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Pen & Paper - Rollenspiel => Pen & Paper - Allgemein => Thema gestartet von: universaldilettant am 30.08.2016 | 11:02

Titel: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: universaldilettant am 30.08.2016 | 11:02
Nachdem ich keinen Blog habe, schreibe ich hier einige Gedanken zu der Produkt-Politik von Ulisses-Spiele. Wichtig: Bitte keine Untergriffigkeiten und persönlichen Beleidigungen. Ulisses-Spiele hat das gute Recht die nachfolgenden Dinge zu machen, ich persönlich finde sie moralisch fragwürdig.

Vor knapp drei Monaten habe ich geschrieben, dass bei DSA zu oft Schlampigkeit durchscheint: „‘Bei DSA sind große Teile des Aufbaus nicht wirklich durchdacht‘. Phänomene, die ich als semi-durchdacht bezeichne, scheinen bei DSA systematisch zu sein.“ Mit dem aktuellen Blogbeitrag von Infernal Teddy von neue Abenteuer (http://neueabenteuer.com/wir-sind-unbequem-geworden/) wurde das Thema der Rezensionsexemplare angesprochen. Im Beitrag ging es darum, dass Ulisses die Vergabe von Rezensionsexemplaren abgedreht hat, weil Infernal Teddy die Überfülle von Produkten kritisiert hat (http://neueabenteuer.com/die-aventurische-lawine/).
Nun kann man argumentieren – Rezensionsexemplare sind Geschenke. Und wer sagt, DSA produziere zu viel, hat nicht das Recht auf diese Geschenke. So leicht ist es aber nicht. Arkanil hat schon argumentiert, dass das Verhalten von Ulisses einen schalen Nachgeschmack hat. Es sehe so aus, als ob der Verlag Rezensionsexemplare nur aus Gefälligkeit verteile.

Zu allererst haben wir hier eine Faccebook-Kommentar von Michael Mingers, immerhin stellvertretender Verlagsleiter bei Ulisses. Er meint, wie man aus dem Screenshot entnehmen kann, dass Rezensionsexemplare Geschenke sind. Kann man so sehen, muss man nicht. Immerhin ist rezensieren Arbeit – geschenkt wird da wenig – immerhin wird eine Rezension als Gegenleistung erwartet. Jeder, der schreibt, weiß, dass Schreiben, sollte man nicht erfolgreicher Belletristik-Autor sein, schlecht bezahlt wird. Diese Exemplare sind bestenfalls eine kleine Entschädigung oder Vergütung für Laienjournalismus. Wenn nicht Michael Mingers der Meinung ist, Schreiberlinge sollten gratis arbeiten, dann sollten Rezensionsexemplare nicht als Geschenke gesehen werden. Meiner Meinung sind sie nicht einmal Bezahlung, sondern fixer Bestandteil des Marketingbudgets. Man gibt sie her, um Publicity zu erzeugen: Bad news, are better than any news, anyone?
 
Es gibt aber noch größere Probleme mit der Einstellung von Ulisses. Erstens hat Herr Mingers auf ein Kommentar von einem Leser geantwortet. Lieber Herr Mingers: DAS ist nicht die Meinung von Neue Abenteuer. Das ist nur eine Reaktion. Äußerst unprofessionell. Weiters: Sollte das Kommentar von Nick-Nack auf Arkanil  (http://www.arkanil.de/2016/08/rezensionsexemplare-und-gefaelligkeitskritiker/)richtig sein, nämlich, dass ein anderer Mitarbeiter nichts vom Boykott wusste, dann reden die Leute von Ulisses kaum miteinander. Wahrscheinlich sind die Entscheidungsstrukturen sehr hierarchisch. Einer entscheidet. Punkt.

(http://img5.fotos-hochladen.net/uploads/mingerstj6smgiuf5.jpg) (http://www.fotos-hochladen.net)

Das größte Problem: Es ist nicht nur eine Einflussnahme auf eine einzelne Rezension, die Intervention ist schlimmer. Es ist Einflussnahme auf Kritik des Verlages durch die Streichung von der Vergütung. Das heißt, an der an sich korrekten Metakritik 5 an DSA wird in dem Fall als Exempel statuiert. Haltet euch fest. Ulisses sagt: „Aber wer der Meinung ist, sich darüber zu beschweren, dass es zu viel Zeug aus unserem Hause gibt, den muss ich nicht auch noch damit beschenken.“ Na, was heißt das? Entweder muss man als Autor Selbstzensur anwenden oder aber es gibt keine Bücher vom Verlag mehr. Als Blogger muss ich immer aufpassen, was ich schreibe, wenn ich über die Veröffentlichungspolitik schreibe, es könnte ja sein, dass Ulisses die Grundlage für das Rezensionsbloggen wegnimmt. Das passiert dann in der Überarbeitung von Beiträgen und relativ unbewusst: „Ach, dieser Satz kling schon hart“ „War ich nicht mit meiner Bewertung zu hart – immerhin haben sie sich Mühe gegeben“ usw. Dort werden dann die problematischen Sätze entschärft, die möglicherweise untergriffig sind, aber auch faire und gerechtfertigte Kritik beinhalten könnten. Da kann man schon Druck von Seiten des Verlags aufbauen. Immerhin droht jetzt jedem anderen Blog auch eine Sperre von Material, sollten sie das heikle Thema für Ulisses ansprechen.
Na, wenn das keine Einflussnahme auf Rezensionen ist, dann weiß ich nicht, was nicht dann als Einflussnahme gelten soll. Klagsdrohungen? Hausverbot? Öffentlicher Pranger? Rechtsprechung durch den Rondrageweihten?
Außerdem gibt es eine unfaire Behandlung. In dem Interview von Orkenspalter (https://www.youtube.com/watch?v=kPkFSDZuI2A) – wurde genau das gleiche Problem mit der Produktpolitik als Frage angesprochen (Braucht man so viel? Minute 33:00 (https://www.youtube.com/watch?v=MDFe6cLrLNA&feature=youtu.be&t=32m45s), 21:00 (https://youtu.be/MDFe6cLrLNA?t=21m) und 16:00 (https://youtu.be/MDFe6cLrLNA?t=16m)). Wenn Ulisses fair wäre, dürften auch die Orkenspalter keine Rezensionsexemplare mehr bekommen, denn auch hier war Unverständnis über die Produktvielfalt spürbar (zwar nicht so offen, aber sie war vorhanden). Es erscheint mir äußerst willkürlich, was da Ulisses macht. Mir kommt es so vor, als ob sich im Verlag eine zu autoritäre Mentalität eingeschlichen hat.
Auch ab 8:30-9:00 (https://www.youtube.com/watch?v=MDFe6cLrLNA&feature=youtu.be&t=8m24s), wo Markus Plötz, Verlagsleiter, sagt, er entscheidet hin und wieder in die Redaktion hinein, ist wohl Zeichen eines relativ autoritären Führungsstils. Meinem Dafürhalten müsste, sobald der Seitenspiegel definiert wurde, immer der leitende Redakteur das letzte Wort haben. Der Firmenchef darf zwar Dinge anmerken, aber Detailentscheidungen welches Monster in den Band kommt, sollten nicht bei ihm liegen.

Das bestätigt mich in meiner Annahme, dass Ulisses‘ Chefetage zu autoritär geführt ist und sich wegen negativer Kritik an einem Zwei-Personen-Blog in unverhältnismäßiger Härte gerächt hat. Ja, Ulisses hat die Macht Rezensionsexemplare beliebig zu verteilen. Trotzdem finde ich das  Handeln von Ulisses als ungerechtfertigt. Jetzt weiß der Blogger endlich, wo der Hammer hängt.

Fazit: Traue niemals einer Ulisses-Rezension, die du nicht selber gefälscht hast.

Anmerkung: Das ist meine persönliche Meinung. Ich bitte darum, nicht untergriffig zu werden. Selbstzensur kann auch dein Freund sein  :) :D
Titel: Re: Über die Produkt-Politik von Ulisses-Spiele
Beitrag von: Infernal Teddy am 30.08.2016 | 11:05
So langsam wünsche ich mir wirklich, ich hätte nie was dazu gesagt...
Titel: Re: Über die Produkt-Politik von Ulisses-Spiele
Beitrag von: Luxferre am 30.08.2016 | 11:08
Haariges Thema.

Aber niemand hält einen Blogger und Rezensenten davon ab, sich das Material anderweitig selbst zu besorgen und ungefiltert zu rezensieren.
Titel: Re: Über die Produkt-Politik von Ulisses-Spiele
Beitrag von: Deep_Impact am 30.08.2016 | 11:11
Erstmal finde die Benutzung von "Herr Mingers" in diesem Fall etwas despektierlich, denn sie will lediglich beim Leser Distanz zu Michael (http://www.tanelorn.net/index.php?action=profile;u=347) erzeugen. Ich kenne ihn als sehr kompetenten Battletech-Supporter.

Ja, das Schreiben von Rezensionen ist Arbeit Aufwand, in der Regel machen das die Rezensenten aber gerne, denn sie wollen erstens etwas transportieren und haben zweitens wesentlich länger etwas von den geschenkten Produkten.
Natürlich werden die Produkte buchhaltärisch als Werbemittel verbucht, aber was interessiert den Leser denn die FiBu?

Wenn ich schon was von Macht & Rache lesen, als wenn alle Verlage in irgendwelche Verschörungen verstrickt wären. Aber egal. Ich finde schon das screenshoten und hervorzerren einen schlechten Stil.
Titel: Re: Über die Produkt-Politik von Ulisses-Spiele
Beitrag von: Just_Flo am 30.08.2016 | 11:14
Da ich weder vorhabe Ulisses (bei diesem Thema) noch Infernal Teddy anzugreifen möchte ich nur anmerken, dass der Titel nicht wirklich zum Thema passt und würde deshalb so etwas wie Das Verhältnis/ Die Reaktion von Ulisses zu Rezensionen/ Bloggern vorschlagen.
Wenn tatsächlich das Thema aus dem Titel behandelt werden soll, dann würde ich eine ander Einleitung vorschlagen.
Titel: Re: Über die Produkt-Politik von Ulisses-Spiele
Beitrag von: Nebula am 30.08.2016 | 11:17
ich finde Screenshotten gut, da ich das sonst nicht gesehen hätte

wer etwas öffentlich von sich gibt, muss mit der Antwort leben können (haben schon einige Politiker oder Schauspieler schmerzlich lernen dürfen)

und die Reaktion von Ulisses ist schon hart. Persönlich würde ich als Blogger dann ne Kurzrezension schreiben:

Buch XY - Einband kuckt toll aus (siehe Shop oder Amazon) aber über den Inhalt ist uns nichts bekannt, da wir keine Unterstützung vom Verlag erhalten.
Titel: Re: Über die Produkt-Politik von Ulisses-Spiele
Beitrag von: Deep_Impact am 30.08.2016 | 11:21
ich finde Screenshotten gut, da ich das sonst nicht gesehen hätte
Ich mag einfach Quellangaben. Auch wenn das hier nicht der Fall ist, weiß man nie den exakten Zusammenhang. Verschwörisch argumentiert über die Unbefleckheit durch Photoshop. :)

https://www.facebook.com/NeueAbenteuer/posts/1197791073617068?comment_id=1197808843615291&reply_comment_id=1197812833614892&comment_tracking=%7B%22tn%22%3A%22R0%22%7D
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: ErikErikson am 30.08.2016 | 11:23
Verstehe ich das richtig? Ulyyses hat keine Rezensionsexemplare mehr geschickt, weil die Rezension zu schlecht war?

DAs halte ich für völlig legitim, auch moralisch. Wenn man den Leuten die Expemplare kostenlos schickt, dann kann man auch verlangen, das die Rezension positiv ausfällt. Ist quasi ein Geschäft, eine Hand wäscht die andere.

Ich finde es auch gut, das dies hier zur Sprache kommt, weil es für den Kunden natürlich einen Unterschied macht, ob ein Verlag auch negative Rezensionen unterstützt. Sonst denk man sich "komisch alle rezensionen gut und Produkt scheisse, woher kommt das"?

Rein persönlich würde ich grundsätzlich als Verlag auch negative Rezensionen akzeptieren und trotzdem weiter Exemplare schicken, weil die nächste Rezension des nächsten Produkts ja schon wieder ganz anders aussehen kann und man halt Werbemittel verliert. Aber das kann man sicher auch anders sehen.
Titel: Re: Über die Produkt-Politik von Ulisses-Spiele
Beitrag von: Oak am 30.08.2016 | 11:26
So langsam wünsche ich mir wirklich, ich hätte nie was dazu gesagt...
Ich finde, das ganze kann nicht hoch genug kochen. Gar nicht mal gegen Ulisses gerichtet, die spätestens jetzt ein klares Bekenntnis zu ihrem Verhältnis von redaktionellem Anteil oder Werbung liefern.
Blogger sollten sich Fragen dazu gefallen lassen, was sie da eigentlich tun und was es für sie und ihre Leser bedeutet. Ich bin mal gespannt, wer klar Farbe bekennt.
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Oak am 30.08.2016 | 11:27
Verstehe ich das richtig? Ulyyses hat keine Rezensionsexemplare mehr geschickt, weil die Rezension zu schlecht war?

DAs halte ich für völlig legitim, auch moralisch. Wenn man den Leuten die Expemplare kostenlos schickt, dann kann man auch verlangen, das die Rezension positiv ausfällt. Ist quasi ein Geschäft, eine Hand wäscht die andere.

Ich finde es auch gut, das dies hier zur Sprache kommt, weil es für den Kunden natürlich einen Unterschied macht, ob ein Verlag auch negative Rezensionen unterstützt. Sonst denk man sich "komisch alle rezensionen gut und Produkt scheisse, woher kommt das"?

Rein persönlich würde ich grundsätzlich als Verlag auch negative Rezensionen akzeptieren und trotzdem weiter Exemplare schicken, weil die nächste Rezension des nächsten Produkts ja schon wieder ganz anders aussehen kann und man halt Werbemittel verliert. Aber das kann man sicher auch anders sehen.
Das ist etwas zu kurz gefasst. Lies Dir das ganze am besten bei Neue Abenteuer und auch den Beitrag von Michael Mingers durch.
Titel: Re: Über die Produkt-Politik von Ulisses-Spiele
Beitrag von: Der Nârr am 30.08.2016 | 11:28
Meiner Meinung sind sie nicht einmal Bezahlung, sondern fixer Bestandteil des Marketingbudgets. Man gibt sie her, um Publicity zu erzeugen:
Das ist vollkommen korrekt. Natürlich kalkulieren Verlage bei der Berechnung der Auflage ein, dass sie soundsoviele Rezensionsexemplare verschicken. Wie viele das sind, hängt natürlich von Verlag, Buch, Auflage usw. ab. Manche Verlage fragen sogar gezielt passende Leute an, ob sie nicht Lust hätten zu xyz ein Buch zu schreiben. Ganz ähnlich macht es ja wohl Ulisses mit dem Rezensionsverteiler. Rezensionen als Geschenke zu sehen halte ich wirklich für äußerst fragwürdig, die Gegenleistung der Rezension ist ja eingefordert und damit handelt es sich nicht mehr um ein Geschenk.
 
Generell finde ich sind hier aber zwei Dinge zu trennen: Das Verhalten von Ulisses gegenüber Neue Helden (das ich ziemlich albern finde und den Kommentar von Michael auch echt peinlich - ist das offizielles Ulisses-Statement oder seine persönliche Meinung frage ich mich da) und was auch immer intern in der Firma läuft. Ob die intern "zu autoritär" arbeiten oder mit "flachen Hierarchien" und was für einen Einfluss das auf die Produkte haben soll... Ich finde es unergiebig, über so etwas zu mutmaßen und macht man dann nicht genau das, was man den Leuten vorwirft? Also wenn man dem Verleger vorwirft, sich ungehörig in den Job seiner Redakteure einzumischen, micht man sich dann nicht genauso ungehörig in den Job des Verlegers ein? Nur dass man anders als der Verleger wirklich kein Recht dazu hat ;).

Fazit: Traue niemals einer Ulisses-Rezension, die du nicht selber gefälscht hast.
Der Kommentar von Michael sagt aber doch deutlich, dass sie sich nicht in die Rezensionen einmischen. Euch ist ja auch nicht verboten worden, schlechte Rezensionen zu schreiben und das Problem war auch nicht die Qualität der Rezensionen (wie z.B. damals bei einer Skandal-Rezension eines Nackter-Stahl-Buches, wo die Rezension qualitativ unter aller Sau war, machte aber auch das Produkt richtig schlecht, was in dieser Kombination natürlich sehr heikel ist).

Eigentlich wäre jetzt die Konsequenz, sich über den Produktausstoß von Pathfinder auszulassen. Michael hat ja kritisiert, dass das niemand macht.
Titel: Re: Über die Produkt-Politik von Ulisses-Spiele
Beitrag von: universaldilettant am 30.08.2016 | 11:28
Haariges Thema.

Aber niemand hält einen Blogger und Rezensenten davon ab, sich das Material anderweitig selbst zu besorgen und ungefiltert zu rezensieren.

Ja, sicher aber als RSP-Blogger mit mehreren Systemen kann man sich das kaum mehr leisten. Da gibt man dann hunderte bis tausend Euro im Jahr aus. Dann rezensiert man nur mehr die Dinge, die man gut findet. Alles andere kauft man sich ja nicht :-). Das bringt auch nicht viel.

Link zur FB-Diskussion: https://www.facebook.com/NeueAbenteuer/posts/1197791073617068
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Der Nârr am 30.08.2016 | 11:31
Verstehe ich das richtig? Ulyyses hat keine Rezensionsexemplare mehr geschickt, weil die Rezension zu schlecht war?

DAs halte ich für völlig legitim, auch moralisch. Wenn man den Leuten die Expemplare kostenlos schickt, dann kann man auch verlangen, das die Rezension positiv ausfällt. Ist quasi ein Geschäft, eine Hand wäscht die andere.
Nein, das Problem waren nicht schlechte Rezensionen, sondern ein Artikel, der überhaupt keine Rezension war eines Blog-Autors, der überhaupt keine DSA-Rezensionen schreibt. Der Verlag hat zum Ausdruck gebracht, dass sie in Rezensionen nicht reinreden. Das kann man übrigens auch erwarten. Ich glaube auch nicht, dass Rollenspiel-Verlage die Macht haben, Rezensionen groß zu kontrollieren. Es geht immerhin im besten Fall nur um Rezensions-Exemplare und dann auch nur noch PDFs. Das ist schon etwas anderes als sagen wir mal Computerspiele, wo Zeitschriften und Internet-Seiten von der Werbung für die Produkte leben, die sie rezensieren.
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Just_Flo am 30.08.2016 | 11:31
Finde Links immer besser: https://www.facebook.com/NeueAbenteuer/?hc_ref=SEARCH&fref=nf
Und hier der Artikel um den es wohl geht: http://neueabenteuer.com/wir-sind-unbequem-geworden/
Hier der Artikel, der wohl der Auslöser war: http://neueabenteuer.com/die-aventurische-lawine/
Titel: Re: Über die Produkt-Politik von Ulisses-Spiele
Beitrag von: Deep_Impact am 30.08.2016 | 11:34
Blogger sollten sich Fragen dazu gefallen lassen, was sie da eigentlich tun und was es für sie und ihre Leser bedeutet. Ich bin mal gespannt, wer klar Farbe bekennt.

Das ist gesetzlich ja klar geregelt: Wenn du ein Rezi-Explemplar bekommst, mit der Maßgabe dazu ein Rezi zu veröffentlich musst du das auch Kennzeichnen als "GESPONSORT/ WERBUNG". Wenn du es ungefragt bekommst, ist das was anders.

Das macht nur kaum einer.
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Sonja am 30.08.2016 | 11:35
Wer von Ulisses erwartet hat, sie seien die Tante mit dem Ponyhof, die ab und an den Spielkindern mal Limonade nach draußen bringt, der hat meiner Meinung nach eine selektive Wahrnehmung. Es gibt doch eine ganze Reihe von derartigen Geschichten.
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Oak am 30.08.2016 | 11:36
Es gibt doch eine ganze Reihe von derartigen Geschichten.
Belege?
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: LushWoods am 30.08.2016 | 11:40
Wenn man den Leuten die Expemplare kostenlos schickt, dann kann man auch verlangen, das die Rezension positiv ausfällt. Ist quasi ein Geschäft, eine Hand wäscht die andere.

What?  wtf?
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: LushWoods am 30.08.2016 | 11:43
Wer von Ulisses erwartet hat, sie seien die Tante mit dem Ponyhof, die ab und an den Spielkindern mal Limonade nach draußen bringt, der hat meiner Meinung nach eine selektive Wahrnehmung. Es gibt doch eine ganze Reihe von derartigen Geschichten.

Boah, ich glaub ich hätte mich schon viel länger mal mit DSA und DSA-Fans beschäftigen sollen, das is ja mega-unterhaltsam!  :headbang:
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Just_Flo am 30.08.2016 | 11:44
I bring the cheese you bring the whine :)
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Keuner am 30.08.2016 | 11:44
Mir erschließt sich nicht ganz, was das mit Moral zu tun hat. Ja, es wirkt etwas seltsam. Ja, es ist schlechter Stil.

Aber: Niemand hat ein Anrecht auf Rezensionsexemplare. Ulisses darf ohne Angabe von Gründen die Versorgung einstellen.

Das ganze als "Geschenk" zu bezeichnen, ist sicherlich ungeschickt. Auf eine gute Rezension zu hoffen, ist aber okay. Sie zu verlangen, sicherlich nicht. Einen regelmäßigen Rezensenten einfach loszuwerden, bloß weil er mal schmipft, kann ich nicht nachvollziehen. Mal gefällt ihm was, mal nicht. Aber auch hier gilt natürlich: Ulisses muss nichts verschicken.
 
