Autor Thema: System Matters  (Gelesen 132407 mal)

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Online Grubentroll

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Re: System Matters
« Antwort #1475 am: 4.12.2018 | 14:43 »
Noch gar nicht mitbekommen gehabt dass Greg Stafford gestorben ist...

:(

Offline Bildpunktlanze

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Re: System Matters
« Antwort #1476 am: 4.12.2018 | 15:05 »
Noch gar nicht mitbekommen gehabt dass Greg Stafford gestorben ist...

:(

steht alles in dem verlinkten Verlagsgespraech wurde aber hier unterschlagen. bzw das das die Veoeffentlichung nshezu verunmoeglicht. Traue nie einer Schlagzeile
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Offline Kalimar

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Re: System Matters
« Antwort #1477 am: 4.12.2018 | 19:49 »
Während ich es ja grundsätzlich toll finde, was die System Matters Jungs tun (auch wenn ich mich nicht für das komplette Verlagsprogramm begeistern kann), habe ich immer ein bisschen Angst, dass sich so ein kleiner Verlag verzettelt oder übernimmt.

Und dann kommt plötzlich für eine Linie, die mich wirklich interessiert (Schatten des Dämonenfürsten) nix mehr oder nur mit Jahren Abstand. Das geht bzw. ging mir leider öfters so (Truant, Uhrwerk vor Splittermond)...
« Letzte Änderung: 4.12.2018 | 19:51 von Kalimar »

Offline Rumpel

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Re: System Matters
« Antwort #1478 am: 4.12.2018 | 20:03 »
Während ich es ja grundsätzlich toll finde, was die System Matters Jungs tun (auch wenn ich mich nicht für das komplette Verlagsprogramm begeistern kann), habe ich immer ein bisschen Angst, dass sich so ein kleiner Verlag verzettelt oder übernimmt.

Und dann kommt plötzlich für eine Linie, die mich wirklich interessiert (Schatten des Dämonenfürsten) nix mehr oder nur mit Jahren Abstand. Das geht bzw. ging mir leider öfters so (Truant, Uhrwerk vor Splittermond)...

Da ist natürlich was dran ... wobei System Matters es bisher ja echt bestens hinkriegt - und Spiele wie BtW sind ja auch gar nicht so sehr auf dauernden Nachschub von neuem Material angewiesen. Bei Pendragon wäre es ähnlich, da gibt's zwar im Original noch ein paar Supplements, aber eigentlich wäre es mit dem GRW und der Great Campaign ziemlich abgeschlossen, würde also danach Linien, die eher auf regelmäßigen Nachschub ausgelegt sind, wie SotDL, nicht im Wege stehen. Und System Matters hätte damit einen echten Klassiker im Programm, der in diesen nostalgischen Zeiten vielleicht ein veritabler Dauerseller wäre.

Ich muss mich jedenfalls mal vorsichtig bei Chaosium erkundigen, ob die Rechtelage da wirklich so verfahren ist, dass gar nichts geht ... kann ich mir eigentlich nicht vorstellen.
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Online Dr. Clownerie

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Re: System Matters
« Antwort #1479 am: 4.12.2018 | 20:40 »
Ich muss mich jedenfalls mal vorsichtig bei Chaosium erkundigen, ob die Rechtelage da wirklich so verfahren ist, dass gar nichts geht ... kann ich mir eigentlich nicht vorstellen.

Nein, verfahren ist das nicht. Das dauert einfach nur länger und es ist leider nicht einfacher geworden. Wir werden sehen, ich bleibe da auf alle Fälle dran :)

Online Skasi

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Re: System Matters
« Antwort #1480 am: 4.12.2018 | 20:53 »
...ich bleibe da auf alle Fälle dran :)
:d
Ich würd's kaufen ;)

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Re: System Matters
« Antwort #1481 am: 4.12.2018 | 21:01 »
:d
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Offline JS

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Re: System Matters
« Antwort #1482 am: 5.12.2018 | 00:19 »
Bei Pendragon wäre es ähnlich, da gibt's zwar im Original noch ein paar Supplements, aber eigentlich wäre es mit dem GRW und der Great Campaign ziemlich abgeschlossen,

Öhm... sprechen wir vom gleichen Pendragon?
 ;)
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Offline DeadOperator

