel: Re: [Ubiquity] Regelfragen Sammelthread
Beitrag von: eldaen am 16.10.2015 | 13:42
Im Endeffekt:
Mach einfach was für dich am besten ist.

Prinzipiell stimme ich da Orok zu - und dass das ohne Probleme und Aufwand geht, finde ich ja gerade so gut an dem System.

Aber es gibt da schon einen Unterschied: Wenn du anstatt des Würfelpools die Schwierigkeit veränderst, veränderst du (für mich als Mathe-Laie vom Spielgefühl her) die Zuverlässigkeit. Ein fixer Mindestwurf verändert statisch und hat in jedem Fall einen Effekt. Eine Veränderung des Würflepools ändert zwar die Wahrscheinlichkeit, aber (gefühlt) kann man es trotzdem schaffen, mit 3 statt 5 Würfeln drei Erfolge zu erzielen. Das ist einer der Punkte, die mich z. B. an FATE stören: Bringst du genug Aspekte ins Spiel kannst du einen Erfolg garantieren, weil es einen festen Bonus gibt. Dasselbe gilt ja auch bei den verschiedenen W20 Inkarnationen, bei denen ab einer gewissen Stufe manches einfach automatisch gelingt. Natürlcih ist das im Endeffekt bei Ubiquity auch so, aber es fühlt sich anders an und man hat vorher gefühlt mehr Bandbreite.

Diese "beschränkte Unberechenbarkeit", die dir ein Poolsystem mit den 50:50 Erfolgen und der gauß'schen Verteilungskurve bringt, macht gerade den Reiz an Ubiquity aus. Und das lässt sich ja noch Steigern: Hast du schon den Teil mit den "Chance Dice" gelesen? Ich kenn den deutschen Begriff nicht, aber im Endeffekt darfst dein Charakter wenn nichts anderes mehr geht, auf volles Risiko gehen - regeltechnisch erhöht er sich freiwillig den Mindestwurf - erhält aber für jeden Punkt Erschwernis zwei zusätzliche Würfel. Er pokert also darauf, dass jeweils beide der zusätzlichen Würfel einen Erfolg bringen. Und je höher man mit dem MW geht, desto gravierender die Ergebnisse bei einem Fehlschlag. Das hat in meinen Runden schon einige Male echte Spannung am Spieltisch geschaffen, weil die Leute echt mit sich hadern, wie hoch sie gehen wollen... :)

Darüber hinaus hat es eine physisch greifbare Komponente, weniger Würfel zu haben, im Gegensatz zur abstrakten Komponente,einen Mindestwurf zu verändern.

Der Zweite Punkt ist, dass durch die Veränderung des Würfelpools statt des Mindestwurfes feinere Abstufungen möglich sind (da ja 2W ^= 1 MW).

Kann sein, dass das jetzt  statistischer und mathematischer Unsinn ist, aber ich habe eh aufgegeben, Wahrscheinlichkeiten genau auszurechnen - die Würfel machen einem imer einen Strich durch die Rechnung.

Und schließlcih könntest du auch einen Unterschied wie folgt ziehen: Alles, was die Schwierigkeit der Aufgabe betrifft, ändert den Mindestwurf (was sich z. B. bei fortgesetzten Proben einfach in einer längeren Dauer auswirken kann), und alles, was die Fähigkeiten des Charakters einschränkt, verändert seinen Pool (VErletzungen, Werkzeug...)
Titel: Re: [Ubiquity] Regelfragen Sammelthread
Beitrag von: eldaen am 16.10.2015 | 13:48
Und weiter:
Proben gehen normalerweise gegen einen Zielwert (zu erreichende Erfolge); Modifikatoren durch Umstände betreffen dagegen den Wert, mit dem gewürfelt wird.
Gibt es einen Grund, nicht einfach in jedem Fall den Zielwert zu modifizieren (dann entsprechend um die Hälfte)? Das hätte beispielsweise den Vorteil, dass man seinen Durchschnitt nicht neu berechnen muss.

Dann noch etwas, das mir ein Fehler in Space 1889 zu sein scheint:
Auf Seite 157 steht:

Zitat
Ein Angreifer muss mehr Erfolge erzielen, als die Abwehr ihres Charakters beträgt, um ihn zu verletzen, andernfalls verfehlt er ihn.

Das klingt jetzt, also wäre der Mindestwurf für den Angreifer der gesamte Abwehrwert (nicht der Durchschnitt bzw. die Gegenprobe); im Kampfkapitel wird Angriff/Abwehr aber als vergleichende Probe beschrieben.

Deine erste Erklärung ist (fast) richtig: Erzielst du so mehr Erfolge, als dein Gegner bei seinem Verteidigungswurf, triffst du ihn und verursachst Schaden (tödlich, nicht tödlich) bzw. andere Effekte in höhe deiner Nettoerfolge. Erzielst du genau so viele Erfolge wie dein Gegner, so hat deine Attacke zwar getroffen, aber verursacht keinen Schaden - das kann z. B. bei Berührungsangriffen interessant sein.

Damit ist die formulierung im Space 1889 also in zweifacher Hinsicht unrichtig, denn sie ist zu binär.
Titel: Re: [Ubiquity] Regelfragen Sammelthread
Beitrag von: Rumpel am 16.10.2015 | 14:11
Prinzipiell stimme ich da Orok zu - und dass das ohne Probleme und Aufwand geht, finde ich ja gerade so gut an dem System.

Aber es gibt da schon einen Unterschied: Wenn du anstatt des Würfelpools die Schwierigkeit veränderst, veränderst du (für mich als Mathe-Laie vom Spielgefühl her) die Zuverlässigkeit. Ein fixer Mindestwurf verändert statisch und hat in jedem Fall einen Effekt. Eine Veränderung des Würflepools ändert zwar die Wahrscheinlichkeit, aber (gefühlt) kann man es trotzdem schaffen, mit 3 statt 5 Würfeln drei Erfolge zu erzielen. Das ist einer der Punkte, die mich z. B. an FATE stören: Bringst du genug Aspekte ins Spiel kannst du einen Erfolg garantieren, weil es einen festen Bonus gibt. Dasselbe gilt ja auch bei den verschiedenen W20 Inkarnationen, bei denen ab einer gewissen Stufe manches einfach automatisch gelingt. Natürlcih ist das im Endeffekt bei Ubiquity auch so, aber es fühlt sich anders an und man hat vorher gefühlt mehr Bandbreite.

Das verstehe ich noch nicht - gerade die von dir angesprochenen Chance Dice bedeuten doch, dass es eher Abzüge auf den Wert sein können, die einen Erfolg gänzlich unmöglich machen (denn wenn der auf effektiv 0 sinkt, darf man ja keine Probe mehr ablegen), als Erhöhungen der Schwierigkeit (weil man die ja mit bis zu 10 Chance-Würfeln ausgleichen kann).