Warum ist die Hierarchie bei Ulisses Gegenstand der Diskussion? Hat irgendwie nicht so viel mit dem Thema zu tun.
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Boba Fett am 30.08.2016 | 11:52
Ich kann aus meiner Rezi-Erfahrung nur aussagen, dass Ulisses ein sehr unkomplizierter Verlag ist und Michael Mingers (scorpio) mir persönlich sehr sympatisch ist.
Ich finde das Maß an Engagement, dass er ins Rollenspiel seit langem steckt nur noch erstaunlich und schätze seine direkte und offene Art,
Dinge sehr unverblühmt mitzuteilen. :d
Und Ulisses hat mir auch (DSA) Rezi-Material auf meine Bitte hin zugesendet, nachdem ich meine Meinung zu DSA hier auch eher negativ gefärbt äußere
und auch eine eher kritische Rezi zu DSA 5 veröffentlicht habe. Insofern kann ich das absolut nicht bestätigen, was hier unterstellt wird.

Die Kritik, es werden zu viele Produkte veröffentlicht, halte ich (ehrlich und offen gesagt) für reichlich bescheuert.
1. Ein Verlag lebt davon, möglichst viele Produkte zu veröffentlichen und zu verkaufen.
2. Beschränkt sich ein Verlag darauf, weniger Material als möglich zu veröffentlichen, dann hagelt es sofort von allen Seiten Kritik.
   Die Kunden wollen möglichst viel, möglichst große Auswahl, möglichst aktuell.
3. Das Produkt Pathfinder kommt nicht von Ulisses, sondern wird nur übersetzt. Ulisses kann über die generelle Menge an Materialausstoß nicht entscheiden, nur über das was übersetzt wird.
   Wird zu wenig übersetzt (oder zu spät), wandern die potentiellen Kunden auf das englische Original. Um Kunden zu halten MUSS Ulisses also möglichst alles Pathfinder Material übersetzen.

Jemand der das nicht erkennt und ein Produkt bewertet, bewertet in meinen Augen sehr kurzsichtig, wenn er die Menge an Material kritisiert.
Und jemand der so kurzsichtig rezensiert, dem darf in meinen Augen auch die Unterstützung durch den Verlag versagt bleiben.

Kein Verlag ist verpflichtet, den Rezensenten Gratisexemplare zuzusenden.
Es gibt eine Menge Rezi-Schreiber, die sich das Zeug einfach kaufen und anständige Rezis verfassen.
Die Gratis-Exemplare sind daher eine sehr nette Geste durch den Verlag. und nichts weiteres!

Ich finde es gut, dass Michael Mingers da klare Worte findet.
Es ist mir lieber, klipp und klar kommuniziert zu bekommen, was den Verlag (oder Verlagsmitarbeiter) stört und warum eine Entscheidung getroffen wurde.
Die Verlage sind keine Bittsteller und schon gar nicht im Fall des Rezi-Exemplars.

Die Kritik an der Entscheidung und der Vorwurf der Einflußnahme halte ich für äußerst weit hergeholt.

Im übrigen wird mit dem hier:
Ich bitte darum, nicht untergriffig zu werden. Selbstzensur kann auch dein Freund sein
genau das gemacht, was Ulisses unterstellt wird.
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Just_Flo am 30.08.2016 | 11:54
*Like Button drück*
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: ErikErikson am 30.08.2016 | 11:55
Ich finde den Eingangspost insgesamt etwas wirr, und auch die Kommentare machen es nicht viel besser. Ich finde, damit dieser doch anscheinend kontroverse Post etwas besser diskutierbar wird wäre es schön, wenn jemand mal ganz konkret darlegt, was eigentlich das perzipierte Problem ist.

Klar, ich kann mir über den Sachverhalt eine Meinung bilden über die Links, aber dann fehlt mir immer noch die klare Fragestellung, zu der ich hier im Forum speziell Stellung nehmen soll.
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Just_Flo am 30.08.2016 | 11:56
In 2-3 Themen splitten wäre da die beste Lösung.
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Luxferre am 30.08.2016 | 11:57
Die Kritik, es werden zu viele Produkte veröffentlicht, halte ich (ehrlich und offen gesagt) für reichlich bescheuert.
1. Ein Verlag lebt davon, möglichst viele Produkte zu veröffentlichen und zu verkaufen.
2. Beschränkt sich ein Verlag darauf, weniger Material als möglich zu veröffentlichen, dann hagelt es sofort von allen Seiten Kritik.
   Die Kunden wollen möglichst viel, möglichst große Auswahl, möglichst aktuell.
3. Das Produkt Pathfinder kommt nicht von Ulisses, sondern wird nur übersetzt. Ulisses kann über die generelle Menge an Materialausstoß nicht entscheiden, nur über das was übersetzt wird.
   Wird zu wenig übersetzt (oder zu spät), wandern die potentiellen Kunden auf das englische Original. Um Kunden zu halten MUSS Ulisses also möglichst alles Pathfinder Material übersetzen.

 :d

Und morgen kritisieren wir den Sphärenmeister, dass er so viel Pathfinder Produkte im Sortiment hat und auf FB bewirbt  >;D
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Oak am 30.08.2016 | 11:58
Ich finde es gut, dass Michael Mingers da klare Worte findet.
Es ist mir lieber, klipp und klar kommuniziert zu bekommen, was den Verlag (oder Verlagsmitarbeiter) stört und warum eine Entscheidung getroffen wurde.
Schade nur, dass er es nicht hat einrichten können, das vorher mit dem betreffenden Internetprojekt zu tun. Vermutlich hätte man Positionen klären und Missverständnisse ausräumen können.
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Greifenklaue am 30.08.2016 | 12:02
Ich hab als Rezensent sehr gern für die Lorp {und vorher die Sphinx, falls die noch jemand kennt} gearbeitet, auch weil da immer ein Redakteur zwischen Verlag und Rezensent war - sprich man nie persönlich Kontakt hatte mit dem Verlag. {Ich vermute mal, dass es bei den Teilzeithelden ähnlich ist.}

Das ist beim Bloggen heutzutage tatsächlich anders.

@Boba Fett:  :d
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Oak am 30.08.2016 | 12:07
{Ich vermute mal, dass es bei den Teilzeithelden ähnlich ist.}
Jo, das ist in der Regel tatsächlich so (zumindest bei mir).
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Keuner am 30.08.2016 | 12:09
@Boba: +1.
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Infernal Teddy am 30.08.2016 | 13:06
Okay:

1.) Es gibt einen Grund, warum es bei uns nie einen Rant zu Pathfinder gab: derjenige, der bei uns rantet, bin ich, und da ich die Rezensionen zu Pathfinder schreibe ist das nie in Frage gekommen. Zumal, wie schon gesagt wurde, Ulisses ja "nur" Übersetzt (Wobei ich die Arbeit der Übersetzer nicht schmälern möchte - ich schreibe es wohl nicht oft genug, aber ich bin von der Arbeit, die bei den Übersetzungen geleistet wird bei Ulisses immer wieder sehr angetan) - wenn ich wirklich mal auf die idee kommen sollte über Pathfinder zu ranten, werde ich das im englischsprachigem Raum machen.

2.) Was uns eigentlich am meisten stört - die "Hauptkritik", sozusagen - ist das niemand uns darauf hin angesprochen hat. Niemand hat uns geschrieben um uns zu sagen "Hey, der Rant war kacke, wir beliefern euch nicht mehr". Hätte immer noch weh getan, klar. Aber: Wenn Ulisses mit uns drüber gesprochen hätte, hätte es auch einen entsprechenden positiven Artikel als "Folgeartikel" geben können. Oder eine Entschuldigung. Oder auch "Teddy lässt sich nie wieder in der Nähe eines DSA-Artikels blicken". Statt dessen haben wir irgendwann nachgefragt, haben eine kurze, knappe Antwort bekommen, und auf die Frage hin ob man das Ganze wieder kitten könnte kam einfach nichts. Niemand - erst recht nicht wir! - stellt Ulisses Recht in Frage, uns nichts zu geben. Ich hatte in Anbetracht meiner letzten Pathfinder-Rezis schon damit gerechnet das wir da nichts mehr bekommen. Wir waren aber in unseren Rezis immer - so weit wir das überhaupt feststellen können - ehrlich.

3.) Ich habe überhaupt kein Problem mit Michael - ich hab mich eigentlich sogar recht gerne auf der RPC mit ihm unterhalten, und fand es schade das es dieses Jahr (Caninus und ich haben es nicht geschafft) nicht geklappt hat.

4.) Ich bin ehrlich überrascht. Zum einen bin ich gelinde gesagt überrascht, was für kreise das ganze mittlerweile zieht - ich hatte erwartet das ein paar Leute "Wir sind unbequem geworden" lesen würden, ein paar leute hämsich lachen oder sich lustig machen, und das thema damit auch erledigt wäre. Womit ich überhaupt nicht gerechnet hätte wäre, das es eine woche später unglaublich... hochgekocht ist. Ich habe das ganze für einen Shitstorm im Wasserglas gehalten, der zwei tage später wieder vorbei wäre. Zum anderen bin ich ehrlich überrascht wie viele leute uns überhaupt lesen. Ich bin im Moment ein wenig... überfordert.
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Boba Fett am 30.08.2016 | 13:10
@infernalTeddy: Meine Aussage oben bezog sich nicht auf Euch, sondern auf den Themenstarter, der meiner Meinung mit diesem Thread nach etwas konstruieren möchte.

Niemand - erst recht nicht wir! - stellt Ulisses Recht in Frage, uns nichts zu geben.

Äh doch! Der universaldilletant oben im ersten Beitrag macht implizit genau das.

Ich bin ehrlich überrascht. Zum einen bin ich gelinde gesagt überrascht, was für kreise das ganze mittlerweile zieht - ich hatte erwartet das ein paar Leute "Wir sind unbequem geworden" lesen würden, ein paar leute hämsich lachen oder sich lustig machen, und das thema damit auch erledigt wäre.

Hallo? Hallo! Es ist Rollenspiel... Es ist der DSA Verlag. Da wo alle Fanbois und Haters aufeinandertreffen und ihre Emotionen austoben. Und es ist das Internet.
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Deep_Impact am 30.08.2016 | 13:35
@Infernal: Dein Beitrag ist auch nicht unhöflich geschrieben, sogar mit einem Danke am Ende und alles. Okay, der Nachsatz mit dem "allen anderen auch" könnte als Spitze / Ätschibätsch interpretiert werden, auch wenn er so wohl nicht gemeint ist.
Aber es ist eben wie es ist, in der Regel lesen gerade, die die das Maul auf weitestens aufreißen, den Inhalt nicht richtig. Da "meckert" jemand gegen "die da oben". Und schon wird draufgehauen. Eben genauso, wie es hier als Einstieg gemacht wird.

Was ein interessantes Nebenthema ist, eigentlich ein ganz anderes: Bewerten Rezensenten Reziexemplare tendenziell besser/sanfter als Selbstgekauftes?
(Aus eigener Erfahrung: Ja, da keinen "Wo ist meine Kohle hin?"-Effekt gibt. Rezi-Exemplare von DriveThru sind da noch was anderes, denn da hat man kein Autor oder jemand mit Herzblut vor sich.)


BTW: Interview zum Thema "Rezensionen" mit Thomas Echelmeyer auf der RatCon
(ab Minute 18:06):
https://youtu.be/VYRIhpfzyAw?t=18m6s

Geht aber mehr um das Thema Rezis als solches. Er sagt auch, dass er den konkreten Fall nicht kennt.
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: ErikErikson am 30.08.2016 | 13:42
Hab mir jetzt nochmal den Artikel durchgelesen, IMO ein Sturm im Wasserglas.

Aber den Blog find ich sehr schön, grafisch ansprechend, professionel... gut das jetzt durch diese Aktion der etwas bekannter wird.

Ein kleiner Kritikpunkt: Ihr bedankt euch, schreibt ihr seid überrascht...mir hat da gefehlt, das ihr das Verhalten schlicht scheisse findet. ich finde, das kann und soll man schon schreiben (höflich formuliert), wenn man recht offensichtlich auch so fühlt. Weil man ein Verhalten scheisse findet muss man ja nicht die Person dahinter angreifen, aber man muss halt sagen was einem nicht passt, sonst kommt man zu nix. Wenn ich den Artikel so lese hab ich den Eindruck, ihr seid noch froh über die Entwicklung-was ja irgendwo nicht sein kann. Ihr seid ein Blog und ihr müsst eure Meinung nicht wie im Arbeitszeugnis verklausulieren.
 
ist aber nur ein Nebenthema, jedenfalls hoffe ich das ihr euch jetzt mehr auf das konzentriert was ihr noch problemlos rezensieren könnt. Oder vielleicht geben sie ja auch nach nach dem ganzen Theater hier, dann wär noch was positives rausgekommen. Beim Rollenspiel kennt doch eigentlich jeder jeden da kann so ein Ärger dohc nicht zu lange halten, spätestens auf der nächsten Con wo wahrscheinlich beide Parteien gemeinsame Freunde haben sollte das doch vom Tisch sein.
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Oak am 30.08.2016 | 14:04
Was ein interessantes Nebenthema ist, eigentlich ein ganz anderes: Bewerten Rezensenten Reziexemplare tendenziell besser/sanfter als Selbstgekauftes?
Das ist eine gute Frage. Wer selber kauft, braucht einen Vorwurf zu einseitiger Werbung nicht fürchten...
https://sprawldogs.blogspot.de/2016/08/blogger-rollenspieler-gehilfe.html
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Erg am 30.08.2016 | 14:56
...
Die Kritik an der Entscheidung und der Vorwurf der Einflußnahme halte ich für äußerst weit hergeholt.
...

Hm. Selbstverständlich steht es einem Verlag frei, wem er seine Produkte kostenlos zur Verfügung stellt. Und ich würde auch keine Freiexemplare an jemanden verschicken, von dem ich vermute, daß er die Produkte übel verreißt, weil er nach eigenen Aussagen die komplette Produktlinie schlecht findet. Aber das unterließe ich aus genau diesem Grund: ich möchte vermeiden, oder zumindest die Wahrscheinlichkeit senken, daß derjenige weiterhin meine Produkte rezensiert. Keine subtile Einflußnahme, aber zweifelsohne entfaltet die Maßnahme (keine Freiexemplare mehr) eine Wirkung auf die Rezensionen des Betroffenen (sie werden zumindest seltener, wenn sie nicht ganz unterbleiben), und möglicherweise auf andere Rezensenten (Rezensierer ? Rezensoren ? wer weiß...). Und zu vermuten, daß die tatsächliche Wirkung einer Maßnahme diejenige ist, die auch beabsichtigt war, scheint mir nicht weit hergeholt (außer, ich hielte ihren Urheber für jemanden, der zu kurzsichtigen Entscheidungen neigt).
Darüber hinaus folgt aus der Tatsache, daß jemand das Recht hat, etwas zu tun, nicht zwingend eine positive moralische Bewertung seiner Tat (die ja mitunter Gründe und Wirkungen der Tat berücksichtigt)
Und das die Maßnahme ein "Gschmäckle" hat, würde ich schon auch sagen (sei es nun eins der Rache oder eins der Einflußnahme)
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Taysal am 30.08.2016 | 15:05
(...)
Was ein interessantes Nebenthema ist, eigentlich ein ganz anderes: Bewerten Rezensenten Reziexemplare tendenziell besser/sanfter als Selbstgekauftes?
(Aus eigener Erfahrung: Ja, da keinen "Wo ist meine Kohle hin?"-Effekt gibt. Rezi-Exemplare von DriveThru sind da noch was anderes, denn da hat man kein Autor oder jemand mit Herzblut vor sich.)
(...)

Es kommt darauf an, was du als Rezensent bezeichnest. Klassisch geschult, im redaktionellen Rahmen, mit journalistischen Ansprüchen: Nein, es hat keine Relevanz. Heute hat sich aber die Sache bei vielen geändert. Da bezeichnet sich ja alles und jeder als Rezensent. Das Ergebnis sieht man bei Amazon, auf etlichen Blogs und Vlogs. Da wird halt gerne auch "abgegriffen".

Man sollte aber auch bedenken, dass sich das Reziexemplar ebenfalls verändert hat. Die waren früher nicht kostenlos, sondern (Dauer)leihgaben. Weiterverkauf gab Ärger. Heutzutage wird das allerdings auch schon mal toleriert, sozusagen als Bezahlung für die kostenlose Werbung, die so ein Multiplikator einfährt. Das sieht man manchmal auch auf Vlogs, wenn eine Romanvloggerin von einem Verlag versehentlich immer wieder zwei oder drei Reziexemplare bekommen hat und den Überschuss an die Abonnenten verschenkt.

btw @Erg: Ulisses hat sich bei mir noch nie aufgeregt, wenn ich eines ihrer Produkte stark kritisiert habe. Es gab auch nie den Versuch einer Einflussnahme.
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Deep_Impact am 30.08.2016 | 15:24
Es kommt darauf an, was du als Rezensent bezeichnest. Klassisch geschult, im redaktionellen Rahmen, mit journalistischen Ansprüchen: Nein, es hat keine Relevanz. Heute hat sich aber die Sache bei vielen geändert. Da bezeichnet sich ja alles und jeder als Rezensent.
Das klingt, als wenn du einem "echten" Rezensenten eine subjektive Meinung absprechen würdest. Man muss keine journalistische Ausbildung im weitesten Sinne haben, um eine brauchbare Rezi zu schreiben, auch wenn es vermutlich eine bessere (im Sinne einer anstehenden Kaufentscheidung) zur Folge hat.

Und auch ich habe schon Rezi-Material verrissen. Nicht von einem der großen Verlage, aber da hatte ich auch den Vorteil mir eher das raussuchen zu können, was mir gefiel. Wobei ich bei sowas wie den Spinwärtsmarken deutlich gesagt habe: Die Übersetzung ist ganz grober Mist. Gabs Konsequenzen? Nein, stattdessen ein Angebot an der Neuauflage mitzuarbeiten. :D
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Teylen am 30.08.2016 | 15:45
Es ist vielleicht auch wichtig das Ulisses dort nicht auf eine Rezension reagiert hat, sondern auf einen Rant. Was wieder beweist das man sich die Rant'erei zweimal überlegen sollte.
 
Wobei nach den Kommentaren zu folge dieser Rant auch noch sehr entschärft wurde, nach dem die Rezensionsexemplare entzogen wurden, und davor unter anderen von "Wichsern" die Rede war. (Siehe Kommentar von Jan (Malspöler) unter dem Artikel mit der Info von Neue Abenteuer).
 
Das Ulisses keine Rezensionsexemplare an ein Blog verschickt das Rants über den Verlag schreibt, dabei eine Sprache wie "Wichser" benutzt, ist imho durchaus nachvollziehbar. Auch wenn der Rant später editiert wurde.
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Infernal Teddy am 30.08.2016 | 15:48
Es ist vielleicht auch wichtig das Ulisses dort nicht auf eine Rezension reagiert hat, sondern auf einen Rant. Was wieder beweist das man sich die Rant'erei zweimal überlegen sollte.
 
Wobei nach den Kommentaren zu folge dieser Rant auch noch sehr entschärft wurde, nach dem die Rezensionsexemplare entzogen wurden, und davor unter anderen von "Wichsern" die Rede war. (Siehe Kommentar von Jan (Malspöler) unter dem Artikel mit der Info von Neue Abenteuer).
 
Das Ulisses keine Rezensionsexemplare an ein Blog verschickt das Rants über den Verlag schreibt, dabei eine Sprache wie "Wichser" benutzt, ist imho durchaus nachvollziehbar. Auch wenn der Rant später editiert wurde.

Wurde er nicht. Jan verwechselt zwei Rants.
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Boba Fett am 30.08.2016 | 15:57
...
Die Kritik an der Entscheidung und der Vorwurf der Einflußnahme halte ich für äußerst weit hergeholt.
...

Hm. Selbstverständlich steht es einem Verlag frei, wem er seine Produkte kostenlos zur Verfügung stellt. Und ich würde auch keine Freiexemplare an jemanden verschicken, von dem ich vermute, daß er die Produkte übel verreißt, weil er nach eigenen Aussagen die komplette Produktlinie schlecht findet. Aber das unterließe ich aus genau diesem Grund: ich möchte vermeiden, oder zumindest die Wahrscheinlichkeit senken, daß derjenige weiterhin meine Produkte rezensiert. Keine subtile Einflußnahme, aber zweifelsohne entfaltet die Maßnahme (keine Freiexemplare mehr) eine Wirkung auf die Rezensionen des Betroffenen (sie werden zumindest seltener, wenn sie nicht ganz unterbleiben), und möglicherweise auf andere Rezensenten (Rezensierer ? Rezensoren ? wer weiß...). Und zu vermuten, daß die tatsächliche Wirkung einer Maßnahme diejenige ist, die auch beabsichtigt war, scheint mir nicht weit hergeholt (außer, ich hielte ihren Urheber für jemanden, der zu kurzsichtigen Entscheidungen neigt).
Darüber hinaus folgt aus der Tatsache, daß jemand das Recht hat, etwas zu tun, nicht zwingend eine positive moralische Bewertung seiner Tat (die ja mitunter Gründe und Wirkungen der Tat berücksichtigt)
Und das die Maßnahme ein "Gschmäckle" hat, würde ich schon auch sagen (sei es nun eins der Rache oder eins der Einflußnahme)

Was willst Du mir/uns damit jetzt sagen?
Dass es doch eine Einflußnahme gegeben hat?
Und dass der Kritikpunkt der moralischen Verwerflichkeit gerechtfertigt ist?
Dann sage das bitte klar und schwurbel hier nicht unterschwelig herum.

Wenn Du etwas genau aus "diesem Grund" einem Rezi-Schreiberling zukünftig keine Produkte mehr zukommen ließest, dann ist das keine hinreichende Analyse, welche Gründe Ulisses (oder Herr Mingers ;) ) hatte.
Die tatsächliche Wirkung dieser Maßnahme ist, dass Ulisses ein kostenloses Exemplar weniger verteilt, also Zeit (Geld) und Porto (Geld) und Geld spart. Alles andere ist Spekulation.
Denn das zukünftig nicht zusenden hindert ja niemanden daran, nicht weiterhin Rezis zu verfassen, weder negative noch positive.

