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Autor Thema: [Erzählt mir was zu]Talislanta  (Gelesen 1053 mal)

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Offline Blizzard

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[Erzählt mir was zu]Talislanta
« am: 5.10.2017 | 01:04 »
Vorab: Ja, es gibt bereits diverse Threads zu Talislanta. Und manche tragen auch ein Erzählt mir von im Titel. Da ist aber das "Problem", dass sich diese Threads auf spezielle Editionen von Talislanta beziehen und nicht oder nur indirekt auf Talislanta allgemein. Daher also ein allgemeiner Thread für Talislanta.

Talislanta ist eines der Systeme, die bei mir in den letzten ~5 Jahren immer mal wieder vereinzelt oder bruchstückhaftam Rande des System-Radars aufgetaucht sind. Manchmal auch in Zusammenhang mit anderen Themen. Aber irgendwie hat es sich in der Zeit nie ergeben, dass ich mich stärker mit Talislanta auseinander gesetzt habe. Warum das so gewesen ist, weiß ich nicht mehr-ist aber im Endeffekt eigentlich auch egal. Ich würde das gerne ändern und würde mich freuen, wenn ihr mir ein bisschen was zu Talislanta erzählen könntet.

Ne kleine Anmerkung vorweg: Ich beziehe mich auf das original Talislanta. An den diversen Regeladaptionen , ganz egal ob nun d20 oder eine der Kickstarter-Projekte, habe ich kein Interesse.

Mich würden zunächst folgende Punkte interessieren:
- Wie funktionieren die Regeln? Wie komplex sind sie? Wie heroisch/ tödlich ist das Regelsystem von Talislanta?
- Was macht das Setting von Talislanta-abgesehen von: "Keine Elfen!" aus? Ist es eher High Fantasy oder Dark Fantasy? Was für Rassen gibt es bzw. kann man spielen?
- Warum "Keine Elfen!"? Hat das einen besonderen spielrelevanten (Hinter)Grund?
- Wie sieht es mit Magie aus? Welche Arten von Magie gibt es und wie sind die Magie-Regeln?
- Was sind für euch ganz allgemein Stärken&Schwächen von Talislanta?

Besten Dank im Voraus. :)
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Offline hanky-panky

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Re: [Erzählt mir was zu]Talislanta
« Antwort #1 am: 5.10.2017 | 01:23 »
Mein Wissen bezieht sich auf diesen dunkelblauen Schmöker (dt.). Das war wohl die 4. oder 5. Edition.

Zitat
- Wie funktionieren die Regeln? Wie komplex sind sie? Wie heroisch/ tödlich ist das Regelsystem von Talislanta?

Die Regeln waren so extrem simpel, dass sie auf eine Handvoll Buchseiten passten. Nichts, was einem noch länger im Gedächtnis blieb, als man das Buch aus der Hand legte.

Zitat
- Was macht das Setting von Talislanta-abgesehen von: "Keine Elfen!" aus? Ist es eher High Fantasy oder Dark Fantasy? Was für Rassen gibt es bzw. kann man spielen?

High-Fantasy gemischt mit bisschen Dark Fantasy. Es gibt nicht nur keine Elfen sondern im Prinzip auch keine "echten" Menschen. Die Welt ist ziemlich bunt und bizarr. Hat so ein bisschen was von Phantasien. Soweit ich mich erinnere gab es in dem Buch über 40 Völker. Die jetzt alle aufzuzählen ist etwas viel.
Zitat
- Warum "Keine Elfen!"? Hat das einen besonderen spielrelevanten (Hinter)Grund?

Die Macher wollten sich von Tolkien und EDO abgrenzen. "No Elves!" ist quasi der Werbeslogan und das Motto des Spiels. Spielrelevanter Hintergrund ist nicht dabei. Vor allem haben fast alle humanoiden Völker Elfenohren.

Zitat
- Was sind für euch ganz allgemein Stärken&Schwächen von Talislanta?

Uninteressantes Regelwerk ist eine Schwäche. Die Stärke ist der farbenfrohe, unverbrauchte Hintergrund.

Offline Der Narr

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Re: [Erzählt mir was zu]Talislanta
« Antwort #2 am: 5.10.2017 | 02:55 »
Spielerfahrung die über einen OS hinausgeht habe ich keine. Ich kenne die 4. Edition (alles in einem blauen Buch).

