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Autor Thema: Deutsche Sagen, Mythen und Märchen als Thema für Rollenspiele  (Gelesen 748 mal)

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Offline Wulfhelm

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Ich glaube, so ist es einfacher.

Was gibt es da schon? (Egal auf Deutsch oder auf Englisch.) Und wie sind diese Sachen so?

Was kann man machen? Welche Stoffe bieten sich an? (Ich bin, was besagte Stoffe angeht, eher ahnungsfrei.) Gibt es moderne Umformungen (von Wagner bis Hohlbein) älterer Stoffe, die sich eher eignen als ältere Materialien? Macht man ein "historisch-mythologisches" Spiel wie Pendragon oder eine "gefärbte" Fantasywelt wie bei Trudvang Chronicles?

P.S.: Politische Diskussionen, einschließlich solche bezüglich der angeblichen Verbindungen dieser Werke zu politischen Strömungen oder Ideologien sind in diesem Thread nicht gewünscht. (Auch auf die Gefahr hin, dass die Beteiligung dadurch gegen 0 strebt...)
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Offline Rhylthar

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"Grimm" hattest Du selbst schon erwähnt. Gewisse Dinge treten vereinzelt in Cthulhu-Publikationen auf, wenn ich mich recht erinnere.

Bin mir nicht ganz sicher, ob Shadowrun auch solche Sachen am Rande aufgreift.
“Never allow someone to be your priority while allowing yourself to be their option.” - Mark Twain

"Naja, ich halte eher alle FATE-Befürworter für verkappte Chemtrailer, die aufgrund der Kiesowschen Regierung in den 80er/90er Jahren eine Rollenspielverschwörung an allen Ecken wittern und deswegen versuchen, möglichst viele noch rechtzeitig auf den rechten Weg zu bringen."

Offline Lichtschwerttänzer

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Triax 2 Rifts hatte den "Struwwelpeter drin, hat aber nix mit der Geschichte zu tun

Charlemagnes Heroes gab es für ADnD

Für die Nibelungensage wären die Romane von Diana Paxton  Die Töchter der Nibelungen mMn empfehlenswert.
Gurk zum anderen Gurk :" Was soll denn das für`ne Schlacht sein?
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Offline fivebucks

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Interessanter Thread.
Ich sehe Schnittmengen mit Ars Magica.

Offline Rorschachhamster

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Mir fallen die Räuber im Wald ein, zu denen ich bestimmt einiges finden könnte - aber das ist glaube ich eher universell weltweit ein Thema, und kein speziell Deutsches Motiv. Oder?

Offline Chiarina

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Achja, fivebucks, stimmt natürlich, Ars Magica ist ein Volltreffer. Einfach mal "Guardians of the forest" besorgen, das Quellenbuch zum Rheintribunal: Nibelungenlied, Tannhäuser, der deutsche Wald, diverse sagenhafte deutsche Bäume, Waldgeister, deutsche Hunde, Femegerichte, Walpurgisnacht, die wilde Jagd, alte heidnische Gottheiten und genius locii, der Binger Mäuseturm, die Lorelei... es gibt sogar eine Tradition von einsiedlerischen Mystikern, die versuchen mit dem deutschen Wald eins zu werden.
[...] the real world has an ongoing metaplot (Night´s Black Agents, The Edom Files, S. 178)

Offline Ucalegon

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The Bremen Town Musicians. Leider ist nicht viel mehr dran als ein kleines Kampfsystem, aber die Idee ist nett.
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Offline Chruschtschow

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Ein pseudohistorisches Setting um den Kampf zwischen Christentum und Heidentum, fränkischen und sächsischen Germanen, aufkommendem modernen Feudalismus und untergehenden Stammesgesellschaften samt brennender Irminsul und Dänen, die merken, dass man mit Schiffen überall hin kommt, um Klöster zu "besuchen". :)

Samt runenzaubernden Waldzauseln alias sächsischer ... äh ... Schamanen? Druiden? Ja, ich weiß, die Druiden waren eher bei den Kelten. Hatten die östlicheren Germanen ein organisiertes Priestertum? Pfff. Egal. Das ist eh alles hoch spekulativ im Angesicht dünner Quellenlage, das ist noch mehr Free4all als der fränkische Westen. :)
« Letzte Änderung: 20.03.2017 | 21:36 von Chruschtschow »
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Offline Isegrim

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DSA/Aventurien bietet für einiges aus dem Bereich "deutsche/europäische Märchen" (*) einen Hintergrund, auch wenn mir spontan keine Abenteuer einfallen, die direkt Grimms Märchen oä zum Vorbild haben. Aber die Grundlagen sind mE da.