Beispiel: Wenn mein Wert 3 ist und die Erschwernis 4, darf ich keine Probe mehr ablegen, auch wenn sie gegen Schwierigkeit 2 geht; Wenn analog, bloß mit Schwierigkeitserhöhung statt mit Abzug auf den Wert, mein Wert 3 ist und die Schwierigkeit 2+2=4, dann kann ich mir zwei Chance-Würfel holen und mit 5 gegen 5 würfeln.


Am Rande: Ich dachte, die Möglichkeit, einen automatischen Erfolg zu wählen, ist gerade eines der Ubi-Feautures?


EDIT: Mir fällt gerade auf, dass beides (Schwierigkeit erhöhen und Wert senken) in dem System sogar exakt das Gleiche ist, weil ich, wenn mein Wert gesenkt wird, immer Chance-Würfel nehmen kann, die dann meine Wert wieder zurück auf den Ausgangswert bringen und dafür die Schwierigkeit entsprechend erhöhen. Der einzige Unterschied ist diese 0-Schwelle ...
Titel: Re: [Ubiquity] Regelfragen Sammelthread
Beitrag von: Ludovico am 20.10.2015 | 11:31
Wie funktioniert es mit der Bewaffnung von Fahrzeugen im Geheimnisse der Oberwelt?
Hat zum Beispiel die Scharnhorst 9 massive Geschuetze oder sind es bloss grosse? Wie ist es mit den anderen Waffen? Wie werden die eingeteilt? Und wenn eine Breitseite von so einem Schiff kommt, gelten die Waffen dann als gekoppelt?

Eine weitere Frage stellt sich mir bei Flugzeugen. Sind bewegliche MGs, die nach hinten schiessen koennen, bereits im Abwehrwert enthalten? Wie ist es, wenn sich der verfolgende Pilot entschliesst, den Geschuetzturm des verfolgten Fliegers nicht auszuweichen? Wie funktioniert das vom Ablauf?
Titel: Re: [Ubiquity] Regelfragen Sammelthread
Beitrag von: Rumpel am 11.11.2015 | 08:26
Frage zu den Talenten (nach Space 1889):
Bei den Talenten Ausweichen, Block und Parade steht, dass durch sie die entsprechenden Manöver zu instinktiven Aktionen werden; es steht aber nicht explizit da, dass man bei den Manövern seine Attacke behält, wenn man über diese Talente verfügt. Trotzdem deute ich das so, da einen ja instinktive Aktionen keine anderen Aktionen "kosten". So ganz eindeutig finde ich das im Regeltext allerdings nicht ... kann mir jemand sagen, was richtig ist?
Titel: Re: [Ubiquity] Regelfragen Sammelthread
Beitrag von: Gilgamesch am 11.11.2015 | 10:11
Frage zu den Talenten (nach Space 1889):
Bei den Talenten Ausweichen, Block und Parade steht, dass durch sie die entsprechenden Manöver zu instinktiven Aktionen werden; es steht aber nicht explizit da, dass man bei den Manövern seine Attacke behält, wenn man über diese Talente verfügt. Trotzdem deute ich das so, da einen ja instinktive Aktionen keine anderen Aktionen "kosten". So ganz eindeutig finde ich das im Regeltext allerdings nicht ... kann mir jemand sagen, was richtig ist?
Genau das ist Sinn und Zweck der Talente, man behält seine (Angriffs-)Aktion. :)
Titel: Re: [Ubiquity] Regelfragen Sammelthread
Beitrag von: JohnnyPeace am 11.01.2016 | 21:47
Und noch eine Regelfrage von mir:

Der Schaden den Granaten bzw. Explosionen anrichten ist ja unabhängig von dem zuvor eingesetzten Angriffstalent. Eine Granate als Beispiel hat einen Wert von 4T und richtet Flächenschaden an, geht somit nur gegen die passive Abwehr. Heißt das, daß ich eine vergleichende Probe zwischen 4 und der passiven Abwehr (also dem einfachen Konstituitions-Wert) würfel? Sinngemäß also ein Angriff mit der Schadensstufe der Granate? Oder werden 4 Punkte Schaden abzüglich der Erfolge der Probe auf passive Abwehr erzeugt? Ähnliche Frage gillt für Feuerschaden. Wahrscheinlich hab ich was überlesen, aber im Moment begreif ich es noch nicht.

Danke!
Titel: Re: [Ubiquity] Regelfragen Sammelthread
Beitrag von: eldaen am 11.01.2016 | 22:28
Regel ist so:

Bei einem Flächenangriff würfelt der Charakter, der sich in dem Radius befindet eine Probe mit seiner passiven Verteidigung gegen den Schaden des Flächenangriffes. Erfolge des Angreifers werden nicht zu dem Schaden addiert. Für den Verteidiger gelten keine Modifikatoren aufgrund von Größe oder Verletzungen. Deckung oder Rüstung zählen allerdings.

Beispiel: Granate (4T, unmodifiziert) vs. passive Abwehr (einfache Konstitution) ± Deckung und Rüstung. Verteidigungserfolge von Grundschaden abziehen.


So. das ist erstmal allgemeiner Flächenschaden. Der zweite und davon erstmal unabhängige Punkt ist kaustischer Schaden. Kaustischer Schaden ist meist Feuer, Gift, oder Elektrizität. Angriffe mit kaustischen Schadensquellen sind meist Berührungsangriffe, gegen die man sich eben nur aktiv verteidigen kann, also versucht, dem Schaden auszuweichen. Schafft man das nicht, erleidet man den angegebenen Grundschaden (ohne Angriffserfolge) komplett.

Beispiel: Elektorschlagstock (4N):


Nun gibt es aber bestimmte Flächenangriffe, die zusätzlich auch noch kaustischen Schaden verursachen. Da wird es fies für den Verteidiger. Er darf weder versuchen, auszuweichen (da Flächenangriff), noch darf er eine Probe mit Konstitution gegen den Schaden machen (da kaustischer Schaden). Einzig seine Rüstung und Deckung helfen ihm und diese darf er würfeln. Was er an festem Waffenschaden dadurch nicht reduzieren kann, erleidet er.

Beispiel: Molotovcocktail (2T) vs. (Deckung + Rüstung)

Savvy? ;)
Titel: Re: [Ubiquity] Regelfragen Sammelthread
Beitrag von: JohnnyPeace am 12.01.2016 | 19:06
Also 4 minus [Erfolge der passiven Abwehrprobe] Schaden. Danke, jetzt hab ichs!
Titel: Re: [Ubiquity] Regelfragen Sammelthread
Beitrag von: JohnnyPeace am 16.01.2016 | 00:51
Und zwei kleine Fragen hab ich noch. Habs grade beim Lesen nicht gefunden:

Waffenlos wird einfach auf die Fertigkeit gewürfelt, es gibt keinen "Waffenbonus", und sonst bleibt alles gleich, oder? Hat jemand mit Waffenlos einen Nachteil gegen einen bewaffneten Nahkämpfer? Also außer daß der Nahkämpfer ja einen Waffenbonus bekommt?
Titel: Re: [Ubiquity] Regelfragen Sammelthread
Beitrag von: Gilgamesch am 16.01.2016 | 10:34
Und zwei kleine Fragen hab ich noch. Habs grade beim Lesen nicht gefunden:

Waffenlos wird einfach auf die Fertigkeit gewürfelt, es gibt keinen "Waffenbonus", und sonst bleibt alles gleich, oder? Hat jemand mit Waffenlos einen Nachteil gegen einen bewaffneten Nahkämpfer? Also außer daß der Nahkämpfer ja einen Waffenbonus bekommt?