Grundsätzlich sind auf Englisch ja alle Regeln von Edition 1 bis 5 gratis legal als PDF verfügbar und sollen wohl nach und nach nun auch als PoD kommen. Daher ist immer abzuwägen, was man in so einem Thread am besten vermittelt, wenn man Details auch selber nachschlagen kann. Die Talislanta-Bibliothek gibt es hier: http://talislanta.com/?page_id=5

Die Regeln sind einfach. Ich würde sagen einfacher als Cinematic Unisystem, einfacher als BRP. Vielleicht am ehesten vergleichbar mit Beyond the Wall in der Komplexität. Der Probenmechanismus ist einheitlicher, dafür ist die Magie komplexer.

Es gibt einen einheitlichen Probenmechanismus mit 1W20, der meines Wissens von Edition 1 bis zum aktuellen KS-Projekt hindurch benutzt wird. Gewürfelt wird immer gegen denselben Mindestwurf, es gibt aber Abzüge/Erleichterungen auf den Fertigkeitswert. Das System ist recht fertigkeitenlastig, vor allem, weil es kein umfangreiches Vorteils/Nachteilssystem gibt, es gibt auch keine Regeln, die irgendwie den Charakter (Drives, Laster etc.) beschreiben würden. Statt steigender Hit Points gibt es gleich bleibende Lebenspunkte. Magieregeln unterscheiden sich in den Editionen, ich kenne nur die 4E, da ist das System semi-abstrakt - statt einzelner Zaubersprüche verfügt man über einen Order und über Methoden und baut sich regeltechnisch seine Zauber in der Situation zusammen wie man sie braucht (das geht auch halbwegs), in-game kennt der Zauberer aber "eigentlich" hunderte einzelner Zaubersprüche - man kann sich natürlich solche Zaubersprüche auch vorbereiten anhand der Regeln.

Für seine Zeit war das System leicht und modern, insbesondere in Abgrenzung von AD&D2, durch den einheitlichen Probenmechanismus. Es ist aber nicht modern im Sinne von Forge/Indie.

Die Völker sind bunt gemischt, manche sind recht fremdartig, z.B. eine Spezies mit zwei Gehirnen. Andere erinnern an Märchen, etwa die Musen, geflügelte hübsche Fairy-Wesen. Manche haben etwas Reptilienhaftes, andere etwas Tierhaftes: Es gibt eine Reihe sog. Sub-Men, also sozusagen Untermenschen-Spezies, dazu hat Robin Laws mal eine Kampagne geschrieben (Sub-Men Rising).

Grundsätzlich gibt es keine Menschen und gleichzeitig gibt es sehr viele Menschen: Talislanta ist nicht die Erde, daher hat man es nicht mit Menschen zu tun. Es gibt aber sehr Menschenähnliche und Talislanta benutzt ja auch die Endung -men und man kann es auch so verstehen, dass sehr viele der möglichen Völker Menschen sind. Aber so wie es hier Asiaten, Schwarze, Weiße usw. gibt, gibt es in Talislanta halt blaue und grüne Menschen ;). Die werden aber direkt immer im Kontext bestimmter Völker genannt. So sehe ich das inzwischen, aber man kann wohl auch alle als grundverschieden sehen. Wenn dann noch manche aus kosmetischen Gründen ihre Ohren spitz machen oder ihre Hautfarbe ändern... Eines meiner Lieblingsvölker ist ein Volk von ursprünglich magisch erschaffenen Klonen, die alle gleich aussehen, also Mann und Frau. Damit sie sich unterscheiden können, tätowieren sie ihren Körper mit ihrer Geschichte.

Das Setting ist nicht nur wegen der vielen Völker High Fantasy, ohne aber Tolkien-Fantasy zu sein. Man findet hier z.B. so etwas wie Paläste aus Kristall. Auch durch die fremdartigen Spezies hat das Setting einen sehr speziellen Einschlag. Der Autor wollte einfach keinen Abklatsch bestehender Welten und das gleiche noch mal bringen, sondern er bemühte sich, eine eigene Welt zu erschaffen. Darum halt auch "No Elves", die waren wohl einfach unnötig bzw. hatten da nichts zu suchen, vor allem wurde daraus aber eine Werbekampagne und irgendwie verbindet man das jetzt total stark mit Talislanta, obwohl es ja auch zig andere Settings inzwischen ohne Elfen gibt. Viele werfen dem Setting vor, dass es voller Elfen ist und "No Elves" eine Lüge sei, aber das ist eigentlich Quatsch, es sei denn man meint, dass Vulkanier auch Elfen sind. Dazu gab es auch neulich einen Blogbeitrag in einem Talislanta-Blog: https://futurolog.wordpress.com/2017/09/30/talislanta-ads-still-full-of-elves/

Den Kontinent habe ich ziemlich groß in Erinnerung, aber die genauen Maße habe ich nicht mehr im Kopf. Dankenswerterweise kann man den Kontinent grob in mehrere Regionen einteilen, recht beliebt sind wohl die "Seven Kingdoms", so kann man sich das ganze in etwas spielbarere Häppchen zerlegen.

