Autor Thema: Charakterbögen: Top & Flop  (Gelesen 3603 mal)

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Offline bolverk

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Charakterbögen: Top & Flop
« am: 18.11.2020 | 17:31 »
Welche Spiele haben eurer Meinung nach besonders schöne, übersichtliche oder angenehm zu handhabende Charakterbögen?
Alternativ: Welche Charakterbögen gehen gar nicht? Welches sind die miesesten, langweiligsten oder hässlichsten Charakterbögen da draußen?

Am besten mit Bild, gerne mit kurzer Begründung oder Erläuterung der eigenen Vorlieben/Abneigungen, Mehrfachnennung sind ausdrücklich erwünscht.
Falls jemand Beispiel für einen besonders schicken oder miesen inoffiziellen Bogen hat, ebenfalls her damit.
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Offline Jiba

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Charakterbögen: Top & Flop
« Antwort #1 am: 18.11.2020 | 18:00 »
Kein konkreter Bogen, aber ich finde ja die „Playbooks“, wie PbtA sie nutzt, äußerst spielfreundlich und übersichtlich. Alle Infos sind drauf und zugleich noch alle Optionen für die Zukunft. Das setzt natürlich voraus, dass das PbtA-Spiel in question auch regelleicht genug ist. Nicht also wie bei „The Sword, the Crown and the Unspeakable Power“, wo das ganze Playbook eine einzige Textwüste ist.
« Letzte Änderung: 18.11.2020 | 18:32 von Jiba »
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Offline Selis

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Re: Charakterbögen: Top & Flop
« Antwort #2 am: 18.11.2020 | 18:23 »
Ich finde viele dieser "durchdesignten" Bögen grottig.
Ich erinnere mich nicht mehr, welches System das war, wo vor lauter Spiralen und Linien das Ding vollkommen nutzlos war.

Offline Swafnir

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Re: Charakterbögen: Top & Flop
« Antwort #3 am: 18.11.2020 | 18:34 »
Ich finde viele dieser "durchdesignten" Bögen grottig.
Ich erinnere mich nicht mehr, welches System das war, wo vor lauter Spiralen und Linien das Ding vollkommen nutzlos war.

Meinst du vielleicht Numenera?
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Offline Hotzenplot

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Re: Charakterbögen: Top & Flop
« Antwort #4 am: 18.11.2020 | 18:40 »
Ich finde viele dieser "durchdesignten" Bögen grottig.
Ich erinnere mich nicht mehr, welches System das war, wo vor lauter Spiralen und Linien das Ding vollkommen nutzlos war.

Könnte Numenera oder Conan 2d20 gewesen sein.  >;D
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Offline Selis

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Re: Charakterbögen: Top & Flop
« Antwort #5 am: 18.11.2020 | 18:51 »
Der Charakterbogen im Ordner von meinem Oneshot wars nicht aber ich habe noch Mal nach Jahren einen Blick in die Box geworfen, jap es war Numenera.
Aber ich hab noch andere in der Art gesehen, deren Systeme ich nicht gespielt habe. Hab nie verstanden wie man sowas fabrizieren kann.

Die von Fragged Empire waren auch schlimm unübersichtlich, obwohl sie tabellarisch aufgebaut sind.

Offline YY

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Re: Charakterbögen: Top & Flop
« Antwort #6 am: 18.11.2020 | 19:00 »
Die alten WoD-Charakterbögen (und ich meine, die neuen auch...da bin ich aber nicht sicher :think:) hatten Kurzhinweise für die Charaktererschaffung als Fußnote - bis auf die Talente/Vorteile konnte man alles direkt mit dem Bogen abarbeiten, ohne ein einziges Mal ins Buch gucken zu müssen :d


Auf den Deadlands-Charakterblättern waren am Rand Tracker für 2x Revolvermunition, 1x Gewehrmunition bis 15 Schuss, Ausdauer und Wundstufen - und im Buch war dann auch direkt aufgeführt, wie man die Wundstufen für alle einheitlich mit farbigen Büroklammern angibt. Das war schon sehr praktisch :)
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Offline Rorschachhamster

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Re: Charakterbögen: Top & Flop
« Antwort #7 am: 18.11.2020 | 19:34 »
Selbst hingerotzt auf Schmierpapier.  ~;D
Dyson Logos hat einige sehr Gute - aber bei OldSchool hat man ja auch tendentiell mehr Platz.  :D

Offline Gunthar

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Re: Charakterbögen: Top & Flop
« Antwort #8 am: 18.11.2020 | 20:30 »
Auch die D&D 5e Bögen sind nicht das Gelbe vom Ei. ZB fehlen für die Rüstung ein eigener Kasten. Wenn da Rüstung, Schild, ein bis zwei Schutzgegenstände und evtl. eine Klassenfertigkeit dazukommt, wird es sehr unübersichtlich.