Es bleibt sonst alles gleich und es gibt keinen weiteren Nachteil. Außer natürlich, dass Waffenlos standardmäßig N-Schaden macht und die meisten Nahkampfwaffen T-Schaden. Und dass man waffenlos das Blocken-Manöver durchführen kann und bewaffnet Parieren.
Titel: Re: [Ubiquity] Regelfragen Sammelthread
Beitrag von: JohnnyPeace am 16.01.2016 | 11:59
Danke!
Titel: Multi Action?!
Beitrag von: eldaen am 16.03.2016 | 15:46
Multi Action?!

Wie handhabt ihr das? Irgendwo bei All For One gab es mal eine Regeln, aber ich weiß grad nicht mehr wo...
Titel: Re: [Ubiquity] Regelfragen Sammelthread
Beitrag von: Vasant am 19.03.2016 | 10:28
Die Regeln für Accuracy und Called Shot klingen sehr danach, als würde es hier nur um Fernkampfangriffe gehen. Ist das der Fall?
Gilt Accuracy nicht für Disarm, weil das als eigenes Manöver aufgelistet ist und nicht unter Called Shot fällt?

Edit: Ach, wenn ich gerade eh dabei bin...
Wir haben gestern das Leagues of Adventure-Abenteuer "Dreaming Spires" gespielt. Da ich das erste mal Ubiquity geleitet habe, war es recht praktisch, dass jedes Mal dabei steht, welche Fertigkeiten die Spieler einsetzen können und welche Schwierigkeit die da jeweils bekommen.
Meistens haute das irgendwie hin (fast immer hatte irgendwer irgendeinen Skill davon), bei einer Gelegenheit war aber eine Empathy-Probe gefragt. Niemand hatte diese Fertigkeit und - wie ich hier ja auch schon gelesen habe - die Probe mit Attribute -2 war schon recht hart.
Ich gehe davon aus, dass man das nicht irgendwie mit Perception abdecken kann? Selbst Perception -2 wäre ja schon deutlich netter.

Im Übrigen: Toller Thread hier! Alle Fragen, die ich beim Lesen des Regelwerks und Vorbereitung des Abenteuers hatte, sind hier schon beantwortet worden. 
Titel: Re: [Ubiquity] Regelfragen Sammelthread
Beitrag von: Ludovico am 19.03.2016 | 11:00
Called Shot bezieht sich tatsächlich auf Fernkampf. Disarm ist ein eigenes Manöver.
Disarm bezieht sich aif den Nahkampf. Zumindest steht bei mir bei Desolation Melee Weapon in der Beschreibung.
Beim Called Shot kann man ein gehaltenes Objekt anvisieren.

Und zu der Talentprobe... keine Ahnung wie LoA geht, aber in diversen Regelwerken von Ubiquity werden Skills mit Wert 0 benannt, die ungelernt ohne Abzug durchgeführt werden können. Empathie gehört meines Erachtens fast immer dazu (variiert aber von Regelwerk zu Regelwerk).
Titel: Re: [Ubiquity] Regelfragen Sammelthread
Beitrag von: Vasant am 19.03.2016 | 11:03
Leagues of Adventure hat auch Zero-Level Skills, die richten sich aber nicht nach dem Setting, sondern nach den Ligen (zwei Zero-Level Skills von der Liga, die anderen zwei sind frei wählbar). Also hab ich da wohl kein Glück  :(
Titel: Re: [Ubiquity] Regelfragen Sammelthread
Beitrag von: Jinx am 19.03.2016 | 17:22
Hallo

brauche ich zwangsläufig die Ubiquity Original Würfelsets oder kann ich die ersetzen mit eventuell schon vorhandenen Würfeln?
Titel: Re: [Ubiquity] Regelfragen Sammelthread
Beitrag von: Iona am 19.03.2016 | 17:39
Hallo

brauche ich zwangsläufig die Ubiquity Original Würfelsets oder kann ich die ersetzen mit eventuell schon vorhandenen Würfeln?

Du kannst bei Ubiquity jeden Würfel nehmen, dessen Seitenzahl durch 2 teilbar ist, da der Mechanismus einzig auf ungrade und grade Würfelergebnisse abzielt.

Die Ubiquity Würfel sind praktisch, um größere Würfelpools abzubilden. So braucht man dann z.B. für einen 9er Pool nicht 9 Würfel sondern nur 3 usw..
Man braucht sie aber definitiv nicht.
Titel: Re: [Ubiquity] Regelfragen Sammelthread
Beitrag von: Orok am 19.03.2016 | 18:11
Da hat Iona recht. Ich benutze in der Regel 6-seitige Würfel und rechne 4+ als Erfolg. Es geht ja nur um die 50% Chance. Wenn du die Ubiquity-Würfel mal ansehen/ausprobieren willst, kannst du dir die PDF des Winter-One-Page-Contest (https://wuerfelheld.wordpress.com/2016/03/19/5-wopc-der-gesamtdownload-zum-grt/) runter laden. Ich habe mir da den Gag erlaubt, Bastelbögen für Ubiquitywürfel in der Rubrik "ewiges Eis" einzureichen.
Titel: Re: [Ubiquity] Regelfragen Sammelthread
Beitrag von: LushWoods am 2.08.2016 | 07:57
Hier wird über ein paar Regeltweaks diskutiert:
https://forum.rpg.net/showthread.php?786905-Ubiquity&s=76487cb5229ed3d7b353cee921d37f72
Titel: Re: [Ubiquity] Regelfragen Sammelthread
Beitrag von: bobibob bobsen am 2.08.2016 | 08:17
Rein Theoretisch würden auch Münzen gehen. Die fliegen nur leicht vom Tisch.
Titel: Re: [Ubiquity] Regelfragen Sammelthread
Beitrag von: LushWoods am 10.10.2016 | 14:37
Regelt ihr eigentlich jeden "stumpfen" Schaden als Non-lethal Damage ab?

Aktuell lese ich mir gerade The Dreaming Spires für LOA durch und da wird aus 10m Höhe ein steinerner Gargoyle auf die Spieler fallen gelassen.
Macht 10N Damage + das was vom Angriff noch dazu kommt.
Is schon einiges, aber sollte das wirklich N sein, nicht L?
Titel: Re: [Ubiquity] Regelfragen Sammelthread
Beitrag von: Ludovico am 10.10.2016 | 14:50
Ich würde das als L handhaben und wie einen umgekehrten Sturz betrachten.

Titel: Re: [Ubiquity] Regelfragen Sammelthread
Beitrag von: LushWoods am 10.10.2016 | 15:06
Fallschaden is aber auch N.
Und bei 10L + kann dann schon mal ein Instakill rauskommen wenn's blöd läuft.
Titel: Re: [Ubiquity] Regelfragen Sammelthread
Beitrag von: Ludovico am 10.10.2016 | 15:08
Fallschaden ist N... es sei denn, man fällt auf eine harte Oberfläche wie Felsenboden etc. Dann kann er auch L sein.

