Autor Thema: [Coriolis] The Last Cyclade - Kampagne und Metaplot [+ Spoiler +]  (Gelesen 2616 mal)

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Offline Sarastro

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Hallo,
hat sich schon jemand mit "The Last Cyclade" auseinander gesetzt ?
Das ist der zweite Teil der "Mercy of the Icons" (Gnade der Ikonen) Trilogie und Nachfolger von "Emissary Lost" (Der verschwundene Abgesandte). Was wiederum auf der Ghazali Vorgeschichte aufbaut.

Also ich bin nicht so angetan: Ziemlich starker Tobak und viel Zerstörung, so als ob man Star Wars nacheifern wollte.

Achtung - Spoiler für besonders Neugierige
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Was meint Ihr ? Genau richtig, um das Szenario aufzumischen ? Oder völlig unnötig und übertrieben ?

Offline Sgirra

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Moin!

Meine Meinung dazu ist sehr eindeutig: Das Gute ist, dass ich nicht mehr auf Band 3 warten muss. ~;D Die Ressonanz in der englischsprachigen Community ist sehr gespalten. Unterm Strich glaube ich, dass sie sich damit keinen Gefallen getan haben. Ich werde ausschlachten, was gefällt und das meiste ignorieren. Womit ich wohl auch nicht mehr zur Käufergruppe weiterer Coriolis-Produkte zähle.

Das Ende ist in der Tat eine Nummer, die frustrierend ist, aber irgendwie nicht einmal der negativste Punkt. The Last Cyclade ist ein Meisterwerk des Railroadings und der erzwungenen Entscheidungen. Es ist super für SCs, die keine eigene Agenda haben (wollen). Am schlimmsten ist der abschließende Teil.
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Da ist das Deus ex Machina-Ende fast schon folgerichtig.

Es fängt jedoch schon vorher an:
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Unterm Strich ist es für mich nicht nur unnötig und übertrieben, sondern dazu noch wirklich schlecht ausgeführt. Es liest sich wie eine Mischung aus einem aus dem Ruder gelaufenen Fan-Abenteuer und dem sehr langen Exposé für einen Roman, den ich vielleicht sogar interessant gefunden hätte. Als Abenteuer mit aktiv agierenden und nachdenkenden SC ist es eine Katastrophe.

Trotzdem hat der Band ein paar gute Sachen: Der Mittelteil mit seinen vielen kleinen Inspirationen ist sehr inspirierend und wird von mir ebenso ausgeschlachtet werden wie die Hintergrundinformationen zu beteiligten Parteien.
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Offline Gumbald

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Ich habe mir den Kampagnenband noch nicht so im Detail durchgelesen.
Daher weiß ich nicht, ob das echt "dicke" Ende eine heftige, aber trotzdem irgendwo nachvollziehbare Konsequenz aus im Kampagnenbuch vorher skizzierten Ereignissen ist.
Mein erster Eindruck ist: Nein. Da wird am Ende einfach nur ein fetter krasser "Badabooom" gesetzt, der den Leser (und dann irgendwann auch die Spielgruppe) zugegebenermaßen mit offenen Mündern und einem "Whaaaaaat?" zurück lässt... aber das war es dann auch.

Grundsätzlich halte ich das Ereignis auch nicht für unlogisch. Auch wenn mich das "Wie" und das "Wer" total überrascht hat.
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Also.. unter diesen Überlegungen halte ich die Handlung tatsächlich für erfrischend und originell... Allerdings basierend auf den aktuell mir bekannten Informationen für nicht sehr gut umgesetzt.
Allerdings kennen wir den dritten Kampagnenband ja noch nicht, der wohl Ende 2021/Anfang 2022 erscheinen soll.

Und wenn ich die Kampage starte, und dann mal zu diesem Punkt komme (der ja auch Ingame einige Jahre in der Zukunft liegt), dann werde ich das auch grundsätzlich so spielen. Eventuell werde ich etwas Zusatz-Arbeit reinstecken und Änderungen vornehmen, damit es etwas besser in die Story passt.

Zu deinen Befürchtungen, dass dieses Ereignis einen großen Teil des Hintergunds kaputt macht:
Ja, schon! Aber!
Es gibt meines Erachtens einige Hinweise darauf, dass Free League nach dem Ende der Kampage eine neue Version des Regelwerks plant und das ganze Setting dann mit einem neuen Schwung an überarbeiteten Büchern versorgt:
* Sie haben in Interviews gesagt, dass sie gerade sehr viel darüber diskutieren, wie sie zukünftig Inhalte für Coriolis veröffentlichen wollen. Das wurde auch im Zusammenhang mit dem sehr dicken Regelwerk genannt, welches sie so nicht mehr veröffentlichen würden (zu viel Hintergrund, der besser ausgelagert werden sollte).
* Der dicke 200+ Seiten Atlas Band wird nicht von Schwedisch auf Englisch übersetzt, obwohl er eine Fülle an nützlichen unveröffentlichten Informationen erhält. Statdessen hat man die darin enthaltenen Sternenkarten auf Englisch zum freien Download gestellt und lässt den Atlas jetzt als Fan-Projekt im Free League Workshop auf Englisch herausbringen. Das macht meines Erachtens nur Sinn, wenn man eh plant in ein paar Jahren überarbeitete Hintergrundbände heraus zu bringen. Ansonsten hier auf Kohle im großen englisch-sprachigen Markt zu verzichten? Unverständlich.
* Das Year Zero Regelwerk hat sich mit Forbidden Lands / Alien weiter entwickelt. Coriolis war da mit seinen Action Points ein Zwischenschritt zwischen Mutant Year Zero und Forbidden Lands. Es gibt auch einige Regelinkonsistenzen und unnötig komplizierte Regel-Entscheidungen, die so heute vermutlich nicht mehr getroffen werden würden. Auch die Liste der Fertigkeiten würde in einer neuen Version eventuell etwas anders aussehen -> Also auch hier ein Grund für ein Update.

Ich halte es somit für nicht sehr unwahrscheinlich, dass wir > 2023 eine neue Edition von Coriolis sehen, welche dann auch auf dem neuen Hintergund der veröffentlichten Kampagne basiert. Aber das ist natürlich nur alles Spekulation.