Und dass jemand, der einem anderen zukünftig keine Geschenke mehr macht, moralisch bewerten zu wollen, halte ich für sehr fragwürdig.

Anders gefragt: Was willst Du Herrn Mingers unterstellen? Sprich doch mal klar deutsch...!
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Boba Fett am 30.08.2016 | 16:00
Es kommt darauf an, was du als Rezensent bezeichnest. Klassisch geschult, im redaktionellen Rahmen, mit journalistischen Ansprüchen...

In einer Branche, die aus Liebhaberei betrieben wird, deren Professionelle das machen weil sie es unbedingt machen wollen und ja gerade noch davon ihren Lebensunterhalt bestreiten aber niemals vermögend sein werden und deren Autoren zu mehr als 80% unbezahlte Laien sind, welches Maß an professioneller Kompetenz erwartest Du da von denen, die es bewerten?
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Oak am 30.08.2016 | 18:00
Selbst wenn ich der Meinung wäre, sich maßlos über diesen Beitrag zu ärgern wäre eine angemessene Reaktion... Wie bewertet man alle anderen Artikel und Rezensionen zu DSA in dem Blog dazu? Hat Michael Mingers eine Waage bemüht, alle bisherigen DSA-Beiträge des Blogs auf die eine Seite gelegt und den einen auf die andere und festgestellt, das die Seite mit dem einen Beitrag deutlich schwerer wiegt? Den Beitrag, die Reaktion und die Erklärung in einem Zusammenhang bringend, kann ich hier kein halbwegs angemessenes Verhältnis finden.

War es denn wirklich nicht möglich, darüber zu sprechen? Mal etwas ganz abgefahrenes: Hätte man den Artikel nicht ernst nehmen und qua seiner professionellen Einsicht demontieren können? Oder den Autoren per E-Mail anschreiben und zur Rede stellen können? Auch ohne einen wohlwollenden Ausgleichsartikel (was für ein Angebot!) hätte man da eine Lösung finden können. Der vermeintlich ursächliche Artikel firmiert unter dem Titel Rant und ohne ein Experte für Rants zu sein, gibt es scheinbar ganz unterschiedliche Meinungen dazu, was einer ist oder nicht ist. Ich lese einen kritischen Beitrag in dem ein paar Emotionen mitschwimmen, dessen sachlichen Kern man hätte ernst nehmen können.
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Der Rote Baron am 30.08.2016 | 18:03
Also, nun nochmal - damit ich mitkomme:

Jemand lässt eine Schimpftirade (engl. "rant") im Internet gegen einen Verlag los, weil dieser seiner Meinung nach zu viele Produkte auf den Markt bringt und eben jener Verlag reagiert ob dieses Umstandes dann damit, dass er die betreffende Person/ Gruppe nicht mehr mit kostenlosen Rezensionsexemplaren beliefert (gibt ja eh zu viele davon) und wagt es sogar, mit den sie in dem/ der Öffentlichkeit des Netzes Beschimpfenden nicht über eine gütliche Einigung reden zu wollen.

Das ist ja sowas von autoritär und von oben herab!

Aber nur auf dem rosa Habdichlieb-Ponyhof in Lalaland.

Im echten Leben machen manche Leute das, wenn sie oder Produkte, von deren Verkauf sie leben, beschimpft werden mit möglicherweise der Folge, dass diese sich schlechter verkaufen und das mit dem "vom Verkauf Leben" dann immer schlechter klappt.

Und: Auf dem Habdichlieb-Ponyhof, da beschimpft man Leute, die einem Geschenke geben (zumal ganz viele) auch nicht. Den backt man einen Kuchen.

Alles in allem: ein erneuter Beweis von Ursache-> WIRKUNG -> Ach Scheiße!
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Oak am 30.08.2016 | 18:12
So kann man es auf jeden Fall treffend zusammen fassen.
Wenn man den betreffenden Artikel nicht gelesen hat.


Mit Tapatalk von unterwegs gesendet
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: 6 am 30.08.2016 | 18:16
Die tatsächliche Wirkung dieser Maßnahme ist, dass Ulisses ein kostenloses Exemplar weniger verteilt, also Zeit (Geld) und Porto (Geld) und Geld spart. Alles andere ist Spekulation.
Nur als Korrektur: Wenn ich es richtig gelesen habe, geht es um PDFs. Also Geld sparen sie da nicht wirklich. Sie bekommen nur kein Geld durch einen möglichen Kauf durch den Rezensenten.
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 30.08.2016 | 18:26

War es denn wirklich nicht möglich, darüber zu sprechen? Mal etwas ganz abgefahrenes: Hätte man den Artikel nicht ernst nehmen und qua seiner professionellen Einsicht demontieren können? Oder den Autoren per E-Mail anschreiben und zur Rede stellen können?
Mal erlebt wie man dafür auf Nackter Stahl eingeprügelt hat?

Da gab es so ne sog Rezension(das war ein Hateboy* Verriss ohne gleichen, die mit Fakten bestenfalls sehr - sehr wenig zu tun hatte) zu Frostzone  und NaSta  haben nachgefragt.

Wobei ich es durchaus nachvollziehen kann, das jemand keine Rezensionsexemplare bekommt - der über Zuviel Material rantet(nicht das ich das Konzept der Produktbatterie RSH, Ausrüstungsband, Karten, Musik etc. pp für sinnvoll ansehe)

*die klassische DSA Fanboi Rezension, es ist kein DSA deshalb automatisch schlecht, es ist DSA darum automatisch schlecht war gar nix dagegen.
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Taysal am 30.08.2016 | 18:27
In einer Branche, die aus Liebhaberei betrieben wird, deren Professionelle das machen weil sie es unbedingt machen wollen und ja gerade noch davon ihren Lebensunterhalt bestreiten aber niemals vermögend sein werden und deren Autoren zu mehr als 80% unbezahlte Laien sind, welches Maß an professioneller Kompetenz erwartest Du da von denen, die es bewerten?

Ich erwarte gar nichts, du hast meine Antwort aus dem Zusammenhang gerissen. Meine Antwort bezog sich auf die Frage:

Zitat
Bewerten Rezensenten Reziexemplare tendenziell besser/sanfter als Selbstgekauftes?

Und wenn du jemanden hast, der das jahrelang redaktionell gemacht hat und noch gelernt hat, worauf bei Rezensionen zu achten ist und das mal gelaufen ist und sich entwickelt hat, geht diese Person anders an die Sache ran. Dem ist egal, dass er das Ding zugeschickt bekommen hat (Ausnahmen gab und gibt es natürlich immer).

Wenn du jemanden hast der davon keine Ahnung hat, der das für seinen privaten Blog macht und sich eventuell keine teuren Bücher leisten kann oder es toll findet seine Sammlung PDFs zu zeigen, der ist anfälliger. Wenn du jemanden hast der sich etwas kauft und das Ding dann bewerten soll, tappt der in noch ganz andere Fallen.

Das hat überhaupt nichts mit Erwartungen zu tun.
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Waylander am 30.08.2016 | 18:30
Langsam wird die Causa für mich immer seltsamer.
In dem auslösenden Artikel ging es ja nicht nur darum, dass Ulisses viele DSA5 Produkte auf den Markt bringt, sondern vor allen darum, dass weitere Regional- und Ergänzungsbände Regelerweiterungen und -zusätze enthalten werden, welche das GRW ausbauen und z.T. sogar ersetzen sollen.

Warum diese Kritik beim Verlag so aufgestoßen ist, kann ich nicht ganz nachvollziehen. Vor allem, wenn ich jetzt auf Orkenspalter im Video zu Ratcon sehe, dass Markus Plötz ein DSA5-Regel-Wiki ankündigt, um dem "Problem" mit den DSA5 Publikationen entgegenzuwirken.
 http://tv.orkenspalter.de/late-nerd-show-139-von-der-ratcon-2016-scriptorium-aventuris-und-neuheiten/ (http://tv.orkenspalter.de/late-nerd-show-139-von-der-ratcon-2016-scriptorium-aventuris-und-neuheiten/)
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Pyromancer am 30.08.2016 | 18:46
Halb passend zum Thema: Wer würde denn mein Zeug rezensieren, wenn ich kostenlose Rezensionsexemplare zur Verfügung stelle?
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: ErikErikson am 30.08.2016 | 18:48
Ich würde es rezensieren. Ich habe aktuell meinen ersten Blog erstellt und da kommst du mir gerade recht. Erwarte aber nix ausgefeiltes.
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Orakel am 30.08.2016 | 20:02
Hallo? Hallo! Es ist Rollenspiel... Es ist der DSA Verlag. Da wo alle Fanbois und Haters aufeinandertreffen und ihre Emotionen austoben. Und es ist das Internet.

Ja, aber das ausgerechnet "Neue Abenteuer" - trotz der Anbindung an rsp-blogs - dann so viel Aufmerksamkeit bezieht ist dann doch überraschend. (Im positiven wie im negativen Sinne.)

Wobei nach den Kommentaren zu folge dieser Rant auch noch sehr entschärft wurde, nach dem die Rezensionsexemplare entzogen wurden, und davor unter anderen von "Wichsern" die Rede war. (Siehe Kommentar von Jan (Malspöler) unter dem Artikel mit der Info von Neue Abenteuer).

Ahm... ich bin vermutlich als jemand, der gelegentlich Gastbeiträge auf NA verfasst, nicht ganz unparteiisch, was meine Glaubwürdigkeit angeht, aber ich hatte den Rant direkt an dem Morgen als er veröffentlicht wurde gelesen: Wichser kam zu dem Zeitpunkt nicht vor... (Und wenn ich mich richtig erinnere wars de erst kurz nach 10 Uhr.)

Edith sagt: Ah.. ich habe selbst noch ein paar Sichtungen durch die Kommentare gemacht: Also, wie in den weiteren darauffolgenden Kommentaren auch schon geschrieben wird: "Wir sind unbequem geworden" hatte als Auftakt einen Rant mit dem Titel "Die aventurische Lawine" vom 18 Juni 2016. (Das ist also noch ganz aktuell.) Es gab allerdings im Jahre 2013 bereits einen Artikel aus der Friday Five Reihe "Fünf Gründe DSA nicht zu spielen" und in dem Artikel kommt dann tatsächlich das Wort "Kanonwichser" vor, bezieht sich aber auf bestimmte Spieler aus dem DSA-Umfeld, nicht den Verlag. (Das ist allerdings zugegebenermaßen ein Argument, dass auch auf die von uns beiden sehr unterschiedlich geschätzte World of Darkness durchaus anwendbar ist, werte Teylen.)
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Oak am 30.08.2016 | 20:10
Langsam wird die Causa für mich immer seltsamer.
In dem auslösenden Artikel ging es ja nicht nur darum, dass Ulisses viele DSA5 Produkte auf den Markt bringt, sondern vor allen darum, dass weitere Regional- und Ergänzungsbände Regelerweiterungen und -zusätze enthalten werden, welche das GRW ausbauen und z.T. sogar ersetzen sollen.

Warum diese Kritik beim Verlag so aufgestoßen ist, kann ich nicht ganz nachvollziehen. Vor allem, wenn ich jetzt auf Orkenspalter im Video zu Ratcon sehe, dass Markus Plötz ein DSA5-Regel-Wiki ankündigt, um dem "Problem" mit den DSA5 Publikationen entgegenzuwirken.
 http://tv.orkenspalter.de/late-nerd-show-139-von-der-ratcon-2016-scriptorium-aventuris-und-neuheiten/ (http://tv.orkenspalter.de/late-nerd-show-139-von-der-ratcon-2016-scriptorium-aventuris-und-neuheiten/)
Ich habe den Artikel auf Neue Abenteuer inzwischen mehrfach gelesen und mir nun auch den entsprechenden Passus im Video mehrfach angesehen (ab Zeitpunkt 8:35). In der Sache geht es um das gleiche Thema. Die Kritik von Infernal Teddy ist/war also offenbar nicht unberechtigt.
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: LushWoods am 30.08.2016 | 21:22
Ich würde es rezensieren. Ich habe aktuell meinen ersten Blog erstellt und da kommst du mir gerade recht. Erwarte aber nix ausgefeiltes.

Du glaubst doch nicht wirklich das jemand deine Rezensionen noch ernst nimmt nachdem was du hier verkündet hast?
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Infernal Teddy am 30.08.2016 | 21:42
(Das ist allerdings zugegebenermaßen ein Argument, dass auch auf die von uns beiden sehr unterschiedlich geschätzte World of Darkness durchaus anwendbar ist, werte Teylen.)

Ich würde mich selbst als Dune, Ascension und Oblivion-Canonwichser bezeichen, früher auch bei Rifts.
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Feuersänger am 30.08.2016 | 21:57
Mein Senf dazu (ich habe auch schon Rezis auf Presseexemplare verfasst):
- Rezi-Exemplare sind kein Geschenk. Was man da an Zeit in eine ordentliche Rezension steckt, kommt mit dem Ladenpreis des Buches verrechnet irgendwo bei Mindestlohn raus.
- So oder so _soll_ die Rezension eigentlich kritisch und unabhängig sein. In der Praxis zensieren sich aber Rezensenten nicht selten in vorauseilendem Gehorsam selbst, bzw werden von ihren Redakteuren zensiert, weil "sonst kriegen wir nix mehr".

Ist btw bei Festivalberichten (also Musik) das gleiche (da heißt es eben nicht Rezi-Exemplar, sondern Presseakkreditierung. Punkt 2 ist bei mir der Grund, warum ich das nicht mehr mache.)
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: vanadium am 30.08.2016 | 22:18
1.) Es gibt einen Grund, warum es bei uns nie einen Rant zu Pathfinder gab: derjenige, der bei uns rantet, bin ich, und da ich die Rezensionen zu Pathfinder schreibe ist das nie in Frage gekommen. Zumal, wie schon gesagt wurde, Ulisses ja "nur" Übersetzt (Wobei ich die Arbeit der Übersetzer nicht schmälern möchte - ich schreibe es wohl nicht oft genug, aber ich bin von der Arbeit, die bei den Übersetzungen geleistet wird bei Ulisses immer wieder sehr angetan) - wenn ich wirklich mal auf die idee kommen sollte über Pathfinder zu ranten, werde ich das im englischsprachigem Raum machen.

Vlt. juckt es Ulisses aber gar nicht, WER genau den "Rant" geschrieben hat, sondern einfach, dass er von NeueAbenteuer kam.
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Ifram am 30.08.2016 | 22:54
Mark Wacholz! Landser!  :'(
DSA, was haben die nur mit dir gemacht?
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Talasha am 30.08.2016 | 23:14
Jetzt geht das geflenne wieder los.  ::)
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: TeichDragon am 30.08.2016 | 23:26
*Beitrag gelöscht*
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Engor am 30.08.2016 | 23:33
Ich sehe das ganze zwiegespalten: Einerseits hat sich da gerade eine interessante Diskussion um das Verhältnis von Bloggern zu Verlagen ergeben.
In der Hinsicht habe ich da im Prinzip eine klare Haltung, Rezensionsexemplare sind keine Geschenke, sondern dienen dazu ein beiderseitiges Interesse zu decken. Der Verlag will Öffentlichkeit für sein Produkt, im Sinne von Qualitätsmanagement ist die Rückmeldung zudem für zukünftige Produkte wohl oft auch interessant. Der Blogger will Inhalte für seinen Blog, ergo nimmt er dies unter Umständen dankbar an. Daraus ergibt sich eigentlich kein Abhängigkeitsverhältnis. Und - das kann ich aus eigener Erfahrung auch sagen - ein Rezensionsexemplar steht garantiert auch in keinerlei Relation zum Aufwand, den man benötigt, um das Produkt durchzuarbeiten und den Artikel zu verfassen.

Ich rezensiere ja selbst und tatsächlich auch ausschließlich DSA. Allerdings sieht das für mich in der Realität etwas anders aus, ganz so sachneutral wie in Absatz oben beschreiben, könnte ich das wohl auf Dauer nicht halten. Ich nehme keine Rezensionsexemplare. Einmal (im Falle des neuen Grundregelwerks) wurde mir eines angeboten. Tatsächlich ist das auch kein unnormaler Vorgang, Ulisses hat von mir keine Zensur oder ähnliches verlangt. Allerdings muss ich schon sagen, dass ich es in dem Moment schwierig finden würde, wenn das ein Dauerzustand wäre, allzu negativ zu schreiben. Aus dem Grund habe ich mich in dem konkreten Fall (und weil ich kein Regelexperte bin) gegen eine echte Punktewertung entscheiden und auch mein eh schon vorbestelltes Exemplar weiterhin bestellt und bezahlt.
Umgekehrt gibt es doch viele Blogger, die Rezensionsexemplare erhalten und oft auch zu sehr kritischen Urteilen kommen, es ist sicher auch eine Frage, wie man mit sowas umgehen kann. Und vielen bleibt wohl auch nichts anderes übrig, ich muss hier wohl keinem sagen, dass Rollenspielneuheiten mitunter ein teures Hobby sind, mehr als ein System würde ich mir so kaum leisten wollen.

Was mich an der aktuellen Diskussion etwas ärgert, ist dass man auch als Unbeteiligter mit in solche Dinge reingezogen wird, wenn ich z.B. in Kommentaren unter begleitenden Artikeln als "Gefälligkeitsblogger" bezeichnet werde. Ein gescheiter Blog lebt von seiner Unabhängigkeit, kein Verlag hat etwas davon, wenn man nur künstliche Lobhudeleien bekommt wie in Auftragsarbeiten (man denke nur an die Filmvorstellungen in den Zeitschriften, die in Kinos ausliegen, in denen auch der letzte Schrott über den grünen Klee gelobt wird). Das riecht doch jeder Leser und dann erkennt man doch auch Muster ohne Wert. Und ich denke schon, dass die meisten Rezensionsblogs, die ich im Rollenspielbereich kenne, sich um eine ernsthafte Beschäftigung bemühen.

Andererseits bleibt ein blödes Resultat:
Was ich grundsätzlich schade finde, ist aber vor allem, dass nun wohl kaum noch solche Rezensionen von Neue Abenteuer kommen (zumindest von Ulisses-Publikationen), die habe ich immer gerne gelesen. Insgesamt wirkt der gesamte Vorgang beidseitig nicht so, als sei da die Kommunikation wirklich gelungen. Ein Verlag hat natürlich das Recht, Rezensionartikel zu vergeben und auch wieder zu entziehen. Allerdings klingt das alles so, als hätte man das ganze auch so klären können, ohne dass nun alles offen ausgetragen wird, gerade der "Rant" (nebenbei ein furchtbares Wort) ist wirklich nicht günstig. Letztlich gibt es so doch nur eine Situation, in der beide Seiten verlieren. Neue Abenteuer verliert einen sicher nicht ganz unwichtigen Bestandteil und Ulisses verliert eine Plattform, um die eigenen Produkte öffentlicher zu machen.   
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: 6 am 31.08.2016 | 00:15
Ein gescheiter Blog lebt von seiner Unabhängigkeit, kein Verlag hat etwas davon, wenn man nur künstliche Lobhudeleien bekommt wie in Auftragsarbeiten (man denke nur an die Filmvorstellungen in den Zeitschriften, die in Kinos ausliegen, in denen auch der letzte Schrott über den grünen Klee gelobt wird). Das riecht doch jeder Leser und dann erkennt man doch auch Muster ohne Wert. Und ich denke schon, dass die meisten Rezensionsblogs, die ich im Rollenspielbereich kenne, sich um eine ernsthafte Beschäftigung bemühen.
Allerdings wird dieser Vorwurf zum Beispiel in der Computerszene in letzter Zeit immer lauter gegenüber sogar oder gerade den professionellen Computerspielrezensenten geäussert. (Dabei rede ich dann noch nichtmal über die verschiedenen Übergriffigkeiten der Computerspielfirmen gegenüber den Rezensenten, wie NDAs in denen vertraglich geregelt ist, dass Rezis erst zum Auslieferungstermin öffentlich gemacht werden dürfen oder Reziexemplare, die gewisse finanzielle Haken nicht besitzen oder kolportierte Schwarzlisten für unerwünschte Journalisten)
Ich will damit nicht sagen, dass der Rollenspielsektor das Problem auch hat. Das hat sie definitiv nicht. Ein tatsächlich existierendes Extrembeispiel finde ich an dieser Stelle aber auch nicht falsch.
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Teylen am 31.08.2016 | 03:04
Hinsichtlich der Wortverwendung kann ich mich durchaus geiirt haben. Wobei ich mir recht sicher war das ich, nachdem der Hinweis zuerst angeführt wurde, den Artikel aufgemacht hab, danach gesucht hatte und anschließend das ganze zu den Akten gelegt und als "normale Reaktion" verbucht habe.
 
Auch ohne das Wort hat Ulisses, im Gegensatz zu anderen Verlagen, damit nicht auf eine Rezension oder eine Kritik reagiert sondern auf einen Rant. Was es meines Erachtens durchaus, auch in Anbetracht des aktuellen Text, nachvollziehbar macht. Gerade wenn man vielleicht auch betrachtet das Ulisses zu anderen Linien wie Pathfinder, nach Aussage von Michael, durchaus mehr Produkte veröffentlicht.
 
Allgemein sollte man sich meines Erachtens schon überlegen ob man mal seine Meinung zu einem Verlag in einen Rant verpackt präsentieren will, nun oder ob man an einem hinreichend moderaten Verhältnis zu dem Verlag interessiert ist. Das heißt ich finde es durchaus legitim das ein Verlag einem Blog oder einer Plattform keine Reszensionsexemplare schickt nachdem da Rants zu lesen sind, nachdem sich dort über den Produktaustoss mehr oder weniger sachlich / berechtigt wird. Auch wenn es auf der Plattform andere, begeisterte Schreiber gibt.
Imho (moralisch) nicht okay wäre zu sagen "Ja, normalerweise würde eine Schimpf-Tirade zum Exemplarstopp führen, aber da gibt es ja einen Fan".
 
