Autor Thema: [Brainstorming] Let's do the mindwarp again! (Scifi/Mythos)  (Gelesen 176 mal)

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Offline Matioki

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Moin allerseits,

ich hätte gern mal Feedback zu einer noch relativ wirren Szenarioidee, die in meinem Kopf vor sich hin wuchert und evtl. zurechtgestutzt gehört. Erst einmal nur grob das Grundprinzip/der Ablauf:

2 Spieler, die ihre Charaktere (noch) nicht kennen und nur anhand von Bildern aussuchen - die erste Szene beginnt mit Spieler 1 (Char1 im Anhang) während Spieler 2 (Char2 im Anhang) einen Briefingtext über seinen Charakter bekommt.

SC1 befindet sich in einem Traumszenario (Urlaub auf tropischer Insel), das stufenweise surrelaer wird bis er daraus aufgeweckt wird und sich in einer Kryoschlafkapsel in einem Raumschiff wiederfindet.
Das Raumschiff, die "Janus", ist auf einer Forschungs-/Terraformungsmission unterwegs zum Exoplaneten Teegarden B im Sternbild Widder. SC1 wurde durch die Bord-AI QUINTUS (Quantum Intelligence Unified System  8) ) geweckt weil ein unbekanntes Problem mit dem Antrieb (Gravitationstunnelgenerator, der das Schiff durch Raumkrümmung effektiv mit halber Lichtgeschwindigkeit fliegen lässt) aufgetreten ist. Sicherheitsprotokolle schreiben vor, dass K.I. und menschliches Besatzungsmitglied routinemäßig gemeinsam die Schiffssystem überprüfen.
SC1 hat durch den Kryoschlaf noch leichte Amnesie und ist desorientiert.
Beim Check des ersten Systems sieht er auf einem Monitor ein seltsames Symbol, das bei ihm eine Vision auslöst: er ist unter Wasser(?) verwandelt(?) in ein nichtmenschliches Wesen - die Vision endet wieder, er hat wieder einen menschlichen Körper, aber einen fremden, und ist an einem fremden Ort, anscheinend in einer Irrenanstalt.
Seine Reaktion darauf wird höchstwahrscheinlich für Unruhe sorgen und führt zur Szene mit SC2

SC2 ist Dr. Theophilus Bulkeley Hyslop, Nervenarzt und stellvertretender Anstaltsleiter im Bethlem Royal Hospital in London, 1900. Er wird informiert, dass einer seiner Patienten anscheinend eine seltsame neue Störung/Persönlichkeitsänderung entwickelt hat und will das näher untersuchen.
Der weitere Verlauf soll vor allem aus den Dialogen zwischen SC1 und SC2 bestehen, einer Art Kammerspiel mit wechselnden Räumen weil SC1 nicht durchgehend in der Anstalt ist sondern nach einer gewissen Zeit wieder in seinen gewohnten Körper zurück wechselt. Er wacht dann wieder in der Kryokapsel auf und wird von QUINTUS aufgefordert, den Systemcheck fortzusetzen.
Wieder sieht er dabei das Symbol, das Halluzinationen, Orientierungslosigkeit und den Wechsel in den Körper des Patienten von SC2 auslöst.

SC1 und SC2 sollen überlegen und diskutieren, was real ist und was nicht. Eingangs ist für SC2 sicherlich klar, dass SC1s Geschichte über eine Reise mit einem Sternenschiff eine Wahnvorstellung sein muss, eine Art Mythomanie wenn auch erstaunlich detailliert.

Für SC1 sollte klar sein, dass er kein Geisteskranker im viktorianischen Zeitalter sein kann. Er muss sich in einer virtuellen Realität befinden (die wird normalerweise nur während des Kryoschlafs durch QUINTUS erzeugt) - wobei er nicht sagen kann, warum gerade in so einem Szenario.

Schafft es ein SC, den anderen von seiner Sicht der Dinge zu überzeugen? Beginnen sie, an ihrer gewohnten Realität zu zweifeln?

Soviel erstmal bis hierhin - ich schreibe später noch, was hinter dem Ganzen steckt/stecken soll.
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Offline KhornedBeef

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Re: [Brainstorming] Let's do the mindwarp again! (Scifi/Mythos)
« Antwort #1 am: 14.01.2022 | 23:22 »
Schönes Szenario. Ich würde aber den Spielern geheime Anweisungen mitgeben, z.b. darüber, was real ist, um Meta-Überlegungen direkt auszuschließen. Sonst fangen sie bloß an, eine der beiden Realitäten auseinanderzunehmen ;)
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Online Waldviech

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Re: [Brainstorming] Let's do the mindwarp again! (Scifi/Mythos)
« Antwort #2 am: 15.01.2022 | 01:06 »
Soll es denn eigentlich eine Auflösung des Ganzen geben, eine "Wahrheit", oder wäre der Clou, dass dies überhaupt nicht der Fall ist.