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Alles in allem: Ich finde Veränderung in so einem Setting nicht schlecht. Es gibt ja auch genug Möglichkeiten, Orte zu bespielen, bevor es dort kracht. Gerade dann haben solche Veränderungen ja auch eine viel größere Wirkung. Und selbst, wenn die lieb gewonnenen Orte dann nicht mehr existieren, dann findet man im dritten Horizont sicher Orte, die als guter Ersatz fungieren können.
Allerdings: Die "Inszenierung" lässt offenbar etwas zu wünschen übrig...
« Letzte Änderung: 27.01.2021 | 15:02 von Gumbald »

Offline Sgirra

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Du fasst einen Kritikpunkt von mir recht gut zusammen: Es ist ein Effekt ohne Substanz. (Und zumindest, wenn man vor so einem Jahrzehnt DSA gespielt hat, ist das für einen weder originell noch erfrischend. 8) )

Noch eine Sache:
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EDIT:
Von allen anderen Änderungen abgesehen, werde ich Band 2 ergebnisoffen anlegen. Also die SC tatsächlich an der Handlung teilhaben, statt sie sie nur beobachten lassen. ;) Band 3 wird allenfalls ein Ideensteinbruch. Dieses wird derselbe Autor wie Band 2 schreiben, und da habe ich schlicht kein Vertrauen mehr, dass das etwas Gutes sein kann.
« Letzte Änderung: 27.01.2021 | 15:35 von Sgirra »
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Offline Gumbald

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Jap, da hast du völlig recht!

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Offline Sashael

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Ich bin immer froher, dass ich die Kampagne komplett ignoriert habe und ganz mein eigenes Ding mache.

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Ich werde mir den zweiten Band schon nicht mehr besorgen und nutze einfach das bereits erschienene Material, im mein Firefly meets CoC weiterzuzocken.

Schon vom Verschwundenen Abgesandten habe ich gerade mal den "Stadtplan" der Monolithstadt auf Kua und die verbesserten Mythicpowers genutzt.

Das ist echt DSA all over again.
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Online aikar

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Mir gefällt der Band größtenteils ganz gut aber das Ende ist wirklich eigenwillig.

Vor allem frage ich mich
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Offline Gumbald

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Mir gefällt der Band größtenteils ganz gut aber das Ende ist wirklich eigenwillig.

Vor allem frage ich mich
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In diesem Topic aus dem Free League Forum gibt es übrigens noch ein paar nette Ideen, wie man das Ende alternativ gestalten kann:
https://forum.frialigan.se/viewtopic.php?f=109&t=6956

Offline Sashael

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Ich finde das Setting im GRW spannend und voller Potential.
Die anderen Horizonte stören da nur. Die Kampagne ist so ziemlich das Letzte, was ich mit dem Setting gemacht hätte.

Geiles Setting, doofe Kampagne, Frian Ligan.
Kampagnenbau ist aus meiner Warte ein Phantomskill von denen.
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Offline Sarastro

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Erst mal Danke für die Antworten.
:D

Vieles sehe ich übrigens ähnlich und einiges war zu erwarten.

Zitat
Unterm Strich glaube ich, dass sie sich damit keinen Gefallen getan haben.
Das glaube ich auch.

Zitat
The Last Cyclade ist ein Meisterwerk des Railroadings und der erzwungenen Entscheidungen.
Das kommt noch dazu.

Zitat
Ich halte es somit für nicht sehr unwahrscheinlich, dass wir > 2023 eine neue Edition von Coriolis sehen,
welche dann auch auf dem neuen Hintergund der veröffentlichten Kampagne basiert. Aber das ist natürlich nur alles Spekulation.
Tja, neue Editionen sind nicht ungewöhnlich. Aber meistens beschränkt sich das dann auf neue Regeln und Ergänzungen.

Passend dazu dieser (kopierte) Spoiler
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Nicht nur erheiternd, sondern auf den Punkt gebracht !
:d

Zur Spoiler Frage noch eine Spoiler Antwort
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Interessant ist in dem Zusammenhang, daß nicht nur der erste Horizont Dreck am Stecken hat sondern auch der zweite Horizont. Und der dritte Horizont mittendrin im Machtkampf (Power Struggle).
Das war zwar zu erahnen, aber meistens war der erste Horizont der Bösewicht, der die Finsternis zwischen den Sternen für seine egoistischen Ziele mißbraucht.

Zum anderen (offiziellen ?) Coriolis Forum
https://forum.frialigan.se/viewtopic.php?f=109&t=6956
In der Tat ein interessanter Link. Passend fand ich den Kommentar:
Maybe I will understand it with Part 3 and change my mind. Until then, the campaign is another example of: “Don't start until the last book is published.”

Zitat
Ich bin immer froher, dass ich die Kampagne komplett ignoriert habe und ganz mein eigenes Ding mache.
So handhabe ich das auch. Und der Band hat das bestätigt - immerhin ein Vorteil.
Wobei zumindest das Ghazali (Vor)Abenteuer seinen Reiz hat.

Irgendwie habe ich das Gefühl, daß sie in Coriolis und vor allem in diese Kampagne alles reinpacken wollten, was geht:
Alien, Cthulhu -> Die Dunkelheit zwischen den Sternen
World of Darkness -> Intrigen und finstere Mächte
Warhammer, Star Wars -> Krieg und Zerstörung
Cyberpunk, Dune, Firefly und 1001 Nacht -> Atmosphäre und Widersprüche zwischen Wüste und Technik

Das eigentliche Setting mit dieser Mischung aus Dune und Cyberpunk, Firefly und 1001 Nacht fand ich übrigens gut, weil es sehr viele Möglichkeiten eröffnet hat.
Tales from the Loop war die Zukunft in der Vergangenheit. Und Coriolis war die Vergangenheit in der Zukunft. Das hatte seinen Reiz.
:)

Leider ist dieser Band viel zu bombastisch.
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Aber zumindest sind wir hier fleißig am diskuttieren. So kommt mal wieder Leben in die Coriolis Bude.
Denn jetzt kann man auch seine Ideen für ein alternatives Coriolis loswerden. Schräger als "The Last Cyclade" wird es selten werden.
8)

Offline Sgirra

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Ein paar meiner Ideen finden ja schon im Link. Mehr habe ich auf Discord diskutiert.