Gerade auch in Anbetracht des Marktes, des Nutzen und der Auswirkung.
Das heißt in anderen Branchen steht dort einerseits ein um vielfaches größerer Markt dahinter, andererseits sollten die Rezensionen nicht nur profissionell sein sondern werden auch in, teilweise, richtigen Magazinen abgedruckt oder auf Plattformen mit sehr großer Reichweite. Das dann auf einen Markt umzulegen der um ein vielfaches kleiner ist, wo es eher Hobbyautoren sind und der Aufwand zur Rezension - meiner Erfahrung nach - nüchtern gesehen nicht so hoch ist und letztlich meines Erachtens weder ein "journalistischer" noch "professioneller" Anspruch entsteht.
Kann ich schwer bis eher nicht nachvollziehen.
 
Wobei wohl noch erschwerend hinzukommt das wohl der Eindruck entstanden ist das die Ankündigung wegen dem Nicht-Bezug auf Neue Abenteuer quasi "zu schnell" kam. Das heißt das seitens Ulisses bzw. Michael nicht keine weitere Antwort kam weil sie nicht wollten, sondern weil da Arbeit und so dem ganzen zuvor kam
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: AngusMacLeod am 31.08.2016 | 07:48
Lustigerweise läuft vieles der Kritik plötzlich ins Leere, wenn man sich HIER  (https://www.youtube.com/watch?v=iRQq9xLGjuE&feature=youtu.be)(ab Minute 11:55) die Ankündigung von Ulisses anhört, dass ALLE Regeln zu DSA5 zukünftig in einer Wiki abrufbar werden.

Zu DSA: Ich bin kein Fan von DSA, habe in den 90ern die 3. Edition gespielt und seit dem die Regeln und das Setting nicht weiter verfolgt. Wenn aber alles, was seit dem passiert ist so dramatisch ist, dann wundert es mich, dass es das System & Spiel immer noch gibt. Wenn die Fans sich bereitwillig auf alles stürzen, was veröffentlich wird, dann ist das doch ein Zeichen, dass die Zielgruppe genau das möchte! Es mangelt ja nicht an Alternativen, sogar für die eingefleischten DSAler gibt es genug Universalsysteme, mit denen man das Aventuriensetting bespielen kann.

Jeder hat die Möglichkeit über die Politik eines Verlags mit dem Geldbeutel abzustimmen.

Wer DSA nicht mag und die Veröffentlichungsfrequenz ebenfalls nicht, der kaufts halt nicht. Daraus dem Verlag einen Strick zu drehen ist höchst fraglich. Freut euch doch, dass es genug Leute gibt die bereitwillig viel Geld auf ein System schmeißen, um sich auch die limitierte aventurische Wollsocke zu kaufen, das hält die kleine Szene am Leben und spült Geld in die Kasse der Verlage, um auch nicht-aventurische Projekte zu finanzieren.

Ich bin ebenfalls bereit Geld auf Projekte zu werfen, für die ich brenne und freue mich für die DSAler, dass es einen so hohen Ausstoß an allem möglichen gibt. Es sind schon genug Verlage durch Fehlentscheidungen auch mit großen Systemen gescheitert, weil die Fanbasis lieber die alte Edition weitergespielt hat anstatt sich die neue anzuschaffen oder das System gewechselt hat (z.B. D&D3.5->4<->Pathfinder).

Geld verdienen und Profit machen ist nicht verwerflich!

Zum konkreten Fall:
Wer sachliche Kritik äußert, wird in der Regel auch angehört und ernst genommen. Über Kritik kann man diskutieren. Der Artikel von Infernal Teddy war aber nicht als Kritik angelegt, sondern ist nach eigenen Angaben als Rant angelegt worden. Auch nach eigenen Angaben war das nicht der erste Rant, die Folgen waren bekannt und Ulisses hätte auch nach dem ersten Rant den Hahn abdrehen können... haben sie aber nicht gemacht. Und der erste war eigentlich um einiges heftiger (z.B. "DSA-Spieler sind scheiße", "Kanonwichser").
Wenn die negative Stimmungsmache das erklärte Ziel ist, kann ich verstehen, dass man zum einen keine Gratisgeschenke an denjenigen mehr verteilt und dass man sich auch nicht mehr auf einen Dialog einlässt (vor allem wenn es schon Rant Nr. 2 ist). Auch Verlage müssen sich nicht alles gefallen lassen und wie gesagt, der Ton macht die Musik.

Ich bin selbst im Vertrieb tätig (komplett andere Branche) und bin auch mit unzufriedenen Kunden konfrontiert (vor Ort bei den Kunden). Wenn es eine sachliche Begründung gibt, wird alles unternommen und die Kritikpunkte zu beheben und den Kunden zufrieden zu stellen.
Dann gibt es aber auch potentielle Kunden in der Branche, die mit dem Wettbewerb arbeiten. Der Wettbewerb ist nicht besser oder schlechter, er ist anders und mag für den Nutzer besser passen als unsere Produkte. Wenn dieser Nicht-Kunde dann aber mehrfach aktiv Stimmung gegen uns macht und uns öffentlich Dinge vorwirft, die ihm nicht passen an unserem Produkt, die unsere Kunden aber gerade an unseren Produkten schätzen, dann ist das kein potentieller Kunde, den man dann auch noch hofiert und dem man eine gratis Demo aller neuen Produktlinien anbietet...

 ::)
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Morgi am 31.08.2016 | 08:22
Hi,

das ist genau der Grund wieso ich gar keine Rezis lese ;-) es ist für mich schon mehr als bedenklich wenn man als Rezensent die Produkte als "Bezahlung" sieht. Meiner Meinung nach Funktioniert das so nicht...


Liebe Grüße

Morgi
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Erg am 31.08.2016 | 09:06
...
Was willst Du mir/uns damit jetzt sagen?
Dass es doch eine Einflußnahme gegeben hat?
Und dass der Kritikpunkt der moralischen Verwerflichkeit gerechtfertigt ist?
Dann sage das bitte klar und schwurbel hier nicht unterschwelig herum.

Wenn Du etwas genau aus "diesem Grund" einem Rezi-Schreiberling zukünftig keine Produkte mehr zukommen ließest, dann ist das keine hinreichende Analyse, welche Gründe Ulisses (oder Herr Mingers ;) ) hatte.
Die tatsächliche Wirkung dieser Maßnahme ist, dass Ulisses ein kostenloses Exemplar weniger verteilt, also Zeit (Geld) und Porto (Geld) und Geld spart. Alles andere ist Spekulation.
Denn das zukünftig nicht zusenden hindert ja niemanden daran, nicht weiterhin Rezis zu verfassen, weder negative noch positive.

Und dass jemand, der einem anderen zukünftig keine Geschenke mehr macht, moralisch bewerten zu wollen, halte ich für sehr fragwürdig.

Anders gefragt: Was willst Du Herrn Mingers unterstellen? Sprich doch mal klar deutsch...!

Ich will exakt das sagen, was ich gesagt habe. Mein Beitrag bezog sich einzig auf die von mir zitierte Äußerung. Dieser habe ich widersprochen. Ich habe keine Ahnung, ob Einflußnahme das Motiv war, oder "Bestrafung" oder was auch immer (es ist mir auch egal). Aber "weit hergeholt" ist die Vermutung, Einflußnahme sei das Motiv gewesen, in meinen Augen nicht. Ebenso ist eine negative moralische Bewertung meines Erachtens nicht "weit hergeholt", sondern durchaus im Bereich des Möglichen. Ich treffe kein moralisches Urteil, da ich die relevanten Informationen nicht habe (Gründe und Wirkungen).
Und von sich selbst zu schließen, ist natürlich nicht ausreichend, um zu sagen: so ist es (was ich nicht tue bzw. getan habe), es rechtfertigt in meinen Augen aber schon die Aussage: Das ist nicht weit hergeholt.

Nebenbei (auch wenn es für meine Aussage von geringer Bedeutung ist): Jemanden aus einem Email-Verteiler zu nehmen, an den pdfs verschickt (kein Porto, keine Druckkosten) werden, kostet mehr Zeit, als ihn darin zu lassen.
Natürlich kann ich die Produkte kaufen, die ich rezensieren möchte, leihen, stehlen etc. Ein Mangel an Freiexemplaren hindert mich nicht daran, Rezensionen zu schreiben. Aber ich denke doch, daß wir davon ausgehen können, daß er sich zumindest auf die Häufigkeit solcher Rezensionen  auswirkt.

Es steht jedem frei, meine moralischen Bewertungen (bzw. die Tatsache, daß ich mir eine solche gegebenenfalls anmaße) moralisch zu bewerten. Auch ohne Angabe von Gründen  ;)

Kurz: Ich unterstelle Herrn Mingers überhaupt nichts. Ich behaupte: die Unterstellungen, die Andere vorgebracht haben (mögen sie zutreffen oder auch nicht) sind nicht weit hergeholt (in Widerspruch zur von mir ursprüglich zitierten Aussage)

Abschließend (und nebenbei): ich versuche fast immer, mich klar auszudrücken (was natürlich nicht immer gelingt). Ich schreibe in dem Stil, den ich für richtig halte. Wem das nicht gefällt, der ist herzlich eingeladen, mein "Geschwurbel" nicht zu lesen (auf die individuellen Geschmäcker der potentiellen Leser werde ich keine Rücksicht nehmen, da hätte ich viel zu tun). Ich bin gerne bereit, Unklarheiten in meinen Beiträgen und daraus resultierende Mißverständnisse aufzuklären; aber der Hinweis auf Jene sollte (wenn schon nicht höflich oder gar freundlich) zumindes neutral vorgebracht werden.
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Ludovico am 31.08.2016 | 09:22
Weil zu all dem anderen Zeug schon viel geschrieben wurde (ich stimme Boba zu), nehme ich mir mal diesen Satz aus dem Eingangspost vor:
Zitat
Bad news, are better than any news, anyone?

Das stimmt... in einigen Fällen. Ein Schauspieler, kann sich mit einem Skandal wieder ins Geschäft bringen, ein Film mit einer Kontroverse die Verkaufszahlen erhöhen, aber wir reden hier von Verlagen und Rollenspielen und da ist eine positive Wahrnehmung sehr wichtig.
Beispiel Nackter Stahl (wurde ja schon mal genannt hier):
Die waren mit Arcane Codex von 0 auf 100 in der Wahrnehmung der Rollenspieler. Die Qualität ihrer Produkte mag diskutabel gewesen sein, aber wären sie weiter als unterstützend und kooperativ rübergekommen, dann wären sie heute mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit eine Größe im deutschen Rollenspielmarkt.
Aber dann kam ein "Rezensent" vorbei (wer dessen Posts bis dato gelesen hatte, wäre niemals auf die Idee gekommen, denjenigen eine Rezension schreiben zu lassen.), der (wie hier auch schon beschrieben) eine äußerst negative Rezension minderer Qualität zu einem NaSta-Produkt ablieferte.
Der Verlag wehrte sich, wenn auch (wenn ich das noch richtig im Kopf habe) etwas tollpatschig und schon war der Skandal da.

NaSta wurde nicht positiv wahrgenommen und wo stehen der Verlag heute?

Gerade bei dem kleinen und emotional sehr aufbrausenden Kreis der Rollenspieler ist ein positives Image für Verlage zwecks Kundengewinnung und -Bindung überlebenswichtig.
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Infernal Teddy am 31.08.2016 | 09:29
Ich verstehe den Staatsakt sowieso nicht der derzeit betrieben wird.

* Blog macht einen für einen Verlag unfreundlichen post (Der, wenn ich ehrlich bin, ein wenig unüberlegt war)
* Verlag schneidet Blog von weiterem Rezimaterial ab.
* Kommunikationsprobleme
* Blog teilt lesern mit, das es erstmal keine weiteren Rezis zu material vom Verlag geebn wird, weil blog doof.

Warum genau wird jetzt ein Staatsakt draus gemacht? Wenn es nicht mich direkt erwischt hätte, hätte ich mit den schultern gezuckt.
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: ErikErikson am 31.08.2016 | 09:32
Ich verstehe den Staatsakt sowieso nicht der derzeit betrieben wird.

* Blog macht einen für einen Verlag unfreundlichen post (Der, wenn ich ehrlich bin, ein wenig unüberlegt war)
* Verlag schneidet Blog von weiterem Rezimaterial ab.
* Kommunikationsprobleme
* Blog teilt lesern mit, das es erstmal keine weiteren Rezis zu material vom Verlag geebn wird, weil blog doof.

Warum genau wird jetzt ein Staatsakt draus gemacht? Wenn es nicht mich direkt erwischt hätte, hätte ich mit den schultern gezuckt.

Weil es ein Unternehmen gegen Einzelperson Thema ist, und damit ein automatisch beliebtes und leider auch hochtoxisches  Thema.
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Skyrock am 31.08.2016 | 09:40
Meh. Sieht mir mehr nach einem schlecht kommunizierten Herausfiltern eines Blogs aus dem Reziexemplarverteiler aus als nach einem echten Skandal.

Die deutsche Rollenspielszene ist sowieso ziemlich klein und entsprechend kreiswichsig. Über maximal drei Ecken hat jeder große Name mal mit jedem an irgendeinem Produkt, einer Webseite, Zine oder sonst etwas zusammengearbeitet. Wirklich objektive und völlig unbefangene Rezis zu einheimischen Produkten findet man entsprechend kaum – und gerade DSA polarisiert zwischen absoluten Fanboys und absoluten Hassern mit wenig Spielraum dazwischen.
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Boba Fett am 31.08.2016 | 09:47
Die deutsche Rollenspielszene ist sowieso ziemlich klein und entsprechend kreiswichsig.

Hey, ich fühle mich da als Szenenmitglied unflätig beleidigt. Und ich denke, das gilt für eine Menge Leute hier.
Also: Zügle Deine Zunge, respektive deine Tastatur.
Und lies meine Signatur: "Freundlich" und "höflich" steht in der Hausordnung.

Ausserdem bin ich mit 1m83 nicht "ziemlich klein"!
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Nero am 31.08.2016 | 09:52
Hey, ich fühle mich da unflätig beleidigt. Und ich denke, das gilt für eine Menge Leute hier.


Richtig so ! Er hat nämlich recht !
Schön das es mal jemand mal ausspricht !
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: D. Athair am 31.08.2016 | 09:53
@ NaSta:
Die Heretic-Rezension auf den Blutschwertern war aber nicht das Einzige.
Da kommen noch der Rechtsstreit mit Prometheus (wegen Elyrion), das missglückte Interview mit der DORP sowie die unangemessene Behandlung von eben jenem Scorp/Michael Mingers als Autoren des Veruna-Quellenbuchs für NaSta hinzu.
Ach, und ich vergaß "das Kreischen der Weiber" sowie die Besserspiel-/Besserverlagsattitüde, durch die Verlag und Fandom fast schon sektenartig als alleinige Hüter der Rollenspiel-Wahrheit aufgetreten sind. Und dann war da noch die vollmundige Veröffentlichung von Doomstone, einem deadlands-artigen Western-Rollenspiel, das regelseitig bei vielen Rezensenten durchgefallen ist.


... und wo wir gerade bei Michael Mingers waren:
Ich kenne seine Fan-Arbeiten für die DORP recht gut. Zuerst über die vielen von ihm verfassten Rezensionen (v.a. zu WFRP2), dann über DORP-TV, ... Im DORP-Cast wurde auch mal das Thema "Rezensionsexemplare" angesprochen. Michael hat auch mal geschrieben, was für ihn (persönlich) Rezensionen leisten können sollten - da haben wir auch kurz drüber diskutiert.
Anders gesagt: Auf dem Gebiet "deutschsprachige Rollenspielrezensionen" gibt es mMn nicht viele, die einen besseren Überblick haben als Scorp.

Was ich damit sagen will:
Dem ursprünglichen Beitrag fehlen wesentliche Kontexte, weshalb er für mich keine kompetente Beleuchtung der Situation darstellt. Ich halte ihn vielmehr für eine vornehmlich emotionale Reaktion ohne viel Fakten-Backup. 
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: LushWoods am 31.08.2016 | 10:15
Aber dann kam ein "Rezensent" vorbei (wer dessen Posts bis dato gelesen hatte, wäre niemals auf die Idee gekommen, denjenigen eine Rezension schreiben zu lassen.), der (wie hier auch schon beschrieben) eine äußerst negative Rezension minderer Qualität zu einem NaSta-Produkt ablieferte.

Fairerweise muss man aber sagen das Heretic unter den unterschiedlichsten Pseudonymen aufgetreten ist, hauptsächlich weil er nach mehr oder weniger kurzer Zeit überall (zu Recht) rausgeflogen ist. Da bei einem halben Dutzend Namen den Überblick zu behalten ist halt auch nicht ganz einfach.
Ansonsten war das natürlich ein Schuss in's eigene Bein.
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Infernal Teddy am 31.08.2016 | 10:23
Meh. Sieht mir mehr nach einem schlecht kommunizierten Herausfiltern eines Blogs aus dem Reziexemplarverteiler aus als nach einem echten Skandal.

Die deutsche Rollenspielszene ist sowieso ziemlich klein und entsprechend kreiswichsig. Über maximal drei Ecken hat jeder große Name mal mit jedem an irgendeinem Produkt, einer Webseite, Zine oder sonst etwas zusammengearbeitet. Wirklich objektive und völlig unbefangene Rezis zu einheimischen Produkten findet man entsprechend kaum – und gerade DSA polarisiert zwischen absoluten Fanboys und absoluten Hassern mit wenig Spielraum dazwischen.

Meine Damen und Herren, einer der seltenen Tage an denen ich Skyrock recht gebe. Lange ist das her das das passiert ist.
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Skyrock am 31.08.2016 | 10:25
Hey, ich fühle mich da als Szenenmitglied unflätig beleidigt. Und ich denke, das gilt für eine Menge Leute hier.
http://knowyourmeme.com/memes/circle-jerk

Es ist keine Beleidigung, es ist eine bloße Feststellung – und bei Anwendung der 1/9/90-Regel (https://en.wikipedia.org/wiki/1%25_rule_(Internet_culture)) auf eine so kleine Szene wie die deutsche Rollenspielszene auch nicht überraschend. Man sieht und liest immer wieder die gleichen Namen wenn es darum geht etwas auf die Beine zu stellen, kennt sich untereinander und wird sich wahrscheinlich nächstes Jahr wieder bei irgendeinem Projekt in die Augen schauen müssen. Offene Konfrontation (etwa in Form von Verrissen bei Rezis) ist entsprechend selten, und wenn sie sich mal in die Bahn bricht etwas worüber man noch Jahre später spricht (wie beim hier angesprochenen Frostzone-Verriss auf Blutschwerter).

Wirklich verhindern kann man es sowieso nicht, da weder die Lösung "Hey Szene, wachse mal um Faktor 10 um den 1%-Pool an Machern zu vergrößern!" oder "Hey 1%-Dauer-Rollenspielmacher, tretet bitte mal etwas auf die Bremse damit die 9%-Gelegenheits-Rollenspielmacher mehr relativen Anteil haben!" praktikabel sind. "Benehmt euch mal nen bißchen mehr wie die Axt im Walde und zerstreitet euch in lebenslange Erzfeinde" klingt auch nicht hilfreich.
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Boba Fett am 31.08.2016 | 10:29
Es ist keine Beleidigung, es ist eine bloße Feststellung ...

Zitat
The term “circle jerk” was initially used to describe a sexual practice in which a group of men masturbate themselves or each other while sitting in a circle.

Ich fühle mich mehr beleidigt als vorher...
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Greifenklause am 31.08.2016 | 10:40
Zu "kreiswichsig":
Aus diesem Grunde mag ich keine Ausdrücke mit sexueller Ur- oder Nebenbedeutung.

Zu "DSA-Fanboys" vs. "-Hasser":
Im Übrigen muss ich widersprechen, dass sich die Szene in DSA-Fanboys und -Hasser 50/50 aufteilt.
Wahr ist: Viele sind mit DSA aufgewachsen. Das führt bei manchen zu Liebe, die blind macht und anderen zu übertriebenen Abneigungen, weil man jeweils die guten oder schlechten Erfahrungen aus seiner Anfangszeit überbewertet.

Der Großteil bewegt sich aber mittlerweile dazwischen. Gelegenheitsspieler, DSAspielerweilgeradenichtsbesseresdaist, EhemaligerFetischistderdieSchwächenkennt auf der einen Seite sowie Gelegenheitsspieler, WasanderesalsDSAspielerweilgeradenichtsbesseresda ist, EhemaligerFetischistderdieSchwächenkenntunddeshalbgeradeeinanderesSystemaustestet, DSAinteressiertmichnichtso auf der anderen Seite
machen immer noch das Gros aus!

Im Übrigen waren die größten Grabenkriege und vernichtendsten/schönsten Kritiken der letzten Jahre nicht zwischen Fanboys und Hassern geben,
sondern gerade innerhalb der Fanboycommunity und dort - ganz grob und vereinfacht - zwischen änderungsphobischen und änderungsaffinen Fanboys.


Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Der Nârr am 31.08.2016 | 10:41
Zitat
“Circle Jerk” is a pejorative slang term [...]
Herv. von mir.

Jemanden oder eine Gruppe mit einem pejorativen Begriff zu belegen ist irgendwie schon eine Beleidigung...


Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Ludovico am 31.08.2016 | 10:52
Ich fühle mich mehr beleidigt als vorher...

Du hast das noch nie probiert?
Dann kannst Du Dich nicht als Rollenspieler bezeichnen.  ;)

Das erinnert mich daran, dass ich heute Mundspülung kaufen muss.  ;D

@Lushwoods
Also der war trotz Nickwechsel doch immer leicht erkennbar bei dem Stil.  :puke:
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Greifenklause am 31.08.2016 | 10:56
Was Skyrock als "kreiswichsig" bezeichnet hat, hätte ich vielleicht als "Elfenbeinturmproblematik" bezeichnet, auch wenn das nicht ganz deckungsgleich ist.

Auch abwertend, wenn man das so werten will,
aber halt nicht obszön.
Muss sowas sein? Ich denke nicht!