Alles in allem würde es bei mir wohl doch eher wie ein Angriff ablaufen:
Statue fällt herunter - SL würfelt 10L bzw. nimmt den Durchschnitt.
Charakter versucht auszuweichen mit Athletik (Akrobatik nutzbar).

Und eine große Gargoyle-Statue auf den Kopf ist normalerweise ein Instant Kill.
Titel: Re: [Ubiquity] Regelfragen Sammelthread
Beitrag von: LushWoods am 11.10.2016 | 07:26
Tatsächlich steht da was von "spitzen Gegenständen", aber die Regelreiterei will ich ja nicht.
Ich bin auf der suchen ach einer guten Zwischenlösung.
Sprich 10N find ich unrealistisch, weil N. 10L sind mir zu viel, ich will keinen Spieler durch nen blöden fallenden Gesteinsbrocken töten, aber auch nicht kitzeln.
Vermutlich finde ich mich da bei ca. 6L und Area Damage.

Wie gesagt, der "Angriff" kommt ja auch noch mit dazu. Mit Stealth soll angegriffen werden und der NPC hat da glaub ich satte 6.
Irgendwie ist das nicht so ganz durchdacht. Dieser Angriff durch schwere Gesteinsartillerie passt auch nicht so ganz zum Vibe des restlichen Abenteuers.
Titel: Re: [Ubiquity] Regelfragen Sammelthread
Beitrag von: eldaen am 11.10.2016 | 18:54
Fallschaden ist N... es sei denn, man fällt auf eine harte Oberfläche wie Felsenboden etc. Dann kann er auch L sein.

Dazu mal Malcolm X:

Zitat
We didn't land on Plymouth Rock. The rock was landed on us.

Ich denke, es macht schon einen Unterschied, ob man selbst stürzt, oder ob etwas auf einen drauf stürzt. Zumal man dabei ja zwischen zwei (harte) Dinge eingequetscht wird. Also braucht man eine andere Lösung. Wie wäre es mit folgender Regelung:

Crushing attacks
Your character attempts to crush something big and heavy on an opponent. Make a "Feat of Strength" (p. 44) attribute test as a touch attack (p.126). If successful, you you do no damage. Instead, compare the Damage you would have done with the target's Body rating. If the damage you rolled is less than or equal to your opponent's Body rating, he suffers a nonlethal wound for each point of damage. If you rolled more damage than your opponent's Body rating, he suffers a lethal wound for each point of damage in excess of his body rating.
Titel: Re: [Ubiquity] Regelfragen Sammelthread
Beitrag von: Ludovico am 12.10.2016 | 10:35
Tatsächlich steht da was von "spitzen Gegenständen", aber die Regelreiterei will ich ja nicht.
Ich bin auf der suchen ach einer guten Zwischenlösung.
Sprich 10N find ich unrealistisch, weil N. 10L sind mir zu viel, ich will keinen Spieler durch nen blöden fallenden Gesteinsbrocken töten, aber auch nicht kitzeln.
Vermutlich finde ich mich da bei ca. 6L und Area Damage.

Wie gesagt, der "Angriff" kommt ja auch noch mit dazu. Mit Stealth soll angegriffen werden und der NPC hat da glaub ich satte 6.
Irgendwie ist das nicht so ganz durchdacht. Dieser Angriff durch schwere Gesteinsartillerie passt auch nicht so ganz zum Vibe des restlichen Abenteuers.

Oh, nun verstehe ich. Das wären 16L für den Angriffswurf.
Ich würde das Stealth aus der Gleichung entfernen. Als Begründung: Du musst nicht besonders verstohlen sein, um eine Statue umzuschmeissen. Athletik oder Stärke würde ich auch nicht wählen, weil diese nichts zum Sturz der Statue beitragen, außer ihn auszulösen.
Titel: Re: [Ubiquity] Regelfragen Sammelthread
Beitrag von: LushWoods am 12.10.2016 | 11:07
Genau, die 10 sind nur reiner "Waffenschaden".
Das ist in dem Abenteuer der erste Angriff und potentieller oder sogar sehr wahrscheinlicher Charakter-Killer.
Zumindest mit L.
Titel: Re: [Ubiquity] Regelfragen Sammelthread
Beitrag von: LushWoods am 8.12.2016 | 09:03
Auf meiner ewigen Queste nach dem "perfekten" Regelsystem für Western bin ich natürlich auch bei Ubiquity/Old West hängen geblieben.
https://sites.google.com/site/ubiquityrpg/home/unofficial/old-west

Folgende Überlegungen dazu:
1) Für mich persönlich muss ein Western Setting relativ tödlich sein.
2) Ich empfinde Ubiquity so: Du wirst, im Vergleich zu vielen anderen Systemen, relativ selten getroffen, aber wenn dann tut's weh.
3) Punkt 2) kommt mir da sehr entgegen, aber ich würde diesen Zustand evtl. mit einer Hausregel sogar noch verschärfen wollen.

So, ausgehend davon, wie mache ich das?
Da bei Ubiquity ja der Waffenschaden nicht einzeln gewürfelt wird kann ich nicht einfach die Defensive und den Waffenschaden erhöhen.

Eine Idee:
Defensive generell erhöhen und den Waffenschaden. Allerdings nur Bonuswürfel für die Waffen die zusätzlich gewürfelt werden nachdem festgestellt wurde ob jemand getroffen wurde.
Waffenschaden würde dann ungefähr so aussehen: Rifle - Damage 4L + 2L
-> Die 4L kommen wie gewohnt zum Angriff dazu und wenn getroffen wurde können noch 2L nachgewürfelt werden.

Was meint ihr dazu bzw. was wären denn eure Ideen?
Titel: Re: [Ubiquity] Regelfragen Sammelthread
Beitrag von: bobibob bobsen am 8.12.2016 | 09:17
Wir hatten kurzfristig (ich habe nur ca. 1 Jahr Space gespielt) den Waffenschaden verdoppelt und den dann aufgewürfelt. Im Durchschitt ändert sich nichts aber es gibt halt mal Ausreisser nach oben und unten.
Das entsprcht aber nicht dem Grundgedanken von Ubiquity möglichst wenig zu würfeln und so oft wie möglich Durchschitt zu nehmen.
Titel: Re: [Ubiquity] Regelfragen Sammelthread
Beitrag von: LushWoods am 8.12.2016 | 09:34
Mit "aufgewürfelt" meinst du auch nach dem Treffer nachwürfeln?
Titel: Re: [Ubiquity] Regelfragen Sammelthread
Beitrag von: bobibob bobsen am 8.12.2016 | 09:39
Ja erst wurde ermittelt ob man überhaupt getroffen hat und dann wurde der Waffenschaden (Wüfelmenge 2x Waffenschaden)  gewürfelt und hinzu addiert.
Titel: Re: [Ubiquity] Regelfragen Sammelthread
Beitrag von: LushWoods am 8.12.2016 | 09:56
Verdoppeln find ich an sich gut, so muss man die Waffen schon mal nicht erst umarbeiten  :d
War das dann nicht zu krass vom Schaden her?