(*) Kann man mE schlecht trennen, viele deutsche Märchen kursier(t)en so oder ähnlich auch in anderen Ländern.

Als eine Quelle bieten sich mE der Sagenkreis um Dietrich von Bern an. Ritter, Riesen, Zwerge, Lindwürmer, ales da. Und das Finale fällt sogar mit den Nibelungen zusammen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Dietrich_von_Bern

Zu Räubergeschichten: Das Wirtshaus im Spessart oder die Geschichte vom Schinderhannes sind als Inspirationen sehr brauchbar.
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Offline ArneBab

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Dann noch einen beginnenden dreißigjährigen Krieg einwerfen (der war zwar historisch nach der Christianisierung, aber das muss kein Hindernis sein¹). Und die Bauernkriege, damit kriegen wir auch die Wargamer. "Kommt, ihr tausend Haufen, fechten wir vereint!"

¹: Wobei wir das Setting auch in die Alte Zeit und Das Erwachen aufteilen könnten.

Viele alter Pfadfinderlieder sind auch tolle Quellen (sie wurden oft nicht ohne Grund zu Larp-Liedern).
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Offline D. Athair

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Ein pseudohistorisches Setting um den Kampf zwischen Christentum und Heidentum, fränkischen und sächsischen Germanen, aufkommendem modernen Feudalismus und untergehenden Stammesgesellschaften samt brennender Irminsul und Dänen, die merken, dass man mit Schiffen überall hin kommt, um Klöster zu "besuchen". :)
Siehe Mythic Russia und Mythic Britain. Das sind genau deren Themen. Einmal HeroQuest, einmal RuneQuest 6.

... generell: Was so quasi-historsiche Klamotten angeht liegen die Briten ganz weit vorn.

(Clockwork & Chivalry - das den English Civil War beschreibt - könnte auch ne Blaupause für Bauernkrieg und 30-Jähriger Krieg sein. Die Themen sind alle da - und noch mehr.)
« Letzte Änderung: 20.03.2017 | 22:21 von Clausustus Doom Occulta »
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Offline Rorschachhamster

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Zu Räubergeschichten: Das Wirtshaus im Spessart oder die Geschichte vom Schinderhannes sind als Inspirationen sehr brauchbar.
Schiller, das Rollenspiel?
Goethe Core?
Kleist Basic & Advanced?
 ~;D

Oh, 30 Jähriger Krieg wird in "Better than any man" von James Raggi als Hintergrund verwendet... inklusive Protestanten und Katholenkonflikte, Mutationen und unaussprechlichem andersweltlichen Schrecken. Das übliche halt. Aber gerade die mythischen Aspekte sind halt nicht sehr deutsch...

Offline Der Narr

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Die Nibelungensaga ist bei Chronosaurus verarbeitet (Abenteuer "Der Siegfried-Zwischenfall"), dem deutschsprachigen Rollenspiel um zeitreisende Dinosaurier.

In Solomon Kane kommt der Schwarzwald vor, in dem dann aber recht planlos Abenteuer platziert werden, z.B. eine Frankenstein-Geschichte.

Buntes Rollenspiel. Gedanken, Anfänge und Abschiede rund um mein liebstes Hobby.

Offline Wulfhelm

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Ein pseudohistorisches Setting um den Kampf zwischen Christentum und Heidentum, fränkischen und sächsischen Germanen, aufkommendem modernen Feudalismus und untergehenden Stammesgesellschaften samt brennender Irminsul und Dänen, die merken, dass man mit Schiffen überall hin kommt, um Klöster zu "besuchen".
Theoretisch könnte man das in dem "Heldenalter", in dem fiktiv-chronologisch ja auch die Artussage zu verorten ist (also grob die Völkerwanderungszeit) gut machen. Nur die Dänen/Wikinger als solche passen nicht ganz (aber hey, das hat schon Hal Foster nicht wirklich gestört.)