Was ich schön finde ist, dass das Setting auf mich nie wie "kitchen sink" wirkt. Es steckt zwar unheimlich viel drin, aber weil man da nicht direkt die Abziehbilder erkennt die man sonst vorgesetzt bekommt wirkt es halt nicht wie "alles reingeworfen und einmal durchgemixt". Wenn dann hier ein Königreich ist und 1000 Meilen entfern noch ein Imperium und dazwischen befindet sich dies und das... hat auf mich alles irgendwie erstmal recht natürlich gewirkt.

Persönlich schien mir die Skalierung der Fertigkeiten problematisch zu sein, die Fertigkeitswerte gehen halt recht hoch und man muss mit einem hohen Spektrum an Modifikatoren arbeiten, ohne da echte Hilfestellungen zu bekommen. Mir fehlte da die Anleitung, wie ich das als SL abschätzen soll. Meine Spieler im Oneshot hatten Probleme, sich mit den Figuren zu identifizieren, eine Spielerin macht sich noch Jahre später über die Spezies mit 2 Gehirnen lustig. (Da muss man sagen, das kam bei uns auch als Hintergrund-Fluff etwas intensiver vor, da lief gerade eine politische Kampagne von denen, die ihnen bei einer Ratswahl 2 Stimmen pro Kopf geben sollte statt 1 Stimme, da 2 Gehirne = 2 Stimmen.)

Und generell, es ist halt einfach ein Setting mit Regeln dazu. Eine richtige Core Story gibt es nicht, das ist ja leider bei vielen Fantasy-Spielen so. Da muss man also selber ein wenig gucken, was man da eigentlich treiben möchte. Aber es gibt schon einige Konflikte, aus denen man etwas machen kann.

Also ich kann nur empfehlen, es zu lesen. Für mich immer noch eines der interessantesten und spannendsten Settings. Ich äußere mich ja gerne mal sehr harsch und despektierlich über die kreativen Leistungen in der Rollenspiel-Branche, aber dies gehört für mich definitiv nicht zum Bodensatz der Kreativität ;). Da meine Runde nicht mitzog habe ich mich leider auch nie intensiv in die vorhanden Quellenbände und Abenteuer eingearbeitet, vielleicht sollte ich das mal nachholen und mir eine Online-Runde suchen, seufz.
« Letzte Änderung: 5.10.2017 | 02:57 von Der Narr »
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Offline Erdgeist

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Re: [Erzählt mir was zu]Talislanta
« Antwort #3 am: 5.10.2017 | 11:14 »
Meine Vorredner haben das wesentlichste eigentlich schon gesagt.

Ich persönlich beschreibe Talislanta meistens mit den Worten "Conan, Marco Polo und Sindbad gehen auf Abenteuerfahrt". Es ist ein Setting mit Dutzenden verschiedener, z.T. extrem eigentümlicher Spezies, voller Mythen und Monstern. Es wirkt mitunter etwas roh und rau, dabei aber stets farbenfroh, abwechslungsreich und die Phantasie anregend.

Das Setting ist sehr ausführlich beschrieben, lieferte mir beim Durchlesen wiederholt frische Inspiration für Abenteuer, lässt jedoch bei weitem noch genügend Freiraum für eigene Wege.
"No Elves!" ist als Abgrenzung zur Standard-EDO-Kost gemeint. Es gibt zwar m.E. sehr wohl eine sehr elfisch anmutende Spezies (die Ariane), doch ist jene sehr versteckt und geht unter den Myriaden anderer Spezies unter. Im Gegensatz zu den meisten anderen Setting gibt es keine vorherrschende Spezies und auch die Zahl der klischeehaft bösen Völker ist arg begrenzt. Eine klare Schwarz-Weiß-Unterteilung in gute und böse Wesen lässt sich bei Talislanta nur schwer vornehmen.