Offline Dark Stone Cowboy

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Re: Charakterbögen: Top & Flop
« Antwort #9 am: 18.11.2020 | 21:12 »
Ich hab bisher eigentlich noch mit jedem Charakterbogen arbeiten können. Klar, bei manchen hat man sich schneller einen Überblick verschafft als bei anderen ... aber spätestens wenn man das Ding einmal "durchdrungen" hat, ist das imho kein Problem mehr. Egal wie verschnörkelt oder unübersichtlich etwas ist. Ich glaube, das hängt vor allem damit zusammen, wie tief man im System ist. Demnach finde ich zum Beispiel den Warhammer 2nd Charakterbogen exquisit ... auch mit D&D5e komme ich bestens zurecht. Weil das die Systeme sind, mit denen ich mich am meisten beschäftige.

Offline JS

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Re: Charakterbögen: Top & Flop
« Antwort #10 am: 18.11.2020 | 22:20 »
Ich kenne leider keinen einzigen vorgefertigten Charakterbogen, der alle Infos kompakt und vollständig enthält und mir somit genügt. Deshalb mache ich mir meine Charbögen immer selbst, aber sie werden dann von anderen Spielern stets als schaurige Text- und Zahlenwüsten erachtet. Mittlerweile bin ich aber zu Google Docs und jeweils Textversionen dafür gewechselt und spare mir den früheren Tabellenoverkill.
:)
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Offline nobody@home

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Re: Charakterbögen: Top & Flop
« Antwort #11 am: 18.11.2020 | 22:43 »
Puh...ich kann mich ehrlich nicht mehr daran erinnern, wann genau ich zuletzt einen "offiziellen" Charakterbogen benutzt habe. Typischerweise tippe ich meinen Charakter, wenn er erst mal tatsächlich steht, einfach nach eigenem Gusto etwas formatiert in Editor oder Textverarbeitung, speichere die Datei für später, und drucke das Endergebnis auf ganz gewöhnlichem Papier aus -- fertig. Auf die Weise kann ich mir die Aufmachung so zusammenstellen, wie sie mir persönlich am besten entgegenkommt, das Ergebnis ist lesbar, Platz für Notizen findet sich in der Regel schnell auf der Rückseite, eine Ersatz- oder überarbeitete Neuversion ist zwischen den Sitzungen leicht erstellt...

...was, genau, bietet mir ein vordefiniertes Produkt zum Kopieren und Ausfüllen noch mal genau an Mehrwert? :think:

Offline bolverk

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Re: Charakterbögen: Top & Flop
« Antwort #12 am: 19.11.2020 | 10:12 »
Da werden ja schon ein paar ganz gute Beispiele genannt.

PbtA Playbooks - Die finde ich Toll, ich wünschte man hätte immer alle wichtigen Regeln so kompakt beieinander.
WoD - Das ist länger her, aber ich hatte das auch in guter Erinnerung. Sehr praktisch, wenn das Regelsystem es hergibt.
D&D - Okay, die sind...benutzbar. Letztendlich habe ich meine Charaktere - und da bin ich offenbar nicht der einzige - als Google Doc abgetippt und nach Lust und Laune formatiert. Das fnktioniert zumindest seit wir Online spielen ganz gut, den nach jedem zweiten abend neu auszudrucken hätte ich keine Lust.
An Numenera konnte ich mich noch erinnern, nie gespielt, aber der Charakterbogen ist nett anzuschauen. Spielen möchte ich damit allerdings nicht. Für den von Conan 2D20 gilt ähnliches.

Persönlich fand ich immer, die Shadowrun Charakterbögen bestehen lediglich aus ziemlich hässlichen Listen, je weiter man in den Editionen voranschreitet, desto schlimmer wird es. Die aus der 4. Sind bei mir schon allein durch die Farbauswahl unten durch. Wüsste aber auch nicht, wie man das besser hinbekommen sollte.

Am liebsten sind mir solche Bögen, die druckerfreundlich daherkommen, idealerweise alles Wichtige auf einer Seite unterbringen, und wo es nicht erforderlich ist, lauter winzige Felder mit Zahlen zu füllen (D&D 3.5 fand ich da ätzend). Wenn ich so darüber nachdenke, enspricht da WoD am ehesten meinen Vorlieben, obwohl ich sonst nicht so wahnsinnig viel damit anfangen kann. Aber das Punkte ausmalen hat schon was.
« Letzte Änderung: 19.11.2020 | 11:33 von bolverk »
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Offline tartex

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Re: Charakterbögen: Top & Flop
« Antwort #13 am: 19.11.2020 | 10:45 »
Flop: alles was mehr als 2 Seiten / 1 Blatt ist.  :o DSA  ::)

Flop: Der Pentragram-Bogen von Shadow of the Demonlord. Soviel Platzverschwendung.

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Offline melkvie

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Re: Charakterbögen: Top & Flop
« Antwort #14 am: 19.11.2020 | 11:25 »
Flop: alles was mehr als 2 Seiten / 1 Blatt ist.  :o DSA  ::)

+1 Wobei das dann auch meistens dem System geschuldet ist. Aber wenn ein System es nicht schafft alle notwendigen Werte inkl. Ausrüstung auf 1 Blatt mit Duplexdruck zubekommen, ist es auch meistens nicht mein Ding.

Ich mag an sich ja das Char-Blatt von Cthulhu 7 Ed. von Pegasus. Ich finde den übersichtlich und auch von der Verzierung nicht überladen.