Generell mag ich noch …
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Wenn ich die Tage etwas Luft habe, füge ich hier meine Ideen von Discord zusammen. Da wird sicherlich noch ein halbes Jahr davon entfernt sind, in das einzusteigen, was ich aus den Grundideen forme, bin ich ohnehin sehr entspannt. 8)
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Offline Sarastro

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Wenn ich die Tage etwas Luft habe, füge ich hier meine Ideen von Discord zusammen. Da wird sicherlich noch ein halbes Jahr davon entfernt sind, in das einzusteigen, was ich aus den Grundideen forme, bin ich ohnehin sehr entspannt. 8)
Gerne.
Habe dazu - für alternative Ideen - mal einen eigenen Thread eröffnet, damit sich die Dinge nicht unnötig vermischen.
;)

Online aikar

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Interessant ist in dem Zusammenhang, daß nicht nur der erste Horizont Dreck am Stecken hat sondern auch der zweite Horizont. Und der dritte Horizont mittendrin im Machtkampf (Power Struggle).
Das war zwar zu erahnen, aber meistens war der erste Horizont der Bösewicht, der die Finsternis zwischen den Sternen für seine egoistischen Ziele mißbraucht.
Ich vermute mal, dass das vielleicht sogar die primäre Intention der Ereignisse am Ende von Band 2 waren. Nach Band 1 stand der zweite Horizont klar als "die Guten" gegen den klar bösen ersten Horizont da. Das wollten sie wohl aufbrechen.

Offline Argovan

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Ich lese mich gerade erst in Coriolis ein. Bei jeder 08/15-SciFi-Serie würde ich jetzt eine Zeitreise erwarten, um die Geschehnisse rückgängig zu machen. Wäre das eine Option, passt das zum Hintergrund von Coriolis?
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Offline Sgirra

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Ich habe meine Ideen mal in den anderen Faden eingewoben. ;)

Zeitreisen sehe ich aktuell noch nicht bei Coriolis, aber bis vor Kurzem hatten sie auch noch keine Starkiller Base. Daher …

Ich kann mir eher vorstellen, dass in Band 3 das Schwesterschiff der Zenith auftaucht und in eine zweite Coriolis umgebaut wird. Zwischen Band 2 und Band 3 wird schon ein Zeitsprung von mehreren Jahren liegen. Da ist ein weiterer zwischen dem Ende der Kampagne und dem Auftakt einer theoretischen neuen Edition ebenfalls nicht abwegig.
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Online aikar

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Ich kann mir eher vorstellen, dass in Band 3 das Schwesterschiff der Zenith auftaucht und in eine zweite Coriolis umgebaut wird. Zwischen Band 2 und Band 3 wird schon ein Zeitsprung von mehreren Jahren liegen.
Sehr plausibel.

Offline Waldviech

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Zitat
Sehr plausibel.
Durchaus - zumal sie immer mal angedeutet haben, dass dieses Schiff noch irgendwo existieren muss. Da liegt die Vermutung nahe, das damit nochmal was gemacht wird.

Was ich als Szenario im Übrigen auch interessant fände: Das Schwesterschiff taucht NICHT auf, aber diverse Fraktionen tun sich zusammen, um im Rahmen eines titanischen Bauvorhabens eine neue Coriolis "from scratch" zu konstruieren - und zwar in einem Anfall von "jetzt erst recht" größer und prächtiger als die alte Coriolis jemals war. Weil man es kann und ein Zeichen setzen will. Der Bau von Raumstationen ist ja kein verlorenes Wissen. Das das Ganze ist also nur eine Sache des politischen Willens und der Finanzierung.
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Offline Sarastro

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Ich vermute mal, dass das vielleicht sogar die primäre Intention der Ereignisse am Ende von Band 2 waren. Nach Band 1 stand der zweite Horizont klar als "die Guten" gegen den klar bösen ersten Horizont da. Das wollten sie wohl aufbrechen.
Wobei in Band 1 und z.T. auch im Atlas Kompendium bereits erkennbar war, daß die sogenannten Mystiker des zweiten Horizonts auch nicht zimperlich sind:
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Zitat
Ich kann mir eher vorstellen, dass in Band 3 das Schwesterschiff der Zenith auftaucht und in eine zweite Coriolis umgebaut wird.
Ja, die Nadir ist seit Jahrhunderten verschwunden. Das bietet wieder einigen Stoff - egal ob offizieller Meta-Plot oder eigene Geschichten.

Wenn die Coriolis Macher schlau sind, dann bieten sie in Band 3 alternative Enden oder Handlungen an.
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Offline Ninkasi

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Zitat
Wenn die Coriolis Macher schlau sind, dann bieten sie in Band 3 alternative Enden oder Handlungen an.

Dafür ist mir die vorherige Handlung schon nicht offen genug und wenn man noch weitere Pläne für das Setting hat, dann arbeiten die vermutlich eh nicht mit alternativen Enden.
« Letzte Änderung: 20.07.2021 | 16:28 von Ninkasi »

Offline Sgirra

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Nein, mit alternativen Enden rechne ich auch nicht. Band 3 wird vermutlich vor allem ein Settingupdate, immerhin liegen zwischen Band 2 und 3 mehrere Jahre/Zykladen. Vorbei der erste Teil wahrscheinlich den Horizont in der Zwischenphase beschreibt und der letzte Teil den neuen Status Quo, mit einem (gescripteten) Finale dazwischen.

Auf Facebook (ich finde den Link gerade nicht) hat der Autor schon angekündigt, dass
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Ich hab inzwischen meinen Frieden mit dem Finale von Last Cyclade gemacht.
Es war ein bisschen ein Schock als es rauskam, aber ich glaube, es ist was anderes, ob man die Bücher schnell durchliest oder (mit zusätzlichen Abenteuern davor und dazwischen) 2-3 Jahre spielt bis man zu dem Punkt kommt.
Gerade wenn man Die Gnade der Ikonen nicht als alleinstehend betrachtet, sondern als abschließenden Teil einer größeren Kampagne, passt das schon. Es steigt ja auch keiner mit den 7G in DSA ein (wir hatten damals zumindest mehrere Jahre und 10+ Abenteuer, bevor die Charaktere in Alptraum ohne Ende gestolpert sind).
Was ich mir wünschen würde, wären zusätzlich zur Gnade der Ikonen-Kampagne noch weitere Einzelabenteuer oder Kurzkampagnen, die man da einstreuen kann. Aber ansonsten liefert ja das Setting durchaus genug Aufhänger zum Eigenbau.
« Letzte Änderung: 21.07.2021 | 09:45 von aikar »

Offline Ninkasi

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Ich hab inzwischen meinen Frieden mit dem Finale von Last Cyclade gemacht.
Es war ein bisschen ein Schock als es rauskam, aber ich glaube, es ist was anderes, ob man die Bücher schnell durchliest oder (mit zusätzlichen Abenteuern davor und dazwischen) 2-3 Jahre spielt bis man zu dem Punkt kommt.

