Autor Thema: (Urban Fantasy) Metaplothilfe bitte  (Gelesen 476 mal)

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Offline sofeenhaft

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(Urban Fantasy) Metaplothilfe bitte
« am: 20.04.2018 | 07:50 »
Ich habe einen sehr alt "Feen"-Prinzen (die World of Darkness Art von "Fee")
der in den 1920ern eine Hand voll Menschen gerettet die in einem Reisebus durch Maine getuckert sind
im tiefsten Maine wurden sie dann zum Ziel von (insert Übernatürliches)
den Reisenden war natürlich nicht bewusst, dass a) sie sich ganz in der Nähe eine Ley-Knotens aufhielten der so eine Art "Monster Magnet" ist http://tvtropes.org/pmwiki/pmwiki.php/Main/MagicIsAMonsterMagnet
und b) das sie selbst für (insert Übernatürliches) super interessant sind weil sie zufällig div. exotischen Blutlinien irgendwelcher (insert Übernatürliches) abstammen

Nun nachts haben sich die Reisenden ihrer Leben erwehrt, vielleicht hatte sogar der ein oder andere so eine Art initiales "Awakening" und entfesselte aus Adrenalin und Schiss heraus irgendwelche Urkräfte,
als der Morgengraute waren sie aber letztlich am Ende, der alte Omnibus strandete mit der Front voran in einer alten  Trauerweide, aus der Vogelperspektive hocken sie in und auf einem rauchenden Buswrack in mitten unberührter Natur Maines,
an dieser Stelle tritt dieser "Feen-Prinz" auf den Plan, der hat sich so sehr in eine der ihn völlig Fremden verliebt (auch wenn er das Gefühl gar nicht benennen kann) das er nicht möchte, dass das je wieder endet,
also schließt er so eine Art "Vertrag" (das ganze natürlich schwerst Metapher-geschwängert) der sinngemäß übersetzt lautet:
> er, als oder Feen-Prinz schützt die Reisenden die sich fortan hier niederlassen von Morgengrauen bis Abenddämmerung, denn das ist seine Domäne - bis in alle Ewigkeit
> im Gegenzug schenkt sie (wer auch immer das sein mag ,vielleicht spricht er auch vom Plural) ihm bis in alle Ewigkeit ihre Liebe

50-70 Jahre später gibt es dort in mitten der Kiefernwälder Maines tatsächlich eine Stadt,
mittlerweile 900 Einwohner oder so
die Stadt ist mittlerweile ein freiwlliger und unfreiwilliger Touristenmagnet
neben normaler Infrastruktur gibt es viele Eso-Begeisterte die irgendwelche geläuterten Wasser und Ley-Schutzwasauchimmer an dämliche Fremde verkaufen etc. etc. etc.
tatsächlich verirren sich aber auch laufend Leute, Wanderer, Touris, Trucker etc. völlig unerklärlich in die Stadt,
viele von ihnen zeigen sich anfangs verwirrt, haben wichtige Dinge verloren oder haben so gar keine Ahnung wie sie plötzlich hierherkommen

Die Stadt wächst nicht nur auf Grund eigener Kinder, zum Teil bleiben Amnesie-geschädigte auch einfach ...

Und nun komm ich zu meinem Dilemma:
Mir schwebt vor, dass eine von beiden Seiten den Pakt bricht,
wahrscheinlich die menschliche - aber wie und wieso und wodurch?

Mir schwebt auch vor, dass vll. eine dritte Partei ins Spiel kommt, die diesen Schutz mit weniger "Opfer" anbietet,
aber letztlich sich dann auch bloß als ein anderes Übel herausstellt, aber wie und wieso und wodurch?

Auch könnte ich mir den "Feen-Prinzen" als ersten "Bad Villain" vorstellen, der durch (vielleicht zu viel Kraftverbrauch? schlechte Bedingungen was auch immer?) nicht mehr in diese Welt kann,
das aber unbedingt möchte - hier wären die SC dann sein Problem - aber wie sind sie das und wieso und wodurch?

So bevor ich mich jetzt weiter im Text verliere, vielleicht weiß ja jmd. Rat oder hat eine schicke Idee?

Danke :)

Offline Flamebeard

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Re: (Urban Fantasy) Metaplothilfe bitte
« Antwort #1 am: 20.04.2018 | 08:26 »
Hmmm...

Also gerade der Auftakt hört sich für mich an wie der Feen-Vertrag aus dem Anfang von "Hellboy II" (Lasst uns die Wälder und wir sorgen nicht dafür, dass ihr eines blutigen und elenden Todes zu Händen unserer unbesiegbaren Golem-Armee sterbt...), nur ein wenig freundlicher.

Als Überlegung, warum ein Mensch den Pakt brechen könnte:

* Vielleicht findet die Angebetete (oder einer ihrer Freunde) heraus, dass der Feen-Prinz sie schon länger beobachtete und die Monster damals auf den Bus hetzte?