Aber wir haben jetzt ausgedrückt, dass wir das nicht schätzen und uns verletzt (und eine Entschuldigung wird von Skyrock wohl nicht mehr kommen),
also besser weiter im Thema.
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Feuersänger am 31.08.2016 | 11:05
"kreiswichsig" ist ab jetzt eins meiner Lieblingsworte, gab ich grad beschlossen. ;D
Man kann aber auch inzestuös sagen.
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Greifenklause am 31.08.2016 | 11:07
"kreiswichsig" ist ab jetzt eins meiner Lieblingsworte, gab ich grad beschlossen. ;D
Man kann aber auch inzestuös sagen.

Ja, kann man, man kann es aber auch in dem Moment lassen und eine nicht-sexuide Wortwahl nehmen, wenn man merkt, dass die Leute sich dadurch verletzt fühlen.

Trotz meines Namens bin ich ja nicht der Steigbügelhalter von Boba Fett,
sondern fühlte mich durchaus auch beleidigt.
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Luxferre am 31.08.2016 | 11:13
In dem Moment, wo Leute sich selbst negativ benennen ist der erste Schritt in die Außenwahrnehmung getan. Ich finde solche Begriffe wirklich kritisch. Erst recht in unserem eh schon recht negativ behafteten Spartenhobby.
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: universaldilettant am 31.08.2016 | 11:16
Bitte, wir sind mündige Menschen. Ulisses hat ja gerade eine sehr coole Sache angekündigt (Wiki). Es gibt also kein Schwarz/Weiß. So dass wir es auch schaffen, uns gegenseitig nicht zu beleidigen und im Rahmen eines Forums höflich bleiben können. Das klappt schon einigermaßen gut, könnte aber besser funktionieren! Würde mich freuen :-).

Ich verstehe den Staatsakt sowieso nicht der derzeit betrieben wird.

* Blog macht einen für einen Verlag unfreundlichen post (Der, wenn ich ehrlich bin, ein wenig unüberlegt war)
* Verlag schneidet Blog von weiterem Rezimaterial ab.
* Kommunikationsprobleme
* Blog teilt lesern mit, das es erstmal keine weiteren Rezis zu material vom Verlag geebn wird, weil blog doof.

Warum genau wird jetzt ein Staatsakt draus gemacht? Wenn es nicht mich direkt erwischt hätte, hätte ich mit den schultern gezuckt.

Gute Zusammenfassung. Ich bin ehrlich gesagt, auch überrascht wegen der vielen Reaktionen. Es ist wirklich keine große Sache - es sollte aber meiner Meinung nach kommuniziert werden, dass dir da ein Unrecht geschehen ist. Vor Allem, da die Rezensionen ganz gut waren (zwar relativ viele Typos und Rechtschreibfehler, aber das sehe ich nicht so genau :-)). Und soooo viele Rezensionen zu DSA gibt es nun auch wieder nicht, dass es eine Übersättigung gäbe. Eure Rezensionen haben also einen großen Wert! Meines Erachtens sollte sich der Verlag bei dir Entschuldigen und noch einmal in einer Redaktionssitzung entscheiden, ob du nun wirklich keine Exemplare von allen Produkten mehr bekommst.

Die Kritik, es werden zu viele Produkte veröffentlicht, halte ich (ehrlich und offen gesagt) für reichlich bescheuert.
1. Ein Verlag lebt davon, möglichst viele Produkte zu veröffentlichen und zu verkaufen.
Dieser Punkt ist aus betriebswirtschaftlicher Sicht schlichtweg falsch. Ein Verlag, eine Firma muss möglichst wenige Produkte herausbringen um erfolgreich zu sein, diese aber möglichst oft verkaufen. Eine Firma, die 20 Produkte veröffentlicht und den gleichen Umsatz macht, wie eine Firma, die 100 Produkte veröffentlicht, ist ökonomisch besser aufgestellt. Denn die Produktionskosten sind bei der ersten Firma niedriger. Es geht also um den Spagat: Möglichst wenige Bücher, die aber den gesamten Markt abdecken. Richtig wäre also: Weniger Produkte würde insgesamt mehr Qualität in den einzelnen Publikationen bedeuten, aber vielleicht höhere Verkaufszahlen, weil das Produkt besser ist. Mehr Produkte würde insgesamt weniger Qualität bedeuten, dafür ist aber der potentielle Markt besser abgedeckt. Ein Verlag lebt davon, die richtigen Produkte zu veröffentlichen. So "reichlich bescheuert" ist die Kritik also nicht. Aber selbst wenn sie es wäre, auch bescheuerte Kritik muss akzeptiert werden, wenn sie einigermaßen höflich ist (dieser Punkt steht für mich außer Streit). Der Rant von 2013 ist für mich irrelevant - dann hätte Ulisses sofort reagieren müssen.

Eine Anmerkung zu Ulisses: Einflussnahmen gibt es ja ständig. Das besondere an diesem Fall ist, dass sich Michael Mingers zu Wort gemeldet hat und man dadurch die Einflussnahme wirklich empirisch belegen kann (Entzug von Goodies). Danke für diesen wunderbar dokumentierten Fall.  :d :d :d :d :d :d
Vor allem Ulisses als Verlag sollte doch nicht so kindisch sein ("weil Pathfinder hat auch so viele Bücher - ätsch"), da gleich den Hahn abzudrehen. Also entweder sind die handelnden Akteuere nah am Wasser gebaut, oder aber sie halten sich für des Schöpfung Krone. ich glaube ja an Zweiteres, weil "Das beste DSA aller Zeiten", "DSA Die Fünfte Edition: Schneller! Schlanker! Besser!" deutet nicht gerade auf Bescheidenheit hin. Gerade deshalb, da sich das mit dem "Schlanker" ja in den Orkus verabschiedet. So gesehen trifft die Kritik auf neue Abenteuer ins Herz von Ulisses, da sie genau dies pointiert anspricht. Denn das Feedback des Artikels war positiv: Die einzigen Rant-Stellen waren: "Mal sehen wie lange es dauert bis wir wieder eine Neuauflage der Götter-Verfluchten Sieben Gezeichneten bekommen. Das Ding ist ja schlimmer als jeder Untote.", sowie die totalisierende Frage "Und darüber regt sich auch keiner unter den DSA Fans auf, weil es ist ja DSA, richtig?"[es gab genug Leute, denen das sauer aufgestoßen ist] und das Wort RANT. Wer halt mit so großen BWL-Marketing-Neusprech-Blasen blubbert und dann nicht liefern kann, darf sich nicht wundern, dass solche Artikel entstehen. Der deutschsprachige Rollenspielmarkt ist klein genug um ohne den durchamerkianisierten Marketing-Blödsinn auszukommen. Das provoziert ja gerade Kritik aus einem Markt, der klein und deren Kunden gerade nicht amerikanisiert sein wollen.


Eine generelle Anmerkung zu Rezensionen:
Rezensionsexemplare zu verteilen und anzunehmen ist legitim. Manche können die Verbandelung mit dem Verlag besser ausblenden, als andere. Die Qualität von Rezensionen muss dadurch also nicht schlechter werden. Sie kann - weil auch Dinge rezensiert werden, die nicht Fanboystatus haben (also stark emotional besetzt sind; ergo nur Verriss oder Lobhudelei rauskommt) - besser sein. Es hängt eben von der bloggenden Person ab, und inwieweit die Person von solchen Dingen Bescheid weiß. Auf der anderen Seite kann man unabhängig sein, und schlechte Rezensionen schreiben. Ansonsten möchte ich auch noch einmal auf diesen sehr klugen Kommentar von Engor hinweisen. (http://www.tanelorn.net/index.php/topic,99582.msg134409686.html#msg134409686)

Was mir nur aufgefallen ist: Es fehlen kritische Rezensionen, die das gesamte System vergleichen, die also mehr machen, als einzelne Bücher zu überprüfen. Auch Systemvergleiche fehlen weitgehend in der Bloggerlandschaft (ein Grund, warum das da entstanden ist (http://www.tanelorn.net/index.php/topic,98540.0.html)).

Ich wünsche NEUE ABENTEUER noch alles Gute und viele interessante und kritische Rezensionen. Ebenfalls hoffe ich, dass der eine oder andere Blogger etwas gelernt hat und das Verhältnis von Bloggern/Verlegern stärker reflektiert und die Qualität von Rezensionen steigt.
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Rorschachhamster am 31.08.2016 | 11:21
Nachdem ich diesen Thread überflogen habe, bin ich froh, daß meine Rezensionen selten über einen Satz gehen und mir noch nie jemand ein Rezensionsexemplar angeboten hat...  ~;D

Aber, wenn du es nicht aushälst, daß ich eine ehrliche Rezension schreibe, dann schicke mir kein Rezensionsexemplar. Und bei entsprechender Qualität würde ich da durchaus "beleidigend" werden - mit vollem Recht! Das ist immerhin ein Produkt für das du Geld verlangst. Und bin ich ein Werbefuzzi oder ein Agent der Kommunity, die fair (oder auch unfair, Rezensionen sind nun mal nicht rein objektiv >;D) beraten sein will?  ;)
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Greifenklause am 31.08.2016 | 11:29
@ Universaldilettant zu "Betriebswirtschaftliche Sicht":

Hier irrst du bzw hast dir nur einen Idealfall rausgepickt.
Natürlich ist "Mit einem Produkt massiv Gewinn machen!" wunderschön. Nur
A) ist dieser Idealfall nicht immer zu erreichen
und
B) ist er erreicht, könnte gegeben sein: "Weitere Produkte generieren für noch mehr Gewinn".

Gewinnaufschlag ist nicht immer alles, steigender Gewinn ist meist das gelbe vom Ei (auch nicht immer).
WENN Ullisses also mit der Schiene "möglichst viele Produkte, Beliebtheit zweitrangig", also mit Masse, mehr Gewinn einfährt,
als mit "Konzentration auf ein möglichst gutes Produkt", also Qualität.
Oder Gewinnsteigerung durch die optimierte Qualität einzelner Produkte bereits erreicht oder ausgereizt hat und zusätzlich jetzt durch Masse zusätzliche Gewinnsteigerungen einfahren kann, dann sollte er es auch tun aus betriebswirtschaftlicher Sicht.

Ob uns die Qualität einzelner Produkte oder des Gesamtkonzepts dann gefällt, steht auf einem anderen Blatt.

Beidemweg:
AD&D2nd fuhr einst die gleiche Schiene.
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Samael am 31.08.2016 | 11:31
Und hat damit TSR den Ruin gebracht.
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: AngusMacLeod am 31.08.2016 | 11:31
Dieser Punkt ist aus betriebswirtschaftlicher Sicht schlichtweg falsch. Ein Verlag, eine Firma muss möglichst wenige Produkte herausbringen um erfolgreich zu sein, diese aber möglichst oft verkaufen.

Im Fall DSA ist die Aussage nicht falsch. Es ist kein unbegrenzter Markt vorhanden, sondern ein limitierter. Wenn es 100 DSA Kunden gibt, die als Käufer zur Verfügung stehen, dann kann man Produkt X eben maximal 100 mal verkaufen. Wenn diese aber gewillt sind 20 Produkte zu kaufen, ist das die einzige Möglichkeit mehr Umsatz zu generieren.
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Greifenklause am 31.08.2016 | 11:35
Und hat damit TSR den Ruin gebracht.

1.) Sicher?
2.) Wann?
3.) Welche Faktoren gab es noch...

Im Übrigen:

...Es ist kein unbegrenzter Markt vorhanden, sondern ein limitierter. Wenn es 100 DSA Kunden gibt, die als Käufer zur Verfügung stehen, dann kann man Produkt X eben maximal 100 mal verkaufen. Wenn diese aber gewillt sind 20 Produkte zu kaufen, ist das die einzige Möglichkeit mehr Umsatz zu generieren.
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Ludovico am 31.08.2016 | 11:36
Ich kann nun nicht ganz nachvollziehen, welches Unrecht Teddy angetan wurde.
Kann mir das jemand erklären?
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Rorschachhamster am 31.08.2016 | 11:36
Im Fall DSA ist die Aussage nicht falsch. Es ist kein unbegrenzter Markt vorhanden, sondern ein limitierter. Wenn es 100 DSA Kunden gibt, die als Käufer zur Verfügung stehen, dann kann man Produkt X eben maximal 100 mal verkaufen. Wenn diese aber gewillt sind 20 Produkte zu kaufen, ist das die einzige Möglichkeit mehr Umsatz zu generieren.
Genau ist da aber ein Problem: Der Markt gerät in die Gefahr übersättigt zu werden. Wenn drei mal das gleiche Produkt mit minimalen Änderungen (ja selbst mit substantiellen Änderungen, die aber nicht wirklich wahrgenommen werden) verkauft wird, wird es die spätestens 4. Version schwer haben... oder hätte ich 5. Version schreiben sollen?  ;)
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: universaldilettant am 31.08.2016 | 11:45
Im Fall DSA ist die Aussage nicht falsch. Es ist kein unbegrenzter Markt vorhanden, sondern ein limitierter. Wenn es 100 DSA Kunden gibt, die als Käufer zur Verfügung stehen, dann kann man Produkt X eben maximal 100 mal verkaufen. Wenn diese aber gewillt sind 20 Produkte zu kaufen, ist das die einzige Möglichkeit mehr Umsatz zu generieren.
Ja, aber auch für einen kleinen Markt kann man zu viele Produkte produzieren. Also ist diese Aussage falsch. Es ist immer ein Abwägen. Außerdem - aber das ist schon sehr weit entfernt vom Thema - sollte doch Ulisses bitte schnell das BASISREGELWERK machen. Das wäre nach dem Alamanach meiner Meinung der wichtigste Band gewesen. Dann hätten sie mit "dem besten DSA aller Zeiten" auch neue Menschen begeistern können und ihre Auflage steigern können. Wenn es 2017 kommt, kann man schon froh sein. Ich hätte also die Produktreihe ganz anders gemacht (ohne jetzt Daten oder entscheidungsrelevante Information zu haben). Ich glaube ja (Achtung: steile These), weil DSA so "einsteigerunfreundlich"(Untertreibung des Jahrhunderts) ist, hat der gesamte Rollenspielmarkt im deutschsprachigen Raum zu leiden. Man will Rollenspielen - spielt DSA, weil Platzhirsch - merkt wie unzugänglich das Spiel ist - und hört auf. Eine typische Biographie, wie ich finde.

Außerdem gibt es in dem oben zitierten Video von Markus Plötz den lustigen Satz: "Wir wissen was die Leute brauchen, weil wir es selber gut finden." Nööö - die haben noch nie von Group Think gehört, und dass man in einer Blase auch am Markt (egal wie klein er ist) vorbeiproduzieren kann. In der Redak gibt es einen Konsens, der so draußen gar nicht exisitiert. Wenn dann noch solche Rezensionsproblematiken dazu kommen - dann kann das mit der Produktpalette auch schief gehen. Nur so als kritischer Einwurf.
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Greifenklause am 31.08.2016 | 11:48
Genau ist da aber ein Problem: Der Markt gerät in die Gefahr übersättigt zu werden. Wenn drei mal das gleiche Produkt mit minimalen Änderungen (ja selbst mit substantiellen Änderungen, die aber nicht wirklich wahrgenommen werden) verkauft wird, wird es die spätestens 4. Version schwer haben... oder hätte ich 5. Version schreiben sollen?  ;)

Ich sehe es nicht, im Gegenteil:
DSA4 war anfangs ein genialer Streich und höchstmodern. Aber dann hat man es vermieden, die Schwächen auszumerzen.
Aus ebendiesem Grund ist für viele "Nichtmehrdsaspieler" oder DSAAusprobiererdieesvielzukompliziertfanden" gerade die 4. Edition ein rotes Tuch.
Hinzukommt, das dort tatsächlich irgendwann der Markt im Regel- und Hintergrundbereich gesättigt war.
Also was tun?
Entweder System reparieren, damit nicht noch mehr Leute abspringen, oder besser ganz von neu anfangen?
(Ja die Grenzen sind da fließend)

Wie erfolgversprechend wäre es aber zu sagen: "Oh, wir bauen euch ein paar super Regelwerke, aber bei den Hintergrundbänden nehmt doch einfach die alten..."? Wenig...
Die gleichen aber einfach nur mit neuen Regeln rauszubringen? Da bin ich mir ehrlich nicht sicher...

Also ja: Im Zweifel ne neue Produktstrategie.
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Greifenklause am 31.08.2016 | 11:50
@ Universaldilettant:
Mit DSA5 konnte ich tatsächlich Spieler ködern, die mir bei DSA4 eher den Vogel gezeigt hätten.
Insbesondere konnte ich auch 2 Ex-DSA4-Spieler wieder begeistern.

Meine andere DSA4-Runde wiederum ist zu Splittermond gewechselt. Was aber auch zumindest zum Teil an mir liegt.
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Ludovico am 31.08.2016 | 11:51
@universaldilettant
Du lässt bei Deiner Betrachtungsweise das Marketing zu sehr außer Acht.

Priorität hat erstmal die Befriedigung der Stammkunden und die wollen bei der Stange gehalten werden. Immerhin müssen die dazu gebracht werden, ihre DSA 4-Sachen durch DSA 5-Sachen zu ersetzen. Und diese Stammkunden haben sehr wahrscheinlich eine gewisse Hemmschwelle, DSA 5 zu spielen, wenn nicht die wichtigsten und interessantesten Bände erhältlich sind.
Zudem generiert es kontinuierlichen Absatz, wenn man immer wieder etwas nachschiebt. Ob sich das für den Verlag rechnet, ist schwer zu sagen, aber ich denke schon, dass Ulisses den Break-Even-Point erreicht (sonst könnten sie nur schwer weiter Material herausbringen).

Erst wenn diese Runden anfangen DSA 5 zu spielen, können auch Neukunden gewonnen werden, da die Mund-zu-Mund-Propaganda bei Rollenspielen die hauptsächliche Methode der Kundenakquise darstellt.
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: universaldilettant am 31.08.2016 | 12:16
Back to topic:
Arkanil hat nachgefragt:
http://www.arkanil.de/2016/08/warum-neue-abenteuer-keine-rezi-exemplare-mehr-erhaelt/
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: ErikErikson am 31.08.2016 | 12:30
Coole Aktion! Klar und auf den Punkt den Sachverhalt dargestellt, damit kann man was anfangen.
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Der Nârr am 31.08.2016 | 12:44
Der Artikel von Arkanil ist gut, lässt aber auch deutlich eine eigene Stellungnahme vermissen. Was mich interessieren würde, welches der drei von Michael genannten Kriterien nun eigentlich im Fall von Neue Helden galt :). Sich über z.B. fehlenden Respekt ärgern, wenn man umgekehrt nicht den Respekt aufbringt den Betroffenen zu sagen, was Sache ist, ist schon irgendwie scheinheilig. Beleidigend oder unrichtig war der Artikel auch nicht. Letzten Endes sagt Michael doch: Blogs dürfen die allgemeine Ausrichtung von DSA nicht kritisieren, sonst bekommen sie keine Rezensions-Exemplare mehr. Besser wäre es also gewesen, die Kritik in den Rezensionen unterzubringen. Das war aber unmöglich, da Infernal Teddy ja keine DSA-Rezensionen schreibt. Ob man die Ansprüche und Vorgehensweise von Ulisses legitim findet oder nicht, es ist ihr Ding und die Sache ein super Thema, um mal kurz das Sommerloch zu füllen, aber sonst auch nichts weiter.

Nebenbei: DSA5 muss natürlich wieder zu kompliziert werden, wie soll man denn sonst irgendwann DSA6 verkaufen? Etwa "Nachdem DSA5 die Regeln vereinfacht und geschärft hat, erweitern wir jetzt den Fokus wieder und bringen die Vielfalt und Breite früherer Tage zurück."??? Natürlich wird auch DSA6 eines Tages noch einfachere, noch schnellere Regeln versprechen.
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Ludovico am 31.08.2016 | 12:56
Arkanils Artikel find ich gut, denn sie zeigt klar, was passiert ist.

Aber wo nun das Unrecht sein soll, erschließt sich mir immer noch nicht.
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: ErikErikson am 31.08.2016 | 12:58
Ich denke das Problem hier ist, das die Kritik des Blogs einen wunden Punkt trifft. Das Versprechen übersichtlicher und einfacher Regeln wurde nicht eingehalten, im Gegenteil, die Regeln sind absehbar auf deutlich mehr Bücher als in DSA 4 verteilt. Schon in DSA 4 musste man an die 6 Schmöker mitschleppen, wenn man spielen wollte, bei DSA 5 werden es am ende noch mehr.
Der Blog sagt also"Leute, ihr brecht eure Versprechen und verschlimmert damit eine eh schon schwierige Sache, die in der Vergangenheit ein großer Kritikpunkt war". Das lässt sich niemand gerne sagen. 
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: AngusMacLeod am 31.08.2016 | 12:58
Sich über z.B. fehlenden Respekt ärgern, wenn man umgekehrt nicht den Respekt aufbringt den Betroffenen zu sagen, was Sache ist, ist schon irgendwie scheinheilig. Beleidigend oder unrichtig war der Artikel auch nicht. Letzten Endes sagt Michael doch: Blogs dürfen die allgemeine Ausrichtung von DSA nicht kritisieren, sonst bekommen sie keine Rezensions-Exemplare mehr.

Wo hat Michael das denn gesagt?
Und ab einem gewissen Punkt muss man nicht immer alles ausdiskutieren und immer wieder das Gespräch suchen. Der Artikel war eben keine sachliche Kritik sondern ein erneuter emotionaler Rant mit Ankündigung. Das ist eben keine Grundlage für ein sachliches Gespräch.
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: AngusMacLeod am 31.08.2016 | 13:01
Ich denke das Problem hier ist, das die Kritik des Blogs einen wunden Punkt trifft. Das Versprechen übersichtlicher und einfacher Regeln wurde nicht eingehalten, im Gegenteil, die Regeln sind absehbar auf deutlich mehr Bücher als in DSA 4 verteilt. Schon in DSA 4 musste man an die 6 Schmöker mitschleppen, wenn man spielen wollte, bei DSA 5 werden es am ende noch mehr.
Der Blog sagt also"Leute, ihr brecht eure Versprechen und verschlimmert damit eine eh schon schwierige Sache, die in der Vergangenheit ein großer Kritikpunkt war". Das lässt sich niemand gerne sagen.