Offline Swafnir

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Re: Charakterbögen: Top & Flop
« Antwort #15 am: 19.11.2020 | 11:27 »
Ich find die Numenera-Bögen eigentlich ziemlich cool. Man muss sich aber erst mal dran gewöhnen.
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Offline bolverk

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Re: Charakterbögen: Top & Flop
« Antwort #16 am: 19.11.2020 | 11:33 »
Flop: alles was mehr als 2 Seiten / 1 Blatt ist.  :o DSA  ::)

Wie viele Seiten hat denn ein DSA-Charakterbogen heutzutage? Mein allererster Charakter war ein DSA3-Zwerg, damals bekam ich vom Spielleiter Meister einen Charakterbogen augehändigt, der war zweiseitig, plus je eine Extraseite für Geld, Ausrüstung, Lebenspunkte, Magiepunkte, Gefolgsleute und Reittiere. Ich glaubte bisher, die hatte er damals einfach in Word selbst fabriziert und auf 180g-Papier ausgedruckt. Da war der "Charakterbogen" dann eine veritable Charaktermappe. Ich wollte in meiner ersten Runde natürlich nichts falsch machen, daher habe ich den Papierstapel brav benutzt (außer dem Blatt für Magiepunkte) und habe sogar och eine Seite mit einer Charakterillustration eingefügt.
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Offline Hotzenplot

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Re: Charakterbögen: Top & Flop
« Antwort #17 am: 19.11.2020 | 11:50 »
Wie viele Seiten hat denn ein DSA-Charakterbogen heutzutage?
Bei profanen DSA5-SC sind es mindestens 5 Seiten. Wenn du karmale oder zauberfähige SC spielst, kommen da noch Seiten für diese Fähigkeiten drauf.  ;)
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Offline 1of3

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Re: Charakterbögen: Top & Flop
« Antwort #18 am: 19.11.2020 | 12:28 »
Capes hat sehr ausgefallene Charakterbögen. Erfordern in der Benutzung allerdings Schere und Klebe (pdf).


Offline JohnBoy

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Re: Charakterbögen: Top & Flop
« Antwort #19 am: 19.11.2020 | 13:05 »
Passt nur so bedingt vom Thema her, aber ich finde den DnD Bogen aus Roll20 unfassbar gut.






Offline readyandnot

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Re: Charakterbögen: Top & Flop
« Antwort #20 am: 19.11.2020 | 14:53 »
Kein konkreter Bogen, aber ich finde ja die „Playbooks“, wie PbtA sie nutzt, äußerst spielfreundlich und übersichtlich. Alle Infos sind drauf und zugleich noch alle Optionen für die Zukunft. Das setzt natürlich voraus, dass das PbtA-Spiel in question auch regelleicht genug ist.

+1, ich finde auch seitdem ich einige davon gesehen habe, dass die "besseren Beispiele" davon sehr intuitiv sind - das schätze ich gerade mit neuen Runden. Ich will keine stundenlangen Session 0, die nur aus Charakterbogen 101 und Buchhaltung bestehen.

Dazu passend gibt es auch noch das hübsche "Mothership"-Flowchart:
. Ich liebe diesen Bogen, obwohl ich das System noch nie gespielt habe.

Und eine ganz andere schöne Verknüpfung von Form und Inhalt gibt es durch den Block für Level-0-Charaktere im (deutschen) DCC. Das Format Abreissblock mit gleich vier Charakteren auf einem Blatt transportiert die Tötlichkeit eines Trichters so unmittelbar, dass ich jedes Mal lachen muss, wenn ich die austeile.

Offline First Orko

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Re: Charakterbögen: Top & Flop
« Antwort #21 am: 19.11.2020 | 15:05 »
Auf den Deadlands-Charakterblättern waren am Rand Tracker für 2x Revolvermunition, 1x Gewehrmunition bis 15 Schuss, Ausdauer und Wundstufen - und im Buch war dann auch direkt aufgeführt, wie man die Wundstufen für alle einheitlich mit farbigen Büroklammern angibt. Das war schon sehr praktisch :)

... und ich habe die Sammlung an bunten Büroklammern immer noch  ;D

Dazu passend gibt es auch noch das hübsche "Mothership"-Flowchart:

Ohja! Zunächst wirkt das überladen aber wenn man sich mal kurz reindenkt ist der wirklich sehr geil gemacht  :d

Ansonsten hätte ich da noch ein paar Alltime-Flop-Garanten oder:
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Offline bolverk

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Re: Charakterbögen: Top & Flop
« Antwort #22 am: 19.11.2020 | 16:17 »
Ansonsten hätte ich da noch ein paar Alltime-Flop-Garanten oder:
Farbige Hintergründe in auszufüllenden Textfeldern finde ich noch ziemlich übel. Außerdem Hasse ich die Felder für "Notizen" oder "Portrait" mit der glühenden Kraft eines sterbenden Sternes. das sind eigentlich immer Platzverschwender oder Lückenfüller.
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Offline Jiba

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Re: Charakterbögen: Top & Flop
« Antwort #23 am: 19.11.2020 | 17:25 »
Und wenn die Felder dann doch ausfüllbar sind, dann doch bitte in vernünftiger Schriftgröße, das wäre nett.
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Offline Gunthar

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Re: Charakterbögen: Top & Flop
« Antwort #24 am: 19.11.2020 | 22:35 »
Und wenn ausfüllbar, dass die hinterlegten Formeln auch richtig funktionieren.