Da gebe ich dir schon recht. Die Spieler können dadurch eine epische Kampagne erleben und danach wird das Rollenspiel eingepackt und was anderes gespielt: Funktioniert :)
Aber für die erste Kampagne, wo ich dachte diese dient zur Einführung des Settings, da empfinde ich es schon bemerkenswert.
Am liebsten lasse ich mich eh von den Spielern und den Würfeln überraschen und spiele keine Geschichte nach, also was soll´s schon.  >;D

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Aber für die erste Kampagne, wo ich dachte diese dient zur Einführung des Settings, da empfinde ich es schon bemerkenswert.
Ich denke man muss sich von dieser Erwartung verabschieden. Die Gnade der Ikonen ist eine epische, settingerschütternde Kampagne, keine Einsteigerkampagne zum Kennenlernen des Settings. Und wenn man es so sieht, lösen sich (für mich) viele Kritikpunkte in Wohlgefallen auf.
Wobei Free League glaub ich auch nie gesagt haben, es wäre eine Einsteigerkampagne. Das kam nur durch die Erwartungshaltung, weil es eben die erste publizierte Kampagne war.

Eine "Phandelver"-Kampagne für Einsteiger wäre schön gewesen, aber Free League überlässt das wohl eher dem freien Spiel und den SLs. Auch gut. Spiel ich halt vorher die anderen bzw. eigene Abenteuer. Macht Coriolis halt leider nur eingeschränkt für Neu-SL brauchbar.
« Letzte Änderung: 21.07.2021 | 10:42 von aikar »

Offline Sgirra

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Oh, ich habe kein Problem, dass es eine epische, settingerschütternde Kampagne. Ich liebe epische, settingerschütternde Kampagnen. Ich habe nur ein Problem damit, dass sie so schlecht geschrieben ist. Und an ihrer eigenen Selbstbeschreibung scheitert (Hervorhebung durch mich):

Zitat
Mercy of the Icons consists of three episodes following a timeline that starts with the arrival of the mysterious Emissary of Xene and ends when the future of the Third Horizon is decided. The players and their characters will not be passive spectators in the emerging story. On the contrary, if they show themselves worthy of the blessings and mercy of the Icons, they may very well find themselves in the both terrifying and overwhelming position to greatly impact what’s in store for the Horizon and its people.

Hätten sie geschrieben: “Die Kampagne ist episches Railroading mit keinerlei Einfluss der Spielcharaktere auf die Handlung, unausgereiften Regelergänzungen, die dazu dienen, den Plot zu schützen, und raumportalgroßen Logikfehlern” – nun, dann würde ich die Bücher sehr viel entspannter betrachten, weil ich genau bekommen hätte, was mir versprochen wurde. ;) So sind es aber die krassen handwerklichen Fehler, die mich das Gedruckte auf das Brauchbare herunterbrechen lassen werden, um daraus etwas zu bauen, was Sinn macht und die SC wirklich zu den Protagonist:innen der Geschichte macht.

Die deutsche Ausgabe habe ich derweil vorbestellt, weil ich bei solchen Arbeiten lieber blättere und der Uhrwerk Verlag ja nichts für das schwedische Schreibteam kann.
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Offline Gumbald

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und raumportalgroßen Logikfehlern”

Da ich den Band bisher noch nicht im Detail gelesen habe: Was sind denn für dich so die größten Logikfehler?

Vielleicht hab ich da ja noch ein paar Schnitzer übersehen...

Offline Sgirra

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Ich empfand beim erst- und zweimaligen Lesen die ganze Verschwörung, die sich rund um die Coriolis dreht, nicht sonderlich intelligent aufgezogen. Vielleicht war ich da aber auch schon so frustriert, dass mir Details entgangen sind. Und am Ende ist es vielleicht egal, weil die Dei ex Machina eh alles überrollen und nichts, was irgendeine Partei bis dahin unternommen hat, irgendeine Rolle spielt.

Viel schlimmer ist ohne die Erkenntnis, dass wenn man die Spielfiguren subtrahiert, alles genauso passieren würde. So etwas ist für mich der ultimative Test geworden, wie ein Abenteuer geschrieben ist. Das ist eigentlich schlimmer als Eisenbahnschienen – selbst wenn gar kein Zug fährt, passiert alles wie gesetzt.
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Viel schlimmer ist ohne die Erkenntnis, dass wenn man die Spielfiguren subtrahiert, alles genauso passieren würde. So etwas ist für mich der ultimative Test geworden, wie ein Abenteuer geschrieben ist. Das ist eigentlich schlimmer als Eisenbahnschienen – selbst wenn gar kein Zug fährt, passiert alles wie gesetzt.
OK, das sehe ich bei Gnade der Ikonen anders, ist aber evtl. Geschmacks/Einstellungssache.

Wir sind bis zum Finale von The Last Cyclade immer noch in einer Phase der Kampagne, wo der wirkliche Bösewicht (oder Bösewichte, je nachdem wie man bestimmte Parteien sieht) noch gar nicht offen in Erscheinung getreten ist.
Bis hierhin dreht sich die Kampagne für mich noch gar nicht darum, den Bösen in den A... zu treten, sondern Informationen zu sammeln womit man es überhaupt zu tun hat und Verbündete zu gewinnen. Und in diesen Bereichen können die Charaktere durchaus Erfolg haben völlig unabhängig, von den Fortschritten und Erfolgen der großen Parteien im Schatten.
Der Erfolg von "Der verschwundene Abgesandte" ist herauszufinden, was hinter den Ereignissen steckt und zu erkennen, dass etwas großes im Anrollen ist.
Der Sieg der SCs hier ist es, die Verschwörung aus den Schatten ans Licht zu ziehen. Der Feind kann nicht mehr völlig im Dunkeln agieren.
Jemand (die SCs und alle, die sie einweihen) weiß etwas davon und damit kann man anfangen, dagegen vorzugehen.

Das setzt sich in Die letzte Zyklade fort. Was ist wirklich mit der Ghazali passiert, wer steckt dahinter, wie mächtig sind sie, wer im dritten Horizont zählt zu ihren Verbündeten?
Das ist ein Schatten- und Agentenkrieg in den ich auch genug kleine Erfolge einbauen kann (Ein Agent der Gegenseite wird enttarnt und ausgeschaltet, eine Sabotageaktion wird verhindert,...)