Aber vielleicht empfinden das nur die Nicht- oder Ex-DSAler als negativen Aspekt. Die Wiki kommt und auf sachliche Kritik kann man sachlich reagieren.
Solang es genug Kunden gibt, die das alles kaufen, ist Ulisses im Recht. Wenn es keiner will, dann produziert Ulisses für die Tonne und ist irgendwann weg vom Markt.
So einfach ist das ;)
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Der Nârr am 31.08.2016 | 13:05
Wo hat Michael das denn gesagt?
Und ab einem gewissen Punkt muss man nicht immer alles ausdiskutieren und immer wieder das Gespräch suchen. Der Artikel war eben keine sachliche Kritik sondern ein erneuter emotionaler Rant mit Ankündigung. Das ist eben keine Grundlage für ein sachliches Gespräch.
Wo Michael das gesagt hat? Das ist ja meine Frage - siehe den Artikel von Arkanil, da sind drei Punkte, die auf Michael zurückgehen und die Gründe für den Ausschluss aus dem Rezensionsverteiler darstellen. Aber welcher Grund nun zutrifft, das wird nicht erklärt. Kannst du es aus dem Text herauslesen? Mich würde das schon interessieren. Und ja, ein Rant ist ein schlechter Ausgangspunkt um über Kritik im Rant zu diskutieren. Aber man sollte auf der Metaebene über den Rant sprechen können, also ob so ein Rant angemessen ist oder nicht und wie Ulisses das sieht. Die inhaltliche Kritik wird von Ulisses selbst ja geteilt, vielleicht nicht von Michael, aber andere Kräfte arbeiten ja wohl gerade an neuen Wegen, damit umzugehen (Stichwort Regel-Wiki).
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: universaldilettant am 31.08.2016 | 13:10
Arkanils Artikel find ich gut, denn sie zeigt klar, was passiert ist.

Aber wo nun das Unrecht sein soll, erschließt sich mir immer noch nicht.

Insgesamt gibt es grob vier verschiedene Standpunkte, die mehr oder weniger legitim sind:

1. Nur der Blogger hat Verpflichtungen, der Verlag hat keine Verpflichtungen, wenn sie Rezensionsexemplare vergibt: Ergo kein Unrecht.
2. Blogger und Verlag haben eine Kooperation eingegangen.  Der Blogger agierte unverhältnismäßig:  Ergo kein Unrecht.
3. Blogger und Verlag haben eine Kooperation eingegangen. Der Blogger agierte nicht unverhältnismäßig. Der Verlag agierte unverhältnismäßig: Ergo ungute Aktion.
4. Blogger und Verlag haben eine Kooperation eingegangen. Der Blogger agierte unverhältnismäßig. Der Verlag agierte unverhältnismäßig: Ergo - weitere Bewertungen notwendig, um zu erschließen, ob der Verlag ungut war.
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: AngusMacLeod am 31.08.2016 | 13:12
Wo Michael das gesagt hat?

Ich bezog mich da auf deine Aussage:
Letzten Endes sagt Michael doch: Blogs dürfen die allgemeine Ausrichtung von DSA nicht kritisieren, sonst bekommen sie keine Rezensions-Exemplare mehr.

Das hat er gerade ja nicht gesagt.
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: am 31.08.2016 | 13:16
Man kann in seinem Blog meinetwegen DSA-Spieler ebenso pauschalisiert wie unflätig beschimpfen. Man kann sich auch darüber beschweren, dass man die Produkte eines Verlages scheiße findet und überhaupt der Produktausstoß viel zu hoch sei. Und man kann darüber hinaus noch sehr deutlich machen, dass man ja ohnehin niemals diesen Scheiß spielen oder gar weiterempfehlen würde. Man kann das auch als Medium mit einer mutmaßlich sehr geringen Reichweite tun.

Dass jedoch der derartig angegriffene Verlag das als ebenso unsachlich wie unproduktiv empfindet, sollte nicht weiter verwundern. Dass der derartig angegriffene Verlag überlegt, wie mit einer begrenzten Menge an Rezensionsexemplaren plus Versandkosten idealer Weise umgegangen werden sollte, ist ebenso logisch. Dass der derartig angegriffene Verlag ein Medium mit einer geringen Priorität versieht, welches erstens mangels Reichweite kaum wahrgenommen wird und sich zweitens in einer pauschalisierenden und stilistisch fragwürdigen Art den zu rezensierenden Produkten auseinandersetzt: wer will es denen verdenken?

Zwei Dinge finde ich an der ganzen Klamotte hier verwunderlich.

1. Respekt an Michael Mingers: Ich kenne Michael Mingers im Gegensatz zu den gefühlt meisten Beitragenden hier im Thread nicht persönlich. Wir wissen womöglich gegenseitig, wer das denn wohl ist. Mehr nicht. Insofern kann ich frei von der Leber weg dem Burschen meinen Respekt zollen. Ich finde seine Antwort nämlich erfrischend ehrlich und aufrichtig. Gefällt mir. Das Wort des "Schenkens", an dem sich die Leute so reiben, ist vielleicht etwas unglücklich gewählt. Ich nehme das im Kontext aber als Ironisierung wahr. Inhaltlich wollen wir aber doch genau das und fordern es ein: redet bitte Klartext mit uns und erzählt uns keine Konzernscheiße. Das höre ich seit Jahren immer wieder, wenn es um die Kommunikation zwischen Verlagen und Fans geht. Dann redet aber mal jemand Klartext und erzählt keine Konzernscheiße - und die Leute regen sich fürchterlich auf. Kann ich nicht nachvollziehen. Bei aller Liebe für Infernal Teddy und dessen Beiträge kann ich die Handlungsweise von Michael Mingers zu 100% nachvollziehen und finde sie vollkommen in Ordnung. Man mag das unprofessionell nennen, wenn man in Zukunft lieber mehr unaufrichtiges Blablabla hören möchte. In diesem Fall jedoch hat jemand unter Wahrung der Höflichkeit klare Kante gezeigt. Da dann zu weinen, fänd ich absurd - und übrigens tut Infernal Teddy das auch keineswegs.

2. Fishing for Shitstorm: Was mich an Infernal Teddy ein bisschen stört, ist die Scheinheiligkeit des Vorgangs. Auch das spricht der Mingers ja übrigens sehr offen an. Da wird ein eigentlich vollkommen nachvollziehbarer Vorgang erstens skandalisiert und parallel in einem eigenen Post die Unterdrückung von Meinungsfreiheit insinuiert, weil man offenbar "zu unbequem" geworden sei. Das finde ich total scheiße. Die Wahrheit, wie ich sie in diesem Fall sehe, ist doch ganz schlicht: ein unbedeutendes Medium hat wiederholt ebenso unflätig wie undifferenziert herumgepöbelt und wurde deshalb aus atmosphärischen wie auch aus Qualitätsgründen nicht mehr in den weiteren Verteiler aufgenommen. Man muss die Leute, die einen in der eigenen Wahrnehmung unfair anpöbeln, ja nicht auch noch aktiv unterstützen. Da finde ich es scheinheilig, daraus eine Grundsatzdiskussion über Meinungsfreiheit vom Zaun zu brechen. Clever aus Marketingsicht, klar. Ich hatte vorher nämlich ehrlicher Weise noch nie wissentlich einen Artikel von Neue Abenteuer gelesen. Aber moralisch ziemlich morastig, das.
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: ErikErikson am 31.08.2016 | 13:17
Jedenfalls ist es gut, das es bald das DSA Wiki mit den Regeln gibt, das hätte der Blog erwähnen sollen. Denn damit geht die ganze Kritik ja ins leere. Das ist eine EXTREME Erleichterung und IMO eigentlich die einzige Möglichkeit, wenn die Regeln so verteilt sind.
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Der Nârr am 31.08.2016 | 13:29
Ich bezog mich da auf deine Aussage:
Letzten Endes sagt Michael doch: Blogs dürfen die allgemeine Ausrichtung von DSA nicht kritisieren, sonst bekommen sie keine Rezensions-Exemplare mehr.

Das hat er gerade ja nicht gesagt.
Entschuldigung, ich habe deinen Post nicht richtig gelesen. Und den Arkanil-Artikel anscheinend auch nicht richtig. Meine Aussage sollte ja kein Zitat oder so sein, sondern meine Zusammenfassung, was ich da zwischen den Zeilen herauslese. Ich bin nun noch mal in den Arkanil-Artikel gegangen um meine Aussage zu begründen, sehe aber nun nicht mehr, wie ich auf meine Interpretation gekommen bin. Es ist also nur eine Theorie meinerseits und möchte mich dafür entschuldigen, dies als Aussage Michaels dargestellt zu haben.

Für mich bleibt als Fakt aber bestehen: Die Begründung ist immer noch undeutlich. Ist "die werfen uns eine Produktlawine vor" nun ein Zeugnis für mangelnden Respekt oder ist es eine Beleidigung von Ulisses? Also die Kritik ist ja schon erstmal bezogen auf eine Kritik an Ulisses Produktplanung. Michael hat ja schon geschrieben, Zitat: "Wer der Meinung ist, sich darüber zu beschweren, dass es zu viel Zeug aus unserem Haus gibt, den muss ich nicht auch noch damit beschenken" - und nicht "wer über Ulisses so unhöflich rantet und so respektlos über uns schreibt, als wollten wir nur den Spielern das Geld aus der Tasche ziehen, den muss ich nicht auch noch mit Material beschenken" oder "wer sich so unflätig über unsere Kunden auslässt (geifernde Internetfans!!), den beliefern wir nicht mehr mit Rezensionsexemplaren". Im übrigen finde ich, dass gerade dieser Passus in dem Beitrag eigentlich der schlimmste ist :). Wie soll ich denn tatsächlich so einen Blog verstehen? "Kunden von DSA-Produkten und damit unsere potentiellen Leser sind für uns geifernde Internetfans, die gar nicht wirklich spielen, aber wir rezensieren für euch fröhlich deren Produkte"??

Was sonst da steht mit den drei Gründen ist ja ganz allgemein und nicht auf Neue Abenteuer gemünzt.
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Greifenklause am 31.08.2016 | 13:31
Ich denke das Problem hier ist, das die Kritik des Blogs einen wunden Punkt trifft. Das Versprechen übersichtlicher und einfacher Regeln wurde nicht eingehalten, im Gegenteil, die Regeln sind absehbar auf deutlich mehr Bücher als in DSA 4 verteilt. Schon in DSA 4 musste man an die 6 Schmöker mitschleppen, wenn man spielen wollte, bei DSA 5 werden es am ende noch mehr.
Der Blog sagt also"Leute, ihr brecht eure Versprechen und verschlimmert damit eine eh schon schwierige Sache, die in der Vergangenheit ein großer Kritikpunkt war". Das lässt sich niemand gerne sagen.

Moment:
1.) Sie SIND einfacher
2.) Ich behaupte auch, sie sind übersichtlicher, da ja wesentlich optionaler und modulartiger aufgebaut. Bzw nach dem Prinzip "Nicht schlimm, wenn nur Spieler B +2 auf Echsenmenschen bekommt. Balancing bleibt gewahrt." Ist aber sicherlich n bisserl Sichtweise und Geschmacksache.
3.) Demnach MUSS ich nicht 6 Schmöker mitschleppen, es REICHEN (anders als bei DSA4) wesentlich weniger

Allerdings gibt es MEHR Werke. Nur halt nicht MEHR WERKE MIT BINDUNGSWIRKUNG BZW SOLCHE, DIE MAN HABEN SOLLTE, WEIL DA ULTRAFÄHIGKEIT XY DRIN STEHT.
Und den Unterschied sehen manche einfach nicht.

Jedenfalls ist es gut, das es bald das DSA Wiki mit den Regeln gibt, das hätte der Blog erwähnen sollen. Denn damit geht die ganze Kritik ja ins leere. Das ist eine EXTREME Erleichterung und IMO eigentlich die einzige Möglichkeit, wenn die Regeln so verteilt sind.

Da stimme ich voll zu und freu mich auch richtig.
Witzig, dass sie in der Hinsicht Splittermond plötzlich doch noch überholen. Hätte ich NIE mit gerechnet.
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: universaldilettant am 31.08.2016 | 13:33
@Wellentänzer: Also wenn ein stv. Verlagsleiter auf ein Kommentar von Facebook antwortet, dann ist das gelinde gesagt unüberlegt. Erstens geht das uns aus der zweiten Reihe nichts an - und er hätte das privat lösen können. Zweitens hätte er wohl auf den Artikel bezug nehmen können und nicht auf das Gelästere mit "dünner Haut". Über Facebook so etwas auszurichten halte ich für kontraproduktiv, bestätigt mich aber in meiner Annahme, was für ein Saftladen Ulisses eigentlich ist (damit wäre ich wohl offizell von der Rezi-Liste).

Und damit zum Unterschied zwischen den beiden Hauptbeteiligten: Michael Mingers wird für seine Arbeit bezahlt. Infernal Teddy nicht. Damit müssen seine Handlungen sehr wohl kritischer betrachtet werden.

@ErikErikson:
Stimmt, aber nur wenn das Wiki taugt. Bei der derzeitigen Unprofessionalität traue ich es Ulisses nicht zu, ein wirklich gutes Wiki zu machen. Aber vielleicht irre ich mich :-)
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: ErikErikson am 31.08.2016 | 13:35
Moment:
3.) Demnach MUSS ich nicht 6 Schmöker mitschleppen, es REICHEN (anders als bei DSA4) wesentlich weniger

Allerdings gibt es MEHR Werke. Nur halt nicht MEHR WERKE MIT BINDUNGSWIRKUNG BZW SOLCHE, DIE MAN HABEN SOLLTE, WEIL DA ULTRAFÄHIGKEIT XY DRIN STEHT.
Und den Unterschied sehen manche einfach nicht.


Hmm ok, da weisst du eventuell mehr. Was würdest du sagen braucht man aktuell um zu spielen, und was ist für die Zuunft absehbar?
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Sonja am 31.08.2016 | 13:36
Dass der derartig angegriffene Verlag überlegt, wie mit einer begrenzten Menge an Rezensionsexemplaren plus Versandkosten idealer Weise umgegangen werden sollte, ist ebenso logisch.

Rezensions-PDFs

Es gibt ja nicht viele DSA-Rezensionen im Netz. Mir fehlt der Überblick: Sind irgendwelche andere Rezensenten in der letzten Zeit mal verstummt, von denen man vermuten könnte, sie seien von Ulisses abgeschaltet worden?

Nachtrag bzw. Fun Fact ohne echten Bezug: Ich habe die DSA-Rezensionen auf Neue Abenteuer irgendwann ignoriert, weil sie mir zu lobhudelig waren.
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: am 31.08.2016 | 13:41
@Wellentänzer: Also wenn ein stv. Verlagsleiter auf ein Kommentar von Facebook antwortet, dann ist das gelinde gesagt unüberlegt. Erstens geht das uns aus der zweiten Reihe nichts an - und er hätte das privat lösen können. Zweitens hätte er wohl auf den Artikel bezug nehmen können und nicht auf das Gelästere mit "dünner Haut". Über Facebook so etwas auszurichten halte ich für kontraproduktiv

Dem stimme ich sogar zu. Ist doch auch offensichtlich oder? Trotzdem ist mir das keineswegs unsympathisch. Da hat der Bursche mal die Nerven ein bisschen verloren, einem Impetus nachgegeben und Klartext geredet. Ist halt kein Roboter. Wo ist das Problem? Gerne mehr davon. Wenn sowas für Dich u.a. konstitutiv für die Wahrnehmung eines "Saftladens" ist, dann möchte ich in Deiner durchprofessionalierten Welt nicht leben bzw. lebe selbst zu intensiv darin, um deren Schattenseiten ausblenden zu können. Menschlichkeit und ein ehrliches Wort sind mir wichtig.

Es gibt ja nicht viele DSA-Rezensionen im Netz. Mir fehlt der Überblick: Sind irgendwelche andere Rezensenten in der letzten Zeit mal verstummt, von denen man vermuten könnte, sie seien von Ulisses abgeschaltet worden?

Wenn Dich das ehrlich interessiert: frag doch einfach mal nach. Die Wortwahl des "Abschaltens" suggeriert für mich schon wieder so eine bösartige Fremdsteuerung durch die kapitalistischen Oberbösewichte von Ulisses. Ist vielleicht nicht so beabsichtigt. Mein Rat wäre jedoch: frag einfach nach. Die Leute aus der aktiven Rollenspielszene, die ich kennengelernt habe, sind vollkommen in Ordnung. Nette Leute, keine Arschlöcher. Enthusiastische Hobbyisten, die woanders mehr Geld verdienen könnten. Wer nett fragt, bekommt durchaus eine freundliche Antwort. Dessen bin ich mir fast sicher.
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Greifenklause am 31.08.2016 | 13:44
Hmm ok, da weisst du eventuell mehr. Was würdest du sagen braucht man aktuell um zu spielen, und was ist für die Zuunft absehbar?

Du brauchst das GRW und am Besten noch den Almanach oder einen Regionalband.
Schon das Kompendium bzw die Rüstkammer brauchst du nur, wenn du mit Trefferzonenband spielen willst.

Die meisten SF sind so schön einfach und verständlich, dass
a) man nicht wirklich was verpasst, wenn man ohne sie spielt
b) es auch überhaupt kein Problem ist, wenn nur der betreffende Spieler sich mit dem Sonderregelwerk beschäftigt

Einschränkung:
Ich finde den Baukasten bzgl profaner Charaktere im GRW spitze!
Traurig bin ich über die festgezurrten magischen Traditionen. Wer da also mehr Spiel benötigt, der braucht sicher ein oder zwei Magiebände.
Ebenso jeder Spielleiter, der "gerne alle Zauber auswendig wissen können möchte" oder einen Überblick über jede Spielart haben möchte.

Wer gerne freie Abenteuer leitet, dem sei das Bestiarium noch angeraten. Habe ich bis jetzt aber auch noch nicht gebraucht und ich leite nur frei.
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Sonja am 31.08.2016 | 13:44
Wenn Dich das ehrlich interessiert: frag doch einfach mal nach.
Genau das tue ich doch. :)
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Wellentänzer am 31.08.2016 | 13:46
Genau das tue ich doch. :)

Ah, sorry, da habe ich mich unklar ausgedrückt. Ich meinte: Rede doch einfach MIT den Leuten von Ulisses und nicht ÜBER sie.
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Ludovico am 31.08.2016 | 13:47
Insgesamt gibt es grob vier verschiedene Standpunkte, die mehr oder weniger legitim sind:

1. Nur der Blogger hat Verpflichtungen, der Verlag hat keine Verpflichtungen, wenn sie Rezensionsexemplare vergibt: Ergo kein Unrecht.
2. Blogger und Verlag haben eine Kooperation eingegangen.  Der Blogger agierte unverhältnismäßig:  Ergo kein Unrecht.
3. Blogger und Verlag haben eine Kooperation eingegangen. Der Blogger agierte nicht unverhältnismäßig. Der Verlag agierte unverhältnismäßig: Ergo ungute Aktion.
4. Blogger und Verlag haben eine Kooperation eingegangen. Der Blogger agierte unverhältnismäßig. Der Verlag agierte unverhältnismäßig: Ergo - weitere Bewertungen notwendig, um zu erschließen, ob der Verlag ungut war.

Also wurde Teddy kein Unrecht angetan?
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: universaldilettant am 31.08.2016 | 13:48
Dem stimme ich sogar zu. Ist doch auch offensichtlich oder? Trotzdem ist mir das keineswegs unsympathisch. Da hat der Bursche mal die Nerven ein bisschen verloren, einem Impetus nachgegeben und Klartext geredet. Ist halt kein Roboter. Wo ist das Problem? Gerne mehr davon. Wenn sowas für Dich u.a. konstitutiv für die Wahrnehmung eines "Saftladens" ist, dann möchte ich in Deiner durchprofessionalierten Welt nicht leben bzw. lebe selbst zu intensiv darin, um deren Schattenseiten ausblenden zu können. Menschlichkeit und ein ehrliches Wort sind mir wichtig.

Nein, das ist jetzt nicht der ausschlaggebende Grund. Aber ein kleiner Indikator und eigentlich eine Diskussion, die an anderer Stelle geführt werden sollte. Ansonsten verstehe ich deine Meinung, teile sie aber nicht. :-)
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: ErikErikson am 31.08.2016 | 13:48
Also wurde Teddy kein Unrecht angetan?

Er wurde von ner Verteilerliste für PDFs geschmissen, das wird er noch verkraften.
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Ludovico am 31.08.2016 | 13:52
@Wellentänzer: Also wenn ein stv. Verlagsleiter auf ein Kommentar von Facebook antwortet, dann ist das gelinde gesagt unüberlegt. Erstens geht das uns aus der zweiten Reihe nichts an - und er hätte das privat lösen können. Zweitens hätte er wohl auf den Artikel bezug nehmen können und nicht auf das Gelästere mit "dünner Haut". Über Facebook so etwas auszurichten halte ich für kontraproduktiv, bestätigt mich aber in meiner Annahme, was für ein Saftladen Ulisses eigentlich ist (damit wäre ich wohl offizell von der Rezi-Liste).

 

Dir ist bewusst, dass er sich zu einem offenen Post über Ulisses bezieht... Ok, Du hast "antwortet" geschrieben. Ja, solche Sachen sollten ohne die Öffentlichkeit gelöst werden. Aber in diesem Fall hat "Neue Abenteuer" zuerst einen offenen Post geschrieben (eine berechtigte Erklärung) und ein Ulisses-MA antwortet.

Zitat
Und damit zum Unterschied zwischen den beiden Hauptbeteiligten: Michael Mingers wird für seine Arbeit bezahlt. Infernal Teddy nicht. Damit müssen seine Handlungen sehr wohl kritischer betrachtet werden.

Beide werden bezahlt, bloß unterschiedlich. Der Blogger erhält Aufmerksamkeit und wertet seinen Blog auf, während der Verlagsmitarbeiter Geld erhält. Die eine Vergütung ist bloß direkter als die andere.