Zitat
Samt runenzaubernden Waldzauseln alias sächsischer ... äh ... Schamanen? Druiden?
Goden? (bzw. Gudja)?
« Letzte Änderung: 20.03.2017 | 22:20 von Wulfhelm »
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Offline Isegrim

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"Kommt, ihr tausend Haufen, fechten wir vereint!"

+1 für das Zitieren großer Musikwerke!

Viele alter Pfadfinderlieder sind auch tolle Quellen (sie wurden oft nicht ohne Grund zu Larp-Liedern).

Außerdem waren das in den frühen LARPTagen die einzgien, die Klampfe spielen konnten. ;)
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Offline Wulfhelm

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... generell: Was so quasi-historsiche Klamotten angeht liegen die Briten ganz weit vorn.
Wobei: Pendragon als (meiner Meinung nach) absoluter Vorreiter dieser Art von Spiel kommt aus Amerika. Das wäre wie anderenorts angedeutet auch so in etwa die Blaupause (hey, bei einem eigenem Thema muss man nicht auch noch mechanisch originell werden  ;) ), die man für ein "Deutsche Heldensagen"-Spiel hernehmen könnte.
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Offline Wulfhelm

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Achja, fivebucks, stimmt natürlich, Ars Magica ist ein Volltreffer. Einfach mal "Guardians of the forest" besorgen, das Quellenbuch zum Rheintribunal: Nibelungenlied, Tannhäuser, der deutsche Wald, diverse sagenhafte deutsche Bäume, Waldgeister, deutsche Hunde, Femegerichte, Walpurgisnacht, die wilde Jagd, alte heidnische Gottheiten und genius locii, der Binger Mäuseturm, die Lorelei... es gibt sogar eine Tradition von einsiedlerischen Mystikern, die versuchen mit dem deutschen Wald eins zu werden.
Also das sieht echt verlockend aus; hatte ich bis dato noch überhaupt nicht auf dem Schirm.  :d
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Offline Chruschtschow

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Theoretisch könnte man das in dem "Heldenalter", in dem fiktiv-chronologisch ja auch die Artussage zu verorten ist (also grob die Völkerwanderungszeit) gut machen. Nur die Dänen/Wikinger als solche passen nicht ganz (aber hey, das hat schon Hal Foster nicht wirklich gestört.)

Gar nicht so sehr. Karls Krieg gegen die Sachsen samt Irminsul liegt so ungefähr 770 bis 780. Lindisfarne wurde 793 geplündert. Alles, was ich aufzählte, liegt im Bereich weniger Jahrzehnte. Aber klar, relativ zur Völkerwanderung und der noch löchrigeren Geschichtsschreibung liegt das beides später.

[EDIT]
Hey, Karl wurde erst 800 zum Kaiser gekrönt. Was, wenn die heidnisch-germanischen Runenmeister einen "Geistertanz" a la Shadowrun vorher hinlegen, Karl von irgendwelchen Nornen den Schicksalsfaden gekappt bekommt und sein Reich schon früher zerbricht? Gib den keltischen Überresten in Britannien ein bisschen Magie zurück. Im Süden tauchen Dschinns in den muslimischen Gebieten ums Mittelmeer auf. Und die Christenheit mittendrin. Fehlt nur noch eine magische Tradition, die man denen unterjubeln kann. Und sei es der ersten Anklang eines hermentischen Ordens.
« Letzte Änderung: 20.03.2017 | 22:58 von Chruschtschow »
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Offline Lichtschwerttänzer

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Offline D. Athair

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Und die Christenheit mittendrin. Fehlt nur noch eine magische Tradition, die man denen unterjubeln kann. Und sei es der ersten Anklang eines hermentischen Ordens.
Brauchts doch gar nicht. Man muss nur die Quellen deuten und sich dann ne Erklärung überlegen.
Gebet (Priester), Mystik (v.a. Ordensleute und Frauen) oder schamanische Variante (alttestamentliche Prophten, Jesus und die Urgemeinde, Iro-Schottische Heilige) wären jetzt nur die gängigen Betrachtungsweisen.