Das Ende von Die letzte Zyklade ist (so nehme ich es zumindest an, genaueres wissen wir erst mit Teil 3) der Startschuss für die zweite Phase: Den offenen Konflikt.

Ich seh aber allgemein die Hauptstoryline genau als das: Die Plot-Point-Abenteuer, zwischen denen sich alle Möglichen kleinen und Sandbox-Szenarien bewegen können. Und das sehen die Autoren offenbar genauso, deshalb gibt es ja die Mini Adventures und den Mission Generator.

Und daher finde ich es bei weitem nicht so grauenerregend railroadig, wie manchmal getan wird.

Ein schöner Vergleich ist für mich z.B. Systemausfall von Shadowrun. Die Matrix WIRD untergehen, die Mächte im Hintergrund sind zu übermächtig, als dass eine kleine Gruppe Runner das verhindern könnte. Aber darum geht es gar nicht. Das ist nicht das Abenteuer, das ist der Hintergrund, vor dem sich die Abenteuer abspielen.
« Letzte Änderung: 23.07.2021 | 11:08 von aikar »

Offline Sgirra

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Ich würde dir zustimmen, wenn die gewonnen Informationen zu irgendetwas führen würden (und hier meine ich explizit Teil 2). Aber gerade in Band 2 ist das selten der Fall. Entweder wird es den SC weggenommen (wie praktisch, dass sie in ein segmentelanges Koma gezwungen werden) oder sie werden gleich irrelevant (“Ja, da ist tatsächlich eine Verschwörung und hier ist der Beweis – but never mind, es wird ohnehin gleich alles in die Luft gejagt! Inklusive der Fraktion, deren Machenschaften ihr aufgedeckt habt”).

Das meine ich damit, dass das Subtrahieren jeglicher SC nichts an der Kampagne ändert.  8) Der verschwundene Abgesandte railroadet zwar auch ordentlich, löst es im Ganzen aber besser als Band 2. Dass auf Band 3 ein längerer Zeitsprung folgt, lässt mich anhand von Band 2 zudem befürchten, dass hier noch etwas mehr Zeit zwischen Aktionen von SC und dem neuen Status quo gebracht wird. Aber ich lasse mich gerne positiv überraschen. :)

Doch wie du sagst: Geschmacksache. Ich freue mich für jede Person, die in der Kampagne ihre Erfüllung finden. (In einer englischen Gruppe schrieb mir jemand, dass die Kampagne gerade für seine Runde perfekt sei, weil eine Spieler:innen Eigeninitiative scheuen und lieber Zuschauende großer Ereignisse sind.) Und alle anderen können ja ihr eigenes Ding daraus machen. :D
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Offline Ninkasi

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Als Hintergrund, Metaplotentwicklung, Universum dreht sich weiter, Abenteueraufhänger...
Vielleicht bräuchte ich den Inhalt der Kampagne nur anders aufbereitet. Lust diese zu Leiten habe ich nicht mehr, aber Abenteuer im Coriolisuniversum zu Leiten schon.

Offline Sgirra

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Coriolis ist eines meiner aktuellen Lieblingssettings und -systeme, die Mitspielenden sind großartig – da machen wir natürlich weiter. Bisher spielen wir zu 90% ohnehin eigene Sachen. An der Kampagne werde ich mich bedienen, es gibt ja auch viele schöne Momente und Ideen, und es in unsere Kampagne transformieren.
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Online aikar

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Ich hatte Die Letzte Zyklade schon auf Englisch überflogen und hab mich jetzt in den letzten Tagen durch die Deutsche gelesen. Hier mal eine Kurzrezension.

Die Fehleranzahl ist (meiner Meinung nach) sehr gering, die Übersetzung liest sich gut, die Satzstellungen sind (wiederum meiner Meinung nach) angenehm.

Und ich muss sagen: Ich will diese Kampagne leiten, da ist wahnsinnig viel cooles Zeug drin.

Ich muss auch vor allem mal den verbreiteten Vorwurf des massiven Railroadings entkräften. Ich behaupte, wer das so sieht, hat die Kampagne nicht wirklich gelesen.

Das Einstiegszenario ist ein Eindringen- und Nachforschen-Auftrag. Verschiedene mögliche Taktiken und Ergebnisse werden vorgestellt, ebenso gibt es Hinweise was passiert, wenn etwas schiefgeht.
Alles in allem ist es stark wie ein Shadowrun im Weltraum angelegt. Das Ende von Akt 1 wird oft (neben dem Finale, dazu mehr weiter unten) als DAS Beispiel genannt, warum die ganze Kampagne Railroading-Mist ist.

Das kann man so sehen, aber erstens ist es eine (!) Szene in einem Szenario in einem umfangreichen Band, zweitens eine ziemlich epische, die den Charakteren wahrscheinlich noch lange in Erinnerung bleiben wird. Außerdem lassen sich bestimmte Punkte leicht abändern.
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Der zweite Teil ist vor allem ein politisches hin und her, bei dem verschiedene Patrone versuchen die Gruppe für sich zu gewinnen. Und die Spieler haben hier völlig freie Wahl, mit wem sie zusammenarbeiten und wen sie verärgern, was langfristige Konsequenzen hat.

Der Großteil des Bandes besteht dann aus verschiedenen Kurzszenarios/Abenteueraufhängern und Location-Beschreibungen im Rahmen eines Undercover-Kriegs, im Grunde eine ausgearbeitetere Weiterführung des Abschlussteils von Band 1.

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Die einzelnen Szenarios können jeweils eingesetzt werden oder nicht und auch leicht angepasst und verschoben werden. Dabei wird in den Szenarios auch auf verschiedene Einflüsse eingegangen, je nachdem wer Patron der Gruppe ist. Viel freier geht es (meiner Meinung nach) nicht, wenn man nicht eine reine nur Spieler-getriebene Setting-Sandbox spielen will.

Ein Beispiel:
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Besonders gut gefallen mir die verschiedenen beschriebenen Lokalitäten und kleinere NSCs wie Händler o.Ä., die wahnsinnig viel Lokalkolorit beisteuern und Atmosphäre schaffen.

Der dritte Teil dreht sich vor allem um politische Unruhen.
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Auch hier können die SCs abhängig von ihren Verbindungen unterschiedliche Ziele verfolgen und mit unterschiedlichen Personen interagieren.