@Erik
Nicht wirklich ein Unrecht, oder?
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Boba Fett am 31.08.2016 | 13:52
Mir fehlt der Überblick: Sind irgendwelche andere Rezensenten in der letzten Zeit mal verstummt, von denen man vermuten könnte, sie seien von Ulisses abgeschaltet worden?

Von mir at man schon ganz lange keine Rezi mehr gelesen...
Und ich dürfte eigentlich auch keine DSA Reziprodukte mehr bekommen, weil ich es versäumt habe, innerhalb eines Quartals eine Rezi für das DSA5 Aventurien QB zu veröffentlichen.
Da kam die Geburt eines Kindes "dazwischen"... Eigentlich könnte ich ja auch mal einen Volksaufstand inittieren, und Ulisses der Familienfeindlichkeit bezichtigen...  8]
Nur weiß ich den Status gar nicht, ob ich keine Exemplare mehr bekomme. Und: Ich sehe es auch so, daß ich selbst schuld bin.
Insofern wäre das auch völlig albern.
Aber auf diesem Wege: Sorry Ulisses - manchmal kommt was dazwischen und man überschätzt sich...!

Hat das jetzt was mit dem Thema hier zu tun?
Es heißt ja "Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern" - und ich sehe mein Verhältnis zu Ulisses immer noch als sehr entspannt an.
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Luxferre am 31.08.2016 | 13:56
Ich stehe da uneingeschränkt auf Wellentänzers Welle, reite diese nur nicht so eloquent ;)

Ich mag Ulisses aus diversen, privaten Gründen nicht mehr. Wir hatten echt Stress wegen einer nicht selbst verschuldeten Nichtigkeit und das Beharren auf einer handvoll Goldmünzen hat zu einem Bruch meinerseits geführt. Aber ... bei aller Abneigung gegen gewisse Geschäftspraktiken finde ich gerade die Stellungnahme von Verlagsmitarbeitern -die übrigens stetig als Qualitätsmerkmal gefordert wird; von der Community wohlgemerkt!- als absolut verständlich und menschlich 1A nachvollziehbar.
Irgendwann ist mal genug und dann muss das mal raus. Gut so. Weiter so.
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: universaldilettant am 31.08.2016 | 13:56
Dir ist bewusst, dass er sich zu einem offenen Post über Ulisses bezieht... Ok, Du hast "antwortet" geschrieben. Ja, solche Sachen sollten ohne die Öffentlichkeit gelöst werden. Aber in diesem Fall hat "Neue Abenteuer" zuerst einen offenen Post geschrieben (eine berechtigte Erklärung) und ein Ulisses-MA antwortet.

Ja, aber wie soll man denn sagen, dass man weniger Ulisses-Sachen rezensiert. Da muss ja eine Begründung nachgeliefert werden. Außerdem hat Infernal Teddy zuerst intern per Mail nachgefragt - also in dem Fall war er sogar reifer als der "Ulisses-MA". Was kostet schon eine E-Mail oder ein Anruf?
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Luxferre am 31.08.2016 | 14:01
Von mir at man schon ganz lange keine Rezi mehr gelesen...

Möchtest Du hierzuforum nicht vielleicht eine Rezi-Ecke aufmachen für organisiertes und fair verteiltes Material? So im Stile des DnD-Gates? Ich wüsste da auch jemanden, der sich darum kümmerte ...
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Ludovico am 31.08.2016 | 14:01
Ja, aber wie soll man denn sagen, dass man weniger Ulisses-Sachen rezensiert. Da muss ja eine Begründung nachgeliefert werden. Außerdem hat Infernal Teddy zuerst intern per Mail nachgefragt - also in dem Fall war er sogar reifer als der "Ulisses-MA". Was kostet schon eine E-Mail oder ein Anruf?

Zeit!
Die ist sehr kostbar, vor allem, wenn man wichtigere Sachen zu tun hat.
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Der Nârr am 31.08.2016 | 14:17
Hat jemand was von Rezi-Challenge gesagt? Oktober wäre super, dann ist ja auch die Spielemesse und es gibt viele Neuerscheinungen.
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Boba Fett am 31.08.2016 | 15:30
Möchtest Du hierzuforum nicht vielleicht eine Rezi-Ecke aufmachen für organisiertes und fair verteiltes Material?
Kurz: Nein...

Wir haben das mal diskutiert, sogar als eigene Plattform.
Damals wollte es keiner machen. Und heute gibt es eine etablierte Plattform.
(Wir hatten auch mal die Idee einer Blogplattform, einer online Rollenspiel-Teamspeakserverplattform und die Wiederauflebung des DRP...)
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Greifenklause am 31.08.2016 | 17:41
Du brauchst das GRW und am Besten noch den Almanach oder einen Regionalband.
Schon das Kompendium bzw die Rüstkammer brauchst du nur, wenn du mit Trefferzonenband spielen willst.

Die meisten SF sind so schön einfach und verständlich, dass
a) man nicht wirklich was verpasst, wenn man ohne sie spielt
b) es auch überhaupt kein Problem ist, wenn nur der betreffende Spieler sich mit dem Sonderregelwerk beschäftigt

Einschränkung:
Ich finde den Baukasten bzgl profaner Charaktere im GRW spitze!
Traurig bin ich über die festgezurrten magischen Traditionen. Wer da also mehr Spiel benötigt, der braucht sicher ein oder zwei Magiebände.
Ebenso jeder Spielleiter, der "gerne alle Zauber auswendig wissen können möchte" oder einen Überblick über jede Spielart haben möchte.

Wer gerne freie Abenteuer leitet, dem sei das Bestiarium noch angeraten. Habe ich bis jetzt aber auch noch nicht gebraucht und ich leite nur frei.

Ergänzung:
Der Magieband1 wird wohl schweinegeil: https://www.youtube.com/watch?v=LFsqcVXv5hM&index=60&list=WL
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Wulfhelm am 1.09.2016 | 23:33
Ergänzung:
Der Magieband1 wird wohl schweinegeil: https://www.youtube.com/watch?v=LFsqcVXv5hM&index=60&list=WL
TL;DRW bitte.
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: universaldilettant am 3.09.2016 | 19:45
Nachtrag:
Hier die Meinung von Orkenspalter TV - teile ich nicht ganz, ist aber sehr fundiert zusammengefasst.
https://youtu.be/f90L-kuaCv4?t=22m10s
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: ErikErikson am 3.09.2016 | 20:05
Nachtrag:
Hier die Meinung von Orkenspalter TV - teile ich nicht ganz, ist aber sehr fundiert zusammengefasst.
https://youtu.be/f90L-kuaCv4?t=22m10s

Kannst dus zusammenfassen? Nach 5 Minuten waren die immer noch nicht beim Thema.
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Boba Fett am 3.09.2016 | 20:22
Ich werde das Gefühl nicht los, dass hier schlichte Meinungsmache stattfindet und daß der Themenstarter schlicht weg aus Prinzip dem bösen Verlag eine reinwürgen muß und wenn das Thema 2 Tage ruht, weil es kein Interesse mehr findet, wird noch mal ein Scheit nachgelegt.
Die Tatsache, dass hier unser Forum zur Meinungsmache instrumentalisiert wird, gefällt mir nicht.

Universaldilettant, Du hast Deine Meinung hier kundgetan und wir haben dieser und den daraus resultierenden Diskussionen auch Raum gegeben. Alles was jetzt noch folgt, hat den Geschmack des Shitstorm anfachen wollen. Dem gebe ich keinen Raum im Tanelorn.
Sieh das als Moderatonsanweisung an.

Es steht Dir frei, andere Plattformen mit Deiner Meinung zu bereichern oder einen Blog zu betreiben und Deine Meinung dort weiter kundzutun. 

Ich lasse den Thread auf, um den Usern Raum zu geben, den Youtube-Link Beitrag zu kommentieren.
Sollte der Thread eskalieren oder weitere Propaganda eingestellt werden wird er wahrscheinlich geschlossen.
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Just_Flo am 3.09.2016 | 21:14
Wenn ich hier schreibe, dass ich das ganze genauso sehe wie Orkenspalter-TV, dann wissen nur diejenigen, die das Video angeschaut haben, was ich meine. Aus diesem Grund fasse ich die Orkenspalterperspektive kurz zusammen:

Über kurz oder lang finden private oder geschäftliche Verknüpfungen zwischen aktiven Personen des Rollenspielbereiches (ja, dazu zählen auch Blogger und Rezensenten) untereinander statt. Ab diesem Zeitpunkt ist man strenggenommen nicht mehr 100% objektiv. Konstruktive und fundierte Kritik in einer Rezension erlauben es aber diese so zu schreiben, dass diese wenigstens zu 90% objektiv ist. Rants sind problematisch, weil sie wenig Potenzial haben etwas positiv zu verändern, das Gesprächsklima negativ beeinflussen und oft nicht aus einer Perspektive kommen, die alle Faktoren die zu dem Produkt geführt haben beleuchten und den am Produkt beteiligten halt nicht sagen, was besser gewesen wäre sondern nur sagen ist halt *piep*. Einflussnahme um positivere Berichte zu erhalten findet in vielen Branchen statt. Im RSP-Bereich findet diese aus der Perspektive von Orkenspalter nicht statt.
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 3.09.2016 | 21:32
Betreffs NaSta

Auf der Homepage von Prometheus stand ein Artikel in dem   eine Vertragsuebererfuellung von ihrem Autoren gegenüber NaSta  vertrenten  wurde  naemlich  erheblich mehr Seiten IIRC 25 %  oder mehr und nur X Monate zu spät.

Die Kritiken am Dorp Interview  rufen nach Brain Bleach, die waren etwa auf dem Niveau sämtlicher  Vorurteile  gegen Rollenspieler  einschließlich Larper.
Saskia N.   ist nicht Professionell (Oberst Nannt ( Pressesprecher fuer das Verteidigungsministerium) ist nicht besser) genug und  unprofessionell angezogen...

Und was DSA 4 Rezis angeht, da waren die reinsten Lobschleimereien in der Windgefluester  zu lesen, derselbe Rezensent hat DSA4  als neu und SUPERDOPPELPLUSKREATIVGUT  in den hoechsten Himmel gelobt für das er Arkane Codex in die tiefsten Hoellen verdammte , nur ist Arkane Codex mit erheblich mehr Eigenleistung dabei gewesen IMO  als DSA4.
Als Abonnent  und Vereinsmitglied habe ich  mich ueber diese "Rezensionen"  beschwert, in der nächsten Windgefluester  hat derselbe "Rezensent"  das ganze mit der DSA4 Alchemie SH wiederholt, SUPERDOPPELUSKREATIVGUT  und selbst den Riesenbock - der seit Erscheinen  von der DSA Community kritisiert  wurde ignoriert.
Ich habe die WG dann dem Redakteur  vorgehalten.


Dann gab es DSA4 Rezensenten, die verschiedene Maßstäbe  je nach Rollenspiel verwendeten(5 Punkte fürRPG Akonnten 3 Punkten für RPG B  entsprechen) was   jeden qualitativen  Vergleich  2er RPG  witzloss machte und  dazu kamen noch jene  die nur DSA kannten und die Vorurteile der DSA Community  zu anderen RPGs  und anderen Sachen,  was bei denen als neu und toll rauskam war dann sehr interessant abenr nicht wi7 informativ, außer  für nur DSA Spieler


Dann kam
Es geht weiter mit Rezensenten, die versch
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Engor am 3.09.2016 | 21:42
Eine zu 100% vorhandene Objektivität kann es meiner Auffassung doch eh nicht geben. Etwas  zu bewerten, das geschieht immer aus einer subjektiven Perspektive, seine eigene Haltung kann doch niemand ausklammern,  und die ist geprägt von Geschmack, Sozialisation, Vorlieben etc. Was letztlich wichtig ist, ist dass nachvollziehbare Kriterien existieren, nach denen bewertet wird. Dann kann auch ein Leser nachvollziehen, wie jemand zu einer Bewertung kommt und eben abgleichen, ob man selber damit übereinstimmt.
Letztlich denke ich zudem, dass derjenige, der Renzensionen schreibt, dies ja auch gerade deshalb tut, weil er sich für diesen Produktbereich interessiert. In einem Nischenbereich wie dem Rollenspiel dürfte sich dies sogar noch potenzieren. Ich rezensiere doch nicht DSA oder andere Systeme, weil ich es nicht mag, sondern weil es mich interessiert. Sonst würde sich doch niemand diesen Aufwand machen. Und damit geht man sicherlich - zumindest geht das mir so - erstmal mit wohlwollender Haltung an das Produkt,  jedesmal mit der Hoffnung, dass es sich um einen guten Band handelt. 
Die Orkenspalter-Position kann ich da  grundsätzlich nachvollziehen, es wird  bestimmt schwerer, je mehr Kontakt man zu den Handelnden hat. Orkenspalter dürfte da aber auch ein ziemlicher Sonderfall sein, weil da ja viel Kooperation herrscht, was wohl auf den durchschnittlichen RPG-Rezensenten  in dieser Form nicht zutreffen dürfte.   
Absolut anschließen kann ich mich der Forderung, jedes Produkt mit dem gebührenden Respekt zu behandeln: Da steckt immer jemand dahinter, der viel Arbeit reingesteckt hat. Wenn das Ergebnis schlecht ist, muss das natürlich auch angesprochen werden, die Basis von Häme oder Beurteilungen unter der Gürtellinie ist meiner Auffassung aber nicht angebracht. "Absoluter Schrott", "der letzte Scheiß" etc. ist für mich in dieser Hinsicht nicht der adequate Ton, vor allem nicht, wenn der Rezensent selber seriös bleiben will.     
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 3.09.2016 | 21:45
Ergänzung:
Der Magieband1 wird wohl schweinegeil: https://www.youtube.com/watch?v=LFsqcVXv5hM&index=60&list=WL
Wie kommst  du jetzt darauf?
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Skyrock am 3.09.2016 | 21:46
Saskia N. ist keine das nicht Professionell (Oberst Nannt ist nicht besser) und ist unprofessionell angezogen...
Hey! Das Kleid war der am wenigsten mißlungene Teil an dem Video und das einzige bißchen Entschädigung für die Lebenszeitvergeudung.
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Just_Flo am 3.09.2016 | 21:47
Engor, du packst was ich sagen wollte in bessere Worte. (Disclaimer: Ich habe Engors Blog schon mehrmals gelesen kenne ihn aber meinem Gedächtnis nach nicht und habe außer, dass er in einigen Dingen eine mit meiner Meinung übereinstimmende Meinung hat keine Verbindung.)

@Lichtscherttänzer: Kannst du da bitte morgen nochmal drüber gehen? Das was ich verstehen konnte weist nämlich auf einen Beitrag hin, von dem ich gerne alles verstehen würde, weil er denke ich viel Licht auf Situationen oder Beispiele werfen dürfte, die ich nicht aktiv mitbekommen oder mir nicht aktiv gemerkt habe.
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Boba Fett am 3.09.2016 | 21:50
Lichtschwerttänzer: Vermeide bitte die Nennung vollständiger Realnamen im Internet, solange es sich nicht um eine Berühmtheit handelt.
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 3.09.2016 | 22:42
Lichtschwerttänzer: Vermeide bitte die Nennung vollständiger Realnamen im Internet, solange es sich nicht um eine Berühmtheit handelt.
Oberst Nannt ist Pressesprecher des Verteidigungsministerium s,  der Name ist bei jedem Auftritt in Funktion zu lesen.
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Taysal am 3.09.2016 | 22:43
(...)
Über kurz oder lang finden private oder geschäftliche Verknüpfungen zwischen aktiven Personen des Rollenspielbereiches (ja, dazu zählen auch Blogger und Rezensenten) untereinander statt. Ab diesem Zeitpunkt ist man strenggenommen nicht mehr 100% objektiv. Konstruktive und fundierte Kritik in einer Rezension erlauben es aber diese so zu schreiben, dass diese wenigstens zu 90% objektiv ist. Rants sind problematisch, weil sie wenig Potenzial haben etwas positiv zu verändern, das Gesprächsklima negativ beeinflussen und oft nicht aus einer Perspektive kommen, die alle Faktoren die zu dem Produkt geführt haben beleuchten und den am Produkt beteiligten halt nicht sagen, was besser gewesen wäre sondern nur sagen ist halt *piep*. Einflussnahme um positivere Berichte zu erhalten findet in vielen Branchen statt. Im RSP-Bereich findet diese aus der Perspektive von Orkenspalter nicht statt.

Das die Orkenspalter keine Distanz aufbauen oder einhalten wollen oder können, ist halt ihre Sache. Allerdings kommunizieren sie ja offen, das sie denen oder jenen kennen. Finde ich gut, ist super.

Was die Einflussnahme angeht, so sind mir derlei Versuche schon untergekommen oder ich habe davon erfahren (allerdings sehr selten, nicht so oft wie bei Games, Film und Buch). Vermutlich sind die Orkenspalter bisher immer auf Verlagswelle (gibt es ohne weiteres) und es gab nie einen Grund bei ihnen zu meckern oder sie haben diese Einflussnahme nicht als das wahrgenommen, was sie ist. Aber steht ja auch oben: Aus ihrer Perspektive. Und da kann durchaus alles in Ordnung sein.

Ich mag ihre Videos jedenfalls. :)
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 3.09.2016 | 22:45
@Just_Flo

Ich schreibe momentan mit Tablett  und das macht manchmal Probleme.
Entschuldigung.
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Boba Fett am 3.09.2016 | 22:46
Oberst Nannt ist Pressesprecher des Verteidigungsministerium s,  der Name ist bei jedem Auftritt in Funktion zu lesen.
Ich meine Deine Erwähnung von Saskia N.
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 3.09.2016 | 22:50
Entschuldigung,  ich hielt den Namen so geläufig  in dem Zusammenhang,   das ich nicht dran gedacht habe
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: TeichDragon am 3.09.2016 | 22:57
Was die Einflussnahme angeht, so sind mir derlei Versuche schon untergekommen oder ich habe davon erfahren (allerdings sehr selten, nicht so oft wie bei Games, Film und Buch).

Fakten?
Wer, wann, was, wie?
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Taysal am 3.09.2016 | 23:07
Fakten?
Wer, wann, was, wie?

Nein. Die Leute beißen bei mir eh auf Granit. Zudem sind das Interna und nicht für die Außenwelt bestimmt. Ich wollte nur die Aussage der Orkenspalter nicht einfach so stehen lassen, deswegen der Hinweis von mir, dass ich es auch anders kenne. Weiter werde ich mich dazu auch nicht äußern.
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Boba Fett am 3.09.2016 | 23:14
Zudem sind das Interna und nicht für die Außenwelt bestimmt. ... Weiter werde ich mich dazu auch nicht äußern.
Dann hättest Du Dich mMn besser gar nicht geäußert.
Denn das ist eine unbelegte Unterstellung, die jetzt alle Verlage belastet.
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: TeichDragon am 3.09.2016 | 23:18
Nein. Die Leute beißen bei mir eh auf Granit. Zudem sind das Interna und nicht für die Außenwelt bestimmt. Ich wollte nur die Aussage der Orkenspalter nicht einfach so stehen lassen, deswegen der Hinweis von mir, dass ich es auch anders kenne. Weiter werde ich mich dazu auch nicht äußern.

Echt toll, danke!

Erst mal alle Verlage anpissen und jetzt nichts sagen wollen.
Ich bin hier gerade auf 180 hinter der Tastatur....
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Boba Fett am 3.09.2016 | 23:22
Tümpeldrache: Entspann Dich...
Das ist zu offensichtlich, als das es Dich aufregen muß... 8)
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Skyrock am 4.09.2016 | 00:26
IDF: Meine Feststellung, dass es in der deutschen Rollenspielszene unter den Schaffenden ziemlich kreiswichsig zugeht und kaum Raum für Konfrontation hat. Mett allewo für diese Feststellung.
Blogger fährt Konfrontationskurs mit nebulöser Andeutung, dass es Druck gab auf Reziergebnisse. Mett allewo bei mitlesenden Rollenspielschaffenden, die sich seltsamerweise angesprochen fühlen.

/thread

PS: Ich habe schon einige Rezis verfasst, aber nie offenen Druck verspürt. (Vielleicht bin ich dazu auch zu unbedeutend, oder wie Settembrini oder Zornhau zu berüchtigt für meine streitbare Natur.) Man kennt sich halt und kann im allgemeinen darauf vertrauen, dass man sich nicht gegenseitig zu hart rannimmt. Diejenigen, die das Protokoll zu oft und/oder zu massiv verletzen, denen ergeht es wie NaSta mit ihrer Klage gegen PG, oder wie den Blutschwertern mit ihrem Verriss von Frostzone.
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Taysal am 4.09.2016 | 00:29
Dann hättest Du Dich mMn besser gar nicht geäußert.
Denn das ist eine unbelegte Unterstellung, die jetzt alle Verlage belastet.

Das magst du so sehen. Aber ich möchte nicht einfach so tun als wäre alles heile Welt, wenn dem nicht so ist. Manch einer versucht halt zu dopen. Außerdem wird doch eh schon herumbelastet und spekuliert etc., auch Abseits der Sache mit Neue Abenteuer. Sonst gäbe es die ganze Diskussion zum Thema "Gefälligkeitsrezis" erst gar nicht. Wenn dir meine Info dahingehend nicht gefällt, kann ich auch nix dafür. Rollenspiele werden halt von Menschen gemacht und betrieben, wie alle andere Dinge auch. Da gibt es genau so die Doofen und die Coolen wie woanders auch. :)
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: ErikErikson am 4.09.2016 | 07:21
Wenn ich hier schreibe, dass ich das ganze genauso sehe wie Orkenspalter-TV, dann wissen nur diejenigen, die das Video angeschaut haben, was ich meine. Aus diesem Grund fasse ich die Orkenspalterperspektive kurz zusammen:

Über kurz oder lang finden private oder geschäftliche Verknüpfungen zwischen aktiven Personen des Rollenspielbereiches (ja, dazu zählen auch Blogger und Rezensenten) untereinander statt. Ab diesem Zeitpunkt ist man strenggenommen nicht mehr 100% objektiv. Konstruktive und fundierte Kritik in einer Rezension erlauben es aber diese so zu schreiben, dass diese wenigstens zu 90% objektiv ist. Rants sind problematisch, weil sie wenig Potenzial haben etwas positiv zu verändern, das Gesprächsklima negativ beeinflussen und oft nicht aus einer Perspektive kommen, die alle Faktoren die zu dem Produkt geführt haben beleuchten und den am Produkt beteiligten halt nicht sagen, was besser gewesen wäre sondern nur sagen ist halt *piep*. Einflussnahme um positivere Berichte zu erhalten findet in vielen Branchen statt. Im RSP-Bereich findet diese aus der Perspektive von Orkenspalter nicht statt.

