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Autor Thema: [FATE] Tödlicher Endgegner  (Gelesen 940 mal)

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Offline Jiba

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Re: [FATE] Tödlicher Endgegner
« Antwort #25 am: 13.10.2018 | 12:14 »
Es ist auch grds. eine gefährliche Sache... denn PCs dürfen unter keinen Umständen mehr als eine Aktion haben.

Das halte ich für eine der großen, irrationalen Fate-Ängste. Zumindest wenn eine „Zusatzaktion“ lediglich bedeutet, dass du eine der vier Aktionen unter Umständen nochmal machen kannst.

Und sonst: Fatepunkt!
« Letzte Änderung: 13.10.2018 | 16:42 von Jiba »
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Offline LUCKY_Seb

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Re: [FATE] Tödlicher Endgegner
« Antwort #26 am: 13.10.2018 | 19:58 »
Wir hatten gestern ein sehr krasses und knappes Finale unserer 2 jährigen Kampagne. Der Endkampf wurde durch eine Kombination aus narrativen Elementen, technischer Logik (Hebel und Schlagwirkung) in Kombination von 3 der 4 SC's herbeigeführt und äußerst knapp entschieden. Ich hatte einen Counter der die Zwischen-Dimension schrumpfen ließ in der der Endkampf stattfand - nur ein Kästchen vor Exodus schafften die SC, größten teils schwerverletzt, den Absprung.


Ich hatte einen Endboss der mehrere Aktionen hatte,

Er besaß zwei Extra`s

Einmal zwei Stresspuffer je 5 Kästchen, die SC haben das aus der Story heraus sofort gecheckt und die Dinger platt gemacht - aber es hat ihre Aktionen gebunden und schwupps hatte einer von Ihnen schon eine schwere Konsequenz  >;D

Zweitens einen Gegenstand der ihm Schadenstransfer ermöglichte - mit Wille wurde der erlittene Schaden direkt auf einen SC oder NSC weitergeleitet. Es hat 3 Runden und zwei tatsächliche Schadenstransfers gebraucht bis die SC zu zweit diese Bedrohung ausschalten konnten.

Stunts
3fach Angriff
Konsequenzboost
Entsetzen (Panik Aspekt)

Situationsaspekte
Ich habe die zerfallende Dimensions Umgebung genutzt um jede menge Probleme/Aspekte und zusätzlichen Stress und Herausforderungen zu schaffen.

Der Endboss bekam, nach 2 Runden, durch einen Countdown, der seitens der Spieler nicht verhindert wurde, Verstärkung von einem (Hätten im nachhinein auch mehr sein können) Monster - das wurde  erwartungsgemäß durch unseren Bogenschützen förmlich pulverisiert.

Danach trat der Countdown immer mehr in den Vordergrund - ein gefährlicher Kampf auf Zeit. Das war schon übel.

Dennoch, ich würde im nachhinein den generellen Trend hier unterstützen - der Kampf wäre dramatischer und stimmiger geworden, hätte der Endboss nur einen oder Max zwei Angriffe gehabt aber er wäre dafür von fähigen und gefährlichen Schergen flankiert worden.

Ich bereinige mal die Daten des Endboss Blattes und schreibe die die Tage hier rein...
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Re: [FATE] Tödlicher Endgegner
« Antwort #27 am: 14.10.2018 | 01:16 »
Das halte ich für eine der großen, irrationalen Fate-Ängste. Zumindest wenn eine „Zusatzaktion“ lediglich bedeutet, dass du eine der vier Aktionen unter Umständen nochmal machen kannst.

Und sonst: Fatepunkt!
Nah, da müssen wir vielleicht noch mal drüber sprechen. Das halte ich für falsch..., gerade der Nachsatz!

Offline LUCKY_Seb

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Re: [FATE] Tödlicher Endgegner
« Antwort #28 am: 14.10.2018 | 14:16 »
"Der Tanzende Tod"

Skeleton Carn ist schon seit Jahrhunderten in Barsaive unterwegs.
Er hat schon ganze Völker ausgelöscht.
Er ist ein Schrecken der unter vielen Namen gewütet hat.