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Sehr umstritten ist ja das Finale
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Wie ich schon mal hier geschrieben habe (und mich jetzt bestätigt fühle), sehe ich das nach dem Durchlesen der Kampagne nicht mehr so problematisch bzw. sogar recht passend. Mit all den Szenarios und Abenteueraufhängern ist es bis zu diesem Zeitpunkt eine lange Zeit (wahrscheinlich zumindest 2-4 Jahre, je nach Spieltempo) in der die Gruppe das Setting kennen lernen kann. In diesem Zusammenhang sind die aus dem Finale resultierenden Veränderungen absolut ok bzw. sogar zu begrüßen.

Der einzige wirklich große Kritikpunkt, den ich habe, ist, dass neue Talente, Zufallstabellen, Ausrüstung und Regeln (z.B. Gifte) über den Band verstreut sind. Die würde ich mir zusammengefasst in einem Compendium wünschen. Aber das liegt wohl nicht in der Hand des Uhrwerk-Verlags.

Abschließend muss ich noch anmerken, dass es in einem etwas längeren und ein paar kurzen Bereichen stark gesternte Texte gibt. Das erfolgte für einige asexuelle bzw. androgyne NSCs (wie schon ähnlich bei Die Frostweiten) und betrifft etwa 5-10% des Inhalts. Damit ist es für mich persönlich ärgerlich, ändert aber nicht wirklich etwas an meiner Begeisterung für den Band.
Ich freue mich wirklich darauf, Die Gnade der Ikonen zu leiten, auch wenn es wahrscheinlich aufgrund meiner laufenden Kampagnen noch 2-3 Jahre dauern wird, bis ich wirklich dazu komme. Aber bis dahin ist dann hoffentlich auch Teil 3 schon da (und hoffentlich auch wieder auf Deutsch).

Nebenbemerkung: Der Soundtrack des neuen Dune-Films (und des dazugehörigen Sketchbooks) schafft sehr viel Coriolis-Stimmung und lief während des Lesens ständig nebenher :)
« Letzte Änderung: 30.09.2021 | 13:19 von aikar »

Offline Colgrevance

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Es gibt halt Leute, die sehen Metaplot und vorgefertige Plotelemente grundsätzlich als unzulässiges Railroading an. Für die ist diese Kampagne halt nix; man kann das Setting von Coriolis ja auch super als Sandbox bespielen (und sich ggf. einzelne Teile aus den Abenteuern herauspicken). Insofern bin ich bei der Einschätzung des Bandes ganz bei dir.  :d

Online aikar

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man kann das Setting von Coriolis ja auch super als Sandbox bespielen (und sich ggf. einzelne Teile aus den Abenteuern herauspicken).
Genau genommen muss man nur das Finale streichen/optional machen und an ein paar Stellen ein bisschen aufbrechen, dann kann man auch den Großteil der Kampagne als Sandbox nutzen.
Den dritten Teil kann man dann halt wahrscheinlich nicht mehr nutzen, aber selbst bis dahin sollte es genug Material geben.

Online aikar

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Wer Coriolis Sandboxiger spielen will, sollte sich mal das aktuelle Dune-Rollenspiel (Modiphius 2D20, bald auch auf Deutsch von Ulisses) ansehen. Einfach die Fraktionen als Häuser umsetzen und man hat ein perfektes Metasystem für Intrigen und Schlachten.

Offline Gumbald

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Ich stolpere in den Coriolis-Büchern immer wieder über Info-Fetzen über die "Mogul-Flotte" bzw. die "Jangahir-Flotte". Beides bezeichnet die größte Flotte der Nomaden-Fraktion, die vor allem im Säulen-Quadranten die beherrschende Macht ist.

Vielleicht können hier ja mal andere Coriolis SLs ihre Meinung dazu kundtun, wie sie die Historie der Flotte beurteilen.
Alles weitere jetzt im Spoiler Kasten:

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Soo... irgendwelche Anmerkungen? Was seht ihr anders, was gibt es zu ergänzen?

Online aikar

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Danke schon mal für diese Zusammenfassung.
Ich denke, dass die Infos über die Mogul-Flotte und den verschwundenen Abgesandten bewusst stückhaft sind und sie im Dritten Band eine Rolle spielen werden.

Ich weiß nicht, was du mit ihr vorhast, aber wenn du die ganze Kampagne spielen willst, würde ich es tatsächlich auch einfach dabei belassen, den Spielern Gerüchte zukommen lassen (die wahr sein können oder auch nicht und sogar widersprüchlich) und einfach mal abwarten was kommt.

Offline Sarastro

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@Gumbald,
vielen Dank für Deine Mühe und Recherche.

Aber im Endeffekt habe ich - für mich - diese neuen Coriolis Werke alle abgeschrieben: Das ist viel zu starker Tobak. Übertriebener Metaplot wie in der World of Darkness, nur gefühlt in einem viel schnelleren Tempo (der Verlage). Anderen wird das sicher gefallen, mir eben nicht. Da bleibe ich lieber beim Grundregelwerk und dem Atlas plus die "kleinen" lokalen Abenteuer.

Online aikar

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Aber im Endeffekt habe ich - für mich - diese neuen Coriolis Werke alle abgeschrieben: Das ist viel zu starker Tobak.
Ich finde es gut, dass es zumindest eine starke epische Kampagne gibt. Was ich aber auch kritisch sehe ist, dass abseits davon nicht wirklich was rauskommt. Eine Reihe von Low-Level-Abenteuersammlungen wäre begleitend wirklich fein zu haben. Am Anfang gab es da ja ein bisschen was, aber nach dem Start der Gnade der Ikonen dann gar nichts mehr.

Offline Enrico Pallazzo

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Das ist leider typisch Free League. Da kommt nach dem großen Wisch am Anfang meist wenig hinterher außer "größeren" Sachen wie Kampagnen, Erweiterungen o.ä.

Ja, man hat wahrscheinlich mehr als ausreichend Material zum spielen, andererseits hab ich so nicht das Gefühl eines "lebendigen" Systems.