Offline bolverk

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Re: Charakterbögen: Top & Flop
« Antwort #25 am: 20.11.2020 | 11:39 »
Bei profanen DSA5-SC sind es mindestens 5 Seiten. Wenn du karmale oder zauberfähige SC spielst, kommen da noch Seiten für diese Fähigkeiten drauf.  ;)
Habe mir den offiziellen Bogen der 5. Edition mal angeschaut und finde ihn zwar eigentlich ganz schick und sogar recht übersichtlich, nur für meinen Geschmack viel zu viele Seiten und Pergamentoptik als Hintergrund vor auzufüllenden Feldern sind ein No-Go.

Den oben verlinkten Mothership-Bogen finde ich ziemlich pfiffig, wenn er auch auf den ersten Blick hin unübersichtlich wirkt. Ich würde mir durchaus zutrauen, allein anhand des Bogens in wenigen Minuten einen Charakter zu erstellen.
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Offline Tele

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Re: Charakterbögen: Top & Flop
« Antwort #26 am: 20.11.2020 | 11:53 »
Die neuen Warhammer Fantasy (4. Edition) Bögen finde ich super übersichtlich und auch nett anzuschauen.

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Offline Gunthar

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Re: Charakterbögen: Top & Flop
« Antwort #27 am: 20.11.2020 | 13:13 »
Warhammer FRP (2e und 4e) hatte schon immer recht gute Bögen gehabt.

Offline klatschi

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Re: Charakterbögen: Top & Flop
« Antwort #28 am: 20.11.2020 | 13:56 »
Den oben verlinkten Mothership-Bogen finde ich ziemlich pfiffig, wenn er auch auf den ersten Blick hin unübersichtlich wirkt. Ich würde mir durchaus zutrauen, allein anhand des Bogens in wenigen Minuten einen Charakter zu erstellen.

Der Bogen ist super durchdacht, das stimmt. Leider finde ich den Rest der Mothership Aufmachung nicht besonders ansprechend.

Offline Rorschachhamster

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Re: Charakterbögen: Top & Flop
« Antwort #29 am: 20.11.2020 | 14:22 »
Die neuen Warhammer Fantasy (4. Edition) Bögen finde ich super übersichtlich und auch nett anzuschauen.

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Der schwarze Rand..., ein bisschen Schmuck ist ja okay, aber...  :P

Offline SirLittleDragon

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Re: Charakterbögen: Top & Flop
« Antwort #30 am: 20.11.2020 | 16:57 »
Ich mag die Charakterbögen der WOD, SR 3.01D und Tribe 8. Sie sind zwar designed, aber bleiben doch übersichtlich.
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Offline Selis

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Re: Charakterbögen: Top & Flop
« Antwort #31 am: 20.11.2020 | 17:33 »
Ich sollte mal ein selbstentwickeltes Rollenspiel gegenlesen.
Ich beendete den Versuch als den Charakterbogen öffnete.

Okay der war schlicht, umfasste aber 17 Seiten und der Entwickler des Spiel ließ sich nicht davon abbringen, als ich meinte, das wäre viel zuviel.


Mit 15 bastelte ich sowas an einem PC zwar auch mal für Palladium aber von den, ich weiß nicht mehr wie viele Seiten das tatsächlich waren, hat man aber nur je nach Klasse 2-3 gebraucht, war halt für jede Klasse die passenden Seiten dabei.

Offline nobody@home

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Re: Charakterbögen: Top & Flop
« Antwort #32 am: 20.11.2020 | 17:47 »
Ganz allgemein, ob nun zur Verwendung oder als Vorbild, mag ich die Fate-Core- und Turbo-Fate-Charakterbögen recht gerne: kurz, klar strukturiert, und auch in der grafischen Gestaltung ohne übertriebene Schnörkel. (Leuten, die gerne Tinte/Toner sparen, mögen die diversen "Titelbalken" etwas aufstoßen, aber wenigstens haben die gleichzeitig eine eindeutige Funktion als Trennelemente.) Das hat man selbst bei Fate allgemein nicht immer und überall -- die offiziellen Malmsturm-Bögen mit ihrem hauptsächlich einfach blasser wirkenden farbsparenderen Dreifarbdruck und ihren einschlägigen kleinen und kleinsten Flecken über die ganze Seite etwa sind aus meiner Sicht gestalterisch schon eher wieder ein Negativbeispiel, weil sie zwar rein konzeptionell gar nicht so viel länger oder unübersichtlicher sind, es aber dem Auge deutlich schwerer fällt, sich irgendwo festzuhalten.