* Vielleicht sind ein paar Jugendliche mit dem Status Quo unzufrieden und wollen die Stadt verlassen. Darunter dann auch das Junge Mädchen, das als Enkelin der damaligen Auserwählten die Nachfolgerin ihrer Großmutter hätte sein sollen?

* Ein Rückkehrer aus der Außenwelt (zum Studium in die Großstadt) überzeugt die Stadtältesten davon, dass man den Tourismus kommerzieller gestalten müsste, damit auch wirklich alle (außer der Umwelt) etwas davon haben.

* Eine rivalisierende Feen-Entität will dem Feen-Prinzen schaden und vergreift sich, da der pürinz nicht direkt angreifbar ist, an dessen Schutzbefohlenen. Dies hebt den Pakt qua fehlender Schutz auf.


Ich schaue heute Nachmittag mal, was mir noch so einfallen könnte...
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Offline droesig

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Re: (Urban Fantasy) Metaplothilfe bitte
« Antwort #2 am: 20.04.2018 | 08:37 »
Wir schreiben also das Jahr xxxx, 50-70 Jahre spaeter. Die Angebetet des Feenprinzen stirbt bei einem Autounfall. Der Fahrer ist ein Fremder. Aber ist er auch ein Verirrter in dieser Stadt, wie er sagt? Die Angebetete war das letzte Mitglied eines Familienunternehmens, dem grosse Landstriche in und um der Stadt gehören. In den 20ern galt sie als Aussteigerin und hat das Unternehmen in die Hände eines Vorstandes gelegt, der sich um alles gekümmert hat. Nur die Stadt und die umliegenden Gebiete sind unter ihrer Kontrolle geblieben. Vor kurzem hat ein neuer Vorstand beschlossen, im Zuge einer Krise im Unternehmen. diese Besitztümer unter die Lupe zu nehmen. Und siehe da. Nichts geringeres als Gold haben sie gefunden. Feengold? Die Angebetete beharrte aber auf ihr Recht der alleinigen Kontrolle. Doch da kam dann dieser Unfall ...

Die SCs sind nun Stadtbewohner, die Verdacht schöpfen und/oder beauftragte Externe, um diesen Vorfall zu untersuchen. Eventuell sind sie sogar über Umwege vom Feenprinzen selbst angeheuert worden. Falls der Vorstand hinter dem Unfall steckt, sollen sie den Vorstand in die Stadt locken. ....

So oder so mit dem Tod ist der Vertrag gebrochen. Und nun geht es um Rache und einen neuen Vertrag.
« Letzte Änderung: 20.04.2018 | 11:11 von droesig »

Offline sofeenhaft

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Re: (Urban Fantasy) Metaplothilfe bitte
« Antwort #3 am: 20.04.2018 | 08:58 »
Hmmm...

Also gerade der Auftakt hört sich für mich an wie der Feen-Vertrag aus dem Anfang von "Hellboy II" (Lasst uns die Wälder und wir sorgen nicht dafür, dass ihr eines blutigen und elenden Todes zu Händen unserer unbesiegbaren Golem-Armee sterbt...), nur ein wenig freundlicher.

Als Überlegung, warum ein Mensch den Pakt brechen könnte:

* Vielleicht findet die Angebetete (oder einer ihrer Freunde) heraus, dass der Feen-Prinz sie schon länger beobachtete und die Monster damals auf den Bus hetzte?

* Vielleicht sind ein paar Jugendliche mit dem Status Quo unzufrieden und wollen die Stadt verlassen. Darunter dann auch das Junge Mädchen, das als Enkelin der damaligen Auserwählten die Nachfolgerin ihrer Großmutter hätte sein sollen?

* Ein Rückkehrer aus der Außenwelt (zum Studium in die Großstadt) überzeugt die Stadtältesten davon, dass man den Tourismus kommerzieller gestalten müsste, damit auch wirklich alle (außer der Umwelt) etwas davon haben.

* Eine rivalisierende Feen-Entität will dem Feen-Prinzen schaden und vergreift sich, da der pürinz nicht direkt angreifbar ist, an dessen Schutzbefohlenen. Dies hebt den Pakt qua fehlender Schutz auf.


Ich schaue heute Nachmittag mal, was mir noch so einfallen könnte...

Oh da sind schon ein paar Perlen dabei. Danke dafür. Wenn Nr. 1. so war, wäre die Frage die, vor wem sich die Stadt dann prinzipiell fürchten muss, wenn der Angriff eh von ihm selbst kam.
Eine zweite Entität wäre auch eine Idee, ich bin grad am Überlegen ob der Angriff von "innen" heraus auch passieren könnte, sozusagen in der Stadt eh schon "Fremde" sind.

@droesig: Das heißt wer hätte den Unfall verschulden wollen? Oder bleibt das sozusagen offen?

Grundsätzlich habe ich mit dem Word "Liebe" glaube ich ein bisschen zu weich suggeriert. Ich dachte mehr an Akte X-like, "sie" geht alle x Nächte schlaftrunken in die Wälder, vll. hört man manchmal Schreie ...