Die Regeln sind sehr einfach und flexibel, sind somit gerade auch für Einsteiger sehr angenehm, so dass man sich voll auf das Erleben der Welt und ihrer Wesen konzentrieren kann. Ein großes Manko ist, dass es abgesehen von Fertigkeitssteigerungen und magische Gegenstände kaum Möglichkeiten gibt, den Charakter weiterzuentwickeln; auch Spezialtalente oder -fähigkeiten sind rar, wodurch vor allem Nicht-Zauberern ein wenig die Handlungs- und Entfaltungsmöglichkeiten fehlen. Es sollte einem auch klar sein, dass es kein System ist, das den Anspruch hat, ausbalanciert zu sein. Und es bleibt auch bei hohen Fertigkeitswerten immer noch gefährlich für die Charaktere - quasi-untötbare Helden werden sie nie.

Das Magiesystem ist m.E. eine der Stärken von Talislanta (4. Edition). Die Abwicklung ist auf der einen Seite sehr einfach (einfacher Fertigkeitswurf, kein Memorieren langer Zauberlisten), dafür mit dem modularen System aus Magierschule und Zaubermodi gleichzeitig sehr komplex, weil grundsätzlich alles damit möglich ist. Zauber ufern üblicherweise aber auch nicht aus; was mit Magie möglich ist, ist begrenzt - großflächige, weitreichende oder langanhaltende Zauber sind schnell erheblich erschwert, so dass Zauberwirker zwar sehr vielseitig, jedoch nicht übermächtig sind.

Kurz:
Talislanta ist ein fantastisches, abwechslungsreiches Setting mit Regeln, die dem Erforschen der Welt nicht im Wege stehen. Für längere Kampagnen ist es für mich persönlich nichts, doch spiele ich immer wieder sehr gerne One-Shots darin. :)

Offline JS

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Re: [Erzählt mir was zu]Talislanta
« Antwort #4 am: 5.10.2017 | 11:28 »
Ich stimme meinen Vorrednern zu und schätze meine blaue 4. Ed. sehr und darüber hinaus vor allem das großartige rote Monsterbuch.
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Offline Blizzard

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Re: [Erzählt mir was zu]Talislanta
« Antwort #5 am: 5.10.2017 | 18:52 »
Erstmal vielen Dank für die doch teils sehr ausführlichen Antworten. :d

Die Regeln sind einfach. Ich würde sagen einfacher als Cinematic Unisystem, einfacher als BRP. Vielleicht am ehesten vergleichbar mit Beyond the Wall in der Komplexität.
Hm, da ich Beyond the Wall nicht kenne: Wie taktisch ist das System denn? Z.B. im Vgl. zu Splittermond/Arcane Codex/ WHFRP 2nd?

Das Magiesystem ist m.E. eine der Stärken von Talislanta (4. Edition). Die Abwicklung ist auf der einen Seite sehr einfach (einfacher Fertigkeitswurf, kein Memorieren langer Zauberlisten), dafür mit dem modularen System aus Magierschule und Zaubermodi gleichzeitig sehr komplex, weil grundsätzlich alles damit möglich ist. Zauber ufern üblicherweise aber auch nicht aus; was mit Magie möglich ist, ist begrenzt - großflächige, weitreichende oder langanhaltende Zauber sind schnell erheblich erschwert, so dass Zauberwirker zwar sehr vielseitig, jedoch nicht übermächtig sind.
Das wiederum hört sich gut an.

Ich stimme meinen Vorrednern zu und schätze meine blaue 4. Ed. sehr und darüber hinaus vor allem das großartige rote Monsterbuch.
Hm, ich habe mir jetzt aus pragmatischen Gründen für den Anfang erstmal die 2. Edition von Talislanta (auf deutsch) für lau gegönnt. Ist es da sinnvoll, später auf eine aktuellere Version umzusteigen?
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Offline Der Narr

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Re: [Erzählt mir was zu]Talislanta
« Antwort #6 am: 5.10.2017 | 20:06 »
Ich würde Arcane Codex und Splittermond hinsichtlich Taktik beide über Talislanta verorten, deutlich. Aber ich weiß nicht, wie sehr sich das evtl. über die Editionen geändert hat. Wenn du taktisch mit Battlemap spielen möchtest, für die 5E gibt es auch ein PDF mit Vorlagen für Papierfiguren. Das ist auch in der schon verlinkten Bibliothek.