Dreieinhalb Meter großes, dürres, skelettartiges humanoides Wesen, mit blasser spannender Haut und fusseligen langen Haaren. Skeleton Carn „kleidet“ sich mit Knochenteilen, die er durch Lederschnüre an seinen Körper gebunden hat, ansonsten ist er nackt und scheint nicht unter der Witterung zu leiden. Sein magerer Oberkörper ist von einem halbverwesten Brustkorb, den er als Rüstung und Schmuck trägt, umhüllt. Alles an ihm ist schmierig und krustig.
Bei genauerem Hinsehen wird sein gesamter Rumpf von einer Art Knochengestell gestützt.
Dieser Rucksack endet in zwei Spießen, die etwa einen Schritt über seinen Kopf hinausragen
Zwischen ihnen klebt eine Art transluzente Tasche in der sich ein Schatten bewegt. Diese ermöglicht ihn Schaden umzuleiten
Außerdem hat er 4 Schlauchartige Arme die an seinem Rumpfangebracht sind und in Knochigen leicht gebogenen Hohlnadeln enden.


Skeleton Carn
Instinkt:+3 Der tanzende Tod.  Fleisch, Blut und Knochen
________________________________________
ART: Haupt-NSC (Höchstwert +8, Legendär)
________________________________________
ASPEKTE:
Angst in Person
Blut wird wahnsinnig unterschätzt
Ich stehe auf starke Persönlichkeiten.   
________________________________________
FERTIGKEITEN:
Legendär (+8) Kämpfen
Episch (+7) Provozieren, Zauberei
Fantastisch (+6) Statur, Athletik, Wille
Hervorragend (+5) Wahrnehmung, Gelehrsamkeit
Großartig (+4) Täuschen.
Gut (+3): der Rest
________________________________________
STRESS:
Körperlich: ▢▢▢▢▢ Geistig: ▢▢▢▢ Arkan: ▢▢
________________________________________
KONSEQUENZEN: 2 leichte Konsequenz        2 Leichte Konsequenz
      4 Mittlere Konsequenz
      6 Schwere Konsequenz
________________________________________
STUNTS / Dämonenkräfte:

Todes Tanz:
Wirbelnde Schläuche mit langen gebogenen todbringenden Hohlnadeln 3 Angriffe je Austausch

Entsetzen
Der Dämon kann unter Einsatz eines Fate-Punktes eine Provozieren-Probe gegen alle Ziele in einer Zone ausführen und erhält dabei einen Bonus von +2. NSCs, gegen die die Probe gelinkt, fliehen panisch. Spielercharaktere erhalten einen Aspekt „Entsetzt bis ins Mark“.

Schadenstransfer
Schaden den der Dämon nimmt wird weitergeleitet, Ein Wurf auf Wille leitet den Stress weiter. Schaden der nicht transferiert werden kann bleibt beim ursprünglichen Empfänger.
Sonderregel: Der Schadentransfer funktioniert solange die Blase zwischen den Spießen des Dämon intakt ist. (Dies kann mit Wahrnehmung oder Gelehrsamkeit +2 nach dem ersten Einsatz herausgefunden werden. Diese Blase kann mit einem gezielten Angriff zerstört werden
▢▢Stress

Schlürrf, schon leer?
Schlagender Angriff, mit den Hohlnadel-Schläuchen
Gegen einen Fatepunkt wird die Konsequenz um eine Stufe verstärkt.

Extra´s Astrale Blutblasen – Verbindung zum Haupt
Zwei Blasen die in den Ecken des Saales angebracht sind und pralle mit Blut gefüllte Säcke sind. Sie sind der Hauptteil des Dämons mit Skeleton Carn Astral verbunden und ernähren ihn mit Energie. Astralwindung Wille 3 /

Geistig: ▢▢  I  ▢▢
STRESS: Körperlich: ▢▢▢▢▢   I   ▢▢▢▢▢

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Offline LUCKY_Seb

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Re: [FATE] Tödlicher Endgegner
« Antwort #29 am: 15.10.2018 | 13:11 »
Wen es interessiert -
Hier die Notizen unseres Magiers zum finalen Abend gegen
den "Endboss" vielleicht ganz interessant die Spielersicht zu den Werten oben ;)

Kayss Notizen

In der Hölle

Scytha! Der Name lässt einen schaudern. Uralte und neue Geschichten sind damit verbunden.
Allesamt Geschichten voller Tapferkeit, Mut und Leidenschaft.