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Re: System Matters
« Antwort #1483 am: 5.12.2018 | 00:22 »
Ist ewig her, aber an das Pendragon, das ich kenne, hab ich nicht die besten Erinnerungen. Das System war irgendwie "sperrig" und hatte eine ganz seltsame Würfelmechanik. Kann aber auch an unseren SL gelegen haben
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Offline JS

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Re: System Matters
« Antwort #1484 am: 5.12.2018 | 02:08 »
Das Basissystem ist eigentlich sehr schnell und gut nachvollziehbar, das Kampfsystem jedoch ziemlich tödlich. Sperrig wird Pendragon vor allem, wenn man die 49829389 Zusatzregeln aus den 47237828 Zusatzbüchern hinzuzieht, u.a. für Schlachten und Lehenspflege.
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Offline Rumpel

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Re: System Matters
« Antwort #1485 am: 5.12.2018 | 07:56 »
Öhm... sprechen wir vom gleichen Pendragon?
 ;)

Also, zumindest "Braucht" man doch sonst nichts so richtig, oder? Wir haben damals nur mit dem deutschen Fanpro-Regelwerk ewig gespielt und nie das Gefühl gehabt, das was fehlt ... andererseits wussten wir natürlich auch nicht, was es sonst noch so gab.
Regelseitig kam mir das auch immer ziemlich klar und einfach vor, aber evtl. haben wir da auch ganz viel einfach nicht berücksichtigt.
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Offline Chiarina

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Re: System Matters
« Antwort #1486 am: 5.12.2018 | 08:43 »
Tja. Pendragon.

Wir haben es Ende der 80er eine Weile gespielt. Einiges hat ganz gut geklappt, einiges hat mich genervt.

Was ich nicht so toll fand (und woran ich mich immer noch einigermaßen gut erinnere):
- Diese Tugenden-Schwächen-Dichotomien sind ja eigentlich als Feature gedacht... in meinen Augen funktionieren sie nicht so gut. Ich hatte immer den Eindruck (auch damals schon, Ende der 80er), dass hier Bereiche eines Charakters in kontrastierende Werte gepresst werden, die in Wahrheit viel komplexer angelegt sind. Warum muss ich "faul" sein, wenn ich nicht "energisch" bin? Vielleicht bin ich ja eher "vorsichtig"? Warum muss ich als Ritter "bescheiden" sein, wenn ich nicht "stolz" bin? Vielleicht bin ich ja einfach inkognito unterwegs? Ich hatte jedenfalls oft den Eindruck, hier existierten Regeln für Dinge, die besser frei ausgespielt werden sollten.
- Die Abenteuer-Anregungen sind für mein Gefühl doch recht holzschnittartig gewesen. Immer wieder werden Turniere und Zweikämpfe abgehalten, Schlachten geschlagen und Jungfrauen aus der Gefangenschaft irgendwelcher Bösewichter befreit. Jetzt könnte man sagen: Genau das geschieht doch auch in der Arthus-Sage. Ja. Stimmt. Aber schaut euch diese Kampfschilderungen bei Mallory an. Es läuft auf eine ermüdende Auflistung der Gegner hinaus, die Lanzelot alle an einem Tag erschlagen hat. Mit Ach und Krach bekommt das Setting zwei Intrigen auf die Reihe: Lanzelot geht mit Ginevra fremd und Mordred will den Thron Arthurs an sich bringen. Das ist aber Meta-Plot. Die einzelnen Questen sind wie bei Mallory viel einfacher gestrickt und die Regeln setzen das auch gar nicht schlecht um... es bleibt die Frage, ob ich so etwas überhaupt spielen will. Ich fand´s jedenfalls irgendwann ziemlich öde.

Vielleicht trügt mich die Erinnerung auch... ganz sicher bin ich mir nicht.
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Offline korknadel

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Re: System Matters
« Antwort #1487 am: 5.12.2018 | 08:48 »
Während ich es ja grundsätzlich toll finde, was die System Matters Jungs tun (auch wenn ich mich nicht für das komplette Verlagsprogramm begeistern kann), habe ich immer ein bisschen Angst, dass sich so ein kleiner Verlag verzettelt oder übernimmt.

Und dann kommt plötzlich für eine Linie, die mich wirklich interessiert (Schatten des Dämonenfürsten) nix mehr oder nur mit Jahren Abstand. Das geht bzw. ging mir leider öfters so (Truant, Uhrwerk vor Splittermond)...