Die zweite Edition kenne ich nicht, daher kann ich nicht sagen, ob sich ein Umstieg lohnt. Aber wahrscheinlich lohnt es sich allein vom Quellenmaterial her, die anderen Editionen mitzunutzen. Ich hatte mich für die 4E nach oberflächlicher Beschäftigung gebraucht gekauft, weil die Edition bei den Fans einen guten Ruf genießt und mich das oft erwähnte freie Magiesystem interessierte. Ob andere Editionen jetzt wirklich besser oder schlechter sind, k.A.
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Offline hanky-panky

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Re: [Erzählt mir was zu]Talislanta
« Antwort #7 am: 5.10.2017 | 20:15 »
Der Reiz von Talislanta liegt ja vor allem im Setting und nicht in den farblosen Regeln, die auf einen Buchdeckel passen.

Da hier so völlig unterschiedliche Spezies/Rassen in einer Gruppe zusammengespielt werden können eignet sich Talislanta besonders für das Fate Rpg. Denn damit können extrem verschiedene Wesen elegant über denselben Regelmechanismus abgebildet werden.

TAKTISCH oder gar SIMULATIONISTISCH würde ich bei Talislanta gar nicht herangehen. So ist es weder das Regelsystem noch das Settinggefühl ausgelegt. Es gibt in der ganzen Spielwelt auch kaum große Kriegsgebiete oder militärische Konfliktzonen.
Eigentlich ist jedes Volk in seiner Region eine abgegrenzte Rasse, die mehr über ihr Sozialverhalten und ihre Weltansicht differenziert ist.

Auch daher bietet sich Talislante für narrative, erzählerische Systeme an. Der Reiz besteht eher darin, unterschiedliche Moralvorstellungen und Lebensgewohnheiten aufeinanderprallen zu lassen statt taktischer Kämpfe.
Man kann aus Talislanta natürlich auch eine DnD-Sandbox machen, aber so wie das ganze Settingbuch daherkommt ist es eher für erzählerisches, cinematisches RPG gemacht. Und hier vor allem für Oneshots, da die Regeln keine interessante Charakterprogression vorschlagen.

Offline Blizzard

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Re: [Erzählt mir was zu]Talislanta
« Antwort #8 am: 6.10.2017 | 16:03 »
Ich würde Arcane Codex und Splittermond hinsichtlich Taktik beide über Talislanta verorten, deutlich. Aber ich weiß nicht, wie sehr sich das evtl. über die Editionen geändert hat. Wenn du taktisch mit Battlemap spielen möchtest, für die 5E gibt es auch ein PDF mit Vorlagen für Papierfiguren. Das ist auch in der schon verlinkten Bibliothek.
Splittermond war mir dann in der Summe doch zu taktisch, von daher würde ich etwas mit einem etwas weniger taktischen Anspruch & Umfang auf jeden Fall begrüßen. Ich habe zudem nicht vor, mit einer BattleMap zu spielen.

Da hier so völlig unterschiedliche Spezies/Rassen in einer Gruppe zusammengespielt werden können eignet sich Talislanta besonders für das Fate Rpg. Denn damit können extrem verschiedene Wesen elegant über denselben Regelmechanismus abgebildet werden.

TAKTISCH oder gar SIMULATIONISTISCH würde ich bei Talislanta gar nicht herangehen. So ist es weder das Regelsystem noch das Settinggefühl ausgelegt. Es gibt in der ganzen Spielwelt auch kaum große Kriegsgebiete oder militärische Konfliktzonen.
Eigentlich ist jedes Volk in seiner Region eine abgegrenzte Rasse, die mehr über ihr Sozialverhalten und ihre Weltansicht differenziert ist.

Auch daher bietet sich Talislante für narrative, erzählerische Systeme an. Der Reiz besteht eher darin, unterschiedliche Moralvorstellungen und Lebensgewohnheiten aufeinanderprallen zu lassen statt taktischer Kämpfe.
Man kann aus Talislanta natürlich auch eine DnD-Sandbox machen, aber so wie das ganze Settingbuch daherkommt ist es eher für erzählerisches, cinematisches RPG gemacht. Und hier vor allem für Oneshots, da die Regeln keine interessante Charakterprogression vorschlagen.
Hm. Das wiederum hört sich eher so an, als ob Talislanta nicht so ganz meinen Geschmack treffen könnte. Vor allen Dingen die offensichtlich besondere Eignung für Fate ist für mich eher ein Minus-denn ein Pluspunkt. Und der Rest klingt auch eher danach, als ob es meinem Geschmack eher ab-denn zuträglich wäre. Naja, ich lese mir die 2. Edition jetzt mal durch-dann werde ich sehen, in wie weit mir Talislanta liegt oder nicht liegt.