Generell denke ich das die Nachwürfeln-Lösung nicht schlecht ist, wobei sich noch etwas in mir sträubt das System zu verkomplizieren indem ich einen zusätzlichen Wurf einführe.
Was hälst du von einem festen Schaden der nachträglich aufgetragen wird?
Titel: Re: [Ubiquity] Regelfragen Sammelthread
Beitrag von: eldaen am 8.12.2016 | 10:08
Streich doch einfach bei Feuerwaffenangriffen die Active Defense. Wer jann schon einer Kugel ausweichen...

Das hat gleich mehrere Vorteile:

- Feuerwaffen mit 3L sind wesentlich gefährlicher als Nahkampfwaffen oder Bögen
- Deckung etc (Standardelement in Western) werden wesentlich wichtiger
- keine Änderung irgendwelcher Waffenwerte etc. nötig

Dabei gäbe es mehrere Varianten:

- führe ein Talent ein, mit dem man Kugeln ausweichen kann
- erlaube Synergiebonus bzw. die Benutzung von Athletics / Acrobatics als Verteidigungswert. Entweder mit einem Talent, oder ab eknem Skill Rating von 4+
Titel: Re: [Ubiquity] Regelfragen Sammelthread
Beitrag von: bobibob bobsen am 8.12.2016 | 10:18
Zitat
War das dann nicht zu krass vom Schaden her?

Tja was soll ich sagen. Mein Sc ist gleich nach Einführung durch einen Glückstreffer getötet worden. Ich meine es waren normal 4 Schaden (Stangenwaffe) und beim Würfeln des Schadens ist es der SL dann gelungen 8 Erfolge zu würfeln.

Zitat
Generell denke ich das die Nachwürfeln-Lösung nicht schlecht ist, wobei sich noch etwas in mir sträubt das System zu verkomplizieren indem ich einen zusätzlichen Wurf einführe.
Was hälst du von einem festen Schaden der nachträglich aufgetragen wird?

Wir haben das in einem Wurf mit unterschiedlich farbigen Würfeln gemacht. Angriff 8 schwarze Würfel, Schaden 3= 6 rote Würfel die werden natürlich nur gewertet wenn überhaupt getroffen wird.
Wenn du den Waffenschaden erhöst verschiebst du die Wertigkeit des Angriffs. Wir hatten z.B. einen Zirkusartisten der mit Messern geworfen hat. Die machen nur kleinen Schaden, er hat aber meist viele Erfolge gewürfelt da er einen hohen Angriffswert hatte und dadurch viel Schaden erziehlt. Will sagen der wollte durch Genauigkeit (Angriffswert) Schaden machen und nicht durch hohen Waffenschaden.
Ist natürlich nur meine  Meinung.
Da Wunden bei Ubiquity auch nur langsam heilen hat man meist nur lange Erholungszeiten zwischen den Abenteuern in denen die SC sich im Lazaret befinden. Das trifft nicht so meine Vorlieben.
Tötlicher wird es dadurch natürlich schon.
Der übliche "Trick" bei Ubiquity ist es ja eher mehrere Gegner einen Sc angreifen zu lassen da man dann Abwehrwürfel verliert.
Titel: Re: [Ubiquity] Regelfragen Sammelthread
Beitrag von: LushWoods am 8.12.2016 | 10:27
@ Hexer:
Is auch nicht schlecht!

Allerdings wird es da wieder generell einfacher zu treffen, außer man ist in Deckung.
Mir geht es auch darum die Tatsache zu simulieren das sich Gunfighter teilweise auf 10m gegenübergestanden sind und um's Verrecken nicht getroffen haben, weil es einfach viel schwieriger war etwas zu treffen, als einem durch viele modernere Medien vorgegaukelt wird.
Die meisten Feuergefechte haben auf sehr engem Raum stattgefunden.

Da wäre eine Lösung die Range Penalties zu erhöhen und den Waffenschaden zu erhöhen.

Bin hin- und hergerissen.

@ bobibob bobsen:
Unterschiedliche Würfel ist eher schlecht weil meine Spieler teilweise die Ubiquitywürfel benutzen. Das könnte zu Verwirrung führen.
Titel: Re: [Ubiquity] Regelfragen Sammelthread
Beitrag von: JohnnyPeace am 9.12.2016 | 14:19
Hatte da in einem anderen Threat schon mal für mich eine Idee gesponnen:

Wir nutzen eine etwas weitreichendere Abwandlung. Den Waffen werden zwei Werte zugeordnet: zum einen ein Modifikator für die Angriffsprobe und ein fester Schadenswert. Gelingt der Angriff wird der feste Wert plus Nettoerfolge Schaden angerichtet. Im Fernkampf wird die aktive Abwehr (plus Modifikatoren) als Erfolgsschwelle genommen. Die passive Abwehr wird vom Schaden abgezogen.
Ähnlich funktioniert das KatharSys von DeGenesis Rebirth, von dem System haben wir uns auch geklaut, daß ein Teil der Lebenspunkte schnellregenerierende Fleischwunden sind, die als erstes "verbraucht" werden, der andere Teil langsamer regenerierende Traumawunden.

Das ganze war aus meinem Wunsch heraus entstanden, bei einer Schrotflinte mehr das Gefühl von fettem Schaden zu haben  ;) Wobei "wir nutzen" bedeutet, daß wirs am Sonntag in unserer Runde zum ersten mal verwenden und testen und bestimmt anpassen werden. Und wir sind eh nicht so ganz stringent, was Regeln angeht. Mal gucken, wie das wird.
Titel: Re: [Ubiquity] Regelfragen Sammelthread
Beitrag von: LushWoods am 12.12.2016 | 08:22
Danke für die ganzen Tipps und Ideen!

Ich denke ich werde bei folgender Lösung bleiben:
1) Rangepenalties erhöhen
2) Fester Waffenschaden +1 bei allen Waffen

Das heißt das es auf Entfernung schwieriger wird zu treffen, Cover oder nicht.
Und alle Waffen sind gefährlicher.
Das ist bewusst so gewählt, ich möchte auch Nahkampfwaffen gefährlicher gestalten.
Titel: Re: [Ubiquity] Regelfragen Sammelthread
Beitrag von: Vasudeva am 27.12.2016 | 18:17
Eine Frage zur "Heilungsrate", im GRW heißt es beim Talent Lifesaver [...Your character heals one lethal or two nonlethal wounds per two successes rolled on your Medicine roll...] das passt nicht zu der Angabe der Heilung bei First Aid [...Make a Medicine roll to treat a wounded character. Each rolled success heals one point of nonlethal damage, or converts a point of lethal damage into nonlethal... ]

Oder habe ich da etwas falsch verstanden?