Ich empfehle in dieser Hinsicht die Lektüre von Designers & Dragons. Die Rollenspielverlagswelt und der Markt haben nie so funktioniert, dass man hätte sagen können: Mache als kleiner Verlag das und das und als mittlerer das und jenes, dann ist gewährleistet, dass alle Linien stetig und regelmäßig weitergeführt werden können. Fehltritte und -entscheidungen erkennt man als solche meistens erst hinterher, und nicht immer bekommt man für sie auch die Quittung. Manchmal geht trotz aller Fehlleistungen alles gut (DSA gibt es schließlich auch immer noch). Und werden keine Fehler gemacht, dann stirbt womöglich jemand, brennt mit den Verlagseinnahmen durch, ein Lizenzgeber wird von einer anderen Firma aufgekauft oder beschließt, mit der Lizenz etwas anderes machen zu wollen. Oder es wird morgen ein neues Spiel erfunden, das so geil und suchterzeugend ist, dass wir ab übermorgen alle kein Geld mehr für SotDL ausgeben wollen oder können. Mit anderen Worten: shit happens, egal ob ein Verlag es verkackt oder nicht. Deshalb würde ich keine Energie auf Befürchtungen verschwenden, denn es passiert sowieso, was passiert. Ich denke mir lieber: Get it while you can und freue mich einfach über alles, was erschienen ist und mit sehr, sehr großer Wahrscheinlichkeit in naher Zukunft erscheinen wird.
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Re: System Matters
« Antwort #1488 am: 5.12.2018 | 10:24 »
Zumal SyMa ja auch eine Strategie für und eine Liebe zu ihren Spielen zeigen.

Dieses Auf-einmal-alles-Raushauen via Kickstarter scheint nämlich nicht gerade Community-bildend zu sein, obwohl alle geil drauf sind.
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Offline JS

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Re: System Matters
« Antwort #1489 am: 5.12.2018 | 10:50 »
- Diese Tugenden-Schwächen-Dichotomien sind ja eigentlich als Feature gedacht... in meinen Augen funktionieren sie nicht so gut.
- Die Abenteuer-Anregungen sind für mein Gefühl doch recht holzschnittartig gewesen. Immer wieder werden Turniere und Zweikämpfe abgehalten, Schlachten geschlagen und Jungfrauen aus der Gefangenschaft irgendwelcher Bösewichter befreit.

Die Tugendregeln und -werte empfanden wir immer als eine besonders hervorzuhebende Stärke dieses Systems, weil die Spieler sich endlich auch mal (weitgehend) an die Charaktere halten mußten, die sie sich da gebastelt hatten. Das minimierte das altbekannte Verhaltenswischiwaschi und führte zu ganz wunderbaren Handlungen und Spielentwicklungen.
Bei den Abenteuern stimme ich dir zu, die sind ganz schön häufig ganz schon eintönig gewesen. Besonders die hochgelobte Great Pendragon Campaign ist ein harter Wiederholungstäter.
« Letzte Änderung: 5.12.2018 | 13:09 von JS »
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Re: System Matters
« Antwort #1490 am: 5.12.2018 | 11:28 »
Das System hat mich regelrecht umgehauen, als ich es das erste Mal sah. Fantastisch!

Und bei den längeren Abenteuern gibt es auch einige unglaublich tolle Sachen wie Der Graue Ritter, Tournaments of Dreams usw. Ganz einzigartige Abenteuer :)

Offline JS

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Re: System Matters
« Antwort #1491 am: 5.12.2018 | 11:37 »
Ja, verzeihung, das hätte ich erwähnen sollen.
:)
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Re: System Matters
« Antwort #1492 am: 5.12.2018 | 11:39 »
Ja, verzeihung, das hätte ich erwähnen sollen.
:)

Kein Problem  :d

Online Grubentroll

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Re: System Matters
« Antwort #1493 am: 5.12.2018 | 11:58 »
es bleibt die Frage, ob ich so etwas überhaupt spielen will. Ich fand´s jedenfalls irgendwann ziemlich öde.

Vielleicht trügt mich die Erinnerung auch... ganz sicher bin ich mir nicht.

Das war auch mein Eindruck damals. Haben es auch Ende der 80er gespielt als es rauskam.
Ich war richtig sauer irgendwann, und konnte gar nicht verstehen warum jemand sowas spielen wollte.

Man hat wenn mich meine Erinnerung nicht trügt aus so ner "Adlersicht" von ganz oben Lebensereignisse ausgewürfelt, und eigentlich ist nie was tolles passiert.