À propos 2. Edition: Ich lese hier dauernd von der 4. Edition. Hat die 5. Edition keiner (gelesen) oder warum finden sich hier bislang nur Hinweise auf die 4. Edition?
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Offline hanky-panky

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Re: [Erzählt mir was zu]Talislanta
« Antwort #9 am: 6.10.2017 | 16:08 »
Zitat
Hm. Das wiederum hört sich eher so an, als ob Talislanta nicht so ganz meinen Geschmack treffen könnte. Vor allen Dingen die offensichtlich besondere Eignung für Fate ist für mich eher ein Minus-denn ein Pluspunkt. Und der Rest klingt auch eher danach, als ob es meinem Geschmack eher ab-denn zuträglich wäre. Naja, ich lese mir die 2. Edition jetzt mal durch-dann werde ich sehen, in wie weit mir Talislanta liegt oder nicht liegt.

Die Frage ist wie nahe du an den rules as intended bleiben willst. Meines Erachtens ist Talislana vor allem das Setting, die Regeln sind eher unter ferner liefen. Und du kannst sie mit allem möglichen spielen.

Da allerdings die Rassen alle so extrem verschieden sind und viel unterschiedlicher meist als in klassischen EDO-Spielen brauchst du 'ne Engine, die elegant eine gemischte Gruppe abbildet.

Zitat

À propos 2. Edition: Ich lese hier dauernd von der 4. Edition. Hat die 5. Edition keiner (gelesen) oder warum finden sich hier bislang nur Hinweise auf die 4. Edition?

Ich bin damals nur über die 4. Edition, den blauen Wälzer, zu Talislanta gekommen. In dem Buch war der Kaufanreiz dass auf über 300 Seiten das Setting beschrieben war. Wir hatten damit aber auch nur paar Sitzungen gespielt weil halt die Regeln öde waren.

Offline Der Narr

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Re: [Erzählt mir was zu]Talislanta
« Antwort #10 am: 6.10.2017 | 16:36 »
Keine Sorge, Talislanta kann durchaus als abenteuerliches Setting gespielt werden und nicht nur als soziologische Studie. Die Welt ist immerhin von gefährlichen Monstern bevölkert, es gibt böse Zauberer, durchaus auch Grenzkonflikte und und und. Fate hat sicher nicht das Monopol auf solche Settings, ich könnte es mir auch sehr gut mit BRP, Savage Worlds oder D&D vorstellen. Die sind auch alle in der Lage, die Vielfalt des Settings darzustellen. Es hängt halt davon ab, wie man spielen möchte.

Wenn du eh ohne Battlemap spielen möchtest, ist Talislanta meiner Meinung nach genau richtig. Die Talislanta-Regeln bieten halt nichts wirklich überrachendes, die sind eigentlich eher auf dem Niveau, was man anderswo vielleicht höchstens als Schnellstarter vorgesetzt bekommt. Der SL hat so unglaubliche Freiheiten, aber im Umkehrschluss auch wenig Hilfen. Die Bewohner der Welt werden eher "realistisch" beschrieben, also was manche als simulationistisch sehen. Sie haben halt Werte wie Stärke oder Geschwindigkeit, nicht "echt Gefährlich" oder "großes Gebiss". Mich reizen die Regeln durchaus gerade in ihrer Einfachheit, ich finde sie wegen der vielen Freiheiten als SL aber schwierig zu handhaben (sprich: zu willkürlich). Mir fehlte da eine grundlegende Anleitung, wie schwer man was sein lässt und die Fertigkeitswert-Spanne machte mir die Sache auch nicht leichter.

Ich hab die 5. Edition nie gelesen.
« Letzte Änderung: 6.10.2017 | 16:38 von Der Narr »
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Re: [Erzählt mir was zu]Talislanta
« Antwort #11 am: 6.10.2017 | 17:35 »
Die 4. Edition ist mMn schon das Maß aller Dinge bei Talislanta.
Ich würde auch nicht so viel darauf geben, daß hier jemand FATE in den Ring warf. Wir spielten Talislanta schon halbe Ewigkeiten, als FATE noch nicht mal den Säuglingsstatus hatte - und zwar ohne Figuren oder Bodenpläne und solch ein Gezeugs. Uns gefiel das Regelsystem der 4. Edition auch sehr gut, allerdings später, als es zum Omni-System fortentwickelt wurde, waren wir nicht sehr begeistert.
:)

http://talislanta.com/?page_id=5
« Letzte Änderung: 6.10.2017 | 17:40 von JS »
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Offline Kardinal Richelingo

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Re: [Erzählt mir was zu]Talislanta
« Antwort #12 am: 6.10.2017 | 17:45 »
ja, so isses. Sehr inspirierende, bunte Welt, von Jack Vance inspiriert. Sehr überdreht aber einfach toll.