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Online aikar

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Wenn man Spielmaterial braucht, sollte man sich die Letzte Zyklade trotzdem holen, auch wenn man den epischen Hauptplot nicht spielen will. Es sind sehr viele Locations, Kurzszenarien und Szenario-Generatoren drin, die auch unabhängig vom Hauptplot funktionieren. Vor allem im Umfeld des Ordens des Paria, der davor nur sehr grob und geheimnisvoll beschrieben war. So gibt es z.B. eine umfangreiche Beschreibung der Stadt der Fremden und eine interessante mittelgroße Raumstation auf der ein Agenten-Krieg tobt.
« Letzte Änderung: 12.10.2021 | 10:40 von aikar »

Offline Sgirra

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Die (in meinen Augen nur teilweise gelungene) Gnade der Ikonen-Kampagne ist der Erfüllung eines Versprechens, das in der ersten (schwedischen) Edition von Coriolis gegeben wurde und das nun von damaligen Fans, die ihren Verlag nicht zufällig nach einer Fraktion im Dritten Horizont benannt haben, erfüllt wird. (Wohlgemerkt, von ganz anderen Personen als die ursprünglichen Autoren, die überwiegend bei Symbaroum gelandet sind.) Auf dem englischsprachigen Year Zero-Server gibt es eine Menge schwedische Fans, die eine andere Einstellung zur Kampagne haben: "Endlich bekommen wir, worauf wir ein Jahrzehnt gewartet haben!" Ihnen stehen viele Neuspieler:innen gegenüber, die eher eine Haltung wie Sarastro haben, die Kampagne links liegen lassen und ihre eigenen Storys schaffen. Material gibt es ja zum Glück.

Erschwerend kommt hinzu, dass durch die ganzen anderen FL-Projekte (nicht zuletzt die dicken Lizenzen wie Alien, The One Ring und nun Blade Runner) die Coriolis-Redaktion auf eine (sic!) Person zusammengeschrumpft ist: Rickard Antroia. Er hat bereits Die letzte Zyklade praktisch alleine geschrieben, wird auch die Kampagne abschließen und hat schon laut über einen soften Reboot nachgedacht. Rickard ist zwar ein echt netter Kerl, was ich aus Social Media-Diskussionen aufgeschnappt habe, und sehr transparent. Leider ist er kein guter Abenteuerautor, wie Die letzte Zyklade (trotz eines starken Mittelteils) beweist. Er macht den Dritten Horizont nun zu seinem Horizont und darin spielen die Aktionen der SC am Ende keine Rolle, den Deus ex Machina und Zeitsprung werden eh schon alles so biegen, wie der Autor es will. Da merkt man leider schon, dass er noch nicht viel Erfahrung als Rollenspielautor gesammelt hat.

Die Settinginformationen, die er beifügt (und auch auf Facebook verteilt), sind aber in der Tat eine schöne Bereicherung. Würde er sich bloß darauf konzentieren und die eigentliche Handlung von erfahreneren Schreiberlingen verfassen lassen …

Edit: Leider wollen sie auch kein Zusatzmaterial von anderen Autor:innen. Uhrwerk hat es ja versucht, ähnlich wie bei Mutant eigenes Material zu publizieren; das würde aber mit Verweis auf die Deutungshoheit über die Marke und Welt Coriolis abgelehnt. Da soll niemand von außerhalb mitmischen. Fanmaterial (wie für Uhrwerk-Patreons oder den Free League-Workshop) ist was anderes und aktuell die beste Quelle für neues Material.
« Letzte Änderung: 12.10.2021 | 11:19 von Sgirra »
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Online klatschi

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Im letzten Update meinte Tomas auch, dass sie sich der Gefahr bewusst sind, dass sie sich übernehmen und sie versuchen es gerade durch interne Projektmanagement Lösungen zu verbessern.

Ist halt immer die Gefahr bei einer Situation wie der, in der FL gerade steht. Einerseits sind sie eigentlich mit jedem System ziemlich erfolgreich (und drucken ja wohl das Coriolis GRW nun nochmal nach), gleichzeitig (Achtung, nur subjektive Wahrnehmung) leben viel vom Kickstarter Hype. Trotz der Tatsache dass es gut läuft kann ich mir aber gleichzeitig vorstellen, dass die Gewinnmargen nicht so groß sind.

Vor allem aber ist der Markt am Ende umkämpft und es ist immer noch ein Nischenhobby. Es gibt heutzutage so viele Systeme und Kampagnenwelten, die alle um einen Platz um die Aufmerksamkeit neben den großen Platzhirschen konkurrieren, dass ich mir vorstellen kann, dass sich viele Abenteuersupplements halt einfach schlechter verkaufen als das initiale GRW + ein paar Goodies. Meine Hypothese zumindest ist, dass viele Gruppen dann was anspielen, ein paar Abenteuer zocken und dann kommt ein anderes cooles System auf den Tisch. Und dafür reicht der Initiale Kickstarterpledge, das hält dann bis die nächste Sau durchs Dorf getrieben wird.

Systeme wie Alien, Blade Runner und TOR ziehen da natürlich mehr Kundschaft, weil es etablierte Marken sind. Gerade TOR ist nun halt auch v.a. Verwaltungsaufwand für Free League, die Hauptentwicklungsarbeit machen sie da ja nicht, oder? (anders als bei den anderen beiden)

Gleichzeitig kann ich mir gut vorstellen dass solche etablierte Marken einen so großen Absatz generieren, dass sie die kleineren, eventuell nicht ganz so genial laufenden Systeme mittragen?

Anyway, sobald Teil 3 kommt werde ich mir das Trio holen (im letzten Update hieß es — ca bei Minute 50 - dass es early 2022 geplant ist und man 2021 nicht mehr geschafft hat). Hoffe ich finde dann eine Gruppe die zwei Jahre mit mir im dritten Horizont verbringen wollen - oft scheitert es ja daran (auch bei mir), weil die nächste Sau durchs Dorf getrieben wird 😂
« Letzte Änderung: 12.10.2021 | 12:45 von klatschi »

Offline Sarastro

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Ist halt immer die Gefahr bei einer Situation wie der, in der FL gerade steht. Einerseits sind sie eigentlich mit jedem System ziemlich erfolgreich (und drucken ja wohl das Coriolis GRW nun nochmal nach), gleichzeitig (Achtung, nur subjektive Wahrnehmung) leben viel vom Kickstarter Hype. Trotz der Tatsache dass es gut läuft kann ich mir aber gleichzeitig vorstellen, dass die Gewinnmargen nicht so groß sind.