Das war glaub ich auch das einzige mal in meiner Rollenspielerkarriere, wo ich so genervt war von so viel "Tunnelsicht" und Gängelung, dass ich aktiv angefangen habe die Session zu sabotieren.

Also einerseits über Railroading meckern, und dann so ein "Ich würfel mir abstrakt nen Lifepath zusammen und sonst nix"-System spielen wollen ist schon abstrus.

Offline DeadOperator

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Re: System Matters
« Antwort #1494 am: 5.12.2018 | 12:02 »
Man hat wenn mich meine Erinnerung nicht trügt aus so ner "Adlersicht" von ganz oben Lebensereignisse ausgewürfelt, und eigentlich ist nie was tolles passiert.

Ja, genau! Vielleicht haben wir uns aber nur darauf gestürzt, weil es eben neu war.
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Re: System Matters
« Antwort #1495 am: 5.12.2018 | 13:15 »
Also einerseits über Railroading meckern, und dann so ein "Ich würfel mir abstrakt nen Lifepath zusammen und sonst nix"-System spielen wollen ist schon abstrus.

Ach komm, das ist jetzt aber echt was anderes. Man muss ja keins von beiden mögen, aber der Unterschied zwischen "Du sitzt im Zug und kommst nicht raus, bevor die Tür aufgeht" und "du fährst auf der Straße und plötzlich springt dir ein Reh vors Auto" sollte doch schon klar sein.
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Re: System Matters
« Antwort #1496 am: 5.12.2018 | 13:34 »
Ich hatte jedenfalls oft den Eindruck, hier existierten Regeln für Dinge, die besser frei ausgespielt werden sollten.

Jo, das ist die alte Grundsatzfrage - wenn ich das nicht geregelt haben will, muss ich letztlich was anderes spielen.
Als Konstrukt, das die gewollten Verläufe zumindest begünstigt, finde ich das aber recht gelungen, gerade weil da solche Gegensätze aufgemacht werden. Freilich schmeißen die Dinge hinten runter oder sind psychologisch nicht wirklich korrekt, aber für das Spiel tun sie mMn ziemlich genau das, was sie sollen.

es bleibt die Frage, ob ich so etwas überhaupt spielen will. Ich fand´s jedenfalls irgendwann ziemlich öde.

Ich spiele Pendragon unregelmäßig und mit großen Abständen. Wenn sich aus dem Spielerpool und dem erweiterten Umfeld genug Leute finden, die darauf mal wieder oder überhaupt mal Bock haben (inklusive dem geplagten Dauer-SL), dann steigt eine Runde.

Wenn ich das jedes zweite Wochenende spielen "müsste", würde ich es recht schnell drangeben.
Aber mit wenigen Terminen im Jahr (wenn überhaupt) und in dem Bewusstsein, worauf man sich da einlässt, habe ich großen Spaß daran.
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Offline JS

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Re: System Matters
« Antwort #1497 am: 5.12.2018 | 13:41 »
Wenn ich das jedes zweite Wochenende spielen "müsste", würde ich es recht schnell drangeben.
Aber mit wenigen Terminen im Jahr (wenn überhaupt) und in dem Bewusstsein, worauf man sich da einlässt, habe ich großen Spaß daran.

So ist es auch bei mir. Pendragon spiele ich immer mal wieder gerne, aber als regelmäßige Kampagne pro Woche/Monat wäre es nichts für mich.
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Offline Chiarina

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Re: System Matters
« Antwort #1498 am: 5.12.2018 | 13:47 »
Zitat von: YY
[...]wenn ich das nicht geregelt haben will, muss ich letztlich was anderes spielen.

Dass es geregelt ist, stört mich auch schon ein wenig, könnte ich aber noch akzeptieren. Besonders nervig finde ich aber, dass es aufgrund dieser Gegensatzpaare so "hü oder hott" geregelt ist: entweder energetic oder lazy, entweder honest oder deceitful. Unterschiedliche Umstände scheinen gar keine Rolle zu spielen... so denke ich einfach nicht über meine Charaktere nach. Das System ist mir hier zu starr.
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Offline YY

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Re: System Matters
« Antwort #1499 am: 5.12.2018 | 13:55 »
Wie gesagt, man wird da absichtlich in Richtung der Vorlage geschoben - spielt also quasi nicht "echte", authentisch wirkende Charaktere, sondern solche aus der zugehörigen literarischen Ecke.
Das wird natürlich schnell zum K.O.-Kriterium für ein System.
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