Würde ich so unterschreiben, nur das Einflussnahmen natürlich auch im RSP Bereich stattfinden. Da sollte man IMO einfach offen mit umgehen und sagen: "joah, den XY kenn ich persönlich, also mach ich dem sein Zeug nicht runter". Du musst schon ein massives Arschloch sein wenn du jemand sein Sach verreisst von dem du weisst ,du triffst ihn nächstes Jahr auf der Con for sure. Das die Leute so offen nicht sind, dann ist dann auch wieder klar. Alsp Respekt für Orkenspalter!

Im übrigen denke ich, das es völlig ok ist, wenn man ein Produkt über den grünen Klee lobt, also Werbung macht. Man sollte nur immer dazusagen, das man den Typen eben kennt/von ihm finanziert wird.

Das Grundproblem war in diesem Fall, das der eine halt seine negative Meinung zu DSA gesagt hat, während seine Frau für DSA schreibt und wohl auch auf DSA Rücksicht nimmt.

Rein persönlich würde ich Marken, die ich fragwürdig finde-und deren Produzenten ich kenne, wohl eher gar nicht rezensieren. Orkenspalter hat ja dargelegt, warum das nicht immer geht. Und es kommt ja auch immer auf die eigene Zielsetzung, die eigene Bekanntheit und die Wünsche des Publikums an. Wenn die Leute knallharte Rezensionen verlangen, muss man die wohl auch liefern.

Und was auch klar sein sollte-mach was, was deinem Lieferanten von Material nicht passt-und du bekommst eventuell kein Material mehr.
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Just_Flo am 4.09.2016 | 08:55
Aber in der von dir skizierten Situation würden oder könnten die Rezensionen ja weitergehen, weil sich seine Frau dann doch als DSA-Spielerin /Schreiberin das Material sowieso holt oder?
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: ErikErikson am 4.09.2016 | 09:00
Aber in der von dir skizierten Situation würden oder könnten die Rezensionen ja weitergehen, weil sich seine Frau dann doch als DSA-Spielerin /Schreiberin das Material sowieso holt oder?

Das ist korrekt.
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Nebula am 4.09.2016 | 09:10
Nachdem der DSA Rant laut eigenen Aussagen von IT die meisten Hits&Clicks für den Blog generiert hat, ist die Intention für mich klar: man wollte mal wieder traffic erzeugen

das ist eindeutig gelungen

der Preis war nur vorher nicht bekannt  ~;D
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: ErikErikson am 4.09.2016 | 09:14
Nachdem der DSA Rant laut eigenen Aussagen von IT die meisten Hits&Clicks für den Blog generiert hat, ist die Intention für mich klar: man wollte mal wieder traffic erzeugen

das ist eindeutig gelungen

der Preis war nur vorher nicht bekannt  ~;D
Stimmt, aber ich finds gut wenn die rollenspielblogs mal etwas Aufmerksamkeit bekommen.
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Infernal Teddy am 4.09.2016 | 09:57
Nachdem der DSA Rant laut eigenen Aussagen von IT die meisten Hits&Clicks für den Blog generiert hat, ist die Intention für mich klar: man wollte mal wieder traffic erzeugen

das ist eindeutig gelungen

der Preis war nur vorher nicht bekannt  ~;D

Öhm... also der Lawinen-rant hat (bis vor kurzem) nicht annähernd so viele hits erzeugt wie einige ältere artikel, die bis heute hits erzeugen. "Lawine" hat kurzfristig sehr viele hits erzeugt, ist aber schnell wieder abgefallen.

Im übrigen bin ich eigentlich immer erstaunt das wir gelesen werden ;)
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: ErikErikson am 4.09.2016 | 10:00
Öhm... also der Lawinen-rant hat (bis vor kurzem) nicht annähernd so viele hits erzeugt wie einige ältere artikel, die bis heute hits erzeugen.

Welche denn?
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Infernal Teddy am 4.09.2016 | 10:02
Ich schaue später nach wenn ich nicht auf einer katzenausstellung bin
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: ErikErikson am 4.09.2016 | 10:16
Ich schaue später nach wenn ich nicht auf einer katzenausstellung bin

 :o :o :o
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: D. Athair am 4.09.2016 | 12:50
Kurzer Einwurf zu "Verlagsnähe und integre Rezensionen":
Man kann vom RPGPundit halten, was man will. Seine Rezensionen haben Hand und Fuß - sogar seine "Feinde" schicken im Rezi-Exemplare. Warum ist das wichtig: Weil er auch Produkte von verbandelten Autoren und Verlagen sowie solche aus eigener Feder rezensiert.

Was ich damit sagen will:
Eine gewinnbringende Rezension lebt von Ehrlichkeit. Sowohl was das Verhältnis zu Verlagen angeht als auch was die wahrgenommene Vision/Tendenz des Produkts angeht und schließlich was die eigenen Bewertungsmaßstäbe angeht.


Zum Thema gehört der Einwurf deswegen, weil ich die Haltung "Ich finde DSA 5 produziert eine Produktlawine, die keiner braucht" und "wir rezensieren weiter DSA-Kram" schon irgendwie für schizophren halte. Der Verlag ist davon nicht angetan und stellt die Belieferung von Rezi-PDF ein. Ist mMn sein gutes Recht. Teddy hat ja auch geschrieben, dass der Blogbeitrag zur "Lawine" eher unüberlegt war.

Was man mMn an der Affäre kritisieren kann ist:
IT hat der Marke DSA (unabsichtlich) geschadet ... und Ulisses hat nicht angmessen daraufhin kommuniziert.
Eine unerlaubte Einflussnahme oder Böswilligkeit auf Seiten des Blogs würde ich nicht unterstellen.


Der Ausgangsbeitrag dieser Diskussion ist mMn mangelhaft, da er wild Annahmen, Spekulationen und Probleme im "Rezi-Geschäft" (die grundsätzlich bestehen - hier aber nicht) zusammenwirft.

Ich habe das ganze für einen Shitstorm im Wasserglas gehalten, der zwei tage später wieder vorbei wäre.
Das ist es mMn auch - nur, dass die Sache länger geht, weil die Sache unverhältnismäßig aufgeblasen wurde.
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Greifenklaue am 4.09.2016 | 12:59
Zum Thema gehört der Einwurf deswegen, weil ich die Haltung "Ich finde DSA 5 produziert eine Produktlawine, die keiner braucht" und "wir rezensieren weiter DSA-Kram" schon irgendwie für schizophren halte. Der Verlag ist davon nicht angetan und stellt die Belieferung von Rezi-PDF ein. Ist mMn sein gutes Recht. Teddy hat ja auch geschrieben, dass der Blogbeitrag zur "Lawine" eher unüberlegt war.
Naja, Du schreibst es ja selber. "Ich find das doof." vs. "WIR {ergo Cainius} rezenieren das weiter."

Was ich im übrigen schade finde, ist, dass die PF-Rezis wegfallen, Neue Abenteuer waren - glsaub ich - echt die einzigen, die mit diesem Produktausstoß fertig wurden.  ;)
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: D. Athair am 4.09.2016 | 13:12
Naja, Du schreibst es ja selber. "Ich find das doof." vs. "WIR {ergo Cainius} rezenieren das weiter."
Eben. Mixed message. Das kann ja fast nur falsch verstanden werden.

Was ich im übrigen schade finde, ist, dass die PF-Rezis wegfallen, Neue Abenteuer waren - glsaub ich - echt die einzigen, die mit diesem Produktausstoß fertig wurden.  ;)
+1. Als Nicht-PF-Freund waren Teddys Besprechungen so ziemlich die einzigen, die ich mir zu PF überhaupt angeschaut habe.
Warum? Weil ... bei so viel Kram irgendwann auch mal was für mich dabei ist/sein könnte und die Vorstellungen auf Neue Abenteuer ziemlich genau das abddecken, was ich darüber wissen will. (Produkt-Beispiel, ohne Bezug zu NA: Feast of Ravenmoor ist ein hübsches kleines Abenteuer, für das ich weder Golarion noch PF als Regelwerk brauche.)
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: ErikErikson am 4.09.2016 | 13:14
Kurzer Einwurf zu "Verlagsnähe und integre Rezensionen":
Man kann vom RPGPundit halten, was man will. Seine Rezensionen haben Hand und Fuß - sogar seine "Feinde" schicken im Rezi-Exemplare.

IT hat der Marke DSA (unabsichtlich) geschadet ... und Ulisses hat nicht angmessen daraufhin kommuniziert.

Da widersprichst du dir IMO selber, vielleicht kannst du das auflösen. Einerseits sagst du auch Pundits Feinde geben ihm Reziexemplare (wohl, weil sie die eventuell auch massivst negative Publicity nicht missen möchtender Pundit ist ja nicht für seine Zurückhaltung bekannt) und andererseits sagst du, DSA wäre ein Schaden entstanden durch die negative Rezi.
Warum gehst du davon aus, das hier bei DSA ein Schaden verursacht wurde, während Pundits "Hand und Fuß" Rezensionen anscheinend keinen Schaden verursachen, sondern sogar noch von verlagsseite gewünscht sind?
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Greifenklaue am 4.09.2016 | 13:36
Eben. Mixed message. Das kann ja fast nur falsch verstanden werden.

Ahh, OKay, jetzt hab ich verstanden, wie Du es meinst.
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: D. Athair am 4.09.2016 | 13:37
... bei den Rezensionen des Pundit geht es mMn nicht um negative Publicity (im eigentlichen Sinn) sondern um eine fundierte Produktbesprechung im Rahmen einer realtiv speziellen Perspektive. Da geht es mMn neben Produktkohärenz ganz stark um Zielgruppenbestimmung (die deswegen leicht ist, weil der Pundit seine Präferenzen so laut heraumposaunt).

Dass ich einen Schaden für DSA sehe, liegt daran, dass der "Lawinen-Artikel" ein Rant ist - und keine Rezension - und noch dazu im Kontext der Blogausrichtung eine sehr leicht (oder nur) falsch verstehbare "mixed message" in sich trägt.


Für mich sind das zwei ganz unterschiedliche Sachen.
Wenn man unbedingt einen prinzipiellen Unterschied festhalten will: Die Positionen des RPGPundit sind mMn zu jeder Zeit transparent (und festgefahren) und dadurch verlässlich in ihrer Ausrichtung.
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: ErikErikson am 4.09.2016 | 13:39
... bei den Rezensionen des Pundit geht es mMn nicht um negative Publicity (im eigentlichen Sinn) sondern um eine fundierte Produktbesprechung im Rahmen einer realtiv speziellen Perspektive. Da geht es mMn neben Produktkohärenz ganz stark um Zielgruppenbestimmung (die deswegen leicht ist, weil der Pundit seine Präferenzen so laut heraumposaunt).

Dass ich einen Schaden für DSA sehe, liegt daran, dass der "Lawinen-Artikel" ein Rant ist - und keine Rezension - und noch dazu im Kontext der Blogausrichtung eine sehr leicht (oder nur) falsch verstehbare "mixed message" in sich trägt.

Ok, jetzt ist mir das klarer.
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Infernal Teddy am 4.09.2016 | 14:25
Welche denn?

Also, top ten Artikel von den leserzahlen am 22.08., also einen Tage vor "Wir sind Unbequem geworden":

10.) Rüstkammer der streitenden Königreiche (DSA)
9.) Mater Ecclesia (Engel Quellenbuch)
8.) Unboxing: Die Neumann-Ära (Ein Video des Orakels)
7.) Meine Arbeit ist langweilig (Ein Friday Five)
6.) Lifestyle 2073 (SR)
5.) Terra Nova - Der Schwur des Sommerkönigs 1 (Engel-Roman)
4.) Malmsturm - Die Fundamente
3.) Das blaue Buch (DSA)
2.) Systemvorstellung: Shadowrun (Einen Aufruf weniger, das war der Tagesartikel)
1.) Fünf Gründe, DSA NICHT zu spielen (Keine ahnung, wirklich - das habe ich vor JAHREN geschrieben, nach eienr weiteren Begegnung mit einem Spieler der Sorte "Ich spiele DSA, ich spiele SR, und sonst gibt es keine guten Rollenspiele")

Unsere All-Time Meistgelesenen Artikel zu jetztigen Zeitpunkt:

10.) Building Character - DSA
9.) Der Schattenmarschall (DSA)
8.) Die RPC 2011 - Das Abenteuerblog Berichtet (Einer der Artikel, die wir von einem alten Blogprojekt übernommen haben)
7.) Pathfinder Einsteigerbox (Gastrezi)
6.) Firuns Flüstern (DSA)
5.) Die aventurische Lawine (Wohl weil das so aufgebauscht worden ist - das ist bis zum Folgeartikel täglich höchstens zwei oder drei mal aufgerufen worden laut statistiken)
4.) Wir sind unbequem geworden (Dito)
3.) Warum Illustrationen einfach viel Geld kosten (Gastartikel von Shadom)
2.) Robinson Crusoe (Brettspiel-Gastrezi)
1.) Fünf Gründe DSA NICHT zu spielen

Nimmt man noch Platz 4 und 5 raus kämen noch Building Character - Pathfinder und Building Character - Das Lied von Eis und Feuer (Danke an die Teilzeithelden fürs verlinken) als plätze 9 und 10 dazu.

Questions?
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: ErikErikson am 4.09.2016 | 14:54
Passt, Danke dir!
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Ifram am 4.09.2016 | 15:20
Man sollte nur immer dazusagen, das man den Typen eben kennt/von ihm finanziert wird. [...] Und was auch klar sein sollte-mach was, was deinem Lieferanten von Material nicht passt-und du bekommst eventuell kein Material mehr.
Ich muss dabei unwillkürlich an Ulisses Fanbeauftragte denken.
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Uwe-Wan am 4.09.2016 | 19:22
Gibt's die noch?
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Orakel am 12.09.2016 | 03:00
Was ich im übrigen schade finde, ist, dass die PF-Rezis wegfallen, Neue Abenteuer waren - glsaub ich - echt die einzigen, die mit diesem Produktausstoß fertig wurden.  ;)

Allerdings auch nur, weil IT speedreader ist.
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Roger am 4.01.2017 | 16:31
What?  wtf?

Bitte? No way
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Deep_Impact am 4.01.2017 | 16:42
Ein Hersteller (von was auch immer) sollte keine Rezis fördern, wenn er nicht an die Qualität seiner Ware glaubt.
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Roger am 4.01.2017 | 16:46
Fördern oder fordern? Für jeden Hersteller, der offen und marktwirtschaftlich agiert, kann nur von Interesse sein, sowohl gute, als auch schlechte Kritiken zu bekommen. Anders kann er die Qualität seiner Ware nicht verbessern.

Der erste Verlag, der zu uns kommt und gute Wertungen verlangt, fliegt direkt hochkant von der Bearbeitungsqeue
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Teylen am 4.01.2017 | 16:48
Wobei Ulisses kein Verhältnis aufgrund einer Rezension, gar einer negativen, beendet hat oder positive Rezensionen fordert.
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Roger am 4.01.2017 | 16:48
Klar, aber die Diskussion ging ja auch ein Stück weit abroad im Laufe dieser sieben Seiten ;)
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Deep_Impact am 4.01.2017 | 17:03
Du bist im :T: :)  natürlich geht das Thema 'abroad' :D

Und ich meinte schon fördern.
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Teylen am 4.01.2017 | 17:15
Ich möchte nur Missverständnisse vermeiden  8)
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Eismann am 4.01.2017 | 17:39
Der erste Verlag, der mein Auto mit Mayonnaise einschmiert, kriegt auch Ärger.
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Bilbo am 4.01.2017 | 17:41
Der erste Verlag, der mein Auto mit Mayonnaise einschmiert, kriegt auch Ärger.
Magst du lieber Remoulade? :)
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Eismann am 4.01.2017 | 17:59
Remoulade ist was feines.
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Skyrock am 4.01.2017 | 18:08
Wow, dieses Nicht-Ereignis wird nach 3 Monaten nochmal ausgescharrt? Das nenne ich mal Threadnekromantie.

(https://i.sli.mg/3LQK1O.jpg)
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Archoangel am 4.01.2017 | 19:05
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)

Nur des Spaßes halber - nicht beleidigt sein.  ~;D
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: LushWoods am 5.01.2017 | 07:26
Ich hab bis heute nicht kapiert warum Threadnekromantie was Schlechtes ist ...  :)
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: felixs am 5.01.2017 | 08:18
Ich hab bis heute nicht kapiert warum Threadnekromantie was Schlechtes ist ...  :)

Ich auch nicht. Ist doch allemal sinnvoller, als einen neuen Faden zum Thema zu eröffnen, oder?
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Greifenklaue am 5.01.2017 | 10:58
Kommt halt drauf an, ob es neue Erkenntnisse zu dem Thema gibt - was man hier getrost verneinen kann.
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: LushWoods am 5.01.2017 | 11:35
Der erste Verlag, der zu uns kommt und gute Wertungen verlangt, fliegt direkt hochkant von der Bearbeitungsqeue

 :d


@Greifenklaue: Aber scheinbar haben schon noch Leute was zu dem Thema zu sagen. Und von Roger kommt ein sehr schönes Statement das mir die Teilzeithelden Rezis wieder bedeutend sympathischer macht.
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Bilbo am 5.01.2017 | 11:50
Welease Woger :)

Sorry nicht hauen !

/ offtopic

Find den thread auch relevant mal sehen was da noch für Erkenntnisse kommen!
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Greifenklaue am 5.01.2017 | 11:55
:d


@Greifenklaue: Aber scheinbar haben schon noch Leute was zu dem Thema zu sagen. Und von Roger kommt ein sehr schönes Statement das mir die Teilzeithelden Rezis wieder bedeutend sympathischer macht.

Ja, aber kein Verlag° ist so blöd - außerdem ist es unschön, dass in einem mit Ulisses betitelten Thread zu schreiben, weil dann die Verknüpfung zwischen Ulisses und Rogers Statement bleibt.

°Gut, ich erinnere mich auch an NaSta und den Blutschwertern ;)

Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Teylen am 5.01.2017 | 11:59
Es ist ja gerade kein Kommentar zudem Thema gewesen.
Sondern einer zu einem Nebenschauplatz. Wo einige durchaus versuchten Ulisses unterzuschieben sie hätten die Belieferung wegen schlechter Rezis eingestellt. Siehe auch Thread.

An dieser Stelle wäre es gehaltvoller ein passendes Thema zu eröffnen.
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Roger am 5.01.2017 | 12:05
Ja, aber kein Verlag° ist so blöd - außerdem ist es unschön, dass in einem mit Ulisses betitelten Thread zu schreiben, weil dann die Verknüpfung zwischen Ulisses und Rogers Statement bleibt.

°Gut, ich erinnere mich auch an NaSta und den Blutschwertern ;)

Ja, die haben seinerzeit auch versucht, die Frostzone-Rezi zu verbessern. Ich habe denen höflich eine Abfuhrt erteilt ;)

Aber nein, es ist eine Aussage zu dem "Nebenschauplatz". Manche Verlage sind nicht so doof, aber ich habe schon öfter eine Beilage zu einer Amazon-Lieferung bekommen, in der stand, dass, wenn man eine 5er Wertung vergibt, sein Geld zurückbekommt. Gemeldet und gut. Wenn mir was wichtig ist, dann dass eine Kritik eben keine Gefälligkeitsrezi ist, sondern eine aufrechte und verteidigbare Meinung des Autoren, egal wie gut oder wie schlecht er die Sache fand.

Btw gibt es keinen Zusammenhang zwischen gekauftem Content und der Wertung. Den Produzenten geht es selten um die Wertung, sondern um SEO/SEM und Stage Time, gerade im Portal/Blogging-Bereich. Maxdome hat letztes Jahr bei uns einen Artikel gekauft und dennoch eine eher schlechte bis mittelwertige Bewertung bekommen. Sie haben sich dennoch bedankt, weil sie sich gefreut haben, dass jemand mal offen mit deren Inhalten umgeht - bezahlt haben sie auch.
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Eismann am 5.01.2017 | 16:59
Ich hab da so gar keine Relation zu, daher: Was kostet bei euch denn so ein Artikel?
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Roger am 5.01.2017 | 17:08
Normale gar nix ;) sponsored content ist sauber als "Anzeige" oder "In Kooperation" mit gekennzeichnet. Die Preise machen die Kunden, nicht wir.
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: Orakel am 5.01.2017 | 17:41
Die Sau wird anscheinend immer noch durchs dorf getrieben... (Wobei: Ist die nicht mittlerwiele an einem stressbedingtem Herzinfarkt verstorben und müsste jetzt nur noch ein von den Ameisen zerfressenes Gerippe sein, auf das nur noch die dümmsten drauf einschlagen? *grübel* )

Ich habe letzten Monat noch einen Blogartikel der stilistischen Marke Verschwörungstheorie für Leute, die von Bild noch überfordert sind, gelesen.
(Der Blogger beschrie ernsthaft nochmal das Thema von den geblacklisteten Negativ-Rezensionen. Und das in einem Tonfall, der mich zumindestens an das Krakelen von Impfgegnern erinnert hat.)
Titel: Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
Beitrag von: JS am 5.01.2017 | 18:10
Ja, aber kein Verlag° ist so blöd

Doch, mindestens einer, wie ich in meiner aktiven Rezizeit feststellen mußte, allerdings war das weder Ulisses noch Uhrwerk.