Offline bolverk

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Re: Charakterbögen: Top & Flop
« Antwort #33 am: 20.11.2020 | 22:49 »
Okay der war schlicht, umfasste aber 17 Seiten und der Entwickler des Spiel ließ sich nicht davon abbringen, als ich meinte, das wäre viel zuviel.
Okay, das ist wirklich extrem. Schauder. Ist aber sicherlich ein Alleinstellungsmerkmal, der längste Charakterbogen der Rollenspielgeschichte
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Offline Selis

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Re: Charakterbögen: Top & Flop
« Antwort #34 am: 21.11.2020 | 01:24 »
er war der Meinung, das da alles drauf sein muss.
Wenn ich einen kompletten Bogen aus dem CharGen für FFG Star Wars rauslassen würde und das bei einen erfahrenen Charakter, der neben einigen Bäumen, ggfs. noch Machtbäumen auch noch Fahrzeuge und Begleiter hat, kommt da auch eine gewaltige Seitenzahl zusammen, mein aktueller 900 Exp Char hat 16 Seiten aber die braucht man wenigstens nicht alle.

Offline Gunthar

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Re: Charakterbögen: Top & Flop
« Antwort #35 am: 21.11.2020 | 10:16 »
Bei Pathfinder 1 hat der grosse Charakterbogen ca. 24 Seiten.

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Re: Charakterbögen: Top & Flop
« Antwort #36 am: 21.11.2020 | 10:19 »
Der bunte Charakterbogen von Conan 2D20 ist vor allem das - bunt. Und nur mit Sonnenbrille auszufüllen.
Aber kann mans ich auch sparen, den unübersichtlich ist noch eine Untertreibung.

Weniger ein Charakterbogen, mehr ein Wimmlebild.

Zur Ehrenrettung: Es gibt auch andere, die man verwenden kann.
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Offline Blizzard

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Re: Charakterbögen: Top & Flop
« Antwort #37 am: 21.11.2020 | 10:28 »
Allgemein ist es für mich völlig in Ordnung, wenn ein Charakterbogen aus 2-3 Seiten besteht. Ich habe dann z.B. lieber eine extra Seite für Zaubersprüche samt Beschreibungen, als dass ich die Sprüche auf einem einseitigen Charakterbogen rechts unten in die Ecke reinquetschen muss- aber da eigentlich gar nicht genug Platz habe um alle unterzubringen. Und dann ggf. nicht mal mehr entziffern kann, was ich da geschrieben habe, weil ich da so klein schreiben musste...

Mehr als 4 Seiten braucht imho kein Charakterbogen (auch keine DeLuxe-Charakterbögen). Alles was über 4 Seiten hinaus geht, wirkt für mich erstmal abschreckend- ganz besonders, wenn ich ein System nicht kenne. Und meistens behalte ich Recht, das System ist dann in der Regel auch nichts für mich. Es gibt auch da allerdings Ausnahmen.
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Offline flaschengeist

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Re: Charakterbögen: Top & Flop
« Antwort #38 am: 21.11.2020 | 11:17 »
Mir gefällt der Gedanke, die Länge des Charakterbogens quasi als Indiz für die Kompliziertheit des Systems zu verwenden. Im Grunde taugt das besser als reine Seitenzahl, denn bei der hängt es stark davon ab, was außer dem Regelkern sonst noch in einem "Basisbuch" drin ist (eine Weltbeschreibung oder ein ausgedehntes Kreaturenkapitel kann z.B. die Seitzahl deutlich erhöhen).
Perfektion ist nicht dann erreicht, wenn es nichts mehr hinzuzufügen gibt, sondern dann, wenn man nichts mehr weglassen kann (Antoine de Saint-Exupéry). Ein Satz, der auch für Rollenspielentwickler hilfreich ist :).

Offline felixs

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Re: Charakterbögen: Top & Flop
« Antwort #39 am: 21.11.2020 | 11:29 »
Ich finde, der Umfang sagt nicht allzuviel aus.

Mir ist jedenfalls ein mehrseitiger, übersichtlicher Bogen mit genügend Platz zum Schreiben lieber, als ein gequetschter oder vergraphikter Bogen.
Insgesamt gern schlicht und übersichtlich. Das Bunte darf bei mir im Kopf stattfinden.

Recht gelungen finde ich die Bögen von Call of Cthulhu, eigentlich durchgehend über alle Editionen.
Den offiziellen von Midgard 5 finde ich ganz OK, habe aber ein bißchen Probleme mit der Notation der Boni.
Die offiziellen Bögen von DSA 3 mochte ich auch.

Was ich überhaupt nicht mag, sind Bögen mit automatischer Berechnung als einzige Option. Ich erstelle meine Figuren normalerweise nicht am Rechner. Und mich nerven daher Bögen, die darauf optimiert sind. (Ich erinnere mich gerade nicht, welche Systeme das waren, aber es gab da einige).

Die Bögen von Numenera sind mir viel zu verspielt und mit zuvielen graphischen Elementen versehen. Das finde ich unübersichtlich und teilweise auch schwer zuzuordnen.
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)

Offline bolverk

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Re: Charakterbögen: Top & Flop
« Antwort #40 am: 22.11.2020 | 02:04 »
Mir gefällt der Gedanke, die Länge des Charakterbogens quasi als Indiz für die Kompliziertheit des Systems zu verwenden. Im Grunde taugt das besser als reine Seitenzahl, denn bei der hängt es stark davon ab, was außer dem Regelkern sonst noch in einem "Basisbuch" drin ist (eine Weltbeschreibung oder ein ausgedehntes Kreaturenkapitel kann z.B. die Seitzahl deutlich erhöhen).
Ich gucke mir ausgesprochen gerne Charakterbögen als Indikator der Systemkomplexität an. 12 Attribute, 16 abgeleitete Werte und 42 Fertigkeiten? Next!
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Offline Gunthar

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Re: Charakterbögen: Top & Flop
« Antwort #41 am: 22.11.2020 | 12:55 »
Ich gucke mir ausgesprochen gerne Charakterbögen als Indikator der Systemkomplexität an. 12 Attribute, 16 abgeleitete Werte und 42 Fertigkeiten? Next!
42 Fertigkeiten wären noch OK. Aber für was braucht man gleich 16 abgeleitete Werte? 12 Attribute tönt auch nach recht viel.