Doch keine dieser Geschichten ist jetzt relevant. Nur das Schaudern bleibt. Wir sitzen in der Falle.
Über uns zucken Blitze des Verfalls über einen rötlichen Himmel. Große Stücke sind bereits aus der Realität
heraus gebrochen und wir wissen, wir müssen vorwärts, haben keine Zeit zu verschwenden.

Vor uns erscheint ein Portal. Dahinter geht es ins Schloss. Izusa erklärt uns den Weg in den Thronsaal.
Wir rücken vor und erhaschen einen Blick durch das Tor in den Vorhof des Schlosses. Ein Wall aus Speeren und
Skeletten weist uns den Weg zum Eingang. Takris verschwindet im Schatten und erkundet den Innenhof.
Wir anderen warten am Tor. Takris bemerkt das Rucken eines Kopfes und das Scharren einer Krallenhand:
Die Skelette erwachen zum Leben.

Aldér sprintet los, springt auf eine umgestürzte Säule und schlägt eine breite Bresche in eine der beiden Flanken
der Untoten. Raki und Enidan kümmern sich um die andere Flanke. Ich schnappe mir die geschockte Elysaria und ziehe
sie zu dem Wall aus Speeren neben der Säule, auf der Aldér steht, während Takris den letzten Gegner auf
unserer Seite aus dem Weg räumt.

Wir schlängeln uns durch den Speerwall und erreichen über eine andere Treppe das Innere des Schlosses,
einen riesigen Saal mit einem quadratischen Loch in der Mitte. Darin liegt ein toter Quarl, aufgespießt in einem Wald aus Speeren.
Vorsichtig durchqueren wir die leere Halle, entdecken neben zwei Türen an den Seiten, zwei große Portale
und eine Bücherwand an der Rückwand.

Die Portale sind verschlossen, eines davon mit einer Kette und einem fremdartigen Knoten gesichert.
Viele Bücher wurden aus dem Regal herausgerissen und liegen zerfetzt am Boden. Einige Seiten können wir lesen und
erfahren, wie Skeleton Carn alle Einwohner Scythas getötet hat und wie sehr die Dimensionen an dem Königreich
in der Zwischenwelt zerren. Auch der feststeckende Teil des Dämons ist nicht wehrlos und mischt sich mächtig und noch
stärker als Skeleoton Carn ein, wenn er zwischen den Dimensionen die Chance dazu erhält. Und wir erfahren, dass Enidan
eigentlich ein Wächter von Scytha ist, der durch die Rabenpforte, einem Notausgang, aus dem Caer geschmuggelt wurde, um Hilfe zu holen.
Enidan, der die ganze Zeit seinen Onkel in Scytha befreien will, erfährt, dass es den Onkel gar nicht gibt. Er selbst ist derjenige, den er sucht.

Izusa erklärt uns, dass hinter den beiden Doppelportalen der Thronraum liegt und ich schaue mir beide
Türen astral an. Ich erkenne hinter der ungesicherten Tür eine schwarze Kiste, eine von denen, die wir in den
letzten Wochen nur allzu oft gesehen hatten. Die andere Tür ist mit einem magischen Schloss, dämonischen Ursprungs
gesichert. Eine Falle: Viele Tonnen Steine aus der Grube in der Mitte hängen über dem Tor und stürzen hinab, sobald jemand den ebenfalls dämonischen Knoten berührt.

Wir entscheiden uns, eine der seitlichen Türen zu benutzen, von denen Izusa sagt, dass sie in die Dienstbotenbereiche führen.
Doch in dem dahinter liegenden Gang empfangen uns nur zwei Quarls. Wir schlagen die Tür wieder zu, doch die dämonischen Tentakelhunde werfen
sich gegen die Tür und wir wissen, dass sie nicht lange halten wird. Takris ruft uns auf der gegenüberliegenden Seite der Halle zusammen.
Er hat eine Falle entdeckt, in die er die Quarls locken will.

Als die Tür auffliegt, hetzen die Quarls auf uns zu, laufen direkt auf die Trittplatte, die einen ganzen
Bereich in Richtung Loch abkippen lässt. Die Quarls stürzen in die Speere und sind sofort tot.