Lifesaver
Unique
Prerequisites: Medicine 4
Your character is a gifted healer. Her touch is soothing
and she has an amazing ability to treat wounds.
People under her care heal much quicker and cleaner
than normal.
Benefit: Your character heals one lethal or two nonlethal
wounds per one success rolled on your Medicine
roll.
Normal: Your character heals one lethal or two
nonlethal wounds per two successes rolled on your
Medicine roll (see Healing p. 131)


First Aid
First aid can literally be a lifesaver. When properly
administered, first aid can reduce the severity of an injury
or even bring someone back from the brink of death.
The most life threatening aspect of a wound is the
shock and trauma that go along with it. Treating an
injured person for this can actually reduce the severity
of his wound.
Make a Medicine roll to treat a wounded character.
Each rolled success heals one point of nonlethal
damage, or converts a point of lethal damage into
nonlethal. Nonlethal damage is always healed before
lethal, representing easing the shock and trauma of the
wounded person.
Titel: Re: [Ubiquity] Regelfragen Sammelthread
Beitrag von: Orok am 27.12.2016 | 18:42
Ich verstehe nicht wo da das Problem ist.

Normal 1 Erfolg:
-1 nichttödlicher Schaden geheilt
-1 tödlicher Schaden in nichttödlichen Schaden umgewandelt

Lebensretter 1 Erfolg:
-2 nichttödlicher Schaden
-1 tödlicher Schaden komplett geheilt

Magst du sonst noch mal ins Detail gehen?
Titel: Re: [Ubiquity] Regelfragen Sammelthread
Beitrag von: Vasudeva am 27.12.2016 | 20:44
Zitat
Magst du sonst noch mal ins Detail gehen?

Unter Livesaver steht bei "Normal" nichts von dem Umwandeln von Schaden wie bei First Aid, dort stehr nur

1 T Schaden
oder
2 N Schaden
pro 2 Medizin-Erfolge heilen.

Die Beschreibungen unter "Normal" beim Talent Lebensretter und bei der Beschreibung von Erste Hilfe passen nicht zusammen.

Titel: Re: [Ubiquity] Regelfragen Sammelthread
Beitrag von: Orok am 27.12.2016 | 22:31
Ja doch. Ist nur etwas umständlich formuliert. Da der erste Erfolg den tödlichen in nichttödlichen Schaden umwandelt, und der zweite diesen nichttödlichen Schaden dann heilt (da ja immer erst nichttödlicher Schaden geheilt wird).

Also kannst du mit Lifesaver das mit einem Erfolg, wofür du bei erste Hilfe 2 brauchen würdest.
Titel: Re: [Ubiquity] Regelfragen Sammelthread
Beitrag von: Ludovico am 27.12.2016 | 23:26
Beispiel:
A hat 2 toedliche Wunden.
B versucht, ihn zu heilen.

Er wendet First Aid an und erzielt drei Erfolge.
Erfolg 1 wandelt eine L in eine NL-Wunde um. A hat also eine L und eine NL-Wunde.
Erfolg 2 negiert die NL-Wunde. A hat nur eine L.
Erfolg 3 wandelt die letzte L in eine NL um.

Mit Lifesaver saehe das so aus:
Erfolg 1 negiert eine L-Wunde.
Erfolg 2 negiert die andere L-Wunde.

Lifesaver verdoppelt quasi die Erfolge von First Aid.
Titel: Re: [Ubiquity] Regelfragen Sammelthread
Beitrag von: Fillus am 27.03.2017 | 13:13
Regelfrage zu Hollow Earth Expedition (Buch "Geheimnisse der Oberwelt").

Wie funktioniert das mit der Übersinnlichen Begabung?

Ich wähle es als (Start)Talent und wähle dann die Kraft:
Telepathie, Telekinese, Übersinnliche Wahrnehmung oder Verhüllung

Wie verhält es sich jetzt mit den Erweiterungen?
Beispiel: Telekinetisches Schild (Voraussetzung: Telekinese)
Muss man da ein zweites mal das Talent Übersinnlichen Begabung kaufen oder wie läuft das?
Titel: Re: [Ubiquity] Regelfragen Sammelthread
Beitrag von: eldaen am 27.03.2017 | 13:49
Ja, genau. Das Talent "Übersinnliche Begabung" kaufst du und darfst dir dann eines der genannten Anwendungstalente aussuchen - vorausgesetzt, du erfüllst die Voraussetzungen. Das Talent "Übersinnliche Vegabung kannst du mehrfach kaufen und dir verschiedene Anwendungstalente zuzulegen, bzw. aucv Talente mehrfach.
Titel: Re: [Ubiquity] Regelfragen Sammelthread
Beitrag von: Fillus am 27.03.2017 | 13:56
Sehr schön, Danke Dir. :)
Titel: Re: [Ubiquity] Regelfragen Sammelthread
Beitrag von: Kalimar am 25.04.2019 | 21:58
Frage an die Experten: hat Ubiquity eigentlich Regeln für Mobs (also Gruppen von Schlägern u.ä. die von den Spielern schnell besiegt werden können). Hab auf die Schnelle nix gefunden...

Hintergrund der Frage: ich überlege die 7te See (2te Edition) mit den Ubiquity Regeln von All for One zu bespielen.

EDIT: Gefunden habe ich bisher die "Bladefodder" Optional Rule auf S. 107 in All for One. Gibt's da noch mehr (auch in anderen Ubiquity Büchern)?
Titel: Re: [Ubiquity] Regelfragen Sammelthread
Beitrag von: eldaen am 25.04.2019 | 23:19
Nein, soweit ich weiß gibt es da noch keine expliziten Regeln.

Aber was du machen könntest, wäre Folgendes:

Mob Rules v 0.1

Du erschaffst Mobs als Gruppen von "Followers" (AfO, S. 46). Das hat den Vorteil, dass du einer Nemesis / einem Oberschurken solche Gruppen als "Resource" verpassen, das also mit Spielwerten abdecken kannst.

Je nachdem, welche Stufe die Follower-Resource ist, sind es dann entweder mehr Follower im Mob oder aber bessere und dafür weniger Follower (das macht die Mobs etwas unberechenbarer).

Du benutzt die "Teamwork" Regeln (AfO, S. 19) in etwas abgewandelter Form:
Im Grunde geben die einfach pro "Helfer" +2 auf eine Probe. Damit kannst du einen Mob auf einmal angreifen lassen (mit entsprechendem Bonus), was es für die SC schwieriger macht, sich erfolgreich zu verteidigen.
Das ist im Grunde kein großartig anderer Effekt, als der beim "multiple attackers", aber du brauchst nur ein Mal zu würfeln. Dementsprechend würde ich den Waffenschaden auch nur ein Mal addieren.

Wenn der SC den Mob angreift, und mehr Schaden anrichtet, als ein Mitglied des Mobs an "Health" hat, wird das erste Mitglied außer Gefecht gesetzt und der "überschüssige" Schaden einfach auf den nächsten NSC des Mobs angerechnet. Immer so weiter, bis kein überschüssiger Schaden mehr da ist.
Der Mob wird um die entsprechende Anzahl ausgeschalteter NSCs verkleinert, und der "Teamwork" Bonus verringert sich.