So als ganz krude und wahrscheinlich viel zu naheliegende Idee, falls es eine Wahrheit geben soll: auf ihre jeweilige Art haben beide SC recht. Das Sternenschiff ist kein menschliches. Tatsächlich ist SC1 ein Migo und SC2 ist tatsächlich ein viktorianischer Nervenarzt - steckt aber in einem Gehirn-Zylinder. SC1 hat durch die lange Zeit in der Stasis tatsächlich Amnesie und einen schweren Schlag weg. Er ist eigentlich Wissenschaftler mit dem Fachgebiet "Menschenkunde" und spinnt sich, dank Jahrhunderte langer Beschäftigung mit dem Homo Sapiens nun zusammen, selber einer zu sein. Der Kontakt mit SC2 wird eigentlich von Quintus initiiert - und zwar als Konfrontationstherapie. Im Kontakt mit einem echten Menschen wird SC1 irgendwann aufgehen, dass er selber gar kein Mensch ist.
« Letzte Änderung: 15.01.2022 | 01:27 von Waldviech »
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Offline Matioki

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Re: [Brainstorming] Let's do the mindwarp again! (Scifi/Mythos)
« Antwort #3 am: 16.01.2022 | 00:09 »
Schönes Szenario. Ich würde aber den Spielern geheime Anweisungen mitgeben, z.b. darüber, was real ist, um Meta-Überlegungen direkt auszuschließen. Sonst fangen sie bloß an, eine der beiden Realitäten auseinanderzunehmen ;)
Dankeschön.  :)  Hmm, aber Zweifel an der Wirklichkeit sind ja gerade Thema in dem Szenario...  :think: Oder meinst du eher, dass die Spieler out of character die Realitäten auseinandernehmen würden und es vom Charakterspiel ablenken könnte?  OOC wissen sie ja, dass die Realität des jeweils anderen auch unabhängig von der Anwesenheit ihres Charakters vorhanden ist - was man aber auch im Rahmen ihres Deutungsmodells ( Wahnvorstellung versus Simulation ) noch einigermaßen erklären könnte...


Soll es denn eigentlich eine Auflösung des Ganzen geben, eine "Wahrheit", oder wäre der Clou, dass dies überhaupt nicht der Fall ist.

So als ganz krude und wahrscheinlich viel zu naheliegende Idee, falls es eine Wahrheit geben soll: auf ihre jeweilige Art haben beide SC recht. Das Sternenschiff ist kein menschliches. Tatsächlich ist SC1 ein Migo und SC2 ist tatsächlich ein viktorianischer Nervenarzt - steckt aber in einem Gehirn-Zylinder. SC1 hat durch die lange Zeit in der Stasis tatsächlich Amnesie und einen schweren Schlag weg. Er ist eigentlich Wissenschaftler mit dem Fachgebiet "Menschenkunde" und spinnt sich, dank Jahrhunderte langer Beschäftigung mit dem Homo Sapiens nun zusammen, selber einer zu sein. Der Kontakt mit SC2 wird eigentlich von Quintus initiiert - und zwar als Konfrontationstherapie. Im Kontakt mit einem echten Menschen wird SC1 irgendwann aufgehen, dass er selber gar kein Mensch ist.
Die Idee gefällt mir ziemlich gut - keiner ist wirklich das, was er zu sein glaubt. Mal sehen, wie ich dieses Mutagen einfließen lasse...

Es soll tatsächlich eine Auflösung geben (sonst wäre es ja ein reines Verwirrspiel und dadurch eher unbefriedigened) und zwar sind Aliens für den Transfer verantwortlich. Es ist eine Alienrasse mit Anleihen an die Mi-Go und die Große Rasse von Yith, die einer undefinierten Mythoswesenheit dient (etwas in Richtung Hastur/King in Yellow). Durch den Raumkrümmungsantrieb sind die Wesen auf die "Janus" aufmerksam geworden, haben sie unbemerkt geentert und QUINTUS gehackt. Sie planen eine Art psychisches Terraforming (Psychoforming?) der Menschheit für ihre Zwecke und nutzen SC1 als Vektor für einen mentalen Virus, mit dem sie sein Bewusstsein in die Vergangenheit schicken um dort den Virus zu verbreiten - ungefähr so, als würde man mit einer Zeitmaschine 1784 Geld auf ein Konto bei der Bank of New York einzahlen um dann in der Gegenwart ein Vermögen zu haben.

Ich schreibe später noch mehr dazu. Es gibt noch keine gute Möglichkeit für SC1 (und SC2), selbst dahinterzukommen, was eigentlich los ist. Bisher ist mir da nur ein Avatar von Nyarlathotep eingefallen weil ihm das Psychoformingprogramm der Aliens nicht in den Kram passt. Ist quasi ein Joker/Deus Ex Machina...
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Offline KhornedBeef

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Re: [Brainstorming] Let's do the mindwarp again! (Scifi/Mythos)
« Antwort #4 am: 16.01.2022 | 16:24 »
Dankeschön.  :)  Hmm, aber Zweifel an der Wirklichkeit sind ja gerade Thema in dem Szenario...  :think: Oder meinst du eher, dass die Spieler out of character die Realitäten auseinandernehmen würden und es vom Charakterspiel ablenken könnte?  OOC wissen sie ja, dass die Realität des jeweils anderen auch unabhängig von der Anwesenheit ihres Charakters vorhanden ist - was man aber auch im Rahmen ihres Deutungsmodells ( Wahnvorstellung versus Simulation ) noch einigermaßen erklären könnte...

[...]
Je nach Art der bisherigen Rollenspielerfahrung ist halt mit mehr oder weniger Party-mäßiger Kooperation außerhalb des Spiels zu rechnen. Und dann fangen Arzt und Irrer an, nach Fehlern in der Matrix zu suchen, weil sie denken,das wäre das Abenteuer. Lustig ja, aber das Kammerspiel fällt weg.
Und ich meinte das schon so, dass sich die Anweisungen an die Spieler widersprechen, d.h. die jeweilige "Stammrealität" des Charakters als die echte nennen. Das macht es denn Spielern leicht, das auch so zu spielen.
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