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Re: [Erzählt mir was zu]Talislanta
« Antwort #13 am: 6.10.2017 | 17:57 »
Setting-Kurzbeschreibung: "Dreamlands done right". Hier wird der Vibe eingefangen, und nicht an den Buchstaben geklebt.

"Planetary Romance" kommt als Genre-Beschreibung auch noch ran.

Regel-System: Heute würde man das wohl "OSR entschlackt" nennen. Ein simplifiziertes und leicht modernisiertes OD&D halt. Kommt mich auch sehr entgegen. In jungen Jahren war es mir allerdings zu schlank.
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Re: [Erzählt mir was zu]Talislanta
« Antwort #14 am: 6.10.2017 | 18:09 »
Man könnte es auch als einen moderneren Nachkommen von M.A.R. Barkers „Empire of the Petal Throne“ sehen - mit dessen Sense of Wonder und viele der exotischen Eigentümlichkeiten, aber ohne die überwältigende Detailfülle und Komplexität.

Tolle Sache.

Ich wünsche, die 5. Edition würde nicht diesen deutlich düstereren Ansatz nehmen…
« Letzte Änderung: 6.10.2017 | 18:39 von Moonmoth »
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Re: [Erzählt mir was zu]Talislanta
« Antwort #15 am: 6.10.2017 | 18:27 »
Hallo Jan!  :D

Tag, Ingo. Ich dachte mir schon, daß Talislanta dich aus deiner Versenkung holen wird.
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Re: [Erzählt mir was zu]Talislanta
« Antwort #16 am: 6.10.2017 | 18:28 »
Bevor der durch D&D vorangetriebenen EDOisierung der Fantasy war es halt normal, dass man als Autor seine eigenen exotischen Völker erschuf.

Man sollte deshalb Talislanta gar nicht auf irgendeinen bestimmten Autor festnageln.


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Re: [Erzählt mir was zu]Talislanta
« Antwort #17 am: 7.10.2017 | 16:31 »
Die 4. Edition ist mMn schon das Maß aller Dinge bei Talislanta.
Wo bekommt man die als Printversion denn her?

Zitat
Ich würde auch nicht so viel darauf geben, daß hier jemand FATE in den Ring warf. Wir spielten Talislanta schon halbe Ewigkeiten, als FATE noch nicht mal den Säuglingsstatus hatte - und zwar ohne Figuren oder Bodenpläne und solch ein Gezeugs. Uns gefiel das Regelsystem der 4. Edition auch sehr gut, allerdings später, als es zum Omni-System fortentwickelt wurde, waren wir nicht sehr begeistert.
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Was heißt denn später, als es zum Omni-System fortentwickelt wurde? Gibt es eine Errata diesbezüglich für die 4.Edition oder bezieht sich das auf die 5.Edition?
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Re: [Erzählt mir was zu]Talislanta
« Antwort #18 am: 7.10.2017 | 16:45 »
Das Omni-System gibt es separat zu kaufen und ist nicht viel mehr als generische Talislanta-Regeln + ein paar crunchy bits. Das Omni-System ist von Morrigan Press gemacht worden, die auch die 5E von Talislanta machten, daher geht das da Hand in Hand. Und dann wurden wieder Spiele geschaffen, die auf diesem ominosen Omni-System aufbauten, etwa das ziemlich gute Sword & Sorcery Spiel Atlantis: The Second Age (wobei das wiederum auch auf einem alten Spiel von SMS aufbaute), wenn ich mich recht erinnere baut auch HELLAS auf Omni auf.

Was sich in der 5E vor allem getan hat: Noch in der 4E ist es so (meines Wissens genau wie in der 2E), dass du dir einen "Archetyp" auswählst. Der Archetyp ist eine Kombination aus Spezies/Volk/Beruf. Man hat den dann nur so ein bisschen anpassen können, aber es gab keine Charaktererschaffung, die so bei Null beginnt. In der 5E hat man aber einen Baukasten, so dass du nicht mehr auf Archetypen angewiesen bist, sondern eine Kombination aus Modulen wählst. Wenn du auf so etwas stehst, ist die 5E eventuell interessanter als die 4E (oder frühere Versionen). Aber ich muss gestehen, dass ich gerade diese Archetypen richtig toll finde und die auch das Flair von Talislanta schön prägen und rüberbringen. So total generische Charaktere - das passt für mich gar nicht so gut zusammen.