Offline Flamebeard

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Re: (Urban Fantasy) Metaplothilfe bitte
« Antwort #4 am: 20.04.2018 | 09:02 »
Wenn Nr. 1. so war, wäre die Frage die, vor wem sich die Stadt dann prinzipiell fürchten muss, wenn der Angriff eh von ihm selbst kam.

Öhmmm...

Vor wem sollte man sich wohl fürchten, wenn die Bewohner der Stadt und ihre Nachkommen in einem veränderten geistigen Zustand seit 70+ Jahren am selben Ort verharren, weil ein Feen-Prinz mit manischer Fixierung auf die weiblichen Nachkommen einer bestimmten Familienlinie, der auch vor Gewalt und Einschüchterung nicht zurück schreckt, in der Gegend residiert?
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Offline droesig

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Re: (Urban Fantasy) Metaplothilfe bitte
« Antwort #5 am: 20.04.2018 | 09:42 »
Wenn Du es einfach willst, hat ein Vorstandsmitglied, das tief in dem Unternehmen steckt und daher sich Privat bedroht sieht den Unfall "verschuldet"/beauftragt. Wenn du es komplizierter willst, kannst du so eine weitere Fraktion ins Spiel bringen, die sowohl den Vorstand als auch die Stadt infiltriert hat. Zum Beispiel: Ein Vampirclan, wie die Roten in den Dresden Files.


Offline sofeenhaft

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Re: (Urban Fantasy) Metaplothilfe bitte
« Antwort #6 am: 20.04.2018 | 09:45 »
Öhmmm...

Vor wem sollte man sich wohl fürchten, wenn die Bewohner der Stadt und ihre Nachkommen in einem veränderten geistigen Zustand seit 70+ Jahren am selben Ort verharren, weil ein Feen-Prinz mit manischer Fixierung auf die weiblichen Nachkommen einer bestimmten Familienlinie, der auch vor Gewalt und Einschüchterung nicht zurück schreckt, in der Gegend residiert?

Danke, das Brett ist weg : - ) Die Frage die sich stellt, sorgt er vll. sogar für "mehr Bedrohung" wenn der Vertrag nicht zu seiner Zufriedenheit, in der Frequenz, Qualität oder was auch immer erfüllt wird - und welcher Mächte bedient er sich dann.

Offline 1of3

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Re: (Urban Fantasy) Metaplothilfe bitte
« Antwort #7 am: 20.04.2018 | 10:14 »
Zitat
> im Gegenzug schenkt sie (wer auch immer das sein mag ,vielleicht spricht er auch vom Plural) ihm bis in alle Ewigkeit ihre Liebe

Also das wird schwierig. Im Deutschen konjugierst du das Verb mit und kannst daran unterscheiden, ob von 3. Singular Feminin oder 3. Plural die Rede ist. Im Englischen - und wahrscheinlich haben die Leute in der Fiktion Englisch gesprochen - sind she und they direkt unterscheidbar.

Höchstens könnte der Text Singular They benutzt haben. Das ist auch durchaus schon älter, auch wenns erst heutzutage so richtig in Mode kommt. Dann musst du aber vielleicht deine Spielrunde darauf stoßen, dass das Singular sein könnte. Und dann kanns natürlich auch ein Männchen sein, theoretisch.

Offline sindar

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Re: (Urban Fantasy) Metaplothilfe bitte
« Antwort #8 am: 20.04.2018 | 13:48 »
50-70 Jahre? Hmmm. Muss der Feenprinz denn um die Sterblichkeit seinrer Angebeteten wissen? Kann es in seinen Augen ein paktbruch sein, dass sie eines natuerlichen Todes stirbt? Nach 70 Jahren doch sehr wahrscheinlich.
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Offline sofeenhaft

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Re: (Urban Fantasy) Metaplothilfe bitte
« Antwort #9 am: 21.04.2018 | 15:30 »
Das wäre die logischste Möglichkeit aus Perspektive der Spieler,
das ein Feen-Prinz dieses Konzept übersieht / nicht kennt, denke ich ist auch plausibel :-)

Offline Flamebeard

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Re: (Urban Fantasy) Metaplothilfe bitte
« Antwort #10 am: 21.04.2018 | 15:52 »
Das wäre die logischste Möglichkeit aus Perspektive der Spieler,
das ein Feen-Prinz dieses Konzept übersieht / nicht kennt, denke ich ist auch plausibel :-)

Deswegen hatte ich das ja auf die Familienlinie ausgedehnt. Denn so ein Feenprinz lebt ja auch nicht erst seit gestern. Und auch, wenn ihm das wissenschaftliche Konzept der genetischen Vererbung von Merkmalen nicht unbedingt geläufig sein muss, dürfte er dennoch die familiäre Ähnlichkeit von Töchtern und Enkelinnen erkennen.

 Nebeneinwurf: Was, wenn die Tochter der Auserwählten keine Töchter, sondern nur einen Sohn bekommen hat?
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