(Die Mob-Mitglieder müssten alle weniger "Health" haben, als die meisten SC, und sich auch nur mäßig gut angreifen und verteidigen können, weil sie ja nur Follower mit wenigen Attribut- und Fertigkeitspunkten sind.)

Beispiel:
Marcel der Musketier legt sich mit einem Mob von 4 blutjungen Rekruten des Kardinals an. Folgende Werte haben die Beteiligten:

Marcel der Musketier:
(Scarred Veteran, AfO S. 78)
Attack: 9L
Defense: 6
Health: 6

Mob:
(Follower 2, da 4 Personen
= 9 Attribute, 5 Skills pro Person)

Attack: 9L (Dex 2 + Melee 1 + 2x Teamwork (=4) + 2L Waffenschaden Rapier)
Defense: 3 (Body 2 + Dex 1)
Health (insgesamt/pro Person): 9/3 (Body 2 + Will 1)

Marcel (als Veteran) fängt natürlich an und würfelt eine Attacke. Er hat 4 Erfolge. Der Mob nimmt seine durchschnittliche Verteidigung (muss einen Würfel würfeln und kommt insgesamt auf 2 Erfolge). Damit hat Marcel den ersten Rekruten des Mobs bereits getroffen, aber noch nicht ganz ausgeschaltet.

Als nächstes greift der Mob an: Durchschnittlich 4,5 Erfolge, diesmal kein extra Erfolg beim Würfeln, also bleibt es bei 4 Erfolgen. Marcel verteidigt sich und erzielt 5 Erfolge. Er weicht den tolpatschigen Attacken problemlos aus.

Nun ist er wieder an der Reihe. Er wirbelt herum, schlägt einen weiten Bogen und erzielt satte 7 Erfolge - der Mob diesmal nur 1 Erfolg. Damit macht Marcel 6 Punkte Schaden. Jedes Mitglied des Mobs hat 3 Health, das erste Mitglied nur noch 1. Damit ist das erste Mitglied außer Gefecht und es bleiben noch 5 Punkte Schaden übrig. Das zweite Mitglied wird dadurch auch von Health 3 auf Health 0 reduziert und ebenfalls außer Gefecht gesetzt. Es bleiben noch 2 Punkte Schaden. Die bekommt das Dritte Mitglied ab, und steht noch - körperlich wie moralisch jedoch schwer angeschlagen.

Nachdem der Mob innerhalb von zwei Runden um die Hälfte reduziert worden ist, beschließt man, sich vornehm zurück zu ziehen und sich lieber dem Donnerwetter Rocheforts oder Richelieus zu stellen als als roter Fleck in der Landschaft zu enden...
Titel: Re: [Ubiquity] Regelfragen Sammelthread
Beitrag von: Kalimar am 25.04.2019 | 23:28
Klingt super! Danke!

So sollte das da drin stehen... ;)
Titel: Re: [Ubiquity] Regelfragen Sammelthread
Beitrag von: eldaen am 25.04.2019 | 23:29
Avec plaisir! :)

Das ist ja das Tolle an dem System, dass es sich so super anpassen lässt und alles Mögliche mit wenig Aufwand abdecken kann.
Titel: Re: [Ubiquity] Regelfragen Sammelthread
Beitrag von: General Kong am 20.06.2019 | 15:18
Schaden im Nahkampf, wenn ich nicht kämpfen kann.
So wie ich die Regel verstehe habe ich bei durchschnittlicher Stärke und keiner Nahkampfkenntnis einen Fertigkeitwürfelpool von 0(N). Ich mache also nie Schaden. Ich habe mir durch das Regelstudium zurechtgeschustert, dass man durch Stilpunkte Würfel kaufen könnte und/oder sich "mehr Zeit" beim Angriff lässt, man alos nur jede zweite Runde angreift und sonst herumtanzt und eine gute Möglichkeit sucht. Ist das so?
Titel: Re: [Ubiquity] Regelfragen Sammelthread
Beitrag von: eldaen am 20.06.2019 | 15:26
Das läuft so:

Wenn du einen Skill nicht hast, den es jedoch im Regelwerk gibt (oder den ihr eingeführt habt), dann würfelst du auf dein entsprechendes Attribut x1 (ansosnten wird das Attribut bei Attributsproben nämlich verdoppelt) und hast einen Abzug von 2. Das kann dann bei durchschnittlichen Attributswerten durchaus auf 0 Würfel hinauslaufen, richtig.

Du kannst nun durch Stilpunkte Würfel kaufen (Nebenbemerkung: das ist der ineffektivste Weg, Stilpunkte zu verwenden).

"Secrets of the Surface World" S. 8 führt die "Zero Level Skills" ein, die diese Situation etwas entschärfen:

Hast du eine Fertigkeit auf Stufe 0, dann kannst du auf dein Attribut x1 würfeln, ohne den -2 Abzug zu haben.

Als Zero Level Skills für Oberweltler werden vorgeschlagen:

Athletics
Brawl
Drive
Empathy
Stealth

Das entschärft also auch noch das im anderen Thread dargestellte Problem mit der Empathy ein wenig. Wobei man außerhalb des Kampfes die Möglichkeit hat, sich für eine Probe Zeit zu lassen, und so seinen Würfelpool um bis zu 8 Würfel zu boosten.


Hilft dir das so erstmal?
Titel: Re: [Ubiquity] Regelfragen Sammelthread
Beitrag von: General Kong am 20.06.2019 | 16:02
Jau!  :)
Titel: Re: [Ubiquity] Regelfragen Sammelthread
Beitrag von: Ara am 2.07.2019 | 10:50
Ich hol das mal rüber in diesen Thread, weil es ja eine Regelfrage ist. Ist noch mal wegen der Schwierigkeit beim Werfen von Granaten. Dazu hatte HEXer erklärt, welche Modifikatoren da wirken. :)

Zitat
Zum Einen wird das bestimmt durch die Entfernung, und dann ggf. noch durch die Größe des Zieles:
Handgranaten haben eine Reichweite von 10 Fuß. Darüber hinaus haben sie die gleichen Modifikatoren, weil alle anderen Fernkampfwaffen (also -2, -4, etc...).
Dann kommt es noch darauf an, ob du ein besonders kleines Ziel treffen möchtest. Beispiel: Eine Handgranate nicht nur in ein (nicht näher definiertes) Gebiet in 15 Fuß Entfernung zu werfen (= -2 auf die Probe), sondern durch einen winzigen Lüftungsschlitz in 15 Fuß Entfernung (-2 für Entfernung, -4 für kopfgroßes Ziel = -6).
Ansonsten kannst du der Einfachheit davon ausgehen, dass eine Granate auf ein menschengroßes Ziel zu werfen wenn die Flugbahn nicht versperrt ist, keinen Modifikator hat. Bb sie nun vor, neben oder hinter den Füßen des Ziels landet ist dabei ja letztlich einerlei.