Printversionen bekommt man nur noch gebraucht (meine 4E habe ich vor ein paar Jahren noch in MINT bei nobleknight.com erstehen können, die haben aber auch keine mehr). Aber es ist geplant, die Bücher nach und nach wieder als PoD bei Drivethrurpg rauszubringen. Daher würde ich da im Moment keinen Sammlerpreis für zahlen, sondern noch ein wenig abwarten wie schnell das mit den PoD-Versionen gehen wird. Ich kann mir vorstellen, dass man da ein wenig die Publicity nutzen möchte, wenn nächstes Jahr Talislanta: The Savage Land rauskommt.
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Offline JS

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Re: [Erzählt mir was zu]Talislanta
« Antwort #19 am: 7.10.2017 | 19:43 »
Wo bekommt man die als Printversion denn her?

PDF in einem guten Copyshop beidseitig ausdrucken und in einer stabilen Metallfassungsbindung fixieren.
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Re: [Erzählt mir was zu]Talislanta
« Antwort #20 am: 7.10.2017 | 22:18 »
PDF in einem guten Copyshop beidseitig ausdrucken und in einer stabilen Metallfassungsbindung fixieren.
Ist mir zu umständlich...

Edit: ich denke, wenn, dann werde ich versuchen, sie mit etwas Glück gebraucht zu nem akzeptablen Preis irgendwoher zu beziehen.

Kennt einer von euch zufällig das Abenteuer The Weight of Water? Taugt das was?
« Letzte Änderung: 7.10.2017 | 22:28 von Blizzard »
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Offline Kardinal Richelingo

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Re: [Erzählt mir was zu]Talislanta
« Antwort #21 am: 7.10.2017 | 23:43 »
Tag, Ingo. Ich dachte mir schon, daß Talislanta dich aus deiner Versenkung holen wird.
:D

ja, das ist der Sog zu stark *ggg*
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Re: [Erzählt mir was zu]Talislanta
« Antwort #22 am: 8.10.2017 | 17:11 »
Welche Zustaz-/Quellenbücher zu Talislanta sind denn empfehlenswert?
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Offline JS

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Re: [Erzählt mir was zu]Talislanta
« Antwort #23 am: 8.10.2017 | 18:52 »
4. Ed.
Talislanta Menagerie
Codex Magicus
Midnight Realm
Riding The Sky: A Guide to Windships
:)
« Letzte Änderung: 8.10.2017 | 18:54 von JS »
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Re: [Erzählt mir was zu]Talislanta
« Antwort #24 am: 13.10.2017 | 00:46 »
So. Ich hab'mich jetzt mal in die 2nd Edition (deutsch) eingelesen. 1. Eindruck: Etwas zwiespältig. Das Teil ist grafisch nicht mehr wirklich taufrisch. Die Grafiken gehen in Ordnung-rangieren aber eher im unteren Drittel von dem was ich bislang so an Fantasy -RPGs kennengelernt habe. Und es ist nur s/w...Dafür hat es nur ~150 Seiten und ist daher gut und zeitnah zu lesen. Wobei ich sagen muss, dass mich die (Anzahl der) Völker am Anfang schier erschlagen hat. Ich habe nichts gegen mehrere Völker und finde Abwechslung auch gut. Nur Talislanta übertreibt es da in meinen Augen etwas. Das ist auch etwas, was mich bei Mondagor schon gestört hat. Völker-/Rassenvielfalt? Ja, klar gerne. Aber wenn, dann doch bitte überschaubar. Die Magie wiederum hört sich interessant an, aber da bin ich erst noch am Anfang. Mein Vorab-Fazit sieht allerdings so aus, dass ich sagen muss, dass es Talislanta bislang nicht geschafft hat, mich zu packen. Ich kann es noch nicht genau festmachen, aber irgendwie kickt da in der Summe (noch) nichts bei mir-trotz interessanter Ansätze. Wie gesagt, die Magie muss ich mir noch etwas genauer anschauen, aber momentan habe ich mehr Dinge (bei Talislanta) die mir nicht gefallen als Dinge, die mir zusagen. Und das ist in der Regel erfahrungsgemäß eher ein schlechtes (Vor)zeichen für ein System bei mir. Ich werde mir bei nächster Gelegenheit das GRW nochmals ausführlich zu Gemüte führen. Sollte sich dann im Endeffekt das bestätigen, was sich jetzt schon abzuzeichnen scheint, dann will ich mit Talislanta auch nicht zu hart ins Gericht gehen, denn immerhin habe ich dafür keine Unsummen bezahlt.
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