Wir entscheiden uns, die dämonische Falle auszulösen und das rechte Portal zu benutzen, statt der Kiste hinter der anderen
Tür zu nahe zu kommen. Elysaria erschafft ein elementares Schutzschild, unter dem Aldér die Falle auslöst. Der Plan gelingt,
er entgeht halbwegs unverletzt dem Steinfall und auch die Tür wird nicht verschüttet.

Hinter der Tür können wir einen Blick in den Thronsaal werfen: Auf dem Thron sitzt Skeleton Carn. Vor uns zieht sich ein Riss in der
Realität über den Boden. Der Boden hat sich geradezu aufgelöst und an der Decke im Hintergrund hängen an langen Ketten wieder
blutige Fleischpakete. Auf der linken Seite erkennen wir die Kiste und dahinter eine umgestürzte Säule. Skeleton Carn greift uns mit
einem mentalen Angriff an und schafft es, uns allen einen gewaltigen Schrecken einzujagen. Elysaria wird von ihren Gefühlen überwältigt
und flieht schreiend. Es wird das letzte Mal sein, dass wir etwas von ihr sehen.

Aldér lässt einen Pfeil von der Sehne, trifft Skeleton Carn, doch Raki neben Alder krümmt sich vor Schmerzen. Der Dämon hatte den
Angriff einfach umgelenkt. Ich verhärte die Luft über dem Spalt ins Nichts und so gelangen wir alle sicher auf festen Boden vor dem Thron,
nur Aldér schlägt sich nach links zur Säule durch um dort einen guten Schießplatz zu haben. Enidan fliegt einen Angriff auf einen der beiden
riesigen Blutsäcke und zerstört ihn mit einem Schnitt seines Speers. Das Blut schwappt auf den Boden und verschwindet in einem weiteren
Bereich Nichts, in der Ecke neben dem Thron.

Dies setzt den Dämon in Bewegung. Mit einem wütenden Fauchen stürzt er sich auf Enidan. Ich benutze Carns Ablenkung und zerstöre den
zweiten Blutsack mit einem Feuerball. Nun gerate ich in den Fokus des Dämonen, nachdem zuerst Raki schwer einstecken musste.

Wir haben wenig Chancen gegen den starken und schnellen Skeleton Carn. Nach einigen Aktionen sind Raki, Enidan und ich schwer angeschlagen.
Aldér schafft es zwar, Skeleton Carn mit einem gezielten Schuß in den Bereich zwischen den Stangen über seinem Kopf zu treffen und Enidan
schneidet das Gebilde in einer halsbrecherischen Aktion komplett heraus, doch wirkt der Dämon nicht entscheidend geschwächt.

Und so ist es Takris, der in einer verzweifelten Aktion und mit Aldérs Hilfe einen der Fleischsäcke von der Decke löst und in
Skeleton Carns Richtung schwingen lässt. Hart trifft der Sack den Dämon und bringt ihn aus dem Tritt. Er stolpert in das wabernde Nichts.
Ich versuche, Takris Aktion mit einem Luftschild zu unterstützen, schiebe den strauchelnden Dämon weiter in den Abgrund und gemeinsam
schaffen wir das Unmögliche. Der Dämon ist vernichtet.

Die Folge dieser Aktion ist ein weiteres schweres Beben. Weitere große Stücke der Realität brechen ab, das Nichts weitet sich aus.
Ich zaubere eine weitere Luftbrücke, um Aldér die Rückkehr zu uns zu ermöglichen. Wir helfen Izusa auf den Thron. Sie weist uns an,
durch die Rabenpforte zu verschwinden. Sie wird in Scytha bleiben und das Königreich für immer verschließen.
Der Abschied ist kurz, aber emotional. Mit einem dumpfen Gefühl im Bauch verlassen wir die letzte Königin von Scytha
und eilen durch den schmalen Gang an die Oberfläche.

Wir haben es geschafft, der Dämon ist besiegt. Aber zu welchem Preis? Izusa, unsere Weggefährtin, mussten wir ebenso
zurücklassen, wie die Magierin Elysaria. Wir werden sie nicht vergessen!

Die Dorfbewohner trauern mit uns und wir erholen uns langsam unter ihrer Fürsorge. Doch einige Fragen bleiben offen...

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