... gut ... die Frage nach der Tradition (wenn man sich auf eine festlegen will/muss) steht natürlich in Verbindung mit ner "formalisierten Ausbildung". Nach Quellenlage würde ich auf das Letztere eher verzichten.
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Offline Wulfhelm

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Gar nicht so sehr. Karls Krieg gegen die Sachsen samt Irminsul liegt so ungefähr 770 bis 780. Lindisfarne wurde 793 geplündert. Alles, was ich aufzählte, liegt im Bereich weniger Jahrzehnte. Aber klar, relativ zur Völkerwanderung und der noch löchrigeren Geschichtsschreibung liegt das beides später.
Klar, wenn man das historisch verortet und als Setting eben Geschichte oder Alternativweltgeschichte oder magische Geschichte nehmen will, passt die Wende vom 8. zum 9. Jahrhundert.
Ich hatte halt nur den verrückten Gedanken, das stattdessen unter Rückgriff auf die genannten Heldensagen auch pseudochronologisch an Pendragon anflanschen
zu können. Sozusagen Cthulhu Chaosium : Cthulhu Deutschland = Pendragon : ???, wenn das verständlich ist?
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Offline Mondsänger

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Stephan Grundy hat sehr schöne Romane in so einem Setting geschrieben. Beispielsweise Rheingold:https://www.thalia.de/shop/home/suggestartikel/ID3061375.html?sq=Rheingold&stype=productName.
« Letzte Änderung: 21.03.2017 | 13:38 von Mondsänger »
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Offline sindar

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Teile des Faust-Mythos tauchen in Rifts auf. Wieviel die da noch von deutschen Sagen und Mythen pseudo-verwurstet haben, weiss ich nicht; unsere Kurzkampagne drehte sich nur darum.
Bewunderer von Athavar Friedenslied

Offline Kampfwurst

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Die Grundideen tauchen mit Sicherheit in jedem Rollenspiel mal mehr mal weniger auf wenn auch nicht unter den Namen. Jeder Warlock geht ja im Grunde einen Faustischen Pakt ein, z.B..

In modernem Gewand greift "City of Mist" die Idee alter Mythen und Legenden ja auch auf. Ich habe selber schon einige Märchenfiguren als Charaktere für das System erstellt. Man muss allerdings selbst einige Arbeit reinstecken, um den Märchen und Mythen Leben einzuhauchen, denn Teil des Spiels ist es, die Mythen und ihren Einfluss auf die eigene Spielwelt selbst zu gestalten und sie mit Avataren zu versorgen.
Es macht aber eine Menge Spaß die Figuren und Ideen der Märchen und Mythen zu nehmen und in eine heutige Zeit zu übersetzen und zu verdrehen. Da kommen tolle Sachen bei heraus und City of Mist liefert eine gute Grundlage dafür sich das zu erarbeiten.

Offline Lyonesse

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Zum Lyonesse-Zyklus von Jack Vance meinte der Rolling Stone damals, dass hier C.G. Jung und die Brüder Grimm aufeinandertreffen.
Nun ja, in jedem Fall waren die Älteren Insel ein sehr märchenhaftes, brutales und psychologisch durchdachtes Setting. Es gab sogar
in Frankreich ein Rollenspiel dazu.

Edit: Ach ja, ein Schuss vanceanisch interpretierte Arthussage, inklusive Gralssuche, war auch noch drin, aber das passte alles recht gut
zu den Zauberern, Hexen, Feen, Kobolden, Ogern, etc ... die sich da ein Stelldichein gaben.

Was mir noch einfällt: Für das Schwarze Auge wurden mehrere Märchen-Anthologien veröffentlicht, die das Thema beackert haben; so in
''Verwunschen und Verzaubert'', sowie ''Märchenwälder, Zauberflüsse'' oder auch in ''Feenstaub und Fabelwesen''.

Das alte, deutsche Cthulhu-Abenteuer ''Die Froschkönigfragmente'' befasste sich thematisch mit den Grimmschen Märchen, und interpretierte
ein bestimmtes auch für den Mythos.

« Letzte Änderung: 24.03.2017 | 00:40 von Lyonesse »
The woods are lovely, dark and deep,  
But I have promises to keep,  
And miles to go before I sleep.

Robert Frost