Offline bolverk

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Re: Charakterbögen: Top & Flop
« Antwort #42 am: 22.11.2020 | 22:19 »
Nicht wörtlich nehmen. Ich meinte nur, wenn mir da für meinen Geschmack zu viel kleinteiliger Scheiß draufsteht, ist das meist ein Zeichen, dass ich mit dem System wenig anfangen kann.   ;)
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Offline Antariuk

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Re: Charakterbögen: Top & Flop
« Antwort #43 am: 22.11.2020 | 22:30 »
Ich bin grundsätzlich ein Fan von übersichtlichen Charakterbögen, wo die essenziellen Informationen sofort einsehbar sind. Maximal zwei Seiten, am liebsten aber eine Seite (und eine zweite dann für besonderes Equipment, Notizen zu NSCs, das Gedöns halt). Wenn ein Bogen schick gemacht ist, stören mich Zierelemente und sowas auch nicht, aber tendenziell denke ich halt immer: Weniger ist mehr.

Der erste Numenera-Bogen wurde schon genannt und den finde ich auch sehr schwierig. Stylisch, ja, aber unübersichtlich wie Hölle. Der neue Bogen ist schon deutlich besser (das hier ist aber der alte).



Ein gelungenes Beispiel für einen Charakterbogen mit Zierelementen ist mEn der aus Barrowmaze:

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Offline nobody@home

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Re: Charakterbögen: Top & Flop
« Antwort #44 am: 22.11.2020 | 22:36 »
Na ja, stimmt schon: wenn ich den Charakterbogen eines Spiels definitiv mal für etwas brauchen kann, dann für einen Schnellschuß in Sachen Kaufentscheidung. ;) Immerhin kriege ich damit ja so gut wie zwangsläufig einen guten Ersteindruck davon, was den Designern beim doch nicht so ganz unwichtigen Thema "Spielercharaktere und wie man sie beschreibt und definiert" eigentlich wichtig war...und wenn ihr Geschmack sich da schon gar zu offensichtlich mit meinem beißt, kann ich mir ein Tiefenstudium des Rests mit guter Wahrscheinlichkeit eigentlich auch schon schenken.

Offline Anro

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Re: Charakterbögen: Top & Flop
« Antwort #45 am: 23.11.2020 | 11:48 »
Keiner argumentiert über die langlebigkeit der Daten? Oder reden wir nur über einen Teil?

Sowas wie den Charakterbasisinfo-Bogen, (Name, Klasse, Abstammung, optische Merkmale,  Geburtstag, Spracheigenheiten und sowas echt selten änderndes [attribute?], vorgeschichten beats )

Werte-Bogen, mit Attributen und Fertigkeiten, alles für das Rollenspiel, was alle 5 Stufen vll mal erneuert werden muss, wenn die Radiererspuren zu doll werden.

"Kampf und Kram"- Bögen,  die das inventar und werte fürden kampf halten. Häufig hin und her, mal verliert man was. Gern in kartenform. Hauptsache schnell zur Hand,  irgendwie pflegbar...

Notizen-bögen, die eher nen tagebuch sind und eigentlich keinen vordruck haben.

Ich mag 3 attribute, 10 Talente und 4 unique skills spiele nicht, wo alles auf ein Blatt passt, aber wenn es keine progression gibt, dann ist ein Blatt besser als 2.
Solang ich nicht fluktuierendes und persistentes auf einem Bogen habe.
(Redundant ist mir egal. Wenn diewaffen skills und attribute brauchen, dann dürfen die nochmal da stehen. )

Ich würde gerne pro Situation einen Bogen haben.
Wenn ich nur einen Bogen habe und bei nem Kampf ein Ausrüstungsblatt drüber klappe oder so wäre das schon cool.
Wenn ich slots für die waffen habe und die "einstecke" um sie auszurüsten auch.

Ah, Magie... will ich vielleicht einen extra Bogen.


Ein Charakterbogen mit 17 Seiten ...
Ich denke nicht, dass er nur "Stärke 16" auf den einen geschrieben hat.
Was wie war der unterteilt? Regeln? Wäre vll gar nicht blöd, ein 15 Seiten handout zu machen, teilweise.