Vor allem aber ist der Markt am Ende umkämpft und es ist immer noch ein Nischenhobby. Es gibt heutzutage so viele Systeme und Kampagnenwelten, die alle um einen Platz um die Aufmerksamkeit neben den großen Platzhirschen konkurrieren, dass ich mir vorstellen kann, dass sich viele Abenteuersupplements halt einfach schlechter verkaufen als das initiale GRW + ein paar Goodies. Meine Hypothese zumindest ist, dass viele Gruppen dann was anspielen, ein paar Abenteuer zocken und dann kommt ein anderes cooles System auf den Tisch. Und dafür reicht der Initiale Kickstarterpledge, das hält dann bis die nächste Sau durchs Dorf getrieben wird.
[...]
Das ist nicht abwegig und könnte aus marktwirtschaftlicher Sicht durchaus Sinn machen. Vielleicht sind treue Leiter und Spieler dann auch eher die Ausnahme.
Nach dem Motto: Großer Hype, wenn ein System neu rauskommt. Aber nach zwei Jahren ist diese Phase vorbei und dann kommt das nächste System mit erhöhter Aufmerksamkeit. In diesem Fall würden "normale" Kampagnen im Hintergrundrauschen untergehen, während die (scheinbar) "epischen" Kampagnen stärker in den Fokus geraten.
Schade eigentlich.

Wobei ich nichts gegen epische Kampagnen habe, aber The Last Cyclade ist - aus meiner Sicht - eine bombastische und viel zu überladene Kampagne.

Online aikar

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Hoffe ich finde dann eine Gruppe die zwei Jahre mit mir im dritten Horizont verbringen wollen
Wie oft spielt ihr, dass du glaubst, das in 2 Jahren durchzubringen *Neid*?  :o

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Wie oft spielt ihr, dass du glaubst, das in 2 Jahren durchzubringen *Neid*?  :o
Ich glaube, das ist das andere Problem: Die Kampagne ist zu groß. Wir spielen einmal im Monat. Bei dem Tempo bräuchten wir länger, als damals für die Borbaradkampagne – und da gingen wir alle noch zur Schule/Uni und haben vier bis sechs Mal im Monat gespielt. Irgendwie ist die Kampagne nicht nur stilistisch aus der Zeit gefallen …
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Irgendwie ist die Kampagne nicht nur stilistisch aus der Zeit gefallen …
Warum aus der Zeit gefallen? Weil es nur mehr Low-Level-Schnellspielkampagnen für die arbeitende Spielerschaft mit Kindern geben darf?

Edit: Das liest sich aggressiver als ich es meinte. Ich verstehe den Reiz von schnell spielbaren kurzen Abenteuern und Kampagnen. Aber ich denke,  auch epische Langzeit-Kampagnen haben ihre Berechtigung unabhängig vom Zeitgeist.
« Letzte Änderung: 12.10.2021 | 16:43 von aikar »

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Wie oft spielt ihr, dass du glaubst, das in 2 Jahren durchzubringen *Neid*?  :o

Ich hoffe, dann zweimal im Monat spielen zu können - und merke gerade, wie wenig das wahrscheinlich ist  ~;D

Warum aus der Zeit gefallen? Weil es nur mehr Low-Level-Schnellspielkampagnen für die arbeitende Spielerschaft mit Kindern geben darf?

Edit: Das liest sich aggressiver als ich es meinte. Ich verstehe den Reiz von schnell spielbaren kurzen Abenteuern und Kampagnen. Aber ich denke,  auch epische Langzeit-Kampagnen haben ihre Berechtigung unabhängig vom Zeitgeist.

Lustigerweise haben Free League ja mehrere epische Kampagnen in petto, denke da sofort auch an die Throne of Thornes Kampagne für Symbaroum :-D

Online schneeland

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Throne of Thorns hat ja 6 (vormals 7) Teile - dagegen wirkt Mercy of the Icons dann ja schon fast wieder leichtgewichtig ;)

Ich teile ansonsten das Bedauern darüber, dass es nicht mehr Material abseits der Kampagne gibt - zumindest ein paar weitere kleine Szenarien hätten den Spiel m.E. gut getan (ich denke, ein bis zwei weitere Szenariokompendien würden schon reichen). Wenn aber wirklich nur noch eine Person am Spiel arbeitet, ist der mangelnde Ausstoß natürlich auch nicht weiter verwunderlich.
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Es sollte ja auch kein größeres Problem sein z.B. Traveller-Abenteuer zu konvertieren.

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Ich hoffe, dann zweimal im Monat spielen zu können
Wir spielen üblicherweise zweimal im Monat pro Kampagne und da würde ich die Icons-Kampagne bisher (Teil 1+2) auf etwa 3 Jahre schätzen, evtl. auch mehr. Da Teil 3 noch aussteht, kommst wahrscheinlich mit 2 x pro Monat nicht unter 4 Jahren weg. Außer du straffst es rein auf den zentralen Handlungsfaden und das wäre SEHR schade.

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Wir spielen üblicherweise zweimal im Monat pro Kampagne und da würde ich die Icons-Kampagne bisher (Teil 1+2) auf etwa 3 Jahre schätzen, evtl. auch mehr. Da Teil 3 noch aussteht, kommst wahrscheinlich mit 2 x pro Monat nicht unter 4 Jahren weg. Außer du straffst es rein auf den zentralen Handlungsfaden und das wäre SEHR schade.

Danke für die Einschätzung - stoppt erst einmal nicht meine Begeisterung, aber hilft mir beim Expectation Management nächstes Jahr, wenn ich das einstiele  ^-^

Offline Sgirra

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Edit: Das liest sich aggressiver als ich es meinte. Ich verstehe den Reiz von schnell spielbaren kurzen Abenteuern und Kampagnen. Aber ich denke,  auch epische Langzeit-Kampagnen haben ihre Berechtigung unabhängig vom Zeitgeist.
Kein Sorge, ich habe es nicht aggressiv aufgefasst. :-) Für mich als kinderloser Freiberufler ist es eher eine Frage des gestiegenen Angebots. Hatte man damals "sein" System mit "der" Kampagne, spielt man heute viel mehr Spiele und jedes davon hat auch irgendwie "die" Kampagne im Angebot. Und viele sind echt gut. ;D Ich selbst leite gerade vier Runden im Monat plus dann und wann mal einen Oneshot – Zeit ist da also weniger die Frage als Überangebot. Da finde ich die Ansätze von Tales from the Loop oder Mutant charmanter: Überschaubare, in sich abgeschlossene Kampagne, die bei regelmäßigen, aber nicht übermäßigen Spiel in einem halben bis ganzem Jahr abgeschlossen werden können, vielleicht – wenn man mehr will – wie bei Mutant (lose) aufeinander aufbauen.

(Und ja, dann habe ich auch noch regulär arbeitende Mitspielende mit Kindern, die erstmal ein Commitment für maximal ein halbes oder ganzes Jahr geben wollen. ;) )
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