Leider war ich beim nächsten Anwendungsversuch immer noch verwirrt. Und ich hab nun auch endlich kapiert warum.  :ctlu: Die Frage ist: Wie viele Erfolge muss ich denn (mit meinem durch die Modifiktoren veränderten) Würfelpool erzielen, damit die Granate dorthin hinfällt, wo mein Charakter sie hinhaben wollte? Einen Erfolg, weil es keine Schwierigkeitsgradangabe gibt und einer dann reicht? Zwei Erfolge, weil das die Standardschwierigkeit ist?
Titel: Re: [Ubiquity] Regelfragen Sammelthread
Beitrag von: Ara am 12.08.2019 | 15:33
Hmm, da darauf keiner eine Antwort zu wissen scheint, werd ich das so handhaben:
Es gibt keinen Schwierigkeitsgrad, aber Modifikatoren für den Würfelpool. Also wandele ich die Modifikatoren einfach in den Schwierigkeitsgrad um. Im ersten Fall im Beispiel (nicht näher definiertes Gebiet in 15 Fuß/5 m Entfernung -2) wäre die Schwierigkeit dann 1. Im zweiten Fall im Beispiel (durch einen kleinen Lüftungsschlitz in in 15 Fuß/5 m Entfernung -6) wäre sie 3. Das passt auch vom Gefühl her ganz gut, will heißen, wenn ich als SL nun eine Schwierigkeit dafür hätte abschätzen müssen, hätte ich die vermutlich auch so in dem Rahmen angesetzt.
Titel: Re: [Ubiquity] Regelfragen Sammelthread
Beitrag von: HEXer am 13.08.2019 | 16:08
Hallo Ara,

Entschuldige bitte, dass ich erst jetzt auf deine Frage antworte. Ich hatte sie schlicht übersehen.

Erstmal vorweg: Dein Ansatz ist einwandfrei. Geht man von durchschnittlichen Würfelergebnissen aus, kann man das durchaus so machen. Ist ganz im Sinne des Erfinders.  :d

Ich habe das Problem auch noch mal in einer Facebook Gruppe geschildert, und nach Rückmeldung würde ich das Problem wie folgt angehen:

Grundlegend ist zu unterscheiden, ob sich das Ziel aktiv dagegen wehren kann, dass etwas auf es geworfen wird, oder ob es das nicht kann. Kann es sich wehren, wird eine normale vergleichende Angriffsprobe (ggf. als „touch attack“) gemacht.

Kann es sich hingegen nicht wehren, errechnet sich die Grundschwierigkeit wie folgt:

Da es recht einfach ist, etwas halbwegs aerodynamisches/ausbalanciertes auf einen gewissen Punkt zu werfen, kann man die Grundschwierigkeit erstmal bei 1 ansetzen.
Nicht aerodynamische/ausbalancierte Gegenstände wären dann durchschnittlich schwierig zu werfen (Mindestwurf 2).
Was genau unter welche Kategorie fällt, muss man von Fall zu Fall entscheiden, da reicht denke ich der „gesunde Menschenverstand“ aus.

Wurftaugliche Gegenstände: Grundschwierigkeit 1
Wurfuntaugliche Gegenstände: Grundschwierigkeit 2


Auf diese Grundschwierigkeit kommen dann später noch Modifikatoren. Möchte man etwas einfach auf einen bestimmten Punkt werfen, der sich ja nicht dagegen wehren kann, wäre der einzige Modifikator gegebenenfalls „Deckung“. Den würde ich - wie du ja auch schon gemacht hast - einfach in Mindestwurfaufschläge umwandeln: jeweils 2 Würfel Deckung entsprechen einem Modifikator von +1 auf den Mindestwurf.

Ein Beispiel, um das zu veranschaulichen:

Beispiel: Ölkanister in ein Lagerfeuer hinter einer Wand werfen
Mindestwurf: 4
(Ölkanister sind unhandlich: 2) + (major cover = +4 Würfel, Durchschnitt 2) = 4
Titel: Re: [Ubiquity] Regelfragen Sammelthread
Beitrag von: Noxi am 1.12.2019 | 21:02
Hallo,

ich habe eine Regelfrage zu Ubiquity/Space 1889. Ich habe zum ersten mal selbst eine Runde geleitet (den Space Quickstarter/Kloster von Tarshavan) und auch zum ersten Mal im Ubiquity-System gespielt.
Einer der Spieler hat während des Abenteuers eine Waffe gefunden, genau gesagt einen Flammenwerfer. Laut Spielunterlagen erfordert dieser die Fertigkeit "Geschütze". Der Spieler ist ein Abenteurer, kann also auch ganz gut schießen (Fertigkeit Schusswaffen, Spezialisierung auf Gewehre), hat aber eben keine spezielle Fertigkeit Geschütze.
Der Flammenwerfer ist im Abenteuer mit den Werten Schaden 3T, Reichweite 5m, Gewicht 30kg und eben Fertigkeit Geschütze beschrieben.

Meine Frage ist: kann der Abenteurer diese Waffe nun gar nicht benutzen, weil ihm die Fertigkeit fehlt oder könnte er auf Schusswaffen mit einem Abzug würfeln? Oder eben nur auf das Grundattribut (hier INT) minus 2? Letzteres wiederum würde bedeuten, dass er sie nicht benutzen kann, weil er Intelligenz nur auf 2 hat. Oder wäre dies dann wie eine Fertigkeit der Stufe 0 zu sehen und er könnte zumindest mit den 3 Würfeln würfeln?

Ich komm mit dem Kampfsystem in Ubiquity noch nicht ganz klar, das erscheint mir noch etwas umständlich und viel Rechnerei während dem Spiel (komme aus der Cthulhu und PbtA-Ecke, als Spieler).

Danke schon mal,
Noxi
Titel: Re: [Ubiquity] Regelfragen Sammelthread
Beitrag von: HEXer am 1.12.2019 | 23:43
Die Regelung ist die, dass er auf das entsprechende Attribut würfelt, allerdings wird das Attribut nicht verdoppelt und es gibt zusätzlich den Abzug von 2 Punkten. Bei einem Attribut von 2 würde das tatsächlich bedeuten, dass er nur mit dem Schadenswert der Waffe (in diesem Fall 3 Würfel) würfelt. Es gibt aber natürlich verschiedene Möglichkeiten, noch Würfel zu bekommen: Durch Zielen, sich Zeit lassen, oder sich sonstwie günstige Modifikatoren zu beschaffen.

Ich hoffe, das beantwortet deine Frage?

Das Kampfsystem ist eigentlich gar nicht so komplex. Gib dem zwei drei Sitzungen Zeit, dann wird es ziemlich flüssig laufen. Ein Tip: Nutze als SL ruhig die Möglichkeit, den Durchschnitt für deine NSCs zu nehmen, anstatt zu würfeln. Das macht es noch mal deutlich schneller und übersichtlicher.
Titel: Re: [Ubiquity] Regelfragen Sammelthread
Beitrag von: Noxi am 2.12.2019 | 09:37
Ja, vielen Dank, das hat meine Frage beantwortet und die Sache etwas klarer gemacht.
Und ja, nach etwas mehr Praxis wird das sicher flüssiger laufen.  :d