Als Letztes:
Ich mag Karten.
Items, Zauber usw.
Wie zählen die zu den Seitenanzahlen?
« Letzte Änderung: 23.11.2020 | 12:13 von Anro »

Offline First Orko

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Re: Charakterbögen: Top & Flop
« Antwort #46 am: 23.11.2020 | 13:13 »
Ich möchte an dieser Stelle übrigens mal den "Don't rest your head"-Charakterbogen als fieseste Regel-Mogelpackung ever nominieren  ;D
Ausgehend davon, was man auf dem Bogen einträgt und wie schnell der SC steht kann man die Spieler*innen wirklich super vergraulen, wenn man versucht das überraschend komplexe (aber im Spiel sehr flotte) Würfelsystem zu erklären statt es zu zeigen.
Mich hat damals sehr die Aufteilung in Außen- und Innensicht auf den Charakter abgeholt:

It's repetitive.
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Offline klatschi

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Re: Charakterbögen: Top & Flop
« Antwort #47 am: 24.11.2020 | 00:56 »
Ich mag Karten.
Items, Zauber usw.
Wie zählen die zu den Seitenanzahlen?

Voll dafür, ich bin ein großer Freund davon, das Rollenspiel etwas zu „brettspielifizieren“ und Ausrüstung oder Special actions auf Karten zu drucken.

Der größte Unfug bei Charakterbögen sind in meinen Augen tatsächlich Größe, Haarfarbe oder Augenfarbe... wtf, die Augenfarbe (wenn sie nicht spezifisch hervorgehoben wurde) hat bei mir  bisher auch wirklich genau gar keine Relevanz für jegliches Spielerlebnis ever gehabt. Oder hat ein GM schon Spielern nen Nachteil gegeben, weil sie 1,73 und nicht 1,74 groß waren?

Oder anders: ich gehe davon aus dass meine Spieler ein Bild von ihrem Char haben und solche Details nicht aufschreiben brauchen.

Alles für mich mal wieder verstörend mit DSA 5, mir tut es so leid, weil ich das System aus Nostalgie mögen möchte, aber der Bogen ist einfach nur schrecklich in all seiner Regel- und detailüberladenen Pracht...

https://ulisses-spiele.de/download/das-schwarze-auge-5-charakterbogen-blanko-4-auflage

Offline nobody@home

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Re: Charakterbögen: Top & Flop
« Antwort #48 am: 24.11.2020 | 09:47 »
Der größte Unfug bei Charakterbögen sind in meinen Augen tatsächlich Größe, Haarfarbe oder Augenfarbe... wtf, die Augenfarbe (wenn sie nicht spezifisch hervorgehoben wurde) hat bei mir  bisher auch wirklich genau gar keine Relevanz für jegliches Spielerlebnis ever gehabt. Oder hat ein GM schon Spielern nen Nachteil gegeben, weil sie 1,73 und nicht 1,74 groß waren?

Was mit auf den Personalausweis muß, gehört nun mal unbedingt auch auf den Charakterbogen... >;D

Offline bobibob bobsen

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Re: Charakterbögen: Top & Flop
« Antwort #49 am: 24.11.2020 | 09:53 »
Zu dem Numenera Bogen:

ich dachte den soll man zu einem kleinen Büchlein falten. Ist also eigetlich gar kein Bogen sondern ein Charakterbuch.
Unübersichtlich bleibt der aber ohne Frage.

Offline bolverk

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Re: Charakterbögen: Top & Flop
« Antwort #50 am: 24.11.2020 | 10:20 »
Der größte Unfug bei Charakterbögen sind in meinen Augen tatsächlich Größe, Haarfarbe oder Augenfarbe... wtf, die Augenfarbe (wenn sie nicht spezifisch hervorgehoben wurde) hat bei mir  bisher auch wirklich genau gar keine Relevanz für jegliches Spielerlebnis ever gehabt. Oder hat ein GM schon Spielern nen Nachteil gegeben, weil sie 1,73 und nicht 1,74 groß waren?

Oder anders: ich gehe davon aus dass meine Spieler ein Bild von ihrem Char haben und solche Details nicht aufschreiben brauchen.
Ja, das ist auch so ein Ding, dass ich noch nie ausgefüllt habe. Soweit ich mich erinnere, hatte der Charakterbogen meines ersten Charakters überhaupt (DSA 3)  Angaben für Gewicht und Größe in "Stein" und "Finger". Seufz.
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Offline Anro

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Re: Charakterbögen: Top & Flop
« Antwort #51 am: 24.11.2020 | 15:08 »
Ja, das ist auch so ein Ding, dass ich noch nie ausgefüllt habe. Soweit ich mich erinnere, hatte der Charakterbogen meines ersten Charakters überhaupt (DSA 3)  Angaben für Gewicht und Größe in "Stein" und "Finger". Seufz.

Ich weiß nicht, ist das ein Detailgrad-problem?
"Ich will nicht auf den Centimeter genau wissen wie groß ich bin" - artig, oder ein "Das ist aus designtechnischer Sicht zu sehr von den relevanten Werten ablenkend?"

Ich persönlich würde da wohl kurz denken, dann 1,80 eintragen und immer wenn ich das sehe "eher groß" denken, und gut.
Ist ja nur ein Tool, was helfen soll.
Also ist "dünn" und "stämmig" gut, aber Gewicht nicht?

Nur damit meine Formulierung nichts falsches suggeriert, ich bin der Meinung, dass ein Einordnen gut ist - zwingt ein wenig sich die Fragen zu stellen- aber der Detailgrad halt viel zu hoch ist.
Wobei mir es egal wäre, weil ich es eh als groben Richtwert nutzen würde und nicht als dogmatischen Wert.

Offline nobody@home

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Re: Charakterbögen: Top & Flop
« Antwort #52 am: 24.11.2020 | 15:30 »
Es gibt prinzipiell schon Systeme, in denen Körpergröße, Körperbau, und sogar Gewicht gelegentlich mal eine Rolle spielen können. Das sind dann halt die detailverliebteren, die auch schon mal Fragen wie "Wem paßt die gefundene Rüstung?" und "Wer kann die morschen Seile hochklettern, ohne daß sie reißen?" erstens aufwerfen und dann zweitens bitte auch mit Hilfe genau dieser Angaben beantworten können wollen...mein Fall wäre übertriebene 'Genauigkeit' in solchen Situationen auch nicht, weil's grobe Kategorien und ggf. etwas Würfelglück meiner Ansicht nach genausogut tun, aber grundsätzlich kann ich die Gedankengänge dahinter schon nachvollziehen.

Offline Selis

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Re: Charakterbögen: Top & Flop
« Antwort #53 am: 24.11.2020 | 17:33 »
Ich für meinen Teil muss schon sagen, das so fluffige Angaben abseits der Stats, wie Größe, div. Körperfarben etc. ziemlich wichtig ist, ganz unabhängig von der Mechanik.
Für mich ist das ein wichtiger Bestandteil des Charakters, der sich eben nicht allein durch Stats definiert.

Offline klatschi

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Re: Charakterbögen: Top & Flop
« Antwort #54 am: 24.11.2020 | 18:52 »
Ich für meinen Teil muss schon sagen, das so fluffige Angaben abseits der Stats, wie Größe, div. Körperfarben etc. ziemlich wichtig ist, ganz unabhängig von der Mechanik.
Für mich ist das ein wichtiger Bestandteil des Charakters, der sich eben nicht allein durch Stats definiert.

Ich stimme Dir da vollkommen zu. Nur: Was gehört auf ein Charactersheet und wie lange will man es haben, damit es übersichtlich bleibt?
Ich für meinen Teil kann voll damit leben, wenn meine Spieler ihre Charaktere in allen facetten beschreiben (wobei Augefarbe noch nie genannt wurde), aber auf das Charactersheet hab ich noch nie geguckt um zu sehen, wie groß er oder sie nun genau ist  ;)

Aber wahrscheinlich haben wir da auch einfach eine unterschiedliche Auffassung davon, was ein Charactersheet genau machen soll :-)

EDIT: Letzten Satz angepasst, damit er verständlicher wird

Offline Selis

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Re: Charakterbögen: Top & Flop
« Antwort #55 am: 24.11.2020 | 19:02 »
Es ist mir noch nie unter gekommen, das es mehr als einen kleinen Block in Anspruch nimmt.

Offline Shin Chan

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Re: Charakterbögen: Top & Flop
« Antwort #56 am: 24.11.2020 | 19:53 »
Ich finde ebenso alles über 1 oder 2 Seiten unerträglich.

Mir gefällt der MERS Bogen, die Dungeonworld Playbooks find ich klasse, oder, auch toll, der hier genannte Barrowmaze Bogen.

Die meisten Bögen sind leider, wie das Geschwafel von vielen Leuten, wirr, zu lang und absolut nicht zielstrebig.

Offline Gunthar

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Re: Charakterbögen: Top & Flop
« Antwort #57 am: 24.11.2020 | 21:52 »
MERS für Einsteiger: Das komplette Charakterblatt passt auf 1/3tel einer A4 Seite.  :d

Offline bolverk

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Re: Charakterbögen: Top & Flop
« Antwort #58 am: 27.11.2020 | 12:11 »
Nur damit meine Formulierung nichts falsches suggeriert, ich bin der Meinung, dass ein Einordnen gut ist - zwingt ein wenig sich die Fragen zu stellen- aber der Detailgrad halt viel zu hoch ist.
Wobei mir es egal wäre, weil ich es eh als groben Richtwert nutzen würde und nicht als dogmatischen Wert.
Ja, ic beschreibe meine Charaktere gerne mit "hochgewachsen", "stämmig" oder "untersetzt und einen halben Kopf kleiner als der Durchschnitt" oder so. Eine Liste mit Augenfarbe, Haarfarbe, Größe und Gewicht brauche ich ebensowenig wie einen Platz für Charakterportraits. Es gibt sicherlich Leute, für die dergleichen wichtig ist, für mich ist es Platzverschwendung.

Ideal finde ich, wenn ein Bogen nicht überlang ist, aber dennoch so viele wichtige Infos wie möglich beinhaltet, dass ich nicht in jeder Kampfrunde einmal im Regelwerk nachschlagen muss. Das ist natürlich eine Gradwanderung. Einen D&D-Spellcaster zu spielen, ohne das Buch aufgeschlagen zu haben oder drölf Seiten an Zaubern ausgedruckt bereitzuhalten, ist sinnlos. Außer man hat ein wirklich gutes Gedächtnis.
« Letzte Änderung: 27.11.2020 | 12:15 von bolverk »
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